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Das Trend- und Lifestyle-Magazin für die Region Calw

Ausgabe 07

Eberhard carl

Ralf Eggert

Der ehemalige KSC-Fußball-Profi sprach mit uns über seinen Sport

Der Oberbürgermeister der Stadt Calw im Gespräch

Das Gute liegt so nah Wir besuchen den neuen Wellness-Bereich in „Berlins Hotel KroneLamm“ in Zavelstein

queensberry StarletMag traf die Girl-Group vor ihrem Auftritt in Nagold

WAS WOLLEN MÄNNER, WAS WOLLEN FRAUEN Tino Jungkunz, Inhaber von ARS tondendi Friseure, über kleine aber feine Unterschiede beim Friseurbesuch

der mann, den Sie bär nennen StarletMag traf den bekannten Stuttgarter und Manager der Fantastischen Vier und erfuhr Wissenswertes über die Entwicklungen im deutschen Musikbusiness


–ANZEIGE–

IHR HAAR IST UNSERE

LEIDENSCHAFT!

Tino Jungkunz, Nicolai Stotz, Andreas Läsker und Jan Walter (von links)

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Liebe Leserinnen und Leser, nach einer kreativen Schaffenspause, in der wir viele neue Inspirationen gesammelt haben, erscheint nun die aktuelle Ausgabe von StarletMag – dem Trend und Lifestylemagazin für die Region Calw. StarletMag traf Andreas „Bär“ Läsker, den Manager der Fantastischen Vier, im Stuttgarter Römerkastell und befragte ihn zum deutschen Musikbusiness und dessen zukünftiger Entwicklung. Seine feierliche Vereidigung liegt nun schon über ein Jahr zurück: Oberbürgermeister Ralf Eggert stand uns für ein persönliches Interview zur Verfügung und gewährte uns Einblicke, die auch über sein Amt als Calwer Stadtoberhaupt hinausgehen. Die warmen Tage stehen vor der Tür. Zeit einmal wieder auf dem Bolzplatz das „Runde“ in das „Eckige“ zu befördern. StarletMag hat sich aus diesem Grund mit der heimischen KSC-Fußballlegende Eberhard „Ebse“ Karl und seinen beiden aktiven Söhnen über Deutschlands beliebtesten Sport unterhalten. Die Girlgroup „Queensberry“ zählt zu Deutschlands bekanntesten Castingbands. StarletMag traf die drei sympathischen Mädels auf der Landesgartenschau in Nagold und erfuhr einiges über ihre persönlichen Outfit-Trends.

Tino Jungkunz Inhaber Irini Papadopoulou Stylistin

Abgerundet wird diese Ausgabe wieder durch viele bunte und informative Themen für Jung und Alt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen der aktuellen StarletMag-Ausgabe und würden uns freuen, Sie auch für unsere nächste Ausgabe begeistern zu können. Nicolai Stotz Chefredakteur

impressum Herausgeber: connections GmbH | Im Feldle 7 | 75365 Calw Telefon:  07051 93380 | E-Mail: info@connections-gmbh.de Redaktion: Nicolai Stotz, Claudia Seeger, Jan Walter, Tino Jungkunz Fotos: Jan Walter | Fotodesign Boveda | Teuchelweg 19 | 75365 Calw Telefon:  07051 78753 | www.fotodesign-boveda.de Grafik und Konzeption: connections GmbH | Im Feldle 7 | 75365 Calw Telefon:  07051 93380 | www.connections-calw.de

Badstraße 40 | 75365 Calw | Telefon 07051 953276 Mo. bis Fr. 9.00 – 18.30 Uhr | Sa. 8.00 –13.30 Uhr Ohne Termin: reinkommen – drankommen!

Styling und Make-up: ARS tondendi Friseure | Badstraße 40 | 75365 Calw Telefon:  07051 953276 | www.ars-tondendi.de Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Zitate aus dem Inhalt sind bei Quellenangabe erwünscht, Belege erbeten. Herausgeber und Autoren übernehmen keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben in dieser Publikation. Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Alle Rechte vorbehalten.

www.starletmag.de


04 TITELSTORY

10 PERSONALITY

15 BILDUNG

20 GASTBEITRAG

Das Gute liegt so nah Der Manager der Fantastischen Vier spricht über das Musikgeschäft und Casting-Shows.

Der Oberbürgermeister der Stadt Calw im Gespräch mit StarletMag.

Mach den Sprung in die Zukunft – auf der Top JobBildungsmesse 2013.

„Berlins Hotel KroneLamm“ in Teinachtal baut seinen Betrieb aus und berichtet.

3 22 PERSONALITY

26 STYLE

28 PERSONALITY

Eberhard Carl Der Ex-Fußball-Profi erzählt von seiner Karriere und davon, was es heißt, Trainer zu sein.

31 AUSGEHEN

Redaktionskühlschrank Welche Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt es beim Friseurbesuch?

Wir trafen die Siegerband von „Popstars 2008“ vor ihrem Auftritt in Nagold.

Veranstaltungstipps für die Stadt Calw und die Region.


Fotos Jan Walter

Text & interview Nicolai Stotz

grafik connections

A N D R E A S

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der mann, den Sie bär nennen

Anfang der 80er-Jahre war er einer der angesagtesten DJs im Stuttgarter Nachtleben. Später eröffnete er zwei Plattenläden in Stuttgart und München. Hier traf er auch auf Michi Beck von den Fantastischen Vier und wurde ihr Manager. Gemeinsam mit der Band startete eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Durch die tiefe Freundschaft, die ihn mit den Fantastischen Vier verbindet, wird er von vielen auch als fünftes Bandmitglied gesehen. In den 90ern begab er sich unter die Labelmacher und veröffentlichte einige sehr

gute Platten. Einem breiten Publikum wurde er durch die RTL-Castingshow DSDS bekannt, als er im Jahr 2008 neben Dieter Bohlen und Anja Lukaseder in der Jury saß. Heute ist Andreas „Bär“ Läsker erfolgreicher Musikmanager und Fotograf. Er ist mit seinem in Stuttgart ansässigen Unternehmen „Musikwirtschaft“ in dem Bereich des klassischen     Künstlermanagements und der Künstlervermarktung tätig. StarletMag traf den sympathischen Schwaben und unterhielt sich mit ihm über die Entwicklungen in der Musikindustrie.


5 In den 80er-Jahren zähltest Du zu den namhaftesten DJs in Baden-Württemberg. Was war das Besondere an der damaligen DJ-Szene? War sie früher besser als heute oder einfach nur anders? Das ist eine gute Frage. Die Szene war, glaube ich, einfach universeller. Das, was heute selbstverständlich ist und mit einem Knopfdruck auf dem DJ-System passiert, musste man alles erst mal ausprobieren und lernen. Oft hat man mittags sechs Stunden geprobt und abends fünf Stunden aufgelegt. Wenn man heute 1.000 Euro in die Hand nimmt, hat man ein komplettes System mit Plattenspieler, Laptop und allem Drum und Dran, das sofort einsatzbereit ist. Damals hat allein der Plattenspieler tausend Mark gekostet. Es war auch abenteuerlich die Platten irgendwoher zu bekommen. Was ich heute eigentlich am meisten vermisse, ist, dass es kaum noch DJs gibt, die Leute einen Abend lang unterhalten können, und die Menge nicht aus House- oder Technofreaks besteht. Irgendwie war es damals einfach spannender als heute. Entstand zur damaligen Zeit auch Dein Spitzname „der Bär“? Der entstand 1983. Es war so: Es gab

damals noch kein MTV und auch kein VIVA. Also hat man in den Discotheken Videobeamer eingesetzt, auf denen Musikvideos von Videokassetten liefen. Die Firma, die die Videos verlieh, hieß „Music-Show und Video“ und war extrem gefragt. Jedenfalls hat die Firma die ganz tolle Idee gehabt, immer so komische     „Wölkchen-SprechblasenAufkleber” als Werbung zu verteilen. Auf einem dieser bescheuerten Aufkleber stand: „Hier steppt der Bär.“ Irgendjemand hat diesen Aufkleber dann an meine Disco geklebt und ab da war ich „der Bär“. Damals habe ich aber auch noch 50 Kilo mehr gewogen als heute, also hatte es dann auch irgendwie gepasst. Parallel zu Deinem Job als DJ hast Du Anfang 1988 einen Plattenladen eröffnet. War dafür ausschlaggebend der Wunsch, ein solides Standbein neben der DJ-Tätigkeit zu schaffen, oder war es die Leidenschaft fürs Vinyl, die Dich dazu  bewegt  hat? Also nach einem soliden Standbein hab ich mein Leben lang irgendwie nie wirklich gesucht. Ich habe eben immer das getan, was mir Spaß gemacht hat oder auf was ich gerade Lust hatte. Ich war immer sehr verliebt in Musik und ich

wollte irgendwas mit Musik machen. Ich wollte DJ, Remixer, Produzent und alles werden. Eigentlich sollte mich der Plattenladen zum eigenen Studio führen. Es war natürlich nicht leicht, sich das ganze Zeug für den Laden zu beschaffen. Zu der Zeit habe ich noch im Casablanca in Esslingen gearbeitet und hatte gute Kontakte zu Großhändlern, um auch Direkt-Importe zu vertreiben. Die Idee mit der Filiale in München kam von Bekannten. Es waren zwei Leute dabei, mit denen ich heute noch Kontakt habe. Das war einmal Matthias Mend und noch Raphael Krickow, heute einer der Diskoboys. Matthias hat dann zu mir gesagt: „Du, in München kenne ich so einen Typen, da könntest du eine Filiale aufmachen.“ Dort sind wir dann in die Ehrengutstraße 19 gefahren und haben einen Menschen getroffen, der Thomas Reichold heißt, heute besser bekannt als Tom Novy. Mit ihm zusammen habe ich dann den Plattenladen in München aufgemacht. Die Wände wurden von einem Typen besprüht, der heute als DJ  Hell  bekannt  ist. Eines Tages kam Michi Beck von den Fanta4 zu Dir in den Plattenladen und fragte, ob Du Dir die Demotapes seiner Band anhören könntest.


6 Erkanntest Du damals schon das Potenzial der Jungs oder war es die gegenseitige Sympathie, warum Du dich dafür entschieden hast, ihr Manager  zu  werden? Also von Sympathie war damals noch keine Rede. Michi kam fast täglich in meinen Laden und hat Platten gehört, hat aber keine gekauft. Und er hat natürlich immer den prominentesten Parkplatz direkt vor dem Laden mit seinem bescheuerten, angesprühten Audi 80 belegt. Aber er war dabei sehr beharrlich, was mir gefiel, denn ich bin darin der gleiche Typ, und so hat er mir irgendwann auch sein Tape vorgespielt. Ich hörte dann die ersten Demos von „Jetzt gehts ab" oder „Hausmeister Thomas D". Das war etwas Besonderes, weil es damals diesen deutschen Rap fast nicht gab. Wenn es überhaupt so etwas in der Richtung gab, dann war das vielleicht Falco, wobei das eigentlich was völlig anderes ist. Damals waren wir ja alle im Beginn des New-SchoolWahns, was heute natürlich schon wieder Old-School ist. Da kam dann eine Band mit deutschem Rap und das war sehr interessant. Auch wenn mir das heute keiner glaubt, aber ich hätte den Deal mit den Jungs nicht gemacht wenn ich  nicht  fest  an  sie  geglaubt  hätte.

Als 1992 der Song „Die Da“ aus heiterem Himmel sämtliche europäischen Charts stürmte und einen wahren Hype auf deutsche Hip-Hop-Musik auslöste, überraschtest Du die vier „Rookies“, indem Du jedem einen Koffer mit 50.000 Mark überreicht hast.

