Page 1

I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

ISEK SCHIRMER

|

ARCHITEKTEN + STADTPLANER


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Impressum SCHIRMER | ARCHITEKTEN + STADTPL ANER

DR. BRENNER Ingenieurgesellschaft mbH

Huttenstraße 4, 97072 Würzburg

Rathausplatz 2 - 8, 73432 Aalen

Bearbeitung:

Bearbeitung:

Prof. Dipl.-Ing. Martin Schirmer

Dipl.-Geogr. Günter Bendias

Dipl.-Ing. Marek Stadthaus

Dipl.-Ing. Matthias Vollmer

wgf Nürnberg Würzburg, im Dezember 2012

Vordere Cramerstr. 11, 90478 Nürnberg

Im Auftrag des Bauamts

Bearbeitung:

der Stadt Immenstadt im Allgäu

Dipl.-Ing. (TU) Michael Voit

Das ISEK wurde gefördert durch die Regie-

Ideenkreis Karlo M. Hujber

rung von Schwaben im Rahmen des Bund-

Grabenmühle 12, 5202 Schleedorf, AT

Länder-Städtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

Bearbeitung: Karlo M. Hujber


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

I N H A LT

1. Einleitung

6

Anlass und Aufgabe | Methode | Trends und Megatrends 2. Rahmenbedingungen

14

Lage im Raum | Landschaft und Tourismus | Regionalplan | Flächennutzungsplan | Leitbild der Stadt 3. Immenstadt – Ein Steckbrief

24

Räumlicher Bestand | Ortsteile | Bevölkerung | Wohnen | Soziales und Versorgung | Erschließung | Wirtschaft, Arbeit | Tourismus | Landschaft

4. Die Kernstadt mit Bühl

Räumlicher Bestand | Freiraum | Verkehr | Nutzung | Einzelhandel und

44

Infrastruktur | Wohnlage | Flächenreserven | Stärken und Schwächen 5. Die Innenstadt

66

Geschichte | Räumlicher Bestand | Bebauungsstruktur | Nutzung | Einzelhandel | Eigentümer | Stadtgestalt | Gebäudezustand | Tourismus | Freiraum | Fuß- u. Radwege | Stellplätze | Straßennetz | B-Plangebiete | Planungen der Stadt | Sanierungsgebiete | Stärken und Schwächen

6. Entwicklungsziele

94

Ziele für die Kernstadt mit Bühl | Ziele für die Innenstadt 7. Handlungsfelder und Projekte

108

112

Räumliche Handlungsfelder Bahnhofsumfeld | Freizeitband zur Iller | Historische Altstadt | Perlenkette Konstanzer Ach

Thematische Handlungsfelder

138

Stadtgestalt u. Stadtbild | Lebendige Innenstadt | Tourismus | Mobilität 8. Projektkatalog

170

9. Sanierungsgebiet

196

Begründung, Verfahrenswahl, Abgrenzung | Sanierungssatzung

3


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

4


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

VORWORT

Stadtentwicklung ist eine unverzicht-

Handlungsschwerpunkte sind hier

bare Daueraufgabe für die Zukunftssi-

∙∙ die Entwicklung des Grüngürtels

cherung. Immenstadt ist bereits in der

entlang der Konstanzer Aach mit

Vergangenheit bedeutende Schritte

Bauhofinsel, Hofgarten und Umfeld

gegangen, wie Realisierung der Stadtspange, Reduzierung des Verkehrs und Gestaltung der Innenstadt.

∙∙ Gestaltung des Bahnhofvorplatzes und der Bahnhofstraße ∙∙ Umgang mit dem fließenden und ruhenden Verkehr in der Innenstadt

Jetzt war es an der Zeit sich grundsätzlich neu zu orientieren und die

Sehr positiv ist anzumerken, dass es

Entwicklungsziele für die Zukunft klar

bereits parallel zu diesem Prozess

herauszuarbeiten. Die Stadt hat dazu

gelungen ist, wichtige Impulse durch

ein Leitkonzept im Rahmen des ISEK-

Privatinvestitionen wie Bahnhofsanie-

Prozesses erarbeitet und geht jetzt

rung, Bebauung des Hössareals und

konkret einzelne Projekte an.

Schlossentwicklung zu setzen. Ihr Armin Schaupp Immenstadt, den 1. Dezember 2012

5


6


EINLEITUNG

1 7


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

EINLEITUNG ANL ASS UND AUFGABE

Anlass

werten, wie auch seine touristische

Die Inwertsetzung der Stadt als touri-

Anziehungskraft stärken. Eine inte-

stische Destination und der Innenstadt

Als Grundlage für die zukünftige

grierte Betrachtung im Rahmen der

als Wohnstandort und Lebensmit-

Entwicklung hat die Stadt Immen-

Aufstellung eines ISEKs beinhaltet die

te bedarf neben konkreter investiver

stadt im Allgäu die Erarbeitung eines

Chance frühzeitig Synergien wahrzu-

Maßnahmen und der Entwicklung

Integrierten Städtebaulichen Ent-

nehmen und nutzen zu können.

entsprechender Angebote auch eines

wicklungskonzeptes (ISEK) in Ver-

professionellen Standortmarketings.

bindungen mit Vorbereitenden Unter-

Die Themenfelder Arbeiten, Wohnen

In einer Imagekonzeption sollen die

suchungen (VU) nach § 141 BauGB

und Wohnungsmarkt werden im Rah-

Kernpunkte der zukünftigen Adressbil-

beauftragt. Im Rahmen des Bund-

men des ISEKs querschnittsbezogen

dung definiert und Maßnahmen für die

Länder-Förderprogramms „Aktive

betrachtet. Die erforderlichen Basis-

Entwicklung eines positiv nach Außen

Stadt- und Ortsteilzentren“ sollen

daten stehen damit frühzeitig für die

strahlenden Standortimages entwi-

Maßnahmen zur Verbesserung und

thematischen Strategiekonzepte zur

ckelt werden.

Weiterentwicklung der räumlichen und

Verfügung.

funktionalen Situation der Innenstadt entwickelt werden.

Das Thema Verkehr wird in Bezug auf die städtebaulichen Auswirkungen

Tourismusentwicklung und städte-

behandelt. Im Rahmen eines inte-

bauliche Entwicklung stehen in einem

grierten Strategiekonzeptes werden

engen Zusammenhang. Maßnahmen

spezifische verkehrsplanerische Frage-

der Ortsbildgestaltung, zur Erweite-

stellungen nicht behandelt. Dennoch

rung des kulturellen Angebots und

können Handlungsfelder definiert und

des Bildungs­angebots und der Qua-

entsprechende Zielkorridore festgelegt

lifizierung des Freitzeitangebots sind

werden. Diese sind schließlich Aus-

Handlungsfelder, die gleichermaßen

gangspunkt für anschließende, fach-

den Wohn- und Arbeitsstandort auf-

planerische Vertiefungen.

8


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

ANL ASS UND AUFGABE

Luftbild der Kernstadt Immenstadts mit Bühl am Alpsee (Quelle: Google Maps maps.google.de)

Aufgabenstellung

∙∙ Welche Chancen ergeben sich aus

Dabei sind auf der Grundlage einer

der unmittelbaren Nähe zu einer at-

Analyse der Bereiche lokale Wirt-

Insgesamt stellen sich folgende Fra-

traktiven Landschaft an der Schnitt-

schaft, Wohnen, Tourismus, Versor-

gen:

stelle Voralpen und „Naturpark Na-

gung, Einzelhandel und Verkehr die

gelfluhkette“ und welche Potenziale

„Begabungen des Ortes“, seine Chan-

können für die Stärkung des Be-

cen und die entsprechenden Hand-

reichs Tourismus genutzt werden?

lungsfelder zu ermitteln. Hierzu sind

∙∙ Welche Aufgaben stellen sich einer vorausschauenden Stadtentwick-

∙∙ Wie können die Zukunftsperspekti-

bereits Untersuchungen durchgeführt

ven für die Jugend am Ort verbes-

worden. die als Grundlage des Stadt-

sert und wie kann eine Mitwirkung

entwicklungskonzepts herangezogen

völkerungsentwicklung auf Immen-

der Jugendlichen im Planungspro-

werden können.

stadt insbesondere für die Bereiche

zess erreicht werden?

lungsstrategie zur Bewältigung des demografischen Wandels. ∙∙ Welche Auswirkungen hat die Be-

Die Arbeitsschwerpunkte des Stadt­

Wohnraumversorgung, Bildung und Soziales? ∙∙ Wie kann eine sinnvolle Entwick-

Ziel ist ein fortschreibungsfähiges

entwicklungskonzeptes liegen damit

städtebauliches Handlungskonzept,

sowohl in der Auswertung des vorhan-

lung der Innenstadt als Versor-

das die räumlichen und thematischen

denen Materials und einer bedarfsge-

gungsstandort erfolgen?

Felder herausarbeitet, die für die zu-

rechten Ergänzung als auch in einer

künftige Entwicklung der Stadt von

thematischen und räumlichen Ver-

ben sich für die Wirtschaft aus der

zentraler Bedeutung sind, und ent-

knüpfung der Daten sowie deren Um-

Lage der Stadt, welche Maßnah-

sprechende Maßnahmen und Projekte

setzung in Entwicklungsstrategien und

men sind geeignet, die lokale Wirt-

beschreibt.

konkrete Initialprojekte.

∙∙ Welche Entwicklungsimpulse erge-

schaftsstruktur zu stabilisieren und ein attraktives Arbeitsplatzangebot zu sichern und zu entwickeln?

9


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

EINLEITUNG METHODE

detaillierten Bestandsaufnahme und

zeitigen Situation. Dabei stehen die

Stärken-Schwächen-Analyse. Diese

endogenen Potenziale und Chancen,

Mit der Erstellung des ISEKs und der

ergebnisorientierte Arbeitsweise ist

kurz: die „Begabungen des Ortes“

Fortschreibung der VU wurde im Jahr

eine wichtige Voraussetzung für die

im Vordergrund. Parallel dazu werden

2010 das Büro SCHIRMER  I  ARCHI-

spätere Umsetzungsfähigkeit.

räumliche Problemfelder und thema-

Interdisziplinäre Planung

TEKTEN + STADTPLANER aus Würz-

tische Problemsituationen dargestellt

burg beauftragt. Unterstützend sind

Die Bearbeitung des ISEKs und der

und in einer Potenzialanalyse Entwick-

wgf Nürnberg im Bereich Landschafts-

VU erfolgt auf drei Ebenen mit unter-

lungschancen aufgezeigt.

planung, DR. BRENNER Ingenieurge-

schiedlicher Aussagenschärfe:

sellschaft, Aalen in der Verkehrsplanung und Ideenkreis Schleedorf, AT

In der Zielfindung werden die inhalt∙∙ Für die Gesamtstadt sind der Zu-

lichen Erkenntnisse der Fachgutachter

für die Tourismusent­wicklung an der

sammenhang zwischen Kommune

und die Ideen der lokalen Akteure zu-

Erarbeitung des ISEKs beteiligt.

und Umland sowie zwischen Kern-

sammengeführt. Gleichzeitig tritt der

stadt und den Ortsteilen zu unter-

Kooperationsprozess in eine entschei-

suchen.

dende Phase, denn die gemeinsame

Mit dem ISEK und der VU werden die verschiedenen relevanten Aspekte der

∙∙ Auf der Ebene Kernstadt wird Im-

Zielfindung ist eine wichtige Basis für

Stadtentwicklung in einer ganzheit-

menstadt ohne die Ortsteile näher

eine langfristige Tragfähigkeit der ge-

lichen Betrachtung zusammengeführt

betrachtet.

wonnenen Ziele und Ideen. Hierzu soll

und in strategischen Zielaussagen so-

∙∙ Zur Innenstadt werden konkrete

die Bürgerschaft in die Diskussion mit

wie Projektschwerpunkten für die zu-

Aussagen zur städtebaulichen Ent-

einbezogen werden. Wichtiger Be-

künftige Entwicklung gebündelt. Diese

wicklung erarbeitet, welche als

standteil ist ein räumlich-funktionales

strategische Ausrichtung ist gleich-

Grundlage für die förmliche Fest-

Leitbild für die Gemeinde. Im Rahmen

zeitig auch Basis für eine Umsetzung

legung eines Sanierungsgebietes

der Leitbilddiskussion sind außerdem

einzelner Schlüsselprojekte.

dienen.

räumliche und inhaltliche Prioritäten zu setzen.

Stufenweise Konzepterarbeitung

Arbeitsschritte Aus den allgemeinen Leitlinien der

Das stufenweise Vorgehen gewähr-

Die Bestandsanalyse dient dem Erfas-

Zielfindung werden in der Konzept-

leistet eine nachvollziehbare Ab-

sen und Beschreiben der Qualitäten

phase konkrete, umsetzbare Projekte

leitung von Zielen, Konzepten und

und der Defizite des Untersuchungs-

entwickelt.

Maßnahmen auf der Grundlage einer

gebietes und der Bewertung der der-

10


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

METHODE

Auf der Projektebene werden die

als weitere Bausteine integriert wer-

len Akteuren aus den Bereichen Wirt-

Maßnahmen zur Umsetzung der städ-

den. Das ISEK und die VU sind somit

schaft, Soziales, Kultur sowie einzel-

tebaulichen Ziele in den Schwerpunkt-

fortschreibungsfähig.

nen Behördenvertretern statt. Diese

bereichen benannt. Diese werden in

dienen sowohl der Abstimmung von

einem Projektkatalog zusammenge-

Kooperatives Arbeiten /

Problem- und Handlungsfeldern als

stellt und nach ihrer Priorität im Orts-

Bürgerdialog

auch der Bewertung einzelner Ent-

entwicklungsprozess gegliedert.

wicklungsstrategien. Die Aufgabenstellung erfordert ein

Auf der Ebene der Innenstadt wer-

abgestuftes Beteiligungskonzept in

In einer Auftaktveranstaltung werden

den die erforderlichen Daten für die

mehreren Phasen, das hinsichtlich

die Bürger über die Ziele und den Zeit-

VU zur Ausweisung eines förmlichen

der Beteiligungsform und des Teilneh-

horizont des Städtebauliches Entwick-

Sanierungsgebiets nach § 142 BauGB

merkreises differenziert ist. Hierdurch

lungskonzeptes informiert. Zur Moti-

erhoben.

sollen die Vertreter der Kommune und

vationsförderung und Mitwirkung im

die Bürgerschaft schrittweise an das

Planungsprozess werden gemeinsam

Thema Stadtplanung herangeführt

Stärken, Schwächen und erste Ziele

fristig als Rahmen für die zukünftige

werden, ohne dass Irritationen entste-

erarbeitet.

Ortsentwicklung und die effiziente

hen oder nicht erfüllbare Erwartungs-

Bündelung von investiven Maßnah-

haltungen aufgebaut werden.

Die Ergebnisse dienen mittel- bis lang-

men. Gleichzeitig sollen kurzfristige

Wesentliches Element der Zielfindungsphase ist eine Zukunftswerk-

investive Initialprojekte vorbereitet

Das kooperative Vorgehen ist Voraus-

statt, in der ein Rahmen der zukünf-

werden.

setzung für die Akzeptanz der Planung

tigen Stadtentwicklung erarbeitet

in Politik und Bürgerschaft und somit

wird. Dieser dient als Leitbild für wei-

auch für eine erfolgreiche Umsetzung.

tere planerische Entscheidungen.

In einem Projekt- und Maßnahmenkatalog werden alle Projekte der unter-

Die Bürger werden sowohl bei der Be-

schiedlichen Maßstabsebenen aufge-

standsaufnahme, als auch bei der Ziel-

In der Konzeptphase werden die Bür-

führt. Dieser Projektkatalog stellt eine

und Konzeptfindung mit einbezogen.

ger im Rahmen einer Projektwerkstatt

Momentaufnahme aus heutiger Sicht

Ideen- und Projektwerkstätten sind

nochmals mit in die Planung einbezo-

dar und ist keineswegs abschließend.

Bestandteil dieser Vorgehensweise.

gen. Abschließend werden in einer

Zukünftige Handlungsfelder und Pro-

Bürgerversammlung alle Ergebnisse

jekte, die sich aus dem gemeinsam

Der fachbezogene Austausch findet

des Planungsprozesses zusammen-

entwickelten Leitbild ableiten, können

auf der Ebene von Fachforen mit loka-

hängend dargestellt und erläutert. 11


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

EINLEITUNG T R E N D S U N D M E G AT R E N D S

Bevölkerungsentwicklung 2005 bis 2025 in Prozent 1)

Veränderung der Zahl der über 80-Jährigen 2005 bis 2025 in Prozent 1)

Immenstadt: stabil -3 bis 3 %

Oberallgäu: ansteigend um 65 bis 80 %

Bevölkerungsentwicklung

Alter der Bevölkerung

Lebens und der Wirtschaft. Dazu ge-

Seit 2003 schrumpft die Einwohner-

Der Alterungsprozess von Regionen

hören nationale und globale Verände-

zahl der Bundesrepublik Deutschland.

ist langfristig unumkehrbar. Die allge-

rungen des 21. Jahrhunderts wie der

Von dieser Bevölkerungsabnahme

meine demografische Entwicklung

demografische Wandel, die Globalisie-

war der Großteil der Regionen betrof-

zeigt eine Abnahme der unter 45-jäh-

rung der Wirtschaft, die Energiepreis-

fen, wobei insbesondere der Osten

rigen und eine Zunahme der über

entwicklung und der Klimawandel. Sie

Deutschlands Einwohner verloren hat.

45-jährigen. Dabei steigt insbesondere

entziehen sich weitgehend der Beein-

Bevölkerungswachstum gibt es fast

die Zahl der Hochbetagten deutlich an.

flussung lokalen Handelns und besit-

nur noch um die Großstädte und in

Eng damit verbunden ist die Bedarfs-

zen Allgemeingültigkeit.

den Agglomerationszentren Süd- und

entwicklung für Wohnraum und not-

Westdeutschlands.

wendige Infrastruktur z.B. für Bildung

Megatrends verändern die Rahmenbedingungen unseres Alltags, unseres

und Pflege. Nach einem Zuwachs in den 1990er

12

Jahren stagniert seit etwa 2003 die

Für die Region Allgäu wird von 2010

Bevölkerungszahl der Planungsregion

bis 2030 eine Zunahme der über

Allgäu bei etwa 468.000 Einwohnern.

65-Jährigen um etwa 32 % prognos-

Zukünftig wird dieser Wert nur gering-

tiziert. Demgegenüber steht ein Rück-

fügig abnehmen. 3) Demgegenüber ist

gang der unter 18-Jährigen von etwa

die Bevölkerungszahl Immenstadts

15 %. Das Durchschnittsalter steigt

seit 2007 rückläufig.

von 43,5 auf 47,5 Jahre. 3)


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

T R E N D S U N D M E G AT R E N D S

Entwicklung der Wohnflächennachfrage 2010 bis 2025 in Prozent 2)

Veränderung der Siedlungs- und Verkehrsfläche 2005 bis 2009 in m2 je Einwohner 1)

Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt 2010) 1)

Region Allgäu: leicht steigend um 0 bis 5 %

Oberallgäu: moderater Anstieg um 30 bis 45 m2 je Einwohner

Oberallgäu: beste Gruppe, unter 5 %

Haushalt und Wohnungsgröße

Flächenbedarf

Entwicklung des Arbeitsmarkts

Die Zahl der jungen Mehrpersonen-

Der Bedarf an neuen Siedlungsflächen

Die Anzahl der Erwerbspersonen

haushalte nimmt stetig ab, während

und Verkehrsflächen in Deutschland

nimmt in vielen Regionen ab. Dies

die Zahl der „alten“ Einpersonenhaus-

ist seit der Jahrtausendwende (ca. 129

kann auf der einen Seite zur Entspan-

halte zunimmt. Gleichzeitig steigt die

ha. pro Tag) deutlich zurückgegangen.

nung der Arbeitsmärkte insbesondere

durchschnittliche Wohnungsgröße je

Im Jahr 2010 wurden nur noch 77 ha

im Osten führen. Andererseits führt

Person. Damit nimmt der Flächenver-

neu in Anspruch genommen. Dennoch

dies langfristig zu einem Fachkräf-

brauch zu.

ist das Ziel, den Verbrauch auf 30 ha

temangel, was sich negativ für die

pro Tag bis zum Jahr 2020 zu begrenz-

Wirtschaft darstellt.

Verstärker Wohnflächenbedarf

en, noch weit entfernt. Dieses Ziel ist

zeichnet sich besonders im Süden

u.a. nur mit verstärkter Innenentwick-

Die Region Allgäu hat mit rund 3 %

Deutschlands ab. Diese Entwicklung

lung der Orte zu erreichen.

die besten Arbeitslosenquoten. Im-

trifft abgemindert auch auf das Allgäu

menstadt steht innerhalb der Region

und Immenstadt zu.

etwas schlechter da. 1) Quelle: BBSR Bonn: Raumordnungsbericht 2011 2) Quelle: BBSR Bonn 2012: Welche Wohnungen sind künftig gefragt? Entwicklung der Neubaunachfrage bis 2025, http://www.bbsr.bund.de 3) Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2030 - Regionalisiertes Profil für die Regin Allgäu: November 2011

13


14


RAHMENBEDINGUNGEN

2 15


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

RAHMENBEDINGUNGEN L AGE IM RAUM

A8

Ulm

115 km | 1 h 10

Augsburg

125 km | 1 h 30

A7 MÜNCHEN 150 km | 1 h 45

A96 Memmingen 60 km | 35 min.

A95 Kempten

20 km | 20 min.

B19 Lindau

IMMENSTADT

55 km | 50 min.

Bregenz

55 km | 55 min.

A7

B308 Sonthofen 7 km | 7 min.

Dornbirn

55 km | 55 min.

Innsbruck

150 km | 1 h 50

Lage im Siedlungs- und Verkehrsraum Quelle: Topographische Karte, Bayerisches Landesvermessungsamt, 2000, eigene Bearbeitung

Immenstadt im Allgäu liegt im baye-

In Richtung Westen kann über die

Immenstadt fungiert als Bahnkno-

rischen Regierungsbezirk Schwaben

B 308 das Ski- und Erholungsge-

tenpunkt. Neben einer Intercityver-

und im Landkreis Oberallgäu. Immen-

biet Oberstaufen und der Bodensee

bindung ins Ruhrgebiet verkehrt der

stadt ist eine Kleinstadt mit ca. 14.000

erreicht werden. In südlicher Rich-

Regionalverkehr stündlich bzw. zwei-

Einwohnern. Die nächste größere

tung führt die B 19 vorbei an Sontho-

stündlich nach Kempten, Ulm, Augs­

Stadt ist Kempten, 20 km nördlich. Die

fen zum bedeutenden Tourismusort

burg und München. Von Norden

Großstädte Ulm und München sind

Oberstdorf und weiter ins österrei-

kommende Züge werden hier geflü-

mit etwa 115 km bzw. 150 km relativ

chische Kleinwalsertal. Auch die

gelt. Ein Zugteil fährt weiter nach Lin-

weit entfernt.

Staatsstraße St 2006 führt durch Im-

dau, der zweite über Sonthofen nach

menstadt.

Oberstdorf.

B 19 und B 308 an das überregionale

Der nächste erreichbare Regionalflug-

Mehrere Regionalbuslinien verbin-

Verkehrsnetz angebunden. Die näch-

hafen ist der Allgäu Airport bei Mem-

den Immenstadt mit den Ortsteilen,

ste Anbindung an das Autobahnnetz

mingen, etwa 60 km nördlich gelegen.

den Nachbargemeinden sowie Kemp-

befindet bei Kempten, an der An-

Von hier aus sind die großen deut-

ten und Sonthofen. Der Stadtbus er-

schlussstelle Waltenhofen. Hier fun-

schen Städte zu erreichen sowie eini-

schließt mit vier Linien die Innenstadt

giert die A980 als Zubringer zur A 7.

ge Feriendestinationen. Der internatio-

und die nahen Wohngebiete. Zwei

nale Flughafen München ist etwa 180

Linien fahren in die entfernteren Orts-

km entfernt.

teile.

Die Stadt ist über die Bundesstraßen

16


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L ANDSCHAFT UND TOURISMUS

Lage im Naturraum

Kartenquelle: Lage im Naturraum (Quelle: Satellitenbildatlas Deutschland)

Landschaftsräumlich und topogra-

Das von Süd nach Nord verlaufende

Neben dem Naturpark Nagelfluhket-

phisch ist Immenstadt durch seine

Illertal bildet den Hauptzugang in die

te liegen in Immenstadt noch die fol-

Lage unmittelbar an den Naturraum-

Allgäuer Hochalpen. Immenstadt kann

genden Landschaftsschutzgebiete:

grenzen von Voralpenland, Baye-

somit als Tor zu den Allgäuer Alpen

rischen Voralpen und den Kalkhochal-

angesehen werden.

∙∙ Großer Alpsee ∙∙ Kleiner Alpsee

pen geprägt. Die Landschaft innerhalb des Immenstädter Stadtgebiets weist

Gleichzeitig besitzt Immenstadt mit

∙∙ Nagelfluhkette

deshalb eine besondere Vielfalt auf.

dem Großen und dem Kleinen Alpsee

∙∙ Rauhenzeller Moos

zwei weitere landschaftliche Attrak-

∙∙ Werdensteiner Moos

Der nördliche Teil liegt im sanft ge-

tionen. Der Ortsteil Bühl am Alpsee

wellten Alpenvorland. Unmittelbar

bietet vielfältige, attraktive Freizeit-

südlich der Kernstadt ragt der Immen-

einrichtungen und zieht im Sommer

städter Hausberg, der Mittag, steil

besonders viele Gäste an. Eine große

empor und markiert den Auftakt der

landschaftliche Vielfalt prägt somit

zu den Voralpen zählenden Nagelfluh-

das Leben in Immenstadt und bildet

kette, einem Gebirgszug mit vielfäl-

auch die Grundlage der Ausrichtung

tigen geologischen Besonderheiten.

von Immenstadt als Fremdenverkehrsstandort. 17


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Regionalplan der Region Allgäu (16) Verordnung zur Änderung des Regionalplans der Region Allgäu (16) 2008

RAHMENBEDINGUNGEN Karte 1 REGIONALPL AN

Raumstruktur

Ziele der Raumordnung und Landesplanung Kleinzentrum Bevorzugt zu entwickelndes Kleinzentrum Unterzentrum Siedlungsschwerpunkt Grenze der Nahbereiche Zentrale Doppelorte sind durch Verbindungslinien gekennzeichnet

Nachrichtliche Wiedergabe staatlicher Planungsziele Landesentwicklungsprogramm Bayern Ländlicher Raum

Stadt- und Umlandbereich im ländlichen Raum

Eggenthal

Ländlicher Teilraum, dessen Entwicklung in besonderem Maße gestärkt werden soll

Obergünzburg

Oberzentrum Mögliches Oberzentrum

Untrasried

Dietmannsried

Mittelzentrum

Lauben

Bevorzugt zu entwickelnder zentraler Ort Zentrale Doppelorte sind durch Verbindungslinien gekennzeichnet

Entwicklungsachse von überregionaler Bedeutung

Wiggensbach

Buchenberg

Waltenhofen

Grünenbach Regionaler Planungsverband Opfenbach Allgäu Röthenbach (Allgäu) Kempten, den 12. Februar Hergens-2008 Lindenberg weiler i. Allg. WeißensMissen-Wilhams Stiefenhofen berg Nonnenhorn Bodolz Sigmars- Scheidegg WeilerImmenstadt i. Allgäu gez. Toni Vogler zell Simmerberg Wasserburg Verbandsvorsitzender Oberreute (Bodensee) Bearbeiter: Regionsbeauftragter für die Region Allgäu bei der Regierung von Schwaben Oberstaufen Lindau Herausgeber: Regionaler Planungsverband Allgäu (Bodensee)

Günzach

Sulzberg

Oy-Mittelberg

Marktoberdo

Wald

Görisried

Durach

Gemäß Beschluss des Planungsausschusses des Regionalen Planungsverbandes Allgäu vom 07. November 2007

Weitnau

Ruderatshofen Biessenho

Aitrang

Wildpolds- Kraftisried ried Unterthingau Betzigau

Kempten (Allgäu)

Grenze der Region Grenze der Mittelbereiche

Friesenried Kaufbeuren

Haldenwang

Altusried

Mögliches Mittelzentrum

Heimenkirch

G

Irsee

Ronsberg

Alpengebiet

Gestratz Verbindlich erklärt mit BescheidHergatz der Regierung von Schwaben vom 12. Februar 2008, Az. 24-8167/11 Maierhöfen

R

Baisweil Pforzen

Allgemeiner ländlicher Raum

Lengenwang

Rückholz

Nesselwang

Eisenberg

Seeg

Hopf

Wertach Pfronten

Rettenberg

Blaichach

Burgberg i. Allgäu

Sonthofen Ofterschwang Balderschwang

Bad Hindelang

Hörnergruppe Bolsterlang Fischen i.Allgäu Obermaiselstein

Oberstdorf

Kommunale Verwaltungsgrenzen 18

Landesgrenze

Herausgeber: Bayerisches Staatsm Bayerisches Staatsm Infrastruktur, Verkehr

Grenzen der Regierungsbezirke

Ausschnitt aus der Karte “Kommuna


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

REGIONALPL AN

Abbildung links: Regionalplan der Region Allgäu (16), Stand 2006

Im Regionalplan werden Grundsätze

Für die Trinkwasserversorgung ist in

und Ziele der Raumordnung und der

Immenstadt der Ortsteil Diepolz vor-

Quelle: Regionaler Planungsverband Allgäu, Kempten

Landesplanung für eine Region be-

gesehen.

schrieben. Immenstadt ist Teil des Regionalplans der Region Allgäu (16) mit

Um den Hochwasserschutz zu verbes-

aktuell gültigem Stand von 2006.

sern, haben u.a. in Immenstadt Maßnahmen für den Hochwasserschutz

Immenstadt liegt im Alpengebiet

gegenüber anderen Nutzungen Vor-

an der überregional bedeutenden

rang.

Entwick­ungsachse Kempten-Immenstadt-Lindau (Bodensee). Die Stadt ist

Neben bayernweit bedeutsamen Wirt-

gemeinsam mit der Kreisstadt Sontho-

schaftsclustern sind für die Region im

fen Mittelzentrum für die umliegenden

Besonderen u.a. die Bereiche „Forst

Gemeinden. Das Oberzentrum der Re-

und Holz“ sowie „ Tourismus und

gion ist Kempten.

Gesundheitswesen“ von Bedeutung und sollen ausgebaut werden. Für den

Im Regionalplan werden für das Al-

Tourismus ist zum Beispiel der Ausbau

pengebiet als allgemeine, überfach-

und die einheitliche Nutzung der Dach-

liche Grundsätze und Ziele bestimmt,

marke „Allgäu“ anzustreben.

dass eine ausgewogene Entwicklung von Tourismus und gewerblicher Wirt-

Neben dem Ausbau des allgemeinen

schaft sowie Land- und Forstwirt-

Bildungswesens sollen Schulen, deren

schaft anzustreben ist.

Ausrichtung besonders auf die in der Region tätigen Berufszweige zielt, so

Dem Alpengebiet und dem Illertal

z.B. die Landwirtschafts- und Alpwirt-

kommen eine hohe ökologische Be-

schaftsschule Immenstadt, besonders

deutung mit Erholungswert zu. Zer-

gestärkt werden.

schneidungen der Moorlandschaften und des Alpenvorlandes sollen mög-

Zur Verkehrsentlastung ist im Regio-

lichst vermieden werden. Die landwirt-

nalplan für Immenstadt eine Verlegung

schaftliche Bewirtschaftung der Alpen

der B 308 vorgesehen. Die Leistungs-

möglichst naturnah geschehen.

fähigkeit des Zugverkehrs auf der Strecke Kempten-Immenstadt-Lindau/ Oberstdorf soll gesteigert und die Anbindung an das Fernverkehrsnetz verbessert werden.

19


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

RAHMENBEDINGUNGEN FL ÄCHENNUTZUNGSPL AN

20


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FL ÄCHENNUTZUNGSPL AN

Abbildung links: Flächennutzungsplan der Stadt Immenstadt: Gesamtplan und Ausschnitt Kernstadt, Stand 2012

Im Flächennutzungsplan (FNP) der

Quelle: Stadt Immenstadt

heterogene Charakter des Untersu-

Während die Altstadt Immenstadts

chungsbereiches mit unterschied-

im FNP überwiegend als gemischte

lichen Nutzungen wider. Er legt fest,

Bauflächen dargestellt wird, sind die

welche Nutzungen langfristig auf

angrenzenden Gebiete westlich der

Flächen vorgesehen sind. Das Büro

Altstadt, die Südstadt und die be-

Sieber aus Lindau hat im Auftrag der

bauten Flächen am Kalvarienberg der

Stadt die Fortschreibung des FNPs er-

Wohnnutzung vorbehalten. Auffällig ist

arbeitet. Am 16. Februar 2012 wurde

in diesem Zusammenhang die große

die Fortschreibung vom Stadtrat be-

unbebaute Wohnnutzungsfläche auf

schlossen.

der Alpe des Kalvarienbergs, die laut

Nutzungen in der Kernstadt

Stadt Immenstadt spiegelt sich der

textlicher Begründung als ReservefläNutzungen der Gesamtstadt

che jedoch nicht vollständig bebaubar ist. Weitere größere Reserveflächen

Der größte Flächenanteil der Kommu-

über einem Hektar für Wohnen sind

ne ist Waldgebieten und der landwirt-

bei Bräunlings, Gnadenberg, Rauhen-

schaftlichen Nutzung vorbehalten.

zell und Stein vorgesehen. In Immen-

Weiterhin sind naturschutzrechtliche

stadt selbst stehen nur vereinzelte

Flächen, Hochwasserschutzgebiete

Flurstücke zur Verfügung.

und Überschwemmungsflächen dargestellt. Die Ortsteile Immenstadts

Gewerbliche Flächen sind, neben den

sind neben Wohnflächen weitestge-

Großbetrieben Monta im Süden und

hend als gemischte Bauflächen ge-

Kunert im Westen der Stadt, vor allem

kennzeichnet, um den Anforderungen

an der südöstlichen Zufahrt entlang

ansässiger landwirtschaftlicher Be-

der Blaichacher Straße festgesetzt.

triebe zu entsprechen. Bei Seifen liegt

Bedeutende Sonderbedarfsflächen

ein großes Gewerbegebiet, für das im

sind der Viehmarkt als Veranstaltungs-

aktuellen FNP Erweiterungsflächen

fläche und die Einzelhandelsbetriebe

ausgewiesen wurden. Weitere Gewer-

V-Markt und Kunert. Im Osten und

begebiete gibt es an der Bundesstra-

Westen der Stadt liegen große zusam-

ße B 19. Im Ortsteil Bühl wurden meh-

menhängende Flächen des Gemein-

rere Sonderflächen für touristische

bedarfs. Hier sind die Schulen und das

Nutzungen (Camping, Hotel, etc.) ge-

Krankenhaus angesiedelt.

kennzeichnet. Eine Besonderheit ist das buddhistische Zentrum nördlich

Altlasten(verdachts-)flächen liegen in

des großen Alpsees. Auch dieses ist

Immenstadt im Norden der Straße Im

im FNP als Sonderfläche dargestellt.

Stillen, an der Siedlerstraße und süd-

Altlasten(verdachts-)flächen sind über-

lich der Hochriedstraße.

wiegend die ehemaligen Mülldeponien in jedem der Ortsteile.

21


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

RAHMENBEDINGUNGEN L E I T B I L D D E R S TA D T

Im Jahr 2008 hat der Rat der Stadt

Stadtentwicklung, Bauen und

Immenstadt ein Leitbild für die zukünf-

Wohnen

Soziales Leben und Gesundheit

tige Entwicklung der Stadt verabschiedet. Das Leitbild hat einen Horizont

Leitgedanke: Immenstadt im Allgäu,

Leitgedanke: Immenstadt am Alpsee,

von etwa 15 Jahren. Für sechs Be-

das lebenswerte Mittelzentrum am

ein Ort zum gesunden Zusammenle-

reiche wird darin die aktuelle Situation

Alpsee

ben

tigen Entwicklung wird definiert und

Ziele:

Ziele:

Ziele werden festgelegt. Die Leitge-

∙∙ Bedarfsorientierte Ausweisung von

∙∙ Schaffung von besseren Rahmen-

danken und Auszüge aus den Zielen

Wohnbau- und Gewerbeflächen mit

seien hier dargestellt:

Augenmaß - ggf. in interkommu-

∙∙ Betreuungsangebote für die Jugend

naler Kooperation

∙∙ Chancengleichheit für eine hoch-

beschrieben, der Rahmen der zukünf-

Umwelt

∙∙ Reaktivierung ungenutzter und untergenutzter innerstädtischer Flä-

bedingungen für Familien

wertige Ausbildung ∙∙ Gesellschaftliche Einbindung der

Leitgedanke: Die Stadt Immenstadt ist

chen für den Wohnungsbau, Nach-

Jugendlichen, Förderung von Ver-

ein städtischer Naturerlebnisraum, ein-

verdichtung, Abrundungen der

einen

gebettet in eine großartige Natur- und

Ortsteile für den einheimischen

Kulturlandschaft.

Bedarf ∙∙ Neuausweisung von Flächen für Ho-

Ziele: ∙∙ Erhalt der Naturräume ∙∙ Sparsame Nutzung der vorhandenen Flächen, nachhaltige Entwicklung von Projekten ∙∙ Naturnahe Alp-, Land- und Waldwirtschaft ∙∙ Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte ∙∙ Unterstützung des Projekts Naturpark Nagelfluhkette ∙∙ Schutz vor Naturgefahren

telansiedlungen ∙∙ Bereithalten von Reserveflächen für Gewerbe und Industrie ∙∙ Berücksichtigung der Alterung der Gesellschaft ∙∙ Fortsetzung der Stadtsanierung mit drei thematischen Schwerpunktbereichen am Bahnhof, am Hofgarten und am Marienplatz ∙∙ Fortführung des kommunalen Förderprogramms ∙∙ Vermeidung von Entfremdung, ausgewogenes Verhältnis von Ferienund Zweitwohnungen ∙∙ Keine Einzelhandelsansiedlung an Ortsrändern, die zur Schwächung der Innenstadt führt ∙∙ Weiterentwicklung der dörflichen Struktur der Ortsteile mit dezentraler Versorgung ∙∙ Erhalt und Ergänzung des Wanderweg- und Langlaufangebots ∙∙ Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude

22

∙∙ Einbindung der älteren Menschen ins öffentliche und soziale Leben, Schaffung von betreutem Wohnraum ∙∙ Bedarfsorientierte Schaffung von Spiel- und Begegnungsstätten ∙∙ Infrastrukturelle Weiterentwicklung des Krankenhauses ∙∙ Integration und Unterstützung sozial Schwacher ∙∙ Schaffung von Integrationsprogrammen für Ausländer


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L E I T B I L D D E R S TA D T

Wirtschaften und Arbeiten

Mobilität und Verkehr

Bauliche Sicherheit, Energie, Ver- / Entsorgung

Leitgedanke: Immenstadt am Alpsee

Mobilität für alle in einem gesunden

Sicherheit, Verbrauch minimieren und

ist ein attraktiver, innovativer Wirt-

Lebensraum

Unabhängigkeit

Ziele:

Ziele:

Ziele:

∙∙ Dialog mit ansässigen Partnern aus

∙∙ Schaffung von Optionen zur Wahl

∙∙ Erneuerung der gebäudetech-

schafts- u. Fremdenverkehrsstandort

Industrie, Gewerbe, Handel ∙∙ koordiniertes Ansiedlungsmanagement ∙∙ Förderung von Handel, Handwerk

des Verkehrsmittels (ÖPNV, Rad,

nischen Ausrüstung und Energetik

zu Fuß)

städtischer Gebäude entsprechend

∙∙ Erhalt und Bewirtschaftung der Parkplätze in der Kernstadt und de-

und Landwirtschaft durch aktives

ren Umfeld, Anpassung an die Er-

Auftragsmanagement um die Wert-

fordernisse des Handels

schöpfung im Ort zu belassen

∙∙ Ausweitung und bedarfsorientierte

∙∙ Schaffung von attraktiven Rahmen-

Anpassung der Stadtbuslinien

bedingungen für Bosch und damit

∙∙ Optimierung des Radwegenetzes

verbundene Betriebe sowie ansiedlungswillige Industrie ∙∙ Weiterentwicklung des hochwertigen Gewerbes und Handels ∙∙ Stärkung des Handelszentrums Innenstadt ∙∙ Nutzung der Potenziale Berge Seen - Flüsse zur Steigerung der

und Anbindung der Ortsteile

aktuellem Stand der Technik ∙∙ Sanierung des Wasserversorgungsnetzes ∙∙ Versorgung des Bergstättegebietes ∙∙ Erhalt des Abwassernetzes ∙∙ Einhaltung der Kyoto-Klimaziele für städtische Gebäude ∙∙ Priorität: Gebäudeunterhalt

∙∙ Unterstützung zur Realisierung eines Regionalbahnkonzepts ∙∙ Bereitstellung von Mitteln für den Erhalt der Gemeindestraßen, Ausarbeitung eines Prioritätenkatalogs ∙∙ Neuordnung des Bahnhofsumfelds mit ausreichenden Stellplätzen

Wirtschaftskraft im Tourismus ∙∙ Koordination von Events ∙∙ Entwicklung der touristischen Infrastruktur im Einklang mit der Natur und der ortsspezifischen Identität ∙∙ Qualitätssteigerung im Gastgewerbe ∙∙ Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen im Tourismus ∙∙ Entwicklung eines Konzepts für das Freibad ∙∙ Stärkung der lokalen Landwirtschaft in der Grundversorgung

23


24


I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F

3 25


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F R Ä U M L I C H E R B E S TA N D

Wohnflächen Mischgebietsflächen Gewerbeflächen Waldfläche Wasserfläche Wohnflächen

Bundesstraße B19 (autobahnähnlich)

Mischgebietsflächen

Bundesstraße B 308

Gewerbeflächen

Staatsstraße

Waldfläche

Andere Straßen

Wasserfläche

Bahn

Bundesstraße B19 (autobahnähnlich)

Gemarkungsgrenze

Bundesstraße B 308 Staatsstraße Andere Straßen

26

Bahn Gemarkungsgrenze


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

R Ä U M L I C H E R B E S TA N D

Insgesamt hat die Kommune eine

Die Iller durchfließt Immenstadt im

Fläche von 81,4 km2 und 14.032 Ein-

Osten. Das Illertal ist geprägt von Au-

wohner (Stand 23.03.2011) . Bedingt

wäldern, aber auch durch die Gewer-

durch die Gebirgslage im Süden und

benutzung entlang der alten Bundes-

die landwirtschaftliche Struktur im

straße B 19 und der Bahntrasse sowie

Norden ist Immenstadt mit einer Dich-

den Ortsteilen Stein und Rauhenzell.

1)

te von etwa 81 Einwohnern je km , 2

verglichen mit dem Landkreis Oberall-

Südlich der Konstanzer Ach erhebt

gäu (98 Ew./km ) und dem Freistaat

sich das Massiv der Nagelfluhkette,

Bayern (178 Ew./km2) relativ dünn

die mit dem Mittagberg (1451 m) bei

besiedelt.

Immenstadt ihren Auftakt nimmt und

2

sich nach Südwesten fortsetzt. Der Der nördliche Teil der Kommune ist

höchste Berg im Gemeindegebiet

geprägt von der voralpenländischen

ist der Stuiben mit 1749 m. Die Na-

Hügellandschaft, der sogenannten

gelfluhkette ist ein Naturpark. Dieser

Bergstätte, mit landwirtschaftlicher

südliche Teil ist von Wäldern bedeckt.

Nutzung. Hier liegen die kleineren

Er wird von mehreren Bächen durch-

Ortsteile Akams, Diepolz und Eckarts

zogen, die zur Konstanzer Ach ent-

mit verschiedenen zugehörigen Wei-

wässert. Der Steigbach ist der bedeu-

lern und Einzelhöfen. Historische Bau-

tendste in diesem Gebiet. Er mündet

substanz und dörfliche Ortsstrukturen

in Immenstadt in die Konstanzer Ach.

prägen noch heute das Bild dieser

Dieser Teil der Kommune ist auch im

Ortschaften.

Landesentwicklungsplan als Erholungslandschaft Alpengebiet der Zo-

Das Gemeindegebiet liegt bei 800 bis

nen A und B aufgenommen.

etwas über 1.000 Höhenmetern und fällt nach Süden steil zum Tal der Kon-

Etwa die Hälfte der Immenstädter

stanzer Ach auf ca. 700 m ab.

Fläche, 4.078 ha, wird landwirtschaftlich genutzt. Etwa ein Drittel sind

Die Konstanzer Ach durchquert Im-

Waldflächen (2.884 ha). Weitere 8 %

menstadt mittig von Westen nach

sind Siedlungs- und Verkehrsfläche

Osten und mündet in die Iller. In ihrem

(648 ha). Den Hauptanteil daran hat

Tal liegt der Große und der Kleine Alp-

die Kernstadt Immenstadt. Fast 5 %

see sowie der Ortsteil Bühl am Alpsee

sind Wasserflächen des Großen und

und die Kernstadt Immenstadt. Die

Kleinen Alpsees, der Iller und der Kon-

Wiesenlandschaft der Konstanzer Ach

stanzer Ach (371 ha). 2)

wird landwirtschaftlich genutzt.

1) Datenquelle: Stadt Immenstadt, GB 30 Soziales: Einwohnerbestandsstatistik: Stand 23. März 2011 2) Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik Kommunal 2011 Immenstadt i.Allgäu: Mai 2012

27


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F ORTSTEILE

Akams

Knottenried

Alpsee-Bergwelt

Seepromenade in Bühl am Alpsee

Seebühne in Bühl

Gasthaus Alpsee in Bühl

Ortszufahrt Diepolz

Bergbauernmuseum in Diepolz

Diepolz

Eckarts

Eckarts

Rauhenzell

Rauhenzell

Stein im Allgäu

Zaumberg

28


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Wohnflächen Mischgebietsflächen

ORTSTEILE

Gewerbeflächen Waldfläche

Ortsteile

Wasserfläche Bundesstraße B19 Wohnflächen (autobahnähnlich) Bundesstraße B 308 Mischgebietsflächen

Diepolz Eckarts

Staatsstraße Gewerbeflächen Andere Straßen Waldfläche Bahn Wasserfläche

Akams

Bundesstraße B19 Gemarkungsgrenze (autobahnähnlich) Bundesstraße B 308 Staatsstraße

Stein i.A.

