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Unsere Kl채ranlage

Mit Hightech zu sauberem Abwasser

www.heideck.de


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Inhaltsverzeichnis Grußworte Bürgermeister Ottmar Brunner................4 Landrat Herbert Eckstein.........................5 WWA, Klaus Winkelmair..........................6 Planerin, Regine Schatz..........................7

Panoramafoto.....................................18-19

Historie............................................................8 Bilder zur Historie..................................9

Betriebsgebäude.......................................25

Nachklärung............................................21 Schlammbehandlung............................22-23

Rechengebäude........................................27 Kanalnetz.......................................................10 Einzugsgebiet.......................................11

Elektro- & MSR-Technik........................28-29

Aufbau & Konzept......................................12-13

Labor.......................................................30

Mechanische Abwasserreinigung.................14-15

Bauwerke............................................32-33

Belebungsbecken........................................16-17

Planer & Fachbehörden............................34

Impressum Herausgeber dieser Broschüre Stadt Heideck

Layout, Grafik und Satz Christian Albrecht

Verantwortlich für Inhalt und Texte Stadt Heideck, Ing.-Büro Dr. Resch + Partner, Regine Schatz, Ing.-Büro Angermeyer

Fotos und Grafiken Christian Albrecht, Georg Stengl, Regine Schatz, Ing.-Büro Angermeyer, Flugsportgruppe Roth

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Grußwort des Bürgermeisters Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, sehr geehrte Damen und Herren, haben Sie schon einmal eingehender darüber nachgedacht, was eigentlich mit dem Wasser passiert, das Sie verbrauchen bzw. benutzen? Wohl kaum. Denn wie so vieles in unserer Industrie- und Technikgesellschaft betrachten wir auch diese Entsorgungsfrage als selbstverständlich zur vollen Zufriedenheit gelöst. Jene, die dafür zuständig sind, werden sich schon darum kümmern und alles im Griff haben. Das ist schließlich deren Pflicht und Schuldigkeit. Das ist auch durchaus richtig. Und weil die Verantwortlichen ihre Aufgabe erstnehmen und ihrer Verantwortung gerecht werden, ist diese neue Kläranlage entstanden. Über deren technische Feinheiten möchte ich mich nicht auslassen. Andere sind dazu sehr viel berufener. Etwas allerdings darf nicht unerwähnt bleiben: Wir haben hier eine Einrichtung, die höchsten Anforderungen genügt und sich durch besondere Leistungsfähigkeit auszeichnet.

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Wir haben somit unsere Pflichtaufgabe für die Daseinsfürsorge unserer Stadt Heideck erfüllt. 54 Städte und Gemeinden, davon allein 23 in Bayern, haben vor kurzem von der EU aus Brüssel einen blauen Brief erhalten und müssen binnen Jahresfrist ihre Kläranlagen auf den neusten

Stand bringen. Dies wird für viele nicht leicht zu schaffen sein. Wir haben zeitig geplant und die längst fällige Maßnahme zügig durchgezogen. Dies konnte nur gelingen, weil die Bürgerinnen und Bürger diese Maßnahme mitgetragen und mitfinanziert haben. Zwei Drittel der Kosten wurden bereits über Beiträge bezahlt und ein Drittel wird über die Abwassergebühren in den kommenden Jahren mit eingehoben. Dies alles war notwendig, da Genehmigungen für unsere Heidecker Kläranlage ausgelaufen waren und eine geordnete Abwasserbeseitigung für die kommenden Jahre nicht mehr möglich gewesen wäre. Ich danke allen Stadträten, die diese Maßnahme mit ihren Beschlüssen mitgetragen haben und allen Bürgerinnen und Bürgern von Heideck für ihr Interesse und Verständnis für diese notwendige, aber auch kostenintensive Maßnahme. Weiterhin möchte ich mich beim planenden und bauausführenden Ing.-Büro Dr. Resch + Partner aus Weißenburg herzlich für die gute Zusammenarbeit und bei allen am Bau beteiligten Firmen für die meist reibungslose und gute Ausführung der Arbeiten bedanken. Ihr

Ottmar Brunner 1. Bürgermeister


Grußwort des Landrates Es ist ja auch bei uns noch nicht lange her, dass die Wasserqualität in Flüssen und Bächen immer schlechter wurde. Ältere Mitbürger erinnern sich noch daran, dass in der kleinen Roth früher Kinder gebadet haben oder auch Wäsche gewaschen wurde.

ist zwangsläufig. Wie die Kosten verteilt werden, wird nicht nur in Heideck heiß diskutiert. Einen gerechten Maßstab zu finden ist schwierig.

Heute sorgen moderne Kläranlagen dafür, dass die Wasserqualität immer besser wird. Nicht nur die Fische und andere Lebewesen freuen sich. Bilder verschmutzter Flüsse sehen wir in letzter Zeit häufig, nicht nur in China, wo vermeintlicher Wohlstand lange Zeit ohne Rücksicht auf die Natur erkauft wurde.

Die neue Kläranlage verbessert dadurch auch ein klein wenig die Zukunftschancen der nächsten Generationen.

