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Österreichische Post AG / Postentgelt bar bezahlt Verlagsort:3100 St. Pölten

RM 13A039750 K

kritisch. meinungsbildend. auflagenstark.

nr. 575

märz 2014

Das Europa von morgen

Nur mit einer gestärkten Sozialdemokratie kann ein solidarisches und selbstbewusstes Europa gelingen.

Frischer Wind

Starke Vertretung

Mit Harald Stöckl und Thomas Kainz wurden zwei neue Mandatare ins St. Pöltner Stadtparlament entsandt. Sie folgen den beiden SPÖUrgesteinen Wolfgang Nowak und Gerhard Korherr. Der Stadtexpress berichtet.

Markus Wieser, der neue Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich gibt Einblick in die stärkste Interessensvertretung Österreichs, outet sich als St. Pölten-Fan und erklärt, warum Wahlkampf nicht alles ist.

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Am 25. Mai geht Europa zur Wahl. Für ein Europa, das sich den Menschen und ihren sozialen Anliegen verpflichtet – und nicht den Konzernen – steht Europaabgeordnete Karin Kadenbach. Der Stadtexpress begleitete sie bei ihrer politischen Arbeit in Brüssel.

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Allein würde ich eine solche Tour nie machen!

Julia, 31, geht mit den Naturfreunden quer durch die Alpen.

100 % Erlebnis Natur – garantiert ! Dein NaturfreundeAlpininstruktor Christoph, 36, ist einer von 9546 ehrenamtlichen NaturfreundeInstruktorInnen österreichweit. niederoesterreich@naturfreunde.at, www.niederoesterreich.naturfreunde.at


die seite drei

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Über Punschkrapferl, Lynchjustiz und das Talent der Rechtspopulisten, beides für sich zu nutzen... > seite 15 |

Der Querdenker

Mehr Arbeitsplätze, mehr Einwohner

Verkehrssicherheit am Bischofsteich

Die Zahl der EinwohnerInnen und Arbeitsplätze hat in St. Pölten einen historischen Höchststand erreicht. Die Zahl der Arbeitsplätze liegt mit 53.734 um 1.412 über den Hauptwohnsitzen (52.322). Seit der Hauptstadterhebung wurde die Zahl der Arbeitsplätze mehr als verdoppelt und in den letzten 10 Jahren hat die Einwohnerzahl um 2.680 zugelegt. Auch die Einnahmen aus der Kommunalsteuer sind wieder um 3,5% gestiegen und erreichten einen Spitzenwert. Auch die Betriebsansiedelungen verlaufen positiv, denn mit 3.461 Firmen ist ein Allzeithoch erreicht. Als Ziele formuliert Bürgermeister Stadler die weitere Investition in die Infrastruktur: „Mit dem Bau von zwei neuen Brücken sowie den Investitionen in die Bildung sollen bis 2015 mehr als 185 Mio. Euro fließen.“ Weitere starke Impulsgeber werden 2014 die Errichtung der AKNÖ-Zentrale, der Baustart für den Ausbau des Landesklinikums und die Fertigstellung der Park & Ride-Anlage beim Hauptbahnhof sein.

Was war das damals für ein Rauschen im sommerlichen Blätterwald, als 2012 die Kreuzung am Bischofsteich umgestaltet und eine Verkehrsinsel errichtet wurde! Nötig wurde die Baumaßnahme durch die auftretenden Konfliktsituationen und den jahrelang von der Bevölkerung geforderten Radfahrstreifen von der Klostergasse kommend. VP-Gemeinderätin Veit sah durch die „Idee von irgendeinem Bürohengst“ eine „unsichere Gesamtsituation“, FP-Stadtrat Nonner eine „völlig unnötige Investition“ und VP-Gemeinderat Krempl rief überhaupt nach einer „shared space“ Lösung für diesen stark befahrenen Verkehrsabschnitt. Schnell haben sich die Wogen nach der Aufregung der selbsternannten Verkehrsexperten wieder geglättet und das Kuratorium für Verkehrssicherheit bestätigt nun in einer Analyse die wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit, vor allem durch eine deutlich bessere Wahrnehmbarkeit der Verkehrssituation und eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten. Doch nicht so blöd.

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten, 3100 St. Pölten, Prandtauerstraße 4, Telefon: 02742/352134, Fax: 02742/357393 E-Mail: office@stp-stadtexpress.at, Grundlegende Richtung: Informationen und Nachrichten der SPÖ St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Harald Ludwig. Fotos: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten. Anzeigenannahme: Jakob Winter, 0664/9149634. Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben plus eine Sonderausgabe pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 25.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in persönlich gezeichneten Artikeln entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

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Editorial Wachsende Verantwortung St. Pölten wächst: immer mehr Menschen siedeln sich in Traisenmetropole an. Noch schneller aber wachsen die Arbeitsplätze. Und so kommt es, dass wir nun in einer Stadt leben, die mehr Arbeitsplätze als EinwohnerInnen zählt. Mit der Größe wächst gleichzeitig die Verantwortung, die wir alle einnehmen. St. Pölten, das liegt doch mitten in Europa – wie auch der offizielle Slogan der Stadt verkündet. Und dieses Europa wählt im Mai ein neues Parlament. Vom Ausgang dieser Wahl hängt natürlich die zukünftige Entwicklung unseres Wohnortes ab. Bleibt dieses europäische Projekt eine Lobby der Banken und Konzerne, oder wird es zu einer Sozialunion im Interesse der Menschen? St. Pölten entscheidet mit! Zeigen wir Verantwortung und gehen wählen. Das sollten wir im Übrigen auch bei den anstehenden Arbeiterkammerwahlen tun. Der neue Präsident, Markus Wieser, erklärt im Innenteil der Zeitung, warum wir Menschen keine Maschinen sind. Die Arbeiterkammer hat unsere Stadt auch gewählt – als Standpunkt für ihre neue Niederösterreich-Zentrale, die derzeit in der Herzogenburgerstraße entsteht. Die Stadt wächst weiter. Und mit ihr die Verantwortung. Zeigen wir St. Pöltnerinnen und St. Pöltner, dass wir damit umgehen können. Ihr Stadtwolf


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Kampf für die Vielfalt in der Obstschüssel „Powermama“ Karin Kadenbach setzt sich seit fünf Jahren für Interessen der NiederösterreicherInnen in Brüssel ein. Im Stadtexpress erklärt sie, wo die EU die Menschen jeden Tag betrifft, und warum die bevorstehende Wahl von besonderer Wichtigkeit für unser „Einkaufskörberl“ ist.

Positive Stadtentwicklung

facebook.com/matthias.stadler

Weichen für KerntangentenBrückenbau sind gestellt. Eine der zentralen Grundlagen für eine weitere positive Entwicklung St. Pöltens ist die sinnvolle Lenkung der Verkehrsströme. In Kürze werden wir deshalb das neue Generalverkehrskonzept präsentieren, das von Stadt und Land unter entscheidender Beteiligung der Bevölkerung erstellt wurde. Bereits jetzt wird mit der Kerntangente Nord samt Traisenbrücke ein zentrales Projekt aus diesem Generalverkehrskonzept umgesetzt. Damit erfolgt eine wichtige Entlastung der Verkehrssituation auf den bestehenden Traisenbrücken und der äußere Ring um die Innenstadt wird geschlossen. Die NÖ Landesregierung und der St. Pöltner Gemeinderat haben alle notwendigen Beschlüsse gefasst, die Verträge sind unterzeichnet. Schon im Herbst sollen die Baumaschinen am Traisenufer auffahren, mit der Verkehrsfreigabe ist Ende 2015 zu rechnen.

Ihr Matthias Stadler Bürgermeister

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ie fünffache Mutter Karin Kadenbach, pendelt seit Juli 2009 zwischen Brüssel und Österreich. Ihre politische Karriere begann im Gemeinderat 1990 in Großmugl. Im Gespräch mit dem Stadtexpress betont sie: „Nicht nur im Gemeinderat sind die PolitikerInnen für die Menschen vor Ort tätig.“ Ein wichtiges Anliegen von Karin Kadenbach, Österreichs Vertreterin in den Ausschüssen für Lebensmittelsicherheit und Landwirtschaft, ist: „Die Vielfalt in den Einkaufskörben zu sichern.“

Sortenvielfalt ist das Um und Auf Der Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Saatgutverordnung sorgt derzeit für Wirbel: Dieser hat zur Folge, dass seltene und alte Getreide-, Obst- und

Gemüsesorten aussterben. Bürokratische Hürden, Zulassungsbestimmungen und Genehmigungsauflagen machen deren Pflege, Aufbewahrung, Anbau und Vermarktung unwirtschaftlich und teuer. Profiteure der neuen Verordnung sind multinationale Konzerne, in deren Händen sich die Saatgutproduktion konzentriert. „Der Vorschlag der EU-Kommission ist nicht im Interesse der BürgerInnen, LandwirtInnen und GärtnerInnen und für mich daher inakzeptabel. Mir ist Sortenvielfalt ein besonderes Anliegen, daher habe ich schon im Vorjahr den Antrag auf Zurückverweisung des gesamten Saatgutvorschlags an die EU-Kommission gestellt“, so die niederösterreichische SPÖEuropaabgeordnete Karin Kadenbach, die Chefverhandlerin der sozialdemo-


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kratischen Fraktion in dieser Angelegenheit ist. Sie weist darauf hin, dass in den zuständigen Ausschüssen der Vorschlag auf Ablehnung bereits angenommen wurde und voraussichtlich noch im März das EU-Parlament die Kommission auffordern wird, den Vorschlag zurückzuziehen und zu überarbeiten: „Wir wollen einen lebendigen Markt und nicht eine Regelung durch einige große Produzenten und Händler. Die Saatgutvielfalt in Europa muss erhalten bleiben. Die ÖsterreicherInnen und EuropäerInnen fordern Vielfalt – deshalb werden wir der EU-Kommission sagen: Zurück an den Start!“. Ein zukunftsweisendes Saatgutrecht müsse Ernährungssicherheit gewährleisten und die Biodiversität schützen, aber auch sicherstellen, dass gemeinnützige Initiativen und BürgerInnen, die sich für Biodiversität einsetzen, ihren Dienst an der Gesellschaft ungehindert fortsetzen könnten, so Kadenbach weiter. Kadenbach fordert von Agrarminister Rupprechter, dass er aktiv wird und die Vielfalt und die österreichische Verhandlungsposition in Brüssel stärkt, wenn das Saatgutrecht wieder im EU-Parlament und EU-Rat verhandelt wird. Kadenbachs Kritik an der Saatgutverordnung wird von zahlreichen UmweltschützerInnen und NGOs geteilt. So haben etwa Global 2000 und der Verein Arche Noah die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt!“ gestartet, deren Petition gegen die Kommissionspläne schon über 700.000 UnterstützerInnen zählt. „Global 2000 und Arche Noah haben mit ihrer Kampagne einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Bevölkerung in Sachen Saatgutvielfalt zu sensibilisieren. Alle, denen der Schutz der Vielfalt am Herzen liegt, sind dazu aufgerufen die Kampagne zu unterstützen“, so Kadenbach.

