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99. ausgabe

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LEBEN

KONVERTIERT

die deutsche muslima

meine stadt mein leBen mein kompass

Mo Asumang

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Allein unter Rassisten

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WIE SCHÖN IST DENN NUN SCHÖN?

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ÜBER DEN WOLKEN GANZ SAUBER UND LEISE

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EIN BUCH, EIN NEW YORK

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TITEL

K L E I N E W E LT

14 AUF GUTE NACHBARSCHAFT Streithähne am Gartenzaun 22 KONVERTIERT Eine deutsche Muslima erzählt

THEMA 66 DANKE, BITTE, GERN GESCHEHEN! Kinder und Manieren

K U N S T & K U LT U R

TIPPS F ÜR KIDS 68 QUERBEET Unterhaltung für Augen und Ohren

THEMA 56 FENSTER ZUR WELT Unerforschte russische Volkskunst

LEBENSSTIL

FILM 64 LEINWAND Streifen des Monats 64 HEIMKINO Filme von der Ladentheke

TREND 70 FLORALE STRASSENKUNST Blühende Statuen 72 SCHLECHTES BAUCHGEFÜHL Vermeintliche Schönheitsmakel

MUSIK & LITERATUR 65 NEU IM HANDEL Rezensiert und vorgestellt

TECHNIK 12 LEICHT & LUFTIG Fliegen mit elektrischem Antrieb

ER SIE ES

MUNDART 76 ÖFTER VEGETARISCH Kochen mit Nelson Müller

DRUNTER & DRÜBER 06 WEITBLICK 360º über den Tellerrand

KARRIERE

THEMA 10 MÜLLFREIE UMWELT Ein Leben ohne Plastik

BERUF 80 BERUFLICHER ERFOLG Sei dein eigener Coach!

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E D i T o R i A L

ECHTER GESCHMACK FÜR TEILZEITVEGETARIER

WENN SICH KINDER SCHLECHT BENEHMEN

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S TA D T L E B E N MEINE STADT 27 LOKAL TOTAL Geschichten aus dem Viertel

U N T E R H A LT U N G KOLUMNE 82 CHRISTIANE SATIRE 26 VEIT'S WELT Wenn schon Falten - dann vom Lachen GLOSSE 83 DIE GOLDENE WALNUSS Preisgekrönte Sinnlosigkeiten 86 KURTS SCHLUSS Der Weltverbesserer mit der sympathischen Kritik AUSSICHT 84 HOROSKOP Die Sterne im April

S TA N D A R D S 82 GEWINNZONE 86 IMPRESSUM

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Gewinnspiel

Verlosung

kaum ein anderes Thema bietet so viel Konfliktpotenzial wie das nachbarschaftliche Zusammenleben. »Mitunter landen Streitigkeiten über Kinderlärm, Müll im Treppenhaus oder beschädigte Maschendrahtzäune sogar vor Gericht. Doch es gibt sinnvollere Wege, um Streithähne am Gartenzaun zu beruhigen«, findet zumindest KOMPASS-Redakteurin Vivien Schramm und hat sich im Titelthema auf die Suche nach den Vorteilen eines guten nachbarschaftlichen Miteinanders gemacht. Doch ist »gute Nachbarschaft« auch dann möglich, wenn Angehörige verschiedener Ethnien oder Religionen aufeinandertreffen, fragen sich sicher viele. Eine Grundvoraussetzung ist sicher zuzuhören und den Menschen möglichst vorurteilsfrei entgegenzutreten. Das ist nicht immer einfach, gerade wenn scheinbar krasse Gegensätze aufeinander prallen wie: »Deutsche. Muslima. Feministin.« KOMPASS- Redakteurin Anna Wengel hat sich angehört, wieso die Dortmunderin mit 21 Jahren zum Islam konvertierte, wie es sich als deutsche Muslima in Deutschland lebt und wieso Kopftücher viel mit Feminismus zu tun haben (können). Wie eint man eine ganze Stadt? Ganz klar mit Büchern. Das zumindest versucht das Literaturprojekt »One Book, One New York«. Wie das Ganze funktioniert, was und wer dahinter steckt, was das Ganze bezwecken soll , was Promis wie »Shameless« -Star William H. Macy damit zu tun haben und warum das keine wirkliche Neuerung ist, lesen Interessierte im Artikel »Ein Buch, ein New York« nach. Für Neuerung würde auch ein Leben ohne Müll stehen. Tagtäglich steigt der Müllberg – Kosmetikverpackungen, Folien von Obst und Gemüse & Co. sei Dank. Nun ist es an der Zeit, dem ein Ende zu setzen, meint Olga Witt und macht es mit ihrem »Zero Waste Lifestyle-Konzept« erfolgreich vor. Die ehemalige Architektin führt heute einen UnverpacktLaden mitten in Köln und ist überzeugt, dass man tatsächlich auch plastikfrei leben kann. Ja, der April weiß bekanntlich nicht so recht was er will, entsprechend bunt ist die Auswahl der Themen im aktuellen Heft. So findet jeder den richtigen Einstieg in den Frühling. Viel Spaß! Die Redaktion.

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LiebeINHALT Leserinnen und Leser,

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INHALT

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kLEINE sEX-PAUsE gEfäLLIg? PARTNERscHAfT Und wieder einmal die Schweden! Mit der Begründung »Es gibt Studien, die belegen, dass Sex gesund ist«, untermauerte der ambitionierte Politiker Per-Erik Muskos aus dem nordschwedischen seinen Antrag: Schweden sollen künftig, während ihrer Arbeitszeit, eine Stunde bezahlte Freizeit zugesprochen bekommen. Nutzen sollen sie diese, um nach Hause zu fahren und mit ihrem Partner Sex zu haben. Denn Paaren bliebe in der heutigen Gesellschaft einfach nicht genügend Zeit miteinander. Eine zusätzliche »private time« führe zu einer besseren Beziehung und wirke sich nachhaltig positiv auf die psychische und physische Gesundheit der Arbeitnehmer aus. Übrigens sind die Schweden, was ihre WorkLife-Balance betrifft, schon geraume Zeit eine Nasenlänge voraus, so ist eine bezahlte Kaffeepause absolut Usus und wer Überstunden im Akkord schrubbt, wird eher auf Unverständnis denn Zustimmung treffen. Ach und mindestens fünf Wochen Urlaub zahlen schwedische Arbeitgeber auch, ebenso wie 480 Tage Elternzeit. Irgendwie sexy dieses Schweden! Foto: pixabay.de

BGH lässt Bausparer zittern

bAUEN Ein Urteil des Bundesgerichtshofes lässt Bausparkassen jubeln und Sparer alt aussehen. Instituten sei es demnach unter bestimmten Umständen erlaubt, alte und damit noch hochverzinste Bausparverträge auch einseitig zu kündigen. Bereits in den letzten Jahren versuchten Bausparkassen diese »loszuwerden«, nun gibt ihnen das Urteil des BGH Rückendeckung. Ob der eigene Bausparer betroffen ist, hängt von einigen Faktoren ab: Ist der Vertrag zuteilungsreif? Wenn ja, seit wann und wurde die Bausparsumme vollständig angespart? Diese und andere entscheiden, ob der Bausparvertrag seitens der Kasse rechtmäßig kündbar ist. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt auf ihrer Onlinepräsenz eine kostenpflichtige Broschüre zum Download zur Verfügung, in welchem sämtliche Fallkonstellationen erörtert werden. Auch die weitere Vorgehensweise für den Sparer wird beschrieben. Es empfiehlt sich bei Unklarheiten die Verbraucherzentralen zu kontaktieren oder eine Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen, beides ist allerdings mit weiteren Kosten verbunden. Foto: pixabay.de

Labello und Co auf dem Prüfstand köRPERfLEgE Gesundheitlich bedenkliche Substanzen fand die Stiftung Warentest zuletzt in Lippenpflegeprodukten. Die Produkttester hatten 35 herkömmliche Drehstifte, Tuben und Tiegel untersucht, mit dem ernüchternden Ergebnis, dass in 19 Produkten erdölbasierende Inhaltsstoffe zu finden waren. Wobei im Speziellen zwei Substanzen in der Kritik stehen: Zum einen sind das sogenannte aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz: MOAH), sowie gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH), beide werden aus Mineralöl gewonnen. Dem einen wird eine erbgutverändernde Wirkung nachgesagt, zweites lagere sich in den Organen ab. Klingt beides leider nicht sehr vertrauenserweckend. Auch in handelsüblichen Marken wie Labello, Bebe und Blistex wurden die Stoffe in zu hoher Konzentration nachgewiesen. Entwarnung geben Experten derzeit nur bei Naturkosmetikprodukten, diese dürfen von Haus aus keine Mineralölprodukte beinhalten. Foto: steinerpicture / fotolia.com

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DRUNTER & DRÜBER »


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DOCH KEIN SENSATIONSFUND IN KAIRO gEscHIcHTE Einen hundertprozentigen Sensationsfund vermeldete zunächst ein ägyptisch-deutsches Archäologenteam. In einer verschlammten Grube in Al- Matarijas, einem Stadtteil Kairos, fanden die Forscher die Überreste zweier Pharaonenstatuen. Da das Gebiet früher zum Standort der einstigen Königshauptstadt Heliopolis gehörte, nahm man zunächst an, die Überreste einer ca. acht Meter hohen Quarzit-Statue mit dem Antlitz des berühmten Ramses des Großen gefunden zu haben. Die genaueren Untersuchungen gaben aber eine Inschrift preis, die aufgrund ihrer Zuordnung eher in die 26. und nicht, wie zunächst vermutet, in die 19. Dynastie zu gehören scheint. Damit könnte die Statue eher Psammetich I., den Begründer der 26. Dynastie, abbilden. Dieser regierte im 7. Jahrhundert vor Christus für mehr als 50 Jahre. Sicher sind sich die Forscher mit ihrer Zuordnung allerdings noch nicht. Die weiteren Untersuchungen werden sicher noch einige Monate in Anspruch nehmen. Übrigens hatte das Archäologenteam die Reste zweier Pharaonenstatuen entdeckt. Die kleinere Statue konnte dem altägyptischen König Sethos II., einem Enkel Ramses II., zugeordnet werden. Foto: pixabay.de

ALTER GASOMETER ZWICKAU

Das Soziokulturelle Zentrum der Zwickauer Region April

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© Anna Karina Birkenstock

Konzert

Nadia Birkenstock

Keltische Harfe und Gesang April

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23. Bandwettbewerb

FINALE

April

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© Ton Steine Scherben

Konzert

Ton Steine Scherben mit Gymmick - akustisch

April

© Freddy Ludvik

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Konzert

Elin Kaven April

© Rian Heller

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„An jedem einzelnen Tag“-Tour 2017 Mai

© Svavar Knútur

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Konzert

Svavar Knútur Mai

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© Christina Arrigoni Photography

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REKORD-EISHOCKEY-DERBY sPoRT Die Geschichte des Eishockeys ist reich an Legenden und Rekorden. Nun gibt es einmal mehr einen Grund zum Staunen. Das mutmaßlich längste Eishockeyspiel mit einer Gesamtspielzeit von 176 Minuten und 30 Sekunden, welches vor gut 81 Jahren im Stanley-Cup-Finale zwischen Detroit Red Wings und den Montreal Maroons stattfand, hat endlich einen würdigen Nachfolger gefunden. Im Play-off-Viertelfinale der höchsten norwegischen Profiliga trafen die Storhamar Dragons auf die Sparta Warriors. Das Spiel dauerte ganze 217 Minuten und 14 Sekunden. Regulär werden 60 Minuten für ein Match angesetzt, bei Gleichstand geht das Spiel in die Verlängerung. Erst in der achten Verlängerung konnte das Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten entschieden werden. Dabei war der 189. Torschuss der Entscheidende. Lediglich ein Bruchteil der zunächst über 5000 Zuschauer sah allerdings das Ende der Partie, größtenteils hatten die erschöpften Gäste das Stadion bereits verlassen. Foto: Irina Volkova / fotolia.com

The music of Jimi Hendrix Mai

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Kabarett

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Freude ist nur ein Mangel an Information 2.5 Mai

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BeZahlBarer Wohnraum Knapp WoHNEN Für Menschen mit geringem Einkommen stehen immer weniger Sozialwohnungen zur Verfügung, das geht aus einer Aufstellung der Bundesregierung hervor. Zwar wurde im Jahr 2015 der Bau so vieler Neuwohnungen mit Sozialbindung bezuschusst wie schon seit langen nicht mehr, jedoch fielen im gleichen Zeitraum mehr Wohnungen aus der temporären Mietpreisbindung. Ein Grund dafür kann beispielsweise das Abbezahlen eines geförderten Kredites durch den Bauherren sein. Insgesamt sei der Anteil der Sozialwohnungen im Bundesgebiet deutlich gesunken. Lag dieser im Jahr 2009 noch bei 15 Prozent, befinden sich 2014 nur mehr rund sechs Prozent der Wohnungen unter einer sozialen Mietpreisbindung. Speziell in Ballungsräumen reiche die Not, an bezahlbaren Wohnraum zu gelangen, bis weit in die Mittelschicht hinein. Schätzungen des Bauministeriums und des Mieterbundes zufolge müssten jährlich rund 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen entstehen, davon 80.000 Sozialwohnungen, damit der Bestand nicht weiter schrumpft. Foto: pixabay.de

VERbRAUcHERPREIsE gEsTIEgEN WIRTscHAfT Wie das Sta-

tistische Bundesamt mitteilte, kletterte die Inflation in Deutschland erstmals seit vier Jahren wieder um mehr als zwei Prozent. Demnach müssen Verbraucher für Nahrungsmittel und Energie tiefer in die Taschen greifen. Mit einem Plus von 7,2 Prozent bei Energie, knapp 44 Prozent Teuerungsrate bei Heizöl und 15,6 Prozent bei Kraftstoffen gelten diese als Hauptpreistreiber der Inflation. Die zuletzt dauerhaft günstigen Ölpreise hatten ihren Tiefststand bereits im Februar des Vorjahres erreicht, mit Ende des Jahres drehte der Trend endgültig. Der Endverbraucherpreis wurde zunächst weiter niedrig gehalten, nun fällt der Anstieg umso stärker aus, so die Erklärung. Auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen zuletzt deutlich, besonders betroffen waren Gemüse sowie Speiseöl und -fette. Nettokaltmieten verteuerten sich darüber hinaus im Durchschnitt um 1,6 Prozent. Mit einem weiteren Anstieg der Inflation rechnen Ökonomen aber vorerst nicht.

WiEN, NUR WiEN ALLEiN ToURIsmUs Bereits zum achten Mal in Folge ist Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt worden. Für das Ranking befragte die Beratungsagentur Mercer Arbeitnehmer, die mehrere Jahre im Ausland tätig waren. Insgesamt wurden weltweit 231 Großstädte verglichen. Dabei wurden politische, wirtschaftliche und soziale Faktoren berücksichtigt. Besonders schätzen die Befragten beispielsweise die Wasserqualität, die Krankenversorgung, den städtischen Nahverkehr und die Schulen. In diesen Kategorien erhielt die Donaumetropole die höchstmögliche Punktezahl. Damit verwies die österreichische Hauptstadt den Schweizer Nachbarn Zürich und das australische Auckland auf die Plätze zwei und drei. Mit München auf Platz vier und Düsseldorf auf Platz sechs sind auch zwei deutsche Großstädte im Ranking der besten Zehn vertreten. Schlusslicht auf Position 231 nimmt, wenig überraschend, momentan Bagdad ein. Woran das wohl liegen mag? Foto: pixabay.de

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SCHLAFLOS IN DEUTSCHLAND gEsUNdHEIT Rund 80 Prozent der Deutschen klagen über zunehmende Schlaflosigkeit oder zumindest darüber, nachts keine richtige Ruhe zu finden. Auch der Anteil derer, die an schweren Schlafstörungen leiden, stieg zuletzt um 60 Prozent an. Zu diesem Ergebnis kommt einen aktuelle Studie, die im Rahmen des DAK-Gesundheitsreport vorgestellt wurde. Bereits im Jahr 2010 wurde das Thema Schlaflosigkeit von der DAK unter die Lupe genommen, nun kam das »Update« zu einem ernüchternden Ergebnis. Insgesamt wurden 5200 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren befragt. 80 Prozent gaben an, häufig unter Ein- und Durchschlaf-Problemen zu leiden. Fast verdoppelt haben sich laut Studie auch die Anzahl der Berufstätigen, die regelmäßig zu SchlafMedikamenten greifen. Problematisch sind die zunehmenden Schlafdefizite vor allem im Alltag, den immer mehr Menschen müde bestreiten. Einerseits sinkt die Aufmerksamkeit und damit die Leistungsfähigkeit, andererseits steigt das Unfallrisiko deutlich an. Auch das Risiko an Depressionen oder Angststörungen zu erkranken, erhöht sich erheblich. Da hilft nur eines: Stress reduzieren! Foto: pixabay.de

STerBehilFe lighT ALTER Schwerkranke haben gemäß Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen in Artikel 1 und 2 des deutschen Grundgesetzes das Recht zu entscheiden, wann und wie sie sterben möchten. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Allerdings sieht das Gericht eine freie Willensbildung und die Möglichkeit, danach handeln zu können, als Grundvoraussetzung und auch dann ist eine Bewilligung nur in Einzelfällen möglich. Eine generelle Erlaubnis des Erwerbs einer tödlichen Dosis Medikamente zum Zweck des Suizides schließt das Gremium somit aus. Dennoch ein Schritt in die richtige Richtung, wie viele finden. Geklagt hatte ein Betroffener. Die Ehegattin war, nach einem schweren Unfall, hochgradig querschnittsgelähmt und wollte ihrem Leben ein Ende setzen, was ihr allerdings durch deutsche Behörden verwehrt blieb. Am Ende nahm die Frau 2005 die Hilfe eines Schweizer Sterbehilfevereins in Anspruch. Foto: pixabay.de

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ch übrigens... ist man frisch verliebt, ploppen die SMS, Whats-App-Nachrichten, Facebook-Messages und E-Mails mit Liebesbekundungen im Stunden- oder sogar Minutentakt auf dem Smartphone auf. Von »Du bist so toll« bis »ich vermisse dich« ist das ganze Repertoire an Liebesschwüren dabei. Nach einiger Zeit in einer festen Beziehung oder auch nach einer Trennung möchte man sich gerne dem Gefühl von frischer Verliebtheit hingeben und in Erinnerungen schwelgen. Was liegt da näher, als die alten Nachrichten erneut durchzulesen? Doch man muss sagen, dass die Romantik im schnelllebigen Zeitalter von Hightech und elektronischer Post eindeutig flöten gegangen ist. Da bewundert man doch die alte Generation unserer Großeltern und Eltern, die noch schön verzierte Briefe in feinster Handschrift bekamen und wussten, dass sich der andere wirklich Mühe gegeben hat. Und mal ehrlich: Wer von uns hat solche besonderen Briefe zuhause im Schrank liegen? Stattdessen gibt es zahlreiche Nachrichten auf dem Handy, die irgendwie einen ganz anderen, eben nicht den besonderen Charme haben. Ein alter Mann erzählte einst, dass er sich in seinen jungen Jahren abends in sein Zimmer an den Tisch setzte, ein Glas Rotwein trank und bei Kerzenschein einen Liebesbrief an seine Angebetete schrieb. Er nahm sich Zeit und zählte in dem Brief all die Dinge auf, die er so sehr an seiner Herzensdame liebte. Und das Beste: Diesen Brief gibt es auch heute noch, auch, wenn er inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist. Liebevoll aufbewahrt in einer schönen Schachtel mit zahlreichen weiteren Briefen und Schwarz-Weiß-Fotografien, die eindeutig aus einer anderen Zeit stammen. Und die Dame, die diesen Brief erhalten hat, wurde seine Frau. Zurück ins Jahr 2017: Man fragt sich, ob unsere Generation später all die Whats-App-Nachrichten und EMails hervorkramen wird und ihren zukünftigen Kindern und Enkelkindern damit von der ganz großen Liebe erzählen kann. Guckt man sich den rasenden technischen Fortschritt an, so wird es in 20, 30 Jahren wohl gar keine Smartphones, geschweige Whats App & Co. geben. Warum also nicht einfach mal wieder den Stift zur Hand nehmen und seine Liebesbekundungen auf edles Briefpapier schreiben, sich dabei Zeit nehmen und in sein innerstes mit all den positiven Emotionen zu schauen? Natürlich sind wir alle Kinder dieser Zeit und natürlich sind Liebesnachrichten auf dem Handy etwas Schönes…doch in der Zukunft würde sich wohl jeder über einen handschriftlichen Brief freuen, der uns an die eine oder andere große Liebe denken lässt. So bleibt ein guter Rat, es mit dem Liebesbrief genauso zu handhaben wie der alte Mann und die Liebe in einer wertvollen und beständigen Erinnerung festzuhalten.

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tin Architek n Job alsitektur in Köln re ih b a g h ) Olga (33 ökologische Arc fördert wird ge ie auf, da d r nicht wirklich nd dem e Gregor u leid n n a M m öln re K ih in it n h m Sie lebt emeinsamen So gs g n des Blo nd Gründerielifestyle.com uOlga« st a w ante ro »T e s .z e w ft ä w h w sc n des Ge Inhaberi

EiN LEBEN oHNE müLL Z E R o W A S T E L i F E S T y L E / / Wer kennt es nicht: tagtäglich steigt Der Müllberg – kosMetikverPackungen, folien von obst unD geMüse & co. sei Dank. selten haben Wir Menschen soviel Müll Wie in Den letzten jahrzehnten ProDuziert. zeit, DeM ein enDe zu setzen. oLGA WITT MACHT ES Mit ihreM »zero Waste lifestYle-konzePt« erfolgreich vor. Wir leben in einer Welt, die ohne Plastik nicht mehr auszukommen scheint: Egal, welche Produkte wir kaufen – sie bestehen entweder selbst aus Plastik oder sind von schützenden Plastikfolien umhüllt. Für uns Verbraucher scheint das der normale Alltag zu sein, doch diese Art der Umweltverschmutzung hat weitreichende Konsequenzen. Denn schon heute ist die Umwelt gravierend verschmutzt, allen voran die Weltmeere, die nur so vor Plastik wimmeln. Doch ist plastikfrei leben wirklich möglich? »Ja«, sagt olga Witt, Gründerin des Unverpackt-Ladens »Tante olga« in Köln und Autorin des Buches »Ein Leben ohne Müll. Mein Weg mit Zero Waste«.

dAs bEWUssTsEIN füR dIE UmWELT scHäRfEN Wie fast jeden von uns, hat auch olga Witt der alltägliche Verpackungsmüll im Supermarkt gestört. Als sie sich intensiver mit dem Thema Zero Waste beschäftigte, stand ihr Beschluss fest: Sie will ihr Leben ändern. Aus einem einfachen Gedanken entstand eine komplette Lebensphilosophie, die inzwischen große Kreise gezogen hat. Heutzutage ist Zero Waste für olga Witt eine Einstellung geworden, die sie nicht mehr aufgeben möchte. »Mittlerweile weiß ich eher warum ich das tue. ich möchte weniger Ressourcen verschwenden, auf kleinerem Fuß leben, andere Menschen, Tiere und die Natur weniger ausbeuten und mich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren.

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TANTE oLGA

Weniger Anhäufen und mehr Leben« so olga. Doch nicht nur ihr eigenes Leben wollte sie zusammen mit ihrem Mann Gregor verändern; auch das Leben der Kölner und anderer interessierter sollte müllfreier werden. So gründete das Ehepaar Witt zusammen mit Dinah Stark den Unverpackt-Laden »Tante olga« in Köln. Hier wird das Zero Waste Konzept par excellence gelebt. Die Frage nach ihrem Credo beantwortet olga mit einer Aussage, die zum Nachdenken anregt: »Das Streben nach so wenig Müll wie möglich, so wenig Verschwendung wie möglich, ist unser Konzept. Wir versuchen uns an dem zu erfreuen, was wir haben und nicht nach dem zu streben, was wir nicht haben. Das ermöglicht uns, mit viel weniger glücklich und zufrieden zu sein. Frei nach dem Motto: Willst du glücklich sein, sei es.«


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Kein Müll in Sicht < Umweltschonende Einkaufsausstattungen helfen dabei, Müll zu vermeiden. Auch Putzmittel und Pflegeprodukte können ganz einfach selbst hergestellt werden.

dER zERo WAsTE ALLTAg Der Alltag der Witt’s scheint durch das neue Lebenskonzept keinen großen Einschränkungen zu unterliegen. »Wir brauchen sehr viel weniger Zeit beim Raussuchen von Klamotten und im Badezimmer. Wir gehen eben fast nie shoppen und kaufen auch sonst sehr viel weniger ein. Somit ist unser Alltag weniger von Konsum geprägt und mehr von: Wie können wir die Welt verändern«, so olga. Ziel sei es vor allem, Ressourcen einzusparen, umweltbewusster und mit besserem Gewissen zu leben. Aber die Witt’s wollen auch inspirieren und zeigen, wie leicht es ist, das Zero Waste Konzept in den Alltag zu integrieren. Das müllfreies Leben ein stetiger Prozess ist, der Raum für optimierungen und neue ideen benötigt, liegt auf der Hand. »Wir haben unseren Weg gefunden, aber auch immer noch Baustellen, die wir verbessern möchten. Das Gefühl des Verzichts ist schon lange nicht mehr vorherrschend, da es so viele positive Effekte hat, dass ich auch ohne Kokosmilch gut leben kann«, berichtet olga. Als Vorbild bezeichnet sie die Nachkriegsgeneration, denn »die Wertschätzung von jedem bisschen Essen und jedes Gegenstandes ist uns bei all dem Überfluss leider verloren gegangen.Es wäre schön, wenn wir das wieder erlangen, bevor es nicht mehr anders geht.«

INsPIRATIoN füR dEN ALLTAg Neben dem Laden hat olga auch ein eigenes Blog, in welchem der Leser spannende News rund um die Müllreduzierung im Alltag erfährt. Zusätzlich veranstaltet olga regelmäßige Kurse, in denen sie über die Hintergründe von Müll und Ressourcen berichtet und den Besuchern zudem einfache Beispiele aufzeigt, die leicht umzusetzen sind. »Vor allem möchte ich vermitteln, dass jeder etwas tun kann, was ihm leicht fällt, egal an welchem Punkt er gerade steht«, so olga. ihre Tipps für den Alltag sind dabei ganz einfach und sollen in erster Linie zum Denken anregen: »Hinterfragt euer tagtägliches Handeln, hinterfragt die Produkte, die ihr konsumiert, fragt euch, auf welche besonderen Schweinereien kann ich eigentlich auch verzichten. Wer erst einmal das Bewusstsein erlangt, der merkt im Alltag sehr schnell, was sich gut anfühlt und was nicht. « Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich in olga Witt’s Buch »Ein Leben ohne Müll. Mein Weg mit Zero Waste« noch weitere infos nach Hause holen. Text: Jessica Laqua Fotos: Zero Waste

Info: www.zerowastelifestyle.de

BUCHTiPP Ein Leben ohne Müll Mein Leben mit Zero Waste Olga Witt; Tectum Verlag 2017; ISBN 978-3-8288-3843-7; Preis: 18,95 EUR

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FLiEGEN MiT ELEKTRiSCHEM ANTRiEB i N N o V A T i V E S P o R T F L U G Z E U G E S i N D S A U B E R U N D L E i S E / / so beQueM Das reisen Mit DeM flugzeug MittlerWeile ist, so lästig sinD lärM unD abgase. zWar WirD jeDe neue flugzeuggeneration leiser unD sParsaMer, aber bisher gab es keine brauchbaren alternativen zuM verbrennungsMotor. Wasserstoff als alternativer Brennstoff konnte sich nicht durchsetzen. Erfolgreicher sind Elektro-Flugzeuge, die ihre Energie meist aus Batterien, aus Brennstoffzellen, in seltenen Fällen auch aus Solarzellen ziehen. Ermöglicht wird das durch die immer kompaktere und leistungsfähigere Technik. Außerdem ändert sich das politische Umfeld gerade. Die Europäische Kommission fordert bis 2050 drastische Senkungen von Abgasen und Lärm, nämlich 75 Prozent weniger Co2 und 65 Prozent weniger Lärm pro Passagierkilometer.

H2 > Der Elektrosegler H2 ist das erste bemannte Brennstoffzellen-Flugzeug der Welt. Foto: DLR

dEN NEUEN ANTRIEb TEsTEN Der im Zentralrumpf eingebaute Antriebsstrang besteht aus der Brennstoffzelle selbst, einem Wasserstoffspeicher und einer Hochleistungsbatterie. Hinzu kommen ein 80 Kilowatt starker Elektromotor sowie Getriebe und Propeller. Die Brennstoffzelle erzeugt Energie, indem sie Wasserstoff mit Sauerstoff reagieren lässt und so direkt in elektrische Energie umwandelt. Das Abfallprodukt ist schlichtes Wasser. Die Hochleistungsbatterie liefert zusätzliche Energie für den Start und für Steigflüge.

HY 4 Die HY 4-Konstruktion nutzt zwei handelsübliche Segelflugzeuge, während die eigentliche Innovation, der Antrieb, im Mittelrumpf sitzt. Foto: DLR

ERsTEs PAssAgIERfLUgzEUg mIT bRENNsToffzELLEN Seit Herbst 2016 fliegt das erste mit Brennstoffzellen betriebene Passagierflugzeug der Welt, die Hy4. Es startete am 29. September 2016 von Stuttgart aus zum Erstflug. Gebaut haben das Flugzeug Forscher und ingenieure des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit dieser Technologie rückt das abgas- und schadstofffreie Fliegen in den Bereich des Machbaren. Die Hy4 erinnert stark an einen Katamaran. Es bietet Platz für vier Personen, die jeweils zu zweit in den beiden äußeren Rümpfen sitzen. Die Antriebsanlage mit Propeller, Getriebe und dem Brennstoffzellensystem ist in Zentralrumpf auf dem Mittelflügel untergebracht. »Der Katamaran eignet sich gut für die Gewichtsverteilung, weil wir auf dem Mittelflügel das meiste Gewicht aufbringen mussten«, sagt Professor Josef Kallo, der zuständige Projektleiter beim DLR-institut für Technische Thermodynamik.

Herzstück Der neuartige Antrieb im Mittelrumpf der HY4. Foto: DLR

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< E-Genius Der Elektrosegler im Juni 2015 bei seiner Alpenüberquerung. Foto: e-Genius11

Nach der ersten Serie von Probeflügen kommt Hy4 jedoch wieder in die Halle. Das Brennstoffzellen-System und der Antrieb werden demontiert und gewartet. im Sommer oder im Herbst 2017 werden die nächsten Testflüge stattfinden. Hy4 soll für drei bis fünf Jahre fliegen, um Erfahrungen zu sammeln und den Antrieb weiter zu verbessern.

Grenzenloser Erfolg Testpilot Didier Esteyne überquerte am 10. Juli 2015 mit dem Airbus »E-Fan« den Ärmelkanal. Foto: Airbus u.: Airbus »E-Fan« bei seinem Flug von Lydd in Südengland nach Calais. Foto: Airbus

Einsatzgebiete für Brennstoffzellen-Flugzeuge sieht Kallo im Regionalluftverkehr. Sie könnten als 200 bis 250 Kilometer pro Stunde schnelle Lufttaxis für vier bis sechs Passagiere dienen. Diese Taxis verbinden kleine Flugplätze untereinander oder mit größeren Flughäfen und sorgen in schlecht erschlossenen Regionen für schnelle Verbindungen. Größere Flugzeuge mit 19 bis 40 Plätzen, die Reichweiten zwischen 800 und 1000 Kilometern erreichen, könnten etwa zwischen Stuttgart und Friedrichshafen oder zwischen Hamburg und Hannover verkehren. Die Erbauer der Hy4 stützen sich auf Erfahrungen, die sie vorher mit dem 2009 geflogenen Motorsegler Antares DLR-H2 sammeln konnten. Die H2, die beim DLR immer noch für Versuche genutzt wird, ist das erste ausschließlich mit Brennstoffzellen betriebene Flugzeug überhaupt.

Cri-Cri Hugues Duval startet auf dem Aero Salon 2011 mit seiner auf elektrischen Antrieb umgerüsteten Colomban Cri Cri. Foto: Anubis2202 / wikimedia.de

REkoRdfLügE übER dIE ALPEN UNd dEN äRmELkANAL Auch andere Konstruktionen haben mittlerweile die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebs unter Beweis gestellt. So überquerten im Juni 2015 zwei elektrisch angetriebene Motorsegler die Alpen. Dabei bezog die »Elektra Solar one« des deutschen ingenieurs Calin Gologan ihren Strom aus 280 Solarzellen an Rumpf und Flügeln. Die an der Universität Stuttgart entwickelte »e-Genius« nutzt dagegen Lithium-ionen-Batterien. Ebenfalls 2015 machten sich gleich zwei Betreiber von Elektroflugzeugen daran, den historischen ersten Flug über den Ärmelkanal von 1909 zu wiederholen.

PRIVATPILoT scHLägT AIRbUs »E-fAN« Hier hatte der französische Pilot Hugues Duval mit seiner elektrifizierten »CriCri« die Nase vorn, der am 9. Juli 2015 und einen Tag vor dem »EFan« aus dem Hause Airbus von Calais nach Dover flog. Während die »CriCri«, zu deutsch »Grille«, ein umgebautes konventionelles Leichtflugzeug ist, ist der »E-Fan« von Airbus eine komplette Neuentwicklung des Luftfahrtkonzerns. Die zweisitzige Sportmaschine flog erstmals am 11. März 2014 im französischen Bordeaux. Auch der »E-Fan« wirkt ungewöhnlich, weil der im Rumpf untergebrachte Motor zwei ummantelte Propeller an den Rumpfseiten antreibt. Der elektrische Antrieb ist 60 kW stark und bringt das Flugzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Die Batterien reichen zurzeit für eine Flugdauer von rund 40 Minuten. inzwischen hat Airbus den Prototypen mit einem kleinen Verbrennungsmotor ausgerüstet, der die Batterien während des Fluges nachlädt. Damit steigt die Flugdauer auf rund zwei Stunden. Zurzeit plant Airbus, im Laufe dieses Jahres die Produktion aufzunehmen und 2018 die ersten Serienmaschinen auszuliefern. Außerdem ist eine viersitzige Version in Planung. Text: Friedrich List Fotos: DLR, Airbus

Info: www.h2fly.de, www.airbusgroup.com 04 17

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Auf gute Nachbarschaft! Z W i S C H E N S T R E i T U N D G E M E i N S C H A F T / / Das nachbarschaftliche Zusammenleben ist nicht immer konfliktfrei: Mitunter landen Streitigkeiten über Kinderlärm, Müll im Treppenhaus oder beschädigte Maschendrahtzäune sogar vor Gericht. Doch es gibt sinnvollere Wege, um Streithähne am Gartenzaun zu beruhigen. und immer mehr Menschen erkennen das Potenzial ihrer nachbarschaft als ort der gemeinschaft.

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aut aktueller Umfragen ist jeder dritte deutsche Haushalt in einen nachbarschaftlichen Streit verwickelt: Oft sind uns unsere Nachbarn und Nachbarinnen zwar räumlich nah, aber im Grunde wissen viele von uns nur wenig von den Menschen hinter der nächsten Tür. Dabei kann Nachbarschaft eine wertvolle Ressource sein: Leben in einem hilfsbereiten und aufgeschlossenem Umfeld kommt Jung und Alt, Singles und Familien gleichermaßen zugute. Egal ob nur das Backvorhaben am fehlenden Zucker zu scheitern droht oder das ältere Paar von nebenan seine Einkäufe nicht mehr allein erledigen kann – Nachbarschaftliche Unterstützung kann kleine und größere Notlagen meist unproblematisch meistern. Doch dafür muss Nachbarschaft neu, kreativ und solidarisch gedacht werden. Das klingt zweifelsfrei attraktiv, doch nicht nur der Schritt aus der Anonymität der eigenen vier Wände heraus fühlt sich zunächst etwas ungewohnt an. Regelrecht unvorstellbar wird die Vorteilsgemeinschaft, wenn sich die Kommunikation mit den Nachbarhaushalten bisher nur auf genervte Mahnungen zur Ruhe und Ordnung, fiese Zettelchen an der Wohnungstür oder sogar lautstarke Auseinandersetzungen beschränkte. Doch selbst bei verhärteten Fronten im Zwist um qualmende Grills auf dem Balkon, laute Kinder im Treppenhaus oder stinkende Hundehaufen im Garten ist selten bereits das letzte Wort gesprochen: KOMPASS hat nachgehakt, wie aus Streit wieder Gemeinschaft entstehen und Nachbarschaft mit Zukunft gestaltet werden kann.

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NACHBARSCHAFT »

ÄRGER VOR DER HAUSTÜR Zwar sind vielen Menschen Auseinandersetzungen in der Nachbarschaft nicht fremd, doch provozieren möchten sie wohl die wenigsten: Laut einer Umfrage wünschen sich 14 Prozent der Teilnehmenden ein besseres Verhältnis zu ihren Nachbarn oder Nachbarinnen.1 Ebenso viele Menschen sehen sich für eine bestehende Auseinandersetzung verantwortlich: Die meisten Streithähne waschen ihre Hände jedoch in Unschuld. Immerhin fahren nur die Wenigsten wirklich harte Geschütze im nachbarschaftlichen Clinch auf: Lediglich 11 Prozent der Befragten glauben, dass eine Lösung ihres Konflikts nur durch einen Gang zum Gericht möglich ist. 12 Prozent der deutschen Haushalte sind aufgrund von Streitigkeiten bereits einmal resigniert umgezogen.2

1) Untersuchung der GfK Marktforschung im Auftrag der »Apotheken Umschau«. Für die repräsentative Umfrage wurden 2084 Personen über 14 Jahren befragt. 2) Befragung der keyfacts onlineforschung GmbH für das onlineportal billiger.de. Bevölkerungsrepräsentativ wurden rund 7400 Personen befragt.


Foto: gradt / fotolia.com

Unschuldige Streithähne? 86 Prozent der Streitparteien geben an, dass der Nachbar oder die Nachbarin für den Zwist verantwortlich ist. Eine weitere interessante Erkenntnis: Die meisten befinden sich mit nur einem Nachbarhaushalt im Clinch. 57 Prozent der Betroffenen leben in einer Mietwohnung. Die häufigsten Gründe für Zoff im Treppenhaus oder am Gartenzaun sind Lärmbelästigung und Dreck. 04 17

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BESSER OHNE GERICHTSVERFAHREN

GEGENSEITIGE RÜCKSICHTNAHME

Auch wenn das nachbarschaftliche Verhältnis durch einen längerfristigen Streit beeinträchtigt wird, ist nur in den seltensten Fällen ein Gerichtsverfahren zu empfehlen: Bedenkt man, dass die Gegner oder Gegnerinnen im Prozess auch weiterhin nebenan leben werden, wird schnell klar, dass nur die wenigsten juristisch ausgefochtenen Nachbarschaftskonflikte wirklich zufriedenstellend gewonnen werden können. Oft lässt ein weiterer Prozess – angetrieben von Revanchegedanken der Verliererseite – nicht lang auf sich warten.

