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S TA D T M U S I K K A P E L L E

KUFSTEIN

+ THEMA 1 Jugendförderung groß geschrieben + THEMA 2 Hindernissen den Marsch blasen + THEMA 3 J ugend ist Zukunft. Günther Klausner im Interview + THEMA 4 Sommertermine

Ausgabe 1/2013

Gemeinsam Spaß haben bei der Jugendmusik Kufstein und Umgebung

Am Sonntag, 21.4.2013, fand der Wettbewerb der Jugendblasorchester statt. Wir gratulieren der Jugendmusik Kufstein und Umgebung unter der musikalischen Leitung von Thomas Scheiflinger zu 86,88 Pkt. in der Stufe BJ.


Wolfram Rosenberger (rechtes Bild): „Es gibt kein Kind, das nicht gerne und mit Freude musziert.“

Foto: Privat

Link:s Beim Ferienexpress können Kinder alle Instrumente der Stadtmusikkapelle ausprobieren. Rechts unten: 39 Jugendliche spielen gemeinsam in der Jugendmusik Kufstein und Umgebung.

Kinder in gute Hände wissen

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ie Idee kommt an – vier Bläserklassen soll es ab Herbst in Tirol bereits geben. Nach Bruckhäusl und St. Johann wird auch in Innsbruck und Landeck dieser, auf zwei Jahre angelegte, Klassenmusizierkurs stattfinden. Die Kombination aus Orchester- und Instrumentalunterricht, bei der die Kinder Musikunterricht mit Orchesterblasinstrumenten erhalten und somit in einer Orchestergemeinschaft musizieren, eröffnet jedem Schüler die Möglichkeit, ein entsprechendes Instrument zu lernen. Es ist nicht nur eine der schönsten Möglichkeiten, Musik zu unterrichten, wie Wolfram Rosenberger, Landesjugendreferent des Tiroler Blasmusikverbandes festhält, es ist mit Sicherheit auch eine der schönsten Möglichkeiten, aktiv in die Welt der Musik einzutauchen. In den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan im Zusammenhang mit der musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen. Mit dem Tiroler Musikschulwesen wurde wie in Kufstein eine flächendeckende Einrichtung geschaffen, um den Heranwachsenden auf professionelle Art und Weise das Spielen eines Instruments beizubringen. Die Blasmusikkapellen fördern ihren Nachwuchs kindgerecht und bieten weit mehr, als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Unbestritten ist, dass bereits die musikalische Früherziehung enormen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung hat. „Musik ist ein ganzheitliches Erlebnis. In Musikkapellen und –vereinen steht die Gemeinschaft im Vordergrund, arbeiten verschiedene Generationen an einem Ziel“, betont Rosenberger, der auch Direktor der Musikschule Innsbruck ist. Darüber hinaus fördert das Erlernen eines Instruments Konzentration und Motorik, bringt geistige Anregung aber auch Entspannung. Das Musizieren in der Gruppe fördert Teamfähigkeit und Gemeinschafts-