»Es gibt bestimmt schlimmeres, als einer von den „Fünf“ zu sein.« Habt Ihr damals – in alter Rock-nRoll-Manier – alles mitgenommen, was geht, da morgen der Traum schon wieder zu Ende sein könnte, oder hast Du als Manager damals auch schon an weiteren Zukunftsplänen für die Band  gefeilt? Ich glaube, im Gegensatz zu dem, was man allgemein als „Rock-n-Roll-Geschichte" im Kopf hat, sind wir eher schwäbisch mit der Sache umgegangen. Unsere Arbeit war schon relativ solide und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man es richtig oder gar nicht macht. Die Entscheidung fiel dann

auf: „Wir machen es richtig!" Das ist wahrscheinlich eine der letzten großen Erfolgsgeschichten im deutschen Musikgeschäft. Was danach kam, war nur „stars-und-sternchen-mäßig" und keine Karriere, die schon seit 24 Jahren hält. Vielen bist Du als der Manager der „Fantastischen Vier“ bekannt. Darüber hinaus hattest Du aber auch viele andere Bands und Künstler unter Vertrag. Stört es Dich, wenn Du oftmals – obwohl dem sicherlich Ehre gebührt – nur als „fünfter Fanta“ gesehen wirst? Das stört mich überhaupt nicht. Ich meine es ist ja auch so und es gibt bestimmt Schlimmeres, als einer von den „Fünf" zu sein. In den 90ern wurde Stuttgart zur wahren Hip-Hop-Hochburg in Deutschland. Ist das zurückblickend in dem Erfolg der Fantas begründet oder hat sich das davon  unabhängig  entwickelt? Das kann man so und so sehen. Ich glaube, das hat nicht singulär etwas mit den Fantas zu tun. Die haben zwar den Fokus auf Stuttgart gelenkt aber für den damaligen Hype sind auch die Kolchose-Jungs, der Freundeskreis, die ganze 0711-Kiste, die Radiobar-Geschichte und alles, was drumherum


war, maßgeblich verantwortlich. Sonst war alles hier immer sehr künstlich, und das war zum ersten Mal nicht künstlich. Es gab zu dieser Zeit in Stuttgart sehr viele – ich nenne es mal „Post-War-Brachen“. Nach dem Krieg, als alles kaputt war, hat man auf die schnelle viele hässliche Gebäude hochgezogen. Und als man das dann irgendwann nicht mehr sehen konnte,

»Popstar ist nicht für jeden machbar und Millionär ist kein Beruf.« wurde beschlossen, dass die wieder weg müssen. In der Zeitspanne, bis man die Gebäude wie beispielsweise das Südmilchgelände oder die Radiobar letztendlich auch abriss, wurden sie sozusagen zwischengeduldet. Hier fand eine neue Generation junger Unternehmer, die man bis dahin gar nicht kannte, ein vorübergehendes Zuhause und die haben unheimlich viel bewegt. So entstand die erste Keimzelle einer Art Subkultur in Stuttgart, wobei Subkultur in einer stinkreichen Stadt natürlich schwierig ist. Ich würde mal sagen, die Fantas haben das Flutlicht in die richtige Richtung gelenkt, aber was da dann passiert ist, hat nichts mit den Fantas zu tun. Sie sind heute noch die erfolgreichste Hip-Hop-Band Deutschlands – genaugenommen sogar Europas – und bewegen sicherlich die Massen  mehr  denn  je. Du hast als Musikmanager selbst den Wandel im Musikbusiness weg vom Tonträger, hin zum geänderten Konsumverhalten der „Generation Digital“ miterlebt. Ist es für die Künstler heute schwieriger geworden, mit Musik Geld zu  verdienen? Ja, definitiv. Es ist zwar leichter geworden, Musik zugängig zu machen, aber damit Geld zu verdienen, ist heute wesentlich schwieriger. Das liegt aber nicht nur am geänderten Konsumverhalten, sondern auch daran, dass es zu viele Künstler und Musiker gibt. Die Tatsache, dass man sich heute mit dem Laptop hinsetzen und irgendwas produzieren kann, führt dazu, dass viele junge Leute der Meinung sind, das sei ihr Berufswunsch. Das Schlimme daran ist, dass die Berufe, die man wirklich braucht, nicht mehr attraktiv genug sind, um sie zu erlernen. Es wollen eben alle Popstar und Millionär werden. Popstar ist nicht für jeden machbar und Millionär ist kein Beruf, sondern ein Zustand und es ist

ziemlich sinnlos sich das als Berufsziel zu setzen. Im Jahr 2007 warst Du Jurymitglied von DSDS und hattest dadurch einen ganz persönlichen Einblick in das „System Castingshow“. Taugen diese Shows wirklich dazu, neue Talente zu entdecken oder sind sie nur als reine Fernsehunterhaltung  zu  betrachten? Im Bestfall sind sie als einfache Fernsehunterhaltung zu betrachten. Wenn man es genau nimmt, sind sie alle eine reine Geldmaschine. Aber mit Suchen, Finden oder gar Etablieren von Künstlern hat das gar nichts zu tun. Ich muss aber dazu sagen, zum einen war es für mich eine spannende Erfahrung, in der Jury zu sitzen, zum anderen ist es definitiv der Fall, dass Personen, die vorher keiner kannte – ob das jetzt Thomas Godoj, Mark Medlock oder Pietro Lombardi sind – durch die Bank schnell mal um ein paar hunderttausend Euro reicher geworden sind. Somit haben junge Leute die Möglichkeit, auf einen Schlag so viel Geld zu verdienen, wofür sie sonst ihr Leben lang arbeiten müssten. Das ist Punkt eins. Punkt zwei ist: Das mit dem danach in der „Versenkung verschwinden" ist nicht ganz richtig. Die Fernsehsender erzeugen um ihre Castingfinalisten mittels crossmedialem Marketing solch einen Hype, der real eigentlich gar nicht zu bezahlen wäre. Würde man eine sympathische, junge Person im selben Stil unabhängig von Castingshows bekannt machen wollen, müsste man zwischen 60 und 80 Millionen Euro investieren. Das steht natürlich in keinem Verhältnis zu den zukünftigen Plattenverkäufen und  wäre  völliger  Unsinn. Auch wenn viele zwischenzeitlich einen Mark Medlock vielleicht nicht mehr kennen – viele kennen ihn dank diesem enormen, crossmedialen Aufwand eben doch noch. Und wenn dieser auch nur zweimal im Monat für 3.000 Euro vor einem kleinen Publikum auftritt, verdient er immer noch über 70.000 Euro im Jahr. So gesehen sind die Personen, die aus den Castingshows kommen, keine super-bemitleidenswerten Menschen, aber sie sind natürlich auch keine nachhaltigen Stars à la Robbie Williams oder den Rolling  Stones. In einem früheren Interview zum Thema Castingshows sagtest Du mal: „Diese Produzenten haben alles, aber kein Interesse daran, dass eine Karriere langfristig läuft. Die wollen einfach nur möglichst schnell und möglichst viele Nummer-eins-Hits produzieren.” Ist es nicht der einfachste Weg für einen Künstler, eine langfristige

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Musiktipp Déjà-Vier – Es sieht aus wie beim ersten Mal und doch war nichts wie damals: Die Fantastischen Vier haben sich nach dem MTV Unplugged vor zwölf Jahren mühelos selbst getoppt und in der Balver Höhle einen Rebound hingelegt, der sich gewaschen hat. Zu hören gibt es die populärsten Tracks aus den 3 Alben „Viel“, „Fornika“ und „Für Dich Immer Noch FantaSie“. Mit dabei sind unter anderem das mit asiatisch anmutenden Sounds unterlegte „Fornika“, „Was wollen wir noch mehr" eröffnet mit furiosem Flamenco-Solo und der Jump-AroundSmasher „Populär“, der als kubanische Salsa  arrangiert  daherkommt.


Musiktipp Zwei Hamburger. Ein Weimarer. Aus Hildesheim. Viele Musikstile. Deutsche Texte. Vertontes Augenzwinkern. Das sind Phrasenmäher. Wenn sie auf der Bühne stehen, explodiert ein musikalisches Universum. Texte voller Wortwitz und Selbstironie statt eingebildeter Selbstinszenierung, intellektuellem Geschwafel und melancholischem Gejammer zeichnen die Band aus. Schon in den vergangenen Jahren teilten Phrasenmäher die Bühne mit Größen wie Ich&Ich, Milow oder 2Raumwohnung und auch als Vorband der Fantastischen Vier auf der „Für Dich Immer Noch Fanta Sie“-Tour 2011 durch Deutschland und Österreich konnten Phrasenmäher begeistern. 8 Karriere aufzubauen, indem er mit einem  Nummer-eins-Hit  beginnt? Erstmal glaube ich das nicht. Dieses null auf hundert in drei Sekunden bringt vielleicht kurzfristig ein bisschen Geld und entzündet das eine oder andere positive Flämmchen. Aber erstens versaut es den Charakter, und zweitens liegt dann ein enormer Druck auf einem. Denn was kommt nach Platz eins – Platz null oder was? Wenn der Musiker kapiert, was es bedeutet, an so einen Erfolg anzuknüpfen, versucht er es womöglich sein Leben lang, ohne dass es funktioniert. Und das ist natürlich ein psychisch nicht zu unterschätzender Negativfaktor. Da hört man dann immer: „Damals, als ich noch Nummer eins war!" Daher glaube ich nicht, dass es gesund ist, gleich mit einem Nummereins-Hit zu beginnen. Wenn man eine solide Karriere plant – sofern sich das überhaupt planen lässt, denn es gehört auch immer etwas Glück dazu, sagte man früher immer: Ab dem dritten Album gehts dann los. Man kann bestimmte Sachen einfach nicht überspringen – man fängt ja auch nicht Judo gleich mit dem schwarzen Gürtel an. Als gebürtiger Ludwigsburger hast Du unter anderem auch eine Zeit lang

in Berlin gelebt. Mittlerweile bist Du wieder ins „Schwabenländle“ zurückgekehrt. Gibt es für Dich eine Heimatverbundenheit? Ja, definitiv. Das habe ich vor allem gemerkt, als ich in Berlin gelebt habe. Ich bin mit dieser Stadt überhaupt nicht klargekommen. Ich bin dort mehr oder weniger regelmäßig, weil ich da immer wieder aus beruflichen Gründen hin

»Ich bin schon mehr schwabe, als ich je gedacht habe.« muss oder auch Freunde besuche. Ich fühle mich dann auch zwei bis drei Tage wohl. Aber ich würde da für kein Geld der Welt wieder hinziehen. Ich bin schon mehr Schwabe, als ich je gedacht hätte. Zum Schluss noch ein ganz anderes Thema. Ich habe gehört, Du bist "Papageien-Papa". Ich selbst besitze eine Gelbstirnamazone, daher interessiert mich  das  natürlich  auch  persönlich. Ja, ich habe zwei Gelbbrust-Aras – ein Pärchen. Aber bei Deiner Amazone brauchst Du bestimmt dicke Handschu-

he oder? Amazonen sind ja manchmal so „was willst du Alter"-mäßig drauf. Ja, ich habe schon des Öfteren meine Blessuren davongetragen. Du scheinst Dich mit Amazonen gut auszukennen? In Stuttgart gibt es eine große Population frei lebender Gelbkopfamazonen. Die fliegen oft direkt vor meinem Fenster vorbei. Das kommt übrigens daher, dass irgendwann einmal eine Amazone aus Privatbesitz abgehauen ist. Und weil sie sich langweilte und aus der Wilhelma vertraute Geräusche gehört hat, flog sie dorthin und setzte sich immer wieder auf die Voliere der anderen Amazonen. Man versuchte sie zwar zu fangen, was aber nicht gelang. Also ließ man zur Brutzeit eine weibliche Amazone frei, denn man vermutete, der Ausreißer sei ein Männchen, damit diese den Hahn in ihre Voliere lockt. Doch die beiden dachten sich warscheinlich „danke fürs Gespräch" und sind ab, um ihre  eigene  Dynastie  zu  gründen. Ich sehe schon, ich muss einmal noch länger mit Dir über dieses Thema fachsimpeln. Vielen Dank für die Zeit, die du Dir für uns genommen hast und viel Erfolg bei Deinen anstehenden Projekten.


ng i l h ü r F m i n e b e l r e r u t Ku l April 2013

April

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So. 28.04.2013 | 14:30 Uhr | Hirsau | Kloster Hirsau

Sonderführung – Kein Kloster ohne Wasser

23.02. – 30.06.2013 | Calw | Hermann Hesse Museum

Auf der Spur des klösterlichen Alltags im Kloster St. Peter und Paul. Reinigung und Rituale rund ums Thema Wasser, mit Referentin Dipl. Ing. Brigitte Bernert. Anmeldung erforderlich. Kosten: 6,– € | erm. 3,– €.

Ausstellung mit Werken heimischer Künstler & Zeitzeugen. Info unter Tel. 07051 167-399. Eintritt: 5,– € | erm. 3,– €.

Hochverehrter Opernstar wider Willen

Ausstellung „1913-1953 – Spiegelsplitter einer bewegten Zeit“ – Gemälde, Zeichnungen und Graphiken Fr. 12.04.2013 | 18:30 Uhr | Hirsau | Aureliuskirche

Stunde der Orgelmusik – Festliche Musik zu Ostern

Werke von Buchner, Schnitzer, Bach. Kath. Kirchengemeinde Hirsau/Bad Liebenzell. Eintritt frei – Spende erbeten. Sa. 13.04.2013 | 10:30 Uhr | calw | Stadtkirche

  So. 28.04.2013 | 17:00 Uhr | Alzenberg | Forum Am Windhof

Pauline Viardot-Garcia (1821–1910) galt als eine der bemerkenswertesten Frauen des 19. Jahrhunderts. Info: www.windhof-calw.de. Eintritt frei – Spende erbeten. So. 28.04.2013 | 19:00 Uhr | Calw | Stadtkirche

Kantatengottesdienst zum Sonntag „Cantate“ Eintritt frei – Spende erbeten.