Fast dreiviertel der Teilnehmenden einer Umfrage des Onlineportals »Netzwerk Nachbarschaft« geben an, älteren Menschen von nebenan bei Alltagsproblemen zu helfen. Und knapp 37 Prozent werden dafür auch selbst von den Älteren unterstützt, zum Beispiel bei der Annahme von Paketen oder der kurzzeitigen Kinderbetreuung. Dass Senioren und Seniorinnen aus Langeweile ihre Nachbarschaft mit Beschwerden überhäufen, ist auch von anderen Studien widerlegt worden: Knapp zwei Drittel der über 60-Jährigen fühlen sich von den Menschen in ihrer näheren Umgebung nie gestört. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen konnten dies wiederum nur 39 Prozent behaupten.4

Selbstverständlich ist ein klärendes Gespräch im freundlichen Tonfall die beste Möglichkeit, um einen Zwist gar nicht erst ausufern zu lassen, doch hin und wieder scheitern gute Worte. Zu empfehlen ist in diesen Fällen ein Mediationsverfahren: Anders als im Gerichtssaal steht hierbei nicht die Suche nach Auslösern und Schuld im Fokus. Mit Unterstützung durch einen Mediator oder eine Mediatorin soll insbesondere Verständnis für das Gegenüber geweckt und eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Auch hohe Gerichtskosten lassen sich durch ein Mediationsverfahren einsparen.

DIE NACHBARSCHAFT KENNENLERNEN

Verständnis für die zankende, laute oder uneinsichtige Streitpartei aufzubringen, ist zweifelsfrei nicht immer einfach. Vor Augen führen sollte man sich, dass für ein harmonisches Miteinander gegenseitiger Respekt wichtig ist, wenn verschiedenste Bedürfnisse auf kleinem Raum aufeinanderprallen. Um das eigentliche Anliegen – eine Auflösung des Konflikts – nicht durch zwanghaftes Beharren auf der eigenen Unschuld oder eine zunehmende emotionale Belastung durch langfristige und ständige Streitereien aus dem Blick zu verlieren, empfiehlt es sich, bereits bei der ersten Beschwerde eine Mediation anzustreben. Oftmals werden Barrieren zwischen den Streitparteien größer, umso länger ein Problem keine Lösung findet.

Wer sich aktiv einbringen möchte, sollte am besten direkt auf die Nachbarn und Nachbarinnen zugehen: Denn wie eine weitere Befragung des Netzwerks zeigt, ist das persönliche Gespräch trotz WhatsApp oder Sozialer Medien die beliebteste Verständigungsform in der Hausgemeinschaft: Der »Flurfunk« im Treppenhaus informiert zudem über Neuigkeiten im Quartier – Neben gelegentlichem Tratsch erfährt man hier auch von Straßenfesten oder Flohmärkten.

Collaborative Living WOHNEN WIRD DEZENTRAL

Auch wenn es manchmal anders scheint, hat kaum eine Konfliktpartei Freude am Nachbarschaftsstreit. Eine aktuelle Umfrage zeigt deutlich, dass ein gutes Miteinander einer deutlichen Mehrheit der Befragten wichtig ist: 94 Prozent gaben an, dass sie Wert auf eine funktionierende Hausgemeinschaft legen.3 In einer Nachbarschaft treffen alte Ehepaare auf Studierende oder Familien auf Wohngemeinschaften: Leben Menschen in unterschiedlichsten Lebensphasen unter einem Dach, steht der Hausfrieden schnell vor Herausforderungen. Doch lässt sich von verschiedenen Lebenswelten, Möglichkeiten und Interessen durchaus profitieren. 3) Ergebnisse einer TNS-Emnid-Studie im Auftrag des Wohnungsunternehmens Vonovia. Befragt wurden deutschlandweit 1000 Personen. 4) Ergebnisse der repräsentativen Studie »Wohnen und Leben 2012« des Marktforschungsinstituts innofact im Auftrag des immobilienportals immowelt.de.

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Fotos: contrastwerkstatt; HighwayStarz / fotolia.com

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Neue heterogene, solidarische Nachbarschaftsmodelle entstehen: Einpersonenhaushalte – von jungen Singles bis zu alleinstehenden älteren Menschen – übertreffen in Deutschland zahlenmäßig alle anderen Wohnformen. Individuelle Lebensstile und Biographien verleihen dem Trend eine gewisse ideologische Untermauerung: Die wenigsten Menschen sitzen heute von der Ausbildung bis zur Rente am gleichen Arbeitsplatz und 3-Zimmer-Wohnungen passen nicht mehr für ein ganzes Leben, das Umwege geht und Neuanfänge wagt. Wohnen muss neu gedacht werden und sich den Bedürfnissen der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Ein Ansatz für vielfältigere Wohnkonzepte ist »Collaborative Living«, dezentrales Wohnen. Haben wir in den vergangen Jahren insbesondere durch Soziale Medien das Teilen mit unseren Mitmenschen neu entdeckt, steht nach Carsharing und Kleidertauschbörsen unsere Wohnung im Fokus der Sharing Economy. Zentral ist auch hier die Frage: Was müssen wir tatsächlich besitzen? Neue Wohnkonzepte beschränken den privaten Wohnraum auf das Wichtigste, alle anderen Funktionen werden ausgelagert, geteilt, geliehen. Kann das wirklich funktionieren? Auch ohne unter einem Label bekannt zu sein, wird »Collaborative Living« in Ansätzen von vielen Menschen bereits gelebt: So bleiben beispielsweise viele Küchen von Alleinwohnenden kalt – Gegessen wird außerhalb der eigenen vier Wände. Warum sollte man dann nicht einfach Kochmöglichkeiten flexibler gestalten und im Wohnhaus eine Gemeinschaftsküche einrichten, anstatt allein in teure Geräte, die kaum genutzt werden, zu investieren? Gemeinschaftlich genutzte Wohnflächen sind der zentrale Baustein des gemeinsamen, aber unabhängigen Wohnens. Neben der Wohnqualität, die etwa eine nachbarschaftlich genutzte Dachterrasse oder ein Gästezimmer für die ganze Hausgemeinschaft mit sich bringt, birgt eine als Gemeinschaft gedachte Nachbarschaft einen weiteren Vorteil: Sie wird zu einem Ort der Begegnung.

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Wilde Rosen

Tabakfabrik Alttrachau

Das Wohnprojekt »Wilde Rosen« denkt Lebens- und Arbeitsräume neu: Die hier Lebenden sind in eine Nachbarschaft eingebunden, in der gegenseitige Unterstützung eine Selbstverständlichkeit ist. Menschen aus verschiedenen Generationen und Lebensmodellen treffen in der Nähe von Hamburg im Grünen aufeinander. Auch gebaut wird gemeinsam: Jeder ist in die Planung des Wohnumfeldes persönlich einbezogen. Damit jeder von den unterschiedlichen Begabungen und Fertigkeiten der hier Lebenden profitiert, wurde der Tauschring ins Leben gerufen, bei dem Dienstleistungen gegen Rosentaler getauscht werden: Das Spektrum der Angebote reicht von der Fahrradreparatur über Kochen, Kinderbetreuung, Computerhilfe oder Tiere ausführen. Jede Tätigkeit wird dabei als gleichwertig angesehen.

Die einstige Tabakfabrik wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert erbaut und im Dezember 2010 von der Bauherrengemeinschaft »Wohnprojekt Tabakfabrik Alttrachau GbR« erworben. Seit der Bauphase ist das Projekt noch gewachsen. Heute leben 18 Erwachsene und 10 Kinder - bunt gemischt von Alter, Beruf und Herkunft – auf dem Gelände zusammen. Verschiedene Räume werden gemeinschaftlich genutzt und die eigene Wohnung bietet genug Raum für Privatsphäre und die individuelle Lebensgestaltung. Nachbarschaftliches Miteinander wird hier durch gemeinsames Kochen und Essen, Feste, ein Hausorchester und natürlich gegenseitige Unterstützung gelebt. Foto: Susanne Hecht

www.wohnprojekt-wilde-rosen.de

www.tabakfabrik-alttrachau.de

INTERVIEW Tristan Horx studierte Sozial- und Kulturanthropologie. Im Zukunftsinstitut beschäftigt er sich mit den Trendbereichen Digitalisierung, Lifestyle, Globalisierung und Generationenwandel. Das Zukunftsinstitut wurde 1998 gegründet. Heute gilt das Institut mit Sitz in Frankfurt am Main und Wien als eines der einflussreichsten Think Tanks der europäischen Trend- und Zukunftsforschung. Kompass: Herr Horx, warum brauchen wir neue Wohnkonzepte?

Tristan Horx Sozial- und Kulturanthropologe Foto: Zunkunftsinstitut / Klaus Vyhnalek

Tristan Horx: Weil sich die Welt verändert und wir große Herausforderungen zu meistern haben. Die zentralen Themen für die nächsten Jahrzehnte sind Bevölkerungswachstum, fortschreitende Alterung, steigende Urbanisierung und dramatische soziokulturelle Veränderungen mit vielen neuen Lebensmodellen. Natürlich wird man bei weiterem Bevölkerungswachstum den Luxus von 41 Quadratmetern pro Kopf beispielsweise in einer Stadt wie Wien auf Dauer nicht aufrechterhalten können. Wir leben in einem Individualistischen Zeitalter, aber je individualistischer der Lebensentwurf, desto wichtiger wird die Unterstützung durch andere Menschen - und das ist der Grund, warum wir neue Wohnkonzepte brauchen. Hier geht’s vor allem um sogenannte Co-Living Spaces. Entsteht durch Collaborative Living wirklich eine höhere Wohnqualität oder geben wir uns aufgrund steigender Mieten und Wohnungsmangel einfach mit weniger zufrieden? Wir denken immer noch in alten Systemen, wenn wir über Wohnen und Wohnzimmer reden. Es wird in der Zukunft für viele in der Stadt aber nicht mehr darum gehen, wie viel Quadratmeter man ›hat‹, sondern um die Qualität und Vielfalt des Lebensraumes, die Qualität der Nachbarschaft. Das sogenannte Shared Spaces-Prinzip - das ausgelagerte, gemeinsam mit Nachbarn benutzte Wohnzimmer - rückt in den Fokus. Das kann in der Form einer Gemeinschaftsküche sein, einer Bibliothek im Erdgeschoss, eines Fitness-Raums, Co-Working-Spaces oder eines Co-Gardening-Projektes. Das neue Motto heisst ›shared metres‹ statt ›squared metres‹.

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Haus Lindenhof Zwischen gemeinschaftlichem Kochen, Ausflügen und kleinen Streitigkeiten finden Bewohner und Bewohnerinnen einer Wohngemeinschaft zueinander: Das ist auch in den Wohnräumen der Stiftung Haus Lindenhof nicht anders. Hier leben Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen, gestalten ihren Alltag gemeinsam und helfen sich bei Problemen. Die Bewohner und Bewohnerinnen ohne Assistenzbedarf erhalten für ihre Hilfe im Alltag eine Mietvergünstigung. In der inklusiven Wohngemeinschaft bringt jeder seine Fähigkeiten ein und erhält Unterstützung, wenn er sie benötigt.

www.haus-lindenhof.de

Ist Collaborative Living ein ausschließlich urbaner Trend oder wird sich das Konzept auch im ländlichen Raum bemerkbar machen? Solche Formen können überall entstehen, das Bedürfnis bleibt dasselbe. Allerdings wird durch die zunehmende Urbanisierung die Stadt der primäre Motor dieses Trends bleiben. Streit mit den Nachbarn ist nicht selten: Geht das Konzept Collaborative Living nicht von einem Ideal des gemeinschaftlichen Zusammenlebens und Sharing-Spirits aus, das bereits am dreckigen Geschirr in der Gemeinschaftsküche scheitern kann? Neue Systeme brauchen neue Regeln, neue Services. The Collective in London ist zum Beispiel ein sehr erfolgreiches Co-Living-Projekt, bei dem fünfhundert Leute beteiligt sind. Sie haben Services fürs Putzen, Wäschewaschen und vieles mehr: Über das dreckige Geschirr wird hier nicht mehr gestritten. Vielen Dank für das Interview! Zukunft des Wohnens Wenn wir über neue Fragen unsere Einstellung ändern können, werden wir interessantere Antworten finden. Genau das hat das Zukunftsinstitut getan: In der neuen Trend-Studie geben Oona Horx-Strathern, Christiane Varga und Matthias Horx 50 Antworten auf Fragen zur Zukunft des Wohnens, die wir schon immer wissen wollten, uns aber nicht zu fragen wagten. Einblicke in die Studie unter www.zukunftsinstitut.de.

22.07.17 FILMNÄCHTE

CHEMNITZ Preis: 39,90 €

(Stehkonzert / erhöhter Abendkassenpreis) Veranstalter: stagediver event GmbH Tickets in allen Freie-Presse-Shops • Reservix • CTS-eventim • sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen • HOTLINE: 08 00 / 80 80 123 • www.stagediver.events

29.07.17 KUNSTEISSTADION

CRIMMITSCHAU Preis: 39,90 € (Stehkonzert / erhöhter Abendkassenpreis) Veranstalter: stagediver event GmbH, Eispiraten Crimmitschau GmbH, Passion Entertainment 04 17

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NETZWERK NACHBARSCHAFT

KREATIVE IDEEN UMSETZEN

In wenigen Wochen gibt das netzwerk nachbarschaft (www.netzwerk-nachbarschaft.net) den Startschuss zum Bundeswettbewerb »Die schönsten Nachbarschaftsaktionen 2017«. Die Initiative unterstützt engagierte Menschen in Deutschland und Österreich, die gemeinsam und eigenintiativ bessere Lebensqualitäten in ihrer Nachbarschaft gestalten. Das Netzwerk steht als Plattform für alle nachbarschaftlichen Themen zur Verfügung, bündelt Erfahrungen, informiert über Trends und stellt Kontakte zu Politik, Medien und Wirtschaft her. Verschiedene Checklisten, beispielsweise für die Organisation von Straßenfesten, Kinderbetreuung oder Begrünungsaktionen, stehen online bereit und helfen bei der Planung eigener Aktionen.

Wie lassen sich intelligente Ideen für ein positives Miteinander in der eigenen Nachbarschaft erfolgreich umsetzen? Oftmals fehlen Kontakte zu anderen Interessierten – Besonders in größeren Städten leben viele Menschen mehr oder weniger anonym nebeneinander. Wem der Mut fehlt, einfach einmal einen Klingelknopf zu drücken, darf sich getrost erst einmal online an das Vernetzen wagen. Beispielsweise bietet die Plattform nebenan.de die Möglichkeit nachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen: Das besondere an dem Netzwerk ist die vertrauensvolle Umgebung: Mit Hilfe eines Verifikationsprozesses erhalten nur echte Nachbarn Zugang zu den in sich geschlossenen und nach außen geschützten Nachbarschaften. Außenstehende sowie Suchmaschinen können keine personalisierten Inhalte auslesen. Seit dem Start der Plattform sind deutschlandweit über zweitausend aktive Nachbarschaften entstanden. In Zwickau und Umgebung ist es allerdings noch ruhig – Doch der Startschuss für die Wiederbelebung des nachbarschaftlichen Austauschs ist auch hier schnell und einfach gegeben: Was mit ein paar eingeladenen Freunden und Freundinnen beginnt, kann zu Stammtischen, Grillabenden oder Straßenfesten werden, wie andere Nachbarschaften bereits gezeigt haben.

WOHNEN UND LEBEN

Bunte Nachbarschaft Den zunehmend rechten Aktivitäten auf dem Chemnitzer Sonnenberg setzen vier Frauen ein deutliches Zeichen entgegen: Radikale Parolen wurden von ihnen einfach eingestrickt. Foto: Netzwerk Nachbarschaft

Im vergangenen Jahr gewannen unter anderem vier Chemnitzerinnen den Wettbewerb des Netzwerks: Den politisch radikalen Schmierereien in ihrer Nachbarschaft setzten sie mit selbstgemachten Stickereien ein farbenfrohes Signal entgegen. Im benachbarten Geflüchteten- und Asylbewerbercafé treffen sich die engagierten Nachbarinnen, um gemeinsam an Strickteilen zu arbeiten und weitere Ideen zu schmieden. 04 17

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Anonymisierung und demographischer Wandel sind vielfach diskutierte Themen. Oft übersehen wird dabei, dass es auf große Fragen mitunter lokale Antworten gibt: Eine aktive Nachbarschaft kann in unserem sozialen und gesellschaftlichen Leben einen wichtigen Platz einnehmen und Lebensqualität an dem Ort verbessern, an dem wir uns erholen, leben, gestalten: unserem Zuhause. Wohnqualität wird sich in Zukunft kaum mehr über Ausstattung und Quadratmeter der eigenen vier Wände definieren lassen. Der Trend zu kleinen Haushalten fördert die Wohnungsknappheit insbesondere in den Großstädten: Viele Stadtwohnungen sind auf das im Wandel befindliche Ideal der Kernfamilie ausgerichtet und entsprechen kaum mehr den Anforderungen an modernes, urbanes Leben. Hier braucht es intelligente Lösungen, die Lebensraum fernab von Besitz und verschlossenen Türen denken.

So kann gerade der Trend zur Individualisierung neue Gemeinschaft entstehen lassen: Der Wunsch nach Zugehörigkeit und kollektivem Erleben muss sich nicht mehr zwangsläufig in Partnerschaften oder dem Familienleben erfüllen, sondern kann in neuen Netzwerken gelebt werden. Dabei ist es wichtig, dass wir uns selbst fragen, welches Maß an Verpflichtung wir eingehen möchten, wie viel Privatsphäre wir benötigen und was wir am liebsten ganz für uns allein tun. Denn wie heißt es so schön: Liebe deinen Nachbarn, aber reiße den Zaun nicht ein. « NACHBARSCHAFT

Netzwerke: Online und Offline Die Plattform nebenan.de bietet eine Lösung zur Vereinfachung und Wiederbelebung des nachbarschaftlichen Austauschs – über den Browser oder als App. Über 2.200 Nachbarschaften in rund 100 Städten und ländlichen Regionen sind bereits aktiv. Fotos: nebenan.de

Text: Vivien Schramm


Audi DriveDay 20. Mai 2017 / Audi Zentrum Zwickau 2.0

Besuchen Sie uns am Audi DriveDay von 9.00 - 16.00 Uhr und erleben Sie auf unserer Probefahrtstrecke die exklusiven Audi Q-Modelle, die neue Audi A5 Familie, die elektrisierenden Audi e-tron und alle verfügbaren Audi Gebrauchtwagen.

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Oskar-Arnold-Straße 30, 08056 Zwickau | Tel. +49 (0) 375 560860 | ah@audi-zentrum-zwickau.de

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mein Leben EiN PoRTRAiT DER ESTHER E.* //

DEUTSCHE. MUSLIMA. FEMINISTIN. ESTHER E. IST schWer in eine schublaDe zu stecken. koMPass REDAKTEURIN ANNA WENGEL HAT ES ERST GAR NICHT versucht, sonDern sich stattDessen angehört, Wieso Die DortMunDerin Mit 21 jahren zuM islaM konvertiert ist, Wie es sich als Deutsche MusliMa in DeutschlanD lebt unD Wieso koPftücher viel Mit feMinisMus zu tun haben (können). Porträt einer Deutschen islaM-konvertitin. Ein einziger Blick in Esthers hellblaue Augen verrät, dass die 29-Jährige schon viel erlebt hat. Viele Facetten dieser Welt wurden ihr bereits gezeigt, nicht alle positiv. Esther ist eine deutsche Muslima. 2011 ist die gebürtige Dortmunderin zum islam konvertiert. ihr Glauben ist nicht bloß Teil von ihr, er ist in allen Facetten ihres Lebens sichtbar. Beruflich wie privat, innerlich wie äußerlich.

* Anmerkung der Redaktion: Um Esther vor rassistischen Nachrichten und Anfeindungen zu schützen, wird der vollständige Name nicht verwendet.

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DiE DEUTSCHE MUSLiMA »


EsTHER E. WAR EINE sUcHENdE – WIE IHR VERsToRbENER VATER Esther wuchs als »einzige Tochter einer evangelischen Presbyterin und eines langhaarigen Reiki-Lehrers« auf, wie sie dem KoMPASS im interview erzählt. Schon früh bereiste sie mit ihren Eltern indien, Armenien, israel sowie viele europäische Länder. Glaube und Spiritualität waren in ihrem Elternhaus immer Thema und besonders ihr Vater war auf ihrem Weg zum islam ausschlaggebend:

»Mein Vater war ein Suchender. Das habe ich nach seinem frühen Tod wahrscheinlich von ihm übernommen.« Esthers Vater starb als sie zehn Jahre alt war. Elf Jahre später starb ihre Mutter. Aufgewachsen ist Esther als Protestantin. Streng gelebt hat sie ihren christlichen Glauben nicht. Zu weit weg, irgendwie zu wenig fassbar war Gott für sie im Christentum. »Gott war für mich immer der Schöpfer, der da oben im Himmel thront und auf uns Menschen herabschaut«, sagt sie gegenüber dem KoMPASS. Das ist heute anders.

Das gefiel der jungen Deutschen, die seit dem Tod ihres Vaters immer auf der Suche nach Halt und dem Sinn des Lebens gewesen war und auch in ihrer Mutter nicht die nötige Stütze fand. Noch etwas anderes beeindruckte Esther: Anders als im Christentum erschien ihr Gott im islam von Anfang an sehr viel näher. Die Stelle im Koran, an der es heißt, Gott sei dem Gläubigen näher als die eigene Halsschlagader, wurde so für Esther schnell zu ihrem sinnbildlichen Gottesverständnis. Als ihr bewusst wurde, was damit gemeint war, wurde sie für sich selbst zur Muslima. Vier Monate nach Esthers Glaubenswechsel starb ihre Mutter. Esthers Suche war mit der offiziellen Konvertierung zu ihrem neuen Glauben, bei der sie das Glaubensbekenntnis des islam, die Schahãda, vor zwei Zeugen aussprechen musste, jedoch nicht beendet. »Es hat noch ein paar Jahre gedauert, bis ich meinen persönlichen Weg gefunden habe. ich war eine Suchende innerhalb des islams«, sagt sie im interview. Seit rund zwei Jahren hat die Dortmunderin nun das Gefühl, am Ende ihrer Suche angelangt und in ihrem Glauben angekommen zu sein. »ich kann Gott heute an meiner Seite fühlen. Er ist sich nicht zu gut für uns Menschen, er weilt schlichtweg immer neben mir.« Das gibt Esther Kraft und eine Sicherheit, wie sie sie nie zuvor gespürt hat.

als deutsche muslima dER IsLAm WAR ImmER scHoN EIN bIsscHEN dA

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Der islam war Esther nie ganz fremd. Schon früh brachten muslimische Freunde in Schule und Studium der Dortmunderin das Thema näher und weckten ihr interesse an der Kultur und Religion. So mehr sie sich mit dem islam beschäftigte, desto mehr spielte sie auch mit dem Gedanken zu konvertieren. Bis sie sich dafür entschied, vergingen jedoch Jahre. Zu stark war die Bindung an den Glauben, in den sie hineingeboren worden war. Zu stark die Zweifel, ob man überhaupt konvertieren kann. »ich habe mich gefragt, ob es nicht mein Schicksal ist, als Christin geboren zu sein sein«, sagt Esther.

Wie vor ihrer Konvertierung trägt Esther heute Jeans, Hoodies und Sneakers. Anders als vorher sind ihre blonden langen Haare heute jedoch von einem Kopftuch verdeckt. Grund genug für manche Menschen hierzulande, die 29-Jährige zu beschimpfen: »Bevor ich angefangen habe Kopftuch zu tragen, habe ich Deutschland für ein relativ tolerantes Land gehalten. Das Bild ist dadurch ins Wanken geraten. Manchmal beschimpfen mich fremde Menschen auf der Straße und fordern mich auf, dahin zurückzugehen, wo ich herkomme. Für mich ist das absurd und irgendwie witzig, ich komme eben aus Dortmund. Für Menschen mit Migrationshintergrund muss es aber unfassbar frustrierend sein.« Besonders von muslimischen Freundinnen und Freunden weiß Esther, wie stark Rassismus in Deutschland verbreitet ist. Wegen ihrer weißen Haut und ihres deutschen Nachnamens ist die 29-Jährige davon weit weniger direkt betroffen als viele ihrer Freunde. Weniger beunruhigend empfindet sie das Thema deshalb aber nicht: »insgesamt empfinde ich, dass sich die Stimmung in Deutschland immer mehr anspannt. Das besorgt mich. Es ist schließlich meine Heimat und ich fühle mich Deutschland verbunden. Wenn mir Hass nur aufgrund einer Textilie auf dem Kopf entgegen schlägt, stimmt mich das traurig«, sagt Esther im interview.

Entscheidend auf ihrem Weg weg vom Christentum und hin zum islam war ein zweijähriger Aufenthalt in Marokko. Dort lebte Esther zwischen 2009 und 2012 und erlebte einen islam, der anders war als alles, das sie bis dahin gehört und gelesen oder auch in Deutschland gesehen hatte. »in Marokko gehört zum Beispiel dieses Bild zum Alltag: Zwei Freundinnen, eine voll verschleiert, die andere im Minirock, die eingehakt über die Straße laufen, lachen und aufgeregt miteinander quatschen. Das hat mich sehr beeindruckt, weil es so weit weg war vom Dogmatismus. Es zeigte mir, dass es im islam die Freiheit gibt, dass jeder seine Religion so ausleben kann, wie er oder sie möchte.«

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Doch natürlich bringt das Leben als deutsche Muslima in Deutschland in puncto Außenwirkung auch schöne Erfahrungen mit sich: »Manchmal bekomme ich Komplimente von Wildfremden, die mir sagen, dass sie mein Tuch schön finden, dass es schön gebunden ist oder gut zu meiner Augenfarbe passt.« Neben Hass und Komplimenten ist es oft auch einfaches interesse, das Esther begegnet. Häufig wird sie etwa im Berufsleben auf ihren Glauben angesprochen. Ganz angenehm ist ihr das jedoch nicht immer: »ich schätze es, wenn Menschen, die mich kennenlernen, mich nicht direkt auf das Kopftuch oder den islam ansprechen, sondern mich als Mensch kennenlernen wollen. irgendwann kommt das Gespräch meist auf das Thema, aber dann ist es angenehm. Das unbeständige Fragen von mir unbekannten Menschen empfinde ich als übergriffig. ich bin ja kein wandelnder infopoint für den islam. Zumal ich am Ende nur aus meiner eigenen Sicht sprechen kann. Denn ›den islam‹ gibt es ebenso wenig wie ›die Muslime‹.«

»dAs REcHT AN IHREm köRPER soLLTE bEI JEdER fRAU sELbsT LIEgEN.« Gerade das Kopftuch spielt beim Thema Vorurteile eine Rolle. Besonders von Frauen bekommt Esther deswegen Rassismus zu spüren – eine Realität, die die Dortmunderin bedauert. »Deutschland als multikulturelle Gesellschaft braucht einen intersektionalen Feminismus. ich für mich stehe dafür ein, dass jede Frau individuell darüber entscheiden kann, was sie tragen und was sie von ihrem Körper zeigen möchte«, erklärt Esther im interview. Ebenso wie jede Frau nach Esthers Ansicht entscheiden dürfen sollte, ob sie ein Kopftuch trägt oder nicht, solle auch jede Frau »mit bauchfreiem Top und Hot Pants auf die Straße gehen können, ohne belästigt zu werden. Das Recht an ihrem Körper sollte bei jeder Frau selbst liegen«, findet die Muslima. Entsprechend klar ist auch Esthers Meinung zur medialen Kopftuchdiskussion: »ich lehne eine Kopftuchpflicht, wie es sie in manchen muslimischen Ländern gibt, genauso ab, wie ein Kopftuchverbot. ich wünsche mir, dass Frauen in diesen Punkten mehr zusammen halten und sich gegenseitig stärken.« Ähnlich sieht es für sie übrigens beim Thema Vollverschleierung aus: »Bei abgepackten Lebensmitteln achte ich immer mehr auf die inhaltsstoffe, als auf die Verpackung. ich finde, ich bin es meinen Mitmenschen schuldig, ihnen denselben Respekt zu erweisen.«

BUCHTiPP Inside the Gender Jihad – Women’s reform in Islam Amina Wadud ISBN 978-1851684632 Preis: 18,49 EUR

Näher bei Gott li.: Im Christentum war Gott Esther E. zu weit entfernt. Im Islam ist er ihr nun näher als ihre Halsschlagader.

100 koPfTUcHTRägERINNEN, 100 gRüNdE Für Esther ist das Tragen des Kopftuchs ganz klar eine persönliche Entscheidung, die jede Frau für sich treffen muss. Als alltägliches Kleidungsstück funktionierte es für sie früher als Schild gegen die Außenwelt. Mit dem Tuch fühlte sie sich stärker. Es war ein Symbol für den Kampf, den sie ihr Leben lang kämpfen musste, sich alleine, ohne elterliche Unterstützung in der Welt zu behaupten. »Und nicht zuletzt, um für mich und meine Person einzustehen und mich nicht zu verbiegen«, erklärt Esther. Das sei nicht immer ihre Stärke gewesen, erzählt sie. Gerade in ihrer Jugend habe sie viel auf die Meinung anderer gegeben und sich oft danach gerichtet. Heute sei das anders: »Am Anfang habe ich viel Gegenwind bekommen, aber es war mir egal und ich habe gelernt zu dem zu stehen, was ich mache und vom Leben erwarte.« Die Bedeutung des Kopftuchs hat sich für Esther mit der Zeit verändert: »ich gebrauche das Kopftuch im Alltag als Eisbrecher. Denn nicht nur die Menschen sprechen mich dadurch auf meine Religion an. ich kann das Kopftuch auch dazu nutzen, den islam selbst in Gesprächen zu thematisieren und Vorurteile in einigen Köpfen zu brechen, indem ich bewusst mit Klischees spiele. Etwas, das ich zugegeben gerne tue. Auch, weil ich so aktiv das Gesprächsthema islam bestimmen kann und nicht bloß als informationsquelle herhalten muss.« Gleichzeitig bedeutet das Kopftuch für Esther aber auch eine Art Empowerment, eine Reduktion auf ihre inneren Werte und beruflichen Fähigkeiten. Das ist einer von vielen Gründen, die für das Kopftuch sprechen. »Wenn du 100 Frauen befragst, wieso sie Kopftuch tragen, wirst du wahrscheinlich auch 100 unterschiedliche Antworten bekommen. Die Entscheidung ein Kopftuch zu tragen – auch wenn das in viele Köpfe nicht hineinpasst – ist meist eine sehr individuelle aus den unterschiedlichsten Gründen«, erklärt die 29-Jährige.

EINE VoN VIELEN Esther E. ist eine von vermutlich tausenden islam-Konvertiten in Deutschland. Genaue Zahlen gibt es nicht. islam-Forscherin Esra Özyürek gab in einem interview mit Spiegel online im September 2016 an, dass die Zahl der islam-Konvertiten in Deutschland auf 20.000 bis 100.000 geschätzt werde. Die Zahl der Muslime hierzulande lag laut einer Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Ende des Jahres 2015 bei 4,4 bis 4,7 Millionen. Auch hier kann nur von Schätzungen ausgegangen werden, zugezogene Muslime im letzten Jahr noch nicht miteingerechnet. Anders als bei Anhängern der katholischen oder evangelischen Kirche werden islam-Gläubige nicht registriert. Der Glaube bleibt Privatsache. Genaue Zahlen kann es deshalb nicht geben. Unabhängig von den konkreten Zahlen ist aber doch deutlich, dass der muslimische Glaube heute vielerorts zum Straßenbild gehört, sei es in Form von Kopftüchern, Vollverschleierung oder Moscheen. Er gehört dazu, ist Teil Deutschlands. Text: Anna Wengel Fotos: Elif Kücük

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« DiE DEUTSCHE MUSLiMA


Meine Stadt Meine Musik Mein Radio

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unterhaltung

sat i re


V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N K U L T U R PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS N E W S M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N N E W S RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS REPORTAGEN K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N INTERVIEWS PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N K U L T U R PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS N E W S M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS

s t a d t

LEBEN meine stadt mein leBen mein kompass

INHALT

S TA D T L E B E N THEMA 28 GEGEN DEN HASS Allein unter Rassisten 32 EIN HERZ FÜR WILDTIERE Eichhörnchenbande Zwickau UM DIE ECKE 36 NEWS Neuigkeiten aus dem Viertel VERANSTALTUNGEN 44 DIE HIGHLIGHTS DES MONATS KUNST UND KULTUR 52 POESIE DER BEWEGUNG Matthias Markstein 55 DIE ARCHÄOLOGISCHEN SCHÄTZE VIETNAMS Sonderschau im smac

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G es i cht ze i gen G egen den H ass / / Die afrodeutsche Moderatorin, Autorin und Filmemacherin Mo Asumang setzt sich seit vielen Jahren gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein. Ihre beeindruckende Suche nach der eigenen Identität und den Grundsätzen rassistischer Ideologien führte sie bereits um die halbe Welt. Nun kommt die Botschafterin für Toleranz und Mut im Rahmen der 15. Demokratietage auch nach Zwickau. KOMPASS sprach mit Mo Asumang über Demokratie, Mut und Angst. 04 17

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k o mm m i t ! »


unter Rassisten Die 1963 als Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers in Kassel geborene Monika »Mo« Asumang dürfte vielen noch als Moderatorin des Neunziger-TV-Formates »Liebe Sünde« bekannt sein, doch das Multitalent arbeitete seitdem als Regisseurin, Dozentin, Schauspielerin und Autorin. Für ihre Dokumentarfilme »Roots Germania« und den 2014 erschienen Film »Die Arier« wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet und sogar für den Grimme-Preis nominiert. Auslöser für die intensive Beschäftigung mit Rassismus und Ausgrenzung war die konkrete Morddrohung einer Neonazi-Band namens »White Aryan Rebels«, die ihr namentlich im Song »Noten des Hasses« eine »Kugel« wünschten. Natürlich schockieren derartige Botschaften zunächst. Doch für die Wahlberlinerin war klar, sie würde sich aus dem Schock lösen, der aufkeimenden Furcht stellen und die Gegenseite konfrontieren. Also wagte sie ein spektakuläres Experiment und begab sich auf die Suche nach der Grundlage jeglicher rechtsextremer Ideologie, auf die Suche nach den »Ariern«. Mutig und entschlossen konfrontiert sie rechte Hassprediger, u.a. den in einschlägigen Kreisen höchstbewunderten Amerikaner Tom Metzger (Gründer der White Aryan Resistance), einen »braunen« Esoteriker sowie zahllose Mitläufer und sie besucht sogar die »echten« Arier, auch wenn diese für rechte Ideologen sicher enttäuschend »undeutsch« aussehen, reden und denken.

Rassisten sind Angsthasen! Verarbeitet hat sie die Eindrücke und Erfahrungen ihrer Recherchen in dem 2016 erschienenen Buch »Mo und die Arier«, aus welchem sie auch im Rahmen der Veranstaltungen zu den diesjährigen Demokratietagen in Zwickau lesen wird. Denn Demokratie ist für Mo Asumang eine Herzensangelegenheit. »Demokratiearbeit heißt für mich auf Menschen zuzugehen und mit ihnen Demokratie zu leben und auch die, die ein bisschen demokratiefern sind, dafür zu begeistern.« Gerade in letzter Zeit seien viele Menschen auch wieder politischer geworden und engagieren sich vermehrt in Parteien, was für Mo Asumang klar dafür spricht, dass die Menschen wieder zunehmend merken, wie wichtig ihnen Demokratie ist. Ohne eine funktionierende Demokratie ginge es uns allen schlechter, ist sich die Autorin sicher. Genau deshalb plädiert sie auch strikt dafür, immer auf Menschen zuzugehen, auch wenn man unterschiedliche Meinungen vertritt. »Ich glaube, Kommunikation ermöglicht, dass sich Menschen gegenseitig die Ängste nehmen und nur so kann man auch wirklich etwas bewirken.« Angst sei überhaupt das Schlüsselwort, denn darin sieht die 53-Jährige einen wichtigen Auslöser für Rassismus. »Ich glaube, die Leute haben einfach Angst. Rassisten sind Angsthasen! Das muss man schon auch so sagen! Ich glaube Rassisten haben Angst vor Veränderung. Dass sie mit dieser ganzen globalen Veränderung, die derzeit gerade stattfindet, einfach nicht umzugehen gelernt haben.« Zeitgleich setzten sie sich nicht genügend damit auseinander, um wirklich die Ängste zu verlieren. »Stattdessen wählen sie die einfache Art und gehen in Hass über, oder Gewalt oder ›Hate-Speech‹«. Würde man miteinander reden, würden Konflikte und Ängste schnell überwunden oder

gar gänzlich gelöst, spricht Asumang aus eigener Erfahrung. »Ich war beispielsweise in Gera auf einer Nazidemonstration, mit 750 Neonazis, die alle sehr hassvoll waren und mich weggeschubst haben und ähnliches, zum Schluss haben die ›Jungs‹ dort Selfies mit mir gemacht.« Oft reiche es, eine Weile zusammen zu sein, sich ab und an mal anzuschauen und sich mit der Realität zu konfrontieren. Mit der Realität, nicht mit dem, was man sich im Kopf zusammenspinnt oder von anderen »vorgekaut« bekommt.

Genau das ist es auch, worauf sich die Besucher der Eröffnungsveranstaltung der »Tage der Demokratie und Toleranz« am 24. April im Malsaal des Theaters in Zwickau freuen dürfen. »Ich zeige meinen Film ›Die Arier‹ (45 min. Schulfassung) und lese aus meinem Buch ›Mo und die Arier‹ und wir sprechen darüber. Es gab ja Jahre, da haben die Leute immer abgewunken und gesagt: Ach Rassismus, das gibt es doch gar nicht wirklich. Aber mittlerweile weiß es wirklich jedes Kind, dass Rassismus real ist und mit den Zuschauern darüber zu diskutieren, das ist meine Aufgabe. Ich bringe ihnen meine Herangehensweise näher. Ich erzähle ihnen von meinen Erlebnissen, wo natürlich auch vieles einfach schiefgegangen ist. Denn ich wurde mit sehr viel Hass durch Rassisten konfrontiert, die mir beispielsweise klar gesagt haben: Dein Vater ist ein Genentführer, der versuchte mit den Genen deiner weißen Mutter seine Rasse aufzuwerten. Wirklich solche schrägen Sachen! Darüber sprechen ist das Beste, was man machen kann, damit solche Dinge eben nicht im Dunkeln verschwinden und eben manche Leute nicht Sätze auf den Lippen haben wie: ›Das darf man doch wohl mal sagen oder so.‹ Nein, wir reden über diese Sachen ganz offen und ehrlich.« Insgesamt dreimal wird Mo Asumang den Besuchern der Demokratietage ihre Sicht der Dinge näherbringen. Neben der Abendveranstaltung am Eröffnungstag lädt sie im Rahmen zweier Schulveranstaltungen zum Diskurs.

