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Das sinnvolle Stadtmagazin

im Frühjahr 2011

Aufblühendes Kernland

Was war.

Was ist.

Was kommt.

Beeindruckend. Claudia Furian hat vor zwei Jahren beschlossen, sich selbst aktiv in der Entwicklungshilfe zu engagieren. Was sie in dieser kurzen Zeit geschaffen hat, lesen Sie auf Seite 18.

Gaumenfreude. Auf höchstem Niveau wird in Hartberg von einem „verrückten Wirt“ gekocht. Wie und warum der Mythos entstand, erfahren Sie auf Seite 16.

Ferienspaß. Die Sommerferien liegen noch in weiter Ferne. Warum sich Erwachsene und Kinder dennoch schon heute das Sommer-Campus-HartbergAngebot ansehen sollten, berichten wir auf Seite 14.

Amtliche Mitteilung. Zugestellt durch Post.at


Inhalt

Was Sie diesmal erwartet

Hartberger

t k r a m r e t Os

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mit Gartenausstellung

15. bis 17. April 2011

Zeiten-Blicke

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen,

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Das Kernland Eine Geschichte über den neuen Umgang mit der Zeit.

Dach vom Fach Warum Dächer von Profis einfach länger dicht halten.

Stadtgeflüster Worüber gesprochen und getratscht wird. Moderne Kochkunst. Im Restaurant Schloss Hartberg hat die „Molekularküche" Einzug gehalten.

Hartberger G’sichter Porträts von Persönlichkeiten, Gruppen und Vereinen. Faszinierender Geruchssinn. Über „Nasenschulungen“ des Joanneum Research im Ökopark.

Stadtnachrichten Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartberg. Beeindruckendes Lebenswerk. Johann Hofer hat 200 Zeitzeugen über die Geschichte Hartbergs befragt.

G’schäftliches Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft. Siegreiche Volleyballer. Der Erfolg hat einen Namen: Michi Horvath.

Sportstadt Sportlich und gesund in Hartberg. Ein Leben für die Musik. Helmut Tomschitz vereinigt Passion, Talent und Engagement.

Was kommt Eine Vorschau auf Hartberger Veranstaltungen.

Herzlichst Ihr, Bei freiem Eintritt findet der Ostermarkt und die Gartenausstellung von 15. bis 17. April von 10 bis 18 Uhr im Hartberger Stadtpark statt. Kunsthandwerk, kulinarische Köstlichkeiten der Bäuerinnen, Waffeln mit frischen Früchten der Saison, selbstgemachtes Softeis, Weinverkostung, Talksteinschnitzen, musikalische Unterhaltung u.v.m sorgen für österliches Flair im Grünen. Wir können stolz sein auf unser Hartberg, die Stadt der Sinne!

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Editorial

ie Stadt Hartberg ist vor zwei Jahren der Leaderregion „Kernland“ beigetreten. Was genau hinter diesem – von der Europäischen Union initiierten – Projekt steht und wie unsere Stadt und die Region davon unmittelbar profitieren, berichten wir in unserer Dir. Karl Pack, Coverstory. Bürgermeister Lesenswert ist auch das Portrait von Hartberg über den pensionierten Hartberger Deutsch- und Geschichtelehrer Johann Hofer, der in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit die Geschichte unserer Stadt und der Region von 1888 bis 1948 recherchiert und zusammengetragen hat. Mehr als 200 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten in seinem doppelbändigen Buch über ihre persönlichen Erinnerungen und Erlebnisse während der schwierigsten Jahre des ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gerade für unsere jüngeren Bürgerinnen und Bürger stellt dieses Buch, das in der Hartberger Buchhandlung Leykam erhältlich ist, einen sensationellen und fast schon „monumentalen“ Fundus an zeitgeschichtlich interessanten Anekdoten und Fotos unserer Stadt und der Region dar. Zu guter Letzt freut es mich, Ihnen berichten zu können, dass der TSV-Hartberg im vergangenen Jahr zum „Steirischen Verein des Jahres“ gekürt wurde. Daher berichten wir selbstverständlich auch über diese besonders erfreuliche Auszeichnung in der heurigen ersten Ausgabe des Hartberg-Magazins.

•Handgefertigte Dekorationen •Traditioneller Osterschmuck •Kunsthandwerk n •Neue Trends für Haus & Garte

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Termine

www.hartberg.at

Wo man unbedingt dabei sein sollte.

Dir. Karl Pack, Bürgermeister

Hartberg im Frühjahr 2011

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Persönliches und Impressum „Città Slow“-Partnerstadt. Ihre Meinung und Impressum.

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Bewusst Zeit mit sich und in der Natur zu verbringen, bedeutet über eine hohe Lebensqualität zu verfügen.

Die Zeitkultur der Zukunft Die Stadt Hartberg – inmitten des Oststeirischen Kernlandes – setzt eine „Initiative für neue Zeitkultur“. Ein durchdachter Umgang mit der Zeit soll die Lebensqualität in unserer Region nachhaltig stärken. Text: Stefanie Simon, FotoS: Bernhard Bergmann

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Hartberg im Frühjahr 2011

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iele Aspekte in unserem Leben, wie etwa die Lebensplanung, sind langfristige Prozesse, die uns ständig fordern. Auch die Entwicklung einer Region ist langfristig. Es wird in großen Zusammenhängen gedacht, Bestehendes wird erweitert und neue Akzente werden gesetzt. Wie man sein eigenes Leben plant und wie sich die Heimatregion entwickelt, sind ineinander fließende Bereiche. Eine spannende Zeit, auch für die Stadt Hartberg und seine Bewohner, als Teil der Leader-Region Oststeirisches Kernland. Leader-Regionen für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum Der Name „Kernland“ leitet sich von der Bedeutung der Region, als größtes Kernobst-Anbaugebiet Österreichs, ab.

Für Weinfreunde und jene, die es noch werden wollen!

Maifest am 30 April ab 15:00 mit Maibaum aufstellen.

Für ein besseres Verständnis der aktuellen Aktivitäten ist es wichtig zu wissen, dass die

Der Gasthof zum Wohlfühlen.

JOSEF-HALLAMAYRSTRASSE 30, 8230 HARTBERG | WWW.GASTHOF-PACK.AT | GASTHOF.PACK@A1.NET | 03332-62470

Stadt Hartberg Teil der Leader-Region Oststeirisches Kernland ist. Das Leader-Programm der Europäischen Union ist dabei ein Förderprogramm, das den ländlichen Raum wirtschaftlich stärken soll, indem modellhaft innovative Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Die Gründung einer Leader-Region ist dabei Voraussetzung, eine lokale Aktionsgruppe ist für deren Verwaltung zuständig. Im Oststeirischen Kernland sind 35 Gemeinden aus den Bezirken Hartberg, Weiz und Fürstenfeld vereint, beziehungsweise die Teilregionen Apfelland-Stubenbergsee, Naturpark-Pöllauer Tal, Ökoregion Kaindorf, Kulmland, der Kneipp Aktiv Park Mittleres Feistritztal und die Kleinregion um die Bezirkshauptstadt Hartberg. Die Stadt Hartberg nimmt dabei eine Sonder-

Das Leaderprogramm der EU ist ein Förderprogramm, das den ländlichen Raum wirtschaftlich stärken soll. stellung als einzige Stadtgemeinde ein. Der Leader-Manager des Oststeirischen Kernlandes ist Mag. Wolfgang Berger, der uns für diesen Artikel Rede und Antwort stand. Der Regionsname liegt auf der Hand: Die Region ist die bedeutendste Anbauregion für Kernobst in Österreich, die Produkte aus dem Apfel oder der Hirschbirne sind wirtschaftlich bedeutend. Der Name verweist daher auf diese Kernobstproduktion,

soll aber auch gleichzeitig als Kern im Sinne von Zentrum verstanden werden. Seit drei Jahren wird bereits intensiv für die Region gearbeitet. Ein Projektvolumen von fast 22 Millionen Euro wurde bereits in die Region geholt mit einem Förderanteil von über 6 Millionen Euro. Unter den insgesamt 53 geförderten Projekten sind zahlreiche landwirtschaftlicher Natur, wie etwa Biomasseheizwerke, Urlaub am Bauernhof und Bauernläden, aber auch die Gläserne Produktion der Firma Schirnhofer in Kaindorf. Auch die Informationsveranstaltungen und Ausstellungsgestaltungen zu den Themen Esskultur, Zeitkultur und Kreativität von Stadtmarketing und Museum Hartberg sind geförderte Leader-Projekte. Die lokale Aktionsgruppe selbst nutzt dabei die Möglichkeit von gebietsübergrei-


fenden bzw. transnationalen Kooperationsprojekten wie keine andere der insgesamt 19 steirischen Leader-Regionen. Diese Möglichkeit wurde von der EU durch den einheitlichen Leader-Aufbau maßgeblich erleichtert. Wichtig bei all den Projekten ist, dass sie zum Thema der Leader-Region passen. Auf dem Weg zu einem neuen Zeitverständnis

Ein wenig Innehalten. Durchatmen. Taten und Handlungen bewusst überdenken. Und sich danach wieder dem Wesentlichen zuwenden.

Wollen Sie beim Zeitsymposium bei den Praxisgruppen mit diskutieren? Dann melden Sie sich bei der Leader-Region Oststeirisches Kernland per Mail unter office@kernregion.at oder per Telefon 03334/314 78-0. Die Vorträge selbst sind jedem ohne Voranmeldung zugänglich. Nähere Informationen zum Zeitsymposium finden Sie unter www.zeitkultur.at, mehr zu „Città Slow“ unter www.hartberg.at

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Das Leitthema für das 46.000 Menschen umfassende Oststeirische Kernland lautet „Neue Zeitkultur“ im Sinne einer neuen Zeit- und Lebensqualität. Zeit soll dabei als gestaltbare Dimension in allen möglichen Lebensaspekten bewusst gemacht werden, vom Freizeitverhalten bis hin zum wirtschaftlichen Denken und Handeln. Wie man handelt, ist immer auch eine Sache der Prioritätensetzung. Die Schlagwörter „Entschleunigung“ oder „nachhaltiger Tourismus“ sind in der Bevölkerung bereits sicher bekannt, da sich die Regionen des Oststeirischen Kernlandes schon zuvor mit dem Thema Zeit auseinandergesetzt haben. Das Leitthema „Zeitkultur“ soll laut Berger diese bestehenden Aktivitäten in eine Klammer setzen. Entscheidend für die Themenfindung waren die Aktivitäten der Stadt Hartberg selbst. Vor fast zwei Jahren hat sie die internationale Auszeichnung „Città Slow“ erhalten. Das setzt voraus, dass sich Hartberg mit Themen wie „Genuss“, „Tradition“ und „Entschleunigung“ intensiv auseinandersetzt. Den Begriff „Zeitkultur“ sieht Berger dabei als eine Übersetzungsvariante der „Città Slow“-Überzeugungen. Einen weiteren Grundstock für das Leitthema setzte der sanfte Tourismus in der Region, zum Beispiel in Form der Ballonfahrer oder des Schlosskutschers. Auch die Ökoregion Kaindorf will mit ihrer Ökologiedebatte als langfristiges Ziel eine Verhaltensänderung herbeiführen. Rund um dieses Thema gab es also bereits gewachsene Aktivitäten im Oststeirischen Kernland. Neu ist, dass diese Aktivitäten über die Zeitdimension betrachtet werden. Dabei beschreibt laut Berger der Begriff „Zeitkultur“ eine ländliche RegiHartberg im Frühjahr 2011

In einem dreitägigen Symposium, vom 5. bis 7. Mai, wird die „Zeitverwendung“ aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. on am besten, in der sowohl Entschleunigungs- als auch Beschleunigungs-Ansätze stattfinden müssen. Der Begriff soll gleichzeitig auch mit dem Irrglauben aufräumen, eine Stadt bedeute Fortschritt, eine ländliche Region Idylle und Konservatismus. Vielmehr muss ein Gleichgewicht gesucht werden, indem neue Entwicklungen behutsam in eine bestehende, regionale Tradition eingefügt werden. Nach diesem Findungsprozess soll Ihnen nun diese neue Zeitkultur in einem breit angelegten Symposium als gefördertes Leader-Projekt vermittelt werden. Zeitsymposium – der Auftakt einer Trilogie

Der bevorstehende Frühling bringt nicht nur blühende Felder nach Hartberg und in das gesamte Oststeirische Kernland, sondern er ist auch zugleich der Startschuss für das Symposium „Zeitkulturen: Die Entdeckung der Zeit“. Hier sollen die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungsziele der Leader-Region der Bevölkerung näher gebracht werden. Dieses Symposium ist eine Kooperation der lokalen Aktionsgruppe Oststeirisches Kernland mit der „Città Slow“ Hartberg und dem Ökopark Hartberg. In einem dreitägigen Symposium vom 5. bis 7. Mai werden am Ökopark international bekannte „ZeitExpertInnen“ die Zeitverwendung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass für eine moderne Gesellschaft und deHartberg im Frühjahr 2011


Den Grundstein für das Leitthema „Zeit“ setzt der sanfte Tourismus, wie hier zum Beispiel in Form des Ballonfahrens.

ren Entwicklungsmöglichkeiten der Faktor „Zeit“ ein primäres Gestaltungselement darstellt. Bei ökonomischen und sozialen Entwicklungsstrategien muss also der Zeitfaktor berücksichtigt werden, wenn diese nachhaltig sein sollen. Für einen der Vortragenden, Peter Heintel, steht der Begriff Nachhaltigkeit für die Fähigkeit, „größere Zeitabschnitte ins Auge zu fassen“. Dabei seien wir dem Fortschritt nicht ohnmächtig ausgeliefert. Vielmehr sei es notwendig, Eigenzeiten wahrzunehmen und zur Geltung zu bringen. Soziale Prozesse bräuchten ihre Zeit, genauso wie Nachdenklichkeit oder Achtsamkeit. Die informativen Vorträge werden im Anschluss mit „Arbeitsgruppen“ ergänzt, in denen mit TeilnehmerInnen aus verschiedensten Bereichen wie Wirtschaft, Tourismus oder Bildung konkrete Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert werden. So wird versucht, die wissenschaftlich-theoretischen Überlegungen in die Praxis umzulegen. Ziel des Symposiums ist es vor allem, die Zeitthematik in den Bereichen Ökologie, Kreativität und Esskultur darzustellen, was im Grunde auch Arbeitsfelder der „Città Slow“-Bewegung sind. Die zeitgleiche Eröffnung der Ausstellung „Esskultur“ im Museum Hartberg ergänzt das Symposium daher ideal. Das Zeitsymposium gilt als Auftaktveranstaltung, in der der Begriff der Zeit möglichst offen und vielfältig dargestellt werden soll. Seine Fortsetzung findet es in zwei weiteren Symposien in den Folgejahren, in denen die Arbeitsfelder „Soziale Ökologie“ und „Kreativwirtschaft“ im Vordergrund stehen werden.

