KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 11 | 21

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Wenn

Nofretete

in die Gegenwart reist

EIN BLICK AUF DIE KUNST VON EDITH FRIEBEL-LEGLER

Die Chemnitzer Künstlerin Edith Friebel-Legler fertigt außergewöhnliche Plastiken aus Keramik an. Sie gestaltet Figuren mit wilden Frisuren, eleganten Hüten und filigranen Kleidern. Und steht dabei in einer jahrhundertealten Tradition.

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STADTLEBEN T H E M A

EDITH FRIEBEL-LEGLER

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ir schauen in der Zeit zurück in das nordöstliche Afrika. Etwa 312 Kilometer von Kairo entfernt, am Ostufer des Nils, liegen die Ruinen einer alten Stadt. Lange schien es, als wäre es ruhig geworden um den historischen Ort. Aber wenn man sich heute den Fundamenten zuwendet, dann ragt der Grundriss eines geschichtsträchtigen Hauses empor. Ehemals waren hier die Arbeitsstätte und das Atelier eines Bildhauers. Und so ergab es sich, dass am 6. Dezember 1912 an dieser Stelle ein ganz außergewöhnlicher archäologischer Schatz aus der verblassenden Erinnerung hervortrat: die Büste der Nofretete. Das Porträt zählt seither zu den bekanntesten Kunstwerken des Alten Ägypten. Ihr Name bedeutet »Die Schöne ist gekommen«. Ihre mandelförmigen Augen sind mit dunklem Kajal umrandet. Ihr blauer Kopfschmuck verleiht ihr eine erhabene und prunkvolle Ausstrahlung. Ihre ebenmäßigen Gesichtszüge sind von eindrucksvoller Symmetrie geprägt. Der Kopf der Königin ist von universeller Grazie, ein Meisterwerk der Kunst.


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