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Rock- Popkulturmagazine für NRW und Niedersachsen

Interviews - Bandvorstellungen - Konzerte - Berichte - Gewinnspiele

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aber nich t umsonst!

Jupiter Jones Exclusiv Interview

Highlight im September: Festivalpremiere Rock‘n‘Heim


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Inhaltsverzeichnis

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Konzert Vorschau

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Festival Vorschau

021

Bilder Rock‘n‘Heim

022

Interview Jupiter Jones

027

Bilder Rocco del Schlacco

028

Rückblick Rocco del Schlacko

032

Rückblick Highfield 2013

036

Festivalpremiere Rock‘n‘Heim

038

Rückblick der Gamescom

Vorwort: In dieser Ausgabe Berichten wir wieder von Festivals, anstehenden Konzerten und vergangenen Events. Die Festivalsaison ist fast vorbei, der Sommer verschwindet langsam und es ist an der Zeit ein Fazit zu diesem Festivalsommer zu ziehen. Zusätzlich findet ihr interessante Themen rund um Rock- und Popkultur. Unsere Redakteure haben einen anstrengenden Festivalsommer hinter sich, um euch mit Fotos und erstklassigen berichten der jeweiligen Festivals zu überschütten. Ebenso findet Ihr eine ausführliche Redaktion von der Festivalpremiere Rock‘n‘Heim. Wir freuen uns euch wieder mal einen Einblick in die Festivalsaison bieten zu können.


Konzerte

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Die Toten Hosen mit ausverkauften Hallen. 2012 stehen die Toten Hosen auf einem weiteren Höhepunkt ihrer Geschichte: Zuerst machten sie sich zu ihrem 30. Bandgeburtstag selbst das schönste Geschenk in Form ihres Studioalbums „Ballast der Republik“ und der dazugehörigen ersten Single „Tage wie diese“, danach hagelt es Rekorde und Premieren: Das Album hielt sich sechs Wochen auf Platz Eins der Charts und erreichte gleichzeitig in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Spitze der Albumcharts. Heute, fünf Monate nach Veröffentlichung, befindet sich der Longplayer immer noch auf Platz vier und erreichte diverse Edelmetallauszeichnungen: Doppelplatin in Deutschland, Platin in Österreich, Gold in der Schweiz. Der Hit des Jahres „Tage wie diese“ war wochenlang Nummer Eins in Deutschland und wurde mit Doppelplatin ausgezeichnet. Die aktuelle Single „Altes Fieber“ stieg auf Platz 3 in die Singlecharts ein. Mit „Tage wie diese“ auf Platz 15 haben die Toten Hosen zum ersten Mal seit der Bandgründung zwei Titel in den Top 15 der deutschen Singlecharts! Alle 26 Konzerte der am 14.11.2012 startenden „Der Krach der Republik“-Tournee sind ausverkauft. Aufgrund der ungebrochen großen Nachfrage wird die Band im Rahmen des Kultursommers im am 29.08 in Hamburg ein weiteres Konzert spielen!

Thirty Seconds To Mars sind zurück. Seit ihrer Gründung vor mehr als einem Jahrzehnt produzieren Sänger und Gitarrist Jared Leto und seine Band Thirty Seconds To Mars kraftvollen, melodiös getriebenen Alternative Rock. Schon immer strebte der charismatische Frontmann eine internationale Karriere als Musiker an. Spätestens seit ihrem zweiten Album „A Beautiful Lie“ von 2005, im Zuge dessen sie über 500 Konzerte rund um den Globus spielten, gehören Thirty Seconds To Mars zur Speerspitze der globalen Rockszene. Dies unterstrich auch das 2009 veröffentlichte dritte Album „This Is War“, das in Deutschland mit 250.000 verkauften Exemplaren Platinstatus erreichte und sich beeindruckende 62 Wochen in den Charts hielt. Das neue Album „LOVE LUST FAITH + DREAMS“ erschien am 17. Mai, die erste Singleauskopplung „Up In The Air“ wurde bereits am 19. März veröffentlicht. Neben Headline-Auftritten bei den Festival-Giganten Rock am Ring und Rock im Park sowie ihrer ausverkauften Exklusiv-Show in Berlin Anfang Juni spielt die Band zwischen dem 3. und 8. November vier Shows in Köln, München, Frankfurt und Hamburg. Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / www.thirtysecondstomars.com


Konzerte

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Volbeat: Welcome to the „Elvisrock“. Volbeat aus Kopenhagen sind eine Sensation. Sie tauchten förmlich aus dem Nichts auf und beherrschen seit ihrem Debüt „The Strength / The Sound / The Songs“ von 2005 die dänische Rockszene. Jedes Album wurde in ihrer Heimat mit Gold ausgezeichnet, die letzten drei erhielten sogar Platin oder Doppel-Platin. Aber auch in Finnland und Schweden führen sie regelmäßig die Hitlisten an. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen sie ebenfalls immer wieder die Top 10. Ihr fünftes, bisher erfolgreichstes Album „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ erschien im April und stürmte weltweit in die Charts: Spitzenpositionen in Dänemark, Kanada, Norwegen, Deutschland, Schweiz und Österreich, Platz 2 in Finnland, Platz 9 in den USA. Nachdem ihre exklusive Deutschland-Show Ende Mai in Berlin bereits seit Monaten ausverkauft ist, kündigten Volbeat nun eine große Herbst-Tournee an. Zwischen dem 6. und 20. November gastieren sie mit ihrem brodelnden Rock’n’Roll-Sound in Berlin, Leipzig, Hamburg und München. Für diese vier Konzerte sind nur noch Restkarten erhältlich. Darum hat die Band jetzt drei weitere Zusatzshows angekündigt: Karlsruhe (08.11.), Köln (12.11.) und Frankfurt (20.11.). Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / www.volbeat.dk

Bullet For My Valentine: Endlich zurück! Seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „The Poison“ im Jahr 2005 zählen Bullet For My Valentine zu den bedeutendsten Vertretern des internationalen Metalcore. Doch der Sound des Quartetts aus dem walisischen Bridgend reicht weiter: Versatzstücke aus den unterschiedlichsten Metal-Spielarten werden zu einer unvergleichlichen, stets aufregenden, brachialen und doch melodiösen Einheit verbunden. Nachdem die Band mit ihrem dritten Erfolgsalbum „Fever“ um den gesamten Globus getourt war, zog sie sich 2012 aus der Öffentlichkeit zurück, um den im Februar erschienenen Nachfolger „Temper Temper“ einzuspielen. Nach ihrer vielumjubelten Deutschland-Show Ende März in Berlin wurde nun für den 9. Dezember eine weitere exklusive Headline-Show im Kölner Palladium angekündigt. Es war ein weiter Weg für Bullet For My Valentine bis zu ihrem ersten Album – zwischen Bandgründung und Veröffentlichung von „The Poison“ lagen sieben Jahre, die das Quartett aus Wales nutzte, um einen höchst eigenständigen, homogenen Sound zu entwickeln. Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / www.bulletformyvalentine.com


