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Das Monatsjournal für Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf

Februar 2013

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Der Filmemacher Rosa von Praunheim exklusiv über seine Kindheit in Teltow-Seehof, Seite 42/43 Durchlöchert und versalzen

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Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH · Potsdamer Straße 57 · 14513 Teltow · www.stadtblatt-online.de

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lokal.report | Februar 2013


Editorial

Kommen und Gehen

Impressum 23. Jahrgang in Fortführung des Teltower Stadt-Blatts, Stahnsdorfer Ortsanzeigers und der Kleinmachnower Zeitung

Ein Editorial

Verlag: Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH, Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow, Tel.: (0 33 28) 31 64 50, Fax: (0 33 28) 31 64 72, www.stadtblatt-online.de Herausgeber: Andreas Gröschl Verantwortliche Redakteurin: Cornelia Schimpf Redaktion: Rolf Niebel, Jana Wierik, Beate Richter, Conrad Wilitzki Tel.: (0 33 28) 31 64 - 65, Fax: - 76, lokal.report@stadtblatt-online.de Grafik, Layout: Marian Rolle, Jacob Kielhorn Titelfoto: Jacob Kielhorn Fluchtweg: Straßensanierung kommt, Geschäfte gehen – Topthema Seite 18 bis 21

Region. „Das stimmt ja alles gar nicht mehr“, echauffiert sich eine Frau über ein Bauschild hinter dem Maschendrahtzaun nahe des Teltower Liebigplatzes. „SENIOREN Wohnanlage mit Service – 154 Kleinwohnungen in zwei Blöcken ...“ steht darauf. „Da kommen Ausländer rein.“ Viel zu wenige kleine Wohnungen gäbe es in Teltow, aber die Zeiten seien nun einmal so. Bislang war es erstaunlich ruhig in der Region. Immerhin ziehen die ersten von 198 Flüchtlingen aus Krisen- und Kriegsgebieten bereits am 4. Februar in den schon sanierten Block an der Potsdamer Straße Ecke Iserstraße ein. Mittlerweile jedoch werden Stimmen des Unmuts laut. Unter anderem beklagt man ein Informationsdefizit. Und in der Tat hatte die Verwaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark eine umfangreiche Anfrage des lokal.reports nur äußerst unvollständig beantwortet. Lesen Sie dazu die Seiten 12 und 16! 1941 ging er mit seiner Familie in den Freitod, der deutsche Clark Gable. Mit bürgerlichem Namen hieß der beliebte Filmschauspieler Joachim Gottschalk. verheiratet mit einer von Deportation bedrohten Jüdin sah Gottschalk acht Jahre nach der Machtergreifung durch die Nationalsolokal.report | Februar 2013

Foto: Niebel

zialisten keinen anderen Ausweg, als den familiaren Selbstmord. Gottschalk wurde auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof bestattet. Am 30. Januar, dem 80. Jahrestag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, fand dort ein Gedenkspaziergang an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Auf der Seite 40 erfahren Sie mehr. Kennen Sie Filme wie „Die Bettwurst“, „Ich bin meine eigene Frau“, „Männer, Helden, schwule Nazis“ oder „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“? Kennen Sie Holger Bernhard Bruno Mischwitzky? Oder sagt Ihnen der Name Rosa von Praunheim mehr? Der international bekannte Filmemacher ist eine bedeutende Frontfigur der Schwulenund Lesbenbewegung. Jahre seiner Kindheit verlebte er in Teltow-Seehof. Der lokal. report traf sich mit dem 70-jährigen Regisseur und einer Freundin aus Kindertagen, um über von Praunheims Teltower Nachkriegserinnerungen zu plaudern. Warum er Teltow wieder verließ, das können Sie auf den Seiten 42 und 43 nachlesen. Mehr übers Kommen und Gehen erfahren Sie auch im Topthema zum regionalen Einzelhandel und auf den anderen Seiten dieses Heftes. Sie allerdings sollten bleiben, und zwar uns gewogen. Rolf Niebel

Anzeigen: Wolfgang Sittig, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 60, Fax: - 74, wolfgang_sittig@stadtblatt-online.de Druck: Druckerei Conrad GmbH Anzeigenliste: Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 2/12 und die Kleinanzeigenliste Nr. 07/12. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright: Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch. Abonnement: für Ortsansässige 21 Euro, für Auswärtige 33 Euro (inkl. Porto). Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Bankverbindung: Commerzbank AG (BLZ 160 400 00), Konto-Nr.: 572 12 87 Termine für den März: Redaktionsschluss: 19.2.2013 Anzeigenschluss: 19.2.2013

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Inhalt

06 Aus den Orten

Die lokal.reporter (S. 14) Topthema: Einzelhandel (S. 18)

06 Die Region auf einen Blick 07 Bürgermeisterfragen 08 Alte Argumente und neue Pläne – Alter Ortskern, neuer Ortskern – neue Kirche und neue Grundschule 09 Aus den Rathäusern 10 Straßengespräche 12 198 Asylbewerber – Teltow nimmt Flüchtlinge auf 13 Wannseeroute rechtswidrig – BAF muss neu planen/Neuer Vorstand der BI Teltow 13 Breites Firmenangebot auf der Ausbildungsmesse 14 Durchlöchert und versalzen – Die lokal.reporter auf der Straße 16 Anschläge 17 Festjahr eröffnet – Im Februar: Vorträge zur Güterfelder Geschichte 17 Feinschliff – Bürgerhausverein will Satzung überarbeiten – Sanierung soll fortgesetzt werden

18 Topthema 18 Vereinzelt Einzelhandel? – Wochenmarkt, Supermarkt, Altstadtmarkt und Rathaus markt – regionaler Einzelhandel

22 Leserpost

24 Die Region in 24 Stunden

24 „Wir sind wetterunabhängig“ – Der Teltower Tisch versorgt Bedürftige zu jeder Jahreszeit

27 Porträt 27 „Vertraut den neuen Wegen“ – Helmut Kulla ist mit Leib und Seele Pfarrer

28 Kinder/Jugend 28 Kita geräumt! – Statik der „Sonnenblume“ beeinträchtigt 29 Malen, was ich denke – Steinweg-Schüler mit Olympia ganz groß

30 Soziales/

Gesundheit

30 Großzügige Spendenbereitschaft 30 Nicht bröckeln lassen – Die Paul-Gerhardt-Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Freikirche 31 Abwechslung tut gut – Besuch aus dem französischem Quartier „Teltow“ 32 Für die Älteren – Seniorenbeirat will sich fester etablieren und sucht die Zusammenarbeit

Fotos: Conrad Wilitzki (oben), Rolf Niebel (unten)

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Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung | Februar 2013 lokal.report


Inhalt

30 Soziales/

Gesundheit

33 Was heißt Qualität? – Diskussion über Schul und Kitaessen 33 Selbstständige Kinder – Pikler-SpielRaum für Bewegung 33 Apothekenbereitschaften im Februar 33 Kinderärztlicher Bereitschafts- dienst im Februar

38 Historisches 42 Wer war Oskar Pollner? – Eine Spurensuche in Teltow 43 Joachim Gottschalk, der deutsche Clark Gable – Führungen auf dem Südwestkirchhof erinnern an Opfer des National sozialismus

41 Kulturteil:

34 Sport 34 Fußballtabellen 34 Mit Schwung ins Jubiläums jahr – Teltower Fußballverein wird 100 35 Tanz im Quadrat – Square-Dance-Club lädt zu Schnupperabenden ein 35 2. CDU-Fußball-Cup 35 Neues Vereinshaus für die SG Schenkenhorst

36 Wirtschaft/Umwelt 36 Kostenlos eine Dampfmaschine überlassen – Energie-Genossenschaft will regional und ökologisch Strom erzeugen

37 Ratgeber recht 37 Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Tipps und Termine

42 Teltow-Seehof durch Rosa’s Brille – Filmemacher Rosa von Praunheim und Christa Tubandt über ihre Kindheit 44 Kino-Tipp: „Kokowääh 2“ 44 Buchtipp für Erwachsene 44 Musiker helfen Gleichaltrigen – Kreismusikschule spielt Benefizkonzert für Kinderdorf 45 Mozarts Requiem – KultRaum plant Chor- und Tanzprojekt 45 Kunst in der Klinik – Reha-Zentrum zeigt Teltower Motive 45 Buchtipp für Kinder 47 Termine aus der Politik 51 Selbsthilfegruppen 49 Gottesdienste 52 Preisrätsel: Freikarten Ihrer Wahl zu gewinnen! 54 Empfehlungen aus Berlin & Potsdam

Wer war Oskar Pollner? (S. 38) Kindheit in Seehof (S. 42)

Und der Veranstaltungskalender für den Monat Februar mit den Kulturtipps für Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf Fotos: Privatbesitz Familie Büscher, Teltow (oben), privat (unten)

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Aus den Orten

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Teltow. Bislang ist die Resonanz auf die Konzept-Ausschreibung für die maroden Diana-Lichtspiele eher selten. Lediglich drei nur wenig tragbare Entwürfe seien bisher eingegangen, die, so Bürgermeister Thomas Schmidt, nur Ansätze von Konzepten aufweisen. Angebote potenzieller Kinobetreiber gab es nicht. Nur ein Entwurf sehe ein Kinderkino vor. Allerdings hatte es bei der Ausschreibung keine Vorgaben zur Nutzung gegeben. Man wollte die Hürden niedrig halten. Dennoch wünscht man sich einen Kinobetrieb. Rolf Niebel

Foto: Beate Richter

Kleinmachnow. Im Rathaus war vom 11. bis zum 31. Januar die Ausstellung „Stille Helden“ der AG Stolpersteine zu sehen. Sie war ehemaligen Kleinmachnowern gewidmet, die in der NS-Zeit Juden vor den staatlichen Behörden retteten. Eine von ihnen war die katholische Sozialarbeiterin Dr. Margarete Sommer. Nach ihr soll die Ecke Förster-Funke-Allee/Hohe Kiefer benannt werden, wo eine Stele des Künstlerpaares Julia und Rainer Ehrt für die „Stillen Helden“ entsteht. Spenden werden die Stele finanzieren. cw

Foto: Rolf Niebel

Stahnsdorf. Schlapp machen, geht nicht. Für Feuerwehrmänner ist körperliche Fitness äußerst wichtig. Deshalb treiben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stahnsdorf auch regelmäßig Sport. Ende Januar schlossen sie einen Kooperationsvertrag zur gegenseitigen Unterstützung mit dem Fitness-Studio Fit 2000, das im vorigen Sommer komplett neu ausgestattet worden ist und über modernste Geräte verfügt. Dort werden die Kameraden nun oft trainieren. Bleibt zu hoffen, dass sie dies nicht in voller Montur und mit Spitzhacke am Gürtel tun müssen. bri

Foto: Conrad Wilitzki

Stahnsdorf. Stahnsdorf wird wieder Schauplatz von Filmaufnahmen. Das ZDF dreht vom 5. bis 8. Februar am Dorfplatz und in der Krughofstraße für die 8. Staffel der Serie „Der Kriminalist“ auf einem Hof südlich der Kirche. In dieser Zeit kommt es zu Einschränkungen der Park- und Verkehrssituation. In der Serie geht es um das Berliner LKA-Ermittler-Team um Bruno Schumann. In Stahnsdorf befragen die Beamten an einem Bauerhof diverse Personen. Hauptdarsteller sind Christian Berkel und Janek Rieke. Regie führt Christian Görlitz. bri

Foto: Beate Richter

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Foto: Jana Wierik

Foto: Jana Wierik Schüler trommeln zur Grundsteinlegung

Region. Am 11. Januar wurde endlich am Schwarzen Weg der Grundstein für die Campus-Sporthalle der Hoffbauer-Stiftung gelegt. Nach mehr als drei Jahren der Planung und unzähligen Querelen, was die Finanzierung angeht, wird jetzt eine 4,7 Millionen Euro teure Drei-Feld-Halle realisiert, die dem Schul-, Freizeit- und Vereinssport zur Verfügung stehen soll. Kleinmachnow unterstützt das Vorhaben mit 206 500 Euro, Teltow mit 437 500 Euro und der Landkreis in Form von Mietzuschüssen. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Halle noch 2013 fertig sein. cos

Teltow. Bereits seit letztem Sommer befindet sich auf dem Bethesda-Gelände die Erziehungs- und Familienberatungsstelle „Lösungsweg“. Weil erst jetzt alle Räume fertiggestellt sind, wurde diese nun am 18. Januar offiziell eröffnet. Träger ist das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk. Das Beraterteam bietet Hilfe bei Problemen wie Scheidung, Drogen, Gewalt und sexuellem Missbrauch. Darunter fallen u.a. Beratung für Kinder und Jugendliche, Krisen-Mediation für Paare, Umgangsbegleitung oder auch Kunsttherapie. cw

Foto: Conrad Wilitzki

lokal.report | Februar 2013


Aus den Orten

Bei den Bürgermeistern nachgefragt

BM Thomas Schmidt (Teltow)

BM Michael Grubert (Kleinmachnow)

BM Bernd Albers (Stahnsdorf)

Häufig stehen in den Wohngebieten nur Mieterparkplätze zur Verfügung. Ein Leser fragt: Kann das Ordnungsamt nicht Kulanz walten lassen und Pflegedienstmitarbeitern das Abstellen ihrer Autos auch im Parkverbot ermöglichen?

Der Hauptausschuss hat am 21. Januar entschieden, die Drucksache zur Einrichtung eines Schülercafés nicht zur Beschlussfassung in die Gemeindevertretung zu empfehlen. Welche Möglichkeiten sehen Sie, um doch noch zeitnah zu einem Jugendzentrum beziehungsweise einer gangbaren Übergangslösung für ein Jugendcafé zu kommen?

Vor mehr als einem Jahr haben Sie hier im lokal.report vorgeschlagen, eine neue Feuerwehr und einen Bürgersaal zu bauen. Was ist aus Ihren Vorschlägen geworden?

Thomas Schmidt: Allein aus dem Gleichheitsgrundsatz heraus ist es dem Ordnungsamt nicht möglich, in Parkverbotszonen Kulanz walten zu lassen. Hier greifen schlicht die gesetzlichen Vorgaben, sodass ein Parken im Parkverbot unsererseits nicht toleriert werden kann. Allerdings besteht für die Pflegedienstleister die Möglichkeit, bei der Verkehrsbehörde einen sogenannten Sonderparkausweis zu beantragen, der für bestimmte Wohngebiete Gültigkeit hat und das Parken dort wesentlich vereinfacht. Die Nutzung solcher Sonderparkausweise ist allerdings kostenpflichtig und beläuft sich auf circa 100 Euro im Jahr. Der Gesetzgeber hat diese Möglichkeit der Ausnahmegenehmigung extra für solche Situationen eingeräumt. Daher kann hiervon natürlich gern Gebrauch gemacht werden. Entsprechende Anträge werden von unserer Verkehrsbehörde im Regelfall auch schnellstens bearbeitet.

Aufruf an unsere Leser! Haben Sie Fragen an die Bürgermeister von Teltow, Kleinmachnow oder Stahnsdorf? Schicken Sie diese einfach an die Redaktion des lokal.reports: lokal.report@stadtblatt-online.de oder rufen Sie an: (0 33 28) 31 64 65. lokal.report | Februar 2013

Michael Grubert: Die Entscheidung im Hauptausschuss war mit fünf Ja- und fünf Nein-Stimmen doch nicht so eindeutig, um bereits jetzt alle Hoffnung aufzugeben, einen Jugendtreffpunkt an der Hohen Kiefer – wie von uns vorgeschlagen – einrichten zu können. Wir wollen dort ein Ladengeschäft im Erdgeschoss für die Dauer von zunächst zwei Jahren zu einem Schülercafé umgestalten. Die endgültige Entscheidung über die dazu von der Verwaltung eingebrachte Beschlussvorlage liegt bei der Gemeindevertretung. Bis zur nächsten Sitzung am 21. Februar ist sicherlich noch etwas Überzeugungsarbeit zu leisten, aber ich bin zuversichtlich, dass sich die GV nicht dem lange gehegten Wunsch verschließt, in unserer Gemeinde weitere Treffpunkte für Jugendliche zu schaffen, denn schließlich wurde ich im vergangenen Jahr von der Gemeindevertretung beauftragt, genau dieses zu tun. Das Schülercafé ist dabei, wie gewünscht, nur als eine Zwischenlösung zu sehen, bis wir ein Konzept erarbeitet und einen geeigneten Standort für ein richtiges Jugendzentrum gefunden haben, mit dem das Angebot unserer bereits bestehenden Einrichtung „CARAT“ sinnvoll ergänzt werden kann.

Bernd Albers: In einem Beschluss der Gemeindevertretung wurde festgelegt, dass die Vorschläge in Arbeitsgruppen gemeinsam mit den Bürgern diskutiert werden. So wurden verschiedene Arbeitsgruppen zur Feuerwehr, zu einem Bürgerhaus, der Fläche neben unserem Gemeindezentrum und der Dorfmitte eingerichtet. Ich bin stolz, Bürgermeister in einem Ort sein zu dürfen, in dem Bürger engagiert über Monate hinweg viele Ideen prüfen und Vorschläge erarbeiten. Die einzelnen AGs haben jeweils vorgeschlagen, eine neue Feuerwehr neben dem Gemeindezentrum zu bauen, die alte Feuerwehr zum Bürgerhaus umzubauen, an der Annastraße Wohnungen für Senioren zu errichten und den Bereich zwischen Wannseestraße und Stahnsdorfer Hof durch verschiedene interessante Maßnahmen attraktiver zu gestalten. Der kürzlich auf einer Veranstaltung unterbreitete Vorschlag des Gemeindevertreters Otto, die Ergebnisse der Arbeitsgruppen im Wesentlichen nicht zu berücksichtigen, sondern diese durch seine eigenen Ideen zu ersetzen, halte ich für nicht hinnehmbar. Ich möchte gemeinsam mit den Stahnsdorfer Bürgern unseren Ort weiter entwickeln. Hierzu werde ich eine Bürgerbefragung über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zur weiteren Ortsentwicklung durchführen.

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Aus den Orten

Alte Argumente und neue Pläne Alter Ortskern, neuer Orstkern – neue Kirche und neue Grundschule Kleinmachnow. Altes Dorf, neuer Ortskern – es kehrt keine Ruhe ein, in der beschaulichen Vorortgemeinde Kleinmachnow. Die Evangelische Kirche möchte auf dem Gelände des alten Dorfkernes einen Kirchen-Neubau errichten und stößt damit im Ort nicht nur auf Zustimmung. Immer noch besteht bei vielen Bürgern die Hoffnung, das historische Ensemble des Hakeschen Gutshofes am Zehlendorfer Damm ganz oder in Teilen wieder aufzubauen. Eine moderne Sakralarchitektur halten sie für Frevel an Geschichte und Natur, Stellplätze für nicht ausreichend oder erdrückend viel. Andere sehen das gelassener, haben keine Veranlassung, das Alte Dorf wieder aufzubauen, und können sich durchaus etwas Neues neben der alten Dorfkirche vorstellen. Dieser Konflikt zieht sich bereits seit Jahren durch die Kleinmachnower Gremienarbeit, so auch durch den Hauptausschuss am 21. Januar. Nachdem das Landesumweltamt sowie das Amt für Denkmalschutz mehr oder minder deutlich Möglichkeiten für ei-

nen Kirchen-Neubau im Alten Dorf signalisiert haben, wird die Diskussion wieder verschärft geführt. Die Argumente haben sich kaum geändert. Am 25. Oktober 2012 hatte sich der Gemeindekirchenrat auf den bevorzugten Standort im Alten Dorf geeinigt. Nach langer Debatte beschloss der Hauptausschuss auf seiner letzten Sitzung, den 2. Entwurf des Bebauungsplanes „Altes Dorf“ öffentlich auszulegen, der die Bebauung mit einer neuen Gemeindekirche vorsieht. Ebenso wurde über eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum 2. Vorentwurf der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes für Flächen im Bereich Altes Dorf abgestimmt. Beide Drucksachen werden der Gemeindevertretung nun am 21. Februar zur endgültigen Beschlussfassung vorliegen. War jedoch noch vor wenigen Monaten das Grundstück im neuen Ortskern hinter dem Rathaus eine gangbare und populäre Alternative, so bleibt diese Möglichkeit nun fürs Erste verschlossen, sollte der Neu-

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bau im Alten Dorf nicht zustande kommen. Auf der außerordentlichen Versammlung der Gemeindevertreter vom 17. Januar fassten die Abgeordneten den Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Neubaus für die Grundschule auf dem Seeberg. Diese muss ihr altes Domizil 2015 verlassen, da die Berlin Brandenburg International School den bisherigen Mietvertrag für die Gebäude auf dem Seeberg nicht verlängern will. Allerdings wurden diesem Neubau bereits bei der Fassung des Grundsatzbeschlusses Steine in den Weg gelegt. Bei der Festlegung auf eine Systembauweise wurde der Kostenrahmen auf eine Spanne von 4 bis 5,5 Millionen Euro gedeckelt. Bürgermeister Michael Grubert hält 8,5 Millionen Euro für eine angemessene mögliche Größenordnung, die man jedoch nicht ausschöpfen müsse. Man darf gespannt sein, wie, wann, wo die ersten Grundsteine gelegt werden, und ob das überhaupt geschieht im alten oder im neuen Ortskern. Rolf Niebel

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lokal.report | Februar 2013


Aus den Orten

Aus den Rathäusern Was soll das kosten?

Jugendcafé kaputtgeredet? Flächennutzungsplan gilt

Teltow. Das „Unternehmen Kindertagesstätten“ plant eine weitere Betreuungseinrichtung für Kleinkinder. In Räumen des Bethesda soll eine verlässliche Eltern-Kind-Gruppe sowie ein alternatives Angebot mit einer flexiblen Öffnungszeit (im Bedarfsfall 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche) entstehen. Wie Nadine Ganzert, Leiterin des Mehrgenerationenhauses „Philantow“, auf der Sitzung des Hauptausschusses am 21. Januar erklärte, sei die Finanzierung zu 84 Prozent durch den Landkreis gedeckt. Weil der Antrag aber nicht den Anteil der Stadt Teltow benennt, hagelte es Kritik von vielen Seiten. „Der Bedarf ist klar, aber wir können nicht tätig werden, ohne zu wissen, was es kostet“, bemerkte Hans-Peter Goetz (FDP). Mit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes am 1. August 2013, das einen bundesweiten Rechtsanspruch für jedes Kind vom vollendeten ersten Lebensjahr an auf frühkindliche Förderung insbesondere in einer Tageseinrichtung festlegt, werde sich die Situation, so Ganzert, noch verschärfen. Obwohl Christine Hochmuth (SPD) versicherte, dass die Finanzierung innerhalb des Wirtschaftsplanes – noch verfügt Teltow für das laufende Jahr über keinen Haushalt – gesichert sei, sah sich Bürgermeister Thomas Schmidt gezwungen, den Antrag zurückzuziehen. Bis zur Stadtverordnetenversammlung am 30. Januar sollen die fehlenden Unterlagen vorliegen. In einem anderen Fall ist die Stadtverwaltung dabei, Kosten zu prüfen. Im Kreuzungsbereich Großbeerener Weg/Richard-WagnerStraße musste das historische Kopfsteinpflaster einer modernen Betonpflasterdecke weichen. Darüber habe die Stadt die Anwohner allerdings nicht informiert. Zwar wurde im Vorfeld mit der Denkmalschutzbehörde gesprochen, doch habe diese keinerlei Bedenken geäußert. Dennoch versprach der Bürgermeister zu prüfen, ob wirklich alles richtig ablief – und auch, ob die Straße erneut aufgebrochen werden könnte, um das alte Pflaster wieder einzubringen. Natürlich nur, wenn die Kosten im Rahmen bleiben. Freuen konnte sich dagegen der Heimatverein der Stadt Teltow. Einstimmig bewilligten die Mitglieder des Hauptausschusses 17 500 Euro, die für die Kofinanzierung zweier Personalstellen außerplanmäßig aufgebracht werden müssen. Cornelia Schimpf

Kleinmachnow. „Jede Idee wird in der Gemeindevertretung solange kaputtgeredet, bis es keine Idee mehr ist“, so das recht emotionale Statement von Bürgermeister Michael Grubert auf der Sitzung des Hauptausschusses am 21. Januar. Hintergrund dieser Äußerung ist die bereits wieder seit über einem Jahr andauernde Debatte um die Schaffung eines Jugendzentrums. Im Sinne einer nun schnellen Lösung des Problems sollte jetzt bis zur Identifizierung eines dauerhaften Objektes ein Schülercafé in der Hohen Kiefer 32 eingerichtet werden. Laut der Beschlussvorlage könne dieses Provisorium vorerst auf zwei Jahre befristet von der Gemeinde betrieben werden. Bei einer täglichen Öffnungszeit von 13 bis 19 Uhr sah der Antrag vor, das Objekt bedarfs- und zeitweise durch aufsuchende Jugendarbeit zu betreuen. „Nichtsdestoweniger brauchen wir ein umfangreicheres Angebot als die Jugendfreizeiteinrichtung Carat“, konstatierte Grubert. Im Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales wurde die Beschlussvorlage jedoch bereits abgelehnt. Das Vorhaben sei zu teuer, der Ort nicht zielgruppenadäquat, so Roland Templin (BIK). Der Standort sei weit entfernt von den Schulen der Zielgruppe, und die Öffnungszeiten seien an den Interessen der Jugendlichen vorbei organisiert. „Bis 16 Uhr sind die in der Schule“, ergänzt Cornelia Kimpfel (FDP). „Wann sollen die denn Schularbeiten machen – nach 19 Uhr?“ „Die Einrichtung und Ausgestaltung des Cafés sowie die Organisation und Durchführung des laufenden Betriebes sind unter intensiver Teilnahme von interessierten Jugendlichen mit sozialpädagogischer Anleitung vorgesehen“, so ist der Beschlussvorlage zu entnehmen. Die Altersspanne der Jugendlichen, für die eine derartige Einrichtung angedacht ist, wurde jedoch mit 12 bis Anfang 20 beziffert. Bei einer Alterdifferenz, die zehn Jahre betragen kann, ist durchaus mit größeren Interessenunterschieden zu rechnen. In einer Kernzeit von 16 bis 19 Uhr scheinen Konflikte und Marginalisierungen von Altersgruppen nicht unwahrscheinlich. Der Antrag wurde mit fünf Ja-, fünf NeinStimmen und einer Enthaltung nicht zur Behandlung in der Gemeindevertretersitzung empfohlen. Man wird weiter reden müssen. Rolf Niebel

Stahnsdorf. Für die geordnete weitere Entwicklung Stahnsdorfs gibt es nun einen Plan. Der jahrelang diskutierte Flächennutzungsplan sei vom Landrat genehmigt und von der Gemeindevertretung am 13. Dezember 2012 beschlossen worden. Mit der Bekanntmachnung im Amtsblatt noch im Dezember ist der Plan wirksam, erklärte Bürgermeister Bernd Albers. Im Flächennutzungsplan ist festgehalten, wie sich Stahnsdorf in Zukunft städtebaulich entwickeln soll. Damit Stahnsdorf eine grüne Gemeinde bleibt, wurden die Erhaltung innerörtlicher Flächen wie die des Beethovenwäldchen, des Kutenwaldes an der Friedrich-Naumann-Straße, des Grünzuges mit dem Annawald zwischen Sputendorfer und Markhofstraße sowie der Upstall- und Striewitzwiesen festgelegt. Langfristig sichere dies die Lebensqualität der Stahnsdorfer Bürger, so Albers, der sich freut, damit ein Teil seiner Versprechen gegenüber der Bevölkerung umgesetzt zu haben. Weitere Flächen für eine Wohnbebauung wurden in dem Plan nicht ausgewiesen. Vielmehr wird nun auf die Verdichtung vorhandener Bebauung gesetzt. Da die Bevölkerungszahl des Ortes aber weiter wachsen wird und in den nächsten Jahrzehnten vor allem ein Anstieg der über 65-Jährigen erwartet wird, kommt auch Stahnsdorf nicht umhin, Konzepte für seniorengerechte Wohnformen zu entwickeln. Die Kommunen Kleinmachnow und Teltow seien da weiter, meint vor allem die Fraktion SPD/Grüne. Deshalb forderten sie, den B-Plan Nr. 12 B, der eine familiengerechte Wohnbebauung an der Heinrich-Zille-Straße vorsieht, so zu ändern, dass er auch seniorengerechten Wohnraum zulässt. Dies könne aber nicht geschehen, ohne den Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), gehört zu haben. Deshalb soll das Thema nun erneut in den Ausschüssen beraten werden. In einem ersten schriftlichen Antwortschreiben habe sich die Bima demgegenüber aufgeschlossen gezeigt, gab Albers bekannt. Allerdings sei die Entwicklung des Gebietes planungstechnisch schon so weit fortgeschritten, dass die Vermarktung beginnen könne. Darüber hinaus halte die Bima andere Flächen für geeigneter. Beate Richter

