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67. Ausgabe

Das Stadtmagazin f체r Zwickau

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Vogtland und Erzgebirge www.facebook.com/

deinkompass www.deinkompass.de

T - B a g D es i g n s

Tee trinken f체r den guten Zweck

Ge h e i m n i s d o p p e l g 채 n g e r

Ich bin du


15.3.14 live

ALTER GASOMETER ZWICKAU

MIT D

RIT T IM

IER EINT

ET FRE EM TICK

Beginn 20 Uhr

www.deinkompass.de I www.chapeauclaque.net 03 14

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64 14 TITEL

K leine W elt

10 T-Bag Designs Vom Teebeutel zur Entwicklungshilfe 14 Alles doppelt Doubles und ihr Alltag

Tipps f ür Kids 60 GroSSe Kleine Erziehung von Kindern 63 querbeet Kultur für Augen und Ohren

KUNST &

K U LT U R

thema 54 Verlagswesen Lesen und lesen lassen

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Inhalt

Trend 64 wohnen 2014 Von schlicht bis exotisch

Film 58 Leinwand Streifen des Monats 58 Heimkino Filme von der Ladentheke

mundart 66 Weder Fisch noch Fleisch Vegane Lebensweise

Musik & Literatur 59 Neu im Handel Rezensiert und vorgestellt

k a rriere

er sie es

kommunikation 68 mimikresonanz Pantomime im Arbeitsleben

drunter & drüber 06 weitblick 360º über den Tellerrand

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L ifest y le


E D I T O R I A L inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

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buntermachtmunter www.vegane.org

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10 U nter h a ltun g Kolumne 70 Christiane

Satire 13 käpt‘n kompass Der Superheld für jede Lebenssituation Glosse 71 Die goldene Walnuss Preisgekrönte Sinnlosigkeiten 74 KURT‘S BERICHT Der Weltverbesserer mit der sympathischen Kritik aussicht 72 Horoskop Die Sterne im März

st a nd a rds 05 Editorial 74 impressum

der Frühling steht vor der Tür und die Frage ist, ob der Winter ihn jetzt schon reinlässt. Der Vogel-und Pflanzenwelt nach zu urteilen, sind wir schon durch mit dem Winter 2013/2014. Krokusse und Schneeglöckchen strecken schon mutig ihre Köpfchen aus der Erde und auf den Feldern wurden sogar die ersten Störche gesichtet. Und die kann man eigentlich kaum mit anderen Vögeln verwechseln. Apropos verwechseln. In unserem Titelthema beschäftigen wir uns genau damit: Menschen, die anderen - in unserem Fall Prominenten - wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Wie geht es jenen, die aussehen, wie jemand den jeder kennt? Ist das eher Fluch oder Segen? Außerdem stellen wir Menschen vor, die aus dieser Ähnlichkeit einen Beruf oder zumindest eine Erwerbsquelle gemacht haben. Ob Sie sie von den Originalen unterscheiden könnten? Schauen und lesen Sie selbst. Und weil mit dem Frühling auch der Frühjahrsputz ins Haus steht, stellen wir im neuen Heft die Wohntrends 2014 der Frankfurter Lifestyle-Messe vor. Die Trendrichtungen lassen sich auch mit kleinen Details, Accessoires und Dekoartikeln einfach umsetzen und den Wohnraum aufpeppen. Das gilt auch für die Küche. Der widmen wir uns im großen CityLife-Thema mit einem Artikel über Slow Food. Was das ist, erfahren Sie und wo man das in der Nähe genießen kann natürlich auch. Unter die Rubrik „Naschen erlaubt“ fällt auch unser Fundstück des Monats: der intelligente BH, der sich nur bei echter Liebe öffnet. Prall gefüllt, hält die aktuelle Ausgabe außerdem die Geschichte darüber bereit, wie ein Buch vom Manuskript über den Verleger zum Buchladen kommt und dass in diesem Monat der zweite Indiebookday stattfindet und Ihre Hilfe braucht. Im Heftteil CityLife erfahren Sie, warum Geo-Caching in Greiz zu einem schöneren Hainberg führt, und Sie erfahren, wie Sie demnächst als Schnitzeljagende auf den Pfaden der Geschichte zwischen Frankreich, dem Vogtland und Tschechien wandeln können. Viel Spaß beim Lesen wünscht die Redaktion.

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INHALT

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Wohin geht die Reise?

Lest los!

Smartphone, Tablet-PC und Cloud verändern unsere Gesellschaft rasant. In fast allen gesellschaftlichen Bereichen haben digitale Technologien Einfluss darauf, wie wir leben und arbeiten. Das Wissenschaftsjahr 2014 widmet sich diesem Thema und fördert die Diskussion über die Folgen und die Zukunft der digitalen Entwicklung in Deutschland. „Wir wollen, dass sich die Menschen selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt bewegen können. Technischer Fortschritt ermöglicht uns ein besseres Leben, ist aber natürlich nicht frei von Risiken. Wir nehmen die Vorbehalte und Sorgen der Menschen ernst und wollen noch besser über Chancen und Grenzen einer digitalen Gesellschaft informieren“, erläutert Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Die Aktivitäten im Wissenschaftsjahr reichen von Ausstellungen über Wettbewerbe bis hin zu neuen Vortrags- und Dialogformaten. Der direkte Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaftlern vor Ort steht im Vordergrund. Beispielsweise können Lehrer und Schüler über die Forschungsbörse Wissenschaftler in den Unterricht einladen. Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wird ab Mai in rund 40 Städten in Deutschland und Österreich anlegen. An Bord ist eine neu gestaltete Ausstellung mit vielen interaktiven Exponaten zur digitalen Gesellschaft.

Am 22. März 2014 ist Indiebookday – die Unabhängigkeitserklärung für Bücherwürmer! Sie lieben gute Bücher? Dann können Sie das am Indiebookday allen zeigen. Nicht mit Transparenten oder Online-Petitionen, sondern ganz einfach im Buchladen Ihres Vertrauens. Kaufen Sie am 22.März ein Buch, das Sie sowieso schon immer haben wollten – eins von einem unabhängigen, kleinen Indie-Verlag. Sämtliche Indie-Verlage sind unter diesem Link aufgelistet www.sinnundverstand.net. Danach posten Sie ein Foto des Covers, des Buches oder sich selbst mit dem Buch in einem sozialen Netzwerk, wie Facebook, Twitter, Google+ oder dem Lieblingsblog mit „#Indiebookday“. Warum das Ganze? Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für mehr Beachtung sorgen. Neben großartigen Buchtipps für Ihre Freunde bringt das den Indie-Verlagen Aufmerksamkeit, die sie sich sonst mit teurer Werbung erkaufen müssten. Einem kleinen Verlag bleibt dafür meist nur wenig Geld. Der erste Indiebookday 2013 war in den deutschsprachigen Ländern ein großer Erfolg. 2014 wird der Indiebookday international. Ob dieses Jahr weltweit darüber zu lesen sein wird, liegt an Ihnen.

Info: www.digital-ist.de

Info: www.indiebookday.de

Farbe bekennen Das Farbinstitut Pantone hat Radiant Orchid, einen leuchtenden Violett-Ton, zur Farbe des Jahres 2014 erklärt. Wenn es nach den Trendmachern geht, leuchtet dieses Jahr vieles in dieser Mischung aus Pink und Flieder. „Strahlende Orchidee“, heißt die Nuance, die von den Experten zum Trend-Ton für Kosmetik, Mode und Wohngestaltung erklärt wurde. Während die einen in dem Farbton Vertrauen, Wärme und Inspiration sehen oder ihn magisch und faszinierend finden, lästern die anderen über „Lila, der letzte Versuch“. „Ungeachtet dessen, ist der Farbton ein interessanter Hingucker, der Kreativität und Originalität ausdrückt, was heutzutage beim Wohndesign immer wichtiger wird. Stimmt das Gesamtkonzept, können viel mutigere Farben eingesetzt werden. Kann man sich von dem Vorurteil trennen, dass das die Farbe ist, die Damen mittleren Alters verwenden, um den zweiten Frühling heraufzubeschwören, lässt sich dieser Ton, vielleicht auch leicht abgewandelt, wunderbar für erfrischende Ausstattungen verwenden,“ ermutigt Ralf Leuter, Einrichtungsberater und Raumausstatter-Meister aus Dresden. Foto: Networks PR | Info: www.ihreeinrichter.de 03 14

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Flirt-App „Tinder“ Im Web sagt man seit neuestem nicht mehr flirten, hier wird aktuell nur noch „getindert“. Am 14. Februar war es mal wieder soweit – Der offizielle Tag der Liebe – ein fettes rotes Herz im Kalender – „Valentinstag“. Wie jedes Jahr waren auch dieses Jahr wieder die Suchenden diejenigen, die in die (Herzblatt-)Röhre schauten. Augenscheinlich einfach scheint das Rezept für die Suche nach der wahren Liebe nun aber in diesen Tagen, mittels der Anwendung Tinder. Die Zutaten dafür sind einfach – ein Smartphone, ein Facebook Account und die „Tinder“ Anwendung. Für eine Last-Minute Verabredung zum Valentinstag ist es nun zwar zu spät, zum Finden der wahren Liebe braucht es ja aber keinen speziellen Tag. Das Flirt Profil ist durch die Anmeldedaten beim Social-Network Facebook quasi schon vorhanden. Die Applikation greift automatisch auf das gegenwärtige Profilfoto zu, sowie auf weitere Angaben zur eigenen Person (Alter, Interessen, soziale Freunde). Mit all den Informationen, die Facebook über die Persönlichkeit sammelt, kann Tinder sich nun auf die Suche nach potenziellen Dating-Partnern im nahen Umkreis machen. Ähnlich der Facebook-Plugins, ahmt die neue Dating App durch Absendung eines Herzens, was soviel bedeutet, wie Du gefällst mir oder eines „X“ („Nein, Danke!“) diese Darstellung der Zu- oder Ablehnung, nach. Der eigentliche Nutzeneffekt für alle Singles, ist die klare Zielgruppendefinition über den Zweck von Tinder. Man kann nur von Singles angeschrieben werden. Allerdings wirbt man aktuell damit, dass der Funke quasi wie im reellen Leben überspringt. Der Slogan „It’s real life, but better“, spricht dabei immer mehr gegen direkte Kommunikation. Wohlbekannterweise kann man mit einem Facebook-Profil allerdings besonders gut über seine Interessen hinweglügen. Wer kann schon genau wissen, wer sich hinter der hübschen Blondine tatsächlich verbirgt? Info: www.gotinder.com

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Sesam öffnet sich: bei wahren Gefühlen. Der True Love Tester macht es Männern noch schwerer als gewöhnlich - beim Kampf mit dem BH-Verschluss: Die neueste Erfindung aus dem Land des Lächelns ist ein BH, der sich nur bei wahrer Liebe öffnet. In Japan sei ein Algorithmus entwickelt worden, der am Herzschlag erkennen lässt, ob die BH-Trägerin verliebt, abgeneigt oder einfach nur aufgeregt ist. Passend dazu wurde bereits das entsprechende Gadget entwickelt - ein BH, der sich bei echter Liebe automatisch öffnen soll und bei falschen oder fehlenden Gefühlen verschlossen bleibt. Über einen im Körbchen integrierten Pulsmesser wird die Herzfrequenz via Bluetooth an ein Smartphone übertragen und ausgewertet. Ergeben die Berechnungen des Programms wahre Liebesgefühle, schickt die App ein Signal zum Öffnen an den BH. Trifft Amors Pfeil die Trägerin allerdings im Supermarkt am Gemüseregal, wird sich der Auserwählte möglicherweise von spontan entgegen hüpfenden Brüsten überfordert fühlen. Und was ist mit den Hackern, die landauf landab die BH-Software manipulieren und Büstenhalter zum Aufschnappen bringen könnten? Das Ganze ist daher nicht bierernst zu nehmen. Denn mehr als ein Spaß scheint der Cyber-BH nicht zu sein: Ravijour, ein junger Hersteller für Unterwäsche feiert damit seinen zehnten Geburtstag. Aber wer weiß, bei hoher Nachfrage gibt es den Keuschheitsgürtel für obenrum vielleicht doch bald bei Nanu Nana zu kaufen.

Der Glückspilz - ein obdachloser Ungar kann das Geschehene kaum begreifen. Einem Fernsehsender sagte Laszlo Andraschek: „Ich hatte den lieben Gott um ein bisschen Geld gebeten, aber nicht so viel. Ich wollte bloß ein normales Leben, mehr nicht.“ Der 55-jährige hatte sein letztes Geld zusammengekratzt, um sich einen Tippschein zu kaufen. Als er einen Tag später den Jackpot in Höhe von umgerechnet zwei Millionen Euro gewann, konnte er sein Glück nicht fassen und brach unter Schock zusammen. Mit dem Gewinn hat er sich nun ein kleines Auto, ein Haus für sich und seine Frau sowie eine Unterkunft für die drei Kinder geleistet. Auch seine Brüder bekamen vom Geldsegen etwas ab. Demnächst stehen noch ein Besuch in Kanada, bei seinem Bruder an und die Gründung einer Stiftung. Der seit fünf Jahren trockene Lottogewinner möchte mit der Stiftung Alkoholkranken helfen, die nicht so viel Glück haben wie er selbst.

Info: www.ravijour.com

Shalwar Neuer Trend oder Modesünde? Bei einem Einkaufsbummel durch deutsche Großstädte sendet der Individualismus immer wieder kleine Signale. Die Şalvar (zu Deutsch Shalwar oder Schalvar) ist eine sich der Körpergröße anpassende, sowohl auf Taille oder Hüfte tragbare und immer ultra leicht und bequeme Hose, welche aus dem persisch-türkischen Raum stammt. Diese in Süd- und Mittelasien getragene Klamotte ist in gewisser Hinsicht keinem festen Modediktat unterworfen. Somit kann der Hosenabschluss beispielsweise eng oder weit sein. Durch die Gummizüge ist es auch möglich das Modell gerne auf Kniehöhe zu tragen. In diesem Fall wirkt es dann eher wie ein Hosenrock. Auch beim Design sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Durch eine reichhaltige Auswahl an Farben und Bildwelten auf der Schalvar, entstehen immer wieder neue Moden. Das im deutschen als „Pluderhose“ bekannte, als eher unvorteilhaft, weit gesehenes Kleidungsstück, geht auch auf das türkische Vorbild zurück. Das was die türkischen Männer in den Dörfern noch heute tragen, kann auch hier wieder ein individueller letzter Schrei werden. Unzählige Revival-Versuche des Typs sind aber eher gescheitert, da der weite schon fast sackartige Schnitt eine frauliche Figur mit Kurven zumeist unvorteilhaft darstellt. Wieso aber den Hosenteufel an die Wand malen? Zum einen ist die Schalvar eine Alternative zur herkömmlichen Jeans zum anderen ein bequemes Stückchen Stoff, welches ja nicht zwangsläufig zum bevorstehenden Abschlussball getragen werden muss. Foto: princess-of-asia über DaWanda.com | Info: www.DaWanda.com 03 14

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Knabberfische Der Name des Kangal-Fisches, nach welchem die Kangal-Fisch-Therapie benannt ist, stammt aus dem gleichnamigen Ort Kangal. Wuh, das war jetzt für den Anfang ganz schön viel Kangal. Der Fisch an sich ist auch unter dem Namen Doktorfisch, Nibble Fisch oder Garra Rufa bekannt. Der Garra Rufa lebt in nährstoffarmen Gewässern. Daraus schließen Forscher Ihre Erklärung für den „Appetit“, den diese Art Fisch auf schuppige menschliche Hautschichten haben. Für was sind diese Fische nun aber genau gut? Doktorfische dienen der Minderung der im Fachjargon als Psoriasis bekannten Krankheit Schuppenflechte. Der Knabberfisch stupst trockene, abgestorbene Hautstellen an und isst die sich dabei lösenden Hautschuppen. Die Schuppenflechte gehört zu der Gruppe der rheumatischen Erkrankungen. Tester beschreiben das Feeling während der Knabberfischtherapie als kitzelndes, kribbelndes Erlebnis. Garantiertes Ergebnis ist bisher eine Reinigung der Haut und ihrer Verletzungen. Nach wenigen Minuten verspürten Probanden schon eine glattere und sanftere Haut. Für alle die dabei eher an die Risiken und Schäden denken, beruhigen jegliche zu findende Berichte. Letztlich scheint seither nur die Pharmaindustrie Nachteile am Doktorfisch gefunden zu haben und diese dann wohl eher aus ökonomischen Gründen. Den Namen Doktorfisch hat der Garra Rufa durch seine am Menschen verrichtende Arbeit erhalten. Obwohl das für ihn keine Arbeit ist, sondern eher seine natürliche Art sich zu ernähren. Solang sich seine Ernährungsgewohnheiten positiv auf den Menschen auswirken, soll dem Kangal-Fisch doch einfach seine Freude am knabbern oder eher stupsen gelassen werden. Foto: www.activebiss.de / pixelio.de

neknominate „Neknominate“ nennt sich der neue Trend im Netz. Der Begriff leitet sich aus einer englischen Aufforderung ab: „Nek your drink, nominate another“ („Exe dein Getränk und nominiere jemand anderen“ … dies zu tun). Das Trinkspiel hat seinen Ursprung schon vor geraumer Zeit in England gehabt. Dort schien sich der Schneeballeffekt allerdings noch nicht weitflächig genug entfacht zu haben. Anfang dieses Jahres wurde das Spiel dann in Australien wieder aufgegriffen und aktuell entwickelt es sich zu einem regelrechten Hype. Diejenigen die genug soziale Freunde haben, konnten wahrscheinlich selbst schon in der eigenen Kontaktliste mitverfolgen, dass sich Videos von Biertrinkenden Social Media Mitgliedern auch in unserer Region wie ein Lauffeuer verbreitet haben. Im Netz kursieren jetzt auch die wildesten Abwandlungen dieses Socialbeergames. Eine Engländerin hat beispielsweise einige ekelhafte Dinge wie Hühnerfuß und Hühnerhaut, getrocknete Schildkröte und andere fragwürdige Zutaten zusammengemischt und dies dann getrunken. Allerdings mit dem Aufruf an ihre Nachnominierten einem Obdachlosen Menschen eine Mahlzeit zu kaufen. Zur der traurigen Wahrheit gehört allerdings auch, dass innerhalb der letzten Tage in Folge dieses Spiels schon 2 junge Menschen aus Irland gestorben sind. Nicht allein weil Sie an Neknominate teilgenommen haben, denn die meisten waren schon zuvor stark alkoholisiert, sondern als „Tüpfelchen auf dem i“.

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ch übrigens: Wann haben Sie das letzte Mal einen Brief geschrieben? Wann haben Sie das letzte Mal einen bekommen? Mit Schrift aus Tinte, Blei oder Kugelschreibersaft? Heute warten im Briefkasten höchstens noch Rechnungen, Einladungen zum Tag der offenen Tür im Autohaus Knimpel und die Erinnerung an die nächste Zahnreinigung. Gut, eine Postkarte aus Antalya oder Ahrenshoop ist da noch drin – aber ein ganzer Brief? Ein Brief, der riecht, der raschelt, der hat Kleckse von Tränen, die beim Schreiben auf die Zeilen tropfen, weil es ja schwerfällt jemandem zu sagen, dass man es jetzt doch vergessen hat, den Bubi regelmäßig zu füttern. Da gibt es Fettflecken von den geliebten Spritzringen, die es außer in Kleinstspuren auf dem Briefpapier noch nicht an jeden Ort auf der Welt geschafft haben. Und da gibt es die aufgeregten Krakelschriften von den Jungs und die blümchenverzierten Zeilen von der besten Freundin. Das alles gibt es in elektronischer Post nicht. An bestimmten Terminen im Jahr mache ich den geliebten/gehassten Kasten immer noch mit einem Flattern im Bauch auf: zum Geburtstag und am Valentinstag. Und wenn es ein gutes Jahr ist, dann hält man etwas in der Hand. Das fühlt sich gut an. Das kann man überallhin mitnehmen. Das kann man ohne Laptop unter der Decke lesen oder in der Badewanne. Wird es das irgendwann gar nicht mehr geben? Wann haben Sie das letzte Mal ein komplettes DIN A4-Blatt beschrieben? Probieren Sie das mal aus! Die Finger tun weh, die Hand verkrampft. Mehr als die Unterschrift auf den ECBelegen und beim Mietvertrag wird von unserer Hand im Alltag nicht mehr verlangt. Vielleicht werden in 1.000 Jahren die Kinder in der Schule lernen: Früher hatten die Menschen lange Finger und konnten damit kunstvolle Buchstaben schreiben. Im Laufe der Evolution haben sich dann die vorderen zwei Glieder zurückgebildet und die sogenannte Stummelhand - optimal zum Bedienen von Touchscreens - hat sich ausgebildet. Bevor es so weit ist: Holen Sie schnell Ihren schönsten Kuli hervor, greifen Sie sich ein Blatt Papier aus dem Drucker und schreiben Sie jemandem. Ihrem Kind, der Oma oder der netten Arbeitskollegin. Und ich garantiere, wenn derjenige den Briefkasten aufschließt, kommt ein ganz altertümliches Gefühl in ihm hoch. Denn hoffentlich bildet sich das nicht in 100 und nicht in 1.000 Jahren zurück: das freudige Gefühl, ganz private Post zu bekommen.

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Pe r s p ekt i ve f ü r s ü d a f r i k a Text: Jenny Müller | Fotos: T Bag Designs | Info: www.tbagdesigns.co.za

T-Bag Designs „Nie hätte ich gedacht, dass so etwas möglich wäre“, sagt Jill Heyes noch heute. ORIGINAL T-BAG DESIGNS ist aus dem führsorglichen Wunsch geboren, die tägliche Lebensqualität verarmter Südafrikaner zu verbessern. Inhaberin Jill Heyes hatte mit der Gründung des Unternehmens ein beachtenswertes Ziel im Auge. Sie wollte dauerhafte Arbeitsplätze für Hout Bay‘s benachteiligte Menschen schaffen.

It’s tea time – eine Idee entsteht bei einer Tasse Tee Als die Betreiberin von Original T-Bag Designs Jill Heyes 1998 mit der ganzen Familie nach Südafrika zog, war Sie zunächst sehr entsetzt über die Armut am Ende der Straße, in den kämpfenden Elendsvierteln. Fortwährend grübelnd, wie Sie helfen könnte, wurde Jill irgendwann durch Thelma angestachelt. Sie hatte beharrlich gefordert, dass Jill ihr ihr handwerkliches Geschick weitergeben sollte. Anfänglich war die Idee, nur eine Afrikanerin (als glückliche Auserwählte) zu unterstützen. Aus einer wurden aber schnell zwei, dann drei während sich unter den Frauen aus der Siedlung, zunehmender Wille und die Neugier etwas zu lernen entwickelte. Nach einigen erfolglosen Versuchen Pappmaché Produkte zu produzieren und zu verkaufen, welche von der kleinen, aber sehr begeisterten Gruppe erstellt wurden, musste eine neue Idee her. Eines Tages meldete sich eine nahestehende Freundin aus England zu Besuch an. Jill klagte ihr Entsetzen über die offensichtlich überwältigende Armut und Hoffnungslosigkeit, während einer Tasse Tee.

„Viele Frauen kamen hierher wie weggeworfen und dadurch haben sie wieder Hoffnung in die Zukunft gewonnen.“ Jill Heyes 03 14

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Titel

t - b a g des i g n s »


Sie diskutierten ein bisschen darüber, dass Jill zwar nun schon mit den Frauen arbeitete, allerdings noch nichts verkauft wurde. Bisher war nichts einzigartig genug. Daraufhin blickte Jills Freundin in Ihre Teetasse und wiewohl Sie den Teebeutel darin schwimmen sah fragte Sie plötzlich, wieso sie nicht einfach einen Teebeutel nutzen sollten. Jill dachte damals noch, was für eine ungewöhnliche Idee, aber tatsächlich gebrauchte man bald die Leinen der benutzten Teebeutel zur Herstellung der Produkte. Im Jahre 2000 startete Jill mit dem neuen Konzept. Grußkarten, als erstes fertiges Produkt, begannen rasch einen Abnehmermarkt zu finden. Fortwährend entstanden –immer unter Einbeziehung des Teebeutel-Themas laufend neue Produktideen.

Das Fischerdor f Hout Bay ist Beispiel für extreme Gegensätze zwischen arm und reich

Weitere künft ige Expansionen dank einem funktionierenden Konzept

In dem in Hout Bay befindlichen Township, Imizamo Yethu oder „Mandela Park“ genannt, leben tausende Menschen unter ärmlichsten Bedingungen zumeist in Holz-, Papp- und Blechhütten dicht an dicht. Mandela Park an sich, liegt im Herzen des Imizamo Yethu townships. Der Kontrast zwischen arm und reich wird hier so deutlich, weil die Luxushäuser der Wohlhabenden (meist weißer Hautfarbe) direkt an das Elend des „Informal Settlement“ grenzen. Eine Produktionsstätte von T-Bag Design ist unmittelbar neben dem Township. Bisher gab es dort immer ein harmonisches Miteinander.

Nachdem die Umsätze in unerwarteter Geschwindigkeit stiegen, erkannte Jill, dass das Projekt ein Vollzeit-Engagement erforderte, wenn es weiter entwickelt werden sollte. Sie investierte ihr Teilzeitlehrergehalt vollends für die notwendige Finanzierung zur Aufrechterhaltung des Projektes. 2003 war es damit eine Entscheidung des Glaubens, ihr Einkommen zugunsten der Weiterzuführung T-Bag Designs einzusetzen. Sie war entschlossen, es zu einem selbsttragenden Geschäft zu machen. 2003 war auch das Jahr, indem Jill Christine Sadler kennen lernte, welche erfolgreich Découpage-Produkte (französisch: découper = ausschneiden, Découpagepapier ist etwas dicker als die erste Lage einer Motivserviette) produzierte. Glücklicherweise entdeckten Sie dabei, dass über eine Zusammenarbeit der beiden Produktthemen, die Chance auf eine nachhaltige Arbeit verbessert werden kann. Christine Sadler erklärte sich einverstanden eine von Jills Frauen einzulernen, mit Harz zu arbeiten. Sweetness hat sich ausbilden lassen und die erworbenen Fähigkeiten an die anderen Ladies weitergegeben. Das Handwerk der Découpage, Oberflächen mit Papierausschnitten zu gestalten, wurde bald auch sehr gut von allen anderen beherrscht. Seither ist es ein wesentlicher Teil der Qualitätsmerkmale aller Produkte von Original T-Bag Design. Manche Frauen haben sich unabhängig neben T-Bag Design weiterentwickelt. Sie wurden aber bereitwillig durch andere Mitglieder der Imizamu Yethu Community ersetzt. Die Idee zur nachhaltigen Nutzung und Verarbeitung eines Teebeutels für die „Ewigkeit“, scheint viele Kunden wohl so sehr überzeugt zu haben, dass inzwischen weitere Expansionen in Aussicht stehen.

Jill und Russel Jill Heyes und ihre Idee, die Hoffnung und Arbeit schafft. Produkte mit Herz o.: Jedes Teil ein Unikat. Aufbewahrungsbox und Topfuntersetzer mit TeebeutelDesign.

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Eine große Produktpalette hat sich seither etablier t Anfänglich gab Jill Ihr Know-how in einer Kirche im Township weiter. Man versuchte die Ergebnisse zu verkaufen. Doch erst nach der einschlägigen Idee, die Leinen der Teebeutel zu nutzen, begann man wirklich ein Geschäft mit den Erzeugnissen zu machen. Nachdem sich die Grußkarten gut verkauft hatten, folgten Untersetzer, Glas-T-Lichthalter, Handtaschen, Teekannenuntersetzer, Kissenbezüge, Bilder, Schalen, Holztabletts, Dekorationsartikel, andere Kunstwerke und weitere Präsente.

Sie gilt jetzt als die ‚Star Näherin“ der Näherei. Nachdem Rachel ihre eigene Maschine gekauft hat, designt sie jüngst neben vielen anderen Dingen, Taschen, die auch in den T-Bag Design Filialen verkauft werden. Inzwischen, so sagt sie, ist sie sehr stolz auf ihre Produkte. So verkaufte sie unter anderem schon an Hillary Clinton und dem Präsidenten von Coca Cola. Nomphelo Mavis Bambalaza, eine weitere Mitarbeiterin bei Tea Bag Design, arbeitete zunächst nur in einem der beiden Verkaufsorte, dem „Blue Shed Stall“ im sogenannten „V&A waterfront“ im Herzen Capetowns. Es gibt noch ein weiteres Shopping Center in Downtown Hout Bay, wo auch ein Laden von T-Bag Design ist. Sie selbst weiß durch die Arbeit im Abverkauf, dass Produkte der Herz-Kollektion derzeit am häufigsten gekauft werden. Aktuell beschäftigt Jill Heyes dreizehn ständige MitarbeiterInnen in der Produktion, welche aus den lokalen Townships stammen. Sie lädt zu Workshops in Kronendal ein. Einmal die Woche kommt ein Nählehrer in die Werkstatt, welcher für gewöhnlich einen Teil der Mitarbeiter im Nähen unterrichtet. Sechzig weitere Mitarbeiter werden über T-Bag Design unterstützt und gefördert. Nomsa Ndabambi, beispielsweise konnte sich durch die Arbeit im Unternehmen genug Geld sparen, um ein eigenes Haus zu kaufen. „Meine ersten zehn bemalten tea bags waren wirklich schrecklich“, sagte Nomsa in einem Interview.

Extreme Nachfrage macht publik und führ te zu einem ersten Preis Was vor vielen Jahren durch einen freundschaftlichen Gefallen begann, ist heute ein blühendes Geschäft. Original T - Bag Designs ist jetzt eine eingetragene Marke. Die Nachfrage hat extrem zugenommen.

Für die arbeitslosen Frauen bedeutete der Er folg des Projektes Essen für den Tag Rachel Museriri war ursprünglich als Reinigungskraft und Teedame angestellt.In den Zeiten, wo es für sie wenig zu tun gab, wollte sie aushelfen, wo immer es etwas zu tun gab. Bald zeigte sich, dass es mit ihrem Talent eine Verschwendung wäre, sie weiter als Reinigungskraft zu beschäftigen.

Wie bei jedem Tee, wo das Blatt die entscheidende Zutat für einen perfekten Geschmack ist, so ist bei T-Bag Design jeder Einzelne unerlässlich für das Unternehmen, das jetzt eine Art Familie für jedes Teammitglied geworden ist. Das Unternehmen gibt den Arbeitnehmern die Möglichkeit ihre eigenen Konzepte beizusteuern und damit innovativ zu werden. Aufgrund der einzigartigen Qualität der Produkte von Original T-Bag Design wurde eines der Produkte auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 ausgezeichnet.

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Zuletzt wurde die Teeparty-Box eingeführt. Dabei kann der Käufer ein gesamtes Paket mit Produkten kaufen und damit zu Hause eine Tee-Party geben. Hierdurch wird die Geschichte auf jeden Fall mit anderen geteilt und Mundpropaganda war schon immer der effektivste und kostengünstigste Weg Marketing zu betreiben. Mit dem Aufruf, dass Leser dieses Artikels genauso wie viele Besucher nach einem Workshops in Hout Bay selbst - Ihre gebrauchten Teebeutel sammeln und diese an Original TBag Design senden mögen, auch wenn Sie auf anderen Kontinenten leben, lässt Jill einem Herzenswunsch freien Lauf. Auch wenn doch eine große Distanz zwischen dem richtigen Feeling des Projektes vor Ort und diesem Artikel liegt, ist sie von dem Konzept und der Umsetzung sehr fasziniert. Mit einem Lächeln In die Zukunft Rachel Mueseriri und ihre Taschen. Mavis and Peggy in einem der Shopping Centre. Arbeiterin Snazo in der Produktion. li.: Notizblock, Untersetzer und Windlicht aus der Herz-Kollektion.


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D a s Ge h e i m n i s des D o p p e l g ä n g e r s Text: Dorothea List

Ich bin du Hat jeder Mensch einen Doppelgänger? Diese Frage war schon immer von einem besonderen Mythos umgeben. Wir lassen uns gern von der Verwechslung verführen. Doch was steckt hinter dem Rätsel, was steckt hinter dem doppelten Spiel? KOMPASS hat sich auf die Suche begeben und mit einigen berühmten Doubles gesprochen.

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Oliver Kahn sitzt mit hellem Rollkragenpullover am Tisch, in den Händen eine Tasse Kaffee, den Blick abgewendet. Die Uhr zeigt acht Minuten vor drei. Es ist Nachmittag, wir erlauben uns einen Blick in die Wohnung des Fußballstars. Oder nicht? Etwas verwundert fragen wir uns: Ist das möglich?

Sagen Sie mal, sind Sie nicht..? Wenn Neil Tudor durch die Straßen von Liverpool streift, vorbei an der Central Library, dem Anfield Stadium oder der 20 Forthlin Road, dann drehen sich die Leute verwundert zu ihm um. Bei einem Konzert rufen ihm ein paar Frauen „Macca, Macca“ zu. Im ersten Moment weiß der junge Engländer nicht recht, was sie meinen. Dann wird es ihm erklärt: Es ist der Spitzname von Paul McCartney, er sehe ihm doch schon sehr ähnlich. Mittlerweile ist das fast zwanzig Jahre her. Seither hat sich viel verändert für den sympathischen „Beatles-Lookalike“. „Manchmal denken ein paar Leute ich wäre der echte Paul, meistens Leute, die nur ein vages Bild von ihm im Kopf haben“, sagt er verschmitzt. „Es passiert eher in den USA, wo er noch größer als in England gefeiert wird. In den USA sind die Menschen viel offener und sprechen dich öfter an. In England und Deutschland schauen die Leute nur, dann schauen sie noch einmal und merken, dass sie es nur mit einem Double zu tun haben. Es ist manchmal etwas amüsant. Einmal, in einem Supermarkt in den USA, drückte mir eine Frau ihr schreiendes Baby in die Arme, nur um ein Foto mit dem Baby machen. Sie konnte es nicht glauben, dass Paul McCartney in „ihrem“ Supermarkt war.“

Eins plus eins sind nicht gleich zwei Der Mythos lehrt uns: Jeder Mensch hat irgendwo auf der Welt einen Doppelgänger. Wenn wir uns nach ihm umsehen, werden wir ihn auch finden. Die Wissenschaft lehrt uns: Die Suche nach unserem Ebenbild ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wir werden niemals jemanden finden, der uns vollkommen gleicht. Was ist wahr? Überraschend viele Menschen berichten davon, bereits einmal einem Doppelgänger begegnet zu sein – also jemandem, der ihnen selbst zum verwechseln ähnlich sah. Physiker untersuchen, ob es Kopien von uns in anderen Welten geben könnte. Doch meistens ist das Phänomen viel einfacher zu erklären: Wir bauen uns unsere Doppelgänger ganz einfach selbst!

Fast so gefragt wie die Originale o.: Christian Wessel als Oliver Kahn. Foto: Niklaus Spoerri u.: Neil Tudor bei einem seiner eigene Auftritte als Paul McCartney Fotos: www.neiltudor.com

Wie man einen Doppelgänger er f indet Selbst eineiige Zwillinge weisen beim genauen Hinsehen deutliche Unterschiede auf. Nichtsdestotrotz üben Doppelgänger eine gewaltige Anziehung aus: Wir wollen an die Ähnlichkeit glauben, an die Verwechslung, an das doppelte Spiel. Schon als Kinder ließen wir uns von Erich Kästners Lottchen begeistern. Nicht nur Alfred Hitchcock griff im Laufe seiner filmischen Karriere immer wieder auf das Spiel mit der falschen Identität zurück. Wir verfolgen mit Spannung Geschichten, in denen die Protagonisten in fremde Rollen schlüpfen, wir lieben Verwechslungskomödien. Bei dem Spiel der Doppelgänger zählt nicht so sehr die genetische Ähnlichkeit, sondern vielmehr der Moment. Manch ein Doppelgänger sieht seinem Original gar nicht so ähnlich. Doch wir folgen unserer Vermutung: Wir sehen einen schlanken Mann im Anzug, mit weißem Hemd und einer amerikanischen Flagge als Anstecker. Die Gestik der Handbewegungen ist stimmig, der Gesichtsausdruck kommt uns bekannt vor. Dann wollen wir glauben, dass es Barack Obama ist und nicht sein täuschend echter Doppelgänger Louis Ortiz. Tatsächlich sieht kein Mensch genau so aus wie der andere. Aber es gibt Ähnlichkeiten, die uns auf eine falsche Fährte locken. Bei Prominenten folgen wir diesen Fehldeutungen mit besonderer Vorliebe. Wir fragen uns: Ist dies der Augenblick, in dem ich Helene Fischer, Oliver Kahn oder Paul McCartney treffe? Wir lassen uns von der Begeisterung mitreißen. Und so bauen sich Prominente ihre Doppelgänger, um sich Freiraum zu schaffen. Sei es aus Sicherheitsgründen oder schlichtweg aus Zeitmangel. Auf den roten Teppichen der Welt lenken diese das Blitzlichtgewitter auf sich. Sie wählen bestimmte Kleidung aus, Haarfarbe, Handbewegungen. Schon ist die Täuschung perfekt. Doppelgänger werden zu Doubles. Und wir bauen gern daran mit.

