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N e w s l e t t e r de r h aw i ta g r u p p e Ausgabe 3 | 2013

Grüneköpfe

Frank Skorzinski … zieht die Strippen in der Spedition. >SEITE 2

Waltraud und Helmut Schneider

Hans Tabeling

… machen „Easypot“ zum Marktführer.

Branche trauert um den HAWITA-Gründer.

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Das Anzuchtsystem „Easypot“ wird immer beliebter

Vliestöpfe vom Marktführer Wer hätte in den 90er Jahren gedacht, dass Vliestöpfe im Gartenbau einen solchen Siegeszug antreten? Heute sind sie in jedem Anzuchtbetrieb unverzichtbar. Der deutsche Marktführer kommt aus dem Süden und gehört zur HAWITA Gruppe.

Überleben des Gartenbaus hängt vom Torf ab Die Torfindustrie in Niedersachsen fordert die Landesregierung dazu auf, weiter Vorranggebiete zum Torfabbau als Rohstoffsicherung für den Gartenbau auszuweisen. Nur so bestehe die Chance, eine verantwortungsbewusste Torfgewinnung mit anschließender Wiedervernässung zu betreiben, heißt es in einer von den Torfproduzenten in Niedersachsen unterzeichneten Erklärung. Die Gewinnung des Rohstoffs steht am Beginn einer für die Versorgung der Bevölkerung wichtigen Wertschöpfungskette. Rund 70 Prozent der derzeitigen jährlichen Fördermenge von 7,3 Millionen Kubikmetern geht in die Herstellung von Qualitätskultursubstraten für den Erwerbsgartenbau, der mit 60.000 Betrieben in Deutschland eine wichtige Branche darstellt. Das Überleben des Erwerbsgartenbaus hängt von einer wirtschaftlichen und sicheren Produktion der vielfältigen Pflanzkulturen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen an die Substrate ab, heißt es in der Erklärung. Dabei ist Torf noch immer der unverzichtbare und risikoärmste Substratausgangsstoff gerade auch für die Produktion von Jungpflanzen im Gemüse- und Salatanbau. Die Wertschöpfung aus einem Kubikmeter Kultursubstrat ist mit einer Kultivierung von bis zu 350.000 Jungpflanzen immens. n Mehr zum Thema unter www.warum-torf.info

Der Mann hinter Easypot: Helmut Schneider und seine Mitarbeiter produzieren in Künzelsau die gebrauchsfertigen Vliestöpfe. Foto: Stefan Freiwald

Steck

ling rein, angießen, fertig. Mehr müssen Gärtner nicht tun, wenn sie Vliestöpfe zur Anzucht nutzen. Das lästige Topfen fällt einfach weg. Und auch das spätere Umtopfen der Pflanzen von den Trägern in Töpfe kann eine Maschine übernehmen. Einfacher geht es kaum. Das Anzuchtsystem „Easypot“ hat sich in seiner fast 20-jährigen Geschichte als Erfolg erwiesen. Rund 400 Millionen Vliestöpfe verlassen jährlich das Werk in Künzelsau, informiert Helmut Schneider, dessen Werk seit 1995 zur HAWITA Gruppe gehört.

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Einzigartig an „Easypot“ ist das Mehrwegsystem. Die Trays auf die zwischen 32 und 200 Pflanzen passen, nimmt Schneider nach dem Gebrauch wieder zurück, wäscht es und bringt es wieder in den Kreislauf. Bis zu vier Umläufe schafft ein Tray im Jahr. Geeignet für „Easypot“ sind fast alle Zierpflanzen, Gemüse, Obst, Stauden und Gehölze. „Einfacher als mit „Easypot“ geht es nicht“, betont der 56-Jährige. Auch Biobetriebe wissen das zu schätzen. „Easypot“ gibt es auch mit Bio-Substraten. Das System wird von den BioAnbauverbänden anerkannt.