Buchtipp Mo und die Arier Allein unter Rassisten und Neonazis; Mo Asumang; Fischer Verlage ISBN 978-3-596-03443-7 Preis: 14,99 EUR

Verlosung auf Seite 82 04 17

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komm mIT!

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Neben den sehr hörenswerten Lesungen Mo Asumangs bietet das Programm der »Tage der Demokratie und Toleranz« vom 24. April bis 8. Mai in Zwickau und Umland aber auch weitere Höhepunkte. Bereits zum 15. Mal organisiert das Zwickauer Demokratie Bündnis, dem, neben knapp sechzig Vereinen, auch Parteien und organisationen des Landkreises angehören, die jährlich im Frühjahr stattfindende, zweiwöchige Veranstaltungsreihe. Dabei steht für die organisatoren im Vordergrund, Demokratie wieder erlebbar zu machen. Für viele Menschen bedeute Demokratie ausschließlich Wahlen und Parteien, erklärt Matthias Bley, Koordinator und Ansprechpartner des Bündnisses. »Parteien sind in den Augen vieler Jugendlicher etwas Altbackenes.« Deutlich sichtbar würde dies beispielsweise bei der geringen Beteiligung junger Menschen an den Kommunalwahlen. »Wir versuchen also den Focus auf andere Dinge zu legen, um den Leuten zu zeigen, dass Demokratie sehr vielfältig sein kann.« ob das organisieren eines Straßenfestes oder die ehrenamtliche Tätigkeit, dies alles seien Grundpfeiler der Demokratie, so Matthias Bley weiter. Das spiegelt sich auch im diesjährigen Programm wider. Alle Bündnismitglieder waren aufgerufen, Veranstaltungen einzureichen und zu organisieren. Sinn der Sache sei es, dass jeder einen Teil zur Vielfalt beiträgt. in diesem Jahr werden es rekordverdächtige 42 Veranstaltungen innerhalb von zwei Wochen sein. Ein dichtes Programm. insgesamt haben im letzten Jahr mehr als 4000 Besucher die Veranstaltungen besucht, konkretisiert der 30-Jährige die Zahlen. »Der Zuwachs erklärt sich unter anderem dadurch, dass wir uns bewusst weg von den reinen Vorträgen und Podiumsdiskussionen bewegt haben. Auch in diesem Jahr versuchen wir für eine breite Besucherschar interessant zu sein, egal ob Schüler oder Pensionär. Entsprechend bieten wir Kino, Theatervorführungen und Konzerte. Aber natürlich gibt es auch wieder Vorlesungen an der WHZ und erstmalig wird die Kunstplantage in diesem Jahr mit dabei sein.«

Text: JoKri

Fotos: Gaby Gerster (Mo Asumang), BfDT

Info: www.zwickauer-demokratie-buendnis.de

Ran an die Dosen! Die Unterführung an der Zentralhaltestelle erhält im Zuge der Demokratietage einen neuen, kreativen »Anstrich«.

Matthias Bley Der Koordinator gehört zum Organisationsteam »Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region«.

»es geht um präsenz und nicht darum sich in den eigenen vier Wänden zu verkriechen. sondern draußen zu sein und zu zeigen: hier sind wir und wir tun etwas!« Matthias Bley PROGRAMMHÖHEPUNKTE Besondere Höhepunkte sind für Matthias Bley die Aufführung des vieldiskutierten Theaterstückes »Terror« des Juristen und Autoren Ferdinand von Schirach am 25. April im Theater Zwickau, das Konzert der Kultband »Ton, Steine, Scherben«, die schon in den siebziger und achtziger Jahren mit ihren sozialkritischen Texten für Aufsehen sorgten und am 27. April im Alten Gasometer gastieren, aber auch die künstlerische Neugestaltung der Unterführung an der Zentralhaltestelle, die unterstützt vom ersten »Späti« des Jahres am Freitag, den 28. April, ihre Einweihung erfährt. Bereits im Vorfeld wurden zahlreiche Vorschläge und Skizzen eingereicht und gesichtet. Ein Künstlerteam wird die zweitägige Gestaltung vor ort übernehmen und sogar Passanten dürfen, unter fachkundiger Anleitung, beim »Ausmalen« helfen.

Fahr mit! Auch in diesem Jahr ist das beliebte Kneipenquiz ein fixer Programmpunkt. Diesmal geht es in der Tram durch Zwickau.

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« STADTGESPRÄCH

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Ein Asyl für Wildtiere E i C H H Ö R N C H E N B A N D E Z W i C K A U / / VERSTECKT IN DEN sanften hügeln Des vorerzgebirges, zWischen WilDenfels unD langenWeissbach, befinDet sich Die einzige eichhörnchen-nothilfestation Der region. hier küMMert sich LuCIeLLe KLAuS vornehMlich uM verWaiste eichhörnchenbabies, Pflegt auch Mal eine verunfallte aMsel oDer überWintert einen unterernährten igel. koMPass trifft Die tiersaMariterin Der »eichhörnchenbanDe zWickau« beiM lokalaugenschein.

Fotos dieser Seite: Eric isselée / fotolia.com

Es ist noch recht früh am Tag, doch die sympathische Eichhörnchen-Mama kommt uns, bewaffnet mit zwei großen Tassen Kaffee und einer Transportbox, gut gelaunt entgegen. »Das ist momentan mein Lebenselixier«, begrüßt uns die Sächsin lachend mit Blick auf den »heißen Schwarzen«. Klar nehmen wir ihre Einladung an und bekommen prompt die Transportbox in die Hand gedrückt. Ein verstohlener Blick ins innere führt beinahe zu einem Zuckerschock. Zusammengerollt und eng umschlungen liegen vier winzig entzückende und kaum behaarte Eichhörnchenbabies mit geschlossenen Augen in einem kuscheligen Wärmebettchen. Drei Jungen und ein Mädchen, erklärt uns die 38-Jährige, gerade mal gut drei Wochen alt und knappe vierzig Gramm schwer. Als die zarten Schützlinge den Weg zu ihr fanden, sah es zu-

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ASyL FÜR WiLDTiERE »

nächst nicht so rosig aus. »Sie können kaum älter als drei, vier Tage gewesen sein«, erinnert sich Lucy Klaus, »denn sie kamen mit einem Gewicht zwischen 14 und 16 Gramm hier an. Bei der Geburt wiegen die Kleinen erfahrungsgemäß um die zehn, zwölf Gramm.« Sie wurden vermutlich opfer von Baumfällarbeiten. Gründe, warum junge Eichhörnchen hilflos aufgefunden werden, gibt es aber viele. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Raubvogelangriff stattfand, der den Kobel, so nennt man das Nest der koboldhaften Wesen, aus der Verankerung riss oder der Wind das zu wenig stabile Nest beschädigte. Auch eine verunfallte und nicht zurückkehrende Mama treibt die hungernden Kinder aus dem sicheren Heim.


Einer für alle, alle für einen Lucielle Klaus (Foto) zieht bei Bedarf die kleinen Eichhörnchenwaisen auch von Hand auf. Für sie eine Herzensangelegenheit, auch wenn das Privatleben dadurch manchmal zu kurz kommt. u. re.: Die kleinen Frischlinge hatten Glück im Unglück, ein aufmerksamer Spaziergänger fand die vier Winzlinge und kontaktierte die Eichhörnchenbande Zwickau. Mit einem Gewicht von durchschnittlich 15 Gramm waren sie kaum lebensfähig. Dennoch, Flo, Fips, Friedel und ihre Schwester Ginger haben sich in den letzten Wochen prächtig entwickelt.

dAs EURoPäIscHE EIcHHöRNcHEN Das europäische Eichhörnchen, lat. Sciurus vulgaris, gehört zu den sogenannten Baumhörnchen. Das Fell variiert in der Farbgebung von rot, braun und grau bis zu schwarz. Eichhörnchen sind tagaktive Einzelgänger und in ihrem Körperbau perfekt an die baumbewohnende und kletternde Lebensweise angepasst. Ein ausgewachsenes Eichhörnchen wiegt zwischen 200 - 400 Gramm und ist ca. 20 bis 25 Zentimeter lang. Der buschige Schwanz dient als Balanceund Steuerruder. Laut Bundesartenschutzverordnung gehört der putzige Nager zu den besonders geschützten Tierarten und ist als sogenannter Kulturfolger den Menschen bis in die städtischen Gärten und Parkanlagen nachgezogen.

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Glück im Unglück Glücklicherweise fand ein aufmerksamer Herr den Kobel der süßen Wichte rechtzeitig und alarmierte die Eichhörnchen-Nothilfe. »Die Tiere drohen sehr schnell auszukühlen. Wenn sie so klein sind, können sie ihre Körpertemperatur nicht halten«, erklärt die Tierschützerin. Knapp drei Wochen ist das nun her, seitdem bestimmen mal wieder die zu umsorgenden Wildtiere den Tagesablauf der Familie Klaus. Die Kleinen wurden zunächst aller zwei Stunden mit einer Aufzuchtmilch gefüttert, auch in der Nacht. Jetzt werden die Abstände langsam größer, dennoch aufwendig und riskant bleibt das »Aufpäppeln« der Kleinen allemal. Wenn alles nach Plan läuft, dann öffnen die kleinen Nager mit ca. fünf Wochen erstmals die Äuglein und ziehen dann recht zeitnah in eine große Zimmervoliere um. Mit ungefähr neun bis zehn Wochen geht es für die nun sehr kletterfreudigen Eichhörnchen in eine Außenvoliere, hier gibt es reichlich Platz, das Hangeln und Klettern ausführlich zu üben. Denn bereits mit fünfzehn Wochen kommt der unweigerliche Abschied, welcher jedes Mal wieder schwerfällt. Doch dann sind die Kleinen aus dem Gröbsten raus und können sich selbst versorgen. Auch in der Natur wäre das der etwaige Zeitpunkt, an dem die Eichhörnchen-Mama ihre Jungen aus dem Nest »werfen« würde. »Klar ist es schwer die Kleinen ziehen zu lassen, doch es sind Wildtiere und das sollen sie auch bleiben«, macht Lucielle Klaus bewusst. Überhaupt sei die Entnahme eines Wildtieres laut Artenschutzbestimmung nur im Notfall und nur vorübergehend zulässig. Grundsätzlich gilt: Eichhörnchen dürfen nicht gejagt, gefangen, getötet oder privat gehalten werden. Die Kobel dürfen nicht entfernt und nicht geleert werden. Aufzucht gehört nicht in Laienhände Die Handaufzucht von Tierbabies ist kein Zuckerschlecken. Neben speziellen Futter, viel Zeit und Einfühlungsvermögen gehört auch Erfahrung mit Wildtieren zu den Voraussetzungen.

Schon gewusst? Die Auffangstationen für Wildtiere sind ausnahmslos private Initiativen und werden als solche auch nicht mit staatlichen Fördermitteln bedacht. Möchten Sie mithelfen, spenden oder eine Tierpatenschaft übernehmen? Kein Problem! Kontakt zur Eichhörnchenbande Zwickau finden Sie unter: www. facebook.com/eichhoernchenhilfezwickau/

Service-Telefon: 0700 – 200 200 12 oder über die 24 Stunden betreute Facebookseite: Wildtier-Notfälle Sollte kurzfristig niemand beim Eichhörnchen-Notruf e.V. erreichbar sein, kann auch der ortsansässige Tierarzt kontaktiert werden, die Tierarztpraxen in der Region haben zumeist ebenfalls Kontakt zu den Auffangstationen und wissen Rat.

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« A s y l für W i ldt i ere

Anfassen – Aufnehmen – Schützen – Leben retten! Was ist also zu tun, wenn man ein Hörnchen in Not entdeckt? Entgegen der landläufigen Meinung darf man Eichhörnchen-Findelkinder anfassen. Die Mutter lehnt es deswegen nicht ab. Vielleicht ist es Ihnen bereits hinterhergelaufen oder gar an Ihrem Hosenbein hochgeklettert. Dieses Tier braucht dringend Ihre Hilfe! Vergewissern Sie sich, ob sich am Fundort nicht noch weitere Jungtiere befinden, oft ist ein ganzer Wurf (2-6 Junge) betroffen. Sichern und wärmen Sie die Jungen, Findelkinder sterben oft an Unterkühlung. Auch wenn die Lufttemperatur sommerlich warm ist, sind geschwächte oder sehr kleine Tiere schnell völlig ausgekühlt. Hinzu kommt, dass Muttertiere unterkühlte Jungtiere nicht zurückholen und eine mögliche Rückführung demnach nicht erfolgen kann! Kontaktieren Sie das Eichhörnchen-Notfallteam! Das kompetente Team steht Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung und stellt sofort den Kontakt zu einer Auffangstation her, die das Tier aufnimmt, professionell aufzieht und später wieder auswildert. Lucielle Klaus wird nicht müde zu betonen: »Die Aufzucht gehört nicht in Laienhände! Die kleinen Wesen verschlucken sich sehr schnell und die Flüssigkeit gelangt unter Umständen in die Lunge.« Das größte Problem sei wirklich, dass die Eichhörnchen »einfach zu süß sind«, deshalb komme es immer wieder vor, dass Leute Eichhörnchen finden und dann versuchen, die Zwerge zunächst selbst »aufzupäppeln«, weil »auch die Kinder sie so niedlich finden«. Die Aufzucht von Wildtieren ist aufwendig, zeit-und kostenintensiv und sollte in jedem Fall von einer erfahrenen Hand durchgeführt werden, um eine Auswilderung nicht zu gefährden oder das Tier unnötig stark zu belasten. Und über viel Erfahrung im Umgang mit Eichhörnchen verfügt die Langenweißbacherin, allein im letzten Jahr zog sie 27 Jungtiere von Hand auf und wilderte sie wieder aus. Übrigens heißt es Augen auf, denn die Saison hat gerade erst begonnen. Derzeit gebe es viele trächtige Eichhörnchen-Damen und viele Jungmütter mit Nachwuchs. Bis Mitte, Ende September könne es theoretisch »Findlinge« geben. Gute Kontakte unterhält die Tiernärrin unter anderen zu den Auffangstationen in Bad Elster und Bergisch-Gladbach, sodass im Zweifelsfall auch andere Wildtiere wie Vögel oder Hasen zunächst erstversorgt werden und dann, über das Netzwerk des Vereins, zur weiteren Pflege bis Auswilderung untergebracht werden können. Text: JoKri

Fotos: Eichhörnchenbande Zwickau; pixabay.de Info: www.eichhoernchen-notruf.com


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Chemnitz | Bisher galt: Wer nach der Grundschule direkt an ein Gymnasium wechseln wollte, benötigte in Sachsen einen Mindestnotendurchschnitt von 2,0 in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde. War dies nicht gegeben, erhielt der betreffende Schüler keine sogenannte Bildungsempfehlung. Nun wurde diese verbindliche Richtungsweisung abgeschafft, die Eltern haben seit diesem Schuljahr das letzte Wort. Doch anders als vermutet, blieb ein» Run« auf die sächsischen Gymnasien aus. Lediglich 840 Grundschulabgänger ohne Bildungsempfehlung haben sich für eine weiterführende Ausbildung an einem Gymnasium beworben, in ganz Sachsen. Übrigens wollen auch nicht alle Schüler mit Bildungsempfehlung ein Gymnasium besuchen. Nach aktuellem Stand werden rund 2000 der Empfohlenen ihren Bildungsweg vorerst an einer Mittelschule fortsetzen. Denn nach wie vor gibt es zwei Wege zum Abitur. Einer führt über die zwölfjährige Ausbildung im Gymnasium, der andere über eine Oberschule mit anschließendem beruflichen Gymnasium, insgesamt dauert dieser Weg 13 Jahre. Unabhängig davon müsse man, durch das generelle Ansteigen der Schülerzahlen, in den nächsten Jahren mit einer Zunahme der Gymnasiasten um ca. sechs bis acht Prozent rechnen. Eine sinnvolle kapazitive Anpassung der Schulen ist also angeraten.

Zwickau | Wie bringt man Jugendliche dazu, sich mit dem Thema Berufswahl auseinanderzusetzen? Diese Frage stellen sich Berufsberater oft. Die Bundesagentur für Arbeit hat seit kurzem ein Angebot, »das Hemmschwellen abbaut und jugendgemäß auf unsere Angebote der Berufsberatung hinführt«, freut sich Zwickaus Arbeitsagentur-Chef Andreas Fleischer. Der »What’sMeBot« ist ein spannendes Frage-und-Antwort-Spiel zur Berufsfindung auf WhatsApp, bei dem erfolgreiche YouTube-Stars wie Julien Bam Fragen stellen. Acht Fragen, »die dir helfen herauszufinden, welcher Beruf typisch für dich sein könnte«, heißt es in der Nachricht, die auf dem Handy der Interessenten landet, wenn sie ein »Hallo« an die Servicenummer geschickt haben. Zurück kommt eine von insgesamt acht Fragen, wie zum Beispiel »Wann läufst du zur Höchstform auf? « Die Antworten kann man dem What’sMeBot mit der passenden Zahl oder aber mit einem Emoji mitteilen. In weniger als 15 Minuten findet der User heraus, welcher Berufstyp er ist. Hat man alle Fragen beantwortet, schreibt die Software dem Nutzer Zeit für deine persönliche »Typisch ich« -Profilkarte und gibt bekannt, in welches Berufsfeld der User aufgrund seiner Antworten passen würde. Mitgeschickt wird ein Link mit weiterführenden Infos zu passenden Berufen und dem Kontakt zur Berufsberatung der Arbeitsagentur.

Region | Große und kleine Putzteufel sind auch in diesem Frühjahr wieder gefragt. Bereits zum 12. Mal rufen Bad Brambacher und Sternquell gemeinsam mit der Freie Presse und dem Vogtlandradio zur großen Gemeinschaftsaktion »Gemeinsam geht’s besser« auf. Am 8. und 29. April sind Aktionstage auf Spielplätzen im Vogtland sowie in Zwickau Stadt und Land. Putzteams können sich ab sofort anmelden. Ganz gleich, ob Spielplätze in Kindereinrichtungen, Wohngebieten und Gemeinden nach dem Winter auf Vordermann gebracht, Freibäder auf die Saison vorbereitet oder Sportplätze verschönert werden sollen, wichtig ist, dass viele Erwachsene und Kinder gemeinsam zupacken. »Alle Putzteams nehmen zum Abschluss wieder an einer Verlosung von hochwertigen Spielgeräten teil. Diesmal sind es fünf Schaukeln ›Schief und Schwung‹ und fünf 5 Federwippen ›Vulkano‹. Natürlich können sich die Helfer auch auf Erfrischungsgetränke von Sternquell und Bad Brambacher freuen«, kündigt Jens Bunzel, Produktmanager bei Bad Brambacher an. Im vergangenen Jahr konnte der insgesamt 100.000ste Helfer seit 2006 ausgezeichnet werden. Die großen und kleinen Putzteufel waren bisher auf mehr als 2.500 Spielplätzen mit Besen, Schaufel oder Pinsel im Einsatz. Die Initiatoren verlosten insgesamt 408 Spielgeräte, die von Helfern aufgebaut wurden und auf denen Jungen und Mädchen viel Spaß haben. Foto: Gunther Brand

Foto: K.C.@fotolia.de

Foto: Bundesagentur für Arbeit

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Auerbach | Das Vogtland will die Zukunftstechnologie der autonomen Minibusse mitgestalten. Auf Basis der im Dezember vom Bundeministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) veröffentlichten Förderrichtlinie »Automatisiertes und vernetztes Fahren« wurde hierfür eine Projektskizze eingereicht, diese werde nun geprüft. Die Einreicher hoffen nun auf die Aufforderung zur Einreichung der Förderanträge. Geplant wäre demnach, dass fünf autonome und elektrisch angetriebene Minibusse mit jeweils 11 Sitzplätzen in den Städten Auerbach, Oelsnitz und Treuen sowie in der Gemeinde Bad Brambach eingesetzt und ausführlichen Praxistests und Akzeptanzuntersuchungen unterzogen werden sollen. Projektpartner sind die Reichenbacher Verkehrsbetrieb GERLACH GmbH, die Westsächsische Hochschule Zwickau, der Zweckverband ÖPNV Vogtland (ZVV) und die Verkehrsverbund Vogtland GmbH (VVV). Unterstützt werden die Projektpartner vom Berliner Büro autobus. »Ich bin überzeugt, dass wir uns frühzeitig im ÖPNV des Vogtlands auf die Chancen der neuen Technologie einstellen können«, so Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV). Die Verbandsräte sind sich sicher, mit dieser Innovation einen richtigen Schritt auch im Vogtland zu gehen. Das Modellprojekt ist mit der Bundesförderung zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Foto: Büro autoBus

Region | Einst Tempel der Industriearchitektur und Arbeitsstätte Tausender Menschen, stehen viele Fabriken in Chemnitz, dem Erzgebirge und dem Vogtland heute leer. Doch die ramponierten Mauern spiegeln noch immer die einstige Größe und Bedeutung der Arbeit wider, die darin geleistet wurde. Die beiden Chemnitzer Fotografen Sebastian Moroz und René Seidel zeigen in ihrem neuen Buch »Verlassene Orte in Westsachsen«, erschienen im Sutton Verlag, in kunstvollen Bildern den Charme des Verfalls alter Fabriken und dazugehöriger Villen – als wäre die Zeit stehen geblieben. Rostende Maschinen, zersprungene Fensterscheiben, vergessene Werkzeuge, zurückgelassene Möbel – stille Zeugen der Vergangenheit, die einen morbiden Charme versprühen, dem sich der Betrachter nicht entziehen kann. Brillante Aufnahmen dokumentieren eindrucksvoll den Verfall längst verlassener Fabriken, Werkshallen, Krankenhäuser oder Hotels und setzen den einstigen Arbeitsstätten Tausender zwischen Chemnitz, Pirna, Crimmitschau und Zwickau ein Denkmal. Die beiden Chemnitzer Fotografen Sebastian Moroz und René Seidel sind seit 2012 den sogenannten Lost Places verfallen. Zunächst in ihrer Heimatstadt, haben sie inzwischen zahlreiche verfallene Orte in Sachsen vor die Linse genommen. Foto: Sutton Verlag

Zwickau | Der Stadt eine Schönheitskur verordnet, haben kürzlich junge Christen der Zwickauer Studentengemeinde (ZSG). Diese initiierten eine Freiwilligenaktion und lasen Müll in ihrem Wohngebiet, auf Fußwegen und an Straßenrändern auf. Zweck dieser Aktion sollte einerseits das Erstarken der Gruppe und zeitgleich das Beitragen zum Wohl der Nachbarn und aller Anwohner sein, erzählt Stephan Köhler, einer der Koordinatoren der Aktion auf Nachfrage. Die junge Gruppe trifft sich jeden Mittwochabend, um in Gemeinschaft zu singen, zu spielen und zu lachen. Auch der Gedankenaustausch über den Glauben an Jesus Christus und gesellschaftskritische Themen stehen regelmäßig auf der Agenda. »Für jedes Semester suchen wir ein Thema, zu dem wir verschiedene Referenten einladen«, macht Stephan Köhler Lust auf mehr. Ob beim monatlichen Kochen, bei Aktionen wie Eislaufen, Kanufahren, Schnitzeljagd oder eben einer Müllsammelaktion, treffen die jungen Menschen aus verschiedenen Nationen auf Gleichgesinnte. Übrigens muss man nicht zwingend studieren, um dabei zu sein- »Jeder ist willkommen, seien es Schüler, Auszubildende oder bereits Berufstätige. Wir haben regelmäßig Freunde muslimischen Glaubens oder Freunde ohne Religionszugehörigkeit zu Gast. Es macht einfach Spaß, von anderen zu hören und verschiedene Kulturen kennenzulernen. So möchten wir als Christen bewusst ›Nächstenliebe‹ üben und leben«. Foto: Jörn Martin / www.first-agency.de

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Flugplatz in Flammen Fotos: Veranstalter | Info: www.flugplatzinflammen-zwickau.de

Bereits zum zweiten Mal lockt der Flugplatz Zwickau zum Event »Flugplatz in Flammen« Gäste aus nah und fern an die Rollbahn. Mit spektakulären Darbietungen aus dem Reich der Pyrotechnik und einem Liveshow-Act der Extraklasse wird der 13. Mai zum definitiven Partyerlebnis für die ganze Familie. Bereits im Vorjahr zählte die Veranstaltung Tausende begeisterte Zuschauer. Ab 18 Uhr startet ein tolles Rahmenprogramm unter anderen mit »Walking Acts«, einer Feuershow, Modellflugzeugen zu Land und Luft, Hubschrauberrundflügen, Hüpfburgen, Kinderschminken, Rundflügen mit Flugzeugen und vielem mehr. Und damit die Kleinsten auch ein Feuerwerk erleben, bevor es ins Bett geht, gibt es kurz nach Sonnenuntergang ein eigenes Kinderfeuerwerk. Im Anschluss geht es für die Älteren dann richtig los: Ab 21 Uhr erwartet die Gäste auf der Open Air Bühne ein besonderes Highlight: Deutschrock mit eigenem und unverwechselbarem Gesicht: »SIX«. Doch bekanntlich kommt das Beste zum Schluss und deshalb wird nochmal richtig Gas gegeben. Ab 23 Uhr ist es dann soweit: Ein gigantisches Musik-Höhenfeuerwerk sorgt für Staunen, leuchtende Augen und Gänsehaut, bevor die Mannen von »SIX« mit Teil zwei ihrer Show die Rollbahn rocken.

Bryan Adams »Summer of 17« Foto: Live Nation GmbH | Info: www.waldbuehne-schwarzenberg.de

Seit mehr als drei Jahrzehnten begeistert Bryan Adams Millionen Fans weltweit nonstop mit Bestseller-Songs und fulminanten Live-Auftritten. Seine CDs eroberten stets die Spitzen der internationalen und deutschen Charts, erreichten multiplen Gold- und Platinstatus. Seine Hitsingles entwickelten sich zu Rockhymnen, seine Konzerte sind Adrenalin pur. Während seine Hitsongs stets die internationalen Charts dominierten, zog er die Massen mit absoluter Natürlichkeit und überschäumender Spielfreude in den Bann. Auch nach drei Jahrzehnten einer beispiellosen Karriere bleibt er der glaubwürdige Rock’n’Roller, dessen Beliebtheit nicht von Moden und Trends abhängig ist. Energiegeladene Lieder und rauer Gesang sind seine Markenzeichen. Wunderschöne Balladen wie »Everything I Do« und Superhits wie »Have You Ever Really Loved A Woman?«, »The Only Thing That Looks Good On Me Is You«, »Cloud No. 9«, »The Best Of Me« oder »Here I Am« zählen zu den herausragenden Chartbreakern. Bryan Adams live – das sind mehr als zwei Stunden ungebremste Energie und totales Engagement. Analog zu dem Versprechen »Let’s Make A Night To Remember« wird Bryan Adams am 23. Juni den Besuchern der Waldbühne Schwarzenberg ein unvergessliches Liveevent schenken.

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25 Jahre Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau Fotos: CWG | Info: www.clara-wieck-gymnasium.eu

Für die Vierteljahrhundertfeier ist das Werk, das in Zusammenarbeit mit der Vogtlandphilharmonie unter GMD Stefan Fraas zur Aufführung kommt, eine ideale Komposition. Denn stolz können Lehrer und Schüler des Clara-Wieck-Gymnasiums auf die vergangenen 25 Jahre blicken. Es ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen: Kurz nach der friedlichen Revolution gründeten engagierte Musikpädagogen die Bildungsstätte als eines von nur vier sächsischen Gymnasien mit besonderer musikalischer Ausbildung. Ihren Vorläufer hatte das CWG in den bereits zu DDR-Zeiten in Zwickau beheimateten »Spezialklassen für Musikerziehung«. Geblieben ist aus dieser Zeit, neben der fundierten musikalischen Ausbildung, vor allem die hohe Leistungsfähigkeit der international mehrfach prämierten Chöre. Nach 25 Jahren, in denen die Gründungsgeneration Beachtliches erreichte und an deren Ende die Schule im Schloss Planitz nun eine mustergültige Heimstatt besitzt, durchleben die Chöre derzeit einen Generationenwechsel, der selbst von der Qualität der Ausbildung zeugt. Denn mit Simon Voigt-

www.theater-plauen-zwickau.de

Zu einem außergewöhnlichen Konzert laden die Chöre des Clara-Wieck-Gymnasiums (CWG) am Freitag, 19. Mai in die Zwickauer »Neue Welt« ein. Außergewöhnlich zum einen, weil es das 25-jährige Bestehens des Gymnasiums zu feiern gibt. Außergewöhnlich aber auch, weil sich die Sänger zum Jubiläum mit einem eindrucksvollen Werk selbst beschenken: »The Armed Man: A Mass for Peace« heißt das Oratorium des britischen Komponisten Karl Jenkins, das bald nach der Uraufführung im Jahr 2000 zu einem der meistgespielten Werke der jüngsten Musikgeschichte wurde und welches nun auch erstmals in Zwickau zu hören sein wird.

Blut- und Plasmaspender gesucht! DRK-Plasmapheresezentrum Zwickau im Glück-Auf-Center Äußere Schneeberger Straße 100 08056 Zwickau Plasmaspende Mo, Mi, Do 8:00 – 19:30 Uhr Di, Fr 7:00 – 19:30 Uhr Jeden 2. Samstag im Monat 8:00 – 13:00 Uhr Blutspende Jeden 1. Samstag im Monat 9:00 – 13:00 Uhr

länder, Jördis Urban-Doetz und Ulrike Wolf übernehmen, zwei von drei, junge Musikpädagogen die Verantwortung, die selbst einst Schüler am CWG waren und nun an ihre frühere Bildungsstätte zurückkehren. Dass die von ihnen geleiteten Chöre auch nach einem Vierteljahrhundert noch so frisch wie am ersten Tag klingen, davon können sich die Zwickauer beim Festkonzert überzeugen. Kartenvorverkauf an allen Vorverkaufsstellen der Kultour Z.

Terminreservierungen unter 0375 276926220 Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit!

Servicetelefon: 0800 / 11 949 11 www.blutspende.de

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frÜhlingsmarkt im park der generationen reiChenBaCh Fotos: Stadtverwaltung Reichenbach | Info: www.reichenbach-vogtland.de

Bereits zum siebten Mal findet am 1. Mai die Saisoneröffnung mit einem vielseitigen Frühlingsmarkt und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm im Park der Generationen in Reichenbach statt. Neben verschiedenen Programmpunkten aus Musik, Tanzgruppen, Modenschau und vielem mehr offerieren Händler von 11 bis 18 Uhr ihre Waren aus der Region. Auf die kleinen Besucher wartet ein eigener Bastel- und Spielbereich. Wie schon in den letzten Jahren begeht der 1. Reichenbacher Schützenverein e.V. gemeinsam mit 15 weiteren geladenen Schützenvereinen sein traditionelles Schützenfest. Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr einen großen Bereich, in dem Fahrzeuge und Technik des Technischen Hilfswerkes zu bestaunen sind. Das Technische Hilfswerk (THW), ortsverband Reichenbach, feiert sein 20-jähriges Bestehen. Natürlich dürfen sich die Gäste neben ganztätigen Vorführungen auch auf eine extra Technikschau von THW, Freiwilliger Feuerwehr und DRK freuen. Übrigens, das ehemalige Landesgartenschaugelände kann am 1. Mai mit der Kleinbahn erkundet werden. Die Minigolf-Anlage ist geöffnet und auch die Wasser- und Erlebnisspielplätze sind aus dem Winterschlaf erwacht.

yoga ist mehr Fotos: Ananda Yoga | Info: www.anandayoga-zwickau.de

yoga ist mehr. Mehr als das Praktizieren von Körperübungen, mehr als Stillsitzen und ganz sicher ist es auch mehr als »om« zu tönen. Doch um zu erfahren, was yoga wirklich ist, muss sich schon jeder selbst auf die Matte begeben, um mit ein wenig Übung zu spüren, wie nachhaltig er unser ganzes Sein zum Positiven wandelt. Bereits seit 2011 gibt es das yoga Zentrum im Herzen von Zwickau. Mit derzeit ca. 250 praktizierenden yogis und yoginis hat sich mittlerweile eine richtige yogakultur in der Stadt entwickelt. Neben yogakursen für Anfänger und Fortgeschrittene, yoga für Schwangere, Mama-Baby- und Kinderyoga, gibt es seit diesem Jahr auch Ausbildungen als Kinderyogalehrerin und yogalehrerin. Am 1. April lädt das yoga Zentrum Zwickau, anlässlich seines sechsjährigen Firmenjubiläums, zum Tag der offenen Tür, gleichzeitig wird auch ein neuer yogaraum für »Aerial yoga« eingeweiht. »Aerial yoga« ist eine völlig neue Art, yoga zu erleben. Der Übende hängt in einem großen Tuch, ähnlich einer Hängematte. Hängend kann man sein Körpergewicht einfach abgeben, was viel mit Loslassen und Vertrauen zu tun hat. Daraus entsteht ein tiefes Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit. Das yoga-Zentrum und Aerial-yoga Zwickau laden Sie herzlich ein, yoga und die ganze yoga Crew unverbindlich kennenzulernen.

ClassiCs unter sternen Fotos: Swen Lämmel | Info: www.kraussevent.de

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STaDTleBen promoTion

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TiCKE

ob modern oder lieber altehrwürdig, die beliebte Cross-over-Produktion »Classics unter Sternen« vereint seit mehr als einem Jahrzehnt verschiedene Musikgenres in einem eindrucksvollen Freiluftkonzert. Auch im vierzehnten Veranstaltungsjahr treffen am 10. Juni nicht nur berühmte Hits aus Klassik und Musical aufeinander, sondern auch Bestseller aus der Rock- und Popmusik. Wer sich beeilt, sichert sich die Karten sogar zum Vorteilspreis bis einschließlich 15. April. Denn das eindrucksvolle Ambiente des Veranstaltungsortes , mitten im Herzen von Zwickau, die imponierenden Klänge eines großartigen orchesters und die stimmgewaltigen Solisten, die 2017 von Jasmin Graf, Marie Friederike Schöder und Franco Leon angeführt werden, entführen die Musikliebhaber auf eine mehr als zweistündige Konzertreise. Umrahmt werden orchester und Sänger von den zwei großen Chören, der Singakademie Chemnitz und der Chorvereinigung Sachsenring e.V. sowie dem Gesangstrio »Voc a Bella«. Besonders eindrucksvoll genießen lässt sich der vorsommerliche Konzertbesuch mit der zum wiederholten Mal zum Einsatz kommenden Großbildleinwand, welche den Besuchern die Künstler in bestechender Qualität ganz nahebringt. Das fulminante Feuerwerk am Zwickauer Nachthimmel beschließt das stimmungsvolle Konzertereignis.

Verlosung auf Seite 83


20 Jahre highfield festiVal Fotos: Veranstalter, Robin Schmiedebach | Info: www.highfield.de

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Verlosung auf Seite 82

Foto: Robert Eikelpoth

Zum Geburtstag darf es ruhig ein bisschen mehr sein: Die Veranstalter holen nach den bislang bestätigten fünf Headlinern zwei weitere Top-Acts für die 20. Ausgabe des Highfield-Festivals vom 18. bis 20. August an den Störmthaler See. Zum bisherigen Line-Up um Placebo, Billy Talent, Casper, The offspring und Beginner gesellen sich jetzt Biffy Clyro und Kraftklub – und sie kommen nicht allein… Biffy Clyro setzen mit ebenso intelligentem wie progressivem Alternative Rock bereits seit 1995 Maßstäbe. ihr Mut zu ausgeklügelter Dramaturgie und Genresymbiosen führte das Trio aus Schottland mit »Ellipsis« 2016 zum zweiten Mal auf Platz eins der britischen Albumcharts. Auch die fünf Chemnitzer von Kraftklub schafften es in Deutschland bereits zweimal auf den Album-olymp – mit handgemachten Beats, Raps und Riffs, die nicht aus der Konserve kommen. Handfest und hausgemacht spielen sich auch Thees Uhlmann & Band in die Herzen ihrer Fans: Schnörkelloser indieRock mit starken Texten – kein Wunder, dass sich Uhlmann mittlerweile auch als Autor einen Namen macht. Die ReggaePunker der irie Révoltés haben dagegen nach 17 erfolgreichen Jahren entschieden, dass man gehen soll, wenn es am schönsten ist. Highfield-Fans können sich noch einmal gebührend von den Heidelbergern verabschieden und ihre Abschiedstränen von den Kaliforniern der Mad Caddies trocknen lassen, die nach mehr als 20 Jahren Ska-Punk noch lange nicht genug haben. Bei Montreal geht auch noch so einiges: Die Hamburger Punkrocker gehören zu den wenigen Bands, die mit deutschen Texten auch im Ausland große Erfolge feiern.

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zWiCkauer ostermarkt

maker faire saChsen

Foto: Kultour Z. | Info: www.kultour-z.de

Foto: Veranstalter | Info: www.maker-faire-sachsen.de

Am Wochenende vor ostern lädt der beliebte Frühlings- und ostermarkt in die wunderschöne Zwickauer Altstadt ein. Vom 8. bis 9. April stöbern die Besucher nach kleinen Geschenkideen fürs osternest oder bummeln bei frühlingshaften Temperaturen gemütlich über einen bunten Markt, der auch für die kleinen Gäste allerhand bereit hält. An zwei Tagen bietet eine Vielzahl von Händlern, jeweils von 10 bis 18 Uhr, zahlreiche Produkte aus landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieben, Genuss- und Nahrungsmitteln, kunsthandwerkliche Leistungen und Sortimente sowie Waren des täglichen Bedarfs auf dem Hauptmarkt an. Zudem bereichern verschiedene österliche Produkte, verspielte Dekorationsideen für Haus und Garten sowie frische Leckereien das Angebot. ob Tiroler Spezialitäten, Produkte vom Strauß, frisch geräucherter Fisch oder leckeres Holzofenbrot und frischer Baumkuchen, an die Genießer ist gedacht. Darüber hinaus warten osterbackwaren, osterschmuck, Blumen, Gestecke und viele Kleinigkeiten für ein rundum gelungenes osterfest. Lassen Sie sich von dem bunten Markttreiben, umrahmt von einem tollen unterhaltsamen Programm für Groß und Klein, mitreißen.

Am 22. und 23. April findet die erste Maker Faire Sachsen in der Stadthalle Chemnitz statt. Technikinteressierte aller Altersklassen erwartet eine bunte Mischung aus unglaublichen Erfindungen, innovativen Technologien sowie unglaublichen Produkten und Lösungen. Dabei ist Anfassen und Ausprobieren strikt erlaubt. Unter fachkundiger Anleitung können eigene Roboter kreiert, Fahrzeuge konstruiert oder Stoff gestaltet werden. Außerdem werden Workshops angeboten, in denen man sich im 3D-Druck oder Lasercut probieren kann. Auch der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der die Schirmherrschaft übernommen hat, sieht diese Veranstaltung als wichtiges instrument, um Kinder und Jugendliche bereits frühzeitig an Technik, Wissenschaft und Handwerk heranzuführen. Als Aussteller findet man unter anderem private Tüftler, Vereine, offene Werkstätten oder Hochschulen. Die Maker Faire Sachsen kann am Sonnabend von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr in beiden Foyers der Stadthalle Chemnitz besucht und bestaunt werden. Die ersten 1000 Kinder erhalten, dank Sponsorenleistungen, am Sonnabend freien Eintritt.

