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Agenda-Kulturplan

S. 3

Normaler Winter?

S. 12

Inklusive Förderschule?

S. 20

l a n r u o j s t a n o M s da mit Amtsblatt der Gemeinde Kleinmachnow

1,10 € Nr. 2/JG 20 Februar 2011

Seite 21

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Dr. med. Petra Buder Dr. med. dent. C. Djamchidi Dr. med. dent. Andi Kison Dipl.-Med. A. Langhein Dr. med. Petra Ganal Dr. med. C. M. Opdensteinen PD Dr. med. D. Pfeiffer

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2 Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Aktuelles/Inhalt

Zeitplan für Kulturprojekte Lokale AGENDA – Arbeitsgruppe Kultur und Bildung Leider liegt immer noch kein abgeschlossenes Kulturkonzept unserer Gemeinde vor. Dieser Umstand erschwert in ziemlichem Umfang die Entscheidung zum Kauf und der Instandsetzung der Kammerspiele. Die Arbeitsgruppe Kultur und Bildung der Lokalen Agenda Kleinmachnow möchte mit dem vorgelegten Zeitplan auch längerfristige Orientierungen für die Entwicklung der kulturellen Landschaft im Ort geben. Die Inhalte sind sehr ambitioniert und bedürfen einer gründlichen Abwägung. Die Mitwirkung möglichst vieler Bürger unseres Künstlerortes (Sprachgebrauch von Harald Kretzschmar) ist Voraussetzung für das Erreichen der Ziele.

Regionales • Die Region auf einen Blick • Anschläge • Rand-GLOSSE: Individualverkehr • Flugroutenmodelbau • Fast nicht zu toppen • Zielstellung Generationennetz • 20 Jahre TAV • Topthema: Ist dieser Winter noch normal?

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Kommunales • Der Hauptausschuss tagte • Standpunkt: Kammerspiele • Kino und Kultur erhalten • 3 Fragen an den Bürgermeister • Straßengespräche • Helfried Winzer zum Gedenken • Leserpost So könnte sie bald wieder aussehen, die alte Hakeburg. Foto: Archiv Heimatverein Kleinmachnow

2011–2012 • Kauf und Instandsetzung der Kammerspiele Kleinmachnow (Beginn von Benefizkonzerten in der Planungsphase für den Ausbau des dritten Geschosses der Kammerspiele für den Einzug des Heimatvereines Kleinmachnow) 2011 • Abschluss der Planung für den Bereich des alten Dorfes, insbesondere aus der Notwendigkeit heraus, dass der Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde in der Zeit von 2012–2014 errichtet werden kann • Errichtung des Kulturanbaues an der Stein weg-Schule Kleinmachnow 2012 • Beginn der Errichtung von Skulpturwanderwegen unter Einbeziehung der Bildhauer des Ortes und der einschlägigen Aktivitäten der Schulen nach Abschluss der Bauarbeiten des Wanderweges Friedensbrücke/Rammrathbrücke und nach Abschluss des Baues der Schopfheimer Allee • Beginn der Benefizkonzerte in den Kammerspielen zur CoFinanzierung der Orgel des neuen Kirchsaales, um den kulturellen Leuchtturm der Gemeinde, die Kantorei, großzügig zu unterstützen (Einbau der Orgel in den Jahren 2016–2018) 2013 • Beginn der Planung für den Wiederaufbau der alten Hakeburg und des Gutshauses im alten Dorf (einschl. der archäologischen Untersuchung, um allen Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden) Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Inhalt

2020 • Zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde Kleinmachnow: Fertigstellung der alten Hakeburg als Museum für Ortsgeschichte im Keller- und Erdgeschoss des Gebäudes, darüber Dienstwohnung für den zukünftigen Museumsleiter im Gutshaus 2020–2024 • Beginn der Bauarbeiten für die Errichtung des Gutshauses als Museum für Kunstgeschichte und Bildergalerie Weiterführende Überlegungen Land- oder Kanalarbeiterhaus Zehlendorfer Damm 200: Rekonstruktion des unter Denkmalschutz stehenden Vierfamilienhauses. Von den vier Wohnungen könnte eine Wohnung Stipendiatenwohnung für den internationalen Bildhauernachwuchs mit Atelier in der Remise sein. Die weiteren drei Wohnungen sollten Dienstwohnungen der Gemeinde sein, um jungen Mitarbeitern, eventuell Lehrern und Erziehern, den Anfang in Kleinmachnow zu erleichtern. Nordseite des Gutshofes (ehemaliger Standort der Remise): Errichtung von zwei oder drei dem Gutshofcharakter nachempfundenen Doppelhäusern zur Einfassung des Gutshofes. Vorzugsweise könnten diese an die Mitarbeiter der evangelischen Kirche (Pfarrer, Kantor) vermietet werden oder Dienstwohnungen der Gemeindeverwaltung sein. Auch die Wiedererrichtung des ursprünglich am Zehlendorfer Damm gelegenen Landarbeiterhauses in der äußeren Gestalt wäre denkbar. Christian Grützmann Tel.-Nr.: (03 32 03) 2 20 45 E-Mail: ch.gruetzmann@t-online.de

6 6 6 7 8 10 14

Kultur • Porträt: Peggy Block • Als GOtt nicht nach Kleinmachnow kam • Berg und Prophet • Schwesterkunst aus Italien • Buchvorstellung

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Jugend/Bildung • „Endlich mal´n Hintern in der Hose haben ...“ 20 • Musizierend musizieren helfen 21

Gesundheit • Tagesklinik für Region • Das ändert sich 2011 • Selbsthilfegruppen/ Bereitschaftsdienste

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Querbeet • Feuerwehrreport • Erhebungsbeauftragt gesucht • Zurückgeblättert • Lokale Agenda 21: Zehlendorfer Damm

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• Region und Europa zu Wasser • Angst vor dem Winter

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port S

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Recht • Veränderte Gesetze

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Heimatgeschichten • Beginnfreudige Moment aufnahmen

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Aus der Region

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Region Am 6. Januar, am Tag der Heiligen Drei Könige, waren zwei Sternsinger-Gruppen in der Region unterwegs. Als Heilige Drei Könige gekleidet zogen die 7- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen durch Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf und statteten dem jeweiligen Bürgermeister einen Besuch ab. Diese waren mit einer Spendenaktion für kranke und behinderte Kinder in Kambodscha verbunden. Für vier Sternsinger aus Kleinmachnow und Stahnsdorf war in diesem Jahr die Teilnahme am traditionellen Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin das besondere Highlight. Text/Foto: cos

Während der Spendenübergabe in Teltow

Foto: NextiraOne, Text: cos Teltow In einem Atemzug mit Paris genannt – NextiraOne, einer der führenden herstellerunabhängigen Integratoren für Kommunikationslösungen und -services in Europa, ist nach Teltow gezogen. Der neue Firmenstandort im Techno Terrain, Rheinstraße 10 b, bietet den 360 Mitarbeitern flexible Büroeinheiten, helle Besprechungsräume sowie zahlreiche Meeting Points. Darüber hinaus zeichnet sich der neue Standort durch kurze Wege zu Kunden und Partnern in der Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg aus. Mit dem Vermieter wurde ein langfristiger Vertrag abgeschlossen, um mehr Raum für das geplante Wachstum zu schaffen.

Kleinmachnow Der 22. Januar stand in der Region ganz im Zeichen der Bildung. Neben der mehr als gut besuchten Ausbildungsmesse im OSZ Teltow, öffneten auch die dortige Mühlendorf Oberschule sowie die Freie Waldorfschule Kleinmachnow ihre Türen. Zahlreiche junge Familien nutzten die Angebote, um sich ausführlich über die potenzielle neue Schule ihrer Kinder zu informieren. Auch viele Schüler und Lehrer standen den interessierten Eltern und Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Die Waldorfschule präsentierte freien Unterricht und lud die Besucher in der eigenen Cafeteria zum Verweilen ein. cos

Schüler der Waldorfschule

Foto: C. Schimpf

Region Das druckfrische Programm der Kreisvolkshochschule und Kreismusikschule für das Frühjahrssemester 2011 liegt ab sofort in den Ämtern, den Tourismusinformationen, öffentlichen Gebäuden, in den Dienststellen des Landkreises und natürlich in der Volkshochschule/Musikschule aus. Einführend mit einem Spruch aus Birma „Ein Mensch, der wenig gelernt, ist wie ein Frosch, der seinen Tümpel für einen großen See hält“, findet man auf den folgenden Seiten der Publikation eine Reihe von weiteren allgemeinen Informationen beider Bildungseinrichtungen. PI/KLMZ

Foto: Archiv Heimatverein

Stahnsdorf Die Krippen-Kinder der Stahnsdorfer Kita „Waldhäuschen“ bekamen kürzlich ihr neues Spielpodest. Im großen Gruppenraum können die Allerkleinsten jetzt nach Herzenslust klettern, krabbeln, kriechen, rutschen und auf Entdeckungsreise gehen. Eine besondere Herausforderung für die Schulung der Motorik, Körperwahrnehmung und des Gleichgewichts stellt der Wellenaufgang dar – eine Treppe, die durch Schaumstoffauflagen keine feste Unterlage bildet. Das Podest ist Teil der zurzeit stattfindenden Um- und Ausbauarbeiten und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur „Kneipp-Kita“ dar. B.Ri.

Abb.: VHS

Kleinmachnow Am Donnerstag, dem 20. Januar, hat das Brandenburgische Verkehrsministerium beim Verwaltungsgericht Potsdam Klage gegen den Ausbaustopp der Kleinmachnower Schleuse eingereicht. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger hält die Erfolgsaussichten zwar für ungewiss, begründet die Entscheidung aber mit dem Inkrafttreten der Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses am 21. Januar, hätte man nicht geklagt. Inwiefern der Kompromissvorschlag eines Ausbaus auf 115 Meter Schleusenkammerlänge sinnvoll ist, wird somit wohl weiter diskutiert werden müssen. Rolf Niebel

Foto: Gemeinde Stahnsdorf

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Regionales

Lügen haben gegenüber Fluglärm offenkundig einen unschlagbaren Vorteil. Sie mögen kurze Beine haben, und schenkt man Carlo Collodi Glauben, auch eine lange Nase machen. Dass die Verantwortlichen für die Planfeststellung des BBI es bei ihrer Informationspolitik gegenüber den Bürgern mit der Wahrheit in den letzten Jahren womöglich nicht ganz so genau nahmen – mag sein. Aber eines sind solcherart Flunkereien nicht per definitionem: Man stirbt nicht daran. Fluglärm hingegen ist tödlich! Das jedenfalls konstatierte ein Berliner Arzt Mitte Januar auf einer Anti-Flugrouten-Infoveranstaltung im Kleinmachnower Rathaus. Sicher, und da hat besagter Arzt recht, erhöht Lärm, auch wenn er wegen seiner Permanenz kaum mehr wahrgenommen wird, das Risiko von Bluthochdruck und damit von Herzinfarkt und Schlaganfall. Das aber wurde vor Jahren bereits auch für Straßenbahnfahrer in einer einschlägigen Studie festgestellt.

Und das Gleiche gilt wohl auch für Bauarbeiter, Kita-Erzieherinnen und einen Haufen anderer lärmbelasteter Berufsgruppen. „Keine Flugrouten über Berlin“ heißt eine der vielen aus dem märkischen Sand schießenden Bürgerinitiativen. Eine Bürgerinitiative namens „Keine Straßenbahnen in Berlin“ hingegen ist bislang unbekannt. Aus gutem Grund wohl. Denn AmishPeople gleich mit dem Ochsenkarren wird sich wohl niemand mehr in der Großstadtregion auf den Weg machen wollen. Und mit dem Kamel über die Seidenstraße werden lediglich Outdoorfreaks in die Fernostferien schaukeln. „Kein Fluglärm über unseren Kindern“ prangt es an Schulen und Kindergärten auf hochwertig wetterfesten Transparenten, mit denen man die exorbitante Nachfrage an gedruckter Meinungsbekundung in dieser Region befriedigt. „Zurück zu den alten Flugrouten“ ist eine der unzähligen Forderungen in der derzeitigen Protestkakophonie. Was aber, wenn die erste Schulklasse aus Kleinmachnow oder Teltow gleich zu Beginn ihrer AbiAbschlussreise, kurz nach dem Start nahe Blankenfelde in die Ackerfurche kracht – weil die Sache mit den parallelen Flugrouten eben doch so unriskant nicht war? Ob die entsprechenden Bürgerinitiativ-Eltern dann mal nicht recht blass aussehen? Doofe Flugrouten können auch tödlich sein. Wat soll ´n dit?

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011

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Kommunales

Rand-GLOSSE Individualverkehr

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Es war ein Straßenbelag, der den Teltower Bauausschuss im Januar beschäftigte. Es wäre zu laut, wenn der übliche Verkehr über diesen speziellen Straßenbelag rumpelt, so klagten Anwohner aufmüpfig. Der Straßenbelag war mit Bedacht gewählt, um rasant durchs Wohngebiet donnerndem Individualverkehr einen Schalldämpfer zu verpassen. Und die Teltower Rebellen stehen nicht allein. In Kleinmachnow gibt es bereits eine Bürgerinitiative, die sich gegen Bus-Lärm in einer großen Straße wehrt. Das Ordnungsamt in Kleinmachnow hingegen verfolgt offenkundig eine völlig andere Strategie. Zwar beteuert man von offizieller Seite immer wieder, mit verstärktem Öffentlichem Personennahverkehr den Individualverkehr von der Straße holen zu wollen. Doch lässt der einsichtige Bürger dann den PKW am Straßenrand überwintern, kann ihm schon mal ein Knöllchen zur Bußgeldentrichtung hinter die Scheibenwischer flattern – wegen fehlender Winterreifen. Bei parkenden Autos? Häh? Aber wenn es um paradoxen Unfug geht, dann gibt es immer noch jemanden, der es dicker treibt. Skandinavien wird da immer gern genommen, wenn es um die Vorzeigenummer geht. Im verkehrsinfarktgepeinigten Stockholm montiert sich der gemeine Schwede des Winters Reifen mit stählernen Spikes unter den Volvo. Da der Winterdienst dort zumindest im großstädtischen Raum zumeist hervorragend funktioniert, wälzt sich die Individualverkekrsblechkarawane, einer monströsen Straßenfräse gleich, lautstark durch den Feierabendstau. Der Feinstaub, der durch den Abrieb des Straßenbelages entsteht, hängt in der dunklen Jahreszeit wie eine giftige Glocke über der Stadt. Da können hier, was Schildbürgereien anbelangt, alle noch was lernen. Da geht doch noch was. Rolf Niebel

Der Hauptausschuss tagte: Bebauung Alter Dorfkern: Der Hauptausschuss beschloss, der Gemeindevertretung eine Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplan-Verfahren zum „Alten Dorf“ zur Abstimmung zu empfehlen. Zu den zwei Varianten des Vorentwürfes können die Bürger sich dann über Planungsziele, unterschiedliche Lösungen und mögliche Auswirkungen informieren. Vertreter von BIK und B90/Die Grünen stimmten der Vorlage nicht zu, da sie durch die derzeitigen Entwürfe Schäden im Areal befürchten. R.N

Kammerspiele:  Der Optionvertrag zum Kauf der Kammerspiele soll laut Empfehlung des Hauptausschusses nochmals bis zu 31. Mätz 2011 verlängert werden. Karl-Heinz Bornemann, derzeitiger Eigentümer der Kammerspiele, hat bei einer Weiterzahlung des Zuschusses zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Kammerspiele von 1  500 Euro monatlich, einer Verlängerung bereits zugestimmt. Am 24. März 2011 soll die endgültige Entscheidung in der Sitzung der Gemeindevertretung gefällt werden. R.N.

Busverkehr: Bürgermeister Michael Grubert informierte über die Prüfung des Busverkehrs in der Förster-Funke-Allee durch die Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH. Ab 1. März 2011 soll eine Buslinie über die KarlMarx-Straße fahren. Damit führen dann nur noch zwei Linien durch die Förster-Funke-Allee. Schwierigkeiten durch überfüllte Schulbusse soll ab dem 7. Februar 2011 mit der Bereitstellung von zusätzlichen Einsatzbussen entgegengewirkt werden, versicherte Grubert. R.N.

Standpunkt: Kammerspiele

Wie geht es weiter?

