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Gesch채ftsbericht 2011


Der Konzern in Zahlen

Stromversorgung Einwohner des Versorgungsgebietes Netzeinspeisung (gem. EDM) Jahreshöchstlast (gem. EDM) Benutzungsdauer der Jahreshöchstlast (gem. EDM) Nutzbare Abgabe Davon allg. Tarife u. Sondervereinbarungen Davon Sondervertragskunden Davon Raumheizung Durchleitung Trafostationen/Schalthäuser (STEW + kundeneigene) Leitungsnetz (inkl. NSP US) Hausanschlüsse Eingebaute Zähler

Gasversorgung Einwohner des Versorgungsgebietes Netzeinspeisung Höchste Tagesabgabe (bezogen auf Stundenmessung) Jahresbenutzungstage Höchste Tagesabgabe (bezogen auf Tagesmenge) Nutzbare Abgabe Davon Tarifkunden Davon Sonderkunden Druckregelstationen (STEW + kundeneigene) Leitungsnetz Hausanschlüsse Eingebaute Zähler

Wasserversorgung

Einheit

2008

2009

2010

2011

Anzahl MWh kW h MWh MWh MWh MWh MWh Anzahl km Anzahl Anzahl

87.348 668.030 103.690 6.090 664.458 176.806 471.749 15.904 83.208 394 982 17.619 54.878

87.347 645.290 110.357 5.847 644.817 178.539 450.596 15.682 284.445 393 987 17.660 55.197

87.431 670.141 112.620 6.029 669.254 178.184 476.994 14.076 320.395 395 997 17.760 55.600

87.970 667.443 112.096 5.984 663.560 174.387 474.207 14.966 326.384 395 1.001 17.820 55.750

Einheit

2008

2009

2010

2011

Anzahl MWh MWh Tag Mio. kWh MWh MWh MWh Anzahl km Anzahl Anzahl

94.351 885.092 283 171 5,154 896.486 470.989 425.497 94 363 14.569 19.123

94.361 881.435 295 125 7,014 900.807 496.225 404.582 106 364 14.479 19.013

94.442 966.967 307 137 6,348 944.878 513.026 431.852 106 366 0 19.000

95.008 863.286 269 127 5,661 863.286 501.673 361.613 106 365 0 18.800

Einheit

2008

2009

2010

2011

Anzahl 1.000 m³ 1.000 m³ 1.000 m³ m³ 1.000 m³ km Anzahl Anzahl

78.432 5.542 1.900 3.642 20.930 4.856 320 14.010 13.417

78.402 5.407 1.900 3.507 19.913 5.240 321 13.926 13.448

78.492 5.357 1.900 3.457 20.837 5.005 321 13.835 13.500

79.136 5.399 1.900 3.499 19.830 4.995 322 13.926 13.500

Kaufmännische Daten (Konzern)

2008

2009

2010

2011

173.454.527 109.346.822 8.017.986 893.076 7.116.160 8.750 85.654.204 125.854.000 63.580.000 39.223.000 7.795.000 327.000 6.797.000 1.443.000 4.218.000 1.272.000 0 237.000 19.348.000 9.275.193 5.427.452

171.396.731 114.153.157 13.879.152 196.281 13.036.227 646.644 89.269.944 131.568.000 61.738.000 39.953.000 8.058.000 370.000 6.897.000 1.712.000 4.380.000 1.842.000 0 819.000 20.348.000 9.269.252 5.764.502

205.882.405 125.051.863 20.058.461 520.686 17.995.832 1.542.043 94.060.700 127.251.000 59.302.000 34.532.000 9.309.000 413.000 7.462.000 1.842.000 5.410.000 1.636.000 90 929.000 20.454.000 8.586.622 5.431.755

227.855.657 161.920.665 45.751.336 262.425 43.171.313 2.317.598 95.677.100 161.920.000 71.417.000 33.008.000 9.381.000 651.000 7.059.000 2.064.000 5.251.000 1.687.000 381.000 1.080.000 22.558.000 8.758.750 6.083.571

2008

2009

2010

2011

459,00 1,00 165,00 264,00 29,00

468,00 1,00 171,00 267,00 29,00

477,00 1,00 178,00 271,00 27,00

533,00 1,00 206,00 300,00 26,00

2008

2009

2010

2011

256.814

239.777

243.736

102.712 91.033 32.335 30.734

98.519 87.311 37.288 16.659

102.374 77.595 33.416 30.351

209.796 49.723 32.683 65.231 28.898 33.261

Einheit

2008

2009

2010

2011

Anzahl Anzahl Anzahl km 1.000 km

9.450.023 59 28 226 2.482

9.270.181 58 26 226 2.482

8.196.892 60 26 226 2.448

8.172.490 64 27 226 2.502

Bilanzsumme Anlagevermögen Investitionen (Zugänge) Davon Zugänge immat. Vermögensgegenstände Davon Zugänge Sachanlagevermögen Davon Zugänge Finanzanlagevermögen Eigenkapital Umsatzerlöse Davon Strom Davon Gas Davon Wasser Davon Badebetriebe Davon Verkehrsbetriebe Davon Parkhausbetriebe Davon Energiedienstleistung Davon Netz- u. Kommunikationsdienstleistung Davon Personaldienstleistung Bus Davon Wärmeversorgung (50 %) Personalaufwand Abschreibungen auf Anlagevermögen Jahresüberschuss

Belegschaft im Konzern (Durchschnitt) Gesamtbelegschaft Davon Beamte Davon Angestellte Davon Arbeiter Davon Auszubildende

Bäder Einwohner des Versorgungsgebietes Wasserbeschaffung Davon Bezug Davon Gewinnung Höchste Tagesabgabe Nutzbare Abgabe Leitungsnetz Hausanschlüsse Eingebaute Zähler

Besucher Davon Bambados Davon Hallenbad Davon Stadionbad Davon Freibad Gaustadt Davon Hainbad

Verkehrsbetrieb Parkbetrieb Parkvorgänge (ohne P+R) Parkvorgänge (P+R) Parkvorgänge (gesamt)

Einheit

2008

2009

2010

2011

Anzahl Anzahl Anzahl

591.631 238.100 829.731

692.189 224.500 916.689

762.711 225.364 988.075

806.411 236.903 1.043.314

Beförderte Personen Busse Linien Linienlänge Nutzwagenkilometer


Gesch채ftsbericht 2011 Konzernbericht der Stadtwerke Bamberg


Inhalt

VORWORt deR GEsChäftsführung 6

BERicht des aufsichtsrats 9

Ein Leuchtturmprojekt setzt MaSSstäbe 10

ÖKOlogische VORREITERROLLE 18

KUNDENOrientierung und maRkTAuftritT 26

zuverlässiger partner für Stadt uNd land 34

QUALITÄT DER ArBEiT 42

Konzernbericht 50


Inhalt  2–3


4-5


VORWORt deR GEsChäftsführung Sehr geehrte Leserinnen und Leser, vor mehr als 150 Jahren haben die ersten Gaslaternen für Licht auf Bambergs Straßen gesorgt. Die Straßenbeleuchtung ist damit eines der ältesten Geschäftsfelder der Stadtwerke Bamberg. Auch heute noch lässt sich anhand dieses Beispiels darstellen, was von uns als kommunalem Infrastrukturdienstleister erwartet wird: Wir schaffen Lebensqualität und stellen dafür die technischen Voraussetzungen zur Verfügung. Die Zuständigkeit für große Teile der städtischen Infrastruktur – von der Wasser- und Energieversorgung über den Nahverkehr bis hin zur Telekommunikation – bedingt eine nachhaltige Geschäftspolitik, die sich entlang der Leitlinien Ökonomie, Ökologie und Kundenorientierung ausrichten muss. Besonders auf die Ökologie war im Geschäftsjahr 2011 unser Fokus gerichtet. Nicht erst seit der von allen Seiten propagierten Energiewende ist für uns als Stadtwerke Bamberg klar: Unternehmerisches, auf dauerhafte Gewinn­ erzielung angelegtes Handeln baut auf dem nachhaltigen Umgang mit endlichen Ressourcen auf. Ohne die Erwirtschaftung eines Gewinns wiederum können wir den Erwartungen, die die Bürgerinnen und Bürger an uns haben, nicht gerecht werden. Wie Ökonomie, Ökologie und Kundenorientierung im Zusammenspiel funktionieren, haben im Jahr 2011 Bau und Eröffnung des neuen Hallenbads gezeigt. Das Bambados ist ein Beispiel für unseren Anspruch, ein Unternehmen zu sein, das sich in seinem wirtschaftlichen Handeln umweltgerecht darstellt und damit Lebensqualität für die Bürger Bambergs generiert. Das Bambados war 2011 unser wichtigstes Leuchtturmprojekt, das auch weiterhin unsere Ansprüche an uns selbst bestimmen muss. Wie lassen sich die Qualität und Wirtschaftlichkeit von umweltgerechten Produkten beschreibbar und transparent machen? Diese Frage wollen wir für unsere Eigner und unsere Kunden, aber auch für uns selbst beantworten. Deshalb legen wir für das Jahr 2011 neben dem Geschäftsbericht erstmals zusätzlich einen Umweltbericht auf. Er soll, als Ergänzung zur Darstellung unserer Projekte und Leistungen im Geschäfts­ bericht, das Augenmerk auf die langfristige strategische Bedeutung des Nachhaltigkeitsgedankens als eine unserer zentralen Unternehmensleitlinien legen.

Damit wird er auch zur fortschreibbaren Grundlage eines Benchmarkings für alle unsere Geschäftsfelder. Neben der Frage, wie sich nachhaltiges Handeln im Unternehmen – langfristig, aber auch im Alltagsgeschäft – umsetzen lässt, mussten wir uns 2011 auch mit den konkreten Erwartungen unserer Kunden an uns und an unsere Produkte auseinandersetzen. Das Jahr wurde durch kaum ein anderes Thema so geprägt wie durch die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Sie hat auf schlimmste Weise verdeutlicht, dass ein weltweites Umdenken hinsichtlich der Energieerzeugung und -nutzung dringend erforderlich ist. In den gesamtgesellschaftlichen Forderungen nach einer Energiewende sehen wir eine Bestätigung des Kurses, den wir schon vor vielen Jahren eingeschlagen haben. So stand der weitere Ausbau der dezentralen und regionalen Energieversorgung durch Solar- und Windenergieprojekte auch 2011 im Fokus unserer Geschäftspolitik. Mit Beteiligungsprojekten, aber auch über unsere Produkte und Dienstleistungen gaben und geben wir unseren Kunden außerdem die Möglichkeit, selbst nachhaltiges Engagement beweisen zu können. Die Menschen aktiv an der Energiewende zu beteiligen ist ein wichtiges Instrument der Kundenbindung, das 2011 für uns auch angesichts des stärker werdenden Wettbewerbs eine wichtige Rolle gespielt hat. So wie die Gaslaternen einst eine neue technische Ära in Bamberg begründet haben, wollen wir auch in Zukunft der Motor der infrastrukturellen Entwicklung in Stadt und Region sein. Das gilt nicht nur für die Energieversorgung, sondern auch für unser umweltfreundliches Mobilitätsangebot, den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes, Konzepte für eine dezentrale Wärmeversorgung und die Weitergabe unseres Knowhows über die Grenzen von Stadt und Region Bamberg hinaus. In all diesen und vielen weiteren Bereichen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Bamberg im Jahr 2011 Beachtliches geleistet und damit unser Motto mit Leben erfüllt: Wir bewegen Bamberg! Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Klaus Rubach Geschäftsführer


Vorwort der Geschäftsführung 6–7


Foto: Martin Maximilian Steiner


Bericht des Aufsichtsrats 8–9

BERicht des aufsichtsrats Die Stadtwerke Bamberg sind ein regional tätiges Dienstleistungsunternehmen, dessen Aufgabe es ist, den Kunden Strom, Gas und Wasser sowie den öffentlichen Personennahverkehr, den Besuch der Schwimmbäder in Bamberg und Telekommunikationsdienstleistungen zu marktgerechten Konditionen anzubieten. Darüber hinaus erwarten insbesondere die Gewerbeund Großkunden, dass die Stadtwerke Bamberg alles daran setzen, eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Leistungen der Stadtwerke Bamberg sichern den Kunden einen hohen Lebensstandard und somit hohe Lebensqualität im Versorgungsgebiet.

Die schrecklichen Ereignisse in Fukushima haben die sogenannte „Energiewende“ beschleunigt. Die Stadtwerke verstehen sich hierbei als Vorreiter und haben deshalb in der Aufsichtsratssitzung am 28. Juli 2011 einen weitreichenden Beschluss in Sachen Energiewende gefasst. Dieser sieht unter anderem vor, mindestens 500.000 Euro jährlich zweckgebunden für Investitionen zur Erzeugung von regenerativen Energien in den Wirtschaftsplan der Stadtwerke Bamberg Energieerzeugungs GmbH (STEE) einzustellen und einen Rahmenplan zum Ausbau der Fernwärme unter Zubau von KWK-Erzeugungskapazitäten zu entwickeln.

Mit dem Leuchtturmprojekt Bambados, dem neuen Hallenbad der Stadtwerke Bamberg, welches nach Passivhausstandard zertifiziert ist, haben die Stadtwerke abermals unterstrichen, dass sie einen großen Beitrag zur hohen Lebensqualität und zur Attraktivität des Standortes Bamberg leisten. Das Projekt konnte im November 2011 im vorgesehenen Zeit- und Leistungsrahmen mit einer eindrucksvollen Eröffnungsfeier am 25. November 2011 abgeschlossen werden. Bereits in der Vorweihnachtszeit und in den Weihnachtsferien übertrafen die Besucherzahlen die Erwartungen.

Vor diesem Hintergrund wurden im Jahr 2011 zwei Windparks – Domnitz I und II – im Rahmen der Beteiligung an der Energieallianz Bayern erworben. Der Anteil der STEE an den sechs Windkraftanlagen mit insgesamt 12 Megawatt beträgt 2,28 Prozent. Des Weiteren wurden Gespräche mit der Joseph-Stiftung, die ebenso wie die Stadtwerke Bamberg einen Anteil von 50 Prozent an der Fernwärme Bamberg GmbH hält, aufgenommen, mit dem Ziel des Kaufs des Anteils der Joseph-Stiftung, um die Fernwärmeaktivitäten zu bündeln und Zug um Zug die Ausbaupläne der Fernwärme Bamberg GmbH umsetzen zu können. Der Kauf der Anteile wird zum 1. Januar 2012 vollzogen.

In den vier Aufsichtsratssitzungen der Stadtwerke Bamberg im Jahr 2011 wurden die Statusberichte und die erreichten Meilensteine des Projekts Bambados umfassend dargelegt. Ebenso wurden in allen Sitzungen die Quartalsberichte aller Konzerngesellschaften von der Geschäftsführung erläutert, so dass der Aufsichtsrat vollumfänglich über die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke Bamberg informiert wurde. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat am 28. Juli 2011 von Herrn Dr. Pentenrieder (Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband) aus München vorgestellt. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Aufsichtsrat ergab keine Beanstandungen. Über weitere Projekte und Themen von besonderer Bedeutung wie beispielsweise die P+R-Anlage Brennerstraße, die Einführung eines Personalwirtschaftssystems und Tarifanpassungen (Parken, Verkehr, Strom, Gas, Wasser) wurde der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bamberg während des Geschäftsjahres 2011 regelmäßig durch die Geschäftsführung und das Managementteam der Stadtwerke Bamberg informiert. Beratungen hierzu fanden statt, Beschlüsse wurden gefasst. Über die Risiken und Belastungen für zukünftige Betriebsergebnisse ist sich der Aufsichtsrat im Klaren. Der Aufsichtsrat hat damit seine gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben wahrgenommen.

Überdies wurde im Geschäftsjahr 2011 eine neue Tochter der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH gegründet, die Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH, deren Zweck es ist, gastronomische und sonstige Dienstleistungen zur Stärkung der örtlichen kommunalen Versorgungsbetriebe zu erbringen. Insbesondere betreibt die Gesellschaft Einrichtungen, die der Bewirtung und gastronomischen Versorgung im Zusammenhang mit dem Bäderbetrieb der Stadtwerke Bamberg Bäder GmbH dienen. Die konstituierende Sitzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung fand am 28. Juli 2011 statt. Mit der Einstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für diese neue GmbH tätig werden, wurde erstmals die „500-Mitarbeiter-Marke“ überschritten. Insgesamt stellt das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen bedeutsamen Erfolgsfaktor im Konzern der Stadtwerke Bamberg dar. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Bamberg, im September 2012

Oberbürgermeister Andreas Starke Aufsichtsratsvorsitzender


Ein Leuchtturmprojekt setzt MaSSst채be


Einleitung 10–11

Christoph Jeromin hat mit seinem Team ein Projekt mit Leuchtturmcharakter umgesetzt, dessen Strahlkraft weit über die Stadt Bamberg hinausreicht und das ein internes Benchmarking im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit setzt.


Ein Leuchtturmprojekt setzt MaSSstäbe Stück für Stück wuchs in den vergangenen drei Jahren auf einer vormals unbebauten Brachfläche an der Pödeldorfer Straße das neue Hallenbad empor. Zunächst waren seine Dimensionen nur aus der Vogelperspektive zu erahnen – durch Spundwände, die zum Schutz vor eindringendem Wasser errichtet worden waren. Doch schon vor dem ersten Spatenstich und der Grundsteinlegung war ersichtlich, dass mit dem Bambados ein Projekt mit Leuchtturmcharakter entsteht, dessen Strahlkraft weit über die Stadt Bamberg hinausreichen würde. So wie die Vorjahre von Planung und Konzepterstellung geprägt waren, stand das Jahr 2011 für die Stadtwerke Bamberg ganz im Zeichen der Eröffnung des Bambados Ende November. Für alle Unternehmensbereiche – von der Buchhaltung über die Ingenieure bis hin zur Gastronomie und zum Marketing – lief der Countdown. Ebenso erging es auf der Baustelle Zimmerern, Dachdeckern, Fliesenlegern und anderen Handwerkern, die dem neuen Bad nach und nach sein endgültiges Aussehen gaben. Für alle Beteiligten galt: Ein Großprojekt wie der Neubau eines Hallenbads, das zudem das erste Passivhausbad Europas werden sollte, setzt Maßstäbe in jeder erdenklichen Hinsicht. Unsere Ansprüche waren (und sind) dabei ganz von den drei Leitlinien des Bambados bestimmt: Sport, Familienfreundlichkeit, Ökologie. Der Dreiklang der Bambados-Leitlinien bildete 2011 die Richtschnur unseres Handelns. Sport, Familienfreundlichkeit, Ökologie Ein Sportbad als Trainingsstätte für den Schwimm­ sport in der Region zu bauen, das heißt vor allem, mit den späteren Nutzern in einen offenen und ehrlichen Dialog zu treten. Als kommunalem Unternehmen kommt uns hier eine besondere Verpflichtung zu. Unsere Arbeit muss transparent sein und die Wünsche der Kunden abbilden, aber auch wirtschaftlich vertretbar sein. So war und ist die Debatte mit Interessenverbänden, Sportvereinen und Schulen, aber

auch mit den Endkunden ein integraler Bestandteil des Bambados-Konzepts. 2011 gehörten dazu unter anderem die öffentliche Diskussion des Tarifkonzepts oder der fortgesetzte Kundendialog mittels klassischer und neuer Medien. Familienfreundlichkeit als Maxime heißt, allen Menschen den Zugang zu unseren Angeboten und Dienstleistungen möglich zu machen. Zum einen ganz konkret durch eine umfassende Barrierefreiheit, zum anderen durch eine faire Preispolitik, die unsere Leistungen für jeden Kunden bezahlbar macht. Im Bambados steht ganz klar die Familie im Mittelpunkt. Deshalb wird das Bad mit seiner Barrierefreiheit den Bedürfnissen aller Generationen gerecht. Über breite Beckeneinstiege, behindertengerechte Wegführung sowie Aufzüge und großzügige Umkleiden freuen sich nicht nur ältere Besucher und Gäste mit Behinderung, sondern auch Eltern mit kleinen Kindern. Familienumkleiden, Babyduschen und ein offen gestalteter, gut einsehbarer Freizeitbereich komplettieren das Konzept. Aber nicht nur in architektonischer Hinsicht steht die Familie im Fokus – Familienfreundlichkeit spiegelt sich auch in der Preisstruktur wider: ob Eltern, Großeltern, andere Verwandte oder Patchworkfamilien – erwachsene Begleitpersonen mit bis zu zwei (oder mit Nachweis mehr) Kindern können die günstigen Familientarife nutzen. Der ökologische Gedanke prägte unsere Arbeit 2011 – auch im Hinblick auf die öffentliche Wahrnehmung der Stadtwerke – wie kaum ein zweiter. Beim Bau des Bambados haben wir dabei den Ansatz eines ökologischen Gesamtkonzepts verfolgt, das auf alle Geschäftsbereiche ausstrahlt. Das Bambados ist Europas erstes Hallenbad, das nach dem Passivhausstandard gebaut und durch das Passiv­ haus-Institut Darmstadt zertifiziert wurde. Strom und Wärme werden sparsam genutzt und größtenteils mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region erzeugt. Im Vergleich zu einem herkömmlich gebauten Schwimmbad benötigt das Bambados 60 Prozent