Konservative vertreten Banken, ändern wir das! Die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sind am 25.Mai 2014 aufgerufen, über die Zusammensetzung des EU-Parlaments zu entscheiden. „Leider wird den Europawahlen nach wie vor wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei werden zahlreiche Entscheidungen schon

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längst auf europäischer Ebene getroffen. Wer glaubt ernsthaft, dass man dem Klimawandel Einhalt gebieten kann, ohne Zusammenarbeit?“, ruft Karin Kadenbach zur Mitentscheidung auf. Obwohl das gemeinsame Europa unumgänglich ist, um unsere Zukunft zu gestalten, ist auch die Kritik, die von vielen daran laut wird, verständlich. Noch immer herrscht bei der Bevölkerung das Gefühl vor, dass in der Politik der EU mehr auf die Bedürfnisse von Banken und Großkonzernen eingegangen wird, als auf jene der Menschen. Derzeit haben die Konservativen und Liberalen im EU-Parlament eine Mehrheit. Dies bremst natürlich bei Entscheidungen, die eine wirklich strenge Regulierung der Finanzmärkte oder eine umweltfreundliche Agrarpolitik betreffen. Deshalb ist es umso wichtiger, sich an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu beteiligen. Denn wie sich das Europa der Zukunft gestalten wird, hängt von der Zusammensetzung des Parlaments und des Rats ab. Es liegt also in der Hand der Wählerinnen und Wähler, wie sich das Europa der Zukunft ausgestalten wird!

Veranstaltungstipp: Europanacht im Autohaus Am 10. Mai wird in Ratzersdorf die europäische Fahne gehisst, der Abend steht ganz im Zeichen Europas. Ab 20 Uhr wird

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im Autohaus Blum getanzt und gefeiert. In Zusammenarbeit mit der SPÖ Ratzersdorf, dem Wirtschaftsverband und Gastro-Profi Tezcan Soylu wird der Abend ganz der europäischen Allianz gewidmet. Chris Heart und die Zärtlichen Chaoten werden im Clubroom mit etablierten Djs, für Stimmung sorgen. Auch der Hauptpreis der Tombola, soviel sei verraten, lässt sich sehen und sieht über die Grenzen hinaus. Mit dabei in der Europanacht sind Tezcan Soylu, Karin Kadenbach, Robert Laimer, Werner Blum und Matthias Stadler. Nähere Informationen und Tischreservierung gibt es unter der Nummer 0660/9618596.

fact

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Unsere Spitzenkandidatin im EU-Parlament Im Europäischen Parlament ist Karin Kadenbach Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, sowie in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern Südasiens. Ebenso ist sie auch in den Ausschüssen für für regionale Entwicklung, sowie für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Außerdem ist sie in der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.


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kurz & gut Sanierung Gymnasium Josefstraße startet.

r umfassenden Noch 2014 wird mit de ng des GymSanierung und Erweiteru nnen. Zuerst nasiums Josefstraße bego es dreigeschoerfolgt die Errichtung ein rd der Altbau ßigen Zubaus, danach wi estitionskosten komplett saniert. Die Inv nen Euro. belaufen sich auf 20,5 Millio

Neuer Standort für die Volkshochschule.

Ab Mai werden die Kurse der städtisch en Bildungseinrichtung im neu adaptiert en Kolpingheim auf der Hermannshöhe (Kolpingstraße 1) abgehalten. Neben den Vorteilen des neuen Standortes in unm ittelbarer Zentrumsnähe können damit die Mietkosten deutlich reduziert werden.

er Top-Note für St. Pöltn Hoteliers. gieren die Sachen Freundlichkeit ran

In iterInnen laut St. Pöltner Hotel-Mitarbe ung auf dem einer aktuellen Auswert ropavergleich guten vierten Rang. Im Eu Beherbergerliegen die österreichischen f Platz zwei. betriebe hinter Finnland au

Rekord bei Innenstadtgutscheinen.

2013 war erneut ein Rekordjahr: Mit 451.200 Euro konnte die bisher höchste Summe an Gutscheinen ausgegeb en werden. Bestes Zeichen dafür, dass sich die „insBesondere“ Gutscheine als Geschenkidee und Zahlungsmittel endgültig etabliert haben.

Sozialer Zweitkaffee im Café Emmi.

kurz angemerkt

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schwappt nun Ausgehend von Neapel nach St. Pölten ein weltweiter Trend auch in der Linzer über: Wer im Café Emmi llt, kann einen Straße einen Kaffee beste d spendet dieweiteren mitbezahlen un sen somit an Bedürftige.

plus!

minus!

Vernetzungstreffen

Spargedanke

Einmal mehr denkt man in St. Pölten in Sicherheitsfragen einen Schritt weiter: Mitte Jänner fand auf Initiative von Prof. Kurt Fellöcker und auf Einladung von Bürgermeister Matthias Stadler das erste St. Pöltner Vernetzungstreffen zwischen Polizei und Sozialarbeit statt. Zahlreiche Vertreter von Exekutive und Sozialarbeit diskutierten über Brennpunkte moderner Sicherheitspolitik und gemeinsame Schnittstellen, um Synergien nutzen zu können und mehr Sicherheit in der Landeshauptstadt zu garantieren. „St. Pölten hat hier einmal mehr die Vorreiterrolle inne“, so Bürgermeister Stadler zum Stadtexpress. „Jede Institution hat ihre Möglichkeiten, aber auch ihre Grenzen. Gemeinsam kann man hier sicherlich im Sinne eines großen Ganzen mehr erreichen. Der erste Schritt ist getan, weitere Maßnahmen müssen folgen“, blickt der Bürgermeister bereits in Richtung Zukunft.

Die von Innenministerin Johanna MiklLeitner präsentierte Polizeireform sorgt noch immer für Verunsicherung in der Bevölkerung. Die Außendienstpräsenz zu steigern und auch präventiv verstärkt tätig zu sein, ist sicherlich ein richtiger Ansatz, ebenso erscheint eine Zusammenlegung besonders kleiner Dienststellen oder solcher, die in geringem Abstand zueinander liegen, vertretbar. Vater von Polizeireformen darf jedoch nicht der Spargedanke sein, sondern die Sicherheit der Bevölkerung. Die Gewährleistung der Sicherheit ist eine der wichtigsten Aufgaben, die der Staat zu erbringen hat. Derzeit stehen viele Polizistinnen und Polizisten kurz vor der Pension und so ist es höchst an der Zeit, wieder genügend junge Beamtinnen und Beamte auszubilden, um diese Lücken zu schließen. Denn eine weitere schleichende Verabschiedung des Staates aus dem Bereich der öffentlichen Sicherheit würde fatale Folgen haben.

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„Menschen sind keine Maschinen“ Von 6. bis 19. Mai findet die AK-Wahl in Niederösterreich statt. Der Stadtexpress hat mit dem neuen AKNÖ-Präsident Markus Wieser über seine Vorstellungen zur ArbeitnehmerInnenvertretung und den Umzug der Arbeiterkammer NÖ nach St. Pölten gesprochen. die Gesundheitsförderung. 50 Prozent aller Krankheiten kommen von der Arbeit. Da muss man gegensteuern. Die Überstunden sind ein Hauptgrund. Sie müssen reduziert werden. Das schafft auch Arbeitsplätze. Dafür brauchen wir eine starke Arbeiterkammer mit sozialdemokratischer Mehrheit. Das Thema Mietrecht wird immer wichtiger. Was meinen Sie dazu?

Stadtexpress: Sie waren beim Streik in der KBA Mödling einer der prominentesten Unterstützer und sogar im Verhandlungsteam. Bleibt da noch Zeit für den Wahlkampf? Wieser: Wenn ein Unternehmen einen Betrieb, der Gewinne schreibt, kaputt sparen und den Großteil der MitarbeiterInnen auf die Straße setzen will, muss der Wahlkampf warten. Da heißt es, den Leuten helfen. Gemeinsam haben wir zumindest 75 Arbeitsplätze gerettet und für den gesamten Standort einen Sozialplan auf fünf Jahre abgeschlossen. Weiters sind wir der Firmenleitung, die den MitarbeiterInnen Konsequenzen wegen des Streiks angedroht hatte, entschieden entgegen getreten und konnten auch die Lohnfortzahlung für die Dauer des Streiks sicherstellen. Aus diesem Grund gibt es ja Gewerkschaften und die Arbeiterkammer. Und nicht zu vergessen die BetriebsrätInnen, die Tag für Tag im Betrieb große Arbeit für die KollegInnen leisten.

