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Premium News 02|08 Aktuelles Forum zu Energiefragen

Liebe Kundin, lieber Kunde «Wir werden lernen müssen, dass wir in Wirklichkeit eingebunden sind in die Probleme armer Länder.» Martin Lees, Generalsekretär des Club of Rome, appelliert im Gespräch mit den Premium News an die Verantwortung des Einzelnen, die globalen Probleme vertieft zu verstehen. Der Klimawandel und die Energieknappheit sind Beispiele für globale Problemstellungen, die es zu verstehen gilt – um dann zu handeln.

Hoher Ölpreis als Chance Der hohe Ölpreis beunruhigt und lässt den Inflationsdruck steigen. Er bietet aber auch viele Chancen. Gerade für ein Land mit innovativen Unternehmen wie die Schweiz. Eine anhaltend grosse Nachfrage aus Schwellenländern, politische Risiken in Ölförderstaaten, ein schwacher Dollar sowie spekulative Gründe – die Ursachen für den dramatisch gestiegenen Ölpreis sind vielfältig. Und die Fakten lassen sich aus Schweizer Sicht nicht ändern. Doch ebenso vielfältig wie die Risiken, die den Ölpreis nach Expertenmeinungen künftig weiter auf hohem Level halten werden, sind die Chancen, die sich daraus ergeben. Gerade für die Schweizer Wirtschaft und Politik, die in der Vergangenheit schon oft bewiesen haben, dass sie auf wandelnde Situationen mit innovativen Ideen und griffigen Massnahmen reagieren können. Von den rund zehn Milliarden Dollar, die das schwarze Gold in den Förderstaaten täglich bringt, fliesst ein wachsender Teil an die Ölabnehmer zurück. Davon profitieren etwa die Schweizer (Luxus-)Uhrenindustrie, der Tourismus, aber auch die Industrie und Baufirmen. Und das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft. So sind etwa Gäste aus Saudi-Arabien oder Russland nicht nur an Shoppingferien in der Schweiz interessiert, sondern etwa auch an unserer Spitzenmedizin. Der hohe Ölpreis ist vor allem auch eine grosse Chance für die Umwelt. Denn die daraus gewachsene

Teuerung drückt dem Einzelnen aufs Portemonnaie, kann Unternehmensbilanzen in rote Zahlen treiben und damit auch die Staatseinnahmen schmälern. Mehr denn je sind also innovative, Energie sparende Techniken gefragt. Ideen, wie sie in vielen Schweizer KMU schon längere Zeit entwickelt werden und die jetzt einem globalen Bedürfnis entsprechen. Eine Vorbildfunktion nimmt die Schweiz z. B. bei der Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene ein. Das vorhandene Know-how kann jetzt an andere Länder weitergegeben werden. Die Motivation fürs Energiesparen war selten so hoch wie heute. Und Energieeinsparung bringt eine Verringerung der CO2-Emissionen mit sich. Die Umwelt könnte aber noch aus einem weiteren Grund zu den Gewinnerinnen der hohen Ölpreise gehören. Unter anderem wegen der global steigenden Energiepreise erhöhen sich die Strompreise bei konventioneller Erzeugung. Dadurch werden die erneuerbaren Energien noch wirtschaftlicher. Das stark steigende Interesse an nachhaltig erzeugten Energien zeigt sich zum Beispiel bei den aktuellen Zahlen des Mischkonzerns OC Oerlikon, wo die Solarsparte boomt. Fazit: Wer den hohen Ölpreis als Chance versteht, kann profitieren. Als Unternehmen wie als Einzelner oder als Land.

