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Olympia in Sotschi Alle Südtiroler Teilnehmer und ihre Chancen


Editorial

Inhaltsverzeichnis 5 7 8 10 12 13 – 21 22 24 26 – 33 34 35 36 38 39 40 42

Skifahren am Meer Statistiken & Kuriositäten Sportstätten in Sotschi Armin Zöggeler Südtiroler Sporthilfe Südtiroler Athleten I Olympiaprogramm Carolina Kostner Südtiroler Athleten II Sportoberschule Mals Kellerei Bozen Dr. Max Regele Olympia Maskottchen | Sotschi im TV Eishockey Südtiroler Medaillengewinner

Am 7. Februar beginnen in Sotschi die am heftigsten umstrittenen Olympischen Spiele der Geschichte. Es gab Kritik an der Vergabe dieser Spiele durch das IOC, ebenso an der Umweltzerstörung und nicht zuletzt am Veranstalterland, Otto Schöpf das es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt. Nun stehen sie aber vor der Tür, und im Sinne des Sports und der Sportler ist zu hoffen, dass es trotzdem schöne Spiele werden. Südtirol stellt traditionell viele Athleten bei Winterspielen, so viele, dass es sogar als eigenständiges Team eine gute Figur abgeben würde. Wie viele es genau sind, das wissen wir heute, aber bei Redaktionsschluss wussten wir es leider noch nicht. Deshalb mussten wir ein wenig improvisieren und stellen neun Athleten vor, von denen wir noch nicht wussten, ob sie auch wirklich dabei sein können. Aus Vancouver kehrten die Südtiroler vor vier Jahren mit einer Bronzemedaille zurück. Die Chancen stehen gut, dass es diesmal besser läuft. Otto Schöpf, Sportredaktion „Dolomiten“

Progress Holding AG, Brixen

Impressum Herausgeber: Athesia Druck GmbH, Bozen, Eintrag LG Bozen Nr. 26/01, am 27.11.2001 | Chefredakteur und presserechtlich verantwortlich: Dr. Toni Ebner | Projektleiter: Franz Wimmer | Produktion: Magdalena Pöder | Redaktion: Alex Raffeiner, Otto Schöpf, Andreas Vieider | Werbung/Verkauf: Lorenz Mederle, Marita Wimmer | Verwaltung: Kapuzinergasse 5 - 39100 Bozen Tel. 0471 081 561 info@mediaradius.it - www.mediaradius.it | Fotos: Otto Schöpf, Robert Perathoner, Franz Griessmair, Max Pattis, Pierre Teyssot, Pentaphoto, Manzoni, O. Kraus, AP/LaPresse, APA/epa, Dolomiten-Archiv | Konzept und Abwicklung: King Laurin GmbH, Eppan Grafik/Layout: Georg Hochkofler | Infografiken: Christian Staffler, Michal Lemanski | Grafik-Recherche: Dieter Seifert | Produktion: Athesia Druck GmbH Bozen, www.athesiagruppe.com | Vertrieb: Sonderdruck zur heutigen „Dolomiten“-Ausgabe | Druckauflage: 50.000 Stück Die Redaktion übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte der Werbeseiten, PR-Seiten und der angeführten Webseiten. Redaktionsschluss dieser Ausgabe: Donnerstag, 23. Jänner


THEMENBEREICH

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Spektakulär und steil: Die Abfahrtsstrecke der Herren

Skifahren am Meer: Olympia soll Wintersport in Sotschi fördern Kaukasus statt Alpen: Mit den Olympischen Spielen in Sotschi will Russland den Wintersport in der Region ankurbeln. Schneebedeckte Berge und palmengesäumte Strände nah beieinander – schon seit langem gilt das Gebiet am Schwarzen Meer als Erholungsgebiet. Hunderttausende verbringen hier ihre Sommerferien oder reisen zur Kur in eines der prächtigen Thermalbäder. Das subtropische Klima, dank dem auch im Winter an der Küste meist milde Temperaturen herrschen, zog bereits zu Sowjetzeiten die Urlauber an.

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kitouristen aber sind noch äußerst selten. Mit riesigem Aufwand baut Olympia-Gastgeber Russland deshalb nun an einem modernen Skigebiet. Mehr als eine Milliarde Euro haben vor allem Staatskonzerne und kremlnahe Oligarchen allein in die Entwicklung des Gebietes namens Rosa Khutor

gesteckt. Hinzu kommen die Kosten für die anspruchsvolle Straße in die Berge vom rund 40 Kilometer entlegenen Sotschi durch mehrere Tunnels. In Rosa Khutor nahe des Bergstädtchens Krasnaja Poljana finden während der Olympischen Winterspiele die Skirennen statt. Hier entsteht ein Resort, das die Macher schon jetzt mit klangvollen Skigebieten in Österreich, Italien

und Frankreich vergleichen. Aber trotz aller Investitionen: Auf Knopfdruck wird das neue Skiparadies im Kaukasus wohl kaum die gewachsenen Wintersportorte in den Alpen ersetzen. Dorthin zieht es im Winter auch immer mehr Russen. Der Weg ist von Moskau oder St. Petersburg aus ähnlich weit wie ans Schwarze Meer. Service, Angebote und Infrastruktur sind aber in den Ungewöhnlich: Winter-Olympiastätten direkt am Meer

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Alpenregionen günstiger und qualitativ besser als an der oft noch sowjetisch geprägten „Russischen Riviera“. Schwierig dürfte es werden, westliche Skitouristen in den Kaukasus zu locken. Direktflüge aus Europa gibt es nur zu Olympiazeiten, ansonsten muss über Moskau geflogen werden. Hinzu kommen bürokratische Probleme wie die aufwendige Visumbeschaffung – und nicht zuletzt bei vielen die Angst vor Terroristen aus dem nur wenige Hundert Kilometer entfernten Konfliktgebiet Nordkaukasus. Ein weiteres Hindernis ist die Sprache: Trotz eines groß angekündigten Englisch-Programms für Taxifahrer oder Polizisten spricht kaum ein Einwohner eine Fremdsprache. Schon werden Stimmen laut, dass die Gegend

THEMENBEREICH

um Sotschi in erster Linie ein Feriengebiet für Russen bleiben solle.

Die „Festung Sotschi“ Geheimdienste und Armee sichern Olympia. Von wegen olympische Stimmung – wenn, dann herrscht in Sotschi zehn Tage vor Auftakt der Olympischen Spiele Alarmstimmung. Ein beispielloses Aufgebot von Polizisten und Sicherheitsleuten macht die Schwarzmeerregion zu einer Hochsicherheitszone mit Totalüberwachung. Nicht erst seit der Drohung des islamistischen Terroristenführers Doku Umarow, Olympia mit „allen Mitteln, die Allah erlaubt“ zu verhindern, herrscht in dem russischen Kurort Alarmstimmung. Weit mehr als 60.000 Uniformierte (37.000 Polizisten, 23.000 Zivilschützer) sind in Stel-

Sicherheit ist in Sotschi oberstes Gebot.

Die Olympiastätten für Short Track und Eiskunstlauf: Iceberg-Eispalast

lung für die Verteidigung. Kremlchef Wladimir Putin will in Sachen Sicherheit nichts dem Zufall überlassen. Die russische Führung garantiert sichere Spiele. Nicht nur Mobilfunktelefonate und E-Mails werden überwacht, sondern auch Messengerdienste und Chats im Internet. Zudem sollen allein 5.500 Kameras zur Videoüberwachung dienen. Sicherheitsdienste planen Medien zufolge den Einsatz von Drohnen sowie Ortungssystemen, die fremde U-Boote lokalisieren und so Angriffe vom Meer verhindern könnten. Sotschi werde auch zu einem „Olympia der Silowiki“. Silowiki sind die mächtigen Vertreter der Sicherheitsstrukturen in Russland. Sie stehen seit langem im Ruf, unter dem Deckmantel des Anti-Terror-Kampfes die Freiheiten russischer Bürger immer weiter einzuschränken. In vielen Gesetzen ließ Putin die Vollmachten der Geheimdienstler stärken. Dass der russische Präsident mit dem subtropischen Sotschi nicht nur den wärmsten, sondern den wegen der Konflikte nicht gerade sichersten Ort für Olympia ausgesucht hat, sorgte bei vielen Experten von Anfang an für Kopfschütteln. Die Olympia-Anlagen grenzen zudem direkt an das von Georgien abtrünnige Konfliktgebiet Abchasien, das Russland als unabhängigen Staat anerkennt. Georgien hatte die Kontrolle über Abchasien 2008 in einem Krieg gegen Russland komplett verloren. Die Abchasen müssen wegen der Grenzschließung während Olympia auf ihre einzige Verbindung zur Außenwelt vorübergehend verzichten.


INFO

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Statistiken und Kuriositäten Bisherige Winterspiele: 21 in zehn Ländern I. Winterspiele: 1924 in Chamonix mit 313 Teilnehmern aus 19 Nationen Die meisten Teilnehmer: XXI. Olympiade 2010 in Vancouver mit 2.536 Teilnehmern aus 82 Nationen Teilnehmer insgesamt bisher: 17.407 (12.863 Herren und 4.544 Damen) aus 111 Nationen Ältester Teilnehmer: Carl August Kronlund (Schweden, Curling) 1924 mit 58 Jahren und 155 Tagen Jüngste Teilnehmerin: Magdalena Cecilia Colledge (Großbritannien, Eiskunstlauf) 1932 mit elf Jahren und 73 Tagen Rodel-Olympiasieger im Doppelsitzer 1972: Paul Hildgartner (links) und Walter Plaikner (rechts). In der Mitte die Olympiasiegerin von 1968 Erika Lechner.

