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2 _ 2014

Das Magazin der Stadtwerke Osnabrück

FAHRRADFREU(N)DE

ALLTAG – BITTE DRAUSSEN BLEIBEN! NEUMARKT: SO WIRD ES LAUFEN!


INHALT

2 _ 2014 Liebe Leserinnen, liebe Leser, endlich Sommer, endlich wieder grillen, im Biergarten sitzen, ins Freibad gehen, sich auf dem Fahrrad die Sommerluft um die Nase wehen lassen – endlich spielt sich das Leben wieder draußen ab! Auch Fahrradfahren macht im Sommer besonders viel Spaß. Ist Ihr Drahtesel denn fit für den Sommer oder überlegen Sie gerade, wie Sie Ihr Rad herausputzen können? Die hier hat passionierte Osnabrücker Radfahrer getroffen, die zeigen, wie individuell so ein Zweirad sein kann. Endlich wieder Fußball – auch das gilt für diesen Sommer: Die sommerliche Fußballpause ist diesmal kurz – kaum ist die Bundesligasaison beendet, steht schon die WM an. Und bald werden die Deutschland-Farben wieder überall leuchten. Auch die Stadtwerke werden im Angesicht der WM schwarz-rot-gold. Auf Bussen, Autos und an ausgewählten Orten können Sie unseren Logoball finden und beim Gewinnspiel mitmachen. So schön die Sonne ist, gerade an hitzigen Sommertagen suchen wir nach lauschigen Winkeln, um ein wenig Abkühlung und Ruhe zu finden. Eben kleine Fluchten aus dem Alltag hinein in eine ganz eigene Welt – wo jeder Ausflug zum Kurzurlaub wird. Die hier gibt Einblick in die kleinen Fluchten von ganz unterschiedlichen Menschen.

LIEBLINGSORTE

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In diesem Sinne ein schöne Sommerzeit und natürlich viel Spaß beim Lesen der hier an Ihrem ganz persönlichen Lieblingsort! Ihre Stadtwerke Osnabrück Das Unternehmen Lebensqualität in der Region

KLEINE FLUCHTEN Jeder Mensch braucht hin und wieder kleine Fluchten vor der übrigen Welt. Lauschige Winkel. Verborgene Höhlen. Rückzugsorte, zu denen der Alltag keinen Zutritt hat. Wir haben uns auf die Suche nach solchen privaten Refugien gemacht.

ELEMENTAR

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NEUMARKT: SO WIRD ES LAUFEN!

Eines der größten Bauprojekte Osnabrücks – die Umgestaltung des Neumarktes – geht mit der Sperrung für den Autoverkehr in eine weitere Phase. Wir haben drei Verantwortliche, die gemeinsam mit ihren Teams diese Herausforderung angenommen haben, befragt.

WIR FÜR DIE REGION

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VON DER PFLICHT ZUR KÜR

Die ESOS GmbH, eine 100-prozentige Stadtwerke-Tochter, muss für Eingriffe in Natur und Landschaft einen Ausgleich leisten, einen Ersatz. Das Gesetz will es so. Doch was auf einer Streuobstwiese in Hellern geschieht, ist viel mehr als eine Pflichtübung. Hier geht es um Teilhabe, um Umweltbildung und Kreativität.

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Titelfoto: Bettina Meckel


BADETAG

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ZWEI FÜR ALLE FÄLLE

Damit sich in der Ferienzeit alle Badegäste wohlfühlen, stockt das Nettebad in den kommenden Wochen sein Team mit ehrenamtlichen Experten auf, die über ganz besondere Kompetenzen verfügen.

VOLLER ENERGIE

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GENAU MEIN DING!

Nele liebt seit jeher große Autos, Cedric ist von Berufs wegen wasserverrückt und Wiebke stinkt ihr Beruf überhaupt nicht. Die drei jungen Leute machen eine Ausbildung bei den Stadtwerken Osnabrück. Und zusammen mit rund 950 Stadtwerkern sorgen sie dafür, dass sich die Menschen in Osnabrück und in der Region wohlfühlen.

ORIGINAL REGIONAL

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„MAN MUSS DEN TIEREN WAS BIETEN!“

Seit 40 Jahren arbeitet Detlef Niebler schon im Osnabrücker Zoo, seit langem ist er Revierleiter im Menschenaffenhaus und bei den Elefanten. Voller Respekt, Zuneigung und mit viel Sachkenntnis erzählt er uns von seinen Lieblingstieren.

MEINE WM

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OSNABRÜCK IN BEWEGUNG

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FAHRRADFREU(N)DE

WM 2014: FÜR KNIPSER

Augen auf und losknipsen! Wir freuen uns auf viele spannende, lustige und kreative Fotos! Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas.

Fahrradfahren ist eine sehr individuelle Art der Fortbewegung. Was früher nur für Mountainbiker, Cross- oder Rennradfahrer galt, ist inzwischen das Motto vieler Freizeitradler und Menschen, für die das Rad Hauptverkehrsmittel ist: „Jedem das Seine.“

AUSSERDEM

14 KURZ NOTIERT 23 ENTDECKT 27 GEWINNSPIELE UND IMPRESSUM

In der Heftmitte: hier erleben & Osnabrücker Wissen 03


LIEBLINGSORTE Möchten auch Sie Ihren persönlichen Lieblingsort in der hier vorstellen? Dann schreiben Sie uns einfach unter hier.redaktion@swo.de

Kleine Fluchten

Alltag – bitte draußen bleiben!

Da kann der Himmel noch so blau und die Gesellschaft noch so angenehm sein – jeder Mensch braucht, um sich vollends wohl zu fühlen, hin und wieder seine kleinen Fluchten vor der übrigen Welt. Lauschige Winkel. Verborgene Höhlen. Rückzugsorte, zu denen der Alltag keinen Zutritt hat. Wir von der hier haben uns auf die Suche nach solchen privaten Refugien gemacht und sind allen, die uns ihre Türen geöffnet haben, ganz besonders dankbar. Es waren außergewöhnliche Erlebnisse der Gastfreundschaft, in das Innere dieser charmanten Trutzburgen heiterer Unabhängigkeit und unwiderstehlicher Individualität vordringen zu dürfen.

Fahrräder rausschieben. Gartengeräte in den Keller schleppen. Den alten Holztisch mit vereinten Kräften durch das Treppenhaus nach draußen bugsieren. Kabeltrommel besorgen. Den großen Monitor und die Spielkonsole anschließen. Der 16-jährige Jasper und sein Freund Ernesto haben ordentlich was zu tun, bevor ihr Rückzugsort auch tatsächlich zum Rückzugsort wird. Alle paar Wochen verwandelt sich der Fahrradschuppen im Garten von Jaspers Eltern in eine digitale Machtzentale, von der aus die Jugendlichen in ferne und zumeist würfelförmige Welten aufbrechen. Warum sie das nicht ganz bequem vom eigenen Zimmer aus tun? „Da besteht immer die Möglichkeit, dass zufällig jemand herein schaut und etwas von uns will“, erläutert Jasper die Vorteile der Abgeschiedenheit. Die Freiheit ungehemmten „Zockens“ gewährt Mutter Stephanie Graffe ihrem Ältesten gern hin und wieder: „Die Jungs benehmen sich wirklich gut“, lobt sie. „Im Sommer steht standardmäßig der Grill vor dem Schuppen – im Winter kommt der Heißlüfter zum Einsatz.“ Und wenn sich zu mitternächtlicher Stunde zwischen Kartoffelchips und Erdnüssen die jugendliche Begeisterung doch einmal in überschwänglichen Frequenzbereichen zu manifestieren anschickt? „Das war zwar bisher noch nie der Fall“, berichtet Stephanie Graffe und schmunzelt, „aber falls das passieren sollte, würde ich meinem Sohn eine SMS mit der Bitte um Ruhe schicken.“ So voller Möglichkeiten der Schuppen, so taktvoll und diskret die Mutter – was will man mehr?

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Ist Geborgenheit generell unsichtbar? Oder könnte sie sich in diesen wärmenden Lichtstrahlen, die die Morgensonne durch das Atelier von Franz Greife schweben lässt, verbergen? Der Rückzugsort des Osnabrücker Holzbildhauers ist einer jener unglaublichen Zauberräume, die nur wenige Minuten mit dem Fahrrad entfernt liegen – und sich doch am entlegensten Ende der Welt zu befinden scheinen. „Die Zeit, die ich in meinem Atelier verbringe“, sagt Franz Greife, „ist vor allem ein Rückzug zu mir selbst.“ Der Künstler lässt seinen Blick durch die Werkstatt schweifen – über die organisch geformten Skulpturen aus Eichen- und Weidenholz, die in den Ecken und Winkeln des rustikalen Fachwerkzimmers verharren. Um Balance und Zuversicht geht es Greife auch in seiner Arbeit. „Als Mensch sucht und strebt man ja eigentlich immer nach mentalem Gleichgewicht“, sinniert der 59-Jährige. „Hier in der Natürlichkeit und in der Stille meines Ateliers finde ich am besten den Weg in mein Inneres. Und aus dieser Ruhe und Konzentriertheit heraus, die mir mein Rückzugsort ermöglicht“, beschreibt er, „entstehen dann oft die Ideen für das nächste Projekt.“

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LIEBLINGSORTE

Nein, die Unberechenbarkeit des Augenblicks hat uns nicht durch einen plötzlichen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum ins sagenumwobene Bullerbü verschlagen – das Paradies für Luise (11 Jahre), Henrik (10), Frederik (7) und Johen (3) liegt gleich um die Ecke im Osnabrücker Umland mitten auf dem Bauernhof ihrer Eltern im Hier und Jetzt. Einen rundum kindgerechten Rückzugsort haben Barbara und Jochen Wietheger ihrem Nachwuchs da in liebevoller Eigenarbeit gezimmert. Und keine Frage, dass ihre Rasselbande dieses komfortable Baumhaus zu nutzen weiß. Der sonnendurchflutete Miniatur-Landsitz auf Stelzen bietet jede Menge Nischen zum Zurückziehen und Träumen: zum entspannten Schmökern, zum Basteln – oder auch mal zum produktiven Nichtstun. So genau verrät ein echter Zufluchtsort eben nicht, womit seine Bewohner gerade beschäftigt sind. Und wenn die Freundinnen und Spielkameraden zu Besuch kommen, dann dürfen natürlich auch sie die derben Holzstufen zur verwunschenen Gemütlichkeit herauf kraxeln. Genau wie Familienhund Holly und Kater Tommi.