Einleitung 12–13

weniger Energie und verursacht 80 Prozent weniger CO2-Emissionen. Neben der wegweisenden Bauart und dem sparsamen Energieeinsatz sind auch eine Bürgersolaranlage, Grund- und Trinkwasserschutz, die Pflege eines Biotops sowie die Wiederauffors­ tung der im Vorfeld entfernten Bäume Bestandteile des ökologischen Gesamtkonzepts. Damit leistet das Bambados einen nachhaltigen und zukunftsweisenden Umweltbeitrag für Bamberg und die Region, auch im Sinne der 2011 von Stadt und Landkreis gemeinsam beschlossenen Klimaallianz. Für ihre Umsetzung stehen die Stadtwerke Bamberg als wichtiger Partner zur Verfügung. Bambados bestimmt Benchmarking Mit dem Bambados haben wir 2011 gezeigt: Auch energieintensive Einrichtungen können umweltfreundlich gebaut und damit zukunftsfähig, das heißt ressourcen- und kostensparend, betrieben werden. Als städtisches Unternehmen stellen wir uns so unserer gesellschaftlichen Verantwortung, die Energiewende aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Mit dem Bau des Bambados haben wir Maßstäbe gesetzt, an denen wir uns nun in allen Unternehmensbereichen messen lassen müssen und wollen. Der Bau und der Betrieb des Bambados bestimmen unser internes Benchmarking im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Wirtschaftliche Ziele müssen umgesetzt werden, dabei aber langfristig nachhaltig wirken. Daraus lassen sich vier Thesen ableiten, die das Geschäftsjahr 2011 für die Stadtwerke Bamberg in allen Bereichen und bei allen Projekten maßgeblich geprägt haben. Ökologisches Handeln Wir verstehen uns als Motor der Energiewende. Mit dem Bambados haben wir gezeigt, dass ökologisches und nachhaltiges Handeln Grundlage unserer Unternehmensstrategie ist. Das bedeutet einen

effizienten und marktgerechten Umgang mit Strom, Wärme und Wasser, aber auch die Dokumentation und Bilanzierung unseres Engagements in einem Umweltbericht, den wir für das Geschäftsjahr 2011 erstmals vorlegen. Kundenorientierung und Marktauftritt Kunden über unsere Dienstleistungen und Produkte aktiv an unserer Unternehmenspolitik zu beteiligen, war 2011 nicht nur beim Projekt Bambados unser Anliegen. Vielmehr ist das Bambados für uns Ansporn und Verpflichtung, auch die weiteren Geschäftsbereiche der Stadtwerke Bamberg so bürgernah und kundenfreundlich wie möglich zu gestalten. Damit setzen wir auch im Hinblick auf unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mitbewerbern wichtige Zeichen. Stadtwerke als zuverlässiger Partner Mit dem Bau des Bambados haben wir uns, ganz im Sinne unserer Unternehmensleitlinien, als zuverlässiger Partner bei der Umsetzung politischer Ziele bewiesen. Unsere Expertise und unsere Erfahrungen mit Infrastrukturprojekten waren im Jahr 2011 – nicht nur im Bäderbereich – bei unseren Partnern in Stadt und Landkreis Bamberg, aber auch überregional in Branchenverbänden gefragt wie nie. Qualität der Arbeit Nicht nur mit dem Bambados, sondern auch in vielen anderen Geschäftsbereichen haben wir 2011 exzellente Arbeit geleistet. Das ist unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Auch zukünftig wollen wir hervorragende Leistungen erbringen und hochwertige Produkte entwickeln. Durch eine systematische Fort- und Weiterbildung schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen dafür und geben unseren Mitarbeitern das nötige Rüstzeug an die Hand.


14-15


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ÖKOlogische VORREITERROLLE


Ökologie 18–19

Strom aus Sonnenkraft, Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen: Klaus Wagner kümmert sich nicht nur um die umweltfreundliche Energieversorgung des ersten zertifizierten Passivhaushallenbads Europas – mit Beteiligung der Bürger und in Kooperation mit anderen Energiedienstleistern treibt er den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung stetig voran.


ÖKOlogische VORREITERROLLE

Stadtwerke als Motor der Energiewende Ein Bad, so groß wie fünf Fußballfelder, mit rund 13.500 Quadratmetern Nutzfläche und rund 2.000 Quadratmetern Wasserfläche – doch das Bambados als Sport- und Familienbad setzt nicht in erster Linie mit Zahlen Maßstäbe. Viel wichtiger ist die Frage nach der Zukunftsfähigkeit eines Großprojekts wie dem Hallenbadneubau. Wir haben die Beantwortung dieser Frage mit der Herausforderung verknüpft, das erste Passivhausbad Europas zu errichten. Das bedeutet 60 Prozent Energieeinsparung und eine Reduktion der CO2-Emissionen um 80 Prozent – beides berechnet im Vergleich zu einem Hallenbad in herkömmlicher Bauweise. Damit einher geht ein weitgehender Verzicht auf fossile Energiequellen, dem wir die umweltfreundliche Nutzung erneuerbarer Energien und technische Innovationen zur Optimierung der Energieeffizienz entgegengesetzt haben. Mit dem Bambados haben wir 2011 gezeigt: Auch energieintensive Einrichtungen können umweltfreundlich gebaut und damit zukunftsfähig, das heißt ressourcen- und kostensparend betrieben werden. Als städtisches Unternehmen stellen wir uns so unserer gesellschaftlichen Verantwortung, die Energiewende aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Mit dem Bau des Bambados haben wir ökologische Maßstäbe gesetzt, an denen wir uns nun in allen Unternehmensbereichen messen lassen müssen und wollen. Die Grundlage dafür ist ein effizienter und wettbewerbsfähiger Umgang mit Strom, Wärme und Wasser, aber auch die Dokumentation und Bilanzierung unseres Engagements in einem Umweltbericht. Diesen legen wir für das Jahr 2011 erstmals vor und machen darin die ökologische Strategie unseres Unternehmens für jedermann nachvollziehbar und nachprüfbar.

Gemeinsam auf dem Weg zur Energiewende Während andere noch von der Energiewende reden, handeln wir bereits. Den Weg zu umweltgerechter Energieerzeugung und nachhaltiger Energienutzung können wir als Stadtwerke jedoch nur gemeinsam mit anderen beschreiten. Von unseren Kunden möchten wir wissen, welche Produkte und Dienstleistungen sie von uns erwarten. Politik und öffentliche Verwaltung geben uns Ziele vor und entscheiden über wichtige strategische Weichenstellungen. Kooperationspartner und Vertreter der Wirtschaft sind unsere Mitstreiter bei den kleinen und großen Projekten, mit denen wir die Energiewende in Bamberg und über die Grenzen der Stadt hinaus realisieren. Seit Februar 2011 sind die Stadtwerke Bamberg neben 2.500 weiteren Unternehmen Mitglied im Umweltpakt Bayern, einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Wirtschaft und Bayerischer Staatsregierung. Jeder der Teilnehmer erbringt ökologische Leistungen über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. In den vergangenen Jahren haben wir gut 80 Projekte für mehr Umwelt- und Klimaschutz realisiert und tragen dazu bei, den Klimaschutzgedanken auch bei den Menschen in der Region weiter zu verankern. Auf städtischer und regionaler Ebene spiegelte sich 2011 der Beitritt zum Umweltpakt ebenfalls wider. Mit der Verabschiedung ihrer gemeinsamen Klima­ allianz haben sich Stadt und Landkreis Bamberg im vergangenen Jahr das Ziel gesetzt, bis 2035 die Energieautarkie mithilfe erneuerbarer Energiequellen zu erreichen. Hier sind die Stadtwerke Bamberg als Infrastrukturdienstleister gefordert, aktiv zu werden: zum einen durch den Zubau von regenerativen Energieerzeugungskapazitäten wie Photovoltaikanlagen


Ökologie 20–21

oder Windparks. Aber auch, indem wir die Bürger in Stadt und Region als Kunden beteiligen. Dazu gehört, zertifizierte Produkte anzubieten, die unseren eigenen und den ökologischen Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden, die jedoch im Preis auch wettbewerbsfähig sind. Der Ökostromtarif BestNatur erfüllt diese Ansprüche ebenso wie die Produkte der Fernwärme Bamberg GmbH, die seit 2011 eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke ist. Energie aus Sonne und Wind mit Bürgerbeteiligung Das Jahr 2011 wurde durch kaum ein anderes Thema so geprägt wie durch die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Sie hat auf schlimmste Weise verdeutlicht, dass ein weltweites Umdenken hinsichtlich der Kernenergienutzung dringend erforderlich ist. In den Forderungen nach einer Energiewende – auf gesamtgesellschaftlicher, aber auch auf lokaler Ebene – sehen wir eine Bestätigung des Kurses, den wir als Stadtwerke Bamberg schon vor vielen Jahren eingeschlagen haben. So stand der weitere Ausbau der dezentralen und regionalen Energieversorgung durch Solar- und Windenergieprojekte auch 2011 im Fokus unserer Geschäftspolitik. Mit Beteiligungsprojekten wie beispielsweise Bürgersolaranlagen geben wir unseren Kunden die Gelegenheit, sich selbst nachhaltig zu engagieren. Der Strommix der Stadtwerke war 2010 übrigens mit einem Anteil von 41 Prozent Ökostrom im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (18 Prozent) mehr als doppelt so grün – ein Wert, den wir 2011 durch verschiedene Projekte weiter steigern wollen. In der ersten Jahreshälfte 2011 entstand unsere fünfte Bürgersolaranlage im niederbayerischen Ort Schöfweg. Sie produziert pro Jahr Strom für etwa 160 Vierpersonenhaushalte. Mit dem Kauf von „Sonnenscheinen“ und einer Garantieverzinsung

von 3,9 Prozent konnten sich Bürger an der Anlage beteiligen. Das Interesse war so groß, dass innerhalb von nur 14 Tagen schon etwa die Hälfte der Investitionskosten über Bürgerdarlehen finanziert werden konnte. Auf noch größeres Interesse stieß am Jahresende die Bürgersolaranlage auf dem Dach des Bambados. Innerhalb weniger Tage waren alle Beteiligungsscheine vergeben. 60 Bürger haben ein Darlehen in einem Gesamtvolumen von knapp 500.000 Euro finanziert und damit unser Engagement zum Ausbau der regenerativen Energieerzeugung unterstützt. Die Anlage produziert Strom mit einer Spitzenleistung von 216 Kilowatt und deckt so gemeinsam mit der Holzvergasungsanlage 60 Prozent der vom Bambados benötigten Energiemenge. Nicht nur unsere solaren Bürgerbeteiligungsprojekte haben 2011 gezeigt, wie groß das Interesse der Bürger an einem eigenen aktiven Beitrag zur Energiewende ist. Auch die Beteiligung der Stadtwerke Bamberg an zwei Windparks war ein großer Erfolg. Damit wir erfolgreich Großprojekte wie Windparks auf die Beine stellen können, haben wir uns bereits 2010 mit 32 kommunalen Energieversorgern in der Energieallianz Bayern (EAB) zusammengeschlossen und diese Kooperation im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Darunter fiel auch die Beteiligung am Windpark Zieger, der im Lauf des Jahres 2011 in der Oberpfalz gebaut wurde und mit einer Leistung von 11,5 Megawatt ans Netz ging. Zudem erwarben wir Anteile am Windpark Domnitz in der Nähe von Halle in Sachsen-Anhalt. Mithilfe von sechs Wind­ energieanlagen bringt er eine Gesamtleistung von 12 Megawatt und produziert Strom für etwa 8.700 Haushalte.


Wasserschutz und Wärmeversorgung Unser Engagement bei umweltfreundlicher Energie kam 2011 auch ganz direkt bei den Bürgern der Stadt an: in Form von warmen Wohnungen. Denn mit der Fernwärme Bamberg GmbH betreiben wir ein über sechs Kilometer langes Versorgungsnetz und beliefern mehr als 600 Haushalte mit umweltfreundlicher Wärme, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird. Im Frühjahr 2011 begannen wir mit der Nahwärmeerschließung im Stadtteil Gereuth. Zusätzlich wurden die Staatlichen Berufsschulen II und III angeschlossen und auf dem ehemaligen Gelände des TSV 1860 ein neues Wohngebiet mit einem integrierten Nahwärmekonzept errichtet. Als konsequente Weiterführung des Fernwärmeausbaus haben die Stadtwerke Bamberg schließlich zum 1. Januar 2012 von der JosephStiftung die Gesellschafteranteile an der Fernwärme Bamberg GmbH übernommen. Damit wurde das 1996 gegründete Unternehmen eine 100-prozen­ tige Tochtergesellschaft der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH. Aus Anlass des Kaufs schlossen die Stadtwerke Bamberg zudem einen Umweltpakt mit dem kirchlichen Wohnungsunternehmen. Darin verpflichten sich die beiden Partner beispielsweise dazu, im Bereich der Gebäudesanierung und des Neubaus Maßstäbe bei der Energieeffizienz zu setzen, die deutlich über die gesetzlichen Erfordernisse hinausgehen. Neben der umweltgerechten Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme ist auch der nachhaltige Umgang mit Wasser als natürlicher Ressource

besonders wichtig. Nicht nur für uns als Versorger, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bamberg, die sauberes Trinkwasser täglich aus dem Wasserhahn zapfen. So wurde im Herbst 2011 mit der Veröffentlichung der „Verordnung des Landratsamtes über das Wasserschutzgebiet zum Schutz der öffentlichen Wasserversorgung der Stadt Bamberg“ ein Meilenstein hinsichtlich des Trinkwasserschutzes geschaffen. Der Gebotskatalog, der gemeinsam mit Landrats- und Wasserwirtschaftsamt sowie der Landwirtschaft erarbeitet wurde, schafft für die Stadtwerke Bamberg mehr Rechtssicherheit bei der Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. So können Verschmutzungen im Wasserschutzgebiet, das sich über einen großen Teil des südwestlichen Landkreises erstreckt, zukünftig verhindert werden. Auch am Beispiel einer neuen Kurzumtriebsplantage zeigte sich im Frühjahr 2011 das komplexe Zusammenspiel von Wasserschutz, Energiegewinnung und Steigerung der Energieeffizienz. Nachdem die Stadtwerke Bamberg 2010 schon 100.000 besonders schnell wachsende Balsampappeln auf den eigenen Flächen im Wasserschutzgebiet in Bamberg-Süd gepflanzt hatten, setzten sie im April 2011 weitere 33.000 Stecklinge. Rund um die Trinkwasserbrunnen sorgen die Bäume einerseits für einen natürlichen Schutz vor Erosion. Zum anderen dienen sie als Rohstoff für die umweltfreundliche Energieversorgung des Bambados. Alle fünf bis sechs Jahre können die Bäume geerntet werden. Als Holzhackschnitzel befeuern sie dann ein Holzvergaserkraftwerk, mit dem gleichzeitig Strom und Wärme für das Hallenbad produziert werden.


Ökologie und Politische so­ziale Verän­ 22–23 derungen 20–23

Zu den Arbeiten von Wasserwerk-Mitarbeiter Marco Böhm gehören seit einem Jahr auch gärtnerische Tätigkeiten. So gießt und pflegt er die 17 Hektar große Pappelplantage im Bamberger Wasserschutz­gebiet, damit dort in fünf Jahren die erste Ernte eingefahren werden kann. Die geschredderten Holzhackschnitzel dienen dann zur umweltfreundlichen Energieversorgung des Bambados über das Blockheizkraftwerk.


Mobilität: unterwegs mit Bus, Pkw und Rad Tausende Bamberger leisten jeden Tag einen Beitrag zum Klimaschutz – ohne es zu bemerken. Denn neben dem Themenfeld Energieerzeugung und -versorgung war 2011 auch der Bereich Mobilität wieder ein zentraler Baustein unseres Umweltengagements. Doch für Fahrgäste in unseren Bussen, Autofahrer auf Parkplatzsuche und Fahrradfahrer steht vor allem die Lebensqualität im Vordergrund, die durch ein geschickt verknüpftes Mobilitätsangebot in Stadt und Landkreis erreicht wird. Um den Bedürfnissen der Fahrgäste zu entsprechen und die Straßen vom privaten Pkw-Verkehr zu entlasten, muss der ÖPNV stetig verbessert werden, um eine attraktive Alternative zum eigenen Auto sein zu können. Die Verbesserung der Umstiegsmöglichkeiten und vereinheitlichte Abfahrtszeiten am ZOB, kürzere Fahrzeiten durch optimierte Wegeführung oder die Anpassung der Abfahrtszeiten von Bussen

und Linientaxen an die Pendlerzüge der Deutschen Bahn sind nur einige der Neuerungen, die zum Fahrplanwechsel 2011 in Kraft traten. Trotz einer Fahrpreiserhöhung um zehn Cent pro Einzelfahrkarte zeichnet sich der Bamberger Nahverkehr durch günstige Preise und eine hohe Preisstabilität aus. Durch den Bau einer neuen P+R-Anlage mit dem ersten Fahrradparkhaus der Stadt in der Brennerstraße wurde 2011 die Ostseite des Bahnhofs barrierefrei begehbar gemacht und ein neues Drehkreuz für den Übergang zwischen Bahn, ÖPNV, Fahrrad- und Pkw-Verkehr geschaffen. Der Umstieg auf Bus und Bahn wird für die Kunden damit noch komfortabler. Für den Bau des Radhauses wurde ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Brennerstraße saniert und mit modernen, vom ADFC empfohlenen Abstellsystemen für 330 Räder sowie Ladestationen für E-Bikes ausgestattet. Zusammen mit dem Fahrradparkhaus wurden zudem 119 P+R-Plätze für Pkws sowie 15 weitere für motorisierte Zweiräder geschaffen. Für 2012 ist der Bau eines weiteren Radhauses an der Westseite des Bahnhofs geplant.


Ökologie Lebensqualität 22–25 24–25

28 Linien, 64 Busse und mehr als 150 Fahrerinnen und Fahrer muss Fahrdienstleiter Detlef Krapp jeden Tag koordinieren. Dabei ist er immer auf der Suche nach Potenzial, um den nächsten Fahrplan noch kundenfreundlicher zu gestalten.


KUNDENOrientierung und maRkTAuftritT


Kundenorientierung 26–27

Bäderleiter Uwe Weier und sein Team haben jeden Tag alle Hände voll zu tun, um die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Dabei ist das Bambados ein echtes Bürgerbad: Im Vorfeld wurden die Nutzergruppen nach ihren Anliegen befragt, 80 Prozent davon wurden im Bad umgesetzt.


