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SPEZ.15315

Das Magazin von Stadtwerk Winterthur

3/2012

Glasfasernetz

Gut vernetzt in die Zukunft Bis 2017 soll Winterthur ein fl채chendeckendes Glasfasernetz erhalten. || Seite 8

Energieunterricht

Winterthurer Sch체lerinnen und Sch체ler widmen sich dem Thema Energie. || Seite 10

Mit der Zeit drehen

Wie eine Berg-und-Tal-Bahn mit LED-Leuchten Strom spart. || Seite 12


AdventsFlussfahrten vom Spezialisten Bezaubernde Weihnachtsmärkte 1. Tag: Schweiz – Bamberg Besuch des Bamberger Weihnachtsmarktes. Einschiffung auf Ihr Hotelschiff. 2. Tag: Weihnachtsmarkt Würzburg Ausflug zum besonders stimmungsvollen Weihnachtsmarkt in Würzburg. 3. Tag: Rothenburg – Schweiz Nach einem ausgiebigen Frühstück Besuch des Reiterlesmarktes in Rothenburg o.d. Tauber, einer der reizvollsten Weihnachtsmärkte des Landes.

2. Tag: Frankfurt Den Vormittag geniessen Sie an Bord Ihres Hotelschiffes bis nach Aschaffenburg. Am Nachmittag Besuch des Frankfurter Weihnachtsmarktes mit seinen aufwändigen und kreativen Standdekorationen. 3. Tag: Rüdesheim – Schweiz Nach dem Frühstück Besuch des Rüdesheimer Weihnachtsmarktes der Nationen und Rückfahrt in die Schweiz. Inbegriffene Leistungen: • Fahrt im Comfort- und/oder Deluxe-Bus • Vollpension an Bord • 2-Bett-Kabine • Willkommensgetränk • Adventsmenü • Reiseleitung

490.–

Reisedatum Fr. 30.11. - So. 02.12.2012 Preise pro Person in Fr. 2-Bett-Kabine Oberdeck 2-Bett-Kabine Suite Oberdeck Deluxe-Bus

Weihnachtsmärkte am Main & Rhein 1. Tag: Schweiz – Würzburg Besuch des Würzburger Weihnachtsmarktes. Einschiffung auf Ihr Hotelschiff.

3 Tage HP ab Fr.

490.– 550.– 60.–

3 Tage HP ab Fr.

275.–

Reisedatum So. 02.12. - Di. 04.12.2012 Preise pro Person in Fr. 2-Bett-Kabine Hauptdeck hinten 2-Bett-Kabine Hautpdeck 2-Bett-Kabine Mitteldeck hinten 2-Bett-Kabine Mitteldeck 2-Bett-Kabine Oberdeck 2-Bett-Kabine Suite Oberdeck Deluxe-Bus

275.– 295.– 345.– 375.– 455.– 510.– 60.–

Einsteigeorte: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Ruswil P , St. Gallen, Sursee, Thun, Windisch P , Winterthur, Zürich P Annullationsschutz Fr. 20.– Auftragspauschale Fr. 20.– / max. Fr. 40.– 2-Bett-Kabine zur Alleinb. auf Anfrage Gruppenermässigung ab 9 Personen, reist die 10. Person gratis!

Weihnachtszauber Heidelberg 1. Tag: Schweiz – Rüdesheim Vor der Einschiffung genügend Zeit für den Besuch des Weihnachtsmarktes in Rüdesheim. 2. Tag: Heidelberg Ausflug nach Heidelberg. Im Advent erstrahlt die Altstadt im Weihnachtszauber. 3. Tag: Strassburg – Schweiz Besuch des Christkindlmärik, ältester Weihnachtsmarkt Frankreichs. Bummeln Sie durch die malerische Altstadt und die verträumten Quartiere von Strassburg.

3 Tage HP ab Fr.

275.–

Reisedatum Di. 04.12. - Do.06.12.2012 Preise pro Person in Fr. 2-Bett-Kabine Hauptdeck hinten 2-Bett-Kabine Hautpdeck 2-Bett-Kabine Mitteldeck hinten 2-Bett-Kabine Mitteldeck 2-Bett-Kabine Oberdeck 2-Bett-Kabine Suite Oberdeck Deluxe-Bus

Weihnachtliches Elsass

275.– 295.– 345.– 375.– 455.– 510.– 60.–

2 Tage HP ab Fr.

179.–

1. Tag: Schweiz – Strassburg Besuch der liebevoll geschmückten Hauptstadt des Elsass, Strassburg. Einschiffung auf Ihr Hotelschiff.

Mo. 10.12. - Di. 11.12.2012 Mi. 12.12. - Do. 13.12.2012 Do. 13.12. - Fr. 14.12.2012 Fr. 14.12. - Sa. 15.12.2012 Sa. 15.12. - So. 16.12.2012

2. Tag: Colmar – Schweiz Transfer zum traditionellsten Elsässer Weihnachtsmarkt in Colmar. Auf 5 verschiedenen Plätzen laden die Weihnachtsmärkte zum Verweilen ein.

2-Bett-Kabine Hauptdeck hinten 2-Bett-Kabine Hautpdeck 2-Bett-Kabine Mitteldeck hinten 2-Bett-Kabine Mitteldeck 2-Bett-Kabine Oberdeck 2-Bett-Kabine Suite Oberdeck Wochenendzuschlag FR/SA Deluxe-Bus Expressroute

Reisedatum Route 1 Route 2 Do. 06.12. - Fr. 07.12.2012 Fr. 07.12. - Sa. 08.12.2012 Sa. 08.12. - So. 09.12.2012 So. 09.12. - Mo. 10.12.2012

Ihr Flussschiff Die MS AMDAEUS ELEGANT****+ verfügt über 67 Aussenkabinen (15m2) und 9 Suiten (22m2), die grosszügig, stilvoll und mit allem Komfort eingerichtet sind. Alle Mittel- und Oberdeckkabinen verfügen über einen franz. Balkon. Restaurant auf dem Oberdeck mit grossen Panoramafenstern bis an den Boden. Panoramabar und Clublounge.

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INHALT 4 Spots

Wettbewerb des Klimafonds Stadtwerk Winterthur: Preisübergabe

Markus Sägesser Direktor Stadtwerk Winterthur

8 Glasfasernetz

Gut vernetzt in die Zukunft

Swisscom und Stadtwerk Winterthur wollen gemeinsam bis 2017 ein flächendeckendes Glasfasernetz realisieren. 10 Energieunterricht

Schulstunde Energie

Was bringt uns die Zukunft?

12 Chilbi

Wer im Infrastrukturbereich tätig ist, muss auf 50, 60 oder mehr Jahre hinaus planen. Da es die Glaskugel nicht gibt, die uns die Zukunft voraussagen könnte, beruhen diese Langfristplanungen auf Analysen von Fachleuten und daraus abgeleitet auf Zukunftsannahmen. Die letzte Gewissheit, dass die Annahmen so und nicht anders eintreffen, gibt es dennoch nicht. Letztlich ist es das Vertrauen in die Fachpersonen, das uns die notwendige Sicherheit für Investitionen gibt. Aber auch Mut für entsprechende Schritte in die Zukunft gehört dazu. Zurzeit stehen für Stadtwerk Winterthur bedeutende Entscheide an: Das offene und flächendeckende Glasfasernetz soll realisiert werden. Wir befinden uns heute im Datenzeitalter. Wir wissen nicht, welche Anwendungen uns die Zukunft bringt. Wir wissen jedoch, dass die Datenströme in den letzten Jahren innert kurzer Zeit stark zugenommen haben. Es wird wahrscheinlich so weitergehen. Ein Beispiel: Mit den zunehmenden Verkehrsproblemen dürfte das Arbeiten von zu Hause aus weiter an Beliebtheit gewinnen. Man wird auf eine leistungsfähige Kommunikation mit der Firma und der Kundschaft angewiesen sein. Ein weiteres Beispiel ist die Steuerung des Stromnetzes der Zukunft. Dereinst wird bei uns und in Europa ein ausgeklügeltes Netz- und Informationssystem zur Versorgung der Bevölkerung mit Strom zur Anwendung kommen. Dieses benötigt ein leistungsfähiges und flächendeckendes Datennetz.

Einsteigen bitte, Platz nehmen!

16 Haushaltgeräte und Energieeffizienz

Reparieren lohnt sich nicht immer

17 Wasserkraftwerks-Konzessionen

Das passiert beim sogenannten Heimfall

18 Energieforschung

Konzentration auf das Wesentliche

20 Infografik

So werden Staumauern überwacht

22 Polarlichter

Wenn der Himmel glüht

24 Ökologisch fahren

Die Umwelt stets im Seitenblick

25 Gehirnnahrung

Energie für die grauen Zellen

26 Lampenkabel als Hingucker

Frischer Kabelsalat

12

28 Leserangebot «Disentis Sedrun»

Günstiger an die Bündner Sonne

24

30 Preisrätsel

Gleitschirmflug zu gewinnen

31 Energiebild

8

Coverfoto: Fotos: getty images/OJO Images/Robert Daly

Science oder Science-Fiction?

Stadtwerk Winterthur Telefonzentrale: 052 267 61 61 Störungsdienst (ausserhalb der Bürozeiten): 0800 84 00 84


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Neue Energiesparverordnung in Frankreich

Gehen in Paris die Rotlichter aus? Der Eiffelturm ist in Paris der Touristenmagnet schlechthin – am Tag. In der Nacht jedoch macht dem berühmten Wahrzeichen eine andere Institution mächtig Konkurrenz: das Moulin Rouge. Auch wer sich nichts aus halbnackten Tatsachen macht, hat wohl des Nachts schon die berühmte Fassade mit der roten Mühle und der roten Leuchtschrift bewundert. Möglicherweise ist damit zumindest in den MorgenstunDas Moulin Rouge muss um seine den jetzt Schluss. Am berühmte Fassaden1. Juli 2012 trat in beleuchtung bangen. Frankreich eine neue Energiesparverordnung in Kraft, die zwischen ein und sechs Uhr morgens die Beleuchtung von Schaufenstern und Fassaden untersagt. Zum Redaktionsschluss war noch nicht bekannt, ob das «Lichterlöschen» tatsächlich auch für das Rotlichtviertel am Montmartre gilt.