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Es geht auch anders: An einen Rückzugsort ohne feste Verortung zieht Thorsten Dreyer sich in seiner Freizeit gern zurück. Mal mit der Familie und Hund Merlin, mal mit Freunden – und hin und wieder auch ganz allein. Alles, was der 43-jährige Fleischer aus dem Osnabrücker Land zum Entspannen braucht, ist eine ganz spezielle Umgebung: ungestörte Ruhe, weitläufige Natur – und jede Menge Wasser. Fischreiches Gewässer, versteht sich. Sonst macht das Ganze nämlich keinen Spaß. Denn ein bisschen sportlicher Ehrgeiz gehört für den zweiten Jugendwart des Osnabrücker Sportfischerclubs zur Erholung schon irgendwie dazu. Optimale Lieblingsplatzbedingungen herrschen für den Angler beispielsweise am Schwarzen See in Hollage. Eine Schar Mehlschwalben schießt über die Wasseroberfläche. Im Schilf ruft ein Blässhuhn nach seinen Küken. Über das Wäldchen am anderen Ufer zieht lautlos ein Kormoran. Thorsten Dreyer sitzt auf seinem Hocker unter dem grünen Schirm. Sitzt. Lächelt. Und schweigt. Drei Angeln hat er ausgeworfen – aber Hecht, Barsch und Zander lassen sich heute Zeit. So wie Dreyer. Warten. Lächeln. Schweigen. „Man kann beim Fischen auch leise Radio hören“, flüstert er. „Oder sich unterhalten – klar, das geht.“ Aber manchmal ist Schweigen eben auch schön. „Ich genieße hier einfach den krassen Gegensatz zum Alltag“, beschreibt er: „Keine Hektik. Kein Stress.“ Am frühen Morgen beißen die Fische besonders gut. Gegen Mittag ist der zweifache Familienvater dann wieder zuhause. „Es ist immer gut, bevor man zum Angeln geht, der Frau zu sagen, sie soll ein Stück Fleisch besorgen“, spricht er womöglich aus Erfahrung, „den Fisch kalkuliert man besser als Draufgabe ein.“

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ELEMENTAR

NEUMARKT: SO WIRD ES LAUFEN! Eines der größten Bauprojekte Osnabrücks – die Umgestaltung des Neumarktes – geht mit der Sperrung für den Autoverkehr in eine weitere Phase. Die Koordination aller überirdischen und unterirdischen Abbruch- und Umbaumaßnahmen mit dem Bus- und Reiseverkehr stellt die Organisatoren vor große Herausforderungen. hier sprach mit drei Verantwortlichen, die gemeinsam mit ihren Teams diese Herausforderung angenommen haben.

„KOMMUNIKATION IST ALLES!“ hier: Herr Vorreyer, ist das Ihr größtes Bauprojekt in Osnabrück? Lutz Vorreyer: Ich bin seit 1996 für Brückenbau- und Abbruchprojekte zuständig. Mein größtes Bauprojekt war die Schellenbergbrücke. Der Tunnelrückbau am Neumarkt ist aber das größte Abbruchprojekt. hier: Was macht diese Baumaßnahme so aufwendig? Lutz Vorreyer: Vor allem die Komplexität. Zum einen wollen wir den Neumarkt wegen des Busverkehrs nicht komplett sperren und Zufahrten zu allen Parkhäusern gewährleisten. Zum zweiten wurden damals alle Versorgungsleitungen oberhalb der Tunneldecke verlegt: Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation. Jetzt muss fast alles neu verlegt werden. Drittens können wir die ca. 160.000 Tonnen Füllmaterial nicht einfach in den Tunnel kippen, sondern können nur abschnittweise in kleinen Lagen von je 30 cm arbeiten. Die Statik ist kompliziert und wir müssen die Arbeitssicherheit im Blick haben. Jeder Bauschritt kann nur Hand in Hand mit allen Beteiligten umgesetzt werden: Verkehrsführung, Versorgungsleitungen, Verfüllung des Tunnels. AU EYER SENB TRAS VORR NST S Z IE T D U H L M FAC

hier: Wie koordiniert man so ein Projekt?

Lutz Vorreyer: Kommunikation ist das Wichtigste. Außerdem sind die richtigen Partner und die richtige Einstellung zum Projekt wichtig – im eigenen Zuständigkeitsbereich und projektbezogen. Jedes beteiligte Bau- oder Abbruchunternehmen hatte in der Ausschreibungsphase einen Vor-Ort-Termin und kennt die komplexe Situation. Wir Projektverantwortlichen treffen uns schon seit langem regelmäßig. Dieser Austausch zahlt sich jetzt aus: Wir haben einen guten Plan, aber können auch auf Unvorhergesehenes reagieren – schnell und flexibel, weil jeder um die Problemstellungen des anderen weiß. O ITER V ÜCK EKTLE T OSNABR PROJ D A ER ST BEI D

hier: Was kann den Zeitplan gefährden? Lutz Vorreyer: Ein extrem kalter Winter würde uns Probleme bereiten, aber auch Vandalismus oder Diebstahl an der Baustelle. hier: Was ist Ihr größter Wunsch für die Neugestaltung? Lutz Vorreyer: Für den Umbau wünsche ich mir, dass alle weiter so an einem Strang ziehen, wie bisher. Wenn alles passt, ist vieles möglich. Mein Ziel ist es, die Beschleunigungsprämie zu zahlen, weil wir vor dem geplanten Termin fertig werden wollen. Was die Neumarkt-Gestaltung betrifft, ist das wie eine Wohnungsrenovierung: Wenn die Tapeten abgerissen und die Möbel raus sind, macht es keinen Spaß, dort zu wohnen. Aber wenn alles frisch gestrichen und neu eingerichtet ist, umso mehr. Deshalb glaube ich, dass wir alle – wenn auch die anderen Veränderungen abgeschlossen sind – zufrieden auf das Ergebnis blicken können.

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AKTUELLE INFOS ZUM THEMA: Alle Informationen • zur Maßnahme Neumarkt finden Sie unter www.osnabrueck.de/neumarkt • zu den Auswirkungen auf den Busverkehr finden Sie Infos unter www.vos.info/Sperrung_Neumarkt

„WIR SIND GUT VORBEREITET.“ hier: Herr Sidortschuck, für die Autos ist der Neumarkt seit Anfang Juni gesperrt. Welche Konsequenzen hat der Umbau für den Busverkehr?

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Olaf Sidortschuck: Der Neumarkt bleibt während der ganzen Bauphase als Umsteigepunkt bestehen. So halten sich die Einschränkungen für die Fahrgäste in Grenzen, es ändern sich nur die Umsteigewege. Durch die zentrale Funktion des Neumarktes im Liniennetz sind aber alle Linien betroffen: Direkt, durch Haltestellenverlegung und im zweiten Bauabschnitt, wenn die Johannisstraße gesperrt wird, auch durch Umleitungen. hier: Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Olaf Sidortschuck: Wir sind gut vorbereitet, so dass wir flexibel auf den Baufortschritt reagieren können: Wir sind alle Umleitungswege und Ersatzhaltestellen mit allen Fahrzeugtypen abgefahren, unser Außendienst ist verstärkt unterwegs, um die Lage zu beobachten. Wir halten Reservepersonal bereit und haben unser Personal und die Mitarbeiter der Bahnhofsmission geschult, um die Fahrgäste vor Ort zu informieren und zu begleiten. Außerdem gibt es Informationsflyer, in denen alle geänderten Anfahrtspositionen übersichtlich dargestellt sind. Zudem werden alle aktuellen Informationen im Internet zu finden sein und unsere Mitarbeiter im Mobilitätszentrum am Neumarkt helfen weiter. Was wir für unseren Busbetrieb nicht einschätzen können: Wie verlagert sich der Autoverkehr durch die Sperrung und was heißt das für uns? Aber auch da finden wir eine Lösung. hier: Welche Wünsche haben Sie für den Neumarkt? Olaf Sidortschuck: Für mich ist es ein Erlebnis, bei so einem Projekt mit so vielen unterschiedlichen Aspekten dabei zu sein. Ich wünschte, viele Osnabrücker würden das auch so wahrnehmen. Wenn die komplette Neumarktgestaltung dann zu einer gesteigerten Attraktivität der Stadt führt, ist das ein Erfolg.

„FÜR BESUCHER ÄNDERT SICH NICHTS.“ hier: Herr Frauenstein, was bedeuten die Arbeiten am Neumarkt für auswärtige Besucher? Dieter Frauenstein: Für Besucher ändert sich nichts: Alle touristischen Ziele, Parkhäuser und Einkaufsmöglichkeiten sowie die Hotels sind erreichbar. Wer nach Osnabrück kommt, kann dazu auch weiterhin das Auto, den Reisebus oder die Bahn nutzen. hier: Welche Fragen haben auswärtige Busunternehmen, aber auch Unternehmen vor Ort, die mit auswärtigen Besuchern rechnen? Dieter Frauenstein: Wir wurden immer wieder gefragt, ob alles zugänglich und erreichbar bleibt. Busunternehmer möchten auch zu Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt, den Parkplatz am Dom ungehindert anfahren können. Einzelhandel und Gastronomie haben ein großes Interesse, dass die Parkhäuser genutzt werden können. Beides ist gewährleistet. Unsere Mitarbeiter stehen natürlich für Anfragen zur Verfügung, und auch die Internetseite der Stadt bietet aktuelle Infos.

