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2012 REPORT VISION


Impressum Herausgeber Stadtwerk Winterthur Untere Vogelsangstrasse 11 8402 Winterthur Inhaltskonzept Stadtwerk Winterthur Gestaltungskonzept, Kreation und Texte DACHCOM.CH AG, Winterthur; Stadtwerk Winterthur FotograďŹ e Andreas Gemperle (photoworkers.ch), Winterthur Papier und Druck Klimaneutral gedruckt auf FSC-zertiďŹ ziertem Papier


Geschäftsbericht 2012 1

EDITORIAL

2

SCHWERPUNKTTHEMA

3

Was bleibt, wenn sich alles verändert JAHRESRÜCKBLICK VERSORGUNG

3 7 13

Strom

13

Erdgas

15

Fernwärme

17

Wasser

19

Telekom ENTSORGUNG

21 23

Kehrichtverwertung

23

Abwasserreinigung

24

DIENSTLEISTUNGEN

26

Energie-Contracting

26

Haustechnik

27

Kundendienst

28

Öffentliche Beleuchtung

29

BETEILIGUNGEN

31

NACHHALTIGKEIT

35

Kernindikatoren Nachhaltigkeit

35

Nachhaltige Angebote

40

Erneuerbare Energien

43

FACTS & FIGURES

45

FINANZINFORMATION

46

ORGANISATION

50


2 Stadtwerk Winterthur Editorial

Editorial

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER Wir handeln – der Wandel wird zur Konstante. Stadtwerk Winterthur hat 2012 die strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder neuen Zielen und Visionen angepasst. In diesem Umfeld hat die Geschäftsleitung unter Mitwirkung unseres «Kulturteams» ein Leitbild entwickelt. Was verbindet die Mitarbeitenden von Stadtwerk Winterthur? Welche Werte zeichnen uns aus? Mehr darüber auf den folgenden Seiten. Report & Vision – zwei Aspekte eines Geschäftsberichtes. Auf der einen Seite finden Sie Berichte aus den Geschäftsfeldern sowie einen umfassenden Nachhaltigkeitsreport. Auf der anderen Seite erfahren Sie mehr über unsere Vision und Mission als Basis unseres Handelns. Der vorliegende Geschäftsbericht gibt Ihnen Einblicke und Ausblicke. Durch Sachlichkeit, die Hervorhebung wichtiger Kennzahlen und erläuternde Grafiken verbessern wir die Lesbarkeit für Sie. Energiewende – in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden die Weichen neu gestellt: Erhöhung der Energieeffizienz heisst die eine, Förderung erneuerbarer Energien die andere. Stadtwerk Winterthur übernimmt in Winterthur die führende Rolle auf dem Weg in eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Energiezukunft. Klar ist, ohne Wandel wird es keine Energiewende geben. Stadtwerk Winterthur ist deshalb Wegbereiter für die 2000-Watt-Gesellschaft. Die Zukunft ist offen. Wir gestalten sie mit.

Mit den besten Wünschen

Markus Sägesser

Dr. Matthias Gfeller

Direktor

Stadtrat


Schwerpunktthema Geschäftsbericht 2012 3

Was bleibt, wenn sich alles verändert Ein Leitbild für Mitarbeitende, das mehr sein will als ein Papiertiger. Oder wie installiert man eine starke innerbetriebliche Unternehmenskultur? Ein öffentliches Unternehmen und die Werte, die uns verbinden.

Alles fliesst. «Wir können nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen, denn es

KUNDENZUFRIEDENHEIT

fliesst uns immer anderes Wasser zu.» Was der griechische Philosoph Heraklit

Die Zufriedenheit unserer Kundinnen

bereits 500 v. Chr. wusste, erfahren wir heute jeden Tag. Der gesellschaftliche

und Kunden hat für uns höchste

und technische Wandel stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen.

Priorität, weil wir ihnen heute und in

Gerade weil sich alles wandelt, ist es wichtig, dass Grundsätzliches gleich bleibt.

Zukunft unseren Erfolg verdanken.

Gemeinsame Werte sind für Stadtwerk Winterthur Basis einer tragfähigen

Wir nehmen ihre Anliegen ernst,

Unternehmenskultur.

handeln lösungsorientiert, erledigen ihre Aufträge termingerecht und pro-

«Stadtwerk Winterthur» ist Name, eine Wortmarke, die wir in Texten in der

fessionell. Kurz: Wir betreuen sie

Regel sachlich anwenden. Hier machen wir für einmal eine Ausnahme und spre-

zuvorkommend. Dies gilt für alle

chen von uns. Wir sind Stadtwerk Winterthur. Das Wir-Gefühl, das jede Unter-

Kundinnen und Kunden gleichermas-

nehmenskultur prägt, ist auch für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor. Erst die Mit-

sen – für interne wie für externe.

arbeiterinnen und Mitarbeiter füllen den Begriff. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und haben im Berichtsjahr 2012 einen internen Prozess in Gang gesetzt, der

---

darauf abzielt, die gemeinsame Unternehmenskultur zu stärken.

LEISTUNG Unternehmensstrategie 2012. Unter Leitung von Markus Sägesser hat Stadt-

Wir überzeugen mit Bestleistungen,

werk Winterthur die Strategie neu definiert und den sich verändernden Rahmen-

auf die wir stolz sind. Das verlangt

bedingungen angepasst. Dabei haben wir unter anderem auch eine neue Vision

von uns, dass wir Verantwortung

und Mission – die Basis unseres Handelns – erarbeitet. Der Strategieprozess

übernehmen, unsere Zeit optimal

umfasste alle Geschäftsfelder und startete im Januar 2011. Abgeleitet von der

nutzen und verlässlich arbeiten.

Neuformulierung der Unternehmensstrategie 2012 wurde flankierend dazu ein

Unsere erbrachten Leistungen ver-

neues Leitbild erarbeitet.

gleichen wir laufend mit den gesetzten Zielen. Wir fordern einen grossen

Welche Werte leiten uns? Angestossen wurde der Werteprozess durch die

Einsatz und anerkennen ihn auch.

Geschäftsleitung, indem sie zuerst ein «Werte-Set» vorschlug und dann die

Denn unser Engagement sichert die

Frage in den Raum stellte: Welche gemeinsamen Werte sollen im Unternehmen

Zukunft von Stadtwerk Winterthur.

verankert werden? Die Aufgabe, dies zu beantworten, wurde gemeinsam mit den Mitarbeitenden angegangen. Ein eigens ins Leben gerufenes «Kulturteam» hat den Prozess moderiert und im November 2012 ein neues Leitbild präsentiert. Die Mitwirkung der gesamten Belegschaft sorgt für hohe Akzeptanz. Kulturschaffende Initiative. Das Kulturteam besteht aus vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bunt zusammengewürfelt aus allen Geschäftsbereichen. Gesucht waren natürlich integrierende und kommunikative Persönlichkeiten. Entwicklung, Abstimmung mit der Geschäftsleitung, Gestaltung und Realisation des neuen Leitbildes lagen unter anderem auch in den Händen dieses Teams.


4 Stadtwerk Winterthur Schwerpunktthema

Was verbindet uns? Werte müssen realistisch sein, sie dürfen aber auch den Charakter von Wunschvorstellung haben und offen für Ideen und Ideale sein. Niemand ist perfekt. Was zählt, ist die innere Haltung, die uns leitet. Mitarbeitende und Organisation – beide lernen niemals aus. Das Kulturteam hat Wertefragen aufgeworfen und diskutiert. Die in Gang gesetzte Diskussion und die Ausformulierung der gemeinsamen Werte waren darauf ausgelegt, möglichst die gesamte Belegschaft einzubinden. Unter Mithilfe und dank des motivierten

VERTRAUEN

Engagements des Kulturteams wurde die Diskussion im gesamten Betrieb

Wir stärken unser gegenseitiges

geführt.

Vertrauen durch einen ehrlichen, respektvollen und fairen Umgang

Das Austauschprogramm. Unmöglich, dass über 300 Mitarbeitende an einem

miteinander. Damit schaffen wir ein

Leitbild schreiben. Mittels Workshops mit Mitarbeitenden und im Dialog mit der

gutes Betriebsklima und eine pro-

Geschäftsleitung hat es Stadtwerk Winterthur geschafft, ein aussagekräftiges

duktive Arbeitsatmosphäre. Wir

und alltagstaugliches Leitbild zu formulieren. Es handelt sich um Leitgedanken,

kommunizieren offen und ermögli-

die eine Kultur etablieren und die Zusammenarbeit erleichtern. Der Prozess des

chen, dass sich alle auf ihre Art ein-

gegenseitigen Austauschs wurde dadurch in Gang gebracht. Das Leitbild selbst

bringen können. Wir sorgen dafür,

wurde den Mitarbeitenden an einem Anlass auf anregende Art präsentiert und

dass bei Entscheidungen und Abläu-

überreicht.

fen die richtigen Personen einbezogen werden.

Gemeinsame Werte. Das Leitbild von Stadtwerk Winterthur wurde von Mitarbeitenden für Mitarbeitende verfasst. Es vereint fünf Werte, an einer Hand abzu-

---

zählen: Kundenzufriedenheit, Leistung, Teamgeist, Vertrauen, Wertschätzung. Es sind nachvollziehbare und klare Aussagen, nachzulesen in den Seitenspalten

WERTSCHÄTZUNG

dieses Kapitels. Es sind konkrete Statements, die uns gleichermassen verbinden

Mit Wohlwollen und Anerkennung

und fordern werden. In diesem Geschäftsbericht (Fotostrecke) äussern sich ver-

zeigen wir einander unsere Wert-

schiedene Mitarbeitende zu den Werten. Das neue Leitbild ist gut aufgenommen

schätzung. Den gegenseitigen

worden und hat bereits erste Ideen generiert.

Respekt fördern wir mit freundlichem Grüssen, Lob und konstrukti-

Ein Leitbild, kein Papiertiger. Die gemeinsame Erarbeitung des neuen Leitbildes

ver Kritik. Wir nutzen die Vorschläge

war Teil einer Strategie, die auch darauf abzielt, die Unternehmenskultur zu

und Ideen unserer Kolleginnen

stärken und alle Mitarbeitenden mit ins Boot zu holen. Für Stadtwerk Winterthur

und Kollegen: Ihre Erfahrungen und

ist es der Beginn eines bewussten Entwicklungsprozesses. Auf technischer

ihr Wissen helfen uns, die beste

Ebene laufen die Entwicklungen nach Plan. Wir sind überzeugt, auch bei der

Lösung zu finden.

Schaffung einer starken und soliden Unternehmenskultur werden wir Schritt für Schritt Fortschritte erzielen. Erhöhte Selbstwertschätzung. Wer sich selbst schlecht macht, steht als Gesprächspartner nicht hoch im Kurs. Das gilt für die erste Person Singular ebenso wie für das Team, das an sich zweifelt. Deshalb ist die Selbstwertschätzung auch Grundlage der Unternehmenskultur. Unsere Arbeit ist uns wichtig. Auch weil sie auf vielfältige Weise Sinn stiftend ist. Wir fördern den Stolz und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Es ist neben dem Salär der Lohn, den alle Mitarbeitenden von Stadtwerk Winterthur mit nach Hause tragen.


Schwerpunktthema Geschäftsbericht 2012 5

Führen heisst vorleben. Wer führen will, muss den Weg kennen und wissen, wie man dorthin gelangt. Er geht vor, macht vor, lebt vor und geniesst deshalb Vertrauen. Nachdem das Leitbild nun steht, will Stadtwerk Winterthur die Führungskräfte in ihrer Führungsarbeit künftig gezielter unterstützen. Die vorbildliche Führung ist Voraussetzung, um die neue Strategie erfolgreich umzusetzen. Die Konzepterarbeitung und die Umsetzung werden im Jahr 2013 erfolgen. Weitermachen und neu anfangen. Was bleibt, wenn sich alles verändert?

TEAMGEIST

Wertvorstellungen, denen wir gemeinsam treu bleiben. Das Kulturteam von

Unsere gemeinsame Stärke ist,

Stadtwerk Winterthur wird auch künftig tagen, den Austausch und das innerbe-

dass sich jede Mitarbeiterin und

triebliche Miteinander anregen und so die Werte in der Unternehmung weiter

jeder Mitarbeiter voll einsetzt. Dank

verankern.

Zusammenarbeit, Hilfsbereitschaft, gegenseitiger Unterstützung und Zuverlässigkeit erreichen wir gemeinsam unsere Ziele und erwirken bessere Ergebnisse. Dabei gilt: viele verschiedene Teams – EIN erfolgreiches Unternehmen! Dies zeigen wir unseren Kundinnen und Kunden mit unserem Erscheinungsbild und einem einheitlichen Auftritt.


Wer t sc mic hätzun h g be Per , s i c h g e g deute t s on en res für und Ang seitig der pektie a es ls r A sow rbeit a en, Int tellte z e u ie e n hrli derer resse a c z n he u geb en u Feedb zeigen a nd z u er cks zu Sek retä h alte rin, Tec n. Rom hni in zu k Ga a Tr mW ab s ert «We und Wa er rtsc sse r hätz ung »


Jahresrückblick Geschäftsbericht 2012 7

Jahresrückblick JANUAR | Nach nicht ganz einem Jahr Betriebsdauer schaltet einer der beiden Trafos im neuen Unterwerk Tössfeld unerwartet ab. Das Frühwarn- und Sicherheitssystem erkennt die Funktionsstörung rechtzeitig und reagiert zuverlässig. Der defekte, tonnenschwere Transformator wird im April aus dem unterirdisch angelegten Unterwerk gehoben. Nach Kontroll- und Reparaturarbeiten in Dresden nimmt er im Herbst den Betrieb wieder auf. Wie sich herausstellt, war eine kleine lose Mutter für den Defekt des komplexen Trafos verantwortlich. | Stadtwerk Winterthur übernimmt den Pikettdienst für die Wasserversorgung in Neftenbach. Damit wird die Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde weiter ausgebaut.