400 Erstmals hat der Kohlendioxidgehalt (CO2) an einer Messstation auf der Erde den Wert von 400 Teilchen

Kohlendioxid pro Million Luftteilchen (parts per million, ppm) mehr als einen Monat lang überschritten. Registriert hat diese Konzentration die Messstation Barrow in Alaska. In etwa vier Jahren erwarten Experten solche Werte für die ganze Welt. Vor der Industrialisierung lag die Konzentration dieses Treibhausgases noch bei 280 ppm. Sie hat seither also um über 40 Prozent zugenommen. Und die Zunahme pro Jahr wird auch immer grösser: Waren es in den 1960er-Jahren noch 0,7 ppm mehr im Jahr, sind es jetzt schon 2 ppm.

Fünf Jahre Klimafonds Stadtwerk Winterthur

Fotos: iStockphoto / Graffizone, Imagopress / Patrick Lüthy, rococo chocolates, zVg

Wettbewerbspreis übergeben

Impressum: Internet: www.strom-zeitschrift.ch | 90. Jahrgang | Heft 3, September 2012 | Erscheint vierteljährlich | ISSN-1421-6698 | Verlag und Redaktion: Infel AG, Postfach 3080, 8021 Zürich, Telefon: 044 299 41 41, Telefax: 044 299 41 40, E-Mail: redaktion@infel.ch | Gesamtleitung: Alfredo Trasatti | Redaktion: Matthias Bill (Ltg.), Daliah Kremer | Art Director: Peter Kruppa | Layout: Melanie Cadisch, Franziska Neugebauer | Bildredaktion: Diana Ulrich (Ltg.), Matthias Jurt | Druck und Distribution: Vogt-Schild Druck AG, Derendingen | Anzeigenmarketing: Publicitas Publimag AG, Telefon: 044 250 38 13 / 03 | Gesamtauflage: 694 809 Ex. (WEMF / SW-beglaubigt)

Stadtrat Dr. Matthias Gfeller überreicht der glücklichen Gewinnerin Daniela Kancler ihr neues E-Bike.


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CO 2-neutral produzierte Schokolade

Fahrempfehlungen für Lokführer

«Grüne Welle» auch auf der Schiene Bei einer «grünen Welle» werden die Ampelanlagen einer Strasse so gesteuert, dass ein Auto mit einer bestimmten Geschwindigkeit jede Ampel in ihrer Grünphase antrifft. Auch im Schienenverkehr wird ein flüssigeres Fahren ohne unnötige, stromfressende Halte vor Signalen angestrebt. Bei den SBB läuft seit Sommer 2012 auf der Strecke Olten–Basel ein entsprechender Versuchsbetrieb. Jeder Lokführer erhält individuelle Geschwindigkeitsempfehlungen direkt in den Lokführerstand (u.a. via Smartphone). Mit flüssigerem Fahren erhoffen sich die SBB Kosteneinsparungen beim Strom in Millionenhöhe.

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens hat der Klimafonds Stadtwerk Winterthur einen Jubiläumswettbewerb veranstaltet. Die gesamte Winterthurer Haushaltskundschaft konnte am Wettbewerb teilnehmen. Zu gewinnen gab es ein sportliches E-Bike «Stromer Elite» von Thömus im Wert von 4495 Franken. Der Vorsitzende des Entscheidungsgremiums, Stadtrat Dr. Matthias Gfeller, konnte das Stromvelo einer glücklichen Gewinnerin übergeben. «Ich brauche schon länger ein neues Velo. Das Problem hat sich jetzt auf sehr sympathische Art erledigt», sagte Gewinnerin Daniela Kancler bei der Preisübergabe. Sie ist eine von über 4000 Gönnerinnen und Gönnern, die mit ihrem Beitrag innovative Klimaprojekte in der Region Winterthur unterstützen.

Steuerbord, Backbord, Schokoladenseite Am 24. März stach der Zweimaster «Tres Hombres» von Grenada in der Karibik in See. Sein Ziel, das Vereinigte Königreich, erreichte er sechs Wochen später, an Bord eine wertvolle Fracht. Was klingt wie ein Auszug aus einem Logbuch Jahrgang 1492 trug sich in Tat und Wahrheit Anfang dieses Jahres zu. Und die wertvolle Fracht war auch nicht Gold oder Silber, sondern Schokolade. Genauer: die weltweit erste CO2-neutral produzierte Schokolade «Gru Grococo». Die Kakaobohnen dafür wurden auf Grenada geerntet, an Ort und Stelle in einer solarbetriebenen Mikroanlage geröstet und zu Tafeln verarbeitet. Während des Transports auf dem Holzsegelschiff sorgten Kühlgeräte, die mit Sonnen- und Windenergie betrieben werden, für die richtige Temperatur. Nachhaltigkeit hat ihren Preis. Die CO2-neutral produzierte Schokolade «Gru Grococo» (85 Gramm) ist für 11.95 Pfund (ca. 18 Franken) hier erhältlich:

www.rococochocolates.com

Wertvolle Fracht an Bord: Schokolade.


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Erste Wasserstoff-Tankstelle der Schweiz

TüH2-TaH2-ToH2, Postauto

H2 à discrétion: die neue WasserstoffTankstelle in Brugg (AG).

Die PostAuto Schweiz AG hat in Brugg (AG) die erste Wasserstoff-Tankstelle der Schweiz in Betrieb genommen. Sie versorgt fünf Brennstoffzellen-Postautos mit dem Treibstoff, der ausser Wasserdampf keine Emissionen verursacht. PostAuto rechnet über den fünfjährigen Testbetrieb hinweg mit CO2-Einsparungen von 2000 Tonnen; das entspricht in etwa dem Ausstoss von 160 Personenwagen während desselben Zeitraums. eitraums. Der Wasserstoff für die Postautos wird zum grössten Teil vor Ort mit Strom aus erneuerbaren Quellen produziert. Kernstück der Tankstelle ist ein sogenannter Elektrolyseur, der Wasser (H2O) mithilfe von Strom in Sauerstoff (O2) und Wasserstoff (H2) aufspaltet. Die Brennstoffzelle im Postauto kann aus dem Wasserstoff wieder Strom für den Antrieb gewinnen.

Energie- und Umweltapéro

Fotos: Postauto.ch, Stefan Kubli, iStockphoto/Zyankarlo, fhnw.ch

Verpackungen – Einfluss auf Umwelt und Energieverbrauch Das Thema Energie ist in aller Munde. Fragen der Umwelt und der Energieeffizienz stehen auch bei Produkten des täglichen Lebens im Vordergrund. Insbesondere die Verpackungen – für Verkauf, Lagerhaltung und Haltbarkeit unabdingbar – werden als Beispiel herangezogen, um mehr Nachhaltigkeit zu fordern. Welche Rolle hat die Verpackung? Wie gross ist der Anteil am Energieverbrauch und an der Umweltbelastung wirklich, und was unternimmt die Branche, um Verpackungen zu optimieren? Drei Referate aus Forschung und Praxis geben einen Einblick dazu. Der Energie- und Umweltapéro findet am Dienstag, 23. Oktober 2012, 17.45 bis 19.30 Uhr an der ZHAW, Technikumstrasse 9, Winterthur, statt. Der Energie- und Umweltapéro ist eine gemeinsame Veranstaltung der ZHAW, School of Engineering sowie Stadtwerk Winterthur. Eintritt frei. Weitere Informationen:

www.stadtwerk.winterthur.ch/agenda


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Schutzprojekt in Winterthur

Fledermauskästen an Schulhäusern Wegen der starken Bautätigkeit verlieren Fledermäuse zunehmend ihre Verstecke. Um den Flugkünstlern auch künftig Schutz zu bieten, wurden an zehn Winterthurer Schulhäusern Fledermauskästen aufgehängt. Der Nebeneffekt: Die Schulkinder erhalten einen Einblick ins Leben der bedrohten Tiere. Finanziert wird das Projekt «Fledermauskästen an Winterthurer Schulhäusern» im Jahr der Fledermaus durch Stadtwerk Winterthur. 2011 hat das Unternehmen für seine Trinkwasserturbine im Reservoir Ganzenbüel bei einer Ausschreibung der Zürich Versicherung Ostschweiz den zweiten Platz erreicht und entschieden, das Preisgeld einem Umweltprojekt zukommen zu lassen.

Die Frage an Alexander Jacobi

Zwei helle Köpfe ...

Andreas Elmiger und Marco Surbach

Wozu dient die Leitung an der Spitze von Hochspannungsmasten?

Erst war es «nur» eine Semesterarbeit. Mittlerweile haben Andreas Elmiger und Marco Surbach für ihre Entwicklung «EcoPot» aber den Forschungspreis 2012 des Fachverbands Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe (FEA) gewonnen. Die beiden studieren im 3. Semester Systemtechnik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Windisch. Jetzt haben sie noch ein bisschen mehr zu studieren: was sie mit den 10 000 Franken Preisgeld anstellen sollen. ... und ihre Idee

Kochtopf spart 20 Prozent Energie Beim neuartigen Kochtopf «EcoPot» ist die Herdplatte gleich eingebaut – möglichst nahe am Kochgut. Die Funktion des Herdes übernehmen Heizpatronen im Boden und in den Wänden des Topfes. So spart der «EcoPot» die Energie ein, die beim Aufwärmen der Herdplatte und der Übertragung der Wärme von dort auf den Kochtopf verloren geht: rund 20 Prozent. In ersten Tests übertrumpft der «EcoPot» in Sachen Energieeffizienz sogar Induktionsherde. Mit seinem 230-VoltNetzanschluss ist er speziell für Reisen oder Single-Haushalte ohne eigene Küche die ideale Lösung. Jetzt braucht es nur noch einen Hersteller, der damit in Serie gehen will.

