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Neue Flugrouten der DFS S. 9

Klagerückzug Schleuse

S. 24

Sputendorfs Geschichte

S. 30

l a n r u o j s t a n o M s da mit Amtsblatt der Gemeinde Kleinmachnow

www.aerztehauskleinmachnow.de Kleinmachnow – Vorwahl: (03 32 03)

Dr. med. Petra Buder Dr. med. dent. C. Djamchidi Dr. med. dent. Andi Kison Dipl.-Med. A. Langhein Dr. med. Petra Ganal Dr. med. C. M. Opdensteinen PD Dr. med. D. Pfeiffer

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Apotheke am August-Bebel-Platz

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Anti-Aging durch „mon amie“

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2 Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Nauen

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Falkensee

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Aktuelles/Inhalt

Berlin

Erinnern Sie sich? Ein Editorial

Sch

Ketzin

Inhalt Groß Kreutz

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Werder

Kloster Lehnin

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Teltow Kleinmachnow

Potsdam

Schönefeld

Stahnsdorf Großbeeren

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Mahlow Blankenfelde

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Michendorf

Ludwigsfelde

Wildau

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Königs Wusterhaus

Rangsdorf

Tendenz steigend

SeiteMittenwalde 9

Beelitz

Bestensee

Trotz Kompromiss schürenTrebbin neue Flugrouten weiter Unmut Zossen Brück Linthe

Porträt: Filmproduzent Gärtner

Seite 15

„Mauerflug“ als Weltdokumentenerbe – Gärtner überflog die Berliner Mauer und machte einzigartige Aufnahmen

Sie zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Heft, die Mauer. Vermutlich war aber auch nicht viel anderes zu erwarten, im 50. Jahr nach der Errichtung dieses skurrilen Bauwerks. Ein Bauwerk, das hunderte Menschenleben kostete und für viele, die in seinem Schatten lebten, eine Menge Absonderlichkeiten mit sich brachte. Es sind gerade auch die kleinen Geschichten, die individuellen Erlebnisse, die den Unsinn einer solchen Grenzanlage deutlich machen. Einige dieser kleinen Geschichten haben wir gesammelt und aufgeschrieben. Bestenfalls sollen sie dazu beitragen, die Erinnerung wach zu halten, an 28 Jahre Leben mit der Mauer. Die Mauer ist weg. Aber mit ihrem Verschwinden schwindet vielfach auch eben jene Erinnerung, die davor bewahren sollte, Fehler zu wiederholen. Lediglich in Berlin stehen noch ein paar Meter und am Teltowkanal einige abgestellte Fragmente. Ob der Messingstreifen, der sich am Adam-KuckhoffPlatz über die Karl-Marx-Straße zieht, dort wo einst die Mauer stand, ausreicht, kommenden Generationen ein Bild von der Absurdität des Ganzen zu vermitteln, ist ungewiss. Archäologen jedenfalls werden wenig finden. Vielleicht hätte man beim Abtragen nicht ganz so rigeros vorgehen sollen. Was an Historischem über den Flecken Sputendorf, einst zum Besitztum derer von Hake gehörig, interessant und des Erinnerns würdig ist, können Sie in der Rubrik Heimatgeschichte nachlesen. Eine anderen Form der Erinnerung widmet sich tragischerweise Harald Kretzschmar in dieser Ausgabe. Kürzlich verstarb die Schauspielerin und Malerin Angela Brunner. Den älteren Generationen wird sie vielleicht noch als Frau Puppendoktor Pille aus dem sandmännlichen Abendgruß des DDR-Fernsehens bekannt sein. Behalten Sie sie in guter Erinnerung, sie und vielleicht auch die eine oder andere Geschichte aus diesem Heft. Text: Rolf Niebel, Foto: Martina Bellack Kleinmachnower Zeitung 08 2011

Bandcontest

Seite 18

5. Bandcontest der Jugendhäuser am 27. August 2011

Regionales

4, 5, 8, 9, 10, 11, 12 –14 Straßengespräche 8 Harald Kretzschmar gedenkt Angela Brunner 10 Topthema: Leben im Schatten der Mauer 12–14

Kommunales Leserpost

6, 7 14

Kultur 15–17 Eingegrenzt – Ausstellung von Georg Heinze 10 Sünde und Laster – TAW mit „Das Haus in Montevideo“ 17 Bildung

20 Jahre Kita-Verbund Bürgerarbeit – Hilfe zur Selbsthilfe 20 Jahre Maxim-Gorki-Schule

Gesundheit Querbeet Sport Recht Heimatgeschichte

19 20 20 21–23 24–25 26–27 28 30

Karte: Yvonne Strauer, Foto: Anett Kirchner, Flyer Veranstalter

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Aus der Region

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Region Empfindliche Bußgelder können ins Haus stehen, wird die Restmülltonne zur Entsorgung von beispielsweise Altpapier, Schrott oder gefährlichen Abfällen und Sperrmüll zweckentfremdet. Das teilte die Abfallwirtschaftsbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark mit. In letzter Zeit finden sich in den Restmüllbehältern vermehrt Bau- und Abbruchabfälle wie Fliesen, Putz, Kabelreste oder große Betonteile. Das kann dazu führen, dass die Förderschnecke des Entsorgungsfahrzeuges nach dem Ausleeren entsprechender Mülltonnen kaputt geht. Reparaturen und Ausfallzeiten werden ebenso in Rechnung gestellt. R.N.

Foto: Ev. Diakonissenhaus

Stahnsdorf. Mit dem Titel „Sehenswertes Stahnsdorf“ liegt die neue Bürgerinformationsbroschüre nun vor. Diese Ausgabe beinhaltet sehr viel Wissenswertes über Sehenswürdigkeiten, Geschichte, kulturelles und soziales Leben in der Gemeinde. Außerdem erwartet Sie ein ausführlicher Behördenführer der Gemeinde und des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Vereine, Schulen und Kindergärten sind darin vertreten, ein Ärzte- und Apothekenverzeichnis sowie ein detaillierter Stadtplan mit Straßenverzeichnis. Die Broschüre erhalten Sie in der Tourist Information, im Gemeindezentrum und unter www.stadtblatt-online.de. B.Ri

Foto: Niebel

Teltow Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz können durch vernetzte Hilfsangebote von frühzeitiger ärztlicher Diagnostik, umfassender Beratung sowie praktischer Hilfen im Alltag nachhaltig entlastet werden. Das belegt der Abschlussbericht des Modellprojekts „Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz durch frühzeitige Diagnostik“, der am 21. Juli im Beisein des brandenburgischen Sozialministers Günter Baaske im Diakonissenhaus vorgestellt wurde. Als Wegbegleiter sind dabei Mitarbeitende von Diakoniestationen und Beratungsstellen tätig. Die Universität Potsdam hat das Projekt wissenschaftlich begleitet. PM

Foto: Stadt-Blatt Verlag

Foto: Heinze

Stahnsdorf Der traditionelle Sommerlauf des Stahnsdorfer Jugendclubs „ClaB“ findet am 19. August 2011 zum 7. Mal statt. Der Familienlauf über 900 Meter beginnt um 18 Uhr. Die Hauptläufe über 4,8 Kilometer und sieben Kilometer beginnen um 18.30 Uhr. Es gibt wie in jedem Jahr Sonderwertungen für die besten Schüler, sowie für die besten Stahnsdorfer Läufer und die ältesten Teilnehmer. Wer die Hakeburg zuerst erreicht, erhält wieder eine „Burgprämie“. Jeder Teilnehmer erhält darüber hinaus eine Medaille, handmade in unserer Keramikwerkstatt. Anmeldungen ab sofort über www.clab-stahnsdorf.de. PM/B.Ri

Teltow Die neue Fahrradkarte für Teltow-Fläming kann einiges einstecken. Während Dennis Gebhardt vom Verlag „grünes Herz“ über allerlei Details der im Maßstab 1:75 000 angelegten Karte fachsimpelte, trieb die Neuerscheinung tapfer im Wasser. Denn die Karte ist auf wasser-, reißfestem sowie recyclingfähigem Material gedruckt worden. Über ihre Robustheit hinaus überzeugt sie durch detaillierte Informationen: Radwege, autofreie Strecken und Radrouten auf öffentlichen Straßen werden farblich unterschieden. Die 90 x 63 cm große Karte stellt die Region von Berlin bis zum Flaeming-Skate dar und ist für 5,95 Euro in der Tourist Information erhältlich. cos

4 Mehr Infos: www.teltow-erleben.de

Foto: Müller

Kleinmachnow Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, die Gemeinde Kleinmachnow und der Evangelische Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf gedenken am 13. August ab 11 Uhr gemeinsam des Mauerbaus. Treffpunkt ist das Gedenkkreuz für den beim Fluchtversuch erschossenen Karl-Heinz Kube an der Neuruppiner Straße auf Zehlendorfer Gebiet. Anschließend wird an der Kleinmachnower Gedenkstätte am AdamKuckhoff-Platz kurz innegehalten. Die Evangelische Auferstehungsgemeinde Kleinmachnow lädt im Anschluss alle Interessierten zu Gesprächen, Grillen und einer Filmaufführung in ihr Gemeindehaus am Jägerstieg 2 ein. PI GA

Start beim Sommerlauf 2010.

Foto: Ri.

Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Regionales

Bislang brach man PKWs in dieser Region lediglich auf. Wertvolles wurde daraus illegaler Weise entnommen und das Diebesgut vermutlich gewinnbringend verhökert, bisweilen auch die komplette Limousine. In Teltow hingegen ist, schenkt man der Brandenburgischen CDU-Vorsitzenden und zugleich Vorsitzenden der CDU im Landkreis Potsdam-Mittelmark, Saskia Ludwig, Glauben, eine „neue Verbrechensqualität“ am Start. Autos brennen neuerdings in Teltow – unlängst vier in einer Nacht. Für besagte CDUPolitikerin, sind die Schuldigen schon ausgemacht. Es sind die „rot-roten Verhältnisse“ in Berlin, die nun offenbar auch ins rot-rot regierte Brandenburg herüber zündeln. Sozialdemokratisch-linke Politik als geistige Brandstiftung? Muss das Wahlvolk sich, gerade angesichts der anstehenden Wahlen in der Hauptstadt, nun genau überlegen, mit wem es sich gemein macht? Igno-

ranz gegenüber linksextremistischen Straftaten immerhin wirft Frau CDU-Landes-undKreisvorsitzende dem Berliner Sozi-Senat vor, und meint jetzt ja wohl auch die Landesregierung in Brandenburg. Vor allem aber muss sich nun die Wählermehrheit, die Frage stellen, was sie da so ganz demokratisch verzapft hat. Stellt sich nun allerdings auch die Frage, wer für die vielen Auto-Einbrüche in dieser Gegend die politische Verantwortung trägt. Immerhin gab es die bereits massiv unter einer rotschwarzen Landesregierung mit einem CDU-Innenminister, der keinesfalls durch eine laxe Haltung gegenüber derartigen Delikten auffiel. Hat der Volkssouverän sich nicht gründlich überlegt, wer da in Amt und Würden gebracht wurde? Darf man ihm noch trauen, dem gemeinen Wähler? Erklären Sie ihm, Frau Ludwig, woran man vorurteilsfrei die korrekte politische Couleur erkennt, die Anschläge, wie das Brandschatzen von Automobilen wirkungsvoll unterbindet! Allerdings waren Sie sich nicht zu schade, Holz ins Feuer engstirniger pauschaler Vorurteilsbildung zu werfen. Sie beginnt nämlich mit der Popularisierung von Vorurteilen, liebe CDU-Vorsitzende, die geistige Brandstiftung. Wat soll ´n dit?

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Kommunales

Rand-GLOSSE Nackttrekken

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Ich hab sie gesehen, die schöne neue Welt: naturnah, energiesparend, lärmfrei und emissionsarm. Ich hab sie gesehen im Urlaub vor zwei Wochen. Heureka, ich hab sie gefunden, die Lösung zumindest eines Teils dessen, was heute die Probleme anbelangt, die einem den Schlaf rauben: Flugund Verkehrslärm, Abgas, Kerosin, das vermutlich bald vom Himmel regnen wird. Irgendwo auf einer kleinen Landstraße im Nationalpark Müritz zwischen Wesenberg und Neustrelitz war ich unterwegs, politisch korrekt mit Rad. Da sah ich sie. Er mit einem JackWolfskin-Campingbeutel, sie mit Wanderkarte, wetterfest in Plastikhülle – ansonsten nichts. Splitterfasernackt wanderte das Mittsechziger-Pärchen durch die naturgeschützte Countryside. Ästhetisch nicht unbedingt eine visuelle Freude, aber konsequent. Nackttrekking als bewusste Alternative zu Fernferien, die in Schönefeld oder der eigenen Garage beginnen? Zumindest die CO2-Bilanz dürfte unschlagbar sein. Ich hab das mal überschlagen. Mit dieser Art Urlaubsgestaltung sind gar Auslandsreisen drin. Bei einem Laufpensum von acht Stunden á fünf km/h schafft man 40 Kilometer pro Tag. Der landschaftlich fantastische Radfernweg Berlin-Kopenhagen ist beispielsweise auch zu Fuß prima begehbar: 645 Kilometer von Hauptstadt zu Hauptstadt. Mit einigen Abkürzungen macht man das locker in vier Wochen, hin und zurück. Und Polen ist weitaus näher. Mit gutem Beispiel voran, heißt die Devise, die vor allem entsprechende Bürgerinitiativen ansprechen sollte. Ein weiterer konsequenter Schritt wäre selbstredend ein Verbot von motorisierten Fernreisen. Aber soll man zum 50. Jahrestag des Mauerbaus schon wieder dogmatisch werden, was Reisefreiheit betrifft? Rolf Niebel

Erstmals 100-Meilen-Lauf auf Berliner Mauerweg Rund 100 Läuferinnen und Läufer, darunter bekannte internationale Teilnehmer, werden am 20. August beim ersten Berliner 100-Meilen-Lauf an den Start gehen. Die Strecke der sogenannten Ultra-Läufer ist im Wesentlichen der heutige Berliner Mauerweg. In zwei Tagen und einer Nacht legen die Läufer rund 161 Kilometer zurück und umrunden die einstige Insel West-Berlin. Die Langstreckenlaufgemeinschaft Mauerweg e.V. konnte einen renommierten Unterstützer für den außergewöhnlichen Lauf gewinnen, der an den 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer erinnert: Die Schirmherrschaft übernahm der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann. Läufer, die die Strecke erfolgreich absolvieren, werden am 21. August mit einer ChrisGueffroy-Medaille ausgezeichnet. Sie erinnert an den 20-jährigen Chris Gueffroy, der im Februar 1989 an der Grenze nach

West-Berlin erschossen wurde. Er war der letzte Mauertote. Der Tag- und Nacht-Lauf führt über mehrere historische Orte der Mauer, etwa über den einstigen Grenzbahnhof Griebnitzsee, die Gedenkstätte Berliner Mauer oder am Brandenburger Tor entlang. Einer der Orte ist der Kommandantenturm der DDRGrenzübergangsstelle Drewitz bei Kleinmachnow, heute ein Ausstellungs- und Veranstaltungsort, den der Checkpoint-Bravo e.V. unterhält. Besucher können an diesem Tag beides miteinander verbinden: Die zeitgeschichtliche Ausstellung FREUNDwärts – FEINDwärts kostenlos besuchen und dem ungewöhnlichen Sportereignis beiwohnen. Die ersten 100-Meilen-Läufer werden ab 9 Uhr erwartet, die letzten gegen 16 Uhr. Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.checkpoint-bravo.de oder direkt unter www.100meilen.de. Dr. Peter Boeger

Zur Erhebung von Altanschließerbeiträgen Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Der Teltow“ hat in ihrer Sitzung am 6. Juli in Bezug auf die Beitragsveranlagung der altangeschlossenen Grundstücke folgende Beschlüsse gefasst: 1. Zu den nach Erlass der Bescheide eingehenden Widersprüchen sollen in einigen ausgewählten Fällen Widerspruchsbescheide ergehen, um den Klageweg zu eröffnen. Die Bearbeitung der weiteren Widersprüche erfolgt nach Vorliegen einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung entsprechend dem Ausgang des Verfahrens. 2. Anträge auf Stundung und Ratenzahlung sollen bei einer Zahlungsdauer von höchstens sechs Monaten nach überschlägiger Bonitätsprüfung bewilligt werden. Die Stundung erfolgt nicht zinslos. Es gilt die Abgabenordnung § 234. PM des WAZV „Der Teltow“

Kleinmachnow sucht stellvertretende Schiedsperson Für die Dauer von fünf Jahren wird eine Stellvertreterin/ein Stellvertreter für die Schiedsperson der Gemeinde Kleinmachnow gesucht, da die Amtszeit der bisherigen Stellvertreterin endet. Nach Ablauf der Ausschreibungsfrist wird die Bewerberin/der Bewerber durch die Gemeindevertretung Kleinmachnows gewählt. Im Anschluss daran erfolgt die Berufung und Verpflichtung durch den Direktor des Amtsgerichtes. Die Bewerbungen für die Ausschreibung des Ehrenamtes mit Lebenslauf und entsprechenden Nachweisen müssen bis spätestens Freitag, 5. August, im Gemeindeamt Kleinmachnow, Fachbereich Recht/ Sicherheit/Ordnung, AdolfGrimme-Ring 10 in 14532 Kleinmachnow eingehen. Die stellvertretende Schieds-

person wird bei der Bewältigung ihrer Bürotätigkeit durch die Gemeinde unterstützt, welche auch die Sachkosten der Schiedsstelle trägt. Gemäß § 3 Brandenburgisches Schiedsstellengesetz muss die Person mindestens 25 Jahre alt, das Wahlrecht besitzen und im Bereich der Schiedsstelle wohnen. Außerdem soll die stellvertretende Schiedsperson Autorität besitzen und fähig sein, den Streitparteien vorurteilsfrei, sachlich und besonnen zu begegnen. Sie soll einen zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Amtsgeschäfte ausreichenden Bildungsgrad haben und über die für die Amtsgeschäfte erforderliche Zeit verfügen. Stellvertretende Schiedsperson kann nicht sein, wer die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt und wer unter Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt steht.