Auf einem der Transparente stand sogar Ihr Slogan „Menschen sind keine Maschinen“.

Wieser: 25 Prozent aller NiederösterreicherInnen leben in Mietwohnungen. Vor allem in Städten leiden die BewohnerInnen unter steigenden Mieten. Wir müssen daher mehr leistbare Wohnungen bauen und die Wohnbauförderung wieder für den sozialen Wohnbau verwenden. Das Mietrecht gehört ebenso reformiert. Ich will klare Mietzinsobergrenzen.

Wieser: Die KollegInnen bei der KBA Mödling haben sich in diesem Spruch wiedergefunden. „Menschen sind keine Maschinen – genau deswegen stehen wir heute hier“, hat mir ein Kollege gesagt. Die KBA ist zwar eine Maschinenfabrik, aber was wirklich zählt, ist der Mensch. Was werden die Schwerpunkte für die nächste Periode des Kammerparlaments sein? Wieser: Das wichtigste ist, die ArbeitnehmerInnen finanziell zu entlasten. Der Eingangssteuersatz muss von 36,5 Prozent auf 25 Prozent sinken. Das ist mit einer Vermögenssteuer ohne weiteres finanzierbar. Das Bonus-Malus-System für ältere ArbeitnehmerInnen muss schnell eingeführt werden, damit über-50-jährige in Beschäftigung bleiben. Dazu gehört auch

In zwei Jahren übersiedelt die AKNÖ nach St. Pölten. Freuen Sie sich schon? Wieser: Ja, sicher. Ab 2016 wird St. Pölten auch die ArbeitnehmerInnenhauptstadt Niederösterreichs. Wir bauen ein modernes ArbeitnehmerInnenzentrum, das mit dem Jugendkulturhalle frei:raum und dem Jugendzentrum Steppenwolf auch eine Anlaufstelle für die junge Generation St. Pöltens sein wird. Ich bin mir sicher, dass wir als AKNÖ in St. Pölten herzlich aufgenommen werden.


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interview

„Wer viel Vermögen hat, kann sich politischen Einfluss erkaufen“

Foto: Cinema Paradiso

Im Rahmen der Präsentation seines neuen Buches, „Der überflüssige Mensch“, traf die Stadtexpress Redaktion den Autor und Philosophen Ilija Trojanov zum Gespräch und befragte ihn zu seinem neuen Werk und zu seinen Schlüssen aus der jetzigen Wirtschaftskrise.

Stadtexpress: Wie definieren Sie den Überflüssigen Menschen und die ökonomischen Eliten, welche ihn prägen? Ilija Trojanov: Das Entscheidende ist, dass nicht ich ihn definiere, sondern auf eine bestehende Definition zurückgegriffen wird. Die lautet: „Der Wert eines Menschen in unserem System bemisst sich darin, was er produziert und was er konsumiert“. Der Konsument ist das Lieblingskind des Kapitalismus und wir hören ständig, dass wir mehr konsumieren müssen, da Konsum das Wachstum antreibt. Das Spannende daran ist, dass Konsum eigentlich keine Investition ist. Er ist zwar eine Investition in das Wachstum, aber keine in die Zukunft. Sie erwähnten in ihrer Lesung, dass der Markt gleich Gott wäre. Wie ist das zu verstehen?

Wir leben in Zeiten in denen es nur noch ein vorherrschendes Dogma gibt: Nämlich, dass die Märkte in einer metaphysischen Weise dafür sorgen, dass es Verteilung und Ausgleich gibt, der

„Der Wert eines Menschen in unserem System bemisst sich darin, was er produziert und was er konsumiert“ richtige Preis durch sie erzielt wird und somit eine Balance zwischen Produktion und Konsum entsteht. Dieses Dogma wird auch nicht hinterfragt, weil alle möglichen Formen des Marktversagens wegdiskutiert werden und davon ausge-

gangen wird, dass möglichst wenig Regulierung richtig ist. Seit der Finanzkrise 2008 kam es wieder zu einem Erstarken der Wirtschaft, aber die Gewinne sind fast ausschließlich an das oberste Prozent der Gesellschaft gegangen. Das heißt man erkennt sehr klar, dass jene, die schon sehr gut positioniert waren, durch dieses System noch mehr Vorteile bekommen. Welche ökologischen Folgen ergeben sich ihrer Meinung nach aus der derzeitigen Wirtschaftspolitik, beispielsweise in Bezug auf das Klima? Das Problem des Klimawandels ist zum Beispiel, dass die Opfer nicht dort sind, wo die Macht ist. Das heißt die mächtigsten Staaten der Welt, die OECD Länder, sind bisher überwiegend vom


interview

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Klimawandel verschont geblieben. Am stärksten betroffen ist die Sahel Zone, dort befinden sich einige der ärmsten Länder der Welt. Fast die gesamte Zone ist im Moment Bürgerkriegsgebiet. An der Sahel Zone, lässt sich sehr gut festmachen, wozu der Klimawandel führt, nämlich zu ökologischer Verödung, zu schrumpfenden, nutzbaren Boden und somit zu immer weniger Überlebensmöglichkeiten für die ansässige Bevölkerung. Dies führt unweigerlich zu enormen sozialen Konflikten, teilweise sogar bis zu Genoziden, weil die Menschen um das Wenige kämpfen, was es noch gibt. Das ist auch das perfide an den Diskussionen beim letzten Weltklimagipfel in Warschau, nämlich, dass jene die den

sogenannten „Dritte Welt Länder“ haben verlangt, dass sie Geld erhalten. Was prinzipiell eine verständliche Forderung ist, aber es hilft ihnen langfristig nicht dabei mit den Folgen des Klimawandels zurechtzukommen. Das heißt es bedarf einer grundlegenden Veränderung der Produktionsweisen in der westlichen Welt, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dies passiert jedoch nicht, da wir die Folgen noch nicht spüren und das ist eine extrem problematische Entwicklung.

„Allerdings ist es immer schwer, sich dann durchzusetzen, wenn die Opfer die Machtlosen sind“

Meiner Meinung nach ist sie erst einmal ein Schutzmechanismus der Eliten. Das beginnt damit, dass sich Eliten immer eigene Schutzzonen konstruieren, zu denen die anderen keinen Zugang haben. Dies passiert beispielsweise auch in Großstädten mit starken sozialen Differenzen. Zu Ghettoisierung gehören auch immer private Sicherheitsdienste. Das heißt Sicherheit wird privatisiert und ist nicht mehr Aufgabe der gesamten Gesellschaft, sondern sie wird erkauft. Weiters handelt es sich bei Gettoisierung um eine besonders sichtbare Form der Vermögensverteidigung. Im Moment führen wir einen gesellschaftlichen Kampf gegen Vermögen, diskutieren aber ständig nur das Einkommen. Wenn heute politisch über soziale Gerechtigkeit diskutiert wird, geht es immer darum, wie Einkommen besteuert wird, aber das interessantere wäre eigentlich, wie verhindern wir Vermögenskonzentration. Diese führt nämlich dazu, dass jene, die sehr viel Vermögen haben auch politisch sehr viel Einfluss gewinnen. Das ist die klassische Definition von Oligarchie: „Wenn man viel Vermögen hat, kann man sich politischen Einfluss erkaufen.“ Das wird bei uns unter dem fast nett klingenden Begriff des Lobbyismus verkleidet, hat aber zur Folge, dass jene

Foto: Thomas Dorn

Klimawandel verursacht haben, beziehungsweise ihn zum großen Teil noch immer verursachen, in einem Konflikt stehen mit den Opfern. Allerdings ist es immer schwer, sich dann durchzusetzen, wenn die Opfer die Machtlosen sind. Die

In ihrem Vortrag erwähnten sie auch den Vorgang der Ghettoisierung. Sehen Sie dies als Methode der ökonomischen Eliten, um sich die Probleme der breiten Bevölkerung aus den Augen zu schaffen?

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die über ein großes Vermögen verfügen, extrem gute Chancen haben diese zu erhalten oder sogar auszubauen. Sie selbst sind aus Bulgarien nach Deutschland geflohen und haben dort Asyl gewährt bekommen. Wie beurteilen Sie sie die heutige Asylpolitik seitens der EU und ihren Mitgliedsstaaten? Die heutige Asylpolitik bedeutet eigentlich die Abschaffung von Asyl, denn es gibt eine abnehmende Zahl von tatsächlich anerkannten Asylwerbern. Mir ist zum Beispiel völlig unklar, wie Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Syrien nach dem konventionellen und klassischen Verständnis von Asyl nicht aufnehmen kann, da diese Menschen vor Zuständen fliehen, die lebensbedrohlich sind. Das zweite ist, das perfide Dublin II Abkommen, welches beinhaltet, dass Leute dort Asyl beantragen müssen, wo sie das erste Mal europäischen Boden betre-

„Die heutige Asylpolitik bedeutet eigentlich die Abschaffung von Asyl…“ ten. Das ist natürlich im Moment besonders katastrophal, weil es die aller ärmsten Länder der EU - Griechenland, Spanien, Portugal - betrifft. In diesen Ländern gibt es auf Grund der massenhaften Verarmung der Bevölkerung in den letzten Jahren natürlich wenig Bereitschaft, jetzt Flüchtlingen zu helfen, während andere Länder, wie Österreich oder Deutschland, die sich weiter weg befinden, fein herausreden können. Insofern stellt die heutige Asylpolitik eine einzige unmenschliche Katastrophe dar. Ich finde es auch etwas zwiespältig, dass einerseits in Sonntagsreden Demokratie und Humanität immer wieder hervorgehoben werden, während man bei der Asylpolitik gerade diese Werte vermisst.


