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2010

M채rz

T S A D T RUND S S S S

S체dring oder Tunnel

B S R I S E S F S


.......... Auf geht‘s ...................................................................................................................................

EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser,

I

n diesem Heft findet Ihr einige Themenbeiträge aus Euren Federn. Das freut uns sehr!

So zum Beispiel: Wen könnten Sie sich als Bundeskanzler vorstellen? Grüne und eine „gerechte Sprache“. Oder der Beitrag von Hep Monatzeder zur neuen Kooperationsvereinbarung zwischen München und Harare. Nicht zuletzt auch der LeserInnenbrief zur Diskussion um die neue Synagoge in München. Außerdem kommen im März auf Euch zwei große Themen zu: Einmal geht es um die Frauen. Diverse Veranstaltungen sind geplant. Zum Beispiel zum Equal-Pay-Day. Oder zum Frauentag 2010. Mehr dazu in diesem Heft. Das andere große Thema hat sich bereits auf der Frontseite angekündigt. Es geht um die S-Bahn. Bei der nächsten Stadtversammlung steht eine spannende Entscheidung bevor: Südring oder Tunnel? Viel Spaß beim Lesen diese Rundbriefs wünschen Euch Annette und Thorsten

INHALT Hier schreibt der Vorstand .......................... 3 Annette geht nach Afrika............................ 4 Beitrag: Grüne und „gerechte Sprache“ ..... 5 Grünes Schafkopfturnier ............................. 6 Bericht von Hep Monatzerder über die Kooperationsvereinbarung München - Harare .. 7 Infos aus der grünen Stadtratsfraktion ..... 10 Termin: Grünes Frauenfrühstück ............... 11 Beitrag über die Finanzkrise ...................... 12 LeserInnenbrief z. geplanten Synagoge..... 13 BürgerInnensprechstunde v. T. Schopper .. 13 Aus den Ortsverbänden............................ 14 Allach-Untermenzing .......................... 14 Au-Haidhausen................................... 14 Berg am Laim/Trudering/Messestadt/ Riem ................................................... 14 Bogenhausen ...................................... 14 Giesing-Harlaching ............................. 15 Hadern ............................................... 17 Maxvorstadt/Schwabing/Alte Heide/ Freimann ............................................ 17 Neuhausen-Nymphenburg.................. 18 Nord ................................................... 20 Pasing................................................. 21 Ramersdorf-Perlach ............................ 21 Sendling/Sendling-Westpartk.............. 21 STOFF ................................................ 21 Westend-Laim .................................... 22 Zentral ................................................ 22 Grüne Jugend ........................................... 23 Termin: Geld vom Nachbarn ..................... 24 Termin: AK Verkehr .................................. 24 Termin: Grüne Aktionen zum Frauentag ... 25 Termin: Equal-Pay-Day ............................. 25 Termineterrine .......................................... 26 Service (Adressen, Spenden, Mieterber.) ... 27 Impressum ............................................... 28 Nächste Stadtversammlung ..................... 28 Redaktionsschluss März-Rundbrief: Freitag, 26.3.2010 Etikettieren: Dienstag, 30.3.2010, OV STOFF

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....................................................................................................... Hier schreibt der Vorstand ..........

DER MÄRZ STEHT IM ZEICHEN DER FRAU! Liebe Freundinnen und Freunde!

angesichts der stark gestiegenen Wahlergebnisse und der noch höheren Prognosen und Wir hoffen, Ihr habt den Fasching so gut der damit verbundenen gesteigerten Mitgliewie wir überstanden. Nachdem die Koalition derzahl und den vielen Mandaten, die wir im Bund und in Bayern wohl vergessen hat, dazugewinnen konnten. Allerdings sollten dass das bunte Treiben am Aschermittwoch wir trotz dieser Entwicklung nicht vergessen, eigentlich dann auch einmal beendet werden dass die Grünen noch vor einigen Jahren als soll, bietet die Fastenzeit für uns Gelegenheit „Eingenerationenprojekt“ abgeschrieben den Wählerinnen zu zeigen, dass wir inhaltwaren und mit der 5%-Hürde zu kämpfen lich weiter denken und hatten. Dies alles offen diskutieren um für hat unsere Annette die aktuellen Probleme miterlebt und mitLösungswege zu finden. gemacht und war Die Veranstaltung des uns in jeder Situation OV Allach zur Finanzkrise eine große Hilfe bei war hierfür eine gute der Bewältigung der Gelegenheit. Zur Diskusunterschiedlichsten sion mit dem ehemaliHerausforderungen. gen Hypo-Vereinsbank Vielen, vielen Dank Vorstand Prof. Schütte an dieser Stelle für kamen über 40 Teilnehdeine Erfahrung, merinnen. Mit dabei deine Vorschläge waren Investmentbankeund deine helfenrinnen genauso wie attacdes Händchen! Mit Aktivistinnen, die uns im Claude haben wir Unser geschäftsführender Vorstand, Anschluss ihr Interesse uns für einen Experten sowie Annette und Claude an Folgeveranstaltungen im Bereich von Combekundet haben. puter und Internet entschieden, mit dem wir auf diesem Gebiet Der Monat März beginnt mit einer Begrüauch schon länger zusammengearbeitet ßung und einer Verabschiedung: Unsere haben. Wir waren stets sehr zufrieden mit langjährige Mitarbeiterin Annette wird uns seiner professionellen und schnellen Umsetverlassen und dafür wird Claude ihren Platz zungen unserer Wünsche im Bereich der im Stadtbüro übernehmen. Insofern sehen Außenkommunikation - so zufrieden, dass wir dem März sowohl mit einem weinenden wie die Chance genutzt haben, ihn ganz an wie auch einem lachenden Auge entgegen. uns zu binden. Wir freuen uns sehr auf die Mit Annette geht eine Mitarbeiterin, die die Zusammenarbeit mit Claude und wünschen Grünen München nun schon seit sehr vielen viel Spaß bei den bevorstehenden Aufgaben! Jahren begleitet hat und das - fast wie in einer langen Beziehung - in „guten wie in Ansonsten steht der März ganz im Zeichen schlechten Zeiten“. Natürlich haben wir als der Frau: Am 8.3. ist internationaler WeltMünchner Grüne derzeit nichts zu meckern frauentag und am 26.3. der Equal Pay day. Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Hier schreibt der Vorstand ... und Annette ... ........................................................................ Zu beiden Ereignissen haben wir uns Aktionen überlegt: Am 7.3. wird es in der Reihe Grünes Kino den Film Wüstenblume mit anschließender Diskussion zum Thema Genitalverstümmelung geben. Am 26.3. machen wir gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle und der Grünen Jugend München eine lustige „Einkaufswagendemo“ die Sendlinger Straße hinunter um zu veranschaulichen,

wie viel weniger die Arbeit von Frauen der Wirtschaft wert ist. Ihr seid selbstverständlich herzlich eingeladen mitzumachen! µ Hanna und Nikolaus

ANNETTE GEHT NACH AFRIKA Liebe Münchner Grüne, nach dreizehn Jahren im Stadtbüro verlasse ich diese Stelle und begebe mich zeitweise auf einen anderen Kontinent - nach Afrika. In den vergangenen Jahren habe ich vieles mit euch erlebt, oft diskutiert, manchmal gestritten, habe Vorstände kommen und gehen gesehen, habe all die Jahre erlebt, wie die Münchner Grünen in den Räten an der Zahl wachsen. Ich möchte all diese Erfahrungen und Erlebnisse nicht missen. Trotz meiner zukünftigen Tätigkeit als Autorin, Verlegerin und Reiseführerin werde ich den Grünen natürlich verbunden bleiben - in erster Linie meinem KV, der ja all die Jahre über immer Fürstenfeldbruck gewesen ist, aber auch euch Münchnern. Denn viele Themen, mehr noch viele Menschen, sind mir ans Herz gewachsen und so werde ich euch immer wieder besuchen kommen und schauen, was ihr so treibt. Wenn ihr wissen wollt, was ich so treibe, könnt ihr einen Blick auf unsere Websites www.africa-wildtours.de, www.ja-louisverlag.de oder www.die-louis.de werfen (letztere ist unser Ökohaus auf Sardinien, wo schon einige von euch ihren Urlaub verbracht haben). Vielleicht mag ja die eine oder der andere in den nächsten Jahren uns auf eine 4 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

unserer Recherchetouren im südlichen Afrika bzw. Ostafrika begleiten. Und natürlich freue ich mich auch über zukünftige LeserInnen unseres Buches „Sieben Monate Afrika“, welches schon eine tolle Rezension im Merkur bekommen hat. So, genug der Eigenwerbung, aber so zum Schluss darf das hoffentlich sein. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, mir noch meinen Abschied leicht zu machen und am 23.3. ab 19 Uhr ins Stadtbüro zu kommen. Es gibt Getränke. Wer etwas essen möchte, darf das gerne mitbringen! Ich freu mich auf euch. µ Eure Annette

Annette auf Tour


......................................................................................................................................... Beitrag .........

WEN KÖNNTEN SIE SICH ALS BUNDESKANZLER VORSTELLEN? GRÜNE UND EINE „GERECHTE SPRACHE“ Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesellschaft, die sich auch in der Sprache ausdrücken. Es ist notwendig, diese Unterschiede, vielfach Abwertungen und Diskriminierungen, zu erkennen und verstehen, daraus zu lernen, und schließlich zu versuchen, diese abzubauen. Denn: Sprache ist Denken. Denken ist Sprache! Das haben verschiedenste psychologische Studien erwiesen. „Scheinbar neutrale Inhalte, die in männlicher Ausdrucksform transportiert werden, gedanklich mit Männern assoziiert werden und eher nur Männer ansprechen. So wird unbewusst die Anwesenheit und der Anteil von Frauen der Wahrnehmung entzogen.“ (Quelle: Genderkompetenzzentrum) Befragt man Menschen, „Wen könnten Sie sich als Bundeskanzler vorstellen?“ werden Männer genannt. Formuliert man es aber als „Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin“ werden auch Frauen genannt. Vigdís Finnbogadóttir war die erste Staatspräsidentin Islands. „Sie war 16 Jahre im Amt. Nach etwa acht Jahren dachten Kinder in Island, dass nur Frauen Präsidentinnen sein können.“ (Quelle: Laura Liswood im Interview mit Spiegel Online vom 16.2.2010) Es ist unzweifelhaft, dass die Wortwahl das Denken beeinflusst. Wenn wir eine

Gesellschaft möchten, in denen Geschlechtergerechtigkeit wirklich vorhanden ist, müssen wir eine Sprache benutzen, die dies ausdrückt. Darum müssen Frauen genannt werden. Die deutsche Sprache unterscheidet zwischen den Geschlechtern. Das generische Maskulin rührt her von der patriarchalischen Gesellschaft, in der Frauen nichts zählen. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht! Umständlichkeit ist kein Argument Es ist nachvollziehbar, dass gendergerechte Sprache für manche noch ungewohnt klingt - weil wir Jahrhunderte lang das generische Maskulin verwendet haben. Sprachgebrauch und Bedeutungen wandeln sich ständig und verändern längerfristige Haltungen und Verhalten in einer Gesellschaft.

