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Riesaer. NACHRICHTEN FÜR UNSERE STADT.

Ausgabe Nr. 30/2013 · Freitag, 2. August 2013

Riesaer Stadtfest steigt wieder auf die ganz „klassische“ Art

Kurz und bündig. „Fährmann, hol über!” Das ist der „Ruf” zum Kaffeeklatsch am Montag, 5. August, 15 Uhr im Museum am Poppitzer Platz. Dabei geht es um die Elbüberquerungen in und um Riesa einst und jetzt. Zu Gast ist Volkmar Stieler, einer der Riesaer Fährleute von den Stadtwerken Riesa. Mit ihm wird Moderator Siegfried Martick über die Fährmannstätigkeit sprechen und Fragen zu Gegenwart und Zukunft von „Rie Pro”, der Riesaer Fähre, stellen. Für die musikalische Umrahmung sorgt Heinz Jäkel am Flügel. Musikalische Erinnerungen Um musikalische Erinnerungen geht es bei der Sommerbühne am Donnerstag, 8. August, 20 Uhr auf der Freilicht-Treppe zwischen Sparkasse und Autohaus Gute Fahrt. Lothar Gläsel, Iris Krüger und Marion Wachsmuth bieten in Chansons und Couplets Heiteres und Besinnliches. Anschließend spielt die Band „Revival”, die sich der Musik der 60er, 70er und 80er Jahre verschrieben hat. Eintritt: 2 Euro.

Für alle von Eins bis Hundert F

reudiges Feiern in der Innenstadt ist am letzten Ferienwochenende in Riesa garantiert. Das Stadtfest kehrt vom 23. bis 25. August zur „klassischen“ Form zurück. Nach Versuchen zu diversen Terminen und dem bewusst als Besonderheit gewählten Bürgerfest im Vorjahr wird es nun wieder drei Tage lang zwischen Mannheimer und Rathausplatz, in Klosterhof und Stadtpark hoch hergehen, organisiert von bekannten „Machern“ der Stadt. „Unter Federführung der FVG wurden viele Beteiligte zusammengeführt, alle Riesaer zwischen Eins und Hundert werden viel Schönes erleben“, so Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer.

» Drei Bühnen, Rummel und Markt Am Freitags gehört der Rathausplatz zunächst der jungen Generation. Auf der dortigen Jugendbühne geht es auch mal lauter zu. Der Sonnabend gibt es tagsüber Auftritte Riesaer Vereine und Kinderprogramme. Das abendliche Konzert bestreiten

Wenn die Riesaer ihr Stadtfest feiern, dann sind neben vielen anderen Vereinen auch die Cheerleader mit dabei. Sie sind wie auf unserem Vorjahresbild auch diesmel auf dem Rathausplatz zu erleben. Foto: U.P.

SUEN, die internationale Hits covern. Einen Premiere ist das Mitternachtsfeuerwerk. Die Bühne am Mannheimer Platz und auch der Bereich der Hauptstraße bis zur Niederlagstraße steht in der Verantwortung der Händlervereinigung WIR e.V. Dazu gehört nicht nur die beliebte Händler- und Schlemmermeile wie viel Bühnenmusik, beispiels-

weise „Ostrock“ am Freitag. Im Klosterhof lädt ein Töpfermarkt ein, der sicher viele schicke Stücke bereithält. Zur Tradition ist die VOLLTREFFER-Erlebniswelt im Stadtpark geworden, wobei dier Kitas ihre Familienangebote nun an zwei Tagen präsentieren. Längst kein Geheimtipp mehr ist der Margenberg-Hof an der Hauptstraße, wo Bluewa-

ter-Event zu ABBA-Party und Discoklängen einlädt. Und zum klassischen Stadtfest gehört ein Rummel: „Wir rücken ihn vom Elbufer auf den Parkplatz Technikum. Ich denke, das wird gut angenommen“, so FVG-Eventmanager Dirk Mühlstädt. Alle Details gibt es unter www.stadtfest - riesa.de im Netz. U. Päsler

Ministerieller Besuch gleich im Doppelpack

Unterstützung für Riesaer Appell

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Minister Friedrich mit den Riesaer Appell. Links Minister de Maiziere, daneben Stadtrat Näther, rechts Oberbürgermeisterin Töpfer. 5.795

news.aus-riesa.de

iesas Eintreten für Demokratie und Toleranz erhielt einmal mehr prominente Unterstützung: Am Montag unterzeichnete Bundesinnenminister Hans-Peter-Friedrich den „Riesaer Appell: Demokratie heißt Hinsehen und Gesicht zeigen!”. Verteidigungsminister Thomas de Maiziere – bekanntlich Bundestagsabgeordneter der Region – hatte das Dokument bereits zu einem früheren Anlass unter-

schrieben und nun seinen Ministerkollegen nach Riesa eingeladen. „Wir müssen vor allem stärker in der Prävention arbeiten, um gegen Extremismus und Rassismus vorzugehen”, sagte Friedrich. Dazu sollten mehrere Bundesministerien übergreifende Konzepte erarbeiten. Bei Podiumsdiskussionen äußerte sich der Minister zur Sportförderung (ausführlich auf S. 4) sowie zur Datensicherheit in der Wirt-

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schaft. In einer Gesprächsrunde im Teigwarenwerk empfahl er den Unternehmern dringend, sich gegen das Ausspähen von Geschäftsinterna über das Internet zu wappnen. „Vertrauen Sie Ihren IT-Spezialisten. Diese Sicherheit ist für Unternehmen künftig existenziell wichtig.” Kleinere Betriebe sollten gegebenenfalls gemeinsam aktiv werden, um sich von Experten beraten zu U.P. lassen.