Neil Tudor live 21. März 2014 im Citylight Zwickau Eintritt frei

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Das Original und das Double Am ehesten bekannt sind Doubles wohl aus Filmen, wo sie beispielsweise als Stuntman die gefährlichen Szenen für prominente Schauspieler übernehmen müssen. Aber auch sonst beschäftigt sich das Kino mit dem Phänomen: In Biografien suchen Regisseure verzweifelt nach jemandem, der Mimik und Haltung, Aussehen und Sprache täuschend echt nachahmen kann. So trat Jeannette Charles neben ihrer Verkörperung der Queen Elisabeth II als ebendiese auch in Spielfilmen, Serien und Shows auf. Die meisten Doubles von Prominenten profitieren davon, sich ihrem Gegenüber so ähnlich wie möglich zu machen. Sie erhalten Aufträge, treten als Covermusiker oder als Fotomodell auf. Manch einer kommt sogar in die Verlegenheit seinem berühmten Doppelgänger zu begegnen und offiziell als Double angefragt zu werden. So erging es auch Neil Tudor, der sich noch heute sichtlich begeistert zeigt: „Nun, ich habe 2005 begonnen offiziell als ‚stand-in‘ für Paul McCartney zu arbeiten, viele sagten mir damals, dass ich ihn vielleicht irgendwann einmal treffen würde. Ich habe das nicht ernst genommen, aber je mehr Zeit verstrich, desto mehr Double-Aufträge bekam ich, in TV Werbungen, aber auch musikbezogen. Ich glaubte schon, dass es möglich wäre, war dann aber sehr geschockt als ich einen Anruf von einer meiner Agenturen bekam, die mir mitteilte, dass Pauls Leute mich sehr gerne einladen würden als ‚Pauls Ersatz‘ auf eine Feier zu gehen. Somit war ich dem Traum einen Schritt näher. Zwei Jahre später bekam ich einen Anruf, dass Paul mich als sein ‚Double‘ für das Musikvideo der Single ‚Dance Tonight‘ auserwählt hatte, ein großer, teurer Videodreh. Drei Tage hat der Dreh gedauert und wurde von dem berühmten französischen Regisseur Michelle Gondry geleitet. Es war etwas sehr Besonderes, Teil davon zu sein und endlich meinen eigenen Doppelgänger – Paul – zu treffen. Mit ihm zu arbeiten war toll, umso aufregender war es, als sich das Ganze 2012 wiederholte. Da durfte ich in London für eine Werbeaufnahme doubeln. Dieses Mal von Martin Campbell, dem Produzent von ‘James Bond – Casino Royale‘ produziert. Als er mich sah, rief er sofort: ‘Ja, du bist Paul’.“

Sammlung der Gemeinsamkeiten Hat das Spiel einmal begonnen, wird oft nach weiteren Gemeinsamkeiten gesucht. Es ist unterhaltsam zu sehen, wie viel die beiden Doppelgänger oft gemeinsam haben. Ebenso wie Sir Paul McCartney hat Neil Tudor im Juni Geburtstag, beide stammen aus Liverpool und haben den typischen Akzent. Es sei nur etwas bedauerlich, dass sich die Bankkonten nicht so ähnlich sind, sagt Neil Tudor mit einem Zwinkern. Obwohl er ebenfalls Linkshänder ist, musste er sich für seine Rolle als Beatle erst umgewöhnen: „Als ich jung war, kauften mir meine Eltern eine erste Gitarre – eine Les Paul für Rechtshänder. Ich habe das nicht in Frage gestellt und sie haben sich wahrscheinlich auch gar keine Gedanken darüber gemacht, es gab damals auch kaum Gitarren für Linkshänder.“ Mittlerweile spielt er mit derselben Bravour wie sein Vorbild. Seine Auftritte mit den „Silverbeatles“ lassen die Band wiederauferstehen. Und auch er selbst scheint in seiner Rolle vollkommen aufzugehen. Wer sich davon überzeugen möchte, kann dies am 21. März im „Citylight“ in Zwickau. Neil Tudor jedenfalls freut sich schon auf das Konzert, er ist den vergangenen Jahren mehrfach erfolgreich in der Stadt aufgetreten. Auch in Zukunft soll sich das nicht ändern, wie er bereits verrät: „Neben dem Solokonzert, hoffe ich auch noch einmal mit meinem neuen, sich in Planung befindenden Projekt, nach Zwickau zu kommen, ‘The Beatles Regenerated – die ultimative Lookalike und Soundalike Band’, mit drei Künstlern aus England und einem aus den USA. Ich kann einen großen wow-Effekt versprechen, wenn Sie die Band zusammen auf der Bühne sehen. Dem Zuschauer soll vermittelt werden, dass sich die Beatles, alle noch gesund und munter, für eine letzte große Tour zusammenfinden.“

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Double des Alltags li.: Madeleine Fischer sieht der Schauspielerin Reese Witherspoon in vielen Gesichtzügen ähnlich. re.: Reese Witherspoon. Foto: s_bukley / shutterstock.com

Die Entdeckung des Doppelgängers Manchmal kann es sehr schnell gehen, dass sich aus einer flüchtigen Ähnlichkeit eine richtige Doppelgängergeschichte entwickelt. Von einem auf den anderen Tag wird jemand zur Bundeskanzlerin gewählt, der einem selbst zum verwechseln ähnlich sieht. Oder er kommt mit einer Filmrolle ganz groß raus. Dann muss man sich entscheiden: Möchte ich diese Welt betreten? Madeleine Fischer hat schon einmal darüber nachgedacht.

KOMPASS: Obwohl wir alle sehr verschieden sind, sehen sich Menschen manchmal ziemlich ähnlich. Bekommen Sie oft diesen Satz zu hören: „Oh, Sie sehen aber aus wie…“? Madeleine: Durchaus kam es schon häufiger vor, dass Menschen mir in bestimmten Situationen sagten, dass ich der berühmten Schauspielerin Reese Witherspoon sehr ähnlich sehe. Auch zu manchen Bildern von mir sagten einige, dass sie diese Bilder an Reese Witherspoon erinnern.

KOMPASS: Als Doppelgänger kann man vom Ruhm anderer profitieren und abends trotzdem jenseits des Scheinwerferlichtes unbehelligt schlafen gehen. Andererseits ist Ähnlichkeit kein Kriterium für Erfolg. Was sind Vor- oder Nachteile in der Welt der Doubles? Madeleine: Ich glaube auch als Double muss man sich beweisen, oftmals ist das genauso schwer wie im Leben eines Stars. Denn es gibt viele Menschen, die versuchen, einen Star zu doublen. Man muss hart arbeiten, kämpfen und Willenskraft zeigen, man muss die Gesellschaft von sich überzeugen und vor allem die berühmte Person, die man vertritt. Das sehe ich als Nachteil, den viele Menschen außer Acht lassen. Es bedeutet sehr viel Arbeit, um ein offizieller Doppelgänger zu werden. Vorteile stellen sicher eine gute Bezahlung, Begehrtheit, Rampenlicht und das Blitzlichtgewitter dar. Man wird bejubelt, fotografiert, man steht im Mittelpunkt! Aber auch das sehe ich teils eher als einen Nachteil, denn auch das kann auf Dauer anstrengend und belastend für einen selbst werden.

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Jochen Florstedt Geschäftsführer der DoppelgängerAgentur doubles.de

Sie sehen aus wie Julia Roberts? Mit dem richtigen Bart könnten Sie als Brad Pitt durchgehen? Sie wollten schon immer mal die Rolle einer Berühmtheit übernehmen? Dann sollten Sie sich vielleicht an eine Doppelgänger-Agentur richten. Jochen Florstedt vermittelt über seine Werbeagentur Doubles von Prominenten, Politikern ebenso wie Sportlern, von der Königsfamilie bis zu James Bond. Ihn erreicht jedes Jahr aufs Neue eine Vielzahl von Anfragen. Falls er sich für eine Zusammenarbeit entscheidet, erhalten die Darsteller einen Exklusivvertrag. Sie werden in diesem Fall ausschließlich von seiner Agentur vermarktet und vermittelt. Die Aufträge sind dann davon abhängig, wer gerade „en vogue“ und viel in der medialen Öffentlichkeit zu sehen ist. Doch noch weitere Kriterien sind von Bedeutung. So berichtet Jochen Florstedt aus seiner langjährigen Erfahrung heraus: „Es kommt drauf an, was der Kunde möchte, welche Art Event er unter welchem Motto veranstaltet. Danach sucht der Kunde oder seine Eventagentur aus, welche Doubles eingesetzt werden. Davon sind wir immer abhängig. Das bedeutet, dass manche Doubles sehr wenig gebucht werden, auch wenn sie noch so gut sind, manche andere angesagtere Doubles werden oft gebucht.“ Besonders häufig sind über die Agentur Doubles von Daniel Craig und Angela Merkel angefragt worden – wobei die Kanzlerin in den letzten 15 Jahren die Spitzenposition für sich einnehmen konnte. Die Prominenz des Originals verhilft auch dem Double zu Erfolg.

Doppelgängergeschichten Auf dem Weg durch das Universum der Doppelgänger begegnen wir mancher Berühmtheit: Reese Witherspoon, Daniel Craig, Helene Fischer. Was ist so faszinierend an dieser Welt? Der Schweizer Fotograf Niklaus Spoerri beschäftigt sich in seiner Arbeit seit vielen Jahren mit Doubles. Der besondere Reiz liegt für ihn in der Frage: Wie ist das eigentlich, wenn man aussieht wie eine Berühmtheit? Ihn interessiert in erster Linie, was hinter den Kulissen, hinter den Menschen selbst steckt. Personen, die scheinbar zufällig von der Anonymität ins Rampenlicht gerückt werden, wecken sein Interesse: „Doubles suchen sich ja nicht aus, wie sie aussehen, entscheiden nur, ob sie damit nach außen treten. Und eigentlich kann das ja jedem von uns passieren, dass morgen ein Star auftaucht, der einem verblüffend ähnlich sieht. Warum nicht, bei bald acht Milliarden Menschen – und was dann? Ein gutes Double hat sich natürlich mit seinem Alter Ego beschäftigt, übernimmt Posen und Gesten, und sieht nicht bloß gleich aus. Meine Bilder sind einfache Portraits von solchen Menschen in ihrem Zuhause. Die Umgebung soll Informationen zu den fotografierten Personen liefern, alles weitere passiert dann beim Betrachter. Der Blick auf die Wirklichkeit wird erschüttert. Durch das Double wird die Realität ausgelöscht, da mit ihm alles – auch der Raum – eine Illusion sein könnte.“ Dieses Spiel mit der Illusion macht selbst Profis wie Niklaus Spoerri noch manchmal nervös, wenn ein Doppelgänger seine Rolle besonders beeindruckend verkörpert. Darunter auch Jeannette Charles in London. „Eine reizende Dame, die nie etwas darstellen würde, was der Ehre der Queen schaden würde.“ Aber auch in Deutschland: „Reiner Dongmann alias Daniel Craig, oder sicher auch Christian Wessel alias Oliver Kahn.“

In eine neue Rolle f inden Doubles können mitunter eine ganz ähnliche Wirkung in der Öffentlichkeit haben wie ihr berühmtes Gegenüber. Dies birgt Verantwortung. Das Spiel der Doppelgänger muss man ernst nehmen, aber auch lieben. Reiner Dongmann genießt seine Rolle als Daniel Craig: „Das ist alles ein super schöner Spaß, ein lukrativer Nebenverdienst, man lernt tolle Menschen kennen, interessante Unternehmer, wird mit dem Flugzeug hin und her geflogen, schläft in tollen Hotels.... was will man mehr, wenn man im wahren Leben Elektriker bei einem großen Papierproduzenten in Duisburg ist.“

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Zum Verwechseln ähnlich li.: Reiner Dongmann verdient sich als Double einen guten Nebenverdienst dazu. Foto: www.doubles.de re.: Daniel Craig alias James Bond Foto: Piotr Zajac / shutterstock.com

„Mein Chef war im Kino und am nächsten Tag kam er zu mir und sagte: Ey, du siehst ja so aus wie der Bond. Bewirb dich doch mal bei einer Agentur. Und das tat ich dann auch.“ Reiner Dongmann

Auch wenn er sich manchmal gar nicht privat irgendwo bewegen kann, möchte er dies nicht missen. Es schwingt auch immer eine Bewunderung mit, für das neue Leben und die neue Rolle, die man als Doppelgänger einnimmt. Darin sind sich alle Doubles einig. Schließlich haben sie sich dafür entschieden, auf diese Weise einmal ins Rampenlicht zu treten.

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11. April, 18 - 1 Uhr

August Horch Museum Zwickau Westsächsische Hochschule Zwickau Infos: www.fh-zwickau.de/LangeNacht

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Victoria – Helene Fischer Double Foto: Agentur Jan Frieberg

Oktober 2014 in Zwickau

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Helene Fischer - Das Original Foto: © 2013 Sandra Ludewig/ Universal Music GmbH

Jan Frieberg Agent Helene Fischer Double

Sinnlichkeit und Ästhetik, Natürlichkeit und Professionalität, Nahbarkeit und Authentizität und Musik für`s Herz. Das alles sind Attribute, die Helene Fischer mit ihren Songs unverkennbar gemacht haben. Attribute, die auch Victoria während ihrer Bühnenshows in Ihrem Gesang vereint. Victoria ist eine junge, sympathische Frau, die es schafft, wie auch ihr Idol Helene Fischer, auf ihr Umfeld in einer bescheidenen - aber dennoch glanzvollen und qualitativ hochwertigen Art und Weise zu wirken. Oft angesprochen auf eine gewisse Ähnlichkeit mit Helene Fischer, war Victoria ihr zufällig, aber auch sonst in vielen Dingen sehr ähnlich. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit als Double von Helene Fischer gesprochen.

KOMPASS: Helene Fischer ist Sängerin, Tänzerin und Unterhaltungskünstlerin. Derzeit gehört sie zu den erfolgreichsten deutschen Stars. Ihre Doppelgängerin zu sein ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ist es dennoch ein wahr gewordener Traum? Victoria: Es ist tatsächlich eine anspruchsvolle Aufgabe und ich bin sehr stolz, diese ausüben zu dürfen. Denn Helene Fischer ist in jeder Hinsicht ein Vorbild für mich. Auf der Bühne zu stehen und die Menschen mit toller Musik glücklich zu machen, ist wirklich ein wahr gewordener Traum für mich. KOMPASS: Mittlerweile erhalten Sie über Ihre Agentur immer wieder offizielle Double-Aufträge. Werden Sie auf der Straße ebenfalls oft mit Helene Fischer verwechselt? Victoria: Ich glaube der Gesamteindruck aus Musik, Gesang, Erscheinung und Entertainment ist das, was ein Helene Fischer-Double ausmacht und da dies im normalen Alltag eher nicht gegeben ist, ist mir so etwas bisher noch nie passiert. Es wäre aber sicherlich eine interessante Erfahrung. KOMPASS: Was ist für Sie die größte Herausforderung in ihrer Rolle? Victoria: Da ich den Anspruch an mich selbst habe, bei jedem Auftritt komplett live zu singen, ist das sicherlich die größte Herausforderung dabei. Helene Fischer singt ihre Lieder sowohl mit sehr viel Power, als auch mit viel Gefühl. Diese Mischung ist tatsächlich ziemlich anspruchsvoll und ich freue mich, diesem Maßstab bisher so gut gerecht geworden zu sein. KOMPASS: Gibt es etwas, dass sie an ihrem berühmten Doppelgänger – Helene Fischer – besonders bewundern? Victoria: Ich habe Helene Fischer schon ein paar Mal live bewundern dürfen und studiere natürlich auch all ihre DVDs haargenau und ich muss sagen, ich bin immer wieder von ihrer Vielfältigkeit, sei es den Gesang oder auch die Performance betreffend, und ihrer Natürlichkeit dabei fasziniert. Dazu darf ich gestehen, dass Helene Fischer außerdem eine unglaublich attraktive Frau ist.

Das Publikum profitiert von Doubles und kann sich von ihnen ebenso begeistern lassen wie von den Stars selbst. Die Erfahrung hat auch Jan Frieberg, Agent von Victoria, gemacht: „Ist das Double professionell und künstlerisch auf der Höhe, gehen die Leute nach einem Dorf-oder Stadtfest auch absolut zufrieden und seelig nach Hause. Sie hatten dann mit dem Double einen tollen Nachmittag oder Abend. Später werden sie, so wie vorher auch, wieder ins Konzert von Helene Fischer gehen und deren CDs und DVDs kaufen – nicht die vom Double! Ein Schaden entsteht also in keinem Fall.“ Doubles sind Schauspieler, werden als solche vermittelt und sorgen für Unterhaltung. Daher gibt es auch keine großen rechtlichen Einschränkungen für Doppelgänger: „Es gibt in Deutschland keine Rechtsprechung, die Doubles und Imitation verbietet oder erlaubt. Das wäre auch Nonsens. Jeder Star, der in einem Maße Bekanntheit erlangt hat, dass er gecovert, gedoubelt oder imitiert wird, hat eine Nachfrage nach seiner Person am Ende auch selbst erzeugt. Dieser Künstler kann der extremen Nachfrage bezüglich seiner Person aber niemals gerecht werden. Dann kommen eben sehr oft Doubles ins Spiel, die zumindest das Gefühl vermitteln, dass dieser Star dort stünde. Im Falle meiner Helene-Fischer-Doubles, waren es aber oftmals gar nicht nur die Imitation und Echtheit des Doubles im Speziellen, sondern insbesondere die Lieder, die von Kunden und den Menschen auf Veranstaltungen einfach gern gehört wurden. Und Victoria ist als derzeitig angesagtes Helene Double absolut authentisch, wenn sie diese Titel zur Aufführung bringt und ist darum auch so häufig gebucht. Es sollte aber in den Ankündigungen immer darauf geachtet werden, dass hier eine eigenständige Person angekündigt bleibt und nicht etwa der Eindruck erweckt wird, dass Helene Fischer persönlich kommt und die Leute so getäuscht werden!“

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Bewunderung und Faszination

Niklaus Spoerri Fotograf und Herausgeber des Buches „who is who?“ für das er Doubles bekannter Persönlichkeiten in ihren eigenen vier Wänden fotografierte.

Was uns immer wieder dazu bringt, uns Doppelgängern und Doubles zuzuwenden, ist natürlich nicht die Ähnlichkeit allein. Natürlich lassen wir uns davon verblüffen. Aber auch die Prominenz spielt eine nicht unerhebliche Rolle, weiß auch Niklaus Spoerri. Sein Buch „who is who?“ erhielt eine Auflage von 1500 Exemplaren und verkaufte sich sehr erfolgreich. „Doubles sind ein Medienphänomen. Angebot und Nachfrage. Wo die Originale gefragt sind, sind auch die Doubles gesucht. Caroline Morpeth, eine freie Autorin und Lektorin bei Hackett, schreibt im Buch über den englischen Markt von einem Paris Hilton Double – für die nach einem Big Brother Auftritt ein eigenes Double gesucht werden musste, um so die Nachfrage abzudecken. Also Doubles von Doubles. In England gibt es für jeden Soap-Darsteller eines und es gilt auch, dass, wer kein Double hat, nicht genügend berühmt ist. Die Dichte an Doubles ist da am Größten, wo die Medien am Verbreitetesten sind. In Deutschland im Raum Köln Düsseldorf, in England in London. Da braucht es mehr Starauftritte als die Berühmtheiten abdecken können.“ Über die Herausforderung dieser Popularität kann jedes Double seine eigene Geschichte erzählen. Auch Niklaus Spoerri kam in seiner Arbeit als Fotograf immer wieder mit diesen Erlebnissen in Berührung.

KOMPASS: Gibt es eine außergewöhnliche Geschichte während Ihrer Fotoarbeiten mit Doppelgängern? Niklaus Spoerri: Das Berliner Double von Liza Minelli sagt, dass Sie jahrelang die Haare gefärbt hat, um nicht stets mit Minelli verwechselt zu werden. Schön auch die Geschichte von Marianne Schätzle vom Bodensee. Immer wieder sagten Ihr Freunde, dass es an der Seite von Helmut Kohl eine Dame gäbe, die aussehe wie sie. Als sie Frau Merkel das erste Mal sah, wollte sie die Freundschaften kündigen, sagt aber, dass sie sich dann damit arrangiert hat, und sich als das Double der Kanzlerin wohlfühlt. Oder eine andere Geschichte aus der Welt der Doubles: Es gibt das Gerücht, dass Charlie Chaplin um 1915 selber inkognito bei einem Charlie-Chaplin-Doppelgänger-Wettbewerb angetreten ist. Er wurde Dritter. Selbst das Original hat keine Chance gegen sein öffentlichkeitswirksames Bild. Wer ist wer? Das Buch erschien mit vier unterschiedlichen Covern. Darauf sind die die Dopplegänger der Queen, von Sophia Loren, Roger Federer und Bono von U2 zu sehen.

KOMPASS: Warum klammern sich viele Doubles an die Ähnlichkeit mit Stars, obwohl sie denen nicht wirklich ähnlich sehen? Niklaus Spoerri: Wieso melden sich Menschen ohne Singstimme bei einer Gesangstalentshow an? Ein gutes Double kann durchaus damit Geld verdienen. Die Motivation liegt aber auch oft darin, etwas von der vorgegaukelten Glamour-Welt zu erhaschen oder seinem Idol nachzueifern.

Spaß am Spiel In die Rolle eines prominenten Doppelgängers zu schlüpfen soll vor allem eines: Spaß machen. Sicher ist die ein oder andere Verwechslung ungewollt, doch dort hilft zumeist ein neuer Bart oder eine andere Frisur. Es liegt eine besondere Magie darin, einen Doppelgänger zu finden. Wie wäre es, einen Tag lang durch ein fremdes Leben zu gehen? Und am nächsten Tag wieder beruhigt im eigenen aufzuwachen? Eines steht jedenfalls fest: Man kann sich immer wieder verblüffen lassen. Wenn Sie also demnächst auf dem Zwickauer Hauptmarkt Paul McCartney begegnen: Schauen Sie genau hin! 03 14

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Meine Stadt Mein Leben Mein Kompass

CITYLIFE thema 24 Engagement statt revolution B端rger f端r B端rger 28 Slow food Das Gute liegt so nah Um die ecke 32 News Neuigkeiten aus dem Viertel Veranstaltungen 40 Die Highlights des Monats Kunst und Kultur 50 100 Jahre Kunstsammlungen feiern Geburtstag 52 Kunst statt kohle Sch端ler entdecken ihre Region

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Bürger für bürger Text: Mandy Gillmeister | Info: www.buergesellschaft.de, www.buerger-fuer-zwickau.de

Engagement statt Revolution INITIATIVE ZEIGEN Nach einem Gespräch zwischen Tristan Drechsel von der Wählervereinigung Bürger für Zwickau und Kompass-Redakteurin Mandy Gillmeister über die Arbeit im Stadtrat und die Zukunftsorientierung wurde offensichtlich, dass es nicht einen von vielen Texten über eine neue Wahloption braucht. Vielmehr sollte das Interesse der Bürger zur Beteiligung am politischen Geschehen geweckt werden. Erscheint Mitbestimmung und Veränderung im Großen eher unwahrscheinlich, sind zumindest im Kleinen – auf kommunalpolitischer Ebene – die Möglichkeiten zahlreich und der Einfluss wahrscheinlicher.

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Um auf dem politischen Parkett mitzuwirken, gibt es für die Bundesbürger außerhalb von Parteien und Bundestag einige Möglichkeiten. So hat jeder Bürger politische und bürgerliche Rechte und kann zudem von seinem Petitionsrecht Gebrauch machen. Darüber hinaus darf ein jeder an Kundgebungen und Demonstrationen teilnehmen, sich innerhalb von Bündnissen, Medien, Aktionen und Kampagnen engagieren sowie einzeln oder in Gemeinschaft seine schriftlichen Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen bzw. die Volksvertretung richten. Ein Überblick soll einen kleinen Eindruck der Möglichkeiten vermitteln, zudem soll der Aspekt der kommunalen Einflussnahme – mit beratendem Charakter - beleuchtet werden.

Die Beteiligung in der Kommune Allgemeine Kommunalpolitik Lokale Demokratiegestaltung und kommunale Ausrichtung der Bürgerorientierung wird gewährleistet durch die Kommune als zentraler Ort politischer Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger. Die Arbeit erfolgt über konkrete Verfahren und Instrumente. Beispielhaft seien Bürgerbzw. Einwohnerversammlungen, Bürger- bzw. Einwohnersprechstunden, die Möglichkeit Bürgeranträge (Einwohneranträge) zu stellen, die Einrichtung von Stadt- oder Ortsteilvertretungen und die Mitwirkung von sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern als Sachverständige in den Ausschüssen des Kommunalparlamentes genannt. Beiräte Ebenso bieten vielerorts unterschiedliche Beiräte Möglichkeit zur beratenden Mitwirkung. Bestimmte Bevölkerungs- oder Betroffenengruppen können so den Gemeinderat oder die Verwaltung sachkundig beraten. Bau- und Planungsrecht Einflussnahme kann auch über das Bau- und Planungsrecht bei größeren Bauvorhaben genommen werden. Laut Paragraph 3 des Baugesetzbuches sind die Bürger „möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung eines Geländes in Betracht kommen und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten; ihnen ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben.“ Soll der Plan weiter verfolgt werden, kann die Konkretisierung und beschlussreife Form erst nach Unterrichtung und Anhörung erfolgen, wobei an dieser Stelle nochmals der Hinweis erwähnt sei, dass die genannten Einflussmöglichkeiten beratenden Charakter haben. Bürgerhaushalt In Zeiten klammer Kassen wird in der Regel die Meinung der Bürgerinnen und Bürger bei Beratungen über die Schwerpunktsetzung des Haushalts nicht angehört oder nur geringfügig beachtet. Um der daraus folgenden Politikverdrossenheit und dem abnehmenden Vertrauen in die Demokratie als Staatsform entgegenzuwirken, wird beim Bürgerhaushalts-Verfahren ein Teil des öffentlichen Haushalts unter direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aufgestellt. Somit werden die Bürgerschaft, die Verwaltung und die gewählten Gremien durch ein kooperatives Verfahren miteinander verbunden. Es gibt eine Reihe von Modellen wie Befragungen, Bürgerpanel, Demokratie-/Kompetenz-/Planungswerkstatt oder Stadtteilforen, wodurch diese Beratung der Verwaltung umgesetzt werden soll. 03 14

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Politische Aktionen Petitionsrecht Jede Person hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden. (Artikel 35 Satz 1 Sächsische Verfassung) Innerhalb von Petitionen darf sich jeder Mensch in Deutschland an die Ausschüsse des Bundestags und der Landtage wenden – ob erwachsen oder minderjährig, deutsch oder anderer Herkunft, inhaftiert oder geschäftsunfähig. Mit mehr als drei Millionen Nutzern dürfte die offene, partizipative Petitionsplattform openPetition inzwischen die populärste Option sein, um Politik und Gesellschaft mitzugestalten. Die Petitionen werden von Bürgerinnen und Bürgern erstellt und vertreten, bringen Menschen mit gemeinsamem Anliegen zusammen, fördern Austausch, Vernetzung und gemeinsames Aktivwerden. Generell werden Petitionen vor dem Landtag, der für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählten Vertretung des Volkes, verhandelt. Kundgebungen und Demonstrationen Das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, haben alle Deutschen. Hierbei sind Versammlungen unter freiem Himmel mit einem Vorlauf von 48 Stunden beim zuständigen Ordnungsamt anzumelden; zudem muss die Polizei benachrichtigt werden. Bürgerliche & politische Rechte Dies umfasst die Meinungs- und Informationsfreiheit sowie die Vereinigungsfreiheit. Seine eigene Meinung zu äußern, ohne Verletzung der allgemeinen Rechte oder des Rechtes der persönlichen Ehre anderer steht jedem frei, ebenso das ungehinderte Unterrichten aus allgemein zugänglichen Quellen. Am 1.1.2006 erlangte das Informationsfreiheitsgesetz seine Gültigkeit, wodurch die leichtere Zugänglich- und Einsehbarkeit öffentlicher Akten für Bürgerinnen und Bürger auf Bundesebene gesetzlich geregelt ist. Hinsichtlich der Freiheit zur Vereinigung gibt es in Deutschland laut der Vereinsstatistik von 2008 in Summe 550.000 Verbände und Vereine, in denen sich Menschen organisieren. Daneben ist auch die Zahl informeller Zusammenschlüsse und Netzwerke in beinahe allen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements und in allen Städten und Gemeinden groß. Prinzipiell sinnvoll ist die Rechtsform des Vereins aus haftungsrechtlichen Gründen und wenn die Aktivität kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum vorgesehen ist. Bündnisse, Medien, Aktionen und Kampagnen Soll politisch etwas durchgesetzt werden, gilt es Mehrheiten zu gewinnen. Dafür braucht es die Wahrnehmung der Öffentlichkeit, wobei ein intelligenter Umgang mit den Medien unabdingbar ist. Um das knappe Gut Aufmerksamkeit zu erhaschen, gehören zudem überzeugende Visionen, Kreativität und Phantasie sowie die geeigneten Kommunikationsstrategien. Über Kooperationen und Vernetzung sowie Kampagnen, Aktionen und Veranstaltungen sollen so viele Menschen wie möglich erreicht werden.

Ihre Unterschrift, bitte! openPetition ist eine gemeinnützige Plattform, auf der die verschiedensten Petitionen auf den Weg gebracht werden und die sich über Spenden finanziert. Foto: www.openpetition.de

Auf die Straße Einfache Teilhabe am politischen Geschehen: raus auf die Straße bei Themen, die bewegen – die Masse macht‘s. Foto: Alexandre Delbos / wikimedia.org Die blaue Schleife Sinnbild für eines der wichtigsten Rechte der Bürger hinsichtlich politischen Begehrs.

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Vision für Zwickau Auch in Zwickau dürfte die Einflussnahme auf Ebene der hiesigen Politik möglich sein. Oder zumindest kann sich der interessierte Bürger durch Einsicht in die Protokolle der Sitzungen über das Ratsinformationssystem einen Überblick über Ansichten, Vorgehensweisen, Ablauf und Miteinander der Verwaltung und dessen Beratung verschaffen. In diesem Zusammenhang hat der Stadtrat die beratende Funktion inne – ebenjener wird zusammen mit dem Kreistag, dem Europäischen Parlament und dem Ortschaftsrat am 25. Mai dieses Jahres gewählt. Auch hierdurch können die interessierte Bürgerin und der interessierte Bürger am Politikgeschehen teilnehmen. Für den Zwickauer Stadtrat beispielsweise haben sich im Dezember des letzten Jahres neben dem kommunalpolitisch seit Jahren engagierten Tristan Drechsel weitere einundzwanzig Mitglieder zur Wählervereinigung Bürger für Zwickau zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich um eine nicht-mitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung, die ohne Rechtsform und Organisation zur Kommunalwahl in Form einer „Versammlung wahlberechtigter Anhänger“ antritt. Die Mitglieder entstammen verschiedener bürgerlicher Schichten und unterschiedlicher Ortsteile Zwickaus, vertreten frei von parteipolitischen Abhängigkeiten ehrenamtlich, sach- und zukunftsorientiert die Interessen der Bürgerschaft Zwickaus. Der Fokus der Arbeit liegt schlichtweg auf dem Gemeinwohl, wodurch sich wohl jeder innerhalb der potenziellen Wählerschaft angesprochen fühlen dürfte.Die Wählervereinigung sieht die Stadt als Dienstleister für den Bürger. Bezahlte Kommunalpolitik spielt in den Überlegungen der Wählervereinigung „Bürger für Zwickau“ keine Rolle, sondern Bürgerbeteiligung und das Meistern der Herausforderungen die in den kommenden Jahren im täglichen Leben auf die Zwickauer und ihre Stadt zukommen werden.

Tristan Drechsel Unternehmer und Inhaber der Firma MM Management & Marketing. Seine Devise heißt: “Mache es einfach“.

Die Vision der „Bürger für Zwickau“ ist eine wirtschaftlich und finanziell solide aufgestellte Stadt, die auch für unsere Kinder und Enkelkinder noch lebens- und liebenswert ist. Und das mit einer transparenten und bürokratiearmen Politik für den Bürger und vor allem mit dem Bürger.

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A u f de n Gesc h m a ck g ek o m m e n Text: Jutta Müller | Fotos: Slow Food Deutschland; Jutta Müller | Info: www.slowfood.de ; www.hotel-bock.de

Lecker und aus der Region: Slow Food

Fast Food kennt jeder. Aber wie ist das mit Slow Food? Schon mal gehört? Schon mal gegessen? Dass Slow Food ganz und gar nichts mit langsam kauen und in Zeitlupe essen zu tun hat, sondern auch Sie vielleicht schon die ganze Zeit machen, erfuhr Jutta Müller im Gespräch mit der Besitzerin eines Slow Food-Restaurants. Denn gar nicht weit, in Limbach-Oberfrohna wird nicht irgendwas aufgetischt, sondern etwas, das so gut schmeckt, dass man es gaaanz langsam auf der Zunge zergehen lassen möchte. Also hat Slow Food wohl doch etwas mit Langsamkeit zu tun.

Den Verein Slow Food e.V. gibt es seit 1986. Damals hatte das schon etwas mit Fast Food zu tun. Denn 1986 wurde in Rom die erste Mc Donalds-Filiale im Land von Pizza und Pasta eröffnet. Gerade in Italien, dass ja nicht gerade für seine unleckeres Essen bekannt ist, erregte das Ärger. Bei Carlo Petrini ging der soweit, dass er sich sagte: „Jetzt reicht´s!“ Mit seinen kulinarischen Mitstreitern rief er den Verein als Gegenentwurf für Fast- und Junk Food ins Leben. In Deutschland gibt es den mittlerweile weltweit etablierten Slow Food e.V. seit 20 Jahren. Slow Food geht es vor allem darum, die Vielfalt zu erhalten. Die Schlagworte sind „gut, sauber und fair“. Das steht für gute Produkte, transparente Herstellung und fairen Handel – und um den bewussten Umgang mit pflanzlichen und tierischen Produkten.

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Das Gericht bekommt Gesicht Lebensmittelproduzenten, Händler und Konsumenten sollen zueinander finden, das Gericht auf dem Teller ein Gesicht bekommen. Denn wer weiß schon, von welchem Bauernhof oder aus welchem Stall das Schnitzel auf seinem Teller kommt? Die ganze Theorie kann man in Limbach-Oberfrohna im Hotel & Restaurant Bock dem Praxistest unterziehen. Die Karte bietet an, was die Saison und die heimische Natur gerade bereit halten. „Jetzt ist Winter und es gibt Wintergemüse. Chicoree, rote Bete, Möhren, Pastinaken kommen jetzt bei uns in den Topf und auf den Tisch“, erklärt Restaurantchefin Ute Striegler. Tomaten und Gurken sucht man vergeblich auf der Karte. Die wachsen nun mal gerade in Deutschland nicht. Dafür gibt es sie in getrockneter Form, beim Schnitzel vom Schwein, gefüllt mit getrockneten Tomaten, Knoblauch und Fetakäse. „Das saisonale Angebot in unserem Haus verlangt viele Ideen von den Köchen und fordert die ganze Mannschaft. Die Bedienung muss erklären, warum es keinen Tomatensalat gibt, denn im Supermarkt ist der schließlich auch immer verfügbar“, berichtet die Chefin. Der Verzicht auf Zeit steigert aber auch die Vorfreude - die Vorfreude auf die Tomaten- und Gurkenzeit. Und seien Sie mal ehrlich, die Sommertomaten aus dem Gewächshaus im Kleingarten oder vom Balkon schmecken wirklich besser, als das eingeschweißte Pack aus holländischen Zuchtbetrieben. Mir jedenfalls schmeckt es ausgezeichnet, das Wintergemüse mit Wild vom Wildhandel Müller in Chemnitz. Mein Gegenüber hat mit Blätterteig umhüllten Rücken vom Guidohofschwein auf dem Teller. Das kommt mir bekannt vor. Das habe ich doch vorhin noch auf der Website des Hauses im Ganzen gesehen. „Ja, darauf sprechen uns einige Gäste an und meinen, `das kann man doch nicht mehr essen, wenn man das, was man auf dem Teller hat, vorher lebend gesehen hat´ oder wenn ich das Schwein gestreichelt hätte, könnte ich das nicht mehr essen´ daran merkt man, wie wenig Bezug wir zu dem haben, was wir essen“, erzählt Ute Striegler nachdenklich. Sie wünscht sich einen bewussteren Umgang mit dem, was man isst. Sei es ein Stück Schweinefleisch oder eine Sommertomate. Und irgendwie hat sie recht. Die meisten essen Fleisch. Und immer war das vorher ein Tier und hat gelebt. Es zu sehen, ist nicht abstoßend, sondern die Realität. Warum verschließen wir lieber die Augen davor? Sich dessen bewusst zu sein, würde sicher auch zum Verzicht auf wahllos und billig gekaufte Fleischprodukte führen und dazu, dass Schweineschnitzel auf dem Teller nicht nur als lebloses Stück Fleisch zu sehen.

