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Ausgabe Nr. 21

September 2013

STADTWERKE-MAGAZIN Information für Kunden und Partner der Stadtwerke Löbau GmbH www.sw-l.de • info@sw-l.de

Telefonnummer bei Havarie 03585/86670

Energieversorgung für Löbau in einer Hand Stadtwerke betreiben künftig auch das Gasnetz Die Stadtwerke Löbau GmbH erhielten die Gaskonzession für Löbau, Ebersdorf und Kittlitz

Der Betrieb von Versorgungsnetzen in einer Region wird durch einen Konzessionsvertrag zwischen Gemeinde und Versorgungsunternehmen geregelt. Verträge über Konzessionen werden für die Nutzung öffentlicher Straßen, Wege, Plätze und sonstiger Verkehrsflächen zur Versorgung mit Gas, Wasser, Elektrizität auf kommunaler Ebene geschlossen. Viele solcher Konzessionsverträge wurden in den 1990er Jahren für einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschlossen und laufen nun aus. Die Konzessionen werden daher bereits vor Vertragsablauf durch die Gemeinden neu ausgeschrieben, damit sich Versorgungsunternehmen dafür bewerben können. Die Stadtwerke Löbau GmbH hat sich am Ausschreibungsverfahren für die Gaskonzession in Löbau, Ebersdorf und Kittlitz beteiligt und auf Grund ihres vorgelegten Angebots den Zuschlag erhalten. Mit dieser Konzession für den Gasnetzbetrieb wird die Stadtwerke Löbau GmbH nun ganzheitlicher Energieversorger für die Große Kreisstadt Löbau. Das heißt, die

Stadtwerke Löbau werden neben den Trinkwasser-, Abwasser-, Strom- und Fernwärmenetzen künftig auch das Gasnetz in Löbau betreiben. Derzeit laufen die Verhandlungen zur Übernahme des Gasnetzes durch die Stadtwerke Löbau. Zeitgleich treffen die Stadtwerke Löbau intern Vorbereitungen für den künftigen Betrieb der zusätzlichen Gasnetzsparte. Dazu werden Mitarbeiter qualifiziert, Technik angeschafft und die erforderlichen Räumlichkeiten vorbereitet. Die Übernahme des Gasnetzbetriebes durch die Stadtwerke Löbau GmbH wird für die Gaskunden in Löbau ohne Versorgungsbeeinträchtigungen erfolgen. Die sichere Versorgung mit Erdgas ist gewährleistet. Für alle Erdgasnutzer in Löbau wird mit der Übernahme des Gasnetzbetriebes durch die Stadtwerke Löbau die Kundenbetreuung in altbewährter Weise, wie bei allen bisherigen Versorgungsbereichen auch, durch die Mitarbeiter der Stadtwerke Löbau GmbH erfolgen.

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Energieversorgung für Löbau. in einer Hand. Seite 1 R

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Gut gemeint aber, nicht immer richtig gemacht Wohlfühlen und Energiesparen. Seite 2 R

Ein Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte Feuerwehrjubiläen in Rosenbach Energielexikon Seite 3

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Öffnungszeiten Montag Dienstag Donnerstag Freitag Kassenschließzeiten

Joachim Neumann, Heiko Müller und Veit Seeliger (v.l.) sind für den künftigen Bereich Gasnetz der Stadtwerke Löbau GmbH zuständig

Kontakt:

Stadtwerke Löbau GmbH 02708 Löbau, Georgewitzer Straße 54 Tel.:0 35 85 86 67-0 Fax:0 35 85 86 67 50 E-Mail: info@sw-l.de, Web: www.sw-l.de

Impressum:

Herausgeber: Stadtwerke Löbau GmbH, 02708 Löbau, Georgewitzer Straße 54 Verantwortlich für den Inhalt: Andreas Berthold, Geschäftsführer der SW-L GmbH Satz/Layout: Werbeagentur Media-Light Löbau, Ernst-Thälmann-Str. 63, 02708 Großschweidnitz Auflage: 10.400 Stück Verteilung: Einleger im Stadtjournal Löbau

08.00 – 16.00 Uhr 08.00 – 18.00 Uhr 08.00 – 16.00 Uhr 08.00 – 12.00 Uhr 12.00 – 13.00 Uhr oder nach Vereinbarung


Ausgabe 21 September 2013

Gut gemeint zwar, aber nicht immer gut und richtig gemacht

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Im Laufe und nach den zurückliegenden teils erheblichen Unwetter- bzw. Niederschlagsereignissen wie sie beispielsweise am zweiten Juniwochenende (8./9. Juni 2013) aufgetreten sind, gab es vermehrt im ländlichen Raum des Verbandsgebietes des AZV Löbau-Nord, Störungen und Schäden an den öffentlichen Abwasseranlagen infolge von eindringendem Fremdwasser.