Konzerte

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Metalcore-Götter: Bring Me The Horizon. Bring Me The Horizon sind bemerkenswerte Musiker, die druckvollen Rock mit Zeitgeist verbinden. Ein Quintett, das einen Blick auf die Zukunft von Metal und Post-Hardcore gewährt und demonstriert, welchen Wandel harte Musik in den letzten Jahren erlebt hat. Eine britische Formation, die eine individuelle Identität im dicht besetzten Feld brachialer Rockmusik gefunden hat. In ihrer Heimat gehören Bring Me The Horizon aus Sheffield zu den heißesten Acts ihres Genres. Dies bewiesen sie erneut Ende März, als ihr viertes Album „Sempiternal“ mit weltweitem Erfolg erschien. Nach ihren gefeierten Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park sowie ihren ausverkauften Clubshows im Mai kommen Bring Me The Horizon zwischen dem 9. November und 2. Dezember für acht Shows in Köln, Wiesbaden, Stuttgart, München, Leipzig, Herford, Berlin und Hamburg wieder nach Deutschland. Die Mitglieder von Bring Me The Horizon – Sänger Oliver Sykes, die Gitarristen Lee Maila und Jona Weinhofen, Bassmann Matt Kean und Drummer Matt Nichols – sammelten bereits Erfahrungen in anderen Bands, bevor sie sich 2004 zusammenfanden. Auf eine erste EP folgte 2006 das Debütalbum „Count Your Blessings“, für das sie umgehend mit dem ‚Kerrang-Award’ als bester britischer Newcomer ausgezeichnet wurden. Damals wandte sich das Quintett noch stark dem Deathcore zu, einer Mischung aus Death Metal und derber Rockmusik mit tiefen Gesangspassagen. Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / www.bringmethehorizon.co.uk

Robert DeLong: Mitreißende Ein-Mann-Band. Der Wahl-Kalifornier Robert DeLong hat mit seinem Ende Februar veröffentlichten Debütalbum „Just Movement“ ein aufregendes Konzeptwerk voller Inspirationen, Einflüsse und philosophischer Gedanken vorgelegt. Der Multi-Instrumentalist, Produzent, Texter, Songwriter und Sänger entwickelte eine übergeordnete konzeptionelle Idee, der bereits zahlreiche Medien bescheinigten, die Zukunft bezugsoffener Popmusik zu illustrieren. Seine Live-Shows gelten als Erweckungserlebnisse zwischen digitaler und analoger Musikdarbietung, seine Songs laufen in den USA auf höchster Rotation bei MTV und vielen College-Radios. Am 24. September wird Robert DeLong seine zweite exklusive Deutschland-Show in Berlin spielen, nachdem sein erstes Gastspiel in der Hauptstadt Anfang Mai wahre Jubelstürme auslöste. Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / http://www.robertdelong.com/


Konzerte

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Depeche Mode „The Delta Machine Tour“ Nach der triumphalen Reaktion auf die Bekanntgabe ihrer Open Air-Tour haben Depeche Mode nunmehr Arena-Konzerte als Zugabe angekündigt. 400.000 verkaufte Tickets für ihre Stadion-Shows im Juni/ Juli in Deutschland unterstreichen die einzigartige Popularität der Pioniere der elektronischen Musik. Im November/Dezember 2013 sowie im Februar 2014 geht der zweite Teil der nach ihrer neuen CD benannten The Delta Machine Tour über die Bühne. Hannover, Berlin (2x), Erfurt, Bremen, Oberhausen, Mannheim, Wien und Dresden sind dann die Stationen dieser von den Fans bereits mit Spannung erwarteten Zusatzkonzerte. Bis auf Restkarten in Stuttgart und Düsseldorf sind alle Open Air-Termine ausverkauft. Depeche Mode, die auf über drei Jahrzehnte an der Spitze der internationalen Musikszene blicken und mehr als 100 Millionen Tonträger weltweit verkauft haben, veröffentlichten jetzt ihr 13. Studioalbum ‚Delta Machine‘, das von Kritikern als ihr „bestes, überzeugendstes elektronisches Album seit Violator“ eingestuft wurde. Depeche Mode gelten als Pop-Sphinx mit variationsreichem Synthie-Sound und prägender visueller Ästhetik. Schier unglaublich ist die Zuneigung, die Depeche Mode von ihrer treuen Fangemeinde entgegengebracht wird. Sie haben der Gruppe den Status des Unangreifbaren eingetragen. Diese Sympathie ist Ausdruck einer bleibenden Bedeutung, die sich in musikalischen Messen für die Massen artikuliert. Seit den frühen 80er Jahren liefern Depeche Mode der zeitgenössischen Popmusik wichtige Impulse. Die Formation wurde zum Synonym für musikalische Avantgarde. Sie sind Garanten für kunstvollen Pop, der sich über flüchtige Moden souverän hinweggesetzt hat. Die Addition der beiden überragenden Talente von Leadsänger Dave Gahan und Gitarrist/ Komponist Martin Gore wurde als „kongeniale Liaison“ (Spex) empfunden. Die Termine: Sa. Mo. Mi. So. Di. Do. Di. Sa. Mi.

23.11.13 Hannover 25.11.13 Berlin 27.11.13 Berlin 01.12.13 Erfurt 03.12.13 Bremen 05.12.13 Oberhausen 04.02.14 Mannheim 08.02.14 Wien 12.02.14 Dresden

TUI Arena o2 World o2 World Messehalle ÖVB Arena König-Pilsener-Arena SAP Arena Stadthalle Messehalle

Tickets und Infos gibts unter: www.eventim.de / www.depechemode.com


Rock‘n‘Heim 2012 Copyright by Stagements Noch mehr Fotos gibts auf www.stagements.de


Konzerte

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The Computers auf Tour. Im April spielten THE COMPUTERS zwei Shows in Berlin und Dortmund, um ihr neues Album „Love Triangles, Hate Squares“ kurz vor Erscheinen live zu präsentieren. „Schon vom ersten Ton an hatte die Band das komplette Publikum im Griff. Da ging ein Ruck durch die Menge, vom ersten bis zum letzten Ton. Musikalisch? Rock‘n‘RollPunk. Die Band? Ausgezeichnet angezogen und typisch englisch-rotzig. An Sänger Screamin‘ Al Kershaw ist zudem noch ein Entertainer verloren gegangen, der kaum einen Moment still stehen kann.“ Schreibt die Presse. Damals hatte die Band angekündigt, dass diesen Teasern eine ausführliche Tour folgen werde. Nun haben die Briten bestätigt, dass sie im Oktober sechs weitere Konzerte spielen werden. Die Musik darf man irgendwo zwischen Rock‘n‘Roll, Soul, Blues, Hardcore und Punk einordnen, die Melodien sind einfach rau und ohne Umschweife vorgetragen. Was die neue Platte musikalisch vom Debüt „This Is The Computers“ unterscheidet, ist der Produzent. Mark Neill, der auch schon die Black Keys auf unangepasst bürstete. Er ist mitverantwortlich für diese zündende Mischung aus Rock, Soul, Garage, Punk, Indie und allem anderen dazwischen. Ein Mischung, die anscheinend auch den Toten Hosen sehr gut gefallen hat, denn sie luden die Band kurzerhand ein bei zwei Ihrer Shows im Vorprogramm zu spielen. Aber Campino und seine Jungs waren nicht die einzigen, die schnell auf sie aufmerksam wurden. Im November werden THE HEAVY für 3 Konzerte nach Deutschland kommen und auch sie luden die Band ein, ihre Abende musikalisch zu eröffnen. Tickets und Infos gibts unter: www.fkpscorpio.de / http://thisisthecomputers.com/