Ute Striegler Die Restaurantchefin vom Hotel & Restaurant Bock weiß genau, warum der Verzicht auf Zeit auch die Vorfreude auf Qualität ist.

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Nicht nur die Filetstücke rauspicken

Regional ist erste Wahl

Vom Guidohof, einem Demeterhof in der Nähe wurde dem Restaurant kürzlich eben jenes Schwein zur Verarbeitung angeboten. Ein Ganzes. „Wir kaufen auch das komplette Lamm von der Schäferei Götze aus Altmittweida ein. Da ist dann eben nicht nur die Lammschulter oder das Lammfilet zu verarbeiten. Das ganze Tier will verarbeitet werden: zu Lammragout, rosagebratenem Lammrücken, Lammkeulenbraten, Beefsteaks und Eintopf. Das erfordert Wissen, Können und Mut. Denn wie viele Kunden wollen schon etwas anderes als das zarte Filetstück? Dafür braucht man Gäste die das versuchen und sich darauf einlassen“, erläutert die Restaurantfachfrau.

Immer mehr Menschen sind, ohne es zu wissen, Slow Food-Anhänger. Die Wochenmärkte sind gut besucht. Die Biohöfe haben reichlich Abnehmer. Hier und da stehen Abokisten mit saisonalem Obst und Gemüse aus den umliegenden Höfen vor den Haustüren. Die Kartoffeln werden wieder beim Agrarhof geholt, das Wild beim Wildlieferanten des Vertrauens. Und wer seine Biokiste im Guidohof in Uhlsdorf bestellt, der will auch zum Abendessen wissen, woher die Zutaten seines Gerichtes kommen. So ist bei allen Speisen auf der Karte des Limbacher Restaurants die Herkunft mit angegeben: „Geschmorte Rehkeule aus dem Marienberger Forst, Kross gebratenes Forel-

Ein Tier besteht schließlich aus mehr als nur Filetfleisch. Auch bei dem Schwein, dass auf der Website zu sehen war, musste sich das Hotel Bock beweisen: „Die meisten wollen nur Schweinefilet, Rückensteak oder Schnitzel. Auch das gibt es natürlich bei uns. Ein Schwein hat aber auch jede Menge Bauchfett. Wer bestellt heutzutage schon noch fettiges Fleisch?“ An Kreativität mangelt es im Hause Bock aber nicht, und so steht für die Hotelgäste hausgemachte Leberwurst zum Frühstück bereit, auf der Karte sind Hackbraten, Sülze und ein leckerer Schweinerollbraten zu finden - der ist zwar relativ fettig, hat aber auch seine Liebhaber. Auch das hat eben etwas mit Achtung des Lebens und der Tierwelt zu tun. Auch ich merke langsam, wie wenig so ein Stück Schweinelende im Vergleich zum ganzen Tier eigentlich ist. Im Supermarkt liegen die Schweinefilets in Mengen nebeneinander. Verpackt, vakuumiert. Zwanzig Stück. Das sind zwanzig Schweine, die dran glauben mussten. Und dieses Fleischstück ist nur das Minimalste. Was wird mit dem Rest? Im Hotel Bock wird nichts Abgepacktes gekauft. Und wer statt der fertigen Hähnchenbrust eine ganze Gans verarbeiten will, der erinnert sich gern an lang vergessene oder ausgefallene Rezepte, wie Gänseklein oder Salat mit Entenmagen. „Wir wollen das komplette Tier sehen und nicht nur die Spezialitäten, aber das stellt unsere Küche auch vor personelle und zeitliche Herausforderungen“, muss die Slow Food-Verfechterin zugeben.

Slow Food Deutschland Convivium Südwest-Sachsen Annaberger Str. 585, 09125 Chemnitz suedwestsachsen@slowfood.de

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Slow Food - Eine Philosophie o.: Ökologische und biologische Herstellung sind die Grundlagen gesunder Ernährung. re.: Die Leitmesse von Slow Food Deutschland – jedes Jahr im Frühling in Stuttgart. u. li.: Das Slow Food Magazin steht für nachhaltige Lebensmittelproduktion und bewusste Ernährungsweise.

lenfilet vom Fischereihof Lokotsch an Fenchel-Chicoree-Gemüse vom Guidohof Uhlsdorf.“ Selbst der Kaffee, so lese ich, wird in Sachsen, gleich um die Ecke, bei der „Kaffeefee“ in Wüstenbrand geröstet. Abgehobenes oder Schickimicki-Speisen sucht man vergeblich auf der Karte. Denn Slow Food heißt eben auch, sich dem Althergebrachten und Typischen der Region zu widmen, die regionale Esskultur in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten. Wickelklöße, Zunge, Quarkkäulchen, Kartoffelpuffer - gern modern abgewandelt haben so im Hotel Bock den Weg ins Speiseangebot gefunden.


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Essen ist Ver trauenssache Seit Oktober gibt es den Slow Food-Genussführer, der über nahegelegene Slow Food-Restaurants informiert. Viele Gäste haben darin auch das Hotel & Restaurant Bock entdeckt. Denn Essen ist schließlich Vertrauenssache. Nicht zuletzt durch immer häufiger auftretende Allergien auf Lebensmittelzusätzeoder -bestandteile. Oft sind die aber hausgemacht, denn Laktose zum Beispiel wird vom Menschen mit fortschreitendem Alter immer schlechter vertragen. Das war schon immer so. Mit dem normalen Milchkonsum kann man da jedoch kaum eine totale Intoleranz hervorrufen. Laktose, also Milchzucker, ist aber mittlerweile in unzähligen Fertigprodukten zugesetzt. Dieser Overkill kann dann schließlich dazu führen, dass selbst normale Milchprodukte kaum noch vertragen werden.

Gästebewir tung mit Herz, Seele und 20 Jahren Er fahrung Seit über zwei Jahrzehnten ist Ute Striegler bereits in der Gastronomie tätig. Das Haus in Limbach eröffnete die gelernte Restaurantfachfrau und studierte Betriebswirtin schon vor 13 Jahren. 2006 hörte sie das erste Mal von der Slow Food-Bewegung. Mit der frischen Küche und dem Kochen hatte sie sich schon lange beschäftigt. Mit einer Sinnesgenossin gründete sie ein Jahr später ein Slow Food-Convivium in Chemnitz. „Das ist eine Tafelrunde, von denen es in Deutschland verteilt viele gibt. Die Mitglieder bestehen nicht ausschließlich aus Gastronomen. Wer sich für diese Art von Ernährung, Anbau und Verwendung von Landwirtschaftsprodukten interessiert, kann Mitglied werden“, erklärt Ute Striegler. Der Verein verbindet Menschen, die sich mit dem Thema Genuss, Vielfalt und fairem Handel beschäftigen. So finden sich im Chemnitzer Convivium unter den 95 Mitgliedern Bauern, Bäcker, Fleischer, Genießer und Hobbyköche. Und es kommen immer mehr junge Leute, die sich für das Thema interessieren, freut sich Frau Striegler: „Sie machen sich Gedanken, treffen sich zuhause zum Backen, probieren alte Rezepte von der Oma aus.“ Und schließlich ist Selbstgekochtes auch nicht teurer als fertige Gerichte. Im Gegenteil. Wenn man sich überlegt, was eine 5-Minuten-Terrine oder Brühwürfel kosten und man das mit einem selbst gemachten Eintopf vergleicht... Die Zeitersparnis ist natürlich bei den Fertigprodukten nicht von der Hand zu weisen – aber kochen kann ja Spaß machen.

Auf wärmprodukte haben in Restaurants nichts zu suchen „Natürlich kann man ganz schnell kochen, indem man das fertige Brühepulver aus der Tüte nimmt. Natürlich kann man Convenience-Produkte verwenden, die man kurz in den Kombidämpfer und dann auf die Teller der Gäste gibt. Das war aber nie unser Ansinnen“, erzählt die engagierte Restaurantbesitzerin, die seit 2008 auch geprüfte Sommelière ist. Im Hotel Bock wird vor Ort ausgewählt, eingekauft und frisch gekocht. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, möchte man meinen. Doch in der heutigen Gastro-Landschaft gehen mehr und mehr Restaurantketten dazu über, in einer zentralen Großküche vorzukochen und die Speisen portionsweise und vakuumverpackt an die Häuser auszuliefern. Dort spart man nicht nur Geld für frische Zutaten, sondern auch gleich den Koch. Auftauen oder erwärmen und mit Petersilie garnieren - das kann schließlich fast jeder. Das einzig Frische an den dennoch oft teuren Gerichten, ist dann das Büschel Dekogrün. Von der Qualität der Speisen her, wäre allerdings eher ein Preis im Bereich der Schülerspeisung angebracht.

Junge Köche braucht das Land Doch Köche zu finden, die mit Leidenschaft, Herz und vor allem meist am Wochenende in der Küche stehen, wird immer schwerer. Dabei erfordert der Beruf des Kochs im Slow Food-Restaurant in Limbach-Oberfrohna eigentlich all das, was man sich wünschen kann: Kreativität ist gefragt, Warenkenntnisse, Anbauund Zuchtkenntnisse, ein bisschen Chemie, Mengenkalkulation, Technik und Handwerk. Denn wenn im Hotel Bock eine Brühe aufgesetzt wird, dann kommen genau wie es Köche schon vor 50 Jahren gelernt haben, Gemüseabschnitte und Knochen hinein und kein einziger Suppenwürfel. Wer sich von den regionalen und saisonalen Köstlichkeiten in Limbach inspirieren und verwöhnen lassen möchte, kann das zum Beispiel jeden zweiten Sonntag am Kartoffelbuffet tun und bei vielen unbekannten Kartoffelsorten und -spezialitäten auf den Geschmack kommen. Zu Ostern wartet am Karfreitag ein Fischmenü und am Ostermontag der Osterbrunch auf die ganze Familie, denn dann wird schon mit den Kleinen gebastelt und gemeinsam gekocht – Slow Food natürlich. 03 14

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1 5 . 0 0 0 Euro S p e n de z u r D i g i t a l i s i e r u n g Foto: Alter Gasometer | Info: www.alter-gasometer.de

Zwickau | Bis vor kurzer Zeit waren analoge 35mm-Filme noch in den meisten Kinos im Einsatz, doch mit der Digitalisierung der Kinolandschaft hat sich das geändert: nun sind die meisten Filme nur noch digital erhältlich. Das betrifft nicht nur neue Filme, sondern auch etwa frische Restaurierungen alter Klassiker! Da viele Filmproduzenten und -verleiher hierbei ausschließlich auf DCI (Digital Cinema Initiatives) setzen, werden Kinos, die diesen Standard nicht erfüllen, nicht mehr mit Filmen versorgt. Für das Kino Casablanca im Alten Gasometer ist das eine Katastrophe. Denn als nichtkommerzielles Kino werden dort Filme abseits des Mainstreams gezeigt, Bezüge zu aktuellen und historischen Ereignissen hergestellt und Filmvorführungen mit Gesprächsrunden kombiniert. Das kleine Kino fällt jedoch durch die Förderrichtlinien der FFA (Filmförderanstalt). Eine komplette Umstellung auf die neue Technik würde bis zu 100.000€ kosten. Es soll versucht werden, mit neuer Projektionstechnik und einem modernen Blu-Ray Zuspielsystem mitzuhalten. Einige Kinos arbeiten bereits an einer Alternative zum DCI-Standard dem „A-Cinema“ das „Alles-Kino“, welches das Abspielen des DCI-Formates auch auf leistungsfähigen Computern ermöglicht. Damit wäre es möglich, auch im Alten Gasometer weiterhin neue Kinofilme auf hohem Niveau und zu erschwinglichen Preisen zu zeigen. Aktuell gehen die Verantwortlichen von Investitionskosten in Höhe von 15.000 Euro aus, die über Spenden und Fördermittel aufgebracht werden sollen.

J u g e n d b r a u c h t W i r tsc h a ft W i r tsc h a ft b r a u c h t J u g e n d Info: www.jugendring-westsachsen.de

Lichtentanne | Welche Freizeitangebote gibt es im Landkreis für Kinder und Jugendliche? Sind sie ausreichend und für alle Kinder zu erreichen? Der Dachverband Jugendring Westsachsen e.V. traf sich mit Vertretern aller Fraktionen und Vertretern sozialwirtschaftlicher Einrichtungen, um genau diesen Fragen nachzugehen. Schnell wurde klar, dass die vor zwei Jahren im Kreistag verabschiedete Jugendhilfeplanung nur zum Teil umgesetzt wurde. Gerade mal etwas mehr als die Hälfte der im Plan stehenden Mitarbeiterstellen für Jugendarbeit gibt es bis dato tatsächlich. Doch ohne Mitarbeiter keine Angebote. Auch wenn die Jugendlichen selbst bereit sind, ehrenamtliche Arbeit im Jugendclub zu leisten, brauchen sie Ansprechpartner und Menschen die sie unterstützen. Die Reduzierung der Mitarbeiter in der Jugendarbeit lässt sich auch nicht mit dem demografischen Wandel begründen, denn sie wurde stärker reduziert, als die Anzahl von Kindern und Jugendlichen gesunken ist. Doch Freizeitangebote sind nicht das „Sahnehäubchen“, sondern wichtige Lernorte für Kinder und Jugendliche. Dort wird ihnen abseits vom Elternhaus etwas zugetraut, sie haben den Freiraum sich auszuprobieren, Verantwortung und Engagement zu entwickeln.

„Und weil eben dieses verantwortliche Handeln später von Ausbildungsbetrieben, Unternehmen und den Kammern der Wirtschaft geschätzt und gefordert wird, braucht es auch ihr Engagement als Partner und Förderer.“ Mit vereinten Kräften wird es besser gelingen, mehr Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen und den Jugendhilfeplan endlich umzusetzen. Ein erster Schritt ist getan. Die regionale Politik konnte für das Thema sensibilisiert werden. Und mehr als das: Alle Fraktionen zeigten sich interessiert und offen, den Kindern und Jugendlichen mehr Unterstützung zu gewähren. Denn Jugendförderung ist eben auch Standort- und Wirtschaftsförderung.

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U n te r we g s i n F a m i l i e Fotos: Mandy Gillmeister | Info: www.trinchen-und-matz.de

Zwickau | Das gastronomische Angebot für Familien, in denen sich auch die Kleinen wohlfühlen und umherschwirren dürfen, ist in unserer Stadt überschaubar. Abseits der innerstädtischen Wege bietet das Mütterzentrum Platz für Mama und Kind und hält Gastronomie in vom Spielbereich räumlich getrenntem Essensraum vor. In der Innenstadt finden sich in einigen Lokalen Spielecken oder vereinzelt Spielsachen, wie in der Paula oder im Alex. Ein Café allein für diesen Zweck – dass Kinder und Begleiter sich wohlfühlen und Tee, Kuchen, Kaffee und Waffeln genießen können – gibt es nun seit Ende letzten Jahres in der Hauptstraße 54. Die Räume von „Trinchen und Matz“ sind freundlich und liebevoll gestaltet, mit einem Indoor-Sandkasten ausgestattet, laden mit Büchern und Spielsachen ein. Das entspannte Ambiente kann wöchentlich von Montag bis Freitag von zehn bis achtzehn Uhr genossen werden, zudem lädt die Kulturpädagogin Constanze Gröber seit neustem auch am ersten und dritten Samstag des Monats zum Familienfrühstück in ihre lauschigen Räume ein (nach Voranmeldung bis Donnerstagabend). Und mit Ankunft der warmen Jahreszeit können andere Geburtstagstrinchen und -mätze mit ihren Freunden nicht nur im Innenbereich durch die Räume jagen, auch im Außenbereich wird die blinde Kuh auf der Terrasse grasen oder die Häschen in der Grube hüpfen können.

S m a r te r f a h r e n Foto: Ekoio | Info: www.ekoio.com

Zwickau | Ein Start-up der Westsächsischen Hochschule Zwickau hat ein Fahrassistenz-System entwickelt, das Autofahrern helfen soll, Kraftstoff zu sparen. Unter der Marke „Ekoio – Your Car In Your Pocket“ haben die Hochschulabsolventen ein Tool entwickelt, dessen zentraler Bauteil ein Stick ist, der ohne weitere Hilfsmittel an die Diagnosebuchse des Fahrzeugs angeschlossen werden kann. Der Stick liest dabei die Daten des Bordcomputers sowie GPS-Daten aus und sendet sie via Bluetooth an eine extra konzipierte SmartphoneApp. Das Smartphone gibt dem Fahrer dann wertvolle Hinweise über Verbrauch, CO2-Ausstoß und Verschleiß des Autos. Mit der Handy-App soll der Fahrer lernen, möglichst ökologisch und kosteneffizient zu fahren. In Kooperation mit einem großen Carsharing Anbieter aus Leipzig entstehen aktuell die ersten Prototypen, die anschließend Tests durch eine geschlossene Kundengruppe durchlaufen. Zielgruppe sind neben Carsharing-Anbietern auch Autovermietungen, Versicherungen und Flottenkunden, die durch das herstellerunabhängige System ihren Kunden oder Mitarbeitern bei sparsamer Fahrweise und sorgsamem Umgang mit den Fahrzeugen einen Tarifbonus gewähren können.

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E l ste r p e r l e n g l a n z Foto: Tourist Information Greiz | Info: www.greiz.de

Greiz | In der Perle des Vogtlandes, der schönen Stadt Greiz, findet getreu dem Aufruf zu Bürgerengagement und Eigeninitiative am 26.April 2014 das 1. Greizer Elsterperlenglanz CITO statt. Gemeinsam mit der Stadt Greiz und der Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben“ hat sich die Greizer Geocaching Gemeinde etwas Besonderes einfallen lassen: Bei N 50° 39.154 E 012° 12.235 beginnen alle „Schatzsucher” ab 9 Uhr, dem Hainberg ein wenig von seiner alten Schönheit zurückzugeben. Denn CITO steht für „Cache in, Trash out“ und verbindet das Geocaching mit dem Verschönern und Aufräumen von verunreinigten und verwahrlosten Orten, die dann auch wieder als 1A Geocache-Reviere taugen. Ort des Geschehens ist der Hainberg, wo einst der letzte Galgen stand und heute einer der schönsten Blicke auf die Stadt auf den Besucher wartet. Der gemeinsame Auftrag lautet: Wege beräumen, Bänke auf Vordermann bringen, Zäune bauen, eine verlassene Gartenanlage in Ordnung bringen und dem Hainberg-Park zu neuem, altem Glanz verhelfen. Unterstützung wurde versprochen: Die Stadt stellt Werkzeug und Mülltüten zur Verfügung, die gesammelte Hinterlassenschaft wird anschließend weggefahren und fachgerecht entsorgt. Nach dem Aufräumen findet eine Dankeschön-Party statt.

I n M ü l se n öff n e n

H i st o r i sc h e

K ü n ste W e l te n

S c h n i tze l j a g d Info: www.gemeinsamzieleerreichen.de

Foto: Stadtverwaltung Plauen | Info: www.plauen.de

Mülsen | Der Verein „Gemeinsam Ziele erreichen e.V.“, die Schule im Mülsengrund und das Daetz-Centrum Lichtenstein arbeiten künftig zusammen. Im Rahmen eines Förderprogrammes soll gemeinsam mit den Schülern eine „Klang-Wand-Murmel-Bahn-Reise“ entstehen. Unter dem Titel „Künste öffnen Welten“ werden auf lokaler Ebene Kooperationen aus Kultur, sozialräumlichen Partnern und Schule oder Kita als Partner des Ministeriums für Bildung und Forschung auf die Beine gestellt. Diese Bündnisse setzen leicht zugängliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche um, die weniger Bildungschancen haben. Mit den Schülern der Mülsener Förderschule für Erziehungshilfe und dem ebenfalls aus Mülsen stammenden Künstler Swen Kaatz soll eine hölzerne Installation zum Spielen und Lernen entstehen. Der als Geschichtenschnitzer bekannte Holzkünstler eröffnet mit seiner Arbeit eine spannende Möglichkeit der Entfaltung und Förderung kreativer Talente. Mit kleinen Schritten sollen so Erfolge geschaffen werden. Eine abschließende öffentliche Präsentation wird einem breiten Publikum das Ergebnis des gemeinsamen Projektes vorstellen.

Plauen | „Die längste historische Schnitzeljagd der Welt“ heißt die frisch erschienene Broschüre von Laurent Guillet, die er Anfang Februar dem Plauener Oberbürgermeister überreichte. Mit dem 60-seitigen Buch wird Geschichte erlebbar gemacht – denn die Teilnehmer dieser länderübergreifenden Schnitzeljagd bewegen sich auf einer etwa 2000 Kilometer langen Route zwischen Frankreich, den deutschen Orten Bad Liebenwerda und Mühlberg an der Elbe, Hartmannsdorf, Lengenfeld und Plauen sowie dem tschechischen Litvinov und Most. Der Weg folgt den Spuren Joseph Santerres, eines ehemaligen Zwangsarbeiters aus der NS-Zeit. Der Herausgeber des Werkes ist sein Großneffe. Um „Geschichte erstarren zu lassen“ ließ er an acht Orten, die mit dem Schicksal von Joseph verbunden sind, Gedenktafeln errichten. „Wer an allen acht Punkten war, erhält am Ende eine Urkunde“, erläuterte Laurent Guillet. Dafür muss das Buch, das für drei Euro im Vogtlandmuseum erhältlich ist, mit den gesammelten Stempeln eingeschickt werden.

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„ D u b i st a u s Z w i ck a u , we n n D u we i S S t , d a ss . . . “ Fotos: Stadtarchiv Zwickau

Zwickau | Fern ab von der Heimat entstand die Idee aus großer innerer Verbundenheit zu der Schumann-Stadt – und weil sowas ja anderswo auch getan wird und einfach schön ist. Einfach schön, sich mit anderen Menschen wieder verbinden zu können, nachdem der Heimat der Rücken zugewandt worden ist. Und schön, dann gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, Andenken auszutauschen, Bilder von damals zu teilen und zu sichten. Oder auch um Aktuelles zu teilen. Am 31.1.2014 war sie dann geboren, die facebook-Gruppe „Du bist aus Zwickau, wenn Du weißt, dass...“. Eine Woche später ist dazu aufgerufen worden, sich als Administrator zu melden, um die Arbeit aufteilen zu können und eine anständige Betreuung zu gewährleisten. Das Team war schnell zusammengestellt. Und bereits anderthalb Wochen nach Gruppengründung hatten sich 2000 Mitglieder eingetragen – zum gemeinsamen abschweifen in Präteritum.

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B o b D y l a n i n de r S c h u m a n n st a dt Foto: MLK | Info: www.kultour-z.de

Der bedeutendste und einflussreichste Musiker der Rock-Ära gibt sich die Ehre: Auf seiner Deutschlandtour gastiert der Superstar in nur vier Städten - eine davon ist Zwickau! Der Ausnahmekünstler und Songschreiber des Jahrhunderts war Wegbereiter der Folk- und Rockmusik und verkaufte mehr als 110 Millionen Tonträger. DylanSongs sind nicht nur Klassiker, sondern lebensnahe Dichtung. Viele von ihnen sind in die amerikanische Literatur eingegangen: „Like a Rolling Stone“, „Chimes of Freedom“ oder „Blowin’ in the Wind“, das von Künstlern wie Joan Baez oder Pete Seeger interpretiert wurde. Die New York Times bezeichnete Bob Dylan als „Shakespeare des 20. Jahrhunderts“, denn seine Texte befreiten die Rockmusik von ihrer Banalität. Ende Februar erscheint Dylans legendäres Konzert vom 16. Oktober 1992 im New Yorker Madison Square Garden unter dem Titel „The 30th Anniversary Concert Celebration – Deluxe Edition” erstmals auf DVD und Blu-ray. Ein Highlight für jeden Bob Dylan-Fan, das nur noch vom Besuch seines Live-Auftrittes am 3. Juli 2014 in der Stadthalle Zwickau getoppt werden kann.

V e r a b r ed u n g i m R u sse n p u ff Foto: Carsten Nüssler | Info: www.kultour-z.de

Der Dresdner Autor und Regisseur Holger Böhme, der u.a. auch die Kunstfigur „Ilse Bähnert“ mitentwickelte, schrieb die Vorlage zu diesem ungewöhnlichen Abend, der seit Jahren regelmäßig die Zuschauer in ausverkauften Häusern begeistert und mittlerweile Kultstatus erreicht hat: „Schwarze Augen – Eine Nacht im Russenpuff“ zeigt Tom Pauls als Semjon Alexandrowitsch und sein schießwütiges Faktotum Kusma (Detlef Rothe), die in Deutschland ein Etablissement mit ganz besonderem Anspruch eröffnen. Die Damen, die sie präsentieren (Katrin Weber, Katrin Weber, Katrin Weber...), verstehen ihr Gewerbe in jeder Lage: Sie können tanzen und singen, lachen und trinken – mit und ohne... Alkohol. Beste Unterhaltung ist garantiert in einer Show zwischen Revue und Estrade, zwischen Samowar und Kalaschnikow, in einem etwas sonderbaren russischen Puff – am Rande des Nervenzusammenbruchs! Die Türen des Russenpuffs öffnen sich am 04. Juni 2014 um 20 Uhr im Zwickauer Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“.

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L a n g e N a c h t de r T ec h n i k Fotos: Veranstalter | Info: www.fh-zwickau.de, www.horch-museum.de

Technik zum Anfassen, Forschung zum Erleben, Experimente zum Mitmachen - das August Horch Museum und die Westsächsische Hochschule Zwickau veranstalten zum dritten Mal die „Lange Nacht der Technik“. Erstmals wird die Hochschule dabei ihre Angebote auf dem Innenstadtcampus präsentieren. Rund um die Aula in der PeterBreuer-Straße warten spannende Einblicke in die Welt der Wissenschaft und Ingenieurskunst auf Sie. Für den passenden Rahmen sorgen Nachwuchsbands mit Live-Musik. Dazu gibt es leckere Cocktails und Grillspezialitäten. Damit Sie als Besucher bequem zwischen beiden Einrichtungen pendeln können, wird ein kostenloser Busshuttle zwischen dem Horch-Museum und der Innenstadt zur Verfügung gestellt. Der Eintritt ins August Horch Museums ist an diesem Tag zum reduzierten Preis von 3,50 Euro möglich. Der Besuch des Campus der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist kostenfrei. Kleine und große Technikfans sollten sich den 11. April 2014 vormerken und von 18 bis 1 Uhr durch die „Lange Nacht der Technik“ stromern.

T h e a r t i st , f o r m e l y k n o w n a s He l g e S c h n e i de r Foto: Veranstalter | Info: www.kultour-z.de

Nachdem er kürzlich so angesprochen wurde, hat Helge beschlossen, ab sofort als Pretty Joe auf Tournee zu gehen. Damit er dabei nicht allein vor dem Vorhang steht, hat er seine neue siebenköpfige Band „Die Dorfschönheiten“ ebenfalls bühnenfein herausgeputzt. Neben den Hits seines Erfolgsalbums „Sommer, Sonne, Kaktus“, mit dem der Komiker sogar die Spitze der deutschen Album-Charts eroberte, werden Helge & seine Freunde auch ihre Kultklassiker mit neuer Melodie und anderem Text spielen: Ob Katzeklo oder Wurstfachverkäuferin, Telefonmann oder Fitze, Fatze entscheidet Pretty Joe erst auf der Bühne. Bei so einer Show darf Stimmungstänzer Sergej Gleithmann natürlich nicht fehlen. Er hat neben seinem Tanzgewand auch die neuesten Steps im Gepäck. Wenn die Tanzwut dann allzu durstig gemacht hat, packt Teekoch Bodo freigebig feinsten Theatertee aus. Sie sehen also: Es ist angerichtet! Nix wie hin, am 29. März 2014 zu Helge Schneider in der Stadthalle Zwickau. 03 14

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D a s F est de r F este Foto: Jürgens & Partner | Info: www.kultour-z.de

Volksmusik macht Spaß - auch wenn´s nicht jeder zugibt. Unter genau diesem Motto geht Florian Silbereisen zu seinem zehnjährigen Bühnenjubiläum auf Deutschlandtour und feiert ein ganz besonderes Highlight: Für das Fest der Feste wurde ein völlig neues Programm zusammengestellt. Mit dabei sind der österreichische Superstar DJ Ötzi und die Senkrechtstarter von voXXclub! Eines seiner Erfolgsgeheimnisse, dass auch beim Fest der Feste im Reisegepäck ist: Florian Silbereisen ist nicht nur Moderator sondern Showmaster, er kündigt Unterhaltung nicht nur an, er sorgt selbst für Unterhaltung – zum Beispiel mit spektakulären Rekorden und ungewöhnlichen Aktionen: „Ich freue mich auf eine Show mit ganz viel Energie und Stimmung! Wir werden dafür sorgen, dass alle Zuschauer mitmachen und mitfeiern!“ Der Showmaster präsentiert das Fest der Feste am 09. März 2014 um 20 Uhr in der Stadthalle Zwickau.

A u sb i l d u n g e n a n de r E u r o - Ak a de m i e Z w i ck a u Foto: Euroakademie | Info: www.euroakademie.de/zwickau

Seit 1995 sind die Euro-Schulen in der Region Zwickau Bildungsträger für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Seit Dezember 2013 tragen alle beruflichen Erstausbildungen den Namen „Euro-Akademie Zwickau – Die Akademie der Euro-Schulen-Organisation“. „Staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in“ und „Staatlich anerkannte/r Erzieher/ in“ sind die Abschlüsse, die angeboten werden und in einer schulischen Vollzeitausbildung von Montag bis Freitag konzipiert sind. Praxisnahe Arbeit in vielen Einrichtungen in und um Zwickau sind wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Kooperationsverträge mit Partnern, wie Kindertagesstätten oder dem Theater Plauen-Zwickau bilden den Kern der berufspraktischen Arbeit. Für einen Ausbildungsplatz können sich Schüler mit Realschulabschluss oder Abitur bewerben. Über alle weiteren Details kann man sich vor Ort zu den „Tagen der offenen Tür“ am 15. März 2014 und am 5. April 2014 jeweils von 9 bis 12 Uhr oder zu den „Tagen der Berufsberatung“ am 25. März 2014 und 6. Mai 2014 von 15 bis 17 Uhr informieren. Anzeigen

– Die Akademie der ESO –

Unsere Ausbildungen: Staatl. geprüfte/r Sozialassistent/in (1 und 2 Jahre) Staatl. anerkannte/r Erzieher/in (3 Jahre/inkl. Fachhochschulreife)

Staatl. anerkannte/r Erzieher/in (4 Jahre berufsbegleitend)

Einladung zum Tag der offenen Tür

15. März 2014 und 5. April 2014, jeweils 9:00 – 12:00 Uhr

Tag der Berufsberatung

25. März 2014, 15:00 – 17:00 Uhr

Euro Akademie Zwickau · Max-Pechstein-Str. 29 · 08056 Zwickau

www.euroakademie.de 03 14

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„ K ö r p e r we l te n “ e r st m a l i g i n D r esde n Foto: Institut für Plastination, Heidelberg | Info: www.koerperwelten.de

Magie, Magie Foto: Veranstalter | Info: www.kultour-z.de

Die Großmeister der Zauberei gehen auf Deutschland-Tour! Mit ihrer ersten Deutschland-Tournee vor gut einem Jahr begeisterten die EHRLICH BROTHERS mehr als 55.000 Zuschauer. Nun legen die Magier nach und gehen mit ihrer Erfolgsshow „Magie – Träume erleben“ erneut auf große Deutschland-Tour. 13 nationale und internationale Auszeichnungen haben die kreativen Zauber-Brüder bereits erhalten, 2004 wurden sie wie zuvor Siegfried & Roy und Copperfield als „Magier des Jahres“ ausgezeichnet. Mit ihrem unvergleichlichen Stil und einer Extraportion Charme haben die EHRLICH BROTHERS die Welt der Magie in ein neues Zeitalter geführt. Ihre Tricks sind sensationell, der technische Aufwand atemberaubend. Zuschauer von sechs bis 99 Jahren ziehen die zwei sympathischen Künstler damit im Handumdrehen in ihren Bann. Noch nie haben deutsche Magier eine solch aufwendige Tournee durchgeführt, wie sie am 28. März 2014 ab 20 Uhr in der Stadthalle Zwickau zu erleben sein wird.

Mehr als 38 Millionen Besucher haben sich bereits ein Herz gefasst und sie besucht: die Präparate-Ausstellung des Dr. Gunther von Hagens, die sich dem menschlichen Herzen widmet. Sein dichtes Netz aus Arterien, Venen und Kapillaren misst über 96.500 Kilometer – hintereinander geknüpft könnte man die Erde damit mehr als zwei Mal umwickeln. Das Hochleistungsorgan ist der Motor unseres Lebens und das Zentrum des Herz-Kreislauf-Systems. Doch mittlerweile bezeichnet die WHO Bluthochdruck als die am weitesten verbreitete, jedoch vermeidbare Krankheit. Genau hier setzt die thematisch spezialisierte Ausstellung an. Sie zeigt, wie bereits kleine Änderungen in unserem täglichen Leben große Auswirkungen auf den Gesamtzustand unseres Körpers und unser Wohlbefinden haben. Mehr als 200 Präparate bieten Ihnen einen einmaligen und unvergesslichen Blick in das Innenleben des Körpers, auf einzelne Organfunktionen und die häufigsten Erkrankungen. Vom 24. Januar bis 4. Mai 2014 präsentieren der Erfinder der Plastination Dr. Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley die Themenausstellung „Körperwelten – Eine Herzenssache“ erstmalig in Dresden, auf dem Gelände der Zeitenströmung.

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22.00 Uhr Moccabar, Zwickau

Sa

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22.00 Uhr Stadthalle, Limbach-O.

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22.00 Uhr Nachtwerk, Zwickau

Sa

Maskenball

Impulsiva

Mission: Feier frei

Faschingszeit muss nicht immer einen Käfig voller Narren bedeuten: Der 1. Maskenund Kostümball gibt sich betont stylisch bei House-Music, Black, Rock und PartyClassics von 3 DJ’s! Nur mit Kostüm oder Maske kann man an der Veranstaltung teilnehmen und damit incognito die Tanzfläche unsicher machen und flirten. Das Erlebnis in der Stadtvilla beginnt um 22 Uhr und begrüßt nur verkleidete Gäste! Tickets gibt es für 5€ im Vorverkauf bei Five Crown, Sportpark und Conny’s Dekostudio! DJ Dirk Duske und DJ Special K sorgen dabei mit ihrem unverwechselbaren Partysound für die richtige Stimmung und Tanzlaune unter den verkleideten Gästen.

Die nächste Auflage der Impulsiva steht vor der Tür und wartet darauf, wieder schlaflose Nächte zu garantieren. Erstmals mit dabei sind die Jungs von Raumakustik mit einem abgefahrenen Liveset! Das schreit nach Headliner! Mit ihrem Hit „Glaub mir doch“ konnten sie dies unter Beweis stellen – nicht nur in ihrer Nachbarschaft – sondern über städtische und sächsische Grenzen hinaus. „Showing“, „Traumtanzen“ und ihre Naturburschi-EP sind als weitere „grenzüberschreitende“ Schritte zu verstehen. Auch wieder bei der Sause dabei die Residents: Dirk Duske, DJ Ron, DJ Maxim und FLDSND. Auch Lazy Leg - DJ hat den Sprung vom Newcomer zum Wiederholungstäter geschafft.

Das Nachtwerk versorgt alle Nachtschwärmer mit dem Besten, was die „Feierszene“ zu bieten hat und holt hochkarätge Größen in die Region. Manuel Baccano - dieser Name steht für einen Multifaced-DJ, einen hochtalentierten Produzenten, eine stilvolle Rampensau und den Inhaber von BIKINI-Records! Seine Singles „Great Commandment“, „Hypnotic Tango“ oder „Make Your Move“ erreichten Top 10 Positionen in den wichtigen Dance Charts. In seinen DJSets spannt sich ein Bogen von proggy, techy und housigen Elementen. Manchmal groovy, manchmal erhebend. Egal ob Bigroom, Club, kleine oder große Festivals – immer der Mann mit dem richtigen Sound.

www.mocc-klub.net

www.impulsiva.de

www.disco-nachtwerk.de

party & event

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Sa

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Schwarze Tanznacht Wer düstere Musik liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. DJ Marsel und DJ Raschy legen alles auf, was die Schwarze Szene musikalisch zu bieten hat, von Gothic und Mittelalter bis hin zu Electro und Industrial. 22.00 Uhr Club Zooma, Plauen My Lucky Revolutions In fröhlicher Erinnerung und in schriller Vorfreude auf die kommende Festivalsaison heizen die DJs mit den beliebten Musikrichtungen von My Lucky Revolutions dem feierwütigen Publikum so richtig ein. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Dark Dimension DJ Matrix und D.Flo legen auf zwei Floors alles auf, was die Herzen der Gothicfans begehren. Hier verbindet sich neues mit altem Indi, Wave und 80er.

