Page 1

L a d e s tati o n zu H au s e chen Mitma n e und ein

ad r r h fa ter u p m Co innen! gew

Mit der SWN-WandLadBar lassen sich E-Autos schnell und bequem mit Ökostrom betanken – für Garage und Carport

H a h n o d e r Fl a s c h e ? ­ Wie löscht man am gesündesten den Durst? Mit Leitungs- oder Mineralwasser? Ein nachhaltiger Vergleich

neue Geschäftsführung Seit Januar wird SWN von einer Doppelspitze geleitet. Wir stellen beide Geschäftsführer vor.


Natürlich voller Energie.

Unzertrennlich! Bei uns werden kleine Wassernixen zu mutigen Seepferdchen. Gut zu wissen, dass wir immer an Ihrer Seite sind!

www.swn.net

Stadtwerke Neumünster

Stadtwerke Neumünster


News

So erreichen Sie SWN SWN Stadtwerke Neumünster GmbH Bismarckstraße 51 24534 Neumünster Telefon 04321 202-0 Telefax 04321 202-386 ➜ swn@swn.net ➜ www.swn.net SWN-Kundenzentrum Kuhberg 35–37, 24534 Neumünster Mo–Do 8–18 Uhr, Fr 8–16 Uhr Telefon Kundenservice 04321 202-188 Störungsannahme Strom 04321 202-300 Fernwärme 04321 202-3350 Gas 04321 202-303 Wasser 04321 202-304 Buslinienverkehr 04321 202-309 Telekommunikation 04321 202-301

Eisbärentag im Tierpark Neumünster Kap – so heißt der einzige Eisbär in Schleswig-Holstein, der im Tierpark Neumünster lebt und für den SWN die Patenschaft übernommen hat. Ihm und seinen Artgenossen zu Ehren, deren Lebensraum vom Klimawandel stark bedroht ist, veranstaltet der Tierpark am 26. Februar den Internationalen Eisbärentag. Unter dem Motto „Wir sind Klimaschützer“ wird den Tierparkbesuchern anschaulich Wissenswertes über den Polarbären, seine Lebensgewohnheiten sowie die Gefährdung seiner Art durch den Klimawandel vermittelt. In der Zeit von 13 bis 16 Uhr finden statt: eine Eisbärenrallye mit attraktiven Gewinnen, eine Sonderführung zu „Tieren in der Polarregion“ und zwei Schaufütterungen (14 und 16 Uhr). Informationen unter: ➜ www.tierparkneumuenster.de

WLAN in der innenstadt SWN richtet in Partnerschaft mit der Stadt Neumünster innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre rund 70 Hotspots im Stadtzentrum ein. Mithilfe des leistungsstarken SWN-Glasfasernetzes erfolgt der WLAN-Ausbau unter der Marke „NMS2GO“. Dirk Sasson, Bereichsleiter Telekommunikation und Informationstechnik bei SWN: „Wir freuen uns, dass wir den Ausbau für ein kostenloses, öffentlich zugängliches WLAN in Neumünster realisieren dürfen.“ Bisher sind acht Hotspots in Betrieb, unter anderem beim „Klatsch-Palais“ am Großflecken und im Bereich Kuhberg am SWN-Kundenzentrum. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert und kostenlos über den Zugang NMS2GO. SWN testet WLAN übrigens auch im Busverkehr. Über „SWN2GO“ kann in einem besonders gekennzeichneten Testbus bereits kostenfrei gesurft werden.

Gartenflohmarkt mit grünem Trödel

Am 1. April veranstaltet die BAV (Bio-Abfallverwertungsgesellschaft) wieder den beliebten Flohmarkt für Gartenliebhaber! Im SWN-Wertstoffzentrum können Sie von 9 bis 14 Uhr erfolgreich all das anbieten oder erwerben, was einen Garten noch schöner macht: Pflanzen, Möbel, Geräte, Zubehör oder Deko – wahre Schätze für wenig Geld kann man darunter finden! Im Rahmenprogramm gibt es neben vielem anderen auch professionelle Gartenberatung durch Fachmann Thomas Balster und ein spezielles Programm für die Kleinen. Wenn Sie auch verkaufen möchten: Reservieren Sie sich einen der begehrten Standplätze in der Halle, bis zu drei Meter lang und kostenlos. Natürlich nur für Privatpersonen! Telefon 04321 202-834 oder ➜ www.swn.net/gartenflohmarkt

Editorial Liebe Leserinnen und Leser, mit frischem Wind sind wir ins neue Jahr gestartet. Seit dem 1. Januar werden die Stadtwerke Neumünster von einer neuen Geschäftsführung geleitet: Thomas Junker übernahm die technische und Tino Schmelzle die kaufmännische Geschäftsführung des Unternehmens. Unsere „Doppelspitze“ stellen wir Ihnen auf den Seiten 4 und 5 vor. Sicher ist es Ihnen bereits aufgefallen: Unser Kundenmagazin haben wir einmal kräftig durchgelüftet! Mit frischer Optik durch großzügige Layouts und neue Gestaltungselemente möchten wir Ihnen die sorgfältig für Sie aufbereiteten Informationen noch lesefreundlicher präsentieren. Wir sind überzeugt, es ist uns gelungen – was meinen Sie? Über Ihre persönliche Meinung per E-Mail an marketing@swn.net freuen wir uns! Obwohl die wärmeren Tage nicht mehr allzu weit entfernt sind, haben wir uns für diese Ausgabe noch einmal für ein klassisches, schönes Winter-Titelmotiv entschieden. Den Frühling erwarten wir nun mit Ungeduld, und wir freuen uns – sicher gemeinsam mit Ihnen – auf die ersten Sonnenstrahlen und Krokusse! Ihre

Martina Brandt SWN-Marketingleiterin

 3


Geschäftsführung

Thomas Junker ist der neue technische Geschäftsführer bei SWN.