Placebo ab November in Deutschland. Dass sich bei Brian Molko, Stefan Olsdal & Co. etwas Besonderes tut, war klar, als auf der neuen Homepage der Briten ein riesiger Countdown erschien. Der ist genau JETZT abgelaufen. Jetzt können wir offiziell verkünden: Am 16. September veröffentlichen PLACEBO ihre neue Platte „Loud Like Love“, produziert von Adam Noble in den Londoner RAK Studios. (Vorbestellt werden kann das physische Album schon ab dem 31. März - und zwar weltweit!) Und natürlich geht die Band im Anschluss im November auf große Europa-Tour. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 stehen Placebo für Rock und für ewigen Wandel im Rock. Von David Bowie entdeckt worden zu sein, würde so manchem Musiker schon genügen, um sich danach glücklich zur Ruhe zu setzen. Tickets und Infos gibts unter: www.fkpscorpio.de / http://www.placeboworld.co.uk/


Konzerte

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Frank Turner & The Sleeping Souls. In wenigen Wochen kommt Frank Turner für eine kleine, feine Mini - Tour zu uns, um seine neue Platte „Tape Deck Heart“, die am 22. April erscheinen wird, live zu präsentieren. Diese Konzerte sind, wie sollte es anders sein bei Turner, so ziemlich mit deren Ankündigung auch schon ausverkauft gewesen. Aber der Engländer wäre nicht er selbst, wenn er nicht a) sowieso ständig auf Tour wäre (1374 gespielte Konzerte, Stand 15. April 2013) und b) den zweiten, großen Teil seiner Tour schon angekündigt hat. Jetzt hat er die zehn exakten Termine im September bestätigt, und auch hier gilt mit ziemlicher Sicherheit: Besser schneller Tickets sichern, als am Ende im kalten Wind vor der Halle zu stehen. Denn Frank Turners Erfolg scheint auch in jüngster Zeit keine Grenzen zu kennen. Rekapitulieren wir noch einmal: 2011 geht sein viertes Soloalbum „England Keep My Bones“ unter die Top fünf der britischen Charts, im April spielte er seine 1000. Soloshow. 2012 war Turner Headliner in der ausverkauften Londoner Wembley Arena und spielte zusammen mit Billy Bragg ein legendäres Konzert. Am 27. Juli 2012 Auftritt bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in London. Dieses Jahr im Vorprogramm der Dropkick Murphys und Erscheinen seiner fünften Platte „Tape Deck Heart“. Und eines wiederholen wir auch noch einmal gerne: Der Besuch dieser Konzerte ist Pflicht! Präsentiert wird die Tour von Visions, Slam, piranha, laut.de und allschools Tickets und Infos gibts unter: www.fkpscorpio.de / http://thisisthecomputers.com/

Katzenjammer in Bremen. Menschen, die nicht in Berlin wohnen, sei es erklärt: Der wichtigste Weihnachtsbaum der Hauptstadt wird alljährlich, wie könnte es anders sein, am Brandenburger Tor aufgestellt und geschmückt. Und alljährlich kommt die prominenteste Lichtschmucktanne aus Norwegen. Wenn die dann aufgestellt wird, lädt ebenso traditionell die norwegische Botschaft zu einem kleinen Fest ein. Warum wir das erzählen? Weil in diesem Jahr unsere Lieblingsband aus dem skandinavischen Land mit von der Partie ist. In den Worten der Botschaft: „Eintritt frei: Zur diesjährigen Erleuchtung des Weihnachtsbaums am Pariser Platz geben Katzenjammer, eine der bekanntesten norwegischen Bands, ein Gratis-Open-Air-Konzert in Berlin. Der prominenteste Weihnachtsbaum der Stadt kommt in diesem Jahr natürlich auch wieder aus Norwegen. Katzenjammer ist nicht nur eine Band, es ist ein Ereignis. Tickets und Infos gibts unter: www.fkpscorpio.de / http://katzenjammer.no/site/


Festival Vorschau

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Der Rolling Stone Weekender 22. & 23. November. Ein Festival mit Live-Musik und Rahmenprogramm

Alle Veranstaltungen finden indoor statt. Mehr als 20 Live-Shows auf Bühnen im Baltic Festsaal, Im Witthüs, im beheizten Sechs-Master-Zelt und im Rondell. Insgesamt mehr als 30 Stunden Bühnenprogramm an zwei Tagen, Lesungen von angesagten Autoren, AfterShow-Partys mit Sets von renommierten DJs und vieles mehr. Die Unterbringung erfolgt in gemütlichen Apartments oder Hotelzimmern, das komplette Programm inklusive zwei Übernachtungen gibt es schon ab 129 Euro pro Person. Alle Wellness- und Sportangebote des Ferienparks sind für die Besucher verfügbar: Schwimmen, Massagen, Bowling, Tischtennis, Badminton, Billard, Airhockey und vieles mehr. Elf Restaurants, Cafés, Bistros, Bars und Snackshops stehen direkt im Ferienpark zur Verfügung. Endlich ein Festival, zu dem auch der Nachwuchs mitkommen kann. Der ROLLING STONE Weekender bietet tagsüber kostenlose Kinderbetreuung und am Abend einen günstigen Babysitterservice an. Für Kinder (und Erwachsene) gibt es im Abenteuer Dschungelland vieles zu entdecken: Hier kann man u.a. Kaimane, Schlangen, Echsen, Warane, Schildkröten, Skorpione, Frösche und Insekten in naturgetreuen, zum Teil offenen Terrarien, beobachten oder seine Grenzen in einem Hochseilklettergarten für Anfänger und Fortgeschrittene ausloten. Kinder bis 12 Jahren erhalten 50% Rabatt auf das Wochenendticket mit Übernachtung, Kinder unter 4 Jahren sind kostenlos dabei. Suede - Glen Hansard - Travis Dinosaur Jr. - Shout Out Louds - Thees Uhlmann & Band - Steven Wilson - Glasvegas - They Might Be Giants - Sophie Hunger Junip - The Tallest Man On Earth - Blaudzun - Phosphorescent - Youth Lagoon - The Dodos - Matthew E. White - Robert Vincent - Idiot Wind - Josh Record - Night Beds - Shovels & Rope - Cate Le Bon - Teleman - Kieran Leonard - Rob Lynch - Intergalactic Lovers - Christina Martin - Paper Beat Scissors Lesungen: Frank Spilker - Berni Mayer Weitere Infos gibts auf: http://www.rollingstoneweekender.de/


