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Alterszentrum Breite • Schaffhausen

Huuszytig

9. Ausgabe Oktober 2012

Eine Zeitung für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Angestellte und Interessierte

In dieser Ausgabe: Editorial Seite 2 Bewohnerbeitrag In eigener Sache Seite 3 Erinnerungen Seite 4 Bewohnerportrait Seite 5 Bewohnermutationen Seiten 6, 7 Herbstliches Seiten 8, 9 Personalportrait Seite 10 Personalmutationen Seite 11 Bereich Verpflegung Seite 12 Bereich Gesundheit Seite 13 Bewohnerbeitrag Seite 14 Bewohnerbeitrag Fotos Schifffahrt Seite 15 Werbung Bazar Haus Steig Seite 16


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9. Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser

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rem vertrauten Versteck, dem Schrank. Es geschieht aber auch, dass sie die totale Aufmerksamkeit auf sich zieht, indem sie ihr Nickerchen mitten auf dem Flur macht. Scheint nicht ungewöhnlich, doch Mandy döst dabei mit allen Vieren in der Luft vor sich hin und kann den Lärm um sich herum schlicht ignorieren. Ich freue mich jeden Morgen auf Mandys Begrüssung: Sie wartet auf mich vor dem Aufzug und schenkt mir ein unverwechselbares „miau“. Danach ist Mandy mein morgendlicher Begleiter und folgt mir auf Schritt und Tritt zu allen Zimmern und wartet geduldig vor der Tür, bis ich meine Arbeit erledigt habe.

Als ich gefragt wurde, ob ich für diese Ausgabe der Hauszeitung das Editorial schreibe, hatte ich spontan den Gedanken über unsere Wohnbereichskatze Mandy zu schreiben. Als auf Wunsch unserer Bewohnerinnen und Bewohner, das Büsi Mandy vor fünf Jahren zu uns kam, wurde sie gleich von allen ins Herz geschlossen. Mit Vergnügen begann ich mich um Mandy zu kümmern, und die anderen Teammitglieder taten es mir gleich. Gewillt sorgen wir dafür, dass Mandy ihr Futter bekommt und vergewissern uns, dass sie stets einen sauberen Korb zum Faulenzen hat. So sind wir auch ihre treuen Begleiter auf dem unschönen Weg zum Veterinär und drücken Pfötchen. Obwohl Mandy eine sehr liebe Katze ist, lässt sie sich grundsätzlich nur ungern streicheln. Doch auch Mandy hat ihre seltenen schwachen Momente, und sucht die Nähe anderer und schreckt dann auch vor Schmuseeinheiten nicht zurück. Mandys Tagesablauf ist schnell durchschaut, denn er besteht aus Schlafen in ih-

Für die Bewohnerinnen und Bewohner und für uns, ist Mandy unser Sonnenschein, sie bringt Abwechslung ins tägliche Leben und sorgt für manches Schmunzeln. Mirjana Petrovic Stationsleiterin Haus Wiesli 4.OG

Das Redaktionsteam: Anita Gasser, Erna Lipp, Tina Wenzel, Benjamin Schwarz, Rahel Schwaninger, Sibylle Beerli Tel. 052/635 04 33 A. Gasser direkt E-Mail: anita.gasser@stsh.ch Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 03. Dezember 2012

Diese Ausgabe wurde gedruckt bei: Copy + Print AG, SH


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9. Ausgabe

Späte Rosen Im Garten ein Rosenstock stehet, benetzt von Tau die Blätter.

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Den Nachtfrösten trotzend, umstürmt von rauem Wind, die äusseren Blätter verwittert und farblos schon sind, sie gleich einem schützenden Mantel umgeben doch und halten in sich verborgen, den berauschenden Duft und bezaubernde Schönheit der späten Rose, die letzte noch.

Gisela Zulauf, Bewohnerin Haus Steig

In Sachen Hauszeitung Im Schlummer die Knospen noch ruh`n, doch in stetem Wachstum bricht kraftvoll hervor im taufrischen Morgen, die Schönheit der Natur. Langsam enthüllet sich die Blüte, Blatt um Blatt. Zart trocknet die Sonne den Tau der Nacht. Durch die wärmenden Strahlen sich ganz entfaltet die duftende Rose zur vollen Pracht. Majestätisch stehet sie da mit ihrem samtenen Schimmer, von betörendem Duft erfüllt, lockt an sie die Bienen und Schmetterling`, erfreuet das Herz des Betrachters. Bis dann auch ihre Zeit zerrinnt und Blättchen um Blättchen trägt hinweg der Wind. - Immer neue Blüten bringet der Stock hervor, bis dann im Herbst noch eine, nur langsam zur vollen Knospe wird.