Bei uns hat der Gesetzgeber eine starke „Brechstange“ eingesetzt. Städte und Gemeinden, die ihre Kläranlagen nicht auf den modernsten Stand bringen, müssen eine Abwasserabgabe (=Strafe) bezahlen, die zu höheren Gebühren für die Verbraucher führen. Im Landkreis Roth werden pro Jahr 560.000 € Abwasserabgabe an den Freistaat fällig.

Herbert Eckstein Landrat

Auf der einen Seite soll der sorgsame und sparsame Umgang nicht bestraft werden, auf der anderen Seite stehen Fixkosten, die dann auf weniger m³-Verbrauch umgelegt werden müssen. Bei all diesen Diskussionen darf nie vergessen werden, dass „Wasser Leben ist“.

Herzlichst

Auch Heideck musste eine höhere Abgabe bezahlen. Der Bau der neuen Kläranlage war auch deshalb sinnvoll. Dass die Nutzer = Bürger und Firmen über die Abwassergebühren als Verursacher die Kosten mitzahlen - sei es über Beiträge oder Gebühren -

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Grußwort des WWA Zum Schutz der Gewässer hat die Stadt Heideck in den letzten Jahren sehr viel bewegt. Kontinuierliche Investitionen in die Abwassersammlung und -reinigung sind das Fundament für eine dauerhafte und nachhaltige Entwicklung der Gewässer im Gemeindegebiet zu einem guten Zustand. Mit der Entscheidung, die Abwasserreinigung weitestgehend an einem Punkt zusammen zu fassen, wurde vom Stadtrat mit Weitblick ein ökologisch und ökonomisch sinnvoller Beschluss gefasst. Auf Grundlage einer gut durchdachten Planung entstand eine leistungsfähige Kläranlage, die von der Reinigungstechnik her auf neuestem Stand arbeitet. Dank Sanierung und Erweiterung zeigen sich bereits heute beste Ablaufwerte, die der Kleinen Roth zu Gute kommen. Kurzfristig werden wir eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte erreichen können. Damit ist aus Sicht der Abwasserreinigung die Basis für einen artenreichen Lebensraum geschaffen. Im laufenden Betrieb sorgen qualifizierte Mitarbeiter dafür, dass die Investition optimal genutzt wird und störungsfrei funktioniert.

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Wir sagen an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch, bedanken uns bei 1. Bürgermeister,

Stadtrat und Stadtverwaltung für die immer gute Zusammenarbeit und danken auch insbesondere den Bürgern der Stadt, die mit ihren Beiträgen und Gebühren die große Investition finanzieren. Klaus Winkelmair Wasserwirtschaftsamt Nürnberg

Information zum Wasserwirtschaftsamt Ein Wasserwirtschaftsamt ist eine Fachbehörde, die für die regionale Wasserwirtschaft in einem bestimmten Gebiet verantwortlich zeichnet. Das WWA ist zuständig für die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung der Bürger durch die Gemeinden. In Bayern gehören die Wasserwirtschaftsämter zum Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Für die Stadt Heideck ist das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zuständig.


Grußwort der Planerin Durch steigende Anforderungen an die Abwasserreinigung und die damit geforderte Entfernung von Nährstoffen wie Stickstoff oder Phosphor aus dem Abwasser wurde eine Ertüchtigung bzw. Ersatz der bestehenden Tropfkörperanlage aus dem Jahre 1972 notwendig. Mit den hierzu notwendigen Planungen einer Belebungsanlage wurde unser Büro im Sommer 2008 beauftragt. Die Planungen wurden im Januar 2010 abgeschlossen; die Vergabe der Einzelgewerke erfolgte im Sommer 2010, sodass im September 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte.

der Planung und Baudurchführung wurden wir von den beauftragten Sonderfachleuten, den zuständigen Fachbehörden, den ausführenden Bauund Ausrüstungsfirmen sowie den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Kläranlage stets sehr gut unterstützt. Für das harmonische Zusammenwirken und den großen Einsatz aller am Projekt Beteiligten bedanken wir uns vielmals. Dem Personal der Kläranlage wünschen wir einen unfallfreien Betrieb sowie viel Freude und Erfolg bei seiner verantwortungsvollen Aufgabe. Dipl.-Ing. Regine Schatz Ingenieurbüro Dr. Resch + Partner

Ein gutes Jahr später, Anfang Oktober 2011 ging die Anlage abwassertechnisch in den Probebetrieb. Schon nach kurzer Zeit stellte sich eine hervorragende Reinigungsleistung ein, die erheblich zur Verbesserung der Gewässergüte in der Kleinen Roth beiträgt. Heute, nach ca. eineinhalb Jahren Bauzeit und einem weiteren halben Jahr zum Anwachsen der Begrünung, sind wir stolz und glücklich das fertige Werk an die Stadt Heideck und deren Bürger übergeben zu können. Wir danken der Stadt Heideck, den Stadträten und an deren Spitze Herrn Ersten Bürgermeister Ottmar Brunner für das Vertrauen, das sie uns mit der Auftragserteilung und bei der gesamten Projektabwicklung entgegengebracht haben. Bei

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Historie Angefangen hat alles mit dem ersten verrohrten Kanalnetz im Jahr 1948. Hier wurden im Bereich des Altstadtkerns Betonrohre verlegt um die Überläufe der Drei-Kammer-Gruben abzuleiten. Die Baumaßnahmen wurden in den folgenden Jahren vorangetrieben und so entwickelte sich ein Kanalnetz welches nach und nach die gesamte Stadt abdeckte.

triebnahme der neuen Anlage abgebrochen.