Andere Straßen Bahn

Bühl

Gemarkungsgrenze

Rauhenzell

Immenstadt hat insgesamt 14.032

Neben der Kernstadt ist der Ortsteil

Weitere Tourismusschwerpunkte sind

Einwohner (Stand 23.03.2011) . Die

Stein ein bedeutender Wohn- und

das Allgäuer Bergbauernmuseum im

Stadt besteht aus der Kernstadt mit

Gewerbestandort. Hier ist auch der

Ortsteil Diepolz und die Anlagen der

bedeutendste Arbeitgeber Bosch mit

privatwirtschaftlichen „Alpsee Berg-

Ortsteilen, die bis zur Gebietsreform

etwa 2.700 Arbeitsplätzen angesie-

welt“ im zu Bühl gehörigen Ratholz

1972 eigenständige Gemeinden wa-

delt.

mit Sommerrodelbahn, Klettergarten

1)

8.740 Einwohnern

1)

und den sechs

ren:

„Bärenfalle“ und Skipisten. Der Luftkurort Bühl am Alpsee ist

∙∙ Akams (389 Ew.)

Freizeit- und Tourismusschwerpunkt

Versorgungsschwerpunkt ist die Kern-

∙∙ Bühl am Alpsee (1.007 Ew.)

in Immenstadt. Der Ortsteil profitiert

stadt von Immenstadt. Neben einigen

∙∙ Diepolz (376 Ew.)

durch seine unmittelbare Lage am

Lebensmittelmärkten sind in der In-

∙∙ Eckarts (583 Ew.)

Alpsee und bietet neben einer Vielfalt

nenstadt viele Einzelhändler mit viel-

∙∙ Rauhenzell (617 Ew.)

von Freizeit- und Kulturangeboten vor

fältigem, hochwertigem Angebot an-

∙∙ Stein im Allgäu (2.320 Ew.)

allem ein breites Spektrum im Bereich

sässig. Die Ortsteile sind nur teilweise

Wassersport sowie dem Freibad.

versorgt.

1) Datenquelle: Stadt Immenstadt, GB 30 Soziales: Einwohnerbestandsstatistik: Stand 23. März 2011

29


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F BEVÖLKERUNG Diagramm 1-1

Bevölkerungsentwicklung 1) / -prognose 2) 3) Landkreis Oberallgäu (oben) und Immenstadt (unten)

151000

148500 148315

148953

149474

149959

150507 150396 150690 150486

150000

149600 148600 147800

147405

14346 14261

1400014126

14130

14328 14295 14321

2029

2025

14450

2020

2015

2011

2010

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1995

14250

2009

Diagramm 1

144637 143500 14750

2008

146000

141000 14500

150153 149926149946

14530 14520

14490

14381 14371 14247

14190

14106

2029

2025

2020

2015

2010

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

2002

2001

2000

1995

2011

13974

13750

Diagramm 1 Immenstadt 2009

2541

3539

2170

Immenstadt 2029 0

5089

3340 2500

Altersverteilung in Immenstadt 2009 (oben) und 2029 (unten)

5000

3)

Einwohnerentwicklung

3078

4930 7500

10000

4040 12500

15000

unter 18 J

18 bis 40 J.

40 bis 64 J.

ab 65. Jahre

Bevölkerungsprognose 3) Veränderung 2029 gegenüber 2009

Der realen Entwicklung in den Jahren

250 Kinder geboren, so waren es zwi-

2010 bis 2012 zu Folge scheint sich

schen 1975 und 2000 weniger als

Über den Betrachtungszeitraum der

diese Prognose aber nicht zu bewahr-

150. Im Jahr 2010 wurden erstmalig

letzten 15 Jahre hat sich die Bevölke-

heiten. Immenstadts Bevölkerung

unter 100 Geburten verzeichnet. Die

rung Immenstadts nur unwesentlich

nimmt aktuell weiter ab. So sind zum

Bevölkerungszunahme beruht auf Zu-

geändert. Nach einem Anstieg bis

31. Dezember 2011 nur noch 13.974

wanderung überwiegend Älterer.

zum Jahr 2003, hervorgerufen durch

Einwohner in Immenstadt gemeldet.

Wanderungsgewinne, ist die Entwick-

Nicht nur, dass die Geburten nicht die

Die Erhebung betrachtet die Entwick-

lung in den Jahren 2003 bis 2007 re-

Zahl der Sterbefälle decken, auch das

lung der Gesamtstadt. Für die Orts-

lativ stabil. Seit 2008 nimmt die Be-

Wanderungssaldo hat sich nachhaltig

teile liegen keine Erhebungen vor.

völkerung jährlich um mehr als 1 %

ins Negative gekehrt.

Tendenziell ist mit einer deutlich nied-

ab. Demgegenüber weist der Kreis

rigeren Zahl junger Menschen und

Oberallgäu Verluste nur von 0,2 % auf.

Altersstruktur

einer Zunahme der Hochbetagten zu

Für die kommenden 10 Jahre wird

Die Altersstruktur Immenstadts wird

vom Bayerischen Landesamt für Stati-

sich bis zum Jahr 2029 gravierend

stik Immenstadt ein Bevölkerungsge-

ändern. Trotz Bevölkerungszunahme

winn vorausgesagt, der dann ab dem

wird der Anteil der unter 18-jährigen

Datenquellen:

Jahre 2020 bei etwa 14.500 Einwoh-

um fast 20 % zurückgehen, wäh-

nern stagniert. Demgegenüber nimmt

rend die Zahl der über 65-jährigen um

ab etwa 2015 die Einwohnerzahl des

25 % steigt. Fast jeder Dritte wird

Entwicklung: 1) Genesis Datenbank des Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, abgerufen im September 2012, www.statistikdaten.bayern.de Prognose:

Landkreises Oberallgäu ab. Im Ver-

dann in Immenstadt im Pensionsal-

gleich zu anderen Regionen des Frei-

ter sein. Hauptgrund ist der deutliche

staat Bayerns liegen Immenstadt und

Geburtenrückgang. Wurden Anfang

der Landkreis im Mittelfeld.

der 1960er Jahre noch jährlich über

rechnen.

30

2) Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2030 - Demografisches Profil für den Landkreis Oberallgäu: November 2011 3) Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Demographiespiegel für Bayern - Stadt Immenstadt i. Allgäu: Mai 2011


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

WOHNEN

Wohngebiete Wohnflächen Wohnflächen (Reserve)

Diepolz Eckarts

Mischgebietsflächen Wasserfläche

Knottenried

Bahn

Adelharz Akams

Zaumberg

Werdenstein

Seifen Bräunlings Stein i.A.

Trieblings Bühl

Kalvarienberg

Rauhenzell Immenstadt

Im Stadtgebiet Immenstadts stehen

In der Kernstadt und den Ortsteilen

Der Hauptreserveanteil liegt also in

laut FNP insgesamt rund 40 ha Reser-

sind die folgenden Reserveflächen für

der Kernstadt, auf dem Kalvarienberg,

veflächen zur Verfügung, wovon be-

Wohnen und Mischnutzung vorhan-

in Bräunlings, Rauhenzell, Seifen und

dingt durch Topografie und Landschaft

den:

Stein. Mischflächen machen dabei

nur 26,53 ha nutzbar sind. Davon sind

mit 4,63 ha etwa ein Fünftel aus, vor-

23,28 ha für Wohn- und Mischnutzung

∙∙ Immenstadt

4,00 ha

(80 BP)

nehmlich in Seifen und Diepolz. Diese

vorgesehen.

∙∙ Kalvarienberg

4,00 ha

(80 BP)

Flächen sind auch für Gewerbe und

∙∙ Akams

0,43 ha

(8 BP)

landwirtschaftliche Nutzung vorgese-

Bei einer angenommenen flächen-

∙∙ Bräunlings

4,15 ha

(83 BP)

hen und stehen somit nicht vollständig

sparsamen Bauplatzgröße von durch-

∙∙ Bühl:

0,82 ha

(16 BP)

als Wohnbaureserve zur Verfügung.

2

schnittlich 500 m und vollständiger

∙∙ Diepolz

0,94 ha

(18 BP)

Bebauung wären rechnerisch insge-

∙∙ Eckarts

0,44 ha

(8 BP)

samt etwa 465 Bauplätze (BP) verfüg-

∙∙ Gnadenberg

1,37 ha

(27 BP)

Kernstadt mit einigen unbebauten

bar.

∙∙ Rauhenzell

3,00 ha

(60 BP)

Grundstücken, die hierbei noch nicht

∙∙ Seifen

2,10 ha

(42 BP)

berücksichtigt wurden.

∙∙ Stein

2,19 ha

(43 BP)

Weitere Flächenpotenziale bietet die

31


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F WOHNEN

Berechnung nach BBSR 1) : Bedarf an Wohnflächen bis 2025 Anzahl der Einwohner Immenstadts 31. Dezember 2011: 13.974 2) Jährlich fertiggestellte EZFH im LK Oberallgäu von 2010 bis 2025 je 1.000 EW: 0,7 1) Jährlich fertiggestellte MFH im LK Oberallgäu von 2010 bis 2025 je 1.000 EW: 1,4 1) Wohneinheitenzuwachsbedarf pro Jahr

Bedarf 2012 bis 2025:

EZFH: 13.974 EW · 0,7 WE/Jahr : 1.000 EW = 10 WE/Jahr 10 WE · 14 Jahre = 140 WE MFH: 13.974 EW · 1,4 WE/Jahr : 1.000 EW = 20 WE/Jahr 20 WE · 14 Jahre = 280 WE Flächenbedarf bis 2025: EZFH: 140 WE · 500 m2 Bauplatzgröße je WE =

7,0 ha

MFH: 280 WE · 350 m2 Bauplatzgröße je WE =

9,8 ha

Gesamtbedarf neuer Wohnbaufläche:

16,8 ha

Berechnungsmodell Schirmer : Bedarf an Wohnflächen bei gleichbleibender Bevölkerungszahl und sich ändernden Haushaltsgröße bis 2025, Berechnungsmodell Schirmer Personen je Haushalt im Landkreis Oberallgäu: 2,2 3) Angenommene jährlichen Abnahme der Haushaltsgröße: 1 % (Faktor 0,01) Haushaltsgröße 2025: 2,2 - (0,01 · 14 Jahre) = 2,06 Personen je Haushalt Wohneinheitenbedarf 2011:

13.974 EW 2) : 2,2 =

6352 WE

2025:

13.974 EW

6783 WE

2)

: 2,06 =

Differenz: 6783 WE - 6352 WE = 431 WE

Durchschnittlicher Wohneinheitenzuwachs pro Jahr bis 2025: 431 WE : 14 Jahre = 31 WE pro Jahr Flächenbedarf bis 2025 bei Realisierung 67 % in Ein-/ Zweifamilienhäusern und 33 % in Mehrfamilienhäusern: 431 WE · 67 % = 287 WE in EFZH

287 WE · 500 m² Bauplatzgröße je WE= 14,4 ha

431 WE · 33 % = 144 WE in MFH

144 WE · 350 m² Bauplatzgröße je WE = 5,0 ha

Gesamtbedarf neuer Wohnbaufläche:

19,4 ha

Abkürzungen: EW: Einwohner, EFH: Einfamilienhaus, EZFH: Einund Zweifamilienhaus, MFH: Mehrfamilienhaus, WE: Wohneinheit

32

Datenquellen: 1) BBSR Wohnungsmarktprognose 2025 / BBSRBerichte Band 29, Bonn 2009

3) Interaktive Karte unter www.raumbeobachtung.de Laufende Raumbeobachtung des BBSR, Bonn 2012

2) Genesis Datenbank des Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, abgerufen im September 2012, www.statistikdaten.bayern.de

4) Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Demographiespiegel für Bayern - Stadt Immenstadt i. Allgäu: Mai 2011


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

WOHNEN

Berechnungsmodelle

Reservefläche

Flächenbedarf

laut FNP 5): 23,3 ha

Mit zwei unterschiedlichen Rechen-

Flächenbedarf

modellen soll der potenzielle Bedarf

laut FNP bis 2028

Fazit

Mit den Reserven, unberücksichtigt des Gebäudeleerstands, ist der the-

6)

an Wohnflächen bis zum Jahr 2025

bei 50 EW je ha:

33,9 ha

oretische Bedarf an Bauland bis zum

überschlägig ermittelt und den Reser-

bei 65 EW je ha:

26,1 ha

Jahr 2025 und darüber hinaus voraus-

veflächen für Wohn- und Mischnut-

nach BBSR bis 2025

16,8 ha

sichtlich gedeckt.

zung sowie der Flächenbedarfser-

nach Schirmer bis 2025

19,4 ha

mittlung bis 2028 laut FNP nach der

Bedingt durch die eingeengte Lage

Methode des Regierungspräsidiums

Die Bedarfsberechnungen zeigen,

Immenstadts im Tal zwischen Kalvari-

Tübingen gegenübergestellt werden.

dass laut dem Modell des Bundes-

enberg und Nagelfluhkette sowie der

instituts für Bau-, Stadt- und Raum-

Iller ist es geboten, sparsam mit den

Das Modell des Bundesinstituts für

forschung (BBSR) genügend Reser-

Flächen umzugehen. Bei zukünftigen

Bau-, Stadt- und Raumforschung

veflächen für Wohnen ausgewiesen

Entwicklungen sollte vorrangig der

(BBSR) orientiert sich dabei an der

wurden, um den Bedarf bis 2025 zu

Bestand genutzt werden und der Fo-

Bautätigkeit von Ein- und Zweifami-

decken. Es stehen noch 6,5 ha für

kus auf der Innenentwicklung der Orte

lienhäusern sowie Mehrfamilienhäu-

spätere Jahre zur Verfügung. Von

sowie der Verdichtung der Kernstadt

sern im Landkreis und dem damit ver-

2005 bis 2025 wird in diesem Rechen-

liegen.

bundenen Flächenverbrauch.

modell ein Bedarf von 140 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern

Entsprechend der zukünftigen Alte-

Laut der Methode des Büros Schir-

und 280 Wohneinheiten in Mehrfamili-

rung der Gesellschaft ist es ratsam,

mer wird das Bevölkerungswachstum

enhäusern gesehen.

Wohnangebote angepasst an die Be-

und die Haushaltsgröße berücksich­

dürfnisse älterer Menschen in Mehrfa-

tigt, um den Bedarf an Wohneinheiten

Auch nach der Methode des Büros

zu berechnen. Da aktuell die Bevölke-

Schirmer sind genügend Reserveflä-

rungszahlen entgegen der Prognose

chen für Wohnen über das Jahr 2025

des BBSR weiter abnehmen, wird als

hinaus ausgewiesen worden.

milienhäusern anzubieten.

Mittelwert von gleichbleibenden Bevölkerungszahlen im Jahr 2025 ausge-

Demgegenüber ergibt sich aus dem

gangen. Unter Berücksichtigung des

im FNP angewandten Rechenmodell

Zuzugs überwiegend von Familien

bis zum Jahr 2029 unter der Annahme

wird angenommen, dass zwei Drittel

einer Bevölkerungsdichte von 65 Ein-

an neuen Wohneinheiten in Ein- und

wohnern je ha ein leichtes Flächende-

Zweifamilienhäusern entstehen und

fizit. Sollte die Dichte nur 50 Einwoh-

ein Drittel in Mehrfamilienhäusern.

ner je ha betragen, wird im Jahr 2029

FNP 50 EW/ha

FNP 65 EW/ha

ein Defizit von 10 ha bestehen.

Modell Schirmer

Modell BBSR

Wohn- und Mischflächenreserve FNP Diagramm 2

Das im FNP durch das Büro Sieber an-

Flächenbedarf bis 2029 (Modell FNP) bzw. 2025 (Modell Schirmer, Modell BBSR)

Diagramm 2

gewandte „Tübinger Modell“ basiert

34 34

auf der Bevölkerungsentwicklung und der Einwohnerdichte je ha im ländlichen Raum und in Kleinstädten.

26 26 20 19

5) Fortschreibung des FNP, Fassung vom 01. Dezember 2011, Seite 28, Bearbeitung: Büro Sieber, Lindau 6) ebenda, Seite 83 ff

17 17 23 23 00

10 10

20 20

30 30

40 40

33


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F SOZIALES UND VERSORGUNG

Soziale Infrastruktur und Versorgung Siedlungsstruktur

Siedlungsstruktur Wasserfläche

Diepolz Eckarts

Wasserfläche Bahn Bahn Bildung

Akams

BildungKindergarten Kindergarten Grundschule

Stein i.A.

Mittelschule Grundschule (Haupt-, Realschule) Mittelschule Gymnasium (Haupt-, Realschule)

2

Gymnasium Berufsschule

2

Bühl

Berufsschule Soziales 4 2 3 1 3 ±10 1 3 1 4 2 3 1 3 6 ±10 1 3 1

Rauhenzell

6

Soziales Allg. Arzt (in Ortsteilen) Allg. Arzt (in Ortsteilen) Krankenhaus Betreuungseinrichtung Krankenhaus für Kinder / Jugendliche Betreuungseinrichtung Betreuungseinrichtung für Kinder / Jugendliche für Senioren Betreuungseinrichtung für Senioren Versorgung Grundversorgung in Versorgung Ortsteilen Grundversorgung in Versorgungszentrum Ortsteilen (mehrere Angebote) Versorgungszentrum Großflächiger (mehrere Angebote) Lebensmittelmarkt Großflächiger Lebensmittelmarkt

Versorgung

Bildung

Soziales

Die Kernstadt ist das infrastrukturelle

Mit vier Kindergärten, zwei Grund-

Die Klinik Immenstadt mit dem neuen

Zentrum und übernimmt als Mittelzen-

schulen, drei Mittelschulen und einem

Gesundheitszentrum ist das interdis-

trum mit Sonthofen auch Versorgungs-

Gymnasium ist die Kernstadt Immen-

ziplinäre Schwerpunktkrankenhaus für

funktionen für benachbarte Kommu-

stadt sehr gut ausgestattet und ein

den südlichen Landkreis. Zwei Alten-

nen. Abgesehen von Stein gibt es in

überörtlich bedeutender Bildungs-

und Pflegeheime sind in Immenstadt

den Ortsteilen keine Einrichtungen.

standort. Weiterhin bietet eine pri-

ansässig.

vate Wirtschaftsschule, die staatliche Produkte des täglichen Bedarfs wer-

Berufsschule mit einem einzigartigen

Betreuungsangebote für Kinder und

den in vielen Geschäften in der Kern-

Alpwirtschaftszweig und angeglie-

Jugendliche gibt es in einer privaten

stadt flächendeckend angeboten.

dertem Internat sowie die Berufsfach-

Betreungseinrichtung, sowie im staat-

schule für Altenpflege ein breites An-

lichen Kinderhort und dem Jugendzen-

gebot zur beruflichen Ausbildung.

trum Rainbow.

schiedenen Profilen (Discounter, Voll-

Im Ortsteil Stein liegen zwei weitere

Weiterhin hat sich in Stein ein Arzt nie-

sortimenter, türkischer Supermarkt).

Kindergärten und eine Grundschule.

dergelassen.

Weiterhin gibt es verschiedene mittelund großflächige Einzelmärkte mit ver-

34


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Wohnflächen Mischgebietsflächen

ERSCHLIESSUNG

Gewerbeflächen Waldfläche

Verkehrserschließungsnetz Wasserfläche

Bundesstraße B19 (autobahnähnlich)

OA 2 1441

Bundesstraße B 308

OA 5 3600

Staatsstraße Andere Straßen Bahn OA 5 15093

St 2006 4222

Straße Kfz / DTV (Tagesdurchschnittsverkehr) Datenquelle: Staatliches Bauamt Kempten, 08. März 2012: Verkehrsmengenkarte 2010

OA 5 4965 OA 31 2789

St 2006 9057

B 308 12433

OA 5 7496

OA 30 2013

B 308 8278

B 19 17945

B 308 10391

OA 5 15093

St 2006 7781

Erschließungsnetz

Verkehrsmengen

Zukünftige Planung

Der besiedelte Bereich der Stadt

Jedoch sind laut der Verkehrsmen-

Zur Umfahrung Immenstadts ist seit

Immenstadt wird durch ein engma-

genkarte des Staatlichen Bauamts

den 1960er Jahren für die B 308 eine

schiges Straßennetz gut erschlossen.

Kempten hohe Verkehrswerte mit

Tunnellösung durch den Kalvarienberg

Die überörtliche Anbindung erfolgt

über 10.000 Kfz im Tagesdurchschnitt

geplant, die den Verkehrsknoten süd-

über die von Kempten kommende

auf der OA5 (Südlicher Anschluss Im-

lich Steins mit der St 2006 zwischen

Bundesstraße B 19 im Osten der

menstadts an die B 19) sowie auf der

Immenstadt und Bühl verbindet. Die

Stadt und über die B 308 von Lindau/

B 308 (nördlicher Anschluss an die

Umsetzung des Projekts ist mittelfri-

Oberstaufen aus Richtung Westen.

B 19 und Route nach Bühl / Oberstau-

stig als wenig realistisch einzuschät-

fen) festzustellen sowie ca. 9.000 Kfz

zen.

Durch den Bau der neuen B 19 als

auf der St 2006 zwischen Immenstadt

Kraftfahrstraße hat sich die Verkehrs-

und Bühl.

belastung Immenstadt deutlich ent-

Neben dem Straßenverkehr ist Immenstadt auch mit der Eisenbahn er-

spannt. Der Durchgangsverkehr der

Abgesehen von der Kernstadt Immen-

reichbar. Ehemals existierten auch in

Ferienregion Oberstdorf wird nun

stadt, Bühl und Stein sind die anderen

den Ortsteilen Bühl und Stein-Seifen

nicht mehr durch die Ortschaften ge-

Ortsteile nicht überdurchschnittlich

Bahnhaltepunkte.

führt.

belastet. 35


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F WIRTSCHAFT UND ARBEIT

Wirtschaftsstruktur Gewerbeflächen Gewerbeflächen

G T G T

Diepolz

EckartsG G

G

G

Gewerbeflächen Gewerbeflächen (in Entwicklung) (in Entwicklung)

G G K G K

Mischgebietsflächen Mischgebietsflächen

G

Wasserfläche Wasserfläche

Akams G

Bahn Bahn

G

G

G

L

Agrar Agrar

L

Produktion Produktion

G D G D

Stein i.A. G

Bühl

G

T

G T G T

Kfz-Gewerbe KKfz-Gewerbe

L

LLogistikLogistik Handwerk Handwerk

Rauhenzell

T

K

K

K

E D E D G T G T

E

Einzelhandel EEinzelhandel

D

Dienstleistung DDienstleistung

G

Gastgewerbe GGastgewerbe

T

Tourismus TTourismus

Die Gewerbeflächen an den Orts­

Für die Ausweisung neuer Gewerbe-

eingängen der Kernstadt entlang der

flächen wird empfohlen, diese mög-

Der größte Gewerbestandort mit rund

Julius-Kunert-Straße und der Sont­

lichst flächensparsam und konzentriert

26 ha Fläche liegt in Seifen. Hier ist

hofener bzw. Blaichacher Straße sind

am bestehenden Standort in Seifen

neben anderen Betrieben die Bosch

weitgehend bebaut. Darüber hinaus

sowie an der B 19 zu realisieren.

GmbH ansässig. Weitere 16 ha sind

ist bedingt die Nutzung von Mischflä-

für dieses Gewerbegebiet im Flächen-

chen für Gewerbebetriebe möglich.

nutzungsplan dargestellt bzw. als Re-

Jedoch ist durch den großen Wohn-

serve vorgesehen, jedoch bevorzugt

flächenbedarf die Nutzung dieser Flä-

für die Erweiterung des Bosch-Werks

chen eingeschränkt.

Gewerbeflächen

reserviert. Laut Berechnungen im FlächennutWeitere Gewerbegebiete liegen an

zungsplan besteht ein Bedarf von

der Bundesstraße B 19 unweit der An-

rund 0,7 ha neuer Gewerbeflächen

schlussstellen der B 308 und der OA 5

pro Jahr, insgesamt bis 2028 etwa

bei Rauhenzell.

13,7 ha.

1) Datenquelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik Kommunal 2011 Immenstadt i.Allgäu: Mai 2012 2) Datenquelle: Agentur für Arbeit: Aug. 2012 Abfrage unter http://statistik.arbeitsagentur.de

36


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

WIRTSCHAFT UND ARBEIT Diagramm 3

Diagramm Diagramm 3-1

8000 6000

60000 60000 7263

6863

4000

4693

2000 0

15000 15000

2379

Immenstadt 2005

0

Immenstadt 2010

Beschäftigte am Arbeitsort

41196 41196

30000 30000

2170

Pendlersaldo in Immenstadt 2005, 2010 und im Landkreis Oberallgäu 2010 1)

52154 52154

45000 45000 4884

Beschäftigte am Wohnort

10949 10949

0

Oberallgäu Oberallgäu 2010 2010

Positives Saldo (Mehr Einpendler)

Negatives Saldo (Mehr Auspendler)

Diagramm 1-1

Land- / Forstwirt- schaft, Fischerei

Handel, Verkehr, Gastgewerbe

Produktion

28

Dienstleistungen

3646 0

1000

2000

3000

1409 4000

5000

2180 6000

7000

8000

Beschäftigte in Immenstadt 2010 nach Branchen 1)

Arbeitsplatzpotenzial

Unternehmenslandschaft

∙∙ Das Immenstädter Unternehmen Albrecht Elektrotechnik GmbH ist in

Immenstadt ist eine Arbeiterstadt mit

Heute prägen besonders fünf Unter-

der Automatisierungs- und Roboter-

Industrietradition. Insgesamt bietet

nehmen mit über 100 Angestellten die

branche mit etwa 120 Angestellten

Immenstadt Arbeit für 7263 sozialver-

Wirtschaftsstruktur (geordnet nach

tätig.

sicherungspflichtige Beschäftigte .

Zahl der Mitarbeiter):

1)

Dabei ist die Immenstädter Wirtschaft ein Arbeitsplatzgeber für mehr Arbeit-

∙∙ Das führende deutsche Klebebandwerk monta GmbH ging aus der

∙∙ Die Niederlassung der Robert

Mechanischen Bindfadenfabrik und

nehmer, als in der Stadt ihren Wohn-

Bosch GmbH ist mit 2300 Mitarbei-

den Hanfwerken Füssen-Immen-

sitz haben (4884). Immenstadt ist also

tern größter Arbeitgeber und stellt

stadt hervor. Die historischen Ge-

eine Einpendlerstadt und somit bedeu-

im Werk Immenstadt Kraftfahrzeug-

bäude des Werkes dominieren das

elektroniksysteme her.

Stadtbild der Südstadt. Das Unter-

tend für den regionalen Arbeitsmarkt. Im Gegensatz dazu pendeln aus dem

∙∙ Das weltweit bedeutende Beklei-

gesamten Landkreis Oberallgäu mehr

dungsunternehmen Kunert hat in

Menschen arbeitsbedingt in andere

Immenstadt seinen Stammsitz.

Weitere größere Firmen sind in den

Landkreise und kreisfreie Städte.

Etwa 1050 Arbeitnehmer sind hier

Branchen Logistik, Innenausbau und

angestellt.

Tischlerei, Papier, Verpackungsmit-

Die Arbeitslosenquote im Landkreis

∙∙ Die Eberl Medien-Unternehmens-

nehmen hat ca. 110 Arbeitnehmer.

tel- und -maschinen, sowie im KFZ-

Oberallgäu gehört seit Jahren zu den

gruppe mit mehreren Tochtergesell-

Gewerbe tätig. Daneben besteht eine

besten in Deutschland und in Ba-

schaften in der Medien- und Druck-

Vielfalt an kleineren Unternehmen

yern. Im Juli 2012 2) liegt der Stand bei

branche und ca. 160 Mitarbeitern

im Handel, Gastgewerbe und Dienst-

2,6 %. Immenstadt hat bedingt durch

ist ebenfalls in Immenstadt behei-

leistungen. Zwar gibt es über 100

die soziale Struktur leicht höhere Wer-

matet. Das Unternehmen ist auch

landwirtschaftliche Betriebe in Im-

te. Dies liegt u.a. auch am vermehrten

Herausgeber der regional einzigen

menstadt, diese sind aber eher Fami-

sozialen Wohnungsbau, der in den

Tageszeitung Allgäuer Anzeigeblatt.

lienunternehmen. Nur 28 Menschen

80er Jahren hier für den südlichen

sind in diesem Bereich angestellt.

Landkreis gebündelt wurde 37


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F TOURISMUS

Alpenvorland Thaler Höhe / Konstanzer Tal

Großer Alpsee

Tourismus und Landschaft

Vorarlberg. Ziel des Pilotprojektes ist

Ausgangspunkte für diese Expediti-

der Erhalt dieser einmaligen Kultur-

onen sind zumeist die Stationen der

Immenstadt ist landschaftlich dem

landschaft sowie ihre natursensible

Bergbahnen. Dort informiert ein groß-

Voralpenland zuzuordnen. Dazu gibt

Nutzung und Weiterentwicklung. Da-

er Kompass über die Routen und über

es auch einen einprägsamen touri-

raus soll eine vorbildhafte Modellland-

das, was es zu entdecken gibt. Wei-

stischen Profilierungsvorschlag unter

schaft zur nachhaltigen Regionalent-

ters wurde auch ein „Entdeckerbuch“

dem Leitgedanken „Aussichtsberge

wicklung entstehen.

herausgegeben, das zusätzliche Infor-

wie genagelter Fels - mit Wasser zu

mationen und Anregungen bietet.

ihren Füßen“. Besonders hervorzuhe-

Neben den naturräumlichen Zielset-

ben sind in diesem Zusammenhang

zungen sind „Energie“ und daraus

Von den 6 beteiligten Bergbahnen

für Immenstadt u. a. :

folgend die „sanfte Mobilität“ ein

liegen zwei im Gemeindegebiet von

wichtiges Zukunftsthema. Mehrere

Immenstadt, nämlich die Alpsee-Berg-

„Nagelfluh-Gemeinden“ haben dies-

welt und die Mittagbahn.

bezüglich bereits in der Vergangenheit

Mehr dazu unter: www.expedition-

Beispiel gebende Initiativen gesetzt.

nagelfluh.eu

∙∙ der Panorama- und Aussichtsberg Mittag ∙∙ der Naturpark Nagelfluh mit seinen vielen Naturjuwelen ∙∙ das Sennalpenwandern als erlebnisreiches Angebot.

Einige davon haben damit weit über die Region hinaus Beachtung und An-

Der Mensch als Mitgestalter

erkennung gefunden. Zum Selbstverständnis eines Natur-

Der Naturpark Nagelfluh

Berg-Erlebnis-Tour

parks gehört, den Menschen nicht als Störfaktor zu sehen. Deshalb sollen

umfasst 400 km . Im diesem ersten

Positiv hervor zu heben ist das Ende

unter dem Motto „Erleben - Wissen -

grenzüberschreitenden Naturpark

2010 gestartete Gemeinschaftsprojekt

Handeln“ sowohl die Bewohner/innen

zwischen Deutschland und Österrei-

„Berg-Erlebnis-Tour“. Diese wird über

der Region als auch die Gäste als Mit-

ch liegen - einschließlich Immenstadt

eine Internetseite des Naturparks Na-

gestalter dieser Natur- und Kulturland-

- sieben der beteiligten Gemeinden

gelfluh unter dem Motto „Expedition

schaft aktiv eingebunden werden.

in Bayern und acht im benachbarten

Nagelfluh“ beworben.

2

38


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Erlebnisreich wandern

Wandergebiet Nagelfluhkette

Wassersportzentrum Alpsee

Wasser erleben

Das Element „Wasser“ erleben, das kann man auch bei den Bergwande-

Das Wanderwegenetz ist in der Ge-

Mitten in der Natur liegt der „Große

rungen und Mountainbiketouren sowie

meinde Immenstadt wie auch in der

Alpsee“. Er ist mit 2,4 km der größ-

entlang der Talflüsse Iller und Konstan-

Region zumeist sehr gut ausgebaut

te Natursee des Allgäus. Neben den

zer Ach.

und ausgeschildert. Jüngere Bestre-

Bademöglichkeiten kann man hier

bungen zielen darauf ab, das Allgäu

Surfen, Kiten, Boot fahren und Boote

als „Europas Wanderregion Nr. 1“ zu

mieten, Minigolf spielen u. a. m. Zu er-

positionieren. Zu diesem Schwerpunkt

wähnen ist die Oberallgäuer Wasser-

Immenstadt ist die einzige historische

gibt es allerdings auch eine Reihe an-

sportschule, die hier ihren Sitz hat und

Stadt des Oberen Allgäus mit einem

derer Regionen, die eine Vorrangstel-

vielseitige buchbare Angebote macht.

Schloss im Zentrum. Weiters gibt es

2

lung für sich beanspruchen: Südtirol,

Kultur, die bewegt

um Immenstadt herum 7 Burgen. Dies

die österreichischen Alpen, Teile Slo-

Der familienfreundliche „Kleine Alp-

und andere historische Zeugnisse in

weniens… Dennoch ist es richtig, die

see“ zeichnet sich durch sein be-

der Kernstadt verweisen auf eine lan-

Position im Kreis der Wanderregionen

heiztes Freibad aus. Weiters gibt es

ge und abwechslungsreiche Stadtge-

weiter zu stärken und eine gewisse

eine große Liegewiese, einen Sprung-

schichte, über die es viel zu erzählen

Führungsrolle zum Ausdruck zu brin-

turm im See, einen Abenteuerspiel-

gibt. Der Alltagskultur- und Alltagsge-

gen. Dies schließt auch den Ausbau

platz, Freiflächen für Volleyball und

schichte kann man am besten im städ-

des Winterwanderns und neue, Erfolg

Fußball sowie einen Liegestuhl- und

tischen Museum „Hofmühle“ sowie

versprechende Angebote zu den tou-

Sonnenschirmverleih.

im viel besuchten Bergbauernmuseum

ristischen „Randzeiten“ mit ein. Hier

im Ortsteil Diepolz „nachspüren“.

ist ein spürbarer Nachholbedarf er-

Beide Seen sind Teil eines größe-

kennbar.

ren Biotopverbunds mit seltenen und schützenswerten Pflanzen und Tieren.

39


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F L ANDSCHAFT

Landschaftsstruktur

Durch die Lage Immenstadts an den

sind sie weithin sichtbare Wahrzei-

Kiesabbau sind mehrere Baggerseen

Naturraumgrenzen präsentiert sich der

chen. Von ihren Gipfeln bietet sich ein

entstanden, die heute weitgehend für

Landschaftsraum ausgesprochen viel-

Blick weit hinaus ins Voralpenland. Die

Freizeitzwecke genutzt werden. Flus-

gestaltig.

vorherrschende Landnutzungsform ist

sabwärts bildet die sog. Senke von

hier Wald. Die Immenstadter Berge

Niedersonthofen den topographisch

Der nördliche Teil des Stadtgebiets

zählen zu den sog. Allgäuer Nagelfluh-

am niedrigsten gelegenen Teil des

zählt zum sog. Akamser Hügelland,

Schichtkämmen.

Stadtgebiets.

raum mit meist tief eingeschnitte-

Die Iller, der größte Fluss des All-

Von Westen her verläuft der Talraum

nen Bachtobeln. Die vorherrschende

gäus, hat eine weitläufige Talniede-

der Konstanzer Ach zu Füßen des Ge-

Landnutzungsform ist die Grünland-

rung ausgebildet. Das Illertal bildet

birgskamms. Im Übergangsbereich

wirtschaft, der Waldanteil ist relativ

den östlichen Teil des Immenstadter

zum Illertal hat sich die Kernstadt ent-

gering.

Gemeindegebiets. Das weitgehend

wickelt.

einem sanft gewellten Landschafts-

waldfreie Illertal ist aus SchotterablaDer südliche Teil des Stadtgebiets

gerungen aufgebaut und in großen Tei-

hingegen liegt bereits in den Voralpen.

len von moorigen Böden geprägt. Mit

Die prägenden Hausberge sind der

dem Rauhenzeller und Werdenstei-

Mittag und das Immenstädter Horn.

ner Moos besitzt Immenstadt dort

Durch ihre Lage am Rand der Voralpen

zwei bedeutende Moorgebiete. Durch

40


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L ANDSCHAFT

Nutzungen im Landschaftsraum

Alpenpanorama

Iller und Auenlandschaft

Die lebendige Alpwirtschaft ist eine

Natur- und Landschaftsschutz

Besonderheit Immenstadts: auf acht Der Landschaftsraum von Immenstadt

Alpen werden im Sommer hauptsäch-

Die naturräumliche Vielfalt Immen-

spiegelt die Geschichte der Landnut-

lich Jungtiere der Talbetriebe gehalten.

stadts hat eine Landschaft mit be-

zung des Allgäus wieder: im 19. Jahr-

Diese acht Alpen verfügen über mehr

sonderen ökologischen Qualitäten

hundert war der Ackerbau noch weit

als 1000 ha Fläche. Der alljährliche

hervorgebracht. Wie reichhaltig die

verbreitet. Als wichtigster Erwerbs-

Viehscheid am Ende der Sommersai-

Ausstattung der Landschaft ist, zeigt

zweig wurde Flachs zur Leinenher-

son ist ein Höhepunkt im Leben der

eine Auswertung der amtlichen baye-

stellung angebaut. Wegen der blauen

Stadt. Dies unterstreicht die Bedeu-

rischen Biotopkartierung: rund 1200

Färbung der Flachspflanze sprach man

tung der Landwirtschaft für regionale

schutzwürdige Biotope wurden dort

vom „blauen Allgäu“. Gegen Ende

Wirtschaftsprozesse, aber auch in Hin-

kartiert. Ein großer Teil von Ihnen un-

des 19 Jahrhunderts ging diese Tradi-

blick auf den Tourismus. Waldflächen

terliegt dem Schutz des § 30 Bundes-

tion nieder und wurde von der Milch-

nehmen rund 33 % des Stadtgebiets

naturschutzgesetz.

wirtschaft ausgelöst. Heute ist die

Immenstadts ein, wobei der Waldan-

Grünlandwirtschaft prägend: in den

teil im Bereich der Voralpen deutlich

Weite Teile des Stadtgebiets unterlie-

Tallagen werden die Mähwiesen mit-

höher ist als im übrigen Stadtgebiet.

gen einem Schutz nach Naturschutz-

tels Güllebewirtschaftung intensiv zur

Rund 37 % der Waldfläche befinden

recht. Den strengsten Schutzstatus

Futtererzeugung genutzt. Die Hang-

sich im Eigentum der Stadt. Neben

weisen die FFH-Gebiete „Werdenstei-

und Berglagen hingegen werden als

der Wirtschaftsfunktion kommen dem

ner Moos“, „Falmer Moos, Groß-

Weide- und Alpflächen genutzt.

Wald besondere Schutz- und Erho-

moos, Gallmoos“ und „Nagelfluhkette

lungsfunktionen zu. Wälder sind heute

Hochgrat - Steineberg“ auf. Dies weist

Im Jahr 2009 bestanden in Immen-

Belastungen unterworfen (Klimaverän-

auf deren besondere ökologische Be-

stadt 127 landwirtschaftliche Betriebe,

derung, Sturmschäden, Borkenkäfer-

deutung hin. In den FFH-Gebieten sind

darunter 81 Haupterwerbsbetriebe,

befall…), weshalb die Forstwirtschaft

Handlungen, die zu einer erheblichen

die zusammen über 5.000 Rinder hal-

vorrangig auf das Ziel ausgerichtet ist,

Beeinträchtigung der Erhaltungsziele

ten (Quelle: Landschaftsplan der Stadt

intakte und stabile Wälder zu erhalten

führen würden, untersagt.

Sonthofen, 2010).

oder zu entwickeln. 41


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

I M M E N S TA D T - E I N S T E C K B R I E F L ANDSCHAFT

Knapp ein Viertel der Gemeindefläche

Hochwassergefährdung, alpine Ge-

wasserschutz ist seitens des Wasser-

liegt in einem der fünf Landschafts-

fahren

wirtschaftsamts Kempten in Planung.

schutzgebieten sind gemäß jeweiliger

Die Prägung Immenstadts durch di-

Im alpinen Bereich sind Steinschlag,

Satzung Handlungen verboten, die

ese Flüsse und Bäche führte in der

Felssturz und Massenbewegungen

den Charakter des Gebiets verändern

Vergangenheit und führt bis heute zu

natürliche Vorgänge, die immer wie-

oder dem Schutzzweck zuwiderlau-

Hochwassergefährdungen. Vor allem

der vorkommen werden. Bei der Sied-

fen.

der Steigbach hat in der Vergangen-

lungsentwicklung sind gefährdete

heit mehrfach schlimme Überflu-

Bereiche entsprechend zu berück-

Zum 1.1.2008 wurde die sog. Nagel-

tungen der Innenstadt verursacht.

sichtigen. In Immenstadt bildet vor

fluhkette zum Naturpark erklärt. Das

Die Iller hat zuletzt an Pfingsten 1999

allem der Bereich des Steigbachtobels

rund 400 km² umfassende Gebiet des

durch ein Hochwasser, das die auf ein

eine Gefahrenlage, da hier sehr steile,

Naturparks erstreckt sich über sechs

100jähriges Hochwasser ausgelegten

rutschgefährdete Lagen direkt ober-

bayerische und acht Vorarlberger Ge-

Deiche überstieg, schwere Schäden

halb der besiedelten Stadt liegen. Im

meinden hinweg. Rund 35 km² des

verursacht.

Jahr 2006 geriet dort eine Fläche von

schutzgebiete. In den Landschafts-

Stadtgebiets von Immenstadt liegen im Naturpark.

rund 2 ha Größe ins Rutschen. Danach An der Iller wurde durch das großräu-

wurde der Rutschhang mit massiven

mige und aufwändige Hochwasser-

Schutzbauten stabilisiert.

schutzprojekt Obere Iller der Hochwasserschutz bis zum Schutzgrad eines 300jährigen Hochwassers gewährleistet. Am Steigbach ist durch massiven Wildbachverbau und eine Verrohrung in der Innenstadt der erforderliche Schutz gewährleistet. An der Konstanzer Ach ist dies bisher nicht gegeben. Eine Maßnahme zum Hoch42


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L ANDSCHAFT

43


44


D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

4 45


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L R Ä U M L I C H E R B E S TA N D

Vom historischen Kern Immenstadts

Als Landschaftsbänder durchziehen

aus hat sich die Stadt in den letz-

die Konstanzer Ach und der Steigbach

ten 130 Jahren bis an die natürlichen

die Stadt. Das Tal der Konstanzer Ach

Grenzen Kalvarienberg, Illerauen und

wird vom Großen Alpsee dominiert.

Mittagberg ausgedehnt. Durch die-

Während der Osten und Westen von

se räumliche Enge blieb die Stadt im

den Auen- und Moorlandschaften ge-

Wesentlichen kompakt. Lediglich das

prägt wird, ist der nördlich liegende

Wohngebiet auf dem Kalvarienberg

Kalvarienberg und die im Süden lie-

reicht in den Landschaftsraum hinein.

gende Nagelfluhkette weitgehend be-

Der überwiegende Teil der Kernstadt

waldet. Einzelne Alpwiesen schaffen

ist von offener Wohnbebauung ge-

Abwechslung.

prägt. An den Haupteinfallstraßen Julius-Kunert-Straße und Sonthofener bzw. Blaichacher Straße liegen die Gewerbegebiete. Sie weisen eine heterogene Baustruktur auf.

46


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FREIRAUM

Landschaftsstruktur der Kernstadt

Nach Westen erstreckt sich der Tal-

Östlich der Bahnlinie weitet sich der

raum der Konstanzer Ach mit Großem

Talraum wieder auf und geht nahtlos

Die Kernstadt Immenstadt liegt an der

und Kleinem Alpsee. Zwischen Bühl

ins Illertal über. Neben der Iller selbst

Nahtstelle der unterschiedlichen Land-

und Immenstadt erstreckt sich ein zu-

sind hier Baggerseen und vielfältige

schaftsräume.

nächst breiter, aber sich dann immer

Auenstrukturen prägend.

weiter verengender Talraum mit dem Nördlich der Kernstadt wird der Über-

Kleinem Alpsee und ökologisch wert-

Südlich der Kernstadt steigen direkt

gang zum angrenzenden Hügelland

vollen Feuchtwiesen. In diesem Tal-

die Berge der Rindalphornkette mit

durch die Höhen rings um die Alpe Im-

zug fließt die Konstanzer Ach, die vom

Steineberg und Mittag empor. Die

menstadt ausgebildet – südexponierte

Großen Alpsee kommend die Kern-

Hanglagen sind steil, schattig und

und damit sehr sonnige Hanglagen

stadt durchquert und im Osten in die

überwiegend mit Fichte bewaldet.

mit wunderschönen Blickbeziehungen

Iller mündet. Im Herzen der Stadt ver-

Alpine Gefahren (Gefahr von Stein-

über die Stadt und in die Berge. Alte

läuft der Steigbach, der von Süd nach

schlag, Muren, …) prägen die am

Eichenwälder, die früher als Hute-

Nord die Kernstadt quert und in die

Bergfuß gelegenen Siedlungen bis

wälder genutzt wurden, prägen den

Konstanzer Ach mündet. Aufgrund der

heute.

Raum. Der Kalvarienberg als unbe-

besonderen Gefahrenlagen, die von

baute Freifläche bildet einen wichtigen

diesem Wildbach ausgingen, wurde

Die charakteristische Besonderheit

Übergangsbereich zwischen Stadt und

der Steigbach verrohrt.

von Immenstadt, in alle Richtungen

angrenzender Landschaft.

direkter Zugang zu attraktiven Landschaftsräumen mit gänzlich unterschiedlichem Charakter zu besitzen. 47


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L FREIRAUM

Freizeit und Erholung

Sport- und Freizeitflächen liegen dort in die Auenlandschaft eingebunden.

In Bühl befindet sich am Ostufer des

Das nahe gelegene Schulzentrum und

Großen Alpsees der am stärksten

das Krankenhaus finden so in ihrer un-

frequentierte Erholungsschwerpunkt.

mittelbaren Nachbarschaft attraktive

Eine attraktive gestaltete Uferzone mit

Naherholungsflächen vor.

Seebühne und Bootsanlagestelle lädt zum Bummeln, zum Baden und zum

Insgesamt bietet Immenstadt dank

Erleben kultureller Veranstaltungen

seiner naturräumlichen Lage unver-

ein. Durch den Bau des Alpseehauses

gleichliche Möglichkeiten zur land-

mit Außenbereich hat Bühl seine Rolle

schaftsbezogenen Naherholung: im

als Erholungsschwerpunkt weiter ge-

Winter Schlittschuhlaufen auf den

stärkt.

