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D a s M a g a z i n d e r S ta d t L u d w i g s h a f e n Januar/Februar 2013 Nr. 1

Ein gl端ckliches und erfolgreiches neues Jahr 2013 w端nschen Oberb端rgermeisterin, Rat und Verwaltung der Stadt Ludwigshafen am Rhein

Umwelt

Wenn L辰rm nervt Unsere Stadt

Homepage neu im Netz


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Editorial

Gute Ideen für die Zukunft Nachhaltig handeln auch auf kommunaler Ebene, das ist ein wichtiger Baustein, um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu sichern. Dazu tragen viele in unserer Stadt mit guten Ideen bei.

Anfang Dezember wurde in Düsseldorf der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Bisherige Preisträger waren Firmen wie Viessmann, Vaillant, Daimler oder Siemens: Namen, die bundesweit bekannt sind. Dieses Mal ging der Preis für „Deutschlands nachhaltigstes Produkt“ an die Kübler GmbH aus Ludwigshafen. Kübler hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Hallenheizungssystemen spezialisiert. Das Unternehmen bekommt den Nachhaltigkeitspreis für ein neues System, bei dem durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Technologien bis zu 70 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Ich habe mich sehr über diese Auszeichnung gefreut, denn sie zeigt, wie stark und innovativ neben der Großindustrie auch der Mittelstand in unserer Stadt ist. Wir stehen als Land und weltweit vor der großen Aufgabe des ökologischen Umbaus unserer Industriegesellschaft. Die Energiewende ist ein Aspekt dieses Umbaus, aber Maßnahmen zur Energieeinsparung, wie sie zum Beispiel die Firma Kübler anbietet, sind mindestens genauso wichtig. Energieeffizienz ist der Königsweg zum Klimaschutz, und wir können stolz darauf sein, dass Ludwigshafen vor allem wegen der innovativen Produkte der ansässigen Unternehmen in Fachkreisen als Hauptstadt der Energieeffizienz gilt. Ich wünsche mir, dass nachhaltiges Wirtschaften zu den besonderen Kennzeichen unserer Stadt gehört. Deswegen haben wir schon 2011 ein Integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet und sind dem „Konvent der Bürgermeister“ beigetreten. Das gemeinsame Ziel der Kommunen im „Konvent der Bürgermeister“ ist es, die Treibhausemissionen auf ihrem Territorium bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen können. Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung wollen wir uns in diesem Jahr besonders mit dem Thema Verkehr beschäftigen. „Mobilität mit Zukunft“ soll im Mittelpunkt der zweiten Ludwigshafener Klimawochen stehen, die im Herbst stattfinden werden. Auch das Klimaschutzkonzept soll um diesen Aspekt ergänzt werden. Außerdem arbeiten wir an einem Lärmaktionsplan für die Ludwigshafener Hauptverkehrsstraßen und Haupteisenbahnlinien. Dabei setzen wir auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Nachhaltigkeit bedeutet für mich eine Form des Wirtschaftens, bei dem weder unsere Umwelt noch die Lebensqualität der Menschen über Gebühr belastet wird. Es geht darum, eine neue Balance zu finden zwischen den Interessen der Wirtschaft, dem Schutz der Umwelt und dem sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Zur Nachhaltigkeit in einem umfassenden Sinn gehören auch das Projekt „Feuer, Mond und Sterne“ an der Karolina-Burger-Realschule plus in Mundenheim oder der Bewegungsparcours für Senioren am Rheinufer Süd. Beide Projekte haben zwei Dinge gemeinsam: Sie steigern die Lebensqualität und sie wurden mit viel Engagement aus den jeweiligen Nutzergruppen verwirklicht. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Zeit. Besuchen Sie auch einmal unsere neue Hompage www.ludwigshafen.de, die mit neuem Service und tollen Stadtansichten seit Mitte Dezember online ist. Ihre

Dr. Eva Lohse Oberbürgermeisterin neueLu 1/2/2013

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Januar/Februar 2013

Inhalt

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Rubriken 3 4 5 37 41 41

Editorial Inhalt Mosaik Kurz notiert Aus den Stadtteilen Impressum

Titelbild: Mit einem Blick in den verschneiten Ebertpark und auf das Turmrestaurant wünscht auch die Redaktion der neuen lu allen Leserinnen und Lesern ein gutes und erfolgreiches Jahr 2013

Blickpunkt 8/9 10/11

Unsere Stadt: Homepage neu im Netz Umwelt: Mobilität mit Zukunft

Magazin 13 14 15 16 18/19 22 23/24/25/26 27 28/29

Treffpunkt für Fußballfans ist am 13. Januar die FriedrichEbert-Halle. Lesen Sie mehr über die HallenfußballStadtmeisterschaften auf Seite 13 dieser Ausgabe

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Info-line

Sport: Stadtmeister gesucht Interview: „Wichtige Schwerpunkte setzen“ Kultur: Starke Frauen, Kunst für alle! Kultur: Schwungvoll ins Jahr starten Kultur: Prothesen und perfekte Körper; Aus Großstadt und Provinz Kultur: Notizen Umwelt-Info: Wenn Lärm nervt Unsere Stadt: BASF baut Büros Kinder und Jugend: Feuerschale als Treffpunkt, Was gibt’s? Sicherheit: „Ermessen, menschlich zu sein“ Stadtbibliothek: Alles dreht sich um die Kleinen Bildung: „Kulturelle Vielfalt erleben“ Sport: „Völlig losgelöst“ Polizei: Dabei auf Streife Veranstaltungen: „Für immer in Jeans“ Senioren: Spielgeräte für Senioren; Andacht Gesundheit: Sanft und sicher von Anfang an Soziale Stadt: Mundenheim-Südost: Spezialitäten aus der Pfalz; Oggersheim-West: Neue Ehrenamtliche gewonnen; West: Gut investiert www.ludwigshafen.de

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Mosaik Trauer um Ferrara und mohr

Ludwigshafen trauert um zwei verdiente Kommunalpolitiker: In der Nacht zum 22. Oktober 2012 ist Stadtrat Carmine Ferrara nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren verstorben. Carmine Ferrara gehörte für die SPD seit 1999 dem Stadtrat an und war in zahlreichen Ausschüssen und Gremien, unter anderem im Sozialausschuss, im Umweltausschuss, im Beirat für Integration und Migration sowie im Verwaltungsrat der Sparkasse Vorderpfalz Ludwigshafen a. Rh. – Schifferstadt aktiv. Der frühere langjährige Ortsvorsteher und Stadtrat, Ehrenringträger Heinz Mohr, ist am 17. November 2012 im Alter von 81 Jahren verstorben. Heinz Mohr war von 1964 bis 1994 Mitglied im Ortsbeirat Oppau, Edigheim und Pfingstweide. Von 1975 bis 1994 stand er als Ortsvorsteher dem Gremium vor. Er war über 20 Jahre Mitglied des Stadtrates, von 1964 bis 1969 sowie von 1977 bis 1994. 1994 wurde ihm für seine Verdienste der Ehrenring der Stadt Ludwigshafen am Rhein verliehen. In vielen Oppauer Vereinen war er engagiert und übernahm Verantwortung, so auch als Erster Vorsitzender beim BSC Oppau. Er war Ehrenmitglied der Arbeitsgemeinschaft Oppauer Vereine. Sehr am Herzen lag ihm das Karl-OttoBraun-Museum. Hier war er unter anderem Mitbegründer des Vereins zur Förderung des Karl-Otto-Braun-Museums und lange Jahre dessen Vorsitzender.

„Mittelstand trifft Kreativwirtschaft“

Zum Unternehmerdialog „Mittelstand trifft Kreativwirtschaft“ lädt die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft, W.E.G., am 19. Februar, 18 Uhr, ins Ernst-Bloch-ZenneueLu 1/2/2013

trum, Walzmühstraße 63, ein. Aufgezeigt wird an diesem Abend die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft für den Mittelstand. Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse wird zusammen mit Klaus Dillinger, Geschäftsführer der W.E.G., die Gäste im ErnstBloch-Zentrum begrüßen. Die Hauptrede hält Stefan Koziol. Das Unternehmen Koziol mit Sitz in Erbach ist mit seinen Produkten aus Kunststoff für Haushalt und Büro Marktführer in Deutschland. Wenige Unternehmen verbinden die Kombination von Design, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit so erfolgreich. Das Unternehmen gehört auch zu den deutschen Designmarken, deren Produkte international eine Sonderstellung einnehmen. Eine Talkrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Kultur- und Kreativwirtschaft soll einen Überblick geben und die Bedeutung und das Innovationspotential der Kreativwirtschaft für den Mittelstand aufzeigen. Das Programm zum Unternehmerdialog ist ab Mitte Januar im Internet verfügbar unter www. weg-ludwigshafen.de oder kann bei der W.E.G., Rathausplatz 10+12, 67059 Ludwigshafen angefordert werden.

Vertrag mit dem Land unterzeichnet

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 10. September 2012 mit großer Mehrheit den Beitritt der Stadt Ludwigshafen am Rhein zum Kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz beschlossen. OB Dr. Eva Lohse und Dagmar Barzen, Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, unterzeichneten den Konsolidierungsvertrag zwischen der Stadt Ludwigshafen am Rhein und dem Land Rheinland-Pfalz im Beisein von Stadtkämmerer Dieter Feid am 8. November. „Der Kommunale Entschuldungsfonds hilft uns, die Schulden der Stadt zu verrin-

heutiger Sicht in diesem Umfang und in diesem Zeitraum nie wieder so effektiv der Schuldenstand der Stadt Ludwigshafen verringert werden. Unser Foto zeigt Dagmar Barzen, links, und OB Dr. Lohse. gern. Insofern ist er eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. Ich bin deshalb sehr froh, dass dieses Verfahren von einer breiten Mehrheit im Stadtrat getragen wird. Der Fonds beseitigt allerdings nicht die strukturellen Ursachen für die chronische Unterfinanzierung der Städte in RheinlandPfalz. Dafür warten wir noch unter anderem auf die Änderungen am kommunalen Finanzausgleich, die der Verfassungsgerichtshof im Februar verlangt hat“, so die OB. Die Stadt verpflichtet sich in dem Vertrag, jährlich mindestens ein Drittel der Jahresleistung des Entschuldungsfonds durch eigene Konsolidierungsmaßnahmen aufzubringen. Der Konsolidierungsanteil der Stadt liegt bei rund 10,3 Millionen Euro. Mit den erforderlichen städtischen Mitteln, den Finanzierungsbeihilfen des Landes und der Solidargemeinschaft aller rheinland-pfälzischen Kommunen kann aus

Nachhaltigkeitspreis für Kübler

Die Kübler GmbH aus Ludwigshafen wurde Anfang Dezember für ihr Hallenheizungssystem „H.Y.B.R.I.D“ mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Deutschlands nachhaltigstes Produkt 2012 ausgezeichnet. Träger ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.. Die Jury würdigte mit der Preisverleihung an Kübler nach Unternehmensangaben die hohe Energieeffizienz des Hallenheizungssystems, das eine Verknüpfung aus Infrarothallenheizung, Digitalsteuerung und Restwärmenutzung darstellt. Die Kübler GmbH war 2004 Unternehmen des Jahres in Ludwigshafen. „Dieser Preis ist ein Beleg für die Innovationskraft Ludwigshafener Unternehmen. Mein herzlicher Glückwunsch geht an Thomas Kübler und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, freute sich OB Dr. Eva Lohse über die Auszeichnung.

Neujahrsempfang 2013 Neujahrsempfang von Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse am 9. Januar 2013, 18 Uhr, im Pfalzbau. Haben Sie Interesse, am Neujahrsempfang im Pfalzbau teilzunehmen? Gegen Vorlage dieses Coupons und Zahlung von 5 Euro pro Person erhalten Sie ab 7. Januar 2013 beim Büro der Oberbürgermeisterin (Adresse siehe unten) eine Einladung. Am 9. Januar können Karten nur bis 12 Uhr abgeholt werden. Aus Platzgründen können nur die ersten 300 Meldungen berücksichtigt werden. Büro Oberbürgermeisterin Repräsentation Rathaus, 15. OG, Zimmer 1503 Postfach 2112 25 67012 Ludwigshafen Name Anschrift

Am Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin im Pfalzbau möchte ich teilnehmen möchte ich in Begleitung teilnehmen

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Fraktionen

SPD: ÖPNV wichtige Daseinsvorsorge und Standortfaktor

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Die Mobilität in einer Stadt ist eng mit seiner Entwicklung verbunden. Hierzu gehört auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der eine wichtige Daseinsvorsorge für die Menschen darstellt und mit zu den Standortfaktoren gehört. Die Bürger, die den ÖPNV nutzen, erwarten, dass er ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet wird, insbesondere was die Infrastruktur und die Qualität der Bahnen und Bussen betrifft. Natürlich ist auch die Tarifstruktur für die Kunden des ÖPNV von besonderer Bedeutung. Dies gilt auch für Menschen mit geringen Einkommen, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Deshalb un-

terstützt die SPD die Forderung der Sozialverbände innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar zu prüfen, unter welchen Rahmenbedingungen die Einführung eines Sozialtickets machbar wäre. Gerade die Mobilität sozial schwacher Menschen ist ein notwendiger Bestandteil zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Uns ist bewusst, ein attraktiver ÖPNV erfordert entsprechende Finanzmittel, die nicht allein aus Fahrgeldeinnahmen aufgebracht werden können. Trotz permanenter Maßnahmen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch die Nutzung von Synergien und Umstrukturierungen. Deshalb hat man zur weiteren Optimierung der Kostenstruktur im Rahmen einer kommunalen Allianzbildung zwischen den Städten Ludwigshafen/Mannheim und Heidelberg im Jahr 2004 ein gemeinsames Betriebsunternehmen, die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) gegründet. Die RNV erbringt seit März 2005 erfolgreich auch die Verkehrs-

GRÜNE: Ein gutes „erneuerbares“ Jahr 2013! Am 1. Januar steigen auch in Ludwigshafen die Preise für Energie. Preiserhöhungen findet niemand gut. Der Dreiklang der Energiewende heißt: Energie sparen, mehr Energieeffizienz, erneuerbare Energien. Damit kommen wir nur voran, wenn alle Akteure etwas dafür tun: Unser Versorger TWL muss deutlich machen, dass es nicht mehr da-

rum geht, möglichst viel Strom zu verkaufen. Hauseigentümer müssen Chancen nutzen, energetisch zu sanieren und so die „Zweite Miete“ zu senken. Die Stadt muss erneuerbare Energien unterstützen, wo sie kann. Und der bundespolitische Rahmen muss stimmen. Dann ist die Energiewende vor Ort zu schaffen und es bleibt noch was im Geldbeutel. Mit freundlichen Grüßen Hans-Uwe Daumann

leistungen für die Verkehrsbetriebe Ludwigshafen und die Rhein-Haardt-Bahn, wobei die jeweiligen Städte über den Umfang und die Qualität der zu bestellenden Nahverkehrsleistungen selbst entscheiden. Bei aller richtigen und notwendigen Beachtung der Kostenfrage darf aber nicht vergessen werden, dass der ÖPNV gerade in Ballungsgebieten, auch bei uns in der Metropolregion Rhein-Neckar, ganz wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. So sorgen öffentliche Verkehrsmittel für eine Entlastung vom Individualverkehr auf den Straßen und tragen wesentlich zum Schutz der Umwelt bei. Von Bedeutung für einen attraktiven ÖPNV ist auch die Vernetzung der Angebote mit denen der anderen Verkehrsunternehmen in der Region. So auch mit der S-Bahn RheinNeckar. Die Anschlüsse an den zentralen Umsteigeknotenpunkten sollten untereinander abgestimmt sein um lange Wartezeiten zu vermeiden. Wir halten eine Integrati-

on der Fahrpläne der jeweiligen Verkehrsunternehmen innerhalb der Stadt und Region für unerlässlich. Auch die Vorhaltung einer entsprechenden ÖPNV-Infrastruktur im Hinblick auf Sauberkeit, Pünktlichkeit, Sicherheit sowie Kundenfreundlichkeit. Die gilt sowohl für die täglich Linienund Schülerverkehre, auch für einen barrierefreien Zugang zu den einzelnen Haltestellen sowie Busse und Bahnen. In den kommenden Jahren stehen in Ludwigshafen weitere notwendige ÖPNV-Maßnahmen an. Ein Schwerpunkt wird hierbei der Ausbau der Stadtbahnstrecke nach Friesenheim, der Linie 10, sein. Eine wichtige Verbindung zwischen der Südlichen Innenstadt und den Stadtteilen Nördliche Innenstadt und Friesenheim mit der Andienung des Klinikums. Die SPD-Stadtratsfraktion wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2013. Ihr Hans Mindl stellv. Fraktionsvorsitzender

FDP: Hochstraße Nord – ihre Meinung? Im März 2013 will die Stadt 3 Sanierungsalternativen vorlegen. Eine Planungsalternative beschäftigt sich mit der Verlegung der Hochstraße als ebenerdigen „Boulevards“. Bei der weiteren Alternative soll alles beim Alten bleiben. Die dritte Alternative soll einen Mix darstellen. Eine Veränderung der Hochstraße wird das Gesicht unserer Stadt nachhaltig prä-

Für die Inhalte der Beiträge auf dieser Seite ist die jeweilige Fraktion verantwortlich

gen. Vor- und Nachteile – gerade auch aus ökologischer und ökonomischer Sicht müssen gut abgewogen sein. Fachwissen und ein gutes Gespür, was unserer Stadt gut tut, sind gefragt. Begleiten Sie die FDP-Stadtratsfraktion bei dieser Abwägung. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und Meinung unter post@fdp-fraktion-lu.de. Ihr Hans-Peter Eibes FDP Ratsmitglied

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Fraktionen

CDU: Kinderbetreuung – Ausbau auch 2013 Topthema

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Doppelhaushalt 2013/14 wird zwar erst in einigen Wochen verabschiedet. Eines steht jetzt schon fest: der Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes bleibt auch in diesem Jahr ein Topthema. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Unser Ziel ist es, 80 Prozent der Zweijährigen bis Ende 2013 einen Kita-Platz anbieten zu können. Die 70 Prozent-Marke (844 von 1.200) konnte bis 01. August letzten Jahres erreicht werden. Die fehlenden Plätze müssen im Laufe dieses Jahres geschaffen werden. Zugleich erfolgt der Ausbau des Angebots

für Kinder unter zwei Jahren; Hierzu sind 580 Plätzen erforderlich, davon 200 in der Tagespflege. Aktuell werden bereits 160 Krippen- und 102 Tagespflegeplätze angeboten – die Hausaufgaben sind also gemacht. Entscheidend ist aber auch, daneben – als weitere wichtige Säule der Kinderbetreuung – den Ausbau der Einrichtungen der Kirchen in unserer Stadt voranzubringen und finanziell zu fördern. Das bis 2013 beschlossene Programm umfasst für die Stadt insgesamt Investitionen von 70 Millionen Euro. Davon hat der Bund bislang 7,6 Millionen Euro, das Land gerade mal die Summe von 360 000 Euro übernommen. Von der zugesagten Drittelfinanzierung sind wir meilenweit entfernt. Hier ist das Land in der Verpflichtung, sich an den Kosten zu beteiligen. Neben der Finanzierung ist mittlerweile der Mangel an Erzieherinnen und Erzieher ein riesen Problem. Bereits seit 2008 wird aus vielen Richtungen immer wieder auf diesen uns jetzt ereilenden Fachkräfte-

REP: Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, Wir die Fraktion der REPUBLIKANER wünschen Ihnen ein Gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Hoffentlich konnten Sie sich an den Feiertagen ein wenig vom Alltagsstress erholen! Unsere Infoabende finden im neuen Jahr am 4.Januar und am 1.Februar statt in der Gaststätte Zur Laube, Fuggerstr.55, 67065 neueLu 1/2/2013

mangel hingewiesen. Mit der Schaffung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz hätte zugleich eine Offensive zur Ausbildung dieses Berufsbildes starten müssen. Auch hier hat es das Land versäumt, aktiv zu werden. Aktuell ist der Stellenmarkt so gut wie leer gefegt. Auch bei der Stadt fehlen derzeit 35 Kräfte. Der ErzieherInnenberuf muss dringend attraktiver werden. Er beinhaltet eine hohe Verantwortung. Anerkennung und Wertschätzung sind dagegen unterentwickelt. Hinzu kommt eine viel zu lange Ausbildung. Wenn drei Jahre für einen Studienabschluss – z. B. Bachelor – ausreichen, muss Gleiches für dieses Berufsbild gelten. Wir müssen auch über ein intelligentes Platzmanagement nachdenken, das auch das Platz-Sharing, die Nutzung eines Platzes durch mehr als ein Kind, ermöglicht. Zunehmend wird ein Kita-Platz nicht bedarfsorientiert, sondern präventiv gebucht. Häufig aber entspräche dem Elternwunsch ein für bestimmte Wochentage

und Tageszeiten definiertes Betreuungsangebot. Auch die Rahmenbedingungen für Tagesmütter müssen verbessert werden. Entscheidend hierfür ist, dass Tagesmütter auch in fremden Räumen betreuen dürfen. Bislang ist dies nicht erlaubt. Festzuhalten ist: Die Stadt allein kann – bei allen Bemühungen – die Herausforderung der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf nicht stemmen. Vielmehr müssen hierzu die Netzwerke zwischen den städtischen Einrichtungen, freien Trägern, Schulen und Eltern noch enger geknüpft werden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird es gelingen, für jede Familie in unserer Stadt das möglichst passende Betreuungsangebot zu finden. Auch daran wollen wir in 2013 arbeiten. Ihnen allen wünsche ich einen erfolgreichen Start ins Neue Jahr und alles erdenklich Gute. Herzlichst Ihr Heinrich Jöckel Vorsitzender der CDU-Fraktion Tel. 59157-0, Fax 59157-20