Für Fragen steht Ihnen Frau Leißner unter Tel. (03 32 03) 8 77 21 11 oder E-Mail soi.leissner@kleinmachnow.de gerne zur Verfügung. Eine Schiedsstelle bemüht sich um die Schlichtung kleinerer Rechtstreitigkeiten, bevor ein Fall vor Gericht verhandelt wird. Dabei geht es um Geldstreitigkeiten bis 750 Euro, leichte Tätlichkeiten und vor allem um Nachbarschaftsstreits. Die Schiedsstelle ist dabei als Vermittler zwischen den Kontrahenten bemüht, versucht einen Konsens zu finden, fällt aber keine Urteile. Ein ausgehandelter Vergleich ist jedoch ein rechtskräftiger Titel. In 70 Prozent der Fälle ist der Schiedsstelle ein Erfolg beschieden. Gelingt dies nicht, steht den Betroffenen der Weg zum Gericht frei. PM

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Kommunales

Fragen an den Bürgermeister

Foto: Manfred Thomas KLMZ: Wie wird die Gemeinde nun bezüglich der Flugrouten vorgehen? Michael Grubert: Da gibt es drei Dinge, mit denen wir uns jetzt befassen. Erstens werden wir die Klage gegen das Planfeststellungsverfahren weiterbetreiben. Im Herbst steht hierbei eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig an. Zweitens hat das von der TKS-Region beauftragte Rechtsanwaltsbüro in einem neuen Schreiben an das Bundesaufsichtsamt für Flugrouten unsere rechtliche Position hinsichtlich der Unzulässigkeit der vorgestellten Flugrouten darlegt. Wir haben uns darin noch einmal ausdrücklich für die von uns favorisierte Flugrouten-Variante-8 – also den großen Bogen über das Autobahnkreuz Werder und um die Region herum – ausgesprochen und diese begründet. Dies wollen wir auch in einem persönlichen Termin tun. Und zum Dritten werden wir in der Fluglärmkommission, die am 26. September wieder tagt, erneut einen entsprechenden Antrag einbringen. KLMZ: Das Projekt der Bürgerarbeit im Landkreis Potsdam-Mittelmark „BuBA-PM“ soll Langzeitarbeitslosen eine Möglichkeit der Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten. Allerdings wird unter andeKleinmachnower Zeitung 08 2011

rem von Seiten des MAIA-Jobcenters moniert, dass viele Kommunalverwaltungen der Schaffung von Bürgerarbeitsplätzen desinteressiert gegenüberstehen. Wie positionieren Sie sich gerade vor dem Hintergrund der niedrigen Arbeitslosenquote in Kleinmachnow dazu? Michael Grubert: Es ist ja nun nicht so, dass es in unserer Region keine Menschen gibt, die dringend Arbeit suchen. Wir unterstützen dabei alles, was ihnen weiterhilft. Wo wir selbst Leute brauchen, werden wir sicherlich auch auf das Projekt Bürgerarbeit zurückgreifen. Schließlich haben wir auch schon bei den 1-Euro-Jobs schon gute Erfahrungen gemacht und konnten dabei sogar Mitarbeiter für eine anschließende dauerhafte Beschäftigung gewinnen. KLMZ: Teltow hat sich jetzt mit E.ON edis über die Verlängerung des Wegenutzungsrechtes für die Energieversorgung geeinigt. Seit dem Auslaufen der Verträge zwischen E.ON edis und der Gemeinde Kleinmachnow besteht hier ein vertragsloser Zustand. Wie wird die Gemeinde sich bezüglich der zukünftigen Energieversorgung orientieren? BM: Unser Vertrag ist tatsächlich in diesem Sommer ausgelaufen, doch gibt es eine Nachwirkungsfrist, von einem Jahr. Das heißt noch bis zum nächsten Sommer werden wir auf jeden Fall von E.ON edis und EMB weiter versorgt. Bis zum Herbst läuft aber in Kleinmachnow noch ein Interessenbekundungsverfahren zur Gründung von Stadtwerken. Nach Eingang der Bewerbungen werden wir – also Verwaltung und Gemeindevertretung – uns mit diesen intensiv auseinandersetzen und dann eine Entscheidung darüber treffen, wie die Energieversorgung Kleinmachnows in Zukunft funktionieren soll. Im Moment ist aber alles noch offen.

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Straßengespräche

Ihre Meinung zu den Vorschlägen der DFS: Anfang Juli präsentierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) die Flugrouten-Vorschläge für den BBI (BER). Dabei ist der Rat der Fluglärmkommission, die Route 8 zu wählen, die entlang des Berliner Ringes führt und ein Abknicken der Flugzeuge erst hinter Potsdam erlaubt, nur teilweise übernommen worden. Stand ist heute: die Flugzeuge, die nach dem Start 1 500 Meter Höhe erreicht haben, dürfen nach Osten ab-

knicken, um Reiseziele im Norden und Osten zu erreichen. Die, die bis Ludwigsfelde diese Höhe nicht erreicht haben, müssen bis hinter Potsdam weiterfliegen und dürfen dann erst ihren eigentlichen Kurs aufnehmen. Der Teltower Stadt-Blatt-Verlag war unterwegs, um Meinungen der Bevölkerung zu der neuesten Entwicklung einzuholen. Texte und Fotos: Beate Richter

Angelika Granzow, Stahnsdorf

Christian Blana, Kleinmachnow

Kerstin und Christian Zok-Bochow, Teltow

Die neuesten Entscheidungen habe ich nicht genau verfolgt. Mich ärgert, dass anfangs alles so verbagatellisiert wurde und den Dazuziehenden vorgegaukelt wurde, hier sei man nicht betroffen. In einem Tegeler Kaffee sitzend habe ich kürzlich selbst erlebt, wie dicht die Flieger über den Dächern der Stadt im Landeanflug schweben. Und die Leute leben schon so lange damit. Doch was nun kommt, wird nicht mit Tegel zu vergleichen sein und Schallschutzmaßnahmen wurden bereits anderenorts durchgeführt. Ich sehe schon ein, dass mit dem BBI, den wir alle haben wollen, eine Lärmbelästigung kommen wird, aber wie es von der Politik gehandhabt wird, finde ich sehr ärgerlich und Vertrauen missbrauchend.

Unser Problem wird einfach als Kollateralschaden abgetan. Ich bin sehr gegen den Flughafen und engagiere mich auch, indem ich an Demos teilgenommen habe und meine Unterschrift geleistet habe. Jetzt hoffe ich sehr, dass noch etwas an Feinheiten geregelt werden kann.

Wir haben hier gebaut und wollten unsere Ruhe haben. Es war nie die Rede davon, dass dieRegion so vom Fluglärm betroffen sein wird. Nun sind unsere Grundstücke nicht einmal mehr etwas wert. Schuld daran sind die Berliner, die für Schönefeld stimmten. Sie konnten sich

nicht vorstellen, bis nach Sperenberg zum Flughafen zu fahren. Dabei gab es damals Pläne, sogar die Magnetschwebebahn bis dorthin zu bauen. Dort wären nicht so viele Menschen betroffen und Lärmschutz- bzw. Entschädigungsmaßnahmen hätten umfangreicher greifen können.

Kleinmachnowerin, die anonym bleiben möchte: Ich sehe das gelassen und mache mir darüber keine Sorgen. Die Flugzeuge werden so hoch fliegen, dass sie mich nicht stören werden. Auch bin ich optimistisch, dass es genügend Streiter gibt, die nicht zulassen werden, dass ihre Villen so extremen Lärmbelastungen ausgesetzt werden. Ich bin sonst kein unengagierter Mensch, aber hier beteilige ich mich eben mal nicht.

Stefanie Wiesner, Kleinmachnow: Ich hätte es mir anders gewünscht. Von etwa 70 Prozent der gesamten Starts werden wir betroffen sein. Wir leben seit drei Jahren hier und zum Zeitpunkt unseres Herzuges war damit nicht zu rechnen. Aber wir haben noch Hoffnung, etwas ändern zu können. Wir gehen oft zu den Demonstrationen und beteiligen uns natürlich an den Unterschriftenaktionen, wie jetzt gegen Nachtflug.

Ursula Kühn, Kleinmachnow: Ich bin traurig und enttäuscht von der Politik. Zur Zeit der Standortwahl wusste niemand etwas über das, was mit dem Großflughafen auf uns zukommt. Sicher hätten sich sonst gleich viele Menschen gegen Schönefeld engagiert. Die Leute im Osten, wie z.B. aus Schmöckwitz, standen damals ganz alleine da. Und die verantwortlichen Politiker sind zum Teil schon gar nicht mehr im Amt.

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Regionales

Tendenz steigend Nauen

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Trotz Kompromiss schüren Falkensee die neuen Flugrouten weiter Unmut 10

Straußberg

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Berlin Schöneiche

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Groß Kreutz Werder

Kloster Lehnin

Teltow Kleinmachnow

Potsdam

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Ludwigsfelde

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Bestensee Trebbin

Linthe sich die BürgerinitiaWährend tive „Teltow gegen Fluglärm“ noch über Meike Emmendörffer als 500. Mitglied freuen konnte, stellte die Deutsche Flugsicherung (DFS) am 4. Juli die neuen Flugrouten vor. Nach den aktuellen Plänen bliebe die Region Teltow, da ist sich die Bürgerinitiative sicher, aber weiterhin vom Fluglärm betroffen. Was sagen die neuen Routen konkret aus? Bei Westbetrieb starten von der Nordbahn rund 250 Jets pro Tag geradeaus über Blankenfelde. Erreichen die Flugzeuge eine Höhe von 1 525 Meter, etwa über Ludwigsfelde, können sie vom Tower eine Freigabe erhalten und auffächern. Rund 60 Maschinen werden dann Richtung Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Berlin abdrehen, um Reiseziele im Norden und Osten anzusteuern. Dabei muss jedoch die Voraussetzung gegeben sein, dass bis Wannsee eine Höhe von 2  440 Meter erreicht wird – tiefer darf keine startende Maschine die Region überfliegen. „Dieser Fächer wird über der gesamten Region liegen“, fürchtet Thomas Czogalla, 1. Vorsitzender von „Teltow gegen Fluglärm“. Die Bürgerinitiative sieht ganz klar wirtschaftliche Interessen dahinter. „Das Schlagwort ‚Lärmschutz geht nach Wirtschaftlichkeit‘ beschreibt alles“, so Czogalla. Dagmar Beunings, auch Mitglied, beschreibt die Situation sogar als „Mobbing von oben“. Der Betreiber des BER hat

seit 1994

Storkow

Mittenwalde Beelitz

DFS-Vorschlag Juli 2011

Fürstenwalde/ Spree

Spreenhagen

Königs Wusterhausen

Rangsdorf

Brück

Zulassungen Adressummeldungen Führerscheinumtausch Kurzzeitkennzeichen, u.v.m.

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Mahlow Blankenfelde

Michendorf

(für Stahnsdorf, Kleinmachnow, Teltow nur 5,- EUR)

Schönefeld

Stahnsdorf Großbeeren

2

4 Standorte Abhol- u. Bringeservice

Zossen

Flugroutenplanung September 2010 sich, so die Auffassung in den Initiativen, bei der Festlegung der Flugrouten5chgesetzt. Die von der DFS vorgestellten Entwürfe setzen die Empfehlung der Fluglärmkommission (FLK), also das weiträumige Umfliegen der Region, nur teilweise um. Die Initiative „Bürger wehren sich“ bezeichnet die Entscheidung als „Missachtung des Rechts der betroffenen Bürger auf demokratische Mitbestimmung“. Auch die Ortsgruppe der Bündnis90/Grünen in Kleinmachnow zeigt sich schockiert von den aktuellen Plänen. Die Meinung der FLK sei zu wenig berücksichtigt worden. Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Kristina Kelek, Sprecherin der DFS, bezüglich der neuen Routen, dass ein Abknicken nur dann möglich sei, „wenn es das Wetter und das Verkehrsaufkommen zulassen“. Werde die entsprechende Höhe von etwa 1 500 Meter über Ludwigsfelde nicht erreicht, müssen, so Kristina Kelek, die Maschinen weiter fliegen und können erst hinter Potsdam abdrehen. Die DFSSprecherin erklärte auch, dass ein früheres Abknicken vor Ludwigsfelde prinzipiell möglich sei – wenn die 1 500 Meter eher erreicht werden. Zu dem zu erwartenden Flugkorridor wollte Kristina Kelek keine Angaben machen. Das hänge, so die Sprecherin der DFS, von Tageszeit und Flugaufkommen ab. Aber so viel ist sicher: „Horizontal muss

Repro: Y. Strauer

ein Sicherheitsabstand von mindestens drei Nautischen Meilen, vertikal mindestens 1 000 Fuß zwischen den Maschinen liegen“, so Kelek. Der Unmut der Bürgerinitiativen erscheint anhand dieser Aussagen nicht ganz unbegründet. Trotz ihres großen Engagements kämpfen die Initiativen gegen Vorurteile. Die Flugrouten seien aber eben kein Luxusproblem nur der Zugezogenen. Es betreffe alle Bürger, stellt die Ur-Teltowerin Anja Mittag besorgt fest. „Ich habe Angst um meine Stadt. Ich will hier nicht weg, aber die Lebensqualität wird sich verändern“, ergänzt sie. Vor allem wurmt die Mitglieder, dass diese Region so bewusst verschaukelt wurde. „Inwieweit können wir uns auf die Behörden verlassen, die auf der einen Seite Kommunen finanziell unterstützen und auf der anderen Seite an den BER-Planungen beteiligt waren?“, fragt Czogalla. Dieser Widerspruch ärgert die Initiative. Zumal noch bis kurz vor Veröffentlichung der ersten Flugrouten am 6. September 2010 Prospekte verteilt wurden, aus denen hervorgeht, dass die Region Teltow selbst bei kompletter Auslastung des BER nicht betroffen sein würde. Aber warum ist Meike Emmendörffer der Initiative dann so spät beigetreten? „Allein aus persönlichen Gründen, mein Mann ist schon länger dabei“, so die Teltowerin. Cornelia Schimpf

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Kommunales

Harald Kretzschmar gedenkt Angela Brunner Im Gespräch mit Sina Fiedler und Dietlinde Greiff Angela Brunner-Kaufmann war am 12. Januar 1931 als Tochter einer zugewanderten Landarbeiterfamilie in Berlin geboren. Sie gehörte seit den 1950er Jahren sowohl als Schauspielerin wie als Malerin unverwechselbar zum Künstlerstandort Kleinmachnow. Ihre DEFAFilmkarriere begann mit Mädchenrollen in Frauenschicksale und Junges Gemüse und setzte sich mit Charakterrollen in Nackt unter Wölfen, Die Heiden von Kummerow und Die Verlobte fort. Im Fernsehen wurde sie mit Haare hoch, Märkische Chronik, Zille und ick und vor allem durch den Abendgruß als Frau Puppendoktor Pille populär. Daneben malte sie intensiv Porträts, Landschaften und thematische Bilder. Sie illustrierte mehrere Bücher von Walter Kaufmann, vor allem 1980 sein Israelbuch „Das Gelobte Land“. Am 17. Juni erlag sie dem Krebs. Ihre Urne wurde am 8. Juli auf dem Grab neben dem von Maxie Wanders beigesetzt. Sina Fiedler erzählt gerne von ihrer langjährigen Freundin Angela Brunner. Sie ist für sie immer der Inbegriff von freundlicher Verlässlichkeit gewesen. Schon 1952 auf der Schauspielschule Berlin Schöneweide blickte sie ein wenig auf zu ihr – immerhin hatte sie schon ein Malerei-Studium an der Kunsthochschule Weißensee abgeschlossen. Die da im Zimmer erst mal aufräumte, wenn sie hereinkam, wurde schon im ersten Studienjahr für den Film entdeckt. Als Sina dann vom Theaterengagement in Erfurt weg frisch verheiratet 1962 nach Kleinmachnow zog, traf sie am Bahnhof Düppel die Freundin als Mitbürgerin wieder. Bald schon saß sie der damals vielbeschäftigten Schauspielerin in ihrem Nebenberuf als Malerin Modell. Im an sich hermetisch verschlossenen Parteischulgelände auf dem Seeberg gab es immerhin den Kindergarten, in den Sina das

1969 geborene Töchterlein Judith brachte. Und daneben eine Baracke mit Angelas Atelier, in dem nun die halbnackte, Verzeihung, der Halbakt Sina gemalt wurde. Das Ölbild ziert heute noch die gute Stube in der Lepckestraße 7. Im übrigen konnte man sich wechselseitig über Ehekrisen hinwegtrösten, bis Sina am Ende alleinerziehend war. Da handelte Angela und lud die Vereinsamte 1976 zur Jubiläumsfeier des von Irene Korb und H. E. Korbschmitt geleiteten und gemeinsam mit Christoph Engel bespielten Zimmertheaters ein. Engel war bezaubert von seiner Tischdame, es funkte, und Sina war bald Frau Engel. Leitfigur Angela war auch als Chauffeurin des „Käfer“ gut, wenn es um beider Urlaub mal frei von Mann und Kindern im Riesengebirge ging. Dietlinde Greiff begegnete Angela erst viel später. Obwohl beide im frühen DEFA-Film schon große Rollen spielten, lernte sie die neun Jahre

