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Ende Bewerbungszeitraum

Oktober Eignungstests

November AuswahlInterviews

Dezember Eignungsuntersuchung und Ausbildungsplatzangebot


INHALTSVERZEICHNIS SEITE 06

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Kunst trifft Handwerk

Ausgezeichnetes Geschäft

KfzBeruf im Wandel

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Mindestlohn für Azubis

TopAdresse für Tüftler

Wirtschaft macht Kultur

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Praxisnahe Universität

Studieren ohne Abitur

Die Hitliste der Ausbildungsberufe


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Polizist, Feuerwehrmann, Tierärztin oder vielleicht doch Fußballprofi? So sehen in der Regel die Berufswünsche unserer Kleinsten aus. Dabei gibt es im Handwerk, in der Industrie oder im Handel doch jede Menge spannende und kreative Berufe zu entdecken. Heute hat der Nachwuchs die Wahl zwischen 326 anerkannten oder als anerkannt geltenden Ausbildungsberufen. Kaum zu glauben, dass es vor 50 Jahren fast doppelt so viele waren. Doch der Fortschritt macht eben auch vor der Lehre nicht halt. Viele Ausbildungsberufe gibt es längst nicht mehr, einige kamen hinzu und wiederum andere sind einem stetigen Wandel unterworfen. Davon wissen zum Beispiel Meister, Gesellen und Auszubildende im Kfz-Gewerbe zu berichten. Stichwort: Elektromobilität. Für unser Sonderheft „Beruf Bildung Business“ haben wir diese Branche einmal genauer unter die Lupe genommen. Darüber hinaus hörten wir uns zum Thema Mindestlohn für Azubis um, schauten Kunsthandwerkern über die Schulter und streckten unsere Fühler bis zur Chemnitzer Uni aus. Dort eröffnete kürzlich ein Praxislabor für angehende Maschinenbauer – ganz nach dem Motto „probieren geht über studieren“, was uns zur Haupterkenntnis dieser Ausgabe bringt: Für den Herzensjob ist es nie zu spät!  Die Redaktion Herausgeber: Stadtstreicher GmbH (V.i.S.d.P), GF. Markus Wolf, Hohe Straße 37, 09112 Chemnitz, Tel.: 0371/383800, www.stadtstreicher.de Redaktion: Ramona Bothe-Christl, Rico Hinkel-Schollbach, Stephan Beckert, Natalie Scheffler, Georg Ulrich-Dostmann Grafik & Satz: Sandy Eichhorn Fotos: Georg UlrichDostmann, Stephan Beckert, shutterstock.com Druck & Herstellung: Stadtstreicher GmbH Anzeigenverkauf: Nico Bazan 0371/3838080, Denise Frake 0371/3838040, Katrin Kastell 0178/3576840, Abdruck (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers Redaktionsschluss: 13. Juni 2019


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KUNST TRIFFT AUF HANDWERK

WENN

Drei Kunsthandwerker im Fokus: Der Instrumentenbauer, die Steinmetzin/Bildhauerin, der Silberschmuckhersteller

M

Geschickt mit den Händen muss der Handwerker sein. Künstlerische Fähigkeiten braucht es, wenn das Ergebnis beispielsweise ein Instrument, ein Gedenkstein oder ein Ohrring werden soll. Kreativität und Handwerkskunst treffen hier aufeinander. Und auch in Zeiten von Massenproduktion sind die Ergebnisse heiß begehrt.

it fünf Jahren schon lernte SEBASTIAN BERNDT die richtigen Töne zu treffen. Mit dem Bogen auf den vier Saiten einer Geige. In der Städtischen Musikschule brachte ihm seine Lehrerin Renate Riedel über viele Jahre das Spiel auf der Violine bei. Der heute 55-Jährige erinnert sich noch gut daran: „Frau Riedel kümmerte sich auch um die Instrumente, die Schüler mieten konnten. Und die waren in der Regel schlecht, darum suchte sie immer nach guten Geigen, die es aber nicht gab. So sagte sie zu mir: Sebastian, du musst Geigenbauer werden.“ Berndt stammt aus einer Familie, in der es Tischler und Landwirte gab und hatte immer den Wunsch gehabt, etwas mit den Händen zu schaffen - als Tischler oder Landwirt. Musiker wollte er nie wer|6|

Text: Ramona Bothe-Christl Fotos: Ralph Kunz, privat

den, denn das sehr disziplinierte und fleißige Üben war nicht sein Ding, er wollte etwas mit den Händen schaffen. „Und so wurde ich Geigentischler“, erzählt er lachend. Dabei hatte er Glück: Wäre er drei Jahre eher zur Welt gekommen, hätte es diese Ausbildung in der DDR gar nicht gegeben. Bei Musima in Markneukirchen wurde Sebastian Berndt so die Herstellung der Geige sowohl an der Maschine als auch als reines Handwerk beigebracht. Als er seinen Meisterbrief in der Tasche hatte, machte er sich selbstständig. Das war vor 30 Jahren. Doch im früheren Karl-Marx-Stadt und späteren Chemnitz, ohne Musikhochschule, war das Interesse an so aufwändig handgefertigten Geigen aus einer nicht traditionellen Werkstatt nicht groß genug, auch wenn


„ICH HATTE AUF EINER MUSIKMESSE STUDENTEN KENNENGELERNT, DIE GUTE INSTRUMENTE SUCHTEN, ABER NICHT ZUM KAUFEN, SONDERN ZUR MIETE. DA ERINNERTE ICH MICH AN MEINE LEHRERIN UND SO SCHLOSS SICH DER KREIS.“ er gut zu tun hatte und Geigen in die ganze Welt verkaufte. So überlegte Berndt, wie er weitermachen sollte. Durch Zufall lernte er Günter Marx kennen. Der Jurist arbeitete damals noch in der Wernesgrüner Brauerei und sein privates Interesse galt den Instrumenten. Als sich Marx beruflich neu orientieren musste, hatte Sebastian Berndt die Chance, eine Idee, die schon lange in seinem Kopf rumschwirrte, zu verwirklichen. „Ich hatte auf einer Musikmesse Studenten kennengelernt, die gute Instrumente suchten, aber nicht zum Kaufen, son|8|

dern zur Miete. Da erinnerte ich mich an meine Lehrerin und so schloss sich der Kreis.“ Ihm war es nun wichtig, dass Kinder auf guten Geigen lernten und nicht auf billigen, abgenutzten Dingern. Dazu kam, dass er vermutete, wenn er qualitativ gute Geigen vermietete, würden die Kinder später als Erwachsene, wenn sie ein eigenes Instrument besitzen wollten, eines aus seiner Hand kaufen wollen. So warfen Berndt und Marx ihr Können und Wissen zusammen und gründeten 2003 eine Firma, die den Bau und die Vermietung von Streichinstrumenten zusammenführte. Von der Idee im Kopf bis zum Unternehmen, das derzeit 14.000 Instrumente – Geigen, Celli, Bratschen und Bässe – deutschlandweit vermietet, war es ein schwerer Weg. Die Anzahl war das Problem. Selbst bauen? Unmöglich! Und in Deutschland fand Berndt keinen Hersteller, der diese Masse in der Qualität so herstellte, dass er das mit seinem Anspruch vertreten konnte. Er suchte sich Familienbetriebe in China. Dort fand er erstaunlicherweise traditionelle Hersteller, die er mit gutem Gewissen beauftragen konnte, Instrumen-


