Issuu on Google+

7

JUNGES STAATSTHEATER FRIERSCHLOTTERSCHWITZ


WILLKOMMEN liebes publikum,

inhalt

vom 6. bis 9. Juni kommen zehn junge europäische Regisseure und ihre Schauspieler zum 8. Festival Premières nach Karlsruhe. Wir können mit vollem Pathos behaupten: Die Zukunft des europäischen Theaters steht ab sofort auf zwei Beinen, links und rechts des Rheins! Gegründet wurde das Festival 2005 in Straßburg als Kooperation unserer Theater, des Théâtre National de Strasbourg und des Le Maillon, weil wir jungen Theatermachern eine Plattform geben wollten, um ihre ersten Arbeiten im Herzen Europas zu zeigen. Viele mittlerweile berühmte und gefragte Regisseure haben in unseren Spielstätten erstmals auf sich aufmerksam gemacht, darunter der Ungar Viktor Bodó, der Schweizer Roger Vontobel, der Deutsch-Portugiese Antú Romero Nunes, der Grieche Sarantos Zervoulakos, der Belgier Fabrice Murgia und der Deutsche Tilmann Köhler. Über die Jahre wurde PREMIÈRES so zum wichtigsten Festival für junge Regisseure aus Europa und zum Treffpunkt für interessierte Zuschauer und ein Fachpublikum aus aller Welt.

festival Premières PANIK PATHOS PORNO festival für junge europäische regisseure

Im französisch-deutschen Jahr 2013 haben wir uns mit unseren Freunden vom Staatstheater Karlsruhe verabredet, Premières ab jetzt im jährlichen Wechsel in beiden Städten stattfinden zu lassen. Das KLEINE HAUS, das STUDIO und die INSEL sind ideale Spielorte. Wir freuen uns sehr über die Gastfreundschaft des berühmten ZKM und der Hochschule für Gestaltung – und wir hoffen auf lange Theatertage und Partynächte im Festivalzentrum am STAATSTHEATER. Das von der Kuratorin Barbara Engelhardt und ihren Kollegen zusammengestellte Programm soll Sie überraschen und begeistern. Alle Vorstellungen werden Deutsch und Französisch übertitelt; so können Besucher aus unseren beiden Städten im Theater auf Künstler aus ganz Europa treffen. Das junge europäische Theater lebt! Sie sind herzlich eingeladen, die Vielfalt seiner Handschriften und Formen, seiner Geschichten und Gesichter 2013 in Karlsruhe zu erleben. Bienvenue à Karlsruhe … avant de vous revoir à Strasbourg en juin 2014! Julie Brochen Intendantin des Théâtre National de Strasbourg Bernard Fleury Direktor des Le Maillon

2

männerphantasien vom spannungsausgleich, männlich und weiblich Ein Gespräch mit Klaus Theweleit6 die textstelle Prinz friedrich von homburg

11

EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT FINANZKRISE ALS PHILOSOPHISCHES VOLKSTHEATER

12

am falschen ort Am Rand der Festung Europa

13

10 jahre staatsballett karlsruhe EIN BALLETT IM ADELSSTAND

18

die passagierin Fatale Erinnerung

22

peter grimes Klingende seelenlandschaft  Zum 100. Geburtstag von Benjamin Britten 

24

die regimentstochter Der perfekte Ton Von der Kunst des schönen Gesangs

26

KONZERT SCHOCKIER DEINE ELTERN, GEH’ INS KONZERT!

29

border über die grenze Ludger vollmers jugendoper 

32

PRESSESTIMMEN34 das programm april – juli

36

5. liederabend sebastian kohlhepp

41

Theabib & bar Lernraum Theaterfoyer

45

Termine, Karten & weitere Infos www.festivalpremieres.eu Vorverkauf ab 15.4. unter T 0721 933 333 und im Internet 1


2

schauspiel


das festival junger europäischer regisseure zum ersten mal in karlsruhe Seit 2005 das Festival Premières in Straßburg vom Théâtre National und dem Maillon gegründet wurde, hat es sich zum bedeutendsten Schauplatz und Treffpunkt junger Regisseure aus ganz Europa entwickelt. Ab 2013 wird es in jährlichem Wechsel in Karlsruhe und Straßburg stattfinden. Welche Regisseure auf den Festivals entdeckt wurden, haben die Theaterleiter Julie Brochen und Bernard Fleury im Vorwort des Magazins beschrieben. Hier die Chronik der Arbeit am Festival 2013. 6.6.2013: Merlin, das mythische Panorama des 87jährigen Dramatikers Tankred Dorst, eröffnet in der Inszenierung des jungen ungarischen Regisseurs Csaba Polgar das Festival in Karlsruhe. Mit viel Musik und Bildern zeichnet er den Zerfall einer Gesellschaft. Rückblende Herbst 2011: Peter Spuhler und Jan Linders machen ihren Antrittsbesuch bei den Kollegen in Straßburg. Die Franzosen bieten an, das Festival Premières ab 2013 im jährlichen Wechsel in einer der beiden Städte zu veranstalten. Frühjahr 2012: Franzosen und Deutsche treffen sich in Karlsruhe und überlegen, wie ein „Festival transrhénanien“ aussehen könnte: Es soll Übertitel auf Französisch und Deutsch geben, einen kostenlosen Bus-Shuttle, eine zweisprachige Theaterzeitung und jeden Abend Parties zum Kennenlernen. Juni 2012: Die Karlsruher lassen sich von der Festivalstimmung in Straßburg anstecken. Es macht ungeheuer Spaß, an einem langen Theaterabend drei bis vier kurze Inszenierungen in verschiedenen Theatern zu erleben. August 2012: Mitten in den Sommerferien beschließt die BadenWürttemberg-Stiftung, das Festival großzügig zu fördern. Jetzt kann aus der Idee Wirklichkeit werden. Vielen Dank! September 2012: Die künstlerische Produktionsleiterin Eva Lämmerzahl beginnt mit den Vorbereitungen, zehn Theatertruppen mit Künstlern und Technik auf fünf Karlsruher Bühnen zu bringen.

merlin

Oktober 2012: Die Franzosen kommen nach Karlsruhe und schauen sich die Spielstätten für das Festival an. Neben dem KLEINEN schauspiel

3


HAUS und dem STUDIO steht die INSEL zur Verfügung. Das ZKM mit seinem Medientheater und die HfG mit ihrem Studio sind als Partner mit dabei. November 2012: Die Kuratorin Barbara Engelhardt reist quer durch Europa, von Polen bis Portugal. Sie bringt viele Eindrücke, Entdeckungen und DVDs mit. Die ersten Einladungen stehen fest: Kijken naar Julie, eine soziologische Reflektion über August Strindbergs Kammerspiel, inszeniert vom Holländer Bram Jansen. Aus der französischen Schweiz kommt La Loi d’Interaction dazu. Die mitreißende Performance von und mit Kathy Hernan, Adrien Rupp und einem Overhead-Projektor spielt mit den Theatergesetzen. Dezember 2012: Aus Belgien hört Barbara Engelhardt von der jungen Regisseurin Selma Alaoui, die in I would prefer not to den großen Melancholikern der Weltliteratur in einer bildstarken Komödie auf die Spur geht. Januar 2013: Im Berliner Ballhaus Naunynstrasse besucht Jan Linders die Premiere von Telemachos, eine Stückentwicklung der Griechen Anestis Azas und Prodromos Tsiikoris. Sie stehen vor der Frage, ob sie in Deutschland bleiben sollen, obwohl sie in Griechenland Theater machen wollen. Aber die Finanzkrise hat sich dort zu einer Kulturkrise ausgeweitet. Februar 2013: In Wien sichtet Barbara Engelhardt Blickakte, eine Performance des Frankfurter Regisseurs Daniel Schauf über Theater und Kolonialismus, den Handel mit Kultur und Gewürzen. In Istanbul entdeckt sie Fatih Genckals Isn’t it?. Seine blickakte Performance zeichnet das Bild einer Generation, die durch die gesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei vor Zerreißproben gestellt wird. März 2013: Olivier Chabrillange vom Théâtre National de Strasbourg entdeckt auf einem Festival in Ljubljana Amado Mio nach Pier Paolo Pasolinis Erzählung, die zweite Regiearbeit des slowenischen Schauspielers Ivan Peternelj. März 2013: Auch der Karlsruher Stadtrat gibt grünes Licht für die Förderung des Festivals. Vielen Dank! 10. April 2013: Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Intendantin Julie Brochen, Direktor Bernard Fleury und dem Generalintendanten Peter Spuhler stellt das Festivalteam das Programm vor. Der Vorverkauf läuft – noch zwei Monate … 4

schauspiel

BLICKAKTE


TELEMACHOS

PREMIÈRES 6. – 9.6.13 8. Festival junger europäischer Regisseure Die eingeladenen Inszenierungen: MERLIN Csaba Polgar, Ungarn BLICKAKTE Daniel Schauf, Österreich I WOULD PREFER NOT TO Selma Alaoui, Belgien LA LOI DE L’INTERACTION Kathy Hernan / Adrien Rupp, Schweiz TELEMACHOS Anestis Azas / Prodromos Tsiikoris, Griechenland / Deutschland KIJKEN NAAR JULIE Bram Jansen, Niederlande ISN’T IT? Fatih Genckal, Türkei AMADO MIO Ivan Peternelj, Slowenien DIE AUSERWÄHLTE KLASSE DER RADFAHRER Korbinian Schmidt, Deutschland Termine, Karten & weitere Infos www.festivalpremieres.eu Vorverkauf ab 15.4. unter T 0721 933 333 und im Internet

AMADO MIO schauspiel


Männerphantasien

vom spannungsausgleich, männlich und weiblich Ein Gespräch mit Klaus Theweleit

Ein verwinkeltes Zimmer im Dachgeschoss voller Bücher, Zeitschriften und Platten, einem Computer, einem Ledersofa mit Gitarre – hier treffe ich den Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit zu einem Gespräch über sein Buch Männerphantasien, das Regisseur Patrick Wengenroth im April im STUDIO für die Bühne adaptieren wird. Die Frühlingssonne scheint zum Fenster herein und wandert während des Gesprächs, wir trinken Jasmintee und sind schnell mitten im Thema. Männerphantasien beschäftigt sich mit der „Freikorps-Literatur“ der 1920er; als „Freikorps“ werden seit dem 18. Jahrhundert paramilitärische Einheiten bezeichnet, die zumeist aus ehemaligen Soldaten zusammengesetzt sind. Die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland gegründeten Freikorps hatten einen stark nationalistischen, anti-kommunistischen Einschlag und waren u. a. an der blutigen Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt. Klaus Theweleit untersucht die Autobiografien, Romane und Ereignisschilderungen einiger Freikorps-Soldaten, um das Wesen des „weißen Terrors“ anhand des Geschlechterverhältnisses zu beschreiben, das in den Texten zum Ausdruck kommt. Die Soldaten sind „Nicht-zu-EndeGeborene“, sie haben durch ihre von Gewalt und Unterdrückung geprägte Kindheit einen zerstörten, fragmentierten psychophysischen Körper und sehen im Faschismus die Chance, einen „neuen Körper“ zu bekommen, einen „Körperpanzer“. Um diesen zu erhalten, müssen sie sich drillen, müssen töten und vor allem ihre weibliche, weiche, fließende Seite bekämpfen, was wiederum zu Frauenbildern wie dem „Flintenweib“, der „roten Hure“ oder der „weißen Krankenschwester“ führt – übersexualisierte, gefährliche oder vollkommen entsexualisierte, geschlechtslose Frauen, die entsprechend vernichtet oder aus der Ferne verehrt werden. Als erstes frage ich Klaus Theweleit, ob er sein Buch heute anders schreiben würde als in den 1970er Jahren, in denen die Notwendigkeit der Aufarbeitung des Faschismus ebenso wie die Beschäftigung mit Männer- und Frauenrollen noch vehementer empfunden und diskutiert wurde als heute? 6

schauspiel

„Nein, ich würde aber mit ein paar Begriffen deutlicher umgehen, z. B. stärker betonen, dass es die Person als Einzelne für mich gar nicht gibt, sondern immer nur in Verbindungen. Ein Einzelner ist mindestens zwei. Und ich würde den Aspekt der Lust an der Folter ausbauen, das Lachen der Täter, das wir heute u. a. auch auf den Fotos aus Abu Ghuraib sehen können. Das verzerrte Gesicht beim Töten und das Lachen, das ist sozusagen zweimal dieselbe Maske, in verschiedener Form. Man muss kapieren, dass das deren Weg ist, zum Spannungsausgleich zu kommen – wohin alle psycho-physischen Körper drängen. Spannungen bauen sich bei jedem auf, durch Frustration, Ärger, Nachbarn, Arbeit – alles, was auf einen einwirkt; und wir alle suchen Auswege, Entspannung, sonst halten wir es nicht aus, sondern werden depressiv oder sofort gewalttätig. Manche Körper sind so zerstört, dass sie den Spannungsausgleich nur über Gewaltausübung erreichen, und dann entspannt sich der Killer-Körper im Gelächter. Ich habe am Wochenende gerade wieder einen Artikel gelesen über die Kindersoldaten in Afrika, die in Zusammenhängen agieren, die denen der Freikorps-Soldaten aus den 20er Jahren sehr ähnlich sind. Der Leiter der Forschergruppe, die diese Kindersoldaten untersucht hat, formuliert klar den Satz: ‚Diese Täter sind alle vorher Opfer.‘ Und das sind die Soldaten aus meinem Buch ja auch. Sie alle haben im Hintergrund die Prügel, die Todesangst – und wer dieser ausgesetzt war, der wird sie auch nicht los. Die


afrikanischen Kinder oder Teenager agieren immer in Gruppen, das ist ganz wichtig, sowohl die Vergewaltigungen geschehen in Gruppen, als auch das Töten. Jeder der Beteiligten weiß: Wer das nicht mitmacht, kommt selber dran, wird selbst vergewaltigt und getötet. Alle, die in solchen Gruppen Gewalt ausübten, sagen, dass sie das machen mussten, weil die Gruppe sie sonst gekillt hätte.“ Aber erscheinen uns die afrikanischen Kindersoldaten in Afrika nicht weit weg, so dass wir uns allzu leicht von ihnen distanzieren können? Was wäre ein Bezugspunkt hier in Europa, vor unserer eigenen Haustür? „Wenn man heute nach Freikorps-Literatur suchen würde, dann wäre das natürlich Anders Breivik. Ich glaube, Breivik wurde von einigen Leuten missinterpretiert, weil er auf den ersten Blick als Einzeltäter erschien. Da tauchen dann Begriffe auf wie ‚individueller Täter‘ oder ‚individueller Mord‘ oder so – und das finde ich totalen Unsinn, da wird nicht ernstgenommen, was der immer über seinen Orden der Tempelritter erzählt, seine Knight Templars, abgekürzt KT. Er denkt sich als General einer Armee internationaler Tempelritter. Nichts anderes war Himmlers SS, bevor sie über Hitler ins Zentrum der Staatsmacht geriet. Und ähnlich wie die deutschen Freikorps- oder Himmlers SS-Männer geht auch Breivik von der Ablehnung des Frauenkörpers aus, von seinem Kampf gegen eine Wirklichkeitsform, die er ‚feministischen Kulturmarxismus‘ nennt. Breivik klagt seine Schwester und seine Mutter an, die mit ihren libertinären Geschlechtsverkehren und Geschlechtskrankheiten Schande über die Familie gebracht hät-

