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l a n r u o j s t a n o M das mit Amtsblatt der Gemeinde Kleinmachnow

1,10 € Nr. 5/JG 19 Mai 2010

TOPTHEMA Seite 12/13 und HEIMATGESCHICHTE Seite 30

GEMÄUER MIT GESCHICHTE www.aerztehauskleinmachnow.de Kleinmachnow – Vorwahl: (03 32 03)

Dr. med. Petra Buder Dr. med. dent. C. Djamchidi Dr. med. dent. Andi Kison Dipl.-Med. A. Langhein Dr. med. Petra Ganal Dr. med. C. M. Opdensteinen PD Dr. med. D. Pfeiffer

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Im Mai kommt Dieter Moor nach Kleinmachnow Dieter Moor erzählt mit Herz: Geschichten aus der arschlochfreien Zone: “Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“ Eine besondere Liebeserklärung an das Dör fchen Amerika, charmant und witzig ausgesprochen von Dieter Moor, der den “Eigenen-Bauernhof-Traum“ in eine verkannte Region im Märkischen verlegt, komische Missgeschicke, skurrile Situationen und spezielle Nachbarn kennen lernt. Mittwoch, 12. Mai 2010, 19.30 Uhr im Bürgersaal Rathaus Kleinmachnow. Infos unter www.natura-buchhandlung.de

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Ein „Sonnenstudio“ schließt und eröffnet am 8. Mai neu als „WellnessClub“! Der Begriff Wellness erstmals 1654 als „... wealnesse“ im Oxford English Dictionary mit „gute Gesundheit“ übersetzt, steht für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Bewusste Ernährung, regelmäßige Bewegung und vor allem Entspannung sind die wichtigsten Bestandteile dieses Konzepts und gewinnen in unserer hektischen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Im neuen AMBIENTE WellnessClub können jetzt die geliebten Stammkunden und die Zukünftigen, die es werden wollen, etwas mehr für ihr Wohlbefinden und für ihre vitale Ausstrahlung tun. Sie können jetzt nicht nur mit dem neuen „SonnenEngel“ mit Hautsensor risikolos die wohltuende Kraft der Sonne genießen, Vitamin D tanken und sich über zart gebräunte Haut freuen, die strahlt und erholt wirkt, sondern können jetzt auch – mit „mon amie“ dem 1. Collarium der Welt – dem Jungbrunnen für die Haut – durch eine Collagen-Licht-Therapie ihrer Haut Feuchtigkeit und Spannkraft zurück geben. Faltenreduktion und zarte Haut werden das Ergebnis sein! Sie können sich jetzt auch mit dem Bodystyler SLIMYONIK entspannen, bei einer Slim-und-Cellulite-Lymph-Massage, die den Stoffwechsel anregt und dadurch Fett- und Schlackeeinlagerungen in den Problemzonen stark reduziert. Eine schlanke Silhouette wird das Resultat sein! Eine außergewöhnliche Relax-Massage, zum Finden der inneren Ruhe, ist mit SLIMYONIK ebenfalls möglich. Martina & Robert Maschewski und ihr qualifiziertes Fachpersonal empfangen ihre Gäste mit einem strahlenden Lächeln, beraten sie kompetent und geben ihnen einfach ein gutes „Wellness-Gefühl“.

Das Dritte Winzerfest auf dem Rathausmarkt Nun schon zum dritten Male lädt der Kleinmachnower Rathausmarkt zum Winzerfest im Frühling ein. In der Zeit vom 7. bis zum 9. Mai präsentieren unsere Winzer aus Traisen an der Nahe, aus Flörsheim sowie aus Flonheim ihre neuesten Weine ! Beim Winzerfest 2010 wird es, in Abstimmung mit den Winzern, wesentlich mehr spaßorientierte Aktionen geben. Bereits heute kann man sich u.a. auf das sehr amüsante Spiel des „Weinfass anstechens“ freuen, bei dem es darum geht, ein mit ca. 200 Liter Wasser gefülltes Weinfass möglichst trocken anzustechen. Die Menge des daneben gegangenen Wassers wird gemessen und dem Sieger mit der geringsten verschütteten Menge, winkt ein interessanter Preis. Das verspricht Spaß pur für alle Altersgruppen. Im Rund vor der Bühne gibt es stilvoll mit Hussen verkleidete Sitzgelegenheiten, die Stände der Winzer zur Weinpräsentation und –verkostung sowie begleitende Angebote wie z.B. Gastronomieangebote des Restaurants Alfred‘s und des Partyservice Bande, die – passend zu den Weinen und zur Jahreszeit – kleinere und größere lukullische Spezialitäten servieren/anbieten werden. Die Idee, am Samstag und am Sonntag einen Sommelier einzubinden wird konsequent weiterverfolgt. Auf spielerische Weise soll den Besuchern anhand der vor Ort vorhandenen Weine der Winzer, Wissen rund um den Wein, um das Zusammenspiel von gutem Essen und gutem Wein, nahe gebracht werden. Zur Abrundung des Festes, werden wir gemeinsam mit den Winzern eine Jungweinverkostung durchführen. Und vielleicht gelingt es auch, die Weinkönigin des Nahetales, Frau Carolin Spyra nach Kleinmachnow einzuladen. Mehr erfahren Sie auf der Webseite des Rathausmarktes unter: www.rathausmarkt-kleinmachnow.de

Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Aktuelles/Inhalt

Hoch soll sie leben

Inhalt

Eine bekannte Jubilarin feiert am 6. Juni ihren 90. Geburtstag im Rathaussaal

Regionales • Die Region auf einen Blick • Anschläge • Fremde Welten • Puschkinplatz

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Kommunales

Zeitzeugen aus Papier 90-Jährige sind normalerweise froh, wenn sie ohne Betreuung und von schweren Krankheiten verschont den Spätherbst ihres Lebens genießen können. Der Jubilarin, von der hier die Rede ist, kann ihr Alter allerdings nicht wirklich etwas anhaben. Klar, auch sie will gepflegt werden. Aber Veränderungen trägt diese Seniorin grundsätzlich mit Fassung. Ob Abrissbirnen, Bagger oder wildes Strauchwerk: Sie kann so leicht nichts erschüttern. Das liegt sicher auch daran, dass eine stetig nachwachsende Kinderschar sie jung hält. Für diese Art von Frischzellenkur sorgen auch die vielen Zugezogenen, die knapp die Hälfte der Einwohner stellen, die unsere Jubilarin beherbergt. Einer davon ist der Kabarettist Frank Lüdecke. „Nach meiner Einschätzung sind es zwei bevorzugte Personengruppen, die nach Kleinmachnow ziehen. Die einen sind über vierzig. Die anderen unter vierzehn“, vertraute er 2004 den Potsdamer Neuesten Nachrichten an. Familien mit Kindern also. Wer hier leben will, wünscht sich Nähe zur Natur statt Großstadt-Trubel. Der (oftmals prominente) Zuzug hat Tradition und begann 1906 mit dem Bau der ersten Landhausvilla für die Alte Zehlendorfer Villenkolonie. Bevorzugt betuchte Kreise aus Berlin erschlossen sich das waldreiche märkische Grün. Doch nicht überall herrschte Idylle: Die Schleuse Kleinmachnow, 1906 von Wilhelm II. persönlich eingeweiht, ist damals wie heute ein beliebtes Ausflugsziel für ein breit gefächertes Publikum. Zu Kaisers Zeiten kam es vor, dass sich am Wochenende der Herr Generaldirektor mit „Bolle und seene Olle“ den Tisch teilte. Wer die Jubilarin kennt, fragt sich vielleicht, ob sie wirklich erst 90 wird. Ist sie nicht viel älter? Schließlich fiel der Name „Parvo Machenow“ bereits 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. Seit dem Mittelalter hauste das Ritter-Geschlecht von Hake auf der Hakeburg am Bäke-Übergang. Über Jahrhunderte waren sie die Herren über die Burg und den zugehörigen Gutshof. Bis ins 19. Jahrhundert gab es kaum mehr als eine Handvoll Bewohner. Richtig, das Geburtstagskind, das Sie sicher längst erkannt haben, hat eine lange VorgeKleinmachnower Zeitung 05 2010

Fotos: Archiv Heimatverein schichte. Aber als Gemeinde Kleinmachnow erblickte sie erst vor 90 Jahren das Licht der Welt – am 1. April 1920. Zuvor hieß sie Klein-Machnow und war bloß ein Gutsbezirk im Kreis Teltow. Erster Gemeindevorsteher wurde der Förster Heinrich Funke (1867-1936). Das Forsthaus diente zunächst als Gemeindebüro. Am 6. Juni gibt es eine große Geburtstagsfeier im Rathaussaal. „Die zwei Monate Verspätung haben organisatorische und witterungsbedingte Gründe“, erklärt Axel Mueller vom hiesigen Heimatverein, der den Festtag mit der Gemeinde veranstaltet. Das Programm startet um 14.30 Uhr und verspricht spannende Vorträge über Geschichte, Architektur und prägende Persönlichkeiten der Gemeinde. Ab 17 Uhr geben sich die Kleinmachnower Jazzmusikanten ein Stelldichein. Zum Festtagsprogramm zählen darüber hinaus ein Regionalgottesdienst in der Dorfkirche (10 Uhr), eine Kranzniederlegung am Ehrengrab von Heinrich Funke (11.30 Uhr) sowie eine Führung durch den alten Dorfkern ab 11.45 Uhr. Unter Funkes Amtszeit legte die Einwohnerschaft kontinuierlich zu. Waren es 1926 noch 944 Bewohner, lebten 1933 bereits 3600 Menschen in der Gemeinde. Die Familie von Hake litt in den Dreißiger Jahren unter Finanznot und verkaufte die Neue Hakeburg 1936 an die Reichspost. Die DDR nutzte den Bau als Unterkunft für Staatsgäste wie Gorbatschow oder Arafat. Heute steht die Burg leer und wartet auf einen neuen Betreiber. Ein düsteres Kapitel ihrer Geschichte durchlebte die Jubilarin während des 2. Weltkrieges, als die Firma Dreilinden Maschinenbau Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge auf dem Firmengelände in Lager sperrte und Flugzeugteile für die Luftwaffe herstellen ließ. Ein Kapitel, dass erst seit den 90er Jahren aufgedeckt wird. Ein Jahrzehnt, in dem die Gemeinde durch Streit um Eigentumsrechte an Grundstücken auch bundesweit Schlagzeilen machte. Das alles hat die Jubilarin überstanden. Mit der Würde des Alters blickt sie hoffnungsvoll in die Zukunft. Bleibt zu sagen: Herzlichen Glückwunsch, Kleinmachnow! Lutz Steinbrück

• Rand-Glosse: Von Gestern? 6 • Die Gemeindevetretung tagte 6 • 3 Fragen an den Bürgermeister 7 • Kleinmachnower Kletterfelsen 8 • Straßengespräche 10 • Ätznatron in die eigenen Augen 11

Topthema des Monats • Von Gutsarbeitern, Bahn beschäftigten und Porzellan...

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Querbeet • Feuerwehrbericht • Lokale Agenda 21

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Jugend und Bildung • Spielend eine Sprache lernen • Schach matt • Eine Region stellt sich auf

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Kultur • Lesen & lesen lassen 20 • Das Neue Testament braucht keine Reliquie 22 • Porträt: Ausgewandert, ohne den Ort zu wechseln 17

Gesundheit • Wirbel in Bewegung • Selbsthilfegruppen/Bereitschaften Sport • Auf Distanz zum Herausforderer • Sternfahrt des ADFC Recht • Verbraucherinsolvenz – Insolvenz

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Heimatgeschichte(n) • Gemeindehaus und Gottesdienste

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Regionales

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Teltow Ein neuer Wissensschatz bereichert seit dem 6. April die Stadtbibliothek Teltow. Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) überreichte an diesem Tag symbolisch die 400 Medien umfassende Fachbibliothek „Pädagogik – Kindertagesstätten“ an Bürgermeister Thomas Schmidt und die Leiterin des Kita Eigenbetriebs Teltow, Solveig Heyn. Zur Sammlung gehören neben Broschüren und Büchern auch Filme rund ums Thema vorschulische Erziehung, weshalb sie sich besonders an Erzieher, Lehrkräfte und Eltern richtet. Für den kulturellen Rahmen sorgten Kita-Kinder und Schüler, die sehr erfrischend mit ihrem musikalischen Können die Gäste beeindruckten. cos

Text/Foto: Richter

Kleinmachnow Der Verein zur Förderung und Erhaltung des Freibades Kiebitzberge lädt anlässlich der Eröffnung des diesjährigen Badebetriebes am 1. Mai ab 9 Uhr zum Volksfest. Ab 10 Uhr werden Volley- und Fußballwettkämpfe stattfinden. Gegen 11.30 Uhr treffen sich die Bürgermeister der drei Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf im Freibad. Gegen 12.30 werden die Sieger der Sportwettkämpfe geehrt und um 14 Uhr tritt die Tanzschule Kurat mit einem kleinen Programm auf. Anschließend stellt das TCC-Ballet sein Können unter Beweis. Mutige können bereits das erste Freibad nehmen. Nur das Wetter liegt in den Händen von Petrus. Wandrei/KLMZ

Foto: Cornelia Schimpf

Stahnsdorf Viel Aufregung gab es in den letzten Tagen um den so genannten Villawald, der sich hinter der Kita Mäuseburg in der WilhelmKülz-Straße befindet. Quasi über Nacht wurde dort ein Waldstück gerodet. Die Anwohner fielen aus allen Wolken und sind verständlicherweise empört. Sie forderten einen sofortigen Stop der Arbeiten. Die Grundstückseigentümer möchten hier demnächst Wohnhäuser errichten und hatten einen entsprechenden Antrag zur Baumfällung gestellt, jedoch das Ergebnis nicht abgewartet. Das macht die Aktion illegal und wird ein ordentliches Bußgeld zur Folge haben. Auch Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers verurteilte die Vorgehensweise.

Foto: Jana Wierik

Kleinmachnow Mit der Aktion „Ein Stück mehr im Einkaufswagen“ bittet der Lions-Club Kleinmachnow am 7. und 8. Mai um Unterstützung für den Teltower Tisch und damit um Hilfe für sozial oder wirtschaftlich benachteiligte Menschen in der Region. Kunden des KauflandMarktes in Teltow (Potsdamer Str. 8) und des Rewe-Marktes in Kleinmachnow (Ernst-ThälmannStraße 98) haben am Freitag von 15–19 Uhr und Samstag von 10–14 Uhr die Möglichkeit, etwas mehr an Lebensmitteln einzukaufen und den vor Ort gut sichtbar positionierten Lions-Mitgliedern zu übergeben. Die Lebensmittel werden am gleichen Tag an den Teltower Tisch geliefert und an die Bedürftigen ausgegeben. Lions-Club/KLMZ

Foto: Beate Richter

Teltow Die nunmehr 11. Bürgerinformationsbroschüre für die Stadt Teltow ist da! Unter dem Motto „Familienfreundliches Teltow“ finden sich darin viele interessante Beiträge über das soziale und kulturelle Leben vor den Toren Berlins. Ob auf der Suche nach Servicenummern, dem Ärzte- und Branchenverzeichnis oder dem detaillierten Stadtplan mit Straßenverzeichnis, alle Bürger und Gäste der Stadt werden hier fündig. Vereine, Schulen und Kitas finden sich ebenso wieder wie Senioreneinrichtungen und Apotheken. Auch Informationen rund um die Stadtverwaltung und die Verwaltung des Landkreises PM fehlen natürlich nicht. Die neuen Broschüren für Stahnsdorf und Kleinmachnow folgen ebenfalls in den nächsten Wochen.