Die Mastspitzen von Hochspannungsleitungen sind durch ein sogenanntes Erdseil miteinander verbunden. Einerseits schützt dieses die stromführenden Leiter vor Blitzeinschlägen, anderseits verbessert es die Erdung der Masten, indem es diese elektrisch leitend miteinander verbindet. Häufig enthält das Erdseil auch ein Glasfaserkabel zur Datenübermittlung. Wollen Sie auch etwas wissen? Senden Sie Ihre Frage an unseren Energieexperten:

jacobi@strom-zeitschrift.ch

Noch ist er ein Prototyp, der «EcoPot» der beiden FHNW-Studenten Andreas Elmiger und Marco Surbach.


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Einfacher und schneller ins Internet: Dies soll ab 2017 für alle Winterthurerinnen und Winterthurer möglich sein.

Objektkredit flächendeckendes Glasfasernetz

Fotos: getty images/OJO Images/Robert Daly

Gut vernetzt in die Zukunft Winterthur will die Bedürfnisse der Informationsgesellschaft von heute und morgen abdecken: In Kooperation mit Swisscom soll Stadtwerk Winterthur bis 2017 ein flächendeckendes Glasfasernetz bauen.

Feierabend: Mami schaut Tagesschau, Papi telefoniert, die Kinder chatten mit Freunden. Telekommunikation ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Internet, Fernsehen und Telefonie sind im Privatleben und bei der Arbeit allgegenwärtig. Und immer grössere Datenmengen werden immer schneller transportiert. Mit neuen technischen Applikationen und

Infotainment-Angeboten steigen die Anforderungen an die Infrastruktur stetig. Die konventionellen Netze in Winterthur erfüllen heute ihre Funktion nur noch knapp – in wenigen Jahren dürften sie an ihre Grenzen stossen. «Die Infrastruktur für die Telekommunikation gehört zu den entscheidenden Standortvorteilen», erklärt Markus Sägesser, Direktor von Stadtwerk Winter-


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thur. «In einer Kooperation mit Swisscom wollen wir darum ein Glasfasernetz aufbauen.» Dieses soll bis 2017 die Haushaltungen und Unternehmen der Stadt Winterthur erschliessen und die Bedürfnisse an die Telekommunikation von Bevölkerung und Unternehmen in den nächsten 40 Jahren abdecken. Städte wie Zürich, St. Gallen, Bern, Basel, Genf oder Luzern, aber auch kleinere Gemeinden wie Meilen oder Pfyn haben bereits eine ähnliche Vereinbarung mit Swisscom abgeschlossen. Wettbewerb unter den Anbietern Eigentlich wollte Stadtwerk Winterthur schon vor einem Jahr mit dem Ausbau beginnen. Doch im Sommer 2011 beurteilte die Wettbewerbskommission (Weko) bestimmte Klauseln der Vertragswerke zwischen verschiedenen Städten und Swisscom noch kritisch. Inzwischen änderten die Vertragspartner die entsprechenden Klauseln so ab, dass die Weko den freien Wettbewerb nicht mehr gefährdet sieht. Als Netzbetreiber wird Stadtwerk Winterthur die Glasfasern an verschiedene Anbieter vermieten, die darauf Dienstleistungen wie Telefon, Internet und Fernsehen anbieten. Der Wechsel von einem Provider zum anderen wird für die Nutzer dadurch einfacher. Es kommt ausserdem zu mehr Wettbewerb unter den Anbietern. Und das führt letztlich auch zu attraktiveren Angeboten für die Nutzer, seien es Private oder Unternehmer. Intelligente Netzsteuerung Dem Glasfasernetz kann ein weiterer wichtiger Part zukommen: Künftig wird deutlich mehr Energie dezentral aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Als Folge der oft unkonstanten und witterungsabhängigen Produktion müssen die Netze intelligent gesteuert werden. «Das Glasfasernetz kann man auch dazu nutzen», erklärt Markus Sägesser. Stimmvolk entscheidet Swisscom und Stadtwerk Winterthur teilen sich die Kosten für den Bau des Glasfasernetzes gemäss den zu erwartenden Marktanteilen auf. Stadtwerk Winterthur wird den Ausbau durch den Ertrag aus dem Telekom-Geschäft finanzieren. Bis aber ein angemessener Gewinn erzielt wird, ist eine rückzahlbare Startfinanzierung nötig. Das Stimmvolk entscheidet am 25. November 2012 über den Objektkredit von 64,7 Millionen Franken, der diesen Schritt erlaubt. «Dank der Kooperation kann das Netz rascher aufgebaut werden», erläutert Sägesser. Ist Stadtwerk Winterthur denn für ein derartiges Bauprojekt gerüstet? «Stadtwerk Winterthur ist für diese Aufgabe sogar geradezu prädestiniert», betont Markus Sägesser. «Wir haben bereits vor über 15 Jahren mit dem Aufbau eines Glasfasernetzes für den Eigengebrauch begonnen. Seit 2004 wird dieses auch kommerziell für Geschäftskunden genutzt. Wir verfügen also bereits über einiges Knowhow. Wir können die Arbeiten zudem optimal mit anderen Bautätigkeiten für Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Fernwärme abstimmen.» Daniela Hefti und Daliah Kremer

3 Fragen an Dr. Matthias Gfeller

Ausbau in eigener Hand Welche Vorteile soll das Glasfasernetz Winterthur bringen? Ein Glasfasernetz macht Sinn, wenn es flächendeckend ist, das heisst, wenn grosse und mittlere Städte gemeinsam mitmachen. Wir wollen mit anderen Grossstädten gleichziehen, die uns schon um einiges voraus sind. Winterthur ist die grösste Stadt, die noch nicht mit Swisscom mitmacht. Dank diesem Ausbau der Infrastruktur erhalten alle Anbieter von Internet-, Telefonie- und TV-Dienstleistungen Zugang zum Glasfasernetz und somit gleich lange Spiesse in diesem umkämpften Markt. Vom verbesserten Wettbewerb profitieren schliesslich die Winterthurerinnen und Winterthurer.

Das Glasfasernetz soll Stadtwerk Winterthur in Kooperation mit Swisscom bauen. Weshalb überlässt man den Bau nicht Swisscom alleine? Winterthur sichert sich dadurch ein Mitspracherecht beim baulichen Ablauf und bei der Nutzung. Dies ist wichtig, sowohl aus Kosten- wie auch aus Koordinationsgründen. Stadtwerk Winterthur und Swisscom können nur gemeinsam einen rund 95-prozentigen Ausbau bis 2017 garantieren. Swisscom allein will sich auf keinen Termin festlegen. Ausserdem wollen wir kein Monopolnetz.

Was geschieht, wenn die Kooperation zwischen Stadtwerk Winterthur und Swisscom nicht zustande kommt? Winterthur hätte keinen Einfluss auf das Projekt, und wir wüssten nicht, wann wir mit einem flächendeckenden Glasfasernetz rechnen könnten. Aber auch zur Steuerung des Stromnetzes mit dezentraler Produktion aus Fotovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerken oder Brennstoffzellen wird Stadtwerk Winterthur auf ein sicheres Glasfasernetz angewiesen sein. Zur Person: Dr. Matthias Gfeller ist Stadtrat in Winterthur und Vorsteher des Departements Technische Betriebe.


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Die Schülerinnen und Schüler lernen stufengerecht mit dem Thema Energie umzugehen.

Energieunterricht

Schulstunde Energie Der Umgang mit Energie ist ab sofort an Winterthurer Schulen ein Thema. Stadtwerk Winterthur unterstützt das Projekt Energieunterricht.

Fotos: zVg

«Wir stehen heute vor einer Reihe von Entscheiden in Energiefragen. Das Thema Energiewende wird breit diskutiert. Um in diesen Fragen Entscheide zu fällen und um sich aktiv an dieser komplexen Diskussion zu beteiligen, braucht es Wissen», erklärt Michael Springenfeld, Projektleiter bei Stadtwerk Winterthur. «Deshalb sollen bereits Kinder im Schulalter mit dem Thema Energie in Berührung kommen», betont Springenfeld. In Winterthur wird seit Beginn des aktuellen Schuljahrs 2012/2013 den Schülerinnen und Schülern Energiewissen vermittelt. Verantwortlich für diesen kostenlosen Energieunterricht ist die Nonprofit-Organisation Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch). Sie geht im Auftrag von Stadtwerk Winterthur an die Schulen. In drei Lektionen werden die Kinder und Jugendlichen im 3., 6. und 9. Schuljahr für einen umweltschonenden Umgang mit Energie sensibilisiert. Ausserdem zeigt Pusch die Auswirkungen des Energieverbrauchs auf Umwelt und Klima auf. In den stufengerechten Unterrichtseinheiten lernen die Schülerinnen und Schüler, wie sie ihren eigenen Energieverbrauch reduzieren können und woher unsere Energie kommt. Während die Drittklässler spielerisch mit dem Thema umgehen und zum Beispiel lernen, wofür im Alltag überhaupt Energie gebraucht wird, diskutieren Sechstklässler über erneuerbare und nicht erneuerbare Energieträger, Treibhauseffekt und Klimawandel. In der 9. Klasse wird der Unterricht mit Themen wie dem ökologischen Fussabdruck vertieft, und es wird unter anderem über die Energiesituation in der Schweiz gesprochen. Basis für weitere Diskussionen Die Lektionen vermitteln Energiewissen, das Bewusstsein für das Thema Energie wird geschärft, und den

Kindern werden Handlungsoptionen aufgezeigt. «Dieser Unterricht soll eine Basis schaffen und die Lehrpersonen gleichzeitig motivieren, das Thema Energie selber mit den Schülerinnen und Schülern weiter zu behandeln», sagt Michael Springenfeld. Die Lehrpersonen erhalten deshalb Zugang auf eine Datenbank mit Unterrichtsvorschlägen, um das Thema vertiefen zu können. Ausserdem sollen die Kinder im Elternhaus darüber diskutieren und so in der ganzen Familie das Bewusstsein schärfen. «Das Thema Energie ist schliesslich ein Gesellschaftsthema», betont Springenfeld. «Und das geht alle etwas an.» Daliah Kremer

Stiftung Pusch

Umweltunterricht seit 20 Jahren Seit bald 20 Jahren bietet die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) Umweltunterricht an. Ursprünglich im Kanton Zürich lanciert, wird er unterdessen in 14 Kantonen der Deutschschweiz angeboten. Pusch macht heute rund 3000 Einsätze à 2 bis 3 Lektionen pro Jahr und erreicht damit 60 000 Schülerinnen und Schüler. Ursprünglich bot Pusch Abfallunterricht an und führte später zusätzlich Wasserunterricht ein. 2010 wurde das Angebot im Umweltunterricht mit dem Energieunterricht erweitert.