Gerne möchte ich Ihnen an dieser Stelle beschreiben, wie die vier Ausgaben der Hauszeitung entstehen. Drei Monate bevor die Hauszeitung erscheint, sitzt das Redaktionsteam zusammen, um zu besprechen, was in der nächsten Ausgabe veröffentlicht wird. Seite um Seite wird festgelegt, und an die entsprechenden Redaktionsmitglieder verteilt. Es gibt auch Beiträge von Bewohnerinnen und Bewohnern, welche wir sehr gerne entgegen nehmen und einplanen. Es ist uns ein Anliegen, einzelne Seiten der Ausgaben saisonal zu gestalten. Die einen Seiten sind in jeder Ausgabe fest reserviert für die Bewohner- und Personalmutationen, sowie für das Bewohner- und Personalportrait. Die Redaktionsmitglieder können die Seiten selber schreiben, oder aber sie geben sie an Arbeitskolleginnen oder Angehörige weiter. Die Zeitung kann aber nicht beliebig verändert werden, weil wir immer 16 Seiten zur Verfügung haben, die, wie oben beschrieben, früh fest gelegt sind. Alle Schreibenden bekommen die Vorlage und müssen sich genau daran halten, damit die Ausgabe gefüllt ist. Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, liebe Arbeitskolleginnen und -kollegen auch einen Beitrag für die Zeitung haben, dann melden Sie sich bitte frühzeitig bei mir. Anita Gasser

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Beim Herbsten, Erinnerung an früher In Hallau nennt man das ernten der Trauben "herbsten". Als "Hallauerin" erinnere ich mich im Herbst immer wieder an die Zeit zurück, als unsere Grosseltern und später die Eltern noch selber Reben hatten. Als Kind durften wir in den Reben der Grosseltern mütterlicherseits mithelfen so lange wir Lust hatten, immer unter Aufsicht von Mutter, damit wir auch nur die reifen Trauben abschnitten, und wenn es dumm lief, war es anstatt der Traubenbeeren ein "Fingerbeeri".

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Etwas später durfte ich dann meine jüngeren Cousinen hüten, was mir sehr viel mehr Spass machte. Vor der Mittagszeit wollten alle Kinder mit dem Grossvater und seiner Agria in die Metzgerei Pfistner fahren, um die vorbestellten, heissen "Herbsterschüblinge" abzuholen. Die wurden gut eingepackt, damit sie noch heiss waren bei der Rückkehr. Während dieser Zeit richtete Grossmutter das Brot und die Getränke. Dort sassen wir dann am Wiesenbord, und assen mit Hochgenuss die heissen Schüblinge, die wirklich nur von Hand gegessen und im Freien so gut schmecken. Dazu das feine, im Holzofen gebackene Brot der Grossmutter. Zum Dessert gab es selbst gemachte "Rickli". Jahre später übernahmen unsere Eltern die Reben der Grosseltern väterlicherseits, da war es selbstverständlich, dass wir alle beim Herbsten dabei waren.

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Manchmal hat es mich schon genervt, wenn Vater uns jedes Jahr erklärt hat, auf was wir zu achten hatten. Aber es war im sehr wichtig, dass alles korrekt ablief und dass er nur beste Trauben abgab. Also: nur die wirklich reifen Trauben abschneiden, faule und verdorrte Beeren entfernen, keine Blätter, kein Schmutz im Eimer etc.. Wenn die Sonne durch den Nebel kam und es angenehm warm wurde, dann fand ich es ganz schön, war es aber kalt, dann wurden die Finger immer klammer und die Füsse immer gefühlloser…das mochte ich nicht so sehr. Beim Mittagessen war es wie früher, die feinen Würste gab es noch immer, ein Glas Wein dazu und zum Dessert Mutters legendäre "Tabakrollen" und die weltbeste Linzertorte. Auch ein heisser Kaffee (mit Schnaps) fehlte nie. Bei kühlem Wetter machte Vater ein Feuer, damit niemand frieren musste. Es war immer gemütlich, aber nach der Mittagspause war wieder voller Einsatz gefragt.