ten; die Stiefmutter sei zudem ein hohes Tier in der Behörde, die Ausweise für einwandernde Muslime ausstellt. Und beides nennt Breivik dann die ‚marxistisch-feministische Unterdrückung‘ des Mannes in Norwegen. Das ist ziemlich genau dasselbe Denken, wie das der Freikorps-Literaten, dieselben Ängste, nur nicht ganz so viel ‚Blut und Boden‘-Unsinn, den man vor allem heute leicht abtun kann. Breivik macht das geschickter, mit Statistik.“ Diesen Punkt hebt Klaus Theweleit besonders hervor, er ist für ihn zentral für das Verständnis und vor allem die Kritik an Politik heute, „denn die Politiker, die wir haben, die tun ja auch nichts anderes, die stellen sich in genau der Weise vor die Presse und belegen ihre Argumentationsweisen statistisch, in Prozentzahlen. Auch Sarrazin mit seinem Buch – das ist eine heutige Form von Rechtsradikalismus. Deshalb hat auch der Theatermacher Milo Rau die Breivik-Rede vor Gericht als Performance aufgeführt, weil dessen Argumentation genau der Argumentation der Sarrazin-Deutschen entspricht. Man kann argumentativ und statistisch alles belegen, auch die letzte Scheiße. Rationalistisch argumentieren ist eine Sorte Weltverdeckung; jede Sorte Lüge oder Entstellung lässt sich ‚rationalistisch‘ begründen. Man deckt die Realität damit zu. Misstrauen ist angebracht gegenüber Begründungsreden.“ Schon vorher hatten wir das Thema Folter angesprochen. Nun kommen wir zu folternden Frauen wie der Soldatin Lynndie England in Abu Ghuraib – und zur aktuellen Feminismus-Debatte, in der ausgerechnet Autorinnen über „böse Frauen“ schreiben, schauspiel

7


Männerphantasien

Der Cowboy, die krankenschwester, der männerbund – bilder aus klaus theweleits männerphantasien

wie zuletzt Elisabeth Raether im Zeit-Magazin vom 28. Februar 2013. Müsste es heute ein Buch namens „Frauenphantasien“ geben? Gibt es den Breivik-Typus, den Freikorps-Soldaten genauso auch in weiblich? „Nein, gibt es sicher nicht. Es gab und gibt natürlich kämpfende Frauen, schießende Frauen. Es gibt aber nirgendwo auf der Welt eine weibliche Gewalt als Rückgrat einer Kultur, wie es die männliche ist. In der es immer einen Kommandanten gibt, der die Gewalt sanktioniert, der das erlaubt, freigibt. Das ist das Rückgrat dieser soldatischen Männerkultur bis heute und ein weibliches Pendant dazu gibt es meiner Meinung nach nicht. Der Eintritt in die massenhafte, ‚göttliche‘ Kriminalität des straflosen Tötens wird Frauen nach wie vor nicht gewährt. Und der Politikapparat, den wir haben, der hat diese Sorte Rückgrat immer noch, den Männerbund. Wenn eine Frau darin aufsteigt, was inzwischen möglich ist, und sie steht an der Spitze, kann sie in diesem Apparat überhaupt nicht viel anders agieren als ein Mann – bevor dieser Apparat, diese Kultur nicht geändert ist. Es ist aber nachvollziehbar, wenn Frauen, die in diesen Apparaten etwas geworden sind, heute zu Recht sagen: Ich bin nicht unterdrückt, ich bin kein Opfer und ich kann auch böse sein. Wo es um politische, wirtschaftliche oder auch familiäre Entscheidungen geht, wo Frauen nicht machtlos sind, gibt es auch Intrigen und Machtausübung verschiedener Sorten; was bedeutet, dass Frauen sich darin als ‚böse‘ erleben können und sich auch so erleben wollen; einfach als Realitätsanerkennung. Die Behauptung ‚Die Frau ist nicht der bessere Mensch‘ verschiebt aber meiner Meinung nach das Problem. Wer behauptet denn heute noch, dass Frauen die besseren Menschen seien. Kaum jemand. Das ändert jedoch nichts daran, dass die ständigen Gewaltexzesse auf der Welt nach wie vor von bewaffneten Männern verübt werden, die darauf stolz sind und denen ihre jeweilige Kultur das ausdrücklich erlaubt.“ 8

schauspiel

Unser Gespräch dreht sich nun um Bereiche, Gruppen, Zusammenhänge, in denen Männerbünde nicht dominieren, die früher, in den 70ern „befreite Gebiete“ hießen, weil sich in ihnen freiere, gleichberechtigtere Formen des Zusammenlebens entwickelt hatten. Wir sprechen über das Schulsystem, das Klaus Theweleit schrecklich rückständig findet, da es immer noch auf Konkurrenz und Einzelleistung trimmt, immer noch ein „Starschuppen“ ist. Wir sprechen über die Fitness im Vergleich zum Drill und dass die Muckibude eben nicht zu verwechseln ist mit der militärischen Drill-Folter der Nazis – und wie sich die heutige Bundeswehr im Gegensatz zur Wehrmacht teil-zivilisiert hat und nun beispielsweise ein Bereich ist, in dem Menschen mit Migrationshintergrund sich weniger diskriminiert fühlen als in der Zivilgesellschaft – wie Klaus Theweleit gerade im Artikel eines halbtürkischen Bundeswehroffiziers gelesen hat. Und dass wir den Faschismus alter Prägung heute nicht mehr „brauchen“, aber nicht vor ihm gefeit sind – wie die Serie der NSU-Morde zeige. Dass etwa auch ein Antifa-Flyer faschistisch, also ausgrenzend sein kann, wenn darauf die Neonazis als Untermenschen behandelt werden. Dass auch pazifistische Militanz sehr weit gehen kann, aber immer vor der Haut des anderen Halt machen soll: „Das ist die Grenze.“ Und warum sich eigentlich in jeder oder jeder zweiten Generation bestimmte Entwicklungen wiederholen – und sich trotzdem, in leichten Verschiebungen, eine größere Entwicklung vollzieht, z. B. der männliche Umgang mit Kindern, der für Klaus Theweleit eine Art „Quantensprung“ darstellt. „Im Nachklapp zur Brüderle-Debatte gab es den feministisch orientierten #aufschrei-twitter im netz, den hab ich mir ausführlich angesehen, und es hat mich sehr erstaunt, wie viele junge Frauen, die offenbar zu den Attraktiven gehören, die also nicht per se ausgegrenzt werden, weil sie angeblich hässlich oder zu dick sind, sich darüber beschweren, dass sie nicht als Person,


als Individuum wahrgenommen werden, sondern eben nur als schön. Diese Massivität hat mich sehr erstaunt, ich hatte gedacht, das sei vorbei, nach den 70er/80ern. Es sieht manchmal so aus, als müssten manche Sachen von jeder Generation wieder neu belebt, durchlebt werden, nur ein bisschen verschoben.“ Diesen Verschiebungen geht Klaus Theweleit auch in seinen Büchern nach. In seinem neuen Buch der Königstöchter, das im März erschien, sind es die Mythen der Königstöchter aus dem antiken Griechenland, denen er bis in die Moderne nachspürt und sie als Verbrämungen der Kolonialgeschichte ausweist. Für dieses Thema blieb uns zwar im Gespräch noch Zeit, aber kein Platz mehr in diesem Magazin, so dass es am 27. April im STUDIO bei der Podiumsdiskussion Medea und ihre Schwestern mit Klaus Theweleit wieder aufgegriffen wird. Patrick Wengenroths Theaterabend Männerphantasien setzt die Reihe des philosophischen Theaters fort, die er mit der Adaption von Peter Sloterdijks Buch Du musst dein Leben ändern 2011 begonnen hatte und deren erster Beitrag in dieser Spielzeit das Projekt Müdigkeitsgesellschaft / Versuch über die Müdigkeit nach Byung-Chul Han und Peter Handke war. In Pascal Ramberts VOLKSTHEATER-Projekt Eine (mikro)ökonomische Weltgeschichte, getanzt findet die Reihe in dieser Spielzeit ihren Abschluss.

uns seinen zweiten Arbeitsraum im Keller sehen, der voll ist mit Filmen und Musikinstrumenten. Und damit sind wir entlassen in die Freiburger Frühlingsluft. Kerstin Grübmeyer

Dr. phil. Klaus Theweleit, geboren 1942 in Ebenrode, ist Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller. Er war bis 2008 Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Der Autor der Männerphantasien forscht und veröffentlicht seit den 70er Jahren zur Faschismustheorie und Theorie der Gewalt, zu Gender Studies, Medientheorie, Popkultur, Kunst und Film und veröffentlichte im März 2013 den zweiten Band (Band 1 und 4 gibt es schon) seines Pocahontas-Komplexes, das Buch der Königstöchter.

männerphantasien REALISATION Patrick Wengenroth KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Vivien Mahler B & K Sabine Kohlstedt M Matthias Kloppe D Kerstin Grübmeyer MIT Bachfischer, Crosson, Grossenbacher, Schlegel – Cofalka-Adami

Klaus Theweleit beschenkt den Fotografen Maurice Korbel und mich am Ende noch mit seinen Büchern – u. a. mit Das Land, das Ausland heißt, das momentan vergriffen ist – und lässt

MUSIKER Johannes Mittl Premiere 24.4. STUDIO Weitere Termine 30.4., 9., 10., 15., 16.5. schauspiel

9


matthias lamp

10

schauspiel


die textstelle prinz friedrich von homburg

Ins Nichts mit dir zurück, Herr Prinz von Homburg, Ins Nichts, ins Nichts! In dem Gefild der Schlacht, Sehn wir, wenn’s dir gefällig ist, uns wieder! Im Traum erringt man solche Dinge nicht! In seinem letzten Schauspiel erzählt Kleist das Drama des jungen Prinzen und Generals, der einen Befehl missachtet, eigenmächtig voranstürmt, den Sieg in der Schlacht erringt – und vom Kurfürsten dennoch zum Tode verurteilt wird. Natalie, die Nichte des Kurfürsten, kämpft für Homburgs Begnadigung. Der Kurfürst prüft den Prinzen: Er fordert ihn auf, selbst zu entscheiden ob das Urteil gerecht ist. In einer überraschenden Wendung weist Homburg die Aussicht auf Begnadigung zurück und bekennt sich damit konsequent zur Ordnung. Der äußere Konflikt scheint durch Homburgs Entscheidung beseitigt – den im Innersten des Menschen tobenden Widerspruch von Gesetz und Gefühl, Gehorsam und Selbstbestimmung vermag sie nicht aufzulösen. Kleists Drama ist in seiner Vielschichtigkeit und prägnanten Sprache ein starker Text für ein großes Spielensemble. Die Titelrolle übernimmt Matthias Lamp (Foto), in dieser Spielzeit

außerdem zu sehen als Kostja in Die Möwe, in Der Vorname, als Narr in Wie es euch gefällt und weiterhin in Verrücktes Blut. Regisseur Martin Nimz inszenierte in Karlsruhe zuletzt Jakob der Lügner nach dem Roman von Jurek Becker. prinz friedrich von homburg Ein Schauspiel von Heinrich von Kleist R Martin Nimz B Julia Scholz K Ricarda Knödler M Benedikt Brachtel D Nina Steinhilber MIT Ute Baggeröhr, Sophia Löffler – Simon Bauer, Till Bauer, Michel Brandt, Thomas Halle, Matthias Lamp, Timo Tank, André Wagner, Frank Wiegard PREMIERE 16.5.13 KLEINES HAUS ca. 3 Stunden, eine Pause Weitere Termine 19., 24.5., 12., 19., 26., 30.6., 4., 11., 18.7. und in der Spielzeit 2013/14 SCHAUSPIEL

11


EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT

FINANZKRISE ALS PHILOSOPHISCHES VOLKSTHEATER

Nach Aufführungen in Frankreich und Japan sucht der französische Theaterkünstler Pascal Rambert 40 Karlsruher Bürger für seine performance

„In einer französischen Tageszeitung sah ich ein Foto einer amerikanischen Familie mit Hab und Gut auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus sitzend. Da sie die Hypothek nicht mehr abzahlen konnten, hatten sie ihre Wohnung räumen müssen. Wer kann mir das erklären?“, fragte sich der französische Regisseur und Autor Pascal Rambert während der US-Immobilienkrise. In seinem Theater in Gennevilliers, einer Pariser Vorstadt, lud er drei Jahre lang die Einwohner zu offenen Schreibworkshops ein. Dort hörte er persönliche Texte über die Angst vor der Krise. Er bat den Wirtschaftsphilosophen Éric Méchoulan, 12

SCHAUSPIEL

zusammen mit den Autoren dieser Erzählungen einen Theaterabend zu machen. In kurzen Szenen geben vier Schauspielerinnen Einblicke in unterschiedlichste ökonomische Systeme. Sie spannen den Bogen von der vorindustriellen Tauschkultur der Südseevölker bis zur hyperkomplexen Hochfinanz. Der Philosoph kommentiert die unübersichtlichen Zusammenhänge und Bürger tragen ihre live auf der Bühne geschriebenen Texte vor. Rambert sieht in dieser theatralen Versuchsanordnung eine Gesellschaftsutopie: „50 unterschiedliche Leute, Beamte, Künstler, Arbeitslose, Wissenschaftler, bilden für den Abend eine Gruppe von Gleichen.“


am falschen ort

Am Rand der Festung Europa Im Gewinnerstück des Wettbewerbs „Über Grenzen sprechen“ wirft ein rumänisches Autorenduo einen Blick auf fünf Flüchtlingsbiographien. „Wir haben versucht, uns zurechtzufinden, ab dem ersten Tag, als wir angekommen sind. In dieser Zeit haben wir gekämpft, um den Flüchtlingsstatus zu bekommen. Sie wollten uns nicht akzeptieren. Drei Jahre lang hatten wir einen Prozess für den Asylantrag. Drei Prozesse hatten wir. Zwei mal haben wir verloren, und das letzte Mal haben wir den Flüchtlingsstatus bekommen“, erzählt die nach Rumänien geflohene Serbin Sonia in Am falschen Ort. Die Autoren Alice Monica Marinescu und David Schwartz tragen in ihrem dokumentarischen Stück auf der Basis von Interviews mit Flüchtlingen in Rumänien und Tadschikistan fünf Biographien von Menschen zusammen, die an ihrer Außengrenze Einlass in die sprichwörtliche „Festung Europa“ suchen. Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union wurde seit 2003 durch eine europaweite Drittstaatenregelung nach dem „Dublin II“-Verfahren verschärft. Diese besagt, dass grundsätzlich immer ausschließlich der EU-Staat für einen Asylbewerber zuständig ist, über den der Flüchtling in die EU einreist. Eine Regelung, die den Vorwurf nach sich zog, dass besonders Deutschland und Österreich sich damit gegen Flüchtlingsströme abschotten wollten. Tatsächlich hat sich die Zahl der von Deutschland akzeptierten Asylanträge seit Ende der 1990er Jahre fast halbiert.

