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GEWINNBörsenseminar

MANAGEMENT & KARRIERE Jungunternehmer

Prototypen aus dem 3D-Drucker

21. und 22. März 2014 in Wien

In 3D-Copyshops kann man binnen eines Tages Gegenstände vor Ort drucken lassen. Noch gibt es enorme Unterschiede bei Qualität, Material und Genauigkeit.

Fritz Schweiger

Franz Gschiegl

Foto: Peter Schmidt

Fotos: Studio Ehringer GmbH

Themenschwerpunkte: ● Wie lange hält die Hausse an den Börsen an? ● Wie kann man sich gegen Rückschläge klug absichern? ● Konjunktur, Zinsen, Währungen: Was 2014 alles bringen wird ● Die besten Aktien: Konkrete Tipps für „Spieler“ und Investoren ● Was wird sich bei Anleihen tun? ● Die Jagd auf Renditen: Chancen und Risken ● Gold, Rohstoffe, Öl: Die richtige Strategie

Erich Pitak Marton Klauser will mit 3dee den noch nicht entdeckten Markt für 3D-Drucker erobern

Die Vortragenden:

Dr. Franz Gschiegl (Erste SparInvest KAG) Dr. Erich Pitak (Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen) Dr. Fritz Schweiger CIO (Chief Investment Officer, Q-Advisers GmbH) Dr. Georg Wailand (GEWINNHerausgeber) Zeit: Freitag, 21. März, 16.30 bis 20 Uhr, und Samstag, 22. März, 8.30 bis 12 Uhr Ort:

Gewerbehaus, Rudolf-Sallinger-Platz 1, 1030 Wien Teilnahmegebühr: 183,34/220,– Euro (exkl./inkl. MwSt) für GEWINN-Abonnenten, 216,66/260,– Euro (exkl./inkl. MwSt) für Nichtabonnenten Anmeldung: GEWINN-Veranstaltungsservice, Barbara Wallner, Tel. 01/521 24-14, Fax 01/521 24-35, E-Mail: b.wallner@gewinn.com

dass man zwar 3D-Drucker überall online kaufen, aber nirgends ausprobieren und ansehen kann“, erzählt Marton b Ohrring, Architekturmodell, Klauser (19), einer der beiden Gründer. Kleinteile für Maschinen oder das Bei 3dee kann man daher nicht nur Modell eines Menschen – 3D-Druck Objekte drucken lassen, sondern 3Dist derzeit so rasant wie kaum eine an- Drucker (Schmelzschichtverfahren) dere Technologie im Vormarsch. Drei- auch testen und kaufen. Derzeit halten dimensionale Teile aus unterschiedli- sich die Nachfrage nach Druckern und chen Materialien können detailgetreu Druckaufträge die Waage, über den ernachgebaut oder aus computergene- zielten Umsatz will Klauser aber noch rierten 3D-Modellen ins Leben gerufen nicht sprechen: „Derzeit wissen wir werden. Allerdings sind professionelle noch nicht, ob sich der Verkauf von Maschinen sehr teuer – sie kosten bis 3D-Druckern und Zubehör oder die zu 100.000 Euro. Trotzdem haben die Nachfrage nach dem Drucken besser ersten schlauen Jungunternehmer den entwickeln wird. Wir probieren einfach Trend erkannt und bieten 3D-Druck aus, was besser laufen wird.“ als neue Dienstleistung an. Der Scan eines Objekts (theoretisch mit maximal fünf Meter Seitenlänge) Copyshop mit Flatrate kostet rund zehn Euro, der Druck beEiner der Pioniere unter den 3D-Co- läuft sich pro Stunde auf sieben bis zehn pyshops ist der 2013 gegründete „3dee Euro. Eine 15 Zentimeter hohe Statue, Store“ in Wien. „Wir haben bemerkt, die zwischen drei und vier Stunden VON STEFAN TESCH

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Im Mittelpunkt dieser hochkarätigen Veranstaltung stehen die neuesten Entwicklungen im Handel, es werden in bewährter Weise erfolgreiche Fallbeispiele aus dem In- und Ausland präsentiert. Veranstalter dieser Fachtagung ist der MMM-Club Österreich, wobei „MMM“ für „Moderne Markt-Methoden“ steht. GEWINN-Herausgeber Dr. Georg Wailand wird diese Fachtagung moderieren.