Samstagsmusik um halb elf

Ev. Bezirkskantorat Calw. Weitere Termine: 20.04., 27.04. SA. 13.04.2013 | 16:00 Uhr | Stammheim | Rathaus

Führungsreihe Calwer Heimat: Calw-Stammheim Eintritt: 5,– € | erm. 3,–€ | Eintritt frei für Calwer Bürger.

DI. 30.04.2013 | 19:00 Uhr | Altburg | Schwarzwaldhalle

Abba-Kult-Party

Stehplätze inkl. Begrüßungscocktail. Eintritt: 12,50 €.

Mai 2013

SA. 13.04.2013 | 20:00 Uhr | Calw | Aula

The Mystical Dance of Ireland

Mitreißende Musik, Gesang und der berühmte Stepptanz aus Irland. Eine Show die zugleich eine Reise in die irische Vergangenheit ist. Tel. 07051 167-399. Kosten: ab 18,– €. So. 14.04.2013 | Altburg | Feuerwehr

Tag der offenen Tür, Feuerwehr Abt. Altburg So. 14.04.2013 | Hirsau

Wanderung Schwarzwaldverein – Ortsgruppe Hirsau FR. 19.04.2013 | 20:00 UhR | Calw | Forum Am schieSSberg

Jazz am Schießberg – Sebastian Gahler Trio

M ai

Mi. 01.05.2013 | 11:00 Uhr | Hirsau | Kloster Hirsau

Klosterführung St. Peter und Paul

Bei dieser Führung werden die Ruinen des Klosters St. Peter und Paul als beeindruckende steinerne Zeugen der Geschichte fachkundig erläutert, mit Besuch des Klostermuseums. Anmeldung unter Tel. 07051 167-399. Kosten: Kombiticket 3,50 € | erm. 2,50 €. Weitere Termine: 04.05., 05.05., 09.05., 11.05., 12.05., 18.05., 19.05., 20.05., 25.05., 26.05. Beginn Samstagsführungen um 14:30 Uhr, Sonn- und Feiertagsführungen um 11:00 Uhr.

fr. 19.04.2013 | 21:00 Uhr | calw | Innenstadt

Nachtwächterrundgang

Abendlicher Rundgang mit dem Calwer Nachtwächter. Anmeldung unter 07051 167-399. Kosten: 8,– € | erm. 4,– €. SA. 20.04.2013 | 10:00 – 15:00 Uhr | calw | BadstraSSe

Top Job – Die große Bildungsmesse für die Region Unter dem Motto: „For Future“ präsentieren sich auf der „Top Job-Messe“ zahlreiche Betriebe, international tätige Unternehmen, sowie Fachhochschulen / Berufsakademien. Infos für Schüler und Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten und Gelegenheit erste Kontakte zu knüpfen. Eintritt frei. SO. 21.04.2013 | 10:00 – 18:00 Uhr | Hirsau

Nordschwarzwaldtag

Die Stadt Calw beteiligt sich im Stadtteil Hirsau mit einem bunten Programm. Neben den Klöstern stehen auch unbekannte Ecken im Mittelpunkt. Mit Bewirtung. Gesamtprogramm unter www.calw.de/nordschwarzwaldtag SO. 21.04.2013 | 14:00 Uhr | Ernstmühl

Mooswanderung in der Wolfsschlucht

FR. 26.04.2013 | 17:00 –18:30 Uhr | Calw | ENCW

Segway-Tour – Galgenberg, Muckberg, Tafelberg Auf der Höhe rund um Calw fahren und Spannendes über die Natur erfahren. Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung 14 Tage im Voraus erforderlich unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 79,– €.

Eintritt: 12,– € | erm. 6,– € | Schüler frei.

Sa. 04.05.2013 | 10:30 Uhr | calw | Stadtkirche

Samstagsmusik um halb elf

Ev. Bezirkskantorat Calw. Weitere Termine: 11.05., 18.05. Sa. 04.05. –  So. 05.05.2013 | Altburg | Schwarzwaldhalle

7. Altburger Aktiv Messe

Informations- und Verkaufsausstellung von Handel, Handwerk und Industrie. Großes Rahmen-/Kinderprogramm.

Der Calwer Gewerbeverein lädt zum verkaufsoffenen Sonntag in die Calwer Innenstadt ein. Sonderausstellung mit Fahrzeugen, Flohmarkt in der Bad- und Marktstraße uvm.   So. 28.04.2013 | 14:00 Uhr | Bad Teinach | Hotel Teinachtal

Raubrittertour zur Ruine Waldeck

Tour mit den Schwarzwald-Guides Andrea Berndt und Andreas Steidel. Auf den Spuren der Raubritter können Kinder und Erwachsene gemeinsam etwas erleben. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0172  7260878. Kosten: 4,– € | Kinder frei.

www.calw.de

SA. 11.05.2013 | 16:00 Uhr | Stammheim | Martinskirche

Führungsreihe Calwer Heimat: Martinskirche Stammheim

Eintritt: 5,– € | erm. 3,–€ | Eintritt frei für Calwer Bürger. So. 12.05.2013 | calw | alle Museen der Stadt Calw So. 12.05.2013 | 11:00 Uhr | Calw | Musikschule SO. 12.05.2013 | 14:30 uhr | Hirsau | Kloster hirsau

Ein besonders eindrucksvoller Rundgang durch das Kloster St. Peter und Paul und sein Außengelände. Anmeldung unter 07051 167-399. Kosten: 6,– € | erm. 3,– €. SO. 12.05.2013 | 18:00 uhr | Calw | Stadtkirche/Marktplatz

Muttertagskonzert der Stadtkapelle Calw Stadt- und Jugendkapelle Calw.

do. 16.05.2013 | 20:00 UhR | calw | Aula  am  SchieSSberg

Erleben Sie den Originalsound der Frank-Sinatra-Bandbesetzung der 50er/60er Jahre. Eintritt: ab 36,– €. Fr. 17.05. – S0. 19.05.2013 | hirsau

Weitere Infos unter: www.tsvhirsau.de

Mit Dr. Dietrich Pfeilsticker. NABU e.V. Ortsgruppe Calw.

2. Calwer 24-Stunden-Wanderung

Mit Textauszügen von Hermann Hesse zum Thema Liebe. Klavier: Caroline Doerge. Es lesen: Laura Lienhard (deutsch) und Antonio Ballerio (italienisch). Eintritt frei.

SA. 18.05.2013 | 10:00 Uhr | Calw | Marktplatz

Veranstalter: Schwarzwaldverein Calw e.V. Info unter www.schwarzwaldverein-calw.de. SO. 19.05.2013 | Calw

Wanderung – Das besondere Abenteuer

So. 05.05.2013 | Hirsau

Mit dem Schwarzwaldverein Calw e.V.. Anmeldung unter Tel. 07051 2261. Info: www.schwarzwaldverein-calw.de

SO. 05.05.2013 | 5:30 Uhr | Calw | Praxis Dr. Pfeilsticker

Stunde der Orgelmusik – Festliche Musik zu Pfingsten

So. 05.05.2013 | 14:00 UhR | Altburg | Bauernhausmuseum

Kaffeetrinken wie zu Omas Zeiten, mit Stubenmusik. SO. 05.05.2013 | 14:30 UhR | Calw | Innenstadt

Führung mit Besuch des Hermann-Hesse-Museums. Anmeldung unter Tel. 07051 167-399. Kombiticket 5,– € | erm. 3,50 €. Weitere Termine: 12.05., 19.05., 26.05.

So. 28.04.2013 | 12:00 – 17:00 Uhr | Calw | Innenstadt

Anmeldung erforderlich unter 07051 123 55.

Sa. 04.05.2013 | 18:30 Uhr | calw | Kaffeehaus der AWO

Auf den Spuren von Hermann Hesse

Verkaufsoffener Sonntag – „Calwer Frühling“

Sa. 11.05.2013 | Calw

Geocaching-Wanderung – Schwarzwaldverein Calw

Handball Pfingsturnier des TSV Hirsau

SA. 27.04.2013 | calw | Aula Am SchieSSberg & Georgenäum

Sinfonisches Konzertprogramm. Eintritt: VVK 7,– € | AK 8,– €.

Mit Fackeln durch das Kloster St. Peter und Paul. Anmeldung unter 07051 167-399. Kosten: 7,– € | erm. 3,50 €.

Mit dem Stadtführer auf Zeitreise – Von den Calwer Grafen bis zu Hermann Hesse. Anmeldung unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 3,– € | erm. 2,– €. Weitere Termine: 11.05. , 18.05. 25.05.

Stadthistorischer Rundgang

In der Wohnstube

Frühjahrskonzert des Musikverein Stammheim

Fr. 10.05.2013 | 21:00 UhR | Hirsau | Kloster Hirsau

Licht und Dunkel im klösterlichen Alltag

The Living Tribute to Frank Sinatra

Freunde Kloster Hirsau e.V., Vortrag mit Referent Dr. Uwe Gast, Freiburg (Corpus Vitrearum Deutschland, Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei). Eintritt frei.

SA. 27.04.2013 | 20:00 Uhr | Stammheim | Gemeindehalle

Szenische Lesung im Rahmen des 14. Hesse-Kolloquiums. Hermann Hesse Gesellschaft. Eintritt: 19,– € | erm. 15,– €.

SA. 04.05.2013 | 14:30 Uhr | calw | Innenstadt

Mit Dr. Dietrich Pfeilsticker. Treffpunkt: Bahnhofstraße 16.

Familientag Aurelius Sängerknaben Calw

Fr. 10.05.2013 | 20:00 Uhr | Calw | Aula  am  SchieSSberg

Liebes Herz

Streifzug durch ein Jahrtausend: Hirsau im Spiegel der Literatur

Vogelfrühwanderung

Kloster Hirsau & seine mittelalterlichen Glasmalereien

Fr. 10.05.2013 | 13:00 uhr | Calw | Marktplatz

Flohmarkt

fr. 03.05.2013 | 20:00 Uhr | calw | Forum Am Schiessberg

Jazz am Schießberg – „Schwarz un Schmitz“

Wanderung Schwarzwaldverein – Ortsgruppe Hirsau

FR. 26.04.2013 | 20:00 Uhr | Hirsau | EV. Gemeindehaus

Fr. 10.05. –  sa. 11.05.2013 | Calw | Aula  am  SchieSSberg

14. Internationales Hermann Hesse-Kolloquium

Matinée-Vorbereitung Jugend musiziert

Der Anfang aller Kunst ist die Liebe?

Eintritt: 12,– € | erm. 10,–€ | 8,–€.  Ab 18:00 Uhr Abendkasse.

Veranstalter: Altburger Aktivmesse. Eintritt: 18,– € .

Mit dem Schwarzwaldverein Calw e.V., Anmeldung unter Tel. 07051 2261. Info: www.schwarzwaldverein-calw.de

SA. 04.05.2013 | 19:30 Uhr | Calw | Aula am Schiessberg

SO. 21.04.2013 | 19:00 Uhr | Hirsau | Aureliuskirche

Konzertreihe St. Aurelius – Klangschmelze

Do. 09.05.2013 | 20:00 UhR | Altburg | Schwarzwaldhalle

„Die Schürzenjäger“ aus dem Zillertal

Internationaler Museumstag

Diavortrag zur Vogelfrühwanderung

Wanderung für Familien, mit Roswitha Hild, NABU e.V. Treffpunkt: Nagoldbrücke in Calw-Ernstmühl.

Wandern Sie auf interessanten Wegen und lauschen Sie der Geschichte der Verfolgung der reformierten Christen. Anmeldung unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 5,– € | erm. 3,– €.

MI. 01.05.2013 | calw

Maiwanderung

Eintritt: 12,– € | erm. 6,– € | Schüler frei.