KUNDENOrientierung und maRkTAuftritT Dienstleister für die Menschen in der Region Sie drehen den Wasserhahn auf, schalten am Abend das Licht an, fahren mit dem Bus zur Arbeit, stellen das Auto in einem Parkhaus ab, gehen am Wochenende ins Schwimmbad oder surfen mit Highspeed durchs Internet: Bei allem, was die Menschen in unserer Region Tag für Tag tun, sind die Stadtwerke fast immer mit dabei. Als Infrastrukturdienstleister stellen wir nicht nur Energie, Wasser und den öffentlichen Busverkehr bereit, sondern bieten ein weites Spektrum von Produkten und Dienstleistungen an, die maßgebend für die hohe Lebensqualität in einer Stadt wie Bamberg sind. Aus diesem Selbstverständnis erwächst unser Unternehmensmotto: Wir bewegen Bamberg. Was wir tun, tun wir für die Menschen in der Stadt und im Landkreis. Unsere Kunden sind damit unsere wichtigsten Partner, ihre Wünsche haben für unsere Arbeit oberste Priorität. Sichtbares Zeichen dieser Bürgernähe ist das Bambados. Bei keinem anderen öffentlichen Bauvorhaben wurden die Bürger während der Planungs- und Bauphase so intensiv einbezogen wie hier. Insgesamt konnten wir über 80 Prozent der Wünsche und Anregungen umsetzen, die die Nutzer im Vorfeld geäußert haben. Unseren Kunden nach dem Prinzip größtmöglicher Transparenz zu begegnen und sie über unsere Dienstleistungen und Produkte aktiv an unserer Unternehmenspolitik zu beteiligen, war 2011 nicht nur beim Projekt Bambados unser Anliegen.

Vielmehr ist das neue Hallenbad für uns Ansporn und Verpflichtung, auch die weiteren Geschäftsbereiche der Stadtwerke Bamberg so bürgernah und kundenfreundlich wie möglich weiterzuentwickeln. Bambados – ein Bürgerbad für Bamberg Am Anfang stand der Dialog. Noch bevor es an die konkrete Planung des Bauvorhabens „Hallenbad“ ging, startete bereits das Bürgerbeteiligungsverfahren, das während der gesamten Bauzeit bis zur Eröffnung und darüber hinaus ein integraler Bestandteil des Prozesses werden sollte. Bereits zur Namensfindung gab es einen Bürgerwettbewerb. An einem runden Tisch wurden schließlich die Anforderungen und Wünsche aller Nutzergruppen verhandelt. Im Jahr 2011 standen die Fertigstellung des Hallenbads und die Vorbereitungen für die Eröffnung im November im Mittelpunkt unseres Kundendialogs. Novum für ein Projekt dieser Art: Vor einer endgültigen Festsetzung der Eintrittspreise konnten die Kunden ihre Anregungen zum Tarifkonzept äußern – ein Verfahren, mit dem wir unsere guten Erfahrungen aus der Planungsphase systematisch fortgeführt haben. Unter anderem wurde eine Onlineplattform eingerichtet, die umfassend über das neue Tarifkonzept informierte und zugleich Möglichkeit zum Feedback gab. Zudem wurde das Tarifkonzept mit den Vertretern von Interessenverbänden sowie Schwimm- und Sportvereinen und dem Förderverein


Kundenorientierung 28–29

Erlebnis- und Sportbad e. V. diskutiert. Die Meinung und die Anregungen der Besucher standen auch nach der Eröffnung weiterhin im Mittelpunkt unseres Marketings. Vor allem die ungefilterten Rückmeldungen, die uns über Social-Media-Dienste wie Facebook erreichten, halfen und helfen uns dabei, den Betrieb des Bambados weiterhin konsequent nach den Wünschen der Besucher auszurichten und mit ihnen in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten. Wie die Stadtwerke Bamberg sich im ökonomischen Wettbewerb am Markt verhalten, ist maßgeblich von den Erwartungen unserer Kunden bestimmt. So gab es vor der Eröffnung des Bambados kein vergleichbares Saunaangebot in Bamberg oder dem Landkreis. Der Neubau des Hallenbads mit seinem separaten und großzügig gestalteten Saunabereich schloss eine bis dato bestehende Nachfragelücke nach einem exklusiven Angebot in gut erreichbarer Nähe. Bewusst treten die Stadtwerke Bamberg damit auch in den Wettbewerb mit ähnlich gelagerten Angeboten aus den Nachbarlandkreisen ein. Unterstützung für den Volkspark Eng mit dem Bambados verbunden ist auch das neue Engagement der Stadtwerke Bamberg im Bereich Gastronomie, das 2011 vorbereitet wurde. Mit Kauf und Sanierung der historischen Volksparkgaststätte in der unmittelbaren Nachbarschaft des Hallenbads werden die Stadtwerke Bamberg ab 2012 ein weiteres gastronomisches Angebot in

ihrem Portfolio haben, das bewusst als Ergänzung zum Bambados und seinem Gastroservice in Freizeit- und Saunabereich betrieben werden soll. 2011 wurde das 80 Jahre alte Gebäude unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte umfassend saniert. Damit beteiligten wir uns aktiv an der Wiederherstellung des denkmalgeschützten Volksparkareals. Die Erhaltung des Bamberger Volksparks als ein in Franken einmaliges Beispiel für einen Bürgerpark zu unterstützen, ist für uns ein Beitrag zu einer lebendigen Stadtkultur, der wir uns als städtisches Unternehmen verbunden fühlen. Soziales und gesellschaftliches Engagement Unser Engagement für „das gute Leben“ in Bamberg spiegelt sich nicht nur in Freizeit- und Sportmöglichkeiten wider. Die Fahrt zum Weltjugendtag mit behinderten Jugendlichen, eine Autorenlesung am Maria-Ward-Gymnasium oder Trikots für die Jugendmannschaft eines Bamberger Fußballvereins – diese und andere Projekte wären nicht möglich, gäbe es nicht Vereine, die sich für ihre Realisierung einsetzen. Weil wir wissen, dass solche Maßnahmen kostspielig sind und von den Vereinen finanziell oft nicht allein gestemmt werden können, bieten wir über einen Spendenfonds und die Spendenfibel unsere Hilfe an. Einmal mehr haben die Stadtwerke Bamberg 2011 so Projekte in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Sport, Soziales, Bildung, Kultur und Umwelt unterstützt.


Projekte für die Kleinsten Auch mit eigenen Bildungsprojekten engagieren wir uns für Kinder. Um ihnen zu einem neuen Blickwinkel auf das Thema Trinkwasser zu verhelfen, haben wir gemeinsam mit dem Kultur- und Bildungsträger Chapeau Claque ein Trinkwasserprojekt speziell für Grundschulen und Kindergärten ins Leben gerufen und im Juli 2011 durchgeführt. Ebenfalls von Chapeau Claque initiiert und 2011 erneut von den Stadtwerken Bamberg unterstützt, wurde im August die energieautarke „Prima-Klima-Kinderstadt“ auf der Jahnwiese errichtet, die ein umfangreiches Mitmachprogramm rund um die Themen Energie und Zukunft bot. Tradition hat das Verkehrssicherheitsprogramm „Sicherer Schulweg“, das wir gemeinsam mit Partnern auch 2011 wieder zu Beginn des Schuljahres im September durchgeführt haben. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus: Wie Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause zurückkommen, trainieren sie fünf Tage lang mit Chapeau Claque, dem ADAC Nordbayern, der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt sowie der Kreisverkehrswacht Bamberg. Energiewende aus der Steckdose Leberkäsweckla aus dem Solarbackofen machen in der „Prima-Klima-Kinderstadt“ das Thema erneuerbare Energien für Kinder erlebbar. Unsere erwachsenen Kunden wurden 2011 vor allem durch die Atomkatastrophe in Fukushima und die Diskussion um eine Energiewende bewegt. Das stellt uns als Energiedienstleister vor konkrete Aufgaben. Denn Kunden schauen verstärkt auf die Ökobilanz von Produkten. Entscheidend ist nicht nur, zu welchem Preis der Strom aus der Steckdose fließt, sondern

auch, wie nachhaltig er produziert wird. Die Stadtwerke Bamberg kommen deshalb der gestiegenen Nachfrage nach Ökoprodukten nach und setzen dabei nicht nur auf transparente und nachhaltige Qualität, sondern auch auf eine faire und wettbewerbsfähige Preisgestaltung. Auf den Wunsch nach einer umweltfreundlicheren Lebensgestaltung haben wir 2011 mit der Ausweitung unseres Ökostromangebots BestNatur auf den Landkreis Bamberg reagiert. Auch beim Gas mögen es unsere Kunden grün: als zusätzlichen Beitrag zur Klimaallianz in Stadt und Landkreis Bamberg haben wir deshalb zum Oktober 2011 das klimaneutrale Erdgasangebot BestNatur Klimagas eingeführt. Über eine Preisgarantie bis 2014 geben wir zudem Preisvorteile im Einkauf direkt an unsere Kunden weiter. Energiewende privat – das geht nicht nur über grünen Strom und grünes Gas. Mit der Beteiligungsmöglichkeit an zwei neuen Bürgersolaranlagen haben wir unsere Kunden 2011 ganz direkt in den Ausbau klimafreundlicher Energieerzeugung in unserer Region eingebunden. Doch Klimaschutz heißt nicht nur, Energie zu erzeugen, sondern auch, sie zu sparen. Mit kleinen Maßnahmen wie etwa dem Verzicht auf Stand-by-Schaltung kann jeder Einzelne dazu beitragen. Für Fragen zum Energiesparen, aber auch zu allen anderen Themen standen 2011 unsere Energieberater und die Mitarbeiter im Servicezentrum als kompetente Ansprechpartner bereit – persönlich, telefonisch, per E-Mail oder ganz klassisch via Post. Im Servicezentrum wurde 2011 aber nicht nur zu unseren Produkten und Dienstleistungen beraten, sondern auch die Kundeninformation anlässlich der jährlichen Wartungsarbeiten am Gas- und Wassernetz koordiniert.


Kundenorientierung 30–31

Die Sicherheit der Schüler im Straßenverkehr ist Verkehrsbetriebsleiter Peter Scheuenstuhl eine Herzensangelegenheit. Deshalb haben die Stadtwerke vor vier Jahren mit den Experten der Polizei­ inspektion Bamberg, der Kreisverkehrswacht und dem ADAC Nordbayern e. V. sowie Chapeau Claque das Verkehrssicherheitsprogramm „Sicherer Schulweg“ auf die Beine gestellt.


MaSSgeschneiderte Lösungen Geschäftskunden setzen 2011 ebenfalls auf grüne Energie der Stadtwerke Bamberg. Für die Traditionsbrauerei Mahr’s Bräu beispielsweise war der Umstieg auf unseren Ökostromtarif die ideale Möglichkeit, den Klimaschutz im eigenen Unternehmen noch weiter zu verankern. Doch manchmal muss man auch ganz neue Wege gehen, um zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen. Die US-Army errichtete gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg innerhalb von vier Monaten auf dem Gelände der Muna ein Holzhackschnitzelheizwerk, das über ein Nahwärmenetz die umliegenden Gebäude umweltfreundlich mit Heizenergie versorgt. Im Vergleich zur alten Ölheizung spart die US-Army ca. 30.000 Euro pro Jahr und verringert den Kohlendioxidausstoß um 300 Tonnen. Die neue Biomasseanlage war in zweierlei Hinsicht eine Premiere: Es ist die erste biomassebetriebene Heizung an einem europäischen US-Standort und das erste Holzhackschnitzelheizwerk, das die Stadtwerke selbst gebaut haben. Vom Know-how der Stadtwerke Bamberg profitierten auch private Hauseigentümer. Mit dem Contracting-Angebot KomfortWärme-Heatbox bieten wir seit 2009 ein Rundumpaket. Planung, Installation, Betrieb und Wartung der neuen Heizungsanlage übernehmen die Stadtwerke Bamberg für den Hauseigentümer komplett. Die Wärme wird nach Verbrauch abgerechnet, für die Finanzierung zahlt der Kunde über die Gesamtlaufzeit einen festen Betrag. Contracting bietet für Hausbesitzer nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch die Gewissheit, dass die Heizwärme kostengünstig, effizient und umweltfreundlich bereitgestellt wird. Datenaustausch mittels Glasfaser Videos, Musik, Onlinespiele – große Datenmengen via Internet zu bewegen ist heute selbstverständlich. Mit dem weiteren Ausbau des Glasfasernetzes haben wir 2011 im wahrsten Wortsinn die Grundlage für eine superschnelle unterirdische Datenautobahn geschaffen. In der Glasfaser werden Daten mit einer Übertragungsrate von bis zu einem Gigabit pro Sekunde übermittelt. Das entspricht einer Geschwindigkeit von DSL 1.000.000.

Der erste Ausbausektor umfasste im Frühjahr 2011 in Bamberg-Ost rund 830 Objekte mit rund 4.500 Wohneinheiten, die zwischen Bahnlinie, Memmelsdorfer Straße, Zollnerstraße und Berliner Ring liegen. Auch im Landkreis schritt der Breitbandausbau voran. So hat sich Memmelsdorf mit seinem Ortsteil Meedensdorf im Förderwettbewerb der Bundesregierung zum Aufbau von Hochleistungsdatennetzen in ländlichen Gebieten beworben. Mit Erfolg: gemeinsam mit der Stadtnetz Bamberg GmbH wird bis März 2012 ein flächendeckendes Glasfasernetz geschaffen. Bereits abgeschlossen wurde im Frühjahr 2011 ein Breitbandprojekt in Bischberg und Trosdorf. Dort baute die Stadtnetz Bamberg gemeinsam mit dem Telefondienstleister M-net ein Breitbandnetz auf VDSL-Basis auf. Der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke-Tochtergesellschaft Stadtnetz Bamberg GmbH und das zugehörige Telekommunikationsangebot über die neue Marke baMbit, das ab Januar 2012 verfügbar ist, ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in der Stadt Bamberg. Auch in den Jahren 2012 und 2013 wollen die Stadtwerke weiter investieren. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könnte ein Großteil der Bamberger Haushalte an die schnelle Glasfasertechnologie angebunden sein. Neue Stadtbuslinien Transportwege haben wir 2011 nicht nur unterirdisch ausgebaut, sondern auch über der Erde: So wurde z. B. das Stadtbusnetz 2011 weiter ausgedehnt – verbesserte Fahrmöglichkeiten mit dem ÖPNV entlasten die innerstädtischen Verkehrswege und tragen damit nicht unwesentlich zum Umweltschutz bei. Eines der wichtigsten Projekte war die Neuausrichtung des Buslinienangebots im Bamberger Osten. Die neue Linie 920 bindet das neue Hallenbad Bambados in der Pödeldorfer Straße im 30-Minuten-Takt vom ZOB und somit direkt aus der Innenstadt an. Mit der Neuausrichtung ist auch das Malerviertel in Bamberg-Ost noch besser an den Stadtbusverkehr angeschlossen – ein Wunsch, den Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder geäußert hatten. Gleiches gilt für die Verlängerung der Linie 922, durch die das Wohngebiet Jahnstraße werktags wie am Wochenende nun besser erreichbar ist.


Kundenorientierung 32–33

Um die Wartung und den Betrieb der Bambados-Energiezentrale müssen sich die Badegäste natürlich keine Sorgen machen, das übernimmt Alexander Hagen. Aber auch für das Eigenheim bieten die Stadtwerke ein Rundum-sorglos-Paket: die KomfortWärme-Heatbox.


zuverl채ssiger partner f체r Stadt uNd land


Zuverlässiger Partner 34–35

Das Herz des Bambados schlägt im Keller, und Thomas Murr sorgt dafür, dass es niemals stillsteht. Mithilfe modernster Anlagen wird hier Umweltschutz betrieben. Dank Ultrafiltrationstechnik, Schlammwasseraufbereitung, Umkehrosmose und eines ausgeklügelten Wärmerückgewinnungssystems werden wertvolle Ressourcen geschont.


zuverlässiger partner für Stadt uNd land Bambados erfüllt hohe Erwartungen Zunächst war da nur ein rot-weiß gestreiftes Flatterband auf einem unbebauten Areal in der Pödeldorfer Straße. Es zeigte 2009 die Umrisse für das spätere 50-Meter-Becken des Bambados an, doch weder Stadtwerke-Projektleiter Christoph Jeromin noch die Pressevertreter konnten sich damals vorstellen, wie das Ergebnis aussehen würde. Am 25. November 2011 kamen alle wieder an derselben Stelle zusammen, dieses Mal, um die Fertigstellung eines der bis dato größten Bauprojekte in der Stadt Bamberg zu feiern und das Bambados für den Publikumsbetrieb freizugeben.

innerhalb des vom Stadtrat genehmigten Budgets. Der Betrieb des Bads kostet im Mittel über die nächsten 25 Jahre nicht mehr als der Weiterbetrieb des alten Hallenbads am Margaretendamm – und das bei einem wesentlich größeren Leistungsspektrum. Mit dem Bau des Bambados haben wir uns, ganz im Sinne unserer Unternehmensleitlinien, als zuverlässiger Partner bei der Umsetzung politischer Ziele bewiesen. Unsere Expertise und unsere Erfahrungen mit Infrastrukturprojekten war im Jahr 2011 – nicht nur im Bäderbereich – in Stadt und Landkreis Bamberg gefragt wie nie. Für die Zukunft gebaut

Zwischen der ersten Ortsbegehung und der feierlichen Eröffnung des neuen Hallenbads lagen drei Jahre, in denen die Stadtwerke Bamberg mit dem Bau von Europas erstem Passivhaushallenbad neue Maßstäbe gesetzt haben. Die Entscheidung, das neue Hallenbad im umweltfreundlichen Passivhausstandard zu errichten, war nicht nur ein international wegweisendes Vorhaben, sondern ging einher mit großen Erwartungen. Politik und Interessenverbände, aber auch wir selbst waren uns von Anfang an darüber im Klaren, dass mit dem Bau des Bambados nicht nur eine neue Messlatte für die Qualität und Zukunftsfähigkeit öffentlicher Bauvorhaben geschaffen wird, sondern auch die gesamte Unternehmens­ politik der Stadtwerke Bamberg sich zukünftig an diesem Vorhaben messen lassen muss und will. Die Zahlen sprechen für sich: Mit rund 32 Millionen Euro lagen die Baukosten für das Projekt Bambados

Hochwertige Spezialbaustoffe, strenge Vorgaben bei Luftdichtheit und Konstruktion, innovative technische Entwicklungen – das sind nur drei Beispiele für die weitreichenden Folgen, die die Passivhausbauweise mit sich bringt. Qualität kostet, das ist klar. Im Fall des Bambados betrugen die Mehrkosten gegenüber dem konventionellen Baustandard fünf Millionen Euro. Langfristig werden diese durch den geringeren Energieverbrauch wieder eingespart, denn im Vergleich zu einem herkömmlich gebauten Schwimmbad benötigt das Bambados 60 Prozent weniger Energie und verursacht 80 Prozent weniger CO2-Emissionen. Durch eine ausgeklügelte Wärmerückgewinnung werden die Energiekosten im laufenden Betrieb auf ein Minimum reduziert. Das bedeutet für die Zukunft auch Unabhängigkeit von den weiterhin steigenden Energiepreisen.