DIETER FRAUENSTEIN LEITER TOURIST INFORMATION DER OSNABRÜCK – MARKETING UND TOURISM US GMBH

hier: Wird sich das touristische Angebot ändern, gibt es „Baustellenführungen“? Dieter Frauenstein: Wir warten ab, ob sich ein Bedarf abzeichnet. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Stadtführer die Baustelle beispielsweise im Rahmen einer Architektur-Führung einbeziehen. Außerdem haben Osnabrücker und Besucher über eine Webcam Einblick in den Baufortschritt und können eventuell vor Ort von einem Podest über den Bauzaun blicken. hier: Was wünschen Sie sich für den Neumarkt? Dieter Frauenstein: Dass alles reibungslos läuft und die Osnabrücker so begeistert von dem Projekt sind, wie wir Organisatoren. Und natürlich, dass der Neumarkt zu einem attraktiven Platz für Einwohner und Touristen wird.

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WIR FÜR DIE REGION

Mit vereinten Kräften geht es besser: Schüler mit Förderbedarf und Berufsschüler graben gemeinsam Löcher, pflanzen schwere Wurzelballen hinein und befestigen die Stämme an den Standhilfen, die Fachleute „Dreiböcke“ nennen. Hintergrund: Die ESOS GmbH (Energieservice Osnabrück GmbH) – eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Osnabrück – muss für Eingriffe in die Natur und Landschaft einen Ersatz leisten, eine Kompensation. Das Gesetz will es so. Doch was auf einer Streuobstwiese in Hellern geschieht, ist viel mehr als eine Pflichtübung. Hier geht es um Teilhabe, um Umweltbildung und um Kreativität.

Im Umgang mit Ausgleichsflächen hat sich die ESOS nämlich für eine aktive Gestaltung entschieden. Sie will mehr tun als nur ihrer Pflicht zu genügen. Das gilt auch für die ehemalige Ackerfläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum 2012 angelegten Klimawald. Maike Gering, Diplom-Geografin und Projektverantwortliche für die Kompensationsfläche in Hellern, hat dazu jede Menge Ideen. „Unser Ziel ist es – und gleichzeitig auch die Kür – den Osnabrückern diese Fläche als Raum für Erfahrungen unterschiedlichster Art anzubieten.“ Vor allem für Kinder und Jugendliche sei das Pflanzen, Pflegen und Ernten unter fachkundiger Anleitung ein Teamerlebnis mit nachhaltigen Folgen: „Hier können sie mit allen Sinnen Kompetenzen aufbauen und

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Fähigkeiten trainieren, die im Alltag und im Beruf immer wieder gefragt sind: Offenheit für neue Herausforderungen, Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen, Verantwortungsbereitschaft, Teamgeist und die Motivation, sich mit Themen nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen“, ist Maike Gering überzeugt. Da lag es auf der Hand, die Gestaltung der Wiese im Dezember 2013 mit einer Pflanzaktion mit Jugendlichen zu beginnen. Gemeinsam aktiv ohne Aufforderung Die vorbereitenden Arbeiten erledigten 21 Schüler der Fachrichtungen Gartenbau und Landwirtschaft an der Berufsbildenden Schule Haste. Während sie im Schulalltag


Wenn Sie die Streuobstwiese in Hellern erkunden möchten, z. B. zum Tiere beobachten, Pflanzen bestimmen, künstlerischen Gestalten, wissenschaftlichen Arbeiten, dann melden Sie sich bei: maike.gering@stw-os.de

meist Flächen planen und gestalten, deren Entwicklung sie nicht über einen längeren Zeitraum verfolgen können, können sie hier eine traditionelle Kulturform, nämlich den Anbau von Streuobst, langfristig begleiten. Begeistert setzten die Schüler ihr theoretisches Wissen drei Tage lang Spatenstich für Spatenstich in die Praxis um. Bereits am ersten Tag bekamen sie tatkräftige Unterstützung von zehn Jugendlichen aus der Montessori-Schule. „Was wir da erlebten, war einfach einmalig“, erinnert sich Maike Gering. Nur kurz arbeiteten die 30 Nachwuchsgärtner nach Gruppen getrennt, dann gingen die ersten Schüler mit Förderbedarf ohne Berührungsängste auf die Berufsschüler zu. Die bunt gemischte Gruppe packte schon nach kurzer Zeit mit vereinten Kräften gemeinsam an. Die Arbeit Hand in Hand beeindruckte. „Die Pädagogen haben gestaunt, wie schnell und unkompliziert die Schüler aufeinander zugingen und miteinander arbeiteten“, erzählt Maike Gering. Insbesondere bei den Montessori-Schülern wirkt die Aktion nach: „Heute wurden wir wieder mal, von Schülern gefragt, ob es wieder eine Baumpflanzaktion geben würde“, berichten Karin Bludau und Solveig Speidel von der Montessori-Schule. „Es ist wunderbar dann antworten zu können: Ja, im Dezember, und du bist wieder dabei.“ Die Aktion präge das Bewusstsein der Schüler über Abläufe in der Natur nachhaltig und: „Die gemeinsame Arbeit mit den Berufsschülern ist auch in Zeiten, in denen alle von Inklusion reden, für unsere Schülerinnen und Schüler etwas Außergewöhnliches.“ Facettenreiches Naturerlebnis Doch das Anlegen der Streuobstwiese ist erst der Anfang. Maike Gering betrachtet das Projekt als Chance, langfristig gemeinschaftliche Aktivitäten sowie das Umweltbewusstsein zu fördern: „Immerhin sind bis zu 5.000 Tierarten und eine große Anzahl von Wiesenkräutern auf einer

Streuobstwiese beheimatet.“ Die Wiese, die Bäume und später die Früchte – das alles soll mit vielen Kooperationspartnern gepflegt und genutzt werden. So werden sich auch in Zukunft Berufsschüler um Pflanzschnitt und Baumpflege kümmern. Einige Schulen würden die Früchte gerne in ihren von Schülerfirmen betriebenen Cafeterien verwenden. Schafe werden die Wiese kurz halten. Außerdem kann die Wiese ein Ort der Wissenschaft werden – für Studien oder Projekte. Es können Nisthilfen oder Insektenhotels gebaut werden, oder ein Malkurs kann die Wiese als Motiv entdecken. „Wir möchten hier eine Plattform für viele kreative Ideen anbieten“, sagt Maike Gering. Somit kann ein Ort für naturnahe und nachhaltige Bildungsprojekte entstehen, aber auch ein Treffpunkt für Menschen, die Natur- und Umweltschutz erleben und mitgestalten möchten. Und dann wird aus einer Kompensationsfläche ein wertvoller Erfahrungs- und Lebensraum für Mensch und Natur.

Kompensation ist in der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung der Ausgleich oder Ersatz für Beeinträchtigungen im Umgang mit Natur und Landschaft. Baumaßnahmen der ESOS GmbH (Energieservice Osnabrück GmbH – eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Osnabrück) auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausenkaserne zogen solche Kompensationsmaßnahmen (= Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) nach sich. Als Kompensationsfläche wurde das Gelände in Hellern ausgewählt, das direkt an den Klimawald anschließt, der bereits 2012 im Rahmen der KUKInitiative der Stadtwerke (KompetenzUmweltKlima) aufgeforstet wurde. Weitere Projektpartner: Waldpädagogikzentrum Ahlhorn; Forstamt Weser Ems; Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück; Weidelandschaften e. V.

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BADETAG

Ferienspaß im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad Badlotsen und DLRG-Wachgänger – das Konzept: Mit dem erfolgreichen Buslotsen-Programm der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) als Vorbild, hatten die Stadtwerke in den Sommerferien 2013 erstmals sogenannte „Badlotsen“ im Nettebad eingesetzt. Neun Mädchen und Jungen hatten sich gemeldet, um als Kümmerer vor Ort und auf Augenhöhe bei Fragen und Problemen anderen Jugendlichen zur Seite zu stehen. In diesem Jahr wird das erfolgreiche Nettebad-Badlotsen-Modell durch den Einsatz von DLRG-Wachgängern an den Wochenenden ergänzt. Sie verfügen alle über mindestens das „Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber“ und werden vor allem zur Unterstützung der Schwimmaufsicht eingesetzt. Ferienpass-Vorteile Die Ferienpassinhaber erhalten zehn Wertpunkte für freie Eintritte und zehn Wertpunkte für um 50 Prozent ermäßigte Eintritte in die drei Bäder der Stadtwerke. Für das Moskaubad und das Schinkelbad wird pro Besuch ein Wertpunkt abgestempelt. Bei der Nutzung des Ferienpasses im Nettebad werden pro Besuch jeweils zwei Wertpunkte abgestempelt. Im Nettebad erhalten die Ferienpassnutzer also bis zu fünf freie und fünf ermäßigte Eintritte. In allen drei Bädern können die Eintritte in den Sommerferien von Montag bis Sonntag ohne elterliche Begleitung eingelöst werden. Den Ferienpass gibt es auch in Verbindung mit einem Schülerferienticket, das für Fahrten mit Bus und Bahn in ganz Niedersachen und Bremen gilt. Der Doppelpack ist für 39 Euro im Mobilitätszentrum am Neumarkt und im Servicezentrum am Nikolaiort erhältlich. Gegenüber dem Einzelkauf von Ferienpass und Schülerferienticket sparen Kunden so drei Euro. Alle weiteren Infos zu den Vorverkaufsstellen, zum Ferienpass und zum Schülerferienticket finden Sie unter: www.ferienpass.osnabrueck.de und www.vos.info