Alpseen, im Frühjahr die ersten Son-

Am Kleinen Alpsee lädt das Hallen-

berg und an der Alpe Immenstadt, im

und Freibad zum Schwimmen ein. Das

Sommer Baden an den Alpseen oder

Gebäude ist allerdings in die Jahre ge-

Radfahren entlang der Iller bis in die

kommen und bedarf einer neuen Kon-

Berge, im Herbst von der Haustür aus

zeption und einer baulichen Sanierung.

loslaufen in die Berge.

nenstrahlen genießen am Kalvarien-

Einen weiteren Freizeitschwerpunkt stellt die Illeraue dar. Eine Reihe von 48


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FREIRAUM

An der Konstanzer Ach allerdings ist

Natur- und Landschaftsschutz

Überschwemmungsgebiete

Ökologisch wertvolle, geschützte Ge-

Immenstadt liegt an der Mündung der

gefahr gegeben. Dies betrifft v.a. den

biete reichen bis zur Kernstadt heran:

Konstanzer Ach in die Iller. Mit dem

Mündungsbereich in die Iller, u.a. mit

∙∙ Der Naturpark Nagelfluhkette um-

Steigbach verläuft ein alpiner Wild-

dem benachbarten Krankenhaus, aber

fasst das Berggebiet südlich der

bach quer durch die Altstadt. Diese

auch Flächen westlich der Bahn. Das

Kernstadt, aber auch die beiden

Prägung durch die Gewässer hat in

Wasserwirtschaftsamt Kempten hat

Alpseen und den südlichen Teil von

der Vergangenheit bei Hochwasser-

eine Planung für Hochwasserschutz-

Bühl.

ereignissen wiederholt zu schweren

maßnahmen erstellt, die in den kom-

Schäden geführt.

menden Jahren diese Gefährdung

heute noch innerörtlich Hochwasser-

∙∙ Die Alpseen sind gleichzeitig ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.

beseitigen soll.

∙∙ Eine Reihe amtlich kartierter, schüt-

Am Steigbach wurde die Gefahren-

zenswerter Biotope befinden sich

lage durch massiven Verbau und die

am Rand der Kernstadt. Schwer-

Verrohrung im Bereich der Innenstadt

punkte sind Feuchtwiesen im Tal

gebannt. An der Iller wurden in den

der Konstanzer Ach sowie die Hute-

vergangenen Jahren mit hohen Inve-

wälder am nördlichen Ortsrand.

stitionen umfangreiche Hochwasser-

Als landschaftliche Vorbehaltsgebiete

schutzmaßnahmen durchgeführt. An

gemäß Regionalplan sind weitläufige

beiden Flüssen ist aktuell die Gefah-

Bereiche nördlich, südlich und östlich

renlage weitgehend gebannt.

der Kernstadt ausgewiesen. 49


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L VERKEHR

Verkehr

P

P

P P

H

P P P

P

P

H

P

P

P

P P

ISEK Imm Projekt 45 | 01

Verkehrsnetz

Verkehrsnetz Kernstadt Verkehr in der Kernstadt

Die wichtigsten Verkehrsverbindungen

Südlich der Innenstadt befindet sich

in der Kernstadt erfolgen von der

der Bahnhof mit regionaler und über-

Stadtmitte aus nach Nordosten über

regionaler Anbindung sowie der Bus-

die B 308 und nach Südosten zur B 19

bahnhof. Sechs Stadtbuslinien und

sowie nach Sonthofen. Die mit ca.

mehrere Regionalbuslinien der RVA

8.200 Kfz im Tagesdurchschnitt rela-

Regionalverkehr Allgäu GmbH bedie-

tiv stark befahrene B 308 führt durch

nen die Ortsteile und umliegenden

die nördliche Innenstadt nach Westen

Gemeinden und Städte Kempten, Isny,

zum Bodensee. Ein großer Teil des

Oberstaufen und Sonthofen.

Verkehrs fließt am Südrand der Innenstadt auf der sogenannten Stadt-

Die zur Entlastung der Kernstadt seit

spange, der Sonthofener- / Staufner- /

den 1960er Jahren geplante Umge-

Julius-Kunert-Straße und bindet im

hungsstraße der B 308 wird in abseh-

Westen an die B 308 an. Die aus der

barer Zeit nicht realisiert werden.

P

Kernstadt in Richtung Norden nach Missen führende Staatsstraße zeich-

P

H

P

net sich durch eine im Vergleich zu den anderen Hauptstraßen geringere

P

P

Verkehrsbelastung aus. P

50

P

Verkehrsberuhigte Bereiche, Wege Innerstädtische Hauptstraße Kreisstraße Staatsstraße Bundesstraße

P

Parkplätze ab 20 Stellplätze

H

Busbahnhof Bahnhof Bahn


Stadt Immenstadt

S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

VERKEHR

Linie Halte

Stadtb

N

Linienführung und Haltestellen

DR. BREN INGENIEU

Maßstab

Stadtbuslinien Stadtbuslinien

0

100

200

400m

Städtischer Nahverkehr

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb03.des Datum: 2011-03-30

Linie 1

Welzereute - Bahnhof - V-Markt - Friedhof Marienplatz

Linie 2

Aalen/Stuttg

Der innerstädtische Nahverkehr wird von sechs Stadtbuslinien erbracht,

Oberes Feld - Neumummen Sonthofener Straße - Bahnhof

die alle Wohngebiete der Kernstadt

Linie 3

mit dem Stadtzentrum verknüpfen.

Schwarzer Grund - Bahnhof - Landwehrplatz

Linie 4

Auf den Linien fährt wochentags ein

Krankenhaus - Kästobel - Kemptener Straße Bahnhof

Kleinbus im Stundentakt. Es fällt auf,

Linie 5

dass die Ausschilderung der Haltestel-

Immenstadt - Kalvarienberg - (Rauhenzell) Stein - Bräunlings

Linie 6

Rauhenzell - Hallenbad - Bäuhausplatz Immenstadt

Bestehende Bushaltestelle Mobilitätsknoten Bahnhof

len nicht an allen Punkten gegeben ist und teils Fahrpläne fehlen. Damit ist der Stadtbus selbst für Ortsansässige nur bedingt nutzbar. Touristen fehlen die notwendigen Informationen. Die Haltestellen sind nicht behindertengerecht und ohne Wetterschutz gestaltet. Andere Teile der Gemeinde werden mit den Regionalbuslinien bedient.

N

Plan xx 51

DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH


Stadt Immenstadt

I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

Stellp

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Großp

VERKEHR

Alpsee 70 Stellplätze kostenpflichtig

H

P

Ti

Auffangparkplatz Alpsee 150 Stellplätze kostenpflichtig

P3 Viehmarktfeld 250 Stellplätze kostenlos

P2 Hofgarten 150 Stellplätze kostenpflichtig

P1 Klostergarten 200 Stellplätze kostenpflichtig

Krankenhaus kostenpflichtig

P5 Schulzentrum kostenlos

P4 Bahnhof 200 Stellplätze kostenpflichtig

adt

e Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

N

Stellplatzangebot Großparkplätze

Maßstab 0

200 Parken

100

DR. BREN INGENIEU

Parkplätze

400m

Aalen/Stutt

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb11.des Datum: 2011-04-12

plätze flichtig

kplatz Alpsee ätze chtig

ANKUNFTSZEIT

Hauptstraße / Parkplatzzufahrt

Am Klostergarten und an der Staufener Straße liegen zwei zentrale öf-

Parkplatz

fentliche Parkhäuser. Am Rande der

Tiefgarage

Innenstadt, am Viehmarkt und auf der Bauhofinsel liegen weitere große ParkP2 Hofgarten plätze. Insgesamt stehen in der KernP1 Klostergarten 150 Stellplätze P3 Viehmarktfeld

200 Stellplätze stadt 750 Stellplätze kostenpflichtig auf den Parkplät250 Stellplätze kostenlos

zen zur Verfügung Darüber hinaus gibt es am Freibad, am Bau5-Outlet und in Bühl weitere P4 Bahnhof

kostenpflichtig

Krankenhaus kostenpflichtig

P5 Schulzentrum kostenlos

große Parkplätze 200 mitStellplätze insgesamt fast kostenpflichtig 300 Stellplätzen.

N 52 DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

Plan 5

5

17

6 7 18

P

19


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Flä NUTZUNG

Flächennutzung Wohnen Mischgebiet Gewerbe Öffentliche Nutzung Parks Tourismus

Nutzungsschwerpunkt Versorgung

Wohnen

Gewerbliche Nutzungen

Immenstadt besitzt einen kompakten

Gewohnt wird in allen Bereichen der

Das Gewerbe verteilt sich auf un-

historischen Altstadtkern, der in erster

Kernstadt. Im Osten der Kernstadt do-

terschiedliche Standorte südlich der

Linie durch Einzelhandel, Gastrono-

minieren jedoch Gewerbe und öffent-

Bahntrasse und im Osten der Kern-

mie, Hotels und Wohnen geprägt ist.

liche Einrichtungen.

stadt. Die Kleinteiligkeit der Gewerbe-

Das sich im Zentrum Immenstadts befindende Einzelhandelsangebot dient

standorte ist zum Teil historisch beÖffentliche / soziale Einrichtungen

zur Deckung des periodischen und aperiodischen Bedarfs.

dingt: Über eine lange Geschichte am Ort verfügen insbesondere das Julius-

Öffentliche Nutzungen konzentrieren

Kunert-Werk im Westen und das Kle-

sich zentrumsnah auf die Bereiche

bebandwerk (ehemalige Bindfaden-

östlich und westlich der Altstadt. Eine

fabrik) im Süden der Stadt. Sie bilden

Bündelung von Bildungseinrichtungen

den Schwerpunkt des produzierenden

In Bühl befindet sich ein touristisches

befindet sich im Osten der Stadt. Ent-

Gewerbes in der Kernstadt. Das ge-

Zentrum, in dem sich vor allem Kultur-

lang der Iller gibt es mehrere Sport-

werblich geprägte Gebiet im Engelfeld

und Freizeiteinrichtungen sowie eine

und Freizeiteinrichtungen.

erfüllt eher eine Versorgungsfunktion.

Nutzungsschwerpunkt Tourismus

entsprechende touristische Infrastruk-

Die größere Ansammlung von Gewer-

tur konzentrieren, beispielsweise das

beflächen im Osten der Stadt ist durch

Alpseehaus.

sehr unterschiedliche Dienstleistungsbetriebe geprägt. 53


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Versorgung i

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Z be

EINZELHANDEL

1a

1b

1c

G Le K ze

B

D

Kategorisierun Weiterentwick Branchenmixe CIMA, 2009

Einzelhandel

Versorgung in Immenstadt Einzelhandelszentrum

Die historische Altstadt ist der zentrale

Zentraler Versorgungsbereich in der Innenstadt

Einzelhandelsstandort für Immenstadt.

1a-Lage

Die 1a- und 1b-Lagen 1) konzentrieren

1b-Lage

sich auf den Bereich zwischen Bahn-

1c-Lage

hof, Hofgarten, Klosterplatz und Marienplatz.

Großflächige Lebensmittler Kleinflächige, ergänzende Lebensmittler Bäcker, Metzger

Die Altstadt übernimmt gesamtstädtische und teilweise regionale Einzelhandels- und Dienstleistungsfunktionen. Die Mehrzahl der Supermärkte befinden sich jedoch außerhalb des historischen Innenstadtbereichs in autogerechter Lage. Die Wohngebiete sind kaum mit Einzelhandelsangeboten versorgt. 1) Klassifizierung nach CIMA: Strategische Weiterentwicklung des innerstädtischen Branchenmixes in der Stadt Immenstadt, 2009

54

Drogeriemärkte Kategorisierung nach "Strategische Weiterentwicklung des innerstädtischen Branchenmixes in der Stadt Immenstadt", CIMA, 2009


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Städtische Inf

INFRASTRUKTUR

Ku Se

Bil

So

Sp

Städtische Infrastruktur Städtische Infrastruktur

Städtische Infrastruktur

Kultur, Religion, Sehenswürdigkeiten

Im Osten der Stadt befinden sich das

Ebenfalls im Osten der Stadt befindet

Bildung

Schulzentrum mit Realschule und

sich die Klinik Immenstadt.

Soziales

Gymnasium sowie an der Kemptener

Sport, Freizeit

Straße die Grund- und Mittelschule.

Mit dem Seniorenwohn- und Pflege-

Abgesehen von der Mädchenschule

heim der Spitalstiftung an der Kemp-

Maria Stern am Kalvarienberg konzen-

tener Straße und dem etwas abseits

trieren sich die Schulen der Kernstadt

gelegenen Seniorenzentrum an der

damit klar auf die östlichen Stadtbe-

Kalvarienbergstraße verfügt Immen-

reiche. Berufs- und Fachschulen befin-

stadt über Betreuungsangebot für äl-

den sich im Westen der Innenstadt an

tere Menschen in unmittelbarer Nähe

der Missener Straße und im Süden an

zur Altstadt.

der Liststraße.

55


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L WOHNL AGE

Herausragende Wohnlage Hochwertige Wohnlage Gute Wohnlage Suboptimale Wohnlage Schlechte Wohnlage

Aspekte wie örtliche Infrastruktur und

Bodenrichtwerte

Innenstadt

bauliches Umfeld, Qualität und Re-

Die Bodenpreise für Wohnen liegen

Die Rothenfelsstraße und die Mont-

präsentatitivität der Wohngebäude,

in der Innenstadt und am Kalvarien-

fortstraße sind hochwertige inner-

Beinträchtigung von Umwelteinflüs-

berg zwischen 200 und 330 EUR je

städtische Wohnlagen. Hier dominie-

sen, beispielsweise Lärm, sowie auch

m und in den anderen Stadtteilen der

ren Ein- und Zweifamilienhäuser mit

Bodenrichtwerte fließen in die Bewer-

Kernstadt bei 195 bis 215 EUR je m2.

durchgrünten Gärten. Besonders die

tung der Wohnlagen ein.

In den Ortsteilen außer der Kernstadt

Nähe zur Innenstadt mit dem vielfäl-

schwanken die Werte lagebedingt

tigen Angebot an städtischer Infra-

Nahversorgung, landschaftliches und

2

zwischen etwa 75 und 250 EUR je m .

struktur und Einzelhandel stützen die

Für Gewerbeflächen liegen die Wer-

Wohnlage. In der Altstadt sind durch

te deutlich niedriger zwischen 70 und

die Sanierungsrückstände der Bau-

150 EUR je m , in Rauhenzell und Sei-

substanz, bauliche Dichte und dem

fen bei 80 bzw. 45 EUR.

hohen Versiegelungsgrad, verbunden

2

2

mit wenigem Grün, Abstriche zu maBewertungsskala

chen. Deshalb wird die Altstadt mit „Gut“ bewertet. Besonders an der

Die Wohnlage wird auf einer fünfstu-

Kemptener und der Missener Straße

figen Skala bewertet: Herausragende,

ist durch Verkehrsbelastung die Wohn-

hochwertige, gute, suboptimale und

situation nur noch suboptimal.

schlechte Wohnlagen. 56


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

WOHNL AGE

Am Kalvarienberg

Welzerreute, Hintergrund: Schwarzer Gund

Kalvarienberg

Südstadt

Bühl

Herausragende Wohnlagen liegen am

Die Ein- und Zweifamilienhausgebiete

Besonders in den nördlichen Teilen

Südhang des Kalvarienberges. Hier

in der Südstadt und an der Allgäuer

Bühls ist die Wohnlage überdurch-

gibt es überwiegend Villen, Einfamili-

Straße werden als gute Wohnlage ein-

schnittlich, Abstriche müssen hier

enhäuser, teilweise auch Reihenhäu-

geschätzt. Sie profitieren besonders

wegen der mangelnden Versorgung

ser. Der Wohnstandort profitiert von

von der Nähe der Innenstadt, der so-

gemacht werden. Im südlichen Teil

der Innenstadtnähe verbunden mit der

zialen Infrastruktur (Schulen) und der

kommen noch die negativen Aus-

Lage im Landschaftsraum und dem

Durchgrünung. In Teilen der Südstadt

wirkungen der Bundesstraße und

großartigen Ausblick auf die Oberst-

mangelt es an städtischer Infrastruktur

die Schattenlage hinzu. Hier wird die

dorfer Berge und die Hausberge der

und Versorgung. Als suboptimal we-

Wohnlage trotzdem noch als gut ein-

Stadt Mittag und Horn. Heutigen Maß-

gen der Belastung durch den Kfz-Ver-

geschätzt.

stäben unangepasst sind jedoch die

kehr werden auch die Wohngebiete an

Punkthochhäuser im Westen und Os-

der Sonthofener Straße eingeschätzt.

ten des Kalvarienbergs am Schwar-

Besonders schwierig ist die Wohnsi-

zer Gundweg und der Kalvarienberg-

tuation in der Welzereute. Hier wirkt

straße. Hier ist die Versorgungslage

sich die abgelegene Lage negativ aus.

schlechter, da die Entfernung zur In-

Deutlich wirkt sich im gesamten Be-

nenstadt und der Nahversorgung grö-

reich der Südstadt die Schattenlage

ßer ist. Diese Wohngebiete werden

und das Steinschlagrisiko durch das

als hochwertig bewertet.

Bergmassiv aus. 57


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L FL ÄCHENRESERVEN

Potenzie Gesamt

davon Imme Bühl

Umnutzungspotenzial 1,0 ha

Bedarf l für Imme

Unbebaute Grundstücke im Innenbereich / Nachverdichtung prüfen 9,3 ha Potenzial städtischer Flächen zu prüfen 4,2 ha Langfristige Verlagerung Gewerbestandorte und Umwidmung prüfen 10,9 ha Wohnflächen Reserve laut FNP 18,7 ha davon nutzbar 7,7 ha Potenzielle Wohnbauflächen Gesamt 33,1 ha davon in Immenstadt Bühl

26,1 ha 7,0 ha

Bedarf laut FNP 2012 26,1 - 33,9 ha für Immenstadt (gesamt)

Die Kernstadt Immenstadts und der

nerisch 186 Grundstücke zu je 500 m2

Ortsteil Bühl sind weitgehend be-

ergeben. Davon liegen

baut. Darüber hinaus stößt der bebaute Bereich an seine natürlichen

Städtische Potenzialflächen Vier größere zusammenhängende Flä-

∙∙ in der Innenstadt zwischen Kon-

chen der Stadt Immenstadt könnten

topografischen Grenzen. Für einige

stanzer Ach und Bahn (einschließ-

unter Umständen langfristig entwi-

Flächen besteht jedoch ein Entwick-

lich dem momentan in Entwicklung

ckelt werden. Jedoch besteht für die

lungspotenzial für Wohnen. Vor dem

befindlichen Hössareal mit 0,4 ha)

meisten dieser Flächen bei den aus-

Hintergrund der demografischen Ent-

insgesamt 1,9 ha

schlaggebenden Akteuren Uneinigkeit

wicklung und einer Stabilisierung des Wohnungsmarktes sollen vor einer

∙∙ in der Südstadt und Welzereute

über die zukünftige Nutzung.

1,7 ha

Neuausweisung vorrangig diese be-

∙∙ entlang der Sonthofener Str. 1,3 ha

∙∙ Der Viehmarkt zwischen Missener

stehende Flächen genutzt werden.

∙∙ im Wohngebiet Kalvarienberg 1,8 ha

Straße und Hornbach (2,4 ha) ist

∙∙ an der nördlichen Missener Straße

momentan zentraler Festplatz und

Unbebaute und untergenutzte Grundstücke im Innenbereich

und Schwarzem Gund 0,8 ha ∙∙ sowie in Bühl 1,7 ha

Parkplatz. Seine Lage begünstigt zu mindest in Teilen eine mögliche zukünftige Wohnnutzung. Zu beach-

Insgesamt sind im erschlossenen In-

Der überwiegende Teil der Flächen

ten ist, dass in den Untersuchungen

nenbereich der Kernstadt und in Bühl

befindet sich in privatem Besitz, teils

zur Trassenführung der B 308 neu

untergenutzte bzw. unbebaute Grund-

genutzt z.B. als Parkplatz oder Abstell-

diese Fläche in einer Variante über-

stücke mit einer Fläche von etwa

fläche und ist nicht unmittelbar ver-

plant wird.

9,3 ha vorhanden. Dies würde rech-

fügbar.

58


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FL ÄCHENRESERVEN

Potenzialfläche an der Flurstraße

Potenzialfläche Viehmarkt

Reserveflächen laut FNP

Zusammenfassung

kommenden Legislaturperiode ent-

Zwei bedeutende weitere Reserveflä-

In der Wohnflächenbedarfsprognose

schieden werden. In den Feinunter-

chen mit zusammen 7,7 ha stehen für

(siehe Kapitel 3, Abschnitt Wohnen,

suchungen im Rahmen des ISEKs

Wohngebiete im FNP zur Verfügung:

S. 33) wurde für die Gesamtstadt bis

wurden auch verschiedene Lö-

Im Norden Bühls (3,5 ha) sowie das

2025/29 im optimistischsten Szena-

sungen für Wohnen dargestellt.

sogenannte ehemalige Motocrossge-

rio (BBSR) ein Bedarf von etwa 17 ha

∙∙ Mit der geplanten Verlagerung der

lände auf der Alpe des Kalvarienbergs.

festgestellt. Allein durch die Nutzung

Königsegg-Grundschule werden

Dieses Gebiet ist etwa 18,7 ha groß,

der unbebauten innerstädtschen

auch hier Flächen frei, die mögli-

wovon aber bedingt durch die topo-

Grundstücke und des neuen Wohnge-

cherweise in Teilen für Wohnen ge-

grafischen und landschaftlichen Ge-

biets in Bühl würden 12,8 ha zur Verfü-

nutzt werden könnten.

gebenheiten nur 4 ha nutzbar wären.

gung stehen. Damit könnte ein großer

Wegen des hohen landschaftlichen

Teil durch Innenentwicklung gedeckt

∙∙ Über die zukünftige Nutzung des Hofgartens (0,4 ha) soll erst in der

Innerstädtische Gewerbestandorte

Potenzials dieser Fläche ist eine Ent-

werden, weitere Flächen stehen in

wicklung nicht empfehlenswert.

den Ortsteilen zur Verfügung.

Weiteres Potenzial

Sollte ein Bedarf von 27 ha entstehen

Die drei Betriebe Eberl, Kunert und Monta machen einen bedeutenden Teil der Wirtschaft Immenstadts aus.

(FNP-Modell 65 EW/ha), so wäre die

Jedoch ist die Lage der Betriebe

Zukünftiges Potenzial auf dem Woh-

Nutzung der anderen Potenzialflächen

nicht mehr optimal. Die Betriebe lie-

nungsmarkt ist darüber hinaus in den

(städtische Flächen, innerstädtische

gen in direkter Nachbarschaft mit

Einfamilienhausgebieten der 50er bis

Gewerbestandorte, ggf. Kalvarienberg)

Wohngebieten mit negativen Folgen,

70er Jahre zu erwarten. Hier werden

notwendig.

z.B. erhöhtes Verkehrsaufkommen

zukünftig Anforderungen im Hinblick

oder Lärm. Die Betriebe sind in ihren

auf die Sozialstruktur und auf den en-

Entwicklungsmöglichkeiten einge-

ergetischen Zustand der Gebäude zu

schränkt. Momentan sind die Stand-

bewältigen sein. Weitere Potenziale

Für Gewerbebetriebe wird in der Kern-

orte gefestigt, langfristig ist aber zu

für Wohneinheiten können durch Um-

stadt kein Flächenpotenzial gesehen.

prüfen, ob diese Produktionsanlagen

nutzungen gewonnen werden, bspw.

Die bestehenden Gewerbestandorte

in die Gewerbegebiete entlang der

am ehemaligen Kinderheim in Bühl.

sind weitgehend bebaut. Zukünftige

Reserven für das Gewerbe

B 19 verlagert werden können. Damit

Entwicklungen sollen möglichst im

würden insgesamt etwa 10 ha wei-

großen Gewerbegebiet in Seifen und

terer Flächen zur Verfügung stehen.

an der Bundesstraße B 19 konzentriert werden. 59


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L S TÄ R K E N U N D S C H WÄ C H E N Stärken, räumlich

Schwächen, räumlich

Landschaftsraum Allg. Alpen, Nagelfluhkette, Kalvarienberg

Wohnbereiche mit erhöhtem Sanierungsbedarf

Auenlandschaft Iller und K. Ach

Verkehrsbarrieren

Ortsbild prägende Bachläufe Konstanzer Ach und Steigbach wichtige Wegeverbindungen in die Landschaft städtische Grünanlagen

Gestaltungsdefizit im öffentlichen Raum

historisch bedeutsamer Bereich

städtebaulicher Maßstabsbruch

Stärken, funktional

ortsbild störende Gebäude

Herausragende Wohngebiete

Schwächen, funktional

zentraler Versorgungsbereich

verlärmte Wohnlage

zentrale Bildungsstandorte Gesundheitszentrum / Krankenhaus

Gemengelage / Nutzungskonflikt untergenutzte Fläche stauanfälliger Straßenabschnitt

zentrale Freizeitangebote

Stellplatzdefizit

zentrale Arbeitsstandorte

Hotel-/ Gastronomiedefizit

Schwächen, räumlich

g. Alpen, rienberg

Wohnbereiche mit erhöhtem Sanierungsbedarf

und K. Ach

Verkehrsbarrieren

chläufe Steigbach dungen in

Gestaltungsdefizit im öffentlichen Raum

en

unattraktive Stadteingänge

er Bereich

städtebaulicher Maßstabsbruch

unattraktive Wegeverbindungen

ortsbild störende Gebäude

ngebiete

Schwächen, funktional

sbereich

verlärmte Wohnlage Gemengelage / Nutzungskonflikt untergenutzte Fläche

tungen

stauanfälliger Straßenabschnitt

bote

Stellplatzdefizit

orte

Hotel-/ Gastronomiedefizit

60

unattraktive Stadteingänge

zentrale Kultureinrichtungen

Mobilitätsknoten

ndorte /

unattraktive Wegeverbindungen


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S TÄ R K E N U N D S C H WÄ C H E N

61


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L S TÄ R K E N

Hochwertiger Landschaftsraum

Wegeverbindungen in die Landschaft

Die Bewertung basiert auf der Be-

Landschaftsraum Allgäuer Alpen

Wegeverbindungen in die Land-

standsanalyse und zeigt die wich-

sowie Auenlandschaft der Iller und

schaft

tigsten Potenziale als Stärken sowie

Konstanzer Ach

Risiken und städtebauliche Missstände als Schwächen auf.

Die direkte Zugänglichkeit der LandZu den wesentlichen Qualitäten Im-

schaftsräume aus der Innenstadt stellt

menstadts zählt das auf kurzen We-

ein Potenzial für den Tourismus dar.

Die Stärken-Schwächen-Analyse bil-

gen erreichbare attraktive landschaft-

det daher die methodische Grundlage

liche Umfeld. Für die Naherholung ist

für die Erarbeitung des Leitbilds und

besonders der Kalvarienberg ein gro-

dient als Grundlage für Ideen und Kon-

ßer Gewinn. Aber auch die Auenland-

Drei Grünanlagen prägen das Stadtbild

zepte der zukünftigen Stadtentwick-

schaften der Iller und Konstanzer Ach

und schaffen Erholungsräume inner-

lung.

sowie der direkte Zugang zum Mittag-

halb der Kernstadt: Der Hofgarten, der

berg und der Nagelfluhkette sind für

Klostergarten und der Park der Villa

Gesamtstädtisch betrachtet hat Im-

die Stadtbevölkerung, den Tourismus

Edelweiß in der Südstadt.

menstadt in zwei Themenbereichen

aber auch für das Stadtklima von groß-

besondere Stärken: Der Zusammen-

er Bedeutung.

hang der Stadt mit dem Natur- und

Städtische Grünanlagen

Historische Altstadt und bedeutsame Gebäude

Landschaftsraum und die gut ausge-

Ortsbildprägende Bachläufe Kon-

prägte städtische Infrastruktur mit

stanzer Ach und Steigbach

Funktionsvielfalt

Die historische Altstadt in überwiegend erhaltenem Grundriss mit seinen

Der direkte Landschaftsbezug wird

herausragenden Baudenkmälern wie

durch die beiden Bäche Konstanzer

dem Schloss, dem Rathaus, dem Mar-

Ach und Steigbach erlebbar, die durch

stall und der Kirche St. Nikolaus hat ei-

die Innenstadt verlaufen. Die Uferland-

nen großen Wiedererkennungswert.

schaften sind raumprägende Grünstrukturen, die die Innenstadt mit der

Weiterhin sind die Ruinen Hugofels,

umliegenden Landschaft verbinden.

Rothenfels und Laubenbergstein zu

Der direkte Zugang zum Wasser in der

nennen.

Innenstadt stärkt insbesondere die Aufenthaltsqualität.

62


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S TÄ R K E N

Herausragende Wohngebiete

Literaturhaus

Gesundheitszentrum Immenstadt

kurrenzkampfes um junge Familien

Zentrale Arbeitsstandorte

wird der Bestand eines qualifizierten Besonders die Wohngebiete am Kalva-

und breit gefächerten Ausbildungsan-

Aufgrund der Lage an der B 19 so-

rienberg und in Bühl sind aufgrund ih-

gebotes in Zukunft an Bedeutung ge-

wie der bereits ansässigen großen

rer Lage im Landschaftsraum beliebte

winnen.

Betriebe ist Immenstadt ein interes-

hochwertige Wohnstandorte. Begünstigt werden diese durch die Nähe

santer Gewerbestandort. Die Stadt Gesundheitszentrum Krankenhaus

zum Versorgungszentrum Altstadt.

bietet Arbeitsplätze über die Stadtgrenzen hinaus.

Das Krankenhaus als SchwerpunktkliZentraler Versorgungsbereich

nik des südlichen Landkreises Oberall-

Mobilitätsknoten Bahnhof / Bus-

gäu sowie das Gesundheitszentrum

bahnhof

Die hochwertigen Angebote für Ein-

gewährleisten eine hochwertige Ver-

zelhandel und Dienstleistungen liegen

sorgung im Gesundheitsbereich. Dies

Der Anschluss an die Bahnlinie und

kompakt in der Altstadt und profitieren

steht einen wichtigen Faktor für die

die Bedeutung als Umsteigeknoten

voneinander. Die Innenstadt ist auch

Stadtenwicklung in Bezug auf den de-

ist eine Chance für die Stadtentwick-

für die anderen Ortsteile und Nachbar-

mografischen Wandel dar.

lung. Vor dem Hintergrund steigender

gemeinden ein Versorgungszentrum. Die Lebensmittelmärkte sind in der

Mobilitätskosten gewinnt der ÖPNV Zentrale Kultur- und Freizeitein-

zukünftig an Bedeutung. Die Auf-

richtungen

rechterhaltung des Bahnbetriebs und

Stadt so verteilt, dass von fast allen

Stärkung des Bahnhofs als Mobilitäts-

Wohngebieten die Nahversorgung

Immenstadt bietet mit Bibliothek,

knoten verbunden mit einem guten

fußläufig gesichert ist.

Hofmühl-Museum, der Veranstal-

Busverkehrsangebot ist für die Stadt

tungshalle Hofgarten, dem Schloss,

Immenstadt eine zentrale Aufgabe für

Literaturhaus und dem Kino ein gutes

die Zukunft.

Zentrale Bildungsstandorte

Grundangebot an Kultureinrichtungen. Der Schulstandort Immenstadt deckt

Auch das Freizeitangebot, besonders

sämtliche Schultypen bis zum Gym-

im Outdoorbereich ist sowohl für

nasium ab. Immenstadt verfügt über

Einheimische als auch für Touristen

eine Musikschule und regional bedeu-

insgesamt als gut einzuschätzen. Im

tende, teils einmalige Einrichtungen

Vergleich zu den konkurrierenden

für die Berufsausbildung mit ange-

Nachbarorten ist Immenstadt jedoch

schlossenem Internat. Vor dem Hin-

lagebedingt besonders im Wintersport

tergrund des interkommunalen Kon-

im Nachteil. 63


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L S C H WÄ C H E N

Öffentlicher Raum in der Sonthofener Straße

Tunnel zum Schulzentrum

Schwerpunktbereich für zukünftiges

Wohnbereiche mit erhöhtem Sa-

Gestaltungsdefizit im öffentlichen

Handeln ist vor allem die Innenstadt

nierungsbedarf

Raum

lagern sich eine Vielzahl funktionaler,

Der Sanierungsbedarf wird auf die-

Die mangelhafte Gestaltung und feh-

räumlicher und struktureller Mängel

ser Ebene nur quartiersweise allge-

lende Aufenthaltsqualität im öffent-

mit der historische Altstadt. Hier über-

im öffentlichen Raum und auf privaten

mein aufgenommen. Besonders in

lichen Raum beeinträchtigt die Wohn-

Anwesen. Damit liegt auch der Fokus

der Innen­stadt besteht ein vermehrter

umfeldqualität erheblich. Besonders

der weiteren Untersuchung und der

Sanierungsstau bei Wohngebäuden.

in den Straßenräumen Bahnhofstraße,

Handlungsfelder auf der Innenstadt.

Weiterhin sind die Welzereute, die

Am Graben und Sonthofener Straße

Wohngebäude an der Missener und

sowie im Umfeld des Busbahnhofs,

an der Kemptener Straße zu nennen.

am Viehmarkt und auf der Bauhofinsel

Darüber hinaus werden Missstände überwiegend an den Ein- und Ausfallsstraßen Kemptener Straße, Sontho-

ist die Gestaltungsqualität mangelhaft. Verkehrsbarrieren

fener Straße und Julis-Kunert-Straße festgestellt.

Unattraktive Wegeverbindungen Die Bahntrassen stellen die gravierendsten Verkehrsbarrieren in Immen-

Die Tunnel- und Brückenverbindungen

stadt dar. Sie teilt den Ort in drei Teile

zwischen Südstadt, Schulstandort und

und ist nur an wenigen Punkten zu

Sonthofener Straße zur Innenstadt

überwinden. Dies wirkt sich beson-

sind nur unzureichend gestaltet, ver-

ders auf die Südstadt und die Wohn-

schmutzt und teilweise Angsträume.

gebiete entlang der Sonthofener Straße als Missstand aus.

Unattraktive Stadteingänge

Weiterhin schränkt aber auch das

Die Stadteingänge an der Julius-Ku-

starke Verkehrsaufkommen auf den

nert-Straße, an der Blaichacher Stra-

Straßenzügen Kemptener- / Jahnstra-

ße und an der Kemptener Straße sind

ße und Sonthofener / Staufner / Julius-

unzureichend gestaltet. Sie sind teil-

Kunert-Straße die Passierbarkeit deut-

weise nur als Übergangsbereich durch

lich ein.

anliegende Gewerbegebiete wahrnehmbar.

64


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S C H WÄ C H E N

Verkehrsbelastung in der Sonthofener Straße

Stadtzufahrt Julius-Kunert-Straße

Gemengelage / Nutzungskonflikte

Stellplatzdefizit

Besonders in Nachbarschaft von

In den Sommermonaten besteht be-

Besonders die Hochhäuser im Osten

Wohngebieten und Gewerbebetrieben

sonders in Bühl durch den verstärkten

und Westen des Kalvarienbergs sowie

entstehen Nutzungskonflikte. Einer-

Fremdenverkehr ein Defizit an Stell-

das Hochlager der Kunertwerke sind

seits wird der Wohnwert durch Lärm-

plätzen. Dies wird insbesondere auch

in Immenstadt gravierende Maßstabs-

und Verkehrsbeeinträchtigungen

durch das nahegelegene Buddhismus-

sprünge, die auch das Ortsbild gravie-

gemindert. Andererseits sind die Ent-

zentrum und stark frequentierte Som-

rend beeinträchtigen. Weiterhin ist das

wicklungsmöglichkeiten der Betriebe

merfeste hervorgerufen.

Hochhaus an der Hochriedstraße nicht

eingeschränkt. Dies betrifft insbeson-

maßstabsgerecht.

dere die drei großen Unternehmen

Städtebaulicher Maßstabsbruch und Ortsbild störende Gebäude

Hotel- und Gastronomiedefizit

Monta, Kunert und Eberl, in Teilen Im Iller-Landschaftsraum stören be-

aber auch die Gewerbegebiete an der

Insbesondere in Immenstadt, aber

sonders das Umspannwerk sowie die

Sonthofener-, Blaichacher und Julius-

auch in Bühl ist das qualitative und

Gewerbeanlagen direkt am Illerufer

Kunert-Straße sowie Im Engelfeld.

quantitative Angebot an Gastronomie-

das Landschaftsbild.

und Beherbergungsbetrieben nicht Untergenutzte Flächen

ausreichend.

Verlärmte Wohnlagen Nur wenige Grundstücke in ImmenDie starken Verkehrsbelastungen so-

stadt sind untergenutzte Flächen. Ins-

wie der Bahnverkehr führen zu hohen

besondere betrifft dies das Post- und

Lärmimmissionen in einigen Wohnla-

Doblerareal. Das Hössareal soll in Kür-

gen. Insbesondere die Wohngebiete

ze bebaut werden.

an der Kemptener und der Sonthofener Straße sind von Lärm, Abgasen

Stauanfälliger Straßenabschnitt

und Erschütterungen durch Schwerlastverkehr betroffen.

Besonders auf Abschnitten der Sonthofener Straße kann es zu Verkehrsstaus kommen. Dies wird durch den erhöhten touristisch bedingten Verkehr verstärkt.

65


66


D I E I N N E N S TA D T

5 67


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T GESCHICHTE

Historischer Stadtkern Historischer Stadtkern am Steigbach mit der katholischen Pfarrkirche

Um 1500 - Entwicklung zur Stadt 1360 Erhebung des Dorfes zur Stadt

Vom Dorf zur Stadt

Sicherung der Siedlung mit einer Stadtbefestigung durch Heinrich Graf zu Montfort von Walter von Laubenberg

Siedlungswachstum innerhalb der Stadtmauern

Am Abzweig der Handelsstraße aus

Mitte des 15. Jahrhunderts Bau der Hofmühle vor den Stadttoren

dem oberen Illertal nach Kempten und

Kemptner Tor, Sonthofer Tor, Staufner Tor

Augsburg von der alten Römerstraße über das Oberjoch zum Bodensee entstand die Siedlung Immendorf. Mit der Errichtung der Pfarrkirche wächst die Bedeutung der Siedlung. Neben

Historischer Ortskern

Um 1500 - Entwicklung zur Stadt Bis 1700 Wachstum außerhalb Salzstadl wird vor die Tore der Stadt verlagert. Im Umfeld des Salzstadls entstehen Gasthäuser.

1550: Bau eines Amts- und Rathauses am Marktplatz Der ca. 6000 qm große Hofgarten wird 1590 durch Georg Freiherr zu Königsegg als "Lust- oder Baumgarten" angelegt. 1604-1620 Bau eines Steingebäudes am Marktplatz durch Freiherrn Georg und Vereinigung mit dem Amtshaus von 1550 zum Schloss 1653-1655 Bau des Klosters

der Kirche bilden Amtshaus und Wirts-

1823 Stadt im Umbruch

haus das Zentrum am heutigen Mari-

1806-1818 Abbruch der Stadttore

enplatz. 1360 erheben die Grafen von

Ländliche Holzbauweise dominiert

Trotz des Einflussverlustes der Freiherren ist der Hofgarten in seiner Struktur noch vorhanden. Die Pacht läuft 1824 aus.

Montfort den Ort zur Stadt mit Marktrecht und errichten die Stadtmauer. Drei Tore entstehen: das Kemptner Tor am heutigen Gasthof Traube, das Sonthofer Tor am Kirchplatz und das Staufner Tor an der Alleestr. / Bahnhofstr.

Um 1700 - Wachstum jenseits der Mauer

1823 - Stadt im Umbruch

Wachstum jenseits der Mauer

1886 Industrialisierung

1902 Gründerzeit

Als Folge des Machtverlust der Grafen geht der Hofgarten als Gesamtensemble verloren

Ergänzungen

In Folge des großen Brands von 1844 und der Überschwemmung von 1873 werden große Teile der Innenstadt umgestaltet 1853 Bahnlinie nach Kempten 1873 Bahnlinie nach Sonthofen 1857 Die Bindfadenfabrik bildet neuen Schwerpunkt der Siedlungsentwicklung nach Süden Ab 1878 Beginn der Steigbachkorrektion 1882 Villa Edelweiss

Durch verstärkte Ansiedlungen in der Salz- und Leinenhandelsstadt reicht bald der Platz innerhalb der Stadtbefestigung nicht aus, so dass 1560 der Salzstadel hinter das Sonthofer Tor verlagert wird. Die Besiedelung entlang der heutigen Salzstraße und Bahnhofstraße beginnt. Die Stadt geht an die Freiherren zu Königsegg über, die Immenstadt zu ihrer Resi-

1886 - Industrialisierung

1902 - Gründerzeitliche Stadterweiterung

denz machten. Sie legen Stadtschloss

1954 Zersiedelung

2012 Aktueller Stand

Ergänzungen

Ergänzungen

und Hofgarten, Amtshaus, Kanzlei und Marstall sowie die Hofmühle an der Ach, das Kloster und die Brauerei an. Überflutungen und Stadtbrände im 17. bis 19. Jahrhundert zerstörten immer wieder weite Teile der Stadt. Der Wiederaufbau änderte das Stadtbild.

1954 - Beginn der Zersiedelung 68

2012 - Situation heute


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

GESCHICHTE

Immenstadt um 1850, Litografie Xaver Glötzle, Blick von Nordwesten in Richtung Sonthofen, im Vordergrund der Hofgarten (Quelle: Siegbert Eckel (Hrsg.): Immenstadt im Wandel, Verlag J. Eberl, Immenstadt 2007)

Industrialisierung

Bis zum Zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg

Durch den Machtverlust der Grafen

Das Lustgartenfeld zwischen Bahn

An der Straße nach Bühl entstehen die

und den Übergang an das Königreich

und Konstanzer Ach westlich der Stadt

Kunertwerke und deren Arbeiterhäu-

Bayern werden Mitte des 19. Jahrhun-

wird fast vollständig bebaut. Die Hof-

ser. Zwischen Bahn und Kemptener

derts der Hofgarten aufgegeben. Die

gartenstraße wird verlängert und teilt

Straße entsteht der Schulstandort,

Hofgartenstraße wird begradigt. Mit

den Hofgarten. Dieser wird wieder als

Mitte der 70er Jahre auch das Schul-

Vorgärten an den Häusern verschwin-

Park gestaltet.

und Sportzentrum in der Illerniede-

det die ländliche Prägung der Stadt.

rung. Ab den 60er Jahren siedeln sich Bis zum Zweiten Weltkrieg entstehen

Gewerbebetriebe an der südlichen

Mit der Eröffnung der Bahnlinie Kemp-

auch erste Wohngebäude auf dem

Sonthofener Straße an.

ten-Lindau 1853 beginnt die Indus-

südlichen Kalvarienberg und an der

trialisierung. Die Bindfadenfabrik am

Mühlhalde. Besonders die Südstadt

Der Kalvarienberg wird dichter besie-

Standort der heutigen Monta-Klebe-

wird am Oberen Feld mit über 100

delt, markant sind die Hochhäuser im

bandwerke, wird 1855 am Steigbach

kleinteiligen Parzellen und weiteren

Nordosten und Nordwesten. Mit den

südlich der Bahnlinie mit einer Arbei-

Arbeiterwohnungen im Bereich der

Eingemeindungen 1972 wird auch das

tersiedlung errichtet. In den Folge-

Stuibenstraße erweitert. Der Struk-

östliche Illerufer mit Kieswerk, Bau-

jahren setzt auch die Besiedlung der

turwandel von der Landwirtschaft zur

hof und Umspannwerk bebaut. Die

Gebiete östlich und westlich der alten

Industrie ist in der Stadtentwicklung

Verkehrsproblematik verschärft sich.

Stadt ein, entlang der Straßen nach

deutlich erkennbar. Bombardements

Die Sonthofener Straße wird im Stadt-

Kempten und Sonthofen sowie südlich

im Zweiten Weltkrieg zerstören das

zentum zur Bahntrasse verlegt. In den

der Bahn.

Elektrizitätswerk, Bahnanlagen und die

90er Jahren wird sie mit Unterfüh-

Mälzerei der Brauerei.

rungen ausgebaut. 69


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Stadt

R Ä U M L I C H E R B E S TA N D

öffen

priva

Wald

Versi

Stadtparks öffentliche Freiflächen private Freiflächen Wald, Baumbestand Versiegelte Flächen

Die Innenstadt wird von der Konstan-

Im Zentrum der Altstadt liegt der Mari-

Demgegenüber sind die Wohngebiete

zer Ach, der Bahntrasse und dem

enplatz, der von Schloss, Rathaus und

östlich und westlich der Altstadt in

Viehmarkt begrenzt. Stadträumlich

St.-Nikolaus-Kirche geprägt wird. Die

offener Bebauung überwiegend mit

gliedert sie sich in zwei Teile mit un-

Straßenbreite der wenigen Straßen

Einfamilienhäusern sowohl im öffent-

terschiedlichen Charakteristika: die hi-

variiert stark. Umgeben wird die Alt-

lichen Raum als auch auf privaten

storische Altstadt und die Wohn- und

stadt von einem Ring aus Plätzen und

Grundstücken weitgehend durchgrünt.

Mischgebiete westlich und östlich der

Gassen.

Ein charakteristisches Beispiel ist die

Altstadt.

alleeartige Rothenfelsstraße. Eine Die Altstadt ist überwiegend versie-

weitere bedeutende Grünfläche stellt

Das Geviert der kompakten Altstadt

gelt, die einzige größere Grünfläche

der Hofgarten dar. Auch die im Norden

ist zum großen Teil von historischen

ist der Klostergarten. Durch die enge

fließende Konstanzer Ach prägt den

Gebäuden geprägt, die noch heute

Bebauung sind so gut wie keine Gär-

Stadtraum nachhaltig.

den alten Stadtgrundriss erkennbar

ten vorhanden. Auch der verrohrte

machen. Die Gebäude stehen in hoher

Steigbach, der mitten durch die Alt-

Bebauungsdichte überwiegend gie-

stadt führt, ist nur am Landwehrplatz

belständig und teils mit Vor- und Rück-

erlebbar.

sprüngen an den Blockrändern. Die zwei- bis dreigeschossigen Gebäude städtischen Typs zeigen die Bedeutung, die Immenstadt ehemals hatte. 70


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

BEBAUUNGSSTRUK TUR

Gebäudestruktur Der Schwarzplan des Untersuchungsbereiches zeigt die verdichtete Altstadt mit intensiver Nutzung der Flächen (hoher Anteil an Hauptgebäuden) und anderseits die offene Bebauung der Wohngebiete sowie die drei größeren Gebäudekomplexe Druckerei, Berufsschule sowie Grund- und Mittelschule. Nur wenige unbebaute Grundstücke sind ablesbar.