22.00 Uhr Nachtwerk, Zwickau Orgia Bizarre Ausgefallene Performances, spezielle Deko, heiße Girls, die in Käfigen tanzen und natürlich die Gäste des Abends, die zum Teil der Obsession werden. Zur Rot-Kreuz-Edition machen wir es Euch noch leichter Teil der Party zu werden. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf und interpretiert das Motto ganz nach Eurem Gusto! Ein heißer Abend ist garantiert.

01.03.2014 1. MASKEN- & KOSTÜMBALL VVK für 5 Euro bei Fivecrown & im Sportpartk Zwickau! AK: 7 Euro

Einlass: 22.00 Uhr www.mocc-klub.net facebook.com/moccklub

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Mo

Dass dies durchaus auch auf die Musik aus unseren Landen zutrifft, darüber wird viel zu selten nachgedacht. Grund genug dies heute nachzuholen! Um eins klar zu stellen, es geht nicht ausschließlich um deutschsprachige Musik!

08 22.00 Uhr Römer, Steinpleis Nachthemdenball Zum mittlerweile 38. Mal findet diese liebgewonnene Traditionsveranstaltung statt und gehört längst nicht zum alten Eisen. DJ Bundy und Engel B sorgen für musikalische Unterhaltung und die Cheerleader liefern eine aufregende Tanzperformance. Info: www.tanzcafe-zum-roemer-steinpleis.de

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Fr

22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau L‘Orchestre Noir Zu dieser Party kommen die Fans der Schwarzen Szene voll auf ihre Kosten. Es gibt Neofolk, Heavenly Voices, Ritual, Dark Ambient & Dark Classics mit DJ Blixa, Eric Sator & D.Flo.

22.00 Uhr Glashaus, Adorf Dein Glashaus Freutag Es ist soweit! Zum ersten Freitag im Monat gibt es für unser MegaGlashauspublikum ab sofort noch mehr zu erleben! Wir laden groß ein, halbieren für euch zum glamourösen Line Up den Eintritt und ihr freut euch über euer Lieblingsgetränk zum Special Preis. Info: www.glashaus.in

Citylife

Sa

19.30 Uhr Moccabar, Zwickau Frauentagsparty Zutritt für Männer verboten! Zum Frauentag ab 19.30 Uhr in der Moccabar sind ausschließlich die Ladys am Zug! Bei einem Sektempfang, Früchten aufs Haus und einem Männerstriptease sollten die Mannsbilder ohnehin nicht vermisst werden.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Feier dich reich DJ Ron und Reiner Brand aka SJ Shusta legen auf und sorgen mit Hip Hop, R’n’B sowie New Rave und Minimal für besonders heiße Stimmung auf der Tanzfläche. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Made in Germany Das Qualitätssiegel „MADE IN GERMANY“ verbindet man weltweit mit Ingenieurskunst und hochwertigen Produkten.

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Sa

ve r a n st a l t u n g e n »

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Soundbombing Es ist eine große Freunde DJ Smash bei der Soundbombing Party zurück an den Plattenspielern willkommen heißen zu dürfen!

Ihr könnt euch somit im Saal auf einen kompromisslos fetten und coolen Partyabend freuen. R&B, Club, Uptempo, HipHop – bei Smash gibt’s ordentlich eins auf die Ohren!

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Fr

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Indie DisKo Was zeichnet eine gute Party aus? Wenn es die unbedingte Liebe der Macher zur Musik ist, dann könnte man Indie DisKo wohl zu den besten Parties aller Zeiten zählen. Alle Freunde von kompromisslosen Sounds aus der Welt von Brit, Indie und Tronic sind heute auf das herzlichste eingeladen, einem Tanzabend ohne Einheitsbrei, dafür mit genialer, facettenreicher Musik beizuwohnen.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz 90er Jahre Party Die 90erJahre sind für ihre zweifelhafte Musik bekannt. Sie brachten uns Acts wie Blümchen, Oli P und fragwürdige Songs wie Barby Girl. Doch auch wenn viele Hits absolut Bad Taste sind, kann man dazu ordentlich abfeiern. Hier kann man mit DJ Alex diese musikalischen Stilblüten dieses Jahrzents wieder neu aufleben lassen und dabei einengarantiert besonders coolen Partyabend verbringen.


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22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau

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21.00 Uhr Neue Welt, Zwickau

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22.00 Uhr Nachtwerk, Zwickau

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Homesick

Ü30 Party

That‘s EDM

Eine New Yorker Techno-Ikone gibt sich in Zwickau mit zahlreichen weiteren namenhaften Acts die Ehre. Besser gesagt: The Horrorist kommt in die Seilerstraße 1b! Vielen noch ein Begriff durch die Single „One Night in New York City“ gibt er eine kleine Tour durch OstDeutschland, die in Zwickau startet und eine Woche später in Leipzig und Laucha Anklang findet. Wir freuen uns auf ihn! Mit von der Partie sind darüber hinaus namhafte regionale und überregionale Acts wie Reche & Recall, Ron Flatter, Alec Troniq & Gabriel Vitel, Sugar D., Derron S. und Bastian B., die dem feierwütigen Publikum mit ihrem Sound so richtig einheizen und die Seilfabrik zum Kochen bringen.

Tanzen, Freunde treffen, leckere Cocktails und die beste Musik von Oldies über Hits der 80er bis hin zu Ohrwürmern aus den aktuellen Charts – das ist Eure Ü30-Party im Konzertund Ballhaus „Neue Welt“. Am 22.03. steigt die nächste Fete und Ihr seid wieder herzlich eingeladen, auf 3 Floors ab 21 Uhr das Tanzbein zu schwingen und im bseonderen Ambiente des Ballhauses einen stilvollen Abend zu verbringen. Karten für 11,00 Euro gibt es in der Tourist Information Zwickau, im Ticketshop im Globus sowie an der Vorverkaufskasse „Neue Welt“.Für Kurzentschlossene halten wir eventuelle Restkarten an der Abendkasse bereit.

What is EDM? Und die Antwort „Electronic Dance Music“ beantwortet sie nicht wirklich. Nachdem elektronische Tanzmusik in den USA und Kanada in den späten 2000er Jahren einen fast unbeschreiblichen Hype erfuhr und sich langsam aber sicher zur Mainstream Kultur entwickelte, kam ein neuer Begriff auf, der (ähnlich wie der Begriff „Techno“ oder „Rave“ in den 90er Jahren) als Überbegriff für alle Spielarten von elektronischer Musik stehen sollte: EDM! Inzwischen strömen auch in Europa mehre Hunderttausende auf die Festivalgelände, beispielsweise zum AmsterdamDanceEvent und natürlich Tomorrowland. Kid Chris ist einer der typischen Vertreter des EDM-Sounds.

20.00 Uhr Festhalle, Plauen Ü30-Party Die Party für alle, die auch jenseits der 30 noch ausgelassen feiern wollen und noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Zu cooler Partymusik kann man die Nacht zum Tag machen. 22.00 Uhr Nachtwerk, Zwickau Big Party Zone: Fullmoon Es ist ein magisches Wort und jeder denkt an Beachparty am Palmenstrand von Kho Phangan. Aber nicht nur an exotischen Stränden kann man zum Vollmond gut Partys feiern! Mit der besten Musik der Stadt, exklusiven Booking-Dj´s und natürlich Euch der heißesten Partycrowd, wird diese Nacht zum ultimativen, magischen Tanzund Feierevent! Zur Vollmondparty auf drei Floors ist musikalisch für alle gesorgt. Am Start ist Daniel K. 22.00 Uhr Prince, Plauen Ein Jahr Prince Birthday Bash Genau vor einem Jahr haben wir die Türen für euch geöffnet. Grund genug, das gebührend zu feiern. Deshalb haben

wir uns gedacht: Eintritt frei für alle und alle Longdrinks 99 Cent, Wodka Energy 199 Cent als Dankeschön für die zahlreichen guten Partys im Plauener Club. 22.00 Uhr Club Zooma, Plauen Boomboxx vs Homesquad Feuer, Fieber und ganz viel Bass: Die Boomboxx setzt wieder zu Landung an und hat die sechs schönsten Nachtmelodiker südlich des Nordpols an Bord. Drei davon sind speziell ausgebildete Trommelbass-Experten, die selbst aus der sinnlich klingensten Harfe scharfe (Stabreim-Alarm) D’n‘B-Sounds generieren. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Schlagerparty Spezial Himbeereis zum Frühstück war gestern? Von wegen! Heute gibt’s ordentlich was auf die Mütze! Egal ob Klassiker von Wolle Petry, Udo Jürgens und Matze Reim oder aktuelle Tanzflächenfüller vom Roten Pferd bis Cowboy und Indianer. DJ Gerald hat alles dabei und wird die wahren Fans der klassischen Abendunterhaltung zum Schwitzen bringen! DJ C.Z. spielt parallel das Beste aus den 80er Jahren – kann nur abgehen wie Schmitz Katze!

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Mocc Klub Zwickau 23.00 Uhr Moccabar, Zwickau King Kong Kicks Die Indie-Kids erobern wieder die Stadt und ziehen vor die Moccabar! Dort erwarten sie schon Mr. Brightside, Woodkid und Daft Punk! Die Vorverkaufskarte gibt’s für einen 5er bei Endless Winter! Info: www.mocc-klub.net

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz Festival Feeling Es dauert zwar noch eine Weile bis die Festivalsaison startet, aber vorab kann man in der Linde schon einmal Festivalluft schnuppern. Es gibt das Beste der Onkels, Rammstein, Frei Wild, Ärzte und der Broilers mit DJ Alex. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Get Wicked! – the dancehall-reggae-drum&bassdubstep event Endlich! Der dickste Sound kommt in deine Stadt und das gleich im Doppelpack. Firesound und die

www.disco-nachtwerk.de

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www.kultour-z.de Verlosung auf Seite 70

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www.club-seilerstraße.de

M12 Crew präsentieren euch „...riddims that make the people get wicked!“. Wenn Du nicht auf den gängigen Einheitsbrei stehst, bist du hier genau richtig. Denn auf zwei Floors bekommst du die fettesten Sounds aus Kingston, London und New York auf die Ohren.

22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau La Obscurité Noire Die Anhänger der Gothic-Szene können an diesem Abend ausgelassen feiern und auf zwei Floors Musik der verschiedenen Richtungen genießen. DJ Eric Sator, D.Flo & DJ Matrix sorgen für die passende Unterhaltung.

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22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen 6 Jahre Bad Taste Willkommen zur original Bad Taste Party in der Alte Kaffeerösterei! Remmi Demmi ist garantiert! Im Saal geben euch Lenny Leggins und Koma Kurt eine gehörige Portion Eurodance aus den 90ern auf die Ohren, dazu Techno, Bravohits und alle nur erdenklichen musikalischen Verbrechen, die für richtig gute Stimmung sorgen! 22.00 Uhr Glashaus, Adorf Ladies Night – P18 Endlich Samstag, endlich P18 und endlich dürfen wir auch euch, unsere wunderschönen Damen mehr als verwöhnen!

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Spring Bang Es ist Frühling in der Linde. Höchste Zeit, das auch gebührend zu feiern. Musikalisch gibt es das Beste aus den Bereichen Hip Hop, Dirty South sowie Electro und Minimal.

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22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Gitarre! Sonst nichts!!! Nach dem Erfolg der letzten Veranstaltung und einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder zurück: auf zu „Gitarre! Sonst nichts!!!“ Erneut wird die Röste mal etwas anders gerockt! 22.00 Uhr Glashaus, Adorf Havana Night Club Das Gymnasium Klingenthal setzt dem Winter ein Ende. Heiße Beats gibt’s von DJ Dirk Suske und 12inch therapy. Die Abituienten zeigen, dass sie ordentlich feiern können.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Rockbar – Live Still Trees Livemusik von Still Trees sorgt beim Publikum für Stimmung. Anschließend sorgt DJ Muggelux mit dem Besten aus Rock, Alternativ, Ska und Funk für die passende Musik und die beste Stimmung unter den Gästen auf dem Dancefloor.

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22.00 Uhr Nachtwerk, Zwickau Birthday Bash Einmal im Monat wird im Nachtwerk richtig Geburtstag gefeiert. Nicht nur, dass wir alle Basic-Cluber, die in diesem Monat Geburtstag haben, persönlich einladen. Auch alle anderen Geburtstagskinder des März (Ausweis nicht vergessen) können mit 2 Freunden kostenlos zur Party. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen 360 Grad Seit der ersten 360Grad Party vor einem Jahr werden regelmäßig alle Rekorde gebrochen! Heute Abend gibt es wieder die beste Musik aller Zeiten gepaart mit Spannung, Spiel und was zum Naschen! Hip Hop&Funk trifft Techno trifft Rock&Indie!

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Revival Zur Revival-Party werden regelmäßig begeisterte Fans angelockt, um zu 80er und 90er Jahre Musik von DJ Boofy und zu den House-Sounds von DJ Chris so richtig abzufeiern. 22.00 Uhr Prince, Plauen Black Out Black ist Back und erobert mal wieder den Mainfloor vom Prince. DJ Flowrider, der gefeierte Star der Black- & Hip Hop Musik Szene führt das Line Up dieses Abends an.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

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17.00 Uhr Lutherkeller, Zwickau

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20.00 Uhr Katharinenkirche, Oelsnitz/V

Duo Avant-Rag

Gordie Tentrees

Hamburg Klezmer Band

Jenseits eingefahrener Hörgewohnheiten konfrontiert das Duo die Zuhörer mit einer ungewöhnlich subversiven Synthese aus indischer klassischer Musik und westlichen Musiktraditionen von Barock, Jazz und Avantgarde. Es handelt sich nicht um das bei „Fusionen“ bedauerlicherweise oft praktizierte abwechselnd hintereinander abspielen der einzelnen Passagen, sondern um eine beständige Interaktion zwischen Violoncello und Sitar. Bei dieser tatsächlichen Verschmelzung entstehen innovative und ausdruckstarke Klanginstallationen. Diese sind sicherlich ungewohnt, aber für konzentrierte und aufgeschlossene ZuhörerInnen mit großem Gewinn anzuhören.

Gordie Tentrees ist in der Lage dank der Exzellenz seiner Gesangs- und Songschreiberfähigkeiten mit perfekten Arrangements eine eigene Atmosphäre zu schaffen. Erst im Alter von 25 lernte er Gitarrespielen, schrieb von Mundharmonika und Dobro begleitete Songs - eine Mischung aus Folk-, Blues und Rootsmusic. Seine ersten drei Alben arbeiten dunkle Zeiten in seinem Leben und seine Beziehung zur Düsternis auf. Neben hochenergetischen Klageliedern bedient er sich aber auch freundlichen Storytelling Folks. Er spielt jährlich bis zu 200 Konzerte, 2012 gab er an 148 Tagen 140 Konzerte. Im Lutherkeller wird er von Fabian Brook sowie von Aiden Tentrees unterstützt.

Virtuos, voller ungebremster Tanzwut und mit viel Seele – so lässt sich die Musik umschreiben. Die Vollblutmusiker um Tubist Mikhail Manevitch ziehen alle in ihren Bann. Gespielt wird äußerst vielseitiges und abwechslungsreiches Programm jüdischer, moldawischer, ukrainischer und rumänischer Musik, authentisch und traditionsgetreu. Jedoch offenbart sich die Seele der Hamburg Klezmer Band erst in der Improvisation und dem Erkunden neuer Wege, so sind Ausflüge zu anderen Genres und Kulturen nicht selten. Aus den verschiedensten Stilistiken entsteht ein eigener Sound, der das Konzert unverwechselbar macht – eine großartige Mischung aus Tradition und Moderne.

www.alter-gasometer.de

www.liederbuch-zwickau.de

www.oelsnitz.de

konzert & kultur

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Sa

17.00 Uhr Altes Rathaus, Lichtenstein Tastenfeuerwerk im Ratssaal Das Klavierduo Pascal und Markus Kaufmann spielt „Die Moldau“ von Betrich Smetana sowohl mit zwei als auch mit vier Händen. Ein besonderes Erlebnis. 17.00 Uhr St. Laurentiuskirche, Lichtenstein Konzert für Barockcello Ludwig Frankmar spielt Werke von Giovanni Bassano und Johann Sebastian Bach. Besonders Fans klassicher Musik kommen hier voll auf ihre Kosten und können sich im besonderen Ambiente der Kirche verzaubern lassen. 19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Chris Norman Sein wohl größter Erfolg „Midnight Lady“ war europaweit ein Megahit und platzierte sich in Deutschland sechs Wochen lang an der Spitze der Charts. All diesen Erfolgen setzt Chris Norman mit seiner unvergleichlichen Live-Performance noch eine Krone auf.

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Chicks on Swing Mit ihrem Lebensgefühl wollen die drei ihr Publikum anstecken, es locken, reizen und berühren. Dabei werden Songs wie »Mister Sandman«, »Girls, Girls, Girls«, »Bei mir bist du schön« und »Lullaby of Birdland« die musikalischen Fäden einer Geschichte bilden: Drei Stimmen, Choreografien und Schauspiel bilden eine einfühlsam aufregende Liaison. 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz Seilschaft akustisch Die Seilschaft waren Gundermanns Band in den 90er Jahren. Sie spielten mit ihm zahlreiche Konzerte und produzierten gemeinsam 3 Alben. Sie prägten nachhaltig den Rocksound der Gundermannschen Konzerte. Mit Gundis Tod fielen sie in ein Loch. Im Frühjahr 2011 wagten sie im Berliner Postbahnhof mit Songwriter Christian Haase erstmals einen Neustart und der Laden platze aus allen Nähten. 21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Folk Destille Jena Mit unbändiger Spielfreude und solistischen Können, überzeugten Sie und gewannen den FolkHerbst. In 6 Sprachen werden Satzgesänge geschmettert und trifft ein kompletter Streichersatz auf eher folktypische Instrumente, wie Banjo, Mandoline, Dudelsack, Gitarren und Akkordeon. Ein Abend mit virtuoser und schwungvoller Musik zum Feiern und Spaßhaben in den historischen Gemäuern.

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und englischer Sprache über den Alltag von so vielen Menschen in derselben Lebenssituation wie er selbst. Gehe ich noch den richtigen Weg oder soll das schon alles gewesen sein, sind Fragen, welche er versucht, für sich und das Publikum zu beantworten.

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Citylife

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20.00 Uhr Lutherkeller, Zwickau Jamsession Wie immer stehen E-Piano, Schlagzeug, Bass- und Gitarrenverstärker sowie Mikrofone bereit. Ihr braucht nur eure Instrumente oder Drumsticks mitbringen - und los geht´s. Den Musikstil bestimmen die Teilnehmer. Wer aber nur zuhören möchte, ist auch herzlich willkommen. 20.00 Uhr Gasthof zum Löwen, Ebersbrunn Prinzenberger Passend zum Rosenmontag sorgen die Prinzenberger mit ihrem energiegeladenen Sound für Stimmung und bringen mit ihrer volkstümlichen Musik und ihren Showeinlagen die Menge zum Toben. Info: www.ebersbrunnerloewen.de

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20.00 Uhr Lutherkeller, Zwickau Jens Spontan Mit Akustikgitarre und Cajon begleitet singt er Lieder in deutscher

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19.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau Turisas Das finnische Sextett zählt zu den heißesten Metal-Exporten Skandinaviens und hat in einem Jahrzehnt einen ganz eigenen Stil entwickelt. Ausgehend vom Folk-Metal mit barocken Bezügen und tragenden Instrumenten wie Violine und Akkordeon, vermengen sie in ihrem Sound Symphonic- und PowerMetal ebenso wie Prog-Rock, Punk und große Stadion-Hymnen zum Mitsingen und Feiern.

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster The Spirit of Ireland An diesem Abend kann das Publikum eine unvergessliche Irish Dance Sensation erleben: Rasant, temporeich, pulsierend, sexy und energiegeladen. Dabei begeistert die Show mit einer großartigen Mischung aus dynamischer Tanzshow und ursprünglich-keltischer Livemusik, begleitet von 14 Tänzern und Musikern auf der königlichen Theaterbühne. 21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Frank Out ex Sheik Yerbouti Zwei Jahre nach dem Ende von Sheik Yerbouti, der deutschen Institution in Sachen Zappa melden sich 5 Original-Mitglieder der Band und ein langjähriger Musikerkollege unter dem Namen Frank Out! wieder zurück! Der schon berüchtigte zappaeske Humor und die Fähigkeit der Band Zappas Songs zeitgemäß zu interpretieren und weiterzuentwickeln werden auch im Jahr 2014 nicht zu kurz kommen.

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Breakdance Moves mit klassischer Musik. Inspiriert von dem Original und inszeniert von den Da Rookies, erleben die Zuschauer ein Feuerwerk aus Ballett, Breakdance, klassischer Musik und Schauspiel. 19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster 300 Jahre C.P.E Bach - Die Frauenkirche gratuliert Bei diesem besonderen Symphoniekonzert zu Ehren C.P.E. Bachs wird neben der Sinfonie F-Dur des Geburtstagskindes auch die virtuose Orchestersuite Nr. 1 C-Dur seines Vaters Johann Sebastian Bach sowie das Konzert für Cembalo und Orchester C-Dur op.7 Nr. 1 seines Halbbruders Johann Christian Bach aufgeführt.

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19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Der Nussknacher - Klassik trifft auf Breakdance Die mehrfachen Breakdance Weltund Europameister bewahren die Originalmusik sowie die Geschichte des bekannten Balletts von Peter Tschaikowski „Der Nussknacker“ bei. Sie vermischen atemberaubende

19.30Uhr Stadttheater, Glauchau Thomas Godoj Thomas Godoj, der Gewinner von Deutschlands bekanntestem Talentwettbewerb aus dem Jahr 2008, veröffentlichte 2013 unter dem Titel „Männer sind so“ sein mittlerweile 4. Studioal-


Foto: Jacques Clerin

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21.00 Uhr Eiscafé Temmler, Chemnitz

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Layla Zoe & Band

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

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Chapeau Claque

20.00 Uhr Wasserschloss, KLaffenbach Bell, book & candle „Rescue Me“ heißt das gute Stück, das millionenfach über die Verkaufstresen gereicht wurde, in 20 Ländern die Charts anführte und die Drei zu den wenigen deutschen Bands mit internationalem Erfolg avancieren ließ. Doch wer denkt, dass diese Band sich auf ihren bisherigen Erfolgen ausruht, irrt sich. Seit nunmehr 20 Jahren sind sie erfolgreich und touren mit ihrem einzigartigen Sound durch die Lande. 20.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau Project Pitchfork Die deutsche Electro-Band wurde 1990 in Hamburg gegründet. Sie gehört zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Vertretern des Dark Electro-Genres, welches man seit den frühen Neunzigern entschieden prägt und zu ungeahnten Erfolgen führte. Die beiden treibenden Kräfte hinter der Band sind bis heute Peter Spilles und Dirk Scheuber. Weil Peter aus Hamburg, Dirk aus den neuen Bundesländern kommt, gelten Project Pitchfork als erste „deutsch-deutsche“ Band überhaupt.

20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kathrin Eipert - sax and more Heute darf das Publikum auf ein außergewöhnliches Konzert gespannt sein. Saxophonistin Kathrin Eipert wird zu Gast sein und zeigt ihr neues Konzertprogramm gemeinsam mit ihrem Pianisten und Bariton Gunter Ecke. Eine erstklassige Mischung zwischen dem brillantem Saxophon und der tiefen sonoren Stimme des Sängers wird die Gäste staunen lassen. 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz Adolar Mit dem dritten Album „Die Kälte der neuen Biederkeit“ touren sie nun endlich auch in größeren Clubs. Deshalb ist es besonders schön, dass Adolar aus Leipzig auch die Alte Brauerei auf ihrer aktuellen Tour nicht vergessen. Die deutschsprachige Band um Sänger Frank Mertens ist düsterer als Jupiter Jones, härter als Revolverheld und jünger als Silly. Ein rundum gelungener musikalischer Abend. 21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Nils Kercher Ensemble featuring Barou Kouyaté Mit viel Fingerspitzengefühl verweben die Musiker/innen den transparenten Klang der Kora mit erdigen Rhythmen und die raue, warme Klangfarbe der Ngoni mit Cello, Balafon und vielstimmigem Gesang. Das Ensemble versteht es auf gekonnte Weise, unterschiedliche musikalische Welten zu kombinieren und dabei jedes einzelne Element doch atmen zu lassen.

20.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau Amorphis Auf der Spitze der zweiten Dekade ihrer musikalischen Reise bringen die finnischen melancholic dark rock/metal Meister AMORPHIS ihr elftes Machwerk namens „Circle“ zur Welt. Die insgesamt neun Stücke, die auf „Circle“ enthalten sind, beweisen einmal mehr die Fähigkeit der Musiker, neue und etablierte Aspekte miteinander zu verbinden.

www.chapeauclaque.net ET

bum, welches ausschließlich deutschsprachige Texte enthält. Mit dem Album- und Titelsong bekennt sich Godoj zu den männlichen Defiziten. Neben seinem Rat mit einer gewissen Leichtigkeit im Leben zu stehen, widmet er sich aber auch ernsten Themen. Info: www.stadttheater.glauchau.de

www.bluesandmore.de

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CHAPEAU CLAQUE - die Erfurter Elektro-Chanson-Pop Band, die bereits neben Größen wie Northern Lite, Jupiter Jones, Mister Sushi und Kenny Leaven spielte, präsentiert ihr viertes Album ‚Eins Zwei Dinge am 15. März 2014 um 20.00 Uhr im Alten Gasometer in Zwickau. Die vertrauten wortgewandten, deutschsprachigen Textzeilen sind dabei stets etwas angeschrägt, immer etwas aufgeregt, verspielt und gleichzeitig reif. Man mag dazu tanzen und im gleichen Moment innehalten und genauer hinhören. Seit

Mit ihrer außergewöhnlichen Persönlichkeit, unglaublich viel Charme und Ausstrahlung präsentiert sich einem hier eine Sängerin so intim, ehrlich und verletzlich wie selten zuvor.

2006 vollführen Maria Antonia Schmidt und ihre Weggefährten einen eigenwilligen Entwurf musikalischer Leichtigkeit. Ihr fragiler Sound umhüllt den Hörer wie ein sommerliches Laken. Beim Konzert werden neben den bekannten Titeln in erster Linie auch Songs ihres im Herbst erschienenen, und durch Crowdfunding finanzierten vierten Albums „Eins, zwei Dinge“ vorgestellt. Die Eintrittskarte berechtigt zum kostenfreien Eintritt in die Diskothek Nachtwerk zur Aftershowparty. Karten an allen Vorverkaufsstellen und www.eventim.de.

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10.15 Uhr Stadthalle, Chemnitz Konzert der Künste Die junge und überaus erfolgreiche chinesische Bratschistin Peijun Xu, die 2010 weltweit Aufsehen erregte, als sie den 1. Preis beim Juri-Baschmet-Wettbewerb in Moskau gewann, und Pianist Paul Rivinius bringen die „Vier Märchenbilder“ op. 113 von Robert Schumann aus dem Jahr 1851 zu Gehör. 20.00 Uhr Lutherkeller, Zwickau Gordie Tentrees Erst im Alter von 25 Jahren lernte er Gitarre spielen, schrieb erste von Mundharmonika und Dobro begleitete Songs - eine Mischung aus Folk-, Blues und Rootsmusic. Seine ersten drei Alben arbeiten dunkle Zeiten in seinem Leben und seine Beziehung zur Düsternis auf.

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Stefan Johansson: »Finding Home« Der Mann sieht aus wie ein Wikinger – groß und wild; seine langen blonden Haare und sein roter Zopfbart tun ihr Übriges. Stefan Johansson ist ein „Singer und Songwriter“ in bester Manier – man spürt förmlich den Geist und die Inspiration solcher Vor-

bilder wie Bruce Springsteen, James Taylor, Tracy Chapman und vielen anderen Größen dieses Faches.

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21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Egersdörfer & Fast zu Fürth Die Musik der Band Fast zu Fürth lustwandelt zwischen Volksmusik und Gassenhauer, Pop und einer Art von Rock´n Roll, Rezitativ und Menuett, auf dem schmalen Grat zwischen Scheitern und Siegen. Die Texte werfen mit Fragen lassen Antworten erscheinen, sind manchmal nur ein Buchstabe.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Wolf In Loveland Wolf In Loveland ist eine FolkRock-Band aus Rotterdam, Niederlande. Jan Minnaard, ein 21-jähriger Songwriter, versammelte sich einige Freunde um eine EP aufzunehmen, die schnell zu einem Album wurde und Wolf In Loveland sich in dem Zusammenhang ganz schnell zu einer siebenköpfigen Band entwickelte.

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19.30 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Zwickauer Musikforum Vorhang auf für den dritten Vorausscheid. Aus den zahlreichen Bewerbungen werden sich heute Abend fünf der besten Bands dem Publikum präsentieren. Sie kommen von Nah und Fern, musizieren in den unterschiedlichsten Stilrichtungen und wollen von einer fachkundigen Jury bewertet werden. Zwei von ihnen werden weiter kommen und am 28.03.2014 zum großen Finale noch einmal antretenund um den großen Sieg kämpfen.

20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Geschichten vom Sachsendreier Ein Stück Rockgeschichte erzählen die Solisten von Elektra, Stern Combo Meißen und LIFT, begleitet vom Elektra-Keyboarder Andreas Leuschner, in einem intimen Konzert frei nach dem Buch „Geschichten vom Sachsendreier“ von Jürgen Balitzki.

20.00 Stadtgebiet, Gera Geraer Songtage Das Warten hat ein Ende: Es fällt der Startschuss für die siebte Auflage der Geraer Songtage, eines der umfangreichsten Festivals für nationale und internationale Singer/Songwriter in Thüringen. Mehr als 26 Künstlerinnen, Künstler und Bands werden bis zum 16. Mai zu erleben sein. Sie sollen abermals für zahlreiche Gäste sorgen. Das gilt auch für bereits etablierte Veranstaltungen wie Poetry-Slam, Label-Konzert oder die Reihe Songtage unterwegs, die weitergeführt werden. Für Nachwuchskünstler gibt es gute Nachrichten: Es wird wieder das Sprungbrett-Konzert geben. Es bietet Newcomern die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Info:www.songtage-gera.de

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster ABBA - The Best Ausverkaufte Konzerte, tobendes Publikum, mitreisende Musik, fantastische Shows - das war ABBA! Erleben Sie diesen weltbekannten Glitter und Glamour neu und lassen Sie die Musik der Pop-Legende wieder neu auferstehen.

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21.00 Uhr Volkshaus, Gera

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19.00 Uhr Stadthalle, Zwickau

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20.00 Uhr Moccabar, Zwickau

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Keimzeit akustisch

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Kleinstadtlicht & Band

Im Rahmen der Geraer Songtage gastiert Keimzeit. Das neue Album Mitsommer der Band um Norbert Leisegang wurde genau in der Mitte des vergangenen Jahres in Giske bei Ålesund aufgenommen. Dort, wo das atlantische Nordmeer den Golfstrom an die norwegische Küste spült, genau dahin hat es die audiophilen Akustiker von Keimzeit gezogen. Vielleicht, weil dort auf der Insel Giske die richtige Mischung aus Abgeschiedenheit und beflügelnder Studioatmosphäre zu finden war. Vielleicht auch, um einigen Keimzeit-Werken eine wahrhaft neue akustische Gestalt zu geben. Der Gang nach Norwegen bedeutet aber auch das Betreten von musikalischem Neuland.

Das Bee Gees Musical lässt sein Publikum mit einer mitreißenden musikalisch-biografischen Show teilhaben an den wichtigsten Stationen dieser Ausnahme-Band. Von den Anfängen mit „To Love Somebody“ und „Massachusetts“ über die heiße Saturday Night Fever-Zeit bis zu ihrem letzten großen Album „You Win Again“ Ende der 80er Jahre. Den musikalischen Part übernehmen The Italian Bee Gees. Die ambitionierten italienischen Egiziano-Brüder (es sind wirklich drei Brüder!) sind seit Jahren auf den Spuren ihrer großen Vorbilder unterwegs, stehen in engem Kontakt mit der Familie Gibb und haben sich weltweit eine eingeschworene Fangemeinde ersungen und erspielt.

„Und wir zerbrechen das Glas, auf all die schönen Dinge im Leben“ Über Dinge die zerbrechen und zerbrochen sind, singt Kleinstadtlicht alias Kevin Herrmann seit ca. 2010. Ein Jahr später veröffentlichte er sein erstes Album in Eigenregie und 2013 eine Split-Ep zusammen mit der Band „Krachgarten“. Er ist teils Singer/Songwriter, teils Post-Indie-Band, eben ganz egal ob er mit oder ohne Verstärkung auf der Bühne steht. Mit seinem neuen Album „Unsere schönsten Schlösser aus Luft“ nimmt er alle Masken ab und wird „Scherben zu Spiegeln vereinen“. Bei der Aftershow Party sorgen DJ Bude und Monkeyman für Stimmung und tanzbare Musik.

www.songtage-gera.de

www.kultour-z.de

www.mocc-klub.net

21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz 9mm + Skis Country Trash Die Assi- Rock & Roller 9mm hatten sich rar gemacht. Nach einigen Festivalauftritten 2013 starten sie im Frühjahr nun endlich wieder eine neue Tour:“Dauerfeuer frei! für den Rock & Roll”. Natürlich gibt es auch ein neues Album “Volle Kraft voraus” und als very special Guest sind Skis Country Trash dabei. 21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Carolin No Die Klangpoeten, die sich 1999 während ihres Studiums an der Hochschule für Musik in Würzburg kennengelernt haben, seit zwölf Jahren ein Paar, seit fünf Jahren verheiratet und immer noch glücklich miteinander sind, bringen mit „Favorite Sin“ ihr drittes Studioalbum auf den Markt; es ist erneut in Eigenregie geschrieben, komponiert und produziert.

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sischen Philharmonie unter der Leitung von GMD Florian Merz.

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20.00 Uhr Lutherkeller, Zwickau Julian Dawson Ein Abend mit Julian Dawson, das ist etwas Einmaliges, und dies im besten Sinne des Wortes. Egal, ob Festivalbühne oder kleiner Club, stets geht der britische SingerSongwriter ohne eine Setliste auf die Bühne, beginnt den Abend mit einem acapella-Song und entscheidet danach anschließend, mit welchem der 150 Lieder seiner 20 CDs er weitermacht.

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10.00 Uhr Königliches Kurhaus, Bad Elster Finale Grande Zum Abschluss der Chursächsischen Meisterkurse musizieren aktive Kursteilnehmer Werke für Violine, Viola, Violoncello und Streichorchester gemeinsam mit den diesjährigen Professoren Prof. Lena Neudauer (Violine), Prof. Pauline Sachse (Viola) und Prof. Peter Bruns (Violoncello) und der hier ansässigen Chursäch-

mann und Max von Gluchowe, der Sachse mit dem frechen Mundwerk. Die Programme der Beiden sind etwas, was sich nicht in ein paar Sätzen beschreiben lässt. Mitreißende Tänze wechseln ab mit derben Liedern oder frommen Chorälen. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, wechseln nicht nur die beiden ihre Rollen, sondern wird der Zuschauer zum Akteur. Info: www.stadttheater.glauchau.de

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19.30 Uhr Stadthalle, Zwickau Semino Rossi Aufgrund eines Fernsehauftritts wurde das Konzert um einen Tag vorverlegt. Wer Semino Rossi kennt, der weiß, dass sich sein Konzertrepertoire auch immer aus seinen beliebtesten Songs und vielen weiteren spannenden und musikalisch abwechslungsreichen Elementen zusammensetzt.

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19.30Uhr Stadttheater, Glauchau Galakonzert mit Katrin Weber Für ihre Vielseitigkeit und die große Anzahl an berauschenden Events mit Stars und Sternchen ist die Vogtland Philharmonie Greiz/ Reichenbach bereits weit über die regionalen Grenzen hinaus

bekannt. Um das Publikum abermals mit musikalischen Leckerbissen der Extraklasse zu verführen, lädt sie unter Leitung von GMD Stefan Fraas zu einem der wenigen Galakonzerte mit Katrin Weber ein. 19.30 Uhr Wasserschloss, Klaffenbach Wolken&Brücken Moonshadow - Eine Cat Stevens Musikbiografie „Father and Son“, „Wild World“ … Mit seinen sensiblen, bewegenden Songs gelangte Cat Stevens zu Weltruhm, bis er sich ganz plötzlich vom Musikgeschäft zurückzog und erst 30 Jahre später wiederkam. Mit frischen, leidenschaftlichen Akustikversionen seiner Welthits sowie spannenden Stories und Lyrics zeichnen „Wolken & Brücken“ die ungewöhnliche Biografie von Cat Stevens nach. 20.00 Uhr Katharinenkirche, Oelsnitz/Vogtland Old Blind Dogs Die schottische FolkRock-Legende ist zu Gast „The Boys are back in town“ Sie können auch anders – dass die traditionellen Rebellen aus dem Norden des Vereinigten Königreiches nicht nur Dudelsack spielen, zeigen die vier Jungs der schottischen Folk-Rock-Legende „Old Blind Dogs“. 20.00 Uhr Festhalle, Plauen Die Pudhys - Akustik-Show Sie stehen seit vielen Jahren auf der Bühne, aber gehören noch lange nicht zum alten Eisen. Sie schaffen es noch immer, ihre Fans mal rockig, mal ruhig ganz in ihren Bann zu ziehen.