sinn. Natürlich gibt es Freizeitaktivitäten, bei denen schneller Erfolge erzielt werden können, aber: musizieren kann man sein Leben lang. „Während beim Sport zumeist doch das Konkurrenzdenken im Vordergrund steht, ist es beim gemeinsamen Musizieren der olympische Gedanke, der zählt“, meint Rosenberger. Musisch begabt ist jedes Kind, das eine mehr, das andere weniger – es kommt daher auf eine entsprechende Förderung an. „Es gibt kein Kind, das nicht gerne und mit Freude musiziert“, weiß Rosenberger. Diesen Spaß, diese Motivation gilt es zu unterstützen. Dabei wird in den Musikschulen und den Jugendmusikkapellen, so auch in der Jugendmusik Kufstein und Umgebung, mittlerweile sehr viel Bedacht auf die Wünsche der jungen Leute genommen – Pop und Rock haben längst Einzug ins Repertoire der jungen Musiker gehalten. Und das flächendeckende musikalische Angebot des Tiroler Musikschulwerks trägt Früchte: rund 25.000 Kinder und Jugendliche besuchen in Nordtirol Musikschulen. Dabei ist das Musizieren nicht nur eine gute Möglichkeit, die Persönlichkeit der Heranwachsenden positiv zu beeinflussen, das Üben, das Musizieren ist zudem ein guter und sinnvoller Ausgleich zum schulischen Stress. Auch die Zeiten, wo ein Kind sein Wunschinstrument nicht lernen konnte, weil den Eltern das Geld dafür fehlte, sind vorbei. Die Tiroler Musikschulen und Blasmusikkapellen verfügen über ein breites Angebot an Leihinstrumenten, viele Fachgeschäfte bieten einen so genannten Mietkauf an. „Wenn ein Kind bei einem bestimmten Instrument bleibt, gibt es die Möglichkeit, finanzielle Starthilfe zu leisten“, ergänzt der Landesjugendreferent der Tiroler Blasmusikkapellen. Eine Initiative, die sehr gut angenommen wird. Susanne Gurschler

Neuwahlen Willkommen AUSSCHUSS – DIE NEUEN EHRENMITGLIEDER

A Für zuhause

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3 CD‘s der stadtmusikkapelle kufstein

www.facebook.com/Stadtmusikkapelle Kufstein

++ 8. Mai, 19.00 Uhr: MUTTERTAGSKONZERT/JAHRESKONZERT DER JUGENDMUSIK KUFSTEIN UND UMGEBUNG, Landesmusikschule Kufstein und Umgebung ++ 2. Juli, 18.00 Uhr: Mitwirkung der Jugendmusik Kufstein und Umgebung BEIM SCHULSCHLUSS-KONZERT der LMS Kufstein und Umgebung ++ Sommerferien 2013: VEREINSVORSTELLUNG IM RAHMEN VOM FERIENEXPRESS

Jugendförderung groß geschrieben

b im Auto, beim Kochen, gemütlich auf der Couch oder als Geschenk für Freunde. Die drei unterschiedlichen CD‘s der Stadtmusikkapelle Kufstein garantieren abwechslungsreiche Musik. So ist von traditioneller Marschmusik bis symphonischer Blasmusik alles vorhanden. Filmmusik, wie Mission Impossible, Fluch der Karibik oder Two Worlds aus Tarzan findet man ebenso wie namhafte Komponisten, u.a. Aram Khatchaturian, Johannes Brahms, Werner Pirchner oder Carl Orff wieder. Erhältlich sind die Tonträger über www.stadtmusikkapelle-kufstein.com oder direkt bei den Mitgliedern des Vereins.

„Musik wird nicht gemacht und sie sollte nie gemacht werden, damit man sie versteht, sondern damit man sie erlebt.“ Manuel de Falla

nfang des Jahres fand die Jahreshauptversammlung der Stadtmusikkapelle Kufstein statt. Vier verdienten Mitgliedern wurde die Ehrenmitgliedschaft des Vereines verliehen. Peter Egger, Josef Taxerer, Elmar Neulinger und Erwin Eberl können sich über die besondere Auszeichnung für Verdienste um den Verein sowie 40-jährige Mitgliedschaft freuen. Auch Neuwahlen fanden statt. Der gewählte Ausschuss für die nächsten zwei Jahre setzt sich wie folgt zusammen: Paul Fankhauser (Obmann), Thomas Scheiflinger (Kapellmeister), Walter Kristler (Finanzreferent), Christina Rottler (Schriftführerin), Gloria Marrone (Jugendreferentin), Peter Feuersinger und Martin Drechsler (Obmann-Stv.), Ernst Kaufmann (Kapellmeister-Stv.), Ralf Buchauer (Finanzreferent-Stv.), Claudia Taxerer (Schriftführerin-Stv.), Ferdinand Exenberger (Zeugwart Bekleidung), Teresa Kupfner (Zeugwart Noten), Andrea Scheiflinger (Medienreferentin) sowie Tanja Braunschmid und Josef Taxerer (Beisitzer).