Weiß man in Kleinmachnow eigentlich, welches kulturhistorische Kleinod die KAMMERSPIELE sind? Das architekturhistorisch bedeutsame Lichtspielhaus von 1938 war wichtig für die junge, stark wachsende Gemeinde, nach 1945 auch als Veranstaltungs- und Theaterraum. Mit dem Mauerbau wurden die Kreislichtspielbetriebe und 1969 die Gemeinde Kleinmachnow bzw. der Gemeindeverband Träger und Programmgestalter. Sie bauten die KAMMERSPIELE zu einer zentralen Kulturstätte um. Nach dem Ende der DDR kam es zur Weiternutzung der KAMMERSPIELE durch die neue Gemeindeverwaltung. In Folge der 1994 beantragten Rückübertragung an den Alteigentümer pachtete die Gemeinde die KAMMERSPIELE für zunächst 10 Jahre von diesem an und nutzte sie kulturell. Seit Auslaufen des Pachtvertrages 2004 werden die KAMMERSPIELE als Kino vom Alteigentümer weiter betrieben. Warum ist der in Kleinmachnow diskutierte Erwerb der KAMERSPIELE durch

die Gemeinde bisher nicht vollzogen worden? Die sich jetzt bietende Chance sollte nicht vertan werden. Die KAMMERSPIELE müssen als „Haus für alle“ zu neuem Leben erweckt werden. Sie müssen weit über die Kinofunktion hinaus Kristallisationspunkt und Zentrum breiter gemeindlicher Kultur- und Sozialaktivitäten werden. Dass Kulturereignisse und soziale Aktivitäten in Kleinmachnower Einfamilienhäusern stattfinden, zeigt den Bedarf an öffentlichen Räumen und Flächen für Kultur- und Sozialarbeit. Ein Kulturzentrum KAMMERSPIELE wird die Eigenständigkeit Kleinmachnows als Berliner Vorort stärken, wird dem sozialen und kulturellen Leben Schub verleihen, wird zur lokalen Lebensqualität beitragen. Für Kleinmachnow ist nicht nur ein qualitätvolles Kulturprogramm dringlich, sondern es kommt darauf an, dass Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen für kulturelle, soziale und politische Arbeit Räume überlassen werden. Dieses

Prinzip der Offenheit umfasst unterschiedlichste Bevölkerungssegmente und Altersgruppen ebenso wie verschiedenste Inhalte und Aktivitäten. Die KAMMERSPIELE müssen als historischer, denkmalgeschützter Ort erschlossen und in ihren Dimensionen soziokulturell begriffen werden. Sie sind bestens dazu geeignet. Die Umnutzung des derzeitigen Kinos zu einem künftigen Kulturzentrum sollte sich auch durch architektonische Veränderungen ausdrücken. Die KAMMERSPIELE müssen in neuen Funktionen transparent und erlebbar werden. Viele der nach Kleinmachnow Gezogenen kennen aus ihren Herkunftsstädten eigenständiges kulturelles Leben, vermissen dies und orientieren sich dann nach Berlin oder Potsdam. Es ist durchaus möglich, mit einer Teilsanierung in bescheidenen Schritten zu beginnen und in Bau- oder Finanzierungsabschnitten zu denken. Wann wird die Gemeinde endlich tätig? Die Zeit drängt. Prof. Dr. Ingo Sommer

Kino und Kultur erhalten – Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen im Kulturhaus Kammerspiele Am 24. März entscheiden die Gemeindevertreter über den Kauf der Kammerspiele. Am Donnerstag, dem 17. Februar um 19.00 Uhr lädt der Ortsver-

band von Bündnis 90/Die Grünen in das denkmalgeschützte Kleinmachnower Kulturhaus in der Karl-Marx-Straße 18, um sich vor der Beschlussfassung

noch einmal mit interessierten Bürgern und den Vertretern aller Fraktionen über das Für und Wider auszuttauschen. KLMZ Kleinmachnower Zeitung 02 2011


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Kommunales

Fragen an den Bürgermeister

Foto: Manfred Thomas KLMZ: Was halten Sie vom Vorstoß des Teltower SPD-Ortsvorsitzenden Frank Fromm, laut über eine Verlagerung des in Kleinmachnow gescheiterten Kletterfelsenprojektes nach Teltow nachzudenken? Michael Grubert: Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein gutes Projekt, doch unsere Haushaltssituation zwang uns leider dazu, andere Prioritäten zu setzen und den Bau des Kletterfelsen von unserer Agenda zu nehmen. Wenn in Teltow nun eine Chance zur Verwirklichung gesehen wird, so kann ich das nur begrüßen, denn dann waren die Anstrengungen des Alpenvereins bei der Planung und die Spendensammlung nicht vergebens. KLMZ: Wie machbar schätzen Sie die Gründung regionaler Stadtwerke ein? Immerhin ist ein derartiges Projekt sowohl in Kleinmachnow, als auch in den Nachbarkommunen nicht ganz unumstritten. Michael Grubert: Die Konzessionsverträge für Strom und Gas laufen im Jahr 2011 aus. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, über die Gründung von Stadtwerken nachzudenken. Mit fast 60 000 Einwohnern wäre die Region auch so stark, dass Stadtwerke wirklich sinnvoll wären. Mit eigenen Stadtwerken könnten wir zukünftig den Einsatz von erneuerbaren Energien positiv beeinflussen und Kleinmachnower Zeitung 02 2011

deren Anteil am gesamten Energiebedarf deutlich erhöhen. Augenblicklich wird von den Kommunen Teltow und Kleinmachnow der erste Schritt gemacht, nämlich über die Gründung von Stadtwerken und eine Beteiligung der Kommunen am Netzbetrieb (Wegenutzungssystem) nachgedacht. Eine Entscheidung fällt in den nächsten Monaten. Das Ganze hat aber nur Sinn, wenn auch Teltow dabei ist. KLMZ: Seit Dezember gibt es das neue Busnetz TKS 2010. Gerade viele Schüler haben sich aber über die nun schlechteren Verbindungen morgens auf dem Weg zur Schule beschwert. Was haben sie unternommen? Michael Grubert: Wir haben im Rathaus gleich nach dem Start eine E-Mail-Adresse eingerichtet, um alle Hinweise der Kleinmachnower zum neuen Busnetz zu sammeln und einen Überblick über die Akzeptanz, aber auch die Schwierigkeiten zu erhalten. Gerade die Probleme im Schülerverkehr haben mich schon geärgert, denn es darf doch nicht sein, dass Kinder morgens nicht mitgenommen werden, weil die Busse zu voll sind. Ich habe daher Gespräche mit vielen Schulen und auch mit den verantwortlich bei Havelbus geführt und kann jetzt die erfreuliche Mitteilung machen, dass es zum zweiten Schulhalbjahr – also nach den Winterferien – Fahrplananpassungen geben wird. Havelbus wird dann zu Schulbeginn zusätzliche Busse einsetzen, damit keine Schüler mehr an den Haltestellen stehen bleiben. Weitere Informationen können im Internet unter www.havelbus.de nachgelesen werden. Natürlich behalten wird das Busnetz auch weiterhin im Blick, denn wir wollen schon sehen, ob sich unsere Investitionen lohnen und sich diese Neuordnung der verschiedenen Buslinien bewährt oder wo weiterhin Verbesserungsbedarf besteht.

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Straßengespräche

O.k. oder Nee Am 12. Dezember startete das neue Busnetz für Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf und versprach neue Routen, dichtere Takte, mehr Haltepunkte und attraktivere Anbindungen an den Schienenverkehr. Für Kleinmachnow bedeutete dies beispielsweise, dass der 623er nun alle zwanzig Minuten zum S-Bahnhof Zehlendorf fahren würde. Um die ÖPNV-nutzende Bevölkerung für die neuen Verbindungen zu gewinnen, informierte die Havelbus Verkehrsgesellschaft ihre Kunden frühzeitig über die Presse, das Internet und ein Infomobil, das im ergangenen November durch die Region reiste. Zusätzlich wurde ein Service-

heft als Beilage in der Regional Rundschau an alle Haushalte in Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf geliefert. Doch sah es nach dem Start des TKS-Netzes im schneereichen Winter zunächst nicht danach aus, als würden sich viele für die neuen Verbindungen erwärmen können, verspätete sich doch so mancher Bus oder fiel gleich ganz aus. Die Kleinmachnower Zeitung nutzte das Tauwetter, um herauszufinden, ob die Witterungsverhältnisse oder das TKS-Netz Schuld am Unmut über den ÖPNV waren und fragte die Kleinmachnower ob ihr Herz denn jetzt für den neuen Takt schlägt. Eingangstext, Umfrage, Fotos: Stephanie Oehme

Das TKS-Netz im Praxistest. Schlagen die Herzen für den neuen Takt?

Johanna Warias

Renate Zöllner

Hans-Joachim Hildebrandt

Hiltrud Proguntke

Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Verkehrsnetz, allerdings wohne ich in der Nähe des Rathausmarktes auch sehr günstig. Von hier aus komm ich bis zur Waldschänke und von dort aus überall hin. Egal, ob ich nach Potsdam oder Teltow fahren möchte, alles ist günstig zu erreichen, vor allem weil die Busse jetzt auch öfter zur Waldschänke fahren. Meckerer gibt es natürlich immer, aber ich bin der Meinung, die Verbindungen haben sich deutlich verbessert. Die Leute müssen sich vielleicht nur erst einmal dran gewöhnen.

Ich kann mich über die neuen Verbindungen nicht beklagen. Zwar bin ich eine Zeitlang nicht mit dem Bus gefahren, aber meine Enkelkinder und Bekannten haben die neuen Pläne vorbeigebracht. Natürlich ist die Umstellung für ältere Leute immer schwierig, aber ich habe eine schöne Verbindung zu meinem Sohn nach Teltow entdeckt, da der 620er jetzt bis Teltow Stadt fährt und auch an der Warthestraße hält. Ansonsten fahre ich gern bis Mexikoplatz, aber das dürfte laut neuem Plan vom Rathausmarkt aus kein Problem sein.

Ich freue mich über die neue direkte Querverbindung zum Bahnhof Zehlendorf, da man vorher immer umsteigen musste. Der Nachteil ist jedoch, dass nun die Förster-Funke-Allee überlastet ist. Erst neulich gab es kein Durchkommen, wegen der am Rand parkenden Autos und der vielen Busse. Die Verbindung zum Mexikoplatz ist auch in Ordnung. Der 117er ist, wie ich in der Zeitung las, in die Kritik geraten. Früher konnte man vom Rathausmarkt bis Seehof fahren, jetzt endet er schon früher und man muss umsteigen.

Ich finde die neuen Verbindungen ganz angenehm, da man nicht mehr so oft umsteigen muss. Ich fahre oft von der Hildebrandstraße in Stahnsdorf zum Rathausmarkt und kann jetzt sowohl den 622er als auch den 623er nutzen. Vorher musste ich am Schwarzen Weg in den 629 umsteigen. Auch die Fahrten nach Berlin klappen gut. Bis Krumme Lanke fährt man zum Beispiel nicht mehr so lange. Anfangs war ich skeptisch was die neuen Verbindungen angeht, aber jetzt hab ich mich dran gewöhnt und finde sie besser und schneller.

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Regionales

Fast nicht zu toppen – 4. Ausbildungsmesse mit Rekorden

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Der goldene Schlüssel zum beruflichen Erfolg? Die Teltower Ausbildungsmesse öffnet Türen. Mit einer durchweg positiven Bilanz gehen Aussteller, Besucher und Veranstalter aus der 4. Ausbildungsmesse. Rund 4 000 Gäste tummelten sich am 22. Januar in den Unterrichtsräumen und Fluren des OSZ Teltow. Die Messe an einen Ort zu verlegen, der exemplarisch für Ausbildung steht, erwies sich als hervorragende Idee. Schüler deOSZ, Fachbereich Mediengestalter Bild und Ton, präsentierten sehr anschaulich ihr Können und griffen anschließend sogar selbst zu den Instrumenten. Junge Schülerinnen und Schüler konnten sich bei 65 Ausstellern über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Region informieren. Die Zahlen sprachen für sich: mehr Aussteller und, besonders wichtig, mehr Besucher als im letzten Jahr. Alle Beteiligten zeigten sich mehr als zufrieden: die Aussteller über die anspruchsvollen Gespräche und die Jugendlichen über die Vielseitigkeit der Angebote. Die jüngsten Besucher wurden im Kinderwagen durch das OSZ geschoben. Man kann eben nicht früh genug damit beginnen, sich für seine Zukunft zu interessieren. Cornelia Schimpf

Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Fotos: Rolf Niebel, Cornelia Schimpf Es ist Bewegung in die Fluglärmdebatte gekommen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) prüft alternative Flugrouten und klopft sie nach Möglichkeiten ab, Lärmbelastungen zu verringern und den geplanten Großflughafen dennoch bei aller Effizienz mit einem Höchstmaß an Sicherheit zu betreiben. Ob der Entwurf, der seit dem 6. September 2010 für massive Proteste in der Bevölkerung der potenziell betroffenen Kommunen sorgt, endgültig vom Tisch ist, wie Marela Bone-Winkel von der Bürgerinitiative „Keine Flugrouten über Berlin“ konstatiert, kann man momentan jedoch nicht hundertprozentig sagen. Die gegenwärtigen Mehrheiten in der Fluglärmkommission sehen zwar danach aus, aber festgelegt werden die Flugrouten per Rechtsverordnung von der DSF. Bis zur nächsten Sitzung der Fluglärmkommission am 14. Februar allerdings werden erst einmal diverse Routenszenarien gegeneinander abgewogen und geprüft. Erfahrungen anderer Flughäfen sollen in den Prozess der Abwägung einbezogen werden. Selbst Ausnahmeregelungen, nach denen die Flugzeuge entgegen geltender Vorschriften bei Parallelstarts doch geradeaus weiterfliegen dürfen, werden mittlerweile vom Bundesverkehrsministerium nicht ausgeschlossen. Eine derartige Ausnahmegenehmigung gibt

es beim Münchener Flughafen. Doch auch weitere Modelle, die aus der Praxis anderer Flughäfen resultieren, sind in das mittlerweile breite Spektrum der Diskussion eingeflossen. Brandenburgs SPDGeneralsekretär Klaus Ness nahm das so genannte „Wiener Modell“ einer Fluglärmabgabe in den Blick, die den betroffenen Kommunen einen finanziellen Ausgleich für die Lärmbelastungen gewährleisten soll. Mit einem Obolus von einem Euro pro Fluggast könne diese finanziert werden. In Wien beträgt die Fluglärmabgabe pro Passagier tagsüber 20 und 60 Cent in der Nacht. Die Brandenburger Landesregierung stünde hinter dieser Idee. In Berlin steht man diesem Vorschlag jedoch skeptisch gegenüber. Die dortigen Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke lehnen eine Lärmsteuer derzeit ab. Bone-Winkel hält die Abgabe zwar für eine gute Idee, verweist jedoch auf den Grundsatz der Lärmvermeidung vor Lärmentschädigung. Am Sonntag, dem 23. Januar, fand mit etwa 15 000 Teilnehmern die bislang größte Demonstration gegen Fluglärm in direkter Nähe der Baustelle des Flughafens Schönefeld statt. Unter anderem wurde ein striktes Nachtflugverbot gefordert. Doch greifbare Ergebnisse liegen immer noch nicht vor. Nach 20 Wochen Widerstand sei doch noch immer alles offen, so Bone-Winkel. Rolf Niebel

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Kommunales

Helfried Winzer zum Gedenken Nachruf des Kleinmachnower Heimatvereins – von Harald Kretzschmar Helfried Winzer, gestorben am 19. Dezember 2010, war Kleinmachnower Bürger mit vier verschiedenen Wohnadressen nacheinander seit 1954. Die offizielle Berufsbezeichnung Filmarchitekt erfasst nur unvollkommen seine Eigenart. Wesentliches genau erfassen und auf poetische Weise bildkünstlerisch darzustellen – und zwar so anschaulich, dass man es bauen kann – das war seine Stärke. Er wurde als echter sächsischer Arbeiterjunge am 8.November 1924 im Dörfchen Weißig nahe Freital bei Dresden geboren. Nach der Tischlerlehre als Soldat in den Krieg gestoßen, kam der junge Tischler 1948 zur ABF und zum fünfjährigen Kunststudium nach Dresden und Berlin. Das Thema seiner Diplomarbeit war das historische Erscheinungsbild der ostsächsischen Stadt Bautzen, dargestellt in 24 Handzeichnungen vor Ort. Der Diplomgrafiker hatte längst sein Herz für den Film entdeckt. Seit 1953 bis zu ihrem Ende war er fest bei der DEFA. Bedeutende Regisseure wie Staudte, Ballmann, Carow und Konrad Wolf hatten ihn in ihrem Drehstab, und die Kleinmachnower Kolditz, Groschopp, Kirsten, Warneke, Luderer und Seemann als Nachbarn um die Ecke waren ihm besonders nahe. Die Teamarbeit zum Film Helfried Winzer Foto: privat war oft sozusagen ortsgebunden. Helfried Winzer war im Hintergrund der bildkünstlerische gute Geist manches Fil- se. Oft genug entwickelte er sie in emsiger Tagesordnung kommt, hat man auf diese mes, nicht nur, weil er „echte“ Goyas und Bastelarbeit im Kleinmachnower Heim. Weise ein mustergültiges AnschauungsmaRiemenschneiders hinzaubern konnte – so Genauso sympathisch unauffällig widme- terial zur Hand. schrieb ich wörtlich in meinem Buch „Pa- te er sich nach Ende der Filmarbeit – die Er gehörte zu den Aktiven des Kleinradies der Begegnungen“. Er war dabei, als bei ihm glücklicherweise mit der Beren- machnower Heimatvereins. Auf kaum eidie ersten Indianerfilme von Kleinmach- tung zusammenfiel – der Verbildlichung ner seiner Veranstaltungen fehlte er. Sein nower Filmemachern entwickelt wurden. der Ortshistorie Kleinmachnows. In aller Augenzwinkern aus einer Ecke war unverNicht zufällig erklang zur Trauerfeier am Ruhe stöberte er altes Bildmaterial auf und kennbar. Locker humorvollen Gesprächen 11. Januar auf seinen Wunsch Filmmusik setzte es wie ein Puzzle zusammen. Uner- mit ihm an diesem Ort verdanke ich viel von Wilhelm Neef zu den „Söhnen der müdlich erforschte er das Erscheinungsbild Anregung und Zuspruch für eigene Aktivigroßen Bärin“. Bei manch kniffliger Bild- des Dorfkerns und des Hakeschen Besitz- täten. Bis zur letzten Weihnachtsfeier des lösung in manch anderem Film war er tums. Das Modell desselben und die Buch- Heimatvereins Kleinmachnow am 15.Dederjenige, der nicht unbedingt vornan im publikation „Das Gutsdorf Kleinmachnow zember war er mitten unter GleichgesinnAbspann stand. Wenn es um raffinierte vor hundert Jahren“ macht längst vergan- ten präsent. So werden wir ihn gern in Ertechnische Experimente ging, war man bei gene Historie anschaulich. Wenn die Wie- innerung behalten. Helfried Winzer an der richtigen Adres- derherstellung der alten Gebäude auf die Harald Kretzschmar Küchentreff Stahnsdorf Küchen & Mehr ...