Logo Lions-Club

Schenkenhorst Auf dem Sportplatz in Schenkenhorst wurden am 10. April 100 Hainbuchen gepflanzt. Sie ersetzen die vor 50 Jahren gepflanzten Pappeln, die kurz vor dem Eigentümerwechsel des Platzes an den Sportverein gegen den Willen des Dorfes, besonders der Sportler, gefällt wurden. Viele Sportfreunde hoben jetzt die neuen Pflanzgruben aus, um anschließend gemeinsam die Bäume zu pflanzen. Eine so umfangreiche Pflanzung verdankt das Dorf seinem Einwohner Johannes Haerkötter. Als Fielmann-Geschäftsführer mehrerer Filialen unterstützt er Vereine, Schulen, Gemeinden und fördert dabei besonders die Sportjugend. SOA

Cover: Stadt-Blatt Verlag/Text: Cornelia Schimpf

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Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Regionales

Wenn Se sich dit aktuelle Heft ma nich janz so obaflächlich ankieken, denn werden Se feststelln, dass da vülle über olle Jemäuer zusammenjeschrieben wurde. Und wenn man sich ma inne Jegend umkiekt, denn findet man wahrlich jede Menge ollet Mauerwerk. Und oft sieht dit janich mehr so jut aus. In Kleinmachnow zum Beispiel, da steht am Zehlendorfer Damm 200 ´n altet Gutsarbeiterhaus rum. Bis vor ´n paar Jahrn hat da noch der Järtner Schöwel drin jewohnt. Jetzt verwildert der Jarten, und dit Haus verjammelt. Aber zwei ham sich och schon jefunden, die da jerne einziehn würden: der Brücke Kleinmachnow Kunstverein und der Kleinmachnower Heimatverein. Wie dit nu weiterjeht und ob die beiden Vereine so ´ne Art WG unter eem Dach zustande kriegen, dit muss nu die Jemeindeversammlung entscheiden – und natürlich die Künstler und die Heimatforscha. Aber da is wenigsten schon Bewegung drin. Dit Teltower Zoo-SchmidtHaus inner Ruhlsdorfer Straße 4 wurde letzten Herbst abje-

rissen. `N Schandfleck wäre dit jewesen, hatte Torsten Lippert vonne Teltower Wohnungsbaujesellschaft damals jesacht. Vom Diana-Kino will ick janich erst anfangen. Da könn´ einem die Tränen komm´. Im Portät des Monats im vorliegenden Heft hat die Redaktion ma ´n alten Teltower Hausbesetzer porträtiert. Die hätten dit Haus in der Potsdamer Straße 44 „instandbesetzt“, damals inne 1990er, ließ Bürgermeesta Schmidt ma jegenüber der MAZ verlauten. Und dit allet ohne AnarchieTransparente am Fenster und Klassenkampfparolen. Und dit olle marode Schifferkinderheim ham die och wieder hinjekricht. Sitzt jetzt der JOB e.V. drin – ham übrigens och die Hausbesetzer mitjemischt. Aber will ja keena hier zu Hausbesetzungen uffrufen. „Besetzungen sind Kampfmittel gegen den Rechtsstaat“, hat der Kleinmachnower Bürger und ehemalige Brandenburger Innenminister Jörg Schönbohm vor Jahren mal jesacht. Und so ´ne Litfaßsäule, wie icke, steht natürlich fest uff rechtsstaatlichem Grund und Boden. Aber vielleicht kann man ja ma ´n paar junge Leute für irgend so ´n Projekt begeistern. Denn steh´n se och nich mehr uff´m Kleinmachnower Rathausmarkt rum, und keener muss sich mehr über saufende und lärmende Jugendliche beschwern. Vielleicht brauchen denn och eins, zwei Schandflecken weniger abjerissen werden. Und so ´n Verein kriegen die Halbstarken doch och hin. Wat soll ´n dit?

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Kleinmachnower Zeitung 05 2010

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Kommunales

Rand-GLOSSE Grenztod

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Beinahe hätte sie es geschafft, im Unterholz des ehemaligen Grenzstreifens zu verschwinden. Dann hatten sie sie doch erwischt. Es rumste dumpf. Mit kraftlosen Vorderextremitäten versuchte sie ihr zerquetschtes Becken über den Bordstein zu hieven. Der Verkehr auf dem Zehlendorfer Damm staute sich. Gaffer kamen ihr unangemessen nahe. Sie sollten wissen, dass sie auch todwund noch kreuzgefährlich sein konnte. Dann kam Polizei. Warum sie die Sau denn nicht erschieße, fragten Passanten. Da müsse man ein ganzes Magazin leer ballern, antwortete man. Und eigentlich dürfe man das nur bei Gefahr im Verzug. Der polizeiverpflichtete Jäger erlöste die Bache nach einer Stunde. Die Seele entfleuchte, aber wohin? Selbst der weise Salomo konnte diese Frage seinerzeit nicht beantworten: „Wer weiß, ob die Seele des Menschen hinaufsteigt und die Seele der Tiere im Staub versinkt?“ (Der Prediger Salomo III, 21) Wo ist die Grenze zwischen Tier und Mensch? Die Folgen jener salomonischen Ungewissheit sind allerorten zu beobachten. In und um Berlin gibt es 68 Tierfriedhöfe. Es werden gar Gottesdienste angeboten. Im Sarg von der Größe einer Zigarrenkiste ruhen die sterblichen Reste von Putzi, zu Lebzeiten eine quietschvergnügte Meersau „So ein göttliches Wesen“, schluchzt eine ältere Dame. Der Trauergottesdienst ist ein Akt seelsorgerischen Beistandes. Für verkehrsgemordete Wildsäue gilt dies nicht. Während für Meersäue großflächig Tierfriedhöfe in die Landschaft wachsen, in der Familie Schwarzrock einst durch den Forst grunzte, muss Unfallschwein fachgerecht im Wald verscharrt werden. Was aus der gepeinigten Seele wird? Egal! Einige Naturvölker glauben, dass die Seele des Tieres beim Verspeisen auf den Esser übergeht. Genuss von Unfalltier aber ist illegal. Für das Seelenheil der armen Sau kann man nur hoffen, dass sie doch am Spieß landet – vielleicht beim Leichenschmaus für Putzi. R. Niebel

Informationen aus dem Rathaus Kommt die Waldorf-Kita? Nun soll sie wohl doch gebaut werden, die Waldorf-Kita auf dem Seeberg. Das ergab die kontroverse Debatte im Bauausschuss vom 20. April. Der Bauantrag wurde bereits gestellt. Allerdings erfordern die derzeitigen Sparzwänge eine Begrenzung der Baukosten. Die Ausgaben sollen 2,3 Millionen Euro nicht übersteigen. Die CDU forderte, zusätzliche 10 Prozent einzusparen, Bürgermeister Michael Grubert allerdings sieht keine nennenswerten Möglichkeiten für weitere Kostenersparnisse mehr. Im einem Jahr soll der Neubau bezugsfertig sein. KLMZ

Strom- und Muskelkraft Die Arbeitsgruppe Energie und Klimaschutz der Lokalen Agenda 21 richtet in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe des ADFC und Kleinmachnower Fahrradgeschäften vom 8. bis 22. Mai die Aktionswochen „Tausche Auto gegen Elektrofahrrad“ aus. Drei Familien werden Ihren Autoschlüssel am 8. Mai für zwei Wochen gegen ein Elektrofahrrad eintauschen. Ihre Erfahrungen mit den E-Velos werden im Internet dokumentiert. Auch Bürgermeister Michael Grubert wird sich an der Tauschaktion beteiligen. Auch die Gemeindeverwaltung erhält zwei E-Räder. KLMZ

AUFRUF: An alle Einwohner Kleinmachnows Kleinmachnow ist eine Gemeinde mit vielen Grünstreifen und noch einigen kleinen Waldgebieten, wie Bannwald, Kiebitzberge, Seeberg und Weinberg. Diese dienen allen Einwohnern als Naherholungsraum und haben wichtige Funktionen für unsere Luftqualität, unser örtliches Klima und sind Lebensraum für Flora und Fauna. Um diese Funktionen zu erhalten, ist es dringend notwendig, dass wir unsere örtlichen Grünanlagen umweltgerecht behandeln. Als Ordnungswidrigkeiten laut Wald- und Naturschutzgesetz gelten: • Müll oder Abfälle abzulagern, dazu gehört insbesondere Laub, Rasen- und Gehölzschnitt

Die neuen Seiten Moderner, übersichtlicher, und mit erweitertem Service präsentiert sich der Internet-Auftritt der Gemeinde Kleinmachnow vom 4. Mai an. Immer wieder wurde die bisherige Homepage überarbeitet, nun wurde es an der Zeit, sie auch zu erneuern, ohne sie komplett umzukrempeln. Die wichtigsten Seiten der Kleinmachnower Internetpräsenz sind mit nur einem oder zwei Klicks zu erreichen. Ganz neu ist der Bereich „Verwaltung A-Z“, der alle wichtigen Dienstleitungen auflistet und diese mit den zuständigen Mitarbeitern im Rathaus verknüpft. GA/KLMZ

Schützen Sie Kleinmachnows Grünanlagen und Wälder!

• Sträucher oder Bäume zu entfernen, zu beschädigen oder auch zu pflanzen • Wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen (z.B. durch Lärm), zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Nistund Zufluchtsstätten zu beschädigen oder zu vernichten • Kleingewässer zu verunreinigen • Mit motorisierten Fahrzeugen aller Art zu fahren oder sie dort abzustellen • Wege oder Trampelpfade neu anzulegen • Hunde frei laufen zu lassen Die wichtigsten Maßnahmen zur Erhaltung unserer Grünanlagen sind: • Bringen Sie keine Gartenabfälle in den Wald! Grünabfälle oder Kompost müssen auf dem eigenen Grundstück entsorgt oder der kommunalen Grünentsorgung zugeführt werden. Jeglicher Fremdeintrag von Nährstoffen wirkt sich schädlich auf das ökologische Gleichgewicht im Wald aus. Grund für die z.B. zunehmende Wildschweinpopulation im Ortsgebiet ist ganz klar das immer größer werdende Nahrungsangebot für diese Tiere. • Der Wald dient nicht zur Müllentsorgung! Für alle Arten von Müll und Bauschutt gibt es eine adäquate, meist kostenlose Entsorgungsmöglichkeit. Nähere Informationen dazu finden Sie in

den kommunalen Abfallkalendern. Aber auf keinen Fall ist die Natur der Mülleimer. • Bleiben Sie auf den ersichtlichen Wegen! Die kleinteilige Zerschneidung von Waldgebieten durch Trampelpfade, sei es aus anliegenden Grundstücken oder durch Spaziergänger und Fahrradfahrer zerstört Flora und Fauna. Die aufgestapelten Benjeshecken bieten Schutz für Kleintiere und Insekten und dürfen daher nicht als Spielgerät benutzt werden. • Auch für Hunde gibt es Regeln! Der Hundekot auf den Wegen ist von den Haltern zu entfernen. Das Graben von Löchern in Gehwege ist für Passanten äußerst gefährlich und daher nicht als harmlose Hundebeschäftigung zu tolerieren. Der Wald ist Lebensraum für die Wildtiere, die nicht gejagt oder gestört werden dürfen. Laut Waldgesetz müssen Hunde deshalb auch in unseren Waldgebieten an die Leine. Helfen Sie mit, unsere Grünanlagen und Wälder in Verantwortung für die Zukunft zu erhalten!!! FB Öffentliche Sicherheit Schule/Kultur FB Bauen/Wohnen SG Tiefbau/Gemeindegrün Lokale Agenda Arbeitsgruppe Landschafts- und Naturschutz Kleinmachnower Zeitung 05 2010


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Kommunales

Fragen an den Bürgermeister

Foto: Manfred Thomas

KLMZ: Seit dem 1. April ist die Landgemeinde Kleinmachnow 90 Jahre alt. Wie wird der Ort dieses Jubiläum begehen? Das Gemeindejubiläum feiern wir am 6. Juni im Bürgersaal und im Innenhof des Rathaus. Die Verwaltung bereitet in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein ein Programm für diesen Sonntagnachmittag vor, das sich natürlich mit der Geschichte Kleinmachnows befasst und zu dem alle Interessierten schon jetzt herzlich eingeladen sind. Geplant sind u.a. Vorträge und Lesungen sowie eine Dia-Show. Genaueres wird natürlich rechtzeitig bekannt gegeben. KLMZ: Das Freibad Kiebitzberge eröffnet am 1. Mai die Badesaison 2010. Bis zum Juni soll ein Kleinmachnower ArchitekturbüroVarianten für die Sanierung des Bades vorlegen. Wann ist mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten zu rechnen, und ziehen die Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie die Stadt Teltow diesbezüglich an einem Strang? Es liegt bisher ein Sanierungsgutachten älterer Art vor, das zu überarbeiten ist. Gemeinsam sollen ein Architekturbüro, ein Ingenieurbüro und ein Landschaftsplaner die Kostenberechnung und dieses Gutachten prüfen und gegebenenfalls neue Kostengrundlagen ermitteln. Ich möchte zunächst eine Kostenschätzung über den Sanierungsaufwand für das Freibad haben. Das Planschbecken Kleinmachnower Zeitung 05 2010

wurde im letzten Jahr saniert, jetzt geht es um die übrigen Anlagen, unter der Berücksichtigung der Aufrechterhaltung des Betriebes. Aus der Arbeitsgemeinschaft Freibad sind zwei Fragen aufgeworfen worden, erstens zur Schätzung der Sanierungskosten und zweitens zur Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen Betrieb. Ich gehe davon aus, dass erste Ergebnisse dazu im Juni 2010 vorliegen. Nach jetzigem Stand der Dinge ziehen alle drei Kommunen noch an einem Strang

KLMZ: Kleinmachnow präsentiert sich als familienfreundliche Gemeinde. Wie positionieren Sie als Bürgermeister sich zu den Bemühungen um eine Tempo-30-Regelung auf der Friedensbrücke? Zunächst muss man feststellen, dass sich die Gemeinde Kleinmachnow im Punkt Verkehrssicherheit enorm engagiert. Dabei versuchen wir auch, unsere Interessen mit rechtlichen Mitteln durchzusetzen, nicht immer jedoch mit Erfolg. So stellte leider das Verwaltungsgericht Potsdam gerade erst fest, dass unser Antrag auf Tempo-30Zonen in der Förster-Funke-Allee und der Karl-Marx-Straße zu Recht teilweise durch den Landkreis abgelehnt wurde. Diese Anordnung darf nur Straßen ohne Lichtzeichen, geregelte Kreuzungen oder Einmündungen umfassen. Hintergrund dafür ist offensichtlich, dass in Tempo-30-Zonen grundsätzlich die Vorfahrtsregelung rechts vor links gelten soll. Unabhängig davon werden wir natürlich weiterhin versuchen, im Bereich der Friedensbrücke eine Tempo-30-Regelung zu erhalten und haben auch bereits einen neuen Antrag gestellt. Wir haben auch die Initiative ergriffen, um auf der Brücke die Gehwege zur Straße hin mit einem zusätzlichen Geländer zu sichern. Dazu erwarten wir in Kürze eine Antwort des Wasserstraßenneubauamts, dem die Brücke gehört.

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Kommunales

Kleinmachnower Kletterfelsen Der Bau rückt wieder näher Mit dem Gespräch vom 20. April hat der trübe Kletterhimmel über Kleinmachnow jedoch wieder aufgeklart. „Die rechtlichen Grundlagen für das Gelände sind schon klar geschaffen“, erklärt Grubert. „Das Projekt des Kletterfelsens wird außerdem in den Eckwertebeschluss aufgenommen, das heißt, es gehört zu den Schwerpunkten des Haushaltes 2011. Ich denke, der Kletterfelsen hat nächstes Jahr große Realisierungschancen.“

Im Jahre 2011 wird er hoffentlich gebaut werden. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und der Kleinmachnower Alpenverein haben sich zusammengesetzt, um die verhärteten Fronten zwischen beiden Seiten aufzulösen und dem Bau eines Kletterfelsens mitten im Ort einen Schritt näher zu kommen. „Der Bürgermeister hat zugesichert, dass er sich für die Errichtung des Kletterturms einsetzen wird,“ erklärt Suzanne Kluge, Vorsitzende des Kleinmachnower Alpenvereins, der Kleinmachnower Zeitung. „Er hat in diesem Gespräch sehr positive Zeichen gesetzt.“ Grubert bestätigt diese Meinung. „Ich werde unterstützen, dass die Gelder für das kommende Jahr freigegeben werden. Meiner Einschätzung nach wird der Felsen 2011 genehmigt werden.“ In den vergangenen Wochen gab es viel Aufregung um den Bau des Felsens. Nach drei Jahren Planung sollte der ca. 235.000 Euro teure Felsen eigentlich bereits in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken, doch Ende März kam die böse Überraschung: Die Gemeinde Kleinmachnow habe kein Geld, um den Kletterfelsen bauen zu lassen. Mehrere Millionen Euro fehlten im Haushalt, sodass der Bau des Felsens zunächst zurückgestellt wurde. Rund 100 Meter vom Rathaus entfernt soll hinter der Jugendfreizeiteinrichtung JFE der Kletterfelsen als Trainingsmöglichkeit für Jung und Alt entstehen. Die Baugenehmigung liegt seit September 2009 vor. Das Grundstück wurde bereits beräumt und gerodet, teils in Eigenleistung des Vereins. Gelder und Leistungen unter anderem für die Planung waren ebenfalls schon angefallen, die teilweise von privaten Spendern stammen. Immerhin wurden

Modell des geplanten Kletterfelsens. Ein Gedankenaustausch mit dem Alpenverein zum Kletterfelsen findet am 3. Mai um 19:30 Uhr im Alfred´s am Rathausmarkt statt fast 40.000 Euro schon zusammengesammelt. Der Alpenverein war entsetzt von der Kehrtwendung. „Wir brauchen jetzt klare Informationen von der Gemeinde, wie wir mit den Spendengeldern umgehen sollen. Wir sind doch den Spendern verpflichtet“, hieß es bitter enttäuscht.