Vortragende unter anderen:

Peter Schnedlitz

Roman Schwarzenecker

Foto: Hartig Consulting

Bereits vor zwei Jahren hat Helmut Eder mit 3D-Druck-Wien seinen Copyshop für 3D-Objekte eröffnet. „Meist geht es um die Herstellung von Prototypen und um Visualisierung von digitalen 3D-Modellen“, berichtet er über seine vorwiegenden Kunden: Produktdesigner, Industriedesigner, Architekten und Künstler. Neben dem „Fast Prototyping“ werden bei 3D-Druck-Wien aber auch durchaus brauchbare Ersatzteile (z. B. Kunststoffzahnräder), Modelle für die Medizin oder Landschaftsmodelle binnen eines Tages in die Welt gesetzt. Die beiden Maschinen (Anschaffungskosten rund 200.000 Euro) von Eder beherrschen die zwei gängigen 3D-Drucktechniken: Lasersintern und Schmelzschichtung. Erstere bringt aufgrund des Entwicklungsstandes noch einige Vorteile, der Schmelzschichtung wird aber das größere Zukunftspotenzial zugesprochen. Die Genauigkeit liegt hier nämlich bei bis zu 16 Mikrometern (= 16 Tausendstel Millimeter), beim Lasersintern dagegen bei rund einem Zehntel Millimeter. Ebenso lassen sich verschiedene Materialien, wie etwa ABS-Kunststoff oder Laywood (Holzimitat), einsetzen. Rund zwei Drittel der „Ausdrucke“ in seinem Geschäft erfolgen nach dem Lasersinterverfahren. Die Nachfrage nach „Kunststoffmodellen“ steige derzeit aber stark, so Eder. „In Zukunft wird 3D-Druck vermehrt für Einzelstücke und Kleinserien von Produkten verwendet werden“, prognostiziert Eder, da im Gegensatz zum Kunststoffguss die Entwicklungskosten für Maschinen und Gussformen entfielen. Zudem sei der Materialverlust sehr gering. Großserien werde aber der Guss vorbehalten bleiben, so Eder.

DIE NEUESTEN TRENDS IM HANDEL

Foto: privat

Vorwiegend Prototypen

Wien, 12. Juni 2014, im Hotel Modul in Wien

Foto: STANDORT+MARKT

dauert, kostet somit in etwa 40 Euro. Ein Einfamilienhaus als Modell kostet ebenso viel. Grund für die relativ günstigen Preise dieses Anbieters ist die geringere Präzision der Geräte. Die Druckgenauigkeit liegt nur bei einem Fünfhundertstel Millimeter. Für die Erstellung vieler Prototypen ist diese Genauigkeit allerdings ausreichend.

Nächste GEWINN-MMM-Fachtagung

Fotos Christian Schörg

MANAGEMENT & KARRIERE Jungunternehmer

Hans-Georg Pompe

Nikolaus Hartig

● Univ.-Prof. Dr. Peter Schnedlitz, WU Wien: „Internationale Trends in Handel und Marketing“ ● Dr. Roman Schwarzenecker, STANDORT+MARKT, wird die Studie „City Retail 2014 – eine Bestandsaufnahme von Österreichs Innenstädten“ präsentieren. ● Hans-Georg Pompe, Unternehmensberatung Pompe Marketing, Deutschland: „Boom-Markt 50plus – Wie Sie Best Ager als Kunden gewinnen und begeistern!“ ● Dr. Nikolaus Hartig, Hartig Consulting: „Anleitung zum Ladendiebstahl. Tipps und Tricks, die Sie niemals verwenden dürfen“ Darüber hinaus wird es eine Reihe weiterer Vorträge geben. Ort und Zeit: Hotel Modul, Peter-Jordan-Straße 78, 1190 Wien, 12. Juni 2014, Beginn: 9 Uhr Teilnahmegebühr: Für MMM-Club-Mitglieder 250 Euro, für GEWINN-Abonnenten 300 Euro, für Gäste 350 Euro (jeweils plus 20% MwSt.) Anmeldung: GEWINN-Veranstaltungsservice, Barbara Wallner, Tel. 01/521 24-14, Fax 01/521 24-35, E-Mail: b.wallner@gewinn.com

JA, ich werde an der MMM-Fachtagung am 12. Juni 2014 im Hotel Modul teilnehmen. Name: _____________________________________________________________________ Straße: _____________________________________________________________________ PLZ/Ort: ____________________________________________________________________ Tel.: _______________________________________________________________________ MMM-Mitglied Kunden-Nr.