Erfolgreichster Winter-Olympionike: Björn Dählie (Norwegen, Langlauf) mit 12 Medaillen (8 Gold und 4 Silber)

Erste Medaille für Italien bei Winterspielen: Nino Bibbia (Skeleton, Gold) 1948 in St. Moritz

Erfolgreichste Nation: Norwegen mit 303 Medaillen (107 Gold, 106 Silber, 90 Bronze)

Erste Medaille für Südtirol bei Winterspielen: Walter Außersdorfer/Siegfried Mair (Doppel im Kunstbahnrodeln, Bronze) 1964 in Innsbruck

Zweifache Austragungsorte: St. Moritz (1928 und 1948), Lake Placid (1932 und 1980) und Innsbruck (1964 und 1976) Lillehammer 1994: Gerda Weißensteiner zeigt stolz ihre Goldmedaille.

FAIR P L AY!

Erfolgreichste Winterspiele für Italien: 1994 Lillehammer mit 20 Medaillen (davon 8 aus Südtirol)

Olympiaprämien für „Azzurri“: Olympiasieg 140.000 Euro, Silber 75.000 Euro, Bronze 50.000 Euro

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WET TKAMPFSTÄT TEN

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Markante Architektur Ein gefrorener Tropfen, ein Eisberg, Sprungschanzen als „Bergzungen“: Bei der Gestaltung der gigantischen Olympia-Bauten in Sotschi ließen sich die Architekten oft von der Natur inspirieren.

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nsgesamt elf Sportstätten wurden für das Ereignis am Schwarzen Meer und in den Bergen aus dem Boden gestampft. Experten halten aber nicht jedes Bauwerk für gelungen und beklagen Kitsch und „Gigantismus“. Als markantester Bau gilt das zentrale „Fisht“-Stadion. Es handele sich um ein „energieeffizientes“ Gebäude, so werde Regenwasser

aufgefangen und gefiltert für die Toilettenspülung genutzt. Kritiker halten den schätzungsweise 46,5 Millionen Euro teuren Bau hingegen für überdimensioniert. Auffällig ist auch der benachbarte „Bolshoy“-Eispalast mit seiner Glasfassade und Kuppel. Zwar sollen die Spezial-Mehrschichtscheiben das Innere vor den meist milden Temperaturen in der subtropischen Region schützen. Experten beklagen aber horrende Kosten für die Kühlung der Arena. Wohl auch deswegen wollen die Organisatoren die Halle nach den Winterspielen zu einer Radrennbahn umbauen. Auch andere Projekte stoßen vor allem bei den Bewohnern von Sotschi auf Kritik, etwa

der Bau eines Hafens für 200 Yachten oder eines Parks mit tanzenden Fontänen. Dmitri Tschernyschenko vom Organisationskomitee verteidigt das Konzept. „Die Tatsache, dass keine Sportstätten vorhanden waren, stellte sich als wichtiger Vorteil heraus. Dadurch konnte die Firma Olympstroi alles so planen und errichten lassen, dass es die hohen Standards des Internationalen Olympischen Komitees erfüllt“, meint er.

Olympische Winterspiele 2014 im Großraum Sotschi Russland

Sportstätten in den Bergen Krasnaja Poljana

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Sportstätten in den Bergen Kaukasus

Sotschi Einwohner: 343.000 gegründet: 1838 Besonderheiten: liegt auf gleichem Breitengrad wie Nizza, Spielort Fußball-WM 2018, Formel 1-Austragungsort GP von RVssland ab 2014 Georgien Adler Schwarzes Meer

abtrünnige Region Abchasien, von Russland unterstützt

Sportstätten an der Küste

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RusSki Gorki: Skispringen, Nordische Kombination

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Laura: Langlauf, Biathlon

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Sanki: Bob, Rodeln, Skeleton

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Rosa Chutor: Extreme Park Freestyle, Snowboard

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Rosa Chutor: Ski alpin

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Iceberg Palace: Short Track, Eiskunstlauf

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Adler Arena: Eisschnelllauf

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Ice Cube: Curling

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Bolschoi Dom: Eishockey

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Schajba Arena: Eishockey

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Fischt Olympiastadion: Eröffnung, Abschlussfeier -Infografik: APA

Krasnaja Poljana

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Quartiere der Sportler

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Seilbahnen (Auswahl)

2 km

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10 km Sportstätten an der Küste

6 7 Medal Plaza Olympisches Dorf

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9 Schwarzes Meer

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THEMENBEREICH

Die Legende – Armin Zöggeler Er kann in Sotschi Geschichte schreiben, aber eine Legende ist Armin Zöggeler auch ohne Sotschi. Fünf Mal war Zöggeler bei Olympischen Spielen dabei, und immer hat er eine Medaille mitgebracht, zwei davon in Gold.

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ollte er auch diesmal Edelmetall holen, dann wäre er der erste Wintersportler, der bei sechs Olympischen Spielen eine Medaille gewinnt. Die Chance dazu hat der Völlaner, der auch mit 40 Jahren noch Weltklasse ist und in dieser Saison sogar noch ein Rennen gewinnen konnte. Viel wird vom Wetter abhängen. Zöggeler liebt das harte Eis, wenn es richtig kalt ist. Aber bisher war es bei den Testwochen und beim Weltcup im vergangenen Jahr immer eher warm in der Bergregion Krasnaja Poljana, wo die

Wettkämpfe in allen Freiluftsportarten stattfinden werden. Vor 20 Jahren hat Armin Zöggeler in Lillehammer seine erste Olympia-Medaille gewonnen. Der junge Bauernbub wurde gleich bei seinem Olympia-Debüt Dritter hinter den Rodel-Legenden Georg Hackl und Markus Prock. Vier Jahre später in Nagano stieg er auf dem Siegespodest eine Stufe höher. Es gab Silber hinter Hackl. Zöggeler zeigte vier perfekte Läufe, aber Hackl konnte seine Rodel besser auf die Bedingungen abstimmen. In Salt Lake

City erklomm er 2002 dann die höchste Stufe auf dem Podest. Nach drei Olympiasiegen in Folge musste sich Georg Hackl dem Südtiroler geschlagen geben. Schon zu dem Zeitpunkt war Zöggeler einer der Größten aller Zeiten im Kunstbahnrodeln. Doch das Meisterstück stand ihm noch bevor. Vier Jahre später kam er als Topfavorit zu den Spielen in Turin. Eine ganze Nation erwartete Gold. Der Druck, der auf ihm lastete, war immens. Der „Arminator“ schottete sich ab, blieb


THEMENBEREICH

Armin Zöggeler Rodeln Alter: 40 Jahre Wohnort: Völlan Mögliche Einsätze: 8. Februar: Einsitzer (1. und 2. Lauf ) 9. Februar: Einsitzer (3. und 4. Lauf ) 13. Februar: Teamstaffel Olympia-Teilnahmen: Lillehammer 1994, Nagano 1998, Salt Lake City 2002, Turin 2006, Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: Olympiasieger 2002 und 2006 Er gehört auch mit 40 noch zum erweiterten Favoritenkreis. Wenn das Material passt, ist die sechste Medaille bei seinen sechsten Olympischen Spielen möglich.

Chancen

im Eiskanal von Cesana Torinese eiskalt und holte sich sein zweites Gold. Nun war er in Italien, wo viele vom Rodelsport noch nie was gehört hatten, endgültig zum Superstar geworden. Aber Zöggeler hatte noch nicht genug. 2010 brachte er aus Vancouver erneut eine Medaille mit. Dabei waren die Voraussetzungen denkbar schlecht gewesen. Am letzten Trainingstag verunglückte der Georgier Kumaritaschwili tödlich. Aus Sicherheitsgründen wurde der Start tiefer gesetzt. Diese Tatsache und die widrigen Wetterbedingungen waren für den Völlaner vom Nachteil. Aber er ließ sich nicht unterkriegen und fuhr bei Schneeregen zu Bronze. Nach Sotschi kann Zöggeler völlig unbeschwert fahren. Er muss nichts mehr beweisen, den Erfolgsruck haben andere. Er ist eine Legende, auch wenn er ohne Medaille aus Russland zurück kehren sollte.

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SERVICE

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OLYMPIA MEDAILLEN DER SPORTHILFE ATHLETEN

SporthilfeAthleten in Sotschi

GERDA WEISSENSTEINER (LILLEHAMMER 1994)

GOTTLIEB TASCHLER (CALGARY 1988)

KURT BRUGGER (LILLEHAMMER 1994)

ARMIN ZÖGGELER (LILLEHAMMER 1994)

WILLI HUBER (LILLEHAMMER 1994)

ISOLDE KOSTNER 2X (LILLEHAMMER 1994)

ANTONELLA BELLUTTI (ATLANTA 1996) (SYDNEY 2000)

Ehemalige Sporthilfe-Athleten kämpfen um olympisches Edelmetall! Vom 7. bis 24. Februar blickt die gesamte Sportwelt auf Sotschi und verfolgt die Olympischen Winterspiele 2014.

KAREN PUTZER (SALT LAKE CITY 2002)

PARAOLIMPICS: ROLAND RUEPP

PARAOLIMPICS: ROLAND RUEPP

2X (SALT LAKE CITY 2002)

(SALT LAKE CITY 2002)

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ARMIN ZÖGGELER

inige Südtiroler Ausnahmeathletinnen und Ausnahmeathleten (ein Drittel der italienischen Olympiamannschaft sind Südtiroler) wittern dabei die Chance, den ehemaligen Medaillengewinnern nachzueifern und nach Edelmetall zu greifen. Ob „erfahrene Füchse“ oder motivierte Youngstars, Südtirol entsendet ein hochkarätiges Aufgebot nach Russland und für zwei Drittel der Südtiroler Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahm die Südtiroler Sporthilfe in der Jugendzeit eine bedeutende Rolle ein. Im Namen aller Sportbegeisterten wünscht die Südtiroler Sporthilfe allen Olympiateilnehmern spannende und atemberaubende Spiele und unvergessliche Momente!