Zuverlässiger Partner 36–37

Möglich gemacht wird der energieeffiziente Betrieb des Hallenbads durch seine Bauweise und technische Neuerungen. Der kompakte Baukörper ist – neben seiner besonders guten Dämmung – fast völlig luftdicht. Wärme und damit wertvolle Energie kann nicht über Wärmebrücken verloren gehen. Der Luftaustausch wird über ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung gesteuert, auch die Wärme aus dem Badewasser wird wieder in den Wärmekreislauf zurückgeführt. Eine der technischen Besonderheiten ist die „Bamberger Rinne“. Diese von uns entwickelte und patentierte Überlaufrinne verhindert übermäßige Verdunstung und damit Energieverlust. Auf der Südseite des Gebäudes nutzen große, dreifach verglaste Fensterflächen die Sonne als natürliche Wärmequelle. So ist das Innere des Bads mit 28 bis 32 Grad angenehm temperiert. Eine separate Heizzentrale – ein Blockheizkraftwerk mit Holzvergasertechnik – dient der klimafreundlichen Produktion von Wärme und Strom aus nachwachsenden Rohstoffen. Planung und Bau des Passivhaushallenbads wurden vom Passivhaus-Institut in Darmstadt begleitet. Das unabhängige Forschungsinstitut hat auch die Prüfung und Zertifizierung des Bambados vorgenommen und bestätigt, dass das Hallenbad die hohen Ansprüche an eine besonders energiesparende Bauweise erfüllt. Übrigens: Wie groß das Interesse an praktischen Erfahrungen mit zukunftsweisenden Projekten wie dem Bau eines Passivhaushallenbads ist, zeigte 2011 auch eine Vielzahl von Veröffentlichungen zum Bambados in der deutschsprachigen Fachpresse.

Partner der Stadt In den vergangenen zehn Jahren haben die Stadtwerke Bamberg in den Bereichen Strom, Gas, Fernwärme, Wasser, ÖPNV, Parken und Bäder über 94,3 Millionen Euro investiert. Damit sind wir ein starker Partner der Stadt Bamberg. Etwa 50.000 Kunden werden mit Strom beliefert, 19.000 mit Gas und 13.000 mit Wasser. Wir befördern 10 Millionen Fahrgäste und haben mehr als 200 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Mit neuen Angeboten wie Ökostromtarifen und Beratung zur Solarenergie wird die Energiewende auf regionaler Ebene durch uns aktiv forciert. Um das hohe Niveau bei der Versorgung mit Wasser, Energie, Stadtbusverkehr und Freizeiteinrichtungen zu halten, ist mehr nötig als nur regelmäßige Wartung oder Modernisierung nach Plan. Ein härter werdender Wettbewerb und die Forderungen nach einer nachhaltigen Energiewirtschaft – sowohl seitens der Politik wie auch seitens der Kunden – stellen uns als Infrastrukturdienstleister vor die Herausforderung der stetigen Weiterentwicklung. So wollen wir uns dem Wettbewerb auf der einen Seite und unserer gesellschaftlichen Verantwortung als kommunales Unternehmen auf der anderen Seite stellen. 2011 haben wir als Partner der Stadt Bamberg wieder wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt, die an die Entwicklungen und Erfolge der Vorjahre anknüpfen.


P+R-Anlage BrennerstraSSe

Ein Platz für Wohnmobile

Mehr als 40.000 Menschen pendeln täglich nach oder aus Bamberg zur Arbeit (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik 2011). Pkws, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad – auch in Kombination – spielen für Pendler eine wichtige Rolle. Der Bau einer neuen P+R-Anlage am Bahnhof 2011 war eine logische Konsequenz aus dem Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) im Jahr zuvor. Mit dem P+R-Platz an der Brennerstraße ist ein neues Drehkreuz für den Stadt- und Regionalverkehr entstanden, das Bus und Bahn sowie den öffentlichen Personennahverkehr mit dem Individualverkehr verbindet.

Das Jahr 2011 war auch für die Stadtwerke Bamberg von den Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2012 geprägt. Unser Augenmerk lag dabei unter anderem auf dem Ausbau der Parkmöglichkeiten für Reisemobile. Mit der Erweiterung der zehn vorhandenen Stellplätze auf der P+R-Anlage Heinrichsdamm komplettieren wir unsere Angebotspalette im Bereich Parken. Neben Pkw-, Bus-, Lkw- und Fahrradstellplätzen bieten wir nun 25 hochwertige Reisemobilstellplätze an. Für die Stadt Bamberg bedeutet das die Möglichkeit, ein neues touristisches Marktsegment zu erschließen: die Wohnmobilreisenden, die durch die Nutzung von lokalen gastronomischen Angeboten sowie von Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen eine vergleichsweise hohe touristische Wertschöpfung pro Tag sichern. Die Nachfrage nach Reisemobilstellplätzen außerhalb von Campingplätzen ist in der Vergangenheit stetig gestiegen. Auf diesen Trend haben die Stadtwerke Bamberg frühzeitig reagiert und schließen hier eine Angebotslücke.

Beim Bau der Anlage haben wir aber nicht nur an die Autofahrer gedacht. Denn die Anlage bietet neben Stellplätzen für 114 Pkws mit dem ersten Fahrradparkhaus der Stadt auch Platz für 330 Fahrräder – inklusive Auflademöglichkeiten für E-Bikes. Die Ausstattung des Fahrradparkhauses mit Ladestationen für Elektrofahrräder ist für uns der Auftakt zum Ausbau der Elektromobilität in der Stadt – in Kombination mit unserem Ökostromtarif BestNatur. Und auch im Hinblick auf die Stadtentwicklung spielt die neue Anlage eine wichtige Rolle. Durch die Verlagerung der Parkplätze kann die Stadt Bamberg nun mit der Umgestaltung und Aufwertung des Bahnhofsareals beginnen. Gleichzeitig schafft die neue Unterführung, die durch die Verlängerung des Bahnhofstunnels durch die Deutsche Bahn AG im Auftrag der Stadtwerke Bamberg realisiert wurde, den direkten Zugang für Nutzer der neuen P+R-Anlage und des Radhauses sowie eine bessere Anbindung des Bamberger Ostens an die Innenstadt.


Zuverlässiger Politische und so­ziale Verän­ Partner derungen 38–39 20–39

Parkraummanagerin Nadine Heine bekommt Zuwachs: zu den vier bestehenden Tiefgaragen und Parkhäusern und den zwei P+R-Anlagen für insgesamt 3.636 Pkws kommen Anfang des Jahres ein Reisemobilstellplatz für 25 Reisemobile und eine P+R-Anlage für 114 Pkws inklusive Fahrradparkhaus für 330 Fahrräder hinzu.


StraSSenbeleuchtung auf dem neuesten Stand der Technik Die Straßenbeleuchtung ist der älteste Geschäftszweig der Stadtwerke Bamberg. Denn um die Straßenbeleuchtung der Stadt zu modernisieren und von Öl- auf Gaslaternen umzustellen, wurde schon 1855 das Gaswerk gebaut. Doch wir sind nicht nur Experten bei der Straßenbeleuchtung, sondern auch Spezialisten, wenn es darum geht, Energieeinsparpotenziale aufzudecken. So wurde 2010/2011 innerhalb von anderthalb Jahren die Beleuchtung in allen Straßen auf moderne Natriumdampf- und Halogenmetalldampflampen umgerüstet. Diese verbrauchen ein Drittel weniger Energie – und das bei gleicher Beleuchtungsstärke. Echte Pionierarbeit leisten wir durch den Einsatz neuartiger LED-Technik mit einem Telemanagementsystem, das den Energieverbrauch jeder einzelnen Lampe überprüfbar und damit steuerbar macht. Wir gehörten 2011 zu den Ersten in Bayern, die diese Technologie eingesetzt haben. Unsere Erfahrungen mit der neuen Technik kommen zukünftig selbstverständlich auch anderen Städten und Gemeinden zugute. Partner für den Landkreis und über­ regionales Engagement Angetrieben von der 2011 gemeinsam beschlossenen Klimaallianz von Stadt und Landkreis Bamberg hat sich auch unser Engagement über die Grenzen

der Stadt hinaus verstärkt. Dem Ziel der Klimaallianz, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2035 zu halbieren und Energieautarkie zu erreichen, schließen wir uns als Partner an. Das bedeutet auch, dass unser Wirkungskreis nicht an der Stadtgrenze enden kann. So kamen wir dem Wunsch vieler Umlandbewohner nach einem regionalen Ökostromangebot nach, indem wir unseren Ökostromtarif BestNatur auch für Kunden im Landkreis anbieten. Noch einen Schritt weiter gingen Stadt und Landkreis 2011 mit der Vorbereitung zur Gründung von Regionalwerken, die die Energiewende in den Kommunen des Landkreises Bamberg begleiten und vorantreiben sollen. Hier stehen wir als kompetenter Partner mit Expertise, Beratung und einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmenspolitik zur Verfügung. Als Mitglied zahlreicher Branchen- und Interessenverbände – darunter beispielsweise die Energieallianz Bayern oder der Bayerische Umweltpakt – sind die Stadtwerke Bamberg Teil eines überregionalen Netzwerks, das Erfahrungsaustausch bietet und über die nötige Stärke zur Durchsetzung regional gesetzter Ziele verfügt. Anfang Juli 2011 wählte der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Rubach zum Bundesvorstandsmitglied und zum Vorsitzenden der Landesgruppe Bayern – damit fließt die Expertise der Stadtwerke Bamberg auf dem Gebiet der Versorgungssicherheit nun auch in die bundesweite Verbandsarbeit mit ein.


Zuverlässiger Partner 40–41

Per Fingerzeig steuert Matthias Windfelder die innovative LED-Straßenbeleuchtung am Rhein-MainDonau-Damm, in der Ludwigstraße, am Weegmann- und Adenauerufer. In dem Pilotprojekt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird, untersucht er, ob sich die Umrüstung auf LED im Betrieb bewährt und wirtschaftlich rechnet.


QUALITÄT DER ArBEiT


Qualität der Arbeit 42–43

Service wird bei den Stadtwerken großgeschrieben. So wie Jutta Wildner für die Badegäste jederzeit ein Lächeln auf den Lippen und ein offenes Ohr hat, sind auch ihre Kolleginnen und Kollegen in den Bädern, den Bussen, den Parkhäusern und natürlich im Servicezentrum am Zentralen Omnibusbahnhof immer für die Kunden da.


QUALITÄT DER ArBEiT

Gemeinschaftsprojekt wird zum Vorbild Schwimmsportler ziehen ihre Bahnen im 50-MeterBecken, Kinder erproben mit Begeisterung die beiden Wasserrutschen und Familien genießen einen Tag Karibik-Kurzurlaub unter Palmen: Damit dieses Szenario im Bambados Wirklichkeit werden konnte, haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahren viele tausend Stunden Arbeitsleistung in die Planung und den Bau des Hallenbads gesteckt. Das Bambados ist damit nicht nur das größte Bauvorhaben, das die Stadtwerke Bamberg bisher realisiert haben, sondern es ist vor allem auch eine Gemeinschaftsleistung. Damit dieses Projekt ein Erfolg werden konnte, haben die Mitarbeiter quer durch alle Unternehmensbereiche Großartiges geleistet. Ohne ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Einsatz wäre der Bau des neuen Hallenbads nicht möglich gewesen. Dafür gebührt ihnen großer Dank. Die Leistung, die sie in den vergangenen drei Jahren gezeigt haben, macht sie zum Vorbild für das gesamte Unternehmen. So hat das Bambados 2011 Maßstäbe für die Qualität der Arbeit und damit auch für die Mitarbeiterweiterbildung und -qualifizierung gesetzt. Wir werden unsere Arbeit zukünftig an den Maßstäben messen lassen müssen, die wir mit dem Bambados gesetzt haben. Das gilt auch für die Erwartungen, die sich an unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter richten. Mit dieser Erwartungshaltung lassen wir unsere Kollegen aber nicht allein. Wir wissen: nur zufriedene Mitarbeiter können höchste Leistungen bringen und ihre Arbeit motiviert angehen. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen ist unsere wichtigste interne Aufgabe und stellt eine Verpflichtung gegenüber den Menschen dar, die ihre Arbeitskraft für die Stadtwerke Bamberg zur Verfügung stellen. Damit sie den Herausforderungen besonderer Projekte, aber auch den Anforderungen des Alltagsgeschäfts begegnen können, geben wir unseren Mitarbeitern das notwendige Rüstzeug durch fortwährende Qualifizierung im Sinne des lebenslangen Lernens mit. TSM-Zertifizierung zeichnet exzellente Arbeit aus Durchschnittlich 19 Minuten pro Jahr sind die Verbraucher in Deutschland ohne Strom, die Kunden der Stadtwerke hingegen lediglich ein bis zwei Minuten. Damit gehört das hiesige Stromnetz zu den sehr sicheren in ganz Deutschland und ist deshalb auch ein Garant für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bamberg. Rund 55.000 Strom-, 18.800 Gas- und 13.500 Wasserkunden können auf die zuverlässige Versorgung durch uns als den lokalen Energie- und Wasserversorger bauen. Das wurde 2011 durch die Branchenverbände Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) und Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE)


Qualität der Arbeit 44–45

bestätigt, die die Stadtwerke nach einer ausführlichen Prüfung im Rahmen des technischen Sicherheitsmanagements (TSM) zertifizierten. Anhand von rund 500 Aspekten aus den TSM-Leitfäden in den Bereichen Gas, Wasser und Strom wurde geprüft, ob die betriebliche Praxis mit den einschlägigen Vorschriften in den Bereichen Organisationsstruktur, Verantwortlichkeiten, Fach- und Entscheidungskompetenzen, Dokumentation, Verfahren, Prozesse, Regelung der Bereitschaftsdienste und der Störungsbehebung, Materialauswahl und -einsatz, technische Ausrüstung sowie Qualitätssicherung übereinstimmt. Die Experten der beiden Verbände bescheinigten, dass die personelle und technische Ausstattung sowie die Organisation der Stadtwerke eine sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Versorgung der Kunden gewährleisten. Dieser Erfolg ist in erster Linie den 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuschreiben, die sich täglich um die Sicherheit der Netze kümmern und dabei exzellente Arbeit leisten. Die Bestätigung der hohen Leistungsfähigkeit durch die TSM-Zertifizierung muss aber auch Ansporn sein, weitere Standards in diesen und anderen Bereichen zu setzen. Top-Lokalversorger Nicht nur die TSM-Zertifizierung bestätigte 2011 die hervorragende Arbeitsleistung, die unsere

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen. Zum dritten Mal in Folge wurden wir mit dem Top-Lokalversorger-Siegel des Energieverbraucherportals ausgezeichnet. Um das Siegel zu erhalten, müssen die Bewerber insgesamt 25 Einzelkriterien erfüllen, die das Portal gemeinsam mit Verbraucherschutzorganisationen entwickelt hat. Bei der Wahl legt die Jury besonderen Wert auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Umweltengagement, den regionalen Beitrag und die Servicequalität der Anbieter. 2011 bescheinigte das Verbraucherportal den Stadtwerken wie auch im Vorjahr ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis in den Sparten Strom und Erdgas und berechtigt uns damit, das Qualitätssiegel zu tragen. In der Top-Lokalversorger-Auszeichnung spiegelt sich die Umsetzung unserer Leitlinien Kundennähe, Regionalität, Umweltschutz und soziale Verantwortung wider. Vor allem im Bereich Umweltschutz haben wir durch den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiter in den vergangenen Jahren viele Projekte vorangetrieben. Der Bau von zwei weiteren Bürgersolaranlagen, die Beteiligung an zwei Windparks sowie die Fertigstellung des Hallenbadneubaus nach Passivhausstandard sind nur einige Beispiele aus dem Jahr 2011. Mit den neuen Produkten BestNatur Ökostrom und BestNatur Klimagas haben wir 2011 zudem den Kundenwünschen nach einer Ausweitung der ökologischen Produktpalette entsprochen. Diesen Weg werden wir auch in anderen Geschäftsbereichen zukünftig weiter beschreiten.


Neue Projektmanager im Dutzend Bambados, Park+Ride-Anlage Brennerstraße, Glasfasernetzausbau, Einführung eines neuen EDV-Systems ... Das Jahr 2011 brachte eine Vielzahl von hochkomplexen Aufgabenstellungen, für die das Zusammenspiel von internen und externen Fachkräften erforderlich war, um in einem definierten Zeit- und Kostenrahmen wirkungsvoll neue Lösungen für die Zukunftsaufgaben der Stadtwerke Bamberg schaffen zu können. Um diese Aufgaben systematisch, möglichst effizient und in einer guten Qualität bearbeiten zu können, sollten auch die Projektmanagementkompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch ausgebaut werden. Im Jahr 2011 haben zwölf Kolleginnen und Kollegen deshalb an einer Schulung nach den Regeln des Fachverbandes für Projektmanagement der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) teilgenommen. Dabei wurden an insgesamt 18 Schulungstagen verschiedene Aspekte des Projektmanagements theoretisch und praktisch behandelt: Was ist eine Meilensteintrendanalyse? Wie und nach welchen Kriterien können Arbeitspakete strukturiert werden? Welche besonderen Risiken können in Projekten entstehen? Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung zum/zur Projektmanagementfachmann/-frau Level D wurden durch die bisherigen Teilnehmer zwei Arbeitskreise gebildet, um einerseits das Wissen

anhand eines kompakten Leitfadens zur Verfügung zu stellen und andererseits ein Schulungskonzept auszuarbeiten. Ein Praxistest in Sachen Projektmanagement war 2011 die Renovierung des Servicezentrums am ZOB. Innerhalb von nur zehn Tagen wurde im August das Zentrum in der Promenadestraße kunden- und zugleich auch mitarbeiterfreundlicher umgestaltet. Neben der Neueinrichtung einer Fundsachenstelle sowie eines Arbeits- und Beratungsplatzes für das neue Geschäftsfeld „Multimedia“ galt die Aufmerksamkeit der Handwerker vor allem der Erneuerung des Bodenbelags und der Verbesserung der Wegeführung für die Besucher. Lebenslanges Lernen Diese Maxime gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Bamberg. Wie jeder Einzelne dieses Motto für sich umsetzt, wird vor allem durch die Angebote bestimmt, die im Rahmen der Personalentwicklung gemacht werden. Bereits im dritten Jahr förderten wir 2011 neben der fachlichen Aus- und Weiterbildung die Teilnahme an Kursen der iVHS (integrierte Volkshochschule). Mit Kursangeboten, die von autogenem Training über Aquafitness bis hin zu EDV oder Fremdsprachen reichen, können sich unsere Mitarbeiter in ganz unterschiedlichen Bereichen fortbilden – je nach Gusto, persönlichen Bedürfnissen und Neigungen.


Qualität der Arbeit 46–47

Erfolgreich bestanden! Teil des Traineeprogramms von Alexander Scheungrab bei den Stadtwerken ist die Teilnahme an der Schulung nach den Regeln des Fachverbandes für Projektmanagement der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) mit anschließender Abschlussprüfung.


Azubis: Mitarbeiter für morgen Energieversorgung, Parkhaus- und Stadtbusbetrieb, Bäder und vieles mehr gehören zum Aufgaben­ spektrum eines Infrastrukturdienstleisters wie den Stadtwerken Bamberg. So vielfältig wie unsere Arbeitsfelder sind damit auch die Möglichkeiten der Ausbildung. 2011 haben neun neue Auszubildende ihre Lehrzeit bei uns begonnen. Zum Ausbildungsangebot der Stadtwerke gehört einerseits die klassische kaufmännische Lehre (drei neue Auszubildende), aber auch die Ausbildung zum Elektrotechniker für Energie- und Gebäudetechnik (zwei neue Auszubildende) oder zum Kfz-Mechatroniker (ein neuer Auszubildender). Zwei neue Azubis begannen im September 2011 zudem ihre Ausbildung zu Fachkräften im Fahrbetrieb – ein Lehrberuf, der seit 2009 bei uns angeboten wird. 2011 kam ein neuer Ausbildungszweig im Bereich Gastronomie hinzu: erstmals wurde hier ein Ausbildungsplatz für eine Nachwuchsköchin geschaffen. Insgesamt konnten die Stadtwerke im Jahr 2011 mit etwa 30 Ausbildungsplätzen in acht verschiedenen Berufsfeldern die Ausbildung von jungen Menschen auch über den eigenen Bedarf hinaus fördern. Den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand ermöglichte auch 2011 wieder ein ausbildungsübergreifendes Projekt, bei dem Azubis unterschiedlicher Berufsfelder als Team zusammenarbeiten. Ziel ist es, dem Nachwuchs sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen wie Teamgeist zu vermitteln. Gleichzeitig wächst das gegenseitige Verständnis für die Arbeit des anderen, weil hier die angehenden

Kaufmänner und -frauen Seite an Seite mit den gewerblichen Auszubildenden am Schreibtisch sitzen, aber auch mit dem Schraubenzieher auf dem Dach stehen. Das Azubiprojekt war – wie könnte es im Jahr der Energiewende anders sein – die Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen. Von der kaufmännischen und technischen Planung bis zur Errichtung und Vermarktung der Anlagen: alles ist von den jungen Mitarbeitern eigenständig und in Teamwork erarbeitet worden. Im September wurden die Anlagen in Betrieb genommen und speisen seither Ökostrom in das Stromnetz ein. Gemeinsamer Einsatz für andere Das Gelingen des Gemeinschaftsprojekts Bambados wurde 2011 auch entsprechend gefeiert. So waren unsere Mitarbeiter und ihre Familien im Rahmen des alljährlichen Mitarbeiterfests eingeladen, noch vor der offiziellen Eröffnung die ersten Besucher im Bambados zu sein. Die Begeisterung für den Erfolg spiegelte sich nicht zuletzt in der Bereitschaft wider, sich gemeinsam für eine gute Sache zu engagieren. Denn auch beim Mitarbeiterfest im Bambados fand wieder die traditionelle Tombola statt, deren Erlös stets einer gemeinnützigen Institution zugute kommt. 2011 kam die stattliche Summe von 1.500 Euro zusammen, die bei der Betriebsversammlung am 15. Dezember in Form eines symbolischen Schecks an die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei GmbH übergeben wurde.


