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Neuerscheinungen Herbst 2019

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Inhaltsverzeichnis

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, 2 Altertumswissenschaften 24 Geschichte

43 Wirtschaftsgeschichte

47 Wissenschaftsgeschichte

48 Medizingeschichte

50 Rechts- und Sozialphilosophie 52 Philosophie 53 Geographie 57 Kulturwissenschaft 57 Romanistik 58 germanistik

die unschönen Folgen der Konsumgesellschaft haben es längst ganz nach oben auf die mediale und politische Agenda gebracht: Müll in den Weltmeeren, Billig-Kleidung und nicht zuletzt überquellende Mülleimer in den Städten sorgen für hitzige Diskussionen und Verbote. Wie aber sind wir dorthin gekommen? Wolfgang König zeichnet in seiner „Geschichte der Wegwerfgesellschaft“ (S. 32–33) den überraschend langen Weg hin zu Einweg-Artikeln und bedenkenlosem Konsum nach. Wann und wie wurde das Wegwerfen zur Routine? Und können wir aus der Geschichte lernen? Wenn es darum geht, nicht aus der Geschichte, sondern die Geschichte zu lernen, möchte ich Ihnen dieses Buch ganz besonders ans Herz legen: Die „Einführung in die Alte Welt“ (S. 8–9). Lange Jahre vergriffen, erscheint das Standardwerk nun in einer vollständig überarbeiteten, neuen Auflage. Übersichtlich strukturiert und mit zahlreichen Illustrationen erfahren Studierende alles, was sie über die Alte Geschichte wissen müssen – vom Alten Orient über die griechische Geschichte bis zum Ende des römischen Reiches.

60 Orientalistik 60 Aus den akademien 64 Autorenverzeichnis

Im Zuge des „Translational Turn“ rückt die Bedeutung von Übersetzungen mehr und mehr in den Fokus. So auch im Falle von Hitlers „Mein Kampf“. Othmar Plöckinger legt mit dem Band „Sprache zwischen Politik, Ideologie und Geschichtsschreibung“ (S. 35) die erste systematische Analyse der zahlreichen historischen, aber auch der aktuellen Übersetzungen von „Mein Kampf“ vor. Denn Übersetzerinnen und Übersetzer prägten das Bild Hitlers und des Nationalsozialismus im Ausland mit – zum Teil bis heute. Mit herzlichen Grüßen Ihr

Dr. Thomas Schaber – Verlagsleiter –


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Altphilologie

Stefan Weise

Der Arion des Lorenz Rhodoman Ein altgriechisches Epyllion der Renaissance. Einleitung, Text, Übersetzung, Wortindex PALINGENESIA – BAND 117

Der Autor

Stefan Weise, geb. 1983, hat an der Martin-Luther-Universität HalleWittenberg Griechische und Lateinische Philologie studiert. Seit 2015 ist er Juniorprofessor für Klassische Philologie/Griechisch an der Bergischen Universität Wuppertal. Promoviert wurde er mit einer Arbeit zu den griechischen Gedichten unter dem Namen des spätantiken Dichters Claudian. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Dichtung der Spätantike, dem Humanistengriechisch und der neulateinischen Literatur.

→ erscheint voraussichtlich September 2019 ca. 320 Seiten mit 1 s/w-Abbildung ca. € 59,978-3-515-12413-3 e-book 978-3-515-12412-6 gebunden

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In der Renaissance wurde das Altgriechische als Literatursprache für das westliche Europa wieder neu entdeckt und durch Humanisten wie Angelo Poliziano und Markos Musuros in eigenen griechischen Dichtungen propagiert. In ihrer Nachfolge begannen auch deutsche Humanisten griechische Briefe zu schreiben und Verse zu dichten. Als bedeutendster unter den griechischen Dichtern der Renaissance in Deutschland gilt der Dichterphilologe Lorenz Rhodoman (1545–1606), der gleich mehrere größere Hexameterdichtungen veröffentlichte. Eine außergewöhnliche Stellung unter diesen Gedichten nimmt der bisher wenig beachtete Arion ein. Rhodoman bietet in diesem Gedicht eine ausgefeilte Bearbeitung der bei Herodot überlieferten Legende über den lesbischen Sänger Arion. Durch zahlreiche Anleihen aus der antiken Literatur gewinnt Rhodoman der Erzählung neue Seiten ab und nutzt sie, um über Aufgabe und Stellung des Dichters in seiner Zeit zu reflektieren. Ein Höhepunkt seiner Darstellung ist eine ausführliche Schilderung von Ledas Verführung durch Zeus in Schwanengestalt. Stefan Weise legt nun erstmals das im dorischen Dialekt verfasste Epyllion mit deutscher Übersetzung und ausführlicher Einleitung vor.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Zu Lorenz Rhodomans Biographie und seinem griechischen Œuvre | Die Ilfelder Dichterschule | Zur Editions- und Rezeptionsgeschichte des Arion | Aufbau und Inhalt des Arion | Spezifika der Darstellung | Sprache und Metrik | Editorischer Bericht | Literaturverzeichnis | Text und Übersetzung | APIΩN | Indices


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Altphilologie

Katharina Pohl (Hg.)

Dichtung zwischen Römern und Vandalen Tradition, Transformation und Innovation in den Werken des Dracontius PALINGENESIA – BAND 118

Die Herausgeberin

Katharina Pohl hat an der MartinLuther-Universität Halle-Wittenberg Klassische Philologie studiert und ist seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Klassische Philologie in Wuppertal.

Dracontius, ein Dichter des vandalischen Nordafrika, rückt immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nähern sich seinem Werk insbesondere vor dem Hintergrund der ethno-politischen Umwälzungen im römischen Reich: Wie haben Migration und Interkulturalität Dracontius’ Dichtung beeinflusst? Wie hat er sich von den neuen politischen Machthabern im Reich abgegrenzt oder sie in seine Dichtung integriert? Wie ging er in dieser Umbruchszeit mit der althergebrachten Tradition und Kultur um? Mit einem methodisch breiten Zugriff auf alle Teile des Werks gehen die Autorinnen und Autoren diesen Fragen nach, sowohl aus althistorischer als auch aus philologischer Perspektive. So können sie den spätantiken Dichter nicht nur in die ihn umgebende literarische, kulturelle und auch politische Welt sowie in die Tradition der früheren antiken Literatur einordnen – sondern gewinnen zugleich weitreichende Erkenntnisse über das Selbstverständnis des Dracontius als Dichter.

Mit Beiträgen von

Étienne Wolff / Angelo Luceri / Helen Kaufmann / Konrad Vössing / Antonella Bruzzone / Annick Stoehr-Monjou / Christine Schmitz / Miryam De Gaetano / Thomas Gärtner / Anna Maria Wasyl / Stefan Freund / Christoph Schubert / Katharina Pohl / Hedwig Schmalzgruber / Silke Diederich

→ erscheint voraussichtlich September 2019 ca. 272 Seiten ca. € 54,978-3-515-12091-3 e-book 978-3-515-12089-0 gebunden

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Altphilologie

Bernd Bader (Hg.)

Josephus Latinus De Bello Iudaico Buch 1 Edition und Kommentar PALINGENESIA – BAND 119

Der herausgeber

Bernd Bader war bis zu seiner Pensionierung Bibliothekar an der Universität Gießen mit den Schwerpunkten Handschriften und Sondersammlungen, Klassisches Altertum sowie Theologie. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus Linguae Latinae in München und als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Klassische Altertumskunde der Universität Kiel tätig.

Der jüdische, griechisch schreibende Historiker Flavius Josephus hinterließ mit dem Werk „De bello Iudaico“ („Der jüdische Krieg“) die wichtigste Quelle zum großen Aufstand der Juden gegen die Römer 66–70 n. Chr., der mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels endete und an dem er selbst teilgenommen hatte. Das Werk wurde in der Spätantike ins Lateinische übersetzt und war in dieser lateinischen Fassung eines der meistgelesenen historischen Werke im abendländischen Mittelalter. Eine kritische Edition dieser Übersetzung existiert jedoch bis heute nicht; die Wissenschaft muss sich mit einer Ausgabe von 1524 (!) als Referenzausgabe begnügen. Diese spätantike Übersetzung ist zwar ein sehr wichtiger, aber praktisch unzugänglicher Textzeuge für das griechische Original. Bernd Bader legt nun die erste kritische Ausgabe des 1. Buchs vor, das etwa ein Viertel des „De bello Iudaico“ umfasst. Darüber hinaus enthält der Band Materialien zur Sprache und Übersetzungstechnik des spätantiken Übersetzers. Unsere Kenntnis des Josephus wird damit auf eine neue, breitere Grundlage gestellt.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Die Handschriften | Abgekürzt zitierte Literatur | Sonstige Abkürzungen und Zeichen | Text und kritischer Apparat | Textkritik einzelner Stellen | Zur Übersetzungstechnik des Ps.Rufinus | Zur Orthographie und Sprache des Ps.Rufinus und seiner Handschriften | Zur Datierung und Identifizierung des Ps.Rufinus | Indices

→ erscheint voraussichtlich Oktober 2019 ca. 256 Seiten ca. € 54,978-3-515-12432-4 e-book 978-3-515-12430-0 gebunden

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Altphilologie

Sema Karataş

Zwischen Bitten und Bestechen Ambitus in der politischen Kultur der römischen Republik – Der Fall des Cn. Plancius HERMES – EINZELSCHRIFT 115

Die Autorin

Sema Karataş, Studium der Geschichte, Philosophie und Erziehungswissenschaften sowie Promotionsstudium in Alter Geschichte an der Universität zu Köln. Anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Alte Geschichte der Universität zu Köln. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der römischen Republik, Geschichtsund Erinnerungskultur, antike Rechtsgeschichte und antike Rhetorik.

Wählermanipulation, unerlaubte Wahlwerbung, gewalttätige Auseinandersetzungen und übersteigerte individuelle Selbstdarstellung waren Begleiterscheinungen der jährlichen Wahlen der römischen Republik. Die Zahl der Magistraturen war begrenzt – zugleich aber statuskonstituierend: Die Wahlen wurden deshalb zu einem Feld erbittert geführter Auseinandersetzungen. Kandidaten, die sich gegen ihre Konkurrenten durchzusetzen versuchten, entwickelten immer neue Strategien im Wettkampf um politische Führungspositionen. Aus dieser Konkurrenzsituation resultierte im Laufe der römischen Republik ein ganzes Spektrum (un)erlaubter Wahl(be)werbungsmethoden (ambitus), das den Wettkampf um die politischen Führungspositionen weiter verschärfte. Wie reagierten aber der Senat und das Volk von Rom auf diese Entwicklung? Die Verabschiedung von Gesetzen war das naheliegende Mittel im Kampf gegen den ambitus. Waren die diversen leges aber auf Dauer erfolgreich? Und welchen längerfristigen Einfluss besaß ambitus auf eine face-to-face Gesellschaft wie der Roms? Ausgezeichnet mit dem Offermann-Hergarten-Preis der Universität zu Köln für publizierte Dissertationen.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Ambitus – Ein Tatbestand ohne klare Grenze? | Alte Gesetze in neuen Händen? – Die lex Licinia de sodaliciis | Ein langer Weg – Die Rekonstruktion der lex Licinia | Organisierte Gewaltanwendung als Wahltaktik | Der formale Rahmen des Prozesses | Historischer Kommentar zu oratio pro Plancio | Schlussbetrachtung | Appendices | Quellen- und Literaturverzeichnis → erscheint voraussichtlich September 2019 328 Seiten mit 1 s/w-Abbildung € 55,978-3-515-12399-0 e-book 978-3-515-12394-5 kartoniert

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Altphilologie

Katharina Kostopoulos

Die Vergangenheit vor Augen Erinnerungsräume bei den attischen Rednern HERMES – EINZELSCHRIFT 116

Die autorin

Katharina Kostopoulos hat Alte Geschichte, Klassische Archäologie und Germanistik studiert. Sie ist Lehrbeauftragte für Alte Geschichte an der Universität zu Köln. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenland, speziell die Erinnerungskultur im Athen des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr.

Die aus dem Athen des 4. Jahrhunderts v. Chr. überlieferten Reden vor Volksversammlung und Gerichtshöfen sowie Gefallenenreden lassen eine enge Verbindung zwischen Rhetorik, Raum und Erinnerung erkennen. Die attischen Redner bezogen Denkmäler und Monumente wie Ehrenstatuen, Gräber, Inschriften, Mauern und Tropaia, aber auch die öffentlichen und bebauten Räume von Akropolis und Agora in ihre Reden mit ein. Katharina Kostopoulos beleuchtet dieses Wechselspiel zwischen Rede und Raum in seinen unterschiedlichen Facetten: Welche Bedeutung hatten solche „Erinnerungsräume“ für die Gruppenkonstitution und für deren Selbstbild? Inwieweit verstärkten bzw. belegten sie als visuelle paradeigmata das in den Reden vermittelte Geschichtsbild? Bezogen sich die Redner dabei auf ein kollektives Bildgedächtnis? Kostopoulos zeigt, wie sehr in der politischen Kultur der athenischen Demokratie diese rhetorischen Raumbezüge der Visualisierung und Plausibilisierung der Vergangenheit dienten – und damit einen wichtigen Bestandteil der Erinnerungskultur dieser Gesellschaft bildeten.

Aus dem Inhalt

Raum und Erinnerung | Die Vergangenheit vor Augen: Lykurgos „Gegen Leokrates“ | Die Akropolis | Ehrenstatuen | Inschriften | Die Metaphorik der Mauern | Die Gräber der Vorfahren | Tropaia als sichtbare Zeichen des Sieges | Fazit: Die Erinnerungsräume der athenischen Demokratie | Quellen und Literatur

→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019 ca. 400 Seiten mit 10 s/w-Abbildungen ca. € 64,978-3-515-12508-6 e-book 978-3-515-12501-7 kartoniert

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Alte Geschichte

Michele Bellomo

Il comando militare a Roma nell’età delle guerre puniche (264–201 a. C.) HISTORIA – EINZELSCHRIFT 260

L’autore

Michele Bellomo è Assegnista di ricerca in Storia romana e Professore a contratto di Antichità e istituzioni romane presso l’Università degli Studi di Milano, dove ha conseguito il titolo di Dottore di ricerca in Antichistica nel 2015. Nei suoi lavori si è occupato dello sviluppo delle istituzioni e delle magistrature romane in età repubblicana e dei mutamenti e delle differenti articolazioni in cui venne configurandosi, alla svolta tra III e II sec. a.C., la concezione dell’imperialismo a Roma.

2019 277 Seiten mit 6 Tabellen € 59,978-3-515-12385-3 e-book 978-3-515-12384-6 gebunden

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Lo studio dell’organizzazione del comando militare a Roma in età repubblicana ha conosciuto negli ultimi anni un notevole sviluppo. Il tema non soltanto attiene alla ricostruzione storiografica dei primi secoli di storia di Roma antica, ma si connette direttamente a quello – fondamentale – dell’imperialismo romano. Le ricerche più recenti hanno dimostrato come nel III e nel II secolo a.C. i Romani percepissero l’estensione del dominio non in senso territoriale, ma come progressiva capacità di obbligare i popoli assoggettati a sottostare ai propri comandi (imperia), esercitati dai singoli magistrati (o promagistrati) in quanto rappresentanti dell’intero populus Romanus. Lo studio dell’evoluzione dei rapporti gerarchici tra queste figure istituzionali, condotto attraverso una sistematica analisi di tutti i casi di assegnazione di comandi militari (provinciae) registrati dalle fonti antiche per il periodo delle prime due guerre puniche, costituisce quindi una premessa imprescindibile per comprendere le basi organizzative, politiche e giuridico-istituzionali da cui i Romani partirono per lanciarsi alla conquista del Mediterraneo.

Sommario

Premessa | Introduzione | Il comando militare a Roma nella prima fase della storia repubblicana (509–264) | La prima guerra punica (264–241) | Il periodo tra le due guerre (240–219) | La seconda guerra punica (218–201) | Conclusioni | Indici


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Alte Geschichte

Alles, was man Ăźber die Alte Geschichte wissen muss

2019 419 Seiten mit 92 s/w-Abbildungen, 16 Grafiken und 33 Karten â‚Ź 39,978-3-515-10190-5 kartoniert

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7 8 3 5 1 5 10 19 0 5


Alte Geschichte

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Pressestimmen zur 1. Auflage

“An admirable introduction for the student, it takes the reader from Egypt and Mesopotamia right through Greece and Rome to the Empire’s end. Its outstanding feature is the wealth of illustration. Brief but always to the point.” Greece & Rome 42, 1995 „ein gelungener Überblick über Geschichte und Kultur der Antike“ Wolfgang Hameter, Tyche 10, 1995 „ein faktenreicher (…) dabei eingängig geschriebener Überblick über die Geschichte Ägyptens, des Alten Orients, Griechenlands und Roms“ Uwe Walter, Historische Zeitschrift 261, 1995

Aus dem Inhalt

Die Entstehung der Zivilisationen in Ägypten und Mesopotamien

Lukas de Blois / Robartus J. van der Spek

Einführung in die Alte Welt 2., gründlich überarbeitete und erweiterte Auflage In diesem Standardwerk geben Lukas de Blois und Robartus J. van der Spek einen Überblick von der Entstehung der Zivilisationen in Ägypten und Mesopotamien über die griechisch-römische Antike bis zum Ende der Alten Welt. Dabei stehen nicht nur politische Geschehnisse im Mittelpunkt, sondern auch soziale, wirtschaftliche, kulturelle sowie religiöse Entwicklungen und deren Verortung im übergreifenden historischen Kontext. Zahlreiche Karten, Bilder und Schemata illustrieren die komplexen Zusammenhänge. Prägnante Übersichten zu wirtschaftlichen Themen und Begriffen, politischen Institutionen und antiken Gottheiten unterstützen das Verständnis. Diese gründlich überarbeitete und erweiterte Ausgabe berücksichtigt neueste Forschungserkenntnisse und bietet sowohl Studienanfängern als auch Fortgeschrittenen einen kompakten Querschnitt der Geschichte der Alten Welt – der unverzichtbare Begleiter für Studierende der Altertumswissenschaften!

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mehr als 500 mm 100-mm-Grenze

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250–500 mm

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S C H WA R Z E S M E E R S C H WA R Z E S M E E R

Karte 1 Niederschläge im Vorderen Orient Unterhalb der 250-mm-Grenze ist ohne Bewässerung kein Ackerbau möglich. Südlich der 100-mm-Grenze wächst zu wenig, um Viehzucht zu treiben.

