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art

S TA D T M U S I K K A P E L L E K U F S T E I N

+ THEMA 1 Faszination „Tiefes Blech“ + THEMA 2 Beruflich unterwegs und doch dabei + THEMA 3 Jugend gibt den Ton an + THEMA 4 Einzigartig sein

Danke an Benedikt, Maja, Moritz, Pirmin und Vitus

Früh übt sich...

Ausgabe 1/2012


Ein Prachtstück von Instrument Vorurteile brechen und begeistern

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ie ist groß, sie ist schwer und ihr Ton geht durch Mark und Bein. Doch das ist es nicht, womit Tuba-Spieler primär zu kämpfen haben. Es ist das weit verbreitete und hartnäckige Vorurteil, dieses Instrument sei nur riesig, sei nur laut und einzig für das schmetternde „Umpah!“ zuständig. Eine Einschätzung, die auch Sigi Taxerer kennt. Aber er spielt sie gern, die Tuba. Im Alter von 12 Jahren hat er begonnen, dieses Blasinstrument zu lernen, war zunächst bei der Jugendkapelle. Seit 15 Jahren ist er nun Mitglied der Stadtmusikkapelle Kufstein. „Schon mein Vater hat Bass gespielt. Da war es naheliegend, dass ich das auch lerne“, schmunzelt der 30-Jährige. Sich für die wuchtige Tuba zu entscheiden, hat er nie bereut, auch wenn ihm schwindlig wurde bei den ersten Versuchen, dem Instrument einen Ton zu entlocken. Es braucht nämlich kräftige Lungen, um ausreichend Luft durch das Instrument zu jagen, damit am Ende ein kräftiger und gleichmäßiger Ton herauskommt. Aber das ist letztlich genauso eine Frage der Übung, wie es in einer Musikkapelle um Kameradschaft und gemeinsames Musizieren geht und nicht darum, sich selbst in den Vordergrund zu spielen. „Natürlich sind Solo-Parts toll, auf die freut man sich

(v.l.) Thomas Scheiflinger, Walter Kristler und Paul Fankhauser.

40 Jahre Musik DANKE WALTER KRISTLER

E www.facebook.com/BMK Kufstein

++ 12. Mai, 18.00 Uhr (Einlass 17.30 Uhr): MUTTERTAGSKONZERT/JAHRESKONZERT DER JUGENDMUSIK KUFSTEIN UND UMGEBUNG, Landesmusikschule Kufstein und Umgebung ++ 29. Juni, 19.00 Uhr: Mitwirkung der Jugendmusik Kufstein und Umgebung BEIM GROSSES SCHLUSS-KONZERT der LMS Kufstein und Umgebung Kufstein und Umgebung ++ FERIENEXPRESS 2012 – Vereinsvorstellung Stadtmusikkapelle und deren Jugendarbeit

Sigi Taxerer ist seit 15 Jahren Mitglied der Stadtmusikkapelle Kufstein und mit seiner „Susi“, wie er liebevoll sein Instrument nennt, ist er seit Jahren eng verbunden.

r hat für jede Frage eine Antwort. Gerne kümmert er sich um viele Dinge, organisiert oder plant. Irgendwie nebenbei ist er seit 21 Jahren der Finanzreferent der Stadtmusikkapelle Kufstein. Als zweiter Klarinettist ist Walter Kristler bei fast allen Proben und Konzerten der Stadtmusikkapelle vertreten. Wenn nicht, bekommt man meistens die Worte „Ich bin nicht. Ich habe Dienst.“ zu hören. Walter Kristler unterstützt den Verein in seiner langen, aktiven Zeit mit zahlreichen Stunden an ehrenamtlicher Arbeit. Die Stadtmusikkapelle Kufstein dankt dafür herzlich.

Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.“ Yehudi Menuhin (1916–1999), amerikanischer Geiger

ganz besonders. Aber das ist für jeden Musiker so“, sagt Taxerer. Nicht zu unterschätzen ist natürlich das Gewicht des Instruments. Es kann schon ins Kreuz gehen, wenn man – etwa bei großen Feierlichkeiten – die Tuba quasi den ganzen Tag tragen muss. Das ist wahrscheinlich auch einer der Hauptgründe, warum so wenige junge Menschen dieses Blasinstrument wählen. „Das ist schade, weil es zum einen ja verschiedene Größen gibt, man also hineinwachsen kann, und weil natürlich eine Musikkapelle die Tuba braucht“, erklärt Taxerer. Über einen Mangel an Abwechslung kann er sich nicht beschweren: „Es gibt für die Tuba sehr schöne Solo-Passagen.“ Nichts zu hören also von bloßem „Umpah“-Geschmetter. Das sahen und sehen übrigens auch zahlreiche Komponisten so. Ob Leonhard Bernstein, Paul Hindemith oder Krzysztof Penderecki – sie alle haben diesem speziellen Instrument eigene Werke gewidmet. Und: die Tuba hat sogar einen Ehrentag. 1979 vom amerikanische Bassisten Joel Day gegründet, wird der „International Tuba Day“ mittlerweile weltweit gefeiert. Jeweils am ersten Freitag im Mai heißt es: Sie ist groß, sie ist schwer, aber ein instrumentales Prachtstück. Susanne Gurschler

Musik liegt in der Luft

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ie Stadtmusikkapelle Kufstein ist bereits sommerfit und freut sich schon auf die Platzkonzertreihe am Unteren Stadtplatz bei lauen Sommerabenden. Wie gewohnt immer mittwochs um 20.00 Uhr nach den Kirchenglocken erklingt das erste Stück für alle musikbegeisterte Kufsteinerinnen und Kufsteiner sowie alle Gäste der Stadt. Ca. 1 gute Stunde lang werden neben traditioneller, sinfonischer Blasmusik, Originalkompositionen und interessante Arrangements aufgeführt. Abwechslungsreich und interessant gestaltet Kapellmeister Thomas Scheiflinger die heurige Saison. Reservieren Sie sich ein Plätzchen in einem der lauschigen Gastgärten oder kommen Sie einfach nur so vorbei, um Musik zu hören.

Anfassen & Ausprobieren

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ommerzeit ist für viele Kufsteiner Kinder Ferienexpress-Zeit. Auch 2012 wird die Stadtmusikkapelle Kufstein ihr Probelokal öffnen und bereitwillig allen Interessierten Auskunft über die Instrumente, die Musik und den Verein geben. Neben dem ganzen Schlagwerk können auch die Holzund Blechblasinstrumente ausprobiert werden. Melden Sie Ihre Kinder zum Ferienexpress an und damit in die Welt der Musik eintauchen.

Ewig unser!

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IN GEDENKEN AN HUBERT KRISTLER

erade mit der Musik werden Gefühle besonders stark ausgedrückt. Sie begleitet einen durchs Leben bei allen unterschiedlichen Anlässen – bei freudigen und auch traurigen. Vergangenes Jahr musste die Stadtmusikkapelle Kufstein ihren Posaunisten Hubert Kristler die letzte musikalische Ehre erweisen. Er war 69 Jahre beim Verein tätig. Mit den alten Geschichten und Anekdoten begeisterte er Jung und Alt. Die Kameradschaft und Liebe zur Musik waren Hubert Kristler auch im Alter noch wichtig. Er war aktives Mitglied der Stadtmusikkapelle Kufstein.