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Regionales

Zielstellung Generationennetz Die Akademie 2. Lebenshälfte würdigt ihre Ehrenamtler „Bekanntlich kommt das Kind im Weib Durch das Gebären aus dem Leib. Da aber sich das Kind im Mann Nicht solcherart entfernen kann, Ist es begreiflich, daß es bleibt Und ewig in ihm lebt und leibt.“ Solcherart zitierte das Seniorentheater „Teltower Runzelrübchen“ den Lyriker Eugen Roth auf dem Neujahrsempfang der Akademie 2. Lebenshälfte am 12. Januar im Kleinmachnower Rathaussaal. Schenkt man der Roth´schen Logik Glauben, haben die fünf Frauen der weiblich dominierten Theatertruppe noch einige Kinder zurückgehalten. „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch“, sagt ein anderes Dichterwort, das des Schriftstellers Erich Kästner. Besagtes Kind scheint vonnöten, ist man ehrenamtlich tätiger Senior bei der Akademie 2. Lebenshälfte. Zielstellung ist es, ein Generationennetz in der Region zu knüpfen, erklärte Erika Pusch, Projektkoordinatorin zur Förderung ehrenamtlichen Engagements Älterer an der Akademie. Seit 2003 existiert das Projekt „Alter engagiert sich für Zukunft“. Viele ehrenamtliche Senioren sind in Kitas, Schulen und Familien tätig, als Wunschgroßeltern, Unterrichtsbegleiter oder Webmaster, als Begleitung bei Ex-

kursionen, Paten für Kinder oder Mediator. Einfühlungsvermögen gehört da wohl zu und eine gewissermaßen junge Seele. „Alter engagiert sich für die Zukunft“ – wirft man einen Blick in selbige, dann tut die junge Seele geradezu not. Sieht die derzeitige Alterspyramide in Deutschland noch aus, wie ein ausgefranstes bauchiges Bäumchen, das ein wenig Kopf steht, so hinterlässt die Prognose für 2050 den Eindruck eines Tisches mit säulenartigem Bein in der Mitte. Fast zehn Millionen Menschen jenseits der 80 werden dann in Deutschland leben, so das U.S. Census Bureau. Der demografische Wandel ist auch in dieser Region sichtbar. „Kleinmachnow wird in Zukunft die Seniorenhochburg“, konstatierte Ingrid Witzsche, die Leiterin der Akademie mit Bezug auf den 1. Demografiebericht des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Somit könnte sich das ehrenamtliche Engagement von Senioren in der Region sowohl qualitativ als auch quantitativ steigern. Ganz umsonst ist jedoch auch ehrenamtliche Arbeit nicht zu haben. Räume und Equipment müssen finanziert werden, Telefonrechnungen wollen bezahlt sein und die Mobilität der Ehrenamtler hat auch ihren Preis. Bislang haben alle drei Kommunen der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf

Spitz und runzlig? Die Teltower Runzelrübchen Foto: Rolf Niebel sich an der finanziellen Unterstützung beteiligt. Stahnsdorf hat sich nun aus der Finanzierung zurückgezogen. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert bekräftigte hingegen, dass seine Gemeinde die Arbeit auch weiterhin finanziell unterstützen wird. Während nun auf der Veranstaltung viel über das Generationennetzwerk gesprochen wurde, stach jedoch ein Umstand ins Auge. Die Gäste auf diesem Neujahrsempfang gehörten vornehmlich doch zu einer Generation, eben der älteren, in der zweiten Lebenshäfte. „Die Altersbilder entwickeln sich anders, wenn man miteinander kommuniziert“, hatte Ingrid Witzsche in ihrer Ansprache gesagt. Ein Neujahrsempfang ist da eine prima Gelegenheit. Rolf Niebel

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011

20 Jahre TAV Als mit der Wende blühende Landschaften versprochen wurden, sahen sich schon etwa 17 000 Menschen in der Region mit Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit konfrontiert. Vor nunmehr 20 Jahren ergab sich damit die Notwendigkeit zur Gründung des Teltower Arbeitslosenvereins, der sich für sozial Schwache und Ratsuchende einsetzt – der Teltower Arbeitslosenverein wurde ins Leben gerufen. Die Jahre gingen ins Land, auf die blühenden Landschaften wird vielerorts noch immer gewartet. Im Vergleich zu anderen Gebieten kam die Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, was negative Folgen der Wende betrifft, relativ glimpflich davon. 2010 lag hier die Arbeitslosenquote im Schnitt bei „nur“ 4,7 Prozent. Damit scheint der Wunsch, der die Gründung des Teltower Arbeitslosenvereins 1991 begleitete, nämlich eines Tages überflüssig zu sein, aber dennoch in weiter Ferne zu liegen. Am 21. Februar begeht der Teltower Arbeitslosenverein nun den 20. Jahrestag seines Bestehens. Aus diesem Anlass findet im Ernst-vonStubenrauch-Saal der Stadt Teltow eine offizielle Festveranstaltung statt. Der Bedarf an Hilfestellungen steigt. Im Jahr werden etwa 700 Beratungen durchgeführt. In den letzten Jahren konnten viele Erwerbslose durch die Initiative des Vereins in ein Arbeitsverhältnis am 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk und steht in enger Kooperationen mit dem Sozialen Netzwerk des Landkreises Potsdam–Mittelmark. cos Teltower Arbeitslosenverein e.V. Am Fuchsbau 47, 14532 Klm. Tel.: (03 32 03) 8 28 18 tav@onlinehome.de

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Topthema des Monats

Ist dieser Winter noch normal? Trotz riesiger Schneemengen stieß man in diesem Dezember viel seltener auf Schneemänner, geriet in Schneeballschlachten oder hörte jemanden über weiße Weihnachten jubeln. Denn obwohl es in Deutschland so viel und so früh wie lange nicht mehr schneite, schien kaum noch jemand Freude an den weißen Massen zu haben, die sich ringsherum türmten. Sie blockierten Parkplätze, Gehwege oder Seitenstraßen, und man ärgerte sich über das tägliche Schneeschieben – oder wahlweise darüber, dass nicht geschoben wurde. Auf der Straße kam man nicht voran – oder wurde vom Hintermann bedrängt. Winterreifen, Schneeschieber und Streusalz waren zeitweise ausverkauft und selbst winterfeste Kleidung wurde knapp. Doch auch das anschließende Tauwetter konnte nur die Wenigsten begeistern, kam doch plötzlich – neben Schlaglöchern, Matsch und Pfützen – auch allerlei Unrat zu Tage. Ob Silvesterknallerüberbleibsel oder Hundehaufen: In den sich nun auflösenden Schneebergen hatten sich einige unschöne Überraschungen versteckt. Doch das Tauwetter hatte auch weitaus schlimmere Folgen. In vielen Bundesländern, so auch in Brandenburg, stiegen durch anhaltenden Regen und Plusgrade Flüsse teils bedrohlich an. Kann man da noch von einem normalen Winter sprechen?

Der kälteste Dezember seit 1969

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War der November des vergangenen Jahres – insgesamt gesehen – noch ein wenig zu mild, wurde es gegen Monatsende mit den ersten Minusgraden jedoch winterlich kalt. Und so sollte es den ganzen Dezember über bleiben. Doch kann man deswegen schon von einem Rekordwinter sprechen? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete nach Auswertung der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen zumindest den – mit einer Durchschnittstemperatur von -3,5 Grad Celsius – kältesten Dezember seit 1969. Durch die vor allem im Norden und Osten dominierende skandinavische Kaltluft, wurde es besonders in Berlin, Brandenburg und Sachsen eisig. Brandenburg wurde im Dezember mit einer durchschnittlichen Temperatur von -4,7 Grad sogar kältestes Bundesland. In Wiesenburg, südwestlich von Potsdam, stieg das Thermometer beispielsweise nur an vier Tagen im Dezember über den Gefrierpunkt, wie

der DWD meldete. Der Potsdamer Kälterekord aus dem Jahr 1929 mit -26,8°C war bislang trotzdem nicht in Gefahr. Zwei Rekorde konnten im letzen Monat des Jahres 2010 jedoch bereits gebrochen werden, wie Karsten Kürbis von MeteoGroup berichtete. „So gab es zum Beispiel an einer der längsten, durchgängig messenden Wetterstationen Europas, der Säkularstation Potsdam […] an einem 1. Dezember noch nie ein so niedriges Tagesmaximum wie 2010, nämlich -6,5°C. Sogar der Folgetag war mit -8,0°C Rekord.“ Doch in Berlin und Brandenburg war es nicht nur besonders kalt, auch die Zahl der Sonnenstunden war deutlich geringer im Vergleich zum Mittel der internationalen klimatologischen Referenzperiode. Die Bundeshauptstadt bekam sogar am wenigsten Vitamin D ab und wurde mit 19 Stunden Schlusslicht. In Brandenburg schien die Sonne zwar sieben Stunden länger, jedoch blieb sie auch hier unter ihrem „Soll“ von 34 Stunden. Die meisten Deutschen werden wohl trotz alledem vor allem die Schneeberge mit dem Winter 2010 in Verbindung bringen. So konnten das erste Mal seit knapp 30 Jahren wieder weiße Weihnachten im gesamten Bundesgebiet gefeiert werden. An vielen Messstellen, so berichtet der DWD, wurden zudem neue Monatsrekorde der „Maximalen Schneehöhe“ festgestellt. Ronny Büttner von MeteoGroup schrieb am 25. Dezember auf der Homepage des Wetterdienstes: „In Berlin konnte heute die höchste jemals zu Weihnachten gemessene Schneedecke vermeldet werden.“ Den Rekord hielten bis dato die 1981 gemessenen 17 Zentimeter, die 2010 locker auf 34 Zentimeter verdoppelt werden konnten. Als Anfang Januar das Tauwetter einsetzte und in Kombination mit Dauerregen die Pegel vieler deutscher Flüsse ansteigen ließ, blieb jedoch zu hoffen, dass sich die Wetter-

rekorde auf den Dezember beschränkten. Trotzdem musste Mitte des Monats beispielsweise an der Schwarzen Elster die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4 ausgerufen werden. Darüber, dass die milden Temperaturen zum Jahresbeginn nicht von allzu langer Dauer sein sollten, waren sich Wetterexperten allerdings bereits zu diesem Zeitpunkt einig. Als „deutlich zu mild“ beschrieb beispielsweise ARDWetterredakteur Dr. Tim Staeger die erste Januarhälfte und sagte Mitte des Monats voraus, dass es noch viel zu früh sei, „den Wintermantel einzumotten“.

Seltene Gäste aus Sibirien Besonders im Rekord-Wintermonat Dezember mit hohen Minusgraden und Schneefällen hatten viele Tierfreunde in der Region und in ganz Deutschland Sorge um das Überleben der heimischen Wildtiere. Würden Wintervögel und Waldtiere genügend Nahrung finden? Der Einzelhandel schien sich jedenfalls schon im Herbst darauf eingestellt zu haben, denn bereits im September waren Meisenknödel & Co. in vielen Geschäften zu kaufen. Doch noch immer ist unter Naturfreunden und Tierschützern umstritten, ob die Fütterung der Wildvögel überhaupt zum Artenschutz beiträgt. Heidrun Schöning vom NABU Brandenburg erklärt, wer der eigentliche Nutznießer der Wintervogelfütterung ist: „Zuerst muss festgestellt werden, dass die Vögel es auch ohne die Fütterung durch den Menschen schaffen würden, jedoch es ist für die Menschen immer schön anzusehen, wenn sich die Tiere am Futterplatz versammeln.“ Besonderen Nutzen sieht sie auch für die Kinder, denen so verschiedene Vogelarten gezeigt werden könnten. Für den Artenschutz kann allerdings, laut NABU-Vogelexperte Dr. Markus Nipkow, nur ein geringer Beitrag geleistet werden, da die besonders schutzbedürftigen Vögel mit der Winterfütterung nicht erreicht werden könnten. Trotzdem würden beide NABU-Vertreter die unzähligen Vogelfreunde nicht vom Füttern abhalten wollen. „Wichtig ist, wenn einmal mit der Fütterung begonnen wurde, sollte diese auch den Winter über fortgesetzt und der Futterplatz beibehalten werden“, erklärt Heidrun Schöning. Dringend abraten müsse sie allerdings von der Fütterung im Wald lebender Tiere, wie beispielsweise der oft zu beobachtenden Rehe. „Waldtiere zu füttern ist nicht sinnvoll, da sie durch den Menschen zunächst aufgeKleinmachnowerZeitung Zeitung02 02I 2011 Kleinmachnower


Topthema des Monats

schreckt werden und dadurch mehr Energie verbrauchen, was sie wiederum hungriger macht.“ Wie auch bei den Wintervögeln gilt hier vor allem das Prinzip der natürlichen Auslese. Zudem, so Schöning, fände man gerade beim Rehwild derzeit sehr hohe Bestände vor. Davon abgesehen, kämen die Tiere – sofern nicht meterhoher Schnee liegt – durch Scharren an die wichtige Nahrung heran. Andere Tiere, wie zum Beispiel Eichhörnchen würden sich ohnehin Vorräte anlegen. Extrem findet Heidrun Schöning diesen Winter nicht. „Das ist eben ein richtiger Winter, die vorhergehenden waren eher zu mild.“ Kann also Entwarnung für die freilebenden Tiere gegeben werden? „In ein paar Wochen Winter bricht noch keine Population ein. Die Tiere hatten lange genug Zeit, sich an die verschiedenen Lebensbedingungen anzupassen“, so Schöning. Eine Besonderheit in diesem Winter gab es jedoch schon. Im Rahmen der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“, bei der im Januar mehrere Zehntausend Naturfreunde über eine Million Vögel beobachtet hatten, waren durchaus mehr Exoten aus fernen Ländern aufgetaucht. „Man kann schon sagen, dass in diesem Winter seltenere Gäste aus nördlichen Gefilden kommen“, so Schöning. Da es dort noch kälter sei, tauche hier und da auch mal ein Seidenschwanz oder eine Wacholderdrossel aus dem sibirischen Raum in deutschen Gärten auf.

Über 100 Tonnen Streusalz „So einen Winter habe ich lange nicht mehr erlebt, es kam noch mehr Schnee runter als im letzten Jahr“, sagt Jörg Wolschon vom Bauhof Kleinmachnow. Er arbeitet beim für die Schneeräumung in Teltow und Kleinmachnow zuständigen Eigenbetrieb der Gemeinde und ist dort für die Auftragsbearbeitung zuständig. Er berichtet von langen Einsätzen und Schneemengen bis 50 Zentimetern, die es wegzuräumen galt. „Trotzdem hatten wir alles soweit ganz gut im Griff“, sagt Wolschon. Jedenfalls bis die Salzlieferung nachließ. Und dabei hatte man die Vorratsmenge im Vergleich zum ebenfalls schneereichen Vorjahr schon mehr als verdoppelt – von ca. 50 auf über 100 Tonnen. Anfang Januar waren die Vorräte trotzdem fast aufgebraucht und der Deutsche Straßendienst (DSD) kam mit der Lieferung nicht nach. Für Jörg Wolschon hatte dies vor allem zwei Gründe. „In diesem Winter hat der Schneefall recht früh eingesetzt, am 2. Dezember und nicht wie im vergangenen Jahr erst am 31. Dezember“, erklärt er, „dazu kommt, dass der Schneefall

in der gesamten Bundesrepublik gleichzeitig eingesetzt hat.“ Und da der DSD nicht nur alle Städte beliefere, sondern zuerst auch die Autobahnmeistereien des Landes, hatte es zu dem Engpass kommen können. Wenigstens die Beschwerden über den Winterdienst hielten sich bislang in Grenzen. Und wenn, dann ging es um Nebenstraßen, die nicht geräumtwurden, da dort Autos unvernünftig parkten und die Räumfahrzeuge nicht passieren konnten, so Wolschon. Der letzte Winter dieser Art, läge seinem Empfinden nach schon lange zurück. Wohl im Jahr 1996, zwei Jahre nachdem er seine Arbeit beim Bauhof begonnen hatte. In diesem Jahr verschaffte die im Januar einsetzende Tauperiode den Kleinmachnower Winterdienstverantwortlichen jedoch zunächst eine kurze Verschnaufpause. An das Ende des Schneefalls in diesem Winter will Jörg Wolschon nämlich noch nicht glauben: „Ich bin zwar kein Wetterexperte, aber ich denke, da kommt noch was.“ Stephanie Oehme Fotos: Stephanie Oehme (1), Rolf Niebel (3)

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Leserpost

Kommentare zum Berliner Eisenbahnwesen

Zu: Fragen an den Bürgermeister (Jan. 2011)

Wunschdenken und Realität Planungen einer S-Bahnverbindung zwischen Zehlendorf und Kolonie Dreilinden

Mit einiger Verwunderung habe ich die Antwort von Bürgermeister Grubert in Nr.1/2011 zur Kenntnis genommen, in der er die Bürger auffordert, den Schnee auf die eigenen Grundstücke zu schieben, damit „wir mit dem Räumdienst besser durch die engen Straßen kommen“. Von welchen Straßen spricht der Bürgermeister? Fakt ist, dass diese Gemeinde es qua Satzung fertig bringt, tatsächlich von 177 Straßen gerade mal 46 – also 25 Prozent – ihrer Straßen überhaupt vom Schnee zu räumen, sich also in 75 Prozent der Kleinmachnower Straßen über lange Monate keinerlei „Räumdienst“ blicken lässt. In welcher vergleichbaren Gemeinde in Deutschland gibt es das? Ein Blick in die Partnerstadt Schopfheim in Bad.-Württ. würde bereits die Kuriosität dieser Winterdienst-Regelung vor Augen führen. Merkwürdig auch, dass die finanziell klamme Millionenmetropole nebenan alle Straßen räumen und die Sicherheit des Autoverkehrs weitgehend sichern kann, während sich in Kleinmachnow jeden Tag hundertfach Rallye-ähnliche Schauspiele überforderter Autofahrer abspielen.

