Ausgabe 12 | 21 bis 02 | 22

Page 14

Eine Zahl sagt (manchmal) mehr als tausend Worte W I E M A R K T- U N D M E I N U N G S F O R S C H U N G I N CHEMNITZ ENTSCHEIDUNGEN VORBEREITEN

Zugegeben, eigentlich heißt das Sprichwort »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte«, aber, dass das auch auf Zahlen zuzutreffen scheint und am Ende trotzdem um Bilder geht, zeigt der nachfolgende Beitrag.

A

ls der Verfasser dieses Beitrages anbot, für die nächste KOMPASS-Ausgabe einen Beitrag aus Chemnitz zum Thema Markt- und Meinungsforschung zu verfassen, war zu Anfang eine gewisse Skepsis zu vernehmen, ob das nicht ein Thema sei, das so staubtrocken daherkomme, dass man es den Leserinnen und Lesern eines bunten Stadtmagazins wohl eher nicht zumuten könne. Mal sehen, ob Sie, liebe Leserin und lieber Leser, wenn Sie den Beitrag bis zu Ende gelesen haben, immer noch dieser Meinung sind. Ganz kurz müssen wir allerdings noch ein wenig akademisch bleiben. Die Wissenschaft nämlich, auf der die Datenerhebung über soziale Tatsachen basiert und deren Ziel es ist, aus diesen Daten und Befragungsinterviews Zusammenhänge sozialer Relevanz abzuleiten und zu verbildlichen, heißt empirische Sozialwissenschaft. Sie hat ihre Ursprünge bereits im 19. Jahrhundert; in Chemnitz allerdings dürfte sie so lange noch nicht verortet sein. 12 21 bis 02 22

14

TECHNIK T H E M A

An einem regengrauen Novembervormittag sitze ich in einem Büro auf der Chemnitzer Theaterstraße; der Regen, der nun bereits seit einem geschlagenen Tag nicht nachlässt, hat mich schon auf dem kurzen Weg über die Straße eingeweicht und dann noch dieses Thema »Empirische Sozialforschung«; mir schwant nichts Gutes für den zu schreibenden Beitrag. Und dann kommt der Auftritt von Ulrich Weiser, bepackt mit zwei Kisten, über deren Inhalt ich noch aufgeklärt werde, dazu eine Tasse Kaffee … Ob ich auch einen möchte? Ich nicke. Als der Kaffee vor mir auf dem Tisch steht, dampfend und duftend, bessert sich meine Laune sichtlich. Und Ulrich Weiser tut sein Übriges dazu, denn innerhalb weniger Minuten sind wir in einem angeregten Gespräch. Warum ich mich zum Interview bei ihm eingeladen habe, ist leicht erklärt. Er steht dem FOG-Institut in Chemnitz vor. Auf der Homepage ist zu lesen, dass das Institut unter Zuhilfenahme sozialwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Methoden auf unterschiedlichen Märkten unterschiedlichste Fragestellungen beantwortet.

FOG INSTITUT


Millions discover their favorite reads on issuu every month.

Give your content the digital home it deserves. Get it to any device in seconds.