Die Stadtwerke Neumünster haben seit dem 1. Januar eine neue Geschäftsführung. Zwei neue Geschäftsführer leiten jetzt das Unternehmen: Thomas Junker verantworte­t die technische, Tino Schmelzle die kauf­männische Geschäftsführung.

Bei der Vorstellung der beiden neuen Führungskräfte im vergangenen November freute sich der SWN-Aufsichtsratsvorsitzende Wolf Rüdiger Fehrs über „zwei versierte und erfahrene Manager, die die Stadtwerke Neumünster gemeinsam weiter als innovatives und erfolgreiches Unternehmen positionieren werden“. Thomas Junker (45) kehrt heim. Seine letzte berufliche Station war die Leitung des Infrastrukturbereiches mit über 250 Mitarbeitern bei der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft in Nürnberg in Mittelfranken. Davor hatte er unter anderem für die Deutsche Bahn-Tochter Autokraft in Schleswig-Holstein gearbeitet. Sein Wohnsitz, gemeinsam mit Ehefrau und Tochter, liegt seit 2007 in Plön. Tino Schmelzle (40) wechselt aus dem Ruhrgebiet nach Neumünster. Bei der Netze Duisburg GmbH hatte er zuletzt die kaufmännische Geschäftsleitung mit Verantwortung für rund 450 Mitarbeiter inne. Der Familienvater hat zwei Kinder. Zum besseren Kennenlernen haben uns beide Geschäftsführer nachfolgend einige Fragen beantwortet.

4 

Thomas Junker Worin besteht der Reiz Ihrer neuen Aufgabe? Die Energiewende zu managen ist eine spannende Herausforderung. SWN ist ein innovatives Unternehmen und dafür gut aufgestellt. Für mich ist es wichtig, einen aktiven Beitrag zur Versorgung der Bürger in und um Neumünster zu leisten und gemeinsam mit Menschen für ­Menschen zu arbeiten. Hatten Sie als Kind schon einen Berufswunsch? Ich wollte Förster werden. Welches Buch lesen Sie gerade, und können Sie es weiterempfehlen? „Der Mann und das Holz“ von Lars Mytting. Empfehlenswert für all


Tino Schmelzle ist zuständig für die kauf­ männische Geschäftsführung bei SWN.

Tino Schmelzle ­ iejenigen, die sich gerne am d Kaminfeuer wärmen und dafür das Holz selbst herrichten … Wenn Sie nicht arbeiten – was machen Sie dann am liebsten? Mit meiner Familie zusammen sein, gemeinsam reisen wir auch gerne. Ich liebe die Natur und habe außerdem Spaß daran, mit Holz zu arbeiten. Und ich mag das Fliegenfischen. Worüber haben Sie sich zuletzt so richtig gefreut? Darüber, dass ich jetzt für die Stadtwerke Neumünster arbeiten darf und die Anreise zu meiner Familie nach Plön nicht mehr so lang ist!

Worin besteht der Reiz Ihrer neuen Aufgabe? Die Energiewirtschaft ist im Umbruch, das Geschäftsmodell der Stadtwerke im Wandel. Während andere Stadtwerke noch diskutieren, hat sich SWN schon auf den Weg gemacht: neue Geschäftsfelder aufgebaut, neue Produkte entwickelt, das bestehende Leistungsportfolio ausgebaut und weiterentwickelt. Ich freue mich, die Zukunft hier mitgestalten zu können!

Welches Buch lesen Sie gerade, und können Sie es weiterempfehlen? „Kim und Struppi – Ferien in Nordkorea“ von Christian Eisert. Für eine Weiterempfehlung ist es noch zu früh!

Hatten Sie als Kind schon einen Berufswunsch? Ja, Lehrer für Mathe und Geschichte. Zahlen haben mich schon immer fasziniert.

Worüber haben Sie sich zuletzt so richtig gefreut? Über die Aufgabe hier in Neumünster und über das Geburtstagsständchen meiner zweijährigen Tochter.

Wenn Sie nicht arbeiten – was machen Sie dann am liebsten? Zeit mit meiner Familie und mit Freunden verbringen. Und ich schwimme gerne, dabei kann ich wunderbar abschalten.

 5


E - M o b i l i tät

Tanken Sie zu Hause auf!

SWN-Ökostrom

Mit einem Elektroauto sind Sie zukunftsorientiert und verantwortungsvoll unterwegs. Die SWN-WandLadBar ist dazu die perfekte Ergänzung: für bequemes Aufladen zu Hause.