Die Grundsteinlegung der ersten Kläranlage für Heideck fand am 22.10.1970 statt. Auftraggeber war der 1967 gegründete Abwasserzweckverband Heideck-Laffenau. Die Grundsteinlegung wurde 1970 groß gefeiert, da es sich um die 1.001. Kläranlage des damaligen Marktführers SchreiberKläranlagen handelte.

In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Kläranlage bereits um folgende wichtige Bestandteile erweitert: Zulaufmessung, Siebung, Nachklärbecken, Schlammstapelbehälter, Phosphatfällung.

Die damals errichtete Tropfkörperanlage war bis Herbst 2011 noch in Betrieb. Sie wurde – aufgrund des damals ansässigen Schlachthofes – auf eine Ausbaugröße von 12.000 Einwohner ausgelegt. Der sog. „Tropfkörper“ wurde nach Inbe-

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Eröffnungsfeier 1970; Georg Stengl sen., Friedrich Weißkopf, Helmut Albrecht, Hans Elbers, Axel Kunze jun., Dipl.-Ing. Martinez (v.l.n.r.)

Bei den Abbrucharbeiten am Mittelbauwerk des Schlammbeetes wurde der Grundstein gefunden. Er enthielt eine Urkunde sowie eine Seite der lokalen Tagespresse. Die Urkunde konnte trotz Wassereinbruch erhalten werden und wurde wieder in den Grundstein mit eingemauert.

Diese Anlagenteile werden alle auch nach der jetzt abgeschlossenen Erweiterung weiter genutzt. Mit den Bauarbeiten der Kläranlage wurde am 13.09.2010 begonnen und diese nach einer Bauzeit von ca. einem Jahr im Herbst 2011 in Betrieb genommen.

Grundstein der ersten Anlage


Bilder zur Historie

Spatenstich im Oktober 2010

Alter Tropfkörper

Abbruch des Tropfkörpers

Bau des Betriebsgebäude

Grundsteinlegung

Richtfest

Überreste der alten Anlage

Bau des Belebungsbeckens

Rührwerk im Belebungsbecken

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Kanalnetz An die neue Kläranlage ist die Stadt Heideck mit den meisten umliegenden Ortsteilen angeschlossen. Entlang der Kleinen Roth verläuft der Hauptsammler quer durch Heideck, der die Abflüsse aus allen Teilgebieten des Einzugsbereiches aufnimmt und zur Kläranlage ableitet. Der Beginn dieses Hauptsammlers ist in Liebenstadt; er weist eine Länge von annähernd 6 km auf. Die Entwässerung von Heideck und den Ortsteilen Liebenstadt, Rudletzholz und Selingstadt erfolgt im Mischsystem. Den jeweiligen Einleitungen in den Hauptsammler sind Entlastungsbauwerke in Form von Regenüberläufen bzw. Regenüberlaufbecken vorgeschaltet. In diesen wird der Zufluss zum Hauptsammler so begrenzt, dass der Sammler nicht überlastet wird. Bei den Entlastungsbauwerken handelt es sich derzeit um 9 Regenüberläufe und 8 Regenüberlaufbecken. Für die Zukunft ist geplant, zwei der vorhandenen Regenüberläufe durch ein gemeinsames Becken zu ersetzen. Bei den vorhandenen Becken handelt es sich um 3 Stauraumkanäle, 4 so genannte Fangbecken und ein Durchlaufbecken. Insgesamt weisen die Becken ein Speichervolumen von 2.000 m³ auf.

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Das größte der Becken ist das Regenüberlaufbecken 1 im Bereich des Festplatzes mit einem Volumen von mehr als 700 m³. Das Becken vor der Kläranlage hat ein Volumen von mehr als 500 m³. Die übrigen Becken weisen ein Volumen zwischen 26 und 270 m³ auf. Das geplante Regenüberlaufbecken soll ein Volumen von 300 m³ erhalten.

In den nächsten Jahren ist der gemeinsame Anschluss der nördlichen Ortsteile Laffenau, Tautenwind und Altenheideck sowie der südlichen Ortsteile Aberzhausen und Kippenwang geplant. Auch diese Ortsteile werden, wie Rambach und Ziegelmoos, deren Anschluss derzeit erfolgt, im Trennsystem entwässert. Der Anschluss von Aberzhausen und Kippenwang erfolgt an das Kanalnetz von Rudletzholz, während Laffenau, Tautenwind und Altenheideck direkt an das Kanalnetz von Heideck angeschlossen werden. Der Anschluss erfolgt in beiden Fällen über Druckleitungen. Anzeige