Der Bürgermeister würdigt die hervorragende Arbeit seines Bauhofs. Dies sei ihm unbenommen. Gewürdigt werden müsste allerdings vielmehr der unverdrossene Einsatz von Briefträgern, Zeitungszustellern und auch der Müllabfuhr, die sich täglich durch das durch die Gemeinde zu verantwortende Chaos auf 75 Prozent der Straßen quälen müssen. Es gibt hierfür keine Lösung? Kein Geld? Keine Geräte? Niemand sollte sich damit abspeisen lassen. Wenn all die Straßen der „Kategorie II“ nur ein- bis zweimal im Monat Besuch durch einen Schneeräumer der Gemeinde bekämen, wäre das Hauptübel bereits beseitigt – Unmengen von Schnee auf der Straße und bis zu 30 cm tiefe Spurrillen, die in vereistem Zustand bis zum Frühjahr erhalten bleiben (s. Vorjahr). Der Kleinmachnower Zeitung rate ich im Übrigen, zu der früher durchaus kritischen Berichterstattung zurückzukehren, anstatt sich mit einer bequemen Hofberichterstattung zufrieden zu geben. Mit freundlichen Grüßen Dr. Meier, Kleinmachnow

Liebe Kleinmachnower, liebe Freunde, wir, eine Initiative von Einzelpersonen aus Vereinen, Kirchenkreisen und Parteien aus Kleinmachnow und Umgebung, unterstützen das Anliegen der Kommune, die Kammerspiele zu erwerben und möchten uns gleichfalls darum bewerben, die Kammerspiele in Form einer „KulturGenossenschaft“ weiter-

betreiben zu können. Weitere Informationen finden Sie unter: www.neue-kammerspiele.de „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ Karl Valentin Interessierte Kooperationspartner bzw. Unterstützer wenden sich bitte direkt an: Michael Martens, (033203) 2 54 67, martensklm@t-online.de Michael Martens

Beschlossen und verkündet. Die S-Bahn fährt alsbald wieder, und zwar von Zehlendorf nach Dreilinden (Europarc). Es läßt sich bald nicht mehr aufzählen, wie viele Gutachten, Expertisen und Statements seit nunmehr zwei Jahrzehnten der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Alle mit mehr oder weniger positivem Ergebnis. Als sich im November 2010 die örtliche Presse zu Wort meldete, sah das alles sehr erfreulich aus, zumindest für diejenigen, die seit langem für einen Schienenanschluß für Kleinmachnow plädieren. Da stand in einer der mittelmärkischen Zeitungen zu lesen, dass sich eine Reihe von hochrangigen Politikern von Bund und Land zusammengestzt hätten, demnach sei der Streckenausbau so gut wie sicher. Was den Komplex „Stammbahn“ betrifft, ist bei solchen euphorischen Verkündigungen höchstens Mißtrauen angebracht. Zwei Jahrzehnte ebenso engagierter wie nutzloser Bemühungen

um die Wiederinbetriebnahme der klassischen Eisenbahnstrecke zeigen deutlich an, in welche Richtung der Trend geht. Anfragen bei den Beteiligten belegen das deutlich: Es gibt keine konkreten Daten, Termine oder dergleichen. Weder der Kleinmachnower Bürgermeister, noch der Verkehrsbund (VBB) oder der Berliner Stadtentwicklungssenator wollen sich festlegen. Es läuft mal wieder alles auf eine erneute Vorstudie (Kosten-Nutzuntersuchung) hinaus – die wievielte eigentlich? Und die bisher gemachten Erfahrungen lehren, daß solche Gutachten gezielt von Interessenten bestellt und beeinflußt werden, in der Regel zum Negativen hin. Zudem ist das Ganze eine Frage der Finanzierung. Und wer – die Frage sei gestattet – von allen beiteiligten Institutionen hat eigentlich das benötigte Geld? Es steht also alles in den Sternen. Und der sicherste aller Termine ist der Sankt-Nimmerleinstag. Hansjörg F. Zureck

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Porträt des Monats

Plattform für mehrsprachige Kinderbetreuer Peggy Block betreut Internet-Plattform www.bilingi.de Das kann doch wohl in dieser globalisierten Welt nicht wahr sein, dachte sich Peggy Block vor drei Jahren, als sie vergebens nach einer zweisprachigen Kinderbetreuerin Ausschau hielt. „Schließlich gibt es so viele verschiedene Kulturen in Berlin und Brandenburg“, sagt die Teltowerin. Kurzerhand baute die engagierte, junge Frau auf eigene Faust und mit ihrem eigenen Geld die Internet-Plattform www.bilingi.de auf. Das Portal bildet eine Schnittstelle zwischen Eltern und Kinderbetreuern. „Ich bin jedoch keine Vermittlerin“, stellt die 33-Jährige voran. Das könne sie zeitlich nicht leisten. Denn die junge Mutter arbeitet hauptberuflich als Sachbearbeiterin beim Diakonischen Werk. Außerdem ist sie gerade mit ihrer Familie ins eigene Häuschen nach Seehof gezogen. Ihr Projekt „bilingi“ versteht sie als eine Art Hobby, in das sie Zeit und Geld investiert, bisher jedoch keinen Cent verdient hat. „Es ist ein Idealismusprojekt“, erklärt Peggy Block. Denn sie ist davon überzeugt, dass bilinguale- und fremdsprachige Kinderbetreuer gebraucht werden. Dieser Überzeugung widmet Block fast 100 Prozent ihrer freien Zeit. Täglich beantwortet sie E-Mail-Anfragen, prüft die Registrierungen auf ihrer Webseite und akquiriert neue Nutzer. „Ich bin in der Verantwortung, die Eltern und Kinderbetreuer auf meiner Seite zu schützen“, verdeutlicht sie. Deshalb arbeite sie nur mit Profis, zum Beispiel mit einem Rechtsanwalt, Programmierer und Grafiker. Eine solche Plattform werde schnell missbraucht, weiß sie aus Erfahrung. Warum wünschte sich Peggy Block für ihre Tochter Lara einen zweisprachigen Babysitter? „Ich habe sechs Jahre im Ausland gelebt und spreche sehr gut Englisch“, erklärt sie. Besonders prägend sei für sie ein Au-pair-Aufenthalt in den U.S.A. gewesen. Mit ihrer Gastfamilie aus ChicaKleinmachnower Zeitung 02 2011

go habe sie heute noch sehr guten Kontakt. „Ich möchte, dass meine Tochter eines Tages mit meinen Gasteltern sprechen kann“, erklärt Block. Darüber hinaus sei sie davon überzeugt, dass Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, im späteren Berufsleben bessere Chancen haben. Außerdem blieben mit mehrsprachigen Babysittern die Muttersprachen erhalten. Ihre Webseite soll einen Beitrag in diese Richtungen leisten. Bisher ist bilingi in Deutschland einzigartig, sagt Block. „Ich habe über meine eigene Seite zwei tolle Babysitter für Lara gefunden“, schwärmt sie. Peggy Block wurde in Weißwasser geboren. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. 1997 folgte die lebenslustige Frau dem Ruf der großen, weiten Welt. Sie lebte abwechselnd in den U.S.A., in Griechenland, Österreich und Australien. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich jeweils mit Hotel-Jobs. „Die Zeit im Ausland sehe ich als wichtige Erfahrung, denn dort war ich völlig auf mich allein gestellt“, erklärt sie. Sich eine Wohnung zu suchen, mit dem Arbeitgeber und einer fremden Sprache zurecht zu kommen – all das habe sie in dieser Zeit gelernt. „Ich bin toleranter geworden“, verrät sie. 2003 kehrte Peggy Block nach Deutschland zurück und wohnte fortan in Berlin. Nach einer Weiterbildung im Bereich moderne Bürokommunikation arbeitete sie in einer Fernsehproduktionsfirma. Zur gleichen Zeit lernte sie ihren heutigen Freund und Vater von Lara kennen. „Als ich mit meiner Tochter schwanger war, ratterte es in meinem Kopf, dass es schön wäre, wenn meine Kleine zweisprachig aufwachsen könnte“, erklärt sie weiter. Aus der anfänglichen Idee sei später ein konkreter Plan geworden. Nachdem sich die engagierte und willensstarke Frau mit ihrem ersten Programmierer-Team eine blutige Nase holte, ging sie ein zweites Mal an den Start – mit

neuem Team. Herausgekommen ist die heutige Webseite; online seit Anfang 2009. In der Zwischenzeit haben sich etwa 4000 Kinderbetreuer, meist aus der Region Berlin und Brandenburg, bei bilingi registriert. Es sollen noch viele hinzukommen, wünscht sich die Initiatorin. Wer sich registrieren möchte, muss Namen, Adresse, Schulabschluss und Ausbildung sowie Sprachkenntnisse angeben. Es können sich Babysitter, Tagesmütter, Nachhilfelehrer oder Haushaltshilfen eintragen. Eltern, die einen Kinderbetreuer suchen, müssen sich ebenfalls registrieren. „Sie können nach Wohnort, Alter und Sprache einen Babysitter suchen und ihn direkt kontaktieren“, e Tischlerei

Sympathisch

erklärt Block. Das komplette Angebot ist kostenlos. „Im Moment trägt sich die Webseite jedoch leider nicht“, fährt Peggy Block fort. Deshalb zahle die 33-Jährige die laufenden Kosten aus eigener Tasche. Ein teures Hobby, das sie sich nicht mehr lange leisten kann. Aus diesem Grund braucht die Erfinderin von bilingi dringend Sponsoren und einen Kooperationspartner. „Es kann jemand aus der Branche sein, die Eltern und Kinder als Zielgruppe haben“, erklärt sie: Zum Beispiel ein Hersteller von Babyprodukten, ein Kinderbuchverlag, ein Bekleidungs- oder Spielzeughersteller. Alle Kontaktdaten finden Interessierte unter www.bilingi.de. Text/Foto: Anett Kirchner

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Kultur

Als GOtt nicht nach Kleinmachnow kam Ahne liest, singt und trinkt für das Prekariat – Zwiegespräche mit GOtt in Kleinmachnow Die Sternsinger mussten sich da am Dreikönigstag schon ordentlich mühen, um den Segen des Herrn herabzusingen. Der Berliner Lesebühnen-Barde Ahne hat es da leichter. GOtt wohnt in seiner direkten Nachbarschaft, nämlich in Berlin, in der Choriner Straße 61, Prenzlauer Berg. Und da der Prenzlauer Berg, Szenebezirksgeschwätz hin oder her, auch nur ein spießiges Kuhkaff ist, läuft man sich da bisweilen über den Weg und hält ein Schwätzchen. Worüber? Na über GOtt und die Welt eben. Und ja, GOtt berlinert. Und weil man diese Zwiegespräche für würdig befand, eben jene Welt daran teilhaben zu lassen, stellten sich die beiden, der Ahne und der GOtt, eines lauen Tages irgendwann nach der Schöpfung auf die Bühne und nannten das Ganze, tja, schlicht „Zwiegespräche mit GOtt“. Am 5. Januar nun gastierten die beiden im Kleinmachnower Café Médoc. Doch halt, GOtt ließ sich entschuldigen. „Der trifft sich heute mit Xavier Naidoo“, bat Ahne um Nachsicht, „damit der sich endlich ma ´n anderen Adressaten für seine Lieda sucht“. Ahne nippte an seinem Bier. Ahne ist der erste Mensch, der hier im Café Médoc je ein Bier serviert bekam. Für Normalsterbliche gibts hier nur Rebensaft, vornehmlich aus Frankreich, dazu warme Canapées mit Brie de Meaux oder gebackenen Fromi Chaud mit kräftigem Geschmack. Schlemmen, Veranstaltungsmagazin der Tourist Information Teltow

mit großem

gewInnS Teltow · Kleinmachnow · Stahnsdorf · Berlins Süden

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Foto: Joachim hiltmann i GraFik · DesiGn: heiko roGGe

pIel

Februar 2011/6. Jg.

Prekäres Leben halt, so zwischen Show Royal bei Radio 1 und der Berliner Lesebühne Heim und Welt. Die Zwiegespräche mit GOtt machten Ahne über die Grenzen Berlins hinaus bekannt. Jetzt hat er sich hinter die Berliner Stadtgrenze gewagt, nach Kleinmachnow, mit seinem diabolischen Humor. Man weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie sieht man ihm den an. Foto: Rolf Niebel wie GOtt in Frankreich, möchte man da meinen. Auf Nachfrage jedoch versichert Ahne: „Ja, ja, ... nee, nee, ... GOtt, der trinkt Bier, aba aus braunen Flaschen, keene grünen.“ Weinliebhaber in der göttlichen Dreieinigkeit, so scheint es, ist wohl nur der Filius. Der immerhin verwandelte Wasser zu Wein, und legt man die heilige Schrift entsprechend aus, lag ihm ein koscherer trockener Ezion aus dem judäischen Bergland gar im Blut. Dennoch, das Sakrileg, das Ahne hier im Hause Médoc beging, war dann wohl doch keines – nur eben: keine grünen Flaschen. Da GOtt nun allerdings an diesem Abend nicht mit von der Partie war – man erinnere sich, wegen Xavier Naidoo – musste Ahne den Allmächtigen improvisieren: Kopf links vom Mikro, ist es Ahne, Kopf rechts davon, GOtt. Das kam zwar reichlich schizophren daher, induzier-

te jedoch gleich zu Beginn der Veranstaltung kollektives Dauerschmunzeln im brechend vollen Café Médoc: „Na GOtt.“ – „Na.“ Und dann erfuhr man, dass das Kürzel „WAW“, tätowiert auf einen kahlköpfigen Stiernacken schon „Weißer Arischer Widerstand“ bedeuten könne, aber eben auch „Wegetarische Analphabeten Wernigerode“. Ebenso interessant, dass GOtt nicht in der Bundeswehr drin ist, und deshalb nicht aus Afghanistan raus kann und dass ihm auch eine Frau als Papst recht sei, selbst wenn sie schwul, behindert und schwarz wäre ... mit Segelohren und Iro. Nach der Pause und beim dritten Sakrileg-Bier gehts dann zur Sache. Da sind Kleinmachnow und der Prenzlauer Berg sich plötzlich irgendwie erstaunlich nahe. „97 Prozent aller Jugendlichen wollen später mal Spießer werden.“ Sehr bedauerlich, befand Ahne,

wenn die Jugend bei Klassik-Radio, Vollkorntoast und Tofumarmelade am Frühstückstisch sitzt. Mercedes-Sterne abknicken oder in offene Cabrios urinieren? Will keiner mehr. Wofür war man denn rebellisch, früher, in der eigenen Jugend? Er würde da schon hinter den Halbstarken – oder sagte er Halbschwachen – stehen. Und: „Is schön hier, in Kleinmachnow ... der Schnee da draußen.“ Jetzt so, mit 40, da fange man an, sich Sachen zu kaufen, „... ´ne Hose, ´n Auto. Man fängt an ´n Haus zu baun, für später und für die Kinder, wenn sie dann einmal groß sind ...“. Ist eben schön in Kleinmachnow. Aber zurück wollte er wohl schon, der Ahne, zurück in den Prenzlauer Berg. Wenn er mal bloß den letzten Bus gekriegt hat, nach Berlin, bei dem Schnee. „Tschüß GOtt.“ – „Tschüß Du.“ Rolf Niebel

Weitere regionale Kulturtipps finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Veranstaltungsmagazins der Tourist Information Teltow:

Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Kultur

Berg und Prophet Geht der Kletterfelsen auf Wanderschaft?