FEBRUAR | Die Sanierungsarbeiten in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) gehen voran. Um neue Anlageteile zu testen, wird der Wasser-Dampf-Kreislauf mehrmals mittels kräftiger Dampfstösse von Verschmutzungen gereinigt. | Die Werkbetriebe Frauenfeld und Stadtwerk Winterthur stellen am 3. Februar in Frauenfeld die erste gemeinsame Energie-Contracting-Heizanlage vor. Diese versorgt seit einem Jahr zahlreiche Wohnungen und ein Kulturzentrum mit Wärme, die vorwiegend aus Holzschnitzeln gewonnen wird. | Stadtwerk Winterthur führt die E-Rechnung ein. Ende des ersten Jahres nehmen bereits 2275 Kundinnen und Kunden diese neue Dienstleistung in Anspruch. Die elektronische Rechnung vereinfacht das E-Banking für die Kundschaft. | Lokale und nationale Medien berichten über angebliches Lohndumping auf der Baustelle der KVA. Stadtwerk Winterthur kann aufgrund geltender Rechtslage fehlbare Firmen nicht belangen. Dieser und ähnliche Fälle in der Schweiz führen dazu, dass der Bund im Herbst eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen in die Wege leitet.

MÄRZ | Das Förderprogramm Energie Winterthur startet. Die Stadt Winterthur unterstützt damit energiewirksame Gebäudesanierungsprojekte. Die Abwicklung des Förderprogramms liegt in den Händen von Stadtwerk Winterthur. Die Förderbeiträge werden über die Energierechnung erhoben. Berechnungsbasis ist der Strombezug. | Der Stadtrat genehmigt ein Massnahmenpaket zur Förderung von Solarstrom in Winterthur. Das Paket sieht Massnahmen zum Ausbau lokaler Fotovoltaik ebenso vor wie die Erforschung der Netzstabilität bei vermehrter Energieeinspeisung vieler kleiner Anlagen. Bis ins Jahr 2016 soll der in Winterthur bezogene Solarstrom verzehnfacht werden. | Stadtwerk Winterthur informiert die Bevölkerung am Weltwassertag (22. März) über das Winterthurer Trinkwasser, den Grundwasserschutz und die Abwasserreinigung.


8 Stadtwerk Winterthur Jahresrückblick

APRIL | Am 5. April werden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011 präsentiert. Stadtwerk Winterthur schliesst das Jahr wiederum positiv ab. | Das Pilotprojekt Smart Metering wird lanciert. Rund 500 ausgewählte Kundinnen und Kunden erhalten intelligente Energiezähler, die eine Fernauslesung erlauben. Mit dem Pilotprojekt sammelt Stadtwerk Winterthur Praxiserfahrungen und baut technisches Know-how auf. Im Smart Grid wird Smart Metering in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. | Erstes Feuer in der KVA. Am 10. April wird in der KVA der Heizkessel der Ofenlinie 1 erstmals eingefeuert. Der Kessel und die sanierte Ofenlinie laufen vorerst im Testbetrieb. Gleichzeitig nimmt auch die neue Energiezentrale den Testbetrieb auf. | In Winterthurer Haushalten gibt es noch zahlreiche alte Gasherde ohne Zündsicherung. Diese können unter Umständen zu einer Gefahrenquelle werden. Um die Sicherheit für die Kundschaft zu erhöhen, lanciert Stadtwerk Winterthur eine Gasherd-Umtauschaktion. Die Kundschaft profitiert von einem finanziellen Beitrag an einen neuen, sicheren Gasherd. | Es starten die Bauarbeiten für das neue Wasserreservoir Hulmen. Das neue Reservoir wird zwei kleinere veraltete Reservoirs ersetzen.

MAI | Stadtwerk Winterthur informiert am 5. Mai, dem Tag der Sonne, rund um den Themenkreis Solarenergie. Die Informationsveranstaltung in Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen, Institutionen und städtischen Stellen wird jährlich in der Winterthurer Altstadt durchgeführt. | Ende Monat liefert die Hutter Auto Riedbach AG die ersten beiden Elektroautos an Stadtwerk Winterthur. Es sind dies ein Kleinlieferwagen und eine Limousine. Die beiden Fahrzeuge erlauben es Stadtwerk Winterthur, Erfahrungen und Daten im realen Betriebsalltag zu sammeln. Als Poolfahrzeuge erfreuen sich die Elektroautos grosser Beliebtheit bei den Mitarbeitenden.

JUNI | Winterthur hat neu einen Alfred-Büchi-Weg. Der Weg führt zum Unterwerk Neuwiesen. Alfred Büchi (1879–1959) war ein erfolgreicher Winterthurer Ingenieur und gilt als Erfinder des Turboladers. Der Weg unweit seines ehemaligen Wohnortes wurde im Beisein der Familie am 5. Juni eingeweiht. | Immer mehr betriebseigene Anlagenareale werden umweltfreundlich gestaltet. Stadtwerk Winterthur hat einige davon mit Informationstafeln versehen, um interessierten Spaziergängerinnen und Spaziergängern Hintergrundinformationen zu Flora und Fauna zu liefern. Die Öffentlichkeit wird am 7. Juni darüber orientiert. | Erste Volksabstimmung. Am 17. Juni sagt das Winterthurer Stimmvolk mit 79,8 Prozent deutlich Ja zum Ausbau des Energie-Contractings von Stadtwerk Winterthur und bewilligt dazu einen Rahmenkredit von 40 Millionen Franken.


Jahresrückblick Geschäftsbericht 2012 9

| Stadtwerk Winterthur hat 2011 bei der Klimapreis-Ausschreibung der ZurichVersicherungen Region Ost den zweiten Rang belegt. Das Preisgeld von 15 000 Franken kommt einem Fledermausprojekt zugute, das den Lebensraum der gefährdeten Tiere in Winterthur erhalten soll. Im Beisein der Stadträte Dr. Matthias Gfeller und Stefan Fritschi wurden am 25. Juni die ersten Fledermauskästen an Schulhäusern aufgehängt. | Ein zweiter Faulturm für die ARA. Der bestehende Faulturm in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) stösst an Kapazitätsgrenzen und muss gereinigt und saniert werden. Der Stadtrat spricht zu diesem Zweck einen gebundenen Kredit von 8,8 Millionen Franken. Die technische Auslegung und Planung des neuen Faulturms erfolgt im Jahr 2013.

JULI | Ein langjähriges Wahrzeichen Winterthurs verschwindet. Am 1. Juli wird im Zusammenhang mit den laufenden Sanierungsarbeiten in der Kehrichtverwertungsanlage der alte – 80 Meter hohe – Kamin abgebrochen. Die KVA bekommt eine neue Silhouette. | Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur besteht seit fünf Jahren. Aus gegebenem Anlass wird im Frühjahr ein Wettbewerb lanciert. Die Preisübergabe findet im Juli durch Stadtrat Dr. Matthias Gfeller statt. | Stadtwerk Winterthur gibt sich eine neue Strategie. Diese wird Anfang Juli den Mitarbeitenden vorgestellt.

AUGUST | Anfang August starten die vorbereitenden Arbeiten zur Holzschnitzelheizanlage Zinzikon, die den geplanten dortigen Nahwärmeverbund versorgen wird. Die Anlage wird im Energie-Contracting-Verfahren erstellt. | Am 20. August unterschreiben Sunrise und Stadtwerk Winterthur eine Absichtserklärung zur Nutzung des künftigen Glasfasernetzes. Sunrise plant, einzelne Glasfaserleitungen zu mieten und in eigene Glasfasertechnologie zu investieren, um auf dem Winterthurer Glasfasernetz innovative Triple-Play Angebote mit Telefon-, Internet- und Fernsehdiensten anzubieten. Es handelt sich um ein wichtiges Signal für eine unabhängige Nutzung des Winterthurer Glasfasernetzes durch verschiedene Diensteanbieter. | In der KVA wird im Rahmen der laufenden Sanierungsarbeiten die vierte Rauchgasreinigungsstufe an die beiden Verbrennungslinien angeschlossen. Während des Testbetriebs lassen sich nach einem anfänglich guten Start technische Probleme ausmachen, die schrittweise gelöst werden. | Die Werkbetriebe Frauenfeld und Stadtwerk Winterthur teilen mit, dass sie eine gemeinsame Gesellschaft gründen. Beteiligt ist auch der Abwasserverband Region Frauenfeld. Das Unternehmen wird in erster Linie die Abwärme der dortigen Abwasserreinigungsanlage nutzen und Wärme- und Kälteversorgungslösungen in Frauenfeld anbieten. Frauenfeld und Winterthur vertiefen damit die bewährte Zusammenarbeit weiter.


10 Stadtwerk Winterthur Jahresrückblick

SEPTEMBER | Das Energiesparportal «Luca» geht online. Das Internetportal unterstützt die Privatkundschaft dabei, Strom und Geld zu sparen. Es verbindet das Anliegen der Energieeffizienz spielerisch mit attraktiven Gewinnchancen. Das Onlineportal wurde in Zusammenarbeit mit Swisspower-Partnern realisiert. | Stadtwerk Winterthur nimmt an der Blue-Tech in Winterthur teil und ist auch einer der Hauptsponsoren. Blue-Tech versteht sich als Marktplatz für effiziente Energielösungen. | Zweite Volksabstimmung. Am 23. stimmt das Winterthurer Stimmvolk mit 76,8 Prozent einem Rahmenkredit von 90 Millionen Franken zu, mit dem der Zugang zu Produktionsanlagen für erneuerbaren Strom ermöglicht werden soll. 20 Millionen davon sind für den Bau von Fotovoltaikanlagen im Raum Winterthur bestimmt. | Um das Sulzerareal künftig mit Fernwärme beliefern zu können, starten im September die Bauarbeiten für den Leitungstunnel und die Übergabestation.

OKTOBER | Stadtwerk Winterthur lanciert ein neues Stromproduktesortiment. Es wird am 1. Januar 2013 in Kraft treten und das bisherige Sortiment ablösen. Die neuen Stromprodukte (Mixprodukte) legen einen stärkeren Fokus auf erneuerbare Energien. Dies entspricht der energiepolitischen Stossrichtung der Stadt Winterthur und des Bundesrates. Transparenz und Wahlfreiheit bleiben bestehen. | Am 15. Oktober starten die Bauarbeiten zum Ersatz des Stufenpumpwerks Kemptthal. Der neue Ersatzbau wird die Versorgungssicherheit in Winterthur im Notfall verbessern. Zudem kann Stadtwerk Winterthur künftig die Gruppenwasserversorgung Vororte und Glattal mit Wasser beliefern. | Da am 24. September die Trafos für das neue Unterwerk Neuwiesen eingetroffen sind, wird am 26. Oktober Aufrichte gefeiert. | Der Grosse Gemeinderat stimmt am 1. Oktober der Umwandlung des Zürcher Abfallverwertungs-Verbundes ZAV zu einer AG und dem Beitritt von Stadtwerk Winterthur zu. | In der Liegenschaft Schöntal wird der Umbau der Logistik-/Fertigungszone abgeschlossen. Es handelt sich um den ersten realisierten Schritt im geplanten Umbau. Stadtwerk Winterthur legt die Standorte Untere Vogelsangstrasse und Untere Schöntalstrasse zusammen. Der Werkhof Schöntal wird zu einer gemischt genutzten Liegenschaft mit Technikräumen und Büros umgebaut. Die Arbeiten werden sich über die nächsten Jahre hinziehen. | Bei Kälte und Schnee findet in Winterthur der jährliche Energy-Day statt. Gemeinsam mit den städtischen Stellen Bereich Umwelt und Gesundheitsschutz sowie Technik und Energie des Departements Bau wird ein Marktplatz auf dem Graben aufgebaut und ein Postenlauf zum Thema Energie durchgeführt.


Jahresrückblick Geschäftsbericht 2012 11

NOVEMBER | Als erste Beteiligung aus dem 90-Millionen-Rahmenkredit für erneuerbaren Strom beschliesst der Grosse Gemeinderat am 5. November die Beteiligung von Stadtwerk Winterthur an der Swisspower Renewables AG. Stadtwerk Winterthur bringt 25 Millionen Franken ein. | Stadtwerk Winterthur stellt der Belegschaft am 12. November in der Alten Kaserne das neue Leitbild mit den gemeinsamen Werten vor (mehr dazu im Schwerpunktthema auf Seite 3). | Dritte Volksabstimmung. Das Volk sagt am 25. November Ja zum Glasfasernetz Winterthur. Mit 80,4 Prozent wird der Baukredit von 67,4 Millionen Franken gutgeheissen. Der geplante flächendeckende Ausbau in Zusammenarbeit mit Swisscom kann beginnen.

DEZEMBER | Stadtwerk Winterthur nimmt am 19. Dezember die Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverwertungsanlage ausser Betrieb. Die beiden Verbrennungslinien 1 und 2 fahren bereits seit November reduziert, da auf dem Markt ausserordentlich wenig Kehricht vorhanden ist. Gegen Weihnachten hat sich die Situation weiter verschärft, sodass die Abstellung unumgänglich wurde. Die Verbrennungslinie 2 soll nach den Feiertagen Mitte Januar 2013 wieder angefahren werden.


eit denh t e i r f eten enzu Kund ch, komp die i f für m lässig au en t e t u g r bede und zuve en Anlie ft h c ha i l hied iekundsc n. c s r he unte r Energ zuge n i e r e e ger uns ydeg

in N t Mart diens ssen u f A u a r eite Verk itarb » m t i s f au enhe Verk fried u z n e Kund ert « W m zu


Versorgung Geschäftsbericht 2012 13

Versorgung STROM

Kennzahlen Strom

Seit 2009 kann die Grosskundschaft ihren Stromlieferanten frei wählen, doch erst 2012 ist die Marktöffnung wirklich spürbar geworden. Dies ist in erster Linie tiefen europäischen Marktpreisen im Zusammenhang mit der europäischen Wirtschaftskrise zuzuschreiben. Bisher behauptet sich Stadtwerk Winterthur

570,1Mio. kWh Durchgeleitete Menge / –2,7 % gegenüber 2011

erfolgreich im verschärften Wettbewerb. Stadtwerk Winterthur ist mit nach wie vor attraktiven Strompreisen gut aufgestellt.