Obwohl die geographische Beschaffenheit Ägyptens und Mesopotamiens große Ähnlichkeiten aufweist – beide waren von Flusswasser abhängig, da kaum Regen fiel, und es gab einen Mangel an Rohstoffen wie Metallen und Bauholz –, lassen sich doch einige wichtige Unterschiede feststellen. In Ägypten waren beispielsweise die Bedingungen für Ackerbau günstiger als in Mesopotamien. Wie wir bereits erwähnten, trat der Nil ab Mitte Juli bis Mitte September, d. h. vor der Saatzeit über seine Ufer, der Euphrat und der Tigris hingegen Februar bis April, d. h. gerade vor der Erntezeit. Während die Ägypter auf dem fruchtbaren Schlamm säten, den der Fluss bei seinen Überschwemmungen hinterließ, mussten die Mesopotamier das Wasser umständlich durch Kanäle zu ihren Feldern leiten. Das Wasser des Nils war darüber hinaus von besserer Qualität, denn Euphrat und Tigris führten schädliche Salze mit sich; diese blieben dann im Grundwasser zurück, das sehr hoch stand, da das flache Land niedrig liegt. Das Salz gelangte durch Kapillaren im Klei, einer tonigen Schicht des Bodens, an die Oberfläche. Nach längerer Bewässerung ohne genügend Drainage konnte der Boden so stark versalzen, dass Ackerbau nicht länger möglich war. Diese Versalzung kann man auch aus der Wahl der angebauten Gewächse schließen: In Südmesopotamien wurde mit der Zeit immer mehr Gerste und immer weniger Weizen angebaut. Gerste verträgt Salz nämlich besser. In Ägypten baute man

Die Autoren 112

Die archaische Zeit

Abb. 22 1 dorischer Stil; 2 ionischer Stil; 3 korinthischer Stil a) Tympanon oder Giebelfeld; b) Fries; c) Triglyphen; d) Metope; e) Architrav; f) Kapitell (an ihm kann man die Stilunterschiede am besten erkennen), g) Schaft; h) Kannelur; i) Stylobat; j) Volute; k) Basis; l) Akanthusblätter. Der dorische Stil entstand in Griechenland wahrscheinlich im 7. Jahrhundert v. Chr. Ein gut erhaltener dorischer Tempel steht in Paestum, Süditalien. Auch das Parthenon in Athen (5. Jahrhundert) ist im dorischen Stil gebaut. Der ionische Stil entstand in Ionien (Kleinasien) und auf den Inseln der Ägäis, wurde aber auch in Griechenland übernommen (u. a. Niketempel auf der Akropolis in Athen). Der korinthische Stil ist etwas jünger, Ende 5. Jahrhundert. Der griechische Baustil wurde von den Römern nahezu kopiert und hat die europäische Baukunst vor allem in der Renaissance (16. Jahrhundert), im Klassizismus (Ende 18. Jahrhundert) und im Neuklassizismus (Ende 19. Jahrhundert) stark beeinflusst.

Architektur Auch die griechische Architektur entwickelte während der archaischen Periode ihre unverwechselbare Note. Die beeindruckendsten Bauwerke waren die Tempel, die als Wohnsitze für die Götter und ihre Statuen anfangs nach dem Vorbild menschlicher Behausungen gestaltet waren. Kennzeichnend war die üppige Verwendung von Säulen in dorischem, ionischem und seit dem 4. Jahrhundert auch korinthischem Stil (siehe Abb. 22). Die am besten erhaltenen griechischen Tempel findet man heute in Süditalien und auf Sizilien (Abb. 36, S. 169).

Lukas de Blois ist Professor (em.) der Alten Geschichte an der Radbouduniversität Nijmegen. Forschungsschwerpunkte: das römische Reich im dritten Jahrhundert n. Chr., die späte römische Republik, griechische und römische Historiographie sowie die Werke Plutarchs und die Geschichte der Griechen auf Sizilien. Robartus J. van der Spek ist Professor (em.) der Alten Geschichte an der Freien Universität Amsterdam. Forschungsschwerpunkte: die Geschichte Mesopotamiens, insbesondere des hellenistischen Babyloniens, und vergleichende Wirtschaftsgeschichte.


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Alte Geschichte

Jörg Rüpke

Peace and War in Rome A Religious Construction of Warfare Translated by David M. B. Richardson

The Author

Jörg Rüpke is Fellow in Religious Studies and Vice-director of the Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies of the University of Erfurt, Germany. He has led projects on Lived Ancient Religion, Religious Individualisation in Historical Perspectives and Roman Imperial and Provincial Religion and is now Co-director of the Kolleg-Forschergruppe Urbanity and Religion: Reciprocal Formations (with Susane Rau). He has published widely on Roman culture and religion.

2019 361 Seiten € 64,978-3-515-12381-5 e-book 978-3-515-12378-5 kartoniert

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Warfare is one of the defining elements that drove the development of the city of Rome from a small territory into a Mediterranean Empire. Religion is identified as having played an important part in this. Never done before, this book undertakes a survey of all rituals, and religious institutions in a broader sense, along with discourses related to peace and warfare. Priests and senators, generals and soldiers, men and women are acknowledged as agents with very different competencies, interests, and experiences, but also different opportunities to leave material traces or textual reflections of their activities. Throughout, the author pays attention to developments in time as well as space. He seeks to reconstruct the religious construction of peace and war at Rome as a tool and an attitude caught up in a process of change. The book persists in addressing the ways in which specific religious concepts might further or impede the pursuit of power and obedience to power, sharpen or mitigate internal competition, be conducive or not to the integration of allied powers, without ever claiming to “explain” military success or expansion.

Contents

Introduction | A bellicose polity? | Domi militiae | Populus est exercitus | Declaring war | Leaving Rome | On the March | Battle | The camp | Religion organized for soldiers | Religion organized by soldiers | After the battle | After war | Back into the city | The religious construction of war | The political construction of war aided by religion | The religion of the legionaries | Historicizing war and religion | Bibliography | Index


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Alte Geschichte

Peter Franz Mittag

Römische Medaillons II Antoninus Pius

Der Autor

Peter Franz Mittag ist Professor für Alte Geschichte an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Numismatik und des Hellenismus. 2010 publizierte er eine Monographie zu den römischen Medaillons von Caesar bis Hadrian.

2019 316 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen und 108 Tafeln mit 978 Münzabbildungen € 56,978-3-515-12429-4 gebunden

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Römische Medaillons sind ein Medium der kaiserlichen Selbstdarstellung und damit eine wichtige historische Quellengattung. Dies gilt in besonderer Weise für Antoninus Pius, der in der antiken literarischen Überlieferung als traditionsbewusster Friedenskaiser charakterisiert wird. Die 520 hier katalogisierten und besprochenen Medaillons aus dessen Herrschaftszeit ergänzen dieses Bild um weitere zentrale Facetten. So nehmen beispielsweise mehr Darstellungen als bei jedem anderen Kaiser Bezug auf griechische Mythen und Gottheiten, die nicht zum traditionellen römischen Kanon gehören. Zudem können viele Medaillons mit militärischen Ereignissen in Zusammenhang gebracht werden und helfen zuweilen auch bei deren Datierung. In einzelnen Fällen scheinen Medaillons sogar persönliche Aspekte des Kaisers widerzuspiegeln. Auf den 108 Tafeln sind die meisten Medaillons abgebildet. Konkordanzen und Indices ermöglichen zudem eine schnelle Erschließung.

Aus dem Inhalt

Vorwort | Einleitung | Medaillons des Antoninus Pius | Medaillons im Namen der Faustina I | Medaillons im Namen des Marcus Aurelius | Medaillons im Namen der Faustina II | Katalog | Nicht in den Katalog aufgenommene Stücke | Addenda und Corrigenda zu „Römische Medaillons. Caesar bis Hadrian“ | Konkordanzen | Stempelkopplungen | Literaturverzeichnis | Indices


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Alte Geschichte

Javier Andreu / Aitor Blanco-Pérez (ed.)

Signs of weakness and crisis in the Western cities of the Roman Empire (c. II–III AD) POTSDAMER ALTERTUMSWISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE – BAND 68

the editors

Javier Andreu is Associate Professor of Ancient History and Archaeology at the University of Navarra and leads two archaeological projects: Los Bañales de Uncastillo (Zaragoza), and Santa Criz de Eslava (Navarra). He is a specialist in Latin Epigraphy and Roman Spain. Aitor Blanco-Pérez is Assistant Professor of Classics at the University of Navarra. He specialises in the civic culture of the Roman Empire, particularly in Asia Minor.

2019 232 Seiten mit 42 s/w-Abbildungen € 46,978-3-515-12408-9 e-book 978-3-515-12406-5 kartoniert

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At the end of the 2nd century AD the urban network of the Roman Empire was subject to weakness and crisis. We know this on one hand through decrees from the Flavian era, comments of Pliny the Younger on the financial problems of some cities and on the other hand through notices in the Historia Augusta reporting the existence of oppida labentia – “cities in decline”. In this volume, we discuss some of these issues with the following questions: was the municipal system, at least in the Roman West and, particularly in Roman Spain, a useful and sustainable model of managing local autonomy? Was it a durable system? Were new cities more fragile than others in terms of financial sustainability? What were the causes and the indicators signalling the lack of strength of many urban centres from the 2nd century AD onwards?

Contributors

Nicholas Purcell / Javier Andreu / Aitor Blanco-Pérez / Lourdes Martínez de Morentin / Javier Martínez / David Espinosa / Mar Zarzalejos & Carmen Fernández-Ochoa & Patricia Hevia & Germán Esteban & Rosa Pina / Alejandro Quevedo / Pilar Diarte-Blasco / Juan Francisco Palencia / Antonio Guilabert & Manuel H. Olcina & Eva Tendero / Rosario Cebrián / Cèsar Carreras & Jordi Guardia & Josep Guitart / Laurent Brassous / André Carneiro / Andrew Wallace-Hadrill


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Alte Geschichte

Alte Geschichte

Marianne Wifstrand Schiebe

Adam Ziolkowski

Berechtigung und Ursprung des anthropomorphen Gottesbildes aus der Sicht antiker Denker

From Roma quadrata to la grande Roma dei Tarquini A Study of the Literary Tradition on Rome’s Territorial Growth under the Kings

POTSDAMER ALTERTUMSWISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE – BAND 69

POTSDAMER ALTERTUMSWISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE – BAND 70

Die Auffassungen vom Göttlichen, welche antike Philosophen entwickelten, wurden bekanntlich nur von einer verschwindend geringen Minderheit geteilt. Das traditionelle Gottesbild, von dem sie fast ausnahmslos Abstand nahmen, prägte demgegenüber vollständig das öffentliche Leben. Marianne Wifstrand Schiebe stellt erstmals die Frage, ob sich die Philosophen Gedanken darüber machten, wie es dazu kommen konnte – ein in der Forschung bislang übersehener Zusammenhang, der geläufige Ansichten zum Selbstverständnis antiker Denker und zu ihrer Auffassung von der breiten Bevölkerung und deren Fähigkeiten herausfordert. Wifstrand Schiebe kann eine ganze Reihe von Theorien zur Entstehung der Vorstellung von menschengestalteten Göttern in der antiken Überlieferung nachweisen. Sie alle weisen ein hohes Maß an Folgerichtigkeit auf, so auch das am häufigsten auftretende Modell, demzufolge das falsche Gottesbild des öffentlichen Kults ein Ergebnis buchstäblicher Deutung eines ursprünglichen metaphorischen Diskurses über die Götter sei. Vor dem Hintergrund des Ansatzes von Wifstrand Schiebe erscheinen Themen wie die philosophische Beurteilung der Götterbilder und das Phänomen des sog. „Euhemerismus“, die in der Forschung seit jeher kontrovers diskutiert werden, in einem neuen Licht.

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By the end of the regal period (late 6th c. BC) Rome was by far the greatest non-Greek city in Italy. How she attained her enormous size was a problem for the ancients no less than for the moderns. The former agreed on Rome’s birth (the first city of the 8th c. BC on the Palatine’s 15 hectares) and completion (all the traditional Seven Hills, ca. 400 hectares); everything in-between was a matter of dispute. The latter, while agreeing on the point of arrival, evidenced by the archaic remains of the ‘Servian Wall’, reject the point of departure and so the whole literary tradition on Rome’s growth, pointing out that the Palatine was inhabited much earlier and the Capitol earlier still; another argument is a hypothetical huge (200–300 hectares) ‘proto-urban centre’ on Rome’s site. The aim of this study is to assess the worth of the ancients’ certainty that the Palatine was the city’s cradle and see if their writings preserved dependable information on her growth; the results – Rome was in fact founded on the Palatine and had one stage of growth between the ‘Romulean’ birth and the ‘Servian-Tarquinian’ achievement – pass well the test of confrontation with the archaeological material.

→ erscheint voraussichtlich November 2019

→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019

ca. 408 Seiten

ca. 332 Seiten mit 17 s/w-Abbildungen

ca. € 64,-

ca. € 56,-

978-3-515-12421-8 e-book

978-3-515-12452-2 e-book

978-3-515-12419-5 kartoniert

978-3-515-12451-5 kartoniert

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Alte Geschichte

Erika Manders / Daniëlle Slootjes (ed.)

Leadership, Ideology and Crowds in the Roman Empire of the Fourth Century AD HEIDELBERGER ALTHISTORISCHE BEITRÄGE UND EPIGRAPHISCHE STUDIEN – BAND 62

the editors

Erika Manders, Ph.D. (2008), is postdoctoral researcher at the Institute of Historical, Literary and Cultural Studies at Radboud University Nijmegen and project coordinator of the Radboud Constraints and Tradition research project. Her research focuses on imperial ideology and religious representation of Roman and Byzantine emperors. Daniëlle Slootjes, Ph.D. (2004), is associate professor of Ancient History at the Institute of Historical, Literary and Cultural Studies at Radboud University. Her research deals with late antique Roman administration, geography, and ancient crowd behavior.

→ erscheint voraussichtlich November 2019 ca. 200 Seiten mit 2 s/w-Abbildungen ca. € 44,978-3-515-12407-2 e-book 978-3-515-12404-1 kartoniert

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This book focuses on the functioning of Roman leadership in the period of the Tetrarchs to Theodosius (380–395). Our volume starts from the idea that the imperial and ecclesiastical administrations became interdependent in this period and thus presents an integrated approach of imperial and religious leadership. As the spread of ideology plays a key role in creating societal consensus and thus in wielding power successfully, the volume analyses both types of leadership from an ideological angle. It examines the communicative strategies employed by Roman emperors and bishops through analyzing the ideological messages that were disseminated by a variety of media: coins, architectural monuments, literary and legal texts. The central question of this volume is how, in a period in which an important shift took place in the power balance between church and state, emperors and bishops made use of ideology to bind people to them and thus to interact with their ‘crowds’, whether they be the inhabitants of the city of Rome or Constantinople, the subjects of the Empire at large or the members of the various religious communities.

Contributors

Verena Jaeschke / Adrastos Omissi / Erika Manders / Elisabeth Herrmann-Otto / John Curran / Gerda de Kleijn / Marianne Sághy / Carmen Angela Cvetković / Julio Cesar Magalhães de Oliveira / Martijn Icks / Meaghan McEvoy


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Alte Geschichte

Karl-Joachim Hölkeskamp / Sema Karataş / Roman Roth (ed.)

Empire, Hegemony or Anarchy? Rome and Italy, 201–31 BCE

The Editors

During the period between the end of the Hannibalic War and Octavian’s decisive victory in the battle of Actium in 31 BC, the Italian peninsula gradually evolved as the heartland of the Roman Empire as it was expanding across the Mediterranean. The international team of contributors to this book elucidates different aspects of the social, cultural and political tensions that erupted as part of this process, and which more than once threatened the very existence of the Roman Republic as an imperial power. Central themes include the relationship between Rome and the Italians as unequal partners; the visual and architectural representation of these dynamics; the place of Italy within Roman concepts of imperial rule; and the gradual, contested transformation of the allied polities into regional communities of Roman citizens.

Karl-Joachim Hölkeskamp is Professor Emeritus of Ancient History at the Universität zu Köln.

Contributors

Sema Karataş is Post-doctoral researcher and lecturer in Ancient History at the Universität zu Köln.

John R. Patterson / Clifford Ando / Roman Roth / Marion Bolder-Boos / Stéphane Bourdin / Saskia T. Roselaar / Guy Bradley / Wolfgang Blösel / Sema Karataş / Federico Santangelo

Roman Roth is Associate Professor of Classics at the University of Cape Town.

2019 259 Seiten mit 16 s/w-Abbildungen € 49,978-3-515-11525-4 e-book 978-3-515-11524-7 kartoniert

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Alte Geschichte

Ivan Jordović

Taming Politics Plato and the Democratic Roots of Tyrannical Man STUDIES IN ANCIENT MONARCHIES – BAND 5

the author

Ivan Jordović is Professor of Ancient History at the University of Novi Sad. His primary research subjects include Greek history and political thought.

Plato is often reproached for having a distorted view of democracy due to prejudice and an elitist philosophical approach. Such objections are not utterly groundless, but they miss the gist of the matter. One of the main aims of this study is to show that, while conceiving his critique of democracy, Plato has a clear perception of its development and elements. A further objective is to demonstrate how he draws on democratic ideology to advance his own political theory. Accordingly, this book will expose numerous intertextual connections of Plato with other authors of this epoch. The first and greater part of this study reveals how in the “Gorgias” Plato gives a detailed account on the process of democratic man’s transformation into tyrannical man. The second part examines the parallels between this dialogue and the “Republic”. Thus, Plato’s intimate knowledge of democratic ideology shows that his criticism of phenomena such as absolute freedom, demagoguery (populism), glorification of power, traditional politics etc. remains relevant.

Contents

Preface | Introduction | The Gorgias | The Republic | Final Considerations | Bibliography | Index

2019 236 Seiten € 52,978-3-515-12458-4 e-book 978-3-515-12457-7 gebunden

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Alte Geschichte

Lydia Merkel

Von der Fabeldeutung mit dem Zauberstab zum modernen Mythenverständnis Die Mythentheorie Christian Gottlob Heynes ALTERTUMSWISSENSCHAFTLICHES KOLLOQUIUM – BAND 26

Die Autorin

Lydia Merkel, Studium der Fächer Deutsch und Latein an der Universität Jena. Erstes Staatsexamen 2011, Promotion 2016. Derzeit Lehrerin am Erasmus-Reinhold-Gymnasium in Saalfeld.

In Mythen haben die ältesten Vorstellungen und frühesten historischen Ereignisse der Menschheit ihre Spuren hinterlassen. Diese Feststellung mag heute wenig Furore machen; noch im 18. Jahrhundert jedoch war das anders: Man erhob antike Mythen teilweise zu verschlüsselten Geheimbotschaften, in denen sich uralte Weisheit verbirgt, teils verteufelte man sie als gottlose Ketzerei, teils sah man in ihnen nichts weiter als schöne Geschichten aus einer anderen Welt. Auf keinen Fall jedoch erachtete man sie als einen Gegenstand, welcher der wissenschaftlichen Betrachtung wert gewesen wäre. Dieser Bewertung des antiken Mythos arbeitete der Göttinger Professor Christian Gottlob Heyne Zeit seines Lebens entgegen. Er betonte immer wieder, dass sich im Mythos die Grundmuster menschlichen Denkens erkennen lassen, und schuf die erste wissenschaftliche Mythentheorie. Lydia Merkel zeigt in dieser Studie, wie es Heyne gelang, die eigentliche Bedeutung des Mythos für die Geisteswissenschaften zu erschließen und damit den entscheidenden Schritt zum modernen Mythosbegriff zu gehen.

Aus dem Inhalt

→ erscheint voraussichtlich Januar 2020 ca. 360 Seiten mit 23 s/w-Abbildungen ca. € 59,978-3-515-12493-5 e-book 978-3-515-12489-8 kartoniert

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Fragestellungen, Thesen, Vorgehensweise | Ein Gelehrter zwischen den Disziplinen – Eine Analyse des wissenschaftlichen Werks Heynes | Mythenkonzepte vor Heyne – Zur Begriffs- und Theoriegeschichte eines umstrittenen Teils unserer Kulturgeschichte | Heyne im Spiegel der Mythendiskussion seiner Zeit | Heynes Menschenbild | „Der rohe Mensch“ – Heynes Gedanken zu den Urhebern antiker Mythen | Heynes Mythentheorie | Der wissenschaftliche Nutzen der antiken Mythologie und Heynes Antikebild | Heynes Verdienst und Bedeutung für das moderne Mythenverständnis | Literaturverzeichnis


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Alte Geschichte

Alte Geschichte

Lars Hübner

Kaja Harter-Uibopuu (Hg.)