(C) Maren Beßler / PIXELIO

Sprache beeinflusst unser Denken

Sprache ist lebendig, niemals statisch. Sie ist eine Sache der Gewohnheit und „holprig“ muss sie nicht sein. Oft lassen sich geschlechtsneutrale Formulierungen finden. Texte sind nicht zur Unlesbarkeit verdammt, nur weil sie gendergerecht sind. Angebliche Umständlichkeit kann nicht als Argument gegen Emanzipation gelten. Sonst könnte man ja auch anführen, dass wir ab jetzt keinen Müll mehr trennen, weil es umständlich ist. Für eine gute Sache darf einem nichts zu unbequem sein, denn sonst verändert sich nichts.

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.......... Beitrag, Terminankündigung ................................................................................................... Veränderung verursacht immer erst einmal Widerstand, doch Veränderungen gehören zum Fortschritt dazu. Außerdem wird niemand verhaftet, geknebelt und an den Pranger gestellt, nur weil er oder sie nicht immer beide Geschlechter aufführt. Bei uns Grünen Gerade wir Grüne sollten bei schriftlichen und verbalen Veröffentlichungen Männer und Frauen gleichermaßen nennen. Weil es Denken und damit Gesellschaft verändert. Punkt. Wie jemand im privaten Alltag kommuniziert bleibt natürlich eine persönliche Entscheidung. In der Debatte auf Facebook konnte man auch lesen, dass Gendern „Traditionspflege“ gleichkommt. Gendern als Teil der Gleichstellung gehört zu den Urprinzipien der Grünen. Genauso könnte man gegen die „Tradition“ der Anti-Atombewegung sein, die ebenso wichtiger Bestandteil der Grünen Ideen ist. Nur weil wir bestimmte Werte auch nach 30

Jahren immer noch für richtig halten, muss man diese nicht vernachlässigen oder gar als „schlimm“ einstufen. Es ist uns klar, dass geschlechtergerechte Sprache nicht das Wundermittel für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, jedoch ein wichtiger Teil einer konsequenten Emanzipation. Denn wie bei vielen komplexen und vielschichtigen Sachverhalten, reicht es nicht aus nur an einer Stellschraube zu drehen, sondern man muss alle anpacken! Deshalb bestürzt es uns, dass Frauen und Männer, gleichermaßen, bei den Grünen sich immer noch vehement gegen etwas stellen, was eigentlich Konsens ist. Gerade als grüne Partei haben wir eine öffentliche Vorbildfunktion, dessen sollten wir uns immer wieder bewusst sein. Denn wenn wir selbst im internen Kreis unsere Werte nicht leben, wie können wir dann von der Gesamtgesellschaft verlangen, dass sie sich diesem Thema öffnet? µ Dimitra Kostimpas, Katharina Schulze

ZWEITES GRÜNES SCHAFKOPFTURNIER UND „ÜBUNGSRUNDE“ Freitag, 7.5.2010, 18 Uhr Hofbräuhaus, Münchner Zimmer Mit Hep Monatzeder, Bürgermeister, Margarete Bause, MdL, Jutta Koller, Stadträtin und Dieter Janecek, Landesvorsitzender. Ziel ist es, miteinander zu spielen, Spaß zu haben, sich über die OV-Grenzen hinaus kennenzulernen und das alles für einen guten Zweck! Das Startgeld wird 10 Euro betragen, der Stadtverband verdoppelt die Summe, die dann eine Initiative bzw. einen Verein gespendet wird. 6 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

Wichtig seid jetzt erstmal ihr! Bitte meldet euch über http://www.doodle.com/ t9dfbv3m86bvp2nh , per mail oder telefonisch zu unseren Öffnungszeiten im Stadtbüro an. Auch eure Freunde und FreundInnen, Nachbarn und Nachbarinnen sind willkommen! Herzliche Grüße, Petra P.S. Die nächste Gelegenheit für eine “Übungsrunde” ist am Dienstag, den 16.3., ab 19.30 in der Gaststätte Fraunhofer, Fraunhofer Str. 9!


............................................................................................... Bürgermeister Hep Monatzeder .........

NEUE KOOPERATIONSVEREINBARUNG MÜNCHEN - HARARE KOMMUNALE ENTWICKLUNGSARBEIT PAR EXCELLENCE Die erfreulichste Botschaft gleich zu Anfang: Am Ende der Reise einer Münchner Stadtratsdelegation unter meiner Leitung im Oktober 2009 nach Harare, Hauptstadt von Zimbabwe, stand die Unterzeichnung einer neuen Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden langjährigen Partnerstädten München und Harare. Als „krönenden Abschluss“ unseres Treffens konnten der Oberbürgermeister von Harare, Muchadeyi Masunda, und ich gemeinsam unsere Unterschriften unter die richtungsweisende Vereinbarung setzen. Der eigentliche Zweck unserer Informationsreise, nämlich uns direkt vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation des von einer massiven wirtschaftlichen und politischen Krise gebeutelten Landes zu machen, und bei dieser Gelegenheit auch eine Einschätzung zu treffen, ob derzeit überhaupt - und wenn ja in welchem Umfang - eine Kooperation mit der Stadtverwaltung von Harare sinnvoll und möglich ist, wurde damit deutlich übertroffen.

München ein. Ziel dieser ersten Begegnung war es, Themen für eine mögliche Zusammenarbeit mit Harare auszuloten.

Angesichts der desolaten Ausgangssituation in Harare war dieses erfreuliche Ergebnis durchaus nicht zu erwarten: Denn nach der Absetzung des damaligen Bürgermeisters und gleichzeitigen Stadtrats von Harare, Elias Mudzuri, durch die Regierung Mugabe im Jahr 2003 waren die Beziehungen zwischen den beiden Stadtverwaltungen erstmal eingefroren. Das Ende dieser „Eiszeit“ kündigte sich erst an, als im März 2008 endlich wieder Kommunalwahlen in Harare stattfinden konnten. In deren Folge luden wir den neu gewählten, stellvertretenden Bürgermeister, Emmanuel Chiroto, zusammen mit einem Mitglied des Hararer Stadtrats sowie einem zivilgesellschaftlichen Vertreter zu einem Informations- und Beratungsgespräch nach

Zuerst die Technik: Dazu muss man wissen, dass in Harare während der stadtratslosen Zeit von 2003 bis 2008 eine Regierungskommission die Stadtgeschäfte übernommen hatte und in dieser Zeit so gut wie keine Investitionen in die städtischen Infrastrukturen vornahm - Mit der Folge, dass sich der Müll heute in den Straßen von Harare zu riesigen Bergen türmt und der Unterschied zwischen dem städtischen Fuhrpark der Straßenreinigung und einem gewöhnlichen Schrottplatz nur mehr marginal ist. Auch die Behandlung von Leiden und Gebrechen in den Krankenhäusern ist inzwischen fast gefährlicher als die Krankheiten selbst - das liegt nicht zuletzt an den miserablen hygieni-

Auf das erfolgreiche Ergebnis dieses Austauschs konnte die Münchner Stadtratsdelegation - mit VertreterInnen der Stadtratsfraktionen, der Stadtverwaltung und von Bürgerorganisationen - dann Ende letzten Jahres bei ihrem Arbeitsbesuch in Zimbabwe aufbauen. Zusammen mit der Stadtspitze und VertreterInnen der Hararer Stadtverwaltung wurden die in München ausgewählten Themenfelder intensiv erörtert, um - im besten Fall - daraus eine Kooperationsvereinbarung ableiten zu können. Bevor ich dem erfolgreichen Abschluss dieser Gespräche aber vorausgreife und näher auf die Inhalte der Kooperationsvereinbarung eingehe, muss ich Euch unbedingt die unglaublichen Verhältnisse schildern, die wir in Harare angetroffen haben, und zwar sowohl in technischer, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

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.......... Bürgermeister Hep Monatzeder ............................................................................................. schen Verhältnissen. So weit, so schlimm - nun zum Geld: Die aktuelle wirtschaftliche Situation lässt der Stadtverwaltung von Harare so gut wie keinen Handlungsspielraum; von staatlicher Seite fließen nur sehr unzureichend finanzielle Mittel. Zudem lassen sich bei einer Arbeitslosenquote von rund 90 Prozent und einer massiven Wirtschaftskrise, die zu extrem hohen Preisen führt und die BürgerInnen von Harare stark belastet, auch Gebühren für städtische Dienstleistungen kaum eintreiben. Und solange die von internationaler Seite eingeforderten politischen Bedingungen auf staatlicher Ebene nicht erfüllt werden, fließen auch keine internationalen Entwicklungsgelder. Erschwerend kommt hinzu, dass in Harares Stadtverwaltung Korruption und Vetternwirtschaft weit verbreitet sind.

