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Alterszentrum Breite • Schaffhausen

Huuszytig

10. Ausgabe Januar 2013

Eine Zeitung für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Angestellte und Interessierte In dieser Ausgabe: Editorial Seite 2 Bewohnerbeitrag Seite 3 Sonntag Seite 4 Bewohnerportrait Haus Steig Seite 5 Bewohnerseiten Seiten 6, 7 Reisebericht Namibia Seiten 8, 9 Personalportrait Seite 10 Personalmutationen Seite 11 Bereich Verpflegung Seite 12 Rätselseite Seite13 Erinnerungen Seite 14 Bewegung Seite 15 Fotos Seite 16


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10. Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser

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Gedanken zum Jahreswechsel Das alte geht, das neue kommt: es reiht sich Jahr an Jahr. Was heut besteht, was heut uns frommt, vergehet immerdar. Es tickt die Uhr und misst die Zeit; vergänglich ist die Welt, als eine Spur der Ewigkeit, die sie gefangen hält.

Die schöne Weihnachtszeit ist bereits vorüber, und ich hoffe sehr, Sie alle hatten eine frohe und besinnliche Weihnachten im Kreise Ihrer Liebsten. Für mich ist die Adventszeit einer der schönsten Abschnitte des Jahres. Die Vorfreude auf Weihnachten - ich habe meine Wohnung geschmückt und mit meiner Mutter Weihnachtsguetsli gebacken. In unserer Familie feiern wir an Heiligabend - jedes Jahr im Sommer ziehen wir kleine Zettelchen welche uns den jeweiligen Wichtelpartner verraten, so können wir uns schon früh Gedanken machen und einer Person ein besonders kreatives und persönliches Weihnachtsgeschenk machen. An Heiligabend werden dann die Kerzen des schön geschmückten Christbaumes angezündet und die Geschenke darunter gelegt. Wir sassen gemütlich zusammen, sangen ein paar Weihnachtslieder und packten gespannt unser Geschenk aus. Im Anschluss gab es ein sehr feines Essen, welches traditionell immer von meiner Mutter gekocht wird. Wir liessen den Abend gemütlich ausklingen und freuen uns alle schon auf das nächste Jahr……..

So sind auch wir, Du dort, ich hier, im Jahreslauf gebunden; wie schön, wenn wir, Du dort, ich hier, Zufriedenheit gefunden! Geschrieben von Werner Frey, Bewohner Haus Wiesli Nun wünsche ich Ihnen allen einen guten Start ins neue Jahr. Rahel Schwaninger

Das Redaktionsteam: Anita Gasser, Erna Lipp, Tina Wenzel, Benjamin Schwarz, Rahel Schwaninger, Sibylle Beerli A. Gasser Telefon 052/635 04 33 E-Mail: anita.gasser@stsh.ch Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 11. März 2012 Diese Ausgabe wurde gedruckt bei: Copy + Print AG, SH


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Der Blutkreislauf Von Pfr. Gottfried Strasser sel.

So, Samariter, sag mir auf, heut Abend frisch den Blutkreislauf! Wo fängt er an, in welcher Kammer? Rechts? links? Vor-? Herz-? O Weh und Jammer! In jedem Kurs die Jung`und Alten, den Blutkreislauf fast nie behalten. Man denkt: "Ach, der macht mir nicht heiss! Die Hauptsach, dass das Blut ihn weiss!" Nun gut, so lass das Blut uns fragen! Er selbst soll Euch in Kürze sagen, wie es in Eurem Leibe kreist, bei Tag und Nacht und nie entgleist. Wenn selbst er seinen Lauf beschreibt, es Euch vielleicht im Kopfe bleibt. Passt auf, das Blut hat nun das Wort: Poch! Poch!........Herzkammer links; von dort beginn ich hellrot meine Reise. Jung, feurig heiss ist meine Weise. Durch die Aorta sprudle ich, potz tausend und verteile mich schlagfertig nach allen Seiten durch Adern und durch Äderlein und viele hundert Fasern fein, zum Fuss hinab, zum Kopf hinauf. Am Pulse spürt ihr meinen Lauf.

An allen Orten geb ich ab dem Leib das Beste, was ich hab und werde selber arm davon. Mein Lied verliert den frohen Ton. Mir wird ganz schlecht vor Müdigkeit; denn schlechte Säfte sind bereit

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im ganzen Leib herum zu Hauf; die wirft man mir in den Lauf. So ist die Wanderschaft kein Glück; zur Heimat wünsch ich mich zurück, zum Herz - und folge meinem Sehnen. Durch Adern mit dem Namen Venen, schlepp ich nach Hause meinen Lauf; der rechte Vorhof nimmt mich auf, und schlüpfe dann in meinem Jammer, von da schnell in die rechte Kammer. Der grosse Kreislauf ist geschlossen. Doch vorwärts wieder! Unverdrossen, Hans Blut den Wanderstab geschwungen! Zur Säuberung rasch in die Lungen! Die frische Luft soll mich verjüngen.

