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Österreichische Post AG / Postentgelt bar bezahlt Verlagsort:3100 St. Pölten

RM 13A039750 K

kritisch. meinungsbildend. auflagenstark.

nr. 569

Dezember 2013

Täglich warmes Essen

Solidarität leben die freiwilligen HelferInnen, die dem Essen täglich Räder verleihen. Eine Reportage.

Budget: investiert

Verkehr: tangiert

St. Pölten investiert im kommenden Jahr über 22 Millionen Euro in zentrale Projekte. Trotz wirtschaftlich schwieriger Großwetterlage wird es jedoch zu keinen Gebührenerhöhungen kommen. Alle Fakten zum Stadthaushalt 2014 finden Sie im Blattinneren.

Die Nord-Süd-Hauptverkehrsachse in St. Pölten braucht dringend eine Entlastung. Die wichtigen Voraussetzungen für S 34 und Westumfahrung sind nun geschaffen. Ein bedeutender Schritt für Anrainer, Autofahrer und die Wirtschaft.

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Seit vier Jahrzehnten beliefert die Aktion „Essen auf Rädern“ St. PöltnerInnen mit warmem Essen. Für Menschen, die selbst nicht mehr in der Lage sind, sich etwas zu kochen, ist dies ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität. Der Stadtexpress ist eingestiegen und hat nachgefragt.

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Allein würde ich eine solche Tour nie machen!

Julia, 31, geht mit den Naturfreunden quer durch die Alpen.

100 % Erlebnis Natur – garantiert ! Dein NaturfreundeAlpininstruktor Christoph, 36, ist einer von 9546 ehrenamtlichen NaturfreundeInstruktorInnen österreichweit. niederoesterreich@naturfreunde.at, www.niederoesterreich.naturfreunde.at


die seite drei

st.pöltner

stadt

Verzweiflung, eine mäßig gute Einleitung und der Versuch, einen Blick über den Tellerrand anzuregen... > seite 15 |

Der Querdenker

Brennstoffaktion für kommenden Winter

Arbeitsplätze durch Infrastrukturprojekt

Niemand soll in unserer Landeshauptstadt frieren müssen. Deshalb führt die Stadt St. Pölten auch dieses Jahr wieder eine Brennstoff-Aktion durch, wobei sozial schwächer gestellten Haushalten ein Heizkostenzuschuss in der Höhe von 150 Euro gewährt wird. Eine Studie der Arbeiterkammer Niederösterreich belegt, dass die rasant steigenden Energiekosten vor allem für BezieherInnen einer Mindestpension, AlleinerzieherInnen und Arbeitslose kaum noch zu tragen sind. Besonders Heizöl erweist sich hier als Preistreiber und ist allein im Jahr 2012 um 17,4 Prozent teurer geworden. Heuer stiegen zudem die Preise für Pellets voraussichtlich um ca. 14 Prozent, was für eine weitere Verschärfung der Situation sorgen wird. In vergangenen Jahr waren rund 800 St. Pöltner Haushalte auf die Aktion angewiesen – Tendenz steigend. Bürgermeister Matthias Stadler dazu: „Die Stadt zeigt mit der Brennstoffaktion ihre soziale Verantwortung und nimmt die Pflicht gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst“. Nähere Informationen zur Brennstoffaktion finden Sie unter www.st-poelten.gv.at.

Die Arbeiten zur Errichtung einer 220 m langen Straßenbrücke über die Mariazeller Straße und die Leobersdorfer Bahn laufen derzeit auf Hochtouren. Durch die neue Brücke wird die notwendige Anbindung an die Betriebsgebiete im Süden der Stadt geschaffen. So entsteht einer der größten Gewerbe- und Industrieparks in NÖ. „Nur mit einer hochwertigen Verkehrserschließung können neue Betriebe in St. Pölten angesiedelt, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und weitere Investitionen der Wirtschaft ausgelöst werden. Davon profitieren wir dann alle gemeinsam am Standort St. Pölten“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler im Gespräch mit dem Stadtexpress. Die Finanzierung dieses neun Millionen Euro teuren Erschließungsprojekts erfolgt zu je einem Drittel durch das Land NÖ, die Stadt St. Pölten und die ÖBB Infrastruktur AG. Die Verkehrsfreigabe der Brücke ist für Ende 2014 geplant. Zum Schutz der durch die B20 ohnehin schon geplagten Wohnanrainer werden die Brücke und die westliche Brückenrampe durchgehend mit Lärmschutzwänden ausgerüstet.

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten, 3100 St. Pölten, Prandtauerstraße 4, Telefon: 02742/352134, Fax: 02742/357393 E-Mail: office@stp-stadtexpress.at, Grundlegende Richtung: Informationen und Nachrichten der SPÖ St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Harald Ludwig. Fotos: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten. Anzeigenannahme: Jakob Winter, 0664/9149634. Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben plus eine Sonderausgabe pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 25.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in persönlich gezeichneten Artikeln entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

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Editorial Volle Fahrt in die Zukunft Im letzten Gemeinderat wurde als wichtige Maßnahme für die S 34 ein entsprechender Straßentausch beschlossen. Damit ist garantiert, dass wir einen großen Schritt in Richtung Zukunft gehen bzw. fahren und die B 20 als Nord-SüdHauptverkehrsachse entlasten. Ebenso wertvoll für die Zukunft ist auch die Neugestaltung des Domplatzes. Dieser wird immer öfter für populistische Zwecke missbraucht. Eine vorausschauende Planung wird mit aller Kraft unter falschen Vorwänden unterminiert. Hier hört der Horizont oftmals dort auf, wo die eigene Stoßstange beginnt. Mit dem städtischen Finanzhaushalt und der Fahrtrichtung, in die sich die Landeshauptstadt zukünftig bewegen wird, haben sich die Experten in den letzten Wochen und Monaten intensiv auseinandergesetzt. Trotz steigender Anforderungen für Städte, ist sich St. Pölten seiner Verpflichtung gegenüber den BürgerInnen und seiner Rolle als maßgeblicher wirtschaftlicher Impulsgeber bewusst. Auch trotz angespannter finanzieller Großwetterlage wäre es wenig sinnvoll, jetzt eine Vollbremsung einzulegen. Mit Bedacht und viel Weitblick gilt es, zielorientiert in Richtung Zukunft zu fahren, ohne die St. PöltnerInnen am Straßenrand stehen zu lassen. Wohin uns die Fahrt bringen wird, warum Stillstand keine Option ist, und wieso in St. Pölten sogar das Essen Räder bekommt, lesen Sie in dieser Ausgabe des Stadtexpress. Ihr Stadtwolf


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Warum wird am Domplatz gegraben? Seit 2010 werden am St. Pöltner Domplatz archäologische Grabungen durchgeführt. Der Stadtexpress klärt auf, wieso dies überhaupt geschieht und versucht zu analysieren, warum bei einzelnen Personen der eigene Horizont nicht über die Stoßstange des Autos hinausgeht.

Voller Zuversicht

facebook.com/matthias.stadler

Warum es gut läuft und trotzdem besser werden sollte. Die Landeshauptstadt hat in diesem Jahr wieder kräftige Wurzeln geschlagen: Allerorts werden zentrale städtebauliche Projekte fertiggestellt, befinden sich in Bau oder stehen in den Startlöchern. Ich denke da nur an die neue Traisen-Brücke, das Parkdeck am Bahnhof, das neue Sommerbad oder die S 34 samt Anbindung an das Betriebsansiedlungsgebiet im Süden. Um diese Entwicklung auch weiterhin zu fördern, sind 2014 weitere Investitionen in der Höhe von 22 Mio. Euro geplant. Auch wenn St. Pölten bald mehr Arbeitsplätze als Einwohner haben wird, haben wir 2013 mit dem angekündigten drastischen Stellenabbau bei der Firma Voith auch schmerzliche Rückschläge erlitten. Wenn ich mir jedoch den Weg St. Pöltens in den vergangenen Jahren anssehe, bin ich sicher, dass wir alle weiterhin voller Zuversicht in die Zukunft blicken können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schon jetzt ein „Frohes Fest“ und alles Gute für 2014.

Ihr Matthias Stadler Bürgermeister

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in zentrales Projekt der Stadtentwicklung ist die Neugestaltung des Domplatzes und die Erneuerung der Einbauten. Da bekannt war, dass sich unter der Erde historisch relevante Schichten befinden, hat das Bundesdenkmalamt bereits zu Beginn der Planungsarbeiten verfügt, dass die Mauerreste im Bodengrund nicht entfernt werden dürfen. Die archäologische Erforschung des Untergrundes war damit zwingend erforderlich, um eine tragfähige Schicht für die neue Oberflächengestaltung des Domplatzes herstellen zu können. Sobald ein Grabungsabschnitt fertig untersucht ist, werden die Funde mit Vlies abgedeckt und bereits die Tragschicht für die neue Oberfläche eingebracht (die bereits wieder begangen bzw. befahren werden kann).