Trotzdem gibt es erste Hoffnungsschimmer: Die noch relativ unerfahrenen neuen StadträtInnen von Harare - sie gehören bis auf eine Ausnahme alle zur sozialdemokratisch orientierten Partei MDC (Movement for Democratic Change) - gehen die enormen Herausforderungen mit viel Engagement und Zuversicht an. Oberbürgermeister Masunda selbst - ein in Zimbabwe anerkannter, parteiloser Jurist und Geschäftsmann - unterstützt den Stadtrat und versucht, mit seinen lokalen und internationalen Beziehungen Gelder einzuwerben. Mit der Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung mit unserer Partnerstadt Harare will München im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit einen ganz konkreten und vorbildhaften Beitrag zur Bekämpfung und Linderung der massiven Probleme in Harare leisten. Dazu einige

Hep Monatzeder mit der Koordinatorin aus Harare 8 Stadtrundbrief Grüne München 3/10


............................................................................................... Bürgermeister Hep Monatzeder ......... inhaltliche Einzelheiten aus dieser neuen Kooperationsvereinbarung: • Zur Bekämpfung der Cholera haben wir im Gesundheitssektor in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Help e.V. und dem Gesundheitsreferat von Harare bereits Klinikbedarf, medizinische Geräte, Medikamente und ein Fahrzeug zur Hilfsgüterverteilung zur Verfügung gestellt. Diese Aktivitäten werden wir - möglicherweise sogar im Rahmen von Klinik-Partnerschaften zwischen Harare und München - fortführen. • Im Bereich Wasserver- und -entsorgung wollen wir unser Know-How einbringen, um den aktuellen Bedarf in Harare zu ermitteln, einen Handlungsplan aufzustellen, Finanzmittel einzuwerben und MitarbeiterInnen fortzubilden. • Beim Thema Müllentsorgung werden wir Harare bei der Erstellung eines neuen Entsorgungskonzeptes unterstützen, das von der Müllvermeidung über die Weiter- bzw. Wiederverwertung über die Abfallentsorgung und umweltschonende Deponierung bis hin zur ökologischen Bewusstseinsbildung reicht. • Dazu passt auch gut unser beabsichtigtes Engagement im Bereich Klimaschutz und regenerative Energien: Harare bietet zahlreiche Möglichkeiten, kleine dezentrale Projekte für regenerative Energien, wie Solarenergie oder Biomasse, anzustoßen. Dabei wollen wir mithelfen, Finanzierungsmöglichkeiten und Investoren zu finden. • Ein weiterer Bestandteil der Kooperationsvereinbarung liegt im Bereich Wohnungsbau. Hier kann die Stadt München selbst nur wenig beitragen; wir stehen aber in Kontakt mit einer deutschen Entwick-

lungsorganisation, die bereit ist, private Wohnbaugenossenschaften in Harare zu unterstützen. • Im Bereich IT-Management legen wir den Schwerpunkt auf ein transparentes und funktionierendes Haushaltswesen. Dazu wollen wir einen IT-Experten an die Stadt Harare vermitteln, der eine Strategie für eine sinnvolle und den Verhältnissen der Stadt angepasste elektronische Datenverarbeitung entwickeln soll. • Ein weiteres wichtiges Thema ist die Unterstützung der Arbeit der Stadträtinnen/-e von Harare; sie wollen wir durch Praktika in München fortbilden. Darüber hinaus werden wir auch ExpertInnen aus der Münchner Stadtverwaltung als BeraterInnen für die Vorsitzenden der Stadtratskommission in Harare benennen. Insgesamt sieht die Kooperationsvereinbarung ein umfangreiches und ambitioniertes Programm vor. Ich gebe der tatsächlichen Umsetzung aber nur dann eine Chance, wenn es auch gelingt, in Harare ein produktives Verhältnis zwischen dem Stadtrat und der Stadtverwaltung herzustellen und Korruption und Misswirtschaft zu verhindern. Ganz wichtig für den Erfolg ist die enge Zusammenarbeit aller wichtigen Sparten der Stadtgesellschaft von Harare, also der BürgerInnen, Unternehmen, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen. Denn die immensen Probleme und Herausforderungen, vor denen Harare heute steht, lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Dazu wird die bayerische Landeshauptstadt München im Rahmen ihrer richtungsweisenden kommunalen Entwicklungszusammenarbeit mit Harare gerne ihren Beitrag leisten. µ

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.......... Rathaus-Rundbrief: Infos aus der grünen Stadtratsfraktion .............................................

INFOS AUS DER GRÜNEN STADTRATSFRAKTION Grüne bedauern Scheitern der Moscheepläne am Gotzinger Platz „Eine schlechte Nachricht, nicht nur für die Münchner Muslime, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft“ - so wurde in der Grünen Stadtratsfraktion das Scheitern des Projekts eines islamischen Gemeindezentrums am Gotzinger Platz bewertet. Stadträtin Gülseren Demirel verwies darauf, dass die grün-rosa Fraktion die Pläne von Anfang an unterstützt hatte - auch gegen lautstarken Widerstand. Gülseren Demirel: „Die Integrationspolitik hat mit dieser Entscheidung zwar einen Rückschlag erlitten, wird aber konsequent fortgeführt. Dazu wird auch gehören, dem Islam einen sichtbaren und angemessenen Platz im Stadtbild nicht zu verwehren. Vielleicht wird das von Penzberg ausgehende „Zentrum für Islam in Europa (ZIEM) bald einen Fortschritt bringen.“ München bleibt bereit, unschuldige Guantanamo-Häftlinge aufzunehmen Fraktionsvorsitzender Siegfried Benker hat Oberbürgermeister Ude in einem offenen Brief gebeten, der Bundesregierung erneut die Bereitschaft der Stadt München zur Aufnahme unschuldiger Guantanamo-Häftlinge mitzuteilen. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Stadtrat mit fraktionsübergreifender Mehrheit bereits vor über einem Jahr gefasst. In dem Brief heißt es unter anderem: „Guantanamo ist ein Schandfleck. Es ist der Versuch, den Kampf gegen den Terrorismus, unter Aufhebung demokratischer Errungenschaften zu führen. Es ist zu begrüßen, dass Präsident Obama nach wie vor die Auflösung von Guantanamo plant. Wenn die Stadt München einen kleinen Beitrag hierzu leisten kann, sollte dies geschehen.“ In letzter Zeit haben u.a. Spanien, die 10 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

Schweiz, Lettland und Bulgarien die Bereitschaft zur Aufnahme erklärt Anonyme Geburt: Die SPD allein zu Hause Eine seltene und recht exotische Konstellation ergab sich vergangenen Monat im städtischen Gesundheitsausschuss: Eine schwarzgrün-gelb-dunkelrote Mehrheit beschloss einen Antrag der Grünen Fraktionsvorsitzenden Lydia Dietrich auf Weiterführung des Angebots „Anonyme Geburt“ an einem Standort des Städtischen Klinikums. Dies war notwendig geworden, nachdem ein neuer Chefarzt am Krankenhaus Schwabing diese Möglichkeit wegen rechtlicher Bedenken abgeschafft hatte. Tatsächlich hat der Stadtrat keine Handhabe, die Weiterführung des Angebotes zu erzwingen. Ein politisches Signal erschien jedoch allen anwesenden StadträtInnen sinnvoll - außer denen der SPD. Lydia Dietrich: „Das Angebot zur anonymen Geburt richtet sich ausschließlich an Frauen in existentiellen Krisensituationen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Kind ohne vermeidbare medizinische Risiken zur Welt zu bringen. Für solche Fälle muss eine Großstadt Vorsorge treffen, das Angebot ist daher unverzichtbar.“ Plusenergie - der Standard der Zukunft Die Förderung des Plusenergie-Standards ist das Ziel eines Antrags von Stadträtin Sabine Krieger. Vorbild ist die Mensa der Hauptschule im westfälischen Attendorn, die durch verschiedenste erfindungsreiche Maßnahmen energietechnisch optimiert wurde. So wird z.B. im Dach des Gebäudes Sonnenwärme absorbiert und durch ein Rohrsystem in den Boden geleitet, wo die Hitze monatelang in einer wärmehaltenden Masse gespeichert werden kann. Diese Wärme reicht


............................................... Rathaus-Rundbrief: Infos aus der grünen Stadtratsfraktion ........ aus, um neben der Mensa auch noch eine der beteiligten Hauptschulen zu heizen. Ein Regenrückhaltebecken nimmt die Dachwässer auf und entlastet das städtische Kanalsystem. Darüber hinaus werden Einnahmen aus dem Erneuerbare Energien Gesetz durch den Einsatz von Photovoltaik-Flächen auf der Südseite des Gebäudes erzielt, die in ihrer primären Funktion als wirksame Sonnenschutzvorrichtung gegen die sommerliche Aufheizung dienen. Sabine Krieger: „München hat sich mit einem sehr ehrgeizigen Umweltkonzept um die Olympischen Winterspiele 2018 beworben, unter anderem ist für das Olympische Dorf in München der Plusenergiestandard vorgesehen. Es würde der Stadt gut anstehen, schon im Vorfeld ein Gebäude im Plusenergiestandard zu realisieren und erste Erfahrungen zu sammeln.“ Klare Kante gegen Hassmusik Viele Bürgerinnen und Bürger erwarten von den Grünen klare Positionen zum Thema Hassmusik. Dies geht aus einer Reihe von Protestschreiben hervor, die die Fraktionsvorsitzende Lydia Dietrich nach einer Podiumsdiskussion im Backstage erhielt, wo die Aus-

führungen des Grüne Jugend Bayern-Vorsitzenden Florian Sperk von manchen Zuhörern offenkundig als der Schwere des Problems nicht angemessen empfunden wurden. Lydia Dietrich versicherte in ihren Antwortschreiben, dass die Grüne Stadtratsfraktion gegen Hassmusik weiterhin „klare Kante“ zeigen werde: „Da helfen alle Verweise auf sprachliche Missverständnisse, koloniale Vergangenheit und kulturelle Besonderheiten nichts: Wer zu Gewalt gegen Minderheiten aufruft, kann sich nicht auf die Freiheit der Kunst berufen und stellt sich selbst außerhalb einer demokratischen Diskussion. Dies werden wir auch weiterhin so kommunizieren - auch gegenüber Konzertveranstaltern, die Hassmusikern immer wieder eine Plattform bieten.“ Um die Grünen Positionen zu diesem Thema einmal gründlich auszutauschen und, so weit möglich, in Übereinstimmung zu bringen, hat Lydia Dietrich den Stadtvorstand gebeten, das Thema auf einer der nächsten Stadtversammlungen auf die Tagesordnung zu setzen. µ Markus Viellvoye

GRÜNES FRAUENFRÜHSTÜCK Montag, 8.3.2010, 9 - 11 Uhr Bayerischer Landtag, Raum S501 Liebe Frauen, anlässlich des Internationalen Frauentags möchten wir unter dem Motto „Genuss Vernetzung - Stärkung“ für den 8. März zu einem GRÜNEN Frauenfrühstück einladen. Wir wollen den Internationalen Frauentag mit Genuss begehen. Zu diesem Anlass möchten wir euch die frauen- und gleichstellungspolitische Arbeit aus Landesverband und Fraktion vorstellen und gemeinsam mit Euch weitere Aktivitäten planen. Wir wollen uns vernetzen, uns gegenseitig

stärken und in kleinem Rahmen unsere GRÜNEN Frauenerfolge feiern. Denn gerade wir GRÜNE waren von Anfang an bahnbrechend mit unserem frauenpolitischen Programm. Und das wollen wir bleiben - mit Euren Anliegen, mit Euren Ideen, mit Eurem Witz und Geist. Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn Ihr den Internationalen Frauentag zusammen mit uns feiern würdet. Anmeldung an Ines Eichmüller unter 089-4126 2866, ines.eichmueller@gruene-fraktion-bayern.de Claudia Stamm, MdL, Gleichstellungspolitische Sprecherin Theresa Schopper, MdL, Landesvorsitzende Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Bericht der Grünen im Westen: „Die Finanzkrise - eine Wertethema“ ..............................