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Klassiker des Jahrmarktgeschäftes: Die Berg-und-Tal-Bahn «Disco-Express» findet nach wie vor ihr Publikum.


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Schwerpunkt

… Platz nehmen! Die Familie Welte - Senn ist mit ihrer Berg -und -Tal-Bahn in der ganzen Schweiz unterwegs. Wie schon Urgrossvater Senn. Von einer LED-Beleuchtung, die über 90 Prozent Strom spart, hätte dieser nur träumen können.

«Immer schneller, immer toller! Los gaats! Tschüss und weg!», so schallt die Stimme von Urs Welte aus den Lautsprechern über den Chilbiplatz. Mit dem Vokabular und der Hingabe eines Jahrmarktschreiers alter Schule schickt er seine Fahrgäste auf die nächste Runde mit seiner Berg-und-Tal-Bahn «Disco-Express». Der Schausteller ist in seinem Element, und den Begriff «alte Schule» findet er gar nicht so daneben. Denn schon als Primarschüler hat er «auf dem Rummel» mit angepackt: «Was für meine Klassenkameraden Sonne, Strand und Meer waren, hiess bei mir ‹Rainbow›, ‹Enterprise› und ‹Top Spin›.» Seine Tante Ruth Buser war mit diesen Fahrgeschäften in der ganzen Schweiz unterwegs. Fahrgeschäft, Familiengeschäft Nach dem Lehrabschluss als Lastwagenmechaniker stieg Urs Welte ganz in das Schaustellergeschäft ein – und würde es nicht mehr missen wollen: «Aus mithelfen ‹dürfen› als Kind wurde mithelfen ‹müssen› als Teenager und eine Leidenschaft als Erwachsener», fasst er seine persönliche Berg-und-Tal-Fahrt zusammen. Ohne eine gesunde Portion Idealismus und das Mitziehen seiner Familie ginge es aber nicht. Mit Wohnwagen und zwei Lastwagen mit Anhängern ist er von April bis November von Vorarlberg bis Genf und von St. Gallen bis Chiasso unterwegs. Da hilft es, dass seine Frau Corina Welte-Senn ebenfalls erblich «vorbelastet» ist. Sie half ihren Eltern von Kindsbeinen an beim «Looping» oder beim «Piratenschiff». Mit Urs und

Das Schaustellerpaar Urs und Corina WelteSenn ist auf dem Chilbiplatz aufgewachsen.


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Corina ist bereits die vierte Generation der Schaustellerdynastie Senn am Werk. Urgrossvater Karl Friedrich besass neben Karussell und Riesenrad ebenfalls eine Berg-und-Tal-Bahn. Später machte sich die Familie einen Namen mit tollkühnen Motorrad-Shows in der «Steilwand» oder der «Todeskugel». Tradition hin oder her, auch das Schaustellergewerbe muss mit der Zeit gehen. So haben die Weltes ihren «Disco-Express» über die Jahre runderneuert. Den Zeitgeist widerspiegeln nicht nur die neuen Airbrush-Motive auf der Front, sondern vor allem auch die energieeffiziente Beleuchtung. Ab 2007 hat Urs Welte begonnen, mit LED-Leuchten zu experimentieren, seit 2010 ist sein Fahrgeschäft weitgehend umgestellt. Das bringt Stromeinsparungen je nach Lampentyp zwischen 92 und 97 Prozent. Das rechnet sich. Während eines dreitägigen Engagements verbraucht der «Disco-Express» etwa so viel Strom wie die Bewohner eines Einfamilienhauses in zwei Monaten. 900 Glühbirnen pro Jahr Der Antrieb ist zwar der grössere Stromverbraucher als die Beleuchtung, trotzdem lohnt sich für Urs Welte die Investition in LED. Bei insgesamt 7000 Brennstellen spart er dank der neuen Technologie massiv Zeit beim Unterhalt. Besonders nach dem Transport waren jeweils viele der alten Glühbirnen lose oder defekt. Da immer vier Brennstellen in Serie geschaltet sind, führte das bei der Beleuchtungskontrolle zu einem kaum enden wollenden Ratespiel. Ganz zu schweigen von den Materialkosten: «Früher musste ich pro Jahr 900 Birnen ersetzen, 20 bis 30 pro Tag, heute ist die Ausfallquote nahezu null.» Trotzdem bleibt viel zu tun. «Als Schausteller ist man eben nicht nur Gastgeber, Verkäufer und Animator, sondern auch Mechaniker und Elektriker.» Was die elektrische Versorgung betrifft, erhält Urs Welte am Veranstaltungsort Unterstützung vom jeweiligen Gemeindewerk. Die Elektroinstallateure vor Ort legen den temporären Stromanschluss und führen Spannungsprüfungen durch. Sie stellen dabei auch sicher, dass keine Stolpergefahr für die Festbesucher besteht. Über den verbrauchten Strom gibt am Ende der im «Disco-Express» eingebaute Stromzähler Auskunft. Jedes Jahr muss Urs Welte zudem den Sicherheitsnachweis erbringen. Ein externer Sicherheitsexperte prüft dann die Fehlerstromschutzeinrichtungen, die Erdung und den Kurzschlussstrom. Sicher ist sicher. Disco oder Disco-Express Ein weiterer Nebeneffekt der LED-Leuchten ist das erweiterte Farbenspiel. Eine Brennstelle kann bis zu zwölf verschiedene Farben annehmen. Licht und Far-

be, das sind für Urs Welte wichtige Faktoren im Kampf um die Aufmerksamkeit der Chilbigänger. «Es ist ein wenig wie bei den Motten», erklärt Urs Welte lachend. Heutzutage schwirren die Festbesucher jedoch immer seltener in ganzen Schwärmen um die gebotenen Jahrmarktsattraktionen. Da macht sich Urs Welte keinerlei Illusionen: «Früher war die Chilbi der Treffpunkt schlechthin. Man musste halt dort sein, wo alle waren. Heute hingegen regiert mit SMS, Facebook sowie Twitter die Unverbindlichkeit.» Graben so Clubs und Kinos den Schaustellern die junge Kundschaft ab? «Die Zeiten, als der Tunnel der Berg-und-Tal-Bahn für verliebte Teenager fast der einzige Ort war, um ungestört schmusen zu können, sind auf jeden Fall vorbei», konstatiert er mit einem Schmunzeln. Urs Welte profitiert davon, dass die Berg-und-TalBahn eben nicht nur Jugendliche anspricht: Die rüstige Rentnerin begibt sich auf eine rund zweiminütige Nostalgiefahrt in die eigene Sturm-und-Drang-Zeit. Und die Kinder, die in Begleitung von Erwachsenen schon ab drei Jahren zusteigen dürfen, erleben ihren ersten Nervenkitzel. Für die beiden Kinder von Corina und Urs Welte hält sich dieser mittlerweile natürlich in Grenzen. Aber wer weiss, vielleicht wächst hier trotzdem schon die fünfte Generation von Schaustellern heran. Matthias Bill

«Die Ausfallquote der LED-Leuchten ist nahezu null.» Urs Welte, Schausteller

Schöne Erinnerungen für die Älteren, der erste Nervenkitzel für die Jüngeren.


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Keine Tradition ohne Innovation: Urs Welte und seine Frau Corina pflegen die Nostalgie mit modernen Mitteln.

Top 3

DIE GRÖSSTEN CHILBIS DER SCHWEIZ 1. Herbstmesse Basel Ab dem letzten Samstag im Oktober zwei Wochen lang: 500 Jahrmarktsstände mit etwa 60 Fahrgeschäften 2. Knabenschiessen Zürich Zweites Wochenende im September: 300 Jahrmarktsstände mit etwa 60 Fahrgeschäften (2012 mit dem «Disco-Express» von Urs Welte) 3. Chilbi Olten Zweites Wochenende im August: 140 Jahrmarktsstände mit etwa 25 Fahrgeschäften


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Defekte Haushaltgeräte

Reparieren lohnt sich nicht immer Wenn der Geschirrspüler stillsteht, ist der «Notruf» an den Servicetechniker der nächste Schritt. In vielen Fällen lohnt sich – auch aus ökologischen Gründen – eine Reparatur aber gar nicht mehr.