Der Domplatz ist mit einer Fläche von 5.700 Quadratmeter eines der größten innerstädtischen Grabungsprojekte Österreichs. Angesicht dieser enormen Herausforderung hat sich die Stadt dazu entschlossen, mit Ronald Risy einen eigenen Stadtarchäologen zu beschäftigen. „In Summe kommt der Stadt, die per Verfügung die Kosten für die archäologischen Grabungen zur Gänze tragen muss, ein eigener Archäologe billiger als die Beauftragung einer Grabungsfirma und wir sparen viel Zeit. Zudem können wir auch private Bauherren besser unterstützen und effizienter beraten. Jährlich werden zusätzlich zum Domplatz mehr als zehn weitere archäologische Maßnahmen in St. Pölten betreut“, erläutert Bürgermeister Matthias Stadler.


thema

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Erkenntnisse über Gesundheitszustand In den ersten drei Jahren der Ausgrabungen am Domplatz wurden bereits bei über 4.500 Individuen anthropologische Analysen durchgeführt. Von all diesen St. PöltnerInnen aus dem Mittelalter konnten biologische Gewebeproben asserviert werden und stehen nun in einer der größten Biodatenbanken zur weiteren Forschung zur Verfügung. Auf diese Weise gelingt es, auch nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten, den Gesundheitszustand und die Arbeitsbedingungen der St. Pöltner Bevölkerung zu rekonstruieren und Rückschlüsse auf die damaligen Lebensumstände und Lebensweisen zu ziehen. So konnten etwa Fälle von Brustkrebs und Prostatakrebs, vermeintlich moderne Krankheiten, auch für das Mittelalter in St. Pölten nachgewiesen werden. Ebenso könnte durch die St. Pöltner Funde die Geschichte zur Herkunft von Syphilis auf unserem Kontinent neu geschrieben werden.

Schmerzfrei beim Zahnarzt dank Domplatz Die anthropologischen Erkenntnisse aus den Untersuchungen am Domplatz tragen zur Aufklärung der Entwicklungsgeschichte von Krankheiten und dadurch zu einem besseren Verständnis der Krankheiten generell bei. Dies kann in weiterer Folge zu neuen Forschungsansätzen in der Medizin führen. Experimentell wird so bereits durchwegs erfolgreich an der „komplett schmerzfreien Zahnbehandlung“ gearbeitet. Eine umfassende und genaue Studie der Nervenkanäle im Kieferbereich an den St. Pöltner Fundobjekten macht dies möglich.

Emotionale Diskussion Immer wieder schwappen die Wogen hoch, geht es um die Fragestellung, ob am Domplatz weiterhin Parkplätze erhalten bleiben sollen. Das Wegfallen einzelner Parkplätze durch die Grabungen spürte auch Archäologe Ronald Risy: „Anfangs wurden wir noch mit abwertenden Kommentaren der Passanten bedacht, inzwischen ist das Interesse der Personen, die bei den Ausgrabungen vorbeigehen sehr groß. Ich erkläre oft mehrmals täglich, woran wir gerade arbeiten bzw. was wir bereits freilegen konnten“, so Risy. So hoch die Wogen in der ParkplatzDiskussion schwappen, so tief sinkt das Niveau in ebenselber auch oft. Verursacht durch persönliche Befindlichkeiten oder politisches Kalkül bzw. billigen Populismus, wird hier vor allem aus den ÖVP-Reihen fernab jeder Sachlichkeit gepatzt, wo es nur geht. Die Rede ist hier davon, dass die Innenstadt aussterben würde, würden die rund 100 Domplatz-Parkplätze wegfallen, ungeachtet dessen, dass die Parkhäuser mit gleicher Zentrums-Entfernung eine Auslastung von etwa 60 Prozent haben und überdies auch noch das neue Parkdeck am Bahnhofsplatz in Kürze fertiggestellt wird. NÖN St. Pölten-Redaktionsleiter Daniel Lohninger schrieb zuletzt in seinem Kommentar sinngemäß: „Dass fehlende Parkplätze vor dem Dom der

Innenstadt schaden, ist ein Trugschluss“ und führt vergleichend Städte wie Linz, Salzburg und Graz auf. Anzumerken bleibt: Es gibt einen gültigen Gemeinderatsbeschluss, nachdem möglichst viele Parkplätze am Domplatz erhalten bleiben sollen. Es ist gut und rechtens, sich über die zukünftige Gestaltung des Domplatzes Gedanken zu machen, unser Horizont sollte dabei aber zumindest bis über die eigene Stoßstange hinausgehen.

fact

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Zahlen und Daten zu „Beserl und Spaten“ Jährlich werden etwa 900 Tonnen Erde händisch „rausgepinselt“ Bei Spitzen sind bis zu 25 Personen im Einsatz, von der Hilfskraft bis zum Akademiker Etwa 1 Terabyte Daten pro Jahr(fast 60.000 Einzeldateien) werden digitalisiert und archiviert Bis jetzt wurden alleine 145.000 Fotos abgelegt Nur heuer: 20.000 Einzelfunde (darunter 364 Münzen und mehr als 1000 sonstige Kleinfunde)


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kurz angemerkt

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kurz & gut Kreisel und Parkdeck am Bahnhof. Parkdeck e Arbeiten für das neue

Di bereits voll am Hauptbahnhof sind Wetter gnädig angelaufen. So sich das uer die ersten erweist, werden noch he ch der neue Stützen errichtet und au gehen. FertigKreisverkehr in Betrieb geplant. stellung ist für Ende 2014

Windkraft wird 2014 weiter ausgebaut.

Ab 2015 sollen rund drei Viertel des benötigten Haushaltsstromes übe r Windkraft bezogen werden. Im kom menden Jahr werden vier neue Win dräder errichtet, die mehr Strom pro duzieren sollen, als die bisherigen 16 Anlagen im Stadtgebiet gemeinsam.

äre Wohnzimmer-Atmosph . se in der Schreinergas neuen GEA-Shop in der

Mit dem ütliche AmbiSchreinergasse wird das gem Pöltens weiter ente der „feinsten Gasse“ St. tler-Traditiier unterstrichen. Beim Waldv en und liegen onsunternehmen gehen, sitz richtig. die Landeshauptstädter sicher

Gastronomie am Rathausplatz weiter im Aufwind.

Am ehemaligen Standpunkt der Pizzeria Maradonna wurde bereits ein Nachmieter gefunden. Auch beim Top-Italien er Dolce Vita soll es zu einer Erweiterun g kommen und die NÖN soll im kom menden Jahr eine Etage nach oben siedeln und einem Bierlokal Platz machen .

plus!

minus!

Personalvertretung

Applaus für Raiffeisen

Die Landespolitik unter Erwin Pröll möchte den niederösterreichischen Gemeindebediensteten 2013 eine Nulllohnrunde verordnen. Mehr als 3.000 Menschen fanden sich vor kurzem am St. Pöltner Rathausplatz ein, um geschlossen zu demonstrieren. Jegliche Gesprächsversuche mit dem Landesfürsten verliefen im Sand, inzwischen werden Streikvorbereitungen getroffen. Die Schicksale der untersten Einkommensschichten, die mit 1.100 Euro netto im Monat auskommen müssen, sind unserem Landeshauptmann offensichtlich egal. Doppelzüngig und scheinheilig fordert die Stadt-VP eine einmalige Ausnahmeregelung für St. Pölten, wohlwissend, dass durch dieses Modell eine weite Aufspaltung des Gehaltssystems, und somit eine Schwächung der Arbeitnehmerinteressen, erfolgt. Die sozialdemokratischen ArbeitnehmerInnenvertreter fordern einheitliche Regelungen für ganz Österreich, um diese Willkür dauerhaft zu verbieten.

Dass der ÖVP offensichtlich – frei nach dem bekannten Sprichwort – das Hemd näher ist als der Rock, und die Damen und Herren der konservativen Politikbewegung für Bessergestellte und Hochwohlgeborene auch wissen, wem sie in der Schuld stehen, ist nichts Neues. Erstaunlich und ebenso skurril ist jedoch das Ausmaß, in dem einzelne Vertreter der schwarzen Gemeinderatsfraktion der Bank mit dem Giebelkreuz zujubeln. Entsprechende Wortmeldungen von einem VP-Funktionär, der auch Raiffeisen-Angestellter(in leitender Position) ist, sind bekannt. Zuletzt konnte besagter Jubel bei einer Verhandlung zum SWAP-Geschäft (Die Stadt klagt die RLB auf Rückabwicklung des Geschäftes) beobachtet werden: Ein Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Landesbank machte sich über die Stadt, der ein nachweislich zu hohes Risiko verkauft wurde, lustig. Zustimmendes Nicken und ein Lächeln im Gesicht der VP-Funktionäre waren die Folge, als vom RLB-Vorstand die Formulierung „Ätsch“ für die Vorgehensweise der Bank als zutreffend beschrieben wurde.

bt’s In der Wiener Straße gi neue Köstlichkeiten. staurant

t Re Eine neue Hager-Filiale sam aße, gegenStr er ien eröffnete in der W „Vom Fass“ in über dem ebenfalls neuen n Modernität völlig neuer Optik zwische äre. Nebenan und Wohnzimmeratmosph ntro“ zahlreibietet das Kaffeehaus „Il Ce Cocktails. che Kaffeekreationen und

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2014!


