STV Hitzkirch - 75 Jahre Zeitreise

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Zeitreise 75 Jahre STV Hitzkirch


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IMPRESSUM Gestaltung, Satz und Druck Wallimann Druck und Verlag AG, Beromünster Redaktion Rita Leisibach, Orlando Pajarola Bildmaterial Archiv Peter Frei Fotos Ein spezieller Dank gebührt Herbert Heggli für sein wertvolles Bildmaterial. Organisation STV Hitzkirch Melanie Kläy, Franziska Renggli Jugendkonzept Reto Eichenberger Polysportive Jugend Maya Bieri, Sabrina Budliger, Séverine Budmiger, Stefanie Estermann, Tamara Grob, Pia Koller, Andrea Kramis, Luzia Mächler, Orlando Pajarola, Martina Schär, Andrea Wick Riegen Stefanie Balmer, Rosmarie Bucher, Nicole Egli, Mark Fehr, Karin Huber, Stefanie Isenschmid, Andrea Kramis, Patrick Kramis, Orlando Pajarola, Benno Stocker, Milena Stocker, Christian Thali, Yves von Wartburg OKs und Kommissionen Jasmin Abt, Guido Estermann, Jolanda Estermann, Peter Frei, Olivia Müller, Orlando Pajarola, Sandra von Moos-Furrer, Philipp Wermelinger Ehren- und Freimitglieder Rosmarie Bucher Zeitreise – Zusammenfassung 50 Jahre Chronik 1941 bis 1991 Orlando Pajarola Zeitreise – STV Hitzkirch 1991 bis 2016 Vreni Beeler, Stefanie Bieri-Stocker, Rosmarie Bucher, Vreni Eberli, Reto Eichenberger, Eveline Estermann, Stefanie Isenschmid, Pia Koller, Rita Leisibach, Orlando Pajarola, Benno Stocker, Milena Stocker, Philipp Wermelinger

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Grusswort Mit der vorliegenden «Zeitreise» schaut der STV Hitzkirch auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Als Gemeindepräsident darf ich dem STV Hitzkirch zu diesem grossen Geburtstag im Namen der ganzen Gemeinde herzlich gratulieren und für sein Wirken danken! Der STV Hitzkirch trägt mit der Organisation von eigenen Anlässen wie dem Baldeggerseelauf oder Unterhaltungsanlässen und der Mithilfe bei Anlässen anderer Veranstalter Wesentliches zum sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Gemeinde bei. In vielen verschiedenen Sportarten trainieren Jung und Alt für sportliche Wettkämpfe oder auch nur für das eigene körperliche Wohlbefinden. Der Verein vermittelt seinen Mitgliedern damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Gerade junge Mitglieder lernen so, durch entsprechende Vorbereitung angestrebte Erfolge zu erreichen. Sie lernen als Trainer, als administrative Kraft oder als Helfer im Hintergrund Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Sie erlernen damit über das eigentliche sportliche Ziel hinausgehende Werte, die indirekt der ganzen Bevölkerung zugutekommen. Neben der sportlichen Leistung ist im Verein auch die Kameradschaft sehr wichtig. Sie sorgt für jenen Kitt, den es braucht, um gemeinsam grosse Ziele erreichen zu können und über 75 Jahre erfolgreich zu bestehen. Ich wünsche daher dem STV Hitzkirch vorab ein tolles Geburtstagsfest und schliesslich dem Leser der «Zeitreise» eine vergnügliche Lektüre! Serge Karrer Gemeindepräsident

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Vorwort Präsident STV Hitzkirch Kaum begann sich 1936 die Schweizer Wirtschaft von den Folgen der grossen Depression zu erholen, schlitterte sie mit dem Beginn des zweiten Weltkriegs in die nächste Krise. Die gebeutelte Bevölkerung versuchte verzweifelt, sich den Lebensunterhalt zu sichern. Umgeben von schrecklichen Kriegswirren leisteten zahllose junge Männer jahrelang Aktivdienst. Der STV Hitzkirch wurde inmitten dieser wahrlich schwierigen Zeiten, am 7. September 1941, im Restaurant Kreuz in Hitzkirch gegründet. Auch wenn die Nachkriegszeit Besserung versprach, beschrieben die Chronisten die ersten 25 Jahre des Vereins als «Kampf ums Überleben». Anhaltende, wirtschaftliche Schwierigkeiten, gepaart mit politischem und konfessionellem Druck, liessen ein gesundes Wachsen und Erstarken des Vereins vorerst nicht zu. Der verhängnisvolle Entscheid, dem als «liberal gesinnte Basis der FDP» angesehenen ETV beizutreten, fand auch bei der geistlichen Obrigkeit im katholischen Seetal keine Unterstützung. Starken, unbeugsamen, mit Leib und Seele engagierten und von der Sache überzeugten Persönlichkeiten ist es zu verdanken, dass der Verein in dieser Zeit nicht von der Bildfläche verschwand und der Weg zum grossen starken Gebilde von heute geebnet und erfolgreich beschritten werden konnte. Der prall gefüllte Terminkalender des STV Hitzkirch kündete ein spannendes und in jeder Beziehung arbeitsreiches Jubiläumsjahr an: Das Lotto im März, die Turnshow «la terza terra» im Mai, der Baldeggerseelauf im Juni, der UBS-Kids-Cup unmittelbar danach, die Jubiläumsfeierlichkeiten im November, zahllose kleinere, jedoch nicht minder wichtige Vereins- und Riegenanlässe. Kann sich jemand vorstellen, wie viele OK-Sitzungen, wie viele Stunden Fronarbeit damit verbunden sind? Sechs eigenständige Riegen, zwei den Riegen zugeordnete Sportarten, zwei Kommissionen, ein lückenloses, polysportives Angebot für die jüngsten bis hin zu den ältesten jung gebliebenen Sportlerinnen und Sportlern. Wie viele Vorstands-, TK-, TL- und Leitersitzungen finden wohl statt? Wie viele Stunden intensiver, spannender und lohnender Trainingseinheiten werden von den zahlreichen Leiterinnen und Leitern jährlich vorbereitet und vorbildlich geleitet? Wie viele Leiter- und Weiterbildungskurse werden besucht, damit sämtliche Mitglieder von bestens ausgebildeten Leiterinnen und Leitern auf fachlich aktuellem und hochstehendem sportlichem Niveau trainiert werden können? An wie vielen Wettkämpfen und Wettbewerben nehmen unsere Sportlerinnen und Sportler jedes Jahr teil? Auch wenn diese Fragen nicht schlüssig beantwortet werden können, ist es schlichtweg ergreifend und überwältigend, mit wieviel Herzblut und Begeisterung im STV Hitzkirch gearbeitet wird. 75 Jahre STV Hitzkirch – ein überaus erfreuliches Jubiläum und mitunter ein Grund, den Verein etwas ins Rampenlicht zu rücken. Das Hauptaugenmerk dieser uns nun vorliegenden Jubiläumsschrift gilt dem aktuellen STV Hitzkirch: Zahlreiche Schreiberlinge aus sämtlichen Sparten gewähren dem Leser einen umfassenden Einblick in die Organisation, die Aktivitäten und die Menschen in diesem Verein. Es ist im Weiteren eine spannende «Zeitreise», eine kurzweilige Führung durch 75 Jahre Vereinsgeschichte. Orlando Pajarola, Präsident

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Organisation STV Hitzkirch Der Turn- und Sportverein STV Hitzkirch konnte seit der Gründung im Jahre 1941 stets neue Mitglieder aufnehmen und wuchs so zu einem grossen, heute kaum mehr wegdenkbaren Verein im Seetal heran! Organigramm STV Hitzkirch 2016

Generalversammlung

Kommissionen

Gesamtvorstand

Revisionsteam

Spezialressorts

Technische Kommission

Aerobic Team

Geräteriege Polysport Unihockey

Leichtathletikriege Rope Skipping

Volleyballriege

Technische Leitung Jugend

Aktive Plus

Männerriege

Kinder- und Jugendabteilungen

Dieses stetige Wachstum bedeutete gleichzeitig auch, sich als Verein entwickeln und entfalten, neue Ideen gedeihen lassen, in neue Aufgaben hineinwachsen, vielleicht sogar über sich herauswachsen, als Verein zusammenwachsen, an Stärke und Bedeutung gewinnen – Wachstum bedeutet aber auch Organisation! Mittlerweile besteht der STV Hitzkirch aus sechs eigenständigen Riegen, den Kinder- resp. Jugendabteilungen sowie verschiedenen Kommissionen, welche alle dem Gesamtvorstand unterstellt sind. Dieser wiederum ist der Generalversammlung als oberstes Vereinsorgan untergeordnet. Die drei Revisoren wirken als unabhängiges Team. Gesamtvorstand Im Vergleich zu anderen Turnvereinen kann man durchaus sagen, dass der STV Hitzkirch eine spezielle Zusammensetzung des Gesamtvorstandes hat. Es gehören nicht nur wie üblich der Präsident, der Vizepräsident, der Technische Leiter, der Kassier, der Mitgliederverantwortliche, der Sekretär, der J&S-Coach und der Webmaster

dazu, sondern auch die sechs Riegenpräsidenten. Für dieses Konstrukt hat man sich einst entschieden, um die Mitglieder besser zu «spüren» und so, möglichst im Interesse aller, Entscheidungen zu treffen. Die sechs Riegenpräsidenten agieren entsprechend als Bindeglieder zwischen den Turnenden und der Vereinsleitung. Obwohl sich das Führen und Leiten von Diskussionen an den fünf Gesamtvorstandssitzungen teilweise als Herausforderung erweist, zeigte sich die heutige Zusammensetzung des Gesamtvorstandes in den letzten Jahren immer wieder als grosse Chance, da auf diese Weise die Meinung jeder Riege vertreten ist. Hauptaufgabe des Gesamtvorstandes ist, den STV Hitzkirch gemäss den Statuten zu führen und zu leiten, gesund wachsen zu lassen und in eine gute Richtung zu lenken. Daneben gehören auch die Vertretung des Vereins nach aussen sowie die Pflege des Kontaktes zur Gemeinde Hitzkirch, zu verschiedenen Ämtern, zu den angeschlossenen Verbänden oder auch anderen Vereinen zu den Aufgaben des Gesamtvorstandes.

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Der Gesamtvorstand des STV Hitzkirch, von links: Franziska Renggli, Eveline Estermann, Anina Wildisen, Orlando Pajarola, Melanie Kläy, Andrea Kramis, Josef Ineichen, Stefan Irniger, Severin Graf, Stefanie Isenschmid, Patrick Kramis, Vreni Beeler, Brigitte Eichenberger. Von den Kindern und Jugendlichen zu den «Grossen» Für Kinder und Jugendliche bietet der STV Hitzkirch tolle Grundlagentrainings an. Schon die ganz Kleinen können zusammen mit Mutter oder Vater am Mutter-Kind-Turnen (MuKi) teilnehmen. Wird man etwas älter, lässt man Mutter oder Vater zu Hause und geht alleine ins Kinder-Turnen (KiTu). Ab der 3. Klasse darf man dann das Jugend-Turnen (JuTu) besuchen. Einzelne Riegen bieten neben diesem Grundlagentraining noch weitere spezifische Trainings an. Mit 16 Jahren wird man an der Generalversammlung als Aktivmitglied in den STV Hitzkirch aufgenommen. Nun gehört man nicht mehr zu den Kindern und Jugendlichen, sondern zu den «Grossen» und ist Mitglied einer oder mehrerer Riege(n). Diese sind grundsätzlich in ihrer Organisation gleich aufgebaut. Jede Riege hat einen eigenen Vorstand, mindestens bestehend aus Präsidium, Finanzen, Technische Leitung und Sekretariat, wobei der Präsident – wie bereits erwähnt – die Riege gleichzeitig im Gesamtvorstand vertritt. Falls jemand kein Aktivmitglied des STV Hitzkirch werden möchte, sich aber trotzdem sportlich betätigen will, kann er eines der beiden vereinsunabhängigen Trainingsangebote nutzen: den Swiss-Lauftreff oder das BodyTrain.

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Kommissionen /Technische Kommission Hinter dem für die Trainingsbesucher normalen Trainingsbetrieb steckt eine grosse Koordination und Organisation. Für diese Arbeit, aber auch die Realisierung weiterer Anlässe wie beispielsweise

Die Mitglieder der TK und der TL Jugend. Oben, von links: Claudia Schmid, Patricia Furrer, Andrea Kramis, Benno Stocker, Mitte, von links: Reto Eichenberger, Manuel Irniger, Sarah Trüssel, Regula Rast. Vorne, von links: Pascal Knüsel, Orlando Pajarola, Corinne Stadelmann.


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der Baldeggerseelauf, das Lotto oder die Turnshows braucht es nebst den vielen Helfern Kommissionsmitglieder, die im Hintergrund planen, organisieren, Kontakte knüpfen und schliesslich alles Nötige in die Wege leiten, damit die Teilnehmenden sowie Gäste einen unvergesslichen Event erleben dürfen. Die Kommissionen sind in der Regel organisatorisch wiederum gleich aufgebaut wie der Gesamtvorstand resp. die Riegenvorstände – dies jedoch immer auf die Grösse des Anlasses angepasst. Als durchaus «andere Kommission» im STV Hitzkirch darf die sogenannte Technische Kommission bezeichnet werden. Diese besteht aus dem technischen Leiter, als deren Vorsitzender, dem J+S-Coach, allen technischen Leitern der Riegen sowie dem Vertreter der Kinder- und Jugendabteilung. In diesem Gremium werden vor allem die Trainings- und Wettkampfaktivitäten, die Turnshows und Vereinsmeisterschaften koordiniert sowie das turnerische Jahresprogramm zusammengestellt. Spezialressorts Wie es der Name bereits sagt, zählen zu den Spezialressorts Aufgaben, die durchaus nicht ganz alltäglich sind und teilweise mit dem normalen Trainingsbetrieb nicht sehr viel gemein haben. Hierzu gehört beispielsweise das Amt des Fähnrichs. Er begleitet den STV Hitzkirch an Grossanlässe wie Turnfeste und Vereinsmeisterschaften oder nimmt an Vereinsempfängen im Dorf teil. Auch bei traurigen Ereignissen ist er mit der Vereinsfahne präsent und erweist dem Verstorbenen den letzten Gruss. Ein weiteres Spezialressort hat der Materialwart und Archivar inne. Nebst unzähligem Material lagert er quasi unsere Vereinsgeschichte und ist stets damit beschäftigt, dass wichtige Entscheide, Diskussionen, Anlässe sowie Episoden auch nach Jahrzehnten bestens auffindbar sind. Schliesslich durften die Mitglieder des STV Hitzkirch sich in den letzten 25 Jahren fünf Mal neu einkleiden. Für die inzwischen rund 600 Mitglieder einen neuen Trainingsanzug, riegenspezifische Vereinsshirts, Vereinstaschen und andere Bekleidungs-

Von links: Fähnrich Josef Hartmann, Materialwart und Archivar Josef Oehen. utensilien zu organisieren, benötigt sehr viele Abklärungen und entsprechend Zeit – müssen doch alle Wünsche irgendwie berücksichtigt werden. Aus diesem Grund hat sich in den letzten Jahren ein eigens dafür zusammengestelltes Ressort – die Trainerverwaltung – konstituiert. Revisionsteam Das Revisionsteam des STV Hitzkirch umfasst drei Mitglieder. Sie prüfen die Vereinsjahresrechnung, allfällige Spezialfonds, Kassen von Kommissionen und Abrechnungen von Festanlässen. Gleiches prüfen sie auch in den verschiedenen Riegen, wobei sich hier aufgrund der Grösse der Buchhaltungen das Team jeweils aufteilt.

Die Revisoren bei der Arbeit. Von links: Claudia Schmid, Nicole Räber, Peter Frei.

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Zeitgemässe Jugendarbeit im Sport Der STV Hitzkirch geht mit der Zeit. Er passte seine Jugendarbeit den aktuellen Trends an und bietet so ein vielseitiges Angebot – nicht nur für Junge, sondern für alle. Für alle, die sich gerne bewegen.

Florian Widmer, Lars Ineichen und Diego Erne (von links nach rechts) nach dem Erfolg an der Staffelmeisterschaft in Zug im Jahr 2016. Sport in der heutigen Jugend Aus der Studie «Sport Schweiz 2014» geht hervor, dass die Schweizer Jugendlichen sportbegeistert sind. Jedes zweite Kind ist in einem Sportverein. Spass haben, fit und trainiert sein sowie Kolleginnen und Kollegen treffen, sind die Hauptmotivatoren für das Sporttreiben bei Jugendlichen. Einige suchen daneben auch den sportlichen Leistungsvergleich. Wer an Meisterschaften und Wettkämpfen teilnimmt, ist überdurchschnittlich sportlich aktiv. In den vergangenen Jahren ist ein Trend festzustellen, bei dem Jugendliche verschiedene Sportarten nebeneinander betreiben und vieles ausprobieren möchten. So hat bereits über die Hälfte der Jugendlichen einmal den Verein gewechselt. Weiter ist festzustellen, dass ab dem 13. Lebensjahr die Sportaktivität der Jugendlichen kontinuierlich abnimmt. Viele machen die fehlende Zeit dafür verantwortlich. Zudem verliert der Verein mit zunehmendem Jugendalter an Bedeutung und der ungebundene Sport wird wichtiger. Spass haben und Freunde treffen sind die wichtigsten Gründe für Jugendliche bei einer Sportvereinsmitgliedschaft.

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Neues Jugendkonzept Auch auf die Hitzkircher Jugendlichen treffen die oben genannten Fakten zu. Um den sportbegeisterten Jugendlichen gerecht zu werden, braucht es ein vielfältiges Sportangebot. Mit dem polysportiven Angebot vom MuKi-Turnen (Mutter-Kind-Turnen), KiTu l und ll (Kinderturnen) über JuTu l – lll (Jugendturnen) bis zur Polysportriege ist ein ununterbrochenes Sporttreiben von Jung bis Alt möglich. Damit vor allem die Jüngeren ihren Bewegungsdrang direkt vor der Haustüre ausleben können, finden die MuKi- und KiTu-Angebote in verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Hitzkirch statt. Die JuTu-Trainings werden ab der 3. Klasse alle in Hitzkirch abgehalten. Spass und Spiel sowie

Der Wettkampfsport darf nicht fehlen: Lea Wüest im Einsatz an den Mehrkampfmeisterschaften 2016 in Hochdorf.


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Jugendkonzept: Das polysportive Training dient als Basistraining. Die Zusatz- und Spezialisierungstraining sind leistungsorientierte Angebote der einzelnen Riegen. Geräteturnen, Leichtathletik und Tanz werden abwechslungsweise und kindernah angeboten. Das polysportive Training im Jugendalter dient als Basis fĂźr die im STV Hitzkirch vertretenen Sportarten und ist ein Angebot fĂźr vielseitige Sporterfahrung ohne Leistungsdruck. Zudem wird auch der soziale Aspekt des Sporttreibens abgedeckt, und der ist fĂźr eine lange Ver einsmitgliedschaft zentral. Die Kinder und Jugendlichen lernen sich untereinander und riegenĂźbergreifend kennen. So gibt das polysportive Training einen sozialen RĂźckhalt – auch nach einer aktiven leistungsorientierten Sportkarriere. Denn fĂźr alle jene, denen das Grundangebot vom polysportiven Training zu wenig weit geht, bietet der STV Hitzkirch auch Leistungs- und Spezialtrainings mit regelmässigen Wettkampfteilnahmen in den verschiedenen Riegen an. Die gezielten Trainings fĂźhrten bereits zu regionalen und nationalen Grosserfolgen. Trainingsgestaltung Die Trainings werden von ausgebildeten J+SLeiterinnen und -Leitern gehalten. Regelmässig werden interne und externe Weiterbildungen besucht, um das Angebot zu verbessern. Die Gruppenleiterinnen und -leiter der polysportiven

Gruppen werden von vereinsinternen Experten aus den unterschiedlichen Riegen unterstßtzt, um so den Jugendlichen einen Einblick in die spezialisierten Riegentrainings zu geben. Die Planung der Trainings ist untereinander abgesprochen und auf das Jahresprogramm angepasst. Rahmenprogramm Spiel, Spass und Freundschaft stehen im Fokus der polysportiven Basistrainings von MuKi, KiTu und JuTu. Daher werden auch neben den wÜchentlichen Trainings diverse Angebote organisiert. Im Training wird auf den Jugitag und den Kids-Cup hingearbeitet. Im Advent wird jährlich ein Chlaus-Anlass durchgefßhrt und alle zwei Jahre findet ein Trainingslager statt. Hintergrund Das neue Jugendkonzept wurde im Frßhjahr 2015 von allen Riegen gemeinsam erarbeitet und im Schuljahr 2015/16 zum ersten Mal umgesetzt. Die Abteilung Jugend läuft seither unter einer separaten technischen Leitung. Diese Leitung setzt sich aus Mitgliedern der einzelnen Riegen des STV Hitzkirch zusammen. Die technische Leitung Jugend hält den Trainingsbetrieb aufrecht und organisiert das Rahmenprogramm.

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Polysportive Jugend MuKi-Turnen Aesch Es geht auch in Aesch um das freudvolle Bewegen, Spielen, Probieren, Entdecken, Erfinden und Erleben von Erwachsenen gemeinsam mit ihren Sprösslingen. Väter sind genauso aufgerufen und eingeladen, aktiv mitzuturnen wie es traditionellerweise schon die Mütter tun.

Fröhliche Gesichter im MuKi-Turnen in Aesch. In einer erlebnisreichen und spannenden Turnstunde wird gleichermassen geschwitzt und gelacht. Es werden Abenteuer erlebt, Geschichten geturnt und Fantasiewelten gebaut. Spielerisch verbessern die Kinder ihre Bewegungsfähigkeit, die Körperwahrnehmung sowie Konzentration

Die MuKi-Vorführung an der Turnshow 2016.

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und Ausdauer. Turnübungen und Spiele in der Gruppe fördern gleichzeitig auch das Sozialverhalten der Kinder und intensivieren Freundschaften. Ein stets willkommener Gast und Motivator ist Mickey Mouse. In breitem «Lozärner Dütsch» lädt er die Aescher Kinder ins MuKi- und VaKiTurnen ein: Liebs MuKi-Chend Es esch sowit, es goht los. D‘ MuKi-Stonde send famos! Mit em Mami oder em Papi e Stund go turne und lache und au no anderi lässigi Sache mache. E hufe Chinde lehre kenne, gumpe, singe und umerenne. Chömid doch au, machid doch mit, das halted dech und s‘ Mami oder de Papi fit! Mer chönds chum erwarte met de MuKistonde dörfe z’starte! Also, schnell, packs Turnzüg ii. Mer hoffid, du besch au debii! Wer kann da noch widerstehen?


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MuKi-Turnen Gelfingen Durchs MuKi-Jahr Jede Woche eine kostbare Stunde für Mami und Kind.

über kleine und grosse Hindernisse hüpfen, über die Matte rollen, mit Bällen spielen und noch vieles mehr. Die MuKi-Kinder trainieren mit ihren Mamis voller Freude und mit viel Elan. Toll, wenn die Kinder mit lautem Geschrei den Mamis davonspringen, um dann am Ende der Halle in einer liebevollen Umarmung eingefangen zu werden. VaKi-Turnen Mit Papi in die Turnhalle ist etwas ganz Spezielles. An drei Samstagen im Jahr hiess es in Gelfingen: Auf gehts zum VaKi-Turnen! Die Kinder zeigten ihren Papis ganz stolz, wie es in der Halle abläuft und was sie schon alles können. Im Januar starteten die Papis mit ihren Kindern an der VaKi-Winterolympiade. Spielerisch übten die Kinder in einem Hallenparcours den Umgang im Strassenverkehr. Am Schluss erhielten alle Kinder den VaKi-Fahrausweis. Zum Abschluss der VaKi-Saison besuchten die Turner und Turnerinnen noch die Indianer. Mit Federschmuck im Haar übten sie Büffel reiten, lautloses Anschleichen, Pfeilbogen schiessen, Mutproben und vieles mehr.

Das Klettern am Barren erfordert Mut, Kraft und Geschicklichkeit. Im September startete in Gelfingen das neue MuKi-Jahr. Begleitet wurden die kleinsten Gelfinger Turner und Turnerinnen vom Regenbogenfisch. Nach jeder MuKi-Stunde klebten die Kinder eine Schuppe auf ihren Regenbogenfisch. War der Fisch zu Beginn noch leer, glitzerte er Ende MuKi-Jahr in vielen glänzenden Farben. Über das Bänkli balancieren, unten durch kriechen, die Sprossenwand hochklettern,

Bei der Übungsbesprechung.

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Mit Papi im VaKi-Turnen gefällt. Turnshow «La terza terra» Das MuKi Gelfingen war hin und weg auf Schloss Heidegg. Bereits im Dezember starteten die Kinder und ihre Mamis mit dem Einstudieren des Kreistanzes. Schon bald konnten alle den Ablauf, und die Aufstellungen wurden geübt. Drei Zauberpiraten und sechs Elfen tanzten an der Turnshow jeweils am Donnerstag und am Samstag um den grossen Baum auf der Bühne. Das blumige Bild im Hintergrund rundete die Vorstellung wunderschön ab. Für Gross und Klein bleibt dieser grossartige Auftritt auf der tollen Bühne als wunderschöne Erinnerung gespeichert.

Die MuKi-Reise an den Hallwilersee.

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MuKi-Reisli Die muntere MuKi-Turnerschar unterwegs am und auf dem Hallwilersee. Zum Abschluss von diesem erlebnisreichen MuKi-Jahr zogen die kleinen Turnerinnen und Turner mit ihren Mamis die Wanderschuhe an, packten den Rucksack und los gings. Nach einer kurzen Zug- und Busfahrt lief die fröhliche Schar zur Badi Aesch. Dort konnten sich alle zuerst einmal austoben, spielen, pläuderlen und die Aussicht geniessen. Doch schon bald hiess es aufbrechen. Voller Elan liefen die Beinchen und schon bald war der Picknickplatz am Waldrand in Sicht. Nicht das feine Picknick war die Hauptattraktion. Nein, die Heuballenpresse auf dem angrenzenden Feld nahm die volle Aufmerksamkeit der Kinder in Anspruch. Kurz nach dem Mittag hielt das Schiff beim Restaurant Seerose und nahm uns mit auf eine tolle Schifffahrt über den Hallwilersee. Eine feine Glace durfte da natürlich nicht fehlen. Der steile Aufstieg nach Birrwil ging noch einmal voll in die Waden. Doch die MuKi-Kinder haben ja ein Jahr dafür geübt und schafften das supergut. Die ruhige Zugfahrt nach Gelfingen genossen dafür alle sehr. Ein toller Abschluss von einem erlebnisreichen MuKi-Jahr.


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MuKi-Turnen Hämikon-Müswangen-Sulz 3–5-jährige Kinder turnen einmal pro Woche zusammen mit ihren Mamis in der Turnhalle in Hämikon unter der Leitung von Fabienne Meier und Andrea Wick. Zu Beginn jeder MuKi-Turnstunde wird gemeinsam das «MuKi-Lied» gesungen. Jede Turnstunde steht unter einem andern Motto. Dabei sind Tiere oft das Hauptthema. So auch im vergangenen Herbst. Zum Thema Igel wurde zum Beispiel gemeinsam ein Finger-Vers aufgesagt, es folgte ein Igel-Fangspiel, die Rolle wurde geübt und aus Turnmatten und Reifen bauten die MuKi’s eine grosse Igelhöhle, in der die kleinen MuKi-Igel herumtollen konnten. Während einer anderen Lektion standen «Eichhörnchen» im Zentrum des Geschehens. Dazu wurde ein Parcours aus verschiedenen Turngeräten aufgebaut. Die Kinder «verwandelten» sich in Eichhörnchen, sammelten Nüsse für den Winter und legten sich einen Vorrat an. So kletterten sie die Bäume (Sprossenwand) hoch und holten sich

Eine zukünftige Geräteturnerin.

Eine grosse Mutter- und Kinderschar in Hämikon.

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eine Baumnuss. Sie durchkletterten die Sprossenwand, schwangen sich vorwärts an den Klettertauen und krochen durch einen Mattentunnel. Anschliessend kletterten sie auf einen Kasten und sprangen hinunter auf eine grosse Schaumstoffmatte. Sie hüpften durch Reifen und versteckten die Nuss in einer Höhle. Ein passendes Spiel und ein Vers durften auch in dieser Lektion nicht fehlen. Zum Winterbeginn holten die MuKi‘s den Nordpol in die Turnhalle. Es wurde ein grosses Eismeer aufgebaut. Eisklettern war angesagt. Auf Eisschollen konnte balanciert werden, und Rollbretter dienten als Bob, worauf man durch einen Eiskanal flitzen konnte. Mit Schneebällen (kleinen Bällen) wurde geworfen und vor dem Eisbären (Fangspiel) musste man sich verstecken.

Eine Geschicklichkeitsübung.

Türme bauen.

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Als es dann aber genügend Schnee in Hämikon gab, brachten die MuKi‘s ihre richtigen Schlitten mit und verbrachten gemeinsam einen lustigen Nachmittag im Schnee. Kurz darauf stand schon die Fasnacht vor der Tür. Alle Kinder durften verkleidet ins Turnen kommen. Die kleinen Piraten, Löwen und Feuerwehrmänner hatten viel Spass. Zur Musik wurde getanzt, auf dem aufgebauten Piratenschiff geschaukelt und Luftschlangen wurden durch die Luft gewirbelt.


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Schon bald zog der Frühling ins Land und damit die turnerischen Ausflüge ins Gartenbeet, zu Pippi Langstrumpf und in den Zoo. Schleichen wie eine Schlange war noch das Einfachste, einbeinig wie ein Flamingo stehen, hüpfen wie ein Frosch auf dem Trampolin oder klettern wie ein Affe war dann etwas anspruchsvoller. Aber auch dies alles stellte kein Problem für die MuKi-Kinder dar. Deshalb war die logische Folgerung die Raumfahrt ins Weltall! Nach ausführlichem Astronautentraining ging es los ins All und auf den verschiedenen Planeten warteten spannende Aufgaben auf die Kinder. Für die Abschlussstunde durften alle Kinder einen Bobby Car (kleines Rutschauto) mitbringen. Mit den grossen Turngeräten wurden eine Brücke, ein Tunnel sowie eine Tankstelle, eine Reparaturwerkstatt und eine Waschanlage aufgebaut. Die Kinder fuhren auf ihren kleinen Autos mit grossem Eifer durch die Turnhalle und am Schluss konnten alle mit einem Lachen in die Sommerpause entlassen werden. Die Kinder machen im Verlaufe des Jahres jeweils grosse Fortschritte und es ist eine Freude, das eifrige Mitturnen zu beobachten und gemeinsam Spass zu haben im MuKi-Turnen.

Viele der Übungen kosten Überwindung und viel Mut.

Das KiTu 1 und 2 von Aesch und Hämikon spannten für die Turnshow 2016 zusammen.

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KiTu 1 Aesch Der Tiger und der Bär begleiteten elf turnfreudige Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren durch das spannende KiTu-Turnjahr. Aus der Geschichtenreihe Janosch stammen der Bär und der Tiger, welche die KiTu-Kinder jeweils mit ihrem Vers, dem lustigen Lied und den liebevoll erzählten Geschichten auf die Turnstunde einstimmten. Gemeinsam erkundeten sie den Dschungel von Panama. Zu Fuss, von einem Esel begleitet, mussten gefährliche Brücken überquert und wilde Flüsse mit einem Floss bereist werden. Die dabei gefundenen, wertvollen Schätze erwiesen sich stets als tolles Turnmaterial.

Wer hat wohl die grösste Puste? Als besonderes Highlight wartete im Mai 2016 der grosse Auftritt an der Turnshow. Die aufgeregte Vorfreude hinter den Kulissen war gross. Der Applaus des begeisterten Publikums nach dem Auftritt erwies sich als grösstes Geschenk (oder eben wiederum als grösster Schatz auf der diesjährigen Schatzsuche).

Janoschs Tiger und Bär. Nebst verschiedenen Bällen, Seilen, Klein- und Grossgeräten machte auch das Turnen mit im Alltag gebräuchlichen Materialien sehr viel Spass. Sehr beliebt waren die Luftballons.

Das Spielen mit Luftballons macht Spass. Gerne wurden auch verschiedene Gruppenspiele gespielt. Wichtig dabei war immer der kooperative und freudbetonte Aspekt.

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Erwartungsvolle Gesichter an der Turnshow 2016.


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KiTu 1 Gelfingen Ein schwacher Jahrgang im Kindergarten hatte eine verhältnismässig kleine Kinderturnerschar zur Folge. Gestaltete sich der Anfang noch verhalten und etwas schüchtern, entfaltete sich schon bald eine äusserst lebendige, motivierte und kaum zu bremsende Gruppe mit acht begeisterten kleinen Turnern.

Sechs kleine Kinderturner in Gelfingen.

hörten ein unterhaltsamer Abstecher in den Wald mit einem Lagerfeuer und der Marsch über den «Sieben-Brüggli-Weg» unterhalb des Schlosses Heidegg, wo in abfallendem Gelände ein Seil an einem Baum befestigt wurde und zudem noch Zeit für das Bräteln – leicht verkohlter aber wohlriechender Steckenbrote – blieb. Da das Seetal im Winter von Frau Holle nicht gerade verwöhnt wurde, musste der beliebte Schlittelplausch aus dem Programm gestrichen werden.

