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Altersheim Steig • Schaffhausen

Huuszytig

22. Ausgabe August 2009

Eine Zeitung für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Angestellte und Interessierte

In dieser Ausgabe: Editorial Seite 2 Abschied B. Freund Seite 3 Bewohnerseite Seite 4 Bewohnerportrait Seite 5 Personalseite Seite 6 Personalportrait Seite 7 Bereich Verpflegung Seite 8 Bereich Aktivierung Seite 9 Rätsel Seite 10 Anlässe Seite 11

Jacko, unser junges Geissböckli


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E D I T O R I A L

22. Ausgabe

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Wir haben wieder Sommer, eine der schönsten Jahreszeiten um meinem liebsten Hobby zu fröhnen, dem Velofahren. Schon als 16-jähriger war ich dem Velofahrer-Virus verfallen. Damals war ich vor allem mit dem Rennvelo unterwegs und spuhlte Kilometer um Kilometer ab, nahm an Strassenrennen und Querfeld-rennen teil, liess keine Gelegenheit aus um in die Pedalen zu treten. Velofahren war, ist und bleibt für mich ein Genuss, sei es mit dem Rennrad über die Strassen und Pässe oder mit dem Bike über Stock und Stein. Ich kann dabei so richtig abschalten, den Kopf durchlüften, die Natur geniessen, kann Energie tanken und komme gut gelaunt und erholt wieder nach Hause zurück.

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Meine schönste Fahrt führte mich durch die Provence, über Frankreichs Teufelsberg, den Mont Ventoux auf 1996m.ü.M gelegen. Schon von weitem leuchtete die weisse Spitze, aber nicht etwa weil diese schneebedeckt war, sondern weil die obere Hälfte dieses Berges voller Kalksteine ist. Die Abfahrt wird mir immer in Erinnerung bleiben, erreichte ich doch eine Geschwindigkeit von sagenhaften 98 km/h!

Gemeinsam mit Freunden oder dem Veloclub habe ich schon manche schöne Tour erlebt. So war ich im Tessin, den Abruzzen, war in Frankreich und möchte gerne mal durch Australien fahren. Ein Berg war früher nur mit der Gondelbahn zu erreichen, doch seit das Material der Velos und der Bekleidung im Verlauf der Jahre immer wieder verbessert wurde, wurde es einfacher, leichter, sicherer. Kämpfte man sich früher noch mit echten „Stahlrössern“ den Hügel hoch, hat man heute manchmal das Gefühl zu fliegen. Ohne grosse Probleme fährt man

auf 2500m hohe Berge, die Aussicht, die Natur und die anschliessende Abfahrt entschädigen einem für die Strapazen. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf meine nächsten Veloferien und wünsche Ihnen einen wunderschönen Sommer. Freddy Helbling


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22. Ausgabe

Mit einem lachenden einem weinenden Auge

und

trete ich Ende Juli, zwei Jahre vorzeitig, in den "Ruhestand". Das folgende Zitat trifft genau meine Situation: "Jedes Lebensalter beginnen wir als Neulinge und ermangeln darin der Erfahrung". Auf der Wanderung durchs Leben packe ich nun meinen Rucksack um, mit dem Wunsch, dass es leichter wird. Mein persönlicher und beruf-licher Weg waren immer miteinander verknüpft. Vor 40 Jahren durfte ich das Diplom als Wochen-Säuglings- und Kinderkrankenschwester in Zug entgegennehmen. Stolz trugen wir frischgebackenen Schwestern die massgeschneiderte Sonntagstracht mit dem weissen gestärkten Häubchen, Kragen und den Manchetten. Wir steckten die Brosche an, auf der der Name der Klinik, eine Kornähre, und eine offene Hand eingraviert waren. Meine Wege führten mich in die Kinderspitäler London und Zürich, in die Klinik Balgrist, in ein Kinder- und Jugendheim in Zürich, in Privathaushalte mit Personenbetreuung, in den Kindergarten und die letzten 14 Jahre ins Altersheim Steig. 4 Jahre davon machte ich Nachtwache und wechselte in den Tagdienst, als das Pflegewohnhaus als eigene Abteilung eröffnet und aufgebaut wurde. Alles war sehr intensiv und lehrreich. Ich schätzte es sehr, wenn die Zusammenarbeit zwischen Kolleginnen und Kollegen glückte und wir uns in unserer Aufgabe und auch im zwischenmenschlichen Bereich unterstützen konnten. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind mir sehr ans Herz gewachsen und es gab viele berührende Begegnungen die ich nie vergessen werde! Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Arbeit in einem Altersheim so lebendig und dynamisch

Seite 03 ist. In immer kürzer werdenden Zeitabschnitten geschehen viele Veränderungen und Neuanpassungen. Unvorhergesehenes hält alle ganz schön auf Trab. Da bewundere ich wirklich die leitenden Personen, die sehr flexibel alle Zusammenhänge im Auge behalten, reagieren und umorganisieren müssen.

