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Montafoner Standpunkt

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Interview

„Wir haben viel Erfahrung gewonnen“ Ruqiya Javharieva und Mussarat Parveen aus Asien absolvierten Praktikum im Montafon und Klostertal Im Rahmen ihrer einjährigen Ausbildung bei Inwent (Internationale Weiterbildungs- und Entwicklung GmbH) in Deutschlang absolvierten Ruqiya Javharieva aus Tadschikistan und Mussarat Parveen aus Pakistan ein sechswöchiges Praktikum beim Stand Montafon und der Regio Klostertal. STANDpunkt: Euer sechswöchiges Praktikum beim Stand Montafon und der Regio Klostertal geht nun zu Ende. Welche Erfahrungen konntet ihr dabei sammeln? Mussarat: Wir konnten sehr interessante Erfahrungen sammeln. Unter anderem haben wir an vielen Besprechungen Ruqiya Javharieva (l.) und Mussarat Parveen arbeiteten im Montafon. und Workshops teilgenommen. Interessant war, wie die Projekte abgewickelt Ruqiya: Ein Vergleich ist sehr schwierig, nalentwicklung in Bergregionen“. Zum werden und mit der EntwicklungsstrateSchluss bereiten wir noch gemeinsam denn hier ist wirklich alles anders. Bei uns gie in Einklang gebracht werden. Mir ist – wir sind Teilnehmer aus vier Ländern zu Hause gibt es andere Probleme, es aufgefallen, dass an solche Vorhaben – ein Transfer-Projekt vor. fehlt an der grundlegenden Infrastruksehr konkret heran gegangen wird. tur. Das Alltagsleben ist sehr schwierig, Hier wird alles sehr genau besprochen, STANDpunkt: Freut ihr euch auf die deshalb ist es auch nicht leicht, Projekwährend bei uns häufig nur Rückkehr in eure Heimatländer? te umzusetzen. über sehr Allgemeines ge- Wir konnten beim Mussarat: Wir freuen uns sehr darauf, sprochen wird. aber die Zeit hier in Mitteleuropa war Mussarat: Einige Vergleiche Stand Montafon eine sehr Schöne. sind doch möglich. Wir hasehr interessante Ruqiya: Im Unterschied zu Erfahrungen sam- ben zum Beispiel sehr viel unserer Ausbildung bei Inüber die Vermarktung von Ruqiya: Es war eine wunderbare Gemeln. went, die recht theoretisch regionalen Produkten gelegenheit, neue Menschen kennen zu Mussarat Parveen, ist, konnten wir in den sechs hört, vor allem über den lernen, eine neue Sprache zu erlernen Praktikantin Wochen hier sehr praktische hier erzeugten Käse. So etund Einblick in eine neue Kultur zu geErfahrungen sammeln. Wir was gibt es auch bei uns. winnen. Die Ausbildung in Deutschland haben uns in den jeweiligen Büros mit mit den Praxisaufenthalten in ÖsterProjekten beschäftigt und in vielen SitzRuqiya: Was mir am Wichtigtsten erreich hat mir persönlich sehr viel geungen mitbekommen, wie die Leute zu bracht. Aber natürlich freue auch ich scheint, ist dass wir hier sehr viel an Erverschiedenen Projekten stehen. mich darauf, meine Familie wieder zu fahrungen gewinnen konnten und vor sehen. allem Einblick erhielten in die Methodik STANDpunkt: Wenn ihr die Situation in under Projektabwicklung. Das Praktikum seren Tälern mit euren Heimatregionen STANDpunkt: Vielen Dank für das Gein der Regionalentwicklung war eine vergleicht, gibt es hier Parallelen? spräch. ● sehr gute Gelegenheit. Christof Thöny

Im Porträt Name: Ruqiya Javharieva Geboren: 1961 in Khorog (Tadschikistan) Laufbahn: seit 1995 beschäftigt bei MSDSP (Mountain Societies Develepoment Support Programme) Homepage: www.akdn.org

STANDpunkt: Wie geht es in eurer Ausbildung nun nach dem Abschluss des Praktikums im Montafon und Klostertal weiter? Mussarat: Nach unserer Rückkehr nach Deutschland werden wir noch ein einmonatiges Modul absolvieren, in dem es um internationale Kooperationen geht. Das ist dann der Abschluss unserer Ausbildung zum Thema „Regio-

Im Porträt Name: Mussarat Parveen Geboren: 1980 in Hunza (Nord-Pakistan) Laufbahn: Studium der Psychologie in Peshavar, seit 2004 beschäftigt bei AKRSP (Aga Khan Rural Support Programme) Homepage: www.akdn.org

Montafoner STANDpunkt Ausgabe 3  

Die Ausgabe 3 des "Montafoner STANDpunkts" ist im Frühjahr 2008 erschienen.

Montafoner STANDpunkt Ausgabe 3  

Die Ausgabe 3 des "Montafoner STANDpunkts" ist im Frühjahr 2008 erschienen.

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