Jüngere und 1970 nach Westberlin „Weggeheiratete“ erst viel später kennen. 1996 erschien das Nachwende-Büchlein „Der lange Weg der Katze Adele“ mit Brunner-Illustrationen. Dietlinde hatte den Text auf einer Frauentagsfeier vorzutragen – und war begeistert von den Zeichnungen. Schnell war Angelas Adresse ermittelt, und fortan entwickelte sich eine enge Beziehung von Berlin-Friedenau herüber nach Kleinmachnow. Dietlinde, Jahrzehnte in einem medizinischen Beruf tätig, fand an Angelas Seite zurück zur Schauspielerei und sogar hin zur Malerei. Beide meisterten gemeinsam die beliebten Vortragsabende aus dem Werk von Johannes R. Becher und Heinrich Heine, Wilhelm Busch und Freiherrn von Knigge, Theodor Fontane und Rosa Luxemburg. Didi war eine gelehrige Schülerin und stellte am Ende ein eigenes Programm mit Weihnachtstexten zusammen. Als sich die ersten Krebssymptome bei Angela bemerkbar machten, mahnte sie medizinisch kundig zu Vorsicht und Schonung. War doch die Freundin bislang immer für alle anderen Kraftquell und Fürsorgerin. Mutter, Bruder, Schwester – alle waren zunehmend von schweren Krankheiten gezeichnet, und wurden aufopferungsvoll von Angela betreut und gepflegt. Ganz zu schweigen von Rat und Tat für den Gatten Walter Kaufmann als Autor, von Hilfe und Erziehung für Enkel und Enkelinnen. Wenn Didi jetzt von den letzten Jahren erzählt, von dem verhängnisvollen Bruch der Wirbelsäule vor zwei Jahren, und dem folgenden Martyrium durch tausend Schmerzen, dann können wir erst ermessen, wie grandios die Leistung dieser Frau war, die noch halbblind auf dem Sterbebett ihr letztes Selbstbildnis zeichnete, und unerschütterlich an ihr Leben glaubte. H. Kretzschmar, Foto: Rebekka Kaufmann

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Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Regionales

E.ON investiert weiter Nach dem Vertrag ist vor dem Vertrag Um die Versorgungsaufgabe nach dem Energiewirtschaftsgesetz erfüllen zu können, ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege für den Betrieb von Stromleitungen erforderlich. Deshalb werden zwischen den Kommunen und dem jeweiligen Netzbetreiber Wegenutzungsverträge abgeschlossen. Für die Nutzung der öffentlichen Wege zahlt der Netzbetreiber an die Kommune eine Konzessionsabgabe. Um beiden Seiten Planungssicherheit zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber die Laufzeit dieser Verträge auf maximal 20 Jahre begrenzt. Nachdem die Gemeinde Stahnsdorf bereits vor vier Jahren positiv über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit E.ON edis beschieden hatte, war es am 29. Juni an den Teltower Stadtverordneten, grünes Licht für die Vertragsverlängerung mit E.ON edis zu geben. Mehrheitlich bekannten sich die Abgeordneten zu ihrem bisherigen Netzbetreiber. Ein mit den kommunalen Spitzenverbänden und durch Verhandlungen zwischen Stadt und Konzern verbesserter Vertrag sichert Teltow eine Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg sowie Mitspracherecht. „Beate Rietz war dabei ein fairer, aber harter Verhandlungspartner“,

resümiert E.ON edis-Regionalbereichsleiter Gerald Schulz. Im bundesweiten Vergleich feiert der hiesige Regionalverband die meisten Erfolge. E.ON edis habe, so Schulz, über 90 Prozent der bestehenden Verträge neu geschlossen. „Nur Kleinmachnow hängt noch in der Luft“, erklärt er weiter. Am 30. Juni 2011 sei der Vertrag mit der Gemeinde ausgelaufen. Kleinmachnow habe man das gleiche Angebot wie Teltow unterbreitet und einigen Fraktionen das Konzept vorgestellt. Nachdem die Idee eines gemeinsamen regionalen Stadtwerkes von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf verworfen wurde, strebt Kleinmachnow nun eine Netzgesellschaft mit E.ON edis an. In den letzten Jahrzehnten hat E.ON edis die Zusammenarbeit mit den Kommunen immer konsequent weitergeführt. „Wir sind ein regionales Unternehmen und wollen den Anteil der Kommunen hoch halten“, erklärt Schulz. „28,5 Prozent aller Kommunen sind an E.ON edis beteiligt. Allein Teltow besitzt fast 200 000 Aktien an der Gesellschaft.“, berichtet Schulz. E.ON edis arbeitet mit ca. 230 verschiedenen Stromlieferanten zusammen, 60 von diesen

lassen ihren Strom durch die hiesigen Leitungen schleusen. Im Bereich der Mittelspannung sind in dieser Region 81,5 Kilometer Erdkabel verlegt, im Bereich der Niederspannung gar 201,37. Der Anteil von erneuerbaren Energien liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark derzeit bei 43 Prozent. Schwerpunkt sei die Windenergie, Photovoltaikanlagen aber im Kommen, erklärt Gerald Schulz. Bisher existieren in Teltow 90 dieser zumeist privaten Anlagen. Dazu kommen ein Blockheizkraftwerk sowie zweimal eine Kraft-Wärme-Kopplung. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage an erneuerbarer Energie müssen die Netze weiter ausgebaut werden. Seit 1. Januar 2011 werden bei den Kunden sogenannte SmartMeter eingebaut. Diese intelligenten Elektro-Zähler ermöglichen dem Verbraucher zukünftig vorteilhafte Anwendungen. Neben den Aufgaben des Kerngeschäftes wird sich E.ON edis auch zukünftig gesellschaftlich in der Region engagieren. Für Oktober kündigt Gerald Schulz eine neue Ausstellung in den Unternehmensräumen an. Dann werden Werke der Stahnsdorfer Künstlerin Frauke Schmidt-Theilig zu sehen sein. Cornelia Schimpf

Konzerthighlights zum 22. Teltower Stadtfest vom 1.–3. Oktober 2011 Auch zum 22. Teltower Stadtfest konnten wieder fantastische Highlights verpflichtet werden. Einer der sicher emotionalsten Höhepunkte wird am Tag der Deutschen Einheit das Konzert von Spirit of SMOKIE (England) werden. Ursprünglich aus Bradford stammend, wurde SMOKIE von den Schulfreunden Chris Norman, Ron Kelly und Alan Silson gegründet. Nach dem Ausstieg von Chris Norman 1986, komplettierte Alan Barton fast 10 Jahre die Band und hauchte ihr neues Leben ein. Mit insgesamt über 30 Millionen verkauften Alben zählten SMOKIE zu einer der weltweit erfolgreichsten Bands. Hits wie „Living next door to Alice“, „Mexican Girl“, „Lay back in the arms of someone” und viele Weitere, brannten sich bis heute in die Herzen vieler Menschen. Im Rahmen ihrer damaligen Deutschland-Tour 1995 traf die Band ein schwerer Schicksalsschlag. Auf der Heimfahrt von einem Auftritt in stürmischer Nacht verunfallte der Bus der Band. Alan Barton starb in einem Krankenhaus in Köln, er wurde nur 42 Jahre alt. Originalschlagzeuger von Smokie, Ron Kelly, sowie Andy Whelan und Graham Kerns (beides Mitglieder der Band des Ex-Smokie-Gitarristen Alan Silson), welche ihr Leben lang mit Alan befreundet waren, kamen mehr als 20 Jahre später mit Alans Sohn Dean zusammen, der die fantasti-

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sche Stimme seines Vaters geerbt hat, und spielten ein Konzert, um den verstorbenen Vater und Freund zu ehren. Seit diesem denkwürdigen Konzert lebt der Geist von Smokie weiter, the Spirit of SMOKIE. Auf dem aktuell erschienenen ersten Album (Mai 2011) „A Room with a View“ ist zweifellos der beschworene Geist von Smokie in allen Songs unüberhörbar anwesend, die Alan Barton kurz vor seinem Tod geschrieben und aufgenommen hat. Nach dem Tod seines Vaters brauchte Dean viele Jahre, bis er den nötigen Abstand gewonnen hatte, um sich mit dem musikalischen Erbe seines Vaters auseinandersetzen zu können. Mit allen großen SMOKIE-Hits im Gepäck und einer Kurzvorstellung ihres aktuellen Albums, zum ersten Mal in Deutschland, beim Teltower Stadtfest. Präsentiert wird das Konzerthighlight durch die diesjährige Hauptsponsoren-Kooperation der TWG Teltower Wohnungsbaugenossenschaft und dem Kabelnetzanbieter Telecolumbus.

Spirit of SMOKIE (links oben: Ron Kelly, rechts oben: Graham Kerns, links unten: Andy Whelan, rechts unten: Dean Barton) Alan Barton Das vollständige Programm mit allen weiteren Highlights zum diesjährigen Country- & Rock´n´ Roll-Open-Air, dem Neue-Deutsche-Welle-Sonntag, Schlagerstars und vieles mehr, haben wir für Sie in der September-Ausgabe. brando – Werbe- u. Eventagentur, Rudolf-Breitscheid-Straße 236 A · 14482 Potsdam Tel.: 03 31 - 2 97 41 32 · Fax: 03 31 - 2 97 41 33 info@brando-online.de · www.brando-online.de

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Topthema des Monats

Leben im Schatten der Mauer Normalität des Absurden

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„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Es ist dieser Satz, der dieser Tage wieder gebetsmühlenartig durch alle Medien gezerrt wird, und es ist dieser Satz, der wohl zu den prominentesten Antworten Walter Ulbrichts auf Pressefragen gehört, obwohl er eben danach gar nicht gefragt wurde. Am 15. Juni 1961 wurde durch Ulbricht der Begriff „Mauer“ für eines der absurdesten Bauwerke der deutschen Geschichte geprägt, welches im Nachgang 28 Jahre lang zweifelhafte Normalität darstellte. Einer der skurrilsten Orte, in der sich seit dem 13. August 1961 peu à peu einmauernden DDR, war wohl Kleinmachnow: Von drei Seiten Mauer und im Süden der Teltowkanal mit lediglich drei Brücken – eine MiniDDR in der DDR? Auf jeden Fall ein Ort, in dem die Absonderlichkeiten des sogenannten „Antifaschistischen Schutzwalles“ deutlicher sichtbar waren, als im Rest des Landes, das eine demokratische Republik sein „wollte“. Neben versuchten Mauerdurchbrüchen und Todesschüssen sind es gerade die kleinen privaten Geschichten, die hier eine absurde Normalität darstellten. Richard Kühne, 1961 14-jährig, lebte mit seinen Eltern damals in der Karl-Marx-Straße 7, direkt am Grenzübergang Düppel. Für den Teenager war die Grenze vor dem Mauerbau schlicht eine etwas abenteuerlich zu nehmende Hürde auf dem Weg in eine Welt, die Comics und Landser-Hefte bereithielt und in der Kaugummi-Automaten standen. „Ich kam aus der Schule, Tasche in die Ecke und rüber“, erzählt er. „Wir haben bei den Amis geschnorrt, geklaut und mit dem Pionierausweis Zeitungen gekauft.“ Da man erst mit 14 einen Personalausweis bekam, musste besagter Pionierausweis auch herhalten, um die Grenze zu passieren. „Das hat meistens geklappt, wir wurden durchgewinkt. Und wenn nicht, dann haben wir uns an irgendwelche Erwachsenen rangehängt“, schmunzelt Kühne. „Einmal kam ich zurück. Kurz vor den Markierungsnägeln rutschten mir die ganzen Schmuggel-Schmöker aus dem Pulli. Da ist der Grenzer aufmerksam geworden. Na, da bin ich rechts weg an die Stammbahn und nachher über Zäune geklettert. Da war ich dann auch zu Hause.“ Mit dem 13. August 1961 änderte sich alles – nicht nur für Richard Kühne. „Wir hatten da so eine Familientradition. Sonntags machten wir immer einen Familienspaziergang nach Schlachtensee, zum Zeitunglesen, weil mein Vater das hier nicht durfte. Der hat ja beim Kulturbund gearbeitet, bei Johannes R. Be-

Blick vom Erlenweg Kleinmachnow Richtung Teltower Oderstraße im Juni 1990 . cher und so.“ An jenem Sonntag im August 1961 kam Kühnes Schwester morgens die Treppe runter gerannt und rief: „Mensch Kinder, die Grenze ist zu!“ Von da an wurde das Leben in der DDR-Exklave bisweilen wirklich abenteuerlich. „1962 oder 63 gab es einen Fluchtversuch von einem Polizeibeamten. Der hat einen Grenzer niedergeschlagen, dem anderen die Maschinenpistole weggenommen und um sich geschossen“, erinnert sich Kühne. „Die Kugeln sind bei uns oben im Haus eingeschlagen. Eine halbe Stunde später war alles voller Polizei. Die haben im Garten beinahe noch meinen Vater festgenommen.“ Auch der schlichte Besuch bei Freunden war nicht immer ganz ungefährlich. „Ich hatte einen Kumpel im Grenzgebiet besucht“, erzählt Kühne weiter. Für die Grundstücke direkt am Grenzstreifen benötigte man einen Passierschein. Einen Richard Kühne hatte das allerdings nicht interessiert. „Bin bei dem rein, da standen die Grenzer vor der Tür, mit Schiffchen auf und Stahlhelm am Gürtel. Als ich wieder raus kam, haben sie mich kontrolliert.“ Kühne wurde mit dem LKW in die Grenzstation am Schleusenweg gefahren und verhört, bis ihm ein Offizier eröffnete: „So, jetzt kommste nach Potsdam!“ Der Besuch bei einem Bekannten war zur versuchten Republikflucht geworden. Der Grenzer, der auf der Fahrt in die Bezirkshauptstadt mit MPi neben Kühne saß, meinte nur: „Wenn de türmen willst, wirste erschossen.“ Auf der Wache in der Potsdamer Bauhofstraße wurde er dann bis 24 Uhr eingesperrt. Ein Polizist gab ihm noch das Fahrgeld. „Gibst du dann auf der Wache in Kleinmachnow zurück!“, hatte man ihm gesagt. Derartige Fälle kennt auch Georg Heinze. Er lebt seit 1978 An der Stammbahn 130. Seine

Foto: G. Heinze

jetzige Frau wohnte damals auf der anderen Seite der Straße. „Der Bordstein gegenüber war schon Grenzgebiet“, so Heinze. Ihre Geburtstagsgäste wurden schon mal mit dem Mannschaftswagen auf die Potsdamer Wache gefahren. Ohne Passierschein wurde die Geburtstagsfeier schnell zur Grenzverletzung. „Nachts um drei wurden die wieder laufen gelassen“, erzählt Heinze. „Da fuhr natürlich kein ÖPNV mehr.“ Diesmal war die Potsdamer Polizei nicht so spendabel. Bisweilen bekam man auf der anderen Straßenseite auch mal ungebetenen Besuch. „Die Haushälterin vom katholischen Pfarrer wohnte im Grenzgebiet.“ Heinze schmunzelt. „Die hörte plötzlich nachts Geräusche. Da standen der Schlüsseldienst und die Stasi im Haus und haben den Keller kontrolliert.“ In unregelmäßigen Abständen überprüfte die Staatsmacht die Keller. Die Folge eines solchen Besuches konnte bisweilen ein unfreiwilliger Adresswechsel sein. „Bei Einem An der Stammbahn wurde festgestellt, dass der im Keller gebuddelt hatte. Der wurde nach Mecklenburg zwangsumgesiedelt.“ Bis zur Änderung der DDR-Verfassung vom 6. April 1968 enthielt diese das Recht auf Auswanderung (Art. 10) sowie das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 37(3)). Absurd, nicht wahr?