FWG: Baum- und Klimaschutz in Ludwigshafen ? Ludwigshafen um 19:30 Uhr im Nebenraum. Jeder ist herzlichst willkommen, egal welchen Alters bringen Sie doch Ihre Freunde und Bekannten mit. Unser Infoabend soll nicht nur in unzähligen politischen Diskussionen enden, sondern dieser soll auch Spaß machen!!! Freundlichst Ihr Marco Steigert

Erst vor wenigen Tagen machte die Stadt bekannt, dass sie in diesem Jahr allein im Ebertpark schon mehrere Dutzend Bäume fällen ließ. Gleichzeitig erfolgt die Ankündigung, dass bereits in den nächsten Wochen rund 500 (!) weitere Bäume aus Sicherheitsgründen im Stadtgebiet fallen werden. Vor diesen Zahlen wirkt die Anpflanzung von „nur“ 15 neuen Bäumen

im sog. „Klimawäldchen“ Gartenstadt geradezu lächerlich. Wenn die selbst formulierten Klimaschutzziele wirklich erreicht werden sollen, muss spätestens jetzt eine Überprüfung und Kontrolle der bereits durchgeführten Maßnahmen erfolgen, in der auch geklärt werden muß, warum einige Rückschnitte tief ins gesunde Holz bzw. Ersatzpflanzungen nur äußerst schleppend erfolgen! Ein gutes neues Jahr wünscht Ihnen Ihr Dr. Rainer Metz www.fwg-fraktion-lu.de

Für die Inhalte der Beiträge auf dieser Seite ist die jeweilige Fraktion verantwortlich

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Unsere Stadt

Homepage neu im Netz www.ludwigshafen.de mit zukunftsfähiger Konzeption und Technik Konzeptionell und technisch neu aufgestellt ist die Internetseite der Stadt www.ludwigshafen.de. Seit 18. Dezember ist die Webseite mit einem verbesserten Service für die Nutzerinnen und Nutzer im Netz. Technisch ist die Seite nun auf dem neuesten Stand, unter anderem mit Möglichkeiten für eine Online-Bürgerbeteiligung und für die Einbindung von E-Government-Aktivitäten. Die neue Homepage ist thematisch breiter aufgestellt als bisher. Ganz entsprechend den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer stehen nicht ausschließlich die Leistungen und die Darstellung der einzelnen Bereiche im Vordergrund. In die Überlegungen zur Struktur sind auch die Ergebnisse der Bürgerbefragung der Stadt eingeflossen. Durch die Darstellung in vier Kapiteln wurde die Struktur neu geordnet, gleichzeitig werden wichtige Themen wie Bürgerservice oder Karriere direkt auf der Startseite in der so genannten Top Navigation angeboten. Wer sich nicht durch die vier Kapitel klicken möchte, findet in der Fußnavigation einen schnellen Einstieg zu den Themen. „Uns war es wichtig, den Nutzerinnen und Nutzern unterschiedliche Zugangswege anzubieten. Auch unser Ziel, dass die Bürgerinnen und Bürger nach spätestens drei Klicks an der gewünschten Stelle angekommen sind, haben wir erreicht. Die neue Internetseite ist von ihrer optischen Anmutung und von ihren inhaltlichen und technischen Voraussetzungen ein Aushängeschild für die Stadt. Mein Dank geht an die Sparkasse Vorderpfalz, die sich auch finanziell an der Umsetzung des Relaunches beteiligt hat“, so OB Dr. Eva Lohse bei der Präsentation der Webseite.

Verbesserter Bürgerservice

Schon auf der Startseite können die Nutzerinnen und Nutzer die zehn meistnachgefragten Dienstleistungen der Stadtverwaltung abrufen, weitere 190 finden sich im Kapitel bürgernah im Bürgerservice. Am Bildschirm ausfüllbare Formulare sorgen dafür, dass Anträge bereits zu Hause in aller Ruhe ausgefüllt werden können. Auf vielen Seiten sind die Kontakte zur Stadtverwaltung oder den zuständigen Stellen vermerkt, mit einem Stadtplanausschnitt und den Öffnungszeiten. neueLu 1/2/2013


Unsere Stadt

Darüber hinaus gibt es auf vielen Themenseiten spezielle Bereiche, die so genannten Themenboxen, mit Unterlagen, die zum Download zur Verfügung stehen, oder mit passenden Links. Passende Veranstaltungen erscheinen ebenfalls in den Themenboxen. Wer macht was und wo muss ich hin? Diese Fragen beantworten die Kontaktboxen, die jeweils am rechten Rand der Seiten untergebracht sind, ebenso wie die Informationen über Downloads, Links und thematisch passende Veranstaltungen

Zukunftsfähige Technik

Die bisherige www.ludwigshafen.de war seit dem Jahr 2005 im Netz und technisch nicht mehr den Anforderungen gewachsen. Besonderer Wert wurde beim Relaunch darauf gelegt, dass Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung im Netz geschaffen werden können. Bereits Anfang kommenden Jahres sollen beispielsweise neue Möglichkeiten für Bürgerbefragungen und für eine direkte Kommunikation mit den Menschen in der Stadt implementiert werden. Darüber hinaus sind die Voraussetzungen geschaffen, AnDie Ufersilhouette der Stadt wendungen des vom Rhein aus gesehen: E-Governments Ludwigshafen wird auf den in die Webseite ersten Blick in die neue zu integrieren. Internetseite als die Stadt Durch Kategoriam Rhein erkennbar. Mit zwei sierung der eingroßen so genannten Teasern zelnen Seiten wird auf Veranstaltungen aufwerden Angemerksam gemacht (Bild bote für beSeite 8) stimmte ZielneueLu 1/2/2013

gruppen, zum Beispiel Familien oder ältere Menschen, zusammenfassend dargestellt.

Angebote integriert

Lebenswert, bürgernah, wirtschaftsstark und nachhaltig, so sind die Kapitel der neuen Internetseite überschrieben. Innerhalb dieser Kapitel finden die Nutzerinnen und Nutzer Informationen zu Angeboten der Verwaltung, Tipps zur Freizeitgestaltung, Hinweise auf kulturelle Angebote, auf Sportvereine oder Einkaufen und Gastronomie. Unternehmen finden Ansprechpartner und Angebote im Kapitel wirtschaftsstark. Die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft, W.E.G., hat ihre Angebote in die www.ludwigshafen.de integriert. Die Seiten sind weiterhin unter der bisherigen Adresse www. weg-ludwigshafen.de erreichbar und gleichzeitig Teil des neuen Stadtportals. Auch die Lukom konzentriert ihre Stadtmarketingthemen zukünftig auf der www.ludwigshafen.de. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Veranstaltungskalender neu konzipiert. Er soll mittelfristig die Plattform sein, auf der unterschiedliche Anbieter in Ludwigshafen ihre Veranstaltungen präsentieren. Auch interessierte Institutionen, Vereine und Verbände außerhalb der Stadtverwaltung erhalten die Möglichkeit, ihre Termine hier direkt einzutragen. Gepflegt werden die Seiten der www.ludwigshafen.de von einem Team bestehend aus der Online-Redaktion des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus anderen Bereichen, der W.E.G. und der Lukom mit dem Redaktionssystem Typo 3. Realisiert wurde die Seite gemeinsam mit

der Ludwigshafener Agentur „Cyperfection Agentur für Markenführung online“. Insgesamt ein Jahr lang wurde an der Webseite gearbeitet, zunächst wurde die Struktur erarbeitet, anschließend die Designentwürfe abgestimmt. Der Veranstaltungskalender auf der www.ludwigshafen.de bietet zahlreiche Möglichkeiten der Suche und ist bequem zu bedienen (Bild oben)

Baustein für Marke Ludwigshafen

In den vergangenen Jahren hat sich Ludwigshafen verändert. Durch den Umbau der Innenstadt und die Entstehung des neuen Stadtquartiers mit Einkaufszentrum und Platz der Deutschen Einheit direkt am Rhein hat die Stadt die Chance ergriffen, sich in der gesamten Region neu zu positionieren. Mit den baulichen Veränderungen geht auch ein Wandel des Images der Stadt einher. Ludwigshafen setzt darauf, als weltoffene Stadt wahrgenommen zu werden. Um die Stärken der Stadt mehr in den Vordergrund zu stellen, richtet Ludwigshafen seine gesamte Kommunikation neu aus. Dabei werden die strategischen Ziele der Stadtentwicklungspolitik aufgegriffen, die Attraktivität der Stadt für Menschen und Unternehmen zu steigern. Teil dieser integrierten Kommunikation ist neben dem Stadtlogo und dem Erscheinungsbild auch die virtuelle Visitenkarte der Stadt, die Homepage www.ludwigshafen.de. Mit der neuen Seite wurde ein weiterer wesentlicher Baustein der Marke „Ludwigshafen Stadt am Rhein“ fertiggestellt. mü

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Umwelt

Mobilität mit Zukunft Integriertes Klimaschutzkonzept wird mit dem Thema Verkehr ergänzt Bei den Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes rückt in diesem Jahr das Thema „Mobilität mit Zukunft“ in den Mittelpunkt. Hierzu untersucht das IFEU-Institut für Energieund Umweltforschung aus Heidelberg im Auftrag der Stadt Ludwigshafen, wie die Emissionen speziell im Bereich des Verkehrs gemindert werden können. Die Ergebnisse präsentiert Prof. Dr. Joachim Alexander, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, während der zweiten Klimawochen im Herbst dieses Jahres.

V

orausgegangen waren 2011 der Beitritt zum „Konvent der Bürgermeister“ und das Integrierte Klimaschutzkonzept, welches das IFEU-Institut für die Stadt Ludwigshafen erstellte. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um mehr als 20 Prozent zu reduzieren. Dies wäre erreichbar, wenn 28 Maßnahmen, die in einem Aktionsplan festgeschrieben sind, realisiert werden.

Energie- und CO2-Bilanz

Bei dem nun zu erarbeitenden Klimaschutzteilkonzept konzentrieren sich die Wissenschaftler aus Heidelberg ausschließlich auf den Verkehr. „Etwa 20 bis 25 Prozent der Treibhausgasemissionen auf dem Territorium einer Kommune werden durch den Verkehr verursacht. Er ist daher für den Klimaschutz ein wichtiger Bereich“, erläutert Prof. Dr. Joachim Alexander. Das IFEUInstitut ermittelt zunächst die Menge der Treibhausgasemissionen, die von dem motorisierten Verkehr in Ludwigshafen ausgehen. Ergänzend zu dieser Energie- und CO2-Bilanz stellen sie Daten zur aktuellen Verkehrssituation zusammen. Hierzu gehören die Längen des Straßen-, Schienenund Radwegenetzes, Radwegweisung sowie öffentliches und privates Parkplatzangebot.

ne zusätzliche Maßnahmen bis zum Jahr 2030 entwickeln würden. Das KlimaSzenario zeigt, welche Auswirkungen es hat, wenn alle im Klimaschutzteilkonzept vorgeschlagenen Maßnahmen realisiert werden.

West wird in dem Klimaschutzteilkonzept besonders beachtet. Mehr Informationen zum Thema Klimaschutz gibt es im Internet auf der Homepage der Stadt unter www.ludwigshafen.de/ klimalu. rik

Mögliche Handlungsfelder

In einem letzten Schritt gibt IFEU Hinweise, in welchen Bereichen die ermittelten Einsparpotenziale umgesetzt werden können. Das Institut nennt als mögliche Handlungsfelder, autoarme Wohn- oder Gewerbegebiete zu entwickeln und das ÖPNV-Angebot auszubauen. Der aktuelle Stadtumbauprozess mit dem Projekt City Wer im Stau steht, verbraucht viel Energie und Zeit (Bild unten), Fahrradfahren könnte eine Alternative werden und schützt das Klima (Bild rechts)

Potenzialberechnung

Anhand so genannter Potenzialberechnungen stellt IFEU dar, wie sich die Emissionen bei bestimmten Maßnahmen auswirken könnten. Ein Beispiel wäre: Was geschieht, wenn ein konkreter Anteil der PKW-Fahrten auf das Rad verlagert wird.

Zukunftsszenarien

In einem so genannten TREND-Szenario zeigt IFEU, wie sich die Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Ludwigshafen ohneueLu 1/2/2013


Umwelt Anzeige

Befragung: „Mobilität in Städten“ Ludwigshafen Ihr Immobilienunternehmen

Um aktuelle Erkenntnisse zur Einschätzung der verkehrlichen Situation zu gewinnen, führt die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten der Wohnbevölkerung durch. Damit gehört Ludwigshafen zu den mehr als 100 deutschen Städten und Gemeinden, in denen die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger im Forschungsprojekt „Mobilität in Städten – SrV 2013“ zeitgleich untersucht wird. Werden Bus oder Fahrrad in Ludwigshafen stärker genutzt als vor einigen Jahren? Wie groß ist demgegenüber der Anteil des Autoverkehrs? Und wie viele Kilometer legt eine Einwohnerin beziehungsweise ein Einwohner durchschnittlich am Tag zurück? Sind Seniorinnen und Senioren heutzutage häufiger unterwegs als in der Vergangenheit? Die Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen ist für die Verkehrsplanung von großem Interesse. Dieses Projekt startete 1972 als langjährige Untersuchung des Verkehrsverhaltens. Im Jahr 2013 aktualisiert die Technische Universität Dresden die dienstälteste deutsche Zeitreihe zum Verkehrsverhalten der Wohnbevölkerung zum zehnten Mal.

Datenschutz ist gewährleistet Um möglichst alle Bevölkerungsgruppen einzubeziehen, wird die Erhebung kombiniert als telefonisch-schriftliche Befragung durchgeführt. Dabei besteht auch die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut omniphon GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst und anonymisiert an die TU Dresden zur Auswertung übergeben. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes ist gewährleistet. Die Stadt Ludwigshafen und die TU Dresden bitten alle betroffenen Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen, damit die kommunale Verkehrsplanung der nächsten Jahre auf aktuelle Daten zurückgreifen kann. Weitere Informationen zum SrV 2013 befinden sich unter www.tu-dresden.de/srv2013.

neueLu 1/2/2013

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Ludwigshafen erstmals dabei Die Stadt Ludwigshafen nimmt im Jahr 2013 erstmals an dieser Untersuchung teil. Im Ergebnis liegen vor allem stadtspezifische Erkenntnisse zum Stand der Verkehrsentwicklung vor. Sie werden ergänzt durch den Vergleich mit Städten beziehungsweise Gemeinden ähnlicher Größenordnung. Die Gesamtstichprobe von bundesweit mehr als 120.000 Personen erlaubt darüber hinaus die Analyse stadtübergreifender Trends zum Beispiel vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Die Befragung beginnt im Januar 2013 und wird bis Dezember 2013 laufen. Die Adressen der Haushalte wurden aus den Einwohnermelderegistern der Städte per Zufallsverfahren gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, in dem sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung gebeten werden. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig. Erfragt werden Informationen zum Haushalt und den Haushaltsmitgliedern. Dazu gehören beispielsweise die Zahl der im Haushalt vorhandenen Pkw sowie die Häufigkeit der Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Besonders wichtig sind die Angaben zu den Wegen aller im Haushalt lebenden Personen für einen vorgegebenen Stichtag. Dabei geht es beispielsweise um die genutzten Verkehrsmittel und die zurückgelegten Entfernungen.

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Stadtmeister gesucht E

rneut gehen 16 Mannschaften bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften an den Start. Ausrichter des in der Sportregion beliebten Turniers am Sonntag, 13. Januar, ab 9 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle sind der Ludwigshafener Sportverband (LSV), der Bereich Sport der Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein und die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und MarketingGesellschaft mbH. „Die im Vorjahr durchgeführte Erweiterung von zwölf auf 16 Teams hat sich bewährt. Auch die Erwartungen an die Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich damit erfüllt, denn mehr Teams bringen mehr Fans in die Halle“, so Bürgermeister Wolfgang van Vliet zu der Entscheidung der Veranstaltergemeinschaft, auch künftig mit 16 Mannschaften zu spielen. Winfried Ringwald, Vorsitzender des LSV, ist vom Turnier überzeugt: „Wir haben ein attraktives Umfeld: wir spielen auf Kunstrasen, die Spielfeldbande gehört mittlerweile dem LSV und die Halle hat mit rund 2.000 Plätzen die richtige Größe.“ LUKOM-Chef Michael Cordier vertraut ganz fest auf die Stimmung in der Halle: „Hier sind die Zuschauer ganz nah dran am Geschehen, die Sitzplätze sind unmittelbar am Spielfeld. Das schafft Atmosphäre und diese Stimmung überträgt sich natürlich auch auf die Spieler und so entsteht die besondere Melange, die dieses Turnier auszeichnet.“ Als Favorit gilt der Oberligist FC Arminia 03 Ludwigshafen, der im letzten Jahr auch das Turnier gewonnen hat. Aber auch der Ludwigshafener SC 1925 und der SV Südwest 1882 Ludwigshafen zählen als Verbandsligisten zum Favoritenkreis. Aber da Hallenfußballturniere kein Abbild der Freiluftsaison sind sieht Sportdezernent van Vliet „keinen Favoriten, der sich hier aufdrängt. neueLu 1/2/2013

Ich habe so den Verdacht, dass es dieses Jahr auch durchaus mal ein ‘Außenseiter’ packen könnte.“ Die weiteren teilnehmenden Mannschaften sind: BSC 1914 Oppau (Bezirksliga), FC Croatia 1997, VfR Friesenheim 1905, Eisenbahner-Sportverein 1927, DJK SG Concordia Ludwigshafen (alle Bezirksklasse), SV Ruchheim 1925, FSV Oggersheim, DJK SC Alemannia Maudach, Hemshöfer Sportverein, PSV GW Ludwigshafen, SV Pfingstweide, TV 1895 Edigheim, ASV 05 Edigheim (alle Kreisliga).

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Magazin

Sport

Packende Szenen, spannende Spiele und gute Stimmung sind bei den HallenfußballStadtmeisterschaften am 13. Januar in der FriedrichEbert-Halle garantiert

Das Auftaktspiel um 9 Uhr bestreiten der ASV 05 Edigheim und der Hemshöfer Sportverein. Das Finalspiel wird um 17.15 Uhr angepfiffen. Die reguläre Spielzeit beträgt für alle 32 Spiele jeweils zwölf Minuten. Der Dank der Veranstaltergemeinschaft geht sowohl an die Adresse der Vereine, die mit ihren Helferteams einen wesentlichen organisatorischen Beitrag leisten und an die Sponsoren - angeführt von Hauptsponsor BASF SE und den weiteren Sponsoren RPR 1, VR Bank Rhein-Neckar eG, Sparkasse Vorderpfalz und Marketing-Verein Ludwigshafen. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information am Berliner Platz sowie an der Tageskasse in der Friedrich-Ebert-Halle. Die Tickets kosten 6 Euro, für Inhaber der Rheinpfalz-Card und für Jugendliche ab 13 Jahren 4 Euro. Informationen gibt es im Internet unter www.lukom.com oder www. ludwigshafener-sportverband.de. lem


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Interview

„Wichtige Schwerpunkte setzen“ Stadtkämmerer Dieter Feid zum Haushalt 2013/2014 Am 10. Dezember hat die Verwaltung dem Stadtrat den Entwurf des Doppelhaushaltes für die Jahre 2013/2014 vorgelegt. Die neue Lu sprach mit Kämmerer Dieter Feid über die Eckpunkte des Haushalts und inhaltliche Schwerpunkte sowie die Neuausrichtung des Kommunalen Finanzausgleichs in Rheinland-Pfalz. neue Lu: Wie sehen die Zahlen insgesamt aus? Machen sich die Sparanstrengungen der Verwaltung und die Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds im Haushalt bemerkbar? Feid: Der Haushaltsplanentwurf 2013/2014 dokumentiert, dass wir den eingeschlagenen Konsolidierungspfad konsequent fortsetzen. Gleichzeitig behalten wir aber auch die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Stadt und die soziale Gerechtigkeit fest im Blick. Der Haushalt ist ausgewogen. Unsere Verpflichtungen im Rahmen des Kommunalen Entschuldungsfonds, das heißt jährlich eigene Konsolidierungsbeiträge in Höhe von mindestens 10,3 Millionen Euro zu erbringen, werden in beiden Planjahren mehr als erfüllt. Vorgesehen sind für 2013 und 2014 Investitionen in Höhe von insgesamt rund 98 Millionen Euro, schwerpunktmäßig in den Bereichen des Ausbaus der Kindertagesstätten, des Schul-, Straßen- und Hochbaus. Wir setzen trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen wichtige und notwendige Schwerpunkte für Ludwigshafen, die Menschen und die Unternehmen. Gleichzeitig zeigt der Haushalt aber auch, dass Ludwigshafen dringend zusätzliche Hilfen aus Berlin und Mainz benötigt. Wir erwarten Jahresfehlbeträge in Höhe von 57,4 Millionen Euro in 2013 und 68,6 Millionen Euro in 2014. Die Verschuldung der Stadt Ludwigshafen wird Ende 2014 rund 1,2 Milliarden Euro betragen. neue Lu: Der Wunsch, die Entwicklung der Stadt voranzubringen, für die Menschen gute Bedingungen zum Leben, Wohnen und Arbeiten in Ludwigshafen zu schaffen auf der einen Seite, die schlechte Finanzlage auf der anderen: Wie gehen Sie im Haushalt mit diesem Konflikt um? Feid: Im investiven Bereich wurden mehrere hundert Einzelmaßnahmen angemeldet. Wir haben jedes dieser Vorhaben einzeln diskutiert und geprüft. Auch beim Personal haben wir alle Ansätze genau überprüft, die neunmonatige Wiederbesetzungssperre bestätigt und abgesehen vom Bereich Kindertagesstätten, in dem wir den ab 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstättenplatz für alle Kinder unter drei Jahren vollständig veranschlagt haben, grundsätzlich keine Personalmehrungen zugelassen. Auch bei den Sach- und Dienstleistungen und den sonstigen laufenden Aufwendungen deren Ansätze 2014 auf dem Niveau des Rechnungsergebnisses 2011 liegen, wird im Haushalt deutlich, dass wir verantwortungsvoll im Einzelfall entscheiden und uns regelmäßig auf das Unabweisbare beschränken, so wünschenswert vieles andere auch sein mag. Daneben sind nach meiner festen Überzeugung auch die veranschlagten so genannten freiwilligen Ausgaben, wie zum Beispiel Zuschüsse für unsere Vereine, die Volkshochschule oder das Schullandheim Ramsen, die insgesamt weniger als zehn Prozent unserer Gesamtausgaben betragen, für die Lebensqualität und den Zusammenhalt in unserer Stadt unverzichtbar.