Festival Vorschau

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Reeperbahn Festival vom 25, - 28. September INTERNATIONAL TALENTS, TRENDS AND TRADE MORE THAN 400 MUSIC-RELATED EVENTS COVERING CONCERTS, SHOWCASES, ART EXHIBITIONS, CONFERENCE, NETWORKING IN 70 UNIQUE VENUES International Talents, Trends & Trade: Spartenübergreifend hat sich Deutschlands größtes Clubfestival in die Terminkalender der Musikfans und der Musikwirtschaftenden aus aller Welt eingebrannt und ist aus dem internationalen Musikbetrieb nicht mehr wegzudenken. Zum achten Mal wird das Reeperbahn Festival vom 25. – 28. September 2013 mit umfangreichem Programm überraschen, neugierig machen, Handelsplattform sein, erfreuen, informieren, provozieren, zusammen- und zum Feiern bringen, wenn der ganze Kiez im Einklang aus Musik, Kunst und Business schwingt. Wer jemals die einzigartige Stimmung des Reeperbahn Festivals erlebt hat, der kommt immer wieder! Kiez, Konzerte, Kunst und Konferenz gehören in der einmaligen Atmosphäre rund um die Reeperbahn zusammen und bilden eine verschworene Einheit. Die europaweit einzigartige Veranstaltung bietet weit mehr als eine Menge großartiger Konzerte. Über 400 Programmpunkte unterschiedlichster Sparten warten auf cirka 28.000 Fach- und Festivalbesucher aus aller Welt. In mehr als 70 einzigartigen, großen und kleinen Spielstätten eröffnen sich damit unerschöpfliche Möglichkeiten zum Entdecken, Staunen, Feiern, Austauschen, Vernetzen und Dealen! Einen wichtigen Part bilden die Live-Auftritte unzähliger nationaler und internationaler Bands und Musiker, die die Besucher im einmaligen Flair von St. Pauli genießen können. Rund um die Reeperbahn locken Konzerthallen, Clubs, Bars, Theater, Table Dance Clubs, Kirchen, Schiffe, Museen, usw. in über 300 Konzerte. Als urbanes Clubfestival legt das Reeperbahn Festival großen Wert auf die Präsentation handverlesener Newcomer aus der ganzen Welt und überzeugt immer wieder mit einem qualitativ hochwertigen Line-Up. So spielten Künstler wie Bon Iver aus Amerika bereits 2008, der DJ und Produzent Boys Noize sowie der Singer/Songwriter-Rapper Clueso im Jahre 2007, der belgisch-australische Künstler Gotye oder Ed Sheeran und Jake Bugg aus England, die Schwedin Lykke Li, die gerade sehr erfolgreichen Biffy Clyro und viele andere bereits lange vor ihrem großen Durchbruch in Deutschland auf dem Reeperbahn Festival.


Festival Vorschau

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Rock am See in Konstanz im Bodenseestadion. Jetzt also doch noch ein Rock am See-Festival! Und was für eins: Mit den TOTEN HOSEN kommt nicht nur eine unserer Lieblingsbands ins Bodenseestadion, die Düsseldorfer Punkband gilt auch als Garant für ein volles Stadion und super Stimmung!

Am Samstag, den 21. September 2013 wird die Kult-Punkrock-Combo gemeinsam mit den Fans in gewohnter Manier das Finale des diesjährigen Festivalsommers zu zelebrieren! Außerdem am Start: THE HIVES, PRIMAL SCREAM, BROILERS, BAND OF SKULLS, DONOTS und THE STYPES.

Auch das Campen ist in diesem Jahr möglich, allerdings nur in Verbindung mit einem Rock am See Ticket. Ab sofort könnt Ihr die Campingplatz-Tickets im Internet vorbestellen. Das Kontingent ist begrenzt. Der Barcode auf der Karte wird am Einlass gescannt. Das Ticket könnt Ihr Euch zuhause selbst ausdrucken, das Müllpfand ist im Preis bereits enthalten und wird nach Verlassen eines sauberen Platzes von der Security zurückerstattet.

21. September 2013 Konstanz / Bodenseestadion Tickets und Infos unter: www.rock-am-see.de


Volbeat @ Rock‘n‘Heim 2013 Copyright by Stagements Noch mehr Fotos gibts auf www.stagements.de


Interview mit Jupiter Jones

Spätestens seit dem Chart Hit „Still“ sollte Jupiter Jones für jeden ein Begriff sein. Für Jupiter Jones gibt es keine musikalischen Grenzen. Ganz, egal ob Punk, Indie Rock oder Pop ist, Jupiter Jones für alle Musikrichtungen zu haben. Sie fusionieren die Energie des Gainesville-Rock mit Melodien und Textzeilen, die jeden bewegen, der das Glück hat, ihnen zu begegnen. Ihr erstes Album für Columbia Berlin/Sony Musik nach drei Platten auf eigenem Label heißt schlicht „Jupiter Jones“. Ein Statement. Momentan befinden sich Jupiter Jones im Studio und bereiten sich auf ihre Festivalsaison vor. Ebenso wurde ein neues Album angekündigt. Wir haben die Jungs zu einem kurzen Interview bei ihrer Arbeit unterbrochen. Die Festival Saison steht vor der Tür und es gibt wieder einige Auftritte auf bekannten und großen Festivals, freut Ihr euch wieder so viele Festivals in diesem Jahr bespielen zu können? Natürlich freuen wir uns riesig auf die Festivalsaison, auch wenn wir in diesem Jahr nicht so viele festivals spielen, wie in den letzten beiden Jahren. Aber trotzdem haben wir schon jetzt mega Bock und spinnen auch schon in bisschen rum, was man denn so alles machen kann. Auf einigen Festivals spielt Ihr dieses Jahr ja nun nicht zum ersten Mal, speziel dem Omas Teich Festival zum Viertel mal in folge. Ist es für euch etwas Besonderes doch immer wieder gern gesehen zu sein auf einem Festival? Es gibt so ein paar Lieblingsfestivals, das Omas Teich gehört da mit Sicherheit bei jedem von uns dazu. Es ist einfach eine superschöne Atmosphäre, es hat immer noch was einem kleinem, gemütlichen Festival, trotzdem bekommen die Besucher dort immer allerhand tolle Bands zu sehen und das ganze Drumherum ist natürlich auch super. Uns freut es natürlich, dass wir auf solchen Festivals immer mal wieder gerne gesehen sind. Lasst ihr euch dafür eine besondere Show einfallen? Wie gesagt, wir spinnen schon ein bisschen rum, aber im Moment steht die Arbeit im Studio am neuen Album an erster Stelle. Wenn das im Kasten ist, werden wir mit der Planung und Proben für den Festivalsommer beginnen. Was konkretes können wir hier und jetzt noch nicht sagen, wir wollen ja auch nix versprechen, was wir am Ende nicht halten können. Wie bereitet Ihr euch auf, einen Festival Auftritt vor, gibt es spezielle Prozedure vor dem Auftritt? Hehe, die Frage wird immer gern gestellt und jedes Mal besprechen wir aufs Neue, ob wir endlich mal das Ritual, welches Sascha vorschlägt, in die Tat umsetzen. Das würde beinhalten, vor jeder Show so einen kleinen, feinen Kräuterschnaps zu trinken, welcher sich in so fiesen kleinen Fläschchen mit ganz dünnem Hals befindet. Bis jetzt sind wir da noch nicht so einig. Ansonsten haben wir kein festgelegtes Ritual, wir sind einfach alle ein bisschen hibbelig, ein bisschen nervös und werden sehr albern. Welches Songs dürfen die Gäste erwarten, wird viel neues ungehörtes dabei sein? Obs was Neues gibt entscheiden wir dann mal bei den Proben, ansonsten lassen wir uns immer wieder gerne eine neue Setlist einfallen, damit man nicht immer die gleichen Songs spielt. Aber ich denke mal “Still” wird schon dabei sein.