Obwohl sich die kleine Anzahl Teilnehmer etwas nachteilig auf die Durchführung von selbst einfachen Spielen auswirkte, sorgte die Leiterin mit grossem Engagement für geeignete Alternativen. Stets offen für Neues, versuchten die Kinder sich in den unterschiedlichsten Disziplinen. Ein OL auf dem Schulareal, wo mit Hilfe von Fotos eine bestimmte Anzahl geheimnisvoller Orte gefunden werden musste, entwickelte sich im Laufe des Herbstes zu einem Lieblingsspiel. Sebstverständlich kam auch das eigentliche Turnen, mit und auf den unterschiedlichsten Geräten, jeweils nicht zu kurz. Je nach Jahreszeit und Wetter unternahm die Gruppe spannende, ja sogar abenteuerliche kleine Ausflüge. Dazu ge-

Der beliebte OL auf dem Schulareal.

Stolz präsentieren die Leiterinnen ihre Kinderturner. Nach den Fasnachtsferien trainierten die Kinder eifrig für die abschliessenden Höhepunkte im Vereinsjahr. Vorerst etwas skeptisch, aber dann mit Begeisterung und vollem Elan übten sie die Zwergennummer für die Turnshow «la terza terra». Überschneidend bereiteten sich die jungen Sportler auch auf den Baldeggerseelauf vor und übten die verschiedenen Disziplinen für den UBS-KidsCup. Leuchtende Augen und strahlende Gesichter waren der Beweis eines gelungenen KiTu-Jahres.

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KiTu 1 Hämikon Das neue Jugendkonzept brachte frischen Wind und spürbare Veränderungen in die Turnhalle von Hämikon. Die aufgeweckten und oft quirligen Kinder aus Hämikon, Müswangen und Sulz wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Kindergärtner bildeten neu das KiTu 1, die Schüler der 1. und 2. Klasse das KiTu 2. räte sein kann. Ganz wichtig und für viele nicht einfach zu begreifen war die Erkenntnis, dass sich diese Arbeiten tatsächlich nur dann effizient und in einem zeitlich vernünftigen Rahmen erledigen liessen, wenn alle einander halfen.

Sportliche Kindergärtner aus Hämikon, Müswangen und Sulz. Hatten bislang die jüngeren Kinder noch ihre Vorbilder in den erfahrenen älteren Kinderturnern im zweiten Jahr, fehlten diese nun fast gänzlich. Das sportliche Leistungsvermögen innerhalb dieser lustigen Gruppe von Kindergärtnern variierte erwartungsgemäss erheblich, doch einte sie die ehrliche und uneingeschränkte Freude an der Bewegung. Zu Beginn des Jahres setzten sich die Kinder mit neuen und noch wenig geläufigen Begriffen wie Barren, Reckstangen und Trapez auseinander und erfuhren am eigenen Körper, wie anstrengend das gemeinsame Aufstellen und Abräumen eben dieser Ge-

Der traditionelle Laternenmarsch kurz vor Weihnachten.

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Mit viel Mut, Einsatz und manch einem Schweisstropfen lernten die Kinder im Laufe des Jahres sämtliche verfügbaren Geräte kennen. Oft führte der Weg zum Erfolg über mehrere ängstliche und zaghafte Versuche und nicht selten waren viel Geduld und grosse Überwindung treue Begleiter. Die schönsten Momente erlebte das Leiterteam dann, wenn sie in die mit grosser Freude und unbändigem Stolz erfüllten, leuchtenden Augen der Kinderturner blickten und fröhlich lachend ein kräftiges «High Five» erschallen liessen. Die Früchte ihrer engagierten Arbeit erntete die Kinderschar anlässlich der diesjährigen Turnshow. Als Zwerge verkleidet turnten sie eine rassige, mit keltischen Klängen untermalte und vom Publikum frenetisch beklatschte Gerätenummer.

Das KiTu 1 Hämikon.


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KiTu 1 Hitzkirch Die Kinder sind neugierig und wollen spielerisch neue Dinge ausprobieren, sie wollen sich bewegen und sich austoben, sie sind wissbegierig und wollen etwas lernen. Die dritte Schulwoche nach den Sommerferien brachte die Erlösung, das KiTu 1 in Hitzkirch konnte gestartet werden.

Die Turnhalle 1 in Hitzkirch ist bald zu klein für die vielen begeisterten Kinderturner. Jeden Dienstagnachmittag trafen sich die kleinen Wirbelwinde, äusserst muntere und lebhafte Mädchen und Jungen in der Turnhalle an der Aargauerstrasse. Gespannt und mit leuchtenden Augen freuten sie sich jeweils auf die vielseitige und interessante Turnstunde, welche die Leiterinnen mit viel Herzblut vorbereiteten. Es wird fleissig an den grossen Geräten wie den Ringen, den Barren, dem Reck und dem Trampolin geturnt. Jeder noch so kleine Fortschritt, jedes kleinste Erfolgserlebnis erfüllte die jungen Turner mit grossem Stolz. Verschiedenste Spiele, oft ein «Fangis», machten Spass und erfüllten die Halle mit viel Gelächter. Bei originellen Stafetten massen und verglichen die Kids ihre Leistung und feuerten sich gegenseitig lautstark an. Vorerst noch etwas unbeholfen, übte man mit verschiedenen Handgeräten die Geschicklichkeit. Bei schönem Wetter ging es jeweils nach draussen auf den Sportplatz, wo mit grossem Einsatz etwa der Weitsprung, der Sprint und der

Ballwurf trainiert wurde. Das Highlight für die sportbegeisterten Kinder war sicher die Turnshow «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg». Das ganze Jahr hindurch wurde fleissig an der rassigen Gerätenummer gefeilt. Erfüllt mit Stolz und Freude und einer gehörigen Portion Nervosität zeigten die Buben und Mädchen einem tollen Publikum die einstudierte Nummer. Der Abschluss des Turnjahres bildete bei schönem, warmem Wetter eine feuchtfröhliche Wasserstunde. Die lustige Stafette, bei welcher die Wasserratten sorgfältig möglichst viel Wasser zu transportieren hatten, bereitete den Kindern grösstes Vergnügen. Mit Wasser gefüllte Luftballons mussten einander zugeworfen werden; das Werfen entpuppte sich dabei als weitaus einfacher als das vorsichtige Fangen dieser unförmigen Geschosse. Das erfrischende Bad im Brunnen war dann noch das berühmte Tüpfelchen auf dem «i».

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KiTu 2 Aesch Als treue Begleiter erwiesen sich die beiden Freunde Tiger und Bär auch für die begeisterten Aescher Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren. Die jahreszeitlichen Themen wie Samichlaus, Weihnachten, Fasnacht, Ostern und das Turnen im Freien gehörten ebenso ins Jahresprogramm und konnten die Kinder vollumfänglich begeistern. Janoschs Tiger und Bär. Zahlreiche spannende Ausflüge und Abenteuer bildeten den Rahmen des KiTus und versprachen vielseitige und herausfordernde Trainings in der Turnhalle in Aesch. Intensiv trainierten die Kinder in Blockeinheiten und entwickelten sich zu grossen Ballkünstlern, forderten ihren Mut bei Geräteparcours heraus und bewiesen Fairness in gemeinsamen Spieleinheiten und Kampfsportarten.

Auch Karate macht Spass.

Die Aescher Kinderturner an der Turnshow 2016. Das Beste kommt ja bekanntlich am Schluss. Die Turnshow «la terza terra»! Wunderbar eingebettet in die einmalige Kulisse des Schlosses Heidegg erlebten die Kinder zwei aufregende Abende. Die Freude und Begeisterung vor dem Auftritt stand den Kindern bereits vor ihrem Auftritt ins Gesicht geschrieben.

Ein besonderes Highlight war im November 2015 die Karate-Schnupper-Turnstunde mit Dojoleiter Roger Frankhauser. Die Karatekunst konnte den KiTu-Kindern während einer Stunde im Ansatz etwas näher gebracht werden. Dabei entdeckten viele die Freude und Lust am Karatesport.

Roger Fankhauser erklärt einen Bewegungsablauf.

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Fröhliche Zwerge vor dem Auftritt.


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KiTu 2 Gelfingen «Gsond ond fit das esch de Hit» Laufen, Springen, Balancieren, Rollen, Drehen, Klettern, Stützen, Schaukeln, Schwingen, Rhythmisieren, Tanzen, Werfen, Fangen, Kämpfen, Raufen, Rutschen, Gleiten, Spielen – es sind dies Bewegungsgrundformen, welche für die Kinder in diesem Alter sehr wichtig sind. Durch die Vielfältigkeit eines polysportiven Unterrichts wird den Kindern schon früh die Freude am Sport vermittelt. Die Mädchen und Jungs im Alter von sieben bis neun Jahren lernen gerne neue Sportarten oder interessante Variationen davon kennen. Mitunter mögen sie es auch, sich mit anderen Kindern im gleichen Alter zu messen und zu vergleichen. Ein Highlight war zweifelsohne die Turnshow «la terza terra». Mit viel Elan und grosser Freude probten die Kleinen für das einzigartige Erlebnis auf der Openair-Bühne beim Schloss Heidegg. Stolz präsentierten sie ihre mit Musik untermalte Choreographie.

«Nach der Turnshow ist vor der Turnshow»; das Training gestaltete sich so wiederum sehr abwechslungsreich. Wenn das Wetter mitspielte, ging es raus in die Natur. Es wurde viel geturnt, gespielt und gelacht, die Kinder waren jeweils äusserst motiviert bei der Sache. Die vielen besuchten Trainings blieben nicht unbelohnt. Die Trainingsfleissigsten erhielten vor den Sommerferien ein wunderschönes STV-Hitzkirch-Glas.

Die «grossen» Kinderturner in Gelfingen.

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KiTu 2 Hämikon Sich bewegen heisst nicht nur herumrennen. Bewegung bietet noch sehr viel mehr Möglichkeiten. Ein grosses Anliegen der beiden Leiterinnen Andrea Kramis und Alina Zehnder war, dass sich die Kinderschar möglichst vielseitig bewegt und sich eine breite Basis an motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignet.

Wer wirft den Ball am weitesten? Wie vielseitig Sport sein kann, erlebten 15 Erstund Zweitklässler aus den Ortsteilen Hämikon, Müswangen und Sulz jeweils am späteren Montagnachmittag beim gemeinsamen Turnen. Mit viel Elan und grosser Begeisterung wurden die unterschiedlichsten Sportarten ausprobiert. Das Turnen an verschiedenen Geräten erfordert Mut, Kraft und oft auch Überwindung. Die Kinder, treu nach dem Motto «Mut tut gut», trauten sich etwas zu und lernten dabei die Grenzen der eigenen Ängstlichkeit neu zu definieren. Nebst Ringen und Kämpfen kamen auch verschiedene Ballspiele nicht zu kurz: Brennball, Völkerball und Fussball bereicherten die Turnstunde. Das Geburtstagskind durfte sich zur Feier des Tages jeweils ein Spiel wünschen. Die weitaus beliebtesten Spiele waren «Rüebli züche» und «Würfelfussball». Ebenfalls fleissig trainiert wurde für Leichtathletikanlässe wie UBS-KidsCup im Winter und im Sommer und für den Baldeggerseelauf. Die ansprechenden Resultate liessen sich sehen. Ein weiteres Highlight war der Lollipop-Tanz an der Turnshow «la terza terra». Sogar die Jungs liessen sich vom Tanzen begeistern und haben den «Lolli» nach der Show reichlich verdient. Einer der Jungs war nach der ersten Probe sichtlich enttäuscht und fragte, ob die Tanzstunde nicht noch länger

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gehen könne, es gefalle ihm und der Tanz sei super. Für den bestandenen «KiTuHit» (verschiedene Übungsformen aus den Sportarten Geräteturnen, Gymnastik, Leichtathletik und Spiel) erhielt jedes Kind einen kleinen Preis. Neun Kinder, welche regelmässig im Turnen anwesend waren, wurden mit dem beliebten STV-Glas belohnt; zwei Mädchen haben es sogar geschafft, kein einziges Mal zu fehlen. Das fantastische KiTu-Jahr konnte mit einer wilden Wasserschlacht und einer lustigen Wasserrutsche abgeschlossen werden.

Ein Gruppenbild mit Charme.


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KiTu 2 Hitzkirch Kinder schätzen die Vielfältigkeit im Sport. Sie möchten sich auf möglichst vielseitige Art und Weise bewegen. So gelingt es ihnen, auf eine spielerische Art und Weise, ihren Körper besser kennenzulernen, ihre Fertigkeiten zu verbessern und herauszufinden, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Stets neugierig und bereit, mehr oder weniger vorsichtig ihre Leistungsgrenzen zu testen, erleben die Kinder immer wieder die faszinierende Welt des Sports. Geräteturnen, Stafetten, Fussball, Völkerball, Brennball, lustige «Zinggis»-Versionen – das sind lediglich ein paar wenige Beispiele aus dem spannenden und vielseitigen Training im KiTu 2 in Hitzkirch. Die Kinder zwischen sieben und neun Jahren, Jungen und Mädchen gemischt, mögen es in erster Linie gemeinsam zu turnen und dabei viel zu lachen. Sie finden es toll, viele verschiedene neue Sachen auszuprobieren, einander zu helfen oder gar etwas beizubringen. So erfahren sie auf eine spielerische, den Kindern angepasste Art und Weise, welche Bewegungsformen ihnen am besten gefallen und worauf sie sich später spezialisieren möchten.

Auch für die Turnshow «la terza terra» haben alle fleissig geprobt und geübt. Einen wichtigen Beitrag für die eindrückliche Show zu leisten und dem Publikum gekonnt den einstudierten Tanz vorzuführen, machte den Kindern unheimlich viel Spass. Wichtig ist auch der gelegentliche Umgebungswechsel. Wenn das Wetter mitmacht, findet das Training gelegentlich auch in der freien Natur statt. Immer im letzten Training vor den Schulferien bestand die Kinderschar darauf, ihrem Lieblingsspiel zu frönen: «Tarzan jagt die Affen» bildete jeweils den krönenden und überaus spassigen Abschluss. Als eine kleine Überraschung und Belohnung dafür, dass die Kinder regelmässig die Trainings besucht haben, erhielten die fleissigsten der kleinen Turner zum Schluss das beliebte STV-Hitzkirch-Glas.

Turnen in der Welt der Kleinen.

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JuTu 1 Im Vordergrund steht im JuTu 1 die Freude am Sport. Hier können die Jugendlichen nicht nur ihre Freizeit sinnvoll gestalten, sondern sehen auch in unterschiedliche Sportarten rein. Das Training im JuTu 1, dem Jugendturnen 1, ist für die meisten Jugendlichen der sportliche Höhepunkt der Woche. Hier geht es nicht primär um Leistung, sondern darum, sich gemeinsam sportlich zu betätigen. Egal ob Gross oder Klein, schnell oder langsam, im JuTu 1 findet jedes Kind seinen Platz. Die einzige Voraussetzung ist, dass es die 3. oder 4. Klasse der Primarschule besucht. Die Leiter bieten den Jugendlichen ein breites polysportives Angebot. Im Wochenrhythmus wird zwischen den Disziplinen Leichtathletik, Geräteturnen und Spiel abgewechselt. Nicht nur die Disziplin wird gewechselt, auch der Trainingsort

ist jeweils ein anderer. Das Leichtathletiktraining findet im Freien auf den Aussenanlagen der Hitzkircher Schule statt. Das Geräteturnen wird in der Turnhalle 2 abgehalten und gespielt wird jeweils in der Turnhalle 1 in Hitzkirch. Damit sich die Kinder nicht verirren, erhalten sie für jedes Halbjahr einen detaillierten Trainingsplan, in dem klar ersichtlich ist, wann und wo die Trainings stattfinden. So erfahren sie auch, wann sie gegebenenfalls den Regenschutz mitnehmen müssen, sollte das Wetter den Leichtathleten einmal nicht so gut gesinnt sein. Passend zu den drei Disziplinen wurden die Jugendlichen in drei Trainingsgruppen aufgeteilt. Die Knaben bildeten eine Gruppe, die Mädchen deren zwei.

Eine stattliche Anzahl Jugendturner an der Sprossenwand.

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Am UBS-Kids-Cup in Hitzkirch. Da die Jugendlichen in verschiedenen Disziplinen trainieren, haben sie die Gelegenheit, die unterschiedlichsten Sportarten ohne jeden Leistungsdruck kennenzulernen. So erkennen sie schnell, welche davon ihnen am besten gefällt. Der STV Hitzkirch bietet den interessierten und talentierten Jugendlichen ein spezialisiertes Trainingsangebot wie die Leichtathletik, das Geräteturnen oder das Rope Skipping. Auch der Samichlaus kommt Im JuTu dreht sich der Alltag nicht immer nur um den Sport. Einmal im Jahr besuchen die Jugendlichen des STV Hitzkirch gemeinsam den Samichlaus. Es versteht sich von selbst, dass er bestens Bescheid weiss, was in den Riegen so läuft, und stirnerunzelnd spricht er an, was er das Jahr über besonders gut und gelungen fand. Sportliche Anlässe Die Teilnahme an sportlichen Anlässen basiert in der Regel auf freiwilliger Basis. Der Baldeggerseelauf und der UBS-Kids-Cup, welche beide vom STV Hitzkirch organisiert werden, sind in der Regel gut besucht. Aber auch am Jugendriegentag im Sommer und am UBS-Kids-Cup Team im Winter nehmen die Jugendlichen vom JuTu 1 mit grossem Eifer teil. An diesen Anlässen messen sich die Jugendlichen in altersgerechten Disziplinen, dabei werden Kondition, Koordination gefordert und dazu auch ein wenig Glück. Diese Anlässe bieten auch immer wieder eine willkommene Gelegenheit, die entsprechenden Disziplinen im Training zu üben. So sind die Teilnehmer gut vorbereitet und können am Wettkampf zeigen, was sie «so drauf haben».

Im Training. Turnshow 2016 Das klare Highlight des Vereinsjahres 2015/2016 war die Turnshow «la terza terra». Für das Programm zu keltischen Klängen von Tartalo-Musik wurden die drei Trainingsgruppen zusammengelegt und zeigten mit 42 Jugendlichen eine fabelhafte Vorführung. Die Mädchen beeindruckten ganz in Weiss mit den tanzenden Gymnastikbändern, während die schwarz gekleideten Knaben die ruhige Szenerie auf der Bühne mit ihren Holzstöcken aufmischten.

Der Höhepunkt im Vereinsjahr.

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JuTu 2 Hier finden die Jugendlichen den Ausgleich zu ihrer spezialisierten Sportart und können sich vielseitig sportlich betätigen. Die Jugendlichen der 5. und 6. Klasse sind im JuTu 2. Auch hier geht es hauptsächlich darum, gemeinsam Sport zu treiben. Im 3-Wochen-Turnus wird abwechslungsweise in den Sparten Spiel, Leichtathletik und Geräteturnen trainiert. Je nach Sportart werden die Gruppenleiter von einem Fachspezialisten aus der jeweiligen Sparte unterstützt. Gleich zu Beginn des Vereinsjahres teilten sich die 25 Jugendlichen selbstständig in drei gemischte Trainingsgruppen auf. Jeweils vor den Schulferien absolvierten sie ein gemeinsames Training.

Eine Pyramide mit der Leiterin.

Viele der Jugendlichen betreiben neben dem JuTu eine weitere Sportart, wie die Disziplinen Geräteturnen oder Leichtathletik. Im JuTu finden sie den ergänzenden, polysportiven Ausgleich zu dieser Spezialisierung und erhalten auch da die Gelegenheit, sich stets aufs Neue zu beweisen.

Anlässe Ganz zuoberst im jährlichen Terminplan steht für gewöhnlich die Teilnahme am Jugendriegentag des Turnverbands Luzern, Ob- und Nidwalden. Da dieser Anlass 2016 genau mit der Hauptprobe der Turnshow zusammenfiel, musste darauf verzichtet werden. Auch für die weiteren Klassiker im Jahresprogramm, allen voran der Baldeggerseelauf und die beiden UBS-Kids-Cup-Anlässe liessen sich die Jugendlichen begeistern. Ein gezieltes, spezifisches Trainieren der einzelnen Disziplinen wurde oft auch mit guten Erfolgen an den Anlässen gekrönt. Diese Wettbewerbe bieten den Eltern auch immer die Gelegenheit persönlich mitzuerleben,

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Die Jungturner an der Ermenseerstrasse. woran ihre Kinder im JuTu gerade arbeiten und welch grosse Fortschritte sie gemacht haben. Auch können sie dabei ihre «Sportskanonen» begeistert und lautstark unterstützen. Turnshow 2016 Selbstverständlich liess es sich auch das JuTu 2 nicht nehmen, eine grossartige Nummer an der Turnshow «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg» zu zeigen. Gemeinsam präsentierten die Jugendlichen eine polysportive Vorführung, in welcher nebst akrobatischen Sprüngen auf dem Mini-Trampolin auch das tänzerische Können unter Beweis gestellt wurde. Die Freude, an diesem einmaligen Anlass mitgewirkt zu haben, war riesig. Ebenfalls positiv in Erinnerung bleiben wird der gute, freundschaftliche Zusammenhalt aller Jugendlichen dieser drei JuTu-2-Gruppen.

Auch auf der Bühne macht das JuTu 2 eine gute Figur.


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JuTu 3 Das JuTu 3 ist für die Jugendlichen der Oberstufe bestimmt. Der Zufall wollte es, dass die acht teilnehmenden Sportlerinnen gleichzeitig auch Mitglieder der Leichtathletikriege waren. Trainiert wurde einmal wöchentlich; inhaltlich, selbstredend mit Schwergewicht Leichtathletik, geriet auch das Spielen nicht zu kurz. Je nach Programm und Wetterprognosen wurden die intensiven Trainings in der Halle oder auf den Aussenanlagen der Schule Hitzkirch abgehalten. Von nicht zu unterschätzendem Vorteil war die Tatsache, dass auch der Leiter die Ausbildung in der Leichtathletik absolviert hat und so den hohen Erwartungen der Mädchen gerecht werden konnte. Der polysportive Grundsatzgedanke, mit der gezielten Förderung koordinativer und konditioneller Aspekte, wurde auch im JuTu 3 gepflegt. Engagiert und mit grosser Begeisterung trugen die Jugendlichen des Öfteren vorbildlich dazu bei, ihre Trainings inhaltlich nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Anlässe Die saisonalen Höhepunkte wie der Jugendriegentag, die UBS-Kids-Cup-Anlässe und der Baldeggerseelauf absolvieren die Jugendlichen in gemischten Mannschaften, welche sich absichtlich aus Teilnehmern aller Riegen zusammensetzen. Diese Massnahme hat sich über all die Jahre hinweg bewährt. Die Jugendlichen erhalten so die Gelegenheit, sich auch ausserhalb ihrer angestammten Trainingsgruppe besser kennenzulernen. Nicht zuletzt wird dabei der Zusammenhalt im Verein gefördert. An der Turnshow beim Schloss Heidegg präsentierte sich das JuTu 3 gemeinsam mit der Leichtathletik Jugend. Auf dem Programm stand eine locker-lustige Tanzchoreographie zur Musik «I’m a believer». Die Zuschauer zeigten sich von der rhythmischen Darbietung und dem zauberhaften Lächeln auf den Gesichtern der Tanzenden begeistert. Auf der Tribüne liessen sich viele der Zuschauer laut klatschend mitreissen.

Balancierübungen.

Die Jugendlichen der Oberstufe.

Die Jugendlichen freuen sich immer sehr auf ihre Trainings; nebst der Freude am Sport verbindet sie auch die gesellige Kameradschaft, wo auch das eine oder andere «Spässchen» nicht fehlen darf.

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Riegen Aerobic-Team Aerobic ist ein dynamisches Fitnesstraining in der Gruppe mit rhythmischen Bewegungen zu motivierender Musik. Aerobe Ausdauer und Koordination bilden die Grundelemente. Die in abwechslungsreichen Choreografien zusammengestellten Übungen beinhalten eine Mischung aus klassischer Gymnastik und Tanz. Von diesen vielversprechenden Aussichten lassen sich aktuell 60 Damen begeistern: Das Aerobic-Team ist damit die grösste Riege im STV Hitzkirch. Dazu gehören das Wettkampfteam und die Aerobic-Juniorinnen mit 20 Jugendlichen. Für die Trainings verantwortlich sind sechs top-motivierte und gut ausgebildete Leiterinnen. Das Aerobic-Team gibt es seit 12 Jahren und begann damals mit 18 Mitgliedern.

Trainings Die Trainings finden seit nunmehr zwei Jahren jeden Donnerstagabend in der Dojo-Halle der IPH Hitzkirch statt. Die stattliche Anzahl Mitglieder sprengte das Fassungsvermögen der Halle bei Weitem. Notgedrungen bildete man in der Folge zwei Trainingsgruppen. Nicht nur bot diese Lösung mehr Raum für die trainingsfleissigen Damen, sondern gewährte den jeweiligen Leiterinnen eine bessere Übersicht.

Vorstand Der Vorstand trifft sich 4-mal jährlich zu Sitzungen. Er besteht aus der Präsidentin Eveline Estermann, der Vizepräsidentin Angela Fischer, der Kassierin Silvia Schmid, der Aktuarin Brigitte Furrer und der TK-Chefin Patricia Furrer. Zusätzlich vertritt Regula Rast die Jugend bei uns in der Riege.

Der Vorstand, jeweils von l. Oben: Adrienne Frei, Eveline Estermann. Mitte: Patricia Furrer, Regula Rast. Unten: Andrea Bucher, Brigitte Furrer.

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Die Mitglieder profitieren von einem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm. Dazu gehören unter anderem Zumba, Step Aerobic, M.A.X., Jukebox Fitness und Dance Aerobic. Die engagierten Leiterinnen bilden sich laufend weiter, um den Mitgliedern möglichst viel Abwechslung bieten zu können. Momentan gehören dem Leiterteam Evi Bürgi, Petra Zeder, Stephanie Balmer, Michaela Arnold-Huber, Brigitt Giezendanner und Nadja Rölli an. Da das Aerobic-Team stetig wächst, ist die Suche nach geeigneten Leiterinnen immer ein Thema.


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Das Training in der Dojo-Halle der IPH.

Erschöpft, aber glücklich und zufrieden! Kameradschaft Auch der geselligen Kameradschaft und der Gemütlichkeit wird im Aerobic-Team grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Nach jedem intensiven Training gehört der wohlverdiente Ausgang in eines der umliegenden Restaurants dazu. Das alljährlich stattfindende und stets gut organisierte Skiweekend ist in den Agenden der Eine gemütliche Damenrunde auf dem Hallwilersee.

Die «Boarderfraktion»; Skiweekend Flumserberge.

Mitglieder dick eingetragen. Die nahenden Sommerferien und der Winter mit dem Saisonabschluss bieten zusätzlich ein alternatives und äusserst unterhaltsames Programm wie Bräteln, Baden, Pedalo- oder Velofahren, Fischen, Fondue essen, Curling und Langlauf. Diese Aktivitäten fördern den Teamgeist und sind Balsam für ein angenehmes Trainingsklima. Auch bietet sich so den Mitgliedern die Gelegenheit, sich neben den Trainings besser kennenzulernen.

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Chilbi Hitzkirch: feine Crêpes im Aerobic-Beizli. Arbeitseinsätze Das Aerobic-Team ist während eines Vereinsjahres stets darum bemüht, zusätzlich zu einem doch bescheidenen Jahresbeitrag genügend Geld in die Riegenkasse zu erwirtschaften. Damit sollen Auslagen für Special-Trainings, neue Geräte, neue Tenüs fürs Wettkampfteam, das Essen an der JV und vieles mehr gedeckt werden. So trifft man emsig arbeitende Mitglieder des Aerobic-Teams beim Servieren am Lotto, bei der Brassband in Ermensee, bei der Viehschau in Hohenrain, am Baldeggerseelauf oder in ihrem eigenen «Beizli» an der Kilbi in Hitzkirch an. Nachwuchs Es liegt in der Natur der Sache, dass das Aerobic-Team nicht zuletzt auch um den Nachwuchs für den STV Hitzkirch bemüht ist. Das «Täfelimole» und «Täfelistöue» zur Geburt eines Kindes von Team-Mitgliedern gehört daher schon länger zum Jahresprogramm. In diesem Vereinsjahr war das Aerobic-Team sieben Mal am «Täfele».

Am «Täfelistöue».

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Wettkampfteam Eine illustre und motivierte Truppe aus dem Aerobic-Team startet wettkampfmässig jedes Jahr an diversen Turnfesten und Aerobic-Anlässen. Das Team steht unter der Leitung von Brigitt Giezendanner und Nadja Rölli. Sie trainieren jeweils am Montagabend von 20.00 bis 22.00 Uhr und am Donnerstagabend nach dem regulären Training bis 22.00 Uhr. Vor Beginn der Wettkampfsaison halten sie auch ein Trainingsweekend ab und führen zusätzliche Trainings während der Schulferien durch.

Das Wettkampfteam. Damit die Bewertungsnote an den Wettkämpfen stets auf hohem Niveau bleibt, übte das Wettkampfteam vom STV Hitzkirch auf diese Saison hin den Spagat ein. Mit dieser herausragenden Leistung haben sie damit nicht nur die Bewertungsrichter beeindruckt. Wer weiss, was sie sich für nächstes Jahr zurechtgelegt haben?

Schlussakrobatik im Training.


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Aerobic-Team-Juniorinnen an der Verbandsmeisterschaft 2015. Aerobic-Juniorinnen Bei den Aerobic-Juniorinnen ist man ab der 1. Oberstufe, im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, mit dabei. Danach wechseln viele von ihnen zum Aerobic-Team des STV Hitzkirch. Die rund 20 Girls bestreiten jährlich drei bis vier Wettkämpfe. Im letzten Vereinsjahr durften verschiedene Erfolge gefeiert werden: 1. Rang Jugendcup, 9. Rang SM Aerobic und 1. Rang bei den Aktiven 1-teiliger Vereinswettkampf in Triengen. Damit solch fantastische Resultate überhaupt möglich sind, trainieren die Mädchen jeweils 2-mal pro Woche. Sie stehen unter der Leitung von Evi Bürgi und Laura Müller.

Leuberg-Cup in Zuzwil.

Auch die Juniorinnen leisten neben den zahlreichen Trainings einen wichtigen Beitrag, um die Riegenkasse aufstocken zu können. Einsätze an der Kilbi in Hitzkirch, am Männerturntag des STV Hitzkirch, an der Ausstellung EXPO oder beim Fensterputzen, gehören zum gängigen Repertoire. Mit dem Erlös finanzieren sie ihre Wettkämpfe und einen Teil des Wettkampftenüs.

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Aktive Plus – eine Riege für jung gebliebene, sportliche Frauen Aktive Plus, 1979 als Damenriege gegründet, war die erste Frauengruppe im STV Hitzkirch. Heute turnen mehr Frauen als Männer im STV Hitzkirch. Die Aktive Plus mit aktuell 25 Mitgliedern ist die kleinste selbstständige Riege des STV Hitzkirch. Die Frauen im Alter von 32 bis 59 Jahren werden in abwechslungsreichen Trainings wie Aerobic, Smovey, Step, Zumba und vielem mehr fit gehalten. In dieser Gruppe gibt es viele langjährige Turnerinnen. Sogar zwei Gründungsmitglieder sind immer noch aktiv dabei. Die Turnerinnen schätzen es, miteinander älter zu werden und in einer überschaubaren Gruppe zu turnen und andere Aktivitäten zu teilen. Runde Geburtstage werden gebührend und gemütlich zusammen gefeiert. Zum Jahresabschluss und vor den grossen Sommerferien wird zum Special Training eingeladen, wo nicht nur Bauch, Beine, Po trainiert werden. Die mehrtägigen Riegenreisen sind Highlights, die keine Turnerin gerne verpasst. Diese gemeinsamen Ausflüge stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Im September trotzte die Riege dem Wetter und anstelle einer Bergwanderung zur Segneshütte unternahm sie die Wanderung Crestasee – Caumasee. Die Riege genoss die atemberaubende Aussicht auf dem Il Spir (rätoromanisch der Mauersegler) und durchwanderte am Sonntag die imposante Rheinschlucht.

Zufriedene Gesichter am Caumasee.

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Der Vorstand unter der langjährigen Präsidentin Vreni Beeler organisiert die verschiedenen Aktivitäten der Riege. Gemeinsam mit Pia Koller als Aktuarin, Yoli Heggli als Kassierin, Claudia Schmid als technische Leiterin und Marianne Schmid als Vorstandsmitglied bilden die fünf ein gut harmonisierendes und eingespieltes Team.

Der Vorstand, stehend von links: Pia Koller, Vreni Beeler, Marianne Schmid, Yolanda Heggli. Vorne sitzend: Claudia Schmid. Das absolute Highlight im Turnjahr 2015/2016 war die Turnshow «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg». Lange übten die Frauen unter der kompetenten Leitung von Claudia Schmid auf diesen Auftritt hin. Die Ausdauer hat sich gelohnt. Die Turnerinnen genossen das Feeling, vor dieser Kulisse im Rampenlicht zu stehen. Die gelungene Aufführung der schönen Waldfeen wusste zu gefallen. Seit der Jahresversammlung 2015 hat die Aktive Plus nach einigen Jahren Unterbruch wieder eine eigene Leiterin. Claudia Schmid wechselte vom Aerobic-Team zur Aktive Plus.