In den kommenden Wochen und Monaten wird der Alpenverein bereits Veranstaltungen auf der Fläche stattfinden lassen, unter anderem wollen die Kletterer das Gelände beräumen und auch Aufklärungsveranstaltungen durchführen, zu dem Bürger – Kletterer und Nichtkletterer – eingeladen sind. „Bereits am 3. Mai wollen wir das KliK-Team (KliK = Klettern in Kleinmachnow) bilden,“ erzählt Suzanne Kluge. „Wir wollen uns mit vielen Kleinmachnowern zusammensetzen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. Am 9. Mai wird das Gelände außerdem Ausgangspunkt für unsere Radtour zum Potsdamer Kletterfelsen.“ Des Weiteren wolle der Alpenverein dieses Jahr nutzen, um vorzubereiten, was vorzubereiten geht, um das Projekt voranzubringen. Für die Gemeinde wird der Verein zudem einen Entwurf zum Nutzungsvertrag entwerfen, worin Regelungen des Betriebes wie Rechte und Pflichten des Nutzers festgelegt werden. Sollten die Gelder für den Felsen durch die Gemeindevertretung tatsächlich bewilligt werden, könnte im kommenden Frühjahr mit dem Bau begonnen werden, hofft Suzanne Kluge. Text/Foto: Helke Böttger

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Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Fremde Welten

Klick Dich schlau!

So sehen Preisträger aus.

Der erste Umgang mit dem PC im Grundschulalter – Informationsaustausch und ständige Erreichbarkeit mittels neuer und digitaler Medien – prägen immer stärker den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Lernen mit dem Computer wird zu etwas Selbstverständlichem wie Schultafel und Kreide. Ein bewußter Umgang mit den neuen Medien bedeutet jedoch mit den Chancen und Risiken vertraut zu sein. Kinder und Jugendliche müssen lernen, welche Informationsquellen für Sie geeignet sind, welchen Informationen man trauen darf und wie man sich sicher im Internet bewegt. Bei Media4Kids erwerben die Kinder und Jugendlichen im Alter von 6–16 Jahren nicht nur ein hohes Maß an Medienkompetenz – sie lernen auch den praktischen Umgang mit dem Computer, dem Internet und anderen digitalen Medien und entdecken diesen als zukünftiges Arbeits- und Hilfsmittel für Schule und Freizeit.

Schreibwettbewerb für Kinder

Ein Land verlernt das Lesen. Dies war der Tenor eines Artikels in der Wochenzeitung DIE ZEIT gegen Ende des letzten Jahres. Das Erschreckende an diesem Text war nicht, dass immer mehr Erwachsene, zum großen Teil gar aus bildungsnahen Milieus, immer weniger lesen und immer kürzere Texte bevorzugen. Das, was einen aufmerken ließ, war die Tatsache, dass selbst Literatur wie „Pippi Langstrumpf“ für viele Kinder schon als zu komplex gilt. Die Folge ist: Astrid Lindgrens Bücher werden übersetzt, nicht in eine fremde Sprache für fremde Welten, sondern in eine simplere für Grundschüler dieses Landes. Im März 2010 rief die Kleinmachnower NATURA-Buchhandlung unter Federführung von Andrea Schneider zu einem Schreibwettbewerb für Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren zum Thema „Fremde Welten“ auf. Der Erfolg für dieses Debüt war phänomenal. Die siebenköpfige Jury war bass erstaunt über die Flut von Einsendungen. Mehr als 150 Kinder aus der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf waren dem Aufruf gefolgt und hatten ihre Sicht auf fremde Welten zu Papier gebracht. So groß wie die Zahl der Teilnehmenden war dann auch das Spektrum der Inhalte und der literarischen Darbietungsformen. Von der Niederschrift der Erlebnisse eines brasilianischen Migrantenkindes im Tagebuchstil, über die Geschichte eines Autos, das mit Müll betrieben wird, sowie die fantastische Erzählung über zwei Außenseiter-Fabelwesenkinder, bis hin zum in 15 Worten knapp gehaltenen, gerade deshalb aber eindringlichen Gedicht zur Erdbebenkatastrophe auf Haiti, war alles vertreten, Kleinmachnower Zeitung 05 2010

Foto: NATURA-Buchhandlung was von fremden Welten kündet. Es waren Geschichten, die die Lebenswelt von Kindern und Teenagern wiederspiegeln, die aber gerade auch der Erwachsenenwelt einen Spiegel vorhalten. Das Grande Finale des Wettbewerbs, die Ehrung der Sieger, fand am 23. April im durchaus angemessenen Rahmen des Kleinmachnower Bürgersaales statt. Nach der Anmoderation von Andrea Schneider richtete Bürgermeister Michael Grubert das Wort an das größtenteils junge Publikum. Sein Sohn, so Grubert, wäre jetzt acht Jahre alt, und im nächsten Jahr möchte auch er sich an diesem Wettbewerb beteiligen. Damit, und mit dem grandiosen Erfolg der Initiative sind die Erwartungen an die NATURABuchhandlung groß. „Wir kommen gar nicht umhin, das zu wiederholen“, sagte Andrea Schneider. Die stolzen Sieger trugen ihre Preise – selbstredend Bücher nach Hause. Den ersten Platz in der Altersklasse 7 bis 9 erschrieb sich die Kleinmachnowerin Emma Marie Unser. Bei den 10- und 11-jährigen gewann Johannes Möll, ebenfall aus Kleinmachnow. Die Teltowerin Elisa Ritz siegte bei den 12- und 13-jährigen. Die Lyrikpreise erhielten Devin Witte, Josephine Mösta und Carlotta Rust. Wer schreibt, der liest in der Regel auch. Ein Land verlernt das Lesen? Die Zuschriften zu diesem Wettbewerb sprechen eine andere Sprache. Aber nicht das ganze Land ist Kleinmachnow. Gerade jenseits der Grenze zu Berlin gibt es vielfältige fremde Welten, in denen Pippi Langstrumpf light offenkundig Not tut, um überhaupt an Literatur heranzuführen. Rolf Niebel

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Straßengespräche

Zwischen Startlöchern und Notbremse Ein Jahr im Bürgermeisteramt – Was hat Michael Grubert bisher verändert? Vorspann: Sein Credo ist Offenheit. Das hat der Bürgermeister von Kleinmachnow, Michael Grubert, bereits in seinem Wahlkampf vor einem Jahr zur Schau gestellt. 2800 private Haushalte soll er persönlich besucht und mit jedem einzelnen gesprochen haben. Offensichtlich mit Erfolg. Bei der Stichwahl im März 2009 setzte sich Grubert (SPD) mit 59 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten der LINKEN, Klaus-Jürgen Warnick, durch. In der ersten Runde hatte keiner der insgesamt sechs Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit erreicht. Michael Gru-

bert, der vorher Geschäftsführer bei der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Kleinmachnow (Gewog) war, sitzt nun genau seit einem Jahr im Rathaus auf dem Chefsessel. „Kleinmachnow soll wieder zum Lebensmittelpunkt der Bürger werden“, beschwor Grubert unter anderem in seinem Wahlkampf. Darüber hinaus gehörten folgende Themen beispielhaft zu seinen Zielen: Verbesserung der Bildungsstandorte, mehr Begegnungsstätten für Jugendliche und die Planung eines Kirchenzentrums im alten Dorfkern. Einleitungstext/Fotos: Anett Kirchner

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Bisher sehe ich nichts, was sich wirklich verändert hätte. Michael Grubert ist durch seinen ehemaligen Geschäftsführerposten bei der Gewog genauso mit der Wirtschaft liiert wie sein Vorgänger. Ich ärgere mich ein bisschen, dass er mir das bei unserem persönlichen Gespräch vor der Wahl verheimlicht hat. Ich weiß noch, wie er gleich zu mir sagte: „Ich bin Ihr zukünftiger Bürgermeister!“ Das hat mich beeindruckt. Er ist jung und dynamisch. Das gefiel mir. Jetzt bin ich von ihm nicht mehr so begeistert. Er müsste aktiver sein. Ich würde mir zum Beispiel mehr Angebote für kleine Kinder wünschen. Die Spielplätze lassen zu wünschen übrig und die Sicherheit ebenso. Ich finde, dass es in Kleinmachnow viel zu wenig Ordnungspersonal gibt.

Ich wohne etwa genauso lange hier wie Michael Grubert im Amt ist. Mir ist nichts aufgefallen, was sich zum Positiven verändert hat. Im Gegenteil. In der Gemeinde fehlen Freiflächen für die Freizeitgestaltung, zum Beispiel ein großer Park mit einem richtigen Spielplatz. Die Kinder hier sehe ich oft auf der Straße spielen oder sogar Unsinn machen. Das ist in solch einer kleinen Gemeinde unnötig. Außerdem habe ich einen großen Hund und muss ihn immer an der Leine und mit Beißkorb führen, weil es sonst Ärger gibt. Die Situation unter den Kleinmachnowern ist ohnehin sehr angespannt, wie ich finde, ein bisschen spießig. Außerdem erschreckt mich nach wie vor der Bauboom. Dort könnte der Bürgermeister auch endlich einmal eingreifen.

Ich habe das Gefühl, dass unser Bürgermeister noch immer in den Startlöchern sitzt. Langsam könnte er mit seiner Arbeit wirklich beginnen. Die Verkehrssituation, zum Beispiel mit den Radwegen in den Nebenstraßen, finde ich nicht optimal gelöst. Ich bin Radfahrerin und ärgere mich immer darüber. Oder die vielen Bausünden. Er hat einiges von seinem Vorgänger übernehmen müssen, aber die Schadensbegrenzung von seiner Seite ... Dort sollte endlich die Notbremse gezogen werden. Ich kenne Michael Grubert ganz gut und finde ihn sehr sympathisch. Er spielt wie ich auch Tennis, aber im Zehlendorfer Verein. Er sollte in Kleinmachnow Mitglied werden und hier seinen Mitgliedsbeitrag einzahlen. Vielleicht liest er das und besucht uns bald.

Nach einem Jahr ist es wirklich schwer, die Arbeit des Bürgermeisters zu beurteilen. Ich finde Michael Grubert sympathisch und kann mir keinen besseren Bürgermeister vorstellen. Allerdings hält er sich ziemlich bedeckt. Außer, dass ich zu meinem 70. Geburtstag von ihm eine Glückwunschkarte bekommen habe, habe ich bisher wenig von seiner Arbeit mitbekommen. Er könnte die Sanierung der Hakeburg schneller vorantreiben. Es ärgert mich wirklich, dass dieses Bauwerk brach liegt. Meine Tochter hat dort geheiratet, und ich finde die Räumlichkeiten sehr schön. Vielleicht könnte der Bürgermeister endlich ein Machtwort sprechen. Sonst bin ich zufrieden. Ich denke mir: Was ich habe, kenne ich, aber was ich bekomme, weiß ich nicht.

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Kommunales

Ätznatron in die eigenen Augen Gedenken an das Ende des KZ-Außenlagers und des Zwangsarbeiterlagers Aus dem Lautsprecher tönen schwermütige Geigen-Klänge. Andächtig lauschen die Versammelten vor dem Werkstor der ehemaligen Dreilinden Maschinenbau GmbH (DLMG) am Stahnsdorfer Damm 81 Daniel Hopes Interpretation von Maurice Ravels Stück „Kaddish“. Musik, die Ravel für das gleichnamige jüdischen Totengebet komponierte, das dem Seelenheil der Verstorbenen gewidmet ist. Manche der Zuhörer sind ganz in sich gekehrt, halten den Kopf gesenkt. Ein Dutzend Menschen haben sich an diesem sonnigen 17. April getroffen, um der Auflösung des KZ-Außenlagers Kleinmachnow sowie der Befreiung des hiesigen Zwangsarbeiterlagers vor 65 Jahren zu gedenken. „Auf dem damaligen Firmengelände existierte ab 1939 ein Lager für bis zu 2600 Zwangsarbeiter und 1944/45 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, in dem über 800 polnische Jüdinnen inhaftiert waren“, erklärt Rudolf Mach. Er ist der Vorsitzende des Heimatvereins Kleinmachnow, der die Gedenkfeier organisiert hat. Alle Häftlinge mussten für die DLMG arbeiten, die als Tochterfirma des RobertBosch-Konzerns Flugzeugteile für die Luftwaffe produzierte. Im April 1945 schloss die DLMG das KZ-Außenlager und ließ die Frauen ins KZ Sachsenhausen

Rudi Mach vom Heimatverein Kleinmachnow an der Gedenktafel Foto: Lutz Steinbrück transportieren. Von dort aus wurden sie ohne Verpflegung auf einen Todesmarsch getrieben. Viele kamen dabei um. Ende des Monats erreichten die Russen Kleinmachnow, besetzten die Fabrik und befreiten die Zwangsarbeiter. Die Anlagen wurden demontiert und in die Sowjetunion verbracht. Die Produktionshallen des Dreilindener Werkes sprengte man in die Luft. Heute nutzt das Julius-Kühn-Institut das Grundstück. Vom DLMG-

Werk steht nur noch das Eingangsgebäude. Dort erinnert eine Mahntafel an die Lagerinsassen, die der Heimatverein 2002 anbringen ließ. Bevor der „Kaddish“ einsetzt, eröffnet Rudolf Mach die Gedenkveranstaltung mit einer Rede, in der die schrecklichen Umstände, unter denen die Insassen zu leiden hatten, lebendig werden. Seit Jahren mit dem Thema und Erinnerungen von Überlebenden vertraut, berichtet er von schlimmen hygienischen Bedingun-

gen. So sei im Holzbaracken-Lager der Zwangsarbeiter erst 1944 eine Wasch- und Entseuchungsbaracke gebaut worden. Den Frauen im KZ-Außenlager sei es noch schlechter ergangen. Wenn sie nicht arbeiteten, waren sie im Keller einer großen Werkshalle untergebracht. Unterernährt, kahlgeschoren und dünn bekleidet wurden sie von SS-Wachfrauen geschlagen. Auf ihrem „Speiseplan“ stand kaum mehr als kleine Rationen Wasser, Brot und Steckrüben. Nach dem Gedenken an der Mahntafel wird die Veranstaltung am „Ort der Erinnerung“ (Ecke Heidefeld/Remise) fortgesetzt. Wo früher eine Lager-Baracke stand, befindet sich ein Denkmal für die Häftlinge. Hier liest die Historikerin Angela Martin aus ihrem Buch „Ich sah den Namen Bosch“, in dem über 50 Frauen zu Wort kommen, die im KZ-Außenlager inhaftiert waren. Anschließend zitiert sie aus dem Brief eines Zwangsarbeiters. Darin heißt es, dass sich ein Häftling absichtlich Ätznatron in die Augen wischte, um als arbeitsunfähig zu gelten und entlassen zu werden. „Ich finde Veranstaltungen wie diese entscheidend, um dieses dunkle Kapitel der Geschichte lebendig zu vermitteln. Es ist wichtig, dass das nicht in Vergessenheit gerät“, sagt Angela Martin. Lutz Steinbrück 108108g.FH9 Thu Nov 06 11:56:45 2008