Wer schreibt gern? Pascal Rambert lädt 40 Karlsruher zu Schreib- und Theaterworkshops am 19. / 20.4., 10. / 11.5., 31.5. / 1.6., 7. / 8.6 ein. Anmeldung unter weltgeschichte@staatstheater.karlsruhe.de EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT von Pascal Rambert & Éric Méchoulan VOLKSTHEATER / DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG R & C & B & L Pascal Rambert D Jan Linders, Michael Nijs PREMIERE 27.6.13 KLEINES HAUS 1 ½ Stunden, keine Pause Weitere Termine 3., 6., 12., 14., 17., 19.7. zum letzten Mal

Die Uraufführung des Stücks, das 2011 den wichtigsten osteuropäischen Dramatikerwettbewerb „Über Grenzen sprechen“ gewann, weist über die berührende Schilderung rumänischer Einzelschicksale insofern hinaus, als sich die Beschäftigung mit Flüchtlingsbiographien in Karlsruhe aus zwei Gründen in besonderer Weise aufdrängt: Einserseits weil sich die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in der Stadt befindet und andererseits der Baden Airpark, von dem aus in den letzten Jahren eine Vielzahl umstrittener Abschiebungen u. a. in den Kosovo durchgeführt wurden. 2012 nahm Baden-Württemberg 7.913 Asylbewerber auf. Alle Flüchtlinge, die nach Deutschland einreisen möchten, werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin nach dem so genannten EASY-Verfahren mit einer festgelegten Quote auf die Bundesländer verteilt, wo sie sich an eine Ersthilfe-Einrichtung wenden. Alle Flüchtlinge, die nach Baden-Württemberg kommen, treffen in der Karlsruher Landesaufnahmestelle, kurz: LASt, in der Durlacher Allee ein. 2012 erlebte die Landesaufnahmestelle den höchsten Zugang seit SCHAUSPIEL

13


die Karlsruher Landesaufnahmestelle

zehn Jahren – bei einer maximalen Kapazität von 930 Personen mussten bis zu 1200 Bewohner untergebracht werden. Wegen dieser Engpässe wurden zuletzt sogar Ausweichquartiere im Stadtgebiet angemietet. In diesen Erst-Unterkünften verbringen die Flüchtlinge bis zu drei Monate, solange die Prüfung ihres Asyl-Antrags dauert. Im Umfeld des „Internationalen Begegnungszentrums“ IBZ in der Kaiserallee sowie im Menschenrechtszentrum an der Durlacher Allee hat sich eine vitale Szene von Organisationen entwickelt, die sich für die Belange von Flüchtlingen einsetzen. Gertrud Stihler und Heidi Heger arbeiten im Verein „Freunde für Fremde e. V.“, der sich unter anderem für die Verbesserung der Versorgung der Flüchtlinge in der LAst engagiert. „Flüchtlinge werden in Deutschland behandelt wie faule Eier, niemand möchte für sie zuständig sein. Das ist ein Denkansatz, den wir durchbrechen wollen“, erzählt die ehemalige Pfarrerin Gertrud Stihler. Dass in Karlsruhe seit der Stadtgründung Zuwanderung eine besondere Tradition habe, mit der es viel offensiver umzugehen gelte, ergänzt ihre Kollegin Heidi Heger. Die Grundhaltung Flüchtlingen gegenüber sei grundsätzlich immer noch oft negativ und voreingenommen, 14

SCHAUSPIEL

der Begriff des Wirtschaftsflüchtlings geistere weiter durch die Debatte. „Dass es allerdings in den Erstaufnahmestellen keineswegs luxuriös zugeht, und dass man da etwas verbessern muss, wird immer öfter eingesehen“, erzählt Getrud Stihler. Im Juli 2012 beurteilte das Bundesverfassungsgericht die seit 1993 nicht mehr angepassten Leistungen, die den Flüchtlingen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz als humane Grundversorgung zustehen, als verfassungswidrig. In diesem Zusammenhang wird heftig darüber gestritten, ob man den Asylbewerbern eine Arbeitserlaubnis in Deutschland geben sollte. Gertrud Stihler führt das vor allem auf den steigenden Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften zurück: „Wenn die Wirtschaft Druck macht, kommt die Politik teilweise durchaus auf die Idee, den Flüchtlingen die Chance zu geben, sich in den Arbeitsprozess zu integrieren oder ihr Studium fortzusetzen.“ Kritisch wird von Asyl-Organisationen immer wieder die Residenzpflicht gesehen, die die Bewegungsfreiheit der Flüchtlinge auf das jeweilige Stadtgebiet einschränkt. Nur mit Sondergenehmigungen darf die Kommune verlassen werden – eine umstrittene Regelung, die europaweit nur in Deutschland besteht.


Eine heftige Diskussion entbrannte außerdem in den letzten Jahren wegen der umstrittenen Abschiebepraxis am Baden Airpark. Tausende Menschen aus dem Balkan wurden in den letzten Jahren von diesem Flughafen aus abgeschoben. Der Flughafen stellt sämtliche Logistik, das alte Terminal und die Transportmittel der Abschiebemaschinerie zur Verfügung. Seit dem 21. April 2010 ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, neben der Zentralen Ausländerbehörde Bielefeld, für die Abschiebungen von mehr als 15.000 Personen, davon etwa 11.000 Angehörige von RomaGemeinschaften zuständig. Durch anhaltende Proteste wurden immer wieder Abschiebungen verhindert, zuletzt erfolgreich im Herbst letzten Jahres. Das Regierungspräsidium Karlsruhe war federführend bei der Aktion von neun Bundesländern, durch die insgesamt weit mehr als 100 Menschen nach Serbien, Mazedonien und in den Kosovo zurückgeführt werden sollen. Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und das „regionale Bündnis gegen Abschiebungen“ in Karlsruhe protestierten gegen die Aktion.

brennt und sich in der Umfrage des FOCUS 69 % der Befragten dafür aussprachen, die Zuwanderung aus anderen EU-Staaten zu begrenzen, um sich vor dem Zuzug so genannter „Armutsflüchtlinge“ zu schützen, wirft Regisseur Manuel Braun mit den Mitteln des Theaters einen Blick auf fünf Menschen am Rand der Gesellschaft, deren Schicksal selten im Fokus steht. Tobias Schuster

am falschen ort von Alice Monica Marinescu & David Schwartz URAUFFÜHRUNG / GEWINNER DES DRAMENWETTBEWERBS „ÜBER GRENZEN SPRECHEN“ 2011 R & B Manuel Braun B & K Viktoria Strikic D Tobias Schuster

Während in der Politik und an den Stammtischen die Diskussion um die Freizügigkeit innerhalb der EU mit neuer Schärfe ent-

PREMIERE 30.6.13 STUDIO Weitere Termine unter www.staatstheater.karlsruhe.de SCHAUSPIEL

15


in den winden

im nichts

16

SCHAUSPIEL


BALLETT VON HEINZ SPOERLI DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG 19., 25., 28., 30.4., 17., 23.5., 7.6., 5., 17.7. zum letzten mal in dieser spielzeit

staatstballett kalrsruhe SCHAUSPIEL

17


10 jahre staatsballett karlsruhe

EIN BALLETT IM ADELSSTAND Seit der Spielzeit 2003/04 steht das STAATSBALLETTS KARLSRUHE unter der Leitung von Birgit Keil und Vladimir Klos. Die international gefeierte Ballerina folgte dem Ruf des damaligen Generalintendanten Achim Thorwald, und übernahm zusammen mit Vladimir Klos die Direktion des Karlsruher Ballettensembles. Die Compagnie wurde von Kritikerpapst Horst Koegler in einer Rezension „in den Adelsstand“ gehoben. Ab der Spielzeit 2012/13 schließlich darf sich das seit 10 Jahren von Birgit Keil und Vladimir Klos geführte Ensemble BADISCHES STAATSBALLETT KARLSRUHE nennen. Zurzeit gehören 30 Tänzer aus 15 verschiedenen Nationen diesem Ensemble an. Der „Karlsruher Weg“, der von der Ballettdirektion seit der ersten Spielzeit verfolgt wird, gilt der Pflege der unverzichtbaren Klassiker, der Moderne und der Nachwuchsförderung. So ist es nur folgerichtig, wenn man auf dem Spielplan Werke von Marius Petipa, Frederick Ashton, Kenneth McMillan, Sir Peter Wright, Christopher Wheeldon neben George Balanchine, Hans van Manen oder Heinz Spoerli findet. Dazu kommen immer wieder Kreationen zeitgenössischer Choreografen, wie zum Beispiel Peter Breuer, Tim Plegge, Demis Volpi, Davide Bombana, Terence Kohler und Renato Zanella. Auch die Abende Choreografen stellen sich vor zeigen eine Vielzahl von Uraufführungen der Nachwuchschoreografen. In den 10 Jahren seit der Spielzeit 2003/04, hat das Ensemble 26 Premieren mit mehr als 50 Balletten herausgebracht. Neben Gastspielen innerhalb Deutschlands wurde das Ballettensemble nach Spanien, China und Korea eingeladen, wo es als Botschafter deutscher und europäischer Balletttradition verschiedenste Produktionen präsentierte.

ein leben für den tanz Baden im Gespräch mit der ehemaligen Primaballerina & Ballettdirektorin Kt. Prof. Birgit Keil Birgit Keil über die Faszination Tanz und ihr bewegtes Künstlerleben 6.5.13 Mercedes Benz Kundencenter Rastatt Beginn 20.00, Einlass 19.30 18

ballett


BALLETT

19


die

vestalin

20


n

OPER VON GASPARE SPONTINI 11., 17., 26.4., 12., 26.5. ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT

21


Fatale Erinnerung

die passagierin

„Wenn das Echo ihrer Stimmen verhallt, gehen wir zugrunde“. Dieser Satz von Paul Eluard, den Mieczysław Weinberg seiner Oper Die Passagierin vorangestellt hat, wirft eine Reihe von Fragen auf, die das Stück in einem aktuellen Licht erscheinen lassen. Was könnte es bedeuten, wenn Sänger nicht in historische Rollen schlüpfen, sondern ihren Gesang bereits verklungenen Stimmen zur Verfügung stellen, um ihr Echo zu transportieren und lebendig werden zu lassen? Die Komposition vertritt diese Perspektive und die Inszenierung greift sie als Leitmotiv auf. Da die Zeitzeugen der Geschichte mehrheitlich nicht mehr direkt zu uns sprechen können, droht das Leben aus den überlieferten Dokumenten zu verblassen. So unternimmt die Inszenierung den Versuch, die menschliche Wahrheit, die in vergilbten Fotos geronnen ist, mit aktuellen Bildern zu konfrontieren, die existentielle Fragen aufwerfen: Lasse ich mich berühren vom Leid und wie beziehe ich Stellung? Als Produktionsteam – Christoph Gedschold (Dirigent), Philipp Fürhofer (Ausstattung) und ich als Regisseur – besuchten wir an zwei Tagen die Gedenkstätte in Auschwitz und anschließend Zofia Posmysz in Warschau, wo Barbara Dobrzanska aus Krakau dazu stieß. Sie wird die Partie der im KZ inhaftierten Marta gestalten. Der Roman Die Passagierin von Zofia Posmysz spielt auf einem Schiff, auf dem die Protagonisten ihrer Vergangenheit zu entkommen suchen – ausgerechnet hier wird Lisa durch den Anblick einer fremden Mitreisenden an ihre Tätigkeit als SS-Aufseherin in Auschwitz erinnert. Es bleibt lange offen, ob es sich bei der Passagierin tatsächlich um jenen Häftling Marta handelt, oder ob Lisas Erinnerungen durch das Verhalten einer unbekannten Frau hervorgerufen werden. Da, wo der Librettotext die Ebenen des Damals und Heute scherenschnittartig kontrastiert, gibt die Komposition von Weinberg die Feinzeichnung der Deckungsgleichheit der Eindrücke, der Bildausschnitte von Erinnerungen wieder.

Autorin Zofia Posmysz

22

oper

In der Begegnung mit Zofia Posmysz – eine der letzten noch lebenden Zeitzeuginnen – führt sie uns ein Stilprinzip ihrer Literatur konkret vor Augen. Auf dem Weg in ein Lokal macht sie auf eine unscheinbare Alltäglichkeit aufmerksam, die bei ihr spontan eine Erinnerung an Auschwitz auslöst. Für jeden nachvollziehbar kommt dieses Prinzip in ihrem Roman Ein Urlaub an der Adria zum Tragen: Die Ich-Erzählerin beschreibt, welche Gesten sie, am Strand liegend, ausführt, um sich vor der brennend aufsteigenden Sonne zu bedecken. Plötzlich wird die Erinnerung an das Konzentrationslager präsent und die Bewegungen der Arme, um sich vor den Schlägen der SS-Wachmannschaften zu schützen. Auschwitz hört in dieser Perspektive tatsächlich nicht auf zu existieren.