Riesaer.

Ausgabe Nr. 30/2013 vom 2. August 2013

Viele Anmeldungen für den Buchsommer

Begeisterte Grundschüler beim Wasserprojekt an der Berufsakademie

Hundert wurde geknackt K

ürzlich war es soweit: Die 100. Teilnehmerin meldete sich zum 2. Buchsommer in der Stadtbibliothek Riesa an. Angelina Boeck (r.) schaute eher zufällig mit ihrer Freundin Nina Tenner (l.) in der Kinderund Jugendbibliothek vorbei und nutze die Gelegenheit gleich, um sich auch für den Buchsommer anzumelden. Angelina füllte eine Anmeldung aus und ergatterte sich damit die Teilnehmernummer 100. Die Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendbibliothek beglückwünschten sie und überreichten ihr einen kleinen Glückspreis. Inzwischen ist die Teilnehmerzahl weiter gestiegen, und die Stadtbibliothek Riesa hofft,

Zackenrädchen und Salzkristalle

dass diese Zahl in den nächsten Wochen noch weiter wächst. Jeder Schüler zwischen 10 und 16 Jahren kann sich für die kostenfreie Sommerferien-Leseaktion des dbv Landesverbandes Sachsen anmelden. Im Fokus steht das freiwillige Lesen. Unabhängig von einer Bibliotheksmitgliedschaft kann jeder Teilnehmer eine Vielzahl von neuen Büchern ausleihen und in den Sommerferien lesen. Gefördert wird das Projekt vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Mit großem Interesse und auch viel Spaß verfolgten die Drittklässler aus der 4. Grundschule die Experimente, die ihnen im Rahmen des Wasserprojektes bei der Kinderakademie an der BA gezeigt wurden.

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ichtig was geboten wurde den 50 Kindern der 3. Klassen der 4. Grundschule Riesa im Rahmen des schulischen Wasserprojektes auf dem Campus der BA Riesa. In dem Jahr, in dem die Staatliche Studienakademie Riesa ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, kam es in den vergangenen Tagen zu einer Neuauflage der Kinderakademie. Erstmals hatte Laborleiterin Ines Wehner dieses Projekt vor vier Jahren ins Leben gerufen. Mit einer anschaulichen Präsentation wurden die kleinen Studenten an das Medium Wasser herangeführt und durften danach verschiedene kleine Experimente damit starten. Mit Kittel und Schutzbrille ausgestattet ging es anschließend in die Laborräume des Studienganges Labor- und Verfahrenstechnik. Dort konnten die Drittklässler im Mikro-

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skop verschiedene Ein- und Mehrzeller, wie zum Beispiel das Pantoffeltierchen oder wunderschöne Zackenrädchen, beobachten. Laboringenieurin Melanie Thielemann half den kleinen Studenten, die gewünschten Objekte ins rechte Licht zu rücken. Schnell wurde klar, dass in einem winzigen Tropfen Teich-

» Viel Leben in einem Wassertropfen wasser noch jede Menge Leben ist. Aber auch in den anderen Räumen nahm die Faszination für Chemie und Technik kein Ende. Genau das ist eines der Ziele, die sich hinter derartigen Veranstaltungen verbergen. Salze glänzten im Stereomikroskop wie kleine Eiskristalle, und heiße Flam-

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men wurden orange, rot und grün. Auch die Erzeugung eines Wasserstrudels löste Erstaunen in den Kinderaugen aus. Als aus dem Rot des Wassers wie aus Geisterhand ein Orange, ein Gelb und zum Schluss ein Blau gezaubert wurde, konnten sich die Mädchen und Jungen ein „Ah” oder „Oh” nicht mehr verkneifen. Im Labor des Studienganges Versorgungs- und Umwelttechnik legte Laboringenieur Nico Seiler noch einen drauf und erweiterte das Wissen der Kinder zu den Themen Wasser und Energie. Als Belohnung für ihre tolle Mitarbeit konnten sie sich mit einer Thermografiekamera fotografieren lassen. Nun können die jungen Forscher genau erkennen, an welchen Stellen ihr Körper kälter oder wärmer ist. Info: BA Riesa


Künstler-Ehepaar Pilitsidis aus Glogau stellt im Ratssaal aus

Intensive Farben, reiche Symbolik N

atürlich ist der Ratssaal im Klosternordflügel viel zu klein, um das Werk des Künstlerpaares Roma und Telemach Pilitsidis auch nur annähernd zeigen zu können. Der gebürtige Grieche, der seit vielen Jahren in Riesas polnischer Partnerstadt Glogau lebt, und seine einstige Schülerin sind in unserem Nachbarland bekannte Namen in der Kunstszene. „Sie sind hervorragende Repräsentanten unserer Stadt, Herr Pilitsidis ist 2012 zum Ehrenbürger ernannt worden”, würdigte Glogaus Stadtpräsident Jan Zubowski die beiden Künstler zur Eröffnung ihrer Malerei-Ausstellung im Klosterratssaal. Die am Freitag eröffnete Schau ist ein weiterer Baustein des lebhaften Kulturaustausches zwischen Glogau und Riesa. „Die kulturbegeisterten Menschen beider Städte machen unsere Partnerschaft so lebendig”, betonte Riesas Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer. Entstanden war die Idee für die Schau in Riesa während der Ausstellung von Wolfgang Bochnia in

DIE RIESENKOLUMNE

Telemach Pilitsidis (links) überreichte eines seiner Werke als Geschenk an Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer. Cezary Mlynczak von der Glogauer Stadtverwaltung übersetzte. Foto: U.P.