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Budget 2014: 174 Millionen für St. Pölten

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten in ganz Europa steht unsere Landeshauptstadt im Vergleich gut da. Durch Einsparungen in der Verwaltung werden Zukunftsinvestitionen über 22 Millionen Euro möglich. Wasser, Kanal, Müll bleiben hingegen unverändert. „Wir sparen bei uns, nicht bei den Bürgern“ versprach Stadler. Für Bürgermeister Stadler hat nun die Konsolidierung des Haushaltes oberste Priorität: „Die Stadt St.Pölten muss sich wieder finanzielle Spielräume erarbeiten.“ Magistratsintern wird bereits an der strategischen Haushaltskonsolidierung gearbeitet. Unterstützung holt sich der Magistrat dabei von den Experten des KDZ, das gemeinsam mit der Beamtenschaft Vorschläge zur nachhaltigen Konsolidierung des Haushaltes erarbeiten soll.

Investitionstätigkeit Die umfassende Modernisierung des städtischen Sommerbades ist mit 4,4 Millionen Euro eines der zentralen Projekte im Budget 2014.

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as Jahr 2014 wird für die Stadt St. Pölten nicht leicht werden. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geben uns keine Chance, den Haushalt ausgeglichen zu gestalten. Wir werden den Gürtel enger schnallen müssen“, kündigte Bürgermeister Matthias Stadler an. Das Budget sieht einen Abgang von 8,7 Mio. Euro vor. Der Hauptgrund dafür liegt in der immer größer werdenden Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben. Während die Einnahmen auf Grund der schwachen Konjunktur nur leicht steigen, klettern die Ausgaben auf neue Rekordhöhen. „Trotz intensiver Sparbemühungen können wir dieses Loch nicht stopfen. Dieses Problem trifft nicht nur St. Pölten, sondern alle größeren Städte. Leider bevorzugt der Finanzausgleich hier die kleineren Gemeinden.“ Die wenig berauschenden Wirtschaftsprognosen lassen die Einnahmen der Stadt nur unwesentlich steigen. Anders als in den letzten Jahren wird die Entwicklung der Kommunalsteuer heuer dieses Loch nicht schließen können. Der Arbeitskräfteabbau der Voith wird sich auch mit einem deutli-

chen Einnahmenausfall im Budget der Stadt niederschlagen. Auf der Ausgabenseite steigen die Umlagen, die an das Land abgeliefert werden müssen, weiter an. Die Steigerungen bei den Landesumlagen (+1,8 Mio. Euro) fressen die Mehreinnahmen bei den Ertragsanteilen (+1,5 Mio. Euro) auf. Einen weiteren Grund für die finanzielle Situation der Stadt sieht Bürgermeister Stadler auch in den zahlreichen Stadtentwicklungsprojekten. „St. Pölten ist als Landeshauptstadt besonders gefordert. Wir holen in nur wenigen Jahren das auf, was in anderen Landeshauptstädten über Jahrzehnte entstanden ist. Das kostet Geld, Stadtentwicklung gibt´s nicht gratis.“

„Wir sparen bei uns, nicht bei den Bürgern“ Trotz des deutlichen Abgangs stellte Bürgermeister Stadler klar, dass es 2014 zu keinen Gebührenerhöhungen kommen wird. Einzig beim Tarif der Musikschule wird es eine Indexanpassung geben. Die Tarife für

St. Pölten tätigt auch weiterhin wichtige Investitionen für die weitere positive Entwicklung unserer Stadt. Hier ein Auszug: »» Errichtung Kindergarten St. Georgen (1,5 Mio. Euro) »» Grabungen Dom- und Herrenplatz (0,9 Mio. Euro) »» Letzte Rate Stadion (6 Mio. Euro) »» Jahresrate P&R-Anlage Bahnhof (0,36 Mio. Euro) »» Bau Kerntangente Nord (1 Mio. Euro) »» Errichtung Brücke über B20 (2,66 Mio. Euro) »» Sanierung Sommerbad (4,4 Mio. Euro) »» Errichtung Kremationsanlage (3,2 Mio. Euro) »» Altstoffsammelstelle Austraße (0,5 Mio. Euro) »» Investitionen städtischer Fuhrpark (0,5 Mio. Euro) »» Straßenbeleuchtung (0,4 Mio. Euro) »» Ampel- u. Schrankenanlagen (0,4 Mio. Euro) »» Straßen- u. Brückensanierungen (1 Mio. Euro) »» Kanal u. Trinkwasser(3 Mio. Euro)

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Stadthaushalt 2014 Ausgaben: Einnahmen: Abgang: Investionsbudget:

174,313.000 165,551.000 8,762.000 22,000.000


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reportage

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Menschlich, mobil, Mahlzeit! Seit fast 40 Jahren gibt es „Essen auf Rädern“. Gegründet unter SPÖ-Bürgermeister Hans Schickelgruber stellt diese Aktion heute für mittlerweile fast 200 St. Pöltnerinnen und St. Pöltner eine wichtige Stütze im Tagesablauf dar. Grund für den Stadtexpress, ein Freiwilligen-Team zu begleiten und den Scheinwerfer auf diese soziale Errungenschaft zu lenken.

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äglich werden fast 200 Portionen verschiedenster Diät- und Kostformen von einem engagierten Freiwilligen-Team direkt in die Haushalte der BezieherInnen von „Essen auf Rädern“ geführt. Über 50 HelferInnen drehen hier bis zu viermal pro Woche ihre Runden in einem der fünf Ausführwägen, pro Wagen werden so etwa 40 EssensbezieherInnen beliefert.

Gegründet unter Bürgermeister Schickelgruber Gegründet in der Ära von SP-Bürgermeister Hans Schickelgruber, feiert die Aktion im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Wurden im Gründungsjahr noch 23 Personen zum Selbstkostenbeitrag mit Essen versorgt, so hat sich diese Zahl in den letzten vier Jahrzehnten fast verzehnfacht. Bis dato wurden etwa vier Millionen Mittagessen an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Derzeit ist die Anzahl der Portionen eher rückläufig, da durch vermehrte 24-Stun-

den-Betreuung betagte, pflegebedürftige Personen länger im eigenen Haushalt verbleiben können und die Essensversorgung glücklicherweise durch die BetreuerInnen durchgeführt werden kann. Der Stadtexpress durfte ein besonders eingespieltes Gespann bei ihrer Aus-

„Was bleibt, ist ein positives Gefühl im Bauch und auch im Herzen.“ liefer-Runde begleiten: Wilma Grandl, Helene Özelt und Karl Weinzierl waren an jenem Tag die Besatzung von Wagen 3, der unter anderem die Eisbergsiedlung mit „Essen auf Rädern“ versorgt. Man kann die erwähnten drei HelferInnen durchaus als Routiniers bezeichnen, fährt doch Frau Grandl seit inzwischen 37 Jahren für die Aktion, Herr Weinzierl seit über 25 Jahren und auch Frau Özelt ist schon über zehn Jahre dabei.

Ruck-Zuck unterwegs Der Arbeitstag beginnt bereits am Morgen: In der Großküche des Landesklinikums werden die Essensboxen von den FahrerInnen und HelferInnen in die jeweiligen Autos geladen. Um 10 Uhr beginnt dann die Auslieferung, sodass pünktlich zur Mittagszeit ein warmes Essen auf den Tischen der BezieherInnen ist. Der Ablauf ist fast immer gleich: Der Fahrer lenkt das Auto in Richtung Straßenrand, eine der beiden freundlichen Damen springt aus dem Wagen und


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tauscht die Essensbox vom Vortag gegen die neue mit dem warmen, dampfenden Essen. In der Zwischenzeit ist auch schon die zweite Helferin mit einer Box ausgerückt und dabei, diese umzutauschen. „Allzuviel Zeit bleibt uns nicht, wir müssen schon auf den Zeitplan achten. In nur zwei Stunden müssen alle Portionen an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden“, erklärt uns eine Helferin und sitzt auch schon wieder im Wagen.

Allround-Spezialeinheit Obwohl alles einem strengen Ablauf folgt, finden die HelferInnen auch Zeit, um mit den Essens-BezieherInnen ein paar Worte zu wechseln… In einigen Fällen ist dies die einzige Ansprache. Neben dem physischen Aspekt der Nahrungsversorgung ist also auch die soziale bzw. psychologische Komponente nicht zu vernachlässigen. So gesehen könnte man die HelferInnen von „Essen auf Rädern“ wohl als „Allround-Spezialeinheit“ bezeichnen, von der sich sogar die

st.pöltner

stadt Cobra etwas abschauen kann: Schnelles Eindringen, effiziente Erledigung des Auftrages und, ohne eine Spur zu hinterlassen, wieder verschwinden. Was bleibt, ist ein positives Gefühl im Bauch und auch im Herzen.

„Jo, des mog i gern“ Bedingt durch diverse, individuell durch die Landesklinikums-Küche zusammengestellte, Diät- bzw. Schonkost, kann es auch vorkommen, dass nicht immer die Lieblingsspeise auf dem Teller landet. „Ja, allerweil schmeckt´s einem auch nicht. Das ist aber, wenn man selber kocht, ja auch nicht immer der Fall“, bringt es etwa eine Bezieherin, auf den Punkt. Wir wollten natürlich wissen, was der Essens-Bezieherin Maria denn besonders mundet: „Fisch, den ess ich gerne. So herausgebraten, mit einem Püree und einem Salat dazu. Und ein Gemüse ist da

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meistens auch dabei. Jo, des mog i gern“, kommt es dann direkt, wie aus der Pistole geschossen. Nach kurzem Nachdenken folgt auch die Lieblings-Süßigkeit: Topfenauflauf mit Kompott. „Ich komm leicht aus mit dem“, schließt Frau Maria. Und wir lassen sie in Ruhe essen, bevor die Speisen auskühlen. Beim Hinausgehen meldet sich unser Magen mit einem herzhaften Knurren – „Jo, so a Topfenauflauf, den meng a wir gern.“

Info Die Kosten für eine Portion betragen 6 Euro, bedürftigen Personen mit geringem Einkommen kann seit 2007 ein Zuschuss aus der Stiftung „Bürgerspitalfonds“ gewährt werden.