Vater kontrollierte regelmässig jeden Zuber, ob nichts Unreifes dabei war, und er mass auch die "Oechslegrade" , damit er wusste woran er war. Denn anhand der "Oechslegrade" erfolgte dann auch die Bezahlung. Natürlich war er bestrebt, immer bestmögliche Qualität zu erzielen. Seit vielen Jahren sind die Reben verkauft, denn weder mein Bruder, noch ich, konnten die Leidenschaft für Reben mit unserer Mutter teilen. Anita Gasser, Leitung HWS, Haus Steig


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Martha Ermatinger

Ich bin am 21. Juni 1929 in Zürich im Spital zur Welt gekommen. Mit meinen Eltern und meinen zwei jüngeren Geschwistern lebten wir in sehr bescheidenen Verhältnissen in einer Wohnung in Zürich. Mein Vater verdiente sich als Zimmermann, und meine Mutter ging neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau noch in andere Haushalte putzen und waschen. Da war es natürlich selbstverständlich, dass ich meinen Geschwistern täglich bei den Hausaufgaben half und meine Eltern im Haushalt und im Gemüsegarten tatkräftig unterstützte. Es war eine harte Zeit damals und es gab immer viel Arbeit, morgens bis nachmittags zur Schule gehen und dann bis spät abends hatte ich noch Pflichten zu Hause. Trotz dessen kann ich heute sagen, dass ich und meine Geschwister eine, zwar in armen Verhältnissen, aber schöne Kindheit hatten. Der familiäre Zusammenhalt war gross und wir wurden liebevoll und anständig erzogen. Nach der Sekundarschule absolvierte ich eine Lehre zur Verkäuferin, obwohl eigentlich hätte ich ja lieber Handar-

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beitslehrerin erlernt, wozu jedoch damals das nötige Geld fehlte. Im Naturfreundeverein lernte ich dann als junge Frau meinen Mann Karl kennen. Wir verliebten uns auf einen Blick und heirateten 1950. Da er in Bern schon vor unserer Hochzeit eine Stelle als eidgenössischer Buchhalter angenommen hat, zogen wir nach unserer Trauung nach Bern, Zollikofen. Drei Jahre später erblickte unsere Tochter Sonja das Licht der Welt. 1957 eröffneten wir dann ein eigenes Lebensmittelgeschäft in Bern. Wir arbeiteten beide im Laden, ich als Verkäuferin und er als Buchhalter. Aufgrund eines guten Stellenangebotes für Karl, verkauften wir unser Geschäft und zogen 1962 hier her nach Schaffhausen. Zwei Jahre danach bekamen wir Sohn Charlie und unsere kleine Familie war somit komplett. Wir hatten wirklich eine wunderschöne Ehe und waren mit unseren Kindern und überhaupt mit unserem Leben sehr zufrieden. Im Juni 2007 war es dann soweit: Mein Mann und ich zogen ins Altersheim Wiesli. Leider ist mein geliebter Karl im Januar 2010 gestorben, die Zeit danach war nicht einfach und ich habe sehr um ihn getrauert. Über die schwere Zeit halfen mir meine Kinder und die zwei Enkel von Sonja hinweg. Sie kommen sehr viel zu Besuch. Ich denke, ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass wir untereinander so einen guten und liebevollen Umgang haben. Seit neuestem habe ich wieder mit dem Handorgelspiel begonnen, dass ich mit sieben begann zu erlernen. Ein paar Stücke spiele ich jetzt noch in der Singgruppe, die am Donnerstag stattfindet, zur musikalischen Begleitung. Erzählt von Martha Ermatinger Geschrieben von Tina Wenzel

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9. Ausgabe

Wir heissen im Haus Steig ganz herzlich willkommen: Frau Hanny Zehnder-Hefti Frau Elisabeth Fritsche (Feriengast) Frau Madeleine Eisenring-Lohner Herr Thomas Dermond Frau Adelheid Bächli-Appius

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Wir trauern um: Frau Ida Maria Müller, 89 Jahre, verstorben am 19.06.2012 Frau Martha Kastlunger, 89 Jahre, verstorben am 06.08.2012 Herr Otto Hödl (Tagesaufenthalt), 81 Jahre, verstorben am 18.08.2012 Herr Emil Schläpfer, 94 Jahre, verstorben am 04.09.2012

Austritt nach Aufenthalt Frau Gertrud Ott (Ferienaufenthalt) Frau Ruth Meier (Ferienaufenthalt) Frau Elisabeth Fritsche (Ferienaufenthalt)

Erinnerungen erzählen von Liebe, von Nähe und all dem Glück, das wir durch einen geliebten Menschen erfahren durften. Erinnerungen gehen nicht ohne das Versprechen wiederzukehren, wenn unser Herz sie ruft.