Megaevents wie eine Fussballeuropameisterschaft oder olympische Spiele sind heute auch weltweit beachtete Plattformen für ökologische Anliegen. Das Nachhaltigkeitskonzept zur Fussball-EM 2008 enthielt Empfehlungen zu Verkehr, Energie und Klimaschutz, zu Ressourcen und Abfall sowie zu regionalen und Bio-Fair-Trade-Produkten. Der Schlussbericht zur eventspezifischen Wirkung auf die nachhaltige Entwicklung ist auf den Herbst 2009 geplant. Peking habe in puncto Umweltschutz einen grossen Sprung gemacht, urteilte der Bürochef von Greenpeace China im ökologischen Evaluationsbericht der Olympischen Spiele. Rund 17 Milliarden US-Dollar wurden allein in der Hauptstadt investiert, etwa in neue U-Bahn-Linien sowie in die Umrüstung von Bussen und Taxis auf umweltfreundliche Antriebe. Ermutigende Fakten. Handeln wir weiter. Herzliche Grüsse Stadtwerk Winterthur

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Lokal Meilenstein für die Fernwärme in Winterthur

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Aktuell Pumpspeicherwerke als flexible Energielieferanten

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Rückseite Im Gespräch mit …

Partner von Swisspower


02 Lokal

Meilenstein für die Fernwärme in Winterthur Im Herbst 2008 wird das neue Fernheizwerk von Stadtwerk Winterthur in Betrieb genommen. Damit ist die Versorgung der Fernwärmegebiete Stadt und Oberwinterthur langfristig gesichert – auf ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Weise. Das Fernwärmenetz von Stadtwerk Winterthur ermöglicht die umweltfreundliche Nutzung der Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage in der Grüze. Angesichts steigender Preise bei den fossilen Brennstoffen, der Umweltbelastung mit CO2 und dem fortschreitenden Klimawandel gilt der Ausbau der Fernwärmeversorgung, wie er in Winterthur Schritt für Schritt vorangetrieben wird, als zukunftsweisendes Signal. Ein Signal, das überdies dem Volkswillen entspricht. Das Winterthurer Stimmvolk sagte im Oktober 2004 Ja zur Übernahme der Sulzer-Fernwärmeversorgung in Oberwinterthur durch Stadtwerk Winterthur und bewilligte für den Um- und Ausbau von Fernwärmenetz und Fernheizwerk einen Kredit von 14 Millionen Franken. Beeindruckende Bauarbeiten Seit dem Abstimmungserfolg laufen die Arbeiten für den Ausbau der Fernwärme auf Hochtouren. Auf der Basis des Energieplans der Stadt Winterthur wird das Fernwärmenetz

erweitert und strahlenförmig um das Fernheizwerk ausgebreitet, das auf dem Areal der Kehrichtverbrennungsanlage liegt. Die Verbindung des bestehenden Fernheizwerks mit einem Neubau erforderte Kreativität und ungewöhnliche Lösungen. So musste etwa für eine Heisswasserverbindungsleitung ein Leitungstunnel erstellt werden, der in rund 15 Metern Tiefe und mit einer Länge von 135 Metern vom neuen Fernheizwerk zum bestehenden Versorgungspunkt im Sulzer-Areal Oberwinterthur führt. Der Rohbau des Tunnels wurde im Mai 2007 und der Hochbau des neuen Fernheizwerks bis September 2007 abgeschlossen respektive erstellt. Danach konnte mit dem Einbau der Anlagenteile sowie mit der Anbindung an das Sulzer-Netz in Oberwinterthur begonnen werden. Verbindung von Alt und Neu als Herausforderung Die Inbetriebnahme der neuen Fernwärmeversorgung ist für November dieses Jahres geplant.

Der Ausbau des Fernheizwerkes wird die Integration des Sulzer-Areals Oberwinterthur, das sich zu einem urbanen Stadtteil entwickelt, in die Fernwärmeversorgung ermöglichen. Zusätzlich können durch die neuen Kapazitätsmöglichkeiten weitere Liegenschaften von der umweltfreundlichen Heiztechnologie profitieren. So sind der Ausbau und die Ausdehnung der Fernwärme in Winterthur auf allen Ebenen ein positiver Meilenstein für Energiesicherheit und eine Umwelt, die weniger mit CO2 belastet ist. Frank Schilt, Leiter Fernwärme bei Stadtwerk Winterthur, zieht denn auch ein positives Fazit der aufwendigen Um- und Ausbauarbeiten. «Die besondere Herausforderung bestand darin, dass wir das bestehende Fernheizwerk hydraulisch mit einer neuen Anlage verbinden mussten. Mit Erfolg: Wir werden termingerecht starten können.»