Schwarzplan

Hauptgebäude

Nebengebäude

Versiegelung Ergänzend zeigt der Versiegelungsplan, wie hoch der Anteil versiegelter Flächen im Gebiet ist. Hierin sind überbaute Flächen, Verkehrsflächen und andere asphaltierte, betonierte und verdichtete Oberflächen aufgenommen. Auch hier wird die intensive bauliche Nutzung sowie der geringe Anteil an Grünflächen mit Freianlagen und Gärten in der Altstadt deutlich. Versiegelung

71


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Wohn

NUTZUNG

Einze

Lebe

Diens

Wohnen

Gesu

Einzelhandel

Bank

Lebensmittel

Spiel

Dienstleistungen

Hand

Gesundheit / Ärzte

Gewe

Wohnen

Banken

Behe Gast

Einzelhandel

Spielsalon

Lebensmittel

Handwerk

Dienstleistungen

Gewerbe

Gesundheit / Ärzte

Beherbergung, Gastronomie

Relig

Wohnen

Banken

Kultur

Park

Einzelhandel

Spielsalon

Soziales

Leers

Lebensmittel

Handwerk

Bildung

Nebe

Dienstleistungen

Gewerbe

Verwaltung

Gesundheit / Ärzte

Beherbergung, Gastronomie

Religion

Wohnen

Banken

Kultur

Parken

Einzelhandel

Spielsalon

Soziales

Leerstand

Lebensmittel

Handwerk

Bildung

Nebengebäude

Dienstleistungen

Gewerbe

Verwaltung

Keine Nutzung / kein Geschoss

Gesundheit / Ärzte

Beherbergung, Gastronomie

Religion

Banken

Kultur

Parken

Spielsalon

Soziales

Leerstand

Nutzung Erdgeschoss

Handwerk Bildung Die Nutzungsstruktur der Innenstadt Gewerbe

Verwaltung

ist heterogen. Wohnen, Arbeiten,

Kultu

Sozia

Bildu

MehrereNebengebäude Restaurants (etwa 8) und Keine Nutzung / kein Geschoss

Verw

Keine kein

Verwaltungsschwerpunkte liegen am

Beherbergungsbetriebe (etwa 6) sind

Marienplatz (Rathaus, Amtsgebäude),

Religion Einkaufen, Dienstleistungen und LerGastronomie

vorrangig in der Altstadt an den Plät-

der Jahnstraße (Bauamt) und der Ro-

nen - in allen Lebensbereichen gibt es

zen vertreten. Damit besteht für Kun-

thenfelsstraße (Finanzamt).

vielfältige Angebote. Dies stärkt nach-

den bzw. Touristen eine gute Zugäng-

haltig die Aufenthalts- und Lebens-

lichkeit. Jedoch ist in diesem Bereich

In den Obergeschossen wird mit we-

Keine Nutzung / qualität Verwaltung der Stadt und prägt auch das kein Geschoss

keine qualitative und quantitative Viel-

nigen Ausnahmen gewohnt.

ReligionImage. überörtliche

falt gegeben. Darüberhinaus beste-

Beherbergung, Kultur

Soziales Bildung

Parken

Leerstand

Nebengebäude

hen ca. 10 Betriebe, die sich unter den

Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme

Der Einzelhandel und das DienstleiLeerstand

Oberbegriffen Bistro oder Imbiss zu-

(April 2011) war nur vereinzelt Gewer-

stungsangebot konzentrieren sich Nebengebäude

sammenfassen lassen. Hotels und Re-

be- und Wohnungsleerstand erkenn-

dabei entlang der Bahnhofstraße, am

staurants gehobener Kategorien sind

bar.

Marien­platz, am Klosterplatz und der

nicht ansässig.

Parken

Keine Nutzung / kein Geschoss

Salzstraße in den Erdgeschossen. Dabei fällt die außerordentlich hohe

Im Süden der Innenstadt liegen der

Vielfalt und Qualität der überwiegend

Bahnhof und der Busbahnhof.

inhabergeführten Geschäfte auf.

72


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

NUTZUNG

Nutzung Obergeschoss

Kultur und Kirche

Bildung und Soziales

Sport und Freizeit

Auch die kultutrellen Einrichtungen

Weiterhin liegen ein Pflegeheim, die

Sport- und Freizeitanlagen sind in der

konzentrieren sich in ihrer Vielfalt in

Grund- und Mittelschule sowie die Be-

Innenstadt nur in Form von Schul-

der Altstadt und an deren Rand.

rufsschule in der Innenstadt und stär-

sporthallen vorhanden. Spiel- und

ken die Zentralität der Stadt.

Sportplätze, Schwimmbad und andere

Das vor wenigen Jahren neue ein-

Freizeiteinrichtungen liegen alle außer-

gerichtete Literaturhaus in der ehe-

Darüberhinaus ist das Jugendhaus

halb der Innenstadt, großteils in den

maligen gräflichen Reitschule ist ein

Rainbow fest integrierter Bestand-

Illerauen.

Highlight des lokalen Kulturangebots.

teil des jugendkulturellen Lebens. mit

Weiterhin liegt in Randlage der Alt-

einem weit gefächerten Angebot an

stadt das Museum Hofmühle. Das

Kursen, Konzerten und Betreuung.

Hofgartengebäude bietet mit seinen 1000 Plätzen ein großes regionales Angebot an kulturellen Veranstaltungen, ergänzt wird dieses vom neu sanierten Schloss. Auch das Kino liegt im Zentrum der Stadt.

73


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Inner Verso

EINZELHANDEL

1a-La

1b-La

1c-La

Lebe

Innerstädtischer Versorgungsbereich 1a-Lage 1b-Lage 1c-Lage Lebensmittelmarkt

Zusammenfassend sei hier die Versor-

Positiv wird die zentrale und kompakte

Die Situation des Einzelhandels wird

gungslage Immenstadts auf Grund-

Lage des Einzelhandels in der Altstadt

insgesamt als labil eingeschätzt. Ver-

lage des Einzelhandelsgutachten der

hervorgehoben. Hier wird fast 50 %

besserungsbedürftig ist die durch-

CIMA Beratung und Management

des Umsatzes erwirtschaftet.

schnittliche Geschäftsgröße und die

GmbH aus dem Jahr 2008 dargestellt.

Baustruktur. Darüberhinaus wird empBesonders stark ist die Lage im mitt-

fohlen, das Einzelhandelsangebot ei-

Darin wird deutlich, dass Immenstadt

leren Teil der Bahnhofstraße und am

nerseits auf die Einheimischen zu stär-

im Allgemeinen ein hochwertiges,

Bräuhausplatz. Diese wird mit „1a“

ken, andererseits verstärkt auf den

ausgeprägtes Einzelhandelsangebot

bewertet. Weitere Teile der Altstadt

touristischen Bereich auszuweiten,

hat. In bestimmten Branchen gibt es

liegen in „1b“-Lage. Die Salzstraße so-

um darüber eine Frequenzstärkung zu

qualtitativ und quantitativ Aufwer-

wie die Hirschstraße werden mit „1c“

erreichen.

tungsbedarf. Immenstadt bietet insge-

kategorisiert. Diese Abstufung spie-

samt eine überdurchschnittliche hohe

gelt u.a. Frequentierung und Verweil-

Einzelhandelssflächenausstattung,

dauer in den unterschiedlichen Lagen

jedoch sind die einzelnen Verkaufsein-

wieder. Die verschiedenen Lagequali-

heiten mit wenigen Ausnahmen un-

täten ergänzen sich.

terdurchschnittlich klein (unter 50 m ). 2

Dies ist nicht zeitgemäß für Filialisten

Schwerpunkt des Einzelhandelsange-

und ein breites Sortimentsangebot.

bots sind Waren des mittelfristigen

Mittelfristig ist die Marktfähigkeit die-

Bedarfs. Dies unterstreicht auch die

ser Geschäfte unsicher.

regionale Bedeutung der Stadt.

74


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

EIGENTÜMER

Stad

Land Freis

Öffen (Dt. B

Kath

Woh (SWW

Priva

Stadt Immenstadt Landkreis Oberallgäu, Freistaat Bayern, BRD Öffentliche Unternehmen (Dt. Bahn, Dt. Post, Überlandwerk) Stadt Immenstadt

Katholische Kirche

Landkreis Oberallgäu, Freistaat Bayern, BRD

Wohnungsbaugesellschaften (SWW, Sozialbau, Dt. Annington, ...)

Öffentliche Unternehmen (Dt. Bahn, Dt. Post, Überlandwerk)

Private

Katholische Kirche Wohnungsbaugesellschaften (SWW, Sozialbau, Dt. Annington, ...) Private

Die Innenstadt umfasst eine Fläche

Darüberhinaus sind in öffentlichem

von ca. 34 ha. Laut Grundbuch (Daten-

Eigentum des Landkreises das Berufs­

stand März 2011) befindet sich etwa

schul- und Postareal (zusammen

Privateigentum

15,5 ha

die Hälfte der Fläche in privatem Ei-

1,9 ha) sowie das Finanzamt (0,1 ha)

Stadt Immenstadt

12,5 ha

gentum (15,5 ha).

und im Eigentum des Freistaats

Landkreis, Bayern und

Bayern der Straßenzug der B 308

BR Deutschland (gesamt) 3,3 ha

(1,2 ha).

Wohnungsbaugesellsch. 2,2 ha

Etwa ein Drittel gehört der Stadt

Grundeigentümer (gerundet)

(SWW, Sozialbau, Postbau,

(12,5 ha.) Davon wird der überwiegende Anteil von Straßenland (ein-

Wohnungsbauunternehmen (SWW,

Dt. Annington)

schließlich Gehwege), Busbahnhof,

Sozialbau Kempten, Postbaugenos-

Katholische Kirche

0,2 ha

Steigbach und der Uferbereich der

senschaft Augsburg, Deutsche An-

öff. Unternehmen

0,2 ha

Konstanzer Ach belegt (7,2 ha). Drei

nington) besitzen bzw. verwalten

(Bahn, Post, Überlandwerk)

überdurchschnittlich große städtische

Grundstücke an der Missener und

Grundstücke in der Innenstadt sind die

Montfortstraße, die Wohnanlage an

Flächen der Schulen und Rettungs-

der Konstanzer Ach und das Pflege-

wache an der Kemptener / Grünten-

heim mit einer Gesamtfläche von

straße (ingesamt 2,75 ha), der Hof-

2,2 ha.

garten (0,65 ha) und das Dobler-Areal (0,25 ha). Weitere städtische Grundstücke machen zusammen ca. 1,75 ha aus. 75


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Einze

S TA D T G E S TA LT

Ense

Bode

Ortsb

Ortsb

Einzeldenkmal Ensembledenkmal Bodendenkmal Einzeldenkmal

Ortsbild prägende Gebäude

Ensembledenkmal

Ortsbild störende Gebäude

Bodendenkmal Ortsbild prägende Gebäude Ortsbild störende Gebäude

Charakteristisch für Immenstadt ist

Des Weiteren zeigen einige Gebäude

Einige wenige Gebäude stören jedoch

der Marienplatz mit Schloss, Rathaus,

die stadtgeschichtliche Entwicklung

das Ortsbild. Dies sind insbesondere

Amtshaus und Kirche St. Nikolaus, die

und sind damit Ortsbild prägend. Be-

funktionale Bauten wie die Mittelschu-

unter Ensembleschutz stehen. Dies ist

sonders zu nennen sind die Gebäude

le und die Druckerei, andererseits eini-

der ursprüngliche Kern der Stadt.

im Allgäuer Heimatstil an der Bahn-

ge Geschäftshäuser aus den 1960-er

hofstraße, der Bahnhof, das Kino,

und 70-er Jahren an der Alleestraße,

Darüberhinaus wird die Altstadt Im-

einige markante Gasthäuser (Engel,

am Marienplatz bzw. Am Graben.

menstadts von vielen bauhistorischen

Hirsch, Traube, etc.) und die Verwal-

Denkmälern geprägt, z.B. die alte Reit-

tungsgebäude an der Jahnstraße.

schule (heutiges Literaturhaus), der ehemalige Marstall, die Hofmühle, die

Da sich die Struktur Immenstadts seit

ehemalige Post gegenüber dem Bahn-

der Industrialisierung deutlich geän-

hof sowie das Kloster.

dert hat, sind landwirtschaftliche Anwesen in der Innenstadt nicht mehr

Der gesamte Altstadtbereich steht unter Bodendenkmalschutz.

76

vorhanden.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Sehr

G E B Ä U D E Z U S TA N D

Gut

Durc

Unte

Schle

Nebe nicht

Sehr gut Gut Durchschnittlich Sehr gut

Unterdurchschnittlich

Gut

Schlecht

Durchschnittlich

Nebengebäude / nicht klassifiziert

Unterdurchschnittlich Schlecht Nebengebäude / nicht klassifiziert

Die bauliche Substanz im Untersu-

War der Gebäudezustand an Dach,

Darüber hinaus wurde im April 2012

chungsgebiet wurde anhand einer

Fassaden und Fenstern sowie der

eine Befragung per Fragebogen sämt-

fünfstufigen Skala von sehr gut bis

Gesamteindruck sichtlich beeinträch-

licher Eigentümer in der Innenstadt

schlecht eingeschätzt. Dabei wurde

tigt, wurden je nach Ausprägung die

durchgeführt, in der unter anderem

auf sichtbare Schäden oder Baumän-

Kategorien „unterdurchschnittlich“

der Sanierungsstand der Gebäude

gel geachtet, der Zustand von Dach,

bzw. „schlecht“ zugewiesen. Deut-

abgefragt wurde. Die Beteiligung lag

Fassaden und Fenstern bewertet und

lich wird, dass in der Altstadt relativ

bei 23 %. Daraus ging hervor, dass

ggf. der Gesamteindruck des Gebäu-

viele Gebäude bereits saniert wurden,

ein großer Teil der Gebäude in relativ

des und des Grundstücks mit in Be-

andererseits aber auch mehrere Ge-

guten Zustand ist. Die meisten äl-

tracht gezogen.

bäude in schlechtem Zustand und mit

teren Gebäude wurden in den letzten

Sanierungsrückstand stehen. In den

10 Jahren saniert. Zu berücksichtigen

Neue Gebäude, frisch sanierte Ge-

anderen Bereichen der Innenstadt gibt

ist, dass besonders Eigentümer von

bäude und Gebäude mit sichtbar jün-

es nur wenige Gebäude in unterdurch-

Grundstücken im Wohngebiet west-

geren Instandhaltungsmaßnahmen

schnittlichem bis schlechtem Zustand.

lich der Altstadt antworteten. In die-

wurden in die Kategorie „sehr gut“

sem Gebiet wurde auch generell ein

aufgenommen. Gebäude mit ersten

Die Bestandsaufnahme wurde im April

guter Gebäudezustand festgestellt.

Abnutzungserscheinungen jedoch

2011 durchgeführt. Deshalb ist zu be-

Aus dem problematischeren Gebiet

sichtbarer Pflege erhielten das Prä-

rücksichtigen, dass inzwischen einige

der Altstadt lagen kaum Antworten

dikat „gut“. Bauten, an denen erste

Gebäude anders klassifiziert werden

vor.

Mängel ersichtlich waren, wurden der

können, z.B. weil sie bereits saniert

Stufe „durchschnittlich“ zugeordnet.

oder ersetzt wurden. 77


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T TOURISMUS

Marienplatz bei Nacht

Gastronomie auf dem Marienplatz

Kultur, die bewegt

die einzeln oder in Gruppen anreisen.

bewusste Ernährung, vermehrte Be-

Ein beträchtlicher Teil dieser Besu-

wegung, aber auch Entschleunigung,

Mit der Hofgartenhalle besitzt Immen-

cher/innen dürfte wenig darüber wis-

was gerade in der freien Natur meist

stadt ein Veranstaltungszentrum für

sen, wie attraktiv die Kernstadt selbst

leichter gelingt.

große Besucherkapazitäten. Allerdings

zum Einkaufen ist. Sie besitzt noch

ist hier Handlungsbedarf gegeben, um

zahlreiche inhabergeführte Geschäfte

Mit der Klinik in Immenstadt gibt es

auch für die Zukunft eine zeitgemäße

und verfügt über einen beachtlichen

ein interdisziplinäres Schwerpunkt-

Nutzung unter Berücksichtigung der

Branchenmix. Darüber hinaus laden

krankenhaus für das südliche Oberall-

Wirtschaftlichkeit sicher zu stellen. In

der schöne Ortskern, historische Se-

gäu, das in allen medizinischen Be-

diesem Zusammenhang ist auch das

henswürdigkeiten, die weiten und nett

reichen qualitätsvolle Leistungen

neu renovierte Schloss mit dem Rit-

gestalteten Plätze mit mediterranem

anbietet. Weiters gibt es in der Ge-

tersaal hervorzuheben, das ebenfalls

Charakter, die Cafés und Gastronomie-

meinde zahlreiche Arztpraxen - auch

über Veranstaltungsräume verfügt.

betriebe zum Flanieren und Verweilen

mit speziellen, fachärztlichen Ausrich-

ein.

tungen - sowie eine Vielzahl an the-

Mit dem „Immenstädter Sommer“ und dem Literaturhaus präsentiert sich

rapeutischen Einrichtungen. Diese Gesundheitstourismus

auch die „junge Kultur“ in Immenstadt

hochwertige medizinische „Grundversorgung“ ist für einen Tourismusort

auf hohem Niveau.

Gesundheit bleibt auch in den näch-

wie Immenstadt ein Bonus, der noch

Noch wenig sichtbar gemacht ist die

sten beiden Jahrzehnten ein großer

zu wenig hervorgehoben scheint.

wechselreiche Industriegeschichte

Megatrend. Begründet wird dies u. a.

von Immenstadt.

durch die Zunahme an älteren Men-

Tourismus und Mobilität

schen, was einen erhöhten Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen mit

Immenstadt liegt an wichtigen Haupt-

sich bringt. Zusätzlich hebt die höhere

verkehrsachsen oder in deren Nah-

„Shopping“ gehört für viele zum er-

Selbstverantwortung für die eigene

bereich. Dadurch sind mittlere und

wünschten Urlaubsangebot und Ur-

Gesundheit das Interesse dafür, was

größere Städte sowie Ballungsräume

laubserlebnis. Immenstadt hat dazu

jede/r Einzelne dazu beitragen kann,

im Radius von bis zu 2 Autostunden

mehr als zahlreiche andere Tourismus-

um möglichst lange gesund und fit

gut erschlossen. Unter dem Gesichts-

gemeinden zu bieten. Im Ortsteil Bühl

zu bleiben. Schließlich kommen auch

punkt der „sanften Mobilität“ dürfte

ist es vor allem das Kunert-Outletcen-

noch Faktoren zum Tragen, die seit

die Bedeutung von Immenstadt als

ter „Bau 5“. Es wird nicht nur von den

jeher für Gesundheit und Vitalität be-

regionaler Bahnkontenpunkt weiter an-

Urlaubsgästen gerne besucht, son-

kannt waren, nun aber konsequenter

steigen. Für Urlaubsgäste wird in Zu-

dern zieht auch viele Tagesgäste an,

in die Lebensführung Eingang finden:

kunft jedoch nicht nur die Frage „Wie

Immenstadt als Einkaufsstadt

78


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TORUISMUS

Imagebildung Allgäu im Straßenbild

Touristische Information: Zimmerservice

komme ich möglichst stressfrei und

Auch in der Beherbergung gibt es ein

Über die vielseitigen Freizeit- und

klimaneutral in meinen Urlaubsort?“

breites und sehr differenziertes Ange-

Sportangebote, das neu errichtete

wichtiger werden, sondern auch: wie

bot. Bemängelt wird allerdings, dass

AlpSeeHaus und den Naturpark Na-

bin ich dort - auch zu späterer Nachtstunde - möglichst mobil? Gastronomie und Beherbergung

gelfluh mit seinen ökopädagogischen ∙∙ sowohl in Bühl als auch in Immen-

Angeboten werden verstärkt jugendli-

stadt ein Hotel in der gehobenen

che Gäste und Jungerwachsene ange-

Kategorie fehlt, groß genug für den

sprochen.

Bustourismus und möglichst mit Immenstadt verfügt über ein breites Angebot an gastronomischen Betrieben. Aktuell ausgewiesen sind 27 Gaststätten und Restaurants, 7 Cafés

Wellness-Einrichtungen ∙∙ der Standard vieler Beherbergungs­ betriebe verbessert werden müsste ∙∙ zu wenige Betriebe klassifiziert

Zwei Beherbergungsbetriebe haben sich darauf spezialisiert. Allerdings braucht es noch einige andere jugendspezifische Begleitangebote, zum Bei-

und 3 Bars. Weiters sind 20 bewirt-

sind und der Gast sich somit kein

spiel in der Gastronomie oder für die

schaftete Alp- und Berghütten in einer

rechtes Bild über den Standard

Abendfreizeit.

Höhenlage von ca. 850 bis 1500 m

dieses Hauses machen kann.

gerne besuchte kulinarische Ziel-

Organisation, Management,

punkte.

Ziel- und Bezugsgruppen

Marketing

Der zunehmenden Nachfrage nach

Nach Befragung zahlreicher Touris-

Mit der Gästeinformation im AlpSee-

regionalen Lebensmitteln bzw. nach

musakteure/ -innen gehören Familien,

Haus sowie im Schloss von Immen-

Produkten von bäuerlichen Direktver-

fitte Senioren/-innen und Natursport-

stadt gibt es zwei leistungsstarke In-

marktern hat sich im Allgäu die Koope-

Interessierte zu jenen Gruppen, die

formations- und Servicezentren für

ration „LandZunge“ verschrieben. Al-

am häufigsten in Immenstadt ihren

Besucher/innen und Gäste.

lerdings gibt es vorerst in Immenstadt

Urlaub verbringen.

nur einen Gasthof im Ortsteil Akams,

Als vorbildhaft zu erwähnen sind die

der bei dieser Initiative Mitglied ist.

Im Bereich „Familie“ haben sich 24

Printmedien und die Websites, die zur

Anders verhält es sich mit der Koope-

Quartiergeber zur Angebotskooperati-

Information bzw. Bewerbung von Gä-

ration Allgäuer Alpgenuss. Dort sind

on „Kinderland“ zusammengeschlos-

sten zur Verfügung stehen, bsp. die

es zumindest 3 Betriebe, die sich für

sen. Gemeinsam mit den Kinderland-

Webseite „Leben findet Immenstadt“.

die Förderung regionaler Erzeugnisse

Erlebnispartnern bieten sie nicht nur

Dies gilt in der Regel auch für die ein-

der heimischen Alpwirtschaft sowie

kinder- und familienfreundliche Quar-

zelnen Anbieter mit ihren jeweils eige-

für die Stärkung des Bewusstseins für

tiere, sondern ein breites Spektrum an

nen Werbemitteln.

regionale Produkte einsetzen.

familiengerechten Freizeiterlebnissen. 79


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T FREIRAUM

Innerörtliche Grün- und Freiflächen

öffentliche Grünfläche allgemein zu-

Neben diesen beiden Grünflächen prä-

gänglich. Von Mauern umgeben, vom

gen informelle Freiflächen die Innen-

In der dicht bebauten historischen Alt-

Baumbestand am Rande der Kirche

stadt bzw. ihre Randbereiche:

stadt bilden die steinernen Plätze die

geprägt, dient der Klostergarten als

wichtigsten Freiflächen. Sie besitzen

innerstädtische Ruheinsel mit Sitzge-

Konstanzer Ach: Dichte Gehölzsäume

infolge langjähriger Aufwendungen

legenheiten, aber auch als Veranstal-

begleiten den schmalen Bach. Über-

im Rahmen der Stadtsanierung über-

tungsort.

wiegend reichen die Bebauung und

wiegend eine sehr hohe Qualität. Als

privates Grün an den Bach heran. Ab-

Besonderheiten sind z.B. die Platzge-

Hofgartenanlage: Heute bestehen nur

schnittweise liegen aber auch öffent-

staltungen durch Bronzeskulpturen am

noch Reste des ehemals gräflichen

liche Flächen (Parkplätze) und gering

Klosterplatz und das „Nachzeichnen“

Hofgartens, der 1590 als Lustgarten

genutzte Bereiche (Grünland) am

des versiegelten Steigbachs an der

angelegt wurde. Der Garten besaß

Bach. Entlang des Baches bestehen

Oberfläche am Landwehrplatz zu nen-

damals eine Größe von 6.000 m² und

teilweise bereits Wegeverbindungen;

nen. Daneben bestehen nur zwei ge-

war ringsum von Mauern umgeben.

die Erlebbarkeit des Baches ist den-

staltete öffentliche Grünflächen:

Durch den Bau des Veranstaltungsge-

noch gering.

bäudes Hofgarten wurde die FreifläKlostergarten: der Klostergarten wur-

che erheblich reduziert. Heute weist

Kalvarienberg: Am nördlichen Rand

de um 1655 als Kräuter- und Gemü-

der Hofgarten gärtnerisch gestaltete

der Innenstadt liegt der Kalvarienberg.

segarten des Kapuzinerklosters St.

Aufenthaltsbereiche und eine Bühne

Als unbebaute südexponierte Erhe-

Joseph angelegt. Heute ist er mit

für Freiluftaufführungen auf.

bung mit einer Kapelle, Kreuzwegsta-

einer Tiefgarage unterbaut und als 80

tionen und prägendem Baumbestand


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FREIRAUM

bietet er einen herrlichen Blick über

zen in Hinblick auf die Wohnqualität

das Angebot an wohnungsnahem

die Stadt.

in der Innenstadt große Bedeutung.

Grün zu stärken, genutzt werden. Ins-

In den Gärten wächst umfangreicher

besondere unter Wert genutzte Flä-

Illeraue: Am östlichen Rand der Innen-

Baumbestand, der das Stadtbild der

chen entlang der Konstanzer Ach bie-

stadt liegen in der Illeraue mit dem

Innenstadt bereichert.

ten hierfür Flächenpotenzial.

zen östlich der Klinik Immenstadt so-

Grün im Straßenraum: An einigen Stra-

Als Defizit ist auch die Erreichbarkeit

wie Spiel-, Bolz- und Skateplätzen die

ßen ist auch im Bereich der Innenstadt

der naheliegenden attraktiven Land-

größten Sport- und Freizeitangebote

schöner und prägender Baumbestand

schaftsbereiche aus dem Zentrum

der Stadt. Eingebettet in die Auwald-

gegeben. Diese Qualität ist zu erhal-

zu benennen. Es fehlen attraktivere

strukturen entlang der Iller und des

ten und wo möglich weiter auszubau-

Wegeverbindungen nach Westen in

Auwaldsees besitzt dieser Bereich

en.

Richtung Bühl, nach Osten zur Illeraue

Auwald-Sportzentrum, den Sportplät-

große Bedeutung für die Naherholung. Der Bereich bedarf allerding einer

sowie nach Norden zum Kalvarienberg Defizite der Freiraumversorgung

Neuordnung und schonenden Weiterentwicklung.

und in Richtung Alpe Immenstadt. Auch der an sich attraktiv ausgebildete

Was in der Innenstadt fehlt ist in er-

Weg entlang des Steigbachs nach Sü-

ster Linie öffentlich nutzbares Grün,

den ins Steigbachtal bzw. in Richtung

Privates Grün: zumindest in Teilen ist

v.a. für Kinder, auch aber für alle Gene-

Talstation Mittagbahn ist durch die

die Bebauungsstruktur der Innenstadt

rationen. Um die Innenstadt auch als

Barrieren der Bahnlinie und der Staufe-

locker genug, um private Gartenflä-

Wohnstandort zu stärken sollten die

ner Straße von der Innenstadt struktu-

chen zu erlauben. Diese Gärten besit-

wenigen vorhandenen Möglichkeiten,

rell abgetrennt. 81


Stadt Immenstadt

I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

Mängel und Qu Fußweg

D I E I N N E N S TA D T FUSS- UND RADWEGENETZ

Mängel im Fußwegenetz und Querungshilfen im Fußwegenetz

Innensta

Trennw

fehlen möglic

Innenstadt

ien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

schma

Trennwirkung durch Hauptstraßen

schmaler Fußweg fehlender Fußweg

klungsplanung

Verkehrsberuhigter Bereich jedoch gestalterische Trennung der Verkehrsarten für Fußgänger gesperrt fehlende Unterführung Querungsmöglichkeiten

Innenstadt

Unterführung

fehlende / ungenügende Querungsmöglichkeiten

Mittelinsel Lichtsignalanlage

Maßstab 1:4.000 40

Mängel im Fußwegenetz und Querungshilfen im Fußwegenetz Trennwirkung durch Hauptstraßen

Fußgängerüberweg

0

Verkehrsberuhigter Bereich ohne gestalterische Gleichstellung der Fußgänger

Fußgängerbrücke

Bahnübergang

80

160m

N

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb33.des Datum: 2012-09-26

Fußwege Die Innenstadt liegt von den Wohn-

DR. BRENNER gebieten der Kernstadt aus in zu Fuß INGENIEURGESELLSCHAFT MBH Aalen/Stuttgart

schmaler Fußweg fehlender Fußweg Verkehrsberuhigter Bereich jedoch gestalterische Trennung der Verkehrsarten für Fußgänger gesperrt

fehlende Unterführung

Bahnübergang

Unterführung

Mittelinsel

gedrängt. Die Fußgängerzonen Ma-

rienplatz N und Bräuhausstr. sind nicht miteinander verbunden.

Fußgängerüberweg

zum Mittagberg und zur Iller. Mittelinsel

Teilweise sind die Fußwege entlang DR. BRENNER

rierefreien Fußwegenetzes könnten

Lichtsignalanlage An den überörtlichen Straßen, die die

der Straßen zu schmal, oder gar nicht INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

sich Einwohner und Besucher der

Innenstadt als Ring umschließen, feh-

vorhanden (z.B. Luitpoldstraße und

Aalen/Stuttgart

Stadt häufiger ohne innerörtliche Kfz-

len N teilweise Querungsmöglichkeiten

Fahrten fortbewegen. Es besteht die

für Fußgänger. Dadurch wird die Bar-

Möglichkeit, die Innenstadt von inner-

rierewirkung verstärkt, ebenso durch

örtlichem Kfz-Verkehr zu entlasten und

DR. BRENNER die Bahntrasse. Besonders stark wirkt

Das derzeit vorhandene Fußgänger-

den Mobilitätsbedarf von Einwohnern

sich diese Trennung auch auf die beAalen/Stuttgart

leitsystem ist ungenügend. Es sind zu

der Stadt zu verbessern, welche nicht

völkerungsstarke Südstadt aus. Die

viele Wegeziele angegeben, welche

über einen eigenen Pkw verfügen.

Querungsbrücken in die Südstadt sind

für Ortsfremde und Touristen nicht

teilweise nicht barrierefrei, die Gestal-

relevant sind, z.B. „Vermessungsamt“.

Das Fußwegnetz ist grundsätzlich gut

tung der Tunnel mangelhaft, so dass

Die Gestaltung der Wegweisertafeln

ausgebaut, weist aber an einzelnen

Angsträume entstehen.

ist missverständlich.

82

INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

Bahnü

Fußgä

Mittelin

Lichtsi

N

Verkehrsberuhigter Bereich ohne gestalterische Gleichstellung der Querungsmöglichkeiten Fußgänger Fußgängerbrücke DR. BRENNER

gänger werden dadurch an den Rand Lichtsignalanlage

nach Bühl am Großen Alpsee oder

Unterf

für Fußgänger gesperrt

Die vorhandenen FußwegverbinFußgängerbrücke holungsräume sind unzureichend, z.B.

Fußgä

Verkehrsberuhigter Bereich jedoch gestalterische Trennung der Verkehrsarten

Straßenraum nicht klar ablesbar. Fuß-

befinden sich stadtnahe, attraktive

Querungsm

fehlender Fußweg

Bereiche in der Alleestraße ist im Fußgängerüberweg

Unterführung

fehlen

schmaler Fußweg

Uferweg entlang der Konstanzer Ach. Querungsmöglichkeiten

in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt

stellung eines lückenlosen und bar-

fehlende / ungenügende Querungsmöglichkeiten

westlichen Bereich ein durchgehender

dungen von der Innenstadt in die Er-

für Fuß

Trennwirkung durch Hauptstraßen

Bahnübergang Die Gestaltung als verkehrsberuhigte

fehlende Unterführung

Verkeh jedoch Verkeh

Innenstadt

Stellen Lücken auf. So fehlt z.B. im

erreichbaren Entfernungen. Ebenfalls

Naherholungsräume. Durch die Bereit-

fehlen

Mängel im Fußwegenetz und Querungshilfen im Fußwegenetz

fehlende / ungenügende Querungsmöglichkeiten

Bahnhofstraße). Die Barrierefreiheit ist nur teilweise gegeben.

INGENIEURGE

Aalen/Stuttgart


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Stadt Immenstadt Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

FUSS- UND RADWEGENETZ

klungsplanung

fehlende Beschilderung

Mängel Radverk

Innensta

Mängel im Radverkehrsnetz

Beschilderung

umstän

Unterfü (kritisc

Innenstadt

Mange

ungesi

umständliche Radroutenführung

Mängel im Radverkehrsnetz

Unterführung ohne Spiegel (kritisches Abbiegen)

Innenstadt

Mangel

Mangelhaftes Stellplatzangebot (Bike & Ride)

nicht im jedoch Straße

Abschn fehlende Beschilderung

ungesichertes Radwegende umständliche Radroutenführung Unterführung ohne Spiegel (kritisches Abbiegen) Mangel

nicht im Radroutennetz berücksichtigt, jedoch für den Radverkehr relevante Straßenzüge Abschnitt für Radverkehr gesperrt

fehlende Beschilderung

N

ungesichertes Radwegende nicht im Radroutennetz berücksichtigt, jedoch für den 80 160mRadverkehr relevante Straßenzüge

DR. BRENNER INGENIEURGES

Maßstab 1:4.000 0

40

Fernradwege Bodensee-Königssee-

Umwege zu erreichen. Zwar ist eine

Radweg sowie Iller-Radweg führen in

Weiterfahrt für Radfahrer auf der Sont-

Innenstadtnähe durch Immenstadt. N

hofener Straße möglich, jedoch beste-

typischen Entfernungen zurückzule-

Zwischenziel für Radtouristen. Die

gungen beim Queren der Straße.

gen (1 bis 5 km). Fahrradfahrer stärken

beiden Radfernwege weisen jedoch

den innerstädtischen Einzelhandel. Sie

eine umständliche Linienführung auf INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

Bei Querung der Konstanzer Ach im

kaufen häufiger und wohnungsnäher

und werden an der Innenstadt vorbei

Zuge des Bodensee-Königssee-Rad-

ein und benötigen weniger Stellplatz-

geführt; zudem ist die Wegweisung

weges wird von den Radfahrern gefor-

N als Pkw-Fahrer. Seit einigen fläche

streckenweise lückenhaft. Insgesamt

dert, abzusteigen.

Jahren verzeichnet der Radverkehr

ist kein zusammenhängendes Rad-

spürbare Zuwächse, daran sind auch

verkehrsnetz erkennbar, welches die

In der Innenstadt sind kaum Fahr-

Elektrofahrräder beteiligt. DR. BRENNER

Radwege

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb08c.des Datum: 2012-03-19

Abschnitt für Radverkehr gesperrt

Die Alltagsradwege innerhalb der Stadt sind meist in für den Radverkehr

Plan 9

Plan 9 Die Stadt ist somit ein bedeutendes DR. BRENNER

Aalen/Stuttgart

hen sehr eingeschränkte Sichtbedin-

wichtigen Ziele des Radverkehrs er-

radabstellmöglichkeiten vorhanden;

INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

schließt. Zur Vermeidung der stark

am Bahnhof steht nur ein sehr man-

Aktuell werden im gesamten Allgäu

belasteten Staufner Straße und Sonth-

gelhaftes Angebot (keine Anschluss-

das Radroutennetz und die Radver-

ofener Straße wird beispielsweise der

möglichkeit des Rahmens, z.T. feh-

kehrsinfrastruktur zur Stärkung des

Radverkehr umwegig über Nebenrou-

lende Überdachung) zur Verfügung.

Tourismus ausgebaut (z.B. Entwick-

ten geführt. Diese sind für Ortsfremde

lung einer „Allgäu Radrunde“).

kaum erkennbar. An der Sonthofener

Das große Potenzial für den Einsatz

Straße endet ein Radweg: Potenzielle

der Elektromobilität per Fahrrad wird

Wegeziele sind teilweise nur über

derzeit kaum aktiviert.

Aalen/Stuttgart

Die beiden überregional bedeutsamen

83

Aalen/Stuttgart


Stadt Immenstadt

I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

Stellpla

D I E I N N E N S TA D T

Innensta

S T E L L P L ÄT Z E

icklungsplanung

Haup

150

Parkplätze

Stellplatzangebot

17

250

Unbe

Innenstadt

Parks

(4 vers

41

Parks

200

max. 2 Mo - F 1/2 Stu

ANKUNFTSZEIT

15 Hauptstraße

12

5

17

6 7 18

19

P

Tiefga

Parkplätze

1/2 Stu

Unbewirtschaftet

Stellplatzangebot 200

22

200

41

(419verschiedene Regelungen)

9

Straßenbeg

Parkschein

Innenstadt

Anzah

Parkscheibe

Unbe

max. 2 Stunden (außer Parkplatz Hofgarten) Mo - Fr 09:00 - 18:00 Uhr 1/2 Stunde kostenlos

Parks

Parks

Tiefgarage ANKUNFTSZEIT

Hauptstraße

1/2 Stunde kostenlos 6 5

17

18

7

19

P

41

Parkplätze

Anzahl vorhandener Stellplätze

Unbewirtschaftet 9

N

Straßenbegleitendes Parken

Parkscheibe

(4 verschiedene Regelungen)

Unbewirtschaftet

Parkschein

Parkscheibe

max. 2 Stunden (außer Parkplatz Hofgarten) Maßstab 1:4.000 Mo - Fr 09:00 - 18:00 Uhr 1/2 Stunde160m kostenlos 0 40 80

Parkschein

DR. BRENNER INGENIEURGE

Aalen/Stuttgart

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb06.des Datum: 2011-03-29

Tiefgarage

Stellplatzangebot 1/2 Stunde kostenlos 41

Parkleitsystem

Anzahl vorhandener Stellplätze

Es existieren unterschiedliche Bewirt-

Unabhängig von der Bewirtschaftung

Das vorhandene Parkleitsystem ist un-

schaftungsformen derParken öffentlichen Straßenbegleitendes

ist das Parken in der ersten halben

genügend gestaltet:

Stellplätze in der Innenstadt, welche Unbewirtschaftet

Stunde grundsätzlich kostenlos.

∙∙ Die Begrüßungsschilder an den

in etwa folgende Verteilungstendenz Parkscheibe

N

Plan 4

DR. BRENNER

Zu INGENIEURGESELLSCHAFT den fünf größten Parkplätzen der MBH

aufweisen: Parkschein ∙∙ Historische Innenstadt mit Ausnahme des Marienplatzes: Kosten-

Aalen/Stuttgart

Innenstadt und Umgebung (P1 bis P5) existiert ein statisches Parkleitsystem.

pflichtige Stellplätze, wobei die

Orts­einfahren sind überladen, dennoch fehlen wichtige Informationen: ∙∙ Es ist kein stilisierter Stadtplan vorhanden, welcher die räumliche Lage der Stellplatzbereiche anzeigt

Höchstparkdauer im Straßenraum

Die Stellplätze direkt vor der Stadtver-

∙∙ Es fehlen Informationen, z.B. über

zwei Stunden beträgt. In den bei-

waltung sind Elektroautos vorbehalten

Kosten und aktuelle Auslastung

den Tiefgaragen existieren keine

(Ostende des Kirchplatzes direkt vor

N

Plan 4

zeitlichen Obergrenzen DR. die BRENNER ∙∙ An Innenstadt angrenzende INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

dem Kreisverkehr).

∙∙ Im Stadtgebiet ist die Ausschilderung zu den Stellplatzbereichen unzureichend, da nur die Nummer

Aalen/Stuttgart Straßen sowie der Marienplatz:

ohne die auf der Begrüßungstafel

Nutzungspflicht der Parkscheibe,

dargestellten Kurzbezeichnungen

für welche insgesamt vier verschie-

ausgeschildert wird („P3“). Teilwei-

dene Regelungen gelten

se ist diese Ausschilderung zudem

∙∙ Weiter außerhalb liegende Stellplätze: keine Bewirtschaftung. 84

missverständlich.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S T E L L P L ÄT Z E

Schmale Gehwege in schlechtem Zustand

Straßenraumgestaltung Bahnhofsvorplatz

Parkraumnachfrage

Parkraumbewirtschaftung

Insbesondere an Samstagen (Markt-

Insgesamt existiert eine Vielzahl von

Die Begrenzung der Parkdauer im Stra-

tagen) ist eine hohe Nachfrage nach

Parktarifen und -regelungen. Die Ge-

ßenraum auf zwei Stunden ist für viele

Stellplätzen im Straßenraum vorhan-

bühren für Dauerparker sind in beiden

Kunden der Innenstadt ausreichend,

den, wenn diese kostenfrei sind. Zum

Tiefgaragen sehr günstig. Die Nutzung

sodass sich das Parken in einer Tiefga-

selben Zeitpunkt besteht nur eine

einer Tiefgarage für Kurzparker ist

rage nicht lohnt. Die zeitliche Begren-

geringe Nachfrage nach Stellplätzen

auch wochentags nur bei einer Park-

zung kann dabei auch zu Einschrän-

in den öffentlichen Tiefgaragen und

zeit zwischen 60 und 90 Minuten gün-

kungen der Verweildauer führen. Das

den großen randlichen Stellplatzange-

stiger als das Parken im Straßenraum.

kostenlosen Parken für 30 Minuten ist

boten.

Ein tatsächlicher Anreiz zum Parken in

ein Anreiz für Kunden, führt allerdings

der Tiefgarage besteht für Kunden und

auch zu zusätzlichen Fahrzeugbewe-

An den Wochentagen von Mo-Fr - ins-

Besucher ggf. im Winter sowie - auf-

gungen zwischen den Einkäufen. Die

besondere in den Wintermonaten -

grund der zeitlichen Begrenzung der

derzeitige Preisgestaltung der Stell-

sind die beiden Parkgaragen v.a. durch

Parkdauer - bei einer Nutzungsdauer

plätze führt zu räumlich begrenzten

Dauerparker gut belegt. Die zentralen

von länger als zwei Stunden.

Kapazitätsengpässen im Stellplatzan-

Stellplätze in den Tiefgaragen werden

gebot, zu Mehrbelastungen im Stra-

v.a. von Dauerparkern genutzt, Kurz-

ßenraum, zu Einschränkungen in der

parker bevorzugen Stellplätze im Stra-

Aufenthaltsqualität sowie teilweise

ßenraum.

auch zu gebotswidrigem Parken. 85


Stadt Immenstadt

I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

Straßen

D I E I N N E N S TA D T

Innensta

STRASSENNETZ

Haupt

Haupt

Tempo

Verke

Fußw

Straßenkategorien Innenstadt

Hauptstraße (50 km/h)

5

Hauptstraße (30 km/h)

3

Tempo-30-Zone

N

Verkehrsberuhigter Bereich Fußweg / Fußgängerzone

ZONE

DR. BRENNER INGENIEURGE

Maßstab 1:4.000 0

40

80

160m

Aalen/Stuttgart

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb02.des Datum: 2012-03-01

Verkehrsberuhigung Es existiert kein zusammenhän-

Die östliche Bahnhofstraße ist vom

gender, komplett autofreier Bereich

Bahnhof aus die Haupteingangsstraße.

für Fußgänger. Die Bräuhausstraße ist

Trotz der Ausweisung als 30er-Zone

nicht an die zentrale Fußgängerzone

ist diese nur mit sehr schmalen Fuß-

(Marien­platz und umliegende Straßen)

wegen ausgestattet. Die westliche

angeschlossen. Auf dem als Fußgän-

Bahnhofstraße ist Teil des stark befah-

gerzone ausgewiesenen Kirchplatz

renen Straßenringes, sie trennt den

parken Autos. Die als Verkehrsberu-

Bahnhof räumlich von der Innenstadt.

higter N Bereich ausgewiesene Allee-

Plan 3

straße ist für Autofahrer und Fußgän-

Die wenigen zentralen Stellplätze am

ger z.T. nicht als solche erkennbar:

Marienplatz mindern die Aufenthalts-

Fußgänger sind dort in Randbereiche DR. BRENNER

qualität. Sie sind insbesondere am

INGENIEURGESELLSCHAFT MBH gedrängt.

Markttag Samstag meist belegt und

Aalen/Stuttgart

verursachen störenden Parksuchverkehr.

86


Stadt Immenstadt Verkehrsplanerische Studien im Rahmen der integrierten Stadtentwicklungsplanung

S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Wegweis STRASSENNETZ

Innenstad

Kempten / Oberstdorf / Sonthofen / Füssen (B 19 / B 308)

Isny / Missen (Kleiner Alpsee)

Lindau

Isny / M

klungsplanung

Blaicha

Kempte Füssen

Fernver

Wegweisung Innenstadt

Lindau / Oberstaufen (Großer Alpsee)

Blaichach

Kempten / Oberstdorf / Wegweisung Sonthofen / Füssen

Lindau / Oberstaufen (Großer Alpsee)

Innenstadt

Isny / Missen (Kleiner Alpsee)

(B 19 / B 308)

Kempten / Oberstdorf / Sonthofen / Füssen (B 19 / B 308) Fernverkehr

Blaichach Lindau / Oberstaufen (Großer Alpsee) Isny / Missen (Kleiner Alpsee)

Kempten / Oberstdorf / Sonthofen / Füssen (B 19 / B 308) Fernverkehr

N

Blaichach Kempten / Oberstdorf / Sonthofen / Füssen (B 19 / B 308) Fernverkehr Blaichach

DR. BRENNER INGENIEURGES

Maßstab 1:4.000 0

40

80

160m

Kempten / Oberstdorf / Sonthofen / Füssen (B 19 / B 308)

Aalen/Stuttgart

Projekt-Nr.: 4024 vp;o:\4024 Immenstadt SEK\Grafik\abb09a.des Datum: 2012-10-26

Fernverkehr

Verkehrsleitung Die derzeit vorhandenen Wegweiser

Durch die bestehende Gestaltung der

für den Kfz-Verkehr sind durch zu viele

Kfz-Wegweisung sind kritische Ver-

angegebene Fahrziele oftmals überla-

kehrssituationen möglich, da Autofah-

den. Einige wichtige Fahrziele werden

rer unter Umständen anhalten müs-

teilweise N zu spät ausgeschildert oder

sen, um das gewünschte Fahrziel zu

sind nur sehr unauffällig.

finden. Zudem entstehen durch die

Plan 2

nicht ausreichende Kfz-Wegweisung

N

DR. BRENNER INGENIEURGESELLSCHAFT MBH

Von der Kemptener Straße aus komDR. BRENNER

Plan 2

zusätzlicher Parksuchverkehr sowie

INGENIEURGESELLSCHAFT MBH mend ist kein Begrüßungsschild für

teilweise umwegige Fahrten, welche

den Ort oder die Ferienregion vorhan-

direkter zu den Wegziele geleitet wer-

den (jedoch aber, wenn von der Sont­

den könnten.