Illustration: Marina Maspoli

Pulver rein, Deckel drauf, Klappe zu, Start drücken. Kurz darauf erklingt ein wohliges Summen, gefolgt von einem plätschernden Geräusch. Der Geschirrspüler tut seinen Dienst. Bis zum Tag jedenfalls, an dem das Summen und das Plätschern ausbleiben und der elektrische Tellerwäscher seinen Dienst verweigert. Was nun? Lohnt es sich, das in die Jahre gekommene Gerät noch einmal zu reparieren, oder ist es Zeit für ein neues? Der richtige Entscheid hängt von mehreren Faktoren ab, wie Christoph Hollenstein, Leiter Service & Support der V-ZUG AG, erklärt: «Das Gerätealter und die zu erwartenden Reparaturkosten sind natürlich massgebend. Ebenso wichtig ist die Ökobilanz des jeweiligen Gerätes.» In die Ökobilanz fliesst unter anderem die graue Energie ein. Bei einem Ersatz eines defekten durch ein effizientes Gerät, das viel weniger Strom verbraucht, wird die graue Energie über die Nutzungsdauer kompensiert (siehe auch Kasten). Obergrenze bei Reparaturkosten Womit wir zurück bei der Frage wären, ob wir unseren zehn Jahre alten Geschirrspüler nun reparieren oder ersetzen sollen. Die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) hat im Auftrag von EnergieSchweiz eine Entscheidungstabelle für die gängigsten Haushaltgeräte erarbeitet. In Abhängigkeit vom Gerätealter und vom Preis für ein effizientes Neugerät definiert S.A.F.E. eine Obergrenze für die Reparaturkosten. Bei unserem Geschirrspüler liegt diese Ober-

Gut zu

wissen

DIE ÖKOBILANZ VON ELEKTROGERÄTEN Neben der grauen Energie, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, den Verkauf und die Entsorgung benötigt wird, fliessen in die Ökobilanz eines elektrischen Gerätes auch die verursachten Umweltbelastungen mit ein. Dazu gehören Schadstoffe, CO2-Ausstoss oder Abfälle. Die graue Energie und die Umweltbelastung werden dank effizienter und umweltschonender Neugeräte nach einer bestimmten Nutzungszeit kompensiert. Dabei dauert die Kompensation der grauen Energie (energetische Rückzahldauer) mit vier bis zehn Jahren in der Regel weniger lang als diejenige der Umweltbelastung (ökologische Rückzahldauer).

grenze bei 20 Prozent des Neupreises. «Qualitativ hochstehende Geräte der höchsten Effizienzklasse gibt es um die 3000 Franken, ein Neukauf würde sich in diesem Beispiel demnach bereits ab Reparaturkosten von 600 Franken lohnen», rechnet Christoph Hollenstein vor. Matthias Bill Am 27. Oktober wartet der energyday12 an Verkaufsstellen und in den Energiestädten mit Aktionen zum Thema «Reparieren oder ersetzen?» auf. Die V-ZUG AG beteiligt sich als Goldpartner. Mehr Infos und die Entscheidungstabellen der S.A.F.E. finden Sie hier:

www.energieschweiz.ch, www.energyday.ch


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Heimfall: Wasserkraftwerks-Konzessionen laufen aus

Läuft und läuft und …? Die Konzessionen vieler Wasserkraftwerke enden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Die Standortgemeinden und Kraftwerksbetreiber diskutieren schon heute über den Weiterbetrieb der Anlagen.

Die Nutzung von Wasserkraft ist ein langfristiges Geschäft. Lauf-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke erfordern hohe Investitionen der Kraftwerksbetreiber. Die Investitionen lohnen sich in der Regel nur, wenn das Kraftwerk bis ans Ende seiner Nutzungsdauer betrieben werden kann. Diese dauert zwischen 40 und 80 Jahre und ist in der Konzession geregelt. Vergeben wird die Konzession durch die Standortgemeinden, die von den Kraftwerksbetreibern im Gegenzug Wasserzinsen erhalten. Jeder, der Wasser zur Stromerzeugung nutzen will, braucht eine Konzession, da Wasser in der Schweiz ein öffentliches Gut ist. Als Folge der Blütezeit der Wasserkraft zwischen 1945 und 1970 laufen viele Konzessionen bis 2035 aus. Dann fallen die hydraulischen Teile eines Kraftwerks unentgeltlich an das Gemeinwesen zurück: der «Heimfall» tritt ein. Beim Heimfall gehen die hydraulischen Teile eines Kraftwerks unentgeltlich an die Standortgemeinde über.

Die Sicht der Gemeinden

Foto: Keystone / Gaëtan Bally

Es geht um viel Geld Rund 56 Prozent des Stroms werden in der Schweiz aus Wasserkraft gewonnen. Zwei Drittel dieser Energie stammen aus den Bergkantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis. Zwar stehen viele Konzessionserneuerungen erst in einigen Jahren oder Jahrzehnten an. Die Bergkantone – die «Wasserschlösser» – hoffen durch den Heimfall aber bereits heute auf einen Millionensegen für die Gemeindekassen. Allein im Kanton Wallis rechnet man mit einem Wert aller Anlagen in der Grössenordnung von 10 bis 20 Milliarden Franken.

Verzicht ist möglich Die hydraulischen, die «nassen» Komponenten machen den grössten Teil des Kraftwerks aus. Dazu gehören Staumauern, Druckleitungen oder Turbinen. Die elektromechanischen, «trockenen» Anlagenteile, wie der Generator und die Stromleitung, können die heimfallberechtigten Gemeinden oder Kantone gegen eine geringe Entschädigung von den heutigen Betreibern übernehmen – so wird es vom Gesetz vorgeschrieben. Die Gemeinden und Kantone können aber auch – gegen eine entsprechende finanzielle Entschädigung – auf den Heimfall verzichten und die Konzession verlängern oder an einen Mitbewerber neu vergeben. Für die heutigen Kraftwerksbetreiber steht ganz klar die langfristige Investitionssicherheit im Vordergrund: Sie sehen die nötigen Investitionen in die Anlagen durch die nicht mehr zeitgemässen Verträge blockiert und drängen vielerorts auf eine vorzeitige Neukonzessionierung der Kraftwerke. Aus Sicht der Versorgungssicherheit ist es sinnvoll, dass die aktuellen Kraftwerksbetreiber ihre Produzentenrolle behalten und sich die öffentliche Hand auf ihre Aufgabe als Regulator und (Mit-)Eigner von Stromunternehmen beschränkt. Patrick Steinemann


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Am PSI wird aus Holz Biomethan: Biomasse und Biogas gehĂśren zu den neuen Forschungsschwerpunkten.

Energieforschung

Fotos: PSI / Scanderbeg Sauer Photography

Konzentration auf das Wesentliche Um die Energiewende zu meistern, braucht es auch einen Technologiesprung. Mit einem Aktionsplan legt der Bund darum neue Prioritäten in der Energieforschung fest.


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Die Forschung nach besseren Katalysatoren – wie hier am PSI – ist Teil des Aktionsplanes von CORE.

Die Energiewende stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. Bis 2050 soll sich etwa der Gesamtenergieverbrauch um rund ein Drittel verringern, die Energieeffizienzsteigerung pro Jahr verdreifachen, der Strombedarf stabilisieren und das Stromangebot aus neuen erneuerbaren Energien von derzeit unter 1 Terawattstunde auf 22,6 Terawattstunden pro Jahr erhöhen. Dies alles verlangt nicht nur einen sparsameren Umgang mit Energie, sondern vor allem energieeffiziente Technologien, effektive und wirtschaftliche Methoden zur Gewinnung erneuerbarer Energien, eine neue Generation leistungsfähiger und intelligenter elektrischer Netze und neue Lösungen in der Energiespeicherung. Auch die Forschung ist gefragt. Im Auftrag des Bundes und in Zusammenarbeit mit dem ETH-Bereich hat die Eidgenössische Energieforschungskommission CORE den Aktionsplan «Koordinierte Energieforschung Schweiz» ausgearbeitet. Neben dem Status quo zeigt dieser auf, wo künftig Schwerpunkte zu setzen, Kapazitäten aufzubauen und Mittel bereitzustellen sind. «Diese Weichenstellungen sind wichtig, um die in der Energiestrategie 2050 des Bundes definierten Ziele zu erreichen», erklärt Tony Kaiser, Präsident der CORE. Neue Forschungsschwerpunkte In der Schweiz wird vor allem im ETH-Bereich (u.a. ETH Zürich, EPF Lausanne, Empa, Paul Scherrer Institut), aber auch an den Fachhochschulen und Universitäten in Energiefragen geforscht. Dort konzentrierte sich die Energieforschung bis anhin vor allem auf die Steigerung der Energieeffizienz (Antriebe, Gebäude, Beleuchtung usw.), erneuerbare Energie (Biomasse, Fotovoltaik) sowie die Stromproduktion mittels Brennstoffzellen, Wärme-Kraft-Kopplung, Gaskraftwerken, Kernfusion, Kernspaltung und Wasserkraft.

Energieforschung und die Privatwirtschaft

Unternehmen in der Pflicht Der mit der Energiewende einhergehende Richtungswechsel in der Energiepolitik nimmt auch die Privatwirtschaft in die Pflicht. Sie ist gefordert, beizeiten marktfähige, bezahlbare und darüber hinaus auch gesellschaftlich akzeptierte Technologien auf den Markt zu bringen. Rund 800 Millionen Franken investiert die Privatwirtschaft pro Jahr in die Energieforschung. Sie ist vor allem an Pilotund Demonstrationsprojekten interessiert, welche die Wirtschaftlichkeit einer Technologie in naher Zukunft (Zeithorizont 10 Jahre) zeigen.