Dann eile ich in neuen Sprüngen, eins, zwei dem linken Vorhof zu. Von dort gewinne ich im Nu, die linke Kammer wieder - hei! Der kleine Kreislauf ist vorbei. Daheim! Ich poche wie ein Hammer, vor Freude an die Wand der Kammer ….und stürme wieder aus dem Haus, zur Reise in die Welt hinaus. Aufs neue geht’s durch die Arterien. Hab keinen Sonntag, keine Ferien; Hans Blut darf keine Zeit verlieren, Hans Blut muss immer zirkulieren. Die Treue ist kein leerer Wahn! Der Kreislauf fängt von vorne an….. Wer jetzt denselben noch nicht weiss, dem aber steig ich glühend heiss, der Wirbelsäule nach hinauf, und bläu ihm ein den Blutkreislauf. Grindelwald, am 24. Februar 1904 Abgegeben von Eduard Teuscher, Bewohner Haus Steig

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Gedanken zum Sonntag Sonntagszopf, Sonntagskleider, Sonntagszeitung, Sonntagsmenu, Sonntagsbraten, Sonntagskinder, Sonntagsspaziergang, Sonntagshut, Sonntagsschuhe…..die älteren Leserinnen und Leser erinnern sich sicher daran, dass früher der Sonntag eine ganz spezielle Bedeutung hatte. Es gab sie wirklich, die Sonntagsschuhe, -hüte und -kleider, der Sonntagszopf gehörte zum Frühstück, und das Mittagessen fiel am Sonntag schon immer "etwas besser" aus, oft gab es einen feinen Braten mit Kartoffelstock.

Es war auch absolut verpönt, am Sonntag Lärm zu verursachen, denn am Sonntag war Ruhetag. Viele Personen nutzten den Sonntag, um in die Kirche zu gehen. Heute gehen in der Schweiz noch 9% der Bevölkerung am Sonntag in die Kirche, in Schweden sind es gerade mal 4%, in Italien 45%, in Polen 55% und in Nigeria gar 89%. Vieles hat sich in der heutigen Zeit verändert…….der Sonntag wird oft für Aktivitäten aller Art genutzt. Typische Schweizer Sonntagsaktivitäten, so habe ich es gelesen, sind: Spazieren (wie früher!), Brunchen, Autofahren, Wellness, Zeitung lesen und dazu Gipfel essen, Cafébesuch mit Freunden, Sport, Museums- und Zoobesuche, Fernsehen schauen und Lesen. Auch bei den Ladenöffnungszeiten gibt es Unterschiede zu früher, an Bahnhöfen, Flughäfen und Tankstellen gibt es immer mehr so genannte Shops, die auch am Sonntag geöffnet

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sind. Viele Bäckereien öffnen, damit wir den Sonntagszopf oder die Gipfel ganz frisch bekommen. Für mich ein angenehmer Luxus, den ich im neuen Bistro/Laden in Stetten auch ab und zu in Anspruch nehme. Seit einiger Zeit hat auch die Bahnhofsapotheke in Schaffhausen am Sonntag geöffnet. Den Sonntag finden wir auch in Namen wie "Domenico, Domingo und Dominique", dann gibt es Landstriche, Orte wie "Santo Domingo", Strassen und Berge wie die "Sonntagsspitze" im Tirol, die nach ihm genannt werden. Der Sonntag wird auch in Liedern verwendet wie "Am Sonntag will mein Süsser mit mir Segeln gehen", "Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an", "Immer wieder Sonntags" oder "Sunday Sunday". Es gibt viele Berufsleute, die am Sonntag zum Wohle von uns allen arbeiten. Personen, die in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen arbeiten, Landwirte, Bäcker, Buschauffeure, Restaurant- und Hotelangestellte, Polizei, Pfarrer, Journalisten, Piloten, Flugbegleiter, Mitarbeiter bei Bahnen und Bergbahnen, in Museen, Zoos, Fitness- und Freizeitzentren, Schwimmbädern, Verkaufspersonal und viele andere mehr.