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Der neue Trainingsanzug. Claudia, welches waren deine Beweggründe für den Übertritt? Claudia: Eigentlich war ich vor vielen Jahren schon einmal Mitglied der Damenriege, wie die Aktive Plus damals noch hiess. Das AerobicTeam war eine Untergruppe, die vor allem die jüngeren Turnerinnen ansprechen sollte, mit dem Ziel, dass diese später dann zur Damenriege übertreten würden. Als dann das Aerobic-Team zur eigenständigen Riege wurde, ist dieser Weg ein bisschen in den Hintergrund gerückt, doch für mich persönlich war es eigentlich immer klar, dass auch ich einmal eine Aktive-Plus-Turnerin werde. Nur der Zeitpunkt war «die grosse Unbekannte». Dadurch, dass ich ab und zu die Trainings für die Aktive Plus leiten durfte, konnte ich dann während der letzten Jahre ein wenig Aktive-Plus-Luft schnuppern. Als Vreni und Marianne mich 2015 angefragt haben, ob ich Lust hätte, die Turnshow-Nummer der Aktive Plus mit ihnen einzustudieren, entschied ich spontan, dass nun der optimale Zeitpunkt gekommen ist.

Du bist das zweitjüngste Mitglied der Riege. Wie fühlst du dich in dieser altersdurchmischten Gruppe aufgehoben? Sehr gut. Der Empfang war wirklich an Herzlichkeit nicht zu übertrumpfen und ich fühlte mich sofort sehr willkommen. Ich persönlich empfinde den Altersmix als grosses Plus dieser Gruppe. Es ist extrem bereichernd, sehr langjährige Turnerinnen, ja sogar Gründungsmitglieder, in der Riege halten zu können. Es ist aber auch wichtig, dass ab und zu neue Mitglieder dazukommen und neue Ideen in die Riege einbringen. Was die Fitness der Frauen sowie die körperlich und koordinativ anspruchsvollen Trainings angeht, brauchen wir uns wirklich nicht zu verstecken, da können wir sehr gut mit anderen Riegen mithalten. Wie hast du das Turnjahr 2015–2016 erlebt? Einfach nur schön. Der grösste Teil des Jahres war geprägt von der Vorbereitung für die Turnshow. Wir haben sehr zeitig mit dem Einstudieren begonnen, um genügend Sicherheit für die

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Du turnst schon bald ein Jahr bei den Aktiven Plus mit. Wie wurdest du von den Turnerinnen aufgenommen und warum möchtest du Mitglied werden? Helen Furrer: Von Anfang an wurde ich von den Turnerinnen sehr herzlich empfangen. Die Turnlektionen sind abwechslungsreich. Es wird ernst trainiert und trotzdem besteht eine Lockerheit, die durchaus Platz haben darf. Da war mir sofort klar, dass ich gerne Mitglied werden möchte.

Die schönen Waldfeen im Rampenlicht der Turnshow 2016. Show zu haben. Ich bin wirklich beeindruckt, mit wie viel Motivation, Einsatzwille und vor allem auch Begeisterungsfähigkeit alle Turnerinnen auf das Grossprojekt Turnshow hingearbeitet haben. Die Trainings waren effizient und zielorientiert, und trotzdem kam der Spass nicht zu kurz! Der Höhepunkt war dann natürlich die Turnshow selber und ich kriege auch heute noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke. Wie gesagt, es war einfach nur schön. Weitere Mitgliederstimmen Du bist ein Gründermitglied und somit schon 37 Jahre Mitglied dieser Riege. Welches ist deine Motivation, auch im Vereinsjahr 2015–2016 bei den Aktiven Plus dabeizusein? Klara Beeler: In der Gruppe macht für mich Sport mehr Spass, die Turnstunden sind abwechslungsreich und zugleich fördere ich meine Gesundheit. Das Zusammensein nach dem Sport für «Schwatz und Tratsch» bei einem Bier gefällt mir. Was gefällt dir bei den Aktiven Plus am Besten? Monika Roth: Es ist ganz einfach. Die Trainings sind abwechslungsreich und der Zusammenhalt der Truppe ist super. Wir treiben Sport, aber unternehmen auch andere Sachen ausserhalb unseres Trainings zusammen.

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Jung gebliebene, sportliche Frauen.


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Geräteriege – kraftvoll und dynamisch Die Geräteriege besteht aus der Jugend 1 + 2 sowie den Aktiven. Zusammen zählt sie rund 60 Mitglieder. Es werden vier Trainings pro Woche angeboten, wovon je zwei für die Jugend und die Aktiven bestimmt sind. Es wird sehr vielseitig trainiert, im Einzelturnen sowie auch als Gerätesektion. Höhepunkte bilden jedes Jahr die Turnfeste, an denen möglichst hohe Noten das Ziel sind. Das Fest danach kommt jeweils nicht zu kurz. Die Jugend – die Zukunft des Vereins Jeweils am Samstagmorgen trainiert der kleinste Nachwuchs. Hier lernen die Kinder Grundlagen wie Spannung, Kraft, Koordination und erste Turnelemente. Damit können auch die Kleinsten bereits mit ihren Übungen an Wettkämpfen Erfahrungen sammeln. Wichtig für die Kinder ist der Spass am Turnen. Spielerisch wird ihnen beigebracht, wie man zum Beispiel den Bauch spannt oder die Beine streckt. Strahlende Kindergesichter nach einem erfolgreichen Wettkampf. ten. Das Leiterteam beharrt nicht auf eiserne Disziplin, verlangt aber von den Jugendlichen Respekt, Motivation und gutes Mitmachen.

Die Jugend 1 bei ihrer Aufführung an der Turnshow beim Schloss Heidegg. Je nach Alter und Können werden die Kinder in Kategorien eingeteilt und nehmen an Einzelwettkämpfen teil. Bei diesem Vergleich sehen die Kinder und die Leiter, wo sie stehen und woran sie noch arbeiten müssen. Dies spornt an und gibt zusätzliche Motivation für die künftigen Trainings. Am Montagabend trainieren die Jugendlichen. Auch hier wird fleissig an den einzelnen Turnelementen und Übungen gearbeitet. Spiel und Spass dürfen nicht zu kurz kommen, damit die Jugendlichen die Freude am Turnen beibehal-

Die Jugend ist ein wichtiger Teil der Geräteriege. Die Kinder sind die Rohdiamanten, welche geschliffen und nach und nach miteinbezogen werden. Daher wird auch darauf geachtet, dass die Bedürfnisse der Kinder so gut wie möglich erfüllt werden. Für die Fortgeschrittenen besteht die Möglichkeit, beide Jugendtrainings zu besuchen. Haben die Jugendlichen ein gewisses Alter und Können erreicht, dürfen sie bei den Aktiven mitturnen. An der diesjährigen Turnshow beim Schloss Heidegg turnten beim AirTrackProgramm bereits einige Jugendliche mit. Die Jugendlichen haben auch schon Sektionsprogramme eingeübt. Dies allerdings mehr für Shows als für Wettkämpfe. So gab es schon Gerätekombinationen wie Barren-Boden, BodenSprung oder Barren-Reck, welche erfolgreich und mit viel Freude gezeigt wurden.

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man sich für die Schweizer Meisterschaften qualifizieren. Dieses Jahr schafften es von der Geräteriege Hitzkirch Christian «Hönze» Widmer (Kategorie Herren), Severin Graf (Kategorie 6) und Stefan Irniger (höchste Kategorie 7). Dabei konnte sich Severin Graf mit dem sehr guten 25. Rang eine Auszeichnung erturnen.

Das Barren-Reck-Programm der Jugend 2 wurde extra für die Turnshow einstudiert. Mit dem gemischten Turnen, in dem Mädchen und Knaben gemeinsam trainieren, hat die Geräteriege gute Erfahrungen gemacht. Momentan sind es bei den Kindern und Jugendlichen viele Mädchen und eher wenige Knaben. Knaben, welche sich für das Turnen begeistern, sind jederzeit herzlich willkommen. Es kann auch ein Schnuppertraining besucht werden. Die Aktiven – die Erfahrenen Die Aktiven der Geräteriege bestehen aus rund 30 Mitgliedern. Trainiert wird mittwochs und freitags. Im Herbst und Anfang Winter wird fleissig an den Einzelelementen gearbeitet, damit man für die Saison gut vorbereitet ist. Die meisten Wettkämpfe finden im Frühling und im Frühsommer statt. Gepflegt wird das Einzel- wie auch das Sektionsturnen. Die Geräte Reck, Boden, Ring und Sprung werden bei den Frauen im Einzelturnen bewertet. Bei den Männern kommt noch der Barren hinzu. Erzielt man über die ganze Saison gute Wettkampfresultate, kann

Gestartet wird nicht nur an den Einzelwettkämpfen, sondern auch im Sektionsturnen. Die Geräteriege des STV Hitzkirch hat eine Barren- und Bodensektion. Während am Barren die Herren starten, sind am Boden auch die Frauen dabei. Im Jahr 2016 durften sie ihre Programme an der Turnshow «la terza terra» und an den Turnfesten in Triengen und Wetzikon zeigen. Während beim Schloss Heidegg die Show im Vordergrund stand, wollten sich die TurnerInnen an den Turnfesten vor den Kampfrichtern beweisen und möglichst hohe Noten erzielen. An den Vereinswettkämpfen wird meistens zusammen mit dem Aerobic-Team und den Leichtathleten gestartet. Je mehr Turner teilnehmen, in einer umso höheren Stärkeklasse kann teilgenommen werden.

Die Geräteriege und das Aerobic-Team schafften es in Wetzikon auf den guten 5. Rang.

Severin Graf holte sich an den Schweizer Meisterschaften eine Auszeichnung.

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Am diesjährigen Turnfest in Triengen konnte in der 3. Stärkeklasse der 3. Rang erturnt werden, in Wetzikon war es in der 4. Stärkeklasse der 5. Schlussrang. Mit hohen Noten wie 9.45 am Barren und 9.43 am Boden waren die Geräteriegler sehr zufrieden. Hatte man doch im Training vieles nebenbei zu üben wie beispielsweise das


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Ein- und Ausmarschieren auf der Tribüne beim Schloss Heidegg. Solche kleinen Dinge nehmen im Training viel Zeit ein, sodass manchmal die eigentlichen Trainingseinheiten in diesem Jahr teilweise zu kurz kamen. Hinzu kamen einige Verletzungen und damit verbundene Ausfälle. Das bedeutet für den Technischen Leiter Pascal Knüsel immer wieder viel Aufwand, da dadurch die Programme umgeschrieben werden müssen. Die motivierte Turnerbande schafft es aber immer wieder, die unvorhersehbaren Hürden zu meistern und an den Wettkämpfen die bestmögliche Leistung abzurufen.

Das Herz jedes Turners schlägt dann umso höher, wenn man auf dem Wettkampfplatz steht und es darum geht, im richtigen Moment eine Topleistung abzurufen. Das heisst, sich nochmals mental auf den kommenden Durchgang vorzubereiten, sich zu konzentrieren, die Spannung aufzubauen und natürlich das Allerwichtigste: mit dem Publikum um die Wette strahlen. Nach den geschafften Erfolgen an den Turnfesten darf natürlich auch das anschliessende Feiern nicht zu kurz kommen. Manch lustige Turnfeste bleiben bis heute in den Köpfen der Turner fest verankert. Sei es aufgrund aufregender Turnereignissen oder geselliger Feste im Anschluss daran. Eines ist klar: Mit den Turnern wird es einem nie langweilig.

Das Bodenteam der Geräteriege bei ihrem Programm. Besonders stolz ist man in der Geräteriege auf die beiden Verbandsmeistertitel im Bodenturnen. Mit «Verband» ist der Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden gemeint, bei welchem der STV Hitzkirch angeschlossen ist. Nach 2007 konnte das Bodenteam in Nebikon 2015 den Verbandsmeistertitel erfolgreich verteidigen. Solche Erfolge bestätigen immer wieder, dass es sich lohnt, den grossen Trainingsaufwand auf sich zu nehmen. Auch wenn dies ein paar Mal im Jahr bedeutet, am Sonntagmorgen zum Spezialtraining in die Kunstturnhalle in Littau zu fahren. Mit dem fixen Spickboden dort können die TurnerInnen dadurch die Auf- und Abbauzeit des Bodenfeldes einsparen und dazu auf einem hochwertigen Boden trainieren, auf dem das komplette 12 x12-Meter-Feld markiert werden kann. So kann das gewöhnliche Training in der platzmässig eher knappen Turnhalle optimiert werden.

Der Technische Leiter Pascal Knüsel freut sich in Nebikon über den zweiten Verbandsmeistertitel. Nach der Wettkampfsaison gibt es immer noch ein paar wenige Trainings, bis über den Sommer eine verdiente Pause von drei Wochen eingelegt wird. In diesen Wochen ist vieles auf freiwilliger Basis ausgelegt. Manche bleiben in der Halle und üben fleissig weiter, andere gehen nach draussen Beachvolley spielen. Oft gibt es auch ein gemeinsames Unihockey oder ein Hammerball zum Abschluss. Der Polysport kommt bei der Geräteriege im Sommer und im Herbst nicht zu kurz.

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Jährliches Skiweekend Nicht fehlen darf im Vereinsjahr das Skiweek end. Dieses Jahr ging es ins Berner Oberland nach Grindelwald. Die Geräteriege verbrachte ein gemütliches Wochenende mit unbeständigem Wetter. Von Sonne bis Regen war alles mit dabei. Hat es am Samstag noch geschneit, sorgte das warme Wetter am Sonntag in den tiefsten Gebieten für schmelzenden Schnee, der die Wiese zum Vorschein brachte. Trotzdem war das Skiweekend ein grosser Spass und es wird auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Grillplausch in Seppis Hütte In der ersten Woche der Sommerpause findet immer das Bräteln in der Waldhütte von Seppi Oehen statt. Es sind jeweils alle Vereinsmitglieder des STV Hitzkirch eingeladen. Gemeinsam wird ein gemütlicher Abend mit Bräteln und Zurückblicken auf das vergangene Vereinsjahr verbracht. Ein idealer Saisonabschluss.

Einige der Turner beim diesjährigen Turnfest in Triengen nach vollbrachter Leistung.

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Gegenseitige Unterstützung Die Mitglieder der Geräteriege schätzen die gegenseitige Hilfe, die Geduld der Leiter und die Kameradschaft sehr. So kann jeder auf jeden zählen, wenn es um Hilfe geht. Sei es in der Turnhalle beim Erlernen neuer Elemente oder beim Mitwirken für einen Anlass. Die Tipps und Tricks der erfahrenen Turner sind dabei für die Jungen eine grosse und wertvolle Stütze. An einem Strang ziehen – das steht bei der Geräteriege im Vordergrund. Denn alleine kommt man in diesem Sport nicht weit. So hoffen alle Mitglieder, dass die kommenden Jahre so erfolgreich werden wie es die letzten waren. Ganz getreu dem Gruppenruf vor den Sektionsprogrammen: Hoooopp Hetzchöuch!


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Die Polysportriege – ein (sport-)verrückter Haufen Auf dem Papier sind es 16 junge und jung gebliebene Männer, die gerne gemeinsam Sport treiben, ohne dass dabei der Wettkampfgedanke im Vordergrund steht. Die Geselligkeit geniesst einen ebenso hohen Stellenwert. Das alles zeichnet die Polysportriege aus. Freitagabend, 20.15 Uhr Es ist mal wieder soweit, die durchschnittlich 8.6 anwesenden Polysportler treffen sich zu ihrer allwöchentlichen Trainingseinheit in der IPH-Halle in Hitzkirch. Nachdem in der Garderobe die wichtigsten Neuigkeiten ausgetauscht wurden, begibt man sich in die Halle oder auf den Aussenplatz, um das Training zu starten. Schon beim ersten Spiel wird die Gemächlichkeit abgelegt und jeder gibt sein Bestes, denn Verlieren tut auch im Polysportalter immer noch weh. Die Favoriten sind seit je her die klassischen Hallenspiele wie Bänklitschutte, Völki, Sitzball, Wand-ab und viele weitere, die man schon früher in der Primarschule gespielt hat.

9 furchtlose Polysportler am Bubble-Turnier des FC Hitzkirch.

Ein dynamisches Leiterteam, von links: Christian Thali, Franz Müller.

Dies ist je nach Teilnehmer erst kürzlich oder doch schon ein paar Jahrzehnte her. Der Puls erreicht dabei seinen ersten Höhepunkt. Der richtige Zeitpunkt ist nun gekommen, etwas für Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu tun. In der Riege sind einige Jahre Geräteturn-, Fussballoder Leichtathletikerfahrung versammelt und ein jeder kennt ein paar Übungen, die den Polysportlern Schweissperlen auf die Stirn zaubern. Nachdem auch dieser Kraftakt dem Bauchansatz erfolgreich entgegengewirkt hat, folgt das grosse Finale. Beim letzten Spiel werden nochmals letzte Reserven mobilisiert, um ja nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Dies kann auch ab und zu dazu führen, dass ein Training nach bester «WETTEN DASS..?»-Manier überzogen wird. Dieser Spieleifer und Einsatzwille führt dann manchmal auch zu tagelangem Muskelkater. Oft hilft danach aber auch ein isotonisches Getränk in einer Beiz nach Wahl, wo dann auch das Training eingehendst analysiert wird und der gesellige Sportler nicht zu kurz kommt.

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Beim Training. Unter dem Jahr Auch unter dem Jahr kommt der gesellige Polysportler auf seine Kosten. Da die Polysportriege der Geräteriege angeschlossen ist, werden einige Anlässe zusammen durchgeführt. So trifft man sich vor den Sommer- und Weihnachts ferien zu einem gemeinsamen sportlich-kuli narischen Anlass. Oft wird dabei Brot in geschmolzenem Käse gebadet oder ein Filet im Schlauch geröstet, alte Geschichten aus dem Trainingsalltag und vergangenen Turnfesten aufgewärmt und natürlich auf ein Wiedersehen nach den Ferien angestossen.

sehen, war das Bubble-Fussballturnier die richtige Bühne, um deren Fähigkeiten einzusetzen. Eingepackt in einen grossen Luftballon versuchte man das Runde ins Eckige zu befördern. Dass dabei dem Gegner oft mehr Beachtung geschenkt wurde als dem Ball, kam der Spielweise der Polysportler sehr entgegen. So behielten sie dank knackigen Bodyhecks oft die Überhand und liessen ihre Gegenspieler über das Spielfeld kullern. Schlussendlich freute man sich sehr über den erreichten 4. Rang.

Glatteis und andere Kuriositäten Der gemeine Polysportler begibt sich gerne aufs Glatteis und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Das alljährliche Eishockeyspiel mit der Geräteriege bietet Hockeykunst vom Feinsten und lässt jeden Hockeyfachmann mit der Zunge schnalzen, wenn sich die wackeren Mannen in ihren Rüstungen auf dem Stock abstützen, um sich gegen die ungewohnte Unterlage und die Schwerkraft zu wehren und dabei Höchstwerte in der B-Note verdienen. Weniger gerüstet, dafür umso mehr aufgeblasen, betraten die Polysportler in diesem Jahr Neuland. In der Theorie alles Fussballexperten, in Wirklichkeit eher mit zwei linken Füssen ver-

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Das Bubbleturnier des FC Hitzkirch verleiht dem Fusball(er) ungewohnten Schwung.


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Unihockey Das Unihockey im STV Hitzkirch bildete sich im Sommer 2009 aus Mitgliedern der damaligen Jugi 3. Unter der Leitung von Thomas Stutz trainierten die Junioren eifrig und mit grosser Begeisterung jeweils am Freitagabend. die Teilnahme an regional durchgeführten Turnieren. Immer eines der Saisonhöhepunkte ist dabei das Unihockey-Turnier des UHC Ballwil. Auf weitere nennenswerte Ereignisse angesprochen, nennt Tobias den 2. Rang der Junioren 1 in der Meisterschaft 2013. Die Junioren 1 des UHC Ballwil konnten sich damals dank einem besseren Torverhältnis über den Pokalgewinn freuen.

Aufgrund der grossen Nachfrage teilte man die zahlreichen Jugendlichen schon bald in zwei Trainingsgruppen auf: Eine davon war für die jüngeren, eine andere für die älteren Spieler bestimmt. Weitere Leiter wie Dominik Deppeler, David Gut und Tobias Kost stellten in der Folge einen reibungslosen, intensiven und spannenden Trainingsbetrieb sicher. Da das Unihockey seit der Saison 2014/2015 an keiner regulären Meisterschaft mehr teilnimmt, konzentriert man sich auf

Tobias Kost, ein Mann der ersten Stunde, amtet seit dreieinhalb Jahren als Leiter und tut dies die vergangenen eineinhalb Jahre alleine. Seine Unihockeyaner trainieren nach wie vor in zwei Gruppen. Die Trainings finden jeweils am Samstag-Vormittag in der Turnhalle 1 in Hitzkirch statt: die Junioren 1 (bis und mit der 2. Oberstufe) von 8.30 bis 10.00 Uhr und die Junioren 2 (ab der 3. Oberstufe) von 10.00 bis 11.30 Uhr. Immer willkommen und gern besucht sind die bestens organisierten Lager des STV Hitzkirch. So freuen sich die Unihockeyaner auch im kommenden Jahr daran teilzunehmen. Als ein mittelfristiges Ziel nennt Tobias die Wiedereingliederung der Junioren 1 und 2 in die Meisterschaft des Swiss Unihockey oder der Sport Union Zentralschweiz.

Dynamische Unihockeyaner. 41


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Leichtathletikriege Die Leichtathletikriege, mit seinen insgesamt 73 Mitgliedern, 14 davon im RopeSkipping, darf mit Stolz auf ein sportlich erfolgreiches Vereinsjahr und diverse grandiose Anlässe zurückblicken. Vorstand Zweimal in einem Restaurant und etliche Male im Training trifft sich der Vorstand, bespricht und plant den gesamten Riegenalltag und führt Ende Vereinsjahr schliesslich die Jahresversammlung mit allen aktiven Mitgliedern durch. Der Vorstand besteht zurzeit aus: Patrick Kramis (Präsident), Reto Eichenberger (Technischer Leiter), Tiziana Zemp-Schmid (Kassier), Laura Rogger (Aktuarin) und Silvan Bösch (Mitgliederwesen).

Die Aussensportanlage der IPH in Hitzkirch. werden anders umgesetzt und der Energie freien Lauf gelassen.

Der Vorstand, von links: Patrick Kramis, Tiziana Zemp-Schmid, Reto Eichenberger, Silvan Bösch, Laura Rogger.

Um sich leichter den neuen klimatischen Verhältnissen anpassen zu können, startete eine kleine Delegation von Leichtathleten die Sommersaison im etwas wärmeren Tenero. Die doch erheblichen Temperaturunterschiede von der Halle nach draussen waren damit etwas erträglicher. So konnte bereits Anfang April drei Tage intensiv für die kommende Wettkampfsaison trainiert werden. Einige Athleten entdeckten in diesen Tagen bis anhin versteckte Talente in anderen Sportarten, sei das beim Tischtennisund Frisbee-Spielen oder beim Biken.

Trainiert wird durchs ganze Jahr Im Winter in der Halle und im Sommer auf der Asa der IPH. Nach den langen Wintermonaten in der Turnhalle in Gelfingen freuen sich alle Leichtathleten, wieder an der frischen Luft, auf der roten Bahn, Dampf abzulassen.

Dieses Wochenende bedeutete für die gesamte Riege gleichzeitig der Beginn der Aussentrainings. Diese finden jede Woche am Dienstag und Freitag statt, je ein Jugend- sowie anschliessend ein Aktivtraining. Für die ambitionierteren Athleten wird am Samstag ein zusätzliches Training in Luzern angeboten.

Wenn man beim Weitsprung wieder im Sand landen, eine normale Runde auf der Bahn laufen oder einen Speer in den Rasen anstelle des Tennisballs an die Wand werfen darf, dann ist der Sommer nicht mehr weit. Alle Disziplinen

Hinter den Trainings stehen immer topmotivierte Leiterinnen und Leiter, die ein ausgewogenes und spannendes Programm planen und dieses dann mit viel Herzblut an die jungen und auch schon etwas älteren Trainingsbesucher weitergeben.

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Wettkämpfe – das Trainierte wird auf die Probe gestellt Ob sich die vielen Trainings auch gelohnt hatten, erfuhr man schon bald an den ersten Wettkämpfen der Saison. Sei das an den diversen Strassenläufen oder an den Vorbereitungsmeetings im Frühsommer. Ein Highlight für die ganze Jugend war sicher der «Schnellste Seetaler», welcher wie jedes Jahr in Hochdorf stattfindet. Die LAR Hitzkirch nahm mit insgesamt 35 Kindern und Jugendlichen an diesem Anlass teil und belegte gleich sieben Podestplätze: Zweimal Gold, viermal Silber und einmal Bronze!

10 Athleten teilnehmen. An diesem Wochenende gewannen die Hitzkircher 10 Medaillen, wobei sich Alina Zehnder im Speer und Dimitri Fähndrich im Diskus ab sofort als Innerschweizer Einkampfmeister bezeichnen dürfen! LAR-Jugend Wenn die 39 Kinder und Jugendlichen der Leichtathletikriege zweimal in der Woche die Aussensportanlage der Polizeischule stürmen, sind die Leiterinnen und Leiter gefordert, um alle jungen Leichtathleten irgendwie zu beschäftigen. Mit altersgerechten, vielfältig gestalteten und spannenden Trainings gelang dies in der Regel problemlos. In diesen 90 Minuten wird fleissig für die bevorstehenden Wettkämpfe trainiert und nebenbei natürlich auch immer viel gelacht. Des Öfteren konnte das Training an heissen Sommertagen mit einer Wasserschlacht beendet werden, was nicht zuletzt auch bei den Leiterinnen und Leitern feuchtfröhliche Spuren hinterliess. UBS-Kids-Cup, durch die LAR organisiert und durchgeführt Am 15. Juni fand auf der Aussensportanlage der Schule Hitzkirch der UBS-Kids-Cup und der «Schnellste Hitzkirchertaler» statt. Bei optimalem Leichtathletikwetter konnte ein fantastischer Wettkampf für alle Kinder und Jugendlichen aus der Region durchgeführt werden. Und schöner könnte es nicht sein: In diesem Jahr stammen die beiden schnellsten Hitzkirchertaler aus der LAR Hitzkirch. Der UBS-Kids-Cup war wie jedes Jahr ein Erfolg und ein eindrückliches Erlebnis für

Schnell, schneller, der schnellste Seetaler? Anfang Juni versuchten sich dann wieder viele Leichtathleten am Baldeggerseelauf und hofften dort auf schnelle, ausdauernde Beine. Adrian Walthert ist das sehr gut gelungen: Sein persönliches Ziel war es, die 10 Meilen unter einer Stunde zu absolvieren. Er lief mit einer souveränen Zeit von 59:30 Minuten in Hitzkirch ein. An den Innerschweizer Einkampfmeisterschaften in Luzern konnte die Leichtathletikriege mit

Der 60-Meter-Sprint am UBS-Kids-Cup.

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alle Wettkampfbegeisterten. Ermöglicht haben dies nicht zuletzt auch die zahlreichen tollen Helferinnen und Helfer aus dem STV Hitzkirch. Anlässe ausserhalb der Trainingszeiten Neben der Leichtathletik dürfen natürlich auch das polysportive Training und der gemütliche Teil nicht fehlen. Ein intaktes Vereinsleben bietet selbstverständlich noch viele andere Anlässe. Erwähnenswert ist das alljährlich stattfindende Skiweekend, welches die LAR Hitzkirch in diesem Jahr bei Schneefall, Regen und Sonnenschein auf die Lenzerheide führte. Ende März versuchte sich der Vorstand gemeinsam mit den Leiterinnen und Leiter beim Curlingspielen. In der Eishalle wurden sämtliche Teilnehmer vom Instruktor gleichermassen gefördert und gefordert. Der, oder der eine oder andere Neo-Curler entlockte den Mitspielern mit einem perfekt platzierten Stein wahre Begeisterungsstürme. Auch für Nachwuchs ist die Leichtathletikriege besorgt: Luzia und Christian Thali wurde zur Geburt ihres Till Johann eine Blumenkiste mit besten Grüssen und Glückwünschen überreicht.

(Leicht-) Athletische Curlingsportler.

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Für die Turnshow wurde der Tartanbelag gegen den Boxring getauscht Um eine Turnshow auf die Beine stellen zu können, ist Zusammenarbeit gefragt. Schon Ende 2015 wurde an einem möglichen Programm herumgetüftelt und in der Turnhalle ausprobiert. Daraus entstand die Idee, je eine vom Sport begeisterte LAR von anno dazumal und von heute in einer witzigen und mitreissenden Show darzustellen. Der frenetische Applaus des begeisterten Publikums war der verdiente Lohn.

Aufwärmen für den Kampf im Boxring.


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Der Swiss-Lauftreff bewegt das Hitzkirchertal Der Lauftreff ist eine Erfolgsgeschichte. Gegründet 1985 als Vorbereitung für den Luzerner Stadtlauf erlebte er in der Folge eine rasante Entwicklung. Inzwischen findet die grösste Lauf- und Walkingveranstaltung der Zentralschweiz an 33 Standorten mit jährlich über 52000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Im Jahr 2003 tüftelte Philipp Wermelinger, damaliger Oberturner des STV Hitzkirch, gemeinsam mit Heinz Rohrer und Mark Fehr, beides passionierte Läufer, an einem Konzept für die Übernahme des bestehenden Fit- und Lauftreffs in die Region Hitzkirchertal. Gerade weil der STV Hitzkirch als Organisator des Baldeggerseelaufs einen guten Ruf in der Läuferszene genoss und der Fit- und Lauftreff sich enormer Beliebtheit erfreute, erkannten die drei das grosse Potenzial, um Synergien nutzen zu können. Man wollte die bestehenden 21 Standorte in der Zentralschweiz mit einem Standort Hitzkirch ergänzen.

Philipp stellte das Projekt an der GV 2003 vor und betonte dabei die Wichtigkeit, es seitens STV Hitzkirch zu unterstützen. Die Initianten platzierten entsprechende Berichte im «Seetaler Bote» und im «Hitzkirchertaler». Parallel dazu wurde im Magazin «Inform» des Turnverbandes LU, OW und NW der STV Hitzkirch vorgestellt. Man berichtete, dass das breite Trainingsangebot neu mit einem Fit- und Lauftreff ergänzt wurde. Der Startschuss zum ersten Lauf- und Walkingtreff am Standort Hitzkirch fiel am 30. März 2004 um 19.00 Uhr auf der Aussensportanlage des ehemaligen Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerseminars. Das kostenlose und vereins unabhängige Angebot beinhaltete gesundheitförderndes Ausdauertraining für Lauf- und Walkingenthusiasten in verschiedenen Leistungsgruppen. Der Regionalleiter Mark Fehr war im ersten Sommer gemeinsam mit Marianne und Xaver Galliker, Doris Amrein und Heinz Rohrer verantwortlich für die Trainings. Im folgenden Vereinsjahr kam mit Elvira und Hans Fischer noch ein weiteres Leiterpaar hinzu. Die Mitglieder des Leiterteams wurden in der Folge als Passivmitglieder in den STV Hitzkirch aufgenommen. Erfreulicherweise engagierten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Läuferinnen und Läufer im OK des Baldeggerseelaufs.

Das Swiss-Lauftreff Leiterteam 2016, Standort Hitzkirch: oben, von links: Patrick Ineichen, Hans Fischer und Mark Fehr; unten, von links: Conny Widmer und Elvira Fischer.

Der Standort Hitzkirch steht nach wie vor unter der Leitung von Mark Fehr und seinem Leiterteam. Man trifft sich jeweils am Dienstagabend um 19.00 Uhr bei den Sportanlagen der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch IPH.

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Getreu nach dem Motto «Kameradschaft pflegen» gehören gemütliche Anlässe wie ein «Brötliobig», ein «Bikeobig», ein «Dessertobig» und ein Wandertag ebenfalls zum attraktiven Jahresprogramm.

Der Swiss-Lauftreff setzt sich zum Ziel, die Bevölkerung zu sportlicher Aktivität zu motivieren und dadurch einen Beitrag zur Förderung der Volksgesundheit zu leisten. Er will offen sein für alle Menschen, die Freude an der Bewegung im Freien und an der Kameradschaft haben.

Die Neue Luzerner Zeitung AG hat als Veranstalterin des LZ Lauftreffs 31 Jahre lang erfolgreich Lauf- und Walkinggeschichte geschrieben. Da die Veranstaltung nicht zum Kerngeschäft des Medienunternehmens gehörte, hat man sich entschlossen, den LZ Lauftreff per Anfang 2016 an eine neue Trägerorganisation, den SwissLauftreff, zu übergeben. Der Swiss-Lauftreff setzt auch in Zukunft auf das altbewährte Team und seine Prinzipien: Er bleibt eine vereinsunabhängige, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht leistungsbezogene und kostenlose Organisation, die der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitserhaltung dient.

Die Teilnehmer des Swiss-Lauftreffs Hitzkirch unterhalb vom Schloss Heidegg.

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Rope Skipping Rope Skipping, was ist das, fragen sich viele Leute? Einst als Kinderspiel bekannt, hat sich das Seilspringen zu einer Wettkampfsportart entwickelt und wird in unterschiedlichen Formen ausgeübt: alleine (Single Rope), zu zweit (Pairs, Chinese Wheel) oder in Gruppen (Chinese Wheel, Double Dutch). In dieser Sportart werden Schweizer-, Europaund Weltmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen durchgeführt. Beim Einzelspringen verfolgt man beispielsweise das Ziel, in einer gewissen Zeit – je nach Schwierigkeitsstufe zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten – möglichst viele Sprünge zu machen (Speeden) oder trainiert die unterschiedlichsten Sprungvariationen, sogenannte Tricks. Beides ist Teil des entsprechenden Wettkampfs. Die Tricks werden in einer einstudierten Kür mit Musik gesprungen.