Die öffentliche Hand investierte 2009 rund 213 Millionen Franken in die Energieforschung. Die Gelder verteilten sich jedoch sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Bereiche: Während die Forschungsaktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Stromproduktion über 80 Prozent der Mittel beanspruchten, entfielen auf die Forschung zur Energiespeicherung und -übertragung zusammen gerade mal 8 Prozent. Die restlichen Mittel flossen unter anderem in die Forschung zu ökonomischen oder rechtlichen Aspekten der Energieproduktion und -versorgung. Um die Energiewende zu meistern, empfiehlt CORE in ihrem Aktionsplan der Forschung folgende Schwerpunkte: • Energieeffizienz in der Gebäudetechnik, der Kommunikationstechnik, industriellen Prozessen und Katalysatoren • Netzinfrastruktur und -stabilität, Energieintegration Gebäude und Quartiere, Integration von unregelmässig anfallendem Strom, etwa aus Wind- und Sonnenenergie, sowie Energiesysteme • Zentrale Speichertechnologien, elektrochemische und chemische Speicherung, Wärmespeicherung • Fotovoltaik, Biomasse, Biogas, Tiefen-Geothermie, Solarwärme • Wirtschaftliche und rechtliche Fragen, politische Massnahmen, persönliches Verhalten Für die Umsetzung dieser Schwerpunkte sollen an den Schweizer Hochschulen sieben thematisch unterschiedliche Kompetenzzentren und dreissig neue Forschungsgruppen geschaffen werden. Der Bund will zu diesem Zweck für die Jahre 2013 bis 2016 zusätzliche Fördermittel von 202 Millionen Franken sprechen. Im Herbst 2012 entscheidet nun das Parlament über die Umsetzung und die Finanzierung dieser Massnahmen. Tony Kaiser warnt jedoch davor, alleine von der Forschung die Antworten auf die Fragen der Energiewende zu erwarten: «Die Politik ist genauso gefordert. Sie muss die Anreize dafür schaffen, dass neue Technologien auch zur Anwendung kommen.» Simona Stalder


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Infografik

Nr. 03 | 2012 Überwachung Talsperren Online sehen und verstehen Alle Schaubilder finden Sie auch im Internet:

www.strom-online.ch

Geodätisches Messnetz

Talsperren unter Beobachtung

Kontrollierte Sicherheit

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Infografik: Claudio Köppel

Talsperren dienen in der Schweiz primär der Nutzung der Wasserkraft. Ein Bruch würde – insbesondere jetzt im Herbst, wo die Seen gefüllt sind – grossen Schaden anrichten. Deshalb werden Talsperren kontinuierlich überwacht. Alexander Jacobi Durch die Überwachung einer Talsperre (Staumauer oder Staudamm) soll ein abnormales Verhalten frühzeitig bemerkt werden. Die wichtigsten Tätigkeiten gliedern sich in folgende drei Aufgabenbereiche: Zum Ersten beobachten die Talsperrenwärter bei Kontrollgängen die Stauanlage samt ihrer Umgebung und überprüfen sie auf wesentliche Änderungen, zum Beispiel das Auftauchen neuer Risse oder feuchter Stellen. Etwa zwei Drittel der ausserordentlichen Ereignisse werden durch Sichtkontrollen entdeckt. Zum Zweiten überprüft das Betriebspersonal, ob die Ablassorgane einwandfrei funktionieren. Dabei handelt es sich um bewegliche Verschlüsse, zum Beispiel den Grundablass am Fuss einer Staumauer oder die Hochwasserentlastung. Zum Dritten werden an der Talsperre und ihrer Umgebung zahlreiche Messungen vorgenommen und protokolliert (vgl. die Darstellung verschiedener Messverfahren auf der rechten Seite). Die Messungen erfolgen in unterschiedlicher Häufigkeit (in Klammern Beispiele): täglich (Pendellot 8 ), zweiwöchentlich (Sickerwassermenge 4 ), halbjährlich (Fugen und Risse 1 ), jährlich (reduzierte geodätische Messung 2 5 ) oder fünfjährlich (vollständige geodätische Messung 2 5 ).

3

Grundablass

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21 Messinstrumente zur Überwachung einer Staumauer

Überwachung auf vier verschiedenen Stufen I Betreiber der Stauanlage Führt die regelmässigen visuellen Kontrollen, die Funktionsproben und die Messungen durch. II Erfahrener Ingenieur Führt jährlich eine visuelle Kontrolle durch, beurteilt laufend die Messergebnisse und schreibt einen Jahresbericht.

1

Mikrometer zum Messen der Breite von Fugen und Rissen (es gibt keine Staumauer ohne Risse)

2

Theodolit (Winkelmesser) zum geodätischen Vermessen der Verformung der Staumauer

3

Thermometer zur Messung der Wasser- und der Betontemperatur

4

Stoppuhr und Massbecher zum Messen der Sickerwassermenge

5

Nivelliergerät zum geodätischen Vermessen von Höhenunterschieden und damit der Verformung der Staumauer

6

Pluviograf zum Messen und Aufzeichnen der Regenmenge

7

Druckwaage zum Messen des Wasserpegels des Stausees

8

Pendellot zum Messen der Verformung der Staumauer

III Ausgewiesene Experten Führen alle fünf Jahre eine umfassende Prüfung des Zustandes und des Verhaltens der Sperre und ihrer Umgebung durch. IV Aufsichtsbehörde Kontrolliert die Überwachungsorganisation des Betreibers und beurteilt die technischen Berichte. Der Bund ist Aufsichtsbehörde der 227 grossen Talsperren. Die kleineren Talsperren unterstehen den Standortkantonen.

Hochwasserentlastung

2

1

Gang

Gang

Beim Tunnelbau wird besonders genau hingeschaut

Druckleitung

6

Sickerwasserabfluss

Im Herbst 1978 wurde im Wallis bei der Überwachung der Staumauer des Lac de Tseuzier festgestellt, dass sich die Mauer innerhalb weniger Wochen weit über das übliche Mass hinaus verformte: Die Talflanken näherten sich um 6 Zentimeter und drückten die Wölbung der Mauer um 11 Zentimeter seewärts. Zudem senkte sich die Mauer um 11 Zentimeter. Risse in der Mauer waren die Folge. Als Ursache wurde der 1,4 Kilometer entfernte und 400 Meter tiefer gelegene Sondierstollen des geplanten Rawil-Strassentunnels ausgemacht, der das Gebirge in unzulässigem Mass entwässerte und damit zu einer weiträumigen Geländesenkung führte. Aus Sicherheitsgründen wurde der Stausee hierauf vorübergehend entleert. Auf den Bau des Rawiltunnels wurde später verzichtet. Aus den Erfahrungen beim Rawiltunnel hat man gelernt. So wurde beim Bau des Lötschberg- und des Gotthardbasistunnels ein erweitertes Überwachungssystem eingerichtet, das allfällige Bodenbewegungen und ungewöhnliche Deformationen der Talsperren oder ihrer Umgebung frühzeitig erkennen lässt.


Fotos: National Geographic / Paul Nicklen / Alaska Stock Images

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Polarlichter

Wenn der Himmel glüht Alle elf Jahre erreicht die Sonnenaktivität einen Höhepunkt. Kommenden Winter ist es wieder so weit. Dann sind auch die durch Sonnenwinde ausgelösten Polarlichter besonders häufig zu beobachten – mit etwas Glück sogar in unseren Breiten.


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Für einige unserer Vorfahren waren die seltsamen Lichter am Nachthimmel Zeichen für Kämpfe zwischen Göttern. Andere sahen in ihnen Geistertänze oder Vorboten von Kriegen, Seuchen und Hungersnöten. Erst im 18. Jahrhundert wurden erste wissenschaftliche Versuche unternommen, Polarlichter zu erklären. Heute weiss man einiges über die Leuchterscheinungen, die ab den 60. Breitengraden zu beobachten sind. Die wichtigste Zutat sind elektrisch geladene Teilchen aus den Sonnenwinden, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen oder schwere Ionen. Diese Teilchen treffen auf Luftmoleküle in der Erdatmosphäre und bringen diese kurzzeitig zum Leuchten – die sogenannte Fluoreszenz. Da die Teilchen vom Magnetfeld der Erde zu den Polen gelenkt werden, sind die Polarlichter hauptsächlich in den Polarregionen als «Aurora borealis» (Norden) und «Aurora australis» (Süden) zu sehen. Stärkste Polarlichter seit 50 Jahren Je nach Sonnenaktivität sind Polarlichter häufiger oder weniger häufig zu beobachten. Der Aktivitätszyklus der Sonne erreicht im Schnitt alle elf Jahre einen Höhepunkt – im kommenden Winter soll es nach Angaben des Space Weather Prediction Center der USWetterbehörde NOAA wieder so weit sein. Laut der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA sollen gar die stärksten Polarlichter seit 50 Jahren über den Himmel tanzen. Da die Sonnenaktivität zurzeit sehr stark ist, können in den kommenden Monaten Polarlichter – mit etwas Glück – auch in Mitteleuropa beobachtet werden. Patrick Steinemann

Auswirkungen der Sonnenwinde

Störung elektronischer Anlagen In Zeiten erhöhter Sonnenaktivität können grosse Gaswolken aus den Aussenschichten der Sonne auf die 150 Millionen Kilometer entfernte Erde treffen. Diese können schädigende Auswirkungen auf elektronische Einrichtungen und Anlagen wie Satelliten, Navigationssysteme oder Stromnetze haben. Laut der Netzbetreiberin Swissgrid besteht für Letztere in der Schweiz aufgrund der Entfernung zu den Polgebieten keine unmittelbare Gefahr.


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Ökologisch fahren

Die Umwelt stets im Seitenblick

Foto: Yvonne Schütz

Mit einer ökologischen Fahrweise sparen Sie Treibstoff. Das schont nicht nur die Umwelt und Ihr Portemonnaie, ortemonnaie, sondern auch Ihr Fahrzeug und Ihre Nerven. Matthias Bill

Fahren Sie ein Erdgasauto – im besten Fall mit Biogas als Treibstoff – oder ein Elektroauto, freut sich die Umwelt. Aber auch mit einem Diesel- oder Benzinmotor können Sie etwas für den Klimaschutz tun. Eine ökologische Fahrweise spart 10 bis 15 Prozent Treibstoff und reduziert damit den CO2-Ausstoss. Ganz nebenbei sparen Sie Geld beim Tanken, senken dank schonendem Umgang mit Ihrem Fahrzeug die Reparaturkosten und kommen dank einer sicheren Fahrweise erst noch entspannt am Zielort an. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist, diese zehn Regeln zu beachten: 1. Aufbau abbauen: Ski- und Gepäckträger erhöhen den Luftwiderstand und damit auch den Treibstoffverbrauch um bis zu 39 Prozent. 2. Ballast «abwerfen»: Schneeketten, Buggy, Getränkekisten usw. gehören nur ins Auto, wenn Sie sie benötigen. 3. Klimaanlage drosseln: Benutzen Sie die Klimaanlage so sparsam wie möglich. Im Stadtverkehr kann es besser sein, stattdessen die Fenster zu öffnen. Bei den geringen Geschwindigkeiten erhöht sich der Luftwiderstand dadurch nur wenig. 4. Druck erhöhen: Überschreiten Sie den empfohlenen Reifendruck des Fahrzeugherstellers (in der Regel 2 bar) um 0,5 bar. Mit dem Rollwiderstand sinkt auch der Treibstoffverbrauch um etwa 3 Prozent. 5. Weniger Gas geben: Der Luftwiderstand Ihres Fahrzeuges steigt mit zunehmender Geschwindigkeit exponentiell. Auf der Autobahn macht schon ein Unterschied von 10 Kilometern pro Stunde viel aus. 6. Mehr Gas geben: Sie verbrauchen bis zu 30 Prozent weniger Treibstoff, wenn Sie bergauf in einem hohen Gang das Gaspedal zu drei Vierteln durchdrücken. 7. Rollen lassen: Unterbrechen Sie die Treibstoffzufuhr, indem Sie den Fuss vom Gas nehmen, ohne auszukuppeln. Funktioniert beim Herunterfahren und beim Ausrollen vor Kreuzungen. 8. Nach vorn schauen: Mit einer vorausschauenden Fahrweise vermeiden Sie unnötiges Anfahren, das sehr viel Treibstoff verbraucht.