Diese Personen machen es uns möglich, dass wir viele Annehmlichkeiten auch am Sonntag geniessen dürfen. Zitat: "Lass dir deinen Sonntag nicht wegnehmen. Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, wird sie zu einer Waise." Albert Schweitzer, Arzt und Philosoph Geniessen Sie Ihren ganz eigenen Sonntag! Anita Gasser, Leitung HWS Steig


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Adelheid Bächli-Appius

Frau Adelheid (Heidi) Bächli-Appius wurde am 3. August 1933 ein paar Minuten nach ihrer Zwillingsschwester Klara in Marthalen geboren. Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder und ihrer jüngeren Schwester verbrachten die Zwillinge eine glückliche, aber auch schon von sehr harter Arbeit geprägte Kindheit. Täglich hiess es, um 5 Uhr aufstehen und die Milch in die Käserei bringen. Die 30 Liter Milch wohlgemerkt auf dem Rücken tragend, eine grosse Last für ein Kind. Nur ein einziges Mal passierte ihr ein Missgeschick, und die ganze Milch landete auf dem Boden, die Schelte folgte auf dem Fuss. Ihre gesamte Schulzeit und Jugendjahre verbrachte sie in Marthalen. Ihr Vater arbeitete bei der GF in Schaffhausen, ein langer Arbeitsweg täglich, wenn man ihn mit dem Velo bewältigen musste. Die Mutter arbeitete für diverse Bauern auf dem Feld, und die Kinder mussten nach der Schule auch kräftig mit anpacken. Wie gerne hätte Heidi eine Lehre gemacht, am liebsten im Verkauf, aber zu dieser Zeit war man noch der Meinung, wieso Geld ausgeben für eine Lehre, sie heiraten später ja sowieso….. Nach der Schulzeit fand Heidi eine Stelle im Restaurant Kreuzstrasse in Hummlikon als Mädchen für alles. Sie wusste schon bald, wie man eine

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Tanksäule bediente, im Service und in der Küche wusste sie, was zu tun war, ebenso auf dem Feld, war neben diesem Restaurant doch noch ein Bauernhof zu bewirtschaften. Es war eine sehr abwechslungsreiche, lehrreiche, aber strenge Arbeit. In dieser Zeit lernte sie ihren zukünftigen Mann Josef Bächli kennen. Danach arbeitete sie fast 20 Jahre in der Wollfabrik der Kammgarn in der Vorbereitung. Über Mittag half sie in der Kantine aus, dann hiess es, schnell selber etwas essen und nachmittags ging es wieder weiter in der Wollvorbereitung. Fragt man sie über ihren Arbeitsweg, muss Fr. Bächli heute noch schmunzeln. Sie weiss gar nicht, wie viele Male der Bahnangestellte für sie und ihre Schwester die Barriere nochmals hochheben musste, da die beiden immer in letzter Minute unterwegs waren, ein gefährliches Unterfangen, wollte doch der Zug auch nicht zu spät kommen! Am 29. September 1956 heiratete sie in Einsiedeln ihren Josef, und für Heidi hiess es, Abschied nehmen von Marthalen. Sie fand ein neues zu Hause in Schaffhausen. In den nächsten sieben Jahren wurden ihre drei Kinder geboren. Sie hatte alle Hände voll zu tun, schaute sie doch auch noch regelmässig zu ihren Nichten und ging dazu noch jahrelang beim Bankverein putzen. Ihr Mann arbeitete bei Rattin Reisen und später bei der Stadt Schaffhausen als Chauffeur. Später wechselte er intern in die Spritzerei der stadteigenen Fahrzeuge. Dieser Arbeit blieb er bis zu seinem Tod treu. Seit September 2012 ist Frau Bächli nun bei uns im Altersheim Steig. Sie geniesst ihr Zimmer, wo sie gerne Gäste bewirtet, schaut gerne fern, geht im Garten spazieren, geniesst eine gute Unterhaltung im Cafe, ist ab und zu im Treffpunkt anzutreffen und freut sich über jeden Besuch ihrer Kinder, Nichten, Geschwister und Enkelkinder. Erna Lipp

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Wir heissen im Haus Steig ganz herzlich willkommen: Frau Margaretha Künzli (Tagesaufenthalt) Frau Karolina Brodbeck-Hutz Frau Margot Lüchinger-Sommerer Herr Miroslav Matias Herr Franz Biri

Gratulationen Wir gratulieren herzlich zum 95sten Geburtstag: Herr Walter Markwalder, geboren 05.11.1917 Wir gratulieren herzlich zum 80sten Geburtstag: Frau Margot Lüchinger-Sommerer, geboren am 27.12.1932

Wir trauern um: Frau Madeleine Eisenring-Lohner, 90 Jahre, verstorben am 07.10.2012 Frau Luisa Tamagni, 90 Jahre, verstorben am 27.11.2012 Herr Hermann Weber, 91 Jahre, verstorben am 12.12.2012 Frau Lore Leu, 82 Jahre, verstorben am 30.12.2012 Frau Verena Mayer, 94 Jahre, verstorben am 31.12.2012

Wenn ich in den Himmel schaue, so denke ich an Dich, du bist unser Stern, denn wie auch das Leuchten der Sterne Millionen Jahre anhält, so bleibt auch dein Leuchten in meinem Herzen, und es verlischt erst in dem Moment, in dem wir uns Wiedersehen.