Tagesordnungen und Sitzungstermine: www.ratsinfo-online.de/teltow.bi, www.kleinmachnow.de oder www.ratsinfo-online.net/stahnsdorf-bi lokal.report | Februar 2013

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Straßengespräche

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Region. Ein Kommunalpolitiker muss sich bei seinen wirtschaftlichen Verhandlungen immer wieder demselben Problem stellen: Er soll einerseits den Betrieben einen möglichst perfekten Standort anbieten und andererseits den Bürgern ein breites Konsum-Angebot. Doch gibt es in jedem Ort Straßen, in denen sich Unternehmen weniger ansiedeln oder auf Dauer verbleiben können. Das Mühlendorf in Teltow etwa gilt als schwierig und die Potsdamer Straße um das alte Kino, aus der gerade mehrere Unternehmen ausziehen, als geradezu verflucht. In der Kleinmachnower Förster-Funke-Allee dagegen würde sich gern ein Biomarkt niederlassen, droht jedoch am Willen von Bürgern und Abgeordneten zu scheitern. Und manche Stahnsdorfer vermissen in ihrer weitläufigen Gemeinde ein Einkaufszentrum, das viel bietet und für das sie Stahnsdorf nicht verlassen müssen. Der lokal.report hörte sich in den drei Orten um. Text/Fotos: Conrad Wilitzki

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Jonas Diesing aus Kleinmachnow. Ich komme mit meiner Mutter aus Berlin, und wir gehen auch weiterhin dort einkaufen, in der Schloßstraße oder am Ku‘damm. Dort fühl ich mich am wohlsten und es gibt die größten Einkaufsoptionen. Mir gefällt zwar der Rathausmarkt, doch er ist mir etwas zu weit weg. Wenn dort ein Klamottengeschäft wie Peek & Cloppenburg wäre, würde ich dort auch hinfahren. Hier in der Nähe des Uhlenhorst gehen wir zwar wegen Lebensmitteln in die Discounter, aber die anderen Geschäfte sind mir zu klein und auch zu wenig. Zehlendorf wird dagegen mit neuen Läden überschwemmt. Kachelofen- und Luftheizungsbauer Büro und Ausstellung: Kleinmachnow Im Hagen 4 Öffnungszeiten: Mo.–Do.: 7.00–16.00 Uhr Fr.–Sa.: 9.00–12.00 Uhr Kontakt: Telefon: (03 32 03) 7 98 27 Fax: (03 32 03) 7 98 26 ofenbau.klose@gmx.de

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Eine Anwohnerin der Potsdamer Straße, die über dem Netto-Markt wohnt. Ich finde es bescheuert, dass Netto jetzt auch aus der Potsdamer Straße weggeht. Die sind wohl nicht ausgelastet. Das wird doch dasselbe Theater wie damals mit Plus. In dem Haus leben aber viele ältere Leute und behinderte Menschen. Für die war Netto nah und günstig. Nun müssen sie zu Real oder Norma gehen. Dass Läden weggehen, könnte auch damit zu tun haben, dass die Hauptstraße nicht attraktiv aussieht. Der kleine Presseladen im Gebäude daneben darf keine Lottoscheine mehr ausgeben, weil er Wand an Wand neben dem Spielcasino sitzt. Solch eine Bürokratie! lokal.report | Februar 2013


Straßengespräche

m Einzelhandelsangebot? Helmut Schulz aus Stahnsdorf. Ich bin zufrieden mit den Einkaufsmöglichkeiten in Stahnsdorf. Wir sind mit Discountern gut versorgt. Ich wohne mittenmang und habe deshalb beste Möglichkeiten. Es ist nicht schlimm, dass wir kein Einkaufszentrum haben. Alles ist auch gut zu Fuß erreichbar, und Potsdam ist in der Nähe. Was man braucht, ist da. So kann es bleiben. Ich frage mich aber, wie alle Discounter hier existieren können. In der Lindenstraße gab es früher mal einen Laden namens Hamberger, der umsiedeln musste. Martina Verheyen aus Kleinmachnow. Hier am Uhlenhorst ist ja nicht mehr viel vorhanden. Der Schuhladen und die Augenoptikerin mussten leider ausziehen. Ich komme alle zwei Wochen einmal hierher, um zur Kosmetikerin oder zum Friseur zu gehen. Mir ist auch aufgefallen, dass es hier jetzt weniger Parkplätze gibt. Ansonsten fahre ich einmal in der Woche zum Rathausmarkt. Dort gibt es alles. Aber vor allem seit dessen Eröffnung sind immer mehr außerhalb in Kleinmachnow gelegene Geschäfte eingegangen. Ein Ruhlsdorfer. In Ruhlsdorf ist es Murks mit den Einkaufsmöglichkeiten. Da ist nichts. Zu DDR-Zeiten und kurz nach der Wende gab es die noch. Aber die sind nach und nach bis 1998 abgebaut worden. Zum Einkaufen fahre ich nach Teltow zu Real, Kaufland oder Netto. Nur um einen vernünftigen Anzug zu kaufen, muss man nach Berlin. Real hat zwar auch ein bisschen Textil, doch ein richtiger Kleiderladen müsste her. Es wäre natürlich auch nicht schlecht, wenn wir in Ruhlsdorf wieder einen Discounter im Wohngebiet hätten. Es muss ja auch kein großer sein. Jan Jacobowitz, Mitarbeiter bei „antik!“. Man merkt in der Potsdamer Straße eine Abwärtsspirale. Netto geht jetzt raus, die Straße ist kaputt, weshalb bei Regen das Wasser auf den Gehweg spritzt. Das bedarf einer langen Bauzeit. Unsere Parkplätze wurden vom Amt auch abgeschafft, was schlecht für uns ist. Stattdessen wurde ein 100 Meter langer, unnötiger Abbiegestreifen zum Parkplatz angelegt, der unsere Ausfahrt blockiert. Ich denke, für neue Betreiber wäre eine Miete mit so wenig Kundschaft hier kaum zu erwirtschaften Vor ein paar Jahren wollten zwei sehr engagierte Zehlendorferinnen einen Trödelmarkt in der Straße einrichten. Der hätte auch am Wochenende Leute angelockt. Doch die Stadtverwaltung hat das mit dem Argument verhindert, hier gäbe es keine Sonntagsöffnungszeiten. In Berlin ist jeder Trödelmarkt am Sonntag möglich. lokal.report | Februar 2013

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Seit Monaten falsch beschildert? Statt Senioren kommen Asylbewerber.

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Region. In den Plattenbauten an der Teltower Potsdamer Straße Ecke Iserstraße sollen 198 Asylbewerber untergebracht werden. Sie kommen aus Tschetschenien, Afghanistan, Pakistan, Syrien, aus dem Irak, dem Iran oder aus verschiedenen Ländern Afrikas. Unlängst berichteten die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) darüber. Noch steht ein Schild an dem Gelände, das für zwei der Häuser die Schaffung von 154 seniorengerechten Wohnungen mit Serviceangeboten ausweist. Nun wurde der mittlere Bau saniert und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark angemietet. Ab dem 4. Februar sollen die ersten 40 Flüchtlinge dort einziehen. Ein weiterer Block soll bis zum August bezugsfertig sein. Auch dort möchte der Landkreis eine Etage für 38 Asylbewerber mieten. Außerdem wird das Oberstufenzentrum Teltow eine Etage dieses Hauses als Internat nutzen. Was aus dem Projekt zur Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum wird, und wer die Gebäude vermietet, das war von der Kreisverwaltung bis zur Drucklegung trotz mehrfacher Anfrage nicht zu erfahren. Wie werden nun die Büger, die hier leben mit dieser Situation umgehen? Wird mit Konflikten zu rechnen sein? Laut EU-Recht besteht für Asylbewerber Arbeitsverbot. Gemäß dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG) erhalten alleinstehende oder alleinerziehende Erwachsene nach Abzug der Kosten für Strom und Wohnen sowie Wohnungsinstandhaltung eine monatliche Zuwendung von 321,94 Euro. Das teilte Sven Kucharski vom Fachdienst Soziales und Wohnen des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit. Allerdings stellte Brandenburgs Sozialminister Günther Baaske klar, dass Flüchtlinge aus seiner Sicht frühzeitig die Möglichkeit bekommen müssten, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Ob es klug und angemessen ist, knapp 200 Asylbewerber in großen Wohnblocks mit Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen, wird die Praxis der nächsten Wochen und Monate zeigen. Im Landkreis Prignitz beispielsweise wohnen alle Flüchtlinge in Wohnungen. In Teltow allerdings ist Wohnraum derzeit knapp. Jetzt tauchte die Vokabel „Flüchtlings-Campus“ in der öffentlichen Debatte auf. Ob das zu einem angemessenen Umgang mit dieser Problematik beiträgt? Mittlerweile verteilen Unbekannte kopierte PNN-Artikel in die Briefkästen der Iserstraße. Text/Foto: Rolf Niebel lokal.report | Februar 2013


Aus den Orten

Wannseeroute rechtswidrig

Breites Firmenangebot auf Ausbildungsmesse

Foto: „Teltow gegen Fluglärm“

BAF muss neu planen/Neuer Vorstand der BI Teltow

Neuer Vorstand der Teltower BI: Hans-Jürgen Seifert, Antje Aurich-Haid und Michael Gillitzer (v.l.n.r.)

Region. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 23. Januar den Klagen von Privatpersonen und Kommunen, darunter Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, gegen die sogenannte Wannseeroute stattgegeben. „Der 11. Senat ist der Auffassung, dass die streitgegenständliche Festsetzung der Flugroute rechtswidrig ist und die Kläger in ihren abwägungserheblichen Belangen (Gesundheit, Planungshoheit) verletzt“, so die Begründung. Von einem Ermittlungsdefizit ist die Rede. Die Wannseeroute würde östlich an der nuklearen Forschungsanlage des Helmholtz-Zentrums vorbeiführen. Allerdings wurde das Risiko eines Unfalls und eines terroristischen Anschlags auf den Luftverkehr und der dadurch ausgelösten Freisetzung ionisierender Strahlung des Forschungsreaktors nicht hinreichend in den Blick genommen. Jetzt muss sich das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) mit der Routenfrage beschäftigen. Neben den unzähligen technischen Problemen und der Diskussion um die Nachfolge des abgesetzten Flughafengeschäftsfüh-

rers Dr. Rainer Schwarz ist das ein weiterer Rückschlag für die BER-Betreiber. Laut Technik-Chef Horst Amann müsse die komplette Verkabelung korrigiert werden. Der neue BER-Aufsichtsratsvorsitzende, Matthias Platzeck, kündigte an: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Demnach könne wohl frühestens 2015 mit der Eröffnung des Hauptstadtflughafens gerechnet werden. Derweil möchte die Brandenburger CDUFraktion das bestehende Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr auf 23 bis 6 Uhr ausweiten – als erste Reaktion auf das erfolgreiche Volksbegehren für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Indes hat die Bürgerinitiative (BI) „Teltow gegen Fluglärm“ am 22. Januar einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende ist Antje Aurich-Haid. Ihr stehen Hans-Jürgen Seifert und Michael Gillitzer zur Seite. Die Kleinmachnower BI lädt am 28. Februar zum nächsten Bürgerforum ein. Ab 19 Uhr referiert u. a. Michael Cramer (MdEP) zum Thema „Verkehrspolitik in Deutschland und Vergleich mit der EU“ im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow. cos

Region. Die diesjährige Teltower Ausbildungsmesse Ende Januar war ein voller Erfolg und hat in diesem Jahr ihre Kapazitätsgrenze erreicht. 77 regionale und überregionale Ausbildungsbetriebe sowie verschiedene Bildungsstätten stellten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vor und warben um das Interesse der Jugendlichen. Diese strömten zahlreich in das Oberstufenzentrum (OSZ) Teltow. Zur Eröffnung betonten die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein und Günter Baaske, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie und Schirmherr der Veranstaltung, wie wichtig es ist, den jungen Leuten gute Bedingungen zu bieten und rechtzeitig geeignete Auszubildende unter Vertrag zu nehmen. Die Zahl der Abwanderung sei zu hoch. Fünfbis sechstausend Jugendliche würden Brandenburg jährlich verlassen, weil in anderen Bundesländern bessere Bedingungen vorherrschen. Dies müsse sich ändern, denn die Auswirkungen dessen seinen bereits heute in Form von akutem Fachkräftemangel zu spüren. Zusätzlich würden 30 Prozent aller Jugendlichen die Lehre abbrechen, weil sie die falsche Wahl getroffen haben. Die Ausbildungsmesse, die in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, war die Gelegenheit, sich ernsthaft und umfangreich zu informieren und so zu einer realistischen Vorstellung des eigenen Werdegangs zu gelangen. Veranstaltet wurde sie von der Stadt Teltow mit Unterstützung des Landkreises Potsdam-Mittelmark, der Kommunen, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Ludwigsfelde sowie des OSZ Teltow. bri

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Durchlöchert und versal Die lokal.reporter auf der Straße Region. Kaum war der erste Schnee wieder verschwunden, taten sich im regionalen Asphalt mitunter tiefe Schluchten auf. Ja, es ist jedes Jahr das gleiche Problem: Frost und Räumfahrzeuge setzen den Straßen zu. Sogenannte Ausbrüche, umgangssprachlich wohl eher als Schlaglöcher geläufig, sorgen dafür, dass Autofahrer zum Teil abrupt ihre Geschwindigkeit drosseln müssen. Im Hellen mag es ja noch gehen, aber im Dunkeln rauscht man da schnell mal ungewollt rein. Und jedes Mal freut sich das Auto. Nur manchmal warnt rechtzeitig ein Schild „Vorsicht Straßenschäden“, wie beispielsweise auf der L 76 Richtung Stahnsdorf, kurz hinter Kienwerder. Glücklicherweise erfasste eine zweite Schnee-Welle die Region und legte sich wie ein Schleier über die ramponierten Straßen. Nun ist es mit den Jahreszeiten so eine Sache, auf den frostigen Winter folgt unweigerlich der Frühling. Schnell rächt sich der Einsatz von Reparaturasphalt, dem kostengünstigeren Kaltasphalt. Zwar ist dieser nach kürzester Zeit voll belastbar, doch geht auch schnell wieder kaputt. Ausbesserung folgt auf Ausbesserung – die Ruhlsdorfer Straße kann ein Lied davon singen. So wie Frost den Straßen zusetzt, richtet Streusalz bei den Bäumen schweren Schaden an. Rund zwei Millionen Tonnen Salz werden jedes Jahr auf deutschen Straßen verteilt. Über das Schmelz- und Spritzwasser gelangt dieses in den angrenzenden Grünstreifen und schädigt die Bäume, die das Salz über ihre Wurzeln aufnehmen. Aufgrund dessen werfen die lokal.reporter im Folgenden einen Blick auf die Straße.

„Natürlich kriegen die Bäume was ab“ Zwar konnten schon vor Jahrzehnten zunehmend Schäden an Autos, Betonbauwerken und Pflanzen durch Streusalz nachgewiesen werden, doch führte eine angeblich schlechtere Ökobilanz für Splitt, höhere Kosten und der Druck der Versicherungswirtschaft zu einer Renaissance des Streusalzes – so ist einer Erklärung der Schutzgemeinschaft Brandenburger Alleen zu entnehmen. Rainer Schukraft ist stellvertretender Werksleiter im Bauhof Kleinmachnow und hauptverantwortlich für den Bereich Winterdienst in Teltow und Kleinmachnow. Wie er mitteilte, sei der Verbrauch von Salz und Streukies in dieser Saison im Vergleich zum letzten Winter deutlich höher. Grund sei die lang andauernde Kälteperiode. „Bisher wurden 350 Tonnen Salz verbraucht und etwa 250 Tonnen Kies“, erläutert Schukraft. Streukies komme auf Gehwegen und an Übergängen zum Einsatz, Radwege werden gefegt und Salz nur auf Straßen verwendet. „Davon wird der größte Teil über die Kanalisation abgeführt“, versichert Schukraft den lokal.reportern. Bäume seien durch Bordsteinkanten vor Salz geschützt. „Aber natürlich kriegen die Bäume was ab, wenn Schnee über die Bordsteinkante geschoben wird“, erklärt er weiter. Und die Pressesprecherin der Gemeinde Kleinmachnow, Martina Bellack, ergänzt: „In Kleinmachnow kommt kein Streusalz zum Einsatz,

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zen es wird ein Feuchtsalz aufgebracht. Der Unterschied besteht darin, dass beim Feuchtsalz nur eine sehr geringe Menge benötigt wird. Gerade so viel, dass der Fahrbahnbelag seine für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendige Griffigkeit erhält.“ Der Bauhof sei auch aus wirtschaftlichen Gründen daran interessiert, so wenig Salz wie möglich zu verwenden. „Zudem werden in Kleinmachnow zum Schutz unserer Bäume nur Straßen mit Feuchtsalz gestreut, Geh- und Radwege werden gefegt und mit Kies abgestumpft“, so Bellack weiter. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg auf Nachfrage mitteilte, hat die Landesbehörde keinen Einfluss darauf, ob und in welcher Form die Kommunen Streugut auf den Straßen einsetzen. Je nach Wetterlage setzt der Bauhof Kleinmachnow zwischen zehn und 30 Gramm Salz pro Quadratmeter ein – bei Blitzeis wird diese Spanne eher ausgeschöpft.

Regelmäßige Kontrollen Ist das Schnee- und Glättechaos erstmal – wie auch immer – behoben, stören Straßenschäden den Verkehr. In regelmäßigen Abständen lassen die hiesigen Verwaltungen die asphaltierten Fahrbahnen kontrollieren. „Die vorgefundenen Schlaglöcher werden schnellstmöglich mit einem sogenannten Kaltasphalt verschlossen“, so Martina Bellack. „Die Schlaglöcher und Netzrisse, die keine akute Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit darstellen“, führt sie weiter aus, „werden nach der Winterperiode aufgenommen und im späten Frühjahr verschlossen“. Weil die Gemeinde aber schon in den letzten Jahren damit begonnen hat, auf die besonders betroffenen Straßen mit Makadam-Decke eine „kalte Dünnschicht“ aufzubringen, hat Kleinmachnow nur wenig Schlaglöcher zu verzeichnen. Teltow hat ebenfalls nicht großartig mit Schlaglöchern zu kämpfen, auch wenn das für den Autofahrer auf den ersten Blick so nicht nachvollziehbar ist. „Aber es betrifft primär Landesstraßen, z.B. Ruhlsdorfer und Berliner Straße“, teilt Pressesprecherin Andrea Neumann mit. In Stahnsdorf gelten u.a. die Bergstraße, Friedrich-Naumann-Straße, Kleiststraße und Alte Potsdamer Straße als besonders betroffen. Die Verwaltung stellt eine Prioritätenliste auf, die in den betreffenden Ortsbeiräten und abschließend im Bauausschuss beraten und beschlossen wird. „Danach erfolgt dann seitens der Verwaltung die Abarbeitung der Instandsetzungen“, teilt die Gemeinde mit.

„Tatsächlich gar nicht …“ Die meist befahrensten Straßen in der Region sind also zum großen Teil im Besitz des Landes, so wie die L 76, L 77, L 794 und L 761. Ergo ist dort der Landesbetrieb für Reparaturmaßnahmen zuständig. Dieser scheint die Kommunen aber nur bedingt über Ausbesserungen zu informieren. Zwar stehe die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf in regelmäßigem Kontakt mit dem Landesbetrieb und werde, so die Pressestelle, über deren Maßnahmen informiert, stellt es sich nur ein paar

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Neue Schlaglöcher können dem dauerhaft schlechten Zustand der Ruhlsdorfer Straße kaum noch was anhaben. Fotos: Conrad Wilitzki

Kilometer weiter im Nachbarort Kleinmachnow anders dar. Danach gefragt, wie die Gemeinde über Vorhaben des Landesstraßenamts diesbezüglich informiert werde, heißt es: „Tatsächlich gar nicht …“ Dabei beseitigt das Landesstraßenamt bereits seit Dezember 2012 Schlaglöcher in den betroffenen Landesstraßen unter Einsatz von Heißmischgut und Reparaturasphalt. Weil täglich neue Schlaglöcher dazukommen, ist es dem Amt bewusst, „dass die derzeitigen Ausbesserungsarbeiten nur Notlösungen sind, weil das verwendete Material und das Flickverfahren selbst nur eine geringe Haltbarkeit aufweisen.“ Mischgut mit längerer Haltbarkeit stehe aber nicht zur Verfügung, weil die Mischwerke im Winter wegen planmäßiger Wartungsarbeiten geschlossen sind – so die Erklärung. „Wegen des täglichen Winterdienstes, der natürlich Priorität hat, ist es schwierig, Personal und Fahrzeuge für die Reparaturen freizustellen“, begründet der Landesbetrieb weiter. Wenn allerdings der Winterdienst heruntergefahren wird, werden die Schlaglöcher wieder verstärkt mit Heißmischgut beseitigt. Bis dahin üben Sie sich in Geduld, liebe Autofahrer, und denken Sie an das Wohl Ihres fahrbaren Untersatzes. Wie wirbt aktuell eine große Werkstattkette für sich: „Das Auto verschleißt die Straße, die Straße verschleißt das Auto.“ Gute Fahrt! Cornelia Schimpf

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Region. Die Region bekommt neue Esser. Mitesser? Denn arbeiten dürfen die 198 zumeist jungen Männer aus aller Welt nicht, die ab dem 4. Februar in die Platte an der Teltower Potsdamer Straße ziehen sollen. Die Brötchen selber verdienen – Fehlanzeige. Zuerst einmal muss nämlich geprüft werden, ob die Asylbewerber aus Tschetschenien oder Mali dort auch ganz wirklich um Leib und Leben fürchten müssen. Oder handelt es sich lediglich um Wirtschaftsflüchtlinge? Und so ein Asylverfahren, das kann lange dauern, sehr lange. Die nehmen uns bloß die Frauen weg ... und die Arbeit ... und die Wohnungen! Genau, deshalb Arbeitsverbot! Und deshalb die ersten öffentlichen Diskussionen: Sollten die angedachten Unterkünfte nicht seniorengerechter Wohnraum werden? Neuerdings macht bereits ein geflügeltes Wort die Runde: „Flüchtlings-Campus“. Lustig leben, wie in der Studentenbutze? „Wohnen würde ich dann da ja nicht mehr wollen.“ Erste Bürgerverlautbarungen. Leben sollen die Flüchtlinge mit Arbeitsverbot, wenn sie dann aus ihrer heimatlichen Krisenregion im Speckgürtel angelangt sind, von Zuwendungen, die knapp unter dem Hartz-IV-Regelsatz liegen – immerhin. Im wohlsituierten Bayern wird der heimreiseunwillige Fremdling noch mit Wertgutscheinen abgefrühstückt. Die Wertgutscheine übrigens hat die Firma Sodexo erfunden. Klingelt´s? Der internationale Konzern Sodexo hatte unlängst Befremdliches eingeführt – Obst aus Fernost für die Schulspeisung, mit einem illegalen Einwanderer namens Norovirus. Da war die Aufregung groß. Weg mit fremdländischer Sodexo-Speise, hieß es allenthalben. Da reichen die hiesigen Fraktionen der Kommunalpolitik schnell mal Beschlussanträge in die Gemeindegremien: Weg mit Sodexo! Soll dann aber abgestimmt werden, wie letztens im Kleinmachnower Hauptausschuss, dann sind die antragstellenden Kommunalpolitiker gar nicht mehr anwesend, in der beschließenden Sitzung. Stattdessen trifft man den einen oder anderen zeitgleich beim Empfang auf der Grünen Woche. Wenn die große Politik ähnlich arbeitet, dann wird es noch eine Weile dauern, bis Flüchtlinge vom Hindukusch ihr Frühstücksbrötchen selbst verdienen dürfen. Und wenn sich dann rausstellt, dass es sich bei Fremdlingen aus Somalia um gemeine Armutsflüchtlinge handelt, dann ab mit ihnen, in den Abschiebeknast am BER? Ob sie auf diesem „FlüchtlingsCampus“ wohl von Sodexo versorgt werden? Wat soll ´n dit? Rolf Niebel

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Aus den Orten

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Güterfelde. Mit einem Festgottesdienst am 6. Januar eröffnete Pfarrer Helmut Kulla zusammen mit Bürgermeister Bernd Albers und Ortsvorsteher Dietrich Huckshold das Festjahr „750 Jahre Güterfelde“. Seit vielen Monaten wurde dieses von einer Bürger-Arbeitsgruppe ehrenamtlich vorbereitet, sodass es in zahlreichen Veranstaltungen viele gemeinschaftliche Höhepunkte geben wird. Wer in die Geschichte des 1263 erstmals erwähnten Dorfes eintauchen und etwas über das frühere Leben hier erfahren möchte, kann sich schon einmal die Vorträge „Geschichtliches in Güterfelde“ am 8. Februar und „Das Güterfelder Schloss und die Güterfelder Bauern“ am 26. Februar im Bürgerhaus, Berliner Straße, jeweils um 16 Uhr, vormerken. Am 21. April wird im Kirchsaal die Pfarrchronik Güterfelde vorgestellt, und am Wochenende des 17. und 18. August findet das zentrale Dorffest mit dem Festakt „750 Jahre Güterfelde“ statt. Weitere Termine können im Veranstaltungskalender, der eigens für das Festjahr erstellt und verteilt wurde, und auch auf der Homepage der Gemeinde Stahnsdorf nachgesehen werden. bri

Feinschliff Bürgerhausverein will Satzung überarbeiten – Sanierung soll fortgesetzt werden

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Sputendorf. Der Bürgerhausverein Sputendorf e.V. will seine Satzung überarbeiten. Die Aktivitäten des Vereins sollen präziser hervorgehoben werden, um die Gemeinnützigkeit zu unterstreichen, so Ortsvorsteher Klaus-Peter Schöttler. Zu den regelmäßigen Angeboten für die Bürger gehören beispielsweise Bastelnachmittage für Kinder, Handarbeitsnachmittage, Skatabende, Turnen für Senioren sowie neuerdings Lesungen, die die Gemeindebibliothekarin Christiane Golz abhält. Das Bürgerhaus selbst wird seit vorigem Jahr von der Gemeinde Stahnsdorf saniert. In 2012 wurde die Außenhülle, d.h. das Dach, die Fenster und die Haustür erneuert und eine Wärmedämmung angebracht. Wenn 2013, wie geplant, weitere 70 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden, soll die Außenfassade fertiggestellt sowie vorrangig die Heizung und die Elektrik gemacht werden. Danach erforderliche Putz- und Malerarbeiten im Inneren runden die Sanierung ab. bri lokal.report | Februar 2013

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Vereinzelt Einzelhandel? Wochenmarkt, Supermarkt, Altstadtmarkt und Rathausmarkt – regionaler Einzelhandel

Märkte, die nicht alt werden: Der Netto-Markt in der Potsdamer Straße 61 hielt sich gerade einmal zwei Jahre.

Region. Das Marktrecht war ein großes Privileg der mittelalterlichen Städte, schon vor über 1000 Jahren. Bereits unter Karl dem Großen wurde Städten wie Esslingen um das Jahr 800 herum das Marktrecht verliehen. Auf eine so lange Historie können die Orte dieser Region noch nicht zurückblicken. Aber heutzutage genießt das Marktrecht auch nicht mehr jenen herausgehobenen Stellenwert. Nach etwa 750 Jahren – demnächst steht dieses Jubiläum für Güterfelde, Stahnsdorf und Teltow an – zeichnet sich hier ein differenziertes Bild. Genaugenommen handelt es sich aber auch nur bei Teltow um eine Stadt, obwohl die Grenzen zwischen den hiesigen Kommunen nur noch durch gelbe Ortseingangsschilder am Rande einiger Hauptverkehrsadern kenntlich sind.