Damen des STV Hitzkirch im Einsatz. Das Springseil ist nicht nur aus konditioneller Perspektive her interessant. Aufgrund der anspruchsvollen und sich oft überkreuzenden Bewegungsvielfalt werden die linken und rechten Gehirnhälften gleichermassen stimuliert und deren Aktivität koordiniert gefördert. Beim Rope Skipping lassen sich sehr schnell erfreuliche Fortschritte erzielen. Die Herausforderung, sich laufend neuen «Tricks» anzunehmen, macht diese Sportart enorm spannend.

Schweizer Meisterin Lara Zedi vom Satus Kriens an der Seetaler Speed Trophy. Beim Pairs springen zwei Springer miteinander eine Synchronkür, in welcher «verschmolzene» Kombinationen eingebaut sind. Diese Fähigkeit ist vor allem beim Teamwettkampf in der höchsten Kategorie gefragt. Das 4- bis 6-köpfige Team beweist sein Können beim Single Rope Speeden über 30 Sekunden, beim Double Dutch Speeden über 4 mal 30 Sekunden (zwei lange Seile werden gleichzeitig gegeneinander geschwungen) und in einer gemeinsam vorgetragenen Show, in welcher alle möglichen Seilund Sprungvariationen choreographiert und mit Musik untermalt sind.

Schon seit 1999 trainieren motivierte Rope Skipper in der Turnhalle Altwis unter der Leitung von Heidi Hartmann und nun von Nadja Weibel und Nicole Egli. Diese Sportart war zunächst eines der Angebote im «Body Train». Im September 2011 wurde die Trainingsgruppe vom STV Hitzkirch aufgenommen und ist heute der Leichtathletikriege angegliedert. Die Trainings finden jeweils dienstags in zwei Leistungsgruppen statt: Die eine ist für Anfänger, die andere für Fortgeschrittene bestimmt. Die Gruppe nimmt des Öfteren an schweizerischen Wettkämpfen teil und erreichte schon mehrmals hervorragende Medaillenränge.

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Der STV Hitzkirch an der Seetaler Speed Trophy. Die Turnshow «la terza terra» war eine willkommene Bühne, um die talentierten Rope Skipper mit einer gelungenen Darbietung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am 3. Juli 2016 wurde die Seetaler

Speed Trophy ein erstes Mal in Ermensee durchgeführt. Nebst den Speed-Wettkämpfen vermittelten unterhaltsame Workshops der interessierten Teilnehmerschar Einblick in das Rope Skipping.

Seetaler Speed Trophy – Adieu, bis im nächsten Jahr!

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Männerriege – die anderen Jubilare der Jubilare Sportliche Tätigkeiten und Kameradschaftspflege mit geselligen Stunden wechseln sich ab im Riegenjahr. Männer im unterschiedlichsten Alter nehmen in den Trainings Rücksicht aufeinander und ein beliebtes Spiel bildet meistens den Abschluss des Trainingsabends. Die Männerriege feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsreise ins Piemont vom 27. bis 30. Oktober 2016.

Das neue «Outfit» gefällt und macht stolz. Zu Beginn eines jeden Halbjahres werden die Männerriegler vom TK über die besonderen Anlässe informiert. Die Turnhalle 2 an der Ermenseestrasse ist am Montag für die Männerriege reserviert. Wenn es das Wetter zulässt, beginnt der Abend in den wärmeren Monaten oft mit einem kurzen Jogginglauf. Das vielseitige Training in der Halle fördert Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft, Muskulatur und Koordination. Die Gesundheitsförderung steht an erster Stelle, wobei der individuelle Ehrgeiz durchaus seinen richtigen Stellenwert hat. Die Polysportriege und die Männerriege haben sich für die Turnshow «la terza terra» zu einem gemeinsamen Auftritt entschlossen, was ein Training zu Beginn des Jahres nicht mehr wie gewohnt zuliess. Man spürte aber allseits Verständnis und die Vorbereitungen für die tolle Turnshow wurden diszipliniert und motiviert gemeistert.

Volleyball: Zielsetzungen und Abwechslung Eine Untergruppe unter dem Coaching von Paul Stocker beteiligt sich seit vielen Jahren an der INV-Volleyballmeisterschaft, welche im Oktober mit der Vorrunde beginnt. Die Rückrunde findet jeweils im März statt. Viele Jahre mischte man in der stärkeren A-Gruppe vorne mit, in letzter Zeit entwickelte man sich jedoch zu einer «Treppenmannschaft». So musste man heuer zum 2. Mal die Relegation in die B-Gruppe in Kauf nehmen. Für die kommende Meisterschaft gilt nur das Eine: Man will wieder A-klassig werden! Einige Volleyballturniere – die teilweise auch schon gewonnen werden konnten – garantieren, dass man «im Schuss» bleibt. Auch der eine oder andere Abend wird mit einem Volleyballspiel beendet. Zusätzlich ist man bei den Trainings der Mixed-Mannschaft willkommen. So richtig lustig ist es, wenn ein Montagstraining in die schöne Beach-Volleyball-Anlage verlegt wird. Man wird nicht jünger, da werden Grenzen ganz klar aufgedeckt. Aktivitäten ausserhalb der Turnhalle Bereits eine Woche nach der letzten Riegenversammlung begrüsste Organisator Roman Bütler die Riegenmitglieder zum Riegenausflug; stets willkommen sind dabei auch die Gemahlinnen. Reiseziel war die Engstligenalp. Beim Aufstieg wurde mächtig geschwitzt und am Abend wurden wir von den Berner Kameraden zu vorgerückter Stunde in die Kunst des Hornussens eingeführt. Nach einem kurzen Aufstieg am Morgen früh ging es im Berner Oberland durch die herrliche Bergwelt nur noch «netsi», sodass im Gegensatz zum Vortag auch ein angeregter Schwatz wieder eher Platz hatte.

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Gemütliche Velofahrt im Seetal zum Ausklang des Riegenjahres.

Die Brüder Guido und Urs Furrer beim Entschlige-Wasserfall. Sie vielen Jahren ist Peter Frei für den Stand an der Hitzkircher Kilbi verantwortlich, welche jeweils am 4. Oktobersonntag das Dorfzentrum in Beschlag nimmt. Trauben und der süsse oder veredelte Saft daraus bilden das Warenangebot für das Losglück. Je nach Wetter sind die im Riegenhemd oder Vereinstrainer auftretenden Männer bestrebt, die Lose an die Frau bzw. an den Mann zu bringen und entsprechende Kontakte zu pflegen. Die Kilbi ist auch ein beliebter Treffpunkt für Heimweh-Hitzkircher.

Peter Frei und Werner Hofer an der Chilbi in Hitzkirch.

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Einen festen Bestandteil im Jahresprogramm bilden der Fondueplausch und das «Wellnessen» in Schinznach Bad. Weil der 29. Februar dieses Jahr auf einen Montag fiel und man sich bis ins Jahr 2044(!) gedulden muss, bis dieses spezielle Datum im Schaltjahr wiederum auf einen Montag fällt, wurde an diesem Abend ein CurlingEvent in Küssnacht angeboten. Dieses einmalige Erlebnis wollte sich fast kein Männerriegler entgehen lassen. Das Skiweekend von Anfang März in Braunwald organisierte Urs Furrer. Klein aber fein war die Teilnehmerrunde, welche sich auch neben der Piste bestens amüsierte. Riegenversammlung: Der Riegenmeister wird erkoren Die Disziplinen Kegeln, Fit-Test, Crosslauf, Minigolf, Pistolenschiessen, der Turnprobenbesuch sowie die Teilnahme an der Riegenversammlung werden in der Riegenmeisterschaft ausgewertet. Für die bisherige Disziplin 25-Meter-Pistolenschiessen wird für die kommenden Jahre eine neue Herausforderung gesucht. Jährlich wird der Riegenmeister ermittelt, welcher einen Wanderpreis in Empfang nehmen darf. Im Riegenjahr 2015/16 siegte Paul Stocker vor Kannan Brunner und Heinz Wüest. An der letzten Versammlung übergab Herbert Hartmann nach über 20 Jahren die Riegenkasse in die Hände von Roland Syfrig. Herbert wurde in die durchlauchte Gesellschaft der Ehrengilde aufgenommen und einen Monat später zum STV-Ehrenmitglied ernannt.


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vom 9. Juni 2016 wurde er als «laufendes Urgestein» vorgestellt. In der letzten Saison konnte er fast alle bestrittenen Läufe in seiner Kategorie für sich entscheiden.

Herbert bei seiner Verabschiedung als Kassier. Der Laufsport bewegt Als im Herbst 2007 der Luzerner Marathon zum ersten Mal stattfand, waren gleich fünf Männerriegler am Start. Beat Bucher, Noldi Eichenberger, Werner Eiholzer, Guido Estermann und Benno Stocker haben diesen Lauf erfolgreich gemeistert. Mit einer Zeit von 2:55:27 vollbrachte Guido Estermann eine hervorragende Leistung. Inzwischen ist es um diese Lauftalente teilweise etwas ruhiger geworden und mit Seppi Oehen ist ein neuer Stern zum «Laufkönig» aufgestiegen. Seine Freude am Laufen ist seit einigen Jahren ungebrochen. Im «Seetaler Bote»

Jubiläum im Jubiläum Am 7. Oktober 1991 wurde die Männerriege des STV Hitzkirch gegründet. Die Männerriegler können auf eine sehr aktive und abwechslungsreiche Riegenzeit zurückblicken und es gäbe viele nennenswerte Meilensteine. Genau 25 Jahre später, am 7. Oktober 2016 war Zeit, um zurückzublicken und sich an das eine oder andere Geschichtchen zu erinnern. Zu dieser Jubiläumsfeier waren auch sämtliche ehemaligen Riegenmitglieder eingeladen. STV Hitzkirch, Männerturntag und Turnverband: eng verbunden Seit vielen Jahren organisiert jeweils eine Männerriege im Einzugsgebiet des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden den beliebten Männerturntag. In 3er-Gruppen werden in den Disziplinen 6-Minuten-Lauf, Kugelstossen, Prellball, Korbball, Zielwurf, Unihockey und Rugby Schnelligkeit und Geschicklichkeit getestet. Der diesjährige Männerturntag in Wolhusen fiel mit dem

Die Gründungsmitglieder der Männerriege an der Jubiläumsfeier. Hintere Reihe von links: Werner Hofer, Toni Wigger, Paul Stocker, Andreas Müller. Vordere Reihe von links: Urs Furrer, Roman Bütler, Alois Jenny, Peter Frei.

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zentrum Hitzkirch auch mithalf. In den Jahren 2009 und 2015 organisierte die Männerriege Hitzkirch den Männerturntag mit jeweils fast 400 Mitwirkenden. So kurz nach der Turnshow beim Schloss Heidegg sind einige Männerriegler bereits wieder in neuen OKs vertreten. Vorbereitet werden Verbandsanlässe: Mitte Mai 2017 werden rund 300 Veteranen unseres Turnverbandes in Ermensee zur Landsgemeinde empfangen und im Juni 2018 findet in Hochdorf das Verbandsturnfest LU/OW/NW statt, wo etwa 10 000 Turnerinnen und Turner erwartet werden.

Noldi Eichenberger stösst die Kugel höher als «haushoch». Baldeggerseelauf zusammen, weshalb nur eine Mannschaft an den Start gehen konnte. Kannan Brunner, Noldi Eichenberger und Benno Stocker erreichten den ausgezeichneten 4. Rang von 28 teilnehmenden Mannschaften in der Kategorie 4. Kannan und Benno umrundeten an diesem Tag – quasi als Dessert – noch gemeinsam den Baldeggerseelauf in einer ansehnlichen Zeit von 1:22:24 Stunden. Selbstverständlich war, dass dieses Trio am Abend beim Abräumen im Dorf-

Unsere sportliche Lebensphilosophie (Begleitschreiben zum Halbjahresprogramm): In den kalten Monaten geniessen wir drinnen Wärme und Geborgenheit, ruhige Momente und freie Abende schätzen wir besonders in dieser Zeit. Aber allzuviel Ruhe ist nichts für das echte Mitglied der Männerriegen, am Montagabend schlägt er zu und trifft damit gleich mehrere Fliegen: Bewegung, Schwitzen und Fit trimmen sind tolle Eigenschaften, der Männerriegler kann auch das verdiente Bier sehr wohl verkraften. Und so halten wir uns fit, haben Gemütlichkeit und bleiben gesund, in der Männerriege läuft es doch einfach gut und kugelrund!

Vorstandssitzung im Restaurant Sternen, Gelfingen.

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Volleyballriege Die Volleyballriege des STV Hitzkirchs ist eine aktive und junge Riege. Speziell im Fokus stehen die Nachwuchsförderung, der Teamgeist und der Spass am Volleyball spielen. Beim Volleyball geht es nicht nur darum, den Ball übers Netz zu spielen und auf der gegnerischen Seite zu versenken. Die Sportart fasziniert durch Teamgeist, Ballkontrolle und Athletik. Nebst den sozialen Aspekten werden Kraft, Koordination und Technik geschult, letztlich immer mit dem Ziel, Spass zu haben.

Der Vorstand, von links: Selina Stocker, Sarah Trüssel, Roland Christen, Michèle Rudolf, Stefanie Isenschmid. Insgesamt zählt die Riege 53 Mitglieder. Diese verteilen sich auf vier Mannschaften: U17, Damen RVI, Damen INV und Mixed. So gibt es für alle Volleyballinteressierten – unabhängig von Alter und Geschlecht – eine passende Mannschaft. U15 Da nur wenige Spielerinnen eine Lizenz für die U15 gelöst haben, ist das Team auf die Hilfe der jüngeren Mädchen aus den Damen RVI angewiesen. Somit spielt es in dieser Saison ausnahmsweise in der Kategorie U17. Mitglieder der Volleyballriege. Die breitgefächerte Sportart wird auch vom STV Hitzkirch angeboten. Im Jahr 1992 wurde die Volleyballriege gegründet. Seither hat sich die Riege der Aufgabe verpflichtet, den Volleyballsport zu fördern und sich aktiv für den Nachwuchs einzusetzen. Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern: Präsidentin Stefanie Isenschmid, Technische Leiterin Sarah Trüssel, Kassier Selina Stocker, Schreiber- und Schiedsrichterwesen Roland Christen.

Die U15 eignet sich für Spielerinnen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Momentan trainieren zehn Mädchen in dieser Mannschaft. Das Training findet jeweils am Montag statt. Stephanie Jung, Deborah Kiesgen und Florence Gries vermitteln mit lehrreichen Trainings die Grundkenntnisse des Volleyballspielens. Neben den regulären Trainings nimmt die Mannschaft auch an Minivolleyball-Turnieren teil. So können die jungen Volleyballerinnen erste Spielerfahrungen sammeln und sich gegen andere Mannschaften messen.

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schaft teilzunehmen. RVI ist die Abkürzung für Regional Verband Innerschweiz. Dieser Verband bietet eine Meisterschaft für lizenzierte Spielerinnen an und die Teams können sich in verschiedenen Ligen gegeneinander messen und am Ende jeder Saison eine Liga auf- oder absteigen.

Die Volleyballerinnen der U15. Bei der U15-Mannschaft ist eine bestmögliche Grundlagenausbildung enorm wichtig. Nebst der Technik gehören auch die sozialen Aspekte dazu. Zudem sollen motivierte und talentierte Spielerinnen und Spieler gefördert werden. In Ergänzung zur internen Ausbildung versucht die Volleyballriege, sich immer mehr mit regionalen Clubs zu vernetzen. So steht der späteren Integration von Juniorinnen in die eigene Damenmannschaft oder in eine höher spielende Mannschaft eines anderen Clubs nichts mehr im Wege. Ein Junioren-Team bietet die Volleyballriege leider momentan nicht an. Allerdings hat die Technische Leiterin Sarah Trüssel eine Zusammenarbeit mit dem Volleyballverein Audacia Hochdorf aufgebaut. So können Knaben aus dem Hitzkirchertal das Volleyballspielen in Hochdorf zusammen mit anderen Jungs erlernen und später in eine Junioren oder Herrenmannschaft desselben Vereins wechseln. Damen RVI Haben die Spielerinnen der U15-Mannschaft ein gewisses Alter und Spielniveau erreicht, gibt es die Möglichkeit, in die Damen RVI zu wechseln. Hier spielen ambitionierte Juniorinnen zwischen 14 und 20 Jahren. Unter der Leitung von Noldi Bürgi trainieren die 12 Spielerinnen zwei Mal pro Woche. Die Trainings sind anspruchsvoll und darauf ausgerichtet, an der RVI Meister-

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Das Damenteam des RVI. Damen INV In der Damen INV-Mannschaft (Interverband Nichtlizenzierter Volleyball) spielen 11 ambitionierte Spielerinnen zwischen 33 und 49 Jahren. Trainiert wird einmal in der Woche am Dienstag. Die INV Damen nehmen zusätzlich an der INV Meisterschaft teil. Dies ist ein Angebot vom

Ambitionierte Spielerinnen des INV.


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Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden, welches nichtlizenzierten Vereinen der Innerschweiz ermöglicht, sich in verschiedenen Stärkegruppen zu messen. Gecoacht wird die Mannschaft von Nicole Räber und Fabienne Meier. Für das Administrative ist Michèle Rudolf zuständig.

Beachvolleyball Sonne, Strand und Sport im Freien – Im Sommer wird die Saisonpause genutzt und im Freien trainiert. Dank der fast neuen Beachanlage der Gemeinde Hitzkirch kann die Volleyballriege ihre Trainings im Sommer nach draussen verlegen. Das Spielen im Sand ist eine willkommene Abwechslung zu den Hallentrainings.

Mixed Wie der Name Mixed schon sagt, spielen in diesem Team Damen und Herren zusammen. Die elf spielbegeisterten Volleyballerinnen und Volleyballer sind zwischen 34 und 62 Jahren. Da sehr viele Spielerinnen der Damen INV auch im Mixed spielen, findet ein gemeinsames Training der beiden Mannschaften statt. So profitieren beide Teams von abwechslungsreichen und lehrreichen Trainings unter der Leitung von Paul Stocker. Bei den langjährigen Spielerinnen und Spielern kommen Freude und Ehrgeiz nicht zu kurz. Nebst diversen Freundschaftsspielen und Plauschturnieren nehmen sie auch jährlich an der INV-Meisterschaft des Innerschweizer Turnverbandes teil.

Eifrige Plausch-Beachvolleyballer am diesjährigen Turnier. Anlässe Die Volleyballriege veranstaltet nebst den Anlässen des Gesamtvereins ein riegeninternes Volleyballturnier. Da nicht alle Mannschaften gleichzeitig und gemeinsam trainieren, ist dies die beste Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu machen, in neu zusammengewürfelten Teams Volleyball zu spielen und einen geselligen Abend miteinander zu verbringen. Ebenfalls organisiert die Riege auch jährlich ein Plausch-Beachturnier. Dieses findet nun zum dritten Mal statt und ist offen für alle Volleyballbegeisterten.

Die Damen und Herren des Mixed-Teams.

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OKs und Kommissionen BODY TRAIN Bewegen – Wohlfühlen – Entspannen «Turnverein 2000» war die Bezeichnung eines Projektes, das der damalige Eidgenössische Turnverein ETV, der Schweizerische Frauenturnverband SFTV sowie der Schweizerische Landesverband für Sport SLS in den Jahren 1980–1984 gemeinsam lanciert hatten. Der STV Hitzkirch leistete einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses Projekts und wurde am 12. Januar 1985 vom ETV und SLS ausgezeichnet. 16 Turnvereine, darunter auch der STV Hitzkirch, stellten sich schweizweit für diesen Versuch als Modellverein zur Verfügung. Ziel war es in einer ersten Phase, Sportkurse für Nicht-Vereinsmitglieder anzubieten. Damit wollte man die Konkurrenzfähigkeit der Turnvereine im stetig wachsenden Freizeitangebot stärken.

Das erste Kursangebot in Hitzkirch beinhaltete die Jazz-Gymnastik, das Volleyball und das Sie+Er-Turnen. Während die konservative Landbevölkerung das gemeinsame Turnen wenig schätzte, waren hingegen die Jazz-Gymnastik mit 70 Teilnehmern und der Volleyballkurs mit 18 Interessierten hingegen ein voller Erfolg. Das Volleyballspielen entwickelte sich in der Folge prächtig, sodass aus diesem Kurs später eine eigene Riege entstand. Das Kursangebot für Nicht-Vereinsmitglieder wurde sukzessive ausgebaut und so fanden in den 90er-Jahren zeitweise bis zu 18 wöchentliche Trainings statt.

Von links nach rechts: Vreni Affolter, Adeline Müller, Peter Frei, Evi Bürgi, Simona Beeler.

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In all den Jahren trainierten, schnauften und schwitzten mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler in den verschiedenen Hallen von Hitzkirch und der näheren Umgebung. Die Kursleitung war stets bemüht, das Kursangebot den aktuellen Trends anzupassen – oder sogar etwas Neues zu wagen. Ein gutes Beispiel dafür war der 1. Seetaler Aerobic-Marathon im Jahr 2000, welcher in der Folge elf Mal durchgeführt wurde. Ebenfalls guten Anklang fand ein neuer Trend aus Amerika: das Rope-Skipping (Seilspringen), es erweiterte damals das attraktive Angebot. An nationalen Meisterschaften erkämpfte man sich in dieser jungen Sparte grossartige Podestplätze.


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Nachstehend aufgeführte Kurse konnten bislang durchgeführt werden: Bauch-Beine-Po

Mixed-Impact

Body-Forming-Toning

Power-Aerobic

Fatburn

Rückengymnastik

Gesundheitsgymnastik Shiatsu Jogging für alle

HipHop

Fit durch den Sommer Step-Aerobic

Peter Frei trägt seine Leiterin Petra Zeder-Lang auf Händen.

(nur während der Sommerferien)

Walking

Fit über den Mittag

Die 7 Tibeter

Fit + Stretch

Selbstverteidigung

Der Jahrtausendwechsel bescherte dem Projekt TV 2000 einen neuen und zeitgemässen Namen: Body Train. Viele neue Fitness-Trends und der Wettbewerb mit zahlreichen privaten Anbietern stellte Body Train immer wieder vor grosse Herausforderungen. Ein sechsköpfiges Leiterinnen-Team unter der Führung von Peter Frei hat sich dieser Aufgabe auch in diesem Jahr angenommen und bietet folgende, attraktive Kurse an: Dance for Kids (Simona Beeler), NIA (Maria Hess), Rückengymnastik (Vreni Affolter), Zumba (Evi Bürgi), Body Forming (Petra ZederLang) und Body Fit (Adeline Müller).

Kids Dance: Simona Beeler mit ihren jungen Tänzerinnen.


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38. Baldeggerseelauf 2016 Parkieren ab Freitagmittag verboten! Dieses Schild auf dem Pauliparkplatz ist das erste Zeichen, das viele Sportlerherzen höher schlagen lässt. Wenn dann am Freitagabend innert kürzester Zeit ein Festzelt den Parkplatz «verschönert» ist das die Gewissheit, dass der Baldeggerseelauf vor der Türe steht.

V. l. n. r.: Noldi Bürgi (Streckenchef), Regula Rast (Sponsoring), Peter Wigger (Bauwesen), Luzia Mächler (Finanzen), Eugen Zehnder (Bauwesen), Pia Koller (Catering), Jolanda Estermann (Presse/Werbung), Stefanie Bieri (Sekretariat/Website), Andreas Thali (Rennchef), Nicole Galliker (Anmeldung), Michael Rüedi (Gaben), Vreni Beeler (Catering), Andrea Leisibach (Administration/Marketing), Guido Estermann (Präsident), Markus Gries (Finanzen). Am Samstagmorgen herrscht emsiges Treiben. Fleissige Hände verwandeln das Dorfzentrum in ruhiger und abgeklärter Art in ein farbenprächtiges Festgelände: Startflagge hissen, Speakerwagen installieren, Zielbogen aufstellen, an Absperrgittern die zahlreichen Werbebanden platzieren und eine leistungsstarke Festwirtschaft einrichten. Die privaten Standbetreiber verleihen dem Gelände eine Stimmung wie an grossen Laufmessen. Um den Baldeggersee herum zeigen die Kilometertafeln und eingerichteten Wasserposten an, dass hier schon bald durstige

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Kehlen dankbar Wasserbecher und Schwämme entgegennehmen werden. Man spürt die Routine, Hektik findet man kaum, schliesslich hat man nach 37 erfolgreichen Laufveranstaltungen auch eine gehörige Portion Erfahrung. Damit das auch so bleibt, ist das OK Baldeggerseelauf besorgt. Die eingespielten, langjährigen Mitglieder organisieren in vier Sitzungen alles Notwendige. Bereits im Herbst wird mit dem Versand des Sponsorenbriefes der nächste Lauf lanciert.


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Auf die Plätze,… Der erste Start um 13.30 Uhr gilt den Pföderis. Mit der tatkräftigen Hilfe von Mami und Papi rennen die drei- bis vierjährigen Kids 280 Meter, die meisten staunend oder strahlend, einige auch weinend. Die lautstarken Anfeuerungen am Streckenrand zeigen die Beliebtheit dieser Kategorie. Mit jedem weiteren Start steigt die Selbstständigkeit der Kinder. Ruhig und manchmal schon fast «professionell» werden die Dorfrunden unter die kleinen Füsse genommen. Auch zeitweilige Regengüsse können der Begeisterung nichts anhaben. Der gewonnene Pokal geniesst schon bald immense Bewunderung, und der Gang zum Glace-Stand ist eine weitere Belohnung.

Das Hauptfeld auf dem Weg rund um den Baldeggersee. Mit dem Startschuss, abgefeuert von Ständerat Damian Müller, wird das grosse Starterfeld auf die zehn Meilen «Rund um den Baldeggersee» geschickt. Bereits auf der Dorfrunde werden die Athletinnen und Athleten durch viele Zuschauer und Fans angefeuert und zu Bestleistungen getrieben. Das ideale Laufwetter lässt schnelle Zeiten zu, manch persönliche Bestleistung wird unterboten. Nach 51:39 Minuten läuft Berhe Zeremariam als Sieger durch den Zielbogen. Als schnellste Frau darf sich Arlette Meier-Hunger mit eine Zeit von 1:04:04 feiern lassen. Den Teamlauf Seetal-Trophy entscheidet im Mixed «Running Gag» für sich. In der Kategorie Frauen gewinnt das Team «Staffel» und bei den Männern «Die langsamen Drei».

Die Mädchen der Kategorie Piccolo gleich nach dem Start. …fertig, los! Ambitionierte Läuferinnen und Läufer der Kategorien U18 und der offenen Kategorien Frauen/Männer drücken beim Schlosslauf mächtig aufs Tempo, was die Siegerzeit von Hannes Zimmermann von 14:44 Minuten für die 4.5 km zeigt. Der Schlosslauf ist ein idealer Einstieg in die Laufszene, viele Startende sind zwar etwas länger, aber keineswegs mit weniger Engagement und Befriedigung unterwegs.

Den Titel «Schnellscht Hetzchelertaler» holt bei den Männern Patrick Willcock, Müswangen (56:30 Minuten), und bei den Frauen Oliwia Jedrych, Hitzkirch (1:10:18). Es härzlechs Dankeschön In der voll besetzten Festwirtschaft läuft das Servicepersonal zur Höchstform auf, um dem gewaltigen Ansturm gerecht zu werden. Während die Siegerehrung im Gange ist und die Gewinner ihre verdienten Preise abholen, sind wieder wieselflinke Hände im Einsatz. Keine zwei Stunden nach dem letzten Zieleinlauf ist die Rennstrecke wieder aufgeräumt. Weniger pressiert es

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Die Sieger der Seetal Trophy, «Die langsamen Drei». Von links: Reto Eichenberger, Patrick Kramis, Pascal Frei. den meisten beim Nachhausegehen. Nach getaner Arbeit ist das gemütliche Zusammensitzen schon fast das traditionelle Highlight eines jeden Baldeggerseelaufes. Auf über 100 Helferinnen und Helfer kann das OK Baldeggerseelauf Jahr für Jahr zurückgreifen. Ihnen gehört ein grosses Dankeschön. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Arbeitsbereitschaft weiterhin so gross ist und noch manches Kapitel «Baldeggerseelauf» geschrieben werden kann.

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Turnshow la terza terra 2016 Hin und weg auf Schloss Heidegg Im Frühling 2016 wurde das Seetal in einen speziellen Märchenzauber verwandelt. Oberhalb von Gelfingen und hoch über dem idyllischen Baldeggersee thront das prächtige Schloss Heidegg. Es blühte Ende Mai ganz besonders auf.

Nachdem die düsteren, lichtlosen Wintertage endlich vorbeigezogen waren und die ersten Vögel fröhlich zwitscherten, wirbelte der Frühlingswind die Werbe-Flyer des STV Hitzkirch in die Häuser: Ein leuchtend blauer Himmel hob das silhouettenhaft dargestellte Schloss mit seiner Umgebung deutlich hervor und der Titel «la terza terra» versprach eine zauberhafte Märchenwelt. Mit dem Motto «la terza terra» (terza = dritte, terra = Erde) konnte der STV Hitzkirch dieses Jahr fast 2500 Zuschauer begeistern. Gerne erinnerte man sich dabei auch an die TurnAir-Show in der Kommende Hitzkirch im

Sommer 2011 und an die Show Viva la Vida im gigantischen Zirkuszelt im Winter 2013. Auch diese Eindrücke werden wohl für immer unvergessen bleiben. Solche Grossanlässe sind mit viel Aufwand verbunden. Für die Turnshow 2016 wurde ein 17köpfiges Organisationskomitee eingesetzt. Oskar Müller wurde zum OK-Präsidenten gewählt. Er gab sein Amt als Bauchef ab und amtete als Nachfolger für Markus Thali. Obwohl das OK zu Beginn noch Vakanzen aufwies, konnten dafür sehr schnell motivierte Persönlichkeiten im Verein gefunden werden.

V. l. oben: Peter Frei, Tamara Grob, Philipp Wermelinger, Martina Schär, Dominik Küng, Jasmin Abt, Christian Thali, Nicole Räber, Paul Stocker, Bigi Eichenberger und Markus Thali. V. l. unten: Benno Stocker, Franz Müller, Severin Graf, Noldi Bürgi und OK-Präsident Oskar Müller. Es fehlt: Sandro Romano.

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Mit der Planung der Turnshow 2016 begann man bereits zwei Jahre zuvor. Insgesamt wurden zehn OK-Sitzungen durchgeführt. Weitaus aufwändiger gestalteten sich die zahllosen konzeptionellen und planerischen Detailaufgaben und Abklärungen. An den ersten Sitzungen wurden die Eckpunkte definiert, wie beispielsweise Ort, Datum und Anzahl der Aufführungen. Jedes Ressort war angehalten, sein Grobkonzept zu präsentieren. Anschliessend befasste man sich intensiv mit der Frage, wie sich diese Konzepte realisieren liessen. Zahlreiche intensiv geführte Diskussionen prägten den langen Weg zur Umsetzung. Das OK war bestrebt, die im Aufgabenplan gesetzten Meilensteine konsequent und termingerecht zu erreichen. Als Knacknuss entpuppte sich das Bestimmen eines passenden Mottos. Die OK-Mitglieder lieferten viele gute Ideen. Schnell war klar, dass eine Show in der freien Natur, mit dem Schloss Heidegg und seiner wunderschönen Kulisse, ein etwas erdig und bodenständig klingendes Motto verdiente. So einigte man sich auf «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg».

Ein Blick auf das imposante Festgelände. Nun konnte sich Christian Thali mit der Gestaltung des Flyers, der Werbeplakate und der Zeitung an die Arbeit machen. Martina Schär war für die Werbung in den Medien zuständig. Das Bauteam mit Noldi Bürgi, Severin Graf und Dominik Küng gestaltete das ganze Festgelände. Es musste klar definiert werden, wo sich die verschiedenen Zelte, die Bühne, die Tribüne und

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die restliche Infrastruktur am besten platzieren liessen. Ein Lageplan mit allen Details wurde erstellt und die Termine für den Auf- und Abbau mussten fixiert werden. Mit dem Termin der Hauptprobe als Meilenstein begann man mit dem Aufbau bereits zwei Wochen vor der eigentlichen Show.

Fantastische Abendstimmung kurz vor Showbeginn. Die technische Leitung wurde in zwei Bereiche aufgeteilt: Philipp Wermelinger kümmerte sich um die technischen Belange während Tamara Grob die Gesamtverantwortung für die künstlerische Leitung innehatte. Die Riegenverantwortlichen bildeten unter der engagierten Leitung von Tamara das TK Turnshow, welches sich um die Choreographien, die Kostüme, die Accessoires und die Musik kümmerte. Der Einsatz einer grossflächigen LED-Wand als Hintergrund auf der Bühne erwies sich als augenfälliger Pluspunkt. Man wollte das Publikum mit einer attraktiven Mischung aus hochstehenden, übergangslos funktionierenden Vorführungen, elektrisierender Musik und einer fantastischen Lichtund Bildershow begeistern. Es galt den Zuschauern das Motto «la terza terra» überzeugend näher zu bringen. Die Festwirtschaft führte Bigi Eichenberger und Sandro Romano war für die Bar und den Biergarten zuständig. Wiederum konnten sich die Gäste vor der Show kulinarisch verwöhnen lassen: beim Galadinner im Festsaal des Schlosses, beim Festessen im Weingut Heidegg oder beim Pastaplausch im Cateringzelt.


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Ein festlich gedeckter Tisch im Festsaal.

Der Tombola Hauptpreis: ein Citroën C3.

Auch der Biergarten lud die Gäste- und Turnerschar zum gemütlichen Beisammensein ein. Vor und nach jeder Vorstellung traf man sich hier gerne mit Bekannten zu einem Schwatz.