(SALT LAKE CITY 2002) (TORINO 2006)

GERHARD PLANKENSTEINER OSWALD HASELRIEDER (TORINO 2006)

ARMIN ZÖGGELER (NAGANO 1998)

ALEX SCHWAZER (PEKING 2008)

GERDA WEISSENSTEINER (TORINO 2006)

ISOLDE KOSTNER (SALT LAKE CITY 2002)

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DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Yvonne Daldossi

Dominik Fischnaller

Eisschnelllauf

Kunstbahnrodeln

Alter: 22 Jahre

Alter: 20 Jahre

Wohnort: Lana

Wohnort: Mühlbach

Mögliche Einsätze: 11. Februar: 500 m Olympia-Teilnahmen: Keine

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Mögliche Einsätze: 8. Februar: Einsitzer (1. und 2. Lauf ) 9. Februar: Einsitzer (3. und 4. Lauf ) 13. Februar: Teamstaffel Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Sie hat keine Chance auf eine Medaille und auch nicht auf die Top-Ten. Ihr Ziel wird es sein, eine persönliche Bestzeit aufzustellen.

Chancen Bis vor kurzem war er noch ein ganz heißer Medaillenkandidat. Zuletzt ist er in eine Krise geschlittert, aus der er bis Olympia hoffentlich wieder heraus findet.

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Vor Unterschrift lesen Sie bitte unser Informationsblatt.

Familie Jakomet in Terlan:


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DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

David Hofer

Debora Agreiter

Skilanglauf

Skilanglauf

Alter: 30 Jahre

Alter: 22 Jahre

Wohnort: St. Christina/ Gröden

Wohnort: Stern/La Ila

Mögliche Einsätze: 11. Februar: Sprint Freistil 16. Februar: 4 x 10 km Staffel Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010

Mögliche Einsätze: 8. Februar: 15 km Skiathlon 15. Februar: 4 x 5 km Staffel 22. Februar: 30 km Massenstart Freistil

Bestes Olympia-Ergebnis: 39. Platz Sprint klassisch 2010

Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen

Chancen

Hofer war bei der Olympia-Generalprobe im vergangenen Jahr Dritter im Sprint. In diesem Winter ist er allerdings noch nicht so in die Gänge gekommen. Deshalb ist es sehr schwer, seine Chancen einzuschätzen.

Sie wäre über 30 km sicher für einen Top-Ten-Platz gut gewesen. Nach ihrem Wadenbeinbruch im Oktober läuft ihr aber in der Vorbereitung die Zeit davon.

Dietmar Nöckler

Roland Clara

Skilanglauf

Skilanglauf

Alter: 25 Jahre

Alter: 31 Jahre

Wohnort: Bruneck

Wohnort: Reischach

Mögliche Einsätze: 9. Februar: 30 km Skiathlon 14. Februar: 15 km klassisch 16. Februar: 4 x 10 km Staffel 19. Februar: Team Sprint klassisch

Mögliche Einsätze: 9. Februar: 30 km Skiathlon 14. Februar: 15 km klassisch 16. Februar: 4 x 10 km Staffel 23. Februar: 50 km Massenstart freier Stil

Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Er ist derzeit Italiens bester Klassik-Läufer und wird fast sicher Startläufer in der Staffel sein, die mit Medaillenambitionen startet. Ein Top-15-Ergebnis ist ihm über 15 km zuzutrauen. Er kommt auch für einen Start im Teamsprint in Frage.

Olympia-Teilnahmen: Turin 2006 (Reserve) Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebanis: 36. Platz 50 km Massenstart klassisch 2010

Chancen Eine Krankheit zum Jahreswechsel hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber er findet wieder zu seiner Form und kann im Skiathlon und über 50 km durchaus zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden.


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Dorothea Wierer Biathlon Alter: 23 Jahre

Gut für eine Medaille

Wohnort: Rasen-Antholz Mögliche Einsätze: 9. Februar: 7,5 km Sprint 11. Februar: 10 km Verfolgung | 14. Februar: 15 km Einzel 17. Februar: 12,5 km Massenstart | 19. Februar: MixedStaffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km | 21. Februar: Staffel 4 x 6 km Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Sie ist in dieser Saison Italiens unangefochtene Nummer eins bei den Biathlon-Damen und hat auch durchaus das Potenzial, für eine Überraschung zu sorgen. In den beiden Staffeln ist sie gesetzt, wahrscheinlich beide Male als Startläuferin.

Lukas Hofer Biathlon Alter: 24 Jahre Wohnort: St. Lorenzen Mögliche Einsätze: 8. Februar: 10 km Sprint 10. Februar: 12,5 km Verfolgung 13. Februar: 20 km Einzel 16. Februar: 15 km Massenstart 19. Februar: Mixed-Staffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km 22. Februar: Staffel 4 x 7,5 km Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 12. Platz Staffel 2010

Chancen Nach dem jüngsten Sieg in Antholz sind die Erwartungen natürlich gewaltig gestiegen. Trotzdem gehört er nicht zum engsten Kreis der Favoriten. Er hat aber das Potenzial, auch eine Medaille gewinnen zu können.

Dazu die Empfehlung von Pepi Staffler an die Südtiroler Olympiateilnehmer:

„Trinkst Du a Glasl Pepi-Wein, wirst Du immer schneller sein!“


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DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

SPORT A 2014

Elena Runggaldier Skispringen Alter: 23 Jahre Wohnort: St. Christina/Gröden Möglicher Einsatz: 11. Februar: Einzelspringen Normalschanze Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Bei der Olympia-Premiere der Skispringerinnen wird die Vizeweltmeisterin von 2011 wohl kaum eine Hauptrolle spielen können. Einen Top-TenPlatz kann sie aber anstreben.

Evelyn Insam Skispringen Alter: 19 Jahre Wohnort: Wolkenstein Möglicher Einsatz: 11. Februar: Einzelspringen Normalschanze Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Sie ist in dieser Saison nicht so stark wie im vergangenen Winter. In den Kampf um die Medaillen wird sie wohl nicht eingreifen können.

Samuel Costa

Armin Bauer

Nordische Kombination

Nordische Kombination

Alter: 21 Jahre

Alter: 23 Jahre Wohnort: St. Ulrich/Gröden Mögliche Einsätze: 12. Februar: Normalschanze 18. Februar: Großschanze 20. Februar: Mannschaft Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 10. Platz Mannschaft 2010

Wohnort: Wolkenstein Mögliche Einsätze: 12. Februar: Normalschanze 18. Februar: Großschanze 20. Februar: Mannschaft Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen

Chancen

Von den Südtiroler Kombinierern war er in dieser Saison der Beständigste. In den Einzelwettkämpfen hofft er auf eine Top-20-Platzierung, mit dem Team ist auch eine Überraschung möglich.

Lukas Runggaldier

Chancen

Nordische Kombination Alter: 26 Jahre Wohnort: St. Christina/Gröden Mögliche Einsätze: 12. Februar: Einzelwettkampf Normalschanze 18. Februar: Einzelwettkampf Großschanze

In den Einzelwettkämpfen strebt er eine Top-20-Platzierung an, im Teamwettbewerb können die „Azzurri“ auch vorne mitmischen, wenn es im Springen einigermaßen läuft.

20. Februar: Mannschaftswettkampf Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 10. Platz Team 2010

Er hat seit der vergangenen Saison große Probleme beim Springen und kann deshalb in den Einzelwettkämpfen wohl im besten Fall einen Top-20-Platz anstreben. Im Teamwettkampf stehen die Chancen besser.


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Dominik Windisch Biathlon Alter: 24 Jahre Wohnort: Rasen-Antholz Mögliche Einsätze: 8. Februar: 10 km Sprint 10. Februar: 12,5 km Verfolgung 13. Februar: 20 km Einzel 16. Februar: 15 km Massenstart 19. Februar: Mixed-Staffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km 22. Februar: Staffel 4 x 7,5 km Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Es war für ihn bisher keine einfache Saison. Zuletzt ist er auch noch erkrankt, aber in der Staffel ist er eine Bank, und wenn er einen guten Tag hat, kann er auch in einem Einzelrennen überraschen.

Markus Windisch Biathlon Alter: 24 Jahre Wohnort: Rasen-Antholz Mögliche Einsätze: 8. Februar: 10 km Sprint 10. Februar: 12,5 km Verfolgung | 13. Februar: 20 km Einzel 16. Februar: 15 km Massenstart | 22. Februar: Staffel 4 x 7,5 km Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 32. Platz Einzelwettkampf 20 km 2010

Chancen In den Einzeldisziplinen kommt er wohl kaum für eine vordere Platzierung in Frage, auch wenn im Biathlon mit einem perfekten Schießen immer viel möglich ist. Mit der Staffel ist er durchaus für eine Überraschung gut.


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SPORT A 2014

DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Peter Fill

Werner Heel

Ski Alpin

Ski Alpin

Alter: 31 Jahre

Alter: 31 Jahre

Wohnort: Kastelruth

Wohnort: Walten/Meran

Mögliche Einsätze: 9. Februar: Abfahrt 14. Februar: Super-Kombi 16. Februar: Super-G

Mögliche Einsätze: 9. Februar: Abfahrt 16. Februar: Super-G

Olympia-Teilnahmen: Turin 2006, Vancouver 2010

Bestes Olympia-Ergebnis: 4. Platz Super-G 2010

Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010

Bestes Olympia-Ergebnis: 9. Platz Super-Kombi 2006

Chancen In Beaver Creek hat Peter Fill mit zwei dritten Plätzen gezeigt, dass er in den Speed-Disziplinen wieder zur Weltspitze gehört. Im Vorjahr regelmäßig von äußeren Einflüssen ausgebremst und nach seinem KitzbühelSturz eingebremst, passt beim Kastelruther heuer alles. Fahrerisch seit jeher top, passt nun auch das Selbstvertrauen. Das macht ihn zum Medaillenkandidaten in drei Disziplinen.