Kompass_04.2017.pdf 1 06.03.2017 17:55:10

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ANDREA SAWATZKI Lesung 01.04.

MEDLZ A-Cappella-Pop 02.04.

DIE WEBERISCHEN Mozart-Komödie 07.04.

KLAZZ BROTHERS & CUBA PERCUSSION 27.12.

HEILIGMESSE - FRAUENKIRCHE Konzert 08.04.

DANCEPERADOS OF IRELAND Tanzshow 13.04.

GIORA FEIDMAN Klezmer meets Beatles 16.04.

TANNHÄUSER Oper von Richard Wagner 17.04.

PIET KLOCKE Kabarettistische Lesung 22.04.

DAS KATZENHAUS Musiktheater für Kinder 23.04.

THOMAS RAY WILSONFREITAG & BAND18.02. 28.04.

OPERETTE »DAS FEUERWERK«29.04. 25.02. DER ZINKER Kriminaltheater

GREGORIANIKA 26.02. OTTFRIED FISCHER & DIE HEIMATLOSEN 30.04.

KULTUR- UND FESTSPIELSTADT BAD ELSTER

APRIL-HIGHLIGHTS IM KÖNIG ALBERT THEATER BAD ELSTER 04 17

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TICKETS & INFOS: +49 (0)37437 / 53 900 · www.koenig-albert-theater.de


dieter thomas kuhn »im auftrag der lieBe«

heinz zander »Wanderungen mit WÄChtern« Foto: Hans P. Szyszka | Info: www.schloss-voigtsberg.de

Weit über 3 Millionen Besucher auf den Konzerten und über 1 Million verkaufter Tonträger mit zwei goldenen CDs sprechen eine deutliche Sprache: Dieter Thomas Kuhn & Band machen süchtig nach ihren Konzerten, guter Laune, nach Party, den nettesten und schärfsten Fans der Welt, nach einem Abend und einer Nacht der ganz besonderen Art. Auf den Konzerten trifft man alte Bekannte oder neue Freunde für eine Nacht oder ein Leben lang. Schon viele Journalisten, Soziologen, Kulturwissenschaftler und Philosophen haben versucht, sich dem Phänomen Dieter Thomas Kuhn & Band wissenschaftlich zu nähern. Allen gemeinsam bleibt, nach dem gescheiterten Versuch, das Phänomen zu erklären, schlussendlich wenigstens die Feststellung, dass sich Dieter Thomas Kuhn & Band dem Schlager auf eine zutiefst respektvolle Art nähert und ihn gleichzeitig mit »rebellischer Rock– Attitüde adelt«. Nun beehrt Dieter Thomas Kuhn am 30. Juni auch die Filmnächte am Elbufer und überbringt seine Botschaft »im Auftrag der Liebe«.

Die Besucher der altehrwürdigen Burganlage erwartet im Frühjahr ein faszinierender Kosmos aus Farben, Licht und altmeisterlicher Maltechnik. Die Sonderexposition »Wanderungen mit Wächtern« des Malerpoeten Heinz Zander, Jahrgang 1939, gastiert noch bis 5. Juni im Schloß Voigtsberg und bietet einen tiefen Einblick in das gesamte Schaffen des Ausnahmekünstlers. Als Maler, Zeichner, Grafiker und illustrator sowie als Vertreter der neuen Leipziger Schule begegnen dem Besucher in der Exposition bildnerische Sujets aus Mythologie, aus Literatur und Kunstgeschichte. Gemälde, Zeichnungen und Grafiken mit phantastisch anmutenden Wesen wie z. B. Harpyien, lasziven Quellnymphen oder dem Heiligen Georg, gepaart mit versteckten Allegorien und Absurditäten, sind in der Exposition zu bestaunen. Aus mehr als 30 Schaffensjahren des Künstlers werden selten oder noch nie in der Öffentlichkeit gezeigte Gemälde aus Privatbesitz mit unglaublicher meisterlicher Ästhetik und Vielgestaltigkeit und neu entstandene Kunstwerke aus der jüngsten Schaffensperiode präsentiert. Die Sonderausstellung ist jeweils Di bis So, sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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Foto: Klaus Polkowski | Info: www.dieterthomaskuhn.de

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Verlosung auf Seite 82

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Foto: Kultour Z

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22.00 Uhr Moccabar, Zwickau

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19.00 Uhr Neue Welt, Zwickau

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Lasst uns tanzen!

Tanzschule

Wild, verrucht, rebellisch und doch elegant & stilvoll: die 20er Jahre sind zurück! Einer der umtriebigsten Electroswing-DJs (soundnomaden) mit live dem besten exzentrischen Saxophonisten, unterstützt von den glamourösesten Tänzerinnen, zusätzlich noch DJ David mit den besten Vintage House bis Global Beatz, dazu eine Casinolounge, extravagante Deko und noch einige Extras mehr! Gleich dreimal dieses Jahr gibt es das Event: 1. April pentagon3 Chemnitz, 8. April Moccabar Zwickau und 15. April Villa Paradies Jena. Also lasst uns auf die Prohibition pfeifen, tanzen bis in den Morgen und den Schampus in Strömen fließen.

» Lasst uns tanzen! « - hinter diesem Motto verbirgt sich ein toller Abend für alle Tanzbegeisterten im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt«. Zweimal im Jahr bietet der wunderschöne Jugendstilsaal allen Freunden des Welttanzprogramms den passenden Rahmen, um von Walzer über Tango bis hin zu Cha Cha Cha die entsprechenden Schrittfolgen aufs Parkett zu bringen. Die Fortsetzung gibt es bereits am 8. April - mit großer Tanzfläche im Parkett, einem DJ, der das musikalische Rahmenprogramm gestaltet und gern Wunschmusik der Gäste erfüllt, sowie passender gastronomischer Versorgung. Da die Discofox-Tanzfläche im Foyer bei den Gästen großen Anklang fand, wird es diese natürlich auch an diesem Abend wieder geben.

Pünktlich zum Gründonnerstag ist es wieder so weit. Zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer genießen einen stimmungsvollen Abend. Viele Tanzrunden, ob Standard, Latein oder Modebereich werden gespielt. Neben dem bereits schon traditionell gewordenen Eierlikörempfang gibt es obendrein eine kleines Tanzturnier mit tollen Preisen. Wir wünschen allen Gästen einen tollen Tanzabend und wünschen fröhliche Ostertage im Kreis der Familie. Freuen Sie sich an diesem Abend auf einen tollen Empfang und zauberhafte Überraschungen sowie viele Tanzrunden in angenehmer Atmosphäre. Abendgarderobe wird an diesem Tanzabend ausdrücklich erwünscht. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte melden Sie sich daher rechtzeitig an. www.mocc-klub.net

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Glorious Gatsby Party

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Verlosung auf Seite 82 bit.ly/glorious-gatsby

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www.kultour-z.de

von DJ Chris. Freier Eintritt bis 23.23 Uhr via Facebook-Post.

party & event Sa

21.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Ü30 Party- Das Zwickauer Original Endlich darf wieder gefeiert werden. Der Party-Spaß geht in die nächste Runde wenn alle Tanzwilligen wieder zu den besten Hits ihrer Zeit eine flotte Sohle aufs Parkett legen. Im Saal sorgt der beliebte DJ Heiko Ernst mit Charthits, Diskofox, Neue Deutsche Welle, Rock und Pop der letzten 30 Jahre für entsprechende Party-Stimmung. Alle, die lieber aktuelle Sounds, Diskoklassiker, House und Blackmusic bevorzugen, dürfen sich im Foyer auf DJ Dirk Duske freuen.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Schlagerpar ty-Roland, Helene, Andreas Gabalier, Matthias Reim -Special Das Beste aus den Schlagerhochburgen des Landes präsentiert

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Urban Stylez - Live Rap Special Ihr sucht nach der vollen Dosis R'n'B, Hip Hop, Trap, Dancehall und Rap? Dann ist die Suche heute Abend beendet! Urban Stylez bietet eine Explosion von Bass und fetten Beats, die Eurer Herz zum beben bringen werden! Schnappt Euch eine Rum Cola und feiert gemeinsam die ganze Nacht zu R'n'B, Dancehall, Trap & Twerk /// Salon: Hip Hop, Oldschool, Ami- & Deutschrap. 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau The Boss on dusted Decks Der Boss gibt sich die Ehre! Nein nicht Bruce – Janosh is in the house und legt solchen auch auf die imaginären Plattenteller. Das der Oberguru von Dusted Decks dabei immer wieder für Überraschungen gut ist, hat er bereits bei seinem letzten Gig im nachtwerk bewiesen und so sind wir gespannt womit er uns diesmal in Atem und am Tanzen hält.

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Do

22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Fun-Donnerstag - Ladykracher Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstag-im nachtwerk! Ladykracher lässt einmal im Monat den Frauenanteil donnerstags enorm in die Höhe

schnellen. Also, besser feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler, günstige Getränkepreise und die beste Musik zum Tanzen und Feiern auf dem Mainfloor.

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Fr

22.00 Uhr Moccabar, Zwickau Black is my Religion Es war nur eine Frage der Zeit bis die fetteste Black Party der Stadt erneut stattfindet! Doch dieses Mal wird es bigger and better than ever! Es erwarten Euch noch krassere Black and Hip Hop Beatz und mehr Specials und Verlosungen als zuvor! Mit Dj KarmaXutra am Start wird der Abend zum Abriss! Ein absolutes Muss für jeden Black & Hip Hop Fan!

gnacht! Es erwarten Euch Klassiker und Aktuelles aus Gothic, Dark Wave, EBM, Neofolk, Industrial und vieles mehr.

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STadtleben veranstaltungen

Sa

22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau 36 rounds per minute-Derron S. B-Day Wieder ein Jahr vergangen - wieder Zeit für Techno..! Was soll man sagen, die Geburtstagskinder bitten zum Tanz & haben allerlei Freunde eingeladen, die Euch die Nacht zu versüßen. Mit Klängen von von zart bis hard..!

22.00 Uhr Linde, Leubnitz 1€ Party Coole Drinks und heiße Beats, von Rew Rave über Electro hin zu HipHop - DJ Shusta (Phlatline Chemnitz) dreht an den Reglern. Freier Eintritt bis 23.23 Uhr via Facebook-Post. 22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau Dark Friday Saturday wait and sunday always comes too late but friday never hesitate...also Sargdeckel zu, Farbe ins Gesicht, rein in die Boot`s und ab in die schwarze Freita-

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19.00 Uhr Moccabar, Zwickau

H i ghl i ghts des m o nats »

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Onkelz vs. Frei-WIld vs. Rammstein vs. Broilers Wer wird im großen Linde-Battlematch den Sieg davon tragen? DJ Alex jedenfalls dreht die Regler auf Maximum und sorgt für den richtigen Sound. Coole Drinks für´n schmalen Taler gibt’s wie immer obenauf. Freier Eintritt via Facebookpost.

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Do

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Fr

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Independance Geladen wird zur Independance in die Alte Kaffeerösterei. DJ A.P.O. & DJ Schubi verwöhnen im Saal mit Independent, Rock, Dark Music, 80er, Alternative sowie Artverwandtem! 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau Kollektives Tanzen mit Special Guest: Anstandslos & Durchgeknallt Eine neue Nacht beginnt, hier – bist Du nie allein. Dein Kollektiv wartet auf Dich. Unter Gleichgesinnten findet Ihr Euch - wachst zusammen, feiert was das Zeug hält und bringt diese Party zur Ekstase!

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Mi

21.30 Uhr Malzhaus, Plauen Quer Beat Clubbing Trends 2017 Cooler Sound, coole Drinks, coole Leute. Musik Quer Beat, Eintritt: 4 free.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Zungenkuss-alles kann, nichts muss! Eure Flirtparty in der Linde, natürlich gibt’s einen extra flirty Sound. Die Organic Dogs kommen mit House meets Electro und den passenden Par-


Foto: Ralph Köhler

nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler, günstige Getränkepreise und die beste Musik zum Tanzen und Feiern auf dem Mainfloor. Wie Du, heute Abend als aktiver Facebook’er kostenlos ins nachtwerk zum Feiern kommst, erfährst Du auf der nachtwerk–Fan–Seite. Die Studenten feiern, wie immer am Donnerstag 4free!

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22.00 Uhr Moccabar, Zwickau

Sa

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22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau

So

Coming Home

Oster-Club30-Party

Coming Home-Kommt nach Hause und feiert als würdet Ihr kein Geld brauchen! Liebt als hätte Euch noch niemand verletzt! Singt als würde keiner zuhören! Tanzt als würde keiner hinschauen! Zu Hause ist es am Schönsten! Ab 22 Uhr großes Wiedersehen im Mocc Klub zur Coming Home Easter Edition! Faszinierende Sounds gehen eine perfekte Harmonie mit dem neobarocken Klub ein. Auf 3 Floors lassen im Salon unter dem großen Kristallleuchter Disco, Partyclassics, Charts von DJ MS Music und in den Keller-Gewölben DJ Peppermind und Conny Wolf, die Neobarocke Villa im Zentrum von Zwickau zum besonders stylischen Nachterlebnis werden!

Club30 ist die perfekte Mischung aus Genuss, Musik sowie Kommunikation und weckt die pure Lebenslust. Die Partyreihe setzt auf Menschen, die im Leben angekommen sind und wissen was sie wollen; nämlich - Feiern, Tanzen und dem ungezwungenen Lifestyle huldigen - kurz: auf hohem Niveau Spaß haben. Diese Nacht gehört den nachtwerk-Fans der ersten Stunde und allen Partygängern bis zum Jahrgang `87. Für den besten Sound in der Stadt sorgt auf dem Mainfloor DJ Sniper, im Club 8 kredenzt DJ Bonzay Musik zum Anfassen und Deep House vom Feinsten gibt es im Studio mit DJ Housemeister. Das Eiersuchen geht in die nächste Party-Dimension.

tysound hat DJ Fladsound im Gepäck.

lich rotieren lassen? Pure Bass soundz betta!

22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Der Super-Fun-Freitag Von einem Partyverbot zur Donnerstagnacht lassen wir uns nicht stören – wir feiern einfach am Freitag! Und das natürlich zu den besten Konditionen der Stadt. Alles bleibt Fun-tastisch! Getanzt wird auf 3 Floors und die DonnerstagFreikarten zählen heute auch - so wird die Freitagnacht zum Fun-tastischen Donnerstag!

Sa

23.00 Uhr Moccabar, Zwickau New Noize-Eastern Edition Das New Noize Volk geht zur gemeinsamen Eiersuche in die Moccabar und erlebt dort den Flashback des Jahres! Mit dem besten aus Skatepunk, Dancehall, 90ern, Rock, Hardrock .... beglücken Euch alte Freunde! Im Salon für Euch DJ FalkoRock, im Lilliput Little T und im Rondell DJ Tassilo. 24.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Bass Busters - EasterSpecial Bass, Bass, alle brauchen Bass! Die Bass Busters: DJ Smash, Sickboy, Black Pete und Burnie Stinson, liefern heute ordentlich Druck auf´s Trommelfell! Feinste Beats aus den Genren Trap, R'n'B, Bass, Dancehall und Rap, bringen den Club mächtig zum Beben! Als Special haben die Jungs ein paar Easter-Eggs in Form von Gratis-Eierlikör und Merch! Bereit für frische Sounds im Gehörgang, die bis tief ins Becken schieben und den Popo ordent-

15 WIEDER! ALLE JAHRE

COMING

HOME

IT IO N EA ST ER ! - ED

SA. 15.04.17 EINLASS: 22. 00 MOCC KLUB

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen M12: Bass! Drums! Vibes! Pünktlich zum Ostersamstag verwandelt sich der Saal der Alten Kaffeeröstei zum Mekka für alle Drum and Bass – Liebhaber. Die M12Crew dreht auf und schickt dabei wieder Top-DJs /-DJanes und Vocalisten aus Dresden, Erfurt, Chemnitz und Plauen in die Manege! Dazu gibt's das eine oder andere Special. Mit

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Verlosung auf Seite 82 www.mocc-klub.net

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Quest, Sonza Venom218, Mr. Bee und vielen anderen.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz 80er/90er Osterspecial-Party Alles was Rang und Namen hat, gibt sich an diesem Abend ein »Stelldichein«, gekrönt wird die Eiersuche von fluffigem 80er und 90er Sound elegant zusammengestellt von DJ Alex. Special: freier Eintritt und eine Flasche Prosecco bis 23 Uhr. 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau Oster-Jam: Yeah, Black Music Baby! Zur Jam präsentiert sich ein illustres Publikum und will in einer glamourösen Partynacht am Ostersamstag gepflegt und entspannt feiern. Unter dem Motto 3 Floors – 3 Styles gibt es natürlich feinste Black-Music mit DJ Desue und DJ Sniper an den Plattenteller. Also nicht verpassen: OsterJam die perfekte Partynacht am Ostersamstag.

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz Sounds of Tomorrowness Die Megaparty kommt nach Werdau. Nach mehr als einem Jahr

Pause, lassen wir die Veranstaltungsreihe im neuen Licht erstrahlen, und das zum ersten Mal bei Euch in Werdau! Feiert zu den besten Festivalsounds und erlebt eine einzigartige Osternacht in der Linde mit den besten DJ´s aus Zwickau, Cottbus und Dresden! 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Tanz ums Osternest Eierschaukeln? Nicht in der Röste! Heute legen wir noch einen drauf! Kommt vorbei, um nach dem Eiersuchen mit Freunden tanzen zu gehen, Bierchen zu trinken, zu feiern! Heute trifft man hier garantiert wieder viele alte Bekannte, die man schon als verschollen geglaubt hat. 22.00 Uhr Malzhaus, Plauen Sixties Club Night – Heiße Noten nicht verboten! Herzlich Willkommen zur Sixties Club Night! Fröhlich beschwingt wird die Glückliche Tanzgesellschaft diese Ostersonntagsnacht voll packen mit reichlich vinyloiden Klängen aus den guten alten Sechzigern. Eine feine Auswahl Northern Soul, Beat, Surf, Ska, Rocksteady und Rock’n’Roll wird kredenzt.

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22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Der Fun-Donnerstag- Facebook-Edition Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstag - im nachtwerk! Besser feiern geht

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz Schwarze Tanznacht Die schwarze Party mit den DJ ´s Marsel und Apo, bei freiem Eintritt bis 23.23 Uhr für ein kurzes »ich nehme teil« als Facebookpost. All styles of Dark Music and Alternative. Da leuchtet selbst die dunkelste Seele wie der Sonnenschein. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Depeche Mode Party Alle Mode-Fans aufgepasst: heute gibt es endlich wieder den Abend, der sich rund um Eure Lieblingsband dreht! Volle 6 Stunden Musik vom Feinsten! Natürlich wird keinem geringeren als DJ C.Z. die Ehre zuteil am heutigen Abend hinter dem Mischpult zu stehen. We just can´t get enough! 22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau 80s & 90s Party In dieser Nacht präsentieren wir Euch die Hits aus zwei Jahrzehnten mit vielen aufregenden und neuen Trends. Depeche Mode und Alphaville wurden groß. Michael Jackson, Madonna und Prince setzten zu ihrem Siegeszug um die Welt an. In den 90er feierten wir dann mit Take That und den Backstreet Boys. 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau Ride the neon Unicorn Das ganze Rainbow Entwicklungsteam, unsere Einhorn Spezialisten, der Fachrat für Fabelwesen und die Organisation der Glitzersekte künden von der beliebtesten Partyreihe des schönen Geschlechts: Und ja... Jeder von Euch darf sein Schamgefühl am Eingang abgeben und fröhlich als echtes Einhorn durch den Club galoppieren.

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz We love Hip Hop All styles of Black Music and Hip Hop wie immer grandios verpackt von den Phlatlinern aus Chemnitz, DJ Ron is »in tha house«, da heißt es bouncen bis zum Abwinken!

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feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler und die beste Musik zum Tanzen und Feiern auf dem Mainfloor. Studenten feiern natürlich 4free!

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22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Der Fun-Donnerstag Dein Party-Weekend beginnt. Besser

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Don´t stop the Madness House meets Electro duellieren sich mit all styles of Black Musicdas klingt durchaus vielversprechend. Zum Linde-Klassiker-Abend laden DJ Genji und DJ Peppermind. Da werden Erinnerungen wach! Freier Eintritt via Facebookpost.

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21.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Rauschparade DJ Linar, heutiger Host und Begleiter der 90er Jahre Technokultur, gibt einen Einblick in sein durch die Rave-Szene geprägtes musikalische Programm. Fans der musikzentrierten 90er-ClubKultur dürfen sich gerne im Saal in Tanzrausch begeben! Der Salon bietet die Alternative in Sachen Sound! Hier gibt es berauschende Tracks aus Future Bass, Dubstep sowie Drum'n'Bass!

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Revival Die aktuellen Charts gemixt mit dem Sound der 80er und 90er werden von DJ Chris zu Gehör gebracht. DJ Alex rockt das Haus mit dem besten Sound in Sachen House und Blackmusic. 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau History meets Birthday Bash Einmal im Monat wird im nachtwerk richtig Geburtstag gefeiert. Alle Geburtstagskinder des aktuellen Monats können mit 2 Freunden kostenlos Party feiern. Obenauf erhalten sie noch einen heftigen BegrüßungsDrink! DJ Sniper mixt auf dem Mainfloor Lieblingsfeiertracks mit den aktuellen Clubsounds. 23.00 Uhr Sanitätsstelle, Chemnitz 8 Jahre Sanitätsstelle- Wir machen dicht Mit Hip-Hop, Dancehall, Artverwandtem und dem Sound von Cosmophonic wird einmal mehr Abschied gefeiert. Es darf ekstatisch getanzt werden.

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15.00 Uhr Platz der Völkerfreundschaft, Zwickau Hexenfeuer Seid dabei und feiert mit, Rummel, Hexenbrennen & Konzert, da ist für alle was dabei! Die aktuelle Nummer 1 -StereoAct kommt und wird zwei Stunden einheizen!Ebenfalls on board: der Hauer. Eintritt frei!

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18.30 Uhr Daetz-Centrum, Lichtenstein

Foto: Pat O´Bryan

Foto: Herzsprung-Foto.de

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Mo 20.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz

20.00 Uhr St.-Barbara, Lichtentanne

Vicente Patíz

Steve Naghavi

Elizabeth Lee & Cozmic Mojo

Vor zwei Jahren sorgte der Multiinstrumentalist Vicente Patíz mit seinem Konzert für ein ausverkauftes Haus im Daetz-Centrum. Nun ist er endlich zurück. Und auch diesmal sind atemberaubende Performance, Balsam für die Seele und Kopfkino garantiert. Er steht allein auf der Bühne und entfacht ein orchestrales Feuerwerk. Mit seinem atemberaubenden Mix aus Gitarren- Didgeridoo- und Perkussionsklängen sowie seiner eigens für ihn entwickelten 42saitigen Harfengitarre lädt er das Publikum einmal mehr auf eine musikalische Weltreise ein. Dabei entführt er an die Traumstrände des Mittelmeers ebenso wie in australische Gefilde. Was bleibt ist Staunen.

Steve Naghavi, Sänger und Mastermind von »And One« geht auf große Solo Tournee durch Deutschland! »Live & Relaxed« verspricht ein exklusives Konzerterlebnis der ganz besonderen Art. Im Gepäck: Eine erlesene Auswahl von melancholischen Werken aus seiner bisherigen Schaffensphase bei And One. Neben Songs wie z.B. »Für«, »Sometimes« ,»Unter meiner Uniform«, »Krieger« oder »Traumfrau« präsentiert Steve Naghavi auch Songs, die bisher noch nie Live dargeboten wurden. Und das (fast) voll elektronisch im feinsten Synthpop Gewand. Fließend, erfrischend anders. Träumt mit und lasst Euch entführen zu dieser einmaligen Gelegenheit.

Mit ihren handfesten, schweißtreibenden Songs, staubtrocken groovend wie die texanische Wüste, bietet Elizabeth Lee’s Cozmic Mojo eine geballte Ladung aus pulsierendem Texas Roots Rock gepaart mit Blues und einigen Spritzern Soul, Gospel, Funk und Psychedelic Folk. »Elektrisierende, geschmeidige Gitarrensounds, mal orientalisch angehaucht, mal erdig im Roots-Midtempo schwingend; viele rhythmische Rasseln und über allem Elizabeth Lees lasziv-rauchiger, eindringlicher Gesang.« Getragen von ihrer Band Cozmic Mojo um den renommierten römischen Gitarristen Luca Gallina, sorgt die Frontfrau für wahre Begeisterungsstürme.

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konzert & kultur

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19.30 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau Beltane Rocks & 5 Jahre Badrock e.V. Hier wird groß gefeiert! Mit dabei ein Line-up das sich sehen lassen kann: Blackwater, Busty Idiots, Nitrogods and nicht zu vergessen Gorilla Monsoon. 20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Konzert: Pulsar Trio »Cäthes Traum« Mittelpunkt des hochdifferenzierten, ungewöhnlichen und einzigartigen Bandsounds steht die indische Langhalslaute Sitar, die in den späten sechziger Jahren vor allem durch Ravi Shankar in der westlichen Welt bekannt wurde und beim Pulsar Trio virtuos von Matyas Wolter bedient wird. 20.00 Uhr Stadthalle, Zwickau Roland Kaiser: Auf den Kopf gestellt Tour 2017 Roland Kaiser ist zweifelsohne im pop-kulturellen Kosmos Deutschlands eine Größe, mit der auch nach über 40 Jahren Karriere noch zu

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www.daetz-centrum.de

rechnen ist. Mit über 90 Millionen verkauften Tonträgern zählt der gebürtige Berliner zu den bekanntesten und beliebtesten Protagonisten des deutschen Schlagers. 20.00 Uhr Theater Crimmitschau Fools Garden-unplugged 1996 landete die Band mit »Lemon Tree« einen Megahit, der rund um die Welt ging. Ihre Singles und Alben gehen seitdem in die Media Control Charts und ihre Tourneen führen sie quer über den gesamten Erdball. Tausende umjubelte internationale Auftritte absolvierten Fools Garden als gestandene Rockband in den letzten 25 Jahren. 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-B. Wohnzimmerkonzert No. 17: Pari San Das besondere Konzert findet eine Fortsetzung. Zur siebzehnten Wohnzimmersession geht es in spannende neue musikalische Gefilde. Pari San aus Berlin sind ein Lo-Fi Electronic Duo mit zauberhaften Sounds und Wurzeln in Berlin (Paul/Synthesizer) und Teheran (Pari/ Gesang).

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20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Don Ross Der Musiker präsentiert auf seiner Tour 2017 einen Querschnitt seines bisherigen Schaffens, natür-

Verlosung auf Seite 82 www.c3-chemnitz.de

lich einschließlich seiner bekannten Stücke »Michel, Michael, Michael«, »Tight Trite Night« und »First Ride«. Don wird auch Werke aus seiner aktuellen Produktion, die voraussichtlich im Frühjahr 2017 veröffentlicht wird spielen. 21.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Nadia BirkenstockKeltische Harfe & Gesang In ihren eigenen Songs zeigt sich kraftvolle und ausdrucksstarke Musik voller Leuchtkraft, mit poetischen, augenzwinkernden Texten und ihrem unverwechselbaren persönlichen Stil, der sich mal als schwungvolle Lebensfreude ausdrückt, mal als betörende lyrische Klangverführung. Ihre klare Stimme bildet eine magische Einheit mit den farbenreichen Klängen ihrer Harfe, wobei ihr ihre Harfentechnik vielschichtige Arrangements voller Raffinesse und Facettenreichtum erlaubt.

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19.30 Uhr Stadthalle, Chemnitz Monika Martin: Sehnsucht nach Liebe Sängerin. Produzentin. Komponistin. Texterin. Doktorantin der Philosophie... Seit nunmehr 20 Jahren steht Monika Martin, mehrfach mit Gold und als erfolgreichste Sängerin ausgezeichnet, auf der Bühne und begeistert immer wieder ihr zahlreiches Publikum. Die Besucher erwartet

STadtleben veranstaltungen

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eine große Live-Show mit all den sensationellen Erfolgen der letzten 30 Jahre.

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20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Madison Violett Sie zählen unbestritten zu den besten Singer/Songwritern Kanadas: Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac, bekannt als Madison Violet. Und sie gehören mit Sicherheit, was Konzerte und Tourneen anbelangt, weltweit zu den fleißigsten Künstlern überhaupt. 20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Die Art Die Band entstand mit dem Jahreswechsel 1985/1986 aus der Vorgängerband »Die Zucht« und zählte zu den sogenannten »anderen« Bands der DDR. Stilistisch in den Anfangsjahren eher dem Punk zuzuordnen, öffnete sich die Band nach und nach anderen musikalischen Einflüssen und kann inzwischen als düstere Gitarren-Pop-Band gesehen werden. 20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau 23. Bandwettbewerb Finale Heute ist das Finale des 23. Bandwettbewerbs. Nach 3 Vorausscheiden konnten sich 6 Bands qualifizieren. Diese werden wir heute live erleben. Hier sind schon mal die Preise, um die es heute Abend geht: Der Hauptpreis 1. Platz: 750,00 EUR

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zur freien Verfügung für die Gewinner-Band. Sonderpreise: An die Finalteilnehmerbands des Wettbewerbs vergeben wir außerdem individuell bis zu drei Gigs auf bekannten regionalen Sommer-Festivals. Vielleicht die Stars von Morgen! 20.00 Uhr Festhalle, Annaberg B. Alte Brauerei goes Festhalle: Subway to Sally Nach 1994 (keiner wußte es, ca. hundert Menschen waren in der alten Festhalle zugegen) und 1997 (tolles Open air im Waldschlösschenpark) sind sie endlich wieder einmal in Annaberg-Buchholz: Subway to Sally! 12 Alben und 6 Live-CDs später bringt der Siebener auf aktueller »Neon- Ekustik Tour« die Festhalle ein weiteres Mal zum beben.

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20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Lüül Musiker seit über 40 Jahren. Über 40 veröffentlichte Alben. Krautrock. Er war Gitarrist von »Agitation Free« und »Ash Ra Tempel«. Hat die legendäre Velvet-Underground-Diseuse Nico einige Jahre als Musiker auf der Bühne, und als Liebhaber durchs Leben begleitet. Und ist nach Zeiten mit NDW-Pop, Soloalben, »Rocktheater Reineke Fuchs« und Filmmusiken zurückgekehrt zu den eigentlichen Wurzeln feinster bodenständiger, akustischer Musik.

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Di

19.30 Uhr KunstWandelhalle, Bad Elster Kirbanu Die australische Sängerin und Songwriterin Nicole Kirbanu besucht Bad Elster und präsentiert hier ihre ganz eigene Mixtur aus Folk, Pop und Blues. Kirbanu gilt als aufstrebendes Ausnahmetalent in der Musikwelt – eine Nachwuchskünstlerin, die nicht covert, sondern abseits vom Mainstream-Sumpf einen unverkennbar eigenen Stil kreiert.

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20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Melanie Dekker Eine Stimme wie Schokolade. Musikalische Diversität. Sonnenschein. Liebe & Lebensfreude. All das vereint Entertainer-Frohnatur und HitSinger-Songwriterin Melanie Dekker aus dem kanadischen Vancouver in ihren populären Akustikkonzerten! Die Kanadierin brilliert mit unverwechselbarer Stimme und perkussivem Gitarrenstil, von der FolkpopBallade bis zu rockigen Popsongs. 20.00 Uhr Brecht-Gymnasium, Schwarzenberg Vicente Patiz: Alegria Mit seinem neuen Programm Alegria präsentiert er im einen bezaubernden Mix aus


Foto: Foto:Pat Feddy O´Bryan Ludvik

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

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Vorschau 5. Mai 2017, 19.30 Uhr Theater, Crimmitschau

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Elin Kaven

Gunter Schulze

Ton Steine Scherben sind in der Musiklandschaft dieses Landes eine der legendärsten Formationen – und jetzt fast in Originalbesetzung wieder auf Tour. Die beiden Ur-Scherben Kai Sichtermann (Bass) und Funky K. Götzner (Schlagzeug, Cajón) mit dem Nürnberger Liedermacher Gymmick als Sänger (prämiert mit dem Rio-Reiser-Songpreis als bester Solist) erweisen dem Testament dem großen Rio Reisers die Ehre und lassen die Songs der schon beinahe mythischen Band auf den Bühnen dieses Landes zu neuem Leben erwachen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region vom 24. April bis 5.Mai.

Elin gehört zu den Sami Nomaden, nördlich des Polarkreises. Als Urenkelin des berühmten Schamanen in der eisigen Tundra Sapmi, hat sie wohl einige seiner magischen Gaben geerbt. Elin Kåven praktiziert den Joik, den ursprünglichen gutturalen Sprechgesang ihres Volkes, eines Gesangsstils, der an eine Mischung aus Jodeln und indianischen Gesängen erinnert. Ihr gelingt es, uralte Rituale und nordische Mystik lebendig ins Hier und Jetzt zu bringen! Dabei überrascht die Musikerin immer wieder mit fast schon süchtig machenden Synthie-Klängen sowie rockigen Bass- und Gitarrenklägen, die sich wunderbar in die samischen Klangwelten einfügen.

Schulze absolvierte 1978 eine mehrjährige Ausbildung als Jazzgitarrist bei Walter Wirsig an der Musikhochschule »Carl Maria von Weber« in Dresden. Bereits ein Jahr später gründete er seine bis heute bestehende One-Man-Band. Hierbei wird sein markanter Gesang durch elektrische oder akustische Gitarre, Mandoline, Bouzouki, Mundharmonika begleitet - rhythmisch komplettiert durch das gleichzeitige Spiel von Hi-Hat und Bassdrum. Heute ist Gunter Schulze ein bekannter Rock & Blues-Solist, dessen außergewöhnlicher Stil ebenso durch jazzige, country-folkloristische sowie klassische Einflüsse geprägt ist. Willkommen also zum One Man Trip - Live an der Theaterbar!

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Ton Steine Scherben

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Melodie und Lebensfreude. Er entführt an die Traumstrände des Mittelmeeres, beschreibt die atemberaubenden Naturgewalten in Tibet, Australien oder des Amazonasgebietes und holt das Meer ins Konzert. Patíz entlockt seinen Gitarren Unglaubliches, ob er sie streichelt oder feurig zelebriert.

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Graceland: Simon&Garfunkel meets Classic Es erwartet Sie ein Abend voller Emotion, eine Hommage an die 60er und 70er Jahre und eine große musikalische Vielfalt. Ganz gleich, ob die beiden Folkrocker mit großem Feingefühl und virtuosem Gitarrenspiel »Bridge over troubled Water« servieren, ob sie das britische Volkslied »Scarborough Fair« interpretieren oder mit »Old Friends«, »Cecilia« und »El Condor Pasa« aufwarten. 20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Monokel Kraftblues Seit über vierzig Jahren schwingen Monokel in der herrlichen Kraftblues-Version ihren Blueshammer und zeigen mit ihren Songs, dass sie eine ganz eigene Sprache gefunden haben. Bis heute nehmen sie kein Blatt vor den Mund und setzen sich mit den kleinen und großen Wahrheiten kritisch auseinander. Auch die neuen Titel sind in

der Wirklichkeit angekommen. Die Band stellt sich den Realitäten und geht damit bewusst Wechselbeziehungen ein, die sich in ihrem Sound und Arrangements wiederfinden.

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19.30 Uhr KunstWandelhalle, Bad Elster Ludwig Müller: Liebe ist alles! Ludwig Müller präsentiert an diesem Abend sein neues Chanson-Programm mit den liebenswerten Liedern von Reinhard Mey. Inspiriert durch sein eigenes Leben stellt der charismatische Sänger und Gitarrist dabei das elementarste aller Gefühle in der Vordergrund: Die Liebe!

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18.00 Uhr Stadttheater, Glauchau Let´s Dance mit der Showband Casablanca Endlich mal wieder mit Freunden ausgehen, einen schönen Abend in gemütlicher Atmosphäre erleben, wenn man möchte, das Tanzbein zu perfekt vorgetragender Live - Tanzmusik schwingen - So wie früher eben! Alles das ist nun wieder möglich. Reservieren Sie am besten rechtzeitzeitig Ihren Tisch und freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Abend, nach dem Sie mit Sicherheit keinen Hörsturz kurieren müssen. 19.00 Uhr Rundkirche, Klingenthal Nico Müller: Das bin ich 3 Mit der Überschrift »Das bin ich 3« präsentiert das feste Mitglied der Formation Adoro wieder einen abwechslungsreichen Querschnitt aus seinem musikalischen Wirken. »Es ist ein Programm speziell nur für Klingenthal«, sagt Nico Müller, schließlich ist die Stadt am Aschberg für den vielgereisten Musiker familiär seine Heimatstadt geblieben. Ein Konzertbesuch der sich wirklich lohnt. 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg B. AC/DC Nacht: Spejbls Helprs Support: Racket Zum 17 mal!! sind Spejbls Helprs nun zu Gast in Annaberg und der Fans ist kein Ende. Was im Jahr 2000 aus einer Laune heraus begann, führte zu deutlich mehr als 250 Auftritten dieser Band in ganz Deutschland, Österreich und Polen. Ein besonderer Höhepunkt auf dem »Highway to hell« ist aber immer noch der

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Gig in der Alten Brauerei, wo die ganze Konzert- Ralley ihren Ausgangspunkt hatte.

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20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Postcards – SingerSongwriter-Pop Postcards sind eine Folk-Rock/ Dream Pop Band aus Beirut (Libanon), die 2012 gegründet wurde. Ihr Stil orientiert sich am englisch-amerikanischen Folk Rock, man könnte es auch Neo-Folk nennen. Gestartet in Beiruter Pubs spielte die Band inzwischen in Jordanien, Dubai, Großbritannien, Frankreich, Porugal und Italien.

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20.00 Uhr Sanitätsstelle, Chemnitz Only Death is Real Diesmal mit den alten Helden aus Nassen - Purgatory beehren zum ersten Mal die Sanitätsstelle, eine Band die seit ewigen Zeiten die Szene wie kaum eine andere supportet, und zu einer Zeit entstanden ist, als noch nicht an jeder Ecke Death Metal musiziert wurde. Wir freuen uns diese Kultband in Chemnitz zu Gast zu haben. 20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Trio Laccasax: CD Release »Passe Partout« Es gibt wohl kaum ein Genre in der Musik,

bei dem sich die Musiker von Trio Laccasax nicht zu Hause fühlen. Das Trio startete mit der Klassik und der Zeitgenössischen Musik, entgleiste dann über Tango Nuevo von Astor Piazolla in die Weltmusik. Das Ensemble verbindet atemberaubende Virtuosität mit intensivem Ausdruck über eine große Spannweite von fetzigfrech über lyrisch-träumerisch bis zu tiefer Melancholie.

