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Kreise ziehen

1,10 € Juni 2011 Nr. 6/JG 21

S.11

Ein Haus für alle

S. 21

Bürgermeisterpokal

S. 27

l a n r u o j s t a n o M s a d

Audi

Das Teltower Stadt-Blatt feiert Jubiläum!


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Tim hat im Diktat eine Fünf.

Wenn er groß ist, will er Informatiker werden. Wissenschaftliche Studie bestätigt: LOS hilft im Lesen und Rechtschreiben * Probleme erkennen Tim war schon immer ein aufgewecktes Kind. Auch in vielen Schulfächern zeigte er gute Leistungen. Nur mit der Rechtschreibung wollte es nicht klappen: Obwohl er fleißig mit seiner Mutter übte, wirkte Tim oft unkonzentriert und machte immer wieder die gleichen Fehler. Seine Mutter war ratlos – bis Tims Lehrerin sie auf das LOS aufmerksam machte.

Gut beraten im LOS Tims Mutter vereinbarte sofort einen Gesprächstermin. Im LOS wurde Tim, nach einem intensiven Gespräch mit Eltern und Kind, getestet. Es stellte sich heraus, dass Tims Probleme keineswegs von man-

gelnder Intelligenz oder Konzentrationsstörungen herrühren, sondern von einer Rechtschreibschwäche. Zweimal pro Woche kommt Tim seither ins LOS und arbeitet in seiner, von einem speziell geschulten Pädagogen betreuten Fördergruppe daran, seine Rechtschreibprobleme zu meistern. Dabei werden alle sprachlichen Aspekte – die mündliche Sprache ebenso wie die schriftliche – berücksichtigt. Neben schriftlichen Unterrichtsmaterialien kommen auch Computer zum Einsatz.

ist schon viel sicherer geworden, sein Wortschatz hat sich erweitert und er ist wieder konzentriert bei der Sache. Auf seine Fortschritte ist er richtig stolz und das motiviert ihn weiterzumachen. Schließlich will er einmal Informatiker werden – und dafür, das weiß Tim genau, braucht er gute Noten.

Der Weg zum LOS Über den individuellen Förderunterricht für Ihr Kind informiert Sie Martina Welte, LOS Teltow, Rheinstraße 10c, Telefon 03328 337040.

Erfolg in der Schule Inzwischen merkt Tim, wie sehr ihm das gezielte Training hilft: Seine Rechtschreibung

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11.09.2009 09:59:04

Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Aktuelles/Inhalt

„Und sonst?“

Inhalt

Teltower Stadt-Blatt ist kein Teenager mehr

Topthema: Ein Kind der Wende

Seite 12

20-jähriges Jubiläum des Teltower Stadt-Blattes – Dazu das Bürgermeisterwort (S. 7), Leserglückwünsche (S. 14) und mehr

Schmidt, Pieske, Derlig – Aktivisten der 1. Stunde

Foto: Archiv Pieske

Man erinnerte sich wohl noch sehr gut daran, an die Transparente, auf denen anderthalb Jahre zuvor MEINUNGS- und PRESSEFREIHEIT in Großbuchstaben prangte, als man in jenem Jahr 1991 ein Blatt für die Stadt Teltow aus der Taufe hob – ein Teltower Stadt-Blatt also. Die eigene Sicht auf die Dinge lag der Kommune am Herzen, und so wurde der heutige Bürgermeister und damalige Beigeordnete für Bildung und Kultur, Thomas Schmidt, quasi erster Chefredakteur eines Stadtmagazins, welches dieser Tage sein 20. Jubiläum feiert. Dann stieß Manfred Pieske dazu. „‚Hm‘, machte der Herr Schmidt. Dann sagte er: ‚Und sonst?‘“ Er wollte wissen, was der Pieske zu Ostzeiten gemacht habe. „Geschrieben“, hatte der Pieske geantwortet. „Für Zeitungen von Partei und Regierung?“, fragte der Herr Schmidt darauf. „Aber Herr Schmidt!“ Und so war der Pieske im Boot und wurde schließlich der rasende Stadt-Blatt-Reporter für alles rund um den Zickenplatz. So erinnert sich Manfred Pieske heute in seinem jüngst erschienenen Büchlein „Als Teltow neu erfunden wurde“. Wenige Jahre darauf, 1993, überließ man dem Pieske die Zeitschrift. Der Aufbruch in die publizistische Unabhängigkeit wurde von einigen Personen begleitet: Einem kapitalen Luftikus, den Pieske einfach Locke nannte und der die Miete für die erste freie Stadt-Blatt-Redaktion in der Fabrikantenvilla prellte, einem wohlmeinenden Berliner Verleger, namens Horst Meyer, der sich um know how und know what mühte und einem Eberhard Derlig, der der eigentliche Geburtshelfer der Teltower Gazette war und diese schon vor der Privatisierung lautstark als „druckfrisch und lügenfrei“ auf dem Wochenmarkt feilbot. Als Pieske im Jahre 2 000 in den vermeintlichen Ruhestand ging, wechselte der Teltower Stadt-Blatt Verlag den Besitzer und ging an einen jungen Mann namens Andreas Gröschl. Vermeintlich Ruhestand, weil der Pieske schon kurz nach seinem Rückzug aus dem Arbeitsleben die Regional Rundschau aus dem Boden stampfte und dem Verlag ein weiteres Standbein verschaffte. Der Stahnsdorfer Ortsanzeiger reihte sich noch kurz vor Pieskes Rückzug in die Pensionierung in die Produktpalette des Verlages. Und das Schreiben konnte der Pieske auch danach nicht lassen. In der Ägide Andreas Gröschl gesellte sich die Kleinmachnower Zeitung zum Teltower Stadt-Blatt, dem Stahnsdorfer Ortsanzeiger und der Regional Rundschau. Insbesondere der Service-Faktor wurde ausgebaut. Jetzt gibt es nicht mehr nur die gängigen Presseprodukte, wie man sie seit Jahr und Tag vom Verlag kennt, sondern auch kundenorientiert Magazine, Broschüren oder Chroniken aller Art. Die Herausgabe von Büchern wurde ebenfalls intensiviert. Und wie sich das fürs neue Jahrtausend gehört, orientiert sich der Verlag zunehmend auch an den digitalen Medien. Aber angefangen hatte alles seinerzeit, 1991 mit Rolf Niebel der ersten Ausgabe des Teltower Stadt-Blattes. Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Im Kopf beginnen

Seite 10

Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in Kleinmachnow

8. Mai – ignorierter Gedenktag ?

Seite 22

Das Ende der Nazi-Herrschaft prägte Europa bis heute – Beobachtungen am Tag der Befreiung

Regionales Kommunales

4, 10, 11

Unsere Nachbarn – Erste Stolpersteine im Oktober Teltow metamorphiert – Maskottchen bekommt Flügel

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Straßengespräche

8

Kultur

„Herbert Lange – Ein Malerleben“ 16 Wie bunt ist VACAT? 16 Außenminister – Der Feind im Innern 30

Leserpost Soziales

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Mehrgenerationshaus „Philantow“ hat neues Domizil

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Gesundheit Sport Recht

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Aus der Region

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Teltow Sie hat nicht genug einsatzfähige Züge, die Berliner S-Bahn. Deshalb wurde die nächste Hochfahrstufe für die S-Bahn-Linie S25 nach Teltow Stadt erneut abgesagt. Bereits im Sommer 2009 sollte die S-Bahn, ginge es nach Wunsch des Landes Brandenburg, im Zehn-Minuten-Takt fahren. Im Mai diesen Jahres sollte dies nun endlich umgesetzt werden. Nun müssen Fahrgäste von und nach Teltow weiterhin 20 Minuten warten, sollten sie ihre Bahn nur um Sekunden verpassen. Insbesondere im Winter, wenn wieder mit erhöhtem Zugausfall zu rechnen ist, kann es dann entsprechend länger dau R.N. ern.

Abb.: Immanuel-Kant-Gymnasium

Stahnsdorf Am 22. Mai durchzog die große Route (120 km) des Skoda-Velothon-Rennens u.a. auch Teltow, Stahnsdorf, Sputendorf und Schenkenhorst. Entlang der Strecke säumten Zuschauer den Weg. Sie spornten die Fahrer mit Jubel-Zurufen, Tuten und Rasseln an. Start und Ziel war das Brandenburger Tor. Die kurze Tour (60 km) verlief innerhalb Berlins und wurde umrahmt von einem bunten Festprogramm, während die große Tour ins südliche Umland führte. Das Rennen wurde 2008 ins Leben gerufen und ist heute mit mehr als 12 000 Anmeldungen und internationaler Beteiligung das zweitgrößte Radsport-Event Europas. B.Ri.

Foto: Niebel

Region Die Zeit fliegt. Eben war noch der Winterdienst unterwegs, und schon naht wieder die Saison der Sommerfeste. Am 18. Juni findet auf dem Gelände der Kleinmachnower Jugendfreizeiteinrichtung ab 15 Uhr das traditionelle JFE-Sommerfest statt, an dem die Einrichtung einen offiziellen Namen erhält. Live- Musik von Stella A und Pomorzanie aus Polen wird den akustischen Hintergrund bieten. Das Immanuel-Kant-Gymnasium in Teltow feiert sein Sommerfest am 20. Juni von 16 bis 18 Uhr. Neben Trödelecke, Tombola und sportlicher Betätigung wird es ein buntes Bühnenprogramm geben. R.N.

Foto: Richter

Kleinmachnow Am 19. Mai präsentierten die Künstler Rainer Ehrt, Michael heyers Ingerid Ljosland und Christian Roehl ihre Entwürfe für ein Nordahl-Grieg-Denkmal im Kleinmachnower Rathaus. Die Initiative des Kleinmachnower Heimatvereins soll zur Aufwertung des bisherigen Gedenksteins am Nordufer des Machnower Sees beitragen. Die Jury entschied sich für den Entwurf von Rainer Ehrt. Der Heimatverein möchte dieses Denkmal gern am 2. Dezember 2013, dem 70. Todestag des norwegischen Dichters, einweihen, und das Projekt damit abschließen. R.N.

Foto: stock photo/babayasin

Region Bereits zum 40. Mal hat die Evangelische Kirchengemeinde Kleinmachnow mit Pfarrer Dieter Langhein an der Spitze einen Hilfstransport nach Rumänien abgesandt. Ein 40-Tonner, voll beladen mit Betten, Matratzen, Tischen, Stühlen, Fahrrädern, Rollstühlen, elektr. Geräten, Kleidung, Schulsachen und Lebensmitteln, konnte dank der Spenden von Kleinmachnower, Teltower und Stahnsdorfer Familien auf die 1000 km weite Reise gehen. Besonders bedürftige Familien in Valea Putnei und Pojorita, die Orthodoxe Gemeinde, die „Armenküche“, ein Kindergarten und eine Schule werden die Empfänger sein. B.Ri.

Foto: Ehrt

Kleinmachnow Es war nicht diese Bombe, die am 19. Mai den Kraftfahrzeugverkehr auf der A 115 zwischen Kreuz Zehlendorf und Potsdam Babelsberg von 17.30 bis 20.00 lahmlegte. Bei der Bombe, die in KleinmachnowDreilinden in direkter Nähe zur Autobahn gefunden wurde, handelt es sich um einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Neben der Autobahn konnte auch der Teltowkanal bis zur Entschärfung und Freigabe nicht befahren werden. Lange Staus konnten durch Umleitungen vermieden werden. Rolf Niebel

Foto: GA KLM

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Regionales

2 x am Eigentlich ist die Tatsache an sich schon so lächerlich, dass man sie kaum mehr karikieren kann. Man echauffiert sich in dieser Gegend nicht nur über den Fluglärm, der die braven Bürger künftig aus ihren Vorgärten treiben könnte. Nein, auch Fluglärm, der seit Jahr und Tag eben diesen Gärten entströmt, hat nun seine zivilcouragierten Bürger gefunden, die sich tapfer dagegen auflehnen. In Stahnsdorf werden mittlerweile Imker verklagt, weil das Gesumme und Gebrumme der Immen offenkundig genauso unaushaltbar ist, wie die Dezibelbelastung von Boeing 787 und A 380. Dass Natur nicht immer schweigsam ist, dürfte landläufig bekannt sein. Dass kommunale Volksvetretungen nun über die Ortsüblichkeit von Bienen befinden müssen, sollte eigentlich für Gelächter sorgen, aber nicht zu laut bitte, es könnte

Grund für die nächste Klage sein. Und vor allem nicht zu früh gelacht. Die Feststellung der Ortsüblichkeit von Bienen beschäftigte die Gemeindevertreter in Kleinmachnow bereits vor Monaten. In Teltow immerhin wollen sich die Volksvertreter prophylaktisch damit befassen. Wäre ja auch zu schön, wenn man aufgrund geräuschempfindlicher Möchtegernackerbürger auf die Aufblühhilfe der kleinen umtriebigen Sechsbeiner verzichten müsste – gerade jetzt, wo Teltow doch so großartig aufblühen soll. Denjenigen akustisch sensiblen Naturliebhabern, die es sich leisten können, sei ans Herz gelegt: Zieht doch in die Antarktis! Da gibt es noch Natur pur, und die schweigt. Nur der Wind pfeift übers Ross-Schelfeis. Aber vermutlich wird sich auch dort bald irgendein zänkischer Zeitgenosse finden, der Klage erhebt, und man wird womöglich dann über die Ortsüblichkeit von Packeis bescheiden müssen. Gott oder dem Klimawandel sei Dank, schmilzt das ja aber nun auch. Nur – irgendwann kommen dann wieder die Bienen. Wat soll´n dit?

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Kommunales

Sprechstunden Sören Kosanke.  Die nächste Sprechstunde des SPD-Landtagsabgeordneten findet am 20. Juni in der Zeit von 14 bis 17 Uhr in seinem Wahlkreisbüro, Potsdamer Straße 62, statt. Kontakt über (0 33 28) 33 73 07 oder post@ soeren-kosanke.de. Hans-Peter Goetz.  Der FDP-Landtagsabgeordnete lädt am 6. Juni, um 16–18 Uhr, zu einer Bürgersprechstunde ein. Sie erreichen ihn in seinem Wahlkreisbüro, Geschwister-Scholl-Str. 4. Kontakt: (0 33 28) 4 79 56 83/ wahlkreisbuero@hpgoetz.de. Berndt Längrich. Den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung erreichen Sie im SVV-Büro im Alten Rathaus, Am Marktplatz 2 unter (0 33 28) 4 78 12 59. DIE LINKE/BündnisGrüne. Der Stadtverordnete der Fraktion, Reinhard Frank, lädt am 15. Juni, 16 bis 18 Uhr, zur Bürgersprechstunde in die Potsdamer Str. 74 ein. Er steht für alle Fragen der Arbeit in der SVV zum Gespräch bereit. Eine vorherige Terminabsprache ist nicht nötig. Kontakt: (0 33 28) 30 28 18 CDU. Die Bürgersprechstunden finden bis auf Weiteres nach Vereinbarung statt. Den Vorsitzenden John Kidd erreichen Sie unter (0 33 28) 30 77 66.

Sitzungen

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SVV: 29.6., 18 Uhr; Hauptausschuss: 20.6., 18 Uhr; Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales: 6.6., 18 Uhr; Aussch. für Bauen, Wohnen und Verkehr: 7.6., 18 Uhr; Ausschuss für Umweltund Energie: 8.6., 18 Uhr; Finanz- & Wirtschaftsförderungsausschuss: 9.6., 18 Uhr; Werksaussch.: 15.6., 18 Uhr Den genauen Ort entnehmen Sie bitte www.teltow.de.