Do. 09.05.2013 | 14:00 UhR | Calw | Marktplatz

Hugenotten- und Waldenserpfad – Wanderung

So. 05.05.2013 | 14:30 Uhr | Hirsau | Kloster Hirsau

Kloster mit Kinderaugen erkundet

mo. 20.05.2013 | 19:00 UhR | Hirsau | Aureliuskirche

Werke von Bach, Boyce, Schumann. Kath. Kirchengemeinde Hirsau/Bad Liebenzell. Eintritt frei – Spende erbeten. so. 26.05.2013 | 11:00 UhR | Hirsau | Kloster hirsau

Bauliche Denkmalpflege und Baumaßnahmen

Informativer Rundgang durch das Kloster St. Peter und Paul. Anmeldung unter 07051 167-399. Kosten: 6,– € | erm. 3,– €. SA. 18.05.2013 | 10:00 Uhr | Calw | Marktplatz

Wanderung Schwarzwaldverein – Ortsgruppe Hirsau Do. 30.05.2013 | 14:00 UhR | Kentheim | St. Candiduskirche

Führungsreihe Calwer Heimat: Der Rudersberg

Spannende Entdeckungsreise mit „Mönch Joachim“. Anmeldung erforderlich unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 6,50 € inkl. Gebäck und Getränk. Weitere Termine: 16.06.

Eintritt: 5,– € | erm. 3,–€ | Eintritt frei für Calwer Bürger.

So. 05.05.2013 | 14:30 UhR | Calw | Marktplatz

Auf der Höhe rund um Calw fahren und Spannendes über die Natur erfahren. Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung 14 Tage im Voraus erforderlich unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 79,– €.

Mit Kindern durch die Hessestadt

Kinderführung, von Mai bis Oktober jeden 1. Sonntag im Monat, Anmeldung unter Tel. 07051 167-399. Kosten: 2,50 €.

FR. 31.05.2013 | 17:00 –18:30 Uhr | Calw | ENCW

Segway-Tour – Galgenberg, Muckberg, Tafelberg

MI. 08.05.2013 | 09:00 UhR | Stammheim | Ortsmitte

Krämermarkt

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen erhalten Sie bei der Stadtinformation Calw. Sparkassenplatz 2 | 75365 Calw | Telefon: 07051 167-399 | E-Mail: stadtinfo@calw.de Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30 Uhr – 16:30 Uhr | Samstag 9:30 Uhr – 12:30 Uhr


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Fotos Jan Walter

Text & interview Nicolai Stotz

6 r e g g E f l a R lw grafik connections

a C t d a t S r e d r e t s i e rm

e g r ü b Ober

DER SANIERER UND VISIONÄR IM INTERVIEW

S 

eit etwas über einem Jahr ist Ralf Eggert nun der 17. Oberbürgermeister der Stadt Calw.

Der heute 43-Jährige wuchs in der kleinen Gemeinde Spraitbach in der Nähe von Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis auf. Nach der mittleren Reife absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser, bis er drei Jahre später die Fachhochschulreife erwarb und ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg begann. Nach seinem Abschluss im Jahr 1997 folgten berufliche Stationen in den Verwaltungen der Städte Pforzheim und Lorch, wo er zuletzt als Leiter des Steuer- und Liegenschaftsamtes und stellvertretender Stadtkämmerer tätig war. Ein zweites, berufsbegleitendes Studium als Diplom-Betriebswirt (FH) schloss Ralf Eggert im Jahr 2002 ab und wurde schon im September 2002 Bürgermeister in Gaildorf, einer Stadt mit rund 12.500 Einwohnern im Landkreis Schwäbisch Hall. Im Jahr 2011 suchte er eine neue berufliche Herausforderung und entschied sich, in Calw für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Am 25.

September 2011 stand dann fest: Ralf Eggert wird das neue Calwer Stadtoberhaupt. Mit 57,8 gegen 42,1 Prozent der Stimmen setzte er sich deutlich gegen seinen damaligen Mitbewerber durch. Am 14. Dezember 2011 wurde er in der Calwer Aula offiziell als neuer Oberbürgermeister vereidigt und übernahm damit auch gleichzeitig eine nicht ganz einfache Bürde. So hat die Stadt Calw derzeit immer noch mit einem Gesamtschuldenstand von 72 Millionen Euro zu kämpfen. Doch Ralf Eggert zeigt sich trotz dieser Tatsache optimistisch. Er setzt darauf, konsequente und überparteiliche Sachpolitik zu betreiben, um im Gemeinderat ein vertrauensvolles, transparentes Miteinander zu schaffen. Am 28. August letzten Jahres heiratete Ralf Eggert seine Frau Eva und bringt damit auch zum Ausdruck, dass er privat in Calw angekommen ist und hier gemeinsam mit seiner Frau seine Zukunft sieht. S tarletMag traf Ralf Eggert zum persönlichen Gespräch und begegnete einem aufgeschlossenen, sympathischen Menschen, der nicht nur Oberbürgermeister, sondern auch Calwer Bürger ist.

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S 

ehr geehrter Herr Eggert, Sie sind nun seit 14. Dezember 2011 Oberbürgermeister der  Stadt Calw. Auch privat sind Sie und Ihre Frau Eva in Calw angekommen, konnten sich einleben und außerhalb Ihres Amtes die vielen schönen Dinge sowie die bestehenden Mankos unserer Stadt selbst erfahren. Inwieweit weicht heute Ihr persönlicher Status quo von dem Bild ab, das Sie vor Ihrer Kandidatur zum OB von Calw hatten? Zum einen stellen meine Frau und ich immer wieder fest, wie gut es sich im Stadtkern von Calw leben lässt und wie viele ruhige und grüne Ecken es hier gibt. Eine andere Überraschung ist aber auch, dass die Anzahl der Aufgaben mit offener Finanzierung größer ist, als damals bekannt war. Das sind aber Dinge, die lösbar sind.

D 

ie Zielsetzungen eines Oberbürgermeisters sind in ihrer Art eher mittel- bis langfristig. Es gibt aber sicherlich auch einige kurzfristige Ziele, die man gerade zu Beginn einer Amtszeit erreichen möchte. Konnten Sie denn schon einige dieser kurzfristigen Ziele in Ihrem Sinne verwirklichen?

Was die Wochenmarktbelebung angeht, sind wir schon sehr weit vorangekommen. Mit den neuen, öffentlichen Parkplätzen in der Innenstadt und der kostenlosen ersten Stunde im Parkhaus ZOB konnten wir letzten Sommer auch schon viel für die Bürger tun.

Veränderungen wird es trotz und vielleicht auch wegen der knappen Haushaltslage geben.

Mit der Sanierung des Kindergartens in der Schulgasse und dem Neubau des Kinderhauses in Heumaden sind wir auf einem gutem Weg – zweiteres sogar günstiger als ursprünglich geplant. Die Verwaltung und der Gemeinderat ziehen  bei  alldem  sehr  gut  mit.

M 

it der Wahl eines neuen Stadtoberhaupts verbinden viele Bürger in erster Linie die Hoffnung auf Veränderungen. Gerade, wenn diese Person, so wie Sie, aus einem anderen Landkreis stammt, erwarten viele den gelobten „frischen Wind“. Aufgrund der knappen Haushaltslage sind Ihnen jedoch oftmals die Hände gebunden, um mit wirklich großen Veränderungen aufwarten zu können. Wie werden Sie dennoch den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger gerecht? Veränderungen wird es trotz und vielleicht auch gerade wegen der knappen Haushaltslage geben. Calw und auch unsere Nachbargemeinden werden bei den zurückgehenden Einwohnerzahlen nicht den bisherigen Leistungsumfang bereitstellen können und wir werden zunehmend über interkommunale Leistungsangebote nachdenken müssen. Eine Kommune wird niemals stillstehen. Das kann sie schon alleine aus dem Grund nicht, da sich die ganze Welt um die Kommune herum ständig bewegt und es unsere Pflicht ist, dabei nicht zurückzufallen.


S 

eit dem 11. Juli 2011 gibt es in Calw das STEP-Büro in dem sich Bürger, Vereine und sonstige Gruppen am Stadtentwicklungsprozess 2025 beteiligen können. Wie wichtig ist Ihnen die Beteiligung der Bürger an der Entwicklung Calws und birgt eine Bürgerbeteiligung nicht auch die Gefahr, dass Ideen angeregt und konzipiert werden, die später finanziell vielleicht nicht zu stemmen sind?

es geht um Offenheit, den Mut zuzuhören und darum, umverteilungen zu wagen.

Es geht oftmals nicht um mehr Geld, sondern um die Frage, ob wir das Geld, das uns zur Verfügung steht, nicht anders einsetzen können. Es gilt abzugleichen, ob die Prioritätenliste die der Gemeinderat hat, dieselbe ist, die die Bürger gegenwärtig haben. Es geht um Offenheit, den Mut zuzuhören und darum, Umverteilungen zu wagen.

A 

ls zuständige Aufsichtsbehörde forderte das Regierungspräsidium Karlsruhe im letzten Jahr aufgrund der hohen Verschuldung der Stadt weitere Konsolidierungsbemühungen. Sie sind zwischenzeitlich bekannt für Ihren konsequenten Sparkurs, der unter diesen Voraussetzungen auch unabdingbar ist. Auf der anderen Seite steht die Stadt Calw im Wettbewerb mit umliegenden Kommunen, die nicht mit dem hiesigen Handicap zu kämpfen haben. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen konsequentem Sparkurs und kostenintensiver Aufrechterhaltung oder gar Steigerung der Attraktivität der Stadt? Wie üblich wird man manch traditionelles Angebot, das schon lange am Markt besteht und daher kaum noch nachgefragt wird, einstellen müssen, um stattdessen wieder etwas Neues zu beginnen. Viele Dinge werden wir nicht mehr so perfekt wie bisher umsetzen können. Zweckmäßigkeit wäre wohl das passende Wort für unsere zukünftige Handlungsweise. Dadurch werden auch einige Angebote, die aufgrund zu geringer Nachfrage hohe Kosten produzieren, in diesem Umfang nicht weiter bestehen können. Aber das werden wir,

wenn es so weit ist, in jedem Einzelfall in Ruhe öffentlich diskutieren.

E 

inen entscheidenden Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Qualität einer Stadt leistet das Ehrenamt. Mehr denn je sind daher Kommunen auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Durch gestiegene Erwartungen an die Akteure müssen diese jedoch auch mehr und mehr der Prüfung durch die Öffentlichkeit standhalten, was für den einen Fluch, für den anderen Segen bedeutet. Mit welchen Argumenten macht man es den Menschen schmackhaft, sich heute ehrenamtlich zu engagieren? Ein Ehrenamt bringt innere Zufriedenheit. Ich selbst war bis zu meinem Amtsbeginn als Bürgermeister intensiv im Ehrenamt tätig. Man lernt viele unterschiedliche Leute kennen und erkennt, dass man seinen Beitrag zugunsten der vor einem stehenden Menschen leistet. Wer sich irgendwann mit dem Gedanken trägt, sein Ehrenamt niederzulegen, sieht plötzlich die Lücke, die entsteht, da man so wertvoll und schwer ersetzbar ist. Letztlich ist es doch das, was wir uns wünschen: Nicht nur reich und vermögend zu sein, sondern von seinen Mitmenschen geschätzt und anerkannt zu werden, beliebt zu sein und in seiner Gemeinde einen festen Platz einzunehmen. Das alles geht am besten über das Ehrenamt.

A 

ls Oberbürgermeister sind Sie am besten darüber informiert, was gerade gebaut und geplant wird. Können Sie uns über die laufenden und kommenden Projekte einen Überblick verschaffen? Die Sporthalle in Hirsau wird einen neuen Boden bekommen und in dem im Bau befindlichen Einkaufszentrum in der Stuttgarter Straße wurden die bisher noch freien Flächen vermietet. Außerdem arbeiten wir, gemeinsam mit anderen Kommunen, an einem neuen, großen Gewerbegebiet an der Gemarkungsgrenze von Deckenpfronn. Die Stadt lebt und bewegt sich ständig an allen Ecken und Enden.

C 

alw vergleicht sich oft und gerne mit anderen Städten. Einerseits ist das wichtig, um zu sehen, wo die Stadt im kommunalen Wettbewerb steht, auf der anderen Seite verliert man schnell den Blick dafür, was die individuelle Attraktivität der eigenen Stadt ausmacht. Was ist an Calw ganz besonders? Was haben wir, was andere nicht haben, und wie können wir diese Potenziale nutzen?

Was viele Calwer als Nachteil sehen, lieben unsere auswärtigen Besucher: Die ruhige Tallage, eingebettet in eine attraktive Landschaft mit Wald und Wiesen. Dennoch ist man innerhalb kürzester Zeit auf der A81 und schnell auf der A8. Wirklich toll ist, dass es trotz der Nähe zu Sindelfingen, Böblingen und Stuttgart bei uns noch günstigen Wohnraum gibt. Auch die Geschichte von Calw ist beneidenswert. Wir haben eigentlich alles vor Ort, was man zum Leben braucht. Auch wenn viele meinen, man könne in Calw nicht gut einkaufen – das stimmt nicht. Wer in Calw nichts findet, der will in Calw nichts finden.

Wer in calw nichts findet, der will in calw nichts finden.

