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25 Jahre Posaunenchor M端hldorf-Ampfing


Inhalt 3 4 12 14 20 22 23 24 25 27 30 34 37 38 40 42 44 46 48

Intro Grußworte Gedanken der Chorleiterin Chronik Andrea Klopfers Erinnerungen Canzona Quarta Tiefes Blech Die Jungbläser Die Probe der Jungbläser Die Notenbeschaffung Die Posaunenchorprobe Ein Katholik im Posaunenchor Das Posaunenchor-Logo Berggottesdienste Die Herkunft des Schnitzels Der Bundesposaunentag Leipzig ABC des Posaunenchors Die Mitglieder Bilderbögen

Impressum Redaktion: Heinz Müller, Armin Stark Layout: Fabian Stark, Armin Stark Druck: Lanzinger, Oberbergkirchen © 2009



Evangelischer Posaunenchor Mühlenstraße 6 84453 Mühldorf am Inn Telefon: 08631 6355 pfarramt@muehldorf-evangelisch.de www.muehldorf-evangelisch.de www.posaunenchor.muehldorf-evangelisch.de


Intro

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usik verbindet, nicht nur jung und alt, sondern auch evangelische und katholische Christen. Seit nunmehr 25 Jahren begleitet der Posaunenchor Mühldorf-Ampfing das evangelische Gemeinde­­leben in unserer Region - mal laut, mal leiser, mal beschwingt, mal meditativ. In etlichen Gottesdiensten, auf Gemeindefesten, Konfirmationen, ökumenischen Bergmessen, Benefiz- und Adventskonzerten, aber auch auf Weihnachtsmärkten oder im Rahmen der Mühldorfer Kulturtage zeigen der Posaunenchor sowie die Teilensembles Canzona Quarta und Tiefes Blech ihr buntes, musikalisches Spektrum. Mit dieser Festschrift möchten wir ein paar Eindrücke des Posaunenchorlebens wiedergeben und wünschen beim Lesen der Artikel und Betrachten der Bilder viel Freude!




Andreas Beneker, Pfarrer der Kirche Mühldorf

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ei dem unvergleichlichen Johann Sebastian Bach lesen wir folgende Bemerkung: „(Es soll) …wie aller Music, also auch des Genaral-Basses Finis und End-Ursache anders nicht, als nur zu Gottes Ehre und Recreation des Gemüths seyn. Wo dieses nicht in Acht genommen wird, da ists keine eigentliche Music, sondern ein teuflisch Geplerr und Geleyer.“ Dass Beides zusammengehört, die Musik zur Ehre Gottes, wie die Recreation des Gemüths, dafür ist unser Posaunenchor in den fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens der beste Beweis. In unzähligen Gottesdiensten, Empfängen und zu vielen Festen erfreute und erfreut er uns mit seinen Klängen. Dass der Ehre Gottes dabei nicht allein mit getragenen Intraden, sondern auch mit schwungvollen Swingklängen und Spirituals Genüge getan wird, haben wir von ihm längst lernen dürfen. Inzwischen ist der Posaunenchor Ampfing-Mühldorf, auch in seinen



unterschiedlichen Teilensembles, ein guter Botschafter weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus. Mit seiner ökumenischen Besetzung zeigt er, wie gut die unterschiedlichen Stimmen der Christenheit harmonieren können. Doch bevor es soweit ist, ist wie überall vor den Erfolg der Schweiß des Probens und Übens gesetzt. Hier nicht nachzulassen, ist ein Verdienst seiner einzelnen Mitglieder, wie der unermüdlichen Leitung, die nun schon seit langen Jahren Frau Christine Müller inne hat. Für all‘ dies Engagement und alles Musizieren sage ich im Namen unserer Kirchengemeinde ganz herzlichen Dank. Ich wünsche unserem Posaunenchor auf seinem Weg weiterhin immer einen guten Ansatz, Zusammenklang in der Musik und im Miteinander und in allem den Segen des drei­ einigen Gottes. Herzlichst Ihr Pfarrer Andreas Beneker


Der ehemalige Ampfinger Pfarrer Ulrich Burzinski

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o ein Jubiläum ist Grund zum Feiern und – vor allem- zum Danken! „Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN!“ Bewußt möchte ich dieses Bibelwort (Psalm 98, Vers 6) an den Anfang meines Grußwortes stellen. Zeigen diese Worte doch in großartiger Weise, welches der allererste Auftrag der Posaunen, Trompeten und aller weiteren Instrumente ist und immer sein soll: Mit ihrem Klang und Schall sollen sie GOTT loben und IHN feiern! Gott zur Ehre und uns Menschen zur Freude spielte „unser“ Posaunenchor stets! Jede/jeder, die/der ihn hört(e) wird dies gerne bestätigen und will ihn wiederum erleben! Wir Menschen werden durch Musik – diesem wunderbaren Geschenk Gottes! - aufgebaut: Sie tut uns gut, macht uns fröhlich und stärkt unseren Glauben! Zum Jubiläum gratuliere ich sehr herzlich! Ich bin gewiß, mit mir ist auch die Kirchengemeinde unserem guten Gott sehr dankbar, daß es diesen Posaunenchor gibt und daß mit der Arbeit des Chores ein wichtiges und klangvoll schönes Stück Verkündigung zum Lobe Gottes erzielt wird! Ein Jubiläum ist immer Anlaß

zu danken: Ganz persönlich dem Ehepaar Müller aus Zangberg für den Mut, mit mir gemeinsam den Chor vor einem Vierteljahrhundert gegründet zu haben und – vor allem – für ihren vorbildhaften Einsatz und ihre liebevolle Treue bis heute! Dank allen aktiven Bläserinnen und Bläsern für ihren Dienst, ihr Engagement, ihr Können und ihr frohes Miteinander. Mein Dank gilt auch allen ehemaligen Bläserinnen und Bläsern, die den Chor einst mitgetragen und mitgestaltet haben. Vergelt`s Gott! auch dem kürzlich verstorbenen ersten unermüdlich tüchtigen Chorleiter, Herrn Karl aus Zangberg. Dank den Pfarrerinnen und Pfarrern, die den Chor bis heute begleitet und unterstützt haben – den Kirchenvorständen für ihre Förderung – vor allem aber allen Gemeindegliedern, die den Jubilar „Evangelischer Posaunenchor Mühldorf-Ampfing“ mit Wertschätzung und Unterstützung begleitet haben und – darauf vertraue ich! - weiterhin dankbar begleiten werden! Alles zur Ehre und zum Lobe GOTTES! In Dankbarkeit wünsche ich „unserem“ Posaunenchor auch für die Zukunft nur Gottes reichen Segen.




Burkhard Schröder, Vertrauensmann des Kirchenvorstands

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ie geben uns ein Zeichen, dann fangen wir an zu spielen!“ Diese Worte von Frau Müller höre ich seit einigen Jahren, wenn ein Konfirmationsgottesdienst beginnt. Ich darf den Kirchenvorstand anführen, hinter uns die Konfirmanden-Betreuer, zum Schluss die Pfarrerin oder der Pfarrer mit den Konfirmanden. Ein Nicken von mir, Frau Müller hebt den Arm, der Posaunenchor beginnt zu spielen. Dieser Augenblick erzeugt bei mir jedesmal eine leichte Gänsehaut. Zu einem Festgottesdienst gibt es für mich nichts Festlicheres als die Klänge von Posaunen, Trompeten und Tuben. Gott sei Dank – die Kirchengemeinden in Mühldorf und Ampfing kennen solche Festgottesdienste. Und sie beschränken sich nicht auf die Einsegnungen junger Christen. 25 Jahre gibt es dieses Ensemble nun bereits und es wird wohl noch viele weitere Jahre bestehen. Denn die Mitglieder sind keineswegs um diese 25 Jahre älter geworden – ganz im Gegenteil! Die Jugendarbeit (auch



dank einzelner Mitspieler) hat einige frische Früchte hervorgebracht, die den Fortbestand des Chores garantieren. Aber nicht nur bei Gottesdiensten kann man die Instrumentalisten hören. Diverse Konzerte, nicht nur in Gotteshäusern, auch in verschiedenen Formationen, zeugen von einer Vielfalt, die sich sehen und hören lassen kann. Dies konnten erst vor kurzem die Gäste bei der Einführung der neuen Ampfinger Pfarrerin, Frau Gundi Krischock, erleben. Frau Renges-Hößl und Frau Müller wechselten nicht nur zwischen Posaunenchor und dem „Tiefen Blech“, sondern auch zwischen Gottesdienstraum und Empore, wo zudem die Orgel intoniert wurde. Im Namen der Kirchengemeinde Mühldorf, Ampfing, Schwindegg gratuliere ich „unserem“ Posaunenchor zum 25. Geburtstag, wünsche ihm Gottes Gutes Geleit durch noch viele Jubiläen, die er mit uns feiern kann, und uns noch viele Festgottesdienste für die Gänsehaut!