Chancen Vier Top-Ten-Ränge stehen für Werner Heel im heurigen Winter bislang zu Buche. Das ist hervorragend. Was nach wie vor fehlt, ist ein Ausreißer nach oben – sprich ein Podestplatz. Eine Medaille in Sotschi käme überraschend, vorzeitig abschreiben darf man den 31-jährigen Routinier aber nicht. Vielleicht schlägt ja dort seine große Stunde.


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

SPORT A 2014

Christof Innerhofer

Manfred Mölgg

Ski Alpin

Ski Alpin

Alter: 29 Jahre

Alter: 31 Jahre Wohnort: St. Vigil in Enneberg Mögliche Einsätze: 19. Februar: Riesentorlauf 22. Februar: Slalom Olympia-Teilnahmen: Turin 2006, Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 11. Platz Slalom 2010

Wohnort: Gais Mögliche Einsätze: 9. Februar: Abfahrt 14. Februar: Super-Kombi 16. Februar: Super-G Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 6. Platz Super-G 2010

Chancen Wenn er gesund ist und die Pisten nicht zu weich sind, dann zählt Christof Innerhofer sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G zu den engsten Medaillenanwärtern. Die Abfahrtsstrecke kommt vor allem im oberen Teil mit den engen Kurven seinen Fähigkeiten extrem entgegen. In der Super-Kombi mit Außenseiterchancen.

Chancen Marcel Hirscher, Ted Ligety und Felix Neureuther fahren in Slalom und Riesentorlauf aktuell in einer eigenen Liga. Doch auch die Ausnahmekönner sind nicht frei von Fehlern. Und wenn auch Hirscher & Co. ihrer Favoritenrolle gerecht werden, auf dem Stockerl dürfte auch Platz für den Ersten der Normalsterblichen sein. Manfred Mölgg gehört zu diesem Kreis, und er ist auf jeden Fall gerüstet. Und noch ein großer Vorteil: Mölgg weiß, wie man Medaillen gewinnt. Er hat schon drei WM-Medaillen in seinem Trophäenschrank.

19


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Sandra Gasparini Kunstbahnrodeln Alter: 23 Jahre Wohnort: Sterzing Mögliche Einsätze: 10. Februar: Einsitzer (1. und 2. Lauf ) 11. Februar: Einsitzer (3. und 4. Lauf ) 13. Februar: Teamstaffel

m

m

Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010

m

h

Bestes Olympia-Ergebnis: 20. Platz Einsitzer 2010

Chancen Im Einsitzer kann sie jederzeit in die Top-Ten fahren, natürlich auch bei Olympia. Ihre besten Fahrten gelingen ihr aber meist in der Teamstaffel, und da gibt es durchaus eine kleine Medaillenchance.

Emanuel Rieder Kunstbahnrodeln Alter: 20 Jahre Wohnort: Meransen Mögliche Einsätze: 8. Februar: Einsitzer (1. und 2. Lauf ) | 9. Februar: Einsitzer (3. und 4. Lauf ) 13. Februar: Teamstaffel Olympia-Teilnahmen: Keine

Wir wünschen unserer Rennrodlerin Sandra Gasparini viel Erfolg in Sochi! Chancen www.milchhof-sterzing.it

Für ihn geht es darum, wertvolle OlympiaErfahrung zu sammeln. Ein Top 10-Platz wäre für ihn wie ein Medaillengewinn.


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

SPORT A 2014

Dominik Paris Ski Alpin

Alter: 24 Jahre Wohnort: St. Walburg/Ulten Mögliche Einsätze: 9. Februar: Abfahrt

14. Februar: Super-Kombi 16. Februar: Super-G Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 13. Platz Super-Kombi 2010

Chancen Wie groß sind die Nachwirkungen der Wadenverletzung nach dem Trainingssturz in Gröden? Vor seinem Muskelfaserriss galt Dominik Paris als einer der großen Favoriten auf Olympia-Gold in der Abfahrt. Und jetzt? Noch ist Paris nicht wieder der Alte. Aber der Ultner ist nicht einer, der schnell aufgibt. Sein herausragendes Talent, die Unberechenbarkeit und die Unbekümmertheit machen ihn trotzdem zu einem Medaillenkandidaten.

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21


Olympische Winterspiele in Sotschi – Der Zeitplan der Wettbewerbe Eröffnungsfeier am 7. Februar, Schlussfeier am 23. Februar, jeweils im Olympiastadion Fischt um 17 Uhr (Zeitangaben MEZ) Do 6

Fr 7

Sa 8

So 9

Mo 10

Abfahrt 8.00

SuperKombi 8.00 12.00

10 km Sprint 15.30

7,5 km Sprint 15.30

12,5 km Verfolgung 16.00

Skiathlon 2x7,5 km 11.00

Skiathlon 2x15 km 11.00

Ski Alpin Rosa Chutor

Biathlon Laura

Langlauf Laura

Di 11

Mi 12 Abfahrt 8.00

10 km Verfolgung 16.00

20 km Einzel 15.00

Sprint 11.00 13.00

10 km 11.00

Nordische Kombination

Normalschanze 10.30 10 km 13.30

RusSki Gorki

Skispringen RusSki Gorki

Bob Rodeln Skeleton

Normalschanze 17.30

Normalschanze 18.30

Rodeln 15.30

Rodeln 15.30

Normalschanze 18.30 Rodeln 15.45

Rodeln 15.30

Buckelpiste 15.00 19.00

Slopestyle 7.00 10.00

Rodeln Doppel 15.15

Sanki

Freestyle Rosa Chutor

Snowboard Rosa Chutor

Eiskunstlauf Iceberg

Buckelpiste 15.00

Buckelpiste 15.00 19.00

Slopestyle 7.00

Slopestyle 6.30 9.45

Slopestyle 7.30 10.15

Halfpipe 11.00 16.00 18.30

Halfpipe 11.00 16.00 18.30

Kurzprogramm Team 16.30

Eistanz/ Kurzpr./ Kür Team 15.30

Kür/ Eistanz Team 16.00

Kurzprogr. Paare 16.00

Kür Paare 16.45

Short Track

Eisschnelllauf Adler Arena

Eishockey Bolschoi Dom Schajba

500m 1000m 5000m Staffel 11.00

3000m 12.30

500m 14.00

500m 13.45

1000m 15.00

1000m 15.00

USA-FIN 9.00 CAN-SUI 14.00

SWE-JPN 9.00 RUS-GER 14.00

USA-SUI 11.00 FIN-CAN 16.00

GER-SWE 11.00 RUS-JPN 16.00

SUI-FIN 9.00 CAN-USA 13.30 CZE-SWE LAT-SUI 18.00

FIN-AUT JPN-GER 9.00 RUS-SLO SVK-USA 13.30 CAN-NOR SWE-RUS 18.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Ice Cube

Fr 7

Kurzprogramm 16.00

5000m 12.30

Curling

Do 6

Skeleton 8.30 Rodeln Staffel 17.15 Slopestyle 7.15 10.30

1500m 500m 3000m Staffel 10.45

Iceberg

-Infografik. APA

Do 13

Sa 8

So 9

Mo 10

Di 11

Mi 12

Do 13


Medaillenentscheidung Fr 14

Sa 15

So 16

SuperKombi 8.00 12.00

Super-G 8.00

Super-G 8.00

15 km Massenstart 16.00

15 km Einzel 15.00 15 km 11.00

Staffel 4x5 km 11.00

Mo 17

Di 18

Mi 19

RiesenSlalom 8.00 11.30 12,5 km Massenstart 16.00

Fr 21

Sa 22

RiesenSlalom 800 11.30

Slalom 13.45 17.15

Slalom 13.45 17.15

Staffel 15.30

4x6 km Staffel 15.30

4x 7,5 km Staffel 15.30

Team Sprint 10.15 12.45

Staffel 4x10 km 11.00

Großschanze 18.30

Skeleton 13.30

Skeleton 15.45

So 23

30 km Massenstart 10.30

50 km Massenstart 8.00

4er Bob 17.30

4er Bob 10.30

Großschanze Team 18.15 2er Bob 17.15

Springen 14.45 18.30

Kür 16.00

Herren

Großschanze Team 9.00 4x5 km 12.00

Großschanze 10.30 10 km 13.00 Großschanze 18.30

Do 20

Damen

2er Bob 15.30

Bob 16.15

Springen 14.45 18.30

Halfpipe 14.45 18.30

Bob 17.15

Cross 8.45 10.30 Halfpipe 15.30 18.30

Cross 8.00 10.15

Cross 8.00 10.30

ParallelRTL 6.15 10.00

Eistanz Kurztanz 16.00

Eistanz Kür 16.00

Kurzprogr. 16.00

1500m 1000m 11.00

ParallelSlalom 6.15 10.15

1500m 15.00

CZE-LAT 9.00 SWE-SUI 13.30 CAN-AUT NOR-FIN 18.00

SVK-SLO 9.00 USA-RUS 13.30 SUI-CZE SWE-LAT 18.00 VF 9.00 13.30

AUT-NOR 9.00 RUS-SVK SLO-USA 13.30 FIN-CAN 18.00 Platzier. 9.00 18.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Fr 14

Sa 15

Schaulaufen 17.30

Kür 16.00

1000m 500m 3000m Staffel 10.30

1500m 14.30

Cross 8.45 10.30

500m 1000m 5000m Staffel 17.30 Team Verfolg. 14.30

Team Verfolg. 14.30

3. Platz 13.00 1. Platz 18.00

SemifinalJ 13.00 18.00

3. Platz 16.00

1. Platz 13.00

Semifinali 11.00 16.00

3. Platz 9.30 1. Platz 14.30

3. Platz 9.30 1. Platz 14.30

Mi 19

Do 20

Fr 21

Sa 22

So 23

10.000m 14.00

5000m 14.30

Semifinali 13.30 18.00

Qual. Playoff 9.00 13.30 18.00 Platzier. 9.00 13.30

Viertelfinali 9.00 13.30 18.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

Vorrunde 6.00 11.00 16.00

TieBreak 6.00 11.00 16.00

So 16

Mo 17

Di 18

Quelle: APA


THEMENBEREICH

SPORT A 2014

24

Die Leichtigkeit des Seins Carolina Kostner ist eine der größten Südtiroler Sportpersönlichkeiten aller Zeiten, derzeit mit Sicherheit weltweit die Bekannteste. In Tokio, Peking oder Los Angeles wird sie von den Leuten auf der Straße erkannt. Sie ist ein Weltstar.