Homer im kulturellen Gedächtnis

Epigraphische Notizen Zur Erinnerung an Peter Herrmann

Eine intentionale Geschichte archaischer Homerrezeption bis zur Perserkriegszeit

HAMBURGER STUDIEN ZU GESELLSCHAFTEN UND KULTUREN DER VORMODERNE – BAND 6

HAMBURGER STUDIEN ZU GESELLSCHAFTEN UND KULTUREN DER VORMODERNE – BAND 5

Am 23. Mai 2017 wäre der Hamburger Althistoriker Peter Herrmann 90 Jahre alt geworden. Er hat die griechische Inschriftenkunde weit über Deutschland hinaus nachhaltig geprägt. Dies nehmen Epigraphikerinnen und Epigraphiker zum Anlass, um in diesem Band die neuesten Forschungen zu Inschriften aus dem hellenistischen und kaiserzeitlichen Kleinasien zu präsentieren. Ein erster Schwerpunkt der Beiträge liegt in den Wirkungsstätten Peter Herrmanns, Sardes und Milet. Im zweiten Teil des Bandes werden neue Inschriften erstmals ediert und bekannte Texte grundlegenden Neulesungen unterzogen. Den Abschluss bilden mit thematischen Studien zu prosopographischen Fragen, Ehren und Stiftungen sowie dem Verhältnis zwischen Kaisern und Provinzen Themen, die Herrmann am Herzen gelegen hatten. So sollen – ganz in seinem Sinne – neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Erinnerung dienen.

Die Dichtungen, die mit dem Namen Homer verbunden werden, haben Geschichte gemacht. Nach wie vor stellen sie einen wesentlichen Teil des europäischen kulturellen Gemeinguts dar. Umso tiefgreifender muss ihre Wirkmächtigkeit für die griechische Antike veranschlagt werden. Zu dieser Zeit galt Homer als der Dichter überhaupt und seine – selbstverständlich als historisch erachteten – Helden dienten als Maßstäbe menschlichen Handelns. Warum jedoch wurden diese Dichtungen zum Fixstern eines gesamtgriechischen Wir-Gefühls? Lars Hübners These: Von Anfang an stellte Homerisches eine Konstituente archaischer Machtpolitik dar. Hübner kann zeigen, dass die archaische Homerrezeption und die Genese der polis auf das Engste miteinander verwoben sind. Die kulturelle Wirkmächtigkeit der homerischen Epen ist daher nicht nur in ihrer inhaltlichen wie sprachlichen Opulenz begründet. Sie besteht mindestens ebenso in ihrer Eigenschaft, auf die legitimatorischen Fragen in politicis von Aristokraten, Tyrannen und schließlich ganzer Bürgerschaften Antworten geben zu können.

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2019

2019

247 Seiten

280 Seiten mit 39 s/w-Abbildungen

€ 48,-

€ 52,-

978-3-515-12351-8 e-book

978-3-515-12459-1 e-book

978-3-515-12349-5 kartoniert

978-3-515-12456-0 kartoniert

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Alte Geschichte

Barbara Dimde

Gladiatur und Militär im römischen Germanien HAMBURGER STUDIEN ZU GESELLSCHAFTEN UND KULTUREN DER VORMODERNE – BAND 7

die autorin

Barbara Dimde studierte Latein, Sport und Archäologie; Mitarbeiterin an Ausgrabungen in Nemea; Lehr­ tätigkeiten an den Universitäten Bonn, Hamburg, Köln und Athen. Forschungsschwerpunkt: Antiker Sport, insbesondere antike Stadionarchitektur und -technologie sowie römische Gladiatur und Wagenrennen.

Mit Legionären aus dem fernen Rom kam in der ersten Hälfte des 1. Jhs. n. Chr. ein Kulturgut nach Germanien, das dort bis dahin unbekannt war: Amphitheater und Gladiatoren. In Standlagern römischer Legions- und Auxiliareinheiten und in römisch geprägten Zivilsiedlungen hinterließen die Stars dieser Arenen zahlreiche Spuren. Barbara Dimde folgt diesen Spuren und entdeckt dabei die in der Forschung bislang unbekannte Militärgladiatur, die in Germanien den Nukleus der späteren zivilen Gladiatur bildete. Dimde zeigt diese grundsätzliche Trennung in einen kaiserlich-militärischen und einen städtischzivilen Sektor mit unterschiedlichen Ziel- und Wirk­ mechanismen: Der Kaiser als Oberbefehlshaber der römischen Truppen setzte die Militärgladiatur in Germanien gezielt zur Sicherung seiner Macht ein. Er gab finanzielle Ressourcen frei, die die Errichtung von Militäramphitheatern und die Ausstattung von Legions- und Flottenverbänden mit familiae gladiatoriae ermöglichten. Die Zivilgladiatur unterlag dagegen der Eigenverantwortung der Städte und städtischen Eliten. Diese mussten für den Bau ziviler Amphitheater und die Veranstaltung der populären Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen selbst aufkommen – streng reglementiert durch kaiserliche Kontrollauflagen.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Raum für Spektakel: Wo kämpften die Gladiatoren in Germanien? | Militär und munera gladiatoria in Germania Superior und Inferior | Zusammenfassung | Römische Gladiatur in Germanien: Funde und Befunde | Abbildungen | Literaturverzeichnis | Indices

→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019 ca. 392 Seiten mit 12 Farb- und 10 s/w-Abbildungen ca. € 64,978-3-515-12499-7 e-book 978-3-515-12490-4 kartoniert

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Alte Geschichte

Andrea Binsfeld / Marcello Ghetta (Hg.)

Ubi servi erant? Die Ikonographie von Sklaven und Freigelassenen in der römischen Kunst FORSCHUNGEN ZUR ANTIKEN SKLAVEREI – BAND 43

Die Herausgeber

Andrea Binsfeld ist Associate Professor für Altertumswissenschaften an der Université du Luxembourg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte und Archäologie des römischen Gallien, die Epigraphik, die Geschichte der Spätantike sowie die Sozialgeschichte, v.a. die Geschichte der Sklaverei. Marcello Ghetta war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Université du Luxembourg. Seine Forschungsschwerpunkte sind antike Sklaverei, spätantike Religionsgeschichte und antike Schifffahrt.

→ erscheint voraussichtlich November 2019 ca. 282 Seiten ca. € 54,978-3-515-12512-3 e-book 978-3-515-12466-9 kartoniert

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Ubi servi erant? – Wo waren die Sklaven in der Antike? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Überall. Man findet Sklaven in den privaten Haushalten, in Handel, Handwerk und Verwaltung, im Kaiserhaus, in den Städten etc. Inschriften, Papyri, literarische und archäologische Zeugnisse sowie die Rechtsquellen belegen die weite Verbreitung der Sklaverei, so dass man für die griechische und römische Antike mit Fug und Recht von Sklavenhaltergesellschaften sprechen kann. Wie aber sahen die Sklaven aus? Hatten sie die Möglichkeit, Bilder von sich selbst zu überliefern? Wie haben die Herren sie wahrgenommen? Welche Funktion erfüllten die Bilder der Sklaven? Die Beiträge in diesem Band decken ein breites geographisches, chronologisches und thematisches Spektrum ab. Auf diesem Fundament und durch die kombinierte Auswertung einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen gelingt es, die Ikonographie der Sklaven besser zu erfassen.

Mit Beiträgen von

Leonhard Schumacher / Henner von Hesberg / Franco Luciani / Hervé Huntzinger / Marianne Beraud / Matthias Grawehr / Marcello Ghetta / Hannelore Rose / Gabrielle Kremer / Peter Ruggendorfer / Patrick Reinard / Daniel Vaucher


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Alte Geschichte

Alte Geschichte

Philipp Deeg

Orbis Terrarum

Der Kaiser und die Katastrophe

Internationale Zeitschrift für historische Geographie der Alten Welt / Journal of Historical Geography of the Ancient World / Revue internationale de la géographie historique du monde antique / Rivista internazionale di geografia storica del mondo antico

Untersuchungen zum politischen Umgang mit Umweltkatastrophen im Prinzipat (31 v. Chr. bis 192 n. Chr.) GEOGRAPHICA HISTORICA – BAND 41 Musste der römische Kaiser nach Umweltkatastrophen den Betroffenen helfen? – Obwohl in der Katastrophenforschung an der politischen Dimension von Desastern kaum je gezweifelt wurde, ist diese Frage in den Altertumswissenschaften umstritten. Philipp Deeg analysiert nun eingehend das herrscherliche Katastrophenmanagement – im ersten Schritt Kaiser für Kaiser. In einem zweiten Schritt geht er strukturhistorischen Fragen auf den Grund: Welche Maßnahmen ergriffen die Kaiser im Falle von Desastern, welche zur Vorbeugung? Wie erfuhr man in Rom von Katastrophen im Reich? Welche Dankesformen und -medien waren nach erfolgter Hilfe üblich? Welches Motiv stand hinter der kaiserlichen Hilfe? Deeg gibt so über das engere Thema der Katastrophenforschung hinaus differenzierte Einblicke in die Funktionsweise des Herrschaftssystems Prinzipat – insbesondere was die Kommunikation zwischen Herrscher und Beherrschten und die Etablierung der Provinzen als Akzeptanzgruppe anbelangt.

Herausgegeben von Michael Rathmann unter Mitarbeit von Anca Dan und Frank Daubner BAND 16/2018 Der Orbis Terrarum bietet den Raum für Studien von Historikern, Philologen, Geographen und Archäologen. Das dabei abgedeckte Spektrum ist bewusst breit angelegt: Forschungen zum geographisch-topographischen Profil haben hier ebenso Platz wie Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen Mensch und Landschaft sowie wissenschaftsgeschichtliche oder methodologische Arbeiten. Die Beiträge dieser Ausgabe erstrecken sich chronologisch vom klassischen Griechenland bis in die Spätantike. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Texten zur antiken Geographie (Aristophanes, Thukydides, Eratosthenes, Caesar, Strabon, Tacitus). Der Band bietet zudem Studien zum Potential von Raumerfassung durch Karten, zu Kleinasien und Germanien, zur mathematisch-astronomischen Geographie sowie zur territorialen Asylie.

2019 340 Seiten mit 21 s/w-Abbildungen Einzelband: € 112,-

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2019

Abonnement: € 101,40

317 Seiten

Vorzugspreis für Mitglieder der

€ 55,-

Ernst-Kirsten-Gesellschaft: € 89,60

978-3-515-12375-4 e-book

978-3-515-12298-6 e-book

978-3-515-12374-7 kartoniert

978-3-515-12293-1 kartoniert

78 3 5 15 1 2 3 74 7

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Alte Geschichte

Klaus Freitag / Matthias Haake (Hg.)

Griechische Heiligtümer als Handlungsorte Zur Multifunktionalität supralokaler Heiligtümer von der frühen Archaik bis in die römische Kaiserzeit Heiligtümern kam in der griechischen Welt stets eine zentrale Rolle zu. Sie waren nicht nur Stätten der Kultpraxis, sondern Orte im Leben der Griechen, an denen vielfältige Formen der Kommunikation und Interaktion stattfanden. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nehmen diese Multifunktionalität aus unterschiedlichen Perspektiven diachron in den Blick. Sie beleuchten die verschiedenen Akteure und ihre kultischen, politischen, sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und repräsentativen Handlungen in Heiligtümern, deren Bezugsrahmen durch eine Bedeutung bestimmt ist, die über den lokalen Kontext hinausreicht. Zeitlich erstreckt sich der Untersuchungsraum von der frühen Archaik bis in die römische Kaiserzeit. Die Herausgeber

Klaus Freitag, Studium der Alten Geschichte, Neueren Geschichte und Politikwissenschaft; Promotion und Habilitation an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Alter Geschichte. Seit 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der RWTH Aachen. Matthias Haake studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Università degli Studi di Perugia. Promotion 2004 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; ebendort Akademischer Rat a. Z.

2019 VIII, 330 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen € 59,978-3-515-12390-7 e-book 978-3-515-12389-1 kartoniert

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Mit Beiträgen von

Matthias Haake / Christoph Ulf / Ioanna Patera / Fritz Graf / Klaus Freitag / Marie-Kathrin Drauschke / Angelos Chaniotis / Kai Trampedach / Clarisse Prêtre / Vinciane Pirenne-Delforge / Tonio Hölscher / Sebastian Scharff / Alain Bresson / Andrew Lepke / Katharina Knäpper / Robert Parker


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Alte Geschichte

Christopher Schliephake

On Alexander’s Tracks Exploring Geographies, Memories, and Cultural Identities along the North-West Frontier of British India in the Nineteenth Century ORIENS ET OCCIDENS – BAND 30

the Author

Christopher Schliephake is Senior Lecturer in Ancient History at the University of Augsburg. He specializes in classical reception studies, the study of cultural identities in Graeco-Roman antiquity, and the new interdisciplinary paradigm of the “Environmental Humanities”. He has published widely on subjects such as urban studies, post-colonialism, and ancient dream divination.

2019 311 Seiten mit 8 s/w-Abbildungen € 54,978-3-515-12405-8 e-book 978-3-515-12400-3 gebunden

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How did British officers, geographers, and adventurers use the motif of ‘travelling’ in Alexander’s ‘footsteps’ during their respective missions in Central Asia? Christopher Schliephake shows how the reception of Alexander the Great became an integral part of imperial self-representation and colonial identity in the nineteenth century. As Schliephake argues, the experiential framework of the exploration and conquest of regions like the Punjab or Afghanistan turned the abstract notion of following in Alexander’s ‘tracks’ into a highly relevant category for negotiating the relationship between the present and the past, Europe and Asia. However, the further the British explorers advanced, they realized that Alexander had already been waiting for them – he came in the guise of Sikander or Iskander and some local indigenous tribes even claimed direct descent from him. The way the writings of the travelers reacted to the cultural confrontation between a ‘Western’ and an ‘Eastern’ Alexander will be one of the main themes of this book.

Contents

Acknowledgments | Introduction | Setting the Stage | Romancing Alexander | The Material Fabrics of Memory and the Possession of the Past | Contested Memories and Collective Identities | Epilogue | Bibliography | Index


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Landesgeschichte

Michael Matheus (Hg.)

Weinkultur und Weingeschichte an Rhein, Nahe und Mosel MAINZER VORTRÄGE – BAND 22

Der herausgeber

Michael Matheus war von 1994 bis 2003 und ist seit 2012 wieder Professor für Mittlere/Neuere und Vergleichende Landesgeschichte an der Universität Mainz sowie Leiter des Arbeitsbereichs III. Von 1994 bis 2003 und seit 2013 ist er erster Vorsitzender und Direktor des IGL. Von 2002 bis 2012 leitete er als Direktor das DHI Rom.

2019 184 Seiten mit 20 Farb-, 6 s/w-Abbildungen und 3 Karten € 42,978-3-515-12387-7 e-book 978-3-515-12386-0 kartoniert

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Mit insgesamt sechs Anbaugebieten (Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr) und rund 64.000 Hektar Rebfläche gilt Rheinland-Pfalz als das Weinland Nummer 1 in Deutschland. Weinbau und Weinkultur können dabei auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken. Seit der Antike hat der Wein in dieser Region Wirtschaft und Handel mit geprägt und in Kultur, Kunst, Sprache und Politik vielfältige Spuren hinterlassen. Die Autorinnen und Autoren nehmen in interdisziplinären und epochenübergreifenden Beiträgen ganz unterschiedliche Aspekte der Weingeschichte in den Blick: vom Weinbau in römischer Zeit über die jüdische Weinkultur am Rhein bis hin zum Weinhandel im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Mit Blick auf die spezifische Winzersprache oder die Gestaltung von Weinetiketten werden zudem sprach- und kunsthistorische Aspekte thematisiert. Aber auch die politischen Dimensionen der Weinkultur – etwa zur Zeit des Nationalsozialismus – und nicht zuletzt literarische Bezüge – am Beispiel von Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“ – finden Beachtung.

Mit Beiträgen von

Margarethe König / Michael Matheus / Andreas Lehnardt / Michael Rothmann / Rudolf Steffens / Henning Türk / Christof Krieger / Pia Nordblom / Daniel Deckers / Martin Sachse-Weinert


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Landesgeschichte

Wolfgang Breul / Kurt Andermann (Hg.)

Ritterschaft und Reformation GESCHICHTLICHE LANDESKUNDE – BAND 75

Die herausgeber

Wolfgang Breul ist Professor für Kirchengeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte: frühe Reformationsgeschichte, Konfessionalisierung und Pietismusforschung. Kurt Andermann ist Honorarprofessor für Landesgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Forschungsschwerpunkte: südwestdeutsche und vergleichende Landesgeschichte, Verfassungs- und Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.

2019 372 Seiten € 63,978-3-515-12260-3 e-book 978-3-515-12258-0 gebunden

Ritterschaft und Niederadel des Spätmittelalters und der Frühneuzeit rückten in den zurückliegenden Jahrzehnten immer mehr in den Fokus der Forschung, darunter Themen wie die Genese und Selbstbehauptung des Standes, seine Jenseitsvorsorge und Memorialpraxis, die Formen der Herrschaftsrepräsentation, soziale Netzwerke in Verwandtschaft, Adelsgesellschaften und Kirche, politisches Handeln sowie religiöses Engagement. Die Autorinnen und Autoren betrachten genau diese Themengebiete im Hinblick auf den mit der Reformation einhergehenden Umbruch. Dabei nehmen sie über die Kernregionen der ritterschaftlichen Reformation um Mittel- und Oberrhein, Sachsen und Thüringen hinausgehend weitere Gebiete des Heiligen Römischen Reiches in den Blick, insbesondere die Habsburgischen Erblande, Schleswig-Holstein und das Elsass. Aber auch Böhmen, Polen, Ungarn, Frankreich, Italien und Dänemark finden in den Beiträgen Berücksichtigung.

Mit Beiträgen von

Steffen Krieb / Joachim Schneider / Christine Reinle / Matthias Schnettger / Matthieu Arnold / Wolfgang Breul / Mathias Müller / Kurt Andermann / Marc Lienhard / Berthold Jäger / Uwe Schirmer / Mikkel Leth Jespersen / Maciej Ptaszyński / Václav Bůžek / András Korányi / Arndt Schreiber / Lothar Vogel / Philip Benedict


Landesgeschichte

Stephan Flemmig

Landesgeschichte Die Wahrnehmung und Nutzung von Straßen und Wegen in Mittelalter und Früher Neuzeit bildet den thematischen Schwerpunkt des Jahrbuchs. Die Verkehrswege dienten der Landwirtschaft und dem Handel, aber auch der Kommunikation – und sie waren ein wesentliches Element der Raumgestaltung. An ihrer Bedeutung kann daher kein Zweifel bestehen. Allerdings bleibt zu fragen, wann, warum, für wen und wie Straßen

Zwischen dem Reich und Ostmitteleuropa

in der Vormoderne prägend waren, wie sie genutzt und wahrgenommen wurden. Historikerinnen und Historiker, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Kunstgeschichte, Archäologie und der germanistischen Mediävistik, gehen dem in ihren Beiträgen nach. Auch neue Perspektiven auf Straßen und Wege in europäischen Regionen, die bislang noch kaum im Fokus des Jahrbuchs standen, geraten so in den Blick.

www.steiner-verlag.de

Band 36

Franz Steiner Verlag

Die Beziehungen von Jagiellonen, Wettinern und Deutschem Orden (1386–1526)

9

Jahrbuch für Regionalgeschichte

JbRG Jahrbuch für Regionalgeschichte

26

Band 36

Jahrbuch für Regional­ geschichte Geschichte

Franz Steiner Verlag

ISBN 978-3-515-12135-4

7835 1 5 1 2 1 354

ISSN 1860-8248

QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR SÄCHSISCHEN UND MITTELDEUTSCHEN GESCHICHTE – BAND 44 In welchem Verhältnis standen die Wettiner zu den jagiellonischen Großfürsten in Litauen, zu den jagiellonischen Königen in Polen, Böhmen und Ungarn, schließlich zum Deutschen Orden? Stephan Flemmig untersucht ihre eng verflochtenen Beziehungen in Ostmitteleuropa vom späten 14. bis in das 16. Jahrhundert. Um die komplexe Struktur dieser Beziehungen zu erfassen, legt er zunächst wesentliche Entwicklungslinien der ostmitteleuropäischen Geschichte dar. Aufgrund des disparaten, eindeutig polnisch dominierten Forschungsstandes waren darüber hinaus für weite Teile der Arbeit intensive Quellenstudien notwendig. Ungedrucktes Material aus Archiven im deutschsprachigen und polnischen Raum bildete hierfür die Grundlage. Darauf aufbauend gelingt Flemmig nicht nur eine Rekonstruktion der Beziehungen von Wettinern, Jagiellonen und Deutschem Orden. Er leistet zudem eine Analyse der Praxis auswärtiger Politik, sowohl was die Träger und Akteure auswärtigen Handelns betrifft als auch die Bedeutung der schriftlichen Kommunikation sowie des direkten diplomatischen Kontakts.