Kontakt Leader-Region „Oststeirisches Kernland“ Leader-Manager Mag. Wolfgang Berger hat sein Büro am Gewerbepark Hartl. Die Öffnungszeiten sind Montag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, sowie Donnerstag von 8 bis 13 Uhr. Haben Sie Ideen, Anregungen oder Fragen, dann rufen Sie die Festnetznummer 03334/314 78-0, die Handynummer 0699/125 575 25 oder melden Sie sich per E-Mail unter office@kernregion.at

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Hartberg im Frühjahr 2011

Hartberg im Frühjahr 2011


Nur die erstklassige Facharbeit durch Profis garantiert eine lange Lebensdauer der Dächer.

In Sachen Dach vom Fach Wie alles in Feldbach begann und schließlich nach Hartberg kam. Und warum auch das Burgenland eine wichtige Rolle spielt. Porträt der Dachdeckerei Paar in sechzig Sekunden. Text: Gerd Hofer, Fotos: Bernhard Bergmann

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ie Dachdeckerei Paar setzt als Familienunternehmen seit nunmehr über sechzig Jahren Maßstäbe. Begonnen hat alles also noch in den späten Vierzigerjahren, 1949, um genau zu sein, als Franz und Emilie Paar in Feldbach eine Spenglerei eröffneten, mit einem klaren Anspruch von allem Anfang an: Alles außer erstklassiger Facharbeit von dauernder Verlässlichkeit hat weder Wert noch Gültigkeit. Folgerichtig stellte sich großer Erfolg ein: man schätzte im weiten Umkreis Perfektion und Wertigkeit der geleisteten Arbeit. Das Unternehmen Paar hatte sich einen Namen gemacht. Man erweiterte. Und gelangte nach Hartberg, wo wir seit nunmehr 1968 einen fixen Paar’schen Standort haben. 1982 die nächste Ausweitung. Der Spenglerei wurde eine Dachdeckerei angeschlossen. Und 2002 gründete man eine dritte FiliHartberg im Frühjahr 2011

ale in Wolfau im Burgenland. Man sieht und erkennt: Das Unternehmen, inzwischen in dritter Generation von Roland Paar geführt, floriert und geht den rechten Weg, nämlich den erfolggekrönten. Die Paar’sche Philosophie, so einfach, klar und nachvollziehbar, lautet folgendermaßen: „Um dauernde, in der Gegenwart ebenso wie in aller Zukunft, qualitativ hochwertige Facharbeit zu gewährleisten, gehört es zu unserer Philosophie, ständig neue Spenglerund Dachdeckerlehrlinge auszubilden.“ Und, so der Chef: „Das Unternehmen beschäftigt an all seinen Standorten zurzeit in etwa 85 Mitarbeiter, davon 13 Lehrlinge.“ Man deckt mit den angebotenen Leistungen ein komplettes Spektrum ab (so dürfen wir uns in diesem Zusammenhang ausdrücken), will also heißen: Man macht und saniert Flachdächer, Steildächer, Fassaden, bepflanzte Gründächer und was es alles gibt. Hartberg im Frühjahr 2011

Dazu, als Spenglerei, bearbeitet und montiert der Paar’sche Betrieb verschiedenste Blecharten wie zum Beispiel Kupfer, Zink, Aluminium, verzinktes Stahlblech, NiroBleche etc. Überdies, ganz dem Trend der Zeit gehorchend, besitzt man alle Kenntnis und Erfahrung, im Einbau von Solar- und Photovoltaikanlagen. Herauszustellen ist vor allem: Handwerk darf verlässlich sein (denn wer hat da nicht auch schon gegenteilige Erfahrungen gemacht?), aber dies entspricht ja ganz und gar dem Firmenanspruch, wie wir oben gelesen haben. Wir wünschen weitere beste sechzig Jahr’, und dann wieder weitere usf., denn ein perfektes Dach über dem Kopf ist reines Glück.

„Wer hat nicht gerne ein perfektes Dach über dem Kopf.“

Dachdeckerei und Spenglerei Paar Fasanenweg 55, 8230 Hartberg Tel: 03332 / 62 948 www.paar.co.at

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Stadtgeflüster

Worüber in Hartberg gesprochen und getratscht wird. „Die Liebe zu Hartberg und der Region ist mir angeboren“, sagt der junge Wirt.

Hart Berg Predigt

Coole Ferien im SommerCampusHartberg

Gastfreundschaft in sechster Generation Im Gasthof Restaurant „Zum Brauhaus“ der Famile Großschedl wird seit 150 Jahren erfolgreich die Freundschaft mit und zu den Gästen gepflegt.

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er Gasthof der Familie Großschedl liegt inmitten der Hartberger Altstadt und zählt zu den ältesten urkundlich erwähnten Bauwerken Hartbergs. Vor mittlerweile 150 Jahren erwarb Johann Großschedl, Sohn eines Bauern aus Mahrensdorf, bei Fehring, das Haus. Am Allerheiligentag des Jahres 1860 schenkte er zum ersten Mal sein selbstgebrautes Bier aus. Die diesbezüglich im vergangenen Jahr stattgefundene 150-Jahr-Feier wird vielen Lesern noch in freudiger Erinnerung sein. Mittlerweile führt Werner Großschedl junior, der die Gastgewerbefachschule in Bad Gleichenberg und die Fachakademie für Tourismus in Klagenfurt absolvierte und danach Erfahrungen in der Schweiz und am Arlberg, im Hotel Alpenhof, sammelte, das traditionelle Stadt-Wirtshaus. Der sportliche Mittdreißiger, verbringt seine freie Zeit am liebsten in Bewegung: So zählen das Langlaufen und Snowboarden in St. Jakob im Walde, das Laufen im Gmoos oder Richtung Masenberg und das Radfahren zu seinen Lieblingsaktivitäten. „Die Liebe zu Hartberg und der Region ist mir angeboren“, sagt der junge Wirt, „ich lebe gerne hier und es ist mir ein großes

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Anliegen, dass sich Hartberg als Tourismusregion weiterentwickelt.“ Zwischen 15 und 18 Mitarbeitern beschäftigen die Großschedls im Brauhaus, wobei derzeit auch zwei Lehrlinge zum Team zählen. In Kürze finden übrigens wieder die Spargelwochen statt, wo frischer Frühlingsspargel aus Bad Blumau serviert wird. Die Grillabende im Sommer und die Wildwochen im Herbst sind ebenfalls schon Tradition in der ehemaligen Brauerei, wo ein immer größeres Augenmerk auf die regionalen Zutaten gelegt wird. Auch der Hartberger Wein wird verstärkt nachgefragt, sodass der Werner seinen Weinkeller permanent mit den prämierten Weinen heimischer Winzer auffüllt. Selbstverständlich bietet das altehrwürdige Haus auch den idealen Rahmen für Familienfeiern, die im Brauhaus zu allen Anlässen stattfinden; lautet doch das Motto des Hauses, „solche Tage zu einem unvergesslichen Festtag für alle Beteiligten zu machen“. Gasthof Restaurant „Zum Brauhaus“ Familie Großschedl, Wiener Str. 1, 8230 Hartberg, T: 03332/62210, E: brauhaus@htb.at Öffnungszeiten: Di bis So ab 9 Uhr, Küche bis 22 Uhr, www.brauhaus.co.at

Sun and Fun. Wer heuer zu Hause einen wirklich lässigen und noch dazu günstigen Urlaub verbringen will, und neben Sommer, Sport und Sonnenschein, auch viel Spaß mit Gleichaltrigen sucht, der sollte sich jetzt schon seinen Teilnahmeplatz beim SommerCampus-Hartberg sichern. Das tolle Angebot wurde aufgrund der großen Begeisterung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im vergangenen Jahr kräftig erweitert, sodass die Kids und die Teenies heuer in fast jeder Ferienwoche aus dem vielfältigen und abwechslungsreichen SommerCampusAngebot ihre „Favorits“ wählen können. Egal ob „Anfänger“ oder „Profi“, Mädchen oder Bub, für jeden gibt es das passende Angebot. Neben Abschlussolympiade und Grill’n’Chill-Abenden am Lagerfeuer ist der Freibad-Besuch im HERZ bei allen Kursen inklusive und das unter Aufsicht von jungen, coolen und begeisterten Trainern. Gegessen wird natürlich auch und zwar ausschließlich Gesundes aus den landwirtschaftlichen Betrieben der Region. Davon jedoch soviel man will. Interessiert? Nähere Informationen über den SommerCampus-Hartberg erfahren Sie unter www.sommercampus-hartberg.at oder telefonisch unter 03332/603-603.

Dechant Dr. Josef Reisenhofer Die Siegerinnen des „Città Slow“-Schreibwettbewerbs.

Wenn du es eilig hast, geh langsam Schreibwettbewerb. Wie fühlt es sich an, in einer „Stadt der Sinne“ zu leben? Welche Momente tun sich auf, wenn Menschen Gastfreundschaft, Nachhaltigkeit und Originalität zu ihrer Haltung machen? Wie lebt es sich mit dem Bestreben, bewusst Tempo aus dem Alltag zu nehmen? Die Schüler/innen der HLW Hartberg waren aufgerufen, sich darüber ihre Gedanken zu machen und sie in kreative Texte fließen zu lassen. Initiiert und organisiert wurde das Projekt von der Deutschprofessorin Mag. Helga Schöller, die sich über 24 eingereichte Texte freuen durfte. Gewonnen haben Sabina Falk („Das Unheil“) und Lisa Handler („Zeit hin oder her?“). Zweite wurden Melanie Gleichweit (Ohne Titel) und Katrin Wilfinger („Die stressige Zeit“) und den dritten Platz erreichten Bianca Fink mit ihrem Text „Wie schnell doch die Zeit vergeht“ und Jasmine Rechberger mit „Ich knall dich ab“. Die jungen Schriftstellerinnen freuten sich über die Laudationen, die Urkunden aus der Hand von Frau Direktor Mag. Dr. Christine Allmer und über die tollen Preise, wie z. B. Einkaufsgutscheine der Stadt Hartberg, Büchergutscheine der Buchhandlung Leykam oder ein Candlelight-Dinner in der Dorfstub’n Ebersdorf. Alle Texte finden Sie unter www.hlw-hartberg.at

Im Land der Sinne

Sommer

Campus Hartberg

SommerCampus-Hartberg 2011: 11. 7. bis 15. 7. Kidsweek I und Tennisweek I 18. 7. bis 22.7. Beachweek I und Tennisweek II 25. 7. bis 29. 7. Fußballcamp und Tenniskurse (1,5 Stunden/Tag) 1. 8. bis 5. 8. Beachweek II und Tenniskurse 8. 8. bis 12. 8. Kidsweek II 14. 8. bis 19. 8. Friendsweek I (inkl. 5 Übernachtungen) 21. 8. bis 26. 8. Friendsweek II (inkl. 5 Übernachtungen)

Hartberg im Frühjahr 2011

Verkaufserfolg. Ende November 2010 wurde der vom Stadtmarketing produzierte Bildband „Im Land der Sinne“ von Bernhard Bergmann und Gerd Hofer im Rahmen der „Hartberger Weihnachtszauber“-Eröffnung der Öffentlichkeit präsentiert. Und nur sechs Wochen später waren bereits 1.300 Bücher verkauft. Wer daher jetzt noch in den Genuss dieses einzigartigen oststeirischen Bildbandes kommen möchte und diesen sein Eigen nennen möchte, der sollte sich beeilen. Nur noch wenige Exemplare sind in der Buchhandlung Leykam oder im Bürgerservice im Rathaus erhältlich.

Im Land der Sinne, von Bernhard Bergmann und Gerd Hofer, 19,90 Euro. Erhältlich bei Leykam T: 03332/620 16 oder im Bürgerservice im Rathaus.