Gerade war‘s noch Paris… Der unverzichtbare Teil – die Erdung im Leben

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enn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben – nicht jeder aber hat stets eine Blockflöte dabei wie Markus Rieder. Der 40-Jährige ist zwar eigentlich Saxophonist, doch das kleine Holzinstrument ist einfacher zu transportieren, braucht weniger Platz. Das zählt, wenn man viel unterwegs ist und trotzdem nicht auf das Musizieren verzichten will. Der nach Eigendefinition zwar „nicht talentierte, aber ehrgeizige“ Musiker, hat unter anderem ein Doktorat in Physik absolviert, sich auf Datenanalysen spezialisiert, und arbeitet aufgrund dieses besonderen Tätigkeitsfeldes vorwiegend im Ausland. Franz Exenberger wiederum hat zwar keine Blockflöte in der Tasche, Musik spielt aber auch im Leben des 53-Jährigen eine zentrale Rolle. Sein Vater war viele Jahre u.a. Obmann des Unterinntaler Musikbundes und wie seine Geschwister hat er ein Instrument gelernt. Mit dem ersten selbst verdienten Geld habe er sich gleich die neun Symphonien von Beethoven gekauft. „Das sagt eigentlich eh schon alles“, so der begnadete Klarinettist, aber auch, dass er sich für das Physik- und gegen das Musikstudium nur deshalb entschieden hat, „weil ich mir dachte, Musik kann ich immer machen“. Gemeinsam ist den zwei Kufsteinern nicht nur die naturwissenschaftliche Ausbildung und die Liebe zur Musik. Wie Rieder arbeitet Exenberger im Ausland. Beide sind zudem seit Jahrzehnten aktive Mitglieder der Stadtmusikkapelle Kufstein – und das, obwohl es nicht immer einfach ist, Beruf, Familie und Hobby unter einen Hut zu bringen. Seit mittlerweile 25 Jahren ist Markus Rieder bei der Stadtmusikkapelle. Seine Mitgliedschaft an den Nagel zu hängen, kam ihm nie in den Sinn. Mit logistischem Geschick koordiniert er Job, Familie und Freizeit, auch wenn er nicht bei jeder Probe dabei sein kann. „Einmal bin ich direkt von Moskau zu einer Ausrückung geflogen, die Tracht und das Saxophon hatte ich schon im Auto am Flughafen bereit gehalten“, so der 40-Jährige. Ebenso passiert es Exenberger nicht selten, dass er den Tag noch in Frankreich oder gar den USA verbracht hat, und am Abend im Vereinslokal in Kufstein sitzt, um mit den Kameraden für das nächste Konzert zu üben. „Ich habe von Anfang an immer im Ausland gearbeitet. Ich finde das internationale Arbeiten einfach spannender, wegen der

Menschen, aber auch wegen des guten Essens, der Weine und der Lebensstile in anderen Regionen“, so Exenberger. Die Musikkapelle ist dennoch „unverzichtbarer Teil“ seines Lebens, ein Fixpunkt seit 40 Jahren. Es sind die langjährigen Freundschaften, der Zusammenhalt, das gemeinsame Musizieren, das gemeinsame Feiern der Erfolge und nicht zuletzt die „Erdung, der direkte Draht zur Heimat“ (Rieder), die beide trotz der beruflichen Verpflichtungen in der Musikkapelle halten und einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen lassen. Denn das Dabeisein ist natürlich eine immense Herausforderung, zumal die zwei auch Familie haben, und diese ebenfalls nicht zu kurz kommen darf. „Das ist natürlich nicht ganz leicht, und man hat auch immer wieder ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht regelmäßig bei den Proben und Ausrückungen dabei sein kann. Aber wie in vielen Dingen des Lebens ist es eine Frage der Priorisierung und der Organisation“, erklärt Exenberger. Dabei können die beiden auch auf das Verständnis und die Toleranz der Kameraden zählen. Diese wissen, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen, um bei Proben und Auftritten dabei zu sein. Und manchmal kommen Exenberger und Rieder einfach nicht rechtzeitig weg – aus Moskau, aus Paris oder wo immer sie gerade sind. Susanne Gurschler Markus Rieder (li.) und Franz Exenberger (re.) – beide beruflich viel im Ausland und doch seit vielen Jahren bei der Stadtmusikkapelle Kufstein aktiv dabei.