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Sa

21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-B. Wolvespirit »Blue eyes Tour 2017« Mit »der Stimme, die Tote aufwecken kann«, einem schrägen Hammond- Orgelsound und wabernden Gitarren holen die fünf MusikerInnen aus Würzburg die legendären End- 60er in die Neuzeit. Blues, Rock and Psychedelic vereinen sich zu einem inspirierenden neuen, eigenen Sound.

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20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Liedernacht: Bands und Solisten aus dem Vogtland Die Regionalen Künstler wollen dem Liederabend wieder ihren ganz besonderen Stempel aufdrücken. So wird vom Liedermacher bis hin zum Bandsound alles zu Hörern sein und das mit bekannten und weniger bekannten Liedern der Welt. Von Eigenkompositionen bis zu Coversongs wird eine Fülle geboten - einfach alles dabei. 20.00 Uhr Alte Spinnerei, Glauchau Truck Stop: Made in Germany Die Band »rockt« mit ihrer Live Show auf Deutschlands angesagten Club-Bühnen und schnuppert nun endlich wieder Club Atmosphäre. Im Gepäck 2017 die allerneuesten Songs! Denn passend zur Tour hat die Band ihr brandneues Album »Made in Germany« dabei. Das Album wird kurz vor Tourstart veröffentlicht.

19.00 Uhr Stadttheater, Glauchau Jimmy Kelly & Band »The Streetkid, Vol.2« Jimmy Kelly, vielen noch bekannt als stimmgewaltiges Mitglied der Kelly Family, kehrt mit »The Streetkid, Vol. 2« auf die Bühnen Europas zurück. Nach dem riesigen Erfolg seiner letzten Tournee hat er nun neue Songs und Geschichten der Straße in seinem musikalischen Gepäck.

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Foto: Reinhard Riedel

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15.00 Uhr smac, Chemnitz

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20.00 Uhr Malzhaus, Plauen

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Vietnam in Rekordzeit

Rock and Roll Jesus

All you need is...cash

In Sachsens Archäologiemuseum »smac« dreht sich alles um den langgestreckten Küstenstaat. Die Sonderausstellung »Schätze der Archäologie Vietnams« erzählt die Kulturgeschichte der südostasiatischen Republik. Modelle lassen die ursprüngliche Pracht der Anlagen mit den dekorativen Reliefs an den Fassaden erahnen. Tiere und Fabelwesen spielen hier und in den Mythen des vergangenen und heutigen Vietnams eine zentrale Rolle. Sie sind auch Akteure im berühmten Wasserpuppentheater, das in der Ausstellung zu sehen und zu hören ist. Es gibt also viel zu bewundern und auszuprobieren. Die Sonderschau kann noch bis 20. August immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Er ist für uns aufgestanden! Es war kurz nach sechs Uhr morgens – seine Katze ließ ihn nicht schlafen, bis er merkte, dass er gar keine Katze hat, sondern einen Kater. Scheißegal, Bembers öffnet die Tür und es ward Licht. Kein Wunder, denn im Kühlschrank stand noch ein Helles. Der erste Schluck aus dem heiligen Konter-Kral brachte ihm schließlich die Erleuchtung und wie aus heiterem Himmel entstand sein neues Bühnenprogramm: Rock and Roll Jesus. Die Lichtgestalt der deutschen Hardcore-Comedy ist der superharte Super-Hirte im schwarzen Schafspelz. Die verbale Speisung der Jünger und Älter und anderer entspannter Alltagsgruppen mit einem Hang zu überirdisch surrealen Humorwelten kann also beginnen.

Das Erwachsenentheaterensemble unter der Leitung von Tilo Nöbel und Annegret Thalwitzer präsentiert sein neues Stück. Antonio, der alternde reiche Kaufmann, sitzt im Hafen von Venedig und füttert die Möwen. Der junge Bassanio ist pleite und plant eine reiche Heirat. Aber dafür braucht er Geld. Also unterschreibt Antonio, dessen Kapital in Übersee-Geschäften steckt, für ihn beim Geldverleiher Shylock einen gefährlichen Schuldschein. In einer Welt des globalen Handels, der Spekulanten und Bankrotteure verstricken sich die Figuren in ihren erotischen und finanziellen Zwängen und Nöten und treiben damit direkt ins Zentrum einer Katastrophe.

www.smac.sachsen.de

www.malzhaus.de

www.mondstaubtheater.de

liebten Hits. Eine Reminiszenz an die ostdeutsche (ehemalige DDR eigene) Schlagerund Rockmusik! Dieses Musical steht für eine Rebellion gegen alle Regeln und die Entdeckung einer neuen Welt aus Musik, Liebe und Herzblut, die natürlich auch jede Menge Probleme mit sich bringt.

kunst & kino

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Sa

19.30 Uhr König Albert Theater, Bas Elster Lesung & Gespräch: Andrea Sawatzki »Ihr seid natürlich eingeladen« Neben ihrer wohl bekanntesten Rolle als Tatort-Kommissarin Charlotte Sänger hat sie bereits in über 60 weiteren Rollen gezeigt, dass sie nahezu alles spielen kann. Zu ihrer künstlerischen Ausdruckskraft gehört aber auch, dass Andrea Sawatzki erfolgreich als Autorin arbeitet.

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So

15.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Über 7 Brücken - Das Ostrockmusical Das Musical präsentiert als ganz besonderes Highlight viele beliebte Songs aus dem Osten. Jede Zeit hat ihre Musik! Unsere Zeit hat das Musical - den ultimativen Musicalgenuss mit vielen be-

16.00 Uhr Goldne Sonne, Schneeberg Musical: Wüstenfeuer Bewegende Szenen beschreiben die spannungsgeladene, 40-jährige Wanderung des Volks Israel von Ägypten in das ihnen verheißene Land Kanaan. Wird ihr Gott, der das geschundene Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreite, nun andererseits auch die Herausforderungen annehmen, die dieses Volk an ihn stellt? 21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg-B. Death-Comedy: Der Tod »Happy Endstationein last Minute Reiseführer« Nach seinem mehrfach ausgezeichneten Soloprogramm »Mein Leben als Tod« widmet sich der Sensenmann in seiner neuen Show dem unausweichlichen Übergang auf die andere Seite. Und zeigt auch da: Alles halb so schlimm, wenn man nur mal drüber gesprochen hat.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca:

Schatz, nimmst Du sie! Carolin Kebekus als taffe Power-Mutter in ihrer ersten Kinohauptrolle. Komödiantische Rückendeckung erhält sie von Maxim Mehmet, Axel Stein, Jasmin Schwiers, Ludger Pistor und Jochen Schropp. Kein Geringerer als Sven Unterwaldt inszenierte die herrlich böse Satire über Erziehungsberechtigte, die das genaue Gegenteil von heutigen HelikopterEltern sind.

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18.00 Uhr Theater, Crimmitschau »Servus Peter« Eine Hommage an Peter Alexander Die amüsante, an den Lustspielfilmklassiker »Im weißen Rößl« angelehnte Bühnenkomödie lädt die Besucher ein ins idyllische Österreich. Am wunderschönen Wolfgangsee wird vor uriger Bergkulisse die populäre Geschichte um den verliebten Oberkellner und seine Wirtin erzählt. Das mit Hits wie »Ganz Paris träumt von der Liebe« und »Ich will keine Schokolade« gespickte Musical würdigt auf vergnügliche Weise die Karriere von Peter Alexander. 19.30 Uhr Stadttheater, Glauchau 2. Glauchauer Lachnacht Es wird wieder gelacht im Stadttheater! Zur 2. Glauchauer Lachnacht erwartet Sie auch diesmal ein hochkarätiger Mix aus Comedians

und Kabarettisten. Eingeladen wurden dieses Mal folgende Gäste: Ausbilder Schmidt, Martina Brandl, Maxi Gstettenbauer und Boris Stijelja. 20.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Jürgen Becker: Volksbegehren-Die Kulturgeschichte der Fortpflanzung Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung bleiben - und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören. Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen. 20.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Falco-Das Musical Der Zauber der Kunstfigur Falco, aber auch die Abgründe und der tiefe Fall des Hans Hölzel sind Teil dieser faszinierenden Musical Biographie. Verrückt und bildgewaltig, unterstützt durch eine fulminante Choreographie, umrahmt von kunstvollen Projektionen und Original Videosequenzen will die Inszenierung von Regisseur Peter Rein einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Falcos gewähren.

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STadtleben veranstaltungen

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16.00 Uhr St. Johanniskirche, Crimmitschau J.S.Bach: Matthäuspassion Diese Passionsmusik gehört zu den ein-

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19.30 Uhr Mondstaubtheater, Zwickau

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drücklichsten Werken der abendländischen Musikkultur. Zwei Chöre und zwei Orchester nehmen den Zuhörer mit hinein in das dramatische Geschehen um Leiden und Tod Jesu Christi. Ein absoluter Höhepunkt in der Vorkarwoche. 19.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Merci Cherie-Eine Hommage an Udo Jürgens Freuen Sie sich auf das Symphonieorchester Leipzig und auf eine feinfühlige Inszenierung, gerahmt von poetischer Sinnigkeit und bewegenden Gestaltungselementen einem Höchstmaß an Professionalität und Leidenschaft. Gefühlvolle Balladen, großartige Soli und überwältigende orchestrale Titel bestimmen das Programm. Eine emotionsgeladene Hommage an den Grand Seigneurs des Chansons! Ganz im Stil der sensationell erfolgreichen Konzerte des Meisters Udo Jürgens.

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19.00 Uhr Theater, Crimmitschau Amazing Shadows Das ist großes Schattentanztheater vom Allerfeinsten. Virtuose Artistik und eine packende Choreographie ziehen die Besucher in ihren Bann. Ein atemberaubendes Fest für alle Sinne. Poetisch, ästhetisch, spektakulär. Mit absoluter Körperbeherrschung und höchster Präzision projizieren die Künstler

in rasanter Abfolge einzig mit ihren Körpern immer neue, unglaubliche Schattenbilder. Für den Zuschauer entstehen lebendige Welten, die wie kleine Kurzfilme anzuschauen sind. 19.00 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Die Bierhähne: Die Herren der Ringe Die legendären Helden der urkomischen Männerwirtschaft beehren erneut ihr Lieblingsbad: Wir öffnen die Bierhähne! »Lieber etwas mehr auf den Hüften, als nur Gemüse im Hirn.« Mit dieser Lebensweisheit gehen die beiden Bierhähne schon seit Jahren durch das eigene Leben und kämpfen für die Gleichberechtigung zwischen dem Übergewicht und dem Normalgewicht.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca: Neo Rauch-Gefährten und Begleiter Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Maler seiner Generation. Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. Schlafwandlerisch gehen sie ihren Tätigkeiten nach. Das, was der Maler auf der Leinwand zeigt, bewegt sich zwischen Traum, Phantasie und schwer greifbarer Wirklichkeit, zugänglich und eigenwillig zugleich.


Foto: Michel Neumeister

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19.30 Uhr Stadttheater, Glauchau

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Die Brücken am Fluss

Max Uthoff: Gegendarstellung

Weltberühmt geworden durch die Verfilmung mit Meryl Streep und Clint Eastwood, erobert eine der berührendsten Liebesgeschichten jetzt als Bühnenversion die Herzen der Theaterliebhaber. Broadway-Komponist Jason Robert Brown schrieb für »Die Brücken am Fluss« eine Musik mit großen, gefühlvollen Melodien und erhielt dafür 2014 den begehrten Theaterpreis Tony Awards für die beste Partitur. Erleben Sie dieses neue Broadway-Musical mit einer erlesenen Besetzung renommierter Darsteller der deutschsprachigen Musicalszene in dieser szenischen Neuproduktion erstmals in Chemnitz. Die Hauptrollen übernehmen Maike Switzer und Christian Alexander Müller

Kitschig, weich, oberflächlich, verspielt, naiv, schlaftrunken, sensibel, langsam, vorsichtig, melancholisch und dunkelhäutig - dies ist wohl nur eine kleine Auswahl von Adjektiven die noch nicht im Zusammenhang mit Max Uthoffs Programmen fielen. Max Uthoff, Träger des Breiten Kreuzes und des Ordens pour la verité kommt zu Ihnen und erzählt seine Sicht der Dinge. Von der Wucht der Behauptung, mörderischen Geschäften, gesellschaftlichem Inzest, Drehzahlmessern, teuflischen Kreisläufen und davon, dass Menschen, die in Schubladen denken, sich schon mal halb aufgeräumt fühlen. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass an diesem Abend Teilnehmer der deutschen Politik Erwähnung finden.

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Do

20.00 Uhr Festhalle, Plauen God save the Queen The show goes on – Eine Hommage an den legendären Freddie Mercury. Queen ist eine der größten Rockbands aller Zeiten. »We are the Champions« sang der einzigartige Freddie Mercury bereits in den 70ern - und Freddie, die Diva des Rock, hinterlässt eine enorme Beliebtheit bei Millionen von Fans.

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20.00 Uhr Moccabar, Zwickau Comedy Lounge Vicki Vomit präsentiert in einer bunten und kurzweiligen Show die besten Comedians Deutschlands. Diesmal mit dabei: SOSO, Andi Steil und Don Clarke.

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18.30 Uhr Moccabar, Zwickau Esstheater: Magic Dinner Erleben Sie unglaubliche Zauberkunst, die in greifbarer Nähe passiert. Rätseln Sie gemeinsam, bei einem stielvollen 4-Gänge-Menü, über das scheinbar Unfassbare und nehmen Sie Gedanken aus der Zauberwelt mit in Ihren Alltag.

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Kabarettistische Lesung: Piet Klocke »The Piet Goes On«: Der begnadete Ko-

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11.00 Uhr Neue Welt, Zwickau Einführungsmatinee: Die Perlenfischer Einst schworen sie einander mit Rücksicht auf ihre Freundschaft, nicht um die Frau zu werben, in die sie sich beide verliebten. Nun erneuern sie diesen Eid. Während die Fischer auf dem Meer sind, betet eine verschleierte Jungfrau für eine ruhige See. Nadir erkennt in ihr Leïla, seine und Zurgas Jugendliebe. Trotz Gefahr will er sie zur Flucht überreden. 13.00 Uhr Galerie Domhof, Zwickau Kabinettausstellung: Experimentelle Porträts. Petra Jäntsch In der Kabinettausstellung zeigt Petra Jäntsch eine Auswahl ausdrucksstarker Porträts mit oft expressiver Farbigkeit, in denen sich Emotionen spiegeln. Ausstellung noch bis 5. Juni 2017. 15.30 Uhr Stadttheater, Glauchau Zauber der Operette: Wiener Operettenrevue Erleben Sie einen Abend der klassischen Operette mit Meisterwerken der Väter der Operette: Johann Strauß, Karl Millöcker, Robert Stolz, Jacques Offen-

bach und Vittorio Monti. Die Mitglieder des Rundfunk Sinfonie Orchesters verstehen es die Melodien aus bekannten Operetten mit ihrem Können auf die Bühne zu bringen.

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18.00 Uhr KV Freunde aktueller Kunst, Zwickau Ein Abend mit Lyrik und Gesprächen Im Rahmen des Zwickauer Literaturfrühlings lädt der Kunstverein zu vielfältigen Lesungen und Vorträgen. Insgesamt fünfzehn Verlage präsentieren vom 26. bis 30 April ihre Neuerscheinungen , Autoren lesen aus ihren Werken und laden zum Diskurs. Abgerundet wird das Programm durch Filmvorführungen, musikalische Darbietungen und einem Poetry Slam.

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19.00 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Ottfried Fischer & die Heimatlosen Er gehört nicht nur zu den bekanntesten sondern auch zu den beliebtesten TV-Schauspielern Deutschlands. Ottfried Fischer ist bayerischer Pfundskerl und Top-Kabarettist! Für sein neues Programm haben namhafte Komponisten unendlich viele Melodien komponiert.

Nun – da Dom und Letty ausgiebig ihre Flitterwochen genießen, sich Brian und Mia ganz ihrer kleinen Familie widmen und dem Leben auf der Überholspur abgeschworen haben, die übrigen Crewmitglieder freigesprochen sind – führen alle ein ganz normales Leben. Ihr friedliches Dasein wird jedoch schlagartig hinweggefegt, als eine mysteriöse Frau (Oscar® Preisträgerin Charlize Theron) auftaucht. Sie lockt Dom in eine zutiefst kriminelle Welt, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Das grenzenlose Vertrauen seiner Crew in ihn droht zu zerbrechen – der Familie stehen Prüfungen von ungeahnten Ausmaßen bevor. Von den Sonnenstränden Kubas über die vibrierenden Straßen New Yorks bis hin zu den arktischen Eispisten der Barentssee – die rasante Elitetruppe jagt kreuz und quer über den Planeten, um eine radikale Gegnerin zu stoppen, die weltweit Chaos und Anarchie verbreitet. Und um den Mann nach Hause zu bringen, der einst aus einem wilden Haufen verwegener Rennfahrer eine Familie schmiedete – ihre Familie. Im achten Teil der Saga führt erneut Vin Diesel den legendären Star-Cast um Dwayne Johnson, Jason Statham, Michelle Rodriguez und Kurt Russell ins Rennen. Ab 13. April im Kino

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20.00 Uhr Festhalle, Plauen The Firebirds Erleben Sie eine perfekte Show, unwiderstehliche Animation und pure Spiellust! Mit ihrer Version des Rock’n’Roll-Sounds der 50er und 60er Jahre machen »The Firebirds« einfach

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miker beehrt nun das König Albert Theater in seiner skurrilen Paraderolle als »Weltmissversteher« und liest aus seinem vielleicht persönlichsten Werk: sehr komisch, durchaus philosophisch und sehr poetisch!

Fast & Furious 8

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19.30 Uhr Wasserschloss, Klaffenbach Faustmaßnahmen auf dem Arbeitsamt Kennen Sie den Faust? Ja? Nein?...Wie auch immer, so haben Sie ihn noch nie gesehen! Also: Treffen sich zwei auf´m Arbeitsamt.… Das ist kein Witz. Im Rahmen einer Beschäftigungsmaßnahme des Arbeitsamtes treffen sich unverhofft Maler Schlorke und IT-Managerin Dr. Hammer-Müller aufeinander.

gute Laune. Die fünf smarten Herren aus Leipzig überzeugen mit einer Mischung aus eigenständig interpretierten Klassikern, A-cappella-Passagen und charmanten Comedy-Einlagen.

Foto: Universal Pictures

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Verlosung auf Seite 83

Filmpalast Astoria Zwickau: Poetenweg 6-8, Telefon 0375/ 35 36 41 0, www.zwickau.filmpalast-kino.de 04 17

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11.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz

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Sa-So

10.00 Uhr Wasserschloß, Klaffenbach

Tanzwochenende 2017

Maker Faire Sachsen

Fahr Rad Chemnitz

Kunst, Klang, Bewegung - beim Tanzwochenende treffen unterschiedliche Künste aufeinander. Ihr könnt nicht nur neue Tanzstile und Bewegungen in den Workshops kennenlernen. Entdeckt auch eine Klanginstallation und macht selbst bei einer spannenden Performance mit. Diese wird am Sonntag im Horchsaal mit Live-Musik präsentiert. Vorkenntnisse braucht man für die Teilnahme nicht! Die Workshopleiter Matthias Markstein, Albrecht Fersch, Kathleen Brautzsch und Kristin Pakura geben Euch neue Impulse. Am Samstag kann man als Zuschauer verschiedene Tanztheaterstücke auf unserer Probebühne genießen mit Matthias Markstein, Troop23 und weiteren Gästen.

Treffpunkt für Erfinder und Tüftler - Technikinteressierte aller Altersklassen erwartet eine bunte Mischung aus unglaublichen Erfindungen, innovativen Technologien sowie unglaublichen Produkten und Lösungen. Dabei ist anfassen und ausprobieren strikt erlaubt. Unter Anleitung können eigene Roboter kreiert, Fahrzeuge konstruiert oder Stoff gestaltet werden. Außerdem werden Workshops angeboten, in denen man sich im 3D-Druck oder Lasercut probieren kann. Aussteller sind unter anderem private Tüftler, Vereine, offene Werkstätten oder Hochschulen. Die Maker Faire kann am Samstag von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Die »Fahr Rad Chemnitz« macht Jung und Alt, Gelegenheits- und sportlich ambitionierte Radfahrer sattelfest für die kommende Fahrradsaison. Von aktuellen Modellen über Zubehör, Elektronik und Tuning bis hin zu Radreisen zeigt die Messe ein umfangreiches Angebot rund ums Rad. Ein buntes Programm, u.a. mit Marco Hösels Trial-Show, einem MTB-Fahrtechnik-Schnuppertraining, dem »Technical MTB Parcours« von Marco Hösel, einem Superspeed-Contest sowie dem Laufrad-Rennen für die Kleinsten, bietet über das gesamte Wochenende hinweg Spaß, Action und Unterhaltung. Tipp: Unter allen Besuchern wird täglich ein Kinderfahrrad von »Kellys Bike« verlost.

www.mondstaubtheater.de

www.maker-faire-sachsen.de

www.fahr-rad-chemnitz.de

sport & freizeit

01

Sa

10.00 Uhr Goldne Sonne, Schneeberg Casting zum Gesangswettbewerb »Erzi-Star 2017« Wer traut sich im Casting vor die Jury? Die erste Hürde im Gesangswettbewerb »Erzi-Star« 2017 nehmen die KandidatInnen bei uns im Haus. Dabei sollten sie stimmlich und charakterlich überzeugen – und sich selbstbewusst präsentieren, um eine Chance aufs Weiterkommen zu wahren.

11.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau 1. Streetfood-Festival In den angesagten Metropolen ist Street Food schon lange nicht mehr wegzudenken! Pommes & Wurst werden durch Delikatessen ersetzt und erheben den Street Food zu einer globalen Bewegung, die auch vor Zwickau nicht halt macht. Bis 22 Uhr erwartet die Besucher ausgefallene und handgemachte Snacks, frische Drinks und eine entspannte Atmosphäre. Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

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So

14.00 Uhr Stadion Zwickau, Zwickau Fussball: FSV Zwickau vs. Hallescher FC Der 30. Spieltag steht ganz im Zeichen des Ostderbys. Ziel ist es ganz klar, die wichtigen Punkte in Zwickau zu halten. Entsprechend wird dringend auf den Heimvorteil gebaut!

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Mi

17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport-AG: Kids&Teens Der Alte Gasometer lädt zum Spiel-und Sportangebot in der Sporthalle der Ditteschule. Im wöchentlichen Wechsel gibt es das Sportangebot mit Fußball und Volleyball. Eintritt ist wie immer frei.

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Foto: c3 GmbH/ Kristin Schmidt

Foto: Philipp Baumgarten

Foto: Troop23 - Jörg Stephan

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Fr-So

19.00 Uhr Mondstaubtheater, Zwickau

STadtleben veranstaltungen

18.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Trommelworkshop für Erwachsene Jeder Mensch hat ein Rhythmusgefühl, das ist angeboren. Der Musiker und Musikpädagoge Andreas Nordheim zeigt Ihnen, dass es Spaß macht, wenn gemeinsame Rhythmen entstehen und Spieltechniken erlernt werden.

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Sa

9.00 Uhr Sporthalle Dieselstraße, Zwickau Landespokal ER im Kunstradfahren Der ESV Lok Zwickau lädt zur Landespokal im Kunstradfahren. Veranstaltung bis ca. 15 Uhr. 14.00 Uhr Stadion Zwickau, Zwickau Fussball: FSV Zwickau vs. AfR Aalen. Die Rot-Weißen freuen sich einmal mehr über zahlreiche Unterstützung der treuen Fans! Denn, die Mannen aus dem Norden fordern Punkte, doch so leicht wollen es ihnen die Zwickauer Ballkünstler nicht machen. 17.00 Uhr Sporthalle Neuplanitz, Zwickau Handball: BSV Sachsen vs. Kurpfalz Bären Unsere Damen vom BSV bekommen Besuch von den wilden Bärinnen. Doch Gastgeschenke sind keine geplant, denn die wichtigen Punkte sollen in Sachsen bleiben! 18.30 Uhr Goldne Sonne, Schneeberg Tanzturnier und

Ballabend Am Start sind diesmal Turniertanzpaare der beiden höchsten Wettkampfklassen Deutschlands, der Sonderklasse und der Klasse A. Von diesen sehr erfahrenen Paaren ist virtuoser Tanzsport in den Standardtänzen zu erwarten. Es ist schon schöne Tradition: das Tanzturnier um den eigens aus Zinn gefertigten Hauptpreis ausgelobten Silberstrompokal der Stadtwerke Schneeberg GmbH.

12

Mi

10.00 Uhr Goldne Sonne, Schneeberg Mats und die Wundersteine Eine Umwelt-Geschichte mit zwei Enden und glücklichem Ausgang erleben Jung und Alt bei der Aufführung »Mats und die Wundersteine« nach dem gleichnamigen Buch von M. Pfister. Worum geht es? Auf einer Felsinsel leben friedlich und zufrieden Mats und andere Felsmäuse. Als Mats einen golden leuchtenden Stein findet, ist bald die Hölle los. Jeder will so einen Stein für seine dunkle und feuchte Höhle. 17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport-AG: Kids&Teens Der Alte Gasometer lädt zum Spiel-und Sportangebot in der Sporthalle der Ditteschule. Im wöchentlichen Wechsel gibt es das Sportangebot mit Fußball und Volleyball. Eintritt ist wie immer frei.

22

Sa

14.00 Uhr Stadion Zwickau, Zwickau Fussball: FSV Zwickau vs. SC Fortuna Köln. Ein Spieleklassiker erwartet die Rot-Weißen, die sich wie immer über zahlreiche Fans freuen! Die närrischen Freunde wollen Punkte sehen, doch da haben sie die Rechnung ohne die Rot-Weißen aus Zwickau gemacht.

23

So

9.00 Uhr Stadion Rot-WeißWerdau, Werdau 39. Werdauer Waldlauf Zum Laufklassiker im Werdauer Wald lädt der SV RotWeiß. So kann der Tag gesund und sportlich starten. 14.30 Uhr Wasserschloß, KlaffenbachSchlossgeflüster »Kling,kling, klingelingeling, so klingt mein Drahtesel« Wissenswertes zur Geschichte des Fahrrads. Das Schlossgeflüster nimmt die Messe Fahr Rad Chemnitz im Wasserschloß zum Anlass, amüsant und heiter mit Machern der Messe und Austellern ins Gespräch zu kommen. Wussten Sie, dass Kronprinzessin Louise viel Ärger bekam, als sie aufs Velo stieg? Es gab und gibt Laufräder, Hochräder, Damenräder, Doppelräder und vieles mehr.

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Mi

17.00 Uhr Sportforum Sojus, Zwickau 1. Stundenlauf Die diesjährige Stundenlaufserie startet erneut im Sojus Eckersbach, zahlreiche Anmeldungen zur traditionellen Laufserie gibt es bereits. Der SV Vorwärts Zwickau freut sich auf Sie. Veranstaltung bis ca. 20 Uhr.

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Do

9.00 Uhr Stadttheater, Glauchau Kinderkino: Wo wohnt der Sandmann? & Der kleine wütende Ritter Der Sächsische Kinder- & Jugendfilmdienst e. V. besucht mit mobiler Vorführtechnik junge Zuschauer in Kitas und anderen Einrichtungen.

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Sa

17.00 Uhr Sporthalle Neuplanitz, Zwickau Handball: BSV Sachsen vs. FSG Mainz 05/ Buchenheim Unsere Damen vom BSV bekommen Besuch aus der Karnevalshochburg. Doch die sollen weder etwas zu singen noch zu lachen haben, denn die Punkte bleiben auch an diesem Spieltag bei den Handballerinnen aus Sachsen.


Foto: c3 GmbH / Kristin Schmidt

Foto: © mattrose.de

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10.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau

Sa-So

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So-Mo 11.00 Uhr Wasserschloß, Klaffenbach

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Di

19.30 Uhr Peter-Breuer Gymn., Zwickau

Zwickauer Ostermarkt

Eier-Caching

100 Tage Trump

An zwei Tagen bietet eine Vielzahl von Händlern, jeweils von 10 bis 18 Uhr, zahlreiche Produkte aus landwirtschaftlichen und gärtnerischen Betrieben, Genuss- und Nahrungsmitteln, kunsthandwerkliche Leistungen und Sortimente sowie Waren des täglichen Bedarfs auf dem Hauptmarkt an. Zudem bereichern verschiedene österliche Produkte, verspielte Dekorationsideen für Haus und Garten sowie frische Leckereien das Angebot. Es warten Osterbackwaren, Osterschmuck, Blumen, Gestecke und viele Kleinigkeiten für ein rundum gelungenes Osterfest.Lassen Sie sich von dem bunten Markttreiben, umrahmt von einem tollen unterhaltsamen Programm für Groß und Klein, mitreißen.

Das Oster-Geocaching-Special im Wasserschloß. Am Ostersonntag und -montag können Besucher rund um das Renaissance-Ensemble auf hightech-gestützte Ostereier-Schatzsuche gehen. Ziel ist es, durch Lösung kniffliger Rätsel und Zahlenspiele einen geheimnisvollen Osterschatz zu finden. Abenteuerlustige können die Schönheit des Schlosses von einem Segway aus genießen. Nach einer kurzen Einweisung in die Funktionsweise der sportlichen Roller durch einen erfahrenen SegwayCoach können die Besucher die dynamischen Gefährte im Hof des Ensembles selbst testen und sich auf einen eigens errichteten Hindernisparcours wagen.

Klaus Prömpers, ehemaliger Leiter der ZDFStudios in Wien und New York lädt zum Vortrag und Diskussion. Er spricht zum Thema »100 Tage Trump – Wie gefährlich ist Trump für die europäische Demokratie?« samt anschließender Fragerunde. Der Blick auf das Ringen um Einfluss und Frieden hinter den Kulissen der Macht ist seit jeher ein Interessenschwerpunkt des ausgewiesenen Sicherheitsexperten. Prömpers beleuchtet in seinen Ausführungen, welche Auswirkungen das Ergebnis der letzten amerikanischen Präsidentschaftswahl nicht nur auf das transatlantische Verhältnis sondern auch auf unser Grundverständnis von Demokratie haben kann.

www.kultour-z.de

www.c3-chemnitz.de

www.zwickauer-demokratie-buendnis.de

dert. Flugschriften schafften Öffentlichkeit – es wurde gestritten, polemisiert und agitiert. Ein Drucker von damals stammt aus Aue: Melchior Lotter. Und wo Geld zu verdienen ist, ist Missbrauch – etwa durch Raubdruck – nicht weit. Es referiert Dr. Lutz Mahnke.

dies & das

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Di

19.30 Uhr Königliches Kurhaus, Bad Elster Cornwall- Im Land der seefahrenden Gärtner Hartmut Pönitz präsentiert in seinem äußerst unterhaltsamen Vortrag ein Reiseziel, welches wohl vor allem durch die bildgewaltigen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen berühmt geworden ist. Dabei beeindruckt Cornwall nicht nur mit berauschender Landschaft sondern auch mit Entdeckungen welche voller Mythen und Legenden stecken.

05

Mi

19.00 Uhr Goldne Sonne, Schneeberg Vortrag: Luther und die neuen Medien Der Reformationserfolg ist ohne neue Drucktechnik nicht denkbar. 95 Thesen, Bibel, Traktate zu Gott und Gesellschaft wurden gedruckt und über Drucke erwi-

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nes insbettzubringenden Kindes wird für den Autor zum Auslöser sein bisheriges Leben zu überdenken.

der berühmten sorbischen Ostereier und nutzen Sie die Gelegenheit zur Ausfahrt mit einer unserer Ponykutschen.

Sa

Do

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Sa

11.00 Uhr Sachsenlandhalle, Glauchau Kreativmarkt In der gemütlichen Atmosphäre der Sachsenlandhalle darf zum 4. Mal auf dem Kunsthandwerkund Kreativmarkt geschaut, geschnuppert, gewühlt, gefragt, gefachsimpelt, geflochten, gesiedet, angeregt, gebastelt, gestrickt, gemodelt, geworben, zugehört, gelacht, gegessen, getrunken, genascht und vor allem auch gekauft werden.

14.00 Uhr Tierpark, Hirschfeld Familienosterfest Hier ist für jeden etwas dabei: Nach der Eröffnung durch die Schallmeienkapelle Reichnbach und der Tiershow »Pipelines Ostertraum« , folgt die Tierparade mit Tiertaufe. Die kleinen Besucher erhalten eine süße Überraschung und können sich kreativ beim Umweltwiesel betätigen. Außerdem gibt es Kutschfahrten und Ponyreiten.

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Mo

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20.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg B. Reiseerzählung: »Eine Million Minuten« Die wahre Geschichte einer Familie, in der sich ein Vater von den Träumen seiner Tochter anstecken lässt, sich von seiner Karriereplanung verabschiedet, und vier Menschen die Reise ihres Lebens machen. »Ach Papa, ich wünschte wir hätten eine Million Minuten«, dieser Satz sei-

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14.00 Uhr Tierpark, Hirschfeld Musik mit viel Gefühl Erleben Sie gemeinsam mit der Familie einen bunten Nachmittag mit viel musikalischem Gefühl. Denn Eddy Soto spielt auf. Bestaunen Sie die Herstellung

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16.00 Uhr Stadtbibliothek, Zwickau Vorlesepaten: »Von Osterhasen und Angsthasen. Die Geschichte eines mutigen Hasenmädchens« Rosi darf in diesem Jahr Osterhäsin für die Menschen sein! Doch Rosi will nicht. Warum die anderen Hasen sie deshalb Angsthäsin nennen, und wie Rosi sie vom Gegenteil überzeugt und dabei doch zur Osterhäsin wird, das erzählt die Geschichte.

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19.30 Uhr Königliches Kurhaus, Bad Elster Kiew-Tschernobyl: Halbwertzeit Ukraine Die Dia-Show erzeugt an diesem Abend einen äußerst atmosphärischen Vortrag. Radioaktive Halbwertzeit trifft auf luftballonschwingende Jugendliche in Blau-Gelb. Letzter Satz des Guide nach der Tschernobyl-Tour: »See you after the next desaster!«

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Sa

9.00 Uhr Sachsenlandhalle, Glauchau Kinderartikelbörse Gebrauchte Kinderartikel zu kleinen Preisen, organisiert vom Sozialevent e.V. Zwickau Verein für soziale Projekte. 11.00 Uhr Stadthalle, LimbachO. 2. Designmarkt Beim 2. Designmarkt haben Aussteller wieder die Chance, ihre Waren direkt an den Kunden zu bringen. Und auch die Besucher haben die einmalige Möglichkeit, Produkte mit einem ganz individuellen Design zu begutachten und zu kaufen.

obwohl sie immer kritisch gegenüber dem Polizeistaat des Ex-Diktators Mubarak waren. Sie haben für die Freiheit sowohl gesungen als auch gekämpft. Der Referent ist selbst Ägypter und berichtet mit Video- und Bildmaterial über den Aufstand in Ägypten 2011.

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13.00 Uhr KFZ-Werk »Ernst Grube«, Werdau 20. IFA-Oldtimertreffen Von Freitag bis Sonntag trifft sich alles was Rang, Namen und vorallem einen Oldtimer hat in Werdau. Ob Oltimer-Teilemarkt, Kinderkarussel, Kran-und Busfahrten, hier wird für jeden etwas geboten. Musikalische Unterstützung erhält die Veranstaltung von der Heinz-Band. Drei Tage in denen sich die Welt um die Oldtimer dreht. Samstag 8 bis 24 Uhr, Sonntag 8 bis 14 Uhr.

29 19.00 Uhr Fanprojekt Zwickau e.V., Zwickau Lesung: Vom Stadion zum Tahrir-Platz »Kairo 2011 – Die Rolle der Ultras beim Aufstand in Ägypten« Die Ultras-Gruppen in Ägypten haben sich von Anfang an als apolitische Gruppen erklärt,

Fr

Sa

15.00 Uhr Messe, Chemnitz Nachtflohmarkt »Trödeln macht glücklich« Seit mehreren Jahren ist der Chemnitzer Nachtflohmarkt Kult und ein Muss für alle Trödelfans. Stöbern und finden Sie alte Raritäten, wahre Hingucker und neu entdeckte Schätze.

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« H i ghl i ghts des m o nats

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Die Poesie der Bewegung M atth i as M arkste i n / /

Eigentlich sei er recht spät zum Tanzen gekommen, erzählt uns Matthias Markstein. Erst mit vierzehn, fünfzehn Jahren begann er aktiv mit dem Training. »Ich war damals in einer sehr kreativitätfördernden christlichen Gemeinde aktiv und die haben Künstler aus ganz Europa und sogar aus Amerika ›rangeholt‹, um Workshops zu geben. Zu diesem Zeitpunkt war ich eigentlich mehr auf den Gesang orientiert.« Doch die »Spezies« der Künstler habe ihn schon immer fasziniert, ergänzt er lächelnd. »Ich stand schon immer auf den ›Lifestyle‹, der sich dahinter verbarg, habe aber auch schon früh den künstlerischen Austausch bewusst gesucht. Letztendlich bin ich zwar beim Tanz gelandet, weil ich da eine Begabung entdeckt habe und man mir gesagt hatte: ›Jetzt bist du jung, jetzt mach mal!‹, aber prinzipiell war es diese Mystik um das ›Künstlersein‹, welche den Auslöser setzte, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen.« Natürlich gehöre es auch dazu, bis zu einem gewissen Grad, ein »Fachidiot« zu werden, wenn man sich für eine solche Ausbildung entscheidet, resümiert er nachdenklich. Immerhin beschäftige er sich seit nunmehr über zwanzig Jahren nur mit dem Tanzen. Angefangen vom »Gang« nach Leipzig als Fünfzehnjähriger, wo er seine Tanzausbildung an der Ballettschule der Leipziger Oper begann, über die Aufnahme des Diplomstudiengangs Bühnentanz an der bekannten Palucca Hochschule für Tanz in Dresden und den Ergänzungsstudien im Fach Tanzpädagogik, hin zum momentanen Studium der Laban-Bartenieff Bewegungsanalysen bei EUROLAB Berlin. Das Handwerk hat er von der Pike auf gelernt und über Jahre als Profitänzer in unzähligen zeitgenössischen und neoklassischen Aufführungen erfolgreich umgesetzt. Sehen konnte man ihn unter anderem in tradierten Stoffen, wie »Romeo und Julia«, »Giselle« oder auch »Der Tod und das Mädchen«.

Foto: Bernd Hentschel

Ob Dresden, Rom oder Beijing, Matthias Markstein ist als Tänzer, Tanzpädagoge und Choreograf bereits weit herumgekommen. Warum es ihn nach gut 15 Jahren dennoch wieder in seine Heimat zurückverschlagen hat, erzählte er KOMPASS in einem Gespräch über die Poesie der Bewegungen.