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Leon weint. Gerade war das Chiparmband für seinen Schrank noch da. Jetzt ist es weg. Verschwunden. Einfach so. Irgendwo zwischen Indoor-Rutsche, Wellen- oder Whirlpool. Oben, am Crazy River, dreht es sich um ganz andere Dinge: Lea, Alina und Sarah geraten sich in die nassen Haare, wer denn nun mit wem und in welcher Reihenfolge die 82-Meter-Tour antreten soll. Und irgendwo im Umkleidebereich haben Michel und Thea ein neues, faszinierendes Spiel entdeckt: Die Türen der Umkleidekabinen knallen lassen. Ein ganz normaler Ferientag im Nettebad – Alltag für die Badlotsen und die Wachgänger der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft). Bis zu 75.000 Gäste tummeln sich in guten Monaten im Nettebad – und keine Frage: die Sommermonate dürften wohl wieder sehr gute Monate werden. „Der Ferienpass wird mit seinen Vergünstigungen an sieben Tagen in der Woche sicher diesmal noch mehr Besucher ins Nettebad locken“, ist sich Peter Lübker, stellvertretender Badleiter, sicher. Gerade Familien, die nicht in Urlaub fahren, kommen gerne ins Nettebad. „Das sind mehr Familien als man gemeinhin so denkt – der Trend geht zum Urlaub vor der Haustür“, spricht Peter Lübker aus seiner Erfahrung. Die Kehrseite des großen Andrangs: „Bei so vielen und so unterschiedlichen Menschen lassen sich Sorgen, Nöte und manchmal auch Differenzen nicht vermeiden.“ Damit sich alle Badegäste wohlfühlen, damit Fragen schnell geklärt und Unklarheiten umgehend beseitigt werden können, stockt das Nettebad in den kommenden Wochen sein Team mit ehrenamtlichen Experten auf, die über ganz besondere Kompetenzen verfügen, wie zum Beispiel die 14-jährige Svenja Dopslaff und die 16-jährige Jasmin Brosius. Sie sind auf Augenhöhe mit gleichaltrigen Besuchern und kommen deshalb leicht mit ihnen ins Gespräch. Und sie wissen, wie sie bei Problemen schnell helfen können. Geholfen haben ihnen dabei die Schulungen im Vorfeld. „Es ist toll, dass die Jugendlichen uns bei unseren Aufgaben hier im Nettebad unterstützen“, sagt Peter Lübker. „Schließlich gibt es bei uns während der Sommerferien eine Menge zu tun, und Leute wie Svenja und Jasmin sind eine wertvolle Unterstützung.“ Fachlich kompetent und menschlich engagiert Als Badlotsin wird Svenja zusammen mit einer Freundin von Montag bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Schwimm-

und Freizeitanlage unterwegs sein. „Wir helfen den Badegästen, sich im Nettebad zurecht zu finden und sind als Ansprechpartner im gesamten Bad einfach da“, berichtet sie von ihren Aufgaben. Natürlich achten die Lotsen auch darauf, dass die Haus- und Badeordnung eingehalten wird. Schließlich soll es allen hier gefallen. Hat sie keine Sorge, dass das Ganze in Stress ausarten könnte? Svenja schüttelt den Kopf: „Nein, ganz im Gegenteil“, weiß die 14-Jährige. Schließlich war sie bereits im vergangenen Jahr als Badlotsin aktiv. „Schon beim letzten Mal hat mir meine Aufgabe im Nettebad einfach sehr gut gefallen.“ Aber es ist nicht nur der Spaß: Svenja möchte später entweder Lehrerin oder Juristin werden. „Und da helfen mir die Erfahrungen, die ich hier im Umgang mit Menschen sammeln kann, bestimmt weiter“, betont sie. Und die Stadtwerke belegen das ehrenamtliche Engagement mit einem Zertifikat, das sie später bei Bewerbungen nutzen kann. Mehr Zeit und Muße für die Badegäste Eine Premiere für die Stadtwerke sind die DLRG-Wachgänger: Sie sind erstmals in diesem Sommer im Nettebad im Einsatz. „Ich bin schon sehr gespannt“, freut sich Jasmin auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe als DLRG-Wachgängerin. Erfahrung im Umgang mit Schwimmern und turbulenten Situationen hat die 16-Jährige reichlich: Zweimal in der Woche assistiert sie beim DLRG-Kinder-Training. „Außerdem führen wir Wachgänger auch Aufsicht bei Veranstaltungen wie Ruderwettbewerben oder dem Kanalschwimmen.“ Im Nettebad wird Jasmin in der Ferienzeit immer von Freitag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, unterwegs sein. „Die Wachgänger unterstützen das Badteam vor allem bei der Wasseraufsicht“, erklärt Peter Lübker. Kurzum: Trotz des großen Andrangs können sich so alle Badegäste im Nettebad wohlfühlen. Gut gelaufen Leon strahlt über das ganze Gesicht: Ein verlorener Garderobenchip? Für Badlotsin Svenja kein Problem. Sie hilft bei der Suche. Lea, Alina und Sarah werden vermutlich auch morgen noch gute Freundinnen sein – der Streit wurde schnell geschlichtet. Und Michel und Thea? Die spielen im Wasser und nicht mehr im Umkleidebereich. DLRG-Wachgängerin Jasmin patrouilliert derweil zufrieden am Beckenrand. Es ist alles okay.

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KURZ NOTIERT

PATENSCHAFT FÜR BUSHALTESTELLEN Was gut ist, kann noch besser werden. Frei nach diesem Motto haben die Stadtwerke Osnabrück zusammen mit den sechsten Klassen von vier Osnabrücker Schulen ein zunächst auf ein Jahr festgelegtes Pilotprojekt zur Haltestellensauberkeit ausgerufen. Denn auch, wenn der Zustand und die Ausstattung der Haltestellen kein Schwerpunkt bei den Beschwerden ist, so gibt es Momente, in denen Fahrgäste sich über Verschmutzungen ärgern. Haben auch Sie Interesse, eine Haltestellenpatenschaft zu übernehmen? Dann schreiben Sie uns an haltestellenpate@stw-os.de.

www.swo.de/haltestellenpate

www.msc-osnabrueck.com

COUNTDOWN FÜR E-MOBIL-BERG-CUP Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr im Rahmen des Internationalen Osnabrücker Bergrennens werden am 2. und 3. August wieder 30 verschiedene Fahrzeuge mit Elektro- bzw. Hybridantrieb am Uphöfener Berg in Hilter-Borgloh um den „Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück“ fahren. Am Samstag, 2. August, finden die Trainings- und Qualifikationsläufe aller Klassen zwischen 8:30 und 18 Uhr statt. Einen Tag später, am Sonntag, geht’s dann bei den Rennläufen von 8:30 bis 17 Uhr richtig zur Sache. Karten für das Bergrennen erhalten Sie im Servicezentrum der Stadtwerke Osnabrück am Nikolaiort. Kinder bis zehn Jahre haben freien Eintritt.

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WAS WÜNSCHEN SIE SICH IM MOSKAUBAD? Die Stadtwerke Osnabrück denken im Rahmen eines Projektes darüber nach, auf dem Gelände des Moskaubades eine Erweiterung des Freizeitangebotes zu realisieren. Wir freuen uns sehr, wenn Sie an dieser Befragung teilnehmen.

www.moskaubad.de/umfrage

PEDELEC-VERLEIH IM SERVICEZENTRUM Radeln mit Strom liegt absolut im Trend. Wer vor dem Kauf das Fahren mit elektrischem Rückenwind testen möchte, kann das ab sofort tun! Im Servicezentrum am Nikolaiort stehen zwei Pedelecs der Stadtwerke Osnabrück für Kunden zum Ausleihen bereit. Anmelden müssen sich Interessierte nicht. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich telefonisch unter 0541 2002-2002, per E-Mail an servicezentrum@stw-os.de oder persönlich im Servicezentrum am Nikolaiort 3/4 ein Elektrofahrrad reservieren lassen.

* Rechtsweg ausgeschlossen; keine Barauszahlung


KURZ NOTIERT

www.osnabrueck.de/greumumwelt

TERRA.VITA: DIE MIT EIGENEN KWKREGION ENTDECKEN ANLAGEN STROM UND WÄRME ERZEUGEN! Ein neues Angebot der Verkehrsgemeinschaft

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Energetische Gebäudesanierung – konkret!“ findet am Mittwoch, 18.06.2014, 18:30 Uhr ein Vortrag zum Thema „Mit eigenen Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Strom und Wärme erzeugen“ statt. Schwerpunkte des Vortrags: • Förderungen des Bundes für den Einbau und Betrieb, Hans-Peter Klein, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Eschborn. • 750 Euro Zuschuss für Keller-Kraftwerke, Tobias Wilken, Stadtwerke Osnabrück. • Technologien und Marktübersicht für KWK-Anlagen bis 5 kW el, Axel Lange, Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten, telefonisch unter 0541 323-3173 oder per E-Mail an umwelt@osnabrueck.de Veranstalter: Stadt Osnabrück, Fachbereich Umwelt und Klimaschutz Veranstaltungsort: Vortragssaal der Volkshochschule Osnabrück

Osnabrück in Kooperation mit dem Natur- und Geopark TERRA.vita richtet sich an alle, die Attraktionen im Osnabrücker Land klimafreundlich mit dem Bus ansteuern möchten. Zu einem Preis von 17,60 € pro Person kann mit dem TERRA.vita-Ticket drei Tage lang das gesamte Linienbusnetz in Stadt und Landkreis Osnabrück Land genutzt werden. Ein familienangehöriges Kind im Alter von sechs bis einschließlich 14 Jahren kann kostenlos mitfahren; Kinder bis fünf Jahren fahren generell kostenfrei. An Sonn- und Feiertagen ist bei Nutzung des FreizeitBusses auch eine kostenlose Fahrradmitnahme inklusive.

www.vos.info/aktuelles/ terravitabusticket.html

Die saftige Rote-Grütze-Torte ist das Lieblingsrezept von Gunda Kemper aus Osnabrück. Sie hat bei der Rezeptaktion in der hier Ausgabe 1/2014 mitgemacht. Aus den ersten zehn Einsendern wurde sie als Gewinnerin eines Bosch Styline Wasserkochers gezogen. Haben auch Sie ein Lieblingsgericht, das Sie teilen möchten? Dann machen Sie einfach mit und schicken uns Ihre besten Rezepte. So entsteht eine große Sammlung der schönsten Rezepte unserer Kunden zum Ausprobieren und Nachkochen. Geben Sie Ihr Lieblingsrezept entweder direkt im Servicezentrum ab, senden Sie es per Post an die Stadtwerke Osnabrück AG, Nikolaiort 3/4, 49074 Osnabrück oder per E-Mail an servicezentrum@stw-os.de. Immer um den 15. eines jeden Monats können Sie sich dann ein neues Rezept im Servicezentrum am Nikolaiort abholen. Das Rezept für den Monat Juni ist die Lachsforelle an Käsesoße.