Mit großer Offenheit, die uns erstaunt, zeigt Zofia Posmysz uns das originale Christus-Medaillon, das ihr der Widerstandskämpfer Tadeusz, Vorbild des gleichnamigen Protagonisten, heimlich zugesteckt hat. In der Oper bildet es als „Lagermadonna“ einen dramaturgischen Kristallisationspunkt. Viele haben im Lager ihren Glauben verloren, der Glaube von Frau Posmysz wurde gestärkt. Sie sagt, dass es eine durchbrochene Kette von Einzelerlebnissen war, die sie am Leben erhalten hat. Bei einem ihrer Arbeitseinsätze ist sie ohnmächtig zusammengebrochen, die Kameradinnen haben sie durch das Tor zurückgetragen. Erwachend hörte sie eine Stimme – „Oh Gott, und noch so jung“ – und blickte in das Gesicht einer Aufseherin. Sie selbst war zu der Zeit achtzehn Jahre alt. Sie sagt, dass sie lernte, auch dem SS-Personal eine menschliche Erwartung entgegenzubringen, die gelegentlich beantwortet wurde. Die SS-Aufseherin Anneliese Franz – „Lisa“ in der Oper – wurde mit einem Trupp von Frauen aus dem „Vorzeigelager“ Ravensbrück nach Auschwitz versetzt, wo sie zur Verbesserung der Ordnung beitragen soll. Sie macht Zofia Posmysz zu ihrer direkten Mitarbeiterin als Buchführerin der Küche. Sie siezt die Häftlinge, auch vergisst sie gelegentlich, dass sie eine Uniform trägt. Eines Morgens ist sie sehr blass, Zofia Posmysz erkundigt sich: „Frau Aufseherin, sind sie krank?“ Es stellt sich heraus, dass Anneliese Franz in der Nacht bei einer Selektion zugegen war. Die Verdrängung, die moralische Paralyse, so erfahren wir, geschah nicht nur an den Rändern, sondern auch im innersten Zirkel des Systems. Als Frau Posmysz davon berichtet, dass zu Tode geschwächte Häftlinge auf Befehl der SS von anderen Häftlingen totgeschlagen wurden, als sie die Niederschlagung des Aufstandes des jüdischen Sonderkommandos schildert, holt sie, für uns spürbar, die konkrete, lebendige Erinnerung ein. Das Erinnern, das ein zentrales Anliegen von Posmysz, Weinberg und seines Librettisten Medwedjew ist, gilt den vielen Toten, die grundlos um ihr Leben gebracht wurden – ebenso wie Zofia Posmysz als Überlebende keinen Sinn darin erkennen kann, warum sie vor anderen überlebt hat. Sinnstiftend im Nachhinein wird aber ihr Zeugnis sein. Ein Zeugnis, das nicht bei dem Beschreiben, Wiederaufleben oder gar Beschwören von Vergangenheit stehenbleibt. Zofia Posmysz geht in ihren Auschwitz-Texten vom Heute aus und macht das aktuelle Erleben für die Erfahrungen und Geschehnisse des Konzentrationslagers durchlässig und transparent. Dabei bezieht sie systembedingte und psychologische Faktoren mit ein. Auf diese Weise gelingt es ihr, Erinnern tatsächlich fruchtbar für die Gegenwart und eine Zukunft zu machen, indem sie dem Leser, dem Zuschauer der Oper, dem heutigen Zeitgenossen eine Möglichkeit eröffnet, im persönlichen Erleben des Heute, Spuren des Gestern zu identifizieren.

Die Inszenierung macht sich dies Verfahren von Zofia Posmysz zu eigen, indem sie allgemein verständliche heutige Bilder konsequent auf die Bilder von Auschwitz hin ausrichtet, die uns Zofia Posmysz und Weinbergs Oper überliefern, und die in unserem heutigen, wissenden Bewusstsein gespeichert sind. Wenn es adäquate Formen des Erinnerns gibt, die Handlungsmöglichkeiten in der Gegenwart eröffnen, so zeigt Zofia Posmysz in ihrer Kunst und in ihrem Zeugnis eine sehr persönliche Form auf, die man sich als Nachgeborener gerne aneignen möchte und die sich auch im Rahmen einer Operninszenierung angemessen niederschlagen kann. Wir freuen uns sehr darauf, Frau Posmysz zur Premiere von Die Passagierin wiederzusehen, auch weil wir hoffen, ihr ein Stück der Hingabe, die sie uns geschenkt hat, zurückgeben zu können. Holger Müller-Brandes

Holger Müller-Brandes studierte Musiktheater-Regie bei Götz Friedrich in Hamburg. Das zeitgenössische Musiktheater gehört zu seinen Schwerpunkten. Zuletzt inszenierte er die Unterwasseroper Das Alter der Welt von Susanne Stelzenbach und Im Licht – Pola Negri, Schauspiel von Simone Kucher. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Katrin Lea Tag ist Holger Müller-Brandes erster Preisträger des Ring Award.

DIE PASSAGIERIN Oper von Mieczysław Weinberg DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Libretto von Alexander Medwedjew nach Zofia Posmysz ML Christoph Gedschold R Holger Müller-Brandes B & K Philipp Fürhofer D Bernd Feuchtner MIT MIT Ks. Dobrzanska, Niessen/ Ks. Wolak, Tarlea, Tier, Bock/Kökcek, Hudarew/Baştar, Wäspy, Ks. Peters/Etzold, Raffell/Schellin, Gutsche/Landmann, Becker/ Bücker a. G. – Wohlbrecht/Ks. Schneider, Finden, Kontschak, Ebel, Molz, Huck, Gocht PREMIERE 18.5.13 GROSSES HAUS Weitere Vorstellungen 22.5. (B-PREMIERE) 1., 13., 19.6., 14.7. und in der Spielzeit 2013/14 oper

23


peter grimes

klingende seelenlandschaft Zum 100. Geburtstag von Benjamin Britten

Die See und immer wieder die See. Benjamin Britten war fasziniert von der Weite des Ozeans, von seiner abgründigen Tiefe und von der Gewalt der Gezeiten, die Leben und Wesen der Küstenbewohner so sehr prägen. Bereits in seinem frühen Werk Peter Grimes hat er dem Meer ein klingendes Denkmal gesetzt. Mit den darin enthaltenen sechs Orchesterzwischenspielen, den sechs suggestiv-berückenden Sea Interludes, porträtierte er die raue Landschaft an der englischen Küste, und schuf gleichzeitig ein Klangbild für die Seelenlandschaft der Protagonisten. Mit einem scharfen Blick für psychologische Details komponiert, stellt die Oper ein profiliertes Psychogramm eines kleinen Küstenortes dar, in dem wahrlich mysteriöse Ereignisse vor sich gehen. Peter Grimes steht im Verdacht, den Tod seines 24

OPER

Lehrjungen auf dem Gewissen zu haben. Ein zweiter Junge, der dem rätselhaften Fischer zur Hand geht, kommt zu Tode. Der verschrobene Außenseiter rückt immer mehr an den Rand der Gesellschaft, die ihm einem Mob gleich auf den Fersen ist und auch vor Lynchjustiz nicht halt macht. Mit der Neuinszenierung dieses frühen Bühnenwerks huldigt das STAATSTHEATER KARLSRUHE dem englischen Komponisten, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, und setzt hiermit die Reihe „Meisterwerke des 20. Jahrhunderts“ fort. Für die Produktion konnte mit Christopher Alden ein international gefragter Regisseur gewonnen werden, der an den großen Häusern Europas, etwa an der Pariser Opéra Comique, am National-


bühnenbildentwurf von charles edwards

theater Prag oder an der Deutschen Oper Berlin inszeniert und regelmäßig in Chicago, New York, San Francisco oder Toronto arbeitet. Gemeinsam mit GMD Justin Brown und einem internationalen Team nimmt Alden sich die 1945 uraufgeführte Oper vor und verlegt die Handlung in die Zeit kurz nach der Entstehung des Werkes: Er verortet seine Inszenierung in den späten 50er bzw. Anfang der 60er Jahre in einen kleinen Touristenort an der englischen Küste. Bühnenbildner Charles Edwards hat hierfür den passenden Bühnenraum entworfen, der hier im Modell abgebildet ist: ein mehr als britisches Fish’n’Chips-Restaurant, wo sich das Strandvolk stärkt und sich als richtende Instanz konstituiert. 

peter grimes Oper von Benjamin Britten in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln ML Justin Brown R Christopher Alden B Charles Edwards K Doey Lüthi D Raphael Rösler MIT John Treleaven, Heidi Melton, Jaco Venter, Rebecca Raffell, Katharine Tier, Renatus Meszar, Andrew Finden, Sebastian Kohlhepp, Eleazar Rodriguez, Lucas Harbour u. a. PREMIERE 6.7. GROSSES HAUS WIEDERAUFNAHME/B-PREMIERE 15.9.

Raphael Rösler

Weitere Vorstellungen 12., 18.7. und in der Spielzeit 2013/14 oper

25


die regimentstochter

Der perfekte Ton Von der Kunst des schönen Gesangs

Oper und Gesang sind schon per definitionem untrennbar miteinander verbunden: Oper ohne Gesang ist keine Oper. Und dass der Gesang im musikalischen Drama einer bestimmten Ästhetik folgt und im Rahmen einer dramaturgischen Rollengestaltung selbstverständlich auch schön sein soll, daran arbeiten die Sängerinnen und Sänger in Korrepetitionen und Proben hart und feilen Tag für Tag an ihrer Gesangstechnik. Worauf also bezieht sich der Begriff „Belcanto“, italienisch für „Schöner Gesang“? Was ist eine Belcanto-Oper? Ursprünglich bezeichnete der Begriff ganz allgemein die besondere Gesangs- und Kompositionstechnik in der italienischen Operntradition des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Heute jedoch bezieht man sich damit meist auf den romantischen Belcanto, also auf die Werke von Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini und Gaetano Donizetti, um nur die berühmtesten Vertreter zu nennen. Donizetti gilt mit seinen Opern Der Liebestrank, Lucia di Lammermoor oder Die Regimentstochter als einer der wichtigsten Komponisten des Belcanto-Stils. Insbesondere die 1840 für Paris entstandene Regimentstochter, die am STAATSTHEATER im April in der Regie von Aurelia Eggers und ausgestattet von Rainer Sellmaier (Robin Hood, Wallenberg) Premiere feiern wird, ist eine hohe Messlatte, und berühmte Belcanto-Sänger wie Joan Sutherland, Edita Gruberová oder Natalie Dessay, Luciano Pavarotti oder Juan Diego Flórez stellten und stellen sich bis heute den hohen Anforderungen, die die beiden Hauptpartien für die Stimmbänder bereithalten.

weise in Maries Abschiedsarie „Il faut partir“ beigelegt wird, sondern nur durch perfekte Beherrschung der Stimme und, ganz wichtig, die „Kontrolle des Atems“ erreicht werden. Für Eleazar Rodriguez, der sich gerade auf die RegimentstochterPremiere vorbereitet, ist Donizetti der „Höhepunkt der Belcanto-Ära“ und die Partie des Tonio „eine der anspruchsvollsten Partien für Tenor“ überhaupt. Besonderes Augenmerk liegt auf gesangstechnischen Raffinessen, wie beispielsweise einer hohen Geläufigkeit (agilità), einem perfekt fließenden Legato, der präzisen Ausführung von Verzierungen, Trillern und Appogiaturen, oder auch dem „messa di voce“, also der Kunst, einen Ton im piano beginnen zu lassen, ihn gleichmäßig anschwellen zu lassen und nahtlos – ohne Atem zu holen – wieder ins piano zurückzukehren. Doch trotz der fast schon sportlichen Höchstleistungen, die vom Tenor beispielsweise in der Arie „Ah, mes amis!“ mit ihren athletischen neun hohen Cs abverlangt werden, geht es ihm vor allem darum, die „technische Flexibilität der Stimme“ zu wahren. „Cantabile“ ist das Stichwort: Eine besondere Geschmeidigkeit bzw. die Weichheit in der Tongebung, die sich mit einem vollen und runden Stimmklang verbindet und auf diese Weise eine Offenheit bzw. „Ehrlichkeit der Figur“ erzeugen, stehen im Mittelpunkt. Und das heißt für die Sänger in jedem Fall: „Üben, üben, üben!“ Raphael Rösler

DIE REGIMENTSTOCHTER Reine Stimmakrobatik ist dabei jedoch nicht gefragt: Eine makellose Gesangstechnik ist bei Donizetti immer nur Mittel zum Zweck und auf Expressivität und pathetische Emphase gerichtet. Ina Schlingensiepen, die in der Karlsruher Neuinszenierung von Die Regimentstochter die Marie singen wird, beschreibt diesen Aspekt folgendermaßen: „Donizetti hatte die außergewöhnliche Fähigkeit das Ergreifende, die Empfindungen der verschiedenen Personen zum Ausdruck zu bringen.“ Doch die geforderte Beseeltheit des Ausdrucks kann nicht nur mit einem untrüglichen künstlerischen Instinkt für die Emphase, die jeden Ton beispiels26

OPER

Komische Oper von Gaetano Donizetti In französischer Sprache mit deutschen Dialogen und deutschen Übertiteln ML Johannes Willig R Aurelia Eggers B & K Rainer Sellmaier D Raphael Rösler MIT Schlingensiepen/Joynt (als Gast), Hudarew/Raffell, Ks. Peters – Rodriguez/Bulajic (als Gast), Ks. Gauntt/Urrutia Benet, Harbour/Molz, Rebilas, Kuschel, Ks. Eidloth, Hegedüs PREMIERE 20.4. GROSSES HAUS ca. 2 ½ Stunden, eine Pause Weitere Vorstellungen 24.4. (B-PREMIERE), 10., 24.5, 11., 14., 30.6., 3.7. und in der Spielzeit 2013/14


ina schlingensiepen & eleazar rodriguez OPER

27


Gidon

Kremer

Eine lebende Legende zu Gast im 8. SINFONIE- & 5. SONDERKONZERT

14. & 15. & 16.7. 28

konzert


SCHOCKIER DEINE ELTERN, GEH’ INS KONZERT! So schockiert scheinen sie gar nicht zu sein, denn viele kommen mit: Die Jugendkonzerte im KLEINEN HAUS haben sich zu einer Erfolgsgeschichte bei Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt. Mit dem Konzept, ein klassisches Werk im Gespräch mit Ausschnitten und Klangbeispielen vorzustellen und dann noch einmal komplett zu spielen, wurden in der Altersgruppe ab zwölf Jahren offene Türen eingerannt. Für das zweite Konzert VON RADIOHEAD ZUM SINFONIEORCHESTER mit (klassischer!) Musik des Radiohead-Kopfes Jonny Greenwood gibt es nur noch Stehplätze. In der kommenden Spielzeit wird die Anzahl der Jugendkonzerte deswegen verdoppelt. In der laufendenden Saison sollte man sich jetzt schon Karten sichern für das 3. und letzte Jugendkonzert MOZARTS SPÄTE LIEBE mit dem berühmten Klarinettenkonzert. Auch im ermäSSigten Abo erhältlich: 3x jugendKonzert ab 12,- €!

12+

Ein Kinderkonzert-Sonntag gehört immer dem Musiktheater auf der großen Bühne. Alle Sängerinnen und Sänger singen und spielen in Kostüm und Maske im kompletten Bühnenbild. Beim letzten der Konzerte im April gibt es eine Premiere, denn zum ersten Mal ist die kleine freche Schwester der Oper zu Gast, die Operette. Ulrich Wagner stellt gemeinsam mit den Solisten des Opernensembles die spannendsten und lustigsten Stellen aus Eduard Künnekes Der Vetter aus Dingsda vor – nicht fehlen darf dabei natürlich auch „Onkel und Tante, das sind Verwandte, die man am liebsten nur von hinten sieht“. Bei der anschließenden Autogrammstunde kann man Ulrich Wagner und die Sängerinnen und Sänger auch noch persönlich kennenlernen! Auch im ermäSSigten Abo erhältlich: 4x kinderKonzert ab 16,- €!