Das Trauerbuch

Wie versprochen, informiere ich Sie, wenn der neue Standort für das Trauerbuch bestimmt ist. Wir haben entschieden, dass sich das Buch in Zukunft im ehemaligen Schaukasten neben dem Lift im Parterre Neubau befindet. Auf den jeweiligen Abteilungen wird wie bis anhin auch weiterhin ein Gedenktisch sein. Das Trauerbuch ersetzt die Anschläge, die vorher jeweils am Anschlagbrett waren. Anita Gasser


Seite 07 Wir heissen im Haus Wiesli ganz herzlich willkommen:

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Austritte nach Aufenthalt Frau Heidi Villiger

Frau Edith Schweizer

Frau Charlotte Streib (Feriengast)

Frau Marie Locher Frau Anna Marxer Frau Margaretha Wolf Frau Elise Rosenberger Frau Charlotte Streib Herr Franz Breitenmoser Herr Hans-Rudolf Hermatschweiler (Feriengast) Herr Kurt Peyer

Gratulationen Wir gratulieren ganz herzlich zum 80sten Geburtstag Herr Paride Da Pra, geboren am 14.10.1932 Wir gratulieren ganz herzlich zum 80sten Geburtstag Frau Heidy Schellinger, geboren am 18.10.1932 Wir gratulieren ganz herzlich zum 80sten Geburtstag Frau Lina Müller, geboren am 22.11.1932

Wir trauern um: Frau Sophie Widmer, 89 Jahre verstorben am 05.10.2012 Frau Hanny Gloor, 92 Jahre verstorben am 07.10.2012

Der Winter Der Winter ist die Jahreszeit mit Kälte und mit Dunkelheit, die Grippe sein Begleiter. Der Schnee bei uns, der hält nicht lang, er hemmt der alten Menschen Gang, sie müssen mühsam tschalpen. S`gibt höchstens Pflutsch, dann wird es glatt - wir haben dich, du Winter, satt: verzieh dich in die Alpen! Der Winter dauert seine Zeit, bis uns der Frühling dann befreit: es wird das Leben heiter. Werner Frey, Bewohner Haus Wiesli

Frau Anna Zimmermann, 86 Jahre verstorben am 27.10.2012 Herr Oscar Kramer, 92 Jahre verstorben am 01.11.2012 Frau Irma Auer, 101 Jahre verstorben am 23.11.2012 Frau Anneliese Zahnd-Hug, 84 Jahre verstorben am 28.11.2012 Herr Walter Moser, 91 Jahre verstorben am 09.12.2012 Herr Franz Stähli, 101 Jahre verstorben am 12.12.2012 Frau Anna Marxer, 90 Jahre verstorben am 16.12.2012

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Namibia Namibia erlebte eine sehr wechselvolle Zeit. Diego Cão aus Portugal war 1486 der erste Europäer, welcher südwestafrikanisches Gebiet betrat. Engländer und Buren (Niederländer) waren die nächsten Siedler. Schliesslich wurde Namibia Ende des 19. Jahrhunderts von deutschen Kaufleuten als Deutsch-Südwestafrika übernommen, und es wurden Dörfer gegründet, Schulen gebaut, Farmen betrieben und der Diamanten-Abbau gefördert. Nach Ende des zweiten Weltkrieges fiel das Land an Südafrika. Nach 105 Jahren Fremdherrschaft wurde das Land endlich unabhängig als Republik Namibia. Nationalsprache ist Englisch, doch wird auch Afrikaans, Deutsch und die vielen Dialekte der einheimischen Stämme gesprochen. Namibia ist ca. 19 Mal grösser als die Schweiz und mit zwei Einwohnern pro km2 dünn besiedelt. Die Weite, Helligkeit, Ruhe und Verschiedenartigkeit dieses Landes ist beeindruckend und bietet sehr viel. Die Fauna, Flora und auch die Geologie sind hier einzigartig. Ein Jahr verging, bis ich wieder in dieses wunderschöne Land reisen konnte. Von Zürich flog ich über Johannesburg nach Windhoek.

Hier wurde ich am Flughafen abgeholt. Am nächsten Morgen nahm ich ein Mietauto in Empfang und fuhr durch Katutura (die Townships von Windhoek), dem Erongogebirge entlang nach Swakopmund an den Antlantik. Mit dem Katamaran

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fuhr ich aufs Meer hinaus. Pelikane kamen und wollten ihr Futter haben.

Im Sturzflug fingen sie die in die Luft geworfenen Fische auf. Diese grossen Vögel sind wahre Flugkünstler. Flamingos, Kormorane, Schakale und Seelöwen konnte ich ebenfalls sehen. Mit fünf grossen Tümmlern konnten wir um die Wette fahren, es war spannend zu sehen, wo diese schnellen Tiere wieder auftauchen, wie sie in den Heckwellen schwammen und sprangen. Für Pflanzenkundler, Mineralogen, Geologen und Landschaftsliebhaber gibt es einen interessanten Ausflug in die Umgebung von Swakopmund, den Welwitschia Drive. Die Namib macht auf uns Besucher einen äusserst trockenen, leblosen Eindruck. Doch bei genauerem Hinsehen entdecke ich Flechten, die hier aufgrund der morgendlichen Nebel überleben können. Flechten sind die ersten Pflanzen überhaupt, die sich über kahle Stellen ausbreiten und so den Boden vor Erosion schützen.