„Die besten Bouletten südlich der Straße des 17. Juni“ Das blühendste Marktleben findet man erstaunlicherweise immer noch in Kleinmachnow. Der 20 000-Einwohner-Ort, der vor erst 92 Jahren zur Landgemeinde wurde, besticht unter anderem durch zwei Wochenmärkte und einen erst 2006 fertiggestellten Rathausmarkt mit florierenden Einzelhandelsgeschäften. Das Kaufkraftniveau des Ortes liegt bei einem für Konsum verfügbaren Einkommen von durchschnittlich 26 829 Euro pro Einwohner um fast 32 Prozent höher als der deutsche Durchschnitt. Und bereits zu Zeiten der planwirtschaftlichen Deutschen Demokratischen Republik

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Foto: Rolf Niebel

verfügte Kleinmachnow über mehr als 70 Einzelhandelsgeschäfte, obwohl der Gemeinde bis 2006 ein klares Ortszentrum fehlte. In Kleinmachnow konsumiert man offenkundig gerne und viel. „Der Rathausmarkt wurde gezielt zu einem Einkaufszentrum mit optimaler Parkplatzsituation entwickelt“, stellt Dirk Zeugmann vom MBZ Marketingbüro Zeugmann fest, welches die Events für den Rathausmarkt organisiert. „Kleineren Standorten wie am Uhlenhorst fehlen die zugkräftigen Objekte.“ An dieser Stelle fällt ein Schatten auf die Kleinmachnower Einzelhandelslandschaft. „Die Kundschaft ist stark rückläufig. Wir überlegen deshalb, den Standort aufzugeben“, bedauert Hans-Jürgen Sauerbrei, Inhaber eines Spielzeuggeschäftes am Uhlenhorst. „Der Rathausplatz nahm uns bisher die meisten Kunden weg, was aber nicht existenzgefährdend war.“ Nun wurde der Uhlenhorst im letzten Jahr zur Einbahnstraße. Dadurch fielen mehr als die Hälfte der dortigen Parkplätze weg. Für Sauerbrei wächst sich diese Entwicklung zu einer geschäftlichen Notlage aus: „Auch in der Thälmannstraße und dem Meiereifeld kann man nicht parken. Da wir hier keine Laufkundschaft haben, sind wir auf Kunden mit Auto angewiesen und die können nicht parken.“ Doch der Geschäftsstandort rings um die Kammerspiele krankt seit Langem. Während der zweimal in der Woche abgehaltene Wochenmarkt am Adam-KuckhoffPlatz von der direkten Grenzlage zu Berlin profitiert, bleibt einige 100 Meter weiter südlich noch immer ein Hauch von Agonie. Die lokal.report | Februar 2013


Topthema des Monats

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Geschäfts

italienischen Restaurants wechseln in steter Regelmäßigkeit. Das Chinarestaurant Pavillion ist beinahe schon aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden. Viele Geschäfte zogen in den letzten Jahre an den Rathausmarkt um. Kleinmachnows Pressesprecherin Martina Bellack hingegen erklärte dazu: „Uhlenhorst stabilisiert sich mittlerweile nach zwischenzeitlich größerer Fluktuation.“ Und möglicherweise wird sie damit gar Recht behalten. Die Kammerspiele mit den neuen Betreibern der Kulturgenossenschaft Neue Kammerspiele könnten dem Uhlenhorst-Eck wieder eine größere Attraktivität verleihen und als Motor wirken. Vielleicht entwickeln sich die Kammerspiele zu einem jener zugkräftigen Objekte, die Zeugmann meinte. Für die anderthalb Dutzend Geschäfte am Fuchsbau-Eck beschreibt Bellack die Lage als stabil bei einer positiven Entwicklung. Auf halber Strecke zwischen beiden Standorten schloss allerding zum 10. Januar eine Kleinmachnower Institution. Das „Schoeders“, die Kneipe am Platz der Opfer des Faschismus mit den angeblich „besten Bouletten südlich der Straße des 17. Juni“, hat den Ausschank aufgegeben, da der Pachtvertrag nicht mehr verlängert wurde. Der Rathausmarkt aber wird wohl das vorrangige kulturelle, politische und vor allem kaufmännische Zentrum Kleinmachnows bleiben. Pläne für eine weitere Entwicklung der Einzelhandelsstandorte gäbe es seitens der Verwaltung derzeit nicht. Allerdings wird diese auch gerne einmal von Anwohnern und Abgeordneten der Gemeindevertretung gebremst. Mehrfach verhinderten die Volksvertreter im letzten Jahr die Ansiedlung eines Bio-Marktes in der Förster-Funke-Allee nahe des Rathausmarktes durch ihr Votum. Zuletzt versagten sie im Dezember die entwicklungsrechtliche Genehmigung zum Entwicklungsbereich „nördlich der Förster-Funke-Allee“ bezüglich der Errichtung eines Supermarktes im Geltungsbereich des Bebauungsplanes. Gründe für die Skepsis sind vor allem eine verstärkte Lärm- und Abgasbelastung durch zunehmenden Verkehr. Eine von der Gemeindeverwaltung in Auftrag gegebene schalltechnische Studie bestätigte diese Befürchtungen zwar nicht, doch bei der Entscheidung folgte man wohl eher einem Bauchgefühl. Ebenso könnten Jugendliche in den Abend- und Nachtstunden auf dem Parkplatz des Marktes herumlungern und Bier trinken, so die Sorge der Anwohner aus der familienfreundlichen Gemeinde Kleinmachnow.

„Sanierungsgebiet klar definiert“ Während man sich also in Kleinmachnow bereits mit Bedenken im Zusammenhang mit einer allzugroßen Belebung des noch jungen Ortszentrums, unter anderem durch junge Leute, trägt, schlummert der repräsentative Teltower Altstadtmarkt im Dornröschenschlaf. An Einzelhandelsgeschäften gibt es lediglich ein Druckerei und eine Bäckerei in direkter Nähe. Im Rathaus befindet sich das Restaurant Böfflamott, dessen Gäste das Marktensemble in der warmen Jahreszeit leidlich bevölkern. Alldienstäglich findet auf einem Parkplatz am Zeppelinufer ein Wochenmarkt statt. lokal.report | Februar 2013

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Ausbildung bei der MWA

W

ir sind ein leistungsstarkes Unternehmen der Region. Der MWA obliegt auf dem Gebiet der Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung die technische und kaufmännische Betriebsführung ihrer Gesellschafter, der Wasser- und Abwasserzweckverbände „Der Teltow“ und „Mittelgraben“. In diesen Verbandsgebieten betreuen wir ca. 80.000 Einwohner. Die MWA ist seit 18 Jahren für den Bau, die Instandhaltung und Erneuerung, den Betrieb sowie die Verwaltung der regionalen Wasser- und Abwasseranlagen zuständig. Seit 1998 haben wir auch die Ausbildung von Nachwuchskräften in unsere Verantwortung genommen.

Wir bieten Ihnen eine interessante und abwechslungsreiche Ausbildung und suchen für das Ausbildungsjahr 2013/2014 ab September wieder je einen Auszubildenden (m/w) für die Berufe: •

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Mit der Ausbildung bei der MWA legen Sie einen wichtigen Grundstein für Ihre Zukunft. Sie erfolgt in einem modernen Unternehmen und dauert für den/die Anlagenmechaniker/-in 3 ½ Jahre, für die/ den Bürokauffrau/-mann 3 Jahre. Die MWA ist ein nachstehendes Unternehmen der öffentlichen Hand, dessen Vergütung und Sozialleistungen nach dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) erfolgen. Weitere Informationen erhalten Sie durch Birgit Hannemann (Verantwortliche für Berufsausbildung) unter 033203 345-190. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Der Bewerbungsschluss ist der 15. März 2013. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH Fahrenheitstraße 1 14532 Kleinmachnow oder per E-Mail an: bewerbung@mwa-gmbh.de www.mwa-gmbh.de

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Topthema des Monats

Nach einigen Versuchen, ihn zweimal wöchentlich auf dem Altstadtmarkt stattfinden zu lassen, wurde er im Oktober 2010 dorthin verlegt, weil man sich einen größeren Kundenzulauf durch den vorbeifahrenden Individualverkehr versprach. Was den einen in Kleinmachnow ein Zuviel an Verkehr durch Geschäftsansiedlung ist, lässt der Umgehungsstraßenverkehr in Teltow das zarte Pflänzchen Hoffnung auf mehr Kundschaft am Rand der Altstadt keimen. „Die Altstadt ist mit dem Charakter des Sanierungsgebietes klar definiert“, stellt die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit des Teltower Rathauses, Andrea Neumann, fest. „Insofern kann nur ein kleinteiliger Einzelhandel im Objektbestand eine Altstadtbelebung herbeiführen.“ Einen Kilometer weiter muss man sich um ausreichend Kundschaft keine Sorgen machen. „Grundsätzlich hat sich der Einzelhandel in den vergangenen Jahren im Bereich der Oderstraße konzentriert“, so Neumann. „Die Oderstraße ist aufgrund der Nachwendeentwicklung im Bestand möglichst zu sichern.“ Insbesondere Discounter aller Art, wie real, toom, Möbel Boss oder MEDIMAX haben sich auf dem ehemaligen Grenzstreifen zu Westberlin angesiedelt – stadtplanerische Nachwendesünden, wie in vielen Städten. Ein kommunales Einzelhandelskonzept existiert nicht, und das schlägt sich in der Entwicklung der Einkaufsstandorte nieder. Große DiscounterKetten wie in der Oderstraße oder Pflanzen Kölle in der Ruhlsdorfer Straße ziehen Kunden sowohl aus Teltow als auch aus Berlin und dem näheren Umland an. Das historische Stadtzentrum ist infra-

strukturell mehr oder minder eine Brache. In der Potsdamer Straße kommen und gehen viele Geschäfte in steter Regelmäßigkeit. Unlängst erst schlossen dort ein Netto-Lebensmittelmarkt nebst BackShop sowie ein Möbelhaus. Nun möchte die Stadt den Bereich zwischen Puschkinplatz und dem Anschluss Ruhlsdorfer Platz „ortsgerecht“ ausbauen und die Fassaden hüllensanieren lassen. Von optischer Aufwertung des Areals und Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Bürger und Besucher ist die Rede, „um letztlich eine Flaniermeile zu erhalten“. Allerdings wird die angedachte Straßensanierung auch als geschäftsgefährdend betrachtet. Nachgefragt beim Möbelhaus C.H.R.I.S.T hieß es zum Grund für die Geschäftsaufgabe in der Potsdamer Straße: „Erstmal wegen der Baumaßnahmen, deshalb haben wir den Mietvertrag nicht verlängert.“ Auch bei anderen Geschäftsleuten ist ein gerüttelt Maß an Skepsis festzustellen. „Durch die Umgehungsstraßen gibt es immer weniger Verkehr. Der Standort ist eigentlich super“, äußert sich Dirk Pagels vom Telefonshop Teltow. „Ich will weiter hier bleiben, aber es wird schwierig, wenn die Potsdamer Straße gebaut wird. Danach wird es sicher wieder belebter.“ Auch Holm Roloff, der den Fahrradladen Teltow betreibt, meint: „Es ist deutlich weniger Verkehr durch die Nordspange. Das bedeutet natürlich weniger Laufkundschaft. Vorerst werde ich nicht abwandern. Wenn die Potsdamer Straße in zwei Jahren fertig ist, muss ich weitersehen. Aber die Frage stelle ich mir schon.“ Aus welchem Grund Netto seine Filiale Potsdamer Straße 61 aufgab, war bis zur Drucklegung dieser Ausgabe nicht zu erfahren.

Die Teltower Altstadt als sie noch nicht ganz so alt war: Die heutige Potsdamer Straße in Teltow vor etwa 100 Jahren. Damals hieß sie noch Lindenstraße. Foto: Archiv Gerhard Boettcher

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lokal.report | Februar 2013


Topthema des Monats

Doch es gibt auch Stimmen in der Stadt, die das Angebot an Supermärkten bereits für überdimensioniert halten. Gab es hier in der Vorwendezeit drei Kaufhallen, so sind es nach der aktuellen Aufgabe des Netto-Marktes elf. Doch wird sowohl ein neuer Rewe-, als auch ein Edeka-Supermarkt gebaut. „Drei haben auch gereicht“, so eine Teltowerin. Was aus der nun leerstehenden Netto-Filiale wird, ist bislang unbekannt. Die Mitarbeiter sollen jedoch auf andere Supermärkte der Discounter-Kette umverteilt werden.

„Da gibt es eigentlich nichts Neues“ „Da gibt es eigentlich nichts Neues“, knistert die Stimme von Bürgermeister Bernd Albers durch die Hörmuschel und meint die infrastrukturelle Situation des Einzelhandels in Stahnsdorf. „Soweit es sich aus den Gewerbemeldungen beurteilen lässt, stagniert die Entwicklung in der Wannseestraße“, präzisiert Pressesprecherin Lena Knote. „Außer Lidl und Kaisers sind lediglich ein Optikergeschäft und ein Internethandel ohne Ladengeschäft gemeldet.“ Der dortige Zeitungs- und Tabakladen wurde abgemeldet, weil angeblich mehrfach eingebrochen wurde. Am Dorfplatz selbst gibt es nur eine Bäckerei. In der Wilhelm-Külz-Straße 35 gibt es neben einem Reitshop, einem Sportartikelladen, einer Tierfutterhandlung sowie einer Postfiliale und einem Schreibwarengeschäft seit Kurzem einen Getränkemarkt. Entlang der Lindenstraße insgesamt neun Einzelhändler, darunter Fahrradläden, einen Paketshop und ein Werkzeughandel. Im Gegensatz zum Dorfplatz und Lindenstraße gäbe es hier größere Flächen, meint Knote. Inwieweit allerdings noch Leerstand bestünde, sei ihr momentan nicht bekannt. Der OBI-Baumarkt im Greenpark ist schon seit über drei Jahren geschlossen. Man sei jedoch daran interessiert, in der Halle wieder einen Baumarkt anzusiedeln, so Knote. Allerdings existiert dort noch ein Bowling-Center und etwas Gastronomie. Im Großen und Ganzen profitiert Stahnsdorf jedoch von den Möglichkeiten der Nachbarkommunen und der direkten Nähe zu Berlin und Potsdam. Der Markt war im Mittelalter ein zentraler Ort mit unter anderem Verwaltungs-, Dienstleistungs-, Verkehrs-, Kultur- und Wirtschaftsfunktionen. Hier wurden Steuern und Zehnte eingetrieben und von Bänkelsängern Moritaten zum Besten gegeben. Heute bietet sich für die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf trotz der geografischen Geschlossenheit der Orte ein unterschiedlich geartetes Bild. In Kleinmachnow, mit dem jüngsten Ortszentrum rund um den Rathausmarkt am ehesten die historische Funktionssymbiose. Teltow mit seinem historischen Stadtkern würde sich durch die weitere Instandsetzung des Sanierungsgebietes Altstadt dieser Melange gerne annähern. Möglicherweise trägt eine Wiederbelebung der Diana-Lichtspiele durch einen kulturell interessierten Investor in den nächsten Jahren dazu bei. „Es wäre also durchaus möglich, dass sich im Diana-Kino wieder ein Kinobetrieb wiederfinden könnte“, so Bürgermeister Thomas Schmidt. Der Ausgang der Verhandlungen mit potenziellen Interessenten bleibe jedoch abzuwarten. „Eine weitergehende Entwicklung in der Oderstraße ist derzeit nicht vorgesehen“, ergänzt Pressesprecherin Neumann. „In der Potsdamer Straße sind wir bemüht, durch die geplante Sanierung die Attraktivität des Standortes aufzuwerten. Ob es gelingt, dadurch neue Ansiedlungen zu etablieren, bleibt abzuwarten. Die Altstadt soll auch in Konsequenz des Stadthafenprojektes eine Belebung erfahren.“ In Stahnsdorf wird der Einzelhandel wohl eher vereinzelt bleiben – Einzelhandel eben. Rolf Niebel lokal.report | Februar 2013

GARTENTIPPS VON GÄRTNERMEISTER WIESNER AUS DEM ROSENGUT LANGERWISCH

Jetzt Bodenproben nehmen Die Nutzung des Bodens zum Anbau von Gemüse und Obst, oder zur Kultivierung von Zierpflanzen führt zur Veränderung der Bodenchemie. Ein wichtiger Kennwert zur Bewertung der Bodenchemie ist der pH-Wert. Dieser gibt Auskunft über das Säure-Basenverhältnis im Boden. Ein Wert von 7 steht für ein neutrales Verhältnis, niedrigere Werte kennzeichnen saure Böden, höhere basische Böden. Das Säure-Basen Verhältnis bestimmt unter anderem, welche Nährstoffe in welchem Maß zur Verfügung stehen. Unterschiedliche Pflanzenarten bevorzugen unterschiedliche pH-Werte. So fühlen sich Moorbeetkulturen wie Rhododendren, Azaleen oder aber auch Heidelbeeren in einem sauren Milieu wohl. Die meisten Zier- und Nutzpflanzen bevorzugen einen neutralen oder leicht sauren Boden, da die Löslichkeit der meisten Nährstoffe für normales Pflanzenwachstum bei pH-Werten zwischen 6,3 und 6,8 am höchsten ist. Einige Pflanzen gedeihen in alkalischerem Boden am besten, darunter Blumenkohl. Durch saure Niederschläge und Mineraldünger kann der pHWert in Bereiche absinken, in denen ein optimales Pflanzenwachstum beeinträchtigt wird. Es macht daher Sinn im zeitigen Frühjahr den pH-Wert der Kulturflächen im Garten zu bestimmen. Dafür gibt es im Handel einfache pH-Tests.

Obstgehölze schneiden Die frostfreien Tage im Februar sind der ideale Zeitraum, um abgesehen von Kirschen, ihre Obstbäume und Beerensträucher zurückzuschneiden. Entfernen Sie altes und krankes Holz sowie zu dichte und schwache Triebe. Bringen Sie so auch die Beerensträucher in Form. Lassen Sie nur einige kräftige Leittriebe und frische Jungtriebe stehen. Mancher würde sich diese Arbeit gern sparen, aber ein mäßiger und regelmäßiger Rückschnitt ist die Grundlage für einen reichhaltigen Ertrag und gesunde Pflanzen. Ist ein Baum erst einmal verwildert, fallen die Schnittmaßnahmen viel schwerer. Die größeren Schnittwunden sollten mit einem speziellen Wundverschlussmittel bestrichen werden. Bei der Gelegenheit des Rückschnitts sollten Sie auch eine Austriebspritzung gegen Schadinsekten durchführen. Sie vermindern damit den Befallsdruck im Sommer erheblich.

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Leserpost Teltow

Region

Kirche für Jedermann sagt Danke

Fahrradverkehr abgeblockt

Schwarze Silhouetten auf blauem Grund – die Fassade des Gebäudes der ehemaligen Kantine des CVJO’s, später „Kantine für Jedermann“ in der Potsdamer Straße 18 a hat sich verändert. Seit vier Jahren ist hier die „Kirche für Jedermann“ zu Hause und lädt unter anderem zur „Weihnachtsfeier für jedermann“ ein. Besonders gern kommen Leute, die Weihnachten nicht allein verbringen möchten, Gäste des Teltower Tisches und Menschen aus der Nachbarschaft, die sich bei uns wohlfühlen. Mehr als 100 Gäste trafen sich an diesem Weihnachten zu einem Gottesdienst, Kaffee und Kuchen, einer Mitmach-Aktion, Entenbraten und Bescherung. Viele fleißige Helfer der Kirche haben vorher geschmückt, ein Programm zusammengestellt und alles vorbereitet. Unterstützung bekamen sie von der Stadt (Spende Bürgermeister) und von Eltern der Kita’s aus der Umgebung (Arche Kleinmachnow, Waldhäuschen). An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Helfer der Aktion und besonders an die liebevollen Pakete-Packer. Durch ihre Hilfe konnte jeder Besucher mit einem schön geschmückten, liebevoll verpackten Geschenk erfreut werden! Ganz ehrlich, wir haben uns schon vorher ein paar Gedanken gemacht, wie viele Gäste kommen, ob alles ausreichend vorhanden ist, ob wir wirklich für jeden das passende Programm gestalten und das richtige Geschenk besorgen können. Danke, dass wir Gottes Liebe und Segen durch Ihre praktische Hilfe erleben durften! Allen Lesern ein gesegnetes Jahr 2013. Anorthe Grundei Kirche für Jedermann

Zu: „(K)Ein Modellprojekt!!!“ (lokal.report 1/2013)

Stahnsdorf

Zweifel an Aussage Zu: „Wer soll das bezahlen“ (lokal.report 12/2012) Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf einen Artikel in Ihrem Blatt zum Thema Hortgebühren in der vorletzten Ausgabe. Herr Thomas Singer erklärte hier, dass der Landkreis eine sogenannte Höchstgrenze festgesetzt hat. Trotz vielfacher Bemühungen ist es mir per E-Mail über das Land, über die Partei „Die Linke“ und auch mit einer direkten Anfrage als Gemeindevertreter, nicht gelungen, mit ihm in Kontakt zutreten. Auch vom Landkreis konnte ich hierzu keine näheren Informationen erhalten. Deswegen zweifle ich seine Aussage sehr stark an. Ich denke, er weiß gar nicht, um was es hier geht. Es liegt ein Beschluss des Ortsverbandes der CDU in Stahnsdorf vor, den die Vertreter der sozial ausgerichteten Parteien, aus Prinzip, in der dortigen Gemeindevertretersitzung abgelehnt haben. Positiv ist jedoch, dass die SPD-Fraktion in Stahnsdorf sich erneut mit dem Vorschlag der CDU befassen möchte. „Die Linke“ als Vorreiter in sozialen Fragen hat beide Ohren verschlossen. Ich bitte dies auch von Seiten des lokal.reports nochmals aufzugreifen. Die Kommunen haben zumindest den Auftrag vom Landkreis, hier Nachbesserungen zu veranlassen. Der Vorschlag der CDU in Stahnsdorf könnte hier wegweisend sein. Jürgen Lemke, Kleinmachnow

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Da kann ich dem Verfasser dieses Leserbriefes betreffs Straßenneubau im Teltower Blumenviertel nur zurufen: Nach den Vorstellungen der Teltower Stadtverwaltung ist dies hundertprozentig ein Modellprojekt! Klar belegbar an zahlreichen Beispielen agiert die Stadtverwaltung, insbesondere seit ca. zehn Jahren, nicht nur in Richtung Unterdrückung des Fußgänger-, sondern auch des Fahrradverkehrs zwecks einseitiger Förderung des Autoverkehrs. Beim konkreten Beispiel der neu gebauten Hortensienstraße ist aktuell wieder ein Schritt in Richtung Unterdrückung des Fahrradverkehrs „gelungen“. Vor dem Asphaltieren der Hortensienstraße 2012 war diese Straße für beide Richtungen freigegeben. Jetzt wurde sie eine Einbahnstraße in Nord-Süd-Richtung. Entsprechend den Bestimmungen in der StVO werden andernorts solche Einbahnstraßen in der für Kfz gesperrten Richtung für Fahrradfahrer freizugeben durch Kombination des Verbotsschildes Zeichen 267 „Verbot der Einfahrt“ mit einem Zusatzschild Zeichen 1022-10 „Radfahrer frei“. Auf der offiziellen Website der Stadt Teltow www.teltow.de interaktiver Service Maerker Teltow hatte deshalb ein Hinweisgeber (vielen Dank unbekannterweise für Ihre Initiative) den Hinweis ID 294882 gegeben zwecks Montage solcher Zusatzschilder. Leider hat jedoch die Teltower Stadtverwaltung dies abgelehnt. Bezeichnenderweise begründet mit einem angeblichen Zitat aus der Verwaltungsvorschrift zur StVO, das allerdings in der vom Bundesverkehrsministerium veröffentlichten Verwaltungsvorschrift zur StVO so nicht steht. Text laut Stadtverwaltung: „Punkt IV. 1. …: Die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung kommt nur in Betracht, wenn ... c) für den Fahrverkehr auf der Fahrbahn eine Breite von in der Regel 3,50 m, mindestens jedoch 3 m mit ausreichenden Ausweichmöglichkeiten, vorhanden ist.“ Text laut Bundesverkehrsministerium: „Zu § 41 Vorschriftszeichen, zu Zeichen 220 Einbahnstraße, IV. … kann Radverkehr in Gegenrichtung zugelassen werden, wenn … a) eine ausreichende Begegnungsbreite vorhanden ist, ausgenommen an kurzen Engstellen; bei Linienbusverkehr oder bei stärkerem Verkehr mit Lastkraftwagen muss diese mindestens 3,5 m betragen“ Also hat die Teltower Stadtverwaltung diese Einbahnstraße absichtlich neu so bauen lassen, dass die dann entsprechend der rigiden Handhabung durch die Verwaltung nicht freigegeben wird für Radler. Wobei aber nach ihrer selbst „zusammengebastelten“ Verwaltungsvorschrift sie trotzdem breit genug wäre für eine Freigabe, denn die Fahrbahn ist real drei Meter breit. Für Leser mit Internetzugriff, hier ein Link auf ein Foto (darunter Text mit Details): www.panoramio.com/photo/79974957 Roland Schmid lokal.report | Februar 2013


Leserpost

Kleinanzeigen

Teltow

Wortmeldung zum Fahrplanwechsel Zu: „Fahrplanwechsel bringt handfeste Veränderungen“ (1/2013) Für die Mitglieder der weiterhin aktiven Arbeitsgruppe (AG) „TKS(-Netz) 2010“, die die notwendigen Änderungen der Verkehrsbeziehungen in unserer Region seit 2008 analysierte, in den Jahren 2009/2010 ein neues Konzept erarbeitete und schließlich im Dezember 2010 einführte, begann im Jahr 2011 unter Federführung des Kreises Potsdam-Mittelmark und des VBB eine Evaluierungsphase, die in 2012/2013 freiwillig fortgesetzt wurde und wird. Im Folgenden sollen einige Aussagen des Autors, der sich übrigens nie mit Vorschlägen an die AG gewandt hat, etwas gerade gerückt werden, da die insgesamt destruktive Darstellung zum bisher eingeführten Konzept „TKS 2010“ nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben kann: 1. Wir gehen mit dem Autor konform, dass Kompromisse notwendig sind, doch die umfangreichen Interessenkonflikte zwischen den Geldgebern Landkreis PM und TKS-Gemeinden einerseits und den Sachzwängen der Bus-Unternehmen im VBB (HVG, BVG und VTF) andererseits ließen es leider nicht zu, das Bodenseebzw. die vielfach bekannten Schweizer Modelle trotz mehrfacher Hinweise meinerseits für unsere Region zu adaptieren. Als Gegenargument wurde stets betont, die notwendigen Umläufe kurz und schnell zu gestalten, um Fahrzeuge, vor allem aber Fahrpersonal, einzusparen. 2. Den Gedanken über die Einführung von fehlenden ZUP (Zentrale Umsteigepunkte) kann man jedoch nicht folgen, denn beim gegenwärtigen Stand des gemeinsamen Angebotes (19 Linien – ohne Verstärker 602 und 624) ist bereits vieles erreicht worden, wobei gerade die vorgesehenen ZUP am „S Teltow-Stadt“ (elf Linien) und an der Stahnsdorfer „Waldschänke“ (zehn Linien) weitgehend realisiert sind. Hinzu kommt als weiterer ZUP mindestens noch die Teltower Warthestraße (neun Linien), deren Bedeutung durch Aufstellung elektronischer Anzei-

gen noch unterstrichen wird. Weitere Zwangspunkte an Berliner S-Bahnhöfen und Busknoten machten die zu lösende Aufgabe nicht gerade leichter. Übrigens, die Ausrichtung der Fahrpläne auf die S-Bahnen war und ist stets ein grundlegendes Element der Fahrplangestaltung. 3. Von ständigem „Herumdoktern“ zu sprechen, ist wohl etwas übertrieben, da die Einführung des neuen Konzeptes „TKS 2010“ völlig neue Wege beschritt (Soll/ Ist-Analyse der Verkehrsströme, Einführung zentraler Knoten, Einführung neuer Buskategorien in allen Gemeinden durch Express-Linien zu den Hauptzentren und CityVerkehr analog dem Teltower CityBus). Damit ist der richtige Weg eingeschlagen worden, der durch den Zuwachs an Bus-Fahrgästen nur bestätigt wird. Von solchen Ergebnissen kann die Linie S 25 trotz gestütztem 10-Minutentakt nur träumen. 4. Nach über einem Jahr (!) Kampf mit der BVG – wo können wir dabei lt. Autor von der BVG lernen? – ist nun endlich gelungen, auch Teltow-Seehof besser durch Linie 184 einzubinden. Dabei ist die Notwendigkeit der Anbindung des „S Teltow-Stadt“ sicher zweitrangig gegenüber der Anbindung des Einkaufszentrums Oderstraße und des ZUP Warthestraße. Weitere Verbesserungen beim X10 nach Zehlendorf und die Wiedereinführung der Linie 600 nach Mahlow via Großbeeren machen Mut, für weitere Verbesserungen zu streiten. 5. Wir wissen auch, dass noch nicht alles optimal läuft (vor allem bei den Umsteigebeziehungen), aber auch kleine Veränderungen wie z. B. auf den Linien 622/623/626 haben ihre Bedeutung. Hauptprämissen bleiben immer Kostenneutralität und der sogenannte „Naturalausgleich“ zwischen BVG und HVG, die stets zu berücksichtigen sind. Dr. Detlef Fanter, Kreis-AG „TKS 2010“

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Liebe Leserin, lieber Leser Die Redaktion weist darauf hin, dass Artikel, die namentlich oder als Leserpost veröffentlicht werden, nicht der Meinung der Redaktion entsprechen müssen. Verantwortlich für den Inhalt ist der Verfas-

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ser. Aufgrund der vielen und oft sehr langen Zuschriften behält sich die Redaktion das Recht der auszugsweisen Wiedergabe von Zuschriften vor. Des Weiteren bittet die Redaktion darum, Zusend-

ungen, die als Leserpost veröffentlicht werden sollen, als solche zu kennzeichnen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis. Bitte nutzen Sie auch unsere E-MailAnschrift: lokal.report@stadtblatt-online.de

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Die Region in 24 Stunden

„Wir sind wetterunabhängig“ Der Teltower Tisch versorgt Bedürftige zu jeder Jahreszeit Region. „Für uns ist es der Hammer, dass wir heute so viele Süßigkeiten haben.“ Mit diesen Worten empfängt mich ein sichtlich gut gelaunter Wolfgang Leube auf dem Hof der Potsdamer Straße 34 in Teltow, der Ausgabestelle des Teltower Tisches. „Das ist alles von Weihnachten übrig – letztes Jahr gab‘s gar nichts“, blickt er zurück. „Aber fragen Sie mich nicht warum! Und dieses Jahr ist es gigantisch!“ Seit mehr als neun Jahren koordiniert Leube den Teltower Tisch, ist mit seinem Team jeden Samstag für Bedürftige der Region im Einsatz – ehrenamtlich. Leube führt mich in ein Zimmer des Flachbaus, in dem früher gekegelt wurde. Dort stapeln sich tatsächlich Lebkuchen-Packungen und unzählige Weihnachtskalender in die Höhe. Wohl dem Ehrenämtler, der die Naschereien heute aus dieser wohltemperierten Stube ausgeben darf. Denn es ist bitterkalt an diesem Samstagnachmittag, aber wenigstens trocken. Noch schleppen drau-

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ßen 15 Frauen und Männer, eingemummelt in dicke Jacken und Fleece-Pullis, Kisten mit Kopfsalaten, Gurken und Äpfeln. Ein einfacher Unterstand muss genügen, um Obst und Gemüse vor der Witterung zu schützen – und sich selber. „Wenn man‘s macht, muss man auch mit dem Wetter klarkommen – sonst bringt das nichts“, weiß Leube. „Wir sind wetterunabhängig, und das müssen wir auch sein.“ Keiner jammert, niemand beklagt sich über das Wetter oder den Wochenend-Einsatz. Ganz im Gegenteil: Die Stimmung ist gelöst, es wird viel gelacht, Kaffeetassen klappern. Auch frische Säfte stehen bereit. Schließlich sind die meisten Helfer schon seit 9 Uhr auf den Beinen – das ist kräftezehrend, und viele haben schon eine 40-Stunden-Woche hinter sich. Doch größtenteils sind Rentner im Einsatz. „Wir sind ein eingespieltes Team. Jeder weiß, was zu tun ist.“ In der Tat: Alles läuft reibungslos ab.

