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In Lausanne gab es das Faux-Nez, Dolce Vita, in Martinach existierte das alles nebeneinander. – Roger schuf die Caves, weil er als Student ins Faux-Nez ging. Nach seinem Studium ging er weiterhin ins Faux-Nez, aber er mochte nicht mehr bis nach Lausanne fahren, also brachte er das Faux-Nez hierher, und deshalb gab es die Cabaret-Reihe am Donnerstag, weil an diesem Tag in Lausanne keine Vorstellung war. So hatte der Künstler noch eine Vorstellung mehr in der Schweiz. Alle waren zufrieden. Als die Rock-Reihe entstand, war das Programm der Cabaret-Reihe schon peppiger im Vergleich zum Faux-Nez, der Brückenschlag war dann mit Rock leichter zu machen. Ich erinnere mich an Olivier Vocat, als er beim Konzert von Gogol Premier den Sicherheitsdienst übernahm, mit dem Rücken zur Bühne ! Er war Präsident der Anwaltskammer. So etwas ist überraschend und grosszügig ! – Nicht alle vom Establishment tun so etwas. Es war unerwartet und erfreulich ! Später gab es offiziellere Institutionen wie das Crochetan. – Dort arbeitete ich von Zeit zu Zeit, aber ich wollte nie voll dort arbeiten. Ich mag Gastproduktionen, das ist interessant und psychologisch bequem, weil man da weniger Verantwortung hat als bei Eigenkreationen. Jetzt bin ich schon mehr als zwanzig Jahre selbständig. Selbständig, aber du verpflichtest dich für alle, du bist auch grosszügig ! – Ich habe zweimal die Amtseinsetzung von Couchepin als Präsident gemacht ! Und gleichzeitig arbeitest du für Musik- und Theaterbühnen, mit Tanzensembles, mit viel Grosszügigkeit gegenüber Amateuren und besonderer Aufmerksamkeit für aufstrebende Truppen. – Das ist meine Beziehung zu den Leuten. Ich habe gerade ein Projekt angenommen, das mich stark einengen wird, aber es ist für eine junge Truppe aus Sitten, und ich möchte mit ihnen arbeiten, weil ich sie sehr sympathisch finde. P.J.

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Prix Culturels de l'Etat du Valais 2011  

Catalogue: Prix Culturels de l'Etat du Valais 2011 / Katalog: Kulturpreise des Staates Wallis 2011 Prix Culturel / Kulturpreis: André Raboud...