„Easypot“ eignet sich nicht nur zur Anzucht, sondern auch zur Kultivierung größerer Pflanzen, betont Oliver Weiß, Laborleiter der HAWITA Gruppe. So ließen sich etwa Balkonund Beetpflanzen besonders leicht großziehen. Auch das Umtopfen sei durch das stabile Vlies unproblematischer als mit einer normal gezogenen Pflanze. n Weitere Berichte auf den Seiten 2 und 3

Grüneköpfe

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HAWITA bringt Komposterde heraus Die HAWITA Gruppe hat eine neue Fruhstorfer Komposterde aufgelegt. Sie besteht aus hochwertigem Humus und Substratkompost aus dem Gartenund Grünflächenbereich und ist mit organischem Dünger angereichert. Die Komposterde aktiviert das Bodenleben und fördert die Bodenfruchtbarkeit.

Neuer Blähton für Hydrokulturen Für Hydrokulturen hat HAWITA Blähton in einer Stärke von 8 bis 16 Millimetern auf den Markt gebracht. Ausgangsstoff ist gebrannter Ton natürlichen Ursprungs. Der Blähton ist chemisch neutral, sauber und geruchlos und besitzt eine für Hydrokul­ turen besondere Oberfläche. Durch das Brennen bei über 1200 Grad erhält der Ton sogenannte kapillare Eigenschaften, die ein ideales Verhältnis von Luft und Feuchte bewirken. Zudem ist FruhstorferErde Blähton atmungsaktiv und wasserregulierend.

Bei der Produktion von Vliestöpfen legt HAWITA besonderen Wert auf mehrfache Verwendung der Trays und ist damit einzigartig in der Branche.

Alles easy im Klack,

klack, klack – im Sekundentakt schiebt der Kolben den meterlangen Strang nach vorne. Ein Messer schneidet automatisch gleich große Stücke ab, die dann in den Träger gesteckt werden. Die ersten Vliestöpfe wurden anno Tobac mit einer Zigarettenmaschine produziert, weiß Helmut Schneider. Heute gibt es freilich professi‑ onelle Geräte, mit denen Vliestöpfe wie „Easypot“ hergestellt werden. Der deutschlandweit größte Produzent sitzt in Künzelsau, der Kreisstadt der Region Hohenlohe, mitten in BadenWürttemberg. 400 Millionen Vliestöpfe verlassen jährlich das Werk. Die Hauptsaison beginnt im November und endet im März. Dann arbeiten 20 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb an 18 Maschinen, um die gebrauchsfertigen Vlies-

töpfe für große Anzuchtbetriebe und Gärtnereien herzustellen. Schneider produziert just in time. Jeder „Easypot“ ist noch frisch, wenn er das Werk in Künzelsau verlässt. „Easypots“ für Geranien beispielsweise müssen im Dezember produziert werden, damit die Pflanzen im April fertig für den Verkauf sind. Seit dem Jahr 1995 gibt es das System bereits. Schneider fing zuerst an, im eigenen Keller zu produzieren. Doch das System wurde

diese Weise schnell große Mengen an Pflanzen produzieren. So nutzen beispielsweise ganze Staaten „Easypot“ bei gigantischen Aufforstungsprogrammen, die nach dem KyotoProgramm gefördert werden. Eukalyptus in Südostasien und Australien, Oliven in Europa oder Regenwald in Südamerika – alle greifen sie auf Vliestöpfe zurück. Besonders nachhaltig sind die Vliestöpfe freilich nur dann, wenn die Trays aus Kunst-

Mehrweg ist ökologisch und preiswerter! immer ausgereifter und vielfältiger. Heutzutage gelten Vliestöpfe als das beste Vermehrungssystem überhaupt. Schließlich lassen sich auf

stoff wieder verwendet werden können. Von den drei großen Produzenten ist Schneider der einzige, der stark auf Mehrweg setzt. „Als

Grüner Kopf Frank Skorzinski: Spediteur, Sportler und Bierbrauer

Impr es s u m H e r au s g e b e r HAWITA GRUPPE GmbH Langer Damm 1 · 49377 Vechta Telefon 04441/9395-0 www.hawita-gruppe.de R e da k t i o n Freiwald Kommunikation Büro für Journalismus, PR und Marketing Oldenburger Straße 2 · 49377 Vechta Telefon 04441/951612-0 www.freiwald-kommunikation.de S at z www.bitters.de Druck www.riesselmann-druck.de

Grüne

köpfe erscheint vierteljährlich und kann als gedruckte und digitale Version abonniert werden. Infos dazu unter www.hawita-gruppe.de/de/gruene-koepfe Gedruckt auf FSC®-zertifiziertem Recyclingpapier aus verantwortungsvollen Quellen.