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Die Region in 24 Stunden

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Die Region in 24 Stunden

Drinnen sind die Auslagen schon voll. Die Szenerie erinnert ein wenig an einen TanteEmma-Laden. Von Südfrüchten über fertige Salate und Aufstriche findet sich alles, sogar Russische Eier und Schnittblumen. „Viel Spaß haben wir bei exotischen Früchten, die wir selbst nicht kennen“, gibt Roswitha Martin zu. Seit Juni hilft die arbeitslose Sozialarbeiterin dem Teltower Tisch. „Wir mussten uns eine Übersicht anlegen, z. B. mit Galiamelone, Nashi und Kumquat.“ Ingeborg Kuke wirft ein: „Wir sind zwar gut bestückt, aber im Kühlschrank könnte mehr sein.“ Fleisch- und Wurstwaren sowie Molkereiprodukte sind ihr Revier. Gerade im Januar und im Februar sieht‘s da mau aus. Während drinnen noch letzte Absprachen getroffen werden, füllt sich draußen ganz allmählich der Hof. Schon seit Stunden warten vor dem Gelände vereinzelte Menschen – bewaffnet mit großen Taschen. Als dann pünktlich um 15 Uhr der Startschuss fällt, schiebt sich die Menschentraube zusammen. Doch von Chaos keine Spur: Ein Losverfahren hilft, den Überblick zu wahren. Erst werden die Familien-Marken, Nummern 1 bis 45, aufgerufen. Anschließend sind die Inhaber der Einzelmarken dran, 75 an der Zahl. Jeder, der ein Los abgibt, zieht gleich eines für den nächsten Samstag. „Das Problem ist nur“, so stellt es Leube dar, „dass die Ämter an Rentner keine Sozialkarten ausgeben.“ Kleinmachnow stellt generell keine Karten aus. Gerechtigkeitshalber springt an dieser Stelle der Träger des Teltower Tisches, das Evangelische Diakonissenhaus, ein. „Schwester Ulrike stellt auch bedürftigen Rentnern aus der Region eine Berechtigung für den Tisch aus“, berichtet Leube. Während die Ersten den Ausgaberaum betreten dürfen, müssen andere weiter frieren. Eine von ihnen ist eine junge Frau aus Teltow. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, wartet sie auf den Aufruf der Nummer 29. Seit der

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Trennung von ihrem Partner lebt die zierliche Frau mit ihrem kleinen Kind allein. „Ich bin in Arbeit, aber das Geld reicht nicht“, erzählt sie. „Jedes Mal brauche ich Brot, Brötchen und Belag.“ Sie würde sich im Winter die Ausgabe von heißem Tee wünschen. „Vor etwa drei Monaten wurde gegrillt und irgendwann war der Grill weg. Wahrscheinlich würde auch ein Samowar nicht lange stehen“, gibt sie zu bedenken. Im Winter bringe allerdings die Kirche für jedermann zweimal im Monat eine heiße Suppe vorbei. Derartige Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme hingegen lassen manche Bedürftige vermissen. „Es kommt vor“, so höre ich von einer Frau aus Stahnsdorf, „dass Leute ihre Ellenbogen ausfahren und versuchen vorzudrängeln“. Just in dem Moment hört man Leube rufen: „Nur, wer eine Marke abgegeben hat ...!“ Es sei doch immer das Gleiche. „Alle kommen schon lange her und wissen, dass sie sich an Regeln halten müssen – aber sie probieren es. Machen Sie es mal jedem recht!“ Die Ausgabestelle liegt direkt an der Potsdamer Straße, für viele ein Präsentierteller. Schamgefühl spielt eine große Rolle, weiß Michaela Erdmann vom Tisch. Einige verschwinden nach dem „Einkauf“ sofort, andere sehen den Teltower Tisch auch als sozialen Treffpunkt, tauschen sich aus. Sie erzählt von einem Mann, der beim ersten Mal seine Schwester mitbrachte, weil es ihm unangenehm war. „Inzwischen kommt er allein und unterhält sich sogar.“ Umso schlimmer ist es, dass Menschen pöbelnd vorbeifahren und „Ihr Sozialschmarotzer“ aus dem Auto brüllen, während die Bedürftigen anstehen. „Mir läuft schon ein Schauer über den Rücken, wenn ich nur davon erzähle“, erklärt sie bestürzt. Es stimme häufig einfach nicht, dass sie nicht arbeiten wollen. Viele sind schon in jungen Jahren berentet. Wieder andere gehen ganz normalen Tätigkeiten nach,

z. B. Frisörinnen und Rechtsanwaltsgehilfinnen, nur reiche das Geld nicht. Während die hiesigen Bürgermeister von Fast-Vollbeschäftigung schwärmen, zeichnet die Realität ein anderes Bild. „Leider lassen sich die Kommunalpolitker außer im Wahlkampf bei uns nicht blicken“, höre ich von allen Seiten. Durchschnittlich drei Prozent Arbeitslosigkeit sind eben auch Arbeitslosigkeit. Und hinter jeder verbirgt sich ein Schicksal. So langsam beginne auch ich zu frieren, selbst mein Kuli scheint vor der Kälte zu kapitulieren. Nicht ganz uneigennützig werfe ich erneut einen Blick in das Innere der Ausgabestelle. Dort preisen Roswitha Martin und die anderen die Waren wie auf dem Markt an: „Leckere Aprikosen, Süßkartoffeln!“ Was gibt‘s sonst heute Schönes, frage ich? „Für die einen sind es Südfrüchte, für die anderen was Süßes oder Kartoffeln“, erklärt mir Angelika Riemann. Die Rentnerin ist seit dreieinhalb Jahren dabei. Junge Helfer suche ich vergebens. „Verlass ist das A und O“, klinkt sich Leube in unser Gespräch ein. „Und den hat wohl unsere Generation noch mitbekommen.“ Ein etwa zehnjähriger Junge läuft ein Schwert schwenkend direkt auf Ingeborg Kuke zu. „Hab‘ vergessen, dir ‚Guten Tag‘ zu sagen“ und reicht ihr die Hand. Sie freut sich. Die Kinder wirken eher unbedarft. „Wir lachen ja auch mit den Leuten“, erzählt Riemann. „Manchmal ist es aber hart, man darf das nicht so sehr an sich ranlassen.“ Und Kuke ergänzt: „Man erfährt hier alles – auch was man nicht erfahren will. Mit der Zeit kennt man alle. Wir wissen, der isst das, und die mag das lieber. Wir bemühen uns, es allen so angenehm wie möglich zu machen.“ Heute gibt‘s Schokolade – die Weihnachtskalender der letzten Saison. Es bleibt der fade Beigeschmack des Resteessens für sozial Schwache in einer Überflussgesellschaft ... CorneliaSchimpf/Fotos:SebastianSemmer lokal.report | Februar 2013


Porträt des Monats

„Vertraut den neuen Wegen“ Helmut Kulla ist mit Leib und Seele Pfarrer Güterfelde. Helmut Kulla ist Pfarrer in Güterfelde. Pfarrer eines Dorfes, das in diesem Jahr seinen 750. Geburtstag feiert. Die alte Feldsteinkirche von Güterfelde, in der Pfarrer Kulla predigt, ist sogar um die 800 Jahre alt. „Dieses Jubiläum zu erleben und feiern zu dürfen, ist für mich ein echter Glücksumstand“, sagt er und genauso ehrfürchtig wie begeistert von der Geschichte des Dorfes bewahrt der Pfarrer den wertvollen Schatz der Kirche – die handgeschriebene Brodersen-Chronik von 1868/69. Helmut Kulla erzählt gern von den Zufällen, die die Geschichte des Dorfes beeinflussten. Dass der Schleswiger Pfarrer Brodersen hierher kam und mit Interesse die Gütergotzer Geschichte recherchierte, beispielsweise. Oder dass Fontane auf seinen Wanderungen auch in dieser Zeit nach Gütergotz kam. Und dass er es so positiv erwähnte, habe wohl damit zu tun, dass sich Fontane und Brodersen ausgezeichnet verstanden haben. Denn ohne Zufall, wär’ auch Helmut Kulla nicht in Güterfelde und würde die Reihe der Pfarrer nicht als 29. oder 30. fortsetzen. Seine Aufgabe zur 750-Jahr-Feier des Dorfes ist keine geringere als diese wertvolle Kirchenchronik und damit die Geschichte fortzuschreiben. Helmut Kulla wurde 1948 in Sondershausen geboren. Dort wuchs er mit zwei jüngeren Geschwistern auf. 1966 begann Kulla als Technik begeisterter junger Mann ein Maschinenbau-Studium in Dresden. „Schon damals fachsimpelten wir über Energiefragen und ich war fasziniert von dem Können der Ingenieure“, erzählt er. „Im dritten Studienjahr sah mich die Studienlenkung dann für die Arbeit im Atomkraftwerk Lubmin vor. Da war ich innerlich schon auf dem Weg in die Theologie“, erinnert er sich. Doch in Dresden hat Helmut Kulla unglaublich viel erlebt. Es waren Jahre voller politischer Ereignisse. Die Zeit der Studentenbewegung und des „Prager Frühlings“. Immer schon engagierte sich Kulla in der Jungen Gemeinde und später auch in der Evangelischen Studentengemeinde. „Wir diskutierten Nächte hindurch auch darüber, wie man den Sozialismus menschlicher gestalten könnte. Von Dresden aus fuhren wir oft nach Prag, zu Konzerten zum Beispiel“, erzählt er. „Prag war eine lebendige, farbige Stadt mit offener Lebensart.“ Kulla war gerade 20 Jahre alt, als sich die Ereignisse immer mehr zulokal.report | Februar 2013

spitzten. „Ich war selbst dabei, als Alexander Dubček Anfang August 1968 in Bratislava von einem Balkon aus sprach. Umso niederschmetternder empfand ich dann kurz darauf die Zerschlagung der Reformversuche durch Truppen des Warschauer Pakts. Das war ein furchtbarer Abbruch, und ich dachte, es gibt kaum Spielraum für die Zukunft.“ Der Gedanke, zu gehen, hat auch ihn beschäftigt. Aber: „Erst mal sehen, ob nicht doch noch etwas geht.“ Im September 1969 nahm Helmut Kulla in Jena ein Theologie-Studium auf. Der bekannte Jenaer Theologe Klaus-Peter Hertzsch prägte seinen Studenten schon zu Beginn des Studiums etwas ein, was er 1989 in Liedform brachte: „Vertraut den neuen Wegen“. Wenn es heute gesungen wird, erinnert es den Pfarrer an die Wendezeit, die ebenso bewegend und aufregend war und in der die Kirche wieder eine wichtige Aufgabe hatte. Während der DDR-Zeit pflegte die Gemeinde um Pfarrer Kulla enge Kontakte vor allem zur Kirchengemeinde HeidelbergWieblingen. „Wir waren Partner und haben voreinander viel lernen können über die Glaubenspraxis im jeweils anderen Lebenskontext. Diese Kenntnis hat mir in der Wendezeit sehr geholfen, die Veränderungen zu verstehen und zu gestalten. Für mich ist diese Zeit glücklich verlaufen“, schätzt er rückblickend ein.

1971 hatte Kulla in Greifswald seine zukünftige Frau Eva-Maria kennenlernt. Nach dem Examen und zwei Jahren Vikariat in Thüringen wollten sie gemeinsam in die Mark Brandenburg. Bei einer Rüstzeit wollte es der Zufall, dass Kulla Roland Schindler aus Güterfelde kennenlernte. Von ihm erfuhr er von der neu zu besetzenden Pfarrstelle in Güterfelde und am 1. Advent 1976 stand Helmut Kulla auf der Kanzel. Seit der Kirchenkreisfusion 1998 gehört der Pfarrsprengel Güterfelde zum Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf. Pfarrer Kulla war in dieser Zeit amtierender Superintendent für den Teltower Teil und hat den Vereinigungsprozess aktiv mitgestaltet. Der Pfarrsprengel Güterfelde zählt heute um die 700 Kirchenmitglieder und ist damit eine kleine, aber lebendige Gemeinschaft, in der es beispielsweise einen nicht unbedeutenden Chor und seit einiger Zeit wieder einen Jugendtreff gibt. Auch, wenn es heute noch nicht so weit ist, sieht Pfarrer Kulla in absehbarer Zeit seinem Ruhestand entgegen. Für ihn bedeutet dies, seine Tage freier gestalten zu können. Bis April will er die Chronik vervollständigen. Dankbar ist und bleibt Helmut Kulla seiner Kirche verpflichtet. „In ihr habe ich Entscheidendes für mein Leben lernen und auch weitergeben können.“ Text/Foto: Beate Richter

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Kinder/Jugend

Anders als andere

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Debeka sucht Azubis & hat viel zu bieten Region. Florian Reiß hat ein Leuchten in den Augen, wenn er über seine Ausbildung spricht. Der 23-Jährige ist angehender Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Debeka. Täglich fährt der Stahnsdorfer in die nahe Potsdamer Geschäftsstelle – ein Umstand, von dem andere Azubis nur träumen. „Es ist von der Debeka so gewollt, die Azubis heimatnah einzusetzen. Wir brauchen sie schließlich Azubi im 3. Jahr: Florian Reiß aus auch hier“, erklärt Geschäfts- Stahnsdorf. Text/Foto: C. Schimpf stellenleiter Dennis Dimbat. Derzeit durchlaufen in Potsdam drei Lehrlinge das breite Aufgabenspektrum der Versicherungswirtschaft: Außen- und Innendienst, innerbetrieblicher Unterricht sowie Verkaufstraining. Zwei von ihnen, darunter Florian Reiß, werden im Mai fertig. Deshalb sucht die Debeka für das kommende Ausbildungsjahr drei neue Azubis – vorzugsweise aus dieser Region. Die Auszubildenden erwarten hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten, denn die Debeka bildet für den Eigenbedarf aus. „Viele Geschäftsstellenleiter waren selbst Lehrlinge“, erzählt Dimbat. Von dieser Erfahrung profitieren die jungen Leute. „Wir werden von der Pike auf gefördert“, berichtet Reiß. „Dazu habe ich mich persönlich weiterentwickelt, bin selbstbewusster geworden.“ Auch die Ausbildungsvergütung – es gilt der Tarifvertrag für das private Versicherungswesen – kann sich sehen lassen: 1. Jahr 828 Euro, 2. Jahr 903 Euro, 3. Jahr 977 Euro. Dazu erhalten die Azubis ein 13. und 14. Monatsgehalt, 30 Urlaubstage und hohe Sozialleistungen. Im Gegenzug erwartet die Debeka hohe Lernbereitschaft. Die Jugendlichen sollten zudem unbedingt Freude im Umgang mit anderen Menschen mitbringen. „Wir bevorzugen Abiturienten, weil sie schon aufgrund ihres Alters die nötige Reife besitzen“, so Dimbat und erklärt weiter: „Die Arbeitsplätze sind sicher. Die Debeka hat noch nie betriebsbedingt kündigen müssen – wir sind eben anders als andere.“ Versichern und Bausparen

Karrierestart bei der Debeka Wir sind eine leistungsstarke Unternehmensgruppe und suchen Auszubildende zum/zur Kaufmann/frau für Versicherungen und Finanzen mit dem Ziel einer späteren Beschäftigung in unserem angestellten Außendienst. Interessiert? Dann setzen Sie sich mit dem Leiter der Geschäftsstelle, Herrn Dimbat, Telefon (03 31) 20 00 83 10, in Verbindung oder schreiben Sie uns. anders als andere

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Geschäftsstelle Potsdam Jägerallee 24 14469 Potsdam Potsdam@debeka.de www.debeka.de

Kita geräumt! Statik der „Sonnenblume“ beeinträchtigt

Foto: Cornelia Schimpf

Teltow. Querrisse an den Wänden sind die Ursache dafür, warum die 60 Kinder der Kita „Sonnenblume“ seit dem 14. Januar in zwei anderen Einrichtungen des „Unternehmen Kindertagesstätten“ Teltow betreut werden. Während einer Begehung im letzten Jahr habe die Leiterin des Kita-Eigenbetriebes, Solveig Haller, die veränderten Setzrisse bemerkt und umgehend einen Statiker beauftragt. Jetzt liegt seine statische Einschätzung vor, wonach „die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes statisch beeinträchtigt ist“, erklärt Haller. Derzeit werden alle Unterlagen zusammengestellt, um schnellstmöglich ein baustatisches Gutachten in Auftrag geben zu können. Diesbezüglich müssen auch etwaige Verjährungsfristen geprüft werden. Denn nicht nur die besorgten Eltern fragen: Wie kann es sein, dass ein Gebäude, das gerade mal zehn Jahre auf dem Buckel hat, schon derartige Baumängel aufweist? „Vermutlich liegt es am nicht unterkellerten Teil, denn nur dort gibt es Risse – womöglich fehlt eine sogenannte Abtreppung“, meint Haller. Die üblichen Setzrisse wies der Bau schon immer auf. Allerdings seien diese im Laufe der Zeit gewachsen. Gründe könnten Fehler in der Planung, Ausführung und Kontrolle sein. Darüber wird allerdings erst das Gutachten Aufschluss geben können. Die Deutsche Post hat einst im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages diese Kita – wohl mit Mängeln – errichten lassen. Später übernahm die Stadt die Einrichtung. Dem schnellen Handeln der Werksleitung ist es zu verdanken, dass zum Glück weder Kinder noch Erzieher Schaden genommen haben. Quasi in einer Hauruck-Aktion wurden die Kinder erst einmal auf die Kitas „Rappelkiste“ und „Käferland“ aufgeteilt. „Der Statiker sieht es sehr kritisch und bezeichnet die Räumung als ‚das einzig richtige, was Sie machen konnten‘“, berichtet Haller weiter. Auch das Landesjugendamt trägt die Entscheidung mit. Natürlich kann das Umverteilen auf andere Kitas nur eine temporäre Lösung sein. „Wir gehen von einem halben Jahr aus, allein für Planung und das Einholen der Genehmigungen gehen vier Monate ins Land“, glaubt Haller. Sollten die Baumaßnahmen länger dauern, stünde im Evangelischen Seniorenzentrum „Bethesda“ eine Etage zur Nutzung bereit. Dafür braucht der Eigenbetrieb allerdings eine gesonderte Nutzungsgenehmigung, die erst beantragt werden muss. Am 10. Januar wurden die Eltern in einer Vollversammlung nochmals ausführlich informiert. „Die Eltern sind sehr beruhigt und haben sich lobend über die Organisation des Umzuges geäußert“, so Haller. Cornelia Schimpf lokal.report | Februar 2013


Kinder/Jugend

Malen, was ich denke Steinweg-Schüler mit Olympia ganz groß

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Fit fürs zweite Halbjahr mit der Schülerhilfe Beratungstag am 1. Februar, 14.00 bis 18.00 Uhr! Das erste Halbjahr ist geschafft, und die Zwischenzeugnisse sind eine gute Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme in Sachen Lernen zu machen. Schon jetzt sollte man damit beginnen, an der Note für‘s Versetzungszeugnis zu feilen. Die Schülerhilfen in Teltow und Kleinmachnow laden alle interessierten Schüler und Eltern zum Beratungstag am 1. Februar, 14.00 bis 18.00 Uhr, ein.

Fiorenza Zanoni, Finn-Erik Weiß, Philipp Böhm und Brigitte Güllmar (v.l.n.r.)

Am Beratungstag können Sie Fragen stellen, Erfahrungen austauschen und sich einen unverbindlichen ersten Eindruck verschaffen: Nutzen Sie ausführliche Beratungsgespräche, kostenlose Lerntipps und Schulratgeber, Kennenlernen der Nachhilfelehrer und alle Informationen zum umfangreichen Förderangebot! Mit den Tipps und Tricks der Schülerhilfe wird bald jeder Schüler zum Lernexperten. Wer im Vorfeld Fragen hat, kann das Schülerhilfe-Team täglich von 15.00 bis 17.30 Uhr unter (0 33 28) 47 38 46 (Teltow) oder (03 32 03) 8 54 33 (Kleinmachnow) erreichen. Weitere Informationen gibt es auch unter www.schuelerhilfe.de.

Kleinmachnow. Die 3 d der Steinweg-Schule ist stolz, stolz auf zwei ihrer Mitschüler, die bei dem bundesweiten Schülermalwettbewerb „Olympische Spiele – wie ich sie sehe!“ überaus erfolgreich abgeschnitten haben. Finn-Erik Weiß erhielt eine Belobigung, PhilEinige Tipps und Anregungen finden Sie schon hier: ipp Böhm belegte gar Platz 1 der Gruppe „Jahrgang 2004 und jün1. Miteinander reden – Suchen Sie das Gespräch in einem entger“. Er wird seinen Preis demnächst im Rahmen einer Veranstaltung spannten Rahmen, um die Ursachen für die schlechten Noten in Hamburg überreicht bekommen. zu ergründen. In Kooperation mit dem Fachverband für Kunstpädagogik und der 2. Realistische Ziele setzen – Überlegen Sie gemeinsam, was Deutschen Schulsportstiftung rief die Deutsche Olympische AkadeSie tun können, aber bleiben Sie realistisch. Ist die Versetzung mie (DOA) Schülerinnen und Schüler in vier unterschiedlichen Algefährdet, muss sie gesichert werden. Wenn Ihr Kind in einem tersklassen auf, ihre ganz persönlichen Assoziationen zum Thema bestimmten Fach schwach ist, gilt es, diese Note zu verbessern. Olympia auf Papier zu bannen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus 3. Konkret werden – Setzen Sie die gesteckten Ziele in konkreKünstlern und Olympioniken hatte die Qual der Wahl, aus insgete Pläne um. Legen Sie Lernzeiten und Freizeit fest. Berücksichsamt 2 500 Einsendungen die Gewinner zu ermitteln. 120 Bilder tigen Sie die Zeiten zum Vorbereiten von Klassenarbeiten. Wer steuerte allein die Steinweg-Schule bei. hilft beim Lernen? Hat Ihr Kind einen ordentlichen und ruhigen Die beiden Achtjährigen haben mit ihrem Erfolg nicht gerechnet. Arbeitsplatz? Ist genug Zeit zum Lernen? „Es war anstrengend zu malen, was man denkt“, erinnert sich Phil4. Den Profis vertrauen – Beim Lernen mit dem eigenen Kind ipp. Sein Werk zeigt einen bunten, fliegenden Vogel, der ganz frech stehen oft persönliche Nähe und Emotionen im Wege. Hier ist versucht, einen Pokal zu stibitzen. Jetzt ist Philipp auf seine Auszeicheine professionelle Nachhilfeorganisation wie die Schülerhilfe nung gespannt. der ideale Partner: Die qualifizierten und motivierten NachhilInitiatorin des Ganzen ist Fiorenza Zanoni. Die Lehrerin für Kunst, felehrer gehen hier individuell auf die Bedürfnisse der SchüleMusik und Englisch ist seit 2000 an der Grundschule. Immer wieder rinnen und Schüler ein. entwickelt die gebürtige Italienerin neue Ideen und holt spannende 5. Interesse zeigen – Begleiten Sie Ihr Kind durchs Projekte an die Schule. „Der Zeitpunkt war perfekt“, erzähltAnzeige: ZanoBT_2013_02_05_farbig | 13.12.2012, 15:26 | 90Schuljahr mm * 48,13 mm und stehen Sie als Ansprechpartner zur Verfügung. So erfahni. „Die Kinder konnten nicht nur kreativ sein, sondern die Spiele ren Sie auch frühzeitig, wenn es irgendwo hakt. Loben Sie Ihr gleichzeitig zu Hause mit den Eltern erleben.“ Vier Wochen lang haKind, das motiviert! ben sich ihre Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 dem Projekt gewidmet, auch im Sport- und Biologieunterricht. Die DOA stellte Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. So haben die Mädchen und Jungen von der Olympischen Idee oder der Bedeutung der fünf Ringe erfahren. Wie bei den Spielen, sollte auch beim Malwettbewerb Fairness im Mittelpunkt stehen. „Technik kann man beherrschen“, weiß die Kunstlehrerin, „aber eine Botschaft transportieren, ist nicht einfach.“ Die Jury hat die Botschaft ihrer Schüler verstanden. „Es ist eine riesen Ehre“, freut sich auch Brigitte Güllmar, die Rektorin der Schule. Klar, dass die Schüler auch am nächsten Wettbewerb teilnehmen wollen. „Mitmachen bringt den meisten Spaß, man muss nicht immer gewinnen“, so die einheitliche Meinung der 3d – ganz dem olympischen Geist entsprechend. Text/Foto: Cornelia Schimpf lokal.report | Februar 2013

Beratungstag! Am Freitag, 01.02. von 14.00 bis 18.00 Uhr! • TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem • Regelmäßiger Austausch mit den Eltern • Individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen • Motivierte und erfahrene Nachhilfelehrer/-innen Beratung vor Ort: Mo - Fr 15.00 - 18.00 Uhr Teltow • Potsdamer Str. 31 B • 03328/473846 Kleinm. • Am Fuchsbau 33 C • 033203/699000 GRATIS INFO-HOTLINE, 8–20 Uhr

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Soziales

Großzügige Spendenbereitschaft

Teltow. Unter Mithilfe zweier Künstler soll der Flur der MühlendorfOberschule neugestaltet werden. Dabei sollen Schüler aus Holz, Farben, Ton und Mosaiken Lebensbäume in Reliefform schaffen. In der Projektwoche zum Thema „interkulturelle Begegnung“ vom 18. bis 22. März sollen die Arbeiten vollendet werden. Weil ein solches Projekt nicht ohne finanzielle Unterstützung auskommt, stellte der Förderverein der Schule im vergangenen Jahr bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam einen Antrag auf Unterstützung. Im November erhielt die Oberschule den ersehnten Fördermittelbescheid, womit das Kunst-Projekt mit dem Bildhauer planmäßig beginnen konnte. Um weitere finanzielle Mittel für die Ausführung zu bekommen, betreute die Schule, aktiv unterstützt von Eltern und Schülern, am 16. Dezember auf dem Teltower Weihnachtsmarkt einen Stand mit gespendetem Glühwein, Apfelsaft für Kinderpunsch, selbstgebackenen Plätzchen und auch Büchern. Doch damit nicht genug. Noch im Dezember erklärte sich die Stadtapotheke Teltow bereit, ihren Kalenderverkauf zu Gunsten des Projektes durchzuführen. Dabei kamen weitere 370 Euro zusammen. Dafür, dass in der heutigen hektischen Zeit noch Unternehmen, Eltern, Schüler, Mitarbeiter der Schulen und Lehrer Zeit, Geld und andere Spenden bereitstellen, möchte sich die Mühlendorf-Oberschule herzlich bedanken und freut sich auf die Fertigstellung des Projektes. Text: cos, Foto: Mühlendorf OS

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Sie haben viele Tausend Mitglieder, die katholische und die evangelische Kirche in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf. Neben den großen Volkskirchen existieren jedoch verschiedene kleinere christliche Glaubensgemeinschaften in der Region, die sich in Freikirchen und christlichen Sondergemeinschaften zusammenfinden. An dieser Stelle möchte der lokal.report einige der hier aktiven Spielarten christlichen Glaubens vorstellen.