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Stadtleben K unst & K ultur

M atth i as M arkste i n »


Kreativität und Austausch

Matthias Markstein Tänzer, Tanzpädagoge und Choreograf. Foto: Bernd Hentschel

Heute stehen für ihn klar die künstlerischen Berührungspunkte im Vordergrund, die Kreativität, denn als Tänzer hat er sich eher als ausführendes »Organ« empfunden. »Meine eigentliche Grundmotivation war schon immer, Raum für Austausch zu schaffen. Ich bin, auch als Pädagoge, glaube ich, sehr am Menschen orientiert und sehe in der Tanzkunst viel mehr als ›nur‹ künstlerisches Know-how, sondern suche nach der Verbindung zu Emotionen, zu kognitiven, sozialen und kommunikativen Prozessen. Die Fragestellung: ›Was kann eigentlich Tanz bewirken und was macht das mit dem Menschen?‹, ist es, die mich bewegt.« In seiner Zeit als Lehrender an der staatlichen Kunsthochschule stand natürlich anderes im Vordergrund, »da müssen handwerklich versierte und absolut fundierte Tänzer herauskommen, die an jedes Theater gehen können. Da ist natürlich die Körperarbeit sehr präsent.« Sechs Jahre unterrichtete der ehemalige Palucca-Schüler und Profitänzer die aufstrebenden Eleven der renommierten Dresdner Hochschule in Zeitgenössischem Tanz, Improvisation, Repertoire und kreierte zahlreiche Choreografien. Sechs Jahre, in denen er, zeitlich bedingt, selber kaum noch auf der Bühne stand.

Jetzt ist Matthias Markstein auch auf der Bühne zurück, doch seine Sichtweise auf den Tanz hat sich geändert. Er wird als Performer heute anders arbeiten. Es gehe eben für ihn nicht mehr darum, ein Repertoire stupide auswendig zu lernen, es gehe vielmehr um den Austausch, und darum, selber kreativ zu werden. Doch dafür braucht man eben auch ein gewisses Alter, reichlich Bühnenerfahrung und die verschiedenen »Inputs«, die Begegnungen über die Jahre mit sich bringen, ist sich der 36-Jährige sicher. Er nennt es verkörperlichtes Wissen. Und auch, wenn er irgendwann vielleicht keine »Stunts« mehr machen kann, »wird aber die Komplexität, also alles das, was in der dargestellten Bewegung drin ist, zehnmal reflektierter und intensiver sein und das sieht man.« Auch seine Arbeit als freischaffender Tanzpädagoge und Choreograf beeinflusst diesen Prozess. Der weitgereiste Hartensteiner leitet Workshops weltweit. Ob in Chita (Sibirien), Beijing, Rom oder Stockholm, seine Kurse in Zeitgenössischem Tanz und Improvisation sind gut besucht.

Friendly Fire Aufführung der Nordwest Tanzcompanie Oldenburg, Choreografie: Jan Pusch 2009. Foto: Andreas J. Etter

Einem Workshop verdankt er übrigens auch die bereits seit 2010 bestehende Zusammenarbeit mit dem Mondstaubtheater in Zwickau. Er unterrichtete damals im Rahmen der Sommertanztage in Erfurt, als Gabriele Bocek, die künstlerische Leiterin des Zwickauer Ensembles, einen seiner Kurse besuchte. Natürlich wusste die Tanzpädagogin um den Lebenslauf des jungen Workshopleiters und dem Bezug zu seiner Heimatregion. Eine sofortige Zusammenarbeit war zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich, zu eingespannt war Markstein beruflich. Doch die Zwickauerin ließ nicht locker, lächelt der smarte Mittdreißiger »und dafür bin ich sehr dankbar«. Und, für den einen oder anderen Workshop im Bereich Improvisation des Mondstaubtheaters fand der vielbeschäftigte Tanzpädagoge auch damals schon »Muse« und so verwundert es nicht, dass er, wie er es charmant beschreibt, auch schon bei der Erfolgsproduktion »Lebenslänglich« im Jahr 2012 »einen Blick« auf die Choreografie hatte.

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moNdsTAUbTHEATER: köRPER. im letzten Jahr war es endlich soweit, die erste abendfüllende Produktion »Körper« feierte Premiere. Gemeinsam mit Sylvia Lemma-Hermann als Dramaturgin und dem Arbeitskreis für moderne instrumentalmusik aus Plauen entstand ein Tanzstück, welches die Widersprüche, die sich in unserem Körper verbinden, erforscht. Die sechs Tänzerinnen des Mondstaubtheaters tasten sich dabei in Bewegungen und Bildern an die alltäglichen körperlichseelischen Prozesse heran, die zwar jeder kennt, die aber oft unerklärlich scheinen. Dass die Performer im Mondstaubtheater zumeist keine ausgebildeten Tänzer sind, macht die inszenierung für Matthias Markstein besonders interessant und natürlich sei die Herangehensweise eine andere. »Wir machen zwar auch Körperarbeit, aber natürlich geht es da nicht um körperliche Perfektion, da ist vielmehr die künstlerische Auseinandersetzung interessant. Es geht um performative Prozesse. Wie setzt sich der Mensch selber in Szene, im Zusammenhang mit Musik, mit Raum und dem Thema.« Für Matthias Markstein ein Geschenk, wie er selbst sagt. »Na, natürlich ist es toll, mit Profitänzern zu arbeiten, weil sie körperlich viel mehr an verschiedenen Bewegungselementen für ein bestimmtes Thema anbieten können. Wiederum ist das Problem, dass wir als professionelle Tänzer oft sehr entkoppelt sind, von dem, was Bewegung mit uns tut. ›Laien‹ hingegen haben oft den direkteren, inneren Zugang zur Bewegung. Die Bewegungen wirken unmittelbar auf sie und dieses Unmittelbare erzählt oft viel mehr. Darüber hinaus bestechen die Darsteller für mich durch ihre Präsenz, Sensibilität und breiten künstlerischen Erfahrungsschatz.« Der Erfolg gibt dem Ensemble recht, das Tanzstück erfreut sich auch über die sächsischen Landesgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Übrigens, auch im kommenden Jahr ist eine weiterführende Zusammenarbeit zwischen Matthias Markstein und dem Zwickauer Ensemble geplant: »Derzeit machen wir uns ernsthaft Gedanken für 2018«, lächelt der charismatische Tanzpädagoge vielsagend, doch zuviel will er noch nicht verraten.

Romeo und Julia Tanzabend von Hans Henning Paar nach der Tragödie von W. Shakespeare zur Musik S. Prokofjews., Tanztheater Münster, 2016. Foto: Oliver Berg

Zwischenzeitlich haben interessierte letztmalig zum Abspielwochenende am 20. und 21. Mai die Gelegenheit, dem szenischen Stück über die Einheit von Psyche und Physis einen Besuch abzustatten und die Erfolgsinszenierung »Körper« im Alten Gasometer zu genießen.

Text: JoKri

Info: www.mondstaubtheater.de

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STaDTleBen K U N S T & K U LT U R

« M AT T H i A S M A R K S T E i N


VoN zWIckAU NAcH VIETNAm IN UNTER EINER sTUNdE IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN INDIEN UND CHINA VON 30 000 V.H. BIS INS 20. JAHRHUNDERT

DiE PERLENFiSCHER Oper von Georges Bizet 1|2

Vietnam ist als Reiseziel besonders für Menschen interessant, die es exotisch und ursprünglich haben wollen. Viel Dschungel, viel Küste, günstige Preise. Schlagende Argumente, die schon viele dazu bewegt haben, sich den Strapazen eines 13-Stunden-Fluges auszusetzen. Was bei solchen Reisen aber meistens zu kurz kommt ist sich eingehend mit der Kultur des Landes zu beschäftigen. Das ist nun vor der eigenen Haustür möglich. in Sachsens Archäologiemuseum »smac« dreht sich alles um den langgestreckten Küstenstaat. Die Sonderausstellung »Schätze der Archäologie Vietnams« erzählt die Kulturgeschichte der südostasiatischen Republik. Ausgrabungsfunde illustrieren die Entwicklung von der Steinzeit bis in die jüngere Vergangenheit, darunter wertvolle objekte aus UNESCo-Kulturerbestätten wie der zentralvietnamesischen Tempelstadt My Son und der Zitadelle Thang Long in Hanoi. Ein 360°-Panorama beamt den Besucher mitten in eine Tempelstadt. Modelle lassen die ursprüngliche Pracht der Anlagen mit den dekorativen Reliefs an den Fassaden erahnen. Tiere und Fabelwesen spielen hier und in den Mythen des vergangenen und heutigen Vietnams eine zentrale Rolle. Sie sind auch Akteure im berühmten Wasserpuppentheater, das in der Ausstellung zu sehen und zu hören ist. Es gibt also viel zu bewundern und auszuprobieren. So kompakt konnte eine Urlaubsreise selten vor- oder nachbereitet (oder sogar ersetzt) werden! Ein besonderer Höhepunkt für Familien ist die am 23. April stattfindende musikalische Märchenerzählung aus Vietnam und den Tanzwütigen unter den Besuchern sei die »Panasiatische Clubnacht« mit LiveActs, DJs und Videoperformance am 22. April ans Herz gelegt. 3

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SCHÄTZE DER ARCHÄOLOGIE VIETNAMS 31.03. – 20.08.2017 smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz Stefan-Heym-Platz 1 09111 Chemnitz www.smac.sachsen.de

Pflicht und Neigung, Liebe und Freundschaft im exotischen Ambiente des indischen ozeans, dazu berückend schöne Musik des späteren Carmen-Komponisten Georges Bizet. Zurga, Anführer der Perlenfischer auf Ceylon, schwur einst mit seinem Jugendfreund Nadir, nicht um Leïla zu werben, in die sie sich beide verliebt hatten. Nun sind die Fischer auf dem Meer und eine verschleierte Jungfrau betet für eine ruhige See. Nadir erkennt in ihr Leïla. Jegliche Gefahr missachtend will er sie zur Flucht überreden. Doch das Paar wird entdeckt. Zornig verlangen die Perlenfischer den Tod der beiden. Kurz vor der geplanten Hinrichtung greift Zurga ein. Georges Bizets erste große oper hat weit mehr als das beliebteste opernduett des 19. Jahrhunderts Dort in des Tempels Grunde zu bieten. Genießen Sie Arien und Duette voller Feuer und Farbenreichtum. Ein exotischer operntraum. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Lutz de Veer und in der inszenierung von Jürgen Pöckel spielen und singen Chrissa Maliamani (Leïla), Jason Kim (Nadir), Shin Taniguchi (Zurga) und viele andere. Die Ausstattung übernimmt Andrea Hölzl.

Fotos: 1 | LWL-Museum für Archäologie, S. Leenen 2 | Truong Van Thang 3 + 4 | Nguyen Quóc Bình, Nationalmuseum für Geschichte Vietnams, LWL-Museum für Archäologie, S. Leenen

In Plauen ab 1. April im Vogtlandtheater und in Zwickau ab 28. April im Konzertund Ballhaus Neue Welt.

www.theater-plauen-zwickau.de Theater Zwickau 0375 27 411 4647/4648

Text: smac

Vogtlandtheater Plauen : 03741 2813 4847/4848

Info: www.smac.sachsen.de

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AU S S T E L L U N G | T H E AT E R

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Die erste Assoziation, die einem in den Sinn kommt, wenn man an Fenster aus Holz und Russland denkt, sind russische Märchenverfilmungen: Die Babuschka öffnet zu Beginn das Fenster und erzählt den Märchenanfang, bevor der Zuschauer in die Szenen mit Hexe Baba Jaga und weiteren Märchenfiguren eintauchen kann. Typischerweise haben diese Fenster einen aufwendig geschnitzten Holzrahmen, der eine kunsthandwerkliche Besonderheit in russischen Kleinstädten und Dörfern darstellt.

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KunST & KulTur T H E M A

RUSSiSCHE VoLKSKUNST »


fENsTER

zUR WELT

RUSSiSCHE VoLKSKUNST ViRTUELL KoNSERViERT //

Museen konservieren objekte, uM sie vor DeM vergessen zu beWahren. Das MuseuM eines russischen Projekts ist jeDoch nur virtuell iM internet verfügbar. Der russische fotograf IVAn HAFIZoV hat Das Projekt gegrünDet, uM ein russisches kunsthanDWerk vor DeM vergessen zu beWahren. es geht Dabei uM fenster, besser gesagt uM eine russische traDitionelle fensterDekoration.

DAS VIRTUELLE MUSEUM - VIRTUAL MUSEUM OF DECORATED WINDOWS ivan Hafizov gründete das Projekt Nalichniki.com, welches das Kunsthandwerk der holzgeschnitzten verschlungenen Fensterdekorationen, Nalichniki genannt, als virtuelles Museum konserviert. Er hält die Fensterrahmen der alten Holzhäuser in seinen Fotografien fest und stellt sie online aus. Die Fensterrahmen nach russischem Kunsthandwerk sind von besonderem Reiz und Anmut. Einfache Fensterverschalungen wurden mit dieser reichen Holzschnitzerei dekorativ aufgewertet. Die Zierleisten umschließen das gesamte Fenster und bilden einen außergewöhnlichen Rahmen. Jedoch droht diese Tradition zu verschwinden. Tausende von Fotos hat der russische Fotograf in den letzten Jahren in seiner Galerie gesammelt, die er auf Reisen durch das Land mit seiner Kamera einfing. Seine Hoffnung ist, das interesse an diesen historischen Relikten wieder zu erwecken. Denn die heutige Bauweise in den Städten richtet sich nach europäischen Vorbildern und der traditionelle Stil russischer Architektur verschwindet. Seine fotografischen Schätze protokolliert er auf der Webseite, aber auch in den sozialen Medien wie instagram und Facebook.

NALICHNIKI Der Begriff Nalichniki bezeichnet die kunstvoll verzierten Holzschnitzereien, die mit den Fensterläden verbunden sind und sich an traditionell verzierten Fenstern von Holzhäusern befinden. Sie unterscheiden sich weitgehend in Stil und Farbe. So unterschiedlich die Fensterverzierungen auch sein mögen, so haben sie eines gemeinsam, die russische Sprache, so ivan Hafizov. Das bedeutet, dass diese Verzierungen in ganz Russland, von Moskau bis Wladiwostok, zu finden sind. in Collagen zusammen gestellt, werden der ganz eigene Stil und die Farbpalette jeder Stadt deutlich. Dabei ähneln sich die Stile der jeweiligen Stadt. Der Grund ist simpel: offensichtlich wollten die Bewohner kein Design, welches sich von den anderen Häusern in der Nachbarschaft unterscheidet.

Fenster zur Geschichte Nalichniki – eine besondere russische Fensterdekoration, bemalt oder unbemalt finden sich Anklänge an kunsthistorische Stile wie Barock oder Empire. li.: Ivan Hafizov, Fotograf und Gründer des Projekts.

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UNERFORSCHTE RUSSISCHE VOLKSKUNST Nalichniki ist ein gänzlich unerforschtes Feld der russischen Volkskunst. Die Art des Kunsthandwerks war Ende des 19. Jahrhunderts sehr verbreitet, wurde aber nicht als Besonderheit wahrgenommen. Es gab wissenschaftliche Forschungsgruppen, wie »Ropetovschina« (benannt nach dem Architekt, i.P. Ropet, der den sog. pseudorussischen Stil erschuf). im Großen und Ganzen jedoch hat niemand jemals versucht diese kunsthandwerklichen objekte zu konservieren und sich der Fensterverzierungen wissenschaftlich anzunehmen. Erst seit Kurzem befasst man sich mit der Kunst dieser Holzschnitzerei näher. Der genaue Ursprung der Dekoration ist nicht bekannt. Vermutlich haben die Verzierungen der Fensterrahmen heidnische Ursprünge, die demnach die Bewohner vor bösen Geistern schützen sollen. Bedingt durch Kriege, Hausaufgabe oder Zerstörung sowie die Fragilität der Holzornamente machen die Verzierungen zu einem aussterbenden Element der russischen Volkskunst. Die Vielfalt macht die Nalichniki zu einem faszinierenden Forschungsgebiet, so Hafizov. Aus diesem Grund heraus machte sich Hafizov auf den Weg, um die Fensterrahmen vor ihrem Verschwinden mit seiner Kamera festzuhalten und zu dokumentieren. Er hofft, dass er so viele wie möglich in seinem Fotoarchiv konservieren kann. Lokale Traditionen sind, im Gegensatz zu Großstädten, in kleineren Städten stärker verwurzelt, was zur positiven Folge hatte, dass die Tradition dieser Holzschnitzerei gepflegt wurde.

Kultur bewahren mi.: Hafizov bereiste bisher 20 russische Regionen, um die Fensterverzierungen zu fotografieren. Jährlich wird ein Kalender mit Collagen der beeindruckendsten Nalichniki herausgegeben.

TIPP

Der Großteil der Rahmen kann bzw. konnte aus verschiedenen Gründen leider nicht bewahrt werden. Der Hauptgrund ist das fragile Material an sich – Holz als Baumaterial verfällt mit der Zeit, wenn es nicht gepflegt wird. Viele Holzhäuser wurden von ihren Besitzern verlassen und verfallen seit Jahren. Von einigen Gebäuden existieren nur noch Bilder, da die Häuser abgerissen wurden.

Wer russische Volkskunst im Original besichtigen möchte, muss nicht unbedingt nach Russland reisen. Im Norden von Potsdam gibt es ein historisches Relikt aus dem beginnenden 19. Jahrhundert zu besichtigen: die Kolonie Alexandrowka. 1826/27 ließ Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Erinnerung an die Verbindung und Freundschaft zu Zar Alexander I. von Rußland, nach dessen Tod 1825, dieses Denkmal errichten und verlieh ihm den Namen Alexandrowka. Die Kolonie zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. In einem der Häuser wurde ein Museum eingerichtet, wo sich der Besucher in die Historie der Siedlung sowie der Architektur der Blockhäuser vertiefen kann.

Das Projekt hat sich zum Ziel genommen, Bilder dieser Fensterverzierungen aus allen Regionen Russlands sowie auch aus benachbarten Ländern (in Weißrussland und Kasachstan sind solche Fensterrahmen ebenso bekannt) zu sammeln, zu klassifizieren und damit zu konservieren. Text: Sandy Alami

Foto: Ivan Hafizov

Info: www.nalichniki.com

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ZWICKAU 11.08.17

FR. 19.30 UHR • Freilichtbühne

Tickets: alle bek. VVK-Stellen, Infos: www.highlight-concerts.com 04 17

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KunST & KulTur T H E M A

« RUSSiSCHE VoLKSKUNST


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DEUTSCHES HYGIENE-MUSEUM

EINE SONDERAUSSTELLUNG IM DEUTSCHEN HYGIENE-MUSEUM Viele Menschen denken, dass die Scham ein Gefühl von gestern ist, die in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft keinen Platz mehr hat. Und es stimmt ja auch: Bilder nackter Körper umgeben uns an jeder Ecke, in den sozialen Medien geben die Leute ihre intimsten Geheimisse preis und mit großer Begeisterung fremdschämt man sich vor der Glotze für die Peinlichkeiten anderer. Scham – das war einmal.

SCHAM

Foto: © courtesy of the artist

Foto: © Polizeihistorische Sammlung Berlin

100 GRÜNDE ROT ZU WERDEN AUSSTELLUNG 26.11.2016 – 5.6.2017

Die Grundthese der aktuellen Sonderausstellung im Deutschen HygieneMuseum ist aber eine andere: Scham hat nicht an Bedeutung verloren, sondern lediglich ihre Gestalt verändert. Psychologie oder Soziologie haben sie inzwischen als ein zentrales Gefühl bei der Entwicklung unserer Persönlichkeit entdeckt. Auch geht man heute davon aus, dass die Regeln einer Gesellschaft kaum befolgt würden, wenn die Menschen nicht über die Fähigkeit zur Scham verfügen würden. Das Verhältnis des Einzelnen zur Gruppe, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Norm und Abweichung – all diese sozialen Bestimmungen lassen sich nur wahrnehmen, wenn man in der Lage ist, sich zu schämen.

Deutsches Hygiene-Museum Lingnerplatz 1, 01069 Dresden noch bis zum 5. Juni 2017 Eintritt: 8 €, ermäßigt 4 € dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr Text: DHMD

Info: www.dhmd.de

Foto: © Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin

Scham spielt auch in den aktuellen politischen Debatten eine Rolle: »Schämt euch!« lautet ein Vorwurf gegen Politiker, die sich vermeintlich von den Wünschen der Bürger entfremdet haben, oder gegen Manager, die sich hemmungslos bereichern. Was aber begründet die Normen, die hier offenbar zugrunde gelegt werden? Die Ausstellung nähert sich dem Phänomen Scham aus den unterschiedlichste wissenschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Perspektiven. in einem Parcours von einhundert Gründen und Anlässen der Scham beleuchtet sie dieses schillernde Grundgefühl unserer Existenz – vom trivialen Pups im falschen Moment bis hin zur philosophischen Scham darüber, einer Gattung anzugehören, die zum Massenmord fähig ist.

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Foto: cocozero / shutterstock.com

Ein buch, ein New York L i T E R AT U R P R o J E K T / /

EIN LESEZIRKEL FüR NEW York – so Die iDee hinter DeM literaturProjekt »one book, one neW York«. Wie Das ganze funktioniert, Was unD Wer Dahinter steckt, Was Das ganze bezWecken soll unD Was ProMis Wie »shaMeless« -star WilliaM h. MacY DaMit zu tun haben.

Ein Buch, alle New Yorker Das Projekt »One Book, One New York« will die New Yorker zum gemeinsamen Lesen eines einzigen Buches animieren. Funktioniert das Projekt dieses Mal, werden die New Yorker einen Monat lang überall in der Stadt ein Buch lesen. Fotos: Jorge Royan / wikipedia.org | Michael Tapp / flickr.com

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KunST & KulTur T H E M A

EiN BUCH FÜR NEW yoRK »


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ie New Yorker sollen lesen. Und zwar alle das gleiche Buch. Anschließend sollen sie sich darüber austauschen. So die Idee von New York City Bürgermeister Bill de Blasio (55), der das Literaturprojekt für die Weltstadt ins Leben gerufen hat. Ein ähnliches Projekt sollte es bereits vor 15 Jahren geben. 2002 scheiterte die Idee jedoch, weil man sich nicht auf ein Buch einigen konnte. Den Februar über konnten die Bürger der Millionenmetropole nun darüber abstimmen, welches von fünf zur Auswahl stehenden Büchern sie alle den März über lesen wollen. Klappt das mit dem Bücherauswählen und parallelen Lesen, sollen die Bürger anschließend bei Veranstaltungen in den fünf Stadtteilen über das Werk diskutieren. Die Auswahl der Bücher wurde übrigens von fünf Promis getroffen.

Fünf Promis, fünf Bücher

»Between the world and me«

»orange is The New Black«-Star Danielle Brooks (27) entschied sich für »Between the World and Me« (deutscher Titel: »Zwischen mir und der Welt«) von Ta-Nehisi Coates (41). Warum? Nach Meinung des Serienstars ist das Werk »heute relevanter als jemals zuvor.« Coates thematisiert darin den alltäglichen Rassismus gegen Afroamerikaner in den USA. Der Autor wurde 2015 mit dem National Book Award ausgezeichnet und war einer der Finalisten um den Pulitzer-Preis 2016. Fotos: Peabody Awards / flickr.com | Hanser Literaturverlage

»Americanah«

r is... And the winne von Chima« ah an ic »Amer ichies. Ad i oz manda Ng

Brooks Schauspielkollegin Bebe Neuwirth (58) zeigte sich besonders begeistert von Chimamanda Ngozi Adichies (39) »Americanah«. Die Nigerianerin erzählt eine Liebesgeschichte, die für den »Celebrity – Schön. Reich. Berühmt.«-Star »der Knockout der Romane« ist, »geschrieben von einer der fantastischsten weiblichen Stimmen der Belletristik heutzutage.« Fotos: Viva Vivanista / Rob Rich / flickr.com | Fischerverlage

»The Sellout«

Ähnlich begeistert zeigt sich auch »Breaking Bad«-Star Giancarlo Esposito (58) von Paul Beattys (54) Roman »The Sellout«, in dem ein Schwarzer die Sklaverei wieder einführen möchte. Mit der »scharfen und beißenden« Satire bringe Beatty seine Leser »zum Lachen und zum Denken«, verspricht Esposito und entscheidet sich klar für das Werk des Man-Booker-PrizeGewinners. Fotos: Genevieve / flickr.com | Book Cover Archive / Picador

»A Tree Grows in Brooklyn«

Wie in der Serie »Shameless«, thematisiert auch das Buch »A Tree Grows in Brooklyn« (deutscher Titel: »Ein Baum wächst in Brooklyn«) von Betty Smith (70) eine unterprivilegierte Familie mit ihren alltäglichen Problemen. irgendwie kein Wunder, dass »Shameless«-Star William H. Macy (66) sich gerade für den prämierten Klassiker aus dem Jahr 1945 entscheidet. Fotos: Gordon Correll / flickr.com | Perennial Classics / For Books Sake

»The brief wondrous Life of Oscar Wao«

Comedian Larry Wilmore (55) setzt bei seiner Buchwahl ebenfalls auf einen, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten, Roman. in »The brief wondrous Life of oscar Wao« (deutscher Titel: »Das kurze wundersame Leben des oscar Wao«) erzählt Junot Díaz (48) eine Familiensaga amerikanischer immigranten aus der Dominikanischen Republik. Wilmore preist das Buch als großartige »Geschichte über ein übergewichtiges Kind, das sich für Science Fiction interessiert und verzweifelt auf der Suche nach Liebe ist«, an. Fotos: Gage Skidmore / flickr.com | Fischerverlage

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»One Book, One New York« wird auf Twitter gefeiert

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s scheint so, als käme das Literaturprojekt in diesem Jahr richtig gut an – und das sicher nicht nur wegen seiner prominenten Unterstützer. Unter dem Hashtag »#OneBookNY« teilen diverse Medien und Privatpersonen ihre Meinung zum New Yorker Ein-Buch-Projekt mit. So schreibt ein User etwa: »Literatur für den Zusammenhalt. Gute Idee!« Und eine andere Userin »kann es kaum noch erwarten, dass New York den Gewinner aussucht.« Die Dame ist in Las Vegas, liest aber »aus Solidarität« mit. Und sie ist nicht die Einzige. Ein anderer Tweet lautet: »Ich wohne nicht in New York, aber ich möchte unbedingt Teil von #OneBookNY sein. Ich werde einfach lesen, was auch immer sie aussuchen (obwohl ich sie alle schon gelesen habe).« Und ein weiterer User »liebt das Konzept« einfach.

Klingt, als könnte die Idee des städtischen Buchclubs nun auch in New York ein voller Erfolg werden. Andere US-amerikanische Städte haben es übrigens bereits vorgemacht. So startete die Idee des einen Buchs für eine gesamte Stadt bereits 1998 mit dem Projekt »If All of Seattle Read the Same Book«. Wie auch in New York heute standen damals die Gemeinschaft und die Förderung der Literatur im Fokus. Über 400 Projekte dieser Art folgten. Unter anderem in San Francisco 2005, in Boston 2010 und im gesamten Staat Connecticut 2002.

Auch in anderen Ländern fand die Idee Anklang. So initiierte etwa die britische Stadt Brighton die »City Reads«, eine einem Festival gleichende Veranstaltung, bei der nicht nur ein Buch gelesen, sondern zusätzlich in Workshops und anderen Veranstaltungen zelebriert wird.

Gemeinsam lesen Zusammenhalt und Miteinander sind die Grundgedanken hinter »One Book, One New York«. In anderen Städten war das Projekt bereits sehr erfolgreich. Foto: Diliff / wikipedia.org

Zeichen setzen für den Eine-Welt-Gedanken

Text: Anna Wengel

Info: #OneBookNY

»One Book, One New York« soll die Menschen zusammenbringen, der Zusammenhalt in der Millionenmetropole gestärkt und das Lesen gefördert werden. Gerade in Zeiten, in denen Mauern und Migranten-Ausweisungen zu Angstthemen avancieren, braucht es diese kleinen Zeichen des Miteinanders, der Solidarität füreinander. Genau diese Projekte sind es, die kleine Zeichen setzen für den Eine-Welt-Gedanken und für die Kultur. Jeder kann an ihnen teilhaben, unabhängig von Alter, Herkunft oder Kontostand.

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KunST & KulTur T H E M A

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KINO Ab 13. April im Kino

The Birth of a Nation- Aufstand zur Freiheit erzählt die wahre Geschichte von Nat Turner (Nate Parker), einem gebildeten Sklaven und Prediger, angesiedelt im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika, 30 Jahre vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs. Sein vom Bankrott bedrohter Besitzer Samuel Turner (Armie Hammer) nimmt das Angebot an, Nats Fähigkeiten als Prediger einzusetzen, um beruhigend auf rebellische Sklaven einzuwirken. Als Nat im Zuge seiner Tätigkeit Zeuge unzähliger Grausamkeiten wird – gegen ihn selbst, seine Frau Cherry (Aja Naomi King) und befreundete Sklaven, zettelt er einen Aufstand an, in der Hoffnung, sein Volk in die Freiheit zu führen. Der von Turner initiierte Aufstand ist eine der wichtigsten und wegweisenden Rebellionen gegen die Sklaverei in der amerikanischen Geschichte, dennoch war sie noch nie auf der Leinwand zu sehen. Für einige umstritten, für viele inspirierend stehen Werk und Leben von Nat Turner nun im Zentrum. Bis dato war er primär Held eines Volksmärchens, eine literarische Figur, Protagonist von Dokumentarfilmen und eine historische Randnotiz. Fotos: ©2017 Twentieth Century Fox

KINO

DVD

Ab 27. April im Kino

Ab 7. April im Handel

Ab 21. April im Handel

Unforgettable: Tödliche Liebe

Die Medici: Herrscher von Florenz

Gleißendes Glück

Tessa Connover (Katherine Heigl) leidet immer noch darunter, dass ihre Ehe gescheitert ist, als ihr Ex-Mann David (Geoff Stults) sein neues Glück findet und sich mit Julia Banks (Rosario Dawson) verlobt. Damit zieht Julia nicht nur in das Haus, das Tessa und David gemeinsam bewohnt haben, sondern sie mischt sich auch ins Leben ihrer gemeinsamen Tochter Lilly (isabella Rice) ein. obwohl es für Julia gar nicht so leicht ist, ihre neue Rolle als Ehefrau und Stiefmutter zu definieren, ist sie dennoch davon überzeugt, den Mann ihrer Träume gefunden zu haben, weil er ihr helfen wird, ihre eigene traumatische Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch Tessas Eifersucht steigert sich bald zur Besessenheit: Sie schreckt vor nichts zurück, um Julias Traum in den ultimativen Albtraum zu verwandeln. Foto: © 2017 Warner Bros. Pictures Germany

Florenz, 1429: Giovanni de‘ Medici (Dustin Hoffman), der einflussreiche Patriarch der Familie, ist gestorben und nun muss sein Sohn Cosimo de‘ Medici (Richard Madden) die Rolle des Familienoberhauptes übernehmen. Neben dieser Herausforderung gibt es jedoch noch eine weitere: Außerhalb der Familie weiß niemand, dass Giovanni ermordet wurde und Cosimo setzt alles daran, den Mörder seines Vaters zu finden. Bald geht es somit nicht mehr nur um die Vormachtstellung der Medicis, sondern auch um Cosimos Leben.Nur sein Bruder Lorenzo de‘ Medici (Stuart Martin) und sein loyaler Diener Marco Bello (Guido Caprino) stehen ihm dabei treu zur Seite. Könnte der unerbittliche Erzfeind der Familie, Rinaldo Albizzi (Lex Shrapnel), für den Tod seines Vaters verantwortlich sein oder gibt es noch weitere intrigen? Foto: © 2016

Wo ist nur das Glück geblieben? in jeder ihrer schlaflosen Vorstadtnächte stellt sich Helene Brindel (Martina Gedeck) die gleiche Frage. Gefangen in der scheiternden Ehe mit ihrem Mann Christoph (Johannes Krisch), scheint selbst ihr geheimer Komplize Gott sie verlassen zu haben. Bis sie im Radio den Ratgeberautoren Eduard E. Gluck (Ulrich Tukur) hört, der Helene mit seiner kurzweiligen Theorie über das Glück fasziniert. Am nächsten Tag liest sie sein Buch, schreibt ihm einen Brief und besucht ihn schließlich bei einem seiner Vorträge. Dem ersten Treffen folgt ein Abendessen und schnell fühlen sich die zwei sehr unterschiedlichen Menschen zueinander hingezogen. Doch hinter seiner humorigen Fassade kämpft Gluck mit seinen eigenen Dämonen – und die Begegnung mit Helene macht ihm das auf drastische Weise bewusst. Foto:

Universum Film GmbH

©2016 Universum Film GmbH

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KunST & KulTur

FiLM


HÖRBUCH

CD

Ab 25. April im Handel

Seit 31. März im Handel

W.G. SEBALD Austerlitz

JAMIROQUAI Automaton

Antwerpen, Hauptbahnhof, Salle des pas perdus im Jahr 1967. Dem Erzähler fällt ein Mann auf, der eingehend die Architektur des Gebäudes betrachtet. Die beiden Herren kommen ins Gespräch und verabreden sich für den nächsten Tag. Aus dem zufälligen Zusammentreffen wird ein über 30 Jahre andauerndes Gespräch an verschiedensten orten Europas. Zwischen London, Paris und Prag erzählt der Kunsthistoriker Austerlitz seine Geschichte: die Geschichte einer verlorenen Kindheit, die sich bruchstückhaft und nach und nach zu der eines Überlebenden einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheit zusammensetzt. Gelesen von Michael Krüger. W. G. Sebald, 1944 im allgäuischen Wertach geboren, lebte nach seinem Studium in England, wo er ab 1988 als Professor an der University of East Anglia in Norwich Deutsche Literatur lehrte. Foto: der Hörverlag

Es gibt durchaus ein paar Regeln, die Jay Kay verinnerlicht hat. Und mal ehrlich: ohne die wäre es ihm wohl kaum gelungen, über Jahre hinweg so unglaublich erfolgreich zu sein. Jede einzelne Single, die er mit Jamiroquai veröffentlicht hat, ist rund um den Globus an die Spitze der Charts vorgeprescht (das allein sind bis dato schon über 20 Stück!), der unverwechselbare Jamiroquai-Sound hat permanent die Tanzflächen in aller Welt dominiert; und überhaupt reden wir hier von einer Karriere, die jetzt schon unglaubliche 18 Jahre umspannt, und in deren Verlauf sich die bisher veröffentlichten sieben Alben stolze 25 Millionen Mal verkauft haben (wenn man das Greatest-Hits-Album aus dem Jahr 2006 mal dazurechnet). Mit ein paar vagen ideen schafft man das sicher nicht. Nun sind die Grammy-Gewinner und Electronic-Soul-Funk-Superstars Jamiroquai endlich zurück und präsentieren ihr achtes Studioalbum »Automaton«. Auch das neue Album wurde von Frontmann Jay Kay und dem JamiroquaiKeyboarder Matt Johnson geschrieben und produziert. Die Fangemeinde rund um den Globus feierte bereits den Clip zu »Automaton«, mit dem Jamiroquai vorab die Fans überraschten. Foto: © Max Vadukul

BUCH

CD

Ab 3. April im Handel

Ab 14. April im Handel

DAVID BODANIS Einsteins Irrtum

WINCENT WEISS Irgendwas gegen die Stille

MILES DAVIS Bitches Brew

Albert Einstein war eines der größten Genies des 20. Jahrhunderts, er formulierte die Gleichung E=mc2, die den Zusammenhang von Masse und Energie definierte, und entwickelte bahnbrechende Gedanken zu Raum und Zeit. So sagte er voraus, dass das Universum expandiert. Und doch stand der von der ganzen Welt gefeierte Wissenschaftler am Ende seines Lebens unter seinen Kollegen ziemlich isoliert da. David Bodanis schildert die Geschichte von Einsteins größtem irrtum, der letztlich dazu führte, dass er sich mit den aufregenden Erkenntnissen seiner Nachfolger zur Quantenmechanik nicht mehr anzufreunden vermochte und die idee der Unschärferelation verwarf. Bodanis verbindet elegant das persönliche Drama mit der faszinierenden Geschichte der Physik und schafft es, komplizierte Sachverhalte auch für Laien verständlich und spannend zu erzählen. Foto: DVA Sachbuch

Den passenden Soundtrack für die großen emotionalen Momente im Leben gesucht? Wincent Weiss gefunden! »Da müsste Musik sein, überall wo du bist!« – mit seiner 2016er Single »Musik Sein« hat Wincent Weiss viel mehr als eine künstlerische »Duftmarke« gesetzt. Die Liebeshymne auf die Musik avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Hits des letzten Jahres! Auch die aktuelle Single »Feuerwerk« schickt sich an, nahtlos in die Erfolgs-Fußstapfen des Vorgängers zu treten. innerhalb kürzester Zeit explodiert der Song auf über 700 Plays im Radio, entert bereits am Wochenende der Veröffentlichung die Top 5 der iTunes-Charts. Nun erscheint das Albumdebüt mit dem Titel »irgendwas gegen die Stille«. Es sind Geschichten und Momentaufnahmen aus dem Leben. in Songs gegossen, die man nicht mehr so leicht aus dem Kopf bekommt. Foto: Universal Music

»Bitches Brew« heißt das Jazz-Rock-Album des Ameri-

KLASSIKER

kaners Miles Davis, der einer der einflussreichsten und bedeutendsten Musiker im Jazz des zwanzigsten Jahrhunderts war. Die LP, welche im August 1969 aufgenommen wurde, sticht durch die Verbindung von Jazz mit Rockelementen heraus und gilt als initialzündung der sogenannten Fusion-Musik. »Bitches Brew« nimmt daher nicht nur in Davis´Schaffen eine besondere Stellung ein, es ist auch prägend für die Entwicklung des Jazz allgemein. Der Titel des Albums, der übersetzt sich in etwa aus »Witches´Brew« Teufelszeug, Zaubertrank, Hexengebräu und »Bitch« Schlampe oder Hündin zusammensetzt, hat in den frühen Siebzigern für eine ordentliche Provokation gesorgt. Den Meister selbst inspirierte das Woodstock-Festival zum Album, die ersten Arbeiten daran begannen nur wenige Tage danach. Label: Columbia Records / Foto: privat 04 17

M U S i K | L i T E R AT U R

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, e t t i b , DDaannkkee, bitcthee,hen! ggeerrnn ggeesschehen! W E R B R i N G T U N S E R E N K i N D E R N M A N i E R E N B E i ? / / früher WurDe kinDern Der MunD Mit seife ausgeWaschen, Wenn sie schiMPfWörter benutzten unD WährenD Des essens herrschte striktes reDeverbot – zuM glück sinD Diese zeiten für unseren nachWuchs vorbei! trotzDeM gibt es einige beniMMregeln, Die auch heute noch anWenDung finDen sollten unD uns vor Die frage stellen: Wie bringe ich MeineM kinD gute Manieren bei unD Welche rolle sPieLEN LEHRER UND ERZIEHER DABEI WIRKLICH? Messerschlecker, Dazwischenquatscher oder schlichtweg Rüpelzwerge – sie alle fallen uns im Alltag durch schlechtes Benehmen auf. Dass Kinder erst lernen müssen, wie sie in gesellschaftlichen Situationen nicht anecken, vergessen wir manchmal und stellen uns stattdessen unfairerweise die Frage: Was haben die Eltern denn da falsch gemacht? Eben jene sehen allerdings auch mehr und mehr Erzieher, Lehrer und Aufsichtspersonen in der Pflicht, um ihren Kindern ein paar Flausen auszutreiben.

füssE Vom TIscH! Die Kleinsten haben selbstverständlich Welpenschutz: Welche Benimmregeln gelten sollten, ist maßgeblich von der Entwicklungsstufe des Kindes abhängig, das raten auch Knigge-Experten zu beherzigen. Trotzdem können schon Kleinkinder verstehen, dass es bestimmte Momente gibt, in denen wir uns besser ruhig verhalten sollten oder in denen wir uns entschuldigen sollten. Wer schon früh mit gutem Beispiel vorangeht und bestimmte Verhaltensweisen in den Alltag integriert, zeigt seinen Kindern auf unkomplizierte Weise, dass Höflichkeit für ein gutes Miteinander unverzichtbar ist. Wer hingegen die ersten Lebensjahre ohne »Bitte« und »Danke« verbringt, wird es später schwer haben, zu verstehen, was es mit ihnen auf sich hat.