neue Lu: Sie fordern zusätzliche Hilfen aus Berlin und Mainz. Wie begründen Sie dies? Feid: Die strukturelle Unterfinanzierung im Bereich der sozialen Sicherung ist und bleibt das Kernproblem des Haushalts. Ein seit Jahren nahezu unverändert hohes strukturelles Defizit in Höhe von rund 80 Millionen Euro ohne Personalaufwendungen kann die Stadt Ludwigshafen unter den gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vollständig kompensieren. Wenn nichts Grundlegendes geschieht, Stadtkämmerer Dieter Feid wird dies auch so bleiben. Dies können wir uns auf Dauer nicht leisten, denn zwangsläufig werden dadurch unsere Handlungsspielräume immer kleiner. Wir dürfen daher in unseren eigenen Konsolidierungsbemühungen nicht nachlassen und tun dies auch nicht. Gleichzeitig sehe ich aber den Bund, der nahezu alle Sozialgesetze ohne entsprechenden Ausgleich erlassen hat, und das Land weiter in der Pflicht, sich finanziell erheblich stärker als bislang an der Finanzierung von Ausgaben zu beteiligen, die sie uns zugewiesen haben. neue Lu: Der Stadt bleibt auch in den nächsten Jahren ein hohes strukturelles Defizit. Wie bewerten Sie die Eckdaten zur Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleichs in RheinlandPfalz, die Anfang Dezember vorgestellt wurden? Feid: Wir brauchen nach wie vor eine grundlegende Reform der Gemeindefinanzen, die sich konsequent am Prinzip „wer bestellt, der bezahlt“ orientiert. Sowohl der Bund als auch das Land sind hier weiter gefordert. Der derzeitige rheinland-pfälzische Finanzausgleich ist für Ludwigshafen unzureichend und nicht gerecht. Wir brauchen im Finanzausgleich eine angemessene Berücksichtigung der Lasten, die Ludwigshafen zu tragen hat, insbesondere im Bereich der sozialen Sicherung. Es freut mich daher sehr, dass meine beiden wichtigsten Forderungen an die Landesregierung Eingang in die vorgestellten Überlegungen gefunden haben. So soll eine zusätzliche Schlüsselzuweisung „Soziallasten“ geschaffen werden, die finanzkraftunabhängig sein soll und die tatsächlichen Sozial- und Jugendhilfeausgaben berücksichtigt. Auch die Schlüsselzuweisung B 1 soll beibehalten werden. Sie ist das einzige Instrument im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs, das den höheren Pro-Kopf-Bedarfen in Ballungsräumen Rechnung trägt. Viele haben in den letzten Monaten mitgeholfen, unseren Anliegen in Mainz auf den unterschiedlichsten Ebenen Gehör zu verschaffen. Erwähnen möchte ich besonders unsere Landtagsabgeordneten und meinen Vorgänger im Amt, Wilhelm Zeiser, der sich seit über einem Jahr ehrenamtlich in der Enquete-Kommission Kommunen für einen gerechteren Kommunalen Finanzausgleich einsetzt. Wenn eine finanzkraftunabhängige Schlüsselzuweisung „Soziallasten“ tatsächlich kommt, wird Ludwigshafen entlastet werden; in welchem Umfang bleibt allerdings noch abzuwarten. mü neueLu 1/2/2013


Kultur

Starke Frauen, Kunst für alle! Vorschau auf das Ausstellungsprogramm im Wilhelm-Hack-Museum für 2013 Ein umfangreiches und anspruchsvolles Programm hat sich das Wilhelm-Hack-Museum (WHM) für das Jahr 2013 vorgenommen.

neueLu 1/2/2013

gen Forschungsprojektes zur Aufarbeitung dieser einzigartigen Sammlung.

Spannende Positionen im Herbst

© L/B

Noch bis 17. Februar ist die Ausstellung „Schwestern der Revolution“ zu sehen, eine hochkarätige Auswahl mit Meisterwerken von zwölf Künstlerinnen der Russischen Avantgarde, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur die männerdominierte Kunstwelt stürmten, sondern auch von einer neuen Gesellschaft träumten. Sie zeigt großartige Werke aus der Tretjakow-Galerie in Moskau und aus weiteren Sammlungen, die hierzulande selten oder nie ausgestellt waren. Es waren vor allem Künstlerinnen, darunter Natalja Gontscharowa, Alexandra Exter, Ljubow Popowa und Warwara Stepanowa, deren spartenübergreifende Arbeit die Grenzen zwischen Kunst, Kunsthandwerk und Industrie aufhoben. So wurde etwa Exter neben der Malerei durch ihre Buchillustrationen sowie ihre Kostüm- und Bühnenentwürfe bekannt. In der Ausstellung werden ihre Arbeiten durch die Rekonstruktion eines Bühnenbildes für William Shakespeares Theaterstück „Romeo und Julia“ ergänzt, das Alexander Tairow 1921 am Moskauer Kammertheater inszenierte. Zudem umfassen die Exponate Stoffentwürfe als Beispiele der konstruktiven Produktionskunst von Stepanowa und Popowa. In der Vielfalt der Werke, von Gemälden über Bühnenbilder, Textilien und Bekleidung bis zu Typografieentwürfen, führt die Ausstellung durch eine kurze Zeit der Weltoffenheit, Experimentierfreude, der künstlerischen insbesondere der weiblichen

Blick in die aktuelle Ausstellung „Schwestern der Revolution“, die noch bis 17. Februar zu sehen ist (Bild links). Kunstkraftwerk im WHM, die Installation „Comfort #8“ von L/B, 2010, Galeria Foksal, Warschau (darunter)

Emanzipation in Russland und der Sowjetunion im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Im Anschluss an die Avantgarde-Ausstellung verwandelt das Schweizer Künstlerpaar Sabina Lang und Daniel Baumann (L/B) mit einer atemberaubenden Installation das WHM in eine Art überdimensionales Kunst-Kraftwerk aus aufblasbaren Pipelines und großformatigen Wandbildern.

Kulturprojekte für den Stadtraum

Mit Frühlingsbeginn geht der hack-museumsgARTen auf dem Hans-Klüber-Platz in die zweite Saison. Knapp 200 Personen, unter anderem aus Kindergärten und Schulen, sozialen Einrichtungen, Vereinen

und Gruppen, aber auch viele Anwohnerinnen und Anwohner haben bisher den Garten für sich entdeckt und pflanzen Blumen, Gemüse und Kräuter an. Es gibt noch Platz: Groß und Klein dürfen mitgärtnern. Erstmals wagt sich das WHM noch weiter in den städtischen Raum hinaus: Unter dem Titel „Hack and the City“ wird eine durch die Bundeskulturstiftung finanzierte türkische Kuratorin Kunstprojekte im Stadtraum entwickeln. Dazu sind Künstlerinnen und Künstler sowie die Ludwigshafener Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen im städtischen Raum zu verwirklichen. Kunst für alle ist auch das Motto im Museum selbst, wo es ab Juni in der Ausstellung „Gut aufgelegt. Die Sammlung Heinz Beck“ um die Editionspraxis der 1960er Jahre geht. Viele Kunst-Editionen, die heute kaum mehr zu bezahlen sind, wurden damals für ein paar Mark vertrieben und waren für jeden erschwinglich. Die Ausstellung ist Abschluss eines zweijähri-

Im Herbst steht einmal mehr das Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg im Mittelpunkt, diesmal zur fünfjährigen Jubiläumsausgabe mit einer Auswahl der legendären Bildagentur MAGNUM. Zum Jahresabschluss findet ab Dezember in der Ausstellungsreihe Malereipositionen eine große Überblicksschau mit den faszinierend-unheimlichen Bildern des in London lebenden Niederländers Michael Raedecker statt. Die jährliche Neupräsentation der Sammlung befasst sich noch bis September unter dem Titel „hackordnung # 4 hier, dort und anderswo“ mit Fragen rund um unseren Standort in der Welt. Die „hackordnung # 5“ widmet sich ab Oktober dem Thema „FormFREIheit“. Die Reihe der „hackstücke“ rückt im Herbst unter dem Titel „Stehende Muttergottes“ die berühmte Rautenstrauch-Madonna (um 1300) aus der Mittelaltersammlung in den Fokus. Die Videoplattform dis>play und die Projektgalerie für junge Kunst in der RudolfScharpf-Galerie zeigen zeitgenössische Kunstpositionen darunter Bani Abidi, Stef Heidhues oder nominierte Künstlerinnen und Künstler des Van Bommel van Dam-Preises. kie

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Kultur

Schwungvoll ins Jahr starten

Das Theater im Pfalzbau präsentiert sein abwechslungsreiches Repertoire Zu Beginn des Jahres 2013 bietet das Theater im Pfalzbau Unterhaltsames und Anspruchsvolles in den Genres Musik, Tanz und Drama. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es sowohl vergnügliche als auch nachdenkliche Produktionen auf der Bühne zu sehen. Die Suche nach Identität bestimmt die Handlungen im Schauspiel „Andorra“ am 14. und 15. Februar. In Max Frischs Stück täuscht der Lehrer Can im fiktiven Staat Andorra vor, sein Sohn Andri sei ein jüdisches Pflegekind, das er aus dem Nachbarland vor den dort herrschenden Machthabern - den so genannten Schwarzen - gerettet habe, weil sie Andris Leben bedrohten. In Wahrheit ist Andri Cans leiblicher Sohn, aber die Andorraner sehen in Andri den typischen Juden und behandeln ihn vorurteilsbehaftet. Selbst als Andri von seiner Mutter seine wahre Herkunft erfährt, rückt er nicht von der ihm ehemals aufgezwungenen Identität ab und gerät dadurch in Gefahr. Frisch plädiert in seinem Drama entschieden für Liberalität sowie Toleranz und formuliert darin eine moralische Anklage gegen die Diskriminierung von Andersartigkeit.

Wohliges Schaudern im Theater im Pfalzbau

In der Sparte Musiktheater stehen für das Publikum hochwertige Oper- und Musicalproduktionen zur Auswahl. Das Pfalztheater Kaiserslautern gastiert am 30. Januar und 1. Februar mit Gioacchino Rossinis Oper „Wilhelm Tell“ um den gleichnamigen Meisterschützen im Pfalzbau. Tell

als Held, der nach der Auflehnung gegen den Landvogt zum legendären Apfelschuss gegen seinen eigenen Sohn gezwungen wird, ist untrennbar mit der Geschichte der Schweiz verbunden. In Anlehnung an Friedrich Schillers Schauspiel schildert Rossini in diesem Werk den Freiheitskampf eines Volkes gegen die Fremdherrschaft.

ria zurückzubekommen. Das Publikum kann gebannt Andrejs abenteuerliche Reise verfolgen, die ihn nach Venedig, London und Transsylvanien führt. Die Rockoper basiert auf einer Romanvorlage des Fantasy-Autors Wolfgang Hohlbein. Ein erfolgloses Blumengeschäft in einer heruntergekommenen Vorstadt bildet

Eine Pflanze, die sich von Menschenblut ernährt, sorgt in dem Musical „Der kleine Horrorladen“ für allerlei Verwirrung

das Zentrum des Musicals „Der kleine Horrorladen“. Ladenbesitzer Mr. Mushnik will mangels Einnahmen seine Angestellten entlassen, die ihn aber dazu überreden, eine merkwürde Pflanzenzüchtung auszustellen, um Kunden anzulocken. Der gewünschte Effekt stellt sich tatsächlich ein, aber die Züchtung hat einen gravierenden Nachteil: Sie ernährt sich ausschließlich von Menschenblut. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt sorgen mit ihrer Inszenierung des bekannten Musicals von Howard Ashman und Alan Menken für einen kurzweiligen Abend. Die Staatsphilharmonie entführt das Publikum am 25. Februar musikalisch nach New York, wenn Preisträge-

Zum genüsslichen Schaudern lädt die Rockoper „Die Chronik der Unsterblichen Blutnacht“ am 9., 11. und 13. Januar ein. Das Pfalztheater Kaiserslautern präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Theater im Pfalzbau die Geschichte des Unsterblichen Andrej, der von Göttin Meruhe vor eine schwere Entscheidung gestellt wird: Wenn Andrej seine Geliebte Maria verrät, kann er zum Gott aufsteigen und an Meruhes Seite herrschen, tut er dies nicht, muss er eine Reihe schwerer Prüfungen bestehen, um Ma-

rinnen und Preisträger des jährlichen Lotte-Lenya-Wettbewerbs mit ihrer Stimmgewalt unterhalten. Namensgeberin des Preises war Lotte Lenya, die Ehefrau des Komponisten Kurt Weill. Als eine der führenden Compagnien Frankreichs gastiert das Ballet de Lorraince Nancy am 21. Februar mit „White Feeling“ in Ludwigshafen. Die Choreographie von Paulo Ribeiro stellt die Vielseitigkeit und beeindruckende Bühnenpräsenz der ganz in schwarz gekleideten Tänzerinnen und Tänzer heraus. Beim Ballettklassiker „Le Sacre du Printemps“ zeigen die Mitglieder der Compagnie faszinierende Beweglichkeit und Einfallsreichtum zur emotional aufwühlenden Musik Igor Strawinskis.

Unterhaltsames für Kinder ab sechs Jahren

Mit einem Stück für Kinder ab sechs Jahren und die gesamte Familie gastiert das Pfalztheater Kaiserslautern am 20. und 21. Januar mit „Der gestiefelte Kater“. Gustav, treuer Diener des Königs, versteht die Welt nicht mehr, als sein Kater beginnt, mit ihm zu reden, ein paar Stiefel verlangt und Gustav verspricht, ihn so reich wie einen König zu machen. bit

Informationen

Ausführliche Informationen zum Programm des Theaters im Pfalzbau gibt es im Internet auf der Seite www. theater-im-pfalzbau.de. neueLu 1/2/2013


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Kultur

Prothesen und perfekte Körper Utopie Station zum „Optimierten Mensch“ im Ernst-Bloch-Zentrum Wie in jeder Spielzeit findet einer der utopischen Salons, die das Nationaltheater Mannheim zusammen mit dem Ernst-Bloch-Zentrum und der Heinrich Böll Stiftung (Bundesstiftung und Landesstiftung Baden-Württemberg) veranstaltet, im Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, statt. Der Traum von der Überwindung der Sterblichkeit ist eine der ältesten und zugleich unheimlichsten Utopien. Die Fortschritte in der biotechnologischen Forschung wirken dem körperlichen und geistigen Verfall entgegen. Die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine fällt

Die perfekte Mensch-Maschine? Der optimierte Mensch? Das Roboterkind CB2 aus Osaka mit Filmemacher Basil Gelpke

schwer, wo Chips und HybridProthesen Einzug im menschlichen Körper halten, während

gleichzeitig Roboter und Androide Emotionen und Schmerzen zeigen. Über die Utopie vom optimierten Mensch sprechen am Donnerstag, 31. Januar, um 19.30 Uhr der Freiburger Philosoph PD Dr. Oliver Müller, der am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin zum Themenkomplex Mensch-Maschine forscht und dazu unlängst einen Essay bei Suhrkamp veröffentlichte; der Filmemacher Basil Gelpke, der

zusammen mit Alexander Kluge die zwölfstündige Dokumentation „Mensch 2.0“ über Telenoiden, Unsterblichkeitschips und andere Technikutopien gedreht hat, und der Linzer Patrick Mayrhofer, der weltweit erste Mensch mit einer bionischen Handprothese. Die Moderation übernimmt Adrienne Goehler (Berlin), für die musikalische Begleitung sorgt Oliver Augst (Frankfurt). Der Eintritt kostet 5, ermäßigt 2,50 Euro. Karten können beim Nationaltheater unter 0621/ 1680150 bestellt werden. Als Einstimmung zur Utopie Station zeigt Kino & Kritik im Ernst-Bloch-Zentrum den Dokumentarfilm „Mensch 2.0“ am 31. Januar ab 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.bloch. de. sf

Brückenbauer des Jazz

Eine Wolfgang Lauth Retrospektive im Stadtmuseum Das Stadtmuseum im Rathaus-Center startet zum Jahresbeginn eine neue Retrospektivenreihe unter dem Titel „Söhne und Töchter der Stadt“. Etwa alle zwei Jahre soll eine herausragende Persönlichkeit gewürdigt werden, die entweder aus Ludwigshafen stammt oder dort nachhaltig gewirkt hat. Als erstes wird vom 25. Januar bis 10. März der Musiker Wolfgang Lauth (1931-2011) portraitiert: Der gebürtige Ludwigshafener Pianist und Komponist war in den 1950er Jahren eine der wichtigsten Stimmen des Jazz in der jungen BRD. Er baute Brücken zwischen der Alten und der

Neuen Welt, zwischen Klassik und Swing, Schlager und Broadway, GI-Club und Nationaltheater, Ludwigshafen und Heidelberg, der BASF und dem Rest der Welt. In einer großräumigen Videoinstallation auf der neuen barrierefreien Sonderausstellungsfläche treffen im Stadtmuseum nun fünf Weggefährten und Fans Wolfgang Lauths zusammen: bei einem virtuellen Interview-Jazz-Quintett zu Ehren des 2011 verstorbenen Brückenbauers des Jazz. Die Protagonisten sind Anke Helfrich, Fritz Hartschuh, Werner Lauth, Thomas Meinecke und Sigi Schwab. Die Videoinstallation wird ergänzt durch Originalexponate und -material aus dem Nachlass des Musikers. Das Begleitprogramm

Wolfgang Lauth mit Jazzlegende Louis Armstrong 1952 in Mannheim

bietet eine Reihe von Vorträgen zu Lauths künstlerischem Schaffen, zur Wirtschaftswunderzeit in der Region Rhein-Neckar sowie auch zu seinem späteren Wirken als Filmkomponist der BASF. Die am 15. Februar 2013 im Kulturzentrum dasHaus im

Rahmen der Ausstellung auftretende Band COBODY setzt sich darüber hinaus mit einer aktuellen Interpretation von Stücken aus dem Oeuvre Lauths auseinander. Die Retrospektive wird am 25. Januar um 18 Uhr unter der musikalischen Begleitung des Jazzpianisten Johannes Bartmes eröffnet. Finissage ist am 10. März 2013 um 17 Uhr. Die Retrospektive ist eine Veranstaltung des Stadtmuseum in Kooperation mit dem Projekt GOODBYE G.I., der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim sowie dem Kulturzentrum dasHaus. rehe neueLu 1/2/2013


Kultur

Aus Gro ßstadt und Provinz Im Januar und Februar steht „dasHaus“ ganz im Zeichen von Comedy Jede Menge humoristischen Unterhaltungswert bietet das Programm im Ludwigshafener Kulturzentrum dasHaus, Bahnhofstraße 30, zum Jahresbeginn. „Tatsachen“ lautet der ebenso schlichte wie prägnante Titel des vielfach ausgezeichneten Odenwälder Komödianten Rolf Miller. In äußerst wortwitziger Kunst vermeintlich sprachlicher Unbeholfenheit stolpert sich Miller durch die alltäglichen Desaster unseres Daseins. Der Themenkosmos reicht dabei vom Urknall bis hin zum Geschehen in unserer unmittelbaren Umgebung. Selbst sprecherische Pausen nutzt Miller gezielt zur pointierten Platzierung publikums-

wirksamer Lacher. Zu Gast im Haus ist Rolf Miller am 19. Januar, 20 Uhr. Fernsehmoderator und Literat Dieter Moor berichtet am Dienstag, 22. Januar, 20 Uhr, äußerst amüsant von seinen Erfahrungen als Bio-Landwirt in der Brandenburger Provinz. Begegnungen mit kauzigen Zeitgenossen sind dabei ebenso Gegenstand der literarischen Betrachtungen wie die bisweilen skurrilen Herausforderungen des Alltags auf reichlich unbekanntem Terrain. „On se left you see se Siegessäule“ – das Programm, das Tilman Birr am 8. Februar, 20 Uhr, vorstellt, entführt unverkennbar nach Berlin. Der Poetry-Slammer und Lesebühnenautor hat sich längst auch in Funk und Fernsehen eine

Dieter Moor berichtet am 22. Januar über seine Erfahrungen als Bio-Landwirt in Brandenburg

Fangemeinde erspielt. Seine vielfältigen Erfahrungen als saisonaler Stadtführer in der Bundeshauptstadt hat Birr mittlerweile zu einem ganzen Buch zusammengetragen. Neben den humorvollen Schilderungen von Begegnungen

mit unterschiedlichsten BerlinBesuchern singt Tilman Birr auch einige Liedchen, die inhaltlich allerdings in vollkommen andere Themenbereiche entführen. „Zärtlichkeiten mit Freunden“, so nennt sich das Comedy-Duo, das am 23. Februar, 20 Uhr, einmal mehr in Ludwigshafen gastiert. Die beiden jungen Herren präsentieren als Cordula Zwischenfisch und Ines Fleiwa eine Zusammenstellung beliebter Kracher und humoristischer Raritäten aus den vergangenen Jahren ihrer Comedy-Karriere, Titel: „Das letzte aus den besten 6 Jahren.“ torkl

„Markierung # 1“ im Kunstverein

Ausstellung mit Werken von Jan Schmidt – Installation für Ausstellungshalle

„Markierung # 1“ ist der Titel der Ausstellung mit Werken von Jan Schmidt, die vom 7. Februar bis 7. April im Kunstverein im Bürgermeister-Reichert-Haus, Bismarckstraße 44-48, gezeigt wird. Jan Schmidt, Jahrgang 1973, hat von 1997 bis 2002 an der Akademie für Bildende Künste der Johannes GutenbergUniversität Mainz freie Kunst studiert und wurde 2002 Meisterschüler bei Prof. Ansgar Nierhoff. Bereits 2005 erhielt er im Rahmen des alle drei Jahre im Kunstverein Ludwigshafen stattfindenden Wettbewerbs „Junge Rheinland-Pfälzer Künstlerinnen und Künstler“, den FörderneueLu 1/2/2013

„Classic65“ von Jan Schmidt, 2010, Keilrahmen, 40 mal 50 Zentimeter

preis; es folgten darauf weitere Preise und Stipendien. Für den Kunstverein hat Jan Schmidt eine eigens auf

die 500 Quadratmeter große Ausstellungshalle bezogene Installation konzipiert. Sie besteht aus einem sich über die gesamte Bodenfläche der Halle erstreckenden Feld aus Sägespuren. Große Holzbalken werden längs mit einer Handsäge bearbeitet. Die Schnitte werden gerade so tief gemacht, dass die Balken nicht gänzlich auseinander fallen. Die Holz-

späne bleiben an der Stelle liegen, an der gesägt wurde. Durch regelmäßiges Verschieben und Sägen bewegt sich der Künstler in einem sehr langsamen Rhythmus durch den Raum und hinterlässt seine Spur. Es entstehen einzelne Staubfelder, die sich als regelmäßiges Muster über die gesamte Bodenfläche erstrecken. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Werkkatalog geplant, der in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden realisiert werden soll. Dort wird Jan Schmidt im Mai 2013 ebenfalls in einer großen Einzelausstellung seine Arbeiten präsentieren. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr. au

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Kulturnotizen Feste und Feiern im öffentlichen Raum Verschiedene Formen der „Feste und Feiern im öffentlichen Raum“ vom Mittelalter bis in die Gegenwart stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des Programms der Bezirksgruppe Ludwigshafen-Mannheim des Historischen Vereins der Pfalz. Durch ihre integrative Funktion sind öffentliche Feste seit jeher auch Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Selbstdarstellung, Mittel zur Demonstration von gesellschaftlichem Status. Am Donnerstag, 24. Januar, spricht Dr. Heinz Krieg, Freiburg, über den „Mainzer Hoftag des Jahres 1184“ und Kaiser Friedrich Barbarossa und die ritterlichhöfische Kultur. Dr. Susan Richter, Heidelberg, referiert am Donnerstag, 7. Februar, zum Thema „Vom Jagen und Fuchsprellen - Die Jagd als höfisches Fest am kurpfälzischen Hof“. Die Vorträge finden jeweils um 18.30 Uhr im Vortragssaal des Stadtarchivs, Rottstraße 17, statt. Der Eintritt ist frei.