Nicht bröckeln lassen Die Paul-Gerhardt-Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Freikirche Region. „Wenn man anfängt, es an der einen Stelle bröckeln zu lassen, nutzt der ganze Damm nichts“, konstatiert Pfarrer Reimund Hübener. „Glaube braucht Gewissheit“, ist denn auch das Credo der Paul-GerhardtGemeinde der Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) in Berlin-Brandenburg (www. elfk-bb.de). Diese Gewissheit finden die etwa 40 Mitglieder der Gemeinde des Kleinmachnowers Hübener in den Worten der Bibel. Die ELFK, die ihre Ursprünge auf Lutheraner zurückführt, die sich 1871 von der Landeskirche des Königreiches Sachsen trennten, geht davon aus, dass die Bibel wörtlich von Gott inspiriert ist. „Wir halten die Bibel für die Grundlage der Kirche, weil sie Gottes Wort ist und kein Menschenwort“, so Hübener. „Die Schreiber der Bibel waren Werkzeuge in Gottes Hand. Deswegen ist auf sie Verlass.“ Die heute weit verbreitete historische Bibelkritik halten Hübener und die Christen der ELFK für illegitim: „Es läuft darauf hinaus, dass die Grundlage der Kirche prinzipiell hinterfragt wird. Wenn man mit Zweifeln beginnt, dann bleibt zwischen diesen beiden Buchdeckeln nicht viel übrig, worauf man bauen könnte.“ Die hiesige Paul-Gerhardt-Gemeinde wurde 2008 offiziell gegründet. 2011 muss-

te sie aus dem Kleinmachnower Seemannsheim am Zehlendorfer Damm ausziehen und lädt seitdem zu Gottesdiensten, Bibelabenden und Chorstunden ins Teltower Mehrgenerationenhaus „Philantow“ ein. Bereits im damaligen Kleinmachnower Standort wurde die sogenannte „Dschungelvesper“ gestaltet. Anhand von Beobachtungen in der Natur wurde Kindern mittels entsprechender Bibelstellen die Schöpfung nahe gebracht. Jetzt können Schulkinder in der „Laborvesper“ mit physikalischen Experimenten und passenden Zitaten aus der Bibel Glaubenszusammenhänge herstellen. Auch in Seniorenheimen bietet die ELFK Gottesdienste an. In der Gesamtkirche gibt es mit Kindercamps, Kanutouren, Jugend- und Familienfreizeiten oder musikalischen Angeboten ein breites Spektrum an Freizeitgestaltungen. Die ELFK finanziert sich ausschließlich über Kollekten und Spenden. Als sich 1876 die „Evangelisch-Lutherische Freikirche in Sachsen und anderen Staaten Deutschlands“ gründete, wurde der Begriff „Freikirche“ erstmals für unabhängige lutherische Kirchen verwendet. „Die Trennung“, so Hübener, „erfolgte damals besonders aus Sorge über die geistliche Versorgung der Folgegenerationen.“ Text/Foto: Rolf Niebel lokal.report | Februar 2013


Soziales

Abwechslung tut gut Besuch aus dem französischem Quartier „Teltow“

Die französischen Mütter zu Besuch im Philantow

Teltow. Den Traum einer abwechslungsreichen Reise in der Vorweihnachtszeit erfüllten sich vom 5. bis 9. Dezember vier Mütter aus Teltows französischer Partnerstadt Gonfreville l’Orcher. Im Rahmen eines sozialen Projektes und unterstützt durch die Städtepartnerschaft nahmen sie sich hier eine kleine Auszeit vom anstrengenden Familienalltag. Zwar leben die Frauen in dem Gonfreviller Stadtviertel „Teltow“, doch gesehen haben sie die Rübchenstadt mit eigenen Augen noch nie – geschweige denn, sind sie in ihrem Leben jemals so weit gereist. Das Leben dieser Mütter, alle haben mehrere Kinder, ist sehr facettenreich, aber nicht immer heiter. Viele hoffen schon lange auf einen Arbeitsplatz und leben deshalb in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Der Blick über den Tellerrand schien in ihrer Situation genau das Richtige zu sein. „Da das Geld bekanntlich nicht auf der Straße liegt, brauchten wir einige Zeit der Vorbereitung für die Reise. Die Frauen haben diese mitfinanziert“, berichtete Karima Belhaddad von der Stadt Gonfreville, die den größten Teil der Reisekosten übernahm. Auch die Stadt Teltow unterstützte den Aufenthalt und übernahm die Hotelkosten der Gäste. Laut Bürgermeister Thomas Schmidt sind das soziale Engagement und der damit verbundene interkulturelle Austausch für die gemeinsame Weiterentwicklung beider Städte enorm wichtig. „Mittlerweile können wir auf viele Jahre der engen Zusammenarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Kinder beider Städte, zurückblicken. Dies dient dem gegenseitigen Verständnis füreinander und ist Voraussetzung für ein tolerantes Miteinander“, so Schmidt. lokal.report | Februar 2013

Foto: Unternehmen Kindertagesstätten

Die Werkleiterin des „Unternehmen Kindertagesstätten“, Solveig Haller, die die Gäste während ihres Aufenthalts betreute, begrüßt diese sehr lebendige Zusammenarbeit. Ihr gehe es darum, den Frauen einen erlebnisreichen und vielseitigen Aufenthalt zu ermöglichen. „Im Wesentlichen hängt es doch davon ab, ob Menschen sich wirklich begegnen. In den hier verlebten Tagen haben die Frauen einige Teltower Bürgerinnen und Bürger, insbesondere im „Philantow“, unserem größten Teltower Zentrum für Familien, kennengelernt“, berichtet Haller. Auf dem Programm standen auch der Besuch des Teltower Nikolausfestes sowie Tagesausflüge nach Potsdam und Berlin. Am Ende waren sich alle Gäste aus Gonfreville einig: „Wir hatten fünf schöne und aufregende Tage hier in Deutschland. Wir nehmen Eindrücke mit nach Hause, die uns keiner mehr nehmen kann und haben viele Geschenke für unsere Familien im Gepäck. Besonders beeindruckt hat uns das „Philantow“. Man fühlt sich dort sofort willkommen und heimisch. Wir sind sehr dankbar für das Ermöglichen dieser Reise und vor allem für die Gastfreundschaft der Stadt Teltow und der Menschen hier“, so das Fazit der Französin Nathalie Legougt. „Durch die persönlichen Gespräche mit den Frauen konnten wir vieles über deren aktuelle Lebenssituation erfahren. Wir hoffen, dass die Frauen mit diesem Aufenthalt, auch wenn er nur kurz war, viele schöne Momente erlebt haben, die sie ein wenig von ihrem belastenden Alltag zu Hause ablenken konnten“, so Solveig Haller. Zweifelsohne sind die Mütter am Abreisetag mit schönen Erinnerungen, vielen Geschenken und einem Lächeln nach Gonfreville heimgekehrt. KL/cos

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Gesundheit/Soziales

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Gläser

Seniorenbeirat will sich fester etablieren und sucht die Zusammenarbeit Stahnsdorf. Der Stahnsdorfer Seniorenbeirat will endlich richtig Gas geben. Während der ersten Sitzung 2013 am 8. Januar beschloss der Beirat fast ein wenig ungeduldig sein weiteres Vorgehen. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder sah es als wichtigste Aufgabe an, sich weiterhin bekannt zu machen und Kontakte zu allen Institutionen zu knüpfen, die mit älteren Stahnsdorfer Bürgern zu tun haben. Dazu zählen der Kreisseniorenbeirat, die Seniorenbetreuung der Gemeinde Stahnsdorf, die Volkssolidarität, die AWO, die Akademie 2. Lebenshälfte, der RSV, der ClaB und viele andere Einrichtungen und Vereine. Im Sommer 2012 war der Seniorenbeirat von der Gemeindevertretung berufen worden. Unter dem Vorsitz von Gerhard Kleinke und der stellvertretenden Vorsitzenden Adelheid Röstel vertreten seitdem Roswitha Hölzel, Rosemarie Kaersten, Hildegard Köhler, Clemens Götze und Jörg-Hannes Lunze die Belange der rund 6 000 Stahnsdorfer Senioren gegenüber der Gemeindevertretung. Darüber hinaus will der Seniorenbeirat vor allem Ansprechpartner für alle Senioren sein und dafür eintreten, „dass sie selbstbestimmt am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, sportlichen und bürgerschaftlichen Leben teilnehmen können“. Auf der Agenda steht unter anderem auch, gemeinsam mit den Bürgern ein Bürger- oder Mehrgenerationenhaus zu etablieren. In dem ersten halben Jahr des Bestehens sei schon eine Menge geschafft worden, schätzt Gerhard Kleinke rückblickend ein. „So hielten wir unsere konstituierende Sitzung ab, haben unsere Wahl durchgeführt, es sind Flyer erstellt und verteilt worden, wir haben an der Seniorenbroschüre der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH mitgewirkt und geholfen, diese zu verteilen.“ Gern nimmt der Seniorenbeirat jederzeit Anregungen, Vorschläge, Fragen und Kritiken von Senioren entgegen. Doch leider hat das Gremium noch keinen festen Anlaufpunkt. Bereits zum September 2012 wollte die Verwaltung einen Raum im Gemeindezentrum zur Verfügung gestellt haben. Da die Malerarbeiten bis heute noch nicht abgeschlossen sind, müssen die ersten Sprechstunden, die immer am zweiten Dienstag eines jeden Monats von 14 bis 16 Uhr im Gemeindezentrum Annastraße stattfinden, bis auf Weiteres in den großen Sitzungssaal oder eine andere im Foyer ausgeschilderte Räumlichkeit im Haus verlegt werden. Doch dies sollte niemanden abhalten, sich an den Seniorenbeirat zu wenden. Im Anschluss an die Sprechstunden tagt der Rat im kleinen Sitzungssaal im Dachgeschoss. Die Sitzungen sind öffentlich und anwesende Gäste erhalten auch hier die Möglichkeit, ihre Belange vorzutragen. Des Weiteren kann der Gemeindebriefkasten genutzt werden, um auch schriftlich das eine oder andere Anliegen an den Seniorenbeirat heranzutragen. Die Post wird innerhäusig weitergeleitet. Informationen und Mitteilungen können auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden. Der Seniorenbeirat ist zudem immer auf der Suche nach neuen Mitstreitern, die sich für die Belange von Senioren in der Gemeinde Stahnsdorf engagieren wollen. Beate Richter lokal.report | Februar 2013


Gesundheit/Soziales

Was heißt Qualität?

Selbstständige Kinder

Diskussion über Schul- und Kitaessen

Pikler-SpielRaum für Bewegung

Teltow. Es lohnte sich für die rund 30 Besucher aus Teltow, Michendorf, Schwielowsee und anderen Kommunen durch dichten Pulverschnee am Abend des 21. Januar in das Rathaus zu kommen. Die Lebensmittelskandale um den Caterer Sodexo hatten sie beunruhigt, weshalb sie der überregionalen Einladung zu einer Veranstaltung der Agenda-Arbeitsgruppe „Gesunde (Kinder-) Kost“ folgten. Durch den Abend führte der Teltower Stadtverordnete Eberhard Adenstedt (Grüne). Professor Hans-Joachim F. Zunft stellte die Ergebnisse einer Studie zur Kita-Speisung vor, die er für die AG Anfang der 2000er Jahre betreut hatte. Aus den Befunden stellte sie eine Liste von Kriterien zur Neuausschreibung von Caterern zusammen. Beispielsweise vernichten längere Lieferungs- und Standzeiten fast das gesamte Vitamin C in einer Speise, weshalb die AG eine Standzeit zwischen Zubereitung und Verzehr von unter zwei Stunden fordert. Damit fällt die „Warmversorgung“ aus. Die Verfahren „Cook & Chill“ und Tiefkühlkost können sie gewährleisten. Die Anwesenden waren sich aber einig, dass der Wunsch nach allein selbst kochenden Küchen in Teltow finanziell unrealistisch wäre. Auch wurde über den Preis eines Schulessens diskutiert. Laut Zunft sind die höchsten Produktionskosten stets die für das Personal. Darum setzen Caterer, um elterlichen Preisvorstellungen zu entsprechen, auf ungelernte Arbeitskräfte. Durch billigere Preise hatte Sodexo etwa Konkurrent Bärenmenü niedergerungen, aufgekauft und so dessen Küche in Werder übernommen. Während sich die Gemeinde Stahnsdorf jetzt einvernehmlich von Sodexo trennte, waren die CDUAbgeordneten im Kleinmachnower Hauptausschuss zur Abstimmung ihres eigenen Antrags diesbezüglich nicht anwesend. Zunft erklärte weiter, dass „Qualität“ viele Kriterien hat: gesunde Zutaten, Hygiene bei der Zubereitung, Geschmack und Optik sowie Vollwertigkeit der Speisen, aber auch ein angenehmes Ess-Umfeld. Das zusammen koste mehr, als manches Elternpaar zahlen will oder kann: ab drei Euro pro Portion. In Teltower Schulen liegt der Portionspreis bei 2,10 Euro und soll laut Michael Belkner von der Stadtverwaltung langsam gehoben werden. Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung könnte man auch für sozial Schwache höhere Preise bezahlbar machen. Conrad Wilitzki

Foto: SpielRaum

Kleinmachnow. Selbstständige Aktivität spielt eine wichtige Rolle im Leben von Kindern. Der SpielRaum für Bewegung bietet ihnen eine anregende Umgebung zum Lernen mit allen Sinnen. In einer sorgsam vorbereiteten Umgebung können Kinder ab vier Monaten bis zweieinhalb Jahren in verschiedenen Altersgruppen einmal wöchentlich für eine Stunde aus eigener Initiative die Spiel- und Bewegungsmaterialien erforschen und in ihrem Zeitmaß selbstständig ihre Bewegungsfähigkeit entwickeln. Hier ist das Kind ein aktiver Gestalter seiner Entwicklung. Die Freude an Entdeckungen, selbstbestimmtes Lernen und respektvolle Begleitung sind wesentliche Elemente dieses pädagogischen Ansatzes. Die Eltern sind eingeladen, sich zurückzulehnen und in einer entspannten Atmosphäre die Kinder als Forscher zu erleben, voller Eigeninitiative, mit unterschiedlichen Vorlieben und Anlagen, mit individuell sich entfaltenden und bewegenden Persönlichkeiten. Durch sensibles Zuschauen und angemessene Unterstützung stärken sie die Persönlichkeit ihres Kindes. Hier lässt sich auch tieferes Verständnis für das gewinnen, was ihr Kind gerade beschäftigt. Infos unter: www.pikler-spielraum.net. PM

Kinderärzte

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Bereitschaftsdienst: Montag–Freitag: 17–19 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage: 10–12 Uhr nach 19 Uhr: Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: (0 18 05) 5 82 22 31 30, im akuten Notfall: 112

01.02. A. im Gesundheitszentrum T. 02.02. Apotheke am Fuchsbau Klm. 03.02. Bäke-Apotheke Stahnsdorf 04.02. Mühlendorf-Apotheke Teltow 05.02. August-Bebel-Apotheke Klm. 06.02. Stadt-Apotheke Teltow 07.02. A. am Rathausmarkt Klm. 08.02. Apotheke Stahnsdorf 09.02. easyApotheke Teltow 10.02. Sonnen-Apotheke Teltow 11.02. Apotheke Kleinmachnow 12.02. Apotheke im Markt Teltow 13.02. Christophorus-A. Teltow 14.02. A. im Gesundheitszentrum T.

28.01.–03.02.2013 Frau Grit Thieme Tel.: (0 33 28) 47 07 12 04.02.–10.02.2013 Frau Dr. Mängel Tel.: (0 33 28) 3 31 07 16 11.02.–17.02.2013 Dr. Block-Schmidt Tel.: (03 32 03) 86 26 40

lokal.report | Februar 2013

18.02.–24.02.2013 Dr. Schramm Tel.: (0 33 29) 69 63 22 28.02.–03.03.2013 Frau Grit Thieme Tel.: (0 33 28) 47 07 12 04.03.–10.03.2013 Dr. von Saurma Tel.: (03 32 03) 7 92 98

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Sport

S

Fußballtabellen Stand: 9. Dezember 2012

Mit Schwung ins Jubiläumsjahr Teltower Fußballverein wird 100

2. Kreisklasse 1. Juventas Crew Alpha 14 65:11 42 2. Teltower FV 1913 II 14 48:16 33 3. GW Brieselang II 13 39:15 31 4. FSV Ketzin/F’rehde 13 26:15 31 5. SG Golm/Töplitz II 13 39:17 25 6. UFK Potsdam 08 11 33:12 22 7. Eintr. Potsdam-West 14 20:28 19 8. SV 1948 Ferch 13 30:24 18 9. BW Groß Behnitz 14 29:29 18 10. Eintracht Friesack II 13 26:32 16 11. SG Michendorf III 14 15:38 15 12. Paulinenauer TSV 13 13:29 13 13. Werderaner FC III 13 18:40 12 14. P’damer Kickers 94 III 14 17:36 10 15. Eintracht Glindow II 14 14:48 10 16. Caputher SV II 14 12:54 0 Foto: Manuela Rupnow 3. Kreisklasse, Staffel B 1. FSV Babelsberg 74 III 14 73:17 35 2. SG Schenkenhorst 12 65:19 31 3. RSV Eintr. 1949 III 14 44:23 29 4. ESV Lok Potsdam II 13 37:20 25 5. Potsdamer FC 73 13 42:31 25 6. Eintracht Babelsberg II 14 37:23 24 7. Fortuna Babelsberg III 12 29:14 23 8. Juventas Crew Alpha II 14 38:37 23 9. USV Potsdam 13 37:33 19 10. Blau-Weiß Stücken 14 31:38 19 11. Turbine Potsdam II 12 33:33 13 12. SV 05 Rehbrücke 12 11:29 13 13. SG Saarmund III 13 14:28 11 14. Potsdamer SU 04 14 26:62 9 15. Ruhlsdorf 1893 II 13 14:49 4 16. Ein. Potsdam-West II 13 10:85 0 Die Tabellen der Landesliga Staffel Nord, Landesklasse Staffel Mitte und der Kreisliga Havelland-Mitte werden in der März-Ausgabe abgedruckt. PM

Region. Am 23./24. Februar startet – so das Wetter mitspielt – die zweite Halbserie im brandenburgischen Fußball. Beim Teltower FV 1913 geht man mit besonderem Eifer ins neue Jahr. Im Juni stehen Feiern zum 100-jährigen Vereinsjubiläum an – dazu möchten die TFV-Mannschaften ein gutes Bild abgeben. Das Aushängeschild schlechthin ist die erste Herrenmannschaft, die in der Spitzengruppe der Landesklasse kickt. Sie startet mit einem Auswärtsspiel am 23. Februar beim SV Siethen in die Rückrunde. Da der Kontrahent derzeit auf Rang 2 platziert ist, und man das Hinspiel mit 1:3 verlor, ist das für die Schützlinge von Trainer Ingo Hecht gleich ein richtiger Gradmesser. Für den Tabellendritten gibt es durchaus noch Ambitionen, wenngleich der Spitzenreiter FSV Babelsberg 74 schon etwas enteilt ist. Gelingt dem TFV nicht das große Meisterstück,

so könnte auf dem Geschenketisch zum Vereinsjubiläum auch der Kreispokalsieg helfen. Allerdings wartet im Viertelfinale mit Brieselang der Titelverteidiger als Gegner. Die etwas besseren Aussichten auf einen Aufstiegsplatz hat der Teltower FV II in der 2. Kreisklasse. Zwar ist Spitzenreiter JCA Potsdam punktemäßig schon außerhalb der Sichtweite, aber hier gibt es einen zweiten direkten Aufstiegsplatz – und auf dem konnten die Schützlinge von Trainer Oliver Crone überwintern. Doch die Konkurrenz sitzt im Nacken. Umso wichtiger wird es sein, zum Rückrundenstart am 24. Februar gegen Groß Behnitz keine Nachlässigkeiten zu zeigen. Ob mit sportlichen Erfolgen oder nicht – im Juni wird beim TFV gefeiert. In diesem Jahr gibt es auf jeden Fall einen Grund dazu. Volk.

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lokal.report | Februar 2013


Sport

Tanz im Quadrat

2. CDU-Fußball-Cup

Square-Dance-Club lädt zu Schnupperabenden ein

Stahnsdorf. Der „2. CDU Hallencup für Fußballjunioren“ des RSV Eintracht 1949 e.V. fand am 19. Januar in der Sporthalle des Stahnsdorfer Gymnasiums statt. Dieses Jahr war die Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche vor Ort, um mit dem Stahnsdorfer CDU-Vorsitzenden Daniel Mühlner die acht Mannschaften anzufeuern. Die E2 Jugend U10 des RSV, die das Turnier veranstaltete, bildete zwei Teams. Während Team Weiß auf Platz 7 kam, unterlag Team Blau beim Spiel um den 3. Platz gegen die Nachwuchskicker vom 1. FC Union Berlin. Der Wanderpokal ging an den Lichterfelder FC. cw

Foto: Veranstalter

Kleinmachnow. Der Kleinmachnower Square-Dance-Club Kiebitze Kleinmachnow e.  V. hat sich zur Aufgabe gemacht, den Volkstanz in der Form des amerikanischen Square Dance in dieser Region zu pflegen und zu fördern. Seit 1997 tanzen die Frauen und Männer immer montags in der Steinwegschule. Im Februar startet der Verein einen neuen Anfängerkurs (Class) und veranstaltet deshalb zwei kostenlose Schnupperabende (Open House), zu denen Tanzlustige herzlich eingeladen sind. Aber was ist Square Dance? Square Dance ist eine gesellige Form der amerikanischen Folklore, bei der, nach verschiedenen Musikrichtungen (Country, Oldies, Pop, Schlager etc.), Gruppen von vier Paaren (ein Square) verschiedene Figuren nach den Ansagen des „Callers“ tanzen. Im Gegensatz zum üblichen Volks- oder Gesellschaftstanz werden beim Square

Dance keine Figurenfolgen auswendig gelernt. Die Reihenfolge der zu tanzenden Figuren ist den Tänzern nicht bekannt. Die Choreographie wird vom Caller immer wieder neu zusammengestellt und in die Musik hinein angesagt. Dadurch werden ständig neue Formationen aus Quadraten (Squares), Kreisen (Circles), Sternen (Stars) und Linien (Lines) und so weiter geschaffen. Square Dance ist dadurch eine sportliche und mentale Herausforderung für Tänzer jeden Alters. Schnupperabende: Wann: 18. Februar, 19 Uhr 25. Februar, 19 Uhr Wo: Eingangshalle der Steinwegschule (Eingang links über Parkplatz) Steinweg 11, 14532 Kleinm. Internet: www.kiebitze-kleinmachnow.de PM/cos

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Neues Vereinshaus Schenkenhorst. In diesem Jahr sollen die Sportler des SG Schenkenhorst 1912 e. V. nun endlich das lang ersehnte neue Vereinshaus bekommen. Anfang Januar sei die Bauvoranfrage beim Landkreis eingereicht worden. Die Antwort werde im Februar oder März erwartet, so der Vereinsvorsitzende Dr. Jörg Bischoff. Sobald damit das Baufenster und die Erschließungsmöglichkeiten für das neue Gebäude feststehen, können die Planungen ins Detail gehen und die Baugenehmigung beantragt werden. Spätestens im Herbst, so hofft Dr. Bischoff, soll der Bau, den die Gemeindeverwaltung mit 300 000 Euro bezuschusst, fertig sein. Im neuen Gebäude wird Platz für getrennte Umkleide- und Sanitärräume, Schiedsrichterkabinen, Lager- und Mehrzweckräume sowie die Möglichkeit zur gastronomischen Versorgung sein. bri

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Wirtschaft/Umwelt

Kostenlos eine Dampfmaschine überlassen Energie-Genossenschaft will regional und ökologisch Strom erzeugen Region. Ihre Konzessionsverträge mit dem Stromversorger E.ON edis haben die Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf in den letzten Jahren alle erneuert. Das Thema Regionale Stadtwerke scheint auf kurze bis mittlere Sicht erst einmal vom Tisch zu sein. Gegenüber großen Windkraftwerken auf dem Gelände der Rieselfelder bestehen bei vielen Bürgern große Vorbehalte. Sind die Forderungen nach ökologischer und regionaler Energieerzeugung sowohl bei Politik und Bürgern nur Lippenbekenntnisse? Für die Gründer der EnergieBäketal eG ist diese Frage eher nebensächlich. Ihnen geht es in erster Linie darum, „erneuerbare Energien in unserem Gebiet zu erzeugen, ohne vordergründig die Landschaft zu verspargeln, und den Bürgern Strom preiswert anzubieten“. Die Genossenschaft will neue Wege eröffnen, um erneuerbare Energien in der Bevölkerung zu verwurzeln, die Energieeffizienz und Forschung zu befördern sowie Kommunen und Unternehmen an der Energiegewinnung zu interessieren. Solarenergie, Erdwärme, Biogas, Wind – bürgerschaftlich regionale umweltfreundliche Energieproduktion möchte man als Normalität in der Gesellschaft etablieren. Bereits am 19. Dezember des letzten Jahres fand die Gründungsversammlung der sich bislang immer noch in Gründung befindlichen Energie-Genossenschaft statt. Aufsichtsrat und Vorstand allerdings wurden bereits gewählt beziehungsweise bestellt. Zur Motivation befragt, erklärt Vorstandsvorsitzender Harald Mushack: „Wenn die Politik nicht richtig mitspielt, dann muss man eben bürgerschaftlich etwas machen.“ Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Axel Mueller, ergänzt dazu: „Wir wollen den Bürger für solche Projekte mit ins Boot holen. Begonnen hat diese Bewegung ja quasi mit der ersten Bürgersolar-Anlage in Beelitz. Der Grundgedanke der Genossenschaft ist die Regionalisierung von Energieerzeugung und Energieverbrauch.“ Das, was an Energie vor Ort verbraucht wird, soll auch hier produziert werden. Die Grundidee der Genossenschaftsgründer ist denkbar einfach. Mit dem Erlös aus den gezeichneten Genossenschaftsanteilen planen die Gründungsaktivisten Finanzierungsangebote sowohl für kommunale, gewerbliche als auch private energetische Bauvorhaben. „So eine energetische Sanierung“, erklärt Mushack, „die kommt einem Eigentümer recht teuer.“ Über die Energie-Genossenschaft könnten derartige Projekte finanziert werden. Die Refinanzierung würde dann über eine Beteiligung an der Energieproduktion erfolgen. Nach einer entsprechenden Zeit geht die Anlage dann an den Nutzer über.