Hartberg im Frühjahr 2011

Fastenzeit – Morgenröte im Frühling

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as Wort „fasten“ wurzelt im gotischen „fastan“: festhalten. Die Fastenzeit lädt ein, sich festzuhalten an Werten, die den Menschen gut tun. Fasten ist längst nicht nur in kirchlichen Kreisen beheimatet. Energetiker und Wellnesshotels haben das Gesundheits- und Heilfasten wieder entdeckt. Fasten will nicht bloß auf Essenseinschränkung reduziert werden. In allen Lebensbereichen kann eine Reduktion zu mehr Lebensqualität führen: Weniger Fernsehen, mehr auf den Nächsten schauen; weniger Berieselung, mehr Stille; weniger Energieverbrauch, mehr Ressourcen tanken; weniger Suchtmittel, mehr Sehnsucht; weniger verletzende Gerüchte, mehr aufbauende Worte; weniger Einkaufszwang, mehr Zufriedenheit. Fasten bedeutet scheinbare Passivität, die aber Aktionskraft freisetzt. Ein Beispiel dafür war der Friedensheld Mahatma Gandhi, von dem gesagt wurde: „Wenn in New Delhi der Aufstand tobt, lächelt man in Whitehall (Prachtstraße in London); wenn aber Gandhi zu fasten beginnt, zittert die ganze Downing Street (Sitz der Behörden).“ Das über 2000 Jahre alte Wort des Propheten Jesaja unterstreicht die aktive Kraft des Fastens: „Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, der Unterdrückung bei dir ein Ende zu machen, niemand zu verleumden … Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben.“

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Verrückte Kochkunst Im Abend-Restaurant Schloss Hartberg wird seit Jahren auf höchstem Niveau gekocht und bewirtet. Verantwortlich dafür sind Franz und Elisabeth Gschiel.

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Text: Lucas Schneider-Manns Au, Foto: Bernhard Bergmann

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Wer einen Abend mit wirklich „allen Sinnen“ genießen möchte, der sollte einen Tisch bei Elisabeth und Franz Gschiel im Restaurant Schloss Hartberg reservieren.

ie Karriere von Franz Gschiel, der sich selbst gerne als „kleiner Bergbauer“ bezeichnet, beginnt in St. Corona am Wechsel, wo er die Kochlehre absolvierte. Nach Jobs in Kitzbühel und Obergurgel, holte er sich in den besten von Steirern geführten Restaurants Österreichs, wie etwa im Steirereck und im Korso, den letzten Schliff. Vor 21 Jahren hat er dann gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth, der Seele des Restaurants, ohne die er „sich nie getraut hätte, sich selbständig zu machen“, in der Hofgasse das „Café Central“ eröffnet. Mit seinen Themenwochen „Die Wüste lebt“ und den berüchtigten „Erotik-Wochen“ begründete er seinen Mythos vom „verrückten Wirt’n“. 1999 übersiedelte er ins Hartberger Schloss, wo er in kurzer Zeit zum Haubenkoch avancierte. Doch der Hauben-Rummel gefiel ihm nicht, sodass er 2005 den Test-Essern mitteilte, dass er keinen Wert mehr auf die Verleihung von Hauben lege, weil ihn, wie er sagt, „das Hauben-Esser-Publikum nicht mehr interessiert hat“. Dennoch kommen die Tester nach wie vor gerne privat zu ihm und überhäufen sein Lokal, das er seine „verrückte Spielwiese“ nennt, mit überschwänglichem Lob. Kein Wunder, denn der Enthusiasmus, mit dem er allabendlich am Herd steht, ist ihm nach wie vor anzusehen. „Die Gastronomie ist für mich noch immer die schönste Sache der Welt. Kochen ist für mich wie ein Liebesakt und ich würde jederzeit wieder Gastronom werden“, posaunt es aus ihm heraus. Seine Küche bezeichnet er selbst als „steirisch-regionale Fantasieküche“ namens „Van der Gschü“, wobei er immer ehrlich zu seinen Gästen sein möchte. Diese Bodenständigkeit spiegelt sich in den regionalen Produkten, die er verarbeitet, wider. So kommt sein „Pöl-

lauer Bergochse“ vom Buchberger, die Erdäpfel aus Unterrohr, und der Lachs, den er für seine „Lachsbrettljaus’n“ benötigt, wird in Bad Waltersdorf geräuchert. Legendär sind sein „Beef Tartare mit der raffinierten Eierspeis“ und seine „Enten-Leber-Pastete“. Wer gerne Fisch isst, dem ist der „Heilbutt mit Spargelsaltimbocca“ wärmstens zu empfehlen. Und bei seinen Desserts werden selbst die größten Asketen hemmungslos, da er sich bei Süßspeisen bereits in die neue Welt der Molekularküche eingekocht hat. Sein „Tiramisu“ bezeichnet der Hedonist daher als „das modernste der Welt“ und auch seine „steirischen Kürbiskern-Eispralinen“ schmecken vorzüglich.

„Die Gastronomie ist für mich die schönste Sache der Welt. Kochen ist für mich wie ein Liebesakt und ich würde jederzeit wieder Gastronom werden.“ Zu späterer Stunde kann es schon einmal vorkommen, dass der Wirt, dessen Weinkeller über 500 Weine enthält, das Metier wechselt, zu seiner Gitarre greift und mit einem Medley seine Gäste – vom einfachen Arbeiter bis hin zum Generaldirektor – lautstark beschallt. Die Energie des verrückten Meisterkochs scheint auch dabei nicht enden wollend zu sein, wobei er demütig bekennt, dass „nur wenige Wirte das Glück haben, so ein Potpourri an tollen und vor allem toleranten Gästen zu haben und dass es ohne seine Elisabeth gar nichts wäre“. Restaurant Schloss Hartberg Herrengasse 1, 8230 Hartberg Mo bis Sa Küche von 18 bis 2 Uhr früh, Reservierungen erbeten, T: 03332/618 50

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Hartberger G’sichter . Porträts unserer Persönlichkeiten, Gruppen und Vereine

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HartbergEr

Ein freudiges „Madame, Madame“ rufen die gambesischen Kinder schon von Weitem, wenn Claudia Furian in „ihr“ Dorf zurückkehrt.

Die „mündliche“ Geschichte Hartbergs von 1888 bis 1948 200 Zeitzeugen berichten. Text: Johann Hofer

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An der nachfolgenden inneren Zerrüttung Österreichs Am 6.durch April 1945 dringen Russen in Parteienstreit und die Region wichtig ein: Heftige Angriffsmachendes und Getue der Wehrverbände Abwehrkämp ist Österreich fe mit hohen Todesraten selbst schuld. bei Militärs und Zivilisten folgen. Die österreichischen Freiheitskämp Bundeskanzler fer erschießen im Haus Engelbert DollfußSchützenhöfe (1932 – 1934) r / Staudach und 9 Zivilisten. Kurt Schuschnigg Vier Tage (1934 -– vor 1938) Kriegsschluss werden in nehmen „Anleihen“ Hartberg beim Faschismus auf dem Hauptplatz und Mussolinis und Hitlers im Stadtpark und prägen 13 als nach Freiheitskämpfer diesen Mustern den Verdächtigte „Austrofaschismus“, von SS gehenkt bzw. den Faschismus der erschossen. österreichischen Art. Die Wirtschaftskrise Am der letzten 1930er Kriegstag Jahre sind Stadt und belastet das Wirtschaftsleben Umgebung von undHartberg die Kriegsgebiet. Lebensumstände Der letzte Kriegsmonat in dramatischer Art und die und Weise und erhält nachfolgende durch diedreimonatige daraus russische resultierende Anschluss-Sehnsucht Besatzungszeit sind anfür die Region die das Deutschlandschlimmsten Hitlers eine Zeiten zusätzliche des Krieges. hochbrisante politische Nach Abzug Dimension. der Russen werden die Engländer als wahre Befreier mit Blumen und Freudenträne n begrüßt. Der im Winter 1945/46 in Hartberg ausbrechende und fortan bis 1948 Johann Hofer wellenartig auftretende Typhus löst an Hartberg, Jg. 1936 die 1000 Erkrankunge n und nahezu Kindheit in Schäffern 100 Sterbefälle aus. Lehrertätigkeit Das an Schlagwort der Nachkriegsjah re Volks- und Hauptschulen lautet: „Überleben, egal wie!“ des Bezirkes Hartberg Im Frühjahr 1948 sind österreichweit 523.000 Personen als ehemalige Nationalsozialisten registriert. Am 21. April 1948 wird durch das NS-Amnestiegesetz 483.000 NSMinderbelasteten die Erlassung von allen bisherigen Rechtsund Straffolgen gewährt. Zu Ende 1948 ist Österreich trotz vierfacher Besetzung und leidvoller Besetzerwillkür, trotz aller Nöte in allen Bereichen zu einem ungeteilt gebliebenen, aufstrebenden und allseits anerkannten selbständigen Staat geworden.

Wenn der Geist weit reist Der Horizont der Hartberger Ärztin Claudia Furian ist grenzenlos. Ihre Geschichte reicht von Europa, über China, bis hin nach West-Afrika.

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er einmal bei Claudia Furian im „Zentrum für Ganzheitliche Medizin“ war, der schätzt die ruhige Art und die Zeit, die sie sich für ihre Patienten nimmt. Die Fachärztin für Innere Medizin, hat sich neben der klassischen Schulmedizin auch auf die Traditionelle Chinesische Medizin – kurz TCM genannt – spezialisiert. Je nach Bedürfnis der Patienten werden die beiden medizinischen Systeme miteinander kombiniert. So kann sie sehr effektiv als Beratungsstelle für „Stresskrankheiten bzw. Burnout“, für „Gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion“, sowie bei „Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen“ und bei „Osteoporose“ helfen. „Die TCM verfügt über ein sehr ausgefeiltes Diagnostiksystem, das von Zunge und Puls, bis hin zu Fragen über das allgemeine Befinden des Patienten reicht. Therapiert wird mittels Kräutern und Akupunktur, die genau fokussierte Informationen mit den Nadeln an das Energiesystem des Patienten-Körper sendet“, erklärt die charmante Ärztin, die mittlerweile nicht nur den Menschen in Hartberg, sondern seit zwei Jahren auch den Menschen in Gambia hilft. Und das kam so: Claudia Furian hat vor zehn Jahren einen 15-jährigen Flüchtling aus Liberia kennen gelernt. Sie beschloss spontan dem jungen Waisen zu helfen, und nach drei Jahren aufreibenden

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Hans Fuchs (1897 – 1997), Hartberg: Dieser 28. Juni 1914 war ein Sonntag und ein heißer Tag. Am Abend war ich Hans Flack, Pöllauberg mit ein paar Freunden im Kino, das war Hartberg: Johann damals im Tanzsaal– in dem flachen Zubau vom Koglbauer Im Herbst 1937 und Gasthaus. im Winter 1937/38 Hofer war unsere Klasse in zwei politische Lager In der Pause gingen„Heil riefenzum wir Schuschnigg!“ hinaus auf die, Gasse die einen, gespalten. „Heil Hitler!“, die anderen. „Auslüften“. „Schuschnigg regier!“, Kommt ein Eisenbahner „Hitler krepier!“, vom Bahnhof hereingelaufen Stadt und undschrie schreit: die„Ihr einewerd’ts „Hitler regier!“, „Schuschnigg Seite, nit weiterspielen können, der Thronfolger krepier!“, Region Es dauerte nie lange is ermordet worden!“die andere. und aus dem Geschrei Hartberg wurde eine Rauferei. Tagebuch Kreisdechant Franz Monschein, Pfarrarchiv: Dr. Erna Am 12. November (Dienstag) Otschko, Schaffler, Hartberg: 1918 wurdegeb. die Republik Deutsch-Österreich 1888–1938 Ich kam ausgerufen. gerade von der Klavierstunde Das Kaisertum hat aufgehört zu sein. , als ganz nieder und die Stadt hinweg langsam ein Flugzeug zog. Gleich darauf war über der Himmel voll mit Windstoß durcheinande Hans Paar, Ring: weißen Zetteln! Von rgewirbelt, flatterten einem sie zu Boden. Ich hob Flugzettel für die Volksabstimm einige auf – es waren Der Vater hat erzählt, dass er nach dem I. WK alsung am 13. März Flurwächter angestellt 1938.war gehen, das Vaterland Alleund ein zur Gewehr sollten gehabt hat. Es war Schuschnigg-Wahl hart für ihn, weil erbrauche gewusstjede hat,Stimme. dass die Leute, die da auf den Feldern und in den Gärten herumgeschlichen sind, hungrig waren. „Wechsels chau“, Nr. 11 vom 17. März 1938: Dass wir erleben dürfen, Stadtarchiv Har tberg: dass dieses deutsche Österreich nun heimkehren große Vaterland, ist eine Gnade, für die Der Bau der Ringwarte in den Jahren kann und darf ins wirKronen unserem 5.360 danken haben, der das1905/06 hat Herrgott gekostet. Amund Höhepunkt nach ihm dem Manne der Inflation (1924) kostet deutsche Volk kraft seines Kilo Brot 6.950 zu Kronen. Geistes, seiner Persönlichkei hat aus der 1Knechtschaft: t herausgeführt Adolf uralten deutschen Grenzstadt Hitler! Ihm, unserem Führer, sei an diesem Helene Hofer, geb. Simon, Schäffernsteg: Tage auch aus der Hartberg, aus dem Wechselgau Dank aus tausenden und der Oststeiermark In den „schlechten“ (19)30er gläubigen Herzen dargebracht. heißer Jahren waren oft vier-, fünfmal am Tag die Bettler, die Straßenmusikanten, vorFuchs der Haustür und riefen: „Bitt schön, a Stückl Hans (1897 – 1997), Brot und a paar Groschen, bitt schön!“ Hartberg: Das waren damals Tage im (19)39er Jahr gegen Ende des Sommers! Sensation! Jahre Alle waren paar Franz Posch, Landwirt20 Tage eine neue in Wenireith: die Nazi und die Kommunisten einmal waren Todfeinde gewesen – sie Freunde! Ein paar Wir hätten in den (19)30er und auf Tage später war Jahren viel zum Verkaufen doch immer nur der Absatz Kriegwar mit schlecht. die Rede gewesen vom gehabt. AberKrieg! Polen! Und dabei war Die Preise waren schlecht. Frieden Höfevon die Maschinen später warenUnd denverschuldet. waren großen Aufbauplänen wir mit Frankreichsehr teuer. Viele und Immer wieder waren welche . Zwei Tage und England im Krieg! zur Versteigerung angeschlagen. Zugleich Es kam aber selten dazu, weil dem Krieg ist die andere niemand da war, der dasmit Geld dafür gehabt hätte. Überraschung gekommen: die Bezugsscheine Die Lebensmittelkarten – im Gasthaus ein Essen und nur gegen Marken! Man hat sich gefragt: Hermine Mauerhofer, „Spielen’s das geb. Maierhofer, im Kino– oder Staudach Hartberg: is’ das wirklich wahr?“ Wer hätte sich denn in der Zeit vor dem Mutter Oberin Hitler gedacht, dass das alles so kommen zum Marienkra könnte mit dem Krieg und all den anderen furchtbaren Sachen. nkenhaus Vorau im April Das Krankenhaus lag 1945: mitten im Kampfgescheh Man muss immer bedenken, schlecht es den Leuten en. Der Besitz wechselte Verwundeten –wie gegangen viermal. ist: einmal deutsche, einmal vor dem „Anschluss“ Keine Arbeit. Kein Geld. Keine Die Aussicht auf Besserung. russische Die Leute– haben in den Kellerräumen lagen zusammen tatsächlichmit geglaubt, . Die Militärärzte – den zivilen Kranken dass mit dem Hitler alles besser wird. einmal deutsche, einmal zivilen Kranken. russische – halfen auch den Eine junge Frau wurde zur Entbindung gebracht. Komplikationen traten baten einen russischen Band I auf. Die Schwestern Arzt um Hilfe. Er kam. Die Gebärende erschrak ihn ab. Er hatte Geduld. vor ihm. Sie lehnte In höchster Not konnte er helfen. Die Geburt Zwillinge. gelang. Es waren