Glogau, ist also eine Art Gegenbesuch. Während Roma Pilitsidis vor allem Werke abstrakterer Art von meist intensiver Farbigkeit präsentiert, ist bei ihrem Gatten Telemach häufig Symbolik im Spiel. Mal lehnt er sich an Goya an, mal an Picasso, fast immer jedoch versucht er,

Metaphern für menschliches Verhalten zu finden und künstlerisch auszudrücken. In Polen ist der Künstler nicht nur als Maler, sondern auch als Lyrik-Autor bekannt. Als Gastgeschenk überreichte Telemach Pilitsidis sein Gemälde „Wo die Zeit stehengeblieben ist” an die

Oberbürgermeisterin. Das Kunstwerk wird seinen Platz im Stadtmuseum finden. Die Ausstellung ist bis 18. August im Ratssaal des Klosters zu sehen. Der Zugang erfolgt über den Tierpark (Eingang Klosterstraße), es gelten auch dessen Eintrittspreise. U.P.

„Riesaer Makkaronis” haben in zwei Jahren viel gelernt

Miniköche beenden Ausbildung S

ie können goldgelb braten, punktgenau backen und stehen mit ihren vielseitigen Kochfähigkeiten sogar manchem Spitzenkoch in nichts mehr nach. Die zweite Generation „Riesaer Makkaronis” hat ihre zweijährige Lehrzeit erfolgreich beendet und kann auf großartige Kocherlebnisse zurückblicken. Noch eine Brise Kurkuma und einige gehackte Minzeblätter, dann schmeckt es noch besser!”, so Minikoch Sebastian Herr auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin, bei der die „Minis” zu einem Kochauftritt geladen waren. Gemeinsam mit den Riesaer Ernährungsprofis sowie Vertretern verschiedener Partnerunternehmen aus der Region haben sie innerhalb der vergangenen zwei Jahre viel zu gesunder Ernährung, der Her-

rationsbetrieben, wie der Ölmühle „Bio Planéte” und der Forellenanlage in Zeithain, konnten sie ihr vielseitiges Können unter Beweis stellen.

Sie können kochen, backen, braten und wissen viel zum Thema gesunde Ernährung - die Miniköche „Riesaer Makkaronis”. Foto: TW

stellung und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie zur Tisch- und Tafelkultur erfahren. Bei ihren monatlichen Treffen bekamen sie die wichtigsten Grundlagen der Theorie und Praxis des Kochens vermittelt. Der gemeinsame

Kochspaß stand dabei stets an erster Stelle. Jedoch nicht nur im Kochstudio des Nudelcenters Riesa zauberten die kleinen Meisterköche bereits mehrgängige Menüs und neuartige Kreationen. Auch zu Gast in ausgewählten Koope-

Auf zur dritten Generation „Riesaer Makkaronis”! Im September wird die dritte Miniköche-Gruppe ihre Ausbildung starten. Mitmachen können Kinder zwischen 10 und 12 Jahren, die Spaß am Kochen haben. Einfach eine Bewerbung mit Foto und kurzem Anschreiben entweder per Post an Teigwaren Riesa GmbH, Kochstudio, Merzdorfer Straße 21-25, 01591 Riesa, oder per E-Mail an kochstudio@teigwaren-riesa.de schicken. Einsendeschluss ist der 11. August 2013. Weitere Informationen auf www.teigwaren-riesa.de und www.minikoeche.de.

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Die Flut hat die Gemeinden auf der anderen Elbseite noch verheerender getroffen als unsere Stadt. Doch die Menschen haben den Mut nicht verloren. Neulich erhielt ich einen Anruf. Der Lorenzmarkt finde statt, man stecke mitten in den Vorbereitungen, hieß es da. Verbunden mit der Bitte, sowohl das Datum als auch den Bedarf an Händlern hier bekannt zu geben. Was ich natürlich gern tue: Der Markt, der eine fast 1000jährige(!) Geschichte hat, findet vom 16. bis 19. August statt. Feuerwerk am Freitag, Oldtimerschau und 80er Party am Sonnabend, Familientag am Sonntag sind nur einige Eckdaten. Und Händler können sich gern beim Dresdner Schaustellerverband (Mike Borowsky) unter 0163/7759432 oder 0178/3510125 melden. Eine Woche vor unserem Stadtfest soll drüben in Lorenzkirch richtig gefeiert werden, auch als Zeichen des Mutes. Darauf freut sich der Rieser Riese

Straße wieder zu Seit Anfang Juni ist die Hauptstraße im Abschnitt zwischen Dr.-ScheiderStraße und Rathausplatz wieder für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Versuch der Freigabe wurde, vor allem auf Wunsch der Anwohner und Ladeninhaber, nach einigen Monaten beendet. So weit so gut. Allerdings scheinen sich einige Kraftfahrer an den kurzen Weg schnell gewöhnt zu haben. Sie fahren in die Hauptstraße rein, kommen dann aber nicht am Poller vorbei. Deshalb hier nochmals der Hinweis: Die Hauptstraße ist auch in diesem Bereich wieder verkehrsberuhigte Zone und die Durchfahrt nicht möglich.

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Riesaer.

Ausgabe Nr. 30/2013 vom 2. August 2013

Sportförderung in Riesa bundesweit im Blickpunkt

Trainerarbeit muss attraktiver werden D

ie Sportförderung in Riesa ist auch von höchster Stelle anerkannt, könnte sogar Pilotprojekt für Deutschland werden. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, dem auch der Spitzensport untersteht, zeigte sich beim Besuch am Montag beeindruckt vom System, mit dem Riesa junge Sportler schon vom Kindergartenalter an fördert. Dabei geht es primär gar nicht darum, künftige Olympiastarter zu finden, sondern zunächst um die allgemeine Bewegung. „Deshalb müssten auch das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium einbezogen werden. Sportförderung bei Kindern ist mehr als nur Talentsichtung. Langfristig verhindert sie Gesundheitsschäden, die den Staat später Unsummen kosten”, sagte Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer. Mit sportorientierten Kindergärten und Sportklassen an den Schulen hat Riesa Einmaliges geschaffen. Die Stadt steckt eine Million Euro jährlich in die Unterstützung des Breiten- und Nachwuchssports. Bei 32.000 Einwohnern ist das ein außergewöhnlich hohes Engagement.

