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fleisch ohne

grausamkeiten D A s E n D E D E r M A s s E n T I E r H A LT U n G / /

Wenn dieser Tage von »Clean Meat« die Rede ist, geht es nicht um Bakterien und Keime – das »saubere Fleisch« aus der digitalen Start-up-Region Silicon Valley stammt nicht von Tieren, sondern aus dem Labor. Was zunächst ungewohnt bis gruselig klingt, kann unzählige Vorteile für unsere Zukunft haben. Daran glauben auch Großinvestoren wie der Microsoft-Gründer Bill Gates.

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an stelle sich das einmal vor: Wir könnten schon bald unseren weltweiten Fleischbedarf decken, ohne dafür Tiere zu essen. Das hieße, auf umweltschädliche Viehzucht, den inflationären Gebrauch von Breitbandantibiotika und das Töten von Millionen von Tieren verzichten zu können. Vegetarier und Veganer, die den Verzehr aus diesen Gründen ablehnen, hätten so die Möglichkeit, auch tierisches Eiweiß und das lebenswichtige Vitamin B12 aufzunehmen. Aber wie soll das gehen?

»Unser Fleisch besteht aus dem gleichen Produkt, das Menschen seit Jahrtausenden genießen«, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung von »Memphis Meats«, einem revolutionären start-up-Unternehmen aus Kalifornien, das Fleisch im Labor züchtet. »zunächst entnehmen wir zellen von hochqualitativen Tieren und untersuchen diese auf ihre Fähigkeiten, sich selbst zu erneuern. so haben wir auch gelernt, welche zellen für den gewünschten Geschmack sowie für die Textur und Aromen verantwortlich sind. Diese zellen lassen wir in einer sterilen, sicheren nährlösung wachsen. Je nach Art dauert es zwischen vier und sechs Wochen, bis ein stück Fleisch zum Verzehr herangewachsen ist.«

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KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 12 | 17  
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