9

Begründet von Karl Czok, herausgegeben von Oliver Auge, Josef Ehmer, Rainer S. Elkar, Gerhard Fouquet, Mark Häberlein, Franklin Kopitzsch, Reinhold Reith, Martin Rheinheimer, Dorothee Rippmann, Susanne Schötz, Sabine Ullmann Redaktion: Karen Bruhn, Nina Gallion, Knut Kollex, Frederieke M. Schnack, Caroline Elisabeth Weber

BAND 37/2019 Jan Habermann zeigt, wie sich die Konflikte zwischen den salischen Königen und dem Adel im nördlichen Harz in der Entwicklung des hochmittelalterlichen Burgenbaus widerspiegelten. Oliver Auge resümiert jüngere Tendenzen der Hansegeschichtsforschung und plädiert für eine stärkere Verschränkung regionaler, überregionaler und ‚globaler‘ Perspektiven auf die Hanse. Jan Kilián untersucht das Verhältnis zwischen Militär und Zivilbevölkerung in oberpfälzischen Städten während des Dreißigjährigen Krieges. Lena Krull verweist auf die wissenschaftlichen, praktischen und gesellschaftlichen Potenziale einer sich (auch) als Public History verstehenden Landes- und Regionalgeschichte. Kevin Rick führt am Beispiel der Verbraucherpolitik in Schleswig-Holstein vor, wie fruchtbar eine regionale Perspektive für die politische Zeitgeschichte sein kann. Michaela Schmölz-Häberlein leistet abschließend eine Bestandsaufnahme neuerer Arbeiten zur jüdischen Regionalgeschichte

2019

2019

706 Seiten

271 Seiten

€ 116,-

€ 58,-

978-3-515-12309-9

978-3-515-12433-1 e-book

gebunden mit schutzumschlag

978-3-515-12431-7 gebunden

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Frühe Neuzeit

Marian Füssel (Hg.)

Wissensgeschichte BASISTEXTE FRÜHE NEUZEIT – BAND 5

Der herausgeber

Marian Füssel ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der Wissenschaftsgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Universitäts- und Wissensgeschichte, die Geschichte von Krieg und Gewalt sowie die Theorie der Geschichte. Den theoretischen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die historische Anthropologie mit einem besonderen Fokus auf der Geschichte der Praktiken.

2019 300 Seiten mit 5 s/w-Abbildungen € 28,978-3-515-11291-8 kartoniert

Im Zuge der Debatten um die sogenannte Wissensgesellschaft ist die Geschichtlichkeit des Wissens seit einigen Jahren in den Fokus interdisziplinärer historischer Forschung gerückt. Wissen wird nicht mehr allein als eine Kompetenz von männlichen Eliten begriffen und nicht auf Institutionen wie Höfe, Klöster, Städte oder Universitäten begrenzt. Die Geschichte des Wissens will mehr leisten als eine disziplinäre Rückschau auf Human-, Naturwissenschafts- oder Technikgeschichte. Wissen ist zudem schon längst keine rein europäische Angelegenheit mehr, sondern wird in seinen globalen Zirkulationen historisiert. Insbesondere für die Geschichte der Frühen Neuzeit haben sich Wissensgeschichten zu besonders dynamischen Zugängen entwickelt. Die für diesen Band ausgewählten Beiträge zeichnen zentrale Etappen der Entwicklung der Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit nach, skizzieren aktuelle Herausforderungen und präsentieren exemplarische Zugänge – vom Alltagswissen bis zur Geschichte der wissenschaftlichen Revolution.

Mit Beiträgen von

Marian Füssel / Peter Burke / Achim Landwehr / Gerd Spittler / Roger Chartier / Steven Shapin / Paula Findlen / Lorraine Daston / Londa Schiebinger / Eva Labouvie / Martin Mulsow / Kapil Raj


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19.-21.

Jahrhundert

Sebastian Schäfer

Rudolf Olden – Journalist und Pazifist Vom Unpolitischen zum Pan-Europäer. Moralische Erneuerung im Zeichen moderner Kulturkritik WEIMARER SCHRIFTEN ZUR REPUBLIK – BAND 8

Der Autor

Sebastian Schäfer, Studium der Politikwissenschaft und Geschichte mit Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Chemnitz und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Philosophischen Fakultät der Technischen Universität Chemnitz.

Rudolf Olden war einer der führenden liberalen Redakteure der Zwischenkriegszeit. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1926 aus Wien nach Deutschland zurückgekehrt, engagierte sich der Journalist des Berliner Tageblatts auch als Jurist und Schriftsteller gegen den neuen Nationalismus und für Demokratie und Menschenrechte. Als Rechtsanwalt vertrat Olden an prominenter Stelle den Pazifisten Carl von Ossietzky während des WeltbühneProzesses – dennoch dürfte er einem breiteren Publikum bis heute gänzlich unbekannt geblieben sein. Sebastian Schäfer würdigt mit dieser Biographie Rudolf Olden als einen politischen Intellektuellen und verknüpft dabei die historische Friedensforschung mit der Intellektuellengeschichte. Schäfer zeichnet Oldens Rolle als Pazifist in der heterogenen Friedensbewegung der 1920er Jahre nach. Anhand innen- und außenpolitischer Diskurse der Weimarer Republik arbeitet er dessen Vorstellungen einer friedlichen Gesellschaft heraus, erfragt intellektuelle Prägungen und prüft die Repräsentativität seiner Positionen – und zeigt so den engen Zusammenhang von Oldens pazifistischer Grundidee mit dem europäischen Einigungsgedanken auf.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Die bürgerliche Utopie zerbricht – Pazifismus im Weltkrieg | Der Literat – Olden und das junge Wien | Der Soldat – Politisierung im Schützengraben? | Wiener Jahre (1919–1926) | Berliner Jahre (1926–1933) | Ausblick – Londoner Exil (1933–1940) | Schlussbetrachtung | Bibliographie

2019 438 Seiten € 59,978-3-515-12398-3 e-book 978-3-515-12393-8 kartoniert

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78 3 5 15 1 2 3 9 3 8


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19.-21.

Jahrhundert

Sebastian Elsbach / Ronny Noak / Andreas Braune (Hg.)

Konsens und Konflikt Demokratische Transformation in der Weimarer und Bonner Republik WEIMARER SCHRIFTEN ZUR REPUBLIK – BAND 9

Die Herausgeber

Sebastian Elsbach arbeitet an der Forschungsstelle Weimarer Republik der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Konzept des demokratischen Gewaltmonopols in der frühen Weimarer Republik. Ronny Noak ist Politikwissenschaftler und arbeitet an der Forschungsstelle Weimarer Republik zur Schulungsarbeit der politischen Parteien in der Weimarer Republik. Andreas Braune ist Politikwissenschaftler und stellvertretender Leiter der Forschungsstelle Weimarer Republik.

2019 XXIII, 354 Seiten mit 9 s/w-Abbildungen und 4 Tabellen € 53,978-3-515-12449-2 e-book 978-3-515-12448-5 kartoniert

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78 3 5 15 12 4 4 8 5

Mit dem Schlagwort der „Weimarer Verhältnisse“ verbindet man auch heute noch eine Zeit des Chaos und der Gewalt, die scheinbar zwangsläufig in den Nationalsozialismus mündete. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes zeigen, wie sehr Deutschlands erste Demokratie eine Phase des institutionellen Umbruchs war: Ihre Konflikte waren Ausdruck tiefgreifender Transformationsprozesse, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfassten – nicht nur in Parteien und Parlamenten, sondern auch in Universitäten, Schulen, Kirchen und sogar auf der Straße wurde miteinander gerungen. Nach dem Zusammenbruch alter Gewissheiten musste ein neuer demokratischer Konsens gefunden werden, was nur selten gelang. Dennoch wurden in dieser Zeit durchaus Fortschritte erzielt, die die Grundlage für ähnliche Transformationsprozesse in der frühen Bonner Republik bildeten. Auch Deutschlands zweite Demokratie war in ihren Anfängen keine konfliktfreie Zeit, konnte aber auf den Erfahrungen aus der Weimarer Republik aufbauen.

Mit Beiträgen von

Florian J. Schreiner / Felix Selgert / Anne Otto / Ronny Noak / Oliver Gaida / Michaela Bräuninger / Timo Leimbach / Birgit Bublies-Godau / Jörn Retterath / Angela Schuberth / Sebastian Elsbach / Sebastian Gräb / Simon Sax / Alex Burkhardt / Andreas Behnke / Helene Eggersdorfer / Ludwig Decke / Frank Schale / Sarah Langwald / Thomas Schubert


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19.-21.

Jahrhundert

Sebastian Elsbach

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold Republikschutz und Gewalt in der Weimarer Republik WEIMARER SCHRIFTEN ZUR REPUBLIK – BAND 10

Der Autor

Sebastian Elsbach studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Frankfurt (Oder), Chemnitz, Lodz und Jena, wo er mit einem Stipendium der Gerda-Henkel-Stiftung zwischen 2015 und 2018 zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold promovierte. Derzeit arbeitet er an der Forschungsstelle Weimarer Republik zum Konzept des demokratischen Gewaltmonopols in der frühen Weimarer Republik.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde 1924 auf überparteilicher Basis als Veteranen- und Wehrverband gegründet. Es fanden sich darin Anhänger der SPD, DDP und des Zentrums sowie zahlreiche Parteilose zusammen, die sich gemeinsam für den Schutz der Weimarer Republik einsetzen wollten. Obwohl diese Grundlagen in der Fachwelt bereits seit Längerem bekannt sind, wurde die Bedeutung des Reichsbanners für die Gesamtgeschichte der Weimarer Republik bislang nur in Ansätzen diskutiert. Dabei waren hier weit mehr Männer organisiert, als in allen anderen Wehrverbänden zusammengenommen; zumal die Republikaner mit ihrem Saalschutz einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren einer demokratischen Zivilgesellschaft leisteten. Bis in die finalen Monate der Republik war das Reichsbanner die stärkste (und letzte) Bastion der Demokratie: Weit über 150 Mitglieder und Gegner starben bei den bewaffneten Straßenkämpfen, die vor allem mit der SA ausgefochten wurden. Sebastian Elsbach zeichnet die Leistungen des Reichsbanners für die Republik nach – und zeigt, weshalb die Nationalsozialisten 1933 dennoch die Macht an sich reißen konnten. Ausgezeichnet mit dem Preis des Instituts für Politikwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Aus dem Inhalt

→ erscheint voraussichtlich Oktober 2019 ca. 716 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen ca. € 88,978-3-515-12472-0 e-book 978-3-515-12467-6 gebunden

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Ein Koloss auf tönernen Füßen? Das Reichsbanner im politischen System der Weimarer Republik | „Für Freiheit und Vaterland!“. Die Gründungsphase der Republikanischen Bewegung (1919–1924) | Wehrhafte Demokraten. Die Etablierung des Reichsbanners in Zeiten des Bürgerblocks (1924–1928) | Die Republikanische Front. Innere Konflikte und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (Juni 1928 – Juni 1932) | „Unsere Treue ward uns zum Leichentuch“. Die Zerschlagung der Republik und vertane Chancen (Juli 1932 – August 1933) | Echos der Kampfzeit. Das Reichsbanner und die Wehrhafte Demokratie nach 1945 | Anhang, Quellen und Literaturverzeichnis


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19.-21.

Jahrhundert

Martina Kessel

Gewalt und Gelächter ‚Deutschsein‘ 1914–1945

die autorin

Martina Kessel ist Professorin für allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechtergeschichte an der Universität Bielefeld. Forschungsschwerpunkte: Kulturgeschichte, Identität, Gewalt, Nationalsozialismus, Geschlechtergeschichte, internationale Beziehungen.

2019 296 Seiten mit 14 s/w-Abbildungen € 49,978-3-515-12383-9 e-book 978-3-515-12382-2 gebunden

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Was haben Gewalt, Gelächter und Deutschsein miteinander zu tun? Martina Kessel analysiert, wie in der deutschen Gesellschaft zwischen 1914 und 1945 Scherzund Spottpraktiken eingesetzt wurden, um Identitätsvorstellungen auszuhandeln und Gewalt zu legitimieren. Zum einen geht Kessel der Frage nach, wie Zeitgenossen eine Vorstellung von Deutschsein etablierten, die sie als nichtjüdisch fassten: Mit ihrer Identitätspolitik ließen die Akteure Antisemitismus scheinbar ‚selbstverständlich‘ wirken. Zum anderen untersucht sie, warum und wie nichtjüdische Deutsche Spott einsetzten, um Gewalt gegen jüdische Deutsche, Andersdenkende oder Kriegsgegner in eine vorgeblich ‚kreative‘ und ‚legitime‘ Praktik umzudeuten. Der Weg von den deutschen Völkerrechtsverstößen im Ersten Weltkrieg bis zur Shoah war nicht unausweichlich und nicht alle machten ihn mit. Die, die mitzogen, signalisierten jedoch gerade mit ihrem Hohn, dass sie Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich Vernichtung als Identitätsvollzug verstanden.

Aus dem Inhalt

Einleitung: Gewalt und Gelächter. ‚Deutschsein‘ 1914–1945 | Das Ernste und Heitere im Ersten Weltkrieg: Dabeisein und Rechthaben | Nicht nur Tucholskys: Die Weimarer Republik | Gewalt im Gelächter: Verletzungsmacht in Zeit und Raum | Gewalt vergessen machen? „Gelächter im Nationalsozialismus“ nach 1945 | Quellenund Literaturverzeichnis


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19.-21.

Jahrhundert

Konsum: seine Geschichte, sein Preis

→ erscheint voraussichtlich Januar 2020 ca. 160 Seiten ca. ₏ 21,90 978-3-515-12503-1 e-book 978-3-515-12500-0 gebunden mit schutzumschlag

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19.-21.

Jahrhundert

AutorenInterview

Ozeane voller Plastik, Lebensmittel im Müll, Wegwerf-Möbel – das Thema ist höchst aktuell: Eine Lektüre, die zum Nachdenken über das eigene WegwerfVerhalten anregen soll? Auf jeden Fall! Wegwerfen ist nicht nur uns Deutschen zur Gewohnheit geworden – das muss sich ändern: Ein erster Schritt ist, sich des eigenen Verhaltens bewusst zu werden und über Alternativen nachzudenken. Was hat Sie bei Ihren Recherchen über das Wegwerfverhalten der Deutschen am meisten überrascht? Die Deutschen gehören zu den weltweit größten Wegwerfern. Überrascht hat mich das eigentlich nicht. Überrascht hat mich eher, wie früh das Wegwerfen begonnen hat und wie viele Produkte davon im Lauf der Zeit erfasst worden sind.

Wolfgang König

Geschichte der Wegwerfgesellschaft Die Kehrseite des Konsums Früher oder später wird alles weggeworfen. In der Konsumgesellschaft wandern aber auch gebrauchsfähige und neuwertige Produkte auf den Müll. Solche Verhaltensweisen sind das Ergebnis eines langfristigen Prozesses, entstanden über einen Zeitraum von anderthalb Jahrhunderten. Vorläufer waren die USA, die Bundesrepublik Deutschland zog nach. Angefangen hat es um die Jahrhundertwende mit Hygieneartikeln wie Toilettenpapier, Monatsbinden, Windeln und Papiertaschentüchern; nach dem Zweiten Weltkrieg kamen bald eine Vielzahl weiterer Wegwerfartikel hinzu: Pappbecher und Plastikgeschirr, Nylonstrümpfe und Kugelschreiber, Rasierklingen, Getränkedosen und vieles andere mehr. Wolfgang König zeigt, wie die Wirtschaft und die Konsumenten gemeinsam das Wegwerfen zur Routine gemacht haben – und diskutiert Möglichkeiten, die Wegwerfgesellschaft zu überwinden.

Wem würden Sie Ihr Buch gerne zu lesen geben? Das Buch richtet sich an jeden, der konsumiert – denn sie alle werfen weg! Aber auch Konsumforschern aus den Geschichts-, Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften würde ich es ans Herz legen.

Der Autor

Wolfgang König ist Professor für Technikgeschichte (a.D.) an der Technischen Universität Berlin und Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Für seine Arbeiten zur Technik- und Konsumgeschichte wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Im Franz Steiner Verlag erschien von ihm unter anderem die Kleine Geschichte der Konsumgesellschaft.


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19.-21.

Jahrhundert

Wolfgang Schmale

For a Democratic “United States of Europe” (1918–1951) Freemasons – Human Rights Leagues – Winston S. Churchill – Individual Citizens STUDIEN ZUR GESCHICHTE DER EUROPÄISCHEN INTEGRATION – BAND 33

the Author

Wolfgang Schmale is Full Professor for Modern and Contemporary History at the University of Vienna. He is a member of the European Academy of Sciences and Arts as well as of Academia Europaea. He is one of the most distinguished scholars in the field of European Studies. Other research areas are the History of Human Rights, Gender Studies and Digital Humanities.

The idea of a “United States of Europe” was revived during the European Parliament elections in May 2019. However, the idea dates back to the early 19th century while being particularly popular in the first half of the 20th century. It focused on how European integration is related to democracy and human rights. The main player was civil society, including, in the inter-war period, the interconnected human rights leagues and Masons. The resistance in World War II carried the idea forward. It reached its peak popularity between 1946 and 1951, when Winston Churchill pleaded in favour of a “United States of Europe”. This caused many people to write to him and those letters provide insights into the concept of a European unity from an individual point of view. This book is based on the analysis of extensive archive material of Masons, human rights leagues and those letters to Churchill. It enhances critical research on the idea of Europe and its civil society base. It also takes a fresh look at Masons, human rights leagues and at the interconnections between the notions of Europe and civilization.

contents

Introduction | Freemasons and the Idea of Europe in the 1920s and 1930s | Human Rights Leagues and the Idea of Europe During the Interwar Period | “My Dear Mr. Churchill …” | Epilogue | Summaries | Documentation | Index

2019 195 Seiten € 46,978-3-515-12465-2 e-book 978-3-515-12464-5 gebunden

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19.-21.

Jahrhundert

Othmar Plöckinger (Hg.)

Sprache zwischen Politik, Ideologie und Geschichtsschreibung Analysen historischer und aktueller Übersetzungen von „Mein Kampf“ BEITRÄGE ZUR KOMMUNIKATIONSGESCHICHTE – BAND 32

Der herausgeber

Othmar Plöckinger studierte Germanistik, Mathematik und Geschichte und ist derzeit Lehrer am Gymnasium für Berufstätige in Salzburg. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte von „Mein Kampf“ und zur Frühgeschichte der NSDAP. Mitarbeit an der kommentierten Edition von „Mein Kampf“ des Instituts für Zeitgeschichte in München. Forschungsschwerpunkt zur Ideologiegeschichte des Nationalsozialismus.