Die Stadtverordneten tagten: Altanschließer Das Thema, welches die Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung vom 25. Mai 2011 dominierte, war die Frage nach den Möglichkeiten des Bürgermeisters Thomas Schmidt, sich in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Der Teltow“ (WAZV) für die von Altanschlussgebühren betroffenen Bürger einzusetzen. Schmidt stellte klar, dass er als Bürgermeister verpflichtet sei das entsprechende Gesetz umzusetzen. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert erläuterte, dass der WAZV Anschlussinvestitionen refinanzieren müsse. Laut Artikel 3 des Grundgesetzes gebe keinen Unterschied zwischen Alt- und Neuanschließern. Es würden auch keine Beiträge doppelt erhoben. Durch diese werden lediglich Investitionen refinanziert, die nach dem 3. Oktober 1990 getätigt wurden. Sollte ein Bürgermeister die Erhebung verweigern, mache er sich der Untreue zulasten des WAZV schuldig. Die betroffenen Bürger können je-

doch Widerspruch gegen die Zahlungsbescheide einlegen. Allein in Teltow müssen etwa 900 Haushalte mit einer Zahlungsaufforderung rechnen. Doch auch die Stadt selbst könne gezwungen sein, Altanschließergebühren entrichten zu müssen. Die Summe würde sich dann vermutlich im sechsstelligen Bereich bewegen. Niebel

Haushalt Teltow hat einen neuen Haushalt. Zum ersten Mal allerdings gilt für diesen anstelle der bisherigen kameralistischen die doppische Haushaltsführung. Somit konnte für das Haushaltsjahr 2011 keine Eingangsbilanz vorgehalten werden. Der Ergebnishaushalt für das laufende Jahr beläuft sich auf insgesamt 30,1 Mio. Euro. Beim Finanzhaushalt sind 32,4 Mio. Euro Einzahlungen und 31,8 Mio. Euro Auszahlungen vorgesehen. Aufgrund der Rücklagen von insgesamt 2,7 Mio. Euro werden in diesem Haushaltsjahr keine Großprojekte anvisiert. Schwerpunk-

Unsere Nachbarn Erste Stolpersteine im Oktober

Sie war ein großer Erfolg, die Ausstellung, die die AG Stolpersteine Teltow Anfang des Jahres im Teltower Rathaus initierte. Unter dem gleichen Titel, wie die Ausstellung, erscheint nun der von Dr. Gabriele Bergner und Jens Leder zusammengestellte Katalog „Sie waren unser Nachbar – Jüdisches Leben in Teltow bis 1945“. Um in der Stadt auch dauerhaft sichtbar an dieses jüdische Leben zu erinnern, werden in Teltow ab Oktober 2011 die ersten Stolpersteine verlegt. Der Künstler Gunter Demnig hatte 1997 den ersten Stolperstein in Berlin Kreuzberg, damals noch illegal, verlegt. Heute liegen derartige Stolpersteine in über 500 deutschen Orten

und mehreren anderen europäischen Ländern. Mit den mit Messing überzogenen Stolpersteinen wir vor der Haustür, bzw. an den Orten, wo die entsprechenden jüdischen Bürger einst ihr Haus hatten, an Vertreibung und Vernichtung erinnert. In Teltow sind derzeit 15 Steine angedacht. Für 95 Euro können Patenschaften übernommen werden. Die AG Stolpersteine forscht nun weiter. Aktuell plant man, das Leben des jüdischen Ingenieurs und Publizisten Ernst Valentin und seiner Geschwister näher zu beleuchten. Die Stadtverordneten beschlossen einstimmig , die Verlegung von Stolpersteinen im Teltower Stadtgebiet zu genehmigen. Rolf Niebel

te des Haushaltes werden unter anderem Tiefbaumaßnahmen im Siedlungsstraßenbau in Höhe von etwa 3 Mio. Euro und Hochbaumaßnahmen an Schulen von ungefähr 700 000 Euro sein. Niebel

Ortsübliche Bienen „Zur Sicherung der Blütenbestäubung der Kultur- und Nutzpflanzen sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt im ökologischen System der Natur stellt die Stadt Teltow für die auf ihrer Gemarkung tätigen Imker die Zulässigkeit und Ortsüblichkeit der Bienenhaltung fest.“ Diesem Beschlussantrag stimmten die Stadtverordneten mehrheitlich zu. Die parteilose Abgeordnete Angelika Gebauer gab zu bedenken, das die Bienenhaltung auch Gefahr für Leib und Leben der Bürger bedeuten könne und sah das Recht der Bienen über das Recht der Bürger gestellt. Mit dem Beschluss möchte die Stadt den Imkern bei Rechtsstreitigkeiten helfend zur Seite stehen. Niebel

Maibaumdank Foto: Niebel

Der Leiter der Projektes „Maibaum 2011“ der Agenda 21, Wolfgang Dahms, dankt allen Sponsoren für ihre materielle und finanzielle Unterstützung bei der Errichtung und Aufstellung des Maibaumes. Besonderer dank gilt Schmiedemeister Raymund Kempf für die künstlerische Schmiedearbeit und Bildhauer Wolfgang Engelhard für die künstlerische Gestaltung der Zunft- und Stadtwappen. Ein ebenso besonderer Dank gilt der Teltower Feuerwehr und der Firma Pflanzen Kölle Teltow. Niebel Teltower Stadt-Blatt 06 2011


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Kommunales

Fragen an den Bürgermeister

Foto: Cornelia Schimpf TSB: Das Teltower Stadt-Blatt ist 20. Wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen der Stadt und seinem Stadt-Blatt in diesen zwei Jahrzehnten? Thomas Schmidt: Das auf Initiative der Stadtverwaltung erstmals im Mai 1991 erschienene Teltower Stadt-Blatt wurde als Informationsquelle für die Bürger entwickelt und gewann im Laufe der Zeit zunehmend an Bedeutung. Es wurde in den ersten Jahren als Bindeglied zwischen dem Bürger und der Stadtverwaltung betrachtet. Vordergründig ging es also darum, Nähe zu schaffen. Die Entwicklung der letzten 20 Jahre muss nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Privatisierung betrachtet werden, was insbesondere im Gründungszeitraum nicht ohne Risiko einherging. Diese erfolgte mit Gründung der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse-GmbH durch Manfred Pieske im Januar 1993. Hintergrund war, dass die Berichterstattung noch detaillierter und engagierter erfolgen sollte. Dabei stand jederzeit die enge Kooperation im Interesse einer aktuellen Berichterstattung im Fokus. Gerade durch den monatlichen Erscheinungszyklus des Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Teltower Stadtblattes halte ich es auch heutzutage für zwingend, möglichst viele Informationen miteinander auszutauschen, um sie den Bürgern letztlich zu übermitteln, denn auch heute noch ist das Stadtblatt für die Verwaltung ein wichtiger Kanal, um der Öffentlichkeit zum einen städtische Informationen mitteilen zu können und zum anderen die Meinung der Bürger zu erhalten. TSB: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich in Bezug auf das Teltower Stadt-Blatt wünschen? Thomas Schmidt: Da mir diese von Ihnen benannte „Wunschfreiheit“ nur aus dem Märchen bekannt ist, fällt es mir in der realen Welt schwer, mit einer Aufzählung auf Ihre Frage zu antworten. Ich würde mir daher insgesamt einen objektiven und lebensnahen Lokaljournalismus wünschen, der trotzdem auch auswärtige Gäste interessiert, die möglicherweise in Teltow einst ihre Heimat hatten und durch das Teltower Stadt-Blatt auch weiterhin ihre Verbundenheit aufrecht erhalten können und auf dem Laufenden bleiben. Ich darf Ihnen an dieser Stelle weiterhin zahlreiche Abonnenten und Lesefreudige wünschen. Liebe Leserinnen und Leser, haben auch Sie Fragen zu Ihrer Gemeinde, von denen Sie glauben, dass eine Beantwortung durch den Bürgermeister für die Teltower Bürgerinnen und Bürger von Interesse wäre? Senden Sie uns Fragen an: redaktion@teltower-stadtblatt.de oder an das Teltower Stadt-Blatt, Teltower Stadt-Blatt Verlagsund Presse GmbH Potsdamer Straße 57 14513 Teltow

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Straßengespräche

20 Jahre Stadtblatt Alles drin, oder was? Als am 1. Mai 1991 die erste Ausgabe des Teltower Stadt-Blattes erschien, hätte wohl niemand im Traum gedacht, dass es sich eines Tages zu solch einer vielgelesenen Institution in Teltow und sogar in der ganzen Region entwickeln würde. Heute, 20 Jah-

re später, ist es aus vielen Haushalten, Wartezimmern, Vereinsräumen, von Schreibtischen und Bücherregalen in und um Teltow einfach nicht mehr wegzudenken. Wer wissen will, was in der Stadt passiert ist, passieren wird oder besser passieren sollte, liest

das „TSB“, wie es unter Kennern liebevoll genannt wird. Wir haben uns einmal umgehört, was bekannte Teltower Bürger über „ihr“ Stadt-Blatt denken.

Bernd Längrich

Nadine Ganzert

Dieter Leßnau

Ich kenne das Stadt-Blatt seit seinem Bestehen und möchte es nicht missen. Besonders interessieren mich die Themen aus Politik, Kultur und Geschichte, beispielsweise die Geschichte von Biomalz oder 85 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Ruhlsdorf. Das TSB ist ein Medium, in dem man vieles Interessante liest und sich informiert – auch über Teltows Stadtgrenzen hinaus. Die regionalen Themen sind sehr wichtig, gerade wenn die drei Kommunen mehr zusammenwachsen wollen. Das könnte allerdings noch mehr Niederschlag finden, wie auch Tipps, wo man in der Region etwas Sehenswertes finden kann. Neulich rief mich jemand aus Hannover an, der etwas im Stadt-Blatt gelesen hatte und weitere Informationen wollte. Offensichtlich wird das Blatt dort auch gelesen.

Ich finde beim Teltower Stadt-Blatt super, dass man so gut über die Region und vor allem über Teltow informiert wird. Wenn ich es zeitlich schaffe, es richtig genau zu lesen, dann finde ich sogar noch Anregungen für das Mehrgenerationenhaus, welcher Künstler gerade etwas macht, was man auch für das Haus umsetzen könnte, Informationen über verschiedene Träger und Projekte. Aber auch die Beschlüsse im Rathaus, die gefasst werden, sind drin, so dass ich immer bestens auf dem Laufenden bin. Um ehrlich zu sein, entspricht das Stadt-Blatt genau meinen Erwartungen, mir fehlt darin nichts, und wenn ich es ausgelesen habe, lege ich es immer runter ins Café, damit es andere auch noch lesen können.

Das Teltower Stadt-Blatt ist in meinen Augen eine zentrale Institution zum Stadtgeschehen. Besonders schätze ich auch die Kommentare zu den kleineren, politischen Geschehen und Aktivitäten in der Stadt. Auch graphisch finde ich die Zeitschrift sehr gut und übersichtlich gestaltet. Und die Autoren Langnerden Nagel auf den und RedakteureUlrich treffen Bildband „Gleiskultur” Kopf. Eine Zeit lang haben mir einige kultuDie Eisenbahn als Beförderer der Bildenden Kunst gefehlt, aber darelle Termine und Hinweise durch, dass jetzt „Tipps und Termine“ dem Heft beiliegen, istBildband das auch„Gleiskultur” besser gelöst. DaEisenbahn-Geschichte(n) in der Bildenden Kunst mit sind auch diese Infos näher am Leser und Bürger. Ich kaufe es mir auf jeden Fall regelmäßig und nutze gleich die Gelegenheit, mal wieder bei der Tourist-Information vorbeizuschauen.

Texte/Fotos: Helke Böttger

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Die 175 Jahre alte Eisenbahn einmal anders – zwar bebildert, aber nicht mit Fotos, sondern aus Sicht bildender Künstler. In Stahlstichen, Lithografien, 175 Holzstichen und HolzDie Jahre alte Eisenbahn im schnitten, in Radierungen, Lichte der Kunst. In Stahl- und Gemälden,inAquarellen Holzstichen, Lithografienund und Pastellen zeichnen nicht Holzschnitten, in Radierungen, die großenAquarellen Meister und die Gemälden, Pastellen zeichnen diejenigen Geschichte der Eisenbahn der Zunftsondern und ihrer diejenigen Zeit, die Genach, schichte der Zunftder undEisenbahn ihrer Zeit,nach, die die dieses Gefährt liebten in dieses Gefährt liebtenund und ihren Werken verewigten. Dabei in ihren Werken verewighandelt es sich um professionelle ten. Dabei handelt es sich Maler, ebenso wie um Laien- und um professionelle Maler Feierabendkünstler, die weit-

wie ebenso auch um Laien- und Feierabendkünstler, die allerdings weitgehend vergessen, nun aus dem Zustand der Vergänglichkeit hervorgeholt und wieder sichtbarhervorgeholt gemacht Vergänglichkeit worden sind. Die Werke erund wieder sichtbar gemacht zählen Die vonWerke sich erzählen und ihren wurden. von Schöpfern. sich und ihren Schöpfern. Sie Sie dokumentieren eine dokumentieren eine Vergangenheit, die unwiederbringlich vorVergangenheit, die unwiebei ist. Deren Motive derbringlich vorbeibedürfen ist. Die in der heutigen Zeit durchaus Motive bedürfen in der einer Erklärung. haben sieeiin heutigen ZeitSo durchaus diesem bislang einzigartigen ner Erklärung und haben Bildband zusammen gefunden. sich deshalb in diesem BildDas ganz besondere Geschenk band zusammen gefunden. für alle, die gern zweigleisig fah-

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Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Kommunales

Teltow metamorphiert Ein Identifikationsinsekt von Adel und viel Privatinitiative Teltow metamorphiert – einer Raupe gleich zum Schmetterling – dies war die Intention der Stadtverwaltung, als man sich beim Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ bewarb. Bürgerschaftliches Engagement soll die Stadt für alle attraktiver machen Als Mitmachprojekt für die Bürgerinnen und Bürger angelegt, soll vor allem Eigeninitiative die Stadt floral verwandeln. Um die öffentliche Wahrnehmung des Wettbewerbes zu erhöhen und möglichst viele Bürger dafür zu begeistern, schufen unter anderem der Künstler Hans-Jürgen Brauer und Kinder der Jugendkunstschule Teltow eine überdimensionale Kunststoffraupe als Maskottchen. Verwandlung beflügelt – in diesem Motto liegt die Hoffnung der Initiatoren und Aktivisten des Gesamtprojektes, und genau dies sollte die Raupe symbolisieren, die auf dem Teltower Frühlingsfest am 29. Mai zum Schmetterling metamorphierte. Bereits anderthalb Wochen zuvor wählte eine Jury gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Schmidt den Namen für das Maskottchen aus. Unter anderem Kindertagesstätten der Stadt hatten sich mit vielfältigen Namensvorschlägen hervorgetan. Favorit der Jury war die Namensschöpfung der Kita Käferland. Die zum Schmetterling beflügelte Raupe heißt nun Kanali von Rübenrauch. Insbesondere Kinder provoziere dieser Name zu Fragen an die Erwachsenen, so Bürgermeister Schmidt. Der Name vereine drei wesentliche Identifikationsmerkmale Teltows: den Teltowkanal, das Teltower Rübchen und den wohl bekanntesten Teltower Bürgermeister, Ernst von Stubenrauch. Schrieb das Teltower Stadt-Blatt in seiner Mai-Ausgabe, dass von Verwandlung noch nicht allzuviel zu spüren sei, so ist dieser Tage gerade neben den über zwanzig offiziellen Projekten, die im Teltower Katalog zum Wettbewerb vorgestellt werden, so manche private Initiative zu beobachten. InsTeltower Stadt-Blatt 06 2011

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Eigeninitiative gefragt! Der Bänker Lothar Kempe besondere in vielen Vorgärten tue sich was, sagte Thomas Schmidt. Aber es sind nicht nur die Vorgärten. Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Potsdamer Straße schleift ein älterer Herr mit Sandpapier die blätternde Farbe von den Holzbänken. In einem kleinen Plastikkörbchen steht eine neue Farbdose nebst Pinseln bereit. „Das ist doch ´ne Schande“, erklärte der Teltower Rentner Lothar Kempe. „Wir haben hier öfter gesessen ...“ Bereits im August 2010 hatte Kempe sich mit Hermann Lamprecht unterhalten, auf jenen Bänken, an denen die Farbe abblätterte und deren ungeschütztes Holz sich mit Wasser vollsog, wenn es regenete. Nun versetzt Kempe diese vier Bänke wieder in einen ansehnlichen und vor allem wetterfesten Zustand zurück – eigeninitiativ. Ein Beispiel, wie es gehen kann, mit der Verwandlung. Allerdings täuscht auch deutlich sichtbare Privatinitiative häufig nicht darüber hinweg, dass Teltow an vielen Stellen einen nicht unbedingt schmetterlingshaften Eindruck hinterlässt. Insbesondere die Potsdamer Straße wirkt da häufig eher wie ein Nachtfalter. „Was mich ja wahnsinnig ärgert“, so Thomas Schmidt, „aber wir kriegen die Eigentümer nicht ins Boot.“ Seit geraumer Zeit beispielsweise möchte die Stadt die maroden aber als Einzeldenkmal ausgewiesenen Diana-Lichtspiele zurück erwerben, die durch-

Foto: Rolf Niebel

aus wieder eine Perle im Teltower Stadtzentrum werden sollten. Doch mit dem derzeitigen Eigentümer konnte bislang keine Einigung erzielt werden. Gerade im Rahmen des Projektes „Teltow blüht auf“ könnte hier ein deutlich sichbares Zeichen gesetzt werden, das einerseits private Initiative deutlich macht und andererseits eine nachhaltige Entwicklung auch am Rande des innerstädtischen Kerns signalisiert. Nachhaltig sind in jedem Fall einige Teltower Projekte, die bereits vor der Beteiligung am Bundeswettbewerb realisiert wurden und die auf uneigennützige Initiativen im gar recht großen Stil zurückzuführen sind. Beispielhaft sei an dieser Stelle die Kirschblütenallee auf dem ehemaligen Grenzstreifen zu Berlin erwähnt, die von der Japanischen TV Asahi Group iniitiert wurde. Die Nachhaltigkeit der Projekte, die im Rahmen von „Teltow blüht auf“ umgesetzt werden, liegt Thomas Schmidt in jedem Fall am Herzen. „Ein nachhaltiger Effekt muss da sein. Wir haben auch schon den Etat für Grünflächenpflege im Haushalt aufgestockt.“ Metamorphose ist ein Prozess, und aus mancher unscheinbaren Raupe wird einmal ein Schmetterling. Bisweilen braucht das auch Geduld und eben ein gerüttelt Maß an Eigeninitiative. Metamorphieren kann man lediglich selbst, das kann niemand anderes für einen erledigen. Rolf Niebel