NACH DER SCHULE UND IN DEN FERIEN GUT UNTERWEGS! Die Schülerfreizeitkarte bringt die große Flexibilität für Schüler. Sie gilt im gesamten Osnabrücker Land jeweils einen Monat von montags bis freitags ab 15 Uhr, in den Ferien (Niedersachsen) sowie an Wochenenden und Feiertagen sogar rund um die Uhr. • 13,00 Euro (VOS Tarif) bzw. 14,50 Euro (VOS Plus Tarif) • bei Kauf der Karte im ersten Ferienmonat entspricht der Gültigkeitszeitraum dem der Sommerferien • gilt im gesamten VOS Gebiet

Mit einer Torte zum Gewinn: Unsere Mitarbeiterinnen Mojisola Aluko und Karin Goltz überreichen Gunda Kemper den bei der Rezeptaktion gewonnenen Wasserkocher.

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VOLLER ENERGIE

Nele liebt seit jeher große Autos, Cedric ist von Berufs wegen wasserverrückt und Wiebke stinkt ihr Beruf überhaupt nicht. Was die drei jungen Leute eint: Sie machen eine Ausbildung bei den Stadtwerken Osnabrück. Zusammen mit rund 950 anderen Stadtwerkern sorgen sie dafür, dass die Menschen in Osnabrück und der Region sich in ihrer Stadt wohlfühlen. Warum die Ausbildung bei den Stadtwerken eben genau ihr Ding ist – das erzählen Nele, Cedric und Wiebke.

Nele Markmeyer weiß genau, was sie will: „Ich liebe es, große Autos zu fahren“, ist die spontane Antwort auf die Frage, wie sie auf eine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb kam. Denn wenn Nele von großen Autos spricht, sind nicht etwa luxuriöse Limousinen gemeint, sondern Busse. Vielleicht spielte auch eine gewisse familiäre Prägung und Affinität zu den Stadtwerken eine Rolle: Schon die Urgroßeltern waren hier beschäftigt und sowohl Opa als auch Vater waren Busfahrer mit Leidenschaft. Nele hat sie oft begleitet: „Papa sagt immer: Du hast Diesel im Blut!“ Als dann die Frage der Berufswahl anstand, machte Nele ein Praktikum bei den Verkehrsbetrieben: „Danach wusste ich: Das ist mein Ding.“ Seit Beginn ihrer Ausbildung im August 2013 hat Nele Markmeyer unter anderem die Mobilitätszentrum am Neumarkt kennengelernt und Kontrolleure in den Bussen begleitet. Außerdem hat sie in der Werkstatt mit angepackt: „Vielleicht lerne ich auch noch Mechatronikerin“, sagt die technikbegeisterte junge Frau. Derzeit überprüft sie mit ihren Kollegen im Streckendienst, ob entlang der Linien alles in Ordnung ist. Und nächstes Jahr, wenn sie 18 Jahre alt ist, beginnt sie mit der Fahrschule: „Ich freue mich riesig darauf, selbst hinter dem Steuer zu sitzen.“ Spaß an der Ausbildung hat Nele aber auch jetzt schon. „Die Aufgaben sind vielfältig, und der Umgang und die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist super“, berichtet Nele. Sie sei überrascht gewesen, wie schnell man sich überall dazugehörig fühle: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit allen auf Anhieb so gut auskomme.“ Auch wenn sie in der Berufsschule die theoretische Seite kennenlernt, sieht Nele den Schwerpunkt ihres Berufslebens in der Praxis: „Ich freue mich darauf, jeden Tag Verantwortung zu übernehmen, immer wieder anderen Menschen zu begegnen, die unterschiedlichen Linien zu fahren und damit einen kleinen Beitrag zu leisten, dass die Osnabrücker mobil und sicher unterwegs sind.“ Schichtdienst und frühes Aufstehen sind kein Problem für sie. Außerdem solle man ihrer Meinung nach nicht zu schüchtern sein, um auf unterschiedliche Situationen im Fahrbetrieb selbstbewusst reagieren zu können. „Und man darf natürlich keine Angst vor großen Autos haben“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

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Oft bringt ein Praktikum die Entscheidung bei der Berufswahl, manchmal braucht es auch mehrere Praxis-Einblicke, um den Traumjob zu finden. So war es auch bei Cedric Siefker. Er machte ein Praktikum im Maschinenbau und eines als Mediengestalter, bevor er im Nettebad als Praktikant arbeitete: „Als meine Mutter mich nach dem ersten Tag abholte, sagte sie nur: ‚Das ist es!‘, weil ich so gestrahlt habe.“ Das Lachen ist ihm auch in der Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe nicht vergangen. „Es gibt drei Bereiche und ihre Kombination macht den Beruf so abwechslungsreich und reizvoll“, erklärt der 17-Jährige. Der erste Bereich sei der Umgang mit Menschen. Als Cedric noch im Schinkelbad, seinem ersten Arbeitsplatz in der Ausbildung, war, hat er besonders gerne die Schnupperkurse für Wassergymnastik geleitet: „Von der Musikauswahl über die Übungen bis hin zur Einstellung des Hallenbodens muss man die Bedürfnisse und Erwartungen der Teilnehmer berücksichtigen. Wenn dann alles stimmt, die Menschen Spaß haben und lachend durch das Wasser tanzen, dann bin auch ich zufrieden“, erzählt er. Der zweite Arbeitsbereich sei die Technik: „Vor meinem Praktikum hätte ich nicht gedacht, dass dafür auch der ‚Bademeister‘ zuständig ist“, sagt er bei einem Gang durch den Keller des Moskaubades, in dem Leitungen, Schaltkästen und Filteranlagen untergebracht sind, ohne die der Badebetrieb eine Etage darüber nicht laufen würde. „Hier muss man sorgfältig arbeiten und genau alles im Blick haben – das macht den Beruf umso reizvoller.“ Den dritten Bereich umschreibt Cedric Siefker mit „Sport und Fitness“. Geschwommen sei er schon immer gerne. Während sich andere am frühen Morgen lieber noch mal rumdrehten, freue er sich aufs Schwimmtraining: „Schön, dass auch das zum Job gehört!“ Schließlich bereitet er sich so unter anderem auf die Prüfung für DLRG-Silber vor, die für alle Fachangestellte für Bäderbetrieb Pflicht ist: „Wir müssen im Ernstfall eingreifen können und deshalb körperlich fit sein. Natürlich müssen wir auch wissen, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen wir dann anwenden“, erklärt Cedric, der sich bei allem Spaß an der Sache auch der großen Verantwortung in seinem Beruf bewusst ist.

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VOLLER ENERGIE

Schon in der Schulzeit vor dem Fachabitur mit Schwerpunkt Pflege, stellte Wiebke Böök fest, dass sie gerne im Labor arbeitet. Sie ging auf die Suche nach Berufen, in denen die Labortätigkeit eine wichtige Rolle spielt, und entdeckte das Berufsbild der Fachkraft für Abwassertechnik. Seit August 2013 macht sie die entsprechende Ausbildung im Klärwerk in Eversburg und weiß, dass es eine gute Entscheidung war, eine Ausbildung bei den Stadtwerken Osnabrück zu machen. Zum einen, weil das Arbeitsklima und die Atmosphäre gut seien, aber auch, weil der Job sie fordert: „Hier muss man sehr genau, sorgfältig und oft auch schnell arbeiten. Da ist Fingerfertigkeit gefragt“, beschreibt sie die Mess- und Kontrollarbeiten im Labor, die sie am liebsten macht. Aber auch die technische Seite komme in ihrem Beruf nicht zu kurz: „Wir müssen uns auch mit den großen Anlagen draußen auskennen. Viele Reparaturarbeiten übernehmen zwar die Industriemechaniker, aber auch wir müssen erkennen, ob alles reibungslos funktioniert und mit anpacken, wenn etwas defekt ist“, sagt sie mit Blick auf die Becken, Hallen und Türme im Klärwerk. Schließlich seien die Fachkräfte für Abwassertechnik für die Steuerung aller Abläufe im Klärwerk verantwortlich. Ihre ehemaligen Mitschülerinnen hätten erstaunt bis entsetzt auf ihren Berufswunsch reagiert, erzählt Wiebke. „Die dachten, es stinkt überall fürchterlich und ich hätte nur mit Fäkalien zu tun.“ Der Job stinkt Wiebke aber überhaupt nicht, nur der Ammoniak-Geruch in der Trockenschlammhalle sei gewöhnungsbedürftig. Die 18-Jährige sieht ihren Beruf vor allem unter umwelttechnischen Gesichtspunkten. „Wir entnehmen zum Beispiel regelmäßig Vergleichsproben an einem Abschnitt der Hase vor dem Einleitungspunkt und an einem dahinter. Wir sind verantwortlich für die Wasserqualität des Flusses und dass die Abwässer der Stadt ordentlich gereinigt werden.“ Moderne Technik und neue Entwicklungen für den Umweltschutz interessieren die Auszubildende. Ein wichtiges Thema unter Fachleuten sei die Entwicklung von neuen noch effizienteren Filtermöglichkeiten, erklärt Wiebke, die auch überlegt, nach der Ausbildung Umwelttechnik zu studieren.