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Topthema des Monats

Von Gutsarbeitern, Bahnbeschäftigten und Porzellanfabrikanten Die Zukunft historisch wertvoller Bauwerke in der Region Sie erzählen von Arbeitern des alten Gutshofes in Kleinmachnow, von Beschäftigten der einstigen Bahn, die zum Südwestkirchhof in Stahnsdorf führte, oder von Besitzern der ehemaligen Porzellanmanufaktur in Teltow. Die Rede ist von den jeweiligen Wohnstätten der Menschen, die einst in dieser Region zu Hause waren und sichtbare Spuren hinterließen. Teilweise weit mehr als 100 Jahre alt, existieren ihre Häuser bis in die Gegenwart. Laut des Fachdienstes Öffentliches Recht, Kommunalaufsicht, Denkmalschutz des Landkreises Potsdam-Mittelmark sind sie historisch wertvoll, aber häufig vom Verfall bedroht. Kostbare Bausubstanz, die Auskunft über das Le

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Dieses Kleinmachnower Gutsarbeiterhaus blieb glücklicherweise bis heute erhalten. Das Gutsarbeiterhaus wurde vermutlich um 1798 erbaut, berichtet Günter Käbelmann vom Heimatverein Kleinmachnow. „Etwa 100 Jahre haben hier die Arbeiter gewohnt“, erklärt der Heimatforscher. Es sei eines der vier Häuser, die von dem ehemaligen Gutshof der Familie von Hake bis heute erhalten sind. Der Rest wurde bei dem Bombenangriff 1943 zerstört oder verfiel während der DDRZeit. In den 1920er Jahren wohnte in dem Gebäude der damalige Dorfpolizist, erklärt Käbelmann weiter. Medienberichten zufolge sollen Angehörige der Familie Schöwel, einstige Inhaber der alten Schlossgärtnerei, die letzten Bewohner des Hauses gewesen sein. Der Altgärtnermeister Schöwel hat dieses historische Anwesen bis vor wenigen Jahren bewohnt. Für das sogenannte Gutsarbeiterhaus am Zehlendorfer Damm 200 in Kleinmachnow liegen Ideen Text/Fotos: A. Kirchner

für die künftige Nutzung bereits auf dem Tisch. Sowohl der Kleinmachnower Heimatverein als auch der Verein „Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein e.V.“ haben großes Interesse, dieses Gemäuer für ihre Vereinstätigkeiten zu nutzen. Eine konkrete Entscheidung diesbezüglich steht noch aus. „In einem der nächsten Kulturausschüsse soll noch einmal darüber beraten werden“, sagt Bettina Konrad, Fachbereichsleiterin für Schule, Kultur und Soziales. Diskussionsgrundlage ist ein Kulturkonzept, das im November 2009 für Kleinmachnow auf den Weg gebracht wurde. Darin heißt es unter anderem, dass im besagten gemeindeeigenen, historischen Fachwerkhaus eine kulturelle Nutzung wie folgt möglich sei: Im Erdgeschoss könnten Ausstellungsräume und ein Cafe entstehen. Das Dachgeschoss wäre als Raum für Veranstaltungen mit einer kleinen Bühne geeignet. Die Kosten für eine Sanierung des Baudenkmales würden sich schätzungsweise auf 1,5 Millionen Euro belaufen.

Die Villa Salomon an der Max-Sabersky-Allee wurde 1873 als erste Villa in Teltow-Seehof gebaut. Sie galt als Sommersitz der Berliner Bankiersfamilie Salomon und war über 50 Jahre in deren Besitz. Das schreibt Günter Duwe im Teltower Heimatboten vom Mai 2007. Bekannt geworden ist die Familie jüdischer Herkunft vor allem durch ihren Sohn, Erich Salomon. Er war einer der ersten Bildjournalisten in Deutschland und arbeitete unter anderem für den Ullstein-Verlag. 1944 kam Salomon in Auschwitz ums Leben. Zu DDRZeiten und auch einige Jahre nach der Wende war in dem geschichtsträchtigen Haus der Kindergarten „Jenny Matern“ untergebracht. „Der Name passt zu dem Haus“, findet Duwe. „Denn Jenny Matern hat als Kommunistin aktiv gegen den Faschismus gekämpft.“ Glücklicherweise sei sie, anders als die Familie Salomon, der Verfolgung der Nazis entkommen. Seit 2007 gehört die Salomon-Villa an der Max-Sabersky-Allee Wolf Herf und seiner Familie. Er kauf-

te das historische Gebäude von der Stadt Teltow. „Ich lege großen Wert darauf, das Haus auf seien historischen Zustand von 1916 zurückzuführen“, erklärt der Softwareentwickler. Das Gebäude sei bereits komplett entkernt und der Rohbau im Inneren abgeschlossen. „Auch die Außenfassade wird ihr ursprüngliches Äußeres wieder erhalten“, plant der Villenbesitzer. In etwa zwei Jahren sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Wolf Herf ist in Südafrika aufgewachsen und lebte 20 Jahre in Berlin. Er mag das alte, schöne Traditionelle, wie er sagt und habe immer mit dem Gedanken gespielt, einmal ein solches Haus zu kaufen. „Als ich mit meiner Frau einmal in Seehof spazieren ging, sah ich an einem Gartenzaun einen Zettel mit der Aufschrift: Rettet die Villa Salomon“, erklärt der 48-Jährige. Daraufhin habe er sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung gesetzt, das historische Gebäude besichtigt und sofort gekauft. Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Topthema des Monats

ben verschiedener sozialer Milieus gibt, erhält teils ein neues Gesicht, teils scheint sie aber auch von der urbanen Bildfläche zu verschwinden. Deshalb hat sich die Kleinmachnower Zeitung einmal auf den Weg gemacht und nachgefragt, was mit bestimmten Gebäuden in der Region geschehen soll. Text/Fotos (6): A. Kirchner

Weniger menschliche Tragödien als vielmehr baugeschichtliche Schicksalsschläge müssen sich in Stahnsdorf am ehemaligen Bahnhof abgespielt haben. Das historisch wertvolle Empfangsgebäude gegenüber dem Haupteingang zum Südwestfriedhof steht heute nicht mehr. Es soll von demselben Baumeister wie die Friedhofskapelle errichtet worden sein, vom königlichen Baurat Gustav Werner, sagt Jürgen Böhm vom Stahnsdorfer Heimatverein. „Das Gebäude verfiel nach der Stilllegung der Bahnstrecke 1961 und wurde 15 Jahre später abgetragen“, erklärt der Heimatforscher. Auch die Gleise existieren nicht mehr. Letztes Zeugnis der Friedhofsbahn heute ist die ehemalige Wohnanlage für die Bahnbeschäftigten. Bei der Häusergruppe handelt es sich um das einstige Beamtenhaus, das Arbeiterhaus und das Vorsteherhaus in der Bahnhofstraße 3, 5 und 7. Laut den Unterlagen des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege wurden Kleinmachnower Zeitung 05 2010

die Gebäude um oder kurz vor 1913 erbaut. Besonders ins Auge fällt das Beamtenhaus gleich vorn an der Straße. Rechts und links der Fenster des zweigeschossigen Baus hängen noch die originalen Klappläden aus der Entstehungszeit. Der Giebel ist mit Holz beschlagen und verkörpert gut sichtbar die Prinzipien des damaligen Wohnungsbaus. „Das Haus wird bereits restauriert und soll möglichst original erhalten bleiben“, erklärt der Eigentümer Carsten Woite. Er hat es vor zwei Jahren gekauft und möchte später hier eine Art privates Mehrgenerationenhaus einrichten. „Meine Eltern werden auch einziehen“, bestätigt der Potsdamer. Weil er in Potsdam-Babelsberg arbeite und in der Nähe ein eigenes Domizil gesucht habe, sei er auf das historische Gebäude in Stahnsdorf aufmerksam geworden. Einmal ein altes Haus zu restaurieren, sei für ihn neu und eine Herausforderung. Die zwei weiteren Gebäude in der Bahnhofstraße sind ebenfalls in privatem Besitz.

Die sogenannte Teltower Fabrikantenvilla in der Potsdamer Straße 10 steht zum Verkauf. „Wir bemühen uns, einen Investor zu finden“, erklärt Petra Schulze von der Techno Terrain Teltow Grundstücksverwaltung GmbH, in deren Besitz die Villa ist. Das Gebäude befinde sich in einem schlechten Zustand, die Sanierungskosten wären hoch. Die Fabrikantenvilla wurde 1904 für den Besitzer der in Teltow ansässigen Berliner Porzellan-Manufaktur Conrad, Schomburg & Co. GmbH gebaut. Zu DDR-Zeiten diente das Objekt als Ärztehaus. Die Villa selbst steht nicht unter Denkmalschutz, dafür aber die beiden Wandbilder aus Majolikafliesen von dem Künstler Paul Heydel. Eines befindet sich im Flur, zeigt das Berliner Stadtschloss. Das zweite hängt im Eingangsbereich. Darauf sind zwei Kinder in einer Landschaft zu sehen. „Ich wünsche mir sehr, dass das ganze Haus unter Denkmalschutz gestellt wird“, äußert sich Günter Duwe vom Heimatverein der Stadt, der sich seit Jahren für den Erhalt der Villa einsetzt. Am Zehlendorfer Damm steht ein weiteres historisch wertvolles Kleinmachnower Bauwerk – das ehemalige Seemanns-Erholungsheim. Heute wie damals wachsen auf dem großen Grundstück hohe Kiefern. Mittendrin steht das alte Mannschaftshaus. Auf dem Gelände sollen sich während der Wilhelminischen Kaiserzeit die Angehörigen der Kriegs- und Handelsmarine erholt haben. Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem Jahr 1910. „Von insgesamt fünf Häusern stehen heute noch zwei“, berichtet Pastor Reimund Hübener, dessen evangelisch-lutherisch-freikirchliche Gemeinde „Paul Gerhard“ hier derzeit ihre Heimstätte hat. Ein Großteil der Anlage sei in den Weltkriegen zerstört worden. Seit 1922 gehören die Häuser der Freikirche, die aber die hohen Nebenkosten nicht mehr tragen kann. Deshalb soll der historische Gebäudekomplex den Eigentümer wechseln. Trotzdem will Reimund Hübener mit seiner Gemeinde noch das 100-jährige Jubiläum der Anlage mit einer kleinen Ausstellung feiern. Die Reihe der Bewohner des aus dem Jahr 1804 stammenden Güterfelder Schlosses, das ursprünglich Schloss Gütergotz hieß und vom preußischen Baumeister David Gilly entworfen wurde, ist lang. Nach Angaben des Vereins Gütergotz Kultur und Landschaft zählten unter anderem zu den Schlossherren ein sogenannter General-Lotterie-Administrator, ein preußischer Kriegs- und Marineminister sowie der Bankier Bismarcks. 1893 erwarb die Stadt Berlin das einstige Rittergut. Im Schloss wurde eine Tuberkulose-Heilstätte für Kinder eingerichtet. In den 1930er Jahren nutzte eine SA-Standarte die historischen Hallen. 1945 zog die Rote Armee ein. Seit den 1950er Jahren wird das Schloss als Altenheim genutzt. Aufgrund des maroden Zustandes kann hier jedoch keine Pflegeeinrichtung mehr betrieben werden. Bis Mitte des Jahres werden die letzten Bewohner des Altenheimes das historische Gebäude verlassen. Danach wird ein Verkauf angestrebt. Träger ist seit 2004 das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin.

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Feuerwehrbericht: 20 Einsätze im März Aus Sonnenstudio

AMBIENTE in

Kleinmachnow wird der Ort für

Termine Sitzungen: Hauptausschuss am Montag 03. Mai, 18.00 Uhr; Kita-Werksausschuss am Dienstag, 18. Mai, 18.00 Uhr; Gemeindevertretung am Donnerstag, 20. Mai, 18.00 Uhr; Bauausschuss am Montag, 31. Mai 18.00 Uhr. Alle Sitzungen finden im Rathaus Kleinmachnow, Adolf-Grimme-Ring 10 statt. Veranstaltung d. BIK: Die Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow e.V. laden zu: „Kulturräume - Kulturträume“, Dienstag 11.Mai um 19.30 Uhr im Sportforum

Seniorenbeirat: Am Dienstag, dem 11. Mai wird die Sprechstunde des Seniorenbeirates Kleinmachnow von Frau Vera Russ, Volkssolidarität, und Frau Margret Strehl, Rheumaliga, wahrgenommen. Schiedsstelle: Am Dienstag, dem18. Mai, findet die Sprechstunde der Schiedsstelle im Rathaus Kleinmachnow, Adolf-Grimme-Ring 10, 3. OG im Sitzungssaal 1 statt Katholische Pfarrei Ss. Eucharistia

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Sonntag: Teltow: 9 Uhr, Montag: Teltow: 8.30 Uhr, Dienstag: Teltow: 8.45 Uhr, Mittwoch: Kleinmachnow.: 8.30 Uhr, Donnerstag: Kleinmachnow: 18.30 Uhr (ab 18 Uhr Rosenkranzgebet), Freitag: Teltow: 18.30 Uhr (ab 18 Uhr Rosenkranzgebet)Samstag: Kleinmachnow.: 18 Uhr (Vorabendmesse), Christi Himmelfahrt: 13. Mai, Teltow: 9 Uhr

Wenn auch nichts wirklich Außergewöhnliches passiert ist im Berichtsmonat März, so gab es doch reichlich zu tun für uns. So bescherte uns gleich am ersten Tag des Monats etwas böiger Wind 4 Einsätze zu Sturmschäden. Und mal ganz allgemein und mit einem Augenzwinkern betrachtet scheinen unsere Kleinmachnower Einwohner immer schwerer zu werden. Ganze fünfmal wurden wir vom Rettungsdienst gerufen um Tragehilfe zu leisten, auch des Nachts. Den Höhepunkt des Monat bildete aber mit Sicherheit der 25.März. 09.14 Uhr, Laubenbrand in Stahnsdorf mit einer verletzten Person. Der Brand war noch nicht vollständig gelöscht, zeichnete sich am Horizont schon der nächste Einsatz ab. 10.10 Uhr also der nächste Alarm, mit Blaulicht und Martinshorn ging es gleich von Stahnsdorf weiter zum nächsten Feuer. Hier brannten mehrere über 30m³ große Abfallcontainer in voller Ausdehnung, sämtliche Feuerwehren der Region bis hin nach Nuthethal waren hier längere Zeit im Einsatz. 15.25 Uhr, die Alarme reißen nicht ab, wenn auch diesmal nicht zeitkritisch und ohne Blaulicht. Das akute Fischsterben in Berlin und Brandenburg ging auch an uns nicht vorbei, und so wurden wir alarmiert, um tote Fische aus dem Güterfelder See zu entfernen, „Angeln“ kann man das wohl doch nicht nennen. 15.42 Uhr, während ein Teil unserer Kameradinnen und Kameraden in Güterfelde tätig sind,

der nächste Alarm zur Tragehilfe für den Rettungsdienst. Erst gegen 20.00 Uhr waren alle Kameraden wieder unversehrt in der Wache zurück. Solche Tage, an denen fast pausenlos die Feuerwehr gefragt ist, gibt es zum Glück nur selten. Einige unserer Kameraden sind zwar in der Gemeinde angestellt, viele aber in der freien Wirtschaft tätig, und manch ein Chef sieht der Arbeit seiner Angestellten in einer Freiwilligen Feuerwehr sicher mit gemischten Gefühlen entgegen. Dank an alle trotzdem für das Verständnis für unser Anliegen und die Sicherheit unserer Bevölkerung. Im letzten Jahr wurden 176 Einsätze bewältigt. Ein Rückblick auf das erste Quartal dieses Jahres lässt uns aber auch schon wieder auf 59 Alarme schauen, es scheint wirklich mehr zu werden. Die ganz normale Feuerwehrroutine, wie geplante Ausbildungsdienste am 1.und 3. Montag sowie 2. und 4. Mittwoch eines jeden Monats, muss ja auch noch laufen. Und der ein oder andere Kamerad, natürlich auch unsere Mädels, bilden sich auch noch gelegentlich an den Wochenenden an der Kreisfeuerwehrschule in Beelitz weiter. Und dann wollte natürlich dasschon zur Tradition gewordene und bei vielen Einwohnern Kleinmachnows und darüber hinaus beliebte Osterfeuer am ersten Aprilwochenende vorbereitet sein. Darüber berichte ich aber erst in der nächsten Ausgabe der KLMZ. Ihr Mario Grocholski Gemeindewehrführer