Halt! Stopp! Passierschein! „Heute vor 50 Jahren bin ich mit meiner Familie an die Grenze gezogen“, erzählt Ende Juli der 85-jährige Günter Duwe aus Teltow. „Ohne zu ahnen, was kommt“, ergänzt er. „Wir waren die ersten Mieter nach der Fertigstellung des Zwölf-Parteien-Hauses in der Phillipp-Müller-Allee, heute Lichterfelder Allee. Unser Haus war das letzte auf der Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Topthema des Monats

rechten Seite und unser erstes Erlebnis war der Mauerbau.“ Duwe bezeichnet es als ein trauriges Kapitel unserer Geschichte. Aufgrund der nötigen Passierscheine war es für Familie und Freunde schwierig, die Grenzbereiche zu besuchen. Er erinnert sich, dass er einmal an Lungenentzündung erkrankt war. Seine Mutter, wohnhaft in Ost-Berlin, erhielt aber keinen Passierschein, weil es keine „lebensbedrohliche Situation“ war, so Duwe. „Als sie nach vier Wochen dann kommen durfte, gings mir wieder gut.“ Bei den Mauerjahren handele es sich für ihn um ein ganzes Erlebniskapitel, das den jungen Leuten unbedingt erzählt werden müsse. Auch Peter Jaeckel, Vorsitzender des Teltower Heimatvereins weiß einiges Absurdes aus jenen Jahren zu berichten. Für Seehofs Einwohner, zu denen auch Peter Jaeckel bis heute zählt, gehörten die Grenztruppen in den 1960er Jahren zum Alltagsbild. „Die Kampfgruppen lagen mit Maschinenpistolen an der Grenze, um die Bausoldaten bei deren Grenzsicherungsarbeiten zu beaufsichtigen – absurde Situation“, so Jaeckel, dessen Grundstück direkt an der Grenze lag. Dann errichtet man einen Stacheldrahtzaun am Teltowkanal. Im Laufe der Zeit wurden daraus drei Zäune. Anfang der 1970er Jahre, so berichtet Jaeckel, sei systematisch ein DreiMeter-Zaun errichtet worden. Die alten Zäune verschwanden in der Erde darunter – eine Barriere für den Fall, dass jemand einen Tunnel graben wolle. Dort liegen die Zäune zum Teil noch heute. „Jeder neue Grenzkommandeur führte Neuheiten ein“, fährt Peter Jaeckel fort. „Eines abends kam ich von der Arbeit und musste sehen, dass hinter unserer Terrasse rote Pfähle standen.“ Auf Nachfrage hieß es: „Das Grundstück wird abgetrennt, das wird Schussfeld!“ Peter Jaeckel und andere Nachbarn seien daraufhin „Sturm gelaufen“. „Unsere Häusergemeinschaft hat an Ulbricht geschrieben.“ Vor dieser Eingabe mussten aber alle anderen zuständigen Stellen, die unmittelbaren Dienst an der Grenze hatten, kontaktiert werden. „Es hieß, es sei ein Befehl von oben.“ In der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee erfuhren sie, dass dieses Gelände als Deckung genutzt werden solle. Alles werde kahlgeschlagen. „Ob wir nicht für Frieden wären“, wurden Jaeckel und die anderen entsetzten Seehofer noch gefragt. Walter Ulbricht übergab das „Problem“ an den zuständigen Stadtkommandanten von Berlin, Major Poppe, der auch für den Teltowkanal verantwortlich war. Kurz darauf fand in der Kleinmachnower Hakeburg im Rahmen des „Juliot-Curie-Clubs“ ein Künstler-Treffen Kleinmachnower Zeitung 08 2011

statt. An diesem nahmen u.a. auch DEFA-Mitarbeiter teil, die sich wegen der Grenze über zu fahrende Umwege bei Dreharbeiten beschwerten. „Plötzlich kreiste ein Hubschrauber über Seehof. Es war Aufregung zu spüren, überall wurde gehämmert – es lag etwas in der Luft“, erinnert sich Jaeckel an jenen Tag. „Major Poppe tauchte nach dem Hakeburg-Treffen unangemeldet mit allen zuständigen Personen bei uns auf – grotesk“. Sie standen im Garten. „Ich habe auch einen Garten“, entgegnete der Major. „Wir machen hier nüscht, aber halten Sie die Sträucher kurz“. Ob sie es schriftlich haben könnten, fragten Jaeckel und die anderen. Natürlich. „Meine Eltern waren kurz zuvor aus dem Westen zurückgekommen – mit Zigaretten“, berichtet Jaeckel. „Und so saßen wir zusammen tranken Bier und rauchten West-Zigaretten.“ Absurd! „Wir haben die Angelegenheit sachlich diskutiert, ohne uns aus dem Fenster zu lehnen.“ Jeder neue Kommandeur wollte es besser als sein Vorgänger machen. Aber Poppes Entscheidung stand. Anwohner der Seehofer Paul-Gerhardt-Straße hatten weniger Glück. „Abgetrennte Grundstücke konnten nach der Wende zurückgekauft werden“, erzählt Jaeckel. „Unser Glück war scheinbar der Kanal. Der Kolonnenweg – heute Teltower Mauerweg – macht um unsere Grundstücke einen Knick und darauf sind wir stolz!“, lächelt Peter Jaeckel. Aber auch Schüsse gehörten zum Alltag. Meistens von weiter entfernt. „Mindestens einmal wurde nah geschossen“, erinnert sich der Heimatforscher. Ein Grenzer habe versucht, nachmittags die Grenze zu überwinden. Er wurde weder erkannt noch gefunden und ging so einfach zu seiner Einheit zurück. Erst später konnte der Mann überführt werden. Interessant: Seine Spuren fand man im Garten des Abschnittsbevollmächtigten (ABV) – der natürlich von nichts wusste. „An diesem Tag flogen meiner Mutter im Garten die Kugeln buchstäblich um die Ohren“, so Jaeckel. Von der folgenden Nervenentzündung habe sie sich nie wieder richtig erholt. Peter Jaeckel erinnert sich auch an die Geschichte einer jungen Mutter, die nur zum Briefkasten wollte. Der ABV hielt sie nach ihrem Ausweis an, den sie natürlich nicht dabei hatte. Dann hieß es mitkommen. „Die Frau machte einen Riesen-Aufriss, schließlich saß ihr kleines Kind in der Wohnung und das Essen stand auf dem Herd.“ Dass sich die Menschen in Seehof irgendwie mit der täglichen Grenznähe arrangierten, wird am nächsten Beispiel deutlich. „Ein Freund meines Vaters erhielt keinen Passierschein. Also stellten wir einen Tisch und zwei

Stühle an der Ecke Rosa-Luxemburg-Steig/ Sabersky-Allee auf und umgingen so das Problem“, berichtet Peter Jaeckel. Von den Grenzern unbemerkt gelangten Gäste an einem anderen Abend ins Haus. Es lag wieder kein Passierschein vor. „Als unser Besuch gehen wollte, öffnete ich die Tür. Vor mir standen zwei Grenzer. Ich sagte: ‚Guten Abend!‘ und schloss die Tür wieder. Die Gäste verbrachten die Nacht bei Jaeckels und verließen am nächsten Morgen unbemerkt das Haus. „Es gab eifrige Grenzhelfer in der Bevölkerung“, erzählt Jaeckel. Beispielsweise mussten Leitern immer angeschlossen sein. Einmal vergaß Peter Jaeckel nach Reparaturen an der Dachrinne, die Leiter festzumachen. Prompt wurde der Vorfall gemeldet. Der ABV habe dem Melder aber angehalten, zu warten, bis morgens das Licht angehe und Jaeckel dann zu sagen, er möge die Leiter anschließen. „Man hat sich eben eingerichtet“, so Jaeckel. Hinter Jaeckels Grundstück war Natur. Mit Pestiziden sollte dem Wachstum der Sträucher Einhalt geboten werden. „Das Umweltschutzaktiv, darunter Kluge und Helmut Tietz, machte sich für den Erhalt der Natur stark“, erzählt Jaeckel. Es wurde zwischen Stadt und Grenzern ausgehandelt, dass nichts ohne vorherige Absprache abgeholzt werden dürfe. „So wurden fünf Meter Sträucher erlaubt. Als der zuständige Grenzer weg war, habe ich eine Pulle Kognac geholt und eine größere Fläche ausgehandelt“, erinnert sich Peter Jaeckel. Wer mehr Mauer-Geschichten hören möchte, ist am 14. August eingeladen, Peter Jaeckel auf seiner Mauer-Tour zu begleiten. Treffpunkt ist um 10 Uhr Ecke Paul-Gerhardt-Straße/Lichterfelder Allee. (Anmeldung unter (0 33 28) 4 17 65 30, max. 30 Teilnehmer, feste Schuhe und lange Hose empfohlen)

Ende der Friedhofs-Bahn Ebenfalls mit einer Einladung richtet sich der Stahnsdorfer Heimatverein an alle Interessierten. Am Samstag, den 13. August um 14 Uhr führt Jürgen Böhm, Vors. des Heimatvereins, eine Wanderung entlang der alten S-Bahn-Trassse bis nach Wannsee an. Treffpunkt ist auf dem ehemaligen Bahnhofsvorplatz, wo zuvor eine Schautafel aufgestellt wird und es noch eine weitere Überraschung geben wird. Denn auch Stahnsdorfer Bürger könnten Bände mit Geschichten füllen, wie es ihnen damals erging, als plötzlich die Grenze geschlossen wurde. Auch sie fuhren vor 1961 nach WestBerlin ins Kino, kauften Zeitschriften, Kaffee und andere Dinge. Auf dem Rückweg muss-

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Topthema/Leserpost

ten sie sich ebenfalls den Kontrollen an der Grenze unterziehen. Manch einer arbeitete sogar „drüben“ oder durchfuhr täglich West-Berlin, um an seinen Studien- oder Ausbildungsplatz im Osten der Stadt zu gelangen. Am 13. August 1961 schnitt die Mauer plötzlich diesen Weg ab.

Sie trennte auch Stahnsdorf 28 Jahre vom ehemaligen West-Berlin. Seit 21 Jahren ist dies glücklicherweise Vergangenheit, doch für Stahnsdorf ist die Geschichte allgegenwärtig, denn die S-Bahn nach Wannsee (auch Friedhofsbahn genannt) verkehrt immer noch nicht wieder.

Gerhard Petzholtz ist Zeitzeuge und schrieb der Redaktion: „Die S-Bahn hat vor 100 Jahren mit diesem Ortsnamen den zweitgrößten Friedhof in Deutschland bekannt gemacht. Aus dem einstigen märkischen Bauerndorf ist durch die Friedhofsbahn eine Großgemeinde am Rande Berlins geworden. Sie wird heute mehr benötigt denn je, aber abgesehen von lobenswerten Absichtserklärungen, hat sich in den vergangenen 21 Jahren leider nichts bewegt. Auf dem Rudolf-Breitscheid-Platz vor dem Friedhofseingang befindet sich kein Hinweis auf das 1977 abgerissene Bahnhofsgebäude. Das danebenstehende Restaurant „Kossatenhof“ hieß bis 1990 „Bahnhofsgaststätte“. Lediglich der Eigentümer des Südwest-Kirchhofs, die Evangelische Kirche Berlin-BrandenburgSchlesische Oberlausitz, hat 2003 den Versuch unternommen, die Deutsche Bahn wegen Nicht-wieder-Inbetriebnahme der Friedhofsbahn zu verklagen. Grundlage bildet ein Vertrag von 1908 zwischen der evangelischen Kirche und der Preußischen Staatsbahn, in welchem sich letztere verpflichtete, die Friedhofsbahn für immer bahntechnisch zu betreiben. Die Kirche hatte nämlich mit über einer Million Goldmark die Strecke Wannsee – Stahnsdorf finanziert. Mit dem Urteil haben sich die Richter des Berliner Verwaltungsgerichts acht Jahre Zeit gelassen. Ende Januar 2011 gab es ein Ergebnis mit den Begründungen: 1. Die Bahn AG ist nicht Rechtsnachfolger der Preußischen Staatsbahn und auch nicht der Reichsbahn. 2. Staatlich verordnete Maßnahmen des DDR-Regimes, also der Mauerbau, leiten keinen Anspruch der Kirche auf den Vertrag von 1908 her. Man muss kein Jurist sein, um dieses Urteil zu hinterfragen: Zu 1.: Die DB hat 1991 alle Betriebsanlagen der Reichsbahn übernommen und ist damit Rechtsnachfolgerin. Damit bleibt auch der Vertrag von 1908 verbindlich, denn juristisch verjähren Verträge nicht. Es sei denn, beide Partner einigen sich auf eine neue Regelung. Zu 2.: Das Verwaltungsgericht legitimiert mit seinem Urteil die Unrechtsmaßnahmen des DDR-Regimes. Die Strecke der Stahnsdorfer Friedhofsbahn ist glücklicherweise noch nicht entwidmet. Sie kann also jederzeit wieder in Betrieb genommen werden. Der Bedarf ist heute größer denn je! Im Großraum Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf leben heute ca. 55 000 Einwohner – Tendenz steigend. Die Bedeutung des Südwestkirchhofs als Beerdigungsort hat in den letzten Jahren wieder enorm zugenommen. Wie in früheren Zeiten finden wieder bis zu zehn Beisetzungen täglich statt, über 1 000 im Jahr. Diese Tatsachen müssen wir uns am 13. August, dem 50. Todestag der Stahnsdorfer Friedhofsbahn bewusst machen.“

Flugrouten Als Kleinmachnower Bürger und Mitglied des Kreistages Potsdam-Mittelmark bin ich erleichtert über die Vorschläge der Fluglärmkommission, die am 5. Juli 2011 veröffentlicht wurden. Man muss das Erreichte würdigen, denn der Kleinmachnower Bürgermeister ist im Bewusstsein mit einem großen Vertrauensvorschuss in diese Kommission von der Gemeindevertretung entsandt worden und hat mit für dieses Ergebnis gesorgt. Man kann gegenwärtig nicht mit der Feststellung zielführend diskutieren, dass Schönefeld der falsche Standort ist, auch wenn auf Berliner Druck hin diese politische Entscheidung schon vor mehr als 10 Jahren getroffen wurde. Man muss dagegen heute anerkennen, dass die Proteste notwendig waren und zu einem Umdenken der Verantwortlichen geführt haben, und da kann man auch der BI gegen den Fluglärm mit M. Lippoldt und M. Schubert nur gratulieren, was sie mit vielen anderen Bürgerbewegten erreicht haben. Wenn nun für Kleinmachnow nicht alles Gewünschte erreicht wurde, so kann man das hinnehmen oder auch kritisieren. Unbestritten ist aber auch, dass fast alle fliegen wollen, und deshalb ist es recht und billig, wenn ein jeder einen Teil

durch Toleranz und Verständnis dazu beiträgt. Nach dem Sankt-Florians-Prinzip zu argumentieren und allen Lärm von der eigenen Gemeinde fern halten zu wollen, halte ich für unredlich. Glücklich können sich Potsdam und die Gemeinde Schwielowsee schätzen, die fast vollständig umflogen werden. Dagegen haben andere Kommunen mit erheblichen Lärmimmissionen zu rechnen, wie Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf, Eichwalde und Zeuthen. Diesen Kommunen und ihren Bürgern sollte unser Mitgefühl gelten. Von vornherein war klar, dass die Diskussion um Lärm zu einem Kompromiss führen soll. Heute nun sollten wir Betroffene stolz sein, dass eine breite Mitbestimmung zu einem Kompromiss geführt hat, der sich sehen lassen kann. Dadurch wird nun die hasenfüßige Landesregierung beschämt, die glaubte, den Bürgern wichtige Planungen vorenthalten zu können, um eine Protestbewegung zu unterlaufen. Der mündige Bürger hat nun gesprochen und nicht alles, aber doch sehr vieles erreicht, Das macht Mut für unsere Zivilgesellschaft. Axel Mueller (Bündnis 90/Die Grünen)

Liebe LeserInnen,  die Redaktion weist darauf hin, dass Artikel, die namentlich oder als Leserpost veröffentlicht werden, nicht der Meinung der Redaktion entsprechen müssen. Verantwortlich für den Inhalt ist der Verfasser. Aufgrund der vielen und oft sehr langen Zuschriften behält sich die Redaktion das Recht der auszugsweisen Wiedergabe von Zuschriften vor. Wir bitten um Verständnis. Bitte nutzen Sie auch unsere E-Mail-Anschrift: redaktion@kleinmachnower-zeitung.de.

14 Text: Rolf Niebel, Cornelia Schimpf, Beate Richter; Zeichnung: Nicole Arndt Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Porträt

„Mauerflug“ als Weltdokumentenerbe Filmproduzent Gärtner überflog die Berliner Mauer & machte einzigartige Aufnahmen „Alle schrieen: Die Mauer muss weg! Ich hingegen dachte immer nur daran, dass ich dieses Bollwerk unbedingt noch einmal filmen wollte“, erinnert sich Peter Gärtner an die bewegende Zeit im Herbst 1989. Der Kleinmachnower Filmemacher hat den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren miterlebt und war ebenso nah bei deren Fall dabei. Mit einem Kamerateam im Hubschrauber überflog er im Frühjahr 1990 die Grenzanlage von Potsdam bis zur Bornholmer Straße in Berlin. Es entstanden einmalige, historische Filmaufnahmen, die als „Mauerflug“indieGeschichteeingingen. Jetzt hat die UNESCO das gesamte Filmmaterial dieses Fluges zum Weltdokumentenerbe erklärt. In das Register wurden insgesamt 15 Dokumente zum Bau und Fall der Mauer aufgenommen. Dazu zählen u.a. auch der Zwei-Plus-VierVertrag von 1990, der sogenannte Schabowski-Zettel, der den Beschluss zur Reiseregelung enthält, dessen Verlesen auf der Pressekonferenz am 9. November 1989 zum plötzlichen Öffnen der Mauer führte und die originale Filmaufnahme von der Rede des USPräsidenten John F. Kennedy 1963 im Rathaus Schöneberg. Die Nominierung für das Weltdokumentenerbe erfolgte in Kooperation zwischen der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Etwa vor einem Jahr sei Dr. Hans-Hermann Hertle vom ZZF auf Peter Gärtner zugekommen und habe seinen „Mauerflug“ mit den Aufnahmen der ersten Mondlandung in den 1960er Jahren verglichen. „Da war ich natürlich stolz“, sagt der heute 70-Jährige. Und seitdem das Filmmaterial nun zum Weltdokumentenerbe gehöre, fühle er sich ein bisschen wie ein Archäologe. „Denn im übertragenen Sinne habe ich etwas ausgegraben, was Dr. Hertle wissenschaftlich einzuordnen wusste“, erklärt er. Peter Gärtner stammt ursprünglich aus Löbau in Sachsen. Dort Kleinmachnower Zeitung 08 2011

ist er geboren und aufgewachsen. 1950 zog seine Familie nach Kleinmachnow, wo er bis heute lebt. Nach seinem Abitur studierte Peter Gärtner an der Filmhochschule in Babelsberg Film- und Fernsehwirtschaft. Danach arbeitete er z.B. als Aufnahmeleiter im DEFA-Studio für Spielfilme, als Lehrer an der Filmhochschule Babelsberg und als Produktionsleiter im Dokumentarfilmstudio in Babelsberg. Kurz nach der Wende, im Februar 1990, gründete Gärtner seine eigene Produktionsfirma, die Sanssouci Film GmbH, in Kleinmachnow. „Ich hatte mich auf die Themengebiete Kunst, Kultur und Geschichte spezialisiert“, erklärt er. Deshalb sollten eine seiner ersten Aufnahmen auch Luftbilder vom Schloss Cecilienhof in Potsdam werden. „Und da dachte ich mir, dass wir nebenbei gleich die Mauer mit abfilmen“, erinnert er sich. Seine Intention: Er wollte den Status quo jener Zeit festhalten. Schließlich sei damals alles in Bewegung gewesen. Und er sollte Recht behalten, denn am 13. Juni 1990 wurde offiziell der Abriss der kompletten Berliner Mauer bekannt gegeben. Bis die Filmaufnahmen jedoch überhaupt gedreht werden durften, ging Gärtner einen langen, bürokratischen Weg. „Ich beantragte eine Drehgenehmigung bei dem damaligen Alliierten Kontrollrat und nahm gleichzeitig Kontakt zur Interflug auf“, schildert der Filmemacher. Als Peter Gärtner dann die Genehmigung bekam, war diese mit zahlreichen Auflagen verbunden: Die Mauer durfte nicht überflogen werden, es waren also nur Aufnahmen von der Ostseite aus gestattet. Außerdem durfte der Hubschrauber nicht höher als 50 Meter fliegen und es gab ein festgelegtes Zeitfenster. „Wir flogen also mit einem Hubschrauber des Typs Mi 8 vom Flughafen Schönefeld los und filmten alles, was wir sehen konnten“, erzählt er weiter. Für sei-

nen Kameramann, Claus Mühle, sei das eine Herausforderung gewesen. Denn wegen des begrenzten Zeitfensters hätte jeder kleine Fehler wertvolle Zeit gekostet. „Als ich die ersten Bilder auf meinem Monitor sah, war ich ehrlich gerührt“, erinnert sich Gärtner. Diesen besonderen Moment werde er nie vergessen. Und auch die festgelegte niedrige Flughöhe kam den Filmemachern am Ende zugute. „Dadurch konnten wir die komplette Grenzanlage in ihrer Breite mit sämtlichen Details filmen“, beschreibt er. So stolz wie Claus Mühle und Peter Gärtner jedoch auf ihren „Mauerflug“ waren, so ernüchternd schlug ihnen in den ersten Jahren das Desinteresse an dem