L 

etzten Herbst besuchte ich den Ortsteil Montagnola in unserer Partnerstadt Collina d’Oro. Ich war überrascht darüber, wie überaus herzlich man mich aufnahm, als man erfuhr, dass ich aus Calw stamme. Letztes Jahr besuchte eine Reisegruppe aus Cluny unsere Stadt und wurde ebenso herzlich aufgenommen. Wie wichtig sehen Sie die Beziehungen zu  unseren  Partnerstädten? Partnerstädte sind ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Deshalb hat auch jede Kommune in Deutschland mindestens eine Partnerstadt. Sie bringen einen dazu, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Man lernt andere Menschen kennen, die Art, wie man dort lebt und wie die annähernd gleichen Probleme gewichtet und gelöst werden. Deshalb reise ich selbst immer sehr gerne dort hin, denn es ist jedes Mal eine Bereicherung fürs Leben.

I 

hr Amt erfordert sehr viel Arbeitseinsatz, fachliche Kompetenz, Durchsetzungsvermögen und nicht minder oft genug auch eine „dicke Haut“. Wie finden Sie in der Zeit, in der Sie nicht Calwer Stadtoberhaupt sind, den nötigen Ausgleich, um die dafür notwendige  Energie  zu  bekommen?

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ich bin eindeutig der schwäbische typ.

14 Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich im Gemeinderat manchmal trotzig bin, was sicherlich an dem geringen Ausgleich liegt. Ich versuche, in meinem Garten abzuschalten, meine Familie möglichst oft zu sehen oder mit ihr zu telefonieren. Ich versuche, ab und zu in Ruhe zu kochen oder zumindest in der Küche mitzuhelfen. Und ich versuche, nicht jede Veranstaltung zu besuchen, um etwas Abstand zu gewinnen.

S 

ind Sie, wenn Sie selbst kochen, eher der traditionell schwäbische Typ, hat es Ihnen vielleicht die mediterrane Küche angetan oder steht Ihnen eher die gesundheitsbewusste Ernährung mit viel Gemüse und Obst nahe? Ich bin eindeutig der schwäbische Typ. Gerne grille ich auch mal Steak, aber dann natürlich immer mit viel Salat als Beilage. Fisch ist als Bereicherung hin und wieder auch ganz gut. Worauf ich eben gerade Lust habe.

H 

aben Sie Vorbilder? Eine bestimmte Person, mit der Sie sich besonders identifizieren können? Wie vor längerer Zeit einmal erwähnt, gibt es einen Mann namens Gerhard Schick, den ich sehr schätze. Er ist ein

Unternehmer, der aus sehr schwierigen und bescheidenen Verhältnissen stammt. Er ist als Waise aufgewachsen und hat sich ganz normal nach oben gearbeitet, erst die Schule, dann eine Ausbildung und ist heute beruflich wie auch privat sehr erfolgreich. Das Tolle an diesem Mann ist, dass er stets bodenständig  geblieben  ist. Er hat es bei all der Härte im Geschäftsleben geschafft, seine menschliche Sensibilität für seine Mitmenschen zu bewahren. Natürlich nicht ins Unermessliche, denn erfolgreich zu sein hat sicherlich auch damit zu tun, Härte zu zeigen und Grenzen zu ziehen. Dennoch hat er diese Sensibilität und seine emotionale Intelligenz immer behalten und das ist für mich, in einer Gesellschaft, die immer mehr die Ellenbogen ausfährt, um voranzukommen, ein sehr wichtiger Punkt. Deshalb  schätze  ich  ihn  sehr.

W 

ie lautet der Name des letzten Buches, Fachliteratur ausgenommen, das Sie gelesen haben oder gerade lesen? Auf meinem iPad lese ich gerade „Die Schatzinsel“. Das Buch habe ich früher schon mal gelesen und bin jetzt beim Durchstöbern diverser Online-

Bibliotheken wieder darüber gestolpert und hängen geblieben. Das Buch ist einfach toll. Ich lese es ganz langsam und wenn dann die drei Berge der Schatzinsel beschrieben werden, mache ich eine Pause und versuche mir vorzustellen, wie  es  dort  aussieht.

G 

ibt es vielleicht eine kleine Anekdote von einem besonders schönem Erlebnis, das Ihnen, seit Sie in Calw leben, widerfahren ist? Ein Schüler der Realschule hat mich kürzlich auf der Straße angesprochen. Er ist fast zeitgleich mit mir mit seiner Familie von Gaildorf nach Calw gezogen. Und die Jugendlichen, denen ich selbst spät in der Nacht nach den Sitzungen begegne, fangen an, mich von sich aus zu grüßen. Die Stadt ist vielschichtig und ich  komme  nun  auch  in  diesem  Teil  an.

S 

ehr geehrter Herr Eggert, vielen herzlichen Dank für dieses interessante Interview. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen, um die vor Ihnen stehenden Aufgaben zu bewältigen und natürlich auch den nötigen Abstand von diesen, um gemeinsam mit Ihrer Frau die Calwer Lebensqualität genießen  zu  können.


Los, mach’ den Sprung t f n u k u Z e i d in Fotos Jan Walter

Text Nicolai Stotz

grafik connections

Lisas Leben läuft gerade so Murat hat schon früh erkannt, Sandra muss zugeben, dass gut wie nie. Das Abi naht in großen Schritten und sie hat ein gutes Gefühl für die bevorstehenden Prüfungen. Sie freut sich jetzt schon auf die Abiparty, die sicherlich unvergesslich wird. Und dann geht es auch gleich los: hinaus in die große, weite Welt. Mit ihrem Travel & Work Ticket nach Australien kann sie die Welt endlich mal auf eigene Faust erkunden. Vor Kurzem machte sich Lisa noch Sorgen, wie es danach weitergehen soll, doch seit sie von der bevorstehenden Top Job Bildungsmesse in Calw erfahren hat, sieht sie ihrer Zukunft positiv entgegen

was er später einmal machen möchte: ein Maschinenbaustudium mit anschließender Karriere im technischen Bereich. In seiner Freizeit schraubt er gerne stundenlang an seinem Moped, oder hilft seinem Kumpel in dessen Autowerkstadt. Nach der Realschule möchte er damit beginnen in einem Bereich zu arbeiten, der ihm Spaß macht und seinem Ziel näher bringt. Letzte Woche hat Murat von der Top Job-Bildungsmesse in Calw erfahren, die er auf jeden Fall besuchen wird um zu erfahren, wie er sich seinen beruflichen Traum verwirklichen kann

sie alles ganz gut hinbekommt. Nach der Trennung ihrer Eltern hat sie allerhand zu tun: der Haushalt, die Einkäufe und die Betreuung ihrer jüngeren Geschwister. Aber es macht ihr Spaß, das alles zu organisieren und unter einen Hut zu bekommen. Sandra macht in einem Jahr ihren Hauptschulabschluss und weiß, dass es sich lohnt, sich bereits frühzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern. Deshalb hat sich Sandra fest vorgenommen zur Top JobBildungsmesse nach Calw zu gehen, um schon jetzt ihre Zukunft in die Hand zu nehmen

Hauptschulabschluss

Ausbildung Berufsvorbereitungsjahr Mittlere Reife

Anschlussausbildung Fachabitur

Meister Fachhochschulreife Weiterbildung Studium

Studium Berufliche Qualifikaton Weiterbildung

Mittlere Reife

Ausbildung Schulische Anschlussqualifikation Fachabitur

Meister Fachhochschulreife Weiterbildung Studium

Studium Berufliche Qualifikaton Weiterbildung

Beruf

Abitur

Ausbildung Studium

Beruf

Beruf

Du bist eingeladen

Das Angebot für dich

Für Leckereien ist gesorgt

Schülerinnen und Schüler, die ihre berufliche Zukunft planen oder Interesse an Weiterbildung haben.

Aktuelle Infos über Ausbildung, Studium und Weiterbildungsmöglichkeiten mit

bringt Appetit mit.

Ausbildungsbetrieben

Fachhochschulen Berufsakademien Weiterbildungsstätten

Alle Infos zur Top Job-Bildungsmesse sowie zu den teilnehmenden Ausstellern findet ihr auf der Internsetseite der Stadt Calw unter www.calw.de/Top-Job-Messe

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Auf der TOP JOB-BILDUNGSMESSE 2013 am 20. April in der Calwer BadstraSSe stellen sich eine Vielzahl an Ausbildungsbetrieben, Fachhochschulen, Berufsakademien und Weiterbildungsstätten vor. StarletMag hat sich vorher schon mit einigen Ausbildungsverantwortlichen unterhalten und sie zu ihren Ausbildungsangeboten und den anschließenden Perspektiven befragt.

SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw „Die SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien in Calw versteht sich als Ausbildungsstätte für Freiberufler, Unternehmer und Führungskräfte. Ich selbst wurde auf das Studienangebot der SRH aufmerksam, nachdem ich nach der Mittleren Reife und einer anschließenden Ausbildung zum Groß- und d Mitun t en Außenhandelskaufmann ud rst ste Ma · Frank Rapp r SRH Calw de i an der Gottlieb-Daimbe g tin rke Ma im arbeiter ler-Schule in Sindelfingen mit dem Abschluss zum Assistenten für Technische Kommunikation meine Fachhochschulreife erlangte. Während meiner Ausbildung wurde mir nach und nach bewusst, dass ich meine beruflichen Zukunft im Bereich Marketing und Kommunikation sehe. Um mir dafür eine solide Basis zu schaffen, entschied ich mich für das

Bachelor Studium Medien- und Kommunikationsmanagement bei der SRH, welches ich vor einem Jahr erfolgreich abschloss. Dieser Studiengang qualifizierte mich schnell und praxisnah für eine Karriere im Medienumfeld oder in Unternehmen mit intensiver Kommunikation. Um mein Profil zusätzlich zu schärfen, entschloss ich mich im Anschluss das Masterstudium Medien- und Kommunikationsmanagement in Unternehmen an der SRH zu absolvieren und arbeite aktuell an meiner Thesis. Parallel zu meinem Studium arbeite ich an der Hochschule im Marketing, wodurch ich meine erlernten Qualifikationen gleichzeitig in die Praxis umsetzen kann. Der entscheidende Vorteil eines Studiums an der SRH liegt für mich in der individuellen Betreuung in kleinen Gruppen, wodurch ein straffes Studium mit geringen Abbrecherquoten und besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Neben den bereits erwähnten Studiengängen bietet die SRH auch Studiengänge für Betriebswirtschaftslehre, Steuern und Controlling an. Informationen zum Angebot der SRH gibt es an unserem Messestand auf der Top JobBildungsmesse wo auch ich selbst Interessierten gerne Rede und Antwort stehe.“

Steripac GmbH Calw-Altburg „Die Firma Steripac ist spezialisiert auf die Herstellung und Sterilisation von verschiedenen Verpackungen im Bereich Medizinprodukte und Arzneimittel. Alle Prozesse in unserem Unternehmen erfüllen die hohen Anforderungen und Normen für Sterilprodukte. Um diesen Anforderung auch zukünftig gerecht zu Rolf Volkmann werden, sind gut ausgebilTechnical Service und Ausbilder dete und qualifizierte Fachkräfte unabdingbar. Die Nachwuchsförderung im Rahmen einer gesicherten Ausbildung mit dem Ziel, die Auszubildenden später als Fachkräfte zu beschäftigen, ist fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Gerade für technisch Interessierte mit handwerklichem Geschick, die sich für die Funktionsweisen hochtechnologischer Maschinen begeistern,

bietet eine dreijährige Ausbildung zum/zur Packmitteltechnologe/in optimale Chancen, ihren Berufswunsch in einem innovativen Unternehmen zu verwirklichen. Im dualen Ausbildungssystem wird die im Blockunterricht erlernte Theorie im Betrieb praxisnah umgesetzt. Damit sich interessierte Ausbildungsbewerber vorab einen Eindruck über den Beruf verschaffen können, bietet Steripac jederzeit gerne Probearbeitstage an. Chancengleichheit zählt ebenfalls zu unserer Philosophie, weshalb wir grundsätzlich Bewerbern aller Bildungsabschlüsse die Möglichkeit bieten, sich auf den Ausbildungsberuf zum/zur Packmitteltechnologe/in zu bewerben. Wer sich noch für dieses Jahr einen Ausbildungsplatz sichern möchte, ist herzlich dazu eingeladen, unseren Messestand auf der Top Job-Bildungsmesse zu besuchen. Hier beantworten neben meiner Person auch meine Kollegin Frau Götten, welche die kaufmännischen Ausbildungsberufe betreut, sowie Herr Läuger, ein ehemaliger Auszubildender, der aktuell seinen technischen Meister absolviert, alle Fragen zu den Ausbildungsberufen in unserem Unternehmen sowie zu den anschließenden Perspektiven, die bis hin zum Studium alles offen halten.“


Kreishandwerkerschaft Calw „Der Volksmund war sich immer darüber bewusst, dass eine ‚solide‘ Ausbildung im Handwerk die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben ist. Handwerksbetriebe gehören schon längst zum Innovationsmotor in Deutschland. So sind deutsche Handwerker bei der Umsetzung neuer Technologien wie Windenergie, Solarstrom, energieeffizientes Bauen und Modernisieren weltweit anerkannt. Entgegen dem Trend in vielen anderen Branchen bietet das Handwerk berufliche Einstiegschancen für ziemlich alle vorherigen Bildungsabschlüsse, darüber hinaus ermöglicht ein erlernter Handwerksberuf eine unglaubliche Bandbreite an Perspektiven. Nach der abgeschlossenen Gesellenprüfung und einer anschließenden Meisterprüfung steht selbst einer akademischen Ausbildung nichts mehr im Weg. Gerade wer einen kreativen Beruf sucht, in dem selbstständiges ‚Anpacken‘ gefragt ist, der ist im Handwerk richtig. Die Kreishandwerkerschaft Calw vereint im Landkreis Calw 17 Fachinnungen mit insgesamt 550 Innungsfachbetrieben die jährlich über 800 Auszubildende beschäftigen.