Lebendige Antike: Vortrag in der VHS Zu einem Vortrag „Wer hat Pergamon begründet: Pergamos oder Telephos?“ lädt der Arbeitskreis Lebendige Antike am Mittwoch, 14. Februar, 19.30 Uhr, in den Vortragssaal der Volkshochschule im Bürgerhof ein. Es referiert Prof. Dr. Bernard Andreae, Berlin. Der Eintritt ist frei.

Kulturbotschafter in Dessau zu Gast Beim renommierten Kurt Weill Fest in Dessau-Roßlau, das vom 22. Februar bis 10. März stattfindet, sind auch kulturelle Botschafter aus der Partnerstadt Ludwigshafen zu Gast. Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ge-

staltet am 22. Februar mit dem Broadway Galakonzert „New York – New York“ den Eröffnungsabend. Drei Tage später, am 25. Februar, ist das Konzert auch im Ludwigshafener Pfalzbau zu hören, Gastdirigent ist James Holmes. Auch das Junge Spiel Theater des Theaters im Pfalzbau tritt beim Kurt Weill Fest in Dessau auf, am 23. Februar ist dort „Die Dreigroschenoper“ nach Musik von Kurt Weill und Text von Bertolt Brecht zu erleben. Die Ludwigshafener Jugendlichen spielen ihre vielbeachtete Inszenierung unter der Regie von Éva Adorjan und Jürgen Esser. Intendant des Kurt Weill Festes in Dessau-Roßlau ist der Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Prof. Michael Kaufmann.

Kreativ bei unARTig im Kunstverein Ein abwechslungsreiches Kunst- und Kreativangebot für Kinder und Jugendliche von vier bis 16 Jahre bietet der Ludwigshafener Kunstverein in der Kinder- und Jugendkunstschule „unARTig“ auch im ersten Halbjahr 2013. Für Kinder ab fünf bis sechs Jahre und im Grundschulalter gibt es die Kurse „Kunterbuntes“ und „MalZeit“. Beide Kurse werden wieder über mehrere Monate angeboten. Für Minis ab vier Jahre hat der Kunstverein zwei separate Kurse „Grasgrün, himmelblau und erdbeerrot“ eingerichtet. Ein drittes Angebot, das sich über mehrere Monate erstreckt, ist der Kurs „Forschen, tüfteln, werkeln“ für Kinder ab 8 Jahre. Für Jugendliche ab 14 Jahre bietet „unARTig“ jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr das „Offene Atelier“ an. Für die Oster- und Sommerferien sind insgesamt drei Kurse geplant: in „Bildhauerwerkstatt“ werden Kinder zwischen acht bis zwölf Jahre Skizzen zeichnen, Modelle bauen und die Welt eines Bildhauers kennen-

lernen. Mangafans erfinden in dem Kurs „Manga – mit Marker und Airbrush“ ihre Lieblingsfiguren und probieren die Airbrushtechnik aus. Auf eine spannende Unterwasserwelt mit den verschiedenen Meeresbewohnern können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sommerferienkurs „Darf es ein bisschen Meer sein“ freuen. Infos zu diesen und vielen weiteren Kursen gibt es bei „unARTig“, Kunstverein Ludwigshafen, Bismarckstraße 44-48, Telefon 58 20 551, Fax 58 20 550 oder EMail schubert@kunstvereinludwigshafen.de.

Freundeskreis gegründet Der Verein „Freundeskreis Stadtmuseum Ludwigshafen am Rhein“ wurde am 2. Dezember gegründet. Nach der Verabschiedung der Satzung und dem offiziellen Gründungsakt wurde der Vorstand gewählt. Dr. Regina Heilmann, die Leiterin des Stadtmuseums, ist erste Vorsitzende des Vorstands, der zugleich auch die Geschäftsführung obliegt. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Ursula von Schlieben gewählt, die für Stadtmuseum und Stadtarchiv in früheren Jahrzehnten beruflich aktiv war, zum Schatzmeister Stadtratsmitglied Hans-Uwe Daumann und zur

Schriftführerin Stefanie Werner, langjährige Mitarbeiterin des Stadtmuseums. Weitere vier Personen wurden zu Beisitzerinnen und Beisitzern ernannt: Margareta Görlinger und Helga Bauer sowie Peter Runck und Bernd Werz, letzterer ehemaliger Restaurator des Stadtmuseums. Der Jahresbeitrag der Mitgliedschaft beläuft sich bei Erwerbstätigen auf 30 Euro, bei Auszubildenden/Senioren/Erwerbslosen auf 15 Euro, bei Familien/Vereinen auf 40 Euro und Firmen/Unternehmen auf 100 Euro. Zum Jahresbeginn 2013 nimmt der neue Freundeskreis seine Tätigkeiten offiziell auf. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter stadtmuseum@ludwigshafen.de oder Telefon 5042574.

Förderung geht weiter Das Land Rheinland-Pfalz wird das Kindertheater International weiter fördern. Dies hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur der Stadt angekündigt. Im vergangenen Jahr waren die Zuschüsse kurzfristig in Frage gestellt worden. Das Kindertheater International wird jedes Jahr im Herbst gemeinsam von den Städten Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Speyer und der Gemeinde Haßloch veranstaltet.

Café im „Haus“ wieder geöffnet Am 8. Dezember wurde im Kulturzentrum „dasHaus“ das ehemalige „Café Treppe“ unter dem neuen Namen „Café dasHaus“ als Kooperationsprojekt der Lebenshilfe Ludwigshafen und des Fördervereins dasHaus neu eröffnet. Es wird von Menschen mit und ohne Behinderung ehrenamtlich bewirtschaftet. Geöffnet ist das Café jeden Samstag sowie jeden ersten und dritten Freitag im Monat. neueLu 1/2/2013


Umwelt-Info

Wenn Lärm nervt

Bürgerinnen und Bürger können sich an Lärmaktionsplanung beteiligen Die Stadt Ludwigshafen erarbeitet derzeit einen Lärmaktionsplan für Straßen-, Schienenund Industrielärm. In diesem werden Lärmquellen sowie Vorschläge zur Lärmminderung erfasst. Das Umwelt-Info in der neuen Lu stellt die Lärmaktionsplanung vor und ermöglicht interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sich mit dem Rückmeldecoupon am Verfahren zu beteiligen. Der Lärmaktionsplan dokumentiert innerhalb der Bereiche, die untersucht wurden, Lärmprobleme und deren Auswirkungen. Er basiert auf Daten, die zuvor in einer Lärmkartierung eingearbeitet wurden. Gemäß der Richtlinie für die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm, die die Europäische Union (EU) erlassen hatte, erstellte die Stadt Ludwigshafen erstmals 2007 eine Lärmkartierung und 2008 einen Lärmaktionsplan. Vorgeschrieben ist, beides alle fünf Jahre zu aktualisieren. Die zweite Stufe der Lärmkartierung ist seit Juni 2012 beendet, der neue Aktionsplan soll bis Juli 2013 fertiggestellt sein.

Lärmkartierung

Hauptverkehrswege stellen in Ludwigshafen die wesentlichen Lärm-Schwerpunkte dar. Aus diesem Grunde werden, wie in der ersten Stufe, alle Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über sechs Millionen Kraftfahrzeugen im Jahr sowie alle Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 60.000 Zügen im Jahr in Ludwigshafen untersucht. neueLu 1/2/2013

Hinzu kommen nun Straßen mit mehr als drei Millionen Kraftfahrzeugen und Bahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen im Jahr. Neu und sehr umfangreich sind die Lärmkartierungen der lärmrelevanten Industrieanlagen.

Mitwirkung

Bei der Aufstellung des Lärmaktionsplanes steht die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Auf Seite 25 dieser Ausgabe der neuen Lu finden Interessierte einen Rückmelde-Coupon, mit dem die jeweilige Straße oder Schienenstrecke genannt und Vorschläge für Lärmschutzmaßnahmen gemacht werden können. Die Rückmeldungen sollten sich auf die kartierten Straßen und Industrieanlagen sowie auf Bahnlinien beziehen. Die Antworten müssten, wenn sie im Lärmaktionsplan berücksichtigt werden sollen, bis 15. April 2013 beim Bereich

Umwelt vorliegen. Sie können auch per E-Mail an umwelt@ludwigshafen.de geschickt werden.

Maßnahmen

Ein gesetzlicher Anspruch auf Lärmminderung entsteht durch die Lärmkarten oder Aktionspläne nicht. Trotz geringer öffentlicher Mittel sind seit der ersten Phase der Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung dennoch insbesondere im Bereich der Bundesbahn Maßnahmen durchgeführt worden oder gerade in der Planungsphase angelangt. So wurden im Bereich der Zufahrt zum Kombiverkehrsterminal (KTL) der BASF SE durch Bahn, BASF und KTL erhebliche vorsorgeorientierte Lärmschutzmaßnahmen für die anliegenden Bewohnerinnen und Bewohner ergriffen. Aus dem bundesweiten Lärmsanierungsprogramm finanzierte die Bahn auch Maßnahmen zwischen Oggersheim und der

DEN Day Evening and Night: Diese Karte stellt die Lärmbelastung in Ludwigshafen in einem Zeitraum von 24 Stunden dar. Deutlich wird zum Beispiel die Ausbreitung des Lärmpegels entlang der A 650 und B 44

Innenstadt. Zu den möglichen Lärmschutzmaßnahmen, die in einer Stadt wie Ludwigshafen ergriffen werden könnten, zählen unter anderem Geschwindigkeitsreduzierungen, Nachtfahrverbote oder lärmmindernde Straßenoberflächen. Andere Maßnahmen, wie beispielsweise Lärmschutzwände, benötigen viel Platz. Deshalb sind derartige bauliche Veränderungen im Innenstadtkern so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus kann jeder einzelne etwas gegen den „Umgebungslärm“ tun. Eine Möglichkeit wäre lärmminderndes Autofahren oder das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zu fahren. Wie das

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Umwelt-Info gehen kann und wie Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen motiviert werden können, soll in zwei vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Pilotprojekten zum Fahrradverleihsystem und zum Thema umweltangepasstes Fahren getestet werden. Die Lärmkarten zum Straßen- und Schienenverkehr/ Straßenbahn sowie Industrielärm können auf der Internetseite der Stadt www.ludwigshafen.de sowie beim Bereich Umwelt, Stadthaus Bismarckstraße 29, 5. OG, Zimmer 503, eingesehen werden. Sobald die Lärmkarten für den Schienenverkehr der Bundesbahn der Stadt Ludwigshafen vorliegen, werden auch diese ins Internet eingestellt. Aufgrund der pauschalen Berechnungsweise sind die Ergebnisse als Orientierungshilfen zu verstehen und nicht gebäudescharf abgrenzbar.

Was ist Lärm?

Lärm in einer Großstadt kann von vielen Quellen ausgehen und wird oft als störend empfunden. Als Lärm bezeichnet man unerwünschte, oft zu laute Geräusche in der Umgebung eines Menschen. Lärm ist ein subjektiver Begriff und Geräusche werden erst dann zu Lärm, wenn sie als störend und unangenehm empfunden werden. Als wesentlicher Bestandteil des Lebens ist Lärm eines der größten Umweltthemen in der heutigen Zeit. Lärm kann gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Wird man einem sehr lauten, lang anhaltenden Geräusch ausgesetzt, können bestimmte Lärmwirkungen im menschlichen Körper erzeugt werden. Lärmwirkungen können unter anderem Schwerhörigkeit, körperliche Stressreaktionen und Schlafstörungen sein. Damit sich auch in Zukunft die Menschen in ihrer Umgebung dauerhaft wohl fühlen können, wurde von der Europäischen Union (EU) eine Richtlinie für die Bewertung und Bekämp-

Das Beispiel zeigt die derzeitige Lärmsituation in der Nacht entlang der Innenstadt. Lnight ist der „Nacht-Lärmindikator“, gemittelt über einen Zeitraum von acht Stunden zwischen 22 und 6 Uhr. Lnight wird für die Bewertung und Beurteilung von Schlafstörungen herangezogen (Karte oben) Das Lärmometer erläutert die Stärke von Lärmquellen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Werte sind in Dezibel gemessen

fung von Umgebungslärm erlassen. Gemäß der Definition werden unter Umgebungslärm unerwünschte und gesundheitsschädliche Geräusche im Freien verstanden, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden. Zu den Lärmquellen gehören Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Gelände für industrielle Tätigkeiten. Im Lärmaktionsplan werden über die Darstellung der Lärmsituation in der näheren Umgebung von Hauptverkehrswegen hinaus Konzepte ermittelt, wie belastete Bereiche entlastet neueLu 1/2/2013


Umwelt-Info Lärmschutz entlang der Bahnlinie zum KombiVerkehrsterminal im Bereich Im Zinkig in Edigheim

Das Eisenbahn-Bundesamt wird die Ergebnisse für das Stadtgebiet mit einer Verzögerung veröffentlichen. Da diese Ergebnisse für das weitere Verfahren benötigt werden, kann die Stadt Ludwigshafen ihren Lärmaktionsplan voraussichtlich Ende des Jahres beim Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Mainz einreichen. rit/rik

Kontakt

und ruhige Bereiche geschützt werden können. Auf diese Weise soll die Erhaltung der Gesundheit und der Lebensqualität auch in Ludwigshafen gewährleistet werden.

Fakten und Fristen

Die EU-Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/

EG) wurde im Jahre 2002 von der Europäischen Union erlassen. In Deutschland wurde die Richtlinie mit dem Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 24. Juni 2005 (Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes – BImSchG

– an die europäischen Anforderungen) sowie mit der Verordnung über die Lärmkartierung – 34. BImSchV vom 6. März 2006 umgesetzt. Die Aktionsplanung soll bis zum 18. Juli 2013 abgeschlossen sein. Danach soll die Kartierung und Planung alle fünf Jahre aktualisiert werden.

Das Umwelt-Info erscheint im Stadtmagazin neue Lu. Auskünfte zum Inhalt des Umwelt-Info und Fragen zum Verfahren beantwortet der Bereich Umwelt der Stadt Ludwigshafen, Bismarckstraße 29, Zimmer 503, Telefon 5042962 oder E-Mail umwelt @ludwigshafen. de. Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Informationen im Internet unter www.ludwigshafen.de.

Lärmaktionsplanung in Ludwigshafen – Machen Sie mit Fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung durch Lärm gestört? Name Stadtteil

Anschrift

Bitte beachten Sie, dass nur schriftlich eingereichte Vorschläge berücksichtigt werden. Abgabetermin: 15. April 2013

Lärmquelle (Straßen oder Schienenlärm, z. B. A650 oder Bahnlinie) Bitte richten Sie Ihre Vorschläge mit dem Stichwort „LAP in LU“ an: • Stadtverwaltung Ludwigshafen Bereich Umwelt Bismarckstraße 29 67059 Ludwigshafen • umwelt@ludwigshafen.de • Bürgerservice* oder • per Fax an 0621/504-2098

Vorschläge zu Lärmschutzmaßnahmen:

* Bürgerbüro Rathaus, Rathausplatz 20, 67059 Ludwigshafen, Öffnungszeiten: Mo+Mi+Fr 8-12 Uhr, Di 8-14 Uhr, Do 8-18 Uhr

neueLu 1/2/2013zz

* Bürgerbüro Achtmorgenstraße,

Achtmorgenstr. 9, 67065 Ludwigshafen, Öffnungszeiten: Mo+Di+Mi+Fr 8-12 Uhr, Do 8-12 und 14-18 Uhr

* Bürgerbüro Oggersheim, Schillerplatz 2, 67071 Ludwigshafen, Öffnungszeiten: Mo+Di 8-18 Uhr

* Bürgerbüro Oppau, Edigheimer Straße 26, 67069 Ludwigshafen, Öffnungszeiten: Mi+Do 8-18 Uhr

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Umwelt-Info

Lärmschutz geplant

Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger setzt sich für mehr Ruhe ein Bei der Lärmaktionsplanung sind alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, sich zu beteiligen. Gerade die Information darüber wo Lärmprobleme bestehen und wie die Lärmsituation sich für die Bürger darstellt, ist wichtig für die weiteren Überlegungen im Rahmen der Lärmaktionsplanung. Die neue Lu sprach mit Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger. neue Lu: Was haben Bürgerinnen und Bürger davon, wenn sie sich bei der Lärmaktionsplanung beteiligen? Dillinger: Alle schriftlich eingereichten Vorschläge werden geprüft. Bürgerinnen und Bürger haben hier erstmals die Möglichkeit, selbst Lösungen für Lärmprobleme zu unterbreiten. In die Lärmaktionsplanung werden in erster Linie die Orte einbezogen, an denen viele Menschen einem sehr hohen Lärmpegel ausgesetzt sind. neue Lu: Viele fühlen sich vielleicht gar nicht durch den Lärm aus den untersuchten Bereichen gestört, sondern von anderen Lärmquellen in der Nachbarschaft. Warum wurde dieser Lärm nicht berücksichtigt? Dillinger: Nachbarschaftslärm, wie zum Beispiel laute Musik, Geschrei oder auch Lärm von Rasenmähern werden mit der Umgebungslärmrichtlinie nicht erfasst. Die Richtlinie gibt vor, Lärmemissionen in Bezug auf die wichtigsten Lärmquellen zu untersuchen. Die Lärmquellen in Ludwigshafen, die nun in der zweiten Stufe kartiert werden, sind der Straßen- und Schienenverkehrslärm sowie der Lärm aus Industriebetrieben. neue Lu: Warum greifen Sie das Thema gerade jetzt auf? Dillinger: Wir haben ja bereits 2008 eine erste Lärmaktionsplanung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aufgestellt, diese wird nun fortgeschrieben. Lärm ist in einer Großstadt natürlich ein Dauerthema und wir wissen, wie belastend Lärm für die Menschen sein kann. Deswegen ist es uns wichtig, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie Lärm vermindert werden kann. Da sind natürlich viele Partner im Boot und nicht alles wird schnell umzusetzen sein. neue Lu: Gibt es schon Verbesserungen seit der letzten Lärmaktionsplanung? Dillinger: Gerade bei dem Thema Bahnlärm hat sich in den letzten Jahren doch erfreuliches im Stadtgebiet getan. Als Beispiel sind hier die Lärmschutzmaßnahmen am Zufahrtsgleis zum Kombiverkehrsterminal der BASF zu nennen, die aber in dieser Form nur durch das finanzielle Engagement der BASF und durch Mittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes durchgeführt werden konnten. Weitere Maßnahmen wurden an der Bahnstrecke zwischen Oggersheim und Innenstadt durchgeführt. Für die nächsten Jahre werden derzeit Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Mundenheim geplant. neue Lu: Welche Probleme sehen Sie bei der weiteren Umsetzung der Aktionsplanung? Dillinger: Ein wesentliches Problem bei der Umsetzung der Lärm-

schutzmaßnahmen sehe ich in den derzeit fehlenden Geldmitteln. Gerade die Lärmsanierung im Bestand ist vorwiegend eine freiwillige Aufgabe. Diese Mittel von Bund und Land fließen derzeit nur sehr zögerlich und der Anspruch wird sehr restriktiv gehandhabt. Dennoch werden wir versuchen schrittweise Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finden. neue Lu: Wo können sich Interessierte informieren, zum Beispiel zum Thema Lärmschutzmaßnahmen? Dillinger: Die Mitarbeiterinnen Bau- und Umweltdezernent und Mitarbeiter des Bereichs Klaus Dillinger Umwelt geben gerne Auskunft. Darüber hinaus sind Informatio-nen auf der Internetseite der Stadt www.ludwigshafen.de zu finden. Wir haben außerdem für dieses Umwelt-Info eine Linkliste mit weiterführenden Informationen zusammengestellt.