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Schon James Watt, der Erfinder der Dampfmaschine, arbeitete mit einem ähnlichen Modell: „Wir werden Ihnen kostenlos eine Dampfmaschine überlassen. Wir werden diese installieren und für fünf Jahre den Kundendienst übernehmen. Wir garantieren Ihnen, dass die Kohle für die Maschine weniger kostet, als Sie gegenwärtig an Futter für die Pferde aufwenden müssen, die die gleiche Arbeit tun. Und alles, was wir von Ihnen verlangen, ist, dass Sie uns ein Drittel des Geldes geben, das Sie sparen.“ Über sogenanntes Energy-Contracting möchte man potenzielle Nutzer für den Bau regionaler umweltfreundlicher Energieanlagen gewinnen. „Beispielsweise braucht die Zille-Schule eine neue Anlage“, meint Mueller. „Mit Greenpark und der Gemeinde Stahnsdorf sind wir schon im Gespräch“, ergänzt Mushack. Aber man entwickelt bereits deutlich weiterreichende Ideen: „Eine Wärmepumpe am Teltowkanal?“ Mueller sinniert. „Wir könnten uns ebenso vorstellen, beim Freibad Kiebitzberge mitzumachen. Auch bei einigen wenigen Windkraftanlagen würden wir uns zur Eigenversorgung der Kommunen vielleicht beteiligen.“ Und Thomas Michel, Mitglied des Aufsichtsrates, macht deutlich: „Wenn die Bürger selbst Anlagen errichten, dann ist die Akzeptanz viel größer.“ Muellers Zukunftsvision ist, „dass das der Anfang der Regionalen Stadtwerke sein kann“. Rolf Niebel

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Regionale Energieerzeugung fördern

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Ratgeber Recht

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

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Region. Wir sind es gewohnt, unsere Entscheidungen weitestgehend selbstbestimmt zu treffen. Was passiert jedoch, wenn wir auf Grund eines Unfalls, einer plötzlichen schweren Krankheit oder aus Altersgründen nicht mehr in der Lage sind, unseren Willen verständlich zu äußern. Wer trifft dann für uns Entscheidungen, insbesondere im Hinblick auf so zentrale Themen wie Art und Umfang einer medizinischen Behandlung, Unterbringung oder Vermögensangelegenheiten? Um zu verhindern, dass derart wichtige, zumeist existenzielle Fragen von anderen Personen entgegen unserem Willen und Wollen entschieden werden, bietet sich vorbeugend der Abschluss einer Vorsorgevollmacht und/ oder Patientenverfügung an. Mit der Vorsorgevollmacht kann eine Person bevollmächtigt werden, in verschiedenen Aufgabenkreisen, welche von der Aufenthaltsbestimmung über die Gesundheitssorge bis hin zur Vermögenssorge reichen können, den Willen des Vollmachtsgebers durchzusetzen, so weit dieser hierzu selbst nicht mehr in der Lage ist. Da die Vorsorgevollmacht dem Bevollmächtigten umfassende Rechte einräumt, sollte hier ausschließlich eine Vertrauensperson, welche meist ein naher Angehöriger sein wird, gewählt werden. Diese Vertrauensstellung gewährleistet regelmäßig, dass der Bevollmächtigte ausschließlich im Sinne des Vollmachtgebers von der Vorsorgevollmacht Gebrauch machen wird. In der Vorsorgevollmacht können die Wünsche des Vollmachtgebers ganz individuell geregelt werden. Insbesondere kann und sollte hierin auch festgelegt werden, ab welchem Zeitpunkt der Bevollmächtigte von der Vollmacht Gebrauch machen darf und dass diese für den Vollmachtgeber jederzeit frei widerruflich ist. Die Vorsorgevollmacht muss nicht vor einem Notar errichtet werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Vorsorgevollmacht beim Amtsgericht zu hinterlegen oder aber beim Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer gegen ein geringes Entgelt registrieren zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Gerichte und Behörden von der Vorsorgevollmacht und dem darin niedergelegten Willen des Vollmachtgebers Kenntnis erlangen, wenn der Vorsorgefall eintritt. Die Patientenverfügung hingegen ist eine schriftliche Verfügung im Hinblick auf ärztliche Maßnahmen für den Fall, dass der Verfügende seinen Willen später nicht mehr wirksam erklären kann. Sie soll gewährleisten, dass der Wille des Patienten von den behandelnden Ärzten auch tatsächlich beachtet wird. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Verweigerung oder den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen. Eine Patientenverfügung sollte insbesondere erst nach eingehender Beratung mit dem Hausarzt und/oder nahen Angehörigen aufgesetzt werden. Eine notarielle Form hierfür ist nicht erforderlich, sie ist ebenfalls jederzeit frei widerruflich. Der Verfasser des Artikels, Herr Rechtsanwalt Busche, ist in der Kanzlei Busche & Hartmann in Kleinmachnow tätig. Rechtsanwalt Busche lokal.report | Februar 2013

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Historisches

Wer war Oskar Pollner? Eine Spurensuche in Teltow Teltow. Am westlichen Rand des „Musikerviertels“ und in der „Neuen Wohnstadt“ in Teltow liegen mehrere Straßen, die Namen von heute in Vergessenheit geratenen Frauen und Männern tragen. Zu diesen gehört die ehemalige Hünefeldstraße, die unmittelbar nach Kriegsende 1945 in Oskar-Pollner-Straße umbenannt wurde. Wer war Oskar Pollner? Eine Spurensuche gestaltet sich schwierig und führt zunächst in den hiesigen Heimatverein, der ein Verzeichnis von Teltower Straßennamen erstellt hat, in dem zu lesen ist: „Oskar Pollner, nach dem 1. Weltkrieg Postbote in Teltow. Vor 1933 SPD-Abgeordneter im Stadtparlament, Widerstand gegen das NS-Regime“. Ergänzend dazu findet sich ein Brief, in dem es 1991 um eine erneute Umbenennung von Straßennamen geht; zu Oskar Pollner ist zu lesen: „Der Teltower Gasthof ‚Schwarzer Adler‘ wurde 1933 als Sturmlokal der SA genutzt, und ab März 1933 folterten Gestapo und SA in der Kegelbahn des ‚Schwarzen Adler‘ Antifaschisten und forderten von ihnen auf grausame Weise Geständnisse und Verrat. Unter den dort zu Tode gequälten Antifaschisten befanden sich der Postbote und Abgeordnete des Stadtparlamentes Oskar Pollner (SPD) … “. Dies weckt die Neugierde, könnte es sich bei Oskar Pollner doch um einen weiteren Kandidaten für einen Stolperstein handeln, was allerdings mit Aktenfunden belegt werden muss. Ein Zufall kommt zu Hilfe: eine Dame übergibt Herrn Jaeckel für den Heimatverein Unterlagen zu Oskar Pollner; außerdem findet sich im Stadtarchiv die Bauakte seines Hauses, und die heutigen Hauseigentümer können ein Fotoalbum zur Verfügung stellen. Rund 50 Anfragen in mehreren Archiven, bei Privatpersonen und kulturellen Vereinigungen ermöglichen es, Pollners Schicksal relativ genau darzustellen. Oskar Emil Bernhard Pollner wurde am 3. März 1885 als Sohn des Porzellandrehers Oskar August Ferdinand Pollner und seiner Frau Pauline Bertha in Blankenhain/ Thüringen südlich von Weimar geboren. Er erlernte den Beruf des Porzellandrehers und siedelte von Blankenhain über nach Hermsdorf, wo sich 1895 eine Filiale der Porzellanfabrik Kahla gegründet hatte, in der zunächst Haushaltsgeschirr, später In-

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Quelle: Heimatverein Stadt Teltow, Sammlung Sack

dustrieporzellan hergestellt wurde. Fachkräfte wurden dort dringend benötigt. In Hermsdorf trat Pollner am 5. September 1904 in den Verband der Porzellan- und verwandten Arbeiter und Arbeiterinnen ein (Mitgliedsnr. 21265). Dieser Verband war eine gewerkschaftliche Interessenvertretung, der die Arbeitslosenunterstützung und Gehaltszahlungen im Krankheitsfall oder bei Streik übernahm. Nach der Geburt der Tochter Martha am 23. Juni 1905 heiratete er am 13. Dezember 1908 die Hermsdorferin Emma Minna Petermann, die am 26. Juni 1909 den Sohn Kurt Oskar in Hermsdorf zur Welt brachte. Der Wunsch nach einem Ortswechsel oder einer beruflichen Veränderung bei gleichen Produkten – Isolatoren für die Industrie in den Porzellanfabriken Hermsdorf und auch später in der Teltower Porzellanfabrik – mag ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass Oskar Pollner mit seiner Familie nach Teltow zog. Seine Tochter Martha wurde an Ostern 1911 in der hiesigen Schule eingeschult, ihr Bruder Oskar an Ostern 1915. Oskar Pollner sr. arbeitete nun in der Teltower Porzellanfabrik als Porzellandreher. Die 1904 von R. Schomburg gegründete Fabrik produzierte zunächst Kunstporzellan, ab 1906 Isolatoren und chemischtechnisches Porzellan. Ein mehrmonati-

ger Streik in der Fabrik im Jahr 1912 zur Abwehr von Maßregelungen wurde mit Massenaussperrungen beantwortet; die Maßregelungen konnten erfolgreich abgewehrt werden. 1913 waren in Teltow 59 Dreher beschäftigt, davon 44 gelernte, neun ungelernte und sechs weibliche. Gewerkschaftlich organisiert waren 41 Arbeiter (39 gelernte, ein ungelernter, ein weiblicher), die Arbeitszeit betrug täglich neun Stunden bzw. 54 Stunden pro Woche. Wann Oskar Pollner in die SPD eintrat, lässt sich nicht mehr ermitteln, könnte mit seiner beruflichen Tätigkeit aber in Zusammenhang stehen, da sowohl der Porzellanarbeiterverband als auch die Belegschaft der Porzellanfabrik stark sozialdemokratisch geprägt waren. Im Ersten Weltkrieg wurde er aufgrund seiner Schwerhörigkeit nicht als Soldat eingezogen. Am 18. Januar 1919 meldete er sich in den Porzellanarbeiter-Verband in Charlottenburg um. Sein Mitgliedsbuch zeigt, dass er in der Zahlstelle der Porzellanarbeiter in der Teltower Fabrik von 1919 bis 1925 seine Mitgliedsbeiträge bezahlte. Es folgten Jahre einer beruflichen Neuorientierung, vermutlich wegen eines angeschlagenen Gesundheitszustands (Tuberkulose als Berufskrankheit bedingte eine hohe Sterblichkeit unter den Porzellanarbeitern): im Adressbuch von Berlin findet lokal.report | Februar 2013


Historisches

sich ab 1921 die Anschrift „Oskar Pollner sr. Zehlendorf, Am Stichkanal, Fabrikgrundstück, Hausmeister“. Er hatte bei den Sendlinger Optischen Glaswerken GmbH eine Anstellung gefunden, einem Zukauf der Firma „Optische Anstalt C.P. Goerz A.G.“, und konnte auf dem Firmengelände wohnen. Dass er auch in diesen Jahren aktives SPD-Mitglied war, beweist ein Flugblatt zur Stadtverordnetenwahl am 17. November 1929, auf dem der Porzellandreher Oskar Pollner auf Listenplatz 8 für die Teltower SPD kandidierte. Im Jahr 1930/1931 zog Pollner wieder zurück nach Teltow in den Striewitzweg 49, wo er sich politisch als Ortsvorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold engagierte. Das Reichsbanner war ein überparteiliches, von Sozialdemokraten dominiertes Bündnis zum Schutz der Republik gegen ihre Feinde an den politischen Rändern. Für Teltow bedeutsam ist, dass Pollner seit Anfang 1931 bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten für die SPD als unbesoldeter Stadtrat wirkte. Da die Stadtverordnetenprotokolle aus dieser Zeit nur teilweise erhalten sind, ist es schwierig, Schwerpunkte seiner Arbeit zu benennen. In den dem Heimatverein übergebenen Unterlagen finden sich seine handschriftlichen Bleistiftaufzeichnungen zur „Volksbücherei“ (ca. Ende 1930/Anfang 1931), zur „Entwässerung-Ruhlsdorf“ (18. September 1932) und zur „Übernahme der Gräben der Ackerkommune an die Stadt Teltow“ (27. September 1932). Darüber hinaus scheint er sich sehr für die allgemeine Stadtgeschichte interessiert zu haben wie auch für Vorgänge in der evangelischen Kirchengemeinde. Wie sehr Pollner in Teltow verwurzelt war, zeigt ein Grundstückskauf am 29. Juli 1932, mit dem er ein Grundstück in der heutigen Alsterstraße 7 erwarb, um darauf ein Haus für seine Kinder zu bauen; den Baubeginn kündigte er gegenüber dem Teltower Magistrat im Juni 1933 an. Aus dieser Zeit ist auch bekannt, dass er als Schöffe am Amtsgericht Berlin-Schöneberg tätig war. Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich Oskar Pollners Leben gravierend. Mit dem Verbot des Reichsbanners im März 1933 und der SPD lokal.report | Februar 2013

im Juni 1933 konnte er seine politischen Ämter nicht mehr ausüben. Ein Fund auf dem Dachboden des Hauses Alsterstraße 7 von Flugblättern der „Sozialistischen Aktion“, einer Dünndruckausgabe des „Vorwärts“ der Exil-SPD, die zur illegalen Verbreitung bestimmt war, beweist, dass Oskar Pollner seiner Partei auch in schwierigen Jahren treu blieb und bereit war, ein hohes Risiko einzugehen, um an politische Informationen zu kommen. Ob damit eine aktive Tätigkeit im Untergrund verbunden war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Emma und Oskar Pollner im Garten ihres Hauses, Alsterstraße 7 Quelle: Privatbesitz Familie Büscher, Teltow

Am 1. November 1937 zog sein Sohn Oskar Pollner jr. von Teltow nach Berlin-Halensee, wo er am 4. Dezember 1937 Klara Johanne Förster heiratete. Oskar Pollner fungierte als Trauzeuge bei der Hochzeit, in der Urkunde ist er als „Rentner Oskar Pollner, 52 Jahre alt, wohnhaft in Teltow, Alsterstraße“ angegeben. Ein großer Verlust wird es für Oskar Pollner sr. gewesen sein, als er am 21. Februar 1943 den Tod seiner Frau Emma in der Alsterstraße im Rathaus beurkunden musste. Doch dies war nicht der letzte Schlag für die Familie. Es traf Oskar Pollner bei der „Aktion Gitter/Gewitter“. Dabei handelte es sich um eine reichsweite zentrale Verhaftungsaktion nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944. Diese Verhaftungswelle schloss auch nicht unmittelbar oder mittelbar daran Beteiligte ein. So hatte der Reichsführer-SS Himmler

befohlen, am 22. August 1944 gleichzeitig „alle früheren Reichs- und Landtagsabgeordneten sowie Stadtverordneten der KPD und SPD und sämtliche ehemaligen Partei- und Gewerkschaftssekretäre der SPD im Reich festzunehmen“ und „in Schutzhaft zu nehmen“. Am 22. August 1944 wurde Oskar Pollner, der ehemalige SPD-Stadtrat, durch die Gestapo verhaftet und in das KZ Sachsenhausen überstellt. Dort wurde ihm die Häftlingsnummer 93139 zugewiesen. Infolge seines schlechten Gesundheitszustands galt er als „nicht arbeitsfähig“. Es gelang ihm im KZ noch, einen Brief an seine Familie zu senden. Sein letztes Lebenszeichen stammt vom 12. Februar 1945, danach wurde er vermutlich nach BergenBelsen evakuiert und gilt seitdem als verschollen. Bisher kursierten in Teltow falsche Informationen über Oskar Pollner. Er war niemals Postbote und wurde auch nicht 1933 im „Schwarzen Adler“ zu Tode gefoltert, dies konnte klar widerlegt werden. Damit sich Teltow immer an ihn erinnert, soll dieses Jahr für ihn als ersten politisch Verfolgten ein Stolperstein in der Alsterstraße 7 verlegt werden. Mein Dank beim Zustandekommen dieses Artikels gilt insbesondere Hans-Jörg Lieder, Marion Sack, Peter Jaeckel, Familie Büscher, Harry Gohl, Familie Zeuner, Dr. Götz Blume und Dr. Axel Ulrich sowie den Stadtarchiven Teltow, Bad Berka, Hermsdorf, dem Internationalen Suchdienst Bad Arolsen und der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen. Dr. Gabriele Bergner Es wäre schön, wenn die „AG Stolpersteine“ weitere Schicksale von politisch Verfolgten so gut dokumentieren könnte. Zu diesem Zweck bitte ich Sie, liebe Teltowerinnen und Teltower, einmal in Ihrem Keller oder auf dem Dachboden nachzusehen, ob Sie noch Unterlagen aus dem Zeitraum 1919–1945 haben. Alles ist wichtig, auch wenn es auf Anhieb nicht den Anschein macht! Anruf oder E-Mail genügt! Dr. Gabriele Bergner, Tel.: (0 33 28) 33 85 79, E-Mail: gabriele.bergner@online.de

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Historisches

Joachim Gottschalk, der deutsche Clark Gable Führungen auf dem Südwestkirchhof erinnern an Opfer des Nationalsozialismus Region. Am 30. Januar 1933 begann mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler für Deutschland das dunkelste Kapitel seiner jüngsten Geschichte – die Phase der politischen Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Heute, 80 Jahre nach der Machtergreifung und 68 Jahre nach derbraunen Diktatur, sind die furchtbaren Verbrechen und Hinterlassenschaften nicht vergessen. Besonders anschaulich und erschütternd spiegelt sich diese Zeit auf den Friedhöfen wider, wo den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft regelmäßig gedacht und ihr Andenken bewahrt wird. So auch auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof. Der große Berliner Begräbnisort bestand gerade 35 Jahre, als die ersten Opfer der NS-Zeit beigesetzt wurden. Richard Hüttig war 1934 der erste in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee zum Tode Verurteilte oder 1941 Hanno Günther, dessen Abschiedsbrief an seine Mutter überliefert ist. Beide jungen Männer haben sich gegen das System aufgelehnt. Weiteren sieben Plötzensee-Opfern wird in der Kapellen-Sichtachse auf dem „Ehrenhain“ gedacht. Nahezu 900 Gedenksteine befinden sich auf der „Anlage für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“: Es sind meist Frauen und Kinder, welche die Bombenangriffe auf Berlin nicht überlebt haben.

Grab der Familie Gottschalk auf dem Südwestkirchhof Foto: Beate Richter

Weitere namhafte Opfer, die auf dem Südwestkirchhof ruhen, sind zum Beispiel: EricJan Hanussen, Friedrich Weißler und Rudolf Breitscheid. Letzterer kam 1944 in Buchenwald ums Leben. Der SPD-Politiker ist das letzte KZ-Opfer, das hier würdig bestattet wurde.

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Film-Sammelbilder von Joachim Gottschalk Abb.: Privatsammlung Cornelia Schimpf

Wenn bei einer Führung des Fördervereins beispielsweise die Geschichte der Familie Gottschalk vor dem Grab auf dem Südwestkirchhof in Erinnerung gerufen wird, erschaudert ein jeder. Das Schauspielerehepaar sah keinen Ausweg mehr und beging mit ihrem Kind gemeinschaftlich Suizid. Joachim Gottschalk wurde 1904 in Calau bei Cottbus geboren. Nachdem er als junger Mann einige Jahre zur See gefahren war, nahm er 1926 Schauspielunterricht. Bereits 1927 bekam er ein Engagement an der Volksbühne in Stuttgart, wo er die Schauspielerin Meta Wolff kennenlernte und sie kurze Zeit später heiratete. Im Februar 1933 wurde ihr Sohn Michael geboren. 1937 ergreift Gottschalk die Chance, an die Volksbühne nach Berlin zu gehen. Hier wird er schnell zum Publikumsliebling und nimmt 1938 erste Filmangebote der UFA an. In dem Film „Du und ich“ von Wolfgang Liebeneiner spielte er die Hauptrolle an der Seite von Brigitte Horney. Weitere sechs Filme, darunter auch militärische, folgten und Gottschalk wurde bald als „Deutschlands Clark Gable“ zu einem großen Star. Als den Behörden bekannt wurde, dass Meta Wolff Jüdin war, wurde Gottschalk nahegelegt, sich von seiner Frau, die bereits unter Auftrittsverbot stand, zu trennen. Da er der

Forderung nicht nachkam, wurde er an den Berliner Bühnen nicht mehr besetzt. Im Herbst 1941 folgte die Benachrichtigung, dass Meta Wolff und ihr Sohn deportiert werden sollten. Gottschalks Antrag, ebenfalls deportiert zu werden, wurde abgelehnt. Um nicht getrennt zu werden, ging die Familie in den Freitod. Dies sollte möglichst nicht an die Öffentlichkeit gelangen, deshalb verbot das Reichspropagandaministerium einen Nachruf und die Teilnahme an der Beerdigung. Trotzdem kamen einige mutige Kollegen auf den Südwestkirchhof. 1947 drehte Kurt Maetzig den DEFA-Film „Ehe im Schatten“. Mit diesem wurde der Familie gedacht und das Schicksal der Gottschalks erst weitläufig bekannt. Von 1938 bis 1940 wurden von Berliner Friedhöfen 15 000 Tote mit ihren Grabanlagen nach Stahnsdorf umgebettet. Anlass war die vorgesehene Umgestaltung Berlins zu „Germania“ unter Federführung Albert Speers. Für eine geplante Nord-Süd-Achse wurden als erstes der „Matthäus- und ZwölfApostel-Friedhof“ in Schöneberg aufgelöst. „Germania“ wurde nie errichtet. So aber kommt es, dass viele Grabanlagen älter als der 1909 eröffnete Kirchhof sind. Von den Millionen Toten, die die NS-Herrschaft und der Zweiten Weltkrieg forderten, haben nur wenige ein würdiges Begräbnis bekommen. Auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf sind es über 1 200 Gräber, welche vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, dem Berliner Senat und der evangelischen Kirche erhalten, gepflegt und finanziert werden. Und es gibt einige ungenannte Menschen, die sich um weitere Kriegsgräber kümmern. Um 80 Jahre nach der Machtergreifung der Nazis an diese schlimme Zeit zu erinnern, führte der Förderverein des Südwestkirchhofs am 30. Januar einen Spaziergang zu den Gräbern der Opfer des Nationalsozialismus über den zweitgrößten Friedhof in Deutschland durch. Dieser wird am 2. Februar, um 11 und 14 Uhr, noch einmal wiederholt. Gerhard Petzholtz/bri lokal.report | Februar 2013


Februar 2013/7. Jg.

Musiker helfen Gleichaltrigen

Teltow · Kleinmachnow · Stahnsdorf · Berlins Süden

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Kultur

Teltow-Seehof durch Rosas Brille Filmemacher Rosa von Praunheim und Christa Tubandt über ihre Kindheit Teltow. Filme wie „Die Bettwurst“ oder „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ machten Rosa von Praunheim auch international zum bekannten Film-Regisseur. Er ist Vorreiter der Schwulenbewegung und Mitbegründer eines postmodernen Selbstbewusstseins. Mit dem Film „Meine Mütter“ arbeitete der Künstler, der im letzten Jahr 70 wurde, seine früheste Kindheit auf. 1945 bis 1953 wohnte er in Teltow-Seehof. Nun trifft er sich mit Christa Tubandt, einer Freundin aus Kindertagen, um sich an diese Zeit zu erinnern. Sein bewegtes Leben begann mit der geburt in einem Rigaer Gefängnis. Seine Mutter übergab ihn vermutlich freiwillig einem Krankenhaus zur Adoption. Das Paar, das ihn dann als Holger Mischwitzky aufzog, arbeitete seit 1942 in Riga für die AEG. AEG hatte im deutsch besetzten Lettland eine Firma übernommen, und brauchte Deutsche, die dort arbeiteten. In einem Krankenhaus fanden sie das Kind Holger Radtke. „Die haben mich dort geklaut! Adoption hätte bedeutet, dass sie noch mal aus dem Land raus und einen Antrag hätten stellen müssen. Und bei Kriegsende war das nicht möglich. Da hat das Krankenhaus gesagt: ‚Nehmt ihn doch einfach mit!‘“

Glückliche Kindertage – Christa Tubandt (2. von links) und Holger Mischwitzky (Mitte) in Teltow-Seehof. Foto: privat

In den Kriegswirren gingen die Mischwitzkys in ihre ostpreußische Heimat zurück. Nach der Flucht vor der roten Armee strandeten sie in Teltow. „Wir hatten ein Grundstück in Seehof in der Bruno-H.-Bürgel-Straße, weil mein Vater vor 1942 für die AEG in Berlin arbeitete – genau das Eckgrundstück,

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Der Regisseur Rosa von Praunheim mit seiner Kinderfreundin Christa Tubandt

100 Meter vor der Stadtgrenze.“ Christa Tubandt wohnte nur ein paar Häuser weiter. „Wir hatten noch einen dritten Freund, den Henning. Der wohnte auch in der Nähe. Wir waren in der Straße die einzigen Jungen in dem Alter. Wir hatten nur die BürgelStraße und ein angrenzendes freies Grundstück, auf dem wir gespielt haben,“ erinnert sich von Praunheim. Der Macher von rund 70 Dokumentar- und Spielfilmen lebte mit seinen „Eltern“, Großeltern mütter- und väterlicherseits sowie Tanten unter einem Dach. „Wir haben Gemüse angebaut, hatten Zwerghühner und eine Ziege. In der Notzeit hat uns das gerettet. Die Ziege war wertvoll. Es wurden auch Ziegen geklaut. Deine Mutter hat doch eine Ziege von uns gekauft oder?“, fragt er Tubandt. „Ja, wir hatten auch Zicken. Meine Mutter hat den Nachwuchs selbst mit der Flasche großgezogen. Aber eure Ziege habt ihr in der Waschküche allein gelassen. Die ist gestorben,“ antwortet sie. „Wirklich?“ Von Praunheim blickt erstaunt. „Ja, das hat mir deine Mutti erzählt – weil Ziegen Gesellschaft brauchen. Unsere hatte zwar auch keine“, fährt Tubandt fort, „aber sie war wenigstens in einem Schuppen, zusammen mit den Hühnern. Und wir mussten immer mit der Ziege spazierengehen.“ Die beiden Kinder lebten wohlbehütet in ihren Familien. „Deine Mutter war besonders liebevoll. Ich konnte immer kommen, wenn ich Hunger hatte oder wenn meine große

Schwester mich genervt hat“, schwärmt Tubandt. „Die war fünf Jahre älter und hat uns ganz schreckliche Gruselgeschichten erzählt. Das hat uns verängstigt“, muss von Praunheim schmunzeln. Ein Mädchen, zwei Jungs – solcherart Dreiergespann führte zwangsläufig auch zu Konflikten: „Ich war immer eifersüchtig auf den Henning. Wir Jungs buhlten alle um Christa. Sie war die Prinzessin. Es gab die Hochzeit einer Tante, zu der auch Christa eingeladen war. Ich hab den Henning extra nicht eingeladen, und er hat mich dann nicht zum Geburtstag eingeladen. Aber wir haben uns doch wieder vertragen.“ In Teltow besuchte von Praunheim die Bruno-H.-Bürgel-Schule. „Das erste halbe Jahr bin ich noch in Westberlin zur Schule gegangen. Dann durften wir nicht mehr.“ Tubandt ging ebenfalls auf die Bürgel-Schule, die heute Dietrich-Bonhoeffer-Schule heißt. Mit der Straßenbahn kamen die Kinder damals vom Ostpreußendamm nach Teltow hinein. „An die Schule hab ich komischerweise wenig Erinnerungen, weil ich da sehr schlecht war, ich war so verträumt“, gibt Rosa von Praunheim zu. „Aber wir hatten eine Russischlehrerin, bei der meine Eltern auch Russisch hatten. Und dadurch war ich motiviert und plötzlich war ich sehr gut.“ An die Stadt Teltow kann sich der Filmemacher und Autor mehrerer Bücher kaum erinnern – eher an Ausflüge nach Berlin. „Mein

Februar 2013


Kultur

Vater hat mich einmal zum Weihnachtsmarkt auf den Alex mitgenommen. Oder wir sind im Westen an den Funkturm gegangen. Ich glaube, sonntags ging mein Vater immer in die Westkirche in Lichterfelde Süd. Und da kriegte ich Taschengeld und konnte mir Bonbons kaufen.“

Von Westberlin zog die Familie nach Frankfurt am Main in den Stadtteil „Praunheim“, nach dem sich der Künstler später benannte. Zum Studium kam er jedoch in den 1960ern zurück nach Berlin. Eine Großmutter lebte noch immer in Teltow-Seehof, die hat er gelegentlich besucht.

