KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 11 | 21

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DAS KNOW-HOW SITZT UM DIE ECKE Für Christopher und Felix sind es genau diese Nähe und der Zusammenhalt, die die Basis für ihren Erfolg bieten. »Viele große Unternehmen brauchen Jahre für das, was wir hier im Erzgebirge einfach mit einem Handschlag regeln. Das Know-how sitzt hier ja quasi um die Ecke: Eine Tür weiter wohnt ein Kollege, der sich mit Fußböden für jede Beschaffenheit auskennt. Dreihundert Meter weiter einer, der unsere Duschen mit einer speziellen Beschichtung versiegelt, da die im Van viel Bewegung aushalten müssen.« Felix ergänzt: »Ich denke, das ist ein allgemeiner Vorteil ländlicher Regionen. Doch ich habe das Gefühl, dass es im Erzgebirge besonders ausgeprägt ist, dass man so viel geballtes Fachwissen findet und die Leute sich damit wirklich gegenseitig helfen. » Wie bei einem Puzzle fügt sich so bei Christophervanlife buchstäblich ein Bauteil höchster Qualität ins nächste und schafft dabei dennoch ein gänzlich neues und innovatives Produkt.

Teamwork Die »Jungs« profitieren von der Nähe an Handwerksprofis im Erzgebirge. So entstehen gemeinsam hochwertige Meisterstücke.

FREUDENTRÄNEN ALS REFERENZ Inzwischen sind seit Christophers Ausstieg aus dem Autohaus-Business und der Gründung seines eigenes Unternehmens im Juni 2020 mehr als 10 ausgebaute Busse aus der Werkstatt gerollt, aktuell zieren 21 (Auto) Schlüssel den schweren Bund neben der Tür. Gern denkt er an sein erstes Projekt zurück: »Ich habe damals zum Glück sehr liebe Leute kennengelernt, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, als mein Instagram Account gerade einmal 12 Follower hatte«. Sie vertrauten ihm nicht nur ihren DDR-Qek an, sondern auch 10.000 Euro Budget für dessen Restauration. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man keine Referenzen vorweisen kann, weiß der Gründer. Bei seiner Erzählung, wie er diesen in einen Mini-Airstream verwandelte und die Besitzer beim Abholen tatsächlich Freudentränen weinten, strahlt er selbst vor Freude. Vor der Tür wartet aber schon das nächste Lieblingsprojekt: Ein sibirientauglicher Komplettausbau für einen Mercedes Sprinter samt Bett, Dusche, doppelter Heizung, speziellen Plätzen für Fahrräder und Hund, Arbeitsplatz mit Monitor und natürlich einem Dachträger. »Der bekommt eine richtig aggressive, fette Optik«, schwärmt Felix. Freiheit made im Erzgebirge. Doch was wäre schon das »Vanlife« ohne »life«? Übrig bliebe vor lauter Arbeit nur noch der Bus, der langsam auf seinem Stellplatz rostet. Da der Gründer sein Firmenmotto »Freiheit made im Erzgebirge« sehr ernst nimmt, ordnet er für alle Beteiligten gemeinsamen Betriebsurlaub im August an. Er weiß, dass zwei Wochen für eine Busreise nicht ausreichen und er möchte nicht, dass alle nur so »herumeiern«. Deshalb gibt es 4 freie Wochen zum Fahren für alle. »Da arbeiten wir lieber den ganzen Juli durch und haben dann Zeit für eine lange Reise.« Sein eigenes Ziel ist Griechenland. Zusammen mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern möchte er endlich in die Wärme. Wer es ihm gleichtun und auch echte Freiheit made im Erzgebirge fühlen möchte, kann in Kürze eines der beiden »Christophervanlife«-Fahrzeuge mieten - komplett ausgebaut natürlich mit allem, was das Camperherz begehrt.

Text Magda Lehnert Fotos Magda Lehnert | Regionalmanagement Erzgebirge

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STADTLEBEN T H E M A

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