Der Landrat von Mühldorf, Georg Huber

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ell töne, Posaune des Heiles...“ heißt es im Exultet der Osterliturgie und zeigt, dass von Alters her Posaunen und Chöre zum Lobpreis und zur Ehrerbietung Gottes verwendet wurden. Das drückt sich auch in dem geistlichen Auftrag der Posaunenchöre in ganz Deutschland aus durch den Leitsatz: „Musizieren zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude“. Sie, sehr geehrte Mitglieder des Posaunenchores Mühldorf-Ampfing, führen diese Tradition seit 25 Jahren fort in unzähligen Konzerten, Messgestaltungen und Feierlichkeiten. Zu diesem besonderen Jubiläum darf ich Ihnen als Landrat ganz herzliche Glückwünsche übermitteln und Sie alle ermuntern, unseren Landkreis Mühldorf weiterhin mit

dieser schönen und festlichen Musik zu beschenken. Ihre gut eingespielte Besetzung ist ein Querschnitt durch alle Altersklassen und zeigt, welch generationenübergreifende und breit gefächerte Bildungsarbeit hier geleistet wird. Musik erhebt die Seele – in diesem Sinne findet sich der Posaunenchor Mühldorf-Ampfing seit 25 Jahren zusammen und ist in dieser Zeit nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich zusammengewachsen. Das ist gelebtes Christsein - das ist auch im Kleinen gelebte Ökumene. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude an Ihrem musikalischen und sozialen Engagement. Der Landkreis Mühldorf braucht Menschen wie Sie – und so darf ich Ihnen alles Gute wünschen und ein hervorragendes Gelingen Ihres Festkonzertes.




Mühldorfs Erster Bürgermeister Günther Knoblauch

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n diesem Jahr wird der Posaunenchor Mühldorf – Ampfing 25 Jahre alt. Damit blickt der Chor bereits auf ein Vierteljahrhundert des gemeinsamen Musizierens mit dem geistlichen Auftrag „zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude“ zurück. Zum Erntedankfest 1984 trat der Posaunenchor Ampfing-Mühldorf erstmals an die Öffentlichkeit. Er wurde von dem Ehepaar Christine und Heinz Müller gegründet. Damit ist er einer von im Dachverband „Evangelischer Posaunendienst in Deutschland“ organisierten - sage und schreibe - 7.000 Posaunenchöre. Deutschlandweit sind hier über 100.000 Bläserinnen und Bläser aktiv. Das zeigt deutlich, welche besondere Bedeutung den Posaunenchören zukommt. Dabei sind die Gelegenheiten, an denen der Posaunenchor das gesellschaftliche, kulturelle und kirchliche Leben bereichert, sehr vielfältig. Ob Gottesdienste, Gemeindefeste, Feierstunden oder viele andere Gelegen-



heiten: Der Posaunenchor Ampfing – Mühldorf ist äußerst populär bei seinem Publikum. Dabei ist das übergeordnete Ziel und der Auftrag des Posaunenchores ein Spirituelles: Mit den Blechblasinstrumenten, mit den Chorälen, Liedern und Musikstücken Gott zu loben. Die Bläserinnen und Bläser, ob Jung oder Alt bieten ebenso seit 25 Jahren einen Ort und eine Gemeinschaft wo die Freude an der Musik, dem Spielen des Blechblasinstrumentes und die missionarische Aufgabe im Mittelpunkt stehen. Ich bin stolz, dass der Posaunenchor Mühldorf - Ampfing schon seit 25 Jahren das kulturelle und kirchliche Leben unserer Heimatstadt bereichert. Dem Chor und allen Mitgliedern gelten zum Jubiläum die herzlichen Glückwünsche der Stadt wie auch meine persönliche Gratulation. Ich wünsche allen einen eindrucksvollen Jubiläumsfesttag und vor allem weiterhin viel Freude am Musizieren. Auf viele weitere gute Jahre!


Ampfings Erster Bürgermeister Ottmar Wimmer

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em evangelischen Posaunenchor Ampfing-Mühldorf gelten zum 25-jährigen Jubiläum meine Glückwünsche, in die ich auch die guten Wünsche des Gemeinderates und der Verwaltung mit einschließe. Der Posaunenchor ist die letzten Jahre konsequent den Weg des Erfolgs gegangen. Dabei hat er einen musikalischen Reifegrad erreicht, auf den alle stolz sein können. Letztendlich ist es aber ein Verdienst der unermüdlichen Chorleiterin, die es immer wieder schafft, ihre Truppe zusammenzuhalten und zusammenzuschweißen. Dies gilt insbesondere auch für die Bläser, die schon seit der Gründung des Chors dabei sind. Sie haben nicht nur in rosigen, sondern auch in schwierigen Zeiten den Zusammenhalt des Chores bestärkt und Zuversicht verbreitet. Beson-

ders schön ist, dass der Chor nicht nur eine reine Männerdomäne ist, sondern auch Frauen und Mädchen mitwirken. Als Bürgermeister freue ich mich ganz besonders darüber, dass der Posaunenchor auch für Jungbläser attraktiv ist. Die evangelische Kirchengemeinde und die Gemeinde selbst profitieren vom erfolgreichen Wirken. Ich danke dem Posaunenchor für die vielfältige Unterstützung und Bereicherung bei allen Veranstaltungen und Festlichkeiten der evangelischen Kirchengemeinde, sowie die Pflege und Bewahrung von Traditionen und verbinde dies mit der Hoffnung auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Den Chormitgliedern wünsche ich weiterhin viel Erfolg und Vergnügen beim gemeinsamen Musizieren.




Dieter Wendel, Posaunenwart für Bayern

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it Freude darf ich Ihnen und Euch in meiner Funktion als leitender Landesposaunenwart die Grüße des bayerischen Posaunenchorverbandes überbringen. Wo persönliches Engagement im Dienst am Nächsten praktiziert wird – dauerhaft und effektiv praktiziert wird – dort ist einer der wichtigsten Motoren unserer Kirche. Und das tun Posaunenchöre. Ihr Dienst ist die Umsetzung unseres christlichen Verkündigungsauftrags in strahlende Töne, hörbar, besonders gut hörbar immer wieder, vor allem auch außerhalb der Kirchenmauern. Tröstende, aufmunternde, begeisternde, beschwingende Töne sind es, die da von den Posaunenchören zu vernehmen sind. Äußerlich ist der dafür notwendige Zeitaufwand kaum wahrzunehmen. Tatsache ist aber, dass viel Freizeit

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für diese ehrenamtliche Arbeit investiert wird. Hunderte von Proben wurden absolviert, viele Kilometer gefahren und persönliche Energie eingesetzt, um das Chorleben lebendig zu gestalten und zu erhalten. Und das zur Freude und Begeisterung unzähliger Zuhörer. Posaunenchöre wirken jedoch nicht nur nach außen. Immer mehr stellen sie für ihre Mitglieder eine Gemeinschaft dar, die als Gruppierung innerhalb der Kirche u. a. einen Altersquerschnitt bietet, den man sonst kaum woanders findet. Ein junger Posaunenchor ist es, der hier seit 25 Jahren das Gemeinde­ leben mit Musik bereichert. Dass dies so bleibt und die kommenden Jahre und Jahrzehnte diese Arbeit zum Lob Gottes fortgeführt wird, das wünsche ich den Bläserinnen und Bläsern – und ganz besonders den Zuhörern!


Ulrike Ruf, Kantorin des Dekanats Traunstein

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u Ihrem 25-jährigen Posaunenchorjubiläum gratuliere ich Ihnen ganz herzlich. Sie haben eine musikalische Größe evangelischen Profils in Ihrem Umkreis geschaffen. Dies ist eine sehr beachtliche Leistung. Wir evangelischen Christen leben im katholischen Oberbayern in einer Diasporasituation, die musikalisch von den Blaskapellen geprägt ist. In diese musikalische Situation hinein einen evangelischen Posaunenchor zu gründen und über 25 Jahre zu erhal-

ten ist nicht selbstverständlich. Sie können deshalb sehr stolz auf sich sein. Ich wünsche Ihnen, ein weiterhin gutes Selbstbewusstsein sich musikalisch zu behaupten und immer wieder neue Mitbläser und Mitbläserinnen zu gewinnen. Der Kirchengemeinde wünsche ich viel Freude bei den weiteren Auftritten in Gottesdiensten und Konzerten ihres Posaunenchores. Ihnen allen eine fröhliche Feier mit einem schönen Konzert!

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Ge„Dank“en eines Gründungsmitgliedes, einer Bläserin und Chorleiterin

Lobet den Herrn mit Posaunen, Trompeten, Flügelhorn, Euphonium, Bariton und Tuba - Lobet den Herrn mit Blech

