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STEFAN SUTTON

Technische Ausbildung durch Kreativität ergänzt! PLAY MAGAZINE

ÜBER BEWERBER

FÜR ARBEITGEBER


STEFAN SUTTON

Technische Ausbildung durch Kreativität ergänzt! Stefan Sutton kann sich dank seiner abgeschlossenen Berufsausbildung bei der Firma MPI Service GmbH als Facharbeiter für Mediengestaltung Digital und Print, Fachrichtung Gestaltung und Technik bezeichnen. Sein Ausbildungsunternehmen ist die hausinterne Tochtergesellschaft der Media-Print Informationstechnologie GmbH in Paderborn, einer der größten und erfolgreichsten Druckdienstleister Deutschlands. Es konzentriert sich auf PrePress- und Digitaldruck-Dienstleistungen. In einem exklusiven Interview für spricht Stefan über Ausbildung, kreative Arbeit und Zukunfstplanung.


STEFAN SUTTON „Technische Ausbildung durch Kreativität ergänzt!“

Also Stefan, Du kannst Dich endlich einen Facharbeiter nennen! Das ist richtig. Ich habe es endlich geschafft und ich bin sehr froh, meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen zu haben, vor allem, weil es sich länger hingezogen hat als geplant. Es war eine sehr lange Zeit, die Du auf die Nachprüfung warten musstest, oder? Ein halbes Jahr ist eine sehr lange Zeit, aber ich habe die Zeit sinnvoll und produktiv nutzen können. Wie muss man sich das vorstellen? Es sind diverse Dinge, die ich getan habe, beispielsweise die Events für den Laumes Kamp Club in Delbrück, für die ich schon monatelang die Flyer- und Plakatwerbung übernehme. Zudem durfte ich an vielen weiteren Projekten arbeiten, wie zum Beispiel Logos und Einladungen, teils für Kunden, teils bei DesignContests wie auf 12designer.de oder in meiner Freizeit. Gibt es aktuelle Projekte, an denen Du arbeitest? Allerdings! Zur Zeit arbeite ich an Projekten für EsPoral, einem kulinarischen Großhandel in Büren. Für diese Firma habe ich zum Beispiel die Werbung für einen Tag der offenen Tür übernommen und zurzeit arbeite ich an Weinkarten, die sie ihren Kunden anbieten möchte.

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Insgesamt kommt also eine ansehenliche Referenzen-Sammlung zusammen, oder? Natürlich, wobei ich aber sagen muss, dass ich nicht nur auf Referenzen-Jagd war, sondern stolz auf meine gesammelten Erfahrungen bin. Wenn man nach seiner Ausbildung auf bestimmte Zeit von seinem gewohnten Arbeitsalltag getrennt ist, sollte man zusehen, dass man so oft es geht Zeit vor dem Bildschirm verbringt und seine Fähigkeiten schult. Kann man in Anbetracht deiner Fähigkeiten Vergleiche zu deiner Ausbildung ziehen? Die Situation sieht folgendermaßen aus; Meine Ausbildung bei der Firma MPI Service GmbH war eine eher technisch basierende Ausbildung in der Druckvorstufe einer der größten Druckereien Deutschlands. In dieser Zeit habe ich gelernt, Drucksachen auf die Produktion vorzubereiten. Das heißt Jobbearbeitung von Datenannehme bis zur Platteneinspannung im Drucksaal. Natürlich habe ich gelernt, mit InDesign zu layouten, mit Photoshop Farbkorrekturen auszuführen und mit Illustrator Graphiken zu erstellen, jedoch blieb nicht immer die Zeit dazu, seine gestalterischen Fähigkeiten innerhalb der Firma auszubauen, weil man zunehmend in den techniklastigen Arbeitsalltag eingebunden wurde. So habe ich


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angefangen, meine Fähigkeiten neben der Ausbildung auszubauen. Die technische Ausbildung habe ich sozusagen durch kreative Nebentätigkeiten ergänzt. Wie siehst Du deine momentane Lage in der Medienbranche? Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich meine Chancen in meiner Situation als Bewerber relativ gut sehe. Mir wurde von meinen Ausbildern empfohlen, mich nicht nur bei Druckdienstleistern zu bewerben, sondern außerdem bei graphischen Unternehmen vorzustellen. Ich denke aber, dass meine Referenzen mir helfen werden, neue Arbeit zu finden. Wie breit ist das Spektrum deiner Referenzen? Wie eben schon angedeutet, stehen im Allgemeinen immer wieder kleinere Projekte an und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass immer wieder etwas Neues hinzuName