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„Ich sing froh in meinem Teebaumboot ...“ So, oder so ähnlich klang die Refrainzeile des Liedes, mit dem die Trommelgruppe der Evangelischen Wohnstätten Siloah aus Berlin in den „Europäischen Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 12. Mai auf dem Kleinmachnower Rathausmarkt einführte. Das Motto des Tages: „Inklusion – miteinander gestalten“. Es war ein klassischer Verhörer, denn man sang überhaupt nicht deutsch, sondern vermutlich in irgendeiner afrikanischen Mundart. Damit aber ist dies auch ein klassisches Beispiel für Inklusion. Sie musizierten in aller Öffentlichkeit. Hinter der Bühne standen die Buden des Wochenmarktes, wo Backwerk, getrocknetes Obst oder Matjesbrötchen feilgeboten wurden. Vor der Bühne hatten Wohlfahrtsverbände und andere soziale Organisationen aus aktuellem Anlass ihre Stände aufgebaut, umgeben von vielen Leuten, denen man eine eventuelle Behinderung möglicherweise ansah oder auch nicht, und Leuten, die darüber diskutierten. Und ganz normal flanierten die üblichen Wochenmarktbesucher vorbei, blieben stehen, oder eben nicht. Den wirklichen Sinn des Liedtextes werden wohl die wenigsten verstanden haben. Aber darauf kam es auch gar nicht an. Wichtig war, diesen Moment als Normalität zu begreifen, mit allen, die daran teilhatten. Im Grundsatz geht das Konzept der Inklusion davon aus, dass alle Menschen mit ihren individuellen Eigenheiten bereits zu dem gehören, was wir gemeinhin Gesellschaft nennen. Niemand muss integriert werden, denn alle sind bereits drin – Ausländer und Inländer, Alte und Junge, Frauen und Männer, Homound Heterosexuelle, Arbeitslose und Berufstätige, sogenannte Behinderte und Nichtbehinderte. Es kommt nur darauf an, adäquat und respektvoll miteinander umzugehen und jedem den Freiraum zuzugestehen, der für

die persönliche Entfaltung in dieser Gesellschaft nötig und möglich ist. Dass nun dieses vermeintliche Idyll auf dem Kleinmachnower Rathausmarkt an jenem Donnerstag im Mai allzu häufig nicht die Normalität darstellt, erfahren jene, die in irgendeiner Weise gehandicapt sind, oft tagtäglich. Es ist der abgesenkte Bordstein, der fehlt, die Unmöglichkeit, einen anerkannten qualifizierenden Bildungsabschluss zu machen, einen angemessenen Job zu finden, oder nach Gusto einfach mal ins Kino zu gehen. Aus diesem Grund fand man sich zu jenem Aktionstag in zusammen – um darüber zu diskutieren, zu musizieren, letzten Endes auf diesen Zustand der Gesellschaft aufmerksam zu machen und wenn möglich zur Veränderung beizutragen. Die Bürgermeister von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf wollen demnächst eine Zeitschiene zur Umsetzung des Inklusionskonzeptes in der Region erarbeiten. „Wir müssen an der einen oder anderen Stelle auch über Tabus reden“, so Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt. „Wir werden also kommunizieren müssen.“ „Ich mag laute Musik!“ Das scheint das Credo der Band ARTGERECHT. Sie haben sich vor zwei Jahren unter dem Dach der Teltower Diakonischen Werkstätten zusammengefunden. Behindert oder eben nicht, das spielt hier nur eine Rolle, in der Art und Weise, wie man lernt, sein Instrument zu beherrschen. „Der Lange, der Ronny, der hatte nie ´n Instrument inner Hand“, schmunzelte Thomas Borchardt, Saxophonist der Band. „Dem ham wir ´ne Bassgitarre umgehängt, und jetzt spielt er – mit Spaß.“ Vor der Bühne wurde getanzt. Alles ganz normal? Inklusion beginnt im Kopf, so der Slogan, der auf vielen der hier getragenen Buttons prangt. Thomas Schmidt und die anderen Anwesenden wollen das künftig kommunizieren. Wirkliche Inklusion allerdings ist, wenn man nicht mehr drüber reden Rolf Niebel muss. Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Regionales

Kreise ziehen

Rand-GLOSSE Schöpfungsfehler

Gesammeltes zur Fluglärmdebatte

Das mit dem Eigentum scheint ganz so drastisch nicht zu sein, schenkt man aktuellen Meldungen Glauben. Foto: Niebel Nun ist es bereits ein dreiviertel Jahr her, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) der Öffentlichkeit erstmals umstrittene Abflugrouten vom Schönefelder Flughafen präsentierte. Sie hatten zu einem kollektiven Aufschrei in der Großregion südlich von Berlin geführt und mündeten in dauerhaftem Massenprotest. Ein Ende scheint nicht absehbar. Zwar ist es ein wenig stiller geworden um die Orte Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, doch vom Tisch scheint das Problem noch lange nicht. Die Fluglärmkommission hatte in ihrer 76. Sitzung ein eindeutiges Votum abgegeben: Der Berliner Südwesten, Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Potsdam seien weiträumig bis zum Autobahndreieck Werder zu umfliegen. Auch die umstrittenen Flüge über den Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrums in Berlin-Wannsee könnten damit ad acta gelegt werden. Doch die Fluglärmkommission ist nur

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ein empfehlendes Gremium. Die Entscheidungen trifft die DFS. Hans Niebergall von der Berliner Flugsicherung hatte schnell deutlich gemacht, dass die Chancen, dem Votum der Fluglärmkommission zur Durchsetzung zu verhelfen, nicht besonders aussichtsreich sind. Auch verlagert sich der Protest mehr und mehr in Richtung Westen. Er zieht Kreise. Seit geraumer Zeit stehen die Anflugrouten auf dem Prüfstand. Erholungsorte wie Werder oder Schwielowsee könnten davon unmittelbar betroffen sein. Aus sogenannten technischen Gründen möchte die DFS die Anflüge direkt über den Schwielowsee leiten. Die Bürgerinitiative „Fluglärmfreie Havelseen“ fordert nun ein Gutachten zur Prüfung einer Umverlegung dieser Anflüge. Aus Michendorf wurde bereits wieder der Ruf nach dem Ministerpräsidenten laut: Platzeck muss sich für die Region ein-

setzen! Ein Ruf, der nicht unbekannt klingt, wenn man sich an den letzten Herbst erinnert. Ebenso an den vergangenen Herbst erinnert die Diskussion um Grundstücks- und Immobilienpreise. Zum großen Teil war die Fluglärmdebatte seinerzeit geprägt von zu erwartendem Wertverfall. Nun stellt sich heraus, dass die Grundstückspreise, ob in Teltow Seehof oder der Zehlendorfer Villenkolonie in Kleinmachnow, eher nach oben klettern. Am teuersten sind Adressen in den südwestlichen Berliner Bezirken, wie Dahlem oder Grunewald. Dennoch zieht der Protest weiterhin Kreise, ob am 29. Mai in Kleinmachnow, am 31. Mai in der Berliner Friedrichstraße oder am kommenden 5. Juni wieder in Schönefeld. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn die Jets eines Tages wirklich ihre Dunstkreise ziehen. Rolf Niebel

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Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Stille schwebte über der Dunkelheit. So muss es gewesen sein, bevor der Demiurg sein Schöpfungswerk in Angriff nahm, „Es werde Licht“ sprach, und nebenher als nicht intendierte Nebenfolge einen Kosmos von Geräuschen erzeugte. Spätestens am sechsten Tag hätte dem Herrn der Geräuschpegel seiner Schöpfung gehörig auf die Nerven gehen müssen – wäre er ein Berliner Speckgürtelbewohner gewesen. Am dritten Tag hatte sich der Herr lediglich mit der Erschaffung von Gras und Bäumen abgemüht. Vielleicht hätte er es dabei belassen sollen. Das Gemähe und Gemuhe tierischer Krawallbrüder, kann schon gehörig nerven. Doch dessen nicht genug, am Ende des sechsten Tag bastelte er ein zänkisches Wesen namens Mensch zurecht, eine Lebensform, die selbst für den Allmächtigen nie zufrieden zu stellen ist, und das noch ständig lautstark artikulieren muss. Es hätte alles so schön sein können, mit dem Gras und den Bäumen. Die Sintflut schien wie eine gewisse Einsicht. Leichtfertigerweise gab er Noah einen Bauplan an die Hand. Heute bauen Noahs Nachfahren Airbusse und echauffieren sich zugleich über deren Lärm. Und wenn es gerade passt, dann ist auch das Windkraftwerk vor dem eigenen Gartentor, der Bienenkorb des Nachbarn und der Bus vor der Tür eine unzumutbare Radauquelle. Was hat der Typ sich bloß dabei gedacht, als er dieses Pärchen aus dem Paradies in die Selbständigkeit entließ, dessen Nachfahren lautstark so über alles lamentieren? Man mag sich schon die prähistorische Rechthaberei nicht vorstellen, nach der Erkenntnisbaum-Nummer. Es wird Zeit, dass er mal wieder Tachles redet: Lärmfrei bis in die Türkei – mindestens! R. Niebel

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Topthema des Monats

Ein Kind der Wende Das Teltower Stadt-Blatt feiert seinen 20. Geburtstag – ein Gespräch mit den beiden Heraus 20 Jahre Teltower Stadt-Blatt, was ist das für ein Gefühl ? Pieske: Nicht das schlechteste. Das muss man heutzutage erst einmal schaffen. Über solche Zeit hin muss man schon gut sein, sonst wird das nichts mit solch einem Jubiläum. Wie war das mit dem Anfang. Keine Zweifel gehabt? Pieske: Zunächst einmal nicht, denn die Stadtverwaltung war ja der Gründer und Finanzier. Und dann gab es dort einen Eberhard Derlig, der die Idee in die Tat umsetzte, nachdem der damalige Bürgermeister Valentin Groth die Gründung solch eines kommunalen Blatts abgenickt hatte. Ich kam dazu, nachdem die erste Ausgabe im Mai 1991 von dem heutigen „teltowkanal“-Chef und dem Grafiker Kurt Zieger herausgebracht worden war. Die Zweifel kamen erst später. Welche Zweifel? Pieske: Na ja, da gab es Missverständnisse zwischen Redaktion und Stadtverwaltung. Als Herausgeber wollte die kommunale Administration bestimmen, was gedruckt wurde, und ich schrie Zeter und Mordio, verwies auf das Pressegesetz, und schon war das schönste Theater da. So kam es im gegenseitigen Einverständnis nach anderthalb Jahren zur Privatisierung des Stadt-Blatts. Wir waren ein Kind der Wende, und die Bürger u. a. unsere Info-Zuträger und Leser zugleich. Wir druckten ohne Wenn und Aber ab, was an die frische Luft der Öffentlichkeit sollte, ja musste. Und? Wurde auf die Privatisierung mit Sekt angestoßen? Pieske: Nein, nein. Mir war nicht wohl bei der Sache. Das kann man übrigens in meinem Buch „Als Teltow neu erfunden wurde“ sehr amüsant nachlesen. Herrje, dachte ich, wie soll das bloß gutgehen? Auf weiter Flur ganz allein ich und Horst Meyer als Mitherausgeber. Ich war Anfang 1993 alles in einer Person: Redakteur, Layouter, Anzeigenbeschaffer, und Geschäftsführer, der dem Zeitungsmacher M. P. harsch mitteilte: Sie geben zuviel Geld aus, mein Herr, beherrschen Sie bitte Ihre Verschwendungssucht! Gleichzeitig belieferte ich selbst allmonatlich um die 30 Vertriebsstellen, und das mit meinem Privatauto.

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Das Stadt-Blatt Team: (v. l.) Manfred Pieske, Beate Richter, Uwe Venter, Cornelia ger, Maran Rolle, Jasmin Holder, Stefanie Oehme, Claudia Schulze, Peter Krienelke

Und das alles ging gut, wie man von heute her weiß. Pieske: Dank Meyer, dank Derlig, der auch half, wo er konnte. Und dann zunehmend dank der Teltower, die das Stadt-Blatt ins Herz schlos-

sen, weil wir respektlos die Dinge beim Namen nannten, die vor der Haustür der Bürger stattfanden, und wir berichteten selbstverständlich auch über die kommunalpolitischen Gemetzel. Ich versäumte keine Stadtverordnetenversammlung und nur wenige Fachausschuss-Sitzungen, um den Lesern brühwarm zu berichten, was von der PolitikerFront auf die Einwohnerschaft zukam. Wir waren eine Art Dolmetscher der kommunalen Geschehnisse für die Bürgerschaft, und so stieg die Auflage von Monat zu Monat. Dazu trug nicht zuletzt Derligs Idee bei, auf dem damals gut besuchten Wochenmarkt einen

Kulturhistorische Premiere

Alte und neue Hüte

Mai 1991 – Die Erstausgabe

Mai 1996 – 5 Jahre nach der Premiere

„Liebe Teltower Bürgerinnen und Bürger! Ich freue mich, daß ich Ihnen heute mit der Erstausgabe des „Teltower Stadtblattes“ ein weiteres Stück wiedererweckter Stadtgeschichte vorstellen darf. Wir greifen eine kulturhistorische und vor allem informative Tradition auf, die ihren Ursprung im alten Teltower Kreisblatt hat“. So wandte sich der damalige Teltower Bürgemeister Valentin Groth in der Erstausgaben an die Teltower Bevölkerung.

„Neues schönes Altstadthaus mit Restaurant ‚Altstadt‘ eingeweiht“, so eine Schlagzeile auf dem Jubiläumstitel zum fünften Geburtstag des Teltower Stadt-Blattes vor 15 Jahren. Das Haus steht noch. Das Restaurant „Altstadt“ ist heute längst schon wieder ein alter Hut. Das Teltower Stadt-Blatt avanciert zu einer Chronik des Wandels. Und das Magazin selbst? Schon seit 1993 privatisiert, ist den Weg in die publizistische Unabhängigkeit gegangen. Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Topthema des Monats

gebern Manfred Pieske und Andreas Gröschl Pieske: Während solch eines Gesprächs sagte er, es sei sein Traum, auch einmal eine Zeitung zu machen. Und daraus ist ja dann auch was geworden. Als es für mich Zeit wurde, in Rente zu gehen, gab es ein alles entscheidendes Gespräch, und die Sache war perfekt. Das geschah damals ja in aller Stille, sozusagen ohne Vorwarnung. Gröschl: Das geschah während des Altstadtfestes 1999, als wir uns einen Stand zu teilen hatten, und wir gingen zusammen Kaffee trinken. Das hatte genügt, um uns vom großen Ganzen her einig zu sein, die GmbH übernahm ich dann im Juli 2000. Und? Haben Sie das bereut? Gröschl: Wie sollte ich. Es war eine gute Entscheidung, zumal seit Anfang 2000 schon der Stahnsdorfer Ortsanzeiger hinzugekommen war, und später ja auch die Kleinmachnower Zeitung.

Schimpf, Claudia Heinze, Melanie Tomsa, Yvonne Strauer, Rolf Niebel, Helke Böttund Andreas Gröschl Foto: Johannes Müller Stand zu nehmen. Dort schmetterte er den Besuchern stets entgegen: „Die neue Ausgabe des Teltower Stadt-Blatts – druckfrisch und lügenfrei!“ Die roten Zahlen gehörten jedenfalls bald der Vergangenheit an, und so konnten wir uns endlich Personal leisten.

Und das mit Erfolg? Gröschl: So kann man sagen. Die Regional-Rundschau gibt es nun auch schon seit zehn Jahren, und wir haben es als Unternehmen dabei ja auch nicht belassen. Wir haben darüber hinaus Betriebszeitungen betreut, die Herausgabe der kommunalen und regionalen Info-Broschüren fortgesetzt sowie Bücher publiziert, u. a. das Teltower Rübchenbuch von Günter Duwe.

Herr Gröschl, wann machten denn Sie Bekanntschaft mit dem Stadt-Blatt? Gröschl: Sehr früh, bereits Anfang 1993, als die Redaktion in die Fabrikanten-Villa auf dem Techno Terrain zog. Ich hatte dort ein Büro, so kam es zu der einen und anderen Begegnung mit Manfred Pieske.

Wie geht es mit dem Stadt-Blatt und dem Verlag weiter? Was haben Sie für die Zukunft geplant? Gröschl: Wir setzen künftig noch stärker auf das Internet. So wird der Leser das Stadt-Blatt, aber auch andere Presseprodukte aus unserem Hause sehr bald auch im Online-Abo beziehen können. Bisher bevorzugen die Leser zwar noch die klassischen Printprodukte, aber technische Weiterentwicklungen machen auch das Lesen am Bildschirm immer interessanter. Zudem sparen Online-Leser Geld beim Abo, weil für E-Paper Druck und Zustellung entfallen.