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Einzugsgebiet

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Aufbau & Konzept Das Einzugsgebiet der Kläranlage Heideck besteht aus dem Hauptort Heideck und aus den bereits an das Kanalnetz Heideck angeschlossenen Ortsteilen Liebenstadt, Selingstadt, Rudletzholz, Höfen, Seiboldsmühle und Fichtenmühle sowie den in diesem Jahr zusätzlichen Ortsteilen Rambach und Ziegelmoos. In den kommenden Jahren ist außerdem der Anschluss der drei nördlichen Ortsteilen Altenheideck, Tautenwind und Laffenau sowie der südlichen Ortsteile Aberzhausen und Kippenwang geplant. Die Ableitung des Schmutzwassers erfolgt überwiegend im Mischsystem, der Anschluss der Ortsteile ist im Trennsystem vorgesehen. Die Kläranlage ist im Waldbereich östlich des Ortsteiles Seiboldsmühle angeordnet und über die Ober-

rödeler Straße zu erreichen. Auf dem Kläranlagengelände befinden sich sämtliche Betriebseinrichtungen und alle Einheiten der Abwasserreinigung sowie ein Regenüberlaufbecken für das Teileinzugsgebiet Seiboldsmühle und dem Gewerbegebiet II. Die Ausbaugröße der Kläranlage enthält mit 12.000 Einwohnerwerten ausreichende Reserven für die mittelfristigen Ortsentwicklungen sowie für übliche Belastungsschwankungen aus Industrie und Gewerbe. Die moderne Abwasserreinigung erfolgt in mehreren verfahrenstechnischen Schritten, die teils parallel, teils hintereinander ablaufen. Dabei wird das Abwasser mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt. Dem Abwasser werden Schmutzstoffe in Form von

Mechanische Reinigung

Biologische Reinig PhosphatFällung Nitrifikation/Denitrifikation intermittierend

Zulauf Zulaufregelschacht

Rücklaufschlamm Rechengut Sand zur Abfallentsorgung

Messung

Rechen

Sandfang

Zwischenhebewerk

Maschinen-/ Betriebsgebäude

Belebungsbecken

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Abb.1a Aufbau un


Rechen- bzw. Sandfanggut sowie Klärschlamm entnommen, die teilweise weiterbehandelt und teilweise unmittelbar entsorgt werden müssen. Die Kläranlage Heideck wurde als einstraßige Belebungsanlage mit intermittierender Nitri- und Denitrifikation bei gemeinsamer aerober Schlammstabilisierung und simultaner Phosphatfällung ausgebaut. Dadurch wird eine nahezu vollständige Entfernung der sauerstoffzehrenden Abwasserinhaltsstoffe und eine sehr weitgehende Nährstoffreduzierung vor der Einleitung des Abwassers in das Gewässer erreicht. Das Rohabwasser wird der Kläranlage über den entlang der kleinen Roth verlaufenden Hauptsammler sowie über einen zweiten vom Ortsteil Seiboldsmühle

gungsstufe

Kleine Roth Auslauf

kommenden Sammler zugeleitet, die kurz vor der Kläranlage in einen gemeinsamen Kanal münden. Am Zulauf der Kläranlage ist ein Regelschieber mit Mengenmessung installiert, der dafür sorgt, dass der Zulauf zur Kläranlage im Regenwetterfall begrenzt wird. Die mechanische Reinigungsstufe besteht aus einem Siebrechen und einem belüfteten Längssandfang mit Schwimmstoffabscheider und Notumlauf. Sie hat die Aufgabe, nachfolgende Anlagenteile vor Grob- und Sperrstoffen zu schützen und diese dem Abwasser zu entnehmen. Die anschließende biologische Reinigungsstufe bildet den wichtigsten Teil der Abwasserreinigung. Im Belebungsbecken wird die Selbstreinigung natürlicher Gewässer durch Mikroorganismen auf engstem Raum konzentriert nachgeahmt. Durch ständigen Wechsel belüfteter und unbelüfteter Phasen entnehmen die Mikroorganismen dem Abwasser die gelösten Schmutz- und Nährstoffe und lagern sie in die Flocken des belebten Schlammes ein. Im Nachklärbecken wird der Flockenschlamm des Belebtschlamm-Wasser-Gemisches durch Absetzprozesse vom gereinigten Abwasser getrennt und wieder zurück in das Belebungsbecken gepumpt. Der Erfolg der Abwasserreinigung wird durch wiederkehrende Analysen der Ablaufproben regelmäßig kontrolliert und protokolliert. Je besser das Abwasser gereinigt wird, desto mehr Klärschlamm fällt dabei als biologischer Überschussschlamm an.

Überschussschlamm zur Schlammbehandlung

Nachklärbecken

Messung

nd Konzept der Kläranlage (Zeichnung Schwarz/Grau)

Durch die lange Aufenthaltszeit im Belebungsbecken wird dieser aerob stabilisiert. Er kann - ohne Geruchsprobleme zu verursachen - entnommen, entwässert und entsorgt werden.