Als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Calw übernehme ich auch die Funktion des Ausbildungsberaters und unterstütze interessierte Berufseinsteiger aktiv bei der Suche nach einem für sie geeigneten Ausbildungsbetrieb. Für alle Holger Klemke die unseren Messestand Geschäftsführer auf der Top Job-Bildungsmesse besuchen, habe ich ein ganz besonderes ‚Extra‘ dabei: Über 100 Ausbildungsplätze für 2013/14 die direkt vermittelt werden können! Wer sich im Vorfeld noch eingängiger über den Ablauf einer handwerklichen Ausbildung informieren möchte, dem stehen an unserem Messestand aktuell in der Ausbildung befindliche Lehrlinge verschiedener Handwerksberufe Rede und Antwort.“

Stadtverwaltung Calw „Die Große Kreisstadt Calw ist ein attraktiver Ausbildungsbetrieb mit insgesamt 25 Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen, sowie Praktikumplätzen im Berufskolleg. Für junge Menschen mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, angefangen vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur, eröffnen sich bei der Stadt vielseitige Chancen für den Start ins Berufsleben. So bieten wir regelmäßig Ausbildungsplätze in den Berufen Verwaltungsfachangestellte/r, Fachangestellte/r für Medien und Kommunikationsdienste Fachrichtung Bibliothek, Forstwirt/in, Kauffrau/-mann für Tourismus und Freizeit, Informatikkauffrau/-mann, Anerkennungspraktikant/innen zur staatlich anerkannten Erzieher/in, und neu ab dem 01.09.2013 auch die praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PIA) an. Jedes Jahr stellen wir zudem Studierende für den Abschluss zum Bachelor of Arts in Public Management ein. Wie auch Allgemein, so gilt insbesondere für die begehrten Ausbildungsplätze bei der Stadt Calw das Motto ‚der frühe Vogel fängt den Wurm‘. In aller Regel erhalten wir Bewerbungen

für Ausbildungsplätze bereits über ein Jahr vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn. Eine frühzeitige Orientierung über die jeweiligen Berufe bietet sich daher an. Hier stehen wir von der Stadt Calw auch gerne für nähere Informationen zur Verfügung. Eine gute Möglichkeit sich zu Informieren ist ein BeWilma Schmid such unseres MesseLeiterin der Abteilung Person al stands auf der Top JobBildungsmesse. Hier können bei persönlichen Beratungsgesprächen alle Fragen zu den Ausbildungsberufen, den damit verbundenen Vorraussetzungen und den anschließenden Perspektiven gestellt werden.“

Diakonisches Institut für soziale Berufe „Die Zahl der älter werdenden Menschen wächst ständig und damit auch der Bedarf ausgebildeter Altenpfleger/innen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten im ambulanten wie auch im stationären Bereich sind entsprechend vielfältig und bedürfen sowohl einer fachlichen, als auch persönlichen Kompetenz im Umgang mit älteren Menschen. Vorraussetzung für die dreijährige Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Altenpfleger/in ist eine mit der Mittleren Reife abgeschlossene Schulausbildung, oder ein Hauptschulabschluss mit anschließend abgeschlossener einjähriger Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/in. Die Ausbildung besteht aus zwei getrennten Ausbildungsverträgen, für die auch zwei unabhängige Bewerbungen erfolgen müssen, zum einen die Bewerbung an der Berufsfachschule und zum anderen die Bewerbung bei einer stationären oder ambulanten Altenpflegeeinrichtung. Was sich zunächst kompliziert anhört, gestaltet sich in der Praxis dagegen recht einfach. Wir von der Berufsfachschule für Altenpflege in Calw unterstützen gerne interessierte Berufseinsteiger bei der Suche nach einem praktischen Ausbildungsplatz. Nach erfolgreicher Ausbildung er-

öffnen sich zahlreiche berufliche Perspektiven im medizinischen und pflegerischen Bereich bis hin zur Übernahme von unterschiedlichen Leitungsfunktionen im sozialen Bereich. Nach der Ausbildung sind Bruttogehälter von über 2.000 Euro nicht unüblich, was den Beruf auch in finanzieller Hinsicht attraktiv macht. Annette Scheer · Leiterin BerufsfachAn unserem Messestand schule für Altenpflege Calw-Wimberg auf der Top Job- Bildungsmesse stehen Auszubildende unserer Schule gerne für ein persönliches Gespräch unter Gleichaltrigen zur Verfügung, beantworten Fragen und plaudern auch gerne einmal aus dem Nähkästchen ihres spannenden und abwechslungsreichen Berufs.“


20. April 2013 10 bis 15 Uhr Badstraße Calw Eintritt frei! Gestalte deine Zukunft Schritt für Schritt!

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Die Sicht der drei dargestellten, fiktiven Ausbildungssuchenden verdeutlicht, dass die Ausbildungssuche Jahr für Jahr ein wichtiges Thema ist, das die Jugendlichen beschäftigt. Befragt man ältere Generationen, wird man häufig die Antwort erhalten, es sei noch nie so einfach gewesen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, wie heute. Sicherlich wird die Ausbildungssuche durch verschiedenste Fördermaßnahmen unterstützt und begleitet. Beginnend bei der im Schulunterricht verankerten Berufsinformation, über organisierte Betriebspraktika bis hin zu den umfangreichen Informationen die über das Internet bereitstehen sind die Möglichkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden, der zum eigenen Qualifikationsprofil passt, vielfältig wie nie. Doch gerade die große Bandbreite an Möglichkeiten gestaltet es manchmal schwer, sich zurechtzufinden. Der überwiegende Teil der Schulabgänger ist sich bereits lange vor dem Schulabschluss, zumindest über die ungefähre Richtung wohin der spätere berufliche Weg sie führen soll, bewusst. Ziel dieses Weges ist es, später einmal den Beruf ausüben zu können, der passend ist, der einem Spaß macht und zudem ein komfortables Einkommen sichert. Der Weg zu diesem Ziel besteht in aller Regel jedoch aus vielen einzelnen, scheinbar unbedeutenden Schritten, nur selten kommt es zu dem vielzitierten „Karrieresprung“. Die Höhe des Schulabschlusses spielt sicherlich eine Rolle dabei, wie viele Schritte es zu tun gilt – jedoch nicht dabei, ob das berufliche Wunschziel zu erreichen ist.

Foto Stadt Calw

Beginne mit dem ersten Schritt. Die Top Job-Bildungsmesse, die am 20. April in der Calwer Badstraße stattfindet, bietet optimale Möglichkeiten direkt mit Ausbildungsbetrieben, Fachhochschulen, Berufsakademien und Weiterbildungsstätten in Kontakt zu treten. Dabei steht ein offener und unkomplizierter Dialog mit Ausbildungsverantwortlichen und aktuellen Auszubildenden im Vordergrund um sich gegenseitig zu „beschnuppern“ und die eigenen Ziele mit den Perspektiven des Ausbildungsbetriebs oder der Bildungseinrichtung abgleichen zu können. Damit bietet die Top Job-Bildungsmesse eine ideale Möglichkeit, sich an nur einem Tag über eine Vielzahl an Ausbildungsberufe, Betriebe und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren und vielleicht schon die Vorraussetzungen für eine zukünftige Bewerbung zu besprechen. Ein Besuch der Top Job-Bildungsmesse in Calw ist damit ein erster wichtiger Schritt in Richtung Wunschberuf. Ein Blick in die Zukunft: September 2013

Lisas

Leben könnte nicht besser sein. Zwei Wochen nach ihrem bestandenen Abi ging es los und Australien ist noch viel schöner als sie es sich je hätte vorstellen können. Dank ihres Besuchs auf der Top Job-Bildungsmesse muss sie sich um ihre Zukunft nun auch nicht mehr sorgen. Nach vielen Beratungsgesprächen hat sie sich für ein Bachelor-Studium entschieden, das in einem Jahr startet. Und während sie die endrucksvolle Australische Landschaft genießt, muss sie zugeben – sie freut sich jetzt schon darauf.

Gespräche mit Ausbildungsbetrieben und deren Auszubildenden geführt. Er hätte nie gedacht, welche Möglichkeiten sich über eine handwerkliche Ausbildung eröffnen. So hat Murat gleich Nägel mit Köpfen gemacht und mit einem Betrieb noch auf der Messe einen Probearbeitstermin vereinbart. Beide, der Betrieb wie auch Murat, waren begeistert und haben auch gleich einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Für Murat steht fest, dass die Ausbildung nur ein Schritt in Richtung seines späteren Ziels ist. Danach möchte er die Meisterausbildung absolvieren und mit einem Maschinebaustudium beginnen.

Sandra

ist stolz auf sich. Sie hat ihr Leben einfach selbst in die Hand genommen – so wie sie es schon immer getan hat und ist auf die Top Job-Bildungsmesse gegangen. Sie muss schon zugeben, dass es Anfangs etwas Überwindung gekostet hat, auf die fremden Menschen zuzugehen um ihnen Fragen zu stellen. Doch sie war positiv überrascht, wie offen man mit ihr gesprochen hat und vor allem: Jeder hat sie ernst genommen und hat sich bemüht ihr weiterzuhelfen. Ein Betrieb war ihr besonders sympathisch und die Ausbilderin hat sie direkt gefragt, ob sie nicht Lust hätte, in den Sommerferien ein Praktikum in einem sozialen Beruf bei ihnen zu machen. Das Praktikum liegt nun zwei Wochen zurück und hat Sandra sehr viel Spaß gemacht. Die Ausbilderin hat ihr gesagt, sie würde sich freuen von ihr eine Bewerbung für das Ausbildungsjahr 2014 zu bekommen. Sandra ist stolz auf sich. Sie hat das alles ganz alleine gemacht und freut sich jetzt schon auf die Zukunft.

Murat

kann es kaum erwarten. Morgen beginnt er seine Ausbildung im Handwerk. Auf der Top Job-Bildungsmesse in Calw hat er zahlreiche

Noch mehr Infos zur Top Job-Bildungsmesse


Manuel Zumrode, seit Jahren begeisterter Comiczeichner aus Niefern-Öschelbronn, erstellt für StarletMag regelmäßig Comics, die über ein gesellschaftskritisches Thema handeln. Es geht ihm darum, Menschen mit wenigen, einfachen Bildern aufzurütteln, damit sie sich mit dem Thema persönlich auseinandersetzen. In dieser Ausgabe behandelt Zumrode die zunehmende Umweltverschmutzung und Vermüllung.


Fotos Jan Walter

Text Nicolai Stotz

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Berlins Hotel KroneLamm Familie Gudrun und Rolf Berlin Marktplatz 2+3 75385  Bad Teinach-Zavelstein Telefon  07053  92940 www.berlins-hotel.de

Das Gute

liegt so nah

20 Der Literaturnobelpreisträger und gebürtige Calwer Hermann Hesse, schrieb in seinem Gedicht „In Weihnachtszeiten“ einst folgende Zeilen: „  … und manchmal, doch nicht jedes Jahr, trifft meine gute Stunde ein, dass ich von allem, das da war, auf einen  Augenblick  gesunde ...“ Es fällt nicht schwer, das Bedürfnis nach Ruhe und Abstand von unserer lauten Welt nachzuvollziehen. Der Wunsch eine Balance zwischen Bewusstsein und Sein herzustellen, um inneren Aus-

gleich zu finden ist in unserer heutigen „Burn-Out-Gesellschaft“ größer denn je. Zu Zeiten Hesses, als Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit und Kriege den Alltag bestimmten, war kaum Platz für solcherlei Wunschdenken. Heute, ein knappes Jahrhundert später, sind diese Zeiten glücklicherweise Vergangenheit. Es ist wieder Platz für Wünsche und Bedürfnisse, für Erholung und Entspannung. Dennoch gibt es Barrieren, die der über Generationen erkämpften Freiheit, unseren Wünschen nachkommen zu können im Wege

stehen. Vielfach jedoch werden diese Barrieren von uns selbst installiert. Karriere, Leistung, Geschwindigkeit und Produktivität sind gesellschaftsbestimmende Schlagworte.