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Als Frank Skorzinski vor 20 Jahren bei HAWITA anfing, ging es noch recht beschaulich zu. Gerade einmal 2000 Lkw-Ladungen im Jahr musste der gelernte Speditionskaufmann koordinieren. Heute sind es 15.000, und Frank Skorzinski ist inzwischen Leiter der hauseigenen Spedition, Vita Logistik. Von der HAWITA-Zentrale in Vechta schicken der 46-Jährige und seine fünf Mitarbeiter etliche Sattelschlepper durch Europa. Dabei koordinieren sie sowohl eigene Fahrzeuge als auch die Lkw von Fuhrunternehmern, die besonders während der Saison im Winter und Frühjahr unterwegs sind. Ob traditionell auf der Straße oder im Kombiverkehr mit der Bahn: Bei so vielen Transporten gilt es, den Überblick zu behalten. Frank Skorzinskis Rezept: Ruhe und Gelassenheit. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung bügelt er Eng­ pässe in der Lieferkette fast immer aus.

Lenkt vom Schreibtisch in Vechta aus die HAWITA-Lastwagen durch Europa: Frank Skorzinski. Foto: Stefan Freiwald

Aber es gibt auch Dinge, die den Vater eines Kindes aus der Ruhe bringen. „Ich mag es nicht, wenn sich jemand in den Vordergrund spielt.“ Im Beruf setzt er auf Kontinuität, in seiner Frei-

zeit mag es Frank Skorzinski abwechslungsreich und probiert neben seinem Hobby Fußball gerne etwas aus, beispielsweise an der ­Volkshochschule. Derzeit besucht er einen Kurs im Bierbrauen.


Das „Easypot“-Prinzip Statt in einen Topf packt die HAWITA Gruppe die Anzuchterde in ein stabiles und wasserfestes Papiervlies. Dabei wird das Substrat kaum verdichtet. Die Wurzeln werden so gut durchlüftet. Geeignet zur Anzucht ist fast jede Pflanze. Auf Wunsch wird der pH-Wert der Anzuchterde an die Pflanze angepasst. Die Vliestöpfe haben je nach Pflanze einen Durchmesser von zwei bis sieben Zentimetern. in einen Tray passen zwischen 44 und 200 Pflanzen. In der Mitte des Vliestopfes wird auf Wunsch ein kleines Loch für den Samen gestanzt. Ansonsten lässt sich der Samen auch einfach in die Erde drücken.

Topf wir damit angefangen haben, haben uns viele ausgelacht“, erzählt Schneider. Wegen immer weiter gestiegener Rohstoffpreise ist das Mehrwegsystem nicht nur umweltfreundlicher und ressourcenschonender, sondern auch günstiger. Dafür holt Vita Logistik die gebrauchten Trays wieder ab. In der eigens dafür entwickelten Spülmaschine reinigen die Mitarbeiter die Träger und machen sie für den nächsten Durchgang startklar. Bis zu viermal im Jahr wird ein Tray in Künzelsau wieder befüllt. Und nicht nur das. Die Wiederverwer­­­tung lohnt sich so sehr, dass Schneider auch Einwegtrays zurücknimmt. Platten, die beschädigt sind, werden geschreddert und recycelt. Schneider betont: „Die Verwendung von Kunststoff in der Grünen Branche macht für mich nur Sinn, wenn sie nachhaltig ist.“

Die Setzlinge und Pflanzen werden in den Vliestöpfen kultiviert und erst kurz vor dem Verkauf umgetopft. „Easypot“ ist auch für das automatische Topfen geeignet. Nach dem Umtopfen holt HAWITA die benutzten Kunststofftrays ab, reinigt sie und verwendet sie erneut. Beschädigte Trays werden geschreddert und recycelt.