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Mechanische Abwasserreinigung Das Rohabwasser fließt der Kläranlage über einen gemeinsamen Hauptsammler zu. Im Zufahrtsbereich der Kläranlage ist ein Regelschacht angeordnet. Hier findet eine Begrenzung des Zuflusses im Regenwetterfall auf 70 l/s mit Hilfe eines Elektroschiebers in Kombination mit einer Durchflussmessung statt.

dert weiter genutzt werden. Mit dem ebenfalls bereits vorhandenen Siebrechen mit 3 mm Spaltweite werden den weiteren Reinigungsprozess störende Grob- und Faserstoffe aus dem Abwasser entnommen. Mittels einer integrierten Rechengutauswaschung wird hierbei das anfallende Rechengut nachbehandelt.

Die Regeleinrichtung sowie das Siebrechen zugehörige Schachtbauwerk wurde im Rahmen der Ertüchtigungsmaßnahme Ende der 90er Jahre erstellt und kann unverän-

Die feinorganischen Anteile werden ausgewaschen und der weiteren Abwasserreinigung zugeführt, die restlichen Stoffe werden entwässert und daAnzeige

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durch gewichts- und mengenmäßig reduziert, um Kosten bei der Abfallentsorgung zu sparen. Im nachfolgenden belüfteten Langsandfang, der zwischen dem bestehenden Rechengebäude und dem neuen Betriebsgebäude angeordnet wurde, werden Sand, Kies und andere Schwerstoffe aus dem Abwasser abgeschieden, um Ablagerungen und erhöhten Verschleiß in den nachfolgenden Behandlungsstufen zu vermeiden. Eine grobblasige Druckbelüftung bewirkt in Längsrichtung eine Spiralströmung, die das gleichzeitige Absetzen organischer Feinteile verhindert und bei schwankenden Zuflussmengen einen nahezu gleichbleibenden Wirkungsgrad gewährleistet. Mit der aufsteigenden Luft werden außerdem Leichtstoffe wie Öle und Fette nach oben gerissen und können so aus dem seitlich angeordneten Fettabscheider entnommen werden. Sie werden im Fettsammelschacht zwischengespeichert und bei Bedarf durch eine darauf spezialisierte Firma z.B. über eine Biogasanlage entsorgt. Der Sandabzug aus dem Sandfang erfolgt mehrmals täglich mittels Bodenschild und Tauchpumpe zur im Rechengebäude angeordneten Sandwaschanlage. Dort wird das Sandfanggut mit Brauchwasser soweit gewaschen und von organischen Anteilen befreit, dass es problemlos auf einer Bauschuttdeponie abgelagert werden kann. Die beiden Sandfanggebläse befinden sich im Keller des Betriebsgebäudes.

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Belebungsbecken Nach dem Sandfang wird das Abwasser ohne weitere Vorklärung durch die im Maschinenkeller des Betriebsgebäudes aufgestellten Beschickungspumpen dem Belebungsbecken zugeleitet. Das Volumen des runden Belebungsbeckens ist für eine Abwasserreinigung mit gemeinsamer aerober Schlammstabilisierung sowie intermittierender Nitrifikation und Denitrifikation ausgelegt. Zur simultanen Phosphorfällung wird flüssiges Metallsalz in den Zulaufschacht des Belebungsbeckens dosiert.

Im Belebungsbecken wird das eingeleitete Abwasser mit den Mikroorganismen des belebten Schlammes in Kontakt gebracht, vermischt und belüftet. Die Mikroorganismen ernähren sich von den organischen Inhaltsstoffen des Abwassers und lagern sie dadurch in ihre Biomasse ein. Durch die Nitrifikation wird der Ammoniumstickstoff des Abwasser zu Nitrat oxidiert, das in den unbelüfteten Phasen durch Denitrifikation in Wasser und gasförmigen Stickstoff umgewandelt wird. Der Stickstoff kann in die Luft entweichen und damit aus dem Abwasser entfernt werden.

Das Belebungsbecken in der Übersicht

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Bediensteg am Belebungsbecken

Online-Messsonden im Belebungsbecken


Das Belebungsbecken hat einen Nutzinhalt von 4.300 m³, bei einer Wassertiefe von 5,10 m und einem lichten Beckendurchmesser von 33,00 m. Es ist mit einer abschaltbaren, feinblasigen Druckbelüftung und mit zwei Rührwerken zur Umwälzung des Beckeninhalts in den unbelüfteten Phasen ausgerüstet. Die drei Gebläse für die feinblasige Belüftung des Beckens sind im Keller des Maschinengebäudes aufgestellt und leistungsmäßig so abgestuft, dass im Betrieb eine wirtschaftliche Anpassung an den aktuellen Sauerstoffbedarf möglich ist.

Der Regelstrategie für die frequenzgeregelten Gebläse liegen Online-Messungen des Sauerstoff-, Ammonium- und des Nitratgehaltes im Belebungsbecken zugrunde. Die ebenfalls im Belebungsbecken durchgeführte chemische Fällung bewirkt, dass gelöste Phosphate in eine Flockenstruktur umgewandelt und in den belebten Schlamm eingelagert werden. Durch den Abzug des Überschussschlammes wird der Nährstoff Phosphor aus dem System entfernt.