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sischen Sinfonieorchester, in dem Menschen zusammen musizieren, die daran einfach viel Freude haben. Im Leben von Sebastian Berndt fügen sich Beruf und Leidenschaft harmonisch zusammen. So wie bei FRANZISKA FORBRIG.

Mit Eisen, Knüpfel und Fäustel gegen den Kitsch Sie sei ein stilles Kind gewesen. Besondere Neigungen oder gar einen Berufswunsch habe sie nicht gehabt. Ihr Vater, der Steinmetz, Bildhauer und Grafiker Armin Forbrig, fragte sie deshalb: „Was wäre, wenn du hier mal Probe haust?“ Bedeutete, in der väterlichen Werkstatt für Grabmale und Bildhauerei an der Wartburgstraße Stein mit dem Werkzeug zu bearbeiten und sehen, ob die Tochter Talent hat. Sie hatte. Eine Lehre schloss sich an, drei Jahre Gesellenarbeit. Und immer der Vater, zu dem sie eine sehr enge Beziehung hat, als maßgeblicher Wegbereiter. Dem Freigeist, der in jedem Grabstein auch ein Kunstwerk sah. Er schaffte es durch | 10 |


Ausbildung mit Zukunft!

„DAS GIBT MIR HEUTE EIN STÜCK EINZIGARTIGKEIT. ICH KANN SCHÖPFERISCH TÄTIG SEIN UND DAS OHNE COMPUTER.“ seine künstlerische Vielfalt, den Willen zum Können in ihr zu wecken. Für den Stein und auch für die eigene Handschrift. „Ich fand den Weg zur Kunst aber zunächst über die skripturale Grafik, die mir mein Vater als Grafiker und Schriftgestalter mit Pinsel und zuletzt mit der Feder beibrachte“, erzählt die 45-Jährige. „Das gibt mir heute ein Stück Einzigartigkeit. Ich kann schöpferisch tätig sein und das ohne Computer.“ Ihren Meisterbrief erhielt sie 2002 und übernahm zwei Jahre später

die Werkstatt, die schon ihr Großvater Fritz geleitet hatte. Die Intension zur eigenen Bildhauerei ereilte sie über die Tradition der Neujahrsgrafiken, die sie und ihr Vater in Form kleiner künstlerischer Drucke oder Radierungen herausgaben. „Eine dieser Karten von mir mit dem Titel ‚Zähne zeigen‘ hatte mir so sehr gefallen, dass ich sie in Marmor umsetzte. „Und wurde prompt entdeckt und steht heute in einer Chemnitzer Zahnarztpraxis“, erinnert sich die Frau mit dem offenen, sympathi-

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schen Lachen. So ging es los, dass sie nicht nur Auftragswerke, sondern auch ihren Willen mit Eisen, Knüpfel und Fäustel in den Stein schlägt. Doch auch bei Aufträgen legt sie wie einst ihr Vater Wert auf einen gewissen Anspruch „Ich versuche Kitsch zu vermeiden und mit Alternativen subtil zu überzeugen“, sagt sie. Der Umgang mit den Hinterbliebenen ist keine einfache Aufgabe. „Man muss in der Grabmalgestaltung auf den Verstorbenen eingehen und gleichzeitig die Wünsche der Lebenden beachten“, erklärt sie. Ein Spagat, so ein Trost- und Gedenkstein. Ihre Arbeiten stehen jedoch nicht nur auf Friedhöfen. Seit vielen Jahren stellt sie mit der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Chemnitz auf den Sächsischen Landesgartenschauen aus. Auch Bildhauersymposien hat sie organisiert und mitbestritten. Sehr gern erinnert sie sich an zwei auf dem St. Andreas-Friedhof in Gablenz. Die Arbeiten sind noch heute dort zu erleben. Aus der Unsicherheit, was sie überhaupt werden wollte, ist etwas erstaunlich Sicheres geworden. „Es ist kein Beruf mehr. Es gehört zu mir.“

Chemnitzer Kunsthandwerk im Hundertwasserhaus Diesen Satz wird MAIK THÜMER ganz sicher genau so übernehmen können! Der gelernte Bau- und Möbeltischler hat sich vor 15 Jahren von den groben Arbeiten abgewendet. Unter seinen Händen entstehen heute silberne Muscheln, Seesterne, Möwen und Anker. Aufwändig bearbeitet der aus Euba stammende Kunsthandwerker das Silber. „Zuerst entsteht das Modell in Wachs, dann die Silikonform. Danach werden im Wachsgussverfahren die Rohlinge gegossen, mechanisch und chemisch behandelt, sodass die Höhen und Tiefen durch ihre Wechselwirkung eine einzigartige Wirkung entfalten“, beschreibt der 55-Jährige. Es entstehen silberne Kunststücke wie Ringe, Anhänger oder Ohrschmuck, die atemberaubend sind. So findet er in der einen Hälfte des Jahres – wenn das schönere Wetter ist – entlang des Ostseestrands auf Kunsthandwerkermärkten eine begeisterte Kundschaft. Die bleiben | 12 |