6+

2. JUGENDKONZERT – VON RADIOHEAD ZUM SINFONIEORCHESTER 30.4. 19.00 KLEINES HAUS

3. JUGENDKONZERT – MOZARTS SPÄTE LIEBE 22.6. 19.00 KLEINES HAUS

4. KINDERKONZERT – DER VETTER AUS DINGSDA

jonny greenwood

14.4. 11.00 & 15.00 GROSSES HAUS konzert

29


das

kamel ohne

hรถcker

Ralf wegener, Veronika bachfischer, sebastian reich, klaus cofalka-adami 30


NACH DEM ROMAN VON JONAS HASSEN KHEMIRI 30.4., 8.5. UND WEITERE TERMINE SCHULVORSTELLUNGEN BUCHBAR BEI CLAUDIA GRUBER T 0721 201 010 20 E-MAIL SCHULVORSTELLUNGEN@STAATSTHEATER.KARLSRUHE.DE

hรถcker

15+

31


border

üBER DIE GRENZE Ludger Vollmers Jugendoper „BORDER“

32

JUNGES STAATSTHEATER

14+


Über 50 Jugendliche liegen dicht gedrängt auf drei Podesten der Probebühne. Die Schülerinnen und Schüler stellen den Chor aus Ludger Vollmers Jugendoper Border. Ein Teil von ihnen singt bei der Karlsruher Lutherana, ein anderer Teil bei Cantus Juvenum. Der überwiegende Teil aber besteht aus Jugendlichen des sogenannten Bewegungschors, der auf der Bühne spielt und spricht.

Sie werden auch das Bühnenbild darstellen und „bauen“ – immer neue Kombinationen aus 16 Aluminiumobjekten, die Grenze, Tunnel oder Container bedeuten können. Der Jugendchor ist das Zentrum der Inszenierung, er befragt die Figuren im Stück, er befragt die Gattung Oper und er befragt ihr Publikum.

Border erzählt von der Flucht dreier Geschwister, deren Vater Opfer eines politischen Mordes geworden ist. Als die Kinder endlich am Ziel sind, verliebt sich die älteste Schwester in den Sohn ihres Fluchthelfers und zwingt ihn zu einer furchtbaren Entscheidung. Die Geschichte basiert auf Euripides’ Die Kinder des Herakles, ein antikes Drama, in dem der Chor eine wichtige Rolle spielt. Diese Funktion hat nun der Chor aus Jugendlichen.

BORDER Jugendoper nach einem Fluchtplan von Euripides von Ludger Vollmer ML Steven Moore R Ulrike Stöck B Fred Pommerehn K Gabriele Kortmann CH Dorothea Lehmann-Horsch D Joscha Schaback TP Julia Schüttke MIT Riedel, Baştar /Bock – Schäffer, Kolarczyk, Finden, Kontschak/Molz PREMIERE 17.4.13 KLEINES HAUS Weitere Vorstellungen nur am 20., 24.4, 11.5., 2., 3., 15., 19.6., 2., 18.7.

JUNGES STAATSTHEATER

33


DIE VESTALIN

PRESSESTIMMEN

„Der Szenenapplaus platzt dem Premierenpublikum nur so heraus: Barbara Dobrzanska hat ihren großen Auftritt in der Titelrolle.“ BNN

MÜDIGKEITSGESELLCHAFT / VERSUCH ÜBER DIE MÜDIGKEIT

„Ein entspanntes Publikum gibt sich staunend einer angenehmen Wir-Müdigkeit hin: Das muss man erlebt haben!“ Badisches Tagblatt

MÜDIGKEITSGESELLCHAFT / VERSUCH ÜBER DIE MÜDIGKEIT

DAS KAMEL OHNE HÖCKER

15+

„In der Insel inszeniert die gebürtige Iranerin Mina Salehpour das Stück mit Humor, Ironie und viel Spaß an haarsträubenden Klischees, ohne das sensible Thema zu bagatellisieren.“ BNN 34

IN DEN WINDEN IM NICHTS

„Cello-Klang und Tanz entwerfen eine ganze Welt – Heinz Spoerlis Kreation ist zeitlos schön, nicht nur virtuos in der Bewegung, sondern emotional bewegend.“ Stuttgarter Zeitung


der vetter aus dingsda

DER VETTER AUS DINGSDA

„Bernd Mottl zaubert in seiner leichthändigen Karlsruher Inszenierung aus den Figuren ein Höchstmaß von deftigem Witz.“ Frankfurter Rundschau

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER

„Hier kann eine Thteaterfassung für frisches Leben sorgen – und das tut die Aufführung im STUDIO des Karlsruher Staatstheaters auf packende Weise. BNN

DER EINSAME WEG

„Die einfühlsame Inszenierung von Dominique Schnizer berührt die Zuschauer und nimmt sie mit auf eine Seelenreise, ohne je Partei zu ergreifen. Es sind zwei knappe, dichte Stunden, in denen einem auch mal der Atem stockt.“ Badisches Tagblatt

der einsame weg

35


das programm april – juli

OPER BORDER

Siehe JUNGES STAATSTHEATER

14+

Rodriguez, Ks. Gauntt/Urrutia Benet, Harbour/Molz, Rebilas, Ks. Eidloth/Kuschel, Hegedüs u. a. PREMIERE 20.4. GROSSES HAUS B-PREMIERE 24.4., 10., 24.5., 11., 14., 30.6., 3.7. ca. 3 Stunden, eine Pause

DER VETTER AUS DINGSDA

Operette von Eduard Künneke „Bernd Mottl … ist ein Geniestreich gelungen. Das ist ein im besten Sinne komisches, bisweilen bissiges, vor allem aber pointenreiches und rasant abgefeuertes Musiktheater.“ Pamina ML Steven Moore/Justus Thorau R Bernd Mottl B Friedrich Eggert K Alfred Mayerhofer CH Otto Pichler D Raphael Rösler MIT Pfaffenzeller/Schlingensiepen, Bock/Leitner, Raffell/Schaefer – Ebel/Kohlhepp, Finden/Kolarczyk, Ks. Hannula/ Ks. Weinschenk u. a. 15.5., 2.,16., 2. (15 & 19 Uhr), 28.6. (15 & 20 Uhr) GROSSES HAUS ca. 2 ½ Stunden, eine Pause

DIE HOCHZEIT DES FIGARO

Opera buffa von Wolfgang Amadeus Mozart WIEDERAUFNAHME „Die Regie der Mozart-Oper überzeugt durch eine ausgefeilte Personenführung und den morbiden Charme ihrer Ausstattung.“ BNN ML Johannes Willig R Pavel Fieber B Christian Floeren K Götz-Lanzelot Fischer C Stefan Neubert D Tim-Christian Schwittek MIT Niessen, Schaefer, Hudarew – Molz, Finden/Kolarczyk, Kohlhepp, Kaspeli u. a. 22., 29.6. Operngala mit Alex Esposito (Figaro) und Genia Kühmeier (Gräfin), 7., 19.7. GROSSES HAUS ca. 3 ½ Stunden, eine Pause

DIE REGIMENTSTOCHTER

Komische Oper von Gaetano Donizetti Donizettis Regimentstochter ist ein Fest für jeden Gesangsfan. In den beiden Hauptpartien brillieren Ina Schlingensiepen als Marie und Eleazar Rodriguez als Tonio. ML Johannes Willig R Aurelia Eggers B & K Rainer Sellmaier D Raphael Rösler MIT Joynt/ Schlingensiepen, Hudarew/ Raffell, Ks. Peters – Bulajic/ 36

DIE PASSAGIERIN

Oper von Mieczysław Weinberg DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Mit deutschen und englischen Übertiteln Der Sensationserfolg der Bregenzer Festspiele nun in Karlsruhe: Weinbergs spannende Oper über Abgründe der menschlichen Seele. Barbara Dobrzanska singt die geheimnisvolle Passagierin, die eine fatale Erinnerung an Auschwitz hervorruft – nach dem berühmten Roman von Zofia Posmysz. ML Christoph Gedschold R Holger Müller-Brandes B & K Philipp Fürhofer D Bernd Feuchtner MIT Ks. Dobrzanska, Niessen/ Ks. Wolak – Ks. Schneider/Wohlbrecht, Finden u. a. PREMIERE 18., 22.5., 1., 13., 19.6., 14.7. GROSSES HAUS ca. 3 Stunden, eine Pause

DIE VESTALIN

Oper von Gaspare Spontini in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln „Der Szenenapplaus platzt dem Premierenpublikum nur so heraus: Barbara Dobrzanska hat ihren großen Auftritt in der Titelrolle.“ BNN ML Johannes Willig R Aron Stiehl B Frank Philipp Schlößmann K Franziska Jacobsen D Raphael Rösler MIT Ks. Dobrzanska, Tier – Ebel/Shin, Ebel/Ks. Schneider, Ks. Gorny/Meszar, Huck/Kontschak, Krohn/Netzner 11., 17., 26.4., 12., 26.5. GROSSES HAUS 3 Stunden, eine Pause

DIE ZAUBERFLÖTE

Große Oper von W. A. Mozart „Eine Zauberflöte, die Spaß macht, und zwar Erwachsenen und Kindern, eine FamilienZauberflöte.“ Der Neue Merker

ML Christoph Gedschold R Ulrich Peters B Christian Floeren K Renate Schmitzer D Frank Gersthofer MIT Schlingensiepen, Hindrichs – Kohlhepp, Urrutia Benet, Meszar, Schäffer u. a. 19.5. GROSSES HAUS 3 Stunden, eine Pause

Felix Mendelssohn Bartholdy Heine-Lieder Robert Schumann Liederkreis op. 24 Sebastian Kohlhepp Tenor John Parr Klavier 26.5. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

PETER GRIMES

WILLKOMMEN ZUM JUBILÄUMSBALL!

Oper von Benjamin Britten Zum 100. Geburtstag des bedeutenden englischen Komponisten inszeniert der weltweit gefeierte Regisseur Christopher Alden Benjamin Brittens bewegendes Porträt eines Außenseiters, über dessen Leben der Schatten immer breiter wird. Mit John Treleaven in der Titelrolle führen wir die Reihe „Meisterwerke des 20. Jahrhunderts“ fort. PREMIERE 6.7. GROSSES HAUS 12.7., 18.7., WIEDERAUFNAHME/ B-PREMIERE 17.9.

TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG

Große romantische Oper von Richard Wagner „Viel Beifall für eine exzellente Neuproduktion. Was würde ein derart interessanter, überragender Tannhäuser in Bayreuth erst für Furore machen.“ Frankfurter Rundschau ML Justin Brown R Aron Stiehl B & K rosalie C Ulrich Wagner CH Davide Bombana D Bernd Feuchtner MIT Melton/Niessen – MacAllister/Treleaven, Jung/ Kolarczyk, Ks. Gorny/Kaspeli/ Meszar, Ks. Schneider/Wohlbrecht, Ebel/Schäffer, Harbour, Kontschak/Molz, Volz/Wäspy 9. mit Scott MacAllister (Tannhäuser), 30.5., 9.6. GROSSES HAUS 4 ½ Stunden, zwei Pausen

5. LIEDERABEND – SEBASTIAN KOHLHEPP „Leise zieht durch mein Gemüt ...”

Zum großen 30. Karlsruher Opernball am 4.5.13 präsentieren wir hochkarätige Opern-, Musik- und Tanz-Highlights! Erleben Sie diesen glanzvollen Abend u. a. mit der Sopranistin Venera Gimadieva, Solistin des Moskauer Bolschoi-Theaters, Schlagzeug-Shooting-Star Alexej Gerassimez, Gewinner des Internationalen Tromp Percussion Wettbewerbs, dem erfolgreichen Showtanzpaar Melissa Ortiz-Gomez & Christian Polanc, Deutsche Meister der Kürtänze in Latein, bekannt aus der beliebten RTL-Show Let´s Dance, der Karlsruher Singer/Songwriterin Eva Croissant sowie den größten Hits aller Zeiten mit Pop & Poesie rund um SWR1-Moderator Matthias Holtmann. Lassen Sie sich mitreißen und tanzen Sie im festlichen Ambiente zu klassischen Standard- und feurigen Latein-Rhythmen bis in die frühen Morgenstunden.

ÜBERALL TANZEN

Auf den Bühnen im GROSSEN und KLEINEN HAUS laden das Orchester Pepe Lienhard, The Rebeatles und die Konrad Kater Kapelle zu Standard- und LateinTanz ein. DJ Rumbero sorgt ab 23 Uhr mit heißen Salsa-Rhythmen für südamerikanisches Flair im MITTLEREN FOYER. Im

FLATRATE FÜR PH- & HFM-STUDENTEN

In Kooperation mit den studentischen Selbstverwaltungen bekommen Studierende der Pädagogischen Hochschule ab sofort und der Musikhochschule Karlsruhe ab 1.4. Freikarten für Restplätze ab 3 Tage vor der Vorstellung – an der Tages- und Abendkasse.


1. März 2014, 18 Uhr Borodin FÜRST IGOR

10. Mai 2014, 19 Uhr Rossini LA CENERENTOLA

Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Reservierungs-Tel. 0721- 35 000 18 www.schauburg.de www.opernkino.de 26. April 2014, 19 Uhr Mozart COSÌ FAN TUTTE

9. November 2013, 19 Uhr Puccini TOSCA

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters e. V.