Neue Projekte dank Klimafonds Stadtwerk Winterthur terthur CHF 50 000.– an die Planung und Optimierung

Das fünfköpfige Entscheidungsgremium des Klimafonds

Fotovoltaikanlage auf dem Dach des «MoZi» finanziert.

Stadtwerk Winterthur hat kürzlich bereits zum zweiten

Die Gemeinschaft Hard möchte die Ökostromproduk-

der neuen Steuerung. Insgesamt wurden in diesem Jahr

Mal Fondsgelder an Projekte zur CO2-Reduktion verge-

tion des bestehenden Kleinwasserkraftwerks massiv

6 Projekte mit einer Gesamtsumme von CHF 340 000.–

ben. Es wurden wesentlich mehr Projekte eingereicht,

steigern und verbessern. Eine Machbarkeitsstudie soll

unterstützt.

als Geld zur Verfügung stand. Nach gründlicher Beurtei-

die letzten Unklarheiten des geplanten Projekts aufdek-

lung der Unterstützungsgesuche erhalten nun drei Pro-

ken. An diese Studie zahlt der Fonds CHF 50 000.–.

Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur wurde im Früh-

jekte Gelder aus dem Klimafonds Stadtwerk Winterthur.

Die kurz vor der Gründung stehende EcoSystem spe-

ling 2007 gegründet und wird durch die Stromkund-

Das «MoZi» (mobiles Klassenzimmer) vom Verein

zialisiert sich auf Kleinbiogasanlagen. Damit diese von

schaft von Stadtwerk Winterthur mit einem freiwilligen

Grünwerk ist ein fahrendes Bildungs- und Forschungs-

den Landwirten einfach und wirtschaftlich betrieben

Aufpreis von 2 Rp./kWh Strom geäufnet. Informationen

zentrum für Jugendliche. Mit CHF 10 000.– wird die

werden können, zahlt der Klimafonds Stadtwerk Win-

dazu unter www.stadtwerk.winterthur.ch/klimafonds


Aktuell

Pumpspeicherwerke als flexible Energielieferanten Pumpspeicherwerke können die Energieproduktion schnell und flexibel dem schwankenden Bedarf anpassen. Die Bedeutung solcher Kraftwerke nimmt daher stetig zu. In der Schweiz sind gleich drei grosse Pumpspeicherwerke in Planung. Strom kann nicht in grösseren Mengen gespeichert werden. Kraftwerke müssen darum immer so viel Strom produzieren, wie in ihrem Versorgungsgebiet gerade gebraucht wird. Erst das optimale Zusammenspiel aller Kraftwerke garantiert rund um die Uhr eine sichere und wirtschaftliche Stromversorgung. In der Schweiz wird der gleichbleibende Mindestanteil des Verbrauchs vor allem von Fluss- und Kernkraftwerken abgedeckt. Diese Energie wird Bandenergie genannt. Die Spitzenenergie liefern Speicher- und Pumpspeicherwerke, da sie die Produktionsmengen schnell und flexibel dem schwankenden Bedarf anpassen können. Pumpspeicherwerke nehmen dabei eine besondere Bedeutung für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage ein. Sie können nämlich nicht nur Strom erzeugen. Sie pumpen das Wasser auch wieder in den Stausee zurück und wandeln so Stromüberschüsse in wertvolle Spitzenenergie zurück, die jederzeit flexibel genutzt werden kann. Bewährtes Funktionsprinzip Pumpspeicherwerke haben in der Schweiz eine lange Tradition. Als äussere Unterscheidung zu einem reinen Speicherkraftwerk weisen Pumpspeicherwerke zusätzlich zum oberen Speichersee auch ein unteres Speicherbecken auf. Doch wie funktioniert ein solches Kraftwerk? Im Turbinenbetrieb wird das Wasser vom oberen Speichersee über den Druckschacht zur Turbine geführt. Die Turbine treibt den Generator an. Der produzierte Strom wird ins Netz gespeist; das Wasser fliesst in das untere Speicherbecken weiter.