Johann Hofer Stadt und Region

ie Erinnerung hat es mit der Wiedergabe von Erlebtem nicht leicht. Wir neigen 1888 HARTBERG 1948 dazu, persönlich Erlebtes 1888 HARTBERG 1948 im Rückblick zum einen geschönt, zum anderen noch negativer darzustellen, als es ohnehin gewesen ist. Man muss hier anmerken, dass es in der mündlichen Wiedergabe des vor Jahrzehnten Erlebten – trotz Bemühens, den Geschehnissen von damals möglichst nahe zu sein – zu Fehlern kommen kann. Trotz dieser Vorbehalte spricht aber Vieles für die Wertschätzung der „mündlichen Geschichte“. Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenberichte geben der/dem Einzelnen, den „Namenlosen“ in der Bevölkerung eine Stimme, eine Wertigkeit; diese werden somit als historische Persönlichkeiten wahrgenommen. Sie vermitteln einen Zugang zur unmittelbaren, gegenständlich gemachten Geschichte und liefern Informationen, die schriftliche Quellen nicht beinhalten. Das heißt, dass Zeitzeugenberichte die Quellenlage erweitern und somit für die Geschichtsschreibung einen historiographischen Mehrwert darstellen und so Zugänge zu den Gefühlswelten der zum damaligen Zeitpunkt lebenden Menschen schaffen. In dem zweibändigen Buch „Stadt und Region Hartberg 18881948“ lasse ich 200 Zeitzeugen zu Wort kommen, die ein einzigartiges Gesamtbild der Ereignisse in diesen Jahrzehnten darstellen. Zu beziehen ist das Werk in der Buchhandlung Leykam in Hartberg. Hartberg

1938–1948

Zeitzeugen und Zeitzeuginnen erinnern

sich

Zeitzeugen und Zeitze Johann Hofer

uginnen erinnern sich

Johann Hofer Stadt und Region

Stadt und Region

Entwicklungen – Ereignisse – Einflüsse

Entwicklungen – Ereigniss

e – Einflüsse

Band II

Band I: 1888–1938

Die Gegenden der nordöstlichen Steiermark werden im „Wanderführer“ von Ferdinand Krauss (1888) wegen der mangelhaften verkehrsmäßigen Erschließung „Vergessene Lande“ Die von Hitler in genannt. Erst die 1910 fertiggestellte von Berchtesgaden Eisenbahnlinie bringt mit der abgezwungenen Z durchgehenden Erreichbarkeit von Graz die Nationalsozia und auch Wien einen ersten „Anschluss wirken in der öste an die Welt“. Abwehr An den mehr als ein Dutzend wie ein D Schuschniggs literarischer Gaben Kernstocks an kurz Volksbefragung vera Hartberg einerseits und der Errichtung sofortigen Einmarsc des „Kernstockstüberls“ im „Gasthof zur Der Einmarschjub Festenburg“ (1905) als Begegnungsstätte e Massen ist durch di mit Kernstock andererseits ist das „Deutschen Verbundensein von Kernstock und Wochen Von denen, Hartberg zweifelsfrei erkennbar. die inne Wände sitzen und v Die Folgen des von Ö-U blauäugig keine Bilder. bis naiv konzipierten Rachefeldzuges Am 1. September 19 gegen Serbien sind katastrophal: da, und zugleich trete Der Sturz vom bisher flächenmäßig schaftlichen Maßnahm zweitgrößten Staat in Europa zu einem Lebensmittelk wenig bedeutsamen Kleinstaat, der arten un Verdunkelung Verlust der meisten Rohstoffquellen, spflicht, ausländischer Radiosen der meisten Industrien, Anbauflächen, pflicht u. a. Hitlers erf Absatzmärkte – und der Verlust des „Blitzkriege“ von 1939 Selbstwertgefühls. Viele in Österreich lassen ihn zu totaler Ü halten diesen „Rest“ der einstigen seiner un großen Ö-U Monarchie als Möglichkeiten für nicht zu Keimen seiner totale lebensfähig. Und zu all diesen Übeln Von Angst und Furcht v kommt noch ein weiteres: Der Verlust werden Menschen des Geldwertes! 1924 fällt diedie Krone auf ge Krieges erfasst. Wer kann 1/15.000 ihres Wertes von 1914! in die vermeintlich „russ Obersteiermark. Die Stra Umschlagfoto: der Region sind überlaste Hauptplatz von Hartberg vor 1928 Flüchtlingskolonnen, Mil Im Hintergrund: Stadttor militärischen Nachschub. am Ende der Presslgasse greifen an. Die Eisenbahn Rohrbach und Lafnitz we

Band II: 1938–1948

Bürokratismus wurde Sarif ihr Adoptivsohn. Gemeinsam mit dem mittlerweile 25-Jährigen, der unbedingt wieder nach Afrika zurückkehren wollte, gründete sie vor zwei Jahren den Verein „Österreich hilft Afrika, Africa helps Austria“.

„ihr Dorf“ namens „Toro“ kommt, dann wird sie von den Kindern schon von weitem schreiend mit „Madame, Madame“ begrüßt. Und da geht ihr dann, wie sie sagt, „das Herz vor lauter Freude über“. Jeder kann einen Beitrag leisten

Krankenhaus kurz vor Fertigstellung

2009 sammelten sie für den ersten Hilfstransport, Verbandsmaterialien, Kleidung, Infusionslösungen, PCs, Fahrräder, Bettdecken und eine komplette Gynäkologieausrüstung für ein von ihnen geplantes Spital. Es folgten 2010 drei weitere Hilfstransporte und das Entbindungsspital wurde innerhalb kürzester Zeit gebaut, es fehlen nur noch Strom-Generatoren und eine Klimaanlage. Ärzte wurden auch schon gefunden, sodass – wenn Claudia Furian die noch benötigten Spenden zusammen hat – einer Eröffnung nichts im Wege steht. Ihr Sohn Sarif, der neben Deutsch und Englisch alle westafrikanischen Dialekte spricht, kümmerte sich um den Baufortschritt und die Verteilung der Hilfsgüter. „Wenn er nicht vor Ort ist, geht dort nicht so viel weiter, er hat sich mittlerweile ein großes Netzwerk aufgebaut, sodass wir neben dem Spitalsprojekt auch ein Brunnenbau- sowie ein Schulbauprojekt begonnen haben“, erklärt die engagierte Ärztin lachend. Und wenn sie zweimal jährlich in

„Da weiß ich, warum und für wen ich diese Anstrengungen in Kauf nehme. Glauben Sie mir, es lohnt jede Sekunde.“ Wir glauben es ihr, ziehen ehrfürchtig den Hut vor so viel Elan und Engagement und haben sofort eine Spende auf das Spendenkonto „Österreich hilft Afrika, Africa helps Austria“ bei der Steiermärkischen Sparkasse (Kontonummer: 18700-030463, BLZ: 20815, IBAN AT802081519700030463) überwiesen, eine kleine Tat, die jeder, der sich wohl fühlen möchte, nachahmen kann. Übrigens: Wer beim Sammeln von Spendengeldern innerhalb seiner eigenen Gemeinde helfen möchte, der möge direkt mit Dr. Claudia Furian Kontakt aufnehmen.

Nähere Infos unter www.oesterreich-hilft-afrika.at

Am 19. November findet das große Jubiläumskonzert statt.

Froher Sang gibt dem Leben edlen Klang Seit 130 Jahren werden in Hartberg oststeirische Lieder gesungen und die Liebe zur Heimat und den Traditionen gepflegt.

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er 1881 gegründet MGV Hartberg besteht aus dem Gemischten Chor und dem Männerchor. Vereinszweck ist, wie der Obmann Dir. Gerhard Pichler erläutert, „die Abhaltung von Gesangsproben, die Veranstaltung von Konzerten, von Sänger- und Familienabenden und die Durchführung von Sängerfahrten“. Der Verein bemüht sich um die Verbreitung des deutschsprachigen Liedes im österreichischen Sinn, die Vertiefung der Heimatliebe und die Pflege des Chorgesanges von Männern und Frauen. Große Aufmerksamkeit widmet der MGV dem „Steirischen Volkslied“, den alten überlieferten Liedern und Traditionen. Heuer wird daüber hin-

Zentrum für Ganzheitliche Medizin Dr. Claudia Furian Am Ökopark 9, Roter Turm, 3. Stock, 8230 Hartberg, T: 03332/613 14

Hartberg im Frühjahr 2011

Hartberg im Frühjahr 2011

aus auch das 130-jährige Jubiläum des MGV-Hartberg gefeiert. Am 19. November findet gemeinsam mit dem MGV Irdning, dem MGV Mörbisch und anderen Chören ein Jubiläumskonzert – voraussichtlich in der Stadtwerke-HartbergHalle – statt. Und damit der MGV noch viele weitere Jubiläen feiern kann, ist es dem Obmann Gerhard Pichler ein großes Anliegen, dass sich alle junge Frauen und Männer, die gerne singen, direkt bei ihm melden sollen. MGV Hartberg Obmann Dir. Gerhard Pichler T: 03332/640 74 http://mgv-hartberg.jimdo.com

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Umschlagfoto: Die gesprengte „Zeilbrüc Rohrbach an der Lafnitz


Das Joanneum Research bietet im Ökopark eigens entwickelte „Duftseminare“ für jede Altersstufe an.

Der Nase nach … geht’s tief in unser Inneres, wo alle unsere Erinnerungen gespeichert sind. Faszinierender Geruchssinn! Folgend daher eine schnelle Einführung in die Welt der Gerüche, Düfte und Aromen.