S

eit einem Jahrzehnt verzaubert sie uns mit ihren Darbietungen auf dem Eis. Andere beherrschen vielleicht die Sprünge besser, aber ihre Eleganz beim Eislaufen ist unnachahmlich. Sie ist die Verkörperung der Leichtigkeit des Seins auf dem Eis. Sie war Weltmeisterin, und schon fünf Mal war sie die Beste in Europa. Nur Olympia hat es bisher nicht gut gemeint mit ihr. Zweimal war sie dabei; es waren die zwei größten Enttäuschungen ihrer Karriere. 2006 in Turin hatte Italiens Olympisches

Komitee eine Mitschuld. Das CONI hatte Carolina Kostner zur Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier ernannt und ihr damit eine Verantwortung übertragen, die vielleicht zu groß war für diese junge Frau, die zwei Tage vor der Eröffnung erst 19 Jahre alt geworden war. Vier Jahre später in Vancouver waren die Erwartungen wieder riesig, aber sie ist erneut daran zerbrochen. Diesmal hatte sie es selbst zu verantworten. Sie hatte sich im Sommer zuvor von ihrem langjährigen Trainer Michael Huth getrennt und war nach Los Angeles gegangen. Doch sie fühlte sich dort nicht wohl. Und weil sie eine Frau ist, die nur gute Leistungen bringen kann, wenn sie Spaß hat, konnte es nicht gut gehen. Sie erlebte im Pacific Coliseum die schwärzeste Stunde ihrer Karriere. Nun fährt sie zum dritten Mal zu Olympischen Spielen, diesmal wieder mit Michael Huth. Inzwischen hat sie auch im Kopf diese Leichtigkeit des Seins, die sie auf dem Eis so auszeichnet. Und deshalb lässt sie nicht zu, dass sie wieder unter Druck ge-

setzt wird. Sie hat sich für Sotschi nur ein Ziel gesetzt: „Ich will hinfahren und Spaß haben.“

Carolina Kostner Eiskunstlauf Alter: 26 Jahre Wohnort: St. Ulrich/Gröden Mögliche Einsätze: 8. Februar: Teamwettkampf Kurzprogramm 9. Februar: Teamwettkampf Kür 19. Februar: Einzelwettkampf Kurzprogramm | 20. Februar: Einzelwettkampf Kür Olympia-Teilnahmen: Turin 2006, Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 9. Platz Turin 2006

Chancen Eine Carolina Kostner ist immer eine Medaillenanwärterin, auch wenn die Konkurrenz in Sotschi extrem stark sein wird und sie bei der Europameisterschaft von zwei Russinnen geschlagen wurde.


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26

SPORT A 2014

DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Christian Oberstolz

Patrick Gruber

Rodeln

Rodeln

Alter: 36 Jahre Wohnort: Antholz Niedertal

Mögliche Einsätze: 12. Februar: Doppelsitzer 13. Februar: Teamwettkampf

Alter: 35 Jahre Wohnort: Ehrenburg

Olympia-Teilnahmen: Salt Lake City 2002, Turin 2006, Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 4. Platz 2010

Chancen Zum engsten Kreis der Medaillenanwärter wie in Turin und Vancouver zählen sie im Doppelsitzer nicht mehr. Aber sie haben in dieser Saison schon gezeigt, dass sie nach wie vor in der Lage sind, aufs Stockerl zu fahren. Die große Erfahrung könnte ihnen helfen.

Ludwig Rieder

Patrick Rastner

Rodeln Alter: 22 Jahre Wohnort: Meransen

Rodeln Mögliche Einsätze: 12. Februar: Doppelsitzer 13. Februar: Teamstaffel

Alter: 20 Jahre Wohnort: Lüsen

Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Für sie gilt das gleiche wie für Oberstolz/Gruber: Sie gehören nicht zum engsten Kreis der Medaillenanwärter, aber eine Außenseiterchance haben sie durchaus.


DIE SĂœDTIROLER TEILNEHMER

Karin Oberhofer

Patrick Thaler

Alter: 28 Jahre

Alter: 35 Jahre

Wohnort: Feldthurns

Wohnort: Sarnthein

SPORT A 2014

27

Ski Alpin

Biathlon

MÜgliche Einsätze: 9. Februar: 7,5 km Sprint 11. Februar: 10 km Verfolgung | 14. Februar: 15 km Einzel | 17. Februar: 12,5 km Massenstart 19. Februar: Mixed-Staffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km 21. Februar: Staffel 4 x 6 km Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010

MĂśglicher Einsatz: 22. Februar: Slalom Olympia-Teilnahmen: Turin 2006 Vancouver 2010

Bestes Olympia-Ergebnis: 11. Platz Staffel 2010

Chancen

Chancen

Sie ist gut in die Saison gestartet, doch dann verlor sie ein wenig die Sicherheit am SchieĂ&#x;stand und ist zuletzt auch noch krank geworden. Sie ist neben Dorothea Wierer fĂźr beide Staffeln gesetzt und ist durchaus auch in einem Einzelwettkampf fĂźr eine Ăœberraschung gut.

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Im reifen Alter von 35 Jahren erlebt Patrick Thaler seine bisher beste Weltcupsaison. In Val d’Isere war er Dritter, in Adelboden lieĂ&#x; er mit Bestzeit im zweiten Lauf aufhorchen. Warum soll dem Sarner nicht auch in Sotschi ein Spitzenergebnis gelingen? In Turin und Vancouver schied er beide Male aus. Diesmal soll es besser laufen. Medaillenträume sind nicht verboten – aber die Konkurrenz, die ist freilich sehr, sehr stark.

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28

SPORT A 2014

DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Michela Ponza

Alexia Runggaldier

Biathlon

Biathlon

Alter: 34 Jahre

Alter: 22 Jahre Wohnort: St. Christina/Gröden Disziplin: Biathlon Mögliche Einsätze: 9. Februar: 7,5 km Sprint 11. Februar: 10 km Verfolgung 14. Februar: 15 km Einzel 17. Februar: 12,5 km Massenstart 19. Februar: Mixed-Staffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km 21. Februar: Staffel 4 x 6 km Olympia-Teilnahmen: Keine

Wohnort: St. Christina in Gröden Mögliche Einsätze: 14. Februar: 15 km Einzel 17. Februar: 12,5 km Massenstart 19. Februar: Mixed-Staffel 2 x 6 km + 2 x 7,5 km 21. Februar: Staffel 4 x 6 km Olympia-Teilnahmen: 2002 Salt Lake City, 2006 Turin, 2010 Vancouver Bestes Olympia-Ergebnis: 5. Platz Verfolgung 2006

Chancen

Chancen Sie hat wohl nur Chancen auf Einsätze in der Staffel und über 15 km. Am Schießstand noch immer top, konnte sie ihre Schwächen beim Laufen in den letzten Jahren nie richtig ablegen. Ihre Routine kann vor allem in der Staffel Gold wert sein.

Für ihre Chancen in den Einzelwettkämpfen gibt es nur einen Stern, aber falls sie in der Staffel eingesetzt wird, dann gibt es einen zweiten Stern dazu, denn Italiens Damenstaffel bringt regelmäßig gute Leistungen und hat bei der WM im vergangenen Jahr (allerdings ohne Alexia Runggaldier) Bronze geholt.

Erfolgreich mit

Armin Zöggeler Kunstbahnrodeln

Manfred Moelgg Skirennlauf


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

SPORT A 2014

Silvia Bertagna

Markus Eder

Ski-Freestyle Slopestyle

Ski-Freestyle Slopestyle

Alter: 27 Jahre

Alter: 23 Jahre

Wohnort: St. Ulrich in Gröden

Wohnort: Luttach im Ahrntal

Mögliche Einsätze: 11. Februar: Ski-Freestyle Slopestyle

Mögliche Einsätze: 13. Februar: Ski-Freestyle Slopestyle

Olympia-Teilnahmen: keine

Olympia-Teilnahmen: keine

Chancen

Chancen

Die Grödnerin hat in den drei Slopestyle-Weltcups dieser Saison aufhorchen lassen: Neunte in Copper Mountain, Zehnte in Breckenridge und zuletzt sogar Dritte in Gstaad stempeln Bertagna zwar nicht zu einer Medaillenkandidatin, eine Top 6-Platzierung und damit ein olympisches Diplom ist bei optimalem Wettkampfverlauf aber in Reichweite.

Der Extremskifahrer aus dem Ahrntal qualifizierte sich dank des elften Platzes in Gstaad mit seiner letzten Chance für Sotschi. Um die Medaillenvergabe wird Eder kein Wörtchen mitreden, ein Top 10-Platz ist drin, wenn die Konkurrenz schwächelt und er den Wettkampf seines Lebens zeigt.

Südtiroler Qualität

Roland Clara Skilanglauf

Roland Fischnaller Snowboard

Aaron March Snowboard

www.suedtirolerspezialitaeten.com

29


30

SPORT A 2014

DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Omar Visintin Snowboard Alter: 24 Jahre Wohnort: Algund Möglicher Einsatz: 17. Februar: Snowboard-Cross Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Allein seine Ergebnisse in der laufenden Weltcupsaison stempeln Omar Visintin zum Medaillenanwärter: Einen Sieg, einen zweiten und einen dritten Platz eroberte der BoardercrossSpezialist aus Algund bisher. Seine Coolness, seine intelligente Fahrweise, sein fahrerisches Talent und die Sicherheit bei den Sprüngen machen Omar Visintin zu einem Mitfavoriten.