Paul Fankhauser, Peter Egger, Josef Taxerer, Elmar Neulinger, Erwin Eberl, Thomas Scheiflinger und Vize-Bgm. Walter Thaler.

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aben Sie gewusst, dass Eltern mit ihren Kindern in der Musikschule auch während dem laufenden Schuljahr vorbei kommen können? Einfach im Sekretariat unter 05372-602-175 anfragen, wann denn der entsprechende Lehrer im Haus ist und einen Termin vereinbaren. Dann können Sie und Ihre Kinder zuhören und alles nachfragen was Sie wissen möchten. Die angehenden SchülerInnen können auch das gewünschte Instrument ausprobieren. So sind Sie bereits vor der Anmeldung in der Musikschule bestens über alles informiert.

Musik überwindet immer Grenzen

KIEFERSFELDEN musiziert mit kufstein

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ufstein und Kiefersfelden, beide nicht weit von einander entfernt und doch ist es jeweils ein anderes Land mit einem anderen Schulsystem. Um so erfreulicher ist es dafür, dass die Musik über allem steht und Mädchen und Burschen aus Kiefersfelden bei der Jugendmusik Kufstein und Umgebung mitspielen. Den guten Kontakt dafür gibt es bereits seit den Anfänger (1970) der Jugendmusikkapelle Kufstein. Auch die beiden Kapellmeister, Christoph Danner (Kiefersfelden) und Thomas Scheiflinger (Kufstein) kennen sich bereits seit der gemeinsamen Zeit in der Jugendmusikkapelle.


Hindernissen den Marsch blasen Kindgerechte Instrumente erleichtern den Einstieg

Konzerte in der Stadt Den Sommer musikalisch genießen

Oben: Durch spezielle Kinderinstrumente lassen sich viele Probleme durch Größe und Gewicht lösen. Unten: Karl Dubsek demonstriert, dass es keinen tonlichen Unterschied zu Kinderinstrumenten gibt.

Foto: Gurschler

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ie Autorin dieses Beitrags war neun oder zehn Jahre alt, da wünschte sie sich nichts mehr, als Klarinette spielen zu lernen. Der Kapellmeister ihrer Heimatgemeinde drückte ihr zur Probe eine in die Hand. Doch ihre Fingerchen wollten einfach nicht alle Klappen des Instruments erreichen, so sehr sie sich auch anstrengte – und so wurde es nichts mit der Klarinette, stattdessen bekam sie eine Blockflöte. Das ist schon ein paar Jahre her und mittlerweile müssen Kinder nicht mehr darauf verzichten, das Instrument zu lernen, das ihnen am meisten zusagt. Es gibt nämlich eine wirklich breite Auswahl an Musikinstrumenten, die auf die Möglichkeiten Heranwachsender abgestimmt sind. Und das ist gut so. Denn nicht nur können Kinder tatsächlich relativ früh mit dem Instrument beginnen, das ihnen gefällt, die Instrumente sind auch so konzipiert, dass Gewicht und Größe den körperlichen Voraussetzungen der jungen Musikbegeisterten angepasst sind. Ein Blick in die Geschichte der musikalischen Ausbildung hierzulande zeigt, welch umfassende Veränderungen es diesbezüglich gegeben hat. Vorbei die Zeiten, als einer Tuba lernte, weil er von der Körpergröße her am besten für dieses wohlklingende aber wuchtige Instrument geeignet ist. „Die Industrie hat auf den Bedarf reagiert. Es gibt heute eine Vielzahl an Instrumenten für Kinder, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind“, so Karl Dubsek, der seit 27 Jahren ein Fachgeschäft für Musikinstrumente in Innsbruck betreibt. Dabei wird auf eines ganz besonders geachtet, dass die Instrumente ergonomisch angepasst sind. Querflöten zum Beispiel haben einen besonders gebogenen Kopf; auch das Erlernen der Posaune, bei dem die Kinder aufgrund der geringen Armlänge den Zug nicht vollständig ausführen konnten, ist nun kein Problem mehr. Die Kinderposaune ist auf die Körpergröße abgestimmt, ebenso das Horn. Darüber hinaus muss ja bedacht werden, dass Kinder bei weitem nicht über das Lungenvolumen eines Erwachsenen verfügen, der Klangkörper daher auch „kleiner“ sein muss.