Bereits in den frühen 1930er Jahren wurde Hitlers Schrift „Mein Kampf“ in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Zahl der Übersetzungen stieg danach ständig an, und jede von ihnen erschien unter speziellen Umständen und verfolgte eigene Ziele. Sympathisanten wie Kritiker des nationalsozialistischen Regimes bemühten sich, den Text in eine Fassung zu bringen, die ihrer politischen Haltung entsprach. Nach 1945 änderten sich viele Vorzeichen, doch blieben alte übersetzungstechnische Fragen bestehen und neue kamen hinzu. Eingeleitet von Untersuchungen zu Hitlers Stil und zur Geschichte der Übersetzungstheorie widmen sich die Beiträge dieses Bandes zehn verschiedenen historischen und aktuellen Übersetzungen von „Mein Kampf“ – ins Englische, Russische, Spanische, Japanische, Niederländische, Hebräische, Türkische, Portugiesische, Italienische und Französische. Erstmals wird damit systematisch die Arbeit von Übersetzerinnen und Übersetzern beleuchtet, die die Wahrnehmung Hitlers und des Nationalsozialismus außerhalb des deutschsprachigen Raumes wesentlich beeinflusst haben und immer noch beeinflussen.

Mit Beiträgen von

Helmuth Kiesel / Claire Placial / Stefan Baumgarten / Wladislaw Hedeler / Jesus Casquete / Frank Jacob / Gerard Groeneveld / Oded Heilbronner / Hilmi Bengi / Maria Lin Moniz / Vincenzo Pinto / Olivier Mannoni

2019 244 Seiten € 49,978-3-515-12380-8 e-book 978-3-515-12379-2 gebunden

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19.-21.

Jahrhundert

Natalie Pohl

Atomprotest am Oberrhein Die Auseinandersetzung um den Bau von Atomkraftwerken in Baden und im Elsass (1970–1985) SCHRIFTENREIHE DES DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN HISTORIKERKOMITEES – BAND 15

Die autorin

Natalie Pohl studierte an der Universität des Saarlandes Historisch orientierte Kulturwissenschaften. Im Anschluss Promotion in einem Cotutelle-Verfahren an der Universität des Saarlandes und der Université Paris-Sorbonne in Neuerer Geschichte und Études Germaniques. Seither u.a. tätig als Deutschlektorin an der École Normale Supérieure de Lyon, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität des Saarlandes und als Referentin bei einem Verband. Forschungsschwerpunkte: deutschfranzösische Beziehungen nach 1945, Neue Soziale Bewegungen.

2019 443 Seiten € 68,978-3-515-12403-4 e-book 978-3-515-12401-0 kartoniert

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7835 1 5 1 240 1 0

Der Protest gegen Atomkraftwerke am Oberrhein in den frühen 1970er Jahren markiert den Beginn der AntiAtomkraft-Bewegung in Deutschland und Frankreich. Natalie Pohl nimmt in dieser Studie sowohl die politische Dimension des Protests in den Blick als auch die Protestformen, die sich die Aktivisten zu Nutze machten – denn die Formen des Protests hatten entscheidenden Einfluss auf die Ausprägung einer Protestkultur sowie auf die Entwicklung der Neuen Sozialen Bewegungen in Frankreich und insbesondere in der Bundesrepublik. Im Fokus der Studie stehen die „Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen“, ein grenzüberschreitender Zusammenschluss von Bürgerinitiativen der Region gegen den geplanten Bau von Atomkraftwerken in Fessenheim, Breisach und Wyhl. Pohl rekonstruiert nicht nur, wie Atomkraftgegner von beiden Seiten des Rheins miteinander kooperierten, um die Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen in beiden Ländern auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Sie zeigt auch, inwiefern der gemeinsame Dialekt und die gemeinsame Regionalgeschichte Einfluss auf den Atomkonflikt im „Dreyeckland“ hatte.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Die ideologischen Grundlagen der Bürgerinitiativen | Die Auseinandersetzung um den Bau von Atomkraftwerken am Oberrhein | Die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen | Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit im Dreyeckland | Regionale Identität und die Anti-Atomkraftbewegung am Oberrhein | Schlussbetrachtung | Anhang


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19.-21.

Jahrhundert

19.-21.

Etienne Dubslaff / Paul Maurice / Maude Williams (ed.)

Robert Schmidtchen

Lobbyismus als Lebenszweck?

Fraternisations franco-allemandes en temps de guerre

Vom Allgäu über den Großdeutschen Reichstag zum Minister in Stuttgart und Bonn: Oskar Farny (1891–1983)

Perspectives interdisciplinaires des fraternisations lors des conflits franco-allemands contemporains (1799–1945)

HISTORIA ALTERA – BAND 4 Adenauer, Heuss, Kiesinger, Lübke, Rommel – große Namen der deutschen Geschichte mit einer Gemeinsamkeit: Alle reisten ins württembergische Allgäu um Oskar Farny zu treffen. Nach dem Ersten Weltkrieg begann Farnys politische Karriere, die Wahl in den Stuttgarter Landtag bildete 1920 den vorläufigen Höhepunkt. Nach kürzester Zeit legte er sein Mandat zu Gunsten wirtschaftlicher Tätigkeiten nieder. Von 1933 bis 1945 saß er als parteiloser Hospitant der NSDAP-Fraktion im Reichstag. Nach Kriegsende blieb ihm die angestrebte CDU-Mitgliedschaft lange verwehrt, so dass er zunächst in die CSU eintrat. Gebhard Müller, Ministerpräsident Baden-Württembergs, ermöglichte Farny ab 1953 eine zweite politische Karriere. Im selben Jahr wurde er Abgeordneter des Deutschen Bundestages und kurz darauf Landesminister von Baden-Württemberg, sogar das Amt des Ministerpräsidenten Baden-Württembergs wurde ihm 1958 angetragen. 1960 trat er auf eigene Veranlassung von allen höheren Ämtern zurück. Robert Schmidtchen zeichnet die ungewöhnliche Karriere eines Politikers aus der zweiten Reihe nach: ein Lobbyist mit Mandat, der als einziger Abgeordneter des Großdeutschen Reichstags in den Bundestag gelangte.

SCHRIFTENREIHE DES DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN HISTORIKERKOMITEES – BAND 16 Des guerres napoléoniennes du XIXe siècle aux deux guerres mondiales du XXe siècle, l’Allemagne et la France n’ont cessé de se faire la guerre. Les rencontres humaines ont été marquées par la violence et la destruction. Dans l’historiographie, les guerres et les occupations qui y sont associées sont considérées avant tout comme des moments de violence et, depuis quelques années, également comme des moments d’échange culturel. Cependant, jusqu’à présent, la recherche n’a pas accordé suffisamment d’attention à la fraternisation entre les soldats des armées ennemies, mais aussi entre les soldats et la population occupée, qui constituent cependant un aspect important des guerres franco-allemandes des XIXe et XXe siècles. Ces fraternisations témoignent de rencontres qui, malgré les circonstances de la guerre et les obstacles, n’ont pas seulement été violentes mais aussi pacifistes et amicales. Dans leurs contributions, les auteurs examinent le phénomène de la fraternisation sur les plans social, politique, historique et culturel. La représentation artistique et la mémoire des fraternisations jouent également un rôle central dans ce volume.

9

Jahrhundert

2019

2019

270 Seiten mit 7 s/w-Abbildungen

284 Seiten mit 4 s/w-Abbildungen

€ 52,-

€ 54,-

978-3-515-12422-5 e-book

978-3-515-12411-9 e-book

978-3-515-12418-8 kartoniert

978-3-515-12409-6 kartoniert

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19.-21.

Jahrbuch für Politik und Geschichte

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www.steiner-verlag.de

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Jahrbuch für Politik und Geschichte Band 7 | 2016 |

Geschichte Franz Steiner Verlag

Franz Steiner Verlag

Jahrhundert

Virtuelle Erinnerungskulturen Herausgegeben von Claudia Fröhlich Harald Schmid

19.-21.

Jahrhundert

Jahrbuch für Politik und Geschichte

Christiane Liermann Traniello / Ubaldo Villani-Lubelli / Matteo Scotto (Hg.)

Herausgegeben von Claudia Fröhlich und Harald Schmid

Italien, Deutschland und die europäische Einheit

SBN 978-3-515-11544-5

Zum 30-jährigen Jubiläum des Berliner Mauerfalls

BAND 7/2016 „Virtuelle Erinnerungskulturen“ bilden den Schwerpunkt dieser Ausgabe des Jahrbuchs für Politik und Geschichte. Dazu zählt die Erinnerung an den NS-Völkermord im Zeitalter der Digitalität ebenso wie Potenziale historischen Lernens im virtuellen Raum und die Geschichtsvermittlung in der Wikipedia und in digitalen Spielen. Die Aufsätze in der Rubrik Atelier & Galerie thematisieren mit den „Stolpersteinen“ und dem Wiener Heldendenkmal gewissermaßen Stein gewordene Erinnerung. Die Beiträge im Aktuellen Forum fragen darüber hinaus nach dem erinnerungskulturellen Ertrag des Reformationsjubiläums und diskutieren die Bedeutung des Gedenktags 20. Juni. Als Fundstück präsentiert diese Ausgabe des Jahrbuchs ein Beispiel aus der Bismarck-Erinnerungskultur. Ein Forschungsbericht zu Gedenkstätten schließt den Band ab.

AURORA. SCHRIFTEN DER VILLA VIGONI – BAND 7 Der Fall der Berliner Mauer vor dreißig Jahren markierte einen Wendepunkt, nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa, vielleicht sogar in einem globalen Maßstab. Nicht zuletzt angesichts der sich abzeichnenden Wiedervereinigung Deutschlands beschleunigte man den europäischen Integrationsprozess. Die Rolle Deutschlands in Europa veränderte sich in ungeahnter Weise, was auch die deutschitalienischen Beziehungen betraf – und sie bis heute beeinflusst. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes ordnen die Zäsur von 1989 in den historischen Kontext ein und deuten sie vor dem Hintergrund der nachfolgenden Entwicklungen. Den Auftakt bildet ein Gespräch zwischen dem Politik­ wissenschaftler Tilman Mayer und dem Kultur­ soziologen Clemens Albrecht über Deutschland und Italien nach dem Mauerfall. Die weiteren Beiträge von Expertinnen und Experten aus den politischen und historischen Wissenschaften, gliedern sich in zwei Teile: „Das Jahr 1989 in deutscher und italienischer historischer Perspektive“ und „Das Jahr 1989 und die Europäische Union“. Der Band schließt mit dem Text des „Vertrags über die Abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“, auch „Zwei-Plus-VierVertrag“ genannt.

→ erscheint voraussichtlich Januar 2020

9

ca. 236 Seiten

→ erscheint voraussichtlich September 2019

Einzelband: € 57,-

ca. 152 Seiten

Abonnement: € 52,-

ca. € 39,-

978-3-515-12507-9 e-book

978-3-515-12492-8 e-book

978-3-515-12502-4 kartoniert

978-3-515-12483-6 kartoniert

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19.-21.

Jahrhundert

Christoph Lorke / Rüdiger Schmidt (Hg.)

Der Zusammenbruch der alten Ordnung? Die Krise der Sozialen Marktwirtschaft und der neue Kapitalismus in Deutschland und Europa NASSAUER GESPRÄCHE DER FREIHERR-VOM-STEINGESELLSCHAFT – BAND 11

Die herausgeber

Christoph Lorke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Sozial- und Kulturgeschichte der Armut, die deutschdeutsche Geschichte sowie die europäische Zeitgeschichte. Rüdiger Schmidt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte II am Historischen Seminar der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts, deutsche Zeitgeschichte sowie die Geschichte der neuzeitlichen Stadt und der Urbanisierung. → erscheint voraussichtlich Dezember 2019 ca. 416 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen ca. € 68,978-3-515-12511-6 e-book 978-3-515-12506-2 gebunden

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Soziale Marktwirtschaft und Sozialstaat, Kapitalismus und Neoliberalismus – der Diskurs über den sich verändernden Spannungsbogen von Ökonomie und Sozialem sowie den sich daraus ergebenden Folgen für die Gesellschaft beherrscht seit geraumer Zeit die wissenschaftliche und publizistische Debatte. Umfassende ökonomische, soziale und kulturelle Transformationen haben in Deutschland, Europa und der Welt neue Konfliktlagen evoziert, wodurch langjährige Gewissheiten ins Wanken geraten sind. Diese gegenwärtigen Beobachtungen sind Ausgangspunkt dieses Buches, das sich der jüngeren Vorgeschichte sowie den aktuellen Ausprägungen und Nachwirkungen jener Problemlagen widmet. Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen thematisieren aus ihren jeweiligen Blickwinkeln zeitgenössische und aktuelle Krisendiagnosen sowie deren subjektive Aneignungen. Somit behandeln die Beiträge des Bandes fächerübergreifend die charakteristische Phase einer Übergangsgesellschaft, die im Kern die letzten beiden Jahrzehnte vor und die eineinhalb Jahrzehnte nach der Wende zum 21. Jahrhundert beschreibt.

Mit Beiträgen von

Hans-Ulrich Thamer / Philipp Ther / Friedrun Quaas / Ursula Nothelle-Wildfeuer / Benedikt Brunner / Markus Goldbeck / Jörg Roesler / Ines Weber / Christopher Banditt / Marcus Böick / Ilona Ostner / Almuth Ebke / Massimiliano Livi / Cornelia Koppetsch / Lisa Suckert / Cora Rok


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Aussereuropäische Geschichte

Daniel Karch

Entgrenzte Gewalt in der kolonialen Peripherie Die Kolonialkriege in „Deutsch-Südwestafrika“ und die „Sioux Wars“ in den nordamerikanischen Plains BEITRÄGE ZUR EUROPÄISCHEN ÜBERSEEGESCHICHTE – BAND 107

Der Autor

Daniel Karch studierte Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaften und Soziologie an der Universität Würzburg. Anschließend Promotionsstudium und Forschungsaufenthalte in den USA; seit 2009 im staatlichen Gymnasialdienst tätig. Forschungsschwerpunkte: Gewaltgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie filmische Quellen in der historischen Forschung und dem Geschichtsunterricht.

Die Politik und die Kriege der Vereinigten Staaten gegenüber den indigenen Völkern der nordamerikanischen Plains von 1854 bis 1877 sowie die des Deutschen Reichs gegenüber den indigenen Völkern Südwestafrikas von 1894 bis 1907 bilden den Ausgangspunkt dieser Studie. Damit nimmt Daniel Karch zwei asymmetrische, transkulturelle Konflikte in den Blick, die in einer Zeit imperialer und kolonialer Machtentfaltung um die Expansion und Konsolidierung von Herrschaft geführt wurden. In beiden Fällen führte die Eskalation der Gewalt schließlich zu einer systematischen und umfassenden Zerstörung indigener Lebensgrundlagen. Ausgehend von einer Analyse dieser Konflikte sucht Karch nach Mustern und Erklärungen für das historische Phänomen entgrenzter Gewalt gegen indigene Bevölkerungen in der kolonialen Peripherie bzw. in Räumen begrenzter Staatlichkeit. Damit verbunden ist auch die Frage nach der Bedeutung und Tragfähigkeit des Genozid-Konzepts für die Untersuchung und Bewertung von Gewalt in derartigen Fällen. Ausgezeichnet mit dem Martin-Behaim-Preis 2018 der Gesellschaft für Überseegeschichte.

Aus dem Inhalt

Vorbemerkungen zur Terminologie und den Benennungsproblemen | Einleitung | „Völkermorde“? Terminologische Grundlegungen | Fallanalyse. Staatenbildung als Gewaltakt | Vergleich und Vergegenwärtigung. Zur Kultur und Dynamik extremer Gewalt | Quellen- und Literaturverzeichnis 2019 415 Seiten mit 54 s/w-Abbildungen € 64,978-3-515-12438-6 e-book 978-3-515-12436-2 kartoniert

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Aussereuropäische Geschichte

Steffen Dörre

Wirtschaftswunder global Die Geschichte der Überseemärkte in der frühen Bundesrepublik BEITRÄGE ZUR EUROPÄISCHEN ÜBERSEEGESCHICHTE – BAND 108

Der Autor

Steffen Dörre, Studium der Geschichtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Basel. Anschließend Mitarbeiter am Lehrstuhl für Globalgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Universität Bamberg sowie der Professur für Geschichte der Neuzeit an der Universität zu Kiel. Forschungsschwerpunkte: die Kulturgeschichte des Ökonomischen und die Geschichte der Psychowissenschaften im 20. Jahrhundert.

2019 394 Seiten mit 6 s/w-Abbildungen, 3 Fotos und 4 Tabellen € 64,978-3-515-12476-8 e-book 978-3-515-12377-8 kartoniert

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Lässt sich das Wirtschaftswunder exportieren? Schon zu Beginn der 1950er Jahre interessierten sich die Außenhandelskreise der Bundesrepublik für die sogenannten Überseemärkte, die schnell als zukunftsträchtige Absatzgebiete angesehen wurden. Erstaunlicherweise beschäftigten sie sich weniger mit ökonomischen Faktoren als mit den Menschen vor Ort, ihrer Arbeitsethik und ihrem Leistungswillen. Exportorientierte Unternehmer, Handels- und Industrievertreter fragten sich dabei, ob ein dem Nachkriegsboom vergleichbares ökonomisches Wachstum auch in anderen, bislang kaum industrialisierten Gegenden der Welt möglich sein würde. Mit der Analyse dieser Debatten eröffnet der Autor eine neue Perspektive auf die Kulturgeschichte des deutschen Wirtschaftswunders und die Entwicklungspolitik. Ausgezeichnet mit dem Martin-Behaim-Preis 2017 der Gesellschaft für Überseegeschichte.

Aus dem Inhalt

Die Überseemärkte im Zeitalter des deutschen Exportwunders | Erste Erkundungen | Die überseeischen Märkte – ein Erkenntnisobjekt taucht auf | Institutionen des Überseewissens | Neue Chancen und neue Probleme | Cluster des Entwicklungswissens | Paradigmen des Überseewissens | Entwicklungskonzepte für Übersee | Das Erkenntnisobjekt verschwindet | Fazit | Literaturverzeichnis | Anhang


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Aussereuropäische Geschichte

Aussereuropäische Geschichte

Ricardo Borrmann

Michael Eckardt (Hg.)

Tobias Barreto, Sílvio Romero und die Deutschen

Mission Afrika: Geschichtsschreibung über Grenzen hinweg

Die Rezeption deutschsprachiger Autoren in der brasilianischen Rechtskultur (1869–1889)

Festschrift für Ulrich van der Heyden MISSIONSGESCHICHTLICHES ARCHIV – BAND 29

BEITRÄGE ZUR EUROPÄISCHEN ÜBERSEEGESCHICHTE – BAND 109

Die Forschungen des Berliner Afrika-, Kolonialund Missionshistorikers Ulrich van der Heyden sind in vielerlei Hinsicht wegweisend: Ein internationaler Kreis von Fachkolleginnen und -kollegen legt in diesem Band exemplarisch dar, wie anregend sein Schaffen gewirkt hat und wie sich diese Anregungen produktiv weiterführen lassen. Die Autorinnen und Autoren nehmen sich damit der anspruchsvollen Aufgabe an, die Breite seiner Forschungsthemen möglichst umfassend zu reflektieren. Entstanden ist ein Band, der Aufsätze zur Missionsgeschichte, über den Kolonialismus, die Geschichte und Gegenwart des südlichen Afrika sowie eine vielschichtige Gemengelage aus Positionen und Situationen nebst einiger wissenschaftlicher Essays versammelt, die auf das Schaffen des Jubilars Bezug nehmen.