Im Pumpbetrieb arbeitet der Generator als Motor. Er treibt die Pumpe mit Strom aus dem Netz an. Die Pumpe entnimmt dem unteren Speicherbecken Wasser und pumpt es in den oberen Speichersee zurück. Von der elektrischen Energie, die für den Pumpbetrieb zugeführt wird, lassen sich im Generatorbetrieb drei Viertel zurückgewinnen. Trotz diesen Verlusten gilt das Verfahren als sinnvoll, da sich auf diese Weise Überangebot und Mangel in der Stromversorgung schnell und sicher ausgleichen lassen. In Zukunft noch bedeutsamer Die Schweiz ist dem europäischen Netzverbund angeschlossen. In diesem Verbund nimmt der Bedarf an Pumpspeicherwerken stetig zu. Hauptgrund dafür ist der Ausbau von Windenergieanlagen in Küstenländern der Europäischen Union.

Pumpspeicherwerke gelten als ideale Ergänzung zu Windenergieanlagen. Bei Windflaute gleichen sie das Manko in der Energieversorgung aus. Wenn die Windkraftwerke zu viel Strom produzieren, können Pumpspeicherkraftwerke mit dieser Energie Wasser in den Stausee zurückpumpen. Das ideale Zusammenspiel von Pumpspeicherwerken mit erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonne, macht diesen Kraftwerktyp auch aus ökologischer Sicht interessant. Im offenen Strommarkt können die Verbraucher frei entscheiden, wo sie den Strom einkaufen wollen. Damit aber eine sichere Versorgung für alle gewährleistet werden kann, müssen die Stromnetze künftig vermehrt ausreguliert werden. Darum wird mit der Öffnung des Strommarkts die Nachfrage für Spitzenenergie aus Pumpspeicherwerken weiter anwachsen. In der Schweiz sind derzeit gleich drei neue Pumpspeicherwerke in Planung. Sie weisen zusammen eine grössere Leistung auf als alle gleichartigen Kraftwerke, die heute hierzulande betrieben werden.

Oberes Becken

Pumpbetrieb Generator Motor

Unteres Becken

Turbinen Pumpe Turbinenbetrieb

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Rückseite

Im Gespräch mit Martin Lees Martin Lees hat an der Universität Cambridge Ingenieurwissenschaften studiert und ein Nachdiplomstudium in Brügge absolviert. Nach einer Tätigkeit in der Privatwirtschaft arbeitete er in leitenden Positionen in der OECD und später bei den Vereinten Nationen. Anfang 2008 übernahm Martin Lees das Amt des Generalsekretärs des Club of Rome. Herr Lees, der Club of Rome hat vor Kurzem den internationalen Hauptsitz nach Winterthur verlegt. Haben Sie sich schon ein bisschen eingelebt in der sechstgrössten Schweizer Stadt? Zugegebenermassen wirklich erst ein bisschen. Wir sind seit Juli in Winterthur und unterdessen so weit installiert, dass wir hier funktionieren und arbeiten können. Von der Stadt haben wir noch nicht viel gesehen. Aber wir fühlen uns wohl hier. Meine Frau und ich werden in Kürze eine Wohnung in Winterthur beziehen. Wie muss man sich Ihre Arbeit als Generalsekretär des Club of Rome vorstellen? Ist dies ein Vollamt? Wie Sie wissen, ist der Club of Rome weltweit tätig mit 33 nationalen Chapters, die jeweils eigene Programme umsetzen. Die Kontakte und verschiedenen Aktivitäten laufen praktisch rund um die Uhr. Meine Arbeit für den Club of Rome ist deshalb ein Fulltime-Job oder – nach der Meinung meiner Frau – sogar mehr. Die Szenarien, die der Club of Rome im Jahr 1972 in «Die Grenzen des Wachstums» aufzeigte und analysierte, sind heute aktuell. Kann die Öffentlichkeit von Ihrer Organisation bald praktikable Lösungsvorschläge erwarten? Kurz und bündig: Ja. Um wirkungsvolle Lösungen zu erarbeiten, müssen die Probleme jedoch gründlich analysiert werden. Die Kernfrage lautet heute doch: Wie kann man in ärmeren Ländern Wohlstand für alle schaffen, ohne dass dabei die Umwelt zerstört wird? An dieser Problematik arbeitet der Club of Rome. Und dazu werden wir Lösungsvorschläge präsentieren.