Links und Literatur Im Internet bieten folgende Seiten Informationen zum Thema Lärm und Lärmaktionsplanung an: www.ludwigshafen.de www.mulewf.rlp.de/laerm/ www.luwg.rlp.de/Aufgaben/ Messinstitut,-Zentrallabor/ Laerm/Laermkartierung/ www.laermkartierung.rlp.de www.bmu.de/laermschutz/themenbereiche/umgebungslaerm/doc/41244.php www.eisenbahn-bundesamt.de bzw. http://laermkartierung.eisenbahn-bundesamt.de, www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/ulr.htm Auf der neugestalteten Homepage der Stadt www.ludwigshafen.de finden sich im Kapitel „nachhaltig“ umfassende Informationen. Ein ausführliches Kapitel „Lärm“ findet sich auch im Umweltbericht der Stadt Ludwigshafen aus dem Jahr 2009. Der Bro-

schüre ist unter anderem zu entnehmen, wie man mit dem so genannten Nachbarschaftslärm umgeht. An wen wendet man sich, wenn die Musik zu laut ist, der Rasen in der Mittagszeit gemäht wird, der Hund anhaltend bellt oder die Gaststätte an der Ecke die Nachtruhe nicht einhält? Der Umweltbericht listet zudem Broschüren und Bücher zum Thema „Lärm“ auf.

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Unsere Stadt

BASF baut Büros Der Spatenstich ist für Anfang 2013 am Rheinufer Süd geplant Auf dem Gelände der ehemaligen Halberger Hütte lässt die BASF SE ab diesem Frühjahr für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ITBereich ein neues Bürogebäude und ein Parkhaus errichten. Der Neubau mit 38.000 Quadratmetern Büroraumfläche entsteht westlich des Telekom-Gebäudes auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Baufeld, das von der Rheinallee, der Roonstraße und der Rott- und Pfalzgrafenstraße eingegrenzt wird. Nördlich davon wird ein Parkhaus auf einem rund 4.200 Quadratmeter großen Areal 930 Stellplätze beherbergen. Bisher sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf viele verschiedene

Im Bereich hinter den Bürogebäuden der Telekom entsteht zwischen Pfalzgrafen-, Roon- und Rottstraße das neue Bürogebäude der BASF. Hier sollen 1.500 Menschen arbeiten

Standorte innerhalb und außerhalb des BASF-Werksgeländes verteilt. „Mit dem Grundstücksverkauf wird die BASF SE die IT mit rund 1.500 Arbeitsplätzen in Ludwigshafen konzentrieren und in ein modernes Bürohaus investieren. Das neue

Gebäude reiht sich ein in die großen Investitionen der BASF an ihrem Stammsitz und wird einen weiteren positiven Beitrag zur Stadtentwicklung am Rheinufer Süd leisten“, erläutert Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger, der als Geschäftsführer der Wirt-

schaftsEntwicklungsGesellschaft (W.E.G.) froh ist, durch den Verkauf der städtischen Grundstücke große Baulücken schließen zu können. Um entsprechende architektonische und städtebauliche Qualitäten zu sichern, verpflichten sich die Käufer einen städtebaulichen Vertrag mit der Stadt abzuschließen. Ausgangspunkt dieses Vertrages ist die Absicht der Stadt Ludwigshafen, das Entwicklungsgebiet Rheinufer Süd einer qualitätsvollen und attraktiven Bebauung zuzuführen. rik

Auf in die fünfte Jahreszeit!

Größte Party der Region in der Friedrich-Ebert-Halle Unter dem Motto „Geloffe werd in Monnem – gefeiert werd in Lu“ lädt die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und MarketingGesellschaft vom 19. bis zum 24. Februar zum Ludwigshafener Fasnachtsmarkt auf den Berliner Platz ein. Die wohl größte Party der Region wird bei der Altweiberfasnacht in der Eberthalle gefeiert. Der Ludwigshafener Fasnachtsmarkt ist vom 7. bis 12. Februar der Treffpunkt für gute Laune in Ludwigshafen. Viele Schausteller und Anbieter im Gastronomiebereich bieten täglich von 11 bis 21 Uhr ein vielfältiges Repertoire neueLu 1/2/2013

für die ganze Familie. Kinder und Jugendliche dürfen sich dabei auf gemütliche aber auch rasante Fahrgeschäfte freuen. Auch in den beiden Veranstaltungshäusern der LUKOM hält König Karneval Einzug. Den Auftakt im Pfalzbau macht der KarnevalVerein Rheinschanze am Samstag, 12. Januar, mit seiner großen Prunksitzung. Das unterhaltsame Programm präsentiert Protagonisten der badischen und pfälzischen Fasnacht sowie mehrere Tanzeinlagen der Prinzengarde des Vereins. Beginn der Veranstaltung ist um 19.11 Uhr. Am

Grand Malör rocken die Altweiberfasnacht am 7. Februar in der FriedrichEbert-Halle

Sonntag, 27. Januar, 16.11 Uhr, folgt im gleichen Saal die gemeinsame Prunksitzung der Karnevalgesellschaft Eule e.V. und der Stadtgarde Ludwigshafen. Zu erleben gibt es an

diesem Abend bekannte Büttenstars der Fernsehsitzungen, ein närrisches Potpourri von Mitwirkenden aus der Metropolregion und unterhaltsame Eigengewächse der beiden veranstaltenden Vereine. Absoluten Kultstatus genießt seit Jahren die Altweiberfasnacht in der FriedrichEbert-Halle bei Gästen aus der gesamten Metropolregion. Für die passende Partystimmung sorgt in dieser Nacht traditionell die Band Grand Malör, die am Donnerstag, 7. Februar, ab 20 Uhr, bis in die frühen Morgenstunden fasnachtlichen Frohsinn garantiert. Karten gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information am Berliner Platz zu je 16 Euro. torkl/lem

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Kinder und Jugend

Feuerschale als Treffpunkt An der Karolina-Burger-Realschule plus entsteht neuer Ort der Begegnung Der Innenhof der Karolina-Burger-Realschule plus in Mundenheim soll ein neues Gesicht bekommen. In Kooperation mit den „firedancern“ aus Dreieich und dem Jugendamt werden im Rahmen des Projekts „Feuer, Mond & Sterne“ Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften den neuen Innenhof planen und gestalten. Die neue Lu traf sich zu einem Gespräch mit drei Schülerinnen und Schülern sowie der Konrektorin Anke Ebert. Die „firedancer“ sind ein Ensemble aus Musikern und Tänzern, die spektakuläre Inszenierungen mit Feuer gestalten. Sie sind in Ludwigshafen durch Auftritte im Kultursommer bekannt. Mit „Feuer, Mond & Sterne“, haben sie ein Projekt für Städte, Unternehmen und Verbände ins Leben gerufen, das Gemeinschaft und Teamstärke fördert. Zentraler Baustein von „Feuer, Mond & Sterne“ ist die Errichtung von Feuerstellen in ganz Deutschland. Sie sollen Menschen zusammen bringen und ein Ort der Begegnung sein. Die Feuerstelle an der Karolina-Burger-Realschule plus wird deutschlandweit die erste an einer Schule sein. Sie soll im Laufe dieses Schuljahres erbaut und während des Kultursommers 2013 eingeweiht werden. Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich in Arbeitsgruppen aber auch im Unterricht aktiv an der Planung und der Umgestaltung des Innenhofs. Neben der Feuerstelle soll dort langfristig auch ein Garten entstehen, in dem die Schülerinnen und Schüler ge-

meinsam pflanzen und ernten können. Mit der Planung dieses Gartens beschäftigt sich unter anderem die Arbeitsgruppe „Green Rebell“. Johanna aus der 10a, die aktiv bei „Green Rebell“ ist, erklärt im Gespräch mit der neuen Lu, dass die Arbeitsgruppe Plakate über Umwelt und Natur anfertigt und in der Schule aushängt. Die Schülerinnen und Schüler wollen damit zeigen, wie einfach Umwelt- und Naturschutz sein kann. Sie klären über Fair Trade Lebensmittel oder gesunde Ernährung auf und freuen sich darüber, dass ihre Plakate bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Interesse wecken. Hamied aus der 8a und Alicia aus der 9b sind in der „Firedancer AG“. In dieser Arbeitsgruppe proben sie zusammen mit zwei Lehrern und einem Mitglied der „firedancer“ für die schuleigene Bühnenshow im Sommer, bei der sie gemeinsam mit den Profis der „firedancer“ auftreten werden. Hamied hat sich der Arbeitsgemeinschaft eigentlich angeschlossen, um ein paar Tricks und Geschicklichkeitsübungen für sein Hobby, das Jojo-Spielen, abzuschauen. Mittlerweile, so sagt er, sei es aber span-

Feuer und Flamme für ihr Schulprojekt: Anke Ebert, Johanna, Alicia (von links) und Hamied (hinten)

nend, gemeinsam mit den Lehrern zu üben, die sich darauf eingelassen haben, im Training auch etwas von den Schülerinnen und Schülern zu lernen. „Durch die gemeinsame Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft entspannt sich das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, weil man nun auch die Schwächen und Stärken der Lehrer anders wahrnimmt“, fügt Alicia hinzu.

Alle machen mit

An „Feuer, Mond & Sterne“ wird nicht nur in den AGs gearbeitet, sondern auch in den normalen Unterrichtsstunden. Von den Naturwissenschaften bis zur Kunst: Alles steht ganz im Zeichen des Schulprojektes, das möglichst viele Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und auch die Eltern mitnehmen will auf dem Weg zu einer eingeschworenen Schulgemeinschaft. „Feuer, Mond & Sterne“ ist auf mehrere Jahre angelegt. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler, die derzeit aktiv sind, in den kommenden

Jahren jüngeren Schülerinnen und Schülern ihr Wissen weitegeben und so das Projekt über Schülergenerationen hinweg fortführen. Johanna, Hamied und Alicia finden, dass sich das Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Schulsozialarbeit des Stadtjugendamtes entsteht, jetzt schon positiv auf das Miteinander innerhalb der Schule ausgewirkt hat. Konrektorin Anke Ebert, ist begeistert, dass endlich etwas mit dem Innenhof passiert. „Ein solches Schulprojekt gab es noch nie“, erklärt sie. Natürlich sei es eine Herausforderung, ein so großes Projekt umzusetzen, sie ist sich aber sicher: „Wir schaffen das!“ Denn die Chance, als Schule zusammenzuwachsen, gemeinsam eine solche Aktion über Jahre hinweg zu stemmen, schaffe eine Verbindung zwischen den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und den Eltern, die sich positiv auf das Schulklima und das Miteinander auswirke und auch helfen könne, Trennendes zu überwinden. Die Anschubfinanzierung für „Feuer, Mond & Sterne“ ist bereits gesichert, weitere Spenden sind willkommen. Ansprechpartner für Spenden ist Jürgen May vom Jugendamt, Telefon 504-3630, E-Mail juergen.may@ludwigshafen.de. ilw/mü

Die Schule

Zum Schuljahr 2010/2011 wurde die Karolina-BurgerRealschule im Zuge der Schulstrukturreform zu einer kooperativen Realschule plus. Sie entstand aus der KarolinaBurger-Realschule und der Hauptschule im Schulzentrum Mundenheim. Rund 850 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule. neueLu 1/2/2013


Kinder und Jugend

Was gibt’s? Abenteuerspielplatz

Speyerer Straße 34, Telefon 504-2852: 7. Januar, erster Öffnugstag 2013, ab 15 Uhr Neujahrsempfang; 11. Februar, Schlittschuhlaufen im Eisstadion; 12. Februar, Faschingsparty

Jugend- und Stadtteilzentrum Pfingstweide

Budapester Straße 41, Telefon 504-2856: 22. Februar, 14 bis 21 Uhr, Jungenaktionstag „Workshops for boys only“ mit Thaiboxen, Graffitti, Breakdance und weiteren Angeboten, für Jungen ab 10 Jahre, Eintritt frei. Anmeldung und Information auch per E-Mail jfs-pfingstweide@ gmx.de

Jugendfreizeitstätte Edigheim

Bürgermeister-Fries-Straße 3, Telefon 504-2857: 18. Januar,

15 bis 18 Uhr, Kindertag, Workshops und Spiele für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Während der Veranstaltung ist die Freizeitstätte nur für Kinder geöffnet. 8. Februar, 15 bis 18 Uhr, Faschingskindertag, Party für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Während der Veranstaltung ist die Freizeitstätte nur für Kinder geöffnet. 27. Februar bis 2. März, Talentschuppen, jeweils ab 15 Uhr, Workshops und offene Bühne, Talentschuppen-Show mit Talentwettbewerb

Jugendfreizeitstätte Ernst Bloch

Hermann-Hesse-Straße 11, Telefon 504-2859: 10. Januar und 14. Februar, jeweils ab 17 Uhr, Beratung rund ums Thema Ausbildung durch Jugendscout Gabriele Diehm; 23. Januar, 16.Uhr, Turnier auf der Play

Station 3; 1. Februar, 15 bis 18 Uhr, Proben und Aufnehmen im Tonstudio

Deutsche Staatsphilharmonie RheinlandPfalz

Heinigstraße 40, Telefon 599090: 3. Februar, 16 Uhr, Kinderkonzert „Na warte, sagte Schwarte“, BASF-Feierabendhaus, Leuschnerstraße, Karten unter Telefon 609991, mit Malte Arkona, Erzähler, Altriper Rheinfinken, Kinder- und Jugendchor (Einstudierung: Christiane Schmidt), Jesko Sirvend, Dirigent; 7. Februar, 11 Uhr, „Die Dreigroschenoper“, Theater im Pfalzbau, Tickets an der Theaterkasse im Pfalzbau, Telefon 504-2558. Eine Koproduktion des JungenSpielTheaters des Theaters im Pfalzbau und der Deutschen Staatsphilharmonie

Rheinland-Pfalz, Daniel Carlberg, Dirigent. Weitere Aufführungen in der Philharmonie Ludwigshafen am 8. Februar, 11 Uhr und 9. Februar, 19.30 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.staatsphilharmonie.de.

Wilhelm-Hack-Museum

Berliner Straße 23, Telefon: 5043045: Bis 17. Februar ist im Wilhelm-Hack-Museum die Ausstellung „Schwestern der Revolution - Künstlerinnen der Russischen Avantgarde“ zu sehen. Am 13. Januar, 11 bis 18 Uhr, lädt das WHM zum Familientag ein. Groß und Klein wird über Konzert, Theater, Kinderführung und offenes Atelier ein vielfältiger Einblick in die Ausstellung geboten. Die Familienkarte kostet 20 Euro. Weitere Informationen im Internet unter www.wilhelmhack.museum.

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Sicherheit

„Ermessen, menschlich zu sein“ Gabriele Schumann, eine der Politessen der „ersten Stunde“, im Gespräch mit ihrem Kinderwagen, oder ein älterer Herr mit Rollator den Gehweg nicht passieren kann, weil der von einem Auto zugestellt ist?

Vor genau 25 Jahren hat das Land die Überwachung des ruhenden Verkehrs in die Hände der Kommunen übergeben. Gabriele Schumann hat als eine der ersten Politessen in Ludwigshafen ihren Dienst angetreten. Im Gespräch mit der neuen Lu erzählt die Hilfspolizeibeamtin von ihrem Alltag und den Anfängen neue Lu: Frau Schumann, als Sie vor 25 Jahren den Dienst angetreten haben, waren Sie noch mit Block und Stift unterwegs, was hat sich verändert? Schumann: Stimmt, am Anfang haben wir noch grüne Karten mit Hinweisen an die Autos gesteckt. Mittlerweile ist alles viel einfacher. Wir arbeiten mit kleinen PC-Geräten, da sind alle Tatbestände hinterlegt, und wir können damit sogar Fotos machen. Die Zeiten, als der Stift im Winter wegen der Kälte nicht geschrieben hat, sind vorbei. neue Lu: Aber jeden Tag bei Wind und Wetter auf den Straßen für Ordnung zu sorgen, ist sicher nicht immer einfach? Schumann: Ich gehe gern jeden Tag raus und mit Menschen zusammen zu arbeiten, war immer mein Ding. Wenn Sie mit einer gewissen Grundfreundlichkeit auf andere zugehen, dann klappt das auch sehr gut. Zu fast 90 Prozent stoße ich mit meiner Arbeit auf Verständnis. Wir sind ja draußen auch immer Ansprechpartner: Ich habe schon mit verzweifelten Eltern Kinder gesucht, helfe älteren Menschen über die Straße, gebe Auskunft nach dem Weg. Wir stellen nicht nur stur Verwarnungen aus.

neue Lu: Aber nicht immer stoßen Sie damit auf offene Ohren? Schumann: Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich, aber die meisten haben Verständnis, wenn ich ihnen die Situation erSorgt bei Wind und Wetter auf kläre. Natürlich drückt man den Straßen für Sicherheit: auch einmal ein Auge zu, wenn Gabriele Schumann es die Situation hergibt. Stures Arbeiten draußen ist nicht sinnvoll. Wir haben die Gesetze, aber wir haben auch das Ermessen, menschlich zu sein. Das ist ganz wichtig. Und ich kann ja mitfühlen.

neue Lu: In welchen Fällen sind Verwarnungen aber wichtig? Schumann: Unsere Hauptarbeit ist Gefahrenabwehr. Wer den Fünf-Meter-Bereich einer Kreuzung, eine Feuerwehrzufahrt oder einen Fußgängerüberweg zuparkt, gefährdet damit seine Mitmenschen. Was ist, wenn zum Beispiel ein Kind oder kleiner Mensch die Straße überqueren will? Was macht eine Mutter, die

neue Lu: Sie haben also selbst schon ein „Knöllchen“ erhalten? Schumann: Ja, das ist auch mir schon passiert. Ich habe den Automaten noch gesehen, dann bin ich aber weggegangen, ohne ein Ticket zu ziehen. Ich habe einfach nicht mehr daran gedacht. Das passiert manchmal tatsächlich. Deshalb kann ich das auch nachfühlen. cat

Rückblick: Vom Zettelblock zur mobilen Datenerfassung Grundlage für die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch Kommunen ist das Polizeiverwaltungsgesetz, das heutige Polizeiund Ordnungsbehördengesetz. Im Jahr 1986 wurde die Übernahme verschiedener verwaltungspolizeilicher Aufgaben zum 1. Januar 1988 beschlossen. Zu Beginn arbeiteten 30 Politessen im Drei-Schichten-System von 8 bis 19 Uhr. Heute sind 27 Hilfspolizeibeamte, unterteilt in 18 Ganztags- und neun Halbtagskräfte, im Vier-Schicht-System von 6.30 bis 24 Uhr im Einsatz. Angefangen hat 1988 alles mit vorgedrucktem Block, Bleistift und Funkgerät: Die Verwar-

nungen wurden handschriftlich festgehalten und später manuell nacherfasst. Zur Aufgabe der Abwehr von Gefahren durch haltende und parkende Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen und Plätzen kamen 1995 die Abwehr von Gefahren durch

Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und 2011 die Kontrolle der Plaketten für Hauptuntersuchungen und Sicherheitsprüfungen sowie Verstöße gegen die Mindestprofiltiefe der Reifen dazu. „Ein Meilenstein der Verkehrsüberwachung war 1996 die Einführung mobiler Datenerfassungsgeräte. 2012 haben Handys die Funkgeräte abgelöst“, fasst Dieter Feid, Dezernent für

Finanzen, Ordnung, Feuerwehr, Immobilien und Bürgerdienste, die Entwicklung zusammen. „Damals wie heute besteht ein großer Bedarf, den ruhenden Verkehr zu überwachen, um eine gewisse Ordnung und Sicherheit für alle zu gewährleisten. Es ist lebenswichtig, dass zum Beispiel Feuerwehr- und Rettungszufahrten frei sind“, betont Feid. Von den Politessen der „ersten Stunde“ sind nach 25 Jahren noch fünf im Dienst: Gabriele Schumann, Elvira Volk und Andrea Steding auf unserem Foto mit Dieter Feid. Auf dem Bild fehlen Sonja Quack und Petra Feick.