Die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Entschleunigung Der Eigenschaft zur Selbstbesinnung und dem Willen loszulassen, um sich selbst etwas Gutes zu tun, wird hingegen deutlich weniger Gewicht beigemessen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass beides unweigerlich zusammengehört. Die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Entschleunigung, zwischen Leistung und Entspannung prägt entscheidend unser Selbstwertgefühl und ist somit die Quelle unserer Energie. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ sprach einst Goethe, um bei den deutschen Dichtern


die Leidenschaft und die Philosophie der Gastgeberfamilie Berlin, getreu ihrem Motto „König sein in Zavelstein“, erkennen. Direkt vor unserer Haustüre gelegen, muss man nicht erst in die Ferne schweifen, sich einer zeitraubenden Anreise unterziehen oder umfangreiche Arrangements buchen, stattdessen lässt sich dem Bedürfnis nach Ausgleich und Entspannung ohne Umwege und Zeitverlust in heimischen Gefilden nachkommen.

und Denkern zu bleiben. Wie auch Hesse reiste er umher, um bestimmte Orte zu finden die einen energieladenden Einfluss auf den Menschen haben. Man könnte meinen, es hat ihn damals in das schöne Örtchen Zavelstein verschlagen, als ihm dieser Satz in den Sinn kam. Eingebettet in das wildromantische Hochplateau zwischen Nagold und Teinach, umrahmt von Wiesen und Wäldern lädt das romantische, mehrfach preisgekrönte FachwerkStädtle mit seiner mittelalterlichen Burgruine dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen um Kraft zu tanken. Besonders gut kann man das in dem zentral im Örtchen gelegenen „Berlins

Einfach mal den Alltag hinter sich lassen um Kraft zu tanken

Eine attraktive Einladung sich selbst einmal wieder etwas Gutes zu tun.

Hotel KroneLamm“ mit seinem 1.600 Quadratmeter großen Wellnessbereich „königSPA“. Ausgezeichnet mit 5 Wellness-Stars und einer Lilie des Relaxguides lassen sich hier, in bezaubernder Umgebung, Körper und Seele in Einklang bringen. Viel Liebe zum Detail lässt das persönliche Herzblut, 21

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Fotos Jan Walter

Text & interview Nicolai Stotz

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„Die ersten 90 Minu  sind die schwersten.“ Bobby Robson Engl. Fußballspieler und Fußballtrainer (1933 – 2009)

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Viele KSC-Fans schätzen ihn heute noch als einen ihrer beliebtesten Stürmer der 90er Jahre. Der heute 47-jährige Eberhard „Ebse“ Carl aus Zavelstein blickt auf eine elfjährige Bundesliga-Profilaufbahn zurück. Acht Jahre davon spielte er beim KSC bis er 1997 zu den Stuttgarter Kickers wechselte. Seit 2002 trainiert er verschiedene Vereine in der Region. Seine beiden Söhne Dennis und Marcel Carl sind ebenfalls begeisterte Fussballer. Dennis spielt aktuell beim SGM Gechingen, Marcel bei der A-Jugend des KSC. StarletMag traf die Drei, um sie über ihre Anfänge, Karriere und Hindernisse  im  Fussball  zu  befragen. Du hast ja auch mal „klein“ angefangen. In deiner Jugend hast du beim SV Gündringen – deinem Heimatort gespielt. Wie alt warst du, als du mit dem Fußball angefangen hast und hattest du damals schon Pläne, später einmal  Profi  zu  werden? Ebse: Ich habe mit vier oder fünf Jahren in Gündringen . Pläne hat man in diesem Alter noch nicht. Ich habe mich zweimal die Woche mit Gleichaltrigen zum Training getroffen, gebolzt und Spaß gehabt. Zum Ende meiner AJugend-Zeit sind wir in die Landesliga aufgestiegen und ich schoss in einem Jahr über 38 Tore. Danach ist es immer weiter nach oben gegangen, bis der Sprung nach Karlsruhe kam. Ich musste mir Gedanken machen, wie ich Beruf und Sport unter einen Hut bekomme. Letztendlich habe ich mich für den Fußball entschieden und ich denke, rückblickend auf elf Jahre Profilaufbahn, war das gar nicht so schlecht. Und wie sieht es bei euch beiden aus? Wie  habt  ihr  angefangen?

Dennis: Wir haben auch früh angefangen, ich glaube mit fünf Jahren. Auch wir haben anfangs einfach „just for fun“ im Verein gespielt. Ich begann in Zavelstein, dann ein Jahr aktiv in Ergenzingen und jetzt spiele ich in Gechingen. Marcel: Ich war auch zuerst in Zavelstein, dann zwei Jahre in Neubulach, drei Jahre in Herrenberg, ein Jahr in Nagold und jetzt bin ich beim KSC in der A-Jugend.* Im Jahr 1989 bist du dann zum KSC in die Bundesliga gewechselt. Was waren die wesentlichen Unterschiede zum Amateurfußball mit denen du damals konfrontiert  wurdest? Ebse: Das Umfeld in Karlsruhe war ganz anders. Unser Trainer Winni Schäfer hat immer darauf geachtet, dass so viele Spieler wie möglich aus unserer Jugend in den Profi-Kader kommen. Bei 26 Spielern im Kader muss man daher lernen, sich durchzusetzen da die Älteren befürchten, man möchte ihnen den Platz wegnehmen. Ich war aber schon immer ein Kämpfer, habe mich durchgesetzt und schließlich auch 180 Bundesliga-Spiele bestritten. Im Jahr 1997 erfolgte dann der Wechsel zu den Stuttgarter Kickers in die zweite Liga, bei denen du bis zum Ende deiner Profikarriere im Jahr 2000 aktiv warst. Bei welchem der beiden Vereine hast du dich wohler gefühlt? Bei den Schwaben oder den  Badenern? Ebse: Ehrlich gesagt habe ich mich in Karlsruhe, wo ich acht Jahre lang in der ersten Liga gespielt habe, wohler gefühlt. Den Sprung nach Stuttgart habe ich

gemacht, weil ich mit damals 32 Jahren einfach noch mal etwas ändern wollte, obwohl ich in Karlsruhe sicherlich noch einen Vertrag bekommen hätte. Was waren deine persönlichen Highlights  während  deiner  Profilaufbahn? Ebse: Ich finde jedes Bundesliga-Spiel für sich ist ein Highlight. Aber speziell die UEFA-Cup-Zeit 1993 und 1994 war für mich etwas ganz Besonderes. Legendär war der 7:0-Sieg zu Hause gegen Valencia, nach der 3:1-Niederlage im Hinspiel, an diesem Tag hat einfach alles gepasst. Das DFB-Pokal-Endspiel in Berlin war natürlich auch ein Highlight, obwohl wir damals 1:0 gegen Kaiserslautern  verloren  haben. Seit 2002 bist du als Trainer tätig. Über welche Qualifikationen muss man als Trainer verfügen, um eine Mannschaft führen zu können? Ebse: Als Erstes braucht man natürlich die nötige Lizenz. Ich habe meine A-Lizenz gleich nach meiner aktiven Karriere gemacht. Wichtig ist vor allem, wie man mit den Jungs umgeht. Anfangs ist man immer noch „Spieler“ und versucht, Dinge durchzusetzen, die eigentlich überhaupt nicht gehen. Wenn man 20 verschiedene Charaktere vor sich stehen hat, muss man zuerst herausfinden, wie man die Jungs anpackt, wie man mit ihnen spricht und was

Ich war schon immer ein Kämpfer, habe mich durchgesetzt und schließlich auch 180 Bundesligaspiele bestritten.


 ten 23


Wenn die Mannschaft nicht funktioniert, kannst du als Trainer erzählen, was Du willst.

24 für Probleme sie haben. Denn nicht nur das Sportliche, sondern auch das Zwischenmenschliche  gehören  dazu. Deine Söhne sind ebenfalls aktive Fußballer. Wie war es, als sie dir eröffnet haben, dass sie in deine Fußstapfen treten wollen? War das eher schwierig für dich oder warst du sofort „Feuer und  Flamme“? Ebse: Die beiden haben immer das machen dürfen, was sie wollen. Wir sprechen immer wieder miteinander und sagen uns auch wenn das ein oder andere vielleicht hätte besser sein können. Aber im Großen und Ganzen müssen sie sich immer selbst durchsetzen. Wie ist es für euch heute in die Fußstapfen  eures  Vaters  zu  treten? Marcel: Ich spiele auf derselben Position, auf der mein Vater gespielt hat und kann mir dadurch immer mal ein paar Tipps abholen. Ich spiele jetzt das letzte Jahr in der A-Jugend* aber wie es dann weiter geht, weiß ich noch nicht. Es sind schon ein paar Gespräche gelaufen, ohne  dass  ich  mich  festgelegt  habe. Dennis: Vermutlich gehe ich nicht in Richtung Profiliga, sondern eher Richtung Oberliga.

Was empfiehlst du den Kids von heute, die mit voller Begeisterung den Traum verfolgen, einmal Profifußballer zu werden? Was gilt es zu beachten damit dieser Traum  wirklich  wahr  wird? Ebse: Das sind immer verschiedene Faktoren, denn nicht immer nur das Sportliche zählt, sondern auch der Wille. Es ist sehr wichtig herauszufinden, wie man mit negativen Erlebnissen umgeht. Natürlich haben viele Jungs das Ziel, Profifußballer zu werden, aber bis dahin ist es ein schwerer Weg. Die Ausbildung in Deutschland ist sehr vorangeschritten. Es gibt viele Fußballschulen, viele Internate und viele DFB-Stützpunkte. Entscheidend für den Erfolg ist letztlich jedoch der Wille. Im heutigen Profifußball spielen auch enorme Geldsummen eine Rolle. Sind diese Summen überhaupt noch gerechtfertigt? Schadet das dem Fußball eher, oder sind diese hohen Summen wichtig um die Attraktivität des Sports auch  langfristig  aufrecht  zu  erhalten? Ebse: Meiner Meinung nach sind die Gehälter ziemlich hoch und übertrieben. Gerade bei den Ablösesummen gehört eigentlich eine Obergrenze her. Wenn die Vereine aber bereit sind, solche Summen zu bezahlen, kann man den Spielern  keinen  Vorwurf  machen.

Gerade die Trainer der Bundesligavereine stehen unter einem enormen Erfolgsdruck. Was ich nicht ganz verstehe ist, wenn ein Trainer scheitert und ausgewechselt wird, der „neue“ Trainer meist sofort die geforderten Erfolge vorweisen kann. Der „alte“ Trainer wechselt zu einem anderen Verein und ist dort dann oft wieder ebenso erfolgreich  wie  früher. Woran  liegt  das? Marcel: Beim KSC hat der Trainer wechsel überhaupt nichts gebracht, denn wir sind trotzdem abgestiegen. Aber bei anderen Vereinen kann ich mir das eigentlich auch nicht erklären, vielleicht liegt es daran, dass die Mannschaft immer mal wieder einen neuen Schub durch einen neuen autoritäreren Trainer braucht. Ebse: Also ich habe es ja damals mit Winni Schäfer, mit dem ich acht Jahre lang zusammengearbeitet habe, am eigenen Leib erlebt. Es kommt einfach darauf an, wie die Mannschaft funktioniert. Wenn die Mannschaft nicht funktioniert, dann kann man als Trainer erzählen was man will. Da kommen wir wieder auf das Zwischenmenschliche, man muss den Spielern manchmal ein bisschen „lange Leine“ lassen, aber dann auch wieder die Peitsche rausholen, das gehört einfach dazu. Zum Schluss noch die Frage: Was ist für euch kurz zusammengefasst das Besondere  am  Fußball? Ebse: Ich denke Fußball ist nicht kalkulierbar und das ist genau das Schöne daran, dass einfach immer wieder Dinge passieren, die nicht vorhersehbar sind. Marcel: Mir macht es jeden Tag Spaß, auch wenn ich vier bis fünf Mal die Woche trainiere. Jedes Training ist immer wieder neu und anders. Dennis: Beim Fußball gibt es immer neue Ziele und neue Herausforderungen. Man kann nicht immer alles verwirklichen, was man sich vorstellt, aber das ist doch auch das Schöne daran. Man lernt auch mal Niederlagen hinzunehmen und zu sich selbst zu sagen: „Ich bin stark genug, ich habe ein Ziel vor Augen“. Vielen Dank euch dreien für eure Zeit und Einschätzungen und weiterhin viel Erfolg in eurer Fußball-Karriere. *(Anm. d. R.) Zwischenzeitlich spielt Marcel für die 2. Mannschaft des KSC.