Anerkennung Staatlich anerkannt  Am 1. April 2010 erhielt die Evangelische Grundschule Kleinmachnow den Titel einer Staatlich anerkannten Ersatzschule. Damit hat die Evangelische Grundschule die schriftliche Anerkennung für die gute Arbeit schwarz auf weiß. Die 2004 gegründete Schule darf ab sofort auch Referendarinnen und Referendare ausbilden und das Brandenburgische Landeswappen auf Zeugnisformularen abbilden. Schulleiter Markus Althoff sieht in der Verleihung der Urkunde vor allem eine „Anerkennung der erfolgreichen Arbeit, die in den vergangenen Jahren hier geleistet wurde“. Die Schule versteht sich als „Haus des Lebens und Lernens“, in dem Kinder schöpferische Gaben, Neugier und natürliche Lernfreude entfalten können. Daher bietet sie ein Ganztagsprogramm in jahrgangsübergreifenden Gruppen an, das durch Elemente des christlichen Glaubens verlässlich strukturiert wird. Zurzeit lernen 270 Kinder der Klassenstufen eins bis sechs an der Schule. Die Grundschule gehört zum Hoffbauer-Bildungscampus Kleinmachnow und kooperiert eng mit der dortigen Hoffbauer-Kita sowie dem Hoffbauer-Gymnasium. Das architektonisch auf das pädagogische Konzept abgestimmte fast kreisrunde Schulgebäude ist eingebettet in die wiesen- und waldnahe Umgebung des Bäketals. Auf dem Außengelände befinden sich Frei- und Spielflächen sowie „grüne Klassenzimmer“ und Gartenflächen. Unter dem Motto „Evangelisch macht Schule“ betreibt die Hoffbauer gGmbH Bildungseinrichtungen in Berlin und Brandenburg. Mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für 5.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene tätig. Eine Übersicht finden Sie unter: www.hoffbauer-bildung.de Martin Jeutner

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Querbeet

Zurückgeblättert

Manches verliert offenbar selbst in zehn Jahren nicht an Aktualität. Im Jahre 1999, so berichtete die Kleinmachnower Zeitung in ihrer Mai-Ausgabe 2000, hätten Wildschweine auf öffentlichen Grünflächen, Friedhöfen und Sportanlagen im benachbarten Zehlendorf einen Schaden von mehr als 200 000 D-Mark versursacht. Insbesondere nach den ersten Frischlingswürfen des damaligen Frühjahres machte das dortige Bezirksamt auf das strikte Fütterungsverbot für diese Tiere aufmerksam. Wildschweine, die in der Nähe von Siedlungsgebieten geboren wurden, sollten ihrem natürlichen Lebensraum, dem Wald, nicht durch künstliche Futterquellen in Siedlungsnähe entwöhnt werden. Verstöße würden mit einer Geldbuße geahndet werden können. Noch am 27. November 2009 lief eine Filmdokumentation im RBB, die unter anderem über Bürger in Berlin und Umland berichtete, welche das Fütterungsverbot konsequent missachteten. Dass die Wildschweine bislang nicht aus den Siedlungsgebieten zurückgedrängt werden konnten, beweist der Unfall an der Berlin-Kleinmachnower-Ortsgrenze vom 13. April 2010. Auf der Machnower Straße wurde eine Bache angefahren und schwer verletzt. Sie musste wenige Meter weiter auf dem Zehlendorfer Damm erschossen werden. Rolf Niebel Kleinmachnower Zeitung 05 2010

Woche der Sonne in Kleinmachnow Unter dem Motto „Unendlich. Einfach. Solar!“ findet in diesem Jahr vom 1. bis zum 9. Mai die 6. bundesweite Woche der Sonne statt. Auf über 2000 Veranstaltungen können sich interessierte Bürgerinnen und Büger über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie und der umweltfreundlichen Elektromobilität informieren. Hausbesitzer, Initiativen und Fachfirmen laden ein. Organisiert wird die Woche der Sonne vom Bundesverband der Solarwirtschaft. Auch in Kleinmachnow lädt die Lokale Agenda zu vier interessanten Veranstaltungen ein. Los geht es am 1. Mai um 11 Uhr im

Eintritt ist frei (keine Altersbeschränkung). Auf der Großbildwand wird eine aktuelle Dokumentation zum Uranabbau in Australien und dessen Umweltauswirkungen gezeigt. Ab 18 Uhr können auf dem Rathausparkplatz an der Stromtankstelle Elektrofahrzeuge ausprobiert werden. Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die Auftaktveranstaltung zur großen Fahrradaktion „Tausche Auto gegen Elektrofahrrad“ am 8. Mai (11 Uhr, Bürgersaal im Rathaus Kleinmachnow). Staatssekretär Rühmkorf aus dem Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und Bürgermeister

Meiereifeld 7e. Besucher können vor Ort Informationen über Solarstrom und Solarwärme erhalten. Die Hausbesitzer betreiben seit vielen Jahren entsprechende Anlagen und geben ihre Erfahrungen aus erster Hand weiter. Zudem gibt es zahlreiches Informationsmaterial und die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge auszuprobieren, u.a. Elektrofahrräder, BikeBoards und Elektroleichtmobile, darunter einen der wenigen noch fahrbereiten Hotzenblitze, sowie den funktionstüchtigen Prototypen einer Solartankstelle für Elektroräder. Bei entsprechendem Wetter gibt es gegen Unkostenbeitrag um die Mittagszeit frische Bratwurst und kühle Getränke. Um 14 Uhr geht es dann vor Ort weiter mit der Solar-RadTour zu interessanten Solarprojekten in Kleinmachnow. Die ca. einstündige Tour endet gegen 15 Uhr. Am 4. Mai startet um 19 Uhr im Bürgersaal (Rathaus Kleinmachnow) das KlimaKino, der

Grubert werden die Aktion offiziell eröffnen, bei der mehrere Haushalte für 14 Tage ihre PKW gegen hochmoderne Elektrofahrräder eintauschen und über ihre Erfahrungen berichten werden. Ab 10 Uhr stehen auf dem Rathausparkplatz verschiedene Elektrofahrräder zum Testfahren bereit. Die Lokale Agenda freut sich auf alle Besucherinnen und Besucher. Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es während der Öffnungszeiten im Büro der Lokalen Agenda: Rathaus Kleinmachnow, 3. Etage, Raum 3.15, Telefon 03 32 03 8 77 31 52 oder per eMail an lokale.agenda@kleinmachnow. de und unter folgenden Adressen im Internet: www.woche-der-sonne.de www.solarhaus-kleinmachnow. npage.de J. Affeldt Meiereifeld 7e 14532 Kleinmachnow Telefon: (03 32 03) 2 38 40 E-Mail: affeldt@web.de

Gottesdienste Ev. Auferstehungskirchengemeinde 2. Mai: 9.30 Uhr Augustinum, 10.30 Uhr Dorfkirche, Pfr. Duschka 8. Mai: 10.30 Uhr Auferstehungskirche, mit Kita „Arche“ und Trödelmarkt, Pfrn. Rosenthal 9. Mai: 10.30 Uhr Dorfkirche, Abendmahl, Pfrn. Rosenthal 13. Mai: 15.00 Uhr in Sputendorf, Gottesdienst im Grünen, Pfrn. Rosenthal 16. Mai: 9.30 Uhr Augustinum, 10.30 Uhr Dorfkirche, Pfr. Duschka 23. Mai: Pfingstsonntag, 9.30 Uhr Augustinum, 10.30 Uhr Dorfkirche, Pfr. Möllering 24. Mai: Pfingstmontag, Dorfkirche, Pfr. Duschka 30. Mai: 10.30 Uhr Dorfkirche, Konfirmation und Abendmahl, Pfrn. Rosenthal Gemeindenachmittag: 16. Mai: 15.00 Uhr Gemeindehaus, Thema: Botanischer Spaziergang über den Südwestkirchhof, Dr. Casperson

Paul-GerhardtGemeinde der ELFK 2. Mai: Kantate, 18.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl und Gemeindeversammlung 6. Mai: 19.00 Uhr Bibelabend 7. Mai: 19.00 Uhr Forum Kirche 9. Mai: 10.00 Uhr Gottesdienst 13. Mai: Himmelfahrt, 10.00 Uhr Festgottesdienst 16. Mai: Exaudi, 10.00 Uhr Gottesdienst mit Christenlehre 20. Mai: 19.00 Uhr Bibelabend 21. Mai: 19.00 Uhr Jugendstunde 23. Mai: Pfingstsonntag, 10.00 Uhr Festgottesdienst 24. Mai: Pfingstmontag, 10.00 Uhr Festgottesdienst 30. Mai: Trinitatis, 10.00 Festgottesdienst Mi. 16.00 Uhr Dschungelvesper, Di. 17. 00 Bläserchor, Do. nach Bibelabend Sängerchor

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Plätze der Region

Puschkinplatz einst Märkischer Platz Hier verbringen Boulespieler aus der Region ihre Freizeit

Einzelhändler treffen auf Künstler, Gastronomen auf Freizeitsportler, und Tradition vermengt sich mit Moderne. Das Erscheinungsbild des Puschkinplatzes in Kleinmachnow wird von Gegensätzen bestimmt. Allein seine Form ist nicht etwa rund oder viereckig wie meist üblich. Sie entspricht vielmehr einem Dreieck, mit einer Grünfläche im Zentrum, wo Sitzbänke zum Verweilen einladen. Der Puschkinplatz ist umgeben vom Zehlendorfer Damm im Nordwesten, einer gleichnamigen Nebenstraße im Nordosten und der Käthe-Kollwitz-Straße im Süden. „Besonders jetzt im Frühling wird der Platz an den Wochenenden richtig lebendig“, sagt Hubertus Kablick vom anliegenden Restaurant Machnow op’m Sande. Denn da träfen sich Freizeitsportler aus der ganzen Region zum Boulespielen. Seit nunmehr fünf Jahren gibt es auf dem Puschkinplatz eine Boulebahn. Initiiert wurde die Anlage von den dort ansässigen Geschäfts-

leuten. Die Gemeindeverwaltung stimmte der Idee zu. Seither werde die Boulebahn gut angenommen. An einem Baum neben der Anlage hängen die Spielregeln des Kugelsports. „Wir versorgen die Spieler mit Getränken, und wenn sie keine eigenen Kugeln haben, können sie diese bei uns gegen ein Pfand ausleihen“, erklärt Kablick. Seit sieben Jahren ist er mit seinem Restaurant im neu gebauten Gebäudekomplex an der Nebenstraße des Zehlendorfer Damms ansässig. Frisör, eine Galerie, ein Weinladen und eine Drogerie – der Puschkinplatz bot schon immer Einzelhändlern die Gelegenheit, ihre Waren zu verkaufen. „Da er nie im Zentrum von Kleinmachnow lag, war er eher ein Platz für die unmittelbaren Anwohner“, beschreibt Günter Käbelmann vom Heimatverein Kleinmachnow. Seinen heutigen Namen nach dem russischen Dichter Alexander Puschkin habe der Platz 1950 erhalten. Vorher hieß er schlicht „Märkischer Platz“ (seit 1926) und grenzte

an das so genannte Goldstaubviertel, einem Künstlerviertel in Kleinmachnow, erklärt der Heimatforscher weiter. Ende der 1930er Jahre seien am Zehlendorfer Damm mit Blick auf den „Märkischen Platz“ das Gemeindesteueramt und eine Außenstelle des Postamtes eingerichtet worden. „Bekannt war der Platz auch durch die Walter-BrandtTankstelle in der ehemaligen Wissmannstraße, der heutigen KätheKollwitz-Straße“, weiß Käbelmann. Diese sei 1936 eröffnet worden. Damals habe es insgesamt drei Tankstellen in Kleinmachnow gegeben. 1945 sei die Walter-Brandt-Tankstelle aber bereits wieder stillgelegt worden. An der Stelle, wo einst die Tanksäulen standen, gäbe es heute noch eine Aussparung im Asphalt. Weil sich Künstler vermutlich gern von der Natur und dem Leben auf dem Lande inspirieren lassen, kamen sie seit jeher nach Kleinmachnow. Einige wohnten auch hier am Puschkinplatz, zum Beispiel der deutsch-amerikanische Komponist Kurt Weill. Der um 1900 in Dessau geborene Musiker studierte und arbeitete in Berlin. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Kompositionen zu „Der Protagonist“ und zur „Dreigroschenoper“. Als er seiner Berliner Stadtwohnung überdrüssig wurde, heißt es in einer Quelle der Gemeindeverwaltung, habe er nach einem ruhigen Grundstück im Grünen Ausschau gehalten. Daraufhin soll Kurt Weill 1932 das Haus in der Käthe-Kollwitz-Straße 7 gekauft haben. Sein Aufenthalt hier währte aber nur ein Jahr. Der Künstler,

dessen Vater ein jüdischer Kantor war, emigrierte 1933. Mit 50 Jahren starb Kurt Weill in New York. Sein Haus in Kleinmachnow wurde verkauft. Offiziell soll es der letzte Wohnort des Komponisten in Deutschland gewesen sein. Über den Architekten des roten Klinkergebäudes, in dem Weill lebte, ist jedoch nichts bekannt. Es fällt lediglich auf, dass das Haus offensichtlich der Idee des Bauhausstils verbunden war. Es überzeugt mit einer eleganten Schlichtheit und axialen Anordnungen der Fenster. Ebenfalls am Puschkinplatz in Kleinmachnow, am Zehlendorfer Damm 112, wohnte einst der berühmte Luftfahrtpionier Carl August Freiherr von Gablenz. Von Gablenz wurde 1893 in Erfurt geboren und starb bei einem Flugzeugabsturz über dem Thüringer Wald 1942. Nach dem Ersten Weltkrieg soll der passionierte Pilot Mitbegründer der Deutschen Lufthansa und einer ihrer ersten Direktoren gewesen sein. „Sein Enkel hat die Zeppelinhalle bei Brand in der Niederlausitz gebaut“, erklärt Käbelmann. Heute befindet sich dort der Freizeitpark „Tropical Island“. Obwohl der Puschkinplatz nie ein Hauptplatz im Zentrum der Gemeinde war, existiert er, seitdem sich Kleinmachnow aus einem ländlichen Gutsdorf in eine Vorortgemeinde von Berlin entwickelte. Der Platz kann demnach auf eine rund 100-jährige Geschichte zurückblicken. In seiner Bedeutung ist er stets ein Ort für das Alltägliche und zugleich Extravagante gewesen. Text/Foto: Anett Kirchner

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Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Porträt des Monats

Ausgewandert, ohne den Ort zu wechseln Thomas Lettow – Zwischen Hausbesetzung und Geschäftsführung des JOB e.V. „Hier haste den Schlüssel, wenn de willst!“ Das hatte ein Freund irgendwann im Jahre 1990 zu Thomas Lettow gesagt, als er aus der Potsdamer Straße 44 in Teltow auszog. Lettow wollte. Damals 18-jährig eigenen Wohnraum zu bekommen, das war schwierig, und so bezog er die Wohnung, die besagter Freund bereits 1989 zur DDRZeit besetzt hatte. Das Haus war damals teils normal vermietet, teils in mieserablem, nahezu unbewohnbarem Zustand mit Klo halbe Treppe tiefer. Im Winter froren regelmäßig die Rohrleitungen ein. „Zeitweise gabs nur zwei funktionierende Toiletten im Haus“, resümiert Lettow, der heute in Stahnsdorf lebt. Peu à peu zogen die ursprünglichen Mieter nach der Wende aus, und der subkulturelle Dunstkreis Lettows zog ein. Es war eine unspektakuläre Hausbesetzung – ohne schwarz-rote Revoluzzer-Transparente und Stacheldraht in den Fenstern. Einige Leute kamen, andere gingen, und irgendwann gab es in Teltow ein Haus voller Punks. Das war jedoch ein längerer Prozess. Bereits der erste Besetzer, jener Freund, von dem Lettow dereinst den Schlüssel erhielt, war seinerzeit „ganz artig zur Stadtverwaltung rübergegangen“, die Stadtverwaltung lag damals noch schräg gegenüber, „Guten Tach, ick wohne jetzt da drüben, und wenn ihr wollt, denn könnt ihr mir ´n Mietvertrag geben, wenn nich, denn nich!“ Lettow selbst hatte noch weitaus später Gespräche mit der Stadtverwaltung erlebt, wo mit einiger Überraschung gefragt wurde: „Wie, hier gibts ´n besetztes Haus?“ Mit der verblüffenden Antwort: „Naja, wir leben dort drüben – ihnen gegenüber – aber schon seit zwei Jahren.“ Man legte es in der Potsdamer 44 nicht auf große Aktionen mit schwarz-roten Transparenten an. Es war eher die Suche nach Wohnraum und eine Sehnsucht nach selbstbestimmtem Leben, die die bunte Bewohnertruppe umtrieb, mit all den Schwierigkeiten, den basisdemokratischen Versuchen und anfänglich auch einem recht strengen Regime von Gemeinschaftsentscheidungen. Kleinmachnower Zeitung 05 2010