Für das Ressort Sponsoring war wiederum Benno Stocker zuständig. Ohne die Sympathien und Mittel der zahlreichen Sponsoren und Gönner liesse sich eine Turnshow in dieser Grösse aus finanziellen Gründen nicht durchführen. Franz Müller erarbeitete gleich mehrere Budgets und stellte so eine pessimistische, eine realistische und eine optimistische Sichtweise dar. Unter anderem wollte man damit mögliche Einflüsse und Konsequenzen des nicht planbaren Wetters aufzeigen. Einen entscheidenden Beitrag für genügend flüssige Mittel zur Deckung anfallender Kosten leistete ein gut funktionierender Vorverkauf.

Tolle Stimmung im Biergarten. Nicht fehlen durfte eine Tombola mit vielen tollen Preisen. Als Hauptgewinn lockte ein schmuckes, kleines Auto: ein weisser Citroën C3. Weitere tolle Preise waren unter anderem ein E-Mountainbike, ein Smart-TV und eine Stereoanlage. Peter Frei und sein Team waren bestrebt, die begehrten Lose unter die Leute zu bringen. Einen guten Anklang fanden auch diejenigen Lose mit einem Direktgewinn. So durfte der glückliche Gewinner ein «Cüpli» an der Bar geniessen oder gar eine Tasche, gefüllt mit Pasta, mit nach Hause nehmen.

Für die Reservationen war Nicole Räber zuständig. Das OK entschied sich in diesem Jahr für «ticketfrog», einen für unseren Anlass geradezu idealen Online-Ticketanbieter. Tickets liessen sich so bequem von zu Hause aus bestellen, bezahlen und ausdrucken. Mit der Entry App, welcher der STV Hitzkirch als erster Verein benutzen durfte, wurden die Tickets vor der Show digital per Smartphone überprüft. Das System ist sicher und zudem einfach und effizient zu bedienen. Der Einlass für die Zuschauer verlief reibungslos. Die langjährige Erfahrung von Markus Thali erwies sich an jeder OK-Sitzung als äusserst wertvoll. Viele seiner konstruktiven Vorschläge und brauchbaren Hinweise konnten eingehend besprochen und anschliessend zielstrebig umgesetzt werden. Engagiert übernahm auch er

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Tamara Grob mit «ihren» Gentlemen der Männer- und Polysportriege.

Die Juniorinnen des Aerobic-Teams.

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einen Teil der anfallenden Aufgaben. Die Aktuarin Jasmin Abt stellte auch nach der zehnten und letzten OK-Sitzung sicher, dass alles organisiert und schriftlich festgehalten war. Paul Stocker betreute das Ressort Personal. Die verfügbaren Helfer mussten akkribisch, mit grossem und zeitraubendem Aufwand in eine umfangreiche Einsatzliste eingetragen werden. Die Schwierigkeit besteht nicht nur darin, genügend Personal zu rekrutieren, sondern diese auch noch am richtigen Ort einsetzen zu können. Nicht alle Einsatzwünsche konnten so berücksichtigt werden. Weit über 600 Arbeitseinsätze mit rund 4000 Arbeitsstunden wurden insgesamt geleistet und sind Zeuge vorbildlicher Arbeitsmoral der Mitglieder im STV Hitzkirch.

den oder einem Teller Spaghetti zu verköstigen. Der stimmungsvolle Biergarten lud ebenfalls zum geselligen Verweilen ein. Obwohl ein wenig Lampenfieber geradezu spürbar war, überwogen die fröhlichen, ausgelassenen und erwartungsvollen Gesichter der Turnerschar.

Die Geräteriege bot ein akrobatisches Spektakel.

Auch die jüngsten Geräteturnerinnen wussten zu begeistern. Ende Mai war es dann endlich soweit: Das eindrückliche Festgelände unterhalb vom Schloss Heidegg stand für die Turnshow bereit. Der STV Hitzkirch startete am Mittwochabend, 25. Mai 2016, mit seiner ersten Aufführung ins Fronleichnam-Wochenende. Eine Nachmittagsvorstellung am Donnerstag und drei weitere Vorführungen jeweils am Abend folgten. Die Zuschauer wurden beim Weingut Heidegg in Empfang genommen. Nach einem staunenden Blick auf den Tombola-Hauptpreis betrat man das Festgelände. Das Festzelt bot den Gästen Gelegenheit, sich vor der Show mit leckeren Grilla-

Nahezu 500 Turnerinnen und Turner präsentierten ihre grossartigen Nummern einem begeisterten Publikum. Endlich konnte man das über viele Monate hinweg einstudierte und fleissig geübte Programm zum Besten geben. Auch eitel Sonnenschein mit heissen Temperaturen während der Nachmittagsvorführung, gelegentliche Regenschauer und ein heftiges Gewitter am Samstagabend konnten der tollen Stimmung auf der Tribüne nichts anhaben. Nach der Show genossen die Akteure des STV Hitzkirch das Bad in der Menge und feierten mit Familien, Freunden und Bekannten jeweils bis tief in die Nacht hinein. Die vielen Gratulationen und durchwegs positiven Rückmeldungen liessen darauf schliessen, dass es der Turnerfamilie des STV Hitzkirch gelungen ist, die Zuschauer mit ihrem Ausflug in «la terza terra» vollends zu verzaubern. Durchaus erfreulich und erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass sämtliche Vorführungen unfallfrei über die Bühne gingen. Man darf gespannt sein, mit welchem Grossprojekt sich der STV Hitzkirch in Zukunft befassen wird.

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Lotto STV/MV Hitzkirch im März 2016 Gute Stimmung, eine grosse Auswahl an Preisen und ein motiviertes Helferteam haben das Lotto 2016 zu einer überaus erfolgreichen und unterhaltsamen Veranstaltung gemacht.

Das OK seitens STV Hitzkirch, von links: Olivia Müller, Rahel Eichenberger, Markus Hartmann, Pascal Scherer. Am 12. und 13. März 2016 war es wieder soweit. Das alljährliche Lotto-Wochenende vom STV Hitzkirch und dem Musikverein Hitzkirch konnte beginnen. Die fleissigen Helferinnen und Helfer der beiden Vereine haben das Pfarreiheim innert kurzer Zeit vorbereitet, die Gewinne auf der Bühne platziert und die Torten in Stücke geschnitten. Fast gleichzeitig mit dem Küchen- und dem Servicepersonal trafen auch bereits die ersten ehrgeizigen Lotto-Spieler im Pfarreiheim in Hitzkirch ein. Sie warteten bereits sehnsüchtig am Eingang, in der Hoffnung, sich einen guten Platz zu ergattern und natürlich die besten Dauerkarten zu beschlagnahmen. Es war sehr schön zuzusehen, wie sich dann innerhalb einer halben Stunde der ganze Saal füllte. Neben dem Serviceteam war auch kurz das Küchen- und Buffetteam gefordert. Viele Besucher bestellten vor Lottobeginn einen feinen, frisch zubereiteten Hot-Dog, ein Schnitzelbrot oder die beinahe schon legendären Rauchwürste. Bei der Auswahl der Zutaten für das Essen und der Getränke wurden Lieferanten und Firmen aus der Region berücksichtigt. Nachdem der Speaker seinen Platz eingenommen hatte und die Zahlen von jemandem im Publikum ordnungsgemäss kontrolliert wurden, konnte das Lotto pünktlich um 20.00 Uhr begin-

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nen. Zwischen angespannter Ruhe kurz vor dem Superlotto, über Rufe vom Publikum wie «meh schöttle!» bis hin zu juchzendem «Lotto!»-Rufen bot der gemütliche Abend alles, was ein echtes Super-Lotto auszeichnet. Die begehrten Preise wie Käseplatten, Esskörbe, Gold und Gutscheine sowie auch der Hauptgewinn – eine Reise im Wert von 1000 Franken – sind an glückliche Gewinnerinnen und Gewinner abgegeben worden. Sämtliche Preise wurden selbstredend von lokal verwurzelten Kleinunternehmungen bezogen. Viele glückliche Gesichter haben am Ende dann den Heimweg angetreten. Alle anderen hatten hoffentlich einen unterhaltsamen Abend. Neuer Tag, neues Glück Das unbeständige Wetter am Sonntag war genau das Richtige für einen Lotto-Nachmittag für Familien und für solche, die ihr Spielglück gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen testen wollten. So war der Pfarreisaal bis auf wenige Plätze voll besetzt. Auch am zweiten Lotto-Tag war die Stimmung im Saal spürbar gut. Das Helferteam wie auch die Lotto-Spieler versprühten viel gute Laune. Als der Hauptpreis verlost wurde, kam sogar spontan Applaus auf. Obwohl nicht alle einen Preis nach Hause nehmen konnten, freuten sich die meisten für die strahlenden Gewinner. Gefreut hat sich dann auch das OK-Team, nachdem alles wieder aufgeräumt war, fertig geputzt, die ganzen Rechnungen bezahlt waren und schlussendlich die Abrechnung gemacht werden konnte. Dank einem spielfreudigen Publikum und dem tollen Einsatz der vielen freiwilligen, engagierten Helferinnen und Helfer des STV Hitzkirch und dem Musikverein Hitzkirch war der Anlass ein voller Erfolg. Die Organisatoren freuen sich darauf, möglichst viele Leserinnen und Leser auch im kommenden Jahr 2017 am Lotto begrüssen zu dürfen.


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Erfolgsgeschichte Kids-Cup Mit grosser Begeisterung und hochmotiviert haben rund 200 Kinder und Jugendliche am Mittwoch, 15. Juni 2016, an den Leichtathletik-Nachwuchswettkämpfen des STV Hitzkirch teilgenommen. Neben dem sportlichen Erlebnis winkte den jungen Athletinnen und Athleten auch ein Startplatz beim Kantonalfinal. Beim UBS-Kids-Cup, einem Leichtathletik-Dreikampf bestehend aus den Disziplinen 60-mSprint, Weitsprung und Ballweitwurf, rannten, sprangen und warfen die Nachwuchstalente aus der Region um die Wette. In einem separaten Wettkampf wurde anschliessend die schnellste Hitzkirchertalerin und der schnellste Hitzkirchertaler gekürt. Die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer ermöglichten den ambitionierten Nachwuchsathletinnen und -athleten beste Bedingungen, um sich für den Kantonalfinal in Rothenburg zu qualifizieren. Dort ging es sogar um die Teilnahme

am Schweizer Final im Stadion des weltbekannten Leichtathletikmeetings Weltklasse Zürich. Hochbetrieb auf dem Wettkampfplatz Die Lust, den freien Nachmittag sportlich zu verbringen, war gross. So traf eine motivierte Kinderschar auf der Aussensportanlage der Volksschule Hitzkirch ein. Schnell herrschte Hochbetrieb auf dem Wettkampfplatz. Beim Sprint schossen die Kinder wie von Kanonen abgefeuert los. «Neben dem Kindergarten steht eine weitere Weitsprunganlage bereit», erklärte Speaker Christian Thali, und schon bald waren alle Anlagen gleichmässig ausgelastet.

Das OK, von links: Jeanine Kolb, Urs Furrer, Tiziana Zemp-Schmid, Franziska Renggli, Astrid Zehnder, Philipp Wermelinger.

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Voller Einsatz beim Sprint.

Eine junge Athletin beim Weitsprung.

Die schnellsten Hitzkirchertaler gekürt Höhepunkt des Tages sind jeweils die mit Spannung erwarteten Finalrennen. Es wurde um die beiden Titel der «schnöuschte Hetzchellertaler» gekämpft. Giulia Nardiello setzte sich bei den Mädchen durch, während Dimitri Fähndrich bei den Knaben das Rennen für sich entscheiden konnte. «Wir freuen uns bereits jetzt auf das nächste Rennen», meinten die Erstplatzierten mit einem stolzen Strahlen im Gesicht.

Erste Wettkampfluft schnuppern Die Leichtathletik-Nachwuchswettkämpfe gehören seit Jahren ins Jahresprogramm des STV Hitzkirch. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler mit einem attraktiven Angebot für den Sport zu begeistern. Viele Kinder können so zum ersten Mal Wettkampfluft schnuppern und einen tollen Leichtathletiknachmittag erleben. Auch Reto Eichenberger, der sich heute für das Jugendturnen im STV Hitzkirch engagiert, sammelte seine ersten Wettkampferfahrungen in Hitzkirch. «Der Kids-Cup war stets ein Highlight für mich», erinnert sich Reto Eichenberger gerne zurück. Wertvolle Partnerschaften Die Nachwuchswettkämpfe in Hitzkirch sind Teil der grössten Nachwuchs-Serie der Schweizer Leichtathletikszene, durchgeführt von Swiss Athletics und Weltklasse Zürich. So entwickelte sich der Anlass von Jahr zu Jahr weiter und das OK sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können von einem attraktiven Angebot profitieren. Für einen reibungslosen Ablauf sind jährlich rund 60 freiwillige Helferinnen und Helfer in Hitzkirch im Einsatz. Nur dank ihrem Engagement können die jungen Sportlerinnen und Sportler einen unvergesslichen Tag erleben.

Die schnellsten Hitzkirchertaler 2016: Giulia Nardiello und Dimitri Fähndrich.

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75 Jahre STV Hitzkirch – ein Grund zum Feiern Die Organisation der Jubiläumsfeier wurde einem Team mit fünf kreativen und engagierten Persönlichkeiten übertragen. Der Vereinsvorstand beauftragte das OK mit der Beschaffung einer neuen Vereinsfahne, mit der Ausarbeitung eines Konzepts für die Jubiläumsschrift und mit der Durchführung der Feierlichkeiten.

Das OK 75-Jahre-Jubiläum STV Hitzkirch: Roman Bütler, Stefanie Bieri-Stocker, Urs Furrer, Peter Frei, Sandra von Moos-Furrer. Insgesamt acht Sitzungen wurden abgehalten und zahlreiche planerische und organisatorische Aufgaben erledigt. Weshalb besitzt ein Verein wie der STV Hitzkirch eine Vereinsfahne? In erster Linie steht die Fahne für die Zusammengehörigkeit gleichgesinnter Menschen und den kameradschaftlichen Gemeinschaftssinn. Sie ist ein Symbol unverzichtbarer Werte und Tugenden, der Treue zu edlen Gewohnheiten und schönen Bräuchen des Vereins, des Lebens und der Lebensfreude, der Geselligkeit und des Frohsinns. Die Fahne ist auch ein Zeichen der Ehrfurcht, welche durch das Neigen und Senken derselben verdeutlicht und gegenüber den Menschen bezeugt wird, wie etwa bei einem Begräbnis eines Vereinsmitglieds. Dem Fähnrich obliegt die ehrenvolle Aufgabe, den Verein mit dessen symbolträchtiger Vereinsfahne an zahlreiche Anlässe zu begleiten oder ihn da würdig zu vertreten.

Stefan «Bütsch» Bütler ist dem STV Hitzkirch einmal mehr als Grafiker zur Seite gestanden. Er hat es bestens verstanden, die vielen kreativen Beiträge der OK-Mitglieder und des Fahnenpatenpaars zu visualisieren. Über manch einen Entwurf wurde angeregt verhandelt: Die Motive wurden angepasst oder verschoben, die Farben ersetzt oder abgeändert. Das Ergebnis gefiel und überzeugte. Die Fahne des STV Hitzkirch ist ein von Hand gefertigtes Kunstwerk aus Seide, veredelt mit Stickereien und applizierten Motiven. Eine illustre Delegation des STV Hitzkirch kam in den Genuss, den Mitarbeiterinnen der Herstellerfirma Heimgartner AG in Wil/SG über die Schultern zu schauen und die Produktion von Fahnen vor Ort mitzuerleben. Ein nostalgischer Höhepunkt war der Besuch der hauseigenen Handweberei, wo der Fahnenhersteller ganz bewusst das traditionelle Handwerk mit herkömmlichen Webstühlen pflegt.

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Mitglied und Coach in der Volleyball-Riege und turnt in der Männerriege. Als Ehrenmitglied des Turnverbands Luzern, Ob- und Nidwalden ist Paul auch da in verschiedenen Gremien tätig. Die verschiedenen Symbole und Farben auf der neuen Vereinsfahne haben für das Patenpaar eine bestimmte und sehr persönliche Bedeutung: Die dynamische Figur des Turners ist wie auf der vorgängigen Fahne prominent vertreten. Sie steht für die Kontinuität und ist das Markenzeichen des Vereins. Eine illustre Delegation des STV Hitzkirch sichtet die wertvollen Seidenstoffe für die neue Vereinsfahne. Der STV Hitzkirch ist stolz, mit Rosmarie Bucher und Paul Stocker nicht nur ein ehrwürdiges, sondern auch überaus grosszügiges Fahnenpatenpaar präsentieren zu dürfen. Es verbindet sie viele Gemeinsamkeiten: Sie sind Ehrenmitglieder des STV Hitzkirch, beide sind dem Verein in vielen Jahren als Präsidentin und Präsident vorgestanden und sie engagierten sich im Weiteren über Jahrzehnte hinweg in den unterschiedlichsten Ämtern und Funktionen für das Wohl des Turn- und Sportvereins STV Hitzkirch und tun es immer noch! Auch in sportlicher Hinsicht sind beide weiterhin aktiv mit dabei. Rosmarie turnt bei den Damen der Aktiven Plus. Paul ist

Das Logo der fusionierten Gemeinde Hitzkirch symbolisiert einerseits den Baldegger- und Hallwilersee und andererseits die beiden Hügelzüge Erlosen und Lindenberg. Da es sich um das Haupteinzugsgebiet der Vereinsmitglieder handelt, steht das Logo für Heimat und Zugehörigkeit. Das Turnerkreuz mit den vier «F» des Schweizerischen Turnverbandes gehört einfach dazu: «frisch, fromm, fröhlich, frei» oder in der Version des Patenpaars «viermal f für fit hoch 4».

Auch der heilige Pankratius und die heilige Elisabeth erfreuen sich ob der neuen Fahne.

Das Patenpaar präsentiert das Design der neuen Vereinsfahne des STV Hitzkirch.

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Die Farbe Blau wird mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert. Sie steht unter anderem für die Treue, die Verlässlichkeit, die Konzentration, die Sportlichkeit, die Leistung und den Mut. Blau ist die Farbe der Loyalität und fördert das Lachen und die Heiterkeit. Viele Argumente für einen grossen Anteil blau, findet das Patenpaar, sind doch alle mit Herzblut im Verein dabei.


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In Europa symbolisiert die Farbe Gelb meistens Licht und Leben. Sie wird mit Lebensfreude, Kreativität, Vergnügen und Freundlichkeit assoziiert. Für das Patenpaar strahlt die Farbe Gelb die Lebendigkeit des Vereins aus.

Das Patenpaar enthüllt stolz die neue Vereinsfahne. Die Farbe Grau symbolisiert Neutralität, Sachlichkeit und Eleganz. Das Grau trennt und verbindet zugleich die anderen Farben und die Symbole. Der Schwung dieser Flächen übernimmt die Bewegung des Turners und ist gleichbedeutend mit dem Elan und der Vitalität im Verein. Gross ist der Anteil der weissen Farbe. Sie bedeutet Reinheit, Ordnung und Leichtigkeit. Weiss ist die Summe aller Farben des Lichtes, hat keinen negativen Zusammenhang und ist so die vollkommenste aller Farben. Sie symbolisiert unter anderem Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Unschuld, Bescheidenheit und Wahrheit. Für das Patenpaar steht die Farbe Weiss für die grosse Jugendabteilung und für die Vision des Vereins. Emsiges Treiben herrschte am Sonntagmorgen, 13. November 2016, auf dem Labyrinthplatz. OK-Präsident Urs Furrer war bestrebt, die Ehrendamen, das Patenpaar und die Fahnenträger diverser Verbands- und Vereinsdelegationen in der vorgesehenen Reihenfolge für den Einzug in die Kirche einzuordnen.

Gleich zu Beginn der kirchlichen Feierlichkeiten würdigte Pfarrer Stefan Schmitz die Bedeutung der Fahne. Fahnen seien ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und der Gemeinschaft. Menschen, die Flagge zeigen, stünden zu ihren Idealen und bewiesen grosse Verbundenheit mit den Mitmenschen. Es handle sich dabei nicht nur um salbungsvolle Floskeln, sondern es wären Worte, die das Wesen eines Vereins sehr gut beschrieben und aufzeigten, welch symbolträchtigen Stellenwert eine Vereinsfahne für die Mitglieder habe. Pfarrer Schmitz führte weiter aus, dass der Sport im Grunde auch als eine Art Gebet betrachtet werden könne. Er sei Ausdruck reiner Lebensfreude, der Freude am von Gott geschenkten Leben. Die Geräteriege des STV Hitzkirch nahm das Stichwort dankbar auf und brachte in Windeseile ein Mini-Trampolin und diverse Matten in Stellung. Was dann folgte, war eine wohl einzigartige und atemberaubende Sprungshow – und das in einem Gotteshaus! Die eindrückliche Demonstration ihres Könnens begeisterte und wurde von allen Anwesenden mit einem herzlichen Applaus belohnt.

Himmlische Turnshow während des Gottesdienstes. (Foto: «Seetaler Bote», Karin Haenni Eichenberger) Die Akteure des eigentlichen Höhepunktes waren jedoch andere: Das Fahnenpatenpaar, welches im Anschluss an die Show die neue Vereinsfahne feierlich entrollte und der staunenden Menge die Bedeutung der Symbole und der Farben erläuterte, erntete zustimmendes

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Raunen und tosenden Applaus. Pfarrer Schmitz segnete in der Folge nicht nur die Fahne, sondern entschloss sich kurzerhand zur Segnung aller anwesenden Vereinsmitglieder und Gäste. Der Abschluss des Gottesdienstes bildeten die von einigen Vereinsmitgliedern vorgetragenen Fürbitten und der traditionelle Fahnengruss mit allen Fahnendelegationen. Die Zeremonie war geprägt von viel Lebendigkeit und Heiterkeit und einer Fahnenweihe absolut würdig.

Leiterinnen des Blauring Hitzkirch waren dafür besorgt, dass die Kinder in der Turnhalle 2 an der Ermenseerstrasse verköstigt und beaufsichtigt werden konnten. Für die Unterhaltung sorgten Franz Fritz und Eugène Bonjour mit ihrer humorvollen und kurzweiligen Zaubershow.

Die staunende Kinderschar.

Pfarrer Stefan Schmitz segnet die neue Vereinsfahne. Der feierliche Auszug führte die Gottesdienstbesucher hinunter bis zur Apotheke, wo der Musikverein Hitzkirch den Tross übernahm und im Takt rassiger Marschmusikklänge bis in die Turnhalle 1 an der Aargauerstrasse begleitete. Vereinsmitglieder und Gäste waren zum Apéro eingeladen und wurden von den Damen des KAB freundlich und aufmerksam bedient. Weitere musikalische Einlagen verliehen dem Anlass einen festlichen Anstrich.

Franz Fritz.

Eugène Bonjour.

Das Patenpaar mit Gemeinderätin Luzia Ineichen und Pfarrer Stefan Schmitz beim Apéro.

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Die Erwachsenen fanden sich für die Jubiläumsfeier im Pfarreiheimsaal ein, wo sie als Erstes gleich mit einem Festschmaus aus der Küche der Bitzi Metzg verwöhnt wurden: Garnierter Nüsslisalat zur Vorspeise gefolgt von Schwedenbraten mit Spätzli und Gemüse. Das Bankett ab-


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Kurze Referate zum Thema «75-Jahre-Jubiläum STV Hitzkirch» ergänzten den offiziellen Teil. Serge Karrer, Gemeindepräsident Hitzkirch, André Wyss, Präsident Turnverband Luzern/Obwalden/Nidwalden, und Orlando Pajarola, Präsident STV Hitzkirch, trugen ihre Gedanken aus verschiedenen und sehr persönlichen Blickwinkeln vor.

Marianne und Paul Bitzi mit den Damen des Frauenvereins. gerundet haben Kirsch- und Schwarzwäldertorten aus der Bäckerei Meier. Ein mit dem Design der neuen Vereinsfahne originell gestaltetes Gebäck von Adrienne Frei wurde mit dem Kaffee serviert. Ebenfalls nicht fehlen durfte der kräftige Fahnen-Kaffee, welcher mit der eigens für den feierlichen Anlass entwickelten Rezeptur begeisterte. Die Damen des Frauenvereins Hitzkirch umsorgten ihre Gäste in gewohnt freundlicher und aufmerksamer Art und Weise. Peter Frei führte die Anwesenden mit der Präsentation zahlreicher Fotos gekonnt und mit humorvollen Anekdoten angereichert durch die vergangenen 25 Jahre im STV Hitzkirch. Ein Kurzfilm der Turnshow 2016 «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg» von Bruno Stocker fasste den Höhepunkt im Vereinsjahr mit eindrücklichen Szenen zusammen.

Turnverbandspräsident LU/OW/NW André Wyss. Unterhaltsamen Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Gratisverlosung einiger TombolaPreise der Turnshow 2016, welche nun endlich ihren glücklichen Gewinnern überreicht werden konnten. So fand auch der Hauptpreis, eine Stereoanlage im Wert von 800 Franken, mit Jolanda Estermann eine neue, strahlende Besitzerin. Sie wird sich beim Musikhören noch oft an die eindrückliche Jubiläumsfeier mit Fahnenweihe erinnern.

Das Patenpaar flankiert von den Ehrendamen und dem OK.

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Ehren- und Freimitglieder Ehrenpräsident Paul Stocker – Mister STV Hitzkirch Paul Stocker arbeitet seit Jahrzehnten für den STV Hitzkirch in ganz verschiedenen Funktionen. Er ist mit Leib und Seele dabei und engagiert sich auch im Vereinsjahr 2015/2016 in hohem Masse. • Personalchef OK-Turnshow «la terza terra – Hin und weg auf Schloss Heidegg» • OK Turnveteranen-Tagung 2017 in Ermensee • Gründungsmitglied und Präsident Trägerverein VTF 2018 Seetal • OK Verbandsturnfest Luzern, Ob- und Nidwalden 2018 Seetal • Trainer Mixed-Volleyball-Mannschaft • Volleyball-Koordinator Männerriege • Fahnengötti neue Vereinsfahne anlässlich 75-Jahr-Feier Nebst dem vielen Organisieren und Ausführen ist der Ehrenpräsident auch ein fleissiges und erfolgreiches Mitglied der Männerriege wie auch der Volleyballriege. Die Männerriege führt jedes Jahr eine Jahresmeisterschaft mit sieben Disziplinen durch. An der vergangenen Jahresversammlung wurde Paul Stocker zum Meister gekürt.

Der Trainer.

Die nachstehenden Bilder dokumentieren die Vielfältigkeit des Mister STV Hitzkirch

Der Zielsichere.

Der Sieger.

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Der Gemütliche.

Der Wanderer.


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Der Tänzer.

Der Volleyballspieler.

Der Darsteller.

Der Chrampfer.

Der Fighter.

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Ehrenmitglieder – Freimitglieder Die Ehren- und Freimitglieder sind verdiente Mitglieder des STV Hitzkirch. Sie haben diese Ehre mit viel Engagement und Freiwilligenarbeit erlangt. Aktuell zählt der Turn- und Sportverein STV Hitzkirch 36 Ehrenmitglieder und 23 Freimitglieder. Über die Hälfte dieser geehrten Mitglieder turnen heute noch in einer Riege mit. Das alljährliche Ehren- und Freimitgliedertreffen mit den aktuellen Vorstandsmitgliedern bietet jeweils Gelegenheit, Anekdoten von früher zu hören und Neuigkeiten aus dem Verein zu erfahren.

Die neuen Ehrenmitglieder, von links: Herbert Hartmann, Brigitte Eichenberger, Christian Widmer. Auch an der Generalversammlung 2015 wurden wieder drei Mitglieder in diese Gilde aufgenommen. Der Turnverein musste aber auch von einem langjährigen Ehrenmitglied Abschied nehmen. Eine Delegation mit Vereinsfahne begleitete im Frühling Anna Hunkeler zu ihrer letzten Ruhestätte.

Im September 2016 lud der Vorstand zum Ehren- und Freimitgliedertreffen auf die FishingFarm nach Römerswil ein. Zur Begrüssung gab es einen Apéro mit Seetaler Spezialitäten. Nach kurzer Instruktion konnte jeder Teilnehmer eine Angel fassen. Kaum hatten sich die Fischer um die Teiche verteilt und die Angel mehr oder weniger elegant ausgeworfen, schnappte schon die erste Forelle nach einem Maiskörnchen! Frisch vom Teich wurden die Fische, falls gewünscht filetiert, und anschliessend grilliert. Schon bald wurde Zeit, am Tisch Platz zu nehmen. Bei fei-

Ehrenmitgliedertreffen auf dem Schloss Heidegg im Jahr 2001.

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nem Essen und Trinken konnten die Ehren- und Freimitglieder sowie deren Partner sich mit den Vorstandsmitgliedern austauschen. Es war ein gelungener Anlass – ein herrlicher Spätsommerabend zum Geniessen.

Auch beim Forellenfischen ist Teamwork gefragt.

Strahlende Ehren- und Freimitglieder. Stehend von links: Paul Stocker, Urs Furrer, Silvia Höltschi, Rita Leisibach, Klara Beeler, Anastasius Hartmann, Rosmarie Bucher, Beat Hartmann, Josef Hartmann. Kniend, von links: Beat Bucher, Josef Oehen, Josef Widmer.

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75 Jahre STV Hitzkirch Eine Zusammenfassung der letzten 75 Jahre Der erste Turnverein 1927–1934 Die ersten Jahre des neuen Vereins waren geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise, welche mit dem schwarzen Freitag, dem Börsencrash an der Wallstreet in New York am 24. Oktober 1929 seinen Lauf nahm. Die «grosse Depression» erreichte die Schweiz im Jahre 1931. Zuerst spürten es die Banken, dann die Textil-, Metall- und Maschinenindustrie. Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz lag 1929 bei 0,5% und erreichte 1936 bei 10% ihren Zenit. Die Gründungsversammlung des ersten Turnvereins in Hitzkirch fand am 1. Oktober 1927 im «Kreuz» in Richensee statt. Zielstrebig wählten dreizehn Burschen ihren Vorstand. Xaver Steinger übernahm als Tagespräsident auch gleich das Amt als Präsident. Ihm zur Seite gestellt wurden Fritz Steinger als Vizepräsident, Franz Fleischlin als Oberturner, Hans Bolliger als Aktuar und Jakob Rast als Kassier. Im Anschluss daran genehmigte man die Statuten, bestellte die Turnkleider und entschied sich für den «Engel» in Hitzkirch als zukünftiges Vereinslokal. Die Gemeinde Hitzkirch verfügte damals noch über keine Turnhallen. Der noch junge Verein fand Unterschlupf im Turnlokal des Lehrerseminars, welches sich im Erdgeschoss des 1936 abgebrochenen Ostflügels befand. Der Turnverein erlebte seine Blütezeit in den Jahren 1928 bis 1930. In einem ersten Schritt trat man 1928 dem Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden bei und wurde so Mitglied des ETV. Diese Tatsache sollte in späteren Jahren noch zu erheblichen Turbulenzen im Dorf führen. Unter dem neuen Präsidenten Xaver Bühlmann, dem späteren Gemeindeammann von Hitzkirch, führte die erste Turnfahrt über den Lindenberg auf den Horben

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und nach Hohenrain. Der erste Turnerabend fand im «Kreuz» in Hitzkirch mit einem «nicht enden wollenden Beifall» ein erfreuliches Ende. Das eifrige Turnen und fleissige Üben zeigte 1929 erstmals Wirkung. Am Einzelturntag in Sarnen erreichten die Hitzkircher Turner im Kunstturnen und in der damals neuen Disziplin Leichtathletik gute Ränge. Der «Bluestbummel» führte die Turnerschar über Schwarzenbach auf den Homberg. Schneidig vorgetragene Barrenübungen und Pyramiden mit bengalischem Feuerwerk von Jakob Rast bildeten einen Höhepunkt an der Bundesfeier. Der zweite Turnerabend fand im grossen «Engel»-Saal statt; es war dies ein Unterhaltungsabend, welcher mit gekonnt vorgeführten Turnübungen und humoresken Einlagen gut durchmischt war. Das Kreisturnfest in Meggen bildete 1930 den Höhepunkt des Vereinslebens. In der vierten Stärkeklasse erreichte man mit Freiübungen, Barrenturnen und Staffettenlauf 124,5 Punkte. Auch die Einzelturner im Kunstturnen und in der Leichtathletik wussten zu überzeugen. Mit dem Faustball und dem Staffettenlauf schnitt die Turnerschar auch an Spieltagen überraschend gut ab. Daneben standen die nunmehr jährlich abgehaltenen Verantstaltungen wie Bundesfeier, St.-Niklaus-Bescherung und Turnerabend auf dem Programm.


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Die bedauernswerte Wende begann im Jahre 1931: Fehlende finanzielle Mittel und schlecht besuchte Proben verhinderten die Teilnahme am Kantonalturnfest in Emmenbücke. 1932 konnte aus demselben Grund auch das Eidgenössische Turnfest in Aarau nicht besucht werden. Zusätzlich begannen sich Schwierigkeiten mit der Besetzung der leitenden Funktionen bemerkbar zu machen. Die Oberturner Franz Fleischlin und Josef Jurt wechselten sich in rascher Folge ab und auch Präsident Xaver Bühlmann zeigte wiederholt Rücktrittsgelüste. Die Vereinstätigkeit war 1934 auf ein Minimum ge-

sunken; die wirtschaftliche Krise brachte viele Turner in berufliche Schwierigkeiten und nahm ihnen die Freude am Turnen. Man wollte den Verein auflösen und berief dazu am 23. Juli 1934 eine ausserordentliche Versammlung ein. Um die nötige Zweidrittels-Mehrheit zu erreichen, schloss man kurzerhand die nicht anwesenden Mitglieder aus dem Verein aus. Acht von elf Turner stimmten schliesslich der Auflösung zu. Das Vereinsvermögen von 340 Franken übergab man der Gemeinde mit der Auflage, es einem neu zu gründenden Verein wieder auszuhändigen.