Film entgegen. Erst am 15. Jahrestag der Maueröffnung wurden die Aufnahmen in einer Ausstellung des Vereins Checkpoint Bravo zum ersten Mal gezeigt. Daraufhin entwickelte sich der Film zu einem klassischen Selbstläufer. Gedenkstätten und Vereine nahmen die einmaligen Bilder in ihren Bestand auf. Ein Buchhändler aus einem der größten Läden von Berlin sagte zu Peter Gärtner: „Der Film Herr der Ringe hat sich im Vergleich zu ihrem Mauerflug viel schlechter verkauft.“ Wahrscheinlich, so vermutet der Kleinmachnower heute, brauchten die Menschen einfach ein paar Jahre Abstand zu dem Thema „Berliner Mauer“. Text/Foto: Anett Kirchner

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Kultur

Eingegrenzt Ausstellung von Georg Heinze im Rathaus

Neue Öffnungszeiten? Georg Heinze zeigt, was seine Kamera einfing, als die Mauer nicht mehr das war, was sie sein sollte, aber noch stand. Foto: G. Heinze

Der Computerspezialist (Tipp 202) IFA Berlin 02.09.–07.09.2011 Die weltgrößte Consumer Electronics Messe Vom 2.9. bis 7.9.2011 findet in Berlin die Internationale Funkausstellung Berlin statt. Zahlreiche Neuheiten aus den Bereichen TV, Notebooks, Tablet-PC, Smartphones, Digital-Kameras und Hifi werden vorgestellt. So zeigt Toshiba ein 3D-Notebook, das ohne Brille funktioniert, während Panasonic und Olympus neue spiegellose Kameras mit Wechselobjektiv präsentieren. Im 3DBereich bei den Fernsehern zeichnen sich zwei Systeme ab: die mit voller Auflösung (1920 x 1080) aufwändige Shuttertechnik oder das Polarisationsverfahren mit halber Auflösung

(1920 x 540), dafür jedoch billiger, leichter und akkulos. Smartphones werden größer, so bieten mehrere Hersteller Geräte mit 4,8 Zoll bis 5,3 Zoll an, eine Art Mittelding zwischen Telefon und Tablet-PC an. Ob sich das durchsetzen kann, wird sich zeigen. Darüber hinaus bietet die IFA viele Veranstaltungen wie das IFAKlassenzimmer, wo es rund um Schule und neue Medien geht, oder Konzerte, die es in sich haben. So performt am 05.09.2011 das legendäre „Orchestre Maneuvre in the Dark“ im IFA Sommergarten. Alle weiteren Infos finden Sie unter www.ifa-berlin.de

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Anlässlich des 50. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer präsentiert der Kleinmachnower Georg Heinze vom 8. August bis 6. September die Ausstellung „Kleinmachnow eingegrenzt – Grenzbilder 1989/90“ im Foyer des Rathauses Kleinmachnow, AdolfGrimme-Ring 10. Seine Fotografien aus der Zeit kurz nach dem Fall der Mauer erinnern an die Zeit im Hinterland, beschützt und eingesperrt. Die Bilder zeigen die Brutalität der Grenzbauten, die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein, den Aufbruch und was übrig blieb. Dokumentarisch wird belegt, mit welchem materiellen Aufwand der Machterhalt der SED-Diktatur gesichert und erhalten werden sollte. Gerade in Kleinmachnow gewinnen diese Bilder eine besondere Bedeutung. Die „Grenzschutzanlagen“ schlossen den Ort von 1961 bis 1989 von drei Seiten ein. Der Süden wurde durch den Teltowkanal begrenzt. Für viele Kleinmachnower war neben den bekannten Tragödien, die dieses Bauwerk mit sich brachte, der Weg zu Schule oder Arbeitsplatz versperrt,

der Ort vom Leben jenseits seiner Grenze zum großen Teil abgeschnitten. Heinze lebte elf Jahre lang direkt am Sperrgebiet. Seine Bilder sind Impressionen aus einer seltsamen Zeit zwischen den Systemen im zweifachen Sinne – einerseits der seltsamen Situation Kleinmachnows als Beinahe-Exklave der DDR, andererseits der Zeit des Systemwechsels wegen – die DDR schon verlassen und im Westen noch nicht angekommen. Ergänzt wird diese Ausstellung durch eine Präsentation des Archivs im 2. Obergeschoss des Rathauses. Verschiedene Original-Dokumente aus dem Jahr 1961 zeigen Blickpunkte des sozialen, baulichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens in den Wochen vor und nach dem Mauerbau. Besucher können auch in den Reproduktionen der beiden letzten „Kleinmachnower Kulturspiegel“ blättern. Die Vernissage der Ausstellung findet am Montag, den 8. August 2011 um 18 Uhr statt. PI GA/Heinze/Niebel

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Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Kultur

Sünde und Laster

GARTENTIPP VON GÄRTNERMEISTER WIESNER

Ameisen im Garten

TAW bringt „Das Haus in Montevideo“

Viel Geld hatte Professor Nägler noch nie. Dafür eine Frau und zwölf Kinder, aus denen er die perfekte Musterfamilie geschmiedet hat. Fast perfekt! Eine Verwandte gab es noch, die Nägler am liebsten aus der Chronik gestrichen hätte. Ausgerechnet sie ist nun verstorben und hat ihm ihren gesamten Besitz vererbt. Ein Haus in Montevideo, mitten in Südamerika. Grund zur Freude? Die Sache hat einige Haken: Das Bargeld wird nur unter einer Voraussetzung ausgezahlt, die dem Professor bald den Magen umdrehen lässt. Und auch die lebensfrohen, verführerischen Frauen, die in diesem „Haus in Montevideo“ zu leben scheinen, lassen den Moralapostel Böses ahnen.

Das „Theater am Weinberg“ führt zu seinem 20-jährigen Jubiläum ein Remake des ersten Stückes auf, das unabhängig vom Deutschunterricht inszeniert wurde: „Das Haus in Montevideo“. Vor genau 20 Jahren begannen die ersten Proben für diese fröhlich-frivole Komödie aus der Feder von Curt Goetz. Bestand die Theatergruppe damals noch aus talentierten Einzelkämpfern, so ist es 2011 vor allem die geschlossene, in sich stimmige Ensembleleistung, die diese Aufführung so faszinierend macht. „Das Haus in Montevideo“, eine bissige Satire auf die Doppelmoral des 1950er-Jahre-Biedermannes, hat durch seinen Wortwitz und die markanten Charaktere von seiner Wirkung bis heute nichts verloren. Die Auflösung schließlich ist eine verblüffende Rochade zwischen Tugend- und Sündhaftigkeit. „Das Haus in Montevideo“ ist in Kleinmachnow am 27. und 28. August jeweils um 19 Uhr im Theatersaal vom Wohnstift Augustinum zu sehen. Text/Foto: TAW

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Kleinmachnower Zeitung 08 2011

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War die Arbeit fein, ist´s gut lustig sein.

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Kaum ein Gartenbewohner wird mit so gemischten Gefühlen betrachtet, wie die Ameise. Für die einen ist sie ein Nützling, der für Ordnung sorgt, für die anderen eine nervige Plage. Neben unerwünschten Besuchen im Haus, sind sie vor allem deshalb ein Problem, weil sie Blattläuse pflegen, von deren Ausscheidungen sie leben. Um die Insekten von Blattlauskolonien fern zu halten, sollten die Baumstämme kurzzeitig mit Leimringen versehen werden, um die Wanderung der Insekten aufzuhalten. Außerdem mögen Ameisen nicht den Geruch von Aromapflanzen, wie z. B. Lavendel, Thymian oder Majoran. An den richtigen Stellen im Garten gepflanzt, lässt sich die Verbreitung der Tiere eingrenzen. Als Hausmittel, um Ameisenstraßen aufzubrechen, sind Algenkalk und Kaffee bekannt. Bei den fertigen Mitteln im Fachhandel kann man zwischen Sprays (als Barriere an Hauseingängen), Köderboxen (Bekämpfung im Haus) oder Granulaten (Bekämpfung von Nestern im Garten) wählen. Im Komposthaufen können Ameisen dagegen ruhig geduldet werden, denn sie leisten nützliche Dienste.

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Kultur

5. Bandcontest der Jugendhäuser

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In diesem Jahr findet am 27. August ab 15 Uhr auf dem Gelände des Jugendhauses „Schiffer“ in der Boberstrasse 1 in Teltow der 5. Bandcontest statt. Veranstaltet wird dieses Festival wie schon in den vergangenen Jahren durch die Jugendfreizeiteinrichtung Kleinmachnow („Carat“), das Jugendhaus „Schiffer“ ( JOB e.V.) und den Musikclub e.V. („Affenclub“). An diesem Tag haben die Bands die Möglichkeit, ihre selbstkomponierten Songs in einem Set von jeweils 30 Minuten dem Publikum zu präsentieren. Eine fachkundige Jury wird vor Ort sein, die neben der Vergabe der Plätze auch jeder Band Anregungen für die weitere musikalische Entwicklung geben wird. Für dieses Open-Air haben die Veranstalter die Region für eine Bandteilnahme erweitert: Neben Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf können auch Musiker aus Teltow-Fläming, Potsdam–Mittelmark, Potsdam und

Berlin Steglitz-Zehlendorf an dem Event teilnehmen. Für die Bewerber gelten wieder die Bedingungen der letzten Jahre, und zwar: Altersbeschränkung der Bandmitglieder bis 27 Jahre, mindestens ein Bandmitglied muss in einer der genannten Regionen wohnen bzw. proben, und es dürfen ausschließlich eigene Songs gespielt werden. Das musikalische Genre spielt dabei keine Rolle. Interessierte Bands können sich bis 17. August mit einem Demo und ihren Bewerbungsunterlagen bei den Veranstaltern bewerben: • JFE Kleinmachnow: Förster-FunkeAllee 106 A,14532 Kleinmachnow. Tel. (03 32 03) 7 86 35, E-Mail: jfe_klm@yahoo.de • Musikclub e.V. (Affenclub): Tel. (03 32 03) 7 18 88, E-Mail: hugobass80@web.de • Jugendhaus „Schiffer“: Boberstr. 1, 14513 Teltow, Tel. (0 33 28) 31 76 44, E-Mail: jh.teltow@job-ev.de PM/cos

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Bildung

20 Jahre Kita-Verbund

Ulrich Langner

Bildband „Gleiskultur” Die Eisenbahn als Beförderer der Bildenden Kunst

Ein Herz für Kindergärtnerinnen

„Alles war super groß“, erinnert sich Kathrin Heilmann vom Weinberg-Theater an ihre alte Kita. Sie ist eine der vielen Gratulanten, die dem Kleinmachnower Kitaverbund ihre Glückwünsche zum 20-jährigen Bestehen übermitteln. Jene 20 Jahre waren geprägt von Höhen und Tiefen. Anfang der 1990er Jahre sah die Situation nicht wirklich rosig aus, im ehemals eingemauerten Kleinmachnow. Wegzug von Alteingesessenen, Geburtenrückgang und Restitutionsansprüche sorgten für Leere in den Kindergärten. Bei den Beschäftigten herrschte die Angst, dass Mitarbeiter entlassen und Kitas geschlossen werden müssen, erklärte Bürgermeister Michael Grubert. Ab Mitte der 1990er Jahre allerdings sorgte der verstärkte Zuzug für einen regelrechten Ansturm auf e Tischlerei

Sympathisch

Foto: Rolf Niebel

die nun knappen Betreuungsplätze. 1990 übernahm Susanne Feser die Leitung des Kita-Verbundes Kleinmachnow. Zu Beginn ihrer Tätigkeit musste sie noch den Mangel verwalten. Doch, so Feser, „in den zwölf Jahren, in denen ich hier war, ging es ja immer nur bergauf“. Seit Anfang des Jahrtausends hat sich die Zahl der Kinder von etwa 650 auf 1 200 nahezu verdoppelt. Ebenso nahm die Zahl der Mitarbeiter stetig zu – 148 beschäftigt der Kita-Verbund derzeit. Beim Anteil des Erziehungspersonals allerdings dominieren immer noch alte Rollenverteilungen. Bis auf drei junge Männer arbeiten hier nur Erzieherinnen. Und so scherzt der Vorsitzende der Gemeindevertretung denn auch am Rande: „Das ist ein Fall für die Gleichstellungsbeauftragte“. R. Niebel

Die 175 Jahre alte Eisenbahn einmal anders – zwar bebildert, aber nicht mit Fotos, sondern aus Sicht bildender Künstler. In Stahlstichen, Lithografien, Holzstichen und Holzschnitten, in Radierungen, Gemälden, Aquarellen und Pastellen zeichnen nicht die großen Meister die Geschichte der Eisenbahn nach, sondern diejenigen der Zunft und ihrer Zeit, die dieses Gefährt liebten und in ihren Werken verewigten. Dabei handelt es sich um professionelle Maler

wie ebenso auch um Laien- und Feierabendkünstler, die allerdings weitgehend vergessen, nun aus dem Zustand der Vergänglichkeit hervorgeholt und wieder sichtbar gemacht worden sind. Die Werke erzählen von sich und ihren Schöpfern. Sie dokumentieren eine Vergangenheit, die unwiederbringlich vorbei ist. Die Motive bedürfen in der heutigen Zeit durchaus einer Erklärung und haben sich deshalb in diesem Bildband zusammen gefunden.

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Bildung

Bürgerarbeit Hilfe zur Selbsthilfe bei Arbeitslosigkeit

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In Kleinmachnow stellt Arbeitslosigkeit augenscheinlich kein vordergründiges Problem dar. Doch es gibt sie auch hier, Langzeitarbeitslose, und spätestens in Teltow wird das Problem deutlicher. Der Teltower Arbeitslosenverein (TAV), mit Sitz in Kleinmachnow, Am Fuchsbau 47, leistet hier Hilfe zur Selbsthilfe. Eine dieser Hilfen stellt das Programm BuBA-PM, Bürgerinnen- und Bürgerarbeit Potsdam-Mittelmark dar, mit welchem das MAIA-Jobcenter Potsdam-Mittelmark Langzeitarbeitslosen die Integration am ersten Arbeitsmarkt ermöglichen möchte. Am 4. Juni stellte das MAIA-Jobcenter das Programm und die bereits ersten nicht unwesentlichen Erfolge in der Kleinmachnower Zentrale des TAV vor. Bereits vor einem Jahr ging die vom Bund vorgeschriebene sechsmonatige Aktivierungsphase an den Start. Seit August 2010 sind nunmehr etwa 700 Personen in diese Maßnahme eingetreten, die vor der eigentlichen Beschäftigungsphase obligatorisch ist. Immerhin 200 konnten sich aus diesem Kontext bislang am ersten Arbeitsmarkt etablieren. Ziel war, von 600 Teilnehmern 100 auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbringen zu können. Mit den derzeitigen Zahlen habe man diese Zielsetzung bei Weitem übererfüllt, so MAIA-Geschäftsführer Bernd Schade. Im März dieses Jahres begann die Beschäftigungsphase der Bürgerarbeit. Damit möchte der Landkreis im Weiteren Langzeitarbeitslosen Menschen die Chance der Rückkehr in Lohn und Brot ermöglichen. 200 mit je 1 080 Euro vom Bund vollfinanzierte Stellen sind im Landkreis Potsdam-Mittelmark bereits bewilligt. Im Gegensatz zu den bisherigen Maßnahmen mit Aufwandsentschädigung (MAE), den sogenannten Ein-Euro-Jobs, beträgt die maximale Förderdauer hier drei Jahre. Vom längeren Förderungszeitraum verspricht sich Schade größere Chancen der Weitervermittlung, unter anderem, weil hier mehr und intensivere Kontakte geknüpft werden können. Dem TAV wurde zum 1. Juli die nun schon 50. derartige Arbeitsstelle vom Bundesverwaltungsamt (BVA) genehmigt. Damit ist der Verein einer der größten Aktiven in diesem Programm. Öffentliches Interesse ist eine Grundvoraussetzung für die Förderung dieser Beschäftigungsverhältnisse, und selbstredend dürfen keine bestehenden Arbeitsverhältnisse gefährdet oder verhindert werden. Beim TAV wurden solche Stellen beispielsweise in der Tauschbörse des Verein etabliert. Leider, so bedauert Hans Fiedler, 2. Vorsitzender im Vorstand des TAV, schlage das Projekt Bürgerarbeit nicht flächendeckend durch.