Ich konnte „trockene“ Flechten mit Wasser ansprühen und erleben, wie sie nach fünf Minuten „lebendig“ wurden. Die Welwitschia mirabilis wird auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet, hat sie doch oft ein Alter von mehr als 1000 Jahren. Auch sehe ich immer wieder Gemsböcklein, Vögel, Schlangen, Käfer und Eidechsen. Die Wüste lebt. Meine nächste Station war die Etendero-Farm, etendero heisst: „wo sich die Leoparden treffen“ in der Sprache


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der Herero. Hier lebte und arbeitete ich gemeinsam mit der Farmersfamilie. Ich fuhr mit zum Kühe suchen und zählen, Wasserstellen kontrollieren, Wassertanks auffüllen, den Windmotor reparieren, Zäune mit Viehhütern schützen etc. Der innerste Zaun um die Farmhäuser ist elektrisch gesichert, so dass Leoparden nicht hereinkommen und die Kälber, andere Jungtiere oder Hühner fressen. Der Zaun war defekt, weil Paviane den Viehhüter kaputt gemacht hatten. Diese Affen sind eine Plage, weil sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist, demontieren und entfernen. Auch mussten zwei Kälber medizinisch versorgt werden, weil sie von einem Jaguar angebissen wurden. Eines hat eine gute Überlebenschance, das andere wird es schwer haben, da es ein verkürztes, steifes Bein hat, weil das Kniegelenk fehlt. Ich habe aber nicht nur gearbeitet. Ich unternahm lange Wanderungen über die flachen Felsplatten im Riviere des OkandjouFlusses, in den Busch und sah viele Tiere wie Kudus, Oryxe, Springböcke, Warzenschweine, Erdhörnchen, Perlhühner, Eidechsen, farbenfrohe Vögel und natülich viele hohe Termitenhügel.

Am Abend ging es jeweils auf den LallasBerg zum Sundowner. Bei einem Drink wurden die wunderbaren orangeroten Farben des Sonnenuntergangs beobachtet. Auch Fahrten zur Mine, um Amethyste zu suchen, und zu den jahrhundertealten Felszeichnungen der Buschmänner unternahm ich. Viel zu kurz war mein Aufenthalt hier auf der

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Farm, und ich musste neu gefundene Freunde verlassen. Im Etoscha-Park sah ich Elefanten, Löwen und Rhinos, Strausse, viele verschiedene Antilopen und Giraffen. Die grosse Salzpfanne war dieses Jahr mit Wasser gefüllt. Es hat in diesem Jahr in den Monaten Oktober und November immer wieder geregnet. Deshalb ist der

Park sehr gut bewässert, und das Gras ist grün. Darum kommen wenige Tiere zu den Wasserstellen, da es im Busch genügend Wasser gibt. Abseits der grossen Strassen sind immer wieder Tiere anzutreffen. Zebras weiden in Herden gemeinsam mit Gnus, Oryx-Antilopen und Straussen. Zebras sind schwarz gestreift, um in der flirrenden Hitze auf grosse Weite nicht aufzufallen, die Streifen dienen als Tarnung und auch zur Wärmeregulierung. Die hellen Streifen sind etwas kühler als die Dunklen, und deshalb herrscht immer eine kleine Luftzirkulation ums Zebra und kühlt so das Tier vor der grossen Hitze. Giraffen bewegen sich sehr elegant, und ihnen zuzusehen, wie sie an der Wasserstelle trinken, ist spannend. Die Beine werden gegrätscht und manchmal sogar noch geknickt, und so können sie trinken. In Windhoek habe ich meine letzten Ferientage mit hier wohnhaften Freunden verbracht. Diese spannenden Ferien sind sehr schnell vorbeigegangen. Namibia, ich komme wieder. Sibylle Beerli

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Portrait von Carmen Andrasic

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In der dortigen Heimküche lernte ich den Kochlehrling Mario kennen, woraus sich eine grosse Liebe entwickelte. In derselben Zeit verstarb leider mein leiblicher Vater im September 2007 an den Folgen einer schweren Krankheit. Im darauf folgenden Monat trat ich die Stelle im Alterszentrum Breite Haus Wiesli an, in der ich auch heute noch tätig bin.