Auszug aus dem alten Protokollbuch.

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Der Turn- und Sportverein Hitzkirch 1941–1965 Mit viel Elan und Idealismus entstand ein neuer Turnverein: die Chronisten beschreiben die ersten 25 Jahre des Turn- und Sportverein Hitzkirch jedoch als «Kampf ums Überleben». Die Gründe dafür waren vielschichtig. Die Kriegsjahre mit dem Aktivdienst machten einen geregelten Probebetrieb schlechthin unmöglich. Politische Schwierigkeiten kamen hinzu: Der initiative Präsident Werner Zbinden geriet bei den Grossratswahlen 1943 ins Schussfeld der Parteigrössen und musste das Feld räumen. Der rasante Aufschwung des jungen Vereins erwiess sich im Nachhinein als ungesund. Der Verein sah sich zunehmend auch konfessionellem Druck ausgesetzt. Der Beitritt zum ETV, von vielen als die liberal gesinnte Basis der FDP bezeichnet, brachte die vornehmlich katholische und konservative Bevölkerung in echte Gewissensnot. Ein Wachsen und Erstarken des Vereins gestaltete sich zum Ding der Unmöglichkeit, ein munteres Auf und Ab war die Folge. Dass der Verein in dieser schwierigen Zeit nicht sang- und klanglos unterging, hatte er engagierten Persönlichkeiten wie Kaspar Jenny zu verdanken. Auf Initiative von Posthalter Werner Zbinden versammelten sich am 7. September 1941 vierzig Jugendliche im «Kreuz» Hitzkirch und riefen in Anwesenheit der Hitzkircher Geistlichkeit, des Gemeinderats und des kantonalen Turninspektors einstimmig den Turn- und Sportverein Hitzkirch ins Leben. In den Vorstand gewählt wurden Werner Zbinden als Präsident, Franz Fleischlin als Vizepräsident, Karl Fischer als Oberturner, Hans Koller als Aktuar, Josef Strebel und Josef Rast als Mitglieder. Als geistlichen Beirat wählte man Pfarrhelfer Schmidlin. Bereits am 5. Oktober 1941 fand die erste ausserordentliche Generalversammlung statt. Das wichtigste Traktandum war der geplante Beitritt zum ETV. Die Geistlichkeit in Hitzkirch setzte sich für eine Mitgliedschaft im KTV ein, welcher sich bereits 1918 vom ETV abspaltete. Der ETV

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sei zu freisinnig und würde die Katholiken an der Ausübung ihrer religiösen Pflichten hindern. Das Abstimmungsresultat entschied mit 40 zu 0 Stimmen für den ETV. 1942 übernahm der junge Verein die Organisation des Kreisturnfestes, das am 5. Juli mit weit über 700 Turnern und 1000 Zuschauern bei bestem Wetter durchgeführt wurde. Obwohl die Festkarte mit Mittagessen nur 3 Franken und 40 Rappen kostete, erwirtschaftete man einen Gewinn von 1400 Franken. Eine Männerriege wurde gegründet.

1942: Kreisturntag Hitzkirch, Barrenturnen.

Kreisturntag Hitzkirch 1942: Sektion Hitzkirch beim Einzug.


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Ohne Zweifel war die Fahnenweihe vom 16. Mai 1943 der Höhepunkt des Geschehens. Pfarrhelfer Schmidlin segnete die neue Vereinsfahne in der Kirche. Ein Schauturnen auf dem Seminarturnplatz und ein bunter Abend im «Engel» umrahmten die Feierlichkeiten.

Gruppenwettkämpfen in Eschenbach mit Marsch- und Freiübungen, Kugelstossen und 1000-Meter-Lauf teil. Im Anschluss an die Grossratswahlen von anfangs Mai warf man Präsident Werner Zbinden vor, er habe im Verein liberale Propaganda betrieben und konservative Mitglieder von der Stimmabgabe abgehalten. Diese massiven Angriffe führten zu dessen Rücktritt. Er wurde durch Josef Strebel ersetzt. Weitere Unstimmigkeiten gab es bei der Annahme der Statuten. Wiederum war der Beitritt zum ETV der Grund. Als man sich definitiv für den ETV entschied, erklärte der geistliche Beirat, Pfarrhelfer Schmidlin, den sofortigen Rücktritt. Weitere Schwierigkeiten in den kommenden Vereinsjahren schienen somit unausweichlich.

1943: Fähndrich Viktor Jurt mit der Trachtengruppe als Fahnengotte.

1943 Kreisturntag in Eschenbach mit Oberturner Stefan Fischer in der Mitte.

Turnerausmarsch 1943. Erstmals fand ein Skitag in Hitzkirch statt. Sieger des «Abfahrtsrennens» Hämikon – Saffergarten bei den Buben war der spätere Gemeindeamman Kobi Scherer. Der Verein nahm an den

Am 20. August 1944 führte der Verein den Kantonalen Kunstturnertag durch. Obwohl der Anlass mit 1300 Zuschauern bei der Scheune von Herrn Nationalrat Moser oberhalb des Friedhofs ausserordentlich gut besucht war, resultierte mit 33 Franken Reingewinn ein enttäuschendes Ergebnis. Der Verein nahm im selben Jahr am Kantonalen Turnfest in Luzern teil und kehrte kranzgeschmückt ins Dorf zurück. Den Skitag verlegte man in anspruchsvolleres Gelände nach Herlisberg. 53 Teilnehmer massen sich in einem Slalom und einer Abfahrt, die bis zum See hinunter führte. Auch 1945 war der Skisport ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Im Saffergarten beteiligten sich 48 Buben an einem Skikurs,

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welcher an sechs Nachmittagen durchgeführt wurde. Gemeinsam mit dem Turnverein Beromünster organisierte man die Skirennen in Herlisberg, wo bereits über 100 Waghalsige teilnahmen. Eine Woche nach dem Turnerabend im «Engel» erlebte eine Gastvorstellung in Aesch nur mässigen Erfolg, da ein Flugblatt zuvor kräftigen Widerstand schürte. Nachdem 1946 die Bewerbung für die Ausführung des Kantonalen Turnfestes scheiterte und Reiden der Zuschlag erhielt, musste man schliesslich aus Mangel an Turnern gar auf eine Teilnahme verzichten. Der Skitag in Herlisberg fiel einem Wärmeeinbruch zum Opfer. Willi Furrer, frisch als Turnlehrer ans Seminar gewählt, übernahm die Aktivsektion, die Männerriege und den Vorunterricht des Vereins. Die folgenden beiden Jahre waren dem Aufbau und dem «inneren Erstarken» gewidmet. Auf die Teilnahme am Eidgenössichen Turnfest in Bern musste verzichtet werden. Man konzentrierte sich auf die gewohnten Anlässe im Dorf. Einzig die Korbballmannschaft, die inzwischen zu einer Spitzenmannschaft herangereift war, sorgte für Erfolge auf kantonaler Ebene.

Tage an der Turnfahrt auf die Bannalp entschädigte die enttäuschte Turnerschar. Fünf Turner nahmen 1952 am Einzelturntag in Emmenbrücke teil. Für Erfolg sorgte wiederum die Korbballmannschaft. Der Mitgliederbestand erreichte 1953 ein neues Tief, der Probebesuch war in dieser Zeit ungenügend. So war man nicht in der Lage, das Kreisturnfest in Root zu besuchen. Das Jahresprogramm konnte nur mit letzter Anstrengung durchgeführt und der Turnerabend musste gar ins neue Jahr verschoben werden. Ein bedeutender Wechsel im Vorstand bescherte dem Verein 1954 mit Anton Wey einen neuen Präsidenten und mit Kaspar Jenny einen motivierten Oberturner. Am Kantonalen Turnfest in Willisau erziehlte man bereits ein achtbares Resultat. Kaspar Jenny gründete eine Jugendriege und trat mit dieser erfolgreich am Turnerabend auf. Eine ad hoc gebildete Damengruppe «verschönerte» das Programm.

1949 nahm der Verein am Kreisturnfest in Littau teil. Wenn auch etwas Lehrgeld bezahlt werden musste, konnte am Abend der gewonnene Kranz im Dorf gebührend gefeiert werden. Mangels Interesse am Übungsbetrieb wurde die Männerriege aufgelöst. Der Verein startete am 1./2. Juli 1950 am Kantonalen Turnfest in Luzern in der vierten Stärkeklasse. Nach der langen Wettkampfabsenz reichte die Punktezahl doch noch für einen Lorbeerkranz erster Klasse. Am Turnerabend wurde ein Film über die Weltmeisterschaften im Kunstturnen in Basel gezeigt. Dass im Rahmenprogramm einige Turnerinnen zu sehen waren, führte zu unliebsamen Dissonanzen. Schweren Herzens wurde 1951 aus Vernunftsgründen auf die Teilnahme am Eidgenössichen Turnfest in Lausanne verzichtet. Zwei herrliche

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Turnerabend im «Engel» in den Fünfzigerjahren. Das Eidgenössische Turnfest in Zürich war 1955 in vieler Hinsicht der Vereinshöhepunkt. Trotz sintflutartiger Regenfälle, welche die Organisatoren zwang, den «Notzustand» auszurufen, erarbeitete sich der Verein in der achten Stärkeklasse beachtliche Resultate. Kaspar Jenny besuchte in der Folge zahlreiche Kurse, wo er sich alle nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse aneignete, um den Verein zum Erfolg führen zu können.


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1955: Eidgenössiches Turnfest in Zürich – Die Sektion mit Oberturner Kaspar Jenny, Dritter v. r. Nachdem 1956 ein ruhiges Vereinsjahr war, schlitterte der Verein 1957 wiederum in wenig erfreuliche Gewässer. Das Kreisturnfest in Ruswil konnte lediglich mit einer Fahnendelegation besucht werden. Der Turnerabend war mit dem Auftritt der Kunstturnergruppe des BTV Luzern und den Weltmeistern Josef Stalder und Hans Eugster jedoch ein unvergessliches Erlebnis. Erstmals nahm auch die Jugendriege in Reiden an einem Kantonalen Jugendriegentag teil. Am Kantonalen Turnfest in Stans turnte der Verein in der fünften Stärkeklasse und war stolz auf das Erreichte. Kaspar Jenny übernahm 1959 auch den Posten als Präsident. Um zusätzliche Übungsgelegenheiten zu schaffen, mietete er zur Vorbereitung für das Eidgenössiche Turnfest in Basel ein Stück Wiese und stellte den Turnern darauf Barren und Reck zur Verfügung. Um so bitterer erlebte er dann den miserablen Probebesuch, was ihn schliesslich dazu zwang, die Sektion für Basel wieder abzumelden. Ein kleiner Trost mag für ihn gewesen sein, dass sein Sohn Viktor am Kantonalen Jugendriegentag in Sursee den ers-

ten Rang im Kunstturnen belegte und auch später an verschiedenen Wettkämpfen Spitzenresultate erzielte. Die Jahre 1960 bis 1965 gehen zweifelsohne als Tiefpunkt in die Vereinsgeschichte ein. Nur noch einige wenige Turner nahmen an den Proben teil. Konnten zunächst keine Turnerabende mehr durchgeführt werden, musste dann auch auf die Teilnahme am Kreisturnfest in Escholzmatt und am Kantonalen Turnfest in Hochdorf verzichtet werden. Einzig die vorbildliche Arbeit mit der Jugendriege begann immer mehr Früchte zu tragen. Am Kantonalen Jugendriegentag beteiligte man sich 1961 gleich mit zwei Gruppen, welche von insgesamt 104 Mannschaften den 17. und 77. Rang belegten. 1962 brachte der Bau der ersten Dorfturnhalle verbesserte Übungs- und Trainingsmöglichkeiten. 1963 wurde der Turnbetrieb hauptsächlich auf den Besuch des Turnfestes in Luzern ausgerichtet. Der Oberturner erhielt erstmals die weit gehende Freiheit in der Gestaltung der Gymnastikübungen, wo an Stelle der zackigen Kommandos nun Musik- und Tamburinklänge Einzug hielten.

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Der Weg zum grossen und starken Verein 1966–1991 Die 1954 von Kaspar Jenny ins Leben gerufene Jugendriege erwies sich immer mehr als der rettende Anker im Verein. Begann sie zunächst als Talentschmiede für Geräteturner zu arbeiten, durfte der Verein vermehrt auch fähigen Nachwuchs in die Aktivriege übernehmen. Immer wieder gelang es zusätzliche Leiter auszubilden, zahlreiche Kurse zu besuchen und an den verschiedensten Festen und Wettkämpfen teilzunehmen. 1968 wurde die Mädchenriege gegründet, welche dem Verein neuen Aufschwung brachte. Der erst 19-jährige Paul Stocker, ein guter und initiativer Turner, übernahm 1974 das Amt des Präsidenten. Dem grossen Schaffer und ausgewiesenen Organisationstalent gelang es in wenigen Jahren, den um seine Existenz kämpfenden Verein zu einem erstarkten und stattlichen Gebilde zu formen. Er erkannte sogleich, dass man das sportliche Angebot erweitern, Leiter ausbilden, Unterabteilungen schaffen und der werbewirksamen Präsenz des Vereins in der breiten Öffentlichkeit grösste Aufmerksamkeit schenken musste. Die rasante Zunahme der Vereinsaktivitäten führte in der Folge zu einer strukturellen Neuorganisation im Verein, welche von den Verantwortlichen kontinuierlich und zielstrebig umgesetzt wurde. Im Rahmen des Kantonalen Turnfestes in Reiden von 1966 nahm die Sektion mit Präsident Viktor Jenny und seinem Vater, Oberturner Kaspar Jenny, endlich wieder an einem Wettkampf teil. In der fünften Stärkeklasse turnte man sich in die Kranzränge. Die Bevölkerung stand nach wie vor hinter dem Verein, was die stolze Anzahl von 163 Passivmitgliedern eindrücklich belegte. An der Bundesfeier begeisterte man die Zuschauer mit neuartigen, musikalisch begleiteten Darbietungen, bei denen Minitrampolin und Kasten zum Einsatz kamen. Nebst der Aktivsektion, der Jugend- und der Mädchenriege, bereicherte eine Gruppe Turner aus Hochdorf das Programm des Turnerabends im November.

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Ein leichter Rückschlag war 1967 die Tatsache, dass das Eidgenössische Turnfest in Bern nicht besucht werden konnte. Der Turnverein führte zum ersten Mal eine Vereinsmeisterschaft in verschiedenen Disziplinen durch, welche in Zukunft zum festen Programmteil werden sollte. Die Gründung einer Mädchenriege verhalf 1968 dem Turnverein zu neuem Aufschwung. Die Initiantin Berta Räber, die technischen Leiterinnen Elisabeth Nussbaumer und Emmi Suter und der omnipräsente Kaspar Jenny nahmen sich als Betreuer der neuen Riege an, welcher schon bald einmal 30 Mädchen angehörten. Ein reich befrachtetes Jahresprogramm mit verschiedenen Wettkämpfen, Meisterschaften und einem grandiosen Turnerabend rundeten ein erfolgreiches Jahr ab. 1969 stand ganz im Zeichen des Kreisturnfestes in Ruswil. Die moderne Form des Wettkampfes mit musikalischer Begleitung hat sich endgültig durchgesetzt. Die Turner waren nicht mehr angehalten, sämtliche Übungen zu bestreiten, sondern wurden nach ihren Fähigkeiten eingesetzt. Die Mädchenriege nahm mit Emmi Suter erstmals auswärts an einem Rangturnen teil. In Winterthur besuchte man das Jubiläumstreffen 25 Jahre Mädchenriege im SFTV. Nach 25 Jahren unermüdlichen Einsatzes trat Kaspar Jenny als Oberturner zurück und erhielt verdientermassen die Ehrenmitgliedschaft. Erstmals wurde am Kantonalen Turnfest in Alpnach 1970 ein neues Bewertungssystem eingesetzt. Anstelle von bisher drei Disziplinen mit maximal 150 Punkten gab es neu 120 Punkte für vier Wettkampfteile zu vergeben. Ein prägendes Ereignis im Jahre 1971 war die Fahnenweihe auf dem Festplatz beim Schulhaus. Stolz präsentierten das Patenpaar Anni Hunkeler und Walter Elmiger die Fahne der Jugendriege, Mariette Hellmüller – vertreten durch Klara Jenny – und Hans Räber diejenige der


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Fahnenweihe 1971: Jugend- und Mädchenriege.

Die Jugendriegenfahne mit dem Patenpaar Anni Hunkeler und Walter Elmiger.

Die Mädchenriegenfahne mit den Paten: Klara Jenny und Hans Räber.

Mädchenriege. Nach dem Mittagessen massen sich zahlreiche Jugend- und Mädchenriegler mit ihren zahlreich erschienenen Gästen aus Hochdorf und Ballwil in einem freundschaftlichen Wettkampf.

Eine leere Vereinskasse verunmöglichte 1973 den Besuch an einem Turnfest im österreichischen Lustenau. Das Jahresprogramm lud zu einer Wanderung auf den Hohenstollen ein, zwei Tanzanlässe wurden organisiert und der Turnerabend fand unter dem Motto «Wir turnen» statt. Die Jugendriege mass sich am Kantonalen Jubiläums-Jugendturntag in Luzern mit insgesamt 2800 Knaben im Einzelturnen und weiteren Disziplinen. Anlässlich des Kantonalen Turnfestes in Steinhausen im Jahre 1974 turnte man ein gemischtes Wettkampfprogramm und musste schmerzlich feststellen, dass auch Gastsektionen sehr streng bewertet werden. Die Mädchenriege

Am Eidgenössischen Turnfest 1972 in Aarau turnte die Sektion Hitzkirch in der zwölften Stärkeklasse sehr erfolgreich einen gemischten Wettkampf. Die Jugend- und Mädchenriegen gediehen weiterhin erfreulich, die Mitgliederzahlen erhöhten sich kontinuierlich. Eine wunderschöne Samichlausfeier im Wald rundete das Vereinsjahr ab.

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mass sich in Sursee in einem Hindernislauf und einem Plauschwettkampf. In einem Feld von 105 Gruppen erreichten die Hitzkircherinnen den siebten Rang. Wegweisende Veränderungen erlebte der Vorstand, als der junge Paul Stocker aus Ermensee das Präsidium von Jules Roos übernahm. Margrit Kündig erbte die technische Leitung der Mädchen von den zurückgetretenen Berta Räber und Emmi Suter. Zahlreiche Anlässe, Wettkämpfe und gesellige Treffen 1975 stellten hohe Anforderungen an den jungen Vorstand. Erstmals erschien eine Informations- und Werbeschrift, welche die Bevölkerung über die Tätigkeiten des Vereins orientierte. Ursula Müller übernahm das Präsidium der Mädchenriege. Ein Verzicht auf die Teilnahme am Kantonalen Turnfest 1976 in Willisau führte zu einer Vertrauenskrise im Verein. Nach acht Jahren als Oberturner wurde Armin Jenny daraufhin durch seinen Bruder Albert ersetzt. Die Jugendriege mass sich am Turntag in Meggen, die Mädchenriege besuchte den Geräteturntag in Sarnen. Militärdienstliche Abwesenheiten leitender Personen erschwerte 1977 die Bewältigung eines wiederum reich befrachteten Jahresprogramms. Eine Kommission befasste sich mit einem Konzept für die Neuorganisation im Verein und die Statuten wurden überarbeitet. Ein Kilbistand hatte zum Ziel, die Vereinsfinanzen etwas aufzupolieren. Äusserst arbeitsintensiv gestaltete sich die Organisation der Delegiertenversammlung des Kantonalturnverbandes in der Aula des Lehrerseminars. Unter dem neuen Namen «Fit im» erhielt die Bevölkerung einen wertvollen Einblick in die Vereinsarbeit. Kaspar Jenny und Ursula Müller legten ihre Mandate bei den Jugendorganisationen nieder; während Marcel Müller die Leitung der Jugendriege übernahm, erwies sich die Suche bei den Mädchen als etwas schwieriger. Die Vorbereitungen für das Eidgenössische Turnfest in Genf prägten den Vereinsalltag 1978. Die Gymnastik erlebte einen Wandel zur Jazzgymnastik und erstmals wurde toleriert, dass Turne-

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rinnen und Turner gemeinsam auftraten. Die Anschaffung von neuer Vereinsbekleidung riss ein ordentliches Loch in die Vereinskasse. Der Bau der zweiten Turnhalle in Hitzkirch ermöglichten verbesserte Trainings- und Übungsbedingungen. Der Versuch, eine eigene Männerriege auf die Beine zu stellen, scheiterte kläglich. Ein überaus arbeitsreiches Jahr 1979 bescherte dem Vorstand und den Kommissionen 39 Sitzungen, um die Organisation der vielen Anlässe, Wettkämpfe, Meisterschaften und öffentlichen Veranstaltungen zu bewältigen. Das wichtigste Ereignis war die Gründung der Damenriege. Als erste Präsidentin zeichnete Theres Isenschmid. Ein Anlass, der den Verein über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt machte, war die erste Hitzkircher Cross-Staffette, welche vorläufig von jeweils drei Läufern und einem Radfahrer bestritten wurde. Gemeinsam mit dem KTV Hitzkirch übernahm man die Organisation einer Etappenankunft des GP Wilhelm Tell. Andreas Kunz folgte Albert Jenny als Oberturner. 1980 war Ebikon Austragungsort des Kreisturnfestes, an welchem die Hitzkircher Turner mit einem gemischten Programm reüssierten. Die Damen massen sich in Gymnastik und einer Pendelstaffette. Mit der Volleyballgruppe für Damen und Herren entstand eine weitere Untersektion. Am Kantonalen Spieltag in Sursee belegte die gemischte Mannschaft auf Anhieb den ersten Platz. Die zweite Cross-Staffette wartete mit einer Neuerung auf und führte je einen Geländelauf über 3, 7 und 12 Kilometer ein. Mit weit über 100 Mitgliedern turnte der Verein 1981 in sieben Unterabteilungen. Die neu gegründete Volleyballriege stieg erfolgreich in die Meisterschaft ein. Aufgrund der ständig wachsenden Teilnehmerzahl wurde für die CrossStaffette mit dem Fussballplatz ein besser geeigneter Standort ausgewählt. Wiederum fand eine vereinsinterne Jahresmeisterschaft statt, welche mit den unterschiedlichsten Disziplinen die sportliche Vielseitigkeit fördern sollte. Einen guten Einblick in die Vereinsarbeit bot der Tag der offenen Tür im Dezember.


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Vorführung der Jugi am Turnerabend im «Engel». Die Hitzkircher Turner erreichten 1982 beim Kantonalen Turnfest in Ruswil in der sechsten Stärkeklasse hervorragende 113,22 Punkte. Ein Grossanlass war der Jugi-Tag in Hitzkirch. Bei schönstem Septemberwetter massen sich über 500 Burschen in den Disziplinen Kunst- und Geräteturnen, Leichtathlektik, Fitness, Geländelauf, Seilziehen und Schwimmen. Die Volleyball-Mannschaft der Damen startete 1983 erfolgreich in die Meisterschaft. Die stetig wachsende Anzahl Vereinsmitglieder zwang die Verantwortlichen dazu, einen Computer zur Anfertigung der zahllosen Listen zuzuziehen. Im Mittelpunkt stand 1984 das Eidgenössische Turnfest in Winterthur. Als ideale Vorbereitung dazu diente das Turnfest des SKTSV in Hochdorf. Die Turnerinnen und Turner machten von der Möglichkeit regen Gebrauch, sich in gemischten Gruppen zu präsentieren. Die Hitzkircher Turnerschar wusste sich nochmals zu steigern und glänzte mit bis dahin unerreichten Resultaten. Die Volleyballer erkämpften sich im Spielturnier einen sehr guten zweiten Rang. Obwohl ihnen die Wettkampferfahrung noch etwas

abging, landeten die Damen an den Frauenturntagen mit Gymnastik und Gerätebahn auf einem erfreulichen Rang. Der Kantonale Spieltag im September wurde auf allen Anlagen der Schule und des Lehrerseminars durchgeführt und war sehr gut besucht. Das Skiweekend im Salwideli und ein letzter Turnerabend auf der altehrwürdigen «Engel»-Bühne rundeten ein ereignisreiches Vereinsjahr ab. Ein enormes Arbeitspensum erwartete den Verein 1985. Als schwierig erwies sich die Suche und die Ausbildung geeigneter Leiter für die nunmehr zahlreichen Abteilungen. Ein grosses Organisationskommitee machte sich an die Arbeit für die Fahnenweihe und den Kreisturntag vom kommenden Jahr in Hitzkirch. Einer der Höhepunkte war zweifelsohne die Cross-Staffette. Wie immer schloss der Anlass mit einem willkommenen Zustupf in die Vereinskasse ab. Unter dem Motto «Tapetenwechsel» ging der Turnerabend erstmals in der Mehrzweckhalle Ermensee über die Bühne. Obwohl sich der Turnverein erstmals auf fremdem Boden präsentierte, lockte der Anlass eine beachtliche Zuschauerzahl an.

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1985: Volleyballteam. Das Vereinsjahr 1986 war geprägt vom Kreisturnfest in Hitzkirch und der darin eingebetteten Fahnenweihe. Insgesamt 48 Sektionen begannen ihre Wettkämpfe bereits am Freitagabend auf den Anlagen der Schule und des Lehrerseminars. Ausgetragen wurden die von schönstem Wetter begünstigten und mit einem grossem Publikumsaufmarsch unterstützten Wettkämpfe im Sektions-, Kunst-, Geräte- und Nationalturnen, in der Leichtathletik und im Korb-, Volley- und Faustball. Nach einer gehaltvollen Predigt in der Kirche Hitzkirch segnete Pfarrer Willi Hofstetter die neue Fahne im Beisein von Fähnrich Josef Oehen und dem Patenpaar Emmi Wobmann und Hans Räber. Ein grosser Festzug führte anschliessend durch das Dorf zum Festplatz, wo die zahlreichen Ehrengäste gemeinsam mit der versammelten Turnerschar die Feierlichkeiten gebührend fortsetzten. Paul Stocker übergab nach zwölf Jahren sein Amt als Präsident einem Führungsteam um Peter Frei und Roman Bütler und liess sich als Oberturner wählen. Da der ETV und der Frauenturnverband bereits im Jahre 1985 zum STV fusionierten, beschloss man an derselben Sitzung eine Namensänderung in «Turn- und Sportverein STV Hitzkirch». 1986: Pfarrer Willi Hofstetter segnet die neue Fahne im Beisein des Patenpaars.

Fahnengruss der Patensektion Hochdorf (1986).

Kreisturnfest Hitzkirch 1986: Sektion Hitzkirch am Barren. Am Kantonalen Turnfest 1987 in Zug feierten die Turner mit 114,08 und die Turnerinnen mit 17,56 Punkten ihre erfolgreiche Teilnahme. Ebenfalls überglücklich waren die Volleyballer über ihren Aufstieg in die dritte Liga. Am Kreisspieltag in Emmenbrücke war die Riege gleich mit vier Gruppen prominent vertreten. Die Vereinsreise führte 35 Teilnehmer auf den Pilatus. Ein weiterer grosser Wettkampf stand 1988 mit dem Kantonalen Turnfest in Reiden auf dem Programm. Die mit zahlreichen Jungturnern verstärkten Aktiven erkämpften sich in der vierten Stärkeklasse mit Oberturner Paul Stocker wiederum ein Resultat von über 114 Punkten. Die Damen erreichten mit 18,47 Punkten ein ausgezeichnetes Ergebnis. Neu wurden die Läufe von Beromünster und Beinwil anlässlich der CrossStafette in einen spannenden Lauf-Cup eingebettet. Während die Volleyballerinnen in die vierte Liga aufstiegen, mussten die Herren den Weg zurück antreten. Neu im Jahresprogramm stand ein Lotto, mit welchem der Verein einen beachtlichen Ertrag in die Kasse erwirtschaften konnte.


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Kantonales Turnfest in Zug 1987: Hitzkirch am Barren.

1986: RangverkĂźndigung am Kreisturnfest Hitzkirch.

Jugendriege Hitzkirch am Kreis-Jugitag in Ballwil 1987.

1000-Meter-Lauf am Kantonalen Turnfest in Zug, 1987.

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1989: 10 Jahre Damenriege STV Hitzkirch. Damit das vielfältige Trainings- und Wettkampfangebot ausgebaut werden konnte, stand die Suche geeigneter Leiter und deren Ausbildung 1989 im Vordergrund. Die Hitzkircher Turner kämpfen am Kantonalen Turnfest im schaffhausischen Schleitheim um wertvolle Punkte. Die Damenriege feierte ihr 10-jähriges Bestehen mit einer originellen Kutschenfahrt und einem feinen Nachtessen. Wiederum verhalf das Lotto im März einer dringend benötigten Aufstockung der Vereinskasse. Die kantonalen Meisterschaften in Horw im Sektionsturnen und das Kreisturnfest in Kleindöttingen dienten der Vorbereitung für die Teilnahme am Aargauischen Kreisturnfest im Juni 1990. Neu abgehalten wurde ein polysportives Trainingslager in Tenero; 45 Burschen und Mädchen erlebten schöne und lehrreiche Tage im Zeltlager. Die Volleyball-Damen gingen am Spieltag in Ebikon als verdiente Sieger hervor. Am Mehrkampffinal in Magglingen erreichten die jugendlichen Leichtathleten den hervorragenden dritten Rang. Am ersten Ehrenmitgliedertreffen im Café Hilti wurden vereinsinterne Angelegenheiten angeregt besprochen. Paul Stocker übernahm wiederum das Präsidium und führte auch das Amt des Oberturners interimsweise weiter.

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70 000 Teilnehmer brachten 1991 die Organisatoren des Eidgenössichen Turnfestes in Luzern an die Grenze des Machbaren. Die Vielfalt der Wettkampf- und Rahmenprogramme war schlicht überwältigend. Während die Turner ordentliche Wetterbedingungen vorfanden, ertranken die Gesamtvorführungen der weiblichen Mitglieder im Dauerregen. Mit einem gemischten Programm erreichte der Turnverein Hitzkirch eine bisher unerreicht hohe Punktzahl. Vor allem am Paradegerät, dem Barren, gab es mit 29,40 Punkten ein

1990: Die Geräteturner am Turnfest in Kleindöttingen.


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Spitzenresultat. Die Leichtathleten und die Turnerinnen leisteten einen wertvollen Beitrag zum guten Resultat. Ein Trainingslager in Kriens/Horw führte die jungen Leichtathleten einmal mehr zu Spitzenleistungen. Ein erster Rang an den Leichtathletik-Mehrkampfmeisterschaften (LMM) und ein sechster Rang im Final in Colombier waren der verdiente Lohn. Am Kreisspieltag in Schüpfheim erkämpften sich die Volleyballer den ersten und zweiten Platz in der Kategorie Mixed. Ein neu eingerichteter und gebührend eingeweihter Kraft-

raum bot den Athleten weitere abwechslungsreiche Trainingsmöglichkeiten. Mittlerweile waren die Arbeiten zur Umstrukturierung und Neuorganisation des Vereins abgeschlossen. An der Generalversammlung vom 18. Oktober 1991 hiess man die neuen Statuten gut und arbeitete fortan mit fünf selbstständigen Riegen (Geräte, Leichtathletik, Damen, Volleyball und Herren) und den unselbstständigen Jugendorganisationen.

Gesamverein 1990 mit T-Shirts gesponsert von Winterthur Versicherungen, Josef Lang sen. und Josef Lang jun.

STV Hitzkirch am Eidgenössichen Turnfest in Luzern.

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1991: Geräteriege mit neuen Trainingsanzügen.

1991: Leichtathletikriege.

1991: Mädchen- und Töchterriege.

1991: Damenriege.

1991: Vorstand und Technische Kommission.

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Der Turn- und Sportverein STV Hitzkirch 1991–2016 Im Jubiläumsjahr 1991 zählte der neu strukturierte Verein 250 Mitglieder. Eine stolze Zahl für einen ehrenamtlich geführten, polysportiven Verein, welcher das vielseitige Dorfleben prägte und wichtige soziale Funktionen übernahm. Diese zukunftsgerichtete Basis ermöglichte im vergangenen Vierteljahrhundert ein gesundes Wachstum. 2016, wiederum ein Jubiläumsjahr, zählt der STV Hitzkirch nahezu 600 Mitglieder. Mehrere langjährige Turnerinnen und Turner wurden gebeten, jeweils zehn nennenswerte Höhepunkte aus den vergangenen 25 Jahren aufzulisten. Ein schier unmögliches Unterfangen? Mitnichten! Man tat sich zwar schwer damit, zu viele Anlässe verdienten dieses Prädikat. Das nachstehende Kapitel beschreibt eine kleine Auswahl dieser unvergesslichen «Highlights». Volksläufe Was 1979 mit der ersten Hitzkircher Cross-Stafette begann (drei Läufer und ein Radfahrer), 1980 mit je einem Geländelauf über 3, 7 und 12 Kilometer ergänzt wurde, führte nach 14 Austragungen im Juni 1993 zum 1. Abendlauf. Der Jugendlauf fand jeweils am Vorabend statt.

Start zum 1. Abendlauf am 4. Juni 1993.