Für mich wechselten frohe, beschwingte, mit mühsameren Tagen. Durch die vielfältigen Erfahrungen wurde ich geschliffen und geformt und es gab immer wieder dazuzulernen. Ich fand es besonders schön, wenn zwischen den pflegebedürftigen Eltern und ihren Söhnen und Töchtern neues Verständnis und Nähe entstehen durften. Ich bin sehr froh, dass ich jetzt für meine 92-jährige Mutter so dasein darf, wie sie es sich wünscht und braucht, und auch für meine Tochter habe ich jetzt mehr Zeit. Mit einem dankbaren Gefühl für die mir wertvoll erscheinenden Jahre und Begegnungen grüsse ich alle, die mit dem Altersheim Steig in Verbindung stehen und wünsche allen das Allerbeste! Ich freue mich auf ein Wiedersehen bei einem kleinen Besuch im Altershem Steig oder da wo wir uns auch immer begegnen werden. Brigitta Freund

G E D A N K E N S P L I T T E R


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B E W O H N E R S E I T E

22. Ausgabe

Wir trauern um … Herr Emil Göhring, 89 Jahre verstorben am 02.05.2009

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Wir heissen im Altesheim Steig ganz herzlich willkommen … Frau Annelies Bollinger

Frau Sivia Mathys, 78 Jahre verstorben am 03.05.2009

Herr Gerhard Wagen

Frau Margrit Klaus, 86 Jahre verstorben am 26.05.2009

Frau Rosa Fankhauser

Frau Liliane Walser, 85 Jahre verstorben am 02.06.2009

Frau Margrit Wanner

Frau Rosa Bänteli, 91 Jahre verstorben am 18.03.2009

Frau Beatrice Schwander Herr Willi Helg Frau Doris Bolli Frau Dora Eggenberger

Frau Marie Baur, 90 Jahre verstorben am 09.06.2009

Herr Alfred Güntert

Frau Gertrud Glauser, 67 Jahre verstorben am 22.06.2009

Frau Erika Moser

Frau Dora Eggenberger, 81 Jahre verstorben am 26.06.2009

Frau Hedwig Braun

Frau Erika Moser, 68 Jahre Verstorben am11.07.2009

Herr Alex De Biasio

Frau Cornelia Keeman, 82 Jahre Verstorben am19.07.2009

Denk dir ein Bild…. weites Meer. Ein Segelschiff setzt seine weissen Segel und gleitet hinaus in die See. Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es. Da sagt jemand: „Es ist gegangen!“ Ein anderer sagt: „Es kommt!“

Austritte Frau Hedwig Braun

Herr Karl Weber Frau Hanni Spahn Frau Elsi Hodel

Neue Kunst im Garten Wie bereits in der 19. Ausgabe berichtet, traf sich das Kader des Altersheims Steig, um gemeinsam ein Werk zu erstellen. Die Betonung liegt auf „gemeinsam“. Das Resultat wurde nun beim Eingang in die Cafeteria im Garten platziert. Es symbolisiert die vier Jahreszeiten. 4 Jahreszeiten – 4 Kaderleute. Ein dauernder Fluss, ein gegenseitiges Helfen, ein gegenseitiges Unterstützen, viel Abwechslung, bunte Fassetten, gegenseitiges Vertrauen, Ordnung, gezielte, geplante Abläufe, Organisation – so wie halt eben die Zusammenarbeit im Kader sein soll und auch ist. Werner Gasser