Qualität der Arbeit 48–49

Auch in den „Blaumann“ muss Auszubildende Kristina Günthner während ihrer zweieinhalbjährigen Ausbildung zur Industriekauffrau zeitweise steigen. Denn um einen umfassenden Eindruck von den Stadt­werke-Tätigkeiten zu erhalten, durchläuft sie alle Abteilungen im Konzern.


Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

„Ich habe den Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Kon-

Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend

zern-Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-

auf der Grundlage von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die

spiegel sowie Konzernanhang – unter Einbeziehung der Konzernbuch-

Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbe-

führung und den Konzernlagebericht der STWB Stadtwerke Bamberg

zogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,

GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2011 geprüft. Die

der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und

Konzernbuchführung und die Aufstellung von Konzernabschluss und

der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die

Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften

Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des

liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine

Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten

hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine

Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Kon-

Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung

zernlagebericht abzugeben. Ich habe meine Konzernabschlussprüfung

aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschafts-

Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Be-

prüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

achtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsäch-

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen

lichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und

und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf

Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit

die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der

dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernla-

der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen

gebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Entwicklung zutreffend dar.“

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

München, 07.07.2012

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Dr. Pentenrieder Wirtschaftsprüfer


Konzernbericht der STWB 50–51

Konzernbericht der Stadtwerke Bamberg Konzernlagebericht Grundlage Geschäftsentwicklung Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Personal Ausblick

52 53 54 57 59 60

Konzernabschluss Konzernkapitalflussrechnung Konzernbilanz Gewinn- und Verlustrechnung Konzernanhang Allgemeine Angaben Angaben zur Bilanz Konsolidierung Angaben zur Gewinnund Verlustrechnung Sonstige Angaben Konzerneigenkapitalspiegel Gesamtanlagennachweis

65 65 66 68 69 69 72 72 76 77 78 80


Konzernlagebericht/ Konzernabschluss


Konzernbericht der STWB Lagebericht 52–53

KONZERNLAGEBERICHT Grundlage

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbe­ dingungen

Rechtsgrundlage In den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH (STWB), Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH (STEW), Stadtwerke Bamberg Verkehrs- und Park GmbH (STVP), Stadtwerke Bamberg Stadtbus GmbH (StBus), Stadtwerke Bamberg Bäder GmbH (STB), Stadtwerke Bamberg Energiedienstleistung GmbH (STED), Stadtnetz Bamberg Gesellschaft für Telekommunikation mbH (STNB), Stadtwerke Bamberg Energieerzeugungs GmbH (STEE), Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH (STBS), Fernwärme Bamberg GmbH (FWB; 50 %), Hexa.Kon GmbH (Hexa.Kon; 33 %) und der Bamberg Arena GmbH (BAB; 33 %) einbezogen. Die Konzernunternehmen wurden durch Umwandlung des Eigenbetriebes Stadtwerke Bamberg in Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie Einlage der Beteiligung in der Stadtwerke Bamberg GmbH begründet. Zur Steuerung des Konzerns wurde zwischen der STWB als Organträger und der STVP, STB, STED und STEE ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2001 wurde zwischen der STWB und der STEW ein Gewinnabführungsvertrag mit einer Mindestdividende für die Außengesellschafter der STEW abgeschlossen. Im Konzernabschluss 2011 wurde erstmals die Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH (STBS) mit einbezogen. Betriebszweck Der Konzern ist in den folgenden Unternehmens­ feldern tätig: Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wasserversorgung Öffentlicher Personenverkehr Park- und Badebetriebe Telekommunikationsdienstleistungen Energieerzeugung Gastronomie

Die 2010 eingesetzte Erholung der Konjunktur nach der Finanz- und Wirtschaftskrise setzte sich auch 2011 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes fort. Die STWB profitiert davon mittelbar über die Ergebnisabführungen der Tochter­gesellschaften, insbesondere der STEW. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2011 um 3,0 % (im Vj. 3,6 %). Im Jahr 2012 wird die Konjunktur nach Ansicht des DIW von der Krise im Euro­ raum überschattet werden; sowohl die Exporte als auch die Inlandsnachfrage werden vorübergehend einen Dämpfer erhalten. Die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft wird sich einer Abschwächung der Weltkonjunktur nicht entziehen können. Wie schon bei den positiven Konjunktureffekten im Jahr 2011 wird eine eintretende Dämpfung der wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 den Konzern Stadtwerke ebenfalls mittelbar treffen. Das Augenmerk muss auch hier auf den Ergebnisbeiträgen der Tochtergesellschaften liegen. Image und Beschwerdequote Der Konzern Stadtwerke Bamberg verfügt aufgrund der gezielten Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit über ein gutes Image in der Bevölkerung. Das breite Produktportfolio und das angebotene Dienstleistungsspektrum der Stadtwerke werden von der Bevölkerung und durch Investoren in Anspruch genommen und sind Indikator für das große Interesse des Umfeldes am Unternehmen. Die Kundenzufriedenheit ist sehr gut.


KONZERNLAGEBERICHT Geschäftsentwicklung 2011 Wirtschaftliche Entwicklungen des Geschäftsjahres Strom Die STEW hat auch für das Jahr 2011 die Strombeschaffung über die Hexa.Kon abgewickelt. Dabei wurde das Risikohandbuch entsprechend angepasst. Am Beschaffungsmodell, der Eindeckung über mehrere Tranchen, wurde festgehalten. Die in der Hochpreisphase 2008 beschafften Mengen konnten durch günstige Beschaffungsmengen aus dem Jahr 2010 ausgeglichen werden. Damit ist es gelungen, einen durchschnittlichen Beschaffungspreis knapp unter dem Niveau des Lieferjahres 2010 zu generieren. Grundsätzlich waren die Preise an den Stromterminmärkten im 1. Halbjahr 2011 von stetig steigenden Energiepreisen gekennzeichnet. Der Trend drehte sich im 2. Halbjahr bedingt durch die geringere Nachfrage in die Gegenrichtung und führte zu einem sukzessiven Rückgang der Terminmarktpreise. Aufgrund der Anhebung der EEG-Umlage stieg der Bezugspreis in Summe trotzdem um ca. 1,4 Cent/kWh. Eine Preisanpassung für die Tarifund Sonderkunden erfolgte zum 01.04.2011. Wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren sind die Kunden sensibel hinsichtlich Preisanpassungen. Dies spiegelt sich deutlich in den Wechselquoten nach Kommunikation der Preisveränderungen an die Kunden. Vor diesem Hintergrund wurde nach der Preisanpassung zum April 2011 aufgrund der erhöhten EEG-Umlage keine weitere Preisanpassung im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommen. Im Jahr 2011 blieb trotz guten Wirtschaftswachstums der Stromverbrauch zumindest stabil und sorgte für eine ausgeglichene, wenn auch abgeschwächte Entwicklung. Darüber hinaus erstrecken sich die Vertriebsaktivitäten im Jahr 2011 auch in neue Märkte. Neben der Belieferung eines Automobilzulieferers konnten weitere Verträge geschlossen werden. Ziel ist es, diese Aktivitäten zur Ausweitung des Vertriebsgebietes in den nächsten Jahren weiter auszubauen.

Gas Aufgrund des Gasbezugsvertrags der STEW wird seit 01.10.2008 der Gasbedarf über die enPlus beschafft. Der Vertrag wurde zuletzt bis 30.09.2012 abgeschlossen. Dabei war es bereits gelungen, etwa 20 % der benötigten Gasmengen aus dem ölindizierten Beschaffungskontrakt herauszulösen und über eine marktnahe Beschaffung deutlich bessere Konditionen zu ermöglichen. Im Anschluss wurde aufgrund der guten Erfahrungen und der Tendenzen am Beschaffungsmarkt mit ölindizierten Beschaffungskontrakten ein Vertrag bis 31.12.2014 auf Basis der Marktpreise abgeschlossen. Im Gasvertrieb ergaben sich im Jahr 2011 aufgrund des ölgebundenen Beschaffungsvertrags im Jahresverlauf stetige Steigerungen bei den Beschaffungskosten. Die Problematik der Wechselquoten wurde auch hier in die Überlegungen integriert. Allerdings machte die Preisentwicklung eine Anpassung zum 1. Oktober 2011 unumgänglich. Um die Kunden mittelfristig an die Stadtwerke zu binden, wurde der Tarif „BestPrivat Garant“ angeboten. Dieser führte bei einer kundenseitigen Vertragsbindung bis 31.03.2014 zu einem garantierten Preis bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Die Vertragsbindung und die damit verbundene Beschaffungsmenge führten dazu, dass die Preiserhöhung tatsächlich geringer ausfiel. Durch die Gestaltung des BestPrivat-Garant-Tarifs hat der Vertrieb der STEW bereits einen ersten Schritt in Richtung Kundenbindung im eigenen Netzgebiet unternommen. Die Aktivitäten werden auch bei anderen Energiearten zukünftig eingesetzt und mit Maßnahmen zur Kundenrückgewinnung abgerundet. Die Stadtwerke Bamberg besitzen als vielseitiger Infrastrukturlieferant eine Vielzahl attraktiver Möglichkeiten, um die Kunden zu binden bzw. zurückzugewinnen. Der Marktanteil im eigenen Netzgebiet soll somit zunächst gesichert und dann ausgebaut werden. Darüber hinaus ist es auch in der Gasversorgung das Ziel, die Aktivitäten zur Ausweitung des Vertriebsgebietes in den nächsten Jahren weiter auszubauen.


Konzernbericht der STWB Lagebericht 54–55

Wasser Die Wasserabgabe im Geschäftsjahr 2011 betrug 5,0 Mio. m3 und liegt somit auf dem Vorjahreswert. Auch der Wasserpreis im Jahr 2011 blieb unverändert. Das Preisniveau liegt somit weiterhin im Rahmen der Kostenkalkulation auf Grundlage des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes. Eine Anpassung ist im Zuge des Baufortschritts des Projektes Wasser 2025 notwendig. Ein entsprechendes Gutachten zur Preiserhöhung auf Basis des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes liegt bereits vor. Netzwirtschaftliche Entwicklung Die Mengenentwicklung Strom verlief im Trend der Konjunktur und somit im positiven Bereich in Bezug auf das 5-Jahres-Mittel (+ 1,48 %). Die Stromabgabe beträgt im Geschäftsjahr 667.443 Mio. kWh (Vorjahr: 670.141 Mio. kWh) und liegt somit leicht um 0,4 % unter dem Vorjahreswert. Der Gasabsatz lag witterungsbedingt deutlich unter dem Normaljahr bzw. dem 5-Jahres-Mittel. Die Erdgaslieferung beträgt im Geschäftsjahr 863.286 Mio. kWh (Vorjahr: 966.934 Mio. kWh). Der Wert im Jahr 2011 liegt um 4,3 % unter dem 5-Jahres-Mittelwert. Energieerzeugung Die Vorhaben im Bereich der Energieerzeugungsanlagen des Konzerns Stadtwerke werden seit Gründung der STEE im Jahr 2009 hier gebündelt. 2011 wurden zwei größere Anlagen mit einer zusammengenommenen Leistung von 838 kWp in Betrieb genommen. Beide Anlagen wurden als Bürgerbeteiligungsmodell finanziert. Die Projekte konnten sehr gut platziert werden. Zwei weitere Kleinanlagen wurden im Rahmen von Projekten mit Auszubildenden der Stadtwerke realisiert und haben Ende 2011 den Betrieb aufgenommen. Über die Energieallianz Bayern (EAB) wurden Beteiligungen an zwei Windparks in Sachsen-Anhalt erworben (Windpark Domnitz I + II). Die Windparks sind bereits mit jeweils drei Windenergieanlagen im Jahr 2009 in Betrieb gegangen.

Energieberatung Das Produkt Heatbox soll den Marktbedürfnissen angepasst werden. Deshalb werden aktuell die Vertriebskanäle auf Effizienz überprüft. Eine entsprechende Marktanalyse mit einer daraus resultierenden Marketingkampagne soll die Optimierung begleiten und unterstützen. Die Vorbereitungen liefen 2011 an. Weitere Beratungsprodukte sind in Planung. Mit einem Marktauftritt wird Ende 2012 gerechnet. Damit die Energieberatung zukünftig den steigenden Marktanforderungen gerecht werden kann, wird derzeit ein Change-Management-Prozess konzipiert. Verkehrsbetrieb Seit dem 01.01.2010 ist die Stadtwerke Bamberg Verkehrs- und Park GmbH dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) beigetreten. Die unkomplizierteren Reisemöglichkeiten durch die Nutzung von nur noch einem Fahrschein bei Verkehren über die Stadt- und Landkreisgrenzen wurden von den Fahrgästen angenommen. Zum 01.01.2011 wurden die Beförderungstarife angepasst. Mit der Tarifanpassung wurden zum einen die Tarifanpassungen des VGN umgesetzt, zum anderen die Tarife für das Stadtgebiet Bamberg an die Tarifstufe K des VGN in einem weiteren Schritt herangeführt, um nach dem Übergangszeitraum zum 01.01.2015 den VGN-Tarif vollumfänglich auch im Stadtgebiet zur Anwendung bringen zu können. Im Rahmen verschiedener Projekte konnten Optimierungen bei internen Abläufen angestoßen werden. Dabei sind insbesondere die Optimierung des Fahrgeldmanagements, die Einführung eines Arbeitsvorbereitungssystems und die Einführung eines automatisierten Abrechnungsverfahrens für das Fahrpersonal zu nennen. Damit wurden wichtige Weichenstellungen für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit getroffen.


KONZERNLAGEBERICHT Parkbetrieb In den fünf städtischen Parkeinrichtungen konnten insgesamt 737.538 Parkvorgänge registriert werden. Dies bedeutet im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 einen Zugang von 25.173 Parkvorgängen. Im Jahr 2011 wurden der Parkplatz am Bambados und der Wohnmobilstellplatz eröffnet. Das Projekt Optimierung der Betriebsführung bei den Parkeinrichtungen soll einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit leisten.

Fernwärme Der Wärmeverkauf ist aufgrund weiterer Netzverdichtungen und -erweiterungen von 26.340 MWh auf 27.230 MWh angestiegen. Die Arbeitspreise des Bezuges und des Verkaufes sind an die Erdgaspreise der Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH gekoppelt. Im Rahmen der geplanten Investitionstätigkeit wurde vor allem das Netz im Bereich der Erba erweitert. Die Wärmelieferung dafür begann im Wirtschaftsjahr 2011.

Bäderbetrieb Am 25.11.2011 wurde das neue Hallenbad Bambados eröffnet. Der Besucherandrang in der Eröffnungsphase bis zum Ende des Jahres war sehr hoch, so dass hier die monatlichen Planansätze deutlich übertroffen wurden. Der erste Betriebsmonat im Dezember war durch einen unerwartet hohen Gutscheinverkauf und ein hohes Besucheraufkommen insbesondere in den Winterferien gekennzeichnet. Insgesamt wurden seit der Eröffnung bis 31.12.2011 im Bambados 49.723 Besucher erfasst. Der Vorverkauf von Produkten für das Bambados startete bereits am 14.11.2011 und lieferte sehr gute Ergebnisse bis Ende 2011.

Zum Jahresende 2011 wurde mit Wirkung zum 01.01.2012 ein wichtiger Schritt zur strategischen Gestaltung der Fernwärmeversorgung umgesetzt. Der 50-%-Anteil der Joseph-Stiftung an der Fernwärme Bamberg GmbH wurde erworben. Die STWB ist damit Alleingesellschafter der FWB und stellt so die Weichen für die strategische Entwicklung im Konzern Stadtwerke.

Das Hallenbad am Margaretendamm wurde unmittelbar nach der Schließung technisch außer Betrieb genommen. Eine mögliche Nachfolgenutzung der Anlage war im Jahr 2011 in der Diskussion. Verschiedene Interessenten haben die Örtlichkeit begutachtet. Ein möglicher Nutzer, den auch die Stadt Bamberg favorisiert, ist die Universität Bamberg. Konkrete Vereinbarungen mit der Universität konnten jedoch im Berichtszeitraum nicht geschlossen werden. Aufgrund des starken Rückgangs der Besucherzahlen in den Freibädern und der verspäteten Eröffnung des Bambados (Plan Oktober 2011) hat sich das Ergebnis trotz der Tarifanpassungen der STB verschlechtert. Die Eintrittspreise der Bäder wurden für das Jahr 2011 nach Beschluss des Aufsichtsrats angepasst.

Telekommunikation Im Geschäftsjahr konnten mehrere langfristige Verträge über Telekommunikationsdienstleistungen geschlossen werden. Daraus ergeben sich höhere und langfristige Umsatzerlöse bei den Datenverbindungen. Als zukunftsfähiges Geschäftsfeld erscheint auch der zum Jahresende neu gestartete Internetdienst. Vor allem für Geschäftskunden sind die Angebote von Interesse, erste Aufträge wurden erteilt. Dieser Bereich ist in Zukunft sicher ausbaubar, da diese Produkte zukünftig für Firmen und Gewerbetreibende an Bedeutung zunehmen. Regulierung und Netzmanagement Der Bereich Netzmanagement steht bezüglich der Basisjahre 2010 für Gas und 2011 für Strom vor einer Herausforderung, da die Netzkosten aus diesen Jahren durch die zuständige Regulierungsbehörde geprüft werden. Aus den sogenannten „genehmigungsfähigen Kosten“ ermittelt die Regulierungsbehörde eine Erlösobergrenze und erteilt einen entsprechenden Bescheid, der den maximalen Betrag festlegt, der im jeweiligen Teilnetz erlöst werden darf.


Konzernbericht der STWB Lagebericht 56–57

Auf Basis der Aufwendungen des Geschäftsjahres 2010 musste im aktuellen Geschäftsjahr somit der Antrag für die Netzentgelte der zweiten Regulierungsperiode Gas eingereicht werden. Der Antrag wurde im Sommer 2011 termingerecht bei der Regierung von Oberfranken eingereicht, ebenso wie erste Nachfragen und Datenanforderungen. Die Mitteilung über die genehmigungsfähigen Kosten und die dazugehörige Effizienz werden im III. Quartal 2012 erwartet. Nicht alle hierfür notwendigen Festlegungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) wurden bisher erlassen. Die nächste Herausforderung für das Netzmanagement stellte das Basisjahr 2011 für die Sparte Strom dar. Die Netzkosten aus dem Geschäftsjahr 2011 werden als Grundlage für die Erlösobergrenze Strom auf Basis der genehmigungsfähigen Kosten ermittelt und über die zuständige Regulierungsperiode geprüft. Der daraus resultierende Bescheid legt wiederum für den Bereich Strom die maximalen Erlöse im Stromnetz fest. Die Datenerhebung sowie die Antragsabgabe werden im II. und III. Quartal 2012 enorme personelle Kapazitäten binden. Wasserversorgung Die Tätigkeiten in der Wasserversorgung sind neben dem operativen Geschäft von der Umsetzung des Konzeptes „Wasser 2025“ geprägt. Insgesamt umfasst der erste Bauabschnitt mit sieben Maßnahmen ein Volumen von 15,8 Mio. Euro. Aktuell befinden sich die Baumaßnahmen Wasserwerk Stadtwald, Pumpwerk Münchner Ring/Drucksteigerung sowie der Hochbehälter West in der Umsetzung bzw. Umsetzungsvorbereitung.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage (Tab. 58.1) Einzelposten der Bilanz, die wirtschaftlich zusammengehören, sind in Gruppen zusammengefasst oder gegeneinander aufgerechnet worden.