„GIER IST GEIL“ AND „RULES ARE FOR FOOLS“ - DIE FINANZKRISE “Eine generelle Schelte des Investmentbankings ist nicht gerechtfertigt”. Damit begann Professor Dr. Martin Schütte, als langjähriger Bankenvorstand ein echter Insider, sein Referat zum Thema “Die Finanzkrise - ein WerteThema”. Als wesentliche Ursachen der Krise diagnostizierte Schütte eine Herausbildung einer Kultur der Maßlosigkeit, Skrupellosigkeit und des Größenwahns seit Ende der 90er Jahre und den Wandel des Bankensektors vom Dienstleister zur “Finanzindustrie”, die offensiv mit “Produkten” handelt. Dazu kommen massiver Renditedruck durch Shareholder und Investoren und auf der anderen Seite eine immense Gier der Banker nach Gewinnen und Boni. Diese Entwicklung ist unreguliert völlig aus dem Ruder gelaufen mit immer komplizierteren und riskanteren Wertpapieren und irrsinnigen Boni. Das funktionierte, solange “die Party” lief nach dem Prinzip “find the greater fool”. Wenn sich der “greater fool” nicht mehr fand - und das war nur eine Frage der Zeit - musste die Gewinn-Blase mit den von der realen Wirtschaft abgekoppelten, von faulen Krediten (z.B. für US-Immobilien) durchsetzten Papieren platzen. Eine unselige Rolle spielten (und spielen) dabei die Rating-Agenturen, die im Auftrag der Banken deren Papiere bewerten und zugleich am Gewinn beteiligt sind. Der Investmenthandel unterliegt außerdem nicht den strengen Regeln und der Aufsicht für das herkömmliche Bankgeschäft. Schütte betonte aber auch, dass alles nicht möglich wäre, ohne die Gier der Abnehmer, also der Kunden. Da würden für wenige Prozent mehr Gewinnversprechen völlig undurchschaubare Risiken in Kauf genommen. Ein Gesetz gelte immer, nämlich dass mit dem

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Zins auch das Risiko steige. Diskutiert wurden die Fragen, ob es richtig war, mit über 100 Milliarden Euro die HRE zu retten und ob Deutschland bei der Regulierung allein vorangehen könne. Beides kommentierte Schütte mit einem klaren ja. Aufgrund des Misstrauens der Banken untereinander und der Bürger in die Banken, habe der Staat das Vertrauen garantieren müssen, sonst wäre das Finanzsystem kollabiert. Er verwies auf die Folgen des Untergangs von Lehmann Brothers. Einen Alleingang Deutschlands sähe er positiv und die Gefahr der Abwanderung von Investmentbanking und -bankern unkritisch. “Wer soll den wohin gehen?” fragte er. Da gehe es nur um ein paar Leute primär bei der Deutschen Bank. Im Wesentlichen finde das in London und New York statt. Schütte sieht u.a. folgende Lösungsansätze • Rückbesinnung auf unser grundsätzlich anderes Verständnis von sozialer Marktwirtschaft • Regulierung aller Marktteilnehmer, inkl. der Ratingagenturen • Ausreichende Eigenkapital-Unterlegung für alle Risikogeschäfte • Transparenz der Finanzprodukte und Handel ausschließlich über Börsen • Verbot von nackten Spekulationsgeschäften und Wetten ohne Bezug zu realem Grundgeschäft. • Wesentliche Verstärkung bei der Aufsicht Schütte betonte seine Bereitschaft, alles zu unterstützen, was zu einer Rückbesinnung auf fundamentale soziale Werte diene. Weder Geiz noch Gier seien geil und die Leute müssten sie wieder als das wahrnehmen, was sie in Wahrheit sind, nämlich massiv sozialschädlich. µ Emmerich Huber, OV-Sprecher Allach-Untermenzing


.......................................................................................................... LeserInnenbrief, Termine .........

LESERINNENBRIEF ZUR DISKUSSION UM DIE GEPLANTE NEUE SYNAGOGE Liebe Freundinnen, bei der Diskussion um die geplante Synagoge für die liberale jüdische Gemeinde haben einige von Euch Bauchschmerzen bekundet; sie wollten den Bau gern unterstützen, kamen dabei aber mit ihrer Überzeugung, dass Staat und Stadt sich aus Religion raushalten sollten, in Konflikt. Aus Vorfreude auf den Libeskind-Bau wurden diese Bedenken dann beiseite geschoben. Verständlich! Ist es doch eine Ehre, dass der große Architekt bereit ist, in München zu bauen. Trotzdem: Hört auf Euer Bauchweh, an der Trennung von Staat und Kirche/Moschee/ Synagoge müssen wir in jedem Fall festhalten. Hier geht es jedoch um etwas anderes: Es waren Münchner, die 1938 die Hauptsynagoge der Tausende Mitglieder starken liberalen Gemeinde zerstörten und ihre Mitglieder in die Flucht trieben oder in den Tod

schickten. Da ist es doch nur recht, wenn jetzt die Stadt München ermöglicht, dass die liberale Gemeinde - nach 72 Jahren, endlich! - wieder ein neues Fundament bekommt. Es ist doch nichts als eine Art Rückgabe. Dies ist das einzige wirklich stichhaltige Argument, und es muss niemandem Bauchschmerzen bereiten. Damit gibt es auch keinen Präzendenzfall für andere religiöse Gruppierungen, die sich eingeladen fühlen könnten, mit dem richtigen Baumeister an der Hand politische Unterstützung zu fordern. Stellt Euch nur mal spaßeshalber vor, Opus Dei käme an und könnte anbieten, dass Frank Gehry ein schickes Gotteshaus mit kühn gewelltem Blechdach hinstellt. Welche Verlockung für die Kunstsinnigen. Argumentieren wir nicht mit Libeskind freuen wir uns einfach nur auf ihn. µ Rozsika Farkas, Micha Bärmann, Thiemo Nagel

BÜRGERINNENSPRECHSTUNDE VON THERESA SCHOPPER Donnerstag, 4.3.2010, 17 - 18 Uhr Stadtbüro, Sendlinger Str. 47 Theresa Schopper, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen

Landtag, lädt zu einer offenen BürgerInnensprechstunde ein. Hier ist Gelegenheit, Fragen zu stellen, auf Probleme und Angelegenheiten aufmerksam zu machen oder Vorschläge und Ideen einzubringen.

AUTOFREIES MÜNCHEN München, 10.3.2010, 20 Uhr Glockenbackwerkstatt, Blumenstr. 7 Podiumsdiskussion zum Thema “Autofreies

München” U.a. mit Hanna Sammüller, Kreisverbandsvorsitzende und VertreterInnen des ADAC, Greencity. Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Aus den Ortsverbänden ...........................................................................................................

OV ALLACH Donnerstag, 4.3.2010, 20 Uhr Allacher Mühle, Eversbuschstraße 173, Nebenraum Liebe Grüne im Münchner Westen, hier eine Kurzzusammenfassung des Treffens vom 18.2.2010: • Politischer Frühschoppen: • wollen wir in Abstimmung mit den Pasingern fortsetzen • mögl. im “Grünen Baum” am Bahnhof Obermenzing wg. optimaler Erreichbarkeit • nächstes Thema soll sein Gerechtigkeit (soziale G., Generationen-G. - pressegerechten Titel finden) • Wunsch-Referenten: Christine Stahl und Dieter Janecek (Thomas stimmt Termin ab, mögl. Mitte /Ende April) Bio-Wochenmarkt in Allach • vermutlich keine Chance mangels interessierter Betriebe aus der Region Themen unseres nächsten Treffens u.a. • aktuelle Viertelstunde • Bericht aus Bezirksauschuß (Fabiola /Falk) und evtl. Stadtvorstand/Fraktion • Politische Frühschoppen (haben wir Termin, Referenten) • Sonstiges

OV BERG AM LAIM / TRUDERING / RIEM Liebe Grüne im Münchner Osten, im März findet kein OV-Treffen statt. Im April möchten wir gerne wieder inhaltlich einsteigen. Auf vielfachen Wunsch und aufgrund der aktuellen Debatte, möchten wir das Thema ‚Bedingunfgsloses Grundeinkommen‘ diskutieren. Sobald wir eine/n ReferentIn gefunden haben, werden wir euch den Termin mitteilen, die Veranstaltung soll in der Messestadt stattfinden. Michael Web: www.gruene-bal-trudering-riem.de Kontakt: Michael Kuznik, michaelkuznik@yahoo.de

OV BOGENHAUSEN Donnerstag, 4.3.2010, 19:30 Uhr Gaststätte Marienburg, Marienburger Straße Liebe Freundinnen und Freunde,

Es liegt keine Meldung vor.

wir laden Euch ganz herzlich zu unserem nächsten Treffen am 4.3.2010 ein. Wir wollen uns über aktuelle Entwicklungen austauschen und Pläne entwickeln, wie wir auch in der wahlkampffreien Zeit als Grüne im Stadtviertel präsent und sichtbar sein können. Dazu freuen wir uns auf Euch und Eure Ideen. Schöne Grüße,

Kontakt: Ulrike Goldstein, 0176/70066677, 089/12303660, ulrike.goldstein@web.de

Karin, Karl und Stephan DiplPsychSchmidt@aol.com

Kontakt: Thomas Allner-Kiehling, Grandauersraße 33, 80997 München, Tel. 0170/ 8082044 und 0177/7397433