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20.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau Knorkator Wer die Bühnenshow von Stumpen und Alf Ator kennt, weiß, dass einen bei einem Konzert dieser Band etwas Besonderes erwartet. Eine skurrile Mischung und metallischen Klängen und grotestken Showeinlagen. Alles angereichert mit einer deftigen Prise Comedy. Aber immer ein Erlebnis Wert und wird garantiert nicht langweilig.. 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz Spejbls Helprs Zum 15 mal!! sind Spejbls Helprs nun zu Gast in Annaberg und der Fans ist kein Ende. Was im Jahr 2000 aus einer Laune heraus begann, führte zu deutlich mehr als 200 Auftritten dieser Band in ganz Deutschland, Österreich und Polen. Ein besonderer Höhepunkt auf dem „Highway to hell“ ist aber immer noch der Gig in der Alten Brauerei, wo die ganze Deutschland- Ralley ihren Ausgangspunkt hatte.

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17.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Rudy Giovannini mit Showballett Luxor Dance Company Er lässt die Herzen der Volksmusikfans höherschlagen. Mit seinen gefühlvollen Melodien, seinen Texten und seiner Bühnenshow sorgt Giovannini für Begeisterung bei seinen Fans.

ZWICKAU | 23.03.

STadThalle | 19:00 h

Tickets sind erhältlich über www.beegeesmusical.de 21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Maggie Reilly Von den durch Soul und Funk beeinflussten Anfängen der Siebziger Jahre mit ihrer Gruppe Cado Belle, über die Weltkarriere als Sängerin und Bühnenattraktion BeeGees_ Zwickau_27x50mm_4c.indd 19.02.14 16:28 1 der Mike Oldfield Group bis

hin zu einer vielbeachteten Institution als Solokünstlerin ist Maggie Reilly seit fast 40 Jahren ein fester Bestandteil im Showgeschäft. Hierzulande landete sie 1992 mit ihrem Song „Everytime We Touch“ einen großen Hit.

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20.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Glenn Miller Orchestra Sie bringen das Lebensgefühl der 30/40er Jahre zurück, denn in diesen Jahren entstand einer der weltoffensten,


Foto: Westsächsisches Gospelprojekt

ten musikalischen Dramen Richard Wagners in der genialen Bearbeitung von Franz Liszt. Es erklingen außerdem Johann Sebastian Bachs Suiten sowie Johannes Brahms.

von Falco? Diese eindrucksvolle Show schenkt dem verstorbenen österreichischen Popstar und Nationalhelden eine Hommage der Oberklasse! Info: www.chursaechsische.de

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20.00 Uhr Stadthalle, Zwickau Helge Schneider – Pretty Joe und die Dorfschönheiten Neben den Hits seines neuen Albums „Sommer, Sonne, Kaktus“, mit dem der Komiker erstmals die Spitze der deutschen Album Charts eroberte, werden Helge & seine Freunde auch wieder alte Klamotten, aber mit neuer Melodie und anderem Text, spielen: Ob Katzeklo oder Wurstfachverkäuferin, Telefon- oder Meisenmann, Texas oder Fitze, Fatze entscheidet der Boss erst auf der Bühne.

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20.00 Uhr Moritzkirche, Zwickau

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Chor- & Orchestermusiktage An diesem Wochenende wird Zwickau zur Bundeshauptstadt der nicht professionellen Musikszene. Vom 28. bis 30. März sorgen rund 800 Mitwirkende aus ganz Deutschland dafür, dass Musik in der Luft liegt. Zur Auftaktveranstaltung singt das Westsächsische Gospelprojekt in der Moritzkirche. Rund 100 SängerInnen zwischen 13 und 70 Jahren bringen dabei zwei Werke zur Aufführung. Das Jazz-Oratorium „Maria“ von Jan Simowitsch und Tscho Hoffmann sowie „Magnificat – The groovy version of OX“ von Christoph Schönherr. Die Lieder und Improvisationen in „Maria“ nehmen die Mutter Gottes zur Titelfigur und zeichnen den Weg einer außergewöhnlich mutigen Frau. www.tage-der-musik.de

unbeschwertesten und mitreißensten Musikstile aller Zeiten: der Swing. Mit dem unverwechselbaren, auffallend harmonischen und zugleich elektrisierenden Sound werden zeitlose Welthits wie: In The Mood, Chicago präsentiert.

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20.00 Uhr Stadttheater, Glauchau The Glamrocks Glamrock - eine Musikrichtungen, die sich in den 60er und 70er Jahren entwickelte und seinen Namen vor allem wegen den schrillen Outfits vieler Bands erhielt. Hier erleben Sie die Originale Glitterband, T-REX (a tribute to Marc & Mickey) und Hello in einem außergewöhnlichen Konzert. Lassen Sie sich in der Zeit zurückversetzen und rocken Sie zu den größten Hits der drei Bands. Info: www.stadttheater.glauchau.de

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19.00 Uhr Stadttheater, Glauchau Begabte Schüler Einige Talente der Kreismusikschule des Landkreises Zwickau „Clara Wieck“ treffen sich zum Konzert. Die Schüler aus den Einzugsgebieten der Hauptstandorte Glauchau und Werdau musizieren auf Violoncello, Fagott, Klarinetten, Gitarren, Klavier und Gesang. 20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Strömkarlen Mit Geige, Gitarre, Kontrabass, Bodhrán und Tin Whistle, vor allem aber mit ihren »göttlichen Stimmen« zelebrieren Christina Lutter, Stefan Johansson und Guido Richarts ihre ganz eigenen Versionen traditioneller und populärer Weisen aus Skandinavien und Irland. Strömkarlen ist der Name eines Wassergeistes, der in den Flüssen Schwedens wohnt und mit den bezaubernden Klängen seiner Fiedel unbedarfte Wanderer in die Fluten lockt.

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19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Die Nacht der Musicals Kraftvolle Stimmen gepaart mit gefühlvollen Balladen. In „Die Nacht der Musicals“ werden die bekanntesten Lieder aus den erfolgreichsten Musicals zu einer atemberaubenden und abwechslungsreichen Show zusammengefasst. 19.30 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Zwickauer Musikforum Zum Finale treten nun nach drei Vorausscheiden die sechs Gewinnerbands gegeneinander an. Lange haben die Teilnehmer auf diese Gelegenheit gewartet. 20.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau The Birthday Massacre Das ist ein musikalischvisuelles Projekt, das 1999 in Toronto, Kanada gegründet wurde. Die Band versteht es, ihre Musik in einem Gesamtkonzept aus Mode, Bildern und Performance zu integrieren. Durch die unterschiedlichen Talente der Bandmitglieder, aus dem Multimediabereich, kommt es zu dieser einzigartigen Gesamtpräsenz der Band.

21.00 Uhr Malzhaus, Plauen moe. Die legendäre Band aus den USA gastiert mit ihren bekannten Hits im Plauener Malzhaus und bringt damit die Herzen der Fans hierzulande zum Höherschlagen.

21.00 Uhr Malzhaus, Plauen Hiss Sie haben um jeden Ton gerungen und schließlich zwei Mal sieben Songs auf Band gebracht. Zu hören sind vertraute Känge aus der Ferne und exotische Rhythmen von Daheim, Taiga-Twist und Texas-Tango. Harte Kerle singen von großen Gefühlen, von Sehnsucht und Wurst, von Liebe, Hass und stimmungsvoller Tanzmusik.

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19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Münchner Freiheit Songs wie Liebe auf den ersten Blick machten sie berühmt Endlich kam Ende September 2013 die langersehnte neue CD auf den Markt, mit der sich die Band mit dem neuen Sänger JörgTim Wilhelm zurückmeldet. Er bringt frischen Wind in die Band, was die Konzert-Erfahrungen der gemeinsamen Zeit mit der Münchener Freiheit eindrucksvoll untermauern.

FALCO THE SHOW!

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19.30 Uhr Stadtheater, Glauchau Leopoldo Lipstein Das Programm des Pianisten Leopoldo Lipstein spannt den Bogen von Tänzen des Barock bis in die Zeit der Romantik. Es kulminiert mit einer der größ-

21.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau Kirlian Camera Ein Abend, der nicht nur irgendeine Erinnerung verspricht! Ein Auftritt der italienischen Band um Angelo Bergamini und Elena Alice Fossi verspricht einen Abend der Extra-Klasse – musikalisch wie optisch! Den Support übernehmen die Leipziger Jungs von Amnistia.

KÖNIG ALBERT THEATER BAD ELSTER Sa. 29.03.2014 | 19.30 Uhr

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Falco - The Show! „Jeanny“, „Out of the Dark“ oder „Der Kommissar“ – wer kennt sie nicht, die großen Hits

21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-Buchholz Master, Eminenz & Pandemia Master, 1983 von Paul Speckmann gegründet, zählt zu den Urvätern des Death Metal. Der Sänger und Bassist veröffentlichte mit dieser Band bisher 10 Alben. 1999 zog er von Chicago nach Tschechien, von wo aus er mit neuen Musikern immer noch regelmäßig auf weltweite Tourneen geht. Eben erschien das neue Album “The new elite”. Mit dabei sind die begnadetenLokalmatadoren von Eminenz, die viel Erfahrung mitbringen.

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11.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Festakt – Tage der Chor- und Orchestermusik Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) bereitet gemeinsam mit der Stadt Zwickau die die Tage der Chor- und Orchestermusik vor. Unterstützt wird das musikalische Wochenende von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Sächsischen Staatministerium für Kultus und der Sparkasse Zwickau. Auch Bundespräsident Joachim Gauck wird vor Ort sein und den Gewinnern eine Plakette verleihen.

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17.00 Uhr Kunstsammlungen , Zwickau

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10.00 Uhr Neuberinhaus, Reichenbach

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100 Jahre Museum

Tag der Archive

Off 14 - 1. Tag

Am 23. April 2014 feiern die Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum den 100. Geburtstag. Die Ausstellung zeichnet anhand von beispielhaften Werken die interessante Sammlungsgeschichte des Hauses nach. Das Museum entstand aus einer vom Rat der Stadt initiierten Stiftung für das damalige KönigAlbert-Museum, das die zahlreichen bürgerlichen Sammlungen zur Natur-, Kultur- und Stadtgeschichte beherbergen sollte. Heute hat sich das Museum mit seinem einzigartigen Schwerpunkt zum Schaffen Pechsteins zu einer modernen Kunstsammlung profiliert, wie auch die Erwerbungen der letzten Jahre bezeugen. Die Ausstellung hat bis 4. Mai geöffnet.

Seit 2004 findet der Tag der Archive im Zweijahres-Rhythmus bundesweit statt. Ziel ist es, das Anliegen der Archive weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Zu diesem Zweck lädt das Stadtarchiv am Frauentag zu einer Vortragsreihe in den Bürgersaal ein. Die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte der Stadt, widmet sich dem Thema „Frauen und ihr Wille zu mehr“ und wagt damit einen Exkurs durch die Jahrhunderte über die Rollen von Mann und Frau. Danach geben die beiden Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs, eine „Bestandslage zur Personenforschung im Stadtarchiv“. Als Beispiel dient die Zwickauer Stadtverordnete Dr. Johanna Hassinger (1901-1978).

Die Freien Theater in Sachsen treffen sich und zeigen allerhand: Von Tanztheater über Kinderund Jugendtheater bis zur History-Impro, eine feine und erlesene Auswahl versammelt sich.

www.kunstsammlungen-zwickau.de

www.zwickau.de/stadtarchiv

traklasse und nimmt Angriff auf die Lachmuskeln. Tauchen Sie ein in die Welt der Travestie und erleben Sie unsere Stars und Sternchen in einer witzigen, temporeichen Revue.

kunst & kino

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Sa

11.00 Uhr Rathaus, Aue Digitale Bilderwelten Für die Bilder, die vom Portrait über Stillleben und Landschaftsaufnahmen bis hin zu plakativen düsteren Geschichten reichen, nutzt der Hobbyfotograf diverse Bildbearbeitungsprogramme die durch seine Kreativität und seine Ideen zu Kunstwerken werden. 16.30 Uhr Bibliothek, Lichtenstein Bilderbuchkino Dass kleine Kinder Geschichten mögen, weiß jeder. Im Kopf werden die Geschichten lebendig, werden zu bewegten Bildern, zu spannenden Abenteuern und berauschenden Geschichten. Diesmal ist der bekannte und beliebte Autos James Krüss mit von der Partie und wird die Kinder in seine Welt entführen. Mit Büchern wie „Henriette Bimmelbahn“ oder „Die Schiffbrüchigen“ schuf er Kinder- und Jugendbücher, die über Generationen hinweg Groß und Klein begeistern und zum Träumen einladen.

Anmeldung erbeten unter

Mo

www.schumann-zwickau.de

0375 81885116

18.00 Uhr Filmpalast Astoria, Zwickau Met Opera Mit Borodins Fürst Igor, bekannt durch die „Polowetzer Tänze“, zeigt die Met einen Meilenstein der russischen Opernliteratur. Die Geschichte handelt von Intrigen, Machtgelüsten, familiärem Zwist sowie inniger Liebe und ist in einer Neuinszenierung des preisgekrönten Regisseurs Dmitri Tcherniakov zu erleben. In der Oper nehmen das Ballett und herrliche Chöre einen breiten Raum ein, während deutliche Anklänge an die russische Kirchenmusik nicht zu überhören sind. Info: www.filmpalast-kino.de

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17.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Magie der Travestie Die schräg-schrille, andere Show mit namhaften Künstlern aus den bekanntesten Revue-Theatern Deutschlands kommt mit einem Programm der Ex-

Fasching bei Schumanns für Kinder von 4 bis 10 Jahren Montag, 3. März 2014, 16 Uhr Eintritt 2 Euro

16.00 Uhr Robert-SchumannHaus, Zwickau Fasching bei Schumanns Kinder von vier bis zehn Jahren sind eingeladen, bei Musik, Spiel und Tanz Schumanns Verhältnis zum Karneval und Maskenspiel neu zu entdecken. Zeit seines Lebens war der Komponist durchaus ein „Karnevalsjeck“. In mehreren Klavierwerken setzte sich Schumann mit dem Thema Maskenball auseinander. Im spielerischen Umgang geben die Stücke aus Schumanns „Carnaval“ ihre tiefsten Geheimnisse preis, für Abwechslung sorgen Spiele und Experimente mit Luftballons. Info: www.schumann-zwickau.de

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Citylife

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19.30 Uhr Königliches Kurhaus, Bad Elster Vortrag: Toskana Sanft geschwungene Hügel und silbern schimmernde Olivenhaine, Pinien, Zypressen und viel Pastell, einsame Gehöfte, mittelalterliche Stadtburgen wie Schatzkammern der Vergangenheit, vorzügliche Weine – die sinnesfreudige Toskana ist ein Traumziel für Genießer.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kay Ray „Nicht jeder, der einen Bombensack hat, ist ein Terrorist!“ Recht hat es, das frechste Aphrodisiakum des Erdballs. Alles neu. KayRay macht und will Spaß - mit allen Schikanen! Rote Rasta-Locken, gelbe Schuhe mit grünen Sohlen, oder lieber weizenblonde Strubbelmähne, rote Stiefel mit blauem Absatz? . Auf jeden Fall hauteng, quietschbunt und 100% Polyester.

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16.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Meilensteinchen: Schneewitte und der letzte Fruchtzwerg Ein Clownsthea-

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www.freie-theater-sachsen.de

terstück - über das Zu-Bett-gehen-müssen - mit zwei Clowns, einem Spiegel, einem Fruchtzwerg und einem Apfel. Am liebsten geht Grimm früh ins Bett, liest noch ein bisschen in seinem Märchenbuch und dann wird geschlafen. Geht aber nicht, denn da ist Gebrr und Gebrr will mal wieder nicht ins Bett. 19.00 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Kabarett Distel Die Berliner Distel ist das größte Ensemble-Kabarett Deutschlands. Längst gilt die Gruppe au der Hauptstadt als erste Adresse für politische Satire. Die Nähe zu Reichstag und Kanzleramt begreift die Distel als Anreiz, der scharfe »Stachel am Regierungssitz« zu sein und Bad Elster stachelt mit.

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20.00 Uhr Filmpalast Astoria, Zwickau Peter Gabriel: Back to Front Der neue Konzertfilm des ex-Genesis-Sängers, aufgezeichnet im Oktober 2013 in der Londoner O2-Arena bei der 25th Anniversary-Tour zum Hit-Album „So“. Die Deutschlandkonzerte in den jeweiligen O2 Worlds Hamburg und Berlin waren ausverkauft! Info: www. filmpalast-kino.de

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20.00 Uhr Kino Casablanca, Alter Gasometer, Zwickau Finsterworld Der Film spielt in einem aus der Zeit gefallenen Deutschland. Ein Land, in dem immer Sonne scheint, Kinder Schuluniformen und Polizisten Bärenkostüme tragen und Fußpfleger alten Damen Kekse schenken. Hinter der Schönheit lauert der Abgrund.

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19.30 Uhr Vogtlandtheater, Plauen Comeback! Das KarlMarx-Musical Die Finanzkrise hat Manfred Acremans Bank in die Pleite getrieben. Schuld an allem ist Karl Marx! - Das zumindest behauptet Acremans Berater, der Finanzmagier Rasputin Mammonson. Diese Krise nämlich prophezeite einst Karl Marx. Auf dem Londoner Highgate-Friedhof beschwören sie Marx‘ Geist, auf dass er seine Prophezeiung widerrufe!

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19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Markus Maria Profittlich Die Midlife-Crisis ist so gut wie vorbei und er hat noch 15 Jahre bis zur Rente. Er ist 50 plus. Und jeder redet ihm ein, dass jetzt erst die besten Jahre kommen. Warum auch nicht? Brad Pitt, Tom Cruise und Johnny Depp sind auch über 50. Aber ein Blick in den Spiegel verrät, dass die irgendwie anders über 50 sind.

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20.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Kurt Krömer „Wenn es am Schönsten ist, dann soll man gehen – auch wenn es noch nie schön war!“ Nach 20 Jahren Bühne hat Kurt Krömer erst mal genug. Ab Oktober 2013 begibt sich der Berliner Komiker auf „Abschiedstournee“. Und er kann garnicht genug vom Abschiednehmen kriegen.

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19.30 Uhr Königliches Kurhaus, Bad Elster Korsika - Das Gebirge im Meer Korsika vereint als die gebirgigste Insel im


Foto: Max Messer

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

Off 14 - 2. Tag

Jörg Knör

Es gibt zu sehen: Das Kinderstück „Ente, Tod und Tulpe“, Corrupt Tours aus Prag, dem Puppen- und Objekttheater „Der Freischütz“ und die Newcomer Kurz & Lang Dance Company.

Hurra! Jörg Knör, Bambi-Preisträger und Deutschlands „King of Parodie“ kommt mit einer neuen Live-Show! Die Theater-Bühne verwandelt sich aufwendig in ein TV-Studio mit „Late-Night“-Kulisse. Mauerwerk, Showlicht und City-Lights. Dann passiert, wovon Harald Schmidt und Markus Lanz nur träumen können: Alle prominenten Wunschgäste haben zugesagt. Und die öffnen auch in Knörs „SocietyMagazin“ selbst die Türchen, an die auch die härtesten Klatsch-Reporter vergeblich klopfen. Denn Jörg Knör ist der Promiflüsterer! Keiner kommt den Stars so nah wie er! Per FlatScreen schaltet er auch mal nach Rom, um sich per Webcam mit dem Papst zu unterhalten.

www.freie-theater-sachsen.de

Mittelmeer auf kleinem Raum eine unglaublich vielfältige Erlebniswelt. Wer sich zwischen Gebirge und Meer nicht entscheiden kann findet sich in der Konsequenz nicht selten auf Korsika wieder. Wandern, tauchen, klettern, Canyoning oder ausgedehnte Bergtouren.

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18.00 Uhr Bergbaumuseum, Oelsnitz/Erz. Buchlesung mit Eberhard Görner und Gojko Mitić Eberhard Görner stellt im Museum sein neues Buch „In Gottes eigenem Land“ vor und hat sich dafür prominente Unterstützung geholt. So wird Schauspieler Gojko Mitić den Part des Delawaren-Häuptlings „Fliegender Pfeil“ lesen, während Eberhard Görner den des Patriarchen Heinrich Melchior Mühlenberg übernimmt. 19.00 Uhr Kinocenter, Greiz Oliver Polak: Krankes Schwein – ehrenlose Comedy Er bricht in seiner neuen Show mit überholten Denkmustern. Es geht nicht zuletzt darum, den absurden Normalitätsbegriff in unserer Gesellschaft in Frage zu stellen. 20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Poetry Slam Im Rahmen einer Tour gibt es den Poetry Slam diesmal an einem Donnerstag in Zwickau zu erleben. Neben den redege-

18.30 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Meilensteinchen: Gute! Nachtgeschichten – GeschichtenTiere Sprechende Tiere! Ihr glaubt, die gibt es nicht? Wer sich vom Gegenteil überzeugen lassen will, der sollte zu den Gute! Nachtgeschichten kommen. Denn neben Tieren, die sich lebhaft unterhalten können, lernt ihr große, starke Wesen kennen, aber auch kleine, die schlauer sind als so manch ein Mensch.

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15.00 Uhr Priesterhäuser, Zwickau Ausstellungseröffnung: Luthers Welt- Zitate des großen Reformators Ausstellung aus der Reihe „Einblicke“; Im Laufe seines Lebens hat sich Martin Luther zu vielen verschiedenen Themen geäußert. Überliefert sind nicht nur Aussprüche über die Religion, sondern auch über die allgemeinen Lebensumstände seiner Zeit. Die Themen reichen vom Geld, über Liebe, bis zum Essen.

über „Die Wilden Fußballkerle“ lesen Millionen deutsche Kinder, zahlreiche weitere Leser finden die Bestseller weltweit in elf Sprachen und 33 Ländern.

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Sa

20.00 Uhr Neuberinhaus, Reichenbach Willy Astor Nachlachende Frohstoffe - ein echt witziger Wörtersee auf Flegelstufe 8, vom Poetry-Slam-Rap „Meine Taube heißt Joachim“ bis zum Dada-Song: „Missouri Missouri“, mit feinem Gitarrenspiel ganz im Stile seines grossen Vorbilds Fredl Fesl.

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www.alter-gasometer.de Verlosung auf Seite 70

20.00 Uhr Filmpalast Astoria, Zwickau Elton John: Live aus Las Vegas Seit 2011 bestreitet Elton John eine sogenannte „residency show“, also ähnlich einer Tournee, nur an einem festen Standpunkt, in „The Colosseum“, Teil des Ceascars Palace in Las Vegas. Über 90 sehr erfolgreiche Konzerte hat Elton John in diesem Rahmen mit seiner spektakulären Show „The Million Dollar Piano“ schon bestritten. Eines davon gibt es nun im Kino zu bestaunen. Info: www.filmpalast-kino.de

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Mo

10.00 Uhr Kinocenter, Greiz „Wilde Zeit!“ mit dem Schriftsteller Joachim Masannek Mit einem Mix aus Geschichten, Rätseln, Spielen und Musik zeigen wir: Masanneks Bücher

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Holger Osterloh „Die Wahrheit bleibt auf der Insel“ Action-Lesung mit Holger Osterloh. Holger Osterloh liest, singt, performt und erzählt aus seinem Leben als Party-Animateur auf Mallorca. Dabei betrachtet er das Thema Ballermann aus einer sehr persönlichen und außergewöhnlichen Perspektive.

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wandten Wortkünstlern aus der Zwickauer Region, werden auch diesmal Slampoeten aus anderen Ecken Deutschlands begrüßt. Erneut können Freunde des gesprochenen Wortes die geschätzte familiäre Atmosphäre genießen.

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20.00 Uhr Stadthalle, Zwickau Ehrlich Brothers: Magie – Träume erleben Mit ihrem unvergleichlichen Stil – und ihrem Charme – haben die Ehrlich Brothers die Welt der Magie in ein neues Zeitalter geführt. Ihre Tricks sind sensationell, der technische Aufwand atemberaubend, Zuschauer von sechs bis 99 Jahren ziehen die zwei sympathischen Künstler in ihren Bann und sorgen mit ihren beeindruckenden Tricks immer wieder für Staunen.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Tanz + Pas de deux und Cha Cha Cha Das sind unsere Veranstaltungen für besonders neugierige, im Sinne des Wortes auf Neues gierige Zuschauer. Hier erleben Sie hautnah, was der Beruf des Tänzers erfordert, welche Mittel in der Tanzkunst eingesetzt werden oder auch wie die Beziehungen zu anderen Künsten die Arbeit beeinflussen. Blicke in die Vergangenheit sollen das Verständnis des modernen Tanzes erleichtern.

Foto: Studio Canal

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10.00 Uhr Neuberinhaus, Reichenbach

Non-Stop Bill Marks (Liam Neeson), langgedienter U.S. Federal Air Marshal, ist seinen Job über den Wolken leid. Doch der heutige Transatlantikflug wird für den Sicherheitsbeamten alles andere als routiniert: Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem Fremden. Solange nicht 150 Mio $ auf ein geheimes Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto auf Marks‘ Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht das Flugzeug zu entführen. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um die Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200 Passagiere zu retten. Regisseur Jaume Collet-Serra inszeniert mit NON-STOP einen packend Actionthriller mit Topbesetzung. Hauptdarsteller Liam Neeson, der schon in „Unknown Identiy“ sehr erfolgreich mit Collet-Serra zusammengearbeitet hat, überzeugt diesmal in 12.000 Metern Höhe. An seiner Seite ist Golden-Globe-Gewinnerin Julianne Moore zu sehen. Zum hochkarätigen Cast des British-Aqualantic-Fluges 10 zählen außerdem Michelle Dockery und die Oscar-nominierte Lupita Nyong’o als nervenstarke Flugbegleiterinnen, Linus Roache als Pilot, Shea Whigham als Bill Marks‘ Kontaktmann am Boden sowie Anson Mount als Bills Air-Marshall-Deputee. Für die Produktion zeichnen Action-Veteran Joel Silver sowie Alex Heineman verantwortlich. Das Drehbuch stammt von Christopher Roach und John W. Richardson. Ab 13. März im Kino.

Gewinnspiel auf Seite 71

Filmpalast Astoria Zwickau: Poetenweg 6-8, Telefon 0375/ 35 36 41 0, www.zwickau.filmpalast-kino.de 03 14

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Foto: Neon Photocase

Holz bearbeitet oder mit Alltagsmaterial ganz neue Ideen verwirklicht? Bei diesem „DoIt-Yourself“-Workshop findet jeder sicher das Passende für sich. An den einzelnen Terminen wird jeweils mit verschiedenen Techniken und Materialien gearbeitet.

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10.00 Uhr Messe, Chemnitz

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20.00 Uhr Kunsteisstadion, Crimmitschau

DaWanda Kreativmarkt

Spring Ice Night

„handgemacht“ ist die Handarbeitsbörse für Individualisten, Designer und Selbermacher, ein Umschlagplatz für Einzelstücke jenseits der Stange. Samstag und Sonntag bis 18.00 Uhr.

Die DJs legen heiße Scheiben auf und bringen damit die Eisfläche zum Kochen. An der Eisbar kann man erhitzte Gemüter abkühlen und auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

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sport & freizeit

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Sa

10.00 Uhr Stadthalle, Meerane MCV-Kinderfasching Nicht nur den Erwachsenen macht es großen Spaß, sich zu verkleiden und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Zum Kinderfasching können die Kleinen lustig angezogen und bunt geschminkt die Stadthalle stürmen und gemeinsam mit ihren Freunden und Eltern eine schöne Zeit erleben.

13.30 Uhr Sportforum Sojus, Zwickau FSV Zwickau- SV Babelsberg 03 Der FSV startet in die Rückrunde. Mit der Unterstützung seiner Fans, möchte die Mannschaft um Kapitän Manuel Stiefel dabei ein erfolgreiches Heimspieljahr beginnen. Seid dabei und unterstützt die Farben unserer Stadt. Info: www.fsv-zwickau.de

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15.00 Uhr Stadthalle, Werdau Kinderfasching Was die Erwachsenen können, können die Kinder schon lange. In bunten Kostümen bietet die Stadthalle Groß und Klein einen bunten Nachmittag voller Spiel und Spaß.

19.30 Uhr Eisstadion im Sahnpark, Crimmitschau Eishockey Die Eispiraten Crimmitschau treffen auf die Mannschaft der Ravensburg Towerstars. Ein spannendes Match steht bevor. Info: www.eispiraten-crimmitschau.de

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14.00 Uhr Turnhalle, Blankenhain Kinderfasching Bunte Kostüme, fröhliche Kinder und lustige Musik. Das kann nur eines heißen: Es ist wieder Kinderfasching. Denn die Kleinen können sicher ebenso ausgelassen feiern, wie ihre Eltern und sich lustig verkleiden.

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Citylife

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10.00 Uhr Neuberinhaus, Reichenbach Kinderfasching In kunterbunten Verkleidungen können die Kleinen einen schönen Tag verbringen und gemeinsam mit ihren Eltern und Freunden tanzen, spielen und einfach Spaß haben. Für Musik und für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. 14.00 Uhr Vogtlandsporthalle, Oelsnitz/Vogtland Kinderfasching Auch die Kinder lieben es, sich zu verkleiden und gemeinsam mit Freunden und Eltern einen schönen Nachmittag zu verbringen. Spaß und Spiel sind garantiert und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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16.45 Uhr Begegnungszentrum Zebra, Auerbach Die Zumbalitas Zumba ist ein Sport, der Spaß macht und Bewegung und Tanz zu einer Einheit verschmelzen lässt. Damit auch die Kinder diesen Sport für sich entdecken können, findet dieser spezielle Kurs statt. 17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport AG Spiel- und Sportangebot für Kinder in der Sporthalle der Dittesschule. Gemeinsam kann man sich aktiv sportlich betätigen und mit Freunden Spaß haben. Die Teilnahme an dem Angebot ist kostenlos.

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15.30 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Rumpelwicht & Co. Freitags geht ist es in den Räumlichkeiten des Alten Gasometer besonders ausgelassen und bunt zu. Immer dann wenn sich Kinder mit und ohne Handicap im Rahmen des Nachmittagsangebots Rumpelwicht & Co treffen.

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tymusik kann man auf dem Eis seine Runden drehen, Freunde treffen und leckere Getränke an der Eisbar schlürfen.

handgemacht

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Sa. 10-18 Uhr So. 10-17 Uhr

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10.30 Uhr Sternwarte, Rodewisch Thomas fliegt zu den Sternen Der neugierige Thomas träumt vom Weltall und von einer Reise, die er mit einem selbstgebauten Raumschiff unternimmt. Er lernt den Mond kennen und erlebt wie die Sonne mit ihrem gleißenden Licht blendet. Schließlich stellt ihm die Sonne auch noch ihre Kinder vor, die Planeten.

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08.30 Uhr Sporthalle, Mosel Oldiemasters Im Hallenfußball kämpfen die Teilnehmer um die Pokale der OB der Stadt Zwickau. 16.00 Uhr Helbig Sporthalle, Plauen Handball Sachsenliga Frauen Der SV04 PlauenOberlosa empfängt den USV TU Dresden in der Kurt-Helbig Turnhalle in Plauen. 20.00 Uhr Kunsteissadion im Sahnpark, Crimmitschau Wunscheisdisco Zu toller Par-

18.00 Uhr Eisstadion im Sahnpark, Crimmitschau Eishockey Die Mannschaft der Eispiraten Crimmitschau trifft in einem spannenden Duell auf den EC Bad Nauheim. Info: www.eispiraten-crimmitschau.de

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14.30 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kreativworkshop DIY Ihr habt viele Ideen, welche ihr schon immer einmal umsetzen wolltet? Ihr möchtet probieren, wie man etwas selbst näht,

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15.00 Uhr Mehrgenerationenhaus, Oelsnitz im Vogtland Tolle Wolle Stricken, Häckeln mit Recyclingmaterial Kreatives Schaffen unter Anleitung ermöglicht das Freizeitangebot im Mehrgenerationenhaus.

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17.00 Uhr Begegnungszentrum Zebra Auerbach Mutter-KindZumba Gemeinsam können die Mütter mit ihren Kindern diesen Sport entdecken und Spaß an der Bewegung lernen.

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rer vom Mars. Was würde uns also dort erwarten? Es wirdder Rote Planet und die Geschichte seiner Erforschung umfangreich vorgestellt.

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Sa

10.00 Uhr Strandbad Koberbachtalsperre, Langenhessen Tag des Wassers Die Dammkrone ist an diesem Tag begehbar und es kann ein Blick in den Entnahmeturm und über die Hochwasserentlastungsanlage geworfen werden. Informationstafeln vermitteln zudem viel Wissenswertes zum zwischen 1926 und 1929 erbauten Sperrwerk, das ursprünglich vor allem für die Wasserversorgung der großen Textilbetriebe an der Pleiße geplant wurde. 17.00 Uhr Sporthalle Neuplanitz, Zwickau Frauenhandball Die Damen des BSV treffen auf die Mannschaft der HSG Bad Wildungen Vipers.

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10.00 Uhr Sporthalle, Mosel Landesmeisterschaft im Kunstradfahren Dass man mit einem Fahrrad viel mehr kann, als nur gemütliche Touren zu unternehmen, zeigen die Sportler bei dieser Meisterschaft. Atemberaubende Tricks werden vorgeführt. 16.00 Uhr Helbig Sporthalle, Plauen Handball Sachsenliga Frauen Der SV04 Plauen-Oberlosa empfängt den SG Pirna/ Heidenau in der Kurt-Helbig Turnhalle in Plauen. Ein spannendes Duell steht bevor.

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09.30 Uhr Markt, Meerane Anradeln Gemeinsam mit dem Meeraner Bürgerverein wird angeradelt. Bei hoffentlich gutem Wetter können sich die Zweiradfans auf ihre Drahtesel schwingen und die Glieder endlich wieder in Bewegung bringen.

26 13.30 Uhr Sportforum Sojus, Zwickau FSV gegen VfB Auerbach Derbyzeit! Am Sonntag kommt es erneut zu einem Aufeinandertreffen gegen den VFB aus Auerbach. Bei diesem Spiel möchten unsere Jungs die Serie und damit den Bock gegen unseren Lieblingsgegner endlich umstoßen. Seid dabei und unterstützt die Farben der Stadt. Info: www.fsv-zwickau.de

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14.30 Uhr Sternwarte, Rodewisch Postkarten vom Mars Der Nachbarplanet Mars ist ungemein faszinierend für den Astronomen und Planetenforscher. Aber es gibt sogar - nicht ganz ernstgemeinte - Reisefüh-

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14.30Uhr Zoephelsches Haus, Oelsnitz/Vogtland Gestalten von Geschenkboxen Gemeinsam kann man einen kreativen Nachmittag verbringen und mit dem Verein „Jugend & Co“ tolle Geschenkboxen zusammenstellen und den Lieben eine Freude machen.

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Sa

10.00 Uhr Glück-AufSchwimmhalle, Zwickau Süddeutsche Meisterschaften im Synchronschwimmen Völlig synchron zeigen die Schwimmer im kühlen Nass ihr Können. Die Veranstaltung wird am Sonntag fortgesetzt. 17.00 Uhr Sporthalle Neuplanitz, Zwickau Frauenhandball Die Damen des BSV Sachsen treffen auf das Team der 1.FSV Mainz 05.


11.30 Uhr Billerfesthalle, Plauen 19. Europäischer Bauernmarkt Europa im Vogtland - auch beim 19. Europäischen Bauernmarkt in der Biller-Veranstaltungshalle heißt es wieder: Direktvermarkter bieten ihre Waren an. Vom 8. bis 15. März gibt es Leckereien im überdachten Marktplatz. Der Markt fand erstmalig 1996 statt, Plauen und das Vogtland sind seitdem Gastgeber.

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09.00 Uhr Arbeitsagentur, Zwickau

Sa

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Vorschau

05. April, 09.00 Uhr WHZ, Zwickau

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Hochschulinformationstag

Ausbildungsbörse Ob Baumeister, Bewegungstalent oder Zahlengenie – gemeinsam finden wir bei der Ausbildungsbörse in der Zwickauer Arbeitsagentur heraus, welcher Beruf am besten zu dir passt. Bis 13 Uhr kannst du mit Arbeitgebern ins Gespräch kommen, deine Bewerbungsunterlagen einem Experten-Check unterziehen lassen, dir Tipps fürs Vorstellungsgespräch holen, professionelle Fotos für die Bewerbung schießen lassen und um 10 Uhr am Seminar „Knigge für Berufseinsteiger“ teilnehmen. Auch Mütter und Väter auf Stellensuche sind an diesem Tag herzlich willkommen – für sie stehen Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen für Gespräche bereit.