Offen für (fast) alles

15 Jahre am Ball

Ausgabe Mai 2001 – 10-jähriges Jubiläum

Ausgabe Mai 2006 – 15 Jahre nach dem ersten Stadt-Blatt

Aber Herr Pieske, was machen Sie denn da? Na Zeitung, würde der Pieske wohl sagen. Längst hat das Teltower StadtBlatt Farbe gekriegt, zumindest der Mantel ist schon bunt, aber auch innendrin tastet man sich peu à peu an die Color-Seite heran. Das Teltower Stadt-Blatt ist Teenager. Bereits ein Jahr zuvor hat sich die Spitze des Verlages geändert. Andreas Gröschel hat den Verlag übernommen, nachdem Manfred Pieske in den Ruhestand ging. Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Seit nunmehr fünf Jahren ist das Teltower Stadt-Blatt bereits Teenager. Stattliche 180 Ausgaben sind bereits erschienen. Und „das Stadt-Blatt-Team ist nach wie vor am Ball um aufzuzeigen, zu berichten und zur Diskussion anzuregen“, so Herausgeber Andreas Gröschl. Das Erscheinungsbild der Zeitschrift hat sich in den Jahren zuvor gewandelt. Diesen Wandel kann man auf Seite 23 der Mai-Ausgabe 2006 anschauen. Im Wandel befindet sie sich bis heute.

Gespräch: Cornelia Schimpf/Text (unten): Rolf Niebel

Vorher gründeten Sie aber bereits die Regional-Rundschau? Gröschl: Richtig. Ja, die Zeit war dafür reif. Das war eine notwendige Folge der regionalen Entwicklung, denn die drei Orte Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow kooperierten bei manch einem regionalen Projekt, und so wollten wir in der Hinsicht rechtzeitig ein kommuneübergreifendes Informations-“Dach“ schaffen.

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Leserglückwünsche

„Die Zeitungen sind die Sekundenzeiger der Geschichte“, sagte bereits der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer. Diese Aussage finde ich durchaus treffend, denn in Publikationen wie dem Teltower Stadtblatt werden nicht nur relevante Informationen an die Öffentlichkeit übermittelt, letztlich haben diese Nachrichten dauerhaft Bestand – sie halten den Augenblick fest und tragen dazu bei, dass wichtige Momente und historische Ereignisse von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Auch das Teltower Stadt-Blatt selbst geht auf diesem Wege in die Geschichte ein – nach nunmehr 20 Jahren weist diese Zeitung eine beachtliche

Zum 20-jährigen Jubiläum übermitteln wir den „Machern“ beim Teltower Stadt-Blatt Verlag herzliche Grüße sowie allerbeste Wünsche für eine weitere erfolgreiche Arbeit und persönliches Wohlergehen. In Ihrer Berichterstattung immer informativ und kompetent, wenn nötig auch kritisch, berichten Sie zeitnah und aktuell über Themen, die die Menschen in der Region TKS bewegen. Damit sind Sie für die Region unverzichtbar! Wir, als gemeinnütziger Verein schätzen Sie darüber hinaus als einen wichtigen und verlässlichen

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Historie auf, zu welcher ich hiermit herzlich gratulieren möchte. Für mich persönlich verbindet sich dieses Jubiläum mit zahlreichen schönen Erinnerungen. Fast ist es, als wäre es erst gestern gewesen, als Manfred Pieske und Eberhard Derlig die alles entscheidende Idee auf den Weg brachten, eine städtische Zeitung ins Leben zu rufen, um die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit den wesentlichen Informationen zu versorgen und diese auch selbst zu Wort kommen zu lassen. Jener Impuls bedeutete gleichwohl die „Geburt“ des Teltower Stadt-Blatt. Letztlich also auf einer kommunalen Initiative beruhend wurde die Zeitung im Bereich Bildung, Kultur, Jugend

und Sport angesiedelt. Als damals verantwortlicher Redakteur und Beigeordneter für Bildung/ Kultur habe ich die Entwicklung des Teltower Stadt-Blatt demnach seit der ersten Stunde erlebt und begleitet. „Ich freue mich, dass ich Ihnen heute mit der Erstausgabe des Teltower Stadt-Blatt ein weiteres Stück wiedererweckter Stadtgeschichte vorstellen darf“, schrieb der damalige Bürgermeister Valentin Groth auf der Titelseite der Erstausgabe im Mai 1991. Ich für meinen Teil freue mich umso mehr, dem Teltower Stadt-Blattnunmehr 20 Jahre später in der Jubiläumsausgabe zu einem beachtlichen Stück niedergeschriebener Stadtgeschichte gratulie-

ren zu dürfen. Ich betrachte das Teltower Stadt-Blatt nicht nur als Zeitung, sondern vielmehr als ein Geschichtsbuch unserer Kommune, das in den vergangenen Jahren nicht nur selbst gewachsen ist, sondern auch Schritt für Schritt die Weiterentwicklung der Stadt Teltow dokumentiert hat. Ich wünsche dem Teltower Stadtblatt, welches nunmehr der Teltower Stadt-Blatt Verlagsund Presse GmbH zugehörig ist, auch weiterhin viel Erfolg. Möge es auch zukünftig Geschichten erzählen, die sonst keiner erzählt und auf diese Weise die Historie unserer Stadt noch viele Jahre festhalten. Thomas Schmidt, Bürgermeister

Partner, wenn es darum geht, unsere Arbeit, sowie die Ziele unserer Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Z.B. Ältere für ein lebenslanges Lernen zu motivieren, oder dafür, sich ehrenamtlich insbesondere für Kinder in Kitas und Schulen zu engagieren. Für diese Unterstützung gilt Ihnen allen unser herzlicher Dank und unsere Anerkennung. Wir freuen uns auf eine weitere, noch viele Jahre bestehende. positive Zusammenarbeit mit Ihnen. Im Namen der Akademie „2. Lebenshälfte“ Erika Pusch

Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin gratuliert dem Teltower Stadt-Blatt zum 20. Geburtstag und bedankt sich für 20 Jahre Begleitung der Arbeit durch Aufmerksamkeit und Berichterstattung. Das Diakonissenhaus ist mit seinen Angeboten bereits seit 1901 in Teltow zu Hause und damit fester Bestandteil der Stadt. Auf dem Gelände an der Lichterfelder Allee spielen und lernen Kinder und Jugendliche, leben und arbeiten Menschen mit Behinderungen, verbringen Senioren ihren Lebensabend, erfahren Menschen Beratung und Hilfe. Nicht zuletzt ist das Diakonissenhaus ein wichtiger regionaler Arbeitgeber. Die Bedeutung für die Menschen in Teltow und die Stadt zeigt sich

regelmäßig in den Berichten des Stadt-Blatt und im Interesse, das das Magazin der Arbeit und den Themen des Diakonissenhauses entgegenbringt. Zurzeit sind es zwei große Baustellen, die das Bild an der Lichterfelder Allee bestimmen. Für die Evangelische Grundschule Teltow-Seehof baut das Diakonissenhaus ein neues Schulgebäude, das bald für bis zu 300 Kinder ein schöner Lernort sein wird. Und für die Kinder aus den Schulen und Kitas des Diakonissenhauses, aber auch für Aktive aus Teltower Vereinen entsteht eine Sporthalle. Viel zu berichten wird es also auch in Zukunft geben. Die Menschen aus dem Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin freuen sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Teltower Stadt-Blatt. Alexander Schulz

JAHRE


Leserglückwünsche

Liebe Macher des „Teltower Stadt-Blatts“, zum 20-jährigen Jubiläum Eures Monatsjournals gratuliere ich ganz herzlich. Als ich 2007 als Wirtschaftsförderer nach Teltow kam, war ich erstaunt darüber, dass es hier eine Ortszeitung gibt, die sich von dem, was ich bislang kannte, in Präsentation und Inhalt qualitativ abhebt. Gern habe ich dieses Medium für meine Arbeit genutzt, und gemeinsam haben wir interessante Veranstaltungen auf den Weg gebracht. Ich möchte als Beispiel nur die Ausbildungsmesse Teltow nennen. Auch als Politiker bleibe ich der lokalen Presse sehr verbunden. Durch Eure

Beiträge erfahre ich vieles, was für die Tätigkeit hier in meinem Wahlkreis wichtig ist. Gleichzeitig habe ich die Möglichkeit, die Bürger schnell und umfassend über meine Arbeit als Volksvertreter im Landtag zu informieren. Dafür danke ich Euch recht herzlich. Ebenso für kritische Nachfragen im Auftrag Eurer Leser. Symbolisch erhebe ich mein Glas, um auf die nächsten zehn erfolgreichen Jahre des Teltower StadtBlatts und eine gute Zusammenarbeit anzustoßen! Sören Kosanke Mitglied des Landtages Brandenburg

Es ist dem „Unternehmen Kindertagesstätten“ eine besondere Freude, dem Teltower Stadt-Blatt zum 20-jährigen Bestehen gratulieren zu dürfen. Mit Recht kann es stolz auf seine vielfältigen Leistungen zurückblicken. 20 Jahre und kein bisschen leise, und so wird es hoffentlich bleiben und mit der Zeit gehen. Die Redaktion erfüllt nicht nur die für sie selbstverständliche Chronistenpflicht, sondern sie reflektiert, inspiriert, kommentiert und kritisiert auch. An dieser Stelle sei den Redakteuren gedankt. Zudem wird im Stadt-Blatt noch Tradition gepflegt, wird vielseitig und interessant über örtliche

Vereine, Kirchen und Verbände berichtet, hier werden lokale und natürlich auch regionale Themen veröffentlicht. Vor allem greift das Stadt-Blatt das auf, was die Menschen vor Ort in Teltow bewegt, „was sich direkt vor unserer Haustüre abspielt“. Für die kommenden Ausgaben in den nächsten 20 Jahren wünschen wir stets ein gutes Händchen, alles Gute und viel Erfolg, und erzählen Sie auch weiter die Geschichten, die sonst keiner erzählt. Katrin Lippisch Koordination/Öffentlichkeitsarbeit Unternehmen Kindertagesstätten, Eigenbetrieb der Stadt Teltow

Sehr geehrte Damen und Herren des Teltower Stadt-Blatt Verlages, verehrte Frau Schimpf, seit Juni 2000 bin ich interessierter Leser und Abonnent des Teltower Stadt-Blattes. Heute spreche ich Ihnen, aber auch allen tüchtigen Redakteuren und „Zeitungsmachern“ der Vergangenheit und Gründerzeit meine herzlichsten Glückwünsche zum Jubiläum aus. Seit dem Jahr 2000 sind meine Frau und ich Teltower Bürger. Mit Hilfe Ihrer interessanten und informativen Beiträge, die unseren neuen Wohn- und Lebensstandort beschrieben und uns mit Persönlichkeiten der Stadt bekannt machten, konnten wir uns gut in der Stadt einleben. Das Stadt-Blatt, die übri-

gen Regionalzeitungen und der Lokal-TV-Sender TeltowKanal waren und sind unsere wertvollsten Informationsquellen für unser Lebensumfeld. Besonderer Dank und Anerkennung gebührt den heute engagierten Redakteurinnen und Redakteuren, aber auch den tüchtigen und fähigen Menschen, die sich um die Zeitung von der ersten Stunde ihrer Entstehung an verdient gemacht haben. Hierzu zählen M. Pieske, E. Derlig, Th. Schmidt und viele andere. Meine Frau und ich wünschen Ihnen weiterhin eine gute, erfolgreiche und anerkannte Zeitungsarbeit und viele zufriedene treue und dankbare Leser. Mit besten Grüßen Kari und Hermann Lamprecht

Liebes Stadt-Blatt-Team, auch die Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas Teltow sendet die allerherzlichsten Grüße zum 20jährigen Jubiläum. Das Teltower Stadt-Blatt ist aus der Stadt und der Region nicht mehr wegzudenken. Über die Sanierung der St. Andreaskirche, den Friedhof Teltow, die Evangelische Kindertagesstätte, die neuen Glocken, aber auch über Gottesdiensttermine, Konzerte, Lesungen und gemeindepädagogische Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Seni-

oren berichten Sie in interessanten Beiträgen. Seit einer Weile schon begleiten Sie auch die einzelnen Schritte zur Rückführung der beiden historischen Glocken nach Debno/Polen. Wir danken Ihnen allen sehr für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen Gottes Segen für die zukünftige, auch gemeinsame Arbeit. Ute Bindemann & Barbara Nieter Pfarrerin i. R., Vorsitzende des Gemeindekirchenrates

Wir sind am Dorfplatz zu Hause. Samstag, den Maium 2011 Mittwoch, 15.28. Juni 19.30 Uhr Heilungsmeditation nach Patricia Cota-Robles 11:00 Uhr Meditation mit Erdenhüter-Kristallen Mittwoch, 29. Juni um 19.30 Uhr 12:15 Uhr Ansprache und feierliche Eröffnung des neuen Raumes Meditation mit den Erdenhüter Kristallen Ein Zuhause für den Geist Bitte melden unter: Am Dorfplatz 7a 14532 Stahnsdorf Fon 030-809 082 07 info@home4spirit.org

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Ein Teich gibt Ihnen die Möglichkeit, sich ein kleines blühendes Biotop im heimischen Garten zu schaffen. Er bietet Insekten wie der Libelle ein Zuhause und durstigen Vögeln eine willkommene Erfrischung. Beim Anlegen des Teichs sollten Sie darauf achten, dass mindestens die Hälfte der Fläche tiefer als 40 cm liegt. Dadurch heizt sich das Wasser nicht so sehr auf und bietet den idealen Lebensraum für Seerosen und Unterwasserpflanzen wie Wasserstern und raues Hornblatt. Die flacheren Teichzonen können üppig mit Wasser- und Sumpfpflanzen versehen werden. Da humoser Mutterboden die Algenbildung fördert, sollten Sie mageren Teichboden verwenden. Anspruchsvolle Gewächse wie Schwertlilien und Hechtkraut bekommen zusätzlich etwas Langzeitdünger, den Sie in Lehmkügelchen gewickelt, direkt in die Erde geben. Um zu verhindern, dass sich das Wasser an flacheren Stellen zu sehr aufheizt, und sich dadurch Algen bilden, pflanzen Sie Schatten spendende Strauchgewächse an den Teichrand oder stellen Sie einen Sonnenschirm auf.

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Anlässlich des 10. Todestages des Malers und Grafikers Herbert Lange widmet das Bürgerhaus, Ritterstraße 10, in Teltow dem Künstler aus Kleinmachnow eine Personalausstellung. Herbert Lange war Schüler an der Burg Giebichenstein, Gründungsdirektor der Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg/Erzgebirge und später Dozent an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Potsdam und für einige Zeit Chefrestaurator am Schloss Sanssouci. Seine vielfältigen Alltagserlebnisse, Erinnerungen, Visionen und Fantasien waren unerschöpflicher Quell vielfältigen künstlerischen Schaffens.

Von Debatten um Kubismus, Formalismus, Realismus und Idealismus blieb auch Herbert Lange in seinen Schaffensjahren in der DDR nicht verschont und war von deren Folgen bis hin zur Ausstellungsverweigerung direkt betroffen. Er vertiefte sich daraufhin in die Restaurierung von Schätzen und zog sich in die Natur zurück. Diese Art der inneren Emigration tat ihm, der so gern im Märkerland wie auch im Mecklenburgischen unterwegs war, nicht weh. Der Akt kreativen Gestaltens galt ihm mehr als die staatsoffiziellen Interpretationen der DDR-Regierung. Neben Farbe und Pinsel gehörten auch Metall, Säure, Holz, Stechbeitel und Hammer zu seinen Arbeitswerkzeugen, mit denen er Skurriles, Sinnliches, aber auch Freches schuf. Sein besonderes Wahrnehmen und Wiedergeben sind in seinen Werken verewigt als eine Sehwelt voller Nuancen, Licht und Schattierungen, prall gefüllt mit der nie versiegenden Lust, andere Menschen an seiner Art, Dinge zu entdecken, zu denken und zu konturieren teilhaben zu lassen. Die Ausstellung läuft bereits seit dem 15. Mai und ist noch bis zum 15. Juli 2011 zu sehen. PM/Foto: Rolf Niebel

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Die Arbeit ist vollbracht. Die elf Artevent-Künstler und ein Gastkünstler, Hartmut Sy aus Berlin, sind durchaus zufrieden. Sie hatten es sich in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, zum Thema VACAT gemeinsam zu arbeiten, und „es hat uns wieder sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam kreativ zu sein“, sagte Frauke Schmidt-Theilig. Die Künstler-Gruppe des ARTevent gibt es mittlerweile schon elf Jahre. 14 Tage lang arbeitet sie ein Mal im Jahr gemeinsam zu einem bestimmten Thema an einem Ort. Meist wird ein vorrübergehend leer stehendes

geschichtsträchtiges Gebäude genutzt. VACAT = Leere, hieß das diesjährige Motto. Bis zum 5. Juni kann das Erschaffene im Hof, Breite Straße 28, in der Teltower Altstadt noch bewundert werden. Das Ambiente des Hofes mit seinen Wohnhäusern, Remisen und Brandmauern war unspektakulär: Eine großzügige Leere mit wenig charakteristischen Vorgaben und somit ideal dafür, künstlerisch „besetzt“ zu werden. Eine Finissage am 5. Juni um 15 Uhr beschließt das ARTEvent 2011. Beate Richter Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Kultur

Skiffle-Konzert: The New Skiffle Spirits Banjo, Mandoline, Eimer und Gießkanne Das klingt interessant, aber was ist denn „Skiffle“? Die Wurzeln des Skiffle liegen in der anglo- und afroamerikanischen Folk-, Country- und Jazzmusik. Um 1900 entstanden in den USA viele Musikgruppen, die auf unkonventionellen, teils selbstgebauten Instrumenten die Musik der Jazzbands imitierten. Neben Gitarre, Banjo oder Mandoline trifft man hier auch auf Waschbretter, Eimer und Gießkannen, oder auch auf das Kazoo (Kammblasen) und den Jug (Tonkrug). Der Fantasie sind bei diesem Musikstil keine Grenzen gesetzt. Im Zentrum stehen hier neben Gesang, Einfallsreichtum, pfiffige Arrangements und natürlich ein mitreißender Rhythmus. In den 50er Jahren schwappte der Skiffle nach Europa und nach Deutschland herüber.