Trauerbuch

Gratulationen Wir gratulieren ganz herzlich zum 95igsten Geburtstag Frau Rosmarie Dal Bosco, geboren am 02.08.1917 Wir gratulieren herzlich zum 90igsten Geburtstag Frau Luisa Tamagni, geboren am 24.08.1922 Wir gratulieren herzlich zum 90igsten Geburtstag Herr Rudolf Stahel, geboren am 09.09.1922 Wir gratulieren herzlich zum 95igsten Geburtstag Herr Christoph Marti, geboren am 20.09.1917

Wir möchten Sie gerne informieren, dass die verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr mit einem Anschlag am Brett verabschiedet werden, sondern in einem Trauerbuch, welches auf einem kleinen Tisch beim Eingang zum Speisesaal steht. Der Platz ist noch nicht optimal gewählt, deshalb wir sind auf der Suche nach einem anderen geeigneten Standort. Wir werden Sie zu gegebener Zeit informieren, wo sich der neue Ort befindet. Anita Gasser


Seite 07 Wir heissen im Haus Wiesli ganz herzlich willkommen: Herr Erich Leimgruber Frau Berta Bohni Frau Sonja Philipona

Feriengast: Frau Heidi Villiger

Wir trauern um: Frau Liselotte Omlin, 88 Jahre verstorben am 08.08.2012 Frau Hedi Guerdi, 91 Jahre verstorben am 02.09.2012 Herr Alfons JĂśrg, 85 Jahre verstorben am 15.09.2012 Frau Lilly Kuser, 78 Jahre verstorben am 16.09.2012 Herr Johann Hauert-Schaub, 94 Jahre verstorben am 18.09.2012

Man sagt es gibt ein Land der Lebenden und ein Land der Toten. Man sagt auch es gibt nur eine einzige Verbindung zwischen ihnen - die BrĂźcke aus Liebe und Erinnerung.

9. Ausgabe Herbstimpressionen

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Der Apfel

Der Apfel ist mit Abstand die beliebteste einheimische Frucht. 15.6 kg werden pro Person und Jahr gegessen. Die grosse Sortenvielfalt, die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten und die ganzjährige Verfügbarkeit sind Gründe dafür. 93 % der AnbauFlächen, ca. 4000 ha, werden nach den Richtlinien der Integrierten Produktion angebaut. Diese Produkte sind mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung für Schweizer Produkte «Suisse Garantie» ausgezeichnet. Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Apfelmenge von 137 781 t pro Jahr. Äpfel gelten aber auch als gesundheitsfördernd. Die Inhaltsstoffe des Apfels sind so vielfältig und wertvoll, dass ihr täglicher Genuss dem Körper fast alle wichtigen Nährstoffe zuführt. Äpfel werden aber nicht nur als Tafelfrüchte gegessen, sie dienen auch als Rohstoff für diverse Getränke (Apfelwein, Apfelsaft) oder andere Verarbeitungsprodukte (z.B. Dörräpfel).

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Apfelanbau in der Schweiz: Anbaufläche: 4279 ha Jahresproduktion: 138 000 t Pro-Kopf-Konsum: 15.6 kg pro Jahr Geschichte Der Apfel ist die älteste kultivierte Frucht der Erde. Archäologen fanden verkohlte Dörrapfelschnitze bereits in prähistorischen Siedlungen. Äpfel gab es in den hängenden Gärten von Babylon und auf der Feinschmeckertafel des römischen Feldherrn Lukullus. Ein Obstbaumverzeichnis aus dem Jahre 813 zeigt, dass Karl der Grosse auf seinen Gütern mit Vorliebe Apfelbäume anpflanzen liess. Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster, die den Apfel weiterverbreitet und veredelt haben. Als Reichsapfel dokumentiert er bis heute politische und weltliche Macht. Und wohl kaum eine Frucht spielt in den christlichen Überlieferungen, antiken Sagen, heidnischen Mythen und im überlieferten Volksglauben so eine bedeutende Rolle wie der Apfel. Er gilt als Sinnbild von Liebe und Fruchtbarkeit, von Schönheit, Versuchung und Sünde. Nicht nur im übertragenen Sinn stehen Äpfel für alles Lebensnotwendige, sie bieten es uns auch in der Realität. Beschreibung Äpfel, apel, pommes. Apfel, Birne und Quitte bezeichnet man auch als Kernobst und sind Rosengewächse. Es wird geschätzt, dass rund 20'000 verschiedene Sorten weltweit angebaut werden. Runde, ovale, herzförmige, grüne, gelbe, rote, die Vielfalt ist derart gross, dass man eigentlich nur noch die einzelne Apfelsorte beschreiben kann. Die Apfelbäume können niedrig oder hochstämmig sein. Befruchtet werden die einzelnen Apfelblüten im Frühling durch die Bienen, Wespen, Hummeln oder den Wind. Ein Apfel benötigt rund 30 grüne Blätter um zu wachsen. Pro Quadratmeter Blattfläche kann ein Baum bis zu 1 Gramm Stärke pro Stunde