94,0 Mio. CHF

Eigenproduktion erhöhen

Umsatz / +2,6 % gegenüber 2011

Der vom Volk am 23. September 2012 mit 76,8 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissene Rahmenkredit von 90 Millionen Franken erlaubt Stadtwerk Winterthur das Eingehen von Beteiligungen und den Kauf von Produktionsanlagen für erneuerbaren Strom. 20 Millionen Franken sind alleine für den Ausbau von Fotovoltaik

25,2 Mio. CHF Bruttoinvestition Netz / –4,3 % gegenüber 2011

im Raum Winterthur bestimmt. Der aktuelle Eigenproduktionsgrad beträgt 14 Prozent. Langfristig sollen 50 Prozent des Winterthurer Strombedarfs aus eigenen und nachhaltigen Produktionsquellen stammen. Die Abhängigkeit vom bisherigen Lieferanten wird somit reduziert. Die geplanten Investitionen werden die Versorgung Winterthurs mit Strom umweltfreundlicher und langfristig wirtschaftlich gestalten. So beteiligt sich Stadtwerk Winterthur mit 25 Millionen an Swisspower Renewables AG, einer von verschiedenen Stadtwerken gegründeten Beteiligungsgesellschaft, die Investitionen in Produktionsanlagen für erneuerbare Energien im europäischen Raum tätigt.

Ökologisierung des Stromsortiments Am 1. Januar 2013 werden die bisherigen Stromprodukte durch fünf neue ersetzt. Das im Herbst 2012 lancierte Produktsortiment zielt darauf ab, erneuerbaren Strom zu fördern. Das System widerspiegelt deshalb den ökologischen Wert der Stromprodukte. Gold, Silber und Bronze stehen dabei im Zentrum. Alle drei Produkte sind «naturemade»-zertifiziert und entsprechen den strengen Anforderungen einer naturnahen Stromproduktion. Durch die Wahl ihrer Stromprodukte nimmt die Kundschaft von Stadtwerk Winterthur direkt Einfluss auf die Zusammensetzung des gelieferten Gesamt-Strommixes. Denn

VISION

die Frage stellt sich heute uns allen: «Was ist mir mein Strom wert?» Unter

Als Dienstleister mit dem Anspruch,

diesem Slogan stand daher auch die Einführungskampagne.

Kundenbedürfnisse schnell und zuverlässig zu erfüllen, orientieren wir uns an hohen Standards in Sachen Versorgungssicherheit und Ökologie.


14 Stadtwerk Winterthur Versorgung

Sicherheit auf hohem Niveau Auch während klirrend kalter Monate wie im Februar 2012 funktionierte die Stromversorgung ohne Unterbruch. Die Planung und Projektierung sowie der Bau und störungsfreie Betrieb des Stromverteilnetzes in Winterthur sind zentrale Aufgaben von Stadtwerk Winterthur. Der Bereich Technik Elektrizität arbeitet qualitäts- und umweltbewusst und unterhält ein Qualitätsmanagement nach ISO 14001. Stadtwerk Winterthur liefert Gleichstrom für Stadtbus Winterthur und Wechselstrom für alle anderen Stromkundinnen und -kunden dieser Stadt. Die rege Bautätigkeit in Winterthur beschäftigte Stadtwerk Winterthur auch im Berichtsjahr intensiv und führte zum weiteren Ausbau des Stromnetzes. 2012 wurde die KVA an das 110-Kilovolt-Stromnetz angeschlossen. Die Quartiersanierung Eichliacker konnte abgeschlossen und der Rohbau des Unterwerks Neuwiesen fertig gestellt werden. Fünf neue Trafostationen wurden erstellt und 10,3 Kilometer Versorgungskabel ersetzt. Für das Pilotprojekt Smart Metering wurden 500 Zähler mit den zugehörigen Applikationen installiert. Im Februar musste bei grösster Kälte im neuen Unterwerk Tössfeld ein Transformer ausgebaut und wegen eines Fehlers zurück ins Herstellerwerk gebracht werden. Der aufwendige Aus- und Wiedereinbau in der unterirdischen Anlage verlief dabei reibungslos. Der Trafo konnte Ende August wieder in Betrieb gehen.

Planmässiger Ausbau Das Projekt Unterwerk Neuwiesen läuft nach Plan. 2012 wurden beide Leistungstransformatoren (je 40 Megawatt) für die voraussichtlich im September 2013 in Betrieb gehende Anlage angeliefert. Ab dann wird der Strom von einer Spannung von 110 Kilovolt auf 11 Kilovolt (Mittelspannung) transformiert. Das bestehende alte Unterwerk wird im Anschluss an die Inbetriebsetzung der neuen Anlage ausser Betrieb genommen und zurückgebaut. Die flächendeckende Spannungsumstellung von 50 auf 110 Kilovolt wird in Winterthur voraussichtlich 2015 abgeschlossen sein.

Herausforderungen Die Anforderungen an das Stromnetz verändern sich mit dem Trend zur dezentralen Stromeinspeisung. Dies erfordert einen entsprechenden Aufwand sowohl in der Planung als auch in der physischen Netzverstärkung. 2012 wurde für die

VISION

Stromeinspeisung von einer kleineren Fotovoltaikanlage das Netz entsprechend

Wir bieten Komfort und

verstärkt. Hohe Ansprüche und tiefe Netzkosten, das ist der Spagat, den es in

garantieren ein hohes Mass an

Zukunft zu meistern gilt. Die Frage nach der Aufteilung der Netzkosten muss

Stromversorgungssicherheit.

neu gestellt werden und wird auch auf Bundesebene neu diskutiert werden müssen. Die Zukunft liegt in einem leistungsfähigen, steuer- und überwachbaren Stromsystem, das die Differenzen zwischen Erzeugung und Konsum des Stromes genügend rasch ausgleichen kann, im Interesse von Stromkonsumierenden und Stromproduzierenden.


Versorgung Geschäftsbericht 2012 15

ERDGAS

Kennzahlen Erdgas

Stadtwerk Winterthur versorgte auch 2012 die Stadt Winterthur sowie die Gemeinden Pfungen und Wiesendangen mit Erdgas. Eine Mischung von Erdgas und Biogas wird als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge an drei Tankstellen in Win-

500,6 Mio. kWh

terthur angeboten.

Durchgeleitete Gasmenge / +5,9 % gegenüber 2011

Erdgas wird in Winterthur als Brückenenergie auf absehbare Zeit eine wichtige

37,9Mio. CHF

Rolle im Wärmeträgermix spielen. Im Zuge der Energiewende (CO2-Reduktion, Förderung erneuerbarer Energien) wird Erdgas jedoch langfristig an Bedeutung

Umsatz / +6,8 % gegenüber 2011

verlieren. Biogas hingegen wird an Bedeutung gewinnen.

Bewegung im Gasmarkt Die Preise für Erdgas sind 2012 stabil geblieben. Die Anreicherung von Erdgas

1,7Mio. CHF Bruttoinvestition Netz / –23,8 % gegenüber 2011

mit heimischem Biogas gilt es im Sinne der Nachhaltigkeit zu fördern. 2010 beteiligte sich Stadtwerk Winterthur deshalb an der Biogasproduktionsanlage Biorender AG in Münchwilen. Eine weitere Biogasanlage, die in der Deponie Riet in Winterthur geplant ist und an der sich auch Stadtwerk Winterthur beteiligen wird, kann voraussichtlich 2014 den Betrieb aufnehmen. Stadtwerk Winterthur engagiert sich auch innerhalb des Branchenverbandes für eine geregelte Schweizer Gasmarktöffnung. 2012 wurde die nationale Verbändevereinbarung Gas verabschiedet, die Voraussetzung für die schrittweise Öffnung des Gasmarktes für die Industriekundschaft ist. Nach dem Strommarkt kommt nun auch in den Schweizer Gasmarkt Bewegung. Neue Gasprodukte sollen bald auch der Privatkundschaft von Stadtwerk Winterthur eine Mitsprachemöglichkeit geben.

Sicherheit geht vor Um den Komfort und die Sicherheit der Gasherdkundschaft zu erhöhen, startete Stadtwerk Winterthur im Mai eine Gasherdaktion mit einer Laufzeit von einem Jahr. Wer alte Gasherde ohne Zündsicherung durch neue, sichere Modelle ersetzte, erhielt einen Beitrag von 1000 Franken. Dazu wurden alle Haushalte angeschrieben, die laut Installationskontrolle einen Gasherd ohne Zündsicherung besitzen. Von der Aktion haben bis Ende Jahr 299 Haushalte profitiert.

Verzweigtes Netz Gegenwärtig versorgt Stadtwerk Winterthur rund 4600 Gebäude. 61 sind im Jahr 2012 neu dazugekommen. Erdgas gelangt über die grossen Transportleitungen der Erdgas Ostschweiz AG nach Winterthur. Über ein Hochdrucknetz

VISION

strömt es zu zwölf Gasdruckregelanlagen. Von dort gelangt es über das Nieder-

Wir setzen uns für eine nachhaltige,

drucknetz zu der Gaskundschaft. Verschiedene Speicher dienen als Versor-

ökologische Energieversorgung

gungspuffer zum Ausgleich der Tagesspitzen. Das Erdgasnetz des Versorgungs-

ein und unterstützen dadurch die

gebietes umfasst aktuell rund 230 Kilometer Rohrleitungen.

energiepolitischen Zielsetzungen der Stadt Winterthur.


16 Stadtwerk Winterthur Versorgung

Verdichtung statt Ausbau Das Erdgasnetz erfährt keine Erweiterung, sondern eine Verdichtung im Erdgasversorgungsgebiet. Im Fernwärmegebiet hingegen zieht es sich zugunsten der Fernwärme zurück. Wo in Winterthur welche Energieträger einzusetzen sind, ist im Energieplan festgehalten, der in den vergangenen Jahren überarbeitet wurde. Im Erdgasversorgungsgebiet werden deshalb die Verkaufsanstrengungen, um Öl- durch Erdgasheizungen zu ersetzen, verstärkt.

Aussichten In Zukunft werden vermehrt Energielösungen gefragt sein, die bisher zwar bekannt, aber noch nicht genügend entwickelt waren. Inzwischen sind beispielsweise Gaswärmepumpen im Leistungsbereich von Mehrfamilienhäusern marktreif. Blockheizkraftwerke (BHKW) und Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK), die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren, könnten ebenfalls vermehrt eingesetzt werden. Auch Erdgas in Kombination mit anderen Energieträgern wie zum Beispiel die Sonnenenergie hat Zukunft. In diesem Sinne berät auch die Abteilung Haustechnik von Stadtwerk Winterthur ihre Kundschaft.

VISION Wir unterhalten ein zeitgemässes Erdgasverteilungsnetz und bieten unserer Kundschaft komfortable Lösungen und Versorgungssicherheit auf hohem Niveau.


Versorgung Geschäftsbericht 2012 17

FERNWÄRME

Kennzahlen Fernwärme

Die Fernwärme erfreut sich in Winterthur grosser Beliebtheit. Mit der bald fertig sanierten KVA steht Stadtwerk Winterthur für die Fernwärmeversorgung ein modernes Kraftwerk zur Verfügung. Dank der frühzeitigen Inbetriebnahme der Ofenlinie 1 musste 2012 weniger Gas eingesetzt werden, was die gute wirtschaft-

120,9Mio. kWh Absatzmenge / +9,7 % gegenüber 2011

liche Situation der Fernwärme weiter verbessert hat. Innerhalb des aktuellen Fernwärmegebiets sind mittlerweile über 90 Prozent aller Liegenschaften an die Fernwärme angeschlossen. 2012 hat Stadtwerk Winterthur 34 Liegenschaften ans Fernwärmenetz angeschlossen und 27 neue Verträge für die Lieferung

7,1Mio. CHF Umsatz / +10,8 % gegenüber 2011

von Fernwärme abgeschlossen.

Erschliessung Sulzerareal Die neue Energiezentrale der KVA ist das eigentliche Zentrum der Fernwärme-

91,9MW Angeschlossene Leistung / +2,9 % gegenüber 2011

versorgung. Vom KVA-Areal aus wird das Netz erschlossen. Das Versorgungsgebiet wird durch den Energieplan der Stadt Winterthur definiert. Fernwärme verdrängt in Winterthur fossile Energieträger wie Erdgas und Öl. Neu wird das Sulzerareal Stadtmitte ans Netz genommen. Ein grosser Leitungstunnel wird

4,3 Mio. CHF Bruttoinvestition Netz / +17,2 % gegenüber 2011

unter den SBB-Geleisen parallel zur Wylandbrücke hindurchführen. Der Startschuss für den Bau erfolgte Mitte September. Der Tunnel wird 140 Meter lang, verläuft rund 10 Meter unter der Erde und weist einen Aussendurchmesser von 2,7 Metern auf. Das gesamte Bauvorhaben wird voraussichtlich Ende 2015 abge-

34 942 m Netzlänge / +3,8 % gegenüber 2011

schlossen. Durch den Wechsel von Erdgas auf Fernwärme im Sulzerareal Stadtmitte können künftig pro Jahr 7500 Tonnen CO2 vermieden werden. Das EnergieContracting von Stadtwerk Winterthur wird die Wärmeenergie dann wie bis anhin über das vorhandene Nahwärmenetz an die Kundschaft verteilen.

Entwicklung zur 2000-Watt-Gesellschaft Die komfortable Fernwärmeversorgung ist in Winterthur langfristig gesichert. Zu bedenken ist: Wärmere Winter, besser gedämmte Gebäudehüllen, MinergieÜberbauungen und moderne Nullenergiehäuser senken den Fernwärmebedarf innerhalb der Versorgungsgebiete. Die Netz- und Anschlusskosten bleiben jedoch nach wie vor hoch. Diese Entwicklung muss deshalb bei der Preisgestaltung künftig stärker berücksichtigt werden.