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Meilensteine von Essen auf Rädern 1974: Beginn der Aktion mit dem ersten Wagen, gespendet vom Lions Club (23 BezieherInnen) 1977: Der vierte Wagen nimmt seinen Dienst auf, erstmals über 200 BezieherInnen 1984: Zehn Jahre nach Gründung versorgen fünf Wägen fast 300 Personen mit warmem Essen 1991: Sechs Wägen beliefern 400 Bezieherinnen, der historische Höchststand

HelferInnen werden gesucht Um die Aktion auch weiterhin am Leben erhalten zu können, werden immer wieder freiwillige HelferInnen und FahrerInnen (vor allem am Wochenende) gesucht. Informationen diesbezüglich gibt es in der städtischen Sozialhilfe per Email unter sozialhilfe@st-poelten.gv.at oder telefonisch unter 02742/333-2555.

2005: Nur noch fünf Wägen fahren für die Aktion 2007: Seitdem kann Personen mit geringem Einkommen ein Zuschuss zum gewährt werden.


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kurz angemerkt

Wirtschaftsverband pocht auf Fairness

Ehrenring für Haneder

„Österreich hat weltweit eines der besten Sozialsysteme, die Regelungen für Selbstständige weisen aber große Lücken und Ungerechtigkeiten auf. In vielen Bereichen der Sozialversicherung gibt es eine deutliche Schlechterstellung gegenüber Versicherten nach dem ASVG”, so der Bezirksvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Werner Blum. Der Wirtschaftsverband pocht daher auf eine bessere soziale Absicherung gerade für

Am 5. November wurde dem ehemaligen Präsidenten der AKNÖ Hermann Haneder der Ehrenring der Stadt St. Pölten in Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste, die er für die Landeshauptstadt erbracht hat, verliehen. Nicht zuletzt ist seinem unermüdlichen persönlichen Einsatz die bevorstehende Übersiedlung der NÖ Arbeiterkammer nach St. Pölten zu verdanken. Der Ehrenring ist nach der Ehrenbürgerschaft die höchste Auszeichnung, welche die Stadt zu vergeben hat.

Ein-Personen-Unternehmen und KleinunternehmerInnen und ruft die Bundesregierung auf, in der kommenden Legislaturperiode bestehende Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Gefordert werden unter anderem das Überdenken der 20% Selbstbehalt bei Arztbesuchen, ein Krankengeld in Form einer staatlichen Betriebsausfallsver­ sicherung im Fall der Arbeitsunfähigkeit und die Absetzbarkeit von Arbeitsräumen und Arbeitsplätzen im Wohnungsverband.

S34: Für Anrainer, Autofahrer und Arbeitsplätze Im Gemeinderat wurde ein Straßentausch des Landes mit St. Pölten beschlossen und damit eine wichtige Voraussetzung für die Westumfahrung geschaffen. Die für Bevölkerung und Wirtschaft so wichtige Entscheidung wurde ohne die Stimmen der ÖVP getroffen. Der Stadtexpress hat bei Bgm. Stadler nachgefragt, warum. Stadtexpress: Warum braucht es eine Umfahrung des Stadtzentrums? Stadler: Wir haben in der Nord-Süd Richtung derzeit nur eine leistungsfähige Straßenverbindung, die nicht nur von PKWs sondern auch von LKWs benutzt wird. Tatsache ist, dass der Verkehr zunimmt und damit die Route immer mehr zum Nadelöhr wird.

Viele ortskundige Autofahrer weichen schon jetzt auf die Nebenrouten aus. Eben. Das hat zur Folge, dass PKW- und Schwerverkehr direkt durch die Siedlungsgebiete fahren. Somit ergibt sich die zunehmende Belastung der Anrainer nicht nur direkt an der Hauptroute sondern auch in den Wohn- und Siedlungsgebieten.

Was bringt die S 34 für den Wirtschaftsstandort? Eine zweite leistungsfähige Nord-SüdVerbindung für die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist unerlässlich. „NÖ Central“, eines der größten Betriebsansiedlungsgebiete Niederösterreichs und das Industriebaugebiet der ÖBB östlich davon können nur durch die Errichtung der Spange Wörth und der S 34 erschlossen werden. Warum stimmt die ÖVP bei einem für Bevölkerung und Wirtschaft so wichtigen Projekt nicht mit? Das hat mich auch überrascht. Sie handeln damit eindeutig gegen die Intentionen des Landes, der Stadt und auch gegen die Bürger, wenn sie sich gegen Projekte wenden. Zweifellos müssen Umweltaspekte in höchstmöglichem Maß berücksichtigt werden. Es bringt allerdings nichts, einen Straßenbau zu verhindern, wenn die Stadt als Alternative dazu im Verkehr erstickt.


Winter 2013

Fit durch den Winter Der Herbst ist da. Die kürzeren Tage trüben die Stimmung. Das nasskalte Wetter lässt einen lieber zu Hause bleiben – Schnupfen & Erkältung holt man sich trotzdem. Und schließlich steigen die Kilos dank Punsch und Keksen. Die Naturfreunde St. Pölten haben dafür das ideale Kontrastprogramm und bieten Ihnen ein um-

fangreiches Fitness-Paket für jedes Alter und jeden Typ. Weil es in Gemeinschaft leichter fällt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ältere Semester können sich mit unserer Nordic Walking-Gruppe fithalten. Wer sich für die kommende Schisaison in Form bringen möchte, für den ist „Sport am Mittwoch“ das ideale Aufwärmtraining.

Die Sektion Wandern bietet auch in der kalten Jahreszeit ein umfangreiches Programm an geführten Wandertouren, bei dem bestimmt allen warm wird. Wer genügend Kondition getankt hat, kann mit Markus Rosenauer unvergessliche Tourenschiwochen in Kärnten, Ost- und Südtirol buchen (siehe www.st-poelten.naturfreunde.at).


naturfreunde

Rüsten wir uns für die Zukunft Liebe Naturfreunde, nun ist es 15 Jahre her, dass ich den Naturfreunden vorstehe. Bei der kommenden Mitgliederversammlung am 24. 1. 2014 werde ich meine Tätigkeit als Vorsitzender der Naturfreunde St. Pölten beenden und mich danach für die Funktion des Finanzreferenten zur Verfügung stellen. Als neuer Vorsitzender der Ortsgruppe St. Pölten wird GR Heinz Hauptmann der Mitgliederversammlung vorgeschlagen. In meiner Amtszeit konnten wir schöne Erfolge erzielen, mussten aber auch Niederlagen einstecken und gegen Widrigkeiten ankämpfen. So werden mir die Hochwasserkatastrophen und vor allem der verheerende Brand des Bootshauses, die Umstände der Neuerrichtung und vor allem dessen Finanzierung nachhaltig in Erinnerung bleiben. Auch die Investitionen

in den Eislaufplatz, die durch dessen Betrieb immer wieder entstehenden Verluste, die Verpachtung des zum Eislaufplatz gehörenden Vereinsheimes, die bis heute laufenden Maßnahmen zur Erfüllung der gewerblichen Auflagen im Gastbetrieb – all das hat mir oft große Sorgen bereitet und mir zur Erfüllung anderer Aufgaben als Vereinsvorsitzender immer weniger Zeit gelassen. Ich freue ich mich jetzt schon darauf, dass der Vorstand bei der kommenden Mitgliederversammlung um tüchtige und tatkräftige Personen verstärkt wird und ich mich als zukünftiger Finanzreferent der Naturfreunde auf die Verwaltung unseres Vereines konzentrieren kann. In Erinnerung geblieben ist mir das tolle Engagement meiner ehrenamtlichen MitstreiterInnen, die mir immer zur Seite standen, wofür ich mich von ganzem Herzen bedanke. Die Freundschaft unter uns VereinskollegInnen genieße ich sehr. In meiner Amtszeit konnte ich viel für mein Leben lernen und mir einige Fähigkeiten aneignen. Erlebnisse am Berg und in der Natur bestärken mich dafür einzutreten, alle Menschen daran teilhaben zu lassen. Es macht Freude, ein Naturfreund zu sein. Berg frei,

Ihr Wolfgang Strasser

Keine Sorge - es hat nicht gebrannt! Aber die Zisterne der Göllerhütte war über den Sommer undicht geworden. Unsere tüchtigen Funktionäre auf der Göllerhütte reinigten unter erschwerten Arbeitsbedingungen die Zisterne und dichteten sie ab. Aufgefüllt wurde die Zisterne dank eines „Löschangriffs“ der Feuerwehren aus St. Aegyd und Kernhof. Die Kameraden brachten mit ihren Einsatzwägen Wasser bis zur Materialseilbahn. Mittels einer langen Schlauchleitung wurde das Wasser bis zur Zisterne weitergepumpt. Ein herzliches Dankeschön für die freiwillig geleisteten Arbeitsstunden an die Göllerhütten-Funktionäre und die Kameraden der FF St. Aegyd und der FF Kernhof.