Wie gelangten Denk- und Interpretationsfiguren aus der deutschen Zoologie oder der deutschen Rechtswissenschaft nach Brasilien? Wie wurden sie dort rezipiert? Und welche Wirkungen entfalteten sie? Diesen Fragen widmet sich Ricardo Borrmann anhand des Werdegangs und der Rezeptionspraktiken zweier wichtiger Akteure der sogenannten „Generation von 1870“: den brasilianischen Juristen und Intellektuellen Tobias Barreto (1839–1889) und Sílvio Romero (1851–1914). Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Rolle der Rezeption und Aneignung deutschsprachiger Autoren wie Rudolf von Jhering (1818–1892) und Ernst Haeckel (1834–1919) seitens Barreto und Romero. So zeigt Borrmann die Begründung einer neuen Tradition in der brasilianischen bzw. portugiesisch-sprachigen Rechtswissenschaft. Gleichzeitig setzt er diese Entwicklung in einen breiteren historischen und kulturpolitischen Zeitkontext – und zeichnet so die Entwicklung der intellektuellen Landschaft Brasiliens im 19. Jahrhundert nach. Nicht zuletzt greift er auch die Probleme traditioneller, eurozentrischer Darstellungen von Wissenstransfer und der Historiographie auf.

2019

9

→ erscheint voraussichtlich Oktober 2019

626 Seiten mit 19 s/w-Abbildungen und

234 Seiten

9 Tabellen

€ 46,-

€ 89,-

978-3-515-12447-8 e-book

978-3-515-12325-9 e-book

978-3-515-12446-1 kartoniert

978-3-515-12315-0 gebunden

78 3 5 15 1 2 4 4 6 1

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Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Janina Salden

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband zur Zeit des Nationalsozialismus VIERTELJAHRSCHRIFT FÜR SOZIAL- UND WIRTSCHAFTSGESCHICHTE – BEIHEFT 246

Die Autorin

Janina Salden hat Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politische Wissenschaft und Rechtswissenschaftliche Teilgebiete an der Rheinischen Friedrich-WilhelmsUniversität Bonn studiert. Heute arbeitet die Autorin für den Deutschen Städte- und Gemeindebund in Berlin als stellvertretende Pressesprecherin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung.

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, war der 1924 gegründete Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) noch ein recht junger Verband. Während der Weimarer Zeit hatte er sich jedoch bereits als Interessenvertretung der traditionell dezentral ausgerichteten Sparkassenorganisation etabliert. Er bündelte die Einzelinteressen zu einheitlichen Verbandszielen und artikulierte diese gegenüber Regierung, Parlament, Verwaltung und Öffentlichkeit. Nach 1933 blieb der DSGV zwar im Kern erhalten, wurde jedoch durch personelle und organisatorische „Gleichschaltung“ zu einem Glied der dem Reichswirtschaftsminister unterstehenden NSWirtschaftsordnung. Janina Salden untersucht in dieser Studie die Handlungsspielräume des DSGV zwischen 1933 und 1945: War der Einfluss des Verbands auf rechtliche und geschäftspolitische Sachverhalte des Sparkassenwesens beschränkt? Oder erstreckte er sich auch auf grundsätzliche Fragen, wie den Grad der Integration der Sparkassenorganisation in das NS-System oder die Beteiligung des Verbandes, seiner Mitgliedsverbände und der Sparkassen an Kriegsfinanzierung und „Arisierung“? Welche Motive hatten die Führungspersönlichkeiten – und nutzten sie ihre Handlungsspielräume auch tatsächlich?

Aus dem Inhalt

Einleitung | Die Entwicklung des DSGV bis 1933 | Umstrukturierung: Einvernahme und Anpassung (1933–1935) | Die Phase der forcierten Aufrüstung (1936–1939) | Verbandsarbeit in der Kriegszeit (1939–1945) | Epilog: Der DSGV in der Nachkriegszeit | Schlussbetrachtung | Quellen- und Literaturverzeichnis

→ erscheint voraussichtlich September 2019 ca. 392 Seiten mit 13 s/w-Abbildungen ca. € 64,978-3-515-12346-4 e-book 978-3-515-12340-2 gebunden

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Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Johannes Bracht / Ulrich Pfister

Landpacht, Marktgesellschaft und agrarische Entwicklung Fünf Adelsgüter zwischen Rhein und Weser, 16. bis 19. Jahrhundert VIERTELJAHRSCHRIFT FÜR SOZIAL- UND WIRTSCHAFTSGESCHICHTE – BEIHEFT 247

Die Autoren

Johannes Bracht ist promovierter Historiker und beschäftigt sich am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg mit dem Management von Forschungsdaten. Er forscht zu Themen der Wirtschaftsgeschichte des ländlichen Raumes, insbesondere zu Sparen und Kredit und zur Protoindustrie. Ulrich Pfister ist seit 1996 Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Münster. Er forscht zur langfristigen Entwicklung der deutschen Wirtschaft vom 16. zum 19. Jahrhundert.

→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019 ca. 360 Seiten mit 72 s/w-Abbildungen ca. € 59,978-3-515-12445-4 e-book 978-3-515-12444-7 kartoniert

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Wie hat sich die Landpacht in Deutschland langfristig entwickelt? Dieser Frage gehen Johannes Bracht und Ulrich Pfister erstmals nach. Auf Basis der Rechnungsbücher adeliger Güter in Westfalen und dem Rheinland zeigen sie, dass die Verbreitung von Pacht sowie das Niveau und die Entwicklung der Pachtzinsen stark von der Bevölkerungsentwicklung, der Marktdurchdringung und von ökonomischen Strategien der Grundbesitzer abhingen. Die Landpacht ist zwar als wichtiger Aspekt der Herausbildung der modernen Marktgesellschaft zu sehen, blieb aber auch noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ein Gefüge von sozialen Beziehungen zwischen Bauern und Gutsbesitzern eingebettet. Bracht und Pfister revidieren die in Literatur, klassischer Wirtschaftstheorie und in Teilen der aktuellen Forschung verbreitete Ansicht, welche die Pacht in die Nähe eines Ausbeutungsverhältnisses rückt. Sie zeichnen für den nordwestdeutschen Raum und das 19. Jahrhundert ein ausgewogeneres Bild: Demzufolge konnten die Pächter deutlich von der beschleunigten Agrarmodernisierung profitieren. Die Studie liefert damit wichtige neue Einsichten zur langfristigen Entwicklung der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft auf dem Weg in die Moderne.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Die Verbreitung von Landpacht: Ein historischer Überblick | Fünf Adelsgüter zwischen Rhein und Weser | Pachtobjekte und Pachtverträge | Lange Reihen von nominalen Pachtzinsen | Die Preisentwicklung von Agrarprodukten | Was bestimmte die Pachtzinsen? Preisbildung auf der Ebene einzelner Landparzellen | Pachtzinsen und langfristige Agrarentwicklung | Schluss | Anhang | Quellen- und Literaturverzeichnis


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Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Heinrich Lang

Wirtschaften als kulturelle Praxis Die Florentiner Salviati und die Augsburger Welser auf den Märkten in Lyon (1507–1559) VIERTELJAHRSCHRIFT FÜR SOZIAL- UND WIRTSCHAFTSGESCHICHTE – BEIHEFT 248

Der Autor

Heinrich Lang ist Leiter des DFGProjekts „Investitionen und Praktiken der Refinanzierung in der Krise“ am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Habilitation in den Bereichen „Neuere Geschichte und Wirtschaftsgeschichte“ an der Otto-FriedrichsUniversität Bamberg, u. a. Gastwissenschaftler am Deutschen Historischen Institut in Rom.

Im frühen 16. Jahrhundert zählten die europaweit agierenden Florentiner Salviati und Augsburger Welser zu den bedeutendsten Handels- und Bankhäusern. Heinrich Lang stellt nicht nur deren Unternehmensgeschichten dar, sondern charakterisiert auch die engmaschig verwobenen und langfristig entwickelten Formen der Kooperation zwischen den beiden Unternehmungen. Grundlage der Untersuchung bilden vorwiegend die in Archiven der Toskana überlieferten Handelsakten von Florentiner Kaufmannbankiers; Lang interpretiert dabei deren Buchführung ausgehend von einem praxeologischen Ansatz. Sowohl die Qualität der archivalischen Überlieferung als auch die handlungstheoretisch motivierte Interpretation der Buchführung machen es erstmals möglich, die Beziehungen zwischen süddeutschen und toskanischen Unternehmen an verschiedenen Messestandorten wie Lyon und Antwerpen näher zu beleuchten – und so der Wirtschaftsgeschichte von um 1500 bis zum Bankrott der französischen Krone 1559 eine bislang ungekannte Tiefenschärfe zu geben.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Buchführung, Buchführungssubjekte und Rationalität | Die Akteure | Die Kooperationsformen der Salviati und der Welser | Kooperationsformen und spezialisierte Märkte | Communities of Practices und Wissensgemeinschaften | Schluss und Ausblick | Quellen- und Literaturverzeichnis

→ erscheint voraussichtlich Januar 2020 ca. 704 Seiten mit 25 s/w-Abbildungen ca. € 98,978-3-515-12496-6 e-book 978-3-515-12491-1 gebunden

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BWSG 134

Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Wartime and Peacetime Inflation in Austria-Hungary and Italy (1914–1925)

Wartime and Peacetime Inflation

Edited by Andrea Bonoldi / Andrea Leonardi / Cinzia Lorandini

Bonoldi / Leonardi / Lorandini

successor states and the Kingof Italy – both during and after onflict, had particularly severe ts of high inflation. The essays cted in this volume aim to dee and explain, in a comparative pective, the inflationary dynamn the two states, focusing also on political and social effects of the nomenon and on the measures n place to contain it. In this way, ain points emerge that contribute nriching the interpretative framek on the course of the conflict on the difficulties of the post-war od, highlighting the role played oliticians, bankers, entrepres and economists.

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Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte – Band 134

Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Andrea Bonoldi / Andrea Leonardi / Cinzia Lorandini (ed.)

Susanne Hilger / Horst A. Wessel (Hg.)

Unternehmen im Wettbewerb

In Kommission bei Franz Steiner Verlag Stuttgart

Wartime and Peacetime Inflation in AustriaHungary and Italy (1914–1925)

Gedenkschrift für Wilfried Feldenkirchen (1947–2010) BEITRÄGE ZUR UNTERNEHMENSGESCHICHTE – BAND 36

BEITRÄGE ZUR WIRTSCHAFTS- UND SOZIALGESCHICHTE – BAND 134

Wilfried Feldenkirchen, langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte am Sozialwissenschaftlichen Institut der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, hat sich insbesondere um die Unternehmensgeschichte außerordent­ liche Verdienste erworben. Ihm sind die Aufsätze dieses Bandes gewidmet: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die bei Wilfried Feldenkirchen studiert hatten bzw. ihm seit vielen Jahren in Freundschaft verbunden waren, widmen sich in ihren Beiträgen zum einen dem von Feldenkirchen intensiv bearbeiteten Thema „Unternehmen im Wettbewerb“, mit einem entsprechenden Schwerpunkt auf der Automobil- und vor allem der Elektroindustrie. Zum anderen erinnern sie an seine Person: An seine Tätigkeit als Wissenschaftler, als Lehrer, als Chef und praktischen Wissensvermittler.

All the countries that took part in the First World War had to deal with more or less intense inflation. There were many underlying causes of this phenomenon: expansion of the money supply because of a need to finance a rapid growth in public spending; intense exploitation of production factors connected with the war economy; problems of production and transportation; and turmoil on the international commodity and capital markets. This had major consequences for the distribution of wealth, for investments and for growth, as well as repercussions on the political sphere. Of all the countries involved, two direct opponents – Austria-Hungary and successor states and the Kingdom of Italy – both during and after the conflict, had particularly severe effects of high inflation. The essays collected in this volume aim to describe and explain, in a comparative perspective, the inflationary dynamics in the two states, focusing also on the political and social effects of the phenomenon and on the measures put in place to contain it. In this way, certain points emerge that contribute to enriching the interpretative framework on the course of the conflict and on the difficulties of the post-war period, highlighting the role played by politicians, bankers, entrepreneurs and economists.

→ erscheint voraussichtlich Februar 2020

9

→ erscheint voraussichtlich September 2019

ca. 256 Seiten

ca. 180 Seiten

ca. € 49,-

€ 42,-

978-3-515-12509-3 e-book

978-3-515-12454-6 kartoniert

978-3-515-12504-8 kartoniert

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Wissenschaftsgeschichte

Fabian Waßer

Von der „Universitätsfabrick“ zur „Entrepreneurial University“ Konkurrenz unter deutschen Universitäten von der Spätaufklärung bis in die 1980er Jahre WISSENSCHAFTSKULTUREN | REIHE III – BAND 53

Der Autor

Fabian Waßer studierte Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2013 bis 2016 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der LMU München beschäftigt. Seither ist er als Bibliothekar an der Bayerischen Staatsbibliothek tätig.

Wettbewerb unter Hochschulen ist seit der Exzellenzinitiative auch in Deutschland in aller Munde. Bei der interuniversitären Konkurrenz handelt es sich jedoch keineswegs um ein neues Phänomen: In einem historischen Längsschnitt von der Spätaufklärung bis in die 1980er Jahre hinein zeichnet Fabian Waßer kompetitive Praktiken deutscher Universitäten nach. Aufbauend auf Georg Simmels triadischem Konkurrenzmodell stehen dabei Fragen nach den am Wettbewerb beteiligten Akteuren, den Prämien der Konkurrenz und den schiedsrichterlichen Instanzen, die über die Verteilung derselben entscheiden, im Vordergrund. Im Fokus der Untersuchung stehen Umbruchphasen, in denen sich neue Wettbewerbsordnungen etablierten: die Epoche von der Gründung der Aufklärungsuniversität Göttingen bis zu den Humboldtschen Bildungsreformen sowie das Kaiserreich und das „Dritte Reich“, aber auch die „langen 1960er Jahre“ und die „Ära Kohl“ sowie die Wiedervereinigung. Im Vergleich wird deutlich, dass sich der Wettbewerb bei einer Verknappung der Prämien verschärfte und Zeiten starken Konkurrenzdrucks mit Phasen eines nur schwach ausgeprägten Wettbewerbs abwechselten.

Aus dem Inhalt

→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019 ca. 368 Seiten ca. € 62,978-3-515-12487-4 e-book 978-3-515-12486-7 gebunden

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Einleitung | Interuniversitäre Konkurrenz in der Spätaufklärung: Von der Gründung der Reformuniversität Göttingen bis zur Humboldt’schen Bildungsreform | Staatlich gelenkter Wettbewerb: Die Universitäten im zweiten Kaiserreich | Zwischen Gleichschaltung und Wettbewerbsstimulierung: Die Hochschulen im „Dritten Reich“ | „Hochschulpolitischer Keynesianismus“: Bildungsplanung und Wettbewerb in der Bundesrepublik während der „langen“ 1960er Jahre | Mehr Wettbewerb wagen? Die bundesdeutschen Universitäten in den 1980er Jahren | Resümee | Quellen- und Literaturverzeichnis


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Medizingeschichte

Michael Teut / Martin Dinges / Robert Jütte (Hg.)

Religiöse Heiler im medizinischen Pluralismus in Deutschland MEDIZIN, GESELLSCHAFT UND GESCHICHTE – BEIHEFT 71

Die Herausgeber

Michael Teut ist Facharzt für Allgemeinmedizin und arbeitet als Wissenschaftler am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Martin Dinges ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Mannheim und stellvertretender Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart (im Ruhestand). Robert Jütte ist Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung und Honorarprofessor an der Universität Stuttgart.

→ erscheint voraussichtlich September 2019 139 Seiten mit 2 s/w-Abbildungen € 36,978-3-515-12519-2 e-book 978-3-515-12423-2 kartoniert

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Religion und Medizin stehen seit jeher in einer durchaus ambivalenten Beziehung: Der griechische Asklepioskult, germanische Quellheiligtümer, katholische Wallfahrtsorte oder protestantisch-pietistische Pastoralmedizin sind Ausdruck dieser Nähe zwischen Religion und Medizin. Die Autorinnen und Autoren greifen das auf und gehen von der Annahme aus, dass sich die Schwierigkeiten unserer Spätmoderne mit dem Thema „religiöse Heiler“ – die in den Beiträgen implizit oder explizit angesprochen werden – vor ihrem geschichtlichen Hintergrund besser einordnen lassen. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im Gesundheitswesen ist ein frischer Blick auf religiös inspirierte Formen der Heilung höchst aufschlussreich – nicht nur, um diese zu analysieren, sondern geradezu als Lackmustest für unser Verhältnis zu den spezifischen Denkweisen der modernen Wissenschaft und Medizin.

Mit Beiträgen von

Robert Jütte / Anita Chmielewski / Florian G. Mildenberger / Nadine Kulbe / Michael Teut / Florian Besch / Florian Jeserich / Christine Holmberg / Claudia M. Witt / Barbara Stöckigt / Harald Walach / Michael Utsch / Barbara Wolf-Braun


MedGG-Beiheft

49

Medizingeschichte

Im Angesicht der „Pestilenz“ Seuchen in westfälischen und rheinischen Städten (1349–1600)

Medizingeschichte

Medizin, Gesellschaft und Geschichte

Kay Peter Jankrift

von Kay Peter Jankrift MedGG-Beiheft 72 Franz Steiner Verlag Stuttgart

Im Angesicht der „Pestilenz“

Im Angesicht der „Pestilenz“ Seuchen in westfälischen und rheinischen Städten (1349–1600)

ISBN 978-3-515-12353-2

9

7835 1 5 1 23532

Jahrbuch des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

72

Herausgegeben von Robert Jütte Redaktion: Pierre Pfütsch

MEDIZIN, GESELLSCHAFT UND GESCHICHTE – BEIHEFT 72 BAND 37/2019 In der Mitte des 14. Jahrhunderts führte der Schwarze Tod in Westfalen und dem Rheinland zu einem Massensterben – aber auch danach wurde die Gegend immer wieder von verheerenden Seuchen heimgesucht. Auf Grundlage zeitgenössischer Schriftzeugnisse zeigt Kay Peter Jankrift am Beispiel von elf Städten von Aachen über Köln und Münster bis Minden, wie weltliche und geistliche Obrigkeiten sowie die Stadtbevölkerung mit der dauerhaften Gefahr umgingen: Welche Mechanismen wurden beim Ausbruch einer Seuche in Gang gesetzt? Welche Strategien entwickelten die Stadtväter zur Eindämmung des „Großen Sterbens“ im Laufe der Zeit? Und wie weit wirkte der regionale Informationsaustausch? Jankrift nimmt dabei ganz besonders die Rolle der Heilkundigen und die Faktoren für die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten in den Blick. Eine Einschätzung zur Aussagekraft der unterschiedlichen Quellentypen für die Rekonstruktion des mittelalterlich-frühneuzeitlichen Seuchengeschehens rundet den Band ab.

Astrid Stölzle vergleicht das DRK und die Kaiserswerther Diakonie als Akteure in der Kriegskrankenpflege während des Zweiten Weltkriegs. Mit einer Folge dieses Kriegs befasst sich Jens Gründler: Er zeigt auf, in welchem Umfang hygienische Zwangsmaßnahmen bei Flüchtlingen im kollektiven Gedächtnis verhaftet geblieben sind. Wie teratogen wirkende Medikamente, z.B. Contergan, in den 1950er und 1960er Jahren dazu beitrugen, das Arzneimittelrecht in der Bundesrepublik zu verschärfen, macht der Aufsatz von Niklas Lenhard-Schramm deutlich. Carolin Wiethoff untersucht die berufliche Rehabilitation Schwerbeschädigter in der DDR und beleuchtet somit einen neuen Aspekt des sozialistisch geprägten Gesundheitswesens. In der zweiten Sektion des Jahrbuchs, die der Geschichte der Homöopathie und alternativer Heilweisen gewidmet ist, geht Robert Jütte der Frage nach, inwieweit der Placeboeffekt bereits vor der Mitte des 18. Jahrhunderts in Ärzte- und Gelehrtenkreisen bekannt war. Mit dem ambivalenten Verhältnis zwischen Gustav Jaeger und der Homöopathie beschäftigt sich Daniel Walther. Andreas Weigl untersucht Ernährungsvorschriften von Homöopathen und spannt damit einen zeitlichen Bogen von Hahnemanns Lebzeiten bis in die 1960er Jahre.