Im Sachanlagevermögen resultiert der Zuwachs größtenteils aus der Aktivierung des Hallenbads Bambados (16.477 T EUR). Anfallende Restkosten werden 2012 nachaktiviert. Des Weiteren machen sich die Grundstückskäufe für das Wasserschutzgebiet im Bereich der engeren Schutzzone (2.844 T EUR) sowie für bestehende Umspannstellen in der Stromversorgung (661 T EUR), die Busbeschaffungen (1.471 T EUR) sowie der Baufortschritt der P+RAnlage Brennerstraße (3.985 T EUR) bemerkbar. Das Umlaufvermögen war im Wesentlichen gekennzeichnet durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 54.977 T EUR. Die Eigenkapitalquote betrug 42 %. In den eigenkapitalähnlichen Mitteln sind empfangene Ertragszuschüsse in Höhe von 8.078 T EUR sowie Investitionszuschüsse in Höhe von 5.180 T EUR enthalten. Das mittel- und langfristige Fremdkapital beinhaltet im Wesentlichen langfristige Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Höhe von 34.201 T EUR sowie die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.812 T EUR. Das kurzfristige Fremdkapital beinhaltet im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen von 36.054 T EUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.455 T EUR sowie die sonstigen Rückstellungen von 16.053 T EUR. Des Weiteren beinhaltet die Position sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 6.224 T EUR.


58.1 Vermögenslage

2011 in T EUR

2010 in T EUR

Abweichung in T EUR

Vermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen

2.142 139.479 20.300 65.865

2.179 104.854 18.018 80.831

–37 34.625 2.282 –14.966

Aktiva

227.786

205.882

21.904

95.677 13.258 37.013 81.838

94.061 10.416 13.752 87.653

1.616 2.842 23.261 –5.815

227.786

205.882

21.904

2011 in T EUR

2010 in T EUR

47.725 –22.558 68 –20.303 1.649

45.285 –20.454 51 –18.724 2.665

6.581

8.823

0 –498 –1.549 0 0

–711 –2.680 –1.360 0 0

4.534

4.072

2011

2010

Veränderung

Angestellte Arbeiter Auszubildende

207 300 26

179 271 27

28 29 –1

Summe

533

477

56

Kapital Eigenkapital Eigenkapitalähnliche Mittel Mittel- und langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital Passiva

58.2 Ertragslage

Rohergebnis Personalaufwand Erträge aus Beteiligungen Sonstige ordentliche Aufwendungen Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfts­tätigkeit Außerordentliches Ergebnis Ertragssteuern und sonstige Steuern Ausgleichszahlungen Einstellungen in die Gewinnrücklagen Ergebnisabführung Konzernbilanzgewinn

58.3 Personalstand


Konzernbericht der STWB Lagebericht 58–59

KONZERNLAGEBERICHT Finanzlage (Tab. 65.1) Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden Mittel­ zuflüsse von 12.340 T EUR generiert. Zur Finanzierung der Investitionen in Höhe von 45.647 T EUR ergibt sich eine Finanzierungslücke, die durch zusätzliche Darlehen geschlossen wurde. Der Anstieg des Finanzmittelbedarfs im Vergleich zum Vorjahr um 25.175 T EUR resultiert im Wesentlichen aus der Investition in das Hallenbad Bambados. Im Ergebnis wurde deshalb der Finanzmittelfonds um 8.246 T EUR auf 1.969 T EUR abgebaut. Die Investitionstätigkeit und die damit verbundene Finanzierung über Kreditinstitute gehen einher mit einer langfristigen Zinssicherung. Im Bereich der kurzfristigen Finanzdisposition erfolgt die Mittelbereitstellung durch das Cash-Pooling im Konzern durch die STWB. Die 2011 relativ hohen Investitionen in das Sachanlagevermögen konnten nurmehr zu 20 % (im Vorjahr 46 %) über Abschreibungen finanziert werden. Ertragslage (Tab. 58.2) Die Konzernumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 liegen um 5.133 T EUR (4,0 %) über dem Vorjahreswert. Begründet wird der positive Verlauf durch die Umsatzentwicklung in der STEW. Die anziehende Konjunktur und überregionale Vertriebsaktivitäten sorgten für eine positive Entwicklung. Als weiterer Grund ist die Umgliederung der Erlöse aus den eingespeisten EEG-Mengen und deren Verrechnung an den vorgelagerten Netzbetreiber anzuführen. Diese wurden in den Vorjahren in den sonstigen betrieblichen Erträgen abgebildet. Die STVP liegt leicht unter Vorjahresniveau. Der Effekt wird durch die Umsatz­ erlössituation der STB aufgrund der Eröffnung des Bambados kompensiert. Zusammen mit der Bestandsveränderung (–36 T EUR), den aktivierten Eigenleistungen (2.090 T EUR) und den sonstigen betrieblichen Erträgen (2.176 T EUR) errechnen sich Betriebserträge im Konzern von 136.614 T EUR. Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2011 bei 88.890 T EUR und somit 1.687 T EUR unter dem Vorjahr.

Während der Materialaufwand insbesondere durch die Energiebezugskosten annähernd auf Vorjahresniveau liegt, ist der Aufwand für bezogene Leistungen deutlich unter dem Vorjahr (–1.555 T EUR). Der Personalaufwand liegt bedingt durch die Stellenentwicklung bei 22.558 T EUR und somit um 2.104 T EUR über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich im Geschäftsjahr 2011 um 1.437 T EUR auf 11.544 T EUR. Das Abschreibungsvolumen liegt bei 8.759 T EUR und ist somit um 173 T EUR über dem Vorjahreswert (8.586 T EUR). Im Finanzergebnis sind die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen durch den Mittelbedarf der Tochtergesellschaften, insbesondere durch den Neubau des Hallenbads Bambados, um 613 T EUR auf 1.573 T EUR gestiegen (Vorjahr 960 T EUR). Des Weiteren haben sich die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 404 T EUR verringert. Das außerordentliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2011 liegt bei 0 T EUR. Im Vorjahr waren in den außerordentlichen Aufwendungen die Positionen aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 01.01.2010 enthalten. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von 498 T EUR liegt der Konzernjahresüberschuss bei 6.084 T EUR (Vorjahr 5.432 T EUR). Der Konzernbilanzgewinn erhöhte sich um 472 T EUR auf 4.544 T EUR. Darin enthalten sind die Ergebnisse der Gesellschaften STBus, STBS, STNB und FWB (anteilig 50 %) sowie die Beteiligungserträge an assoziierten Unternehmen.

Personal (Tab. 58.3) Zum 31. Dezember 2011 gehörten zur Belegschaft des Konzerns 533 Mitarbeiter.


KONZERNLAGEBERICHT Ausblick sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Folgende Chancen und Risiken können auf die nachfolgende Prognose der künftigen Entwicklungen einwirken: Operative Risiken Aufgrund hohen Wettbewerbsdrucks, Regulierungsrisiken und steigender Anforderungen an finanzwirtschaftliche Themen steht der Konzern Stadtwerke Bamberg vor der großen Herausforderung, die langfristige Ergebnissicherung zu gewährleisten. Im Energiemanagement ist der Fokus auf Margenoptimierung zu legen. Die Belastungen aus Verlustübernahmen sind durch ein proaktives Kostenmanagement zu reduzieren. Als weiterer Baustein muss ein ausgewogenes Investitionsportfolio die strategische Ergebnissituation weiter verbessern. Prozesse zur Hebung von Synergien und Skaleneffekten sind konzernübergreifend zu gestalten. Die entsprechenden Aktivitäten müssen in den Wirtschaftsplanungen abgebildet werden. Marktpreisrisiken Wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren besteht bei den Strom- und Gaskunden eine hohe Sensibilität hinsichtlich Preiserhöhungen. Diese werden gerne als Anlass genommen, sich mit den eigenen Energiekosten auseinanderzusetzen und nach günstigeren Alternativen zu suchen. Vergleichs­ portale im Internet und die starke Präsenz der Themen in den Medien erleichtern den Kunden die Wechselentscheidung und liefern ihm notwendige Informationen. Es besteht daher die Notwendigkeit, durch Kundenbindungs- und -rückgewinnungsmaßnahmen sowie Ausweitung des Vertriebsgebietes Kundenverluste zu kompensieren. Der angebotene Produktpreis zählt hierbei in der Regel als wesentliches Entscheidungskriterium.

Beschaffungsrisiken Die Marktpreise für Strom und Gas werden auf hochkomplexen und volatilen Energiebeschaffungsmärkten ermittelt. Um auch zukünftig wettbewerbsfähig am Absatzmarkt agieren zu können, müssen die Chancen eines optimierten Energieeinkaufs durch ein Portfoliomanagement wahrgenommen werden. Risikomanagement und -strategie bilden hierbei den notwendigen Rahmen, um Chancen zur Realisierung marktfähiger Preise unter Berücksichtigung eines beherrschbaren Risikos wahrnehmen zu können. Diese Bestandteile werden im Rahmen der Kooperationen verfolgt. Der erste Schritt wurde in der Hexa.Kon durch die Einführung eines Energiedatenmanagements auf Vertriebsbasis bereits umgesetzt. Es wird für belastbare Energieprognosen auf Basis von Kundensegmentierungen eingesetzt. Netzwirtschaftliche Risiken Die Auswirkungen der Kalkulation der Erlösobergrenzen aufgrund der Basisjahre 2010 für Gas und 2011 für Strom über die Regulierungsperiode stellt eine Risikoposition dar. Beide Jahre mit den entsprechenden Jahresabschlusswerten sind Ausgangspunkt der Kostenprüfungen. Die Bescheide werden jedoch erst Mitte 2012 für Gas bzw. 2013 für Strom erwartet und legen dann die mittelfristigen Erlösobergrenzen der Netzsparten fest. Aufgrund der umfangreichen Datenerhebung sowie der Prüfungsmechanismen durch die zuständige Regulierungsbehörde kann die tatsächliche Höhe der genehmigten Netzentgelte nur schwer prognostiziert werden. Um die Risiken insbesondere bei der Datenerhebung zu minimieren, wurde im Gasnetz eine ständige Arbeitsgruppe gebildet.


Konzernbericht der STWB Lagebericht 60–61

Risiken FTTx Der weitere Erfolg ist abhängig von der zukünftigen Entwicklung des Bandbreitenbedarfes, auch im Privatkundensegment. Gutachten gehen derzeit von weiterhin steigenden Bandbreiten aus. Deshalb kann der Aufbau eines FTTB/FTTH-Netzes die richtige Option für eine Wachstumsstrategie sein. Derzeit werden geeignete Geschäftsmodelle untersucht. Hierbei sollen Risiken identifiziert und ggf. durch Einbindung von Partnern optimiert werden. Risiken Verkehrs- und Parkbetrieb In der Sparte Parken steht die Fertigstellung der Maßnahme P+R-Anlage Brennerstraße als vordringlichste Aufgabe im Fokus. Zusätzlich sollen die Dienstleistungsangebote für Dritte erweitert werden. In der Sparte Verkehr werden die Arbeiten für den Fahrplan zur Landesgartenschau und den Fahrplan zur Anbindung des dritten Universitätsstandortes und die damit verbundenen Fahrleistungen im Jahr 2012 erhebliche Ressourcen binden. Grundsätzlich wird das Ziel weiterer Maßnahmen die Verbesserung der Ertragslage und die stetige Steigerung der Beförderungszahlen sein. Hierzu ist es jedoch auch notwendig, dass das Angebot von der Bevölkerung angenommen wird. Im Jahr 2012 werden die Ergebnisauswirkungen durch die geringere Dividendenausschüttung der E.ON deutlich zu spüren sein. Um diesen Effekt in Zukunft zu kompensieren, werden über Kostentreiberanalysen entsprechende Gegenmaßnahmen in der Wirtschaftsplanung abgebildet. Risiken Bäderbetrieb Ziel aller Maßnahmen zur Minimierung der operativen Risiken im Bäderbetrieb ist die Erhaltung und Weiterentwicklung der Attraktivität der Bamberger Bäder unter Beachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das erste vollständige Betriebsjahr des Hallenbads Bambados gilt es

die Betriebseinstellungen zu optimieren und die gesteckten Planziele zu erreichen. Das Jahr 2012 ist hier jedoch als Referenzjahr zu sehen, an dem die festgelegten Planwerte nun gemessen und ggf. nachgesteuert werden müssen. Die Übertragung des steuerlichen Querverbundes der Anlage Margaretendamm auf die Anlage Bambados wurde durch das Finanzamt Bamberg mit Schreiben vom 12.01.2012 bestätigt, somit auch die verbindliche Auskunft vom 15.10.1998. Ein weiteres Risiko ab dem Jahr 2012 stellt die Ergebnisentwicklung der Volksparkgaststätte dar. Die Gaststätte wird im späten Frühjahr eröffnet. Wie der Service von der Bevölkerung angenommen wird, ist abzuwarten. Die Dienstleistungen für den Gastronomiebereich des Bambados und für die Volksparkgaststätte werden über die Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH abgebildet. Finanzielle Risiken Im Konzern Stadtwerke Bamberg nimmt die STWB die Rolle als zentraler Finanzdienstleister wahr. Aufgrund hoher Investitionsaktivitäten hat das Finanz- und Liquiditätsmanagement eine hohe Bedeutung erhalten. Es ist stets darauf zu achten, dass Innenfinanzierungsmittel durch die Ergebnisse der Töchter zur Verfügung stehen und langfristig erhalten bleiben. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Bereich Fremdfinanzierung in einem angemessenen Rahmen verbleibt. Insbesondere bei neuen Investitionsvorhaben muss neben der Wirtschaftlichkeit die Finanzierbarkeit der Maßnahmen in den Fokus der Überlegungen und Entscheidungen integriert werden. Als wesentlicher Baustein zur Minimierung der finanziellen Risiken ist Software­ unterstützung in der Finanz- und Liquiditätsplanung unumgänglich. Entsprechende Lösungen werden derzeit geprüft.


KONZERNLAGEBERICHT Wetterrisiken

IT-Risiken

Die Gas- und Fernwärmeversorgung sind in besonderem Maße von der Witterung betroffen. Eine sehr milde Witterung hat unmittelbare Wirkung auf die Erlössituation im Sonderkundenbereich. Bei den Tarifkunden stellen sich die Effekte aufgrund der Abrechnungszyklen zeitversetzt ein und wirken dementsprechend auf der Umsatzseite nach. Der praktizierte Einsatz von langfristigen Temperaturverlaufsmodellen und die Abbildung in einen Energiedatenmanagementsystem ist somit ein wichtiges Instrument zur Minimierung dieser Risiken. Ausnahmesituationen, wie beispielsweise der Verlauf im Jahr 2011 zeigt, können nur schwer berücksichtigt werden.

Die Erbringung der Dienstleistungen im Bereich der Standardsoftware und Hardware erfolgt von den Stadtwerken Bamberg bzw. von der Tochtergesellschaft STNB. Die Leistungsfähigkeit ist nach derzeitigem Stand gesichert. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der IT-Landschaft in den Tochtergesellschaften hinsichtlich Spezialsoftware (EDM etc.) sind verstärkt Prozessmanagement- und IT-Kenntnisse aufzubauen. Für den Konzern Stadtwerke sind dabei die Themenfelder Managementinformationssystem sowie die Finanz- und Liquiditätsplanung durch entsprechende Softwarelösungen zu besetzen. Nur so kann es gelingen, zukünftig Kostensenkungs- und Ertragssteigerungsprogramme effizienter zu planen und umzusetzen sowie den Mittelbedarf effektiv zu ermitteln.

Risiken der Energieerzeugung Die Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Ereignisse in Japan im vergangenen Jahr wirken jedoch nicht mehr so unmittelbar nach. In den Fokus der Diskussion rücken andere Aspekte der Energiewende, wie die Belastungen aufgrund der auf den Strompreis aufgeschlagenen Umlagen sowie die Sicherung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Aufgrund der zu Beginn des Jahres 2012 vorgenommenen Kürzungen im Bereich der Einspeisevergütungen für Photovoltaik werden 2012 voraussichtlich nur zwei Projekte mit verhältnismäßig kleinen Anlagen in Angriff genommen. Auch Projekte zur Energiegewinnung aus Windkraft werden insbesondere unter Aspekten der Rendite und der Finanzierbarkeit betrachtet.

Personalrisiken Der Konzern Stadtwerke hat ein gutes Image als Arbeitgeber. Die Personalfluktuation kann als gering bezeichnet werden. Allerdings ist es vor allem durch die Altersteilzeitregelung und die damit verbundenen Personalabgänge schwierig, eine zeitgerechte und den Anforderungen entsprechende Nachbesetzung sicherzustellen. Dies trifft zum einen die STWB in der administrativen Aufgabenerledigung selbst, zum anderen aber auch die Tochtergesellschaften. Bei der Personalbeschaffung, die die STWB als Dienstleistung für ihre Tochtergesellschaften übernimmt, konkurrieren wir mit anderen Anbietern um qualifiziertes Personal. Vor diesem Hintergrund muss eine mittel- und langfristige Personalstrategie unter Berücksichtigung von Methodenkompetenzen entwickelt werden.


Konzernbericht der STWB Lagebericht 62–63

Prognose für 2012 und 2013 Geprägt durch das Ergebnis der STEW sowie die Verlustübernahmen der Tochtergesellschaften STVP und STB ist in den Planjahren 2012 und 2013 ein annäherndes Ergebnis wie im aktuellen Geschäftsjahr zu erwarten. Allerdings wird das hohe Ergebnisniveau nur erreicht, wenn die Annahmen aus den Programmen des Konzerns Stadtwerke sowie die geplanten Investitionen umgesetzt werden. Die Einschnitte im Energiesektor gilt es durch zielgerichtete Investitionen in neue Märkte bzw. durch zukünftige strategische Investitionen zur Steigerung der Ertragskraft zu kompensieren. Ziel muss es sein, in den kommenden Jahren ein Beteiligungsportfolio, zusammengesetzt aus Kooperationen, Partnerschaften und Rekommunalisierungen, zu erstellen, das die Ertragskraft auch in den Folgejahren auf einem guten Niveau erhält. Im Jahr 2012 wird der Ergebnisbeitrag der STEW letztmalig von der Auflösung der gebildeten Rückstellungen für Mehrerlösabschöpfung und periodenübergreifende Saldierung gestützt und ist somit trotz aller Risiken auf einem guten Niveau. 2013 wird von einem weiteren Rückgang insbesondere ohne Rückstellungseffekte ausgegangen, bis sich das Ergebnis der STEW in den Folgejahren aufgrund der eingeleiteten strategischen Maßnahmen stabilisiert und eine positive mittelfristige Entwicklung nimmt. Der angesetzte Maßstab bei der STEW bezüglich der guten Tendenz muss auch bei der STB und der STVP gelten. Somit darf die STVP nicht weiter belastet und das Ergebnis muss mittelfristig stabilisiert werden. Für die STB muss das Ziel ebenfalls sein, die Verlustübernahmen auch mit dem Betrieb des Bambados zu minimieren und somit die Ergebnissituation im Konzern Stadtwerke mittelfristig zu sichern und strategisch zu verbessern.