So eng die Freundschaft zwischen Holger und Christa war, so weit gingen die politischen Ansichten ihrer Väter auseinander. „Christas Familie war kommunistisch, schon im Dritten Reich. Mein Vater war Nazi gewesen, aber sehr diplomatisch. Ideologisch hatten wir Angst vor Christas Familie, weil ihre Mutter auf dem Bezirksamt arbeitete. Meine Eltern befürchteten, dass ich etwas aus der Familie raustragen könnte, was gegen die Partei war und dann ihre Eltern irgendwas berichten, sodass wir in Schwierigkeiten kommen. Ich wurde geimpft, nichts zu sagen. Eigentlich habe ich ihre Familie aber als sehr sympathisch empfunden.“

Hennings Familie floh auch in den Westen. Christa Tubandts Familie dagegen blieb. Sie legte die mittlere Reife ab und lernte dann Dekorateurin in Potsdam. „Ich wollte raus aus Teltow und arbeitete später in der Requisite beim Fernsehfunk in Adlershof.“ Die Freundschaft hat sich trotz der Trennung über die Jahre erhalten. „Ich war 17 oder 18, als die ersten Besuchserlaubnisse erteilt wurden. Da hab ich mich mit Henning in Ostberlin getroffen. Das muss Ende der 1950er gewesen sein. Holger und ich haben uns erst nach der Wende irgendwann mal wieder gesehen“, berichtet Tubandt. Das verbindende Element war die gemeinsame Kindheit in Seehof. „Für uns als Kinder war Teltow eine wunderschöne Zeit“, resümiert von Praunheim. Und vielleicht treffen sich Christa und Rosa bald wieder.

1953 floh von Praunheims familie in den Westen. „Es war die Zeit stalinistischer Verfolgungen, und da wurden immer Sündenböcke gesucht, um denen Sabotage oder anderes in die Schuhe zu stecken und sie in den Knast zu werfen.“ Weil sein Vater

für die AEG gearbeitet hatte, warnten ihn Kollegen. Von einem auf den anderen Tag musste er die DDR verlassen. „Meine Mutter ist dann mit mir schnell nach. Wir machen einen Ausflug, hieß es – wie wir das öfter gemacht haben. Man konnte einfach rübergehen. Es gab zwar keine Mauer, aber Grenzposten. Es wurde kontrolliert, wenn du zu viel Sachen dabei hattest, weil Republikflucht strafbar war. Und wenn man auffällig wurde, wegen Schmuggelei oder so, konnte man eingesperrt werden.“

Andreas Schmidt · Marie Schöneburg Oliver Mommsen · Nicola Ransom in

Text: C. Wilitzki Fotos: J. Kielhorn

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von Neil LaBute Regie: Folke Braband

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Kultur

Kino-Tipp:

Musiker helfen Gleichaltrigen

„Kokowääh 2“

Kreismusikschule spielt Benefizkonzert für Kinderdorf

In die Patchwork-Familie von Drehbuchautor Henry (Til Schweiger) kehrt der Alltag ein – doch der bedeutet tagtägliches Chaos: Die jetzt zehnjährige Magdalena (Emma Schweiger) verliebt sich zum ersten Mal, und Katharina (Jasmin Gerat) hat es satt, nur für Baby Louis zu sorgen – sie zieht aus, um in Ruhe ein neues Buch zu schreiben. Dafür mischt Magdalenas Kuckucksvater Tristan (Samuel Finzi) als Untermieter die WG auf, nachdem er all sein Geld plus Praxis verloren hat. Und als Henry sich erstmals als Filmproduzent versucht, erlebt er sein blaues Wunder mit dem divenhaften Superstar Matthias Schweighöfer ... Die Komödie „Kokowääh 2“ ist die Fortsetzung des Filmes „Kokowääh“ aus dem Jahr 2011. Til Schweiger ist hierbei gleichzeitig als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent tätig. Kinostart ist der 7. Februar. PM/cos

Foto: warnerbros

Foto: Kreismusikschule

Kienwerder/Kleinmachnow. Unter der Schirmherrschaft des Landrats von Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, findet am 24. Februar, um 11 Uhr, im Kleinmachnower Bürgersaal das diesjährige Benefizkonzert der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ statt. Zu Gunsten des Kinderdorfs in Kienwerder treten Preisträger von „Jugend musiziert“, herausragende Ensembles und Solisten sowie das Jugendblasorchester auf. Die jungen Musiker aus der Kreismusikschule sind sich ihres Glücks bewusst, von Eltern und Lehrer hinreichende Förderung zu erfahren. Es macht ihnen daher große Freude, Gleichaltrigen zu helfen, denen aufgrund ihrer sozialen Herkunft eine solche Förderung oft nicht zuteil wird. Schon 2011 konnten die Kreismusikschule interessierten Kindern des Kinderdorfs durch Spenden eines Benefizkonzertes verschiedene Formen des Unterrichts ermögli-

chen. Nun sind diese Gelder nahezu aufgebraucht, doch die Kinder sollen und wollen weiterspielen. Zudem solle ebenso den Mädchen und Jungen das Musizieren ermöglicht werden, die in der Zwischenzeit in Kienwerder ein Zuhause gefunden haben. Neben der Kreismusikschule haben bereits Ärzte sowie Privat- und Geschäftspersonen aus der Region ihre Unterstützung zugesagt. Am Konzerttag selbst spendet die Stahnsdorfer Bäckerei „Aux Delices Normandes“ ein Tartes- und Torten-Buffet. Karten für das Benefizkonzert erhalten Sie im Sekretariat der Musikschule, Am Weinberg 20. Das Kinderdorf Kienwerder gibt Kindern und Jugendlichen, die aufgrund individueller Notlagen nicht in ihren Familien wohnen und leben können, ein Zuhause auf Zeit oder auf Dauer. Cornelia Schimpf

Buch-Tipp für Erwachsene aus der Gemeindebibliothek Stahnsdorf Von Cornelia Ludwig Tommy Jaud: Hummeldumm Ich muss gestehen, dass ich einige Monate immer wieder vor dem grellorangefarbigen Buch mit dem doch sehr eigenwilligen Namen stand und mich so recht nicht dazu bringen konnte, es zu kaufen, obwohl es damals in den Bestsellerlisten zu finden war. Irgendwann siegte dann allerdings die Neugier und nachdem ich es angefangen hatte, litt die Freizeitgestaltung mit meiner Familie arg, denn ich wollte ständig nur eines: lesen, lachen und erfahren wie es weitergeht.

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Das Buch, das streng genommen in der Tradition der Reiseromane steht, beginnt damit, dass sich am Flughafen in Namibia eine deutsche Reisegruppe zusammenfindet. Die unterschiedlichsten Charaktere werden sehr anschaulich in ihrer Eigenwilligkeit und Skurrilität beschrieben, sodass es einem bald vor Lachen Tränen in die Augen treibt, während die Gruppe von Lodge zu Lodge reist und man nebenbei durchaus Einiges über Namibia erfährt. Foto: Gemeindebibliothek

Februar 2013


Kultur

Mozarts Requiem

Kunst in der Klinik

KultRaum plant Chor- und Tanzprojekt

Reha-Zentrum zeigt Teltower Motive

Abb.: Veranstalter

Foto: Veranstalter

Kleinmachnow. Der KultRaum Kleinmachnow startet sein zweites großes Chor- und Tanzprojekt mit Workshopcharakter. Nach dem fantastischen Erfolg der Carmina Burana im Sommer 2012 hat sich der Veranstalter nun das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart vorgenommen. Kombiniert wird es mit einem Musical-Fragment des russischen Komponisten Pavel Morozov. Zu diesem Zweck werden wieder Chorsängerinnen und -sänger jeden Alters gesucht, die Lust und Zeit haben, in zwei kurzen und einem intensiven Probenwochenende das Requiem einzustudieren. Die Aufführung soll am 12. Mai sein. Ebenso wird es parallel dazu wieder ein Tanzworkshop für Jugendliche geben, bei dem Teile des Requiems sowie eigene Stücke tänzerisch einstudiert werden. Diesbezüglich arbeitet der KultRaum erneut mit dem Choreografen Michael Kemper sowie dem Dirigenten und Chef der SingAkademie Niedersachsen, Claus-Ulrich Heinke, zusammen. Als Orchester steht die Camerata Potsdam zur Seite. Die Gesamtleitung des Projekts hat Christiane Heinke, Sängerin und Vorsitzende des KultRaums Kleinachnow. Interessierte können sich auf der Internetseite www.projektchorkleinmachnow.de ausführlich informieren oder unter der Nummer (03 32 03) 8 21 28 mehr in Erfahrung bringen. PM/cos

Teltow. Unter dem Motto „Teltow 2012“ stellen derzeit die Künstlerinnen Elke Kirstaedter und Ulrike Hartwig aus Berlin ihre Bilder mit Motiven der Stadt Teltow im dortigen Reha-Zentrum, Lichterfelder Allee 55, aus. Beide Künstlerinnen reisen jedes Jahr gemeinsam ins Brandenburgische, um Landschaften zu malen und diese dann im Atelier zu bearbeiten. Schon traditionell stellen die Malerinnen ihre Werke jeweils im Winter in der Reha-Klinik aus. Dieses Mal galt ihre Aufmerksamkeit daher der Stadt Teltow, in der sie überraschende Motive fanden. Teltows Schönheiten wie die Altstadt, der Teltowkanal, die Kirschblüte oder die Kirche sind Plätze, an denen man gelegentlich unaufmerksam vorübergeht und ihre Besonderheit nicht wahrnimmt. Entstanden sind farbenfrohe Bilder, die gerade in der dunklen Jahreszeit nicht nur eine Freude für Patienten und Mitarbeiter der Klinik sind. „Kunst in der Klinik“ hat eine lange Tradition in der Einrichtung. Viele Künstlerinnen und Künstler haben zuvor die Gelegenheit genutzt, ihre Bilder in den hellen lichtdurchfluteten Räumen des Atriums zu präsentieren. Die Vernissage zu „Teltow 2012“ fand bereits am 15. Dezember statt, aber noch bis Anfang April 2013 haben Sie Gelegenheit, die Arbeiten von Kirstaedter und Hartwig selbst zu betrachten. PM/cos

Buch-Tipp für Kinder aus der Bibliothek Kleinmachnow

Februar 2013

Menge Ärger bahnt sich an. Doch dann gerät Herr Jahn kurz darauf in Lebensgefahr und die Teufelskicker müssen zeigen, was in ihnen steckt. So wird aus Ärger Ruhm und Herr Jahn zum größten Fan der Teufelskicker. Jakob spielt Fußball und kennt den Jubel des Gewinnens und die Enttäuschung beim Verlieren. Genau das erleben die Teufelskicker in den spannenden Spielen gegen ihren „Erzrivalen“ auch. Diese witzige Fortsetzung der Teufelskicker-Geschichten gefällt Jakob besonders, denn nur durch Teamgeist schafft es die Mannschaft die Probleme zu lösen.

Foto: Fichtmüller

Von Jakob Philipp, Kleinmachnow Frauke Nahrgang: Die Teufelskicker – Torschuss mit Folgen Die Hallensaison beginnt, aber die Teufelskicker haben einfach zu wenig Trainingsmöglichkeiten. Und trainieren müssen sie, denn sie wollen unbedingt Kreismeister werden, um ihren Erzrivalen vom VfB endlich eins auszuwischen. Leider stört dabei der nörgelige Herr Jahn, dessen Garten neben dem Fußballplatz liegt. Als schließlich einer seiner Gartenzwerge beim Training „geköpft“ wird, scheint das „Fass am Überlaufen“ und eine

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ausstellung/Bühne

Dienstag, 5. Februar 18.00 Uhr Eröffnung der Fotoausstellung zur industriellen Entwicklung Teltows Industriemuseum Region Teltow e. V. Oderstraße 23–25 14513 Teltow

Sonntag, 10. Februar Foto: Veranstalter 11.00 Uhr Ausstellungseröffnung: QuArt – Plastiken Skulptur Malerei Collagen

Sonntag, 24. Februar 10.00–12.00 Uhr Briefmarkentausch Die Kleinmachnower Briefmarkenfreunde treffen sich in der Freizeitstätte „Toni Stemmler“. Unkostenbeitrag für Gäste: 1 Euro Hohe Kiefer 41 14532 Kleinmachnow

Bis Donnerstag, 7. März

Foto: Veranstalter

Chang-Ok Bahnemann, Christiane Finger, Brigitte Seiler und Karin Vieth-Haase arbeiten seit 1999 freischaffend mit zehn Frauen der Künstlerinnengruppe „TonArt“ in Berlin und Brandenburg, um neue Wege in ihrer Kunst zu erarbeiten. Anregungen gewinnen sie auf jährlichen Studienreisen, in Ausstellungen sowie in regelmäßigen Workshops. Die Vielseitigkeit der Künstlerinnengemeinschaft findet in vier unterschiedlichen Techniken ihren Ausdruck: Skulptur – Plastik – Malerei – Grafik. Die Ausstellung ist bis 5. März zu sehen. Foyer des Rathauses Kleinmachnow Adolf-Grimme-Ring 10

Sonntag, 17. Februar 11.00 Uhr Vernissage des Kinderkurses „Farbwelten“ Ausstellung von acht jungen Künstlerinnen/ Künstlern im Alter von acht bis zehn Jahren

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Vernissage: „Zwischen_Welten“ Es fasziniert Annette Strathoff, Assoziationsräume zu schaffen, in die der Betrachter eintauchen und in denen er lange Wanderungen unternehmen kann. Sie arbeitet gern in umfangreichen Bildzyklen. In dieser Ausstellung sind Collagen, Ölmalerei und „Überrakelungen“ aus ihren Zyklen „Ziegel_Rot“ und „Assoziations_Architektur“ zu sehen. Bürgerhaus, Ritterstraße 10, 14513 Teltow

Foto: Veranstalter Bis Dienstag, 30. April

von Behring Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen der Reihe „Kunst im Klinikum“ die Möglichkeit, der Öffentlichkeit ihre Werke zu präsentieren. Den Anfang machen Sigrid Beckmann, Claudia Janzen und Christel Ulken. Die Ausstellung „Erinnerung, die bleibt“ ist nicht ihre erste Zusammenarbeit. Bereits seit zehn Jahren treffen sich die Frauen regelmäßig zum Malen in der Künstlerkolonie in Ahrenshoop. Zudem stellten sie in der Vergangenheit bereits mehrfach gemeinsam aus. Galerie, HELIOS Klinikum Emil von Behring Walterhöferstraße 11 14165 Berlin

Bühne Mittwoch, 13. Februar 19.00 Uhr Politischer Aschermittwoch mit Helene Mierscheid Nach einer „Regionalumschau“ mit Jan Eckhoff berät die Kabarettistin Helene Mierscheid Politiker und gewöhnliche Menschen zu topaktuellen und alltäglichen Fragen – ehrlich, herzlich, rücksichtslos. Der Eintritt ist kostenfrei aber keineswegs umsonst. Ernst-von-Stubenrauch-Saal, Neues Rathaus Marktplatz 1/3, 14513 Teltow

Freitag, 15. Februar 20.00 Uhr „Was beliebt, ist auch erlaubt“ Der Schauspieler Günter Barton bringt zusammen mit dem Musiker Jens Lindemann Wilhelm Busch auf die Kult-Raum-Bühne. Er ist der letzte große Vertreter des komischen Heldengedichts. Dabei schillert Buschs Humor in den düstersten Farben. Karten bei NATURA Buchhandel und online sowie mehr Info unter www.kult-raum.de. Kapuzinerweg 16 14532 Kleinmachnow Foto: Veranstalter

Galerie Altstadthof Potsdamer Straße 74 14513 Teltow

Ausstellung

„Erinnerung, die bleibt“ Auch 2013 bieten der Verein Oskar-Helene-Heim und das HELIOS Klinikum Emil

Februar 2013


Bühne/musik

Freitag, 22. Februar

Teltow

Musik

Foto: Veranstalter

17.00 Uhr Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland Kein Obst ist im Havelland so berühmt wie die Birne: Das Marion-Etten-Thetaer Lindenberg präsentiert Ihnen seine Inszenierung der weltberühmten Fontaneschen Ballade „Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Eintritt: 5 Euro, 7 Euro (Gäste); Kinder frei Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Mittwoch, 6. Februar 19.00 Uhr Junges Ensemble Berlin

Foto: Veranstalter Das Blasorchester des jungen Ensemble Berlin ist ein sinfonisches Amateurorchester mit 55 Musikern. Sie verbindet vor allem das Interesse, sich und anderen mit der Musik Freude zu bereiten und durch moderne Blasmusik das Kulturleben im Umkreis zu bereichern. Erleben Sie ein facettenreiches Repertoire, von Filmmusik bis hin zu klassischer Blasmusik. Eintritt: 5 Euro, 7 Euro (Gäste) Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Mittwoch, 13. Februar

Sonntag, 24. Februar 16.00 Uhr Du lumpiger Wolf! Pfoten hoch! Freuen Sie sich auf ein besonders schönes und witziges Stück vom Puppentheater „ZUM GLÜCK“. Es wird eine polnische Variante des „Rotkäppchens“ in deutscher Sprache aufgeführt. Anmeldungen: (03 31) 74 79 70 Eintritt: 3 Euro Lindenpark Potsdam Stahnsdorfer Str. 76–78, 14482 Potsdam

19.30 Uhr JazzSession im KultRaum Mit der JazzSession haben alle Jazzbegeisterten die Gelegenheit zum Ausprobieren, zum Zuhören und zum Improvisieren. Schnappen Sie sich Ihre Klarinette, Ihre Gitarre, Ihre Triangel, bringen Sie mit, was Sie in einer Jazz-Formation schon immer spielen wollten. Schlagzeug und Klavier sind vorhanden. Eintritt ist frei, Spenden erbeten. Karten bei NATURA Buchhandel und unter www.kult-raum.de. Kapuzinerweg 16, 14532 Kleinmachnow

Donnerstag, 14. Februar Montag, 25. Februar 16.00 Uhr In memoriam Karl Gass Die Gemeinde, der Seniorenverband und der Heimatverein Kleinmachnow erinnern an den vierten Todestag des Dokumentarfilmers. Zwei Filme aus verschiedenen Schaffensperioden und zu verschiedenen Themen veranschaulichen das breite Spektrum der Arbeit von Karl Gass. Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow Adolf-Grimme-Ring 10

Februar 2013

18.30 Uhr Ode an den Valentinstag: Wiener Blut – Konzert mit Zoltán Udvarnoki und Adam Hegyes Zoltán Udvarnoki (Tenor) und Adam Hegyes (Klavier) zeigen ihre Liebe zur Musik und spielen und singen Werke u.a. von Johann Strauss Sohn, Johannes Brahms, Fritz Kreisler. Sie vereinigen Ungarischen Tanz mit Wiener Walzer. Eintritt: 5 Euro, 7 Euro (Gäste) Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Sitzungstermine Folgende Ausschüsse und Versammlungen kommen im Alten bzw. im Neuen Rathaus zusammen: 8. Februar, 10 bis 12 Uhr: Sprechstunde des Seniorenbeirates, Erdgeschoss des Rathauses Am Marktplatz 1–3 11. Februar, 18.00 Uhr: Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales 12. Februar, 18.00 Uhr: Ausschuss für Umwelt- und Energie 13. Februar, 18.00 Uhr: Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr 14. Februar, 18.00 Uhr: Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss 20. Februar, 18.00 Uhr: Werksausschuss 25. Februar, 18.00 Uhr: Hauptausschuss 28. Februar, 18.00 Uhr: Ortsbeirat Ruhlsdorf

Kleinmachnow

Sitzungstermine Folgende Ausschüsse und Versammlungen kommen im Rathaus zusammen: 19. Februar, 18.30 Uhr: Werksausschuss KITA-Verbund 12. Februar, 10 bis 12 Uhr: Sprechstunde des Seniorenbeirates, Vorraum des Bürgersaals im Rathaus 21. Februar, 18 Uhr: Gemeindevertreterversammlung

Stahnsdorf

Sitzungstermine Folgende Ausschüsse und Versammlungen kommen im Gemeindeamt zusammen: 12. Februar, 14 bis 16 Uhr: Sprechstunde des Seniorenbeirates 12. Februar, 18.30 Uhr: Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport 14. Februar, 18.30 Uhr: Hauptausschuss 28. Februar, 18.30 Uhr: Gemeindevertreterversammlung

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Musik/Führung Vortrag

Musik

Mittwoch, 27. Februar

Sonntag, 17. Februar

Foto: Veranstalter

19.00 Uhr White Eagle Jazz Band Berlin

20.00 Uhr Junger Jazz am Mittwoch Das Berliner Band-Projekt „Rotnerized Emotions“ zieht durch Individualität und die starken Emotionen in der Musik das Publikum in seinen Bann. Der Eintritt kostet 10 Euro. Sie können – wenn Sie möchten – für die Veranstaltungen reservieren. Es gibt keinen Vorverkauf KultRaum Kapuzinerweg 16, 14532 Kleinmachnow

Führung Samstag, 9. Februar

Montag, 18. Februar 18.00 Uhr Beaumont School aus Hertfordshire Das Blasorchester, die Big Band, der Chor und das Orchester der Beaumont School aus Hertfordshire in England bestehen aus Schülern im Alter von zwölf bis 18 Jahren. 2012 haben sie für die Queen gesungen. Das Orchester präsentiert Werke von Elgar, Mendelssohn, Ravel, Tschaikovsky und Händel. Eintritt ist frei, Spenden erwünscht! Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Freitag, 22. Februar 20.00 Uhr Kechio-Quejio Kechio-Quejio präsentiert sich in einer neuen Besetzung und mit neuen Stücken. Sie vereinen traditionellen Flamenco mit modernen jazzigen Arrangements zu einem ebenso kontrastreichen wie harmonischen Gesamtbild. Karten bei NATURA Buchhandel und online sowie mehr Info unter www. kult-raum.de. KultRaum Kapuzinerweg 16, 14532 Kleinmachnow

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10.00 Uhr Teltower Altstadtführung Während eines Spaziergangs über das historische Pflaster der Altstadt hören Sie unterhaltsame Anekdoten und Fakten zur Stadtgeschichte und können einen Blick hinter die Fassaden der interessantesten Gebäude werfen. Bei den Führungen werden historische Ereignisse entsprechend ihrem Kalenderdatum eingebunden und deren Bedeutung für die Entwicklung der Stadt beleuchtet. Die Altstadtführer Peter Jaeckel, Hermann Lamprecht und Stefan Schulze freuen sich auf Sie. Treffpunkt ist Ecke Zehlendorfer Straße/Berliner Straße. Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt auf eigene Gefahr. Spenden für die Arbeit des Heimatvereins sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vortrag

Montag, 11. Februar 19.00 Uhr Geschichte der Imkerei in der Region Vortrag des Imkervereins über die Geschichte der Imkerei in der Region und über die Harzgewinnung in Kleinmachnow zur DDR-Zeit. Heimatverein Kleinmachnow Hohe Kiefer 41 14532 Kleinmachnow

Dienstag, 19. Februar 18.00 Uhr Vortrag zur Geschichte der Dampfeisenbahnen, mit Dampfmaschinen-Modell-Ausstellung Industriemuseum Region Teltow e.V. Oderstraße 23–25, 14513 Teltow

Montag, 11. Februar

Mittwoch, 20. Februar

18.00 Uhr Lachen – Vortrag mit Curt Hondrich, Journalist und Theologe

18.00 Uhr Öland – Insel der Orchideen und Runensteine Dr. Schoknecht, Spezialist für Botanik und Geologie des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, hält einen biologischen Fachvortrag über die Entstehung und Entwicklung der Pflanzenwelt Ölands. Dr. Schoknecht begleitet als Botaniker seit über zehn Jahren Studenten der Geologie und Geoökologie auf Exkursionen nach Öland. Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Foto: Veranstalter

Im Gegensatz zu vielen anderen Bands begeistern sie sich für den rauen ursprünglichen und schwarzen Jazz, der während der Revival-Ära der 1940er und 1950er Jahre durch Bands von George Lewis, Kid Ory, Paul Barbarin, Louis Nelson und vielen anderen Furore machte. Eintritt: VVK 13 Euro, 11 Euro ermäßigt, AK 14 Euro Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow Adolf-Grimme-Ring 10

schen ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass das Lachen vielfältige Wirkungen auf Körper, Seele und Geist hat. Lachen stiftet Gemeinschaft, hat eine starke soziale Bedeutung. Lachen kann aber auch aggressiv sein und andere erniedrigen, indem sie ausgelacht werden. Der italienische Schriftsteller und Journalist Curzio Malaparte hat darum recht, wenn er sagt: “Jedes Mal, wenn ein Mensch lacht, fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu.“ Der Journalist und Theologe Curt Hondrich, Vorsitzender des Fördervereins Kriegskinder für den Frieden, bringt das Lachen heute auf den Punkt – oder in die Biege … Eintritt: 3 Euro, 5 Euro (Gäste) Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Der Volksmund weiß: „Lachen ist gesund“. Und der Volksmund hat recht. Denn inzwi-

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Lesung/ gottesdienste

Lesung

Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow

Montag, 4. Februar 16.00 Uhr Impressionen von der Wolga Der Potsdamer Theologe Eberhard Behrens liest aus seinem Buch „Russland mit meinen Augen. Impressionen von der Wolga“. Im Anschluss besteht die Gelegenheit für Fragen an und Austausch mit dem Autor. Mit seinem Buch liefert der ausgewiesene Russlandkenner Behrens zahlreiche Einblicke in das alltägliche Leben der Bevölkerung in der Wolgaregion. Evangelisches Diakonissenhaus Lichterfelder Allee 45, 14513 Teltow

Montag, 4. Februar 19.00 Uhr Ist da jemand? – Gott und meine Zweifel: Lesung mit Beatrice von Weizsäcker Warum musste mein Bruder sterben? Wie konnte Gott das zulassen? Das sind Fragen, die sich Beatrice von Weizsäcker stellt. Fragen, die die überzeugte Christin an ihrem Glauben zweifeln lassen. Die Autorin nimmt ihren Glauben unter die Lupe, bedenkt anhand der Bibel, was Glauben ausmacht und ebenso was der Glaube aus den Menschen macht. Eintritt: 3 Euro, 5 Euro (Gäste) Theatersaal Augustinum Erlenweg 72, 14532 Kleinmachnow Foto: Veranstalter

Dienstag, 26. Februar 19.00 Uhr Wahnsinn Amerika – Innenansicht einer Weltmacht: Lesung mit Klaus Scherer Der Journalist und Autor Klaus Scherer liest aus seinem neuesten Buch „Wahnsinn Amerika – Innenansicht einer Weltmacht“ über Politik, Alltag und Lagerkämpfe in den USA. Das alles führt zu dem Bild einer großen aktuellen Supermacht – Amerika. Eintritt: 3 Euro, 5 Euro (Gäste)

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Donnerstag, 28. Februar 18.15 Uhr „Depressionen – Mehr als eine Krankheit“ – Lesung und Gespräch mit

Thomas Kühne, Marktleiter in einer Kaufhalle. Die ersten Anzeichen der beginnenden Depression gehen in der Arbeitsbelastung unter. Erst als er seine Arbeit überhaupt nicht mehr schafft, wendet er sich an seinen Arzt ... Eintritt frei, Spenden erwünscht. Gemeindebibliothek Stahnsdorf Annastraße 3, 14532 Stahnsdorf

Gottesdienste Evangelische Kirchengemeinde Teltow. 03.02. Sexagesimae, 10.30 Uhr Pfarrhaus, Ritterstraße 11, Pfr. Karzek, mit Kindergottesdienst; 10.02. Estomihi, 10.30 Uhr Pfarrhaus, Pfr. Karzek, mit Abendmahl; 17.02. Invokavit, 10.30 Uhr Pfarrhaus, Prädikant Noack; 10.30 Uhr Siedlungskirche, Mahlower Straße, Pfrn. Bindemann, mit Abendmahl und Kindergottesdienst, anschließende Einladung zum Mittagsimbiss; 24.02. Reminiszere, 10.30 Uhr Pfarrhaus Pfr. Karzek; Kirchengemeinde Ruhlsdorf. Die Gottesdienste in der Ruhlsdorfer Kirche (Dorfstraße) finden an jedem Sonntag, um 8.45 Uhr, statt. Evangelische MagdalenenKirchengemeinde Teltow. 03.02. Sexagesimae, 9.30 Uhr, Dr. Bookhagen, Abendmahlsgottesdienst; 10.02. 9.30 Uhr, Estomihi, Dr. Sitzler-Osing; 17.02. 9.30 Uhr, Invokavit, Nehls; 24.02. 9.30 Uhr, Reminiszere, Nehls Paul-Gerhardt-Gemeinde ELFK. Die Gottesdienste finden jeden Sonntag, um 10 Uhr, im Familienzentrum „Philantow“, Mahlower Straße 139 in Teltow, statt. Kirche für Jedermann – Evangelische Freikirche Die Gottesdienste (mit Kinderbetreuung) finden jeden Samstag, 10 bis 12 Uhr, in der Potsdamer Straße 18 a in Teltow statt. Evangelische AuferstehungsKirchengemeinde. 03.02. 9.30 Uhr, Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr, Auferstehungskirche, Pfr. Möllering; 10.02. 10.30 Uhr, Auferstehungskirche, Pfrn. Rosenthal, mit Taufe; 13.02. 20.30 Uhr, Auferste-

hungskirche, Pfrn. Rosenthal/Pfr. Duschka, Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit; 17.02. 9.30 Uhr, Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr, Auferstehungskirche, Pfr. Duschka; 24.02. 9.30 Uhr, Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr, Auferstehungskirche, Pfr. Möllering; Christengemeinschaft in Kleinmachnow. sonntags, 10 Uhr: Die Menschenweihehandlung, 11.15 Uhr: Die Sonntagshandlung für die Kinder; 7. und 21. Februar, 9 Uhr: Die Menschenweihehandlung, Meiereifeld 35 A Evangelische Kirchengemeinde Stahnsdorf. Die Gottesdienste in der Dorfkirche Stahnsdorf finden jeden Sonntag, um 10 Uhr, statt. Evangelisches Pfarramt Güterfelde. Die Gottesdienste in der Güterfelder Dorfkirche finden jeden Sonntag, um 9.30 Uhr, die in der Dorfkirche Sputendorf in der Regel jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, um 11 Uhr, sowie die in der Schenkenhorster Kirche in der Regel jeden 2. Sonntag im Monat, ebenfalls um 11 Uhr, statt. Katholische Pfarrgemeinde Ss. Eucharistia. Sonntag: 9 Uhr Teltow, 11 Uhr Kleinmachnow; Montag: 8.30 Uhr Teltow; Dienstag: 8.45 Uhr Teltow (Seniorenmesse); Mittwoch: 8.30 Uhr Kleinmachnow; Donnerstag: 18.30 Uhr Kleinmachnow (18 Uhr Rosenkranzgebet); Freitag: 18.30 Uhr Teltow (ab 18 Uhr Rosenkranzgebet); Samstag: 18 Uhr Kleinmachnow (Vorabendmesse); Heilige Messe im Augustinum: 19. Februar, 18 Uhr Weitere Gottesdiensttermine lagen der Redaktion bis zur Druckabgabe nicht vor.