Man versuchte, das Haus in einem bewohnbaren Zustand zu halten. „Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn das Haus jahrelang leer gestanden hätte“, sinniert Lettow. Es war die Zeit der Eigentumsrückübertragungen, in denen niemand wusste, wem die Immobilie eines Tages gehören würde. „In der Zeit passierte natürlich nix, und vor 89 ist an dem Haus auch nichts gemacht worden.“ Mit der Polizei gab es zwar Berührungspunkte. Einen Grund, das Haus zu räumen, gab es jedoch nie, und es wurde auch keiner konstruiert. Aus Lettows Sicht gab es gerade zu jener Zeit, als die rechte Szene verstärkt im Osten mobilmachte, eine nahezu hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei. „Ich glaube, es ist nicht ganz üblich“, erinnert er sich, „wenn es Bedrohungen gegen solcherart Häuser gibt, dass wochenlang am Wochenende tatsächlich ein Funkwagen vor der Tür steht, um dieses Haus zu beschützen.“ Schmunzelnd fährt er fort: „Ich erinnere mich an eine Polizistin, die irgendwann abends gegen die Tür hämmerte, mit den Worten: Macht mal auf, wir sind´s, die Bullen! Die wollte letztlich nur sagen: Hey Leute, wir sind da, macht Euch keen Kopf, aber bleibt ruhig, wenn was losgeht! Wir wollen hier keine Straßenschlachten.“ Aus dem Hausprojekt Potsdamer Straße 44 ging 1991 die Gruppe 44 hervor. In einer Zeit, in der alte DDR-Strukturen abgewickelt wurden, in der viele, auch in der Potsdamer 44 arbeitslos waren, sich in mehr oder minder prekärer Ausbildung befanden oder studierten, ertappte man sich häufiger bei dem Gedanken: „So, jetzt sitzen wir hier in dem Haus, wir wollen hier leben, wollen hier wohnen, aber was ist denn noch mehr?“ Alte Treffpunkte und Diskotheken waren verschwunden und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Selbstverwirklichung fielen weg. Das erste Konzept der Gruppe, im soziokulturellen Bereich tätig zu werden, war noch ganz hausbesetzertypisch an die Potsdamer 44 geknüpft. Leben, Arbeit und Kultur unter diesem Dach allerdings war schon aus räumlichen Gründen un-

möglich. Bei Gesprächen mit der Stadt, insbesondere mit dem damaligen Sozialbeigeordneten Thomas Schmidt, kam man letztlich zu dem Schluss, dass die Ideen verändert werden müssen. Schmidt war einer der ersten Leute, die der bunten Truppe um Lettow sehr aufmerksam zuhörte. Das war wichtig, denn, so Lettow: „Natürlich gab es in Verwaltungen Vorbehalte, wenn da plötzlich Leute mit bunten Haaren kommen und mit verrückten Ideen im Kopf. Schmidt war da jemand, der wenig Berührungsängste mit uns hatte.“ Auch den Kontakt zur Projektgruppe JOB ( Jugend – Orientierung – Beruf ) aus Potsdam, die mehr um Berufsbildung kümmerten, machte Schmidt klar. Sehr schnell begann man zusammenzuarbeiten und schaute, was passiert. Irgendwann, so Lettow, beschloss man dann, sich zusammenzutun und den noch immer existierenden JOB e.V. zu gründen. Bald zog man ins

damals abrissreife Schifferkinderheim in der Teltower Boberstraße. Das Haus in der Potsdamer Straße 44, so Lettow, wurde 1994 oder 95 rückübertragen. Heute ist Lettow, der einst den Beruf eines Baumaschinisten erlernte, und sich zum Pädagogen, Sozialwirt und Coach weiterbildete, geschäftsführender Vorstand des Vereins JOB e.V. „Irgendwann stand dann die Frage: Projekt oder Unternehmen? Wir haben uns fürs Unternehmen entschieden.“ Er wirkt angekommen im System der neuen deutschen Republik, ohne eine kritisch-differenzierte Weltsicht aufzugeben. Solidarität und Respekt vor anderen – Menschen möglichst vorurteilsfrei zu begegnen, das sind Ideale, die ihm bis heute wichtig sind. Was die Deutsche Einheit angeht, „hätte ich mir damals einen anderen Weg gewünscht“, sagt er. „Bei Lichte betrachtet aber sind wir damals ausgewandert, ohne den Ort zu wechseln.“ Text/Foto: R. Niebel

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Maxim Gorki lernt spielend Russisch

Foto: Maxim-Gorki-Gesamtschule

Diese Erfahrung machten kürzlich 12 Schülerinnen und Schüler der Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow. Sie nahmen am 24.März 2010 am Schulcup „Spielend Russisch lernen“ teil. Das Spiel besteht darin, Fragen zum Vokabular aus unterschiedlichen Bereichen z. B. Zahlen, Zeitbestimmungen zu beantworten und Kenntnisse in der Landeskunde in drei Spielphasen und unterschiedlichen Niveaustufen nachzuweisen. Bei diesem Sprachlernspiel treten alle in Zweiermannschaften an. Ein Mitglied der Mannschaft hat Russischkenntnisse, das andere nicht. Je zwei solcher „gemischten“ Mannschaften spielen gegeneinander. Es ge-

winnt die Mannschaft, die in der Endrunde als erste alle drei Spielphasen erfolgreich bestanden hat. Die Siegermannschaft, bestehend aus den Schülern Ephraim Oelert und Tobias Freitag aus der Klasse 11b, freut sich nun auf die Regionalrunde. Das Bundescup-Finale findet „auf Schalke“ in Gelsenkirchen im Oktober/November statt. Einig waren sich die Mitspieler darin, dass diese Form des Spracherwerbs bzw. der Vertiefung der Sprachkenntnisse viel Spaß gemacht hat. Im nächsten Schuljahr werden die meisten wieder dabei sein, wenn es erneut darum geht,„spielend Russisch zu lernen“. J. Dettmann

Schach matt

Schülermeisterschaften im Schach Auf Initiative der Steinweg-Schule finden am 26. Juni 2010 im Bürgersaal des Rathauses, Adolf-Grimme-Ring 10, die Kleinmachnower Schülermeisterschaften im SchachEinzel statt. Aufgefordert sind Schulkinder bis zur Klassenstufe 6. Veranstalter ist die Gemeinde Kleinmachnow. Die schachliche Ausrichtung des Turniers überR

Sprechzeiten: Mo., Mi. 17.00–19.00 Uhr und nach Vereinbarung

Der Jungbrunnen für Ihre Haut, ihre Figur und Ihre Ausstrahlung! NEUERÖFFNUNG IN KLEINMACHNOW

nimmt dankenswerter Weise der Zehlendorfer Schachverein Königsjäger Süd-West. Alle Kleinmachnower Grundschulen sind aufgerufen, das Vorhaben zu unterstützen. Anmeldungen werden bis 31. Mai 2010 über die Grundschulen erbeten (Formulare in den Sekretariaten). Einzelnachmeldungen sind bis 26. Juni 2010 um 9.00 Uhr möglich. Die Aufsichtspflicht für die teilnehmenden Kinder liegt bei den Erziehungsberechtigten - die Kinder nehmen auf eigene Gefahr teil. Bei Fragen wenden Sie sich an Herrn Wuttke, Tel. 03 32 03/ 2 45 90 oder Herrn Templin, Tel. 03 32 03/7 74 74. GA/KLMZ Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Jugend und Bildung

Eine Region stellt sich auf – Jugendliche informieren sich

Jugendliche informieren sich am Stand der Union sozialer Einrichtungen Foto: Stadtmarketing Teltow Am ersten schönen Frühlingswochenende in diesem Jahr tummelten sich in Stahnsdorf eifrige Jugendliche. Ihr Ziel war die Teltower Ausbildungsmesse, die in diesem Jahr in der Ruhlsdorfer Straße stattfand. Zum dritten Mal in Folge präsentierten sich Unternehmen der Region und informierten die Jugendlichen über ihre beruflichen Perspektiven. Schirmherr der Messe war Brandenburgs Arbeitsminister, Günter Baaske. Veranstalter Johannes Müller vom Stadtmarketing Teltow, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Messe: „In diesem Jahr hatten wir rund 2 000 Besucher. Vor dem Hintergrund der schwierigen Raumsuche ist das ein sehr gutes Ergebnis.“ So lautete auch das Fazit der meisten Aussteller. Insbesondere wurde die Qualität der Gespräche gelobt. Auffällig war, dass viele sehr junge Leute sich informierten – also auch diejenigen, die erst in zwei Jahren mit der Schule fertig sein werden. Florian Heese, ein 14-jähriger Beelitzer, und seine Freundin Lisa-Marie Thiel (14) besuchten die Messe zum ersten Mal. Der Realschüler interessiert sich für das Hotelfach, die Gymnasiastin Lisa-Marie möchte Kosmetikerin werden. Die beiden

sind auf die Messe gekommen, um sich gezielt über ihre Fachbereiche zu erkundigen. Beide haben schon Schülerpraktika hinter sich und wissen, was sie wollen. „Insgesamt hat es sich für uns gelohnt zur Messe zu kommen, wir haben uns am IHK-Stand informiert, hauptsächlich darüber, welche Voraussetzungen wir für die Ausbildung benötigen, also welche Abschlüsse und welchen Notendurchschnitt.“ Für Lisa-Marie war interessant zu erfahren, dass sie Kosmetik auch im Zusammenhang mit BWL studieren kann. „Schön wäre für uns noch gewesen, mehr Betriebe in unserem Interessenbreich vorzufinden, aber insgesamt sind wir zufrieden!“ Die Schüler hatten die Möglichkeit, 50 Unternehmen kennenzulernen, von ortsansässigen Mittelständlern bis hin zu deutschlandweit tätigen Großunternehmen. Die meisten Aussteller brachten Azubis aus der Firma mit, mit denen sich die Ausbildungsanwärter unterhalten konnten. So auch Azubi Pascal Ulber. Er beantwortete Fragen zum Thema Ausbildung zum Examinierten Altenpfleger. Gerade bei diesem Thema besteht Aufklärungsbedarf, denn um das Thema Altenpflege wird oft ein großer Bogen gemacht.

Richtigstellung: KLMZ 4/2010 – Die angege-

Pascal ist im ersten Ausbildungsjahr bei der Qualitas Pflegedienst GmbH in Potsdam und einer der wenigen Männer, die sich für diesen Beruf entschieden haben: „Mittlerweise ändert sich das Bild, es kommen mehr und mehr Männer dazu.“ Für Pascal war nach einem freiwilligen sozialen Jahr klar: „Altenpflege ist mein Traumberuf. Mich reizt einfach das Gefühl, morgens zur Arbeit zu kommen und zu wissen, jetzt tue ich etwas Gutes. Man spürt die Dankbarkeit der Menschen, sie lächeln und freuen sich, wenn man kommt. Für die Alten ist es ein Segen, dass man da ist, man ist für sie ein Begleiter.“ Durch das soziale Jahr, konnte Pascal Erfahrungen zu seinem zukünftigen Beruf sammeln: „Es ist auf jeden Fall wichtig, erst mal zu schauen, ob man den Beruf mag, mindestens sollte man einen Probetag machen und sich Aufklären lassen, und dann ist natürlich auch wichtig zu wissen, ob dieser Beruf eine Zukunft hat.“ Die Zukunft der Ausbildungsmesse ist jedenfalls gesichert: „Im nächsten Jahr wollen wir allerdings schon im Januar starten, damit wir den Schulabgängern früher die Möglichkeit geben, sich zu informieren“, so Johannes Müller vom Stadtmarketing. Sören Kosanke hatte vor drei Jahren in seiner Funktion als Wirtschaftsförderer der Stadt Teltow die Messe mit ins Leben gerufen. Auch die Gemeindeverwaltungen der Orte Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow, Nuthetal, Ludwigsfelde und Großbeeren unterstützten die Veranstaltung tatkräftig. Sie verschickten im Vorfeld 6 000 Postkarten an Schüler zwischen 14 und 20 Jahren aus der Region. Die Teltower Ausbildungsmesse ist eine Initiative, die dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken will. Corinna J. Adam

Öffnungszeiten:

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Jugend und Bildung

Lesen & lesen lassen Annekathrin Bürger las bei den 6. Märkischen Literaturtagen in Kleinmachnow

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„Und so kam es, dass Marsetto nicht mehr imstande war, alle Nonnen zu befriedigen…“ Kurze Pause. Ein vorsichtiges Lachen oder vielmehr ein gedämpftes Kichern ging durch das Publikum im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow. Annekathrin Bürger schaute über ihre Brille hinweg mit vielsagendem, ernstem Blick selbstverständlich. Die Berliner Schauspielerin interpretierte erotische Geschichten aus Giovanni Boccaccios Novellensammlung „Il Decamerone“. Mit der Lesung wurden die sechsten Märkischen Literaturtage offiziell eröffnet. Seit Ende März stand der Landkreis Potsdam-Mittelmark über einen Zeitraum von fünf Wochen ganz im Zeichen des Leitgedankens „Lesen und lesen lassen“. Bibliotheken, Schulen, Kindergärten und Vereine organisierten insgesamt 32 Veranstaltungen. Auch Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow waren mit zahlreichen Lesungen vertreten. In den meisten Fällen kosteten die Veranstaltungen keinen Eintritt. Initiatoren der Märkischen Literaturtage waren der Fachdienst Kultur und das Medienzentrum des Landkreises. „Es beruhigt mich, wenn insbesondere junge Leute wieder zu Büchern greifen“, sagte der Landrat Wolfgang Blasig in seiner kurzen Eröffnungsrede. Ergänzend zu den Veranstaltungen gäbe es in diesem Jahr noch einen LeserWettbewerb. Dabei seien alle Bibliothekennutzer aufgerufen, lesenswerte Titel zu benennen. Unter den Einsendungen würden wertvolle Büchergutscheine ver-

lost. „Bitte beteiligen Sie sich daran“, warb der Landrat. Motivierende Worte fand auch Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert, der selbst mit seiner Familie insgesamt vier Leseausweise von der Gemeindebibliothek besitze. „Ich bin stolz, dass Kleinmachnow mit dieser Auftaktveranstaltung zum Mittelpunkt der Literaturtage wird“, sagte er. Und ab sofort stünden auch zwei Exemplare der Geschichtensammlung „Il Decamerone“ von Giovanni Boccaccio in den Regalen der hiesigen Bibliothek. Damit war die Überleitung zu Annekathrin Bürger perfekt. Bevor der Hauptgast des Abends jedoch die Bühne betrat, stimmte das JazzTrio der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ die Zuschauer auf die Lesung ein. Die jungen Musiker bekamen stürmische Beifallsbekundungen. „Ich möchte Ihnen heute einige von Boccaccios frechsten Geschichten vorlesen“, stellte die Schauspielerin voran. Der italienische Dichter soll 1313 geboren worden sein und lebte in Florenz. Er habe Geschichten geschrieben, um besonders den Frauen zu gefallen. Mit seiner „Menschlichen Komödie“ wie die Novellensammlung im Gegensatz zu Dantes „Göttlicher Komödie“ genannt werde, sei er weltberühmt geworden. In seinen Geschichten geht es unter anderem um einen Stallknecht, der sich leidenschaftlich in eine Königin verliebt, um einen listigen Liebhaber, der eine habsüchtige Frau begehrt und um einen Kleinmachnower Zeitung 05 2010