SO MANCHER KUNDE FÄHRT AUCH SCHON MAL EIN PAAR 100 KILOMETER, UM AUF EINEN DER MECKLENBURGISCHEN MÄRKTE ZU IHM ZU KOMMEN. oft nicht nur wegen seines wunderschönen Verkaufswagens bei dem offenen und fröhlichen Mann mit dem Lockenkopf stehen, sondern: „Manche sagen, sie hören mir einfach so gerne zu“, erzählt er herzlich lachend. „Man hört ja, wo ich herkomme, aber ich versuche schon, ein verständliches Sächsisch zu sprechen“, erklärt er. So mancher Kunde fährt auch schon mal ein paar 100 Kilometer, um auf einen der mecklenburgischen Märkte zu ihm zu kommen. Der Grund: Vasen, Tischleuchten und Gemälde aus Lackmalerei, deren Ursprünge vor 3500 Jahren in China liegen und die man nur bei ihm vor Ort erwerben kann. Farbenfroh schmücken sie die Wände und Re-

gale des Wagens. Die LackmalereiKunstobjekte stellt er nicht selber her. Vor acht Jahren gründete er eine Künstlergemeinschaft, die für ihn arbeitet. Nicht ohne Stolz kann Thümer erzählen: „Wir haben für die Grüne Zitadelle, dem Hundertwasserhaus in Magdeburg, Leuchten hergestellt, die heute dort stehen.“ Wer sich den Weg in den hohen Norden nicht machen möchte: Jedes Jahr verkauft das Unikat seine Unikate auf dem Weihnachtsmarkt in Chemnitz, das seine Heimat für die kalten Monate geblieben ist. Und hier kann man dann auch etwas ganz Außergewöhnliches erstehen: „Ich bin der einzige, der kleine Hühnergötter in Silber nachgießt.“ ■


Eine junge Kunsthandwerkerin überzeugt mit ihrem Fachgeschäft Text und Foto: Georg Ulrich Dostmann

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eline Lubojanskis Leidenschaft gehört ganz der Erzgebirgischen Holzkunst. „Schon als Kind bin ich mit meinem Papa immer in die Werkstätten gefahren. Er hat mich mit seiner Begeisterung für die Volkskunst angesteckt“, erzählt die heute 21-Jährige. 2017 übernahm Celine Lubojanski schließlich von ihrem Vater das „Kunsthandwerk am Stern“ in Neukirchen samt Produktionsbetrieb und Fachgeschäft. Obwohl erst zweieinhalb Jahre im Geschäft, brachte ihr die Hingabe für das traditionelle Kunsthandwerk nun kürzlich die Auszeichnung „Fachgeschäft des Jahres“ ein. Verliehen wurde sie vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller im Rahmen einer Fachhandelsringtagung in Crottendorf.

Gerade Fuß gefasst – h c i e z e g s u a n o sch | 14 |


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Die Preisträgerin erhielt dabei neben einem bestimmten Geldbetrag auch eine Urkunde und ein Schild zum Aufhängen. „Ich war von der Auszeichnung schon sehr überrascht“, erklärt Celine Lubojanski. Schließlich sei sie mit ihren 21 Jahren noch ein Küken in der Branche. „Das ist eine hohe Anerkennung für mich und gleichzeitig auch ein Ansporn, den Kundenansprüchen noch mehr gerecht zu werden“, sagt sie. So soll im kommenden Jahr beispielsweise die Inneneinrichtung vom „Kunsthandwerk am Stern“ neu gestaltet werden. Das Fachgeschäft von Celine Lubojanski erhielt die Auszeichnung unter anderem für die anschaulich präsentierte Ware, das abwechslungsreiche Sortiment, die regelmäßig veränderte Schaufensterdekoration und das Personal, das eine umfangreiche Beratung bietet. Hervorgehoben wurde zudem auch die gut ausgebaute

ZU DEN WICHTIGSTEN AUFGABEN DES VERBANDES GEHÖRT DIE IMAGEWERBUNG, DIE SEIT 1992 UNTER DER DACHMARKE „ECHT ERZGEBIRGE – HOLZKUNST MIT HERZ“ DURCHGEFÜHRT WIRD. Infrastruktur: eine zentrale Lage mit großem Parkplatz sowie ein eigenes Café mit großer Terrasse zeichnen das „Kunsthandwerk am Stern“ aus. Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller ist ein Zusammenschluss von rund 60 Herstellern Erzgebirgischer Holzkunst vom kleinen Familienbetrieb bis hin zum mittelständischen Unternehmen mit etwa 200 Beschäftigten. Zum Verband, der 1990 gegründet wurde, gehört auch die Genossenschaft Dregeno Seiffen eG mit etwa 130 Handwerksfirmen. Zu den wichtigsten Aufgaben des Verbandes gehört die Imagewerbung, die seit 1992 unter der Dachmarke „Echt Erzgebirge – Holzkunst mit Herz“ | 15 |

durchgeführt wird. Darüber hinaus unterstützt er seine Mitglieder bei Messen, bei der Berufsausbildung sowie auf rechtlichem Gebiet, zum Beispiel im Kampf gegen Plagiate. Ein Bestandteil des Verbandes ist der Fachhandelsring Erzgebirgische Volkskunst, dem deutschlandweit rund 100 Fachgeschäfte angehören, die sich ganzjährig durch eine niveauvolle Präsentation der Holzkunsterzeugnisse aus dem Erzgebirge auszeichnen. Celine Lubojanski vertritt im Fachhandelsring und im Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller die Stimme der jüngeren Generation. Sie sagt: „Ich bringe mich vor allem bei Fragen ein, bei denen eine junge Sichtweise wertvoll ist.“ ■


Wie Kfz-Lehrlinge auf die Elektromobilität vorbereitet werden Autofahren ist im Wandel. Immer mehr Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb kommen auf den Markt. Darauf müssen sich die Mitarbeiter in den Autowerkstätten einstellen. Für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker hat die Chemnitzer Handwerkskammer deshalb eine spezielle Werkstatt eingerichtet. Text und Fotos: Stephan Beckert

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enn ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten in eine Kfz-Werkstatt kommt, muss es zunächst durch ein Sicherheitsband abgesperrt werden, sodass es für alle Mitarbeiter erkennbar ist. Nur Kfz-Mechatroniker mit einer speziellen Zusatzqualifikation dürfen Hand anlegen. Und das auch nur dann, wenn sie eine Sicherheitsausrüstung aus Spezialhandschuhen und einen Helm mit

Ausbilder Steffen Polster betont, dass man sich bei solch einer Arbeit nicht ablenken lassen darf. | 16 |

Sichtschutz tragen. Das liegt vor allem an der hohen Spannung, die von der Batterie in das Antriebssystem gespeist wird. Lehrlinge dürfen aufgrund ihrer geschützten Sonderstellung in einem Autohaus überhaupt nicht allein an einem Elektroauto arbeiten – das geht bis zur Gesellenprüfung nur gemeinsam mit einem qualifizierten Werkstatt-Mitarbeiter. In ihrer Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker werden sie allerdings auf die Arbeit mit Elektro-Antrieben vorbereitet. Die Handwerkskammer Chemnitz hat dafür im Jahr 2017 eine spezielle Hochvolt-Werkstatt eingerichtet. Die jungen Frauen und Männer können dort das Innenleben eines Elektro-BMW, eines Renault Fluence oder eines Golf-GTE Hybrid kennenlernen.  Zur Ausstattung der Werkstatt gehören außerdem verschiedene Hochvolt-Schulungsmodelle, Mess- und Prüftechnik sowie Schutzausrüstung für die Arbeit an der Hochvolt-Technik.  Innerhalb des einwöchigen Kurses in der Handwerkskammer lernen die Azubis die Fehlerdiagnose an einem Elektro-