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Frauen und Männer gehen zum Friseur, doch die Ansprüche an den Friseurbesuch sind sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund gibt es immer mehr Salons, mit getrennten Herren- und Damenbereichen. Dadurch ist eine intensivere Beratung möglich, da Männer unter sich sind, und Frauen sich nicht von männlichen Mithörern belauscht fühlen. Sowohl die Frau als auch der Mann erwarten am Ende eine  sehr  gute  Friseurleistung.

Doch worin besteht der Unterschied?

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WITH: JAMES JUGENDLICH

STARRING: CARY CHARMANT

AND: ERROL EASY

Was Männer wollen… STYLING: TINO JUNGKUNZ

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Der Mann erwartet vom Friseur nicht unbedingt ein intensives Beratungsgespräch. Er setzt voraus, dass sein Friseur kompetent genug ist, ihm die passende Frisur für seinen Typ und seine Haarqualität zu schneiden. Dabei möchte der Mann ungestört typische Probleme wie zum Beispiel Haarausfall   ansprechen   können. Gerade bei diesem sensiblen Thema ist es wichtig, dass der Friseur sich mit der Problematik auskennt und genügend Fachkompetenz besitzt, um den Kunden entsprechend zu beraten. Deshalb ist es von Vorteil, wenn in einem Salon ein separater Bereich für Männer vorhanden  ist.

Auch beim Styling setzen die meisten Männer auf unkomplizierte Lösungen. Rundbürsten, Lockenstäbe und andere Utensilien sollten hier nicht zum Einsatz kommen. Ein schnelles Fönen, mit den Fingern etwas Gel oder Wachs in die Haare einarbeiten, und fertig sollte  die  perfekte  Frisur  sein. Für Männer ist es wichtig einen schnellen Termin, gute Parkmöglichkeiten vor Ort und eine komfortable Abwicklung zu bekommen. Bei den Produkten steht der Nutzen im Vordergrund, die Inhaltsstoffe der Stylingund Pflegeprodukte spielen dabei eher eine  untergeordnete  Rolle.


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WITH: AUDREY AUTHENTISCH

AND: ELISABETH ELEGANT

STARRING: SOPHIA SOPHISTICATED

AND: MARYLIN MODISCH

Was Frauen wollen… Vo rtei l ö nl

Text Tino Jungkunz grafik connections

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Frauen brauchen eine ganzheitliche Beratung, welche mehr Zeit in Anspruch nimmt, damit die Frau sich mit ihrer Frisur wohlfühlt, und mit ihrem neuen Look  vollends  zufrieden  ist.

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Der Friseurbesuch einer Frau ist Vertrauenssache und der Stylist sollte in seiner Beratung den genauen Ablauf

Beim Styling gibt der Friseur Tipps für ein einfaches Fönen der Haare, damit der Look auch zu Hause problemlos nachgestylt werden kann. Hierbei spielen die angewandten Produkte, deren Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen sowie die verwendeten Werkzeuge eine entscheidende Rolle.

STYLING: IRINI PAPADOPOULOU

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Eine Frau kommt meist mit klaren Vorstellungen zum Friseur, dort erwartet sie dann eine kompetente, ehrliche, ausführliche und vor allem typgerechte Beratung was Haarfarbe, Schnitt und Styling anbelangt.

erläutern und sensibel auf die Kundin und  Ihre  Wünsche  eingehen  können.

S tyli

Frauen unterhalten sich untereinander gerne über ihre Frisuren und ihren Friseur. Sie sind sich und Ihrer Frisur gegenüber oftmals kritisch und tauschen daher nicht nur positive FriseurErfahrungen aus.


Fotos Jan Walter

Im Juni letzten Jahres erschien ihr drittes Album „Chapter 3“, der Titel des Albums lässt durchaus Rückschlüsse auf die zurückliegenden Veränderungen der Band zu. Die Girlgroup „Queensberry“ entstand im Jahr 2008 im Rahmen der ProSieben-Castingshow „Popstars“. Damals noch zu viert, wurden die Mädels bereits im Jahr 2009 in der Kategorie „Bester Durchstarter“ für den VIVA-Comet nominiert. Kurz davor veröffentlichten Gabriella „Gabby“ De Almeida Rinne, Leonore „Leo“ Bartsch, Victoria „Vici“ Ulbrich und Antonella „Anto“ Trapani ihr erstes Album mit dem Titel „Volume I“, das sich 17 Wochen auf Platz 6 der deutschen Albumcharts hielt. Es folgten zahlreiche Auftritte in Fern-

Text & interview Nicolai Stotz

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sehshows wie „Schlag den Raab“ oder „Germany‘s Next Topmodel“ sowie im Jahr 2009 das zweite Album „On My Own“. Anfang 2010 verließen „Vici“ und „Anto“ die Band, die in Selina Herrero und der Musicaldarstellerin Ronja Hilbig schnell Ersatz fanden. Anfang 2012 verlies Selina Herrero die Band dann wieder, um sich verstärkt auf ihre Schulausbildung zu konzentrieren. StarletMag traf die Band auf der Landesgartenschau in Nagold, kurz vor dem Ausstieg von Leo und befragte die drei Mädels zu Styling, Musik und ihren anstehenden Projekten.

28 StarletMag: Hallo Leo, hallo Gabby, hallo Ronja, ihr werdet ja häufig als die am „besten gekleideten Mädchen in eurer Branche“ bezeichnet. Ihr seht auch heute wieder blendend aus. Wie wichtig ist euch Mode und wie würdet Ihr euren eigenen Stil bezeichnen? Leo: Mode und Styling ist uns sehr wichtig. Wir machen vieles selbst, wie zum Beispiel unsere Kostüme. Diese entwerfen wir selbst und arbeiten dann später sehr eng mit der  Schneiderin  zusammen. Ronja: Mode und Styling gehören zum Lifestyle von Queensberry, denn Fashion ist ja immer auch eine Form von Ausdruck. Der eigene Stil ist in unserer Branche besonders wichtig. Styling, Haare und Make-Up gehören da natürlich  auch  dazu. Vor kurzem erschien eure aktuelle Single „Timeless“. Gibt es  eine  Botschaft  oder  Geschichte  hinter  dem  Song? Ronja: Die Botschaft ist einfach: Nimm’ dir Zeit in der du den Alltag nicht an dich ran lässt und deine Sorgen ausblendest. Nimm’ dir Zeit um einfach mal zu genießen und gib dir ein paar Minuten um einfach du selbst zu sein. Jeder braucht Zeit in der er sich selbst finden kann, Zeit nur für sich. Gabby: Dazu gibt es natürlich den passenden Sound. Es ist auf jeden Fall ein Partysong mit dem wir gute Laune verbreiten  möchten. Seit der Gründung von Queensberry gab es ja einige Veränderungen in der Besetzung. Mittlerweile seid ihr nur noch zu dritt. Ist der Job für euch dadurch stressiger geworden? Gabby: Nein, es ist nicht stressiger, im Gegenteil, es ist eigentlich entspannter geworden. Wenn wir uns jetzt mal

ein Badezimmer teilen müssen, dann eben nur noch zu dritt, was  für  uns  natürlich  eine  große  Zeitersparnis  bedeutet. Leo: Die komplette Organisation läuft einfach schneller, auf unsere Foto-Shootings hat das beispielsweise enorme Auswirkungen. Wir haben uns mittlerweile aber auch wirklich perfekt  aufeinander  eingespielt. Ronja: (lacht) Manchmal verstehen wir uns sogar ohne Worte,  das  kann  dann  fast  ein  bisschen  gruselig  sein. Queensberry ging im Jahr 2008 aus der Castingshow „Popstars“ hervor. Als ich mir damals die Show ansah, dachte ich oft: Den armen Mädels wird ganz schön viel abverlangt. Wirkt das für den Zuschauer nur so oder ist es wirklich so „hart“  wie  es  dargestellt  wird? Gabby: Die Zuschauer sehen im Fernsehen ja immer nur ein bis zwei Stunden, wir dagegen haben das über sechs Monate den ganzen Tag gemacht. Castingshows sind hart aber nichts was einen umbringt. Frei nach dem Spruch „was  dich  nicht  umbringt, macht  dich  stärker“. Leo: Das ganze Showbusiness ist kein Zuckerschlecken. Niemand wird sagen, dass es nach der Castingshow einfacher wird. Ganz im Gegenteil, es wird noch schwieriger und es kommen noch größere Hürden auf einen zu. Heute kann man sich natürlich darüber streiten, ob aus Castingshows wirklich Superstars hervorgehen. Aber vor ein paar Jahren, gerade als Queensberry entstanden ist, war das auf jeden Fall noch so. „Popstars“ war damals eine tolle Plattform  und  eine  tolle  Schule. Ronja: Wenn eine Castingshow einem nichts abverlangt, dann übersteht man auch das echte Showbusiness nicht. Eigentlich dient eine Castingshow ja dazu, dass man sich


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HochzeitSfotograf

aus der Masse hervorheben kann, man kann unter Beweis stellen, dass man singen kann und das Zeug hat, in der Branche zu überstehen. Natürlich haben Sympathien auch noch einen großen Anteil an der ganzen Sache. Doch es geht eben nicht nur darum süß auszusehen und ein Liedchen zu  trällern. Neben euren musikalischen Talenten, habt ihr auch schon eure Qualitäten als Synchronsprecherinnen in „Chipmunks 2 + 3“ unter Beweis gestellt. War es eine besondere Erfahrung,  den  „Chipettes“ eure  Stimmen  zu  leihen? Leo: Das war auf jeden Fall mal etwas anderes. Wir als Band entwickeln uns gerne in verschiedene Richtungen weiter und probieren alles gerne mal aus. Wir waren zum Beispiel auch bei „Holiday on Ice“ und haben dort schlittschuhfahrend gesungen. Daher hat uns das Synchronsprechen  natürlich  auch  wahnsinnig  viel  Spaß  gemacht.

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Im Februar 2009 wart ihr die Vorgruppe der „Pussycat Dolls“ bei deren Deutschlandtournee. War es ein besonderes Highlight  für  euch  gemeinsam  mit  den  Mädels  zu  touren? Ronja: Auf jeden Fall. Die „Pussycat Dolls“ sind eine Girlband zu der wir aufblicken, seit es sie gibt. Was die Mädels auf der Bühne leisten, das ist harte Arbeit, das ist Magie  und  das  ist  Performance  pur. Leo: Nicole Scherzinger ist eine Frau, zu der wir alle aufschauen. Deshalb war das Touren mit ihnen eine tolle Zeit. Wir konnten sehr viel lernen und uns viel für den Tour-Alltag abschauen. Zum Beispiel, wie man manche Probleme löst und mit manchen Dingen umgeht, denn die Pussycat Dolls haben ja wirklich ein straffes Programm, das ist nicht zu unterschätzen. Und das sie das alles leisten können, macht sie wirklich zu ganz tollen Frauen. Es macht uns deshalb sehr stolz, behaupten zu können, dass wir mit ihnen auf Tour waren. Gabby: Lady Gaga war damals übrigens auch im Vorprogramm der „Pussycat Dolls“. Während der Tour begann dann ihr internationaler Durchbruch. Sie und Nicole haben sich damals viel Zeit für uns genommen und haben sich unsere Shows angeschaut. Für uns war das natürlich toll. Lady Gaga ist nicht nur eine Puppe, die auf die Bühne steht, sie  kann  wirklich  singen  –  und  zwar  großartig. Welche Projekte stehen denn bei euch an? Worauf können sich  die  Queensberry-Fans  in  naher  Zukunft  freuen? Leo: Jetzt kommt erst einmal unsere neue Single „A Girl Like Me“ auf den Markt, dafür haben wir gerade das Video abgedreht. Wir haben Aufnahmen in der „Wüste“ gemacht, und es sind tolle Bilder entstanden. In Wirklichkeit waren wir dafür aber in einem stillgelegten Braunkohlebergwerk, ein sehr sandiger und einsamer Ort. Gabby: Und dann folgen natürlich viele weitere Auftritte und wir arbeiten an unseren Bühnenshows und unserer  Performance. Dann sind wir natürlich sehr gespannt auf das Video und euch vielen herzlichen Dank  für  das  Interview.

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