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ORIGINAL REGIONAL

In den 40 Jahren seiner Tätigkeit im Osnabrücker Zoo und durch den regen Austausch mit Kollegen aus aller Welt hat Detlef Niebler ein umfassendes Wissen gesammelt.

„Man muss den Tieren was bieten!“ Detlef Niebler arbeitet seit 40 Jahren im Osnabrücker Zoo

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Osnabrücker Zoobesucher kennen den Mann mit der dunklen Löwenmähne schon seit 40 Jahren. Damit ist Detlef Niebler der dienstälteste Mitarbeiter auf dem Schölerberg. Für viele Zoofans ist er ein Urgestein – unverwechselbar geblieben in der sich stetig wandelnden Zoowelt. Unverwechselbar auch in seiner herzlichen Art gegenüber Tieren und Menschen.

uns zu kommen, damit wir sie beispielsweise untersuchen können“, erklärt Niebler die so genannte „Hands-off-Haltung“. „Früher haben wir den Tagesablauf der Tiere so strukturiert, wie er am besten in die Abläufe des Zoos passte, heute richten wir uns nach den Bedürfnissen der Tiere.“

So unverwechselbar, dass Osnabrücker ihn auch außerhalb des Zoos erkennen: „Es kommt schon mal vor, dass ich auch beim Einkaufen in der Stadt erkannt werde“, sagt Niebler. Es seien jedoch nicht die Zoobesucher, sondern vor allem ehemalige Praktikantinnen oder Praktikanten, die ihn ansprächen: „Da kommen dann oft schöne Geschichten wieder in Erinnerung.“ Einmal habe ihm eine erwachsene Frau sogar gestanden, sich während ihres Jahre zurück liegenden Schulpraktikums ein wenig in ihn „verguckt“ zu haben. Meist kreisten die Gespräche jedoch um die Tiere und den Zoo: „Auch wenn ich beim Arzt bin oder Behördengänge machen muss – dank meines Berufes gibt es immer ein Gesprächsthema.“

„Die Gehege haben sich verbessert, die Tiere haben mehr Rückzugsmöglichkeiten und mehr Abwechslung“, erzählt Niebler. Doch nicht nur der Zoo, auch seine Besucher haben sich verändert: „Sie haben viel mehr Vorwissen und kommen auch mit kritischen Fragen auf uns zu.“ Detlef Niebler beantwortet diese gern. Durch seine Erfahrung und regelmäßigen Austausch mit Kollegen aus aller Welt hat er ein umfassendes Wissen gesammelt. Das teilt er gerne – mit Besuchern und mit Kollegen, zu denen seit einiger Zeit auch seine Tochter gehört. Auf die Frage, ob Tierpfleger sein Traumjob sei, antwortet Detlef Niebler ohne zu zögern: „Ja, schon immer!“

Ein Junggesellentrupp im Osnabrücker Zoo Zur Zeit hat Detlef Niebler viel Neues zu erzählen. Denn erstmals lebt eine reine Männer-WG im Elefantengehege – ein in Europa einmaliges, wissenschaftlich begleitetes Projekt und auch für einen alten Hasen wie Detlef Niebler Neuland. „Ich finde das äußerst spannend, das ist noch einmal eine ganz spezielle Herausforderung“, erklärt der 61-Jährige mit blitzenden Augen. Junggesellentrupps ziehen auch in freier Wildbahn umher, meist unter Leitung eines älteren Bullen. Diese Rolle hat Luka in Osnabrück übernommen. Mit seinen 40 Jahren hat Luka eben soviel Lebenserfahrung als Elefant wie Detlef Niebler als Elefanten-Pfleger, der den Besuchern erklärt, warum die Jungbullen derzeit einen Bogen um den Herdenführer machen. Luka ist gerade in der Musth (sprich: Mast). „Musth, das heißt, dass er im Frühjahr einen 40-fach höheren Testosteronwert hat als normal. Da weiß er selbst nicht mehr, was er tut. Deshalb lassen wir ihn lieber in Ruhe“, so der erfahrene Tierpfleger mit Blick auf den abseits stehenden Luka. Die drei- bis fünfjährigen Jungbullen hingegen lassen sich gerne für eine kleine Abwechslung an den Zaun locken. „Wir haben nie ungeschützten Kontakt zu den Tieren. Mithilfe eines medizinischen Trainings lernen sie aber zu

Zoobesucher bringen heute viel Vorwissen mit

Am häufigsten ist er bei den Elefanten oder im Menschenaffenhaus anzutreffen, für die er als Revierleiter verantwortlich ist. Voller Respekt, Zuneigung und mit viel Sachkenntnis erzählt er von seinen Lieblingstieren: „Ich arbeite besonders gerne mit Menschenaffen und Elefanten, weil sie sehr anspruchsvoll sind. Man muss ihnen immer etwas Neues bieten. Sie wollen beschäftigt werden, sind neugierig und manchmal auch ehrgeizig.“ Ohne Animationsprogramm, das sie beschäftigt, langweilen sich Menschenaffen, vor allem im Winter, wenn nur wenige Besucher kommen. Von den Tieren könne man lernen, sagt Detlef Niebler nachdenklich: „In Sachen Familienzusammenhalt und Sozialverhalten können wir Menschen uns ein Beispiel nehmen, da ist bei uns im Laufe der Evolution einiges abhanden gekommen.“ Ihn habe einmal sehr beeindruckt, wie umsichtig einige Herdenmitglieder die gehbehinderte, unsichere Sikkim über eine glatte Stelle am Boden geleitet hätten. Und auch einige Erziehungsmethoden der Affenmütter seien vorbildlich. Nach so langer Zeit im Traumjob hebt sich Detlef Niebler immer noch einen „tierischen“ Traum für seinen Ruhestand auf: „Dann möchte ich einmal nach Afrika reisen und Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung erleben.“

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Wer ab sofort einen un

serer WM-Bälle findet, fotografiert ihn – der Kre ativität sind dabei keine Grenze n gesetzt! Das Bild kann auf der Facebook-Seite der Stadtwerke Osnabrück hochgeladen, an wm@s tw-os.de geschickt oder direkt im Servicezentrum am Nikolaiort abgegeben we rden.

Pünktlich zum Start der WM ermitteln wir an jedem Donnerstagnachmittag unter allen bis dahin eingegangenen Bildern einen Wochengewinner. Zu gewinnen gibt es unter anderem einen Thüros Edelstahlgill von Brennwerk, einen Tag Wasserski am Alfsee, Trikots, Bädergutscheine u.v.m.

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o.de/ www.sw


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OSNABRÜCK IN BEWEGUNG

Ruth Hanke und ihre Schwester Eva Sieve genießen den Panoramablick beim Fahren mit dem Liegerad

Jetzt schwärmen sie wieder aus: Mal leise rollend, mal fröhlich klingelnd, allein und in Gruppen und jeder in seinem Tempo. Fahrradfahren ist eben eine sehr individuelle Art der Fortbewegung. Immer mehr Radler legen Wert darauf, dass ihr Zweirad genau zu ihnen und ihren Bedürfnissen passt. Was früher nur für Mountainbiker, Crossoder Rennradfahrer galt, ist inzwischen das Motto vieler Freizeitradler und Menschen, für die das Rad Hauptverkehrsmittel ist: „Jedem das Seine!“

Gewinntelefon 0541 2002-2222 Die Stadtwerke verlosen drei „Pimp-your-bike“Überraschungssets bestehend aus Klingel, Schloss und Sattelüberzug. Rufen Sie am 01.07.2014 zwischen 17 und 17:15 Uhr an. Mit etwas Glück werden Sie aus den Anrufern ausgelost.*

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Radeln nach Maß „Mein Maß-Fahrrad gebe ich nicht mehr her“, lacht André Havergo. Er fährt täglich aus Rulle zur Arbeit nach Osnabrück. Der Spanien-Fan liebt aber vor allem die Touren auf seiner Lieblingsinsel Mallorca, und er hat den Jakobsweg von Astorga bis Santiago de Compostela erradelt. „Das war ein ganz besonderes Erlebnis für mich“, berichtet er. Die Strecke habe extreme Steigungen, zum Beispiel zum Cruz de Ferro in 1.500 Metern Höhe. Auf solch extremen Routen sei das passende Rad ein Muss, meint Havergo. Einen weiteren Tourenwunsch wird er sich allerdings mit einem Leihfahrrad erfüllen: „Ich möchte einmal den Radweg

in New York ausprobieren – immer am Hudson entlang.“ Für sein Lieblingsrad hat Lebensgefährtin Daria Kluger Maß genommen. In ihrem gemeinsamen Fahrradgeschäft steht ein „Velo-Checker“, an dem sich alle Bestandteile so verstellen lassen, bis alles zum Fahrer passt: „Dann messen wir aus und geben die Angaben an einen Fahrradhersteller weiter“, beschreibt Kluger. Viele Kunden fänden jedoch auch im Sortiment das passende Rad: „Zu uns kommen viele Tourenradler, die wartungsarme, robuste Langstreckenräder suchen.“ So geben sich auch Menschen, die durch Wüsten, über ganze Kontinente oder alte Handelswege radeln, bei Kluger quasi den Lenker in die Hand. Räder für alle Lebenslagen Doch auch, wer nicht in die Ferne schweifen will, ist oft auf ein spezielles Rad angewiesen: „Immer mehr Menschen schaffen ihr Auto ab und setzen beispielsweise auf die Kombination von ÖPNV und Fahrrad. Für den Großeinkauf brauchen manche dann ein Lastenrad“, erklärt Daria Kluger. „Dieses ist beispielsweise mit bis zu 100 Kilogramm belastbar und lässt sich dann immer noch bequem lenken.“ Eine weitere Spezialität sind Liegeräder: „Es gibt unterschiedliche Modelle. Vor allem die Dreiräder sind rücken- und kniefreundlich,