Aalen/Stuttgart

hofener Straße aus eingefahren wird).

Aalen/Stuttgart

87


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T B E B A U U G S P L A N G E B I E T E , A K T U E L L E P L A N U N G E N D E R S TA D T 17

Bebauungsplangebiete

93

93

70

Geltungsbereich eines Bebauungsplans und Nummer

Geltungsbereich eines Bebauungspläne in der Innenstadt Bebauungsplans in Aufstellung

94

108

Bebauungsplangebiete Geltungsbereich eines Baulinienplans Geltungsbereich einer Ortsabrundungssatzung

70

Geltungsbereich eines Bebauungsplans und Nummer

Geltungsbereich einer Veränderungssperre

Geltungsbereich eines Bebauungsplans in Aufstellung

26

56

108

76

Geltungsbereich eines Baulinienplans Geltungsbereich einer Ortsabrundungssatzung Geltungsbereich einer Veränderungssperre

70 78

26

79

Für weite Teile der Siedlungsbereiche

In der Innenstadt Immenstadts betrifft

Immenstadts wurden verbindliche

dies die südliche Altstadt (Bräuhaus-

Bauleitpläne festgesetzt. Momentan

viertel, Staufner Straße, Salzstraße),

bestehen etwa 120 Bebauungspläne.

den Viehmarkt mit der Missener Straße sowie die westliche Spitalstraße.

78 Planungen der Stadt Neubebauung geplant

79

Entscheidungsprozess nicht

abgeschlossen Aktuelle Planungen der Stadt Straßenumgestaltung Planungen dergeplant Stadt

Neubebauung geplant Entscheidungsprozess nicht abgeschlossen Straßenumgestaltung geplant

Aktuell sind die folgenden baulichen Planungen der Stadt im Gespräch:

∙∙ Bebauung des Spiessgeländes mit einem Grünen Zentrum ∙∙ Erneuerung der Mittleren Bahnhof-

∙∙ Verlagerung der Königsegg-Grundschule von der Kemptener Straße zum Schulzentrum Allgäuer Straße

straße ∙∙ Sanierung, Umnutzung oder Neuentwicklung des Hofgartengebäudes und dessen Umfelds

88


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

SANIERUNGSGEBIETE Sanierungsgebiete

II

Bestehende Sanierungsgebiete in der Innenstadt

SG I SGII

SG I SGII

SGIII

Satzung: 1987, Vere

SG

Altstadtkern

SG

SG I

Bräuhaus- und Bahnhofsviertel

SG II

Am Graben, Sonthofener- und Mummener Straße

SG III

Satzung: 1987, Vereinfachtes Verfahren

Kunert-Werkswohnungen Satzung: 1998, Vereinfachtes Verfahren

Bühl-See-Hub

Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

Sechs Sanierungsgebiete wurden

Die Sanierungsgebiete Altstadtkern,

Mit Hilfe der Städtbauförderung konn-

durch Satzungsbeschluss des Stadt-

Bräuhaus- und Bahnhofsviertel sowie

ten in den vergangenen Jahren un-

rates festgelegt. Die Sanierung in die-

Am Graben, Sonthofener- und Mum-

ter anderem die folgenden baulichen

sen Gebieten findet im vereinfachten

mener Straße liegen in der Innenstadt

Maßnahmen realisiert werden:

Verfahren statt.

und sind noch gültig.

∙∙ Sanierungsgebiet Altstadtkern, be-

Im Rahmen der mit dem ISEK ver-

∙∙ Busbahnhof, 1997 schlossen 1979, in den Jahren 1998

bundenen Vorbereitenden Untersu-

und 2011 erweitert.

chungen soll die Notwendigkeit dieser

∙∙ Sanierungsgebiet Hanfwerke, 1987 beschlossen ∙∙ Sanierungsgebiet Bräuhaus- und Bahnhofsviertel, beschlossen 1993, erweitert 1998 ∙∙ Sanierungsgebiet Kunert-Werks-

Sanierungsgebiete überprüft und gegebenenfalls fortgeschrieben werden.

∙∙ Straßenraumumgestaltung Marienplatz und Kirchplatz, 2002 ∙∙ Aufwertung der Gehwege zwischen Marienplatz und Klosterplatz, 2003 ∙∙ Hofgartenanlage, 1. BA, 2003 ∙∙ Straßenraumumgestaltung Klosterplatz und Hofgartenstraße, 2004 ∙∙ Umgestaltung Alleestraße und Bahnhofstraße, 1. BA, 2006

wohnungen, beschlossen 1998 ∙∙ Sanierungsgebiet Am Graben, Sont-

Darüber hinaus wurde in den 1990er

hofener- und Mummener Straße,

und 2000er Jahren durch das Kommu-

beschlossen 2000

nale Förderprogramm die Sanierung

∙∙ Sanierungsgebiet Bühl-See-Hub, beschlossen 2000

Kunert-Werks

Satzung: 1998, Vere

Satzung: 1979, 1. Erweiterung: 1998, 2. Erweiterung: 2011, Vereinfachtes Verfahren

Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

SG

Am Graben, S Mummener St

Weitere Sanierungsgebie SG Hanfwerke-Qu

Weitere Sanierungsgebiete: SG Hanfwerke-Quartier SG

Bräuhaus- und

Satzung: 2000, Vere

Geltungsbereich eines Sanierungsgebiet und Nummer

Satzung: 1993, 1. Erweiterung: 1998 Vereinfachtes Verfahren

SGIII

Satzung: 1979, 1. Er 2. Erweiterung: 2011

Satzung: 1993, 1. Er Vereinfachtes Verfah

Sanierungsgebiete

II

Geltungsbere Sanierungsge Altstadtkern

vieler Fassaden in der Altstadt gefördert. 89

Bühl-See-Hub

Satzung: 2000, Vere


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Räumliche Stärk

Raum

S TÄ R K E N

Ortsb

Attra

Denk Gebä

Durc

Funktionale Stär

Hoch Einze

Zentr

Kultu

Mobi

Räumliche Stärken

Innen

Raumprägender Baumbestand Ortsbild prägende Grünflächen Attraktive innerstädtische Wege / Plätze Denkmäler und ortsbildprägende Gebäude Durchgrünte, hochwertige Wohnlage

Räumliche Stärken

Funktionale Stärken

Raumprägender Baumbestand

Hochwertiges, zentrales Einzelhandelsangebot

Ortsbild prägende Grünflächen

Zentraler Bildungsstandort

Attraktive innerstädtische Wege / Plätze

Kulturangebot

Denkmäler und ortsbildprägende Gebäude

Mobilitätsknoten Bahnhof

Durchgrünte, hochwertige Wohnlage

Innenstadtnahe Stellplätze

Funktionale Stärken Hochwertiges, zentrales

Einzelhandelsangebot Zusammenfassend aus der Bestands-

Grün in der Stadt

Stadtbild

Kulturangebot Schwächen in funktionalem und räum-

Grün in der Stadt stärkt Stadtbild und

Die Altstadt weist ein attraktivs, histo-

Mobilitätsknoten Bahnhof für die Innenlichem Zusammenhang

Wohnqualität. Immenstadt profitiert

risches Erscheinungsbild auf. Stadt-

stadt feststellen.

besonders vom Grünzug der Konstan-

grundriss, Denkmäler und Ortsbild

Zentraler Bildungsstandort

aufnahme lassen sich Stärken und

Innenstadtnahe Stellplätze

zer Ach, die die Innenstadt auch mit

prägende Gebäude tragen dazu bei.

Vier Schwerpunktthemen gehören zu

dem Landschaftsraum verbindet, so-

Die ehemalige Bedeutung der Stadt

den Stärken der Immenstädter Innen-

wie den an ihr liegenden Freiflächen

als Handelsknoten für das Oberallgäu

stadt: Grün in der Stadt, historisches

(z.B. Viehmarkt, Mühlhalde, Spiessge-

ist daran noch heute gut ablesbar und

Stadtbild, Einzelhandel und städtische

lände, etc.).

ein Gewinn für das Image Immen-

Infrastruktur sowie Erreichbarkeit.

stadts. Der umfangreiche raumprägende Baumbestand schafft Aufenthalts- und

Der Kirchturm der Stadtpfarrkirche St.

Wohnqualität in den Wohngebieten

Nikolaus ist weithin sichtbar und ein

der Innenstadt. Mit dichten Straßen-

Wahrzeichen der Stadt.

bäumen hinterläßt die Rothenfelsstraße, ehemals als Allee angelegte Hauptstraße nach Missen, einen attraktiven Eindruck. In der Altstadt sind mit dem Klostergarten und Hofgarten nur zwei Grünflächen vorhanden. 90


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S TÄ R K E N

Töpferei Klosterplatz

Einzelhandelsangebot und

Baumbestand Rothenfelsstraße

Erreichbarkeit

städtische Infrastruktur Durch den Bahnhof, den Busbahnhof Trotz einiger Lücken in der Bandbreite

sowie die Parkhäuser und Parkplätze

ist der ausgeprägte Besatz von Fach-

mit einer großen Anzahl an Stellplät-

händlern mit einem hochwertigen

zen, die rings um die Innenstadt ange-

Einzelhandelsangebot, besonders im

ordnet sind, ist sowohl mit dem indivi-

Bekleidungssegment eine weitere

duellen als auch öffentlichen Verkehr

Stärke. Immenstadt wird damit seiner

eine gute Erreichbarkeit des Zentrums

Funktion als Versorgungszentrum der

gegeben.

Region für Waren des mittelfristigen Bedarfs gerecht. Die zentral liegenden Schulen stärken die Attraktivität der Stadt besonders für Familien. Ebenso ist die Innenstadt mit Bibliothek, Museum, Kino und Veranstaltungsräumen in Schloss und Hofgarten im kulturellen Bereich gut aufgestellt. 91


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

D I E I N N E N S TA D T

Räumliche Schw

Gest öffen

S C H WÄ C H E N

Ortsb ortsb

Fehle

Hohe

Hohe

Verke

Funktionale Schw

Verlä

Räumliche Schwächen

Gem

Gestaltungsdefiziten im öffentlichen Raum

unter

Ortsbild störende Gebäude / ortsbildfremde Gestaltung

Leers

Fehlende Raumkanten

Gebä

Mang Gast

Hoher Versiegelungsgrad Hohe Barrierewirkung Verkehrsknoten mit Barrierewirkung

Räumliche Schwächen

Funktionale Schwächen

Gestaltungsdefiziten im öffentlichen Raum

Verlärmte Wohnlage

Ortsbild störende Gebäude / ortsbildfremde Gestaltung

Gemengelage / Nutzungskonflikte

Fehlende Raumkanten

untergenutzte Fläche

Hoher Versiegelungsgrad

Leerstand

Hohe Barrierewirkung

Gebäude mit Baumängeln

Verkehrsknoten mit Barrierewirkung

Mangelndes Hotel-/ Gastronomieangebot

Funktionale Schwächen Eine Häufung von Schwächen tritt Verlärmte Wohnlage

an bestimmten Orten auf. Dies sind

All diese Faktoren wirken sich negativ

Östliche Innenstadt

auf das Stadtbild aus.

Gemengelage / Nutzungskonflikte die Altstadt, die östliche Innenstadt

Die östliche Innenstadt wird von der

Fläche (Bereichuntergenutzte Druckerei - Schule - Bahn),

Mehrere Straßen in der Altstadt wur-

Grund- und Mittelschule sowie der

Leerstand im Bahnhofsumfeld sowie entlang

den in den vergangenen Jahren ge-

Druckerei Eberl geprägt. Andererseits

der Straßen mit Gebäude mit Durchgangsverkehr Baumängeln

staltet. Um so gravierender zeigt sich

ist dieser Bereich ein Wohnstandort.

Mangelndes (Kemptener Str. Hotel-/ - Schützenstr. - Mont-

der Übergang zur noch nicht neu ge-

Durch diesen Nutzungsmix entstehen

fortstr. - Missener Str. sowie Sontho-

stalteten Bahnhofstraße. Sie ist an

funktionale Konflikte untereinander,

fener Str. - Staufner Str. - Bahnhofstr.).

sich das Tor vom Bahnhof zur Altstadt.

z.B. durch den Zulieferverkehr der Dru-

Darüber mangelt es an gestalterischer

ckerei. Darüber hinaus ist das Umfeld

Qualität in der Straße Am Graben so-

der Schule sowie die Grüntenstraße

wie in den Gassen zwischen Schloss

gestalterisch in einem schlechten Zu-

und Alleestraße.

stand. Die Flächen sind weitgehend

Gastronomieangebot

Altstadt Problematisch stellt sich in der Altstadt der hohe Anteil an versiegelten

versiegelt. An einigen Gebäuden, be-

Oberflächen sowie die zum Teil gravie-

Die beiden Parkplätze an der Bahn-

sonders den Schulengebäuden, las-

renden Baumängel einiger Gebäude

hofstraße beim Doblerareal sowie

sen sich Instandhaltungsrückstände

dar. Einige Gebäude, besonders aus

an der Alleestraße unterbrechen die

feststellen. Unattraktiv ist auch der

der Zeit der 1960er und 1970er Jahre

räumliche Struktur. Die Schließung der

Fußweg entlang der Bahn sowie die

stören auch in ihrer Fassadengestal-

Raumkanten würde das Raumgefüge

Tunnel, die die Innenstadt mit den Il-

tung die architektonische Qualität und

verbessern. Leerstand ist nur ein un-

lerwiesen im Osten bzw. der Sontho-

den historischen Eindruck der Altstadt.

tergeordnetes Problem.

fener Straße verbinden.

92


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S C H WÄ C H E N

Schulstandort Grüntenstraße

Barriere Bahn und Staufner Straße

Bahnhofsumfeld

Entlang der Hauptstraßen

Weitere Missstände

Der Bahnhof als Umsteigeknoten und

Die Hauptstraßen sind stark von

Abgesehen von den genannten

Ankunftspunkt wird seiner Aufgabe

Durchgangsverkehr belastet. Sie wir-

Schwerpunktbereichen treten weitere

als Visitenkarte Immenstadts, die Be-

ken wie Barrieren und sind teilwei-

vereinzelte Missstände auf. So sind

sucher in das Zentrum einlädt, nicht

se nur schwer zu passieren. Darü-

die Freiflächen an der Konstanzer Ach

gerecht. Das Umfeld ist schlecht ge-

ber hinaus wirkt sich Verkehrslärm,

(Viehmarkt, Bauhofinsel) teils versie-

staltet, die Flächen weitgehend ver-

besonders durch Schwerlastverkehr

gelt und nicht dem Ort angemessen

siegelt. Der fußläufige Weg zur In-

verursacht, negativ auf die angren-

gestaltet. Gleiches gilt für die Spital-

nenstadt wird durch die zu kreuzende

zende Wohnlage aus. Viele Wohnge-

straße. Hier haben auch die Gebäude

Stadtspange Staufner Straße / Bahn-

bäude entlang dieser Straßen sind in

gravierende Baumängel.

hofstraße (West) behindert. Dem

schlechten Zustand, besonders im

Bahnhof gegenüberliegend sind die

Bereich der Schützenstraße sowie an

Negativ wirkt sich auch die Bahntras-

drei großen Grundstücke (Post, Höss,

der Kreuzung Missener Straße / Mont-

se als lärmemitierend und Barriere zu

Dobler) seit Jahren unbebaut, es fehlt

fortsstraße. An der Kemptener Straße

den angrenzenden Stadtteilen aus.

die räumliche Fassung. Auch der Bus-

überlagern sich Nutzungen gewerb-

bahnhof in direkter Nachbarschaft

licher Prägung (Autohandel, Tankstel-

Das Gastronomie- und Beher­

wird nur minimalen funktionalen und

le, Feuerwehr) mit Wohnen. Dies führt

bergungs­angebot entspricht nicht

gestalterischen Anforderungen ge-

zu Konflikten.

dem Immenstädter Potenzial als Stadt

recht.

in einer Tourismusregion. 93


94


ENT WICKLUNGSZIELE

6 95


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L Räumliche Ziele Hochwertige Naturräume erlebbar machen Grüne Verbindung in die Landschaft stärken Räumlich-funktionale Verbindung zwischen Innenstadt und Iller herstellen Verkehr stadträumlich integrieren Stadträumliche Verknüpfungen entwickeln Stadtzufahrten gestalten Stadteingänge gestalten Funktionale Ziele Innenstadt als Wohnstandort stärken Innenstadt als Versorgungszentrum stärken Überörtliche Landschaftswege entwickeln Freizeitbereiche sichern und stärken Mobilitätsknoten stärken und entwickeln Wohngebiete stärken Gestaltungs- und Nutzungskonzepte entwickeln

96


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Räu

Fun

97


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Ansprechende Architektur an der Montfortstraße

Versorungszentrum Bräuhausplatz

Auf Grundlage der Bestandsaufnah-

Am 28. Februar 2012 wurden in einem

me und der Analyse der Stärken und

Stadtratsforum erste Handlungsfelder

Schwächen der Stadt wurden Ziele

für die Projektthemen vorgestellt, dis-

Die Innenstadt ist ein bedeutender

und Handlungsfelder für die Stadtent-

kutiert und von den Stadträten favo-

Wohnstandort. Um Flächenverbrauch

wicklung erarbeitet. Die Ziele dienen

risiert. Die Handlungsfelder mit mehr

vorzubeugen, sollen alle Potenziale

als informelles Planungskonzept und

als zehn Bewertungspunkten in der

ausgeschöpft werden, die die Innen-

Orientierungsrahmen für die Stadt-

Favorisierung wurden für die weitere

stadt bietet. Andererseits sollen auch

entwicklung der nächsten 15 bis 20

Bearbeitung übernommen.

die Lebensbedingungen verbessert

Wohnstandort Innenstadt stärken

werden, zum Beispiel durch Flächen-

Jahre. Am 26. Juli 2012 verabschiedete der

entsiegelung, Schaffung von Grünräu-

Abhängig von nicht vorhersehbaren

Stadtrat mit großer Mehrheit die Ziele

men und Verbesserung der Aufent-

demografischen, städtebaulichen oder

für die Kernstadt und die Innenstadt.

haltsqualität.

das ISEK mit den Zielen und Hand-

Die Ergebnisse der Veranstaltungen

Auch auf den demografischen Wandel

lungsfeldern fortgeschrieben, d.h. an

können im Anhang „Protokolle“ nach-

muss Rücksicht genommen werden.

die sich ändernden Umstände ange-

gelesen werden.

Für verschiedene Interessengruppen

wirtschaftlichen Entwicklungen kann

passt werden. Die Ziele werden in

(Junge, Alte, Familie, etc.) soll ein

zwei Ebenen dargestellt:

adäquates, diversifiziertes Angebot an Wohnraum bereitgestellt werden.

∙∙ Allgemeine Ziele für die Kernstadt mit Bühl ∙∙ Konkretisierte Ziele für die Innenstadt Die Ziele der Innenstadt leiten sich aus den Zielen der Kernstadt ab. 98

Dies kann durch Neubauten, wie auch durch Umbaumaßnahmen geschehen.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Verbindung zur Iller

Skateanlage in den Illerauen

Räumlich-funktionale Verbindung

Freizeitbereiche sichern und

Innenstadt – Iller herstellen

stärken

Südstadt, an der Welzereute und der

Die Immenstädter Innenstadt ist nur

Immenstadt liegt in bevorzugter Lage

Kemptener Str. sind Wohnlagen in ein-

unzureichend an die Illerlandschaft

als Tor zu den Allgäuer Alpen. Es ist

fachem Niveau. Durch Wohnumfeld-

angebunden. Zwischen ihnen soll

von allen Seiten von Naturräumen mit

verbesserung, Stärkung städtischer

ein Band geknüpft werden, an dem

hohem Freizeitwert umgeben. Der

Infrastruktur und abmindern bzw. be-

Sport-, Freizeit- und Erholungsfunk-

Mittag im Süden der Stadt als erster

heben von Missständen wie Lärm

tionen angelagert sind. Bestehende

alpiner Berg der Allgäuer Alpen ist

oder Nutzungskonflikten wird die Qua-

Einrichtungen, wie die Schulen und

zudem der Auftakt des Naturparks

lität dieser Standorte gesteigert.

Sportanlagen, werden integriert.

Nagelfluhkette. Demgegenüber steht

Wohngebiete stärken Besonders die Wohngebiete in der

Der Bahndamm bildet eine fast

der nördlich gelegene Kalvarienberg

Versorgungszentrum Innenstadt

unüberwindbare Barriere. Der be-

als Teil des Alpenvorlands. Westlich

stärken

stehende Tunnel ist ein Angstraum.

liegt der Kleine und Große Alpsee und

Durch bauliche und gestalterische

die Auenlandschaft der Konstanzer

Immenstadt hat bereits ein sehr hoch-

Maßnahmen soll die Verbindung at-

Ach. Im Osten wird Immenstadt vom

wertiges Einzelhandelsangebot, das

traktiver und durchlässiger gemacht

Auwald des Illertals tangiert. Jeder

weitestgehend inhabergeführt ist. Der

werden.

dieser Räume hat verschiedenen Qua-

momentan schwierigen Lage soll ent-

litäten. Dieses Potenzial soll genutzt

gegengewirkt werden, um Einzelhänd-

und entwickelt werden, um sowohl

ler zu halten und das Angebot auszu-

den Wohnwert der Stadt zu erhöhen

bauen. Wichtig ist, den Einzelhandel

als auch verschiedene Zielgruppen im

möglichst kompakt in der Innenstadt

Fremdenverkehr anzusprechen.

zu konzentrieren, um von einem gemeinsamen, gebündelten Kundenpotenzial zu profitieren. 99


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Naturraum Alpenvorland und Auenlandschaft der Konstanzer Ach

Wegeverbindung in der Auenlandschaft der Konstanzer Ach

Gestaltungs- und Nutzungskon-

Grüne Verbindung in die

Überörtliche Landschaftswege ent-

zepte entwickeln

Landschaft stärken

wickeln

Die Gestaltung des öffentlichen

Die Grünraumverbindungen der Stadt

Überörtliche Rad- und Wanderwege

Raums an der südöstlichen Sontho-

in die Naturräume sollen weiter entwi-

durchqueren die Stadt, u.a. der Boden-

fener Straße, die Entflechtung von

ckelt werden. Dies betrifft vor allem

see-Königsee-Radweg und der Iller-

Nutzungskonflikten und die Aufwer-

die Anbindung des Mittags und der

radweg. Die Wege sind jedoch teils

tung der anliegenden Bebauung soll

Nagelfluhkette sowie des Kalvarien-

wenig attraktiv geführt, die Infrastruk-

diesen Stadtteil attraktivieren.

bergs.

tur ist verbesserungswürdig. Mit Hilfe eines Konzepts soll der touristische

Hochwertige Naturräume erlebbar

Wert erhöht werden. Entlang der Kon-

machen

stanzer Ach sollen Fuß- und Radwege die Verbindung nach Bühl verbessern.

Eine besondere Qualtiät Immenstadts ist die Lage im Naturraum. Die Auwälder im Illertal und die Wiesenlandschaft entlang der Konstanzer Ach sollen in ihrer landschaftlichen Beschaffenheit erhalten und als Naherholungsgebiete ausgebaut werden.

100


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Z I E L E F Ü R D I E K E R N S TA D T M I T B Ü H L

Verkehr stadträumlich integrieren

Stadtzufahrt Blaichacher Straße

Busbahnhof Immenstadt

Stadträumliche Verknüpfungen

attraktiver zu gestalten.

entwickeln

Eine Möglichkeit ist die Anlage als Al-

Die Stadtzufahrten Sonthofener und

lee. Als erster Schritt wurden bereits

Julius-Kunert-Str. sowie die Stadt-

Immenstadt wird durch die Bahntras-

Stelen an den Stadtzufahrten aufge-

spange Staufner Str./ Bahnhofstr.

se dreigeteilt. Das bevölkerungsstarke

stellt. Aber auch eine hochwertige Ar-

(West) weisen eine hohe Belastung

Wohngebiet Südstadt ist für Fußgän-

chitektur an den Ortseingängen hinter-

von Durchgangs- und Schwerlastver-

ger und Radfahrer nur über unattrak-

läßt ein positives, bleibendes Image.

kehr auf. Besonders in den Sommer-

tive Verbinungen mit der Innenstadt

monaten kommt touristischer PKW-

verknüpft. Eine direkte Anbindung

Mobilitätsknoten stärken und

Verkehr hinzu, teils entstehen Staus

an den Bahnhof wäre wünschens-

entwickeln

auf der Sonthofener Straße. Ziel ist es,

wert. Ebenso sollen die Verbindungen

Konzepte zu entwicklen, mit denen die

zu den Illerwiesen, dem Schul- und

Der Bahnhof und der Busbahnhof

Verkehrsbelastung und deren Auswir-

Sportzentrum aufgewertet werden.

haben als Ort des Ankommens und

kungen auf die Anwohner vermindert

des Verknüpfens der Verkehrsträger

werden können. Abgemindert gilt dies

Stadtzufahrten / Stadteingänge

untereinander eine wichtige Funkti-

auch für die Kemptener Str., Schützen-

gestalten

on. Zukünftig wird diese Bedeutung

str. und Jahnstr., auf denen sich die

noch zunehmen. Eine gute Anbindung

Problematik durch die neue B19 etwas

Die Zufahrten und Eingänge eines

des Umlands ist auch für Einheimi-

entspannt hat.

Ortes hinterlassen einen ersten Ein-

sche wichtig. Die Andienung der um-

druck und bilden somit eine Visitenkar-

liegenden Stadtteile und Ortschaften,

te für den Ort. Je einladender sie wir-

besonders Bühls, der Bereitstellung

ken, desto mehr werden Touristen den

von Informationen etc. soll der öffent-

Ort auch besuchen und in positiver Er-

liche Verkehr verbessert und seine Be-

innerung behalten. Besonders die Zu-

nutzung erleichtert werden. Dabei sol-

fahrten über die OA5 von Rettenberg

len auch alternative Verkehrskonzepte,

kommend, die Kemptener Straße und

z.B. Elektromobilität, Car-Sharing aber

die Verbindung nach Bühl sind deshalb

auch Fahrräder integriert werden. 101


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

P

P

P Multifunktionale Innenstadt stärken Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen Innerstädtische Nutzungsmischung stärken Zentrale Einkaufslage stärken (1a / 1b-Lage nach CIMA) Multifunktionale Innenstadt stärken Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen Innerstädtische Nutzungsmischung stärken Multifunktionale Innenstadt stärken Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen Innerstädtische Nutzungsmischung stärken

P

Zentrale Einkaufslage stärken (1a / 1b-Lage nach CIMA) Schulstandorte sichern und entwickeln

102

Zentrale Einkaufslage stärken Räumliche Handlungsfelder (1a / 1b-Lage nach CIMA)

Räumliche H 1

Bahnho

2

Historisc

3

Freizeitb

4

Perlenke

Räumliche Handlungsfelder Schulstandorte sichern und entwickeln

Thematisch

1

Bahnhofsumfeld Freizeitband zur Iller entwickeln

5

Stadtge

2

Historische Altstadt Innerstädtische Verbindungen entwickeln Freizeitband zur Iller und aufwerten

6

Tourism

3

7

Wohnen

kultivieren 4 Stadtbild Perlenkette Konstanzer Ach

8

Einkaufe

1

Bahnhofsumfeld Schulstandorte sichern und entwickeln

Historisches Raumgefüge erlebbar Thematische Handlungsfelder machen und gestalterisch aufwerten

9

Bildung,

2

Historische Altstadt Freizeitband zur Iller entwickeln

5

10 Verkehr

3

Freizeitband zur Iller Innerstädtische Verbindungen entwickeln und aufwerten Perlenkette Konstanzer Ach

6

Stadtgestalt und Stadtbild Ortsbild prägende Gebäude sichern und erhalten Tourismus

7

Straßenraum aufwerten Wohnen in der Innenstadt

4

Stadtbild kultivieren Thematische Handlungsfelder

Freizeitband zur Iller entwickeln

5

Innerstädtische Verbindungen entwickeln und aufwerten

6 7

Historisches Raumgefüge erlebbar Stadtgestalt und Stadtbild machen und gestalterisch aufwerten TourismusOrtsbild prägende Gebäude sichern und erhalten Wohnen in der Innenstadt

gestalterisch und EinkaufenBahnhofsvorplatz und Arbeiten funktional aufwerten 9 Bildung, Kultur und Freizeit Innenstadtzufahrten gestalten 10 Verkehr 8

Raumkanten schließen


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Mu Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

Sta

Multifunktionale Innenstadt stärken

Räumliche H

Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen

P

Innerstädtische Nutzungsmischung stärken Zentrale Einkaufslage stärken (1a / 1b-Lage nach CIMA) Multifunktionale Innenstadt stärken Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen Innerstädtische Nutzungsmischung stärken Zentrale Einkaufslage stärken (1a / 1b-Lage nach CIMA)

Multifunktionale Innenstadt stärken

P

Wohnen in der Innenstadt stärken, Flächenpotenziale nutzen Innerstädtische Nutzungsmischung stärken

Schulstandorte sichern und entwickeln Räumliche Handlungsfelder

Historisches Raumgefüge erlebbar machen und gestalterisch aufwerten Ortsbild prägende Gebäude sichern und erhalten

Raumprägenden Baumbestand sichern und erhalten Mobilität sichern

P

Einkaufe

9

Bildung,

8 9

Bildung, Kultur und Freizeit gestalten Innenstadtzufahrten

8

Wohnen in der Innenstadt Bahnhofsvorplatz gestalterisch und aufwerten Einkaufenfunktional und Arbeiten

9

Bildung, Kultur und Freizeit gestalten Innenstadtzufahrten

10 Verkehr

Raumkanten schließen Raumprägenden Baumbestand sichern und erhalten

Mobilität sichern

Innenstadtzufahrten gestalten Raumkanten schließen

8

Wohnen in der Innenstadt Bahnhofsvorplatz gestalterisch und aufwerten Einkaufenfunktional und Arbeiten

Straßenraum aufwerten Bahnhofsvorplatz gestalterisch und funktional aufwerten

Wohnen

Freizeitband zur Iller Stadtbild kultivieren 4 Perlenkette Konstanzer Ach Historisches Raumgefüge erlebbar machen und gestalterisch aufwerten Thematische Handlungsfelder

7

7

P

10 Verkehr

Mobilitätsknoten stärken und entwickeln

P

Zentrale Stellplatzangebote optimieren Übergänge und Anbindung zur Innenstadt ausbauen und aufwerten

Landschaft einbinden

Zentrale Stellplatzangebote optimieren

Grüne Fuß- und Radwegverbindungen ausbauen und aufwerten

Übergänge und Anbindung zur Innenstadt ausbauen und aufwerten

Städtische Grünanlagen sichern und erhalten

Landschaft einbinden

Zentrale Stellplatzangebote optimieren

Grüne Fuß- und Radwegverbindungen ausbauen und aufwerten

Mo

P

Mobilität sichern

Konstanzer Ach / Steigbach als Grünverbindungen sichern und entwickeln

Konstanzer Ach / Steigbach als Grünverbindungen sichern und entwickeln

10 Verkehr

Raumkanten schließen Raumprägenden Baumbestand sichern und erhalten

Mobilitätsknoten stärken und entwickeln

Mobilitätsknoten stärken und entwickeln

Thematisch

7

3

Tourismus Straßenraum aufwerten

Tourismus Straßenraum aufwerten

Perlenke

Tourism

6

6

Freizeitb

4

Innerstädtische Verbindungen Historische Altstadt entwickeln und aufwerten

Innerstädtische Verbindungen Historische Altstadt entwickeln und aufwerten

Ortsbild prägende Gebäude sichern Stadtgestalt und Stadtbild und erhalten

3

Stadtges

2

5

Historisc

6

5

3

2

5

Freizeitband zur Iller entwickeln Bahnhofsumfeld

Freizeitband zur Iller entwickeln

Stadtbild kultivieren

2

Bahnhof

Freizeitband zur Iller entwickeln Bahnhofsumfeld

1

Schulstandorte sichern und entwickeln

Innerstädtische Verbindungen entwickeln und aufwerten

1

Ortsbild prägende Gebäude sichern Stadtgestalt und Stadtbild und erhalten

Freizeitband zur Iller Stadtbild kultivieren 4 Perlenkette Konstanzer Ach Historisches Raumgefüge erlebbar machen und gestalterisch aufwerten Thematische Handlungsfelder

Zentrale Einkaufslage stärken (1a / 1b-Lage nach CIMA)

Schulstandorte sichern und entwickeln Räumliche Handlungsfelder

1

103

La


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE R Ä U M L I C H E Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

Straßenraum Am Graben

Hirschgasse als Verbindung Marienplatz Hofgarten

MULTIFUNKTIONALE INNENSTADT STÄRKEN Wohnen in der Innenstadt stärken,

Innerstädtische Nutzungs­

Flächenpotenziale nutzen

mischung stärken

Durch Schaffung von attraktivem

Eine lebendige Innenstadt benötigt

Die Innenstadt soll besser an den

Wohnraum in der Innenstadt, Nutzung

Vielfalt. Arbeiten und Wohnen, Unter-

Landschaftsraum der Iller angebunden

von Potenzialflächen, Steigerung der

haltung und Kultur, Handel und Gas-

werden. Dazu soll die Verbindung über

Aufenthaltsqualität soll Immenstadt

tronomie machen eine attaktive Innen-

die Grüntenstraße und die frei wer-

als Wohnstandort gestärkt werden.

stadt aus. Die bestehnende Vielfalt

denden Flächen der bisherigen König-

Dabei sind besonders Aspekte des de-

der Immenstädter Innenstadt soll er-

segg-Schule aufgewertet und mit neu-

mografischen Wandels (Alterung der

halten und gestärkt werden.

en Funktionen besetzt werden.

chen, neue Lebenskonzepte) zu be-

Schulstandorte sichern und

Innerstädtische Verbindungen

rücksichtigen.

entwickeln

entwickeln und aufwerten

Zentrale Einkaufslage stärken

Immenstadt ist eine Bildungsstadt.

Das Altstadtgefüge bietet bereits weit-

Freizeitband zur Iller entwickeln

Gesellschaft, Mehrbedarf an Wohnflä-

Das Schulzentrum hat eine regionale

gehend gute Verbindungen der Stadt-

Aufbauend auf das Einzelhandels-

Bedeutung, ebenso die Berufsschu-

räume untereinander. Zwei Achsen gilt

gutachten der CIMA von 2008 soll

len. Dadurch ist Immenstadt auch für

es aber zu stärken: Die Bahnhofstraße

die Innenstadt als Einkaufsstandort

Familien und junge Leute interessant.

als Zugang vom Bahnhof in die Innen-

nachhaltig gestärkt werden. Es sind

Dieser Vorzug kann genutzt werden,

stadt und die Hirschgasse, die den

Maßnahmen gegen Abwanderung zu

um dem demografischen Wandel ent-

Marienplatz an den Hofgarten und da-

treffen, u.a. durch Aufwertung des

gegenzuwirken. Deshalb sollen die Be-

rüber hinaus an die westlichen Wohn-

Stadtbilds, koordinierte Aktionen der

rufsschul- und Schulstandorte erhalten

gebiete sowie den Landschaftraum

Stadt und der Einzelhändler.

und weiterentwickelt werden.

anbinden kann. Sowohl gestalterische Maßnahmen als auch durch neue Funktionsbesetzung können diese Bereiche eine neue Qualität erlangen.

104


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

R Ä U M L I C H E Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

Historisches Raumgefüge in der Bahnhofstraße

Vorbereich des Bahnhofs

Historisches Raumgefüge erlebbar

Bahnhofsvorplatz

Raumprägenden Baumbestand

machen, gestalterisch aufwerten

aufwerten

sichern und erhalten

Die historische Struktur der Innenstadt

Der Vorbereich des Bahnhofs wirkt

Neben der gebauten Struktur prägen

ist noch heute weitgehend erhalten.

durch die hier entlang führende Stadt-

auch Bäume das Ortsbild, schaffen

Die „alte Stadt“ mit ihren Plätzen und

spange wie eine Barriere und we-

Aufenthaltsqualität und verbessern

Gassen, historischen Gebäuden und

nig attraktiv. Die Querungsmöglich-

das Stadtklima. Sie sollen auch bei

Höfen soll durch gestalterische Maß-

keit für Fußgänger soll erleichert, die

neuen Entwicklungen soweit möglich

nahmen inszeniert werden.

Verkehrssicherheit erhöht und eine

erhalten werden.

STADTBILD KULTIVIEREN

bessere Aufenthaltsqualität im BahnOrtsbild prägende Gebäude

hofsumfeld erreicht werden.

Raumkanten schließen

Innenstadtzufahrten gestalten

Offene Räume schaffen das Gefühl

sichern und erhalten von unfertiger Struktur. Besonders

Historisch bedeutsame Gebäude, die das Ortsbild zum Teil über Jahrhun-

Gut gestaltete Zufahrten zur Innen-

spürbar ist dies im Bahnhofsumfeld

derte geprägt haben, übernehmen

stadt machen deutlich, dass hier et-

am Höss- und Doblerareal. Unbebaute

noch heute wichtige Funktionen in der

was besonderes zu erleben und ent-

Grundstücke sind so zu bebauen, dass

Stadt. Sie sollen erhalten und beson-

decken ist. Sie können Durchreisende

die Raumkanten des umgebenden

ders in Szene gesetzt werden.

einladen, die Stadt zu besuchen. Be-

Stadtraums geschlossen werden.

sonders betrifft dies die Kemptener Straßenraum aufwerten

Str. und Julius-Kunert-Str./Bahnhofstr.

Weite Teile der Innenstadt wurden in den vergangenen Jahren bereits saniert. Einige Straßenräume (Am Graben, mittlere Bahnhofstr., Spitalstraße) sind jedoch noch in wenig ansprechendem Zustand. Sie sind neu zu gestalten.

105


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

ENT WICKLUNGSZIELE F U N K T I O N A L E Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

Gehweg Montfortstraße

Parkleitsystem

MOBILITÄT SICHERN Bahnhof als Mobilitätsknoten

Übergänge und Anbindung zur

entwickeln

Innenstadt ausbauen und aufwerten

Der Bahnhof und der Busbahnhof er-

Um Ortsteile und Landschaftsraum

füllen wichtige Mobilitätsfunktionen

attraktiver an die Innenstadt anzubin-

für Immenstadt. Durch eine Ange-

den, sollen die Übergangsbereiche

botsoptimierung, gestalterische Auf-

zur Altstadt aufgewertet werden. Dies

wertung und Übernahme weiterer

betrifft besonders Verbindungen von

Funktionen sollen sie zu einem Mobili-

der Konstanzer Ach bzw. dem Kalva-

tätsknoten entwickelt werden.

rienberg am Hofgarten und der Steigbachmündung, die Grüntenstraße als

Zentrale Stellplatzangebote

Anbindung der Illerauen und der dor-

optimieren

tigen Freizeiteinrichtungen, sowie die Zugänge aus der Südstadt.

Die Stellplatzsituation in Immenstadt ist im Allgemeinen als gut zu bewerten. Speziell im Interesse des Einzelhandels werden aber Optimierungsmöglichkeiten gesehen. Das Angebot an Stellplätzen soll verbessert und eine gleichmäßige Auslastung der Parkplätze erreicht werden.

106


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

F U N K T I O N A L E Z I E L E F Ü R D I E I N N E N S TA D T

Weg entlang der Konstanzer Ach

Raumprägender Baumbestand in der Bahnhofstraße

LANDSCHAFT EINBINDEN Konstanzer Ach und Steigbach als

Grüne Fuß- und Radwegverbin-

Grünverbindungen sichern und

dungen in den Landschaftsraum

entwickeln

ausbauen und aufwerten

Die Grünzüge der Konstanzer Ach

Verbindungen für Fußgänger und Rad-

und des Steigbachs bringen die Land-

fahrer in den Landschaftsraum sollen

schaftsräume bis in die Altstadt. Eben-

attraktiv gestaltet werden, um Innen-

so übernehmen sie Aufgaben des

stadt und Landschaft miteinander zu

Hochwasserschutzes. Sie sollen so-

verknüpfen.

weit möglich naturnah erhalten und die Uferbereiche weiter begehbar gemacht werden. Die Fuß- und Radwegverbindung entlang der Konstanzer Ach nach Bühl erfahren eine Aufwertung. Städtische Grünanlagen sichern und erhalten Zwei Grünanlagen prägen die Altstadt Immenstadt: der Hofgarten und der Klostergarten. Sie steigern die Aufenthaltsqualität und den Wohnwert der Stadt. Diese Parkanlagen sollen entsprechend ihrer Bedeutung und Nutzung für die Bevölkerung erhalten werden. 107


108


HANDLUNGFELDER UND PROJEKTE

7 109


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN PROJEKTÜBERSICHT

10

12

10

14

15

13

11 6

2

9

5

5

9

7

8

2

2

8 4

3

1

2

8 5

3

Auf Grundlage der formulierten Ziele

RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

werden räumliche und thematische Handlungsfelder im Bereich der Innen-

A. Bahnhofsumfeld

C. Freizeitband zur Iller

für eine zukünftige nachhaltige Stadt-

1. Bahnhofsplatz •►

7. Grüntenstraße

entwicklung von Bedeutung sind.

∙∙

Hössareal

∙∙

Straßenraum Grüntenstraße

∙∙

Doblerareal

stadt benannt, die aus heutiger Sicht

∙∙

Schulplatz

In den jeweiligen Handlungsfeldern

2. Stadteingang

∙∙

Druckerei

werden Projektvorschläge mit einzel-

∙∙

Postareal

8. Tor zur Iller

nen Bausteinen und Umsetzungsmaß-

∙∙

Stadtzufahrt Bahnhofstraße

∙∙

Zugang Kemptner Straße

nahmen zur Attraktivätssteigerung der

3. Mobilitätsknoten

∙∙

Jugendfreizeitpark

Innenstadt dargestellt.

∙∙

Busbahnhof

∙∙

Jugendhaus

∙∙

Mobilitätszentrale

∙∙

Jugendhotel

Initialprojekte, die als besonders wich-

∙∙

Anbindung Südstadt

∙∙

Schulparkplatz und Schulbushalt

tig und als erster Anstoß für die zu-

4. Bahnhofstraße

∙∙

Illerwiesen

werden, sind mit •► gekennzeichnet.

B. Historische Innenstadt

D. Perlenkette Konstanzer Ach

Projekte, die im Rahmen des Verfü-

5. Kranz der Plätze

9. Freiraumkonzept Konst. Ach

gungsfonds bereits im Jahr 2012 anlie-

∙∙

Verbindung Klosterplatz - Steig-

10. Viehmarkt

bachmündung

11. Bauhofinsel

∙∙

Am Graben / Platz am Jugendhaus

12. Steigbachmündung

∙∙

Feinaigleplatz

13. Museumspark Mühlhalde

künftige Stadtentwicklung gesehen

fen, sind mit F gekennzeichnet

6. Hofgarten •►

110

14. Spiessareal

9


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

PROJEKTÜBERSICHT

THEMATISCHE HANDLUNGSFELDER E. Stadtgestalt und Stadtbild

G. Tourismus

H. Mobilität

15. Gestaltungskonzept Öffentlicher

22. Tourismuskonzept

26. Verkehrskonzept Innenstadt

∙∙ Tourismuskonzept

∙∙ Verkehrskonzept •►

∙∙ Tourismusmarketing

∙∙ Teilkonzept Radverkehr

Raum 16. Lichtkonzept F 17. Fußgängerleitsystem F 18. Gestaltungshandbuch und Kommunales Förderprogramm

∙∙ Teilkonzept Schulverkehr •► 23. Gastronomie und Beherbergung ∙∙ Neue Hotelangebote ∙∙ Tourismusmanager

F. Lebendige Innenstadt

"Hotel + Gastronomie" ∙∙ Kooperation Gastronomie /

19. Wohnen

Hotellerie mit dem Naturpark

∙∙

Flächenmanagement Wohnen

∙∙ Regionale Produkte

∙∙

Förderprogramm „Barrierefreies

∙∙ Qualitätsoffensive Gastronomie und

Immenstadt“ ∙∙

Junges Wohnen in der Altstadt

∙∙ Verleihsystem

Beherbergung ∙∙ Gastronomie- und Hotelführer mit

27. Parken und Verkehrslenkung ∙∙ Parkraumbewirtschaftung ∙∙ Parkleitsystem ∙∙ Verkehrslenkung 28. Öffentlicher Nahverkehr ∙∙ Stadtbusangebot ∙∙ Regionaler touristischer ÖPNV

kulinarischem Marketing 20. Einkaufen und Arbeiten ∙∙

Innenstadtmanager F

24. Tourismus in der Stadt

∙∙

Verfügungsfonds

∙∙ Willkommen in Immenstadt

∙∙

Gemeinsamer Marktauftritt und

∙∙ Allgäu-Shopping

Qualifizierung

∙∙ Allgäu-Laden

Lokalwährung "Genusstaler" F

∙∙ Tourismusvernetzung

∙∙

∙∙ Stadt- und Alltagsgeschichte 21. Kultur und Freizeit ∙∙

Veranstaltungszentrum

∙∙

Jugendzentrum

25. Mittagberg - Tor zum Naturpark

∙∙

Neue Angebote für Senioren

∙∙ Vermarktungskonzept Erlebnisberg

∙∙

Eisbahn F

∙∙ Wanderwege

∙∙

Winterwald im Klostergarten F

∙∙ Alpseebad

Nagelfluhkette

111


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

4

2

1

RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

1. Bahnhofsumfeld

2. Historische Innenstadt

Die folgenden Stadträume werden

Der Bahnhof und dessen Umfeld sind

Neben den historischen Gebäuden

für städtebauliche Entwicklungsmaß-

die Visitenkarte und Empfangsbereich

prägt die charakteristische Abfolge

nahmen empfohlen.

der Stadt. Hohe Aufenthaltsqualität

von Weg- und Platzraum in besonde-

und klare städtebauliche Formen, die

rer Weise die Altstadt. Dieses histo-

Anhand von Testentwürfen wird bei-

die Orientierung stützen, sind für An-

rische, identitätsstiftende Raumgefü-

spielhaft die Realisierungsmöglichkeit

kommende wichtig, um in die Altstadt

ge wird sichtbar gemacht. Ein Kranz

überprüft.

geleitet zu werden. Daneben gilt es,

der Plätze soll einen Zusammenhang

den Bahnhof als künftigen Mobilitäts-

der einzelnen Stadträume herstellen

knoten zu stärken.

und damit eine Erlebbarkeit der differenzierten Raumfolgen ermöglichen.