OV AU / HAIDHAUSEN

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OV GIESING / HARLACHING Donnerstag, 18.3.2010, 19.30 Uhr Stadtteilladen, Tegernseer Landstraße 113. Liebe Giesinger und Harlachinger Grüne, Thema unseres Treffens im Februar, bei dem wir Frau Katja Weitzel vom Mieterbeirat der Stadt München zu Gast hatten, war das Phänomen der „Gentrifizierung“, wie wir es derzeit im Besonderen in Untergiesing beobachten. Der Begriff bezeichnet den Restrukturierungsprozess eines Stadtteils mit Renovierungs- und Restaurationsmaßnahmen, im Zuge dessen sich in mehreren Phasen die Bevölkerungsstruktur ändert. Zu beobachten ist dieser Prozess regelmäßig in zentrumsnahen Stadtvierteln, in denen auf Grund des Zustandes der Bau- und Infrastruktur ein niederes Mietniveau besteht. Solche Umstände machen das Viertel für sogenannte „Pioniere“ wie Künstler oder Studierende interessant. Sowie sich diese Gruppen im Zuge der Jahre finanziell etablieren, erfährt das Viertel Investitionen und in Folge Wertsteigerungen. Steigende Mieten

führen zur Abwanderung sozial schwächerer Bewohner. Deren freigewordene Wohnungen werden von zahlungskräftigerem und anspruchsvollerem Klientel übernommen und Luxussanierungen vorgenommen. Beispiele für diese Entwicklung in München sind die Stadtviertel Maxvorstadt, Schwanthaler Höhe, Isarvorstadt, Glockenbachviertel, Haidhausen, Schwabing, und ihr Beginn zeichnet sich nun auch in Untergiesing ab. Besonders aktuell ist das Thema deshalb, weil in Folge des Desasters der Bayerischen Landesbank die bankeigene Immobiliengesellschaft GBW aus europarechtlichen Gründen, weil sie nämlich nicht zum Kerngeschäft der Bank zählt, verkauft werden muss. Im gesamten Stadtgebiet München hält die GBW 10.000 Wohnungen. Zwar lautet die offizielle Erklärung der Landesregierung, dass die GBW im Gesamtbestand verkauft werden soll, doch lässt der im November vollzogene Verkauf von 240 Wohnungen der GBW am Candidplatz in Untergiesing, über welchen die Mieter im Januar benachrichtigt worden waren, vermuten, dass die GBW bereits vor dem Verkauf zur Gewinnsteigerung zerschlagen

Konzentrierte Atmosphäre bei der Diskussion mit Katja Weitzel (Bildmitte) vom Mieterbeirat

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.......... Aus den Ortsverbänden ........................................................................................................... werden soll. Dass die Immobilienfirma Rock Capital aus Grünwald als erste Maßnahme die Wohnanlage in “Hans-Mielich-Carré” umbenannt hat, lässt die Intention des Investors ahnen. Bei unserem Treffen hatten wir Gelegenheit zu Fragen an Frau Katja Weitzel vom Münchner Mieterbeirat. Der Mieterbeirat ist ein Gremium aus Beauftragten der 25 Münchner Bezirksausschüsse sowie dem Seniorenbeirat, Behindertenbeirat und Ausländerbeirat. Aufgabe des Gremiums ist die Beratung des Stadtrates und des Sozialreferates in allen Angelegenheiten, die Mieter der Stadt betreffen. Ausgehend von den Informationen durch Frau Weitzel haben wir gemeinsam eine Liste von Aktionen erstellt, durch die wir auf unterschiedlichen Ebenen gegen die Verdrängung von Mietern in Untergiesing angehen möchten. Wegen ihres Umfangs erscheint sie nicht in der Druckfassung des Rundbriefs, wurde aber an alle Mitglieder unseres Verteilers bereits versandt und kann gerne bei mir angefragt werden. Daneben verfolgen wir noch eine Reihe anderer Projekte, die nachfolgend im Überblick dargeboten werden und zu denen wir Euch herzlich einladen: März: • Donnerstag, 4. März, 19.30 Uhr im Giesinger Bahnhof, Kurt-Mahler-Saal: Vortrag von MdL Claudia Stamm zu Kopenhagen und die Folgen • Samstag, 6. März, 10 bis 12 Uhr vor der Telapost am Tegernseer Platz: Infostand zum Frauentag mit Vertreterinnen von Terre des Femmes zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung und Emil, Judith, Ruth und Wolfgang • Sonntag, 7. März, im Kino Maxim: Vorführung des Films Wüstenblume durch 16 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

den Kreisverband • Donnerstag, 18. März, im Stadtteilladen Giesing, Tegernseer Landstraße 113: 19.30 Uhr Jahreshauptversammlung, 21 Uhr Besuch von Joachim Lorenz zum Thema Elektromobilität April: • Donnerstag, 15. April, 19.30 Uhr im Stadtteilladen Giesing: Besuch von MdB Jerzy Montag • Podiumsdiskussion in der zweiten Aprilhälfte (21.-23. April oder 26.-30. April) in Untergiesing zum Thema Gentrifizierung Mai: • Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr im Stadtteilladen Giesing: Besuch von MdL Claudia Stamm • Stadtversammlung zum Thema Gentrifizierung • Demonstration in der Hans-MielichStraße zum Thema Gentrifizierung Emil referierte schließlich noch über seine Rechercheergebnisse zum Thema weibliche Genitalverstümmelung und berichtete uns von der letzten Stadtversammlung. Zum Abschluss des Abends gratulierten wir Claude ganz herzlich, dass er Annettes Nachfolge im Stadtbüro angetreten hat und freuen uns, dass damit ein OV-Mitglied seinen festen Sitz in den Räumen des Stadtbüros einnimmt. Wir treffen uns wieder a m Donnerstag, den 18. März: Dazu laden wir Euch im Namen des Ortsverbandes herzlich ein.Ruth Pouvreau und Sebastian Weisenburger Kontakt: Ruth Pouvreau (089 / 64 94 72 68, ruth.pouvreau@gmx.de), Sebastian Weisenburger (0178 / 3 03 23 61, wvgmbh@yahoo.de)


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OV HADERN Donnerstag, 10.3.2010, 19:30 Uhr Literaturkeller des Stemmerhofes, Plinganser Str. 6 Liebe Haderner Grüne, liebe InteressentInnen, im Februar trafen wir uns wieder zusammen mit den OVs Sendling und STOFF. Es referierten Sabine Nallinger von der Stadtratsfraktion und Brigitte Golling von der MVG über die Tram-Westtangente. Innerhalb der ÖPNV-Offensive sind derzeit mehrere Maßnahmen geplant: die Prüfung einer U 9 von der Implerstraße bis zur Münchner Freiheit (über Pinakotheken), die Erhöhung der barrierefreien Buszustiege und der Ausbau des Tramnetzes. Neben dem bereits erfolgten Bau der Tram 23 zur Parkstadt Schwabing und dem derzeitigen Bau der Tram nach St. Emmeram (Bogenhausen) sowie der Prüfung einer Tram-Nordtangente durch den Englischen Garten und einer Südtangente ist der Bau einer Westtangente nach einem Stadtratsbeschluss schon recht konkret. Bis 2014 soll das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein. Die Westtangenten-Tram soll vom Romanplatz bis zur Aidenbachstraße (Ratzinger Platz) fahren und wäre mit 9 km die dann längste Tramlinie. Ziele sind die Ermöglichung von Mobilität, Klimaschutz und städtebauliche Aspekte. Nach den sehr informativen Vorträgen der beiden Damen ergab sich unter den leider nicht so zahlreichen Anwesenden eine interessante Diskussion, besonders zu den Vor- und Nachteilen verglichen mit Buslinien sowie den Kosten. Vorteile einer Tram

im Vergleich zum Bus sind z.B. die höhere Akzeptanz der Fahrgäste (rd. 30 % mehr Fahrgäste im Vergleich zu einer vorherigen Buslinie), langfristig geringere Kosten (längere Lebensdauer von Tram-Triebwagen und weniger erforderliche Fahrer) und Möglichkeiten städtebaulicher Veränderungen. Ein Tipp für diejenigen, die den Abend verpasst haben: die Zukunftswerkstatt Hadern organisiert zum Thema: Tram Westtangente für Hadern einen Vortrag eines Vertreters der MVG am Mittwoch, 24. März 2010 um 20 Uhr in der VHS Hadern, Guardinistr. 90 (U 6 Haderner Stern). Unser nächstes gemeinsames OV-Treffen wird beim OV Sendling am 10. März um 19.30 Uhr im Literaturkeller des Stemmerhofes in der Plinganser Str. 6, U 6 Harras stattfinden (Zugang über Jägerstr., hinter Stemmerhof Café oder durchs Café durch, dann links in den Keller herunter). Es diskutieren mit uns Thomas Gehrig (MdL, bildungspolitischer Sprecher) und Dr. Florian Roth (Stadtrat, Mitglied im Schulausschuss) zum Thema: Chancen und Risiken des heutigen Bildungssystems und dringend notwendige Reformen. Näheres zum aktuellen und wichtigen Motto des Abends siehe der Text unserer Sendlinger Nachbarn. Bis dahin viele Grüße Martin

OV MAXVORSTADT / SCHWABING / ALTE HEIDE / FREIMANN Donnerstag, 25.3.2010, 19 Uhr Café Telos, Kurfürstenstr. 2