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Stadtbibliothek

Alles dreht sich um die Kleinen Lesetipps der Stadtbibliothek rund um pädagogische Themen Ein Entwicklungsroman, der die Kindheit und Jugend eines Außenseiters beschreibt, und zwei Sachbücher über Kinderthemen: Das sind die Lesetipps der Stadtbibliothek für Januar und Februar. Mein Süßkind. Ein Jesus-Roman. Von Klaas Huizing, Gütersloher VerlagsHaus, 2012 Erzählt werden fiktive Erlebnisse und Episoden aus dem Alltagsleben des

jungen Jesus: ein sensibler und hochbegabter junger Jude, der, eingezwängt in Familie und Traditionen, zweifelnd seinen eigenen Weg sucht. Diese Leidens- und Glücksgeschichte einer Person zwischen Wunderkind und Bankert wird in atmosphärisch dichten Szenen mit viel Lokal- und Zeitkolorit erzählt und zeigt uns ein sehr menschliches Porträt eines Außenseiters auf der Suche nach seiner Bestimmung. Was unsere Kinder glücklich macht. Von Sabine Andresen. Kreuz Verlag 2012 Auf den Grundlagen einer weltweiten Studie, in der Kinder selbst zu Wort kommen, berichtet die Autorin über das, was Kindern wichtig ist, was

sie glücklich macht, was sie bei Erwachsenen mögen oder nicht schätzen oder was ihnen Freundschaft bedeutet. Das Buch ist gut lesbar, verständlich geschrieben und bezieht auch historische Beispiele mit ein. Kein Erziehungsratgeber, keine wissenschaftliche Darstellung, sondern ein hinreißender Blick in die Seelen der Kinder. Mit Kindern den Bauernhof entdecken. Von Hubert Koll. BLV, 2012

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Mit einer Fülle an Sachwissen und zahlreichen Anregungen für Aktivitäten will der Autor Kindern ein realistisches Bild von modernen Bauernhöfen vermitteln und Zusammenhänge des Landlebens deutlich machen. Alle Aspekte wie Tiere, Pflanzen, Arbeitsabläufe, Traditionen, Feste werden unterhaltsam aufbereitet für Kinder von vier bis zehn Jahren. Inhaltlich und optisch attraktiv, ein reich illustriertes Ideenund Werkbuch mit vielen Anregungen in Form von Experimenten, Übungen, Spielen. shi

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Unsere Stadt

Lichter verzaubern die City Neue Beleuchtung noch bis 26. Januar in der Innenstadt zu sehen

Unter einem Sternendach gehen die Passantinnen und Passanten in den Abendstunden auf dem Ludwigsplatz. Dort schafft der „TWL Lichterzauber“ eine ganz besondere Atmosphäre (Bild oben). Auch der Knödelbrunnen ist in Licht getaucht und ist ein Anziehungspunkt in der Bismarckstraße (Bild Mitte). Lichter in den Bäumen vor der Berufsbildenden Schule Wirtschaft 2 in der unteren Bismarckstraße (Bild unten)

© Iris Friedrich

Die Herzen der Menschen erreichen und ihnen ein stimmungsvolles Wintererlebnis unter freiem Himmel bieten, so lauten die Aufgaben, die sich der Marketing-Verein mit dieser außergewöhnlichen Winterbeleuchtung gesetzt hat. Designt wurde der „TWL Lichterzauber“ von Luminar aus Hamburg, Hauptsponsor ist TWL. 122 Leuchtelemente und Sterne, die für Ludwigshafen entwickelt wurden, sowie hunderte Lichterketten setzen das Stadtzentrum mit einbrechender Dunkelheit in ein angenehm winterliches Licht. Über 5.000 Meter Lichterketten hat Luminar in 73 Bäume in der Innenstadt verbauen lassen – allein 360 Meter in der großen Platane auf dem Berliner Platz. Highlight der winterlichen Illumination ist ein 100 Meter langes Sternendach auf dem Ludwigsplatz, das von sieben Toren gehalten wird. Aber auch auf der kompletten Bismarckstraße, auf der Ludwigstraße, auf der Bahnhofstraße und auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt am Berliner Platz gibt es so manche Illumination zu bestaunen. Weitere Informationen zum „TWL Lichterzauber“ im Internet unter www.marketing-ludwigshafen.de. ku

© Martin Hartmann

Mit mehr als 200.000 weißen und goldenen LED-Lichtpunkten hüllt der Marketing-Verein Ludwigshafen beim „TWL Lichterzauber“ die Ludwigshafener Innenstadt in winterlichen Glanz. Bis zum 26. Januar werden mit einer komplett neuen und attraktiven Gestaltung der winterlichen Illumination Impulse für die gesamte City gesetzt.

© Iris Friedrich

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Bildung

„Kulturelle Vielfalt erleben“ Das neue Programm der Volkshochschule startet am 4. Februar Mit ihrem Jahresmotto 2013 „Kulturelle Vielfalt erleben“ setzt die Volkshochschule (VHS) im Bürgerhof einmal mehr Akzente. Das neue Semester mit zahlreichen Spezialangeboten sowie einem besonderen Ferienprogramm beginnt am 4. Februar. „Kulturelle Vielfalt erleben“ können alle Bürgerinnen und Bürger in einer ganzen Reihe von neuen Kursangeboten der VHS – als Weiterbildungszentrum nicht nur ein Lernort, sondern auch eine wichtige Stätte der Begegnung. „Wo außerhalb der VHS kommen sonst noch so viele unterschiedliche Menschen zusammen, um sich gemeinsam weiterzubilden? Hier treffen sich alle: Frauen wie Männer, Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern, Menschen unterschiedlicher Nationalität und mit unterschiedlichem Bildungsstand - von Menschen mit Lese- und Schreibproblemen bis zum Hochschulprofessor. Die Begegnungen an der VHS in Ludwigshafen sind für mich gelebte Vielfalt“, betont Bürgermeister und Sozialdezernent Wolfgang van Vliet. Dass Gesundheit und Lebensqualität für sie zusammengehören, unterstreichen Jahr für Jahr viele Besucherinnen und Besucher der VHS. Sie wollen verstärkt Kompetenzen erwerben, um ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität zu erhalten und zu fördern. Zu den besonderen Höhepunkten an Gesundheitsveranstaltungen zählt in Zusammenarbeit mit Medical Academy & Care e.V. der Deutsch-Türkische Gesundheitstag, an dem Vorträge von Ärzten und Workshops zu medizinischen Themen sowie neueLu 1/2/2013

werden auch in Mundenheim und Oggersheim angeboten. Die EDV-Kurse erfreuen sich bei Seniorinnen und Senioren nach wie vor großer Beliebtheit. Da kommt es gerade recht, dass der Kurs „Silver Surfer“ um die Module „Handy, Smartphone und Co“, „Datenschutz im Internet“ und „Wie man Reisen im Internet bucht“, erweitert wird.

Erfolgreiche Anbieterin Infostände der Gesundheitsbranche präsentiert werden. Weitere besondere Angebote im neuen Semester sind die Kurse „Rosa Roth trifft Bella Block“, ein Drehbuch-Basisseminar, und „Prosa“, ein Schreibkurs. Beide Kurse werden geleitet von Dr. Lothar Schöne, Praktiker, Autor von Filmdrehbüchern („Rosa Roth“), Romanen und Sachbüchern. Er unterrichtet das Fach Drehbuchentwicklung.

Sprache und Beruf

Richtig spannend wird’s in einem besonderen italienischen „Krimi-Sprachkurs“, in dem nicht nur Verbrechen und schöne Frauen eine Rolle spielen, sondern auch die italienische Küche. Einblicke in den russischen Gesellschaftsalltag liefert ein „Russisch-Spezial“. Wer dagegen mehr zu Westafrika hin tendiert und dabei gleichzeitig die französische Sprache erlernen möchte, der kann sich für den Kurs „Westafrika auf Französisch“ anmelden. Im Bereich Integration wurden aktuell spezifische Kurse für Akademikerinnen und Akademiker in den Niveaustufen A1 bis B2+ ins Programm aufgenommen sowie Deutschkurse für Menschen mit medizinischen Berufen. Für alle, die schon einige Projekte im Beruf, privat oder

„Kulturelle Vielfalt erleben“ lautet das Jahresmotto der VHS in 2013. So vielfältig wie die Angebote sind auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

im Verein durchgeführt haben und sich fragen, ob sie nicht mit mehr Wissen und Softwareunterstützung das Projekt übersichtlicher gestalten und besser managen könnten, gibt es den Kurs „Projektmanagement - Theorie und Praxis mit einer freien Software“. Durch die Kooperation mit dem Staatlichen Pfalz-Kolleg und dem Abendgymnasium Speyer kann die VHS nun auch den Weg bis hin zum Abitur bieten. Erweitert hat die VHS auch ihr Angebot im Bereich Grundbildung und Alphabetisierung unter der Rubrik „Lesen und Schreiben lernen in jedem Alter“. Ob Lernberatung, individuelle Lernbegleitung oder Kurse für Einsteigerinnen und Einsteiger und Fortgeschrittene - hier finden Angehörige, Betroffene oder wichtige Kontaktpersonen weiterführende Unterstützung. Attraktives gibt es auch für Ältere: So ist der Besuch von Proben der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wieder möglich. Yoga-, Stretching- oder Wirbelsäulengymnastikkurse

Die VHS ist auch eine der 60 größten Anbieterinnen von Integrationskursen bundesweit. Um diese weiterhin unterrichten zu können, musste sich die VHS wie andere Anbieter solcher Kurse einem umfangreichen Bewertungsverfahren durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterziehen. Das Ergebnis stand Mitte 2012 fest: Gleich für fünf weitere Jahre hat die Einrichtung die Zulassung erhalten, die Höchstzahl an Zulassungsjahren. Mit Weiterbildungsangeboten für Migrantinnen und Migranten, Seniorinnen und Senioren sowie speziell für Frauen reagiert die VHS auch auf den demografischen Wandel und einen möglichen Fachkräftemangel, wie VHS-Leiterin Sabine Heiligenthal hervorhebt. In dem neuen Programm können Interessierte zudem schon jetzt die Angebote für den Sommer 2013 finden und damit rechtzeitig die Ferienzeit planen. sh

Information:

Das Programm liegt ab Mitte Januar unter anderem in der VHS und im Rathaus aus. Anmeldungen sind online ab sofort unter www.vhs-lu.de möglich. Sie werden auch in der VHS oder telefonisch ab Mitte Januar unter 504-2238 und 2632 entgegengenommen.

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Sport

„Völlig losgelöst“ „Sporteln in der Familie“ im Februar und März Unter dem Motto „Völlig losgelöst – LU hebt ab“ wird 2013 das beliebte „Sporteln in der Familie“ fortgeführt. Alle Kinder zwischen drei und zehn Jahren mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden sind eingeladen, sich zu beteiligen. Los geht es am Sonntag, 17. Februar, von 10 bis 13 Uhr in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch in Oggersheim (IGSLO). Der erste Teil steht unter dem Motto „Expedition Milchstraße“. „Willkommen auf Aquarius“ heißt es dann am Sonntag, 3. März, von 10 bis 13 Uhr im Hallenbad Süd. „Der große Knall“ bildet den Abschluss der Sporteln-Reihe am Sonn-

Viel Spaß für Klein und Groß bei „Sporteln in der Familie“

tag, 17. März, 10 bis 13 Uhr, in der IGSLO. Für die Aktionstage haben sich die Verantwortlichen vom Bereich Sport der Stadt gemeinsam mit den teilnehmenden Vereinen auch eine fantasievolle Rahmenhandlung ausgedacht. So sollen die jungen Teilneh-

merinnen und Teilnehmer bei ihrer MilchstraßenExpedition zunächst eine Astronautenprüfung bestehen, bevor sie exotische Planeten erkunden können. Bei diesen „Weltraumabenteuern“ kommen wie in den Vorjahren alle möglichen Turngeräte zum Einsatz. Erstmals werden die Kinder und ihre Eltern auch Fahrräder, Roller und Bobby-Cars an Stationen nutzen. Die Vereine, die sich mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern beteiligen,

sind: TV Rheingönheim 1878, Familie in Bewegung, DJK SG Concordia Ludwigshafen, ESV 1927 Ludwigshafen, TB 1889 Oppau, VTV Mundenheim, TG Oggersheim 1880, TG „Frei Heil“ 1892 Rheingönheim, DLRG Ludwigshafen, DLRG Ludwigshafen-Oggersheim, Ludwigshafener Schwimmverein 07, DAV Sektion Ludwigshafen, Skyflyers Ludwigshafen, Gesellschaft zur Förderung des Radsports und das Jugendcafé „‘s Beffche“ Rheingönheim. Die Teilnahme an allen drei Tagen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer an allen drei Tagen mit von der Partie ist, nimmt an einer Verlosung teil. Weitere Informationen gibt es beim Bereich Sport unter Telefon 5043052. saha

Turnfest 2013: Showtime in Ludwigshafen Vorführungen in der Friedrich-Ebert-Halle und im Pfalzbau Wenn das Internationale Deutsche Turnfest in der Pfingstwoche 2013 in die Metropolregion Rhein-Neckar kommt, dann heißt es Showtime in Ludwigshafen. Denn ein Großteil der Wettbewerbe und Veranstaltungen rund um die Vorführungen finden in der Friedrich-Ebert-Halle sowie im Pfalzbau statt. Schon am 19. Mai, dem Turnfest-Sonntag, geht es in der Eberthalle mit der erstmals ausgetragenen „New Chance“ los. Die besten fünf ShowGruppen qualifizieren sich für das Bundesfinale „Rendezvous der Besten“ am Pfingstmontag. Dort wird es richtig spektakulär, wenn es um die Frage

Spektakulär und fantasievoll wird das Showprogramm des Internationalen Deutschen Turnfestes in Ludwigshafen

geht, aus welchen Vereinen die besten 15 Showgruppen des Deutschen Turner-Bundes kommen. Wer bunte Kreativität, spektakuläre Akrobatik

und innovative Choreografien mag, wird bei dieser Entscheidung Vorführungen erleben, die im Gedächtnis bleiben. In der Eberthalle präsentiert auch die Turnerjugend teils unglaubliche Leistungen bei Vorführungen mit dem Nachwuchs. Die Bühnen des Pfalzbaus werden zum Treffpunkt von Showgruppen aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Aus-

land. Der Kreativität sind bei den Vorführungen keine Grenzen gesetzt. Gäste der Veranstaltungen können sich auf einen bunten Mix aus Geräteturnen, Tanz, Akrobatik, Gymnastik, Jonglage, Einrad oder Rhönrad freuen. Im Ambiente einer Gala stehen die außergewöhnlichsten Darbietungen dann am 24. Mai bei der Matinee der Showvorführungen nochmals in der Eberthalle auf dem Programm. Die ältere Generation zeigt ihr Können im Pfalzbau bei der Showbühne der Älteren. Die besten Vorführgruppen der Landesturnverbände sind am 24. Mai bei der Matinee „Aktiv älter werden“ dabei und zeigen, wie fit, motiviert und leistungsfähig ältere Menschen sein können. sud neueLu 1/2/2013


Polizei

Dabei auf Streife Über den Alltag von Polizistinnen und Polizisten in Ludwigshafen Was passiert eigentlich während einer Nachtschicht bei der Polizei? Wie sieht der alltag für die Beamtinnen und Beamten in Ludwigshafen aus? Polizeikommissar Kristof Brockmann von der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 hat für die Leserinnen und Leser der neuen Lu die Ereignisse eines Streifendienstes zusammengefasst. „Freitag in den frühen Abendstunden – während der Berufsverkehr langsam nachlässt und sich die meisten Menschen auf ihr wohlverdientes Wochenende vorbereiten, beginnt für einige Beamte der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1 der Nachtdienst. Ich bin gerade erst auf der Wache angekommen, da werden wir, meine Streifenpartnerin Andrea und ich, auch schon vom Wachhabenden auf die Straße geschickt – Absicherung eines Pannenfahrzeugs auf der Hochstraße Süd. Schnell die schusssichere Weste überstreifen, die Einsatztasche packen und ab in den Streifenwagen. Keine fünf Minuten später sind wir bei dem liegengebliebenen Kleintransporter und dessen Fahrer. Während wir die Gefahrenstelle absichern und auf den Abschleppdienst warten, fahren die letzten Pendler mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei über den Pylon in Richtung Mannheim. Es ist immer wieder ein unangenehmes Gefühl, wenn die anderen Autos so an uns vorbeibrettern, nicht selten kommt es dabei auch zu Unfällen. Nach 20 Minuten Wartezeit kommt endlich der Abschleppdienst und wir können die Fahrbahn wieder frei machen. neueLu 1/2/2013

Auf Nachtstreife: Polizeiauto auf dem Pylon

Es dauert nicht lange, da bekommen wir den nächsten Auftrag. Eine andere Streife benötigt Unterstützung, weil ein Mann seine Ehefrau verprügelt. Vor Ort sind die Kollegen bereits mit dem Mann im Gespräch, die Frau weint, zahlreiche Schaulustige stehen auf der Straße. Nachdem die Situation sich etwas beruhigt hat, bekommt der Mann einen Platzverweis erteilt. Sollte er wiederkommen, wird er die Nacht wohl in einer Gewahrsamszelle verbringen. Bei aller Routine fragt man sich in solchen Situationen auch als Polizist ab und an, wie es mit einer Ehe so weit kommen konnte. Es bleibt leider keine Zeit, sich länger darüber Gedanken zu machen, der nächste Einsatz wartet schon – eine Sachbeschädigung. Wir fahren zu einem Geschäft in der In nenstadt. Dort hat eine junge Frau eine Glastür eingetreten und ist anschließend geflohen. Die Anzeige ist schnell aufgenommen, dennoch ist der Schock bei der Ladenbesitzerin deutlich zu spüren. Gegen 22 Uhr wird es etwas ruhiger, Zeit für ein paar Verkehrskontrollen. Wir stoppen

in der Nähe des Rheins einen Kleinwagen, dessen Fahrer keinen Führerschein besitzt. Seine Fahrt ist damit beendet, der Fahrzeugschlüssel bleibt bei uns. Bevor wir zurück zur Dienststelle fahren, erreicht uns ein weiterer Funkspruch: Auf dem Berliner Platz pöbelt ein alkoholisierter Mann Passanten an. Vor Ort treffen wir auf einen alten Bekannten – man kennt sich eben. Nach ein paar ermahnenden Worten macht sich der Mann kommentarlos auf den Heimweg. Das ist für uns die Möglichkeit, auf die Dienststelle zu fahren, zu essen und ein paar Schreibarbeiten zu erledigen. Während Andrea noch eine Anzeige auf der Dienststelle aufnimmt, kümmere ich mich um die Einsatzberichte der letzten zwei Tage. Gegen 1.30 Uhr, mittlerweile ist es am Funk etwas ruhiger geworden und auch das Telefon klingelt nicht mehr unentwegt, schickt uns der Dienstgruppenleiter wieder hinaus in die Nacht. Bei einer Party mit rund 400 Besuchern wurde ein Brandmelder ausgelöst. Mit Blaulicht geht es über die Pylonbrücke, nach kurzer Fahrtzeit sind wir vor Ort. Dort müssen wir feststellen, dass ein Partygast grundlos den

Alarmknopf gedrückt hat – Fehlalarm. Wieder zurück im Auto ärgern wir uns, weil wir andernorts sicher mehr gebraucht werden. Nur wenige Minuten später werden wir erneut zu besagter Party geschickt. Diesmal sind alkoholisierte Partygäste in Streit geraten. Als wir eintreffen, zeigen sich die Beteiligten einsichtig. Sie geben an, den Hintergrund ihres Streits selbst nicht zu wissen und verlassen die Party, nachdem sie sich wieder vertragen haben. Langsam setzt die Müdigkeit ein, ein Kaffee wäre jetzt toll. Dazu kommt es leider nicht – in der Gartenstadt haben unbekannte Randalierer die Außenspiegel mehrerer Autos abgetreten. Nach einer zeitaufwendigen Anzeigenaufnahme machen wir uns in den frühen Morgenstunden auf den Rückweg zur Dienststelle, da erreicht uns ein letzter Funkspruch. Durch die Leitstelle werden wir zu einem Verkehrsunfall in der Rehbachkurve geschickt. Vor Ort erwartet uns eine junge, glücklicherweise unverletzte Frau mit ihrem zerbeulten PKW. Noch eben ein paar Fotos geschossen, Notizen für die Unfallanzeige gemacht und ein paar tröstende Worte für die Fahrerin, schon ist die Unfallaufnahme beendet und wir können uns wieder auf den Weg machen. Ein letztes Mal für diese Nacht geht es über den Kaiserwörthdamm Richtung Dienststelle. Wir haben unser wichtigstes Ziel einmal mehr erreicht – wir alle gehen gesund nach Hause.“ pol

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Veranstaltungen

„Für immer in Jeans“ Peter Kraus und andere Highlights in Pfalzbau und Eberthalle Mehrere Messen und Musik, unter anderem mit Rock-Idol Peter Kraus, bieten FriedrichEbert-Halle und Pfalzbau in den ersten Wochen des neuen Jahres. Festlich startet das Programm der Friedrich-Ebert-Halle mit der Hochzeitsmesse Trau am 5. und 6. Januar. 100 Aussteller und Designer aus 30 hochzeitsnahen Branchen bieten an beiden Messetagen von 10 bis 18 Uhr kompetente Beratungs- und Servicequalität praktisch unter einem Dach. Zugeschnitten auf die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Brautpaares werden alle Aspekte rund um die Hochzeitsfeierlichkeiten bis ins kleinste Detail professionell betreut. Ein spektakuläres Bühnenprogramm gestattet zudem Einblicke in das ShowAngebot verschiedener Unterhaltungskünstler, die dann direkt für das eigene Fest gebucht werden können. Klanggewaltige Fanfaren ertönen beim Einmarsch der Blasmusikorchester am Samstag, 19. Januar, bei der Internationalen Musikparade 2013 in der FriedrichEbert-Halle. Insgesamt 400 Mitwirkende umfasst das Aufgebot bei Europas größter Tournee der Militär- und Blasmusik. Neben bekannten Märschen werden auch aktuelle Hits opulent inszeniert. Höhepunkt des Konzertes ist das große Finale, bei dem alle

sieben Orchester gemeinsam musizieren. Beginn ist um 14.30 Uhr. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr verspricht der Veranstalter von Rhein-Neckar-Creativ am Samstag, 26. Januar, und Sonntag, 27. Januar, in der Eberthalle nochmals deutlich mehr Aussteller und dadurch auch noch mehr Vielfalt. Die Angebotspalette rund um kreatives Gestalten, Basteln und Handarbeiten umfasst Anregungen, Materialien und Workshops zu unterschiedlichsten Kreativtechniken. Das Sortiment reicht von Accessoires für selbst gestalteten Schmuck über Papiere, Pinsel und Farben bis hin zu Verarbeitungstechniken von Stoffen. Selbst die Kunst des Ballonblumenknotens wird vorgestellt – vom amtierenden

Weltmeister in diesem Metier höchstpersönlich. Öffnungszeiten an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr.