112


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

4

2 3

2

3. Freizeitband zur Iller

4. Perlenkette Konstanzer Ach

Auf den frei werdenden Flächen an

Die Konstanzer Ach wird die wich-

der Königsegg-Grundschule sollen

tigste Verbindungsachse für den Fuß-

Einrichtungen entstehen, die den Auf-

und Radverkehr zwischen Immenstadt

takt für ein Freizeitband zur Iller schaf-

und Bühl. Entlang der Konstanzer Ach

fen. Mit attraktiven Verbindungen wird

sollen Aufenthaltsorte mit verschie-

ein neuer Zugang der Innenstadt zum

denen Tourismus- und Erholungs­

hochwertigen Landschafts- und Frei-

angeboten entstehen. Die einzelnen

zeitraum der Iller eröffnet und damit

Bausteine, u.a. Freibad, Viehmarkt,

der Anschluss an die Flusslandschaft

Steigbachmündung und Mühlhalde

erheblich gestärkt.

mit Spiessareal fädeln sich wie Perlen einer Kette aneinander. 113


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Wohnpark

Erweiterung Berufsschule, Wohn-/ Geschäftshaus

Wohnen mit Parken in TG

Fußweg zur Altstadt

Stadtzufahrt als Allee

Geschäftshaus

Parkplätze in TG Umgestaltung Busbahnhof

Mobilitätszentrale

Bahnhofsplatz Mischverkehrsfläche

Wohn-/ Geschäftshaus

Anbindung Südstadt

Erweiterung Berufsschule, Wohn-/ Geschäftshaus

Stadtzufahrt als Allee

Geschäftshaus

Parkplätze in TG Neuer Busbahnhof Mobilitätszentrale

Bahnhofsplatz Neugestaltung

Anbindung Südstadt

Umgestaltung Bahnhofsumfeld: Testentwurf Variante 1 und 2 (Bausteine sind kombinierbar) 114

Wohn-/ Geschäftshaus


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

BAHNHOFSUMFELD

HANDLUNGSFELD BAHNHOFSUMFELD Dem Bahnhof Immenstadts kommt

Entsprechend ist der städtische Raum

eine besondere Bedeutung als Ver-

durch neue Raumkanten zu ordnen

kehrs- und Mobilitätsknoten zu. Er ist

und seine Aufenthaltsqualität insbe-

Ort der Ankunft und der Durchreise.

sondere für Fußgänger und Fahrrad-

Er verbindet verschiedene Verkehrs-

fahrer aufzuwerten.

träger und wirkt als Visitenkarte auch für Touristen, die kurzzeitigen Aufent-

Im Zuge der Umgestaltung ist die

halt auf dem Weg in die Tourismus-

Funktion des Bahnhofs als intermo-

zentren haben. In kurzer Entfernung zu

daler Knoten den zukünftigen Anfor-

Altstadt und Südstadt bietet er Fuß-

derungen der Mobilität anzupassen

gängern eine attraktive Möglichkeit,

und dementsprechend auszubauen.

Immenstadt zu erreichen.

Gleichzeitig soll auch die Südstadt eine bessere Anbindung an den Bahn-

Damit ist dieser öffentliche Raum

hof und das Zentrum erhalten.

auch ein Eingangstor für Ankommende zur historischen Innenstadt und eine Art „Entree“ der Stadt. Gäste sollen hier empfangen und über die Bahnhofstraße in die Altstadt geleitet werden.

115


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Bahnhofsplatz: heutige Situation

Bahnhofsplatz: Umgestaltung als Mischverkehrsfläche zur besseren Querung, Auftakt zur Altstadt am Doblerareal

116


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

BAHNHOFSUMFELD

Bahnhofsplatz Der Bahnhofsplatz ist eine viel zu

Die Rahmenbedingungen sollen vor-

wertvolle Fläche, um sie fast aus-

bereitend in einer Machbarkeitsstudie

schließlich dem Verkehr zu überlas-

untersucht werden, in der Anwohner

sen. Als räumliche Verknüpfung zwi-

und Einzelhändler mit einbezogen wer-

schen Stadt und Bahn soll er zukünftig

den. In einem anschließenden städte-

als Platz in das Gefüge der Stadräume

baulichen Realisierungswettbewerb

eingebunden werden. Dabei sind auch

wird dann nach der bestmöglichen

die Belange einer guten Erreichbarkeit

Lösung gesucht.

der Altstadt zu berücksichtigen. Neben dem bereits in BaubefindNeue Ansätze wie Mischverkehrsflä-

lichen Geschäftshaus soll im Zusam-

chen und Shared Space, die bereits in

menhang mit der Gestaltung dieses

einigen Kommunen auch an Straßen

Bereiches auch die Entwicklung des

mit hohem Verkehrsaufkommen er-

Doblerareals als Auftakt in die Innen-

folgreich realisiert wurden, sind hier-

stadt einbezogen werden.

bei als Möglichkeit zur Verbesserung der Nutzungsqualität im öffentlichen Raum zu untersuchen.

117


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Planungswerkstatt Fassadengestaltung Bahnhofstrasse 32 Immenstadt Modulierte Fassadenoberfläche durch Addition von Holzlattenstrukturen

Siegerentwurf für die Fassadengestaltung des Geschäftshauses am Hössareal, Architekt: Titus Berhard Architekten BDA, Augsburg

Entwürfe für die Fassadengestaltung: Titus Bernhard Architekten, F64 architekten, Architekturbüro Wilhelm Huber 118


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

BAHNHOFSUMFELD

Höss-Areal

Dobler-Areal

Post-Areal

Nachdem das Hössareal eineinhalb

Die bauliche Fassung des Stadtraums

Das Postareal wird von der Post und

Jahre brach lag, haben aktuell im Ok-

am Eingang zur Bahnhofstraße ist eine

als Parkplatz genutzt. Es gehört dem

tober 2012 die Bauarbeiten für die Er-

Aufgabe mit hoher Priorität für die

Landkreis und wird als Erweiterungs-

richtung eines zweigeschossigen Ge-

Innen­stadtentwicklung.

fläche für die benachbarte Berufs-

schäftsgebäudes mit Drogeriemarkt

schule vorgehalten. Die Schließung

und Textildiscounter begonnen. Damit

Im Umfeld des Bahnhofs und in der

der Baulücke wertet das Stadtbild an

wird eine Baulücke an wichtiger Stelle

Altstadt liegend, eignet sich die Fläche

dieser Stelle erheblich auf. Neben der

geschlossen. Um der städtebaulichen

für ein Wohn- und Geschäftshaus mit

Nutzung durch die Berufsschule sind

Bedeutung auch in der Gestaltung der

alten- und behindertengerechten Woh-

auch Geschäfts- und Wohngebäude

Fassaden gerecht zu werden, wurde

nungen und medizinischen Dienstlei-

vorstellbar. Darüber hinaus möchte die

eine Planungswerkstatt durchgeführt,

stungen. Als Auftakt zum Zentrum

Deutsche Telekom das benachbarte

die als Ergebnis ein Gebäude mit

sind die Anforderungen an die gestal-

Grundstück der ehem. Telefonschalt-

klarem und modernem Gesicht zeigt.

terische Qualität des neuen Gebäudes

station veräußern. Dieses würde sich

entsprechend hoch anzusetzen.

für die Schaffung neuen Wohnraums

Die Stellplätze im rückwärtigen Be-

eignen.

reich schaffen zwar das erforderliche

Ein Gastronomiebetrieb im Erdge-

Stellplatzangebot, wünschenswert

schoss mit Terasse belebt den neu

wäre aber mittelfristig eine Lösung,

geschaffenen Bahnhofsplatz.

die auch zur Luitpoldstr. eine räum-

Stadtzufahrt Mit der Umgestaltung des Busbahn-

liche Fassung zeigt und das Angebot

Im Untergeschoss können weitere

hofs kann auch die Stadtzufahrt Bahn-

zentraler Wohnflächen erweitert.

Stellplätze entstehen.

hofstraße von Westen räumlich neu gefasst und aufgewertet werden. 119


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Tunnel zum Bahnsteig: heutige Situation

Tunnel zum Bahnsteig: Neugestaltung mit Farbe und Licht sowie Verlängerung zur Edmund-Probst-Str. in die Südstadt (ca. 25m)

120


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

BAHNHOFSUMFELD

Busbahnhof

Mobilitätszentrale

Anbindung Südstadt

Die Gestaltung des Busbahnhofs ent-

Eine Mobilitätszentrale soll alle rele-

Die Anbindung des Bahnhofs und des

spricht nicht mehr den heutigen Stan-

vanten Angebote und Informationen

Busbahnhofs an die Südstadt ist heu-

dards. Die bauliche Umgestaltung,

für Verkehr und Tourismus aus einer

te nur befriedigend über die Brücke

verbunden mit einer verkehrlichen

Hand bereitstellen.

an der A.-Probst-Straße gegeben. Der

Neuordung, schafft die Voraussetzung

bestehende Bahnhofstunnel bedient

zur Stärkung des Bahnhofsbereichs als

Ein Fahrradhaus, das auch Räder und

intermodaler Knoten.

e-Bikes vermietet, die Verleihstationen

nur den Mittelbahnsteig.

in Bühl und auf der Bauhofinsel be-

Eine Verlängerung des Bahnsteigtun-

Durch neue Überdachungen kann

treut, überdachte Fahrradabstellplätze

nels um ca. 25 m würde die Erreich-

der Komfort verbessert werden,

für Bahnreisende (Bike&Ride), eine

barkeit der Südstadt und des Mittag-

Park&Ride-Parkplätze können im neu-

CarSharing-Zentrale sowie weitere

bergs deutlich steigern. Dabei ist auf

en Untergeschoß mit geringem Ni-

Dienstleistungen, wie Verkehrsaus-

Barrierefreiheit zu achten. Auf der

veauunterschied an die Bahnhofstraße

kunft, Fahrkartenverkauf, Taxiruf und

Südseite des Tunnels an der Edmund-

angebunden werden, um das Stell-

Beherbergungsvermittlung werden in

Probst-Straße sollen Fahrradabstell-

platzangebot erheblich zu erweitern.

diesem Verkehrs- und Tourismusbüro

anlagen und Parkplätze angeboten

aus einer Hand angeboten.

werden.

121


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER Hofgarten: Entscheidung treffen

Nachzeichnen des Steigbachs Nachnutzung BRK-Gebäude

Öffen der Hirschstr.

Entsiegelung Wohnhöfe

Steigbachpassage

Raumfassung und Platzgestaltung

Gestaltung Bahnhofstraße

Grüne Höfe Platzgestaltung Entsiegelung

Eingrünung Parkplatz

Hofgarten: Entscheidung treffen

Nachzeichnen des Steigbachs Nachnutzung BRK-Gebäude

Grüne Höfe

begrünter Parkplatz

Grüne Höfe

Gestaltung Bahnhofstraße

Grüne Höfe Platzgestaltung Entsiegelung

Eingrünung Parkplatz

Historische Innenstadt mit Kranz der Plätze: Testentwurf Variante 1 und 2 (Bausteine sind kombinierbar) 122


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

H I S T O R I S C H E I N N E N S TA D T

HANDLUNGSFELD

HISTORISCHE INNENSTADT Die Bewahrung und Pflege der histo-

Der historische Grundriss Immen-

rischen Stadt ist eine kontinuierliche

stadts Altstadt ist noch heute im öf-

Aufgabe der Stadtentwicklung. Dies

fentlichen Raum an Gebäuden und

betrifft den Bestand der alten Gebäu-

Straßennetz ablesbar. Dies ist ein be-

de ebenso, wie sorgfältiges Einfügen

sonderes Potenzial und somit die In-

neuer Elemente und den sorgsamen

wertsetzung dieser Räume durch eine

Umgang mit dem öffentlichen Raum.

angemessene Gestaltung ein wich-

Daneben gilt es aber auch, örtliche

tiges Aufgabenfeld.

Besonderheiten herauszustellen und sichtbar zu machen.

Hierbei steht die Verbindung der historischen Städträume zu einem „Kranz der Plätze“, die Entwicklung des Hofgarten und seine Einbindung in das neue Raumkonzept sowie die Aufwertung der Bahnhofstraße als öffentlicher Raum im Fokus.

123


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Konzept: Kranz der Plätze

Kranz der Plätze

Baustein Hofgarten

Wie ein Kranz liegen Klosterplatz und

Dieser Kranz ist in weiten Teilen schon

Der Hofgarten, dessen zukünftige

Klostergarten, St. Nikolausplatz und

vorhanden. Es gilt hier nur noch, weni-

Entwicklung politisch kontrovers dis-

Kirchplatz, Landwehrplatz, Bräuhaus-

ge Trittsteine zu gestalten und in den

kutiert wird, ist ein wichtiger Baustein

platz und der Hofgarten rings um die

Zusammenhang einzubinden. Insbe-

im räumlichen Gefüge der Altstadt. Er

Altstadt mit dem Marienplatz als Kern.

sondere betrifft dies die Verbindung

ist auch funktional nicht zu unterschät-

Zukünftig soll diese charakteristische

vom Klosterplatz zur Steigbachmün-

zen. Sowohl für kulturelle Nutzungen,

räumliche Situation noch besser erleb-

dung, die Straße Am Graben mit dem

als auch für Wohnen, Einzelhandel und

bar werden.

Platz am Jugendhaus sowie den soge-

Hotellerie bietet dieser Standort sehr

nannten Feinaigleplatz.

gute Entwicklungsbedingungen. Als

Eine einheitliche Gestaltung der Flä-

historischer Garten hat er eine beson-

chen und ein Lichtkonzept, das Ak-

Indem jedem Platz des Kranzes ein

dere Bedeutung innerhalb des Kranzes

zente setzt und gleichzeitig eine

besonderes Thema zugeordnet wird,

der Plätze.

Führung durch den Raum markiert,

entsteht Abwechslung im Zusammen-

verbindet die einzelnen Elemente zu

hang und Identität der einzelnen Plätze

Baustein Verbindung

einem neuen Ganzen. Als „Kranz der

als erkennbare Orte mit eigener Atmo-

Klosterplatz – Steigbachmündung

Plätze“ entsteht ein zusammenhän-

sphäre. Dabei können Besonderheiten

gendes Raumgefüge, das sich wie ein

der Stadt- und Alltagsgeschichte einen

Der Klosterplatz ist bereits gestaltet.

Rahmen um den Marienplatz legt.

Beitrag zur Findung der individuellen

Ähnlich der Situation am Landwehr-

Platzidentität leisten.

platz könnte hier der verrohrte Steigbach „nachgezeichnet“ und die Verbindung zwischen Konstanzer Ach und Innenstadt aufgewertet werden.

124


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

H I S T O R I S C H E I N N E N S TA D T

Visualisierungsbeispiel einer führenden Straßenbeleuchtung in der umgestalteten Bahnhofstraße (vgl. S. 128)

Baustein Klostergarten

Baustein Platz an der Mittagstr.

Baustein Feinaigleplatz

Auch der Klostergarten ist bereits

Die als Parkplatz genutzte Freifläche

An der abknickenden Bahnhofstra-

attraktiv gestaltet. Als eingefriedete

am Jugendhaus liegt von der Sont­

ße zum Marienplatz weitet sich der

Grünfläche ist er ein Ort der Ruhe und

hofener Straße kommend gut sichtbar.

Stadtraum durch die fehlende Raum-

Erholung, ebenso wie auch ein geeig-

Durch Eingrünung des Parkplatzes und

kante des unbebauten Eckgrundstücks

neter Ort im Zentrum für Kunst und

Kunst im Stadtraum würde die Quali-

deutlich auf. Durch Schliessung der

Kultur.

tät des Ortes deutlich gesteigert. Der

Raumkante mit Bäumen und Eingrü-

Platz könnte durchfahrende Touristen

nung des Parkplatzes kann bis zu einer

Bausteine St.-Nikolaus-Platz und

auf Immenstadts Innenstadt aufmerk-

eventuellen späteren Bebauung die

Kirchplatz

sam machen.

Situation aufgewertet werden.

Der St.-Nikolaus-Platz am Pfarramt

Baustein Am Graben

Als langfristiges Ziel wäre eine Bebau-

und der Kirchplatz sind als städtische

ung dieses Platzes mit einem Wohn-

Plätze gestaltet. Durch eine Installati-

Als südliche Verbindung zwischen

und Geschäftshaus und Stellplätzen

on könnte zusätzlich z.B. über die Kir-

der östlichen Innenstadt und dem

in einer Tiefgarage sinnvoll, um das

chengeschichte Immenstadts und das

Bräuhausviertel fungiert die Straße

Wohnangebot in der Innenstadt weiter

Kloster Auskunft gegeben werden.

Am Graben. Durch Oberflächenent-

zu steigern.

siegelung und Eingrünung wird der Charakter einer rückwärtigen Anlieferungs- und Stellplatzfläche am Übergang zum Landwehrplatz gemindert.

125


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

K1: Sanierung Veranstaltungshalle +6 K6: Umnutzung als Sport-Center/Outlet +6

K2: Wohnen, großflächiger Einzelhandel +7

Testentwurf K2: Wohnen, im EG großflächiger Einzelhandel

126

K3: Barrierefreies Wohnen, kleinteiliger Einzelhandel

Testentwurf K4: Stadthäuser im Park

+10


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

H I S T O R I S C H E I N N E N S TA D T Parkplatz

Aach

nstraße

(B 308)

Parkplatz

K4: Stadthäuser im Park

+13

K5: Jugenderlebnispark mit Wohnen und Einzelhandel -6 Rothenfe

lsstraße

Kolpi

2 qm

traß e

ngst

6.54

Hofga

rtenst

Allees

An de

r Sta

dtmau

er

Schütze

K7: Aufschütten eines Hügelparks, Bundesstraße in Tunnellage

-6

Hofgarten Der Hofgarten ist eines der Schlüssel-

Sieben Nutzungs- und Gestaltungs-

grundstücke in der Innenstadt. Seine

varianten sind im Bericht zur Feinun-

Lage am Rande der Altstadt, an der

tersuchung Hofgarten dargestellt. Ein

Konstanzer Ach und am Übergang

weiterer Vorschlag wurde durch den

zum Landschaftsraum, bietet viel Po-

Tourismusplaner im Rahmen der ISEK-

tenzial als attraktiver Standort sowohl

Erarbeitung beigebracht (Hotel im

für kulturelle Nutzungen, als auch für

Wellness- und Gesundheitssektor).

Wohnen, Hotel und Gastronomie sowie Einzelhandel.

BRK-Gebäude

Inwieweit die kulturelle Funktion des

Als weitere Teilbaustein wird eine Fol-

Hofgartens mit einer über 100-jäh-

genutzung für das benachbarte BRK-

rigen Traditon als gesellschaftlich-kul-

Gebäude benötigt. Das BRK wird zum

turelles Zentrum der Stadt auch zu-

Jahr 2013 den Standort verlassen.

künftig Bestand haben wird, ist noch

Sowohl Wohnnutzung als auch Dienst-

nicht abschließend entschieden.

leistungen könnten hier entwickelt werden.

Mit dem sanierten Schloss existiert in Immenstadt ein neues Angebot für kulturelle Veranstaltungen. Ein Teil der Aufgaben des Hofgarten könnte hier durchaus übernommen werden. 127

raße

raße


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Bahnhofstraße, heute

Beispiel für die Umgestaltung der Bahnhofstraße

128


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

H I S T O R I S C H E I N N E N S TA D T

Bahnhofstraße Die Bahnhofstraße zwischen Ma-

Durch ein Beleuchtungskonzept wird

rienplatz und Bahnhof ist das Ein-

das Erscheinungsbild der Straße deut-

zelhandelszentrum in Immenstadt.

lich attraktiver. Dieses soll im Zusam-

Historische Geschäftsgebäude mit

menhang mit einem gesamtstäd-

gehobenem Angebot prägen ihren

tischen Lichtkonzept stehen. Nicht nur

Charakter. Für den Einkaufstourimus in

für Kunden und Touristen, auch für

Immenstadt ist sie somit von großer

Bewohner wird damit das Image Im-

Bedeutung.

menstadts gesteigert.

Um die Straße am Eingang zur Ein-

Besonders wichtig bei der Umgestal-

kaufsstadt einladender zu gestalten,

tung ist die Einbindung der ansässigen

soll sie entsprechend dem bereits ge-

Einzelhändler, eine barrierefreie Aus-

stalteten Zentrum gepflastert werden.

gestaltung und die Lösung der Stellplatzproblematik in diesem schmalen Straßenraum. Ein Ansatz könnten Stellplätze im Untergeschoss eines neuen Wohn- und Geschäftsgebäudes auf dem Doblerareal sein.

129


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Verbindung zur Ach Zugang Kemptner Str.

Jugendhotel

Wohnen Wohnen

Direkte Verbindung Zugang Grüntenstraße

Jugendfreizeitpark Neugestaltete Grüntenstraße Schulplatz

Indoor-Freizeitcenter

Sportoutlet

Wohnen

Verbindung zur Ach Zugang Kemptner Str.

Schulbusbahnhof Jugendhaus, Jugendhotel

Wohnen Direkte Verbindung Zugang Grüntenstraße

Jugendfreizeitpark Neugestaltete Grüntenstraße Arkaden Schulplatz

Wohnen

Freizeitband zur Iller: Testentwurf Variante 1 und 2 (Bausteine sind kombinierbar) 130


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FREIZEITBAND ZUR ILLER

Bisherige Wegführung Bodensee-Königsee-Radweg um die Schule herum (rot) und vorgeschlagene direkte Wegführung (grün) mit Anbindung der Innenstadt

HANDLUNGSFELD FREIZEITBAND ZUR ILLER Mit der Verlagerung der Königsegg-

Die Innenstadt wird mit den bestehen-

Grundschule zum Schulzentrum rückt

den Sport- und Freizeiteinrichtungen

ein großes Schlüsselgrundstück in den

und dem gut ausgebauten Wegenetz

Fokus der Stadtentwicklung.

in den Illerauen verbunden.

Als verbindendes Element zwischen

Durch die Nähe zur Altstadt und zum

der Altstadt, der Konstanzer Ach und

Schulzentrum einerseits und die in

den Illerauen besteht hier die einma-

sich abgeschlossene Lage an der

lige Chance, die großen Potenziale

Bahn andererseits ist dieser Raum ins-

Immenstadts als touristische Stadt mit

besondere für junge Menschen inte-

dem Freizeit- und Landschaftsraum

ressant.

Iller zu verknüpfen. Bereits bestehende erste UntersuDavon profitiert nicht nur der Touris-

chungen zur Integration eines Park-

mus sondern auch der Wohnstandort

platzes und zur Abwicklung des Schul-

Immenstadt.

busverkehrs auf dem Gelände der Königsegg-Grundschule sollen vertieft und ggf. integriert werden.

131


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Grüntenstraße: heutige Situation

Grüntenstraße

Schulplatz

Druckerei Eberl

Die Grüntenstraße ist ein wichtiger

Der neue Schulplatz bildet den Ab-

Eine mittel- bis langfristige Verlage-

Abschnitt der neuen räumlichen Ver-

schluss der umgestalteten Grünten-

rung der Druckerei Eberl in das Ge-

bindung zwischen der Innenstadt und

straße und stellt gleichzeitig einen

werbegebiet eröffnet neue Chancen

dem Freizeitraum der Iller. Als dichte

weiteren Trittstein zur Iller dar. Durch

für die Stadtentwicklung auf diesem

Allee soll sie zukünftig eine attraktive

die unmittelbare Lage an der Mittel-

innerstädtischen Schlüsselgrundstück.

und erlebbare Verknüpfung von Stadt

schule kann dieser Platz auch für schu-

und Flusslandschaft herstellen.

lische Zwecke genutzt werden.

Beispielsweise ein Indoor-FreizeitCenter als Schlechtwetterangebot, ge-

Dafür ist die Straße entsprechend um-

Es ist zu überprüfen, ob der Verbin-

paart mit einem Sportartikelfachmarkt

zugestalten. Neben der Begrünung ist

dungstrakt zur Sporthalle notwendig

würde sowohl den Einzelhandel als

auf Barrierefreiheit und Aufenthalts-

ist. Möglicherweise kann er in offene

auch den Freizeitwert Immenstadts

qualität zu achten. Zur Stärkung der

Arkaden umgestaltet oder ganz aufge-

weiter steigern. Aber auch weitere

Funktion für Fußgänger und Fahrrad-

geben werden.

Wohn- oder Dienstleistungsnutzungen

fahrer ist eine Verkehrsberuhigung des Bereichs zu überprüfen.

132

sind vorstellbar.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

FREIZEITBAND ZUR ILLER

Grüntenstraße: Umgestaltet als grüne Verbindung zwischen Altstadt und Illerauen sowie umgenutzte Druckerei

Jugendfreizeitpark Wohnpark Der Jugendfreizeitpark ist ein Projekt-

kobsweg führt hier entlang. Der Boden-

vorschlag, mit dem das Angebot für

see-Königsee-Radweg erhält eine di-

Südlich des Parks, in unmittelbarer

Jugendfreizeit in unmittelbarer Innen-

rekte Führung von der Konstanzer Ach

Nähe zur Salzstraße könnte ein neues

stadtnähe erweitert werden kann. Dies

durch den Park zur Iller. Auch der Tun-

Wohnquartier entstehen, wenn der

wirkt sich positiv auf den Wohnstand-

nel zum Schulzentrum soll in diesem

Pavillon der Mittelschule langfristig

ort Innenstadt insbesondere für junge

Zusammenhang eine deutliche Aufwer-

nicht mehr notwendig ist.

Familien aus. Gleichzeitig wird auch

tung erfahren.

unter touristischen Gesichtspunkten

Illerauen

die Attraktivität der Stadt für diese Ziel-

Am Zugang wird momentan unter-

gruppe gesteigert werden.

sucht, ob hier ein Parkplatz für den

Zusätzliche Angebote für Sport-,

Schulverkehr sinnvoll ist. Dieser Park-

Trendsport- und Freizeitanlagen kön-

Neben einer Parkanlage mit Freizeit­

platz könnte auch Freizeitgästen der

nen in den Illerauen entstehen, wie

elementen können in diesem Bereich

Illerauen dienen. Um den Parkplatz zwi-

z.B. Frisbee-Golf, BMX-Anlage, Dirt-

weitere Bausteine sein:

schen Konstanzer Ach und Freizeitpark

Track, Boule-Platz, Kletterfelsen (mit

besser einzubinden, ist auf eine mög-

Trainingsangeboten für Kinder), Beach-

∙∙ ein Jugendgästehaus/ -hotel

lichst grüne Gestaltung mit Bäumen,

volleyball, Inlineskate-Strecke, usw.

Sträuchern, Hecken etc. und möglichst

Dabei ist aber auf möglichst naturver-

wenige versiegelte Flächen durch den

trägliche Gestaltung und wenig Versie-

Einsatz wasserdurchlässiger Materi-

gelung zu achten.

(auch für Familien / Pilgerwanderer) ∙∙ ein Jugendzentrum Hier kreuzen sich der Bodensee-König-

alien Wert zu legen.

see-Radweg, der Illerradweg und die Allgäu-Radrunde. Auch der Tiroler Ja133


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

Zugang zum „Panoramaweg“ Umgestaltung Parkplatz Grünfläche, Zugang zum Wasser

Neue Wegführung am Wasser

Städtebauliche Neugestaltung Umgestaltung Parkplatz ggf. Teilbebauung

134

Grünfläche, Zugang zum Wasser

FahrradserviceStation


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

P E R L E N K E T T E KO N S TA N Z E R A C H

Neue Brücke

Straßenraumgestaltung

Parkplatz Wasserspielplatz Neugestaltung Zugang Kalvarienberg

Grünes Zentrum

Mühlenpark Museumspark

Gestaltung Steigbachmündung

Anbindung Illerwiesen Straßenraumgestaltung

Anbindung Illerwiesen

HANDLUNGSFELD PERLENKETTE KONSTANZER ACH Der Fuß- und Radweg zwischen

An der Ach entstehen neue Grünflä-

Bühl, Immenstadt und der Iller soll als

chen und Rastpunkte mit Bezug zum

durchgängige und möglichst barriere-

Wasser. Bestehende Freizeiteinrich-

freie Verbindung entlang des Erlebnis-

tungen, wie das Freibad und Tennis-

raums Konstanzer Ach weiter ausge-

plätze, werden besser in das Wege-

baut werden.

netz mit eingebunden und leichter erreichbar.

In diesem Zusammenhang wird auch die Querverbindung von der Innen-

Die landschaftsverträgliche Bewälti-

stadt in die nördlich angrenzende

gung des Hochwasserschutzes muss

Landschaft am Kalvarienberg verbes-

in sämtlichen Projektbausteinen zur

sert.

Konstanzer Ach weitestgehend integriert werden. (Vgl. auch OBB: Planungshilfen für die Bauleitplanung p10/11, München, 2010, Seite 58f)

135


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN RÄUMLICHE HANDLUNGSFELDER

St.-Antionius-Kapelle an der Konstanzer Ach

Freiraumkonzept Konstanzer Ach

Viehmarkt

Bauhofinsel

In einem Freiraumkonzept soll eine

Eine neue, breitere Grünfläche mit

Durch eine Neuorganisation und Ge-

durchgehend barrierefreie und lei-

einem Zugang zum Wasser schafft

staltung des Parkplatzes können auf

stungsfähige Verbindung zwischen

am Viehmarkt neue Aufenthaltsquali-

weniger Fläche mehr Fahrzeuge unter-

Bühl, Immenstadt und der Iller für

tät. Der Parkplatz wird neu gestaltet

gebracht werden. Damit entsteht Platz

Fußgänger und Radfahrer entwicklet

und dabei Anzahl und Anordnung der

für eine gestaltete Uferzone, entlang

werden. Dabei sollen verschiedene

Stellplätze optimiert. Damit wird auch

derer der Fuß- und Radweg führt.

"Perlen" als Rast- und Picknickplätze

bei Festivitäten auf dem Viehmarkt ein

Auch die Anbindung an die Altstadt

sowie Aufenthalts- und Aktivitätsorte

besserer Wasserbezug hergestellt.

über die Kalvarienbergstraße und den

und die bestehende touristische Infra-

Hofgarten ist aufzuwerten.

struktur, z.B. das Freibad, eingebun-

Vorstellbar ist auch eine weitere

den werden.

Wohnbebauung auf Teilen des Vieh-

Self-Serviceeinrichtung, z.B. Luft-

markts. Auch die Neugestaltung bzw.

pumpstation und Gepäckschließfä-

Auch der Landschaftsraum am Kalva-

Ersatzbebauung der bestehenden

cher, für Radtouristen, aber auch für

rienberg mit der Alpe und den Ruinen

Wohngebäude entlang der Missener

die Bürger, erweitern das touristische

soll angebunden werden.

Straße und an der Montfortstraße 28

Angebot. Abstellanlagen bzw. Fahrrad-

bis 32 soll in diesem Zusammenhang

boxen ermöglichen Touristen den be-

geprüft werden.

quemen Besuch der Altstadt ohne das Fahrrad mitführen zu müssen.

Der Fuß- und Radweg erhält einen

136

neuen Bezug zum Wasser, wenn er

Auch ein saisonaler Verleih für Fahrrä-

hinter den Häusern Montfortstr. 28 -

der, e-Bikes, Segways etc. wäre hier

32 direkt am Ufer entlang führt.

möglich.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

P E R L E N K E T T E KO N S TA N Z E R A C H

WasserSpielplatz Wohnen

Freigelände Hofmühle

Perlenkette Konstanzer Ach: Mühlhalde und Spiessgelände mit Alternativnutzung Wohnen

Steigbachmündung

Museumspark Mühlhalde

Spiessgelände

An der Mündung des Steigbachs in

Ein „Mühlenpark“ östlich des Hof-

Auf dem Spiessgelände soll ein

die Konstanzer Ach kann das Element

mühlmuseums soll als öffentliche

„Grünes Zentrum“ als Kompetenz­

Wasser besonders erlebbar werden.

Grünfläche anlegt werden. Neben der

zentrum für Holzwirtschaft realisiert

Durch eine Umgestaltung mit Zugän-

Nutzung als Freigelände des Muse-

werden. Das Landwirtschaftsministe-

gen zum Wasser wird Aufenthaltsqua-

ums ist auch ein Wasserspielplatz eine

rium plant den Bau für das Jahr 2013.

lität geschaffen.

wichtige Angebotssteigerung insbe-

Alternativ ist auch eine Teilbebauung

sondere für Familien in Immenstadt.

mit Wohngebäuden zu prüfen.

Als Kreuzungspunkt und Anbindung

Damit würde der erste öffentliche

zur Altstadt ist die Gerbergasse Rich-

Spielplatz im Zentrum entstehen.

Die Grünflächen direkt an der Konstanzer Ach sollen sowohl aus öko-

tung Klosterplatz aufzuwerten. Ebenso soll die Spitalstraße neu gestaltet

Für die bessere Verbindung zwischen

logischen Gründen als auch für den

werden. Der Rückbau der alten Gara-

Konstanzer Ach und Illerwiesen für

Hochwasserschutz erhalten bleiben.

gen und Schuppen ermöglicht neue

Fußgänger und Radfahrer wird eine

Der Fuß- und Radweg soll in Richtung

Blickbeziehungen zum Wasser.

neue Brücke zum Spiessgelände vor-

Bahnunterführung – Krankenhaus /

geschlagen.

Sportzentrum – Iller als Verbindung fortgesetzt werden.

137


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

THEMATISCHE HANDLUNGSFELDER Für die funktionale Stärkung und Auf-

Stadtbild und Stadtgestalt

Tourismus

thematische Handlungsfelder vorge-

Um den typischen Charakter Immen-

Die historische Stadt in naturnaher Al-

schlagen:

städter Altstadt zu bewahren, muß

penlandschaft macht Immenstadt als

sorgsam mit dem öffentlichen Raum

Tourismusort unverwechselbar. Der

und insbesondere der historischen

Tourismus ist einer der Wirtschafts-

Bausubstanz umgegangen werden.

motoren der Stadt und hat somit eine

Eine attraktiv gestaltete Innenstadt ist

besondere Bedeutung für die Stadt-

auch Grundlage für Wohnen, Einzel-

entwicklung.

wertung der Innenstadt werden vier

handel und Tourismus. Lebendige Innenstadt

Mobilität

Durch eine ausgewogene Funktions-

Mobilitätskonzepte für die Zukunft

und Nutzungsmischung aus Wohnen

müssen über die Erreichbarkeit mit

und Einzelhandel sowie vielfältigen

dem Auto hinausdenken und attraktive

Kultur- und Freizeitangeboten entsteht

Angebote für alle Verkehrsteilnehmer

eine lebendige und lebenswerte In-

schaffen.

nenstadt.

138


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S TA D T G E S TA LT U N D S TA D T B I L D

HANDLUNGSFELD STADTBILD UND STADTGESTALT Dem Erhalt des identitätsstiftenden,

Hilfreich ist darüber hinaus auch ein

historischen Stadtbildes kommt eine

Gestaltungshandbuch, verbunden mit

besondere Bedeutung zu. Eine at-

einer professionellen Gestaltungsbera-

traktiv gestaltete Innenstadt dient als

tung für Bürger und Investoren, um sie

Grundlage für Tourismus, aber auch

bei der Gestaltung ihrer bestehenden

als weicher Standortfaktor am Wohn-

neu zu errichtenden Immobilie zu un-

und Wirtschaftstandort Immenstadt.

terstützen.

Die Stadtbildpflege setzt sich aus verschiedenen Bausteinen von öffent-

Auch durch kommunale Förderpro-

licher und privater Seite zusammen,

gramme wie es sie in Immenstadt

welche in­i­ti­ie­r t und fortlaufend umge-

schon gab, kann positiv Einfluss auf

setzt werden müssen.

das Stadtbild genommen werden.

Ein umfassendes Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum, das auch Beleuchtung, Stadtmobilar und Werbeanlagen berücksichtigt, ist dabei der Grundstein für eine schöne, einheitlich gestaltete Stadt.

139


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Literaturhaus: Beispiel für gute ortstypische Gestaltung

Gestaltungskonzept

Lichtkonzept

Fußgängerleitsystem

Durch eine einheitliche Gestaltung des

Tagsüber übt der Stadtkern durch

Ein modernes und zeitgemäßes Fuß-

öffentlichen Raums, u.a. Oberflächen-

seine Lebendigkeit eine hohe Anzie-

gängerleitsystem wird erarbeitet und

beläge, Beleuchtung, Stadtmöblierung

hungskraft aus. Durch ein Beleuch-

umgesetzt, um bestehende Mängel

und reguliertem Einsatz von Werbean-

tungskonzept soll dies auch auf die

des aktuellen überfrachteten Systems

lagen entsteht ein homogenes, hoch-

Nacht übertragen werden. Licht setzt

zu beheben. Mit Hilfe neuer Medien,

wertiges Stadtbild.

besondere Akzente auf ausgewählte

wie Smartphones wird ein Zugewinn

Fassaden und Objekte, um das Auge

an Information geboten.

Öffentlicher Raum

Der Fokus soll dabei auf der Altstadt

des Betrachters „einzufangen“.

und insbesondere dem zentralen Ge-

Die neu geplanten Standortstelen

schäftsbereich sowie dessen Zuwe-

Die Inszenierung des Stadtkerns ist

sollen aus drei Elementen bestehen:

gungen liegen.

Ziel dieser Maßnahme. Das Beleuch-

Wegweisung, Information und Erklä-

tungskonzept soll in das Gestaltungs-

rung mit QR-Codes sowie Orientie-

konzept integriert werden.

rung mit Übersichtsplan. Eine Mög-

Teile der Altstadt sind bereits nach einem weitgehend einheitlichen Kon-

lichkeit wäre ein Design, angelehnt an

zept attraktiv gestaltet. Dieser Ansatz

Erste Ansätze sind bereits für die Be-

die „Allgäu-Stelen“ an den Ortsein-

soll fortgeführt und weiterentwickelt

leuchtung ausgewählter historischer

gängen.

werden. Insbesondere betrifft dies die

Gebäude in Umsetzung. In weiteren

Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und

Schritten sollen auch die Wege der

Auch das Fußgängerleitsystem ist in

Feinaigleplatz.

Altstadt in ein angenehmes und leiten-

engem Zusammenhang mit dem Ge-

des Licht gesetzt werden.

staltungskonzept Öffentlicher Raum zu entwickeln.

140


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

S TA D T G E S TA LT U N D S TA D T B I L D

Beispiel aus einem Gestaltungshandbuch, Kapitel Fassadengestaltung

Gestaltungshandbuch

Kommunales Förderprogramm

Grüne Wohnhöfe

Mit einem Gestaltungshandbuch wird

Der finanzielle Mehraufwand für die

Im Rahmen des Kommunalen Förder-

Bauherren ein Leitfaden gegeben, auf

ortsbildtypische Gestaltung wird mit

programms können auch Maßnahmen

eine gute, ortstypische Gestaltung zu

Hilfe kommunaler Förderung kompen-

zur Entsiegelung und Neugestaltung

achten, die zu einem einheitlichen Ge-

siert. Für die Regelung der Vergabe

grüner Wohnhöfe gefördert werden.

samtbild der Stadt beiträgt.

von Fördermitteln ist die Aufstellung

Zur Verbesserung des Stadtklimas

einer Richtlinie notwendig.

und Steigerung der Wohn- und Auf-

Das Handbuch zeigt Positiv- und Ne-

enthaltsqualität sollen Grundstücks-

gativbeispiele für eine gute Gestaltung

Immenstadt kann bereits an die po-

eigentümer dazu angeregt werden,

von Gebäuden. Aufbauend auf einer

sitiven Erfahrungen mit der kommu-

versiegelte Flächen zu öffnen, mit

Analyse des ortstypischen Stils wer-

nalen Förderung der Fassadensanie-

wasserdurchlässigen Materialien zu

den Gestaltungsvorschläge und Farb-

rung in den 1990er und 2000er Jahren

gestalten und Grünflächen anzulegen.

konzepte für Dach, Fassade, Türen,

anknüpfen.

Beispielsweise sollten Rasengitter auf

Fenster, Einfriedungen und Werbeanlagen etc. aufgezeigt. Auch der Einsatz

Stellplätzen als Ersatz für AsphaltfläGestaltungsberatung

chen dienen.

Begleitend zum Gestaltungshandbuch

Insbesondere betrifft dies die stark

ist eine Gestaltungsberatung für das

versiegelte Altstadt. Als gutes Vorbild

In Kombination mit einem Kommu-

Einzelobjekt durch einen externen

sollte die Stadt voran gehen und prü-

nalen Förderprogramm und einer Ge-

Fachmann zielführend. Hier werden im

fen, welche öffentlichen Flächen ent-

staltungssatzung erlangt das Gestal-

konkreten Fall Gestaltungs- und Ma-

siegelt werden können.

tungshandbuch Verbindlichkeit, wenn

terialvorschläge gemeinsam mit dem

Maßnahmen gefördert werden.

Bauherren erarbeitet.

von Photovoltaikanlagen im Stadtzentrum wird geklärt.

141


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Flächenmanagement der Stadt Immenstadt im Internet

HANDLUNGSFELD LEBENDIGE INNENSTADT WOHNEN IN DER INNENSTADT

Flächenmanagement Wohnen

Die Stärkung der Wohnfunktion ist ein

Im Vorgriff auf die Verabschiedung

wichtiges Handlungsfeld zur Belebung

des ISEKs hat die Stadt Immenstadt

der Innenstadt. Neben der Sicherung

im Jahr 2011 bereits mit der Webseite

des Bestandes und seiner qualitativen

„Leben findet Immenstadt“ ein erstes

Anpassung an neue Anforderungen

Angebot für die Aktivierung der beste-

sind auch Flächenpotenziale aufzuspü-

henden Wohnflächenreserven und zur

ren, die durch Umnutzung als zukünf-

Minimierung des Flächenverbauchs

tige Wohnbaufläche aktiviert werden

geschaffen. Darüber hinaus wurde der

können.

Immobilientag ins Leben gerufen.

Hierzu sind das Dobler- und Postareal,

Diese Angebote sind zu verstetigen

freie und untergenutzte Grundstücke

und aktuell zu halten. Eine regelmä-

im Zentrum und ggf. auch der Hofgar-

ßige Überprüfung des Wohnflächen-

ten, das Areal südlich der Mittelschule

bedarfs und des Angebots kann in

sowie in Teilen der Viehmarkt und das

Verbindung mit der Bauleitplanung zu

Spiessgelände näher zu untersuchen.

einem möglichst sparsamen Flächenverbrauch führen. Des Weiteren kann die Kommune Flächenpotenziale innerörtlicher Brachen durch Grunderwerb aktivieren.

142


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L E B E N D I G E I N N E N S TA D T

Infoportal Barrierefreiheit: www.barrierefreiheit.de/foerderprogramme_zur_herstellung_von_barrierefreiheit.html

Förderprogramm

Junges Wohnen in der Altstadt

„Barrierefreies Immenstadt“ Um die Altstadt für den demogra-

Der Bevölkerungsrückgang und die

Dabei spielt die Nähe und die fußläu-

fischen Wandel fit zu machen, kann

Überalterung der Gesellschaft beinhal-

fige Erreichbarkeit der Schulstandorte

ein Förderprogramm „Barrierefreies

tet die Gefahr vermehrten Leerstands

ebenso eine Rolle, wie die Versor-

Immenstadt“ private Initiativen unter-

in der Innenstadt. Hierzu kommt der

gungsqualität im Lebensmittelbereich

stützen, die generationenübergreifen-

höhere Anteil älterer Bewohner gera-

und ein wohnungsnahes Kulturange-

des Wohnen und Senioren-Wohnge-

de in den zentralen Lagen, der das zu-

bot.

meinschaften zum Ziel haben. Dazu

künftige Leerstandsrisiko verstärkt.

sollen finanzielle Mittel bereitgestellt

Die Gestaltung eines familienfreund-

werden, um den Wohnraumbestand

Mit der Schaffung attraktiver Ange-

lichen Wohnumfelds mit Freiflächen-

barrierefrei umzugestalten.

bote, die auch die Zielgruppe junge Fa-

angeboten unmittelbar zur Wohnung,

milien ansprechen, sollte auch auf der

kurzen und sicheren Wegen zu den

Darüber hinaus kann die Stadt aktiv

planerischen Ebene dieser Entwick-

Freizeiteinrichtungen und nicht zuletzt

beratend wirken und auf staatliche

lung gegengesteuert werden.

der Verkehrssicherheit im öffentlichen

Förderprogramme, z.B. der KFW hin-

Raum sind hierbei Maßnahmen, die

weisen.

den Wohnstandort Innenstadt nachhaltig stärken können.

143


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

EINKAUFEN UND ARBEITEN

Innenstadtmanager / Wirtschaftsförderer

Der Einzelhandel in der Innenstadt ist

Einkaufscentern und Internet genutzt

Zur begleitenden Beratung, Unter-

nicht nur für die zentrale Versorgung

werden. Das bedeutet, dass neben

stützung und Initiierung von Projekten

von großer Bedeutung, sondern auch

der verkehrlichen Erreichbarkeit die

wird ein externes Innenstadtmanage-

als Arbeitgeber. Er prägt die kleintei-

Aufenthaltsqualität im öffentlichen

ment empfohlen. Der Wirtschafts-

lige Nutzungsmischung und trägt da-

Raum und ein kultiviertes Stadtbild

förderer unterstützt die Stadt bei der

mit wesentlich zur Vitalität der Innen-

zentrale Handlungsfelder zukünftiger

inhaltlichen und organisatorischen

stadt bei.

Entwicklungsstrategien sind.

Weiterentwicklung und Vertiefung. Des Weiteren soll zwischen den Inte-

In der Konkurrenz zu den großen Ein-

Wesentliche Maßnahmen hierzu wur-

ressen der Kommune, der Wirtschaft

zelhandelsangeboten in Stadtrandla-

den bereits in den räumlichen Hand-

und der Anwohner vermittelt werden.

gen auch der benachbarten Städte

lungsfeldern bzw. im Kapitel Stadtbild

einerseits und einem wachsenden

und Stadtgestalt dargestellt.