20 Jahre Maxim-Gorki-Schule

Am 9. September, von 16 bis 20 Uhr, feiern wir unseren 20. Geburtstag. Wir möchten alle Kleinmachnower und die Einwohner der benachbarten Städte und Gemeinden recht herzlich einladen. Es wird ein Schulfest der ganz besonderen Art.

MAIA-Geschäftsführer Bernd Schade Zwar bestehe größeres Interesse in der Region Bad Belzig, um Teltow oder Werder herum jedoch herrsche kaum Nachfrage. Es gäbe eine gewisse Lethargie diesbezüglich in den kommunalen Verwaltungen, ergänzt Schade. Dabei müsste das Interesse bei den potentiellen Trägern eigentlich größer sein. Die Fördermittel für MAE sind bereits drastisch gekürzt worden. Im sozialen Bereich ist der Zivildienst weggefallen. Selbst die Kirche könne als Träger Bürgerarbeitsplätze beantragen. Der TAV leistet auch hier Hilfe bei der Antragstellung – Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur bei den von Arbeitslosigkeit Betroffenen. Interessierte Träger können beim MAIA-Jobcenter Anträge auf Bürgerarbeitsstellen einreichen, die hier noch einmal vorgeprüft werden. Im BVA wird dann über die Bewilligung entschieden. Antragsschluss beim BVA ist der 31. Oktober 2011. Das einfach gehaltene Antragsformular ist auf der Homepage der BVA, www.bva.bund.de, zu finden. „Es wäre schade, wenn die Mittel verfallen würden“, so der MAIA-Geschäftsführer. Text/Foto: Rolf Niebel

Informationsstände sowie Sportveranstaltungen werden auf dem Gelände zu erleben sein. Ein 4er Bungee-Trampolin sowie ein Astrotrainer und ein Überschlagsimulator sind im Programm enthalten, in der Tombola soll eine Ballonfahrt zu gewinnen sein. Das Team „Surpreme“ wird atemberaubende Sportakrobatik vorführen. Für die Musik sorgt das Jugendblasorchester Kleinmachnow, und Uwe Kollberg wird mit einem Konzertausschnitt mit deutscher und internationaler Rock- und Pop-Musik aufwarten. Über 20 Marktstände werden von unseren Schülerinnen und Schülern gestaltet. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt: Getränke sowie Gegrilltes und zur Feier des Tages Wildschwein am Spieß. Viele Unternehmen aus Kleinmachnow und der Umgebung haben unserer Schule eine „Sonnenuhr“ aus Glas gesponsert, die der Schule an diesem Tag übergeben wird. Wir hoffen, wir haben Sie etwas neugierig auf den 9. September gemacht, und würden Sie gerne willkommen heißen. Nach den Sommerferien werden wir Plakate und Flyer in der gesamten Gemeinde auslegen. Dziewulski, Schulleiterin

Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Gesundheit

Keine Coli-Bakterien! Nicht nur in Teilen PotsdamBabelsbergs, auch in Gemeinden des Landkreises Barnim wurde Mitte Juli eine Kontaminierung des Trinkwassers mit Coli-Bakterien festgestellt. Und wie verhält es sich hier? Torsten Könnemann aus der Geschäftsführung der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA) teilte auf Nachfrage mit, dass die Trinkwasserversorgungsgebiete der MWA, die auch mit Potsdamer Wasser beliefert werden, in keiner Form betroffen seien. Die Region TKS greife aber ausschließlich auf Wasser des Teltower und Kleinmachnower Wasserwerkes zurück. In kurzen, regelmäßigen Abständen werden Proben vom Wasserwerksausgang sowie Netzproben aus den Verteilungsnetzen entnommen, so Könnemann – alles genau nach der Trinkwasserverordnung. Um die hohe Qualität des gelieferten Trinkwassers sicher zu stellen, führt die MWA im Verbandsgebiet des Wasser- und Abwasserzweck-

verbandes „Der Teltow“ jährlich Frühjahrsspülungen durch. Die Stadtwerke Potsdam sehen eine potenzielle Ursache für die Verschmutzung in illegalen Einleitungen ins Trinkwassernetz infolge von Baumaßnahmen. Als am 13. Juli „Escherichia coli (E. coli)“ im Potsdamer Trinkwasser nachgewiesen wurde, empfahl das städtische Gesundheitsamt bis zum Vorliegen von bakteriologisch einwandfreien Trinkwasserbefunden, das Wasser drei Minuten abzukochen. Erst wenn an mehreren aufeinander folgenden Tagen keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden, könne das Abkochgebot beendet werden, so Gesundheitsamt und EWP. In Potsdam konnte selbst nach umfangreichen Rohrnetzspülungen keine Entwarnung gegeben werden. Stattdessen wurde am 20. Juli das Abkochgebot auf das Gelände der Uni Potsdam (Studentendorf ) am Griebnitzsee erweitert. In Potsdam sind somit weit mehr als 3 700 Haushalte davon betroffen. cos

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Falsche Signale führen in die Irre Die Bundesregierung hat kürzlich die Förderung des altersgerechten Bauens gestoppt. Das hat weitreichende Konsequenzen. Insgesamt 180 Millionen Euro standen in den Bundeshaushalten 2009–2011 für die Förderung des alters- und behindertengerechten Bauens zur Verfügung. Damit soll nun Schluss sein: Im Bundeshaushalt 2012 sind dafür keine Mittel mehr vorgesehen. „Dies ist ein falsches Signal“, kommentiert der künftige Vorstandsvorsitzende der LAFIM-Gruppe, Thomas Glaubitz. Die LAFIM-Gruppe ist seit 1. November 2007 auch Träger des Senioren- und Pflegeheims „Florencehort“ in Stahnsdorf. Das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat bislang bundesweit 20 Modellvorhaben gefördert. Dabei wurden nicht nur Wohngebäude altersgerecht umgebaut, auch das Wohnumfeld und die Infrastruktur rückten in den Fokus. „Angesichts der demographischen Entwicklung ist das ein kurzsichtiKleinmachnower Zeitung 08 2011

ges Handeln: Es ist ein falsches Signal, das in die Irre führt. Das langjährige Versäumnis, rechtzeitig mit den Instrumenten des Baurechts für altersgerechtes und barrierefreies Wohnen zu sorgen“, so Glaubitz, „führt immer mehr dazu, dass das politische Ziel des Vorrangs ambulanter Hilfen nicht eingelöst werden kann. Der Wohnungsbestand ist nun einmal so, wie er ist: Nicht altersgerecht und nicht barrierefrei.“ In wenigen Jahren werden fast acht Millionen Menschen in Deutschland über 80 Jahre alt sein, etwa doppelt so viele wie heute. Der Bedarf an entsprechendem Wohnraum steigt weiter. Auch in dieser Region ist die Nachfrage groß. Auf Anfrage teilte Martin Fischer vom „Florencehort“ mit, dass dort alle 65 Plätze belegt seien. Der Landesausschuss für Innere Mission (LAFIM) ist als Träger von Einrichtungen und Diensten für Menschen im Alter, bzw. mit Behinderungen sowie junge Menschen einer der drei größten Arbeitgeber in Brandenburg. cos/PM

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· spezielle Wundbehandlung · Pulsierende Schröpftherapie

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Potsdamer Allee 3 · 14532 Stahnsdorf Tel.: 0 33 29/63 49 60 · Fax: 0 33 29/61 25 74 arzt@kaiser-chirurgie.de www.kaiser-chirurgie.de

Des Kaisers neue Kleider Sie kennen die Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern? Bei derartiger Haute Couture ist man mit einem unversehrten und gesunden Körper gut beraten. An dieser Stelle tritt Dr. Stefan Kaiser in die Geschichte. Im besten Falle bliebe die Praxis von Dr. Stefan Kaiser wohl leer. Der Besuch der Kaiser Chirurgie Stahnsdorf lässt in der Regel immer auf ein eben chirurgisch zu behandelndes Leiden schließen. Und wem möchte man das schon wünschen? Da aber Wünsche allein nicht gegen Krankheit und Verletzung feien, eröffnete Dr. Stefan Kaiser am 31. Januar 2011 seine ambulante Operationspraxis im Ärztehaus an der Bäke. An oberster Stelle des Behandlungsspektrums steht selbstredend die chirurgische Akutversorgung bei Unfällen oder anderen gesundheitlichen Komplikationen, die derartige Eingriffe zeitnah erforderlich machen. Doch Dr. Kaiser ist auch Spezialist. Mit der Hernienchirurgie behandelt er Bauchwandverletzungen, wie Nabel- und Narbenbrüche oder Leistenbrüche. Derartige Brüche können angeboren oder aus einer Veranlagung he­ raus entstanden sein. Bei Erwachsenen entstehen sie häufig

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im Verlauf mehrerer Jahre durch beständiges zu schweres Heben oder chronische Verstopfung. Brüche sollten in jedem Fall operiert werden. Ein weiteres Spezialgebiet im Stahnsdorfer Operationszentrum ist die Dermatochirurgie. Hier handelt es sich um operative Eingriffe an der Haut oder den Hautanhangsgebilden. Gut- oder bösartige Hautveränderungen werden entfernt oder ästhetische Eingriffe vorgenommen. Die pulsierenden Schröpf-therapie wiederum ist insbesondere bei Muskelverspannungen, Rückenproblemen, chronischen Kopfschmerzen oder Arthrose ein probates Mittel. Zu behandelndes Gewebe wird mit Saugglocken oder Massagezylindern bis zu 300 mal in der Minute in schwingende Bewegung versetzt. Bestenfalls also können Sie der kaiserlichen Praxis fernbleiben. In allen anderen Fällen sorgt Dr. Kaiser dafür, dass in des Kaisers Kleidern auch ein gesunder Körper steckt und Sie sich wohlfühlen, in Ihrer Haut. Stefan Kaiser Facharzt für Chirurgie Potsdamer Allee 3 14532 Stahnsdorf Tel: (0 33 29) 63 49 60 arzt@kaiser-chirurgie.de

Angebot des Teltower Türklinke e.V. Die Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) des Potsdamer Vereins für gemeindenahe Psychiatrie „Türklinke e.V.“ ist ein Ort der Begegnung für Menschen mit psychischen Störungen, die einsam sind oder mit ihren Schwierigkeiten nicht allein fertig werden. Diesen Menschen werden Beratung und Hilfe bei Problemen geboten sowie die Möglichkeit, soziale Kontakte zu finden und die Freizeit aktiv zu gestalten. Gemeinsam mit den Betroffenen planen die Mitarbeiter die Angebote des Vereins. Die Kontaktstelle ist montags (13–18 Uhr), dienstags (9.30–15 Uhr), mittwochs (9.30–16 Uhr) und donnerstags (13–19.30 Uhr) geöffnet. Immer freitags finden Angebote nach Planung statt. Zu den Leistungen gehören u.a. individuelle Beratungsgespräche, Koch- und Backkurse, Kreativangebote und begleitende Sozialarbeit bei stationären Aufenthalten. Des Weiteren organisiert Türklinke e.V. Urlaubsreisen, liefert Unterstützung in Mobilitätsfragen und bietet Psychoedukation an. Den Verein erreichen Sie in der Saalestraße 4 in Teltow, tel. unter (0 33 28) 33 17 42 oder C. Schimpf/PM im Internet auf der Seite www.tuerklinkeev.de. Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Gesundheit

Schlechten Atem kann man behandeln! Anzeige

Mundgeruch ist ein unangenehmes Thema. Jeder kommt auf die eine oder andere Art damit in Berührung. Die einen, weil sie jemanden im Umfeld haben, sich jedoch nicht trauen, es ihm oder ihr zu sagen. Die anderen, die selbst befürchten, Mundgeruch zu haben. Es verunsichert, ist peinlich und manche schränken deshalb sogar ihre Sozialkontakte ein. Der wohl häufigste Irrglaube ist, dass Mundgeruch aus dem Magen kommt. Dabei ist die Bezeichnung absolut korrekt: Mundgeruch kommt aus dem Mund! Neunzig Prozent der Gründe für Mundgeruch sind im Mund oder Rachen zu finden. Die Hauptursachen bei den Erwachsenen sind Erkrankungen von Zähnen (Karies) oder des Zahnfleisches (Parodontitis/Parodontose). Beide sind durch Bakterien verursacht. Bei Karies sitzen die Bakterien in Zahnlöchern, bei Parodontose in sogenannten Zahnfleischtaschen (unsichtbare Spalträume zwischen Zahn und Zahnfleisch, die nur der Zahnarzt feststellen kann). Was wir riechen, sind bakteriell zersetze Nahrung und bakterielle Stoffwechselprodukte. Die gute Nachricht ist, dass beide Erkrankungen gut behandelbar sind. Bei Karies ist heute jedem Kind klar, dass „Karius und Baktus“ verantwortlich sind. Sie müssen einfach regelmäßig gründlich weggebürstet werden.

Manchmal muss der Zahnarzt unterstützend eingreifen. Leider wird bei der Parodontitis ein Zahnfleischrückgang mit scheinbar länger werdenden Zähnen und Zahnfleischbluten als unabänderbar oder Alterserscheinung hingenommen. Das ist aber falsch! Man kann sie effektiv stoppen! Die Waffen für zu Hause sind eine elektrische Zahnbürste, ein antibakterielles Gel oder Mundspüllösung. Das ist die nicht professionelle Zahnreinigung. Zusätzlich benötigt man einen spezialisierten Zahnarzt, der sich mit der Problematik auskennt. Beim Zahnarzt sind regelmäßig, mindestens jedoch alle sechs Monate, so genannte „professionelle Zahnreinigungen“ (PZR) und eine Zahnfleischtaschenreinigung (PA-Behandlung), die in gewissen Abständen wiederholt werden muss, effektiv und meistens bereits ausreichend. Dazu kommt eine morgendlich durchgeführte Reinigung der Zunge, denn auch hier sitzen in den Vertiefungen gern Bakterien, die übel riechende Substanzen produzieren. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass man über den Tag regelmäßig Flüssigkeit zu sich nimmt, um den Speichel bei seiner Spülfunktion zu unterstützen. Mit diesen einfachen Mitteln wird schlechter Atem der Vergangenheit angehören, und Sie können wieder befreit lachen!