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Text: Gerd Hofer, foto: Bernhard Bergmann

ngela Pfleger, 32, ausgebildete Chemotechnikerin, arbeitet in der Hartberger Außenstelle der Joanneum Research Forschungsgesellschaft m. b. H. mit Sitz in Graz und da in der Forschungsgruppe „chemisch-technische Pflanzennutzung“ des Instituts Resources. Der genauen Ordnung halber sei es angeführt. Damit gut. Wir kennen das Hartberger Institut am Ökopark aus Bernhard Bergmanns Story über die Römische Kamille, die man in hierzulande heimisch gemacht hat, um ihre wertvollen Inhaltsstoffen und Essenzen zu gewinnen. Beachtenswert ist, dass man für den Ökopark eine eigene Wasserdampfdestillierungsanlage angeschafft hat – eben zur Gewinnung des ätherischen Goldes in den jeweiligen Pflanzen. Die Essenzen finden dann Einsatz in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie, aber auch in der Aromatherapie, im privaten Gebrauch usw. Wir könnten ohne diese Wohlgerüche nicht sein. Freilich ist hier nicht der Platz, eine ganze Wissenschaft zu erklären, wohl aber, um darauf hinzuweisen, dass man im Forschungshaus am Ökopark eine Ausstellung eingerichtet hat, wo man Antworten auf alle Fragen bezüglich der Düfte gewinnen kann. Geöffnet auf Anfrage und wirklich sehr zu empfehlen, Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Was aber ist Duft? Die Forschungsgruppe sagt so: „Düfte und Gerüche begleiten uns auf Schritt und Tritt. Unser eigener Körpergeruch, der Duft von Gewürzen und

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Hartberg im Frühjahr 2011

Speisen, das ätherische Öl in der Duftlampe. Ständig sind wir mit diesen flüchtigen Substanzen konfrontiert. Manche rufen Ekelgefühle hervor, andere wiederum können Erinnerungen aus unserer Kindheit wecken. Düfte sind jedoch nicht nur für uns Menschen wichtig, sondern auch für Tiere und Pflanzen von größter Bedeutung.“ Wenn Sie’s ausprobieren möchten: Schälen Sie eine Orange, zerreiben Sie einen Lavendelzweig, führen Sie ein Rosenblatt an

„Düfte sind jedoch nicht nur für uns Menschen wichtig, sondern sind auch für Tiere und Pflanzen von größter Bedeutung.“ die Nase – wie herrlich uns all diese Düfte entgegenkommen, getragen durch ätherische Öle, die die Duftstoffe molekülweise transportieren, um schließlich in unserer Nase von Rezeptoren empfangen zu werden – unser Gehirn macht den Rest. Vielleicht wenden Sie sich künftig mit neuem Bewusstsein diesem faszinierenden Thema zu, achten auf Ihre Nase, bedenken das Wunder des Geruchssinns, die Gabe der Pflanzen, und finden ganz neues Gefallen an einer Welt voller Düfte: Immerhin steht der Frühling vor der Tür mit all seinem gerüchlichen Überschwang! Joanneum Research – Forschungsgesellschaft Am Ökopark 7/1, 8230 Hartberg T: 03332/650 85, www.oekopark.at

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Stadtnachrichtenrg. Wichtige Informationen der Stadtgemeinde Hartbe

Zeitreise Bis 17. April hat die sehenswerte Sonderausstellung im Museum Hartberg noch ihre Pforten geöffnet.

D Viele von Privatpersonen zur Verfügung gestellte Relikte sind zu besichtigen.

ie Sonderausstellung im Museum Hartberg widmet sich einer Zeit, die im allgemeinen Geschichtsbewusstsein nur wenig Platz einnimmt. Nur schwer sind die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen dieser spannenden Geschichtsepoche erfassbar. Dennoch ist gerade diese Zeit wichtig, um zu verstehen, warum 1938 so viele Menschen freudig die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten begrüßten. In der Ausstellung im Museum Hartberg können Sie sich an diese Zusammenschau wagen. Die Mischung von historischen Dokumenten, leicht verständlichen Texten und Alltagsgegenständen ermöglichen einen

abwechslungsreichen –, aber nicht überfordernden historischen Einblick. Mit vielen Ausstellungsstücken wird die Atmosphäre dieser Zeit in Erinnerung gerufen. Die Exponate stammen aus Museen und Archiven, vor allem aber von privaten LeihgeberInnen aus dem Bezirk Hartberg und erlauben spannende Einblicke abseits von Schwarz-Weiß-Vorstellungen. Diese Gegenstände gewähren Einblicke in die Lebensrealität der Menschen, abseits der offiziellen Politik und Geschichtsschreibung. Museum Hartberg Herrengasse 6, 8230 Hartberg Mi bis So 10 – 16 Uhr T: 03332/660 01

Hartberg – der ideale Standort für Ihr Unternehmen Ihre Standort­ vorteile im HATRIC Gewerbe- & Industriebereich

 ute Erreichbarkeit über G LB 50, LB 54 und Autobahn A2 (1,5 km)  Knotenpunkt zwischen Wien und Graz  Zentrumsnähe  Direkter Bahnanschluss  Bestehendes Gewerbegebiet mit attraktiver Architektur  Insgesamt 200.000 m2 Nutzfläche  82.000 m2 bereits als Gewerbeund Industriegebiet gewidmet  Art der Verwertung: Verkauf, Baurecht  Infrastruktur: Bahnanschluss, Fernwärme, Kanal, Strom, Telekom, Wasser, Zufahrt 

U21

Spannende und lustige Geburtstage finden ab sofort im HERZ statt.

Detailierte Informationen erhalten Sie bei Ing. Mag. Rainer Bruchmann T: 03332/603-190 E: rainer.bruchmann@hartberg.at www.hartberg.at (Betriebsansiedelung, Wirtschaftsförderung, Informationsbroschüre)

Sebastian Gölly, Student

Freie Berufswahl? Unvergessliche Geburtstage Funfaktor. Lust auf eine besondere Geburtstagsparty, die Highlights abseits der üblichen Spiele wie Topfklopfen und Ähnlichen bietet? In Hartberg gibt es nun auch die Möglichkeit, eine gesündere und professionell betreute Alternative zu den herkömmlichen Feiern nach den eigenen Wünschen zu planen: Das gesamte Sport- und Freizeitangebot kann unter fachkundiger Anleitung durch Trainer (und eventuell auch TSV-Stars) genutzt werden und zum einmaligen Erlebnis für alle Partytiger werden. Neben Klettern in der Hartberg Halle, (Beach-)Volleyball, Tennis oder Fußball spielen bzw. einem Nachmittag im HERZ gibt es außerdem noch die Möglichkeit, eine „Forscherexpress“-Party voller interessanter Experimente auszusuchen oder sich von einem Zauberer beeindrucken zu lassen. Zum Abschluss dieser individuellen Party kann man die Geburtstagsfeier mit einem Essen im Restaurant des HERZ gemütlich ausklingen lassen. Nähere Informationen finden sich demnächst unter www.hartberg.at sowie bei der zentralen Informationsstelle der Sportund Freizeitbetriebe im HERZ unter 03332/603-603. Übrigens: Anfang April beginnt bei geeigneter Witterung die Saison der Sport-Freianlagen, zudem startet der Vorverkauf für die Sommer-Saisonkarten für Frei- und Hallenbad mit besonderen Angeboten! Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage unter www.hartberg.at.

Neue Leitung in der Stadtbücherei Steckbrief. Susanne Förster hat mit Beginn des heurigen Jahres die Leitung der Stadtbücherei übernommen. Für uns ein Grund, sie Ihnen im Rahmen eines Kurzportraits näher vorzustellen. Name: Mag. Susanne Förster Geburtsort: Vorau Wohnort: Hartberg Ausbildung: Spondiert 2002 an der KFU Graz – Rechtswissenschaften Berufserfahrung: Gerichtsjahr, dann in der Privatwirtschaft, Kinderkarenz (zwei Kinder, 3 und 5 Jahre), seit 1.1. 2011 Leitung der Stadtbücherei Hartberg Hobbies: (Vor)Lesen, Reiten, Wandern, Laufen, Natur, Musik, Tiere Kraft gibt mir: meine Familie Lieblingsautoren: Hermann Hesse, Seit 1. Jänner führt Susanne Martin Suter, Wolf Haas, Juli Zeh, Förster die städtische J. R.R. Tolkien und Astrid Lindgren Bücherei mit frischem Elan. Wie sehe ich die Bücherei: Als Zentrum der Kommunikation, als Treffpunkt von Jung und Alt, aller Kulturen – sie soll nicht nur eine Entlehnstelle, sondern auch ein Ort des Verweilens sein

Hartberg im Frühjahr 2011

K

aum hat man die Matura erfolgreich hinter sich gebracht, plagt einen schon die Qual der Wahl, denn die Vielfalt an (immer neu entstehenden) Berufen im stetig wachsenden akademischen Bereich wird immer größer: Neben allseits bekannten „Dauerbrennern“ wie Medizin, Sprachenstudien oder Rechtswissenschaften finden sich auch Studien wie Finno-Ugristik, Horticultural Sciences oder Urban Studies. Doch trotz dieser Unmenge an Möglichkeiten ist der Ansturm auf manche Studienplätze enorm, ja zum Teil sogar nicht mehr zu bewältigen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Begriffe wie „Zugangsbeschränkungen“, „Aufnahmetests“ und dergleichen immer öfter Inhalt heftiger Diskussionen über die Zukunft der österreichischen Hochschulpolitik sind. Sogar die erst unlängst in einer Blitzaktion abgeschafften Studiengebühren werden nun wieder vermehrt als unumgängliches Instrument zur Regulierung der Studierendenzahlen genannt. Dass solche Äußerungen – gerade in jugendlichen Kreisen – auf wenig Gegenliebe stoßen, liegt wohl in der Natur der Sache. Doch wenn weiterhin eine qualifizierte Ausbildung an unseren Universitäten (die Fachhochschulen beschäftigt das Problem der überlaufenen Studien aufgrund strenger Studienplatzlimitierung ja weniger) gewährleistet werden soll, muss eine Lösung für diese komplexe Problematik gefunden werden. Man darf also mit einer gewissen Spannung erwarten, wie unsere politischen Entscheidungsträger die Gratwanderung zwischen freiem Zugang zur Wunschberufsausbildung und Qualitätssicherung dieser Ausbildungen bestreiten werden.


Zeitenwandeln Die Zeitläufe Hartbergs von 1888 bis 1948 in zwei Bänden. Über eintausend Seiten dichte Geschichte. Wem man das Opus magnum zu verdanken hat? Herrn Johann Hofer, einem der ersten Bewahrer von Hartbergs Historie.

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Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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Sein beeindruckendes „Lebenswerk“ über die Geschichte Hartbergs, hat Johann Hofer soeben fertiggestellt.

Hartberg im Frühjahr 2011

ir haben Herrn Johann Hofer, Jahrgang 1936, schon des Öfteren getroffen: in Hartberg als allseits bekannten und beliebten Stadtführer und aktiv Teilnehmenden am öffentlichen Leben; in diesem Magazin an mancher Stelle und Ausgabe; und schließlich im Hartberg-Buch (der Sinne). Und völlig zu Recht ist dem Manne einige Aufmerksamkeit von unserer Seite gewidmet, gehört er doch zu den ganz fundierten und sehr beschlagenen Bewahrern, Erklärern, Befürwortern der Stadt Hartberg. Jetzt ist Neues, ist Großes zu vermelden: Herrn Johann Hofers, genannt auch Hans, zwei Bände zum Schicksal Hartbergs in den Jahren 1888 bis 1948 sind erschienen. Die Auflage des Werks beträgt fünfhundert, im Eigenverlag, gefördert und unterstützt von der Stadtgemeinde Hartberg, der Gemeinde Hartberg Umgebung sowie den vier Hartberger Geldinstituten, sehr löblich. Das Buch ist erhältlich bei Leykam und kostet achtzig Euro, gar kein Preis angesichts der über eintausend Seiten inklusive historischer Fotografien. Aber schlagen wir die beiden Bände zusammen mit Herrn Hofer auf. Dazu Johann Hofer: „Vielleicht darf ich kurz die beiden Coverfotos erklären: jenes des ersten Bandes zeigt den Hauptplatz, wie er vor dem Jahr 1928 ausgesehen hat. Jenes des zweiten Bandes zeigt uns die gesprengte Zeilbrücke. Dies ist am 6. April 1945 passiert, dem Tag, als die Russen kamen. Es geht um Einflüsse, Entwicklungen und Ereignisse, die unsere Stadt in den ge-

nannten Jahren prägten. Dazu habe ich mehr als 200 Zeitzeugen aufgerufen, darüber hinaus noch weitere, die anonym bleiben wollen. Und dazu kommen schriftliche Quellen: Zeitungen, die Landesbibliothek, das Landesarchiv, Gendarmerie- und Pfarrchroniken etc.“

„Mehr als fünfzehn Jahre wurde an diesem beachtlichen zeitgeschichtlichen Opus gearbeitet.“

Was Herr Hofer nicht sagt: dass er mehr als fünfzehn Jahre an diesem schönen Werk gearbeitet hat, davon mehr als drei Jahre tief in Archiven verbracht hat, mit einem Wort – er hat eine Riesenleistung zugunsten der Stadt Hartberg vollbracht. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, Hartbergs Verquickung mit der großen österreichischen und internationalen Geschichte zu zeigen – wie sich die große Politik auf unsere Stadt ausgewirkt hat. Unmöglich, auf diesem Raum mehr Details anzugeben, daher: Auf ins Buchgeschäft, rein ins Buch, man darf sich als gelernter Hartberger wahrhaft freuen!

Die zwei Bände des Werks „Hartberg von 1888 bis 1948“ erhalten Sie Ende April in der Buchhandlung Leykam in Hartberg. T: 03332/620 16.

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G’schäftliches

Neuigkeiten und Berichte rund um die Hartberger Wirtschaft.

Viel Kreativität schmeckt man in der Radlschen „Città Slow“-Schnecke.

Manfred und Rosemarie Strecker bereiten die neuen Ausstellungen vor.

ausg’sproch’n

Bloody Lipstick

Schöner Wohnen Auch bei uns in der Oststeiermark gibt es ein Möbelhaus, wo man alles findet, was das „suchende Wohnherz“ begehrt.