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express Foto: Carina Karlovits/HBF

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Greencamping ist die Zukunft

Stadler in der Hofburg

Das Frequency gilt als größtes Festival Österreichs. Jährlich pilgern tausende Musikbegeisterte aus ganz Europa nach St. Pölten. Nachdem der Gemeinderat die dafür notwendigen Beschlüsse bereits in der Sitzung im Jänner gefällt hat, steht dem Festival 2014 nichts mehr im Wege. Für Umweltgemeinderat Robert Laimer steht dabei der Schutz des Naherholungsgebietes an der Traisen im Vordergrund: „St. Pölten hat in den letzten Jahren durch die Ansie-

Bundespräsident Heinz Fischer lud den St. Pöltner Bürgermeister vor kurzem zu einem Gespräch in seine Amtsräume. Neben der allgemeinen politischen Entwicklung stand vor allem die schwierige Finanzsituation der Städte und Gemeinden im Mittelpunkt. „Unser Bundespräsident zeigte sich zudem bestens informiert über die positive Entwicklung St. Pöltens. Die Zusammentreffen sind inhaltlich und menschlich immer sehr bereichernd“, so Bgm. Matthias Stadler.

delung der Festivals enorm profitiert. Besonderen Wert lege ich auf die ständige Verbesserung der Müllkonzepte, damit unsere Umwelt nachhaltig geschützt wird.“ Das Traisenufer sei eine wichtige Lebensader der Stadt, so Laimer, der das umweltfreundliche Greencamping weiter forcieren will: „Heuer werden wir das Areal für grünes campen weiter vergrößern. Wir wollen die Jugendlichen zu einem bewussten Umgang mit der Umwelt motivieren.“

Bau- und Gewerbeordnung entrümpeln und BürgerInnen entlasten!

Landtagsabgeordneter Helmut Schagerl und Landesparteichef Mag. Matthias Stadler präsentieren SPÖ-Initiative zur Entbürokratisierung und Deregulierung der Bau- und Gewerbeordnung.

Beim Hausbau, bei Sanierungen oder der Gründung einer Firma gibt es eine Vielzahl an

Hindernisse für Betriebsgründungen aus dem Weg schaffen


Frühjahr 2014

12. März

Bergfilmfestival 2014 mit Ines Papert

Obergrafendorf, Pielachtalhalle, 19.30 Uhr

Das Programm: Free Your Mind – Lass den Alltag hinter dir! Bernhard Gerstmair

Am 12. März 2014 gastiert das Bergfilmfestival der Naturfreunde in Obergrafendorf. Organisator Sepp Friedhuber, dem preisgekrönten „Universum“ und „Land der Berge“ Filmer, gelang es eine Ikone der internationalen Kletterszene als LiveGast zu gewinnen: Ines Papert. Die 40-jährige gewann vier Mal den Weltmeistertitel im Eisklettern,

ehe sie sich 2006 aus dem Wettkampfsport zurückzog. Seither konzentriert sie sich auf hohe Wände und ausgesetzte Gipfel an den entlegensten Orten der Welt: in der kanadischen Arktis, im hohen Atlas in Marokko oder in Norwegen. Weitere Infos und Kartenbestellungen: Naturfreunde-Büro, Hessstr. 4 bzw. www.bergfilmfestival.naturfreunde.at

Peter Ressmann − Ein Leben für die Berge

Ein Porträt des Bergsteigers Peter Ress mann (1965−2010)

Gerald Salmina

Magie des Nordlichts Mitternachtssonne und Aurora Borealis Sepp Friedhuber


naturfreunde

Liebe Naturfreunde! Am 24. Jänner wurde ich zum neuen Vorsitzenden der Naturfreunde St. Pölten gewählt. Gerne nehme ich diese schöne Aufgabe wahr und freue mich auf zukünftige Herausforderungen, Erlebnisse und die Zusammenarbeit mit Ihnen. Ich werde bei dieser Aufgabe von einem kompetenten Team unterstützt. Ich bedanke mich bei Wolfgang Strasser, der mit seinem Team 15 Jahre lang die Naturfreunde erfolgreich durch schwierige Zeiten geführt hat und dem Vorstand als Finanzreferent weiterhin angehört. Es wurden in der Vergangenheit bleibende Werte geschaffen. Werte, von denen viele Menschen täglich profitieren können. Obwohl die Naturfreunde St. Pölten jetzt über eine solide finanzielle Basis verfügen, haben nach wie vor die Stärkung der Finanzen und die Erhaltung der bestehenden Anlagen oberste Priorität. Wir können uns jetzt auf unsere Kernaufgabe konzentrieren, der Bevölkerung sinnvolle Freizeitangebote anzubieten. Sie finden in dieser Ausgabe wieder eine reichhaltige Auswahl und ich möchte Sie herzlich einladen dieses Angebot zu nutzen. Sie können auch laufend auf unserer Homepage aktuelle Angebote abfragen. Berg frei! Herzlichst Ihr Heinz Hauptmann

Heinz Hauptmann neuer Naturfreunde-Vorsitzender Bei der Jahreshauptversammlung am 24. Jänner ging bei den St. Pöltner Naturfreunden eine Ära zu Ende. Nach 15 Jahren trat Wolfgang Strasser als Vorsitzender zurück und übergab seine Funktion an Heinz Hauptmann. Höhepunkte der Amtszeit von Wolfgang Strasser waren der Neubau des Naturfreunde-Bootshauses und die Modernisierung des Eislaufplatzes. Mit diesem Verkauf an die Stadt wurde auch die Zukunft des Publikumseislaufes in St. Pölten gesichert. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelang es in den 15 Jahren auch den Mitgliederstand zu halten. Mit 2.325 Mitgliedern sind die Naturfreunde weiterhin einer der größten Vereine in der

Landeshauptstadt. Zu seinem Nachfolger wurde im bis auf den letzten Platz gefüllten Steingötter-Saal einstimmig Heinz Hauptmann gewählt. Der 52-jährige Heinz Hauptmann ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Der Angestellte der NÖGKK sitzt seit 2008 für die SPÖ im St. Pöltner Gemeinderat. Änderungen gab es auch im Vorstand. An Stelle von Hans Maier wurde Franz Wallner zum neuen Stellvertreter gewählt. Als neue Finanzreferenten fungieren der bisherige Vorsitzende Wolfgang Strasser und Sabrina Göber. Die neuen Schriftführerinnen sind Sigrid Rulitz und Gabriele Bertl.

Göllerhütte öffnet am 1. Mai Der 1. Mai lädt nicht nur zum Marschieren, sondern auch zum Wandern ein. Denn an diesem Tag startet die Göllerhütte auf 1442m Seehöhe mit ihrem Betrieb. Die 50 km südlich von St. Pölten gelegene Hütte wird von einem Team der Naturfreunde unter Hüttenwart Christian Tezak an den Wochenenden und Feiertagen bewirtschaftet. Mehr Infos finden Sie auf www.goellerhuette.at Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Naturfreunde St. Pölten, 3100 St. Pölten, Heßstraße 4, Web: www.st-poelten.naturfreunde.at Grundlegende Richtung: Informationen und Nachrichten der Naturfreunde St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Heinz Hauptmann Fotos: Naturfreunde St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: Naturfreunde St. Pölten. Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 25.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in persönlich gezeichneten Artikeln entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.


naturfreunde

Klettern 10.-18.08.

SOMMERTOUR KLETTERSTEIGE

Julische Alpen / Wischberggruppe und Triglav * Markus Rosenauer mrosenauer@aon.at, 0660/5771942 24.-29.08.

Yoga – Balsam für Körper, Geist und Seele In unseren Yogaabenden bringen wir uns mit Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemtechnik), und Meditation im Einklang! Wir praktizieren hier Hatha Yoga (Körperbezogen), es fließen aber auch Segmente aus Kundalini-, Asthanga, Kriya- und Lunayoga mit ein! Elisabeth Pöhn, Yogalehrerin seit 16 Jahren, betreut die Montag-Abende und die Kinder-Yoga Gruppe (ab 6 Jahren) am Donnerstag! Gerhard J. Sonntag, Yogalehrer seit 14 Jahren & Heilmasseur, betreut die Donnerstag-Abende für Erwachsene.

WILDER KAISER

Wandern mit Gerhard Reisinger im Gebiet Zahmer Kaiser-Wilder Kaiser, Hans Berger, Kaisertal, * 0699/10447506

Radfahren Mi, 26.03.

Ehrungen Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden in Anwesenheit von zahlreicher politischer Prominenz - u.a. Vizebürgermeister Franz Gunacker und LAbg. Heidemaria Onodi - langjähige Mitglieder und verdienstvolle Funktionäre geehrt. Die Ehrung nahm der Landesvorsitzende der Naturfreunde NÖ, Bgm. Peter Kalteis vor.

RADTOUR HOHENBERG

Abf. 8:00 nach Traisen-Freiland-Hohenberg. Mittagessen anschl. kleine Wanderung * Wilhelm Lashofer 0664/4920223 Mi, 30.04.

RADTOUR WACHAU

Abf. 8:00 * nach Melk - Spitz (Mittagessen und kleine Wanderung) Krems - Traismauer * 0664/4920223 Do, 29.04.

RADTOUR TÜRNITZ

Mit der Bahn nach Traisen. – Freiland -Türnitz (Einkehr) - St. Pölten * 65 km * Johanna Humpelstätter 0699/10447506

Wir freuen uns auf Ihren Besuch zum kostenfreien Yoga-Schnuppern! NAMASTE

Do, 19.06.

fact

RADTOUR zur DONAU

box

Abf. 9:00 * 75 km * 0699/10447506

Yoga Montag 18:30, VS Ratzersdorf € 5,- / 10er Block € 40,Donnerstag 18:00, Otto Glöckel-VS € 6,- / 10er Block € 50,Donnerstag 16:30, Otto Glöckel-VS Kinder-Yoga

14.-21.07.