VISION Wir versorgen die Stadt Winterthur zuverlässig, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Wärme aus Abfall. Wir bieten unserer Kundschaft hohen Komfort, Servicesicherheit und hohe Preisstabilität.


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Versorgung Geschäftsbericht 2012 19

WASSER

Kennzahlen Wasser

Stadtwerk Winterthur ist schweizweit der viertgrösste Produzent von Trinkwasser aus Grundwasser. Das Winterthurer Wasser ist von erstklassiger Qualität und kann mit wenig Energieaufwand gewonnen und unbehandelt verwendet werden. Das Wasserversorgungsnetz ist in einem sehr guten Zustand. In den

10,5 Mio. CHF Bruttoinvestition Netz / –6,6 % gegenüber 2011

letzten Jahren wurde viel in den Ausbau und die Erneuerung des Netzes investiert. Dabei hat Stadtwerk Winterthur das Netz permanent optimiert, den Brandschutz verbessert und nach Möglichkeit verschiedene Druckzonen vereint.

427 535 m Netzlänge / –0,2 % gegenüber 2011

Neubauten im Netz Das zurzeit entstehende Reservoir Hulmen wird die alten Reservoire Eidberg und Iberg ersetzen. Der Bau ist weitgehend abgeschlossen und wird im Frühling 2013 in Betrieb genommen. Mitte Oktober starteten die Bauarbeiten für den

9,3 Mio. m

3

Absatz / –1,6 % gegenüber 2011

Ersatzbau des Stufenpumpwerks Kemptthal. Investiert werden hier rund 2,5 Millionen Franken. Das neue Stufenpumpwerk sollte nach zehn Monaten Bauzeit Mitte 2013 betriebsbereit sein. Der Ersatzbau ist so dimensioniert, dass Stadtwerk Winterthur künftig der GVG (Gruppenwasserversorgung Vororte und

12,1Mio. CHF Umsatz / –2,5 % gegenüber 2011

Glattal) rund 40 000 Kubikmeter Wasser pro Tag liefern kann. Dank der Fertigstellung des neuen Teilstückes der Hauptwasserleitung zwischen Hardwald bei Kloten und dem Reservoir Müliberg durch die GVG im Jahr 2012 kann Stadtwerk Winterthur in Zukunft mehr Wasser als bisher ins Glattal liefern. Umgekehrt kann die Stadt im Notfall den halben Tagesbedarf an Wasser aus dem Glattal beziehen. Da das Glattal mit der Zürcher Seewasserversorgung zusammengeschlossen ist, existiert zwischen dem Zürichsee und Winterthur nun eine leistungsfähige Trinkwasserverbindung.

VISION Stadtwerk Winterthur liefert Trinkwasser von höchster Qualität frei Haus. Durch weitere Vernetzungen mit umliegenden Gemeinden erhöhen wir die Versorgungssicherheit und stärken die wirtschaftlich hervorragende Stellung der eigenständigen Wasserversorgung.


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Versorgung Geschäftsbericht 2012 21

TELEKOM

Kennzahlen Telekom

Seit 2004 baut und betreibt Stadtwerk Winterthur ein Glasfasernetz für die Geschäftskundschaft und vermietet Glasfasern an Diensteanbieter. 2012 konnten neue Verträge abgeschlossen und langjährige Kooperationen bestätigt werden. Das Glasfasernetz übernimmt auch eine wichtige Rolle in der Steuerung eigener

237 779m Netzlänge / +17,7 % gegenüber 2011

Betriebsanlagen. Die intelligente Steuerung des Elektrizitätsnetzes gewinnt im Zuge der Energiewende an Bedeutung. Die Telekom-Kompetenz von Stadtwerk Winterthur basiert auf einer langjährigen Betriebserfahrung und spezialisiertem Know-how. Das laufende Fiber-to-the-Home-Pilotprojekt wurde 2012 erweitert.

6 Anzahl Telehouses / 0 % gegenüber 2011

Die Telekom-Kompetenz wird Stadtwerk Winterthur weiter ausbauen, denn jetzt kommt der Netzausbau erst richtig in Gang.

Klarer Richtungsentscheid

1,1Mio. CHF Bruttoinvestition Netz / –21,8 % gegenüber 2011

Im Jahr 2012 fielen für den Geschäftsbereich Telekom klare Entscheidungen, welche die Grundlage für eine langfristig solide Entwicklung legten. Die Verträge mit der Swisscom über den gemeinsamen Ausbau eines flächendeckenden Winterthurer Glasfasernetzes sind, nach Verzögerungen durch die Wettbewerbs-

1,9Mio. CHF Umsatz / +7,1 % gegenüber 2011

kommission (WEKO), erfolgreich nachverhandelt und abgeschlossen worden. Der politische Prozess gestaltete sich langwierig, der Bedeutung des Grossprojektes angemessen. Nachdem das Vorhaben zuerst im Stadtparlament eine überwiegende Mehrheit gefunden hatte, bekräftigte auch das Volk diesen Entscheid. Mit einem Ja-Anteil von 80,4 Prozent wurde der Baukredit in der Höhe von 67,4 Millionen Franken am 25. November 2012 gutgeheissen. Ein historischer Entscheid.

Der Weg ist frei In Kooperation mit Swisscom garantiert Stadtwerk Winterthur den Anschluss an das Glasfasernetz bis ins Jahr 2017 von 95 Prozent aller Liegenschaften in Winterthur. Das Infrastrukturprojekt eröffnet neben Swisscom auch allen anderen Anbietern von Internet-, Telefonie- und TV-Dienstleistungen den Zugang zum Netz. Der grosse nationale Service-Provider Sunrise beabsichtigt, einzelne Glasfaserleitungen zu mieten und auch selbst in eigene Glasfasertechnologie zu investieren. Eine entsprechende Absichtserklärung konnte im August unterzeichnet werden. Stadtwerk Winterthur, der Verband «openaxs» und gleichgelagerte Projekte anderer Städte, Gemeinden und Kantone arbeiten zusammen, um beispielsweise von Einkaufsgemeinschaften, einem gemeinsamen Betriebsführungstool oder Kundenportal profitieren zu können. Die Verkaufsanstren-

VISION

gungen werden gebündelt. Mit der geplanten nationalen Gesellschaft «Swiss

Gut vernetzt in die Zukunft.

Fiber Net» soll künftig die Kundschaft von einem schweizweiten Zugang zum Glasfasernetz mit lokaler Verankerung profitieren.


G eg en Sich seitige Zus erheit s Ver tr amm au u ena nd ges en gib ta rb t Tea eit in u ltet die mv iel e nserem infa che Ben r. jam K B i ehr

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Entsorgung Geschäftsbericht 2012 23

Entsorgung KEHRICHTVERWERTUNG

Kennzahlen Kehrichtverwertung

2012 wurden rund 146 000 Tonnen Abfall verwertet. Nach fünfjähriger Bauzeit werden im Herbst 2013 die Ausbauarbeiten in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) planmässig abgeschlossen sein. Während der ganzen Bauphase konnte der reguläre Betrieb aufrechterhalten bleiben – unter erheblich erschwerten

146 695 t Verbrannte Abfälle / +47,2 % gegenüber 2011

Bedingungen für die Mitarbeitenden.

Etappenziele erreicht Die umfangreichen Ausbau- und Sanierungsarbeiten in der KVA nähern sich dem

26,7Mio. CHF Umsatz / +41,4 % gegenüber 2011

Abschluss. Seit 2012 sind sowohl die Verbrennungslinie 1 als auch die vierte Stufe der Rauchgasreinigung in Betrieb. Die Trockenreinigung ergänzt die drei vorhandenen Stufen (Elektrofilter und zwei Nasswäscher). Die aus den Kaminen austretende gereinigte Abluft enthält nun noch weniger Schadstoffe als bisher.

42,5 Mio. CHF Bruttoinvestition / –18,8 % gegenüber 2011

Anfang Juli wurde der alte, 80 Meter hohe Kamin abgebrochen und durch zwei neue, 60 Meter hohe Kamine ersetzt. Damit verschwand ein Wahrzeichen Winterthurs. Die KVA von Stadtwerk Winterthur präsentiert sich nun mit neuer Silhouette. Weiter wurde die Zu- und Wegfahrt zum Kehrichtbunker erleichtert, indem das Waaghaus einen neuen Standort erhielt. Die Energieeffizienz der gesamten Anlage wird künftig um rund 30 Prozent höher sein als vor dem Umbau.

Die Karriere der KVA «KVA» stand früher für Kehrichtverbrennungsanlage, heute für eine Kehrichtverwertungsanlage mit Heizwerk und einer zeitgemässen Stromproduktionsinfrastruktur. Die Karriere der KVA vom Müllvernichter zum strategisch wichtigen Energielieferanten der Stadt ist beeindruckend. Die Anlage wird in Zukunft noch mehr Strom produzieren als bisher. Zudem kann durch die neuen und grösseren Wärmetauscher mehr Energie an das Fernwärmenetz abgegeben werden.

Abfallmanagement Eine Tonne Abfall entspricht der Energieleistung von 300 Litern Heizöl. Das

VISION

Bewusstsein für den Wert von Abfall als Energierohstoff ist in den letzten Jah-

Stadtwerk Winterthur verwertet

ren gestiegen. Der Abfallmarkt ist deshalb umkämpft. Stadtwerk Winterthur

Abfall auf sinnvolle Weise und

kooperiert unter anderem auch aus diesem Grund mit dem Zürcher Abfallver-

versorgt die Stadt Winterthur mit

wertungs-Verbund (ZAV). In einer Tonne Abfall finden sich auch 15 Kilogramm

umweltfreundlichem Strom sowie

Metalle. Die Wertstoffrückgewinnung in der KVA wird in den nächsten Jahren

mit CO2-neutraler Wärme aus

ausgebaut. So werden künftig verstärkt Edelmetalle und andere Metalle zurück-

der KVA.

gewonnen. Für das ökologische Abfallmanagement gilt nach wie vor die Regel: erstens vermeiden, zweitens recyceln, drittens energetisch nutzen.


24 Stadtwerk Winterthur Entsorgung

ABWASSERREINIGUNG

Kennzahlen Abwasserreinigung

Das Schmutzwasser aus Winterthur und dreizehn weiteren Gemeinden wird in

22 119 000 m

der Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Stadtwerk Winterthur gereinigt. Die

Abwasserdurchfluss / +31,0 % gegenüber 2011

tigten regelmässige Kontrollmessungen. Die Restwärme des gereinigten

3

Reinigung des anfallenden Abwassers hat 2012 tadellos funktioniert. Dies bestäAbwassers wird benachbarten Liegenschaften zu Heizzwecken geliefert. Im

73 060 m

3

Schlammverbrennung / –12,5 % gegenüber 2011

Berichtsjahr hat der Stadtrat neue Finanzierungsgrundsätze für die Abwasserwirtschaft verabschiedet, um die in den nächsten Jahren anstehenden grossen Investitionen sowohl in die Kläranlage als auch ins Kanalnetz der Stadt tätigen zu können. Der seit längerem stabile Preis für die Abwasserreinigung wird auf-

8,2 Mio. CHF

grund dessen 2013 moderat steigen. Der Preis für Abwasser setzt sich künftig

Umsatz / –4,9 % gegenüber 2011

zusammen.

1,0 Mio. CHF Bruttoinvestition / –2,3 % gegenüber 2011

aus einer Grundgebühr und einem Mengenpreis (bisherige Abwassergebühr)

Qualitätssicherung Ein Werterhaltungskonzept sichert die künftige Qualität der zweitgrössten ARA im Kanton. Die sich daraus ergebenden Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten liefen 2012 planmässig ab. Für die Bereiche Elektrotechnik, Messungen und Steuerung wurde zudem ein Konzept erarbeitet. Im Juni hiess der Stadtrat einen gebundenen Kredit von 8,8 Millionen Franken für die Realisation eines zweiten Faulturms gut, da der bestehende Turm an Kapazitätsgrenzen stösst und saniert werden muss. Im Faulturm werden umweltbelastende Faulgase aufgefangen und für die Stromproduktion energetisch verwertet.

Laufende Weiterentwicklung Neue Herausforderungen an die Trinkwasserqualität und den Gewässerschutz sind aufgrund sich verschärfender gesetzlicher Vorgaben zu erwarten. Dies wird sich auch auf die Kläranlagen auswirken. Stadtwerk Winterthur geht es darum, kommende Entwicklungen in Kooperation mit Partnern mitzugestalten. So beteiligt sich Stadtwerk Winterthur beispielsweise an einem KTI-Projekt (Kommission für Technologie und Innovation des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements) mit dem Ziel, mittels vorhandenem Datenmaterial die Energieeffizienz in Abwasserreinigungsanlagen zu steigern. Stromverbrauch und Reinigungsleistungen werden dabei in Bezug gesetzt. Auch die Schliessung der bestehenden Klärschlammverbrennungsanlage bis 2015 – die Verbrennung wird künftig im Kanton Zürich zentral im Klärwerk Werdhölzli erfolgen – wird das

VISION Stadtwerk Winterthur garantiert eine verlässliche und qualitativ einwandfreie Reinigung der anfallenden Abwässer. Wir engagieren uns für einen vorbildlichen, wirtschaftlichen und energieeffizienten Betrieb der Abwasserreinigungsanlage und stellen uns frühzeitig auf neue Herausforderungen ein.

energetische Konzept der ARA grundlegend verändern.


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26 Stadtwerk Winterthur Dienstleistungen

Dienstleistungen Kennzahlen Energie-Contracting

ENERGIE-CONTRACTING Stadtwerk Winterthur baut und betreibt grosse Wärme-, Kälte- und Energiezen-

5,8 Mio. CHF Bruttoinvestition / –10,0 % gegenüber 2011

tralen und garantiert so umfassende Versorgungssicherheit zu langfristig kalkulierbaren Preisen. Für die Kundschaft ist dies eine sorgenfreie und komfortable Lösung. Das Energie-Contracting betreut mittlerweile 150 Kundenobjekte in Winterthur und der Region. Der Umsatz betrug 8,6 Millionen Franken.