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Kleine WelT T H E M A

GUTE MANiEREN

Von Kindesbeinen an li.: Schon die Kleinsten können einfache Anstandsregeln befolgen – wenn man sie ihnen früh zeigt, spiegeln sie das gute Verhalten ihrer Eltern. Foto: trevor-king / flickr.com Kleine Gören u. + re.u.: Die Erziehung unserer Kinder lässt zu wünschen übrig – hier sind sich Eltern und Lehrer recht einig. Fotos: shutterstock.com / pixabay.de


fRüHER WAR ALLEs bEssER?

Gute Manieren wollen gelernt sein Zauberwörter wie »Bitte« und »Danke«, aber auch eine aufrichtige Entschuldigung öffnen im späteren Leben viele Türen. Foto: pixabay.de

Ältere Generationen kennen da noch ganz andere Methoden: Früher wurde Kindern häufig nicht gerade sanft vermittelt, was richtig und was falsch ist. Für den Schliff war früher neben Vater und Mutter auch der Lehrer zuständig, der kleine Flegel mit dem Stock zu »kurieren« versuchte. Kein Wunder, dass man es mit den eigenen Kindern einmal besser machen wollte. Erziehung ohne Klaps und erhobenem Zeigefinger, dafür mit viel Verständnis und Erklärbär-Methode! Trotzdem erwarten noch immer viele von den Lehrern, dass auch sie sich einbringen, wenn es um die Vermittlung von gutem Benehmen geht. An deutschen Schulen steht Umfragen zufolge nicht die Vermittlung von Wissen, sondern die Bildung der Persönlichkeit für viele Eltern im Vordergrund. Kinder sollen lernen, welchen Stellenwert Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit in unserer Gesellschaft haben. Ein nachvollziehbarer Wunsch: Schließlich verbringen Kinder heute vergleichsweise deutlich mehr Zeit unter der Aufsicht von professionell geschulten Pädagogen als früher. Konflikte und Situationen, in denen Benimm gefragt sind, finden häufig ohne die Eltern statt. ist es da utopisch, den Lehrern eine gewisse Verantwortung abverlangen zu wollen? Auch Lehrer erkennen diese Aufgabe an, scheitern jedoch nicht selten an der Realität. Das Erziehungsdefizit in der Schule ausgleichen – eine Rechnung, die nicht aufgehen kann.

LEHRER WEHREN sIcH

LAscHE ERzIEHUNgsmETHodEN Viele Eltern bevorzugen es, mit ihrem Kind auf Augenhöhe zu sprechen – dabei kommen klare Ansagen aber manchmal etwas zu kurz. Die kleinen Tyrannen tanzen ihren Erziehungsberechtigten dann schnell auf der Nase herum. »Lukas, ich halte es für keine gute idee, wenn wir vor dem Essen noch schreiend um den Tisch laufen« ist für Kinder, die noch nicht die volle Bandbreite ihres Handelns erfassen können, weniger wirkungsvoll als eine unmissverständliche Anweisung, sich hinzusetzen. Tatsächlich nützlich ist hingegen, Kindern bereits im jungen Alter zu erklären, warum Dinge gemacht werden, wie sie gemacht werden. Wenn sie verstehen, warum es wichtig ist, »Bitte« und »Danke« zu sagen, fallen ihnen Höflichkeitsformeln leichter – das gilt auch für andere Benimmregeln, mit denen man Rücksicht auf andere Menschen nimmt.

Mit Worten wie »So ein Plakat sollte auch in deutschen Schulen hängen«, kommentierten Facebook-User hierzulande einen Post des brasilianischen Grundschullehrers Araújo da Silva, der kürzlich im Netz die Runde machte. Er hängte in seiner Schule ein Plakat auf, mit dem er Eltern dafür sensibilisieren möchte, dass man eigenen Kindern die Grundlagen in Sachen Höflichkeit schon selbst beibringen müsse. »Liebe Eltern! Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Zauberwörter ›Guten Tag‹ ,›bitte‹, ›gern geschehen‹, ›es tut mir leid‹ und ›danke‹ alle zu Hause gelernt werden«, heißt es darauf. Eigentlich doch ein frommer Wunsch, den ein Lehrer da äußert: Er verlangt zudem, dass Erziehungsberechtigte mehr Wert auf das Lehren von Respekt gegenüber Lehrern und älteren Menschen legen. Mitgefühl, Pünktlichkeit, Fleiß sowie das Essen mit geschlossenem Mund und das richtige Müllentsorgen müsse man den eigenen Kindern schon selbst beibringen. »Hier in der Schule bringen wir ihnen Sprachen, Mathe, Geschichte, Geografie, Physik, Biologie und Sport bei. Wir verstärken und unterstützen die Bildung, die Kinder daheim von ihren Eltern mitbekommen.« Ein Foto des Aushangs wurde bereits über 200.000 mal geteilt und hat auch hierzulande einen wunden Punkt getroffen.

Kinder können später in vielen Lebenslagen anecken, wenn sie sich im sozialen Umfeld nicht sicher bewegen und deswegen in peinliche Situationen steuern. Auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz kann es deshalb Probleme geben, wenn sie sich danebenbenehmen. Psychologen zufolge sei jeder fünfte Jugendliche aufgrund seiner schlechten Manieren heute unvermittelbar. Gutes Benehmen bedeutet eben nicht nur, sich das In-der-Nase-Bohren zu verkneifen, es heißt auch, gesellschaftliche Grenzen gut einschätzen zu können. Text: Kristina Baum 04 17

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HÖRBUCH

KINO

Ab 10. April im Handel

Ab 6. April im Kino

PATRiCK NESS, SioBHAN DoWD

In n diesem komplett animierten, völlig neuen Schlumpf-Abenteuer begibt sich Schlumpfine mit einer geheimnisvollen Karte und ihren Freunden Schlaubi, Hefti und Clumsy auf eine aufregende Reise in den »Verbotenen Wald«, der voller magischer Kreaturen ist. in einem Wettlauf gegen die Zeit müssen sie das »Verlorene Dorf« ausfindig machen, ehe der böse Zauberer Gargamel es entdeckt. Die Reise der Schlümpfe wird zur reinsten Achterbahnfahrt voller Action und Gefahren – und an ihrem Ende steht nichts Geringeres als die Enthüllung des größten Geheimnisses in der Schlumpf-Geschichte! in »Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf« nehmen die berühmten und allseits beliebten Schlümpfe ihre vielen großen und kleinen Fans mit in eine ganz neue Welt voller Spaß, Abenteuer und neuen Freunden. in der deutschen Fassung sind Nora Tschirner als »Schlumpfine«, iris Berben als »Schlumpfhilde«, Heiner Lauterbach als »Papa Schlumpf«, Christoph Maria Herbst als »Gargamel«, Lena Gercke als »Schlumpfblüte«, Jasmin Gerat als »Schlumpfsturm«, Axel Stein als »Schlaubi«, Rick Kavanian als »Hefty« und Tim oliver Schultz als »Clumsy« zu hören. Fotos: 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

Sieben Minuten nach Mitternacht Conor ist wach, als es kommt. Genau sieben Minuten nach Mitternacht, Conor hatte einen Albtraum. Den Albtraum. Den einen, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Das Bild von den Händen, die ihm entglitten, versucht Conor zu verdrängen, es soll ihm nicht wieder in die Wachwelt folgen. Doch da klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt. Die Kinder- und Jugendbücher Patrick Ness´ wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012. Foto: der Hörverlag

BUCH

DVD

Ab 3. April im Handel

Ab 7. April im Handel

HoLLy BLACK Der Prinz der Elfen Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen... Foto: cbt Verlosung auf Seite 79

Die Biene Maja Gemeinsam mit ihrem besten Freund Willi, dem Grashüpfer Flip und dem Regenwurm Max erlebt die kleine Maja viele spannende Abenteuer und lässt die Zuschauer ihre bunte Wald- und Wiesenwelt aus der Sicht der insekten sehen. Biene Maja (Scarlet Cavadenti) ist eine schlaue und liebenswerte Biene, die das Leben liebt und sehr neugierig ist. Außerdem hält Maja nicht viel von Regeln, häufig zum Ärger ihrer Lehrerin, Fräulein Kassandra. Willi (Eberhard Storeck) ist auch eine Honigbiene und der beste Freund von Maja. Wo Maja ist, da kann Willi nicht weit weg sein, die beiden sind fast unzertrennlich, obwohl sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Maja aufgeweckt und fleißig ist, entpuppt sich Willi eher als Faulenzer, der sich am liebsten den ganzen Tag lang den Bauch mit Honig vollschlagen würde. Gemeinsam erleben die beiden Bienen-Kinder wunderschöne Geschichten zwischen Wald und Wiesen. Sie erobern im Sonnenschein eine Blume nach der anderen und verbringen viel Zeit mit den Bewohnern der Klatschmohnwiese. Studio 100 lässt alle Episoden der Klassik-Serie »Die Biene Maja« in neuem Glanz erstrahlen: Das original-Filmmaterial wurde komplett neu abgetastet und das Bild aufwändig überarbeitet, wobei der nostalgische Charme der Serie gänzlich erhalten geblieben ist. Nun ist die Blu-ray-Komplettbox mit allen 104 Episoden in High Definition auf 14 Discs erhältlich. Foto: 2017 Studio 100 Media

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Blühende Statuen FARBENPRÄCHTiGE BLUMENKUNST PEPPT PARKS AUF //

statuen berühMter Persönlichkeiten verschWinDen iM laufe Der jahre ganz natürlich zWischen Moos unD Parkbegrünung. Den rest erleDigen Wir selbst – für Welche errungenschaften Die bilDhauerischen kunstWerke stehen, Wissen Wir nur in seltenen fällen. ein belgischer florist Will Das äNDERN UND RüCKT SIE MIT BUNTER BEPFLANZUNG ZURüCK INS RAMPENLICHT.

Beim Spaziergang im Park fallen sie nur selten auf: Steinstatuen und Büsten großer Frauen und Männer zieren zwar Grünanlagen auf der ganzen Welt, doch die kulturelle Bedeutung erschließt sich oft nur, wenn man sich Zeit für sie nimmt. Häufig weist, vergraben unter Moos und verwitterten Tafeln, gerade einmal der Name auf die abgebildete Person hin. Ein Florist aus der belgischen Hauptstadt Brüssel hat es sich zur Aufgabe gemacht, »unsichtbar« gewordene Statuen mithilfe von farbenfrohen Blumenarrangements in ein neues Licht zu rücken. Auch Geoffroy Mottart fielen die Büsten berühmter Persönlichkeiten kaum auf. »Für viele sind es Zeugnisse der Vergangenheit, aber ich denke, sie sind es wert, gesehen zu werden. Sie sind Teil unseres kulturellen Erbes. Wir haben vergessen, dass Statuen ein Teil unserer Parks sind. Mit den farbigen Highlights werden Passanten wieder zum Hinsehen animiert.« Dank seiner blumigen Note stehen die Statuen wieder im Fokus und Spaziergänger nehmen sie und die restliche Umgebung wieder bewusster wahr. Victor Rousseau klein: Victor Rousseau war ein bildender Künstler aus Belgien. Bereits mit elf Jahren arbeitete der Nachkömmling aus einer belgischen Steinmetzdynastie an der äußerlichen Gestaltung des Gerichtsgebäudes in Brüssel. Später studierte er an der königlichen Akademie der Schönen Künste und verfeinerte sein Talent auf Reisen durch England, Italien und Frankreich. Mit seinen Werken, aber auch als Professor der Bildhauerei schrieb er Geschichte, weshalb man ihm neben einer eigenen Straße auch eine Statue in Brüssel widmete.

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BLUMENKUNST


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fREIWILLIgEs HERzENsPRoJEkT Die Parks in seiner Nachbarschaft seien zwar grün, trotzdem würden die darin stehenden Statuen ziemlich vernachlässigt. Wenn Freunde aus dem Ausland ihn fragten, wer die gezeigten Personen waren, tat sich Mottart schwer, ihnen diese Frage zu beantworten – er hatte sich schlichtweg noch nie mit ihnen befasst. Das kennen wir auch hierzulande: Was es mit den Büsten und Statuen in unseren öffentlichen Grünanlagen auf sich hat, wissen leider die wenigsten. Geoffroy Mottart beschloss, sie mithilfe von farbenprächtigen Blumen zu echten Hinguckern zu machen und so auch das Interesse von anderen Passanten zu wecken. Die Blumenkunst sorgte bereits für Schlagzeilen in seinem Heimatland Belgien, sodass nun auch die lokalen Behörden Interesse an seinem freiwilligen Projekt zeigen. Inzwischen hat Mottart die offizielle Erlaubnis, die Statuen mit seinen Blumen zu verschönern. Insgesamt sind so schon zwölf Büsten und Statuen auf diese Weise erblüht.

Mit seinem Talent hat sich der Florist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus einen namen gemacht. Für Geoffroy Mottart ist es interessant zu sehen, wie unterschiedlich seine Kunst im Ausland aufgenommen wird. In russland werden seine als Verschönerungsmaßnahmen gedachten Arbeiten von den Medien als Stadt-Guerilla bezeichnet. In Italien hingegen nannte man seine Werke bereits »Blumenpoesie«. Letzteres schmeichelt dem Künstler natürlich, denn seine Blumenprojekte sollen schließlich niemandem ein Dorn im Auge sein. Wie könnten sie auch? ein wenig Farbe im grauen Alltag hat schließlich noch niemandem geschadet.

Fr. 7. April 2017 Stadthalle Zwickau

Bernd Stelter

Mi. 17. Mai 2017 Neue Welt Zwickau

Kaya Yanar

Fr. 23. Juni 2017 Freilichtbühne Zwickau

Text: Kristina Baum

Fotos: www.geoffroymottart.com

Info: www.geoffroymottart.com

Gregor Meyle

Sa. 12. August 2017 Freilichtbühne Zwickau

Große Namen Bei Felix Vande Sande (links) handelt es sich um einen niederländischen Schauspieler, Dramatiker und Theatergründer aus dem 19. Jahrhundert. Leopold II. (rechts) war von 1865 bis 1909 König von Belgien. Wenn es nach Geoffroy Mottart geht, soll seine Blumenkunst schon bald nicht mehr nur Statuen in Parks verschönern, sondern auch in Häusern wie dem Gerichtsgebäude in Brüssel zu sehen sein.

Ralf Schmitz

Sa. 18. November 2017 Stadthalle Zwickau

Bülent Ceylan

EIN AUfWENdIgER PRozEss Zunächst legt Mottart eine Maschenform auf, die den Rundungen der jeweiligen Statue angepasst wird. Häufig sind Passanten irritiert, wenn sie ihm in den ersten Zügen seiner Arbeit zusehen. Was hat er wohl vor – darf er das überhaupt? Randaliert er vielleicht? Sobald allerdings die Blumen ins Spiel kommen, sind viele über sein Engagement erfreut. Die Blumen, die der Künstler aus eigener Tasche bezahlt, werden an den Draht geknüpft oder geklebt. Der Prozess kann gut und gerne zehn Stunden in Anspruch nehmen, doch die Arbeit lohnt sich: Am Ende erstrahlen selbst stark vermooste Figuren in neuem Glanz. Einige seiner Blumenkunstwerke hat der Florist bereits mehrfach erneuert. Der belgische König Leopold II. war sein erstes Projekt – ihm verpasste Mottart einen Bart aus rosafarbenen Rosen und kehrte bisher öfter für einen neuen Look zur Statue zurück. Ein besonders schwieriges Projekt war eine Statue im Hof eines Hotels. Die Göttin des Flusses Bocq bekam von Geoffroy Mottart eine prächtige Mähne verpasst. Weil die Steinfigur jedoch recht groß und ihr Haar sehr lang ist, musste das Blumenbouquet in mehreren Teilen angebracht werden.

Paul Panzer

Do. 23. November 2017 Stadthalle Zwickau

Atze Schröder

Sa. 16. Dezember 2017 Stadthalle Zwickau

Hier ist Geduld gefragt o.: Geoffroy Mottart arbeitet manchmal zehn Stunden lang an einem einzigen floralen Verschönerungsprojekt. Die Blüten werden einzeln auf ein geformtes Gitter aufgebracht, sodass sie sich optimal an die Konturen der Statue anpassen. Göttin »du Bocq« Diese Skulptur steht im Hof eines Hotels in Brüssel – die Bocq ist ein Nebenfluss der Maas. Mottart hat ihr eine aufwendige Haarpracht aus Blumen gezaubert.

Götz Alsmann Do. 8. Februar 2018 Neue Welt Zwickau

Torsten Sträter

Fr. 16. November 2018 Neue Welt Zwickau Tickets und Infos 030-755 492 560 www.d2mberlin.de sowie bei allen guten VVK-Stellen

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DIE DEUTSCHEN UND IHRE SCHÖNHEiTSSTUDiE //

Der Po zu Dick, Die brüste zu klein, Die nase zu gross – Die liSTE DER VERMEINTLICHEN MAKEL AM MENSCHLICHEN KÖRPER IST LANG. NUN HAT EINE STUDIE ERGEBEN, Welches Der Deutschen unliebsaMstes körPerteil unD Wie unzufrieDen Man hierzulanDe geNERELL MIT SEINEM AUSSEHEN IST.

1.058

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dIEsEs köRPERTEIL NERVT dIE mEIsTEN dEUTscHEN Das überraschende Ergebnis: Es sind weder die Brüste, noch die Beine, noch der Po, die den meisten Deutschen an ihren Körpern auf die Nerven gehen. Es ist der Bauch. Tatsächlich sind es über die Hälfte aller befragten Frauen (53 %) und 46 % der Männer, die mit ihrer Körpermitte unzufrieden sind.

Bei den Frauen folgen dem Bauch auf der Unbeliebtheitsliste die Beine (34 %), der Po (26 Prozent), die Brüste (24 %) und die Arme (19 %). Bei den Männern sind die Prioritäten anders. Stimmen sie mit den Frauen in Sachen Bauch überein, mäkeln die befragten Männer danach vor allem an ihrer Brust (15 %), ihren Haaren (15 %), ihren Beinen (10 %) und ihren Füßen (10 %) herum. 04 17

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leBenSSTil T R E N D

UNSER KÖRPER »


KÖRPER Frau

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Betrachtet man diese Zahlen, scheint es, als hätten Frauen generell mehr an ihren Körpern zu meckern als Männer. Stimmt das? Laut der Umfrage ja. Die enthielt nämlich auch die Frage, wie zufrieden die Deutschen allgemein mit ihrem Aussehen sind. Über die Hälfte aller befragten Männer (53 %) gaben an, dass sie zufrieden sind. Bei den Frauen waren es gerade mal 41 %. Nur 7 % aller Deutschen sind laut der repräsentativen Umfrage sehr zufrieden mit ihrem Äußeren. Richtig unzufrieden sind allerdings bloß 2 %.

Übrigens, die schönsten Körperteile der Deutschen befinden sich offenbar in ihren Gesichtern. Frauen (86 %) wie Männer (78 %) setzen vor allem auf ihre Augen. Bei den Frauen folgen in puncto Schönheit dann Ohren (84 %), Mund (83 %), Hände (76 %) und Nase (68 %). Bei den Herren sieht es ähnlich aus. Nach den Augen finden die besonders ihren Mund (75 %), ihre Hände (75 %), ihre Ohren (73 %) und ihre Arme (71 %) schön an sich selbst.

so VERscHöNERN sIcH dIE mENscHEN Im ALLTAg Und was unternehmen Frauen und Männer nun, um sich hübscher zu fühlen? 91 % der Frauen setzen auf Beauty-Maßnahmen. Für drei Viertel gehört außerdem das Entfernen lästiger Haare an Achseln (75%) und Beinen (74 %) sowie Cremes, die das Hautbild verbessern (75 %), zur regelmäßigen Schönheitspflege. Männer tun laut der Studie generell weniger für ihr Aussehen als Frauen. Auf Platz eins bis drei liegen bei den Herren ausreichender Schlaf (45 %), der regelmäßige Gang zum Friseur (43 %) und eine gesunde Ernährung (42 %). Scheinbar Selbstverständlichkeiten für über die Hälfte der Frauen, die auf diese drei Dinge mehr Wert legen als die Herren.

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Unbelie bte Körpe Der Bau rmitte ch is

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Schöne Studie MyMarktforschung hat eine Studie zum Schönheitsempfinden der Deutschen durchgeführt. Graf ik: myMarktforschung

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So viel zu den kleinen, alltäglichen Dingen, die wir selbst für unsere Schönheit tun können. Doch wie sieht es eigentlich mit Operationen für ein vermeintlich besseres Aussehen aus? Auch diese Frage beantwortet die Studie. Gerade mal 20 % der Deutschen würden Schönheitsoperationen »als Lösung für die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen« in Betracht ziehen, heißt es auf mymarktforschung. de. Jeder Fünfzehnte habe den Gang zum Beauty-Doc in den nächsten zwei Jahren geplant.

Vor allem unter den Jüngeren ist die Meinung verbreitet, dass Schönheit in der heutigen Gesellschaft wichtig ist. Wenig überraschend leiden unter den gesellschaftlichen Schönheitsidealen vor allem die Damen. »Besonders Frauen fühlen sich trotz hohen Aufwands häufig nicht attraktiv und von ihrem Umfeld unter Druck gesetzt«, sagt die Leiterin der myMarktforschung-Studie Sophie Haupt und erklärt weiter: »Da kommt bei vielen der Gedanke auf, auch operativ etwas machen zu lassen.«

Und was darf der Schönheitsarzt dann so verschönern? Laut der Umfrage stehen bei den Frauen Fettabsaugung, Bauchdeckenstraffung und Bruststraffung auf dem Siegertreppchen. Mit den befragten Männern stimmen sie in dieser Hinsicht in Platz eins und zwei überein. Auf Platz drei stehen bei den Herren dann aber die Augen, die sie sich lasern lassen würden. Wie die Studie zeigt, ist die Akzeptanz kosmetischer Eingriffe abhängig vom Alter. Über die Hälfte der Unter-30-Jährigen gaben an, »Schönheitsoperationen seien eine Chance, sich im eigenen Körper wohler zu fühlen.« Bei den ab 60-Jährigen sind davon gerade mal 15 % überzeugt. Aktiv und glücklich Frauen, die mit ihrem Aussehen zufrieden sind, machen häufig Sport und ernähren sich gesund.

Liegt es also wirklich an der Gesellschaft? Oder hat das Unzufriedensein mit dem eigenen Körper nicht auch mit jedem selbst zu tun? Klar leben Magazine, Plakatwände und Model-TV-Shows trotz aller Plus-Size- und Natürlichkeitsversuche den Damen und Herren von heute noch immer die vermeintliche Perfektion vor. Das heißt aber nicht, dass wir sie auch annehmen müssen. Außerdem: Wie war das noch mit dem »Wahre Schönheit kommt von innen«? So abgedroschen dieser Spruch sein mag, so wahr ist er auch. Glückliche Menschen wirken auf andere anziehend, egal ob ihr Bauch (nach eigener Ansicht) zu dick oder ihr Po zu flach ist. Und wie wird man glücklich? Neben einem intakten Umfeld und guten Beziehungen ist es oft auch ein gesunder Lebensstil, der die Menschen glücklich macht. Und am Ende hat der auch wieder Einfluss auf das eigene Körperempfinden: über die Hälfte aller Frauen, die regelmäßig Sport machen und sich gesund ernähren, finden sich auch hübsch oder rümpfen beim Blick in den Spiegel zumindest nicht die Nase. Text: Anna Wengel

Fotos: pixabay.de; myMarktforschung Info: www.mymarktforschung.de

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« UNSER KÖRPER


MusicMindsConcerts presents

The Super Tour

PET SHOP BOYS

19.04.2017 Chemnitz Arena

19.05.2017 Zwickau Stadthalle

26.05.2017 Zwickau Konzert- u. Ballhaus Neue Welt

JAMES BLUNT

29.06.2017 Dresden Filmnächte am Elbufer

IN

THE AFTERLOVE TOUR

DIE GRÖSSTE ILLUSIONSSHOW DER WELT WWW.JAMESBLUNT.COM

09.07.2017 Zwickau Freilichtbühne

15.09.2017 Dresden Freilichtbühne Junge Garde

www.eventim.de •

/JAMESBLUNT

14.10.2017 Erfurt Messe 19.10.2017 Arena Leipzig

Das Magazin

präsentiert

31.01.2018 Zwickau Stadthalle 03.02.2018 Chemnitz Stadthalle

0800 - 80 80 123

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Öfter ECHTER GESCHMACK FÜR TEiLZ E i T V E G E T A R i E R / / FRüHER GALT

Foto: Dorling Kindersley Verlag / Mario Andreya

Kochen mit Nelson Müller

fleisch als luXusgut, Was auch erklärt, WaruM in Der kinDheit Der heutigen elterngeneration nur an Den WochenenDen ein »braten« AUF DEN FAMILIENTISCH KAM. DEN üBERWIEGENDEN teil Der restlichen Woche nahM eine fleischfreie kost ein. Dann kaMen PreisDuMPing, antibiotika-rückstänDe unD Massentierhaltung. HEUTE SUCHEN WIR DEN WEG ZURüCK...

Zunächst einmal gilt: Ein mäßiger Fleischkonsum im Rahmen einer vollwertigen Nahrungsaufnahme ist förderlich für Leistung und Wohlbefinden. So zumindest sieht es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) und formuliert auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse Regeln, die helfen sollen, genussvoll und gesund erhaltend zu essen. Neben reichlich Gemüse und obst, sehen die Ernährungswissenschaftlicher noch immer einen gedrosselten Fleischund Wurstwarenkonsum als maßgeblich für eine gesunde Vollkost. So gelten 300 – 600 g Fleisch und Wurst, die als Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen (B1, B6 und B12) fungieren, pro Woche als völlig ausreichend. (Quelle: www.dge.de)

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EiNFACH VEGETARiSCH »


Vegetarisch! Der zunehmende Preisverfall führte seit den 80er-Jahren zu einem massiven Fleisch-Überkonsum. Ein Bericht des Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigt eine interessante Entwicklung: Um 1950 war der Verbrauch an Fleisch mit 37 kg pro Kopf und Jahr noch relativ gering. Doch bis 1980 hatte sich der Verbrauch schon nahezu verdoppelt und stieg bis 1990 auf gewichtige 100 kg. Nur langsam sinkt der übermäßige Konsum, auch dank vermehrter gesundheitlicher Aufklärung. 2011 lag der Verbrauch bei 89,2 kg, übrigens verzehren Frauen nur etwa halb so viel Fleisch wie ihre männlichen Artgenossen. (Quelle: www.bmel-statistik.de)

Wohlbefinden und Genuss

Also doch öfter vegetarisch?

Leckere Ideen für ein ausgiebiges Wochenend-Frühstück finden sich übrigens auch in »Öfters Vegetarisch«. Von der morgendlichen Vitamin-Bombe über köstliche Pancakes mit Schwarzwälder Quark hin zu herzhaften Rosmarin-Muffins mit Tomatenbutter. Nelson Müller lässt Frühstücksträume wahr werden! Neben schnellen Snacks in »Auf die Faust« verrät der leidenschaftliche Koch auch tolle Rezepte für »wenn´s mal wieder schnell gehen muss«. In »Genießen und Feiern« dreht sich alles um das Dinner mit Freunden und »Anheizen und Losbrutzeln« bietet kreative Ideen für fleischloses Grillvergnügen.

Wenn es nach dem Essener Sternekoch Nelson Müller geht, gern. Der smarte Fernsehkoch sieht darin nicht nur einen Trend, sondern ist der Überzeugung, vegetarische Gerichte sollten den Großteil des Speiseplans ausmachen, nämlich 80 % im Gegensatz zu 20 % Fleisch- und Fischgerichten. Und wenn Fleisch, dann richtig gutes Fleisch, Bio-Qualität oder welches, von dem man weiß, woher es stammt. Das ist gut für Gesundheit, Tier und Umwelt. Immerhin zähle die Gruppe der »Teilzeitvegetarier«, wie der sympathische Eintopf-Fan die fast schon 10 Millionen Anhänger liebevoll nennt, zu einer stetig wachsenden Gemeinde. »Ich habe mich mal umgehört im Bekanntenkreis und tatsächlich fehlen hier und da – trotz einer riesigen Zahl vegetarischer Kochbücher auf dem Markt – die Ideen«. Es wurde also Zeit für die Müllersche Rezeptesammlung »Öfter Vegetarisch«, die zeigt: Vegetarische Küche ist Genuss pur! Doch auch für Müller selbst hat der Sonntagsbraten eine fast nostalgische Wirkung. »Meine Mutter hat das vorbereitet wie ein Fest – mit viel Zeit und Liebe. Dann wurde der Tisch schön gedeckt, die Familie hat sich versammelt und alle genossen mit Ruhe und Muse das leckere Essen. Für mich war sehr früh klar: Das ist etwas ganz Besonderes!«, schreibt der junge Gourmetkoch in seinem Buch. Und Recht hat er: Noch vor gut dreißig Jahren kamen nur an den Wochenenden oder zu besonderen Anlässen Fleischgerichte auf den Tisch. Fleisch und Wurstwaren waren schlichtweg zu teuer für den Alltag.

Buchtipp

Für Nelson Müller geht es allerdings vornehmlich um einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, der Umwelt und der eigenen Gesundheit. Wobei das Wohlbefinden an erster Stelle stehen darf, der Genuss bedeutet dem gebürtigen Ghanaer »das Nonplusultra. Mit Familie und Freunden am Tisch sitzen, lecker essen, miteinander reden, abschalten, sich am Gekochten freuen...«, schwärmt der 37-Jährige. Und so verwundert es kaum, dass sich im Kühlschrank des sympathischen Genussmenschen eher »traditionelle Zutaten« wie »Käse, Butter, Eier, Marmelade, Quark und auch Wurst« als unabdingbar wichtig finden. »Dinge, die für ein leckeres Frühstück gut sind«, wie er sagt.

Der Großteil der kulinarischen Verführer kommt im Müllerschen Rezeptekosmos also wirklich ohne Fleisch aus. Doch auf Geschmack muss hier keiner verzichten, das läge auch gar nicht im Sinn des kreativen Erfinders. Die raffinierten Zutaten - und Aromenkombinationen lassen einem schon beim Lesen der Rezepte das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und weil Nelson Müller das Herz am rechten Fleck hat, findet der geneigte Teilzeitvegetarier am Ende des Büchleins auch eine Rubrik mit ausgewählten Sonntagsbraten. Wenn, dann aber richtig! Gutbürgerliche Küche, aber nur fast wie bei Muttern, denn auch hier darf es ein klein wenig Finesse mehr sein. So lohnt sich der Fleischgenuss! Obenauf packt der »bekennende Gerne-Fleisch-Esser« Profitipps rund um Produktqualität, Einkauf und Küchenpraxis. Übrigens verzichtet Müller auch gänzlich auf die »beliebten« vegetarischen oder veganen Fleischersatzprodukte, von denen er persönlich »kein Freund« ist. Gut so! Und wer denkt schon bei »Hokkaido-Spießen mit Kürbis-Aioli und süß-scharfen Kürbiskernen« an Verzicht? Text: JoKri

Info: www.nelsonmueller.de

Öfter Vegetarisch Nelson Müller; Dorling Kindersley Verlag GmbH; ISBN 978-3-8310-2987-7 Preis: 19,95 EUR

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KOMPASS serviert drei Gaumenfreuden aus Nelson Müller´s Buch exklusiv zum Nachkochen. Damit steht einem genussvollen Start in den Frühling nichts mehr im Weg!

RADIESCHENBLÄTTERSUPPE MIT CROÛTONS

Bei Gemüse fallen nicht nur in »meiner« Küche oft jede Menge Schalen und ungenutzte Bestandteile an. Aber wir sollten eigentlich versuchen, alle Lebensmittel möglichst komplett zu verarbeiten. Wer Radieschen liebt, wird daher die Radieschenblättersuppe vielleicht ab sofort häufiger kochen!

Zutaten:

2 Schalotten Blätter von 3 Bund Radieschen, 8 Radieschen, 1 Scheibe Toastbrot, 4 el olivenöl, salz, 1 l gemüsebrühe, 100 g kalte butter, 50 g sahne (nach Belieben), 1/2 TL Wasabi-Paste (nach Belieben), frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden. Die Radieschenblätter verlesen und kurz in kochendem Wasser blanchieren. In ein Sieb abgießen, sofort kalt abschrecken, abtropfen lassen und klein schneiden. 2. Die Radieschen ohne Stiel- und Wurzelansatz in feine Stifte schneiden. Das toastbrot entrinden und in kleine Würfel schneiden. 2 el olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin bei mittlerer bis starker Hitze goldbraun braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz leicht würzen. 3. Das restliche Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Die Radieschenblätter dazugeben und kurz mitschwitzen. Mit 1 Schuss Gemüsebrühe ablöschen und die Flüssigkeit fast vollständig verkochen lassen. Die restliche Brühe dazugießen und alles einmal aufkochen.

FÜR 4 PERSoNEN

BROTSALAT MIT OLIVEN, GRÜNEN BOHNEN UND TOMATEN

Den Brotsalat lasse ich vor dem Essen mindestens 15 Minuten ziehen, auch wenn mir das Warten dann meist schon schwerfällt. Aber nur so kann das Brot den Saft der Tomaten und die Vinaigrette richtig schön aufnehmen.

Für den Salat:

400 g zwiebelbaguette, 5 el olivenöl, 2 knoblauchzehen, 2 zweige thymian, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 200 g Keniabohnen, 500 g Kirschtomaten, 2 rote zwiebeln, 1⁄2 cavaillon-Melone, 50 g schwarze oliven (entsteint; Sorte Taggiasca, siehe Tipp), 1 Bund Basilikum

Für die Vinaigrette:

60 ml olivenöl, 15 ml balsamico-essig, 1 Prise zucker, salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Das Baguette in Würfel schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Brotwürfel darauf verteilen. Mit dem olivenöl beträufeln. Den knoblauch zerdrücken und mit dem thymian dazugeben. Mit salz und Pfeffer würzen. Das brot im ofen etwa 10 Minuten knusprig rösten. 2. Inzwischen die Bohnen putzen und in kochendem Salzwasser 4 Minuten knackig garen. Die Tomaten vierteln. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Melone ohne Schale in mundgerechte Würfel schneiden. Die Bohnen abgießen und kalt abschrecken, nach Belieben an der Naht entlang längs halbieren.

4. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Nach Belieben die Sahne zur Suppe geben und die Suppe mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Butterwürfel unterrühren und die Suppe damit binden. Nach Belieben mit WasabiPaste, Salz und Pfeffer leicht scharf abschmecken.

3. Das brot aus dem ofen nehmen und abkühlen lassen. Die oliven halbieren. brot, bohnen, tomaten, zwiebeln, Melone und oliven in einer großen Schüssel mischen. Für die Vinaigrette Öl und Essig verquirlen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Zutaten und Vinaigrette sorgfältig mischen und den Brotsalat mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

5. Die Suppe auf tiefe Teller oder Schalen verteilen und mit Croûtons und Radieschenstiften bestreut servieren.

4. Den Brotsalat auf Teller oder Schüsseln verteilen und mit Basilikumblättern garniert servieren.

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Dauer 20 min Ziehzeit 15 min

Foto: Dorling Kindersley Verlag / Studio Klaus Arras, Köln Foto Nelson Müller by Mario Andreya

FÜR 4- 6 PERSoNEN

Foto: Dorling Kindersley Verlag / Studio Klaus Arras, Köln

Dauer 30 min

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FÜR 6- 8 PERSoNEN

Foto: Dorling Kindersley Verlag / Studio Klaus Arras, Köln

Dauer 45 min Kühlzeit 3h

NUGATMOUSSE MIT POCHIERTEN BIRNEN UND BROMBEERSAUCE

Nugatmousse klingt zunächst nach Winter, schmeckt – wie hier mit Brombeeren gepaart – aber auch im Sommer gut gekühlt ganz köstlich. Die pochierten Birnen sind dazu das Tüpfelchen auf dem i.

Für die Mousse:

2 sehr frische Eier, 50 g Zucker, 250 g Vollmilchkuvertüre, 250 g Nuss-Nugat-Masse, 2 EL Amaretto, 800 g Sahne

Frühlings- & Ostermarkt © coldwaterman - Fotolia.com

08.-09. April jeweils von 10-18 Uhr auf dem Hauptmarkt Zwickau Info: 0375-2713-251 . www.kultour-z.de

Für die Sauce:

250 g Brombeeren, 2 cl Cassislikör, 20 ml roter Portwein, Saft von 1 Limette, 100 g Zucker

Für die Birnen:

150g zucker, 250 ml Weißwein, 5 cl birnengeist, 1⁄2 vanilleschote, 1 zimtstange, 2 Sternanis, 3–4 reife Birnen

Zubereitung:

6 JAHRE YOGA ZENTRUM Ta g d e r o f f e n e n T ü r 01. A p r i l 10 –16 U h r

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1. Für die Mousse Eier und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig schlagen, dann über einem Eiswasserbad kalt rühren. 2. Die Kuvertüre hacken und mit der Nuss-Nugat-Masse über dem heißen Wasserbad schmelzen. Beides unter die Eiermasse rühren. Den Amaretto mit der Nugatcreme mischen und die Creme abkühlen lassen. Inzwischen die Sahne steif schlagen und dann unter die abgekühlte Nugatcreme ziehen. Die Mousse in kleine Gläser füllen und mindestens 3 Stunden kühl stellen.

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3. Für die Sauce die Beeren mit Likör, Portwein, Limettensaft und Zucker in einem Topf aufkochen. Die Masse mit dem Stabmixer pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Beiseitestellen. 4. Für die Birnen den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren. Mit Weißwein und Birnengeist ablöschen. Die Vanilleschote einritzen und auskratzen, dann samt Mark, Zimt und Sternanis zu der Flüssigkeit geben. Alles so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

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5. Die Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. In den Weißweinfond legen und bei schwacher Hitze in heißer, aber nicht mehr kochender Flüssigkeit etwa 15 Minuten garen. Den Topf vom Herd nehmen, die Birnen im Fond abkühlen lassen. 6. Die Birnen fächerförmig aufschneiden und auf den Mousse-Gläschen anrichten. Mit der Brombeersauce beträufelt servieren.