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produzieren. Daraus entsteht dann im Apfel der Fruchtzucker. Die Äpfel werden heute während des ganzen Anbaus stark mit Insektiziden, Pestiziden oder Fungiziden gespritzt. Würmer und Insekten meiden sie deshalb. Warum beisst dann der Mensch noch hinein? Geschichte Heute lässt sich nicht mehr genau sagen wo das Paradies auf Erden war. Aber geblieben ist uns dieser sagenhafte Apfel. Vielleicht handelte es sich jedoch um den Granatapfel welcher zum Ausschluss aus dem Paradies führte? Der Pharao Ramses II liess im Nildelta Äpfel-Plantagen anbauen. Die Pfahlbauer assen sie ebenso wie die Kelten, Germanen, Römer, Griechen... Hinweise Reife Äpfel erkennt man an der breiten und tief liegenden Kelchgrube und den braunen Kernen. Fehlt dies, dann wurden die Äpfel unreif gepflückt das Aroma und die Vitamine wurden noch nicht richtig gebildet. Ein frischer, einheimischer Apfel ist auf jeden Fall den weitgereisten vorzuziehen. Wenn möglich kaufen Sie Bio-Äpfel, diese enthalten nicht mehr Vitamine und bioaktive Substanzen, sondern viel weniger Spritzmittel. Kleinere Äpfel enthalten meist nicht nur die wertvolleren Inhaltsstoffe, sondern sind auch noch schmackhafter weil sie weniger Wasser gespeichert haben. Vitamine A D E K B1 B2 Niacin B6 Folsäure Pantothensäure Biotin B12 C

Mineralstoffe 0.004 Natrium 3 0 Kalium 144 0.49 Kalzium 7 0.0022 Magnesium 6 0.04 Phosphor 12 0.03 Schwefel 20 0.3 Chlor 2 0.01 Eisen 0.48 0.012 Zink 0.103 0.1 Kupfer 0.053 0.0045 Mangan 0.048 0 Fluor 0.007 12 Jod 0.001

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Literatur Auch in der deutschen Literatur wird der Apfel beschrieben. So in Goethes Faust, bei Rilke, Till Eulenspiegel und natürlich auch bei den Brüdern Grimm. Ein Kinderlied In einem kleinen Apfel In einem kleinen Apfel da sieht es niedlich aus; es sind darin fünf Stübchen , grad wie in einem Haus. In jedem Stübchen wohnen zwei Kernchen, braun und klein; die liegen drin und träumen vom lieben Sonnenschein. Sie träumen auch noch weiter gar einen schönen Traum, wie sie einst werden hängen am lieben Weihnachtsbaum. (Volksgut)

In der Küche Im Herbst wurden im Ofenloch des warmen Kachelofens Apfelschnitze oder –Ringe getrocknet. Apfelmus wurde gekocht, in Gläser abgefüllt und sterilisiert. Öpfelchüechli mit Vanillesauce gaben ein schmackhaftes Dessert oder gar Nachtessen. Die Apfel- oder Pfarrhaustorte (Biskuit mit Äpfeln) war ein feines Sonntagsdessert.