Ein wenig mulmig war den Ministern Thomas de Maiziere (vorn) und Hans-Peter Friedrich vor der Bobfahrt ja, aber Olympiasieger Kevin Kuske brachte die Fuhre sicher zu Tal. Foto: U.P.

„Dabei müssen wir auch auf die städtischen Gesellschaften bauen”, ergänzte Töpfer. Deshalb kritisierte sie wie auch Stadtwerke-Geschäftsführer Rene Röthig die Finanzbehörden, die beispielsweise die Betreibung des Hallenbades durch die Stadtwerke neuerdings erheblich besteuern. Das Problem steht sachsenweit und dürfte spätestens

jetzt auch auf Bundesebene angekommen sein. Natürlich sollen aus der sportlichen Breite der eine oder andere Weltmeister wachsen. „Der Nachwuchs braucht auch Vorbilder, deshalb unterstützen wir als Sponsor beide Bereiche”, so Esam-Geschäftsführer Sven Wilhelm. Nur diese Mischung sei auch sinnvoll, ergänzte Annekatrin

Aurich, Vizepräsidentin des SC Riesa. Sie forderte zudem eine stärkere Anerkennung der Übungsleiter. In die gleiche Bresche hatte schon Dr. Ulf Tippelt geschlagen. Der Generalsekretär des Landessportbundes bemängelte die Unterbezahlung der Trainer auf allen Leistungsstufen und in fast allen Sportarten. „Das Berufsbild Trainer ist momen-

tan unattraktiv. Dabei sind sie auch als Pädagogen ungemein wichtig. Da muss man aber auch Geld in die Hand nehmen. Diese Diskussion ist zwingend notwendig.” Der Bund engagiere sich im Sport intensiv, so Minister Friedrich. „Aber wir wollen den gesamten Sport fördern, andere Länder spezialisieren sich”, erklärte er. Beispielsweise fördere Großbritannien nicht mal halb so viele Hochleistungssportler wie Deutschland, lasse einige Sportarten dafür ganz weg. Das System der breiten Förderung konnte allerdings nicht verhindern, dass in London 2012 gleich 20 von 38 beteiligten Fachsparten keine einzige Olympiamedaille für Deutschland holten. Vorzeigeinstitutionen in punto Unterstützung sind Bundeswehr, Polizei und Zoll. „Für die Sportler ist das optimal”, sagte Olympiasieger Kevin Kuske vom Bob Race Club Riesa. „Ohne Bundeswehr wären meine Erfolge nie möglich”, so der Stabsunteroffizier. Auch Kuske bestätigte die Wichtigkeit und Verlässlichkeit der Trainerposition für jeden Sportler. U.P.

Riesaer Radsportler beim Alpen-Cup erfolgreich

D-Jugend-Kicker feierten Abschluss einer erfolgreichen Saison

Tolle Kulisse

Aufstiegsparty in Canitz

I

m Schweizerischen Zernez fand kürzlich das 2. Rennen zum diesjährigen Alpen-Cup statt. Die Rennserie umfasst drei schwere Alpenmarathons in Österreich und der Schweiz. Die Riesaer Achmed Goltzsche (Zweirad-Weser-Mas-

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ters) und Jens Stephan zeigten dabei ihre derzeitige gute Form. In traumhafter Kulisse und bei tollen Wetterbedingungen nahmen die 1.500 Starter die 215-KilometerStrecke mit fünf Pässen und 3.800 Höhenmetern unter die schmalen Reifen. Gegen die Konkurrenz aus 20 Ländern hielt Bergspezialist Goltzsche bis zum letzten Pass kurz vor dem Ziel hervorragend in der Spitze mit und belegte nach sieben Stunden und 18 Minuten den 7. Platz. Jens Stephan, der die gesamte Rennserie bestreitet, kam auf Platz 36 (8h:07min) und verbesserte sich im AlpenCup auf Platz 8. Als Saisonhöhepunkt folgt nun das Duell gegen Jan Ullrich beim Ötztaler-Marathon über 240 km Ende August in A.B. Sölden (Österreich).

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ls Belohnung für eine super Saison 2012/2013 und den verdienten Aufstieg in die Kreisliga organisierten die drei Trainer der D-Jugend der SG Canitz am ersten Juli-

wochenende ein dreitägiges Camp im Freibad Strehla. Bei grandiosem Badewetter und einem kurzweiligen Programm gab es jede Menge Spaß, und die Zeit verging wie im Flug.