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Kinder & Jugend Senioren

Kinder & Jugend Sonntag, 3. Februar 16.00 Uhr Der gestiefelte Kater Musikalische Märchenstunde: Wir singen, basteln und hören der Märchenerzählerin zu. Kinderoase, Bahnstraße 2, Teltow

mer, Sprachen: deutsch und englisch. Kosten: 90 Euro pro Kind, einschließlich Mittagessen, Softdrinks, Obst, Süßigkeiten und Malmaterialien. Anmeldung: 01 57/72 00 00 64 und www.atelier-kunstfleck.de Biomalz Fabrik Iserstraße 8–10, Haus 1 14513 Teltow

MädchenZukunftsWerkstatt

Jugendfreizeiteinrichtung „Carat“

Freitag, 8. Februar 14.30 bis 17.00 Uhr Gesund in den Frühling Ein selbstgemachter Salat soll Anregungen für eine bewusstere Ernährung geben. Beitrag: 2 Euro, Anmeldung bis 6. Februar unter (0 33 28) 47 10 55

Samstag, 9. Februar 16.00 Uhr Pittiplatsch auf Reisen

Adolf-Grimme-Ring 1 14532 Kleinmachnow carat@jugendarbeit-kleinmachnow.de Montag, 4. Februar 15.00–19.00 Uhr Kicker-Turnier

Foto: Veranstalter

Pittiplatsch der Liebe ist wieder da. Rund fünf Jahrzehnte sind nun schon seit seinem ersten Fernsehauftritt 1962 im Abendgruß des Sandmännchens vergangen. Zu aller Freude treibt er aber nach wie vor seinen Unfug. Nicht nur auf dem Bildschirm sondern auch auf Tournee. Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es regelmäßige Gastspiele zu den verschiedensten Anlässen in Theatern, Gasthäusern oder Freilichtbühnen. Vorverkauf: Neue Kammerspiele und Natura Buchhandlung am Rathausmarkt Neue Kammerspiele Karl-Marx-Straße 18, 14532 Kleinm.

Dienstag, 19. Februar 15.30 und 17.00 Uhr Puppentheater Berlin: „Ritter Rost“ Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 5 Euro Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow Adolf-Grimme-Ring 10

3. bis 5. April 10.00–15.00 Uhr Osterferien-Malkurs für Kinder von sieben bis 15 Jahren Der Ferienkurs im „Atelier Kunstfleck" in Teltow steht unter dem Thema „Tuschezeichnung mit Feder und Pinsel". Geschafft wird an Tisch und Staffelei, dazwischen gibt es luftige (Ball-)Spielpausen mit Musik, Spaß und viel Bewegung. Maximal zehn Teilneh-

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Donnerstag, 7. Februar 16.00–18.00 Uhr Die Kugeln rollen lassen: Sportpark Kleinmachnow, nur die Schuhe müsst ihr bezahlen (1,50 Euro). Mittwoch, 13. Februar 16.00 Uhr Valentinsgeschenke basteln Donnerstag, 14. Februar 16.00–19.00 Uhr Valentinstag – Gemeinsam statt einsam! Freitag, 22. Februar 15.00–19.00 Uhr Siedler von Catan – Das Turnier!

Jugend- und Freizeitzentrum „ClaB” Bäkedamm 2 14532 Stahnsdorf clab-stahnsdorf@gmx.de Montag, 4. Februar 15.00 Uhr Gaudi-Olympiade Dienstag, 5. Februar 15.00 Uhr Fun- und Genießertag Freitag, 8. Februar Filmabend oder Disco? freitags 18.00–20.00 Uhr Graffiti – Workshop (nicht in den Ferien) Unkostenbeitrag: 5 Euro/Monat donnerstags 17.00 Uhr Selbstverteidungskurs (für Mädchen, nicht in den Ferien)

Oderstraße 34–36, 14513 Teltow www.mzw-teltow.de Dienstag, 5. Februar 16.00–18.00 Uhr Fimo-Nachmittag Mit der bunten Modelliermasse könnt ihr formen und gestalten wie es euch gefällt.

Donnerstag, 14. Februar 16.00–18.00 Uhr DVD-Nachmittag zum Valentinstag Mittwoch, 20. Februar 16.00–18.00 Uhr Singstar-Wettbewerb Dienstag, 26. Februar 16.00–18.00 Uhr Kicker-Turnier

Senioren AWO-Kultur-Café Potsdamer Straße 62, 14513 Teltow Tel. (0 33 28) 33 97 77 (Änderungen vorbehalten!) Montag, 4. Februar 14.00 Uhr „Australien – der reizvolle Norden“ – Klaus Rhode präsentiert zauberhafte Filmaufnahmen. Mittwoch, 6. Februar 14.00 Uhr „Unser Jahrhundert“ Träume in Trümmern, 1939–1945 Donnerstag, 7. Februar 10.00–14.00 Uhr „Reiseinformationen“ – Informationen, Beratungen und Buchungen von Ein- und Mehrtagesreisen. Mittwoch, 13. Februar 14.00–18.00 Uhr „Kostüme raus, wir feiern Fasching“ Montag, 18. Februar 14.00 Uhr „Garten der 7 Jahreszeiten“ – Film über den Garten von Karl Foerster in Potsdam/Bornim.

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Senioren/Soziales

Mittwoch, 20. Februar 14.00 Uhr „LeseTresen“ Wer möchte Kurzgeschichten, Gedichte oder Ausschnitte aus Büchern seiner Wahl vorlesen? Montag, 25. Februar 14.00 Uhr „Der Spreewald“ A. Rotzer zeigt wunderschöne Aufnahmen im Wandel der Jahreszeiten. Mittwoch, 27. Februar 14.00 Uhr„Die Kleinen Dinge sind’s im Leben …“ – Ingrid Böhme liest Gedichte

Freizeitstätte „Toni Stemmler“ Hohe Kiefer 41, 14532 Kleinmachnow Telefon: (03 32 03) 2 28 02 Freitag, 1. Februar 14.00 Uhr Preis-Rommé Mittwoch, 6. Februar 14.00 Uhr Lesestunde Freitag, 8. Februar 14.00 Uhr Rommé-Übungsstunden Dienstag, 12. Februar 13.30 Uhr Maler-Treffen im Klub 14.00 Uhr Gedächtnistraining Donnerstag, 14. Februar 14.00 Uhr Verkehrsschulung Freitag, 15. Februar 14.00 Uhr Rommé-Spiel Dienstag, 19. Februar 14.00 Uhr Gedächtnistraining Freitag, 22. Februar 13.30 Uhr Preisskat Samstag, 23. Februar 14.30 Uhr Konzert mit der Schauspielerin Sigrid Grajek Mittwoch, 27. Februar 9.30 Uhr Frühstück im Seniorenklub Anmeldung nicht vergessen! Donnerstag, 28. Februar 16.00 Uhr Faschingstanznachmittag

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Selbsthilfegruppen Stahnsdorf Selbsthilfegruppe „Weil unsere Kinder anders sind“ 04.02., 19 Uhr (jeden 1. Mo.), Treff bei einem Gruppenmitglied, neue Interessenten rufen bitte an: (0 33 29) 61 23 25 SHG AD(H)S 12. und 26.02., 18.30–20 Uhr „ClaB“, Bäkedamm 2, Stahnsdorf

Teltow SHG Schwerhörige 15.02., 14 Uhr (jeden 2. Freitag) Hörgeräte Center, Potsdamer Str. 12 b

Verein Behinderter und ihrer Freunde e. V. Sprechzeiten: jeden 1./3. Freitag im Monat; Treffen: 01. und 15.02., 14–16.30 Uhr, VBF Beratungsstelle Annastraße 3, Stahnsdorf

Blaues Kreuz, Suchtkrankenhilfe, Begegnungsgruppe Teltow jeden Mittwoch, 19 Uhr Emmaushaus, Ruhlsdorfer Straße 12,

Kleinmachnow Wassergymnastik, AG Kleinmachnow/Stahnsdorf, Mittwoch (im 14-tägigen Wechsel), jeweils um 11.30, 17 und 18 Uhr Wohnstift Augustinum, Erlenweg 72, Kleinmachnow Trockengymnastik, AG Kleinmachnow/Stahnsdorf, Mittwoch (im 14-tägigen Wechsel), jeweils 11.30, 12.30 und 18 Uhr Jugendfreizeiteinrichtung Carat Förster-Funke-Allee 106 a, Kleinmachnow Deutsche Rheuma Liga, AG Teltow Warmwassergymnastik montags, 17–18 Uhr und 18–19 Uhr Augustinum, Erlenweg 72, Klm. SHG Pflegende Angehörige und Angehörige von Alzheimer-Erkrankten 20.02., 15.30 Uhr (jeden 3. Mittwoch) AWO-Treff, Förster-Funke-Allee 108, Klm. Deutsche Rheuma Liga e.V.; AG Kleinmachnow/Stahnsdorf · Bewegungstherapie Tanz, Infos über Hr. Kleinke Tel.: (0 33 29) 61 06 99 · 18.02., 16–18 Uhr: Gruppenleitertreffen und Sprechstunde AWO-Treff, Förster-Funke-Allee 108 SHG Rolligruppe Donnerstagstreff: 14.02., 14 Uhr Rathaus (Bürgersaal), Adolf-Grimme-Ring-10, Kleinmachnow

Elternkreis drogengefährdeter Jugendlicher 05.02., 19 Uhr (jeden 1. Dienstag) Ev. Gemeindezentrum Siedlungskirche, Mahlower Straße 150, Teltow

Deutsche Rheuma Liga, AG Teltow 15.02.: Rechenschaftslegung für das Jahr 2013 Bürgerhaus, Ritterstraße 10, Teltow Gesundheitszentrum Teltow, Potsdamer Straße 7–9 · SHG Schlaganfall 13.02., 14 Uhr (jeder 2. Mi.), vorher AWO-KIS (0 33 29) 61 23 25 anrufen! · SHG Alkoholkranke, Medikamentenabhängige u. deren Angehörige (SAMT) freitags, Beratung: 18-19 Uhr, Gruppengespräche: 19–21 Uhr; · SHG Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen (neu!) 13. und 27.02., 15 Uhr · SHG Parkinson 16.02., 15 Uhr: Thema Gespräche mit Totkranken und Angehörigen; Gymnastik: jeden Donnerstag, 10–11 Uhr · Frauenselbsthilfe nach Krebs Treff: 07.02., 16.30 Uhr Einzelgespräche: 28.02., 16.30 Uhr · SHG Tinitus 19.02., 16 Uhr (jeder 3. Di.) · SHG Epilepsie (jeder 1. Di.) 05.02., 18 Uhr · SHG Prostatakrebs 26.02., 16.30 Uhr SHG Verwaiste Eltern 06.02., 18.30 Uhr (jeden 1. Mi.) Familienzentrum Philantow, Mahlower Straße 139, Teltow Die vollständige Liste der Selbsthilfegruppen finden Sie auch im Internet unter www.kisstahnsdorf.de, Tel. (0 33 29) 61 23 25.

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Gewinnspiel

Freikarten zu gewinnen! Lösen Sie das Rätsel, nennen Sie uns Ihre Lösung, und mit etwas Glück gewinnen Sie Freikarten für Ihre Lieblingsveranstaltung! Für das Gewinnspiel ist der Einsendeschluss der 15. Februar 2013. Für die Teilnahme an der Kartenverlosung schicken Sie das richtige Lösungswort bitte per E-Mail und mit Angabe Ihrer Telefonnummer an gewinnspiel@stadtblatt-online.de, per Post oder persönlich an den Teltower Stadtblatt-Verlag in der Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow. Bitte geben Sie auch an, für welche Veranstaltungen Sie Freikarten gewinnen möchten. Die Gewinner werden schriftlich bzw. telefonisch informiert und in der nächsten Ausgabe hier veröffentlicht. Wir wünschen viel Glück! Lebensgefährtin Lennons (Yoko)

Jubelwelle im Stadion (La ...)

ital. Rechtsgelehrter † 1220

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Teil jeder Adresse (Abk.)

Märchengestalt

Wortteil: innerhalb

deutsche Vorsilbe: schnell

lateinisch: damit fühlbare Organtätigkeit

Gebrauchsanweisung

attraktiv

ärztliches Instrument

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alter Tonträger (Abk.)

Zeitspanne

Betrug, Wucher Apostel der Eskimos

höchster militärischer Rang

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katholisches Hochamt

Fremdwortteil: drei

kurzer Arbeitsausstand

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Bedrängnis Verbindungsstift

lauter Anruf

überdachter Hausvorbau

Zwerg der Edda

Departementhptst. (St. ...)

Beiname der Thatcher (‚... Lady‘)

8

Osteuropäerin

japanische Münze Haustier in Südeuropa

englisch: Königin

Kosename e. span. Königin

Ausdrucksform, Machart

flüssiges Gewürz

Tierprodukt

eingedeichtes Küstenland

poetisch: Adler

ungetrübt

3

blauer Naturfarbstoff

Faultier aufbewahren

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Haben Sie das Rätsel gelöst?

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Sehquartier Förster-Funke-Allee 102 14532 Kleinmachnow Adelsschicht im alten Peru

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E

W

Vorname der Palmer

kräftig, derb

ehem. italienische Währung

W

chem. Zeichen für Gold (Aurum)

Balldrehung beim Tennis

englisch, französisch: Luft

S Bund

ein Bindewort

Augenoptik Happe C. Happe & H. Dymke Wannseestraße 42 · 14532 Stahnsdorf

6

ein Bindewort

H

soziales Umfeld

Haben Sie in Ihrem Alltag nicht auch schon Situationen erlebt, in denen Sie mit Ihren GleitHaben Sie in Ihrem Alltag nicht auch schon Situationen erlebt, in denen Sie mit Ihren Gleitsichtgläsern –– z.B. beim Treppensteigen, oder beim Lesen? Haben Sie in an Ihrem Alltagstoßen nicht auch schon erlebt,Autofahren in denen Sie mitbeim IhrenLesen? Gleitsichtgläsern anGrenzen Grenzen stoßen z.B. beimSituationen Treppensteigen, Autofahren oder Mit series, der aus Essilor, schenken wirLesen? Ihnen sichtgläsern Grenzen stoßen – z.B. beim Treppensteigen, Autofahren oder beim MitVarilux VariluxSSan series, derGleitsichtglas-Innovation Gleitsichtglas-Innovation aus dem dem Hause Hause Essilor, schenken wir Ihnen erstmals grenzenloses Sehen in allen Situationen: Entdecken Sie ausbalancierte Sicht in Mit Varilux grenzenloses S series, der Gleitsichtglas-Innovation aus Entdecken dem Hause Sie Essilor, schenken wir Ihnen erstmals Sehen in allen Situationen: ausbalancierte Sicht in Bewegung und Sehbereiche. Kommen vorbei erleben Sie den den Unterschied! Unterschied! erstmals grenzenloses Sehen in allen Situationen: ausbalancierte Sicht in Bewegung undextra extrabreite breite Sehbereiche. Kommen Sie SieEntdecken vorbei und und Sie erleben Sie Wir beraten Sie gerne. Haben Sie in Ihrem Alltag nicht auch schon Situationen erlebt, in denen Sie mit Ihren GleitBewegung extra breite Sehbereiche. Kommen Sie vorbei und erleben Sie den Unterschied! Wir beratenund Sie gerne. sichtgläsern Grenzen stoßen – z.B. beim Treppensteigen, Autofahren oder beim Lesen? Wir beraten Siean gerne. Mit Varilux S series, der Gleitsichtglas-Innovation aus dem Hause Essilor, schenken wir Ihnen erstmals grenzenloses Sehen in allen Situationen: Entdecken Sie ausbalancierte Sicht in Bewegung und extra breite Sehbereiche. Kommen Sie vorbei und erleben Sie den Unterschied! Wir beraten Sie gerne.

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Verletzung durch ein Tier

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Theater & Komödie am Kurfürstendamm Andreas Schmidt · Marie Schöneburg Oliver Mommsen · Nicola Ransom in

Fettes Schwein

Maria Furtwängler Pasquale Aleardi Julia Bremermann

von Neil LaBute Regie: Folke Braband

u.a.

23.1. BIS 3.3.2013

Juni

Güterfelder See, Stahnsdorf

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(030) 88 59 11 88 oder www.komoedie-berlin.de

Gerüchte... Gerüchte... BIS 28.2.2013

In Zusammenarbeit mit

Eine Farce von Neil Simon Regie: Estera Stenzel & Adrian Castilla

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(030) 88 59 11 88 oder www.komoedie-berlin.de

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3 x 2 Gutscheine Theater und Komödie am Kurfürstendamm Kurfürstendamm 206/209 10719 Berlin

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senioren/Sonstiges

Montag, 11. Februar 10.00 Uhr Helau, es wird lustig!

Senioren Seniorentreff im Bürgerhaus Teltow Ritterstraße 10, 14513 Teltow Tel.: (0 33 28) 4 78 12 44 7. Februar 14.00 Uhr Die häufigsten Irrtümer im täglichen Leben Vortrag: Referent Joachim Peikert 12. Februar 14.00 Uhr Faschingsveranstaltung Bitte mit Voranmeldung! 14. Februar 14.00 Uhr Gesellschaftsspiele-Nachmittag bei Kaffee und Kuchen 19. Februar 13.00 Uhr Preisskat 21. Februar 14.00 Uhr Klavier- und Violinenkonzert 28. Februar 14.00 Uhr Klatschkaffee, Thema: Brauchtum in der Mark Brandenburg

Frauentreff am Düppel Rathaus Kleinmachnow, Adolf-Grimme-Ring 10 Montag, 4. Februar 10.00 Uhr Allgemeiner Treff

Montag, 18. Februar 10.00 Uhr Vortrag: „Biologische Schädlingsbekämpfung“, Stahnsdorfer Damm (ehemalige „Biologische“)

volle Beispiele die aufzeigen, wie schnell man ständig auf falsche Hinweise und sogenannte „seriöse Aussagen“ hereinfällt. Referent: Joachim Peikert

Sonstiges Mittwoch, 13. Februar

Montag, 25. Februar 10.00 Uhr Winterwanderung Treff vor dem Rathaus!

Mittwochstreff

19.00 Uhr Eckige Gespräche am runden Tisch Thema: Welcher Teltower Bürger möchte in einer Rübchenstadt wohnen? Galerie Altstadthof Potsdamer Straße 74, 14513 Teltow

Akademie 2. Lebenshälfte Schwarzer Weg 3, 14532 Kleinmachnow Teltower Heimatfreundekreis 1987 Mittwoch, 6. Februar 9.00–11.00 Uhr „Gene oder Umwelt? Wer bestimmt uns und unser Verhalten?“ Referent: Dr. phil. habil. Gottfried Wiedenmann Mittwoch, 13. Februar 9.00–11.00 Uhr Astronomie und Weltbild Referent: Dr. Gerhard Hilliger Mittwoch, 20. Februar 9.00–11.00 Uhr Streifzüge durch das Rügener Land Referent: Dipl. med. päd. Walter Heller Mittwoch, 27. Februar 9.00–11.00 Uhr Irrtümer im täglichen Leben Höchst interessante, kritische und humor-

Horst Fleischer Tel.: (0 33 28) 30 06 89 (Anmeldungen: Mo–Do, 20.30–21.00 Uhr) Samstag, 16. Februar 10.30 Uhr 153. „Teltower Wanderung“ mit Stadtspaziergang, Besuch des Industriemuseums und Gänseleber-Essen im Restaurant „Casa mia“ Samstag, 23. Februar 8.30 Uhr 104. „Minibus-Fahrt“ zum Forstmuseum in Fürstenberg/Oberhavel und Forellen-Essen in Lychen/ Uckermark Sonntag, 24. Februar 8.00 Uhr 105. „Minibus-Fahrt“ zum Polen-Markt bei Kostrzyn (Küstrin)

Ihre Termine der Region können Sie per E-Mail an lokal.report@stadtblatt-online.de senden.

Teltower Diakonische Werkstätten – Kräutergarten

Apfelsaft (aus eigener Herstellung, 5l) 7,50 €

Kräutersalz ab 2,50 €

Chilisalz ab 3,50 €

BioKräuteressigessenz ab 2,50 €

Diese Produkte wurden durch Menschen mit Behinderung im Kräutergarten der Teltower Diakonischen Werkstätten gefertigt. Alle pflanzlichen Produkte aus dem Kräutergarten stammen aus ökologischem Anbau, DE-ÖKO-070.

Öffnungszeiten: Mo–Fr 8.00–12.30 Uhr, Mo–Fr 13.15–15.00 Uhr, April–September: Sa 10.00–14.00 Uhr

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Tassen 7,00 €

Lichterfelder Allee 45 14513 Teltow

von anderen Behindertenwerkstätten gefertigt

Telefon (0 33 28) 43 34 59 www.garten-kraeuter.de

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Berlin/Potsdam

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Empfehlung aus Berlin bis 3. März 2013 Fettes Schwein mit Andreas Schmidt, Marie Schöneburg, Oliver Mommsen und Nicola Ransom Helen ist beinahe Toms Traumfrau: intelligent, witzig, schlagfertig, charmant – aber leider sehr dick. Seinen Kollegen stellt er sie daher lieber nicht vor. Aus gutem Grund, denn als sein Freund Carter zufällig ein Foto von Helen in die Finger bekommt, schickt er es per Rund-Mail in der ganzen Firma herum. Toms Ex-Freundin Jeannie wird hysterisch, als sie erfährt, dass Tom in dieses „fette Schwein“ verliebt ist. Doch nicht Helens Gewicht ist das Prob-

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lem – sie ist voller Energie und Lebensfreude und mit ihren Pfunden längst im Reinen, hebt sie sich doch wohltuend von den üblichen Bohnenstangen ab. Tom jedoch lässt sich vom Gespött seiner Kollegen immer mehr verunsichern … „Sei einfach ganz klar … und ehrlich“, fordert Helen von ihm, aber genau dazu ist Tom zu schwach. „Fettes Schwein“ ist eine Liebesgeschichte, die weder an Kalorien noch an Witz und Ironie spart. Komödie am Kurfürstendamm Kurfürstendamm 206/209, 10719 Berlin www.komoedie-berlin.de bis 28. Februar 2013

von Charlie noch von dessen Frau Myra begrüßt. Charlie hat sich angeschossen und Myra ist spurlos verschwunden. Nach und nach treffen die anderen Gäste ein. Anfangs bemühen sich die Freunde, das mysteriöse Verschwinden der Gastgeberin sowie den vermeintlichen Selbstmordversuch des Gastgebers voreinander zu vertuschen und erfinden deswegen die absurdesten Geschichten. Sie machen es sich bequem, bereiten sich Essen zu und hören nicht auf, darüber zu spekulieren, was mit Myra und Charlie passiert sein könnte. Theater am Kurfürstendamm Kurfürstendamm 206/209, 10719 Berlin www.komoedie-berlin.de

Gerüchte, Gerüchte mit Maria Furtwängler und Pasquale Aleardi „Es ist nichts zum Essen vorbereitet, es gibt kein Eis für Drinks. Wo sind die Angestellten? Wo ist der Käse-Dip? Wo ist Myra?“ Chris ist ziemlich irritiert. Gemeinsam mit ihrem Mann Ken ist sie zum zehnten Hochzeitstag des stellvertretenden New Yorker Bürgermeisters Charlie Brooks eingeladen. Doch als die beiden ankommen, werden sie weder

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Empfehlung aus Potsdam Montag, 18. Februar 2013 20.00 Uhr The 12 Tenors „Musik ohne (Alters-)Grenzen“ Die weltweit erfolgreiche Produktion ist zurück mit frischen Songs, bewährten Klassikern und einer Show, die aufräumt mit allen bisherigen Klischees über das wohl aufregendste Stimmfach der Gesangsmusik. In den vergangenen Jahren ersangen sich „The 12 Tenors“ vor allem in China, Japan und Deutschland einen hervorragenden Ruf. Aus unterschiedlichen Nationen zusammengekommen, kennen sie nur ein Ziel:

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ihr Publikum anzustecken. Anzustecken mit ihrer mitreißenden Leidenschaft für Musik. Tickets & Informationen zur Veranstaltung nur unter Tel.: (03 31) 2 88 88 28 oder E-Mail: service@nikolaisaal.de Nikolaisaal Potsdam Wilhelm-Staab-Str. 10/11, 14467 Potsdam

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Dienstag, 5. Februar 2013 19.30 Uhr Gutmensch ärgere dich nicht Keine Weltverbesserungsvorschläge, keine Atomhysterie, nicht mal Schelte gegen „Die da oben” und das auf einer deutschen Kabarettbühne? „Gutmensch ärgere dich nicht“ – auf dem Stundenplan steht eine Doppelstunde Heimatkunde ohne Oberlehrer. Hier unterrichten die Klassenclowns. Wenn Sie wissen wollen, warum das Fremdschämen in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird, was Königsberg und Neukölln gemein haben und warum natürlich wieder einmal die Amerikaner an allem Schuld sind ... Das ist natürlich politisch unkorrekt. Als Ausgleich fürs rot-grüne

Eine Produktion der Albatros Entertainment GbR Foto: Alexander Busch · www.alexbuschphoto.de Grafik: Alexander Rübsam · www.studiofarbenfroh.de

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Lokal Report Februar 2013  

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