Jugend gibt Kaiserlich konzertieren den Ton an Einmarsch, Bieranstich & Konzert

Muttertagskonzert Programm UBO – Unterstufenblasorchester Leitung: Günther Klausner • Woodpeckers Parade K.Vlak • Ritter der Tafelrunde E.Siggers

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paß, Spannung und Schokolade. Wer kennt Sie nicht, die drei Anziehungspunkte vom Überraschungsei. Ungefähr so lässt sich auch das Empfinden der Musikantinnen und Musikanten der Stadtmusikkapelle Kufstein für das Kaiserfest in Kufstein umlegen. Spaß, Spannung und Musik sind es in diesem Fall. Auch Überraschungen gibt es jedes Mal wieder. Für den Dirigenten Thomas Scheiflinger und seine MusikantInnen war es letztes Jahr wohl die vielen, vielen Konzertbesucher und für Bgm. Martin Krumschnabel ist es vermutlich das Dirigieren „seiner“ Stadtmusikkapelle gewesen. Wenn es dann heuer am Samstag, den 30. Juni 2012 heißt: „Das 34. Kaiserfest ist eröffnet“ spielt die Stadtmusikkapelle Kufstein ein ca. zweistündiges Konzert und wird dabei viel Spaß haben, denn sie spielen gerne für Sie. Bei hoffentlich kaiserlichem Wetter werden Märsche, Polkas, Walzer und Musik für Jung und Junggebliebene zu hören sein. Unterhaltungsmusik für Jede und Jeden und bestimmt haben Sie das ein oder andere Musikstück schon einmal gehört. Und wenn Sie bei der Bausteinaktion „Marschmusikbuch“ gar einen Marsch gekauft haben, kommen Sie vor zur Bühne und melden Sie sich. Thomas Scheiflinger und die MusikerinInnen werden Ihnen „Ihren“ Marsch gerne spielen, damit auch Sie Spaß mit Ihrem gekauften Baustein haben. Vorher wird aber noch das Bier angezapft und da wären wir jetzt bei der Spannung. Wieviele Schläge werden die Verantwortlichen heuer brauchen? Soviel sei aber gesagt, letztes Jahr haben Thomas Oberhuber, Kaiserfest-Obmann, und Bgm. Martin Krumschnabel ihre Sache auf jeden Fall gut gemacht. Gönnen Sie sich ein Stück vom Ochsen, ein Grillhendl, Blattln mit Kraut oder was immer Sie möchten mit einem Bier, Radler, Wein, Limo, Kaffee etc. und genießen Sie einen feinen Mittag und Nachmittag mit der Stadtmusikkapelle Kufstein. Natürlich können Sie auch einfach nur zum Konzert kommen (Eintritt frei), zuhören und applaudieren. Die MusikantInnen wird es freuen und vielleicht gibt es auch heuer wieder eine Überraschung. Am Besten üben wir schon mal alle den Text vom Kufsteiner-Lied, dass wir für alle Fälle gerüstet sind. „Kennst du die Perle im schönen Tirol? Das Städtchen Kufstein, das kennst du wohl, umrahmt von Bergen, so friedlich und still, ja, das ist Kufstein dort am grünen Inn, ja, das ist Kufstein am grünen Inn...“

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aben Sie das Muttertagskonzert schon einmal besucht? Ja! Dann wissen Sie auch, dass pünktlich einen Tag vor dem Muttertag am Samstag, den 12. Mai 2012, die Musikantinnen und Musikanten der Jugendmusik Kufstein und Umgebung wieder ihr Jahreskonzert spielen. Heuer wird das Konzert erstmals vom UBO, dem Unterstufenblasorchester der Landesmusikschule Kufstein und Umgebung, eröffnet. Die ersten zwei Nummern werden von den Jüngsten dargeboten, bis dann im Anschluss die „Großen“ auf die Bühne kommen. Günther Klausner und Thomas Scheiflinger haben ein interessantes Programm zusammengestellt. Abwechslungsreiche, spannende Musik für Sie und Ihre Lieben. Kommen Sie vorbei und genießen Sie eine Stunde.