Die D-Jugend-Fußballer der SG Canitz durften sich in der abgelaufenen Saison über den Aufstieg in die Kreisliga freuen. Foto: SGC

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Am Samstagabend dann gab es den Höhepunkt - die Party, bei der es dank der gemeinsamen Vorbereitungen an nichts fehlte. Bei zünftiger „Disco-Mugge” stieg die Stimmung, und das bühnenreife Programm unserer Jungs strapazierte die Lachmuskeln der Eltern, Trainer und der eingeladenen Sponsoren der Mannschaft. Rundum eine gelungene Sache, bei der neben dem Sport auch der Spaß im Vordergrund stand. Dankeschön noch einmal den Trainern und den Jungs! Und auf eine erfolgreiche Saison 2013/ 2014 in der Kreisliga! Na, Lust bekommen, dabei zu sein? Wer 2001 geboren ist und richtige Lust auf Fußball hat, kann gern nach Canitz kommen und mittrainieren! Die Eltern der Kicker


Die Rettungshundestaffel des ASB-Ortsverbandes Riesa

Hartes Training für erfolgreiche Suche U

m ein Rettungshund zu werden, muss ein Vierbeiner viel lernen. Deshalb beginnt die Ausbildung oft im Welpenalter, das Höchstalter für den Einstieg liegt bei fünf Jahren. Anschließend dauert es rund zwei Jahre bis zur Prüfung zum Flächensuchhund oder zum Mantrailer. Flächenhunde suchen im freien Gelände nach Vermissten. Dabei bewegt sich der Hund frei und folgt keinem speziellen Geruchsmuster. Der Hund zeigt seinem Hundeführer verlässlich jede Person im Suchgebiet an. Mantrailer suchen gezielt an der langen Leine, vorwiegend in bebauten Gebieten. Der Hund nimmt den Geruch des Gesuchten auf und folgt dieser individuellen Spur – nicht mit der Nase am Boden. Mit erhobener Nase wendet er sich immer dorthin, wo die „Duftkonzentration” am höchsten ist. Seit etwas mehr als drei Jahren gibt es die Rettungshundestaffel beim ASB-Ortsverband Riesa e.V. Neben momentan sechs geprüften Hunden – einem Mantrailer und fünf Flächenhunden – gehören auch 19 Männer und Frauen dazu, wobei die Frauen in der Mehrzahl sind. Übrigens: Der bundesweit erste erfolgreich geprüfte Mantrailer im ASB kam aus der Rettungshundestaffel Riesa!

Ungefähr 30 Mal im Jahr wird die Staffel zu Einsätzen gerufen. Für die Organisation eines Einsatzes nach der Alarmierung ist Uwe Biesterfeldt als Zugführer zuständig. Zur Rettungshundearbeit kam er bereits 2002. Das Tier nicht nur spazieren führen, sondern mit ihm gemeinsam etwas Sinnvolles machen – das war’s für ihn. Allerdings müssen Hund und Mensch auch dafür geeignet sein. „Ein Rettungshund muss verträglich sein gegenüber Menschen und anderen Hunden. Und er muss viel laufen im Gelände”, erklärt Uwe Biesterfeldt. Grundgehorsam und Teamfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen. „Nicht nur der Hund wird speziell ausgebildet, auch der Mensch am anderen Ende der Leine muss

»

Guter Charakter ist Pflicht

viel lernen, um in schwierigen Situationen richtig reagieren und helfen zu können.” Für „Herrchen” bzw. „Frauchen” stehen ein Grundlehrgang Funken, Orientierung im Gelände – zunehmend auch mit GPS, Erste Hilfe für den Hund und eine Sanitätsausbildung auf dem Programm. Die Rettungshundeprüfung als Voraussetzung, um in den Einsatz

Ein starkes Team im Gelände: Hundeführerin Silva Bender und Amigo, ein geprüfter Flächensuchhund.

gehen zu können, müssen Hund und Hundeführer alle 18 Monate wiederholen! Nur auf den ersten Blick ist es verwunderlich, dass zur Rettungshundestaffel mehr Menschen als Hunde gehören. Den Teams aus Hund und Hundeführer wird bei den Einsätzen ein Helfer zugeteilt. Er trägt den Einsatzrucksack, bedient das Funkgerät und das GPS, damit sich der Hundeführer voll auf das Tier konzentrieren kann. Im Training übernimmt er auch die Rolle des Vermissten. Gute Helferarbeit ist für den Ausbildungserfolg enorm wichtig. Rettungshunde sind trotz ihrer besonderen Fähigkeiten auch

richtige Familienhunde. Ihre guten Charaktereigenschaften machen einige von ihnen besonders geeignet als Streichelhunde. Für diese sind Einsätze in Behinderten- oder Senioreneinrichtungen keine Seltenheit. Allein die Anwesenheit der Hunde und die Möglichkeit, sie zu berühren, bewirkt bei den Bewohnern dieser Einrichtungen in emotionaler Hinsicht eine Menge. Die Rettungshundestaffel fühlt sich beim ASB-Ortsverband Riesa gut aufgehoben. Die Zusammenarbeit zwischen Staffelleiter Frank Zscherper und dem ASB-Geschäftsführer Andreas Krüger ist sehr gut. Die Mitglieder wissen natür-

lich, dass der ASB-Ortsverband noch viele andere Aufgaben hat. Sie machen ihre Arbeit ehrenamtlich und sind deshalb auch auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Die Mitglieder der Rettungshundestaffel freuen sich jederzeit über neue Mitstreiter – Hunde und Helfer. Die können bei einem Schnuppertraining testen, ob sie sich dieser zeitaufwändigen, aber ausgesprochen wichtigen und schönen ehrenamtlichen Tätigkeit auf Dauer verschreiben möchten. Der Kontakt kann über den ASB Ortsverband Riesa e.V. bzw. die Internetseite www.rhs-riesa.de hergestellt werden. H.B./U.B.