Schikurse gut besucht

Der Schneemangel drohte den Naturfreunde-Schikursen fast einen Strich durch die Rechnung zu machen. Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es unseren 15 Schi- und Snowboardlehrern, in den Weihnachtsferien zwei Kurse durchzuführen. Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß.

RADURLAUB DÄNEMARK, KOPENHAGEN, SÜD-MITTEL SEELAND

Flug Kopenhagen, Gepäcktransfer, Leihrad * 0699/10447506

Rad-Treffpunkt, wenn nicht anders angegeben: Naturfreundevereinsheim Dr. Mical Gasse


naturfreunde

Mo, 03.03.

Di, 15.04.

Sa, 24.05.

STEINHOFBERGHÜTTE

VOLLMONDWANDERUNG

EISENSTEIN, 1185m

Do, 13.03.

Mi, 23.04.

Sa, 24.05.

WACHAUWANDERUNG

AGGSTEIN

WACHAU mit Kindern

Abf. 9:00 * GZ 4 Std. * Leo Humpelstätter 0699/10447507

Abf. 9:00 * Hans Girsch 02742/32217 So, 16.03.

WEINRIEDENWEG

TP 19:00 Kirche Obritzberg * GZ 2,5 Std. * Theresia Huber 0680/1167653

Abf. 9:00 * GZ 2,5 Std. * Franz Schweiger 0664/4970579 Sa, 26.04.

Abf. 7:35 Hbf.St. Pölten mit Bahn nach Hzgbg. * GZ 4,5 Std. * Anm. erforderlich! Gerhard Daxberger 0664/5071830

REISALPE, 1399m

Fr, 21.03.

So, 27.04.

KAISERKOGEL

KORKENZIEHERWANDERUNG

Abf. 9:30 * GZ 2,5 Std. * Heidi Schwarz 02742/71217

Abf. 8:30 * GZ 4 Std. * Hans Pelzer 0680/2093616

Abf. 7:35 Hbf. , Bahnfahrt * Heurigen * GZ 4 Std. * Gerhard Daxberger 0664/5071830

Do, 27.03.

Do, 01.05.

WANDERUNG WACHAU

WAXENBERG

Abf. 9:30 * Johanna Humpelstätter 0699/10447506

Abf. 9:00 * Heuriger * GZ 4 Std. * Hans Girsch 02742/32217

Fr, 28.03.

So, 04.05.

KUKUBAUER- HÜTTE

LILIENFELD-ST.VEIT

Abf. 9:30 * GZ 3,5 Std. * Heidi Schwarz 02742/71217

TP 7:20 Hbf. Bahnfahrt * GZ 4 Std. * Johann Maier 0664/4624709

Do, 03.04.

Do, 08.05.

SCHÖPFL

NORDIC WALKING TOUR

Abf. 9:00 * GZ 2,5 Std. * Roswitha Baumgartner 0699/10281771

Abf. 8:30 * GZ 4,5 Std. * Franz Schweiger 0664/4970579

Sa, 05.04.

Fr, 09.05.

DUNKELSTEINERWALD

STOCKERHÜTTE 734m

Abf. 8:30 * mit Heurigenbesuch * GZ 6,5 Std. * Theresa Huber 0680/1167653

Abf. 9:00 * GZ 4 Std. * Heidi Schwarz 02742/71217

So, 06.04.

Do, 15.05.

EGELSEE

BIRNBLÜTEN-WANDERUNG

Abf. 10:00 * GZ 2 Std. * Heuriger * Sepp Hess 0664/5802101 Do, 10.04.

MARTERLWEG PYHRA

Abf. 9:00 * GZ 3,5 Std. * Christine Bauer 0699/10447506 Sa, 12.04.

KINDERWANDERUNG

Abf. 8:30 nach Eschenau * GZ 5 Std, Proviant mitnehmen * Leo Humpelstätter 0699/10447507 Sa, 17.05.

STAFF-HÜTTE

Abf. 10:00 nach St. Veit, GZ 2 Std. * Roswitha Baumgartner 0699/10281771 So, 18.05.

ab 6 J. mit Begleitperson. Fahrt Mariazellerbahn, TP 8:25 Hbf., GZ 5 Std. * Ursula Breuer 0664/73597709

DUNKELSTEINERWALD

Di, 15.04.

Do, 22.05.

OSTERWASSERSCHÖPFEN

von der Heilquelle „Maria Steinbründl“ Abf. 8:30 nach Krumnußbaum * GZ 3,5 Std. * Theresa Huber 0680/1167653

Abf. 8:00 * GZ 6 Std. * Einkehr Arnsdorf, * G. Daxberger 0664/5071830

PERSCHLINGTALER WALDWEG Abf. 9:00 * GZ 5 Std. * Christine Bauer, 0699/10447506

Abf. 8:30 * GZ 4 Std. * Hans Pelzer 0680/2093616

TP 9:45 Hbf., Bahnfahrt * ab 4 J. mit Begleitperson von Krems nach Stein-Egelsee * GZ 3 Std., + Zeit für Rast und Spiel * Proviant mitnehmen * Heurigen, Ursula Breuer, 0664/73597709 Do, 05.06.

ÖTSCHERGRÄBEN

Abf. 8:00 * GZ 4,5 St. * Franz Schweiger 0664/4970579 Fr, 06.06.

KAISERKOGEL

Abf. 8:30 * GZ 4,5 Std. * Heidi &Bruno 02742/71217 Sa, 07.06.

LAMAWANDERUNG mit Kindern Abf. 9:30 * mit Lamas auf die Rudolfshöhe. * Johanna Humpelstätter 0699/10447506 Do, 12.06.

ANNABERG-LAUBENBACHM.

TP 7:15 Hauptbahnhof, Bahnfahrt * GZ 6 Std. * Johann Maier 0664/4624709 Sa, 14.06.

GFÖHLBERG-HÜTTE

Abf. 9:00 * GZ 2,5 Std. * Roswitha Baumgartner 0699/10281771 So, 15.06.

HANDLESBERG 1400m

Abf. 6:15 * GZ 6 Std. * Einkehr Rauhrakl-Alm, Gerhard Daxberger 0664/5071830 Sa, 21.06.

WANDERN mit KINDERN

TP 8:30 * ab 7 J. mit Begleitperson * Vordere Tormäuer - Trefflingfall - Hochbärneck * GZ 5 Std., Proviant mitnehmen * Ursula Breuer 0664/73597709 Do, 26.06.

EBENWALD – REISALPE

Abf. 8:00 * GZ 4,5 Std. * Hans Girsch 02742/32217

Treffpunkt, wenn nicht anders angegeben, ist Parkplatz Josefskirche


kurz angemerkt

express | 15

st.pöltner

©Asia Spa Leoben, Foto: C. Wöckinger

stadt

Stöckl und Kainz neu im Gemeinderat

Thermenportal aus St. Pölten

Am 24. Februar wurden Harald Stöckl (50) und Thomas Kainz (27) im Gemeinderat als neue SPÖ-Mandatare angelobt. Sie folgen den Gemeinderäten Wolfgang Nowak und Gerhard Korherr, die beide nach jahrzehntelanger Tätigkeit für St. Pölten aus dem Stadtparlament ausschieden. Der zweifache Familienvater Harald Stöckl möchte als Beamter im Innenministerium auch im Gemeinderat einen Schwerpunkt im Bereich Sicherheit setzen. „Als Wagramer liegt es mir zudem am Herzen, das Schnoflheim noch stärker als Ort der Begegnung und der Kommunikation und für alle Wagramer zu etab-

Mit spa-ta.com startete letzten September die etwas andere Thermenplattform unter der Leitung eines jungen St. Pöltners. „spata soll helfen, Thermen möglichst einfach zu finden. Die Landkartenbasierte Ansicht zeigt auf einen Klick die wichtigsten Infos wie Preise, Öffnungszeiten und Ort“, so der Gründer Bernhard Grießler. Im Jänner startete der FH-Student mit thermenauskunft.com aufgrund des Erfolges eine zweite Plattform, die ausführliche Testberichte von mittlerweile über 10 Thermen bietet und laufend ausgebaut wird. Insgesamt wurden die Seiten bereits mehr als 8.000 mal besucht. Aktuelle Infos gibt es auf facebook.com/thermenauskunft

lieren“, so Stöckl. „Ich bin froh, mit Harald Stöckl gerade in Zeiten, in denen der Sicherheitsbegriff immer umfassender gedacht werden muss, einen profunden Experten auf diesem Gebiet im Team zu wissen. Thomas Kainz wird sich als FHAbsolvent und Medienprofi neben seiner Ausschussarbeit vor allem der modernen, zielgruppengerechten Kommunikation der SPÖ widmen. Er ist zudem seit Jahren gesellschaftspolitisch aktiv und mit seiner Wahl setzen wir daher auch ein klares Signal an junge, gesellschaftlich engagierte Menschen“, erklärte Bgm. Matthias Stadler die Entscheidung.

