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■ HINTERGRUND SOCIAL MEDIA

DIGITALE MAKLERWELTEN Alle reden darüber. Manche melden sich an. Wenige nutzen es. Social Media könnte Maklern jedoch - richtig eingesetzt - einen Vorteil bringen. AUTOREN: ANTONIA DRÖSSLER, PETER SITTLER

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ber 2,5 Millionen Facebook-User gibt es bereits laut Social Media Radar Austria, von denen nach einer Untersuchung des Instituts comrecon fast 90 Prozent ihren Account aktiv durch regelmäßiges Schreiben und Kommentieren anderer Beiträge nutzen. Da kann sich auch die Immobilienbranche diesem Trend nicht mehr entziehen.

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Immobiliendienstleister stehen immer öfter der größeren Transparenz, dem Austausch von Informationen und dem stattfindenden Ranking innerhalb der sozialen Netzwerke gegenüber. Die Online-Reputation von Immobilienmaklern kann schnell leiden. Wenn sich ein potenzieller Kunde für einen Makler interessiert, wird er meistens nicht anders vor­ gehen als beim sonstigen Produkt- und Preisvergleich: Er infor­ miert sich über die Dienstleistung und sieht sich Bewertungen zu Maklern an. Gerade der Immobilienmakler lebt von Emp­ fehlungen. Diese Kundenempfehlungen haben sich durch die Nutzung von Social Media stark verändert. Einer Umfrage des deutschen Immobilienportals immowelt.de zufolge nutzen bereits ein Drittel der Immobilienprofis SocialMedia-Anwendungen für Marketing und Vertrieb. Ein weiteres Viertel plant Aktivitäten in diesem Bereich. Aber auch knapp ein Drittel der Befragten hält nichts von diesen Zugängen, weil laut deren Ansicht die potenziellen Kunden nicht vertreten sind und sie wenig Nutzen sehen - obwohl sich durch die Nut­ zung der diversen Social-Media-Kanäle ein größerer Kunden­ kreis erreichen lässt, die Kontaktpflege steigt und ein höherer Umsatz erzielt werden kann.

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Ein Ergebnis dabei ist durchaus erstaunlich: Maklerunterneh­ men haben es verstanden, Social Media nicht als direkten Ka­ nal zur Verkaufsförderung zu begreifen, sondern vielmehr als indirektes Medium zu sehen, so eine Konklusion. Aus den ana­ lysierten Beispielen ist ersichtlich, dass die Unternehmen das Prinzip Kundenbindung durch Vertrauensaufbau verfolgen. Das Know-how der Unternehmen für die neuen Kommunika­ tionskanäle muss aber noch vertieft werden, um den Einsatz von Social Media voll auszuschöpfen. Wesentlich ist ein aus­ sagekräftiges Auftreten durch Bilder und Grafiken, die das Corporate Design des Unternehmens auch auf die neuen Medien übertragen. Eine prägnante Unternehmensinformation rundet das Angebot ab. Die Erfolge bei der Objektvermarktung werden um interessante Informationen ergänzt und können so mehr Fans oder Follower anziehen. Je umfangreicher, regelmäßiger und konkreter der direkte Dialog mit den Usern, umso schnel­ ler und umfangreicher entsteht eine Community. Allein die rasante Entwicklung der Nutzungszahlen von SocialMedia-Anwendungen unterstreicht den Trend zur Kommuni­ kation über mehrere Kanäle. Mit schneller und direkter Kom­ munikation können nicht nur bestehende Kunden gebunden werden, sondern auch neue Kunden angesprochen werden. So macht die digitale Zukunft auch vor der kleinen Welt der Mak­ ler nicht halt. Und wer den Zug verpasst, steht am Bahnhof und überlegt, bei welchem Automaten noch ein gedruckter Fahrschein herauskommt. ■

VORTEILE DER NUTZUNG VON SOCIAL MEDIA Wenn sich ein Makler nun dazu entschließt Social-Media-Instrumente einzusetzen, dann sind persönliches Engagement und Beziehungspflege unumgänglich. Dabei darf Social Media nicht abgesondert als ein Marketinginstrument verstanden werden, sondern muss immer in die gesamte Kommunikationsstrategie integriert werden. Genau dieser notwendige Zeitfaktor hindert Makler häufig am Einsatz dieser neuen Technologien. Im Rahmen einer Bachelorarbeit am Institut für Immobilien­ wirtschaft an den FHWien-Studiengängen der Wirtschaftskam­ mer Wien wurde der Einsatz von Social Media für Immobilien­ makler untersucht. Hauptaugenmerk der Arbeit waren die beiden Anwendungen Facebook und Twitter. Drei Praxis­ beispiele analysiert die Autorin: ein amerikanisches Unter­ nehmen (Engel & Völkers Florida), ein deutsches (Kampmeyer Immobilien) und ein österreichisches (Immo-Contract) - alle drei verwenden sowohl Twitter als auch Facebook.

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