25 Jahre

ein Grund zu danken, zu feiern, zu für das Verständnis, ebenso allen Elmusizieren tern, welche ihre Kinder ermuntert, unterstützt, gefördert und gefahren 25 Jahre haben, damit sie bei uns mitspieheißt aber auch, Höhen und Tiefen len können und konnten. So ergab zu überstehen sich in den 25 Jahren ein wunderheißt Abschied nehmen von Blä- bares Konglomerat aus Alt und Jung, sern, Bläserinnen, Pfarrern und Di- männlich und weiblich, evangelisch rigenten und katholisch, Jungbläsern und Urgesteinen. 25 Jahre Ein besonderer Dank gilt Pfarrer in der Diaspora verlangt Zeit, Enga- Burzinski, der voll Tatendrang die gement, Freude am Mitgestalten von Gründung des Chores vorangetrieGottesdiensten und Messen, heißt ben, Instrumente und Notenmaterial ebenso, mit den unterschiedlichsten organisiert und uns moralisch unterGemeindepfarrern zusammen zu ar- stützt hat. beiten, welche die Bläserarbeit zum Ich danke auch meinen Mann Heinz Teil sehr schätzen und stolz auf „ih- Müller, der 25 Jahre das Fundament ren Posaunenchor“ sind, aber auch des Chores mit der Tuba darstellte die Meinung, die Bläser sind zu laut, und in den Jahren des Tiefpunktes kundgetan haben. Andererseits sind individuell mit Trompete oder Flübei Gemeindefesten und feierlichen gelhorn eingesprungen ist. So waren Anlässen im Freien wir Bläser ohne wir auch mit drei und vier Bläsern Verstärker und Elektronik schnell einsetzbar. parat, vielfältig einsetzbar und gerne Danke sage ich den Pfarrerinnen und gehört. Pfarrern, Organisten, Kirchenvertretern, Sekretärinnen und Mesnern ls Gründungsmitglied und und Gemeindemitgliedern, die unmittlerweile 19 Jahre Dirigen- sere Arbeit finanziell getragen und tin des Chores möchte ich auf unterstützt haben. diesem Wege meinen Dank an alle Unsere Posaunenarbeit darf nicht aktiven und ehemaligen Bläserinnen stehen bleiben. Mit dem vielfältigen und Bläser aussprechen für ihren un- Angebot zeitgenössischer Musik, den ermüdlichen und treuen Einsatz. heutigen Erkenntnissen über Ansatz, Auch allen Ehepartnern ein Dank Tongestaltung, Atemtechnik und

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Interpretationen, welche durch geschultes Personal des Posaunenverbandes vermittelt wird, können wir uns neben der „alten Musik“ auch an ungewohnte Klänge und Rhythmen wagen. Allerdings bedarf es dabei ein hohes Maß an Übung und Fleiß. Um ein gelungenes Klangbild zu schaffen, ist es zusätzliche Arbeit notwendig, die nicht immer allein von der Dirigentin getragen werden kann. Dafür danke ich meinen beiden Co-Dirigenten Angelika RengesHößl und Werner Becker, die mir in schwierigen Zeiten viel abgenommen, organisiert und den Chor auf einen neuen Weg gebracht haben. Wir wollen mit unserer Musik dazu beitragen, dass die Gemeinde angesprochen wird, wenn zum Lobe Gottes gespielt wird. Ich hoffe, dass unser Chor bald durch die fünf Jungbläser (von 8 Jahre bis 45 Jahre) verstärkt wird und die Chorarbeit weiterhin Spaß macht und Früchte trägt. Möge die gute Stimmung in der Probe trotz harter, konzentrierter Arbeit erhalten bleiben. Auch wenn uns im Herbst aus beruflichen Gründen Bläser wieder verlassen werden, so hoffe ich weiterhin mit unserem Chor schöne Musik machen zu können. Verlorengegangene „Schäflein“ sind uns immer herzlich willkommen. Auf diesem Wege allen ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für geleistete und weiterhin zu leistende Arbeit im Posaunenchor. Christine Müller

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Im Wandel Die Chronik des Posaunenchors

V.l.n.r: Das erste Konzert in der Ampfinger Friedhofskapelle, Nadine ist heute Chorleiterin,

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chlummern in einer Kirchengemeinde (Diaspora) ohne Posaunenchor aktive Bläser, sind vielleicht auch noch Instrumente in einer spinnenumwobenen Ecke und ein Pfarrer z. A., der sich dafür interessiert, so ist es unvermeidbar, dass der Neugründung eines Posaunenchores nichts mehr im Wege steht. Der Motor (3 Zylinder) für das Vorhaben bestand aus Christine und Heinz Müller, beide aus Chören in Nürnberg und München, sowie Pfarrer z. A. Burzinski in Ampfing. Mit zwei Trompeten lässt sich zwar auch

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Musik machen, aber ein Chor mit unterschiedlichen Instrumenten hat mehr Volumen. Also machte man sich auf die Suche nach weiteren „Alt-Bläsern“ und „Neu-Einsteigern“. Beides fand sich relativ leicht in Ampfing und Mühldorf. So konnte Heinz Tribbensee aus Ampfing (Trompete) als schon „fertiger“ Bläser gewonnen werden. Christian Weiß aus Mühldorf wurde von Christine an der Trompete und für die tiefe Stimme Rainer Himmelsbach von Heinz an der Posaune angeleitet und ausgebildet. Diese fünf


der Zeit

Platzkonzert nach dem Gottesdienst, Probe zu Hause, Gruppenbild 1996

Bläser und Pfarrer Burzinski gelten als Gründungsmitglieder des Posaunenchores Ampfing – Mühldorf. Am 17. Mai 1984 war es soweit, diese fünf Musiker trafen sich zu ihrer ersten gemeinsamen Probe in der Friedhofskapelle in Ampfing. Diese wurde uns Dank der guten Zusammenarbeit von Pfarrer Huber (katholische Kirchengemeinde) und Pfarrer Burzinski dankenswerterweise von der katholischen Kirche zur Verfügung gestellt. Unser Ziel war, den Gottesdienst an Erntedank durch zwei bis drei musikalische

Werke mitzugestalten. Für unsere beiden Jungbläser war es eine anstrengende Zeit. Die Werbetrommel wurde weiterhin kräftig gerührt und das mit Erfolg. Es gesellten sich zwei weitere Bläser aus der großen weiten Welt zu uns. Herr Lotz (Trompete) kam aus Argentinien zurück und Herr Klotz zog von Laupheim nach Mühldorf, er spielte Tenorhorn. So wurde der Chor an seinen Schwachstellen erheblich verstärkt. Im September zogen die Eltern von Christine nach Zangberg. Herr Karl

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Standkonzerte zu diversen Anlässen

hatte bis dahin den Posaunenchor in Nürnberg-Worzeldorf geleitet. Er übernahm den Dirigentenstab für den kleinen Chor. Am 30. September 1984 zu Erntedank war es soweit, „alte Hasen“ und „Jungbläser“ gaben ihr Debüt in der Friedhofskapelle zu Ampfing. Wir spielten zum Gottesdienst als Einleitung eine „Allemande“ von Samuel Scheidt und die Choräle „Nun danket all ...“ sowie „Alles ist an Gottes Segen“. Gemeinde und Pfarrer waren sehr angetan von unserem Spielen. Wir hatten uns gut geschlagen. Kleine Anekdote: Familie Weiß aus Mühldorf kam eine Stunde zu früh zum Gottesdienst. Sie hatten die Zeitumstellung auf Winterzeit vergessen. Mancher wird sich fragen, warum Friedhofskapelle, gibt es keine Kirche oder Jugendräume in Ampfing? Es gab keine Kirche, geschweige irgendwelche andere Räumlichkeiten zum Üben. Wir sind Diaspora. Als es in den Herbst hinein immer kälter wurde, durften wir in das katholische Gemeindehaus umziehen.

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Kleine Anekdote: An einem Probentag in der Friedhofskapelle hatten wir mal einen „stillen Zuhörer“. „Alle Jahre wieder ...“ so heißt es zum Advent. Auf Wunsch des evangelischen Kirchenvorstandes sollten wir doch zum 1. Advent in der Erlöserkirche spielen. Nun hieß es üben, üben und nochmals üben. Aus Mühldorf bot sich ein weiterer „alter Hase“ zum Mitspielen an. Herr Nieveler spielte Posaune und unterstützte Heinz im Bass. Der Chor wurde größer. Aber es kann nicht nur immer aufwärts gehen das merkten wir sehr schnell. Unsere „vier alten Hasen“ verließen uns aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen wieder. Wir ließen uns aber nicht unterkriegen und wirbelten fleißig die Werbetrommel. Zu Himmelfahrt (Gemeindefest in Mühldorf) bestand der Chor aus 3x2 Familienangehörigen, den Familien Weiß, Keller und Müller. An diesem Himmelfahrtstag muss uns ein guter Engel zugehört haben. Danach gab es viele Neuanmeldungen für unseren Chor.


Da die Gemeinde Mühldorf eine Diaspora ist, waren nicht nur evangelische, sondern auch katholische Jungen und Mädchen für den Chor begeistert. Die Zeichen der Ökumene wurde nicht nur durch die Chormitglieder gelebt, es wurden gemeinsame Konzerte mit dem katholische Kirchenchor Ampfing und dem Posaunenchor durchgeführt. Damals noch unter der Leitung von Herrn Karl. In der Glanzzeit hatte der Posaunenchor 25 Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Gemeindekreis und darüber hinaus, von Schwindegg bis Polling, sowie Egglkofen und Altötting. Die Aufgaben des Chores bestanden und bestehen nicht nur darin im Gottesdienst zu spielen. Zu Geburtstagen, im und vor dem Krankenhaus, Berg- und Waldgottesdienste und ein Konzert mit Streichern und Kirchenchor in der Erlöserkirche in Mühldorf unter der Leitung von Frau Angelika Renges-Hößl. Der Posaunenchor aus NürnbergWorzeldorf, woher Hr. Karl stammte, besuchte uns übers Wochenende. Gemeinsame Standkonzerte in Amp-

fing und Mühldorf standen auf dem Programm. Ein Gegenbesuch in Nürnberg war natürlich Pflicht. In der fränkischen Schweiz wurde die Tropfsteinhöhle in Pottenstein besucht. Am 21. Februar 1988 wurde das Gründungsmitglied Herr Pfarrer Burzinski nach München versetzt, er bekam dort seine eigene Pfarrstelle. Ebenso im Februar, aber 1990, übergab Herr Karl den Dirigentenstab an seine Tochter Christine weiter. Ein bis dahin einmaliges Erlebnis war für unsere jungen Musiker der Landesposaunentag 1991 in Nürnberg. Es war auch zugleich das 70-jährige Bestehen des Verbandes Evangelischer Posaunenchöre in Bayern. Zum Ausklang spielten circa 10000 Bläser anlässlich des Abschlussgottesdienstes im Frankenstadion zu Nürnberg. In den Jahren danach verließen viele junge Bläser aus beruflichen und schulischen Gründen den Chor. Wir schrumpften von ca. 25 auf 10 Bläser. Nun hieß es wieder kräftig die Werbetrommel rühren. Aber es war nicht mehr so einfach Nachwuchsbläser zu finden und auszubilden. Der Chor