Zum 100. Jubiläum der Nudeln aus Riesa

Fotowettbewerb startet

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ereits seit 1914 werden in Riesa Nudeln hergestellt. Zu den hochwertigen Markensortimenten gehören neben klassischen Eierteigwaren auch Hartweizennudeln, asiatische Mie-Nudeln und Vollkornnudeln. 2014 will das Riesaer Traditionsunternehmen sowohl im Handel als auch im Nudelcenter Jubiläums-Highlights setzen. Zur Einstimmung kommen Nudelfans bei Facebook jetzt schon in den Jubiläums-Genuss. Neben aktuellen Informationen rund um Herstellung und Herkunft von Lebensmitteln erfährt der Fan hier täglich alles zu gesunder Ernäh-

rung mithilfe kreativer Rezeptideen und bekommt Veranstaltungstipps für das Nudelcenter. Gewinnspiele und Wettbewerbe bringen Abwechslung ins Spiel. Derzeit ruft die Teigwaren Riesa zu einem Fotowettbewerb auf. Die originellsten Bilder werden mit Nudeln aus Riesa und einem professionellen Fotoshooting belohnt. Teilnehmen kann jeder mit seinem eigenen Foto zum Thema „Nudelessen”. Vor allem ist Originalität erwünscht! Wer beim Wettbewerb mitmachen möchte, wird Nudelfan unter www.facebook.com/ teigwaren.riesa

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Riesaer.

Ausgabe Nr. 30/2013 vom 2. August 2013

Die Agentur für Arbeit Riesa informiert Neuer Mann an der Spitze

T

homas Berndt übernahm am 1. August die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa. Der 41-Jährige ist in Teterow geboren und lebt mit seiner Familie in Klipphausen. Er bringt langjährige Führungserfahrung mit und hatte bis zum 31. Juli den Vorsitz der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz inne. „Die Leitung der Agentur für Arbeit Riesa ist eine Aufgabe, die ich sehr gerne übernehme. Mir ist es wichtig, dass den Unternehmen in der Region genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Wir werden mit unserem Dienstleistungsangebot einen großen Beitrag dazu leisten“, erklärt Berndt. Weitere Themen seien Frauen, die beispielsweise nach der Erziehungspause wieder auf dem Arbeitsmarkt einmünden wollen, sowie eine größere Beteiligung älterer Männer und Frauen und von Menschen mit Handicap. „Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - Anzeige -

werde ich alles dafür tun, um Menschen in Arbeit zu bringen. Das ist mein oberstes Ziel“, erklärt Thomas Berndt, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa. Die Agentur für Arbeit Riesa beschäftigt in ihren drei Geschäftsstellen rund 130 Mitarbeiter und umfasst den Landkreis Meißen auf einer Fläche von ca. 1.450 Quadratkilometern. Bis zum 31. Juli hatte Thomas Wünsche, Chef der Dresdner Arbeitsagentur, die Leitung der Agentur für Arbeit Riesa zusätzlich übernommen.

In den Ferien ins BiZ Die rechtzeitige und richtige Berufswahl ist der erste Schritt in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Um sich außerhalb der Schulzeit umfassend über Ausbildungsund Studienmöglichkeiten zu informieren, lädt das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Riesa, Rudolf-Breitscheid-Straße 35, in den Sommerferien zu einem Besuch ein. Jugendliche, die im nächsten Jahr die Schule beenden, sollten daran denken, dass in größeren Betrieben bzw. Institutionen der Bewerbungsschluss bereits am 31. August oder 30. September 2013 ist. Die BiZ-Mitarbeiter informieren gern über die Ausbildungsstellen im nächsten Jahr. Ohne Voranmeldung können Jugendliche die zahlreichen Informationseinrichtungen im BiZ selbständig nutzen. Ausbildungsmarkt Ende Juni waren im Agenturbezirk Riesa noch rund 500 Ausbildungsstellen nicht endgültig besetzt. Auf der Inter-

Renovierungsklauseln teilweise unwirksam

netseite der Agentur für Arbeit Riesa sind alle Ausbildungsstellen veröffentlicht, für die sich Jugendliche bewerben können. Bei Interesse wenden sich die jungen Leute einfach an die Ansprechpartner des Arbeit-

Im Mai 2013 kamen 10 kleine Riesaer zur Welt: Emil, Luca Alexander, Annalena, Sinja Fine, Luca, Henriette, Evan Tim, Johanna-Luise, Ole Levin, Sascha Albert. Herzlich willkommen!. Herzlich Willkommen!

Herzlichen Glückwunsch! Zur Diamantenen Hochzeit Herzliche Glückwünsche zum 60. Ehejubiläum übermittelte die Oberbürgermeisterin den Jubiläumspaaren Elisabeth und Heinz Langhans, An der Gasanstalt, und Annemarie und Manfred Seifert, Robert-Dißmann-Straße, die beide am 1. August 1953 geheiratet haben.

Parkraumeinschränkungen

- Anzeige -

Formularmäßige Quotenabgeltungsklauseln in Mietverträgen sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29.05.2013 wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam, wenn laut Vertrag Berechnungsgrundlage für die beim Auszug zu zahlenden Renovierungskosten der Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts ist. Nach der sogenannten Quotenabgeltungsklausel kann der Vermieter dann anteilig Renovierungskosten vom Mieter verlangen, wenn dieser vor Ablauf vertraglich vereinbarter Renovierungsfristen auszieht und der Vermieter deshalb keine Endrenovierung verlangen kann. Eine solche Klausel ist nach der BGH-Rechtsprechung an sich wirksam, muss aber nachvollziehbar und verständlich sein und darf nicht auf starren Fristen beruhen. In seiner Entscheidung hat der BGH eine Quotenabgeltungsklausel aber aus einem anderen Grund für unwirksam erklärt. Die Regelung lautete dahingehend, dass sie als Berechnungsgrundlage den Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts vorgab. Hierdurch werde der Mieter aber unangemessen benachteiligt, weil die Klausel dahingehend verstanden werden könne, dass dem Kostenvoranschlag des vom Vermieter ausgewählten Malerfachgeschäfts bindende Wirkung für die Bemessung des Abgeltungsbetrages zukommt oder dass dem Mieter die Möglichkeit abgeschnitten wird, Einwendungen gegen die Richtigkeit und Angemessenheit des Kostenvoranschlages zu erheben oder die Berechnung des Abgeltungsbetrages nach Maßgabe eines von ihm eingeholten günstigeren Kostenvoranschlages zu verlangen. Entsprechend hat der Bundesgerichtshof die Klausel gekippt und damit die Rechte der Mieter weiter gestärkt. Marco Müller, Rechtsanwalt, Mediator/Wirtschaftsmediator