Die Gruppe The New Skiffle Spirits hat sich diesem Musikstil verschrieben. Im Alter von 15 Jahren fanden sich die Musiker als Band 1958 zusammen und stehen auch heute noch, nach über 50 Jahren, gemeinsam auf der Bühne. (www.skiffle-spirits.de) Am 22. Juni um 19 Uhr skifflen sie das Bürgerhaus in der Teltower Ritterstraße 10. Dabei sind Rüdiger Seidel: Bass, Gesang, Whisties, Kazoo, Trompetenmundstück, Jug und Tüte; Wolfgang Vettermann: Tenorbanjo; Reinhard Mattner: Gesang und Gitarre; Erhard Weigel: Waschbrett, Wash board-tie; Horst Maecker: Gitarre, Gesang, Mundharmonika, Mandoline, Turbo-Kazoo. Karten, Reservierung und Info: (0 33 28) 47 81 - 2 43, E-Mail: r.schaedlich@teltow.de

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Buchvorstellungen aus der Bibliothek Werner Bräuning: Rummelplatz, empfohlen von Elisabeth Röckelein: Der zeitgeschichtliche Gesellschaftsroman beleuchtet kritisch die Aufbruchjahre in beiden deutschen Staaten, vornehmlich in der DDR, wo Kriegsheimkehrer und gedungene Bergleute die neue Republik unter ständiger Kontrolle der Sowjets mit Schweiß und Entbehrungen planmäßig gestalten sollten. Isabel Abedi: Applaus für Lola, empfohlen von Jacqueline Bergt: Lola und ihre beste Freundin Flo werden beide zum Casting für einen Gruselfilm eingeladen. Als jedoch nur Flo eine der Hauptrollen bekommt, hat Lola fortan mit Gefühlen zu kämpfen, die ihr bislang fremd waren. Neid und Enttäuschung stellen die Freundschaft auf eine echte Probe.

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Buchtipps

Gabriele Bergner und Jens Leder (Hrsg.)

Sie waren unsere Nachbarn Jüdisches Leben in Teltow bis 1945 Katalog zur Ausstellung im Rathaus Teltow Zu der erfolgreichen Ausstellung erscheint jetzt der Katalog. Er beinhaltet die Forschungsergebnisse der im Januar 2011 im Rathaus der Stadt Teltow gezeigten Ausstellung „Sie waren unsere Nachbarn – Jüdisches Leben in Teltow bis 1945.“ Es werden die Schicksale einst angesehener jüdischer Mitbürger dargestellt, ihre Lebenswege von der Verfolgung, Entrechtung bis zur erzwungenen Emigration oder Ermordung im KZ beschrieben. Exemplarisch genannt sind bekannte Bürger wie Ottilie Metzger-Lattermann, in Auschwitz ermordete Opernsängerin, der Fotograf Dr. Erich Salomon,

der trotz frühzeitiger Emigration nach Holland von dort ebenfalls nach Auschwitz deportiert wurde, sowie der Automobilkonstrukteur Dr. Ernst Valentin, der sich 1939 nach Brasilien retten konnte. Durch die „AG Stolpersteine Teltow“ werden auch die Lebensläufe von weniger bekannten Bürgern wie des Kartoffelhändlers Walter Zehden oder der Kaufmannsgattin Ernestine Gumpert beschrieben. Außerdem widmet sich der Katalog den vier Mitgliedern der Familie Glaser, deren Nachkommen an der Ausstellungseröffnung teilnahmen.

ISBN: 978-3-9809303-9-7 Katalog erscheint im Sommer 2011 kartoniert, geheftet ca. 165 Seiten mit Fotos

Bildband „Gleiskultur” Die Eisenbahn als Beförderer der Bildenden Kunst Die 175 Jahre alte Eisen- wie ebenso auch um Laibahn einmal anders – zwar en- und Feierabendkünstbebildert, aber nicht mit ler, die allerdings weitgeFotos, sondern aus Sicht hend vergessen, nun aus bildender Künstler. dem Zustand der VergängEisenbahn-Geschichte(n) der Bildenden Kunst und In Stahlstichen, Lithografi- in lichkeit hervorgeholt en, 175 Holzstichen und Holzwieder sichtbarhervorgeholt gemacht Die Jahre alte Eisenbahn im Vergänglichkeit schnitten, in Radierungen, worden sind. Die Werke erLichte der Kunst. In Stahl- und und wieder sichtbar gemacht Gemälden, Aquarellen und zählen von sich und ihren Holzstichen, in Lithografien und wurden. Die Werke erzählen von Pastellen zeichnen nicht sich Schöpfern. und ihren Schöpfern. Sie Holzschnitten, in Radierungen, die großenAquarellen Meister und die dokumentieren Sie dokumentieren eine Gemälden, eine VergangenPastellen zeichnen diejenigen heit, die unwiederbringlich vorGeschichte der Eisenbahn Vergangenheit, die unwieder Zunftsondern und ihrer diejenigen Zeit, die Ge- bei ist. Deren Motive nach, derbringlich vorbeibedürfen ist. Die schichte der heutigen Zeit durchaus der Zunftder undEisenbahn ihrer Zeit,nach, die in Motive bedürfen in der die dieses Gefährt liebten und in einer Erklärung. So haben sieeiin dieses Gefährt liebten und heutigen Zeit durchaus ihren Werken verewigten. Dabei diesem bislang einzigartigen in ihren Werken verewig- ner Erklärung und haben handelt es sich um professionelle Bildband zusammen gefunden. ten. Dabei handelt es sich sich deshalb in diesem BildMaler, ebenso wie um Laien- und Das ganz besondere Geschenk um professionelle Maler band zusammen gefunden. Feierabendkünstler, die weit- für alle, die gern zweigleisig fah-

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Porträt des Monats

Über den Tellerrand hinaus schauen Horst Meyer übernahm gemeinsam mit Manfred Pieske 1993 das Teltower Stadt-Blatt „Das Teltower Stadt-Blatt wird fortan noch detaillierter, noch engagierter und noch wohlwollend-kritischer über die Entwicklungen und Ereignisse in Teltow berichten.“ Mit diesen Worten stellte sich Horst Meyer im Januar 1993 zum ersten Mal seinen Lesern vor. Von dem Zeitpunkt an bis ins Jahr 2000 prägte und gestaltete er den Inhalt der Zeitung maßgeblich mit. Ohne Horst Meyer würde es vielleicht das Teltower Stadt-Blatt heute nicht mehr geben. Denn 1993 übernahm er die Zeitung gemeinsam mit Manfred Pieske von der Stadtverwaltung Teltow. Seitdem gibt es das private Unternehmen „Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH“. „Damit erfüllte ich mir meinen Jugendtraum“, verrät der heute 81-Jährige. Denn er habe immer Journalist werden wollen. Stattdessen arbeitete er jedoch den größten Teil seines beruflichen Lebens als Buchhändler und Verleger. Warum Journalist? „Ich finde es faszinierend, aktiv zu werden“, erklärt er. Und als Reporter sei man immer genau dort, wo sich etwas in der Gesellschaft bewege. Das wiederum nieder zu schreiben und den Menschen in einer Zeitung näher zu bringen, sei eine erfüllende Aufgabe. Und warum gerade Teltow, wo Horst Meyer doch „West-Berliner“ ist? „Als die Mauer fiel, fühlte ich mich befreit“, erinnert er sich. Sofort habe er sich auf das Fahrrad gesetzt und sei losgefahren. Als die Brücke über dem Teltowkanal geöffnet wurde, war Horst Meyer dabei. Und wenn er heute Berlin verlasse, könne er das Gefühl der Befreiung noch immer spüren. „Deshalb war es für mich auch eine angenehme Aufgabe, für das Teltower Stadt-Blatt zu schreiben“, schildert Meyer. Mit dieser Arbeit habe er symbolisch über den Tellerrand hinaus schauen können. Ferner gründet sich die Verbundenheit zu Ostdeutschland letztlich auch auf seine familiären Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Wurzeln. Horst Meyer wurde 1930 in Stettin, im heutigen Polen, geboren. Durch die Wirren der späteren Kriegsjahre konnte er keine vernünftige Schulausbildung genießen. Die Familie wurde aus Stettin evakuiert. „Mit 15 Jahren arbeitete ich als Stallknecht auf einem Bauernhof irgendwo in Mecklenburg“, erzählt er. „Es war eine schwierige Zeit ohne Perspektive.“ Eine glückliche Fügung war es dann, wie er heute resümiert, als er als junger Mann 1946 zu seiner Tante nach Berlin-Lichterfelde zog. Hier machte er das Abitur und stieg anschließend ohne Berufsausbildung sofort ins Werbeund Zeitungsgeschäft ein. „Der Meyer ist gut in Deutsch“, habe sein Lehrer, der Studienrat Dr. Hermann Dreyhaus vom Rheingau-Gymnasium in Berlin-Friedenau, einmal gesagt. In einer kleinen Werbeagentur mit privatem Nachrichtenbüro in Grunewald konnte er das unter Beweis stellen. Fortan schrieb Horst Meyer morgens Werbetexte und nachmittags Lokal- und Wirtschaftsnachrichten. „Ich brachte mir damals alles selbst bei“, beschreibt der Vater von drei erwachsenen Söhnen. Nachdem die kleine Werbeagentur jedoch wirtschaftlich in Schieflage geriet, musste sich Meyer eine neue Arbeit suchen. Durch Zufall bekam er die Chance, in den Buchhandel einzusteigen und war dann viele Jahre im sogenannten Interzonenhandel tätig. „Das muss man sich als eine Art Tauschgeschäft zwischen der BRD und der früheren DDR vorstellen“, erklärt er. Den Kulturaustausch zwischen Ost und West hat Horst Meyer seit jeher für absolut notwenig gehalten. Es sei wichtig gewesen, dass diese Verbindung nicht abreiße. „Wir müssen zusammenhalten“, habe er oft gedacht, und mit seiner Arbeit konnte er ein Stück dazu beitragen. In den 1960er Jahren wurde Horst Meyer dann Verleger. Er war unter anderem Inhaber des Erika

Klopp- und des Arani-Verlages. Nach der Wende arbeitete er vor allem als Berater, gab zum Beispiel Seminare für Buchhändler. Er und Brigitta Pieske, die Frau von Manfred Pieske, die früher ebenfalls Buchhändlerin war, kannten sich seit vielen Jahren von den Leipziger Buchmessen. 1992, als Horst Meyer mit seiner Frau einmal einen Fahrradausflug ins Märkische unternahm, machten sie Halt vor dem Haus der Pieskes in Stahnsdorf. Diese erste Begegnung zwischen den beiden Männern war der Anfang einer besonderen Freundschaft, die bis heute andauert. „Manfred erzählte mir, dass die Stadtverwaltung Teltow ihm das Stadt-Blatt übertragen wolle, wenn er es privatwirtschaftlich weiter-

führe“, erinnert sich Meyer. Aber wie macht man so etwas, habe ihn Manfred Pieske gefragt. „Ich sagte damals, dass er nur dann unabhängig sei, wenn er auch sein eigener Herr sei“, weiß er noch. Weil sich Horst Meyer damals an seinen Jugendtraum vom Journalisten erinnerte, entschied er sich spontan, bei dem Stadt-BlattProjekt einzusteigen. „Manfred Pieske war der Chef und ich sah mich als Mitwirkender“, beschreibt er. Im Januar 1993 begann schließlich der Redaktionsalltag im damaligen Domizil der historischen Fabrikantenvilla in der Potsdamer Straße. „Mein erster Artikel war das Editorial zu unserer ersten Ausgabe“, erinnert sich Meyer. Text und Foto: Anett Kirchner

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Leserpost

Nicht immer meckern! Sehr geehrte Damen und Herren vom Teltower Stadt-Blatt, zu den ganzen Meckereien, die in der Leserpost veröffentlicht werden, was unsere liebe Stadtverwaltung betrifft, möchte ich auch mal eine schöne Anekdote beifügen. Für unsere Pensionspferdehaltung auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Sigridshof habe ich zusammen mit der Reitschule Carolin und einigen Eltern der Schule und der Kita der Evangelischen Diakonie Teltow/Lehnin wieder ein Osterfeuer organisiert. Dieses wurde wie jedes Jahr beim Ordnungsamt angefragt. Am 20. April hatte ich noch keine Antwort auf meinen Antrag und rief beim Ordnungsamt an. Dabei wurde mir mitgeteilt, dass dieses Spektakel wohl wegen der zu erwartenden Waldbrandstufe 2 nicht stattfinden könnte, aber die Ausnahmegenehmigung für ein Feuer dieser Größe mir noch zukommen würde. Auf meine Frage, was ich mit einer Ausnahmegenehmigung soll, die ich bezahlen muss aber sie nicht nutzen kann, wurde mir

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von der zuständigen Mitarbeiterin nur mitgeteilt, dass ich mich dahingehend höchstens noch mit Frau Kempin, der Leiterin des Ordnungsamtes, in Verbindung setzen kann. Dieses tat ich sogleich und erklärte ihr die Situation, dass ich doch sehr viele Kinder und Eltern enttäuschen muss, wenn ich ihnen sage, dass das ganze ausfällt. Um so größer war meine Freude, als sie mir mitteilte, dass ich ihr dieses bitte noch mal schriftlich per email übersenden möchte und sie mir dann auch die Ausnahmegenehmigung für die Waldbrandstufe 2 gibt. Noch größer war die Freude, dass ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes mir noch am gleichen Nachmittag diese Ausnahmegenehmigung persönlich überbrachte. So schnell und zuvorkommend habe ich unsere Stadtverwaltung noch nie erlebt. Am Tag des Osterfeuers informierte ich mich auf der Internetseite der Wache Brandenburg (Louis) noch nach dem Stand der Waldbrandstufe, juchhu, wir (Teltow) waren noch Stufe 2. Ich musste das Spektakel

nicht absagen. Gem. der Ausnahmegenehmigung rief ich kurz vor Entzünden des Feuers die zuständige Wache Teltow an, um ihnen das ganze mitzuteilen, woraufhin mir der Herr am Telefon sagte, es wäre Waldbrandstufe 3. Ich erklärte ihm, dass ich extra im Internet nachgesehen habe und dort nur Stufe 2 ausgerufen ist. Er belehrte mich, dass Stufe 3 herrscht. Ich schaute ein weiteres Mal nach (der modernen Technik sei Dank), und es stand immer noch Stufe 2. Ein weiterer Anruf bei der Wache in Teltow ergab, dass die Auskunft im Internet am Wochenende nicht gepflegt wird, es herrsche Waldbrandstufe 3 seit nunmehr über 6 Stunden und meine Ausnahmegenehmigung hätte keine Gültigkeit mehr. Auch die Aussicht auf die traurigen Kinderaugen, die dann an diesem Feuer, auf das sie sich so gefreut haben, nicht zum Glänzen kommen, konnte sein Herz nicht erweichen. Ich teilte den Teilnehmern diese Entscheidung der Feuerwehr mit und dass wir wohl nur auf das Gril-

len und das nette Zusammensein zurückgreifen können. Die Enttäuschung bei den Kindern war entsprechend groß, ein Teil der Anwesenden verließ dann auch sehr schnell diese Zusammenkunft, ihr Pech. Ca. 30 Minuten später erschien ein Löschzug der Teltower Feuerwehr. Die Kinder und die Erwachsenen durften sich die Fahrzeuge aus nächster Nähe ansehen, darin rumkrabbeln und zugucken, wie die große Drehleiter ganz ausgefahren wurde. Noch heute erzählen sie in Schule und Kita von den Autos. Auf diese Art und Weise ist zwar der extra dafür zusammengesammelte Holzhaufen noch nicht verschwunden, aber das Nicht-Feuer dauerte immerhin noch bis spät in die Nacht. Ich möchte mich auf diesem Wege noch mal bei den Zuständigen und allen daran Beteiligten dafür bedanken, dass dieser Tag dann doch noch ein großer Erfolg für die Kleinen wurde. Jeannette und Björn Rosemann, Anna Doppel (Pferdehof/ Reitschule Carolin)

Zu: Bedeutendes Industriedenkmal der Region wird 100 Jahre alt (TSB 4/2011)

Teltower Heimatfreundekreis fürs Ludwigsfelder Kinderdorf

Habe den Bericht über Biomalz gelesen. Freue mich immer, wenn etwas über das alte Teltow geschrieben wird. Ich wollte 2007 eine kleine Ausstellung über Biomalz machen, habe aber keinen Interessenten gefunden. Vielleicht können wir dies noch nachholen, wie dieser Bericht, der auch etwas spät kommt. Da könnte man alte Reklame, Dosen, Büchsen, Briefköpfe von

Seit einer gemeinsamen Benefizaktion der SPD–Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein mit unserem Teltower Heimatfreundekreis 1987 zu Gunsten des Märkischen Kinderdorfs e. V. in Ludwigsfelde vor über vier Jahren unterhalten wir enge patenschaftliche Beziehungen zu dem wohltätigen Verein in der Nachbarschaft. Unsere Mitglieder, Freunde und Gäste spenden regelmäßig Reisegutscheine oder Bargeld, um den Mädchen und Jungen für sie kostenfreie Busausflüge zu ermöglichen. Seither haben wir dem Märkischen Kinderdorf e. V. für neun Ausflugsfahrten insgesamt 52 Teilnehmerkarten im Wert von 2066,38 Euro zur Verfügung gestellt. Erst neulich nahm eine kleine Abordnung des Ludwigsfelder Vereins, Mädchen und Jungen, an unserer 19.