Zum Klimaschützer werden Sie mit den Ökostromprodukten von SWN. Informieren Sie sich und wählen Sie das für Sie passende Produkt. ➜ www.swn.net/oekostrom

SWN-Autostrom Im Januar 2017 gab es bereits 6.181 E-Ladestationen bundesweit. Damit spricht auch nichts mehr gegen längere Strecken mit einem Elektroauto. Mit einem SWN-Autostromvertrag können Sie Ihr Fahrzeug bundesweit an allen E-Ladesäulen der SWN-eRoaming-Partner mit SWN-Strom ÖkoMix aufladen, abgerechnet wird bequem über SWN. Das E-Ladenetz wird kontinuierlich ausgebaut. Umfassende Infos, auch zu den SWNLadestellen in Neumünster, erhalten Sie unter ➜ www.swn.net/autostrom

K

eine Umwege mehr, direkt nach Hause fahren und an der eigenen Tankstelle tanken – möglich macht das die SWNWandLadBar, eine Wandladebox für Ihr E-Auto. Wer sich bereits für ein Elektroauto entschieden hat, der kennt nicht nur die sieben schlagkräftigen Argumente pro E-Mobilität, sondern hat sie selbst erfahren: sauber, leise, günstig, innovativ, wartungsarm, unabhängig und umweltschonend. Die Bundesregierung belohnt derzeit Umsteiger mit einer Kaufprämie von bis zu 4.000 Euro, denn E-Fahrer unterstützen die Klimapolitik in Deutschland mit einem wertvollen Beitrag zum Erhalt der Umwelt – auch für nachfolgende Generationen. Werden die Stromer mit Ökostrom betankt, dann fahren sie nahezu emissionsfrei! Mit einer SWN-WandLadBar, aus der Ökostrom fließt, zieht dann die Energiewende zu Hause ein: in Garage oder Carport. Zwei Modelle stehen zur Auswahl: Basic oder Light. Beide überzeugen mit modernem, funktionalem Design, für das sie 2014 bereits ausgezeichnet wurden: mit dem Red Dot Award,

6 

Einfacher geht’s nicht: Mit der SWN-WandLadBar für zu Hause sind Fahrer von Elektroautos unabhängig. Die Installation erfolgt durch ein Elek­ troinstallations­ unternehmen, der Aufladevorgang ist unkompliziert.

dem if Design Award und dem Design Plus Award. Eine integrierte Ladekabelaufhängung schließt Kabelwirrwarr von vornherein aus, mit einer Leistung von 11 kW – 400 Volt bei drei Phasen – kann ein Elektrokleinwagen in rund zwei Stunden an der SWN-WandLadBar aufgeladen werden. Die durchschnittliche Reichweite der meisten E-Autos liegt pro Aufladung zwischen 100 und 150 Kilometer. Da rund 80 Prozent aller deutschen Autofahrer täglich weniger als 50 Kilometer zurücklegen, kommt man damit also gut zurecht. 

Wünschen Sie eine Beratung zur SWN-WandLadBar, zu den jeweiligen Funktionen der Modelle und ihren Preisen? Dann ist Dietmar Hirsch bei SWN Ihr Ansprechpartner. ➜ Telefon 04321 202-2165 ➜ E-Mail d.hirsch@swn.net


Wa s s e r I

Zahlen, Daten, Fakten:

Hahn oder

Flasche?

Wie halten Sie’s mit dem Trinkwasser? Bevorzugen Sie ­Leitungs- oder Mineralwasser? Meist entscheide­t der Geschmack. Eine Frage der Gesundheit ist es nicht, denn seit Langem ist Wasser aus der Leitung das am besten ­kontrollierte Lebensmittel.

D

as Trinkwasser aus Neumünster schmeckt nicht nur hervorragend, es ist auch von bester Qualität. Über die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl bakteriologischer und chemischer Analysen weit hinaus entnimmt SWN jährlich mehr als 450 Proben. Die bestätigen regelmäßig: Ob Arznei­ mittelrückstände, Pflanzenschutzmittel, Nitrat oder Nitrit – die Werte im SWN-Trinkwasser liegen weit unter den vorgegebenen Grenzwerten. Um aus dem Grundwasser das hochwertige Trink­ wasser zu gewinnen, werden Eisen und Mangan über Quarz­ kiesfilter herausfiltriert, die natürliche Kohlensäure wird über ­Ventilatoren ausgeblasen, um den vorgeschriebenen pH-Wert einzustellen. Mehr als 500 Mineralwassermarken gibt es inzwischen in Deutschland zu kaufen. Immer beliebter werden die stillen ­Wasser, denn vom reinen Durstlöscher hat sich Wasser ­inzwischen zu einem Wellnessgetränk entwickelt – der Wunsch nach G ­ esundheit und Fitness ist groß. Etwa 70 Prozent der D ­ eutschen trinken täglich Mineralwasser, 1970 lag der

• SWN-Trinkwasser fließt in 23.000 Haushalten • 950 km Leitungsnetz, 11 Brunnen • Brunnen-Bohrtiefe bis zu 120 m • Geförderte Wassermenge pro Jahr: 5.200.000 m³ (2015), durchschnittlich 14.250 m³/Tag • Härtegrad des SWN-Trinkwassers: Härtebereich 2 (mittel), 2,07 mmol Calciumcarbonat bzw. 11,5 ° dH • Durchschnittsverbrauch: 120 Liter Wasser pro Tag/Kopf • Kosten pro m³: 1,53 Euro (entspricht: 0,153 Cent für 1 l Wasser) Haben Sie Interesse an einer Wasserwerksführung im Brüningsweg in Neumünster? Dann melden Sie sich gerne an für Mittwoch, den 22. März, 17 Uhr. ➜ Telefon 04321 202-2410 ➜ E-Mail marketing@swn.net

Pro-Kopf-Durchschnitt bei jährlich 12,5 Litern Mineralwasser aus der Flasche, 2015 bei 147 (!) Litern. Welches Wasser ist nun aber besser für unsere Gesundheit: das aus dem Hahn oder das aus der Flasche? Dieser Frage ist im vergangenen Sommer auch die Stiftung Warentest nachgegan­ gen. Eine Überprüfung und ein Vergleich von 30 stillen Mineral­ wässern und Trinkwasser aus 28 Orten quer durch Deutschland ergaben: Mineralwässer werden vielfach überschätzt. In puncto Nachhaltigkeit, Kosten und Kontrolle ist Leitungswasser auf jeden Fall die beste Wahl. Beispielsweise gelten dafür deutlich mehr Vorschriften, etwa für Grenzwerte für Pestizide und Uran, als für Mineralwässer (Stiftung Warentest, Der große Wasser­ check, Heft 08/2016, zu bestellen unter www.test.de/shop). Fazit: Wasserkisten brauchen wir nicht mehr schleppen, Kohlensäure kann man mit einem Wassersprudler selbst zusetzen und viele Euros landen statt im Supermarkt im Sparschwein. Und noch ein Tipp: Lesen Sie dazu die Seite 10 – was nicht in die Toi­ lette darf und wie das Grundwasser geschützt werden muss. 