8,6 Mio. CHF Umsatz / +9,0 % gegenüber 2011

Im Aufwind begriffen Das Geschäftsfeld Energie-Contracting wächst weiterhin kräftig. Im Juni bewilligte das Winterthurer Stimmvolk mit einem Mehr von 79,8 Prozent einen Rahmenkredit von 40 Millionen Franken für den weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes. Ein zusätzlicher Meilenstein in der zwölfjährigen Geschichte von EnergieContracting «Made in Winterthur» ist die im Berichtsjahr erfolgte Gründung einer gemeinsamen Aktiengesellschaft mit den Werkbetrieben Frauenfeld und dem Abwasserverband Region Frauenfeld. Stadtwerk Winterthur ist mit 200 000 Franken daran beteiligt, das entspricht 32 Prozent des Aktienkapitals. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, eine flächendeckende Nutzung der ARA-Abwärme in Frauenfeld aufzubauen. Stadtwerk Winterthur will seine führende Stellung als Anbieter von EnergieContracting-Lösungen in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Es will sich als technisch innovativer und kundenorientierter Energiepartner positionieren. Dabei stehen hohe Verlässlichkeit des Unternehmens sowie die langjährige Erfahrung im Zentrum.

Strategische Bedeutung Ressourcenschonende und nachhaltige Wärmelösungen in Stadt und Region tragen viel zur Erreichung der städtischen und nationalen Energieziele bei. Neben der energetischen Sanierung von Gebäuden ist die energieeffiziente Wärme- und Kälteversorgung ein wichtiger Schritt dazu. Durch das Geschäftsfeld Energie-Contracting hat Stadtwerk Winterthur die Möglichkeit, diese Ent-

VISION

wicklungen mitzugestalten. Es werden hauptsächlich erneuerbare Energieträ-

Wir orientieren uns an den Bedürf-

ger eingesetzt, was ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Winterthurer

nissen der Kundschaft und bauen

Energiekonzeptes ist. Ein Beispiel dafür ist die Quartierheizzentrale Zinzikon.

das Energie-Contracting weiter aus.

Ende Juli 2012 startete Stadtwerk Winterthur die Arbeiten dazu. Die Zentrale

Dabei liefern wir in zunehmendem

wird 2013 den Betrieb aufnehmen und die umliegenden Liegenschaften mit

Masse Wärme aus erneuerbaren

umweltfreundlicher Wärme versorgen. Erzeugt wird diese Wärme zu 90 Prozent

Energien und erhöhen unseren

aus Holz und zu 10 Prozent aus Gas zur Abdeckung von Spitzen. Pro Jahr lassen

Anteil am Wärmemarkt in der Stadt

sich in dieser Kombination rund 105 Tonnen CO2 vermeiden.

Winterthur vor allem durch weitere Quartierwärmeverbünde.


Dienstleistungen Geschäftsbericht 2012 27

HAUSTECHNIK

Kennzahlen Haustechnik

Im Berichtsjahr hat Stadtwerk Winterthur Massnahmen ergriffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Abteilung Haustechnik zu erhöhen. Unter anderem wurden Betriebsabläufe neu organisiert und die Führungscrew verkleinert.

2816 Anzahl Aufträge / –20,7 % gegenüber 2011

Gut positioniert Die Abteilung Haustechnik blickt auf ein lebhaftes Geschäftsjahr zurück. So konnte sie im Zuge der Gasherdaktion von Stadtwerk Winterthur 140 alte Geräte durch sichere Modelle ersetzen. Fünfzig alte Ölkessel wurden durch moderne

5,4 Mio. CHF Umsatz / +14,2 % gegenüber 2011

Gasheizungen ersetzt. Im Auftrag von Swisscom übernahm die HaustechnikAbteilung zudem 700 Telekom-Einsätze beispielsweise zwecks Behebung von Störungen oder der Aufschaltung von Swisscom-TV. Die Haustechnik-Abteilung hat sich 2012 nicht nur gut behauptet, sondern auch neu positioniert, als Kun-

370 Anzahl Piketteinsätze / +4,8 % gegenüber 2011

denpartner für erneuerbare Energie beispielsweise oder für energieeffiziente und umweltfreundliche Haustechniklösungen. Wer klug investiert, haushaltet langfristig besser. In diesem Sinne beriet die Haustechnik ihre Kundschaft und bot qualitativ hochstehende Lösungen an.

Umfassende Servicekompetenz Das Serviceangebot der Abteilung Haustechnik geht weit über den 24-StundenService hinaus. Das «Kompetenzzentrum Haustechnik» von Stadtwerk Winterthur übernimmt auch die Funktion eines Generalunternehmers. In diesem Zusammenhang plant und realisiert die Abteilung Projekte und koordiniert beteiligte Unterlieferanten. Kundinnen und Kunden haben es dabei nur noch mit Stadtwerk Winterthur als einzigem verantwortlichem Ansprechpartner zu tun.

Vorbildfunktion Stadtwerk Winterthur nimmt seine Vorbildfunktion im Bereich Haustechnik sehr ernst und investiert in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden wie auch in junge Talente. 2012 absolvierten fünf Lernende ihre Ausbildung im Haustechnik-Team.

VISION Wir kennen die Bedürfnisse unserer Kundschaft. Wir verstehen uns als innovativer Fachpartner. Stadtwerk Winterthur bietet wegweisende, energieeffiziente und nachhaltige technische Lösungen an.


28 Stadtwerk Winterthur Dienstleistungen

Kennzahlen Kundendienst

KUNDENDIENST Die Mitarbeitenden des Kundendienstes von Stadtwerk Winterthur arbeiten an

34 461

der Unteren Vogelsangstrasse 11. Für die persönliche Beratung stehen hier während den Geschäftsöffnungszeiten die Schalter offen.

Anzahl Kundenkontakte / +3,9 % gegenüber 2011

Steigende Kundenkontakte Die meisten Anfragen zur Rechnungsstellung oder zu Angeboten wie den neuen Stromprodukten trafen im Berichtsjahr telefonisch und via E-Mail ein. Der Onlineschalter auf der Webseite von Stadtwerk Winterthur bewährte sich sehr gut und vereinfachte die Kommunikation mit der Privatkundschaft, insbesondere während der Einführung der neuen Stromprodukte. 2012 wurden rund 34 461 Kundenanfragen direkt vom Kundendienst beantwortet oder an die betreffenden Fachstellen weitergeleitet.

Schulungen Die Angebotspalette von Stadtwerk Winterthur ist breit, die Themenvielfalt sehr gross. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kundendienstes werden daher regelmässig geschult. 2012 standen unter anderem die Einführung neuer Stromprodukte und das Pilotprojekt Fiber-to-the-Home auf dem Programm.

E-Rechnung Seit März 2012 können Winterthurerinnen und Winterthurer ihre Energiekosten mittels E-Rechnung bezahlen. Technisch machbar wurde die neue Serviceleistung durch die Umstellung der Verrechnungssoftware. Die papierlose Rechnungsabwicklung vereinfacht den Zahlungsprozess für Privatkundschaft und Stadtwerk Winterthur gleichermassen.

Störungsdienst: 0800 84 00 84 Vierzehn Mitarbeitende stehen täglich rund um die Uhr in Bereitschaft, um in Winterthur einen zuverlässigen 24-Stunden-Service zu gewährleisten. Die Pikettorganisation rückte im Berichtsjahr 766 Mal aus. Störungen können seit Anfang 2011 unter der Gratisnummer 0800 84 00 84 gemeldet werden. Sowohl der Störungsservice als auch die Gratisnummer werden von der Bevölkerung geschätzt.

Tageskarten für den öffentlichen Verkehr VISION

Stadtwerk Winterthur verkauft im Auftrag der Stadt Winterthur Tageskarten für

Wir sind für Sie da. Wenn Sie

den öffentlichen Verkehr zu attraktiven Preisen. Sie können auf der Webseite

Fragen haben, haben wir die

von Stadtwerk Winterthur online reserviert und später beim Kundendienst abge-

Antworten, die Sie weiterbringen.

holt werden. Ein Angebot, das sich auch 2012 ungebrochener Beliebtheit erfreute. Ab 2013 wird es möglich sein, die Karten im Internet zu bezahlen und per Post zustellen zu lassen.


Dienstleistungen Geschäftsbericht 2012 29

ÖFFENTLICHE BELEUCHTUNG

Kennzahlen Öffentliche Beleuchtung

Sicherheit, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Ästhetik sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale der öffentlichen Beleuchtung in Winterthur. Daneben steht gleichberechtigt der Faktor Lichtqualität oder die attraktive Gestaltung des nächtlichen Erscheinungsbilds der Stadt. Das Konzept «Stadt-

1,8 Mio. CHF Bruttoinvestition / +5,7 % gegenüber 2011

licht Winterthur» legt die Grundlagen dazu. Es bestimmt die Gestaltungsbereiche innerhalb des Stadtgebietes und definiert die Rahmenbedingungen. Diese gelten für Planung, Bau und Betrieb durch Stadtwerk Winterthur auch in Zusammenarbeit mit privaten Beleuchtungsprojekten, die das Stadtbild tangieren.

9597 Anzahl Leuchtstellen / –4,0 % gegenüber 2011

Diese Zusammenarbeit wird von Stadtwerk Winterthur aktiv gefördert. Stadtwerk Winterthur bietet Beratungsleistungen an und übernimmt bei Bedarf die Installation und den Unterhalt von privaten Leuchtstellen.

474 726 m Netzlänge / +0,5 % gegenüber 2011

Laufende Arbeiten Ausbau- und Sanierungsarbeiten prägten den Geschäftsalltag 2012. Die Neugestaltung des Bahnhofareals Süd erforderte einen besonders hohen Planungsund Koordinationsaufwand. Die Umsetzung des Lichtplans «Stadtraum Bahnhof» wird voraussichtlich 2016 abgeschlossen sein. Daneben standen Neuerschliessungen wie jene in Oberseen oder Quartiers- und Strassensanierungen wie im Eichliacker oder Neuwiesen im Zentrum. Beschäftigt haben Stadtwerk Winterthur auch laufende Unterhaltsarbeiten an defekten Strassenlampen und Uhren.

LED verändert die öffentliche Beleuchtung LED (lichtemittierende Diode) revolutioniert die Lichttechnik und bringt neue Herausforderungen mit sich. Dies wird auch in Winterthur schrittweise spürbar. So stehen dem geringen Stromverbrauch und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von LED-Leuchten beispielsweise hohe Beschaffungs- und unbekannte Unterhaltskosten gegenüber. LED-Technik ist steuerbar. Helligkeit oder Farbgestaltung können dadurch bedarfsgerecht der Situation vor Ort angepasst werden. Doch entsprechende Steuerungssysteme müssen aufgebaut, bewirtschaftet und laufend aktualisiert werden. Der Planungsaufwand für LED-Projekte ist anspruchsvoll und zeitaufwendig, denn bisher hat sich auf dem Markt kein bestimmtes System durchsetzen können. Eine Vielzahl von Anbietenden und Produkten machen die Evaluation nicht einfach. Viele Schweizer Städte sind deshalb zurückhaltend bei der Einführung neuer LED-Technik. Stadtwerk Winterthur setzt auf LED, geht dabei aber pragmatisch vor und sammelt Erfahrun-

VISION

gen für den schrittweisen Weiterausbau von LED im Stadtraum Winterthur. LED

Geringer Energieverbrauch, wirt-

könnte langfristig einen Beitrag leisten, um die Energieziele der Stadt Winter-

schaftlicher Unterhalt, attraktive

thur zu erreichen und um den Stromverbrauch im öffentlichen Raum zu redu-

Lichtwirkung. Die öffentliche

zieren.

Beleuchtung in Winterthur will die Stadt im besten Licht präsentieren.


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Beteiligungen Geschäftsbericht 2012 31

Beteiligungen BIORENDER AG Stadtwerk Winterthur ist seit 2010 mit 24,6 Prozent an der Biorender AG in Münchwilen beteiligt. Die Pionier-Biogasanlage entsorgt tierische Nebenprodukte der Schweizer Fleischwirtschaft und produziert daraus Biogas. Aus technischen Gründen produzierte Biorender 2012 weniger Gas als geplant. Ende Berichtsjahr musste ein Liquiditätsengpass durch die Aktionäre abgewendet werden.

ERDGAS OSTSCHWEIZ AG Die Erdgas Ostschweiz AG (EGO) beschafft und transportiert rund 30 Prozent des schweizerischen Erdgases und beliefert damit ihre zwölf Aktionäre. Stadtwerk Winterthur ist mit 4,05 Prozent an der EGO beteiligt. Das Geschäftsjahr 2011/2012 verlief erfolgreich. Der Erdgasabsatz betrug 12 928 Gigawattstunden.

FERNWÄRME FRAUENFELD AG So heisst das 2012 neu gegründete Unternehmen der Werkbetriebe Frauenfeld, von Stadtwerk Winterthur und des Abwasserverbandes Region Frauenfeld. Angeboten wird die Fernwärmeversorgung im Energie-Contracting. Dabei wird die Abwärme der ARA Frauenfeld für die umweltfreundliche Wärmeversorgung in Frauenfeld genutzt.

INSTACONTROL AG InstaControl ist ein Dienstleistungsunternehmen für die Sicherheitsprüfungen von Elektroinstallationen und Elektrogeräten. Dabei wird die Kundschaft auch in Fragen der Netzqualität und der Energieeffizienz beraten. Stadtwerk Winterthur hält 47,1 Prozent des Aktienkapitals. InstaControl unterhält Standorte in Winterthur, Schaffhausen und Frauenfeld und bietet seine Dienstleistungen im Grossraum zwischen Zürichsee und Bodensee an. Die Zusammenarbeit mit dem beteiligten Fachverband Electrosuisse wurde im Berichtsjahr ausgebaut. InstaControl schloss das Geschäftsjahr positiv ab.