Sibylle Beerli

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Portrait von Belinda Piller

Am 7. Januar 1959 wurde ich in Guntmadingen / SH geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachten meine Eltern und ich in Guntmadingen, bis wir nach Buchthalen umzogen. In Buchthalen habe ich eine schöne Kindheit und auch meine Jugendjahre durchlebt. Da ich leider ein Einzelkind blieb, schenkten mir meine Eltern eine Katze die Schnurrli hiess. Sie begleitete mich 18 Jahre lang. Mein Vater arbeitete beim Strassenverkehrsamt Schaffhausen, und meine Mutter als Teilzeitangestellte beim Bogenkaffee in der Kaffeerösterei. Nach meinem Schulabschluss begann ich meine KV Lehre im Ebnat in der damaligen Massstabfabrik in Schaffhausen. Nachdem ich die Lehre abgeschlossen hatte, bekam ich eine Stelle bei der Firma Angst & Pfister in Oerlikon. Schon bald wollte ich noch einen Sprachaufenthalt machen. Ich entschied mich für England, in die am Ärmelkanal liegende Küstenstadt Brighton. In der Zwischenzeit zügelten meine Eltern in den Klettgau nach Siblingen. Kurz nachdem ich wieder zu Hause war, begab ich mich auf Jobsuche, und fand eine neue Beschäftigung in der Kanzlei beim Zollinspektorat Schaffhausen. Es war eine sehr interessante und auch tolle Stelle. In dieser Zeit lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, und wir heirateten im Juni 1985. Mein grösster Wunsch, eigene Kinder zu haben, ist leider nicht in Erfüllung gegangen.

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Nach 18 Jahren Tätigkeit bei der Zollkreisdirektion Schaffhausen, merkte ich, dass es Zeit wurde, mich anderen und sinnvolleren Aufgaben zu widmen. Ich wollte etwas im sozialen Bereich machen, und entschloss mich, den Pflegehelferinnen Kurs der SRK zu absolvieren. Das Praktikum konnte ich im Pflegezentrum Schaffhausen machen. In dem erlebnisreichen und fürsorglichen Praktikum merkte ich immer mehr: Das ist meine Berufung, das werde ich machen. Danach konnte ich eine Stelle im Altersheim Thayngen antreten, wo ich vier Jahre arbeitete. Später bewarb ich mich beim Altersheim Steig im Altbau. Ich freute mich sehr, dass ich die Arbeitsstelle bekam, und begann dort am 1. Juni 2006 meine neue Tätigkeit. Ich liebe die Natur und bin ein ganz grosser Katzen- und Tierliebhaber. Ich habe zwei Jahre im Katzenhaus Neuhausen, jeweils abends mitgeholfen, den vielen heimatlosen oder von Menschen ausgesetzten und abgegebenen Katzen zu schauen, sie zu füttern, das Kistli zu machen oder Medikamente zu geben. Die verschiedenen Schicksale der Katzen waren für mich nicht immer einfach, trotz allem hat es mir Freude gemacht zu helfen. Wir haben seit 15 Jahren ein Katzenweibchen namens Timmi an der ich sehr hänge, sie bereitet uns viel Freude, aber leider ist sie nicht mehr so gesund. In meiner Freizeit lese ich viel und gehe gerne Wandern und mache Nordic-Walking. Ich fühle mich im Altersheim Steig und in unserem Team als Pflegehelferin sehr wohl. Künftig darf ich beim Gedächtnistraining mithelfen und mit den Bewohnern turnen, das wird für mich eine neue Herausforderung und Abwechslung. Ich freue mich darauf. Belinda Piller


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Eintritte Haus Wiesli

Austritte Haus Wiesli

Carmen Fisler Praktikantion Pflege

Knüssli Jessica Praktikantin

Julie Chollet Praktikantin Pflege

Kristina Fus Mitarbeiterin Verpflegung

Quendresa Alija Praktikantin Pflege

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Zusammenarbeit und wünschen alles Gute auf dem weiteren Lebensweg.

Linda Langhart Fachfrau Pflege Heidi Keller Mitarbeiterin Pflege Anina Rahm Lernende Fachfrau Hauswirtschaft Lena Bolli Lernende Fachfrau Verpflegung Michael Amati Lernender Fachmann Verpflegung

Eintritte Haus Steig Renas Ali Mitarbeiter Verpflegung

Austritte Haus Steig Jeannine Holenstein Lernende Fachfrau Verpflegung Martin Sorg Lernender Fachmann Gesundheit Jeannine geht in ihren ersten Beruf als Servicefachrau zurück, hat aber auch noch grössere Reisepläne, Martin macht im Spital die höhere Fachschule. Wir wünschen Euch von Herzen ganz viel Glück und Erfolg auf dem weiteren Lebensweg!

Emre Erkut Praktikant Pflege Katarina Mrkonijc Praktikantin Pflege Assani Merinda Lernende Pflege Angelika Zimmermann Praktikantin Hauswirtschaft Riccardo Hirt Fachmann Pflege Wir heissen Euch ganz lich Willkommen am neuen Arbeitsplatz. Wir wünschen Euch erfolgreiches Einarbeiten und viel Freude an der Arbeit im Alterszentrum Breite.

Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenige oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden. Carl Hilty

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Die Traube

Trauben begleiten unsere Kultur seit Menschengedenken. Die Pflanze, die Weinrebe, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Fossile Funde deuten darauf hin, dass es die Traube bereits in der Altsteinzeit 100‘000 Jahre vor Christus gegeben haben muss. Noah soll angeblich den ersten Weinstock gepflanzt haben. Die Ägypter kultivierten die Rebe 5000 vor Christus, eine Tradition, die sowohl Griechen wie Römer weiterführten. Heute ist die Traube mengenmässig die weltweit beliebteste Frucht. Rund 50 Millionen Tonnen werden jährlich geerntet. 10 Prozent finden sich als Tafeltrauben auf unseren Tischen wieder. Der Rest wird weiterverarbeitet und veredelt – zum Beispiel als Wein.

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erstmals Rebstöcke nach Marseille gebracht haben. Mit den Römern breitete sich der Weinanbau in Spanien, Frankreich und Nordafrika aus. Neuesten Erkenntnissen zufolge, soll der Weinbau noch älter als 9000 Jahre sein. Funde in der nordchinesischen Provinz Henan deuten darauf hin. Heute gibt es über 5000 Rebsorten. Davon machen die zwanzig am weitesten verbreiteten Sorten über 80% der Weltweinproduktion aus. In verschiedenen Ländern und auf unterschiedlichen Böden angebaut, ergibt dieselbe Sorte stets einen anderen Wein. Es werden weltweit mehr weisse als rote Rebsorten angebaut, wobei die Nachfrage nach Rotwein im Moment überwiegt.

Hier einige der edelsten roten Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Nebbiolo, Gamay, Pinot noir, Malbec, Sangiovese, Merlot, Syrah.

Hier einige der erlesenen weissen Rebsorten: Der Wein Schon 5000 Jahre vor unserer Zeitrechung, lässt sich in Georgien, sowie im Irak erstmals der Anbau von Weinreben durch Menschenhand nachweisen. Der Weinbau breitete sich im gesamten Nahen Osten aus, und etwa 1700 Jahre vor unserer Zeitrechung kultivierte man auf Kreta erste Edelreben. Griechische Kolonisten dürften 700 Jahre vor unserer Zeitrechnung

Chardonnay, Riesling, Chenin Blanc, Gewürztranminer, Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner, Sémillon, MüllerThurgau, Silvaner. In diesem Sinne, einen schönen Herbst, hoch die Gläser und Prost, wünscht Ihnen Benjamin Schwarz und das ganze Küchenteam


Seite 13 Herzschlag für Herzschlag

Ein massvoller Weingenuss hat einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem - Der Cholesterinspiegel wird gesenkt, und damit auch das Risiko eines Herzinfarktes - Die Gerinnungsfähigkeit des Blutes wird gesenkt - Sie wirken gefässerweiternd, lösen so Arterienkrämpfe und erhöhen den Blutstrom

Herz- Kreislauf- System Das Herz liegt hinter dem Brustbein zwischen den beiden Lungenflügeln, zwei Drittel des Herzens in der linken Körperhälfte, ein Drittel in der rechten. Es ist etwa so gross wie eine Faust des jeweiligen Menschen und beim Erwachsenen ca. 350g schwer. Das Herz ist der am meisten belastete Muskel unseres Körpers. Es ist ein Hohlmuskel. Es ist in einen Beutel eingeschlossen (Herzbeutel), der mit Flüssigkeit gefüllt ist, der Herzbeutel erleichtert reibungslose Bewegungen des Herzens. Es gibt den „grossen“ Kreislauf, was sich Körperkreislauf nennt und den „kleinen“ Kreislauf, womit der Lungenkreislauf gemeint ist.

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Körperkreislauf Das Blut fliesst von der linken Herzkammer in die Aorta (Hauptschlagader) und von dort in die Arterien. Diese bringen das sauerstoffreiche Blut zu allen Organen, Geweben und Zellen des Körpers. Dort gibt das Blut Sauerstoff und Nährstoffe ab und nimmt Abfallstoffe auf. Die Venen bringen das sauerstoffarme Blut zu den Organen, Geweben und Zellen zurück in die obere oder untere Hohlvene, diese münden in den rechten Vorhof des Herzens. Vom rechten Vorhof fliesst das Blut in die rechte Herzkammer.