Samstag, 12. Mai 2012 18.00 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr), Dauer: ca. 1 Stunden Saal der Landesmusikschule Kufstein und Umgebung Eintritt: freiwillige Spenden

Jugendmusik Kufstein und Umgebung Leitung: Thomas Scheiflinger • Marche des Grenadiers L. v. Beethoven • Four Old Dances J. v. d. Roost • Sweet Suite J. Viitasaari • Jade Solistin: Manuela Burian N. Glennie-Smith • Siyahamba L. d. Ghisallo • Star Wars/Raiders-March J. Williams


Die Stadtmusikkapelle spielt für Sie Samstag, 28. April ab 17.00 Uhr, Pfarre St. Vitus:

Firmung in Kufstein Sonntag, 29. April, 14.00 Uhr, Kiefersfelden:

Festumzug und Konzert

225 Jahre Musikkapelle Kiefersfelden

Samstag, 30. April ab 18.00 Uhr: Sonntag, 1. Mai ab 6.00 Uhr:

Maiblasen

Traditionell marschiert die Stadtmusikkapelle mit klingendem Spiel auch heuer am 1. Mai durch Kufstein. Gerne kommen wir auch zu Ihnen. Ob Privatperson, Firma, Lokal – melden Sie sich einfach unter Mail: stadtmusik. kufstein@gmail.com.

Einzug Erstkommunion

Sonntag, 6. Mai, 9.15 Uhr: im Stadtteil Innere Stadt Sonntag, 13. Mai, 9.45 Uhr: im Stadtteil Zell Donnerstag, 17. Mai, 8.30 Uhr: im Stadtteil Sparchen

Samstag, 12. Mai, 18.00 Uhr, Saal der Landesmusikschule Kufstein und Umgebung:

Familientipp! Muttertagskonzert Perfekt um mit der ganzen Familie hinzugehen. Eintauchen in die Welt der Musik mit jungen Menschen!

Jahreskonzert der Jugendmusik Kufstein und Umgebung; Leitung: Thomas Scheiflinger Eröffnung: UBO – Unterstufenblasorchester; Leitung: Günther Klausner Eintritt: freiwillige Spenden

Donnerstag, 7. Juni, 9.00 Uhr:

Fronleichnam

Beginn: Stadtpfarrkirche St. Vitus; mit anschließendem Umgang (Innenstadt-Bereich) Samstag, 30. Juni, 12.30 Uhr:

Genuss & Musik!

Genießen Sie ein abwechslungsreiches Programm verbunden mit einem „guten Tropfen“ am Unteren Stadtplatz an einem lauen Mittwochabend!

Kaiserfest

Einmarsch mit anschließendem Konzert auf der Hauptbühne 27.6., 4., 11., 18., 25.7., 1., 8., 15., 22., 29.8.:

Platzkonzerte

Veranstalter: Ferienland Kufstein Jeweils mittwochs, 20.00 Uhr, Unterer Stadtplatz bei Schönwetter Sonntag, 5. August, 9.00 Uhr, Unterlangkampfen:

Bezirksmusikfest

Feldmesse mit anschließdem Umzug; Marschmusikbewertung

Donnerstag, 9. August, 20.00 Uhr, Pavillon Kiefersfelden:

Platzkonzert

Austauschkonzert der BMK Kiefersfelden am 1.8. Dienstag, 21. August, 19.45 Uhr, Pavillon Bad Häring:

Platzkonzert

Austauschkonzert der KMK Bad Häring am 29.8. Samstag, 1. September, 16.00 Uhr, Zell:

Einzigartig sein Kunstwerke aus Federkiel für die Tracht Christian Fankhauser ist gebürtiger Thierseer, kommt aus Mitterland, lebt und arbeitet dort. Als gelernter Koch ist er über Umwege zu seinem heutigen Beruf, seiner Passion, dem Federkielsticken gekommen. Er betreibt seine eigene Werkstatt gleich neben seinem Privathaus und wenn er nicht auf Ausstellungen im bayerischen Raum und auch weiter oben in Deutschland ist, findet man in auf dem Bock beim Sticken. Am Schreibtisch ein großes Haferl mit Kaffee. Neben der Tracht und deren Entwicklung sowie den artverwandten Berufen wie Sattler oder Feintäschner erfährt man bei einem Gespräch mit ihm auch noch so einiges über bayerische und Tiroler Bräuche, Gepflogenheiten, den unterschiedlichen Einstellungen zur Tracht und das Statussymbol Ranzen, welches noch immer nicht ausgestorben ist. Er entwickelt spezielle Legierungen und Verarbeitungen mit Silber, um noch speziellere Stücke anfertigen zu können – es ist seine große Leidenschaft. In Bayern zählt er zu den „ganz Großen“ wohl auch deshalb, weil er solch eine Gemütlichkeit ausstrahlt, dass man beim Reden mit ihm einfach die Zeit übersieht. ART: Wie sind Sie damals zu der Federkielstickerei gekommen? CHRISTIAN FANKHAUSER: Ich wollte bei meiner standesamtlichen Hochzeit einen eigenen Ranzen haben und bin damals zu einigen Ranzenstickern gefahren, doch leider war die Vorlaufzeit von einem Jahr zu kurz für die Anfertigung. Mein späterer Lehrmeister hatte wohl Mitleid, denn er zeigte mir das Handwerk bereitwillig, sodass ich doch noch zu meinem eigenen Ranzen gekommen bin. ART: Das heißt, Sie haben Talent dazu? FANKHAUSER: grinst. Das wird wohl so sein. Es war eine interessante, aufwendige Schule. Neben Genauigkeit und Ausdauer ist es einfach wichtig, ein gutes optisches Auge zu haben und eine gewisse Phantasie kann auch nicht schaden. ART: Muss man bei Ihnen auch bereits ein Jahr auf einen neu bestellten Ranzen warten? FANKHAUSER: Ja. Ich bin auch bereits sehr gut gebucht. ART: Wieviel Material wird in einem Plattlranzen verwendet? FANKHAUSER: Neben dem Leder, welches sich auch von Farbe und Verarbeitung unterscheidet, sind es hauptsächlich die Federkiele, mit denen gestickt wird. ART: Federkiele stammen von Pfauen? FANKHAUSER: Das stimmt. Einmal im Jahr wirft jeder Pfau seine Federn. Das sind ca. 10 Stück pro Tier. Die längsten können dann zum Federkielsticken verwendet werden. ART: Wo bekommen Sie die Kiele her? Fankhauser: Meine Händler sind aus Österreich bzw. dem bayerischen Raum. Es gibt eigene Farmen für die Pfauenzucht – unter anderem in Indonesien, wo der