Musik zum Gemeindefest, Geistliche Abendmusik in der Mühldorfer Erlöserkirche

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Erste zwei Bilder: Feier zum 10-jährigen, Canzona Quarta bei einer Vernissage in Mühldorf,

bestand jetzt weitgehendst aus älteren und erfahrenen Bläsern. Was auch sein Positives hat. So bildeten sich innerhalb des Chores zwei neue Bläsergruppen. Zum einen ist es die „Canzona Quarta“, aber mit fünf Musikern und das „Tiefe Blech“ mit vier Bläserinnen und Bläsern (Posaunen, Bariton und Tuba). Auch in der Chorleitung gab es einen kurzzeitugen Wechsel. In der Zeit von Juni 2001 bis Dezember 2002 übernahm Frau Dagmar Naumann die Leitung des Posaunenchores. 2006 gab es in Nürnberg wieder einen Landesposaunentag mit ca. 6000 Bläsern. Nachdem die meisten Bläser aus unserem Chor so ein Spektakel noch nicht mitgemacht hatten, organisierte unser Werner Becker Fahrt und die Unterbrin-

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gung bei der Bereitschaftspolizei. Alle waren begeistert. Der absolute Höhepunkt in der Geschichte des Posaunenchores war die Teilnahme am Bundesposaunentag in Leipzig vom 30. Mai bis 1.Juni 2008. Leider konnten (wollten) nicht alle Bläser aus unserem Chor daran teilnehmen. Auch hier wurde unsere Fahrt und die Unterkunft (Polizeigelände) unter bewährter Leitung (Werner Becker) gemanagt. Zur Abschlussfeier im Leipziger Fußballstadion fanden sich dann ca. 16.000 Bläserinnen und Bläser ein, um den Gottesdienst mit zu gestalten. Dies bedeutete dann auch den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde für Massenbläserei. Der Klang der Musik zeigte aber, dass Masse auch Klasse haben kann. Seit Juni 2008 vergrößert sich der


Die drei Gündungsmitglieder Christine, Heinz Müller und Pfarrer Burzinski

Chor wieder. Wir haben vier Anfänger (zwei Mädchen/zwei Jungs) in Ausbildung. Dabei ist zu erwähnen, dass ein Mädchen und ein Junge Konfirmanden waren und ihre Einsegnung am 3. Mai 2009 in Ampfing hatten. Drei dieser Jungbläser hatten auch schon zwei Auftritte in Gottesdiensten. Der erste war am Heiligen Abend 2008 und der zweite bei der Verabschiedung von Frau Pfarrerin Andrea Klopfer am 18. Januar 2009 in Ampfing. Unser Chor nimmt regelmäßig an Schulungen des Bezirkes München teil, da im Dekanat Traunstein aus Mangel an Posaunenchören (ein zweiter Posaunenchor ist in Freilassing/Ainring) keine Fortbildungen angeboten werden. Auf eine Aufzählung unserer man-

nigfaltigen Bläserdienste will ich hier verzichten. Im Bilderteil dieses Heftes mag man einen kleinen Querschnitt unserer musikalischen Aktivitäten wohl erkennen. Einen herzlichen Dank sage ich allen Bläserinnen und Bläsern für ihre Einsatzbereitschaft und Treue zum Chor sowie der Chorleiterin Chris­ tine Müller für ihr Durchhaltevermögen bei den Proben. Zu diesem Durchhalten bzw. Verlauf einer Probe, hat sich eine ehemalige Bläserin Gedanken gemacht. Sie sind auch in diesem Heft zu finden. Für die kommenden Jahre wünsche ich unserem Chor, jeder Bläserin und jedem Bläser, dass er mit Freude an der Weitergabe des musikalischen Reichtums unserer Kirche mitarbeiten möge. Heinz Müller

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Engelsposaunen Botschafter mit Pauken und Trompeten

Einweihungsgottesdienst der Ampfinger Immanuelkirche

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as für ein Glück, dass sich ein kleiner, neugieriger Engel eines Tages zu weit aus dem Himmelsfenster gelehnt hatte, als er schauen wollte, ob die Menschen auch wirklich die Posaunen der Engel hören können. ­ Schwupps fiel ihm seine Trompete aus der Hand und fiel den ganzen, weiten Weg auf die Erde hinunter. Natürlich war die Aufregung im Himmel groß, wie soll man so ein schweres Instrument wieder in den Himmel bekommen. Nach langem hin und her zwischen

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Gott, den anderen Engeln und dem kleinem Engel, der nicht richtig aufgepasst hatte, wurde beschlossen, dass der kleine Engel auf die Erde reisen soll, um den Menschen das Posaunenblasen beizubringen. Gesagt, getan und seitdem spielen nicht nur die Engel im Himmel, sondern auch wir Menschen zur Ehre Gottes Posaune, Trompete, Tuba und Horn. Mit dieser Geschichte habe ich 2004 die Predigt zum 20-jährigen Jubiläum begonnen. Und wahrlich: viel habt Ihr gespielt, geblasen, mit Eurer


Pfarrerin Klopfers letzte Anweisungen vor dem Festgottesdienst

Liebe zur Musik andere angesteckt und begeistert. Ich denke da an viele Konzerte zu Gunsten des Ampfinger Kirchenbaus, Euren musikalischen Einsatz bei der Grundsteinlegung im Regen, bei der Einweihung. Viele Gottesdienste – ganz normale Sonntagsgottesdienste, Familiengottesdienste, Konfirmationen, Erntedank-, Oster- und Weihnachtsgottesdienste und auch manche Beerdigung habt Ihr musikalisch gestaltet, bereichert, aufgepeppt. Überhaupt aufgepeppt – das ist mir in den letzten Jahren auf-

gefallen – Eure Freude daran, neues auszuprobieren, anderes einzustudieren (auch mal mit Pauke), in der Ökumene bei Mai- und Berggottesdiensten und an anderen Orten wie z.B. am Bunkerbogen oder vom Nagelschmiedturm Eure Instrumente erklingen zu lassen, Jugendliche zu gewinnen – fürs Blech und für Eure Gemeinschaft. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum 25-jährigen und vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit, Eure Andrea Klopfer

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Canzona Quarta

Ensemble des Posaunenchors spielt anspruchsvolle Werke

Canzona Quarta, v.l.n.r.: Christine, Angelika, Heinz, Gabriele und Werner

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eit mehreren Jahren treffen sich einige Bläser im Anschluß nach den Donnerstagsproben. Hier gab man zunächst dem Bedürfnis nach, den Abend mit weiteren Bläserstücken ausklingen zu lassen. Neue Kompositionen, Bearbeitungen oder auch Bläsersätze aus der vorhandenen Literatur wurden ausprobiert. Im Mittelpunkt stand dabei meist die Frage, welche Bläsersätze für den gesamten Posaunenchor spielbar waren. Es folgten spezielle Werke, die für kleines Ensemble zugeschnitten waren. So entwickelte sich natürlich der Wunsch, neu Erarbeitetes zu Gehör zu bringen. Zu den ersten Bläserstücken zählte unter anderem eine Komposition von Andrea Gabrieli. Dieses vierstimmige Werk „Canzona Quarta“ wurde der Namenspate für das neu entstandene Ensemble. Der erste Auftritt fand im Jahre 2005

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im Rahmen der Mühldorfer Kulturtage im historischen Haberkasten statt. Seit dieser Zeit spielt das Ensemble, zwischenzeitlich in etwas anderer Besetzung, zu verschiedenen Gelegenheiten. Einladungen außerhalb des Landkreises folgten. Eine Reise nach Hamburg-Ochsenwerder mit einem dortigen Konzert dürfte sicher zu den Höhepunkten dieses Ensembles gerechnet werden. Eine Einladung nach Coburg folgte und die Durchführung wird für das kommende Jahr in Angriff genommen. Auftritte in näherer Umgebung stehen jedoch im Vordergrund. Auf die würdige Gestaltung von Gottesdiensten und Gedenkfeiern wird besonders Wert gelegt, wobei eine traditionelle Maiandacht mit konzertantem Charakter alljährlich ein besonderer Höhepunkt darstellt. Angelika Hößl