Wird die Teltower Skyline künftig so aussehen? Wie sagt der Volksmund? „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten.“ In diesem Falle wäre wohl der Teltower SPD-Vorsitzende Frank Fromm so etwas wie der Prophet. Denn kaum ist das Projekt Kletterfelsen in Kleinmachnow gestorben, steht eine interessante Lösungsidee bereit. Die Nachbarkommune Teltow schickt sich womöglich an einzuspringen. Zumindest schlug Fromm vor, den in Kleinmachnow seit 2008 geplanten Felsen stattdessen im Bereich der Kanalaue zu errichten. Es könnte dort, so der Politiker, ein Freizeit- und Erholungspark entstehen, der den Kletterfelsen integriere. „Ich war begeistert, als Herr Fromm mir seine Idee unterbreitete“, berichtet Axel Wagner, Mitglied des Deutschen Alpenvereins, Sektion Kleinmachnow. Nach diesem ersten informellen Gespräch müsse nun zunächst die rechtliche Seite genau geprüft werden, erläutert Wagner. Schließlich wurden in Kleinmachnow für das Projekt „Kletterfelsen“ Spendengelder und Fördermittel akquiriert, die mit Sicherheit zweck- und ortgebunden sind. „Das muss nun im Vorstand unseres Vereins besprochen werden – aber es hängt natürlich auch von den Spendern selbst ab“, erklärt Axel Wagner. In Teltow werden seit vielen Jahren immer wieder Vorschläge gemacht, wie man die Kanalaue touristisch attraktiv gestalten könnte. Von einer Marina und einladenden Cafés am Teltowkanal ist dabei Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Repro: Marian Rolle

die Rede – eine richtige Promenade eben. Nach Frank Fromms Aussage fehlen in Teltow aber grundsätzlich Visionen und der nötige Mut, um Projekte dieser Art anzugehen. „Man muss es natürlich wollen, aber meiner Meinung nach passt der Kletterfelsen hervorragend zum Thema ‚Beleben der Kanalaue‘“, argumentiert er. Fromm wolle nun alles mit seiner Partei besprechen. Die Fraktion könnte dann einen entsprechenden Prüfantrag stellen. „Die Fördermittel, die Kleinmachnow bekommen hat, kann auch Teltow bekommen.“ Fromm ist optimistisch. Auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt signalisiert Interesse an dem Projekt. Wird der Berg in Form des Kletterfelsen-Projektes nun über die Kleinmachnower Gemeindegrenze in die Nachbarstadt jenseits des Teltowkanals wandern? Wird Fromms Vorstoß sich als Prophetie oder Unkerei erweisen? Und wird man solcherart Anpacken der Dinge in der Region wohl als Schielen nach den Kirschen in Nachbars Garten werten, oder schlicht als Versuch, ein interessantes Projekt doch noch für die Region möglich zu machen? Schimpf/Niebel Richtigstellung: In der Januar-Ausgabe hieß es auf S. 4, dass der Beschluss bezüglich der Nichterrichtung des Kletterfelsens einstimmig gefasst wurde. Richtig ist, dass Anne von Törne, Fraktionsvorsitzende der BIK in der Gemeindevertretung gegen die Aufhebung gestimmt hatte.

Der Computerspezialist (Tipp 196) Wikipedia feiert 10-jähriges Jubiläum Vor 10 Jahren erblickte Wikipedia sein binäres Dasein. Ursprünglich hieß das Projekt Nupedia und sollte kostenpflichtig abgerufen werden. Doch die Inhalte der Enzyklopädie wuchsen nur spärlich, weil die Autoren ihr Wissen nicht entsprechend schnell bereitstellen konnten. So drehten Jimmy Wales und Larry Sanger den Spieß um: Jeder durfte selber Wissenseinträge einstellen, ohne vorheriges Prüfen der Richtigkeit. Es bekam den Namen Wikipedia, Wiki stammt aus dem Hawaiianischen und heißt „schnell“. Und das war es auch – sofort nach der englischen Sprache folgte die deutsche. Heute ist es eine „Non-Profit-Organisation und gehört zu den meistaufgerufenen Webseiten der Welt. Über 1 Million Einträge gibt es auf Deutsch, 3 Millionen auf Englisch. Früher wurde

von Wissenschaftlern der Wert der Inhalte in Frage gestellt, weil die Inhalte nicht immer von Experten stammten. Mittlerweile gilt es als genauso zuverlässig wie die Enzyklopedica Britannica. Es gibt vier Grundsätze, die den Angaben des Projekts zufolge unumstößlich sind und können auch nach Diskussionen nicht geändert werden: • Wikipedia ist eine Enzyklopädie. • Beiträge sind so zu verfassen, dass sie dem Grundsatz des neutralen Standpunkts entsprechen. • Geltendes Recht – insbesondere das Urheberrecht – ist strikt zu beachten. • Andere Benutzer sind zu respektieren und die Wikiquette einzuhalten. Heute gibt es Wikipedia in 260 Sprachen und wird weiterhin nur durch Spendengelder unterstützt.

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Kultur

Auto-Service Lichtblau expandiert

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„Blau ja blau sind alle meine Kleider ...“ von der Krawatte des Chefs bis zum klassischen Blaumann des Kfz-Mechanikers in der Werkstatt. Wer kennt es nicht noch, dieses Lied aus Kindertagen, das den Stolz auf den entsprechenden Beruf zum Ausdruck bringt? Olaf Jahr, Inhaber der ASL Auto-Service Lichtblau GmbH in der Mahlower Straße 235 in Teltow, ist zurecht stolz. Als er die Firma vor drei Jahren übernahm, hatte er wohl im Traum nicht daran gedacht, so schnell zu expandieren und in Teltow ein neues Autohaus aus dem Boden zu stampfen. Heute ist sein Autohaus mit angeschlossener Service-Werkstatt der stärkste Partner des Autoherstellers Hyundai in der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf. „Hyundai entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem sehr starken Servicepartner für die Kunden“, erklärt Olaf Jahr. Das wiederum scheint, betrachtet man die Fahrzeuge der Marke Hyundai einmal genauer, durchaus nachvollziebar. „Diese Autos werden den hohen Anforderungen unserer Kunden entsprechend ausgestattet“, so Olaf Jahr. „Und vorallem stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis. Der Kunde fragt sich doch: Was bekomme ich für mein Geld?“ Ein Sport

Utility Vehicle (SUV), also eine Geländelimousine, der Marke Hyundai ist hier beispielsweise bereits für unter 20 000 Euro zu haben. Gleichwertige Modelle anderer Marken findet man zu diesem Preisniveau nicht, es sei, man macht Abstriche bei Qualität und Ausstattung. „Wir haben Fahrzeuge in unserer Produktpalette, die andere Hersteller und Anbieter sich wünschen“, schmunzelt Olaf Jahr, der hinter den Produkten steht, die er verkauft. „Das sind praktische, funktionale und solide Autos. Sie sind chic und passen ins Preisgefüge.“ Mitte dieses Jahres eröffnet die Auto-Service Lichtblau GmbH nun ein neues Service-Zentrum in der Teltower Oderstraße 20, direkt neben dem Fußballplatz. Auf 4 800 Quadratmetern werden dann neben der größeren Verkaufsfläche eine Werkstatt mit Lackiererei, ein Leasingund Finanzierungsservice, ein Abschleppdienst, eine Autovermietung und viele Parkplätze zu finden sein. Viel Arbeit also, für Olaf Jahr und seine Mannschaft. Eins also scheint ausgeschlossen für die nächste Zeit: Blau machen gilt nicht, im Autohaus Lichtblau. ASL Auto-Service Lichtblau GmbH Mahlower Straße 235 14513 Teltow Tel: 0 33 28-33 87 90 www.asl-lichtblau.de

Schwesterkunst aus Italien

Links eine Arbeit von Guili Zanoni und rechts die Künstlerin (li) gemeinsam mit ihrer Schwester Fiorenza und Hans-Jürgen Brauer. Fotos: Veranstalter Was haben zwei italienische Von der Vielseitigkeit der KünstleSchwestern mit dieser Region zu rin konnten sich auch schon regiotun? Ganz einfach: Die eine, Fio- nale Künstler wie Frauke Schmidtrenza, leitet das Arlecchino Theater Theilig oder Hans-Jürgen Brauer in Kleinmachnow und eigentlich überzeugen, die beide in den Geauch das dazugehörige „Zwillings- nuss kamen, in Italien auszustellen. theater“ in Lazise am Gardasee, Ab dem 16. Februar bis zum 31. was wiederum von ihrer Schwester März präsentiert Guili nun ihre Guili betreut wird – und diese malt. Ausstellung „Aquarelle und mehr“ Auch Guili stellt einen praktischen im Teltower Rathaus. Bis dahin Bezug zwischen Kunst und Lehre plant und organisiert die andeher, in dem sie ihre Persönlichkeit re Schwester alles hier vor Ort. in die Theaterarbeit einbringt. cos

Buchvorstellung aus der Redaktion Aus der Kleinmachnower Bibliothek wurde die Idee an die Redaktion herangetragen, doch auch einmal einen Buchtipp abzugeben. Darum an dieser Stelle: Jakob Hein: Herr Jensen steigt aus – empfohlen von Rolf Niebel Sollte man bei einer Buchvorstellung mit dem letzten Satz beginnen? Nein, sollte man nicht. Und doch: „Dann stand er auf, suchte einen Schraubenzieher aus der Werkzeugkiste auf dem Flur und entfernte das Namensschild von seiner Tür.“ Herr Jensen ist ganz normal – abgebrochenes Studium, irgendwie Schwierigkeiten mit den Frauen, Freunde eher wenig – aber wohl doch normal, oder? Herr Jensen ist Postbote – bis er entlassen wird – auch normal. Normal auch was dann kommt: Arbeitsamt, sozialer Rückzug, die Suche nach neuen

Foto: Niebel

Blau ja blau ...

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Aufgaben und dem Lebenssinn, Paranoia und die hohe Kunst des Nichtstuns. Es ist eine Geschichte des ganz normalen Wahnsinns. Und weil das so ist, kann am Schluss nur die Konsequenz des letzten Satzes stehen. Jakob Hein spiegelt die Absurdität des Alltags mit unschuldig bösartiger Bissigkeit – einer Komik, die einen das Gruseln lehrt. Und am Ende bleibt die Frage: Sind wir nicht alle ein bisschen Jensen? Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Heimatgeschichten

Beginnfreudige Momentaufnahmen oder wie die kleine Stadt Teltow tickt Anmerkungen zu meinen „50 merkwürdigen Teltower Geschichten“

Manfred Pieske, 1937 in Bernau geboren, Buchhändlerfachschule, Studium der Kulturwissenschaften/Ästhetik an der Humboldt-Universität, Buchhändler, Verlagslektor, Romancier (11 Bücher), Drehbuchautor, Journalist, hier Wasserpfeife rauchend beim Verkauf des „Teltower Stadt-Blatts“.

„Respektlos und doch voll menschlicher Wärme schreibt Manfred Pieske von der kleinen Stadt Teltow am südlichen Rand von Berlin und ihren Leuten. Dabei schöpft der Autor, der in den 1990er Jahren als Rasender Reporter des Teltower Stadt-Blatts unterwegs war, aus dem Vorrat authentischer Geschichten der Stadt und ihrer Bewohner. Zwanzig Nachwende-Jahre haben es eben in sich.“ Horst Meyer „Was für irritierende (ost)deutsche Storys aus der Provinz Teltow, einfach köstlich. Eulenspiegel muss ein Teltower gewesen sein.“ Peter Paul

Impressum Kleinmachnower Zeitung – Unabhängige Monatszeitschrift für die Gemeinde Kleinmachnow Verlag: Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH, Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow, Tel.: (0 33 28) 31 64 50, Fax: (0 33 28) 31 64 72, www.teltower-stadtblatt.de; Herausgeber: Andreas Gröschl Verantwortlicher Redakteur: Rolf Niebel

Kleinmachnower Zeitung 02 2011

ISBN 978-3-936607-54-3

Redaktion: Cornelia Schimpf, Beate Richter, Helke Böttger, Stephanie Oehme, Anett Kirchner, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 68, Fax: - 76, EMail: redaktion@kleinmachnower-zeitung.de Grafik, Layout: Yvonne Strauer Titelfotos: Archiv Heimatverein Klm., Beate Richter, Rolf Niebel, Kreismusikschule Engelbert Humperdinck Anzeigen: Rita Freimund, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 50, Fax: - 72, E-Mail: rita_freimund@stadtblatt-online.de

Manfred Pieske

Zu den ersten Texten, die ich versuchsweise schrieb, gehörte „DUWE KOMMT“. Und siehe da: was für ein Schmaus fürs Gemüt, meine Testleser waren erfreut. Dabei gab es da gar nichts Komisches, im Grunde. Eher war diese Geschichte ein Hohelied auf die unnachgiebige Zivilcourage eines Mannes, nämlich des ersten Vorsitzenden des Teltower Heimatvereins, der gegen alle abspeisende Mentalität beharrlich antrat – und so entstand eine zum Schmunzeln einladende „Ja-Ja“-Geschichte rund um die anfänglichen planerischen Schwerfälligkeiten beim Projekt Heimatmuseum. Ähnlich widerhakige Gefühls- und Meinungslagen gab es in anderen Fällen, die, wer will es verschweigen, gelegentlich hahnenkampfartige Züge annahmen (sodass unManfred Pieske sereins zuweilen das Als Teltow Gefühl hatte, doch ein Kriegsberichterstatter de, unerfundene Storys aufzuneu erfunden wurde zu sein). Aber es gab nehmen. Dazu gehören solche Fünfzig merkwürdige Teltower Geschichten da gleichzeitig den sehr Geschichten wie „Kreolenköund ein paar kuriose Zugaben entschiedenen Willen, nig“, „Soweit, so selig“, „Ripaus Teltow eine Stadt pe und Ulchen“. Ebenso wichzu machen, die sich setig schienen mir all jene Texte hen lassen kann, und zu sein, die (so der „Pinkelbudas zählte nun einmal. den-Report“, „Feine GesellSo entstanden meinerschaft“ und „Lobrede auf alle seits nach und nach Momentaufnahmen, klei- Verräter“) an humorlose Protokolle erinnern ne Geschichten und Anekdoten voll Ecken, und doch – oder gerade deswegen? – für eine erKanten und zeitgeschichtlicher Bezüge. Frei- heiternde Patina sorgen. Manfred Pieske lich kann solch ein Buch nicht auf chronistenfleißige Vollständigkeit pochen. Dazu war das Das 260 Seiten umfassende Buch von Manfred Pieske, Geschehen der vergangenen beiden Jahrzehn- erschienen im Zenkert-Verlag Mahlow, ist zum Preis te wohl zu turbulent, zu verwirrend, ja teilwei- von 14,80 Euro im Schreibwarengeschäft A. Kniepert se sogar gegenläufig. Und dann war schließlich in der Stahnsdorfer Lindenstraße, bei der NATURAauf die Lesbarkeit der 50 Geschichten zu ach- Buchhandlung in Kleinmachnow am Rathausmarkt ten. Schon deshalb legte ich darauf wert, ins sowie bei der Tourist Information Teltow, Potsdamer Textsortiment auch genügend existenzielle, Str. 57, erhältlich. Es kann auch telefonisch unter menschlich anrührende, ja betroffen machen- (0 33 28) 31 64 50 bestellt werden. als TelTow neu erfunden wurde

„Und? Hat schon jemand geklagt?“ So besorgt beginnt manch ein Gespräch mit mir, neuerdings – nachdem meine „Teltower Geschichten“ erschienen sind und um die regionalen Kirchtürme herum viele Leser gefunden haben. Allein schon deshalb will ich hier umgehend mitteilen: Nein, es hat keiner geklagt. Warum auch? Nach der Lektüre des Buches haben mir allerhand Leute zugerufen: „Einfach köstlich!“ Ein Leser hat mich sogar an einen, eine Geschichte eröffnenden Satz erinnert, in der es voll Harmlosigkeit heißt: „Das wollen wir keineswegs verheimlichen, in den frühen Abendstunden des Soundsovielten, im Jahre 2004, wurde in der Altstadt von Teltow ein Spaziergänger gesichtet.“ Nun ja, über die Jahre hin war die Verführung groß, solche Freuden des beobachteten Augenblicks auszukosten. Unvergesslich die „ersten Schusswechsel im Schwarzen Adler“, die etwas von Polit-Kabarett hatten. An jenem Abend ahnte ich erstmals, wie diese Stadt Teltow tickt. Oha! Hier schienen, wie ich umgehend argwöhnte, unregierbare Kräfte am Werk zu sein, die auf unfreiwillige Situationskomik aus waren. Oder wurde nicht manch liebes Mal voll profilsüchtiger Emphase zunächst ins Mikro gebrüllt und dann nachgedacht? Eine Reihenfolge, die der Stadt nicht immer gut tat und überraschende, jähe Wendungen mit verschleißreichen Zeitverlusten heraufbeschwor. Unterdessen möchte unsereins den Stadtpolitikern nichts Schlechtes nachsagen, denn jeder gab sein Bestes (wenngleich nicht das Beste). Schon deshalb verdienen jene Akteure auf jeden Fall Respekt. Drum hier noch als Wink für all jene, die mir gegenüber inzwischen bekundet haben, die Stadtpolitiker seien viel zu gut weggekommen: Ich habe keine Kriegsfibel geschrieben. Gelegen war mir eher daran, lächelnd zurückzuschauen auf die beiden vergangenen Jahrzehnte, in denen – jawohl! – das Städtchen Teltow neu erfunden wurde, und dabei ging es freilich nicht immer wie beim Kaffeekränzchen zu.