Gedankenstütze in Baumform: Denken Sie beim Fahren an die Umwelt.

9. Schnell schalten: Legen Sie spätestens bei 2500 Umdrehungen pro Minute (Diesel: 1500 U/min) einen höheren Gang ein. Auch im Stadtverkehr können Sie im 5. Gang fahren. 10. Motor ausschalten: Bereits bei 10 Sekunden Wartezeit lohnt es sich, den Motor beim Rotlicht abzuschalten. Die Quality Alliance Eco-Drive, bestehend aus Verkehrsverbänden, Kursanbietern, Bundesstellen und privaten Organisationen, leistet Aufklärungsarbeit und bietet Eco-Drive-Kurse für Private und Firmen an:

www.ecodrive.ch

Gratis-Download

Eco-Drive-App für das iPhone Die Quality Alliance Eco-Drive bietet eine Gratis-App für das iPhone an. Erfassen Sie ganz einfach Ihre Tankdaten und den Reifendruck und Sie erhalten eine aktuelle Übersicht über Ihren Treibstoffverbrauch, Ihren CO2-Ausstoss, die Preisentwicklung und Ihr Sparpotenzial. Sie können mehrere Fahrzeuge erfassen. Die praktische App steht in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch und Spanisch im App Store von Apple zum kostenlosen Download bereit.


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Hafer und Dinkel: Sie kombinieren Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette in einer Form, die für die Leistungsfähigkeit des Gehirns ideal ist.

Flüssigkeit: Ausreichend Wasser, Tee und Saftschorlen steigern die Leistungsfähigkeit des Gehirns um bis zu 10 Prozent. Bereits 1 bis 2 Liter reichen.

Fette Fische: Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fetten Fischen vorkommen, sorgen für ein intaktes Nervensystem und eine gesunde geistige Entwicklung.

Obst: Das Gehirn kann keine Energie speichern. Kohlenhydrate in Früchten werden langsam abgebaut und versorgen das Gehirn stetig mit Energie.

Milchprodukte: Sie enthalten viel Protein (Eiweiss), das die Basis für Hormone und Botenstoffe bildet. Es ist auch am Aufbau von Stoffen beteiligt, die Wachheit, Aktivität und Konzentrationsfähigkeit fördern.

Sojabohnen: Die Bohnen liefern ungesättigte Fettsäuren und Lezithin, die der Gehirnstoffwechsel braucht.

Mageres Fleisch: Rotes Fleisch liefert dem Körper Eisen. Ein hoher Eisengehalt im roten Blutfarbstoff hilft, mehr Sauerstoff ins Gehirn zu transportieren.

Nüsse: Nüsse steigern mit ihren wertvollen Fetten sowie den Vitaminen E und B Konzentration und Lernfähigkeit.

Gehirnnahrung

Energie für die grauen Zellen

Gemüse: Gemüse liefert Mineralien. Weil es leicht verdaulich ist, wird man davon nicht schläfrig.

Fotos: Fotolia; Illustration: Marina Maspoli

Nicht nur unser Körper braucht Energie, auch unser Kopf will gut versorgt sein. Welche Snacks bringen unsere Synapsen so richtig zum Knacken? Das menschliche Gehirn ist ein Leichtgewicht, macht es doch gerade mal 2 Prozent unseres Körpergewichts aus. Trotzdem ist es für 20 Prozent unseres Energiebedarfs verantwortlich, also ein regelrechter Energiefresser. Ob wir konzentrierte Denkarbeit leisten oder tagträumen, spielt dabei keine Rolle. Allerdings hat das, was wir essen, einen entscheidenden Einfluss auf die

Leistungsfähigkeit der grauen Zellen. Bestimmte Nährstoffe machen uns nicht intelligenter, sie helfen uns aber, das gesamte Potenzial unserer angeborenen Intelligenz auszuschöpfen. Menschen, die viel Kopfarbeit leisten – etwa Studierende während der Prüfungszeit –, sollten deshalb besonders auf ihre Ernährung achten. Simona Stalder


Fotos: re-produkte.com, Piero Glina / Johannes Tolk, keha3.ee, manufactum.ch, droog.com / Gerard van Hees, coil lamp by Craighton Berman, llotllov.com, Osram.com

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Lampenkabel als Hingucker

Frischer Kabelsalat Ein Lampenkabel ist immer Stromzufuhr und manchmal Aufhängung – häufig aber auch der entscheidende Teil guten Designs. Matthias Bill

1. Einfach herablassend

6. Mit langer Leitung

Das Kabel in Rot, Hellblau, Schwarz, Braun oder Grau ist nicht nur ein Blickfang, sondern gleichzeitig auch der schnellste Weg, die Hängelampe «re-light» von e27 in der Höhe zu verstellen. 310 Euro (ca. 370 Franken)

Die vom Designer Craighton Berman handgefertigten «Spulenlampen» à 199 US-Dollar sind limitiert und schon fast ausverkauft. Weiter erhältlich und erschwinglich ist das Do-it-yourself-Set – zum Selberwickeln.

www.re-produkte.de

79 US-Dollar (ca. 75 Franken)

2. The Power of 85 Ein Lämpchen und ein Kabel sind die Minimalausstattung einer Hängelampe. Mehr aber auch nicht. 85-mal ein Lämpchen und ein Kabel ergeben hingegen ein ziemlich eindrückliches Deckengehänge. 2100 Euro (ca. 2500 Franken)

www.droog.com

3. Völlig von der Wolle Darf ich vorstellen? «Matt». «Matt» ist einfach gestrickt – je nach Modell aus Baumwolle, Merino- oder Angoragarn – und sehr flexibel. Er hängt genauso gerne an der Wand rum, wie er an der Decke schaukelt oder auf dem Boden liegt. Nicht selten ist er in ein Gemenge mit seinen andersfarbigen Namensvettern verwickelt (7 Farben erhältlich). Ab 270 Euro (ca. 330 Franken)

www.llotllov.de

4. Viel zu «verstecken» So sieht es aus, wenn die Welt der Trafostationen auf den Prunk von Versailles trifft. Der Kronleuchter im Industrie-Chic ist auch fast so kostspielig wie sein Pendant aus Kristall. 1430 Euro (ca. 1700 Franken)

www.keha3.ee/shop

5. Bunter «Leitfaden» Die Pendelleuchte «Classic» ist gar nicht so klassisch. Statt aus Plastik ist das Kabel aus farbigen Textilien – wahlweise in Neongrün, Rot-Weiss, Schwarz-Weiss oder Rot. 36 Euro (ca. 45 Franken)

www.magazin.com

store.craightonberman.com

7. Richtig gewickelt «Stan» hat sein Kabel am Wickel und ist darum für die mobile Nutzung prädestiniert. Der Lampenschirm ist zudem um 180 Grad schwenkbar. «Stan» hat übrigens einen kleinen Bruder namens «Olli» – eine Tischlampe. 370 Euro (ca. 450 Franken)

www.pulpo-shop.de

8. Heftig umgarnt Das seidenummantelte Kabel in Weiss, Silber und Gold macht den Lampenschirm unnötig. Die Form erhält die Hängelampe in deutschen Behindertenwerkstätten der Caritas. Sonderfarben gibt es schon ab einer Bestellmenge von sechs Stück. 219 Euro (ca. 260 Franken)

www.super-light.de/shop

9. Trägts mit Fassung Ein simpler Trick macht eine simple Form zu einem modernen Klassiker: Kabel und Fassung bilden eine farbliche Einheit. Die Silikonkreation ist in acht verschiedenen Farben erhältlich. 75 Franken

www.muuto.com

Preisrätsel auf Seite 30 Gewinnen Sie die Hängelampe «Matt» oder die Stehleuchte «Stan»!


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Die Bildlegende soll eine Geschichte erzählen, mehr Informationen beinhalten als nur das Bild erklären. Sie darf durchaus einmal länger werden als nur zwei Zeilen.

Mit «Energie» an die Quelle des Rheins

Wasserkraft an ihrem Ursprung

Fotos: Graubünden Ferien, zVg

«Energie» offeriert Ihnen einen attraktiven Leserrabatt auf die Fahrt zu den schönsten Sonnenterrassen von «Disentis Sedrun» – Bündner Imbiss und Blick auf die ersten Kilometer des «Energieproduzenten» Rhein inbegriffen.