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22. Ausgabe

Frau Homberger-Ruef Marianne

Frau Marianne Homberger-Ruef wurde am 27. Oktober 1920 als jüngstes von drei Geschwistern geboren. Gemeinsam mit ihrem Bruder und der Schwester wuchs sie in Bern auf, wo sie eine schöne Kinderund Jugendzeit verbringen durfte. Ihr Vater arbeitete als Heizungsingenieur und die Mutter kümmerte sich um die Kinder und den Haushalt. Sie besuchte von 1927-1937 die Neue Mädchenschule in Bern. Danach hatte sie die Möglichkeit für ein Jahr im Welschland die französische Sprache zu erlernen. Da sie das Zeichnen und Entwerfen auf Papier schon immer fasziniert hatte, besuchte sie in Zürich die Kunstgewerbeschule und schloss diese nach 4 Jahren erfolgreich mit dem Diplom als Innenarchitektin ab. Lei-der hatte sie nie die Möglichkeit auf ihrem gelernten Beruf zu arbeiten, da in dieser Zeit der Krieg das Leben bestimmte. Während dieser Zeit lernte sie durch Bekannte ihren Mann kennen und im Jahre 1943 heirateten die Beiden. Der Oelberg in Schaffhausen wurde zu ihrer Heimat. In den Jahren 1943 bis 1955 wurden die Kinder

Seite 05 Beatrice, Konrad, Lorenz, Urs und Daniel geboren. Ihr Mann war Mitinhaber der Uhrenfarbrik IWC und schaffte es trotz Krieg diese Firma weit über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. In seiner Freizeit ruderte und jagte er gerne und auch einem Tennismatch mit seiner Frau auf dem hauseigenen Tennisplatz war er nie abgeneigt. Ebenso gerne gin-gen die Beiden mit ihren Kindern am Rhein spazieren und genossen so ihre freie Zeit. Einen grossen Wunsch ging für Frau Homberger in Erfüllung als sie gemeinsam mit Ihrem Mann die Möglichkeit hatte Bekannte in Neuseeland und Australien zu besuchen. Von dieser Reise hat sie viel zu erzählen. Seit bald 2 Jahren lebt Frau Homberger bei uns im Altersheim Steig. Da sie gerne in der Natur ist trifft man sie immer wieder im Garten oder auf dem Känzeli beim Spazieren an. Auch beim Turnen und im Gedächtnistraining ist sie mit Freuden dabei. Sie besucht jeden Mittwoch einen externen Englischkurs und liest gerne englische Bücher. Des öftern wird sie von einem ihrer Kinder abgeholt, wo sie im Kreis der Familie ein gutes Essen und interessante Gespräche geniesst. Die Weihnachtstage und die Sommerwochen verbringt sie ebenfalls gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln und hat danach immer sehr viel zu erzählen. Wir hoffen dass Frau Homberger noch viele schöne Momente erleben darf. Erna Lipp

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22. Ausgabe

Austritte

Nach über 13 Tätigkeitsjahren bei der Stadt Schaffhausen, davon 11 Jahren im Altersheim Steig, lässt sich Frau Elisabeth Bürgin per 31.07.2009 pensionieren. Sie arbeitete mit einem Pensum von 40% als Pflegehilfe. Zuverlässig, regelmässig und verantwortungsbewusst leistete sie ihren Dienst an unseren alten Menschen. Wir danken ihr ganz herzlich für die Treue, den Einsatz und die Zuverlässigkeit, wohl auch im Namen unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Frau Brigitta Freund brachte es auf stolze 14 Dienstjahre im Altersheim Steig. Per 31.07.2009 verlässt sie uns, um frühzeitig in Pension zu gehen. Frau Freund war als Pflegehilfe angestellt, obwohl sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolviert hatte. Die Verantwortung über behandlungspflegerische Verrichtungen wollte sie jedoch nicht tragen und arbeitete also als hoch qualifizierte Pflegehilfe. Sie zeigte ein besonderes Geschick in der Aktivierung unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Mit viel Freude und einem aussergewöhnlichen Respekt verrichtete sie tägliche Arbeit. Als Gedächtnistrainerin wird sie uns fehlen und auch als Mensch. Die wertvolle Arbeit in Redaktionsteam, mit vielen interessanten Artikeln, war für uns eine Bereicherung. Im Namen aller Bewohnerinnen und Bewohner und aller Angestellten danke ich Frau Freund für alles, was sie uns gegeben hat. Wir hoffen, dass der Kontakt aufrechterhalten werden wird und dass sie uns nicht vergisst.