Kultur

gut aussehenden Gärtner, der die Nonnen samt Äbtissin in einem Kloster verführt. „Marsetto war gern bereit, ihnen zu gehorchen“, las Annekathrin Bürger mit ironischem Unterton. Die Nonnen ernannten den jungen Mann daraufhin zum Voigt ihres Klosters. Fortan lebte er viele Jahre mit ihnen zusammen. „Am Ende kehrte Marsetto als reicher Mann und vielfacher Vater in seine Heimat zurück, ohne je die Sorge gehabt zu haben, Kinder ernähren oder Geld verdienen zu müssen“, so die Schauspielerin weiter. Und die Moral? „Dass Christus jeden, der ihm Hörner aufsetze, auf solche Weise belohne…“ Annekathrin Bürger suchte sich für ihre Lesung fünf Geschichten aus dem insgesamt 100 Stücke umfassenden Werk heraus. Sie interpretierte sie mit scharfzüngigem Humor, italienischer Grazie und überbetontem Klang in der wörtlichen Rede. Manchmal entstand der Eindruck, sie wolle am liebsten aufspringen und die Szene dem Publikum mimisch vortragen. Boccaccios Geschichten luden offensichtlich regelrecht dazu sein. Seine Sammlung „Il Decamerone“ ist eingebettet in eine Rahmenhandlung. Sieben junge Frauen

und drei Männer verbringen auf einem Landgut nahe Florenz gemeinsam zehn Tage – deca steht für zehn. Während in der Stadt die Pest wütet, vertreiben sich die jungen Leute die Zeit, indem sie einander Geschichten erzählen. Die wenigsten der 100 Novellen sollen jedoch von Boccaccio selbst stammen. Er verarbeitete unter anderem Volkssagen und Märchen in seinem Werk, was aller Wahrscheinlichkeit nach um 1353 erschienen sein soll. Inhaltlich geht es vorwiegend um die moralische Frage des Liebesverrats. „Il Decamerone“ gilt heute als Ursprung der italienischen Prosa und zählt zur Weltliteratur. Musikalisch begleitet wurden die von Annekathrin Bürger leidenschaftlich vorgetragenen Kurzgeschichten jeweils von Fred Symann am Klavier und Christian Georgi an der Flöte. Passend zu den heiteren Novellen stellten die beiden Musiker aufwendige und witzig aufbereitete Adaptionen unter anderem von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart vor. Das Publikum ließ sich mit zunehmender Stunde immer mehr mitreißen. Es wurde ausgiebig gelacht und geklatscht. Text/Foto:Anett Kirchner

Buchvorstellungen aus der Bibliothek Peter Stamm: Sieben Jahre (Roman) Eva Avemark empfiehlt dieses Buch, weil es in sehr realistischer Weise Beziehungsprobleme aus der Sicht eines Mannes schildert. Die Geschichte eines Architekten, der ein perfektes Leben führen könnte, aber eine obsessive Bindung zu einer eigentlich völlig unattraktiven Frau entwickelt. Ein unaufdringlicher und beklemmender Roman. Peter Freund: Laura und das Geheimnis von Aventerra (Fantasy) Ricarda-Madleine findet, nach dem Lesen des Buches fällt es schwer, zurück in die Wirklichkeit zu finden. An ihrem 13. Geburtstag erfährt Laura, dass nur sie Aventerra und damit auch den Menschenstern retten kann. Spannend teilweise beunruhigend und vereinzelt stilistisch etwas bemüht. Fotos: Fichtmüller Kleinmachnower Zeitung 05 2010

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Das Neue Testament braucht keine Reliquie Herbert Findeis referierte zum Turiner Grabtuch – Vortrag und anderes Wissenswertes Wieder einmal ging ein Bild durch die Medien. Das schattenhafte Abbild eines bärtigen Mannes war in den letzten Wochen zum Titelthema von Stern und Focus avanciert. Der Fernsehsender Arte brachte einen populärwissenschaftlichen Beitrag. Vom 10. April bis zum 23. Mai 2010 ist die blasse etwa 1,80 Meter große Figur in Vorder- und Rückansicht auf einem gelbstichigen 4,36 mal 1,10 Meter langen Tuch öffentlich in der Basilika San Giovanni Battista in Turin ausgestellt. Die öffentliche Zurschaustellung des „Sindone“ (von griech. sindón für Decke, Hülle oder aber Grabtuch) findet in der Regel nur wenige Male in einem Menschenleben statt. Für die Gemeinde der Auferstehungskirche Kleinmachnow Anlass genug,

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diesem Thema einen Gemeindenachmittag zu widmen. Am 11. April hielt der pensionierte Physiker Herbert Findeis einen knapp zweistündigen Vortrag im Gemeindehaus der Kirche im Jägerstieg 2. Neben seiner ehemaligen Berufstätigkeit als Naturwissenschaftler ist Findeis aktives Mitglied der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Kleinmachnow. Und gerade dies machte das für den nichtkonfessionellen Zuhörer zwiegespalten Interessante an der Veranstaltung aus. „Ich möchte selbstverständlich keinem Reliquienkult das Wort reden“, betonte Findeis gleich zu Beginn seiner Ausführungen. Geschichte und Geschichten Das „Sindone“, wie die Evangelisten Markus, Matthäus und Lu-

Fanden die Templer das Turiner Grabtuch in den Katakomben des Tempelbergs, oder ist es ein Fälschung Leonardo da Vincis? Es bleibt eine Frage des Glaubens.

kas jenes Tuch bezeichneten, das der Jerusalemer Ratsherr Joseph von Arimathäa angeblich im April des Jahres 30 in Jerusalem kaufte, um Jesus von Nazareth nach dessen Kreuzigung nach jüdischer Begräbnissitte bestatten zu lassen, gilt als heiligste Reliquie der Katholischen Kirche. Seit dem Jahr 1357 ist die Existenz des Textils in Europa dokumentiert. Bereits für die Zeit um 450 finden sich jedoch Hinweise auf ein „Mandylion“ (giech. etwa Handtuch) genanntes Abbild von Jesus Christus im damaligen Edessa, dem heutigen Sanli Urfa in der östlichen Türkei. 943/44belagerten byzantinische Truppen Edessa, erzwangen vermutlich die Herausgabe des „Mandylions“ und brachten es nach Konstantinopel. Seit der Plünderung der oströmischen Metropole während des vierten Kreuzzuges im Jahre 1204 galt das Tuch als verschollen. Andere Quellen gehen davon aus, dass der vermutlich 1118/19 um Hugo von Payens gegründete und 1139 von Papst Innozenz II. offiziell in der Bulle „Omne datum optime“ gepriesene Orden der „Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hirosalemitatis“, der „Armen Soldaten Christi des Salomonischen Tempels“ das heilige Tuch fanden. Als historisch gesichert gilt, dass der König von Jerusalem, Balduin II. den Tempelrittern bereits kurz nach Ordensgründung ein Areal auf dem Tempelberg, dem früheren Standort der Jüdischen Tempels Salomons in Jerusalem als Residenz zur Verfügung stellte. Laut ungesicherten Legenden sollen die Templer in den dortigen Katakomben die Bundeslade, den Heiligen Gral und möglicherweise eben jenes Grabtuch Christi sowie einen Kreuzigungsnagel entdeckt haben. Nach der auf Befehl des Französischen Königs Philipp IV. am Freitag, dem 13. Oktober 1307 gegen die Tempelritter durchgeführten Generalrazzia, der 1312 von Papst Clemens V. verordneten Auflösung des Ordens und der Verbrennung des letzten Ordensmeisters, Jaques de Molay, als Ketzer

1314, war der Orden der Tempelritter offiziell nicht mehr existent. Beim Prozess gegen die Templer jedoch soll ein junger Ritter behauptet haben, dass im Rahmen eines Initiationsritus zur Aufnahme in den Orden ein Tuch mit dem vermeintlichen Abbild Jesu zu küssen sei. Um 1355 bis 1357, hier schwanken die Angaben, wurde eine kleine, von Geoffroy II. de Charny erbaute Stiftskirche in Lirey in der Nähe von Troyes geweiht. Hier soll das „Sindone“ zum ersten Mal öffentlich ausgestellt worden sein. Ein Geoffroy I. de Charnay wieder wird bisweilen in die Nähe des aufgelösten Templerordens gerückt. Spätestens um diese Zeit begannen auch die Streitigkeiten um die Echtheit des vermeintlich heutigen Grabtuches von Turin. Pierre d´Arcis, damals Bischof von Troyes, prangert in einem Schreiben an Papst Clemens VII. das Tuch, bei dem es sich um „das doppelte Bildnis eines Mannes, das heißt, die Vorderund die Rückansicht“ handele, als skrupellose Fälschung an und verlangte ein Verbot der Ausstellung. Zwar fand man wohl jemand, der die vermeintliche Fälschung gestand, doch auch die Methoden der mittelalterlichen Erkenntnisgewinnung in derartigen Fällen sind nicht unbekannt. Allerdings war Papst Clemens mit den Charny verwandt: Stiefvater Geoffroys II. war der Onkel des Papstes. Der brachte den Bischof zum Schweigen, und so nahm die Geschichte des „Sindone“ ihren Lauf. 1453 schenkte Marguerite de Charny das Tuch dem Herzog Ludwig von Savoyen. Seit 1502 wurde es in der Schlosskapelle von Chambéry aufbewahrt, wo es 1532 bei einem Brand durch Feuer, geschmolzenes Silber und Löschwasser beschädigt wurde. Ab 1578 befand es sich in Turin, der neuen Residenz der Savoyer. Der 1946 abgedankte letzte König von Italien, Umberto II. von Savoyen, vererbte das Tuch 1983 dem Vatikan. Außer Thesen nichts gewesen? 1898 fotografierte der Hobbyfotograf Secondo Pia erstmals das Kleinmachnower Zeitung 05 2009 2010


Kultur

Turiner Tuch und entdeckte auf dem Negativ das positive Bild eines bärtigen Mannes. Pia, so referierte Findeis bei seinem Vortrag in Kleinmachnow, wurde der Fälschung bezichtigt. Erst 1931 konnte das Tuch ein zweites Mal abgelichtet werden, mit der Folge, dass Pia im Alter von 75 Jahren doch noch rehabilitiert wurde. Seitdem wurde das Tuch zum Objekt zahlreicher wissenschaftlicher Forschungen und wilder Spekulationen. Das amerikanische „Shroud of Turin Research Project“ (Turiner-Grabtuch-Forschungsprojekt) untersuchte das „Sindone“ 1978 mehrfach, u.a. mikros- und spektroskopisch und mittels Röntgenstrahlen. Es sei das Abbild eines gekreuzigten Mannes, so das nahezu einhellige Ergebnis. Die Blutflecken seien echt, und das Bildnis kein Gemälde. Es gibt die Vermutung, dass ein Energieblitz das Abbild auf das Tuch gebrannt habe, legte Findeis dar. Tatsächlich sind derartige Bilder aus Hiroshima bekannt. Ein solcher Blitz allerdings hätte wohl mehr in Mitleidenschaft gezogen, als die Oberfläche einer Textilie. Die Journalisten Lynn Picknett und Clive Prince gehen in ihrem Buch „Die Jesusfälschung“ gar davon aus, dass Leonardo da Vinci das Bild auf dem heutigen Tuch mittels einer Art Urfotografie hergestellt haben könnte. Tatsächlich waren lichtempfindliche Substanzen, wie Silbernitrat seinerzeit bekannt, bestätigte auch Findeis. Ebenso bekannt war die Camera Obscura. Doch Findeis weiß mehr zu berichten: Pollen von 60 Pflanzen, meist aus der Jerusalemer Gegend habe der Schweizer Max Frei-Sulzer gefunden. Und, so Findeis, 28 Abdrücke von Frühlingsblumen Kleinmachnower Zeitung 05 2009 2010

seien auf dem Tuch nachweisbar. Den ultimativen Test auf Echtheit allerdings meinte man 1988 vorzunehmen. An drei Hochschulen, der Oxford University, der University of Arizona und der Eidgenössisch-Technischen Hochschule Zürich, wurden Fragmente eines sieben mal einen Zentimeter großen Stückes aus dem Randbereich des Tuches, auf verschiedenerlei Weise gereinigt und ungereinigt, mit der Radiokarbonmethode untersucht. Man kam zu dem einhelligen Ergebnis, das Tuch stamme aus der Zeit um 1260 bis 1390. Mittels der Radiokarbonmethode wird der Zerfall des Kohlenstoffisotops 14C in der Zeit gemessen. Kritiker gehen jedoch bis heute davon aus, dass Verunreinigungen, so durch häufiges Berühren gerade dieses Randstreifens die Ergebnisse verfälscht hätten. Das Tuch des Herrn bleibt unergründlich Herbert Findeis ist Physiker. Und er ist Protestant. Reliquien spielen im Protestantismus eine untergeordnete Rolle. Bis zu 500 Menschen wären laut Flavius Josephus bspw. im Jahre 70 beim jüdischen Aufstand täglich gekreuzigt worden, und in der Historie gäbe es etwa 30 Leichentücher Jesu, erzählt Findeis. Der Gelehrte Erasmus von Rotterdam (15./16. Jh.) stellte seinerzeit spöttisch fest, aus allen Splittern und Nägeln des Kreuzes Jesu, die als Reliquien verehrt würden, könne man ein seetüchtiges Schiff bauen. Ob das „Sindon“ nun echt ist oder nicht, bleibt eine Frage des Glaubens. Und so sei all jenen, die glauben, mit Findeis´ Abschlussworten an Herz gelegt: „Wer das Neue Testament hat, braucht keine Reliquie.“ Text: Rolf Niebel

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Berlin, im April 2010. Wirbelkörper, Bandscheiben, Muskeln, Bänder und Sehnen – aus ihnen besteht die Wirbelsäule. In einer komplexen Anordnung bilden sie gemeinsam eine spezielle s-förmige Struktur, in der sich die einzelnen Elemente genau anpassen. Doch nicht immer ist die Stabilität der Wirbelsäule gegeben. „Bei dem sogenannten Wirbelgleiten – auch als Gleitwirbel bezeichnet – rutschen ein oder mehrere Wirbel aus der ursprünglichen Position“, berichtet Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Erst im fortgeschrittenen Stadium bemerken die Betroffenen schließlich Belastungs und Dauerschmerzen, die sogar in andere Körperregionen ausstrahlen können. Schleichende Entwicklung Angeborene Verformungen der Wirbelsäule stellen eine der wichtigsten Ursachen für das Wirbelgleiten dar. Aber auch durch natürliche Verschleißprozesse, frühzeitigen Knochenabbau oder infolge von Frakturen können an der Wirbelsäule Instabilitäten entstehen. Dabei lassen sich vier unterschiedliche Typisierungen vornehmen, die den Schweregrad der Erkrankung beschreiben. „Meist verlaufen die Übergänge von einem in den nächs-

Schonende Behandlung für langfristigen Erfolg Konservative Methoden reichen in vielen Fällen aus, um die Schmerzen zu lindern. „Neben der Einnahme von Medikamenten kommt dabei der Stabilisierung der Wirbelsäule ein besonderer Stellenwert zu“, berichtet Dr. Sabarini. Auch die umliegenden Muskeln, Bänder und Sehnen tragen 2/3 entscheidend zur Stabilisierung bei. Deshalb erweist es sich als besonders wichtig, die umliegenden Muskelgruppen zu stärken. Mithilfe von Physiotherapie gibt es umfangreiche Möglichkeiten für ein gezieltes Training. Ebenso hilft das kurzfristige Tragen eines entsprechenden Korsetts, um das unangenehme Wirbelgleiten zu verhindern. Bei anhaltenden Beschwerden lässt sich eine dauerhafte Stabilisierung mithilfe der sogenannten Spondylodese erreichen. Dabei handelt es sich um eine Verblockung der entsprechenden Wirbelabschnitte mit Titanelementen. Während eines Eingriffes unter Vollnarkose bringen die Spezialisten erst die verschobenen Wirbelsäulengelenke wieder in ihre ursprüngliche Form. Anschließend sorgen Schrauben an den Wirbelgelenken und zusätzliche Verbindungselemente aus Titan für die nötige Stabilität. „Versteifung bedeutet aber nicht, dass die Wirbelsäule an Beweglichkeit verliert“, sagt Dr. Sabarini. Im Normalfall können Patienten fast alle Bewegungen wie gewohnt ausführen. Weitere Informationen unter www.wirbelsäulenklinik-berlin.de. PI Borgmeier Public Relations Foto: pixelio.de/Sonja Schreibe Kleinmachnower Zeitung 05 2010


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Sport

Auf Distanz zum Herausforderer TFV bezwang erneut RSV Die Fußballfreunde der Region hatten sich so einiges von dieser Saison versprochen. Mit dem Aufstieg des RSV Eintracht Teltow in die Landesklasse schien das Ende der klaren Dominanz des Teltower FV am Kanal eingeläutet. Doch zumindest in den direkten Duellen hielt sich der langjährige Platzhirsch schadlos. Im Kreisfußball hatte dagegen der aufstrebende SV Ruhlsdorf schon im vergangenen Sommer die zweite Mannschaft des TFV hinter sich gelassen. Dass auch der regionale Fußball seine Anhänger hat, wurde mal wieder im Lokalderby der Landesklasse offensichtlich. Rund 350 Fans verfolgten am Ostermontag an der Jahnstraße das Duell zwischen dem Teltower FV und dem RSV Eintracht Teltow. Nach dem knappen 3:2-Sieg des TFV am ersten Spieltag und den starken Auftritten der Stahnsdorfer im neuen Jahr erwarteten nicht wenige, dass nun das Denkmal stürzen würde. Aber nach Toren der unverwüstlichen Oldies Edgar Hecht (15.) und Ingo Hecht (68.) sowie des Talents Nicolas Wilcke (79.) behaupteten sich die Männer von der Jahnstraße überraschend klar mit 3:0. Der Angriff des Herausforderers wurde damit zunächst abgewehrt. Dennoch darf man sich schon auf eine interessante Neuauflage in der nächsten Saison freuen, denn trotz dieser Niederlage ist die Eintracht sicherlich lange noch nicht am Ende ihrer erfreulichen Entwicklung angelangt.