Biomalz aus früherer Zeit zeigen. Wenn Sie die Sache in die Hand nehmen würden, könnte man im Stubenrauch-Saal oder im Bürgerhaus in der Ritterstraße etwas ausstellen. Man braucht da einige Vitrinen und Stellwände für die Reklame. Aber dies ist nur ein Vorschlag. Verbleibe mit freundlichen Grüßen Gerhard Boettcher

Liebe Leserin, lieber Leser  Die Redaktion weist darauf hin, dass Artikel, die namentlich oder als Leserpost veröffentlicht werden, nicht der Meinung der Redaktion entsprechen müssen. Verantwortlich für den Inhalt ist der Verfasser. Aufgrund der vielen und oft sehr langen Zuschriften behält sich die Redaktion das Recht der auszugsweisen Wiedergabe von Zuschriften vor. Wir bitten um Verständnis. Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Anschrift: redaktion@teltower-stadtblatt.de.

„Überraschungsfahrt“ teil, die zum Naturschutztierpark in Görlitz führte. Und schon steht die nächste Fahrt für die Kinder an, denn unser Freundes kreis übergab der Leiterin des Märkischen Kinderdorfs e. V., Frau Iris Wassermann, fünf Teilnehmerkarten im Wert von 160 Euro für eine Ende Juli an die Ostsee führende Tagesbusreise. Für die Mädchen und Jungen sind diese Ausflüge willkommene Gelegenheiten, um landschaftliche Schönheiten und sehenswerte Stätten zu entdecken. Besonders freut sich der Teltower Freundekreis 1987 über die ungebrochene Spendenbereitschaft seiner Brandenburger und Berliner Unterstützer, denen hiermit ein herzlicher Dank ausgesprochen werden soll. Horst Fleischer, Freundekreisleiter Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Soziales

Ein Haus für alle

Altstadtführung

Das Mehrgenerationenhaus Philantow hat ein neues Domizil lich tätig und kommen aus allen Altersgruppen. Das Teltower Mehrgenerationenhaus Philantow residierte lange in der ehemaligen Bruno-H.-Bürgel-Schule in der Potsdamer Straße. Dort allerlings teilte man sich die Räume unter anderem mit der Dietrich-Bonhoeffer-Schule des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin. Nun hat sich der Traum von einem eigenen Haus erfüllt. Das allerdings nicht ganz unriskant.

Alle Generationen unter einem Dach. Das Mehrgenerationenhaus Philantow bezog ein neues Haus und hofft auf Kontinuität. Foto: Rolf Niebel Schleife durchschneiden, Blumen entgegennehmen, Sekt trinken – das neue Domizil des Mehrgenerationenhauses Philantow ist eröffnet. Der feierliche Akt am 06. Mai 2011 war das Prozedere, mit dem die vielen Mitwirkenden am neuen Haus das Ergebnis stolz und sichtlich zufrieden den Gästen und der Öffentlichkeit präsentierten – ein feierlicher Akt zwischen viel Arbeit davor und vermutlich auch viel danach. Zu DDR-Zeiten beherbergten die Mauern der Villa in der Mahlower Straße 139 das stadtbekannte Café Wien. „Da gab´s hier Steak au four“, konnte man vernehmen, wenn man beim Flanieren durchs frisch eingeweihte Haus im salonartigen rot gehaltenen Spielzimmer auf die Stimmen der Gäste achtete. Was nach französischer Haute Cusine klingt, war seinerseit ein typisches DDR-Rezept: Schweinerückensteak mit Würzfleisch, dazu in der Regel Pommes frites. An dieser Stelle erschließt sich, was ein Mehrgenerationenhaus eben ist – ein Haus, das Raum für vielerlei Teltower Stadt-Blatt 06 2011

gemeinsame Aktivitäten und Angebote gibt – für Kinder, die im Spielzimmer toben, bis hin zu Leuten, die an selber Stelle über die Küche aus längst vergangenen Tagen plaudern. Dr. Wilhelm Prögel, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Teltow mbH (WGT), der das Haus gehört, hatte davon noch keine Vorstellung, als Bürgermeister Thomas Schmidt vor etwa zweieinhalb Jahren auf ihn zu kam und nach einem eigenen Standort für das Mehrgenerationenhaus Philantow suchte. „Ich dachte erst, der sucht ein paar Büroräume.“ Mehrgenerationenhäuser sind lokale Begegnungsstätten und Anlaufstellen, in denen praktische Hilfe und Beratung rund um Fragen wie Erziehung, Pflege oder Betreuung geboten wird, und das, wie der Begriff verrät, nicht zugeschnitten für Menschen einer bestimmten Altersgruppe, sondern generationenübergreifend. Die Mischung der Generationen ist auch Programm bei denen, die sich in diesem Rahmen engagieren. Etwa zwei Drittel derer sind ehrenamt-

Mehrgenerationenhäuser sind ein Bundesmodellprojekt. Das heißt, sie sind zeitlich begrenzt angelegt und werden ergo auch nur zeitlich begrenzt gefördert. Insofern ist das Vertrauen der Stadt Teltow in die bisher geleistete und in die eben zukünftig zu leistende Arbeit des Hauses gro. Die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein, Schirmherrin des Teltower Mehrgenerationenhauses, stellte heraus: „Es ist auch eine Angelegenheit des Landkreises, wie man langfristig die Förderung und den Bestand dieses Hauses sichern kann“. Und, so Wicklein weiter: „Das Haus ist ein Kleinod, ein Gewinn für Teltow.“ Auch Bürgermeister Thomas Schmidt wünscht sich Dauerhaftigkeit für diese Einrichtung. Die WGT immerhin garantiert einen sicheren und damit auch langfristigen Mietvertrag. Das Haus an sich wird wohl freiwillig auch niemand so schnell verlassen wollen. Von der Nähstube und der Töpferwerkstatt im Keller, über den Clubraum und Spielräume im Erdgeschoss bis zu den Sitzungs- und Büroräumen unterm Dach lädt das gesamte Haus zum Verweilen ein. Das Sommerprogramm des Teltower Mehrgenerationenhauses Philantow liegt in der Mahlower Straße 139 aus oder ist unter www.philantow.de zu finden. Rolf Niebel

Die Stadt Teltow entstand an einer für die Besiedlung vorteilhaften Stelle an der Bäke. Feuchtes Ackerund Wiesenland sorgte für die Entwicklung Teltows zur Ackerbürgerstadt. Auf einem Spaziergang unter alten Linden und über historisches Pflaster können Sie mehr aus allen Epochen der Stadtgeschichte erfahren. Die nächste Altstadtführung findet am Samstag dem 18. Juni von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr statt. Treffpunkt: Zehlendorfer/Ecke Berliner Straße. R.N.

Seniorentreff Bürgerhaus, Ritterstr. 10:

Montag 10.30 Uhr: Sitztanz 12.30 Uhr: Skatspielertreff 12.15 Uhr: Bingo Spiel 13 Uhr: Handarbeitsgruppe 13.00 Uhr: Wandern Dienstag 9.00 Uhr: Theatergruppe 13.00 Uhr: Zeichenzirkel

Mittwoch 9.30 Uhr: Sport 13.30 Uhr: Chorprobe

Montag bis Freitag 11.30 Uhr: Mittagessen mit Voranmeldung

Veranstaltungen Di., 7. Juni, 14 Uhr „Tanznachmittag“ mit Winne Töppich Do., 9. Juni, 12 Uhr Vortrag: Gesundheit im Alter, Referentin: Frau Koch Do., 16. Juni, 13 Uhr „Ein Strauß bunter Melodien“ mit J. Beck (Violine) und W. Lehmann (Klavier) Fr., 17. Juni, 9.30 Uhr Frühstück im neuen Mehrgenerationenhaus (bitte mit Voranmeldung) Do., 23. Juni, 13 Uhr Vortrag: Verstehen des Beipackzettels, Referent: Joachim Peikert Do., 30. Juni, 13 Uhr Besuch Schweinemuseum Ruhlsdorf (bitte mit Voranmeldung) PM/TSB

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Querbeet

AWO-Haus Montag 6. Juni 14 Uhr: Gemeinsam singen; 20. Juni 14 Uhr: Notfall – was nun? Informationsveranstaltung zum Thema; 27. Juni 14 Uhr: Sport frei

8. Mai – ignorierter Gedenktag? Viele Gedenkorte, wenig Beteiligung und ein gewisses Unbehagen

Dienstag 7., 14., 21., u. 28. Juni 12 Uhr: Spielenachmittag

Mittwoch 4., 8., 15., 22. und 29. Juni 10 Uhr: Yoga auf dem Stuhl; 10 Uhr: Kunstkurs; 8. Juni 14 Uhr: Tanzvergnügen vor Pfingsten; 15. Juni 14 Uhr: LeseTresen; 22. Juni 13.30 Uhr: Besuch im Landtag; 29. Juni 11 Uhr: Trödelmarkt

Donnerstag 9., 16., 23. und 30. Juni 10 Uhr: Reisen mit Herz; 16 und 18 Uhr: Yoga

Freitag 3. Juni 14 Uhr: Ambulante Wohnhilfe; 10., 17., und 24. Juni 9.30 Uhr: Ambulante Wohnhilfe; 10 Uhr: Bei Kaffee und Kuchen über die Woche plaudern; 10 Uhr: Gedächtnistraining PM/TSB

Volkssolidarität

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Am 29. Juni laden wir zu Tanz, Geselligkeit und Quiz um 15 Uhr in der Lavendel – Residenz ein. Unsere Sammelaktion im März/April erbrachte ein Ergebnis von 1661 Euro. Wir danken allen Spendern sehr herzlich für die Unterstützung unserer Arbeit. Am 14. Juli laden wir zu einer Tagesfahrt ins Elbsandsteingebirge ein. Mit sachkundiger Reiseleitung erleben Sie eine Rundfahrt (Bastei, Bad Schanau, Sebnitz) mit Mittagsimbiss, Kaffee und Kuchen für 31 Euro. Abfahrt 7.45 Uhr ab Teltow. Letzter Anmeldetermin unter Tel.: (0 33 29) 47 15 77 bis zum 27 Juni. Vorstand der OG

Gedenken sollte zu Allgemeingut und nicht zu Ideologie werden. Ein Rotarmist hisst die Sowjetfahne auf dem Dach des Reichstages in Berlin. Dieses Bild ist wie kein anderes mit dem 8. Mai 1945 verbunden. Vor einigen Jahren war es zweifach in der Wanderaustellung „Bilder, die lügen“ im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums zu sehen. Die Tafel zu den beiden Varianten des Fotos wies darauf hin, dass das Bild seinerzeit einerseits nachgestellt und andererseits dann noch retuschiert wurde. Den Arm des Soldaten zierte auf dem Originalfoto mehr als eine Armbanduhr. Der 1998 verstorbene Soziologe und Philosoph Niklas Luhmann verband das Ende des 2. Weltkrieges lange Jahre mit dem Verlust seiner Armbanduhr. Ein USamerikanischer Soldat hatte sie dem Jungen im Frühjahr 1945 abgenommen. Am 8. Mai 2011 gedachte man hier in der Region des Endes des 2. Weltkrieges und der Naziherrschaft – sicher auch in dem Bewusstsein, dass Soldaten, die als Befreier kommen, sich nicht immer wie edle Befreier benehmen – und sicher auch in dem Wissen,

dass Soldaten im Sinne von Ideologien bedingungslos zu Helden stilisiert wurden. Vielleicht sind derartige Dinge Ursache für ein gerüttelt Maß an Desinteresse bezüglich dieses Themas. In Kleinmachnow gedachte man der Befreiung vom Faschismus vor 66 Jahren an gleich drei Orten. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Klaus-Jürgen Warnick, und Bürgermeister Michael Grubert hatten eingeladen, den Kranzniederlegungen am Sowjetischen Ehrenmal, am Platz der Opfer des Faschismus (OdF-Platz) und auf dem Waldfriedhof beizuwohnen. Erschienen waren großenteils Gemeindevertreter unterschiedlicher politischer Couleur. Am OdF-Platz erinnerte Warnick daran, dass Anfang Mai der letzte bekannte Soldat des 1. Weltkrieges verstorben war. Er, Warnick, hingegen sei in einer Generation geboren, die ihr ganzes bisheriges Leben in Frieden verbringen durfte. „Es ist unsere Pflicht, unseren Kindern und Enkeln dies zu vermitteln.“ Am Tag zuvor hatten Unbekannte wenig Gespür für das Gedenken an den Tag der Befreiung gezeigt.

2. Klimaschutzkonferenz Kleinmachnow Vorträge • Erlebnis Klimaschutz • Elektrofahrzeuge

Samstag, 18. Juni, 10–17 Uhr

Rathaus und Rathausmarkt Kleinmachnow

Am Gedenkstein des OdF-Platzes lagen am Morgen Bierflaschen und anderer Unrat herum. In Teltow war es lediglich DIE LINKE, die am sowjetischen Ehrenmal des Teltower Friedhofes und auf der Soldatengräberstätte in Ruhlsdorf ein Gebinde niederlegte. Am 24. April 1945 haben die sowjetischen Truppen den Teltowkanal überschritten. Zuvor hatte es auf den Feldern und in den Wäldern der Gegend viele Tote gegeben. Einige von ihnen liegen in Ruhlsdorf, gemahnte Steffen Heller, Vorsitzender des Teltower Ortsverbandes von DIE LINKE. Das Problem ist nicht, dass derartigen Gedenkveranstaltungen in der Regel nur noch wenige beiwohnen. Problematisch wird es erst, wenn beispielsweise ein Linienbusfahrer in Kleinmachnow, gefragt nach dem Platz der Opfer des Faschismus, keine Auskunft geben kann, weil er selbigen nur als OdF-Platz kennt. Problematisch auch, wenn Besucher des übervollen japanischen Kirschblütenfestes am 8. Mai in Teltow nicht mehr parat haben, dass an diesem Tag im Jahre 1945 der 2. Weltkrieg endete. Wenn erwachsene Menschen im Gespräch über den 1. Weltkrieg diesen mit den Worten, der war doch so 1906 oder 1908, zeitlich nicht mehr einordnen können, und wenn Unbekannte in offenkundiger Unkenntnis oder Ignoranz der Bedeutung des Datums 8. Mai am Vorabend ihren Unrat an einem Gedenkstein zurücklassen, dann gewinnen Warnicks Worte einen Tenor, der Unbehagen hinterlässt. Die Klassen 9 und 10 der Mühlendorf-Oberschule Teltow hatten im Nachgang des 8. Mai immerhin den 85-jährigen Viktor Savitskyj, der aus der Ukraine nach Auschwitz verschleppt wurde, zu Gast. „Ich gehörte zu den letzten Überlebenden, die 1945 durch die Amerikaner befreit wurden.“ Jenseits aller ideologischen Verbrämung, geht es zuallererst darum, dass die kommenden GenerationendasgroßeGlückKlausJürgen Warnicks teilen dürfen. Text & Foto: Rolf Niebel Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Querbeet

Teltower Heimatfreundekreis Zu einer Tagesfahrt zum „Elefantenhof“ in Platschow (Mecklenburg–Vorpommern) lädt der Teltower Heimatfreundekreis 1987 am Sonnabend, dem 18. Juni ein. Die 133. „Teltower Wanderung“ führt am Sonntag, dem 26. Juni 2011 zum Heinersdorfer Wochenmarkt, wo es ein „Großes Frühstück“ vor dem Marktbummel gibt. Informationen zu beiden Veranstaltungen nimmt Freundekreisleiter Horst Fleischer wochentäglich von 10.00 bis 11.00 Uhr und von 20.30 bis 21.30 Uhr unter der Rufnummer (0 33 28) 30 06 89 entgegen.