Wie der AZV festgestellt hat, waren durch Anwohner diverse Schachtdeckel auf öffentlichen Straßen gezielt geöffnet worden, um das anfallende Regenwasser abfließen zu lassen. Die vorhandenen Abwasseranlagen, also Kanäle und Kläranlagen sind für die Beseitigung des Schmutzwassers dimensioniert und nicht für die zusätzliche Aufnahme von Regenwasser oder gar Hochwasser.

Die zusätzliche Fremdeinleitung von Wasser ist deshalb nicht nur verboten, sie führt auch zu wesentlich größeren Schäden, als es das anstehende Hochwasser selbst verursacht, so wie auch bei den Ereignissen des Hochwassers im Juni 2013 geschehen. Die Folge: Das Wasser in den oberen Gebieten fließt „gefühlt“ schneller ab, drückt aber in die häusliche Kanalisation tieferliegender Grundstücke zurück und verursacht dort Schäden in Gebäuden.

Wohlfühlen und Energiesparen – Wie geht das?

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Gerade in der kalten Jahreszeit werden sich viele Menschen der Kosten für eine warme Wohnung bewusst. Denn behagliche Wärme hat ihren Preis. Und doch müssen sich eine angenehm temperierte Wohnung und ein hoher Wärmeverbrauch nicht zwangsläufig bedingen. Oftmals reicht die Beachtung von einfachen Regeln, um die Heizkosten möglichst niedrig zu halten. Als Nutzer können Sie die Höhe Ihrer Heizkosten durch energiebewusstes Verhalten wesentlich mit beeinflussen. Hier einige Hinweise zum Umgang mit der Heizungsanlage, die Ihren Komfort sichern und beim Sparen helfen können.

- Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht!

Stellen Sie nur die Temperatur ein, die wirklich benötigt wird. Die Raumtemperatur sollte folgende Werte nicht überschreiten: In Wohn- und Kinderzimmer empfiehlt sich eine Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad. Dazu wird das Thermostatventil an der Heizung auf die Stellung 3 gebracht. In Küche und Schlafzimmer können 18 Grad schon genügen; das Thermostatventil steht dann zwischen 2 und 3. Im Flur schließlich werden 15 Grad - Ventilstellung 2 - als angemessen angesehen. Natürlich können Sie es auch wärmer haben, Seite 2

In der weiteren Folge dieser unnötigerweise herbeigeführten Überlastung kam es leider auch zu einem zeitweisen Ausfall einer Ortskläranlage. Problematisch sind nicht nur die Schwierigkeiten, die sich daraus im Netzbetrieb der Abwasseranlagen des AZV Löbau Nord ergeben. Im öffentlichen Bereich (Straßen, Fußwege) stellt das Öffnen von Schachtdeckeln einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr im Sinne von § 315b Strafgesetzbuch dar. Die Strafen für ein solches Vergehen sind im Falle einer Strafverfolgung nicht unerheblich. Deshalb der dringende Hinweis des AZV Löbau Nord: Sollte bei solchen Witterungsunbilden Wasser in Ihr Haus eindringen, pumpen Sie dieses ins Freie, also auf die Straße oder in den Garten. Öffnen Sie auf keinen Fall die Kanaldeckel!

aber bedenken Sie bitte: Jede Erhöhung der Raumtemperatur um ein Grad führt zu einem Energiemehrverbrauch von 6 Prozent. Nach Erreichen der jeweils eingestellten Raumtemperatur kann der Heizkörper abkühlen. Das Thermostatventil regelt automatisch nach, um die Raumtemperatur auf Dauer zu halten. Nicht sinnvoll ist es also, das Thermostat auf Maximum zu stellen, um eine Wohnung schnell aufzuheizen. Eine kühle Wohnung wird auch bei einer mittleren Stellung rasch wieder warm.

- Stellen Sie die Heizung nicht völlig ab!

Ein Zurückstellen der Thermostatventile in der Nacht ist normalerweise nicht erforderlich, da die zentrale Regelung in dieser Zeit die Temperatur des Heizungswassers und so auch die Raumtemperatur absenkt. Stellen Sie im Winter nur bei längerer Abwesenheit die Thermostatventile auf 15 bis 17°C zurück. Verzichten Sie auf eine stärkere Auskühlung, die Wiederaufheizung kostet mehr Energie als durch das Abschalten eingespart wurde. - Lüften Sie kurz und richtig!

Lüften Sie Ihre Wohnräume wenigstens drei bis vier Mal am Tage für wenige Minuten bei voll geöffnetem Fenster und stellen Sie das Thermostatventil am Heizkörper in dieser Zeit auf die Stellung 0. Die Zimmerwärme ist in den Möbeln und Wänden gespeichert und geht nicht verloren. So haben Sie recht schnell wieder Ihre angestrebte Wohlfühltemperatur zurück. - Halten Sie die Heizkörper frei! Verdecken Sie die Heizkörper und das Thermostatventil nicht mit Gardinen, Möbeln oder Handtüchern. Damit verhindern Sie das Ausbreiten der Wärme im Raum unnötigerweise.