2019

9

→ erscheint voraussichtlich November 2019

207 Seiten mit 2 s/w-Abbildungen

ca. 440 Seiten mit 18 s/w-Abbildungen

Einzelband: € 48,20

ca. € 66,-

Abonnement: € 42,20

978-3-515-12354-9 e-book

978-3-515-12420-1 e-book

978-3-515-12353-2 kartoniert

978-3-515-12417-1 kartoniert

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Rechts- und Sozialphilosophie

Daniel Kipfer / Anne Kühler (Hg.)

Justizberichterstattung in der direkten Demokratie Kongress der Schweizerischen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie vom 22.–23. Juni 2017 in Bellinzona ARCHIV FÜR RECHTS- UND SOZIALPHILOSOPHIE – BEIHEFT 159

die herausgeber

Daniel Kipfer, Bundesstrafrichter, zur Zeit Ombudsperson für die Überprüfung individueller Antiterrorsanktionen beim UN-Sicherheitsrat. Anne Kühler, Oberassistentin im Bereich der Grundlagen des Rechts am Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich.

Welche Rolle spielt die Justizberichterstattung für die Verwirklichung des Rechts in der direkten Demokratie? Diese Frage tangiert sowohl rechtliche und gerichtspolitische als auch demokratietheoretische Themen im Verhältnis zwischen Recht, Öffentlichkeit, Medien und Justiz: So hängt die Wahrnehmung der Justiz – und mit ihr des Rechts – in der Öffentlichkeit maßgeblich davon ab, wie in den Medien darüber berichtet wird. Die mediale Vermittlung der Rechtsprechungstätigkeit beeinflusst in der direkten Demokratie auch die zukünftige Gesetzgebung, wodurch die Art und die Qualität der Justizberichterstattung eine für den demokratischen Rechtsstaat fundamentale Bedeutung erlangen. Die Autorinnen und Autoren beleuchten die gesellschaftlichen Rollen von Justiz und Medien in ihrer Wechselwirkung. Sie untersuchen den Einfluss der Medien auf die Rechtsprechungstätigkeit und auf die Art und Weise, wie die Justiz in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Mit Beiträgen von

Roy Garré / Matthias Mahlmann / Mario Gmür / Marianne Heer / Stephan Bernard / Alex Baur / Claudia Schoch Zeller / Edy Salmina / Dominique von Burg / André Marty / Mascha Santschi Kallay

2019 170 Seiten € 43,978-3-515-12371-6 e-book 978-3-515-12368-6 gebunden

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Rechts- und Sozialphilosophie

Joshua Kassner / Colin Starger (ed.)

The Value and Purpose of Law Essays in Honor of M.N.S. Sellers ARCHIV FÜR RECHTS- UND SOZIALPHILOSOPHIE – BEIHEFT 160

the editors

Joshua Kassner is Professor of Philosophy at the University of Baltimore. Colin Starger is Professor of Law at the University of Baltimore School of Law.

This book reveals and discusses the foundations of law and justice. Fifteen leading lawyers and philosophers of law, representing thirteen nations and fifteen different philosophical schools examine the value and purpose of law, and the nature and requirements of law and justice. Some of the world’s most learned and provocative legal scholars address the ultimate questions of legal and social philosophy from all angles and the broadest possible perspective, with special reference to the work of Mortimer Newlin Stead Sellers, and the republican, liberal, and analytical schools of legal thought. The conclusions reached here are not fully unanimous, congruent or conclusive, but they represent the pinnacle of legal scholarship as it exists today and furnish the necessary basis for any future study of law, justice, or the ultimate requirements of just, effective and legitimate law and society.

Contributors

Richard Bett / Sanne Taekema / Joshua Kassner / Marcelo Campos Galuppo / Andrés Botero-Bernal / Véronique Champeil-Desplats / Marijan Pavčnik / Ricardo Guibourg / Leslie Francis / Stephan Kirste / Gülriz Uygur / Matthias Mahlmann / João Maurício Adeodato / Pierluigi Chiassoni / Mortimer Newlin Stead Sellers

→ erscheint voraussichtlich September 2019 262 Seiten mit 1 s/w-Abbildung € 49,978-3-515-12462-1 e-book 978-3-515-12460-7 gebunden

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Rechts- und Sozialphilosophie

Philosophie

Hirohide Takikawa (ed.)

Maria Seidl

The Rule of Law and Democracy

Pierre Gassendi und die Probleme des Empirismus

The 12th Kobe Lecture and the 1st IVR Japan International Conference. Kyoto, July 2018 STUDIA LEIBNITIANA – SONDERHEFT 55 ARCHIV FÜR RECHTS- UND SOZIALPHILOSOPHIE – BEIHEFT 161

Pierre Gassendi (1592–1655) ist Philosophen meist für seine Einwände gegen Descartes’ Meditationen bekannt und wird für seine Argumentation in dieser Schrift häufig eher belächelt. Dem außergewöhnlichen Denker Gassendi – der auch Professor für Mathematik war und mit Galileo korrespondierte – wird das in keiner Weise gerecht. Dennoch sind seine weiteren Schriften, einschließlich des Hauptwerks Syntagma philosophicum, bis auf einige ausgewählte Stellen bisher unübersetzt und werden sowohl im englisch- wie auch im deutschsprachigen Raum gerade erst erschlossen. Maria Seidl stellt nicht nur Gassendis philosophische Grundüberzeugungen dar, sondern untersucht diese auch im Hinblick auf ihre Argumentationskraft. Erstmals legt Seidl damit eine deutschsprachige Studie über das System vor, das Gassendi im Syntagma philosophicum entwickelt – und zeigt, dass seine Argumentation weit vielschichtiger ist, als ihm üblicherweise zugeschrieben wird.

The most fundamental topics for philosophy of law in modern societies include the rule of law and democracy. It is widely accepted that both are important for good governance, but the concepts are often elusive. The rule of law and democracy sometimes compete with each other depending on their conceptions. A variety of arguments have been suggested for explaining and justifying them, but none is conclusive. It is important to give a better understanding of the rule of law and democracy and then unite them together. This book contains the 12th Kobe Lecture “Fuller’s Relationships” delivered by Kristen Rundle, another main lecture “The Borders of Law” delivered by Tetsu Sakurai, and the selected articles related with the rule of law and democracy that were originally presented at the 1st IVR Japan International Conference at Doshisha University (Kyoto, Japan) in 2018.

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→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019

2019

ca. 232 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen

225 Seiten mit 2 s/w-Abbildungen

ca. € 49,-

€ 46,-

978-3-515-12484-3 e-book

978-3-515-12344-0 e-book

978-3-515-12482-9 gebunden

978-3-515-12341-9 kartoniert

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Geographie

Chris Lukinbeal / Laura Sharp / Elisabeth Sommerlad / Anton Escher (ed.)

Media’s Mapping Impulse MEDIA GEOGRAPHY AT MAINZ – BAND 6

the editors

Chris Lukinbeal, Laura Sharp, Anton Escher and Elisabeth Sommerlad are part of the Media Geography at Mainz research group of the Institute of Geography at Johannes Gutenberg University and the School of Geography and Development at the University of Arizona. For the last two decades this group has been at the forefront of the scholarly conversation that advance the linkages between media, space, self and society in our digitally interconnected world.

2019 324 Seiten mit 63 s/w-Abbildungen und 9 Tabellen € 56,978-3-515-12425-6 e-book 978-3-515-12424-9 kartoniert

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Cartography is one of the oldest forms of media. With cartography and media, meaning, ideology, and power are habitually arbitrated across and through space and time. Media has an underlying mapping impulse – a proclivity to comprehend itself and be rendered comprehensible through metaphors of topologies, networks, and flows that lead to the constant evacuation of spaces in order to produce places of communication. Both media and cartography are never static, but instead, are ongoing scopic and discursive regimes that continually make and remake how we understand and interact with our world. Developments in mobile computing have not only increased the pace, flow, and interaction of media across space, but also the ubiquity, and thus the taken-for-grantedness, of mapping. Owing to the practices of the neogeographers of the Geoweb, media requires geographical situatedness in which and for which media can take place. Media’s Mapping Impulse is an interdisciplinary collection that explores the relationship between cartography, geospatial technologies, and locative media on the one hand, and new and traditional media forms such as social media, mobile apps, and film on the other.

Contributors

Chris Lukinbeal & Laura Sharp / Denis Wood / Marcus A. Doel / Giorgio Avezzù / Paul C. Adams / David B. Clarke / Sam Hind & Alex Gekker / Eva Kingsepp / Gertrud Schaab & Christian Stern / Víctor Aertsen & Agustín Gámir & Carlos Manuel & Liliana Melgar / Tobias Boos / Gregor Arnold / Mengqian Yang & Sébastien Caquard / Matthew Zook & Ate Poorthuis


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Geographie

Carsten Butsch

Indische Migrantinnen und Migranten in Deutschland Transnationale Netzwerke, Praktiken und Identitäten ERDKUNDLICHES WISSEN – BAND 164

Der Autor

Carsten Butsch, Studium der Geographie, Umweltökonomie und des Städtebaus an der Universität Bonn. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln. Promotion 2011 über den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen in Pune, Indien; Habilitation 2018 zum Thema transnationales Handeln indischer Migrant*innen in Deutschland. Sprecher der DGfG Arbeitskreise „Südasien“ und „Medizinische Geographie und Geographische Gesundheitsforschung“. Forschungsschwerpunkte: Migrationsforschung, Geographische Gesundheitsforschung, Stadtgeographie, Risikoforschung.

2019 294 Seiten mit 46 s/w-Abbildungen, 3 Karten und 8 Tabellen € 52,978-3-515-12348-8 e-book 978-3-515-12342-6 kartoniert

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Die Migration aus Indien nach Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig hat sich im Zuge der Globalisierung die transnationale Einbindung von Migrant*innen verändert. Aufbauend auf einer detaillierten Darstellung der indisch-deutschen Migrationsgeschichte zeigt Carsten Butsch, wie indische Migrant*innen Ankunfts- und Herkunftsgesellschaft verbinden und verändern. Im Zentrum der Analyse stehen drei Aspekte: Erstens werden ihre sozialen Netzwerke in Indien und Deutschland untersucht, insbesondere familiäre Netzwerke, Freundschaftsnetzwerke und institutionelle Netzwerke, wie Migrantenorganisationen. Zweitens werden ihre transnationalen Praktiken, das heißt die konkreten Handlungen, mit denen sie transnationale Verbindungen schaffen und pflegen, analysiert, z.B. Reise- und Kommunikationsgewohnheiten oder finanzielle Rücküberweisungen an Familien und Wohltätigkeitsorganisationen in Indien. Drittens werden die Identitäten von Migrant*innen der ersten und der zweiten Generation, die durch das Leben in zwei Gesellschaften, mit unterschiedlichen Werten und Normen geprägt sind, in den Blick genommen.

Aus dem Inhalt

Einleitung | Indien und seine „Diaspora“ | Transnationalismus als Forschungsfeld | Fragestellung und Methodik | Indisch-Deutsche Migration | Netzwerke | Transnationale Praktiken | Identitäten | Reflexion und Fazit | Literaturverzeichnis


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Geographie

Christiane Stephan

Living with floods Social practices and transformations of flood management in Chiapas, Mexico ERDKUNDLICHES WISSEN – BAND 165

the Author

Christiane Stephan holds a position as post-doctoral researcher at the Department of Geography at Bonn University. She is active in research and teaching as part of the working group “development research”. A focus of her research lies on the development of approaches for participatory and qualitative research, especially visual methods. The author has worked in different institutional settings as e.g. the Institute of Rescue Engineering and Civil Protection at TH Cologne, the Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance in Bonn as well as GIZ in Eschborn and Cameroon.

2019 336 Seiten mit 26 Farb- und 24 s/w-Abbildungen sowie 20 Tabellen € 58,978-3-515-12481-2 e-book 978-3-515-12480-5 kartoniert

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Living with floods addresses flooding as a globally prevalent phenomenon that people deal with in different and contested ways. As empirical examples from the Mexican river Usumacinta show, local perspectives of floods can be highly ambivalent, wherein floods are described as both positive and negative dynamics. Different evaluations of floods by different actors imply different prevention, mitigation and response measures. In this study, the management of flood risks is understood as part of a complex network of social practices. Drawing on theories of social practices, especially on conceptual approaches by Theodore Schatzki, this study develops a practice theory view on flood risk management. In a social science oriented tradition of geographical risk research, flood risks are discussed as the result of social constructions and decisions. Dominant risk concepts and precautionary measures are questioned and new conceptual and methodological approaches are developed on the basis of extensive empirical field work in Chiapas. This study offers insight into “living with floods”, its socio-cultural characteristics as well as its political relevance.

Contents

Topic and research question | Introducing the case study region – selected socio-spatial dynamics in a historical overview | Social practices, risk and space | Methodology | Social practices of living with floods performed by village inhabitants | Bodily-material notions in flood related practices of village inhabitants | Social practices of flood management performed by external actors | Riskscapes – social practice patterns of flood management in the south of Mexico | Conclusion – social geographic research in a context of risk and development | Bibliography


56

Geographie

Geographie

David Harvey

Tine Trumpp

Spaces of neoliberalization: towards a theory of uneven geographical development

Urban Cultural Heritage Governance Understanding the Interlinkages of Imagination, Regulation and Implementation in Delhi, India

2. edition In this second edition of essays David Harvey searches for adequate conceptualizations of space and of uneven geographical development that will help to understand the new historical geography of global capitalism. The theory of uneven geographical development needs further examination: The extreme volatility in contemporary political economic fortunes across and between spaces of the world economy cries out for better historicalgeographical analysis and theoretical interpretation. The political necessity is just as urgent since social inequalities have increased in recent decades. Fiscal crises have cascaded across much of the developing world with devastating results from Mexico to Indonesia, Russia and Argentina. Simultaneously, the different oppositional movements to neoliberalism create both opportunities and barriers in the search for alternatives. Harvey shows that this search needs to be supported by a deeper theoretical understanding of the roles of space and uneven geographical development in shaping the world around us.

MEGACITIES AND GLOBAL CHANGE – BAND 25 As a result of current urbanization dynamics the cultural heritage of Indian cities is under enormous pressure and threatened by decay. At the same time it makes a central contribution to social and societal identity of these cities and has a major influence both economically and aesthetically on the competitiveness of cities in international and national contexts. The responsibility for safeguarding urban cultural heritage, however, does not lie with public authorities only, but is embedded in the complex structures of public and private, individual and collective stakeholders acting at different levels with their respective interests. This study shows that social and professional discourses on urban cultural heritage and its protection highly influence conservation efforts. To overcome the sectoral perspective that dominates the existing research on urban cultural heritage in the Indian context, it draws on an analytical governance approach. This approach makes it possible to identify three governance orders and thus to make visible the interconnections between imagination, regulation and implementation.

2019

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→ erscheint voraussichtlich September 2019

217 Seiten mit 24 Farb- und

VI, 115 Seiten mit 2 s/w-Abbildungen

9 s/w-Abbildungen sowie 8 Tabellen

€ 19,90

€ 44,-

978-3-515-11522-3 e-book

978-3-515-12347-1 e-book

978-3-515-11521-6 kartoniert

978-3-515-12338-9 kartoniert

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Kulturwissenschaft Der Orlando furioso ist eine der glanzvollsten Dichtungen der Renaissance und zugleich ein Schlüsselwerk europäischer Erzählliteratur. Nicht zuletzt durch seinen Reichtum an Figuren und Handlungsverläufen hat Ariosts Romanzo stets fasziniert. In seiner Interpretation dieses Textes zeigt Bernd Häsner, wie die virtuose Verflechtung einer Vielzahl von Handlungssträngen und Konstellationen ideologische Prämissen, denen auch der Autor Ariost durchaus verpflichtet war, unterläuft und in Zweifel zieht. Am offenkundigsten wird dies in

ISBN 978-3-515-09812-0

Akustische Masken auf dem Theater / Maschere acustiche in teatro 9

Bernd Häsner

der Herkunftsgeschichte der Este-Dynastie, die Ariost im Orlando furioso zu erzählen beansprucht. Indem er sie jedoch im Modus hochfrequenter Digression erzählt, setzt er sie ‚zentrifugalen‘ Kausalitäten aus, die jede der genealogischen Abfolge angeblich inhärente Logik sabotieren, und die nur im Diskurs, also durch den Erzähler, beherrschbar sind. Explizit gemacht wird diese Poetik vom Apostel Johannes, den Ariost in einer auf dem Mond spielenden Szene verkünden lässt, es seien die Dichter, die über die Geschichte herrschten.

7 83 5 1 5 098 1 20

www.steiner-verlag.de

TK

Franz Steiner Verlag

Bernd Häsner

Genealogie, Herrschaft und Dichtung in Ariosts Orlando furioso

Romanistik

Text und Kontext – 39

Erzählte Macht und die Macht des Erzählens

Franz Steiner Verlag

Text – Sprache – Performanz / Testo – lingua – performance

Genealogie, Herrschaft und Dichtung in Ariosts Orlando furioso TEXT UND KONTEXT – BAND 39 Der Orlando furioso ist eine der glanzvollsten Dichtungen der Renaissance und zugleich ein Schlüsselwerk europäischer Erzählliteratur. Nicht zuletzt durch seinen Reichtum an Figuren und Handlungsverläufen hat Ariosts Romanzo stets fasziniert. In seiner Interpretation dieses Textes zeigt Bernd Häsner, wie die virtuose Verflechtung einer Vielzahl von Handlungssträngen und Konstellationen ideologische Prämissen, denen auch der Autor Ariost durchaus verpflichtet war, unterläuft und in Zweifel zieht. Am offenkundigsten wird dies in der Herkunftsgeschichte der Este-Dynastie, die Ariost im Orlando furioso zu erzählen beansprucht. Indem er sie jedoch im Modus hochfrequenter Digression erzählt, setzt er sie ‚zentrifugalen‘ Kausalitäten aus, die jede der genealogischen Abfolge angeblich inhärente Logik sabotieren, und die nur im Diskurs, also durch den Erzähler, beherrschbar sind. Explizit gemacht wird diese Poetik vom Apostel Johannes, den Ariost in einer auf dem Mond spielenden Szene verkünden lässt, es seien die Dichter, die über die Geschichte herrschten.

IMPULSE. VILLA VIGONI IM GESPRÄCH – BAND 14 Welchen Status und welche Funktion hat die Sprache in gegenwärtigen und historischen performativen Kunstpraktiken? Dieser Frage sind die Autorinnen und Autoren in vergleichender deutsch-italienischer Perspektive nachgegangen. Neben sprachwissenschaftlichen und philologischen Aspekten stehen theaterpraktische Reflexionen und aktuelle Inszenierungsformen ebenso wie theoretische Überlegungen und neue Forschungsimpulse zur Diskussion. I molteplici interessi scientifici e professionali – teatrologici, storici, linguistici, derivanti dall’attuale prassi attoriale e registica – che sono alla base di questi saggi offrono un quadro sfaccettato e complesso delle riflessioni sul discorso della comunicazione teatrale nei due paesi, le cui peculiarità, più che le somiglianze, spiccando nel confronto, gettano una luce incrociata particolarmente interessante. Il filo rosso che si intreccia alla trama di questi contributi è senz’altro il complesso rapporto che lega la parola del testo teatrale con quella che si realizza sulla scena, ovverosia ciò che in realtà si può definire lo specifico dell’evento teatrale in sé, il quale si realizza sul doppio piano di testo e performance.

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Erzählte Macht und die Macht des Erzählens

Erzählte Macht und die Macht des Erzählens

Heinz Georg Held / Donatella Mazza / Laura Strack (Hg.)