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enn man die Büros des Einrichtungshauses „Logo“ betritt, fällt einem sofort das für alle sichtbare „Gebot“ des Unternehmerpaars Rosemarie und Manfred Strecker auf. Steht doch dort, dass „der Kunde mehr denn je Freundlichkeit und Servicebereitschaft erwartet. Denn das Leben sei anstrengend genug, da dulde es der Kunde nicht, sich auch noch beim Einkaufen zu ärgern“. Damit wird ganz klar demonstriert, für wen man arbeitet: nämlich ausschließlich für den Kunden und beim Logo wird dies auch gelebt. Für die persönliche Kundenbetreuung in allen Abteilungen der 3.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche sorgen 55 motivierte Mitarbeiter. Sie umsorgen den Kunden, sodass man sich tatsächlich bestens betreut fühlt. Das Sortiment umfasst, alles, was man zum Wohnen benötigt, wobei der Garten zum unmittelbaren Wohnbereich gezählt wird. Die nächsten Wochen sind übrigens dem Thema „Frühling und Outdoor“ gewidmet, d. h. jeder, der sich über die neuesten Gartenmöbeltrends informieren möchte, findet diese in der neuen Gartenmöbelausstellung. „Man muss ständig am Ball bleiben, um unseren Kunden stets die neuesten Modelle anbieten zu können. Ich bin

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daher ständig auf Messen, um das Lager mit den jeweils neuesten Wohnideen zu füllen. Alle 14 Tage wechselt bei uns die Ausstellung“, sagt der für den Einkauf und Marketing zuständige Manfred Strecker. „In Kürze gibt es dann auch die neue Osterausstellung“, ergänzt seine Frau Rosemarie, deren Vater das Unternehmen vor 60 Jahren gründete, und die – neben ihrem Verantwortungsbereich Finanzen und Personal – auch noch stark bei „Frau in der Wirtschaft“ engagiert ist. Und wer beim Anblick der Vielzahl an Küchen, Schlaf- oder Wohnzimmern Hunger oder Durst bekommt, der kann sich ins Café Restaurant im 1. Stock zurückziehen und dort für die weitere Runde durch das mit Wohnaccessoires gefüllte Haus stärken. Erwähnenswert sei an dieser Stelle auch noch, dass ausreichend Gratis-Parkplätze inklusive Tiefgarage, ebenso wie ein Gratis-Lieferbus zum Ausleihen, zur Verfügung stehen. Und wer keine Lust hat, sich die Waren selbst abzuholen, dem werden sie gegen einen günstigen Aufpreis geliefert und zusammengebaut. Ist doch Logo. Logo – Wohnideen zum Mitnehmen Ressavarstraße 70, 8230 Hartberg, Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9–18, Sa 9–17 Uhr T: 03332/669 39, www.logo-moebel.at

Rock’n’Roll. Sabine Sommerauer hat die Liebe nach Hartberg geführt. Und weil es ihr hier bei uns so gut gefällt, hat sie sich dazu entschlossen, auch gleich mit einer Boutique ansässig zu werden. Im „Bloody Lipstick“ finden Rockabillies Kleider, Röcke, Blusen, die gerade total im Trend liegenden Petty Coats, T-Shirts, Tank-Tops, Korsagen und alle Accessoires , die man für ein echtes Rockabilly Outfit benötigt, beginnend bei Taschen, Ohrringen, Haarspangen, Ketten, Gürteln und Gürtelschnallen, Overknees bis hin zu Taschenspiegeln. Auch die Männer kommen im Bloody Lipstick nicht zu kurz; finden sie doch T-Shirts, Work-Shirts, Hosen, Schlüsselketten und lässige Gürtelschnallen. Dabei vertraut die attraktive und äußerst sympathische Neo-Hartbergerin Sabine Sommerauer, auf coole Lifestyle-Marken, wie Lucky 13, Sourpuss, Rumble 59, Lovekills, Betty Page und Collectiv. Rock’n’Roller aller Altersgruppen: Hier ist eure neue Heimat!

Nachtschwärmerei Neue Backstube

Sehenswerte Szene.

Frisches Gebäck.. Hermann Radl, Hartberger Bäcker aus Leidenschaft und Erfinder der gebackenen „Città Slow“-Schnecke, hat in der Grazer Straße 4 nunmehr sein drittes Verkaufslokal in Hartberg eröffnet. Somit befindet es sich eingebettet zwischen der Fleischerei Buchberger und dem Hartberger Bauernmarkt in bester Gesellschaft.

n Hartberg hat sich in den letzten Jahren eine beachtliche Lokalszene für Nachtschwärmer entwickelt. Wer „richtig Gas geben möchte“, oder einfach einen gemütlichen Abend in einer Bar ausklingen lassen möchte, der muss heute nicht mehr des Nächtens ins Auto steigen und zig Kilometer (ver) fahren, um sich zu amüsieren. Denn die Hartberger Gastronomie bietet alles, was das Herz begehrt: vom Kino bis zur Bowlingbahn, vom Wirtshaus bis zum Haubenrestaurant, vom Kaffeehaus bis zum Irish-Pub und von der Jazzbar bis hin zur Diskothek reicht das vorhandene Spektrum. Ob jung oder alt, für jedes Alter und für jeden Musikgeschmack gibt es in Hartberg das passende Angebot. Es ist alles vorhanden und muss nur noch von Ihnen „entdeckt“ werden. Überwinden Sie daher die „Frühjahrsmüdigkeit“, und tauchen Sie einmal ins Hartberger Nachtleben ein: Sie werden von der lebendigen Szene-Vielfalt überrascht sein. Und sollte Ihnen gefallen haben, was Sie sahen bzw. erlebten, dann erzählen Sie es ruhig weiter; die Hartberger Gastro-Szene wird es Ihnen mit einem noch größeren Angebot danken!

Bäckerei Radl Grazer Straße 4, Öffnungszeiten: Mo bis Fr 6 – 18 Uhr, Sa 6 – 12 Uhr

Am 2. und 3. 4. dreht sich im Lagerhaus Wechselgau alles rund um Haus, Garten und Natur.

Bloody Lipstick Hofgasse 9/Eingang Herrengasse, 8230 Hartberg Öffnungszeiten: Di bis Fr 11–19, Sa 9–12 Uhr T: 0664/972 50 23 www.bloodylipstick.com (Online-Shop)

Beeindruckende Leistungsschau Die Kraft am Land. Zu den jährlichen Highlights des Lagerhaus Wechselgau zählt die Leistungsschau, die heuer am 2. und 3. April, in Hartberg stattfindet. Als besondere Attraktion haben es die Verantwortlichen geschafft, den ORF Radio Steiermark Frühschoppen für eine Live-Übertragung zu gewinnen. Der Frühschoppen wird am Sonntag, dem 3. April, ab 11 Uhr aus dem Festzelt gesendet. Mit dabei sind „Die Jungen Paldauer“, „Die KraftSpender“ und die „Stadtkapelle Hartberg“. Moderiert wird der Frühschoppen von Sepp Loibner, der Eintritt ist frei. Am Sonntag gibt es ein echtes Feuerwerk an Attraktionen, absoluter Höhepunkt ist die Verlosung eines Autos sowie zahlreicher weiterer Preise. Dazu sorgen „Die Jungen Paldauer“, eine Modeschau, Hubschrauberrundflüge, Ballonstarts, Fahrten mit dem KTM X-Bow, Kutschenfahrten und ein großes Kinderprogramm mit Kasperltheater für beste Unterhaltung. Bereits am Samstag, dem 2. April, ab 9 Uhr besteht die Möglichkeit, die Leistungsschau zu besuchen. Es gibt ein großes Flohmarkt-Zelt mit vielen Schnäppchen. Die jüngsten Besucher können sich am Samstag Nachmittag wieder auf das tolle gratis Kinderunterhaltungsprogramm, wie Riesenrutsche, Hupfburg, Funpark, Malen, Basteln, Ponyreiten, Schminken, Kasperltheater und um 15.30 Uhr die Zaubervorführung mit Kinderzauberer „Hööörbi“ Herbert Fenz freuen. Ein „rockiger Lichtblick“ in Hartberg.

Hartberg im Frühjahr 2011

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Lagerhaus Wechselgau Weidenstraße 17, 8230 Hartberg, T: 03332/607-0, www.wechselgau.at

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Hart am Ball Hartbergs Volleyballer lehren, wo sie hinkommen, ihren Gegnern das Fürchten. Vor allem dank Michi Horvath, dem Trainer, den wir zu den besten des Landes zählen. Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

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chnell zur Klärung: Das Kürzel TSV kann natürlich nicht für Volleyball stehen, dann müsste es ja irgendwie mit „V“ beginnen. Also: TSV steht für „Turnund Sportverein“, und zu diesem zählt in Hartberg eben auch Volleyball. Gut so. Denn was die Hartberger Burschen, als eine reine Amateur-Mannschaft ständig und seit Jahren leisten, ist aller Ehren wert. Bevor wir jedoch zu den beeindruckenden Erfolgen unserer Mannen kommen, und dann zum Trainer, dem Michi Horvath, hochverdienter Mann in diesem Sport, wollen wir vielleicht ein paar Worte zum Volleyball im Allgemeinen verlieren. Dieser Sport wird gern unterschätzt. Als die großen zwei Ballsportarten voller berühmter Stars, durch alle Jahrzehnte, gelten Fußball und Tennis. Da können wir alle Namen aufzählen: Maradonna, Beckenbauer, Ronaldo, Vastic und immer so fort bei den Kickern und McEnroe, Becker, Muster, Federer und immer so fort bei den Tennisspielern. Dann kommen die im öffentlichen Licht ein wenig untergeordneten Ballsportarten: Handball, Wasserball und eben Volleyball. Schade drum, aber so ist das eben. Indessen ist die Schlag- und Kampfkraft der Volleyballer sagenhaft zu nennen. Von Technik, Ballgefühl, taktischem Verstehen etc. gar nicht zu reden. Haben Sie schon jemals live ein Sprungservice eines großen Spielers erlebt? Dass sind gewaltige Hämmer, und einem großen Tennisaufschlag sehr verwandt. Aber Michi Horvath. Der Mann ist 38 und Familienvater. Freilich war er früher selbst Volleyballer, jetzt lebt und wirkt er als

Vom österreichischen Cup-Finale bis hin zur Europacup-Teilnahme reichen die Erfolge von Michi Horvath und seinen Jungs.

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Trainer und als Leiter der Volleyball-Akademie in Graz/Liebenau. Servus Michi, gerne lassen wir dich selbst zu Wort kommen, wenn du uns in kurzen Zügen von deiner Tätigkeit berichten willst … Michi Horvath: „Ich bin jetzt im dritten Jahr Trainer in Hartberg, mit viel Freude, immerhin mischen wir ziemlich stark mit den Profiteams mit. Und die letzten drei Jahre waren die erfolgreichsten in der Hartberger Volleyball-Geschichte – EuropacupTeilnahmen, Finali im österreichischen Cup, stark in der Bundesliga. Als Trainer bin ich natürlich sehr stolz über die Ent-

„Die letzten drei Jahre waren die erfolgreichsten in der Hartberger Volleyball-Geschichte.“ wicklung meiner Mannschaft. Doch möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir in drei Jahren nicht mehr in der Bundesliga spielen können, wenn wir nicht das Regelment, das eine neun Meter hohe Halle für Bundesligaspiele vorsieht, einhalten können. Und das wäre nicht nur für alle Verantwortlichen, sondern vor allem auch für unsere Fans eine riesige Enttäuschung. Daher mein Appell: Wir können die positive Vermarktung der Stadt durch unseren erfolgreichen Verein nur dann aufrecht erhalten, wenn wir auch über die notwendige Infrastruktur verfügen.“ Wir danken dem Michi fürs Gespräch und geben die Anliegen gern so weiter. TSV-Hartberg Volleyball http://volleyball.tsv-hb.net/

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sportstadt

Sportlich und gesund in Hartberg.

Verein des Jahres Der TSV-Hartberg, einer der größten und erfolgreichsten Vereine der Steiermark, wurde 2010 ausgezeichnet.

A Hart am Wind segeln, bedeutet grenzenlose Freiheit spüren.

Oststeirer stechen in See Wer hätte das gedacht? Im „Binnenland“ Oststeiermark entwickelt sich eine konkurrenzfähige Segelcrew.

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ie vielfältig die Hartberger Vereinslandschaft ist, mag den meisten noch bekannt sein, doch wer würde im Herzen der Oststeiermark einen Segelverein vermuten? In der Segelcrew Hartberg haben sich etwa 90 Segelbegeisterte zusammengeschlossen, um gemeinsam ihrem Hobby zu frönen, ob beim Hochseesegeln in der mittleren Adria Kroatiens oder beim Binnensegeln auf dem Stubenbergsee oder Neusiedlersee. So konnte mit den Jahren eine lebendige Freundschaft mit dem Yacht Club Biograd entstehen – „alpine“ Steirer fahren zum Segeln nach Kroatien, während mediterrane Segelprofis in der Steiermark Schi fahren und Eisstock schießen. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2003 steigt die Zahl der Mitglieder stetig an, 2004 wurde zum ersten Mal der sogenannte „Oststeirer-Cup“, eine Segelregatta vor Bio-

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grad (Kroatien), veranstaltet. Später wurde dann ein eigener Clubraum in Penzendorf eingerichtet, seit 2007 wird sogar eine eigene Clubanlage mit Liegeplätzen für mehrere Jollen am Stubenbergsee angemietet.