Der Rhein ist Energie pur. Allein am Hochrhein zwischen Schaffhausen und Birsfelden reihen sich elf Wasserkraftwerke aneinander. Zusammen mit der Anlage in Reichenau-Tamins, wo der grösste Schweizer Fluss noch Alpenrhein heisst, produzieren sie rund 4500 GWh Strom pro Jahr. Folgt man von Reichenau weiter flussaufwärts dem Vorderrhein, einem der beiden Quellflüsse, nähert man sich dem Ursprung des Stroms – im doppelten Sinne. Die Region «Disentis Sedrun» beheimatet die «Wiege» des Rheins, den Tomasee. Das Wasser, das aus dem See abfliesst, rinnt durch eine enge Kluft und fliesst als munteres Bächlein hinunter ins Tal. Hier oben, auf 2345 Metern über Meer, deutet noch nichts darauf hin, dass aus dem Plätschern später mal ein Rauschen wird. Der Tomasee ist vom Oberalppass in anderthalb Stunden erreichbar. 36 statt 48 Franken Wer es lieber noch gemütlicher mag, kann die Region, wo der Rhein die ersten seiner 1230 Kilometer zurück-

legt, von einer der vielen Sonnenterrassen geniessen. Mit «Energie» erhalten Sie 25 Prozent Rabatt auf die Hin- und Rückfahrt mit drei ausgewählten Bergbahnen und einen währschaften Bündner Imbiss. Weisen Sie dafür den nebenstehenden Gutschein an der betreffenden Talstation vor. Das Leserangebot hat einen Wert von 48 Franken pro Person. Dank «Energie» bezahlen Sie nur 36 Franken. Matthias Bill Weitere Auskünfte und Informationen zur Region «Disentis Sedrun» erhalten Sie hier:

www.disentis-sedrun.ch

Las Palas Milez Lorem ipsum dolor s it ametBus anatur solor sectem sunt.


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Leserangebot: Drei Sonnenterrassen zur Auswahl Berghütte Las Palas Milez (1878 m ü. M.) Inbegriffen: ★ Hin- und Rückfahrt mit dem Vierer-Sessellift ab Dieni, Sedrun ★ Bündnerbrettli ★ 1 dl Veltliner Rotwein

Terrasse Tgom (1913 m ü. M.) Inbegriffen: ★ Hin- und Rückfahrt mit der Luftseilbahn ab Sedrun ★ Bündnerplättli ★ 1 dl Bündner Rotwein

Panoramarestaurant Caischavedra (1860 m ü. M.) Inbegriffen: ★ Hin- und Rückfahrt mit der Luftseilbahn ab Disentis ★ Bizochels à la Dotta ★ 1 Tasse Kaffee

Die einen Wasser laden zum Wandern ein (oben: Tomasee), die anderen zum Entspannen (links: Natursee beim Camping Fontanivas in Disentis).

25 % t t Raba

«Energie»-Leserangebot «Papi, kann man von hier aus schon den Rhein sehen?»

Gutschein für Hin- und Rückfahrt mit den Bergbahnen in Sedrun und Disentis (inkl. Bündner Imbiss im Bergrestaurant) —— Anzahl Erwachsene (36 statt 48 Franken) Kinder zahlen den normalen Preis für Bergbahn und Bergrestaurant

So profitieren Sie vom «Energie»-Leserangebot: Vermerken Sie auf dem Gutschein die Anzahl Erwachsene und weisen Sie den Gutschein an der Talstation vor. Sie erhalten für das jeweilige Bergrestaurant einen Bon für den Bündner Imbiss. Der Gutschein ist gültig bis 21. Oktober 2012 und nur einlösbar an den Talstationen Disentis, Sedrun (Tgom) oder Dieni.


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Preisrätsel

Mitmachen und … Milchzentrale (Mundart)

Bruder der Gretel im Märchen

ja (engl.)

Lehrgang für eine Wintersportart

kalter Nordostwind

Halbedelstein

drei (ital.) mittellos

leichte Hacke Handlungsweise AutomobilClub der Schweiz (Abk.)

ohne Geld (ugs.) Weisshandgibbon

3

Fragewort Bereich an Flüssen und Seen

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Felswand, Felsabhang Körperspray (Kzw.) Vortrag somit, folglich, demnach

5

Niederschlag nordruss. Halbinsel

Sauerstoffform weit nach unten

Satellit (Abk.) Rosinenbranntwein

arabisches Sultanat exot. Tier

ungehobelter Mensch schlimm, übel

Kantonsautokz. ungekocht Schiedsrichter Nachfolge (Abk.)

Stadt im US-Staat Nebraska

ungetrübt

doppelköpfiger Bolzen

1

8

Platz, Stelle

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Kriechtier

Kritik, Anfeindung

1

2

3

4

5

6

Gewonnen! Das Lösungswort des letzten Preisrätsels lautete: «STADTBAUER». Wir gratulieren den Gewinnern: 1. Preis Die Mikrowelle JetChef MW 79 von Bauknecht hat gewonnen: Lucia Dolf, Flims Waldhaus. 2. Preis Ein dreiteiliges Pfannenset «Hotpan» von Kuhn Rikon hat gewonnen: Jolanda von Känel, Erschwil.

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leichter Stoss

Machen Sie mit! Sie haben drei Möglichkeiten: 1. Rufen Sie an unter: Telefon 0901 908 118 (1 Franken pro Anruf) und sagen Sie nach dem Signalton das Lösungswort, Namen und Adresse. 2. Senden Sie uns eine Postkarte mit dem Lösungswort an Infel AG, «Strom-Preisrätsel», Postfach, 8099 Zürich. 3. Geben Sie das Lösungswort online ein unter www.strom-zeitschrift.ch. Teilnahmeschluss: 28. September 2012.

Gemeinde im Bezirk Brig Anforderung von Waren

Nebenfluss der Wolga

2 chem. Zeichen für Tantal Alpengipfel

Kochstelle Europ. Gerichtshof

früher: gewählter Führer der Kosaken

weiches, gerautes Gewebe

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sich leicht kauen lassend Waldtier

lediglich königlich (Abk.)

sehr kräftig, mächtig

Hecke

6

Ort im Kt. Wallis finn. Heissluftbad Schmerz, Leid US-Raumfahrtbehörde

Hauptstadt d. Libanons

Kleinod, Edelstein

3. Preis Eine Smartbox «Originelle Unterkünfte» hat gewonnen: Peter Brun, Doppleschwand. Wir gratulieren!

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… gewinnen!

Fotos: zVg

1. Preis

Erleben Sie einen einmaligen Gleitschirmflug mit Peter Meyer, dem Gründer der Schweizer Firma Swiss Advance. Der Tandemflug ist mit einer ein- bis zweistündigen Wanderung kombiniert, während deren Sie im persönlichen Gespräch mit dem «Adventure-Freak» Meyer auch intime Einblicke in die Entwicklung seiner Outdoor-Produkte erhalten. www.swiss-advance.com

2. Preis

3. Preis

Die Stehlampe «Stan» ist dank einem langen Kabel überall in der Wohnung einsetzbar. Die clevere Wickelvorrichtung ist zudem ein absoluter Hingucker. Hersteller Pulpo produziert ausschliesslich in Europa. Wert: 450 Franken

llot llov steht für Designobjekte, die gleichzeitig funktional und emotional sind. Mit der vielseitigen Lampe «Matt» liefert das Berliner Kollektiv einen eindrücklichen Beweis dafür. Wer einen zweiten Blick wagt, stellt fest, dass sie vom Kabel bis zur Fassung von Baumwolle umhüllt ist. Wert: 330 Franken


www.zanier.ch, www.benteli.ch

Weitere Informationen zum «Powerbook» und Bezugsquellen:

In seinem kürzlich veröffentlichten Fotoband «Powerbook» zeigt Luca Zanier die besondere Ästhetik der alltäglichen Stromversorgung. Was hier wie eine Kulisse aus einem Science-Fiction-Film aussieht, ist in Wahrheit der Feuerraum im Fernheizkraftwerk der ETH Zürich.

Fotografiert von Luca Zanier

Energie Galerie

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M ei it O ne ri r M gin ira alt ge eil III

Werte, die erhalten bleiben

Dynamik, Eleganz und Leidenschaft

Mythos der Luft Exklusive Quarz-Armbanduhr mit einem integrierten Originalteil einer MIRAGE III der Schweizer Luftwaffe Sie ist nicht nur ein Flugzeug, sie ist Legende, sie ist Mythos. Mit der Verabschiedung der Mirage III ging Ende Oktober 1999 eine über 30-jährige Ära zu Ende. Auf dem Militärflugplatz Buochs erwiesen über 15’000 Fans dem heute noch faszinierendsten Jäger die letzte Ehre. Ein Teil der Legende lebt weiter! Ihre unverkennbare Silhouette ist vom Himmel verschwunden. In unseren Herzen fliegt sie weiter! Reservieren Sie jetzt gleich Ihre Armbanduhr „Mirage – Mythos der Luft“ und tragen Sie ein Teil der Legende Mirage immer bei sich. Denn der Innenteil des Zifferblattes ist aus einem Originalteil der Triebwerkverkleidung einer Mirage III gefertigt. Dadurch kann dieses leichte Kratzer aufweisen, und so wird jede Uhr zu einem Unikat. Produktpreis: Fr. 149.85 oder 3 Raten à Fr. 49.95 (+ Fr. 11.90 Versand und Service)

EXKLUSIV-BESTELLSCHEIN

Reservierungsschluss 23. Oktober 2012 r Ja, ich reserviere die Armbanduhr „Mirage - Mythos der Luft“! Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen Ich wünsche r eine Gesamtrechnung r 3 Monatsraten r Ich bezahle per MasterCard oder Visa

Gültig bis:

51538

• • • •

mit Originalteil einer Mirage III mit Leder-Armband mit Gravur auf der Rückseite mit Echtheits-Zertifikat

• im Fachhandel nicht erhältlich • 120 Tage Rücknahme-Garantie • Durchmesser: 40 mm

(MMJJ)

Vorname/Name

Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen

Strasse/Nummer

Auf der Rückseite der Uhr ist die Silhouette der Mirage eingraviert.

PLZ/Ort e-mail Unterschrift

Telefon

Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. Jöchlerweg 2 • 6340 Baar • Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 e-mail: kundendienst@bradford.ch • Internet: www.bradford.ch

Ein Originalteil einer Mirage Triebwerkverkleidung ist in das Zifferblatt integriert.

Nennen Sie bei Online-Bestellung bitte die Nummer: 51538 Telefon: 041 768 58 58

In Zusammenarbeit mit dem Mirage-Verein Buochs.

www.bradford.ch

The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 e-mail: kundendienst@bradford.ch • Internet: www.bradford.ch


ENERGIE-Heft 3/2012