KOOPERATION ZÜRCHER ABFALLVERWERTUNGS-VERBUND (ZAV)

VISION

Fünf kantonale Kehrichtheizkraftwerke (KHKW) arbeiten im Zürcher Abfallver-

Wir unterscheiden sorgfältig, welche

wertungs-Verbund (ZAV) zusammen. Gemeinsam betreiben diese Anlagen

Aufgaben wir in Kooperationen oder

elf Verbrennungslinien an fünf Standorten mit einer Kapazität von insgesamt

mittels Beteiligungen lösen wollen

760 000 Tonnen pro Jahr. Der ZAV koordiniert unter anderem die Kehrichtver-

und wählen dann die besten Partner

wertung im Kanton Zürich. 2012 wurde der Verband in eine gemeinsame

aus. Wir positionieren uns selbst als

Aktiengesellschaft umgewandelt. Stadtwerk Winterthur hält 24,2 Prozent des

begehrter Partner für Kooperationen

Aktienkapitals. Die Stadt Winterthur nimmt mit Stadtrat Dr. Matthias Gfeller als

und Beteiligungen.

Vizepräsidenten Einsitz im Verwaltungsrat.


32 Stadtwerk Winterthur Beteiligungen

SWISSPOWER Swisspower ist die führende Stadtwerk-Kooperation in der Schweiz. Zusammen mit den grössten Schweizer Stadtwerken bildet Swisspower ein Netzwerk der Kompetenzen, das schweizweit einmalig ist. 2012 entwickelte Swisspower den Masterplan 2050, mit dem sie sich zur Energiewende bekennt. Die einzelnen Gesellschaften der Swisspower haben sich weiterentwickelt. In Zukunft werden sich die Swisspower Energy AG und die Swisspower Services AG im Markt eigenständig etablieren. 2012 wurde eine Beteiligungsgesellschaft für erneuerbare Energien gegründet: die Swisspower Renewables AG. Die Gesellschaft investiert in Produktionsanlagen im europäischen Raum. Stadtwerk Winterthur ist am 12. Dezember 2012 der Gesellschaft beigetreten und hält 19,4 Prozent des Aktienkapitals. Stadtwerk Winterthur ist beteiligt an: | Swisspower Netzwerk AG | Swisspower Energy AG | Swisspower Services AG | Swisspower Renewables AG


ft s c ha d n u -K re ekom wir unse l e T il nt re Unse t uns, we kompete t au er, f al ver tr iten sich ter Sorg o s hs A r be t h ö c a mit die s e i m .D und ser igen ir un nd d e w l r n e rage spreche ber t ü , en. ent t itend bleib ben den e b r a a ier Aufg r ten Mit l Me arce e M i z kom ifi , Tele qual ager n» an aue unt M rt «Vertr Acco e W zum


Geg en im G seitig eW es für mic chäfts er tsch al h, zu w ät ürd die ge ltag be zung und igen w leiste deute t t re s pek ie auch e Arbe tvol i l mi zu lobe t tein n u m z ande r uge Per hen son alas . Tiha zu s iste na P mW nt ezic ert «We in, Per son rtsc al hätz ung »


Nachhaltigkeit Geschäftsbericht 2012 35

Nachhaltigkeit Stadtwerk Winterthur strebt eine nachhaltige Unternehmensentwicklung an. Betrachtet werden wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit und deren Auswirkungen. Der folgende Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI).

KERNINDIKATOREN NACHHALTIGKEIT Wirtschaftliche Leistungen in Mio. CHF

Umsatz Gewinn (nach finanzieller Vergütung an Stadt) Investitionen (Nettoinvestitionen) Finanzielle Vergütung an Stadt Betriebskosten (ohne Kapitalkosten) Personalkosten

2012

2011

206,0 –4,8 87,8 9,9 116,4 42,4

195,0 0,8 101,0 9,1 159,3 42,1

2012

2011



5,8 766 34 461 3,5

6,4 627 33 184 3,4

‚

9,5

10,4



9,3 88,2

8,4 87,6

 ‚ ‚  ‚ 

Entwicklung oder Auswirkung von Investitionen in Dienstleistungen im öffentlichen Interesse ‚ Energie-Contracting (Mio. CHF)

Piketteinsätze Kundendienst (Anzahl Kontakte) Erdgas als Treibstoff (Mio. kWh) Strom – Mittlere unterbrechungsfreie Zeit pro Kunde (1/SAIFI) (Jahre) – Mittlere Unterbrechungsdauer pro Endverbraucher und Jahr (SAIDI) (Min.) – Unterbrechungsdauer pro Störfall (CAIDI) (Min.)

 



Investitionen 2012 in Netze und Auswirkungen

2,6 % 58,9 %

24,5 %

Wirtschaftliche Auswirkungen

10,0 %

Alle Geschäftsfelder von Stadtwerk Winterthur tragen direkt oder indirekt dazu

4,0 %

bei, die Standortqualität von Winterthur zu gewährleisten und zu erhöhen. Stadtwerk Winterthur investiert deshalb laufend in Erneuerung, Unterhalt und Ausbau der bestehenden Infrastruktur. 2012 betraf dies insbesondere die KVA, in der im Rahmen der Sanierungs- und Umbauarbeiten der neue Kessel der Verbrennungslinie 1, die Energiezentrale sowie die vierte Rauchgasreinigungsstufe in Betrieb gingen, und das neue Unterwerk Neuwiesen, das die Versorgungssicherheit beim Strom erhöhen wird. Rund 10 Prozent der in der KVA getätigten Investitionen kommen dem lokalen Gewerbe zugute. Das im März gestartete Förderprogramm Energie Winterthur (siehe Seite 42) soll Investitionen von bis zu 20 Millionen Franken in Winterthur auslösen. Auch Investitionen aus dem Rahmenkredit für erneuerbaren Strom – 20 Millionen Franken sind für hiesige Solaranlagen bestimmt – können dem lokalen Gewerbe zugute kommen. Nach dem klaren Volksentscheid im November bauen Stadtwerk Winterthur und Swisscom bis 2017 ein flächendeckendes Glasfasernetz in Winterthur, was die Standortattraktivität der Stadt für Unternehmen und Institutionen weiter erhöhen wird.

Fernwärmenetz Gasnetz Stromnetz Telekomnetz Wassernetz

Mio. CHF

Alter

4,3 1,7 25,2 1,1 10,5

19,0 29,5 23,6 4,8 30,2


36 Stadtwerk Winterthur Nachhaltigkeit

Ökologische Leistungsindikatoren Direkter Energieverbrauch nach Primärenergiequellen Stadtwerk Winterthur, Betriebsliegenschaften (ohne KVA, ARA, Wasserversorgung) (kWh)

Energieverbrauch nach Energiequellen im Energie-Contracting

Heizöl Fernwärme Erdgas Strom

70,5 %

€ €  ‚

2012

2011

0 0 2 122 196 726 672

0 0 1 749 635 745 494

Gesamtwasserentnahme nach Quellen (Mio. m3)

Grundwasser Quellwasser

3,4 %

2,7 %



Direkte Treibhausgasemissionen (ohne KVA, Fernheizwerk und ARA) nach Gewicht (t)

Gebäude (CO2) (Heizung, Strom) Treibstoff (CO2)

23,4 %



 ‚

2012

2011

10,5 0,4

10,4 0,3

2012

2011

476 239

424 259

Veränderung 2012 (%) 11/12 (%)

Erdgas Heizöl Holzschnitzel Strom

70,5 2,7 23,4 3,4

–2,7 37,5 4,4 –2,9

Treibstoffverbrauch (l)

Benzin Diesel Erdgas /Biogas (kg) Strom (Elektrofahrzeuge) (kWh)

‚ ‚  

Emissionen KVA Jahresmittelwerte (mg /Nm3)

NOx SO2 CO

Gesamtgewicht Betriebsabfall

  

2012

2011

32 608 44 719 26 688 2 044

39 448 46 568 26 304 –

VL 1

2012 VL 2

VL 1

2011 VL 2

57,3 3,6 12,9

55,4 19,2 9,7

0 0 0

52,9 11,8 11,0

VL = Verbrennungslinie 22,8 %

Initiativen, um Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren

Staubfilter EC-Anlagen Staubreduktion (t) Biogas im Treibstoff (kg)

2012

2011

23,8 24 958

23,2 23 937

2012

2011

erfüllt

erfüllt

2012

2011



97

84

2012

2011

‚

0,026

0,033

 

Nachhaltigkeit Geschäftsprozesse

Die jährlichen ISO-14001-Audits (Umweltnorm) werden erfolgreich bestanden 77,2 %

Veränderung 2012 (t) 11/12 (%)

Papier Übriger Betriebskehricht

13,0 44,0

0,0 –10,2

Ökostromanteil

Ökostromanteil in Winterthur in % des Durchschnitts des Ökostromanteils (naturemade star) der gesamten Schweiz

%%&

Fernwärmeabsatz

CO2-Ausstoss pro kWh (kg)


Nachhaltigkeit Geschäftsbericht 2012 37

Ökologische Auswirkungen Mehrere Bereiche von Stadtwerk Winterthur sind nach ISO 14001 zertifiziert, einem Qualitätssicherungssystem, das umweltrelevanten Aspekten der Betriebsführung besonders Rechnung trägt. Die Tätigkeit von Stadtwerk Winterthur erfordert im Betriebsalltag eine hohe Mobilität. Um die negativen Auswirkungen dieser Mobilität zu reduzieren, setzt Stadtwerk Winterthur seit Jahren Erdgasautos ein. Diese machen rund die Hälfte der Autoflotte aus und vermeiden gegenüber Benzinautos rund 25 Prozent CO2-Emissionen. Stadtwerk Winterthur geht nun einen Schritt weiter und hat seit 2012 neu auch Elektrofahrzeuge im Einsatz. Sie eignen sich ideal für den Stadtverkehr, da sie zur Lärm- und Schadstoffreduktion beitragen. Stadtwerk Winterthur hat dadurch rund 1,9 Tonnen CO2 vermieden. Rein bezogen auf den «Treibstoffverbrauch» weist ein Elektrofahrzeug einen rund viermal geringeren Verbrauch auf als ein benzinbetriebenes. Mit den neuen Elektrofahrzeugen wird Stadtwerk Winterthur in den nächsten Jahren Erfahrungen unter Realbedingungen sammeln. Der trotz aller Anstrengungen nicht vermeidbare CO2-Ausstoss wurde auch 2012 durch den Kauf von CO2-Zertifikaten kompensiert. Seit Anfang 2012 bietet Stadtwerk Winterthur die elektronische Rechnung an. Dies hilft mit, Papier zu sparen. 2012 waren dies rund 25 000 Blatt. Bei betriebseigenen Anlagenarealen wird in den letzten Jahren verstärkt darauf geachtet, dass diese ökologisch wertvoll gestaltet werden, beispielsweise mit Magerwiesen, Wildbienenhotels oder mit Möglichkeiten für die Fledermäuse- oder Mauersegleransiedlung. Die Biodiversität erhält dadurch wieder mehr Platz im urbanen Raum. Das Areal der ARA ist bereits seit 2005 vom Verein Wirtschaft und Umwelt als naturnahes Industrieareal ausgezeichnet.

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungsart

Geschäftsleitung Kader Nicht Kader

€  €

Vielfalt und Chancengleichheit Zusammensetzung Geschäftsleitung

Männer Frauen bis 40 Jahre 41–50 Jahre 51–63 Jahre

€ € € € €

2012

2011

8 114 224

8 106 224

2012

2011

6 2 0 6 2

6 2 0 6 2

Gesamtbelegschaft nach Arbeitsvertrag

2,8 % 82,0 %

Vielfalt und Chancengleichheit Zusammensetzung Belegschaft

Männer Frauen bis 40 Jahre 41–50 Jahre 51–63 Jahre

 ‚  ‚ 

Aus- und Weiterbildung in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Total Mitarbeitendentage



2012

2011

285 61 130 101 115

276 62 123 110 105

2012

2011

539

392

15,2 % Beschäftigte Veränderung 2012 11/12 (%)

Lehrlinge Teilzeit Vollzeit

10 54 292

–23,1 17,4 0,0


38 Stadtwerk Winterthur Nachhaltigkeit

Gesellschaftliche Auswirkungen In der Geschäftsleitung erfolgte 2012 ein Wechsel. Im Februar verliess der Bereichsleiter Wärme und Entsorgung, Beat Schüpbach, das Unternehmen. Anfang Juli übernahm Hans Gräppi die Leitung dieses Geschäftsbereichs. Die Mitarbeitenden von Stadtwerk Winterthur sowie die tatsächlich gelebte Führungs- und Unternehmenskultur sind zentrale Faktoren für die nachhaltige und auch weiterhin erfolgreiche Betriebsentwicklung. Stadtwerk Winterthur hat 2011/2012 seine Geschäftsstrategien in den einzelnen Tätigkeitsbereichen neu definiert. Für deren Umsetzung wird auch in Zukunft qualifiziertes und motiviertes Personal notwendig sein. Die Schaffung einer starken Unternehmens- und Führungskultur ist in diesem Zusammenhang bedeutsam. In einem Prozess, der sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezog, wurden die relevanten gemeinsamen Unternehmenswerte definiert und ein neues Leitbild erstellt. Auch die Führungsgrundsätze wurden 2012, in Abstimmung mit dem zuständigen Stadtrat, neu definiert. Stadtwerk Winterthur will seine Führungskräfte in ihrer Führungsarbeit künftig gezielter unterstützen. Die Konzepterarbeitung und die Umsetzung werden im Jahr 2013 erfolgen.