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Naturfreunde Eislaufplatz Saison 2013/14 von 23.11.2013 bis 2.3.2014 Fr. und Sa. von 14 bis 18 Uhr Sonn- u. Feiertage sowie schulfreie Tage (Ferien) von 9-12 u.14 -18 Uhr

Investitionen ins Vereinshaus Die Naturfreunde investieren 47.000.Euro in das Vereinshaus in der Dr. Mical Gasse beim Eislaufplatz. Im Gasthaus „Probier`s“ werden um diese Summe ein Zuluftventilator und Abluftanlage in der Küche erneuert. Um die Heizleistung zu verstärken wurden der Gaskessel getauscht und der Kamin und die Heizanla-

Feuerwehreinsatz auf der Göllerhütte

gen saniert. Diese Investitionen wurden notwendig, um die Auflagen des Magistrates St. Pölten zu erfüllen, aber auch weil die Anlage nicht mehr die notwendige Leistung erbrachte.

hl. Abend, Silvester von 9 bis 16 Uhr Christtag, Neujahr von 14 bis 18 Uhr Voranmeldung für Schulen, Auskünfte:  0664 / 363 28 36

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Naturfreunde St. Pölten, 3100 St. Pölten, Heßstraße 4, Web: www.st-poelten.naturfreunde.at Grundlegende Richtung: Informationen und Nachrichten der Naturfreunde St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Wolfgang Strasser Fotos: Naturfreunde St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: Naturfreunde St. Pölten. Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 25.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in persönlich gezeichneten Artikeln entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.


naturfreunde

Nordic Walking-Treff

Einladung zur

Mitgliederversammlung

Nordic Walking ist eine ideale Sportart, um über den Winter fit zu bleiben. Die schwungvollen Bewegungen halten das Herz-Kreislaufsystem gesund und helfen beim Abnehmen. Zudem werden Arme, Schultern und Rücken gestärkt. Vorausgesetzt, Ausrüstung und Technik stimmen. Diese Technik können Sie unter Anleitung geprüfter Trainer beim Nordic Walking Treff der Naturfreunde leicht erlernen. Die Nordic Walking-Gruppe der Naturfreunde trifft sich während der Wintermonate jeden Mittwoch ab 14:00 beim Naturfreundehaus in der Dr. Micalgasse. Anmeldung ist keine notwendig. Eine Nordic Walking-Wanderung dauert ca. 1,5 Stunden, wobei unterschiedliche Leistungsgruppen den Einstieg auch für Ungeübte erleichtern. Mehr Informationen zum Nordic Walking-Treff gibt Ihnen gerne Franz Schweiger 0664/4970579

der Naturfreunde St. Pölten am

24. Jänner 2014 Beginn: 18 Uhr

Steingöttersaal

Prandtauerstraße 4, 3100 St. Pölten

Provisorische Tagesordnung:

Eröffnung und Begrüßung Gedenken an verstorbene Mitglieder Berichte des Vorsitzenden Bericht des Finanzreferenten Bericht der Rechnungsprüfer Neuwahlen Ehrungen Allfälliges

„Sport am Mittwoch“ Eine gut ausgebildete Muskulatur und Kondition helfen nicht nur beim Schifahren, sondern auch im Alltag. Die Wintersportgruppe der Naturfreunde St. Pölten bietet daher jeden Mittwoch unter dem Motto „Sport am Mittwoch“ zwei Stunden Gymnastik an, bei denen Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Die Gymnastik wird von Helga Todt Manfred Rameder und Alfred Schimböck, drei ausgebildeten Instruktoren, geleitet.


naturfreunde

Do, 23. Jänner 2014

Do, 13. Februar 2014

LAABEN - HAINFELD

LANGLAUFEN EBENWALD

TP: 10:00 Bhf St. Pölten – Busbahnhof. Gehzeit: 5 Std., 600 HM Info: Hans Maier 0664/4624709 So, 2. Februar 2014

KÖLBLING Do, 16. Jänner 2014

MUCKENKOGEL

TP 9.00 Josefskirche Info: Hans Girsch, 02742/32217 Sa, 25. Jänner 2014

AUFFI&OWI SCHITOURENLAUF Lilienfeld mit Wanderklasse Start Wanderklasse 13.30 Uhr (nur Aufstieg) Start Rennklasse 15.00 Uhr Info: Markus Rosenauer 0660/5771942

Abfahrt mit Zug um 7:35 vom Hbf. Rundwanderweg Herzogenburg über die Weinberge. Gehzeit 3 Std., Info: Gerhard Daxberger, 0664/5071830 Do, 6. Februar 2014

BERNDORF – GUGLZIPF

Teilnahme nur gegen Voranmeldung TP: 9:00 Josefskirche Besichtigung mit Führung der „Berndorfer Stilklassen“, danach Wanderung Gehzeit: 3 Std. 300 HM Info: Hans Maier 0664/4624709

Info: Hans Girsch, 02742/32217 So, 16. Februar 2014

GFÖHLBERG

TP. 9:00 Josefskirche Bei Schneelage teilweise mit Schneeschuhen. Gehzeit: 3½ (bei Schnee 4½) Std., 500HM Info: Hans Maier 0664 / 4624709 Fr, 21. Februar 2014

KLOSTERALM Abf. 11:30 Josefskirche Gehzeit 3,5 Std; Info: Heidi Schwarz 02742/71217

Ausführlichere Beschreibungen aller Wanderungen finden Sie auf www.st-poelten.naturfreunde.at

Urlaub mit den Naturfreunden 16. – 23. März 2013

28. März - 06. April 2014

16. – 23. Mai 2014

Fuerteventura

Malta und Gozo

Madeira Wanderurlaub

Der optimale Ort für einen Nordic-WalkingUrlaub! Eine Wohlfühlwoche mit Bewegung, Natur, Kultur und Lebensfreude pur! Naturfreundemitglieder: *€ 1.230,00 Nichtmitglieder: *€ 1.260,00 Einzelzimmerzuschlag: € 175,00 Aufpreis Meerblick: € 50,00 Frühbucherbonus bis 30.11.: € 20,-/Person Inkludierte Leistungen: Flug Wien – Fuerteventura, Transfer Flughafen, 4*Hotel in Costa Calma, All inklusive, Geführte Nordic Walking Touren Nicht inkludiert: Persönliche Ausgaben, Trinkgelder, Treibstofferhöhungen Information: Elfriede Maier 0664/542 25 04

Lassen Sie sich während der 10-tägigen Wander- und Kulturreise in Maltas bewegte Vergangenheit und abwechslungsreiche Gegenwart entführen. Naturfreundemitglieder: *€ 1.260,00 Nichtmitglieder: *€ 1.300,00 Einzelzimmerzuschlag: €100,00 Frühbucherbonus bis 20.12.: € 20,-/Person Inkludierte Leistungen: Flug Wien – Malta, Transfer zu Hotel, Transfer an den Wandertagen, 4*Hotel in Mellieħa, Frühstücksbuffet, Mittagessen am 2. 3. 6.und 7.Tag, 6 Wanderungen, Stadtbesichtigung Valetta mit Eintritten, Fährtickets, Deutschsprachige Reiseleitung Information: Elfriede und Johann Maier, Telefon: 0664/542 25 04

Madeira – auch der schwimmende Garten genannt, bietet dem Besucher mehr als üppige Gärten voll mit unzähligen, wunderschönen Blumenarten. Naturfreundemitglieder: *€ 1.350,00 Nichtmitglieder: *€ 1.390,00 Einzelzimmerzuschlag: € 200,00 Aufpreis Meerblick: € 60,00 Frühbucherbonus bis 31.12.: € 25,-/Person Inkludierte Leistungen: Flug ab/an Wien nach Madeira, Transfer zum Hotel, ****Hotel in Caniço, Halbpension, 6 geführte Wanderungen, Transfers zu/von den Wanderungen, Örtlicher, deutschsprachiger Wanderführer Information: Johann Humpelstätter, Telefon: 0699/10447506 *Preise pro Person


kurz angemerkt

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stadt

express | 15

Volksheim Radlberg saniert

Erinnerung an Schickelgruber

Das Volksheim Radlberg konnte nach umfangreichen Umbauarbeiten Ende September wieder eröffnet werden. Küche und Schankbereich wurden neugestaltet und eine Überdachung im Außenbereich errichtet. Neben dem nötigen finanziellen Aufwand, der ausschließlich vom Verein „Volksheim Radlberg“ aufgebracht wurde, investierten zahlreiche HelferInnen viele Stunden Freizeit, um dieses Projekt zu verwirklichen. Die Lokalität wird nicht nur für die Sitzungen der SPÖ Sektion 14 genutzt, sondern dient das ganze Jahr als gesellschaftlicher Treffpunkt.