Der Club of Rome plant für diesen Herbst eine internationale Konferenz über die globalen Auswirkungen des Klimawandels. Was können Sie uns inhaltlich schon verraten? Die Klimaveränderung und ihre Folgen erfordern neue Lösungsansätze. Es existiert ein Energieproblem bzw. es herrscht eine ungenügende Energiesicherheit, wir kämpfen mit Herausforderungen im Zusammenhang mit der Veränderung von Ökosystemen, und viele Regionen haben zunehmend Engpässe bei der Wasserversorgung. All diese Problembereiche sind eng miteinander verknüpft, was jedoch in Politik und Wirtschaft zu wenig anerkannt ist und entsprechend selten berücksichtigt wird. Die Konferenz in Winterthur soll den Auftakt zu einem internationalen Forschungsprogramm bilden, das interdisziplinäre Lösungen präsentieren will. Der Club of Rome will in Winterthur ein globales Zentrum für Zukunftsthemen aufbauen. Zu welchem Engagement raten Sie dem Einzelnen, wenn er sich bei Fragen des Klimaschutzes und der natürlichen Ressourcen für nachhaltige Lösungen einsetzen will? Einerseits gibt es viele praktische Massnahmen, die jeder im Alltag umsetzen kann. Es gibt aber noch einen weiteren Bereich, wo der Beitrag des Einzelnen sehr wichtig ist. In den so genannt entwickelten Ländern hat die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr mit Existenzproblemen zu kämpfen. Wir werden jedoch lernen müssen, dass wir in Wirklichkeit in die Probleme der armen Länder eingebunden sind und zu deren Lösung beitragen müssen. Darum ist es eine wichtige Aufgabe, die globalen Probleme wie etwa den Klimawandel aus einer gemeinsamen Perspektive solidarisch zu betrachten und zu verstehen.

Verstehen lernen klingt gut. Aber viele Leute verstehen bereits und wollen handeln. Information ist nur der erste Schritt. Konkrete Massnahmen zu fordern, ist der nächste Schritt. Wir müssen Druck machen auf die Politik. Jeder hat die Verantwortung, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, um aktiv Stellung nehmen zu können. Als Club of Rome sehen wir uns in der Rolle eines Katalysators, der die wissenschaftlichen Tatsachen in die Entscheidungsprozesse in Politik und Wirtschaft einbringt. Wir leben in einer vernetzten Welt und unsere Zukunftsaussichten und Sicherheit sind abhängig von Ereignissen, die andernorts stattfinden, auch in weit entfernten Ländern. Mit dem zunehmenden Lebensstandard und dem ungebremsten Bevölkerungswachstum nimmt auch der Druck auf unseren fragilen Planeten zu. Und wir könnten in einem dieser Bereiche bald einen kritischen Punkt erreichen – mit dramatischen Konsequenzen für jeden von uns. Deshalb müssen wir dringend so rasch wie möglich gemeinsam Massnahmen ergreifen, um eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder zu sichern. Ihre persönliche Meinung: Wie schlimm steht es um unsere Erde und was müssen wir tun? Wenn man sich die heutigen Umweltprobleme vor Augen führt, macht man sich Sorgen. Der Klimawandel ist eine Tatsache. Vor allem für die Menschen in Entwicklungsländern ist die Erderwärmung eine Bedrohung, weil sie weniger Möglichkeiten haben, gegen deren Folgen zu kämpfen. Ebenso klar ist, dass die Energienachfrage in absehbarer Zeit grösser sein wird als die Produktionskapazität, wenn sich an den Verbrauchsgewohnheiten nichts ändert. Energie ist für Frieden und Sicherheit auf unserem Planeten von grosser Bedeutung. Wir müssen gemeinsam darauf hinarbeiten, dass weniger Energie verbraucht und weniger CO2 ausgestossen wird. Mit «business as usual» tun wir unseren Kindern und Enkeln keinen Gefallen.

Impressum

Absender

Erscheint halbjährlich und geht an die Kundinnen und Kunden von Ökostrom und Klimafonds Redaktion: Swisspower | Text: textpunkt.ch Gestaltung: Process – Partner für Design, Zürich Druck: 100 % Recyclingpapier

Stadtwerk Winterthur Postfach, 8402 Winterthur Telefon 052 267 61 61, Fax 052 267 61 33


Premium News 2/2008