Romanistik

Bernd Häsner

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→ erscheint voraussichtlich Dezember 2019

2019

ca. 272 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen

229 Seiten

ca. € 46,-

€ 46,-

978-3-515-12494-2 e-book

978-3-515-12453-9 e-book

978-3-515-12485-0 kartoniert

978-3-515-09812-0 kartoniert

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Germanistik

Lars Vorberger

Regionalsprache in Hessen Eine Untersuchung zu Sprachvariation und Sprachwandel im mittleren und südlichen Hessen ZEITSCHRIFT FÜR DIALEKTOLOGIE UND LINGUISTIK – BEIHEFT 178

Der Autor

Lars Vorberger studierte in Hamburg und Stockholm Germanistik, Soziologie und Schwedisch. Promotion 2016 in Marburg (fast-track). Zurzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas, u. a. im Forschungs­ projekt „Regionalsprache.de“ (REDE). Seine Forschungsschwerpunkte liegen neben dem hessischen Sprachraum auf dem Niederdeutschen sowie der Gender- und Queerlinguistik.

2019 404 Seiten mit 97 s/w-Abbildungen, 7 Karten und 32 Tabellen € 64,978-3-515-12364-8 e-book 978-3-515-12363-1 kartoniert

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Im Sprachraum des mittleren und südlichen Hessens werden seit Langem regionalsprachliche Entwicklungen beobachtet – eine Untersuchung mit den Methoden der modernen Regionalsprachenforschung stand jedoch bisher aus. Lars Vorberger schließt diese Forschungslücke: Mit den vorliegenden Analysen liefert er für sieben Untersuchungsorte erstmals empirisch fundierte, systematische sowie vergleichbare Ergebnisse zu Sprachvariation (Struktur und Verwendung) und zu Sprachwandel und somit zu den modernen Regionalsprachen. Vorberger zeigt unter anderem, dass die regionalsprachlichen Entwicklungen im Rhein-Main-Gebiet zu einer „RheinMainisierung“ des südlichen Zentralhessischen geführt haben. Die alten sprachlichen Strukturgrenzen wurden aufgebrochen und haben zu einer Neugliederung des Sprachraums geführt. Aktuell dominiert im gesamten Rhein-Main-Gebiet eine regionale Sprechweise: der Rhein-Main-Regiolekt.

Aus dem Inhalt

Hinführung | Regionalsprachenforschung | Der hessische Sprachraum | Anlage der empirischen Untersuchung | Rheinfränkisch | Frankfurt | Zentralhessisch | Zusammenführung | Fazit | Literaturverzeichnis | Anhang


59

Germanistik

Carolin Kiesewalter

Zur subjektiven Dialektalität regiolektaler Aussprachemerkmale des Deutschen ZEITSCHRIFT FÜR DIALEKTOLOGIE UND LINGUISTIK – BEIHEFT 179

die autorin

Carolin Kiesewalter, Studium der Deutschen Sprache und Literatur, Romanistik, Kunstwissenschaften und Phonetik an der Philipps-Universität Marburg und der Université de Poitiers, Frankreich. Anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Regionalsprache.de“ (REDE) am Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas der Philipps-Universität Marburg. Forschungsschwerpunkte: Regionalsprachenforschung, insbesondere Regiolektforschung; Phonetik, Perzeptionslinguistik.

2019 405 Seiten mit 35 s/w-Abbildungen und 20 Tabellen € 64,978-3-515-12443-0 e-book 978-3-515-12437-9 kartoniert

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Während der Sprachgebrauch der Deutschen in seiner regionalen Vielfalt bereits seit ca. 200 Jahren erforscht wird, sind die Wahrnehmung und Bewertung von regional gefärbter Sprache erst unlängst zum Gegenstand der Forschung geworden. Welche Vorstellungen haben die Deutschen vom „Hochdeutschen“? Welche regionalsprachlichen Merkmale weichen von dieser subjektiven Norm ab – und welche bilden Bestandteile von regionalen Normhorizonten? Carolin Kiesewalter geht diesen Schlüsselfragen nach und untersucht, wie regiolektale Aussprachemerkmale (z. B. norddeutsch Tach statt Tag, ostmitteldeutsch isch statt ich, bairisches Zungenspitzen-r) von bundesdeutschen Hörern beurteilt werden. Die Ergebnisse setzt sie in Bezug zu aktuellen Aussprache­ wörterbüchern, zur innerdeutschen Herkunft der Beurteilenden sowie zum situativ variierenden Sprachgebrauch vergleichbarer Sprecher. Kiesewalter bietet damit eine erste Gesamtdarstellung zur „subjektiven Dialektalität“ der 45 wichtigsten Merkmale bundesdeutscher Regionalsprachen. Sie beantwortet vieldiskutierte Forschungsfragen – z. B. nach der „Salienz“ und „Pertinenz“ von Regionalismen oder sogenannten „Proximity-Effekten“ – und gibt völlig neue Erklärungsansätze für die moderne Regionalsprachenforschung.

Aus dem Inhalt

Theorie: Forschungstheoretische Grundlagen und Gegenstandsbestimmung | Forschungsüberblick: Zur Indexikalität regiolektaler Merkmale im Kontext der bisherigen Forschung – Theorien, Methoden und aktueller Kenntnisstand | Empirie: Zur subjektiven Dialektalität bundesdeutscher Regiolektmerkmale | Zusammenfassung und Fazit | Literaturverzeichnis | Anhang


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Orientalistik

Wissenschaftliche Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Rosemarie Quiring-Zoche (Bearb.)

Guido Pfeifer

Arabische Handschriften

Zur intellektuellen Infrastruktur des Rechts im Alten Orient

Reihe B, Teil 13: Kurzbeschreibungen arabischer Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

SITZUNGSBERICHTE – BAND 56.1 Das ausdifferenzierte Rechtssystem der Hochkulturen Mesopotamiens ist in einer gewaltigen Zahl von Keilschrifttexten wie zum Beispiel lexikalischen Listen, Vertrags- und Prozessurkunden und den so genannten Codizes beziehungsweise Rechtssammlungen überliefert. Es bot einen effizienten infrastrukturellen Rahmen für den sozioökonomischen Alltag dieser Zivilisation. Im Gegensatz dazu bleibt die intellektuelle Infrastruktur des Rechts ihrerseits weitgehend im Verborgenen, da die erhaltenen Texte zwar die Ergebnisse, nicht aber die Prozesse von Rechtsfindung und Normproduktion dokumentieren. Die Suche nach dem Rechtsdenken „hinter“ den Texten stellt zugleich das verbreitet angenommene Theoriedefizit altorientalischer Wissenstexte im Allgemeinen in Frage.

Unter Mitarbeit von Beate Wiesmüller VERZEICHNIS DER ORIENTALISCHEN HANDSCHRIFTEN IN DEUTSCHLAND – BAND 17.B13 Der Band enthält Kurzbeschreibungen von 724 Kodizes mit 991 Werken arabischer Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Die hier beschriebenen Handschriften werden in systematischer Anordnung mit Angabe des Incipit beschrieben, mehrere Abschriften eines Werkes sind unter ein und derselben Katalognummer mit Signatur, Blattzahl, Schriftspiegelmaßen und Zeilenzahl verzeichnet, ggf. zusätzlich unter Angabe des Schreibers sowie von Ort und Datum der Abschrift und einem Hinweis auf Marginalien. Bei weniger bekannten Werken wird der Inhalt kurz charakterisiert, am Ende jeder Beschreibung sind, wo möglich, Parallelhandschriften angegeben.

9

2019

2019

284 Seiten

23 Seiten

€ 62,-

€ 8,-

978-3-515-12402-7 leinen

978-3-515-12435-5 kartoniert

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Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt

Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt

Eva Rothenberger / Martin Schubert / Elke Zinsmeister (Hg.)

Meinolf Vielberg (Hg.)

Klassensitzungsvorträge 2016–2017

Editionen deutscher Texte des Mittelalters – aktuelle Projekte

SITZUNGSBERICHTE DER GEISTESWISSENSCHAFTLICHEN KLASSE – BAND 10

Beiträge des Festkolloquiums zum 80. Geburtstag von Rudolf Bentzinger am 22. August 2016

Der zehnte Band der Sitzungsberichte vereint die Akademievorträge, die von den Mitgliedern der Geisteswissenschaftlichen Klasse in den Jahren 2016 und 2017 gehalten worden sind: 1. Entwicklung von Selbstregulation im kulturellen Kontext, vorgetragen am 18. März 2016 von Gisela Trommsdorff, Konstanz 2. Das Gymnastische in der Erziehung griechischer Polisbürger, vorgetragen von Hans-Joachim Gehrke, Freiburg 3. Gegenwelt ,Amazonen‘: Brechungen und semantische Metamorphosen eines Mythos in der antiken Bildkunst, vorgetragen am 28. Oktober 2016 von Angelika Geyer, Universität Jena 4. Thomas Manns „Königliche Hoheit“. Spiegelungen Thüringer Geschichte und Geschichten im Roman, vorgetragen am 28. Oktober 2016 von Bernard Post, Weimar 5. Virtuelle Archäologie als neue Methode zur Erforschung der Tiberiusgrotte von Sperlonga, vorgetragen am 24. März 2017 von Bernard Andreae, Deutsches Archäologisches Institut Rom, Berlin 6. Martin Luther und die Deutschen. Überlegungen zu einem brisanten Thema, vorgetragen bei der Festsitzung am 17. Juni 2017 von Georg Schmidt, Jena 7. „Tönend bewegte Formen“? Der Kritikerpapst Eduard Hanslick komponiert, vorgetragen am 27. Oktober 2017 von Christiane Wiesenfeldt, Weimar 8. Jerusalem und die Grabeskirche, vorgetragen am 27. Oktober 2017 von Hans Georg Thümmel, Greifswald

SONDERSCHRIFTEN DER AKADEMIE GEMEINNÜTZIGER WISSENSCHAFTEN ZU ERFURT – BAND 50 Dieser Band versammelt Beiträge zu editorischen Fragen im Zusammenhang mit deutschen mittelalterlichen Texten. Das Anliegen ist, anhand von Problemstellungen aus derzeit bearbeiteten Projekten Blicke in die editorische Werkstatt zu werfen und aktuelle Fragestellungen aufzugreifen. Ein Überblicksbeitrag zur Editionsgeschichte der Reihe „Deutsche Texte des Mittelalters“ eröffnet den Band. Die weiteren Beiträge der Autorinnen und Autoren erstrecken sich zeitlich von der „Kaiserchronik“ aus dem 12. Jahrhundert über das „Breslauer Arzneibuch“ aus dem 13. Jahrhundert bis hin zu spätmittelalterlichen Meisterliedern und beschäftigen sich darüber hinaus auch mit Bibelübersetzungen, theologischen Unterweisungen und Lyrik. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Fragen der Normalisierung, des Quellennachweises und der editorischen Gestaltung. Eine Reihe Beispieleditionen bislang ungedruckter Texte runden den Band ab.

9

2019

2018

205 Seiten

160 Seiten mit 27 s/w-Abbildungen

€ 28,-

€ 25,-

978-3-515-12316-7 kartoniert

978-3-515-12242-9 kartoniert

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Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Christina Globke / Andreas Haupt / Daniel Potthast

Markus Wübbeler / Kristina Lippmann / Désirée Wünsch / Dominic Docter (Hg.)

Plenarvorträge der „Jungen Akademie | Mainz“ im Jahr 2017

Lost in Translation? Translationsforschung in den Lebenswissenschaften

Vorgetragen am 22. April 2017 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

Beiträge des Symposiums vom 1. Februar 2018 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz

SCHRIFTENREIHE DER JUNGEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UND DER LITERATUR | MAINZ – BAND 1

SCHRIFTENREIHE DER JUNGEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UND DER LITERATUR | MAINZ – BAND 3

Die „Schriftenreihe der Jungen Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz“ präsentiert die Früchte der Arbeit der Jungen Akademie und bietet einen Einblick in die vielfältigen Forschungsaktivitäten ihrer Mitglieder. Die Junge Akademie ist ein seit 2016 bestehendes Format der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses. Die Mitglieder werden bei der Weiterverfolgung ihrer wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Laufbahn unterstützt und erhalten die Möglichkeit, ihr Netzwerk im Zeichen der Interdisziplinarität zu erweitern. Den Auftakt der neuen Reihe bilden mit diesem Band die Vorträge, die die Rechtswissenschaftlerin Dr. Christina Globke, der Soziologe Dr. Andreas Haupt und der Islamwissenschaftler Dr. Daniel Potthast im Rahmen der Plenarsitzung im April 2017 gehalten haben.

9

Im Jahr 2017 gründeten die vier Herausgeber dieser Publikation, alle Mitglieder der Jungen Akademie, die Arbeitsgruppe „Lost in Translation“. Sie verbindet die Frage, welche Prozesse hinter einer erfolgreichen Translation wissenschaftlicher Grundlagenforschung in anwendungsbezogene Kontexte stehen. Denn trotz intensivierter Bemühungen, gewonnene Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Anwendung zu bringen, besteht häufig eine Lücke zwischen dem theoretisch verfügbaren und dem tatsächlich genutzten Wissen. Eine Folge ist die Verzögerung wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen – angesichts der drängenden Herausforderungen unserer Zeit ein immanentes Problem. Auf dem am 1. Februar 2018 in der Mainzer Akademie abgehaltenen Symposium kamen namhafte Experten aus der Krebs-, Versorgungsund Neuroforschung sowie der Wirtschaft und Philosophie zusammen. Die Ergebnisse dieses fächerübergreifenden Austausches über Probleme, aber auch Potentiale der Translationsforschung werden in diesem Band vorgestellt.

2019

2019

53 Seiten mit 3 Farb-Abbildungen und 1 Tabelle

144 Seiten mit 13 Farb-Abbildungen und 2 Tabellen

€ 10,-

€ 22,-

978-3-515-12285-6 e-book

978-3-515-12287-0 e-book

978-3-515-12282-5 kartoniert

978-3-515-12284-9 kartoniert

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Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse

Abhandlungen der Mathematischnaturwissenschaftlichen Klasse

Martin Werding Zuwanderung und Integration: Wie reagiert die Aufnahmegesellschaft?

Joachim Maier Plädoyer für die Elektrochemie

Beiträge des Symposiums vom 23. Februar 2018

2019. 31 Seiten mit 24 Farb-Abbildungen

in der Akademie der Wissenschaften und der

€ 8,–

Literatur | Mainz

978-3-515-12470-6 kartoniert

Band 2019.1

Band 2019.1 2019. 65 Seiten mit 15 Farb- und

978-3-515-12426-3 e-book

Hermann Wagner Der leise Flug der Eulen als Vorbild für bionische Anwendungen

978-3-515-12415-7 kartoniert

Band 2019.2

1 s/w-Abbildung sowie 1 Tabelle € 14,–

2019. 16 Seiten mit 6 Farb-Abbildungen € 6,–

Klaus Herbers Prognostik und Zukunft im Mittelalter

978-3-515-12471-3 kartoniert

Praktiken – Kämpfe – Diskussionen

€ 14,–

Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Hg.) Jahrbuch 69/2018

978-3-515-12427-0 e-book

2019. 231 Seiten mit 10 Farb- und

978-3-515-12416-4 kartoniert

25 s/w-Abbildungen sowie CD-ROM

Band 2019.2 2019. 66 Seiten mit 3 s/w-Abbildungen

€ 26,– 978-3-515-12396-9 gebunden


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verzeichnis der Autorinnen und Autoren Andermann, Kurt  25 Andreu, Javier  12 Auge, Oliver  26 Bader, Bernd  4 Bellomo, Michele  7 Binsfeld, Andrea  20 Blanco-Pérez, Aitor  12 Bonoldi, Andrea  46 Borrmann, Ricardo  42 Bracht, Johannes  44 Braune, Andreas  29 Breul, Wolfgang  25 Bruhn, Karen  26 Butsch, Carsten  54 Czok, Karl  26 Dan, Anca  21 Daubner, Frank  21 de Blois, Lukas  9 Deeg, Philipp  21 Dimde, Barbara  19 Dinges, Martin  48 Docter, Dominic  62 Dörre, Steffen  41 Dubslaff, Etienne  37 Eckardt, Michael  42 Ehmer, Josef  26 Elkar, Rainer S.  26 Elsbach, Sebastian  29, 30 Escher, Anton  53 Flemmig, Stephan  26 Fouquet, Gerhard  26 Freitag, Klaus  22 Fröhlich, Claudia  38 Füssel, Marian  27 Gallion, Nina  26 Ghetta, Marcello  20 Globke, Christina  62 Haake, Matthias  22 Häberlein, Mark  26 Harter-Uibopuu, Kaja  18 Harvey, David  56 Häsner, Bernd  57 Haupt, Andreas  62 Held, Heinz Georg  57 Herbers, Klaus  63 Hilger, Susanne  46 Hölkeskamp, Karl-Joachim  15 Hübner, Lars  18 Jankrift, Kay Peter  49 Jordović, Ivan  16 Jütte, Robert  48, 49 Karataş, Sema  5, 15 Karch, Daniel  40 Kassner, Joshua  51 Kessel, Martina  31 Kiesewalter, Carolin  59

Kipfer, Daniel  50 Kollex, Knut  26 König, Wolfgang  33 Kopitzsch, Franklin  26 Kostopoulos, Katharina  6 Kühler, Anne  50

Ullmann, Sabine  26

Lang, Heinrich  45 Leonardi, Andrea  46 Liermann Traniello, Christiane  38 Lippmann, Kristina  62 Lorandini, Cinzia  46 Lorke, Christoph  39 Lukinbeal, Chris  53

Wagner, Hermann  63 Waßer, Fabian  47 Weber, Caroline Elisabeth  26 Weise, Stefan  2 Werding, Martin  63 Wessel, Horst A.  46 Wiesmüller, Beate  60 Wifstrand Schiebe, Marianne  13 Williams, Maude  37 Wübbeler, Markus  62 Wünsch, Désirée  62

Maier, Joachim  63 Manders, Erika  14 Matheus, Michael  24 Maurice, Paul  37 Mazza, Donatella  57 Merkel, Lydia  17 Mittag, Peter Franz  11 Noak, Ronny  29 Pfeifer, Guido  60 Pfister, Ulrich  44 Pfütsch, Pierre  49 Plöckinger, Othmar  35 Pohl, Katharina  3 Pohl, Natalie  36 Potthast, Daniel  62 Quiring-Zoche, Rosemarie  60 Rathmann, Michael  21 Reith, Reinhold  26 Rheinheimer, Martin  26 Rippmann, Dorothee  26 Rothenberger, Eva  61 Roth, Roman  15 Rüpke, Jörg  10 Salden, Janina  43 Schäfer, Sebastian  28 Schliephake, Christopher  23 Schmale, Wolfgang  34 Schmid, Harald  38 Schmidt, Rüdiger  39 Schmidtchen, Robert  37 Schnack, Frederieke M.  26 Schötz, Susanne  26 Schubert, Martin  61 Scotto, Matteo  38 Seidl, Maria  52 Sharp, Laura  53 Slootjes, Daniëlle  14 Sommerlad, Elisabeth  53 Starger, Colin  51 Stephan, Christiane  55 Strack, Laura  57 Takikawa, Hirohide  52 Teut, Michael  48 Trumpp, Tine  56

van der Spek, R. J.  9 Vielberg, Meinolf  61 Villani-Lubelli, Ubaldo  38 Vorberger, Lars  58

Zinsmeister, Elke  61 Ziolkowski, Adam  13


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Herbst 2019

geschichte philosophie berufspädagogik

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musik wissenschaf t

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Neuerscheinungen Herbst 2019  

In der Herbstvorschau 2019 entdecken Sie mehr als 60 Neuerscheinungen – von den Altertums- und Geschichtswissenschaften bis hin zu Geographi...

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