Nadya Ochner

Emanuel Perathoner

Snowboard

Snowboard

Alter: 20 Jahre

Alter: 27 Jahre

Wohnort: Burgstall

Wohnort: Lajen

Mögliche Einsätze: 19. Februar: Parallel-Riesentorlauf 22. Februar: Parallel-Slalom

Möglicher Einsatz: 17. Februar: Snowboard-Cross

Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Die Burgstallerin hat nicht mehr als Außenseiterchancen. Nur wenn die Favoritinnen reihenweise die Nerven wegwerfen und Ochner ihre größte Stärke - die Unbekümmertheit – in die Waagschale wirft, ist eine Sensation drin. Ansonsten gilt für die 20-Jährige hauptsächlich eines: Erfahrung sammeln.

Olympia-Teilnahmen: Keine

Chancen Er steht etwas im Schatten seines Teamkollegen Omar Visintin, obwohl er zuletzt mit Rang fünf im WeltcupBoardercross in Vallnord-Arcalis (Andorra) stark aufzeigte. Perathoner wird sich für das Achtelfinale qualifizieren. Alles, was danach dazukommt, ist ein Erfolg.


DIE SÜDTIROLER TEILNEHMER

Roland Fischnaller Snowboard Alter: 33 Jahre | Wohnort: St. Peter in Villnöß Mögliche Einsätze: 19. Februar: Parallel-Riesentorlauf 22. Februar: Parallel-Slalom Olympia-Teilnahmen: Salt Lake City 2002, Turin 2006, Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 13. Platz ParallelRiesentorlauf 2006

Chancen Es ist eine schwierige Saison für den dreifachen Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften, Sieger von acht Weltcuprennen und mit 22 Podiumsplätzen. In drei von vier Weltcups in diesem Winter hat Roland Fischnaller die Achtelfinal-Qualifikation verpasst, ein zwölfter Platz ist bisher das Maß aller Dinge. Für einen Roland Fischnaller eigentlich indiskutabel. Aber in der Ruhe liegt die Kraft, und von der hat „Fisch“ reichlich. Vor einem Jahr wäre er mit fünf Sternchen bewertet worden, heuer gehört er „nur“ mehr zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter.

Aaron March Snowboard Alter: 27 Jahre Wohnort: Natz Mögliche Einsätze: 19. Februar: ParallelRiesentorlauf 22. Februar: Parallel-Slalom Olympia-Teilnahmen: Vancouver 2010 Bestes Olympia-Ergebnis: 15. Platz Parallel-Riesentorlauf 2010

Chancen Der Schabser bringt alles mit, um eine Medaille zu gewinnen. Mit bisher neun Top 3-Platzierungen im Weltcup – alle im Parallel-Slalom – hat er dies ausreichend bewiesen. Noch nicht bewiesen hat er, bei Großanlässen wie Olympia oder WM cool, locker und top zu sein. Aber vielleicht gelingt ihm das ja in Sotschi.


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SPORT A 2014

Die Wackelkandidaten Denise Karbon Alter: 33 Jahre | Wohnort: Kastelruth Disziplin: Ski alpin Olympia-Teilnahmen: 3 Bestes Olympia-Ergebnis: 14. Platz Riesentorlauf 2002 Bei ihr hing die Nominierung davon ab, wie viele Quotenplätze Italien im alpinen Skisport bekommen hat. Diese Entscheidung ist erst nach Redaktionsschluss gefallen. Verena Stuffer Alter: 29 Jahre Wohnort: St. Christina/GrÜden Disziplin: Ski alpin Olympia-Teilnahmen: Keine Sie war bei Redaktionsschluss mit eineinhalb Beinen in Sotschi, aber eben noch nicht mit zwei Beinen.

Denise Karbon

Johanna Schnarf Alter: 29 Jahre Wohnort: Olang Diziplin: Ski alpin Olympia-Teilahmen: 1 Bestes Olympia-Ergebnis: 4. Platz Super-G 2010 FĂźr Hanna Schnarf gilt das selbe wie fĂźr Stuffer. Die Olangerin benĂśtigte in Cortina einen sechsten Platz oder zwei Top-8-Platzierungen. Olympia-Teilnahmen: Keine Sandra Robatscher Alter: 18 Jahre | Wohnort: Tiers Disziplin: Rodeln

Verena Stuffer

Johanna Schnarf

Olympia-Teilnahmen: Keine Italien hat im Rodeln drei Quotenplätze bei den Damen. Daher wurde sie nominiert, aber das letzte Wort hatte das CONI.

Andrea VĂśtter Alter: 18 Jahre | Wohnort: VĂśls Disziplin: Rodeln Olympia-Teilnahmen: Keine Auch sie wurde von Rodel-Cheftrainer Kurt Brugger fĂźr Sotschi nominiert, und wie bei Sandra Robatscher musste sie noch auf die Entscheidung des CONI warten.

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Sandra Robatscher

Andrea VĂśtter

Daniel Taschler Alter: 26 Jahre Wohnort: Antholz Disziplin: Biathlon Olympia-Teilnahmen: Keine Er wurde von der Teamfßhrung als fßnfter Mann (Ersatz fßr die Staffel) nominiert, aber bei Redaktionsschluss war diese Nominierung noch nicht offiziell bestätigt. Christoph Mick Alter: 25 Jahre Wohnort: Welschnofen Disziplin: Snowboard

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Daniel Taschler

Christoph Mick

Olympia-Teilnahmen: keine Er wurde von der TeamfĂźhrung nominiert, aber bei Redaktionsschluss fehlte noch das Okay vom CONI. Meinhard Erlacher Alter: 31 Jahre Wohnort: St. Vigil in Enneberg Disziplin: Snowboard Olympia-Teilnahmen: 2 Bestes Olympia-Ergebnis: 21. Parallel-Riesentorlauf 2010 Er wurde von der MannschaftsfĂźhrung nominiert, aber bei Redaktionsschluss stand noch die offizielle Nominierung durch das CONI aus.

Meinhard Erlacher

Patrick Baumgartner

Patrick Baumgartner Alter: 19 Jahre Wohnort: Pfalzen Disziplin: Bob Olympia-Teilnahmen: Keine Er hatte ganz schlechte Karten, weil er es nicht geschafft hat, den zweiten Quotenplatz fßr Italien zu holen. Nur wenn ein anderes Land auf einen Quotenplatz verzichtet hat, wäre noch eine Olympia-Nominierung mÜglch gewesen.

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THEMENBEREICH

SPORT A 2014

34

Die Sportoberschule Mals Die Tickets für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi sind vergeben. Das kleine Südtirol stellt traditionell den Löwenanteil des italienischen Olympiateams. Mehr als 40 Sportlerinnen und Sportler gehen in Russland an den Start, und eine Vielzahl von ihnen hegt berechtigte Medaillenhoffnungen.

V

iele dieser Athletinnen und Athleten haben in ihren jungen Jahren an der Sportoberschule Mals ihre schulische Ausbildung genossen und hier zugleich die Basis für ihre sportlichen Weltklasseleistungen gelegt. Dorothea Wierer, Dietmar Nöckler, Christof Innerhofer, Manfred Mölgg, Dominik Paris, Werner Heel, Nadya Ochner, Omar Visintin, Karin Oberhofer – um nur einige zu nennen – haben in Mals

die Matura gemacht oder einen Teil ihres Ausbildungsweges hier beschritten. Sie haben die großen Vorteile, die schulische Ausbildung und die sportlichen Aktivitäten auf professionellem Niveau voranzutreiben, optimal ausgenutzt.

Sprungbrett für Olympia 2014 in Sotschi Als die Sportoberschule Mals im Jahr 1994 gegründet wurde, konnte niemand ahnen, dass sich daraus eine beispiellose Erfolgsgeschichte entwickeln würde. Waren es im ersten Jahr noch 30 Oberschüler, so sind es derzeit rund 150 Schüler, welche die Fachrichtung Sport besuchen. Das umfasst aktuell die Disziplinen

Christof Innerhofer

Ski alpin, Ski nordisch, Biathlon, Naturbahnrodeln, Kunstbahnrodeln, Snowboard und Ski Cross . An der Sportoberschule Mals arbeiten zurzeit 23 Trainer und Physiotherapeuten, ein Mentaltrainer sowie 29 Lehrpersonen. Untergebracht sind die Schüler im Gamperheim oder in speziell zur Verfügung gestellten Einrichtungen unter regelmäßiger Aufsicht.

INFO Sportoberschule Mals Staatsstr. 9 39024 Mals im Vinschgau Tel. 0473 831 259 os-osz.mals@schule.suedtirol.it www.oberschulzentrum-mals.it

Omar Visintin

Mocht‘s guet! Die Schulgemeinschaft der Sportoberschule Mals wünscht ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Dietmar Nöckler

Dorothea Wierer

Karin Oberhofer


SERVICE

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Höchste Auszeichnungen … … für die Weine der Kellerei Bozen – viele Gründe mehr um sie zu genießen. Die hervorragende Qualität und die Besonderheit der erlesenen Weine wurden wieder mit unzähligen Preisen belohnt.