Am Samstag öffnet die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ihre Tore für Studieninteressierte. Beim Hochschulinformationstag können sich angehende Studenten bis 13 Uhr über die Themen Studium, Bafög, Wohnen und Studentenleben informieren. Zentrale Informationspunkte sind die Aula in der Peter-Breuer-Straße und das Hörsaalzentrum auf dem Campus Scheffelstraße. Auch die Außenstellen in Schneeberg (Angewandte Kunst), Reichenbach (Textil- und Ledertechnik) und Markneukirchen (Musikinstrumentenbau) können besichtigt werden. An allen Standorten stehen eine Vielzahl von Laboren, Werkstätten und Lehrgebäuden offen.

www.dasbringtmichweiter.de

www.fh-zwickau.de

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dies & das

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Sa

10.00 Uhr Brauerei, Wernesgrün 2.Motorradmesse Regionale Händler und Händler aus aller Welt stellen eine Vielzahl verschiedener Motorradmodelle vor. Hier kann man nicht nur die alten Klassiker entdecken, sondern auch zahlreiche neue Modelle bestaunen und mit Experten ins Gespräch kommen. 10.00 Uhr Messe, Chemnitz Job- & Karrieremesse Ziel der Job- & Karrieremesse in Chemnitz ist es, wechselwilligen Fachkräften und Ingenieuren, Pendlern und Arbeitssuchenden sowie Interessenten für Weiterbildung alle Wege zu einem neuen Job bzw. Karriere in Chemnitz und Umgebung sowie in ganz Sachsen aufzuzeigen. 10.00 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Theaterführung Wer schon immer mal einen Blick hinter die Kulissen des historischen Theaters werfen wollte, hat hier die einmalige Gelegenheit dazu.

So

16.00 Uhr Bergbaumuseum, Oelsnitz/Erz. Schach im Schacht Der Schachverein Erzgebirge Stollberg e.V. lädt zum großen Schachturnier für Amateure ein. Eingeladen sind alle, die selbst gern Schach spielen oder anderen einfach nur dabei zusehen möchten.

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07.–09.03.2014 Und dein Garten blüht auf!

www.chemnitzer-fruehling.de

10 – 18 Uhr 10.00 Uhr Messe, Chemnitz Chemnitzer Frühling Der Start in die neue Gartensaison! Auf der Messe gibt es alles, was das

Gärtnerherz begehrt. Und während sich die Großen fachmännisch beraten lassen, stehen den Kleinen viele spannende Angebote zur Verfügung. Info: www.chemnitzer-fruehling.de

nehmer, wie Zeichnen Entspannung, Meditation und spirituelle Erfahrung zugleich sein kann. Dabei werden kreative Möglichkeiten von Zentangle bis Mandala vorgestellt.

10.00 Uhr Festhalle, Plauen Vogtland-BAU Für Häuslebauer, Renovierer und alle, die sich gern in Haus und Garten kreativ und handwerklich betätigen, ist dieses Messewochenende ein absolutes Muss. Zahlreiche Aussteller aus der Region zeigen das Neuste aus den Bereichen Bau, Garten und Haus. 17.30 Uhr Tourist Information, Zwickau Zwickauer Stammtisch Geschichten Erleben Sie eine Stadtführung der etwas anderer Art – eine Tour durch Zwickaus Altstadt, vorbei an früheren Kneipen gepaart mit informativen Anekdoten.

08

Sa

10.00 Uhr Heinrich-von-KleistOberschule, Lichtenstein Tag der offenen Tür Interessierte Eltern und Schüler können heute bis 13 Uhr einen Blick hinter die Mauern des Schulgebäudes werfen und dabei die vielfältigen schulischen und außerschulischen Angebote kennenlernen. 10.00 Uhr Malzhaus, Plauen Meditatives Zeichnen Unter der Leitung von Manuela König-Schilbach lernen die Teil-

16.00 Uhr Stadthalle, Zwickau Nachtflohmarkt Bis 23.00 Uhr kann man in der Stadthalle bei zahlreichen Händlern wertvolle Schätze und Plunder entdecken. Flomarktfans kommen bei diesem reichhaltigen Angebot voll auf ihre Kosten.

13

Do

10.00 Uhr Töpferwerkstätten, Waldenburg Tag der offenen Töpferei Krüge, Töpfe und hübsche Tonwaren entstehen in einer Töpferei. Doch wie diese aussieht und in welchen Stadien ein Stück entsteht, weiß niemand genau. An diesem Wochenende kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen.

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09.00 Uhr Euro Akademie, Zwickau Tag der offenen Tür An diesem Tag kann man einen Blick in die Euro Akademie werfen und die umfangreichen Bildungsangebote kennenlernen. Eine Option für Schüler und Bildungsinteressierte, die sich umfassend informieren wollen.

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Fr

10.00 Uhr Messe, Leipzig Leipziger Buchmesse Bis zum 16. März hat die Messe geöffnet und lockt Bücherfans aus ganz Deutschland, um die neusten Veröffentlichungen zu entdecken, bei einer Signierstunde ein Autogramm des Lieblingsschriftstellers zu erhaschen oder sich bei einer der zahlreichen Lesungen verzaubern zu lassen.

10.00 Uhr SOS Mütterzentrum, Zwickau Vortrag der Hebamme Antje Stock „Schreikinder – Gedeihkinder?“ Der Vortrag gehört zur Veranstaltungsreihe „Spielend wachsen“. Während des Vortrages gibt es für die Teilnehmer die Möglichkeit, die Kinder betreuen zu lassen. Info: www.sos-mz-zwickau.de 17.00 Uhr AIDS-Hilfe Westsachsen e.V., Zwickau Weiterbildung Transsexualität – Intersexualität Warum bist du Mann? Warum bist du Frau? Wieviele transsexuelle Menschen gibt es in Deutschland? Ist Transsexualität vererbbar? Welche Probleme treten auf? Die Weiterbildung mit insgesamt 20 Plätzen gibt Aufschlüsse.

10.00 Uhr Zeitenströmung, Dresden Körperwelten Das Herz rückt in den Mittelpunkt der Ausstellung. Das Hochleistungsorgan des menschlichen Körpers ist der Motor unseres Lebens und das Zentrum des Herz-Kreislauf-Systems. Sein dichtes Netz aus Arterien, Venen und Kapillaren misst über 96.500 Kilometer – hintereinandergeknüpft könnte man die Erde damit mehr als zwei Mal umwickeln. Bis um 4. Mai hat die Ausstellung geöffnet.

Baumesse genau richtig! Auch für die Handwerker von morgen ist mit einer kreativen Bastelecke vorgesorgt. Info: www. messezwickau.de

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BAU

ZWICKAU

14.-16.03.2014 Stadthalle Zwickau täglich von 10-18 Uhr 10.00 Uhr Stadthalle, Zwickau Baumesse Ein Muss für alle Häuslebauer, Modernisierer, Renovierer, Heimwerker, Bauprofis & Hobbygärtner. Für Anregung und Umsetzung aller Bauvorhaben ist ein Besuch der

10.00 Uhr Messe, Chemnitz Autosalon Entdecken Sie zum 11. Autosalon in Chemnitz die neusten Modelle aller großen Automarken und finden Sie auf über 10.000m² Ausstellungsfläche und weiteren 3000 m² im Freigelände Ihr neues Traumauto. Neben attraktiven Messerabatten wird ein weiteres Highlight die Sonderschau zu 30 Jahre DTM sein. Schauen Sie selbst! Info: www.autosalon-chemnitz.de. 10.00 Uhr Industriepark IBS Plamag, Plauen Schau auf Design Es ist ein ehrgeiziges, ein zukunftsweisendes Projekt – „Schau auf Design“. Geboren aus der Idee, die Verleihung des Designpreises in einen größeren Rahmen zu betten und diesen zugleich als Plattform für weiterreichende Kontakte nutzbar zu machen. Befeuert von dem Willen, das große Potenzial kreativer Berufe mit den vielfältigen Möglichkeiten industrieller Technologien in der Region zu kombinieren.

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Di

15.00 Uhr Euro Akademie, Zwickau Tag der Berufsberatung Wo soll es beruflich hingehen? Eine Berufsberatung kann helfen, offene Fragen zu klären und den beruflichen Weg zu finden. Wer also noch unschlüssig ist, wo es nach der Schule hingehen soll, der findet mit kompetenter Hilfe sicher den richtigen Weg und kann so die Entscheidung der Berufswahl überdenken.

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« ve r a n st a l t u n g e n

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1 0 0 J a h r e M u se u m a n de r Less i n g st r a S S e Text: Kulturamt Zwickau | Foto: Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum | Info: www.kunstsammlungen-zwickau.de

Vom

K

önig-Albert-Museum bis zu den unstsammlungen

Die Kunstsammlungen Zwick au

In der Ausstellung werden die einzelnen, für die Geschichte des Hauses bedeutenden Abteilungen – die Sammlung des Altertumsverein, der Schumann-Sammlung oder der Ratsschulbibliothek – vorgestellt. Neben historischen Fotos und Plänen zum Bau und zur Einweihung des Hauses, werden beispielsweise auch die Umgestaltungen des ersten Museumsdirektors Hildebrand Gurlitt oder Fotos vom Besuch Max Pechsteins anlässlich des ersten Max-Pechstein-Preises der Stadt Zwickau 1947 gezeigt.

Max-Pechstein-Museum blicken 2014 auf 100 Jahre spannende Museumsgeschichte zurück und feiern ihr Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Am 23. April 1914 als König-Albert-Museum mit eindrucksvollem Kuppelsaal eröffnet, gehört das Haus heute zu den bedeutenden Kunstmuseen in Mitteldeutschland. Das Museum entstand aus einer vom Rat der Stadt initiierten Stiftung für die Unterbringung der zahlreichen bürgerlichen Sammlungen zur Natur-, Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte. Das von dem Architekten Richard Schiffner zwischen 1912 und 1914 errichtete Gebäude beherbergte die Sammlungen des 1857 gegründeten Altertumsvereins, die mineralogisch-geologische Sammlung (1868 gestiftet durch Ernst Julius Richter), die kostbaren Bestände der Ratsschulbibliothek Zwickau, die Schumann-Sammlung (seit 1956 im Robert-Schumann-Haus Zwickau) und eine städtische Gemäldesammlung. Seit 1921 ist hier auch das Stadtarchiv Zwickau untergebracht. Die Einheit von Museums- und Bibliotheksbau hat sich bis heute erhalten. Seit dem Auszug der stadt- und kulturgeschichtlichen Sammlungen in die Priesterhäuser Zwickau (2003) konnten die wertvollen Kunstbestände vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart umfänglicher präsentiert werden.

Herzlichen Glückwunsch o.: König-Albert-Museum, 1914 mi.: Max Pechstein und Gertrud Rudloff-Hille vor dem Museum, 1947 u.: Schülergespräch in der Ausstellung zum Max-Pechstein-Förderpreis, Oktober 2013

Die Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum gibt einen Überblick zur Geschichte des Hauses mit den verschiedenen städtischen Sammlungen. Zu sehen sind u.a. die originalen Entwürfe des Architekturwettbewerbs für das Museum, historische Fotografien sowie Objekte und Kunstwerke aus den damals wie auch heute noch untergebrachten Bereichen.

Ausstellung vom 7. März bis 4. Mai 2014 Ausstellungseröffnung 7. März 2014, 17 Uhr Lessingstraße 1, Zwickau

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Citylife

Mittlerweile hat sich das Museum mit seinem einzigartigen Schwerpunkt zum Schaffen des gebürtigen Zwickauers und bedeutenden Expressionisten Max Pechstein zu einer modernen Kunstsammlung profiliert. Dies bezeugen die Erwerbungen und Ausstellungen der letzten Jahre. Das Max-Pechstein-Museum mit fast 40 Gemälden, Mosaiken und Glasfensterentwürfen eröffnet am 12. April 2014 seine Pforten. Die Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen widmet sich in einem größeren Teil ebenfalls dem gebürtigen Zwickauer. Nicht nur Gemälde bereichern die Pechstein-Sammlung, vor allem auch Briefe und Arbeiten auf Papier. Rund 30 Zeichnungen und Grafiken sind seit 1990 erworben worden und werden jetzt erstmals zusammenhängend ausgestellt. Darüber hinaus präsentiert die Schau weitere Neuerwerbungen zur klassischen Moderne, wie etwa von Fritz Bleyl, Erich Heckel oder Käthe Kollwitz. Auch zeitgenössische Kunst wurde erworben, hier spielen vor allem die Pechstein-Preisträger eine zentrale Rolle (u.a. Alfred Hrdlicka, Klaus Staeck, Yana Milev, Luise Schröder).

K u n st & K u lt u r »


T a g e de r C h o r - u n d O r c h este r m u s i k z u G a st i n Z w i ck a u Foto: Westsächs. Gospelprojekt | Info: www.tage-der-musik.de

Mit rund 800 aktiv Mitwirkenden wird Zwickau vom 28.-30. März zur Bundeshauptstadt der nicht professionellen Musikszene. Wenn an diesem Wochenende Ensembles aus ganz Deutschland an der Mulde gastieren, liegt buchstäblich Musik in der Luft. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitag, dem 28. März um 20 Uhr in der Moritzkirche mit dem Westsächsischen Gospelprojekt. Etwa 100 Personen im Alter von 13 bis 70 Jahren bringen gleich zwei Werke zur Aufführung: das Jazz-Oratorium „Maria“ von Jan Simowitsch und Tscho Hoffmann sowie „Magnificat – The groovy version of OX“ von Christoph Schönherr. In „Maria“ wird die Mutter Gottes zur Titelfigur. Die Lieder und Improvisationen zeichnen den Weg dieser ungewöhnlich mutigen Frau nach. Das „ Magnificat“– ist der Lobgesang auf Maria und drückt zum einen Marias Freude über das Kind aus, zum anderen zeichnet es in der Bearbeitung von Christoph Schönherr ein gewagtes Gottesbild – von einem Hirten, der mit Strenge und Härte für Gerechtigkeit auf Erden sorgt. Am Samstag erwartet die Besucher in der Innenstadt an zwölf verschiedenen Stationen die „Nacht der Musik“. Los geht’s ab 19.15 Uhr im Rathaus. Zu hören sind u.a. Kammer- und Kinderchöre, pfiffige Damenensembles, Akkordeon-, Blas-, Streich- sowie Zupforchester und sogar ein Glockenspiel aus Meissner Porzellan. Am Sonntag endet das Festival mit einem besonderen Höhepunkt. Ab 11 Uhr findet in der „Neuen Welt“ ein Festakt statt, zu dem der Bundespräsident, Joachim Gauck, die Zelter- und Promusica-Plaketten an das Bandonion Orchester Dresden e.V. und den Domchor Zwickau verleihen wird. Nummerierte Platzkarten dafür gibt es in der Geschäftsstelle der Bundesvereinigung deutscher Orchesterverbände (BDO). 28. bis 30. März 2014, Tage der Chor- und Orchestermusik

B u n deswe i te r T a g de r A r c h i ve g a n z i m Z e i c h e n de r F r a u Foto: Stadtarchiv Zwickau | Info: www.zwickau.de/stadtarchiv

„Frauen – Männer – Macht: Ein Forschungsthema im Stadtarchiv?“ – unter diesem Titel steht der Tag der Archive zum internationalen Frauentag am 8.März 2014. Ab 10 Uhr lädt das Stadtarchiv Zwickau jedoch nicht nur interessierte Frauen in den Bürgersaal des Rathauses zu dieser Veranstaltung ein. Auf dem Programm stehen zwei Vorträge: Ulrike Lehmann, Gleichstellungs-, Ausländer- und Frauenbeauftragte der Stadt Zwickau, widmet sich dem Thema „Frauen und ihr Wille zu mehr“. Der Vortrag wagt einen kleinen Exkurs durch die Jahrhunderte zur Rolle, die Mann der Frau zugedacht hat, wie Frauen sich selbst sehen und was sie wollen und somit erreichen können. Im Anschluss geben die beiden Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs, Petra Baumann und Viviane Schöne, eine „Bestandslage zur Personenforschung im Stadtarchiv“. Als Beispiel dient hier die frühere Zwickauer Stadtverordnete Dr. Johanna Hassinger (1901-1978). Neben ihrer Tätigkeit für den Rat der Stadt Zwickau war sie Geschäftsführerin der Fa. H. W. Hassinger, einem Herren- und Knabenbekleidungsgeschäft mit Schneiderei in der Hauptstraße. Gezeigt werden dazu einige persönliche Dokumente sowie einige aus dem Firmenbesitz. Seit 2004 findet der Tag der Archive im Zweijahres-Rhythmus bundesweit statt. Ziel ist es, das Anliegen der Archive weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. 03 14

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D i e K u lt u r - AG des S t o l l be r g e r Gy m n a s i u m s Text: Dorothea List | Fotos: Kultur AG | Info: www.kultur-ag.net

Kunst, Kreativität und Kraftwerk Mit einer Menge Kreativität entdecken Schüler aus Stollberg ihre Region. Dabei lassen sie sich insbesondere von Industriegeschichte inspirieren. Wir haben einmal hinter die Kulissen geschaut.

Das Carl-von-Bach-Gymnasium in Stollberg Foto: E-row / wikimedia.org

Kunst für die Stadt Am nördlichen Rand des Erzgebirges, auf halbem Weg zwischen Zwickau und Chemnitz, liegt eine kleine Stadt mit knapp 11.500 Einwohnern. Auf der einen Seite ist sie umrahmt von bewaldeten Höhen, auf der anderen Seite warten die Industriemetropolen. Die Stadt heißt Stollberg. Sie hat eine reiche Geschichte. Viele versteckte kulturelle Orte verbergen sich hinter den Fassaden. Einer davon ist auch das Carl-von-Bach-Gymnasium. Wer einen Spaziergang entlang der Parkstraße macht, der wird an dem besonderen Jugendstilgebäude nicht achtlos vorübergehen. Seine leuchtend gelbe Häuserfront mit aufwendigen Sandsteinverzierungen ist nicht zu übersehen. Unter Leitung von Viola Lippold haben sich dort einige Schüler auf eine Reise in die Geschichte begeben. Die „Kultur-AG“ hat sich auf die Suche gemacht nach vergessenen Orten, nach der Historie ihrer Stadt und nach Neuentdeckungen in der Region. In vielfältigen kulturellen Projekten setzten sie sich mit ihren Fundstücken und Ideen auseinander. Und so beschreiben sie sich auch selbst: „Diese spannenden Geschichten unserer Zeit wollen wir entdecken und gestalten — zusammen mit allen, die so neugierig und hartnäckig sind wie wir.“

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Citylife

Einen großen Erfolg konnten die Schüler 2008 verzeichnen. In diesem Jahr wurde gemeinsam mit der Chemnitzer Filmwerkstatt e.V. ein Projekt zum Stollberger „Bürgergarten“ initiiert. Zunächst hatte dies einiges Kopfschütteln zur Folge: zu heruntergekommen schien das Gebäude, zu verschlissen die einstige Schönheit. Doch davon ließ sich das Team nicht entmutigen. Das Engagement hat sich gelohnt. Mit ihrem Film „Der letzte Tanz“ erhielten die Gymnasiasten viel Aufmerksamkeit und Anerkennung, nicht nur von der Stadt selbst, sondern auch von einem später gegründeten Förderverein. Mit ihrem Film haben die Schüler dazu beigetragen, dass der Bürgergarten erneut als kulturelles Denkmal und als ein Stück Heimat für die Bewohner der Stadt wahrgenommen wird. Heute können Besucher wieder den neoklassizistischen Saal bewundern, werden zu Tanz, Konzert und Comedy eingeladen. Direkt neben dem Bürgergarten entdeckte die Gruppe um Viola Lippold auch eine alte Villa, die sie zu einem neuen künstlerischen Projekt inspirierte. Unter dem Titel „Tapetenwechsel“ wurden Skulpturen geschaffen, Installationen und Fotografien präsentiert. Zwar verlagert sich der Schwerpunkt der „Kultur-AG“ immer wieder zwischen Kunst, Aktion und bürgerschaftlichem Engagement – zumeist geht es jedoch um ein Zusammenspiel aus allen drei Dingen.


Kunst statt Kohle – Synergie für‘s Kraf twerk In den letzten Jahren haben die Schüler ihren Blick auf ein neues Thema gelenkt: Den Strukturwandel in der Region. Im Schatten des Bergbaumuseums Oelsnitz liegt ein Symbol dieser Veränderung. Das stillgelegte Kraftwerk bietet viel Platz für künstlerische Auseinandersetzung. Dieses schlafende Monstrum aus Beton und Stahl wurde für die Gymnasiasten zu einem Kunst-Arbeitsort. Sie realisierten einen Tag der offenen Tür, einen Fotoworkshop, eine Klangcollage und eine Tanzperformance. Gemeinsam mit dem Schlemaer Künstler Christoph Roßner wurde auch eine überdimensionierte Skulptur geschaffen, welche dem monumentalen Charakter des Gebäudes gerecht wird und sich zudem kreativ mit seiner Geschichte beschäftigt. In Zukunft sollen die Räume als Galerie, Museum und Inspirationsort dienen. Der Besucher darf durchaus gespannt sein. Die „Kultur-AG“ des Stollberger Gymnasiums setzt auf ein erfolgreiches Zweiergespann: Kunst und kulturelle Geschichte. Dabei schauen sie sich im Erzgebirge und in der gesamten Region um. Immer wieder stoßen sie dabei auf verborgene Schätze. Dem ein oder anderen kann das durchaus als Anlass dienen, selbst einmal mit offenen Augen durch die Heimatstadt zu laufen. Was liegt hinter der alten Bushaltestelle, zwischen dem Schutt der Fabriken? Was bieten Museen und Erinnerungsorte? Wir sollten uns danach umschauen.

W a s i h r w o l lt Komödie von William Shakespeare - Übersetzung von Thomas Brasch Geschlechtertausch und Liebeswirren in Illyrien: Nach einem Schiffsunglück tritt Viola als Mann verkleidet in die Dienste des Herzogs Orsino, an dem sie rasch Gefallen findet. Orsino ist jedoch in die Gräfin Olivia verliebt, zu der die verkleidete Viola als Liebesbote gesandt wird. Olivia wiederum findet Gefallen an dem vermeintlichen jungen Mann. Derweil werden ihr Onkel Sir Toby und dessen Freund Sir Andrew immer wieder von Olivias Verwalter Malvolio bei ihren Saufgelagen gestört. Zusammen mit der Zofe Maria fingieren die beiden Zechbrüder einen an Malvolio gerichteten Brief Olivias, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht. Der Aufforderung im Brief folgend macht sich Malvolio vollkommen lächerlich, wird für verrückt erklärt und eingesperrt. Doch dann taucht Violas Zwillingsbruder Sebastian auf und das Chaos nimmt eine unerwartete Wendung. Am 28. März um 19.30 Uhr öffnet sich der Premierenvorhang im Gewandhaus Zwickau. Weitere Vorstellungen finden am 5. und 13. April, sowie am 11. Mai statt.

Im Auge des Betrachters o.: Die Schüler lassen ihrer Kreativität beim „Tapetenwechsel“ freien Lauf . mi.: Bilder aus dem Fotoprojekt der Kultur-AG zum Kraftwerk Oelsnitz.

www.theater-plauen-zwickau.de

u.: Im Workshop mit Christoph Roßner wird eine Skulptur kreiert.

Theater Zwickau 0375 27 411 4647/4648 Vogtlandtheater Plauen : 03741 2813 4847/4848 03 14

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D e r L i te r a t u r bet r i eb i m W a n de l Text: Dorothea List | Info: www.leipziger-buchmesse.de

Lesen und lesen lassen Es ist wieder einmal soweit: Vom 13. bis 16. März versammeln sich Autoren, Verleger und Literaturfreunde in Leipzig. Die Buchmesse steht vor der Tür. Doch bevor man sein Buch dort auf den Tresen legen kann, ist die ein oder andere Odyssee zurückzulegen. Schauen wir einmal auf die Wegweiser...

Schriftsteller haben es heutzutage nicht einfach. Der Literaturbetrieb steht an einer Zeitenwende. Bücher werden nicht mehr auf Papier sondern auf Bildschirmen gelesen. Wenn nicht gerade eine Messe oder der Nobelpreis naht, wird kaum noch über Bücher gesprochen. Die Zahl abgelehnter Manuskripte in den Verlagen ist monumental. Die Goldene Ära hat einen matten Glanz bekommen. Aber ist die Zukunft wirklich so düster?

Der Weg zum Buch Teil 1: Das Schreiben Einer, der es trotzdem geschafft hat, ist Jörn Birkholz. Am 10. März erscheint sein zweiter Roman im Folio Verlag. Ein paar Tage später wird er ihn auf der Buchmesse vorstellen. Die Besonderheit: Nicht nur die Biografie des Autors beschäftigt sich mit dem Literaturbetrieb, er hat diesem gleich seinen ganzen Roman gewidmet. Sein Protagonist ist ein Jungautor auf der Suche nach dem großen Erfolg. Dabei bewegt sich die Geschichte zwischen skurril und enthusiastisch, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. „Schachbretttage“ erzählt vom Lebensgefühl einer Generation zwischen ironischer Verzweiflung und Tatendrang.

Jörn Birkholz „Ich würde jedem empfehlen, auf einen Verlag zurückzugreifen.“ Foto: Jörn Birkholz

„Die größte Herausforderung beim Schreiben ist immer zuerst die Entwicklung eines Plots“, sagt Jörn Birkholz. „Im Grunde kann man erst dann richtig mit der Arbeit beginnen, wenn das Buch grob bereits im Kopf fertig ist, oder wenigstens der Anfang und das Ende mehr oder weniger feststehen.“ In jedem Buch steckt also ein ganzes Stück Arbeit – von dem man sich natürlich die entsprechende Würdigung wünscht. Ratschläge zu geben fällt da schwer. Doch eines betont der junge Autor: „Sich ein dickes Fell zulegen, das kann nicht schaden.“

Leipzig liest Impressionen aus der Messebuchhandlung in Halle 4 Foto: Leipziger Messe GmbH / Norman Rembarz

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kunst & Kultur

Thema »


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ALTER GASOMETER ZWICKAU

Das Soziokulturelle Zentrum der Zwickauer Region März

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Der Weg zum Buch Teil 2: Das Verlegen Der Traum vom Verlag ist nach wie vor ungebrochen. Es locken große Namen wie Suhrkamp, Cornelsen, Hanser oder Rowohlt. Kleine Mitbewerber schmücken sich mit Unabhängigkeit und Kreativität. Im Jahr 2012 brachten die deutschen Verlage rund 91.100 Titel heraus. Das klingt viel, doch die Zahlen gehen zurück. Es wird eng. Es müssen besondere Werke erkannt werden. Dabei ist ein Verleger nicht nur für den geschäftlichen Bereich zuständig, er muss dem Autor auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er ist gleichzeitig Lektor, Psychologe und Freund. Eine gewichtige Aufgabe. Die neuen Verlags-Chefs von heute haben noch denselben Anspruch wie in den vergangenen Jahren, sehen sich aber mit einem vollkommen anderen Büchermarkt konfrontiert. Was bedeutet das für die Literatur? KOMPASS hat darüber mit der Zwickauer Schriftstellerin und Verlagsgründerin Claudia Puhlfürst gesprochen.

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„Zum Anbeißen“ Tour

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Alternative Rock | Dresden

Hardrock & Blues | Neuoelsnitz

Punk / Alternative | Tauperlitz

Funkrock | Tannenberg

Pop Rock | Berga

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Metal| Glashütte

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Post Rock | Meerane

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Folkmusik aus Skandinavien

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20. Bandwettbewerb

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KOMPASS: In der Literatur warten derzeit viele neue Herausforderungen. Sie haben mit ein paar Kollegen den Sprung ins Verlagswesen gewagt. Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Claudia Puhlfürst: Erstens: Das Team. Fünf literaturbegeisterte Menschen, die ihren Traum von außergewöhnlichen Büchern wahr machten und 2012 den Buchvolk-Verlag gründeten. Ein außergewöhnlicher Zeichner und Grafiker – Ralf Alex Fichtner – der unsere Bücher mit wunderbaren Vignetten und die Kinderbücher mit zauberhaften Aquarellen illustriert. Ein kreativer Chefdesigner. Zweitens: Das unentwegte Engagement, gepaart mit der Liebe zur Literatur. Drittens: Wir glauben an das gute, gedruckte Buch. Unsere Leser wollen nicht am nüchternen Bildschirm lesen, sondern etwas handwerklich gut gemachtes in der Hand halten, signieren lassen, aufbewahren.

KOMPASS: Was ist der Vorteil eines Verlages gegenüber dem Eigenverlag? Claudia Puhlfürst: In einem „Eigenverlag“ verlegt man selbst eigene Werke. Einmal davon abgesehen, dass so etwas immer den Ruch mangelnder Qualität hat – denn sonst könnte man ja seine Werke auch in einem seriösen Verlag verlegen lassen – wollten wir erstklassige Geschichten und Kinderbücher von anderen Autoren herausbringen. Zurzeit schreiben schon 58 Autoren für uns!

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Ein Verlag gibt den Schriftstellern Halt, er unterstützt sie in ihren Interessen. Der Selbstverlag erscheint demgegenüber als ungleich schwierigerer Weg. Zwar hat er einige Erfolge vorzuweisen, doch kommt er in Deutschland nicht so recht aus seinem Nischenbetrieb heraus. Der etablierte Büchermarkt bricht kaum seine Strukturen auf. In den Auslagen sieht man die marktführenden Autoren, in den Ladenketten die bekannten Verlage. Da wird ein Gesamtpaket vorgegeben und vermittelt. Daher ist auch für Autoren wie Jörn Birkholz ein traditioneller Verlag noch immer die beste Möglichkeit, sein Buch an den Leser zu bringen. Denn: „ Zunächst einmal ist ein Verlag meist gut vernetzt, hat also gute Kontakte zur Presse, Übersetzern, Veranstaltern und so weiter, so etwas ist in der Branche sehr wichtig. Mit einem Eigenverlag steht man, neben der ISBN, vollkommen alleine da, und man muss sich um alles selbst kümmern. Überhaupt ist es wichtig, dass Autor und Verleger eng zusammen arbeiten, und bei guten Verlagen ist das auch der Fall.“ kunst & Kultur

Wer also mit dem Eigenverlag arbeitet, braucht einen langen Atem. Nichtdestotrotz setzt sich auch hier durch, was von guter Qualität ist. Zunehmend arbeiten die Anbieter sogar mit etablierten Verlagen zusammen. Die „Books on Demand GmbH“, eines der größten Unternehmen in diesem Bereich, führte 2011 rund 350.000 Titel mit von je einem Exemplar bis zu einer fünfstelligen Auflage. Gedruckt wird nur, was angefordert wird. Die Autonomie beheimatet dabei beide Seiten der Medaille. Es ist der ewige Traum vom Tellerwäscher zum Millionär, vom Niemand zum Künstler. Gestalten, Verkaufen und Vertreiben muss der Schriftsteller im Normalfall selbst. Anerkennung findet sich leichter im alten System. Was das bedeutet? Es lohnt sich der Blick auf eine zweite Möglichkeit, sich an den großen Konzernen vorbei zu manövrieren: Kleinverlage. Oftmals bieten diese, so wie auch der Buchvolk-Verlag, eine gute Alternative. Hier spiegelt sich die kulturelle Vielfalt der Branche. Man ist verwegen, engagiert und produktiv. Zwar hat man ein kleineres Marketing- und

Verwaltungsbudget als die namhaften Kollegen, doch dafür ist man nicht weniger mit Herz und Seele bei der Sache. Originalität wird großgeschrieben. Im letzten Jahr feierte beispielsweise der Berliner Verlag „kookbooks“ sein zehnjähriges Bestehen. Immer wieder hat das Team mit aufwendig gestalteten und innovativ geschriebenen Werken auf sich aufmerksam gemacht. Als risikofreudig beschreibt man sich – und da ist selbst noch Platz für junge Lyrik, die sich kaum noch ein anderer Verlag leistet. Eines ist sicher: Wer in der Bücherbranche heute noch Fuß fassen möchte, muss ambitioniert sein. Es gilt, das Außergewöhnliche zu suchen. Ein kleiner Buchladen mit sorgfältig ausgewählten Werken, guter Beratung und vielleicht einer gemütlichen Tasse Kaffee? Der Leser hält nach dem persönlichen Ambiente Ausschau, nach Eleganz und Stilgefühl. Das gilt für die Geschäfte ebenso wie für die Bücher selbst. Jenseits der Massenware liegt eine Welt, die gestaltet werden will. Dafür gibt es durchaus noch immer ein interessiertes Publikum.