Die Wettbewerbsintensität im Energiesektor wird weiter zunehmen. Dem Preisdruck im Endkundengeschäft, den Auswirkungen der Regulierungsperioden und den Entwicklungen im Energiesektor aufgrund der politischen Diskussionen und Entscheidungen sind proaktiv zu begegnen. Die Effekte wurden in den entsprechenden Parametern der Wirtschaftsplanung berücksichtigt. Trotz fehlender Rückstellungseffekte soll das Ergebnis des Jahres 2013 durch Programme auf dem Niveau des Jahres 2012 stabilisiert werden. Durch Kundenbindungs- und Kundenrückgewinnungsprogramme sowie durch die Implementierung zusätzlicher Energieprodukte, auch für neue Märkte, sollen die Umsätze für die Jahre 2012 und 2013 steigen. Daneben werden die kommenden Jahre durch die zweite Regulierungsperiode der Anreizregulierung geprägt sein. Auf Grundlage der Kosten des Basisjahres 2010 für das Gasnetz erlässt die Regulierungsbehörde im Jahr 2012 den Bescheid mit den Erlösobergrenzen für die Jahre 2013 bis 2017. Der Jahresabschluss des Basisjahres 2011 dient der Regulierungsbehörde im Jahr 2012 als Ausgangspunkt für die Kostenprüfung der Sparte Stromnetz. Die modifizierten kalkulatorischen Kosten müssen Mitte des Jahres 2012 bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden. Ein Bescheid mit den Erlösobergrenzen für die Jahre 2014 bis 2018 erfolgt im Jahr 2013. Die aus den neuen Bescheiden resultierenden Erlösobergrenzen bilden die Basis für die Netzentgelte der zweiten Regulierungsperiode und somit für die Einnahmen im Bereich der regulierten Energienetze. Notwendige Annahmen sind in die Planung entsprechend den Effizienzvorgaben eingeflossen. Weitere Erkenntnisse werden die Bescheide der Regulierungsbehörde liefern. Die Werte werden dann in der Planung fortgeschrieben.


KONZERNLAGEBERICHT Themen wie dezentrale Energieerzeugung, Smart Meter und Smart Grid sind hinsichtlich der Chancen zu analysieren. Das gesteigerte Augenmerk bei den zu entwickelnden Projekten im Bereich der Energieerzeugung liegt in der nachhaltigen, bedarfsgerechten Erzeugung. Die Kosten für neue Anlagen müssen beherrschbar bleiben, was dadurch gewährleistet werden soll, dass marktwirtschaftliche Elemente vorrangig berücksichtigt werden. Jedoch ist auch 2012 und 2013 nicht mit einem ausgeglichenen Ergebnis aus der Energieerzeugung zu rechnen. Die Anforderungen zur Entwicklung von Projekten, insbesondere im Bereich Windenergieerzeugung, sind aufwendig und werden zunehmen. Die Erträge aus den bestehenden Anlagen, die allesamt vor Verzinsung des Fremdkapitals positive Ergebnisse aufweisen, werden durch Entwicklungskosten und Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung überkompensiert. Im Bereich Parkbetrieb wird in den kommenden Jahren der Betrieb und die wirtschaftliche Entwicklung der P+R-Anlage Brennerstraße im Fokus stehen. Die Jahre 2012 und 2013 im Verkehrsbetrieb werden von dem Ziel geprägt sein, durch weitere Maßnahmen die Verbesserung der Ertragslage und die stetige Steigerung der Beförderungszahlen sicherzustellen. Nur so kann es gelingen, auch mittelfristig die Ergebnissituation zu halten und langfristig zu verbessern. Daneben hat die Dividendenausschüttung der E.ON eine maßgebliche Auswirkung auf das Ergebnis. Um diesen Effekt in Zukunft zu kompensieren, werden über Kostentreiberanalysen entsprechende Gegenmaßnahmen in der Wirtschaftsplanung abgebildet. Für das erste vollständige Betriebsjahr des Hallenbads Bambados, das Geschäftsjahr 2012, gilt es die Betriebseinstellungen zu optimieren und die gesteckten Planziele zu erreichen. Das Jahr 2012 ist hier jedoch als Referenzjahr zu sehen, an dem die festgelegten Planwerte gemessen und für die Folgejahre, insbesondere 2013, als Basiswerte angenommen und ggf. nachgesteuert werden müssen.

Damit bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, wurde aufgrund des Risikomanagementsystems auch für 2011 der Risikobericht erstellt. Die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems der STWB Stadtwerke Bamberg GmbH wird regelmäßig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft. Durch eine regelmäßige Berichterstattung werden die wichtigsten Kennzahlen aus den Einzelgesellschaften in einem monatlichen Bericht an die STWB gemeldet und fließen in deren Quartalsbericht an die Stadt Bamberg ein. Aus derzeitiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Wesentliche Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres Zum Jahresende 2011 wurde mit Wirkung zum 01.01.2012 der 50-%-Anteil der Joseph-Stiftung an der Fernwärme Bamberg GmbH erworben. Die STWB ist somit Alleingesellschafter der FWB. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wurden die Ergebnisse der Planung und Prognose bestätigt. Auf Basis des ersten Quartals wurden die Planwerte bei der STEW Energie- und Wasserversorgungs GmbH erreicht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Bamberg, den 27. Juni 2011 Stadtwerke Bamberg GmbH Dipl.-Ing. Klaus Rubach Geschäftsführer


Konzernbericht der STWB Lagebericht/ Konzernabschluss 64–65

KONZERNABSCHLUSS 65.1 Kapitalflussrechnung

2011 in T EUR

2010 in T EUR

Periodenergebnis (vor außerordentlichen Posten)

6.084

5.432

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

8.759

8.586

–25 57 –1.663

2 257 –817

–797 –675 88

–1.039 –792 48

6.720

–22.373

–6.140

23.740

–68

–51

12.340

12.993

Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen

0 –43.171 –262 36 –2.250

147 –17.996 –521 525 –1.542

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

–45.647

–19.387

Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen Einzahlungen aus Investitionszuschüssen Auszahlungen an Unternehmenseigner Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten oder Anleihen Einzahlungen aus Ertragszuschüssen Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten und Anleihen

468 2.402 –4.755 26.376 1.912 –1.342

1.119 1.635 –3.447 8.698 1.149 –1.315

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

25.061

7.839

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

–8.246 10.215

1.445 8.770

1.969

10.215

Zu-/Abnahme der Rückstellungen: Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Pensionsrückstellungen Zunahme der Steuerrückstellungen Abnahme der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen oder Erträge: Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse Auflösung der Investitionszuschüsse Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Vorräte, der Forderungen aus LL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind Abnahme (im Vorjahr Zunahme) der Verbindlichkeiten aus LL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind Jahresüberschuss assoziierter Unternehmen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Finanzmittelfonds am Ende der Periode


KONZERNBILANZ 66.1 Aktivseite

31.12.2011 in EUR

31.12.2011 in EUR

31.12.2010 in T EUR

1.191.175,24 951.064,67

2.142.239,91

1.127 1.053

A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Software, Baukostenzuschüsse und Rechte 2. Geleistete Anzahlungen II. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 4. Bauten auf fremden Grundstücken 5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 6. Verteilungsanlagen 7. Streckenausrüstung 8. Fahrzeuge für Personenverkehr 9. Technische Anlagen und Maschinen 10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2. Beteiligungen 3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5. Sonstige Ausleihungen 6. Geleistete Anzahlungen

47.706.851,14

30.255

645.621,66

446

4.885.454,63 599.717,00 7.154.371,50 44.460.204,51 825,00 4.446.213,00 14.066.015,04 4.282.311,56 11.231.163,95

139.478.748,99

2.042 584 5.590 42.130 1 2.229 4.927 3.365 13.286

20.299.676,11

1.615 123 300 15.709 271 0

2.231.378,49

1.893 323 51

54.977.362,03

61.886

70.879,18

122

6.259.269,26

6.259

1.969.280,49

10.215

356.823,10

80

227.785.657,56

205.882

1.683.458,47 381.497,83 277.500,00 15.709.446,02 287.013,82 1.960.759,97

B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. Unfertige Leistungen 3. Fertige Erzeugnisse II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.887.571,10 283.364,25 60.443,14

Davon gegenüber Gesellschafter 929.400,04 EUR (Vj. 683 T EUR)

2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3. Sonstige Vermögensgegenstände Davon gegenüber Gesellschafter 106.003,58 EUR (Vj. 259 T EUR) Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 638.170,49 EUR (Vj. 779 T EUR)

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Summe Aktiva


Konzernabschluss der STWB Konzernbilanz 66–67

Passivseite

31.12.2011 in EUR

31.12.2011 in EUR

31.12.2010 in T EUR

6.074.100,00 38.466.387,08

6.136 –475 38.466

27.002.505,85 13.397.868,25 5.102.076,98 1.100.427,21 4.533.768,34

26.757 13.398 5.092 615 4.072

13.258.139,82

3.452 6.963

19.181.869,29

2.838 259 17.716

35.912.597,82

11.944

36.054.251,81

35.433

14.454.898,60

11.495

6.874.010,32

16.666

6.224.236,68

4.918

148.519,51

137

227.785.657,56

205.882

A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen Andere Gewinnrücklagen IV. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung V. Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter VI. Gewinn-/Verlustvortrag VII. Konzernbilanzgewinn

6.135.500,00 –61.400,00

Davon von assoziierten Unternehmen 57.698,06 EUR (Vj. 51 T EUR)

B. Sonderposten aus Zuschüssen 1. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2. Empfangene Ertragszuschüsse

5.180.073,60 8.078.066,22

C. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen 2. Steuerrückstellungen 3. Sonstige Rückstellungen

2.812.364,00 316.100,01 16.053.405,28

D. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.712.037,79 EUR (Vj.1.030 T EUR)

2. Erhaltene Anzahlungen Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 36.054.251,81 EUR (Vj. 35.433 T EUR)

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Davon gegenüber Gesellschafter 2.162.921,91 EUR (Vj. 2.484 T EUR) Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 14.454.898,60 EUR (Vj. 11.495 T EUR)

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Davon gegenüber Gesellschafter 1.539.409,95 EUR (Vj. 2.970 T EUR) Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.874.010,32 EUR (Vj. 16.666 T EUR)

5. Sonstige Verbindlichkeiten Davon gegenüber Gesellschafter 769.959,31 EUR (Vj. 2.193 T EUR) Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.920.863,42 EUR (Vj. 4.089 T EUR) Davon aus Steuern 1.502.694,48 EUR (Vj. 2.527 T EUR) Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 53.533,41 EUR (Vj. 70 T EUR)

E. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe Passiva


GEWINN UND VERLUST KONZERN 68.1 Gewinn- und Verlustrechnung 2011

01.01. – 31.12.2011 1. Umsatzerlöse - Erdgassteuer - Stromsteuer 2. Erhöhung bzw. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Sonstige betriebliche Erträge 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwand für bezogene Leistungen 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

2011 in EUR 142.947.876,78 –3.325.121,33 –7.238.484,35

2011 in EUR

2011 in EUR

136.547 –3.802 –5.494 9

132.384.271,10 –35.769,57 2.089.693,05 2.176.268,40

2010 in T EUR

136.614.462,98

–82.393.190,92

742 7.861 –82.526

–6.496.371,64

–88.889.562,56

–8.051

–17.702.994,24 –4.854.621,16

–22.557.615,40

–16.279 –4.174

–8.758.750,37

–8.586

Davon für Altersversorgung 1.430.503,67 EUR (Vj. 693 T EUR)

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 10. Erträge aus anderen Wertpapieren 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

–11.544.361,31 68.091,31 2.986.987,73 235.232,13

–131.750.289,64

–10.107 51 2.986 639

Davon aus Abzinsung 0,00 EUR (Vj. 344,5 T EUR)

12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

0,00 –1.573.205,80

1.717.105,37

–32 –960

Davon aus Aufzinsung 497.392,00 EUR (Vj. 306,8 T EUR)

14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen Auf Minderheiten entfallende Gewinnanteile

22. Konzernbilanzgewinn

6.581.278,71 0,00 0,00 –320.026,88 –177.680,29

–497.707,17 6.083.571,54 –1.539.409,95 –10.393,25

8.824 –711 –711 –2.298 –383 5.432 –1.360 0

4.533.768,34

4.072

0,00


Konzernabschluss der STWB Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 68–69

Anhang Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2011 der Stadtwerke Bamberg GmbH – im Folgenden auch kurz STWB oder Gesellschaft genannt – wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften und der ergänzenden Regelungen des GmbHG erstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeines Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2011 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes erstellt. Bilanzierung und Bewertung folgen hierbei den im Folgenden benannten Grundsätzen. Die Berichtswährung ist Euro (EUR). Zahlenangaben erfolgen in EUR und T EUR. Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Verrechnung der bei Erwerb der eigenen Anteile nennwertübersteigenden Gegenleistung mit den Rücklagen, welche im Vorjahr noch offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt wurde, sowie der Umgliederung der Erlöse aus den eingespeisten EEG-Mengen und deren Verrechnung an den vorgelagerten Netzbetreiber von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Beim Anlagevermögen wurde die Gliederung in der Bilanz um spezifische Posten eines Unternehmens der Energie- und Wasserversorgung sowie des Personennahverkehrs erweitert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten

bewertet. Die eigenen Leistungen enthalten neben den Einzelkosten noch angemessene Gemeinkostenzuschläge und Zuschläge für den Wertverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Abnutzbare Wirtschaftsgüter werden planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer überwiegend linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände orientiert sich hierbei an den amtlichen Abschreibungstabellen des Bundesministeriums der Finanzen; diese entsprechen im Wesentlichen den empirischen Werten des Konzerns. Bei Anschaffungskosten von 150 EUR bis 1.000 EUR werden die Vermögensgegenstände als Sammelposten aktiviert und mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren linear aufgelöst. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden mit den historischen Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert in Ansatz gebracht. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertes bilanziert. Der Bestand an Wasser in den Behälteranlagen sowie im Rohrnetz wurde mit 70 % des Verkaufspreises als Festpreis angesetzt, der Bestand an Erdgas in den Speicheranlagen und im Rohrnetz mit dem variablen Bezugspreis. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu ihren Herstellungskosten bewertet; diese beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Gemeinkostenzuschläge und Zuschläge für den Wertverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Das Vorratsvermögen wurde durch körperliche Bestandsaufnahme zum 31. Dezember 2011 aufgenommen.


ANHANG Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten bzw. mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag aktiviert. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt, die übrigen mit einem Prozent pauschal wertberichtigt. Liquide Mittel Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sonderposten aus Zuschüssen Zuschüsse für getätigte Investitionen werden passivisch ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse sind passiviert und werden jährlich mit 5 % zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2009 zugegangenen Baukostenzuschüsse wurden im Geschäftsjahr 2009 letztmalig von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden empfangene Baukostenzuschüsse passiviert und entsprechend der Abschreibung der zugeordneten Anlagegüter jährlich zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Steuer- und sonstige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Der erstmalige Ansatz einer Rückstellung erfolgt nach der Nettomethode. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den fristgerechten Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst; für die Abzinsung wurde das Barwertverfahren angewandt. Erfolge aus der Veränderung der Zinsen werden unter dem operativen Ergebnis ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen wurde gemäß IDW-Rechnungslegungs­standard IDW RS HFA 3 ermittelt. Für die handelsrechtliche Bewertung der Erfüllungsrückstände liegen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Der veranschlagte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von drei Jahren beträgt 4,09 %. Der Anwartschaftstrend beträgt 2,00 % p. a. Bei der verzinslichen Verpflichtung „Regulierungskonto“ haben wir nach IDW-Rechnungsle­gungs­ standard IDW ERS HFA 34, Tz. 33 f., auf eine Abzinsung verzichtet und diese mit dem Nominalwert angesetzt, da der gesetzliche Zinssatz für die Verzinsung von den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen für die Abzinsung nur unwesentlich abweicht. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der erhal­ tenen Anzahlungen mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den erhaltenen Anzahlungen sind noch nicht abgerechnete Abschläge von Kunden enthalten.

Pensionsrückstellungen Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die handelsrechtliche Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen üblichen Projected-Unit-Credit-Methode. Künftig zu erwartende Entgelt- und Rentensteigerungen in Höhe von jährlich 2,00 % sind bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der Rückstellungsbewertung liegen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Der veranschlagte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 5,14 %.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gewinn- und Verlustrechnung (Tab. 68.1) Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.


Konzernabschluss der STWB Anhang 70–71

Eigenkapital 2011 in T EUR

Kapitalanteil 2011 in Prozent

Ergebnis 2011 in T EUR

Stadtwerke Bamberg Energieund Wasserversorgungs GmbH (STEW), Bamberg

30.139

84,0

0

Stadtwerke Bamberg Verkehrs- und Park GmbH (STVP), Bamberg

25.203

99,0

0

1.708

99,0

0

Stadtwerke Bamberg Energiedienstleistung GmbH (STED), Bamberg

100

100,0

0

Stadtnetz Bamberg, Gesellschaft für Telekommunikation mbH (STNB), Bamberg

2.144

100,0

414

Stadtwerke Bamberg Stadtbus GmbH (STBus), Bamberg

271

100,0

47

Stadtwerke Bamberg Energieerzeugungs GmbH (STEE), Bamberg

100

100,0

0

Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH (STBS), Bamberg

101

100,0

1

3.722

50,0

626

Eigenkapital 2011 in T EUR

Anteil 2011 in Prozent

Ergebnis 2011 in T EUR

Hexa.Kon GmbH, Bamberg

1.993

33,16

196

Bamberg Arena GmbH, Bamberg

3.069

33,00

10

Kapitalanteil in Prozent

Kapitalanteil in T EUR

Gesamtkapital in T EUR

Jahresergebnis 2011 in T EUR

6,3

109

83

7

Energieallianz Bayern GmbH & Co. KG, Freising

2,15

2,0

384,0

26,1

SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co. KG, Tübingen

0,53

120,2

22.685,4

–160,1

10,00

10,0

100,0

18,0

Windpark Zieger GmbH & Co. KG, Freising

2,56

140,7

5.417,8

–71,5

Windpark Domnitz l GmbH & Co. KG, Freising

2,55

42,1

–117,9

–330,6

Windpark Domnitz ll GmbH & Co. KG, Freising

2,55

40,8

385,7

–391,8

71.1 Verbundene Unternehmen:

Gesellschaft und Sitz

Stadtwerke Bamberg Bäder GmbH (STB), Bamberg

Fernwärme Bamberg GmbH (FWB), Bamberg

71.2 Assoziierte Unternehmen:

Gesellschaft und Sitz

71.3 Beteiligungsübersicht:

Gesellschaft und Sitz VUA-Softwarehaus GmbH, Norderstedt

enPlus eG, Genossenschaftsverband Bayern e. V., Würzburg

a) Zahlen 2010

a)

a)


ANHANG Angaben zur KONSOLIDIERUNG

Angaben zur Bilanz (Tab. 66.1)

Konsolidierungskreis (Tab. 71.1)

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Stadtwerke Bamberg GmbH ist Mutterunternehmen für oben aufgeführte Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB sind.

Finanzanlagen (Tab. 71.3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Konsolidierungsgrundsätze (Tab. 71.2) Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sind in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgt bei der Stadtwerke Bamberg Betriebsservice GmbH gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode, für die übrigen Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 EGHGB fortgeführt. Die Fernwärme Bamberg GmbH wird gemäß § 310 HGB anteilig mit einer Quote von 50 % in den Konzernabschluss mit einbezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 54.977.362,03 EUR (Vj. 61.886,5 T EUR), darin sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 929.400,04 EUR (Vj. 683,3 T EUR) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beliefen sich auf 70.879,18 EUR (Vj. 121,6 T EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 6.259.269,26 EUR (Vj. 6.259,4 T EUR), diese beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 3.636.855,61 EUR (Vj. 5.394,0 T EUR) sowie Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 106.003,58 EUR (Vj. 258,8 T EUR). Des Weiteren sind zwei Caps in Höhe von 314 T EUR zur Zinssicherung angenommener Darlehen enthalten; sie wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und auf die Laufzeit linear abgeschrieben.