2. BeneFrizBASAR in Teltow Am Samstag, dem 25. Juni, findet auf dem Parkplatz am Zeppelinufer in Teltow der nunmehr 2. BeneFrizBASAR statt. Gemeinnützige Unternehmen der Region Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow erhalten hier die Gelegenheit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Neben einem umfangreichen Live-Programm gibt es viele Aktionen, bei denen die Besucher mitmachen können. Der Erlös der Veranstaltung, die durch den neugegründeten Verein BeneTat e.V., dessen Vorsitzender und die Kassenwartin schon bei der Organisation des 1. BeneFrizBASAR letztes Jahr in Stahnsdorf dabei waren, würden Künstlern, Vereinen und Organisationen zu Gute kommen, um damit Kinder in ihrer Kreativität zu unterstützen. Als Schirmher-

ren konnten wie im vergangenen Jahr wieder die Bürgermeister von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf gewonnen werden, die das Projekt sowohl mit Sachals auch mit Geldspenden unterstützen. Die Veranstalter suchen noch nach weiteren Unterstützern und Sponsoren. Samstag, 25. Juni 2011 14.00 bis 20.00 Uhr Parkplatz am Zeppelinufer Zeppelinufer Ecke/ Zehlendorfer Straße 14513 Teltow Kontakt: BeneTat e. V. (in Gründung) Tel.: (0 33 29) 61 73 09 Mobil: 01 73/8 49 02 17 Fax: (0 33 29) 69 82 57 E-Mail: info@benetat.de www.benetat.de

Impressum Teltower Stadt-Blatt – Unabhängige Monatszeitschrift für die Stadt Teltow Verlag: Teltower Stadt-Blatt Verlagsund Presse GmbH, Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow, Tel.: (0 33 28) 31 64 50, Fax: (0 33 28) 31 64 72, www.stadtblattonline.de;

www.teltow-erleben.de

Verantwortlicher Redakteur: Rolf Niebel Redaktion: Cornelia Schimpf, Beate Richter, Helke Böttger, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 68, Fax: - 76, E-Mail: redaktion@teltower-stadtblatt.de

Anzeigen: Jana Raschke, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 51, Fax: - 72, E-Mail: jana_raschke@stadtblatt-online.de Druck: Druckerei Grabow Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 1/11 und die Kleinanzeigenliste Nr. 04/09. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch. Abonnement: für Ortsansässige 12,00 Euro, für Auswärtige 24,00 Euro (inkl. Porto). Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Bankverbindung: Commerzbank AG (BLZ 160 400 00), Konto-Nr. 572 12 87 Termine für den Juli Redaktionsschluss: 17.06.2011 Anzeigenschluss: 17.06.2011

Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Evangelische Kirchengemeinde 2. Juni: 10.30 Uhr Andreaskirche, Pfarn. Bindemann 5. Juni: 10.30 Uhr Andreaskirche, Pfrn. Bindemann, Pfrn. Albrecht, mit Kindergottesdienst; 10.30 Uhr: Siedlungskirche, Lektor Grundei 11. Juni: 14 Uhr Andreaskirche, Pfarn. Bindemann, Konfirmation 12. Juni: 11 Uhr Andreaskirche, Pfrn. Bindemann; 13.30 Uhr: Andreaskirche, Pfrn. Bindemann, Konfirmationen 13. Juni: 10.30 Uhr Andreaskirche, Pfrn. Bindemann, Taufe 19. Juni: 10.30 Uhr Regionalgottesdienst in Großbeeren 26. Juni: 10.30 Uhr Andreaskirche, Pfarrerin Bindemann, Taufe; 10.30 Uhr: Siedlungskirche, Prädikant Noack mit Kindergottesdienst zum Schuljahresabschluss

Kirchengemeinde Ruhlsdorf Die Gottesdienste in der Ruhlsdorfer Kirche finden an jedem Sonntag um 8.45 Uhr statt. Am 12. Juni findet um 8.45 Uhr die Konfirmation statt.

Herausgeber: Andreas Gröschl

Grafik, Layout: Marian Rolle, Claudia Heinze

Gottesdienste

MagdalenenKirchengemeinde Das Cafe „Medicus“ wird von Menschen mit Behinderung aus den Teltower Diakonischen Werkstätten betrieben. Gesundheitszentrum Teltow Potsdamer Straße 7/9 14513 Teltow • www.edbtl.de

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Donnerstag, 2. Juni, 9.30 Uhr: Karzek Sonntag, 5. Juni, 9.30 Uhr: Sitzler-Osing Sonntag, 12. März, 9.30 Uhr: Blume Montag, 13. Juni, 10 Uhr: Karzek Sonntag, 19. Juni, 10 Uhr Sonntag, 26. Juni, 9.30 Uhr: Karzek

Kath. Pfarrgemeinde Ss. Eucharistia Sonntag: 9 Uhr Montag: 8.30 Uhr Dienstag: 8.45 Uhr (Seniorenmesse) Freitag: 18.30 Uhr, ab 18 Uhr: Rosenkranzgebet

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Gesundheit

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Die größten Versicherungsirrtümer (djd/pt). „Ich bin ja gut versichert!“ Mit diesem Stoßseufzer trösten sich viele, wenn mal etwas passiert. Aber nicht selten folgt beim Blick ins Kleingedruckte eine böse Überraschung. Einige der häufigsten Versicherungsirrtümer: Irrtum 1: Zusatzversicherungen braucht man für Luxusbehandlungen. Ganz falsch – vor allem, was das Thema Zähne angeht. Wird irgendwann Zahnersatz notwendig, übernehmen die Krankenkassen nur einen Teil der Kosten, den sogenannten Festzuschuss für die einfachste Behandlung. Wer sein Lächeln mit höherwertigem Zahnersatz erhalten will, muss kräftig draufzahlen. Da können mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Gut, wenn man eine Zahnzusatzversicherung hat: Sie übernimmt bis zu 90 Prozent der Kosten für Brücken, Kronen oder Implantate und zahlt auch Prophylaxebehandlungen. Irrtum 2: Wenn ich alt und krank bin, übernimmt die Pflegeversicherung alle Kosten. Das glauben viele, aber die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Kosten für die Pflege. Den Rest muss man aus dem eigenen Vermögen bestreiten. Ist dort nichts mehr zu holen, werden sogar Kinder und Enkel zur Kasse gebeten. Da können für einen Platz in einem Mehrbettzimmer im Pflegeheim schnell 1.500 Euro pro Monat fällig werden – für ein Einzelzimmer und ein Luxusheim deutlich mehr. Eine private zusätzliche Pflegeversicherung ist deshalb sehr empfehlenswert. Tipp: Wenn man diese im Alter von 40 bis 50 Jahren abschließt, sichert man sich niedrigere Beiträge. Irrtum 3: Wenn ich nicht mehr arbeiten kann, zahlt mir der Staat Unterhalt. Der Irrtum hält sich hartnäckig: Ein Drittel der Deutschen

glaubt, dass der Staat ihnen 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens als Rente zahlt, wenn sie in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten können. Doch seit der Rentenreform vor zehn Jahren sieht es düster aus, wenn man berufsunfähig wird. Vor allem für die nach 1961 Geborenen: Solange sie noch in irgendeinem Beruf arbeiten können – sei es als Parkwächter oder als Schreibkraft – zahlt der Staat gar nichts. „Bei einer möglichen Arbeitsleistung zwischen drei und sechs Stunden wird eine halbe Erwerbsminderungsrente ausbezahlt“, erklärt Michael Kreuzer, Versicherungsexperte bei den Ergo Direkt Versicherungen. Nur wer weniger als drei Stunden arbeiten kann, erhält die volle Rente. Aber auch die beträgt nur etwa ein Drittel des letzten Bruttogehalts. Das macht bei einem Bruttolohn von 3.000 Euro knapp 1.000 Euro. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gehört deshalb zu den Absicherungen, die schon Berufsanfänger unbedingt haben sollten. Irrtum 4: Nur Extremsportler brauchen eine Unfallversicherung. Sollte man meinen – aber Unfälle bei Extremsportarten sind nahezu immer vom normalen Leistungsumfang ausgeschlossen und nur mit einer Zusatzpolice abgesichert. Grundsätzlich nicht gezahlt wird auch bei Unfällen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss passieren. Klingt selbstverständlich, ist aber tückisch, wenn man beispielsweise bestimmte Medikamente nehmen muss. Ein Blick ins Kleingedruckte verrät auch, ob Unfälle mit abgedeckt sind, die infolge von Herzinfarkt, Schlaganfall oder durch Infektion nach Zeckenbiss passieren. Teltower Stadt-Blatt 06 2011


Gesundheit

Selbsthilfegruppen Gesundheitszentrum Teltow Potsdamer Straße 7–9, 6. Ebene • Alkoholkranke/Medikamentenabhängige u. Angehörige (SAMT): freitags, 18 Uhr • SHG Schlaganfall: 08.06., 14 Uhr, Vorher (03329) 61 23 25 anrufen! • Leben ohne Alkohol: Mi, 17.30 Uhr • SHG Parkinson: 01.06., 15 Uhr: Vortrag „Parkis müssen sicher stehen“ (Referentin: Frau Fröhlich) • SHG Tinnitus: 21.06., 16 Uhr • Frauenselbsthilfe nach Krebs: SHG: fällt im Juni aus (Freitag) Treff (jeden 1. Do. 16.30 Uhr); 23.06, 16.30 Uhr Gesprächskreis • Menschen mit künstlichem Darm und Blasenausgang: 14.06., 14 Uhr • SHG Diabetiker: 01.06., 9.30 Uhr • Epilepsie: 01.06., 18 Uhr • Prostatakrebs: 28.06., 16.30 Uhr, • SHG Lungenfibrose: 22.06., 17 Uhr: Naturheilkundetag Klm., Anmeldung unter (03329) 61 23 04 Hörgeräte Center Teltow, Potsdamer Straße 12 b • SHG Schwerhörige: 17.06., 14 Uhr Reha-Zentrum Seehof, Lichterfelder Allee 55 • SHG Defi-Patienten: 22.06., 17 Uhr • SHG Bipolare Störung: Do, 19 Uhr Praxis Physiotherapie im Gesundheitszentrum, Potsdamer Straße 7–9 • SHG Parkinson, Gruppengymnastik: donnerstags, 13 Uhr, Praxis John Ev. Gemeindezentrum Siedlungskirche, Mahlower Straße 150 • Elternkreis drogengefährdeter Jugendlicher: 07.06., 19 Uhr Emmaushaus, Ruhlsdorfer Straße 12 • Blaues Kreuz, Suchtkrankenhilfe: Begegnungsgruppe: Mi, 19 Uhr Familienzentrum „Philantow“, Mahlower Straße 139 • Verwaiste Eltern, 01.06., 18 Uhr AOK Geschäftsstelle, Rheinstraße • Deutsche Rheuma Liga, AG Teltow: Trockengymnastik für Schwerstbehinderte: 07. und 21.06., 15.30–16.30 Uhr Sporthalle GS 1, Elsterstraße • Dt. Rheuma-Liga, AG Teltow: Mo, 17.30–18.30 Uhr: Trockengymnastik AWO-Haus, Potsdamer Straße 62 • Mobbing am Arbeitsplatz: 16.06., 17.30 Uhr Bürgerhaus, Ritterstraße 10 • Dt. Rheuma-Liga: 23.06. (Fahrt in den Botanischen Garten)

Teltower Stadt-Blatt 06 2011

Kinderärzte Bereitschaftsdienst: Montag–Freitag: 17–19 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage: 10–12 Uhr Nach 19 Uhr: Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: (0 18 05) 5 82 22 31 30, im akuten Notfall: 112 30.05.–05.06.2011 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98 06.06.–12.06.2011 Dr. Block-Schmidt (03 32 03) 86 26 40 13.06.–19.06.2011 Frau Grit Thieme (0 33 28) 47 07 12 20.06.–26.06.2011 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98 27.06.–03.07.2011 Dr. Schramm (0 33 29) 69 63 22

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Sport

Tabellen Stand nach dem 27. Spieltag (14./15.05.2011)

Gespaltene Eintracht Fußballer der Region im Aufstiegsjubel und Abstiegskampf

Landesklasse, Staffel Mitte: 1. RSV Eintracht T. 27 75:16 73 2. VfB Herzberg 27 104:40 65 3. VfB Trebbin 27 67:28 62 4. Un. Bestensee 27 63:36 50 5. Teltower FV 1913 27 68:55 43 6. SV Babelsb. 03 27 59:45 42 . 15. Ruhlsd. BSC 27 33:88 15 16. TSV E. Dahme 27 30:93 8 Kreisliga Havelland-Mitte: 1. SG Saarmund 27 87:25 70 2. FSV Babels. 74 27 79:14 68 3. SG Bornim 27 76:45 59 . 11. Ruhlsdorf 1893 27 38:57 30 . 15. B.-Weiß Beelitz 27 53:74 26 16. RSV Eintr. T. II 27 41:82 21 2. Kreisklasse: 1. ESV Lok Seddin 26 95:24 71 2. VfL Nauen II 27 72:38 56 3. B.-W. Beelitz II 27 70:47 46 . 5. Teltower FV II 27 71:65 42 . 10. Pots. Kickers III 27 49:70 31 11. RSV Eintr. T. III 27 62:70 28 12. Fortuna B. III 27 62:70 28 3. Kreisklasse, Staffel B: 1. Seeburger SV 24 110:16 70 2. SG Michend. III 22 97:23 54 3. SG Schenkenh. 22 81:34 49 . 8. SG Saarmund 21 47:45 31 10. SV Ruhlsd. 1893 II 23 40:70 23 . 12. SV Ferch II 20 40:72 16

Dennis Patscha, der im Derby gegen den RSV Eintracht III zum 1:0 traf, tritt in dieser Szene zum Freistoß an. Foto: Marcus Lukas. In der zu Ende gehenden Saison 2010/11 hat es nun endgültig die von vielen prophezeite Wachablösung im regionalen Fußball gegeben. Insgesamt ist wieder jede Menge in Bewegung geraten. Vorzeitiger Aufstiegsjubel hier und knallharter Abstiegskampf dort prägen das Bild. Das Besondere: Davon ist ein Verein betroffen. Der RSV Eintracht Teltow jubelt und zittert gleichermaßen. In der Landesklasse haben die Stahnsdorfer vom RSV Eintracht eine souveräne Saison hingelegt, sodass es am Aufstieg in die Landesliga nichts zu deuteln gibt. Da kann man den Mannen von der Zillestraße nur uneingeschränkt großen Respekt zollen. Die Bilanz in den beiden Derbys gegen den Teltower FV ist zwar negativ, aber der RSV ist dennoch nun endgültig die Nummer 1 am Kanal.

Mit Verwunderung muss man allerdings feststellen, dass die zweite Vertretung der Stahnsdorfer in der Kreisliga das Tabellenende ziert. Während der Lokalrivale SV Ruhlsdorf kurz vor Saisonende beste Aussichten auf den Klassenerhalt hat, steht dieser beim RSV II in hohem Maße in Frage. Hat man an der Zillestraße die zweite Mannschaft schlichtweg vergessen? Seit Wochen kämpft die Elf von Trainer Enrico Fülle verzweifelt gegen das Desaster an. Personell pfeift sie aus dem letzten Loch. So wurden zuletzt selbst die Oldies Oliver Nopper und Renato Lötsch reaktiviert, um überhaupt ausreichend Personal zur Verfügung zu haben. Ebenfalls eng wird es für die dritte Mannschaft des RSV. Auch hier gibt es personelle Engpässe. In einem dramatischen Abstiegskampf könnten die fehlenden Punkte aus den oft sieglosen Aus-

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wärtsspielen verheerende Folgen haben. Vier Spieltage vor Schluss steckt in der 2. Kreisklasse die halbe Liga noch im Abstiegskampf. Der Tabellenneunte – aktuell die Potsdamer Kickers III – hat auf den ersten Abstiegsplatz gerade einmal sechs Punkte Luft. Nach nur zwei Spielen könnte diese bereits aufgebraucht sein. Und mittendrin steckt die Eintracht-Dritte, die zum Schlussakkord am 4. Juni den Nachbarn Teltower FV II empfängt. Ob den Stahnsdorfern dann die Revanche für die 3:5-Hinspielniederlage gelingen wird, ist fraglich. Möglicherweise wird das aber notwendig sein, um die Liga zu halten. Als sich beide Mannschaften Ende April an der Teltower Jahnstraße zum ersten Mal in dieser Saison begegneten, hielt die Eintracht zumindest in der zweiten Halbzeit ordentlich mit. Hier brachte sie den favorisierten TFV II auch ins Wanken, als nach dessen 3:0-Führung Patrick Leßmann und Gunnar Seiffert auf 2:3 sowie später noch einmal Konstantin Brose auf 3:4 verkürzten. Aber der Lokalrivale kam durch Rico Haym (2), Dennis Patscha, Johannes Tesch und Chris Dahlmann gleich zu fünf Toren. Wird die Bilanz der EintrachtMannschaften nach der Saison also gespalten ausfallen? Der Aufstieg in die Landesklasse, aber gleich zwei Abstiege? Am späten Nachmittag des 4. Juni werden wir es wissen. Volk.