Am 31. August 1988 verliess ich die gemütliche Einzimmerwohnung, die ich mit meiner Zwillingsschwester neun Monate lang geteilt habe. Sprich, an diesem Tag wurden wir geboren. Sehnsüchtig sind wir von unseren Eltern und unserem vierjährigen Bruder empfangen worden. Nach zwei Jahren, die ich in Herblingen verbrachte, trennten sich meine Eltern, worauf meine Mutter mit uns auf den Geissberg umgezogen ist. Als ich 10 Jahre alt war, heiratete meine Mutter erneut, und wir wurden auf der Breite sesshaft. Es entwickelte sich eine gute Beziehung zu meinem Stiefvater (Daddy). Wir genossen manche Spritzfahrt mit dem Töff. Viele Familienaktivitäten, zum Beispiel Ausflüge auf den Randen, Schlauchbootfahrten, Ski- und Badeferien zierten meine Kindheit und Jugendzeit. Trotz allem hielt ich den guten Kontakt zu meinem leiblichen Vater aufrecht. Nachdem ich meine obligatorische Schulzeit absolviert hatte, konnte ich im Künzleheim meine dreijährige Lehre als Fachfrau Hauswirtschaft beginnen.

Im Jahr 2009 entschloss ich mich, das Hotel Mama zu verlassen, um mit meinem Schatz ein eigenes Zuhause in Buchthalen zu gründen. Bald darauf gesellte sich ein neues Familienmitglied zu uns. Es ist unser verschmuster Kater Leo, den wir aus dem Katzenhaus bei uns aufgenommen haben. Er schenkt uns viel Freude und gibt uns oft Grund zum Lachen. Seine grosse Verfressenheit kostete uns schon einmal den Sonntagszopf, weil er ihn in der Nacht genüsslich verzehrt hatte.:( Seit dem 27. April 2012 bin ich mit Mario glücklich verheiratet. Mit grosser Freude erwarten wir im März 2013 unser erstes Kind. Unser tolles Hauswirtschaftsteam, in dem ich mich sehr wohl fühle, ist mitunter ein Grund, weshalb ich nach dem Mutterschaftsurlaub die Stelle wieder antreten werde. Ich grüsse Sie herzlich Ihre Carmen Andrasic


Seite 11 Eintritte Haus Steig

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Wir heissen Euch in beiden Häusern ganz herzlich Willkommen und wünschen viel Freude am neuen Arbeitsplatz.

Austritt Haus Wiesli Tanja Fischer Lernende Pflege

Geburt

Kaspar Aeschlimann Praktikant Pflege

Wir gratulieren Carmen Fisler, Praktikantin Haus Wiesli, ganz herzlich zur Tochter Lisa Teresa, welche am 24.10.2012 das Licht der Welt erblickt hat.

Information in Sachen Hauszeitung Cristina Goncalves Fachfrau Hauswirtschaft Marta Clot Mitarbeiterin Pflege

Eintritte Haus Wiesli Liubica Ostojic Mitarbeiterin Pflege Andres Egli Student Pflege HF Maya Scherrer Mitarbeiterin Pflege Nachtwache Denise Wiederkehr Mitarbeiterin Pflege Ficrije Bajrami Mitarbeiterin Hauswirtschaft

In dieser Ausgabe lesen Sie den letzten Beitrag von Rahel Schwaninger. Sie macht in Zukunft die Begleitung Lernender, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, deshalb verlässt sie das Redaktionsteam. Ich bedanke mich ganz herzlich für das Engagement und wünsche dir ganz viel Freude mit deiner neuen anspruchsvollen Aufgabe. Auch bei mir persönlich gibt es eine Veränderung. Nach gut 22 Jahren muss ich die Steig verlassen, denn im Rahmen der Zusammenführung beider Häuser wird nur noch eine Hauswirtschaftsleitung benötigt. Ich werde die Hauswirtschaftsleitung im Altersheim Kirchhofplatz übernehmen. Deshalb wird die Aprilzeitung meine letzte sein. Anita Gasser

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Die Königskuchen Alljährlich am 6. Januar ist es wieder soweit. Wer die im Kuchen versteckte Figur findet, ist für einen Tag König. Er muss nicht abwaschen, darf länger aufbleiben oder geniesst sonstige Vorzüge zum Leidwesen eifersüchtiger Familienmitglieder oder Mitbewohner. Doch weiss eigentlich jemand, woher dieser Brauch kommt? Was hat es mit dem König im Kuchen auf sich?

In der Schweiz wurde das Dreikönigsfest in den Zünften nachweislich schon seit 1311 gefeiert. Es wurde dabei eine Bohne im Dreikönigskuchen versteckt, und wer sie fand, war dann König für einen Tag. Die Ursprünge dieses Brauchs reichen aber viel weiter zurück. So wurde bei den Römern anlässlich des winterlichen Saatenfestes durch das Los schon ein König bestimmt, dem sich für eine gewisse Zeit offenbar sogar der Kaiser unterwarf. Der römische Gott wurde damals jedes Jahr während etwa einer Woche ab dem 17. Januar mit einer grossen Feier geehrt. Dabei wurde anlässlich eines Festschmauses um die entsprechende zeitlich befristete Königswürde gewürfelt, die offenbar auch dem ärmeren Volk offen stand. Auch aus anderen, bereits bestehenden Bräuchen aus ganz Europa ist bekannt, dass das Los jeweils einen Herrscher auf Zeit bestimmte und dass spezielle Kuchen mit eingebackenen Bohnen eine Rolle im Zusammenhang mit den Wünschen der Menschen spielte.