Lungenkreislauf Von der rechten Herzkammer fliesst das Blut durch die Lungenarterie in den rechten und linken Lungenflügel. In der Lunge gibt es Kohlendioxid an die Lungenbläschen ab und nimmt von den Lungenbläschen Sauerstoff auf. Jetzt fliesst das Blut durch die Lungenvenen in den linken Vorhof und von da an in die linke Herzkammer zurück. Rahel Schwaninger, Haus Wiesli

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Das Alter Wer kennt nicht den berühmten Ausspruch:

"Jeder will alt werden, aber niemand will alt sein!" Wenn das so ist, dann frage ich mich:

Warum will dann jeder alt werden? Ist denn das Alter wirklich so schlimm? Im Gegenteil: Es ist doch schön, wenn wir nach einem langen, arbeitsreichen und meist mühvollen Leben den wohlverdienten Ruhestand geniessen können, gleich dem Feierabend als erholsamen Abschluss eines von beruflichen und familiären Aufgaben reich befrachtenden Tages. Wir können jetzt unbeschwert und ohne Termindruck unseren Hobbys nachgeben und Steckenpferde pflegen. Wir sind jetzt frei, zu tun und zu lassen, was uns beliebt.

Natürlich beeinträchtigen zunehmend Leiden und Beschwerden unser Leben. Es ist der unvermeidbare Preis des Älterwerdens für die Fortdauer unseres Seins. Es ist gut, wenn wir dies einsehen, und uns damit abfinden können. Wir sollten uns auf das Eigentliche besinnen, auf das was uns bleibt, und den Sinn unseres Daseins im Alter ausmacht. Je älter wir werden, desto mehr müssen wir lernen zurück zu stehen, auf lieb gewordene Gewohnheiten zu verzichten und los zu lassen, auch Abschied zu nehmen von Bekannten und Angehörigen.

Und nun?

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Und ganz besonders wir Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Breite, dürfen bei hervorragender Betreuung durch geschultes Personal weitgehende Freiheit geniessen und so der drohenden Vereinsamung in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen entgehen.

Wir gelangen zur Einsicht:

Alles was uns letztlich bleibt, sind Bewusstsein und Erinnerung. Ich sehe den eigentlichen Sinn im Leben des Alters in der Pflege und Vertiefung unseres bewussten Seins in der reichhaltig gewordenen Skala unseres Erinnerungsschatzes. Darin finden wir zu uns selbst, und erlangen dadurch ein spätes und letztes Glück, weil wir der Forderung des weisen Sokrates nachkommen:

Erkenne dich selbst Werner Frey, Bewohner Haus Wiesli


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Gedicht eines Bewohners Wir sind schon alt - na und ? Die Jugend eilt mit schnellem Schritt, will Kraft erproben; und eifrig halten alle mit: sie streben steil nach oben - doch ohne uns, s`gibt keinen Grund: wir sind schon alt - na und? Im spätern Leben heisst es dann, Gelerntes anzubringen. Die Arbeit zwingt in ihren Bann, was nötig zu erringen. Wir können`s aus Distanz besehn: wir sind alt - wie schön!

Gespäch zwischen Chef und Pflege……

Die Plicht, sie fordert Kopf und Hand, das Leben zu bestreiten, bis endlich winkt der Ruhestand mit unbeschwerten Zeiten; und wir, erfüllt mit frohem Mut: wir sind jetzt alt - wie gut! Werner Frey, Bewohner Haus Wiesli Erfreulich, dass auch ganz "Neue" mitkommen

Auch er fühlt sich sichtlich wohl

Schifffahrt Steig Am 6. September stimmte das Wetter, das Essen schmeckte wunderbar….ein feines Glas Wein gehörte auch dazu und "diä brännti Crème", einfach köstlich. Peter Weber spielte Gitarre, ein kleines Chörli begleitete ihn, allen voran Maya, alle die konnten sangen mit, so dass wir auf eine gelungene und schöne Schifffahrt zurück blicken dürfen.

Lachen gehörte "Gott sei Dank" auch dazu

V E R S C H I E D E N E S


Im Alterszentrum Breite Haus Steig, Stokarbergstrasse 21 Sonntag 25.11.2012 10 00 Uhr bis 16 00 Uhr Flohmarkt Konfitürenverkauf Handarbeiten, Geschenksideen Adventsgestecke und -kränze, Türschmuck sehr grosse Auswahl an Kuchen und Torten zwei feine Menus und belegte Brötli

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Oktober 2012  

Hauszeitung des Alterszentrum Breite in Schaffhausen

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