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Sport

Professor Dr. Dr. Joachim Weißkopf, ehemaliger Präsident des Deutschen Kanusportverbandes der DDR gab auf dem Kanutag des Deutschen Kanu-Verbandes im April 2011 folgende Anekdote zum Besten: Bei den Olympischen Spielen von Montreal gingen die DDR-Rennkanuten erstmals mit blauen Kunststoffbooten an den Start. Der Bau dieser Plastikboote war eigentlich eine Notlösung, weil Devisen für den Kauf des üblich verwendeten Holzes aus Dänemark fehlten. Bei Vermessung der Plastikboote vor Ort ergaben sich unbedeutende Abweichungen von den geforderten Maßen. Damit sollte ein Startverbot dieser Boote erreicht werden. Als auf Nachmessung aller anderen aus Holz gefertigten Rennboote gedrungen wurde, wiesen 19 in Dänemark gefertigte Boote erhebliche Maßabweichungen auf. Daraufhin wurden allen Booten, auch denen aus Kunststoff, der Start genehmigt. Und heutzutage ist es eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Rennkanute der Welt seine Wettkämpfe in einem Kunststoffboot bestreitet. So kann es gehen. Da war wohl mal wieder nicht alles schlecht, anno dazumal im Osten. G. Welke/KLMZ

Zwölf sportlich aktive Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Erwachsenenwohnbereich Teltow des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin beteiligten sich an den 1. Special Olympics Potsdam am 14. Mai im Stadion am Luftschiffhafen, Am Luftschiffhafen 1, 14471 Potsdam. Bei der Veranstaltung unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck konnten sich die Athletinnen und Athleten für die Special Olympic Games 2012 in München qualifizieren. Die Aktiven aus dem Diakonissenhaus traten in den Disziplinen 50-, 100- und 400-Meter-Lauf, Kugelstoßen, Ballwerfen, Weitsprung, Standweitsprung sowie bei den 4 x 50-Meter- und 4 x 100Meter-Staffeln an. Marko Stutzky aus dem Teltower Diakonissenhaus brachte Gold im Kugelstoßen und Silber im 100-Meter-Lauf nachhause. Doch ganz im Sinne des olympischen Gedankens erhielten alle Teilnehmer Medaillen in den wettbewerbsfreien Disziplinen. PI/KLMZ

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fer der Teltower quasi mit dem Schlusspfiff. Somit traten im Spiel um Platz 3 die IG Seitenwechsel und Miersdorf/Zeuthen an. Auch hier musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen. Am Ende hatte Miersdorf/Zeuthen die Nase vorn und konnte sich über den dritten Platz in diesem gut besetzten Turnier freuen. Das Finale Lichtenrader BC gegen den TFV-Mix versprach Spannung, denn bereits in der Vorrunde spielten die Mannschaften unentschieden gegeneinander. Die beiden Teams schenkten sich nichts. Der TFV hätte bereits in der regulären Spielzeit durch einen Strafstoß alles klar machen können, doch auch in diesem Alter spielen die Nerven bereits eine Rolle. Der Ball flog knapp über das Tor. Also musste auch im Endspiel die Entscheidung im Neunmeterschießen erfolgen. Der Lichtenrader BC verschoss zwei Neunmeter, der TFV verwandelte zwei. Nach dem Sieg kannte der Jubel der TFV-Kids keine Grenzen. Der Titelverteidiger Lichtenrader BC wurde entthront. Nach 2009 kommt der Bürgermeisterpokal wieder zurück nach Teltow. Bei der Siegerehrung überreichte der Teltower Bürgermeister Thomas Schmidt persönlich die Pokale. Den größten konnten die 2001er des Teltower FV in die Höhe recken. Als bester Spieler des Turniers wurde Flemming Kertscher vom Lichtenrader BC ausgezeichnet. Bester Torwart des Turniers wurde Leon Fiedler von der 1.F des Teltower FV. Der nächste Bürgermeisterpokal findet dann wieder am 1. Mai 2012 statt. Mindestens bis dahin PI bleibt der Cup in Teltow!

Special Olympics

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Auch in diesem Jahr fand am 1. Mai der Bürgermeisterpokal der unteren E-Junioren statt. Der Teltower FV hat geladen und bei bestem Fußballwetter fanden 7 Mannschaften aus Berlin und Brandenburg den Weg in die Jahnstraße. Zwei E-Junioren-Mannschaften sowie die F1Junioren des TFV, die traditionell teilnehmen, komplettierten das Teilnehmerfeld. Die Gruppen wurden vorher ausgelost und somit spielten in Gruppe A aus Berlin der BSV Hürtürkel, aus dem Fußballkreis Dahmeland der SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen, aus Teltow die IG Seitenwechsel und vom Teltower FV die 2.E und die 1.F. Die Gruppe A war sehr ausgeglichen. Teilweise musste bei Punktgleichheit das Torverhältnis über die Platzierungen entscheiden. Am Ende konnten sich die IG Seitenwechsel als Gruppensieger und Miersdorf/ Zeuten als Gruppenzweiter über den Einzug ins Halbfinale freuen. Auch in Gruppe B ging es spannend zu. Hier kämpften aus Berlin der Titelverteidiger Lichtenrader BC 25 und DJK Schwarz-Weiß Neukölln, aus dem Fußballkreis Dahmeland der BSC Preußen Blankenfelde/Mahlow und Grün-Weiß Großbeeren und vom Teltower FV die E-Mix-Mannschaft, alles Kinder des jüngeren Jahrgangs 2001, um den Einzug ins Halbfinale. Am Ende konnten sich der TFVMix als Gruppensieger und der Lichtenrader BC qualifizieren. Auch in den beiden Halbfinals wurde toller Fußball geboten. Das Spiel der IG Seitenwechsel gegen den Lichtenrader BC wurde erst im Neunmeterschießen zugunsten der Berliner entschieden, im Spiel von Miersdorf/Zeuthen gegen den TFV-Mix fiel der Siegtref-

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Ein großer Teil der alteingesessenen Seehofer hat vor kurzem einen Anhörungsbogen des WAZV „Der Teltow“ bekommen, in dem erhebliche Beitragsforderungen für den Anschluss der Grundstücke an das Abwassernetz des WAZW angekündigt werden. Über kurz oder lang dürfte dies alle Teltower betreffen und dem WAZV damit einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag einbringen.

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Die schlechte Nachricht: Grundsätzlich dürfen nach der derzeitigen Gesetzeslage auch von Altanschließern Anschlussbeiträge erhoben werden, selbst wenn sie schon seit Jahrzehnten angeschlossen sind. Allerdings dürfen nur solche Investitionen in das Abwassernetz umgelegt werden, die nach der Wende getätigt wurden. Diese Kalkulation wird der WAZW in den zu erwartenden Widerspruchsverfahren und vor dem Verwaltungsgericht Potsdam darlegen

müssen. Das Verwaltungsgericht Potsdam wird ebenfalls zu prüfen haben, ob die entsprechende Satzung des WAZV rechtswirksam ist. Wer die zu erwartenden oder bereits zugestellten Bescheide nicht hinnehmen will, muss gegen den Bescheid rechtzeitig binnen eines Monats nach Zustellung Widerspruch einlegen. Es wird dringend empfohlen, bei der Berechnung der Widerspruchsfrist vorsorglich vom Datum des Bescheides und nicht vom Tag der tatsächlichen Zustellung auszugehen, um die Widerspruchsfrist nicht zu verpassen. Wird gegen den Bescheid nicht rechtzeitig Widerspruch eingelegt, wird der Bescheid automatisch rechtskräftig, gleich wie die Verfahren anderer Betroffener ausgehen. Mitgeteilt von Rechtsanwalt Torsten Göttel, Hannemannstraße 19, Teltow Tel.: (0 33 28) 30 10 41

Zu Gast im Ausland Auslandsaufenthalte sind der Entwicklung von Jugendlichen durchaus förderlich. Einblick in fremde Sitten, Erweiterung des Horizonts und Sprachkenntnisse werden dabei vermittelt. Manchmal gibt es aber auch Probleme, die sogar vor Gericht landen. Von Fall zu Fall entscheiden die Richter sehr unterschiedlich. So bekam eine Mutter vor Gericht Recht, die ihre Tochter an die Ostküste der USA schicken wollte und deshalb in einem Vorgespräch vereinbarte, dass Gastfamilien aus dieser Region in Frage kämen. Als die Agentur das Mädchen dann plötzlich nach Texas schicken wollte, kündigte die Mutter und bekam die Anzahlung, über 1.600 Euro zurück. Die Agentur hatte nämlich gegen eine mündliche Zusage verstoßen (AG Köln, Az.: 134 C 267/08). Weniger Glück hatten Eltern, die ihre beiden Kinder nach Frankreich schickten. Während des

Sprachaufenthaltes berichteten Bruder und Schwester gleichermaßen von unhaltbaren Zuständen in der Gastfamilie: Die Gasteltern glänzten demnach zumeist durch Abwesenheit, das Zimmer sei winzig und das Essen ungenießbar. Nach der Rückkehr des Nachwuchses reklamierten die Eltern jedoch erfolglos. Die Mängel hätten sofort gerügt werden müssen, um der Vermittlungsagentur die Chance zu geben, Abhilfe zu schaffen, erläutern ARAG Experten (LG Frankenthal, Az.: 2S 295/08). Foto: stock photo by lusi Teltower Stadt-Blatt 06 2011

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Heimatgeschichten

Außenminister – Der Feind im Innern Georg Dertinger war Gründungsmitglied der Ost-CDU, DDR-Außenminister und Staatsfeind

DDR-Außenminister Georg Dertinger verabschiedet die Deutsche Diplomatische Mission am 8. Juni 1950 in die Volksrepublik China. Foto: Illus-Quaschinsky

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Wie wird Geschichte zu Geschichte? Sie muss weitergegeben, sie muss erzählt werden. Besonders deutlich verspürt man den Hauch der Geschichte, wenn ihre Protagonisten diese noch selbst weitergeben. So geschehen am 9. Mai auf einer Veranstaltung des Kleinmachnower Heimatvereins im Toni-Stemmler-Haus, Hohe Kiefer 41. Als Referent zu Gast war Christian Dertinger, der lange nicht Dertinger heißen durfte – Sohn des ersten Außenministers der DDR, Georg Dertinger. „Bleib ruhig in deinem Bett. Ich muss mal kurz weg“, sagte die Mutter, Maria Dertinger, zum damals 8-jährigen Christian. „Morgen kommt ja Oma, und ich bin auch bald wieder da.“ Sie kam nicht zurück, in die Kleinmachnower Ernst-Thälmann-Straße 8 – nicht bald, nicht die nächsten acht Jahre. In der Nacht vom 15. zum 16. Januar 1953 führt die Staatssicherheit der noch jungen Deutschen Demokratischen Republik eine ihrer spektakulärsten Verhaftungsaktionen durch. Die Familie des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, Georg Dertinger, wird festgenommen. Am 12. Oktober 1949 berief die erste DDR-Regierung unter Ministerpräsident Otto Grotewohl den Christen und Mitbegründer

der Ost-CDU zum Außenminister. Fünfeinhalb Jahre darauf wird Dertinger vom 1. Strafsenat des Obersten Gerichtes der DDR zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Seit 1948, so der Vorwurf, soll Dertinger Spionagekontakte zur WestCDU, in Person des als Staatssekretär im Bundeskanzleramt tätigen „Agenten Otto Lenz“, geführt haben. In einem späteren Prozess wird Maria Dertinger zu acht Jahren und Dertingers Sekretärin zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Noch drei Wochen vor seiner Verhaftung hatte er mit Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl in der Pankower Dienstvilla seinen 50. Geburtstag gefeiert. Die Großmutter von Christian wird für sechs Monate inhaftiert. Der 16-jährige Bruder erhält eine vierjährige Jugendstrafe und die 13-jährige Schwester bleibt ohne Urteil monatelang in Haft. Christian Dertinger selbst kommt zu den linientreuen Pflegeeltern Tante Lieschen und Onkel Fritz nach Schönebeck an der Elbe. Sein Name sei nicht Dertinger, der hätte ihn nur adoptiert, da er Kriegswaise sei und eigentlich Müller heiße, erklärt ihm ein StasiMann namens Heinz. Eine von der Stasi gefälschte Geburtsurkunde bestätigt dies 1958, als der 14-Jährige seinen Personalausweis beantragt.

1960 wird die Mutter aus der Haft entlassen. Sie verlangt den Sohn zurück, so die Nachricht, die Christian und den Stiefeltern überbracht wird. Er zieht nach Annaberg in Sachsen und findet eine politisch staatskonforme Mutter, die er nun als fremde Frau und Verräterin empfindet und mit der er nichts anfangen kann. Und er erfährt, dass er eben nicht Müller heißt, sondern wirklich Dertinger. Verschmerzen können die Pflegeeltern den Verlust augenscheinlich nicht. Schon der eigene Sohn fiel im 2. Weltkrieg. Wenige Wochen nach der Offenbarung stirbt Tante Lieschen. Onkel Fritz nimmt sich drei Monate später das Leben. Die Geschwister von Christian sind bereits 1957 in den Westen übergesiedelt. Wer war jener Minister für Auswärtige Angelegenheiten, dass seine Familie systematisch zerstört werden sollte? Georg Dertinger, am 25. Dezember 1902 geboren, wollte wie sein im Oktober 1914 gefallener Vater Offizier werden und trat als Jugendlicher in das Kadettenkorps Schleswig Holstein ein. 1918 ging er in die Hauptkadettenanstalt BerlinLichterfelde. Aufgrund des Versailler Vertrages wurde eine Karriere als Soldat jedoch vorerst unmöglich. 1924 wurde er politischer Redakteur. Seine nationale Gesinnung ließ ihn dem „Stahlhelm“ beitreten, welcher 1918 als paramilitärisches Sammelbecken für Kriegsteilnehmer gegründet wurde. Der „Stahlhelm“ stand der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) nahe und galt auch als ihr bewaffneter Arm. Der Journalist Dertinger wurde im Verlauf Redakteur des „Stahlhelms“ und trat später dem Deutschen Herrenklub bei. Dort freundete er sich mit Reichskanzler Franz von Papen an, der ebenfalls Herrenklub-Mitglied war. Bezüglich der folgenden Nazi-Zeit soll Dertiner, der selbst nie Nationalsozialist war, gesagt haben: „Wenn man eine Katastrophe nicht verhindern kann, dann muss man da-

für sorgen, dass sie bald eintritt, damit sie auch bald wieder vorbei ist.“ Als Journalist berichtete er vom Reichsparteitag in Nürnberg. Im Februar zog er nach Kleinmachnow, Im Tal 12. 1943 wird das Haus der Dertingers durch einen alliierten Bombenangriff zerstört. Die Familie zog ins Brandenburgische Prenzlau und kehrte erst nach Kriegsende nach Kleinmachnow zurück. Nach dem Krieg verfocht Dertinger den Bestand der Oder-NeißeGrenze. Deutschland müsse Buße tun, so Dertinger, und die Ostgebiete aufgeben. Er gehörte jedoch auch zu jenen, die in der Sowjetischen Besatzungszone den Kommunisten „das Feld nicht überlassen“ wollten. Mit dem Befehl Nr. 2 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärischen Administration vom 10. Juli 1947 wurde die Bildung von Parteien wieder gestattet. Unter anderem mit Jakob Kaiser und Ernst Lemmer gründete Dertinger die Ost-CDU. Im Fortgang begann die CDU aus ideologischer Sicht unbequem zu werden. Der Konflikt mit der Staatsmacht war vorprogrammiert. Dennoch brachte Dertinger es bis zum DDR-Außenminister, mit all den weiteren Folgen, für sich und seine Familie. Am 21. Januar 1968 verstarb Georg Dertinger, nachdem er 1960 nach elfeinhalb Jahren aus der Haft entlassen wurde, an Krebs. Christian Dertinger verarbeitete sein Schicksal und die Geschichte seines umstrittenen Vaters unter anderem in einer Reportage die der MDR über ihn drehte: „Der Sohn des Staatsfeindes - Die gestohlene Kindheit des Christian Dertinger“ und in dem Buch „Wenn der Morgen einen neuen Tag verspricht“ in dem auch seine Geschichte niedergeschrieben ist, zwischen vielen anderen, von Leuten, die in der DDR blieben, oder gingen. Und es sind eben auch Vorträge, wie der im ToniStemmler-Haus, in denen derartige Geschichten erzählt werden. Rolf Niebel Teltower Stadt-Blatt 06 2011


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