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.......... Aus den Ortsverbänden ........................................................................................................... Liebe Freundinnen und Freunde, Grundlage der Diskussion auf der letzten OV-Sitzung war eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts München, die alle paar Jahre im Auftrag der Stadt durchgeführt wird und Aufschluss über die Zufriedenheit der MünchnerInnen mit ihrer Stadt geben soll. Diese vom Grünen Stadtrat Paul Bickelbacher vorgestellte, sehr allgemein für die Politik anwendbare Studie gibt immerhin Tendenzaussagen, welche Bereiche von den Bürgern hinsichtlich Lebensqualität positiv eingestuft werden und wo Verbesserungsbedarf besteht. Positiv sehen die Bürger beispielsweise das Angebot der Museen, Theater und Konzerte, den öffentlichen Nahverkehr, die Attraktivität der Innenstadt und der Sportanlagen. Negativ beurteilt wird dagegen die Versorgung mit Wohnungen, die politischen Partizipationsmöglichkeiten, die BehindertenAlten- und -Familiengerechtigkeit sowie die Stadtteilkultur in den einzelnen Vierteln. Dem auch von der bayerischen Staatsregierung gepflegtem Image einer wirtschaftskräftigen und sicheren Kultur- und Messestadt mit einem reichen Freizeitangebot steht demzufolge eine eher negativen Beurteilung bei den sozialen- und menschlich- kulturellen Werten gegenüber. Diese Aussagen sollten die Grünen bei ihrer Arbeit in den nächsten Jahren durchaus einbeziehen, denn eine bürgernahe Politik wird angesichts der stetigen Wahlzugewinne in den Stadtteilen immer wichtiger. Für unseren OV ist dabei stark zu unterscheiden zwischen schon sehr entwickelten Gebieten wie z.B. Max- und Isarvorstadt und infrastrukturell noch wachsenden Bereichen wie beispielsweise Freimann. In den Innenstadt- Bereichen nimmt u.a. die 18 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

Umstrukturierung der Wohnquartiere immer weiter an Bedeutung zu. Dabei müssen Wege gefunden werden, dem Problem der Luxussanierung von Altbauten und der Verödung von gemischten Quartierung entgegenzuwirken. In Randgebieten wie Freimann gibt es dagegen bei den Themen Nahverkehrs- Geschäfts- und Bildungsinfrastruktur viel zu tun. Gerade da ist noch viel Entwicklungspotenzial für eine Stadtentwicklung hin zu lebenswerten Quartieren. Insbesondere auch die nördlichen Stadtgebiete verlangen dringend nach einer menschlicheren Verkehrskonzeption, die dem Rad- und Fußgängerverkehr gegenüber dem Autoverkehr den Vorrang gibt. Link zur Studie: http://www.muenchen.de/ Rathaus/plan/stadtentwicklung/ buergerbefragung05/151718/index.html Thema unserer nächsten Sitzung: Konzepte in der Sozialstaatsdiskussion, jenseits der aktuellen Polemik: FDP-Bürgerversicherung versus Grünes Grundeinkommen (Beschlüsse und Visionen) Daneben: Bericht von einem Gespräch mit dem bayerischen Integrationsbeauftragten und Diskussion der geplanten OV-Öffentlichkeitsaktion „zum 1. Mai“ (Arbeitstitel- und termin.) Für den Vorstand Kerstin Web: www.gruene-schwabing.de Kontakt: vorstand@gruene-schwabing.de

OV NEUHAUSEN / NYMPHENBURG Montag, 29.3.2010, 19:15 Uhr Zum Bärenwirt, Wendl-Dietrich-Str. 24 Liebe Mitglieder des Ortsverbandes Neuhau-


............................................................................................................. Aus den Ortsverbänden ......... sen-Nymphenburg und Gern, Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Bärenwirt, am 1. Februar 2010, standen turnusgemäß Vorstandswahlen an. Anna Hanusch wurde als Sprecherin einstimmig wiedergewählt. Anna Seliger kandidierte leider nicht mehr für diese Position. Für ihre engagierte Arbeit danken wir auch an dieser Stelle ganz herzlich. So wurde Karsten Böttjer - ebenfalls einstimmig - als zweiter Sprecher gewählt. Beisitzerin wurde Astrid Tacke, Beisitzer Zoltán von Báthory und Marcus Freyer. Als Kassierer wurde Gunter Schäfer wiedergewählt. Seine Entlastung wurde wegen der ausstehenden Prüfung des Stadtverbands rein formal verschoben. Konsens herrschte darüber, dass wir nach den Wahlkämpfen der letzten Jahre weiter Präsenz zeigen. Der OV besitzt inzwischen eine eigene Telefonnummer (089/ 381 68 646), die zur Bürgerinnen- und Bürger-Hotline entwickelt werden soll. Zur Mobilisierung passiver Mitglieder ist eine Telefonaktion geplant. Trotz leerer Kasse sind bereits erste Aktionen in der Planung: Bereits am 27.2. halten wir auf Initiative der GJM und des LAK Ökologie

einen Info-Stand auf dem Rotkreuzplatz zu den Themen Gesunde Ernährung und Tierschutz ab. Am 1. Mai soll ein Fahrrad-DemoPicknick folgen, im Laufe des Jahres gar eine Reise nach Brüssel zum Europa-Parlament. ACHTUNG: Unsere nächste OV-Versammlung findet am 1.3. statt. Wir wollen mit Gülseren Demirel über eine bessere Vernetzung mit dem Stadtrat sprechen und die nächste OV-Versammlung am 29.3. planen. Diese wird nämlich ganz besonders, da wir sie gemeinsam mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn vom OV-Westend-Laim durchführen. Wir dürfen auf diese Premiere im „Mittleren Westen“ gespannt sein und hoffen (wie immer) auf zahlreiches Erscheinen. Sicherlich werden grenzüberschreitende Themen - wie Verkehr - behandelt, bestimmt auch neue Ideen ausgebrütet oder einfach mal was vom Nachbarn oder von der Nachbarin abgeguckt. Interessant wäre - im Rahmen der besseren Vernetzung der Ortsverbände - die Idee, parallele Anträge in den Bezirksausschüssen als politisches Treibmittel auszuprobieren, wobei sich natürlich möglichst viele weitere Bezirke anschließen sollten; das Thema „Stolpersteine“ würde sich anbieten. Da von beiden OVs Mitglieder am Seminar „Grüne 2.0“ teilnahmen, können

Der neue Vorstand! Vordere Reihe v.l. Astrid Tacke, Zoltan von Barthory, Anna Hanusch, Marcus Freyer, dahinter v.l.: Karsten Böttjer und Gunter Schäfer. Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Aus den Ortsverbänden ........................................................................................................... die damals erzielten Resultate aus der Mottenkiste geholt und Umsetzungsmöglichkeiten geplant werden. Grüne Grüße Karsten Böttjer Web: www.gruene-muenchenneuhausen.de. Kontakt: Anna-Monika Seliger (info@annaseliger.de), Anna Katharina Hanusch (anna_ hanusch@gmx.de)

OV NORD Dienstag, 9.3.2010, 19 Uhr Stadtbüro, Sendlinger Str. 47 Liebe Nordlichter, heute gibt es mal wieder eine “offizielle” Einladung ins Stadtbüro zu unsrer Jahreshauptversammlung. Es stehen wieder die Vorstandswahlen an und wir würden uns sehr freuen, wenn nicht nur viele WählerInnen kämen, damit der neue Vorstand auch eine breite Basis vertritt, sondern auch Menschen, die im Vorstand arbeiten wollen. Nachdem uns mit Martin unser aktivstes Vorstandsmitglied verlässt, muss eine große Lücke geschlossen werden. Ich hoffe, dass uns dies zumindest zahlenmäßig gelingt. Bitte überlegt euch doch, ob nicht gerade die wahlkampflose Zeit ein guter Punkt wäre einzusteigen. Jetzt kann man in Ruhe die Stadtstrukturen kennen lernen und sich einarbeiten. Also: Gebt euch einen Ruck und macht mit im Vorstand. Wenn wir mehr werden, können wir auch in den Stadtteilen präsenter werden. Vor allem wäre ich glücklich, wenn wir endlich genügend Frauen im Vorstand wären. Wir laden euch ein zur Jahreshauptversamm20 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

lung. Tagesordnung: Begrüßung • Bildung eines Wahlausschusses • Feststellung der formgerechten Einladung • Feststellung der Wahlberechtigten • Bericht des Vorstandes • Entlastung des Vorstandes • Bericht des Schatzmeisters • Bericht der Kassenprüfung • Entlastung des Schatzmeisters • Vorstellung der Kandidatinnen für das Sprecherinnenamt • Wahl der Vorstandssprecherin • Vorstellung der KandidatenInnen für den offenen Vorsitzendenplatz • Wahl des/der VoorstandssprechersIn • Vorstellung der Kandidaten für das Schatzmeisteramt • Wahl des/der SchatzmeistersIn • Vorstellung von Kandidatinnen und Kandidaten als BeisitzerInnen • Wahl der BeisitzerInnen • Vorstellung von Kandidatinnen und Kandidaten als KassenprüferInnen • Wahl einesR KassenprüfersIn • Weitere Planungen • nächste Termine Auch wenn die Tagesordnung sehr lang aussieht, werden wir nicht ewig brauchen und finden bestimmt noch Zeit zu klären, was ihr in Zukunft gerne für Themen behandeln wollt. Wir freuen uns auf viele viele Mitglieder. Für den Vorstand Jutta Koller Kontakt: Jutta Koller (privat@jutta-koller.de), Martin Schmid, Peter Borup


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OV PASING Es liegt keine Meldung vor. Kontakt: Dagmar Mosch, Fax: 86307830, d.mosch@mbw28.de

OV RAMERSDORF / PERLACH Diskussionsrunde “Big Player, small Player – Sport in Ramersdorf-Perlach Donnerstag, 11.3.2010, 19:30 Uhr Sportgaststätte „Am Hachinger Bach“, Krehlebogen 13, Neuperlach-Zentrum Liebe sportliche Grüne, wir laden Euch für den 11. März zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Big Player, small Player - Sport in Ramersdorf-Perlach“ ein. Diskussionsleitung und Eingangsstatement: Bernd Oostenryck. Außerdem diskutieren u.a. mit: Oskar Grabler vom DJK, Rudi Gerdon vom FC Perlach, Fritz Reisinger vom SC Bajuwaren, Bülent Teberikler vom SV Türkgücü-Ataspor und ein Vertreter des SVN (angefragt). Wir freuen uns auf Euch, Bernd Oostenryck und Anja Karatas Kontakt: Bernd Oostenryck 0178 / 71 36 32 4, Anja Karatas 0177-54 76 71 9

OV SENDLING Mittwoch, 10.3.2010, 19:30 Uhr Literaturkeller des Stemmerhofes, Plinganserstr. 6 (U6 Harras)