8. Februar 2014, 19 Uhr Dvořák RUSALKA

Ludwig van Beethoven Vier schottische Lieder aus op. 108 Margarete Schweikert Vier Lieder für mittlere Stimme nach Gedichten von Goethe & Im bitteren Menschenland op. 9 Benjamin Britten Sechs Hölderlin-Fragmente op. 61 Leonard Bernstein Trio für Violine, Violoncello und Klavier Der Werkkatalog der Karlsruher Komponistin Margarete Schweikert umfasst über 100 Lieder. Waren es bei ihr u. a. Verse von Goethe, so fand Britten für sein op. 61 in einem anderen Dichter Inspiration: Für seine HölderlinFragmente übernahm er gar den deutschen Originaltext. Das Konzert endet mit Bernsteins im Alter von 19 Jahren entstandenem Klaviertrio, ein gleichzeitig unterhaltsames und dennoch reifes Werk. Bernhard Berchtold Tenor Annelie Groth Violine Johann Ludwig Violoncello Jeanette La-Deur Klavier 30.6. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause anschließend Sonntags-Brunch im MITTLEREN FOYER

26. Oktober 2013, 19 Uhr Schostakowitsch DIE NASE

5. KAMMERKONZERT

5. April 2014, 19 Uhr Puccini LA BOHÈME

Johannes Maria Staud Tondo Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 Bohuslav Martinů Sinfonie Nr. 4 Tondo des jungen österreichischen Komponisten J. M. Staud wird durch das zentrale Kolorit der vier Hörner geprägt. Den Klang der Klarinette hatte Mozart auf seinen Reisen kennen und lieben gelernt. Dennoch erprobte er sie erst in Spätwerken, das Klarinettenkonzert ist gar sein letztes

Alfred Schnittke Violinkonzert Nr. 4 Anton Bruckner Sinfonie Nr. 9 d-moll Anton Bruckner hatte sich für seine Neunte Sinfonie Unerhörtes vorgenommen. Vielleicht ist es daher nicht verwunderlich, dass er die „Lösung“ durch ein Finale nicht mehr leisten konnte – und dennoch wirkt das überirdisch schön endende Werk geschlossen und vollendet. Der von der sowjetischen Kulturbürokratie gegängelte Alfred Schnittke liebte es hinter den Vorhang zu schauen, beispielsweise in der „sichtbaren Kadenz“ im zweiten Satz des 4. Violinkonzerts: das Nachleben der Musik. Der berühmte Geiger Gidon Kremer machte Schnittkes Konzerte im Westen schon in den 1980er Jahren bekannt. BADISCHE STAATSKAPELLE Gidon Kremer Violine

Karl Amadeus Hartmann Sinfonie Nr. 4 Francis Poulenc Konzert für Orgel, Pauken und Streicher g-Moll Richard Wagner Träume aus den Wesendonck-Liedern in Wagners Fassung für Violine und Orchester & Siegfried-Idyll 2013 gedenken wir u. a. des 50. Todestages von Karl Amadeus Hartmann und Francis Poulenc. Das 4. Sonderkonzert in der Christuskirche vereint originelle und klangprächtige Werke der vier Komponisten und wird geleitet von Brandon Keith Brown, vom Publikum gefeierter dritter Preisträger des 6. Internationalen Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti. BADISCHE STAATSKAPELLE Carsten Wiebusch Orgel Brandon Keith Brown Dirigent Axel Schlicksupp Moderation 19.4. CHRISTUSKIRCHE ca. 2 Stunden, eine Pause mit Moderation und anschließendem Künstlertreff

14. Dezember 2013, 19 Uhr Verdi FALSTAFF

6. SINFONIEKONZERT

8. SINFONIE- & 5. SONDERKONZERT

4. SONDERKONZERT – JAHRESREGENTEN

5. Oktober 2013, 19 Uhr Tschaikowsky EUGEN ONEGIN

Jonny Greenwood 48 Responses to Polymorphia DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Witold Lutosławski Cellokonzert Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Sein Debüt mit der STAATSKAPELLE gibt der bereits zwei Mal mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Maximilian Hornung mit dem Cellokonzert des Polen Witold Lutosławski. In der Antwort des Radiohead-Kopfes Jonny Greenwood auf das Stück Polymorphia von Lutosławskis Kollegen Krzysztof Penderecki liegt Englands Augenzwinkern zur polnischen Avantgarde von vor 50 Jahren. BADISCHE STAATSKAPELLE Maximilian Hornung Violoncello Justin Brown Dirigent 28., 29.4. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Frank Bridge The Sea Benjamin Britten Les Illuminations Benedict Mason Lighthouses of England and Wales Claude Debussy La mer Brittens erster Liederzyklus Les Illuminations basiert auf französischen Texten, Rimbauds Gedichte schildern die Sensationen der modernen Großstadt. Aus dem eher überschaubaren Œuvre von Brittens Kompositionslehrer Frank Bridge sticht die Orchestersuite The Sea hervor – und eine Verwandtschaft zu Werken wie Claude Debussys La mer nicht verheimlichen kann. Klangliche Entsprechungen von Geräuschen des Meeres und des Windes fand auch Benedict Mason bei seinen Lighthouses of England and Wales. Für dieses erste große Orchesterwerk gewann er gleich den Britten-Award. BADISCHE STAATSKAPELLE Eleazar Rodriguez Tenor Justin Brown Dirigent 16., 17.6. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Foto: EUGEN ONEGIN am 5.10.

15. März 2014, 18 Uhr Massenet WERTHER

5. SINFONIEKONZERT

7. SINFONIEKONZERT

Justin Brown Dirigent 14., 15., 16.7. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Die Saison 2013/2014

KONZERT

Instrumentalkonzert. Die im Exil entstandene Vierte Sinfonie des Tschechen Martinů steckt voller Elan, klanglicher Wärme und emotionaler Intensität. BADISCHE STAATSKAPELLE Frank Nebl Klarinette Johannes Willig Dirigent 26., 27.5. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

The Metropolitan Opera live im Kino

UNTEREN FOYER wird es ab 23 Uhr Tango Argentino geben, live begleitet von der Tangoband Gabriel Battaglia. Im STUDIO können Sie sich bis 22 Uhr warmtanzen, begleitet von einem DJ sowie einem FRAG MICH!-Tanzlehrer des Opernball-Partners Tanzschule Gutmann. Ab 22.30 Uhr wird das STUDIO zur Opernball-Disco, SWR1 DJ René Hagdorn legt bis in die Nacht auf. Der Vorverkauf läuft! Näheres auf der Homepage oder im Opernballbüro unter T 0721 3557 325, Mo–Fr 10–13 & 14–17 Uhr! Wir freuen uns auf Sie!

37


LAST-MINUTE-TICKETS FRÜHER

Als Schüler, Auszubildende, Studierende und Freiwilligendienstleistende könnt Ihr jetzt schon ab 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Kasse vergünstigte Karten kaufen. Schauspiel zum Preis von 6 Euro, Oper und Ballett für 8 Euro.

KAMMERKONZERT IN DER INSEL

Eric Ewazen A Philharmonic Fanfare Jacques Castérède Concertino John Glenesk Mortimer Trio Jérôme Naulais Flash Kerry Turner Bandera Anthony Plog Brass Trio Joseph Turrin Fandango Francis Poulenc Sonata op. 33 Am 15. Mai verwandelt sich die INSEL in ein Eldorado für Fans des Blechbläserklangs, wenn drei Musiker der BADISCHEN STAATSKAPELLE zeigen, welche virtuosen und klanglichen Möglichkeiten in ihren Instrumenten stecken. Das Programm reicht dabei von der strahlenden Fanfare über klassische, jazzige und südamerikanische Klänge bis hin zu Poulencs höchst unterhaltsamer Sonata voller jugendlicher Lebensfreude. Jörg Dusemund Horn Sándor Szábo Posaune Wolfram Lauel Trompete Nikolett Bernath Klavier 15.5. INSEL ca. 2 Stunden, eine Pause

KAMMERKONZERT EXTRA

Johannes Brahms Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11, Urfassung für Nonett Richard Strauss Serenade Es-Dur op. 7 für 13 Blasinstrumente Richard Strauss Sonatine Nr. 1 F-Dur o. op. „Aus der Werkstatt eines Invaliden“ für 16 Blasinstrumente Auf Brahms‘ langem Weg zur Ersten Sinfonie entstanden zwei quasi sinfonische Serenaden. Richard Strauss‘ heitere Sonatine Aus der Werkstatt eines Invaliden entstand in den letzten Kriegsmonaten, uraufgeführt wurde sie 1944 im noch unzerstörten Dresden. Der 16-jährige Gymnasiast hatte dort sein allererstes Bläserwerk, die Serenade Es-Dur, uraufgeführt. Mitglieder der BADISCHEN STAATSKAPELLE Johannes Willig Dirigent 2.6. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause 38

KONZERT DES HELMHOLTZ-GYMNASIUMS

Dietrich Buxtehude Kantate „Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken“ Antonio Vivaldi Gloria D-Dur Camille Saint-Saëns 3. Violinkonzert h-Moll Franz Schubert Sinfonie h-Moll „Unvollendete“ Ein abwechslungsreiches Programm zwischen Barock und Klassik bietet das diesjährige Gastkonzert von Chören und Orchester I des HelmholtzGymnasiums. Bei der Vorbereitung wurden die jungen Musiker unterstützt von Musikern der BADISCHEN STAATSKAPELLE, deren Patenschaft mit den Helmholtz-Orchestern im Rahmend es Konzerts feierlich besiegelt wird. Orchester I des HelmholtzGymnasiums Philharmonischer Chor des Helmholtz-Gymnasiums Kammerchor des HelmholtzGymnasiums Johanna Zschocke Violine Hans-Jochen Stiefel Dirigent 5.5.13 20.00 GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

NACHTKLÄNGE 3 – ANKLANG

Neue Werke aus Wolfgang Rihms Kompositionsklasse In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Karlsruhe Beim Einblick in die „Werkstatt“ der Kompositionsklasse Wolfgang Rihms ergeben sich immer anregende Gegenüberstellungen von unterschiedlichen Ausdrucksweisen. Ähnlich wird nur die Besetzung sein, die sich an der Instrumentierung eines Klassikers der Moderne orientiert. Es spielen Musikerinnen und Musiker der BADISCHEN STAATSKAPELLE gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe. Das Konzert ist somit Forum für die beteiligten jungen Komponisten wie auch Instrumentalisten. Mitglieder der BADISCHEN STAATSKAPELLE

Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe Ulrich Wagner Dirigent & Moderator 31.5. INSEL ca. 2 Stunden, eine Pause Die NachtKlänge werden unterstützt von

BALLETT GISELLE

Ballett von Peter Wright nach Marius Petipa, Jean Coralli & Jules Perrot NEUEINSTUDIERUNG „Das Karlsruher Staatsballett macht aus der romantischen Story eine traumverloren schöne Aufführung, die den ganzen Zauber und Ausdruck klassischen Tanzes beschwört.“ Pforzheimer Zeitung M Adolphe Adam, bearbeitet von Joseph Horovitz ML Christoph Gedschold CH & IN Peter Wright nach Marius Petipa, Jean Coralli & Jules Perrot E Desmond Kelly LI Théophile Gauthier, angeregt durch Heinrich Heine B & K Michael Scott L Klaus Gärditz MIT Solisten, Ballettensemble, Ballettstudio des STAATSBALLETTS KARLSRUHE & Studierenden der Akademie des Tanzes Mannheim BADISCHE STAATSKAPELLE 21.5., 6.6. GROSSES HAUS 2 ¼ Stunden, eine Pause

IN DEN WINDEN IM NICHTS

Ballett von Heinz Spoerli DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG „Bachs jenseitig schöne Harmonien … werden in eine spirituelle, ornamental ausgeschmückte Tanzsprache umgesetzt, die in hinreißend verspielten, sinnlich aufgeladenen Sequenzen ästhetischen Genuss vom Feinsten bietet.“ Die Deutsche Bühne M Johann Sebastian Bach VIOLONCELLO Alexandre Vay/ Benedict Kloeckner CH & K Heinz Spoerli E Oleksandr Kirichenko & Sergiy Kirichenko B Sergio Cavero L Martin Gebhardt MIT Solisten & Ballettensemble des STAATSBALLETTS KARLSRUHE 19., 25., 28., 30.4., 17., 23.5., 7.6., 5., 17.7. GROSSES HAUS ca. 1 ¼ Stunden, keine Pause

MOMO

15+ Ballett von Tim Plegge nach Michael Ende URAUFFÜHRUNG „Heiter, spannend und ungeheuer poetisch – das erste abendfüllende Ballett des jungen Choreographen war in jedem Fall sehenswert.“ dpa M Lera Auerbach, Sebastian Currier, Philip Glass, Max Richter, Alfred Schnittke, Dimitri Schostakowitsch, Lepo Sumera, Pēteris Vasks, Bernd A. Zimmermann CH & LI Tim Plegge B Sebastian Hannak K Judith Adam L Stefan Woinke D Esther Dreesen-Schaback MIT Solisten & Ballettensemble des STAATSBALLETTS KARLSRUHE 25.5. GROSSES HAUS 2 ¼ Stunden, eine Pause Wir danken KUNST- UND THEATERGEMEINDE KARLSRUHE E. V.

SCHWANENSEE

Ballett von Christopher Wheeldon nach Marius Petipa & Lew Iwanow DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG „So wie Birgit Keil und Vladimir Klos diese Compagnie trainieren, haben sie sie mühelos auf internationales Niveau gebracht und perfekt vorbereitet für das schwerste aller Ballette, das Unbekannte mit dem großen Namen. Wer es in Karlsruhe sieht, dem wird es nie mehr fremd vorkommen.“ FAZ M Peter I. Tschaikowski ML Markus Bieringer CH Christopher Wheeldon E Tamara Hadley B Adrianne Lobel K Jean-Marc Puissant MIT Solisten, Ballettensemble, Ballettstudio des STAATSBALLETTS KARLSRUHE & Studierenden der Akademie des Tanzes Mannheim BADISCHE STAATSKAPELLE 11.5., 4.6. GROSSES HAUS ca. 3 ½ Stunden, zwei Pausen

SIEGFRIED

Ballett von Peter Breuer Libretto von Andreas Geier URAUFFUHRUNG „Eines der Geheimnisse des Ballettensembles in Karlsruhe besteht in dem Gespür seiner Direktoren Birgit Keil


und Vladimir Klos, Rollen zu besetzen. Jetzt haben sie einen Siegfried-Darsteller in den Reihen ihrer Tänzer herangebildet, der auf den Bühnen Europas seinesgleichen sucht.“ FAZ M John Adams, Franz Liszt, Richard Wagner ML Christoph Gedschold CH Peter Breuer LI Andreas Geier B & K Dorin Gal L Eduard Stipsits D Esther Dreesen-Schaback MIT Solisten, Ballettensemble & Ballettstudio des STAATSBALLETTS KARLSRUHE BADISCHE STAATSKAPELLE 31.5., 5., 23.6., 10., 20.7. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

TANZ-PROJEKT FÜR CI-PATIENTEN

Entwicklung und Aufführung einer Choreografie für Patienten mit einem Cochlea-Implantat Dieses Kooperationsprojekt zwischen der HNO-Universitätsklinik Heidelberg und dem STAATSTHEATER KARLSRUHE findet mit der Aufführung einer Choreografie seinen Abschluss. Geleitet wurde der Workshop von der Solistin des STAATSBALLETTS Barbara Blanche. Mit dem Ziel der Rehabilitation haben Hörgeschädigte die Möglichkeit gehabt, das Wahrnehmen von Musik zu schulen und die Bewegungssicherheit zu verbessern. Eine Aufführung vor Publikum bestätigt den Erfolg dieses einzigartigen Projektes. 21.4. STUDIO In Kooperation mit dem HNO-Universitätsklinikum Heidelberg