Tiefes Blech

Wohlklang in tiefen Tönen mit Posaune, Bariton und Tuba

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in weiteres Ensemble entwikkelte sich aus Bläsern mit Instrumenten der tieferen Töne. Zu diesen zählen Tuba, Bariton und Posaunen. Diese Bläser trafen sich zunächst zu stimmenspezifischen Proben. Vom evangelischen Posaunenchorverband Bayern wurden Seminare für diese Instrumente angeboten. Durch die Teilnahme an diesen Fortbildungen, an denen sich unzählige „Tiefbläser“ aus Bayern trafen, wurde schnell die Liebe zu diesem besonderen Klang entdeckt. Neben der Erarbeitung neuer Literatur wurden Kontakte und Freundschaften geknüpft. Der Funke sprang auf die Mühldorf/Ampfinger Bläser über und so entstand ein neues Ensemble. Das „Tiefe Blech“ bereichert und ergänzt nun seit ca. 3 Jahren den Posaunenchor und tritt bei verschiedensten weltlichen und geistlichen Gelegenheiten an die Öffentlichkeit, wobei sich die Gruppe in besonderer Weise auch den Rhythmen Swing Tiefes Blech, v.l.n.r.: Werner, Verena, Angelika und Heinz und Pop angenommen hat. Durch das Engagement der Teilnehmer, Kontakte zu Bläsern außerhalb des Landkreises aufzubauen, konnte inzwischen das Interesse weiterer Blechbläser der tiefen Fraktion aus dem gesamten Dekanat geweckt werden. Gedankenaustausch sowie gemeinsame Proben auf Dekanatsebene haben bereits stattgefunden und befinden sich weiter im Aufbau. Angelika Hößl

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Die Jungbläser

Heinz Müller dirigiert die Jungbläser in der Ampfinger Immanuelkirche

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ie Jungbläser? Das sind wir: Jojo, Pauli, Karen, Jean-Philippe und Lisa. Wir üben jede Woche und das ist oftmals harte Arbeit. Seit Juni 2008 haben Karen, JP und ich mit dem Üben begonnen. Das Erlernen eines Instrumentes ist ein langer, anstrengender Weg. Aber in dem Moment der Aufführung hört man/frau, dass sich die Anstrengung gelohnt hat. Besonders, wenn man nachher hört wie: „Das

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war sehr schön gespielt“ oder „Für Ihr Alter war das toll“, denn wir sind gerade mal fünf Jugendliche im Alter von 11 – 14 Jahre. Auch wenn es gelegentlich Uneinigkeit gibt, so sind wir doch eine tolle Truppe. An dieser Stelle wollen wir uns natürlich auch bei unseren Lehrern, Herrn und Frau Müller und Frau Reichenspurner, bedanken. Alles in allem ist es toll hier, im Posaunenchor AmpfingMühldorf. Lisa Schaube


Friedrich Notenständer

Die Probe der Jungbläser aus der Sicht eines Notenständers

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allooo, …ich bin`s! …Oder obwohl... ist eigentlich eine ziemlich dämliche Aussage, schließlich kennt ihr mich ja nicht. Tja, dann werde ich mich wohl vorstellen müssen. Mein Name ist Friedrich, Friedrich Notenständer, und ich arbeite derzeit für den evangelischen Posaunenchor Ampfing-Mühldorf in der Abteilung der Jungbläser. In diesem kleinen Schriftstück hier möchte ich euch jetzt ein bisschen über meinen Arbeitsalltag erzählen, wobei Alltag eigentlich etwas übertrieben ist, schließlich proben DIE ja nur jeden Donnerstag. Als erstes sind meistens Karen und Lisa da, mit Nachname beide Schaube, sie sind nämlich Schwestern. Sie spielen knapp ein Jahr und bekommen deshalb noch Einzelunterricht. Bei besagtem Einzelunterricht darf ich mir dann erstmal eine Weile diverse Tonleitern, Atemübungen und irgendwelche Begleitstimmen von mir unbekannten Liedern anhören. Doch glücklicherweise währt

das nicht lange, denn bald kommen Jean-Philippe Prieur, Jojo und Paul Reichenspurner und es kann endlich mit der „richtigen“ Probe losgehen. Am Anfang stehen alle – angeblich soll man so ja besser atmen können – doch bald darauf fordert Paul das Recht ein, dass ihm seiner Meinung nach als „Mini-Tubist“ zusteht, und zieht einen Stuhl heran. Ich werde ein Stück heruntergeschraubt und Paul setzt sich hin. Höchstens ein paar Minuten später folgt auch Karen und die „Quietschenten“, ein Name, der während der Proben für Weihnachten entstanden ist, fangen an zu meckern. Wieso dürfen die „Gummibärchen“ immer sitzen? Das bisschen, was deren Instrumente wiegen, ist ja eigentlich kein richtiger Grund. An dieser Stelle muss erklärt werden, dass Jojo und Jean-Philippe Trompete, Lisa Flügelhorn, Karen Tenorhorn und Paul Euphonium oder „Mini-Tuba“ spielt. Von eben diesen Insrumenten leiten sich auch die Spitznamen ab, weil Paul und

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Karen eher tiefe und Jean-Philippe, Lisa und Jojo hohe Instrumente spielen. Irgendwann im Laufe der Probe fängt dann einer der Anwesenden an einem Ton zu spielen, der je nach Tonlage entweder nach Schiffhorn oder Elefant klingt und weiter Schiffe und Elefanten antworten. Mit der Zeit wird es immer lauter und ich wünsche mir Hände, um mir meine nicht vorhandenen Ohren zuzuhalten. Glücklicherweise wird der Lärm bald von dem jeweiligen Di-

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rigenten gestoppt. Entweder ist das die Mutter von Jojo und Paul, Frau Reichenspurner oder einer von den Müllers. Nach einer Stunde ist die Probe auch schon zu Ende. Jojo, Paul und Jean-Philip spielen im Anschluss noch im großen Chor, während Karen und Lisa nach Hause fahren. So, ich hoffe ihr habt jetzt einen kleinen Eindruck von mir und meinem Arbeitsplatz. Vielleicht sehen wir uns mal bei einem Konzert. Karen Schaube


Notenbeschaffung, eine Weltreise

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oten hat jeder Chor kiloweise. Eine sehr gute Bezugsquelle ist das Mutterhaus aller Posaunenchöre in Nürnberg. Unser kleiner Chor hat außerdem das Glück, mit Manfred Hößl, Berufs-Stiftsmusiker in Neumarkt-St. Veit, einen Arrangeur für viele unserer Lieder zu haben. In ein Musikgeschäft zu gehen um dort Noten zu kaufen, die jahrelang in verstaubten Regalen ihr Dasein fristen kann ja jeder. Nun gibt es dummerweise in den Musikgeschäften auch Tonträger, sogenannte CDs. In so einem Regal zu stöbern macht mehr Spaß, man braucht keine Noten lesen zu können, außerdem staubt es nicht so. Eines Tages bekam ich eine solche staubfreie Plastikscheibe in die Hand. Wie das so ist, erfreute ich mich an der Musik und plötzlich nach hunderten Stunden des Zuhörens stellte ich ganz spontan nach langer Überlegung fest, dass mir ein Titel besonders gut gefällt. Ich war davon so begeistert, dass ich meine Mitmenschen an meiner Freude teilhaben lassen musste. Das andauernde Gedudel ließ den Gedanken reifen, dass das Stück doch etwas für „unseren“ Chor sein könnte und vor meinem geistigen Auge... äh nein geistigen Ohr, hörte ich schon die Trompeten und Posaunen... traumhaft... Mit diesem Vorhaben begann nun meine Weltreise. Auf ging‘s erstmal ins Mutterhaus nach Nürnberg. Dort konnte man mir nicht helfen. Dann zu einem

bekannten Spezialgeschäft nach München. „Ja, ja, den Titel haben wir, aber nicht auf Lager, den müssen wir bestellen!“ Kein Problem bis zum Adventkonzert sind die Noten spätestens da. Der Verkäufer dachte wohl, ich wäre von der Silvesterfeier noch geschädigt, denn wer bestellt schon im Januar Adventlieder... Zwei Rückfragen und mehrere Telefonate waren es und im April war auch schon das bestellte Notenblatt eingetroffen. Voller Erwartung, der erste Blick auf das Notenbild. Aber Moment mal...was schreibt denn der für einen Schmarrn! Das ist doch eine ganz andere Melodie. Nein, das ist nicht „mein“ Lied. Falsch bestellt? Nein, Titel stimmt. Nochmal in den Listen nachgesehen; es gibt keine anderen Noten, nur dieses Stück. Ganz schön gefrustet und unzufrieden machte ich mich auf den Heimweg. Weiterrecherchieren ist angesagt. Und siehe da, ich werde fündig! Es gibt zwei Melodie-Versionen, eine englische und eine amerikanische. Ich bekam die falsche amerikanische aus Amerika. Also brauchte ich die richtige, die englische Version, wahrscheinlich aus England. Das wäre also geklärt. Mein Chor und ich waren gerettet. Nun brauchte ich nur noch die Bezugsquelle. Was war leichter, als bei einem der größten Musikverlage Deutschlands die Information zu holen, wo ich den Arrangeur dieses wunderbaren Liedes finden könnte? Ich wollte nur eine Adresse, oder einen Ort. In

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der Plattenfirma sprach ich zunächst mit einer Dame, die mich später mit ihrer polyphon-klingenden Stimme zu ihrem Chef weiter vermittelte. Den Direktor beglückwünschte ich, wie sehr er mit seinem modernen, autoritären Führungsstil seine Untergebenen im Griff hat. Denn die polyphone Stimme hatte mir erklärt, dass sie aus Datenschutzgründen keine Auskünfte geben dürfte; wie ich überhaupt dazu komme, sie einfach so anzurufen und überhaupt wäre meine Frage unerwünscht, es könnte ja jeder daherkommen, außerdem habe sie sich einen frischen Fingernagel abgebrochen nur weil ich angerufen habe... Ich fing also wieder von vorn an und fand den entscheidenden Hinweis: Der Arrangeur der englischen Fassung ist ein Engländer und wohnt auch dort und hat sogar Internet. Sofort ans Werk und ich habe mich gleich erst mal nach seinem Wohlbefinden erkundigt. Ihm ginge es gut meinte er und bedankte sich der Nachfrage. Ihn würde es aber schon interessieren, was ich von ihm wolle, denn er würde mich nicht kennen. „Der lernt mich schon kennen“, dachte ich und lobte seine Arbeit so gut es mein Schulenglisch her gab. Ich wollte natürlich nicht mit der Tür ins Haus fallen und schickte ihm