Internethandel andererseits muss die

nagers gehören u.a.:

Positionierung des innerstädtischen

Zur Stärkung der Einzelhandelsfunkti-

Einzelhandels zukünftig noch konse-

on ist insbesondere auch Tourismus

quenter die Lagevorteile der Innen-

ein wichtiger Faktor. Seine Bindung an

stadt nutzen.

die Innenstadt ist gleichzeitig auch ein Beitrag zur Stärkung des Einzelhan-

Die Authentizität der Stadt mit ihrem

delsstandorts.

ein Wettbewerbsvorteil gegenüber 144

∙∙ Leitung, Organisation und Moderation von Arbeits- und Projektgruppen ∙∙ Bündelung von vorhandenen Aktivitäten und Initiativen ∙∙ Fundraising und Akquise von Projekten, Fördermittel-Beantragung, Aufstellen eines Projektplans, Ver-

unverwechselbaren Einkaufserlebnis kann dabei als eine Stärke und damit

Zu den Aufgaben des Innenstadtma-

Weitere Maßnahmen sind:

teilung von Aufgaben ∙∙ Unterstützung bei Investorensuche


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L E B E N D I G E I N N E N S TA D T

Funktionsweise Verfügungsfonds

Verfügungsfonds

Quelle: Heinritz, Salm & Stegen 2010

Gemeinsamer Marktauftritt und

Lokalwährung "Genusstaler"

Qualifizierung Zur Finanzierung kleinerer investiver

Zur Stärkung Immenstadts als Ein-

Nach dem Vorbild anderer Lokalwäh-

und nichtinvestiver Maßnahmen ist

zelhandels- und Versorgungsstand-

rungen (z.B. Chiemgauer) wird eine

bereits vorausgreifend ein Verfügungs-

ort und zur Entwicklung von neuen

„Alternativwährung“ eingeführt, die

fonds eingerichtet worden. Der Fonds

Angeboten ist die Zusammenarbeit

einerseits als Werbeträger für Immen-

wird aus privaten Mitteln, aus Geldern

und Qualifizierung der Gewerbebetrei-

stadt fungiert, andererseits den Erhalt

des Förderprogramms Aktive Stadt-

benden wichtig.

der Wirtschaftskraft in der Stadt sichert. Das Lokalgeld regt den Handel

und Ortsteilzentren und aus dem kommunalen Haushalt gespeist. Der

Geeignete Maßnahmen für einen ge-

Fonds trägt zur Aktivierung gemein-

meinsamen Auftritt sind u.a.:

schaftlicher Initativarbeit und Vernet-

∙∙ Herausgabe eines Einkaufsführers

In Kooperation von Stadt und Einzel-

zung lokaler Akteure bei.

∙∙ Abstimmung der Öffnungszeiten

handelsverein soll der Genusstaler

∙∙ Kundenbindung durch Ausbau von

ausgegeben und über Tourismusinfor-

Die Projekte werden von Privaten, Ein-

Betriebsqualitäten und Service

mation, Hotels und Einzelhändler ver-

zelhändlern, Gewerbetreibenden, und

∙∙ begleitendes Baustellenmarketing

teilt werden. In Geschäften im Stadt-

dem Einzelhandelsverein impuls e.V.

∙∙ Information über Beratungsange-

zentrum sowie bei Stadtfesten wird

entwickelt und umgesetzt. Eine Lenkungsgruppe steuert die Projekte und entscheidet anhand festgelegter Richtlinien über die Mittelvergabe. Einige Projekte sind bereits in Umsetzung, andere werden aktuell konzipiert.

bote der HWK und IHK

an.

der Genusstaler einlösbar sein.

∙∙ evtl. Auflage Sonderkreditprogramme für Investitionen in Immobilien und Ladenlokale ∙∙ Angebot von Seminaren zur Verkaufsförderung, Verkaufstraining, Werbung und strategische Bilanz 145


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

KULTUR UND FREIZEIT

Veranstaltungszentrum

Jugendzentrum

Die Innenstadt wird durch ein vielfäl-

Der Hofgarten ist das traditionsreiche

Durch kurzfristige Reparaturmaßnah-

tiges Kultur- und Freizeitangebot für

Veranstaltungszentrum Immenstadts.

men am sanierungsbedürftigen Ge-

unterschiedliche Zielgruppen attrak-

Bedingt durch die bauliche Substanz,

bäude konnte der kurzfristige Bestand

tiv und lebenswert gemacht. Dadurch

entstandene Konkurrenzangebote und

des Jugendzentrums „Rainbow“ ge-

wird der Wohnwert gesteigert. Das

neue Anforderungen an die Ausstat-

sichert werden. Zukünftig muss aber

bestehende Angebot wie beispiels-

tung ist die Zukunft des Hofgartens

über neue Lösungen nachgedacht

weise Literaturhaus, Museum Hof-

nicht gesichert. Inzwischen sind mit

werden.

mühle und Kino ist unbedingt zu hal-

dem Schloss neue Veranstaltungs-

ten und durch ergänzende Angebote

und Kulturräumlichkeiten entstanden.

Deshalb soll geprüft werden, ob das

weiter auszubauen. Insbesondere ste-

Es ist zu entscheiden, welche Rolle

Jugendzentrum einen neuen Standort

hen dabei zwei Zielgruppen im Vorder-

der Hofgarten zukünftig spielen soll.

beispielsweise als Nachnutzung auf den Flächen der Königsegg-Grund-

grund: Jugendliche und Senioren. Im Falle einer Entscheidung für den

schule und in unmittelbarer Nähe zum

Auch Events und Veranstaltungen im

Fortbestand des Angebots, muss das

Freizeitraum der Iller finden. Innen-

öffentlichen Raum tragen zum Freizeit-

Gebäude technisch und baulich auf

stadtnähe und doch nur wenige be-

wert der Innenstadt bei.

neusten Stand gebracht und das Servi-

nachbarte Wohngebiete lassen diesen

ceangebot deutlich ausgeweitet wer-

Ort wie dafür geschaffen erscheinen.

Folgende Projekte werden empfohlen.

den. Sollte die Entscheidung gegen den Erhalt des Hofgartens fallen, so ist das Schloss ein adäquater, unterstützenswerter Ersatz.

146


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

L E B E N D I G E I N N E N S TA D T

Neue Angebote für Senioren

Winterwald im Klostergarten

Senioren benötigen Kommunikations-

Nachfolgende Maßnahmenvorschläge

Zwölf Bäume sollen den Klostergarten

räume, um auch im Alter in das ge-

können das Angebot erweitern:

zur Weihnachtszeit in einen Winter-

sellschaftliche Leben eingebunden zu

wald verwandeln, die von Gewerbe-

sein. Besonders im Bereich der Senio-

∙∙ Ausbau der speziellen Bildungsan-

renbildung und -freizeit wird es zukünf-

gebote für Senioren in Kooperation

Schulklassen und Eltern geschmückt

tig große Nachfrage geben.

mit der VHS (teils schon vorhanden)

werden. Der Einzelhandelsverein Im-

∙∙ Schaffung neuer Freizeit- und SportDas Kolpinghaus bietet bereits einen

angebote für Senioren

treibenden gemeinsam mit Kindern,

puls e.V. und der städtische Bauhof stellen unterstützend die 5 Meter ho-

∙∙ Verbesserung der Mobilität von Se-

hen Bäume auf. Abends wird der Win-

gebote sollen erweitert und ausge-

nioren bei der Erledigung täglicher

terwald beleuchtet und stellt eine ein-

baut werden. Hier könnten auch Kur-

Belange z.B. durch Carsharing, Bür-

malige Atmosphäre im Klostergarten

se speziell für Senioren z.B. mit der

ger- / Rufbus

her. Geplant ist, den schönsten Baum

zentralen Seniorentreffpunkt. Die An-

Volkshochschule gebündelt angeboten werden.

∙∙ Seniorentandem: Einrichten eines

zu prämieren.

Begleitservice für Senioren für z.B. Einkaufen, ÖPNV in Zusammenar-

Eisbahn

beit mit dem Jugendzentrum Zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Innenstadt wird im Winter durch die Stadtverwaltung im Zentrum eine Eisbahn eingerichtet, die zum Schlittschuhlaufen in historischer Altstadt­ atmosphäre einlädt. 147


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

HANDLUNGSFELD TOURISMUS Um sich in der Ferienregion Allgäu gegen starke Konkurrenz zu behaupten, muss der Tourismus in Immenstadt weiter in den Vordergrund gerückt werden. Neben einem Ausbau der touristischen Angebote und der Nutzung lokaler Potenziale der Altstadt und der Landschaft (Mittagberg, Iller) steht insbesondere die Verbesserung und Professionalisierung der Gastronomie und Hotellerie im Fokus der zukünftigen Entwicklung. Für ein zielgerichtetes Vorgehen sollte sich die Stadt auf eine Auswahl an thematischen Schwerpunkten und Zielgruppen spezialisieren und Nischen nutzen.

148


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Strategiekonzept Tourismus im Saarland

TOURISMUSKONZEPT

Tourismusmarketing

In einer Fortschreibung des Touris-

Das Tourismusmarketing soll intesi-

der Zielgruppensetzung (z.B. Jugend-

muskonzepts sollen Schwerpunkte

viert werden, um weitere Synergieef-

hotel, Hotel mit größeren Kapazitäten.

zukunftsträchtiger Themen analysiert

fekte zu erzeugen und den Tourismus

(siehe Projektvorschlag Gastronomie

und besetzt werden, um das Image

als Ganzes zu stärken.

und Beherbergung)

Zielgruppenwerbung (insbesondere

Darüber hinaus sind bestehende Platt-

fen. Auf den folgenden Seiten wer-

Jugendtourismus, Campinggäste, Fa-

formen (z.B. Kommunale und regio-

den einige relevante zukunftsträchtige

milien, Senioren) kann beispielsweise

nale Webseiten) weiter auszubauen

Themen vorgeschlagen. Drei Themen

gemeinsam organisiert und saisonab-

und Informationen auch mobil per

stehen dabei im Vordergrund: „Ju-

hängig aufgearbeitet werden. Gemein-

Smartphone (z.B. per QR-Code an Ge-

gendtourismus“, „Sanfter Tourismus“

schaftlich angebotene Tourismuspa-

bäuden, Orten) erreichbar zu machen

und „Aktive Ältere“. Auch weitere Vor-

kete erleichtern die Entscheidung für

bzw. auf Besonderheiten (Geschichts-

schläge für Zielgruppenfokussierung

Kunden (z.B. Paket „Jugendwoche“

pfad etc.) hingewiesen werden.

werden vorgestellt.

mit Anreise per Bahn, Unterkunft,

Immenstadts als Tourismusdestination zu stärken und das Profil zu schär-

Ausflug ins Bergbauernmuseum und

In der heimischen Bevölkerung muss

Lokale und regionale Schwerpunkte

zur AllgäuBergWelt, Projekttag zu

das Image „Tourismusstadt Immen-

(Viehscheid, Mittagbahn, Allgäu-Tou-

schulischen Themen, etc.).

stadt“ weiter fest verankert, der

rismus, Naturpark Nagelfluhkette, etc.)

Nutzen aus dem Tourismus für die

sollen dabei gefestigt werden. Darü-

Um die Wirksamkeit des Marketing-

heimische Bevölkerung mehr kommu-

ber hinaus sind Nischenthemen zu be-

konzepts zu erhöhen, ist insbesondere

niziert und bewusst gemacht werden.

setzen, um sich gegenüber Mitbewer-

das Hotellerieangebot deutlich auszu-

bern abzuheben.

bauen, insbesondere entsprechend 149


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Schwerpunktthemen

Sanfter Tourismus

Jugend und Jungerwachsene Mit Hilfe eines jugendtouristischen

Darüber hinaus sollen jugendgerechte

Sanfte Mobilität im Tourismus wird

Strategiekonzepts, erarbeitet durch

Freizeiteinrichtungen (Indoor und Out-

durch attraktive Fuß- und Radwege

externe Fachleute unter Einbeziehung

door) in der Umgebung der Beherber-

sowie öffentliche, zukunftsweisende

junger Leute und Anbieter von Ju-

gungsbetriebe in Bühl, in Immenstadt

und originelle Verkehrsmittel ermög-

gendfreizeiten sollen Schwerpunkte,

und am „Freizeitband Iller“ ausgebaut

licht. Verstärkt soll angeregt werden,

wie ökopädagogischer Jugendtouris-

und neue eingerichtet werden.

das Auto zu parken, um sich zuerst die

mus gesetzt und bestehende Ansätze,

Ein großes Defizit besteht in der ju-

Altstadt anzusehen und dann auf den

z.B. beim Naturpark, ausgebaut wer-

gendgemäßen „Ausgehkultur“ und

Mittag zu fahren oder mit einem Miet-

den. Themenbezüge sind beispiels-

Gastronomie.

fahrrad zum Alpseehaus nach Bühl zu

weise Lernferien, Sprachferien, Berg-

radeln. Teil dieses Konzepts sind u.a.

camps, Jugend und Gesundheit (z.B.

Hier sollen neue Angebote geschaffen

die „Perlenkette Konstanzer Ach“ und

„Robuste Kids“ in Teuschnitz (Ober-

werden. Um den Anforderungen an

der Projektvorschlag „Allgäu-Shuttle“.

franken) mit der Uni Bayreuth).

Jugendtourismus gerecht zu werden, muss ein Jugend- und Familienhotel

Darüber hinaus ist Immenstadt mit

bzw. Jugendgäste­haus (z.B. als Fol-

dem „Naturpark Nagelfuhkette“ prä-

genutzung am Schulareal Kemptener

destiniert als zweite deutsche Region

Str.) geschaffen werden. Das erfolg-

nach Bad Reichenhall/Berchtes­gaden

reiche Angebot „Kinderland“ soll wei-

für die überregionale Kooperation für

terentwickelt und beworben werden.

umweltbewußten Tourismus „Alpine Pearls“ (www.alpine-pearls.com).

150


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Wandern mit Hund Bildquelle: commons.wikimedia.org, Urheber für Wikipedia: Benutzer Dave Green

Aktive Ältere

Gesundheitstourismus

Empfehlung:

Fitte Senioren zählen zur „ausgezeich-

Vorgeschlagen wird, eine Studie zum

∙∙ Einrichten eines Fahrrad- / Pede-

neten Kundschaft“. Für diese Zielgrup-

Gesundheitstourismus auf der Grund-

lec- / e-Bike- / Segway-Verleihs in

pe sollten weitere Begleitangebote

lage der Salutogenese (Gesundheits-

Immenstadt und in Bühl (s. Radver-

geschaffen werden, z.B.:

entstehung und Wohlbefinden) er-

kehr und Konstanzer Ach)

∙∙ Rundweg Industriegeschichte Im-

arbeiten zu lassen. Dabei sollen die

∙∙ Einrichten des Allgäu-Shuttles nach Bühl ∙∙ Einrichten eines Gratis-Skibus in die Winterskizentren

menstadt

vielen primären, sekundären und ter-

∙∙ Höhenwanderweg Kalvarienberg

tiären Gesundheitsangebote, die es in

∙∙ Schaffung neuer Angebote im me-

Immenstadt bereits gibt, berücksichti-

dizinischen und Wellnessbereich

gt werden.

∙∙ Marketing der neuen Mobilitätsangebote als Attraktion

Singles

∙∙ Schaffen von Angeboten und Packages „Klimaneutraler Tourismus“ ∙∙ Marketing Klimaneutraler Touris-

Auch das Potenzial „Hofgarten“ als zukünftiges Aktivitäts-, Gesundheits-

Es gibt zunehmend mehr allein leben-

und Wellnesscenter ist in die Überle-

de Menschen, sie scheinen jedoch

gungen einzubeziehen.

mus, z.B. auf der Webseite des Na-

noch nicht im Blickfeld der örtlichen

turparks (Bsp.: Gemeinde Werfen-

Tourismusanbieter zu sein. Diese Ziel-

weng (www.werfenweng.org/de/)

gruppe wäre auch zu touristischen

Beitritt zur überregionalen Kooperation

Randzeiten anzusprechen. Mit ent-

„Alpine Pearls“

sprechenden Angeboten und Packages kann diese Zielgruppe besser erreicht werden, dabei sind insbesondre auch die sozialen Medien relevant. 151


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Wandern mit Hund Dieses Feld ist stark im Wachsen, wird jedoch bisher als eigene Zielgruppe nur teilweise angesprochen. Wintertourismus Im Wintertourismus besteht deutlich Nachholbedarf. Der Große Alpsee mit seinen guten Rahmenbedingungen bietet in diesem Feld großes Potenzial als Alleinstellungsmerkmal in der Region. Auch die Möglichkeiten am Mittagberg und der Alpsee-Bergwelt werden noch nicht ausreichend genutzt. Die Nähe zu den Wintersportgebieten einerseits, die günstigen Bedingungen für Anfahrt und sowie Preisgestaltung müssen besser vermarktet werden.

152


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Feriendorf Tieringen

GASTRONOMIE UND

Bildquelle: commons.wikimedia.org, Urheber für Wikipedia: Benutzer LepoRello

Hotel ****

Gastronomie Bühl

Qualität und Quantität der Beherber-

Immenstadts Potenzial in der Hotel-

Obwohl Bühl ein Tourismusort mit

gungsbetriebe in Immenstadt entspre-

lerie wird mangels Angebot nicht er-

vielfältigen Angeboten ist, mangelt

chen nicht dem Potenzial. Auch im ku-

reicht. Ideal wären zwei Hotels der

es an adäquater Gastronomie. Das

linarischen Angebot muss die Vielfalt

gehobenen Kategorie in Bühl und Im-

Grundstück beim ehemaligen Gasthof

erweitert werden um neue Zielgrup-

menstadt, die auch Wellnessangebote

„Alte Schmiede“ bietet sich für einen

pen zu erreichen. Für den Baustein

bieten.

neuen attraktiven Gastronomiebetrieb

BEHERBERGUNG

an. Dafür ist aktiv ein Betreiber zu su-

Gastronomie und Beherbergung stehen vier Themen im Mittelpunkt:

Mit diesem Profil können auch in

chen.

Randzeiten und im Winter Gäste an∙∙ Schaffung neuer, professioneller Angebote in Immenstadt und Bühl

gesprochen werden. Die Kapazitäten

Hüttendorf

sollten an den Bedarf von Bustou-

∙∙ Steigerung der Qualität

risten angepasst sein. Eines der bei-

Ein Hüttendorf eignet sich gut als Fami-

∙∙ Ausweitung des Marketings

den Hotels sollte den Anforderungen

lien- und Gruppenbeherbergung im Zu-

∙∙ Nutzung Regionaler Produkte

an ein Tagungshotel entsprechen.

sammenhang mit dem Naturpark und

Auch eine Einrichtung für junge Leute

dem Alpsee.

und Familien ist zu schaffen. Für die Gründung eines solchen Dorfes Um diese Lücke zu schließen, müs-

ist ein Investor und ein Standort zu su-

sen aktiv mögliche Grundstücke iden-

chen sowie ein Konzept zu entwickeln,

tifiziert und Investoren angesprochen

möglicherweise als Gemeinschaftspro-

werden. Dies wäre eine weitere Auf-

jekt mehrerer heimischer Investoren.

gabe für das Tourismusmanagement.

(Beispiel Schlierbach / Ober­österreich) 153


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Nutzung regionaler Produkte

Tourismusmanager Gastronomie /

Einbindung der Hotellerie und Gas-

Hotellerie

tronomie in den Naturpark

Ein Tourismusmanager speziell für den

Die Naturpark-Philosophie muss sich

Das Thema Alpwirtschaft und Käse

Bereich der Gastronomie und Hotelle-

in den Tourismusbetrieben, insbeson-

kommt in fast allen Prospekten vor,

rie soll Aufgaben zur Koordination und

dere aber in der Gastronomie und Ho-

wird aber in den Gastronomiebetrie-

Forcierung der Branche übernehmen.

tellerie widerspiegeln, z.B. durch:

ben kaum inszeniert. Andere Kommunen nutzen ihre Qualitäten in diesem

Er kann Ansprechpartner bei der Suche von Nachfolgebetreibern für Gasthöfe und Restaurants sein und sich um die Verbesserung der Qualität der Berbergungsbetriebe kümmern. Eine

∙∙ Informationen gleich am ersten Tag

Bereich besser.

über alternative Mobilitätsangebote ∙∙ aktive Bewerbung der buchbaren Naturparkangebote ∙∙ Verwendung regionaler Produkte,

Durch bewusstseinsbildende Aktivitäten bzgl. der regionalen Produkte kann ein „Veränderungsschub“ aus-

Schwerpunktaufgabe wäre die Suche

Frühstück mit möglichst wenig Ver-

gelöst werden. Dabei soll aufgezeigt

von Betreibern für neue Hotels und die

packung / Müll

werden, was andere Orte und Regi-

Unterstützung der bestehenden Be-

∙∙ Frühzeitige aktive Einbindung der

onen dazu tun. Ein Ansatz wäre die

herbergungsbetriebe bei der Professi-

innerstädtischen Tourismusakteure

Vermarktung regionaler bäuerlicher

onalisierung.

und gemeinsame Weiterentwick-

Produkte in einem Allgäu-Laden.

lung des Naturparks - frühzeitige Information an das Tourismusma-

Darüber hinaus sollten sich gastrono-

nagement und die einzelnen Ak-

mische Betriebe Kooperationen wie

teure, wenn neue Angeboten entwi-

zum Beispiel „LandZunge“ anschlie-

ckelt werden, nicht erst, wenn sie

ßen. Vorbildhafte Betriebe sollen ge-

an den Markt gehen

kennzeichnet und in den Werbemitteln hervorgehoben werden.

154


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Qualitätsoffensive Gastronomie

Gastronomie- und Hotelführer /

und Beherbergung

Kulinarisches Marketing

Die Qualität und Quantität der Gastro-

Zur Stärkung des Außenauftritts soll

nomie- und Beherbergungsbetriebe

eine gemeinsame Online- und Offline-

in Immenstadt ist nicht ausreichend.

Präsentation der Gastronomie- und

Qualitätsverbesserung ist die erste

Übernachtungsangebote erstellt wer-

und wichtigste Voraussetzung, um

den. Somit kann die Stadt insgesamt

eine höhere Wertschöpfung zu erzie-

stärker von ihrem großen Potenzial

len. Besonders wichtig: mehr Betriebe

profitieren und der touristische Erleb-

als bisher sollten sich klassifizieren las-

niswert gesteigert werden.

sen. Darüberhinaus ist zu einer Profesionalisierung der Angebote dringend

Maßnahmenvorschläge

zu raten.

∙∙ Entwicklung eines gemeinsamen Formates und Layouts zur Darstel-

Maßnahmenvorschläge:

lung der Angebote

∙∙ Verlängerung des Förderprogramms

∙∙ Sicherstellen, dass möglichst alle

der Stadt zur Qualitätsverbesserung

Beherberger, auch Private, im In-

∙∙ Initiierung eines „Runden Tischs Hotel und Gastronomie“ als Plattform zum Austausch und zur Qualitätssteigerung

ternet präsent sind (ggf. Förderung durch die Stadt) ∙∙ Zusammenarbeit, Einbindung mit dem Wirtschafts- und Kulturverein (u.a. impuls) ∙∙ Druck von Broschüren, Flyern 155


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Allgäu-Stele am Eingang nach Immenstadt Bildquelle: www.allgaeu.info, Allgäu GmbH

TOURISMUS IN DER STADT Als historische Stadt in der Tourismusregion Allgäu bietet Immenstadt bereits ein weit gefächertes Angebot. Neben der sehenswerten, in weiten Teilen gut erhaltenen Altstadt mit bedeutenden Baudenkmälern sind das Museum Hofmühle und das Literaturhaus zu nennen, ebenso das AlpseeHaus in Bühl. Auch das hochwertige Einzelhandelsangebot, Events und Aktionen der lokalen Wirtschaft sind ein bedeutender Tourismusfaktor. Zu nennen sind beispielsweise der Viehscheid, die Stadtfeste oder die Einkaufsnacht. Durch Vernetzung, Angebotsausweitungen und Marketingmaßnahmen kann zusätzlicher Mehrwert und eine Stärkung der Stadt als Tourismusziel erreicht werden. 156


Literatur

verkaufsoffener feiertag immenstadt

S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Land Leute Literatur

autorenlesungen / Vorträge Folgende Beiträge finden Sie in den verschiedenen Läden und Einrichtungen: 11.00 – 12.00 Uhr Vera Kaiser LiteratUrhaUs/schaber „blasmusikpop“ 12.15 – 13:00 Uhr Willi Diet bücher bäck „Goldtaucher und Globetrotter“

TOURISMUS

Komm ins Städtle!

13.15 – 14.00 Uhr Claudius Janner eisenmann „raclette – genussreiches herbstgericht“

herbstLicher genuss

verkaufsoffener feiertag

14.15 – 15.00 Uhr Manfred Helmert eberL meDien shop „Liebe bis in den tod“ 15.15 – 16.00 Uhr Bernhard Wucherer bUchhanDLUnG LinDLbaUer „Die pestspur“ 16.15 – 17.00 Uhr Peter Nowotny optik GröbL „ifenfeuer“

immenstadt

16.30 – 17.00 Uhr Steffen Riedel schUh siGeL autogrammstunde

©EBERL MEDIEN

13.15 – 14.00 Uhr Steffen Riedel schLoss immenstaDt „norbert riedel – Geschichte der ,imme‘ und anderer konstruktionen“

Vielen Dank für die Unterstützung.

17.30 – 19.00 Uhr Gerhard Baur Filmabend Union-FiLmtheater „Das allgäu“ und „hölloch – Geschichten aus der Unterwelt“

3. oktober 12-17 uhr Einzelhandelsaktionen

Bildquelle: www.impuls-immenstadt.de, AG Pulsierendes Immenstadt e.V.

„Willkommen in Immenstadt“

Allgäu-Shopping

Stadteingänge tragen wesentlich zur

Dieses Konzept soll fortgeführt und

Immenstadt ist Shoppingstadt in

Imagebildung bei. Während die Qua-

ausgeweitet werden, „sonst rauschen

der Tourismusregion Oberallgäu. Im-

litäten oft erst im Zentrum ersichtlich

die Gäste an der Stadt vorbei“ (Aussa-

menstadt soll darüber hinaus bis zu

sind, kann am Stadteingang bereits

ge eines lokalen Tourismusbetreibers).

100 km weit in die gesamte Region

Aufmerksamkeit erzeugt werden.

Dabei ist es wichtig, dass Immenstadt

Allgäu getragen werden, um regelmä-

eindeutig als Marke erwähnt wird,

ßig Tagestouristen anzuziehen.

Um Immenstadt mehr Touristen be-

nicht nur die Alpsee-Region oder das

kannt zu machen, soll an den Zu-

Allgäu.

fahrtstraßen (besonders an der von

Konzertierte Marketingaktionen, z.B. monatliche thematische Werbeanzei-

Norden kommenden B 19) auf die

An einem markanten Punkt soll auch

gen (Immenstädter Shoppingwochen,

Attraktivität hingewiesen werden. An

ein Infopoint eingerichtet werden, der

Immenstädter Sommer, Viehscheid

einigen Orten wurden bereits Stelen

zum Anhalten anregt, über die Stadt

etc.) begleitet von Packages für Shop-

mit dem Allgäu-Logo und Ortsschilder

Auskunft gibt und überzeugend zur

ping-Tourismus (z.B. Hotel Ü/F und

mit aktuellen Veranstaltungshinweisen

Besichtigung der Stadt einlädt.

Erlebnis-Shopping-Tag) gibt es schon,

(„Immenstädter Sommer“) installiert.

sollen aber intensiviert und ausgebaut werden. Dabei sind die Synergieeffekte des Einzelhandels und der Touristiker weiter zu festigen.

157


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Allgäu-Laden

Tourismus-Vernetzung

Ein Allgäuladen, der sich auf regionale

Die Vernetzung der innerstädtischen

Einige Objekte, Personen, Orte usw.

Handwerksprodukte, Touristikartikel

Leiteinrichtungen soll vorangetrieben

haben Immenstadt über Jahrzehnte

und vor allem lokal hergestellte Kuli-

werden. Erste bestehende Kooperati-

oder Jahrhunderte hinweg geprägt.

narika spezialisiert, ist in vielen Orten

onen zwischen dem Bergbauernmu-

eine Bereicherung des Tourismus und

seum, der Alpsee-Bergwelt, Bau5,

An ausgewählten, gut platzierten Stel-

wirkt sich imagebildend für die Stadt

Alpseehaus etc. sollen auf weitere

len soll ein „Blick in die Geschichte“

aus.

Tourismusbetriebe ausgeweitet wer-

gegeben werden und Hinweise, wo

den.

die Gäste mehr darüber erfahren und erleben können (wenig Text - aber als

Ein geeigneter Standort für ein solches Geschäft wäre z.B. in der Bahn-

An den Einrichtungen sollen Verweise

interessanter visueller Blickfang). Da-

hofstraße in Sichtweite vom Bahnhof,

auf Sehenswürdigkeiten „am Rande“

mit sollen die unterschiedlichen „Hö-

um Touristen auf Immenstadt neugie-

aufmerksam machen, z.B. zum Mu-

hepunkte“ Immenstadt miteinader

rig zu machen.

seum Hofmühle, zur Mittagbahn und

vernetzt werden. Beispiel: Beim Bau

den umliegenden Spazier- und Erho-

5 auf das Museum Hofmühle verwei-

Ein Kooperationsnetz des Ladens mit

lungszonen wie Kalvarienberg oder

sen, in dem es einen eigenen Bereich

lokalen Handwerkern, Bauern, Le-

den nächst gelegenen Alpen, aber

über die Firma Kunert gibt.

bensmittelproduzenten und Händlern

auch zu überregionalen Projekten, z.B.

muss ständig ausgebaut werden.

innerhalb der Wandertrilogie oder der Allgäu-Radrunde.

158


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Alltagsgeschichte im Stadtbild

Stadt- und Alltagsgeschichte Die vielfältige Geschichte der Stadt

Die Stadt- und Alltagsgeschichte soll

Teil dieses Konzepts kann auch die

soll „auf Schritt und Tritt“ als Ge-

über einen innerörtlichen Themenweg

Ausweitung des Angebots "Zeitreise"

schichtspfad erlebbar gemacht wer-

transportiert werden. Dazu eignet sich

auf die Innenstadt sein, das der Satt-

den. Beispiele sind:

z.B. die bestehende Platzgestaltung

lerhof im Bergbauernmuseum bereits

und eine Erweiterung im Rahmen des

bietet. Hierin wird ein guter Ansatz für

Projektvorschlags „Kranz der Plätze“

eine anschauliche Darstellung der Ge-

∙∙ Die Siedlungsgeschichte mit der Stadtentwicklung ∙∙ Die wirtschaftliche Entwicklung des Salz- und Leinenhandels ∙∙ Industriegeschichte mit herausra-

sowie die Wege entlang des Steig-

schichte verfolgt. Dazu sollen alters-

bachs (Thema Bindfadenfabrik) oder

und zielgruppenbezogene Angebote

zur Mittagbahn.

entwickelt werden, ggf. auch unter Einbeziehung der Kulinarik (z. B. Allgä-

genden Pionieren (IMME-Motorrad,

uer Traditionsküche) u.a. in Kooperati-

Bindfadenfabrik etc.)

on mit einem lokalen Gasthof.

∙∙ Alpwirtschaftsgeschichte ∙∙ Sagenwelt Allgäu ∙∙ Kunstobjekte ∙∙ temporäre Installationen etc.

159


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

MITTAGBERG - TOR ZUM NATUR-

Vermarktungskonzept Mittagberg

PARK NAGELFLUHKETTE Der Mittag sollte am Eingangstor zum Der Mittagberg ist ein „Optimalberg“.

Naturpark zu einem Markenzeichen

Er ist für Anreisende aus mehreren Rich-

von Immenstadt werden. Dazu soll ein

tungen, insbesondere den nördlichen

überregional wirkendes Vermarktungs-

und nördöstlichen Ballungszentren der

konzept „Erlebnisberg“ für Winter und

erste Berg mit alpinem Charakter und

Sommer erarbeitet werden, u.a. mit

gut erreichbar. Als Alleinstellungsmerk-

Komplettpaketen (Bahnsonderfahrten

mal gegenüber anderen Orten startet

zum Mittag mit jahreszeitlichen Events

die Mittagbahn direkt aus Immenstadt,

als Begleitprogramm, vgl. Hochgrat)

in fußläufiger Entfernung vom Bahnhof. So kann man günstig und umwelt-

In diesem Zusammenhang ist auch die

freundlich mit der Eisenbahn anreisen.

Mittagbahn besser in das allgemeine Tourismusmarketing einzubinden (z.B.

Der Sessellift auf den Mittag ist einer

Verweis von den städtischen Websei-

der längsten in Bayern. Im Winter ist

ten).

hier die zweitlängste Rodelbahn des Allgäus (über 5 km). Der Panoramaberg ist

Bestehende Angebote, wie z.B. die

ein herausragendes Wandergebiet mit

Verbundkarte Mittag-Hochgrat und

weiten Ausblicken in drei Länder und

Mittag-AlpseeBergwelt sollen in zu-

drei Landschaftszonen, hier kann man

künftige Pakete mit aufgenommen

sanft wandern und erlebt gleichzeitig die

werden.

alpine Bergwelt. 160


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

TOURISMUS

Auftakt ins Steigbachtal

Wanderwege

Alpseebad

Entsprechend dem Projektvorschlag

Immenstadt hat viele schöne Wander-

Der Erhalt des Alpseebads ist den

„Stadt- und Alltagsgeschichte“ sol-

wege, aber noch zu wenige mit spe-

AZ-Gesprächen mehrfach und mit

len die Wege aus dem Stadtzentrum

ziellem Bezug zum Naturpark. Dieses

Nachdruck erwähnt worden. Für Fa-

entlang der Mittagstraße zur Mittag-

Potenzial soll besser genutzt werden.

milien mit kleinen Kindern stellt es ein

bahn und vom Bahnhof über die A.Probst-Straße zum Steigbachtal am

ausschlagebendes zusätzliches Bu∙∙ Ausbau der Wanderwege direkt

chungsmotiv dar. Deshalb ist ein lang-

Mittag emotional aufgeladen werden.

aus der Innenstadt in die Natur, z.B.

fristiges, ökonomisch und ökologisch

Thematisch würde sich ein Weg zur

zum Mittagberg, zum Kalvarienberg

tragbares Konzept für das Freibad zu

Industriegeschichte der am Fuße des

∙∙ Schaffung und Gestaltung eines

entwicklen. Thematisch könnte es z.B.

Mittags liegenden ehemaligen Bindfa-

Panoramawegs nach Vorbild des

als Gesundheitsbad im Naturpark auf-

denfabrik anbieten.

bekannten Tappeinerwegs in Me-

gebaut werden.

ran/Südtirol und zu den stadtnahen Damit kann der Weg zum Mittag und

Alpen

∙∙ Entwicklung eines originellen Ge-

zur Mittagbahn interessanter gemacht

samtkonzepts zur Umgestaltung in

und enger an die Stadt geknüpft wer-

ein naturaktives Freibad - einschließ-

den.

lich aller Außenanlagen zur Attraktivitätssteigerung und als „Imageträger“ des Naturparks ∙∙ Funktionsvielfalt und ganzjährige Nutzbarkeit sind Voraussetzungen, um die Anlage mittelfristig wirtschaftlich besser führen zu können 161


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

HANDLUNGSFELD MOBILITÄT Das für die nächsten Jahre in Bayern allgemein prognostizierte, zunehmende Verkehrsaufkommen erfordert eine stärkere Inanspruchnahme aller Verkehrsträger. Konzeptionelle Überlegungen zur Verbesserung der Verkehrssituation Immenstadts sowie zur künftigen verkehrlichen Infrastruktur müssen daher verschiedene Verkehrsträger berücksichtigen. Insbesondere dem Fuß- und Radverkehr sowie dem ÖPNV kommen bei der Minderung der Verkehrsbelastung entscheidende Aufgaben zu.

162


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

M O B I L I TÄT

VERKEHRSKONZEPT INNENSTADT

Teilkonzept Schulverkehr

Fahrradverleihsystem

Sowohl der Auto- als auch der Fuß-

Durch die geplante Verlagerung der

Durch ein stationsgebundenes Fahr-

und Radverkehr haben gleichermaßen

Königsegg-Grundschule in den Be-

radverleihsystem soll der Zugang zum

ihre Berechtigung. Um ein Miteinander

reich des Schulzentrums östlich der

Rad für Touristen und Einheimische er-

in der Innenstadt für Bewohner, Händ-

Bahn sind an dieser Stelle ein erhöhter

leichtert werden. Verleihstationen sind

ler, Kunden und Gäste zu gestalten,

Stellplatzbedarf sowie eine zusätz-

beispielsweise am Bahnhof, am Ma-

müssen Ansätze entwickelt werden,

liche Belastung durch zu erwartenden

rienplatz, ggf. auch auf der Bauhofin-

die auf die Bedürfnisse der einzelnen

Bring- und Holverkehr zu erwarten.

sel sowie in Bühl (Dorfplatz) denkbar.

Interessengruppen Rücksicht nehmen

Darüberhinaus muss die unbefriedi-

Dadurch können Tagestouristen dazu

und den Verkehr so in den öffentlichen

gende Situation des Schulbusverkehrs

bewegt werden, beide Orte günstig

Raum integrieren.

geklärt werden. Zudem bestehen be-

und ohne Auto zu besuchen.

reits zum aktuellen Zeitpunkt ÜberlaDabei sind auch Lösungen für den

gerungen des individuellen Kfz- und

An diesen sollten ebenfalls neuartige

Stellplatzbedarf in der Altstadt, zu

des Radverkehrs mit den Fußgänger-

Zweiräder wie Pedelecs und E-Bikes

entwicklen, insbesondere für den Ein-

achsen.

angeboten werden, zudem sind wei-

zelhandel, der laut Ergebinssen der

tere Serviceeinrichtungen wie Fahr-

Eigentümer- und Gewerbetreibenden-

Um eine nachhaltige Verbesserung

radschließfächer, Luftpumpstationen,

umfrage im April 2012 ein Stellplatz-

der verkehrlichen Situation für den

Reparaturservices sowie Elektro-La-

defizit sieht. Auch der Rad- und Fuß-

individuellen Kfz- sowie den Rad- und

destationen vorstellbar. (siehe auch

verkehr, Car-Sharingangebote und der

Fußverkehr zu erreichen, ist die Ent-

Main-Radweg)

ÖPNV sollen Berücksichtigung finden.

wicklung eines umfassenden Verkehrskonzeptes im Bereich des Schulzentrums notwendig. 163


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

Teilkonzept Rad-/Fußverkehr Die Bedeutung des Radverkehrs hat

Zur Verbesserung der Verhältnisse für

Verschiedene Marketingmaßnahmen

in den letzten Jahren stetig zugenom-

den Radverkehr ist ein umfassendes

sollen die Nutzung des Fahrrades so-

men. Durch neue Entwicklungen wie

Radverkehrskonzept zu entwickeln.

wohl bei der heimischen Bevölkerung

E-Bikes und Pedelecs wird die Nut-

Darin sind ein durchgängiges, attrak-

als auch bei Besuchern der Region

zung des Fahrrades auch in bergigen

tiv und sicher zu befahrendes Radver-

anregen. So könnten beispielsweise

Regionen interessant. Die vorhandene

kehrsnetz darzustellen und die Maß-

Beherbergungsbetriebe in Kooperation

Radverkehrsinfrastruktur wird den

nahmen zur Realisierung aufzuzeigen.

mit dem Betreiber des Fahrradverleih-

geänderten Anforderungen nicht ge-

Folgende Themenbereiche sind vor-

systems (kostenlose) Fahrräder und

recht. Die Förderung des Radverkehrs

rangig von Bedeutung:

Lademöglichkeiten für Fahrrad-Akkus

für Touristen und Einheimische kann die Verkehrsbelastung der Innenstadt vermindern und das Image einer klimafreundlichen Stadt prägen. Die Lage an der Schnittstelle des überregionalen Bodensee-KönigsseeRadweges und des Illerradweges rückt Immenstadt in den Fokus von Fahrradtouristen.

zur Verfügung stellen. Des Weiteren ∙∙ Optimierung der Routenführung der bestehenden Radfernwege

rad zur Schule / zur Arbeit“ oder ein

∙∙ Ergänzung / Verbesserung der vor-

Mobilitätsbonussystem, das Rabatte

handenen Radverkehrsanlagen mit

bei Einzelhändlern und Kultureinrich-

Planungsschwerpunkt Innenstadt

tungen bietet, zusätzlich das Radfah-

∙∙ Markierung von Schutz- / Radfahrstreifen entlang der Hauptstraßen ∙∙ Ausbau des Radwegs zwischen Immenstadt und Bühl sowie einem Rundweg um den Großen Alpsee ∙∙ Verbesserung und Ergänzung von Abstellmöglichkeiten

164

können Initiativen wie „Mit dem Fahr-

ren interessanter machen.


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

M O B I L I TÄT

Es soll ein durchgehendes, barriere-

Eine entsprechende Neugestaltung

In der Untersuchung ist auch die Mög-

freies Fußwegenetz unter Berücksich-

sollte auch in der östlichen Rothenfels-

lichkeit zu berücksichtigen, die beiden

tigung einer behinderten- und alten-

straße angestrebt werden.

bereits bestehenden Fußgängerzonen

gerechten Ergänzung und Aufwertung

Marienplatz und Bräuhausstraße zu

bereitgestellt werden. (z.B. abge-

Zudem ist die Verbindung zwischen

einer zusammenhängenden Fußgän-

senkte Bordsteine, Vermeidung von

Bahnhof und Marienplatz zu attrak-

gerzone zu verbinden. Dies dient der

großem Kopfsteinpflaster, Schaffung

tivieren und die Bahnhofstraße im

Steigerung der Aufenthaltsqualität und

von ausreichend breiten Gehwegen).

Bahnhofsbereich umzugestalten.

der Erhöhung der Fußgängerfrequenz.

Ergänzend dazu bedarf das bestehen-

Die Erreichbarkeit für Anwohner, Rad-

Einige innerstädtische Straßenzüge

de Fußgängerleitsystem einer Über-

und Lieferverkehr bleibt dabei gewähr-

(z.B. Alleestraße) sind zwar derzeit

arbeitung (Reduzierung der Anzahl

leistet.

bereits als verkehrsberuhigte Be-

der Ziele, Ergänzung des Leitsystems

reiche („Spielstraße“) ausgewiesen,

durch Stadtpläne und Informationen).

jedoch für Autofahrer und Fußgänger z.T. nicht als solche erkennbar. Durch Umgestaltung ist die Verdrängung der Fußgänger in die Seitenräume aufzuheben und die Sicherheit für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

165


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

PARKEN UND VERKEHRS­

Parkraumbewirtschaftung

LENKUNG Die Innenstadt von Immenstadt als

Die Parkraumbewirtschaftung ist

attraktiver historischer Stadtraum, der

durch eine Vereinfachung und nach-

zum einkaufen und flanieren einlädt

fragegerechte Anpassung der Parkta-

muss einerseits erreichbar bleiben,

rifstruktur und Bewirtschaftungsrege-

andererseits muss aber die Aufent-

lungen sowie durch eine Erhöhung der

haltsqualität gesichert und weiter aus-

Parkgebühren im Straßenraum und für

gebaut werden.

Dauerparker zu optimieren.

Deshalb sind Maßnahmen zielführend,

Zudem ist eine Aufwertung und teil-

den Autoverkehr in der Innenstadt so

weise Umgestaltung der großen Par-

zu integrieren, dass das Stadterlebnis

kierungsanlagen Klostergarten, Bahn-

nicht gemindert wird.

hof, Hofgarten und Viehmarktplatz notwendig. Im Straßenraum sollten

Dazu gehört auch, dass Stellplätze in

nur wenige und kostenpflichtige Stell-

angemessener Zahl und an angemes-

plätze für spezielle Einrichtungen be-

senem Ort angeboten und dass Be-

reitgestellt werden.

sucher zu diesen Angeboten geleitet werden.

166


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

M O B I L I TÄT

Parkleitsystem

Verkehrslenkung

Die bereits vorhandene Informations-

Das bestehende Parkleitsystem ist

Um den bestehenden Durchgangsver-

broschüre über das vorhandene Stell-

komplett zu überarbeiten. Hierbei

kehr sowie den Quell- und Zielverkehr

platzangebot sollte regelmäßig aktuali-

sollten auch elektronische Anzeigen

auf direktem Weg zu führen, ist eine

siert werden.

über die freien Stellplatzkapazitäten

Neukonzeption der allgemeinen Weg-

in den Parkgaragen zum Einsatz kom-

weisung notwendig. Diese beinhaltet

Zusätzlich sind die Parkplätze Bauhof­

men. Dies erhöht die Inanspruchnah-

eine Überprüfung des Zielkataloges

insel und Viehmarkt neu zu gestalten

me der bestehenden Parkgaragen und

mit hierarchischer Gliederung, Ent-

und die Kapazitäten zu optimieren.

dient gleichermaßen als Einladung in

frachtung der Wegweisertafeln und

die Innenstadt.

die gezielte Lenkung des Verkehrs.

167


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

PROJEKTE UND MASSNAHMEN T H E M AT I S C H E H A N D L U N G S F E L D E R

ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR Die Erreichbarkeit der Innenstadt wird über den öffentlichen Personenverkehr hergestellt. Neben der attraktiven Anbindung der Ortsteile und Nachbargemeinden an das Zentrum steht in Immenstadt auch der Tourismusverkehr im Fokus. Neben baulichen Maßnahmen wie dem Ausbau des Mobilitätsknotens sind insbesondere Dienstleistungsverbesserungen und Serviceausstattung des Verkehrsangebots im Vordergrund.

168


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

M O B I L I TÄT

Stadtbusangebot

Regionaler und touristischer ÖPNV

Das vorhandene Stadtbusangebot

Das ÖV-Netz der gesamten Region ist

In der Region besteht bereits in eini-

ist weiter zu entwickeln. Dies bein-

auszubauen sowie für den ortsfrem-

gen Urlaubsorten für Besitzer einer

haltet eine Optimierung der Linien-

den Nutzer begreifbar zu gestalten.

Gästekarte die Möglichkeit, den Öf-

führung und die Ausweitung auf die

Zudem sind weitere Angebote bereit

fentlichen Nahverkehr kostenlos oder

Stadtteile. Darüber hinaus sind die

zu stellen, welche die multimodale

mit Ermäßigung zu nutzen. Dieses An-

Fahrgastinformationen sowie Marke-

Mobilität von Gästen des Oberall­gäus

gebot ist gemeindeübergreifend aus-

tingmaßnahmen zu verbessern. Das

fördern (z.B. kostenloser Fahrradver-

zuweiten sowie zu vereinheitlichen.