Der Querdenker

„wenn ich etwas zum reden hätte, würde ich die auf ein holz kreuz hängen, mit benzin überschütten und anzünden“, „Selbstjustiz funktioniert habe ich gehört“, „dann werft sie den wölfen zum frass vor“, „Wenn Ivan An der Eiche baumelt Und Mohamed in der Gaskammer taumelt Und Mechmed die Strasse teert dann ist Österreich wieder lebenswerd!!!!!!!!!!1“. Diese Kommentare und noch viele mehr sind auf Facebook immer wieder zu lesen. Die Menschen verrohen zusehends, Leben wird immer mehr zum Privileg, statt einem Recht. Mordaufrufe werden mit Zustimmung überhäuft, aalglatte FPÖ-Lügen als gegeben hingenommen. Und schon geht die Schimpferei auch wieder los. Ich weiß, ich habe schon oft das Thema FPÖ aufgegriffen, und auch das Posten von Facebook-Zitaten ist

nichts Neues. Dennoch: Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, mit welcher menschenverachtenden Ignoranz hier das Aufrufen zu Ermordungen von Menschen stattfindet. Der eiskalte Zynismus, der von immer mehr Menschen im scheinbaren Schutz der Anonymität des Internets an den Tag gelegt wird erinnert in ziemlich bitterem Ausmaß an die Erzählungen aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo Andersdenkenden und Fremden das Recht zu Leben aberkannt wurde. Dass an den Haaren herbeigezogene Vorwürfe gegen wen auch immer so viele Menschen zu eiskalter Verachtung hinreißen sorgt bei mir in letzer Zeit immer öfter für Bauchschmerzen. Man kann von anderen Menschen, anderen politischen Einstellungen halten, was man will. An

dem Punkt aber, wo das Recht auf Leben an gewisse Einstellungen oder die Herkunft gebunden wird, überschreiten wir eine heikle Grenze und begeben uns auf sehr gefährliches Terrain. Viele Medien missbrauchen zusätzlich noch die Pressefreiheit, um erlogene, übertriebene Berichterstattungen zu veröffentlichen, denn Hass verkauft sich nun einmal gut. Arbeiten wir gemeinsam daran, dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken und bekennen wir uns zu Meinungsfreiheit und einem friedlichen Zusammenleben. Denn genau die Menschen, die darauf beharren, dass ihre Großeltern ein so schönes Land wie Österreich aufgebaut haben arbeiten mit Hochdruck daran, es wieder zu zerstören.


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aus erster hand

express

Gratis Zahnspange für jedes Kind Der Verhandlungserfolg von Gesundheitsminister Stöger entlastet Familien len auch mit sozialen Stigmatisierungen verbunden. Der nun erreichte Verhandlungserfolg von Bundesminister Alois Stöger steht deshalb klar für eine Gesundheitspolitik, bei der der Zugang zu medizinischen Spitzenleistungen nicht durch die Dicke der Geldbörse entschieden wird. Ab Juli 2015 werden alle Kinder und Jugendlichen, bei denen eine Kieferregulierung medizinisch notwendig ist, diese auch bekommen. Das entlastet die Familien und baut finanzielle Hürden für notwendige medizinische Maßnahmen ab. An die 85.000 Kinder und Jugendliche werden von dieser Maßnahme in Zukunft profitieren. Diese nun Dank den erfolgreichen Verhandlungen von Minister Stöger umgesetzte Einführung der Gratis-Zahn-

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spange für alle Kinder und Jugendlichen, die das benötigen, ist daher ein gesundheitspolitischer Meilenstein und nicht zuletzt auch eine Investition in die Zukunft unserer Jugend“, so LAbg. Onodi.

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Ausgesprochen erfreut zeigt sich die Gesundheitssprecherin der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Heidemaria Onodi, über den nun endlich erzielten Durchbruch bei den Verhandlungen zur Gratis-Zahnspange für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. „Die kostenlose Zahnspange ist eine richtige und wichtige Investition in die Prävention und ein Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit und -gerechtigkeit. Denn das Einkommen der Eltern soll nicht am Gebiss des Kindes abzulesen sein. Durch diese unverzichtbare Präventionsmaßnahme wird nicht zuletzt auch viel Leid und hohen Folgekosten durch spätere Gesundheitsschäden vorgebeugt“, stellt LAbg. Onodi fest. „Zahnfehlstellungen sind in vielen Fäl-


aus erster hand

st.pöltner

stadt

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Tatsache ist: LUP-Finanzierung für 2014 ist gesichert.

Februargedenken Viktor Rauchenberger und Johann Hois starben für die Demokratie und Freiheit in unserer Heimat. Die Sozialdemokratische Partei im Bezirk St. Pölten gedachte am 12. Februar allen Freiheitskämpfern, die im Bürgerkrieg vor 80 Jahren ihr Leben für den Erhalt der Demokratie und der Freiheit in Österreich aufs Spiel setzten. Bei den Ehrengräbern von Viktor Rauchenberger und Johann Hois sprach LAbg. Heidemaria Onodi die Gedenkworte zur Erinnerung und Mahnung an die tragischen Februartage von 1934. Der bereits auto-

ritär regierende Bundeskanzler Dollfuß schaltete im Bürgerkrieg die große sozialdemokratische Arbeiterbewegung Österreichs blutig aus. Gemeinsam mit der SPÖ NÖ organisierten die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen und aktiven AntifaschistInnen heuer zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Thema, wie eine Buchpräsentation, Filmabende und Diskussionsrunden.

Seniorenball 2014 Großer Seniorenball der Volkshilfe und des Pensionistenverbandes St. Pölten. Das Team rund um die Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi freute sich über knapp 300 BesucherInnen aus dem ganzen Bezirk. Das Europaballett der Landeshauptstadt St. Pölten bildete die Eröffnung. Im An-

schluss wurde fleißig das Tanzbein zur Musik von Hans Czettel und „Magic Sound“ geschwungen. Bei der Tombola konnten die Gäste viele schöne Preise abräumen.

Im Bundesbudget ist für 2014 die Förderung zur Finanzierung des LUPBussystems in der Landeshauptstadt in der Höhe von einer Million Euro zugesichert. Durch die finanzielle Unterstützung des Bundes wird der Erfolg dieses Projektes garantiert. Der öffentliche Verkehr in der Landeshauptstadt hat in den letzten Jahren an Attraktivität einiges zugelegt. Die Fahrgastzahlen des Vorjahres beweisen, wie wichtig und erfolgreich das LUP-Bussystem in der Landeshauptstadt ist. Ganze 4 Millionen Fahrgäste konnten im Vorjahr verzeichnet werden. Tendenz steigend. Ich freue mich, dass wir die Finanzierung dieses erfolgreichen Projektes mit dem damaligen Verkehrsminister Werner Faymann vereinbaren konnten und auch unter Doris Bures wird diese finanzielle Unterstützung weiterhin aufrecht erhalten. Vergleichsweise erhält die Bundeshauptstadt Wien eine Förderung für den öffentlichen Verkehr in der Höhe von 1,6 Millionen Euro. Umgemünzt auf die Einwohnerzahlen wird also die Landeshauptstadt bei Weitem mehr gefördert. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass der Bund keineswegs die Verpflichtung hat, dieses Busprojekt zu unterstützen. Das St. Pöltner LUP-System ist eine Erfolgsgeschichte, die die deutliche Handschrift sozialdemokratischer Verkehrspolitik für alle St. Pöltnerinnen und St. Pöltner aufzeigt. Ihr Anton Heinzl Abg. z. Nationalrat


18 | stadt st.pöltner

portrait

express

Helmut Eder, 52 Gemeinderat, Vater von 2 Kindern, verheiratet, Vorsitzender der SPÖ Sektion 21

Steckbrief Stadtteil: St. Georgen Gemeinderat: seit 2003 Ausbildung: Lehre Elektroinstallateur,

HTL, Lehramtsprüfungen Funktion: Direktorstellvertreter,

Lehrer Landesberufsschule Hobbies: Fußball, Tennis, Motorrad, Garten

Aufmerksamkeit und Beharrlichkeit Als ältester von vier Söhnen wurde Helmut Eder in eine Arbeiterfamilie hineingeboren. Sämtliche Familienmitglieder haben in der Firma Voith gearbeitet und so war der Kampf um Arbeitsbedingungen kein Fremdwort für den späteren Gemeinderat. In seiner Zeit als Berufsschullehrer hat sich Helmut Eder gewerkschaftlich für die KollegInnen engagiert und so seinen Weg als Funktionär in der So-

zialdemokratie gefunden. Als Personalvertreter gegen Ungerechtigkeiten aufzutreten, aber auch der Wunsch seinen eigenen Stadtteil St. Georgen mitzugestalten, bildeten die Motivation für Helmut Eder, zusammen mit dem schlagkräftigen Team der SPÖ St. Georgen, Politik im Stadtteil groß zu schreiben. Der langjährige Einsatz der SPÖ Sektion lässt sich in den vielen Projekten, wie der Kleingartenan-

Die Sektion als gesellschaftlicher Angelpunkt Unter dem Motto St. Georgener für St. Georgen bestimmt die SPÖ seit Jahren das Geschehen in diesem Stadtteil mit. Institutionen wie der Georgikirtag, das Arbeiterkränzchen, Filmvorführungen oder Flohmärkte sind lieb gewonnen Einrichtungen, die dem SPÖ initiierten Veranstaltungskalender Sinn verleihen. Die Organisation solcher gesellschaftlichen Treffpunkte ist nicht etwa Selbstzweck, sondern trägt ganz entscheidend zur Lebensqualität bei und ist Zeichen einer lebendigen Gemeinschaft. Der Mittel-

punkt ist immer wieder das Volksheim, das seinem Namen somit gerecht wird und unerlässliche für gesellschaftliche Leben in St. Georgen ist. „Kommunalpolitik bedeutet vor allem am Ohr der Bevölkerung zu sein. Also was liegt da näher als einen Rahmen für einen Austausch zu schaffen? Die Brücke zwischen Menschen im Stadtteil, der Stadt im Ganzen und der Politik ist das Ziel. Eine solche baut man am besten in zwangloser Atmosphäre“, erklärt Helmut Eder die Rolle der SPÖ in St. Georgen.