Montag, 5. August: Weststraße von Lauchhammer- bis Hafenstraße; Fr.-Ebert-Platz von Hafen- bis Lauchhammerstraße; H.-Lorenz-Straße von Hafen- bis Uttmannstraße. Dienstag, 6. August: Hafenstraße beidseitig von H.Lorenz-Straße bis Hafenbrücke; Hafenstraße von Fr.Ebert-Platz bis Spinnereistraße; Kirchstraße von Strehlaer bis Flurenstraße. Donnerstag, 8. August: Oststraße von Stein- bis Strehlaer Straße; Steinstraße von Wasserweg bis Kirchstraße; Alleestraße von Rosenstraße bis Am Kalkberg. Freitag, 9. August: Alleestraße von K.-Schlosser-Straße bis Qualizentrum; H.-Steyer-Straße von Allee- bis H.-Beimler-Straße, R.-HarbisStraße von H.-Beimler- bis Alleestraße.

DR. BROLL · SCHMITT · KAUFMANN & PARTNER STEUERBERATER · WIRTSCHAFTSPRÜFER · RECHTSANWÄLTE Sebastian Lohse Rechtsanwalt

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Martin Volkmann Rechtsanwalt

Marco Müller Rechtsanwalt

Maria Mühle Rechtsanwältin

geber-Service unter Telefon 03525-711444 und erhalten die Kontaktdaten. Internetseite: www.arbeitsagentur.de/riesa. Gebührenfreie Servicerufnummer zur Anmeldung für die Berufsberatung: 0800-4555500.

Gundula Hauptmann Steuerberaterin

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IMPRESSUM

Herausgeber: Stadt Riesa · Rathausplatz 1 · 01589 Riesa Erscheinungsweise: wöchentlich, kostenlos für alle Haushalte im Stadtgebiet Riesa verantwortlich für den amtlichen Teil: Stadtverwaltung Riesa: Uwe Päsler Tel. 03525/700205 · Fax 03525/733407 E-Mail: obm.pressestelle@stadt-riesa.de Redaktion: Heike Berthold Tel. 03525/735060 E-Mail: heike_berthold@t-online.de Anzeigenleitung/Herstellung: polyprint Riesa GmbH Goethestraße 59 · 01587 Riesa Tel. 03525/72710 · Fax 03525/727133 E-Mail: info@polyprint-riesa.de Anzeigenschluss nächste Ausgabe: 5.8.2013 Verteilung: Bachmann Direktwerbung Tel. 0151/56902526 · Fax 03525/739185 E-Mail: bachmann-direktwerbung@web.de Jahresabonnement: Info-Telefon 03525/72710 Fotonachweis: Heike Berthold, Fotolia Die nächste Ausgabe des Amtsblattes erscheint am 9.8.2013.


Noch bis Ende September in den Räumen der Stadtbibliothek

Neue Veranstaltungen in der Stadthalle

Bilder aus der Innenwelt

Drei Große ihrer Zunft

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nter dem Titel „Bilder aus der Innenwelt” zeigt die Städtische Galerie in den Räumen der Stadtbibliothek bis zum 28. September Zeichnungen von Peter Griepentrog. Sie zeigt geheimnisvolle bis bizarre Szenerien, die sich in rätselhafte Strukturen auflösen. Die überwiegend prozesshaft entstandenen Arbeiten erschließen sich in den meisten Fällen nicht unmittelbar. Sie laden dazu ein, eigene Bezüge zu den symbolischen Inhalten zu entdecken. Es sind Bestandsaufnahmen subjektiver Befindlichkeit, Bilder aus der Innenwelt, seelische Landschaften. Der Entstehungsprozess vieler der ausgestellten Arbeiten ähnelt dem Vorgang, mit dem früher ein Fotograf seine Bilder in der Dunkelkammer langsam im Entwicklerbad erscheinen sah. Aus einer vielleicht zufälligen Linienform entwickelt sich ein innerer Dialog zwischen dem bereits sichtbar Gewordenen und der

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ür das zweite Halbjahr hält die FVG Riesa weitere Veranstaltungstermine bereit. Zugesagt hat der Rocksänger Heinz Rudolf Kunze, der mit „Dein ist mein ganzes Herz” seinen größten Erfolg verzeichnete. Im November gastiert auch der Schweizer Bestseller-Autor Erich von Däniken in der Stadthalle „stern”, bevor sich wenige Tage später der Komiker und Kabarettist Rüdiger Hoffmann die Ehre in Riesa gibt.

inneren Resonanz darauf, wobei das Motiv immer klarer hervortritt. Beim Anschauen in zeitlicher Reihenfolge wird Entwicklung, vielleicht sogar ein innerer Weg erkennbar. Von eher düsteren SchwarzWeiß-Zeichnungen wandelt sich die Bildsprache über vorsichtig einsetzende Farbigkeit zu gänzlich farbigen Arbeiten. Peter Griepentrog hat an der FH Bielefeld Grafik für wissenschaftliche Sachdarstellung studiert. Er zählt zu den

ersten Mitgliedern der seit 2002 in Jahnishausen entstehenden Lebenstraum-Gemeinschaft, die Werte wie Freiheit, Verbundenheit, Gewaltfreiheit und Nachhaltigkeit im praktischen Alltag zu verwirklichen sucht. Montagen aus Skizzen und „Kritzeleien” entstanden während langer Sitzungen auf Formularen und Konzeptpapieren. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen.