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Talentierter Kellermeister Für die besondere Vielfalt an Rotund Weißweinen konnte die Kellerei Bozen im Weinführer Falstaff höchste Bewertungen erzielen und damit die Lorbeeren für das Talent und das Fingerspitzengefühl des Kellermeisters Stefan Filippi einholen. Einmal mehr wurde der besondere Einsatz für höchste Qualität und Kontinuität, aber auch der Mut zu Kreativität und Neuem belohnt. Die Kellerei Bozen konnte somit auch im heurigen Jahr durch Professionalität und Leidenschaft überzeugen und die Fachwelt für sich gewinnen. Besonders erwähnenswert ist die Kür des Südtiroler St. Magdalener DOC Classico 2012 als „Vernatsch des

Jahres“ beim Südtiroler Vernatsch Cup 2013. Diese Auszeichnungen bestätigen der Kellerei Bozen erneut ihren Ruf als „die“ Lagrein- und St.Magdalener-Kellerei. Die Prognose für den Jahrgang 2013 lässt bereits jetzt auf das Beste für dieses Jahr hoffen. www.kellereibozen.com

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usgehend vom Klassiker der Kellerei Bozen, dem Lagrein „Taber“ 2011, der von der renommiertesten italienischen Weinzeitschrift „Gambero Rosso“ für die vorzügliche Qualität erneut mit drei Gläsern ausgezeichnet und vom „Annuario dei Migliori Vini 2014 di Luca Maroni“ mit 96 Punkten zu einem der Besten Rotweine Italiens gekürt wurde, über die „Große Goldmedaille“ für den Gewürztraminer „Kleinstein“ 2012 beim „21. Concorso internazionale di vini di montagna“, den „5 grappoli“ von Bibenda für den Cabernet Riserva Mumelter 2011, den 90 Punkten von den bekanntesten Amerikanischen Weinzeitschriften „Wine&Spirits“ und „Wine Enthusiast“ für den Weissburgunder „Dellago“ 2011 bis zur Auszeichnung „Corona“ von der Guida Vinibuoni d’Italia 2014 für den St. Magdalener Classico „Huck am Bach“ 2012 und den Lagrein „Grieser“ 2012 überzeugten die Weine mit hervorragenden Ergebnissen.


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SERVICE

Der Olympiaarzt par excellence Max Regele wurde im Jahre 1943 in Bozen geboren. Seit über 30 Jahren vertrauen Südtirols Amateurund Spitzenathleten ihre Gesundheit dem Meraner Sportmediziner an. Bei den olympischen Winterspielen in Sotschi (RUS) wird Regele im Auftrag des italienischen Wintersportverbandes (FISI) die Sportler medizinisch betreuen.

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ür über 30 Jahre führte der Meraner Sportmediziner Eignungsuntersuchungen für die Wettkampftätigkeit der Südtiroler Sportler durch und stellte dabei sogenannte Tauglichkeitsbescheinigungen aus. Die olympischen Spiele im russischen Sotschi, welche vom 7. bis 23. Februar 2014 ausgetragen werden, wird sich Regele jedoch nicht entgehen lassen. Dem renommierten Olympiaarzt wurde nämlich die medizinische Versorgung der Kunstbahnrodler in die Hände gelegt. Als Mitglied der medizinischen Kommission des internationalen Rennrodelverbandes (FIL) wird Max Regele

Max Regele mit Manuela und Manfred Mölgg

an Ort und Stelle zusätzlich tätig sein. Dabei hat der Meraner Sportarzt bereits mehrere olympische Winterspiele als ärztlicher Betreuer auf dem Konto.

Vor 38 Jahren den ersten Olympia-Einsatz Seinen ersten medizinischen Einsatz tätigte er im Jahre 1976 bei der Winterolympiade in Innsbruck. In den darauffolgenden Jahren wurde Regele zum Teamarzt des österreichischen Skiverbandes befördert, wo er unter anderem Skirennläufer wie Franz Klammer, Harti Weirather oder Hansi Hinterseer betreute. Regele versah den

Max Regele (links) und Franz Klammer

Dienst als Teamarzt des österreichischen Skiteams bis zur alpinen Skiweltmeisterschaft 1982 in Schladming, ehe er im Jahr darauf, als die vom Land errichtete Sportmedizin in Kraft trat, nach Südtirol zurückbefördert wurde. Im Laufe seiner beruflichen Karriere arbeitete Regele aber auch als Teamarzt der italienischen BiathlonNationalmannschaft und als ärztlicher Betreuer bei Schulsportmeisterschaften sowie Weltmeisterschaften.

Auch exzellenter Leichtathlet Max Regele leistete aber nicht nur im Bereich des Wintersports Arbeit. In der Blüte seiner Jugend war Regele Gesamttiroler Meister in Leichtathletik. Nach beendeter sportlicher Aktivität arbeitete er hingegen als Trainer des italienischen Leichtathletik-Verbandes (FIDAL). Außerdem war der erfahrene Sportmediziner als Dozent für Physiotherapie an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“, als Präsident der Rekurskommission für Sportmedizin sowie als Mitglied des Gutachterausschusses der Südtiroler Sporthilfe tätig. Die olympischen Winterspiele im russischen Sotschi sind das Sahnehäubchen einer durchaus sehenswerten Berufsbiografie. Darum sind die Südtiroler Kunstbahnrodler bei den zweiwöchigen Olympiatagen in durchaus guten Händen.


HISTORY

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Vor 50 Jahren ... … nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Am 5. Februar 1964 gewannen Walter Außersdorfer und Siegfried Mair in Innsbruck Olympiabronze bei den Rodel-Doppelsitzern. Und seit diesem denkwürdigen Tag haben Südtirols Sportler von allen zwölf nachfolgenden Olympischen Winterspielen mindestens eine Medaille nach Hause mitgebracht.

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20 Jahren aufs Treppchen stiegen, geht einer auch jetzt noch auf Medaillenjagd: Armin Zöggeler hatte als 20-Jähriger Bronze gewonnen und peilt jetzt als 40-Jähriger seine sechste Olympiamedaille an. Möge Zöggelers und Südtirols Erfolgsgeschichte in Sotschi weitergehen!

Die erfolgreichsten Athleten

ieselbe Beständigkeit Südtirols bewiesen nur zehn Länder, die bei all diesen Spielen Edelmetall gewannen, nicht aber Sport-Großmächte wie Japan, China, Großbritannien, die Niederlande oder die Schweiz. Erfolgreichste Südtiroler Olympiateilnehmer sind die Rodler, die 16 der insgesamt 35 Medaillen (11 Gold, 8 Silber, 15 Bronze – Details siehe S. 40) gewannen und nur zweimal ohne Edelmetall blieben: 1976 und 1988 sprangen dafür die Skirennläufer (Silber und Bronze in Innsbruck) bzw. die Biathleten (zweimal Bronze in Calgary) ein. Bezeichnenderweise ist Rennrodeln seit 1964 olympische Disziplin, also genau seit jenen Winterspielen, bei denen im Eiskanal von Igls die Erfolgsserie Südtirols ihren Anfang fand. Bisheriger Höhepunkt war Lillehammer 1994, als unsere Sportler sogar acht Medaillen errangen (3 Gold, 1 Silber, 4 Bronze). Von jenen, die vor

* noch aktiv Medaillen bei Olympischen Winterspielen

1.

Björn Dählie

Gold 8

Silber 4

Bronze –

Gesamt 12

6

4

1

11

6

3

9

5

2

2

9

6

6

Langlauf (1992–1998) 2.

Ole Einar Björndalen* Biathlon (seit 1998)

3.

Ljubow Jegorowa Langlauf (1992–1994)

4.

Claudia Pechstein* Eisschnelllauf (1992–2006)

5.

Lidija Skoblikowa Eisschnelllauf (1960/1964)

Die erfolgreichsten Südtiroler

1.

Armin Zöggeler*

2

1

2

5

2

1

3

1

2

3

Rodeln (seit 1994) 2.

Paul Hildgartner Rodeln (1972–1984)

3.

Gustav Thöni Ski alpin (1972/1976) -Infografik: Ch. Staffler

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Stand: vor Sotschi 2014


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AKTUELL

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Die Maskottchen Drei Tiere für Sotschi: Ein Schneeleopard, ein Hase und ein Eisbär sind die Maskottchen der Olympischen Winterspiele 2014. Fernsehzuschauer wählten das Trio per Telefon aus. Das Organisationskomitee hofft, dass die Tiere so populär werden wie der lächelnde Braunbär Mischa, das bis heute beliebte Maskottchen der Olympischen Spiele in Moskau 1980. Als Symbol der Paralympics in Sotschi wurde das Duo Sternjunge und Schneeflocke ausgewählt. Vor der Telefonabstimmung hatte eine Jury aus 25.000 Vorschlägen zehn Kandidaten ausgesucht – aber die Figur des Väterchen Frost, der in Umfragen große Chancen eingeräumt worden waren, war nicht dabei. „Bei

einem Sieg hätte das Internationale Olympische Komitee die Rechte am russischen Weihnachtsmann erworben, das wäre problematisch geworden“, sagt Vitali Smirnow vom Olympischen Komitee in Moskau. Die drei Maskottchen würden sofort an Russland erinnern und einen guten Eindruck von den Spielen vermitteln, meinen die Organisatoren. Bewohner des Austragungsortes der Wettkämpfe kritisieren die Auswahl aber. Die Tiere stünden in keiner Beziehung zu Sotschi. Sie entschieden sich in einer inoffiziellen Abstimmung

mehrheitlich für einen anderen Kandidaten, einen Delfin auf Skiern. Das Säugetier, das an ein Delfinarium in Sotschi erinnern soll, ist sehr beliebt in der Schwarzmeerstadt und ziert dort viele inoffizielle Olympia-Souvenirs.

Sotschi im TV: Fans kommen voll auf ihre Kosten Wenn am 7. Februar in Sotschi die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele über die Bühne geht, startet eine Fernseh-intensive Zeit. Knapp zwei Wochen lang stehen 98 Medaillenentscheidungen an, die via TV rund um den Erdball in die Wohnzimmer geliefert werden. Südtirols Olympia-Fans dürfen auf jeden Fall wieder aus dem Vollen schöpfen. Das Olympia-Angebot lässt kaum einen Wunsch offen und stellt selbst hartgesottene TV-Zuschauer vor die Frage: Wer soll das alles sehen?