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Gratulationen

Am 4.6.2009 kam Rahel, die Tochter von Margrit Leu, auf die Welt. Wir freuen uns mit ihr und gratulieren ganz herzlich, wünschen alles Gute, eine gute Gesundheit und viel Freude. David Laube hat seiner Linda im Mai 2009 sein JA-Wort gegeben. Im Juni 2009 heiratete Alice Keller. Sie heisst nun Alice Lehmann. Wir gratulieren den beiden ganz herzlich zur Hochzeit, wünschen nur das Allerbeste und viele glückliche Stunden. Werner Gasser, Heimleiter

Das Redaktionsteam: Leider verlässt uns nach fünfeinhalb Jahren Mitarbeit im Redaktionsteam Frau Brigitta Freund. Wir werden ihre wertvolle Arbeit vermissen. Als neues Redaktionsmitglied stellt sich Frau Doris Wiesmann zur Verfügung. Sie wird die Arbeit im Redaktionsteam aber erst im neuen Jahr antreten. Wir freuen uns auf sie! Brigitta Freund Werner Gasser Erna Lipp Roland Probst Tel. 052 / 630 33 33 FAX 052 / 630 33 34 e-Mail: werner.gasser@stsh.ch Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 15. Oktober 2009 Diese Ausgabe wurde gedruckt bei: Copy + Print AG, SH www.copyprintsh.ch


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22. Ausgabe

Portrait von Mary Thottumkara

Am 11.August 1965 wurde ich in Kerala (Südindien) geboren und wuchs mit meinen drei jüngeren Geschwistern (2 Schwestern und 1 Bruder) in meiner Heimat auf. Kerala ist fast so gross wie die Schweiz, aber die Einwohnerzahl beträgt das 5Fache. Es herrscht ein subtropisches Klima. Ich ging dort 10 Jahre lang in die obligatorische Schule und 2 Jahre in der Pre-Universität. Ich entschied mich für den Beruf Krankenschwester, damit ich meine Familie unterstützen konnte. Von 1988-1990 arbeitete ich in Akutspitälern in Kerala. Im Januar 1991 hatte ich die Gelegenheit in die Schweiz zu kommen, weil es Personalmangel in der Pflege gab. Als ich nach 10 Stunden Flug in Zürich ankam sah ich zum ersten Mal Schnee, das faszinierte mich sehr. Als erstes besuchte ich für 3 Monate einen Deutsch-Intensivkurs in der Benedictschule Winterthur. Die Sprache war für mich völlig fremd, doch ich merkte, dass man ohne diese nicht weiterkommt. In dieser Zeit suchte meine Schwägerin für mich eine Arbeitsstelle. Ich konnte mich im neu eröffneten Altersheim

Seite 07 Steig bewerben und bekam die Arbeitsstelle. Seit April 1991 arbeite ich hier. Der Anfang war für mich nicht einfach, aber meine Arbeitskolleginnen griffen mir unter die Arme und so wurde dies schnell besser. In Indien mussten wir in den Spitälern nicht viel Grundpflege durchführen, die Angehörigen übernahmen dies. Meine Arbeit bestand dort vorwiegend aus Medikamenten verteilen, Spritzen machen, Infusionen legen, Verbände wechseln, ect. Im Jahre 1992 heiratete ich meinen Verlobten in Indien. Mein Mann kam 3 Monate später nach Schaffhausen und bekam nach einem Besuch eines Deutschkurses eine Arbeitsstelle in der IWC. In der Zwischenzeit bemühte ich mich beim SRK um Anerkennung meines indischen Diploms und bekam schon bald das Diplom als Dipl. Pflegefachfrau.

P E R S O N A L P O R T R A 1993 kam unsere Tochter Needhu, und 3 Jahre später die zweite I Tochter, Meenu, zur Welt. Da meine Mädchen selbständiger T werden, arbeite ich wieder mehr am Tag wie in Nacht. Ich fühle mich hier sehr wohl und übe meinen Beruf mit voller Begeisterung und Freude aus. Natürlich habe ich Heimweh und vermisse meine Eltern, Geschwister, meine Verwandten und Bekannten. deshalb besuchen wir jedes zweite Jahr unsere Heimat. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich, dass ich mich kurz vorstellen durfte und wünsche Ihnen einen schönen Sommer. Mary Thottumkara


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V E R P F L E G U N G

22. Ausgabe

Ernährung im Alter Am 4. Juni durfte ich einer grossen Anzahl von interessierten Angehörigen unserer Heimbewohner über die Verpflegung im Alter Auskunft geben. Ich möchte diese Ausführungen in einem kurzen Bericht wiedergeben.