Druck: Druckerei Grabow, Teltow Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 11/09 und die Kleinanzeigenliste Nr. 04/09. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch.

Abonnement: für Ortsansässige 12,00 Euro, für Auswärtige 24,00 Euro (inkl. Porto). Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig.

Termine für die Märzausgabe Redaktionsschluss: 15.02.2011 Anzeigenschluss: 15.02.2011

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Jugend/Bildung

„Endlich mal´n Hintern in der Hose haben ...“ Förderschule? Inklusive Schule? Förderschulstandort soll erhalten bleiben, aber wie? „In zehn Jahren werden Förderschulen heutiger Couleur vielleicht nicht mehr existieren“, erklärt Dr. Axel Mueller, Abgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen in der Kleinmachnower Gemeindevertretung und im Kreistag Potsdam-Mittelmark. Mueller hatte sich stark gegen den vom Landkreis verhängten Aufnahmestopp an der Albert-Schweitzer-Förderschule engagiert. Am 16. November 2010 hatten die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, Marie Luise von Halem und Mueller zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie gestalten wir die Zukunft unserer Förderschulen“ ins Kleinmachnower Rathaus geladen. Elf Tage später wurde der Aufnahmestopp vom Kreistag gekippt. Die Diskussion ist jedoch lange noch nicht beendet: Was soll aus den Förderschulen werden?

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Seit geraumer Zeit spukt nun der Begriff „Inklusion“ durch den Dschungel pädagogischer Begrifflichkeiten. Und doch scheint häufig nur eine nebulöse Vorstellung davon zu existieren, was sich hinter diesem Terminus verbirgt. Grundlage für eine inklusive Pädagogik bildet der im Jahre 2000 erschienene „Index for Inclusion“, erstellt von Tony Booth, Professor of Inclusive and International Education an der Canterbury Christ Church University, sowie Mel Ainscow, Professor of Education an der University of Manchester. Entwickelt wurde dieser Index als Material zur Selbstevaluation für Schulen. Der Inklusionsansatz geht davon aus, dass Menschen mit ensprechenden Besonderheiten, wie bspw. Behinderungen oder Migrationshintergrund nicht erst in Gesellschaft integriert werden müssen, sondern bereits durch ihre Existenz Teil selbiger sind. Damit verbindet sich ein entscheidender Unterschied zum Integrationsansatz. Es geht nicht mehr um Minderheiten, die in die Mehrheit einzupassen sind, sondern um die Frage des gleichwertigen und adäquaten Umgangs miteinander innerhalb von Gesellschaft. Für Kleinmachnow wurde nun die Idee auf das Tableau gebracht, die Albert-SchweitzerFörderschule, an der Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung unterrichtet werden, und die Allgemeine Förderschule, die sich um Kinder mit Lernbehinderungen kümmert, zu einer inklusiven Schule zu fusionieren. Diese Kinder könnten dort dann mit sogenannten normalen Grundschülern gemeinsam im Rahmen einer inklusiven Schule lernen. So löblich und politisch korrekt dieser Ansatz klingt, an dieser Stelle beginnen die Schwierigkeiten. „Es ist eben nicht so, dass alle in ein Raster passen“, macht Grit Köpke, derzeit al-

leinige Schulleiterin für beide Kleinmachnower Förderschulen deutlich. Viele Eltern, so Köpke weiter, wollen ihre Kinder explizit an einer Förderschule haben. Ebenso sei Behinderung nicht gleich Behinderung. Nicht jede Art von Behinderung sei eben regelschulkompatibel. Die Förderbedarfe sind nicht selten so verschieden, wie die Vielfalt der Beeinträchtigungen. „Das wird so häufig alles vermischt.“ Dass Inklusion eben nicht am Tor des Pausenhofes endet, eröffnet ein weiteres Problemfeld. „Es ist ein großes Problem in der Gesellschaft, mit dem Anderssein umzugehen“, stellt Köpke fest. „Die Konventionen in der Gesellschaft wachsen in der Regel nicht kontinuierlich mit derartigen Projekten mit.“ Da bedarf es schon einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz. Gerade bei derzeitigen Diskussionen, bspw. um Bildungseliten, ist es wohl fraglich, wieviele Eltern ihre Kinder letztlich wirklich mit Behinderten auf eine gemeinsame Schule schicken würden. Die Tatsache, dass in der Nachbarstadt Berlin viele Eltern mit schulpflichtigen Kindern aus sogenannten Problembezirken wegziehen, spricht Bände. Und inwiefern dann inklusive Schulabschlüsse gegenüber den Regelschulabschlüssen als gleichwertig behandelt werden, steht ebenso in den Sternen. Momentan ist es so, dass Abgänger von Förderschulen de facto ein wertloses Zeugnis erhalten. „Herr Rupprecht bezeichnet diese dann als Schulabbrecher“, erzählt Köpke und meint damit den Brandenburgischen Bildungsminister. „Ich weiß bis heute nicht, warum.“ Hier tut sich ein folgeschweres Paradoxon auf. „Es gibt ein Recht auf Förderschule“, erläutert Martin Köhler von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Kreistag und befindet sich damit in Meinungsunion mit Schulrat Karl-Josef Lenz. „Aber“, so Köhler weiter, „es gibt auch ein Recht für diese Kinder, in einer Regelschule beschult zu werden. Dafür sind die Schulen allerdings in der Regel nicht ausgestattet“. Es bestehen jede Menge Unklarheiten bezüglich eines inklusiven Konzeptes, aber das war auch schon bei den Förderschulen so. „Viele Politiker, die für den Aufnahmestopp waren“, klagt Köpke, „kamen erst hinterher und haben sich sachkundig gemacht.“ Dennoch soll nun schnell gehandelt werden. Am 18. Januar 2011 tagte der Bildungsausschuss des Landkreises Potsdam-Mittelmark in der Allgemeinen Förderschule Kleinmachnow. Zuvor besichtigten die Ausschussmitglieder beide Förderschulen. Vor der eigentlichen Sitzung präsentierte Köpke ein Papier mit vom Kollegium zusammengetragenen Konzeptgedanken zur Entwicklung eines Förderzentrums bzw. einer kooperativen

Förderschule in dieser Region. Kurzfristig wird darin eine Kooperation beider Förderschulen und eine Erweiterung für weitere Schädigungsarten vorgeschlagen. Mittelfristig erachtet man eine Öffnung für Grundschüler der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, sowie der Gemeinde Nuthetal im Sinne einer inklusiven Schule für möglich. Langfristig soll der Schulstandort für Schüler ab Klasse 7 als Inklusionsschule erweitert werden. Dazu müsste jedoch umgehend ein Standort festgelegt werden. Beide Kleinmachnower Schulen sind momentan baulich nicht in dem Zustand, einer solchen Aufgabe gerecht zu werden. Das Gelände der Allgemeinen Förderschule im Schleusenweg würde zumindest den Platz für entsprechende bauliche Maßnahmen bieten. Es muss aber auch umgehend ein entsprechendes pädagogisches Konzept erarbeitet werden, dass den hohen Ansprüchen an Qualifikation und Ausstattung gerecht wird. Und da spätestens wird die Frage nach der Finanzierung laut. Allein für die Umsetzung eines pädagogischen und eines Raumkonzeptes werden wohl 3,5 Millionen Euro nötig sein, schätzt Mueller. Ebenso zeitnah muss sowohl der Landkreis als auch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport eine derartige Kooperation genehmigen. Im Bildungsausschuss jedenfalls herrschte schnelle Einigkeit: Der Förderstandort Kleinmachnow muss erhalten bleiben. Es bedarf einer Konzeptentwicklung durch Fachkundige, und es muss die schnelle Fassung eines Grundsatzbeschlusses herbeigeführt werden. Grit Köpke hat mit der Präsentation ihrer Schulen sowie den Konzeptgedanken ersteinmal überzeugt. Dennoch macht sich etwas Unmut bei ihr breit. Wenige werden wohl an diesem Ort fachkundiger sein als sie. Und was, wenn aus der ganzen Sache nun doch nichts wird? Was, wenn man in eine andere Richtung entscheidet? „Ich will keine 100 Seiten für den Papierkorb schreiben“, erklärt die Schulleiterin zweier Förderschulen, die nicht einmal eine reguläre Vertretung hat. „Ich kann es langsam nicht mehr hören. Mein Auftrag ist doch, pädagogisch für die Kinder da zu sein.“ Seit 2006 steht ein Fragezeichen hinter beiden Schulen. Ein Inklusionskonzept erfordert letzlich eine gewisse gesellschaftliche Reife und muss gesamtgesellschaftlich und dennoch differenziert gedacht werden. Und Grit Köpke? „Ich möchte einfach nicht überrannt werden“, sagt sie. „Für uns Lehrer ist es aber unbefriedigend, wenn das alles so dahinplätschert.“ Am Rande der Führung durch die Allgemeine Förderschule wird sie dann sehr deutlich: „Die sollen endlich mal ´n Hintern in der Hose haben und was entscheiden!“ Rolf Niebel Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Jugend/Bildung

Musizierend musizieren helfen Zweites Benefizkonzert der Kreismusikschule Engelbert Humperdinck

Musizieren lässt sich sicher auch mit Lebensmitteln und Kochgeschirr. Gemeinsames Kochen im Kinderdorf Kienwerder. Foto: Cornelia Schimpf

Aber so geht‘s auch. Das Celloquartett der Kreismusikschule Engelbert Humperdinck Foto: Kreismusikschule

Da steht ein Dorf mitten im Dorf. Dass hier Mädchen und Jungen wohnen, denen eine Bilderbuchkindheit nicht in die Wiege gelegt wurde, bemerkt man nicht. Das Kinderdorf Kienwerder liegt mitten im beschaulichen Eigenheimviertel des Güterfelder Ortsteiles. Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren ursprünglichen Eltern aufwachsen können, finden hier temporär oder auf Dauer ein neues Zuhause in familienähnlichem Umfeld. Das von der Schulleiterin Inge Rahmel 1995 gegründete „Kleinstkinderheim“ in Form einer Familienwohngruppe besteht derzeit bereits aus acht Adressen in Kienwerder. In diesem ambitionierten Projekt werden die Kinder nach familienorientierten sozialpädagogischen Ansätzen betreut. Das heißt häufig, dass es innewohnende Erzieher und Pädagogen sind, die den Kindern das zu bieten versuchen, was in den Ursprungsfamilien nicht gewährleistet werden konnte. So soll die ganz individuelle Entwicklung und Förderung ermöglicht werden. Doch wie fast immer bei derartigen Vorhaben stößt man da häufig an Grenzen. Förderung muss eben auch finanziert werden. Zwar wird das Kinderdorf Kienwerder von zahlreichen Sponsoren und Förderern unterstützt, aber gerade Dinge, die über therapeutische und erzieherische

sikalische Früherziehung, Musiktherapie sowie Instrumentalunterricht zur Verfügung zu stellen. Die Musikschule wird hierfür die Organisation und Koordination übernehmen und stellt zugleich Leihinstrumente zur Verfügung. Die Kosten des Unterrichts werden aus den Einnahmen des Benefiz-Konzertes finanziert. Das nunmehr zweite große Benefiz-Konzert der Kreismusikschule wird am Sonntag, dem 20. Februar, um 11.00 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses Kleinmachnow stattfinden. Musizieren werden neben dem Jugendblasorchester Kleinmachnow herausragende Ensembles und Solisten der Musikschule, wie das Harfenduo, das Querflötentrio, das Celloquartett und das Gitarrenquintett. Die Gemeinde Kleinmachnow unterstützt das Benefiz-Projekt der Musikschule und stellt für diesen

Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Leistungen hinausgehen, sind oft eingeengt durch das Korsett der knappen Kassen. An dieser Stelle trat überraschend die Kreismusikschule Engelbert Humperdinck auf den Plan. Bereits im letzten Jahr hatte die Musikschule mit einem Benefiz-Konzert etwa 3400 Euro für die Erdbebenopfer auf Haiti eingespielt. „Die Idee entstand im letzten Jahr nach dem Regionalwettbewerb ‚Jugend musiziert‘“, erzählt Uta Hoffmann-Thoben von der Kreismusikschule, die mit ihrer Kollegin Katharina Achilles die Benefiz-Gala organisiert. „Jetzt soll das eben zur Tradition werden, und da kam der Vorschlag, auch mal vor der eigenen Haustür zu schauen.“ Man solle doch mal in die Kinderdörfer gucken, so ein Hinweis. Da lag das Kinderdorf Kienwerder nahe. Die Kinder und Jugendlichen, die dort leben, kommen nicht selten aus einem Umfeld, in dem kulturelle Bildung nicht immer großgeschrieben wird, bestätigt Steffi Wardelmann, Sozialpädagogin und Koordinatorin im Kinderdorf. „In Zeiten leerer Kassen“, sagt Achilles, „fehlt es dann oft an Geld für musische Bildung“. Im November 2010 sei die Musikschule an das Kinderdorf herangetreten, so Wardelmann. Und so entstand die Idee, in Zusammenarbeit mit den Pädagogen des Kinderdorfes Plätze für mu-

Anlass den Bürgersaal kostenfrei zur Verfügung. Für den Imbiss in der Pause stiftet die Salumeria Pane e Vino ein italienisches Antipasti-Buffet. Der Eintrittspreis für das karitative Konzert beläuft sich auf fünf Euro. Wer sich darüber hinaus finanziell engagieren möchte, ist von den Organisatorinnen eingeladen, dieses Projekt mit einer Spende zu unterstützen. Alle Spender, die einen Betrag ab 25 Euro beisteuern, erhalten eine Spendenquittung und werden auf der Spendentafel namentlich erwähnt. Rolf Niebel

Spendenkonto: Förderverein der Kreismusikschule Mittelbrandenburgische Sparkasse, BLZ: 16 050 000, Konto-Nr.: 3 523 301 806, Stichwort: Kinderdorf Kienwerder

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Gesundheit

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Angelika McDaniel

Fachärztin für Anästhesiologie

Berlin Zehlendorf – Bogenhaus Telefon (0 30) 89 09 16 80 www.schmerz-migräne.de

Praxis für Zahnheilkunde

Tagesklinik für Region Asklepios übernimmt psychiatrische Versorgung Bereits seit vergangenem November betreibt das Asklepios Fachklinikum Brandenburg, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, eine psychiatrische Tagesklinik mit 16 Plätzen im „Teltow Karree“ in der Rheinstraße. Räumlich und personell eng mit der Tagesklinik verknüpft ist eine psychiatrische Institutsambulanz. Damit wurde gemäß Landesauftrag die psychiatrische Versorgung der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf aufgenommen. Das Team um die leitende Oberärztin Katharina Campbell ist auf die Behandlung von Depressionen spezialisiert. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter dieser Krankheit. Besonders während der dunklen Monate haben viele Menschen mit einer Lichtman-

geldepression, der sogenannten Herbstdepression, zu tun. Mithilfe einer speziellen Lichttherapie kann dieser Erkrankung entgegen gewirkt werden. Das Angebot der Tagesklinik ist weitaus größer. Um den Patienten Freude zu bringen, steht bspw. im Rahmen einer Genusstherapie eine eigene Therapieküche zur Verfügung. In den Bereichen Ergo- und Sporttherapie bestehen Kooperationen mit Ärzten und Therapeuten in der Region. Immer mittwochs in den ungeraden Wochen lädt die Klinik um 15 Uhr alle Interessenten cos zum Info-Café ein. Kontakt: Rheinstraße 10, Teltow Tel.: (0 33 28) 93 60 60-0

Das ändert sich 2011 Beitragssatz – Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wurde bei 15,5 Prozent gesetzlich festgeschrieben. Arbeitnehmer und Rentner zahlen insgesamt 8,2 Prozent ihres beitragspflichtigen Einkommens, Arbeitgeber 7,3 Prozent. Sozialausgleich – Die bisherige Deckelung der Zusatzbeiträge bei einem Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen bzw. acht Euro entfällt. Stattdessen wird ein Sozialausgleich eingeführt, der sich am durchschnittlichen Zusatzbeitrag orientiert. Übersteigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag zwei Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen eines Mitglieds, so greift der automatisch vom Arbeitgeber oder Rentenversicherungsträger durchzuführende Sozialausgleich, der aus Steuermitteln finanziert

wird: Der einkommensbezogene Krankenversicherungsbeitrag des Mitglieds wird um den Betrag der Überforderung reduziert. Das ausgezahlte Einkommen ist entsprechend höher. 2011 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei Null Euro, deshalb wird die neue Regelung erst ab 2012 Wirkung zeigen. Beitragsbemessungsgrenze – Die Beitragsbemessungsgrenze wurde im Vergleich zu 2010 um ein Prozent abgesenkt. Im Jahr 2011 liegt sie bei 3 712,50 Euro im Monat bzw. 44 550 Euro im Jahr. Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Einkommensgrenze eines Mitglieds in der gesetzlichen Krankenversicherung, oberhalb derer das Einkommen beitragsfrei bleibt. Mehr dazu lesen Sie in der März-Ausgabe der Kleinmachnower Zeitung. PM/TSB/KLMZ

Zeit für einen Termin? Tel: 0 33 29 - 61 22 80 Ästhetische Zahnheilkunde Wurzelbehandlung Kindersprechstunde Kiefergelenktherapie Prophylaxe/Parodontologie

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Mo 12–19 Uhr Di 8–16 Uhr Mi 8–16 Uhr Do 12–19 Uhr Fr 8–13 Uhr und nach Vereinbarung

Potsdamer Allee 3, 14532 Stahnsdorf praxis@zahnarzt-bochentin-stahnsdorf.de www.zahnarzt-bochentin-stahnsdorf.de

Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Gesundheit

Was hat Parodontose mit der Allgemeingesundheit oder Diabetis zu tun?