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Unsere Kl채ranla

Schlammstapelbeh채lter Trafostation

Beleb

Nachkl채rbecken


age im Überblick Betriebsgebäude

bungsbecken

n

Sandfang

Rechengebäude


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Nachklärung Dem Belebungsbecken ist das bereits Ende der 1990er Jahre erstellte runde, horizontal durchströmte Nachklärbecken mit 21 m Innendurchmesser und 2,80 m Bemessungswassertiefe zugeordnet. Hier wird der belebte Schlamm vom biologisch gereinigten Abwasser getrennt. Das Belebtschlamm-Wasser-Gemisch strömt durch das zentrale Mittelbauwerk in das Rundbecken ein, der Schlamm setzt sich ab und das Klarwasser läuft am Rand über Zahnschwellen in die Ablaufrinne. Der abgesetzte Schlamm wird mittels Schildräumern in den zentralen Beckentrichter geräumt.

Nachklärbecken

Von dort fließt er den im Keller des Betriebsgebäudes aufgestellten Rücklaufschlammpumpen zu und wird mit diesen in das Belebungsbecken zurück gefördert. Das Nachklärbecken ist mit einem hydraulisch günstig ausgebildeten, tief liegenden Einlauf konstruiert. Durch die optimierte Einlaufgestaltung mit Einschichtung in Zonen annähernd gleicher Schlamm-Wasser-Dichte wird ein sehr guter Schwebstoffrückhalt und damit eine sehr geringe Konzentration von abfiltrierbaren Stoffen im Ablauf der Kläranlage erzielt.

Das gereinigte Abwasser wird in die „Kleine Roth“ geleitet

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Klaus Buhl

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Schlammbehandlung Der im Belebungsbecken zuwachsende Überschussschlamm wird mit einer separaten Pumpe aus dem Rücklaufschlammkreislauf entnommen, maschinell voreingedickt und in den bereits vorhandenen Schlammstapelbehältern bis zur endgültigen Entsorgung zwischengelagert.

Mehrmenge bei der bestehenden Speicherkapazität auszugleichen, ist die Installation einer maschinellen Eindickung des Überschussschlammes mit Hilfe von Flockungsmitteln (Polymeren) vor der Beschickung der Schlammbehälter. Der Schlamm wird dabei mit einem Scheibeneindicker von einem Feststoffgehalt von ca. 0,7 Durch die Umstellung des bio-1,0 % auf ca. 5,0 – 6,0 % auflogischen Reinigungsverfah- Neuer Schlammwasserbehälter konzentriert. Dadurch ergibt sich rens auf eine gemeinsame aeroeine Reduzierung des Schlammbe Schlammstabilisierung wird zukünftig mehr volumens auf ca. ein Sechstel. Die maschinelle Schlamm anfallen, als bei der früheren TropfkörSchlammeindickung, bestehend aus einer Dickperanlage. Eine kostengünstige Möglichkeit diese schlammpumpe, einem Scheibeneindicker und Anzeige

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der zugehörigen Flockungshilfsmittelstation wurde im Erdgeschoss des Maschinen- und Betriebsgebäudes in einem eigenen Raum neben der Werkstatt installiert. Der Einsatz eines Lohnentwässerers für die endgültige Schlammentsorgung wird auch zukünftig beibehalten. Das hierbei anfallende Filtratwasser ist relativ hoch belastet und muss Scheibeneindicker daher dem Kläranlagenzulauf dosiert über einen längeren Zeitraum zugegeben werden, damit es nicht zu einer Überlastung der biologischen Stufe kommt. Zusätzlich

zu den beiden Schlammbehältern wurde daher ein Schlammwasserspeicher (Nutzinhalt 700 m³) errichtet, der beim Einsatz einer mobilen Entwässerung das anfallende Filtratwasser eines der beiden Schlammbehälter aufnimmt. Das beim Abpressen des zweiten Schlammstapelbehälters anfallende Filtratwasser kann dann im entleerten ersten Schlammstapelbehälter gespeichert werden. Das zwischengespeicherte Filtrat wird mittels des bestehenden Filtratpumpwerks gedrosselt zum Kläranlagenzulauf zurückgeführt und im Belebungsbecken mit behandelt.

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Betriebsgebäude Von der Zufahrt der Kläranlage fällt der erste Blick auf das neu errichtete Betriebsgebäude, das mit seinem Satteldach architektonisch an das vorhandene Rechengebäude angepasst wurde. Das unterkellerte Betriebsgebäude besteht aus einem wasserundurchlässigen Stahlbetonkeller und einem Hochbauteil aus Kalksandsteinmauerwerk und Wärmedämmung.

von außen zugänglichen Raum die maschinelle Überschussschlammeindickung untergebracht. Im Dachgeschoss sind neben einem Personalaufenthaltsraum auch die Umkleide nebst Sanitärräumen für das Personal sowie ein Archivraum für die Betriebsunterlagen des Klärwerks.