Eine ergonomisch adäquate Haltung, Entspannungsübungen etc. gehören seit Jahren ganz selbstverständlich zum Unterricht. Zwar sind nach wie vor Blockflöte und Gitarre die absoluten Spitzenreiter bei Kindern und Jugendlichen, doch andere Instrumente holen auf. Mädchen greifen besonders zum so genannten hohen Blech und dem Saxofon oder der Klarinette, Burschen eher zu den tieferen Blechblasvarianten. Seit kindgerechte Instrumente auf dem Markt sind, wächst das Interesse der Heranwachsenden auch an den bisher „schwierigeren“ Instrumenten wie etwa die Tuba. Mittlerweile forcieren die Musikschulen, dank kindgerechter Instrumente und handlicherer Tragetaschen, das Erlernen des tiefen Blechs. Und nicht nur in der Größe hat sich etwas geändert. Auch die Möglichkeiten erweitern sich. Galten früher Trommel und Marschbecken in den Musikkapellen als relativ eintönige Klanginstrumente, eröffnen sich heute vielseitige Möglichkeiten im Percussionbereich, spielen u.a. Pauken, Glockenspiel oder Xylofon eine wichtige Rolle. Kein Thema, dank Kinderinstrumenten, ist zudem mehr, ob die Fingerspannweite der Heranwachsenden für das Instrument reicht. Wäre die Autorin heute neun oder zehn Jahre alt, der Kapellmeister würde ihr mit Sicherheit eine kindgerechte Klarinette in die Hand drücken. Susanne Gurschler

Muttertags konzert Jugendmusik Kufstein und Umgebung

Jugendmusik Kufstein und Umgebung Leitung: Thomas Scheiflinger

Programm

Foto: Berger

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• Dakota von Jacob de Haan • Dixie-Star von Richard Zettler • Earth, Wind & Fire von Erich Pitterl • Fish flew like birds von Mike Hannickel • The Lord of the Dance von Ronan Hardiman • Fiesta! von Fritz Neuböck • Shalom alechem von Johan Nijs

urz gesagt, es gibt viele Möglichkeiten mit Musik den Sommer zu genießen. Auch mit der Stadtmusikkapelle Kufstein. Wie gewohnt spielen sie immer mittwochs um 20.00 Uhr am Unteren Stadtplatz ihr Platzkonzert. Heuer geht die Saison von 26. Juni bis 28. August. Gut eine Stunde erklingt dabei ein abwechslungsreiches Programm. Denn neben Touristen gibt es auch immer ein großes Stammpublikum zu begrüßen. Liebgewonnene Menschen, Freunde, die den Abend gemeinsam genießen wollen. Ob auf den Parkbänken, stehend, bei einem Gläschen in den Gastgärten oder flanierend mit einem Eis. Jeder kann für sich entscheiden, wie laue Sommerabende ausschauen sollen. Und so verwundert es auch nicht, dass man immer wieder hört: „Hoffentlich ist am Mittwoch schönes Wetter“. Seit letztem Jahr wird auch, bei schönem Wetter, ein Konzert im Stadtpark gespielt, welches heuer am Freitag, 19. Juli, um 19.30 Uhr statt findet. Gutes Wetter braucht es auch beim Einzug und dem anschließenden Konzert am letzten Samstag im Juni. Denn wenn es wieder heißt: „Das Kaiserfest ist eröffnet!“ spielt die Stadtmusikkapelle ein zweistündiges Konzert auf der Hauptbühne am Oberen Stadtplatz. Weitere Termine finden Sie auf der Rückseite.