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„ICH VERGLEICHE DAS OFT MIT EINEM ELEKTRIKER AN EINEM SCHALTSCHRANK. WENN ER DIE REGELN EINHÄLT, IST SEINE ARBEIT EBENSO UNGEFÄHRLICH“, SAGT UWE STÜRZBECHER. fahrzeug, den Ladevorgang der Batterie, die Programmierung von Assistenzsystemen und die Gefahren, die von den HochvoltKomponenten in einem Elektro-Auto ausgehen, kennen.  „Die größte Gefahr bei der Arbeit besteht durch Stromschläge, die innere Verletzungen zur Folge haben können. Deshalb muss das System zuerst span-

nungsfrei geschaltet werden“, sagt ein Lehrling, der gerade die ersten Unterrichtsstunden in der Hochvolt-Werkstatt absolviert hat. Ausbilder Steffen Polster gibt ihm recht und ergänzt: „Das ist gerade deshalb wichtig, weil bei einem Unfallauto die Fehlerursachen noch nicht bekannt sind.“ Polster betont, dass man sich bei der


ihre Arbeit in den Werkstätten und Autohäusern vorzubereiten, müssen wir bei den Lerninhalten einen großen Bogen spannen“, sagt Uwe Stürzbecher. So stehen neben den neuen Antriebssystemen auch weiterhin alle mechanischen Systeme wie beispielsweise Verbrennungsmotorenkunde, Getriebetechnik und Einspritzsysteme auf dem Lehrplan. „Für die Lehrlinge ist das eine große Herausforderung“, so Stürzbecher. Dass die neuen Inhalte über die Elektro-Fahrzeuge die jungen Leute überfordern könnte, dieses Problem sieht der Fachbereichsleiter nicht. „Heutzutage hat sich jeder schon einmal mit seinem Computer zu Hause ausprobiert oder kann sein Handy bedienen. Das technische Verständnis ist da“, begründet er. Wenige Lehrlinge haben allerdings bereits Praxiserfahrungen mit der Elektro-Mobilität sammeln können. „Das hängt vor allem von der Werkstatt ab. Während das Thema in

Foto: Adobe Stock © alfa27

Arbeit nicht ablenken lassen darf. „Sie müssen mittels Messtechnik vor der Reparatur nachweisen, dass das System spannungsfrei ist. Erst dann können sie mit den Arbeiten beginnen.“ Die Arbeit an Elektro-Autos klinge zwar gefährlich – aber das sei sie nur bei Fahrlässigkeit. „Die in Deutschland zugelassenen Elektroautos erfüllen hohe Sicherheitsstandards“, sagt Fachbereichsleiter Uwe Stürzbecher, der die Ausbildungsinhalte für die Kfz-Mechatroniker den aktuellen Trends anpasst. „Ich vergleiche das oft mit einem Elektriker an einem Schaltschrank. Wenn er die Regeln einhält, ist seine Arbeit ebenso ungefährlich.“ Bei der Hochvolt-Schulung in der Handwerkskammer handelt es sich um ein zusätzliches Lehrmodul innerhalb der KfzAusbildung, andere Wissensinhalte werden dafür nicht gestrichen. „Das ist das Besondere an einer Handwerksausbildung. Um die Auszubildenden gut für

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einer freien Werkstatt kaum eine Rolle spielt, gehören vor allem bei Toyota gerade die Hybrid-Systeme längst zum Alltag“, sagt Stürzbecher. Zumindest kennen viele Lehrlinge offenbar die Kritikpunkte der neuen Antriebstechnik. In der Klasse, die gerade mit der Hochvolt-Ausbildung begonnen hat, wurde anfangs auch über die Umweltprobleme bei der Batterieproduktion diskutiert. Die Schüler sprachen außerdem die bislang mangelnde Infrastruktur und die begrenzte Reichweite der Fahrzeuge an. Uwe Stürzbecher erklärte ihnen zur Reichweite, dass über 70 Prozent der Autokäufer jeden Tag weniger als 25 Kilometer fahren. „Bei den meisten Menschen steht das Auto 23 Stunden still.“ Gerade für die Stadt könne ein Elektroauto deshalb praktisch sein – wenn die Infrastruktur ausgebaut werde. Nicht zuletzt seien die ElektroFahrzeuge für die Fahrzeugflotten wichtig, weil ansonsten die CO2Vorgaben für die Hersteller nicht zu schaffen wären. Bedenken, dass die hiesigen Kfz-

DIE GRÖSSTE GEFAHR BEI DER ARBEIT BESTEHT DURCH STROMSCHLÄGE, DIE INNERE VERLETZUNGEN ZUR FOLGE HABEN KÖNNEN. DESHALB MUSS DAS SYSTEM ZUERST SPANNUNGSFREI GESCHALTET WERDEN.

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Betriebe aufgrund der geringeren Anzahl der Teile in einem ElektroAuto bald keine Arbeit mehr hätten, sieht Uwe Stürzenbecher nicht. „Wir gehen für die nächsten fünf Jahre für die Elektro-Fahrzeuge von einem Anteil von 1,5 bis 2,5 Prozent aus“, begründet er. Die Käufer in der Region seien generell zurückhaltender, weil die Ladeinfrastruktur fehle. „Das herkömmliche Geschäft mit Verbrennungsmotoren bleibt für die Autohäuser und Werkstätten noch lange | 20 |

bestehen“, sagt der Fachbereichsleiter. Langfristig geht Uwe Stürzbecher für die eher ländlich geprägte Region rund um Chemnitz ohnehin eher davon aus, dass die Hybridtechnik eine größere Rolle spielen werde. In diesen Fahrzeugen seien alle VerbrennerKomponenten noch vorhanden. Dennoch sieht Stürzbecher den Wandel entspannt: „Im Kfz-Handwerk mussten wir immer wieder mit neuen Systemen klarkommen. Das wird in Zukunft noch stärker der Fall sein.“ ■


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Mit Beginn nächsten Jahres müssen Unternehmen an Auszubildende mindestens 515 Euro pro Monat zahlen