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Nachweislich wird in der Schweiz das Dreikönigsfest seit 1311 gefeiert. Doch der Brauch wurde erst vor etwa einem halben Jahrhundert wiederbelebt. Der Schweizer Bäcker Max Währen ist aufgrund seiner Recherchen nach dem Krieg auf diese alte Tradition gestossen und hat von der Fachschule für Bäcker schliesslich einen modernen Königskuchen entwerfen lassen. Heute wird bei uns jedes Jahr eine Million der Kuchen abgesetzt. Es gibt allerdings unter uns nicht wenige Menschen, denen dieses Datum mehr bedeutet als ein Königskuchen auf dem Zmorge-Tisch. In der Schweiz leben mehr als 130‘000 orthodoxe Christen. Für die meisten von ihnen (die serbisch- und die russisch-Orthodoxen) ist der 6. Januar Heilig Abend. Sie feiern die Geburt Jesu und am Folgetag Weihnachten. Das hat damit zu tun, dass die Östlichen Orthodoxen Kirchen sich immer nach dem julianischen Kalender richten, während unsere Zeitrechnung sich am gregorianischen Kalender orientiert. Da die serbisch-orthodoxen Christen die grösste Gruppe der hier lebenden Orthodoxen ausmachen, wird am 6. und 7. Januar in vielen Häusern richtig gross gefeiert.

Eine schöne Winterzeit wünscht Ihnen Benj Schwarz und das Küchenteam


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1: Steht bei vielen unter dem Weihnachtsbaum 2: Es gibt viel zu viel zu …… 3: Tönt an beiden Festen aus so mancher Stube 4: Letzter Tag im Jahr 5: Da leuchten die Kinderaugen 6: Hängen am Himmel und Weihnachtsbaum 7: Damit wird angestossen 8: Schön geschmückt in fast jeder Stube 9: Besuchen viele nach dem Weihnachtsfest 10: Hängen farbenfroh am Weihnachtsbaum 11:Gibt Wärme in der ganzen Adventszeit

Zwei Weihnachtsmänner unterhalten sich: "Prima, so eine Thermosflasche! Im Winter hält sie den Tee warm und im Sommer die Limonade kalt." Darauf der andere Weihnachtsmann: "In der Tat. Aber ich bin erstaunt, woher die Thermosflasche weiß, wann Winter und wann Sommer ist!"

Es sagte der Pastor beim Weihnachtsgottesdienst: "Unser Organist kann heute leider nicht spielen. Daher stimme ich jetzt das Lied Nummer 244 an, und danach fällt die ganze Kirche ein!“

Lösung: Krippe, Essen, Musik, Silvester, Geschenke, Sterne, Sekt, Christbaum, Messe, Kugeln, Kerze

Erna Lipp

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Interview zum Jahreswechsel mit Frau Lanz und Familie Wetter

Welche Erinnerungen haben Sie an den Jahreswechsel aus Ihrer Kindheit? Frau Wetter: Wir haben innerhalb der Familie Neujahr gefeiert. Am Morgen haben sich alle ein gutes neues Jahr gewünscht, anschliessend hat der Vater uns Kindern einen Batzen gegeben. Anschliessend gingen wir in die Kirche, wo alles sehr festlich war, schöne Lieder in Begleitung des Kirchenchores und der Orgel wurden vorgetragen. Frau Lanz: An Silvester sind wir Kinder länger aufgeblieben, aber nicht bis Mitternacht, die Eltern haben weiter gefeiert. Am Neujahrstag sind wir nach Langenthal in die Kirche gegangen, das war ein Fussmarsch von einer Stunde, meist durch den Schnee. Wir mussten immer nüchtern gehen, wegen der anschliessenden Kommunion. Nach dem Gottesdienst durften wir beim Pfarrer frühstücken. Herr Wetter: Unsere Mutter hat zwischen Weihnacht und Neujahr mit uns vier Kindern immer "Bireweggä" gemacht. Wir mussten die Zutaten durch den Fleischwolf drehen. Vater legte Wert darauf, dass in der Füllung ein Glas Obstler war. An Silvester wollten alle immer zuerst aufstehen, denn der letzte wurde den ganzen Tag gehänselt. Am Neujahr gab es traditionell immer Braten und Kartoffelstock, sowie den "Bireweggä". Wie haben Sie den Jahreswechsel im Kreise Ihrer eigenen Familie verbracht?