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die Adresse unserer PosaunenchorHomepage. Er sagte dann, dass er sich dunkel an das besagte Stück erinnern könne und er auch tatsächlich der Bearbeiter war. Das sei aber schon so lange her und er hätte kein Exemplar mehr. Außerdem wären die Rechte an ein, nein, an DAS Blechbläserensemble, nämlich Canadian Brass, abgegeben worden. Ich fühlte mich richtig gut. Ich gratulierte ihm, dass er mit mir zusammenarbeiten durfte... scheinbar ging es ihm finanziell schlecht, denn er bot mir an, mein Stück für uns nochmals zu bearbeiten, zwar etwas abgewandelt, aber doch in dieser für mich so einmaligen Art. Natürlich würden ein paar englische Pfund notwendig sein, um sein musikalisches Denken anzustoßen. Geld spiele keine Rolle schrieb ich ihm und erwähnte, dass wir das Kirchendach renovieren müssten und eigentlich kaum finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Ich drückte nach erfolgter Übersetzung den Sendeknopf... Das wars dann. Ob es an meinem Englisch lag oder der Hinweis auf seinen möglichen Gagenverlust, kann ich nicht sagen. Bis heute hörte ich nichts mehr von ihm. Ich denke, er bearbeitet noch „mein“ Stück und ist so in seine Arbeit vertieft, dass er glatt vergessen hat mir zu antworten. Oder aber er


dachte sich... aber nein, das glaube ich nun doch nicht. Jedenfalls brachte er mich auf die entscheidende Spur: Canadian Brass! Wieder ins Internet und schon war ich auch auf der internationalen Einkaufsmeile des berühmten Ensembles. Alles gab es dort zu kaufen, wirklich alles, angefangen von Instrumenten über CDs und T-Shirts in allen Farben bis hin zum vollautomatischen Canadian-Brass-Kugelschreiber. Und Noten über Noten und nochmals Noten. Nur nicht MEIN Stück. Es war wirklich zum Verzweifeln, in Kanada bewunderten die Touristen den Indian Summer und bei uns war es September geworden. Endlich fand ich einen Namen, ja einen echten Namen hinter dem sich auch ein echter Mensch und nicht nur eine Telefonschleife verbarg. Dieser Mann war nun MEIN Mitarbeiter und ich nahm ihn kurzerhand in unseren Chor auf. Stolz war ich, denn welcher Chor hat eine Zweigstelle in Kanada? Den Engländer hatte ich ja fristlos gekündigt. Jedenfalls kramte mir mein kanadischer Mitarbeiter die englischen Noten aus dem Keller, versprach mir dieses Päckchen auch gleich zur Post zu geben, ich müsste nur noch bezahlen. Bezahlen, ja schon, aber wie? Per Kreditkarte natürlich. Natürlich, klar, hat doch

jeder. Nur ich nicht. Also zur Bank, Plastikgeld besorgt und dann endlich konnte der internationale Geldtransfer gestartet werden. Es war wunderbar, den Weg meiner Noten im Internet verfolgen zu können... aber tagelang lagen sie an der gleichen Stelle und ich wurde nervös, denn es war zwischenzeitlich Oktober. Dann war Weihnachten...nein, Weihnachten und Geburtstag zusammen!: Ich hielt den Schatz, die 8 Seiten in den Händen. Super, grandios, genau DAS Lied, MEIN Lied. Ich war ein Held. Nur noch etwas durch unseren Sankt Veiter Stifts-Musikus bearbeiten lassen, und dann ein paar Proben... naja, es waren doch ein paar längere Proben, aber wir schafften es. Und es wurde zu unserem Adventkonzert am 7. Dezember 2008 aufgeführt. Ich habe nur positive Stimmen und schöne Töne gehört, auch von unsererm Chor und ich freute mich, dass das Stück beinah so geklungen hat, als hätten wir Canadian Brass in unserer Kirche gehabt. Beinah klang es so und wenn ich ehrlich bin, viel viel schöner. Welches Stück das nun war? Nun. Ein paar Tips könnte ich schon geben, aber kommt lieber in unsere Adventkonzerte, vielleicht spielen wir es ja wieder einmal... Werner Becker

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Den richtigen Ton finden Nach dem Konzert ist vor dem Konzert die wöchentliche Probe des Chors Was is’n des für’n Stück...

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...morgen schreib ich ’ne Ex, grad extra

1 und 2 und 3 und...

tress auf der Arbeit, ...mit den Schülern, ...mit den Lehrern, ...Kindergeschrei, ...der Hund muss noch Gassi, ...Bügelwäsche wartet, ...einkaufen, ...schnell noch was essen, ...Auto muss in die Werkstatt... Der Blick zur Uhr: 18.15! „Ist heute nicht Donnerstag? - Posaunenchorprobe! Auch das noch. - Hab ich überhaupt Lust? Warum tue ich mir das an?“

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...wie geht des „des“...egal... vorbei...

So mag mancher von uns am Donnerstag denken und trotzdem... Punkt 18.30 Uhr sind die Musiker im Gemeindehaus versammelt. – die Hälfte!! Christine blickt in die kleine runde, 2 Bässe, 2 Tenöre, 1 Trompete, „Na gut, dann fangen wir mal an“ 18.40 - 18.50 Uhr: Eintreffen der restlichen Spieler. Christine hat es längst aufgegeben sich zu ärgern. Man könnte fast be-

Wo bleibt des „des“....


...jetzt kann der seine Stimme noch nicht...

Hmmm... Könnt jetz ’n Schnitzl vertragen

D`Kettnsäg’ g’hört auch g’schliffen...

Desmoi sog i no nix, aba vielleicht näxte Prob’

Hilfe mein Ohr...

...wo muß ich spiel’n??

haupten, sie lächele bei jedem, der doch noch kommt. Je später, desto mehr. Sie erträgt geduldig alle Erklärungen und Entschuldigungen - und die Gegenkommentare der schon Anwesenden. Nun, dann geht‘s noch mal von vorne los mit dem Übungsprogramm. Jetzt wird konzentriert gearbeitet. Und jedes Mal wieder geschehen Wunder: Aus einem anfänglichen Gequietsche, Gedröhne, Missklän-

gen, Tempomix und Wassergeblubber... entsteht ein Lied. Nach mehrmaligem Üben, Beachtung der Vorzeichen, Kontrolle (spielen alle das gleiche Stück?) und der ewigen Diskussion, ob jetzt mit oder ohne Vorspiel gespielt wird kommen wir gemeinsam dem Ziel näher. Wollen sich einige Töne nicht einprägen, hilft Christine mit Vorsingen. Ihr immer gleicher Text lautet dabei. „da, da, da, di, da, da oder: di,

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...zwei Esslöffel Öl, eine Prise Salz, dann Mehl langsam unterheben... ääh wo simma?

di, da, di, da, da“. Nachdem es sich jetzt so gut anhört, sind alle wieder motiviert und eifrig bei der Sache. 20.05 Uhr: Letzte Gelegenheit für alle, die die Probe pünktlich verlassen müssen. Danach wird meist beschlossen, die Probe zu verlängern. Dann wird gepustet, was die Instrumente halten. Es entwickelt sich immer mehr zum Wunschkonzert. Alte Stücke werden ausgegraben, neue Stücke ausprobiert. Manches wird

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...nur noch zwei Takte, ich muß in 2 Minuten ja in Polling sein

verworfen, anderes wird als so toll eingestuft, dass es zum Lied für die eigene Beerdigung favorisiert wird. Stunden später... Das „Blow-out-Syndrom“ macht sich breit. Fransige Lippen, Hunger und Durst sind die Symptome. Die Therapie: „Essen und Trinken und freundliche Gespräche“ (fast Dr. Martin Luther)

Gabriele Sax


Die Proben des Posaunenchors - Impressionen

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Gibt es evangelische oder katholische Musik? Was einen katholischen Theologen bewegt, beim evangelischen Posaunenchor mitzuspielen

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mmer wieder werde ich gefragt, wie ich als katholischer Theo­ loge zum evangelischen Posaunenchor komme. Ganz einfach: Ich habe schon als Jugendlicher im evangelischen Posaunenchor Miesbach-Schliersee zunächst Trompete und dann Posaune spielen gelernt. Das hat mir immer Spaß gemacht. Ich war zu Hause Oberministrant in meiner katholischen Heimatpfarrei und bei den „Evangelischen“ spielte ich im Posaunenchor mit. Am interessantesten war das immer am Reformationsfest und an Allerheiligen: damals gab es auf beiden Seiten durchaus noch Predigten gegen die jeweils andere Konfession. Für mich war das nie so richtig einsichtig, es wurde das gleiche Glaubensbekenntnis gesprochen und das Vaterunser gebetet. Natürlich: der Pfarrer sah anders aus, war anders gekleidet. Mit dem Studium kam dann die Zeit, wo ich nicht mehr mitspielen konnte, weil ich nicht mehr zu Hause war. Meine Posaune – Baujahr 1939, ziemlich verbeult – habe ich abgegeben. Sie gehörte dem Chor. Aber – trotz schmaler Finanzen als Student – kaufte ich mir eine gebrauchte Posaune. Nur das Spielen so ganz für