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TEXT: RAMONA BOTHE-CHRISTL

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uf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kann es jeder lesen: „Auszubildende tragen zur Wertschöpfung bei. Das verdient Anerkennung. Daher soll eine einheitliche und ausgewogene Mindestvergütung für alle Auszubildenden einen Mindeststandard sichern und so die Attraktivität der beruflichen Bildung erhöhen. Auszubildende, deren Ausbildung in 2020 beginnt, erhalten im ersten Ausbildungsjahr eine Mindestvergütung in Höhe von 515 Euro. Schrittweise werden die fixen Einstiegshöhen dann angehoben.“ Zu beachten ist dabei, dass Tarifverträge Vorrang vor der Mindestvergütung haben. Diese Festlegung kommt in Chemnitz nicht bei allen gleich gut an. Zum Beschluss des Bundeskabinetts sagte der Präsident der


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Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner: „Ich finde es falsch, dass der Staat die Ausbildungsvergütung festsetzt – über die Köpfe der Tarifpartner hinweg. Wo es keine Tarifverträge gibt, hätten wir uns eine Lösung vorstellen können, die das Lehrlingsentgelt an die Einkommen in einem Gewerk koppelt. Ja, die Ausbildung im Handwerk muss attraktiver werden. Aber das ist keine Frage des Lehrlingsentgelts. Die Bauberufe, wo Lehrlinge teilweise über 1.000 Euro im Monat erhalten, beweisen das: Auch dort fehlen Lehrlinge. Wichtiger als das Lehrlingsentgelt ist den Azubis, welche beruflichen Chancen sie haben, welche Entwicklungsmöglichkeiten sie in einem Beruf finden und wo die Berufsschulstandorte sind. Gerade bei diesem Punkt wäre der Staat gefragt gewesen.“ Es sei ein Missverständnis, dass das Lehrlingsentgelt ein Arbeitslohn sei, so der Diplom-Ingenieur für Ingenieurbau. Lehrlinge befänden sich in der Ausbildung und

seien keine Arbeitskräfte. „Die Kosten für den Ausbildungsbetrieb bestehen ja nicht nur im Lehrlingsentgelt. Der Betrieb investiert unter anderem erhebliche Mitarbeiterstunden in seinen Lehrling“, erläutert er. Und befürchtet, dass sich kleinere Betriebe vor allem im ländlichen Raum künftig aus der Ausbildung zurückziehen werden. Ein Uhrmachergeschäft aus | 24 |

„WICHTIGER ALS DAS LEHRLINGSENTGELT IST DEN AZUBIS, WELCHE BERUFLICHEN CHANCEN SIE HABEN, WELCHE ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN SIE IN EINEM BERUF FINDEN UND WO DIE BERUFSSCHULSTANDORTE SIND.”


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„DAS GELD ERWIRTSCHAFTET DER LEHRLING NICHT, ABER DER MEISTER MUSS ZEIT FÜR SEINE AUSBILDUNG OPFERN, DIE WIEDERUM GEHT VON DER ZEIT AB, IN DER ER GELD ERWIRTSCHAFTEN MUSS.“

Chemnitz, das ungenannt bleiben möchte, sieht das ebenso: „Das Geld erwirtschaftet der Lehrling nicht, aber der Meister muss Zeit für seine Ausbildung opfern, die wiederum geht von der Zeit ab, in der er Geld erwirtschaften muss.“ Das sei für die ganz kleinen Handwerksbetriebe nicht leistbar! Bernd Reinshagen vom Regionalverbund Chemnitz des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft bekräftigt diese Aussage: „Das kann aus meiner Sicht dazu führen, dass sich noch weniger Auszubildende für kleine Handwerksbetriebe entscheiden. Weil dort die Kalkulation nicht aufgeht. Die Industrie zahlt ja meist schon attraktive Löhne an Azubis, da sagen sich die Jugendlichen, ich lerne lieber dort.“ Aus der Sicht der Azubis findet er den Mindestlohn richtig, aber es müsse für Kleinstunternehmen, die sich das nicht leisten können, von staatlicher Seite, politisch gewollt, eine zusätzliche Lösung geben, damit in Branchen, die Nachwuchs brau| 26 |

chen, sich das dann aber nicht mehr leisten können, auch weiter ausgebildet werden kann. Friseurmeisterin Jennifer Schuster vertritt eine klare Position: „Ich bin für den Mindestlohn für Auszubildende! Das ist wirklich angemessen und wenn man ordentlich kalkuliert, dann ist es auch möglich, das zu zahlen.“ Sie bildet nicht in ihrem Salon aus, sondern unterrichtet den Nachwuchs bei der Innung an der Waldenburger Straße. Dort sei sie mit ihrer Meinung nicht allein, sagt die Frisörin, die in ihrem Salon auf dem Kaßberg arbeitet. Ivonne Schüppel von der Firma Stuckart Schüppel in Chemnitz findet den Mindestlohn für Auszubildende auf jeden Fall gerechtfertigt. Ihre Tochter sei gerade in der Ausbildung und erhält überhaupt kein Geld, da spüre sie, wie wichtig diese Regelung sei. „Finanziell ist das für Handwerksbetriebe leistbar, dieses Geld an Auszubildende zu zahlen“, schätzt sie ein. ■


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ARIUSZ NAWROCKI möchte kreativ arbeiten. Deshalb hat sich der junge Mann für eine Umschulung zum Friseur entschieden. „Ich will Schönheit verkaufen“, sagt er. Außerdem sieht er die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Beruf als Chance. Make-up-Artist oder Maskenbildner für Theater und Fernsehen, all das sei mit der Ausbildung zum Friseur möglich. Was ein Friseur seiner Meinung nach beherrschen muss? „Er muss eine ruhige Hand haben, auch die Arbeit mit Menschen muss ihm Spaß machen“, sagt der gebürtige Pole. Die Friseur-Ausbildung begeistert viele junge Menschen. Der Beruf liegt nach Angaben der Bundes-

tellen in der Region ist bisher Von den gemeldeten Ausbildungss die meisten freien Plätze? die Hälfte besetzt. Aber wo gibt es rade angesagt? Und was ist bei den Jugendlichen ge

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DIE FRISEUR-AUSBILDUNG LIEGT NACH ANGABEN DER BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT BEI DEN FRAUEN IN DEN TOP 5 DER BELIEBTESTEN AUSBILDUNGSBERUFE.