Mittwoch, 8. Mai 2013 Beginn: 19.00 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) Dauer: ca. 1 Stunde Saal der Landesmusikschule Kufstein und Umgebung Eintritt: freiwillige Spenden


Einzug Erstkommunion

Sonntag, 28. April, 9.15 Uhr: im Stadtzentrum Sonntag, 5. Mai, 9.45 Uhr: im Stadtteil Zell Donnerstag, 9. Mai, 8.30 Uhr: im Stadtteil Sparchen

Sonntag, 28. April, von 10.00 bis 17.00 Uhr, Gemeindesaal Unterlangkampfen:

Bezirkswertungsspiel

Jugend ist Zukunft Die Orchesterlandschaft dafür ist umfangreich

Foto: Florian Lechner

TERMINE

12.30 Uhr: Auftritt Stadtmusikkapelle Kufstein

Samstag, 30. April ab 16.00 Uhr: Sonntag, 1. Mai ab 6.00 Uhr:

Maiblasen

Traditionell marschiert die Stadtmusikkapelle mit klingendem Spiel am 1. Mai durch Kufstein. Gerne kommen wir auch zu Ihnen – melden Sie sich einfach unter Mail: stadtmusik.kufstein@gmail.com.

Mittwoch, 8. Mai, 19.00 Uhr, Saal der Landesmusikschule Kufstein und Umgebung:

Familientipp! Muttertagskonzert Perfekt um mit der ganzen Familie hinzugehen. Eintauchen in die Welt der Musik mit jungen Menschen!

Jahreskonzert der Jugendmusik Kufstein und Umgebung; Leitung: Thomas Scheiflinger Eintritt: freiwillige Spenden

Samstag, 18., und Sonntag, 19. Mai, Langenlois:

Konzert und Messgestaltung

im Rahmen der Städtepartnerschaft Langenlois Samstag, 25. Mai, 11.00 Uhr, Hinterbärenbad:

Bergmesse

Musikalische Umrahmung für den Alpenverein Donnerstag, 30. Mai, 8.45 Uhr, Innere Stadt:

Fronleichnam Prozession durch die Stadt

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Freitag, 31. Mai, 18.45 Uhr, Feuerwehr Kufstein:

Umrahmung Autoweihe Samstag, 29. Juni, 10.00 Uhr, Altenwohnheim Zell:

Platzkonzert

Nur bei Schönwetter. Eintritt frei!

Samstag, 29. Juni, 12.30 Uhr, Oberer Stadtplatz:

Kaiserfest

Einzug von der VS Stadt zum Oberen Stadtplatz mit anschließendem Konzert bis 16.00 Uhr Freitag, 19. Juli, 19.30 Uhr, Stadtpark Kufstein:

Genuss & Sommerkonzert Musik! Nur bei Schönwetter. Eintritt frei!

Genießen Sie ein abwechslungsreiches Programm verbunden mit einem „guten Tropfen“ in einem Gastgarten.

26.6., 3., 10., 17., 24., 31.7., 7., 14., 21., 28.8., 20.00 Uhr:

Platzkonzerte

Veranstalter: Ferienland Kufstein Unterer Stadtplatz bei Schönwetter Sonntag, 4. August, 9.00 Uhr, Scheffau:

Bezirksmusikfest

Feldmesse mit anschließendem Umzug

Sonntag, 25. August, 13.30 Uhr, Ebbs:

Blumenkorso

Umzug durch Ebbs zum Hödnerhof

Günther Klausner Günther Klausner ist gelernter Industriekaufmann und war acht Jahre Solotrompeter und Ensembleleiter der Militärmusik Tirol. Zu der Zeit absolvierte er das Studium am Tiroler Landeskonservatorium, Fach Trompete. Weiters belegte er Studien am Höheren Europäischen Institut für Blasorchester in Trient/Italien und besuchte diverse Meisterkurse und war am Management Center in Innsbruck. Seit 2005 leitet er die Landesmusikschule Kufstein und Umgebung und ist nach mehreren Kapellmeistertätigkeiten in Nord- und Südtirol seit 2006 musikalischer Leiter der Swarovski Musik Wattens. ART: Wie wichtig ist die Jugend für die Vereine? GÜNTHER KLAUSNER: Sie ist nicht nur wichtig, sondern essenziell. Wir bilden die Kinder, speziell bei Bläsern, ja nicht nur zum Spielen für zuhause aus. Sondern natürlich auch für die Blasmusikszene. Gerade in diesem Bereich wird intensiv mit den Musikkapellen zusammengearbeitet. ART: Ist der Bläsersektor bereits ausgeschöpft? KLAUSNER: Was Schülerzahlen betrifft, sind wir gut aufgestellt. Natürlich gibt es aber die „Exoten“ wie Oboe, Fagott und das tiefe Blech. Da versuchen wir dann, zB über einen Zeichenwettbewerb oder Vorstellung in den Schulen, den Kindern diese Instrumente näher zu bringen. Letztes Jahr hat ein Schüler ein Probejahr auf der Oboe gewonnen. Besonders erfreulich ist, dass er geblieben ist und weiter lernt. ART: Gibt es etwas vor der Jugendmusik? KLAUSNER: Es gibt das Unterstufenblasorchester (UBO), welches auch zwei Jahre sehr gut funktioniert hat. Heuer ist es sich leider nicht ausgegangen. Im Herbst, mit Schulbeginn, wird es aber wieder ein Fixpunkt sein. ART: Welches Ziel hat das Unterstufenblasorchester? KLAUSNER: Die Einführung und das Vorbereiten der Kinder für die Jugendmusik. Es ist wichtig, dass sie bereits im Orchesterbereich Erfahrung sammeln können. Was es heißt, im Ensemble zu spielen, mit einem Dirigenten zu arbeiten; Führung zu übernehmen oder sich auch unterzuordnen. Und natürlich, gerade am Anfang, die Motivation für das Instrument zu bekommen.

ART: Wer darf bei dem UBO mitspielen? KLAUSNER: Alle Schüler sollen bereits nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten Lernjahr aufgenommen werden. Meine Grundvorstellung wäre, dass alle den Orchesterbereich durchlaufen. Dann können sie ja immer noch später entscheiden, ob es für sie der richtige Weg ist. ART: Ist das wichtig für die Stadtmusikkapelle? KLAUSNER: Natürlich. So kann von Anfang an ein Kontakt aufgebaut werden und alle lernen den Verein kennen. ART: Die Jugendmusik ist dann bereits die nächste Stufe? KLAUSNER: Und somit die Vorbereitung der Jugendlichen für die Musikkapelle. ART: Wie wichtig ist es, die Eltern einzubinden? KLAUSNER: Sehr wichtig und es funktioniert auch gut. Gerade bei Projekten helfen sie gerne mit. Die Wertigkeit dafür ist schon vorhanden. Wichtig ist, eine Gemeinschaft zu bilden, wo Kinder sagen: Da will ich mitmachen! ART: Viele Schüler verlassen nach der zweiten Übertrittsprüfung die Schule. Warum? KLAUSNER: Grundsätzlich ist es in der Musik wie im Sport. Die Fluktation nach oben wird immer mehr. Viele sind dann schon in den Kapellen und haben somit neben Schule, Beruf auch noch weitere Verpflichtungen und immer weniger Zeit. Bei einigen ändern sich auch einfach die Interessen. Viele machen die zweite Prüfung nur noch, weil es eine Vorgabe der Vereine ist. ART: Wie kann man dem Problem entgegnen? KLAUSNER: In der Blasmuisk gibt es den großen Vorteil gegenüber anderen Bereichen, wie zB bei den Streichern, eine Szene zu haben. Alleine durch die Tradition, wie sie auch in Kufstein durch die Stadtmusikkapelle gelebt wird. Trotzdem liegt noch einiges brach. ART: Gibt es einen Auftrag an den Verein? KLAUSNER: Es ist wichtig, dass sich, ganz allgemein, die Vereine mehr dafür einsetzen, dass ihre Mitglieder länger in der Schule bleiben um die Qualität zu sichern bzw. noch zu steigern. ART: Sagt das der Schulleiter oder der Kapellmeister? (lacht) Das sage ich jetzt auch durch meine Erfahrung als Kapellmeister. Daher weiß ich einfach, dass die Vereine heutzutage sehr gefordert sind, auch für ihre Jugend zu laufen und da komm ich um die Musikschule als den Partner der Ausbildung nicht vorbei. ART: Das heißt, die Zusammenarbeit zwischen der Stadtmusikkapelle und der Schule wird gewünscht? KLAUSNER: Unbedingt. Der Jugendreferent muss sich einfach um die Jugend kümmern. Genauso, wie es ein Jugendbetreuer zB beim Fußball tun muss. Um dem Kind zu vermitteln, ich werde gebraucht, der Verein freut sich auf mich. Das kann eine Schule nicht alleine übernehmen. Dadurch wird auch die Sinnhaftigkeit, warum er die Orchesterlandschaft schon so früh durchlaufen soll, nochmals verstärkt. ART: Wann soll ein Verein mit der Mitgliedersuche beginnen? KLAUSNER: Es ist wichtig, eine Plattform für die Jüngsten aufzubauen, sodass ich die Kinder und Eltern so früh wie möglich an mich, den Verein, binden kann. ART: Was ist also wichtig für die Jugendarbeit im Verein? KLAUSNER: Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein. Dass man sich auf einer Augenhöhe begegnet und jedem seine Aufgaben bewusst sind, sodass das Kind und das Fachliche auf beiden Seiten im Mittelpunkt stehen. Interview: Andrea Scheiflinger