Liebe Sendlinger, Nachrichten zum mutmaßlich “maroden Bildungssystem” kann man fast täglich dem Fernsehen oder Tageszeitungen entnehmen. Dabei ist eigentlich allen - egal ob Politikern, Eltern oder Kindern - bewusst, welch wichtigen Stellenwert Bildung heute in unserer Gesellschaft einnimmt. Trotz etlicher, teils stümperhafter Reformversuche bleiben weiterhin erhebliche Missstände. Darüber können wir zusammen mit Thomas Gehring (MdL, bildungspolitischer Sprecher) und Dr. Florian Roth (StR, Mitglied im Schulausschuss) auf dem nächsten gemeinsamen Treffen mit den OVs Hadern und STOFF darüber diskutieren, welche Chancen und Risiken das heutige Bildungssystem bietet und welche Reformen dringend notwendig sind, am 10.3.2010 im Literaturkeller des Stemmerhofes (Zugang über Jägergasse, hinter Stemmerhof-Café oder durchs Café durch, dann links in den Keller herunter), Plinganserstraße 6, U6 Harras.Bildung geht uns alle an! Kommt vorbei und diskutiert mit! Euer Sprecher Timo Schardt

OV STOFF Mittwoch, 10.3.2010, 19:30 Uhr Literaturkeller des Stemmerhofes, Plinganserstr. 6 (U6 Harras) Servus miteinander ! Zur nächsten gemeinsamen OV-Sitzung mit unseren Nachbarn aus Sendling und Hadern laden diesmal die Sendlinger am Mittwoch, den 10. März 2010 ein. Zum Literaturkeller müsst ihr durch das Stemmerhof-Café durch, bis ihr auf der anderen Seite wieder raus kommt, und dann links runter in den Keller. Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Aus den Ortsverbänden ........................................................................................................... Thomas Gehring (MdL, bildungspolitischer Sprecher) und Dr. Florian Roth (Stadtrat, Mitglied im Schulausschuss) werden mit uns darüber diskutieren, welche Chancen und Risiken das heutige Bildungssystem bietet und welche Reformen dringend notwendig sind. Alle an der Stadtteilpolitik des 19.Stadtbezirks interessierten Mitglieder und Interessenten seien ferner wie immer herzlichst zu unserer nächsten BA-Fraktionssitzung am Montag, den 01. März 2010, um 19.30 Uhr, in die Gaststätte To Steki (U3 Forstenrieder Allee, neben dem Bürgersaal Fürstenried Ost) eingeladen. In der Regel trifft sich die BA-Fraktion immer am Montag vor der BASitzung, um 19.30 Uhr im To Steki. Tschau Alex Aichwalder Web: www.gruene-muenchen-stoff.de Kontakt: Alex Aichwalder, vorstandstoff@gruene-muenchen.de

OV WESTEND / LAIM Dienstag 16.3.2010, 19:30 Uhr Taverna ELIA, Agnes-Bernauer-Str. 98 Gemeinsames Treffen mit OV Neuhausen Montag, 29.3.2010. 19:15 Uhr Zum Bärenwirt, Wendl-Dietrich-Str. 24 Die Februar-Stadtversammlung im Westend haben wir ohne größere Unfälle über die Bühne gebracht. Vielen Dank an Euch alle Westend und Laimer und ein ganz besonderer Dank an Michael für die hervorragende Laimer Präsentation. In den vergangenen OV Treffen wurden immer wieder die Themen “Präsenz in der wahlkampffreien Zeit” und “Wie gewinnen wir neue Mitglieder und Interessenten 22 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

bzw. wie können wir unsere Mitglieder für eine aktive politische Mitarbeit motivieren” diskutiert. Hier war Konsens, dass wir besonders durch OV übergreifende Aktivitäten, zusammen mit den Freunden aus den benachbarten OVs etwas Nachhaltiges auf die Beine stellen können. Jetzt endlich ist es soweit. Der OV Neuhausen hat uns für den 29. März zu einem gemeinsamen OV-Treffen in Neuhausen eingeladen. Hier wollen wir Ideen für gemeinsame Aktionen und eine engere Zusammenarbeit diskutieren. Wir Westend und Laimer bedanken uns ganz herzlich für die Einladung und freuen uns sehr auf das Treffen. Web: www.gruene-muenchen-westend.de Kontakt: Myriam Schippers (Tel.: 0160/ 4470007, myriam.schippers@gmx.de), Roland Petrik (Tel.: 0176/49206150, roland. petrik@googlemail.com)

OV ZENTRAL Montag, 8.3.2010, 19 Uhr Stadtbüro, Sendlinger Str. 47 Liebe Zentral-Grüne, Beim nächsten OV-Treffen geht es zentral um die Vorbereitung einer Podiumsdiskussion zu grünen Geldanlage. Was sind grüne Geldanlagen? Gibt es überhaupt wirklich grüne Geldanlagen? Wie kann man dies erkennen? Gibt es Möglichkeiten gezielt grün zu investieren? Solche und ähnliche Fragestellung gilt es zu formulieren, damit sie bei der Veranstaltung beantwortet werden können. Außerdem muss alles Organisatorische geklärt werden. Liebe Grüße Beatrice, Ilga, Christoph Web: www.gruene-muenchen-zentral.de Kontakt: Christoph Schröder (christophli@gmx.li oder ovzentral@gmx.de)


............................................................................................................................. Grüne Jugend ......... Liebe Freundinnen und Freunde, Im Monat Februar haben wir uns sehr stark mit den aktuellen tagespolitischen Inhalten auseinandergesetzt. Themen wie die Münchner Sicherheitskonferenz (Außen- und Sicherheitspolitik), das Q11 - Modell der neuen gymnasialen Oberstufe (Bildungspolitik), das Gendern im Verband und im Alltag (Gleichstellungspolitik) und die Zukunft der Großmarkthallen (Nachhaltiges Wirtschaften) standen bei uns im Vordergrund. Angefangen hat der Monat für uns mit der Teilnahme an der Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am 8. Februar. Hier waren wir sehr gut vertreten und haben versucht unsere Ansichten im Bezug auf eine vernünftige Sicherheits- und Außenpolitik zu artikulieren. Kurz darauf am 12. Februar konnte man uns schon wieder auf der Straße antreffen. Wieder Mal zwang uns die politische Realität gegen etwas und nicht für etwas zu demonstrieren. Zum bayernweiten Aktionstag der SchülerInnen gegen die neue Form der gymnasialen Oberstufe (Q11) beteiligte sich auch die GJM und zeigte ihren Unwillen über die neuen bildungspolitischen Pläne der Staatsregierung. Der Diskussionsabend (15.02), die Veranstaltung des AK GJ Mädchen (18.02) und die letzte Mitgliederversammlung (24.02) standen voll im Zeichen der Geschlechtergerechtigkeit und der Frauenförderung innerhalb der GJM als auch in der Gesellschaft. Anlass dazu gab nicht zu letzt der Satzungsänderungsantrag des Basismitglieds Samuel Raz, der in seinem Antrag dafür plädierte auch die beiden Plätze der BeisitzerInnen zu gendern und die beiden bereits genderten Vorstandsposten auch für zwei weibliche Vorstände zu öffnen. Der Antrag wurde auf der letzten MV mehrheitlich angenommen. Aus diesem

Grunde werden bei den nächsten Vorstandswahlen die Plätze der BeisitzerInnen gendert und es besteht nun die Möglichkeit, dass die GJM auch von zwei Frauen geführt werden kann. Die GJM und der Vorstand der GJM sind darüber sehr froh und freuen sich, dass innerhalb der GJM die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Förderung der Frauen Ernst genommen wird. Hier die nächsten Termine: 02.03.2010 Stammtisch, 19 Uhr, Café Kopfeck (Klenzestraße) 03.03.2010 Themenmonat Atomenergie - 1. Veranstaltung (Einführung) 11.03.2010 Themenmonat Atomenergie - 2. Veranstaltung (Streitgespräch) 18.03.2010 Themenmonat Atomenergie - 3. Veranstaltung (Diskussion) 27.03.2010 Themenmonat Atomenergie - 4. Veranstaltung (Aktion) Mitgliederversammlung: endgültiger Termin steht noch nicht fest, aber ihr werdet über den GJM-Verteiler natürlich rechtzeitig informiert. µ Viele Grüße Max Schmidt für den Vorstand der Grünen Jugend München

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.......... Termine ......................................................................................................................................

GELD VOM NACHBARN - SPARKASSE VON MORGEN? Mittwoch, 24.3.2010, 19 Uhr Bayerischer Landtag, Lesesaal Die Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch das Landesbankdebakel haben entscheidend dazu beigetragen, dass das Vertrauen in klassische Geldinstitute drastisch gesunken ist. Für kleine und mittlere Unternehmen ist es darüber hinaus zunehmend schwieriger geworden, an Kredite für Firmengründung oder neue Investitionen zu kommen. Davon scheint der private Geldverleih in Deutschland zu profitieren. Immer häufiger nutzen Kreditsuchende Online-Internetbörsen um an Geld für ihre Anliegen zu kommen. Im Finanzbereich ist eine kleine Revolution im Gange. Quasi aus dem Nichts sind in den vergangenen Jahren, zunächst in den USA und Großbritannien, Onlinebörsen mit dem Ziel entstanden, Finanzierungen für kleine Unternehmen und Privatleute zu ermöglichen. Werden solche innovativen Finanzierungsmodelle die klassischen Banken irgendwann ablösen? In Deutschland gibt es hier zum Beispiel „Smava“, einen Online-Marktplatz für Privatkredite von Verbraucher zu Verbraucher.