Anschrift Mobil

Stefan Sutton

Ahornweg 11 33129 Delbrück 0170 8085596

eMail

stefan_sutton@t-online.de

Geburtsort

Ashford, England

Geburtsdatum Eltern

Geschwister

kommt. Flyer und Plakate baue ich nicht nur für den Laumes Kamp. Da gibt es zum Beispiel das FIFA TURNIER DER EHRE, das ich zu so einer Art regelmäßigem Event aufgebaut habe. Am Anfang waren es einfache Treffen unter Freunden in der Freizeit, bei denen man die PlayStation angemacht und ein kleines Turnier gespielt hat. Als es dann immer mehr Freunde gab, die anfingen zu spielen und teilnehmen wollten, habe ich eine Art Event geschaffen, an dem man regelmäßig zusammen Spaß hat. Und dafür fing ich an, Pokale mit eigenem Logo zu bestellen und Flyer in diversen Online-Netzwerken zu posten, um Freunde einzuladen. Außerdem gibt es mittlerweile seit fünf Jahren eine Art Community, die sich aus meinem Freundeskreis entwickelt hat, die ChinChiller. Für diese versuchen Freunde und ich

31.05.1987

John Douglas Sutton, 59 Jahre, Fuhrparkmanager Ursula, geborene Osterkemper, verstorben eine jüngere Schwester, 20 Jahre


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eine Art professionellen Auftritt zu organisieren. Logo, Internetauftritt, Events sind die Hauptaugenmerke dieser Community. Wie weit sind die ChinChillerEntwicklungen fortgeschritten? Zu Anfang möchte ich betonen, dass diese Community eine Freizeitangelegenheit ist. Obwohl sie mittlerweile fünf Jahre Bestand hat, haben wir kürzlich erst angefangen, der Sache ein gewisses Gesicht zu geben. Ich als Mediengestalter habe zum Beispiel das Logo entworfen. Außerdem haben wir einen Freund, der sich für Internetseiten interessiert und die Online-Präsentation übernimmt. ChinChiller ist also eine Community, die wir als Plattform sehen, um unsere Fähigketen zu schulen. Hast Du schonmal darüber nachgedacht, Dich neben deinem Know-How über Printmedien Schulbildung

Abschlüsse

Ausbildung

1992 1993 1994 1998 2004 2006

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außerdem über Nonprint-Medien zu informieren? Diese Frage finde ich sehr wichtig. Sich stur auf seine ausbildungsspezifischen Inhalte zu spezialisieren ist meiner Meinung nach ein Rückschritt. Das wurde mir aber auch nicht anders beigebracht. Wenn man sieht, wie sehr sich die Verhältnisse zwischen Print und Nonprint entwickeln, sollte man sich als Printler abschnittsweise der Nonprint-Technologie nähern. Das ist auch der Prozess, den ich in mittelfristiger Zukunft in Angriff nehmen werde. Du hast letzten Sommer unser Abibuch gelayoutet... Dieses Projekt hat mir sehr viele Erfahrungen eingebracht. Die Delbrücker ABITURIENTIA, das Komitee des letzten Abiturjahrgangs des Gymnasiums Delbrück, wählte das Motto ABI VEGAS. Darauf folgend engagierte sie mich als Lay-

1993 1994 1998 2004 2006 2007

Bishop’s Park School Paderborn St. Stefanus-Schule Paderborn Städtische Grundschule Delbrück Johann-Sporck-Realschule Delbrück Reismann-Gymnasium Paderborn Städtisches Gymnasium Delbrück

2007 2011

Fachhochschulreife Schulischer Teil Gynmasium, Delbrück Praktischer Teil MPI Service GmbH, Paderborn

2004

2007 - 2010

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Fachoberschulreife Johann-Sporck-Realschule

Mediengestalter für Digital und Print MPI Service GmbH, Paderborn


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outer. Kurz darauf liefen die ersten Pläne an. Ich schlug dem Komitee ein ausgefallenes Layout vor, vereinbarte mit ihnen die Richtlinien für den Dateneingang, Beispiel Photo- und Text-Dateiformat, und fing nach meiner Prüfung an, ein fast 200 Seiten umfassendes Buch zu layouten. Das Beste an diesem Projekt war, dass ich das Buch nicht nur gestaltet und layoutet habe, sondern dass ich meine Daten direkt in meinem Ausbildungsbetrieb ausschießen und bei uns in den Drucksaal zur Produktion geben konnte. Somit hatte ich alles in der Hand, von der Idee bis zur Lieferung. Die Genugtuung für die lange und harte Arbeit war, dass das Abibuch vom Westfälischen Volksblatt zum besten OWLs gewählt wurde. Es muss sehr vorteilhaft sein, den Drucksaal im eigenen Ausbildungsbetrieb zu haben, oder? Etwas Besseres kann einem Auszubildenden in der Medienbranche nicht passieren! Ich konnte mir drei Jahre lang Erfahrung im Werkdruck verschaffen, von der Kundenakquise bis zur Nachbearbeitung eines Auftrags. Die Media-Print Informationstechnologie GmbH umfasst folgende Bereiche; den Vertrieb, die Druckvortsufe, die Plattenbelichtung, den Druck, die Weiterverarbeitung und die Versandabwicklung unter einem Dach. Kleine Extras waren zum