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Frau und Herr Wetter: Frau Wetter hat am 1. gemeinsamen Silvester ihr Brautkleid nochmals angezogen. Drei Jahre später kamen die Kinder. Wir haben gemeinsam Lieder gesungen am Neujahrstag, und es gab ganz traditionell gefüllte Kalbsbrust mit selbst gemachten Nudeln, wie Oma es schon gemacht hatte. Zum Dessert gab es eine feine Torte. Silvester hat Herr Wetter nach der Arbeit in der Firma gefeiert mit Schübling, Bürli und Getränken. Frau Lanz: Unser Restaurant war immer geöffnet an Silvester, wir hatten den ganzen Dezember über viele Vereine. Da mochten wir selber nicht mehr feiern, auch nicht am Neujahrstag. Wir wollten ausschlafen, es uns gemütlich machen und darüber nachdenken, wie streng, aber schön die Zeit bis Neujahr war. Was bedeutet Ihnen der Jahreswechsel im Hier und Jetzt? Herr Wetter: Seit 40 Jahren mache ich selber Neujahrskarten, das Bild und den Text. Frau Wetter: Bald bin ich 89, da geht es mir beim Jahreswechsel durch den Kopf, "erlebe ich den nächsten noch?" Es kommt auch immer eine gewisse Wehmut auf in diesen Tagen. An diesem Jahresende denken wir ganz fest an unseren Enkel, welcher quer durch Afrika reist. Frau Lanz: Ich habe an diesen Tagen immer "längi Ziit" nach meinen Geschwistern, alle sind gestorben, aber sie fehlen mir. Ich habe zugleich eine innerliche Freude, wenn ich an alles zurückdenke, daran, wie schön ich es hatte. Ich freue mich über Telefonanrufe von Nichten und Neffen, sowie von der Schwägerin, ich schätze sie alle sehr. Ich geniesse die Tage mit meinem Hündchen Mischa, das mir sehr viel bedeutet. Herzlichen Dank für Ihre Erzählungen, die mich sehr berührt haben Anita Gasser


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Turnen im Wiesli

Seit ca. einem Jahr leitet Margot Leu von der Pro Senectute jeden Mittwochvormittag von halb elf bis halb zwölf das Turnen. Margot Leu hat als Zweitausbildung Wellnesstrainerin gelernt und dann noch diverse Aus- und Weiterbildungen absolviert, so dass sie „mobile Turngruppen“ und auch Gymnastikrunden in Altersheimen und sonstigen Institutionen geben kann. Sie hat ein eigenes Studio im Mühlental in Schaffhausen, in dem sie auch Gesundheitsturnen und Rückengymnastik für jede Altersstufe anbietet. Um mir für diesen Artikel einen Eindruck zu verschaffen, habe ich selbst an einer Turnstunde im Wiesli Ende Oktober teilgenommen und natürlich auch aktiv mitgemacht. Zu Beginn wird immer ein Lied gesungen mit Bewegungsabläufen dazu, um sich schon mal etwas auf die kommende Stunde einzustimmen. Frau Leu hat alle Übungen im Sitzen gezeigt und durchgeführt, damit auch mobil eingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner alles mitmachen können. Teilweise hat sie die verschiedenen Bewegungen mit passender Musik untermalt, was mir besonders gut gefallen hat. Wir haben gestampft, geschunkelt und die Arme weit gekreist, eine gute Mi-

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schung damit es Spass macht, aber dass man sich auch ein wenig anstrengen muss. Wir haben dann im Sitzkreis noch ein Spiel mit einem Wasserball gespielt. Die erste Person die den Ball hat, musste sich ein Dorf, eine Stadt oder ein Land ausdenken, laut aussprechen und den Ball dann zu einem anderen aus der Runde mit dem Fuss „zukicken“. Der Empfänger des Balles musste dann auf den letzten Buchstaben des genannten Ortes einen neuen Ort sagen und den Ball wieder jemand anderen zuspielen usw. Diese Übung ist zwar recht anspruchsvoll, und dennoch waren alle aktiv und mit Freude daran beteiligt. Ich finde es ist ein super Training für den Körper und den Geist. Zuletzt haben wir noch einmal das Lied vom Anfang gesungen. Zum Abschluss durfte ich von allen noch ein Gruppenfoto schiessen. Ich möchte mich ganz herzlich bei Frau Leu bedanken, dass sie mit so viel Elan und Engagement diese Turnstunde leitet und natürlich auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, die mit ihrer regelmässigen Teilnahme auch dafür sorgen, dass es die Gymnastikrunde überhaupt gibt.

Geschrieben von Tina Wenzel Stationsleitung, 1. OG Wiesli

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Weihnachtsbilder aus dem Wiesli

Januar 2013  

Hauszeitung des Alterszentrum Breite in Schaffhausen.

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