Mit Räuberzivil Heinz Rudolf Kunze ist bekannt geworden durch seine Sprechtexte, mit denen er die Gedanken seiner Zuhörer aufgreift. Unterstützung hat er

Veranstaltungstipps Blutspende Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes lädt zur Blutspende ein: Mittwoch, 14. August, 14 bis 18.30 Uhr im Elblandklinikum Riesa, Haus 1, Ebene 5. Die Schleinitze Der Oschatzer Heimatforscher Robert Schmidt bietet am Sonntag, 4. August, im Museum für Ländliches Brauchtum in Schleinitz bei Lommatzsch 13.30 Uhr sowie 15 Uhr den Vortrag „Die Schleinitze und ihre Zeitgenossen am Vorabend der Reformation” an. Sie stellten Bischöfe in gleich drei Bistümern, waren Abt, Oberhofmarschall, herzoglicher Rat oder Statthalter des Herzogs, pilgerten nach Jerusalem, nahmen die Werkstätten des Arnold von Westfalen und des Lukas Cranach in ihre Dienste, führten Briefwechsel mit Martin Luther – und das alles am Vorabend der Reformation innerhalb von nur 70 Jahren. Der reich bebilderte Vortrag

stellt verschiedene Mitglieder der Familie von Schleinitz, aber auch andere Persönlichkeiten der Zeitgeschichte in ein historisches Umfeld, in dem die Schleinitze im Auftrag der Wettiner an fast allen Hebeln der Macht saßen und heute noch fassbare Geschichte schrieben. Im Anschluss an die Vorträge besteht bei einer Tasse Kaffee die Möglichkeit für einen Gedankenaustausch. Literatur zum Thema kann gekauft werden. Auch das Museum ist an diesem Nachmittag von 13 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. ➜ So., 4. August, 13.30 und 15 Uhr Zwei Schlösser – ein Schicksal Robert Schmidt bietet am 7. und 14. August (jeweils Mittwoch) auf Schloss Hubertusburg 12.30 und 14 Uhr zwei ausstellungsbegleitende 30minütige Vorträge im Kultursaal an. Unter dem Titel „Zwei Schlösser – Ein Schicksal. Von Charlottenburg nach Hu-

bertusburg in 100 Tagen” erfahren die Gäste in mehr als 40 Bildern interessante Details aus der Vorgeschichte der Plünderung der Hubertusburg im Jahr 1761. Gerade die Ereignisse in den 100 Tagen zwischen den Plünderungen der beiden Königsschlösser Charlottenburg und Hubertusburg bieten neben Krieg und Zerstörung so viel Stoff, dass im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl bestand. Die Vortragszeiten lassen sich problemlos mit den beiden öffentlichen Führungen durch die Ausstellung an diesen Tagen um 11 Uhr bzw. um 15 Uhr kombinieren. Den Termin 15 Uhr führt Robert Schmidt selbst. Kartenreservierung für die Führungen unter Telefon 0351/49142000. Änderungen vorbehalten! Weitere Informationen zu den Veranstaltungen, Eintrittspreisen sowie Vorreservierungen unter Tel. 03435/928252. ➜ Mi., 7./14. August, 12.30 und 14 Uhr

sich für den Auftritt am 2. November, 20 Uhr in der Stadthalle „stern” von der „kleinen mobilen Guerilla-Einheit” Räuberzivil geholt. Zusammen werden die vier Herren musikalisch-literarische Streifzüge durch das umfangreiche Gesamtwerk von Heinz Rudolf Kunze unternehmen. Sie werden ihre Instrumente auf das Äußerste strapazieren und somit das Publikum in ihren Bann ziehen. Die Tickets für das begehrte Konzert sind ab 33,55 Euro zu erwerben. Außerirdische kommen! Erich von Däniken wird zum wiederholten Mal die Zuschauer live begeistern. Am 17. November, 16 Uhr für 28,85 Euro pro Person lädt er die Zuschauer dazu ein, die Begegnung von Menschen und Außerirdischen mit zu erleben. Er ist der Meinung, dass die Außerirdischen schon einmal auf unserer Er-

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de waren und auch wiederkehren werden. Die Außerirdischen sollen als fremde Astronauten in Form von Göttern, himmlischen Wesen und Propheten zurückkehren. Nur wann genau der Zeitpunkt der Begegnung sein wird, das ist die große Frage! Diese und einige Themen mehr erwarten die Zuhörer in seiner Show. „Aprikosenmarmelade” Rüdiger Hoffmann ist einer der bekanntesten Komödianten in Deutschland und ist am 8. Dezember, 18 Uhr zu Besuch in der Stadthalle „stern”. Die Fans sind es nicht anders gewöhnt, er erzählt natürlich in seinem angenehm langsamen Sprechtempo und bringt dabei den Saal zum Lachen. In seiner neuen Show „Aprikosenmarmelade” denkt er über sein, wie er findet, actionloses Leben nach und erzählt dabei einige Anekdoten aus seinem Alltag.

Für 29 Euro pro Person bekommt der Zuschauer einen humorvollen Abend geboten. Karten sind in der Riesa Information, bei der SZ, beim Wochenkurier sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich. Tickethotline und Informationen unter: 03525-529422.

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Ausgabe Nr. 30/2013 vom 2. August 2013

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KW 30/2013 - Der "Riesaer."