Taktangebot, insbesondere in den

leih im Anschluss an die Bahnfahrt

Abendstunden ist auszuweiten oder

bzw. an das Parken). Durch dieses

Zur besseren Verbindung der touri-

alternativ ein Angebot von Sammelta-

Angebot profitiert die Stadt Immen-

stischen Schwerpunkte Immenstadt

xen für unterschiedliche Zielgruppen

stadt von Touristen in der Region, die

- Freibad - Bühl - Bau5 Outlet unter-

bereit zu stellen. Es ist notwendig, das

in einem anderen Ort ihr Wohnquartier

einander wird vorgeschlagen, eine

Tarifsystem zu vereinfachen und die

haben.

neue Buslinie als „Alpsee-Shuttle“

Haltestellen aufzuwerten (barriefreie

einzurichten. Insbesondere in den

Gestaltung, Wetterschutz, Fahrgast-

Derzeit erfolgt die Anbindung des Frei-

touristischen Sommermonaten sowie

informationen). Bis 2022 muss laut

bades Kleiner Alpsee durch einen Halt

während der Skisaison kann somit

Personenbeförderungsgesetz der ge-

der Regionalbuslinien 39 und 9782.

eine Mobilitätsalternative zum eigenen

samte öffentliche Nahverkehr barriere-

Dieses Angebot ist zusätzlich zu er-

Pkw angeboten werden, sodass die

frei sein.

weitern sowie zu vereinheitlichen.

Kernstadt und Bühl von Kfz-Verkehr befreit werden.

169


170


P R O J E K T K ATA L O G

8 171


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

BAHNHOFSUMFELD Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

BAHNHOFSPLATZ

Umgestaltung Bahnhofsplatz Initialprojekt

nummer

1

∙∙ Erarbeitung einer städtebaulichen Machbarkeitsstudie mit Beteiligung der Anwohner und anliegenden Einzelhändler zur Umgestaltung des Bahnhofsplatzes mit der Bahnhofstraße und dem Doblerareal ∙∙ Durchführen eines Realisierungswettbewerbs mit Ideenteil für Doblerareal ∙∙ Bauliche Umsetzung (ca. 3700 m2, 8 Bäume) Bebauung Hössareal ∙∙ Planungswerkstatt Fassadengestaltung ∙∙ Bebauung entsprechend Ergebnissen der Planungswerkstatt (PW) Fassadengestaltung Bebauung Doblerareal ∙∙ Änderung Bebauungsplan entspr. Wettbewerb Bahnhofsplatz ∙∙ Wohn- / Geschäftsgebäude mit TG 2

STADTEINGANG

Bebauung Postareal ∙∙ Erweiterung Berufsschule, z.B. Internat ∙∙ Alternativ: Bebauung mit Wohn- und Geschäftshaus Umgestaltung Stadtzufahrt Bahnhofstraße ∙∙ Umgestaltung als Allee ab Kreisverkehr J.-Kunert-Straße im Zusammenhang mit der Planung für den Busbahnhof (ca. 2200 m2, 8 Bäume)

3

MOBILITÄTSKNOTEN

Neugestaltung Busbahnhof ∙∙ Durchführen eines Realisierungswettbewerbs ∙∙ Umbau des Busbahnhofs ∙∙ Tiefgarage (ca. 3500 m2) Einrichtung einer Mobilitätszentrale ∙∙ Konzept- und Angebotsentwicklung ∙∙ Realisierung (ca. 260 m2 x 2 Geschosse, Ausstattung Investition 50.000) ∙∙ Betrieb (2 Mitarbeiter + Betriebskosten, Betrieb z.B. als Service über privates Reisebüro o.ä.) Erweiterung des Bahnsteigtunnels zur Südstadt (25 m) zur besseren Anbindung des Bahnhofs an das Wohngebiet Südstadt, die Mittagbahn und den Landschaftsraum Nagelfluhkette

4

BAHNHOFSTRASSE

Umgestaltung der Bahnhofstraße Initialprojekt zwischen Bahnhofsplatz und „Feinaigleplatz“ als Altstadtzugang und Einkaufstraße (2. und 3. Bauabschnitt)

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

172

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

2015

mittelfristig 2018

2019

2020

2021

o

o

o

o

4) 385

1) 80

Stadt

2016

2017

2022

2023

2024

ja 1) 20

1) 40

5) 860 Stadt / RvS / Investor

langfristig

• für PW je 1/3

4) 26

Investor, Stadt, RvS

fremdfinanziert Stadt / Investor 2) 15 fremdfinanziert Landkreis,

fremdfinanziert,

Investor

konzeptabhängig

Stadt

>

ja

Stadt

3)

1 - 2.000

5) 2.100 Stadt, RVA 1) 20

5) 780

konzeptabhängig

Stadt, DB 3) 1.500

Stadt

ja 4) 835

173


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

HISTORISCHE INNENSTADT Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

KRANZ DER PLÄTZE

Konzeptentwicklung Kranz der Plätze

nummer

5

mit thematischen Bezügen der Plätze (Klosterplatz, St.-Nikolaus-Platz, Klostergarten, Kirchplatz, Platz am Jugendhaus, Landwehrplatz, Bräuhausplatz, Feinaigleplatz, Hofgarten Umgestaltung Klosterplatz - Verbindung zur Konstanzer Ach Sichtbarmachung verrohrter Steigbachs im Straßenraum, ähnlich Landwehrplatz (Wasserlauf 15 m: pauschal 100.000, Platzgestaltung ca. 500 m2)

Neugestaltung Platz am Jugendhaus zum grünen Platz als Auftakt zur Altstadt (Stellplätze ca. 900 m2, Platz mittl. Standard ca. 500 m2, 3 Bäume) Umgestaltung Am Graben als grüne Querverbindung in der südlichen Altstadt ∙∙ Entsiegelung der asphaltierten Flächen, Begrünung, z.B. mit Rasengitter (ca. 1200 m2) Umgestaltung „Feinaigleplatz“ Wohn- und Geschäftshaus (fremdfinanziert) zur Fassung der Raumkante und Gestaltung als Stadtplatz (ca. 500 m2) 6

HOFGARTEN

Hofgarten, Hofgartengebäude und BRK-Gebäude Initialprojekt

Die Entwicklung des Hofgartens

∙∙ Städtebaulicher Wettbewerb für den Hofgarten und das Hofgartengebäude

und des BRK-Gebäudes steht in

∙∙ Realisierung der Wettbewerbsergebnisse

engem inhaltlichen und räumlichen

∙∙ Alternativ: Konzeptentwicklung für Nutzung des Hofgartengebäudes

Zusammenhang mit dem Projekt

∙∙ Konzeptentwicklung für die Umnutzung des BRK-Gebäudes

Bauhofinsel (Nr. 11) und soll deshalb

∙∙ Sanierung des Gebäudes (ca. 350 m2 x 3 Geschosse, Zustand unterdurchschnittlich)

als zusammengefasste Planung bearbeitet werden.

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

174

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

mittelfristig 2015

2016

2017

2018

langfristig

2019

2020

2021

2022

2023

5) 200

5) 200

2024

Stadt 1) 20

Stadt

Stadt

Stadt, Private 5) 100

5) Platz

Stadt, Private 100

Stadt konzeptabhängig

1)

5

4)

1.240

• •

175


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

FREIZEITBAND ZUR ILLER Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

GRÜNTENSTRASSE

Gestaltung der Grüntenstraße

nummer

7

als grüne Verbindung zwischen Innenstadt und Iller (ca. 1000 m2, 16 Bäume) Langfristige Planung zur Nachnutzung der Eberl-Druckerei ∙∙ Prüfen der mittel- und langfristigen Standortplanungen der Druckerei ∙∙ Konzeptentwicklung für Umnutzung, z.B. Indoor-Freizeitcenter, Einzelhandel (Sport und Freizeit), Wohnen, Dienstleistungen, Hotel, etc. ∙∙ Realisierung der Nachnutzung Gestaltung eines Schulplatzes als Abschluss der Grüntenstraße ∙∙ Prüfen, ob der Verbindungsgang zur Sporthalle und der Pavillon aufgegeben werden kann ∙∙ Konzeptentwicklung und Planung Freianlagen im Zusammenhang mit „Tor zur Iller“ ∙∙ Realisierung 8

TOR ZUR ILLER

Nachnutzung des Areals der Königsegg-Grundschule ∙∙ Konzeptentwicklung mit Berücksichtigung der Untersuchungen zum Schulbusverkehr und Schulparkplatz ∙∙ Durchführen eines Wettbewerbs zu Freianlagen und Städtebau ∙∙ Schaffung eines Zugangsbereiches an der Kemptner Straße „Tor zur Iller“ ∙∙ Gestaltung eines Jugendfreizeitparks ∙∙ Realisierung des Schulbusparkplatzes abhängig von den Untersuchungsergebnissen, Alternativnutzung der Fläche als Jugendhotel ∙∙ Bau eines Jugendhauses abhängig von den Planungen für das Jugendhaus Rainbow

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

176

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

mittelfristig 2015

2016

2017

2018

2019

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

Stadt 5)

280

Druckerei Eberl fremdfinanziert,

konzeptabhängig

Stadt konzeptabhängig

Stadt konzeptabhängig

177


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

PERLENKETTE KONSTANZER ACH Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

FREIRAUMKONZEPT

Konzeptentwicklung Perlenkette Konstanzer Ach Initialprojekt

KONSTANZER ACH

als eine durchgängige autoverkehrs- und barrierefreie Verbindung entlang der Konstanzer

nummer

9

Ach von Bühl – Immenstadt – Iller mit Freiflächen, Picknick-, Spielplätzen, Anbindung an Kalvarienberg und landschaftsvertägliche Integration des Hochwasserschutzes 10

VIEHMARKT

Neugestaltung des Viehmarkts als Veranstaltungsplatz, grüner Parkplatz und mit Freiflächen am Wasser Wohnbebauung am Viehmarkt Prüfen, ob Teile des Viehmarkts für neue Wohngebäude zur Verfügung stehen ∙∙ Realisierung ∙∙ Sanierung der Bestandsgebäude an der Missener Straße und Montfortstraße

11

12

BAUHOFINSEL

Umgestaltung des Parkplatz Bauhofinsel

Initialprojekt

Die Entwicklung der Bauhofinsel

als grüner innenstadtnaher Parkplatz mit Freiflächen und Zugang am Wasser sowie mit

steht in engem inhaltlichen und

Serviceeinrichtungen für Fahrad-Tourismus (Luftpumpstation, Fahrradabstellboxen, Verleih

räumlichen Zusammenhang mit

von Fahrrädern, Pedelecs, e-Bikes etc., Integration Hochwaserschutz

dem Projekt Hofgarten (Nr. 6) und

(Stellplatzfläche ca. 4200 m2 , Rasenfläche ca. 1300 m2 , Parkfläche ca. 1000 m2 , Servicestation pauschal 30.000 EUR,

soll deshalb als zusammengefasste

darüber hinaus Verleihsystem (eigenes Projekt))

Planung bearbeitet werden.

Neugestaltung der Anbindung zum Hofgarten und zur Innenstadt (ca. 1500 m2)

STEIGBACHMÜNDUNG

Umgestaltung der Steigbachmündung als Aufenthalts-, Kommunikations- und Ruhebereich mit Zugang zum Wasser, Integration Hochwaserschutz (Parkanlage ca. 300 m2) Neugestaltung der Anbindung zum Klosterplatz und zur Innenstadt (ca. 300 m2)

13

MÜHLHALDE

Gestaltung eines Museumsparks und Wasserspielplatzes Freigelände des Museums und als Wasserspielplatz sowie einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke zum Spiessareal, Integration Hochwaserschutz (Parkanlage ca. 7500 m2) ∙∙ Freianlagen-Wettbewerb ∙∙ Realisierung

14

SPIESSAREAL

Bebauung des Spiessareals

Initialprojekt

als „Grünes Zentrum“ für Holzwirtschaft, alternativ oder ergänzend Wohngebäude, Weiterführung des Fuß- und Radweges von der Mühlhalde Richtung Krankenhaus / Iller, Sicherung der Grünfläche an der Ach sowie Integration Hochwaserschutz

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

178

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

Stadt

2014

mittelfristig 2015

2016

2017

2018

2019

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

ja 1) 30

Stadt konzeptabhängig Stadt, Sozialbau / SWW

konzeptabhängig

Stadt, Investor

ja 3) 570

(Fahrradservice)

Stadt

5) 180

Stadt

• ja

5) 30

Stadt

5) 40

Stadt

1)

50

5) 600 Freistaat Bayern, Landwirtschaftsministerium

nein, da Projekt einer fremdfinanziert

anderen Landesbe-

hörde

179


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

STADTGESTALT UND STADTBILD Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

GESTALTUNGSKONZEPT

Konzeptentwicklung für die Gestaltung des öffentlichen Raums

ÖFFENTLICHER RAUM

Entwicklung eines einheitlichen und durchgängigen Konzepts für die Gestaltung des öffent-

nummer

15

lichen Raums. Orientierung an der bisherigen Gestaltung der Altstadt ∙∙ Dokumentation positiver Ausführungsbeispiele von Gebäude, Freiflächen, Einfriedungen ∙∙ Erarbeitung eines Farbkonzepts und Empfehlungen für die Gestaltung von Oberflächenbelägen, Beleuchtungselementen, Stadtmobilar, Werbeanlagen 16

Lichtkonzept (Vorentwurf bereits in Entwicklung)

LICHTKONZEPT

zur Attraktivierung der Innenstadt, Beleuchtung besonderer Gebäude und Führung durch die Stadt 17

BESCHILDERUNGSKONZEPT /

Erarbeitung eines Beschilderungskonzepts und Fußgängerleitsystems (Vorentwurf

FUSSGÄNGERLEITSYSTEM

bereits in Entwicklung) zur besseren Orientierung und Wegweisung der Stadt mit Fokus auf Tourismus

18

GESTALTUNGSHANDBUCH UND

Erarbeitung eines Gestaltungshandbuchs

KOMMUNALES FÖRDERPRO-

mit Beispielen für die ortsbildgerechte, abgestimmte Gestaltung privater Sanierungsmaß-

GRAMM

nahmen und Beratung der privaten Bauherren sowie Aufstellen eines kommunalen Förderprogramms zur Schaffung finanzieller Anreize für private Sanierungsmaßnahmen in Verbindung mit dem Gestaltungshandbuch, Regelung der Fördermittelvergabe Einrichtung einer Gestaltungs- und Sanierungsberatung Beratung durch einen fachlich kompetenten Ansprechpartner im Auftrag der Stadt zur Unterstützung privater Investoren bei ortsbildgerechten Sanierungsmaßnahmen und Erarbeitung von konkreten Gestaltungsvorschlägen in Anlehnung an das Gestaltungshandbuch Schaffung Grüner Wohnhöfe durch Entsiegelung verdichteter Innenhöfe in der Altstadt Vorbildwirkung durch die Stadt durch Entsiegelung von Flächen im öffentlichen Raum

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

180

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

Stadt

2014

2015

2016

2017

2018

2019

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

ja 1) 15

Stadt

mittelfristig

4) 90

ja

davon Privat 25

Stadt 65 Stadt

4) Invest 4) lfd.

75

ja

3/Jahr

Stadt

ja 1) 25

1)

15/Jahr

Stadt

ja 1) Beratung 5 /Jahr

Private, Stadt

nach Umfang

ja •

181


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

LEBENDIGE INNENSTADT Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

WOHNEN IN DER INNENSTADT

Flächenmanagement Wohnen

nummer

19

Reduzierung des Flächenverbrauchs durch Anpassung der Bauleitplanung an den tatsächlichen Bedarf ∙∙ Fortschreibung der Bilanzierung der Wohnbauflächenreserven (Baulücken- und Brachflächenkataster) im FNP, ggf. Rücknahme von Bauflächen ∙∙ Berechnung des Wohnbaulandbedarfs, Monitoring und Auswertung ∙∙ Ansprache der Eigentümer von Innenentwicklungspotenzialen ∙∙ Lokale Grundstücks- und Immobilienbörse auf der Internetseite der Stadt Immenstadt (bereits erstellt), Verlinkung zu überregionalen Immobilienbörsen ∙∙ Nutzungs- und Gestaltungskonzepte für Wohnbauflächenbrachen in Form eines städtebaulichen Rahmenplans mit Wirtschaftlichkeitsberechnung (Umnutzung, Unterhalt, Flächenrückbau) ∙∙ Aktivierung von innerörtlichen Brachen und untergenutzter Flächen für Wohnbebauung durch Grunderwerb der Stadt (z.B. Post- und Telekomareal, Parkplätze, etc.) Förderprogramm „Barrierefreies Immenstadt“ ∙∙ Förderung barrierefreier Umbauten von Bestandswohnungen ∙∙ Förderung generationsübergreifendes Wohnen und Senioren-WG-Initiativen ∙∙ Beratung zu staatlichen Förderprogrammen durch die Stadt Junges Wohnen in der Altstadt ∙∙ Förderung eines familienfreundlichen Umfeld in der Innenstadt durch Bereitstellung von Spiel- / Freianlagen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, Erhöhung der Verkehrssicherheit ∙∙ Aktivierung von Wohnpotenzialen für Familien durch Vermittlung durch die Stadt (Infopool) und finanzielle Unterstützung für Familien (z.B. Sanierungsförderung mit Betrag pro Kind) 20

EINKAUFEN UND ARBEITEN

Verfügungsfonds (bereits gestartet) Finanzierung kleinerer Maßnahmen durch Einrichtung eines Verfügungsfonds zur Durchführung nicht investiver und investitionsvorbereitenden Maßnahmen zur Aufwertung der Altstadt, ∙∙ Erarbeitung einer Richtlinie zur Vergabe des Verfügungsfonds ∙∙ Aktivierung der Akteure durch Workshops, Gespräche ∙∙ Beteiligung privater Aktuere, Gewerbeverein, Wirtschafts- und Kulturverein, Impuls e.V. ∙∙ Einrichten einer Lenkungsgruppe zur Mittelvergabe und Steuerung (bereits aktiv) ∙∙ Jährliche Ausstattung des Verfügungsfonds

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

182

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

Stadt

mittelfristig

2014

2015

2016

2017

2018

langfristig

2019

2020

2021

2022

2023

2024

ja konzeptabhängig

Stadt

Förderung u.a. über konzeptabhängig

KFW möglich

Stadt konzeptabhängig

Stadt, Impuls

ja 4) 30/Jahr

183


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

LEBENDIGE INNENSTADT Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

EINKAUFEN UND ARBEITEN

Gemeinsamer Marktauftritt und Qualifizierung

(Fortsetzung)

Qualifizierung des örtlichen Einzelhandels durch einen gemeinsamen Auftritt

nummer

20

∙∙ Herausgabe eines Einkaufsführers ∙∙ Harmonisierung der Öffnungszeiten ∙∙ Kundenbindung durch Ausbau von Betriebsqualitäten und Service ∙∙ Information über Beratungsangebote der HWK und IHK ∙∙ evtl. Auflage Sonderkreditprogramme für Investitionen in Immobilien und Ladenlokale ∙∙ Angebot von Seminaren zur Verkaufsförderung, Verkaufstraining, Werbung und strategische Bilanz Lokalwährung „Genusstaler“ (bereits in Planung) Ausgabe einer Alternativwährung nach Vorbild „Chiemgauer“ oder Ampertaler zur Sicherung der Wirtschaftskraft in der Stadt und als Werbemaßnahme 21

KULTUR UND FREIZEIT

Jugendhaus „Rainbow“ Sicherung des Jugendhauses in der Innenstadt ∙∙ Treffen einer Entscheidung über die zukünftige Entwicklung (Bestandserhalt und Sanierung oder Umzug an einen neuen Standort, z.B. Jugendfreizeitpark. ∙∙ Entsprechende Folgemaßnahmen Veranstaltungszentrum (Siehe auch Projektvorschlag Hofgarten) Sicherung eines Veranstaltungszentrums in der Innenstadt ∙∙ Treffen einer Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Hofgartens und Hofgartengebäudes sowie Positionierung zum Schloss ∙∙ Entsprechende Folgemaßnahmen, z.B. Erarbeitung eines Nutzungskonzepts Hofgarten oder städtebaulicher Wettbewerb Neue Angebote für Senioren ∙∙ Ausbau weiterer Bildungsangebote für Senioren z.B. mit der VHS ∙∙ Schaffung von Freizeit- und Sportangeboten für Senioren ∙∙ Mobilitätsverbesserung von Senioren für tägliche Belange (Carsharing, Bürger- / Rufbus) ∙∙ Seniorentandem: Begleitservice in Kooperation mit Jugendzentrum Winterwald im Klostergarten (bereits in Planung) Aufstellen von 12 Weihnachtsbäumen im Klostergarten durch Kooperation von städtischem Bauhof, Einzelhandel und weiteren Partnern ∙∙ Bereitstellung Baumständer durch impuls e.V. ∙∙ Bereitstellung Baumschmuck durch Einzelhändler und lokale Partner ∙∙ Aufstellen der Bäume durch Bauhof ∙∙ Schmücken mit Kindern, Eltern, Einzelhandelspartnern ∙∙ Prämierung des schönsten Baumes

184


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

Impuls, Einzel-

mittelfristig

2014

2015

2016

langfristig

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

ja

händler

konzeptabhängig

Stadt, Impuls,

4) 10

Einzelhändler

nein, aber andere Programme ggf. möglich

Stadt konzeptabhängig

Stadt konzeptabhängig •

Stadt

ja konzeptabhängig •

Stadt, Impuls, Einzelhändler

4) 5

ja •

185


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

TOURISMUS Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

TOURISMUSKONZEPT

Fortschreibung des Tourismuskonzepts

nummer

22

∙∙ Finden und Definieren von Schwerpunktthemen und Zielgruppen (z.B. Jugend und Jungerwachsene, Sanfter Tourismus, Aktive Ältere) ∙∙ Nutzen von Nischen ∙∙ Ausbau der Kooperationen (z.B. Dachmarke Allgäu, Naturpark Nagelfluhkette) ∙∙ Beteiligung der lokalen Tourismusakteure Tourismusmarketing Ausweitung des gemeinsamen Marketings der Stadt und der Tourismusbetriebe ∙∙ Weiterentwickeln von Produkten und Paketen ∙∙ Gemeinsame Zielgruppenwerbung ∙∙ Entwicklung eines Systems zum Abrufen von Hinweisen und Informationen per Smartphone (QR-Codes) ∙∙ Einbindung der Bevölkerung in den Tourismus, z.B. Aktionstage zur Bewusstseinsbildung „Tourismusstadt Immenstadt“ ∙∙ Stärkung des Alpseehauses als Tourismuszentrale durch Personalaufstockung und Angebotsausweitung 23

GASTRONOMIE UND

Schaffung von mind. zwei neuen höherklassigen Hotelangeboten

BEHERBERGUNG

in Bühl und der Innenstadt mit verschiedenen Profilen (Wellnesshotel, Tagungshotel) ∙∙ Standortsuche, Investorensuche ∙∙ Realisierung Gastronomie Bühl Betreibersuche für ehemaligen Gasthof „Alte Schmiede“ Hüttendorf Hüttendorf als Familien- und Gruppenbeherbergung im/am Naturpark Nagelfluhkette ∙∙ Investoren- und Standortsuche ggf. als Gemeinschaftsprojekt mehrerer heimischer Investoren realisieren (Beispiel Schlierbach / Oberösterreich) ∙∙ Realisierung Tourismusmanager „Hotel + Gastronomie“ Einstellung eines Tourismusmanagers zur Koordinierung der Branche ∙∙ Suche nach Investoren, Aktivierung von Standortpotenzialen für neue Hotels ∙∙ Beratung zur Qualitätssteigerung in Hotel und Gastronomie ∙∙ Unterstützung bei Suche von Nachfolge-Betreibern Kooperation von Hotellerie und Gastronomie mit „Naturpark Nagelfluhkette“ ∙∙ aktive Bewerbung buchbarer Naturparkangebote und alternativer Verkehrsmittel (kostenloser Fahrradverleih, ÖPNV etc.) ∙∙ Verwendung regionaler Produkte, Frühstück ohne Verpackung / Müll ∙∙ Frühzeitige aktive Einbindung der Tourismusakteure, gemeinsame Weiterentwicklung des Naturparks

186


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

Stadt, Touris-

3) 15-30

musanbieter

je nach Eigen-

2014

mittelfristig 2015

2016

langfristig

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

leistung d. Stadt

Stadt, Touris-

3) Konzept 10

musanbieter

3) lfd.Kost. 10/Jahr

Stadt, Investor

• 3) je Hotel 20 projektabhängig

Stadt 3) 15 Stadt, Investor 3) 15

projektabhängig Stadt

3) 50/Jahr Bei Bündelung mit anderen Aufgaben

Stadt, Tourismusanbieter,

3) 5/Jahr

Hotels, Gastro-

bei Selbstorgani-

nomen

sation

187


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

TOURISMUS Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

GASTRONOMIE UND

Regionale Produkte

BEHERBERGUNG

Förderung der Nutzung regionaler Produkte in Hotellerie und Gastronomie

(Fortsetzung)

∙∙ Durchführung von Workshops, Präsentationen, was andere Orte / Regionen schaffen

nummer

23

∙∙ Initiierung von Kooperationen des Allgäu-Ladens mit lokalen bäuerlichen Betrieben ∙∙ Gewinnung gastronomische Betriebe als Mitglieder in der Kooperation „LandZunge“ ∙∙ Kennzeichnung vorbildhafter Betriebe und Hervorhebung in den Werbemitteln ∙∙ Inszenierung des Themas „Alpwirtschaft und Käse“ in der Gastronomie Qualitätsoffensive Gastronomie und Beherbergung Kooperation zur Qualifikation ∙∙ Verlängerung des Förderprogramms der Stadt zur Qualitätsverbesserung ∙∙ Einrichtung eines Runden Tischs „Hotel und Gastronomie“ als Plattform zum Austausch und zur Qualitätssteigerung ∙∙ Nachfolgebetreuung und Kontaktpflege zu Jungunternehmern durch Stadt und Tourismusmanagement (Tourismusmanager Hotel und Gastronomie) Gastronomie- und Hotelführer / Kulinarisches Marketing Stärkung des Außenauftritts durch eine gemeinsame Online- und Offline-Präsentation des Gastronomie- und Übernachtungsangebots ∙∙ Entwicklung eines gemeinsamen Formates und Layouts zur Darstellung der Angebote ∙∙ Sicherstellen, dass möglichst alle Beherberger, auch Private, im Internet präsent sind (ggf. Förderung durch die Stadt) ∙∙ Zusammenarbeit, Einbindung mit dem Wirtschafts- und Kulturverein (u.a. impuls) ∙∙ Druck von Broschüren, Flyern 24

TOURISMUS IN DER STADT

„Willkommen in Immenstadt“ (bereits gestartet) Hinweis auf Immenstadt als Tourismusstadt und lokale Veranstaltungen (Stelen und Schilder am Ortseingang) ∙∙ Identifizierung von günstigen Hinweisorten, insbes. von Norden kommend an der B 19 ∙∙ Aufstellen der Stelen und Schilder ∙∙ Regelmäßig wechselnde Bespielung (Veranstaltungshinweise) Allgäu-Shopping Ausbau des Images als Shoppingstadt weiter in der Ferienregion Allgäu ∙∙ Konzerierte und kontinuierliche Schaltung von Werbung und Verteilung von Flyern (z.B. als Beilagen) in regionalen Online- und Offline-Medien (all-in.de, Allgäu.de, Allg. Zeitung, etc.) ∙∙ Auflage von weiteren Shopping-Tourismus-Packages (z.B. Übernachtung und Frühstück zu einem Shopping-Erlebnis-Tag) Allgäu-Laden ∙∙ Identifizierung eines günstigen Ortes für einen Allgäu-Laden (z.B. an der Bahnhofstraße ∙∙ Etablierung des Ladens, Aufbau eines Kooperationsnetzes mit lokalen Handwerkern, Bauern, Lebensmittelproduzenten und Händlern

188


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

mittelfristig 2015

2016

2017

2018

2019

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

Stadt, Hotels, Gastronomen

3) 5/Jahr bei Selbstorganisation

Stadt, Hotels,

konzeptabhängig

Gastronomen

Stadt, Hotels,

konzeptabhängig

Gastronomen

Stadt

konzeptabhängig •

Stadt, impuls,

konzeptabhängig

Einzelhändler,

ggf. Hotels

impuls, Einzel-

konzeptabhängig

händler / Investor

189


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

TOURISMUS Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

TOURISMUS IN DER STADT

Tourismusvernetzung

(Fortsetzung)

weiterer Ausbau der Vernetzung und Verweise der Tourismusorte untereinander,

nummer

24

∙∙ z.B. Verweis bei Kunert-Outlet auf Ausstellung zur Geschichte Kunerts im Museum Hofmühle Stadt- und Alltagsgeschichte Geschichtspfade durch die Innenstadt (auch im Zusammenhang mit Kranz der Plätze) ∙∙ Thematische Konzepterarbeitung, Festlegung der Wege und Themen ∙∙ Gestaltung der verschiedenen Orte mit Blick in die Geschichte ∙∙ Themenwege, z.B. Kranz der Plätze, Steigbachtal zu Monta, Mittagstraße zur Mittagbahn ∙∙ Verweis auf Besonderheiten z.B. Sagenwelt Allgäu, IMME- Motorrad, Industriegeschichte ∙∙ Ausweitung des Konzepts „Zeitreisen“ vom Bergbauernmuseum auf die Innenstadt, z.B. Museum Hofmühle 25

MITTAGBERG –TOR ZUM

Vermarktungskonzept „Erlebnisberg“

NATURPARK NAGELFLUHKETTE

∙∙ Entwicklung eines Marketingkonzepts für den Immenstädter Hausberg Mittag ∙∙ „Erlebnisberg“ in Winter und Sommer mit Begleitprogramm, Packages ∙∙ Einbindung der Mittagbahn Wanderwege Ausbau der Wanderwege und Hinweise (Infotafeln, Wegweiser, etc.) ∙∙ Einrichtung und Ausbau der Wanderwege direkt aus der Innenstadt in die Natur, z.B. zum Mittagberg und Kalvarienberg ∙∙ Einrichtung eines Panoramawegs auf dem Kalvarienberg (Vorbild Tappeiner Weg Meran) zu den stadtnahen Alpen ∙∙ Überprüfung des Beschilderungs- und Hinweissystems, Vereinheitlichung und Aktualisierung des Systems Alpseebad Alpseebad ist wichtiges Buchungsmotiv für Familien ∙∙ Ausbau als Imageträger „Naturbad im Naturpark“ ∙∙ Langfrisitge ökonomische Sicherung durch Ganzjahreskonzept

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

190

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

mittelfristig 2015

2016

2017

2018

2019

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

Stadt, Tourismusanbieter

3) 10

konzeptabhängig

Stadt 3) 10

konzeptabhängig

Stadt, Tourismusanbieter,

3) 15

MIttagbahn

konzeptabhängig

Stadt konzeptabhängig

Stadt konzeptabhängig

191


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

MOBILITÄT Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

VERKEHRSKONZEPT

Erarbeitung eines Verkehrskonzepts für die Innenstadt

INNENSTADT

mit Aussagen zur Integration des motorisierten und nichtmotorisierten Verkehrs im öffentli-

nummer

26

Initialprojekt

chen Raum, Lösungen für den Stellplatzbedarf in der Altstadt, insbesondere für den Einzelhandel, Förderung des Rad- und Fußverkehrs (u.a. Gehwege), des ÖPNVs, Carsharing, Verbesserung des „Modal Split“ Teilkonzept Rad- und Fußverkehr Konzeptentwicklung zur Förderung des Radverkehrs in der Innenstadt und zum Ausbau der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur ∙∙ Sicherheitsstreifen an Hauptstraßen, Ausbau und Aufwertung der Wege, Schaffung neuer Wege (z.B. zwischen Bühl und Immenstadt, Wegweisung, Errichtung dezentraler Abstellanlagen, Servicepunkte etc. ∙∙ Bauliche Umsetzung des Konzepts, im ersten Schritt mit Fokus auf die Innenstadt ∙∙ Marketingmaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs (z.B. Bonussystem bei der Stadtverwaltung oder im Einzelhandel), Förderung von Initiativen („Mit dem Fahrrad zur Schule/ zur Arbeit“), Durchführung jährlicher Fahrrad-Aktionstage Teilkonzept Schulverkehr Initialprojekt ∙∙ Untersuchung zum Schulbusverkehr am Schulzentrum im Zusammenhang mit der Verlagerung der Königsegg-Grundschule ∙∙ Festlegen einer geeigneten Haltestelle für Schulbusse (siehe auch Freizeitband zur Iller) ∙∙ Integration des Hol- und Bringverkehrs sowie des Rad- und Fußgängerverkehrs ∙∙ Neubau einer angemessenen Schulbushaltestellensituation und PKW-Stellplätzen Verleihsystem Einrichtung eines Fahrradverleihs einschließlich Pedelecs, e-Bikes, Segways etc. in Immenstadt und Bühl zur Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs ∙∙ Einrichtung von Verleihstationen ∙∙ Errichtung von Ladestationen für e-Bikes, Pedelecs etc. an touristischen Schwerpunkten ∙∙ Marketing im Tourismus (siehe „Perlenkette Konstanzer Ach“ und „Gastronomie und Tourismus“)

Erläuterungen der Kosten Alle Kosten sind grobe Schätzungen zur Orientierung, auf 5.000 EUR gerundet. In den Preisen sind Sonderleistungen wie z.B. Maßnahmen zum Hochwasserschutz nicht berücksichtigt. 1) Kostenschätzung nach Erfahrung: Mittlere Ausstattung / Mittlere Anforderung 2) Kostenschätzung nach HOAI, Zone III, Mittelsatz 3) Kostenschätzung Fachplaner (Dr.Brenner, Hujber) 4) laut Angaben Stadt Immenstadt

192

5) nach BKI (jeweils Neubau): Wohnen, max. 15% Mischnutz.: Hotel, mittlerer Standard Geschäftshaus, mittl. Standard Gewerbe, Massivbauweise Tiefgarage, zu Geschäftshaus Sanierung: Zustand sehr schlecht Zustand unterdurchs. Zustand mittel

1000 EUR/m2 1500 EUR/m2 1400 EUR/m2 1000 EUR/m2 600 EUR/m2 Neubau x 1,5 Neubau x 1,2 Neubau x 0,8

5) nach BKI (Freiflächen) Rasenflächen, einfacher Standard 30 EUR/m2 Parkanlage, Mischkalkulation 80 EUR/m2 Baum, auf Platz (Baumscheiben) 15000 EUR/St. Baum, Straßenraum 10000 EUR/St. Platz, Betonstein, mittl. Standard 150 EUR/m2 Platz, Betonstein, hoher Standard 200 EUR/m2 Stellplätze 100 EUR/m2 Straße, mittlerer Standard 120 EUR/m2


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

3) 40

3) 25

Stadt

mittelfristig

langfristig 2020

2021

2022

2023

2024

ja

Stadt

konzeptabhängig 3) 10

Stadt 3) Konzept 20

3) Bau 1.000 Stadt, Investor 3) 100

193


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

P R O J E K T- U N D M A S S N A H M E N K ATA L O G

MOBILITÄT Projekt-

Projektvorschlag

Maßnahmen

PARKEN UND VERKEHRS-

Parkraumbewirtschaftung

LENKUNG

Überarbeitung der Parkraumbewirtschaftung zur besseren Auslastung der großen Parkplät-

nummer

27

ze und Tiefgaragen ∙∙ Vereinfachung der Parktarifstruktur und Bewirtschaftungsregelungen ∙∙ Erhöhung der Parkgebühren im Straßenraum und für Dauerparker ∙∙ Gezielte Bereitstellung weniger und kostenpflichtiger Stellplätze im Straßenraum für spezielle Einrichtungen ∙∙ Regelmäßige Aktualisierung der Stellplatzbroschüre über freie Stellplatzkapazitäten (für Dauerparker) in den Parkgaragen ∙∙ Umgestaltung der Parkplätze Bauhofinsel und Viehmarkt (siehe Perlenkette Konst. Ach) Parkleitsystem Konzeption und Einrichtung einer übersichtlichen und informativen Parkleitführung als dynamisches System, Entfrachtung der Beschilderung Verkehrslenkung Konzeption zur Verkehrslenkung des überörtlichen Durchgangsverkehrs, um die Belastung in der Innenstadt, insbesondere auf der Sonthofener Straße zu mindern. ∙∙ Untersuchung zur Verkehrsbelastung der wichtigsten Zufahrt- und Durchfahrtstraßen (u.a. B 19, B 308, Blaichacher Straße, Kemptener Straße, Missener Straße, Sonthofener Straße, Staufner Straße), Entfrachtung von Wegweisern ∙∙ Entwicklung eines neuen Konzepts zur Verkehrslenkung des überörtlichen Verkehrs um die Innenstadt und Zufahrtstraßen vom Durchgangsverkehr zu entlasten ∙∙ Bauliche Umsetzung 28

ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

Stadtbusangebot Aufwertung und Attraktivierung des Stadtbusses ∙∙ Überprüfung des Bedarfs, Konzeptentwicklung (Linienführung, Tarif, Takt, Ausstattung der Haltestellen, Informationsangebot, Kombiangebote, etc.) ∙∙ Umsetzung baulicher Maßnahmen (bis 2022 sind barrierefreie Haltestellen Pflicht!) ∙∙ ggf. Anschaffung eines weiteren Fahrzeugs ∙∙ ggf. Einsatz eines (ehrenamtlichen) Rufbusses in den Tagesrandstunden sowie für mobilitätseingeschränkte Menschen ∙∙ Marketing Regionaler touristischer Verkehr ∙∙ Ausbau des regionalen touristischen Verkehrs in die gesamte Region Oberallgäu mit Anbindung der Skigebiete direkt aus dem Zentrum Immenstadts ∙∙ Gästeticket zur kostenlosen Nutzung des Nahverkehrs als Marketingmaßnahme, Kosten­ umlegung großteils auf Übernachtungspreise (z.B. im Kleinwalsertal mit der Allgäu-Walser-Card) ∙∙ AlpseeShuttle als regelmäig verkehrender Tourismusbus zwischen Immenstadt, Kunert/ Bau5, Bühl und Freibad, im Winter als Skibus ∙∙ Erweiterung ÖV-Anbindung des Freibades „Kleiner Alpsee“ durch Ausweitung sowie Vereinheitlichung des Fahrtenangebotes der Regionalbuslinien 39 und 9782

194


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

Träger

Grobe Kosten

Städtebauförderung

Umsetzungszeitraum

in TEUR

möglich

vorzeitige

kurzfristig

Umsetz.

2013

mittelfristig

2014

2015

2016

3) 100

3) Konzept 30

2017

langfristig

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

Stadt 3)

10

siehe oben

Stadt

Stadt

konzeptabhängig Stadt, RVA Regionalverkehr Allgäu

3) Konzept 30

konzeptabhängig

Stadt, RVA Regionalver-

konzeptabhängig

kehr Allgäu 3) 50

3) je Fzg. 200/Jahr

195


196


SANIERUNGSGEBIET

9 197


I N T E G R I E R T E S S TÄ D T E B A U L I C H E S E N T W I C K L U N G S KO N Z E P T

SANIERUNGSGEBIET B E G R Ü N D U N G F Ü R D I E A B G R E N Z U N G D E S S A N I E R U N G S G E B I E T S U N D V E R FA H R E N S WA H L Sanierungsgebiete Geltungsbereich eines Sanierungsgebiet und Nummer

II

Vorschlag Erweiterungsbereich Vorschlag für die Erweiterung der eines Sanierungsgebiets SG I Altstadtkern Sanierungsgebiete in der Innenstadt Satzung: 1979, 1. Erweiterung: 1998, 2. Erweiterung: 2011, Vereinfachtes Verfahren

SGII

Bräuhaus- und Bahnhofsviertel

Sanierungsgebiete Satzung: 1993, 1. Erweiterung: 1998 Vereinfachtes Verfahren

SGIII

Am Graben, Sonthofener- und Mummener Straße

II

Geltungsbereich eines Sanierungsgebiet und Nummer

Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

Weitere Sanierungsgebiete: SG Hanfwerke-Quartier

Vorschlag Erweiterungsbereich eines Sanierungsgebiets

Satzung: 1987, Vereinfachtes Verfahren

SG

Kunert-Werkswohnungen

Satzung: 1998, Vereinfachtes Verfahren

SG I

SG

SG Bühl-See-Hub I Altstadtkern Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

Satzung: 1979, 1. Erweiterung: 1998, 2. Erweiterung: 2011, Vereinfachtes Verfahren

SG II

SGII

Bräuhaus- und Bahnhofsviertel Satzung: 1993, 1. Erweiterung: 1998 Vereinfachtes Verfahren

SGIII

SG III

Am Graben, Sonthofener- und Mummener Straße Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

Weitere Sanierungsgebiete: SG Hanfwerke-Quartier Satzung: 1987, Vereinfachtes Verfahren

SG

Kunert-Werkswohnungen Satzung: 1998, Vereinfachtes Verfahren

SG I

SG

Bühl-See-Hub

Satzung: 2000, Vereinfachtes Verfahren

In den Untersuchungen im Rahmen

Dies betrifft insbesondere das Umfeld

Weitere Flächen, in denen schwer-

des ISEKs wurden deutliche Miss-

der Königsegg-Schule, des Bahnhofs

wiegende Mängel festgestellt und für

stände in der Altstadt festgestellt und

und des Hofgartens. Um die Stadt und

die Ziele formuliert wurden, können

den Landschaftsraum miteinander

in nachfolgenden Stufen in Sanie-

Sanierungsgebiets überprüft. Da-

besser zu verknüpfen und das Stadtkli-

rungsgebiete aufgenommen werden.

bei zeichnet sich ab, dass weiterhin

ma zu verbessern, ist auch das Ufer-

Sollten sich jedoch im Laufe des Ver-

insbesondere in der Altstadt, aber

band der Konstanzer Ach mit in den

fahrens die Sanierungsziele ändern

auch in angrenzenden Stadträumen

Vorschlag für die Erweiterung des Sa-

oder konkretisieren, könnte bei Bedarf

Handlungsbedarf zur städtebaulichen

nierungsgebiets mit einzubeziehen.

ein Verfahrenswechsel für Teile des

SG III die Notwendigkeit des bestehenden

Aufwertung besteht. Deshalb wird

Sanierungsgebietes erfolgen.

empfohlen, in der Altstadt die Sanie-

Ziel der städtebaulichen Sanierungs-

rungsgebiete I, II und III beizubehalten

maßnahmen ist es, die Missstände

Da der größte Teil der vorgeschla-

und um drei Teilgebiete zu erweitern.

zu beseitigen und die drei Kernfunkti-

genen Maßnahmen Flächen betrifft,

onen der Innenstadt - Wohnen, Arbei-

die der Kommune selbst gehören und

Gründe dafür sind die fast vollständige

ten und Einzelhandel - zu unterstützen,

eine deutliche Auswirkung auf die

Versiegelung der Altstadt, der teils

um den Aufgaben als Teil eines Mit-

Bodenwerte nicht absehbar ist, wird

schlechte Erhaltungszustand einiger

telzentrums auch zukünftig gerecht zu

empfohlen, das ergänzte Sanierungs-

Gebäude und deutliche Gestaltungs-

werden. Zudem liegt eine einheitliche

gebiet weiterhin im vereinfachten Ver-

mängel im öffentlichen Raum. Darü-

Vorbereitung und zügige Durchführung

fahren nach BauGB § 142 Abs. (1) und

ber hinaus ist ein Paradigmenwechsel

der Sanierungsmaßnahmen im öffent-

(4) zu entwickeln. Die besonderen sa-

in der Nutzung großer Stadträume

lichen Interesse.

nierungsrechtlichen Vorschriften nach

absehbar und soll im Sinne einer ge-

§ 152 ff. und die Genehmigungspflich-

ordneten und attraktiven Stadtent-

ten nach § 144 können ausgeschlos-

wicklung zum Gemeinwohl unterstützt

sen werden.

werden. 198


S TA D T I M M E N S TA D T I M A L L G Ä U

V O R S C H L A G F Ü R D I E S A N I E R U N G S S AT Z U N G

Satzung

§ 2 Verfahren

Hinweise:

der Stadt Immenstadt i.Allgäu über die

Die Sanierungsmaßnahme wird

Auf die Voraussetzungen für die Gel-

förmliche Festlegung des Sanierungs-

im vereinfachten Verfahren nach

tendmachung der Verletzung von Ver-

gebiets „Altstadt / Bahnhofsumfeld“

§ 142 Abs. 4 BauGB durchgeführt. Die

fahrens und Formvorschriften und von

vom xx. Dezember 2012

Anwendung der besonderen sanie-

Mängeln der Abwägung sowie die

rungsrechtlichen Vorschriften der §§

Rechtsfolgen des § 215 Abs. 1 BauGB

Auf Grund des § 142 Abs. 3 des Bau-

152 bis 156a BauGB ist ausgeschlos-

wird hingewiesen.

gesetzbuches (BauGB) erlässt die

sen.

Stadt Immenstadt i.Allgäu folgende Satzung:

Die einschlägigen Vorschriften können § 3 Genehmigungspflichten

während der allgemeinen Dienstzeit von jedermann im Rathaus eingese-

§ 1 Festlegung des Sanierungsge-

Die Vorschriften des § 144 BauGB

biets

über genehmigungspflichtige Vorha-

Im nachfolgend näher beschriebenen

ben und Rechtsvorgänge finden keine

Mit den vorbereitenden Untersuchun-

Anwendung.

gen nach § 141 wurde das Würzburger

Gebiet liegen städtebauliche Missstände vor. Dieser Bereich soll durch

hen werden.

Büro Schirmer | Architekten + Stadt§ 4 Inkrafttreten

städtebauliche Sanierungsmaßnah-

planer beauftragt. Im städtischen Bauamt erhalten Betroffene und Interes-

men wesentlich verbessert oder um-

Diese Satzung wird gemäß § 143 Abs.

gestaltet werden. Das insgesamt x,xx

1 BauGB mit ihrer Bekanntmachung

ha umfassende Gebiet wird hiermit

rechtsverbindlich.

sierte weitere Auskünfte.

förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt und erhält die Kennzeichnung

Immenstadt i.Allgäu, den xx. xx 20xx

„Sanierungsgebiet IV“. Erster Bürgermeister Armin Schaupp Das Sanierungsgebiet umfasst alle

Stadt Immenstadt i.Allgäu

Grundstücke und Grundstücksteile innerhalb der im Lageplan M 1: 5000

Anlage: Lageplan Sanierungsgebiet xx

abgegrenzten Fläche. Dieser ist Bestandteil dieser Satzung und als Anlage beigefügt. Werden innerhalb des Sanierungsgebiets durch Grundstückszusammenlegungen Flurstücke aufgelöst und neue Flurstücke gebildet oder entstehen durch Grund­stücks­teilungen neue Flurstücke, sind auf diese insoweit die Bestimmungen dieser Satzung ebenfalls anzuwenden.

199


SCHIRMER

|

ARCHITEKTEN + STADTPLANER

Isek Immenstadt  

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Immenstadt

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you