agentur für Arbeit bei den Frauen in den Top 5 der beliebtesten Ausbildungsberufe, davor kommen nur noch drei kaufmännische Berufe und die Medizinische Fachangestellte. Bei den männlichen Bewerbern ist der Kfz-Mechatroniker mit Abstand am beliebtesten. Danach folgen der Fachlagerist und der Industriemechaniker. Generell hat sich in den vergangenen Jahren wenig an den Berufswünschen der Jugendlichen geändert, sagt Stefanie Ebert, Pressesprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz. „Was bei den Jungs auffällt: Der Verkäufer ist aus den Top 10 der Berufswünsche gefallen. Dafür ist nun der Tischler in die Top 10 aufgestiegen.“   

Handwerk mit Zuwachs Nach einer längeren Zeit des Lehrlingsmangels im Handwerk steigen die Lehrlingszahlen seit gut drei Jahren wieder. Robert Schimke, Pressesprecher der Chemnit| 36 |

zer Handwerkskammer, führt das unter anderem auf eine starke Eigeninitiative der Betriebe bei der Lehrlingssuche, auf die bundesweite Imagekampagne des Handwerks und auf eine intensivierte Berufsorientierung zurück. „Repräsentative Umfragen zeigen, dass sich Image und Bekanntheit von Berufsbildern deutlich verbessert haben“, so Robert Schimke. Auch dank gestiegener Schulabgängerzahlen gebe es wieder mehr Lehrlinge. Allerdings reiche der Anstieg nicht aus, um den Fachkräftemangel zu beheben, so Schimke weiter. „Schwierigkeiten, ausreichend Nachwuchs zu finden, haben so gut wie alle Gewerke. Im Lebensmittelhandwerk, also bei Bäckern, Fleischern, Konditoren und Fachverkäufern im Lebensmittelhandwerk, ist der Mangel an Nachwuchs besonders spürbar“, sagt er. Wo es allerdings wieder besser aussieht, ist die Baubranche. „In den Bau- und Ausbauberufen sind die Ausbildungszahlen zuletzt deutlich gestiegen.“


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JENNIFER NOBST ist eine von vielen Lehrlingen in der Baubranche. Die junge Frau hat sich für den Beruf des Dachdeckers entschieden – weil er vielfältig sei und weil sie an der frischen Luft arbeiten könne, begründet sie. „Jedes Dach ist anders, es ist immer wieder eine neue Herausforderung“, sagt Jennifer Nobst. Anderen Mädchen, die den gleichen Weg gehen wollen, rät sie: „Man muss schon anpacken können – und schlagfertig sein. Denn dumme Sprüche kommen immer mal wieder“, sagt sie schmunzelnd. Dass das Interesse an Bau- und Ausbauberufen wieder stärker geworden ist, liegt neben einer guten Bezahlung auch an den Möglichkeiten, die ein Bauberuf bietet. Nach einem ordentlichen Gesellenbrief sei von Selbstständigkeit bis zu einem Studium alles möglich, sagt Kreishandwerksmeister Jürgen Kirsten. Viele Jugendliche hätten bemerkt, dass Handwerksberufe spannend sind und man sie vor Ort praktisch erlernen und ausüben kann. 

„MAN MUSS SCHON ANPACKEN KÖNNEN – UND SCHLAGFERTIG SEIN. DENN DUMME SPRÜCHE KOMMEN IMMER MAL WIEDER.“

Was Bewerbern wichtig ist Was Jugendlichen bei der Entscheidung für einen Ausbildungsplatz wichtig ist, das hat die deutschlandweite Studie „AzubiRecruiting Trends 2019“ mit der Befragung von mehr als 5000 Personen erforscht. Begrenzte Arbeitszeiten, Freiheit von Wochenendarbeit und Schichtdienst | 38 |

stehen dabei ganz oben auf der Forderungsliste. Den jungen Menschen sind auch eine gute Ausbildungsvergütung und langfristig gute Verdienstmöglichkeiten im Beruf wichtig. Außerdem bewirbt sich ein Großteil der jungen Leute – zumindest wenn es um eine Berufsausbildung geht – gezielt im Umkreis von 30 Kilometern. Von der geringen Entfernung profitiert auch der Wirtschaftshof


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WO ES NOCH VIELE AUSBILDUNGSPLÄTZE GIBT Insgesamt sind von 1335 gemeldeten Ausbildungsstellen in Chemnitz aktuell noch 608 unbesetzt. „Auch bei den gemeldeten Bewerbern hat sich schon viel getan“, sagt Stefanie Ebert von der Bundesagentur für Arbeit. „Von ursprünglich 1039 Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen, sind noch 444 ohne Ausbildungsvertrag.“ Ausbildungsstellen, für die es momentan weniger Bewerber als Plätze gibt (Top 3) 1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 2. Elektroniker/in für Betriebstechnik 3. Mechatroniker/-in Ausbildungsstellen, für die es mehr Bewerber als Plätze gibt (Top 3) 1. KFZ-Mechatroniker/-in PKW Technik 2. Medizinische/r Fachangestellte/r 3. Immobilienkaufmann/ frau

Sachsenland, ein Landwirtschaftsbetrieb mit seinen Feldern und Ställen direkt an der Stadt Chemnitz gelegen. Obwohl sich die Ausbildungszahlen in den vergangen fünf Jahren im Verhältnis stabilisiert haben, reichen die Zahlen nicht, um den tatsächlich prognostizierten Bedarf zu decken.  „Wir haben wahrscheinlich Glück, dass wir mit Chemnitz am Rand einer Großstadt liegen“, sagt Vorstandsvorsitzender Jens Hoffmann, der neben Messebesuchen auch auf die Kooperation mit Schulen setzt. Freie Lehrstellen für Landwirte, Tierwirte, Landmaschinenschlosser und Fleischer könne er immer wieder mit geeigneten Bewerbern besetzen. Nur in einem Berufszweig versucht der Wirtschaftshof seit Jahren eine Stelle zu besetzen: Fachverkäufer für Fleisch- und Wurstwaren.  Über ein Schulpraktikum hat MAX NEUPERT seinen Weg in eine Ausbildung im Wirtschaftshof Sachsenland gefunden. Es ist die Liebe für Technik und große Traktoren, die ihn am Beruf des Landwirts

„ICH WILL IM FREIEN ARBEITEN UND VIEL ÜBER DIE LANDWIRTSCHAFT LERNEN.“

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fasziniert. „Ich will außerdem im Freien arbeiten und viel über die Landwirtschaft lernen“, sagt der 18-Jährige. Was er anderen Interessierten rät? In seinem Beruf müsse man auch ein gutes Vorstellungsvermögen haben, um die technische Funktionsweise der Erntemaschinen zu verstehen. ■