Beispiel auch die Registerstanzung, die Lager oder die wachsende Digitaldruckabteilung. Hast Du auch in den anderen Abteilungen Erfahrungen sammeln können? Auf jeden Fall! Das ist der Grund, warum ich so dankbar bin in einer solchen Unternehmensform eine Ausbildung gemacht haben zu dürfen. Abgesehen von den Praktika, die ich in jeder einzelnen Abteilung tage- und wochenlang durchführen durfte, war es vorteilhaft, sich immer wieder ein Bild über verschiedene Produktionsabläufe und eventuelle Schwierigkeiten und Probleme machen zu können. Diese Erfahrungen nehme ich auf jeden Fall mit in meinen zukünftigen Job! Wie denkst du über die Unterbrechung deiner Karriere in der Medienbranche durch den Zivildienst? Ich denke, ich kann zufrieden sein über die Abwechslung, die mir der Zivildienst gibt, zumal ich nichts daran ändern kann, ihn durchführen zu müssen. Neben den Tätigkeiten für meine Zivildienststelle sammle ich durch meine persönlichen Projekte und Jobs so viel Erfahrung, wie es in dieser Zeit möglich ist. Außerdem habe ich Zeit gehabt, um mich auf meine Nachprüfung vorzubereiten. Insgesamt gesehen hat mir die Unterbrechung meiner Arbeitskarriere


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nicht geschadet. Wie sieht deine Planung für die Zeit nach dem Zivildienst aus? Da ich meine Nachprüfung bestanden habe bewerbe ich mich um eine Festeinstellung in meinem Ausbildungsberuf. Meine Dienstzeit ist Ende März 2011 vorbei. Ab dann geht der Kampf um einen Arbeitsplatz los! Meinst Du, Du wirst in der Umgebung Paderborn fündig? Damit rechne ich ehrlich gesagt nicht. Als ich mich für meine Ausbildung beworben habe, gab es sehr geringe Chancen, sich in die Medienbranche einzubringen. Ausbildung und Festeinstellung kann man zwar nicht vergleichen, die Branche ist aber immer noch die gleiche. Als ich aber einen Rückruf von meinem Ausbildungsbetrieb aus Paderborn bekam, war ich sehr glücklich, meine Ausbildungszeit in meinem gewohnten Raum absolvieren zu können... ...was aber mittlerweile über drei Jahre her ist. Richtig, und wenn ich mir den Stellenmarkt ansehe, weiß ich, dass ich nicht damit rechnen darf, noch einmal so viel Glück zu haben wie vor meiner Ausbildungszeit. Ich muss aber sagen, dass ich mittlerweile bereit für eine Lebensumstellung bin. Wie meinst Du das? Naja, ich lebe schon lange genug im Paderborner Raum. Meine Be-

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werbungen schicke ich weit über diesen hinaus, ganz einfach aus dem Grund, dass ich mich nicht auf meine Heimat fixieren darf und will. In welchem Raum wirst Du vorraussichtlich fündig? Das kann ich nicht sagen, weil sich meine Bewerbungen über einem größeren Raum ausbreiten. Der krasse Lebensunterschied zu Delbrück oder Paderborn wäre natürlich sowas wie das Ruhrgebiet oder Großstädte, worauf ich mich sehr freuen würde. Für mich ist es aber im Endeffekt Nebensache, wo ich arbeite. Die Hauptsache ist erst einmal, mich auf dem Markt gut zu verkaufen und schnellstmöglich eine Arbeitsstelle zu finden. Meinst Du nicht, dass eine Lebensumstellung schwer werden kann? Klar wird es das, jedoch bedeutet eine Arbeitsstelle für mich ein komplett neuer Lebensabschnitt, den ich gerne in einer neuen Umgebung starte. Ich sehe das als eine Chance, mit dem Vergangenen abzuschließen und seine Zukunft neu zu gestalten!

Das Interview führte Ilhab Diri


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stefan_sutton Künstler-Icon

2

SV Icon der Schülervertretung Paderborner Paelizäus Gymnasiums

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ChinChiller Community Icon einer Delbrücker Clique

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ePhonion Logo-Entwurf für ein Online-Design-Contest auf 12designer.de


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FIFA TURNIER DER EHRE Pokal Icon

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PLAY MAGAZINE Bewerber-Magazin Logo

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Vektor-Nachzeichnung eines Wasserpfeifen-Tabakmarkenlogos

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purple haze Icon f端r eine Merchandising-Idee


PLAY MAGAZINE  

Meine persönliche Bewerbung!

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