KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 6 & 7 | 22

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EIN PUZZLE NAMENS »FILMNÄCHTE« Für die Macher des publikumsstärksten Chemnitzer Sommer-Events startet jetzt die heiße Phase Info www.filmnaechte-chemnitz.de

Am 15. Juli starten die Filmnächte Chemnitz in ihre zwölfte Saison. Für das Planungsteam um Festivalleiter Michael Claus brechen damit jetzt, gut sechs Wochen davor, die stressigsten Wochen an: »Die zahlreichen Puzzle-Teile, die wir in den vergangenen Monaten erarbeitet haben, müssen sich jetzt zu einem publikumsträchtigen Festival zusammenfügen«, so Claus.

Wer denkt, das sei im zwölften Jahr inzwischen Routine, liegt daneben: »Tatsächlich stellen sich mit jeder Auflage neue Herausforderungen. In diesem Jahr stehen wir zum Beispiel vor der Frage: Wie überzeugen wir unser Publikum nach zwei Pandemie-Sommern, dass der Filmnächte-Besuch einerseits sicher, andererseits trotzdem in einer sommerlich-freudigen Atmosphäre stattfinden kann?« Denn die vergangenen beiden Jahre haben durchaus Spuren hinterlassen: Statt 6.000 Besuchern konnten an Konzerten nur maximal 1.500 teilnehmen, das wirkt sich finanziell aus. Und die Filmstudios hatten in den vergangenen beiden Jahren kaum Blockbuster im Angebot – auch das ließ sich zuletzt an den Besucherzahlen und damit an den Gesamteinnahmen ablesen. Um die Produktionskapazität hoch- und die Eintrittspreise möglichst günstig zu halten, ist die Suche nach Sponsoring- und Werbepartnern eine ganzjährige Aufgabenstellung: »Die ist im Prinzip niemals abgeschlossen – und auch für die Saison 2022 sind wir noch auf der Suche nach weiteren Kooperationen«, sagt Michael Claus. Wer die Filmnächte als Werbeplattform nutzt, kann zuschauerseitig in diesem Sommer wieder mehr Zuspruch erwarten: »Zum einen freuen wir uns auf die Konzerte von Chris de Burgh, ZAZ und Katie Melua sowie auf ›Classics unter Sternen – Die FILM-Edition‹«, so Claus. »Und auch die Filmauswahl ist wieder deutlich reicher.«

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KULTUR LOKAL T H E M A

Michael Claus Foto Michael Chlebusch

Filmnächte Team

Welche Filme es ins Programm schaffen – auch das entscheidet sich in den kommenden Tagen. Mitte Juni soll der Vorverkauf starten, bis dann müssen Termine fixiert werden. Ein siebenköpfiger Programmbeirat aus überzeugten Cineasten sichtet das ganze Jahr über Filme: »Ohne Kino ist das Leben für Filmfans dröge. Das Erlebnis, einen Film auf einer großen Leinwand mit vielen weiteren Besuchern zu genießen, lässt sich am Fernsehgerät oder Computer nicht simulieren«, denkt etwa Stefan Tschök, ehemals Pressesprecher der Chemnitzer Verkehrs AG und seit mehreren Jahren Mitglied des Programmbeirats. Entsprechend viel Arbeit steckt er in die Filmsichtung – und in die Diskussion mit den anderen Programmbeiräten. Ob amerikanische Blockbuster a la James Bond, arthousige Thriller, Animations- oder Musik-Filme: Erstmal wird nichts ausgeschlossen. »Die finale Auswahl erfolgt dann unter dem Aspekt, möglichst vielfältig und dabei aber auch für die Filmnächte wirtschaftlich sinnvoll zu agieren – also genau die richtige Mischung für viele Geschmäcker zu finden«, erläutert Tschök. Zwei Abende sind dabei fix: An »Die Große Dirty Dancing-Nacht« und an »Die Große ABBA-Nacht« mit »Mamma Mia!«, zu denen sich alljährlich die Fangemeinden zusammenfinden, wird auch in diesem Jahr nicht gerüttelt. Man munkelt sogar, dass die beliebten Partys zu den Filmen wieder belebt werden.

FILMNÄCHTE CHEMNITZ