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Der Weg zum Buch Teil 3: Das Lesen Der Wandel der Literaturbranche birgt ein unheimliches Potenzial für Leser. Allerdings nur für diejenigen, die sich aktiv durch den Bücherwald bewegen. Es gilt sich umzuschauen, mitzumachen. Der Leser muss wissen, wonach er Ausschau hält. Nur dann sieht er die neuen Formen und Werke. Manche Autoren fragen in ihren e-Books, welches Bücherende sich das Publikum wünscht. Ein interessantes Leseexperiment, an dem man natürlich nur teilhaben kann, wenn man auch seine Meinung dazu äußert. In Kleinverlagen werden neue Themen erobert. Dabei lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Der Buchvolk-Verlag möchte uns beispielsweise in diesem Jahr mit „Mords-Musik“ überraschen. Dabei werden kriminelle K u r z g e s c h ic ht e n rund um die Musik,

Musiker und Musikstücke präsentiert. Kleine Spielereien und ungewohnte Kombinationen lohnen die Suche jenseits der üblichen Bestsellerlisten. Manchmal tun sich auch etablierte Schriftsteller und experimentierfreudige Verleger zusammen, um den Leser herauszufordern. Jonathan Safran Foer, dessen Bücher „Alles ist erleuchtet“ und „Extrem laut und unglaublich nah“ bereits erfolgreich verfilmt wurden, brachte 2010 ein ungewöhnliches Buch bei „Visual Editions“ heraus. In „Tree of Codes“ erwartet das Publikum ein einmaliges Leserlebnis. Der Autor bediente sich dabei einer Geschichte von Bruno Schulz, nahm einzelne Worte und Sätze heraus und schrieb so eine andere Geschichte. Die Besonderheit liegt darin, dass in dem neuen Buch nicht nur die neue Erzählung zu finden ist, sondern zwischen den erhaltenen Worten auch die Leerstellen wortwörtlich herausgeschnitten sind. Das Spiel mit der Sprache, das Spiel mit der Form, kommen zu einer neuen Blüte. Es lohnt sich, daran nicht unachtsam vorüberzugehen.

tree of codes Ein Spiel mit der Form: „Tree of Codes“ von Jonathan Safran Foer. Foto: Dorothea List

Gutes Gespür Der Buchvolk-Verlag legt Wert auf außergewöhnliche Bücher. Foto: BuchvolkVerlag Claudia Puhlfürst Autorin und Verlegerin aus Zwickau. Foto: Ulrich Puhlfürst 03 14

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FILM

Deutschland, 1938. Das erste Buch, das die neunjährige Liesel Memminger stiehlt, ist „Das Handbuch des Totengräbers“, das sie auf der Beerdigung ihres Bruders findet. Liesel ist auf dem Weg zu ihren neuen Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann nach Molching. Sie findet schnell Kontakt zu Hans, der sie durch schlaflose Nächte begleitet, in denen er auch erfährt, dass das Mädchen weder lesen noch schreiben kann. Er lehrt sie das Lesen und weckt ihren Hunger nach Büchern. Als es auch in Molching zu einer Bücherverbrennung auf dem Marktplatz kommt, stiehlt Liesel ein Buch aus dem Feuer. Diesem Diebstahl folgen weitere, an ihrer Seite ist immer der Nachbarsjunge Rudi, der mit Liesel durch dick und dünn geht. Doch dann hat Liesel ein großes Geheimnis, das sie auch Rudi nicht verraten darf.…Foto: Twentieth Century Fox

Die Bücherdiebin Ab 13. März im Kino

KINO

DVD

Ab 6. März im Kino

Ab 14. März im Handel

Ab 27. März im Handel

Grand Budapest Hotel

Captain Phillips

Austenland

Grand Budapest Hotel erzählt im typischen Wes-Anderson-Stil von Gustave H. (Ralph Fiennes), dem legendären Concierge eines berühmten europäischen Hotels, und seinem Hotelpagen und Protegé Zero Moustafa (Tony Revolori). Zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, als Europa sich im Umbruch befindet, schweissen die Turbulenzen und Abenteuer rund um den Diebstahl eines wertvollen Renaissance-Gemäldes und der Streit um ein großes Familienvermögen die beiden unweigerlich zusammen. Grand Budapest Hotel ist eine englisch-deutsche Koproduktion von Budapest Limited und Studio Babelsberg, die hauptsächlich in Görlitz, anderen Teilen Sachsens sowie im Filmstudio Babelsberg produziert wurde. Als Produzenten zeichnen neben Wes Anderson, Scott Rudin, Steven M. Rales und Jeremy Dawson verantwortlich. Foto: Fox Searchlight

Captain Phillips beschreibt die Entführung des US Con-

Ihre Bewunderung für Jane Austen erschwert Jane Hayes (Keri Russell) das Liebesleben. Sie träumt davon, die Heldin ihrer eigenen Geschichte zu sein und gibt all ihr Erspartes für eine Reise nach Austenland aus, einem außergewöhnlichen Themenpark, der seine Besucher in die „Regency-Epoche“ katapultiert. Mit Haube, Korsett und Spitze bewaffnet, kämpft Jane gegen die Ehelosigkeit. Dabei erkennt sie kaum noch, wo Fantasie und Realität enden und vielleicht sogar die wahre Liebe beginnt. Jennifer Coolidge („Natürlich Blond“) und Jane Seymour sind in dieser charmanten Liebeskomödie in weiteren Hauptrollen zu sehen. Austenland spielt auf amüsante und charmante Weise mit den Themen der Jane Austen-Romane, die auch heute nichts an Bedeutung für Frauen jeden Alters verloren haben. Foto: Sony Pictures

tainerschiffs Maersk Alabama durch somalische Piraten im Jahr 2009. Regisseur Paul Greengrass macht den Film gleichzeitig zu einem fesselnden Thriller und einem komplexen Portrait der zahlreichen Folgen der Globalisierung. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem kommandierenden Offizier der Alabama, Kapitän Richard Phillips, und dem somalischen Piratenkapitän Muse, der ihn entführt. Phillips und Muse geraten auf einen unumkehrbaren Kollisionskurs, als Muse und seine Crew das unbewaffnete Schiff von Phillips ins Visier nehmen. In der Folge kommt es zu einer äußerst verfahrenen Pattsituation und die beiden Männer finden sich 145 Meilen vor der somalischen Küste Kräften ausgeliefert, die jenseits ihrer Kontrolle liegen. Foto: Sony Pictures

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kunst & Kultur

film


hÖRBUCH

MUSIK

Ab 3. März im Handel

Luxuslärm Alles was du willst

John Grisham Die Erbin Als der schwerkranke Seth Hubbard seinem Leben ein Ende setzt, ahnt niemand, welche Folgen diese Tat haben wird. Hubbard, ein grimmiger Einzelgänger, blieb im Wesentlichen für sich. Versorgt von einer Haushälterin, hatte er kaum mehr Kontakt zu seiner Familie. Hubbards erwachsene Kinder absolvieren die Trauerfeier für ihren Vater denn auch wie einen Pflichtbesuch, um sich danach möglichst schnell der Testamentseröffnung zu widmen. Die Überraschung könnte kaum größer sein, als sich herausstellt, dass Hubbards Vermögen 24 Millionen Dollar umfasst. Den Löwenanteil spricht Hubbard seiner Haushälterin Lettie Lang zu. Seine Familie indes geht leer aus. In Windeseile fechten Hubbards Kinder das Testament an. Mit allen Mitteln versuchen sie Hubbards Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen. Foto: Random House Audio

Ab 7. März im Handel

Luxuslärm gibt es bereits seit drei Alben, genauer gesagt seit 2006 als sich die Band um Sängerin und Frontfrau Jini Meyer in Iserlohn gegründet hat. Die Longplayer „1000 km bis zum Meer“ (2008), „So laut ich kann“ (2010) und „Carousel“ (2011) veröffentlichte die fünfköpfige Band im Alleingang, erspielte sich ihre außergewöhnlich treue Fangemeinde bei Tourneen und Festivals und räumten erste Musikpreise ab (1 Live Krone, Deutsche Rock-und Pop-Preis, ECHO Nominierung). Zweifelsohne gehören Luxuslärm zu den erfolgreichsten Rockbands Deutschlands der letzten Dekade. Das sieht auch Universal Music so und nahm die Band nun unter Vertrag. Das neue Jahr beginnt für die Band also mit einem echten Novum: Ihr viertes Album „Alles was du willst“ wird Anfang März 2014 auf dem Universal Music - Label Polydor erscheinen. Jini Meyer zeigt sich bewegt und froh über diesen wichtigen Schritt: „Wir haben nach all unseren Erfahrungen schon nicht mehr daran geglaubt, aber jetzt ist es tatsächlich passiert. Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns sehr, dass wir mit Universal Music einen Partner gefunden haben, der uns nicht nur auf Augenhöhe begegnet, sondern vor allem uns und unseren Traum versteht. Der uns den Rücken frei hält, damit wir noch intensiver das machen können, was uns am meisten bedeutet: Luxuslärm zu leben.“ Foto: Ben Wolf | Cover: Universal Music

CD

BUCH

Ab 7. März im Handel

Ab 7. März im Handel

Ab 3. März im Handel

Elbow

Membership Northern Wind

Nadeem Aslam Der Gar ten des Blinden

„Northern Wind“ heißt das Erstlingswerk des südafrikanischen Trios Membership, das sich aufmacht mit Talent, Mut und Humor in die Popwelt einzubrechen, um ihr ganz und gar eigenes Pop-Ding zu machen. Membership steht für synthetische wie organische Popklänge verbunden mit dem Mut zur Innovation. Ein schräg-liebevoller Anarchismus hält das Klanggebäude der drei Soundtüftler aus Südafrika zusammen. Überkommene Grenzen und Dogmen werden über Bord geworfen. Der Spaß an der Sache ist der einzige „Kodex der Passion“. Die Musik, die letztlich aus diesem Sound-Laboratorium herauskommt ist pulsierender Electro-Pop mit herausragenden Qualitäten im Soundgenerating, Produktion und Songwriting. Das Bild des scharfen und bisweilen alles verändernden Nordwindes ist insofern mit Bedacht gewählt. Foto: Universal Music

Pakistan in den Monaten nach dem 11. September: Jeo ist mit Naheed, der großen Liebe seines Lebens, verheiratet, die auch sein Adoptivbruder Mikal begehrt. Als Jeo sich auf den Weg macht, in Afghanistan verwundeten Zivilisten zu helfen, begleitet Mikal ihn, doch ein Komplott führt die beiden unversehens zwischen die Fronten, Jeo stirbt, und Mikal gerät in Gefangenschaft. Auch in das Leben der Familie zu Hause bricht der Krieg ein. Ihr Vater Rohan, gläubiger Muslim und Gründer einer liberalen Schule, sieht sein Lebenswerk durch Fundamentalisten bedroht, und Naheed tut alles, um die mühsam erkämpfte Freiheit der Frauen nicht wieder zu verlieren. Sie trauert um Jeo, gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass Mikal eines Tages zurückkehrt. Ebenso schonungslos wie poetisch. Foto:

The Take Off And Landing Of Ever ything Seit fünf Jahren zählen Elbow nun schon zu den erfolgreichsten Bands, die Großbritannien zu bieten hat – und das Inselreich ist immerhin die zweite Supermacht des Pop. 2008 gewannen sie den renommierten Mercury Music Prize für das Album des Jahres, gefolgt vom Preis in der Kategorie „Best British Group“ bei den kommerzielleren BRIT Awards. In Ländern wie Holland und Belgien füllen sie Stadien, in den Staaten beobachtet man ihr Schaffen mit Neugierde (und hat viel Lob für sie übrig), und auf den ganz großen europäischen Festivals haben sie längst einen Stammplatz. Das neue Album soll den Siegeszug einer der größten britischen Bands der Gegenwart fortsetzen. Zur Inspiration für die Songtexte des Albums reiste Sänger und Kopf der Band, Guy Garvey, für sechs Monate nach New York. Foto: Universal Music

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AUTORITÄR

AN

demokratisc

V o n E l te r n u n d K i n de r n

Text: Mandy Gillmeister | Foto: PathDoc / shutterstock.com|Info: www.fuerkinder.org

Große Kleine Das Zusammenleben mit Kindern ist wundervoll, eben voller Wunder. Und doch oft anstrengend und nervenaufreibend, in dieser Zeit der ständigen Hektik und dem beinahe permanentem Blick auf die Uhr während der Hetze zwischen all den Orten, an denen wir sein wollen, müssen, können und das um Punkt x Uhr. Es braucht eine Menge Mut und Gelassenheit, innere Stärke und Vertrauen in sein Selbst, um das Aufwachsen der Kinder als genau dieses Wunder zu sehen, dass es ist und sich diese Sichtweise zu bewahren.

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ANTIAUTORITÄR

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Die Zeit vergeht

Verschiedene Lebensabschnitte der Trinchen und Mätze stellen Eltern vor die unterschiedlichsten Herausforderungen mit verschiedenen Herangehensweisen. Nachdem die Mäuse in der Welt ihrer ersten Bezugspersonen eingetroffen und angekommen sind, fangen sie schon Wochen später an, ihr Umfeld zu ertasten und zu begreifen. An den Händen Gewachsener erproben sie das selbstbestimmte Fortkommen, um bald darauf in die Eigenständigkeit aufzubrechen. Einige Geburtstage später sind sie schon groß genug, um alles allein zu schaffen oder es zumindest zu versuchen und dann, mal kurz nicht aufgepasst, verabschieden sie sich fröhlich winkend und marschieren mit ihrer Kraxe in die Welt hinaus. Zahlreiche Jahre sind zwischen diesen Erlebnissen vergangen und Mama und Papa sind nicht müde geworden, ihren eigenen Weg zu gehen und zwischen all den guten Ratschlägen und Tipps dieser Zeit herauszufiltern, was für sie stimmig ist oder das Zusammenleben und Großwerden auf den Prüfstand der bäuchlichen Intuition zu stellen. Da gilt es ruhig zu bleiben beim wöchentlichen Einkauf mit all den Dingen, die das Kleine so gern haben will, ebenso bei Problemen im Zusammenhang mit Schulkarriere und Pubertät. Die persönlichen Leistungsgrenzen aller Beteiligten sind schnell erreicht, auf dem Weg des Erprobens einer günstigen Methode, wenn es aus dem Haus gehen soll und die Mäuschen aber noch spielen wollen oder schlichtweg keine Lust auf Anziehen verspüren.

ANTIAUTORITÄR

Ein Beispiel und wie es gehen kann

Das Frühstück ist beendet, die Küche aufgeräumt, alle sind gesättigt. Mama eilt durch den Flur in Richtung Bad, Papa steht schon in seinen Schuhen vor der Wohnungstür und verteilt letzte Küsschen bevor er winkend die Treppe hinunter flitzt. Im Bad wird gewässert, geputzt und gekämmt, zudem das Kleine aus der Ferne verbal zum Anziehen angetrieben. Im Badezimmer erreichen Mama die Worte des Unwillens zusammen mit unterstützendem Tun ganz anderer Dinge des kleinen Menschen drüben im Flur. Mama könnte mit aller Strenge gegen den Ungehorsam und Eigenwillen des Kindes vorgehen, die aufgestellten Regeln wiederholen, deren Nichteinhaltung bestrafen oder das Befolgen, insofern das Anziehprozedere doch noch klappt, belohnen. Sie würde folglich nach dem in der Nachkriegszeit populären autoritären Stil verfahren, welcher auf lange Sicht gesehen Folgen wie Aggressionen, Unselbständigkeit und mangelndes Selbstwertgefühl nach sich zieht. Eine andere Option ist es, den Nachwuchs buchstäblich an ganz langer Leine gehen zu lassen und gänzlich auf Grenzen zugunsten jeglicher Freiheiten zu verzichten oder je nach Laune die kindliche Entfaltung zu beschränken. Mama meint, wenn Mausili sich nicht anziehen will, dann wird es nicht gedrängt. Am Ende schnappt sie sich ganz antiautoritär das Kleine im Schlafanzug oder kleidet es selber ein, bevor es von seinem Tun abgezogen und mitgenommen wird. Da das Kind selten ein Nein hört und nach dem Lustprinzip entscheiden kann, bleibt der Umgang mit negativen Emotionen aus, es kann nicht lernen auf andere Menschen einzugehen oder Rücksicht zu nehmen.

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Oder Mama ist eine Anhängerin der Demokratie. Sie übernimmt Verantwortung in der Führung der Kinder, sieht sich in erster Linie jedoch als Begleiterin. Die Rahmenbedingungen bekommen die Kinder klar und nachvollziehbar kommuniziert, jedoch stoßen sie mit ihren Bedürfnissen zumeist auf offene Ohren und es werden gewisse Freiheiten gewährt. So tauscht sich Mama mit dem Schätzchen darüber aus, was am Ankleiden hindert oder zuvor unbedingt noch zu erledigen ist, gewährt Freiräume vor oder nach dem Anlegen der Ausgehmontur soweit es die Zeit erlaubt und kann sich voller Aufmerksamkeit auf sich selbst im Bad für ihre außerfamiliäre Rolle fertigstellen. Durch emotionale Sicherheit entwickeln sich die Kinder zu eigenständigen, selbstbewussten und leistungsbereiten Menschen, die wertschätzend und respektvoll auf andere zugehen.

Schwierige Entscheidungen Elternsprechstunde mit Katrin Lutz Fachberaterin Kindertagesstätten Zwickauer Kinderhaus-Verein e.V. „Oh weh, was für eine Nacht! Unsere Tochter hatte Fieber und Durchfall. Ich musste sie komplett umziehen und duschen. Dann habe ich auch noch das Bettzeug gewechselt, während die Kleine unruhig bei ihrem Papa eingeschlafen ist. Heute Morgen war das Fieber zum Glück weg, sonst hätte ich sie nicht in die Kita bringen können. Ich habe doch nur noch wenige Kinderkrankentage übrig! Ich wette, sie hat sich in der Kita angesteckt.“ Dies könnte der Bericht einer Mutter gegenüber einer Freundin sein. Es ist viel Wahres daran – die Nacht war anstrengend, es könnte generell mehr Kinderkrankentage geben und vielleicht hat sich die Tochter tatsächlich in der Kita angesteckt. Wer hat kein Verständnis für die Situation der Eltern, die ihr Kind dann doch in der Kita abgeben? Dennoch gibt es mindestens eine weitere Perspektive, die sich zu betrachten lohnt: „Heute Nacht ging es mir ganz schlecht. Mir war heiß und übel. Ich war so schlapp, ich wollte nur schlafen aber musste erst noch unter die Dusche und einen anderen Schlafanzug anziehen. Dann durfte ich zu Papa ins Bett. Jetzt bin ich in der Kita, Mama sah bei der Verabschiedung so müde aus wie ich mich fühle. Warum ist es heute nur so laut hier? Ich habe keinen Hunger und spielen will ich auch nicht. Ich bleibe einfach bei meiner Lieblingserzieherin auf dem Schoß sitzen.“ Natürlich haben ErzieherInnen Verständnis für die Lage der Eltern – oft genug sind sie ja selbst in der gleichen Situation. Dennoch ist es ihre oberste Aufgabe, das Wohl aller betreuten Kinder im Blick zu haben. Daher werden sie stets folgende Meinung vertreten und diese auch begründen: Ein krankes Kind gehört nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung, da es dort überfordert ist und nicht gesund werden kann. 03 14

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Wie Mama es auch anstellt, um mit dem Kind aus dem Haus und noch rechtzeitig an ihren Zielort zu kommen, oder wie Papa es macht, wenn er in der nächsten Woche den Bringedienst hat - wünschenswert ist es, sich immer mal wieder, insbesondere in schwierigen Situationen vor Augen zu halten, dass es sich bei Kindern um Menschen handelt, die genau wie Mama und Papa mit einem eigenen Willen ausgestattet worden sind. Sie protestieren, wird ihnen fremder Wille diktiert und funktionieren nicht einwandfrei, wenn es darum geht, nach den Launen und Gelüsten anderer zu handeln. Dies nachzuvollziehen gelingt, halten wir uns auch mal zu einem Wechsel des Blickwinkels an. Oder würden Mama und Papa ständig und bereitwillig tun, was andere fordern?

„Die Liebe höret nimmer auf.“

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Oft wird gesagt, dass es nicht nur einen einzigen Erziehungsstil gibt. So sollten die Werke der Autoren Jan-Uwe Rogge, Wolfgang Bergmann, Jesper Juul, Steve und Shaaron Biddulph als Wegweiser verstanden werden, ebenso wie demokratische oder (anti-) autoritäre Erziehungsstile. Doch sollte jeder, der mit Kindern zu tun hat, seinen persönlichen Weg finden, situativ handeln und entscheiden – und dabei auch die Individualität der Kinder achten. Gut wird es ganz ohne Grenzen und vereinzelten Beschränkungen nicht funktionieren, doch sind Kinder intelligente Wesen, die bestrebt sind Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit zu lernen (in Abgrenzung zur fremdbestimmten Selbständigkeit). Sie werden zuhören und verstehen, wird ihnen ruhig erklärt, was und warum es zu tun gilt und eigenverantwortlich und selbständig handeln, wenn ihnen Möglichkeiten eingeräumt werden – und dann können sich Mama und Papa auch jede Wettbewerbsaufforderung schenken. Was wir uns jedoch niemals schenken sollten: Die Kinder dieser Erde mit Wertschätzung und Respekt zu begleiten, stets aufrichtig und authentisch zu handeln und ihnen in die Augen zu blicken – und das alles in bedingungsloser Liebe.

Richtig erziehen - aber wie? Deutschlands bekanntester Erziehungsexperte vergleicht in seinem Buch die verbreitetsten Erziehungsprogramme und erklärt, worin ihre jeweiligen Möglichkeiten liegen und wie sie in der Elternbildung Verwendung finden können. Jan-Uwe Rogge stellt die wichtigsten Konzepte und Programme zur Eltern- und Familienbildung vor und erläutert, was sie leisten und wo ihre Grenzen sind – angefangen von der partnerschaftlichen Erziehung von Rudolf Dreikurs, dem »Familienrat«, dem Gordon-Familientraining über das »Triple P«, Jesper Juuls »FamilyLab« bis hin zum Konzept »Starke Eltern - starke Kinder«. Rogge geht der Frage nach, was Eltern heute brauchen, und formuliert drei zentrale Haltungen für die Elternbildung: Der große Erziehungs-Check Jan-Uwe Rogge; Begleitung, Bestärkung und BeraISBN: 978-3-608-94536-2 tung. Diese sind unverzichtbar und Foto: Klett-Cotta werden anhand von alltäglichen Erziehungssituationen beschrieben.


Hörbuch Ab 23. März im Handel

Dirk Ahner Laden der Träume - Das Gold der Piraten Piraten und Pyramiden - Die Abenteuer-Wissensreihe gibt es jetzt auch im Hörbuch. Ben, Lara und Nepomuk geraten durch Zufall in den alten, verwinkelten Laden des Zauberers Filomenus. Der sammelt die Träume von Kindern, die im Traumland verloren gegangen sind. Nun sollen die drei mithilfe von Filomenus‘ Traumglas in die Welt der Träume reisen und die verlorenen Kinder zurück in die wirkliche Welt bringen. Die Hände auf das Traumglas gelegt, schon blitzt und donnert es, und als die Kinder die Augen aufschlagen, blicken sie direkt auf die Säbelspitzen einer Bande wilder Piraten. Gerade rechtzeitig, bevor die drei als Fischfutter enden, eilt ihnen der Schiffsjunge Frederico zu Hilfe. Foto: der Hörverlag

KINO Ab 13. März im Kino

Pettersson und Findus - Kleiner Quälgeist, große Freundschaft Der alte Pettersson lebt in einem kleinen, roten Haus, verbringt seine Tage mit Holzhacken, Bastelarbeiten und Erfindungen, angelt und versorgt seine Hühner. Eigentlich hat er alles was er zum Leben braucht. Doch manchmal überkommt Pettersson die Einsamkeit. Eines Tages schenkt ihm Nachbarin Beda Andersson, die sich warmherzig um alle kümmert, einen kleinen Kater, damit der alte Mann ein wenig Gesellschaft hat. Pettersson gibt ihm den Namen Findus und zieht ihn liebevoll groß. Das Glück ist perfekt, als der kleine Kater anfängt zu sprechen – eine wunderbare, scheinbar unzertrennliche Freundschaft beginnt. Nachbar Gustavsson beäugt die Beziehung der beiden ein wenig befremdet und hält Pettersson für einen Spinner. Fotos: Senator

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DVD

Ab 31. März im Handel

Rüdiger Bertram Mika der Wikinger - Das große Turnier

Ab 20. März im Handel

Die Rückkehr zur Insel der Abenteuer

Mika und Edda staunen nicht schlecht, als ihnen auf ihrer Reise ins Mittelalter plötzlich Knappe Rick vor die Füße plumpst. Der steckt nicht nur in einer verrosteten Rüstung, sondern auch ziemlich in der Klemme – hat er doch ausgerechnet Königssohn Hartmut zu einem Turnier herausgefordert. Ehrensache, dass Mika und Edda ihrem neuen Freund aus der Patsche helfen. Doch wie gewinnt man als kleiner Wikinger gegen einen Königssohn? Da hat Mika eine Idee. Hoffentlich kann er sich auf Hardy und dessen Zauberkünste verlassen. Sabine Kraushaar wollte schon als Kind Kinderbücher illustrieren. Sie studierte Grafik in Maastricht, machte sich selbstständig und erfüllte sich ihren Kindheitstraum. Heute zählt sie zu den renommiertesten Kinderbuchillustratorinnen. Foto: cbj

„Die Rückkehr zur Insel der Abenteuer“ ist die Fortsetzung des Erfolgsfilms „Die Insel der Abenteur“. Die 14-jährige Nim (Bindi Irwin) liebt ihr Leben auf der abgelegenen Insel, auf der endlich wieder Ruhe eingekehrt ist. Als ihr Vater jedoch eine Art Öl-Quelle entdeckt, sind ihre Tage dort womöglich bald gezählt. Deshalb mobilisiert Nim ihre tierischen Freunde, um ihr Tropenparadies mit allen Mitteln zu verteidigen. Und ausgerechnet Edmund, ein Ausreißer vom Festland, der sich als blinder Passagier auf einem Schiff versteckt hat, muss ihr dabei helfen. Mit vereinten Kräften wollen die beiden ihr Paradies vor den Eindringlingen schützen. Inspiriert von der Buch-Serie von Wendy Orr, begeistern die Produzenten von „Die Chroniken von Narnia“ auch mit ihrem neuen Film die Zuschauer aller Altersgruppen. Fotos: Universal Pictures

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E c h t sc h i ck Fotos: design3000 | Info: www.design3000.de

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Look № Verspielt, originell, bunt Unkonventionelle und verspielte Optiken sind hip. Dieser neue Look versprüht intensive Farben, die von Neon bis hin zu Knallfarben reichen. Die Formen hingegen sind eher klar und tragen sportive Einflüsse in sich. Bei Backpacks, Messenger Bags oder Schmuck kommen moderne Materialien wie Kunststoff und Nylon zum Einsatz. Colourblocking und Mustermix zeigen, dass Kontraste gefragt sind. Mit Dot-Dessins und psychedelischen Mustern rückt auch bei Möbeln der Retro-Style der 50s und 60s wieder in den Fokus. Für Verspieltheit stehen bei dieser Trendrichtung vor allem Tiermotive.

stunning temper o.: Abfallbehälter Cherry Bin - Mülleimer in Form einer Kirsche von Qualy 39,90 EUR Wandhaken Giraffe von Puhlmann – Kleiderhaken in Form eines Giraffen-Kopfes 9,95 EUR

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Look № Klar, puristisch, clean Klare Linien und markante Schwarz-Weiß-Kontraste: Dieser asiatisch angehauchte Stil wird von geometrischen Formen und geradlinigen Silhouetten dominiert. Glanzeffekte und fließende Stoffe wie Seide sind ebenfalls präsent. Der fernöstliche Look bringt aber auch zarte rauchige Farben, feine Zeichnungen oder Muster sowie Darstellungen von Flora und Fauna in die Wohnzimmer. Natürliche Materialien wie Holz und Keramik kommen beim Design von Schüsseln, Vasen und Accessoires zum Einsatz.

subtle spirit Bettwäsche Shua von Essenza hochwertiges Bettwäsche-Set aus Satin 69,95 EUR Silvia Mini von Vita – Lampenschirm zur Montage auf nahezu jeder Lampenfassung 54,00 EUR

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lifestyle

Trend


Individualität muss sein: Sowohl beim Einrichten der eigenen vier Wände als auch bei Schmuck, Kleidung und Accessoires geht es immer mehr um den Ausdruck des eigenen Lebensgefühls. Das spiegelt sich auch bei Möbeln und Dekoartikeln in der gewachsenen Liebe zum Detail sowie der Neuentdeckung von Handgemachtem und Außergewöhnlichem wider. Shoppingportale, wie Dawanda, Design 3000 oder Etsy boomen. Kleine Läden mit Handgemachtem und Unikaten sind beliebte Anlaufpunkte für alle, die Einzigartiges fernab der Massenware lieben und schätzen. Auf der Frankfurter Livestylemesse „Ambiente 2014“ präsentierten Anfang Februar knapp 5.000 Aussteller aus 89 Nationen Produkte rund um den gedeckten Tisch, Küche und Hausrat, Geschenk- und Dekoartikel sowie Wohnkonzepte und Einrichtungsaccessoires. Die Weltleitmesse der Konsumgüterindustrie zeigte die neusten Trends auf einer Fläche, die 46 Fußballfeldern entspricht.

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Look № Natürlich, exotisch, schlicht Ferne und exotische Länder sind Inspirationsquelle dieser Stilrichtung. Strahlendes Magenta und leuchtendes Curry erinnern an die Farbenpracht Indiens. Ob Handmade-Charakter oder Organic Flair – die Trendrichtung knüpft an folkloristische Traditionen an. Edelmetall, Holz und Glas sorgen bei Möbelstücken und Dekoelementen für das gewisse Extra. Raue und matte Oberflächen unterstreichen die Materialeigenschaften effektvoll.

serene nature o.: Wasserkaraffe 1,2L von Menu Glaskaraffe mit Korkdeckel 46,95 EUR La Bohème 2 – einer antiken Vase nachempfundener Designhocker, für Kartell entworfen von Philippe Starck 124,00 EUR

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Look № Avantgardistisch, geometrisch, progressiv

striking minde Crystal – Becher aus Kunststoff mit Rautenschliff von Koziol 19,95 EUR Pendelleuchte NLC schwarz - große Designleuchte von next 655,00 EUR

Dieser besonders straighte Look geht mit geometrischen Formen und avantgardistischen Tendenzen einher. Die favorisierten Materialien bei dieser Trendlinie reichen von hochglänzendem Silber über Glattleder bis hin zu Kunststoff und Lack. Poliertes Holz kommt für innovative Kontraste zum Einsatz. Neben eckigen und kantigen Strukturen sorgen auch Knallfarben für extravagante Akzente.

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ü be r de n T e l l e r r a n d h i n a u s Text: Vivien Schramm | Fotos: vegane gesellschaft deutschland e.v./christian vagedes | Info: www.vegane-gesellschaft.org

Empathischer Konsum Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Lebensweise, die eine Nutzung von Tieren und deren Produkten ablehnt. Doch auch Abseits des veganen Komplettverzichts formieren sich kritische Gedanken. Der Ausbeutung von Tieren zu widersprechen beginnt dabei nicht mit dem Verzicht von Fleisch, Eiern und Milchprodukten, sondern mit der Frage: Wie viel Tier steckt eigentlich in unserem Alltag? Die Gründe für eine vegane Lebensweise sind zunächst natürlich individuell. Die Einen halten es für unmoralisch, einen Unterschied zwischen Haus- und Nutztieren zu machen. Auch die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken wird häufig als nicht artgerecht kritisiert. Andere sehen ihre persönliche Entscheidung in einem globalen Zusammenhang. So verschmutzt und erschöpft die moderne Tierhaltung nicht nur Ackerland, Trinkwasser und Luft, sondern ist zudem im Hinblick auf die Gewinnung von Lebensmitteln auch höchst ineffizient. Das Landwirtschaftsministerium der USA stellte in einer Untersuchung fest, dass für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch bis zu 16 Kilogramm Getreide benötigt werden: ungenutzte Kalorien, die im direkten Zusammenhang mit Ernährungsproblemen der Entwicklungsländer stehen. Darüber hinaus minimiert diese Vorgehensweise die Qualität der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel. Getreide, das reich an Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten ist, findet sich am Ende der Produktionskette als cholesterinhaltiges Lebensmittel wieder, das aufgrund seines vergleichsweise hohenmach Gehalts mit an gesättigten vegan. www.vegane.org Fettsäuren zu Arterienverstopfung oder Herz-Kreislauferkrankungen führen kann.

Mit Wissen und Gewissen Die Kampagnen-Motive der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V. sollen nicht nur schockieren, sondern sind auch ein Appell an die Vernunft.

mit dem herzen sieht m mit dem sieht m vegan. mach mit herzen mit dem herzen sieht man besser. www.vegane.org

vegan. mach mit

www.vegane.org

Neben derartigen gesundheitlichen wie auch sozialen Aspekten sehen die meisten Menschen das Problem der industriellen Massentierhaltung jedoch vor allem im unnötigen Leiden der Nutztiere begründet. Auf einen artgerechten Umgang mit Nutztieren versuchen daher auch viele Verbraucher hinzuwirken, die sich keiner ausschließlich veganen Lebensweise verschrieben haben. Im Durcheinander von Gütesiegeln, Deklarationsbestimmungen und Markenversprechen fällt es jedoch zumeist nicht leicht zu erkennen, in welchen Produkten sich überhaupt tierische Bestandteile befinden und unter welchen Bedingungen diese gewonnen wurden. Ein kurzer Streifzug durch unseren Alltag soll deshalb einmal versuchen, diese tierischen Beiträge aufzudecken. 03 14

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Mundart


Das Kaninchen und die Tagescreme

In wessen Haut man nicht stecken möchte

Seine erste Begegnung mit tierischen Inhaltsstoffen hat man in der Regel bereits vor dem Biss in das Frühstücksbrötchen gemacht. Das Duschgel mit den Zusätzen von Milch und Honig lässt sich dabei noch leicht als unveganes Produkt erkennen. Doch wem ist schon bewusst, dass sein Haarshampoo Vogelfedern oder Gelatine enthalten kann? Verwendung finden tierische Produkte in Kosmetik- und Haushaltsartikeln, da diese als Schlachtabfälle meist billiger sind als gleichwertige Inhaltsstoffe pflanzlicher oder synthetischer Herkunft. Meist ist die Deklaration von tierischen Zusatzstoffen derart verwirrend und unübersichtlich gestaltet, dass der Verbraucher keine Möglichkeit hat, diese auf den ersten Blick zu erkennen. Wohl die wenigsten Menschen würden ein Mundwasser kaufen wollen, das mit „Auszügen aus dem Harn von Wirbeltieren“ beworben wird. Der Inhaltsstoff Benzoesäure klingt wiederum keineswegs abschreckend.

Die nächsten Schritte führen uns vor den Kleiderschrank. Hier überrascht es nicht, tierische Produkte vorzufinden, sind Wolle, Daunen, Leder oder Seide doch altbewährte und viel verwendete Materialien in der Bekleidungsindustrie. Ähnlich den Bedingungen in der Fleischproduktion hat sich in diesem Bereich die industrielle Massenhaltung für die Deckung eines globalen Bedarfs durchgesetzt. Innerhalb von Herden mit tausenden Tieren ist individuelle Aufmerksamkeit und das Leisten medizinischer Hilfe im Notfall nahezu unmöglich. Beispielhaft steht das Tragen von Pelz seit vielen Jahren in der Kritik. In jüngster Zeit haben zudem bekannt gewordene Details über die Gewinnung von Angorawolle viele Verbraucher und Modehäuser zum Nachdenken bewogen. Doch gerieten dabei die Herstellungsbedingungen anderer Textilien aus dem Blickfeld. Ein Schaf leidet für einen Wollpullover nicht weniger als ein Kaninchen. Weltweit ist Australien der größte Produzent von Schafwolle. Die dort bevorzugt gezüchtete Schafrasse hat eine extrem faltige Haut, die die Wollausbeute pro Tier vergrößert. In den Falten der Tiere sammelt sich jedoch Feuchtigkeit und von dieser angelockt, legen Fliegen ihre Eier auf den Tieren ab. Um den Befall mit ausgeschlüpften Larven, die die Schafe bei lebendigem Leib auffressen, zu verhindern, werden den Tieren ohne Betäubung tellergroße Fleischstücke aus dem Bereich um ihren Schwanz geschnitten. So soll eine glatte Fläche entstehen, die den Fliegenlarven keine Angriffsfläche mehr bietet. Häufig werden allerdings gerade die großflächigen Wunden erneut befallen. Die in Deutschland geschorene Wolle landet übrigens zu einem Großteil auf der Mülldeponie, da sich für das weniger qualitative Produkt keine Abnehmer finden lassen.

Noch weitaus unüberschaubarer wird es, wenn die Frage nach Tierversuchen in die Produktauswahl einbezogen werden soll. Hier hilft der Blick auf die Verpackung selbst dem bestinformierten Konsumenten kaum weiter. Seit einem Jahr ist der Verkauf von Kosmetika, deren Inhaltsstoffe ab diesem Zeitpunkt an Tieren getestet wurden, innerhalb der Europäischen Union verboten. Doch es gibt Schlupflöcher. Wird ein Stoff nicht ausschließlich in kosmetischen Produkten verwendet, bleibt er von dieser Regelung ausgeschlossen. Zudem ist es für den Verbraucher in vielen Fällen nicht nachzuvollziehen, inwiefern Kosmetikhersteller außerhalb des europäischen Marktes Tierversuche in Auftrag geben. Für Verträglichkeitstests, die auf dem wachsenden chinesischen Markt sogar vorgeschrieben sind, werden Kaninchen, Mäusen oder anderen Tieren beispielsweise Chemikalien in die Augen getropft oder über Magensonden verabreicht. Die Folgen reichen von schweren Krämpfen über Verätzungen bis hin zu Tumoren, die die Tiere zumeist ohne Schmerzmittel durchstehen müssen. Schon lang wird von Ärzten nicht nur die Grausamkeit, sondern auch die Überflüssigkeit derartiger Tests bemängelt. Aufgrund der vielfältigen anatomischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier sowie zwischen Tieren untereinander können derartige Testreihen keineswegs die Unbedenklichkeit eines Produktes garantieren. Möchte man als Verbraucher seine Kaufkraft nutzen, um Tierversuche zu verhindern, kann man zunächst auf das Vorhandensein einschlägiger Gütesiegel achten. Doch da zumeist nur namhafte Kosmetikhersteller über ein entsprechendes Budget verfügen, um neue Inhaltsstoffe zu testen, sind auch viele Discounter- und Drogerie-Eigenmarken eine Alternative, da diese für ihre Produkte bereits zugelassene und bewährte Stoffe verwenden.

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Nicht weniger problematisch ist die Produktion von Lederwaren. Der Großteil der hierzulande erhältlichen Lederprodukte stammt aus Entwicklungsländern wie China und Indien, in denen Tierschutzgesetze nicht durchgesetzt werden. Zudem stellen die in den Gerbereien verwendeten Giftstoffe wie Chrom und Arsen eine hohe Belastung für Umwelt und Arbeitskräfte dar. In Niedriglohnländern werden Tierhäute ohne Mundschutz oder Handschuhe verarbeitet, wodurch Asthma, bronchiale Infekte und Hauterkrankungen bei den Arbeitern hervorgerufen werden. Nicht selten sind Kinder an diesen Produktionsschritten beteiligt. Zudem gelangen die Industrieabwässer ungefiltert ins Grundwasser, wo sie Böden und Menschen im Umkreis der Gerbereien vergiften. Es gibt zahlreiche Alternativen für tierische Bestandteile in Bekleidungsartikeln, die zum Teil sogar einige qualitative Vorteile haben. So sind Lederimitate aus Mikrofasergewebe widerstandsfähiger und günstiger als Echtleder und Baumwolle überzeugt durch eine hohe Reißfestigkeit, Haltbarkeit und Saugkraft. Synthetische Alternativen zu Federn und Daunen verlieren ihre wärmedämmenden Eigenschaften auch dann nicht, wenn sie nass werden, und sind zudem weniger allergieauslösend. Die Nutzung oder Ablehnung tierischer Produkte ist eine individuelle, persönliche Entscheidung. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass unsere Kaufentscheidungen in einem globalen Zusammenhang stehen, die die Lebensbedingungen von Tieren und Menschen beeinflussen können. Durchschaubare Produktionsverhältnisse und bewusster Konsum können einen Teil dazu beitragen, Umwelt- und Klimabelastungen sowie soziale Missstände zu reduzieren.