Start zur 11. Hitzkircher Cross-Stafette am 7. Mai 1989.

Angespannt aber voller Konzentration: Kurz vor dem Start ins grosse Abenteuer.

Im Juni 2000 wurde mit grossem Erfolg das neue Konzept des Baldeggerseelaufs eingeführt. Etwa 1000 Athleten massen sich bei grosser Hitze erstmals an den Wettkämpfen über 10 Meilen rund um den Baldeggersee und am nunmehr 8. Jugendlauf.

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2001 organisierte das OK-Baldeggerseelauf erstmals ein Rollstuhlrennen über 9,28 km. Zunächst noch ohne Prominenz absolvierte Heinz Frei bereits im darauf folgenden Jahr 2002 ein weltmeisterliches Rennen und gewann mit einer Zeit von 23:56.57 deutlich vor seinen Kontrahenten. Eine Attraktion waren die Rollskiläufer der Langlaufnationalmannschaft im Jahre 2004. Obwohl sie die zahlreichen Zaungäste mit ihrem erstaunlichen Tempo zu begeistern wussten, setzte den Athleten die Feuchtigkeit zu. Reto Burgermeister fasst zusammen: «Da hat man keine Chance in den Kurven; es nimmt dem Rennen den Speed!»

Der Baldeggerseelauf mit Teilnehmerrekord im Jahre 2007.

Tsige Worku bei ihrem Rekordlauf.

Die Rollskiläufer in voller Fahrt. Neu angeboten wird 2005 Walking rund um den Baldeggersee. Letztmals wird 2006 mit dem Fläckelauf Beromünster, dem Geländelauf Lenzburg und dem Staufberglauf in Staufen der Seetaler Laufcup ausgeschrieben. Der Schlosslauf über 4,5 km wird eingeführt.

Berhe Zeremariam erreicht das Ziel in neuer Rekordzeit.

Der Baldeggerseelauf erlebte seinen Teilnehmerrekord im Jahre 2007 mit 1570 klassierten Läuferinnen und Läufern. Der Streckenrekord bei den Damen hält Tsige Worku mit 57:12.2 Minuten (2007), bei den Herren erlief Berhe Zeremariam 2008 mit 49:52.1 Minuten eine bisher unerreichte Fabelzeit.

Mit einer Neuigkeit startet der Baldeggerseelauf 2011. Der Teamlauf «Seetal-Trophy» wird eingeführt. Ein Wermutstropfen für das OK war die schwache Beteiligung von lediglich 5 Teams. Die Strecke musste zunächst mit zwei Läufern und einem Rollerblader bewältigt werden; Letzterer wurde ab 2013 mit einem 3. Läufer ersetzt.

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Legendäre Turnerabende in der MZH Ermensee Auch in der neuen Ära liess es sich der Verein nicht nehmen, die Tradition der Turnerabende weiterzuführen. Die Mehrzweckhalle in Ermensee war alle zwei Jahre der auserwählte Schauplatz. Die Vorführungen an zwei Wochenenden fanden jeweils grossen Anklang in der Bevölkerung. Originelle Themen, witzige Ansager und Komikereinlagen, farbenfrohe Kostüme und Bühnenbilder bildeten jeweils den perfekten Rahmen für die Turnerinnen und Turner, um dem begeisterten Publikum das breite Spektrum ihres Könnens zu präsentieren.

Turnerabend 1999 «STV Charts». Intensiv geführte und überaus erfolgreiche Workshops im Januar und März 2010 legten die Basis für eine ausserordentliche Vereins versammlung, welche Anfang Mai in der Turnhalle 1 an der Aargauerstrasse abgehalten wurde. Für die künftige Turnshow wurden folgende Grobkonzepte vorgestellt: Bauernhof, Kommende, Schloss Heidegg und Zirkuszelt. Nach vier Wahlgängen war klar, dass die Turnshow 2011 in der Kommende stattfinden soll.

Turnerabend 1993 «Im Himmel ist die Hölle los».

Turnerabend 2007 «Im Bundeshaus». Turnerabend 1997 «Seetalbahn». Der erste Teil vor der Pause gehörte den Kindern und Jugendlichen. Nach der Pause kamen die Aktiven zum Zug. Da die Bühne lediglich durch einen schmalen Durchgang betreten und verlassen werden konnte, wurden die Nummernwechsel immer mehr zu einer mühsamen, logistischen Herausforderung. Längere Umbauphasen und damit verbundene Pausen waren die Folge.

TurnAirShow – einzigartig, atemberaubend, spektakulär – 2011 Im Hinblick auf das 70-jährige Vereinsjubiläum wollten die Verantwortlichen etwas Einzigartiges auf die Beine stellen. Ein 14-köpfiges OK unter der Leitung von Markus Thali wagte sich in der Folge an das Open Air Konzept in der historischen Deutschritter Kommende im Zentrum von Hitzkirch.

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Das OK. Thema war die Einzigartigkeit des Seetals. Ein TK mit 12 Personen unter der Leitung von Stefanie Stocker und Philipp Wermelinger war zuständig für die Koordination der drei Blöcke. Im ersten Block zeigten rund 300 Kinder und Jugendliche ihr turnerisches Können. Den Wettkampfteams der Geräteriege und des AerobicTeams gehörte der zweite Block; dank der grossen Bühne war es erstmals möglich, ihre Wettkampfprogramme eins zu eins zu zeigen. Der dritte Block bot vor allem tänzerische Showeinlagen der Erwachsenenriegen. Zutiefst beeindruckt berichtete die lokale Presse von über 500 TurnAirShow-Mitwirkenden, 5 ausverkauften Vorführungen und beinahe 1800 begeisterten Zuschauern.

Turnshow «Viva la Vida – Turnwelt im Zirkuszelt – 2013» Die Turnshow «Viva la Vida – Turnwelt im Zirkuszelt» erzählte in einem unvergleichlichen Ambiente im Zirkuszelt eine lebensnahe Geschichte. Die Jugendriegen zeigten im ersten Block die Kindheit, das junge, unbeschwerte Leben. Im zweiten Block erzählten die Aktivriegen das Erwachsensein, das Abenteuer, die Energie. Atemberaubende Akrobatik und turnerische Eleganz verschmolzen ineinander. Der dritte Teil beschrieb die Schattenseiten des Lebens mit melancholischen Tanzeinlagen, wobei am Schluss mit einem frohen Farbenspektakel die Fröhlichkeit und der Spass überwogen.

Eine perfekt geturnte Barrenübung.

Eine wunderschöne, tänzerische Showeinlage.

Die Volleyballer setzen sich in Szene.

Einmal Jungs, immer Jungs.

Die Zuschauer sassen an 4er-Tischen, an welchem sie ihr Galadiner und später auch die Show hautnah am Geschehen geniessen konnten. Rund 2600 faszinierte Zuschauer an fünf ausverkauften Vorstellungen liessen sich dabei verwöhnen. Getragen vom Erfolg der TurnAirShow zeichnete sich wiederum ein 14-köpfiges OK unter der Leitung von Markus Thali und das TK mit Stefanie Stocker, Philipp Wermelinger und Tamara Grob verantwortlich für das grandiose Spektakel in der Manege.

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Die Leichtathletinnen (Claudia Beeler, Melanie Birrer, Andrea Kramis, Andrea Bucher, Tamara Eichenberger und Tiziana Schmid) erkämpften sich den 11. Rang (26 Teams).

Ausserirdische Wesen in der Manege. Turnfeste Einer langen Tradition folgend nahmen die Turnerinnen und Turner des STV Hitzkirch riegenübergreifend an verschiedenen Turnfesten teil. Hier drei besondere Erlebnisse, die stellvertretend für die jährlichen Turnfestteilnahmen näher vorgestellt werden. ETF Baselland 2002 140 Mitglieder des STV Hitzkirch kämpften in der Arena von Bad Bubendorf um Punkte.

Die Geräteriege in Bad Bubendorf. Reto Eichenberger holte sich im Einzelwettkampf (9-Kampf Männliche Jugend A) den 11. Rang und einen Olivenzweig (41 Teilnehmer). Die Volleyballriege erreichte mit Hitzkirch I den 5., mit Hitzkirch II den 7. Rang (21 Teams). Die Männerriege mit Noldi Eichenberger, Noldi Bürgi, Peter Frei, Urs Furrer, Andreas Müller und Paul Stocker feierten den ausgezeichneten 5. Rang (60 Mannschaften). Im 3-teiligen Vereinswettkampf positionierten sich die Aktiven der Geräte-, der Damen- und der Leichtathletikriege auf Platz 50 (186 Vereine).

Die Athletinnen und Athleten nach getaner Arbeit. Die Leichtathleten, Männliche Jugend A (Reto Eichenberger, Adrian Kramis, Florian Häfliger und Andreas Thali) siegten im Mannschafts wettkampf (LMM) mit 100-Meter-Sprint, Weitsprung, Kugelstossen, Hochsprung und 1000-Meter-Lauf (30 Mannschaften).

Volle Konzentration beim Barrenprogramm. Bei den Geräteturnern erreicht Beat Hartmann den 60., Franz Müller den 86. Rang (189 Teilnehmer).

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Kreisturnfest Rheintal Grabs 2004 Als TG Seetal schlossen sich die Turnvereine Ballwil, Emmenstrand, Hitzkirch und Rain zusammen und nahmen mit einer stattlichen Delegation von insgesamt 152 Athletinnen und Athleten am Turnfest teil.

Der STV Hitzkirch feierte seinen ersten Turnfestsieg in der Stärkeklasse 2; im dreiteiligen Vereinswettkampf wurde die Gesamtpunktzahl von 27.79 erreicht. Das Aerobic Team überzeugte mit seinem neuen Programm die Wertungsrichter und erhielt dafür die Tagesbestnote von 9.30. Die Leichtathleten massen sich bei sehr heissen Temperaturen in den Disziplinen Pendelstafette, Weit- und Hochsprung sowie 1000Meter-Lauf und erzielten einen guten Schnitt von 8.81 Punkten. Angesteckt von den Erfolgen ihrer Vereinskollegen wurde die Geräteriege mit ihrem harmonisch und perfekt geturnten Barrenprogramm mit der ausgezeichneten Note von 9.70 bewertet.

Die TG Seetal präsentiert sich in Grabs. Die Geräteturner zeigten nebst einem Bodenprogramm ein eindrückliches Barrenprogramm mit 50 Turnern an sechs Barren. Die Leichtathleten massen sich in der Pendelstafette, dem Hochsprung und im 800-Meter-Lauf, die Männerriege im Prellen und Werfen. Es resultierte der 5. Schlussrang im 3-teiligen Vereinswettkampf der Aktiven, Stärkeklasse 1, mit 26.52 Punkten. Seeländisches Turnfest Studen 2008 Rund 70 Startende aus fünf verschiedenen Riegen erlebten ein Wochenende, an welchem Vereinsgeschichte geschrieben wurde.

Die Leichtathleten beim 1000-Meter-Lauf.

Die stolze Turnerschar in Studen.

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Die Aktiven Plus und die Männerriege bestritten zum ersten Mal gemeinsam einen sportlichen Wettkampf. In sechs zu absolvierenden Disziplinen glänzten sie mit Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit und wurden mit dem 2. Rang in der 2. Stärkeklasse und 26.62 Punkten belohnt.


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Turnverein des Jahres 1998 wurde der STV Ettiswil, gefolgt vom STV Hitzkirch und dem STV Ballwil. Turnverein des Jahres 2003 In Neuenkirch wird der STV Hitzkirch erstmals als Sieger der Abteilung Jugend ernannt. Vereinspräsident Othmar Wey und Oberturner Philipp Wermelinger freuen sich über den Check der Regiobank Luzern von 500 Franken.

Die Aktiven Plus und die Männerriege in Studen. Ehrungen und Auszeichnungen Turnverein des Jahres 1997 Anlässlich der Auszeichnungsfeier vom 13. März 1998 im Pfarreiheim Hitzkirch durfte die stolze Präsidentin Rosmarie Bucher den Siegercheck über 1000 Franken von der Luzerner Regiobank entgegennehmen. Ein illustrer Gästekreis mit Regierungsrat, Gemeinderat und Vertretern aus den Kreisturnverbänden nahm an der Feier teil. Kantonaloberturner Paul Stocker erklärte das Auswahl- und Bewertungsverfahren, worin Grösse des Vereins, Wettkämpfe, Kurse, Aus- und Weiterbildung die Schwerpunkte bildeten. 1. Rang 2. Rang 3. Rang

STV Hitzkirch STV Ettiswil STV Eschenbach

488,125 Punkte 464,850 Punkte 380.850 Punkte

Turnverein des Jahres 1997: Die Feier im Pfarreiheim Hitzkirch am 13. März 1998.

Turnverein des Jahres 2004 In Nebikon konnte der STV Hitzkirch als Sieger bei den Aktiven ausgerufen werden. Oberturner Philipp Wermelinger erklärte den Erfolg mit der stattlichen Anzahl gut ausgebildeter Leiter und den grossen Einsatz von vielen begeisterten, motivierten und einsatzwilligen Turnerinnen und Turnern. Der siegreiche Verein präsentierte sich mit einer gelungenen Vorstellung der Riegen Geräteturnen, Leichtathletik, Volleyball und dem neu gegründeten Aerobic-Team von seiner besten Seite.

Philipp Wermelinger am Rednerpult. Jugendförderpreis 2009 Die Technische Leitung im STV Hitzkirch mit Stefanie Stocker und Philipp Wermelinger, bewarb sich beim Turnverband LU/OW/NW für den Turn-Award. Es gelang ihnen, das riesige Potenzial des Vereins aufzuzeigen. Von Prävention und Gesundheitsförderung als wichtige Gemeinschaftsaufgaben, über die sinnvolle Freizeitgestaltung der einzelnen Mitglieder, bis hin zum grossen Engagement im gesellschaftlichen Dorfleben. Sie hoben den Mehrwert hervor, welcher mit Bewegung, Spiel und Sport der Hitzkircher Bevölkerung eine lebenslange und leistungsgerechte sportliche Betätigung schafft.

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Das Projekt «MehrWerte im STV Hitzkirch» wurde von der Jury einstimmig mit dem Jugendförderpreis belohnt. Den Turn-Award erhielt der STV Ettiswil mit dem Projekt «Schlossturnfest – das Jubiläum der anderen Art», welches unter der einmaligen Kulisse des Schlosses Wyher mit 5000 Teilnehmenden stattfand. Nachwuchswettkämpfe und -anlässe UBS-Kids-Cup und «Der schnellste Hitzkirchertaler» Wer kennt sie nicht, diese spannenden Wettkämpfe, an welchen sich Kinder und Jugendliche aus der Region in den Disziplinen 60-Meter-Sprint, Weitsprung und Ballweitwurf messen. Mit einem separaten Wettkampf wird jeweils das schnellste Mädchen und der schnellste Junge im Hitzkirchertal erkoren. Diese Nachwuchswettkämpfe haben im STV Hitzkirch eine jahrzehntelange Tradition. Die Leichtathletikriege zeichnet sich seit den 80er-Jahren verantwortlich für die Organisation dieser beliebten Anlässe. Aus Christallina-Cup, Bango-Cup, Coop-Cup, Erdgas-Athletics-Cup und RivellaKids-Cup wurde der UBS-Kids-Cup und der «Schnellste Hitzkirchertaler» folgte dem Migros Sprint und dem Swiss-Athletics-Sprint.

Die beiden «schnellsten Hitzkirchertaler» 2004.

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Voller Einsatz am Erdgas Athletics Cup 2004. Kreisjugitag in Hitzkirch 8. Sept. 1996 Bei guten Bedingungen fand der Jugitag des Kreises 3 (Seetal und Entlebuch) in Hitzkirch statt. Als Organisator amtete der STV Hitzkirch. 520 Jugendliche, davon 49 aus den vereinseigenen Jugend- und Mädchenriegen, massen sich am Vormittag bei spannenden Einzelwettkämpfen (Geräte- und Kunstturnen, Fittest und Leichtathletik). Am Nachmittag standen die Mannschafts-Stafetten auf dem Programm. Pro Mannschaft starteten jeweils 10 Jugendliche zu einem originellen Parcours, wo Geschicklichkeit, Gewandtheit und auch die Schnelligkeit gefragt waren. Ein 15-köpfiges OK, unter der Leitung von Urs Furrer und rund 170 Helferinnen und Helfern konnten am Schluss des Anlasses eine durchwegs positive Bilanz ziehen.

Herausragende Leistungen in allen Disziplinen.


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Dass der Grossanlass auch reibungslos über die Bühne ging, war das grosse Verdienst des OK. Trainingslager 1990 wurde erstmals ein Trainingslager in Tenero durchgeführt. Den 45 jungen Turnerinnen und Turnern wurde ein lehrreiches, polysportives Traningsprogramm geboten. Untergebracht war die Schar in einem Zeltlager. Ein weiteres Trainingslager fand im Frühling 1991 in Kriens/Horw statt. Wie sehr sich diese intensiven Trainingseinheiten auszahlten, bewiesen die jungen Leichtathleten der Kategorie Jugend, welche sich kurz darauf für den Final an den Leichtathlektik-Mannschafts-Mehrkampfmeisterschaften (LMM) in Colombier qualifizierten. In der Folge organisierte der STV Hitzkirch die bei den Jugendlichen überaus beliebten Trainingslager jeweils alle zwei Jahre. Trainiert werden konnte in den Sparten Leichtathletik, Geräteturnen, Aerobic, Polysport, Volleyball. Alternative

Das erste Trainingslager in Tenero, 16.–21. April 1990.

Trainingslager in Horw, 1.– 6. April 1991. Sportarten wie Rope Skipping und das Klettern an der Kletterwand vermochten den Trainingsalltag zu bereichern. Zu den Austragungsorten gehörten Wolhusen, Giswil, Sarnen, Grosswangen, Stans und Willisau. Eine ganz wichtige Rolle übernahm jeweils die Küchenmannschaft, welche sich hervorragend um die kulinarischen Bedürfnisse der Lagerteilnehmer kümmerte.

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Gruppenbild in Willisau 2011. Vereinsmeisterschaft und 25-Jahr-Jubiläumstag Mädchenriege 25. Sept. 1993 Rund 100 Turnerinnen und Turner des STV Hitzkirch nahmen an einem Drei- oder Fünfkampf teil. Während die Disziplinen der Geräteturner in der Turnhalle 2 ausgetragen wurden, standen die Anlagen des Lehrerseminars für die Disziplinen Leichtathletik und Fitness zur Verfügung. Jung und Alt kämpfte engagiert um die begehrten Höchstpunktzahlen. Insgesamt 9 Ver einsmeister konnten in den entsprechenden Kategorien erkoren werden; jeweils die drei Erstplatzierten erhielten eine schöne Medaille.

Die Küchenmannschaft in Willisau 2011. Besondere sportliche Anlässe Die Vereinsmeisterschaften dienten ursprünglich dem Zweck, sich intern auf die Turnfeste vorzubereiten. Waren diese Meisterschaften zu Beginn noch auf mehrere Termine verteilt, beschränkte man sich in der Folge auf einen einzelnen Wettkampftag. Man wollte diese Wettkämpfe nutzen, um in verschiedenen Disziplinen messbare Resultate zu erhalten. Im Weiteren gehörten der Spass und das gemütliche Zusammensein ebenfalls dazu.

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Die Geräteriege glänzte mit ihrem Barrenprogramm.

Die strahlenden Sieger präsentieren stolz ihre Medaillen.

Der STV Hitzkirch unternahm immer wieder grosse Anstrengungen, sich einer breiteren Öffentlichkeit turnerisch zu präsentieren. Nicht zuletzt dienten diese Anlässe dazu, neue Mitglieder anzuwerben. Tage der offenen Türen 27. März –2. April 1998 Die Jugend- und Mädchenriegen des Verbandsgebietes öffneten eine Woche lang ihre (Trainings-) Türen, um einer interessierten Bevölkerung Einblick in ihr (vielleicht unbekanntes) Schaffen zu geben.

Die Mädchenriege feiert ihren 25. Geburtstag. Rosmarie Bucher, Präsidentin der Damenriege, eröffnete im Anschluss daran mit dem Jubil äums-Apéro den feierlichen Teil. Die Mädchen präsentierten ihre neuen Turndresse bei einer Gymnastiktest-Vorführung mit den Keulen. Als turnerischer Leckerbissen gab die Geräteriege ihr Barrenprogramm zum Besten. Beim Seilziehen, Sackhüpfen, Pedalo trampen und weiteren Spielen konnten sich Kinder und Erwachsene bestens vergnügen. Einen farbigen Schlusspunkt des Jubiläums setzte der Ballonwettbewerb.

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parcours zu bewältigen hatte. Im Anschluss an diese unterhaltsamen Wettkämpfe präsentierte die Geräteriege ihre in vielen Fronarbeitsstunden gebaute Bodenbahn. Während und selbstredend auch nach dem gelungenen Anlass sorgte die Festwirtschaft für die kulinarischen Bedürfnisse der Teilnehmer und der Gäste.

Es braucht Mut, etwas Neues auszuprobieren. Tag der offenen Halle 24. November 2002 Der STV Hitzkirch stellte der Bevölkerung sein vielfältiges sportliches Angebot vor, welches gleichermassen überraschte, überzeugte und begeisterte. Nach einer kurzen Begrüssung durch OK-Präsident Noldi Bürgi und Oberturner Marcel Müller und anschliessendem Einturnen gewährten sämtliche Riegen im Halbstundentakt einen Einblick in ihren Trainingsalltag. Die Turnerfamilie mit ihren Gästen wurden im Pfarreiheim mit einem von der Firma Granador offerierten Apéro und einem Spaghettiplausch kulinarisch verwöhnt. Eine vielbeachtete Showeinlage des Rope Skipping sorgte für Unterhaltung. Vereinsspieltag 21. August 2004 Die Mitglieder aus allen sechs Riegen waren dazu eingeladen. Insgesamt 60 Kinder und 60 Erwachsene hatten sich angemeldet und wurden als erstes in je 10 Gruppen aufgeteilt. Jede dieser Gruppen absolvierte in einem ersten Teil zwei Durchgänge mit den Disziplinen Seilziehen, Ultimate und Zielwurf. Nach der verdienten Pause wurde je eine Kinder- und eine Erwachsenengruppe vereinigt, welche einen Hindernis-

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«Spiel ohne Grenzen» an der Landsgemeinde in Ermensee 30. April 2006 Die Landsgemeinde bildete die letzte Gelegenheit, um sich eingehend über das Fusionsprojekt der 11 Hitzkirchertaler Gemeinden zu informieren. Da es nicht nur ein politischer Anlass werden sollte, beauftragte der Projektausschuss unter OK-Präsident Philipp Schnarwiler den STV Hitzkirch mit der Organisation eines sportlich unterhaltenden Wettkampfs. Jede Gemeinde stellte ein Team bestehend aus 6 Personen unterschiedlichen Alters, welche sich auf dem Sportplatz des Ermenseer Schulhauses in 6 verschiedenen Disziplinen massen. Moderiert wurde der Anlass mit träfen Sprüchen vom bekannten Gantrufer Bruno Furrer aus Mosen. Oberturner Philipp Wermelinger beschrieb den STV Hitzkirch als Paradebeispiel einer Fusion Hitzkirchertal; innerhalb des Vereins sei man Hitzkirchertaler und gehe als solcher an die Wettkämpfe. Einblick ins Vereinsleben bot das Aerobic-Team mit seinem Wettkampfprogramm, das Rope Skipping begeisterte mit dem Springseil.

Das Aerobic-Team präsentiert sein Wettkampfprogramm.


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Eröffnung Schulsportanlagen Hitzkirch 3. September 2010 Die neue Schulsport- und Skateanlage wurde mit einem festlichen Akt eröffnet. Gemeindepräsident Serge Karrer würdigte die Anlage als Werk von weitreichender Bedeutung. Die Präsidenten der Hitzkircher Sportvereine bedankten sich für die Anlage, welche sie mit ihren Vereinen mitbenützen dürfen, mit symbolischen Geschenken. Im Namen des STV Hitzkirch überreichte Urs Furrer eine junge Eiche mit dem Wunsch, sie auf dem Gelände einpflanzen zu dürfen. Einen grossen Anteil am turnerischen Rahmenprogramm hatten die Kostproben des Aerobic Teams, der Geräteriege, der Leichtathleten, der Rope Skipper und der Mädchenriege. Der sportliche Abschluss bildete die Show des Skatevereins. Die Hitzkircher Schülerband sorgte für den musikalischen Rahmen, die Festwirtschaft lud die Teilnehmenden bei Wurst und Kartoffelsalat ein, den Abend ausklingen zu lassen.

Stefanie Bieri-Stocker bei ihrer Ansprache.

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Aerobic-Team Gründung und Entwicklung der Riege Am 13. Oktober 2004 schrieb der STV Hitzkirch ein weiteres Kapitel in seiner Geschichte: Mit dem Aerobic-Team wurde eine sechste Riege gegründet. 18 junge Frauen, die bis anhin während sechs Jahren unter der Obhut der Da menriege standen, starteten motiviert ins eigenständige Riegenleben. Das Ruder übernahm der neu gegründete Vorstand unter der Leitung von Charlotte Müller (Präsidentin), Petra Lang (Vize-Präsidentin), Claudia Käser (Technische Leiterin), Claudia Widmer (Kassier) und Hedi Ineichen-Widmer (Aktuarin).

angepasstes Trainingsangebot bieten. 2009 übernahm Evi Estermann-Schmid das Präsidium des Aerobic-Teams.

Die Gründungsmitglieder des Aerobic-Teams im Jahr 2004.

Erste Wettkampf-Erfahrung am Gym-Day in Grosswangen.

Der Trainingsbetrieb lief unter der Leitung von Claudia Schmid, jeweils am Mittwochabend in der Gelfinger Turnhalle. Mit den Jahren wechselte nicht nur der Trainingstag auf den Donnerstag, sondern auch der Trainingsort: Von Gelfingen nach Altwis, weiter nach Hitzkirch in die Turnhalle der IPH und weil die Mitgliederzahl auf über 60 stieg, wird seit 2014 im Dojo der IPH in Richensee in zwei Hallen trainiert. Dadurch konnte die Trainingsqualität wieder gesteigert werden, wurde es vorher doch wirklich zu eng bei diesen vielen Turnerinnen.

Zu den besonderen Highlights gehörten die Teilnahmen an Turnfesten zusammen mit den anderen Riegen des STV Hitzkirch. Neben dem gemeinsamen Wetteifern war das Festen und Feiern nach dem Wettkampf jeweils ebenso wichtig. Legendär waren dabei jeweils nur schon die gemeinsamen Zugfahrten. Lauthals wurde gesungen, gefeiert und gelacht – doch damit nicht genug: War der Grund zum Feiern besonders gut, machten sich sämtliche Turnerinnen und Turner auf zu einer Polonaise durch den ganzen Zug. Schliesslich durften doch auch die übrigen Zugpassagiere spüren, dass erfolgreiche Turnerinnen und Turner auf der Heimreise sind, wie beispielsweise 2008 nach dem Turnfestsieg am Seeländischen Turnfest in Studen.

Während all den Jahren konnten viele neue Leiterinnen gewonnen werden, welche den Aerobic-Frauen ein vielfältiges und den Trends

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Sportliche Erfolge Seit 2005 nimmt das Aerobic-Team an Wettkämpfen teil. Erste Wettkampfluft schnupperten die damaligen Turnerinnen am Gym-Day in Grosswangen. Dabei stand damals noch vielmehr die Teilnahme als die Punktzahl im Vordergrund. Von da an gehörte der Gym-Day zur alljährlichen Tradition.


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Auch das Eidgenössische Turnfest in Biel im Jahr 2013 bleibt unvergessen, wo sich das AerobicTeam mit der Note 9.70 eine der Bestnoten in der gesamten Karriere erturnte.

namischen und mit Musik gepowerten Fitnesstrainings. Da der Grossteil der Teilnehmerinnen jeweils vom Aerobic-Team waren, wurde beschlossen, den Aerobic-Marathon nicht mehr durchzuführen.

Das Wettkampf-Team 2010 im blauen Tenue. Im Herbst 2011 wagte das Aerobic-Team nach einem trainingsintensiven Jahr zum ersten Mal die Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft. Die Nervosität war gross – die Freude über den 15. Schlussrang von insgesamt 34 Teams auch. Die tollen Erfolge des Wettkampfteams sind den ambitionierten und fachkundigen Leiterinnen zu verdanken: Claudia Schmid-Käser, Petra ZederLang, Andrea Sohst, Brigitt Giezendanner, Nadja Rölli und Christine Albisser.

Schnelle Fahrt und viel Spass beim Nachtschlitteln. Im Sommer und im Winter bleibt die Turnhalle jeweils einmal leer, nämlich dann, wenn ein Spezialtraining ansteht. Fischen, Bräteln, Minigolf, Pedalofahren oder eine Velotour stehen im Sommer beispielsweise auf dem Trainingsprogramm, während im Winter Sportarten wie

Events und Ausflüge Nebst den Wettkämpfen stehen jeweils viele weitere Anlässe auf dem Jahresprogramm – solche mit Arbeitseinsätzen, aber auch viele zum Geniessen. So organisierte das AerobicTeam 2011 und 2012 den Aerobic-Marathon, welcher zuvor in den Händen des Body Trains lag. Externe Leiterinnen und Leiter zeigten für alle Interessierten Einblick in die Welt der dy-

Viele motivierte Teilnehmerinnen am AerobicMarathon.

«Operation Warschau» am Turnerabend 2005.

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In all den Jahren schlüpften die Frauen in verschiedenste Rollen, wie beispielsweise «Operation Warschau», «Gärtner und Gartenzwerge», «Rockparty» und «Cowboys».

«Gärtner und Gartenzwerge» am Turnerabend 2009. Langlauf, Curling, Schneeschuhwandern oder Nachtschlitteln ausprobiert werden.

Das Aerobic-Team auf Reisen In der 12-jährigen Riegengeschichte gab es sogar einen mehrtägigen Städtetrip ins Ausland. Im September 2008 stieg eine Delegation des Aerobic-Teams ins Flugzeug nach Amsterdam. Nicht ganz unauffällig und gut hörbar, wenn eine Gruppe junger Frauen miteinander unterwegs ist… dies nicht ganz zur Freude der übrigen Passagiere. Neben der fast obligatorischen Grachtenrundfahrt und einem Museumsbesuch war vor allem das Shoppen angesagt. So gingen die Frauen nach drei Tagen nicht nur mit vielen tollen Eindrücken und lustigen Erlebnissen wieder nach Hause, sondern auch mit volleren und schwereren Koffern.

Ein immer wiederkehrendes Highlight waren die regelmässigen Turnerabende resp. Turnshows.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums führte es die Aerobic-Frauen 2014 in den Kanton Jura. Auf dem zweitägigen Ausflug wurde nebst dem Wandern durch die landschaftliche Idylle auch der heimische Tête de Moine degustiert sowie eine nicht ganz sturzfreie Abfahrt mit dem Trottinett gemeistert.

Das Aerobic-Team für einmal im Ausland: 2008 in Amsterdam.

Rasante Abfahrt mit dem Trottinett auf der Jubiläumsreise 2014.

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Aktive plus Fit bleiben und es dazu noch lustig haben, das zeichnet die Riege aus. Ein abwechslungsreiches, interessantes und aktuelles Trainingsangebot ist das Erfolgsrezept der Aktiven plus. Aus der Geschichte der ehemaligen Damenriege Klara Beeler und Monika Roth, zwei Gründungsmitglieder der 1979 gegründeten Damenriege, sind heute noch aktiv dabei. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Riegenmitglieder beschloss man 2007 eine Namensänderung. Während «Frauenriege» gar nicht gut ankam, gefiel die im Turnverband gebräuchliche Bezeichnung «Aktive plus» auf Anhieb. Viele der Riegenmitglieder hatten jahrelang ein Amt inne, sei es als Riegen- oder Vereinspräsidentin, als Kassierin, als Aktuarin, als Leiterin oder als OK-Mitglied und tun dies heute noch mit grossem Engagement. Das Gründungsmitglied Monika Roth führte die Kasse der Damenriege während 20 Jahren.

Die Damenriege als Geburtshelferin für MuKi, KiTu und Aerobic-Team Erfolgreich agierte die Riege seit jeher auch organisatorisch. 1993 wurde in Gelfingen eine neue Turnhalle gebaut. Junge Familien liessen sich in der Folge vermehrt in Gelfingen nieder. Die Damenriege gründete deshalb 1993 das Muki-Turnen in Gelfingen, gefolgt von demselben Angebot in Altwis, Aesch sowie HämikonMüswangen-Sulz. Das MuKi-Turnen bot nebst dem spielerischen Bewegen auch die Möglichkeit andere Kinder, Mütter und Väter kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Um die Lücke im Trainingsangebot zwischen dem MuKi-Turnen und den Jugend- und Mädchenriegen zu schliessen, folgte in den genannten Dörfern und zusätzlich in Hitzkirch bald auch noch ein Kinderturnen. Diese verschiedenen Angebote werden bis heute rege genutzt.

Die Teilnahme an der Hitzkircher Chilbi mit einem originellen Chilbistand war Tradition und bildete jahrelang eine willkommene Gelegenheit, die Riegenkasse etwas aufzubessern.

Das Durchschnittsalter der Damenriege-Mitglieder erhöhte sich stetig und es wurde immer schwieriger, junge Frauen in der Riege zu integrieren. So gründete die Riege 1998 das Aerobic-Team. Dieses Angebot war ein Volltreffer. Dank gut ausgebildeten Leiterinnen aus den eigenen Reihen erfreute sich das Aerobic-Team von Jahr zu Jahr an regem Zuwachs. Die jungen Frauen wollten sich schliesslich selbstständig machen und gründeten 2004 eine eigene Riege.