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ZWISCHEN LERNRAUM, FORSCHUNGSLABOR UND IDEENSCHMIEDE

„Schüler- und Studierendenwerkstatt“ der Fakultät für Maschinenbau eröffnet TEXT UND FOTOS: RICO HINKEL-SCHOLLBACH

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heorie und Praxis klaffen an der Chemnitzer Universität weit auseinander? Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, hat aber angesichts der zahlreichen Praxis-Initiativen kaum mehr Bestand. Und auch | 42 |

der Nachwuchs schnuppert bereits anschaulich ins Studium. Da gibt es beispielsweise das Wunderland Physik oder die Roboschool der Informatiker. Seit Ende Mai steht Schülern und Studierenden auch eine Werkstatt der TU-Fakultät für


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Maschinenbau zur Verfügung. Bohren, Drehen, Fräsen, Kleben, Löten, Schleifen bis hin zum 3D-Druck – alles ist möglich. Bis Ende des Jahres soll zusätzlich eine Schweißwerkstatt entstehen. Finanziert wurden die insgesamt 25.000 Euro aus Mitteln der Fakultät für Maschinenbau und des Projektes TU4U, das sich für bessere Studienbedingungen einsetzt. „Schülerinnen und Schüler aus der Chemnitzer Region können zum Beispiel innerhalb von Projekttagen und Praktika technische Objekte anfertigen oder mit akademischer Unterstützung ihre Besondere Lernleistung BeLL anfertigen“, freut sich Maria Worf, Leiterin des Projektes TU4U. Mit drei Gymnasien aus Chemnitz, Flöha und Hohenstein-Ernstthal gebe es schon eine erste Kooperation. „Die Klassen werden die Werkstatt im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichts besuchen. Es gab sogar schon eine private Anfrage eines Schülers, der einen Antrieb für sein Longboard bauen wollte.“ Geht es nach Maria Worf, dürfen solche Anfragen künftig gerne öfter auch von

jungen Frauen kommen: „Der Frauenanteil liegt im Maschinenbaustudium derzeit bei zehn Prozent. Das ist ausbaufähig, mit unserem Angebot wollen wir die Hemmschwelle der Mädels für MINT-Berufe senken.“ Auch für das Studi-

um an der TU Chemnitz bietet die Werkstatt Vorteile. „Unsere Studierenden werden ihr Wissen aus den Vorlesungen nun auch praktisch anwenden und beispielsweise die von ihnen in einer Lehrveranstaltung konstruierten Vorrichtungen

„DER FRAUENANTEIL LIEGT IM MASCHINENBAUSTUDIUM DERZEIT BEI ZEHN PROZENT. DAS IST AUSBAUFÄHIG...“ | 44 |


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anschließend selbst einmal bauen“, sagte Thomas Lampke, Dekan der Fakultät für Maschinenbau. So könne der oft geforderte Praxisbezug des Studiums erhöht werden. Studentische Initiativen wie T.U.C. Racing und Fortis Saxonia werden die Werkstatt ebenfalls nutzen, um fehlende Komponenten für ihre Automobile ohne großen organisatorischen Aufwand zu fertigen. „Wir blicken der Zusammenarbeit mit dem Schüler- und Studentenlabor positiv entgegen“, so Joah Bromberger. Der Maschinenbau-Student kümmert sich um die Antriebstechnik im 50-köpfigen T.U.C. Racing-Team, das mit einem selbst konstruierten elektrischen Rennwagen jedes Jahr an Formula Student Events auf europäischen Rennstrecken teilnimmt. Im Gegensatz zum klassischen Motorsport setzen sich deren Wertungen aus dynamischen und statischen Disziplinen – wie Präsentation des technischen Fahrzeugkonzeptes, einer Kostenanalyse sowie der Präsentation eines Business Plans – zusammen. Joah Bromberger: „Das

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Maschinenbau-Labor ermöglicht uns jetzt eine bessere Forschung und vor allem eine unkomplizierte praktische Umsetzung unserer Ideen.“ Auch das Gründernetzwerk SAXEED der TU Chemnitz profitiert vom neuen Angebot. In Workshops können kreative Köpfe in der Werkstatt ihre Ideen im Prototypenbau – etwa durch vorhandene 3D-Drucktechnik – umsetzen, um so den idealen Weg in eine geplante Selbstständigkeit einzuleiten. ■ | 46 |


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Ohne Abitur studieren –

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Ungefähr 60.000 Menschen tun es in Deutschland. Sie studieren ohne Abitur, also ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung. Die meisten Studenten ohne Abitur sind an der FernUniversität Hagen eingeschrieben. Bundesweit können rund 8.000 von 19.500 Studiengängen ohne Abitur studiert werden. Welche Möglichkeiten gibt es aber, um zugelassen zu werden?

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TEXT: NATALIE SCHEFFLER

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ittlerweile bietet jede deutsche Hochschule, egal ob Universität oder Fachhochschule, die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren. Von Bundesland zu Bundesland gibt es allerdings unterschiedliche Regelungen und Zulassungskriterien. Es kann zwar nicht jeder Studiengang ohne Hochschulzugangsberechtigung studiert werden, aber immerhin sehr viele. Die eigene, bereits vorhandene Qualifikation entscheidet darüber, welche Studiengänge einem offen stehen. Eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung ermöglichen einem einen sogenannten fachgebundenen Hochschulzugang, das heißt man kann dann Studiengänge wählen, die zum eigenen Beruf passen. So können zum Beispiel Menschen, die im kaufmännischen Bereich tätig waren, Wirtschaftswissenschaften studieren und Menschen, die einen Erziehungsberuf ausüben, Pädagogik studieren. Die volle Auswahlmöglichkeit bietet


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sich in der Regel für diejenigen, die in ihrem Beruf bereits die Meisterprüfung bestanden haben, Fachwirt oder Fachkaufmann sind. Bei allen anderen ist dies abhängig vom jeweiligen Bundesland. Unter der Bedingung, vorher eine spezifische Eignungsprüfung bestanden zu haben, können in Berlin, Bremen, Hamburg, NordrheinWestphalen und Sachsen auch fachfremde Studiengänge belegt werden. Wer seine Ausbildung mit einer Note von mindestens 2,5 abgeschlossen hat und anschließend zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, der

ES GIBT AUCH DIE MÖGLICHKEIT EINES AUSLANDSSTUDIUMS OHNE ABITUR.