Das Kellergeschoss des Betriebsgebäudes besteht aus Betriebsgebäude mit Photovoltaik-Anlage einem großen MaschinenDurch den Eingangsbereich raum sowie einem kleinedes Betriebsgebäudes gelangt man linker Hand ren Lagerraum. Im Maschinenraum ist die gein die Schaltwarte, das Schaltzentrum der Klärsamte Haus- und Prozesstechnik der Kläranlage anlage. Hier sind über ein Prozessleitsystem die zentral untergebracht. speicherprogrammierbaren Steuerungen der Unterstationen zusammengeDie durch den Betrieb der fasst, so dass die gesamte Aggregate entstehende AbAnlage überblickt, kontrolwärme wird über eine Wärliert und gesteuert werden mepumpe für die Heizung kann. Hinter der Schaltdes Betriebsgebäudes verwarte befindet sich der wendet. Elektroraum, in dem sämtliche Schaltanlagen der Das nach Süden ausgerichKläranlage untergebracht tete Dach des Betriebsgesind. bäudes ist komplett mit einer Photovoltaikanlage Gegenüber der Schaltwarte Maschinenraum im Keller des Betriebsgebäudes belegt, so dass zur Tagzeit befindet sich das für die Eiein Teil des benötigten genüberwachung notwendige Labor. Außerdem Stroms selbst erzeugt wird. Nur ein geringer Anist im östlichen Teil des Betriebsgebäudes auch teil des erzeugten Stroms wird in das Mittelspannoch eine kleine Werkstatt sowie in einem nur nungsnetz der N-Ergie eingespeist.

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Rechengebäude Das in Holzbauweise ausgeführte Rechengebäude wurde im Rahmen der ersten Ertüchtigungsmaßnahmen an der Kläranlage im Jahr 1996 gebaut. In dessen östlichen Teil wurde damals der Siebrechen sowie in einem separaten Nebenraum die zugehörige Schaltanlage eingebaut. Diese wurde in den zentralen Elektroraum im Betriebsgebäude verlegt, sodass hier Platz für die neue Sandwaschanlage geschaffen werden konnte. Im westlichen Teil des Gebäudes ist ein Lagerraum für größere Geräte, wie Aufsitzrasenmäher, Anhänger etc. angeordnet. Der Dachraum dient ebenfalls als Lager. Die nach Süden ausgerichtete Dachseite des Rechengebäudes wurde zur Installation einer Photovoltaikanlage genutzt. Anzeige

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Elektro- & MSR-Technik Die Stromversorgung der Kläranlage erfolgt über eine Trafostation, die in den Ring des Mittelspannungsnetzes der N-Ergie eingebunden ist. Für

len Schaltwarte zusammengefasst (Prozessebene), so dass von dort die gesamte Anlage überblickt, kontrolliert und gesteuert werden kann.

Georg Stengl in der Schaltwarte

alle klärtechnischen Anlagen und Maschinen ist eine speicherprogrammierbare Steuerung eingebaut. Die Zentrale ist im neuen Betriebs- u. Maschinengebäude angeordnet. Die Steuerungen am Zulaufschacht, im Rechengebäude und im Schlammpumpwerk, sowie am Regenüberlaufbecken und an der Phosphatfällung sind über Lichtwellenleiterkabel mit der Zentrale verbunden. Über ein Prozessleitsystem (PLS) sind die speicherprogrammierbaren Steuerungen der Kläranlage einschließlich Online-Messgeräte in der zentra28

Bedienung per Touch-Panel


Des weiteren kann über einzelne Touch-Panel bei den Anlagen und Geräten per Hand in die Steuerungen eingegriffen werden. Der Zustand der An-

auch außerhalb der Dienstzeiten alarmiert. Eine Fernabfrage und eine Fernsteuerung ist über das Internet jederzeit möglich. Die außen liegenden

Verkabelung der Schaltanlagen

Bedieneinheiten im Elektroraum

lage wird über das PLS fortlaufend protokolliert; alle notwendigen Daten werden in den Ausdruck des Betriebstagebuches automatisch übernommen. Bei Störungen wird das Betriebspersonal

Pumpwerke und Regenüberlaufbecken sind mittels Funkübertragung mit dem PLS gekoppelt und somit in die Überwachung und Steuerung eingebunden.

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Labor Das Labor dient zur Durchführung von Abwasseranalysen, die sowohl zur Überwachung des Abwasserzulaufs als auch der Reinigungsleistung der Kläranlage dient. Von staatlicher Seite sind hier im Rahmen der Eigenüberwachungsverordnung verschiedene Zeiträume für die Probenahme und Analyse der wichtigsten Parameter wie BSB5 (Biochemischer Sauerstoffbedarf), CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf), Stickstoff, Phosphor etc. festgelegt. Daneben wird auch noch die Beschaffenheit des Schlammes laufend kontrolliert und es werden

Johannes Stengl bei der Abwasseranalyse

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die Feststoffgehalte im Belebt-, Rücklauf- und Überschussschlamm überwacht. Neben den im Zu- und Ablauf sowie im Belebungsbecken installierten Online-Messungen, liefern die im Labor durch die Analysen gewonnen Betriebsdaten dem Personal der Kläranlage die Grundlagen für die Steuerung der Anlage. Je nach Höhe der gemessenen Werte bzw. der Feststoffgehalte im Belebungsbecken werden z.B. die Belüftungszeiten optimiert oder die Menge des Überschussschlammabzuges festgelegt.