 7


klug e köpfe

dämm

stoff aus dem

Meer Neptunbälle gelten vielen Küstenbewohnern als Plage, Architekt Richard Meier entdeckte in ihnen einen idealen Ökodämmstoff. Heute dämmt sein „Meeresabfall“ Kindergärten, Schulen und Wohnhäuser.

8 


klug e köpfe

E i n b a u f e r t i g a u s d e m Wa s s e r

Architekt Richard Meier mit seinem neuen Dämmstoff, einem Neptunball. Er entdeckte das Baumaterial beim Kitesurfen in Spanien.

E

igentlich hatte sich Richard Meier seinen Ruhestand anders vorgestellt. Der 68-Jährige mit dem windzerzaus­ ten Haar und der braun gebrannten Haut ist ein begeisterter Kitesurfer. Nach seiner Abschiedsvorlesung an der SRH Hochschule Heidelberg plante der Architekturprofessor a. D., am liebsten nur noch mit dem Board über Wellen zu reiten, doch ausgerechnet das Meer machte ihm einen Strich durch die Rechnung: Beim Spanienurlaub an der Costa Blanca spülte ihm die Flut einen neuen Dämmstoff vor die Füße.

Fotos: NeptuTherm – Richard Meier / iStock – richcarey

Geistesblitz beim Surfen

Fast jeder, der schon mal am Mittelmeer war, kennt die sogenannten Neptunbälle: An den Küsten Süditaliens, Tunesiens, Albaniens oder Griechenlands bedecken die braunen, filzartigen Kugeln ganze Strände und müssen von Baggern abtransportiert werden. Im Meer erfüllen die Neptunbälle dagegen wichtige Aufgaben. „Sie bestehen aus den verwelkten Blattrippen der Posidonia oceanica: Im Meer ist diese Seegrasart Lebensraum für Jungfische und Krebse, sie reinigt Wasser von Schadstoffen, speichert CO2 und schützt die Küste vor Erosionen durch Welleneinschläge“, erläutert Richard Meier. Stirbt die Pflanze ab, formen die Wellen die Blattrippen zu Bällen und schwemmen sie an Land. So wie an jenem Tag im Sommer 2006, als Meier mit seiner Frau und einem Freund ­vergeblich auf Wind wartete. Die drei Surfer froren und versuchten, mit den Filzknödeln ein Lagerfeuer zu entfachen. ­Keine Chance. „Nicht mal verbrennen kann man das Zeug“, sagte der Freund damals zu Meier. Das ließ den Experten für Baustoffkunde aufhorchen. Er nahm ein paar Proben mit nach Hause und ließ sie vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP prüfen. Die Forscher waren überrascht: Dank seiner Silikatfasern ist das Seegras schwer entflammbar. Ein Vorteil gegenüber vielen Ökodämmstoffen, denen Borsalze als Brandhemmer beigemischt werden. Zudem schimmelt es nicht, speichert hervorragend Wärme und trocknet rasch: Die Fasern geben Wasser nach zwei bis drei Tagen wieder ab, ohne Schaden zu nehmen. „Sie kommen ja schließlich aus dem Meer“, sagt Meier schmunzelnd.

Zehn Jahre nach dem Spanienurlaub steht der „Jungunternehmer“ in der Lagerhalle seiner Firma NeptuTherm nahe Karlsruhe. Auf dem Hallenboden stapeln sich 1500 Säcke voll mit Seegras. „Mit einem Teil davon dämmen wir in Kürze die oberste Geschossdecke einer Realschule“, sagt Meier und greift sich einen der kiwiähnlichen Bälle. Die Filzkugeln lässt er an Stränden in ­Tunesien und Albanien von Hand einsammeln und per Bahn, Schiff oder Lkw nach Deutschland bringen. Zwar gehört sein Seegras wegen der langen Transportwege mit 150 bis 165 Euro pro Kubikmeter zu den teuersten Dämmstoffen. Dafür bekommen Bauherren ein hundertprozentiges Naturprodukt ohne chemische Zusätze. Trotz des Transports ist die Primärenergiebilanz bis zu 20-mal besser als bei Polystyrol, das oft an deutschen Hausfassaden pappt. Kein Wunder, das ­Material wird fast einbaufertig an Land geschwemmt: Ein Sieb rüttelt nur noch den Sand aus den Poren, bevor der Häcksler das Gras zerkleinert. Dann bringen Meiers Leute die Fasern in wasserdichten Plastikpfandsäcken auf die Baustelle, stopfen oder blasen sie in Dächer, Innen- und Außenfassaden oder schütten sie auf Geschossdecken. Mehr als 600 Gebäude – Einfamilienhäuser, Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsgebäude – dämmt der „Meeresabfall“ schon. Kürzlich beauftragte die Stadt Karlsruhe NeptuTherm, 17 öffentliche Gebäude einzukleiden. Auch ein Systemhaus ist in Planung. Über die spätere Entsorgung müssen sich die Bauherren keine Gedanken machen: Sie harken das Seegras zum Bodenauflockern einfach unter die Gartenerde.  Mehr Infos: ➜ www.neptutherm.de