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Parodontose ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Sie wird durch Bakterien verursacht, von denen man bisher nicht genau weiß, warum sie in erhöhter Zahl auftreten und warum manche Menschen betroffen sind und andere wieder nicht. Ungefähr jeder zweite Deutsche über 35 (!) ist ernsthaft betroffen. Die Parodontose ist eine chronische Erkrankung, die unbehandelt zur Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust führt. Ein Zeichen für eine beginnende Parodontose ist das Zahnfleischbluten. Ein zweites Indiz sind Zahnfleischtaschen – Spalten zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch, die nur der Zahnarzt feststellen kann. Sind diese entstanden, hat bereits Knochenabbau stattgefunden. Dieser Abbau ist für den Laien nicht erkennbar. Erst wenn durch zusätzlichen Rückgang des Zahnfleisches die Zähne merklich länger zu werden scheinen, wird die Erkrankung für jedermann deutlich. Dann ist es allerdings bereits zu spät, und der Zahnarzt kann nur noch versuchen, das weitere Voranschreiten der Erkrankung zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Aber nicht nur die Zahnlockerung und der Zahnverlust sind ernstzunehmende Folgen. Besonders für Diabetiker kann eine unbehandelte Parodontose zu Problemen mit der Einstellung des Blutzuckerspiegels führen. Parodontose ist umgekehrt auch eine wichtige Komplikation des Diabetis mellitus. Deshalb sollte der behandelnde Internist seinen Patienten zur Kontrolle zum Zahnarzt schicken. Eine unbehandelte

Parodontose kann man mit einem „offenen Bein“ vergleichen. Dieses würde auch kein Mensch unbehandelt lassen. Eine Parodontose ist also nicht als normal oder gar altersbedingt hinzunehmen. Andere wichtige „Nebenwirkungen“ der Parodontose sind ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Somit sollten Patienten mit HerzKreislauferkrankungen wie z. B. erhöhtem Blutdruck unbedingt auf ein gesundes Zahnfleisch achten. Schwangere mit Parodontose haben wissenschaftlich nachgewiesen ein höheres Risiko für eine Frühgeburt und ein geringes Geburtsgewicht des Neugeborenen. Auch Patienten mit Osteoporose, Rheuma oder Erkrankungen der Atemwege sollten einen Zahnarzt gezielt auf Parodontose ansprechen. Wie erfolgt nun die Behandlung? Das wichtigste ist erst einmal, dass die Parodontose möglichst früh erkannt wird, z. B. durch ein Parodontose-Screening. Es müssen dann mehrere sogenannte professionelle Zahnreinigungen (PZR) durch eine Zahnärztliche Prophylaxeassistentin durchgeführt werden. Die eigentliche Zahnfleischbehandlung kann erst dann sinnvollerweise erfolgen, wenn der Patient selbst in die Lage versetzt wurde, optimale Zahnpflege zu betreiben. Da Parodontose eine chronische Erkrankung ist, ist im Anschluss an eine Zahnfleischbehandlung lebenslang (i. d. R. mindestens zweimal im Jahr) eine PZR zum Erhalt der Mund- und Allgemeingesundheit notwendig!

Selbsthilfegruppe Stahnsdorf Weil unsere Kinder anders sind: 07.02., 19 Uhr; neue Interessenten bitte anmelden: (0 33 29) 61 23 25 Kleinmachnow Deutsche Rheuma-Liga e.V. AG Kleinmachnow/Stahnsdorf • Wassergymnastik, mittwochs, 11.30, 17 und 18 Uhr; Wohnstift Augustinum, Erlenweg 72 • Trockengymnastik 14-tägig: mittwochs jeweils um 11.30, 12.30 und 18 Uhr; JFE, F.-Funke-Allee 106 a Rolligruppe Teltow – Donnerstagstreff: 10.02. um 14 Uhr, Rathaus Kleinmachnow, A.-GrimmeRing 10 Einzel-, Paar-, Familien- u. Lebensberatung, dienstags 9.00– 11.30 Uhr, Anmeldung unter: Tel. (03 32 03) 2 21 82, Kath. Kirchengemeinde, Hohe Kiefer 113, Klm. Pflegende Angehörige/Angehörige von Alzheimer-Erkrankten: 16.02., 15.30 Uhr im AWO-Treff, Förster-Funke-Allee 108, Tel. (03 32 03) 8 73 64 Teltow Gesundheitszentrum Teltow, Potsdamer Str. 7–9, 6. Ebene: SHG Alkoholkranke/Medikamentenabhängige: freitags, 18 Uhr SHG Fibromyalgie: 08.02., 17 Uhr SHG Schlaganfall: 09.02., 14 Uhr (Bitte anrufen: (0 33 29) 61 23 25) (vorher 0 33 29/61 23 25 anrufen) SHG Leben ohne Alkohol: mittwochs, 17.30 Uhr SHG Parkinson: Gesprächsgruppe 02.02., 15 Uhr: Fachvortrag „Gesunde Zähne braucht jeder“, Referent: ZA Dr. Dr. Lübke SHG Diabetiker: 03.02., 9.30 Uhr SHG Prostatakrebs: 22.02., 16.30 Uhr, ordentliche Mitgliederversammlung im Gesundheitszentrum Teltow

Frauentreff Düppel 7. Feb.: 10.00 Uhr, Allgemeiner Treff im Rathaus; 14. Feb.: 10.00 Uhr, Fahrt nach Potsdam, Treff: Waldschänke Bus; 21. Feb.: 10.00 Uhr, Wanderung, Treff: Rathausmarkt; 28. Feb.: 10.00 Uhr, Buchlesung, Treff: Rathaus

Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Kinderärzte Bereitschaftsdienst: Montag–Freitag: 17–19 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage: 10–12 Uhr; nach 19 Uhr: Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: (0 18 05) 5 82 22 31 30, im akuten Notfall: 112 31.01.–06.02.2011 Frau Grit Thieme (0 33 28) 47 07 12 07.02.–13.02.2011 Dr. Schramm (0 33 29) 69 63 22 14.02.–20.02.2011 Dipl.-Med. Grundig (0 33 28) 42 73 13 21.02.–27.02.2011 Dr. Block-Schmidt (03 32 03) 86 26 40 28.02.–06.03.2011 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98

Apotheke 1.2. Apotheke Kleinmachnow 2.2. Apotheke im Markt Teltow 3.2. Christophorus-A. Teltow 4.2. DocMorris Apotheke Teltow 5.2. Apotheke am Fuchsbau Klm. 6.2. Bäke-Apotheke Stahnsdorf 7.2. Mühlendorf-Apoth. Teltow 8.2. August-Bebel-Apotheke Klm. 9.2. Stadt-Apotheke Teltow 10.2. A. am Rathausmarkt Klm. 11.2. Apotheke Stahnsdorf 12.2. easyApotheke Teltow 13.2. Sonnen-Apotheke Teltow 14.2. Apotheke Kleinmachnow 15.2. Apotheke im Markt Teltow 16.2. Christophorus-A. Teltow 17.2. DocMorris Apotheke Teltow 18.2. Apotheke am Fuchsbau Klm. 19.2. Bäke-Apotheke Stahnsdorf 20.2. Mühlendorf-Apoth. Teltow 21.2. August-Bebel-Apotheke Klm. 22.2. Stadt-Apotheke Teltow 23.2. A. am Rathausmarkt Klm. 24.2. Apotheke Stahnsdorf 25.2. easyApotheke Teltow 26.2. Sonnen-Apotheke Teltow 27.2. Apotheke Kleinmachnow 28.2. Apotheke im Markt Teltow

Blutspendetermine Am 7. und 28. Februar besteht zwischen 15 und 19 Uhr in der AOK, Potsdamer Straße 20 in Teltow, die Möglichkeit der Blutspende. Informationen unter (03 31) 2 84 60.

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Querbeet

Erhebungsbeauftragte für „Zensus 2011“ gesucht

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Im Jahr 2011 erfolgt europaweit eine Volkszählung, der sogenannte „Zensus 2011“. Die Hauptaufgabe des Landkreises ist dabei die Durchführung von Haushaltsbefragungen vor Ort. Für diese Befragung sucht der Landkreis Potsdam-Mittelmark ca. 400 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte. Deren Aufgabe besteht darin, im Rahmen der Haushaltebefragungen und der Befragungen an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften vor Ort die Existenz der dort wohnenden Personen festzustellen und zusammen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern bzw. den Einrichtungsleitungen die Fragebögen auszufüllen. Dafür werden die Erhebungsbeauftragten vorher geschult und in ihre Aufgabenbereiche eingewiesen. Für jeden Erhebungsbeauftragten wird eine Aufwandsentschädigung gewährt. Pro Erhebungsbeauftragte bzw. Erhebungsbeauftragten werden ca. 100 Interviews im Zeitraum Mai bis Juli 2011 angesetzt. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie mindestens 18 Jahre alt sind und einen gültigen Personalausweis besitzen. Auch sollten Sie über gute Deutschkenntnisse verfügen, mobil und zeitlich flexibel sein. Da Sie während Ihrer Tätigkeit mit sensiblen Daten in Berührung kommen, setzen wir eine hohe Vertrauenswürdigkeit sowie Verschwiegenheit voraus. Wer als Erhebungsbeauftragter beim Zensus 2011 mitarbeiten möchte, wird gebeten, sich recht bald mit der Erhebungsstelle Teltow, Zensus 2011, Lankeweg 4, 14513 Teltow in Verbindung zu setzen. E-Mail: zensus2011.teltow@potsdam-mittelmark.de (zuständig für Teltow, Kleinmachnow, Michendorf, Nuthetal, Stahnsdorf) Für nähere Auskünfte erreichen Sie uns auch unter den Telefon-Nummern: 03328/318 - 301 oder - 302.

Feuerwehr Kleinmachnow beendet mit 195 Einsätzen das Jahr 2010 Da hat nach Redaktionsschluss der Januarausgabe der Dezember wirklich noch einmal richtig hingelangt mit Einsätzen. Erwähnte 176 Einsätze mit Stand vom 13.12. haben sich bis zum Jahresende dann doch noch auf 195 gesteigert, und das ohne nennenswerte Häufung von Wind- oder Gewittereinsätzen wie das Sturmtief „Kyrill“ in Januar 2007. Neben einigen Wettereinsätzen zu Schneeüberhängen und Eiszapfen, mehreren Alarmierungen zur Tragehilfe für den Rettungsdienst kam auch ein vorweihnachtlicher Wohnungsbrand dazu. Im Wohnstift Augustinum brannte eine Küche in einer Wohnung im 2. Obergeschoss. Alarm für die Feuerwehren Teltow und Kleinmachnow um 18.52 Uhr. Mehr als 20 Einwohner der Brandetage wurden vorsorglich evakuiert und vom Rettungsdienst versorgt. Das Feuer selbst war schnell gelöscht. Die betroffene Wohnung war jedoch nicht mehr benutzbar. Alle anderen Mieter konnten nach Einsatzende wieder in ihre Wohnungen entlassen werden. Das gleiche Szenario spät nachts um 03.00 Uhr, und später bemerkt, hätte weitaus mehr Schäden zur Folge haben können, sowohl an der Wohnsubstanz als auch als an Personenschäden. Die klassischen Weihnachtsund Silvestereinsätze blieben gänzlich aus. Weder mussten wir brennende Weihnachtsbäume löschen, noch verirrte Silvesterraketen in Mülltonnen und Altkleidercontainern löschen. Übrigens waren zwei unserer Löschfahrzeuge in der Silvesternacht fest besetzt, das heißt, unsere Kameraden haben für Sie, liebe Leser, und Ihre Sicherheit, die Nacht in der Feuerwache verbracht. Hier noch ein paar interessante Zahlen des Jahres 2010:

Erwähnte 195 Einsätze, darin enthalten • 58 Alarmierungen an Sonn abenden und Sonntagen • 60 Alarmierungen zwischen 19 Uhr und 7 Uhr • 45 Brandalarmierungen • 145 Hilfeleistungen • 4 Übungen • 26 Einsätze im Januar (Monat der meisten Einsätze) • 9 Einsätze im April (Monat der wenigsten Alarmierungen) • 299 Stunden Einsatzdauer • 2701 Stunden Einsatzdauer aller Mitglieder • 1731 ausgerückte Mitglieder Wir sehen dem neuen Jahr mit Spannung entgegen. Der Erweiterungsbau nimmt Formen an. Der Innenausbau, teilweise durch unsere Kameradinnen und Kameraden selbst durchgeführt, wird wohl bald ausgiebiger in Angriff genommen werden können. Mitgliederund Jahreshauptversammlung in der Fahrzeughalle gehören dann der Vergangenheit an. Für Meinungen, Anregungen, gern auch Kritik sind wir für Sie zu erreichen unter: Tel: 8 77 52 - 00 (AB ist geschaltet), per Fax - 99 oder per Email an: feuerwehr@kleinmachnow.de Vor Ort in unserer Wache sind wir an jedem 1. und 3. Montag, sowie an jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat, jeweils ab 18 Uhr. Unsere Suche nach Nachwuchs für den Einsatzdienst wird auch weiterhin vorangetrieben. Vielleicht haben Sie ja Interesse, bei uns mitzumachen und/oder schauen einfach mal so vorbei. Es grüßt Sie Ihr Mario Grocholski Gemeindebrandmeister

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Foto: PI

Denk` ich an Deutsch- land in der Nacht  Das Buch der Lieder mit seinen wunderbaren, vielfach vertonten Gedichten, kennt jeder. Aber es gibt auch eine andere Seite Heinrich Heines: Er war der ewige Provokateur, Spötter und Kritiker. Er ging ins Exil, um nicht vor der Zensur in Deckung gehen zu müssen. Er hatte immer ein Problem mit Deutschland, und das nicht nur zur Nacht. – Er ist und bleibt unser lebendigster Klassiker! Am Donnerstag, dem 17. Februar 2011, findet 18:00 Uhr im Stiftstheater des Augustinums eine Heine-Lesung mit Prof. Dr. Eberhard Reißner und Hilke Dethlefs statt. Der Eintritt für Bewohner ist frei, Gäste zahlen 2 Euro. PI/KLMZ

Askanier in Brandenburg 1165 wird der Grundstein zum Brandenburger Dom gelegt, 1170 der Havelberger Dom eingeweiht. Mit der stabiler werdenden Herrschaft der Askanier entstehen so die Bauten, die wir heute noch als für die Kulturlandschaft prägend bewundern. Frau Dr. Friederike Warnatsch-Gleich trägt am Donnerstag, dem 10. Februar 2011 um 18:00 Uhr im Stiftstheater des Augustinums zu diesem Thema vor. Der Eintritt kostet für Bewohner 5 Euro, Gäste zahlen 3 Euro. PI/KLMZ Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Querbeet

Zurückgeblättert

Gottesdienste

Zehlendorfer Damm Lichtzeichenanlage Am Weinberg nachbessern! Radwegebenutzungspflicht aufheben !

Bereits vor zehn Jahren war der Öffentliche Personennahverkehr großes Thema in der Kleinmachnower Zeitung. Die SPD hatte sieben verkehrspolitische Leitlinien und Maßnahmen zum „Erhalt der Lebens- und Wohnqualität“ sowie für eine „sichere, umweltverträglichere und rücksichtsvolle Mobilität“ formuliert. Zu einer breiten Diskussion sollte angeregt werden, so Sigurd Matthes vom SPD-Arbeitskreis Verkehr. Nach dem Vorstoß der Partei regte sich sofort Protest in den Nachbarkommunen Teltow und Stahnsdorf. Die Schleusenbrücke sollte erst unter der Voraussetzung der Entlastung der Region vom Durchgangsverkehr mittels regionaler Straßenbauprojekte geöffnet werden. Insbesondere aber sollte der ÖPNV für Berufspendler verbessert werden, unter anderem durch dichtere Taktzeiten. Die SPD setzte außerdem auf ein City-Bus-System, die Wiederinbetriebnahme der Stammbahn, langfristig auch der Friedhofsbahn und die Weiterführung der Lichterfelder S-Bahn bis Stahnsdorf. Bis auf dichtere Taktzeiten, bspw. in der Förster-Funke-Allee konnte sich die SPD bis heute offenkundig nicht durchsetzen. Und nun regt sich in der Förster-Funke-Allee auch noch Protest. Allen Leuten Recht getan ... Rolf Niebel

Kleinmachnower Zeitung 02 2011

Der Zehlendorfer Damm ist beidseitig mit zu schmalen Geh- und Radwegen ausgestattet, die im nördlichen Abschnitt mehr als fünf Meter von der Fahrbahn abgetrennt sind und auch hinsichtlich der vielen Grundstückszufahrten gefahrenträchtig sind. Die Friedensbrücke am Teltowkanal ist sehr schmal und rutschig. Dass in den letzten Winterwochen noch kein Unfall mit Personenschäden aufgetreten ist, zeugt mehr von einem Wunder als von sicheren Schulwegen.

und Fußgänger, ausreichende Aufstellflächen für Radfahrer im Bereich der Radfahrerampel sowie Markierungen und Kennzeichnungen. Das am 18.November 2010 ergangene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zur Aufhebung von angeordneten Benutzungspflichten für Radwege sowie die in 2010 neu erlassenen Vorschriften für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) sowie für Lichtzeichenanlagen (RILSA 2010) sind zu berücksichtigen.