23 Welches Songs dürfen die Gäste erwarten, wird viel neues ungehörtes dabei sein? Obs was Neues gibt entscheiden wir dann mal bei den Proben, ansonsten lassen wir uns immer wieder gerne eine neue Setlist einfallen, damit man nicht immer die gleichen Songs spielt. Aber ich denke mal “Still” wird schon dabei sein. Momentan seit ihr ja im Studio, ist dabei vielleicht schon der ein oder andere Song entstanden, wo ihr euch besonders freut, diesen auf einem Festival zu spielen? Es gibt auf jeden Fall wieder ein paar Rocknummern, die sehr gut auf Festivals funktionieren können und dann juckt es natürlich auch in den Fingern, die so schnell wie möglich mal Live zu spielen. Man ist ja dann auch immer gespannt, wie die Leute auf die neuen Sachen reagieren. Da haben wir jetzt schon Bock drauf.


Interview mit Jupiter Jones

Wie sieht ein Tag im Studio bei euch aus? Zu Anfang der Aufnahmen noch relativ entspannt, gegen Ende brennt dann auch ganz gerne mal die Luft. Wir arbeiten die Songs weiter aus, die wir zu Hause und im Proberaum schon vorbereitet haben und nehmen Stückchen für Stückchen auf. Da passiert vom normalen Studio-Gedöhns, wie man es sich halt so vorstellt bis hin zu kreativen Bastelstunden so ziemlich alles. Unser Produzent, Wolfgang stach, weiß zwar genau was er tut, ist aber auch immer dafür offen, wenn wir chaotische Ideen haben. Meist sind das 12-StundenTage. Artet dann schon manchmal in Arbeit aus. ;) Wie sieht bei euch die Vorbereitung auf einen Auftritt bei einem Festival oder Konzert aus, habt ihr da bestimmte rituale? Proben ist ganz praktisch … hehe. Nein, wir sind tatsächlich ziemlich frei von Ritualen. Wir überlegen jetzt schon seit 10 Jahren, ob es irgendwas gibt, das man vor ner Show einführen könnte, aber wir kommen da auf keinen gemeinsamen Nenner. Ehrlich gesagt sind wir auch immer viel zu aufgeregt, bevor es auf die Bühne geht. Da sind wir froh, wenn wir außer Atmen und Schwitzen nicht viel mehr machen müssen. Nach den Festivals sieht es bei euch ja erst mal nach einer Pause aus bevor es auf die Feine Bonsche Tour geht aus, wie schaut bei euch so eine Pause aus. Werden da auch Ideen für neue Songs gesammelt? Naja, Pause ist relativ. Im Zeitraum vor der Tour stehen erst mal keine großartigen LiveTermine an, was sich allerdings noch jederzeit ändern kann. Wir sind ja gerade im Studio und wollen gerne noch in diesem Jahr ein neues Album veröffentlichen. Da kommen dann eine Menge Promo-Termine und eventuell auch die ein oder andere zusätzliche Show auf uns zu. Die Songs fürs neue Album haben wir im Laufe des letzten Jahres und verstärkt in den letzten drei Monaten geschrieben. Da sind Sascha und ich kaum aus unseren Heimstudios rausgekommen. Wie entstehen bei euch die Songs? Die meiste Musik kommt von Sascha, unserem Gitarristen und die Texte von mir. Musikalisch trage ich so im Schnitt drei Songs pro Platte bei. Ich bin allerdings auch mit den Texten ausgelastet genug. Das kann richtig krankmachen, wenn man stundenlang über der einen wirklich guten Zeile brüten muss. Meistens ist es so, dass Sascha und ich die Songs zu Hause schon mal so weit wie möglich zuhause vorbereiten, um schon einmal halbwegs amtliche Demos mit unseren Vorstellungen vorweisen zu können. Da holpert dann meist ein dilettantisch programmiertes Schlagzeug im Hintergrund und so ein Grundton-Dengel-Bass. Da treten dann Hont und Becks auf den Plan. Wir treffen uns im Proberaum und arbeiten die Arrangements gemeinsam aus. Wir sind keine von den Bands, die wirklich jammen können.


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Da brodelt jeder gerne erst einmal zuhause, im stillen Kämmerlein vor sich hin. Wie viel Wahrheit steckt in euren Songs und vor allem welche Emotionen werden bei euch dabei geweckt wenn ihr sie spielt? Wenn Du mit Wahrheit einen autobiografischen Anteil meinst, nun, der steckt in fast jedem Song. Da kann ich mich fast nie freimachen, selbst bei Geschichten, die ich eigentlich nicht so erlebt habe. Ich versetze mich dann in die Situation und stelle mir vor, wie ich reagieren würde. Oder eben, wie ich genau nicht reagieren würde. Das ist eine ganz spannende Angelegenheit, auch wenn man sich zwischenzeitlich beinahe ein wenig schizophren fühlt. Emotionen sind auf der Bühne stets vorhanden. Der Tag, an dem das flöten geht, ist der Tag, an dem wir die Instrumente an den Nagel hängen. Das deckt die volle Bandbreite ab. Trauer bis Euphorie und alles dazwischen. Klar gibt es auch mal Tage, an denen man nicht so im Thema sein kann, weil irgendetwas anderes hinter der Stirn vor sich geht. Es ist nicht immer alles großes Tennis, aber wir geben uns Mühe. Ihr habt ja nun schon einiges an Bühnen Festivals und Konzerten gespielt, gibt es ein besonderen Ort an dem ihr gerne immer wieder spielen würdet? Klar gibt es Orte, an die wir immer wieder gerne zurückkehren. Weil es da besonders schön, besonders heimelig oder einfach besonders war. Wir versuchen immer mindestens einmal pro Jahr irgendetwas in unserer alten Heimat, der Eifel, hochzuziehen. Das ist uns wichtig, weil dort alles begonnen hat und wir da echt die loyalsten und treuesten Fans haben. Und das, obwohl die Eifel und ihre Umgebung eigentlich nicht unbedingt bekannt für größeren Rockzirkus ist. Ich persönlich stehe dann noch total auf unsere Unplugged-Shows. Da sehe ich mich auch, wenn ich auf meine alten Tage den zweiten, musikalischen Frühling einläute. Ganz entspannt auf nem Barhocker, Zichte im Mundwinkel, Akustik-Gitarre aufm Schoß und zwischen den Liedern halbstündige Schwänke aus meiner Jugend erzählend. Aber bis das so weit ist, gehen noch ein paar Jahre ins Land. ;)