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m i m i k r es o n a n z ® Text: Vivien Schramm | Foto: Peshkova / shutterstock.com | Info: www.dasgehirn.info

Pantomime im Arbeitsleben Wohl jeder kennt die Nervosität vor einem Bewerbungsgespräch oder geschäftlichem Meeting. Werden meine Ideen überzeugen? Habe ich mich ausreichend informiert? Oft ist die Angst groß, sich berufliche Chancen durch Leichtfertigkeit zu verbauen. Doch wer achtet in dieser wichtigen Situation schon auf seine Oberlippe oder Nasenflügel? Man sollte es tun, denn für den Ausgang eines Gesprächs sind diese nicht zu unterschätzen. Eine gewissenhafte Vorbereitung auf eine wichtige Präsentation ist unerlässlich. Dies gilt in der Schule ebenso wie im Kundengespräch. Neben beruflichen Qualifikationen und Fachkenntnissen muss sich ein jeder Arbeitnehmer auch mit den Rahmeninformationen vertraut machen, die er über ein anvisiertes Projekt in Erfahrung bringen kann. Doch auch wenn man in der Lage ist, einem Vorgesetzten oder Kunden ausgiebig die aktuelle Marktposition, Rechtsform oder Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zu schildern, darf man nicht vergessen, dass wichtige Details zur eigenen Persönlichkeit und Biografie ebenso auf den Prüfstand gestellt werden können. Die Frage nach der richtigen Präsentation der eigenen Stärken stellt dabei für viele Studenten, Berufseinsteiger, aber auch Profis eine große Hürde dar. In der Aufregung einer solchen Situation fällt ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten zumeist nicht leicht.

Gedankenlesen im Konferenzraum Doch wichtig für den Erfolg eines Gesprächs ist nicht zuletzt die Fähigkeit, die Gefühle des Gegenübers zu erkennen und damit angemessen umzugehen. Gerne würde man während einer Präsentation die Gedanken der Arbeitskollegen oder Auftraggeber lesen können, um sicherzustellen, dass die eigenen Ideen so ankommen, wie man es beabsichtigt.

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karriere

k o m m u n i k at i o n


Verständlicherweise wird ein potenzieller Arbeitgeber oder Kunde versuchen, sich in der geschäftlichen Kommunikation zunächst möglichst bedeckt zu halten. Doch mit ausreichender Erfahrung kann es gelingen, auch flüchtige Gesichtsausdrücke, so genannte Mikroexpressionen, wahrzunehmen. Nutzbar gemacht werden kann diese Fähigkeit der Mimikdeutung jedoch nur dann, wenn sie durch ein praktisches Training ergänzt wird, das zur zielführenden Anwendung der im Gespräch gewonnenen Informationen befähigt. Diese Methode nennt sich Mimikresonanz und wird fernab der Arbeitswelt beispielsweise auch bei Paartherapien, Polizeischulungen oder im Umgang mit Kindern eingesetzt. Im Gegenzug lehrt das Training auch, wie die eigene Mimik kontrolliert und gezielt eingesetzt werden kann. Denn bereits eine millisekundenlange Expression, wie etwa eine einseitig hochgezogene Oberlippe, kann die Fassade der Wertschätzung ihres Gesprächspartners bröckeln lassen.

Emotionale Gesichtsausdrücke sind angeboren Zwar haben Studien gezeigt, dass sich Gefühle, die sich auf unserem Gesicht abbilden, nicht erlernt sind, sondern vermutlich genetische Ursachen haben. Selbst Neugeborene sind bereits in der Lage, grundlegende Emotionen mimikhaft anzudeuten. Dennoch ist es den meisten Menschen ohne einschlägiges Training nicht möglich, echte und vorgetäuschte Gesichtsausdrücke zu unterscheiden. Ein falsches Lächeln ist dabei die am häufigsten angelegte Maske, um andere Emotionen zu kaschieren. Letztlich war es die Entstehung und Verbreitung der Sprache, die uns für die mimische Kommunikation blind werden ließ. Achten wir meist nur auf den Inhalt eines Gesprächs, verständigen sich Tiere wiederum allein durch Mimik und Gestik und sind dem Menschen daher in der schnellen und intuitiven Interpretation von Gesichtsausdrücken weit voraus.

Mimikresonanz als Karriereschub? Ist es aber tatsächlich möglich sein Auftreten im Berufsleben zu verbessern, indem man lernt, Mimik sowohl gezielt einzusetzen als auch zu interpretieren? Zweifelsohne sind ausführliche Vorbereitung sowie fachbezogene Qualifikationen nicht zu ersetzten, doch kann das Training der Mimikresonanz helfen, Fehler in der Kommunikation zu vermeiden. Zunächst ist zu erwähnen, dass ein Gesichtsausdruck nie verrät, warum eine bestimmte Emotion auftritt. Doch erkennt man bestimmte Gefühlsregungen des Gesprächspartners, so ist man in der Lage, diese gezielt zu hinterfragen und somit für beide Parteien zufriedenstellende Lösungen zu finden. Versteht ein Vorgesetzter die hoch- und zusammengezogenen Augenbrauen seines Mitarbeiters als Signal der Angst, kann er versuchen, die Situation durch die Hervorhebung positiver Aspekte der Zusammenarbeit zu entspannen. Eine Servicemitarbeiterin kann einen Kunden langfristig an ihr Unternehmen binden, indem sie erkennt, ob ein Einwand real oder vorgeschoben ist. Darüber hinaus belegen Studien, dass sich die Emotionen, die sich in unserem Gesicht spiegeln, nicht nur Einfluss auf unser Gegenüber, sondern auch auf unsere eigene Stimmung haben. Um Nervosität und Unsicherheit vor einem wichtigen Gespräch abzulegen, kann es demnach bereits helfen, sich vor einem Spiegel einmal selbst sein schönstes Lächeln zu zeigen.

Mimikresonanz®-Trainerin Silke Meyer aus Zwickau erklärt: Untrainiert sind sie kaum zu sehen: die Mini-Muskelbewegungen im Gesicht unserer Gesprächspartner. Dabei sind diese Mikroexpressionen das zuverlässigste Signalsystem der wahren Gefühlswelt. Zuverlässig deshalb, weil sie im Emotionszentrum im Gehirn unwillentlich ausgelöst werden und nicht über die Verstandesebene beeinflusst werden können. Wer erfolgreich und verantwortungsvoll beraten, führen oder verhandeln will, kann trainieren, diese Mikroexpressionen zu sehen und die zugrunde liegende Emotion richtig zu entschlüsseln. Damit erkennen Sie viel schneller wie es Ihrem Kunden, Mitarbeiter oder Klienten wirklich geht, wenn Sie wichtige Themen besprechen. Doch damit Sie nicht „auf einem Bein stehen“, wird in den Mimikresonanz®Seminaren auch der ziel- und handlungsorientierte Umgang mit mimischen Botschaften realitätsbezogen trainiert. Damit wächst die eigene Gesprächs- und Führungskompetenz für ein förderliches Miteinander. Termine für 2014 in Zwickau Mimikresonanz®Einführungs-Seminar 28.03., 17.00 Uhr Mimikresonanz®Professional-Training Teil I: 28. - 29.06. Teil II: 12. - 13.09. 01.09. - 05.09. Ferien-Camp für Studenten

Foto: Bettina Volke

Ganz unmöglich ist dies nicht und selbstverständlich bedarf die Einschätzung der Gefühlslage des Gesprächspartners keiner hellseherischen Fähigkeiten. Der Schlüssel zu erfolgreichen Konversationen im Arbeitsleben liegt vielmehr in der Deutung von Körpersprache. Die Mimik eines jeden Menschen ist dabei als physisches Abbild selbst unbewusster Gefühle zu verstehen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich Emotionen für geschulte und aufmerksame Beobachter nahezu fehlerfrei von Gesichtern ablesen lassen. Dies ist selbst dann möglich, wenn betreffende Personen versuchen, ihre wahren Gefühle zu unterdrücken oder sich derer selbst noch im Unklaren sind.

www.mimikresonanz-schule.com kontakt@mimikresonanz-schule.com Tel: 0375-56 00 93 89 03 14

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Gewinnzone

Christiane KO LU M N E

Trash oder das wahre Leben? ET TICK ET

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unterhaltung

Artikel auf Seite 39

Mehr als 38 Millionen Besucher haben sich bereits ein Herz gefasst und sie besucht: Die Präparate-Ausstellung des Dr. Gunther von Hagens, die sich dem menschlichen Herzen widmet. KOMPASS verlost 3x2 Tickets zur Ausstellung (24.01.- 04.05.2014) in Dresden. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Körperwelten“.

Artikel auf Seite 47

Hurra! Jörg Knör, Bambi-Preisträger und Deutschlands „King of Parodie“ kommt mit einer brandneuen Live-Show am 30. März 2014 auf die Bühne im Alten Gasometer Zwickau. KOMPASS verlost 2x2 Tickets zur Show. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Knör“.

Artikel auf Seite 62

Richtig erziehen - aber wie? Das Buch vergleicht die verbreitetsten Erziehungsprogramme und erklärt, worin ihre jeweiligen Möglichkeiten liegen und wie sie in der Elternbildung Verwendung finden können. KOMPASS verlost ein Exemplar des vorgestellten Buches. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Check“.

Alle Teilnahmen senden Sie bitte bis spätestens zum 20.3.2014 oder bei früheren Terminen bis 5 Tage vor der Veranstaltung an die Emailadresse gewinnen@deinkompass.de. Viel Glück!

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Artikel auf Seite 41

Tanzen, Freunde treffen, leckere Cocktails und Oldies, Hits der 80er und Ohrwürmer aus den aktuellen Charts – das ist die Ü30Party im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“. KOMPASS verlost 2x2 Tickets zur Veranstaltung am 22. März 2014. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Ü30“.

„Das ist ganz einfach“, sagte sie zu mir. „Evolution.“ Sieht so aus, als würden wir unbewusst unseren Instinkten folgen und jede Frau, die uns potenziell überlegen sein könnte, diskreditieren. Und darum reden wir schlecht über die andere oder legen uns sogar mit ihr an. Der Stärkere gewinnt eben. Und da scheint es wohl keine Rolle zu spielen, ob es wirklich „nur“ um einen Mann geht oder um den Gewinn eines Modelvertrages. Frauen sind eben doch nicht nur Sammler, sondern manchmal auch die Jäger.

Eure Christiane

Artikel auf Seite 39

Mit ihrem unvergleichlichen Stil und einer Extraportion Charme haben die Ehrlich Brothers die Welt der Magie in ein neues Zeitalter geführt. KOMPASS verlost 2x2 Tickets zur Veranstaltung am 28.März 2014 in der Stadthalle Zwickau. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Ehrlich Brothers“.

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Naja, wenn ich so darüber nachdenke... Es gibt schon Situationen, in denen Frau leicht aus dem Konzept gerät und unter Umständen auch mal die Contenance verliert. Zum Beispiel, wenn es um ihren Mann geht. Ich schließe mich da nicht aus. Frauen, die gut aussehen und auch noch etwas mit Mann zu tun haben, sinken in meiner Gunst - ganz ohne mein oder ihr Zutun. Ich kann das nicht kontrollieren, ich kann sie dann einfach nicht leiden. Selbst dann nicht, wenn sie mit frisch gebackenem Kuchen vor der Tür stehen oder sich als kostenloser Babysitter anbieten würde. Gut, ich kratze ihr nicht gleich die Augen aus, aber eine hochgezogene Augenbraue oder ein abfälliger Kommentar gegenüber meinen Freundinnen ist da schon drin. Warum das so ist? Darüber dufte ich mich letztens von Susi aufklären lassen.

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In letzter Zeit ist mir immer mal wieder aufgefallen, dass viele dieser trashigen Shows von Zickereien unter den Teilnehmerinnen leben. Hier geht es um den heißersehnten Modelvertrag, dort um den einzigen begehrenswerten Junggesellen der gesamten TV-Landschaft. In beiden Fällen bekämpfen sich die Konkurrentinnen bis aufs Blut. Es wird gelästert, gemobbt, gekeift und gegeifert, was das Zeug hält. Insgeheim suche ich mir meine Favoritin aus und fiebere mit. Warum auch nicht? Schließlich habe ich ja immer die Gewissheit, dass es im echten Leben nicht so ist. Bestimmt nicht. Oder?

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Wenn ich mich vor den Fernseher setze und einen Teil meiner eh schon knapp bemessenen 24 Stunden am Tag mit der Flimmerkiste verbringe, dann will ich unterhalten werden. Entweder durch anspruchsvolle Verfilmungen oder durch trashigen TV-Schrott ich muss zugeben, dass der durchaus auch was Interessantes an sich hat. Wie ein Autounfall eben. Man weiß es ist schlimm, aber wegschauen kann man trotzdem nicht.

Kolumne


Die „Goldene Walnuss“, durch ihre Ähnlichkeit zu einem sehr kleinen Gehirn, ist die Auszeichnung der besonderen Art für die Sinnlosigkeiten des Alltags, vergeben durch die KOMPASS-Redaktion. Dabei veröffentlicht die Redaktion nur das an sie übermittelte Material.

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D ie goldene Walnuss

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Artikel auf Seite 43

SIe kommen nach Zwickau und haben das neue Album im Gepäck, was sie gern am 15.3.2014 im Alten Gasometer Zwickau vorstellen wollen. Die Rede ist von der Erfurter Elektro-Pop-Chanson Band Chapeau Claque. KOMPASS verlost 5x2 Tickets inkl. dem aktuellen Album „Eins Zwei Dinge“. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Chapeau“.

Artikel auf Seite 47

Liam Neeson muss sich in dem Suspense-Thriller Non-Stop als Air-Marshall während eines Interkontinentalflugs gegen Terroristen zur Wehr setzen. KOMPASS verlost 1x2 Kinotickets zum Kinostart des Actionthrillers ab dem 13. März 2014 im Filmpalast Astoria Zwickau. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff „Non Stop“.

Nicht wissen macht nichts Die Bubblegum Alley ist die vermutlich unappetitlichste Straße der Welt, denn an die Wände der schmalen Gasse in Kalifornien werden seit Jahren gebrauchte Kaugummis geklebt. Der Mill Ends Park ist der kleinste Park der Welt und liegt in Portland (Oregon). Er hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern. Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­ llantysilio­gogogoch ist der Name einer Gemeinde im Nordwesten von Wales. Der Königspinguin Nils Olav ist Maskottchen und Ehrenoberst der königlichen Garde Norwegens. Foto: Mark Owens / wikipedia.org Der Zipfelbund ist ein Zusammenschluss der nördlichsten, südlichsten, östlichsten und westlichsten Städte Deutschlands. Der Begriff Petrichor bezeichnet den Geruch von Regen an einem warmen Tag. Das Wort ist griechischen Ursprungs. Petros bedeutet Stein und wird kombiniert mit dem Begriff ichor, einer Flüssigkeit, die laut der griechischen Mythologie durch die Adern der Götter fließt.

für den Elefanten jagenden Umweltschützer

Die Landschaft liegt still in der surrenden afrikanischen Hitze. Die hohe Luftfeuchte und 37 Grad im Schatten machen auch dem fünf Tonnen schweren Elefantensenior zu schaffen. Langsam zuckelt er durch den dichten Busch. Sein Rüssel hangelt nach etwas Essbarem in den niedrigen Bäumen. Seit 40 Jahren lebt er hier in Botswana. Die Frucht ist zum Greifen nah. Peng! Pech gehabt. Ein Schuss donnert durch die Stille, der Elefant fällt tödlich getroffen zu Boden. Volltreffer. Volltreffer für einen Großwildjäger, dem das Leben der bedrohten Tiere egal ist. Viele, viel zu viele gibt es von ihnen – von geldgierigen Elfenbeinjägern oder thüringischen Umweltschützern. Es ist eine erstaunliche Kombination: Der Mann am Gewehr ist nicht Schützenkönig oder Schlachtmeister – er ist Abteilungsleiter im Thüringer Umweltministerium. Kurz vor Weihnachten erlegte der leidenschaftliche Hobbyjäger einen Elefantenbullen. Arbeit und Vergnügen trennt er da ganz strikt, denn als Ministeriumsmitarbeiter macht er sich für den Artenschutz im Inland stark, in seiner Freizeit und im Ausland schießt er dann gern auf den ein oder anderen Elefanten. Privatsache, sagen die einen, Frechheit, die anderen. Privat hätte all das bleiben können, wäre er nicht so übermäßig stolz auf sein Jagdglück gewesen, dass er es mit seinen Kollegen teilen wollte. Also schrieb er eine Mail und hängte die Beweisfotos seines kleinen Jagdausfluges an. „Körperlich sehr anstrengend“ sei es gewesen und man sei „froh, dass alles erfolgreich und mit dem notwendigen Jagdglück geendet hat“. Pech und Glück liegen ja bekanntlich oft nicht weit auseinander. Und so wusste schon bald die Grüne Landtagsfraktion von den Urlaubserlebnissen des Artenschützers. Der Skandal nahm seinen Lauf, die Grünen wollen prüfen lassen, ob der Abteilungsleiter in seiner Position weiterhin tragbar sei. Gegenüber der Presse trat der Schütze die Flucht nach vorn an und erklärte, dass er schließlich keinem illegalen Hobby nachgehe. Ein Sprecher des Umweltministers meinte, dass es keine Rolle spiele, was Beamte in ihrer Freizeit täten, so lange sie sich an das Recht hielten. Recht hin oder her. Wer Arten schützen will, sollte das nicht nur vor der eigenen Haustür tun, und wer Wasser predigt und Wein trinkt, dem sollte man das nicht durchgehen lassen, nur weil er zum Weintrinken über die Grenze fährt. Artenschützer, die zur Flinte greifen, bekommen von uns nur eine Trophäe: die goldene Walnuss.

1770 ist der Name eines Ortes in Australien.

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g l o sse

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Widder

21.3. - 20.4.

Beziehung: Manchmal ist es schwierig, aber der Widder sollte alle Hebel in Bewegung setzen, damit genug Zeit für ungestörte Zweisamkeit da ist. Dann bekommt die Partnerschaft einen neuen Energieschub. Übertreibungen beim Liebesspiel sollte er sich tunlichst sparen, sonst muss er sich hinterher einrenken lassen. Geld: Am liebsten würde der Widder alles alleine entscheiden, wenn es um das liebe Geld geht. Er sollte die Familie mit einbeziehen, damit alles gerecht verteilt und angelegt wird. Geldgeschenke für die Kinder dürfen nicht in den allgemeinen Haushalt fließen, später können sie sich damit Wünsche erfüllen.

Krebs

Beruf: Geht alles gut voran, braucht der Widder sich nicht kümmern. Werden auf seiner Arbeit jedoch keine Fortbildungsmöglichkeiten angeboten, sollte er in seiner Freizeit aktiv werden. Mit Glück beteiligt sich der Arbeitgeber wenigstens finanziell. Hält er es nicht mehr aus? Bewerbungsgespräche laufen derzeit gut.

22.6. - 22.7.

Beziehung: Alles plätschert vor sich hin. Der Krebs hatte die Illusion, wenn die Beziehung einmal in Sack und Tüten ist, muss er sich nicht mehr groß darum kümmern. Doch! Wenn er jeden Tag eine Kleinigkeit für die Partnerschaft tut, fühlt der Partner sich wertgeschätzt. Eigene Wünsche darf er dabei aber nicht vergessen. Geld: Die Finanzen entwickeln sich positiv. Das heißt nicht, dass die Krebse jetzt aus dem Vollen schöpfen und immerzu alle einladen können, aber es bildet sich doch ein recht komfortables Ruhekissen. Sie haben ein gutes Händchen für Geldgeschäfte, sollten mit Charme taktieren, aber einen kühlen Kopf bewahren.

Waage

M o n a ts h o r o sk o p

März Weniger ist mehr

Karnevalsfans brauchen nach dem feierintensiven Monatsstart erst einmal eine Verschnaufpause - und die sollten sie sich ruhig auch gönnen. Auch allen anderen kann es nichts schaden, wenn sie die Feierabendtermine reduzieren und sich den einen oder anderen Abend auf der Couch gönnen. Nach dieser Regenerationsphase sollten die sportlichen Aktivitäten aber wieder aufgenommen werden, Dauerfaulheit macht sich nicht gut.

Beruf: Entweder geben sich die Krebse mit dem Erreichten erst einmal zufrieden und versuchen, ihre Position zu sichern und auszubauen. Oder sie streben Höheres an, dann brauchen sie eine Fortbildung für den nächsten Entwicklungsschritt. Planen sie Widerstände schon mal ein, kann nichts schiefgehen.

24.9. - 23.10.

Beziehung: Es macht der Waage Spaß, erotische Signale auszusenden und sich umschwärmen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass sie sich auch festnageln lässt. Im Moment hält sie sich lieber ein paar Optionen offen. Auch den Partner macht sie gerne heiß. Dann sollte sie ihn aber nicht am langen Arm verhungern lassen. Geld: Natürlich, man kann das Glück herausfordern. Die Waage muss aber lernen, dass sie es nicht zwingen kann. Es ist nicht berechenbar. Die hundertprozentige Methode kann es nicht geben, weder bei Sportwetten noch beim Roulette. Daher sollte sie sich darauf einstellen, dass der sicher geglaubte Gewinn ausbleiben wird.

Beruf: Vor allem Auslandsgeschäfte laufen bei der Waage gerade wunderbar. Dabei kann sie ihre Fähigkeiten sehr gut einbringen. Sie sollte ein Gespräch mit dem Chef wagen, vielleicht kann sie mehr in dieser Richtung arbeiten. Das würde ihr Spaß machen. Auch auf eventuell nötige Fortbildungen hätte sie Lust.

Bruce Willis gehört seit Jahren zu den absoluten Größen Hol-

lywoods. Mit Filmen wie Stirb Langsam, Last Man Standing, R.E.D. oder das fünfte Element wurde er weltberühmt und zeigt in seinen aktuellen Rollen, dass er noch längst nicht zum

alten Eisen gehört. Geboren wurde er 1955 in Idar-Ober-

stein in Rheinland-Pfalz als Sohn eines US-amerikanischen

Soldaten. Sein Weg zur Schauspielerei begann, als Willis be-

reits in der Schule einen wirksamen Weg gegen sein Stottern suchte und fand. Erste Erfahrungen als professioneller Schauspieler sammelte er an verschiedenen New Yorker Theatern und in Wer-

bespots. Seinen Durchbruch

22.12. - 20.1.

hatte er, als er für seine Rolle

Beziehung: Romantische Momente sind durchaus möglich, sobald der Steinbock wieder eingerenkt hat, was eingerenkt werden muss. Dann gibt es endlich auch mal wieder richtig gute Gespräche. Also sollten sie nicht länger zögern. Singles sehen überall den Traumpartner, dabei spielen sie schon mal mit dem Feuer.

der Schnüffler mit einem

Steinbock

Geld: Die Turbulenzen in der Geldbörse beruhigen sich ein wenig, sodass der Steinbock erst einmal durchatmen kann. Jetzt ist klares Vorgehen in finanziellen Dingen gefragt, ein Plan muss her, an den er sich dann auch halten sollte. Das ist gar nicht so schwer, wie es im ersten Moment klingt, das kann er schaffen.

Beruf: Machtspielchen sollte der Steinbock auf gar keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, sonst ist er derjenige, der demnächst eins auf den Deckel kriegt. Bei Missständen legt er die Finger in die Wunde, und macht sich damit nicht nur Freunde. Auf lange Sicht ist es trotzdem die bessere Strategie.

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Bruce Willis

unterhaltung

a u ss i c h t

in der Serie „Das Model und Emmy und einem Golden

Globe ausgezeichnet wurde. Von da an ging seine Kar-

riere steil bergauf. Am 19. März feiert er seinen 59. Geburtstag. Foto: Gage Skidmore


Stier

21.4. - 20.5.

Beziehung: Träume sind ja etwas Tolles, aber auch in der Liebe muss der Stier das Gespür für das Machbare behalten. Singles dürfen nicht zu viele Wünsche an Aussehen, Charakter und Fähigkeiten des Zukünftigen haben - sie selber sind ja auch nur Normalos. Vorsicht, der Partner legt jedes Wort auf die Goldwaage. Geld: Auch wenn der Geldsegen zum Greifen nah erscheinen sollte, wird doch nichts daraus. Mancher scheinbar tolle Coup löst sich in ein warmes Lüftchen auf. Der Stier muss auf dem Boden der Tatsachen bleiben, dann kann er in Ruhe abwarten, bis der Vorwärtswind wieder bläst. Nicht jammern, hungern muss er ja nicht.

Beruf: Nur keine Panik. Es kann nicht immer raketenartig nach oben gehen. Der Stier sollte die ruhige Phase nutzen, um seine Nerven aufzupolieren, die Ablage zu machen und alles bereit für den nächsten Anschub zu bekommen. Wichtige Entscheidungen sollte er verschieben, fürs Planen ist die Zeit dagegen günstig.

Löwe

23.7. - 23.8.

Beziehung: Die Singles unter den Löwen können sich freuen: Die Aussichten, dass sie sich Knall auf Fall verlieben, sind hervorragend. Sie dürfen sich nur nicht ängstlich ducken. In der Partnerschaft steigt die Lust an der Experimentierfreude, seine Neugier macht vor keinem Tabu halt. Das bringt viel positive Aufregung. Geld: Finger weg von der Brieftasche! Am besten bringt der Löwe ein Vorhängeschloss am Geldbeutel an und wirft den Schlüssel dazu weg. Oder er lässt den Partner einkaufen, falls der besser sparen kann, und macht selber einen weiten Bogen um Geschäfte. Jedenfalls sollte er nicht ausgeben, was er nicht hat.

Beruf: Disharmonien im Team kann der Löwe jetzt gut mit seinem Charme auffangen, damit produktives Arbeiten möglich ist. Da er von seinen Projekten selbst überzeugt ist, fällt es ihm leicht, auch andere dafür zu begeistern. Dann sollte er allerdings dranbleiben und sich nicht gleich der nächsten tollen Idee zuwenden.

Skorpion

24.10. - 22.11.

Beziehung: Die Single-Skorpione können gute Kontakterfolge vorweisen, allerdings kommen nur wenige Dates zustande. Diese sind dann aber intensiv, unterliegen auch schon mal einer Geheimhaltungsstufe. In der Partnerschaft geht es geruhsamer zu, um nicht zu sagen langweilig: Business as usual.

Geld: Es ist einfach toll, Geld für eine gute Sache ausgeben, findet der Skorpion immer wieder. Hat er genug, möchte er gerne teilen. Das ist lobenswert, allerdings sollte er seinen kritischen Blick nicht verlieren und prüfen, ob sein Geld auch dort ankommt, wo er will und nicht einen Wasserkopf finanziert.

Beruf: Auf einer Fortbildung kann man nicht nur etwas lernen. Ganz unverhofft verliebt sich so mancher Single-Skorpion heftig und segelt spontan in den Hafen der Zweisamkeit. Auch Skorpione mit Partner lernen attraktive Menschen kennen, sollten sich aber beherrschen, weil ihnen sonst viel Ärger bevorsteht.

Wassermann

21.1. - 19.2.

Beziehung: Heiter bis wolkig ist der Wassermann in seiner Beziehung. Plötzlich verliebt er sich mal wieder, weil er Lust auf Neues hat oder einfach verliebt in die Liebe ist. Beziehungsarbeit, das klingt schon so anstrengend und gar nicht nach Spaß. Sie würde sich auf jeden Fall für ihn lohnen, aber wenn er nicht will. Geld: An Herausforderungen sollte der Wassermann wachsen, er kann aber auch auf Tauchstation gehen. In seinem Leben gibt es keinen Goldesel wie im Märchen. Die Knete kommt nur rein, wenn die Wassermänner selber den Hintern bewegen und malochen. Wollen sie das nicht, sieht es weiterhin mau aus. So einfach ist das!

Beruf: Leichtgläubigkeit könnte des Wassermanns Untergang werden! Geschäfte und Verträge sollte er auf gar keinen Fall auf Treu und Glauben schließen, nur nach geprüften Fakten. Leider sind ein paar Mitmenschen unterwegs, die nur den eigenen Profit in den Augen haben und ihn über den Tisch ziehen wollen.

Zwilling

21.5. - 21.6.

Beziehung: Eigentlich stehen alle Zeichen auf siebtem Himmel. Allerdings vermiesen die Zwillinge gelegentlich die Laune, weil sie auf unwichtigen Anschaffungen bestehen und Argumenten des Partners nicht zugänglich sind. Singles können dagegen lächelnd entschweben, denen redet nämlich niemand rein. Geld: Fällt dem Zwilling nichts Gescheites ein, flüchtet er sich in Shoppingtouren und kauft unnötigen Kram. Spontankäufe bringen ihn nicht weiter, im Gegenteil, das drohende Minus in der Kasse hemmt seinen Einfallsreichtum noch mehr. Also ist Zurückhaltung angesagt, auch wenn es arg schwerfällt.

Jungfrau

Beruf: Es bringt nichts, wenn die Zwillinge Stunde um Stunde den Bildschirm oder ein leeres Blatt Papier anstarren. Will die Kreativität nicht sprudeln, sollten sie erst mal alle Routineaufgaben erledigen: Ablage, Rechnungen... Er kann auch mit irgendwelchem Quatsch anfangen, daraus entwickelt sich schon was

24.8. - 23.9.

Beziehung: Auch wenn sie alles im Griff hat oder es zumindest meint, macht Neptun der Jungfrau doch immer wieder einen Strich durch ihre Rechnung. Verzweiflung bringt da wenig, hektische Betriebsamkeit auch nicht, Geduld um so mehr: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, gemeinsame Pläne gelingen eben später. Geld: Was nützen all die tollen Planungen und Finanzpläne der Jungfrau? Nichts, es kommt nämlich doch immer anders. Ein wichtiges Haushaltsgerät oder das Auto gibt unerwartet den Geist auf und schon muss sie an das Ersparte gehen. Ein monatlicher Puffer für solche Gelegenheiten wäre nicht schlecht.

Schütze

Beruf: Was kann man in solch einem Fall nur machen? Lösungsstrategien finden, das ist ein Talent der Jungfrau und deswegen suchen alle ihren Rat. Mit ihrer Kombinationsgabe fällt ihr immer noch was ein, wenn andere schon aufgegeben haben, ansonsten recherchiert sie, bis sie den richtigen Dreh findet.

23.11. - 21.12.

Beziehung: Einen Traumtänzer will der Schütze einfangen, weil das gemeinsame Träumen so wunderschön ist, aber dann darf er beim Aufwachen die Realität nicht aus den Augen verlieren. Der nüchterne Alltag muss gar nicht abtörnen, er kann auch romantisch gestaltet werden. Dafür muss er sich allerdings mal anstrengen. Geld: Was für einen Sinn ergibt es, ständig zu schuften und Geld zu scheffeln, wenn am Ende keine Zeit bleibt, um es auszugeben. Es könnte nichts schaden, wenn der Schütze sich jetzt eine Kur mit vielen schönen Zusatzleistungen gönnt. Hat er dann gelernt, auf die Bremse zu treten, kann er Leben (und Geld) genießen.

Fische

Beruf: Genug ist genug. Es ist an der Zeit, dass der Schütze seine Überstunden abbaut. Statt sich krumm zu schuften, sollte er lieber früher Schluss machen, mit netten Kollegen ausgehen und netzwerken. Oder sich mehr der Familie widmen. Er wird merken: Macht er sich etwas rar, kommt auch kein böser Einbruch.

20.2. - 20.3.

Beziehung: Schnell fühlt der Fisch sich kritisiert und nimmt alles sehr persönlich. Dann zieht er sich in sein Schneckenhaus zurück und lässt sich nur schwer wieder rauslocken. Zum Glück gibt der Partner sich Mühe, sonst könnte es schnell frostig werden. Immerhin geht er bei der Versöhnung ordentlich aus sich raus. Geld: Nein, aus dem Kosmos kommt den Fischen keine finanzielle Unterstützung zuhilfe. Trotzdem lösen sich manche Schwierigkeiten in Wohlgefallen auf, sodass die Situation insgesamt besser wird. Allerdings gibt es noch keinen Grund zu vollständiger Entspannung, sie sollten ihre Ausgaben im Auge behalten.

Beruf: Hochkreativ finden die Fische Problemlösungen, wo es noch gar keine Probleme gibt. Das sorgt rundum für ziemlich entspannte Zeiten. Weil sie andere positiv beeinflussen können, sind sie bei Vorgesetzten und Kollegen gerne gesehen. Nur auf dem Konto macht sich das leider (noch) nicht bemerkbar. 03 14

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K UR T ‘ S B E RI C H T

I m p r ess u m

Liebe Leserinnen und Leser, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - jeder von uns hat diesen Satz so oft gehört wie selbst gesagt. Und er stimmt. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir kontrollieren, was uns wichtig ist oder irgendwann einmal wichtig sein könnte. Reifendruck zum Beispiel, oder Börsenkurse. Es ist immer besser zu wissen, wo man dran ist. Manchmal aber müssen wir anderen vertrauen, weil wir entweder selbst nicht genug Wissen auf diesem Gebiet angesammelt haben oder uns die Ressourcen fehlen, um es beurteilen zu können. Im Falle des ADAC treffen nun beide Faktoren aufeinander. A) sind die meisten Mitglieder Laien, die darauf vertrauen müssen, dass ihnen guter Service zuteilwird und B) sind Daten aus Studien immer nur denen wirklich vertraut, die sie auch durchgeführt haben. So klar wie jetzt war das selten. Der ADAC hat seine Statistiken geschönt - Befragtenzahlen erhöht, Beliebtheitsgrade verschoben. Und da bin ich sicherlich nicht der Erste, der nach den Gründen für eine so schwerwiegende Pfuscherei fragt. Denn seien wir mal ehrlich: Der ADAC hätte damit rechnen müssen über kurz oder lang dabei erwischt zu werden. Und wer dann den Imageschaden hat, das wissen nicht nur die leitenden Angestellten. Was ich persönlich noch schlimmer finde als die gefälschten Statistiken - die ‚nur‘ für die Vergabe von Preisen ermittelt wurden - ist die private, oh pardon, geschäftliche Nutzung des ADAC-eigenen Rettungshubschraubers. Eines Rettungshubschraubers, der Leben retten soll. Der in brenzligen Situationen zum Einsatz kommt. Der für viele Unfallopfer die letzte Chance ist. Und der letztendlich nicht nur durch den Mitgliedschaftsbeitrag, sondern auch durch Gelder der Krankenkassen mitfinanziert wird. Laut Vereinsstatuten ist diese Zweckentfremdung sogar erlaubt, bleibt nur die Frage nach der Moral. Der Schaden ist groß. Die Mitglieder des Automobilclubs ziehen ihre Konsequenzen und verlassen ihn in Scharen. Dabei stand der ADAC einmal für Sicherheit, für Vertrauen und Gemeinschaft. Das ist wohl jetzt vorbei. Zumindest in nächster Zeit wird ein fahler Beigeschmack bleiben. Eine andere Art von Vertrauen mussten wir im vergangenen Monat unseren Athleten schenken, die bei den olympischen Spielen in Sotchi um die Medaillen kämpften. Aber fast wichtiger als die Athleten selbst schien das austragende Land zu sein. Kaum ein Ausrichtungsort hat schon im Vorfeld so für Furore gesorgt. Neben den innenpolitischen Problemen wie fehlenden Rechten für Homosexuelle oder Zensur der Presse kamen noch Olympia-spezifische Missstände dazu wie nicht fertiggestellte Unterkünfte für Journalisten. Der Aufruhr wurde gerade in den letzten Wochen vor den Spielen groß, von Terrorwarnungen war die Rede, von Demonstrationen gegen das Unrecht. Sobald aber die Spiele anfingen, war kein Wort mehr davon zu vernehmen. Alles prima in Sotchi, alles bestens. Der Staat sorgt für Ruhe. Vielleicht aber nicht einmal die schlechteste Option. Homosexuelle Sportler - selbst diejenigen, die sehr offen damit umgehen - werden akzeptiert. Niemandem droht Diskriminierung. Und das ist die andere Seite der Medaille - das schillernde olympische Dorf, das Aufleben des olympischen Gedankens. Es geht um den Sport, die Politik steht an zweiter Stelle. Und sollte es nicht auch so sein? Olympia steht für herausragende Leistungen, für Kampfgeist und -willen. Bei Olympia geht es um Fairness und Teamgeist. All das hat man zweifelsohne gesehen und erleben dürfen bei diesen Winterspielen. Natürlich ist es nicht richtig die politischen Missstände komplett auszublenden. Natürlich sollte Mütterchen Russland moderner werden und sich auch für die Meinung seiner Bürger interessieren. Aber hat irgendjemand wirklich geglaubt, dass Russland sich beeinflussen lässt, nur weil es die Olympischen Spiele beherbergt? Das Land bleibt das Land, seine Politik bleibt seine Politik. Aber Olympia war grandios. Dabei sein ist alles. Euer Kurt 03 14

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So seh‘n Mieter aus, SCHA LALA LALA...

Mit der Wohnungssuche ist es wie bei Olympia. Sie können verlieren oder gewinnen. Wir machen Sie auch ohne Medaille zum strahlenden Sieger, denn das ist unsere Königsdisziplin. Dabei sein ist alles! Darum einfach: Schreien, Hymne singen, Loswohnen!

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KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 3 I 2014  

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