Aus Anlass des 10. Todestages des ehem. Bürgermeisters Hans Schickelgruber, wird es in Kürze eine Broschüre mit seinen Lebenserinnerungen geben. In gebundener Form und für die Ewigkeit erhalten, sind damit die Errungenschaften unter seiner Ära: Die Revitalisierung der Synagoge, die heuer ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, zählt ebenso dazu, wie der Ausbau des Krankenhauses in St. Pölten oder die Einführung der Aktion Essen auf Rädern. Am 17. Dezember um 17 Uhr werden im Rahmen einer kleinen Feier im großen Sitzungssaal des Rathauses noch einmal seine Verdienste gewürdigt und das Werk präsentiert. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

So wird einmal monatlich ein Stammtisch abgehalten, der Ostermarkt, ein Sturmheuriger, ein Radlberger Wandertag und der jährliche Christbaumverkauf sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Aktivitäten im Volksheim Radlberg. Auch der Mountainbikeclub Radlberg, der bei vielen Veranstaltungen eine große Unterstützung darstellt, fand im Volksheim Radlberg sein Vereinslokal. Platz bietet das Volksheim Radlberg übrigens für 45 Personen. Es ist mit Leinwand und Beamer ausgestattet und wird gerne auch für Privatveranstaltungen zur Verfügung gestellt.

Der Querdenker

Welch eine Überraschung, nun soll also auch die ÖVP maßgeblich in die TelekomAffäre verstrickt sein. No na. Aber ist ja halb so schlimm, immerhin ist man an solche Enthüllungen bei unseren Christlichsozialen ja schon gewohnt. Jeder ist sich selbst der Nächste, heißt es so schön und die ÖVP zeigt uns täglich vor, wie man das professionell betreibt. Diese mehr oder weniger gelungene Einleitung führt uns zu einem Thema, das man zwar auch ein wenig sarkastisch betrachten könnte, ich werde aber dennoch versuchen, sachlich zu bleiben, denn es handelt sich hierbei um ein sehr wichtiges Thema. Wo auch immer man sich heutzutage bewegt, findet man vor allem eines: Egoismus, Engstirnigkeit und Hass. Gezuckert mit einer leichten Brise Opferkomplex im

Falle von uns ÖsterreicherInnen. Ein Gemeinschaftsgefühl, das nicht nur die ArbeiterInnen im späten 19. Jahrhundert aufbauen mussten, um ihre Rechte zu wahren, sondern das auch nach den beiden großen Kriegen als wichtige Stütze diente, wieder alles aufzubauen und sich ein lebenswertes Land zu schaffen, scheint kaum mehr vorzuherrschen. Solidarität wirkt immer mehr wie ein Fremdwort, dabei ist sie doch ein so wichtiges Gut. Aber nicht alle übersehen, wie wichtig es ist, zusammenzuhalten, um seine Interessen zu wahren. Was die meisten Menschen nämlich leider übersehen ist, dass die Reichen und Mächtigen sich sehr wohl organisieren und dabei ohne jede Skrupel unsere Rechte beschneiden, unsere Privatsphäre verletzen und damit unsere wich-

tigsten Grundrechte mit Füßen treten. Wir befinden uns in einem Abhörskandal der Superklasse, der selbst die Stasi alt aussehen lässt, aber außer der großen Empörung unternimmt ganz einfach niemand etwas. Gleichzeitig ertrinken südlich von Italien Flüchtlinge, die vor einem vom Westen ausgelösten Konflikt davonlaufen, weil wir ihnen jeden Schutz verwehren. Die Empörung ist groß, aber etwas dagegen tun will gleichzeitig auch niemand. Bevor wir uns nicht bewusst werden, dass wir alle Menschen sind und wir alle das gleiche Recht auf Leben, Freiheit und Wohlstand haben, werden wir wohl weiter in einer Welt leben, in der Arme immer ärmer werden, und Reiche immer reicher. Schade eigentlich.


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aus erster hand

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Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Onodi neue Vorsitzende

Die SPÖ-Frauen führen auch heuer viele Aktionen durch, um bei den „16 Tagen gegen Gewalt an Frauen“ noch bis 10. Dezember darauf hinzuweisen, dass Gewalt gegen Frauen ein gravierendes Problem ist und nicht toleriert werden darf. Jede fünfte Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. „Die Dunkelziffer ist in diesem Zusammenhang sehr hoch. Unsere Gesetze sind gut, aber leider oft nicht ausreichend. Es ist daher

Bei der Bezirskonferenz des Pensionistenverbandes wurde Landtagsabgeordnete Heidemaria Onodi einstimmig zur Nachfolgerin des scheidenden Vorsitzenden Erich Smrcka gewählt. Rund 4.000 Mitglieder umfasst der PV im Bezirk und ist somit eine gewichtige Interessensvertretung. Landesvorsitzender Hannes Bauer erläuterte die Bedeutung der älteren Menschen in unserer Gesellschaft und strich die Notwendigkeit hervor, dass eben jene eine starke Stimme brauchen.

wichtig, dass Frauen und Mädchen wissen, wo Sie sich hinwenden können wenn Ihnen Gewalt widerfährt“, so die SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende Renate Gamsjäger. Darüber hinaus müsse die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen gefördert werden: „Denn die betroffenen Frauen haben oft Angst, aufgrund finanzieller Abhängigkeiten gegenüber dem Partner aus der vorhandenen Gewaltspirale auszubrechen“, weiß Renate Gamsjäger.

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Höchstleistung und Arbeitsplätze durch Güterzugumfahrung

Kein Verständnis für grüne Autofahrer-Abzocke.

Eines der größten Bahnbauprojekte Mitteleuropas geht in die Zielgerade

Der Vorschlag der Grünen Verkehrslandesrätin aus Tirol, Ingrid Felipe die Mineralölsteuer um 4,5 Cento pro Liter anzuheben ist empörend.

D

ie Westbahn ist nicht nur eine der wichtigsten Hauptverkehrsachsen Österreichs, sondern hat aufgrund ihrer Lage am Donau-Korridor auch eine vorrangige Bedeutung innerhalb der Europäischen Union, ja auch für künftige Verkehrsströme von Asien Richtung Europa und vice versa. Der viergleisige Ausbau der Westbahn war und ist daher ein äußerst notwendiger Modernisierungsschub für die Verkehrsströme der Zukunft. Die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten hat hier besonderes Gewicht, ist sie doch bisher eines der wenigen verbliebenen Nadelöhre entlang der Westbahn. Doch auch das ist bald Geschichte. Eines der größten Schienenbauprojekte Mitteleuropas geht, ein wenig abseits großer öffentlicher Wahrnehmung, in die Zielgerade. Zum Vergleich: Werden in den neuen Wiener Zentralbahnhof rund eine Milliarde Euro investiert, weist die GZU St. Pölten ein durchaus vergleichbares Investitionsvolumen von rund 857 Millionen Euro auf. Es profitieren nicht nur hunderte Firmen, auch tausende Arbeitsplätze konnten auf viele Jahre hinaus geschaffen und gesichert werden. „Die Einstellung der Bauarbeiten an der GZU unter der VP/FP-Regierung Schüssel/Grasser hat das Projekt nicht nur auf Jahre verzögert, auch die Gefahr einer längeren Verschiebung um Jahrzehnte stand durchaus im Raum. Doch das ist Geschichte. Es gelang der neuen Bundesregierung unter Bundeskanzler Werner

Faymann und Verkehrsministerin Doris Bures im Zuge des Konjunkturpakets 2008 das Projekt wieder in Fahrt zu bringen und die notwendige Finanzierung zu sichern. Die GZU entschärft ab 2017 das Nadelöhr St. Pöltner Hauptbahnhof und leitet die schweren Güterzüge am Stadtzentrum vorbei. Dies schafft nicht nur eine Beschleunigung der Verkehrsströme, es hebt auch die Lebensqualität der St. Pöltner Bevölkerung“, freut sich SPÖBundesverkehrssprecher und Vorsitzender des parlamentarischen Verkehrsausschusses, NR Anton Heinzl, über die weiteren Baufortschritte. Heinzl war es, der von Beginn des Stopps der Bauarbeiten mit Vehemenz im Parlament, aber auch im Land Niederösterreich für einen Weiterbau der GZU eingetreten ist. „Die Weststrecke ist eine der wichtigsten Bahnstrecken Österreichs, welche in vielen Abschnitten bereits bis an ihre Grenzen ausgelastet ist. Mit dem Ausbau der Weststrecke stellen wir künftigen Generationen eine moderne, leistungsfähige und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung und wir schaffen Voraussetzungen für mehr Kapazitäten im Personen- und im Güterverkehr sowie deutlich kürzere Fahrzeiten. Das bringt nicht nur auf europäischer Ebene viel Positives, auch der NÖ Zentralraum und die Landeshauptstadt St. Pölten als höchst prioritärer Verkehrsknotenpunkt an der Westbahn profitieren“, so Abg. z. NR. Anton Heinzl.