lage, den Baurechtsgründen oder dem Neubau des Kindergartens erkennen. „In einem Stadtteil am Rand St. Pöltens ist es wichtig die Anliegen der Bevölkerung zu bündeln. Das bedeutet, Aufmerksamkeit und Beharrlichkeit sind die besten Begleiter für einen Gemeinderat“, so Eder zu seinem Credo. Neben der ausfüllenden Tätigkeit als Gemeinderat und SPÖ Obmann, ist Helmut Eder für die BerufsschullehrerInnen innerhalb des SLÖ NÖ zuständig.


auf seite der jugend

st.pöltner

stadt

express | 19

Wellenreiter wollen WLAN Jugendliche verbringen mittlerweile einen Großteil ihrer Zeit im World Wide Web, um sich mit FreundInnen zu vernetzen, zu recherchieren, zu lernen, oder um sich zu unterhalten. Das gesellschaftliche Wissen wie auch die soziale Interaktion verschieben sich zunehmend in die Onlinewelt. So sieht das zumindest die Initiative „Surfin‘ STP“, die sich für kostenlosen Wireless-LAN Zugang in der Innenstadt und bei den Badeseen ausspricht. Demnach soll in St. Pölten künftig wie auf Wellen im Internet gesurft werden können. Hinter der Forderung steht die Sozialistische Jugend St. Pölten. Deren Vorsitzender, Jakob Winter, erklärt die Motive: „Kostenloses WLAN würde die Lebensqualität für Jugendliche in der Stadt massiv erhöhen. Zudem erwarten wir uns dadurch positive Auswirkungen für die weitere Belebung

der Innenstadt!“ Unterstützt wird die SJ von Gemeinderat Max Wallner, der den sozialpolitischen Aspekt der Initiative hervorstreicht: „Freien Zugang zum Internet zu ermöglichen, ist im 21. Jahrhundert auch eine sozialpolitische Notwendigkeit. Wer heute keinen Zugang zur Onlinewelt hat, ist zunehmend auch vom gesellschaftlichen Leben exkludiert.“ Die Stadt habe daher die Aufgabe, allen Menschen den freien Zugang zum Internet zu ermöglichen. Derzeit touren die Initiatoren mit ihrer Forderung vor alle Schulen der Landeshauptstadt. Dabei werden Unter-

schriften gesammelt. Ganz der Thematik entsprechend gibt es natürlich auch eine Facebook-Fanseite, die unter facebook.com/stp.wlan bereits über 1.000 UnterstützerInnen zählt. Das ambitionierte Ziel der SJ: bis Sommer soll die Innenstadt online gehen.

Mädels lernen sich zu wehren In Österreich hat etwa jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren im Schnitt zumindest einmal im Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Diese besorgniserregenden Zahlen nahm die Sozialistische Jugend St. Pölten zum Anlass einen Selbstverteidigungskurs für Mädels ab 13 Jahren zu organisieren. Ende Februar wurden daher 20 Teilnehmerinnen im Turnsaal der HAK St. Pölten mit den wichtigsten Verteidigungstechniken auf den Ernstfall vorbereitet. Im Vordergrund stand aber auch, wie Gewaltsituationen überhaupt vermieden werden können. Der vierstündige Workshop wurde von professionellen Trainerinnen geleitet und wusste zu begeistern. Unterstützt wurde das Projekt von der Fahrschule Sauer und

Stadträtin Renate Gamsjäger. Die Durchführung des Kurses hatte zudem noch eine weitere politische Dimension, wie Jakob Winter von der SJ erklärt: „Nach unseren Vorstellungen sollen in allen höher bildenden Schulen sowie an Berufsschulen künftig zwei Sportstunden pro Semester für Frauen-Selbstverteidigungskurse genutzt werden, die auch über Anlaufstellen für Gewaltopfer aufklären sollen. In diesen Kursen sollen Mädchen lernen, sich vor Über-

griffen jeder Art zu schützen und sich im Ernstfall auch körperlich zur Wehr setzen zu können.“ Unterstützt wurde das Projekt von der Fahrschule Sauer und Stadträtin Renate Gamsjäger.


20 | stadt st.pöltner

express

kultur

St. Pölten einst und jetzt Im Bürgerkrieg vor 80 Jahren war das „Blaue Haus“ in der Herzogenburger Straße 32 ein zentraler Ort der Kampfhandlungen in St. Pölten. Am 12. Februar wurde nun in Würdigung und Erinnerung an die Kämpfer für Freiheit und Demokratie in Österreich von Bürgermeister Matthias Stadler und der Vorsitzenden der Sektion 10, Gemeinderätin Elfi Bendl, eine Gedenktafel an eben diesem Haus enthüllt.

Der Rosenkavalier

Kolumne von Toni Wegscheider Der Rosenkavalier ist ein Egoist Er schreibt heute in eigener Sache, von der Selbstsucht getrieben. Nach Tagen emotionalen Tiefstandes kam wie ein Blitz aus seinem bedeckten Himmel die Erleuchtung: Musik und nur Musik ist die Lösung! Von italienischen Poeten geschriebene Lieder in seiner Muttersprache nachzuempfinden, sein italophiles Herz quasi zu austrifizieren, das war der Weg in ein neues emotionales Hoch. Der Rosenkavalier trank ein Bier, dann Prosecco: Österreich gegen Italien (1:1). Die Worte verließen seine Feder wie am Fließband, quollen auf wie getrocknete Pilze im Wasser und wurden zu Liedern. Das Leben begann neu! Vergessen war die latente Falschheit der Welt! Für alle, die leiden: Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lied daher! (Basta un seme e un po di terra - e tra i sassi nasce un fiore, basterebbe cosi poco, basterebbe cosi poco) Der Rosenkavalier wird am 5. Juni im Museumshof zu St. Pölten versuchen, euch diese Lieder zu vermitteln, euch die reine Freude, die er empfindet zu signalisieren. Gemeinsam mit seinen wackeren Mitstreitern von Cosa Nostra.


kultur

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st.pöltner

stadt

Der Bürgerkrieg in St. Pölten – von Historiker Thomas Lösch Der 12. Februar 1934 bildete den Höheund Endpunkt in einem Prozess der zur Ausschaltung der Demokratie und zur Errichtung einer faschistischen Diktatur in unserem Land führte. In St. Pölten kam es zu den schwersten militärischen Auseinandersetzungen in Niederösterreich. Die St. Pöltner Schutzbündler wollten ihren bedrängten Genossen in Wien und Linz helfen und durch eine Unterbrechung der Westbahn die Verschiebung von Truppen verhindern, was jedoch aufgrund des militärischen Ungleichgewichts scheiterte. Auf beiden Seiten waren im Zuge der Auseinandersetzungen Opfer zu beklagen, und die Schutzbündler Hoys und Rauchenberger starben in St. Pölten am eigens für sie errichteten Würgegalgen. Da die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten zur Unter-

80 Jahre Februar 1934 Die von Thomas Lösch zusammengestellte Broschüre „80 Jahre Februar 1934 – eine Spurensuche in Niederösterreich“ befasst sich erstmals mit den unterschiedlichsten Aspekten rund um die Februarkämpfe in Niederösterreich und vereint Texte von Prof. Siegfried Nasko, Florian Wenninger, David Stockinger und Thomas Lösch. Das Werk ist um 5 Euro in der SPÖ Bezirksgeschäftsstelle und im Stadtmuseum erhältlich.

162

bringung der vielen hundert Gefangenen in der Stadt nicht ausreichten, wurde im Lager der Firma Harlander Coats, dort, wo sich heute das Interspar-Einkaufszentrum befindet, eiligst ein Anhaltelager errichtet. Die Sozialdemokratische Partei und ihre Vorfeldorganisationen wurden verboten, Vermögen und Gebäude beschlagnahmt. Der demokratisch gewählte sozialdemokratische Bürgermeister Buger wurde abgesetzt und durch den von der „Vaterländischen Front“ eingesetzten Heinrich Raab, Bruder von Julius Raab, ersetzt. Viele Februarkämpfer, darunter Maria Emhart, kämpften in der Illegalität weiter gegen den Austrofaschismus und das NS-System. Im Stadtmuseum ist bis 14. Mai die Sonderausstellung Maria Emhart und der Bürgerkrieg in St. Pölten zu sehen.

Erdäpfel-Lauch-Laibchen Rucola-Sprossen-Salat Zutaten für 6 personen Erdäpfel-Lauch-Laibchen 600 g speckige Erdäpfel 300 g Lauch Öl zum Braten 200 g Feta Salz, Muskat 1 Handvoll Petersilie, gehackt 4 Dotter Rucola-Sprossen-Salat 200 g Sprossen 200 g Rucola 200 ml Joghurt Saft von 1 Zitrone ⅛ l Wasser Salz Olivenöl zum Marinieren 1 EL Sonnenblumenkerne, geröstet 1 EL Sesamkörner

Erdäpfel-lauch-laibchen Erdäpfel mit der Schale bissfest kochen, sie sollten nicht ganz weich werden. Schälen, grob reiben und auskühlen lassen. Lauch in dünne Streifen schneiden, in einer Pfanne 2–3 Minuten braten und zu den Erdäpfeln geben. Feta in Stücke brechen oder in Würfel schneiden und unter die Erdäpfelmasse rühren. Mit Salz, Muskat und Petersilie abschmecken. Dotter hinzufügen. Laibchen formen und in etwas Öl braten. Auf ein Blech legen, 7–8 Minuten im Backrohr bei 180 °C Heißluft fertig backen. Rucola-sprossen-salat Sprossen und Rucola gut waschen. Joghurt, Zitronensaft, Wasser, Salz und Olivenöl verrühren, Salat damit marinieren. Geröstete Sonnenblumenkerne und Sesam verleihen dem Salat den letzten Schliff.