Der letzte Chilbistand im Herbst 2015.

Sportliche Erfolge Über Jahre hinweg besuchte die Damenriege regelmässig regionale, kantonale und eidgenössische Turnfeste. Nebst dem sportlichen Einsatz auf verschiedenen Wettkampfplätzen, gehörten auch die grossen Partys in den Festzelten dazu. Unvergesslich bleibt sicher das kantonale Turnfest 2000 in Sarnen. Damals siegte die Damenriege beim zweiteiligen Vereinswettkampf. Sie erkämpfte sich mit 16 Turnerinnen im Fit-Quartett die gute Note von 9,30. In der Pendelstafette erreichte man mit acht Aktiven die Note 9,22. Die Damenriege setzte sich damit an die Spitze der 29 teilnehmenden Gruppen.

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Die erfolgreiche Damenriege in Sarnen. Die Damen auf Wanderschaft Das Wandern ist der Turnerin Lust. Das dürfen die Damen jedes Jahr bei einer ein- oder auch zweitägigen Wanderung erfahren. In Erinnerung bleibt sicher die fünfstündige Wanderung 1998 in der Obwaldner Bergwelt von der Melchsee Frutt via Jochpass bis hin zur Gerschnialp. Als die Füsse müde wurden, packten sich die Frauen ein Trotti-Bike und einen Helm und fuhren in einer 15-minütigen Abfahrt Richtung Engelberg.

Die Gruppe vor herrlicher Kulisse. Weitere Wanderziele erkundete man im Pizolgebiet mit der 5-Seen-Wanderung oder diejenige vom Monte Tamaro zum Monte Lema. Unvergesslich bleibt auch die Reise ins Val de Travers zum Creux du Van und die Wanderung im Bündnerland durch die eindrückliche Rheinschlucht zum Crestasee.

Bereit zur rasanten Abfahrt nach Engelberg.

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Zwanzig Jahre Damenriege war Grund genug, dieses Jubiläum 1999 gebührend zu feiern. Die Feier begann mit einer Schifffahrt auf dem Hallwilersee, bei der es viel zu erzählen und lachen gab. Nach der abwechslungsreichen Schifffahrt wurde in Seengen bei Speis und Trank weitergefeiert. Bei dem gekonnt aufgeführten, selbstverfassten Rap einer Gruppe, hatten alle riesig Spass.


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Der 20. Geburtstag wurde mit einer fröhlichen Schifffahrt auf dem Hallwilersee tüchtig gefeiert.

2007: Damenriege vor dem Hotelbus in der Hauptstadt Sloweniens in Ljubljana.

Mehrtägige Reisen ins Abenteuer Das tolle Verhältnis untereinander über die Jahre hinweg, zeichnet die Riege aus. Es erstaunt deshalb nicht, dass mehrtägige Reisen und Ausflüge hoch im Kurs sind.

So viele schöne Eindrücke gemeinsam erleben zu dürfen, schweisst zusammen und macht Lust auf mehr. Zum 30-Jahre-Jubiläum packten die Turnerinnen bereits im Jahre 2009 erneut die Koffer. Die Cinque Terre wusste mit seinen abschüssigen Geländeeinschnitten zu beeindrucken. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten die Turnerinnen von Riomaggiore nach Monterosso. Selbstverständlich blieb auch viel Zeit zum Lädelen oder sonstigem Verweilen.

2007 war die Damenriege fünf Tage mit dem Hotelbus unterwegs. Der erste Halt war in München, nachts fuhr der Bus weiter nach Bled. Der Chauffeur und sein Steward verwöhnten die Frauen mit einem feinen Frühstück. Auch um den Abwasch kümmerten sich die Männer. Mit einer Velotour erkundeten die Frauen die wunderschöne Gegend von Bled mit See und Bergen. Abends wurde noch auf dem Camping gefeiert und schliesslich gabs noch eine Pyjama-Modeschau im Hotelbus. Das nächste Ziel war Ljubljana mit einer interessanten Stadtführung, und weiter ging es zu den Tropfsteinhöhlen von Postojna. Mit einem Zug wurden die Frauen in die Unterwelt der grössten Karstgrotte in Europa entführt, um den Konzertsaal und den Schneesaal zu bewundern. Am Nachmittag konnten ein paar mutige Frauen bereits in Portoroz im Meer schwimmen. Den Abend verbrachten die Turnerinnen in Piran, der mediterranen Perle Sloweniens. Unvergessen bleibt die Showeinlage auf dem Tartini-Platz. Auf dem Heimweg über Italien machte der Chauffeur einen längeren Halt bei einem hübsch gelegenen Weingut, wo auch ein feines Mittagessen serviert wurde.

Wanderung durch die Cinque Terre.

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Mit dem Schiff besuchten die Frauen den Nobelort Portofino und genossen dabei die Aussicht auf die traumhafte Küstenlandschaft. Der Dom San Lorenzo mit der Streifenfassade aus schwarzem und weissem Marmor sowie sein majestätisches Innere, die mächtigen Paläste und die engen Gassen durften die Frauen bei einem Stadtrundgang durch Genua verinnerlichen.

Auf dem Swarovski-Schiff.

Stadtführung durch Genua. Im Frühling 2012 ging die Riege mit den Fahrrädern auf Reise. Nebst dem Radeln der schönen blauen Donau entlang, bleiben die Fahrt mit dem Kristallschiff, das mit tausenden funkelnden Swarovski-Kristallen geschmückt ist sowie der Besuch der Stadt Salzburg in bleibender Erinnerung.

Auf dem Damm an der Donau.

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Die Geräteriege Die Geräteriege besteht als eigenständige Riege seit dem Jahr 1991. Während sich das Turnmaterial und die Kleider verändert haben, ist eines immer gleich geblieben: die Kameradschaft und die pure Leidenschaft fürs Turnen. Getu Jugend Die Gründung Schon früh hat Anastasius «Stasi» Hartmann gemerkt, dass das Fortbestehen der Geräteriege keine Selbstverständlichkeit ist, sondern geplant werden muss. Viele der Jugi-Buben waren interessiert am Geräteturnen. So kam Stasi 1992 auf die Idee, die Geräteriege Jugend zu gründen. Das ideale Lokal wurde in der Mehrzweckhalle Gelfingen gefunden. Immer samstags trainierten hier fortan die lernwilligen 10 bis 15 Knaben, welche aus der Jugendriege herausgepickt wurden. Für die Wettkämpfe wurden die jeweiligen Übungen für die entsprechende Kategorie geübt. Einzig die Turndresse fehlten noch für den Wettkampf. Dass der Verein für das benötigte Geld eine Absage erteilte, war ein herber Rückschlag. Stasi begab sich deshalb auf

die Suche nach einem Sponsor. Fündig wurde er bei Werner Ravasio, dem «Knopf Werni». Er willigte ein, die Kosten für die Turndresse zu übernehmen. Diese brachten wahrlich Glück an sämtlichen Wettkämpfen. Viele Medaillen und Auszeichnungen wurden nach Hause gebracht. In einem Jahr gelang es sogar, nur Medaillen (1. – 3. Rang) zu erturnen. Was für ein Aufstieg! Nationale Erfolge Mit der Getu Jugend studierte Stasi für den Turnerabend Ermensee 1995 das erste JugendSektionsprogramm ein. Das Auftrittsmotto war «Wiener Walzermusik». Die Vorstellung kam beim Publikum so gut an, dass die jungen Geräteriegler herausgeklatscht wurden. Dies hat sich schnell herumgesprochen. Schon bald darauf folgte die Einladung für den Auftritt beim Kantonalen Turnbrunch in Horw. Für diesen Auftritt gelangten die jungen Turner mit einem grossen Foto in die Luzerner Zeitung. Es folgten weitere starke Leistungen wie der 2. Rang an einem gesamtschweizerischen Jugend-Sektionswettkampf und die Traumnote von 9.80 am Eidgenössischen Turnfest in Bern 1996.

Die Getu Jugend 1995 mit dem ersten eigenen Dress.

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Die Aktiven Wettkämpfe Die Geräteriege veranstaltete 1993 die Kreismeisterschaft im Sektionsturnen. Stattgefunden hat dieser Wettkampf im Lehrerseminar Hitzkirch. Bei strahlendem Sonnenschein konnte der Anlass durchgeführt werden, welcher einen schönen Batzen in die Riegenkasse brachte.

Der Auftritt am Turnerabend Ermensee 1995 zum Motto Wiener Walzermusik. Von der Mädchenriege fanden in den folgenden Jahren die ersten weiblichen Mitglieder in die Geräteriege. Zuerst wurde separat trainiert, später erfolgte dann das gemeinsame Training, welches sich bis heute bewährt. Die Jugend schaffte auch weiterhin grosse Erfolge, wie beispielsweise der 5. Rang an den Schweizer Meisterschaften in Kreuzlingen 2011 mit dem Boden-Sprung-Programm unter der Leitung von Jeannine und Pascal Knüsel und Olivia Muff. Wer weiss, wie die Geräteriege heute dastehen würde, wenn es die Getu Jugend nicht gäbe. Stasis Idee war womöglich einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte der Geräteriege.

2007 wurde das Bodenteam in Neuenkirch Verbandsmeister. Angespornt vom Erfolg entschieden sich die Turnerinnen und Turner 2008 für die erste Teilnahme mit der Bodensektion an den Schweizer Meisterschaften. Unter der Leitung von Franz Müller wurde knallhart trainiert. Lediglich über die Sommerferien gönnten sich die Turner zwei Wochen Pause. In der Zeit zwischen Ende Juni und Anfang September gab es nicht mehr als eine Trainingsabsenz. Diese war wohl gut begründet. Im Training stand nicht nur das Turnen, sondern auch Kondition auf dem Programm, welche beispielsweise durch Joggen und Treppenlaufen im Heidegg gefördert wurde. Schliesslich war es dann soweit. Im strömenden Regen ging es an die Schweizer Meisterschaften nach Solothurn. Es gelang den Geräterieglern eine exzellente Leistung, aus welcher mit der Note 9.50 der hervorragende 8. Rang heraus-

Die Getu Jugend konnte an den Schweizer Meisterschaften 2011 in Kreuzlingen den hervorragenden 5. Rang erturnen.

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sprang. Namhafte Sektionen wie der BTV Bern konnten hinter sich gelassen werden. Gefeiert wurde natürlich wie Sieger.

Die Bodensektion bei der Verteidigung des Verbandsmeistertitels 2015 in Nebikon.

Das Bodenteam erreichte bei den Schweizer Meisterschaften 2008 in Solothurn den 8. Rang.

Riegenausflüge Der Riegenausflug 1998 nach Pizol, welcher Martin «Breusi» Wüest organisierte, bleibt den Turnern in bester Erinnerung. Das Gelände für die Biketour war so gnadenlos steil, dass die ersten schon früh in die Gondel umstiegen. Immer mehr gaben sich geschlagen, bis am Schluss nur noch Christian «Hönze» Widmer auf dem Bike sass. Als einziger bezwang er diese Tour. Am Skiweekend in Damüls 2000 versanken die Turner fast im Schnee. In guter Erinnerung bleibt vor allem das Lied «Anton aus Tirol», welches in Österreich auf und ab lief, während die Melodie in der Schweiz noch nicht bekannt war. Das Fest bleibt unvergessen.

Die Barrensektion beim Tannzapfe-Cup 2008. Das Turnfest in Gipf-Oberfrick 2012 bleibt aus mehreren Gründen in bester Erinnerung. Einige Geräteturner haben die Leichtathleten beim 800-Meter-Lauf unterstützt. Dort wurde die Höchstnote 10.00 erzielt. Zusammen mit den Sektionsprogrammen ergab dies der Turnfestsieg in der 2. Stärkeklasse mit einem Total von 28.86 Punkten. 2015 konnte die Geräteriege den Verbandsmeistertitel am Boden in Nebikon erfolgreich verteidigen. Mit der Note 9.53 gelangten die TurnerInnen in den Final, welcher schliesslich mit 9.45 Punkten gewonnen wurde.

Die Geräteriege am Skiweekend in Damüls im Jahr 2000.

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2001 feierte die Geräteriege das 10-jährige Bestehen. Der 3-Tages-Ausflug ging nach Deutschland in den Erlebnispark Lochmühle. Da gab es eine Bauernhofolympiade, bei welcher sich die Turner in Disziplinen wie Armbrustschiessen oder Bullenreiten messen konnten.

neben ihm, darin war die Videokamera. Kusi Thali und Hönze Widmer zögerten nicht und veranstalteten die bekannte Morgenshow. Manche Leute wurden vom Radio STV Hitzkirch interviewt und zum aktuellen Befinden befragt. Immer dabei – die Videokamera.

Präsidenten und Technische Leiter Präsident 1991–2003 Oskar «Oski» Müller Präsident 2003–2012 Markus «Kusi» Thali Präsident 2012–2015 Thomas Küng Präsident ab 2015 Severin Graf TL* 1991–1998 Marcel «Möui» Müller TL* 1998–2007 Beat Hartmann TL* 2007–2012 Franz Müller TL* ab 2012 Pascal Knüsel

2010 stand in Hitzkirch der Fasnachtsumzug auf dem Programm. Als Thema wurde das Doping auserwählt. Der Wagen war 35 Meter lang – ein Traktor, dahinter das Spannreck, danach die Arztpraxis und das Schlusslicht machte der Barren. Auf dem fahrenden Wagen wurden am Reck Riesen geturnt. Beim Umzug in Hochdorf schaute sogar der 2. Rang hervor.

*Technischer Leiter

Sonstige Ereignisse Nach einer Turnfestnacht 2001 hat es sich Beat Hartmann auf einem Tisch gemütlich gemacht, welchen seine Kameraden kurzerhand auf den Wettkampfplatz trugen. Seine Turntasche stand

Pascal Knüsel dreht Riesen am Reck beim Fasnachtsumzug 2010 in Hitzkirch.

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Leichtathletik Neugründung Im Jahr 1995 stellte die damalige Leichtathletikriege ihren Trainingsbetrieb ein. Es fehlte an Nachwuchs auf allen Ebenen. So konnte auch der Vorstand nicht mehr besetzt werden. Philipp Wermelinger lancierte jedoch bereits nach einem Jahr ein neues Leichtathletiktraining für Mädchen und Knaben. Organisatorisch war diese Gruppe der Geräteriege angegliedert. Am 21. Oktober 1999 wurde eine neue Leichtathletikriege gegründet. Dies war der Beginn einer grossen Erfolgsgeschichte.

Training Die sportlichen Erfolge der LAR basieren auf zielgerichteten, altersgerechten und motivierenden Trainings, die nur dank hervorragendem Leiterteam möglich sind. Im Jahr 2002 konnte die LAR mit dem 800-m-Weltmeister André Bucher ein Training absolvieren und liess sich von seinen Erfolgen inspirieren. Zu den besten Zeiten besuchten die Kinder und Jugendlichen aus dem ganzen Hitzkirchertal die Trainings um das Leiterteam von Philipp Wermelinger. So besuchten in den Spitzenzeiten bis zu 80 Nachwuchsathletinnen und -athleten die tollen Trainings. Aktuell kann die Riege wieder auf eine erfolgsversprechende neue Jugendgruppe um Alina Zehnder, Dimitri Fähndrich, Sara Wüest, Giulia Nardiello und Elias Meyer zählen.

1999: Die STV-Präsidentin Rosmarie Bucher bedankt sich beim Gründungs-OK der LAR Hitzkirch mit Mark Meyer (Präsident), Stefan Bitzi (Kassier), Christian Thali (Mitgliederwesen), Claudia Füglister (Aktuarin) und Philipp Wermelinger (Technische Leitung) für das wertvolle Engagement.

2017: Die neuen Hoffnungsträger im harten Wintertraining: Sara Wüest, Alina Zehnder, Giulia Nardiello, Elias Meyer, Dimitri Fähndrich.

1999: Die LAR startet nach der Neugründung mit einem neuen Dress.

LMM-Qualifikationswettkämpfe Für den Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden organisierte die LAR bereits dreimal eine regionale LMM- Ausscheidung. In den Jahren 2000 und 2007 fanden die Wettkämpfe auf der Aussensportanlage des Lehrerseminars statt, im Jahr 2015 auf der Schulsportanlage Hitzkirch.

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2015: LMM auf der Schulsportanlage in Hitzkirch organisiert von der LAR. Rahmenprogramm Neben dem Wettkampfplatz sorgt die Riege auch für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So haben bereits über zehn Skiweekends stattgefunden. Zudem findet alle zwei Jahre ein riegeninternes Trainingsweekend statt. Am Ende der Saison organisieren die Neumitglieder der Riege jeweils den AbschlussMehrk®ampf – ein Event mit lustigen und ungewöhnlichen Disziplinen auf der Leichtathletikanlage.

2011: Skiweekend auf dem Schilthorn.

2015: Gemeinsames Orangina-Trinken nach einem strengen Training.

2004: Kurze Regenpause beim lokalen Trainingsweekend auf der ASA Seminar Hitzkirch.

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2016: Abschluss-Mehrk®ampf.


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Experten Aus der Riege gingen zudem drei Leichtathletikexperten hervor: Philipp Wermelinger, Andrea Thali und Reto Eichenberger, die in der ganzen Schweiz Leichtathletiktrainer aus- und weiterbilden

2002 ETF im Baselbiet / 1. Rang LMM, MJA Reto Eichenberger, Adrian Kramis, Florian Häfliger, Andreas Thali (12453 Punkte) 2002: LMM Schweizerfinal / 1. Rang MJA Reto Eichenberger, Adrian Kramis, Simon Lustenberger, Andreas Thali (13 205 Punkte) 2003: Schweizer Mehrkampfmeisterschaften in Bern Reto Eichenberger sichert sich die Silbermedaille bei den (MJA) 2003: Hochdorfer Mehrkampf Schweizer Rekord im 10-Kampf (MJA) von Reto Eichenberger 2004 Hallen SM Magglingen Melanie Birrer (WJB) holt die Bronzemedaille im Sprint 2004 LMM Schweizerfinal / 1. Rang Junioren Reto Eichenberger, Adrian Kramis, Reto Infanger, Adrian Wüest, Stefan Irniger, Andreas Thali (14030 Punkte) 2005: LMM Schweizerfinal / 2. Rang WJA Melanie Birrer, Tiziana Schmid, Franziska Renggli, Andrea Kramis, Adrienne Frei (9524 Punkte)

2011: Philipp Wermelinger beurteilt als Experte die neuen Leiterinnen und Leiter. Erfolge Mit über 50 Innerschweizertiteln und mehreren Schweizer-Meister-Titeln im Team oder Einzel sowie einem Schweizerrekord im 10-Kampf (2003) kann die junge Riege auch auf nationaler Ebene gut mithalten.

2006: LMM Schweizerfinal / 2. Rang WJA Tiziana Schmid, Melanie Birrer, Franziska Renggli, Andrea Kramis, Adrienne Frei (9469 Punkte) 2007: ETF in Frauenfeld / 2. Rang LMM, WJA Franziska Renggli, Melanie Birrer, Tiziana Schmid, Andrea Kramis, Adrienne Frei (8824 Punkte)

1992: Schweizer Meisterschaft in Sitten Andrea Thali (WJB) holte Gold im Diskuswerfen und Bronze im Kugelstossen.

2008: Schweizer Meisterschaften U20/23 Franziska Renggli (U20) sichert sich im 400m Hürden Final die Bronzemedaille.

1993: Schweizer Meisterschaften in Riehen Andrea Thali (WJA) holt Silber im Diskus.

2012: Verbandsturnfest in Schüpfheim Turnfestsieg für Reto Eichenberger

2001: Schweizerfinal des Erdgas-Athletic-Cups Reto Eichenberger gewinnt das Schweizerfinale.

2013: ETF in Biel Kranzgewinn für Reto Eichenberger

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2004: Reto Eichenberger, Adrian Kramis und Andreas Thali auf dem Weg zum Schweizerfinalsieg.

2004: Reto Eichenberger und Melanie Birrer an der Hallen-SM in Magglingen.

2007: Franziska Renggli an der Schweizer Meisterschaft mit der Bronzemedaille Ăźber 400m HĂźrden.

2006: LMM Schweizerfinal, 2. Rang WJA: Andrea Kramis, Franziska Renggli, Melanie Birrer, Tiziana Schmid, Adrienne Frei.

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2013: Alina Zehnder am swiss-athletics Sprint in Luzern.


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Männerriege Bei den Männerrieglern handelt es sich um die ältesten Mitglieder im STV Hitzkirch, sie sind jedoch nicht weniger gefragt. Die grosse Erfahrung dieser Personen ist im Gesamtverein immer wieder von Interesse und niemand fühlt sich als Aussenseiter. Die riegenübergreifende Zusammenarbeit funktioniert einwandfrei und schon viele Vereinsanlässe konnten vereint und erfolgreich durchgeführt werden. 25 Jahre Männerriege Als im Jahr 1991 der STV Hitzkirch das 51. Vereinsjahr in Angriff nahm, haben sich am 7. Oktober 1991 19 Männer zusammengefunden und sie gründeten die Männerriege Hitzkirch, als eigenständige Riege der grossen STV-Familie. Genau 25 Jahre später, am 7. Oktober 2016, wurde das 25-jährige Riegenbestehen gefeiert. Zu diesem Jubiläum wurden alle ehemaligen Mitglieder eingeladen. Da gab es viele freudige Wiedersehen und unzählige Erlebnisse aus früheren Zeiten wurden in Erinnerung gerufen.

Die 1. Riegenversammlung 1993. Von links, Werner Hofer, Roman Bütler, Peter Frei, Beat Bucher, Urs Furrer, Alois Jenny. Erfolgreicher Verbandsmännerturntag in Hitzkirch Die Teilnahme am Männerturntag des Turnverbandes LU/OW/NW bildet einen festen Bestandteil im Jahresprogramm. Waren vor 20

Jahren noch über 1000 Wettkämpfer aus dem Turnverbandsgebiet am Start, ist diese Zahl stetig auf ein paar hundert Teilnehmer geschrumpft. Dies lindert die sportlichen Leistungen jedoch in keiner Weise.

Männerturntag 1997 in Beromünster. Mit dem Wissen, dass der Schwingclub Oberseetal das kantonale Schwingfest auf den Sonntag, 24. Mai 2009 terminierte, entschloss sich die Männerriege, den Männerturntag am Tag zuvor ebenfalls in Hitzkirch durchzuführen. Dadurch konnte man die Infrastruktur, insbesondere das grosse Festzelt, über das grosse Festwochenende gemeinsam nutzen. Das Wetterglück war diesen beiden Anlassen beschieden und bei überaus sonnigem und sogar sehr heissem Wetter konnten die sportlichen Leistungen und kameradschaftliche Stunden hautnah miterlebt werden. Der STV Hitzkirch durfte für die tadellose Durchführung dieses Männerturntages viele Komplimente ernten. Quasi das Tüpfli auf das berühmte sportliche «i» war der Podestplatz der Männerriege. OK-Präsident Noldi Eichenberger konnte zusammen mit Kannan Brunner und Guido Estermann den 3. Platz feiern. Im Jahr 2015 sprang der STV Hitzkirch erneut in die Lücke. Es wurde kein Organisator gefunden und so fand am 23. Mai der Männerturntag erneut in Hitzkirch statt, allerdings im kleineren Rahmen, ohne Nachtessen und grosses Unterhaltungsprogramm.

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Das Volleyball-Standbein Seit rund 20 Jahren beteiligt sich die Männerriege an der INV-Verbandsmeisterschaft sowie an verschiedenen Volleyball-Turnieren, an denen auch schon Siege (z.B. 2008 in Beromünster) und Podestplätze gefeiert werden konnten. Turnierstationen sind auch Sursee, Rickenbach und Rothenburg. Planung des Riegenjahres Im fortgeschrittenen Alter hat man es gerne «stabil» und die Aktivitäten haben sich in den letzten Jahren in vielen Bereichen nur wenig verändert.

Turnerabend und die Männerriege Der Beitrag der Männerriege am traditionellen Turnerabend in der Mehrzweckhalle Ermensee brachte das Publikum immer wieder zum Lachen. Gefragt waren weniger die sportlichen Leistungen. Man wollte unterhalten, z.B. als bunte Hühner, Piraten, umsorgte Babysitter mit echten (Jugimädchen) Babys, als gebauchte Balletttänzer oder als wackere Holzhacker mit Beil und Handsäge.

Turnerabend 2009: Die männlichen Babysitter. Spontan-Kappelle beim Chlaushock 2009. Die Erhaltung und Förderung der Gesundheit und die Pflege der Kameradschaft bilden einen wichtigen Bestandteil im Jahresprogramm. Die Details dieser Abfolge mit den Aktivitäten in und ausserhalb der Turnhalle werden jeweils mit dem Halbjahresprogramm angekündigt. Nach wie vor wird jedes Jahr der Riegenmeister erkürt, der als Krönung an der Jahresversammlung aus den Händen des TK-Leiters einen Edelstein als Wanderpreis empfangen darf.

Riegenmeisterschaft 1997. Franz Abt, Heinz Wüest, Herbert Hermann und Guido Furrer umrahmen Sieger Beat Bucher.

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Turnfeste Auch in den Ranglisten der eidgenössischen Turnfeste ist die Männerriege Hitzkirch zu finden. Basel (2002), Frauenfeld (2007) und Biel (2013) bildeten die Wettkampfstationen. Leider führte der heftige Sturm in Biel zum abrupten Ende dieses Festes kurz nach dem Wettkampf. Insbesondere auch der Aufenthalt in einer sicheren Tiefgarage bleibt in Erinnerung, bevor man leider bereits die Heimreise antreten musste.

Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest in Biel 2013.


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Ausflug 2011 ins Oberwallis mit Whisky-Degustation im Hochmoor. Riegenausflüge Fast jedes Jahr zieht es die Männerriegler im Herbst zum Riegenausflug in die faszinierenden Innerschweizer Berge. Grössere Reisen führten in den Schwarzwald (Todtmoos 2001), ans Münchner Oktoberfest (2006) und ins Wallis (2011).

Outfits Stolz ist der echte Männerriegler nicht nur auf den jeweiligen Vereinstrainer. Regelmässig wird ein passendes T-Shirt angeschafft und seit dem Jahre 2011 trifft man sich gerne im schmucken Riegenhemd, ganz in blau.

Riegenausflug ins Toggenburg 2014: Erholung pur. Die jüngste Jubiläumsreise zum 25-jährigen Bestehen ins Piemont mit drei Übernachtungen im Hotelbus liess das Lagerleben wieder einmal etwas aufblühen. Feines Essen, Wein-, Grappaund Risottodegustationen sowie die Besichtigung von Kulturdenkmälern liessen das Herz höher schlagen und man hatte auch immer wieder Zeit zu verweilen und die Kameradschaft zu pflegen.

Das neue Outfit 2011. Vorstand und ehrenamtliche Tätigkeiten Die ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand wird jedes Jahr mit einem Nachtessen belohnt, wozu auch die Ehefrauen oder Partnerinnen eingeladen sind. Es liegt jeweils beim Riegenpräsident, diesen Abend zu organisieren und mit einem Rah-

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menprogramm zu ergänzen. Die Männerriegler bringen viel Erfahrung mit, was bei der Vorbereitung und Durchführung von Grossanlässen stets gefragt ist. So erstaunt es nicht, dass die Männerriege immer wieder in den OK’s der verschiedenen Grossanlässe des STV Hitzkirch vertreten ist.

Arnold Eichenberger, links, übernimmt 2000 das Präsidium von Roman Bütler.

Gute Aussichten: Der Männerriegler ist wie Wein und wird im Alter immer besser (abgeleitet von Greg Forster).

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Volleyballriege Erste Riegenjahre Die Anfänge der Volleyballriege gehen auf das Jahr 1980 zurück. Ein paar Mitglieder des Turnvereins trafen sich wöchentlich in Ermensee, um Volleyball zu spielen. Die Sportart gewann schnell an Interesse und fand grossen Anklang bei weiteren Turnerinnen und Turnern. So entwickelte sich aus einer Plauschmannschaft schon bald eine Mixedmannschaft. Später kamen eine Junioren- und Juniorinnenmannschaft dazu. Seither nehmen die Teams regelmässig an Turnieren und Meisterschaften teil.

Herren-Team 1999.

Mixed-Team 1999.

Juniorinnenmannschaft der Volleyballriege 1991/92. 1991 wurde die Riege eigenständig. In den ersten Vorstand gewählt wurden Arnold Bürgi als Präsident, Rita Elmiger als Kassier, Evelyn Elmiger als Sekretärin und Ha Xuong als Beisitzer. 1998 zählte die Volleyballriege bereits fünf aktive Mannschaften: Zwei Juniorinnenmannschaften A und B, ein Damen-, ein Herren- und ein Mixed-Team.

Juniorinnen-Team 1999. Entwicklung der Mannschaften Junioren: 1993 –1994, 1997, 2006, 2007 Juniorinnen: 1992 – heute Damen: Herren: Mixed:

1992 – heute 1992 – 2000 1992 – heute

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Verfügte eine Kategorie über genügend aktive Volleyballerinnen oder Volleyballer, konnten sogar bis zu drei Teams trainiert und an den Meisterschaften angemeldet werden.

sich die Mannschaft 2000 am Kantonalen Turnfest in Sarnen mit dem 1. Rang, 2007 am ETF in Frauenfeld mit dem 1. Rang und 2013 am ETF in Biel mit dem 2. Rang.

Erster Rang für das Mixed Team am Kantonalen Turnfest in Sarnen 2000. Juniorinnen 2005 an einem U16-Turnier mit Thomas Rohrer und Rahel Kleeb. Zahlreiche Gemeinden im Luzerner Seetal gehörten zum Einzugsgebiet der Volleyballriege. So unterschiedlich wie die regionale Herkunft, spielten auch das Alter und die Grösse der Spielerinnen und Spieler keine Rolle. Gut ausgebildete Leiterinnen und Leiter waren stets für die spielerische Qualität der Teams besorgt. Zusätzlich wurden fleissig Schreiber- und Schiedsrichterkurse besucht. Sportliche Highlights In den letzten 25 Jahren erspielte sich die Volleyballriege diverse Siege und Podestplätze in der INV-, RVI-Meisterschaft und an verschiedenen Turnieren. Unvergesslich bleiben die erfolgreichen VolleyNights der Mixed-Mannschaften an den Eidgenössischen und Kantonalen Turnfesten. Am Eidgenössischen Turnfest 1996 in Bern belegte man den 4. Schlussrang und 2002 im Baselland die Ränge 5 und 7. Am Verbandsturnfest in Willisau 2006 erreichten zwei Teams den 3. und 4. Rang. Grandiose Podestplätze erkämpfte

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Mixed Teams am Verbandsturnfest 2006 in Willisau. Das Mixed-Team nahm auch sehr erfolgreich an der Meisterschaft teil. Innerhalb von fünf Saisons wurde es im Jahr 2012 zum vierten Mal als Titelverteidiger in der INV-Mixedmeisterschaft des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden gefeiert. Das absolute Highlight der RVI-Damenmannschaft war 2013 der Aufstieg in die 2. Liga. In lediglich fünf Jahren schaffte man den Höhenflug von der 5. in die 2. Liga. Viel zu diesem Erfolg beigetragen hat Trainer Thomas Rohrer mit seinem Engagement und seiner Motivation.


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RVI-Damenmannschaft 2012.

Youth Friendship Games 2005 in Holland.

Auch der Nachwuchs konnte viele tolle Erfolge feiern in der Vergangenheit. 1993/94, 1997/98 und 1998/99 startete das Juniorinnen-A-Team in der 1. Liga an den Turniermeisterschaften. 2008 schaffte es wieder eine Nachwuchsmannschaft in die 1. Liga und holte sich sogar den Titel als Vize-Regionalmeister.

Unvergessliche Anlässe und Ausflüge 1999 fand auf der Beachanlage des Lehrerseminars in Hitzkirch erstmals das Jemaki-Volleyball-Turnier statt. Das Turnier stiess auf grossen Anklang bei Volleyballbegeisterten aus den umliegenden Gemeinden. Insgesamt 4 DamenTeams, 4 Mixed-Teams und 8 2er-Teams traten gegeneinander an. Doch leider passte an diesem Tag das Wetter nicht ins Konzept. Infolge strömenden Regens mussten die Damen- und Mixed-Spiele vom Sand auf den Hartplatz verlegt werden.

Juniorinnen U18-Team als Vize-Regionalmeister 2008. Ein einmaliges Erlebnis waren die Youth Friendship Games 2005. Das Juniorinnen-B-Team reiste zusammen mit Dominique Schäfer nach Holland. Das Team bestritt Matches gegen internationale Teams. Sie gewannen gegen die USA und spielten ein Unentschieden gegen Holland.

Beachvolleyballer am Jemaki-Volleyball-Turnier im «Semi» 1999.

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Auch das Gesellige kam bei der Riege nicht zu kurz. Da die einzelnen Mannschaften nicht zusammen trainierten, wurden gemeinsame Anlässe organisiert. 1993 unternahm man eine Tour de Seetal mit dem Fahrrad. 1994 ging es mit dem Trottinett die Rigi hinunter. 2008 vergnügte sich die Volleyballriege beim Discobowling in Sursee. Ein geschichtsträchtiger Ausflug war das Ski week end 2006 der Damen in Sedrun. Unvergessen bleiben der nicht geplante Wechsel vom Auto in den Zug bei der Hinreise in Andermatt und der lawinenbedingte, achtstündige Umweg bei der Rückreise.

Skiweekend Ausflug der Damen 2008.

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