MITGLIED WERDEN BEI DER STADTMUSIKKAPELLE KUFSTEIN

Musik gesucht? STADTMUSIKKAPELLE KUFSTEIN GEFUNDEN!

➔ stadtmusik.kufstein@gmail.com, www.stadtmusikkapelle-kufstein.com OBOE + FAGOTT + QUERFLÖTE + KLARINETTE + SAXOPHON + FLÜGELHORN + TROMPETE WALDHORN + POSAUNE + TENORHORN + KONTRABASS + TUBA + SCHLAGWERK

Donnerstag, 29. August, 20.00 Uhr, Kiefersfelden:

Platzkonzert

Austauschkonzert der BMK Kiefersfelden Samstag, 7. September, 16.00 Uhr, Zell:

Zellerfest

Einmarsch mit anschließendem Konzert

Samstag, 14. September, 11.00 Uhr, Brentenjoch:

Bergmesse und Weisenblasen

Raiffeisenbank Kufstein Musik verbindet, ist Leben und Freude. Musik ist Gemeinschaft, braucht Begeisterung und bringt ein gutes Miteinander. Vor allem aber ist Musik für mich Kunst - und deshalb freut es mich die „art“ der Musikkapelle Kufstein zu unterstützen und damit ganz besonders die Jugend zu fördern. Gratulation zur gelungenen Ausgabe! Bernhard Schwaiger, Raiffeisenbank Kufstein

Foto: Ascher

Samstag, 21. September, 12.30 Uhr, Oberer Stadtplatz:

Almabtrieb

Einschmarsch und Marschmusikkonzert

IMPRESSUM: Herausgeber und verantworlich für den Inhalt: Stadtmusikkapelle Kufstein, Kinkstraße 3, 6330 Kufstein, stadtmusik.kufstein@gmail. com, www.stadtmusikkapelle-kufstein.com, Obmann: Paul Fankhauser, Kapellmeister: Thomas Scheiflinger. Konzept/Layout/Umsetzung: Andrea Scheiflinger Redaktion: Stadtmusikkapelle Kufstein, Susanne Gurschler Fotos: Wenn nicht ausgewiesen Stadtmusikkapelle Kufstein.


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