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« EiNFACH VEGETARiSCH

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Foto: Minerva Studio / shutterstock.com

Sei dein

eigener Coach! W e i terentw i cklung i m B eruf / /

Sich selbst finden und seine Stärken erkennen: Coaching im Job ist in aller Munde. Bekommen Manager das Coaching bezahlt, besteht für den Einzelnen die Möglichkeit, seine Potenziale durch ein selbstfinanziertes Coaching herauszufinden. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich die Tools eines Coaches zu eigen zu machen und sich selbst damit zum Ziel zu führen. Seine Stärken zu kennen und seine persönlichen Potenziale zu entfalten, kann dabei helfen, Ziele im Job und im Privatleben zu erreichen. Zudem ist es wichtig, dass wir wissen, wo wir hinwollen, denn nur so können wir langfristig mit dem, was wir tun, zufrieden sein und im Einklang stehen. Ein professionelles Coaching kann bei diesem Vorhaben helfen; alternativ kann aber auch jeder selbst zum Coach werden.

Coaching ist in vielen Unternehmen angekommen

Firmen wollen Mitarbeiter, die zufrieden sind, die gleichzeitig das volle Potenzial ausschöpfen und zudem die besten Skills in Sachen Mitarbeiterführung, Kommunikation & Co. beherrschen – kein Wunder also, dass sich dies Unternehmen im Rahmen der Personalentwicklung einiges kosten lassen. So werden Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, unter denen auch das Coaching zu finden ist. 04 17

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Karriere B eruf

Unter Coaching versteht man allgemein eine Beratungsmethode, die nicht zwingend in den beruflichen Alltag gehört, sondern die auch bei alltäglichen Problemen gewählt werden kann, ebendann, wenn es nicht direkt eine Psychotherapie sein soll. Fragen wie »Welcher Job ist für mich geeignet?«, »Was sind meine Stärken?« oder »Wie führe ich meine Mitarbeiter?« gehören zum klassischen Repertoire, die ein Coach gemeinsam mit dem Coachee zu bearbeiten versucht. Dabei geht es jedoch nicht darum, dass ein Coach seinem Klienten die besten Lösungen bietet, sondern es geht um einen gemeinsamen Weg, bei welchem der Coach seinen Coachee, der in Eigenverantwortung eigene Lösungen und Wege vorschlägt, begleitet und den Entwicklungsstatus beobachtet. Fakt ist: Coaching ist erfolgversprechend und kann durchaus zu einem persönlichen Wachstum beitragen. Allerdings ist dieses Prozedere, wenn es nicht gerade die Firma übernimmt, sehr kostenintensiv. Dabei kann es ratsam sein, sich die Werkzeuge eines Coaches abzugucken und den Spieß umzudrehen, das heißt, sich selbst zu coachen und dabei achtsam mit der persönlichen Weiterentwicklung umzugehen.

der e i gene cO A C H


Sich selbst reflektieren In einer Welt, in der alles immer schneller läuft, immer mehr von einem abwverlangt wird und man oft den Fokus auf das eigene Ich verlieren kann, kann Coaching ratsam sein, um wieder mehr zu sich selbst zu finden und sich seiner Selbst und seiner Stärken bewusst zu werden. Dies ist nicht nur hilfreich für das persönliche Wachstum, sondern kann zugleich Stress vermindern und somit präventiv auf Krankheiten wie Burnout wirken. Beim Coaching geht es in erster Linie um das individuelle Wachstum, welches durch Veränderungen angeregt werden soll. Dabei ist es hilfreich, sein Leben objektiv zu betrachten und sich Ziele zu setzen. Während dieses Prozesses sollte man sich fragen, was man genau erreichen möchte oder welchen Weg man zu beschreiten plant. Ist ein Ziel gefunden, wird dieses in kleinere Teilziele oder Etappen unterteilt. »Was muss ich also tun, um Ziel XY zu erreichen?«, sollte nun die anschließende Frage lauten. Auch ist es wichtig, sich seiner beruflichen bzw. privaten Rolle bewusst zu werden und sich zu fragen, was man ändern und gerne zu dieser Rolle hinzuaddieren möchte. Ein Ziel könnte es zum Beispiel sein, den beruflichen Stress zu minimieren und sich einen privaten Ausgleich zu verschaffen. Wahrscheinlich kennt jeder dieses Problem, doch aktiv werden wir selten und so sagen wir uns jeden Monat aufs Neue, dass sich im kommenden Monat doch etwas ändern soll. Produktives Selbstcoaching setzt genau da an und hilft dabei, wirklich die Zügel in die Hand zu nehmen und seinen eigenen Weg neu zu gestalten. Durch diesen Prozess lassen sich neue Strategien erlernen, die dann aktiv umgesetzt werden können. Weitere Ziele könnten auch lauten: »Wie schaffe ich den Wechsel in einen anderen Job oder eine andere Position?«. Hierbei können die Voraussetzungen der neuen Stelle genau betrachtet werden. Sind beispielsweise bestimmte Skills gefordert, kann es hilfreich sein, sich diese anzueignen und sich damit die gewünschte Qualifikation zu erarbeiten.

Motivation hilft dabei, seine Ziele zu erreichen Eine besondere Rolle des Coaches liegt darin, dass er seinen Coachee darin bestärkt, seinen Zielen nachzugehen und auf seine Lösungsmöglichkeiten zu vertrauen. Motivation ist also das A und O und darf in keinem Coaching-Prozess fehlen; gleiches gilt auch für das Selbstcoaching. Sich zu motivieren fällt vielen Menschen schwer, doch ist Motivation zwingende Voraussetzung, um seine eigenen Ziele zu erreichen. Hilfreich können feste Termine mit sich selbst sein, in denen man sich bewusst Zeit zum Reflektieren nimmt. Zudem sollten alle formulierenden Ziele und Etappenziele notiert werden, bestenfalls mit einer Deadline. Bei Erreichen eines Teilziels hilft eine Belohnung, weiter am Ball zu bleiben. Wie auch im klassischen Coaching sollten nicht zu viele Dinge auf einmal angepackt werden, da dies selten machbar ist und der Fokus vom Wichtigen auf weniger wichtige Dinge gelenkt wird. Eine Prioritätenliste kann helfen, die wichtigsten Ziele im Blick zu behalten. Wurden diese erfolgreich gemeistert, kann die Liste nach und nach abgearbeitet werden. Studien haben übrigens gezeigt, dass wir leichter am Ball bleiben, wenn wir andere über unser Vorhaben informieren. Sollte die Motivation also doch mal schwinden, ist es ratsam, seine Freunde und Familie einzuweihen…denn bei dem ständigen Gelöchere nach dem persönlichen Fortschritt möchte man ja schließlich auch etwas vorzeigen. Text: Jessica Laqua

Info: www.coachingeffect.de

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Für Ostereier ist der Osterhase zuständig. Für qualifizierte neue Mitarbeiter sind wir es. Und das seit über einem Jahrzehnt in Sachsen – immer zuverlässig und das nicht nur zu Ostern.

Alter Steinweg 1 • 08056 Zwickau • Tel. 0375 - 277 160 • sachsen@schega-nagel.de / schega-nagel.de04 17

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Gewinnzone

Christiane KO LU M N E

»Der Single-Fluch« Wild, verrucht, rebellisch und doch elegant & stilvoll: die 20er Jahre sind zurück! Also lasst uns auf die Prohibition pfeifen, tanzen bis in den Morgen, den Schampus in Strömen fließen und uns für diese Nacht in den goldenen Rausch der 20er stürzen. KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Gatsby‹.

Kommt nach Hause und feiert als würdet Ihr kein Geld brauchen! Liebt als hätte Euch noch niemand verletzt! Tanzt als würde keiner hinschauen! Zu Hause ist es am Schönsten! Ab 22 Uhr großes Wiedersehen im Mocc Klub zur Coming Home Easter Edition! KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Coming Home‹.

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Artikel auf Seite 45

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Die Veranstalter holen nach den bestätigten fünf Headlinern zwei weitere Top-Acts für die 20. Ausgabe des Highfield Festivals vom 18. bis 20. August an den Störmthaler See. Das LineUp verspricht Placebo, Billy Talent, Casper, The Offspring, Beginner und Kraftklub. KOMPASS verlost 2x1 Ticket plus T-Shirt und Festivalbeutel. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Highfield‹.

Artikel auf Seite 29

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, wie man die eigene Angst überwinden und sich zur Wehr setzen kann.KOMPASS verlost drei Mal das Buch »Mo und die Arier«. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Asumang‹.

Alle Teilnahmen senden Sie bitte bis spätestens zum 20.04.2017 oder bei früheren Terminen bis 3 Tage vor der Veranstaltung an die Emailadresse gewinnen@deinkompass.de. Viel Glück!

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Artikel auf Seite 46

Steve Naghavi, Sänger und Mastermind von »And One« geht auf große Solo Tournee durch Deutschland! »Live & Relaxed« verspricht ein exklusives Konzerterlebnis der ganz besonderen Art. Im Gepäck: Eine erlesene Auswahl von Werken aus seinem bisherigen Schaffen. KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Naghavi‹.

Bevor ich meinen Mann kennenlernte, war ich auch einige Jahre »auf der Suche«. Gemeinsam mit meinen Freundinnen streunte ich durch die Bars und Clubs der Stadt. Was wir eigentlich suchten, wussten wir gar nicht. Dafür sind angeblich die Zwanziger da. »Du hast ja heute gut reden! Du hast Mann und Kind und bist aus dem Schneider!«, trotzt es mir manchmal noch von meiner Freundin entgegen. In solchen Momenten weiß ich, dass ich einfach verdammt großes Glück gehabt habe.

Eure Christiane

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Würden wir also bitte alle mal runterkommen und die uralten Denkmuster da lassen, wo sie hingehören? Single zu sein ist doch keine Krankheit, für die man mitleidige Blicke und ein paar Klopfer auf die Schulter bekommen muss: Das wird schon wieder! Jeder Topf findet seinen Deckel. Viele Fische im Meer, andere Mütter mit hübschen Töchtern und Söhnen und was man an Floskeln noch so rausschießen kann. »Und was ist eigentlich aus dem Jens geworden? Mit dem konntest du dich zwar nicht so gut unterhalten, aber immerhin hatte der dich echt gern.« Verwandte scheinen gern auszublenden, dass Vernunft und Liebe manchmal Welten voneinander entfernt sind. Was ist daran verkehrt, den Richtigen finden zu wollen, nicht jemanden, mit dem man 30 Jahre lang eine Zweckgemeinschaft führt und dabei einen Großteil des gemeinsamen Lebens schweigt oder sich anbrüllt?

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»Ich bin einfach beziehungsunfähig, Christiane!« – Worte wie ein riesiger Seufzer, gefolgt von einem großen Schluck 3,99-EuroRotwein. Auch ich seufze, innerlich. Diese Diskussion, die viel mehr einer Resignation gleichkommt, haben meine Freundin und ich bereits unzählige Male auf meiner Couch geführt. Dabei ist nicht die angebliche Beziehungsunfähigkeit an ihrem jahrelangen Single-Dasein schuld. Oder sollte man die sechs Jahre mit dem Ex als glücklichen Zufall bezeichnen? Vielmehr glaube ich, dass Druck von außen dazu führt, jede Begegnung in ein potenzielles Happy End verwandeln zu müssen. Mütter drängeln, dass sie doch nun bald einmal Oma werden wollen. Die Tanten fragen am Kaffeetisch, ob es denn nicht mal langsam Zeit zum Heiraten wäre und toppen das unangenehme Gespräch mit einer schieren Beleidigung: »Du bist ja nun auch nicht mehr die Jüngste.« Mit Anfang 30 hat sich nun wirklich niemand alt zu fühlen! Den Rest erledigt dann aber die eigene tickende Uhr – während Männer wie George Clooney sich noch mit Mitte fünfzig kommentarlos Zwillinge zulegen können, kassieren Frauen (siehe Janet Jackson mit 50 Jahren) strafende Blicke, wenn sie sich spät mit dem Kinderwunsch auseinandersetzen.

K o lumne


Die »Goldene Walnuss«, durch ihre Ähnlichkeit zu einem sehr kleinen Gehirn, ist die Auszeichnung der besonderen Art für die Sinnlosigkeiten des Alltags, vergeben durch die KOMPASS-Redaktion. Dabei veröffentlicht die Redaktion nur das an sie übermittelte Material.

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für einen hirnlosen Umweltfrevler

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D I E G O L D E N E WA L N U S S

Club30 ist die perfekte Mischung aus Genuss, Musik sowie Kommunikation und weckt die pure Lebenslust. Feiern, Tanzen und dem ungezwungenen Lifestyle huldigen - kurz: auf hohem Niveau Spaß haben. Diese Nacht gehört den nachtwerk-Fans der ersten Stunde. KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Club 30‹.

Artikel auf Seite 49

Im achten Teil der Fast & Furious-Saga von Universal Pictures führt erneut Vin Diesel den legendären Star-Cast ins Rennen. Im Sog dieses Superhits aus dem Jahr 2015 folgt jetzt das neueste Kapitel einer der beliebtesten Kinoreihen aller Zeiten: Fast & Furious 8. KOMPASS verlost 1x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Fast&Furious‹.

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Ob modern oder lieber altehrwürdig, die beliebte Cross-OverProduktion »Classics unter Sternen« vereint seit mehr als einem Jahrzehnt verschiedene Musikgenres in einem eindrucksvollen Freiluftkonzert. Diesmal dabei: Jasmin Graf und Franco Leon. KOMPASS verlost 2x2 Tickets für die exklusive Show. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Classics unter Sternen‹.

Artikel auf Seite 43

Dieter Thomas Kuhn & Band machen süchtig! Süchtig nach ihren Konzerten, nach guter Laune, nach Party, nach den nettesten und schärfsten Fans der Welt, nach einem Abend und einer Nacht der ganz besonderen Art. Wer einmal da war, kommt immer wieder! KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Dieter Thomas Kuhn‹.

Artikel auf Seite 68

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt. KOMPASS verlost ein Exemplar.Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Der Prinz der Elfen‹.

Ihren Augen traute eine Spaziergängerin in Lichtentanne, Ortsteil Ebersbrunn, kaum, als sie mit dem geliebten Vierbeiner ihre morgendliche Runde drehte. Mitten auf einem Waldweg finden sich, zum Erstaunen der Waldläuferin, vier, augenscheinlich illegal entsorgte, alte Öltanks, die sich zu allem Überfluss zudem als undicht herausstellten. Das im Inneren befindliche Altöl rann derweil den Waldweg entlang und sickerte stinkend ins Erdreich. Die aufmerksame Finderin alarmierte umgehend die Behörden. Sowohl die Feuerwehr als auch das Umweltamt rückten aus, um den Schaden zu begrenzen. Die Behältnisse wurden fachgerecht abtransportiert, vom Boden wurden Proben genommen, um das Ausmaß des Schadens entsprechend beziffern zu können. Nun suchen die Beamten nach eventuellen Zeugen für die Straftat. Und Straftat trifft es in diesem Fall übrigens ziemlich genau, denn das auslaufende Öl kontaminiert den Boden und kann im schlimmsten Fall ins Grundwasser übergehen. Das bedeutet Gefahr für Pflanzen, Tiere und Menschen. Für die Behörden in jedem Fall ein teurer Kraftakt, die Öltanks müssen leergepumpt und entsorgt werden, das betroffene Erdreich abgetragen. Am Ende ein Schaden der in die Tausende gehen wird. In die Tausende kann übrigens auch das Strafmaß gehen, sollten der oder die Übeltäter gefasst werden. Der sächsische Bußgeldkatalog sieht für die fahrlässige oder vorsätzliche Verschmutzung des Grundwassers mit Mineralöl bis zu 50.000 EUR Strafe vor. Auch das Abladen mehrerer Gegenstände mit einem Gewicht von über 200 Kilogramm oder einer Größe von mehr als einem Kubikmeter kann mit einem empfindlichen Strafbetrag von bis zu 10.000 Euro honoriert werden. Ganz ehrlich: Das Strafmaß scheint dennoch nicht hoch genug. Vielleicht sollte, man verzeihe den Ausdruck, das »hirnlose« Umweltschwein den Boden mit einem Esslöffel von Hand abtragen müssen. Selbstverständlich unter behördlicher Aufsicht. Dann wäre der Lerneffekt sicher deutlich höher und natürlich darf der Täter den Betrag laut Strafenkatalog dennoch entrichten. Übrigens hätte der Frevler die Corpora Delicti ordnungsgemäß entsorgt, wären je nach Tanktyp, Größe und verbliebenem Füllstand zwischen 500 und 1000 Euro fällig gewesen. Jetzt wird’s dann halt ein klein wenig teurer, insofern man ihn ausfindig macht. Doch ganz so unauffällig entsorgt man vier Öltanks dieser Größe doch auch nicht. Also entweder suchen wir einen überdimensionierten, dann wahrscheinlich grünen, Riesen oder ein Team mit großem Transporter. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Werdau gern entgegen.

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Widder

21.3. - 20.4.

Liebe: Liebesgöttin Venus befindet sich den gesamten April über im leidenschaftlichen Widder. Sie schafft die besten Voraussetzungen für eine ebenso harmonische wie prickelnde Partnerschaft. Ob Hochzeit, Hausbau oder Babywunsch: Sie gehen den nächsten Schritt. Wenn Sie noch nicht in festen Händen sind, könnte sich das bald ändern. Gesundheit: Sie brauchen Abwechslung und Bewegung wie andere die Luft zum Atmen. Ihr Interesse an Sporttrends ist groß und Sie scheuen sich nicht, die eine oder andere neue Sportart auszuprobieren. Je mehr Sie sich nun bewegen, desto besser geht es Ihnen. Bis 10. April beschert Mars Ihnen eine besonders gute Phase für den Muskelaufbau.

Krebs

Beruf: Venus macht Sie enorm kreativ. Sie finden für alles eine passende Lösung, anstrengende Aufgaben bewältigen Sie mit Leichtigkeit. Mit Ihrer charmanten wie humorvollen Art tragen Sie außerdem zu einem harmonischen Betriebsklima bei. Und das Schöne ist: Sie können Ihre Kollegen motivieren. Auch Finanziell ist alles im Lot.

22.6. - 22.7.

Liebe: Sie sind sehr empfindlich, müssen mit Samthandschuhen angefasst werden. Schon ein unbedachtes Wort Ihres Partners reicht aus, um Sie auf die Palme zu bringen. Gehen Sie jeweils einen Schritt aufeinander zu, dann bleibt die Beziehungsharmonie erhalten! Singles treffen eher auf schwierige Personen, die nicht immer das halten, was sie versprechen. Gesundheit: Stress schlägt Ihnen auf den Magen. Daher: Treten Sie etwas kürzer, wenn Sie merken, dass es Ihnen zu viel wird. Dann bleiben Sie gesund. Am besten ist eine Mischung aus An- und Entspannung: ein ereignisreicher Tag, eine erholsame Nacht.

Beruf: Im April ist viel los. Sie müssen lernen, unter Zeitdruck zu arbeiten, auch im größten Stress einen klaren Kopf zu behalten. Gelingt Ihnen das, haben Sie eine ebenso ereignisreiche wie produktive Arbeitswoche vor sich. Im Kollegenkreis können nun häufiger Spannungen auftreten.

M o N AT S H o R o S K o P

april Kein Aprilscherz Der April macht, was er will. Diese alte Bauernregel ist nun Programm, denn Sturheit und Eigensinn prägen diesen Monat. Volle Kraft voraus oder mit aller Macht in die entgegengesetzte Richtung - beide Möglichkeiten kommen infrage. So oder so wird mit außergewöhnlichem Durchhaltevermögen vorgegangen, um das maximal Mögliche zu erreichen. Zeit spielt jetzt keine Rolle. Am Ende ist nur das, was unter dem Strich steht, von Bedeutung.

Stefan Heym wurde am 10. April 1913 als Sohn einer jü-

dischen Kaufmannsfami-

Waage

24.9. - 23.10.

Liebe: Bis 10. April liegen Venus und Mars miteinander im Clinch: Bei aller Liebe können Sie und Ihr Schatz nicht immer einer Meinung sein. Es kann hin und wieder Streit geben. Vor allem dann, wenn Sie zu fordernd sind. Ab 11.4. glückt die Versöhnung, dann sind Sie wieder ein Herz und eine Seele. Singles sollten ihren neuen Lover mit Vorsicht genießen. Gesundheit: Gesundheitlich ist alles in Ordnung: Sie sind topfit und putzmunter, nichts wird Ihnen zu schnell zu viel. Dennoch sollten Sie Konflikte meiden, nur die wichtigen Termine wahrnehmen und sich viel Ruhe gönnen. So bleiben Sie noch lange gesund.

Beruf: Glücksplanet Jupiter beschert Ihnen eine Glückssträhne. Sie setzen den Blinker, wechseln auf die (berufliche) Überholspur und hängen die Kollegen ab. Die Chancen stehen gut, dass Sie befördert oder mit einer Gehaltserhöhung bedacht werden.

lie in Chemnitz geboren. Schon früh engagierte er sich als Antifaschist und wurde infolge seines Ge-

dichtes »Exportgeschäft« 1931 vom Gymnasium

seiner Heimatstadt verwiesen. Das Abitur legte er dennoch ab, allerdings

in Berlin, wo er auch mit dem Studium der Journalistik begann. Nach dem Reichstagsbrand im Februar 1933 floh Helmut Flieg, wie Stefan Heym laut Geburtsurkunde eigentlich

hieß, zunächst in die Tschechoslowakei, später weiter in die

22.12. - 20.1.

USA, und nahm den Künstlernamen an. Nach seiner Rück-

Liebe: Ihr Partner stellt hohe Erwartungen an Sie, das überfordert Sie. Sprechen Sie mit ihm, anstatt sich zurückzuziehen und zu schmollen. Ein offenes Gespräch bringt Ihnen nämlich weitaus mehr. Ab 11. April kehrt die Lust aufeinander wieder zurück. Dann passiert auch hinter verschlossenen Türen wieder mehr.

gime hofiert. Doch Heym, stets kritisch, kollidierte alsbald mit

Steinbock

Gesundheit: Jetzt brauchen Sie vor allem eins: viel Ruhe. Am besten nehmen Sie sich nicht zu viel vor und gönnen sich ausreichend Schlaf und entspannte Momente, in denen Sie auch einfach mal nichts tun. Ab 11.4. kehrt Ihr Elan langsam zurück. Dann können Sie wieder mehr Sport treiben.

Beruf: In diesem Monat erkennen Sie sich selbst kaum wieder: Sie sind sprunghaft, Entscheidungen zu treffen, fällt Ihnen schwer. Schuld daran ist Jupiter, der im Quadrat zu Pluto steht. Das macht es Ihnen nicht gerade leicht, mit den beruflichen Herausforderungen fertig zu werden.

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unTerhalTung A U S S i C H T

HoRoSKoP

kehr in die Heimat 1953 wurde er zunächst vom DDR-Re-

dem SED-Regime und veröffentlichte zudem seine Werke auch im kapitalistischen Ausland, worauf er 1979 aus dem

Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen wurde. In seinen Werken setzte sich Heym mit dem aktuellen Zeitgeschehen kritisch auseinander. Durch die Verbindung mit einer

spannenden Handlung wurden viele seiner Werke zu Bestsellern. Heym starb im Alter von 88 Jahren in En Bokek, Israel. Foto: Marcel Antonisse Anefo / wikipedia.org


Stier

21.4. - 20.5.

Liebe: Neptun stimmt Sie gefühlvoll. Sie fühlen sich sehr zu Ihrem Schatz hingezogen, genießen seine Nähe. Sie und Ihr Partner verstehen sich auf einer ganz speziellen Ebene, da braucht es nicht viele Worte: Schon ein sanfter Blick oder eine leichte Berührung reichen aus, und Sie wissen, was der andere meint. Gesundheit: Bis 20. April wirkt die Widder-Sonne positiv auf den Geist und hebt die Stimmung. Sie sind topfit und zu allerhand Späßen aufgelegt. Tagsüber drehen Sie richtig auf, geben einhundert Prozent, nachts schlafen Sie wie ein Baby. In Sachen Wohlbefinden könnte es besser gar nicht sein!

Beruf: Gute Arbeit bedeutet für Sie nicht nur, Ihre Aufgaben diszipliniert und sorgfältig zu erledigen, sondern auch, mit den Kollegen auszukommen. Sie haben immer ein offenes Ohr, bieten Ihre Hilfe an, wann immer es nötig ist. Sie verhandeln geschickt, sparen bares Geld. Danach müssen Sie Ihr Geld noch besser zusammenhalten.

Löwe

23.7. - 23.8.

Liebe: Mit Ihren originellen Freizeitideen bringen Sie spielend mehr Pep in den Beziehungsalltag. Ihr Partner lässt sich nur allzu gern von Ihrem Enthusiasmus anstecken, freut sich auf spannende Unternehmungen mit Ihnen. Gemeinsam haben Sie viel Spaß. Singles flirten nun auf Teufel komm raus. Genau die richtige Strategie, um beim anderen Geschlecht zu punkten. Gesundheit: Sie sind ausgeglichen und mit sich selbst im Reinen. Alles, was Sie tun, tun Sie mit der nötigen Gelassenheit, die es braucht, um auch unter Druck erfolgreich zu arbeiten. Bei Ihrem Fitnessprogramm beweisen Sie Kraft und Ausdauer, das spiegelt sich in Ihrem äußeren Erscheinungsbild wider.

Beruf: In diesem Monat ergibt sich eine schöpferische Phase, die Ihnen vor allem beruflich zugutekommt. Sie denken um die Ecke, finden erstaunlich einfache Lösungen für bestehende Probleme. Einem wichtigen Projekt verpassen Sie jetzt den letzten Schliff, für ein anderes geben Sie den Anstoß.

Skorpion

24.10. - 22.11.

Liebe: Mars sorgt gelegentlich für Spannungen. Die können Ihnen aber nichts anhaben. Das Geheimnis Ihrer glücklichen Beziehung? Gegenseitiges Vertrauen, unbedingte Liebe und Rückhalt. Sie spüren intuitiv, was Ihr Schatz braucht, und sind für ihn da. Er weiß: Auf Sie ist jederzeit Verlass.

Gesundheit: Neptun verleiht Ihnen ein tolles Körpergefühl. Sie spüren, was Ihnen guttut und was nur unnötig Kraft rauben würde - und handeln dementsprechend. Auf diese Weise bleiben Sie dauerhaft bei Kräften.

Beruf: Bis 20. April verfügen Sie dank der Sonne über jede Menge Selbstbewusstsein. Nichts wirft Sie aus der Bahn, Sie wissen immer, was zu tun ist. Aus jeder Situation holen Sie das Beste heraus. Das macht Sie zu einem beliebten Kollegen.

Wassermann

21.1. - 19.2.

Liebe: An der Seite von Venus sind Sie von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Was auch immer Sie tun, am liebsten haben Sie dabei Ihren Partner um sich. Zu zweit macht einfach alles mehr Spaß, das haben Sie für sich erkannt - und danach richten Sie Ihre Freizeitgestaltung aus. Singles haben gute Chancen auf eine neue Liebe. Gesundheit: Sie sind optimistisch, sehen in allem zuerst das Positive. Kommt es mal anders als geplant, bleiben Sie gelassen. Sie reagieren flexibel auf Veränderungen, lassen sich nicht von Ihrem Weg abbringen. Das ist auch im April Ihre große Stärke.

Beruf: Sie sind hoch konzentriert, widmen sich laufenden Projekten voller Euphorie. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen! Mit Merkur im Sextil zu Pluto haben Sie Ihre Finanzen bestens im Griff. Mit kurzfristigen Investitionen und Spekulationen erzielen Sie Erfolge.

Zwilling

21.5. - 21.6.

Liebe: Sie sind aufgeschlossen und fröhlich, auf andere Menschen zuzugehen, fällt Ihnen leicht. Mit Leichtigkeit knüpfen Sie neue Kontakte und führen interessante Gespräche, die Ihr Leben enorm bereichern. Eine neue Bekanntschaft hat es Ihnen besonders angetan? Sprechen Sie das ruhig laut aus! Offenheit zahlt sich nun aus. Gesundheit: Wenn Sie in letzter Zeit viel zu tun hatten, bekommen Sie nun die Quittung: Sie sind müde und schlapp, können sich nur schwer zu etwas aufraffen. Alles kostet mehr Kraft als sonst, ohne regelmäßige Verschnaufpausen geht es nicht. Neptun rät, sich möglichst gesund zu ernähren und sich viel Ruhe zu gönnen.

Jungfrau

Beruf: Jupiter präsentiert Ihnen tolle Gelegenheiten auf dem Silbertablett. Verträge und juristische Angelegenheiten sind begünstigt. Sie verhandeln neu und handeln tolle Konditionen aus. In beruflicher Hinsicht punkten Sie mit Ihrer Kreativität und Ihrem beherzten Auftreten. Sie wissen, was Sie wollen, und das fordern Sie auch ein.

24.8. - 23.9.

Liebe: Sie ziehen mit Ihrem Partner an einem Strang, wichtige Entscheidungen treffen Sie stets gemeinsam. Im Schlafzimmer geht es hoch her: Sie können kaum die Finger von Ihrem Schatz lassen, fühlen sich sehr zu ihm hingezogen. Singles dürfen sich freuen: Sinnliches Vergnügen lockt.

Gesundheit: Sie sind fit wie ein Turnschuh. Beschwingt und gut gelaunt machen Sie sich an die Arbeit. Ob Sport, Hausarbeit oder Kindererziehung: Vieles fällt Ihnen im April leichter. Sportler erreichen ihre Ziele schneller als gedacht. Doch auch Entspannung sollte nicht zu kurz kommen.

Schütze

Beruf: Die Zusammenarbeit im Team klappt sehr gut. Sie können sich gut anpassen, erkennen, dass Sie in der Gruppe viel mehr leisten können als alleine - und das spornt Sie an. Saturn mahnt, sich für alles mehr Zeit zu lassen. Andernfalls könnten sich Leichtsinnsfehler einschleichen.

23.11. - 21.12.

Liebe: Venus verstärkt Ihre Ausstrahlung um ein Vielfaches. Sie wickeln Ihren Schatz um den kleinen Finger, denn er bekommt nicht genug von Ihnen. Wenn Sie eine gute Idee haben, sollten Sie ihm diese jetzt vorstellen. Er wird Ihnen kaum widerstehen können.

Gesundheit: Saturn steht weiterhin in Ihrem Zeichen, was Ihnen beruflich zugutekommt. Sie sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, freuen sich über jede Herausforderung. Ihr Weitblick und Ihr Durchsetzungsvermögen machen Sie zu einem Top-Mitarbeiter.

Fische

Beruf: Sie sind viel unterwegs, halten sich gern in der Natur auf. Bei einem ausgedehnten Spaziergang tanken Sie neue Kraft. Die setzen Sie eins zu eins in Sport um. Nutzen Sie die Zeit bis 10. April noch einmal für Wintersport, das sorgt für die gewünschte Abwechslung.

20.2. - 20.3.

Liebe: Sie verfügen über viel Feingefühl, sind sehr emotional. Deshalb scheuen Sie sich auch nicht, Ihre Liebe offen zu zeigen. Eine spontane Umarmung hier, ein Küsschen auf die Wange dort oder ein romantischer Liebesbrief - Ihr Schatz darf sich über tolle Liebesbekenntnisse freuen. Singles, die von der großen Liebe träumen: Vorsicht ist geboten! Gesundheit: Finanzielle Unabhängigkeit ist Ihnen sehr wichtig. Deshalb investieren Sie Ihr Geld nur, wenn Sie sich ganz sicher sind, dass Sie es dadurch vermehren können. Im Allgemeinen legen Sie Ihr Erspartes lieber auf die hohe Kante und gehen damit auf Nummer sicher.

Beruf: Sportliche Ertüchtigung bringt Ihnen die Kraft und Lebensfreude, die Sie brauchen. Auch Fuß- oder Wannenbäder, autogenes Training oder Meditation tragen zu Ihrem seelischen Gleichgewicht bei. Lassen Sie die Dinge auf sich zukommen und bewahren Sie Ihre Balance.

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iMPRESSUM

KURTS SCHLUSS Liebe Leserinnen und Leser, man könnte fast meinen, dass der Frühling in den Niederlanden überwintert. Zum richtigen Zeitpunkt überrascht er unseren Kontinent mit seiner gewaltigen Blütenpracht und vertreibt mit kräftigen Frühlingswinden den Winter. Und analog bläst er auch ganz gewaltig in die politische Landschaft. Das Wahlergebnis in den Niederlanden lässt in Europa die berechtige Hoffnung aufkeimen, dass den Populisten erfolgreich Paroli geboten werden kann. Zwar hat Premierminister Rutte auch rund fünf Prozent an Stimmen verloren, aber er hat seinem rechtspopulistischen Kontrahenten Wilders den Wahlsieg verdorben. Rutte hat auf Sieg gespielt und den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und seinen Polit-Clan klar in die Schranken gewiesen: keine Wahlkämpfe und schon gar nicht mit den üblichen Hetztiraden im Land der Tulpen. Nun stellt sich die berechtigte Frage, können mit einer so harten Haltung weitere Wahlsiege der Populisten in Europa verhindert werden? Sollten die Beziehungen zur Türkei nach den verbalen Entgleisungen türkischer Politiker mit dem unerträglichen Schwingen der NaziKeule und persönlichen Angriffen auf Eis gelegt werden? Jetzt ist Diplomatie in ihrer höchsten Kunst gefragt: klare Kante gegenüber nationalsozialistischen und rechtspopulistischen Strömungen, aber auch Bekenntnis zur europäischen Solidarität. Die EU braucht dringend eine gemeinsame Sprache. Mit Selbstgefälligkeit, Durchsetzung eigener nationalistischer Interessen und Unterschätzung der Verantwortung gegenüber ihren Wählern schaden die verantwortlichen Politiker einem geeinten Europa. Ich denke, darin liegt die größte Gefahr, die politischen Schwierigkeiten im Schulterschluss zu überwinden. Das 60-jährige EU-Jubiläum sollte daher nicht nur gefeiert werden, sondern es muss auch ein gemeinsames Bekenntnis der Staaten zu den Werten der europäischen Union geben. Der Parteitag der SPD mit dem 100%igen Votum für Martin Schulz als Parteichef und Kanzlerkandidaten erinnert mich an DDR-Zeiten mit ihren vorhersehbaren Wahlergebnissen. Das Vertrauen in die Person und weniger in die Inhalte des Programms haben zu einer gewaltigen Aufbruch- und Wechselstimmung in der SPD und damit zu diesem »Hype« geführt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob er anhält. Momentan hält sich Schulz mit einer Konkretisierung der Wahlversprechen, vor allem hinsichtlich ihrer Finanzierung, noch bedeckt. Aber das geschieht wohl auch ganz gezielt- dem Wahlvolk wird die Wahrheit immer nur tröpfchenweise verabreicht, um die Spannung hochzuhalten. Nun befindet sich unsere »ewige« Kanzlerin im bevorstehenden Wahlkampf unter Zugzwang. Bringt sie den Mut zu politischen Veränderungen auf ? Schulz trifft dagegen mit seinen Vorstellungen von mehr sozialer Gerechtigkeit, besserer, kostenloser Bildung und Ausbildung und Korrekturen der Agenda 2010 ganz sicher den Nerv der Menschen. Der Blick über den großen Teich lässt mich immer wieder den Kopf schütteln. Das erste Aufeinandertreffen von Merkel und Trump war politische Augenwischerei und brachte nichts Substanzielles. Im Übrigen befand sich der Präsident nun schon mehrmals auf der Verliererstrecke. Sein neues Einreiseverbot für Menschen aus vorwiegend muslimischen Ländern scheiterte vor Gericht, für die Abhörvorwürfe gegen seinen Vorgänger gibt es keine Beweise und die Entscheidung für die neue Trumpcare muss mangels republikanischer Mehrheit bei der Abstimmung verschoben werden. Langsam beginnt man am gesunden Menschenverstand dieses Egomanen mit seinen ausgeprägten narzisstischen Zügen zu zweifeln. Glücklicherweise erfreut uns der Frühling ohne jegliche Rücksicht auf politische Entscheidungen in seiner Farbenvielfalt. Ausgiebige Spaziergänge in der Natur geben uns Kraft für die Alltagsbewältigung.

Euer europäisch- denkender Kurt! 04 17

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Herausgeber: FIRST AGENCY werbeagentur gbr (V.i.S.d.P.) KOMPASS Stadtmagazin ist ein Produkt der FIRST AGENCY werbeagentur, Anja Uebel & Jörn Martin GbR Kolpingstraße 24, 08058 Zwickau , Tel. 0375 2898980-2, Fax 0375 2898980-9, info@deinkompass.de, www.deinkompass.de Layout, Satz & Grafik: FIRST AGENCY design Tel. 0375 2898980-1, mail@first-agency.de, www.first-agency.de

Titelbild: Tom Bayer / fotolia.com Anzeigen: Anja Uebel, info@deinkompass.de Redaktion: Dorothea List, Vivien Schramm, JoKri, Sandy Alami, Kristina Baum, Fayçal Alami, Kay Klesse, Jessica Laqua, Friedrich List, Anna Wengel Terminredaktion: JoKri Illustrationen: Veit Schenderlein Verteilung und Vertrieb: An über 400 Auslagestellen in Zwickau und Umgebung (Meerane, Glauchau, Lichtenstein, Crimmitschau, Werdau, Aue, Schwarzenberg, Rodewisch, Lengenfeld, Plauen, Erzgebirge, Vogtland) sowie Direktverteilung durch Partner, Partyfotografen und Promotionteams. Kostenloser Vertrieb in Geschäften, Restaurants, Cafés, Bars, Diskotheken, Clubs, Galerien, Hotels, Pensionen, Autohäusern, Kinos, Arztpraxen, Steuerkanzleien, Rechtsanwaltskanzleien, Touristischen Einrichtungen u.v.m. Druck: Tisk Horak Monatliche Druckauflage: 15.000 Stück Erscheinung: am Ende eines Monats für den Folgemonat Nächster Redaktionsschluss: 21. April 2017 Nächster Anzeigenschluss: 23. April 2017 Der Abdruck von Veranstaltungshinweisen erfolgt ohne Gewähr. Nachdruck, Speicherung, Vervielfältigung und Verbreitung in elektronischen und nichtelektronischen Medien vollständig oder auszugsweise nur mit verheriger schriftlicher Genehmigung. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Urheberrechte für Beiträge, Fotografien, Zeichnungen und Anzeigenentwürfe bleiben beim Verlag bzw. bei den Autoren. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Vorlagen kann keine Garantie übernommen werden. Veranstalter, die honorarpflichtige Fotos zur Ankündigung ihres Programms an die FIRST AGENCY werbeagentur übergeben, sind für die Forderungen des Urhebers selbst verantwortlich. Überschriften und Einleitungen werden vom Verlag gesetzt. Leserbriefe, Anzeigen und namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


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KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 4 | 17  

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