Wiesenlandschaft im Meer Neptungras (Posidonia oceanica) wächst extrem lang­ sam – pro Jahr nur ein Zentimeter – und vermehrt sich auch nur sehr gemächlich. Allerdings begann die Urmutter aller Neptungraspflanzen schon vor unge­ fähr 80 000 bis 200 000 Jahren, sich ­fortzupflanzen. Und zwar, indem sie ­Klone produzierte. 40 bis 60 Meter unter dem Meeres­ spiegel entstanden auf diese Weise riesige, zusammen­hängende Seegras­ wiesen. Welche Ausmaße sie haben, stellten Forscher 2012 fest, als sie an 40 Stellen im Mittelmeer – von Spa­ nien bis Zypern – Neptun­gras­proben sammelten. Die DNA wies überall dassel­ be Muster auf. Damit bildet die Pflan­ze die größte Wiesenlandschaft der Welt – unter Wasser. In Seegraswiesen tummeln sich Fische und Krebse, ihr Teppich schützt Strände vor Erosion, hält das Meer sauber und bunkert Kohlendioxid. Ein Hektar Seegras­ wiese kann mehr CO₂ in Sauerstoff umwandeln als die gleiche Fläche tropischer Regenwald. Allerdings bedro­ hen steigende Wassertemperaturen, Schleppnetze, Schiffsschrauben und Anker die Wiesen. Seegras ver­ schwindet weltweit fast so schnell wie der Regenwald.

 9


WA S S ER II

Ich bin so

frei! Ab durch das Klo und dann aus den Augen, aus dem Sinn? So einiges, was in der Toilette landet, kann das Grundwasser belasten oder das Kanalnetz ­verstopfen.

T

rinkwasser ist unser wichtigstes Lebens‑ mittel. In Deutschland garantieren stren‑ ge gesetzliche Auflagen, dass es in bester Qualität aus dem Hahn fließt. Daran arbeiten die Stadtwerke Neumünster als Trink‑ wasserversorger Tag für Tag. Aber auch alle an‑ deren sollten dazu beitragen, die hohe Qualität langfristig zu erhalten – zum Beispiel indem sie das Abwasser nicht unnötig belasten. Ein Groß‑ teil fließt durch die Toilette in die Kanalisation. Und bei dem, was täglich im WC landet, ist so einiges dabei, das da nicht hingehört.

K e i n e C h e m i k a l i e n, b i tt e

Altöl, Farbreste, Lösungsmittel, Nagellackent‑ ferner und Schädlingsbekämpfungsmittel, die‑ se und viele andere Substanzen im Abwasser belasten die Umwelt. Außerdem gefährden manche dieser Stoffe den komplizierten Reini‑ gungsprozess in den Kläranlagen, indem sie Mikro­organismen stören, die für sauberes Was‑ ser sorgen. Chemikalien gehören deshalb immer in den Sondermüll. Gleiches gilt für Medikamen‑ te. Denn selbst die modernsten Klärwerke kön‑ nen einige der darin enthaltenen Wirkstoffe nicht entfernen. Für Menschen entstehen ­dadurch zwar wegen der großen Verdünnung keine unmittelbaren Gesundheitsgefahren, den‑ noch gehören Medikamentenrückstände nicht ins Trinkwasser – nicht einmal in Spuren. WC‑Reinigungsmittel sind ebenfalls ein Prob‑ lem. Sie sparsam einzusetzen schont die Umwelt. Und auf die umweltschädlichen WC-Duftsteine kann man in den meisten Fällen verzichten.

Ein Fall für den Abfalleimer

Hygieneartikel, Windeln, Binden, Wattestäbchen und Feuchttücher sorgen immer wieder für ver‑ stopfte Leitungen und festgefressene Pumpen im Entwässerungssystem. Vor allem Feucht­ tücher machen dem Kanalnetz zu schaffen. Sie sind besonders reißfest und zersetzen sich nicht im Wasser. Deshalb müssen sie mit großem tech‑ nischen Aufwand entfernt werden. Auch Speise­ reste, Öle und Fette verkleben die Kanalisation und verursachen bei ihrer Verrottung sehr un‑ angenehme Gerüche. Zudem locken Essens­reste in der Kanalisation Ratten an.

Foto: Fotolia – Africa Studio

Störungen sind teuer

Die größten Müllirrtümer In Sachen Mülltrennung kursieren viele Halbwahrheiten. Was in welche Tonne gehört, erfahren Sie unter: ➜ www.energie-tipp.de/muellirrtuemer

1 0 

Alle festen Stoffe und Medikamente also bitte im Hausmüll entsorgen. Das Abwasser zu rei‑ nigen und Verstopfungen aus dem Kanalsystem zu entfernen ist sehr aufwendig und teuer. ­Kosten, die sich dann auf die Abwassergebühr auswirken. Und vor allem: Nicht immer gelingt es in den Kläranlagen, alle schädlichen Stoffe aus dem Abwasser herauszufiltern. Das kann auf lange Sicht die Wasserqualität der Seen und Flüsse – und nicht zuletzt die Qualität des Trink‑ wassers – negativ beeinflussen. 


R at g e b e r

Super

sauber

Mit alten Hausmitteln Putzen Sie ökologisch und günstig.