GEWINN-Abonnent

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keines von beiden Bitte Zutreffendes ankreuzen


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MANAGEMENT & KARRIERE Jungunternehmer

Große Preisunterschiede

3D im Do-it-Yourself Wer selbst mit 3D-Druckern (Schmelzschichtverfahren), CNC-Fräsen, Lasercuttern oder Vinylplottern experimentieren möchte, ist im 2013 gegründeten Happylab in Wien gut aufgehoben. Dort stehen Interessenten die nötigen Gerätschaften gegen eine monatliche Grundgebühr von fünf Euro (Mindestlaufzeit ein Jahr) uneingeschränkt zur Verfügung. Zu bezahlen sind dann lediglich die Materialkosten (beim 3D-Druck zirka 45 bis 80 Cent pro Kubikzentimeter). „Jede Woche findet bei uns ein Infoabend statt“, fügt Karim Jafarmadar, Geschäftsführer des Happylabs, hinzu.

Foto: Helmut Eder, 3D Druck Wien

Heikler Punkt in der Herstellung von 3D-Drucken ist die Datenerstellung. Eder: „Für realisierbare Ergebnisse braucht man eine geschlossene Geometrie mit unterschiedlichen Mindestwandstärken.“ Bei Objekten, die mit dem Lasersinterverfahren hergestellt werden, sind das zirka zwei Millimeter, bei der Schmelzschichtung 0,5 Millimeter. Hat die Bildschirmvisualisierung Unterbrechungen oder Lücken in der Außenhaut („nicht aus einem Guss“), so ist ein 3D-Druck nicht möglich. Grundlage sind CAD-Zeichnungen.

Die Kunden von Helmut Eder, 3D-Druck, sind vor allem Designer, Architekten und Künstler

Foto: Happylab

„Für Private ist 3D-Druck derzeit extrem interessant, aber kaum leistbar“, analysiert Eder. Möchte man etwa einen kaputtgegangenen Ladengriff reproduzieren, so muss man mit mindestens 150 Euro für den 3D-Scan und rund 30 bis 40 Euro für den Druck rechnen. Aufwendigere Datenerfassungen können sogar mehrere Tausend Euro kosten. Happylab setzt Die hohen Preise rühren schließauf Do-it-Yourself und stellt lich auch von den langen FertigungsKunden gegen zeiten eines 3D-Drucks. Bei hochwereine monatliche tigen Druckern dauert im Schicht- Gebühr eine komplette 3D-Werkschmelzverfahren ein fünf Zentimeter statt zur hohes Teil rund acht Stunden. LaserVerfügung gesinterte Modelle sind nach etwa zwei Stunden fertig. So kostet etwa ein ArTIPP: Fertige Modelle zum AusMehr dazu unter gewinn.com/ chitekturmodell (maximal 20 Zentimeter Höhe) zwischen 200 und 300 Euro. drucken gibt es kostenlos im Internet. management-karriere-it. Ob die Geschäftsmodelle für 3DDruckshops rentabel sind, muss sich zeigen. Da die Technologie rasante Fortschritte macht, müssen Geräte und Zubehör in kurzen Intervallen erneuWerden Sie Jungunternehmer 2014! ert werden. Und schreibtischtaugliche Bereits zum 25. Mal findet heuer Gründerteam. Offiziell startet die 3D-Drucker gibt es mittlerweile schon der GEWINN-JungunternehmerAusschreibung im Mai, online ab 700 Euro. Ihre Ergebnisse sind zwar Wettbewerb mit Unterstützung stehen der Fragebogen und alle mangelhaft, aber in ein paar Jahren von Bank Austria und 3 als HauptInformationen aber bereits jetzt sollen auch diese präzise arbeiten. sponsoren statt. zur Verfügung: gewinn.com/ Im professionellen Bereich werDer größte Start-up-Wettbewerb jungunternehmer2014 den aber viele Industriezweige zunehdes Landes richtet sich an Firmen, mend auf den 3D-Druck bauen. Nicht die nicht älter als fünf Jahre sind. nur, um Kosten für Prototypen und Haben Sie also nach dem 1. 1. Modelle zu senken, häufig benötigte 2009 neu gegründet oder eine FirErsatzteile – etwa von Haushaltsgeräma übernommen, sind Sie unser ten – könnten künftig auch als 3DMann, unsere Frau oder unser Vorlagen zum Download und Selberdrucken angeboten werden. 122

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