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mich allein machte keinen Spaß. So landete das Instrument erst mal in der Abstellkammer. Erst als mein ältester Sohn Trompete lernen wollte, erfuhr meine Frau, dass der Mühldorfer Posaunenchor mit einer Anfängergruppe beginnt. Und sie erzählte der Chorleiterin Christine Müller, dass ihr Mann Posaune spielen kann. Da war ich schon „verkauft“. Nach anfänglichen Bedenken, ob ich das zeitlich mit meinen vielen Abend- und Wochenendterminen schaffe, begann ich dann mit den Proben. Und siehe da, eine 16jährige Pause war von der Spieltechnik her schnell vergessen. Und das Blasen im Chor zur Ehre Gottes macht mir nach wie vor große Freude. Und die Termine? Da lässt sich vieles organisieren. Soviel zum Anekdotenhaften. Gibt es nun aber Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Musik? Ich möchte es am ersten Lied festmachen, das ich als Jugendlicher im Posaunenchor mitblasen durfte: „Nun danket alle Gott, mit Herzen Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an, unzählig viel zu gut bis hierher


Maiandacht in Kirchisen mit Canzona Quarta

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Nach der Maiandacht: Abendstimmung in Kirchisen

hat getan.“ Dieses Lied – aus der Feder des protestantischen Theologen Martin Rinckart, geschrieben zur Hundertjahrfeier des Augsburger Bekenntnisses – drückt für mich in tiefster Weise aus, was den christlichen Glauben ausmacht: das Vertrauen auf den liebenden Gott und Vater, der es gut mit uns Menschen meint. Da gibt es kein „katholisch“ oder „evangelisch“, da gibt es nur ein „christlich“! Dieses Lied – mir zum Lieblingslied geworden hat zu meiner großen Freude in den 70erJahren Eingang ins katholische „Gotteslob“ gefunden. Inzwischen merke ich, dass es in den katholischen Gottesdiensten weit mehr beheimatet ist als in den evangelischen. Ich weiß als Theologe sehr wohl, dass es noch große Hindernisse auf dem Weg der Kirchen zueinander gibt – vor allem bzw. eigentlich nur in der Amtsfrage.

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Schmerzlich ist für mich dabei immer wieder die fehlende Abendmahlsgemeinschaft, die es mir verbietet, am Abendmahl teilzuhaben. Aber ich hoffe auf viele kleine Gelegenheiten, das eine oder andere voneinander zu übernehmen, wie es mit diesem Lied geschehen ist. Eine meiner großen Fragen und Hoffnungen: Gibt es die Wiedervereinigung im Glauben? Mein Kirchengeschichtsprofessor pflegte zu sagen: „Sie müssen in der Kirche in Jahrhunderten denken.“ Ich hoffe das nicht. Dazu fehlt mir die Geduld, denn ich möchte es noch erleben. Ich hoffe, das gemeinsame Musizieren zur Ehre Gottes – ob bei der evangelischen Konfirmation oder bei der katholischen Bergmesse – leisten dazu einen entscheidenden Beitrag!

Stefan Durner


Der Weg zum Logo E

ine schwungvolle Pinselbewegung mit einigen Kleck­ sen, und schon war es fertig, das neue Logo des Posaunenchors Mühldorf-Ampfing. Was sich so simpel anhört, war jedoch in Wirklichkeit doch nicht so einfach. Ein Notenschlüssel, aber nicht irgendeiner, sondern ein ganz besonderer, das musste es sein. Also hat unser Werner Becker seine Schwester Ute Behrendt aus Hamburg gebeten mit ihrer künstlerischen Ader und „kalligrafischen Feder“ ein Logo zu entwerfen. Unter den kritischen Blicken ihres Bruders stürzte sie sich an die Arbeit und brachte mittels eines Holzspans und Tusche mit „swingenden“ Bewegungen über zweihundert Kunstwerke zu Papier. Jedes für sich ein Unikat. Doch der Violinschlüssel mit den Klecksen, der hatte doch eine besondere „Note“.

Und in der Tat, das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird auch oft gesehen. Auf unserer Internetseite als kleines Wasserzeichen in jedem Bild, auf Plakaten auf Litfasssäulen und Flyern zu Veranstaltungen. Kurzum überall alles, was in Zusammenhang mit unserem Posaunenchor steht, ist am Notenschlüssel sofort erkennbar, echte „corporate identity“. Als Dankeschön für das gelungene Logo gab es ein kleines Konzert mit „Canzona quarta“ in Ochsenwerder. Zum 25. Jubiläum des Posaunenchors hat im Übrigen ein Grafiker aus Werners Familie den Violinschlüssel noch mit einem Bassschlüssel und dem Jubeljahr ergänzt. Einen richtigen Stempel zur Kennzeichnung unserer Notenhefte haben wir allerdings immer noch nicht, obwohl der alte doch schon längst ausgedient hat... Armin Stark

Altes Logo (r.o.) sowie neuer swingender Notenschlüssel (l.u.) des Posaunenchors

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Ein Himmel voller Blech

Musikalischer Hochgenuss – Gottesdienst auf dem Berggipfel

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lötzlich waren sie wie weggeblasen, die Wolken am Himmel des Hochfelln im Chiemgau, und ein starkes Gänsehautgefühl überkommt den einen oder anderen, als die ersten Sonnenstrahlen den Berggipfel berühren und die Sicht auf den Chiemsee freigegeben wird. Hollywood könnte es nicht besser inszenieren. Nein, es handelt sich nicht um einen Kinofilm, sondern um einen Berggottesdienst, den der evangelische Posaunenchor Mühldorf-Ampfing an unterschiedlichen Gipfeln des bayerischen Berge jedes Jahr im September mitgestaltet,

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in der letzten Zeit zusammen mit der katholischen Gemeinde Polling. Kräftige Posaunen, Trompeten und Tuben vertreiben mit den ersten Tönen auch noch die letzten dunklen Wolken zu Beginn des Berggottesdienstes unter des Gipfelkreuzes auf dem Hochfelln. Und die „Inszenierung“ ist jedes mal anders. Die Ausstattung minimalistisch: ein Tisch, eine weiße Tischdecke und ein einfaches Kreuz für den Altar, gelegentlich Bänke von der Berghütte für die Besucher. Gigantisch ist hingegen die Natur, das Bergpanorama. Jedes Jahr ist es ein einmaliges Ge-


fühl, mitten in der Natur bei klarer Luft, inmitten saftiger Almwiesen, umgeben von der grandiosen Bergwelt „Großer Gott wir loben dich“ und „Geh aus mein Herz und suche Freud“ zu blasen. Man braucht kein Himmel voller Geigen, nein, ein Himmel voller Blech genügt auch, um glücklich und dankbar zu sein. Zahlreiche Besucher, Familien mit Kindern und auch viele zufällig vorbeikommende Wanderer genießen die Klänge und lauschen den Worten der Predigt. „Auf dem Berg finden ganz andere Begegnungen mit den Menschen statt als bei einem

herkömmlichen Gottesdienst in einer Kirche“, so meint ein Besucher. Man ist dem Himmel - im wahrsten Sinne des Wortes – ein Stück näher und Gott ganz nahe. Die Atmosphäre ist viel lockerer, trotzdem feierlich und würdig. Nach dem Gottesdienst packt der Pfarrer seinen Talar in den Rucksack und begibt sich mit einigen Besuchern auf einen der vielen Wanderwege talabwärts. Wir vom Posaunenchor gönnen uns noch eine kräftige Brotzeit und eine Maß Bier für unsere trocken gespielte Kehlen, bevor wir mit unseren Instrumenten mit der Gondelbahn ins Tal fahren. Armin Stark

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Schnitzeltester im Voralpenland Ein - nicht immer - wörtlich zu nehmender Reisebericht

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ir begleiten jedes Jahr eine Bergmesse für die Pfarrgemeinde Polling. Tags zuvor wird schon – soweit möglich – mit der ganzen Familie angereist und eine kleine Wanderung gemacht. Abends gibt es eine Serenade, die bis weit in die Nacht hinein „nachbereitet“ wird. Es ist immer sehr lustig bei diesen Ausflügen, manchmal aber auch etwas nachdenklich... So war es einmal in der Nähe von Grassau. Unsere Serenade zog sich bis zur Dunkelheit und nach dem letzten Ton stolperten wir mit Taschenlampen ausgerüstet eine Stunde den Weg zu unseren Fahrzeugen hinunter ins Tal. Ein plötzlich auftretender Kreisverkehr stellte höchste Anforderungen an den Orientierungssinn. An Bord befand sich eine Handvoll lustiger Navigationsgeräte, von denen jedes eine andere Ausfahrt für die Richtige hielt. Schließlich gelang es dem Autolenker doch noch dem kreiselnden Labyrinth zu entkommen. Der anstrengende Ausflug, die hochalpine Wanderung, die Serena-