Diese - wie Felipe sie nennt - ‚sanfte‘ Erhöhung wäre in Wirklichkeit 10 Prozent mehr als bisher und würde alle österreichischen Autofahrer mit 400 Millionen Euro pro Jahr belasten. Und das nur, weil die Tiroler Verkehrspolitik nicht in der Lage war, ihren Teil zur Vermeidung von Umwegverkehren in Kufstein beizutragen. Dafür, dass deutsche Autofahrer weiterhin freie Fahrt auf der Inntalautobahn haben, wollen die Grünen alle österreichischen Autofahrer mit gut 400 Millionen Euro belasten. Unabhängig davon, ob sie die Autobahn nutzen oder nicht. Als SPÖ-Verkehrssprecher habe ich keinerlei Verständnis für solche Vorschläge. Das System der Vignette funktioniere deswegen so gut und findet so breite Akzeptanz, weil es einfach und leistbar ist und alle Autobahnbenutzer unabhängig von ihrem Kennzeichen gleich behandelt. Zudem wird durch die Vignetteneinnahmen das hochrangige Straßennetz in Österreich erhalten, und das ist wesentlich. Ihr Anton Heinzl Abg. z. Nationalrat


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steckbrief

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Ewald Buschenreiter, 49 Stadtrat, Vater einer Tochter, verheiratet, Vorsitzender der SPÖ Sektion 13

Steckbrief Stadtteil: Viehofen Gemeinderat: seit 2006, Stadtrat seit 2010 Ausbildung: Studium der Rechtswissenschaften Funktion: Direktor des SPÖ Gemeindevertreterverbandes NÖ Hobbies: Reisen, Fußball, Fischen, Filme Kontakt: Franzgasse 1a

3107 St. Pölten Tel.: +43 (0) 664 / 530 46 27 E-Mail: ebuschenreiter@gvvnoe.at

Die Geschichten vom Onkel sollen sich nicht wiederholen Ewald Buschenreiter wurde in eine hochpolitische Familie hineingeboren, nicht unbedingt parteipolitisch geprägt, aber mit den Geschichten des Onkels aus dem KZ Buchenwald aufgewachsen. Sein Onkel hat den Nazi-Wahnsinn überlebt und sich Zeit seines Lebens als Obmann des KZ-Verbandes für den Antifaschis-

mus stark gemacht. Durch zwei weitere St. Pöltner Stadträte in der Familie war Politik immer fixer Gesprächsinhalt bei familiären Anlässen. Über Studium und Beruf in die SPÖ hineingewachsen, mündete die Basisarbeit in den St. Pöltner Sektionen 2004 in der Obmannschaft für die SPÖ Viehofen. Durch seinen Be-

Das Bindeglied zwischen Weiterentwicklung und Beständigkeit Kein St. Pöltner Stadtteil hat sich in den letzten Jahren so gewandelt wie Viehofen. Mit dem Ankauf der Seen durch Initiative der SPÖ, der regen Wohnbautätigkeit und dem Bau eines der größten Einkaufszentren Niederösterreichs hat sich die Lebensqualität und Infrastruktur in Viehofen stark verbessert. Trotzdem hat Viehofen noch einen gewissen dörflichen Charakter bewahrt und man kann die ehemals eigenständi-

ge Gemeinde noch immer erkennen. In diesem Spannungsfeld, zwischen dörflicher Stadtteilstruktur und der schnellen Weiterentwicklung, versucht die SPÖ Viehofen ein Bindeglied zu sein. Durch diverse Veranstaltungen und das Netzwerk mit anderen Organisationen wird versucht, einer drohenden Anonymisierung entgegenzuwirken, um für die EinwohnerInnen den Stadtteil noch lebenswerter zu gestalten.

ruf fachlich hinterlegt, ist eine sinnvolle Verwaltungsreform für Buschenreiter auch politisch von großer Bedeutung. Das persönliche Interesse für allgemeine Staatslehre, Politik im historischen Vergleich und die Geschichten des Onkels sind die Motivation für Ewald Buschenreiters Politik. Gute Konzepte für die Zukunft entstehen für ihn oft aus den Lehren der Vergangenheit.


auf seite der jugend

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Innenstadt soll Surfparadies werden Die Idee für Wireless Lan in der St. Pöltner Innenstadt ist nicht neu. Nach einer Idee von Fachhochschul-Studierenden hat das landeshauptstädtische Magistrat, gemeinsam mit der Kabelsignal AG, bereits vor Jahren einige Wireless-LanSpots eingerichtet – zum Beispiel am Rathausplatz. Mit entsprechenden Elektrogeräten wie Laptops oder Tablets war seither eine kostenlose und drahtlose Internetnutzung möglich. Die Einrichtung ist allerdings in die Jahre gekommen und unter der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Das soll sich jetzt ändern. „Wir wollen das städtische W-Lan an die Anforderungen der Zeit anpassen!“, erklärt Jakob Winter, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend St. Pölten. Geht es nach den Vorstellungen der SJ, soll der Zugang zu kabellosem Internet in

Zukunft einfacher und schneller funktionieren. Damit einhergehend müsse das Angebot auch besser beworben werden. „Die Innenstadt soll zum Surfparadies werden.“, so Winter weiter. Denn: „Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit im World Wide Web, um sich mit FreundInnen zu vernetzen, zu recherchieren, zu lernen, oder um sich mit Filmen und Spielen zu unterhalten. Daher muss es Aufgabe der öffentlichen Hand sein, auch allen JungbürgerInnen – unkompliziert und kostenlos – Zugang zur Onlinewelt

zu gewähren.“ Ziel sei es nun, im Verbund mit Bürgermeister, Magistrat und der Kabelsignal AG das bestehende Angebot zu verbessern. Erste Gespräche zur Neugestaltung haben bereits stattgefunden.

„Dümmer wird man durchs Bücherlesen jedenfalls nicht.“ Christine Nöstlinger

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kultur

St. Pölten einst und jetzt Vor genau 100 Jahren wurde in St. Pölten die jüdische Synagoge errichtet.

Der Rosenkavalier

Vor 75 Jahren zerstörten die Nationalsozialisten dieses Gebäude und vernichteten die gesamte jüdische Gemeinde St. Pöltens. Unter Bürgermeister Hans Schickelgruber wurde die ehemalige Synagoge als Gedenkstätte saniert.

Kolumne von Toni Wegscheider Der Rosenkavalier weint. Vor meinem Fenster hängt dicker Nebel über dem Garten. Der Rosenkavalier weint. Aus dem Nichts taucht ein Eichhörnchen auf und der Rosenkavalier lacht. Der Rosenkavalier liebt. Der Rosenkavalier trinkt Wein und Prosecco. Der Rosenkavalier wundert sich über die Banken, über die, die nicht genug kriegen und über das, was mit uns geschieht. Der Rosenkavalier freut sich, dass die Benzinpreise heute so niedrig sind. Der Rosenkavalier mag Ausländer genauso wie Österreicher und oder auch nicht. Der Rosenkavalier freut sich über schöne Tage und hat Tränen für die Menschen, denen es nicht so gut geht wie ihm. Er fühlt und isst und trinkt und liebt und ist. Wie du! Schön, dass es uns gibt!

Aktueller Ausstellungstipp: Stadtmuseum St. Pölten, bis 27. April 2014: Gott und Kaiser – 100 Jahre ehemalige Synagoge in St. Pölten. Zur Ausstellung ist ein Begleitband in Vorbereitung der am 12. Dezember im Stadtmuseum präsentiert wird.


kultur

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stadt

Geschichte(n) aus St. Pölten – von Historiker Thomas Lösch Die Reichspogromnacht in St. Pölten

Kapitalismuskritik Mit dem im Residenz Verlag erschienenen Essay „Der überflüssige Mensch“ liefert Ilija Trojanow eine spannende Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen im Spätkapitalismus. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu massenmedial zelebrierten Apokalypsen.

Am 9. November jährten sich zum 75. Mal jene Ereignisse, die von den Nationalsozialisten als Reichskristallnacht bezeichnet wurden. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein von oberster Stelle im gesamten Gebiet des Dritten Reiches organisiertes Pogrom gegen den jüdischen Teil der Bevölkerung. Der rassistische Terror machte auch vor St. Pölten nicht Halt. Am 9. und 10. November 1938 wurde die St. Pöltner Synagoge samt Kantorenhaus verwüstet, geplündert und in Brand gesteckt. Dessen nicht genug, setzte mit dem Brand der Synagoge auch in unserer Stadt das große Plündern ein. Jüdische Geschäfte wurden systematisch beraubt und ihre Besitzer zur Aufgabe gezwungen. Viele jüdische Wohnungen wurden samt allem Inventar

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Roastbeef 1,5 kg Beiried, zugeputzt Rauchsalz oder Salz, grober Pfeffer 3 EL Dijonsenf Öl zum Anbraten ca. 3 Knoblauchzehen Speckfisolen 300 g Fisolen Salz, Pfeffer, Thymian Olivenöl zum Abschmecken 2 Knoblauchzehen, gerieben 100 g Speckscheiben Erdäpfel-Mash 600 g mehlige Erdäpfel ¼ l Milch ⅛ l Sauerrahm 1 roter Paprika Salz, Muskat 30 g Butter

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Gebratenes Roastbeef / Speckfisolen Erdäpfel-Mash Zutaten für 6 personen

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beschlagnahmt. Von den rund 400 Menschen aus St. Pölten die laut „Nürnberger Rassengesetzen“ als Juden galten und im März 1938 in St. Pölten lebten, wurden 137 verhaftet und nach Wien bzw. ins KZ Dachau gebracht. Auch in St. Pölten gab es eine nahezu kollektive Amnesie zu den Ereignissen zwischen 1938 und 1945. Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, die Zerstörung der Synagoge sei durch Kremser SA-Mitglieder erfolgt, da „sich in St. Pölten niemand dazu bereitfand“. Der einzige Angeklagte wurde mangels an Beweisen freigesprochen. Eine gezielte Aufarbeitung der NS-Zeit mit Benennung der Akteure steht in St. Pölten noch aus. Am 28. Juni 1940 wurde die Israelitische Kultusgemeinde aufgelöst und bis zum heutigen Tag nicht mehr wiedererrichtet.