Ev. Auferstehungskirchengemeinde 6. Februar: 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfrn. Rosenthal 13. Februar: 9.30 Uhr Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Abendmahl, Pfr. Duschka 20. Februar: 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfr. Duschka 27. Februar: 9.30 Uhr Augustinum, Pfrn. Rosenthal; 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfrn. Rosenthal

Kath. Pfarrgemeinde Ss. Eucharistia Klm. Regelmäßige Gottesdienste: So.: 10.30 Uhr, Mi.: 8.30 Uhr, Do.: 18.30 Uhr (18.00 Uhr Rosenkranzgebet), Sa.: 18.00 Uhr (Vorabendmesse)

Die weitere Schulweg- und Radfahrstrategie am Zehlendorfer Damm ist für die AG Verkehr ein wichtiger Baustein in 2011. Die Lichtzeichenanlage für Radfahrer an der Kreuzung zu Am Weinberg wird von den Schülern nicht genutzt. Diese ist zu hoch angebracht und wird bisher nicht angenommen. Die hier querenden Schüler stellen sich stattdessen pulkartig an der Fußgängerampel an der Brücke auf und begeben sich bei Grün in die Gefahr des Gegenverkehrs von Am Weinberg, statt die Radfahrerampel zu nutzen. Das von der Verkehrsbehörde erlassene Tempo 30 bei Nässe auf der Brücke ist unzureichend und auch für Kraftfahrer zu spät zu sehen. Die AG Verkehr fordert in diesem Bereich ein generelles Tempolimit auf 30 km/h, eine Anpassung der Ampel an die Bedürfnisse der Radfahrer

Nach dem Urteil des BVerwG vom 18. November 2010 und weiteren bundesweiten Rechtssprechungen ist eine verpflichtende Nutzung von angeordneten Geh-/Radwegen nur in besonders begründeten Ausnahmefällen zulässig. Eine akute Gefahr für Radfahrer bei Nutzung der Fahrbahn am Zehlendorfer Damm konnte die Verkehrsbehörde bisher nicht nachweisen. Bei Umsetzung des BVerwGUrteils auf Radverkehrsanlagen in Kleinmachnow ist davon auszugehen, dass die bisherige Benutzungspflicht an vielen Stellen aufzuheben ist und die Autofahrer vermehrt Radfahrer auf der Fahrbahn erwarten können. Darauf sollten sich alle Verkehrsteilnehmer und auch die Verkehrsbehörde bereits heute einstellen.

Karl-Peter Weis Mitglied der AG Verkehr

Besondere Gottesdienste 2. Februar 2011, Darstellung des Herrn; 8.30 Uhr Hochamt in Kleinmachnow

Paul-GerhardtGemeinde der ELFK Gottesdienste sonntags 10.00 Uhr Kinderkreis „Dschungelvesper“: mittwochs, 16 Uhr (Bibl. Geschichte, Aktion, Natur, Musik, Imbiss) Bibelabend: wöchentlich donnerstags 19.00 Uhr FORUM KIRCHE: monatlich jeweils 18.00 Uhr vor dem Bibelabend am Donnerstag (Gesprächs- und Diskussionsrunde) Missionskreis: monatlich jeweils 18.00 Uhr vor dem Bibelabend am Donnerstag Jugendstunde: jeden 2. Freitag im Monat, 19.00 Uhr Gesprächskreis: jeden 4. Freitag im Monat, 20.00 Uhr Chorstunden für Sänger donnerstags nach dem Bibelabend und für Bläser dienstags um 17 Uhr

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Sport

Die Region und Europa zu Wasser erleben Wanderrudern mit dem Ruderclub KST

Fotos: Ruderclub Der Alltag bestimmt unseren täglichen Rhythmus. Nur kleine Pausen, der Feierabend und die Nacht lassen uns aufatmen. Es ist sehr wohltuend, wenn man sich dann geistig ganz lösen und auch physisch die Entspannung finden kann. Es gibt viele Methoden, dies mit den richtigen Hilfsmitteln individuell zu bewirken. Eine davon ist beim Wanderrudern durch Bewegung und Konzentration Erholung zu finden. Da ist sich die internationale Gemeinschaft dieses Breitensports einig. Der am Teltowkanal, direkt an der Schleuse, ansässige Wanderruderverein „Ruderclub Kleinmachnow Stahnsdorf Teltow“ gehört dieser großen Gruppe seit nunmehr zehn Jahren an. Ob nach getaner täglicher Arbeit, am

Wochenende oder in den Ferien: Mit diesem Sport kann jedes Mitglied dem auferlegten Alltagsrhythmus zeitweise entfliehen. Sind die Mittel zum Zweck, Boot und Skulls, durch eigene Kraft in Bewegung gebracht, ist ein anderer Takt bestimmend: der des Schlagmannes. Jedoch soll der Takt nicht auf kurze Distanz auspowern, sondern dem Überwinden einer längeren Strecke, dem Trainingszustand entsprechend, dienen. Konzentration wird dann von jedem im Team gefordert, denn diese dient der Kontrolle der Technik und des Krafteinsatzes. Entspannungsphasen bieten kleine Pausen. Aber erst nach Erreichen des Zieles kann die große Pause genossen werden. Wie bei jeder Bewegung – sei sie noch so leicht aussehend – ist

Übung wichtig. Das Rudertraining zielt dabei nicht nur auf die sportliche Komponente ab. Auch wegen des Gemeinschaftsgefühls kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gern zur regelmäßigen Bootsfahrt. Wer trainiert, möchte sich auch kleinen Herausforderungen stellen und an sportlichen Erfolgen messen. Und hier beginnt mit dem Ruderboot das eigentliche Wandern zu Wasser; Tagestouren nach Potsdam oder dem Berliner Wannsee, Wochenendtrips auf der Havel nach Brandenburg. Eine weitere Tour führt auch nach Köpenick. Erhöht man die Fahrtenzeit auf eine Woche, können auch Touren in den Spreewald, auf Elbe, Rhein und gar Donau unternommen werden. Die Möglichkeiten sind fast un-

erschöpflich. Diese kleinen Seeabenteuer führen auch schon mal in Fjorde, auf die Ostsee oder ans Mittelmeer. Dabei wird auch immer der kulturelle Hintergrund bedacht. Dieser sportliche Fleiß wird im Wanderruderwettbewerb des Deutschen Dachverbandes, des Brandenburger und auch Berliner Landesverbandes registriert, und verhalf dem RC KST auch 2010 wieder zu einigen Ehrungen. Auch 2011 bietet der RC KST viele Attraktionen rund ums Wanderrudern an. Wenn bei Ihnen das Interesse an diesem Sport geweckt wurde, sind Sie herzlich eingeladen, den Ruderclub KST kennenzulernen. Besuchen Sie die Internetseite des Vereins unter www.wanderrudern.de PM/KLMZ

NIE WIEDER EINBRUCH! Die beste Alternative zu herkömmlichen Alarmanlagen ist kaum größer als ein kleines Radio und wird lediglich aufgestellt. Unverbindlich informieren:

033203 - 88 59 98 erkennt schon den Einbruchsversuch kein Bohren, kein Schmutz keine Verkabelung keine Sensoren an Türen und Fenstern keine Bewegungsmelder freies Bewegen von Mensch und Tier kinderleichte Bedienung völlig elektrosmogfrei

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011


Sport

Angst vor dem Winter Pause in der 2. Fußball-Kreisklasse

Wollen fit in die Rückrunde kommen und dann wieder auf grünem Rasen kicken: Peschl, Haym, Handke und Linke (v.l.) vom Teltower FV II, hier im Spiel gegen die SG Saarmund. Foto: Marcus Lukas Während in den Fußball-Bundesligen dank Rasenheizung in den Stadien mit überdachten Zuschauerrängen bereits wieder gespielt wird, haben die Amateure der unteren Klassen wie geplant noch Winterpause. Doch ob der Start in die Rückrunde Mitte Februar tatsächlich vollzogen werden kann, ist fraglich. Die Kicker hoffen, dass ihnen der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht. Der Spielplan ist in der 2. Kreisklasse bereits gehörig durcheinander geraten. Letztmals konnten alle angesetzten acht Partien eines Wochenendes Anfang November absolviert werden. Während der 11. Spieltag noch komplett durchgeführt werden konnte, fielen in der 12. und 13. Runde bereits einige Begegnungen aus. Von den 16 Aufeinandertreffen der letzten beiden Spieltage der Hinrunde konnte dann nur noch eine Par-

tie angepfiffen werden. So hat die Tabelle bereits erhebliche Schieflagen erhalten. Auch die beiden Mannschaften unserer Region mussten jeweils zwei Spielabsagen hinnehmen. Mitte Dezember fiel selbst das Derby zwischen dem Teltower FV II und dem RSV Eintracht Teltow III den Witterungsbedingungen zum Opfer, obwohl die Gastgeber sogar versucht hatten, durch fleißiges Schippen von Hand die Spielfläche vom Schnee zu räumen. Es half nichts. Die Fußballer haben noch den Winter 2009/2010 in böser Erinnerung. Damals konnte bis Mitte März kein regulärer Spielbetrieb durchgeführt werden. Sollten auch in dieser Saison Frost und Schnee so hartnäckig sein, käme man angesichts des bereits bestehenden Rückstandes in arge Bedrängnis. Spiele unter der Woche wären zwangsweise die Folge.

Bei zum Teil langen Anfahrtswegen sind Ansetzungen an den Wochentagen für viele Kicker, die im Erwerbsleben stehen, problematisch. Noch aber darf man hoffen, dass der Rückrundenauftakt am 12. und 13. Februar planmäßig über die Bühne gehen kann. Während der RSV Eintracht dann am Sonnabend mit dem FC Falkensee 08 einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf an der Stahnsdorfer Zille-Straße empfangen möchte, soll der Teltower FV II einen Tag später an der Jahnstraße Gastgeber für Tabellenführer Lok Seddin sein. Bis dahin wollen aber beide Mannschaften ein angemessenes Vorbereitungsprogramm durchziehen, wozu auch Testspiele gehören. Derweil durfte der Teltower FV II dank guter Hinrunde am Einladungsturnier der 2. und 3. Kreisklasse unter dem geschützten Hallendach in Potsdam teilnehmen. Dabei reichte es in der Vorrunde nur zu zwei Remis bei einer knappen Niederlage, womit nach den Gruppenspielen bereits Endstation war. Die Lust, dass endlich mal wieder gegen den Ball getreten werden durfte, wandelte sich so in Frust über das sportliche Abschneiden. Damit der Frühling mit insgesamt 17 Punktspielen mehr Erfolg und sodann Spaß bringen wird, müssen die Spieler aber erst einmal ein ordentliches Trainingsprogramm absolvieren – und auf einen milden Fortgang dieses Winters hoffen. Volk.

Seniorenkicker suchen Nachwuchs Die Ü50-Kicker des TFV 1913 Teltow planen einen Neuanfang in der Saison 2011/2012. Dafür werden noch Spieler in der Altersklasse 50+ gesucht. Einmal in der Woche treffen sich die Herren zu einer leichten Trainingseinheit. Für diese steht ein sehr guter Kunstrasenplatz zur Verfügung. Obwohl angedacht ist, am Punktspielbetrieb teilzunehmen, soll der Spaß im Vordergrund stehen. Interessenten können sich bei Jörg Radeck unter (01 71) 7 39 09 26 melden. PM/KLMZ

Sport im „Toni Stemmler“ Der Kleimachnower Seniorenclub „Toni Stemmler“ bietet auch im Februar eine Reihe sportlicher Betätigungsmöglichkeiten im Clubhaus in der Hohen Kiefer 41. Jeden Montag kann um 9.30 Uhr Gymnastik betrieben werden. Donnerstags trainieren ab 11 Uhr die Line Dancer und wer schon immer wissen wollte, wie Yoga auf dem Stuhl funktioniert, sollte sich freitags um 9 Uhr im Toni-Stemmler-Haus einfinden. Der dienstägliche Treff der Kegelfreunde findet ab 9.00 Uhr im Sportforum statt. KLMZ

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Kleinmachnower Zeitung 02 2011

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Recht

Veränderte Gesetze Üblicherweise gilt der Jahreswechsel als Termin für wichtige Gesetzesänderungen. Auch mit dem 1. Januar 2011 sind besonders viele und wichtige Neuerungen in Kraft getreten. Über die wichtigsten Veränderungen geben ARAG-Experten hier einen kurzen Überblick. Mehr über die Gesundheitsreform lesen Sie auf der Seite 22: Arbeitslosenversicherung: Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung erhöht sich von 2,8 auf 3,0 Prozent des Bruttolohnes.

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Arzneimittel: Ab 2011 zahlt die Gesetzliche Krankenversicherung nur noch das billigste Präparat mit dem verschriebenen Wirkstoff. Für teurere Medikamente können sich Kassenpatienten nur noch entscheiden, wenn sie die höheren Kosten selbst tragen. Ansonsten gibt es die teureren Arzneien nur noch, wenn dies medizinisch erforderlich und vom Arzt ausdrücklich bestätigt wurde. PKV: Der Grenzbetrag zur Versicherungspflicht sinkt von bisher 49 950 Euro jährlichem Bruttolohn auf 49 500 Euro. Der Bruttolohn muss auch nur noch ein Jahr lang bezogen worden sein statt bisher drei Jahre, um in die Private Krankenversicherung zu wechseln. EEG: 2011 steigt auch die Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2,047 Cent pro Kilowattstunde auf 3,53 Cent. Das EEG verpflichtet die Netzbetreiber, Strom aus regenerativen Quellen (zum Beispiel Solar- und Windenergie) ins Netz einzuspeisen und einen bestimmten Festpreis dafür zu bezahlen. Die Differenz zum Marktpreis wird durch diese Umlage, die der Verbraucher bezahlt, ausgeglichen. Aromen: Die in Lebensmitteln enthaltenen naturidentischen und künstlichen Aromen werden einheitlich als „Aroma“ deklariert. Weist eine Deklaration den Begriff „natürliches Aroma“ auf, muss dieses Aroma seit Januar zu 95 Prozent aus der genannten Quelle bestehen.

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Elterngeld: Elterngeld wird Ehepaaren mit einem Netto-

einkommen von mehr als 1 240 Euro nur noch in Höhe von 65 Prozent des letzten Nettogehaltes gewährt, nicht wie bisher 67 Prozent. Spitzenverdienern mit mehr als 250 000 Euro jährlich wird das Eltergeld ganz gestrichen – genauso wie Hartz-IVEmpfängern. Heizkostenzuschuss: Wohngeld­empfängern wird mit Beginn des Jahres 2011 kein Heizkostenzuschuss mehr gewährt. Geldautomaten: Ab 15. Januar müssen Automaten fremder Geldinstitute jedem Abheber anzeigen, wie viel das Geldinstitut für die Transaktion kassiert, damit der Kunde gegebenenfalls auf günstigere Geldautomaten ausweichen kann. Luftverkehrssteuer: Eine Luftverkehrssteuer wird seit dem 1. Januar unabhängig vom Flugziel für alle Flüge von einem deutschen Flughafen erhoben. Der Steuersatz beträgt 8 Euro für Flüge bis zu 2 500 Kilometer, 25 Euro für Flüge bis 6 000 Kilometer und 45 Euro für alle Flüge über 6 000 Kilometer. Tabaksteuer: Der Blaue Dunst wird teurer! Die Tabaksteuer wird in den kommenden fünf Jahren schrittweise um jeweils vier bis acht Cent steigen. Mit der ersten Steigerung in 2011 will der Bund aus der Tabaksteuer rund 200 Millionen Euro mehr einnehmen. Fisch: Erzeugnisse aus Fischerei und Aquakultur müssen ab 2011 Angaben darüber enthalten, ob die Waren zuvor eingefroren wurden. Der aus Asien stammende Pangasius wird beispielsweise grundsätzlich tiefgefroren transportiert und für den Verkauf aufgetaut. ARAG Kleinmachnower Zeitung 02 2011


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Welches Monatsjournal lesen Sie? (Mehrfachnennung möglich) Teltower Stadt-Blatt Kleinmachnower Zeitung Stahnsdorfer Ortsanzeiger

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Wie denken Sie über den Umfang der Texte? Ich hätte gern mehr kürzere Texte mit knappen Informationen. Ich bin mit dem Umfang der Texte insgesamt zufrieden. Ich hätte gern mehr längere Texte mit ausführlichen/ detaillierten Informationen. Ja, ich nehme an der Verlosung des Teltower Stadt-Blatt-Verlages teil!

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Agenda-Kulturplan S. 3 Normaler Winter? S. 12 Inklusive Förderschule? S. 20 Seite 21 Dr. med. Petra Buder FÄ f. Neurol./Psychiatrie 7 82 05...

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