Seite 08 Widerstandskräfte stärken, die körperliche und geistige Leistungskraft stärken, von höchstmöglicher Qualität sein: "Qualität statt Quantität" Für ältere Menschen gelten die gleichen Empfehlungen, wie für jüngere Menschen: Viel Flüssigkeit, ausreichend Kohlenhydrate und Eiweiss, möglichst sparsam mit Fett.

Vitalität in der 2. Lebenshälfte 100 Jahre alt werden - wer möchte das nicht? Als Voraussetzung dafür nennen die meisten Menschen jedoch eine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Wohlbefinden und Vitalität sind wesentliche Voraussetzungen für die persönliche Lebensqualität bis ins hohe Alter. Das Altern selbst ist nicht zu verhindern, doch vermag eine gesundheitsbewusste Lebensführung die Alterungsvorgänge hinauszuzögern. Zu einer gesundheitsbewussten Lebensführung trägt die Ernährung in ganz entscheidendem Masse bei. Essen und Trinken haben im Alter eine besondere Bedeutung! Wer richtig isst, hat auch im Alter mehr Spaß am Leben, weil er gesünder, leistungsfähiger und damit fröhlicher bleibt! Um möglichst lange gesund und leistungsfähig zu sein und zu bleiben, sollte eine altersgerechte Ernährung eine Reihe von Funktionen erfüllen wie: verträglich sein, gut schmecken, eingeschränkte Funktionen berücksichtigen, Verdauungsvorgänge fördern, Organfunktionen unterstützen, auf den geringeren Energiebedarf abgestimmt sein, alle für den Körper notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten, die

Brauchen Senioren eine Schonkost? Ältere gesunde Menschen brauchen keine Schonkost! Wichtig ist vielmehr die Beachtung der individuellen Verträglichkeit. Diese ist bei jedem älteren Menschen anders. Aus diesem Grund können keine allgemeingültigen Empfehlungen gegeben werden. Bestehen jedoch gesundheitliche Einschränkungen, die das Einhalten einer speziellen Ernährungsweise (Diät) z.B. bei Diabetes mellitus notwendig machen, so sollte dies bei der Verpflegung berücksichtigt werden. Roland Probst, Küchenchef


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22. Ausgabe

Wer A sagt muss auch B sagen Wie oft habe ich dieses Sprichwort von meiner Grossmutter gehört! Sie sprach es dann aus, wenn eine Entscheidung getroffen werden musste, bei der sie auch die Kehrseite der Medaille ins Auge fasste. An einer vorteilhaften Sache gibt es auch immer eine nachteilige Seite. Wer etwas zusagt, muss auch die Folgen bejahen und das Begonnene fortsetzen, das heisst: "Wer A sagt muss auch B sagen". Auch im ABC folgen die Buchstaben nach einer unumstösslichen Ordnung aufeinander. Welches unfolgsame Kind hat nicht schon von seinen Eltern gehört und vielleicht erfahren: "Wer nicht hören will muss fühlen", oder: "Lügen haben kurze Beine". Wem ist nicht schon ein Stein vom Herzen gefallen? Wir alle spüren bei dieser Redewendung die grosse Erleichterung die jemand erfährt wenn er plötzlich von einer schweren Last befreit wird. Es ist spannend sich mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern über Sprichwörter und Redewendungen auszutauschen. Hören sie den ersten Teil eines Sprichwortes finden sie blitzschnell heraus wie es weitergeht, so z.B.: "Morgenstund …. hat Gold im Mund", "Alte Liebe …. rostet nicht", "Viele Köche ….. verderben den Brei". Sie finden es oft ganz amüsant und erzählen Beispiele aus dem Leben wo es haargenau hinpasst. Schon in alten Zeiten wurden sie verwendet und mündlich überliefert. Bräuche, Vorstellungen, kulturelle