„Segeln bedeutet, neben Freude am Wasser, auch Teamgeist und gelebte Kameradschaft.“ „Wir versuchen bei unseren zahlreichen Veranstaltungen (siehe Homepage) auch Segelneulinge für unsere Sportart zu begeistern, denn Segeln bedeutet neben Freude am Wasser, am Wind und an den Wellen auch Teamgeist und gelebte Kame-

radschaft.“, berichtet Martin Höfler, der Schriftführer der Segelcrew Hartberg. In letzter Zeit wird vermehrt der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen Augenmerk geschenkt, will man doch auch diese mit dem Segler-Virus „anstecken“. Doch abgesehen von der Förderung von Freundschaft und Gemeinschaftssinn bietet das Segeln noch weitere Vorteile: „Segelboote mögen zwar etwas langsamer sein als Motorboote, wer aber von Abgasen und hohen Treibstoffkosten wenig hält, ist mit ersteren eindeutig besser beraten. Segeln ist eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative – und macht einfach Riesenspaß!“, fasst Höfler die Segelbegeisterung zusammen. Kontakt www.segelcrew-hartberg.at office@segelcrew-hartberg.at

Hartberg im Frühjahr 2011

ls der Turn- und Sportverein Hartberg im Jahr 1946 gegründet wurde, hätte wohl kaum jemand eine solche Entwicklung erträumt: Mit nur zwei Sektionen, Handball und Fußball, begann die Erfolgsgeschichte in blau-weiß, die in der Auszeichnung „Sportverein des Jahres 2010“, vergeben vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung, gipfelte. „Diese Auszeichnung ist nicht der Verdienst des Vorstandes allein, nein, der Verein in seiner Gesamtheit aller Trainer, Mitglieder und Funktionäre, hat einen solchen Erfolg erst möglich gemacht“, bedankt sich der Obmann, SR Heinz Schwarzenegger. Heute ist der TSV mit seinen 15 Sektionen sowie knapp 2.000 Mitgliedern einer der größten steirischen Vereine und feiert(e) große Erfolge bei regionalen Meisterschaften ebenso wie bei Staats-, Europa- und Weltmeisterschaften. Sogar auf eine Teilnahme an Olympischen Spielen kann der Verein voller Stolz zurückblicken. „Seit Jahren hat sich unser Schwerpunkt auf den Jugendbereich verlegt. Natürlich, wir sind stolz auf die Leistungen unserer Spitzensportler, aber um unsere Erfolge auch in Zukunft zu sichern, ist es wichtig, den Nachwuchs zu fördern,“ erklärt der Obmann. Mit der Initiative „Schule & Verein“ wird in enger Kooperation die Talentsuche und –förderung schon im Schulalter begonnen, Vereinstrainer bilden die jungen Sportbegeisterten parallel zum Sportunterricht in den Schulen aus. „Neben dem engagierten Einsatz der Mitglieder und der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Sektionen und Mitgliedsvereine ist es unsere Vielseitigkeit, die den TSV zu einem einzigartigen Verein macht!“, freut sich Schwarzenegger über die Auszeichnung.

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18.02.2011

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King of Rock Helmut Tomschitz und die vollen „Vibes“. Und: Haben Sie gewusst, dass man das Hartberger Musikleben in die Nähe der Grammys rücken darf, einen der begehrtesten Musik-Awards der Welt?

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Text: Gerd Hofer, Foto: Bernhard Bergmann

irgendwie passend, dass Helmut Tomschitz, genannt Heli, ein 69er-Jahrgang ist, born & raised in Hartberg: Zu dieser Zeit stand der Rock’n’Roll gewissermaßen in seiner Hochblüte, und Heli dürfte da einiges an Passion, Talent und Hingabe geerbt haben. Die Musik liegt ihm im Blut, seit er denken kann. Innerlich immer am Shaken, sozusagen. Dabei sind Helis Anfänge durchaus klassisch zu nennen. Nach der Matura, bestanden in Hartberg, zog es unseren Mann unter anderem nach Graz, um klassische Querflöte zu studieren. A propos Querflöte: Wer dabei nur an E-Musik und Philharmonie denkt, der soll nicht vergessen, dass gerade in den späten Sechziger- und in den ganzen Siebziger-Jahren die Querflöte fixes Instrument der Rockmusik war: Jethro Tull, Led Zeppelin und viele andere. Indessen kam mit der Zeit alles anders: Heli Tomschitz, begnadetes Musiktalent, das er immer war und ist, sattelte um auf Gitarre und Gesang – und zwar mit der ihm geschenkten Leichtigkeit. Hierzu ein persönlicher Einwurf: Ich habe den Mann noch nicht singen hören, aber allein am Telefon ist die Stimme vom richtigen Timbre, da kann man sich gut vorstellen, dass Stimmung aufkommt, wenn er loslegt. Dass also Helis Leben vollkommen im Zeichen der Musik steht – seit über 25 Jahren betreibt er Rockmusik –, versteht sich von selbst. Und schon oft haben wir die erstaunliche Dichte des allgemeinen Musikle-

„Passion, Talent und Hingabe“ scheinen Helmut Tomschitz im Blut zu liegen.

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bens in Hartberg erwähnt und thematisiert. Das ist wirklich beachtenswert. Und natürlich ist Heli Tomschitz im Hauptberuf Musiklehrer an der Musikschule in Hartberg, Kollege von Hermine Pack, der wir ja auch auf Schritt und Tritt begegnen. Und Heli sagt so: „Am Wichtigsten ist mir, die Begeisterung für Musik, alle Arten von Musik, an meine Schüler weiterzugeben und die Szene in Hartberg ordentlich am Leben zu erhalten, soweit ich dazu beitragen kann.“

„Am Wichtigsten ist mir, die Begeisterung für Musik, alle Arten von Musik, an meine Schüler weiterzugeben und die Szene in Hartberg ordentlich am Leben zu erhalten.“

Wir wollen schnell zeigen, wie tief unser Mann in der Musik wurzelt: Neben oben erwähntem Gesangs- und Instrumentaleinsatz und neben seiner Lehrtätigkeit ist Heli außerdem Arrangeur (Rocksymphonic) und Tontechniker. Noch Fragen? Und, weil Sie fragen: Sein Freund Reinhard Winkler ist gemeinsam mit dem armenischen Musiker Karen Astarian Grammygewinner in Sachen Worldmusic: das hebt Hartberg in die lichtesten Höhen!

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was kommt

Vorschau auf Veranstaltungen in Hartberg.

Studio Percussion graz

Sepp Fink

Rhythmisch. „WUMM!“ führt es vor: Ein Zusammenspiel von Bild und Ton, bei dem aus Instrumenten Bühnenbild wird und Musiker sich in Skulpturen verwandeln. Musik, Bühne, Video, Schattentheater vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk, das lustvoll große Töne spuckt. STUDIO PERCUSSION graz nimmt das Publikum mit in eine Welt aus Bildern und Klängen – in eine Show mit saugutem Groove. Noch stehen sie ganz ruhig da, die Instrumente des STUDIO PERCUSSION graz. Doch schon im nächsten Moment verwandelt sich das schöne, statische Bild in einen brodelnden und oszillierenden Rhythmuskessel. In einer eigenen Architektonik aufgebaut, ergibt das Instrumentarium eine Ästhetik der Wucht, strahlt und tönt daraus eine beeindruckende Kraft. Die skulpturale Erscheinung von Instrumenten und Musikern, Videos, Schattenspiele, Elemente des Varietes und die aus der Musik generierte Bilderwelt, macht die Produktion WUMM! für das Publikum zu einem Karussell der Emotionen.

Bezahlt wird nicht „Menschen die nicht lachen können, sind gefährlich." Dario Fo schafft eine einzigartige Mischung aus Posse, Politklamauk und Boulevardkomödie.

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er ängstlich auf Ordnung bedachte Arbeiter Giovanni Dario ist mit der resoluten, schlagfertigen Antonia verheiratet, die gewissermaßen die Anarchie verkörpert und nicht zögert, den zivilen Ungehorsam als Waffe gegen die Unterdrücker aus Staat und Wirtschaft einzusetzen. Als Antonia zusammen mit ihrer Freundin Margherita und anderen Frauen in einem Supermarkt eine nicht ganz legale Aktion gegen die Preiserhöhungen startet, weiß sie noch nicht, welche Turbulenzen sie damit auslöst. „Bezahlt wird nicht“ ist eine Mischung aus Farce und Posse, Politklamauk und Boulevardkomödie. Dario Fo knüpft mit diesem Stück bewusst an das mittelalterliche Volkstheater an. Er hält die Satire für eine „Waffe des Volkes“, sie sei „der höchste Ausdruck des Zweifels, die wichtigste Hilfe der Vernunft“. Außerdem meint er: „Menschen, die nicht lachen können, sind gefährlich.“

Montag, 4. April, 19.30 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle Karten und Infos im Kulturreferat T: 03332/603-120

Neue Modelle. Das größte „Freiluft-Autohaus“ öffnet am Samstag, 7. Mai, von 10 bis 18 Uhr wieder in der Altstadt seine Pforten. Damit bietet der mittlerweile schon zur Tradition gewordene Hartberger Autofrühling für alle Auto-Interessierten wieder einmal eine günstige Gelegenheit, sich über die aktuellen Trends, Modelle und Neuheiten der Hartberger Autohäuser am Hauptplatz im direkten Vergleich zu informieren und Probe zu sitzen.

Frühlingsstimmung. Empfangen Sie vom 15. bis 17. April beim Ostermarkt und der Gartenausstellung im Hartberger Stadtpark die ersten Frühlingsboten. Holen Sie sich den Frühling nach Hause, nützen Sie das einmalige Angebot und genießen Sie das österliche Flair im Grünen! Bei freiem Eintritt erhalten Sie professionelle Beratung, Tipps und Gestaltungsideen für Ihren Garten. Am Ostermarkt findet man auch Kunsthandwerk und liebevoll gestaltete Geschenksartikel. Die Hartberger Bäuerinnen verwöhnen mit selbstgemachten Köstlichkeiten, eine Weinverkostung und der beliebte Bauernmarkt runden das vielfältige Angebot aus der Region ab. Der Ostermarkt und die Gartenausstellung im Stadtpark unter alten Linden und Kastanien ist nicht nur ein buntes geschäftiges Markttreiben wie aus alten Tagen, sondern auch ein Ort der Begegnung und der Vielfalt.

Samstag, 7. Mai, von 10 – 18 Uhr, am Hauptplatz Nähere Informationen: Stadtmarketing Hartberg, T: 03332/603-301, www.hartberg.at

Ostermarkt und Gartenausstellung Fr bis So, 15. bis 17. April, von 10 – 18 Uhr, Stadtpark Nähere Infos: Stadtmarketing Hartberg, T: 03332/603-301. www.hartberg.at

Autofrühling

Komödie von Molière Sehenswert. Tartuffe, ein charismatischer Wanderprediger, nistet sich in einer braven bürgerlichen Familie ein. Aber leider ist der fromme Mann gar nicht so fromm, wie man glauben mag. Molières „Tartuffe“ ist eine der berühmtesten Komödien der Weltliteratur, sehr witzig, hoch erotisch – und als beißende Satire auf religiösen Wahn und (nicht nur) kirchliche Doppelmoral heutzutage vielleicht aktueller als jemals zuvor. In den Hauptrollen zwei gebürtige Hartberger: Hermann J. Kogler und Rochus Millauer. Und als Extra-Zuckerl: TVModerator Günter Tolar als bigotte Alte!

WECHSELGAU Leistungsschau 2.+3. APRIL 2011 IN HARTBERG

Conny Mooswalder singt live am Samstag von 17.00 -18.00 Uhr

Sonntag, 11.00 Uhr mit Sepp Loibner und mit

Gewinnspiel: 1. Preis

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Foto: ORF

HELDEN VON MORGEN

Donnerstag, 24. März, 19.30 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle Karten und Infos im Kulturreferat T: 03332/603-120

Aufführungstermine Freitag, 1. April,19.30 Uhr Samstag, 2. April, 19.30 Uhr Freitag, 15. April, 19.30 Uhr Samstag, 16. April, 19.30 Uhr Sonntag, 17. April, 17 Uhr Karten und Infos unter www.tribuehne.at

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Ostermarkt & Gartenausstellung

Hartberg im Frühjahr 2011

Fiat Panda im Werte von 10.089,-

WECHSE LeistungsLGAU schau

Symbolfoto


Termine

Die Highlights

Wo Sie unbedingt dabei sein sollten...

15. März bis 7. Mai 2011 bis 17. 4. ● 1918 – 1938 Museum Hartberg, Mi bis So, 10 – 16 Uhr. Die Geschichte des Bezirks anlässlich der 100-Jahrfeier der Firma Stibor.

1. 4. ◆ Bezahlt wird nicht Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr www.tribuehne-hartberg.at

bis 7. 7. ● CERN – Reise zum Ursprung des Universums Ökopark Hartberg, Do bis So, 14 – 20 Uhr Eine spannende Reise zum Ursprung des Universums.