Klassik, Rock und Immobilientage

Zum zweiten Philharmonischen Konzert der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gastiert am Montag, 28. Januar, 19.30 Uhr, Hornistin Marie-Luise Neunecker im Konzertsaal des Pfalzbaus. Das musikalische Programm dieses Abends umfasst Ligetis Hornkonzert, Beethovens Egmont-Ouvertüre und dessen 8. Sinfonie. Die Immobilien - und Bautage im Pfalzbau gestatten am Samstag, 2. Februar, und Sonntag, 3. Februar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, einen umfassenden Überblick über den Immobilienmarkt in Ludwigshafen und der Metropolregion RheinNeckar. Kauf, Verkauf, Vermietung und Verpachtung privater und gewerblicher Räumlichkeiten werden hier ebenso umfassend beleuchtet wie themenrelevante Bereiche der Finanzierung und des Immobilienerwerbs als Kapitalanlage.

400 Mitwirkende sind am 19. Januar bei der Internationalen Musikparade dabei (Bild oben). Peter Kraus tritt am 16. Februar in der Eberthalle auf (Bild unten)

Einst Rock-Idol, im heutigen Alter von fast 74 Jahren längst lebende Legende - Peter Kraus kommt am Samstag, 16. Februar, 20 Uhr, zum Konzert in die Friedrich-Ebert-Halle. Er war der Deutsche, der den Rock ‘n‘ Roll in den wilden Fünfzigern hierzulande populär machte. Seine Musik wurde auf allen Partys gespielt, seine Filme füllten die Kinos. Heute umfasst die Karriere von Peter Kraus nahezu 60 Jahre. Ständig bastelte er in all den Jahren an neuen Projekten für Fernsehen, Kino oder für die Bühne. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der unermüdliche Star unter dem Titel „Für immer in Jeans“ eine CD mit ausschließlich neuem Songmaterial. Auf seiner Konzertreise präsentiert der beliebte Entertainer ein Potpourri aus aktuellen Stücken und unverwüstlichen Klassikern. torkl neueLu 1/2/2013


Kurz notiert Weitere „Brückenbauer“ für Ludwigshafen

Zwölf weitere Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener mit Migrationshintergrund haben sich zu neuen Integrationsbegleiterinnen und -begleitern qualifizieren lassen. Die neuen „Brückenbauer“, zehn Frauen und zwei Männer, stammen aus den Herkunftsländern Iran, Polen, Pakistan, Rumänien, Albanien, Italien, Türkei, Somalia, Russland und China. Bürgermeister Wolfgang van Vliet überreichte den Frauen und Männern (Foto unten) Ende Oktober die Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen. Insgesamt sind damit seit Projektbeginn 25 Integrationsbegleiterinnen und -begleiter zu „Brückenbauern“ qualifiziert worden.

auf ihre Sprach- und Kulturvielfalt zurückgreifen und nicht nur den Migrantinnen und Migranten, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Institutionen bei Beratung, fachlicher Begleitung und in Konfliktsituationen zur Seite stehen. Die Qualifizierung der „Brückenbauer“ ist Teil des Projektes „Wir engagieren uns für unsere Stadt“ im Rahmen des Stadtumbaus „Heute für Morgen“ und wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beziehungsweise dem rheinland-pfälzischen Förderprogramm „Wachstum durch Innovation“. Die erste Qualifizierungsmaßnahme war am 1. April 2010 gestartet und dauerte etwa ein Jahr.

Neues Fotobuch über Ludwigshafen

Das Projekt ist eine Initiative der Integrationsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen, Hannele Jalonen, und des Internationalen Frauentreffs. Die Qualifizierung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Ludwigshafen. Sie beinhaltetet unter anderem Einheiten zu Themen wie interkulturelles Kommunikationstraining, Konflikte und Lösungsstrategien im interkulturellen Kontext, Methoden- und Medienkompetenz, Wissensvermittlung über das Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem sowie Kenntnisse über das Integrationsnetzwerk und relevante Einrichtungen sowie Behörden in Ludwigshafen. Sie helfen Menschen mit Migrationshintergrund zum Beispiel bei Behördengängen. Weitere Einsatzorte sind unter anderem Schulen und Kindergärten, Vereine und kulturelle Einrichtungen. Sie können dabei neueLu 1/2/2013

Unter dem Titel „Ludwigshafen – damals, gestern und heute“ hat der Ludwigshafener Verlag pro Message oHG ein Buch herausgegeben (Foto unten), das auf 144 Seiten das alte und das neue Ludwigshafen portraitiert. Die Herausgeber und Autoren, Josef Kaiser und Manfred Schreiner, zeigen anhand von rund 300 Fotografien und Plänen wie sich das Stadtbild zum Beispiel durch das Anlegen des Berli-

ner Platzes, den Bau des ersten Hochstraßenabschnitts Ende der 1950er-Jahre, die Verlegung des Hauptbahnhofs in den späten 1960er, den Bau der zweiten Rheinbrücke und

des Rathaus-Centers in den 1970er Jahren nachdrücklich verändert hat. Bis 31. März ist der großformatige Bildband zum Subskriptionspreis von 29,80 Euro im Buchhandel oder direkt beim Verlag in der Bruchwiesenstraße 1, erhältlich. Danach kostet er 34 Euro.

Innovationspreis für die Metropolregion

Der dbb beamtenbund und tarifunion (dbb) hat seinen Innovationspreis 2012 an ein Projekt zur Verwaltungsvereinfachung vergeben, an dessen Entwicklung die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN) und Unternehmen aus der Region wie BASF beteiligt waren. Nach Ansicht der dbb trägt der „P23R Prozess-Daten-Beschleuniger“ dazu bei, den oftmals komplexen Datenaustausch zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand durch den Einsatz von Informationstechnologie zu beschleunigen, etwa bei den Berichtspflichten im Bereich Umwelt. Durch den Einsatz dieser elektronischen Schnittstelle können Verwaltungsaufwand und Bürokratiekosten sowohl in den Unternehmen als auch in den Behörden verringert werden. Bundeskanzleramts-Chef Ronald Pofalla wies in seiner Laudatio auf den Beitrag von P23R zum Bürokratieabbau hin. Das Preisgeld für diese Auszeichnung beträgt 50.000 Euro. P23R wurde den Angaben der Metropolregion zufolge unter Federführung der FraunhoferGesellschaft für Angewandte Forschung von einem interdisziplinären Projektteam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt. Erprobt wurde die ITLösung in der Metropolregion, wo der Bund und die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz seit Ende 2010 gemeinsam mit der Region ein groß angelegtes E-Government-Modellvorhaben mit bundesweiter Bedeutung durchführen. Der dbb-

Innovationspreis wird jährlich vergeben.

Feuerwehrehrenzeichen verliehen

Für herausragende Dienste bei ihrer Arbeit hat die Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein Mitte November 18 Feuerwehrmänner mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet (Foto unten). Im Beisein von Vertretern der kommunalen Politik und der Wirt-

schaft verlieh Beigeordneter Dieter Feid, zuständig für das Dezernat Finanzen, Ordnung, Feuerwehr, Immobilien und Bürgerdienste, den Feuerwehrmännern als Zeichen der Anerkennung und des Dankes das Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Silber und Gold. Mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährige pflichtbewusste Treue wurden Jürgen Kuss, Peter Pfrengle, Roland Drumm, Werner Niederhöfer und Erich Wörtche von der Werksfeuerwehr der BASF SE und Udo Lukas von der Freiwilligen Feuerwehr Ruchheim ausgezeichnet. Mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige pflichtbewusste Treue wurden geehrt Rüdiger Wolpert und Johannes Hug von der Berufsfeuerwehr der Stadt Ludwigshafen und Uwe Elger, Klaus Häge, Jürgen Regenauer, Frank Walter, Gunter Poth, Andreas Griebe, Lutz Freudenberger, Wolfgang Pellkofer, Stefan Albrecht, Uwe Sailer von der Werksfeuerwehr der BASF SE. Die Auszeichnung in seinen Stufen Silber und Gold besitzt einen hohen Stellenwert, betonte Beigeordneter Dieter Feid und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Wehren.

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Senioren

Spielgeräte für Senioren Seniorenrat weiht Bewegungsparcours am Rheinufer Süd ein Eine Art Spielplatz für alle Generationen und besonders für Seniorinnen und Senioren ist in den vergangenen zwei Jahren an der Schneckennudelbrücke entstanden. Auf Initiative des Seniorenrats wurden vier Geräte angeschafft, mit deren Hilfe Beweglich- und Geschicklichkeit trainiert werden können. Vom ersten Schreiben an Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse bis zur Einweihung des neuen Bewegungsparcours am 3. November 2012 vergingen zwei Jahre. „Diese Zeitspanne ist nicht auf umfangreiche Genehmigungsverfahren zurückzuführen, sondern auf die in ehrenamtlicher Arbeit erfolgte Planung. Mit diesem Projekt betrat der Seniorenrat nämlich absolutes Neuland“, erklärt Birgitta Scheib. Sie engagiert sich nicht nur im Seniorenrat, sondern ist auch seit vielen Jahren Übungsleiterin für Seniorensport beim Eisenbahner Sportverein (ESV). In diesem Zusammenhang war sie auf diese Art der Bewegungs-

förderung aufmerksam geworden. Während es die Aufgabe des Seniorenrats war, Sponsoren für das Vorhaben zu finden, stellte die Stadtverwaltung Ludwigshafen ein Gelände zur Verfügung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Grünflächen stellten die Geräte auf. Dies geschah in der Nähe der Schneckennudelbrücke. „Bedanken möchten wir uns bei allen anderen Spendern, die mit kleinen oder größeren Beträgen zum Gelingen des Vorhabens beigetragen haben“, so Scheib.

Im November eingeweiht

Anfang November war es dann soweit und der Bewegungsparcours wurde eingeweiht. „Dank der Unterstützung des Ludwigshafener Rudervereins konnte die kleine Feier im Trockenen stattfinden“, sagt Birgitta Scheib. Sie ist der Meinung, dass der neue „Spielplatz“ als „Mehrgenerationenparcours“ bezeichnet werden müsste. „Wir wollen mit dem Angebot alle Altersgruppen ansprechen“, so Scheib. Die Geräte sind aus robustem und wetterbeständigem

Info-Box Fasnachtsveranstaltungen für Seniorinnen und Senioren KG Eule, 6. Januar, 14.11 Uhr, TSG-Halle Friesenheim, Eschenbachstraße 8, Eintritt: 6,50 Euro. KG Farweschlucker, 12. Januar, 13.30 Uhr, Bürgersaal Nord, Hemshofstraße, Eintritt: 5 Euro inklusive Getränk (Karten an der Tageskasse oder beim Vorsitzenden Ralph Kohl, Telefon 0621/757076, oder beim Ortsvorsteher-Büro Nördliche Innenstadt, Telefon 0621/ 504-3320). Munnemer Göckel,

Testen die neuen Geräte: Lydia Friedl und Rosemarie Jaquomé (von links)

Edelstahl. Schon kurz nach der Einweihung seien sie rege genutzt worden. Birgitta Scheib hofft, dass die Begeisterung der Leute für die Geräte nicht nachlässt. Vier Geräte hat der Platz zu bieten: Rücken-, Schulter-, Bein- und Ganzkörpertrainer. Der Rückentrainer fördert

Januar/Februar 16. Januar, 17.11 Uhr, Seniorenwohnhaus „Franz Siegel“, Wegelnburgstraße 59, Eintritt frei. MKV Förderverein, 23. Januar, 16.33 Uhr, Pfarrzentrum St. Sebastian, Pfarrer-Krebs-Straße 40, Eintritt: 6 Euro (Karten: Stadthaus Nord, Kerstin Pfeiffer, 3. OG., Zimmer 325). KV Rheinschanze, 14. Januar, 16.11 Uhr, LU kompakt, Benckiserstraße 66, Eintritt frei. ARGE Oppau und KV Obbarer Dambnudle, 27. Januar, 14.11 Uhr, Bürgerhaus Oppau, Eintritt: 5 Euro. KG

Klotzgrumbeer, 27. Januar, 14.11 Uhr, TV-Halle Rheingönheim, Eintritt: 7 Euro. KV Hans Warsch, 31. Januar, 17.11 Uhr, Seniorenwohnhaus „Ernst Lorenz“ (Eingang Raiffeisenstraße), Eintritt frei. CC Mondglotzer, 2. Februar, 14.11 Uhr, Gemeinschaftssaal Maudach, Eintritt: 5,50 Euro (Karten: Tageskasse oder Seniorentreff Maudach, Neustadter Ring 2). Ruchemer Schlosshogger, 3. Februar, 14.11 Uhr, Gemeinschaftshaus Ruchheim, Eintritt: 5 Euro.

nicht nur die Beweglichkeit der Wirbelsäule, sondern lockert, dehnt und kräftig gleichzeitig die Muskulatur von Rücken, Hüfte und Gesäß. Der Beintrainer kräftigt die Beinmuskulatur und fördert gleichzeitig die Beweglichkeit von unterem Rücken und vorderem Beckenbereich. Beim Schultertrainer werden vor allem die Beweglichkeit im Schultergürtel und die Motorik von Armen und Händen trainiert. Beim Ganzkörpertrainer wird – wie der Name schon sagt – der ganze Körper gleichmäßig und ausgewogen beansprucht. An den meisten Geräten werden gleichzeitig Koordination und Gleichgewichtsinn beansprucht. An jedem der vier Geräte ist zwar am Standfuß eine Erklärung für die Handhabung angebracht, die Mitglieder des Seniorenrats haben jedoch weitere handgemachte Schilder aufgehängt. Auf denen ist auch der Hinweis zu sehen, dass noch Sponsoren gesucht werden. Denn der Seniorenrat würde gerne zwei weitere Geräte anschaffen. scheib/saha neueLu 1/2/2013


Senioren Wöchentliche Angebote in LU kompakt Im Seniorenkompetenzzentrum LU kompakt in der Benckiserstraße 66 gibt es zahlreiche wöchentliche Angebote, zu denen man jederzeit dazu stoßen kann. So findet man bei der „Energiearbeit“ (montags, 11 bis 12 Uhr und 14 bis 15 Uhr) zu mehr Gelassenheit und Ruhe im Alltag. Jeden Donnerstag gibt es rhythmische Gymnastik von 15 bis 16 Uhr. Die kreative Handarbeitsgruppe trifft sich jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stricken Socken, stellen Puppen und Kuscheltiere her und vieles mehr. Ab 21. Januar trifft sich die Theatergruppe jeden Montag von 15 bis 17 Uhr. Volks- und Wanderlieder singt man im Singkreis jeden zweiten Mittwoch im Monat von 14 bis 15.30 Uhr.

Die kleine Andacht Eine der größten Sanduhren der Welt findet sich in Japan, ist sechs Meter hoch und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Mehr als 31 Millionen Sekunden dauert es, bis die Zeit eines Jahres durch diese riesige Sanduhr gerieselt ist, mehr als 500.000 Minuten und rund 8.700 Stunden. Wie viele Sandkörner sind schon durch die Sanduhr meines Lebens gerieselt? Noch bin ich nicht „hoch betagt“, und trotzdem wäre die Sanduhr meines Lebens schon über 270 Meter hoch… Zahlenspiele, Gedanken und Bilder, die mir am Anfang eines Jahres durch den Kopf gehen. Wie viel Zeit habe ich schon gelebt, wie viel noch vor mir? Wie nutze, wie lebe ich sie? Und wie viel ist mir einfach zwischen den Fingern zerronnen wie Sand? Ein noch junges Jahr 2013 liegt vor uns. Welche

Lebenszeit

Ereignisse braucht es, damit wir ein Jahr später „besonders“ nennen oder Tage zeitlebens in unserem Gedächtnis bleiben? Hoffentlich sind es viele schöne Ereignisse, die unvergessen sind, wie z.B. die Geburt eines Kindes oder Enkelkindes, ein besonders gelungenes Fest oder eine schöne Reise, oder, oder… Dass auch alles Schwere weder verdrängt werden noch mich erdrücken muss, dazu hilft mir immer wieder ein Vers aus der Bibel (Psalm 31, die Verse 15 und 16): „Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Oder in einer moderneren Übersetzung: „In deiner Hand ruht meine Zeit.“ Meine Zeit ruht in Gottes Hand. Für mich ein wunderschönes Bild! Alles, was im Leben war, alles, was die Zukunft an Ungewissem bringen wird, alles Schöne und alles Schwere, alles

Gelingen und alles Unvermögen, das in vielen Minuten, Stunden und Tagen meines Lebens steckt, all das ruht in Gottes Hand - ist dort aufgehoben. Ich denke am Anfang des Jahres über die Zeit nach und bin froh, dass ich mit meiner Zeit und meinem Leben nicht alleine bin. Ich bin froh, dass Gott, der mich wie ein Vater und eine Mutter ins Leben gerufen hat, an meiner Seite ist und bleibt - an jedem Tag. Im Vertrauen darauf, dass meine Zeit in Gottes Hand ruht, gehe ich der Zeit des neuen Jahres entgegen. Ich freue mich auf die zarten Blüten des Frühlings, die wärmende Sonne des Sommers, die prallen Früchte des Herbstes und die Ruhe und Einkehr des Winters. Allen eine gute, gesegnete, gefüllte und erfüllte Zeit in 2013! Barbara Schipper evangelische Pfarrerin

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Aus den Stadtteilen Pfingstweide Erschließungsarbeiten sind im Gange

Die Weiterentwicklung der „Neue Mitte Pfingstweide“ geht in die nächste Phase. Der Bebauungsplan und die damit verbundene Erschließung des Grundstücks im Zentrum der Pfingstweide wurde beschlossen. Die LUWOGE GmbH wird das etwa 8.200 Quadratmeter große Areal dann im erschlossenen Zustand an das Wohnbauunternehmen D&K Wohnbau GmbH aus Speyer verkaufen. Sowohl die LUWOGE als auch die Stadt Ludwigshafen waren sich einig, dass das 2006 entworfene Gesamtkonzept zur Entwicklung der Pfingstweide weiter verfolgt werden soll. Nach dem Abriss der Hochhäuser mit rund 250 Wohneinheiten, wurden mit der Realisierung eines neuen Einkaufsmarktes und des Gesundheitszentrums erste Neubaumaßnahmen erfolgreich umgesetzt. Der beschlossene Bebauungsplan sieht für das Gelände im Ortszentrum eine Kombination aus Reihenhausbebauung und kleinerem Geschosswohnungsbau vor. Mit den Erschließungsarbeiten wurde Mitte Oktober begonnen. Die Erschließung übernimmt die LUWOGE. Die LUWOGE ist das Wohnungsunternehmen der BASF. Rund 7.000 Wohnungen in Ludwigshafen und Umgebung gehören derzeit zum Bestand des Unternehmens.

Gartenstadt Klimawäldchen wächst weiter durch Spenden

Das Klimawäldchen ist Dank privater Spenden im November um drei Traubeneichen, vier Linden, drei Wildäpfel und fünf Wildkirschen weiter gewachsen. Im Beisein von Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger sowie Prof. Dr. Joachim Alexander, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Ludwigshafen am Rhein, pflanzten die Spender die neueLu 1/2/2013

Bäume auf dem rund ein Hektar großen Areal in Höhe des Damaschkenstraßen-Kreisels ein. Die dortige Ackerfläche wird schrittweise in ein Klima-

wäldchen umgewandelt und dazu weiter aufgeforstet. Auf unserem Bild oben pflanzt Bianca Fritzenschaft die von ihr gespendete Wildkirsche gemeinsam mit ihrer Nichte Rebeca Federkiel und Bauund Umweltdezernent Klaus Dillinger (von links) ein.

Oppau Grüner Kreis pflanzt Bäume im Bürgerhain

Dank privater Spenden konnte der Grüne Kreis und der Bereich Grünflächen und Friedhöfe den Bürgerhain am Bastenhorstweg mit vier weiteren Bäumen füllen. Zur Hochzeit gab es für Daniel Beisel und dessen Ehefrau eine Eiche von Daniels Eltern Ursula und Wilhelm Beisel. Ebenfalls eine Eiche spendete Brigitte Mauritz-Moussa zu Ehren ihres Vaters August Mauritz. Zum 32. Hochzeitstag pflanzten Christa und Karlheinz Böhles einen Amberbaum und Gisela Hudap spendete eine Winterlinde.

Alle Stadtteile Schulanmeldung für „Kann-Kinder“ steht an

Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, aber im Schuljahr 2013/2014 die Grundoder Förderschule besuchen sollen, die so genannten KannKinder, können am Dienstag, 5. Februar 2013, in den jeweiligen Schulen angemeldet werden. Die Kinder können auf Antrag der Eltern in die Schule aufgenommen werden,

wenn aufgrund ihrer Entwicklung zu erwarten ist, dass sie mit Erfolg am Unterricht teilnehmen werden. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter im Benehmen mit der Schulärztin oder dem Schularzt. Zur Entscheidungsfindung kann mit Zustimmung der Eltern die Kindertagesstätte einbezogen werden. Die Kinder sollen von einer erwachsenen Person in der Schule vorgestellt werden. Benötigt werden die Geburtsurkunde oder das Familienstammbuch sowie eine Bescheinigung des Kindergartens über den Kindergartenbesuch des Kindes, soweit das Kind einen Kindergarten besucht. Auskunft über die Uhrzeit der Anmeldung geben die jeweiligen Grund- und Förderschulen. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.ludwigshafen.de oder telefonisch unter 0621/504-2432.

Ruchheim Kindergartenverein feiert Jubiläum

Der Kindergartenverein Arche Noah e.V. hat sein 140-jähriges Bestehen gefeiert. Bei der offiziellen Feier Ende November in der Ruchheimer Kindertagesstätte war auch OB Dr. Eva Lohse zugegen. Gegründet wurde der Verein 1872 von Bürgerinnen und Bürgern der damals selbständigen Gemeinde Ruchheim. Der Kindergartenverein ist Mitglied im Diakonischen Werk der Pfalz und erhält nach eigenen Angaben freiwillige Zuschüsse von der evangelischen sowie der katholischen Gemeinde. Die Kita hat unter anderem Computergestütztes Lernen sowie Sprachförderung für Kinder mit deutscher und nicht deutscher Muttersprache ebenso in seinem Angebot wie Tanzen für Kinder ab vier Jahren.

