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d I G I tA L e t e c H n I K F ü r I n t e L L I G e n t e S tÄ dt e Text: Fayçal Alami | Info: www.lightinglab.dk; www.smartcitieslab.com; www.newsroom.cisco.com/songdo

Smarte Technik und das Gesicht einer Stadt Entlang der menschlichen Geschichte waren Städte immer ein ideales Biotop für die Umsetzung neuer Projekte und ein perfekter Raum für gewagte Ideen. Mit dem digitalen Umbruch eröffnen sich zusätzliche Perspektiven für die Gestaltung der Stadt von morgen. überall auf der Welt versuchen Stadtplaner die neuen technologien in ihre Konzepte einzubinden, um die gegenwärtigen Herausforderungen zu bewältigen. In der tat können solche Vorhaben für eine effizientere nutzung der verfügbaren ressourcen und ein besseres Stadterlebnis sorgen, wie die nächsten beispiele zeigen.

Wind und Sonne im Duett: Die Stromversorgung dieser Straßenlaterne am DOLL Living Lab wird durch ein Windrad am oberen Ende und Solarpanele an der Seite sichergestellt. Foto: Jeppe Carlsen

SELBSTREGULIERENDE STRASSENBELEUCHTUNG F ÜR EINEN BESSEREN ENERGIEVERBRAUCH Im „Living Lab“ des dOLL-Konsortiums, einem Versuchsraum im Industriegebiet Hersted in Albertslund, einem Vorort von Kopenhagen, werden verschiedene beleuchtungskonzepte unter realistischen bedingungen (über eine Fläche von ungefähr 2 Quadratkilometern, mit etwa 9 Kilometern Straßen und Wegen) getestet. das dOLL-Konsortium (danish Outdoor Lighting Lab), ein Zusammenschluss aus lokalen einrichtungen und Privatunternehmen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Albertslund und der technischen universität dänemark, testet hier unterschiedliche Lösungsansätze zur beleuchtung des öffentlichen raums. darunter ein Lichtmanagementsystem, das die Straßenleuchten mittels datenübertragung steuert und die Lichtintensität der einzelnen Lampen anhand von Helligkeitsdetektoren und bewegungsmeldern nach bedarf reguliert. Jede Straßenleuchte bildet einen Knoten innerhalb des bestehenden netzwerks und besitzt eine eigene IPAdresse. die Kommunikation zwischen den verschiedenen Knoten geschieht auf basis einer komplett dezentralisierten Architektur in einem hybriden netz aus WLAn und Kabelverbindung. Somit kann die netzwerkverbindung an die örtlichen Gegebenheiten (unterirdische Verlegung der Leitungen, Präsenz von Stahlelementen) angepasst werden. Je nachdem, ob eine drahtlose oder eher eine Kabelverbindung geeigneter ist. Für einen optimalen energieverbrauch ermöglicht das

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liFesTyle t e c H n I K

S M A r t e S tA dt

System die Festlegung von individualisierten beleuchtungszeitplänen für bestimmte Ortsteile und tageszeiten. Zudem können die eingesetzten Straßenleuchten andere Funktionen übernehmen, indem sie zum beispiel einen Alarm auslösen, wenn die integrierten Sensoren ungewöhnliche Aktivitäten in der nahen umgebung registrieren (nächtliche Ansammlung von Personen in einem unbewohnten Gebiet). Weiterhin sind sie in der Lage, Informationen bezüglich einparkmöglichkeiten im umkreis zur Verfügung zu stellen.

Dimmbares Licht und Bewegungserkennung: Ausgestattet mit einem Bewegungsmelder ist diese Straßenleterne in der Lage, sich bei Anwesenheit von Personen einzuschalten und die Lichtintensität bei Nichtgebrauch zu dimmen. Die blauen Lichter deuten auf Bewegung in beide Richtungen der Laterne hin. Foto: Jeppe Carlsen

KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 5 | 16  

KOMPASS - Das Stadtmagazin für Zwickau und Umgebung, Vogtland und Erzgebirge. Interessant! Aufregend! GESCHENKT! Jeden Monat neu. Im Web unt...

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