Vielen Dank an Jupiter Jones besonders Honte und Becks für das Interview. Aktuelle Tourtermine und Tickets für Konzerte erhaltet Ihr direkt auf der Homepage von Jupiter Jones. www.jupiter-jones.de


HIER ERLEBST DU DIE BESTE MUSIK DER WELT: DEINE. ERKUNDE JETZT MIT BECK’S DEIN FESTIVAL.


Konzerte

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Madsen @ Rocco del Schlacko 2013 Copyright by Stagements Noch mehr Fotos gibts auf www.stagements.de


Rückblick Rocco del Schlacko

Schönstes Wetter, gutgelaunte Securitys, kurze Laufwege und über 30 Bands vornehmlich aus den Bereichen Metal, Punkrock und Indie-Rock – das waren die Grundvoraussetzungen für das diesjährige Rocco del Schlacko. Beste Bedingungen also für ein perfektes Festivalwochenende. Bereits am Donnerstag startete das Festival auf dem Ponyhof mit Bands wie Prinz Pi, Blumentopf, Alkaline Trio und als Headliner des Abends Madsen. Eine würdige Warm-up-Show also für all diejenigen, denen zwei Tage Festival nicht genug sind. Für uns fing das Festival ebenfalls am Donnerstagabend an. Dank geduldiger und freundlicher Security-Mitarbeiter und des guten Lageplans der Festivalveranstalter fanden wir unseren Campingplatz ohne größere Probleme und schlugen unsere Zelte auf. Im Hintergrund spielten bereits die ersten Bands auf dem Ponyhof und es wurde zu einem feucht fröhlichen Aufbau unserer Zelte. Anschließend folgte dann der Gang zum Headliner des Abends Madsen die von Anfang an eine super Show ablieferten. Johannes Madsen, Gründer und Sänger der Band und seine beiden Brüder Sascha Madsen und Sebastian Madsen sowie Bassist Folkert Jahnke heizten dem Publikum mit Songs wie „Lass die Musik an” und “Wo es beginnt“ direkt am ersten Festivalabend ordentlich ein. Die Massen tobten und es war eine gelungene Show für die Vier Band Mitglieder. Die Band hatte sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und spielte im Interesse der Fans noch nach der abgelaufenen Playtime die ein oder andere Zugabe. Startet für uns bereits sehr früh in den Morgenstunden, die Band Blingpoint, welche sich auf dem Campingplatz des Festivals _MG_0261breit machte, spielte uns mit Songs aus den Federn. Wir waren sehr überrascht, dass eine Band sich selbst so gut promotet, und sich mit Gitarren, Schlagzeug und Geige auf den Campingplatz stellte um eine Promotionaktion zu starten. Nähere Infos zur Band findet Ihr im Netz. (http://www.blingpoint.de)


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Um 12:00 Uhr ging es dann direkt auf dem Ponyhof, welcher direkt am Campingplatz angrenzte, mit den „Monster of Liedermaching“ weiter. Fred, Burger, Tottovic, Pensen, Labörnski und Rüdi – eine Band ohne Hierarchie. Damit gelten die Monsters of Liedermaching durchaus als Faszinosum der deutschsprachigen Rockwelt. Welches sie auf der Bühne auch unter Beweis stellten. Mit Song aus Ihrem aktuellem Album „Schnaps und Kekse“ brachten Sie bereits früh den ein oder anderen Festivalbesucher zum Tanzen. Anschließend ging es dann endlich auf der Hauptbühne der Sauwasen weiter. Die Festivalbesucher strömten in Massen auf das Festivalgelände der Hauptbühne, welche nur weniger Meter vom Campingplatz entfernt lag. Bands wie Parachutes, Dendeman und Vista Chino eröffneten das Geschehen auf der Hauptbühne. Anschließend stand dann Maximo Park auf der Bühne, welche vom ersten Song an Ihre Fans und die Festivalbesucher in Ihren Ban zogen. Nun aber der Headliner des Abends Deichkind. Die Besucher tobten, als die Künstler der Band auf die Bühne stolzierten. Eine atemberaubende Kulisse und eine perfekt animierte Show von Deichkind gaben dem Festivalfreitag das Sahnehäubchen. Der Samstag: Nun aber erst mal nen Kaffee, die Veranstalter sorgten für günstigen Kaffee und Brötchen zum Preis von einem Rocco Coin, das entspricht 1,25€. Wir finden sehr günstig und dann auch noch eine gute Auswahl, leider mussten wir ein wenig anstehen, da viele der Festivalbesucher dieses Angebot dankend angenommen haben. Um 12:00 Uhr ging es dann direkt auf dem Ponyhof weiter mit den Bands „Greedy Bees und Dream Casino“. Unser Vorteil war nicht unbedingt vor die Bühne gehen zu müssen, um den Sound der Bands zu hören, da diese doch einen sehr lauten Sound spielten. Nun wieder auf zur Hauptbühne, auf der für den Samstag nun Caliban, Chuck Ragan, Pennywise und LaBrassBanda als Opener auf dem Timetabel standen. Bei Caliban wurde es dann das erste Mal richtig wild vor der Bühne. Andy Dörner und seine Truppe zeigten einen souveränen Auftritt bei strahlendem Sonnenschein. Doch die eigentlichen Headliner des Tages sollten mit Broilers und In Flames erst noch folgen. Um 20:00 Uhr ging es dann mit den Broilers los, auf dessen Auftritt wir uns sehr freuten. Sammy Amara und Co. machten die folgenden 75 Minuten zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die kurzweiliger nicht hätte sein können. Im Anschluss an diese großartige Band rissen dann noch In Flames und Chase and Staus die Bühne ein. Fazit: In den vergangenen Jahren waren wir auf unzähligen Festivals von klein bis riesig groß unterwegs und können bei der diesjährigen Ausgabe vom Rocco del Schlacko ohne Wenn und Aber von einem sehr guten Festival berichten. Ein absolut entspanntes Publikum, nettes Security, saubere und zahlreiche Sanitäranlagen auf dem Festivalplatz, leider fehlten jedoch die Duschen auf dem Campingplatz, was aber mit einem Shuttle ins nächste Freibad wieder gut gemacht wurde. Ein gelungenes Line-Up – hier gibt es eigentlich überhaupt nichts zu meckern. Lediglich die Laufwege vom Campingplatz zum Festivalgelände der Hauptbühne könnten noch mal überdacht werden. Deshalb an dieser Stelle ein großes Lob an die Veranstalter, die einen tollen Job im Vorfeld des Rocco del Schlacko gemacht haben. Bereits jetzt gibt es eine limitierte Anzahl von 2.000 Blindes-Huhn-Tickets im Online-Shop eingestellt. Das bedeutet konkret: 52 Euro für 3 Tage!!! Weitere Infos findet Ihr unter: http://www.rdels.de Bericht und Fotos: Mario von Stürmer