Ableser kommen

Oppau 7. bis 23. Januar 2013

Edigheim 24. bis 31. Januar 2013 und 1. bis 6. Februar 2013 Pfingstweide 6. bis 13. Februar 2013 Friesenheim 13. bis 28. Februar 2013 Die genauen Ablesetermine können beim Ablesedienst unter Telefon 505-2667 oder 505-2158 erfragt werden.

Impressum neue Lu

Das Magazin der Stadt Ludwigshafen am Rhein. Erscheint alle zwei Monate. Herausgeberin: Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein Anschrift der Redaktion: Postfach 211225, 67012 Ludwigshafen am Rhein, Telefax: (0621) 504-2049. E-Mail: pressestelle@ludwigshafen.de Redaktion: Telefon: (0621) 504-, Florian Bittler (-3073), Ulrike Heinrich (-2225), Sigrid Karck (verantwortlich, -2o13), Simone Müller (-2223), Carmen Wilfert (-2297) An dieser Ausgabe arbeiteten mit: Yasemin Böhnke, Markus Lemberger, Torsten Kleb (Lukom), Regina Heilmann, Sabine Heiligenthal, Theresia Kiefer, Rainer Ritthaler, Franziska Schaaf, Birgitta Scheib, Fotos: Joachim Werkmeister Fotoagentur Kunz Redaktionsbüro: Marc Dessloch ( -2221) Martina Leimert (-2393) Verlag u. Anzeigenverwaltung: RHEINPFALZ Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Amtsstraße 5-11, 67059 Ludwigshafen Anzeigenberatung: RHEINPFALZ Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Amtsstraße 5-11, 67059 Ludwigshafen, Telefon 0621/5902-200, Fax 0621/5902-229 Vertrieb: PVG Pressevertriebs GmbH, Flomersheimer Straße 4, 67071 Ludwigshafen Gesamtherstellung: pva, Druck und Mediendienstleistungen, Industriestraße 15, 76829 Landau, Telefon (06341) 142-0. Reklamationen bei der Zustellung der neuen Lu: Heike Ennemoser, Telefon 0621/5902-200, E-Mail: heike.ennemoser@rheinpfalz.de

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Gesundheit

Sanft und sicher von Anfang an Geburtshilfe am Klinikum begleitet werdende Eltern rund um die Geburt Geburt in familiärer Atmosphäre – das erleben werdende Eltern in der geburtshilflichen Station am Klinikum Ludwigshafen. Nelli Chamarina, die ärztliche Leiterin der Geburtshilfe, und ihr Team aus Ärzten, Hebammen und Kinderkrankenschwestern sorgen rund um die Uhr dafür, dass sich werdende Eltern entspannen und wohlfühlen können. Vor, während und auch nach der Geburt. „Für uns zählen in erster Linie die individuellen Bedürfnisse der Eltern“, so Nelli Chamarina, die vor einem Jahr die ärztliche Leitung der Geburtshilfe am KliLu übernahm und neben ihrer mehr als 20-jährigen Erfahrung in der Geburtshilfe eine Doppel-Facharztausbildung als Gynäkologin und Kinderärztin mitbringt. Sie weiß, dass die Vorstellungen einer harmonischen Geburt sehr unterschiedlich ausfallen können. Am Klinikum ist man auf alle Wünsche eingestellt und bietet den werdenden Müttern und Vätern eine große Bandbreite an Hilfestellungen an, die bereits während der Schwangerschaft startet: Bei Elterninformationsabenden stellt sich das Team vor und lädt zu einem Rundgang durch Kreißsaal und Wöchnerinnenstation ein. Kursangebote von der klassischen Schwangerschaftsvorbereitung, über Schwangerenschwimmen bis hin zu Akupunkturbehandlungen begleiten die werdenden Eltern. Während der Geburt sorgt das Klinikum mit modernster medizinischer Ausstattung und einem qualifizierten Team dafür, dass eine an die jeweilineueLu 1/2/2013

Nelli Chamarina, ärztliche Leiterin der Geburtshilfe am Klinikum, und Dr. Iraj Feridoun-Far, Leitender Oberarzt

gen Bedürfnisse der Gebärenden angepasste Geburtsbegleitung angeboten wird. Um bei allen werdenden Müttern ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit entstehen zu lassen, punktet die Geburtshilfe am Klinikum mit einem besonderen Plus: „Auf Wunsch kann unser Team in sechs Sprachen mit den werdenden Müttern und Vätern kommunizieren“ erläutert Dr. Iraj Feridoun-Far, Leitender Oberarzt der Geburtshilfe, das seit einigen Monaten bestehende mehrsprachige Angebot. Als gebürtige St. Petersburgerin unterstützt auch Nelli Chamarina diese offene Haltung den werdenden Eltern gegenüber: „Unsere Hebammen sind sehr erfahren darin, sich innerhalb kürzester Zeit auf die jeweiligen Frauen einzustellen. Dass wir durch unser bunt gemischtes Team den Vorteil haben, auch Sprachbarrieren mühelos zu überwinden, ermöglicht es uns eine rundum entspannte Atmosphäre aufbauen zu können“. Die Vorstellungen zum Geburtsverlauf können je nach kultureller Prägung variieren. Auch in diesem Punkt profitie-

ren die Kollegen untereinander von ihrem Erfahrungsschatz. „Neben einer fundierten fachlichen Ausbildung mit höchsten Qualitätsansprüchen bieten wir eben noch das kleine bisschen Extra an Wohlfühlstimmung“, freut sich die Leiterin der Geburtshilfe.

Vertrauen ist wichtig

Ein wesentlicher Baustein bei der Geburtsvorbereitung ist es, Vertrauen aufzubauen. Damit die werdenden Eltern sich voll und ganz auf ihre Bedürfnisse konzentrieren und sich ohne Vorbehalt dem Team der Geburtshilfe anvertrauen können, bietet dieses zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch schon vor der Geburt. Bei der individuellen Schwangerschaftsberatung können werdende Eltern ihre persönlichen Anliegen besprechen, wie zum Beispiel Fragen zu verschiedenen Geburtsverfahren oder schmerzlindernden Therapien. Auch die Geburt per Kaiserschnitt ist am Klinikum möglich. Der an den Kreißsaal angrenzende OP-Bereich und die Spezialisten im eigenen Haus ermöglichen es,

innerhalb weniger Augenblicke auf den Geburtsverlauf zu reagieren. Schwangere mit chronischen Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes werden durch Spezialisten verschiedener Fachgebiete betreut. Wenn ein Neugeborenes intensivmedizinisch betreut werden muss, ist dank der Zusammenarbeit des Klinikums mit umliegenden Kinderkliniken vorgesorgt. Das Umsorgen endet am KliLu nicht mit der Geburt: Nach einem ersten medizinischen Check verbringen die Neugeborenen in einem KliLu Schlafsack, den alle werdenden Eltern als Geschenk überreicht bekommen, so viel Zeit wie möglich mit den frischgebackenen Eltern. Das Rooming-in-Konzept sieht vor, dass die Säuglinge im Zimmer der Mutter untergebracht sind und nur bei Bedarf von den Kinderkrankenschwestern übernommen werden. Auf Wunsch stehen auch Familienzimmer zur Verfügung. Eine persönliche Nachsorge durch die Hebammen gibt weitere Starthilfe während der ersten Wochen zu Hause; Rückbildungsgymnastik und ElternKind-Schwimmkurse lassen die Verbindung der Familien zum Klinikum auch nach der Entbindung nicht abreißen. Nähere Infos zur Geburtshilfe am Klinikum Ludwigshafen gibt es unter www. klilu.de. Jeden ersten Montag im Monat um 18.30 Uhr findet ein Informationsabend statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Treffpunkt ist der Kreißsaal. böh

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Soziale Stadt

Südost Spezialitäten aus der Pfalz

Am 5. Februar Kochabend für Männer im Quartier Nachdem sich im Quartier der internationale Kochkurs für Frauen etabliert hat, wird es nun ein Pendant für das „starke Geschlecht“ geben: Am 5. Februar lädt Quartiersmanager Sven Hendrich erstmals zu einem Kochabend für Männer ins Soziale Stadt Büro in der Maximilianstraße 24. Pfälzer Spezialitäten wie Zwiebelsuppe mit falschen Leberknödeln (mit Leberwurst statt mit Leber), Pfälzer Winzertopf und Deidesheimer Brot sollen dabei erst im Topf und dann auf den Tellern landen. „Es geht nicht vorwiegend um die Vermittlung von handwerklichem Geschick in der Küche oder Grundlagen des Kochens, sondern um das Zusammenkommen“, erklärt

Ab durch die Presse: Eine „Grumbeer“ wird für ihre weitere Bestimmung in der Küche durch den Wolf gejagt

Sven Hendrich. Alle sind eingeladen, die gerne gemeinsam kochen, essen und Zeit in Gesellschaft verbringen. Natürlich seien auch Laien angesprochen, die noch nie zu Hause gekocht haben.

Hendrich möchte Freude am Kochen vermitteln und zeigen, dass dieses mehr ist als „eine Dose aufzumachen“. Und er verspricht schon jetzt viele Gaumenfreuden, denn ein Pfälzer Sprichwort besage: „Lieber zu viel gegessen als zu wenig getrunken“. Der Quartiersmanager hofft, dass aus der Aktion eine dauerhafte Einrichtung wird. Fünf Euro (für die Zutaten) hat jeder Teilnehmer direkt am Abend zu entrichten. Anmelden sollten sich Interessierte bis Freitag, 1. Februar, im Soziale Stadt Büro Mundenheim Südost unter Telefon 5297607 oder 5297828.

Lebe deine Träume

Monika Sattel liest am 28. Januar im Soziale Stadt Büro Die Schifferstadter Autorin Monika Sattel liest am Montag, 28. Januar, um 18.30 Uhr aus ihren beiden Büchern „Meine Gedanken für meine Gefühle“ und „AugenBlau und überhaupt …“ im Soziale Stadt Büro Mundenheim Südost vor. Sattels Gedichte sind zum Teil autobiographisch und spiegeln verschiedene Lebensabschnitte wider. Ihre Lesung steht unter dem Titel „Träume nicht

Schreibt Gedichte: Monika Sattel aus Schifferstadt

DEIN Leben – lebe deine Träume“. Ihre Gedichte sind emotional und sehr persönlich, da sie sie in einer Zeit schrieb, in der

viel passiert ist in ihrem Leben. Sie versucht mit ihren Gedichten aber auch, auf den Punkt zu bringen, was andere Menschen denken, fühlen und erleben – und das in einer verständlichen und leicht zugänglichen Art. Während der Lesung wird die Autorin den Besucherinnen und Besuchern auch immer wieder Geschichten über die Entstehung ihrer Bücher erzählen. Der Eintritt ist frei.

Termine Bürgersprechstunde

Quartiersmanager Sven Hendrich bietet montags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr eine Bürgersprechstunde im Soziale Stadt Büro, Maximilianstraße 24, an. Weitere Termine nach Vereinbarung unter Telefon 5297607.

Stricken fürs St. Annastift

An vier Terminen (16. Januar, 30. Januar, 13. Februar und 27. Februar) können sich Frauen und Männer jeweils von 13.30 bis 15.30 Uhr im Quartiersbüro treffen und gemeinsam Kinderbekleidung stricken. Die Ergebnisse werden dem Kinderheim St. Annastift gespendet.

Reiki

Monika Kiemstedt informiert am Mittwoch, 23. Januar, um 16 Uhr über Reiki-Behandlungen.

Impressionen aus Gaziantep

Der Freundeskreis Ludwigshafen-Gaziantep eröffnet am Donnerstag, 24. Januar, um 18 Uhr eine Fotoausstellung im Quartiersbüro.

Infos zu Lebensmitteln

„Unser tägliches Schnitzel gib uns billig…?“ Unter diesem Motto spricht am Montag, 18. Februar, 15 bis 16 Uhr, Biologin Tanja Rehberger vom Bereich Umwelt der Stadtverwaltung Ludwigshafen zum Thema Lebensmittel. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 15. Februar unter Telefon 5297607.

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Soziale Stadt

West Neue Ehrenamtliche gewonnen

Zweckverband Kinderzentrum profitiert von Sozialer Stadt

Der Zweckverband Kinderzentrum ist einer der Partner beim jährlichen Aktionstag „Ganz normal anders“ und profitiert davon. Der Zweckverband Kinderzentrum hat seinen Sitz in der Karl-Lochner-Straße in Oggersheim. Dort entstand Ende der 1970er Jahre das damalige Körperbehindertenzentrum. Unter dem Dach des Zweckverbands sind heute viele Einrichtungen vereint. Da gibt es beispielsweise Integrative Kindertagesstätten, in denen behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam betreut werden, das Sozialpädiatrische Zentrum sowie Ambulante Dienste. Letztere ermöglichen es Menschen mit Behinderung, ihre Freizeit mit Hilfe von persönlichen Assistenten individuell zu gestalten.

Ausflug zur BuGa: Betreuerinnen und „Kundinnen“ der Ambulanten Dienste

Der Zweckverband war einer der Mitbegründer von „Ganz normal anders“. „Durch den jährlichen Aktionstag wurden unsere Nachbarn teilweise das erste Mal auf uns aufmerksam und bei manchen haben wir durchaus Interesse geweckt“, erklärt Brigitte Edwards vom Kinderzentrum. So sei der Aktionstag, der hauptsächlich vom Soziale Stadt Büro und vom Rat für Kriminalitätsverhütung organisiert

wird, eine gute Gelegenheit, neue Ehrenamtliche zu gewinnen. Und die Teilnehmer der ersten Stunde profitierten vom Austausch untereinander. „Durch die gemeinsame Planung lernten sich viele Akteure kennen und schätzen, die sonst keine Gelegenheit hätten, miteinander zu arbeiten und sich auszutauschen.“ Die Kontakte würden für den Arbeitsalltag genutzt. „So dürfen wir vom Kinderzentrum für verschiedene Veranstaltungen den großen Raum der protestantischen Kirchengemeinde nutzen“, sagt Edwards.

Kontakt:

Kinderzentrum Ludwigshafen, Karl-Lochner-Straße 8, Telefon 0621/670050. Infos gibt es auch im Internet unter www.KinderzentrumLudwigshafen.de.

Anwalt für Kinder und Jugendliche

Heiko Krämer ist seit sieben Jahren Straßensozialarbeiter Seit sieben Jahren ist Heiko Krämer in den Stadtteilen Oggersheim und Ruchheim als Streetworker unterwegs. Heiko Krämers (unser Foto) Arbeitsplatz ist nicht nur die Straße. In der Adolf-Diesterweg-Realschule plus bietet er montags von 11.30 bis 12.30 Uhr eine Sprechstunde an. Auch im Soziale Stadt Büro in der Comeniusstraße möchte er ab Januar eine wöchentliche Sprechstunde anbieten. neue Lu 1/2/2013

Straßensozial- und Jugendarbeit bedeutet in Ludwigshafen aber noch mehr. So werden auch Freizeitaktivitäten für Jugendliche organisiert. Und Heiko Krämer begleitet seine „Schützlinge“ wenn nötig auch zu Ämtern, Behörden oder zur Polizei. Eine der jüngsten Aktionen der Straßensozialarbeit war das Musikprojekt „Diamond

Light Project“, bei dem mehrere Jugendliche eine CD einspielten und auch ein Video zu einem der Songs drehten. „Durch meine Arbeit kann ich Jugendlichen wieder eine Perspektive in ihrem Leben aufzeigen und ihnen ihre persönlichen Stärken verdeutlichen“, freut sich Krämer. Als gebürtiger Oggersheimer wolle er zudem mit seiner Arbeit seinen Stadtteil „ein Stück liebenswerter und lebenswerter“ machen.

Kontakt:

Heiko Krämer: 0172/7254761

Termine Neujahrsfeier im Quartiersbüro

Das Team des Soziale Stadt Büros lädt alle Bürgerinnen und Bürger am 19. Januar ab 15 Uhr zur Neujahrsfeier ins Soziale Stadt Büro in die Comeniusstraße 10 ein. Gäste dürfen sich gerne an der Bestückung des Buffets beteiligen.

Sprachkurse

Immer dienstags von 8.15 bis 12.15 Uhr findet ein Sprachkurs Deutsch und montags und mittwochs ein Alphabetisierungskurs von 9 bis 12 Uhr im Quartiersbüro in der Comeniusstraße 10 statt.

Internationales Frauenfrühstück

Die nächsten Termine für das internationale Frauenfrühstück sind Mittwoch, 30. Januar, und Mittwoch, 27. Februar, jeweils ab 9.30 Uhr im Quartiersbüro.

Sprechstunde des Ortsvorstehers

Ortsvorsteher Dieter Heintz bietet am Mittwoch, 30. Januar, und Mittwoch, 27. Februar, von 10 bis 11 Uhr Sprechstunden im Soziale Stadt Büro an.

Impressum Redaktion

Sandra Hartmann, Bereich Öffentlichkeitsarbeit Mitarbeit an dieser Ausgabe: Oggersheim West: Reimar Seid, West: Martin Armingeon Mundenheim-Südost: Sven Hendrich, Judith Wagner

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Soziale Stadt

Gut investiert

Termine

1,3 Millionen Euro seit 2001 in West geflossen 2013 kommt das SozialeStadt-Gebiet West auf den Prüfstand. Die ursprünglichen Sanierungsziele aus dem Jahr 2001 müssen gecheckt und aktualisiert werden. Die Vorschläge werden mit den von Sanierungen Betroffenen rechtzeitig abgestimmt.

Die Zwischenbilanz in West kann sich sehen lassen: Seit 2001 flossen 390.000 Euro an Fördermitteln in die Gebäudesanierung. 82 Gebäude mit 279 Wohnungen wurden modernisiert. Davon wurde die Sanierung von 26 Gebäuden mit 85 Wohnungen öffentlich gefördert. 15 sogenannte Ordnungsmaßnahmen – dazu zählen beispielsweise der Abbruch von Gebäuden, Entsiegelungen und Abbruchfolgemaßnahmen – wurden durch-

Beispiel für eine gelungene Sanierung im Stadtteil West: Das Eckhaus in der Walkürenstraße

geführt mit einem Volumen von 517.000 Euro öffentlicher Mittel. Insgesamt wurden rund 1,3 Millionen Euro in den Stadtteil investiert. Durch diese öffentliche Förderung wur-

den Privatinvestitionen in Höhe von 12,5 Millionen Euro ausgelöst. Zu den jüngsten Maßnahmen im Stadtteil zählt unter anderen der Abbruch des Anwesens in der Valentin-BauerStraße 19 neben dem Bürgertreff. Hier soll ein Neubau mit fünf Familienwohnungen entstehen. Und in der Frankenthaler Straße 76 ist der gesamte Hofbereich entkernt, entsiegelt und begrünt worden. Auch die Baracken auf dem rückwärtigen Anbau an das Erdgeschoss sind entfernt worden, so dass eine große Sonnenterrasse für die Bewohnerinnen und Bewohner des ersten Obergeschosses entstanden ist. Bereits 2011 wurde die Lärmschutzwand der Deutschen Bahn fertig gestellt, die 1,8 Millionen Euro (Lärmschutzfenster nicht mitgerechnet) gekostet hat.

Neuer Polizist in West

Kai Weber ist nun für den Stadtteil zuständig Seit Oktober ist Kai Weber Bezirksbeamter der Polizei für den stadtteil West. Ein Jahr lang war die Stelle des Bezirksbeamten der Polizei für den Stadtteil West unbesetzt. Seit 1. Oktober ist Kai Weber als Nachfolger von Lothar Bauer im Einsatz. Beim Martinsumzug am 11. November war er bereits im Stadtteil unterwegs. Weber bildet gemeinsam mit seinen Kollegen, Polizeikommissar Hakki Pakel und

Kai Weber, Hans-Jürgen Fischer und Hakki Pakel

Polizeioberkommissar HansJürgen Fischer, ein Team. Beide waren bisher gemeinsam für die Stadtteile Nord/Hems-

hof und West zuständig. Kai Weber hat nun seine Dienststelle in der Gartenstraße im Hemshof. Mit ihm haben die Bürgerinnen und Bürger in West wieder einen eigenen Ansprechpartner. Kai Weber ist 47 Jahre alt, in Ludwigshafen geboren und wohnt im RheinPfalz-Kreis. Die Bezirksbeamten sind im Hemshof, Gartenstraße 9, von Montag bis Freitag unter der Telefonnummer 9632199 erreichbar.

Bürgersprechstunde

Die Bürgersprechstunde von Quartiersmanager Martin Armingeon findet dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr im Soziale Stadt Büro, Valentin-BauerStraße 21, statt.

Neujahrsempfang der IG West

Der Neujahrsempfang der IG West ist am Freitag, 18. Januar, um 18 Uhr in der Tagungsstätte der SPD Ludwigshafen Nord-West, Frankenthaler Straße 70.

Infoveranstaltung über Lebensmittel

Unter dem Motto „Unser tägliches Schnitzel gib uns billig…?“ spricht Biologin Tanja Rehberger vom Bereich Umwelt der Stadtverwaltung Ludwigshafen am Montag, 4. Februar, 15 bis 16 Uhr in einer Infoveranstaltung zum Thema Lebensmittel im Quartiersbüro. Eine Anmeldung ist erforderlich bis Freitag, 1. Februar, (Telefon 5299296).

Sprechstunde Für Familien

Das Angebot „Offenes Ohr für Familien“ der IG West mit Karola Steinruck gibt es immer montags von 10 bis12 Uhr im Quartiersbüro.

Spieleabend

Zum Spieleabend für Erwachsene mit Peter Hauenstein vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Ludwigshafen lädt das Quartiersbüro am 21. Februar, um19 Uhr. Anmelden sollten sich Interessierte bis 18. Februar, unter Telefon 5299296.


neue Lu - Das Magazin der Stadt Ludwigshafen  

Ausgabe Januar/Februar 2013

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