S

ie schauen aus dem Fenster und sehen mehr Schmutz als Landschaft? Und am Backofen können Sie ablesen, was es in den vergangenen ­Monaten zu essen gab? Dann ist der traditionelle Frühjahrsputz doch die Gelegenheit, die Wohnung w ­ ieder auf Hochglanz zu bringen. Bewährte Hausmittel reinigen gründlich, ohne ­Natur und Gesundheit zu belasten. Eine wirkungsvolle Alternative zu chemischen Reinigern ist Essig. Damit lassen sich Kalkflecken in Küche, Bad und Toilette problemlos entfernen. Auch zum Entkalken von Küchengeräten eignet er sich gut. Und mit Kochsalz zu einer Paste vermischt, wird Essig zu einer wirkungsvollen Scheuermilch, die hartnäckige Verschmutzungen entfernt. Fettflecken auf nicht waschbaren Textilien verschwinden mit Backpulver: Es zieht das Fett aus dem Gewebe. Den Fleck bestreuen und das Pulver locker abschütteln. Die Stärke bleibt an der fleckigen Stelle haften – nach einer kurzen Einwirkzeit dann vorsichtig ausbürsten. Backpulver ist auch ein gutes Hilfsmittel, um graue Vorhänge wieder weiß zu bekommen. Bei einem stark verschmutzten Backofen hilft eine Idee aus Omas Trickkiste: Den Saft einer Zitrone und etwas ­Wasser in eine feuerfeste Form geben und die Flüssig­keit im Ofen verdampfen lassen. Das weicht eingebrannte Speisereste auf.

Foto: iStock – Yuri Arcurs + PeopleIMages

M e h r K ö r p e r e i n s at z , weniger Reiniger

Frühjahrsputz für Elektrogeräte Sorgfältig gepflegt, a­ rbeiten Kühlschrank, Wasch­maschine & Co. effizient. ➜ www.energie-tipp.de/pflegen

Wenn Sie auf ein chemisches Putzmittel nicht komplett verzichten möchten, sollten Sie es niedrig dosieren – oft genügt ein Spritzer. Und dann kräftig schrubben, am besten mit Mikrofasertüchern. Ihre Struktur verstärkt den mechanischen Reinigungseffekt und sie sind immer wieder verwendbar. Omas Ratschläge sind nicht nur umweltschonend, sie sparen auch Geld und vermeiden Müll. Aber: Nicht alles, was früher praktisch war, ist heute noch sinnvoll. So sollte niemand mehr seine Fenster mit Zeitungspapier putzen. Die Druckerschwärze kann auf das Glas und den Rahmen abfärben. Was stattdessen hilft? Sie ahnen es – Essig macht die Fenster streifenfrei.  Wer den Geruch von Essig nicht mag, kann Verkrustungen in der Küche auch mit einer Sodalösung (1 Esslöffel Soda je Liter Wasser) umweltschonend entfernen.  11


L e b e n & g e n i e SS e n

ch Bärl au n finden, Wo Sie ih it alles dam was sich sst: machen lä e/ p ip .d energie-t nde warenku Einkaufszettel Bildcode scannen und Zutatenliste der Rezepte aufs Smartphone laden

Riesengarnelen

Zutaten (für 4 Personen) 1/2 Bund Bärlauch 1 rote Chilischote 3–4 Knoblauchzehen 3 EL Olivenöl 150 g Butter 450 g rohe Riesen­garnelen, ohne Schale und entdarmt Abrieb von 1 Bio-Zitrone 1–2 EL Zitronensaft Salz und Pfeffer 1 Baguette

Der frühling schmeckt

Bärlauch

Im Frühling steigt Spaziergängern sein würziger Duft in die Nase: Der Bärlauch wächst! Mit seiner gesundheitsfördernden und heilenden Wirkung ist der waldknoblauch viel mehr als nur ein Wildkraut. Die Gewürzpflanze gibt vielen Speisen eine ganz besondere Note.

1 2 


L e b e n & G e n i e SS e n

Spaghetti

Zutaten (für 4 Personen) 2 Bund Bärlauch 250 ml Olivenöl 50 g Pinienkerne 80 g geriebener Pecorino Salz und Pfeffer 400 g Spaghetti 200 g Zucchini 150 g gekochter Schinken

Kartoffelsuppe Fotos: Food Centrale Hamburg – Kramp & Gölling

Zutaten (für 4 Personen)

Riesengarnelen in ­B ärlauch-Zitronen-Butter

350 g Kartoffeln, ­mehlig kochend 2 Zwiebeln 60 g Butter 750 ml Gemüsebrühe 4 Scheiben Bacon 3 Scheiben Toastbrot 1 Bund Bärlauch 100 ml Schlagsahne Salz und Pfeffer

Spaghetti mit feinem Bärl auchpesto

1 Bärlauch in feine Streifen schneiden, Chilischote halbieren, entkernen und fein würfeln. Knoblauch pellen und in Scheiben schneiden. 2 Olivenöl und Butter mit Chili­und Knoblauch kurz erhitzen. Garnelen auf Pfännchen verteilen, das Öl-­ Butter-Gemisch darüber verteilen und im heißen Ofen bei 220 Grad auf der zweiten Schiene von unten 8 bis 10 Minuten garen. 3 Bärlauch sowie Zitronenschale und -saft unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und mit geröstetem Baguette servieren.

1 Bärlauch fein hacken, mit etwas Olivenöl im Mörser zer­stampfen. Pinienkerne fein hacken und mit Bärlauch, Pecorino, Salz, Pfeffer und restlichem Olivenöl zum Pesto verrühren. 2 Spaghetti in kochen­dem Salzwasser nach Packungs­ anweisung garen. Zucchini fein raspeln, Schinken in Streifen schneiden. 3 Nudeln abgießen und mit Zucchini und Schinken mischen. Sofort mit dem Bärlauchpesto servieren.