Roastbeef Das Fleisch salzen und pfeffern und mit Dijonsenf einreiben. Mit dem Knoblauch auf allen Seiten anbraten und auf einem Gitter über einer Bratform ca. 40 Minuten bei 180 °C Heißluft im Backrohr garen. Vor dem Anrichten unbedingt 20 Minuten rasten lassen (entweder im noch warmen Ofen oder rausnehmen und in Alufolie einwickeln). speckfisolen Fisolen waschen, Enden abschneiden und in Salzwasser bissfest kochen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch würzen und zu schönen Bündeln in Speck einwickeln. Kurz in einer Pfanne anbraten. Erdäpfel-Mash Die Erdäpfel schälen, vierteln und kochen, bis sie sehr weich sind. Wasser abgießen, den Topf mit den Erdäpfeln wieder aufstellen. Milch dazugeben, mit einem Schneebesen glatt rühren. Rahm und Paprikawürfel einrühren, mit Salz, Muskat und Butter abschmecken.

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was war

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Rückblick

AGZ-Projekt schafft Vollarbeitsplätze

Kellergassenfest

Am 9. November fand in den Rendl Kellern am Mamauer Kellerweg das bereits traditionelle Kellergassenfest zum sechsten Mal statt. Bei der Eröffnung mit Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und der Dirndlkönigin Julia Kollermann sorgte „4tissimo“ für beste Unterhaltung, danach bereicherten das Duo Fradl und Tindl die Keller mit ihrer Musik. 11 Winzer aus Niederösterreich, ein Mostbaron und die Dirndlgemeinschaft boten eine erlesene Auswahl an Wein-, Most- und Edelbrandspezialitäten. Dieser erfolgreiche und gemütliche Abend wird auch 2014 eine Wiederholung finden.

Spende für Kinderwohnhaus

Cordoba 2013, eine Veranstaltung der Jungen Generation (JG) war ein voller Erfolg, weshalb sich die JG dazu entschloss, einen Teil des Gewinns an das Johanna Dohnal Kinderwohnhaus zu spenden. Johann Mohr vom Spar Markt Wagram verdoppelte großzügig die Summe und somit durften sich die Bewohner des Kinderheimes über 400 Euro in Form von Einkaufsgutscheinen freuen. Den Gutschein übereichten die beiden Vorsitzenden Claudia Pachta und Daniel Skarek gemeinsam mit dem scheidenden JG-Bezirksvorsitzenden STR Robert Laimer und Spar Markt Wagram Chef Johann Mohr an Mike Fischer von den Kinderfreunden.

Am 12. November lud der Regionalentwickler progressNETZ in St. Pölten zu einer arbeitsmarktpolitischen Veranstaltung, in dessen Rahmen ein neues Beschäftigungsmodell präsentiert wurde: der Arbeitgeberzusammenschluss (AGZ). Das vom Sozialministerium und AMS NÖ geförderte Arbeitsmarktprojekt hat u.a. das Ziel, zu eruieren, ob über kooperatives Personalmanagement neue Vollzeitarbeitsplätze in Österreich entstehen können. In Frankreich konnten dadurch bereits 40.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Mittlerweile haben sich auch in Belgien und Deutschland erste Arbeitgeberzusammenschlüsse formiert. Michael Fischer, der aus Rügen angereist ist, hat von den positiven Erfahrungen aus seiner Heimat erzählt. Fazit: Durch die AGZ kann gezielt gegen Schwarzarbeit vorgegangen werden und den Dienstnehmern ein attraktives Beschäftigungsmodell abseits prekärer Personalleasingverträge angeboten werden.

Junge Dichterfürsten im Club 3

Eine Bühne, ein Mikrofon, ein paar Scheinwerfer und grenzenlose Kreativität - das waren die Zutaten für den ersten Poetry Slam für unter 20-jährige, zu dem die Aktion kritischer SchülerInnen Ende Oktober in den Club 3 einlud. Im Geiste Goethes trugen insgesamt zehn junge Dichterinnen und Dichter ihre Texte vor. Dabei hatten die angehenden Dichterfürsten fünf Minuten Zeit, um das Publikum von ihrem Können zu überzeugen. Die Entscheidung über die besten Beiträge des Abends, fällten zufällig bestimmte JurorInnen aus dem Publikum. Erlaubt waren Schreie und Geflüster sowie ernste oder lustige Texte. Den ersten Platz holte sich der BORG-Schüler Sebastian Egger.


was kommt

Ausblick

st.pöltner

stadt

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Silvester Gala (31.12.)

Nikolausfest und Christbaumverkauf (06.-07.12.)

Auch in diesem Jahr wird die traditionelle Silvester Gala im Steingöttersaal für einen schwungvollen Jahreswechsel sorgen. Mit Schlagersänger Joannis Raymond und DJ Leo bleibt sicher kein Tanzbeim ruhig. Einlass ist um 19.30 Uhr, das Silvesterbuffet (11 Euro pro Person) ist ab 20 Uhr eröffnet. Anmeldungen in der SPÖ Bezirksgeschäftsstelle unter 02742 / 352134 bis einschließlich 20. Dezember, danach unter 0676 / 3509717. Die SPÖ Radlberg veranstaltet am 6. Dezember im Volksheim Radlberg gemeinsam mit dem Radclub ein Nikolausfest. Um 17 Uhr findet die Christbaumerstbeleuchtung statt, ab 17.30 kommt der Nikolo und ab 19 Uhr klingt die Veranstaltung mit einer Krampusparty aus. Am 7. Dezember findet dann von 9.30 bis 17 Uhr ein Christbaumverkauf statt.

Ballsaison (ab 11.01.)

Advent am Rathausplatz (bis 23.12.)

Am 11. Jänner wird mit dem Hauptstadtball einmal mehr das größte Tanzevent des Landes im St. Pöltner VAZ über die Bühne gehen. Drei Wochen später, am 1. Februar findet die traditionsreiche Tanzveranstaltung der SPÖ Bezirksorganisation, der „Ball der roten Nelken“ im Kulturhaus Wagram statt.

Weitere Highlights der Ballsaison: Der Christkindlmarkt am Rathausplatz bietet wieder jede Menge Attraktionen für Groß und Klein. Neben Traditionellem, wie dem Besuch des Nikolos oder dem Perchtenlauf, können die Kids in der Kinderwerkstatt Kekse backen, schmieden, oder mit Brand- und Sandmalerei schöne Weihnachtsgeschenke kostenlos basteln. Von Donnerstag bis Sonntag gibt es heuer erstmals Live-Auftritte und natürlich darf auch in diesem Jahr der Weihnachtskasperl nicht fehlen. Nähere Infos zum Programm und alle weiteren Details erfahren sie unter www.buerov.com.

18. Jänner: Ball der Spratzerner SPÖ Sektion 19 (Volksheim Spratzern) 18. Jänner: Arbeiterball Pottenbrunn (GH Lesicki, Kirchenplatz 1) 19. Jänner: Kinderball der Kinderfreunde Spratzern (14 Uhr; Volksheim Spratzern) 05. Februar: Seniorenball der Volkshilfe St. Pölten (15 Uhr; Kulturhaus Wagram) 01. März: SPÖ Faschingsgschnas im Amtshaus Harland


Ungleichbehandlung bei bedarfsorientierter Mindestsicherung gehört korrigiert

SPÖ NÖ Landesparteichef Matthias Stadler und Soziallandesrat Maurice Androsch kämpfen gegen die finanzielle Diskriminierung behinderter Menschen bei der bedarfsorientierten Mindestsicherung.

Die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) ist eine wichtige sozialpolitische Maßnahme, die viele Menschen in Österreich vor Armut schützt.

diskriminiert werden. Wir werden uns für eine Verbesserung auch weiterhin stark machen!

Trotz alledem gibt es Verbesserungsbedarf: Volljährigen Menschen mit Behinderung wird ein Teil der Familienbeihilfe mit der bedarfsorientierten Mindestsicherung gegengerechnet – das heißt, sie haben nur 584 Euro zu Verfügung und nicht 794 Euro wie volljährige BezieherInnen ohne Behinderung. Das ist eine klare Ungleichbehandlung und muss dringend korrigiert werden!

Fakten zur BMS in NÖ:

Nein der ÖVP verhindert Gleichbehandlung Die SPÖ Niederösterreich hat dieses Problem bereits aufgezeigt und Vorschläge für eine Reparatur präsentiert. Die Behebung dieser Ungleichheit ist bis dato aber am „Nein“ der ÖVP gescheitert, die sämtliche Verantwortung von sich wegschiebt. SPÖ kämpft weiter für die, die Hilfe am nötigsten haben Für uns ist klar: Eine derartige Ungerechtigkeit gehört bereinigt – gerade die, die am dringendsten Hilfe benötigen, dürfen nicht weiter finanziell

6763 Erwachsene und 3091 Kinder erhalten Zahlungen aus der BMS (Stand 30.09.2013). Mit Jahresende 2013 wird von einer Gesamtsumme von ca. 50 Mio. Euro ausgegangen.

Laut Schätzungen kann man von ca. 2000 volljährigen Personen mit Behinderung in NÖ ausgehen.

Die geforderte Zuzahlung für Menschen mit Behinderung aus der BMS würde ca. 3-5 Mio. Euro ausmachen.

Weitere Informationen unter www.noe.spoe.at oder unter /Spoe.Niederoesterreich


Stadtexpress Dezember 2013