In anderen Ländern ist diese Form des Privatkredits bereits seit längerem unter dem Begriff „Social Lending“ oder „Peer2peerLending“ bekannt. Diskutiert mit uns und unseren Gästen über die spannenden Möglichkeiten, die das Netz bietet, aber auch über die Grenzen und Risiken, die sich aufzeigen. Programm: 19 Uhr Diskussionsrunde Alexander Artopé, Geschäftsführer, SMAVA Hermann Link, Vorstand, Münchner Bank Lutz Wilde, Redakteur, Finanztest Konstantin von Notz, MdB, Netzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen Moderation: Margarete Bause, MdL, Fraktionsvorsitzende 20 Uhr Diskussion mit dem Publikum: 21 Uhr Imbiss Wir laden insbesondere die Münchner Grünen und Interessierte sehr herzlich ein! Anmeldungen bitte an: jutta.wilking@gruene-fraktion-bayern.de, Fax: 089 4126 1494

AK VERKEHR Mittwoch, 24.3.2010, 18 Uhr Stadtratsfraktion, Zi. 145 Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am grünen Arbeitskreis Verkehr, wir laden Euch herzlich zu unserer nächsten Arbeitskreissitzung Verkehr ein zum Thema Radverkehr. U.a. werden wir über den Stand der Umsetzung des Grundsatzbeschlusses 24 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

Radverkehr und die geplante Fahrradmarketingkampagne sprechen. Zudem geht es uns darum herauszufinden, welche Themen oder Orte wir in nächster Zeit mit Nachdruck verfolgen müssen. Wir freuen uns über Euer Kommen. Herzliche Grüße von Sabine Nallinger, Stadträtin, Paul Bickelbacher, Stadtrat, Alexandra Weiß, Fraktionsreferentin


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GRÜNE AKTIONEN ZUM WELTFRAUENTAG 2010 1. Infotisch Samstag, 6.3.09, 10 bis 12 Uhr Tegernseer Platz 7, Giesing Ein Infostand vor der Post am Tegernseer Platz 7 zum Thema “Umgang mit Opfern von Genitalverstümmelung” mit der Aktivistin Faduna Korn, der gleichstellungspolitischen Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Claudia Stamm und der Stadtvorsitzenden der Grünen Hanna Sammüller. 2. Reihe Grünes Kino: „Wüstenblume“ Sonntag, 7.3. 09, 19 Uhr Kino Maxim (Landshuter Allee 33) Am 07.03. 09 zeigen die Münchner Grünen anlässlich des Weltfrauentages (8.3.) den Film “Wüstenblume”, der das Leben der somalischen Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie beschreibt. Waris Dirie ist selbst Opfer von Genitalverstümmelung und hat während ihrer Zeit als Supermodel die Weltöffentlichkeit auf diese Art der Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht.

Im Anschluss an den Kinofilm wird es weitere Informationen und Diskussionsmöglichkeiten über den Umgang mit Genitalverstümmelung in Deutschland und Afrika mit den Referentinnen Juliane von Krause (terre des femmes) und Barbara Schirpke (Impact) geben. Hanna Sammüller, die Vorsitzende der Münchner Grünen äußert sich zur Themenauswahl anlässlich des Weltfrauentages: “Wir haben uns dieses Jahr für den Weltfrauentag einen etwas anderen Kontext ausgedacht. Wir haben ein Thema aufgegriffen, welches Frauen aus einem anderen Kulturkreis betrifft - jedoch auch keineswegs vor unserer Haustür halt macht. Das unglaubliche Phänomen der Genitalverstümmelung hat durch die bewegende Geschichte von Waris Dirie die Aufmerksamkeit auf das Leiden dieser Frauen gelenkt. Nun liegt es an uns, diese Menschenrechtsverletzungen ernst zu nehmen und den Betroffenen unsere bedingungslose Hilfe anzubieten.”

EQUAL-PAY-DAY In einer Veröffentlichung vom 12.11.2009 des Statistischen Bundesamt heißt es: “Frauen [haben] in Deutschland im Jahr 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. Damit lag der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, wie bereits in den Vorjahren konstant bei 23%.” Im europäischen Vergleich kommt Deutschland damit nach der letzten Veröffentlichung der Europäischen Kommission (Jahresvergleich 2007) an die siebtletzte Stelle. Deswegen heißt es auch dieses Jahr am

Equal-Pay-Day wieder für uns auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen! Also wird der Münchner Stadtverband zusammen mit der Grünen Jugend München und dem Frauenreferat vom Landesverband Bayern an diesem Tag eine Equal-Pay-DayAktion starten: Wir treffen uns am 26.3.2010 um 14 Uhr im Stadtbüro und gehen dann mit zwei Einkaufswagen zum Marienplatz. Der “männliche”“ Einkaufswagen ist voll und der “weibliche” hat 23% weniger Inhalt. Auf dem Marienplatz gibt es dann einen Infostand von uns. Wir hoffen, dass sich ganz viele von euch uns anschließen! Stadtrundbrief Grüne München 3/10

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.......... Termine ...................................................................................................................................... Mi

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18:30 GJM

Veranstaltung Atomernergie (1) Stadtbüro,

Do

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19:30 OV Giesing

Claudia Stamm zu Kopenhagen, Giesinger Bhf

19:30 OV Bogenhausen

Marienburg, Marienburger Str.

20:00 OV Allach

Allacher Mühle, Eversbuschstr. 173

17:00 Theresa Schopper

BürgerInnensprechstunde, Stadtbüro

Sa

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10:00 Infotisch

zum Weltfrauentag, Tegernseer Platz

So

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19:00 Kino

„Die Wüstenblume”, Maxim, Landshuter Allee 33

Mo

8

09:00 Frühstück

Grünes Frauenfrühstück im Landtag, S501

19:00 OV Zentral

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

19:00 Stadtvorstand

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

19:00 AK WiFi

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

19:00 OV Nord

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

19:30 OV Sendling, Hadern, STOFF

Literaturkeller im Stemmerhof, Plinganserstr. 6

20:00 Veranstaltung

„Autofreies München” u.a. Hanna Sammüller, Glockembachwerkstatt, Blumenstr. 7

19:00 LAK Demokratie

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

18:30 GJM

Veranstaltung Atomenergie (2), Stadtbüro

18:00 Veranstaltung

„100 Tage Bundesregierung“, u.a. Jerzy Montag, MdB, Haus der B. Wirtschaft, Max-Joseph-Str. 5

Di Mi

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Sa

13

09:00 LAK Bildung

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

Mo

15

19:00 Stadtversammlung

Pasinger Fabrik direkt an der S-Bahn Pasing

Di.

16

19:30 Schafkopfen

im Fraunhofer, Fraunhofer Str.9

19:30 OV Westend

Taverna ELIA, Agnes-Bernauer-Str. 98

Do

18

18:30 GJM

Veranstaltung Atomenergie (3), Stadtbüro

19:30 OV Giesing

Stadtteilladen Giesing, Tegernseer Landstr. 113

Di

23

19:00 Abschied

Annettes Umtrunk, Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

Mi.

24

19:00 Veranstaltung

„Geld vom Nachbarn“, Margarete Bause, MdL, Lesesaal Bayr. Landtag

18:00 AK Verkehr

Fraktion im Rathaus, Zi. 145

Do

25

19:00 OV Schwabing

Café Telos, Kurfürstenstr.

Fr

26

14:00 Equal Pay Day

Stadtbüro, Sendlinger Str. 47

Sa

27

Mo

29

GJM 19:15 OV Neuhausen

26 Stadtrundbrief Grüne München 3/10

Aktionstag gegen Atomkonzerne Zum Bärenwirt, Wendl-Dietrich-Str. 24


........................................................................................................................................ Service .........

ADRESSEN Kreisverband München (KV) Stadtbüro (15 - 18 Uhr) Sendlinger Str. 47, 80331 München Tel.: 201 44 88, Fax: 202 18 14 stadtbuero@gruene-muenchen.de www.gruene-muenchen.de Mitarb.: Annette Louis, Liane Rohen, Petra Tuttas Vors.: Hanna Sammüller und Nikolaus Hoenning, Finanzreferent: Hermann Brem, Beisitzerinnen: Gülseren Demirel und Judith Greif Stadtratsfraktion Rathaus, Marienplatz 8, 80331 München Tel.: 233 926 20, Fax: 233 926 84 presse@gruene-muenchen-stadtrat.de www.gruene-muenchen-stadtrat.de Fraktionsvorsitzende: Sigi Benker, Lydia Dietrich Landesverband Bayern Sendlinger Str. 47, 80331 München Tel.: 211 597-0, Fax: 211 597-24 landesverband@bayern.gruene.de www.bayern-gruene.de

MIETERBERATUNG Die Landtagssabgeordnete Margarete Bause, vertreten durch RA Harry Fellmann und RA Thorsten Siefarth bieten in ihrer Bürgersprechstunde das Thema Mietrecht an. Die nächsten Termine sind am 10.3. (Mi) und am 24.3. (Mi). Die Sprechstunde findet jeweils von 18 - 20 Uhr statt. Wir bitten, sich spätestens drei Tage vorher im Stadtbüro telefonisch anzumelden (089 / 201 44 88, 15 - 18 Uhr). µ

Landtagsfraktion Bayern Maximilianeum, 81627 München Tel.: 4126-2493, Fax: 4126-1494 info@gruene-fraktion-bayern.de www.gruene-fraktion-bayern.de Bundesverband Geschäftsstelle Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin Tel.: 030 28442-0, Fax: 030 28442-210 info@gruene.de, www.gruene.de Bundestagsfraktion Platz der Republik 1, 11011 Berlin Tel.: 030 227 567 89, Fax: 030 227 565 52 info@gruene-bundestag.de www.gruene-bundestag.de Regional- und Wahlkreisbüro Jerzy Montag Sendlinger Str. 47, 80331 München MdB jerzy.montag@wk.bundestag.de www.jerzy-montag.de Mitarbeiterin: Sebastian Weisenburger Tel.: 23 68 44 50, Fax: 23 68 44 52

KONTONUMMERN Für Mitgliedsbeiträge: Konto 5590-806 Postbank München (BLZ 700 100 80) Für Spenden: Konto: 232425-809 Postbank München (BLZ 700 100 80) Herzlichen Dank! µ

Stadtrundbrief Grüne München 3/10

27


Tel.: 089 / 201 44 88 Fax: 089 / 202 18 14 stadtbuero@gruene-muenchen.de www.gruene-muenchen.de verantwortlich: Annette Louis und Thorsten Siefarth

NÄCHSTE STADTVERSAMMLUNG

ÜBERNÄCHSTE STADTVERSAMMLUNG

Montag, 15.3.2010, 19 Uhr Storchenburg, Pasinger Fabrik

Montag, 19.4.2010, 19 Uhr Zunfthaus

Wir laden Euch herzlich zu unserer nächsten Stadversammlung ein.

Wir laden Euch bereits jetzt schon zu unserer übernächsten Stadversammlung ein.

1. 2. 3. 4. 5.

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Formalia Aktuelles Haushalt Debatte und Beschluss zur S-Bahn Sonstiges

Formalia Aktuelles Islamisches Zentrum in Penzberg Sonstiges

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Wir freuen uns auch für diese Versammlung auf Euer Kommen!

Der Stadtvorstand

Der Stadtvorstand

/SRB-2010-03  
/SRB-2010-03  

http://www.gruene-muenchen.de/uploads/media/SRB-2010-03.pdf

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