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Georg Höhlig erzgebirgslandschaften

Die diesjährige Sonderausstellung der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst widmet sich dem Maler Georg Höhlig. Der aus Leipzig stammende Künstler kam 1913 erstmals ins Erzgebirge und ließ sich nach 1940 dauerhaft in der Region nieder. Er schuf zahlreiche Gemälde vom Erzgebirge in einem pastosen, spätimpressionistischen Malstil. Vor allem in der Region um Schwarzenberg und Waschleithe fand er die Motive für seine Malerei, in der er die Landschaft in wechselnden Lichtstimmungen zu unterschiedlichen Jahreszeiten festhielt. Wie die Impressionisten schuf er seine Werke als Freilichtmaler direkt in der Natur, um die Eindrücke unmittelbar auf der Leinwand verarbeiten zu können. Eine umfangreiche Auswahl aus seinem Schaffen wird nun erstmals in einer großen Einzelausstellung vorgestellt. Foto Georg Höhlig, Waschleithe: Blick zumScheibenberg, Öl auf Leinwand, 1925, Privatbesitz (Foto: Christoph Weigel)

Ausstellung auf Schloss Schlettau vom 21. Juni bis 27. Oktober 2019

Info www.erzgebirgische-landschaftskunst.de

vom glauben und mythos einer Heilung Ihr Leben ist ein Mysterium. Wie bei kaum einer anderen Figur ranken sich zahlreiche Legenden und Mythen um die »Gefährtin Jesu« und entsprechend polarisiert die Darstellung der Heiligen bis heute: Maria Magdalena. Wird manchmal ihr biblisches Auftreten als »Apostelin der Apostel« als feministisches Vorbild gedeutet, ist sie auch oft eine Ikone der Hoffnung und Liebe und Symbol für die Kraft der Erlösung und der Liebe Gottes. Andere hingegen sehen in ihr die Jüngerin mit dem verruchten Image, die Sünderin, die »Heilige Hure«, die Jesus die Füße salbte. Wieder andere deuten sie als Geliebte oder Ehefrau Jesu und Mutter seiner Kinder. Genau diese Ambivalenz faszinierte viele Künstler in der Vergangenheit und inspiriert Kunstschaffende noch heute zu immer neuen Darstellungen. In Reminiszenz an das auf Schloß Voigtsberg dauerhaft präsentierte Ölgemälde »Heilige Maria Magdalena« mit dem Salbgefäß aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä. widmen die Museen Schloß Voigtsberg eben jener Heiligen eine eigene Ausstellung. Unter dem Titel »Maria Magdalena – Glaube und Mythos« verfolgt die Schau ihre Spuren, beleuchtet die historischen Hintergründe, zeigt die Wandlung in der Darstellung der Heiligen innerhalb der vergangenen Jahrhunderte und schlägt die Brücke bis zur modernen Kunst und Popkultur. So ist neben Lady Gagas opulentem Auftritt als eben jene Maria Magdalena im Musikvideo »Judas«, der Rezeption in dem Song »(I`ll never be) Maria Magdalena« von Sandra auch moderne Installationskunst aus Litauen, Italien oder Südamerika zu erleben. Der Bereich der zeitgenössischen Kunst wird als eine Art Bestandsaufnahme aktueller Magdalenen-Darstellungen gleich zu Beginn der Ausstellung neben popkulturellen Referenzen an die Heilige – u.a. in Form von Comics, Musiktiteln oder filmischen Werken - präsentiert. Ein weiterer Bereich der Ausstellung, in den historischen Räumen der ehemaligen »Schlösserstube«, ist altmeisterlichen Arbeiten vorbehalten. So sind dort Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Godfried Schalcken oder Hendrick Goltzius vertreten.

Die Sonderschau zeigt dabei vor allem eines: bis heute polarisiert Maria Magdalena wie kaum eine andere biblische Figur. Im Rahmen der Exposition finden Begleitangebote für alle Altersgruppen und öffentliche Veranstaltungen ergänzend statt, Stationen wie die »Puzzlewand«, bei der kleine Besucher verschiedene Gemälde mit Magdalenendarstellungen zusammen setzen können, sind erlebnisorientiert konzipiert.

Ausstellung auf Schloss Voigtsberg bis 27. Oktober 2019 Foto Jan Windisch Info www.oelsnitz.de

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