● Diavortrag: „Australien“ Gasthof „Zur Lebing Au“, 19.30 Uhr 11.000 km Radabenteuer durch Down Under Freitag, Verena & Andreas Jeitler Infos sowie Karten unter www.radabenteuer.at oder an der Abendkasse

bis 29. 4. ● Werke von Sauter & Sauter Fotografien, Malereien und Schmuck Kultur- und Mehrzwecksaal der BH Hartberg Mo bis Fr, 8 – 18 Uhr 15. 3. ● Wolfgang Uranitsch Schloss Hartberg, Mi bis Sa von 15 – 18 Uhr. Bis 26. März. 16. 3. ● Michael Ferner Pfarrgalerie Hartberg, Vernissage: 16. 3., 18.30 Uhr Fr: 16 – 18, Sa: 17 – 19, So: 9 – 11.30 Uhr. Bis 26. 3. 17. 3. ● Nationalsozialismus in der Zwischenkriegszeit im Bezirk Hartberg, Museum Hartberg, 19 Uhr, Vortrag: Harald Kleinberger 19. 3. ● Grabner Hausmesse Ziegeleigasse 10, 10 – 18 Uhr, Eintritt frei! Größte oststeirische Landmaschinenmesse mit umfangreichem Rahmenprogramm und tollen Gewinnspielen. Bis 20. 3. Infos: www.stahlbau-grabner.at 20. 3. ✱ Kindermusical „Future Star“ Stadtwerke-Hartberg-Halle, 15 und 18 Uhr. Mit 100 Kindern aus Hartberg und Umgebung unter der Leitung von Mag. Barbara Fink und dem Kisi Team. 22. 3. ● Lesung: Lisa Lercher Stadtbücherei Hartberg, 19 Uhr. Lisa Lercher liest aus ihrem neuesten Krimi „Zornige Väter“ sowie eine Kurzgeschichte aus „Besser tot als nie“. Eintritt: Freiwillige Spende! 24. 3. ◆ „Tartuffe“ Eine Komödie von Molière Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr 26. 3. ✱ Benefizkonzert Stadtpfarrkirche Hartberg, 19.30 Uhr Zu Gunsten der Missionsarbeit in Afrika und Brasilien 30./31. 3. ◆ The Kids are all right Regie: Lisa Cholodenko, Cine4you Hartberg, jeweils 20 Uhr 31. 3. ● Die Infrastruktur im Bezirk Hartberg 1918 – 1938: Strom, Telefon, Bahn und Straßenbau, Museum Hartberg, 19 Uhr, Vortrag: Dr. Mag. Stephan Stibor

2. 4. ◆ Bezahlt wird nicht Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr www.tribuehne-hartberg.at 2./3. 4 ● ✱ Wechselgau Leistungsschau Lagerhaus Wechselgau – Großes Flohmarktzelt, Samstag Gratis-Kinderfest, Sonntag Modenschau, Conny Moos­ walder singt live am Samstag von 17 – 18 Uhr 4. 4. ✱ STUDIO PERCUSSION graz – WUMM! Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr 10. 4. ✱ Frühjahrskonzert der Jugendkapelle Hartberg Stadtwerke-Hartberg-Halle, 17 Uhr. Unter der Leitung von Mag. Herbert Monsberger 12. 4. ✱ Konzert von Philipp Szalay/Ian Fischer Räume am Kirchplatz, 20 Uhr, Abendkasse Veranstalter: Kulturverein Backwood

bis 7. 7., Do bis So, 14 – 20 Uhr Ökopark Hartberg Eine spannende Reise zum Ursprung des Universums. 30. 4. ● „Aufblühn“ in der Keramikwerkstatt Eva Mayer, Ring 36, 10 – 18 Uhr Zum Frühlingsauftakt öffnet die Töpferin Eva Mayer das Tor zu Werkstatt und Garten. Die Ausstellung zeigt ein Spektrum keramischer Arbeiten von Tee- und Tischkultur bis zu Keramik für den Wohn- und Gartenbereich. Weitere Termine: 1. 5., 7. 5., 8. 5. 5. 5. ✱ Wasserspiegel – Musikalische Reise durch das Weltmeer Schloss Hartberg, 19.30 Uhr Mit Katharina Gross und Arnold Marinissen

❤ Abendeinkauf bis 21 Uhr Geschäfte der Hartberger Innenstadt, 18 – 21 Uhr ❤ Gartenfestival Hartberg GartenBayer-bellabayer-Ökopark (bis 8. Mai) www.gartenfestival.bellabayer.at 7. 5. ● Hartberger Autofrühling Hauptplatz Hartberg, 10 – 18 Uhr ❤ Hartberger Modepräsentation FUZO Hartberg, 10 und 14 Uhr

15. 4. ❤ Ostermarkt und Gartenausstellung 10 – 18 Uhr, Hartberger Stadtpark. Bis 17. 4. ◆ Bezahlt wird nicht Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr www.tribuehne-hartberg.at

▲ Saisonstart Freibad, HERZ 9 Uhr, Vorverkauf Saisonkarten von 1. 4. bis 6. 5. im Bürgerservice und an der Sport- und Freizeitinformation im HERZ

16. 4. ❤ Kunst und Krempel Rochusplatz, 5 – 13 Uhr, Flohmarkt in der Hartberger Innenstadt, jeden 3. Samstag im Monat, Anmeldung: Bernhard Scherf, T: 0664/110 19 14. Bis 15. 10. ◆ Bezahlt wird nicht Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr www.tribuehne-hartberg.at 17. 4. ◆  Bezahlt wird nicht Stadtwerke-Hartberg-Halle, 17 Uhr www.tribuehne-hartberg.at 26. 4. ✱ Konzert von Son of the Velvet Rat Räume am Kirchplatz, 20 Uhr, Abendkasse Veranstalter: Kulturverein Backwood 30. 4. ✱ Konzert des Jahres 2011! Semino Rossi mit Live-Band, Stadtwerke-Hartberg-Halle, 19.30 Uhr, Moderator: Erich Fuchs, Tickets und Infos www.ilztaler.at

Hartberg im Frühjahr 2011

Kindermusical „Future Star“ 20. 3., 15 und 18 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle Mit 100 Kindern aus Hartberg und Umgebung unter der Leitung von Mag. Barbara Fink und dem Kisi Team.

6. 5. ❤ Hartberger Modepräsentation FUZO Hartberg, 15 und 17 Uhr

▲ Internationales Leichtathletik Sportfest Stadion Hartberg, ab 10 Uhr, Mehrkampfmeeting U12 und U14, Steiermark-Meeting Frauen/Männer und U18

✱ „Mei Fest“ ab 15 Uhr, Gasthof „Zur Lebing Au“ – Fam. Pack, Traditionelles Maibaumaufstellen durch den BCL

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CERN – Reise zum Ursprung des Universums

✱ Musik/Party ◆ Theater/Film/Tanz ● Ausstellung/Vortrag ❤ „Città Slow“ ▲ Sport & Gesundheit

Lesung: Lisa Lercher 22. 3., 19 Uhr Stadtbücherei Hartberg Lisa Lercher liest aus ihrem neuesten Krimi „Zornige Väter“ sowie eine Kurzgeschichte aus „Besser tot als nie“. Eintritt: Freiwillige Spende!

„Tartuffe“ – eine Komödie von Molière 24. 3., 19.30 Uhr Stadtwerke-Hartberg-Halle Karten und Infos im Kulturreferat T: 03332/603-120

Ankündigung

Gartenfestival Hartberg

Der Veranstaltungskalender in Taschenformat wird ab sofort in das Hartberg Magazin integriert. Das Kalendarium wird Veranstaltungen im Zweimonatstakt ankündigen. Bitte senden Sie fortan Ihre Veranstaltungstermine an kultur@hartberg.at oder stadtmarketing@hartberg.at.

6. bis 8. 5., GartenBayerbellabayer-Ökopark Im fantastischen Schaugarten und im nahe gelegenen Gartencenter Bayer werden Garten­ führungen, ein Gartenmarkt, Fachvorträge, Diashows, Spezialberatungen u.v.m. geboten.

Aus Platzgründen können wir nur ein gewisses Kontingent an Veranstaltungsankündigungen berücksichtigen. So werden diese unter festgelegten Gesichtspunkten selektiert. Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe ist der 4. April 2011 (liegt auf bis 12. Juli). Dennoch haben Sie die Möglichkeit Veranstaltungen im Online-Veranstaltungskalender zu präsentieren. Übermitteln Sie uns dazu die die wichtigsten Eckdaten Ihrer Veranstaltung mit kurzer Beschreibung und Foto (inkl. Rechte) – dies ist unbedingt erforderlich! Diese Terminübersicht gilt auch als Basis für den Newsletter, welcher vom Stadtmarketing an ca. 5.000 E-Mail-Adressen gesendet wird. Hartberg im Frühjahr 2011

Hartberger Modepräsentation 6. 5., 15 und 17 Uhr 7. 5., 10 und 14 Uhr FUZO Hartberg Am 6. 5. „Abendeinkauf“ bis 21 Uhr in der Altstadt.

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persönliches

Was wir Ihnen noch sagen wollten …

Die schönste Zeit, um Amalfi zu besuchen, ist der Frühling vor dem Ansturm der Touristenmassen.

Amalfi: „Città Slow“Partnerstadt Hartberg ist mit Amalfi – einer wahrlich paradiesischen italienischen Stadt – partnerschaftlich verbunden.

Lattari hinein, die die Halbinsel von Sorrent einnehmen. Die eigentliche Stadt kann nur eine Fläche von rund 3 km² zur Bebauung nutzen. Zur Gemeinde Amalfi gehören auch Lone, Pastena, Vettica, Pogerola und Tovere. Die Nachbargemeinden sind Atrani, Ravello und Positano. Mit dem Aufblühen des Tourismus ab der Mitte des 20. Jahrhunderts erholte sich die lange Zeit marode Wirtschaft der Stadt. Viele neue Unterkünfte und Freizeitangebote wurden geschaffen. Mittlerweile zählt die Stadt während der Sommermonate zu den exklusivsten Urlaubsplätzen der Welt . Wer es ein bisschen ruhiger haben möchte, der sollte daher die Stadt im Frühling besuchen, denn da präsentiert sie sich von ihrer schönsten Seite. Nähere Infos über Hotels und Unterkünfte finden Sie unter www.amalfi.it

Foto: iStock

m

it der „Città Slow“Auszeichnung wurde Hartberg in einen ehrwürdigen Kreis sehenswürdiger und teilweise sogar weltberühmter Städte aufgenommen. Ein Grund für uns, Ihnen immer wieder eine unserer „Partnerstädte“ näher vorzustellen. Wir beginnen diese Serie mit der italienischen Stadt Amalfi. die am Golf von Salerno, am Tyrrhenischen Meer, 26  km westlich von Salerno und 73 km südöstlich von Neapel liegt. Amalfi ist eine Kleinstadt mit 5341 Einwohnern in der Provinz Salerno, in der Region Kampanien. Die Stadt, die 320 n. Christus vom Soldaten Kaiser Konstantin gegründet wurde, liegt an der – für ihre Schönheit weltweit bekannten und zum UNESCO Kulturerbe zählenden – Amalfiküste. Die „Città Slow“ Amalfi erstreckt sich von der Küste in ein enges Tal der Monti

n e f u a k n i E en nn i S n e ll a t mi tadt s t l A r e g r e b t r in der Ha

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Aufgrund der Nachfrage erscheint das Hartberg-Magazin in einer Auflage von 28.500 Exemplaren. Nutzen Sie die Breitenwirkung des auflagenstarken Mediums und präsentieren Sie Ihren Betrieb im Hartberg Magazin. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen an unserem Erfolg teilhaben wollen, dann nützen Sie das Hartberg-Magazin zur kostengünstigen Übermittlung Ihrer Werbe­ botschaft. Die aktuellen Anzeigentarife finden Sie unter www.hartberg.at.

Wir freuen uns über Ihre Anregungen. Das Redaktionsteam des Hartberg-­Magazins ist sehr an Ihrer Meinung interessiert. Schreiben Sie uns einfach Ihre ersten Eindrücke, ebenso sind wir jederzeit für Anregungen bezüglich Geschichten von oder über Hartberg und dessen Einwohnern dankbar. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse stadtmarketing@hartberg.at.

Impressum Hartberg – das sinnvolle Stadtmagazin Herausgeber Stadtmarketing Hartberg, HSI – Hartberg Standortentwicklung und Immobilien GmbH Konzeption Mag. Lucas Schneider-Manns Au, marketing meets media & Michael Fürnsinn, buero8 Chefredaktion Mag. Lucas Schneider-Manns Au, Mag. Astrid Maier Artdirektion Andreas Posselt, buero8 Fotoredaktion Mag. Bernhard Bergmann Autoren dieser Ausgabe Mag. Gerd Hofer, Sebastian Gölly, Dr. Josef Reisenhofer, Johann Hofer, Mag. Astrid Maier, Saskia Hirschböck , Mag. Stefanie Simon, Dir. Karl Pack, Mag. Lucas Schneider-Manns Au Fotos Mag. Bernhard Bergmann, Mag. Lucas Schneider-Manns Au, iStock, beigestellt Lektorat Mag. Bakk. Michaela Schirnhofer Druck Schmidbauer, Oberwart Anzeigenabteilung Stadtmarketing Hartberg, Tel. 03332/603-300, Anzeigentarife unter www.hartberg.at. Für unaufgeforderte Einsendungen übernehmen wir keine Haftung. Druck- und Satzfehler vorbehalten. Auflage 28.500 Stück

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Sommer

Campus Hartberg


Hartberg Magazin Frühjahr 2011