Die Konsolidierung nach der Equity-Methode erfolgt für assoziierte Unternehmen nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 HGB. Hiernach wird der Wertansatz der Beteiligung, ausgehend von den Anschaffungskosten, entsprechend der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 638.170,49 EUR (Vj. 779,1 T EUR). Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierungen wurde der Zeitpunkt des Erwerbes bzw. der Gründung des jeweiligen Tochter- oder assoziierten Unternehmens zugrunde gelegt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben in Höhe von 356.823,10 EUR (Vj. 80,4 T EUR) ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden konzern­ internen Aufwendungen verrechnet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus vorgeleisteten Mietzinsen, EDV-Leistungen und Marketingaufwendungen zusammen.


Konzernabschluss der STWB Anhang 72–73

73.1 Sonstige Rückstellungen

Unterlassene Instandhaltung Regulierungskonto Strom/Gas Altersteilzeit Energiewirtschaftliche Risiken Nicht abgerechnete Personalausgaben Mehrerlösabschöpfung Rückzahlung VGN Periodenübergreifende Saldierung Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses Rückforderung Konzessionsabrechnung Fremdversorger Jubiläumsverpflichtung Rechts- und Prozesskosten Andere Summe

2011 in T EUR

2010 in T EUR

4.785 2.890 2.796 1.435 1.274 993 630 413 331 235 92 59 120

5.130 2.268 2.956 2.390 1.192 1.847 330 1.138 213 0 94 0 158

16.053

17.716

Davon mit einer Restlaufzeit 73.2 Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag in T EUR

bis 1 Jahr in T EUR

1 bis 5 Jahre in T EUR

über 5 Jahre in T EUR

Gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen Aus Lieferungen und Leistungen Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige

35.913 36.054 14.455 6.874

1.712 36.054 14.455 6.874

5.450 0 0 0

28.751 0 0 0

6.224

3.921

268

2.035

Summe

99.520

63.016

5.718

30.786

2011 in T EUR

2010 in T EUR

STEW STVP STED STNB FWB STB StBus STWB STEE STBS

113.682 9.192 5.251 1.687 1.125 651 381 225 190 0

109.187 9.486 5.410 1.636 929 413 90 101 0 0

Summe

132.384

127.252

73.3 Umsatzerlöse


74.1 Personalaufwand

2011 in T EUR

2010 in T EUR

a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

17.703 4.855

16.280 4.174

Summe

22.558

20.454

2011

2010

Veränderung

Angestellte Arbeiter Auszubildende

176 278 24

179 271 27

–3 7 –3

Summe

478

477

1

Verkäufe in T EUR

Einkäufe in T EUR

Erbringung von Dienstleistungen in T EUR

Bezug von Dienstleistungen in T EUR

Stadt Bamberg Assoziierte Unternehmen Beteiligungen

343 0 1.640

33 37.299 25.478

2.832 50 0

548 0 0

Summe

1.983

62.810

2.882

548

2011 in T EUR

2010 in T EUR

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

82.393

82.526

6.497

8.051

Summe

88.890

90.577

74.2 Personalstand

74.3 Beziehungen zu nahestehenden

Unternehmen

74.4 Materialaufwand


Konzernabschluss der STWB Anhang 74–75

ANHANG Eigenkapital (Tab. 80.1) Das Stammkapital der Stadtwerke Bamberg GmbH beträgt zum 31. Dezember 2011 wie im Vorjahr 6.135.500,00 EUR. Hiervon sind von der Muttergesellschaft STWB gehaltene eigene Anteile mit einem Nennwert in Höhe von 61.400,00 EUR offen abgesetzt. Bei dem gezeichneten Kapital wurden im Geschäftsjahr die Nominalwerte von dem gezeichneten Kapital abgezogen. In die Gewinnrücklagen wurden entsprechend den Ergebnisverwendungsbeschlüssen für das Geschäftsjahr 2010 insgesamt 658.594,37 EUR eingestellt. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde aus dem auf die STWB entfallenden Eigenkapital ohne Berücksichtigung der Jahresergebnisse der Konzerngesellschaften abzüglich des bilanzierten Beteiligungswertes (Stand 01.01.1999) ermittelt. Er verteilt sich auf die STEW mit 2,2 Mio. EUR und auf die STVP mit 11,2 Mio. EUR. Sonderposten aus Zuschüssen In den Sonderposten für Investitionszuschüsse sind im Wesentlichen Zuschüsse der STVP für die Busanschaffungen sowie für den Bau von mehreren Park+Ride-Anlagen und einer Badeanstalt enthalten. 2011 erhielt der Konzern Investitionszuschüsse für die Anschaffung von Bussen (210 T EUR), für die Renovierung von Betriebsgebäuden (110 T EUR), für den Bau von zwei Park+Ride-Anlagen (1.215 T EUR) und einer Badeanstalt (295 T EUR) sowie für den Breitbandnetzausbau (572 T EUR). Die Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse im Jahr 2011 in Höhe von 674.934,62 EUR wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position „Sonstige betriebliche Erträge“ ausgewiesen.

Die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse sind passiviert und werden jährlich mit 5 % zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2009 zugegangenen Baukostenzuschüsse wurden im Geschäftsjahr 2009 letztmalig von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden empfangene Baukostenzuschüsse passiviert und entsprechend der Abschreibung der zugeordneten Anlagegüter jährlich zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der nach internationalen Rechnungs­ legungsgrundsätzen üblichen Projectet-Unit-CreditMethode. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzin­ sung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2011 beträgt 5,14 % p. a.; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Im Vorjahr wurde ein Rechnungszins von 5,15 % p.a. zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verminderten sich zum 31. Dezember 2011 um 25.257,00 EUR auf 2.812.364,00 EUR (Vj. 2.837,6 T EUR). sonstige Rückstellungen (Tab. 73.1) In den Rückstellungen für nicht abgerechnete Personalausgaben stehen im Wesentlichen nicht abgerechnete Urlaubs- und Überstundenansprüche. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten des Weiteren Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Aufwendungen für Zählerablesung.


ANHANG Verbindlichkeiten (Tab. 73.2) Zur Finanzierung von Investitionen wurden langfristige Bankdarlehen aufgenommen. Die Darlehen haben Laufzeiten bis längstens 31. März 2040 und sind zu 8.000 T EUR über Grundschulden und zu 21.500 T EUR über Depotverpfändung gesichert. Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten Abschlagszahlungen der Kunden auf den Energie- und Wasserverbrauch sowie Anzahlungen auf Haus­ anschlusskosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Gesamtwert von 14.454.898,60 EUR (Vj. 11.495,2 T EUR) aus; darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin – Stadt Bamberg – in Höhe von 2.162.921,91 EUR (Vj. 2.484,2 T EUR). Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen bereits vorliegende und zum Bilanzstichtag noch ausstehende Lieferantenrechnungen für bezogene Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hexa.Kon GmbH von 4.851.054,36 EUR ausgewiesen. Diese setzen sich ausschließlich aus bereits vorliegenden und zum Bilanzstichtag noch ausstehenden Lieferantenrechnungen für die Energiebeschaffung zusammen. Des Weiteren bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern E.ON Bayern AG und FGN Ferngas Nordbayern AG aus Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter in Höhe von 1.539.409,95 EUR (Vj. 1.359,9 T EUR). Außerdem umfasst die Bilanzposition noch 50 % der Verbindlichkeiten gegenüber der Fernwärme Bamberg GmbH in Höhe von 473.647,12 EUR (Vj. 271,8 T EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.502.694,48 EUR (Vj. 2.527,2 T EUR) sowie Verbindlichkeiten aus den Bürgerbeteiligungen an einer Photovoltaikanlage in Höhe von 2.584.833,33 EUR (Vj. 1.208,8 T EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin – Stadt Bamberg – in Höhe von 769.959,31 EUR (Vj. 2.193,2 T EUR). Rechnungsabgrenzungsposten Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen in Höhe von 148.519,51 EUR (Vj. 137,1 T EUR) ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten be­ inhalten auch die Einnahmen für Fahrausweise.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse (Tab. 73.3) Die Gesellschaft fakturiert analog zum Vorjahr an ihre Kunden. In den Umsatzerlösen sind die weiterverrechnete Stromsteuer in Höhe von 7.238 T EUR (Vj. 5.494 T EUR) und die Erdgassteuer mit 3.325 T EUR (Vj. 3.802 T EUR) nicht enthalten. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen im Wesentlichen die Errichtung eines Parkplatzes (1.247,7 T EUR) und verschiedener Versorgungsnetze (682,3 T EUR). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern resultieren im Wesentlichen aus Dienstleistungen sowie der Auflösung von Zuschüssen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf 2.176.268,40 EUR (Vj. 7.860,7 T EUR); auf die Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse entfielen hiervon 674.934,62 EUR.


Konzernabschluss der STWB Anhang 76–77

Materialaufwand (Tab. 74.4) Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Fremdbezugskosten für Strom, Gas und Wasser sowie Dienstleistungen. Personalaufwand (Tab. 74.1) Im Geschäftsjahr 2011 entstanden Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 1.430,5 T EUR (Vj. 693,2 T EUR); darin enthalten ist die Auflösung der Pensionsrückstellung in Höhe von 180,9 T EUR (Vj. 714,3 T EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Der sonstige betriebliche Aufwand des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 11.544.361,31 EUR (Vj. 10.107,0 T EUR). Als wesentliche Aufwandspositionen sind hier die Aufwendungen für Konzessionsabgaben in Höhe von 5.031.789,65 EUR, Marketingaufwendungen in Höhe von 1.254.317,52 EUR, Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge mit 1.011.582,62 EUR sowie Prüfungs-, Beratungs- und Prozesskosten von 891.108,96 EUR anzuführen.

und 2006 selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von 1.789,5 T EUR. Hierbei handelt es sich zur Hälfte um eine Bürgschaft zur Sicherung fremder Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine weiteren Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus der Übernahme von Bürgschaften, aus Gewährleistungsverpflichtungen sowie aus der Begebung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Bayerische Versorgungskammer, Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, gewährt Versorgungsrenten und Versichertenrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene. Für 2011 waren ein Umlagesatz von 4,75 % und ein Zusatzbeitrag von 4,0 % festgesetzt. Alle Beschäftigten sind bei der Zusatzversorgungskasse angemeldet. Alle sonstigen finanziellen Verpflichtungen bewegen sich im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Sonstige Angaben

Zinsertrag und Zinsaufwand

Anzahl der Mitarbeiter (Tab. 74.2)

Im Zinsergebnis sind Erträge in Höhe von 0 EUR (Vj. 334,5 T EUR) und Aufwendungen in Höhe von 497.392,00 EUR (Vj. 306,8 T EUR) aus der Ab- bzw. Aufzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Der durchschnittliche Personalstand der quotal mit 50 % einbezogenen Fernwärme Bamberg GmbH waren im Geschäftsjahr 2011 vier Beschäftigte. Diese sind im Personalstand nicht enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Gesamtbetrag der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich auf 320.026,88 EUR (Vj. 2.297,8 T EUR). Haftungsverhältnisse Zur Absicherung eines Darlehens der Fernwärme Bamberg GmbH gegenüber der Flessabank Bamberg übernahm die STWB in den Jahren 2000

Beziehungen zu nahestehendeN Unternehmen (Tab. 74.3) In den Beziehungen mit assoziierten Unternehmen sind die Geschäftsbeziehungen zur Hexa.Kon GmbH und zur Bamberg Arena GmbH enthalten. Die Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Geschäftsbeziehungen mit der E.ON, der enPlus und der FGN sowie die Beziehungen zwischen der FWB und der Joseph-Stiftung. Sämtliche Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.


ANHANG Organe der Gesellschaft

Bezüge der Organe

Geschäftsführung

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden Auf­ wandsentschädigungen in Höhe von 64.500,00 EUR ausgezahlt. Auf die Angabe der Vergütung des Geschäftsführers wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es bestehen keine Darlehen bzw. Vorschüsse gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Geschäftsführer. Honorarangaben des Abschluss­ prüfers

Die Gesellschaft wird durch Herrn Dipl.-Ing. Klaus Rubach vertreten. Aufsichtsrat Andreas Starke Vorsitzender, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller Stv. Vorsitzender, Pensionär Michael Bosch Mitglied, Schlossermeister Peter Gack Mitglied, Dipl.-Betriebswirt (FH) Heinz Kuntke Mitglied, Richter Peter Neller Mitglied, Richter Hannes Porzelt Mitglied, Betriebsrat Christoph Starke Mitglied, Pharmareferent Dieter Weinsheimer Mitglied, Rektor

78.1 Konzerneigenkapitalspiegel 2011 der

STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg

Zugang aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises Übrige Änderungen Konzernbilanzgewinn Stand am 31.12.2010 Zugang aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises Übrige Änderungen Konzernbilanzgewinn Stand am 31.12.2011

Die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft wurde wie im Vorjahr durch Wirtschaftsprüfer Dr. Johann Pentenrieder, im Hause Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband mit Sitz in München, durchgeführt. Für Prüfungsleistungen wurden 141.200,00 EUR im laufenden Jahr zurückgestellt. Für die Jahresabschlussprüfung 2010 beliefen sich die Aufwendungen auf netto 126.471,41 EUR, wovon 112.030,21 EUR durch die gebildete Rückstellung finanziert wurden.

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung

Eigenkapital, ohne Anteile anderer Gesellschafter

in T EUR

in T EUR

in T EUR

in T EUR

in T EUR

0

0

0

0

0

–475 0

0 0

1.194 4.072

0 0

719 4.072

5.661

38.466

31.444

13.398

88.969

0

0

0

0

0

413 0

0 0

–3.341 4.534

0 0

–2.928 4.534

6.074

38.466

32.637

13.398

90.575

(gem. Konzernbilanz)


Konzernabschluss der STWB Anhang 78–79

Latente Steuern Vom Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Auf die Bilanzierung latenter Steuern zu Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB wurde wegen deren Geringfügigkeit aus Vereinfachungsgründen verzichtet. Ergebnisverwendung Nach Berücksichtigung einer Ausgleichszahlung an die zwei Minderheitsgesellschafter in der Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH (1.539 T EUR) wird der Gesellschafterversammlung der STWB vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Bamberg, den 27. Juni 2011 Stadtwerke Bamberg GmbH Dipl.-Ing. Klaus Rubach Geschäftsführer

Eigene Anteile

Eigenkapital, ohne Anteile anderer Gesellschafter

Anteile anderer Gesellschafter

Konzerneigenkapital

in T EUR

in T EUR

in T EUR

in T EUR

0

0

0

0

475 0

1.194 4.072

0 0

1.194 4.072

0

88.969

5.092

94.061

0

0

0

0

0 0

–2.928 4.534

0 10

–2.928 4.544

0

90.575

5.102

95.677


GESAMTANLAGENNACHWEIS Anschaffungs- und Herstellungskosten 80.1 Gesamtanlagennachweis

Konzern 2011 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Software, Baukostenzuschüsse, Rechte 2. Geleistete Anzahlungen Summe immat. Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 4. Bauten auf fremden Grundstücken 5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 6. Verteilungsanlagen 7. Streckenausrüstung 8. Fahrzeuge für Personenverkehr 9. Technische Anlagen und Maschinen 10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2. Beteiligungen 3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5. Sonstige Ausleihungen 6. Anzahlungen auf Finanzanlagen Summe Finanzanlagen Summe Konzern

Anfangsstand EUR

Zugang EUR

Abgang EUR

Umbuchungen EUR

Endstand EUR

11.403.819,85 1.052.664,05

254.098,98 8.325,91

6.610,00 0,00

109.925,29 –109.925,29

11.761.234,12 951.064,67

12.456.483,90

262.424,89

6.610,00

0,00

12.712.298,79

65.628.009,02

8.260.641,20

2.240,00

10.679.229,71

84.565.639,93

1.054.535,58

50.000,00

237.349,27

165.000,00

1.032.186,31

2.154.948,23

2.839.065,63

0,00

4.518,60

4.998.532,46

2.371.634,68 18.055.918,94

54.100,00 1.735.580,25

0,00 9.616,22

0,00 618.443,48

2.425.734,68 20.400.326,45

223.900.491,69 87.447,40 14.388.876,70 19.412.972,46 12.800.076,99 13.285.576,24

5.802.790,36 0,00 3.144.120,09 9.054.975,27 1.428.392,72 10.801.647,99

949.990,80 45.590,28 664.932,88 1.475,39 1.329.789,01 0,00

282.724,27 0,00 948,00 886.911,99 218.284,23 –12.856.060,28

229.036.015,52 41.857,12 16.869.011,91 29.353.384,33 13.116.964,93 11.231.163,95

373.140.487,93

43.171.313,51

3.240.983,85

0,00

413.070.817,59

1.615.367,16

68.091,31

0,00

0,00

1.683.458,47

428.264,96 300.000,00

258.997,24 0,00

0,00 22.500,00

0,00 0,00

687.262,20 277.500,00

15.711.101,61 270.860,95 0,00

0,00 29.750,00 1.960.759,97

0,00 13.597,13 0,00

0,00 0,00 0,00

15.711.101,61 287.013,82 1.960.759,97

18.325.594,68

2.317.598,52

36.097,13

0,00

20.607.096,07

403.922.566,51

45.751.336,92

3.283.690,98

0,00

446.390.212,45


Konzernabschluss der STWB Anhang 80–81

Abschreibungen

Restbuchwerte

Anfangsstand EUR

Zugang EUR

Abgang EUR

Endstand EUR

31.12.2011 EUR

31.12.2010 EUR

10.277.147,61 0,00

299.521,27 0,00

6.610,00 0,00

10.570.058,88 0,00

1.191.175,24 951.064,67

1.126.672,24 1.052.664,05

10.277.147,61

299.521,27

6.610,00

10.570.058,88

2.142.239,91

2.179.336,29

35.373.002,33

1.485.786,46

0,00

36.858.788,79

47.706.851,14

30.255.006,69

608.299,92

15.614,00

237.349,27

386.564,65

645.621,66

446.235,66

113.077,83

0,00

0,00

113.077,83

4.885.454,63

2.041.870,40

1.787.797,68 12.465.471,44

38.220,00 790.099,73

0,00 9.616,22

1.826.017,68 13.245.954,95

599.717,00 7.154.371,50

583.837,00 5.590.447,50

181.770.305,69 86.477,40 12.160.270,70 14.486.290,42 9.435.142,93 0,00

3.670.290,12 145,00 927.461,09 802.554,26 729.058,45 0,00

864.784,80 45.590,28 664.932,88 1.475,39 1.329.548,01 0,00

184.575.811,01 41.032,12 12.422.798,91 15.287.369,29 8.834.653,37 0,00

44.460.204,51 825,00 4.446.213,00 14.066.015,04 4.282.311,56 11.231.163,95

42.130.186,00 970,00 2.228.606,00 4.926.682,04 3.364.934,06 13.285.576,24

268.286.136,34

8.459.229,11

3.153.296,85

273.592.068,60

139.478.748,99

104.854.351,59

0,00

0,00

0,00

0,00

1.683.458,47

1.615.367,16

305.764,37 0,00

0,00 0,00

0,00 0,00

305.764,37 0,00

381.497,83 277.500,00

122.500,59 300.000,00

1.655,59 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00

1.655,59 0,00 0,00

15.709.446,02 287.013,82 1.960.759,97

15.709.446,02 270.860,95 0,00

307.419,96

0,00

0,00

307.419,96

20.299.676,11

18.018.174,72

278.870.703,91

8.758.750,38

3.159.906,85

284.469.547,44

161.920.665,01

125.051.862,60


82-83


Impressum STWB Stadtwerke Bamberg GmbH Jan Giersberg Astrid Rosenberger


Stadtwerke Bamberg Margaretendamm 28 96052 Bamberg Telefon 0951 77-0

Geschäftsbericht 2011  

Geschäftsbericht der Stadtwerke Bamberg für das Jahr 2011

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