Selbsthilfegruppe Stahnsdorf Weil unsere Kinder anders sind: 01.08., 19 Uhr; neue Interessenten bitte anmelden unter Tel.: (0 33 29) 61 23 25 Kleinmachnow Deutsche Rheuma-Liga e.V. AG Kleinmachnow/Stahnsdorf • Wassergymnastik 14-täglich: mittwochs 11.30, 17 und 18 Uhr; Wohnstift Augustinum, Erlenweg 72 • Trockengymnastik 14-täglich: mittwochs 11.30, 12.30 und 18 Uhr; JFE, F.-Funke-Allee 106 a; Tel. (03 32 03) 2 48 33 Rolligruppe Teltow – Donnerstagstreff: ansonsten jeden 2. Do. um 14 Uhr, Rathaus Kleinmachnow, A.-Grimme-Ring 10 Einzel-, Paar-, Familien- und Lebensberatung, dienstags 9.00– 11.30 Uhr nach Vereinbarung, Kath. Kirchengemeinde, Hohe Kiefer 113, Klm., Tel. (03 32 03) 2 21 82 AOW-Treff; F.-Funke-Allee 106 a; Tel. (03 32 03) 8 73 64 • Pflegende Angehörige/Angehörige von Alzheimer-Erkrankten: 17.08., 15.30 Uhr im AWO-Treff, Förster-Funke-Allee 108, Tel. (03 32 03) 8 73 64 • Deutsche Rheuma Liga AG Klm./Stdf.: Im August kein Treff – Sommerpause Teltow Gesundheitszentrum Teltow, Potsdamer Str. 7–9, 6. Ebene •Alkoholkranke/Medikamentenab­ hängige und deren Angehörige (SAMT): freitags, 18 Uhr • SHG Schlaganfall: 10.8., 14 Uhr (vorher 0 33 29/61 23 25 anrufen) • Leben ohne Alkohol: Mittwoch, 17.30 Uhr • SHG Parkinson: Im August kein Treff (sonst jeder 1. Mittwoch im Monat, 15 Uhr) • SHG Tinnitus: 16.8., 16 Uhr • Frauenselbsthilfe nach Krebs: SHG: 4.8., 16.30 Uhr; Gesprächskreis: 25.8., 16.30 Uhr • Menschen mit künstlichem Darmu. Blasenausgang: 9.8., 14 Uhr

Frauentreff Düppel 1. August: 10 Uhr, Allgemeiner Treff im Rathaus; 15. August: 10 Uhr, Allgemeiner Treff im Rathaus; 9. September: 9.45 Uhr, Botan. Garten – Welt der Palmen, Treff: Bus 115 –> Bus 101

Kleinmachnower Zeitung 08 2011

Kinderärzte Bereitschaftsdienst: Mo.–Fr.: 17– 19 Uhr; Sa., So. und Feiertage: 10– 12 Uhr; Nach 19 Uhr: Kassenärztl. Bereitschaftsdienst: (0 18 05) 5 82 22 31 30, im Notfall: 112 01.08.–07.08.2011 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98 08.08.–11.08.2011 Dr. Block-Schmidt (03 32 03) 86 26 40 12.08.–14.08.2011 Frau Grit Thieme (0 33 28) 47 07 12 15.08.–21.08.2011 Dr. Schramm (0 33 29) 69 63 22 22.08.–28.08.2011 Dipl.-Med. Grundig (0 33 28) 42 73 13 29.08.–04.09.2011 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98

Apotheke 1.8. August-Bebel-A. Klm. 2.8. Stadt-Apotheke Teltow 3.8. A. am Rathausmarkt Klm. 4.8. Apotheke Stahnsdorf 5.8. easyApotheke Teltow 6.8. Sonnen-Apotheke Teltow 7.8. Apotheke Kleinmachnow 8.8. Apotheke im Markt Teltow 9.8. Christophorus-A. Teltow 10.8. DocMorris Apotheke Teltow 11.8. Apotheke am Fuchsbau Klm. 12.8. Bäke-Apotheke Stahnsdorf 13.8. Mühlendorf-A. Teltow 14.8. August-Bebel-A. Klm. 15.8. Stadt-Apotheke Teltow 16.8. A. am Rathausmarkt Klm. 17.8. Apotheke Stahnsdorf 18.8. easyApotheke Teltow 19.8. Sonnen-Apotheke Teltow 20.8. Apotheke Kleinmachnow 21.8. Apotheke im Markt Teltow 22.8. Christophorus-A. Teltow 23.8. DocMorris Apotheke Teltow 24.8. Apotheke am Fuchsbau Klm. 25.8. Bäke-Apotheke Stahnsdorf 26.8. Mühlendorf-A. Teltow 27.8. A. am Rathausmarkt Klm. 28.8. Stadt-Apotheke Teltow 29.8. A. am Rathausmarkt Klm. 30.8. Apotheke Stahnsdorf 31.8. easyApotheke Teltow

Blutspendetermine Am Montag, dem 1. August, besteht zwischen 15 und 19 Uhr in der AOK, Potsdamer Straße 20 in Teltow, die Möglichkeit Blut zu spenden. Informationen unter (03 31) 2 84 60.

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Querbeet

Klagerückzug

Foto: Miller

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„Das Verfahren wurde durch Gerichtsbeschluss vom 13.05.2011 eingestellt, weil das Land die Klage zurückgenommen hatte.“ Das antwortete Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 15. Juli auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten von Bündnis90/ Die Grünen, Cornelia Behm. Ob die Klagebegründung des Landes Brandenburg gegen die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses für die Machnower Schleuse fristgerecht bei Gericht eingegangen sei, hatte Behm wissen wollen. Rainer Brettschneider, Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft in Brandenburg erklärte dazu: „Uns fehlt die Klagebefugnis.“ Auch die Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse begrüßt diese Entscheidung. Über Jahre hatte sich die Bürgerinitiative zusammen mit vielen anderen vehement gegen den Großausbau der Schleuse gewehrt. Verwunderung stellte sich allerdings über die späte Information der Öffenlichkeit bezüglich des Rückzuges der Klage ein. „Ich wundere mich allerdings, weshalb dieser Schritt bisher nicht öffentlich bekannt gemacht wurde. Klammheimlich hat das Land diesen Schritt vollzogen“, so Behm. Rolf Niebel

Alarmreicher Juni und Kleinmachnow hat einen kleinen „Großen“ Helden Fast mehr Einsätze als der Monat Tage hat brachte uns der Juni. An den üblichen Routineeinsätzen wie Ölspuren lag das nicht. Es war einfach viel los, und das war teilweise dem sonnigen und trockenen Wetter geschuldet. „Brand-Feld-Ödland“ lautete eine Alarmierung nach Dreilinden. Zunächst nichts besonderes im Sommer. Als dann aber unsere anrückenden Kräfte bereits am Stolper Weg, in Höhe NETTO-Markt, eine Rauchwolke über Dreilinden sehen konnten, war sehr schnell klar, dass dieser Einsatz nicht in zehn Minuten erledigt sein

Nur einen Tag später hieß es Dachstuhlbrand durch Blitz­ einschlag – zum Glück ein Entstehungsbrand. Durch schnelles Eingreifen mehrerer Feuerwehren war die Sache schnell geklärt. Eine Woche später: Wohnungsbrand in Stahnsdorf. Völlig unbewohnbar wurde eine Wohnung durch einen ausgedehnten Brand, zu dem auch wir von den Stahnsdorfer Kameraden gerufen wurden. Der letzte Einsatz im Juni führte uns zu einem brennenden Komposthaufen. Das Besondere an diesem Einsatz war der Meldende. Ein kleiner Jun-

Die jungen Helfer: Johann Heine (2), Emilia (15) und Helen (13) Waldhecker, von links Fotos: Feuerwehr würde. Was war passiert? Waldbrand, noch dazu in schwer zugänglichem Gebiet. Mehrere Anrufer meldeten das Feuer. Aufgrund der Nähe zur Stadtgrenze und ungenauer Ortsangaben liefen Notrufe nicht nur in der zuständigen Rettungsleitstelle in Brandenburg/Havel auf, sondern auch in Berlin. Auch von dort wurden mehrere Feuerwachen alarmiert. Am Einsatzort angekommen, standen ca. 1–1,5 Hektar Waldboden in Flammen. Weit und breit kein Löschwasser. Dieses musste zu Einsatzbeginn im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen herangeschafft werden. Erst später stand die Wasserversorgung über eine gelegte Schlauchleitung. Mit vereinten Kräften konnte das Feuer bis in die Nacht hinein bekämpft werden. Nachlöscharbeiten am Folgetag waren obligat.

ge, knapp 2,5 Jahre alt, hatte beim Spazierengehen das Feuer bemerkt und sofort seinen älteren Cousinen (13 und 15 Jahre) Bescheid gesagt, die umgehend die Feuerwehr alarmierten. Wir als Feuerwehr möchten uns an dieser Stelle herzlich bei den Dreien für den beherzten Einsatz bedanken. Am 27. August findet unser kleiner „Tag der Offenen Tür“ in unserer Wache statt. Ab 14 Uhr kann man einen Blick ins Feuerwehrauto werfen, eine Einsatzübung miterleben oder später am Abend das Tanzbein schwingen. Bürgermeister Michael Grubert wird an diesem Tag zudem offiziell den Neubau übergeben. Mario Grocholski, FF Kleinmachnow

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Foto: PI

Janz Jazzig …  Am Freitag 12. August um 20 Uhr kommen die ganz Großen der Kleinmachnower Musikszene im Theatersaal des Augustinums zusammen. Vortrefflich harmonisch, mit viel Spielfreude jazzen Rainer Porschke am Piano, Gunnar Hille am Schlagzeug, Christian Michael Kuessner am Kontrabass, Heiner Ranke mit Saxophon und Stephan Blank mit der Trompete. Vokal unterstützt werden sie dabei von der hochkarätigen Sängerin Petra Salzmann. PI

2. Kunstwoche Vom 28. August bis zum 3. September 2011 präsentiert der Kleinmachnower Kunstverein Die Brücke e.V. ein Kunstereignis der besonderen ART: Vier Künstlerpersönlichkeiten aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden im und um das Landarbeiterhaus im Alten Dorf, Zehlendorfer Damm 200 ausstellen und arbeiten. Die Malerin und Grafikerin Kerstin Seltmann lebt in Baruth und Berlin und zeigt kraftvolle figurative Assoziationen. Ilka Raupach und Ernst J. Petras sind als Bildhauer und Objektkünstler in verschiedensten Materialien und den neuen Medien zu Hause. Hans W. Scheibner aus Wismar, wird expressive Holzplastiken mitbringen und den Garten mit phantastischen Papierskulpturen bevölkern. Rainer Ehrt Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Querbeet

Meinung

Zurückgeblättert

Selbstredend war er Thema in der Juli/August-Ausgabe der Kleinmachnower Zeitung vor zehn Jahren, der 13. August. Zum 40. Mal jährte sich der Tag des Baues der Berliner Mauer. Am 21. August hatten die Gemeindevertreter beschlossen, am Adam-Kuckoff-Platz einen Gedenkstein für die Opfer der Teilung Deutschlands zu errichten. Zum Jubiläum sollte er dort seinen festen Standort finden. Dass der Kleinmachnower Curt W. Richter seinerzeit aus sehr ungewöhnlichen Gründen hoffte, „diese Grenze möge doch noch eine ganze Weile bleiben“, das kann man im Artikel „Wie ich den 13. August erlebte“ auf Seite 7 besagter Ausgabe nachlesen. Das Abschlusszeugnis der 8. Klasse des damaligen Teenagers war mit dem Vermerk versehen: „er zeigte in seinen Äußerungen wiederholt eine staatsfeindliche Einstellung“. So konnte er in der DDR keine weiterführende Schule besuchen und ging auf eine Oberschule in Berlin-Schöneberg. Seit dem 13. August 1961 war der Schulweg versperrt. Für D-Mark am Bahnhof Düppel Zigaretten kaufen, das ging allerdings auch nicht mehr. 13. August 1961 Ferienzeit in Kleinmachnow – der Traum von langen Ferien nahm im Fortgang sehr skurrile Formen an. R.N.

Kleinmachnower Zeitung 08 2011

Förster-Funke-Allee – „Wutbürger“ gegen ein gut durchdachtes Busnetz

Seit Monaten laufen Anwohner der Förster-Funke-Allee (FFA) gegen die Buslinien im Abschnitt zwischen Zehlendorfer Damm und Karl-Marx-Straße Sturm. Seit Dezember 2010 gibt es keine Gemeindevertretersitzung ohne diese Thema. Die KAT sowie der Kreistag wurden involviert. Eine Landtagspetition wurde verfasst. Beschwerdeführer – Neudeutsch „Wutbürger“ – fordern die Verlagerung aller Buslinien aus der FFA an den Zehlendorfer Damm/ Karl-Marx-Straße. Dass auch dort Anwohner im allgemeinen Wohngebiet Betroffene sind und es eindeutig ein kosten- und zeitintensiver Umweg für die Fahrgäste wäre, wird einfach von der eigenen Tür weggewischt. Der nächtliche Bushalt an der Haltestelle „Im Kamp“ mit dem Treffen von jeweils zwei Nachtbuslinien soll zum Rathausmarkt verlagert werden, auch wenn dort dann zukünftig das Wohn- u. Pflegeheim sein wird und der Nachtbus in Teltow aufgrund dieser Forderung dann im Umlauf nicht mehr bis zum Regionalbahnhof Teltow fahren kann. Diese Art an Vertretung von Eigeninteressen ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch ich als Anwohner im Mittebruch höre Busse auf der FFA in meinem Garten. Stören lasse ich mich davon aber nicht, da ich sie auch nutze. Die Frage des Verkehrslärms in einer Hauptstraße 2. Ordnung wie der FFA ist unabhängig von den Buslinien zu betrachten. Die Verkehrszählungen der Gemeinde haben ca. 6 800 KFZ/Tag ergeben. Die für den Verkehrslärm zutreffende Vorschrift – 16. BImSchV – Verkehrslärmschutzverordnung – sieht für allgemeine Wohngebiete 59 dB(A) tags und 49 dB(A) nachts vor. Die Werte werden anhand der Vorschrift RLS90 – Richtlinien für den Schallschutz an Straßen – errechnet. Bauliche Eingriffe sind unwesentlich, wenn die Werte sich z.B. um weniger als 3 dB(A) erhöhen. Bisher heißt es aus dem Rathaus, dass die Verkehrs(lärm)belastung seit Einführung des Busnetzes sich nicht erhöht hat. Das Ergebnis der Auswertung der Verkehrszählungen der Gemeinde ist deshalb abzuwarten. Kleinmachnow wird sicher auch nicht wegen zwölf Bussen in der FFA/Stunde, bei denen die meisten dem heutigen Stand der Abgastechnik entsprechen, eine Umweltzone einführen. Die „Wutbürger“ sollten vielleicht bereits jetzt bedenken, dass Straßen mit doppelter Verkehrsbelastung, mit gleichen oder gar geringeren Abständen in TKS bekannt und keine Seltenheit sind. Die AG Verkehr der Lokalen Agenda 21 unterstützt den Vorschlag der Einführung von Tempo 30. Dieses ist bereits seit Jahren als Maßnahme zur Reduzierung der Immissionen und zur Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in unserem Leitbild für ganz Kleinmachnow enthalten. Zur Forderung der erneuten Einführung von „rechts vor links“ sehe ich Probleme, da für die Busse ein absolutes Halteverbot auf der FFA erforderlich wird und dieses dann Anwohnern auch nicht gefallen wird. Karl-Peter Weis, Mitglied der AG Verkehr der Lokalen; Foto: J. Müller

Gottesdienste Ev. Auferstehungskirchengemeinde 7. August: 9.30 Uhr Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr Dorfkirche, Pfr. Duschka, Abendmahl; 14. August: 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfr. Duschka, Taufe; 21. August: 9.30 Uhr Augustinum, Pfrn. Rosenthal; 10.30 Uhr Dorfkirche, Pfrn. Rosenthal, mit Chor „Klangfischer“ besonderes Abendmahl; 28. August: 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfr. Duschka, Taufe; 4. September: 9.30 Uhr Augustinum, Pfr. Möllering; 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Pfr. Möllering

Kath. Pfarrgemeinde Ss. Eucharistia Regelmäßige Gottesdienste: So.: 10.30 Uhr, Mi.: 8.30 Uhr, Do.: 18.30 Uhr (18 Uhr Rosenkranzgebet) Sa.: 18 Uhr, Vorabendmesse

Paul-GerhardtGemeinde der ELFK Gottesdienste: So. 10 Uhr, im Familienzentrum „Philantow“, Mahlower Straße 139, Teltow

Der Förderverein des Industriemuseums Region Teltow e.V. trauert um sein langjähriges Mitglied

Klaus Bieleke. Dieser verstarb am 4. Juli im Alter von 77 Jahren. Unser herzlichstes Beileid gilt den Angehörigen und Weggefährten. Teltower Stadt-Blatt Verlag

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Sport

Fitness auf Rezept?

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Krankenkassengefördertes Gesundheitsprogramm Wer rastet, der rostet! – Ein Sprichwort mit hohem Wahrheitsgehalt! Bewegungsmangel ist verantwortlich für viele Krankheiten. Immer noch sterben weltweit jährlich 17 Millionen Menschen an den Folgen einer Erkrankung ihres HerzKreislaufsystems. Tun Sie was dagegen! Derzeit gibt es zahlreiche wirkungsvolle Bewegungsangebote, die von den meisten Krankenkassen mit bis zu 80 Prozent bezuschusst werden, und das sogar, ohne vorher einen Arzt aufsuchen zu müssen. Allerdings ist ein Arztbesuch nach langer Sportabstinenz durchaus sinnvoll. Die sogenannten Präventionsangebote nach § 20 SGB (Sozialgesetzbuch) haben alle einen hohen Qualitätsstandard und dürfen nur von professionellen Anbietern durchgeführt werden. Durch all diese Angebote soll der Einstieg in ein „bewegteres“ Leben leichter gemacht werden. Wählen kann man dabei zwischen Walking, Nordic Walking, Wirbelsäulengymnastik, Pilates, Gymnastik

und Bewegung oder auch einem speziellen Kursangebot bei Übergewicht für Kinder und Erwachsene. Neben Anleitungen zum regelmäßigen Üben und Trainieren stehen auch theoretische Inhalte auf dem Programm. Egal ob dick oder dünn, alt oder jung, Mann oder Frau, es ist nie zu spät mit Sport zu beginnen! Beugen auch Sie Übergewicht, Herz- und Kreislaufproblemen sowie Gelenk- oder Muskelbeschwerden vor. Zudem haben Forscher herausgefunden, dass körperliche Aktivität Menschen auch dann hilft, wenn sie schon erkrankt sind – häufig besser als teure Tabletten und HightechMedizin. Nehmen Sie das Präventionsangebot der Krankenkassen wahr und trainieren Sie unter fachkundiger Anleitung für Ihr wichtigstes Kapital: Ihren Körper, seine Funktionsfähigkeit und Ihre Gesundheit! Mehr Informationen finden Sie unter www.canzler-sport.de oder unter Tel. (03 32 03) 2 57 41. Maike Canzler

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Kleine Riesen

F-Jugend des RSV spielt überragende Saison

Kurz vor Beginn der neuen Saison 2011/2012 soll die 1. FJugend-Fußballmannschaft des RSV Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf nochmal im Mittelpunkt stehen. Die Jungs haben die vergangene Saison außerordentlich erfolgreich abgeschlossen. Zum Ersten kamen die Kicker bis ins Pokalfinale des Kreises Havelland-Mitte. Zuvor schalteten sie Schönwalde/Falkensee, Potsdam, Beelitz und Teltow aus. Am Ende hieß es aber 3:0 für den SV Babelsberg 03. Als beste Brandenburger Mannschaft, nämlich auf dem 7. Platz, schloss die 1. F-Jugend das hochkarätig besetzte Freundschaftsturnier beim TSV Rudow in Berlin ab.