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de und das dauernde „Im-Kreis-Fah­ ren“ forderten ihren Preis: Hunger, Durst und Entkräftung. Alles kein Problem, dachten wir und fragten den Wirt nach einem Abendessen. Die Küche war schon blitzblank geputzt und schmunzelnd fragte er uns, ob wir noch etwas essen möchten. Diese Frage war nicht ungewöhnlich, auch nicht die freundliche Art. Aber während er uns antwortete, hielt er eine Katze auf dem Arm und streichelte sie. Wir bestellten etwas zu Essen, was auch prompt und mit der gewohnten Freundlichkeit serviert wurde. Alle hatten sich etwas anderes bestellt, Armin ließ sich als Schnitzeltester auf keine Kompromisse ein und bestellte wie gewohnt SEIN Schnitzel. Trotz der fortgeschrittenen Stunde hatten wir reichlich Gesprächsstoff und fielen gut gelaunt, satt und müde in unsere Betten. Am nächsten Morgen erkundigte sich unser Wirt, freundlich wie immer, aber ohne Katze auf dem Arm, nach unserm Wohlbefinden. Besonders nahm er


unseren Armin ins Verhör, der als Schnitzeltester weit und breit bekannt ist. Irgendetwas lag in der Luft. Wir trauten uns auch nur noch zu flüstern. Ein unheimlicher Verdacht machte die ausgelassene Stimmung vom Vorabend kaputt. Fast mitleidig fragten wir Armin, warum der Wirt so Interesse an seinem Essen gefunden hatte und ob ihm gar bei seinem Testessen etwas besonderes aufgefallen sei. Er konnte sich auf die­se Anteilnahme auch keinen Reim machen. Keiner traute sich mehr ein Wort zu sagen und Hochspannung lag in der Luft. Als wir in sicherem Abstand zu unserem Domizil waren, fragte endlich jemand, was Armin am Abend gegessen habe. Arglos sagte er: Salat, Pommes und natürlich sein gewohntes Schnitzel; das Menü hieß „Tom und Jerry“... Für uns war nun der Fall klar, wir nickten mitleidig. Armin war schockiert und ihm wurde schlagartig schlecht, denn keiner von uns hatte die Katze jemals wieder gesehen...

Werner Becker

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Mühldorfer blasen Weltrekord

Beim Bundesposaunentag 2008 in Leipzig

Hochsommerhitze auf dem Leipziger Augustusplatz

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er Posaunenchor Mühldorf-Ampfing ist zusammen mit anderen evangelischen Posaunenchören Deutschlands im Guinnessbuch der Rekorde zu finden. Gemeinsam mit gut 19.000 Blechbläsern fand am 1. Juni 2008 im Rahmen des Bundesposaunentags im Leipziger Zentralstadion unter dem Motto „OhrenBlickmal“ das größte Bläserkonzert aller Zeiten statt. Der bisherige Rekord liegt bei weniger als 300 Bläsern. Nach einer Festpredigt von Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche, spielten die aus ganz Deutschland angereisten Bläser aus mehr als 2000

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Chören die eigens für diesen FernsehAbschlussgottesdienst komponierten Stücke und verwandelten das Stadion so zu einem großen Kessel aus angenehmen Klängen. Wie riesige Glokken hallten einige Kompositionen durch das Stadion. Den Abschluss bildeten unzählige „Laolas“ aus Messing, die durch die vollbesetzten Ränge schwangen und von kräftig klingenden Akkorden begleitet wurden. Nicht nur zahlreiche Gäste bekamen davon Gänsehaut. Man spürte richtig, wie sehr dieses einmalige Ereignis die vielen Musiker und Zuhörer zu einer Familie werden ließ. Ein Tag zuvor war bei sonnigem Wetter


Die Mühldorfer Bläser bei der Eröffnung des Abschlussgottesdiensts im Leipziger Zentralstadion

eine umfangreiche Stadtführung angesagt. Natürlich durfte das Symbol der friedlichen Revolution, die geschichtsträchtige Nikolaikirche, und die Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und Heimat des Thomanerchors, die Thomaskirche, nicht fehlen. Am Augustusplatz traf man sich ab Mittag zu Gemeinschaftsveranstaltungen mit den anderen Posaunenchören. Beeindruckend war der riesige, goldglänzende Instrumententeppich zwischen Gewandhaus und Oper. Trotz der Hitze und der beeindruckenden Menschenmenge hat es Spaß gemacht mit so vielen Bläsern zu musizieren. Am Abend

stand noch ein „Mitmach-Konzert“ für das Tiefe Blech auf dem Programm. Untergebracht waren wir im Gästehaus der Bereitschaftspolizei. Uns stand ein Teil eines Stockwerkes mit einem großen Speiseraum zur Verfügung. Von dort aus waren sämtliche Veranstaltungsorte in Leipzig mit Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar. Leipzig präsentierte sich an diesem Wochenende als ausgezeichneter Gastgeber und stellte in Aussicht auch in Zukunft wieder einen glänzenden Bundesposaunentag auszurichten.

Armin Stark

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Das ABC des Posaunenchors

Die gefragtesten Vokabeln aus 25 Jahren

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nfang, Adventskonzert, Arbeit, Ausbildung, Anblasen, Alphorn, Akkord, Ansatz, Atmung, Ausflug, Alptraum urzinski, Bergmesse, Bläsereinsatz, Beneker, Bläserfortbildung, Barriton, Blechmusik, Bass, Blastechnik, Büroklammer in der Trompete, Bundesposaunentag horleiterwechsel, Christmette, Christkindlmarkt, Choral, Canzona, Chor irigieren, Doppelchor, Durchhalten, Durst, da da - Indiana Jones, Dommel-Beneker rnte Dank Fest, Einblasen, Erarbeiten, Eberius, Empore, Einsatz, Euphonium lügelhorn, Fuge, Fest, Fanfare, Fortfahren, Florian, Forte ottesdienst, Gemeindefest, Gastbläser, Georg, Geburtstagsständchen, Gesang, Gemeindehaus, Gefängnisgottesdienst äublein, Horn, Himmelfahrt, Husten, Heimspiel, Heuchler, Herzklopfen, Hampeln, Hora Dezima ntrade, Interesse, Indianer kennt keinen Schmerz, Instrumente, Igitt, Immanuelkirche, Illusionen ubiläum, Jungbläser, Jojo, Japsen nach Luft, Jäger – Bläserlatein lopfer, Konfirmation, Kirche, Kirchenvorstand, Kirchisen, Kultur der Stille, Kabarett, Kirchenbus

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C D E F G

H I J K 44


L M

eipzig, Lob Gott, Laudate, Lustig und Listig, Landesposaunentag in Nürnberg undstück (vergessen), Musik, Miteinander, Mitarbeiterabend, Maiandacht, Mozart, Mördertrompeter otenschlüssel, Notenständer, Notenmaterial, Notebook rgel, Ostern, Oberstimme, Ökumene, Oldies osaune, Pizzaessen, Pauken, Posaunenverband, Probe, Plakate, Pastoralreferent, Pfarrer, Probensamstag, Piano uodlibet, Quinte, Quartett, Quas­ te, Quatsch, Querdenker eden, Ragtime, Rhythmus, Russischer Zupfkuchen timmung bei Instrumenten und Bläser, Suche nach Tönen und Bläsern, Spirituales, Schöne Töne, Schnaps nach mancher Probe, String Tanga, Schlagzeug, Swing, Schenkeldruck, Seitenhiebe rompete, Tuba, Tenorhorn, Takt, Treue, Turmblasen, Tiefes Blech, Tenor, Terror, Terz, Trom-Peter nterricht, Unterstimmen, Üben, Unruhe orzeichen, Vorspiel

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eihnachten, Weihnachtslieder, Weltgebetstag, Witz, Wolldecke -beliebig vonne, Yellow Submarine, Yangster ugehörigkeit, Zusammenspiel, Zweite Stimme, Zapfig kalt, Zusammenhalt, Zur Sau machen, Zappelphilipp, Zahnseide

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Anthologie der Mitglieder des Posaunenchors

Ehemalige Bläser/innen

Aktive Bläser/innen Anita Becker Werner Becker Stefan Durner Marion Edling Florian Mayer Georg Moser Christine Müller Heinz Müller Werner Posdziech Jean-Philippe Prieur Pierre Gerard Prieur Johannes Reichenspurner Paul Reichenspurner Verena Reichenspurner Angelika Renges-Hößl Doris Schaube Lisa Schaube Karen Schaube Armin Stark

Moritz Behrens Stefan Brandmaier Peter Dorn Korbinian Durner Maria Durner Marinus Durner Yvonne Grasser Rainer Himmelsbach Diana Huber Isabel Hübner Florian Hupfauer Markus Keil Birgitt Keller Thomas Keller Manuela Kiermeier Walter Moser Hans Klotz Dieter Kretzschmar Heinz Lotz Sabine Müller Stephanie Müller Melanie Nath Mira Nath Nicole Neudecker Manfred Nieveler Karin Posdziech Markus Popp Heidemarie Richter Nadine Rüppel Siw Rüppel Gabriele Sax Hans Schenk Jutta Schickler Renate Schwenk Sabine Schwenk Heinz Tribbensee Marianne Weiß Christian Weiß Claudia Weiß

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20j채hriges Jubil채um

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Bilderbögen

Bergausflüge

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N端rnberg 2007

Landesposaunentag

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Tiefes Blech - „Schulung“

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www.posaunenchor.muehldorf-evangelisch.de

25 Jahre Posaunenchor Mühldorf  

In der Festschrift zum 25jährigen Jubiläum lesen Sie über die Geschichte und die Aktivitäten des Evangelischen Posaunenchors Mühldorf am Inn...