In Kienberg präsentierte sich der TFV II gut in Form. Hier gewinnt Stefan Fellenberg (Nr. 12) ein Kopfballduell. Foto: Lukas Auch im Kreisfußball gab es ein spannendes Derby, als sich an einem Freitagabend vor rund 300 Zuschauern der SV Ruhlsdorf und der RSV Eintracht II im Spitzenspiel der 1. Kreisklasse gegenüberstanden. Durch ein spätes Tor von Nico Netzler (84.) siegten die Ruhlsdorfer mit 1:0. An jenem stimmungsvollen Abend wurde erneut deutlich, dass man in Teltow in Sachen Fußball durchaus etwas bewegen und Publikum finden kann. Der SVR bleibt zur Freude seiner zahlreichen Fans auch weiterhin auf Kreisliga-Kurs. Ein letztes Derby steht in dieser Saison in der Region noch aus. Dann werden sich am 2. Mai (15 Uhr Jahnstraße) in deutlich kleinerem Rahmen der Teltower FV II und der RSV Eintracht III in der 2. Kreisklasse gegenüberstehen. Die Teltower präsentierten sich in jüngster Zeit verbessert. Sie konn-

ten aus ihren ersten vier Spielen nach der unfreiwillig verlängerten Winterpause immerhin zwei Siege holen. Erst gewannen sie in Kienberg nach drei Treffern von Michael Handke, zwei Toren von Marcus Bertelmann sowie einem von Rico Haym verwandelten Strafstoß überraschend deutlich mit 6:0. Dann bezwang der TFV II auch den favorisierten FC Falkensee 08 mit 3:1, wobei Ahmad El Rabah, Michael Handke und Oliver Crone erfolgreich waren. Zwei Spiele gegen andere Aufstiegsanwärter gingen indes knapp verloren. Gegen Blau-Weiß Beelitz II hieß es trotz des Tores von Florian Rother 1:2 und gegen Schönwalde II 0:1. Dennoch scheint sich der TFV II zumindest in der Abwehr gefunden zu haben, sodass man dem Duell mit dem RSV III mit viel Spannung entgegen sehen darf. Volk.

AUGENBLICK MAL! Kennen Sie das? Die Augen sind gerötet, brennen und fühlen sich an wie Schmirgelpapier. Dazu laufen Ihnen scheinbar grundlos Tränen über die Wangen. Die Augen sind müde und man möchte sie immerzu reiben. Dies sind Anzeichen für trockene Augen – das Sicca-Syndrom. Jeder vierte Deutsche kennt diese Symptome und leidet unter trockenen Augen. Gerne beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Apotheke Stahnsdorf und Christophorus Apotheke zu Therapiemöglichkeiten gegen das „trockene Auge“. Kommen Sie doch vorbei und lassen Sie sich die kostenlose Broschüre über das trockene Auge und das Augenfitnessprogramm geben.

Kleinmachnower Zeitung 05 2010

Sternfahrt des ADFC

Foto: ADFC Die größte Fahrraddemonstration der Welt, die BerlinBrandenburger Fahrradsternfahrt, hat auch 2010 einen Treffpunkt in Kleinmachnow. Gegen 11.35 Uhr am 6. Juni wird der Fahrradkorso an der Kreuzung Thomas-MüntzerDamm/Zehlendorfer Damm/ Meiereifeld aus Teltow erwartet. Dabei führt die Route aus Steglitz kommend über die Lichterfelder Allee und den Ruhlsdorfer Platz (Treffpunkt 11.20 Uhr) in Teltow nach Kleinmachnow. Vom Kleinmachnower Treffpunkt aus fahren die Pedaleros über Zehlendorf-Mitte zur AVUS, um dann über Funkturm und Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor zu radeln. Dort wird beim dazugehörenden Umweltfestival bis gegen 19 Uhr gefeiert. Die genaue Routenführung ist in den Tagen vor der Sternfahrt auf der Website www.adfc-berlin. de zu finden. ADFC Kleinmachnow, c/o Udo Böhlefeld, An der Stammbahn 207, Tel.: 03 32 03 - 88 67 89, mob.: 0170 - 9 00 04 94

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Recht

Verbraucherinsolvenz – Insolvenz Wäre ihr Anlass nicht so dramatisch, man müsste die Verbraucherinsolvenz als Erfolgsmodel lbezeichnen. Denn nicht nur Firmen können pleite gehen; auch die Verbraucherinsolvenzen nehmen seit ihrer Einführung 2000 stetig zu. Als eine Folge der Finanzkrise werden 2010 bis zu 138 000 Privatleute zum Insolvenzgericht gehen, um sich ihrer Schulden zu entledigen. Das Verfahren ist jedoch nicht für jeden geeignet; ARAG-Experten schildern das Verfahren:

www.kleinmachnower-zeitung.de Der Computerspezialist (Tipp 186) iPad versus WePad Seit April können sich Amerikaner freuen, ein iPad kaufen zu können. Wir in Europa, müssen dagegen noch warten. Was kann diese neue Form von Tablet PCs? Sie sind sehr leicht (700850g), sehr dünn, halten bis zu 12 Stunden und haben ein Touch-Display à la iPhone. Besonders Verlage sind von diesem Gerät angetan, die darin neue Wege der Printmedien sehen. Die Fakten: Das iPad hat einen kleineren Bildschirm: 9,7 gegen 11,6, keine USBSchnittstellen (z.B. um Tastatur, Webcam oder Drucker anzuschließen), keine Webkamera, keinen SD-Slot für SDSpeicherkarten. Es können beim iPad

keine Flash-Animationen oder Flash-Webseiten angezeigt werden. Es ist ein in sich völlig geschlossenes System, das für ein Notebook dieser Art ärgerlich ist. Hier wird Apple wohl noch nachbessern müssen. Das WePad hat all diese Dinge, ist jedoch noch nicht lieferbar und vor allem noch nicht ausgereift. Bei der Pressevorstellung lief nur ein Dummy mit Windows, anstelle vom geplanten Linux und anfassen durfte man auch nicht – weil das Touchdisplay noch nicht funktionierte. Trotzdem sollen bereits 20.000 Bestellungen vorliegen. Sollte es dann auf dem Markt kommen, wäre es eine echte Alternative zum iPad.

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Außergerichtliche Schuldenregulierung: Wenn der Schuldner ein gerichtliches Insolvenzverfahren beantragen möchte, muss er nachweisen, dass er sich innerhalb der letzten sechs Monate bemüht hat, eine außergerichtliche Einigung mit seinen Gläubigern zu erzielen. Dies geschieht mit Hilfe von Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Schuldnerberatungsstellen der freien Wohlfahrtsverbände und Kommunen. Letztere arbeiten für den Schuldner kostenneutral, während Rechtsanwälte und Steuerberater Geld nehmen. Diese Beratungsleistung ist aber wichtig, denn ein Telefonanruf bei den Gläubigern mit der Bitte um Stundung oder Teilerlass der Schulden reicht nicht aus. Vielmehr muss der Schuldner allen Gläubigern einen konkreten Vorschlag zur Schuldenbereinigung unterbreiten. Schuldenbereinigungsplan: Bleiben die außergerichtlichen Einigungsversuche erfolglos, kann der Schuldner beim Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Insolvenzverfahrens stellen. Zu diesem Zweck muss der Antragsteller einige Unterlagen bereithalten: Bescheinigung über die außergerichtlichen Einigungsversuche, Vermögensverzeichnis, Verzeichnis der Gläubiger und der Forderungen sowie seinen Antrag auf Restschuldbefreiung oder die Erklärung,

dass eine solche nicht beantragt werden soll. Jetzt fehlt noch der Schuldenbereinigungsplan. Der darf durchaus den Vorschlägen zur Schuldenbereinigung aus dem außergerichtlichen Einigungsversuch ähneln, besonders, wenn dieser zu Teilergebnissen geführt hat. Mit diesem Plan besteht eine weitere Möglichkeit, eine Einigung herbeizuführen. Das Gericht hat dabei weiter reichende Kompetenzen als der Schuldner und kann z.B. die Zustimmung einzelner Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen ersetzen. Vereinfachtes Insolvenzverfahren: Bleibt auch das gerichtliche Einigungsverfahren ohne Resultat, folgt das Verbraucherinsolvenzverfahren. Dieses ist im Verhältnis zum Unternehmensinsolvenzverfahren einfacher. Sind die Vermögensverhältnisse überschaubar, und die Zahl der Gläubiger oder die Höhe der Schulden gering, kann das Verfahren zum Beispiel schriftlich erfolgen. Wohlverhaltensperiode: Hat der Schuldner einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt, muss er nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch sechs Jahre lang den pfändbaren Betrag seiner Bezüge an einen Treuhänder abführen, der die Beträge gleichmäßig an alle Gläubiger verteilt. Während dieser sogenannten Wohlverhaltensperiode muss der Schuldner einer angemessenen beruflichen Tätigkeit nachgehen oder sich im Falle der Erwerbslosigkeit um eine solche bemühen. Restschuldbefreiung: Verhält der Schuldner sich redlich, steht am Ende die Restschuldbefreiung durch Entscheidung des zuständigen Amtsgerichts. Der Schuldner wird von den Zahlungsansprüchen, die zu Beginn des Insolvenzverfahrens gegen ihn bestanden, befreit. ARAG Kleinmachnower Zeitung 05 2010


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Heimatgeschichten

Gemeindehaus und Gottesdienste Runde Geburtstage in der Auferstehungs-Kirchengemeinde

Nach über 350 Jahren bekam die alte Kleinmachnower Dorfkirche eine jüngere Schwester, deren Geschichte in den 1920er-Jahren begann. Die gerade gebildete Landgemeinde erlebte einen Siedlungsboom und verzeichnete einen schnellen Anstieg der Einwohnerzahl. Um den Zuzüglern eine eigene Anlaufstelle und Versammlungsstätte im Siedlungsbereich zu schaffen, entstand 1930 am Jägerstieg das Evangelische Gemeindehaus. Der zweigeschossige Backsteinbau wurde vom Architekten und späteren Kirchenbaurat Winfried Wendland entworfen. Das villenartige Gebäude besticht durch klare Formen und eine durchgehende, bis in den Dachbereich ragende risalitartige Treppenflurverglasung. Das geräumig gehaltene Haus ermöglichte neben Büro, Wohnung und Unterrichtsraum die Einrichtung eines breiten Saals im hinteren Teil. In dem mit separatem Eingang und Bühne versehenen Raum fanden Versammlungen und ab 1933 regelmäßig Gottes-

Impressum

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Kleinmachnower Zeitung – Unabhängige Monatszeitschrift für die Gemeinde Kleinmachnow Verlag: Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH, Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow, Tel.: (0 33 28) 31 64 50, Fax: (0 33 28) 31 64 72, www.teltower-stadtblatt.de; Herausgeber: Andreas Gröschl

dienste statt, zuerst vierzehntägig im Wechsel mit der Dorfkirche und dann jeden Sonntag, wofür das zuständige Pfarramt Stahnsdorf einen Hilfsprediger stellte. Bald reichte der Saal nicht aus, so dass der Wunsch nach einem Kirchenneubau wuchs. Leider brachte der bevorstehende Krieg das Vorhaben zum Erliegen und stoppte selbst die Erweiterung des Gemeindehauses für Pfarrwohnung und Schwesternstation. Nach Kriegsende nahm man „im Hinblick auf die gegenwärtige Notlage, die Finanzierung und Materialbeschaffung“ Abstand vom Bau einer „freistehenden Notkirche“. Stattdessen wählte man eine bescheidenere Lösung und begann 1947 mit Arbeiten zur „Erweiterung des Gemeindehauses“. An seiner Rückfront entstand gemäß dem Entwurf des Architekten Blume ein flacher Backsteinanbau. Trotz fehlender Verantwortlicher Redakteur: Rolf Niebel Redaktion: Cornelia Schimpf, Lutz Steinbrück, Beate Richter, Helke Böttger Tel.: (0 33 28) 31 64 - 68, Fax: - 76, E-Mail: redaktion@kleinmachnower-zeitung.de Grafik, Layout: Yvonne Strauer, Titelgestaltung: Johannes Brückner Anzeigen: Wolfgang Sittig, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 60, Fax: - 74, E-Mail: wolfgang_sittig@ stadtblatt-online.de

Bänke und Dielung, die später durch Estrich ersetzt wurde, gab es hier am 4. Advent 1948 im Beisein von Bischof Karo den ersten Gottesdienst der selbstständigen evangelischen Gemeinde Kleinmachnow. In den 1950er-Jahren fand die Ausgestaltung des Kirchsaals ihren vorläufigen Abschluss. Das Rosettenfenster in der Altarnische wurde zugemauert und durch ein großes schlichtes Holzkreuz ersetzt. Altar, Kanzel und Taufe erhielten eine einheitliche Gestaltung aus Jura-Marmor und die heutige Platzierung. An der Wand über der Taufe, wo vordem der Zutritt zur Kanzel war, wurden zwei holzgeschnitzte „Kirchenväter“ angebracht, die der Kleinmachnower Künstler Hermann Lohrisch schuf. Ergänzt wurde die Ausstattung durch eine Schuke-Orgel an der vorderen rechten Ecke, wo inzwischen eine Nachfolgerin der Firma Ahlborn steht, mittlerweile „bewacht“ von einer Heiligenskulptur. Druck: Sauer Druck & Werbung Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 11/09 und die Kleinanzeigenliste Nr. 04/09. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch.

Trotz fehlender Bewilligung konnte in jener Zeit auch der Glockenturm an der hinteren rechten Seite fertiggestellt werden. In dem runden, mit Blechhaube bedeckten und von einem Kreuz gekrönten burgähnlichen Bauwerk fanden die drei hand- und jetzt elektrisch geläuteten Glocken ihren Platz. Aus schmalen, hohen Schallfenstern drang ihr Geläut zu Ostern 1955 über den Siedlungsbereich, als Bischof Dibelius die neue Gottesdienststätte einweihte, die ob jenes Datums den Namen „Auferstehungskirche“ erhielt. Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow. Die Benennung von Gebäude und Gemeinde wurde in den 1980er-Jahren das Thema für den ortsansässigen Künstler Herbert Sander zur Anfertigung eines Betonglasfensters an der linken Seite. In dem rätselhaft gehaltenen farbigen Glasmosaik erkennt der Betrachter ein gedrungenes Kreuz, umgeben von einem regenbogenartigen Reigen. Obwohl der „alte Saal“ durch herausnehmbare Fenster einbezogen werden kann, reicht die Kapazität durch die seit 1990 verdreifachte Zahl der Gläubigen ebenso wenig aus, wie die der Dorfkirche, deren winterliche Nutzung überdies eingeschränkt ist. Nötig wäre ein Raum für etwa 600 Menschen, der als „Kirchliches Zentrum Kleinmachnow“ (KiZ) mit Veranstaltungssaal und Gemeindehaus auf dem alten Gutshofgelände entstehen soll – eine Entscheidung, der die Volksvertreter inzwischen zustimmten. Wenn das Projekt wie geplant verwirklicht wird, wäre das eine erhebendere Auferstehung als die Wiederingebrauchnahme der Auferstehungskirche nach der Wende. Dr. Josef Drabek Fotos: J. Drabek (2), Heimatverein Kleinmachnow (1) Abonnement: für Ortsansässige 12,00 Euro, für Auswärtige 24,00 Euro (inkl. Porto). Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Termine für den Juni Redaktionsschluss: 17.05.2010 Anzeigenschluss: 17.05.2010

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