6. KARLSRUHER BALLETTWOCHE

10 Jahre STAATSTBALLETT KARLSRUHE unter der DIREKTION KEIL/KLOS! Unter diesem Motto begeht das Ballettensemble unter der Leitung von Birgit Keil in seiner 10. Spielzeit die 6. Ballettwoche. Als Abschluss der Saison und besondere Reverenz an das Publikum bietet sie Ballettfreunden die Möglichkeit, Verpasstes nachzuholen oder Lieblingsstücke noch einmal zu genießen. Die persönlichen Begegnungen mit den Künstlern bei den Autogrammstunden machen die Ballettwoche zu einem besonderen Ereignis. 4. – 8.6. GROSSES HAUS

BALLETT GALA

Den glanzvollen Höhepunkt der Ballettwoche bildet die Ballett Gala. Internationale Stars präsentieren gemeinsam mit unserem Ensemble ein Programm, das ihnen Tanzkunst auf höchstem Niveau zeigt. 8.6. GROSSES HAUS

SCHAUSPIEL AGNES

nach Peter Stamm, für die Bühne bearbeitet von Christian Papke DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG Eine Liebesbeziehung auf dem Prüfstand: „Glänzende, anrührende Schauspielerei … Großer Beifall für eine ausgezeichnete, rundum empfehlenswerte Produktion.“ BNN R Christian Papke B & K Alois Gallé & Viktoria Strikić M Georg Luksch D Michael Nijs MIT Biesolt*, Gröschel – Wagner

Ob vor Vorstellungsbeginn oder während der Pausen – Wir versorgen Sie gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Manuela Peter & Alexander Göring Inhaber

*Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

26.4., 12., 18., 23., 31.5. und weitere Termine im Juni/Juli STUDIO 1 ½ Stunden, keine Pause

ALICE

Musical von Robert Wilson, Tom Waits, Kathleen Brennan & Paul Schmidt – nach Lewis Carolls Alice im Wunderland „ Hier ist ein Abend gelungen, der unterhält, berührt und nachhallt.“ BNN R Daniel Pfluger ML Clemens Rynkowski B Flurin Borg Madsen K Janine Werthmann D Nina Steinhilber MIT Beetz, Derleder, Grossenbacher, Kitzl – Andreesen, Besta, Fischer, Krause, Lienhard, Schmidt BAND Zieba – Dinkelacker, Pudil, C. Rynkowski, F. Rynkowski, Welsch 19., 26.4., 18., 31.5., 1., 16., 20.6. KLEINES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters e. V.

AM FALSCHEN ORT

von Alice Monica Marinescu & David Schwartz URAUFFÜHRUNG / GEWINNER DES DRAMENWETTBEWERBS „ÜBER GRENZEN SPRECHEN“ 2012 Reale Schicksale an der Außengrenze der EU: Von der

BADEN-BADENER

Reservierungen unter Tel 0721 379715 oder E-Mail theatergastronomie.goering@web.de

W I N Z E R G E N O S S E N S C H A F T

Baden-Badener Winzergenossenschaft eG Mauerbergstr.32, D-76534 Baden-Baden Tel. 0 72 23-96 87-0, Fax. 0 72 23-96 87 87 E m a i l : i n f o @ b a d e n - b a d e n e r- w g . d e www.baden-badener-wg.de

39


obdachlosen alten Jüdin in Bukarest bis zum vom Krieg vertriebenen Afghanen erzählen fünf Flüchtlinge über ihre Suche nach der neuen Heimat im Westen. R & V Manuel Braun B & K Viktoria Strikić PREMIERE 30.6. STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

DANTONS TOD

Ein Drama von Georg Büchner „Dieser Danton wäre auch Schülern als sinnlich erfahrbare Lektürehilfe zu empfehlen – wie allen, die einen der stärksten Texte der deutschen Literatur nahegebracht bekommen wollen.“ BNN R Simone Blattner B Alain Rappaport K Claudia González Espíndola M Christopher Brandt D Kerstin Grübmeyer MIT Kitzl – Andreesen, Bauer, Berger, Halle, Schmidt, Tank, Wiegard 18., 19.4., 2.5.* KLEINES HAUS 1 ¾ Stunden, keine Pause *avec surtitres français / mit französischen Übertiteln

DER EINSAME WEG

von Arthur Schnitzler „Die einfühlsame Inszenierung von Dominique Schnizer berührt die Zuschauer und nimmt sie mit auf eine Seelenreise, ohne je Partei zu ergreifen. Es sind zwei knappe, dichte Stunden, in denen einem auch mal der Atem stockt.“ Badisches Tagblatt R Dominique Schnizer B & K Christin Treunert D Tobias Schuster MIT Gröschel, Grossenbacher, Schlegel – Andreesen, Funke, Krause, Tank, Wiegard 25.4., 21., 30.5.,11., 14., 28.6., 5.7. KLEINES HAUS 1 ¾ Stunden, eine Pause

DER VORNAME

Komödie von Matthieu Delaporte & Alexandre de la Patellière In der „mit viel Verve“ inszenierten französischen Erfolgskomödie „geht es Schlag auf Schlag, der Lack zivilisierten Umgangs platzt explosionsartig … Kurz: Langweile kommt an diesem Abend nicht auf. Reichlich Applaus.“ BNN R Dominik Günther B & K Heike Vollmer M Jan S. Beyer & Jörg Wockenfuß D Nina Steinhilber MIT Baggeröhr, Löffler – Besta, Lamp, Riemer 12., 13., 20.4., 20., 25., 26., 30.5. und weitere Termine im Juni/Juli STUDIO 1 ¾ Stunden, keine Pause 40

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER

nach J. W. von Goethe „Hier kann eine Thteaterfassung für frisches Leben sorgen – und das tut die Aufführung im STUDIO des Karlsruher Staatstheaters auf packende Weise.“ BNN R Gernot Grünewald B & K Michael Köpke M Tobias von Tann V Jonas Plümke D Tobias Schuster MIT Bachfischer – Andreesen, Brandt 11.4., 17., 29.5. STUDIO und weitere Termine im Juni/Juli ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

DIE MÖWE

Komödie von Anton Tschechow „Eindringlich … hervorragende Schauspieler … grandioses Bühnenbild … Kostüme voller Witz und Zitate … großartig übersetzte Texte“ Badisches Tagblatt R Jan-Christoph Gockel B Julia Kurzweg K Sophie du Vinage M Matthias Grübel D Tobias Schuster MIT Baggeröhr, Gröschel, Löffler, Schlegel – Brandt, Cofalka-Adami, Funke, Halle, Lamp, Meyer, Wagner 1., 4., 16., 27.4. KLEINES HAUS 3 Stunden, eine Pause

DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’

Ein Abend über Bob Dylan von Heiner Kondschak „Die Karlsruher Bob-Dylan-Revue ist ein Volltreffer.“ Rheinpfalz R Heiner Kondschak, Martin Süß ML Heiner Kondschak B & K Nadia Fistarol D Jan Linders MIT Beetz, Wiedemer – CofalkaAdami, Koch, Hertweck, von der Lieth BAND Hamacher, Kondschak, Linder, Reffert, Schmith 20.5., 15.6., 13.7. GROSSES HAUS 3 ¼ Stunden, eine Pause

EINE (MIKRO)ÖKONOMISCHE WELTGESCHICHTE, GETANZT

von Pascal Rambert &  Eric Méchoulan VOLKSTHEATER / DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG Heute ist alles Wirtschaft: 50 Karlsruher sprechen auf der Bühne über ihre persönliche Ökonomie

und tanzen dazu. Ein Philosoph kommentiert Szenen aus der Weltwirtschaftsgeschichte. Mitwirkende gesucht: weltgeschichte@ staatstheater.karlsruhe.de R & B & L Pascal Rambert MIT 50 Karlsruhern – Emmanuel Alloa PREMIERE 27.6., 3., 6., 12., 14., 17., 19.7. KLEINES HAUS ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

IMMER NOCH STURM

von Peter Handke – Deutschsprachiges Stück des Jahres 2012, Theater heute „Ein beeindruckender, nicht ganz einfacher Theaterabend.“ Badisches Tagblatt R Dominik Günther B & K Heike Vollmer M Jan S. Beyer, Jörg Wockenfuß D Tobias Schuster MIT Gröschel, Löffler, Schlegel – Besta, Funke, Halle, Riemer, Tank 28.5. STUDIO 3 ¼ Stunden, eine Pause

JACQUES BREL – ON N’OUBLIE RIEN

Inszenierte Chansons mit Natanaël Lienhard URAUFFÜHRUNG „Eine anrührende und hinreißende Hommage an die Chansons“ BNN ML Jaco Bussmann R Pia Donkel B&K Katharina Simmert V Olivier Hamaker D Jan Linders MIT Lienhard Musiker Bussmann, Gieron, Jergens, Unger 24.5. STUDIO und weitere Termine im Juni/Juli 1 ¼ Stunden, keine Pause

MÄNNERPHANTASIEN

von Patrick Wengenroth nach Klaus Theweleit URAUFFÜHRUNG Theweleits Untersuchung des faschistischen Männertyps gilt als eines der „spannendsten, fantasievollsten und inspiriertesten wissenschaftlichen Bücher“ – nun liefert es dem Berliner Regisseur Patrick Wengenroth einen reichen Materialschatz für eine intelligentironische Zitat-Montage zwischen Schauspiel, Performance, Philosophie und Pop nach dem Vorbild seiner erfolgreichen Inszenierung von Sloterdijks Du musst dein Leben ändern. R Patrick Wengenroth Mitarbeit Vivien Mahler B & K Sabine Kohlstedt M Matthias Kloppe D Kerstin Grübmeyer MIT Bachfischer, Crosson*, Grossenbacher, Schlegel – Cofalka-Adami *Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

PREMIERE 24., 30.4., 9., 10., 15., 16.5. und weitere Termine im Juni/Juli STUDIO ca. 2 Stunden, keine Pause Im Rahmen des Festivals FRAUENPERSPEKTIVEN 2013 – GRENZEN-LOS 

MEDEA

Das Goldene Vlies Teil 3 Trauerspiel von Franz Grillparzer „Die für die Titelrolle engagierte Sascha Özlem Soydan punktet dadurch, dass sie in dieser Mordspartie eben nicht dramatisch aufdreht, sondern nur sehr schlaglichtartig andeutet, welche eruptive Energie in dieser Figur steckt.“ BNN R Mareike Mikat B & K Simone Manthey D Kerstin Grübmeyer MIT Biesolt*, Crosson*, Derleder, Soydan – Halle, Wagner * Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

25.4., 21.5. und weitere Termine im Juni/Juli STUDIO 1 ¾ Stunden, keine Pause Im Rahmen des Festivals FRAUENPERSPEKTIVEN 2013 – GRENZEN-LOS 

MINNA VON BARNHELM

Lustspiel von G. E. Lessing „Respektlosigkeit gegenüber dem klassischen Text? Im Gegenteil: Komik schafft Freiraum für die Passagen, auf die es wirklich ankommt. Übrigens: Schüler haben bestimmt ihren Mordsspaß daran … Eine beglückende Erfahrung.“ nachtkritik.de R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Tobias Schuster MIT Kitzl, Löffler – Funke, Lamp, Riemer, Wiegard MUSIKER Brandt 17.4. STUDIO 1 ½ Stunden, keine Pause

MÜDIGKEITSGESELLSCHAFT / VERSUCH ÜBER DIE MÜDIGKEIT

von Byung-Chul Han / Peter Handke URAUFFÜHRUNGEN „Ein entspanntes Publikum gibt sich staunend einer angenehmen Wir-Müdigkeit hin: Das muss man erlebt haben!“ Badisches Tagblatt R Stefan Otteni B & K Anne Neuser M Pascal Renaud D Kerstin Grübmeyer MIT Grossenbacher – Halle, Schmidt 14.4., 22.5. und weitere Termine im Juni/Juli STUDIO 2 Stunden, keine Pause


QUASAR CIA DE DANCA

5. liederabend

sebastian kohlhepp

KULTURZENTRUM TOLLHAUS • KARLSRUHE • ALTER SCHLACHTHOF 35 Mi 17.04. HANNES WADER „Nah dran“ Do 18.04. QUASAR CIA DE DANCA „Céu na Boca“ Do 18.04. BEADY BELLE „Cricklewood Broadway“ Fr 19.04. DIE CUBABOARISCHEN Fr 19.04. BALANESCU QUARTETT „25 years“ Sa 20.04. ANDREAS REBERS „Predigt erledigt“ Sa 20.04. CIE4 „Unruhe bewahren“ Tanztheater - Neuer Zirkus So 21.04. VIVA VOCE „Commando a cappella“ So 21.04. PUBLIC SERVICE BROADCASTING 23.+24.04. SWR3 Comedy live mit Zeus und Wirbitzky Do 25.04. THE RESIDENTS „Wonder of Weird“ 25.+26.04. PLATZDA - Straßentheaterfestival 2013 26.+27.04. OROPAX „Chaos Royal“ - Premiere Di 30.04. „MÄNNERABEND“ Di 30.04. TUCK & PATTI Do 02.05. Mr. Bunk‘s Shadow puppet comedy „Swamp Juice“ Do 02.05. BRATSCH „Urban Bratsch“ Sa 04.05. HENNI NACHTSHEIM & RICK KAVANIAN Sa 04.05. GAUTHIER DANCE „future 6“ Tanztheater Mi 08.05. MASTER DRUMMERS OF BURUNDI Do 09.05. JONATHAN KLUTH Sa 11.05. JESS JOCHIMSEN So 12.05. „AUSGESCHLACHTET“

Tag der offenen Türen im Alten Schlachthof

So 12.05. Mi 15.05. Mi 15.05. Do 16.05. Do 16.05. Fr 17.05. Fr 24.05. Fr 31.05. Sa 01.06. Sa 08.06. Do 13.06.

IMAM BAILDI World Top 7 MARIA JOÃO & MáRIO LAGINHA QUARTET „LADIES NIGHT - ganz oder gar nicht“ NATURALLY 7 Tour ’13 spec. guest: Jem Cooke CARGO-THEATER „Das finstere Tal“ „CAVEWOMAN“ mit Ramona Krönke KING ROCKO SCHAMONI „lebendig 2013 - songs & storys“ BAUCHKLANG „Akusmatik“ ÓLAFUR ARNALDS HAGEN RETHER „Liebe“ DAMENWAHl 2 Frauencomedy mit Antje Schumacher,

Sa 15.06. 21.+22.06. Mo 24.06.