Leistungsindikatoren zur Produktverantwortung 2012

2011

Infopflicht Wasser (Info über verschiedene Kanäle)

€

1× /Jahr

1× /Jahr

Stromkennzeichnung (Info mit Energierechnung)

€

1× /Jahr

1× /Jahr

Anzahl Führungen

‚

85

93

Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen

Auswirkungen Produktverantwortung Information. Stadtwerk Winterthur informiert die Kundschaft einmal jährlich über die Qualität des Trinkwassers sowie über die Zusammensetzung des gelieferten Stroms. Interessierten Gruppen bietet Stadtwerk Winterthur auch verschiedene Betriebsführungen an. Das eigene Firmenmuseum lädt zum Gang durch die Technik-, Stadt- und Firmengeschichte ein. 2012 haben 274 Personen daran teilgenommen. Geschätzt wird auch die kostenlose Kundenzeitschrift «Energie». Sie erscheint viermal jährlich, davon einmal als Gesamtauflage für sämtliche Haushalte Winterthurs. Die Abonnentenzahl steigt kontinuierlich.

VISION

Beratung und Kommunikation. Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Energie-Con-

Wir fördern unsere Mitarbeitenden,

tracting, Kehrichtverwertung, Abwasserreinigung, öffentliche Beleuchtung,

indem wir in Aus- und Weiterbildung

Glasfasernetz – alles Themen, die das Fachpublikum ebenso wie breite Bevöl-

investieren. Wir sind stolz auf die

kerungsschichten interessieren. Stete Medienarbeit und die persönliche Bera-

gemeinsam erbrachte Leistung.

tung durch Mitarbeitende von Stadtwerk Winterthur dienen der spezifischen

Eine starke Unternehmens- und

Information. Die tägliche Fachberatung wird durch eine intensive Informations-,

Führungskultur sichert unseren

Aufklärungs- und Motivationsarbeit ergänzt. Die wichtige Energieberatungstä-

langfristigen Erfolg.

tigkeit soll in Zukunft verstärkt und professionalisiert werden.


Nachhaltigkeit Geschäftsbericht 2012 39

Themenveranstaltungen. Stadtwerk Winterthur war 2012 Hauptsponsor der letztmals stattfindenden Blue-Tech. Bei dieser Veranstaltung drehte sich alles um Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Gemeinsam mit dem Bereich Umwelt und Gesundheitsschutz der Stadt Winterthur sowie der Fachstelle Energie und Technik des Departements Bau trat Stadtwerk Winterthur am Tag der Sonne und am Energy-Day 2012 auf. Im Zentrum standen einerseits die Solarenergie und andererseits Tipps zur Reduktion des Energiekonsums. Überdies organisierte Stadtwerk Winterthur gemeinsam mit der ZHAW drei «Energie- und Umweltapéros». Die öffentliche Veranstaltungsreihe läuft seit über 10 Jahren; vermittelt wird fundiertes Wissen rund um Energie und Umwelt. Am Weltwassertag informierte Stadtwerk Winterthur mit einem Stand in der Marktgasse rund um Trink- und Abwasser. Fachleute von Stadtwerk Winterthur haben zudem 2012 auch 44 Vorträge an verschiedenen Veranstaltungen gehalten. Fördern und sensibilisieren. Seit Beginn des Schuljahrs 2012/2013 bietet der Verein Pusch Winterthurer Volksschulen altersgerechte Unterrichtseinheiten für alle Schulstufen zum Thema Energie an. Das Interesse war gross: Bereits nach der Lancierung hatten sich 32 Klassen angemeldet. Stadtwerk Winterthur finanziert den Unterricht und hat bei der Anpassung des Programms auf die lokale Situation mitgewirkt. Stadtwerk Winterthur verstärkte 2012 auch die Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen. Unterstützt wurden dabei mehrere Studentinnen und Studenten der ZHAW, deren Forschungsprojekte und praktische Arbeiten durch Fachpersonen von Stadtwerk Winterthur begleitet wurden.


40 Stadtwerk Winterthur Nachhaltigkeit

NACHHALTIGE ANGEBOTE Neue Stromprodukte Das in Winterthur angebotene Stromsortiment wird künftig in Anlehnung an die energiepolitische Stossrichtung von Winterthur und des Bundes umweltfreundlicher ausgestaltet sein als bisher. 2012 wurden neue Produkte entwickelt, welche einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien aufweisen. Drei von fünf Produkten tragen das Gütesiegel «naturemade» für umweltfreundlich produzierten Strom. «naturemade» wird vom Verein für umweltgerechte Energie VUE verliehen. Es zeichnet Anlagen aus, die Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Sonne, Wind und Biomasse produzieren. Die Produkte sind ab 1. Januar 2013 gültig und werden die Winterthurer Stromzusammensetzung verändern. Es dürfte ein merklicher Anstieg des Anteils aus erneuerbaren Energiequellen resultieren. 2012 setzte sich der von der Kundschaft bestellte und durch Stadtwerk Winter-

Strommix 2012

thur gesamthaft gelieferte Strom wie folgt zusammen: Stadtwerk Kernstrom

48,5 %

48,5 Prozent (Vorjahr 57 Prozent), Stadtwerk Wasserstrom 32,9 Prozent (Vorjahr 22,5 Prozent), Stadtwerk Recyclingstrom 17,3 Prozent (Vorjahr 19,5 Prozent) und Stadtwerk Ökostrom 1,3 Prozent (Vorjahr 1 Prozent). 1,3 %

Klimafonds Stadtwerk Winterthur Seit 2007 fördert der Klimafonds Stadtwerk Winterthur regionale Innovationen aus den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und neue erneuerbare Ener-

17,3 %

gien. 2012 konnte der Fonds sein fünfjähriges Bestehen feiern und veranstaltete einen Publikumswettbewerb mit einem Elektrovelo als Hauptpreis. Der Klima-

32,9 %

fonds gewann im Jubiläumsjahr zahlreiche Neugönnerinnen und Neugönner. Veränderung 2012 (%) 11/12 (%)

Kernstrom Ökostrom Recyclingstrom Wasserstrom

48,5 1,3 17,3 32,9

–17,3 25,6 –14,0 42,5

Heute unterstützen über 4300 Personen den Fonds. 2012 wurden fünf Projekte mit einer Gesamtsumme von 379 000 Franken gefördert. Empfänger sind unter anderem die Winterthurer Firma Designwerk mit «E-setta», einem elektrischen Kabinenroller für den urbanen Raum. Das umweltfreundliche Elektrofahrzeug kombiniert neueste Technik mit dem Design des BMW Isetta aus den Fünfzigerjahren. Weiter wurde «weACT Challenge» unterstützt, ein drei Wochen dauernder Wettbewerb, der mit konkreten Verhaltensvorschlägen, Gruppendynamik und einer Monitoringsoftware Menschen zu nachhaltigem Handeln animieren will. Der Verein wird in Winterthur ein Pilot-

VISION

projekt lancieren. Die Firma Ecopark als weitere Nutzniesserin des Klimafonds

Stadtwerk Winterthur ist der

testete in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Stadtwerk Winterthur den

Ansprechpartner in Energie- und

Einsatz einer neuen bioaktiven Lösung. Diese soll Bakterien im Faulturm zu

Entsorgungsfragen in Winterthur

einer höheren Biogasproduktion anregen. Da erste Tests keine deutliche Ver-

und der Region. Wir engagieren

besserung zeigten, wurde der Versuch modifiziert und die Testreihe verlängert.

uns für mehr Energieeffizienz

Mithilfe neuartiger Messverfahren sucht das Forschungsprojekt des Vereins

und nachhaltige Entwicklungen.

«Solarspar» in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung

In diesem Sinne informieren und

nach einer intelligenten Kombination von Fotovoltaik, Dachbegrünung und

sensibilisieren wir.

Bewässerungsmanagement. Dies kann die Energieproduktion steigern und macht Flachdächer zu ökologisch wertvollen Grünflächen. Ein auf dreieinhalb Jahre angelegter Versuch wird auf dem Flachdach des künftigen Werkhofs Scheidegg durchgeführt. «routeRANK» ist eine Software zur Planung von Geschäftsfahrten. Verschiedene Verkehrsmittel werden einander gegenübergestellt und nach Kriterien wie Preis, Reisezeit und CO2-Ausstoss geordnet. Diese


Nachhaltigkeit Geschäftsbericht 2012 41

nachhaltige Reiseplanung spart Zeit und schont die Umwelt. Das System wird dank Unterstützung aus dem Fonds mit Pilotkunden und -kundinnen aus der Region Winterthur entwickelt. Das Projekt des Vereins Ökodienst, Genossenschaftshaushalte mit energieeffizienten Geräten auszustatten, konnte aufgrund finanzieller und personeller Veränderungen im Verein nicht umgesetzt werden. Der im Vorjahr zugesagte Unterstützungsbeitrag von 15 000 Franken wird nun wieder für andere Projekte frei. Bilanz Klimafonds Stadtwerk Winterthur 2012 in CHF

Saldovortrag per 1. 1. 2012 Gönnerbeiträge Zinsen Auszahlung Förderbeiträge Honorar externe Fachperson Gremium Kommunikation / Generierung neuer Beiträge Zwischensumme Saldo* Obligo

Ertrag

Aufwand

515 123.65 256 063.70 13 555.50

784 737.90

–220 100.00 –2 160.00 –50 785.85 –273 045.85 511 692.05 –188 000.00

* Die Verwaltungskosten des Fonds trägt Stadtwerk Winterthur.

Gesprochene Förderbeiträge 2012 Projekt

in CHF

Elektrisches Rollermobil «E-setta» 60 000 Designwerk GmbH, Winterthur «weACT-Challenge», Projekt Winterthur 47 000 Verein weACT, Zürich Optimierte Vergärung von Klärschlamm, Pilot Winterthur 15 000 EcoPark Schweiz AG, Yverdon-les-Bains Flachdächer optimal nutzen, Projekt Winterthur 203 000 Verein Solarspar, Sissach Ökologische und ökonomische Planung von Geschäftsreisen, Pilot Winterthur routeRANK, Lausanne 54 000 Total 379 000

Energieeffizienz KMU-Modell Stadtwerk Winterthur unterstützt Unternehmen im Rahmen des KMU-Modells beim Energiesparen. Energieberater der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) übernehmen dabei die Beratung und vereinbaren mit den Unternehmen konkrete Einsparziele. Die Teilnahme am KMU-Modell ist für die beteiligten Firmen kostenlos. Stadtwerk Winterthur und die Klimastiftung Schweiz tragen die Kos-

VISION

ten. 2012 sind sieben Betriebe neu hinzugekommen. Bisher haben 35 KMU Ener-

Stadtwerk Winterthur unterstützt

giesparmassnahmen in ihrem Betrieb umgesetzt und damit ihre Energieeffizienz

durch spezifische Dienstleistungen

und Wirtschaftlichkeit erhöht. Die ergriffenen Massnahmen sparen insgesamt

und Angebote die nachhaltige

1557 Megawattstunden Energie und 359 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Entwicklung von Stadt und Region Winterthur.

Energiesparportal «Luca» Die Haushaltskundschaft auf spielerische Art für das Energiesparen motivieren, darum geht es beim Energiesparportal «Luca». Das Onlineportal vermittelt Wissen rund um das Thema Energieeffizienz und gibt konkrete Spartipps. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem eigenen Stromverbrauch. Diese Auseinandersetzung wird auch dank dem jeweils Ende Jahr allen Basic-Kundinnen und -Kunden zugestellten Energievergleich von Stadtwerk Winterthur unterstützt. Er stellt den Stromverbrauch des laufenden Jahres in Bezug zum Vorjahr.


42 Stadtwerk Winterthur Nachhaltigkeit

Förderprogramm Energie Winterthur Am 1. März 2012 wurde das Förderprogramm Energie Winterthur lanciert. Es fördert Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Finanzierung erfolgt mittels einer Abgabe auf dem Stromverbrauch. Dadurch stehen jährlich zwischen 1,4 und 1,5 Millionen Franken zur Verfügung. Der Fokus der aktuellen Förderungen liegt bei der Energieeffizienz im Gebäudebereich. Unterstützt werden die Sanierung der Gebäudehülle entsprechend den Vorgaben des Gebäudeprogramms des Bundes, Gesamtsanierungen nach Minergie®-Standard sowie Ersatzneubauten nach Minergie®-P-Standard. Gefördert werden ebenfalls die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung in Mehrfamilienhäusern sowie der Ersatz von Ölheizungen durch effiziente Wärmepumpen. Für spezifische energetische Massnahmen können aus dem Programm die Baubewilligungsgebühren teilweise rückerstattet werden. Die Unterstützung mit Fördergeldern fängt schon vor den eigentlichen Sanierungsarbeiten an, denn die Bauherrschaft erhält bereits vorher Beiträge für Beratungsleistungen. Im ersten Jahr sind über 100 Anträge auf Fördergelder eingegangen. Unter Berücksichtigung der Rückstellungen für ausstehende Beratungsleistungen und Baubewilligungen entspricht die im ersten Kalenderjahr eingereichte Antragssumme 764 502 Franken. Bilanz Förderprogramm Energie Winterthur 2012 in CHF

Einnahmen aus Abgabe auf Strombezug Auszahlung Förderbeiträge Aufwendungen Einführung und Verwaltung Zwischensumme Saldo Obligo zugesagte Förderbeiträge

Ertrag

Aufwand

1 420 704

1 420 704

28 707 146 141 174 848 1 245 856 518 116

Anträge

Zusagen 2

585 112 49 360 0 63 710 1 320 35 000 30 000 764 502

382 406 38 280 0 31 710 720 35 000 30 000 518 116

Förderbeiträge 2012 Förderung

Sanierung der Gebäudehülle Gebäudesanierung nach MINERGIE®-Standard Ersatzneubau nach MINERGIE®-P-Standard Ersatz von Ölheizungen durch effiziente Wärmepumpen Verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung Rückerstattung Baubewilligungsgebühren 1 Beratungsunterstützung 1 Total 1) 2)

Enthält Rückstellungen und ausbezahlte Förderbeiträge. Nach Eingang der Bestätigungen von Gebäudeprogramm oder AWEL werden weitere Zusagen erfolgen.