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22 | stadt st.pöltner

was war

express

Rückblick

Ball der Roten Nelken

125 Jahre SPÖ

Vor 125 Jahren war es Victor Adler, der beim Hainfelder Parteitag1888/89 die sozialdemokratische Partei einte und ihr so zu neuer politischer Stärke verhalf. Auf diesem historischen Boden fand man sich ein, um die Erfolgsgeschichte der Sozialdemokratie zu feiern und auch um einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. In seiner Rede betonte SP NÖ-Vorsitzender Matthias Stadler: „Das solidarische Miteinander, der Gedanke der Gerechtigkeit und des Friedens sind Grundsteine, die hier gelegt wurden. Und ich sehe uns noch lange nicht am Ende dieses Weges.“

Arbeitersaga mit Lukas Resetarits

Der Ball der Roten Nelken im Kulturhaus Wagram war auch in diesem Jahr gesellschaftlicher Treffpunkt und schwungvolle Ballnacht der sozialdemokratischen Bewegung im Bezirk St. Pölten. Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi eröffnete in Vertretung von Bezirksvorsitzenden Anton Heinzl den Abend und konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Bürgermeister Matthias Stadler, Nationalrat Johann Hell und Landtagsabgeordnete Ilona Tröls-Holzweber waren ebenso am Tanzparkett zu finden, wie SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende Renate Gamsjäger. Neben internationalen Gästen, wie dem Konsul der Republik Kuba, gaben sich auch zahlreiche Bürgermeister und Gemeindevertreter die Ehre, wie Bürgermeister Heinz Korath, Bürgermeister Herbert Pfeffer, Bürgermeister Michael Küttner, Bürgermeister Franz Raidl, Vizebürgermeister Franz Gunacker aus St. Pölten und Vizebürgermeister Christoph Artner aus Herzogenburg.

Arbeiterball Pottenbrunn

Im Cinema Paradiso diskutierte Lukas Resetarits mit AKNÖPräsident Markus Wieser und Bgm. Matthias Stadler über Parallelen zwischen den 1930er Jahren und heute. Die „Arbeitersaga“ von Peter Turrini beschäftigte sich mit dem Aufstieg und dem brutalen Untergang der Arbeiterbewegung Österreichs in der ersten Republik. Die Folge unter dem Titel „Die verfeindeten Brüder“ bildete den Rahmen zu einem Filmabend mit anschließender Podiumsdiskussion. Lukas Resetarits als mitwirkender Schauspieler und sozial engagierter Menschenrechtler diskutierte über Ähnlichkeiten und Lösungsvorschläge im historischen Vergleich. „Wenn die Bevölkerung das Gefühl hat, die demokratischen Institutionen können die anstehenden Probleme nicht mehr lösen, wird den Rechtsextremen gefährlicher Nährboden bereitet“, zeigte sich Lukas Resetarits besorgt über die Gefahren, die zum Beispiel durch hohe Jugendarbeitsoligkeit in vielen europäischen Ländern bestehen.

Im Gasthaus Lesicki fand der traditionelle Arbeiterball der SPÖ Pottenbrunn statt. Organisator Gemeinderat Jürgen Kremsner und sein Team konnten sich über zahlreiche Besucher freuen, darunter auch Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi, Bürgermeister Matthias Stadler, der 2. Vizebürgermeister Matthias Adl, die Stadträte Robert Laimer und Renate Gamsjäger, sowie Gemeinderat Ali Firat und SP-Bezirksgeschäftsführer Harald Ludwig.


was kommt

Ausblick

st.pöltner

stadt

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Ausstellungseröffnung (27.04.)

Fasching in Wagram und Maskenball Harland (01.03.)

Am 1. März findet um 14 Uhr wieder der allseits beliebte Faschingsumzug in Wagram statt. Gestartet wird bei der Wagramer Tierzuchthalle unter dem Motto „Wagram – da bin I Ah dabei“. Der Umzug endet beim Kulturhaus, wo in einem Zelt ein lustiger Faschingssamstag ausklingen kann. Ab 20 Uhr lädt dann die Kulturinitiative St. Pölten zum Maskenball im Amtshaus Harland.

Unter dem Motto „Vom 5-Uhr Tee zum Frequency“ öffnet der frei:raum bzw. das noch baufrische AK-Parkhaus am 27. April um 15 Uhr seine Pforten für ein ambitioniertes Ausstellungsprojekt, das die Entwicklung der Musikszene St. Pöltens von den 50er Jahren bis in die Gegenwart auf faszinierende und humoristische Weise fassbar macht.

AK- und EU-Wahl (06.-19.05. bzw. 25.05.)

Jungfamilienmesse (06.04.)

Alle 5 Jahre finden Arbeiterkammerwahlen statt. Gewählt werden kann in Niederösterreich von 6. bis 19. Mai, wahlberechtigt sind alle am Stichtag 21. Jänner in Niederösterreich beschäftigten kammerzugehörigen ArbeitnehmerInnen ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit.

Am Sonntag, 6. April veranstaltet die Junge Generation St. Pölten in Ratzersdorf die Jungfamilienmesse „Babyalarm – Die Messe für [werdende] Eltern“. Ab 10 Uhr finden Jungfamilien und werdende Eltern im Veranstaltungszentrum Ratzersdorf (gegenüber Autohaus Blum) alles rund ums Kind und Kinderkriegen. Mit Hüpfburg, Go-Kart Bahn und Kasperltheater ist für ein umfassendes Rahmenprogramm gesorgt.

Ebenfalls im 5-Jahres-Rhythmus werden die Mitglieder des Europäischen Parlaments neu gewählt. Bei der kommenden Wahl am 25. Mai sind österreichweit 18 Mandate zu vergeben. Wahlberechtigt sind alle StaatsbürgerInnen, die spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und am Stichtag in St. Pölten ihren Hauptwohnsitz hatten, bzw. als AuslandsösterreicherInnen oder EU-BürgerInnen in der Wählerevidenz eingetragen sind. Die Wahllokale sind von 7 bis 16 Uhr geöffnet.


10 FrAgen An Den mensChen MArkus Wieser 1. WAs ist ihre sChÖnste KinDheitserinnerung?

Der gemeinsame Bau eines Baumhauses mit meinen Freunden. Leider mussten wir für den von uns verursachten Flurschaden aufkommen, da uns der Waldbesitzer angezeigt hatte. Das geld dafür kam erstmals von meinem eigenen sparbuch.

2. erinnern sie siCh nOCh An ihre erste musiKpLAtte?

ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber es war entweder eine single von den Bee gees oder „Down under“ von men at Work.

3. WAs geFäLLt ihnen An siCh BesOnDers?

es freut mich, dass ich mir treu geblieben bin. ich kann jeden tag ohne schlechtes gewissen in den spiegel schauen.

4. WOrüBer KÖnnen sie LAChen?

Kino – Komödien sind für mich eine tolle entspannungsmöglichkeit, auch über homer simpson kann ich herzlich lachen.

5. WOVOr hABen sie Angst?

Dass die egoisten die überhand gewinnen und sich immer weniger für gesellschaftliche Anliegen engagieren. Auch fürchte ich, dass der persönliche Kontakt zwischen den einzelnen durch den verstärkten einsatz moderner Kommunikationstechniken immer weniger wird.

6. WAs ist ihr grÖsstes LAster?

nicht wirklich abschalten zu können. Auch im urlaub fällt es mir zunehmend schwer, den Kopf ganz freizubekommen.

7. WAs sAgt mAn ihnen nACh?

muss fair entlohnt werden, jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin hat ein recht darauf, sich ein lebenswertes Dasein leisten zu können. privat möchte ich als betroffener Vater mit meiner initiative „Kinder- und Jugendlichenrehabilitation in Österreich“ den Leistungsanspruch und eigene einrichtungen für Kinder- und Jugendrehabilitation umsetzen, die sich tausende schwerst, teils lebensbedrohlich erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren eltern schon längst verdient hätten.

9. AuF WeLChe eigene Leistung sinD sie BesOnDers stOLz?

ich sei ein akribischer Beobachter, der sich nicht davor scheut, aktiv und kritisch stellung zu beziehen. salopp formuliert: einige sind der meinung, ich mische mich überall ein. Wenn es mir sinnvoll erscheint, wird das auch so bleiben.

in meinen bisherigen Funktionen ist es mir meistens gelungen, das gemeinsame vor das trennende zu stellen, ein team zu bilden, in dem ein angenehmes Arbeitsklima herrscht und wir gemeinsam mit viel spaß und Freude an der umsetzung unserer Anliegen arbeiten.

8. WeLChes pOLitisChe prOJeKt WürDen sie gerne VOrAntreiBen?

10. hABen sie einen LieBLingsOrt?

Dass der mensch wieder mehr in den mittelpunkt rückt und die Arbeitsbedingungen gerechter und gesünder werden. Korrekt erbrachte Leistung

Ja, mein zuhause. im garten sitzend den tag revue passieren zu lassen und so manchen gedanken zu ende zu bringen oder ihn zu verwerfen, diese zeit ist für mich sehr wichtig.

markuswieser.at

MeNSCheN SIND KeINe MASChINeN Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen werden ArbeitnehmerInnen nur allzu oft auf einen bloßen Kostenfaktor reduziert. Dahinter aber stehen Menschen, die ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben haben. Dazu gehören vor allem gerechte Löhne, gleiche Chancen, eine Zukunftsperspektive für unsere Jugend und faire Pensionen. Dafür setzen wir uns ein.

eIN DeNKANStoSS VoN AKNÖ-PRäSIDeNt MARKuS WIeSeR


Stadtexpress März 2014