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten Pro Portion Kalorien: 589, Joule: 2462, Protein: 27,2 g, Fett: 41,3 g, Kohlen­ hydrate: 27,6 g

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten Pro Portion Kalorien: 1077, Joule: 4525, Protein: 27,5 g, Fett: 75,3 g, Kohlenhydrate: 74,8 g

Kartoffel-Bärl auch-suppe mit knusprigen Bacon-Chips

1 Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Zwiebeln häuten, fein würfeln und mit den Kartoffeln in einem Topf in 30 g heißer Butter anschwitzen. Mit Brühe ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 Minuten kochen lassen. 2 Bacon-Scheiben quer halbieren, in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Toastbrot in Würfel schneiden, restliche Butter im Speckfett schmelzen, Brotwürfel goldbraun braten. Bärlauch in Streifen schneiden, zur Suppe geben und mit Sahne alles fein pürieren. 3 Suppe mit Salz und Pfeffer würzen und mit Bacon-Chips und Croûtons servieren. Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten Pro Portion Kalorien: 349, Joule: 1465, Protein: 5,6 g, Fett: 26,6 g, Kohlenhydrate: 22,2 g

 13


zu Hause

Energiesparlampe trotz Quecksilber? Energiesparlampen arbeiten effizient. So mancher Kunde scheut den Kauf wegen ihres Quecksilbergehalts. Doch ist das wirklich ein Problem?

Quecksilber und Strom

Foto: Getty Images – Fuse

Impressum Herausgeber: SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH, Bismarckstr. 51 24534 Neumünster Telefon 04321 202-0, Fax 04321 202-386 E-Mail marketing@swn.net; Redaktion: Martina Brandt, Ute Goldbeck, Annika Rumpf (SWN), Kerstin Weber, Andrea Melichar (Ass.); Verlag: trurnit Hamburg GmbH, Friesenweg 5.1, 22763 Hamburg; Gestaltung: Petra Kargl, trurnit Publishers GmbH; Druck: hofmann infocom GmbH, Emmericher Straße 10, 90411 Nürnberg; Fotos: Christian Köster, IN.MEDIUM GmbH Werbeagentur (S. 3, 4, 5) Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG (S. 6); Papier: Circle Matt White Recycling

1 4 

Quecksilber gelangt – neben anderen Schadstoffen – bei der herkömmlichen Strom­erzeugung in die Umwelt, da es als Begleitmineral in Stein- und Braunkohle enthalten ist. Die Kohlekraftwerke Deutschlands stoßen rund sieben Tonnen des Metalls pro Jahr aus, so ein Gutachten des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik. Umgerechnet auf den deutschen Strommix bedeutet das: Bei der Produktion jeder Kilowattstunde elektrischer Energie entstanden laut Umweltbundesamt 2014 rund 0,01 Milligramm Quecksilber. Daraus folgt: Wer auf herkömmliche Glühlampen statt auf energieeffiziente Technik setzt, holt sich zwar kein Quecksilber in die eigenen vier Wände. Wegen des deutlich höheren Stromverbrauchs der Glühlampen entweicht jedoch wesentlich mehr des Metalls in die Umwelt.


zu Hause

2

Warum kommt Quecksilber in SparL ampen zum Einsatz?

1

Was ist ­Q uecksilber?

Quecksilber ist als einziges Metall bei Raumtemperatur flüssig. Das wussten schon die alten Griechen, die es ­Hydrargyros nannten. Das ­bedeutet flüssiges Silber. ­Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung benetzt Quecksilber seine Unterlage nicht, sondern bildet linsenförmige Tropfen. Es ist wie jedes Metall elektrisch leit­fähig und tritt in reiner Form in der Natur auf. Ab einer bestimmten Konzentration ist Quecksilber für Lebewesen giftig. Es schädigt das Immun- und Nervensystem. Das Ri­siko für Menschen geht vor allem von organischem Quecksilber aus, das über die Nahrung aufgenommen wird und sich beispielsweise in ­einigen Fischarten anreichert.

Wie alle Leuchtstofflampen enthalten auch Energiesparlampen ein quecksilberhaltiges Gasgemisch, das unsichtbares UV-Licht abgibt und die Glasbeschichtung zum Leuchten bringt. Nach der sogenannten RoHS-Richt­ linie gilt in der EU eine Höchstmenge von 2,5 Milligramm (mg) Quecksilber je Lampe. Hochwertige Modelle nutzen weniger als 1,5 mg oder Quecksilberlegierungen, um das Entweichen des Quecksilbers zu unterbinden, falls die Lampe bricht. Doch selbst wenn das passiert, gibt es keinen Grund zur Sorge, ­bestätigen Experten. Aufgrund der geringen Mengen – den Wert muss der Hersteller ­gemäß EU-Verordnung auf der Verpackung angeben – besteht demnach kein Risiko.

3

Was tun, wenn eine Energiesparl ampe zerbricht?