Nachhaltigkeit Geschäftsbericht 2012 43

ERNEUERBARE ENERGIEN Stadtwerk Winterthur ist als Energieversorger von Winterthur verantwortlich für die langfristig wirtschaftliche, sichere und umweltfreundliche Stromversorgung der Stadt. Eine nachhaltige Energieversorgung setzt auf erneuerbare Energien. Diesbezüglich haben die Winterthurer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Berichtsjahr zwei richtungsweisende Entscheide gefällt.

Ja zum Energie-Contracting Am 17. Juni wurde Stadtwerk Winterthur ein Rahmenkredit von 40 Millionen Franken für das Energie-Contracting bewilligt. Damit kann das Geschäftsfeld weiter wachsen. Kälte- und Wärmeanlagen, die im Energie-Contracting-Verfahren erstellt und bewirtschaftet werden, haben die Auflage, vorwiegend erneuerbare Energiequellen als Energieträger einzusetzen. Der Anteil an CO2-armer oder CO2-neutraler Energie soll dabei für Neuanlagen mindestens 70 Prozent betragen.

Neue Wege in der Strombeschaffung Der zweite wegweisende Entscheid betrifft die Strombeschaffung. Am 23. September bewilligte das Stimmvolk einen Rahmenkredit von 90 Millionen Franken, um Stadtwerk Winterthur Zugang zu Produktionsstätten für erneuerbaren Strom zu verschaffen. Ein Teil davon ist für Fotovoltaikanlagen im Raum Winterthur bestimmt. Dank der Beteiligung an der Swisspower Renewables AG hat Stadtwerk Winterthur nun auch Zugang zu der von Swisspower Renewables erworbenen Windanlage in Bayern.

Aufgewertete KVA als Stromlieferantin Im Zuge der Sanierungsarbeiten der Verbrennungslinie 1 hat die Kehrichtverwertungsanlage unter anderem eine neue Turbine erhalten. Der Testbetrieb bestätigte, dass sie effizienter als die bisherigen zwei Turbinen arbeitet und mehr Energie produzieren wird, als im Vorfeld angenommen. 2012 wurden aufgrund der Betriebsaufnahme mehr umweltfreundlicher Strom und CO2-neutrale Wärme erzeugt als im Vorjahr.

KEV-Überbrückung Stadtwerk Winterthur setzt sich für die Förderung von Solarenergie ein. Seit 2010 vergütet es Eigentümerinnen und Eigentümern von Fotovoltaikanlagen, die auf der KEV-Warteliste stehen, den KEV-Ansatz während längstens dreier

VISION

Jahre. Bisher profitieren davon 93 Anlagen in Winterthur. Der gesamthaft bis

Stadtwerk Winterthur versteht

Ende 2012 entrichtete Betrag beträgt rund 509 000 Franken. Die durch diese

sich als Schrittmacher für Energie-

Anlagen produzierte Strommenge beläuft sich auf 1,06 GWh.

effizienz und erneuerbare Energien. Wir sind Wegbereiter für die 2000Watt- und 1-Tonne-CO2-Gesellschaft.


h, r mic ü f t e ut t ag bede rbeitsall e t s i e g A m Team ander im d Proble . n n en i u e lfen u l ös z e h m u a l z Trink im Te m imon a r S s e t i n ei rbe hbea gem t c ä a t i S z ri er

t nisch hnik Elek » Tech c geist e T m «Tea esen t w r s e s W Me zum


Facts & Figures Geschäftsbericht 2012 45

Facts & Figures Absatzmenge Fernwärme im 10-Jahres-Vergleich in Mio, kWh

2003

2004

2005

2006

Netzlängen 2012 2007

2008

2009

2010

2011

2012

300

9,5 %

63,0 %

250 200 150 100

17,0 %

50 0 Fernwärme

97,3

96,6

94,6

93,9

86,4

102,4

105,2

123,5

110,2

1,4 %

120,9 9,1 %

Veränderung 2012 (m) 11/12 (%)

Durchgeleitete Menge Erdgas und Strom im 10-Jahres-Vergleich in Mio, kWh

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

700

Fernwärmenetz* Gasnetz Stromnetz** Telekomnetz Wassernetz

34 942 227 995 1 587 868 237 779 427 535

3,8 –1,1 –0,1 17,7 –0,2

* (inkl. Dampfnetz) ** (inkl. öffentliche Beleuchtung)

600 500 400 300

Piketteinsätze im 5-Jahres-Vergleich

200

Anzahl

100

900

0

800

Strom Erdgas

534,7 437,2

535,1 450,0

550,7 468,1

567,8 461,5

583,7 423,8

588,0 476,5

592,1 506,6

604,1 548,6

586,6 472,6

570,1 500,6

2008

2009

2010

2011

2012

777

842

666

627

766

700 600 500 400

Menge Wasser und Abwasser im 10-Jahres-Vergleich in Mio, m3

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

300

Einsätze

24 20 16 12 8 4 0 Abwasser Wasser

18,1 9,2

18,6 8,5

17,9 8,7

20,1 8,7

19,2 8,6

19,1 8,6

19,4 8,9

20,2 8,5

16,9 9,4

22,1 9,3


46 Stadtwerk Winterthur Finanzinformation

Finanzinformation ERFOLGSRECHNUNG 2012 Anmerkungen

BETRIEBSERTRAG Ertrag aus dem Energie-, Entsorgungs- und Wassergeschäft Ertrag Dritter Ertrag Stadt intern Ertrag aus Dienstleistungen Aktivierte Eigenleistungen Übrige Erträge Übrige / (Dienst-)Leistungen an die Stadt Total Betriebsertrag BETRIEBSAUFWAND Personalaufwand Energieaufwand Ankauf von Dritten Ankauf Stadt intern Sachaufwand Material- und Fremdleistungen Übriger Sachaufwand Übriger Betriebsaufwand Übriger Betriebsaufwand Dritter Lieferungen und Leistungen von der Stadt Lieferungen und Leistungen Stadtwerk Winterthur intern Kapitalaufwand Total Betriebsaufwand

1

2

3

Betriebsergebnis vor Vergütungen Zinsen +/– Ausserordentlicher Ertrag Ausserordentlicher Aufwand Ergebnis vor Vergütungen Finanzielle Vergütung von Elektrizität an die Stadt Finanzielle Vergütung von Energie-Contracting an die Stadt Unternehmensgewinn

4 5

2012 in 1000 CHF

2011 in 1000 CHF

525 508 017 882 313 799 481 000

169 194 163 568 5 626 10 213 8 510 1 858 5 200 194 975

–42 440 –77 313 –76 718 –595 –30 375 –24 894 –5 481 –8 711 –1 108 –7 601 –2 –58 337 –217 176

–42 143 –79 783 –79 205 –578 –25 600 –20 081 –5 519 –7 649 –655 –6 926 –68 –46 266 –201 441

–11 176

–6 466

18 724 214 –2 679 5 083

18 973 1 060 –3 598 9 969

–9 800 –94

–9 144

–4 811

825

179 170 9 10 8 1 5 206


Finanzinformation Geschäftsbericht 2012 47

BILANZ PER 31. DEZEMBER 2012 31. 12. 2012 in 1000 CHF

31. 12. 2011 in 1000 CHF

8

8

35 027 –300 876 5 247 9 389 16 935 67 182

39 819 –181 1 457 3 143 8 748 16 950 69 945

6 200 808 690 814 890

4 477 767 416 771 893

Total Aktiven

882 072

841 838

PASSIVEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Kontokorrent gegenüber der Stadt Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung Fremdkapital

23 548 141 691 –52 11 456 176 643

16 044 94 344 –780 16 474 126 082

174 011 531 418 705 429

178 822 536 934 715 756

882 072

841 838

Anmerkungen

AKTIVEN Flüssige Mittel Kontokorrent gegenüber der Stadt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Delkredere Forderungen gegenüber staatlichen Stellen Vorauszahlungen an Lieferanten Vorräte und Aufträge in Arbeit Aktive Rechnungsabgrenzung Umlaufvermögen Finanzanlagen Sachanlagen Anlagevermögen

Betriebsreserven Aufwertungsreserven Eigenkapital Total Passiven

6

7 8


48 Stadtwerk Winterthur Finanzinformation

ANMERKUNGEN ZUR ERFOLGSRECHNUNG 2012 in 1000 CHF

2011 in 1000 CHF

175 152 519 288 665 1 799

1 189 396 493 779 1 858

2 ENERGIEAUFWAND Stromankauf Gasankauf Heizöl und Gas für Fernwärme Dampfankauf aus KVA für Fernwärme Heizmaterial zur Leistungserbringung Total

48 488 26 455 58 1 256 1 056 77 313

51 830 23 663 516 1 143 2 631 79 783

3 KAPITALAUFWAND Ordentliche Abschreibungen Zinsen Total

38 076 20 261 58 337

30 471 15 795 46 266

53 0 0 5 4 152 214

246 772 42 0 0 0 1 060

1 226 0 0 1 500 –48 1 2 679

3 280 2 316 0 0 0 3 598

1 ÜBRIGE ERTRÄGE Ertrag aus Einnahmen Förderprogramm Ertrag aus betrieblichen Liegenschaften Ertrag aus Eigenfertigung Staatsbeiträge Rückerstattungen von Dritten Total

4 AUSSERORDENTLICHER ERTRAG Bestandesdifferenz EGO-Preisschwankungsreserve Ertrag EGO Konzessionsauflagen Axpo/NOK (Kraftwerk Eglisau) Landverkauf Ellikon a.R. Kursgewinn Euro Beistellpreise Swisspower Total 5 AUSSERORDENTLICHER AUFWAND Sonderaufwand für vorzeitige Anlagenabgänge Auszahlung Wasserbonus Altlastensanierung Grundstücke Wertberichtigung Biorender Sonderabschreibung Nahwärmeversorgung Kursverlust Euro Total


Finanzinformation Geschäftsbericht 2012 49

ANMERKUNGEN ZUR BILANZ 2012 in 1000 CHF

2011 in 1000 CHF

7 975 1 414 9 389

8 402 346 8 748

Bestand 2012 in 1000 CHF

Wertberichtigung 2012 in 1000 CHF

Bestand 2011 in 1000 CHF

1 260 20 66 1 374 14 24 3 000 200 242 6 200

0 0 0 0 0 0 1 500 0 0 1 500

1 260 20 66 93 14 24 3 000 0 0 4 477

31. 12. 2011 in 1000 CHF

Zugänge in 1000 CHF

Abschreibungen in 1000 CHF

31. 12. 2012 in 1000 CHF

286 615 3 861 21 318 40 689 126 229 161 912 54 170 31 775 18 534 22 313 767 416

20 256 517 1 512 1 363 7 779 42 213 1 009 2 952 4 871 3 620 86 092

10 327 359 1 142 2 194 6 089 17 371 2 693 1 459 1 648 1 536 44 818

296 544 4 019 21 688 39 858 127 919 186 754 52 486 33 268 21 757 24 397 808 690

6 VORRÄTE UND AUFTRÄGE IN ARBEIT Vorräte und Lager Aufträge in Arbeit Total

7 FINANZANLAGEN Beteiligung an der Erdgas Ostschweiz AG Beteiligung an der Etawatt AG Beteiligung an der InstaControl AG Beteiligung an der Swisspower AG Beteiligung Infel AG Beteiligung Verband der Schweizerischen Gasindustrie Beteiligung Biorender Beteiligung Wärme Frauenfeld AG Beteiligung Zürcher Abfallverwertung AG Total

8 SACHANLAGEN Verteilung Elektrizität Telekom Öffentliche Beleuchtung Gas Wasserversorgung KVA Kläranlage Fernwärme Energie-Contracting Stadtwerk Winterthur allgemein Total

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG ALLGEMEIN Stadtwerk Winterthur unterliegt als öffentlich-rechtlich unselbstständige Anstalt der Stadt Winterthur dem öffentlichen Recht und dessen Rechnungsvorschriften. Die Darstellung der Jahresrechnung erfolgt in Anlehnung an die Privatwirtschaft. BEWERTUNG Die Abschreibungen erfolgen aufgrund der technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer gemäss den Branchenempfehlungen und basieren auf den Herstellungs- und Anschaffungswerten.


50 Stadtwerk Winterthur Organisation

Organisation

Geschäftsleitung 2012: Fredi Keller, Maddalena Pellegrino, Erich Peter, Markus Sägesser, Roman Friedrich, Daniela Vianello, Urs Buchs, Hans Gräppi

ORGANIGRAMM 2012

Direktion Markus Sägesser

Personal Daniela Vianello

Finanzen und Dienste

Markt und Kunden

Technik Elektrizität

Technik Gas und Wasser

Wärme und Entsorgung

Erich Peter

Fredi Keller

Roman Friedrich

Urs Buchs

Hans Gräppi

Kommunikation Maddalena Pellegrino


Standorte und Adressen Hauptsitz Stadtwerk Winterthur Untere Vogelsangstrasse 11, 8402 Winterthur Telefon 052 267 61 61, Fax 052 267 61 10 info@stadtwerk.ch Schรถntal Stadtwerk Winterthur Untere Schรถntalstrasse 12, 8406 Winterthur Telefon 052 267 61 61, Fax 052 267 61 60 info@stadtwerk.ch Kehrichtverwertungsanlage Stadtwerk Winterthur Scheideggstrasse 50, 8404 Winterthur Telefon 052 267 61 61, Fax 052 267 31 01 info@stadtwerk.ch Abwasserreinigungsanlage Stadtwerk Winterthur Im Bruni, 8408 Winterthur Telefon 052 267 61 61, Fax 052 267 27 99 info@stadtwerk.ch


Stadtwerk Winterthur Untere Vogelsangstrasse 11 Postfach 8402 Winterthur Telefon 052 267 61 61 Fax 052 267 61 10 stadtwerk@ win.ch www.stadtwerk.winterthur.ch

Geschäftsbericht 2012  

Geschäftsbereicht 2012 Report Vision