Rückblick Highfield 2013

Das Highfield zum vierten Mal zu Gast am Störmthaler See. Reichlich Schweiß und Staub lagen in der Luft. FKP Scorpio, der Veranstalter des HighfieldFestival hat es offenbar geschafft ein ausgewogenes und fesselndes Line-Up auf die Beine zu stellen, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat und auch das Wetter hat ihnen an diesem Wochenende vom 16. bis zum 18. August keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Sonne brütete bei annähernd 30 Grad und auch dieses Jahr genossen alle Festivalbesucher den Luxus am extra hergerichteten Badestrand zu liegen und dem Radiosender „Camp FM“ zu lauschen oder aber auch im kühlen Störmtaler See zu schwimmen. Wer seinem Magen zum normalen Festivalalltag noch einen Zusatzkick geben wollte, konnte mit dem „Banana-Boat“ über den See rasen oder den Bungeesprung aus 60 Metern Höhe wagen. Der Himmel wiederum ließ sich lediglich am Sonntagnachmittag darauf ein, einen angenehmen und kühlen Regen zu spenden. Vielleicht war der Regen aber auch nur eine Geste einer höheren Macht, um den Ausfall Frank Turners & The Sleeping Souls zu bedauern. Der Frontmann der englischen Band war leider aufgrund von akuten Rückenbeschwerden zu einer Pause gezwungen, die sich vom Pukkelpop über das Gampel Open Air bis hin zum Highfield-Festival bei Leipzig erstreckte. Stagements wünscht an dieser Stelle gute Besserung und hofft auf eine schnelle Genesung. Wir wollen dich auf der Bühne sehen! Der freie Slot wurde kurzfristig mit keinem Geringeren als dem Tomte-Frontmann, Thees Uhlmann, und seiner Band gefüllt. Für Ihn kam die Chance gelegen, um bei Fans und Kritikern für sein am 30. August erscheinendes Album „#2“ zu werben. Den Auftakt der 41 Bands machte das berliner Duo SDP, auf der Blue-Stage, mit einer Mischung aus Hip-Hop, Reggea und Pop. Mit ähnlichen Klängen folgten später unter anderem Maximo Park, Parov Stelar und Silbermond, während es auf der Green-Stage weitaus härter zur Sache ging. Auf die „alten Herren“ von Triggerfinger folgte schwedischer Rock à la Royal Republic. Ein, insbesondere für die Damenwelt, spannendes Spektakel war der Sänger, Adam Grahn, der nach der Hälfte


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des gespielten Sets seinen nackten Oberkörper zur Schau stellte. Um den Spannungsbogen weiter auszubauen bot Flogging Molly irische Folklore vom Feinsten. Die Erwartung an den ersten Headliner des Wochenendes wurden wieder einmal übertroffen Billy Talent, die in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum ihres ersten Albums feierten, brachten die fast 25.000 Besucher zum Kochen und die Faszination der Jungs auf der Bühne übertrug sich direkt auf die zahlreichen Circle-Pits vor ihnen. Das ausgewogene Line-Up des Festivals lässt sich am Besten an den Headlinern auf der Green-Stage festmachen. Während am ersten Abend noch kanadische Alternative-Klänge über das Festivalgelände hallten, hat Deichkind am Samstag mit ihrem nordischen Electro-Hip-Hop und einer überragenden Bühnenshow den Rahmen aller Erwartungen gesprengt. Deichkind - Liveshow Eine beinahe Epilepsie verursachende Lichtshow und die Druckbetankung der ersten Reihen mit hochprozentigem Alkohol durch die Band, ließen die Massen gen Zenit des Auftritts explodieren. Als Einstimmung auf den Hauptakt des Tages gab es melodischen „Raop“ vom deutschen Newcomer Cro. Diese beiden Künstler stellten ein Kontrastprogramm zu Punklegenden wie Bad Religion oder NoFx auf den anderen Bühnen dar. Ein besonderes Highlight gab es für die Band Still Trees. Als Gewinner des Highfield-Bandcontests durften die Jungs am Samstag um 14:00 auf der Blue-Stage einen durchaus gelungenen Auftritt feiern. Obwohl den Besuchern bereits zwei harte Festivaltage in den Knochen steckten, schaffte es das Urgestein des deutschen Punk, die Ärzte, die Menge ein letztes Mal vor der Abreise in Ekstase zu versetzen. Mit einer überwältigenden Setlist von sage und schreibe 34 Liedern und bekannten Klassikern wie „Schrei nach Liebe“ oder „Junge“, bot die selbsternannte „Beste Band der Welt“ dem Festival einen würdigen Abschluss. Im Namen von Stagements bedanken wir uns für ein hervorragendes Highfield-Festival 2013. Ein besonderer Dank gilt der Security, den Lotsen und allen Anderen, die für den geordneten und planmäßigen Ablauf des Festivals gesorgt haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim Highfield 2014 vom 15. – 17. August. Rock on Guys! Bericht und Fotos: Yannik von Stürmer & Thorben Hemsath


Rocco del Schlacko 2013 Copyright by Stagements Noch mehr Fotos gibts auf www.stagements.de


The Rise of Rock´n´Heim - gelungener Auftakt zum neuen Festival von MLK Hockenheim. Normalerweise fahren hier schnelle Autos lang. Sehr, sehr schnelle. Ein Mal im Jahr wird hier die Formel 1 ausgetragen, die dann mit über 300 Sachen den Asphalt beheizen. Doch an diesem Wochenende wurde der Lärm ausgetauscht. Statt brüllend lauten Motorgeräuschen waren es die Bands und DJs des Rock´n´Heim Festival der Marek Lieberberg Konzertagentur, das dieses Jahr zum ersten Mal ausgetragen wurde. Auf zwei Bühnen erstreckte sich das abwechslungsreiche Programm inklusive kleiner AftershowParty im Zelt an der Hauptbühne. Die Bühnen hatten die passenden Namen zum Festival: Evolution Stage (Hauptbühne) und Revolution Stage (zweite Bühne). Passt ja irgendwie. Und die Anlage schien wie gemacht für dieses Festival. In den Zwischenräumen der endlos langen Rennstrecke wurden die beiden riesigen Kästen für die Bands errichtet. Um von der einen zur anderen zu gelangen, ging man dann den waschechten Hockenheim-Ring entlang und konnte unterwegs noch einige Goodies abstauben oder sich an den zahlreichen Ständen verpflegen, amüsieren oder was auch immer. Kommen wir nun zum eigentlichen Programm des Festivals. Zuerst hier nochmal das unschlagbare Line-Up des vergangen Wochenende: Freitag:

Zebrahead - Bonaparte - Die Ärzte - Volbeat - Der Planet Der Affen Film Robert DeLong - Franz Ferdinand - Knife Party

Samstag : Long Distance Calling - Enter Shikari - Biffy Clyro - Deftones - Tenacious D System Of A Down Oliver Koletzki - Lexy & K-Paul - Sub Focus - Boys Noize - Casper - Nero Sonntag: Callejon - Awolnation - Kvelertak - Heaven Shall Burn - Kraftklub - Nine Inch Nails Susanne Blech - Baauer - Modestep - Marteria - Chase & Status - Seeed


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Wie man sieht, war wirklich für fast jeden etwas dabei. Das Highlight des gesamten Wochnendes war für viele jedoch der Samstag Abend mit den Legenden von Tenacious D und den anschließenden Rock-Giganten namens System Of A Down. Dafür sind einige sogar aus dem entfernten Ausland, wie zum Beispiel Serbien, angereist, um ihre Lieblingsband ein Mal live zu erleben. Während also auf der Mainstage überwiegend härtere Bands aufgetreten sind, konnte man auf der Second Stage bei den vielen elektonischen Dance-Acts ordentlich das Tanzbein schwingen. Besonders gelungen waren die heimlichen Headliner zur späten Stunde Knife Party und NERO, die das Programm am Freitag und Samstag bis 3 Uhr abgeschlossen haben. Natürlich ging es danach noch auf den insgesamt 6 Campingplätzen munter bei verschiedenen Privat-Parties weiter. Aber was wäre schon ein Festival ohne die passende Camping-Atmosphäre? Natürlich hat jeder Zuschauer, jeder Mitarbeiter, jeder Künstler, jeder Verantwortlicher sein eigenes persönliches Highlight. Das könnte zum Beispiel sein, dass Enter-Shikari Frontmann Rou Reynolds Liam Clewlow am Ende ihres Sets in die Menge gegangen sind, um dort die Party nochmal richtig voran zu treiben. Das könnte auch sein, dass Deftones-Gitarrist Stephen Carpenter gleich zwei Mal kopfüber in das Publikum gestagedivet ist. Es könnte aber auch sein, dass man endlich den Baauer-Hit „Harlem Shake“ live erleben und komplett ausrasten konnte. Insgesamt war die Premiere des Rock´n´Heims durchaus gelungen. Dass es aus Sicht der Veranstalter ebenfalls ein Erfolg war, ist deutlich: der Termin für das nächste Jahr steht bereits: 15.-17. August 2014, also wieder ein Abschluss für die Festival-Saison, so wie es gemeint ist. Wer nicht da sein konnte, aber sich trotzdem unbedingt angucken will, wie seine Band aufgetreten ist, kann das bei unseren Kollegen von arte machen, die ein paar Konzerte für euch online gestellt haben. Dafür bitte hier entlang: http://rocknheim.arte.tv/de/ Viel Spaß dabei und hoffentlich dann bis nächstes Jahr bei der zweiten Auflage von Rock´n´Heim! Bericht: Sebastian Wittag


So war die Gamescom

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Ein Rückblick auf die Gamescom 2013 Die Messe: Auch im fünften Jahr, in dem sich auf dem Gelände der koelnmesse die Stars und Fans der Gamesbranche die Hände reichten, gab es wieder einiges zu bestaunen. Erneut wurde der Besucherrekord gebrochen – mehr als 300.000 Besucher kamen, um die erste Blicke auf kommende Neuheiten der Spieleindustrie zu werfen. Zahlreiche Stände überboten sich mit Präsenten, lauter Musik, teuren Luxusautos, kuriosen Spielerfahrungen, Booth-Babes und gigantischen Modellen aus den virtuellen Welten. PlayStation 4 und Xbox One Als erstes muss man an dieser Stelle die neuen Kinder aus den Konsolenschmieden von Microsoft und Sony nennen, da dies auf Europäischen Boden die erste Möglichkeit darbot, die ersten Titel auf Xbox One und PlayStation 4 anzuspielen. Sowohl an der XBOX One als auch an der PlayStation 4 konnten wir bereits die ersten Titel anspielen. Besonders angetan waren wir von der Hardware, die in den Bereichen der Performance, Controller und sonstiger Peripherie, Spielern und Entwicklern sicherlich interessante Möglichkeiten bieten wird. Da noch immer viele Spiele für die derzeitigen Konsolengenerationen angekündigt werden, sollte man abwägen, ob sich der Kauf einer PlayStation 4 oder einer Xbox One noch dieses Jahr lohnt. Immerhin wurden jeweils nur eine kleine Auswahl an Release-Titeln angekündigt. Die Spiele Wow, so viele Spiele – so viele Plattformen! Mittlerweile kann man über die bekannten Franchises (Battlefield, Call of Duty, FIFA, PES, Sims, Assassin‘s Creed, Gran Turismo, Dead Rising, Landwirtschafts-Simulator, und viele weitere Games) sagen, dass alle einen würdigen Nachfolger bekommen, der jeweils ein paar tolle, neue Features mitbringt. Weitergehend waren aber auch ein paar Neuheiten zu bestaunen: Beyond: Two Souls – interaktives Action-Adventure, Destiny – Sci-Fi Action Shooter, Hawken – Mech Shooter, Rise of Venice – Wirtschaftssimulation, Tactical Intervention – Shooter (auch wenn die auf der Messe spielbare Version noch etwas roh wirkte), Watchdogs - Open-World Stealth... Das sind nur einige von vielen sehr empfehlenswerten Newcomern, daher lohnt es sich in den kommenden Monaten die Augen offen zu halten. ...und sonst? In den etwas versteckten Winkeln des Messegeländes konnte man noch so allerhand entdecken. Oculus Rift – die Virtual Reality Brille, die in Kombination mit Kopfhören eine völlig neue Spielerfahrung bietet, hat uns besonders gefallen. Zudem war ein Trend festzustellen, dass die Branche sich weitergehend Free2Play Konzepten widmet, die durchaus konkurrenzfähige Produkte darstellen. Fazit Der Winter kann kommen, denn es gibt genügend Gründe ein paar gemütliche Stunden an der Konsole oder dem PC zu verbringen. Bericht: Daniel Scollie


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Stagements Ausgabe September  

In dieser Ausgabe berichten wir wieder von Festivals, anstehenden Konzerten und vergangenen Events. Die Festivalsaison ist fast vorbei, der...

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