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Bauwerke Zulauf und Mechanische Reinigung Zulaufregelschacht

Regelschieber mit Mengenmessung

Max. Zufluss: 70 l/s

Rechengebäude

Siebrechen mit integrierter Rechengutauswaschung, Sandwäsche

Stababstand: 3 mm

Sandfang

Belüfteter Langsandfang mit Schwimmstoffabscheider (Fettfang)

Volumen:

110 m³

Biologische Reinigungsstufe Belebungsbecken

1 Rundbecken mit intermittierender Nitrifikation/Denitrifikation und BioP

Volumen:

4.300 m³

Nachklärbecken

1 Rundbecken mit 21 m Durchmesser und Schildräumung

Fläche: Volumen:

326 m² 915 m³

Maschinengebäude

2 Rücklaufschlammpumpen, trocken aufgestellt und 1 Überschussschlammpumpe sowie 3 Belebungsgebläse

Förderleistung:

2 x 35 l/s 1 x 5 l/s 3 x 750 Nm³/h

Fällmittelstation

Phosphatfällung mit Eisensalz

Tank:

30 m³

Auslaufkontrolle

Mengenmessung und Qualitätskontrolle

Schlammbehandlung Schlammstapelbehälter

2 Rundbehälter mit dazwischen liegendem Schlammpumpwerk

Volumen:

2 x 700 m³

Schlammwasserbehälter

1 Rundbehälter mit Rührwerk und Entleerungsstutzen

Volumen:

700 m³

Maschinengebäude

Masch. ÜS-Eindickung mit Flockungshilfsmittelstation Schlamm- und Filtratpumpe

Durchsatz:

10 m³/h

Sonstige Bauwerke

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Betriebsgebäude mit Maschinenkeller

Schaltwarte, Labor, Sozialräume, Werkstatt, Elektroraum, Entwässerungsraum, Maschinenkeller

Umbauter Raum:

1.830 m³

Trafostation

Stromversorgung über 20 kV-Schaltanlage

Leistung:

400 kVA


N

Gebäude Bauwerke

KLÄRANLAGE HEIDECK 12.000 EW

best. Gebäude/Bauwerke Verkehrsflächen

SWB

BB

SSB 1 Zufahrt

Zulauf Kläranlage

SPW

SSB 2

FPW FSPW

Zufahrt SSB

ZS FS

RÜB

NKB

SF

RG

SL

Trafo

G BG/M

Ablauf Kläranlage

KS

PF

BestandBestand: ZS ZS Zulaufmesschacht Zulaufmessschacht RÜB RÜBRegenüberlaufbecken Regenüberlaufbecken RG Rechengebäude Rechengebäude RG PF Phosphatfällung Phosphatfällung PF Fäkalschlammpumpwerk FSPW FSPW Fäkalschlammpumpwerk Schlammpumpwerk SPW SPWSchlammpumpwerk SSB Schlammbehälter SSB Schlammbehälter FPW Filtratpumpwerk FPW NKBFiltratpumpwerk Nachklärbecken SL Sandlager

NKB BG/MG BG BB MG SF BB SL SF KS FS FS SWB SWB Trafo Trafo KS

Nachklärbecken Betriebs-/Maschinengebäude Betriebsgebäude Belebungsbecken Maschinengebäude Sandfang Sandlager Belebungsbecken Kanalspülguteinschütte Sandfang Fettsammelschacht Fettsammelschacht Schlammwasserbehälter Schlammwasserbehälter Trafostation Trafostation Kanalspülgutannahme

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Planer & Fachbehörden Planung, Oberbauleitung und örtliche Bauüberwachung Ingenieurbüro Dr. Resch + Partner, Weißenburg

Baugrundgutachten Geotechnisches Institut Prof. Dr. Gründer, Pyrbaum

Fachplanung Elektro- und Steuerungstechnik Ingenieurbüro Angermeyer, Nördlingen

Landschaftsplanerischer Begleitplan Planungsgemeinschaft Hegemann und Wöppel, Ellingen

Fachplanung technische Gebäudeausrüstung Ingenieurbüro Jonissek, Allersberg

Wasserrechtsgutachten, Gewässerschutz Wasserwirtschaftsamt Nürnberg

Tragwerksplanung Ingenieurbüro Just, Gunzenhausen

Baurecht, Wasserrecht, Naturschutz Landratsamt Roth

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D R . R E S C H + PA RT N E R  

  

Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft u. Abwassertechnik

Planung Bauleitung Gutachten

 

 

Laufende Projekte Heideck

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Schmutzfrachtnachweis für das Einzugsgebiet der Kläranlage Fremdwassersanierungskonzept für das Kanalnetz Heideck Sanierung Kläranlage und Kanalnetz Schloßberg Kanalnetze und Anschlüsse: Laffenau / Tautenwind / Altenheideck, Rambach / Ziegelmoos, Aberzhausen / Kippenwang

Ingenieurbüro Dr. Resch + Partner 91781 Weißenburg, Holzgasse 28  09141/85 21-0  www.ibresch.de

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Baugebiet „Mühlfeld Erweiterung“ Wohnen kintiver Lage« attra

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Unsere Kläranlage - Mit Hightech zu sauberem Abwasser