Großhändler einkauft und an uns Federkielsticker weiterverkauft. Art: Geschieht den Tieren etwas? Fankhauser: Speziell in Indonesien gibt es sehr viele Pfaue. Die werden für die Federn bzw. zum Verzehr gezüchtet. Der Pfau ist für sie wie für uns ein Hendl. Nur braucht der Pfau besonders gute Pflege und viel Auslauf. Sie werden freilaufend gehalten – ohne Zäune etc. Anders würde der Pfau gar nicht überlebensfähig sein. Art: Restaurieren Sie auch alte Ranzen? Fankhauser: Natürlich. Ich stimme die neuen Lederteile zum Beispiel farblich genau auf den alten Ranzen ab. Da wird dann schon mal ein Stück Leder mit sehr großem Aufwand hingefärbt, dass es dazu passt. Genauso die Kiele. Die sind ja reinweiß und bei den alten Stücken sind sie halt meistens schon etwas vergilbt. Art: Die Tracht ist im Kommen. Wie sehen Sie das? Fankhauser: Mich freut es, dass es wieder mehr Bewusstsein für die Tracht gibt. Es muss auch nicht immer gleich eine teure Kombination sein. Jeder, der hängen bleibt, kauft sich später eh eine besondere oder lässt sich vielleicht sogar nach besonderen Vorlagen eine schneidern. Art: Es werden auch Federkielstickkurse angeboten. Machen Sie das auch? Fankhauser: Nein, ich gebe keine Kurse. Verstehe aber, dass es Frauen gibt, die ihren Männern einen Ranzen selbst sticken möchten. Auch Männer sind bei den Kursen und machen sich ihren Ranzer selber. Leider werden dort keine Materialien angeboten, wie ich sie jetzt verwende. Mir ist aber aufgefallen, dass einige Kursteilnehmer ein richtig gutes Auge für die Kunst haben. Art: Würden Kurse in Bayern auch funktionieren? Fankhauser: lacht. Nein. Das würde nicht gehen. Da würde sich keiner bei seinem Verein oder Stammtisch sagen trauen, dass er den Ranzen selbst gestickt hat. In Bayern gibt es das Statussymbol noch. Es müssen alle begeistert sein, ob der Qualität und des Preises. Der nächste, der sich einen sticken lässt, hat dann natürlich noch den Besseren. Das versteht sich dort von selbst. Art: Erkennen Sie „Ihre“ Ranzen wieder? Fankhauser: Natürlich. Wenn er von mir ist, erkenne ich jeden wieder. Egal ob ich in auf Festen, Ausstellungen oder wo anders sehe. Es sind Kunstwerke für mich. Art: Bei Ihnen in der Werkstatt hängt ein Ranzen ohne Plattl, eher breit, durchgehend sehr fein bestickt. Ist er etwas Besonderes? Fankhauser: Für mich auf jeden Fall. Er ist besonders fein, genau und aufwendig – er war mein Meisterstück. Ich arbeite seither nach den Worten meines Lehrmeisters: „Schick nichts raus, was du nicht selber haben möchtest.“

WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG + WICHTIG

Musik gesucht? STADTMUSIKKAPELLE KUFSTEIN GEFUNDEN!

➔ stadtmusik.kufstein@gmail.com, www.stadtmusikkapelle-kufstein.com +S  ie sind aus schulischen Gründen in Kufstein? + Sie sind aus beruflichen Gründen vorübergehend in der Gegend?

Zellerfest

+ besuchen Sie uns bei einer der Proben + reden Sie mit uns bei einem der Auftritte

Herbst 2012:

OBOE + FAGOTT + QUERFLÖTE + KLARINETTE + SAXOPHON + FLÜGELHORN + TROMPETE WALDHORN + POSAUNE + TENORHORN + KONTRABASS + TUBA + SCHLAGWERK

Einmarsch mit anschließendem Konzert

Weisenblasen

mit Bergmesse,Frühschoppen und Weisenblasen verschiedener Gruppen

Samstag, 22. September, 12.30 Uhr, Oberer Stadtplatz:

Almabtrieb

Einschmarsch und Marschmusikkonzert

Samstag, 24. November, 20.00 Uhr, Stadtsaal Andreas Hofer:

Cäcilienkonzert

Musikalische Leitung: Thomas Scheiflinger

Kufstein, Tiroler Sparkasse von 1877 IMPRESSUM: Herausgeber und verantworlich für den Inhalt: Stadtmusikkapelle Kufstein, Kinkstraße 3, 6330 Kufstein, stadtmusik.kufstein@gmail.com, www.stadtmusikkapelle-kufstein.com, Obmann: Paul Fankhauser, Kapellmeister: Thomas Scheiflinger. Konzept/Layout/Umsetzung: Andrea Scheiflinger Redaktion: Stadtmusikkapelle Kufstein, Susanne Gurschler Fotos: Wenn nicht anders ausgewiesen Stadtmusikkapelle Kufstein.


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