Grüne Köpfe Waltraud und Helmut Schneider „Wir sind keine Badener und keine Schwaben“, betont Helmut Schneider. „Wir sind Hohenloher.“ In einer der wohlhabendsten Gegenden Deutschlands hat das Ehepaar Waltraud und Helmut Schneider Mitte der 90er Jahre den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Grund war eine Maschine zur Herstellung von Vliestöpfen, in der der damals in einem Pflanzenbau-Betrieb angestellte Schneider großes Potenzial sah. Zusammen mit seinem alten Arbeitgeber gründete er die Helmut Schneider GmbH.

Nach dem Einstieg der HAWITA Gruppe prosperierte das Geschäft derart, dass er in einem Gewerbegebiet vor den Toren der Kreisstadt Künzelsau einen neuen Produktionsstandort aufgebaut hat. Schon von weitem können Besucher die Firma der Schneiders an den vielen Pflanzen vor der Tür erkennen. „Warum sollen wir es uns hier nicht schön machen?“, fragt Waltraud Schneider. Maßgeblich für den schönen Vorgarten ist Tochter Carina verantwortlich, die eine Floristenlehre absolviert hat.

Waltraud und Helmut Schneider haben mit Easypot seit Jahren Erfolg.

Tipps für den Gartenbau

Vliestöpfe für große Pflanzen sparen Kosten

Nor

malerweise dienen die „Easypots“ der HAWITA Gruppe der Vermehrung von Jungpflanzen. Doch auch zum Kultivieren von Beet.- und Balkonpflanzen als Halbfertig- oder Fertigware lässt sich das System hervorragend einsetzen. Gärtner sparen so Zeit und Geld, denn das Pikieren und Topfen der Jungpflanzen entfallen. Vliestöpfe mit einem Durchmesser von bis zu sieben Zentimetern lassen sich problemlos produzieren. Für folgende Pflanzen eignen sich die „Easypots-XXL“: n Beetpflanzen wie Viola, Bellis, Semperflorens und Salvia oder Tagetes n Balkonpflanzen wie Pelargonien, Petunien und Surfinia n Steckhölzer in der Baumschulvermehrung in höheren Ausführungen Die Pflanzen profitieren von der Jungpflanze bis zur Fertigware von den Vorteilen des

­ asypots-Vermehrungssystems und wachsen E ohne Pikieren oder Topfen. Die Kulturtöpfe kann sich der Gärtner sparen. Durch die ungestörte Wurzelentwicklung wachsen die Pflanzen schneller und schöner. Der Vlies-Mantel hält den Ballen auch beim Umtopfen vor dem Verkauf stabil und schont damit die Pflanze. Sie lässt sich im „Easypot“ schnell in Beete, Schalen, Kästen oder Außenanlagen pflanzen. Auf Kunden-Wunsch fertigt HAWITA „Easypot-XXL“ mit Langzeitdünger oder zur einfacheren Kulturführung mit Vulkanton. Fast jede Mischung ist auf Nachfrage möglich – auch mit speziell abgestimmten pH-Werten. Ganz nebenbei spart das System auch jede Menge Rohstoffe, denn die Trays sind mehrfach verwendbar. Zudem wird die Topfmaschine nicht benötigt. Das Fazit: „Easypot-XXL“ spart Kosten und führt zu gesünderen und schöneren Pflanzen. n Oliver Weiß

Auch größere Pflanzen lassen sich mit Easypot kultivieren. Foto: Dr. C. Weber

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bunt

technoplant setzt auf neue Trendfarben

Das Frühjahr wird Blau

Rosa und Rot passen doch zusammen, wie in dieser Kombi aus Hornveilchen und Torfmyrthe zu sehen ist.

Krasser Gegensatz: Der dunkelblaue Enzian in der gelbgrünen Pflanzschale. Dagegen passt sich das mehrfarbige Veilchen im lilafarbenen Topf hervorragend an.