Rund 740 Stunden senden ARD und ZDF aus Sotschi, davon 240 Stunden im klassischen Fernsehen. Zusätzlich gibt es ein Onlineangebot unter www.zdfsport.de und www.sportschau. de/olympia mit Livestreams, Features, Video-on-demand und vier kommentierte Live-Kanäle. Die Eröffnung überträgt ZDF, die Schlussfeier ARD. ORF 1 zeigt sämtliche Wettkämpfe via TV, Radio oder Internet, gesendet wird in HD-Qualität. Eröffnungs- und Schlussfeier überträgt allerdings ATV. SRF 2 sendet täglich live, zusätzlich

AG

gibt es ein Online-Angebot auf www.srf.ch/sport/sotschi-2014. Die Eishockey-Wettkämpfe gibt es auch auf Sport1. Eurosport zeigt keine Livebilder aus Sotschi. Es gibt aber täglich Analysen – „Davai Sochi“ heißt das Eurosport-Olympiastudio. Erstmals in der italienischen Fernsehgeschichte wird ein sportliches Großereignis nicht von der RAI übertragen. Der Sky-Sender Cielo sendet live von der Schwarzmeerküste und zeigt alle Wettkämpfe der „Azzurri“.


THEMENBEREICH

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Stelldichein der Großverdiener Mehr NHL-Power geht nicht. Das olympische Eishockey-Turnier wird auch in Sotschi wieder zum Schaulaufen der weltbesten Kufencracks.

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astgeber Russland mit Stürmerstar Alexander Owetschkin, Titelverteidiger Kanada um den Final-Helden von 2010, Sidney Crosby, Weltmeister Schweden mit den famosen SedinZwillingen oder Tschechien mit Altmeister Jaromir Jagr – nur alle vier Jahre können die Top-Teams ihre Ausnahmespieler zu einem großen Turnier versammeln. Bei den Spielen am Schwarzen Meer präsentiert die nordamerikanische NHL im Februar wieder ihr Best-of. Der größte Druck lastet auf den Russen. Die eishockey-verrückten Gastgeber warten seit 22 Jahren auf Gold. Seit die NHL ihre Saison wegen

der Winterspiele unterbricht – erstmals geschah das 1998 in Nagano – war die „Sbornaja“ nicht mehr erfolgreich. In heimischer Halle soll die Durststrecke enden. 15 Profis wurden dafür aus der NHL rekrutiert. Richten soll es vor allem Owetschkin, der im Herbst bei der Entzündung des olympischen Feuers dabei war und vom „besten Tag meines Lebens“ sprach. Der Final-Tag am 23. Februar könnte jenen Moment mit einer Goldmedaille um den Hals mit Sicherheit noch toppen. Ein solches Glücksgefühl kennt Sidney Crosby bereits, 2010 schoss der Superstar die Kanadier zum Heim-Triumph über die USA. Für die beiden Nordamerika-Nachbarn ist Olympia das einzige, was neben der NHL alle vier Jahre wirklich zählt. Während sich die Cracks um die WM-Plätze selten reißen, will bei Olympia jeder dabei sein. US-Coach

Dan Bylsma und Kanadas Mike Babcock hatten die Qual der Wahl. Schwedens Trainer Pär Mårts wusste spätestens seit dem WM-Gold 2013, auf wen er auf gar keinen Fall verzichten kann: die Brüder Henrik und Daniel Sedin, die schon beim Olympiasieg 2006 in Turin auf dem Eis standen. Außerdem ist Altmeister Daniel Alfredsson im Team. Auch andere Nationen haben ganz routinierte Spieler dabei. Der tschechische Coach Alois Hadamczik setzt auf Jaromir Jagr, der während Olympia 42 Jahre alt wird und als einziger schon 1998 beim Gold-Gewinn in Nagano dabei war. Bei den Finnen wird Teemu Selänne mit seinen sechsten Spielen gar den Teilnahme-Weltrekord von Landsmann Raimo Helminen einstellen. Er stand schon 1992 in Albertville auf dem Eis – damals waren einige seiner jetzigen Teamkollegen noch nicht geboren.

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Seit 13 Olympischen Winterspielen immer mindestens ein Südtiroler Medaillengewinner Alle Südtiroler Olympia-Medaillengewinner

1964 Innsbruck

Siegfried Mair, Walter Außersdorfer Rodeln: Doppelsitzer

Gold Silber Bronze

1968

Erika Lechner Rodeln: Einsitzer

Grenoble

1972 Sapporo

1976 Innsbruck

1980 Lake Placid

1984 Sarajewo

1988 Calgary

1992

Gustav Thöni Paul Ski alpin: Hildgartner, Walter Plaikner Riesentorlauf Rodeln: Doppelsitzer Gustav Thöni Ski alpin: Slalom

Herbert Plank Ski alpin: Abfahrt

Paul Hildgartner Rodeln: Einsitzer

Peter Gschnitzer, Karl Brunner Rodeln: Doppelsitzer

Lillehammer

1998 Nagano

2002 Salt Lake City

2006 Turin

2010 Vancouver -Infografik: Ch. Staffler

Roland Thöni Ski alpin: Slalom

Paul Hildgartner Rodeln: Einsitzer

Johann Passler Biathlon: 20 km

Josef Polig Ski alpin: Kombination

Albertville

1994

Gustav Thöni Ski alpin: Slalom

Armin Zöggeler Südtirols Rekordhalter in Sachen Olympia-Medaillen: Rodler Armin Zöggeler holte insgesamt fünfmal Edelmetall.

Werner Kiem, Gottlieb Taschler, Johann Passler, Andreas Zingerle Biathlon: 4 x 7,5-km-Staffel

Hansjörg Raffl, Norbert Huber Rodeln: Doppelsitzer

Gerda Kurt Brugger/ Hugo Herrnhof Hansjörg Raffl, Isolde Kostner Isolde Kostner Günther Huber Short Track Norbert Huber Ski alpin: Ski alpin: Zweierbob Weißensteiner Wilfried Huber (mit Bremser (einer von vier Rodeln: Abfahrt Super-G Rodeln: Rodeln: Stefano Ticci) Einsitzer Doppelsitzer Startern in Italiens Doppelsitzer

Armin Zöggeler Rodeln: Einsitzer

5000-m-Staffel)

Günther Huber Zweierbob (mit Bremser Antonio Tartaglia)

Armin Zöggeler Rodeln: Einsitzer

Armin Zöggeler Rodeln: Einsitzer

Armin Zöggeler Rodeln: Einsitzer

Thomas Prugger Snowboard: Riesentorlauf

Armin Zöggeler Rodeln: Einsitzer

Isolde Kostner Ski alpin: Abfahrt

Karen Putzer Ski alpin: Super-G

Gerhard Gerda Plankensteiner, Weißensteiner Oswald Zweierbob (mit Bremserin Haselrieder Rodeln: Doppels. Jennifer Isacco)

Karin Moroder Langlauf (Mitglied Italiens 4 x 5km-Staffel)

Demonstrationswettbewerbe

1936 GarmischPartenkirchen

1988 Calgary

Luis Prenn (bzw. Luigi Perenni) Militärpatrouillenlauf (einer der vier Starter Italiens beim Militärpatrouillenlauf, dem Vorläufer der Biathlon-Staffel)

Hugo Herrnhof Short Track (einer von vier Startern Italiens in der 5000-m-Staffel)

Recherche: D. Seifert


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THEMENBEREICH

Vollautomatische Produktionsanlage für die Betonfertigteilindustrie

Weltweit erfolgreich Die PROGRESS GROUP mit Hauptsitz in Brixen ist heute weltweiter Marktführer als Lieferant innovativer Gesamtlösungen für die Betonfertigteilindustrie: Fünf Standorte in drei europäischen Ländern, stetig wachsende Umsatzzahlen, 300 Mitarbeiter und ein erfolgreiches internationales Vertriebsnetz. Die Antworten auf die Wirtschaftskrise waren Expansion und Innovation. Damit traf die PROGRESS GROUP ins Schwarze.

Z

ur Unternehmensgruppe gehören die vier Maschinenbauunternehmen EBAWE, progress Maschinen &

Wohnbau realisiert in PROGRESS Massivbauweise

Automation, tecnocom, Echo Precast Engineering sowie der Betonfertigteilproduzent PROGRESS, welcher in Südtirol wohl am bekanntesten ist. Das Unternehmen EBAWE (Leipzig) konstruiert und produziert Palettenumlaufanlagen zur Produktion von Betonfertigteilen, progress Maschinen & Automation (Brixen) ist spezialisiert in der Herstellung von Maschinen und Anlagen zur Verarbeitung von Betonstahl, tecnocom (Udine) produziert Schalungssysteme für die Betonfertigteilindustrie und Echo Precast Engineering (Houthalen, Belgien) entwickelt Maschinen und Anlagen zur Produktion von SpannbetonHohldecken.

Schlüsselfertige Lösungen Die Kombination dieser Produktportfolios ergibt den einmaligen Wettbewerbsvorteil der Unternehmensgruppe: Als Gesamtanbieter ist sie in der Lage, jegliches Betonfertigteilwerk mit schlüsselfertigen Maschinen und Anlagen auszustatten. Dabei wird jenseits der Massenproduktion eine individuelle Sonderlösung für jeden Kunden ausgearbeitet, je nach Budget, Bedarf und gewünschtem Automationsgrad. Die Unternehmensgruppe hat Kunden auf allen fünf Kontinenten und in die Liste der internationalen Referenzen reihen sich immer neue Projekte. Neben Fachkompetenz und gründlicher Planung bedarf es hierfür auch eines fundierten Kulturwissens, guter Sprachkompetenzen und hoher Anpassungsfähigkeit. Ein weiterer, wichtiger Wettbewerbsvorteil der PROGRESS GROUP ist das hauseigene Betonfertigteilwerk PROGRESS in Brixen. Hier kommen die Maschinen und Anlagen erfolgreich zum Einsatz – PROGRESS vertreibt Betonfertigteile und realisiert schlüsselfertige Bauprojekte, sowohl für den Wohn- als auch für den Gewerbebau.

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