Ausgabe 21 September 2013

Ein Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte

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Das deutschlandweite Projekt „Stromsparcheck“ ist auch im Landkreis Görlitz erfolgreich gestartet worden. Haushalte, die ALG II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, können im Rahmen dieses Projektes bei der SAPOS gGmbH in Görlitz eine Beratung zum Energiesparen kostenfrei in Anspruch nehmen. Eine Terminabsprache unter 03581/318890 genügt und ein geschulter Energiesparhelfer kommt ins Haus. Er überprüft den Stromverbrauch und gibt Ihnen die ersten Tipps, wie Sie im Haushalt Strom – aber auch Wasser – sparen können. Aber er zeigt Ihnen auch praktisch und ganz individuell, wie Sie das erreichen und dabei Ihren gewohnten Wohnkomfort erhalten können. Die Erfahrungen aus dem Projekt des Bundesministeriums für Umwelt, der Energieagenturen Deutschlands und der Caritas Deutschland zeigen: Das Einsparpotential der inzwischen schon beratenen Haushalte liegt bei bis zu 100 € pro Jahr. Hinzu kommen die kostenlosen Soforthilfen zum Sparen von Strom und Wasser im Wert von bis zu 70 €, die einmalig und kostenfrei in den Haushalten ausgetauscht werden. Das können u. a. Energiesparlampen, Zeitschaltuhren oder Strahlregler für Wasserhähne sein.

Stadtwerke Löbau GmbH unterstützt Feuerwehrjubiläen in Rosenbach Das Wochenende vom 28. Juni bis 30. Juni 2013 stand in Rosenbach ganz im Zeichen der Feuerwehr. Gefeiert wurden an diesem Wochenende gleich zwei Jubiläen: 150 Jahre Feuerwehr Herwigsdorf und 10 Jahre Jugendfeuerwehr Rosenbach. Außerdem fand zur gleichen Zeit in der Gemeinde auch der diesjährige Kreisjugendfeuerwehrtag statt, bei dem etwa 380 Mitglieder von 40 Jugendfeuerwehren im fairen Wettkampf gegeneinander antraten. Auf Anfrage von Bürgermeister Roland Höhne hatten sich die Stadtwerke Löbau GmbH gern bereit erklärt, die Durchführung dieses besonderen Feuerwehrhöhepunktes mit einer finanziellen Zuwendung zu unterstützen.

Interesse an einer solchen Beratung? Dem zukünftigen Sparer entstehen keine Kosten! Mehr Information zu dem Stromsparprojekt gibt es auch unter www.stromspar-check.de oder direkt im Kundencenter der Stadtwerke Löbau GmbH.

ENERGIELEXIKON Buchstabe N Was ist ein Stromnetz? Was steckt hinter einem Netzbetreiber und warum gibt es Netzentgelte? Diese Fragen möchten wir in unserem Energielexikon diesmal beantworten. Prinzipiell ist ein Stromnetz ein weit gefächerter Begriff für ein Netzwerk aus elektrischen Stromleitungen, den dazugehörigen Einrichtungen wie Schalt- und Umspannwerken sowie daran angeschlossenen Kraftwerken und Letztverbrauchern, wie man in der Abbildung sehen kann.

lich dafür, dass das Stromnetz reibungslos funktioniert und ist damit auch der erste Ansprechpartner, wenn es zu Störungen kommen sollte. In der Regel ist der Netzbetreiber einer Region der dort ansässige Grundversorger, meist sind das die Stadtwerke , so wie auch in Löbau. Es gibt mittlerweile über 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland.

Wenn wir von einem Netzbetreiber eines Stromnetzes sprechen, müssen wir zuerst zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber und dem Verteilnetzbetreiber unterscheiden.

Erstere betreiben die Höchstspannungsnetze, die den Strom über große Entfernungen transportieren. Für den Endkunden von Bedeutung sind aber eher die Verteilnetzbetreiber, die den Strom bis zur Haustür liefern. Die Stromnetze, die die Verteilnetzbetreiber unterhalten sind meist im Mittel- und Niederspannungsbereich angesiedelt. Der Lieferant nutzt die Infrastruktur des Netzbetreibers und zahlt diesem dafür eine Nutzungsgebühr, die sogenannten Netzentgelte. Der Netzbetreiber bleibt dennoch verantwort-

Quelle: Stadtwerke Neumünster

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Mit UnterstĂźtzung der Stadtwerke LĂśbau

September 2013  

Kundenmagazin der Stadtwerke Löbau September 2013