Alle Fenster öffnen, den Raum verlassen und 15 bis 30 Minuten lüften. Das reicht, um die Konzentration in der Raumluft deutlich zu reduzieren. Dann Gummihandschuhe anziehen und die Splitter auf glatten Flächen mit einem geknickten Karton aufsammeln, mit feuchtem Papier nachwischen. Auf Teppichen die Splitter mit Klebeband a­ ufnehmen. Nicht staubsaugen, weil die Abluft das Quecksilber in der Raumluft verteilt. Die Lampen­reste samt Scherben in einem Plastikbeutel oder Schraubglas fest verschließen und auf einem Recyclinghof oder bei einer Schadstoffsammelstelle abgeben. Aber auch wer unbedarfter mit einer zerbrochenen Energiesparlampe umgeht, setzt sich keiner Gefahr aus – das bestätigen die Experten von der Stiftung Warentest.

Noch sparsamer

4

Alternativen zu Quecksilber: Welche GIBT ES?

Die Stiftung Warentest empfiehlt Energiesparlampen mit Amalgamtechnik und einem doppelten Hüllkolben. Amalgam ist eine metallische, bei Zimmertemperatur feste Quecksilberverbindung. Zerbricht eine solche Lampe im kalten Zustand, entweicht das Quecksilber nicht in die Atemluft. Die Lampen benötigen aber länger, bis sie ihre maximale Helligkeit erreichen. Forscher haben zudem komplett quecksilberfreie, dimmbare Kompaktleuchtstofflampen entwickelt, ­deren Lichtausbeute sogar zehn Prozent besser ist als die herkömmlicher Modelle.

35 %

weniger Energie verbrauchen LED-Leuchtmittel im Vergleich zu herkömmlichen Energie­ sparlampen – bei identischer Lichtausbeute.

5

Wie entsorge ich EnergieSparl ampen?

Hat eine Energiesparlampe ausgedient, dann gehört sie auf den Wertstoffhof oder in einen speziellen Sammel­ behälter. Diese stehen mittlerweile in fast allen Geschäften von Einzelhändlern, die Sparlampen verkaufen. Ihre Entsorgung im Hausmüll oder Glascontainer schädigt die Umwelt. Denn bestimmte Bauteile lassen sich so nicht recyceln und Quecksilber ­sowie Amalgam könnten in den Boden oder die Luft ­entweichen.

 15


r ät s e l

Segelbootfahrt

traurig

Abk.: Hausmeister

Sittenlehre

sorgfältig, exakt Rufname Laudas

6

Wahlzettelkasten

8

deutsche Vorsilbe

Zeitanzeiger an der Kirche

Fels, Schiefer

Augenschließfalte

5

Rätseln und gewinnen Die Buchstaben aus den blau um­randeten Kästchen der Reihenfolge nach rechts eintragen und fertig ist das Lösungswort.

Ausdruck d. Überraschung

Gründer der Sowjetunion

Kleinwagen von Ford

13. März 2017

kanad. Presseagentur (Abk.)

3

3

arab. Zupfinstrument

Vorzeichen

4

germanische Gottheit

Ausruf des Schauderns

Jubelruf

englisch: uns

5

6

8

1

4

9

10

Smarter Navigieren Der Weg zum Gewinn Schicken Sie uns das Lösungswort, Ihren Namen, Ihre Anschrift und Telefonnummer per Post, Fax, E-Mail oder als WhatsApp. SWN Stadtwerke Neumünster GmbH Stichwort: Rätsel Bismarckstraße 51 24534 Neumünster Fax 04321 202-542 E-Mail raetsel@swn.net WhatsApp 0171 8630010 Lösungswort des Kreuz­wort­rätsels in Heft 4/2016: PIPELINE Über das Raclette-Gerät freuten sich Sonja Hüsemann aus Neumünster, Johannes Diedrichs aus Sommerland und Lutz Kaeselau aus Boostedt. Wir wünschen viel Spaß in geselliger Runde und guten Appetit!

Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie einen von drei Fahrradcomputern mit Navigationsfunktion!

Smartphone nicht im Gewinn enthalten

Der Weg ist das Ziel, so heißt es. Doch nicht wenige Radler finden oft erst über Umwege dahin. Mit dem Fahrradcomputer CicloSport HAC 1.1 SPD Smartnavic blei­ben Sie auf dem richtigen Weg! Einfach die zugehörige „Komoot“-App auf dem Smart­-

phone installieren, sie überträgt Navigationshinweise, Geschwindigkeit, Strecke und Fahrzeit per Bluetooth auf das Display des Fahrradcomputers. Das Smartphone lässt sich unterwegs sicher in der Tasche oder im Rucksack aufbewahren. 

Einsendeschluss: 13. März 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Sammeleinsendungen bleiben unberücksichtigt, die Teilnahme über Gewinnspielvereine sowie automatisierte Dienste ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme akzeptieren Sie die folgenden Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle, die mindes­tens 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Jede Person darf nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen. Die Teilnahme über automatisierte Massenteilnahmeverfahren Dritter ist un­zulässig. Der Gewinn wird unter den Einsendern mit den richtigen Lösungswörtern verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wird nicht in bar ausbezahlt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Sofern sich der Gewinner auch auf eine erneute Gewinnerbenachrichtigung nicht innerhalb von zwei Monaten meldet, erlischt der Anspruch auf den Gewinn und es wird ein Ersatz­gewinner ausgelost. Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschlands. Alle personenbezogenen D ­ aten werden ausschließlich zum Zweck des Gewinnspiels erfasst und verwendet und nach Ablauf der Verlosung gelöscht.

T O E R N

R

SICHER

7

7

Kastenmöbelstück

Siegesfreude

B E A T R U L E B T

2

Gangregler der Uhr

Einsendeschluss ist der 2

Lösungswort: 1

Kontinent

9

10 sehr kleines Teilchen

französisch: ich

niederl.: ich

natürlich|SWN! — Frühling 2017  

Kundenmagazin der Stadtwerke Neumünster

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you