bequem und sicher“, erklärt Kluger. Deshalb eigneten sie sich auch gut als Spezialanfertigungen für Menschen mit Einschränkungen: „Wir bauen beispielsweise Spezialräder, die mit einer Körperseite zu bedienen sind, so dass sie auch nach einem Schlaganfall gefahren werden können. Auch Kinder mit Handicap können gut festgeschnallt in einem angehängten Liegerad Platz nehmen, mittreten, so lange die Kraft reicht und sich ansonsten einfach ziehen lassen.“ Panoramblick genießen Ein weiterer Vorteil der Liegeräder sei der Panoramablick: „Durch die aufrechte Körperhaltung ist der Kopf beweglich für rundum freie Sicht“, sagt Ruth Hanke begeistert. Sowohl sie als auch ihre Frau Kim fahren seit etwa einem Jahr ein Liegerad. Wenn sie gemeinsam unterwegs sind, montieren sie die beiden Dreiräder mit einer Deichsel zum Tandem zusammen. Im Gegensatz zu einem Zweirad-Tandem sei diese Variante deutlich entspannter, da man nicht umkippen könne: „Mal lenkt die eine, mal die andere. Wer hinten sitzt, braucht nur zu treten.“ So habe man eine tolle und entspannte Perspektive zum Fotografieren. Beim Fototermin sitzt erstmals Ruth Hankes Schwester Eva Sieve auf dem Rücksitz und hat jede Menge Spaß dabei. Natürlich fällt das ungewöhnliche Gefährt auch anderen Radlern und Ausflüglern auf: „Die Menschen sind schon neugierig.

Die Kinder finden es einfach lustig und die Männer interessiert die Technik.“ Ruth Hanke freut sich über diese Begegnungen. Sie selbst fahre fast nie Auto, sei ein echter Zweirad-Fan und habe schon als Jugendliche an ihren Rädern herumgebastelt und -geschraubt. In Kürze steht der erste Urlaub mit Liegerad an: „Wir packen die Räder an unser Wohnmobil und fahren durch den Spreewald.“ Immer mit dabei: „Die langen Fahnen, damit wir von Autofahrern gesehen werden, und unsere Helme.“ Seit einem Unfall mit ihrem Zweirad, bei dem sich Ruth Hanke eine Kopfverletzung zuzog, fährt das Paar nur noch mit Helm. 44.000 Kilometer in neun Jahren Der Helm ist auch für Christine Rose ein Muss. Die Osnabrückerin erledigt alles mit ihrem Rad: „Das habe ich jetzt fast neun Jahre, aber nach 44.000 Kilometern sind nur noch wenige Teile vom Originalrad dabei. Sogar der Schutzengel wurde bereits durch eine Schutzelfe ersetzt“, lacht sie. Etwa 400 bis 600 Euro gebe sie jährlich für die Wartung aus. „Aber ich fahre ja auch so viel, wie manch anderer mit seinem Auto.“ Urlaubsreisen macht Christine Rose ebenfalls mit dem Rad: „Zusammen mit meinem Bruder in gemächlicherem Tempo, damit wir genügend Zeit haben, uns auch mal was anzugucken.“ Wenn sie ihre Mutter in Meppen besucht, ist sie schneller unterwegs „91 Kilometer mit Pausen in weniger als sechs Stunden.“ Den Löwenanteil ihres Pensums machen allerdings die alltäglichen Wege aus, beispielsweise von ihrem Heimatstadtteil Schinkel zur Teutoburger-Schule. Dort hat sie ein

André Havergo hat den Jakobsweg von Astorga bis Santiago de Compostela erradelt

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OSNABRÜCK IN BEWEGUNG

Die Senioren Anne und Peter Stütze sowie Ella und HansHermann Mohrs sind begeistert von ihren Pedelecs

Christine Rose radelte 44.000 Kilometer in neun Jahren

Ehrenamt übernommen, wie es passender kaum sein könnte: Bei „Integration erfahren“ bringt die 47-Jährige Migrantinnen das Radfahren bei, in deren Herkunftsländern es für Frauen unüblich ist, sich aufs Rad zu schwingen. Dafür hat das Team eine spezielle Technik entwickelt: „Wir schrauben die Pedalen ab. Wenn die Frauen auf diesen ‚Laufrädern‘ sicher das Gleichgewicht halten, können sie auf den normalen Rädern durchstarten.“ Bislang hätten alle die Fahrradprüfung zum Abschluss des Kurses bestanden: „Die Teilnehmerinnen werden flexibler und mobiler und können viel mehr mit ihren Kindern unternehmen“, freut sich Christine Rose über den Erfolg des Projektes. Die wenigsten werden dabei allerdings so viele Kilometer machen wie sie selbst.

nehmen die Vier – alle zwischen 74 und 78 Jahre alt – an geführten Bus-Radtouren teil. „Auch da fahren immer mehr Pedelecs mit“, berichtet das Quartett. Sie alle wissen die Unterstützung bei langen Touren zu schätzen, kennen aber auch Nachteile: „Die Räder sind deutlich schwerer als herkömmliche Fahrräder. Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn man sie schieben oder anheben muss“, erklärt Anne Stütze. Dennoch sind die Senioren froh, ihren Aktionsradius wieder vergrößert zu haben.

Zügig unterwegs mit Verstärkung Flower-Power auf Rädern Den meisten Fahrern kommt es nicht auf die Menge der Kilometer, sondern auf den Freizeitspaß an. Außerdem hält Radfahren fit, ist gelenkschonend und wer regelmäßig fährt, kann auch als Senior noch flott unterwegs sein. Doch Osnabrück wurde auf sieben Hügeln erbaut und auch das Umland, geprägt von Wiehengebirge und Teutoburger Wald, hält viele Steigungen parat. „Damit wir wieder mehr im Umland unterwegs sein können, haben wir uns Verstärkung geholt“, erklären Ella und Hans-Hermann Mohrs die Anschaffung ihrer Pedelecs. Diese bieten ihnen beim Fahren auf Wunsch elektrische Unterstützung. „Treten müssen wir aber immer, der Motor allein reicht beim Pedelecfahren nicht als Antrieb“, betonen die beiden. Das sei der Unterschied zum E-Bike. Gemeinsam mit ihren Bekannten, Anne und Peter Stütze, die ebenfalls seit einem Jahr Pedelecs fahren, machen sie häufig ausgedehnte Touren in der Umgebung. Außerdem

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Jana Plogmann hingegen nutzt das Fahrrad fast ausschließlich in der Stadt: „Besonders, wenn ich mich abends mit Freunden treffe, nehme ich das Rad, um in die Innenstadt zu fahren.“ Dafür ist ihr Rad ein echter Hingucker. Als es die 23-Jährige vor zwei Jahren bekam, meinten ihre Freunde: „Das muss aufgepeppt werden.“ Sie schenkten ihr ein „Schlüssel-Sattel-Klingel-Set“ im Pünktchen-Look. Kürzlich brachte eine Freundin noch eine Blümchenkette für den Lenker mit. „Pimp up your bike“ ist der Trend unter jungen City-Radlerinnen – das bestätigt ein Blick auf die Räder am Hochschul- oder Unicampus. Inzwischen bieten fast alle Fahrradgeschäfte Blumenketten, Satteltaschen, Klingeln, Speichendeko und Sattelschoner in allen Varianten an. „Einige meiner Freundinnen, sind ebenfalls blumig unterwegs oder mit himmelblauem Rad mit Schleifchen“, erzählt Jana. Ganz nach dem Motto: „Fahrrad, so wie ich es mag!“

Jana Plogmann liebt den Pünktchen-Look


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N RTE . A K HME TMITTE A N TEIL ER HEF IN D WO IST DENN MEIN QUIETSCHEENTCHEN? hier im gesamten Heft inkl. des hier erleben Einlegers? iPod touch.

GUT AUFGEPASST? Beantworten Sie unsere drei Fragen; unter allen richtigen Einsendern verlosen wir ein Apple iPad mini. 1 | Wieviele Tonnen Füllmaterial passen in den Neumarkt-Tunnel? 2 | Wohin möchte Detlef Niebler noch einmal gern reisen? 3 | Wie heißt die Lieblingsinsel von André Havergo?

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Den iPod touch erhält Finn Kraux aus Osnabrück.

Über das iPad freut sich Judith von Triest aus Osnabrück.

IMPRESSUM

ADRESSEN AUF EINEN BLICK

Herausgeber Stadtwerke Osnabrück AG Alte Poststraße 9, 49074 Osnabrück Telefon 0541 2002-0

Servicezentrum Nikolaiort 3/4 Mo. - Fr. 10.00 bis 19.00 Uhr Sa. 10.00 bis 18.00 Uhr Fax 0541 2002-3122 E-Mail servicezentrum@stw-os.de

Chefredaktion Pia Zimmermann; v. i. S. d. P. Marco Hörmeyer Koordination Nicole Seifert E-Mail: hier.redaktion@swo.de Redaktion Michaela Aldenhoff Barbara Etl Mathias von der Heide Ann-Katrin Hörnschemeyer Timo Kerßenfischer Kathrin Menkhaus Jörg Segebarth Nadine Wortmann Konzept & Gestaltung medienweite GmbH & Co. KG Fotografie Stadtwerke Osnabrück Bettina Meckel Oliver Pracht fotolia André Havergo Druck Steinbacher Druck GmbH Verteilung TAzustellservice GmbH & Co. KG

Störungsmeldungen Strom Telefon 0541 2002-2010 Gas/Wasser/Wärme Telefon 0541 2002-2020 Baustellen Telefon 0541 2002-2030 Entwässerung/Klärwerk Telefon 0541 2002-2040 Entwässerung/ Haus- und Grundstücksentwässerung Telefon 0541 2002-2050

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Bäder Im Haseesch 6 Telefon 0541 2002-2250 Fax 0541 2002-2251 E-Mail baeder@stw-os.de

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Moskaubad Limberger Straße 47 Telefon 0541 2002-2290 Internet www.moskaubad.de

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Nettebad Im Haseesch 6 Telefon 0541 2002-2270 Internet www.nettebad.de Loma-Sauna Im Haseesch 6 Telefon 0541 2002-2255 Internet www.nettebad.de Schinkelbad Im Wegrott 37 Telefon 0541 2002-2280 Internet www.schinkelbad.de

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Osnabrück mal ganz anders entdecken – auf historischen vier Rädern Normalerweise geht es den Stadtwerken Osnabrück immer darum, Sie mit unserer Busflotte möglichst schnell an Ihr Ziel zu bringen. Doch bei dieser Bustour ist das anders: Erkunden Sie während einer exklusiven zweistündigen Stadtrundfahrt bekannte und weniger bekannte Ecken Osnabrücks und das mit historischem Flair – in einem liebevoll restaurierten Doppeldecker-Traditionsbus. Geschichtsträchtige Plätze, wichtige Industriestandorte und die grünen Seiten der Stadt können Sie hier eine Etage höher erleben – und dabei auch die Stadtwerke mal anders kennenlernen. Viele spannende, lustige und kuriose Geschichten erwarten Sie, wenn Sie Osnabrück einmal ganz anders entdecken möchten.

