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TAW

Einer für Alles

Blasmusik

Bedeutende Bretter

Dirk Schoedon über Spiele für alle

Junge Blechmusik

Junge Kultur selbstgemacht

K

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inder- und Jugendtheater hat eine Jahrzehnte lange Tradition in Kleinmachnow. Am Gymnasium am Weinberg begann 1990/91 die Geschichte des Theaters am Weinberg. Schillers Tragödie „Kabale und Liebe“ entwickelte sich seinerzeit zu einem Publikumsrenner. Aus einigen im Deutschkurs der Lehrerin Kathrin Heilmann gespielten Szenen wurde eine Premierenveranstaltung in den Kammerspielen und eine Theatergruppe mit 20-jähriger Tradition. Heute ist das Repertoire um ein Vielfaches größer. Stücke, wie „Das Haus in Montevideo“ sind zu Klassikern der Truppe geworden. Geprobt wird montags ab 18 Uhr in der großen Aula des Weinberg-Gymnasiums, Am Weinberg 20. Theatererfahrungen sind nicht vonnöten, Lust am Theaterspiel allerdings.

Kontakt Theater am Weinberg, Aula Weinberggymnasium, Am Weinberg 20

„M

eine Vision ist ja eigentlich so eine Art TheaterFestival von Bürgern für Bürger.“ Vor anderthalb Jahren zog der Schauspieler Dirk Schoedon zur Freundin nach Kleinmachnow. Seit November 2011 betreibt er in den Kleinmachnower Kammerspielen einmal wöchentlich die ALLESBÜHNE, eine Theaterschule für Kinder und Jugendliche. Dabei geht es ihm nicht darum, aus jungen Menschen Schauspieler zu machen. „In Berlin gibt es etwa 18 000 Schauspieler. Was glauben Sie, wieviele davon wirklich leben können?“ Ihm geht es eher um die Freude und den Spaß, sich künstlerisch auszudrücken, eigene Talente und Interessen zu entdecken. Dass Schoedon mit seinem Projekt bei den Kammerspielen gelandet ist, schreibt er auch einer gewissen eigenen Blauäugigkeit als Neubürger zu: „Ich dachte, ich mach das mal hier, und dann nimmste halt die Kammerspiele.“ Dass die Kammerspiele vermutlich nur ein

Texte: Rolf Niebel, Fotos: Sebastian Semmer (1), Rolf Niebel (2)

temporärer Standort für die ALLESBÜHNE sein werden, stört ihn vorerst nicht. Für ihn gilt: Erstmal machen! Mit dem Eigentümer Karl-Heinz Bornemann wurde er sich schnell einig. Bei allen Diskrepanzen, die es bezüglich der Kammerspiele gab, kulturell funkt Schoedon mit vielen Kammerspiele-Enthusiasten auf einer Wellenlänge. Der Förderverein „Freunde der Kammerspiele Kleinmachnow“ wollte Kultur für alle in einem sozio-kulturellen Kulturhaus für alle. Mit der „KulturGenossenschaft neue kammerspiele“ hat er bereits Kontakt aufgenommen. Vielleicht klappt es ja mit Schoedons Vision. In Greiz hat er ein derartiges Bürger-für-Bürger-Festival schon einmal auf die Beine gestellt. Kontakte versucht er derzeit zu knüpfen.

Kontakt

E

benfalls 1990 gründete sich das Jugendblasorchester Kleinmachnow. Seit 1995 ist es der Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ Potsdam-Mittelmark angegliedert. Die Idee, ein Jugendblasorchester zu etablieren, war jedoch bereits vor der Wende geboren. An den Kleinmachnower Kammerspielen wurden schon 1986 junge Blasinstrumentalisten ausgebildet und zum Kindertag am 1. Juni 1989 debütierten die jungen Musiker dort als eigenständiges Orchester. Heute musizieren etwa 60 junge Leute ab der sechsten Klasse im Jugendblasorchester Kleinmachnow, dessen Repertoire sich gewaschen hat. Ob Polka, Jazz oder Rock, nichts ist unmöglich. Geprobt wird donnerstags von 17.15 bis 19.30 Uhr im Raum 101 der Musikschule.

Kontakt

ALLESBÜHNE Karl-Marx-Str. 18 www.allesbuehne.de

Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“ Am Weinberg 20

Bürgerinformation Kleinmachnow Nr. 10

Bürgerinformationsbroschüre Kleinmachnow 2012  

Bürgerinformationsbroschüre Kleinmachnow 2012

Bürgerinformationsbroschüre Kleinmachnow 2012  

Bürgerinformationsbroschüre Kleinmachnow 2012

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