Seite 09 und gesellschaftliche Werte haben sich gewandelt, jedoch sind sie noch im Sprachgebrauch geblieben. Aus vielen Bereichen des Lebens sind sie entstanden. Sprichwörter und Redewendungen sind bildhafte Ausdrücke und zeigen Urerfahrungen und Weisheiten, die ein Mensch erleben kann. Sie zeigen Wege auf, wie man sich klugerweise verhalten kann und können Orientierung geben. Man teilt mit anderen Menschen Erfahrungen wenn man den Sinn eines Sprichwortes versteht. Kinder hörten oft folgende Sprichwörter: "Ohne Fleiss kein Preis", "Übung macht den Meister", "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen"…. Hat jemand nichts als Flausen im Kopf, muss er oft eine Sache wieder ausbügeln und es gibt aus dem Lächlein ein Bächlein. Flausen hiessen ursprünglich Wollflocken oder Fadenreste. Flausen im Kopf bedeutet närrische Einfälle haben. Ein knitteriges Kleidungsstück wird beim Bügeln wieder glatt. Man kann einen Schaden oder Fehler wieder gut machen, eben ausbügeln. Das Übermütig sein, das Überborden, Lachen kann sehr schnell umkippen und zu Tränen führen, die wie ein Bächlein fliessen. Es lohnt sich wirklich im Sprachgebrauch auf Sprichwörter und Redewendungen und deren Bedeutung zu achten und es kann manches erschliessen.

Brigitta Freund

A K T I V I E R U N G


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R Ä T S E L

22. Ausgabe

Seite 010

Schaffhauser Dialekt Rätsel Was bedeutet das Wort? Setzen Sie den richtigen Buchstaben im Rätsel unten ein.

Aarvel

eine Are Feld ein Arm voll Zapfen einer Arve

B S Z

Mammele

Hebamme Muttersöhnchen Saugflasche

H U C

brudle

undeutlich sprechen brüten sieden

C R M

Mies

Übelkeit Miesmacherei Moos

F T H

Chnulleri

eigensinniger Kerl Wollknäuel Knallerei

H A K

mööggele

planlos zeichnen meckern schlecht riechen

L E X

faal

feil, verkäuflich peinlich bleich, blass

L Q P

Narebaa

Ellbogennerv Narrenbahn Narrenbaum

Ä Y J

faasse

Flöhe fangen flüchten fett werden

P C A

ruble

ausradieren Geld zählen stürmisch schneien

P I M

Hagläne

Waldrebe Zaunpfahl Stützbalken

T W A

Schlawiiner

Lawinenhund Weintrinker (Geniesser) durchtriebener Kerl

B J M

Kaartiss

Atlas Jasskarten Steit, Zank

D G Z

uftundered

erschrocken dastehen herausgeputzt herumsausen

L E O

lüüche

ausreissen leuchten lauschen

E F V

zechele

fröhlich die Zeche bezahlen die die Zehen stehen

H Y R


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22. Ausgabe

Seite 011

A N L Ä S S E galten

Anlässe der letzten 3 Monate 28.04.2009 09.05.2009

Bewohnerausflug Konzert Blasinstrumente

26.05. + 11.6.2009 Personalausflug Eine Wanderung vom Altersheim Steig durch die Quartiere von Neuhausen zur Colinetta-Hütte zeigte uns die Schönheit der Umgebung. Man muss nicht immer weit gehen, um Schönes zu sehen.

Die sportlichen Aktivitäten waren zum Teil sehr überzeugend. Alle Angestellten haben sich nach dem langen Spaziergang noch mit Federball, Wurfpfeilen, Hula-HoppReifen und Springseilen vergnügt.

Die sportlichen Aktivitäten zusammen mit einem Test als Wettbewerb. Fleissig wurde gerätselt und geschrieben.

Sieger des Wettbewerbs war übrigens unser Praktikant, Martin Sorg. Herzliche Gratulation und viel Freude beim Diner im Schlössli Wörth! 05.06.2009 Duo Vivace 24.06.2009 Sommerabendfest 25.06.2009 Steig-SchulJugendchor

Geplante Anlässe Die kulinarische Seite durfte aber 28.08.2009 auch nicht zu kurz kommen. Einen 01.09.2009 herzlichen Dank nochmals an Anita Gasser für die fantastischen 30.09.2009 Backwaren!

Klavierkonzert Fr. Wälchli Schifffahrt auf dem Untersee ab Stein am Rhein Russische Volkslieder


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Wir danken dem Altersheim Steig für die erhaltenen Aufträge: Teppiche verlegen im 2. OG Neubau Parkett in den Aufenthaltsbereichen 2. OG Neubau Parkett in den Büros 2. OG Neubau Teppiche in den Büros Heimleitung und Empfang Teppiche in den Büros Hauswirtschafts-, Pflegedienst- und Verpflegungsleitung

Sie finden uns in unseren neuen Geschäftsräumen an der Mühlentalstrasse 261 in Schaffhausen.

August 2009  

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