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In der höchsten möglichen Spielklasse, der Kreisliga, wurde die 1. F-Jugend des RSV mit sechs Punkten Vorsprung Sieger der Staffel B. Auch das anschließende Finale zwischen dem Sieger der Staffel A und B gewannen die Jungs von der Zille-Straße und wurden am 15. Juni, nach einem

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Kleinmachnower Zeitung – Unabhängige Monatszeitschrift für die Gemeinde Kleinmachnow Verlag: Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH, Potsdamer Straße 57, 14513 Teltow, Tel.: (0 33 28) 31 64 50, Fax: (0 33 28) 31 64 72, www.stadtblatt-online.de; Herausgeber: Andreas Gröschl

Verantwortlicher Redakteur: Rolf Niebel Redaktion: Cornelia Schimpf, Beate Richter, Helke Böttger, Anett Kirchner Tel.: (0 33 28) 31 64 - 68, Fax: - 76, E-Mail: redaktion@kleinmachnower-zeitung.de Grafik, Layout: Yvonne Strauer Fotos für Titel: Archiv G. Heinze, pixelio. de/Holger Gräbner, C. Miller Anzeigen: Rita Freimund, Tel.: (0 33 28) 31 64 - 50, Fax: - 72, E-Mail: rita_freimund@stadtblatt-online.de

Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 1/11 und die Kleinanzeigenliste Nr. 04/09. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch.

4:0 Sieg bei den Potsdamer Kickers 94, Meister des Kreises Havelland-Mitte. Am 19. Juni fand auf dem Sportplatz in der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße das F-Festival statt. Als Kreismeister war natürlich der RSV Eintracht TKS dabei. Zwanzig F-Junioren-Mannschaften traten gegeneinander an. In den Halbfinalspielen setzte sich zum einen der Birkenwerder BC 08 und zum anderen die 2. Mannschaft des Gastgebers durch. Im Finale blieb es lange spannend, ehe die Birkenwerder Jungs das entscheidende Tor schossen. Neben dem Fußballturnier standen fünf Technikstationen auf dem Programm, darunter Seilspringen, Jonglieren und Zielpassen. Auch diese Stationen gingen in die Turnierwertung ein. Dank der guten Technikleistungen der Bad Freienwalder konnten sich diese noch den Bronzeplatz sichern. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Saisonleistung! Cornelia Schimpf, Foto: RSV Abonnement: für Ortsansässige 12,00 Euro, für Auswärtige 24,00 Euro (inkl. Porto). Die Abonnementgebühren sind im Voraus fällig. Termine für den September Redaktionsschluss: 14.08.2011 Anzeigenschluss: 17.08.2011

Kleinmachnower Zeitung 08 2011


Sport

Saisonziel erreicht

Abschlusstabellen

Zufriedenheit und Optimismus beim Teltower FV II

Wiederholung ausgeschlossen: Am letzten Spieltag besiegte der TFV II (in Schwarz) den RSV III mit 4:1. Dadurch stieg der Gastgeber ab. Foto: Lukas Für das abgelaufene Spieljahr 2010/11 hatte sich der Teltower FV II einen Platz unter den besten Fünf der Tabelle der 2. Kreisklasse zum Ziel gesetzt. Am Ende sprang der vierte Rang heraus. Das Saisonziel wurde also erreicht. Erfreulicherweise hatte es vor zwölf Monaten lediglich einen Spielerabgang gegeben. Oliver Crone war verletzungsbedingt vom Rasen auf die Trainerbank gewechselt, wo er fortan Marcus Lukas unterstützte. Mit Justin Tygör, Chris Dahlmann und Daniel Peschl fanden drei neue Akteure den Weg zur Jahnstraße. Damit wurde die Equipe nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ verstärkt. Aus dem 20 Spieler umfassenden Kader wuchs rasch eine richtige Mannschaft. Nach dem schweren Auftakt mit einer 2:4-Niederlage in Seddin, einem 3:2-Heimsieg gegen Berge und

der folgenden 1:3-Pleite in Groß Behnitz saß die Elf um Kapitän Daniel Ziggel zunächst im unteren Mittelfeld fest. Nur mühsam kam sie in die Spur, gab beim 5:5 gegen Beelitz II noch zwei Punkte ab und kassierte auch in Werder eine Niederlage (0:2). Erst im Spätherbst 2010 kamen die Teltower dann richtig in Schwung. Sie blieben in der Folge bis zum Jahresende ungeschlagen, holten dabei drei Siege und zwei Remis. Die Rückrunde – mit dem Zugang Dennis Patscha (eigene erste Mannschaft) – verlief ähnlich, wobei zu Beginn wieder viele Punkte verloren gingen. Nach fünf sieglosen Spielen mit nur zwei Zählern gelang erst beim 4:3-Erfolg in Glindow die Befreiung. In den dann noch ausstehenden elf Partien gab es einzig beim VfL Nauen II eine Niederlage, die mit 4:5 knapp ausfiel. Im

Schlussspurt zeigte sich, dass die Mannschaft sogar noch aufsteigen wollte. So wurden Falkensee 08 (7:2) und in der letzten Partie der RSV Eintracht Teltow III (4:1) besiegt. Beide Male schoss der TFV II den sich hartnäckig wehrenden Kontrahenten damit in die 3. Kreisklasse. Der eigene Sprung nach oben wurde jedoch ganz knapp verfehlt. Insgesamt hat sich die Zweite des TFV auf jeden Fall weiterentwickelt. Daran hat Chris Dahlmann mit 20 erzielten Toren bei nur 19 Einsätzen eine wesentliche Aktie. Die bessere sportliche Bilanz gegenüber dem Vorjahr – 16 Punkte und 20 geschossene Tore mehr sowie sieben kassierte Gegentreffer weniger – allein auf diese eine Personalie zurückzuführen, greift aber sicherlich zu kurz. Auf dem Rasen wurden immer deutlicher ein Konzept und Ansätze von Spielkultur sichtbar. Auch ist die Mannschaft enger zusammengerückt. Der Kader bot den Trainern genügend Möglichkeiten, um auf Formschwankungen und Verletzungen etc. reagieren zu können. Eine Kluft zwischen der Startformation und jenen, die auf der Bank saßen, war zuweilen gar nicht spürbar. In der kommenden Saison gilt es, den Aufwind zu bestätigen. Es muss nicht der Aufstieg sein, doch an den Leistungen der Spielzeit 2010/11 sollte sich der TFV II nun messen lassen – und zumindest langfristig die 11. Liga wieder verlassen. Volk.

nach dem Spieltag am 04.06.2011, Teil II: 2. Kreisklasse: 1. Lok Seddin 30 130:26 83 2. VfL Nauen 30 78:42 60 3. B.-W. Beelitz 30 76:51 51 4. TFV 1913 II 30 85:68 51 5. Germ. Berge 30 70:58 48 6. Lok Elstal II 30 44:61 43 7. Gr. Behnitz 30 77:70 41 8. Werd. FC 30 54:60 37 9. Golm/Töpl. 30 53:69 37 10. Potsdamer K. 30 58:75 37 11. Eint. Friesack 30 52:64 36 12. P./Hertefeld 30 57:84 35 13. E. Glindow 30 52:71 32 14. RSV Eintr. III 30 67:81 29 15. Falkensee 08 30 59:85 28 16. F. Babelsberg 30 55:102 28 3. Kreisklasse, Staffel B: 1. Seeburger SV 26 120:19 76 2. Michendorf 26 105:31 60 3. Schenkenhorst 26 90:42 55 4. Potsdam West 26 86:49 47 5. Saarmund 26 56:51 40 6. FC Stücken 26 75:53 39 7. Groß Kreutz 26 56:72 39 8. SV Dallgow 26 54:55 36 9. SV Ruhlsdorf 26 46:81 28 10. Schönwald. SV 26 34:74 27 11. SV Ferch 26 54:81 25 12. Falkensee 26 53:86 23 13. Kienberg. SV 26 33:102 18 14. Ketzin/Falk. 26 33:100 12 KLMZ

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Was ist in unseren Lebensmitteln Verbraucher in der EU sollen in Zukunft besser über die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln informiert werden. Angaben über Salz, Fett, Zucker und andere Inhaltstoffe auf den Verpackungen werden Pflicht. Das Europaparlament einigte sich am 6. Juli 2011 endgültig auf neue Regeln, die wegen langer Umsetzungsfristen erst ab 2014 verbindlich werden. Die von Verbraucherschützern favorisierte Ampel-Kennzeichnung hat das Parlament verworfen und sich für mehr Kleingedrucktes auf den Verpackungen entschieden:

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Nährstoffinhalt: Auf jeder Lebensmittelverpackung soll künftig in einer Tabelle stehen, wie viel Salz, Zucker, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und gesättigte Fettsäuren das Produkt enthält. Die „Nährwertkästchen“ müssen die Werte auf 100 Gramm oder Milliliter angeben, möglich sind darüber hinaus auch Angaben in Portionen. Schriftgröße: Die Informationen müssen auf der Verpackung gut lesbar sein und mindestens in 1,2 Millimeter großer Schrift gedruckt werden. Bei besonders kleinen Packungen darf die Schrift etwas kleiner sein. Imitate: Analog-Käse oder KlebeSchinken müssen gekennzeichnet werden. Zwar nicht als „Imitate“, dafür muss auf der Verpackung aber deutlich werden, welche Zutaten ersatzweise verwendet worden sind: Bei Analogkäse etwa „hergestellt aus Pflanzenfett“, bei Klebefleisch „aus Fleischstücken zusammengeklebt“.

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Allergene: Stoffe, die Allergien auslösen können, müssen auf der Verpackung deutlich zu erkennen sein. Auch bei unverpackter Ware wie etwa Fisch müssen sie ausgewiesen werden. Das gilt ebenso für Restaurants: Sie wer-

den verpflichtet, auf Allergene hinzuweisen, zum Beispiel auf der Karte. Gibt es keine entsprechende Hinweise, kann der Verbraucher davon ausgehen, dass er ohne Gefahr zulangen darf. Herkunft: Bei frischem Fleisch – Geflügel, Schwein, Schaf und Ziege – muss die Herkunft angegeben werden. Bei Rindfleisch ist das bereits verpflichtend. Die genauen Details der Bezeichnungen werden aber erst in den kommenden zwei Jahren ausgearbeitet. Fraglich bleibt, ob erkennbar sein soll, wo das Tier geboren, aufgezogen oder geschlachtet worden ist. Ebenso, ob auf der Packung EU als Herkunftsort erscheinen soll oder das jeweilige Land. Koffein: Koffeinhaltige Lebensmittel und Getränke müssen einen Warnhinweis für Schwangere und Kinder tragen. Praxistipp: Wegen der langen Umsetzungsfristen treten die neuen Kennzeichnungsregeln erst 2014 verbindlich in Kraft. Bis dahin heißt es weiterhin „Augen auf beim Einkauf“. Auf www.lebensmittelklarheit.de können Verbraucher jetzt Produkte melden, bei denen sie sich durch Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen. ARAG, Foto: Pixelio/Joujou Kleinmachnower Zeitung 08 2011


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Heimatgeschichte

Zur Geschichte Sputendorfs

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Im Landbuch von Karl IV. aus dem Jahre 1375 findet sich die erste Nachricht über das Dorf. Sputelendorf, zu dieser Zeit noch so benannt, hat 29 Hufen, davon der Pfarrer zwei, die Kirche eine halbe, der Schulze drei, für welche er das Lehnpfand hält oder einen Vierding (gleich eine viertel Mark) zahlt. Jede Hufe gibt sechs Scheffel Roggen, sechs Scheffel Hafer zu Pacht, sechs Schillinge zu Zins und 27 Pfennige Geldbede, sowie ein Viert Roggen, ein Viert Gerste und ein Viert Hafer gestrichenen Maßes zu Fruchtbede. Es sind acht Kossäthen. Jeder zahlt acht Pfennige und alle zusammen fünf Schillinge zu Bede an Hans Lüten. Der Krug gibt zwölf Schillinge an den Schulzen. Eine Windmühle ist vorhanden. Die Bede und den Wagendienst hat Hans Lüten vom Schenken von Sydow, welcher das ganze Dorf vom Bischof zu Brandenburg zu Lehn trägt. Lehnsherr des Dorfes war der Bischof von Brandenburg und Lehnsmann desselben und zugleich die Gutsherrschaft der Schenke von Sydow, welcher einen Teil der gutsherrlichen Rechte an Hans Lüten zu Afterlehn abgegeben hat.

Es entstanden hiernach zwei Gutsanteile, deren einer allem Anschein nach der Anteil des Schenken von Sydow im Anfang des 15. Jahrhunderts auf Hans von Hake gekommen war, nach dessen Tode seinen Söhnen Otto und Heinrich der Lehnbesitz im Jahre 1435 vom Kurfürsten bestätigt wurde, nachdem inzwischen die Lehnherrlichkeit vom Bischof abgetreten sein musste. In der Lehnskonfirmation wird dieser Anteil das halbe Dorf (der halbe Anteil) Sputendorf genannt. Der andere Gutsanteil war vom Kurfürsten an Henning Strobant gegeben worden. Das Schloßregister vom Jahre 1450 schweigt, obgleich es sich hierüber ausspricht von dem Mitbesitze, der von Hake gänzlich, obgleich derselbe nicht nur fortbestand, sondern in einer späteren Lehnskonfirmation für Henning Strobant und dessen Söhne im Jahre 1451 ausdrücklich erwähnt wird, dass sich deren Besitz auf die Hälfte des Dorfes erstreckte. Spätere Hufentabellen führen nur die von Hakes als Besitzer auf, und der Landreiter des Teltow sagt in seinem Bericht vom Jahre 1608, dass Spu-

tendorf dem von Hake auf Sand-Machnow (Klein Machnow) gehöre. Dieselben hatten inzwischen auch den Strobant´schen Anteil erworben, von Nachkommen der genannten von Hake, den Commiss von Hake, kaufte der Kurfürst das Dorf im Jahre 1680 und legte es dem Amt Saarmund bei, welches in neuerer Zeit auf das Amt Potsdam übertragen worden ist. Aus den obigen Nachrichten ergibt sich nicht, dass jemals Freihufen oder ein Rittergut (Rittersitz) vorhanden gewesen war oder von denselben Vasallendienste geleistet worden wären. Die Zahl der Bauernhöfe wird erst im Schlossregister des Jahres 1624 mit acht angegeben, alle wurden während des Dreißigjährigen Krieges wüst. Als im Jahre 1680 das Dorf zum Amte kam, war nur eine Meierei und ein Bauernhof daselbst vorhanden. Die früheren Bauerngüter waren damals noch sämtlich wüst und wurden erst mit Anfang des 18. Jahrhunderts wieder besetzt. Es waren wieder ein Erbschulze, sieben Bauern und zwei Kossäthen ansässig. Von dem ersteren wird gemeldet, dass er statt der Dienste Geld zahlte und nur vom Zehnten befreit, sonst wie die übrigen Bauern verpflichtet war. In kirchlicher Hinsicht gehört Sputendorf bereits 1644 als „mater combinata“ zu Stahnsdorf. Bis zu diesem Jahr reicht das Kirchenbuch zurück. Im Jahre 1876 gab es in Sputendorf sechs Bauerngüter, ein Lehnschulzengut und zehn Büdnergrundstücke. Zu den letzteren gehörte kein größerer Landbesitz, sondern nur ein Häuschen und ein Garten. Ein Gasthof war auch vorhanden, nicht aber die erwähnte Windmühle. Der Besitzer des Lehnschulzengutes und die Bauern waren vermögende Leute. Die Büdner und Arbeiter lebten sparsam, und manche von ihnen hatten sich kleine Kapitale erspart. Unter den Einwohnern Sputendorfs macht sich ein kirchlicher Sinn bemerkbar, und die Gemeinde ist friedliebend gegen Pfarrer und Lehrer. Hannelore Schwaiger, Foto: KLMZ

• Afterlehen: Als Afterlehen bezeichnet man ein Lehen im Mittelalter, das der Lehnsgeber selbst von einem höher gestellten Lehnsherren empfangen hat und es dann an einen untergeordneten Lehnsnehmer, der als Aftervasall bezeichnet wird, weitergibt. • Büdner: Ein Büdner war in Brandenburg der Besitzer eines kleinen ländlichen Anwesens, einer Büdnerei. Dazu gehörte ein eigenes Haus, jedoch nur wenig Land. Das Wort ist von „Bude“ abgeleitet. • Erbschulze: Früher der Vorstand von Land-

gemeinden, in denen das Schulzenamt mit dem ererbten Besitz eines bestimmten Bauerngutes verbunden war. • Freihufe: Gut oder Acker, von Diensten und Abgaben befreit. • Geldbede: Geldsteuer • Hufe: Altes großes Flächenmaß, enspricht ca. 30 Morgen oder ca. 6–18 Hektar • Hans von Hake: Lebte von 1472 bis 1541, genannt auch Hake von Stülpe • Kossäthen: Gruppe der Dorfbewohner, die zunächst nur ein Haus und etwas Gartenland besaßen und zu Handdiensten verpflichtet waren.

• Lehnskonfirmation: Güterurkunden, wie Lehns-, Kauf- und Pfandurkunden • Meierei: Landwirtschaftliches Pachtgut, der Meierhof oder das Landgut des Meiers (Milchproduktion) • Scheffel: Bis 1872 dtsch. Hohlmaß für schüttbare feste Körper, z.B. Getreide, ca. 0,23–2,22 hl • Vasall: Ein Vasall war im Mittelalter ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herren stellte und sich diesem für bestimmte militärische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete. Kleinmachnower Zeitung 08 2011


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