Grüner Kopf

In Memoriam Hans Tabeling

Es

ist uns nicht leicht gefallen, nach dem Abschied von Hans Tabeling zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Der Tod des Gründers der HAWITA Gruppe hat alle Mitarbeiter und Kunden sehr traurig gemacht. Die vielen Beileidsbekundungen aus aller Welt zeigen, wie beliebt der 63-Jährige in der Branche und darüber hinaus war. Hans Tabeling war es ein wichtiges Anliegen, dass die Geschäfte auch ohne ihn weitergehen. Deswegen hat er frühzeitig die Geschäftsführung der gesamten Gruppe an seinen Sohn Simon übergeben. Die Kontinuität an der Spitze der HAWITA Gruppe – das haben die vergangenen Wochen gezeigt – ist gewährleistet. Hans Tabeling war am 28. Juni dieses Jahres im Alter von 63 Jahren nach schwe-

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rer Krankheit verstorben. Er hat mehr als 30 Jahre lang die Geschicke der HAWITA Gruppe maßgeblich bestimmt. Im Jahr 1982 hat der gelernte Bankkaufmann die Leitung des Familienbetriebs übernommen und daraus ein weltweit operierendes Unternehmen mit acht Standorten in Deutschland und Lettland gemacht. Zur HAWITA Gruppe gehören inzwischen sechs Erden- und Substratproduktionen, eine Vliestopfproduktion, ein Kunststoffwerk und eine Spedition. Insgesamt arbeiten heute mehr als 400 Menschen für das Unternehmen. Ungeachtet seines beruflichen Erfolges hat Hans Tabeling auch stets an Menschen gedacht, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So war er Vorsitzender der Bürgerstiftung Vechta und hat sich für soziale und kulturelle Projekte in seiner Heimatstadt engagiert. n

lila, Pink und Gelbgrün werden die Knaller der Saison 2014, ist sich Jörg Naffin von technoplant sicher. Schon jetzt ist die Nachfrage nach den schrillen Farben enorm. Dabei muss die Bepflanzung nicht immer Ton in Ton ausfallen. Sogar schrille Gegensätze sind erlaubt. Ein gelbes Hornveilchen im lila Topf – warum nicht, findet Bernhard Meyer vom Gartencenter Ostmann in Vechta. Gegensätze ziehen sich an. Die Blumentöpfe werden immer bunter, warum nicht auch wild kombinieren. Erlaubt ist, was gefällt. Besonders junge Kunden experimentieren gerne, weiß der Gartenbaumeister. „Vielen Leuten kann es gar nicht bunt genug sein.“ Warum also nicht einmal auch ungewöhnliche Farben kombinieren? Zum Beispiel Rot mit Rosa – früher ein absolutes Tabu, ist heute durchaus erlaubt. Ein dunkelrotes Hornveilchen mit einer rosafarbenen Torfmyrthe wirkt umso besser in der pinken Pflanzschale. Satt grüne Kräuter kommen besonders gut im pinken Kasten zur Geltung, meint der Gartenbaumeister. Ein Blickfang auf jedem WG-Balkon sei diese Mischung allemal. Wer es lieber Ton in Ton mag, für den sind die bunten Pflanzgefäßen ebenfalls ideal. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Lavendel in der lilafarbenen Pflanzschale? Zu Gelbgrün passt zum Beispiel Carex Gras als Strukturpflanze, das wiederum gut mit fast allem harmoniert, was blüht. Während die Deutschen bunte Pastelltöne lieben, mögen es die Franzosen kräftiger, hat

Jörg Naffin herausgefunden. Daher hat technoplant für Frankreich und Belgien eine eigene Kollektion aufgelegt. Für beide Märkte soll es aber für Ostern und den Sommer eine knallig gelbe Reihe geben. Und wem das nicht gefällt: „Wir mischen auf Wunsch jede mögliche Farbe für unsere Kunden.“

Schrille Gegensätze sind im kommenden Frühjahr Trend, so wie im linken Topf, den Gärtnerin Katrin Krafzig vom Ostmann Gartencenter in Vechta zeigt. Aber auch Ton in Ton wie rechts ist mit den bunten Pflanzgefäßen zu machen.

Frühlingsaktion bei Technoplant Technoplant hat auf den Trend reagiert und eine Frühjahrsaktion gestartet. Die Blumenampel Komet, die Pflanzschale Orion und den Kräuterkasten Rimini gibt es in den drei frischen Frühlingsfarben Gelbgrün, Pink und Blauviolett. Das Besondere: Alle Modelle können auch im Mischkarton zusätzlich mit Terracotta und Anthrazit bestellt werden. n


HAWITA-Newsletter Grüne Köpfe 3/2013