hat in Rheinland-Pfalz eine unbeschränkte Berechtigung für das Studium an Fachhochschulen. Wie die Zulassungsbeschränkungen an den einzelnen Hochschulen beschaffen sind, ist in jedem Bundesland und teilweise selbst von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Neben dem Nachweis eines durchgeführten Beratungsgespräches an der betreffenden Hochschule und Qualifikationsnachweisen, verlangen manche Studieneinrichtungen auch Zulassungsprüfungen oder ein Probestudium von zwei bis vier Semestern. Dabei wird nicht nur in dem jeweiligen Fach, sondern auch in Deutsch, Mathematik oder Fremdsprachen getestet, ob der Bewerber die Anforderungen eines Studiums erfüllen kann. Selbst ein Medizinstudium ist unter gewissen Voraussetzungen ohne Abitur möglich. In der Regel sind dafür mindestens die mittlere Reife, eine fachverwandte Berufsausbildung und eine mehrjährige Berufserfahrung im medizinischen Bereich notwendig. In Ausnahmefällen kann man sogar sofort mit dem Masterstu| 50 |

dium beginnen, dem ja eigentlich ein Bachelorstudium vorangehen muss. Im Rahmen von kostenpflichtigen Weiterbildungsstudiengängen ist es beispielsweise Führungskräften erlaubt, ohne Abitur und Bachelor-Abschluss zu studieren. Es gibt auch die Möglichkeit eines Auslandsstudiums ohne Abitur. Je nach Hochschule, Studiengang und Berufserfahrung kann man sich berufliche Qualifikationen für das gewählte Studium anrechnen lassen. So muss z.B. eine Krankenschwester bereits bestandene Prüfungen, Kurse oder Praktika nicht nochmal absolvieren. Die Hochschulen entscheiden im Einzelfall über die Anrechnung bzw. über die Einstufung in ein höheres Semester. Neben Bafög, das Studierenden eine gängige finanzielle Unterstützung bietet, richtet sich das Aufstiegsstipendium gerade an Studierende ohne Abitur. Für nähere Informationen für ein Studium ohne Abitur wendet man sich am besten direkt an die Studienberatung der jeweiligen Hochschulen, diese bieten auch Unterstützung bei den jeweiligen Zugangsprüfungen an. ■


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Bildungspatenschaft

als Chance Projekt hat Förderung und Bildung von Migrantinnen und Migranten zum Ziel

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achkräftemangel ist ein Thema, an dem heute niemand mehr vorbeikommt – weder die Politik noch die Unternehmen. Mitte Juni wurde eine Zahl bekannt, dass die Zahl der Erwerbsfähigen in Ostdeutschland bis 2030 um rund ein Drittel zurückgehen wird. Zuwanderung aus Drittstaaten – also Nicht-EU-Ländern – seien so unumgänglich. Denn innerhalb der EU ist der Fachkräftemangel allseits zu verzeichnen. Ein Projekt in die richtige Richtung scheint da eines des AGIUA Migrationssozial- und Jugendar| 52 |

beit e.V. in Chemnitz zu sein. Es heißt „CONJUMI“ und verfolgt als zentrales Ziel die Stärkung und Förderung von jungen Migrantinnen und Migranten, die in Chemnitz leben. Bildungspatenschaften sind ein Mittel dafür, diesen jungen Menschen Chemnitzerinnen und Chemnitzer an die Seite zu stellen, die sie stärken, sie unterstützen und Hilfe anbieten. Frizzi Seltmann engagiert sich schon eine Zeit lang, um Geflüchteten in ihrer Heimatstadt eine Brücke in das Hier und Jetzt zu bauen. „Ich habe das Glück, in einer Zeit und einem Land geboren


zu sein und zu leben, wo sich die Frage des Flüchtens nicht stellt. Und wenn es anders wäre, dann wäre auch ich froh, wenn mir jemand das ‚Ankommen‘ erleichtert“, begründet sie. Nach dem sie studiert hat, arbeitet sie seit September 2017 im Marketing des Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI). CUNJUMI bot für sie die Chance, Azim Ahmadi kennenzulernen. Der heute 19-Jährige kam im Alter von 16 Jahren nach Deutschland. Allein, als sogenannter unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, erlernte er erst Deutsch, absolvierte dann das Berufsvorbereitende Jahr BVJ und legte dort seinen 9-KlassenAbschluss ab. „Ich bin schon in meiner Heimat neun Jahre in die Schule gegangen“, erzählt er. Sein Deutsch ist noch langsam, doch er hört gut und konzentriert zu. Er stammt aus einer kleinen Stadt nahe Kabul, sein Vater arbeitet als Fahrer und auf dem eigenen kleinen Stück Land. Er hat zwei Schwestern und die Mutter kümmert sich um den Haushalt. Mit

„ICH HABE DAS GLÜCK, IN EINER ZEIT UND EINEM LAND GEBOREN ZU SEIN UND ZU LEBEN, WO SICH DIE FRAGE DES FLÜCHTENS NICHT STELLT. UND WENN ES ANDERS WÄRE, DANN WÄRE AUCH ICH FROH, WENN MIR JEMAND DAS ‚ANKOMMEN‘ ERLEICHTERT.“ seiner Flucht nach Deutschland hoffte er auch auf bessere Chancen für eine Ausbildung und auf spätere Arbeit. Diese Hoffnung geht gerade auf. Er befindet sich im ersten Jahr zur Lehre als Mechatroniker. Mit seiner Bildungspatin Frizzi kann er über Probleme sprechen, sein Herz ausschütten, seine sprachliche Kompetenz verbessern und einfach jemanden haben, der für ihn da ist. Denn so ganz ohne Familie in einem fremden Land – das ist für einen jungen Menschen aus einer anderen Kultur nicht einfach. Einmal pro Woche treffen sich Azim und Frizzi im Tietz. Allein diese Umgebung – von Kultur und Bil| 54 |

dung geprägt – ist für Azim ein förderndes Umfeld. Auch wenn ihm seine Arbeit im Ausbildungsbetrieb Freude macht, eigentlich liegt seine Begabung ganz woanders. „Azim malt sehr gut. Ein Bild von ihm habe ich schon zu Hause hängen“, verrät seine Patin. Und vielleicht wird sie ihn zu einem Mal- und Zeichenkurs in der Volkshochschule anmelden. Doch an vorderer Stelle steht die Ausbildung, die der junge Mann aus Afghanistan abschließen und anschließend in seinem Beruf arbeiten möchte. Damit gehört er zu der Generation, die in Sachsen die Lücken im Fachkräftebedarf schließen können. ■


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Beruf, Bildung, Business | Juli 2019  

Das Spezial rund um Ausbildung, Jobs und Karriere

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