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Stadtwerke Osnabrück AG Kennwort: iPad Alte Poststraße 9 49074 Osnabrück

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Tragen Sie die drei Antworten auf unsere Fragen umseitig ein und senden Sie uns die Karte per Post bis zum 15. Juli 2014. Viel Glück!

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Ich ermächtige die Stadtwerke Osnabrück AG, dass sie mich per Telefon oder E-Mail zum Zwecke von Marketingmaßnahmen informiert und meine Kontaktdaten für diesen Zweck erhebt, speichert und verwendet. Ich kann diese Regelungen jederzeit bei der Stadtwerke Osnabrück AG widerrufen. * freiwillige Angabe Einsendeschluss ist der 15.07.2014. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los; der Gewinner/die Gewinnerin wird von uns direkt benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Stadtwerke Osnabrück AG und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

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Weitere Vorträge 2014

Fragen zu Ihrer Strom-/Gasrechnung? Wir helfen gern! Donnerstag

11.09.2014 // 19.00 Uhr h

Dauer ca. 1,5 Einmal im Jahr erhalten unsere Kunden die Jahresrechnung. Die Teilnahme ist kostenfrei Darin sind der Energie- und zum Heraustrennen Anmeldekarte im Ausklapper Wasserverbrauch und die Kosten des vergangenen Abrechnungszeitraums zusammengestellt. Wir möchten unsere Rechnungen so verständlich wie möglich machen. Aber nicht zuletzt durch gesetzliche Rahmenbedingungen ist die Jahresrechnung umfangreich und komplex. Dass da auch mal Fragen aufkommen, ist verständlich. Lassen Sie sich von uns den Aufbau und die Formulierungen unserer Rechnungen erklären! Und erfahren Sie mehr über unsere verschiedenen Tarife für Strom und Gas. Ob Ökostrom, langfristige Preissicherheit oder Flexibilität – was ist für Sie das Richtige? Wir gehen Ihren Fragen auf den Grund!

Die neuen Energielabel – worauf muss ich achten?

Intelligente Haustechnik – von unterwegs das Haus vorwärmen.

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Mittwoch

25.09.2014 // 19.00 Uhr

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Stromsparen im Haushalt – geht noch mehr?

Wärmedämmung an Gebäuden – packen Sie Ihr Haus warm ein.

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09.10.2014 // 19.00 Uhr

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Du möchtest den iPod touch gewinnen? Dann trage die Anzahl der Quietscheentchen in das Feld auf der anderen Seite dieser Karte ein. Hast du wirklich alle entdeckt? Sende uns die Karte per Post bis zum 15. Juli 2014. Viel Glück! Nachname Vorname

Veranstaltungsort: Zentrale der Stadtwerke Osnabrück AG, Alte Poststraße 9, 49074 Osnabrück Melden Sie sich gleich an! Telefonisch unter: 0541 2002-2002, per E-Mail an servicezentrum@stw-os.de oder persönlich im Servicezentrum, Nikolaiort 3/4.

Straße & Nr. PLZ & Ort Telefon E-Mail

Die Teilnehmerzahl ist bei allen Veranstaltungen begrenzt. Bei großer Nachfrage entscheidet das Los. Wir informieren Sie ca. drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn, ob Sie zu den Teilnehmern gehören.

Geburtsdatum

* freiwillige Angabe Teilnahme nur unter 18 Jahren möglich. Einsendeschluss ist der 15.07.2014. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los; der Gewinner/die Gewinnerin wird von uns direkt benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Stadtwerke Osnabrück AG und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.


Gewinnspiel

hier

Felsentempel von Abu Simbel, Karl Richard Lepsius: Denkmaeler aus Aegypten und Aethiopien

Teilnahmewunsch

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Ja, ich würde gerne an folgenden Veranstaltungen teilnehmen:

Bitte tragen Sie hier Ihre Antworten auf die Fragen von Seite 27 ein.

Antwort zu Frage 1

Antwort zu Frage 2

Osnabrück mal ganz anders entdecken – auf historischen vier Rädern

24.07.2014

Die Teilnahme beträgt pro Person 5,00 Euro

Personenzahl

Fragen zu Ihrer Strom-/ Gasrechnung? Wir helfen gern!

11.09.2014

Antwort zu Frage 3

Gewinnspiel

Bitte trage die Zahl der Enten hier ein (Enten im gesamten Heft – inkl. Enten/Ente dieses Einlegers)

Personenzahl Bei großer Nachfrage entscheidet das Los. Wir informieren Sie ca. drei Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin, ob Sie zu den Teilnehmern gehören.

1842 gingen Historiker, Architekten, Maler und Zeichner unter der Leitung des Altertumsforschers Karl Richard Lepsius auf eine „Königlich Preußische Expedition“. Drei Jahre lang erforschten sie Ägypten, Äthiopien und den Sudan – und begründeten damit die moderne Ägyptologie. Zu den Teilnehmern gehörte auch der Osnabrücker Heinrich Abeken. Abeken hatte seine Geburtsstadt 1827 verlassen, um in Berlin Theologie zu studieren. Nach dem Examen war er unter anderem am Deutschen Archäologischen Institut in Rom und als Gesandtschaftsprediger am Heiligen Stuhl beschäftigt. 1841 reiste Heinrich Abeken im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. nach England, um über die Errichtung eines anglikanisch-preußischen Gemeinschaftsbistums in Jerusalem zu verhandeln. Ein Jahr später finanzierte der König seine Teilnahme an der ehrgeizigen Nilexpedition, die über Gizeh, Theben, Luxor und Assuan bis an die Ufer des blauen Nils und zur Halbinsel Sinai führte. Sehr zur Freude Abekens, der schon vorher an seinen Onkel geschrieben hatte: „Lepsius läuft umher wie ein brüllender Löwe (…). Weiß Gott, ich möchte auch mit ihm in die Wüste.“ Das Wohlwollen des ägyptischen Regenten Muhammad Ali schützte die Gruppe nur bedingt vor Überfällen, Krankheiten und Hitzewellen. Die Forscher wohnten in Gräbern, feierten Weihnachten in der Cheops-Pyramide und verbrachten einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Zeit damit, Vierbeiner für die Weiterreise zu finden. Abeken begleitete seinen Freund Lepsius auf diversen Erkundungsreisen, sorgte aber auch für die Durchführung von Gottesdiensten. Obendrein machte sich der sprachbegabte und vielzeitig interessierte Theologe bei der Dokumentation und

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Heinrich Abeken, Fotografie von Heinrich Graf

Versendung der Fundstücke und bei der Entzifferung alter Schriften nützlich. 1845 kehrte die Expedition mit faszinierenden Ergebnissen in die Heimat zurück. Die unzähligen Notizen, Zeichnungen und Karten fasste Karl Richard Lepsius in zwölf Bänden zusammen. Seine „Denkmäler aus Ägypten und Äthiopien“ (1849 bis 1859) gelten bis heute als Standardwerk. Allerdings nahmen die Preußen auch 1.500 Artefakte und Kunstgegenstände mit, die sich im „Neuen Museum“ in Berlin befinden. Dass es sich dabei um „Geschenke“ von Muhammad Ali handelte, bezweifeln viele Ägypter, doch ein anderer Umstand macht ihnen noch größere Sorgen. Glaubt man neueren Untersuchungen, sollen rund 18 Prozent der von Lepsius dokumentierten Denkmäler inzwischen verlorengegangen oder zerstört worden sein. Heinrich Abeken wurde drei Jahre nach seiner Rückkehr ins preußische Außenministerium berufen und einer der engsten Berater Otto von Bismarcks. Der Theologe aus Osnabrück sollte noch eine bedeutende Rolle in der deutschen Geschichte spielen. Mehr dazu erfahren Sie in der Juni-Ausgabe von „Osnabrücker Wissen“ unter der Fragestellung „Wer schrieb die Emser Depesche?“.

ck. Osnabrü e k r e tw der Stad tkunden a iv r P r ramm fü szeit achprog m it M e zur Jahre , iv r s ie lu k h x r e Das emen de annende u den Th n und sp z e d g n n men e u s lt s nterneh ransta wir pa U e n V n te e o v n ie i e b d en dabe und Alt rgiegela bzgl. ier erleb nds ene Für Jung ünsche h re W da! T ie d d n n e d u ll ir ktue rn für Sie tzt w ngen e u tü g g s t r re is te n t n r A und zu a n. U Nikolaio aben Sie schreibe trum am egion. H n R e r Preisaus z e e d ic n v r tutione iben Unser Se und Insti ausschre ungen? lt is e ta r s P n r a r fü Ve ekarten unserer Teilnahm d n u n e ng anstaltu en. n für Ver te r ier erleb a h k r e e ld d e r m e n p A sklap ie im Au finden S

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hier - Ausgabe 2/2014