CORDULA STRATMANN „CAVEMAN“ ALEX CLARE 28.06.-04.08.2913 KONSTANTINWECKER „Wut und Zärtlichkeit“ ALIN COEN BAND PATRICE THE UKULELE ORCHESTRA OF GREAT BRITAIN CALEXICO supp.: Depedro INGA RUMPF & die BAP-MUSIKER WYNTON MARSALIS & JAZZ AT LINCOLN CENTER ORCHESTRA DEINE FREUNDE TINDERSTICKS „across six leap years“ JANE BIRKIN LA SHICA SHANTEL & BUCOVINA CLUB ORKESTAR ACOUSTIC AFRICA „WomenVoices“ THE KYTEMAN ORCHESTRA und viele mehr ...

Fr 28.06. Do 04.07. Sa 06.07. So 07.07. Mi 10.07. Fr 12.07. Sa 13.07. Do 14.07. Di 23.07. Do 25.07. Fr 26.07. Mo 29.07. Do 01.08. Fr 02.08.

Martina Brandl, Mia Pitroff und Barbara Ruscher

www.zeltival.de

Karteninfo: Tel. 0721 / 96 40 50 www.tollhaus.de Vorverkauf: Mo - Fr 12 - 18.30 Uhr

Sebastian Kohlhepp kam von der Frankfurter Hochschule direkt ins Opernensemble des STAATSTHEATERS. Bereits in der ersten Spielzeit konnte er Hauptpartien singen wie Don Ottavio in Don Giovanni und die Titelpartie in Robin Hood. Zuletzt feierte er Erfolge als Erster Fremder in Der Vetter aus Dingsda und als Tamino in Die Zauberflöte. Zur kommenden Spielzeit wird er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Von seinem Karlsruher Publikum verabschiedet er sich am 26.5. mit einem eigenen Liederabend. „Als ich in Karlsruhe anfing, sah ich mich noch hauptsächlich als Konzertsänger, denn ich hatte in diesem Bereich die bis dahin meisten Gastieranfragen. Auch heute bin ich nach wie vor gerne mit Programmen jenseits der Opernbühne unterwegs, wie z. B. jetzt im März als Arientenor in Bachs Matthäuspassion unter Philippe Herreweghe – u. a. in der Tonhalle Zürich und im Wiener Konzerthaus. Schumanns Liederkreis und die Mendelssohn-Lieder, die ich im Mai in Karlsruhe singen werde, gehören zu den ersten Kunstliedern, die ich zu Studienzeiten kennengelernt habe und die exakt für mein Stimmfach gemacht sind. Grade die Schumann-Lieder fordern dem Sänger einiges ab. Es ist ein sehr inniger Zyklus mit vielen leisen Momenten, bei dem man aber auch zupacken muss. Mittlerweile habe ich natürlich Blut geleckt als Opernsänger. Irgendwann werde ich vielleicht freischaffend beides machen können – Oper und Konzert im Wechsel!“

5. Liederabend „Leise zieht durch mein Gemüt …“ Sebastian Kohlhepp Tenor John Parr Klavier Felix-Mendelssohn-Bartholdy Heine-Lieder Robert Schumann Liederkreis op. 24 Benjamin Britten Hölderlin-Fragmente 26.5. KLEINES HAUS 41


PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG

Schauspiel von Heinrich von Kleist Ein junger Offizier überhört traumbenommen einen Befehl, erringt durch sein eigenmächtiges Voranstürmen den Sieg in der Schlacht – und wird dennoch zum Tode verurteilt. Kleists letztes Drama ist eines der unüberwindbaren Widersprüche zwischen Liebe und Krieg, Gesetz und Gefühl, Autorität und Freiheit. R Martin Nimz B Julia Scholz K Ricarda Knödler M Benedikt Brachtel D Nina Steinhilber MIT Ute Baggeröhr, Sophia Löffler – Simon Bauer, Michel Brandt, Thomas Halle, Matthias Lamp, Timo Tank, André Wagner, Frank Wiegard PREMIERE 16., 19., 24.5., 12., 19., 26., 30.6., 4., 11., 18.7. KLEINES HAUS ca. 2 ½ Stunden, eine Pause

WIE ES EUCH GEFÄLLT

Komödie von William Shakespeare Deutsch von Jürgen Gosch & Angela Schanelec Rosalinde, Tochter des verbannten Herzogs, wird vom Hof vertrieben, verkleidet sich als Mann und nennt sich fortan Ganymed. Sie folgt dem Vater in den Wald von Arden, Zufluchtsort einer wachsenden Zahl Gestrandeter, die einen alternativen Platz in der Welt suchen – und vor allem Liebe. R Sebastian Schug B Nadia Fistarol K Nicole Zielke M Johannes Winde V Nazgol Emami D Nina Steinhilber MIT Baggeröhr, Derleder, Crosson*, Kitzl, Löffler – Bauer, Funke, Krause, Lamp, Lienhard, Wiegard *Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

21., 23., 28.4.*, 12.*, 17., 22., 29.5., 5.*, 13., 21., 23., 29.6., 2., 9., 13.*, 20.7. KLEINES HAUS ca. 2 ¼ Stunden, keine Pause *with English surtitles / mit englischen Übertiteln

PREMIÈRES

Festival für junge europäische Regisseure mit deutsch-französischen Übertiteln Zehn Sprechtheater-Debuts aus ganz Europa. Das ausführliche Festivalprogramm ab 15.4. unter www.festivalpremieres.eu 42

6.– 9.6. KLEINES HAUS, STUDIO, INSEL, ZKM_Medientheater, HfG Studio In Kooperation mit dem Théâtre National de Strasbourg & dem Le Maillon sowie dem ZKM & der HfG Karlsruhe Gefördert von

GASTSPIELE AM TISCH MIT JOHANN PETER HEBEL

Eine inszenierte Lesung in fünf Stationen GASTSPIEL FREIE SZENE Mit Hebels Gedichten und Geschichten spüren Verena Buss und Walter Küng dem alemannischen Mundartdichter nach. Einerseits biedermeierlicher Moralist und Aufklärer, widmete er sich auch dem Klatsch und Tratsch seiner Zeit. Dazu spielt der Schweizer Hans Hassler Akkordeon. MIT Verena Buss & Walter Küng AKKORDEON Hanns Hassler 29.4. STUDIO 1 ¼ Stunden, keine Pause Koproduziert von sogar theater Zürich

DAS PROJEKT BIN ICH

GASTSPIEL FREIE SZENE Was als Expedition hinter die Kulissen des Schauspielberufs beginnt, endet letztlich als exemplarische Erkundung des Menschseins in einer sich immer schneller verändernden Welt. Die Regisseurin Ulrike Müller wurde für Das Projekt bin ich von Theater heute als beste Nachwuchsregisseurin des Jahres 2012 nominiert. R Ulrike Müller B Jan Lehmann/ Korbinian Schmidt Mit Martina Hesse, Franziska Kleinert, Fanny Staffa, Katrin Steinke, Ernestine Tzavaras und Alexander Schröder 11.5.13 STUDIO

EFFI BRIEST

nach Theodor Fontane Wie soll man leben? Mit wem? Effi Briest heiratet einen älteren Mann, der eine gute Partie ist. Doch auf dem unheimlichen Landgut kommen ihr Zweifel an dem selbstgewählten Weg. Die Affäre mit Major Crampas verspricht Zerstreuung, aber ist sie nicht auch eine Flucht und der drohende Untergang? Das Gastspiel der Württembergischen Landesbühne Esslingen stellt Effi als moderne Frau vor, für die das Leben das ist, was man daraus macht.

R Sandrine Hutinet B NicolausJohannes Heyse K Christine Haller M Goulven Derrien MIT Lara Beckmann, Kristin Göpfert, Margarita Wiesner, Nikolaus Eleftheriadis, Ralph Hönicke, Matthias Zaijger 9. & 10.5. KLEINES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

MICHAEL QUAST: DIE FLEDERMAUS

Musikkabarett Die berühmteste JohannStrauss-Operette als Trio infernale mit Michael Quast, Sabine Fischmann und dem Pianisten Rhodri Britton. 25.5. KLEINES HAUS 2 ¼ Stunden, eine Pause

Makaria und ihre Geschwister müssen fliehen, weil sie von der Staatspolizei verfolgt werden. Auf der Flucht verliebt sich Makaria in den Sohn ihres Fluchthelfers Manol. Ein Spitzel der Staatspolizei hat die Geschwister verfolgt und macht Manol ein Angebot … Ludger Vollmer gilt als Spezialist für Jugendopern. Zuletzt hatte seine Filmadaption Gegen die Wand Erfolge in Bremen und Stuttgart. Neben den Opernsolisten stehen Mitglieder des Jugendchores der Lutherana Karlsruhe und des Cantus Juvenum sowie viele weitere Jugendliche aus Karlsruhe und Umgebung auf der Bühne, insgesamt etwa 70 Personen. ML Steven Moore R Ulrike Stöck B Fred Pommerehn K Gabriele Kortmann D Joscha Schaback MIT Riedel, Bastar/Bock – Schäffer, Kolarczyk, Finden, Kontschak/ Molz PREMIERE 17., 20., 24.4., 11.5., 2., 3., 15., 19.6. & 2., 18.7. KLEINES HAUS 1 ¾ Stunden , keine Pause In Zusammenarbeit mit dem Jugendchor der Lutherana Karlsruhe und Cantus Juvenum Karlsruhe e.V.

VANESSA STERN: DAS KAPITAL DER TRÄNEN

GASTSPIEL FREIE SZENE / PERFORMANCE Sie heulen stehend, sitzend, strampelnd, tretend, hängend. Pusten kurz durch, uff, uff, schütteln sich aus und heulen weiter. Sechs Schauspielerinnen untersuchen ihre Arbeitsbedingungen indem sie sich mit ihrem Kapital, den Tränen, auseinandersetzen. Alle sechs sind seit über zehn Jahren im Beruf, haben sich in den Off- und Stadttheaterstrukturen verausgabt, haben ihre Emotionen verkauft. Jetzt ziehen sie Bilanz. R Vanessa Stern D Dietmar Schmidt A Eike Böttcher & Jelka Plate MIT Elisabeth Baulitz, Stefanie Frauwallner, Eva Löbau, Valerie Oberhof, Stephanie Petrowitz, Vanessa Stern 27.4. STUDIO Gefördert aus den Mitteln des Fonds Darstellende Künste e.V. und der Graduiertenschule für Künste und Wissenschaft der UdK Berlin Im Rahmen des Festivals FRAUENPERSPEKTIVEN 2013 – GRENZEN-LOS 

JUNGES STAATSTHEATER BORDER

14+ Jugendoper nach einem Fluchtplan von Euripides von Ludger Vollmer

DAS KAMEL OHNE HÖCKER

15+

FRIERSCHLOTTERSCHWITZ

3+

nach dem Roman von Jonas Hassen Khemiri In der Insel inszeniert die gebürtige Iranerin Mina Salehpour das Stück mit Humor, Ironie und viel Spaß an haarsträubenden Klischees, ohne das sensible Thema zu bagatellisieren.” BNN R Mina Salehpour B Jorge Caro K Maria Anderski D Ulrike Stöck MIT Bachfischer – CofalkaAdami, Reich, Wegner 19., 30.4., 8.5. INSEL 1 ¼ Stunden, keine Pause

Tanztheater für die Allerkleinsten URAUFFÜHRUNG Temperaturen wirken sich sofort auf den Körper aus und verändern Bewegungen. Erstmals müssen sich die Schauspieler ganz auf ihren Körper verlassen und sich mit dem Tanz als Ausdrucksmittel auseinandersetzen. Die Tänzerin und Choreografin Barbara Fuchs ist eine der ersten, die so mit Fantasie und genauem Blick bereits viele Tanzstücke für die Allerkleinsten schuf. R & B & K Barbara Fuchs MUSIK Jörg Ritzenhoff MIT Reich – Wegner 20.4., 20., 25.5. INSEL Wir danken 


SCHAUSPIEL BEI DEN RUHRFESTSPIELEN 2013

Als Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2013 und der EUROPÄISCHEN KULTURTAGE 2014 zeigt das Schauspiel vom 9. bis 11.5. zur Eröffnung der Saison im Kleinen Theater in Recklinghausen GAS I & II aus der Sozialen Trilogie von Georg Kaiser. In Karlsruhe ist das expressionistische Stück in der Regie von Hansgünther Heyme ab 8.5.14 zu sehen.

3. JUGENDKONZERT – 12+ MOZARTS SPÄTE LIEBE

GILGAMESCH

12+ Der älteste Mythos der Welt neu erzählt Übersetzung von Wolfgang Röllig „Die Aufführung zeigt eindrücklich, dass auf den rund 4000 Jahre alten Anekdoten kaum Staub liegt – wenn man ihn denn so schwungvoll und spielfreudig wegpustet, wie es hier der Fall ist.“ BNN R Carlos Manuel B & K Fred Pommerehn D Ulrike Stöck MIT Bachfischer, Crosson* – Cofalka-Adami, Riemer, Wegner *Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

26.4. INSEL 1 ½ Stunden, keine Pause Wir danken

2. JUGENDKONZERT – 12+ VON RADIOHEAD ZUM SINFONIEORCHESTER

Jonny Greenwood 48 Responses to Polymorphia DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG Für den typischen Sound der britischen Band Radiohead sorgt maßgeblich der Lead-Gitarrist Jonny Greenwood, der sowohl Songs für seine Band als auch Soundtracks oder Werke für Sinfonieorchester komponiert.

Seine 48 Responses to Polymorphia sind die Antwort auf ein Werk Krzystof Pendereckis. Die BADISCHE STAATSKAPELLE führt dieses Stück nun zum ersten Mal in Deutschland auf. BADISCHE STAATSKAPELLE Axel Schlicksupp Moderation Justin Brown Dirigent 30.4. KLEINES HAUS ca. 1 ¼ Stunden, keine Pause

4. KINDERKONZERT – DER VETTER AUS DINGSDA

6+

Eduard Künneke Der Vetter aus Dingsda / Musiktheaterwerkstatt mit Sängerinnen & Sängern in Kostüm und Maske Die Musiktheaterwerkstatt zeigt dieses Mal eine Operette. Alle Sängerinnen und Sänger spielen in Kostüm und Maske im kompletten Bühnenbild und bei der sich anschließenden Autogrammstunde kann man sie persönlich kennenlernen. BADISCHE STAATSKAPELLE Solisten des Opernensembles Ulrich Wagner Dirigent & Moderator 14.4. GROSSES HAUS ca. 1 Stunde, keine Pause

Wolfgang Amadeus Mozart Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 Wolfgang Amadeus Mozart schrieb für die von ihm geliebte Klarinette nur ein einziges SoloWerk, doch schuf er mit diesem dichten und gefühlvollen Konzert das wohl bedeutsamste der Gattung. Seine sehr menschliche, ja beinahe beseelte Behandlung des Instruments zeigt die Nähe, die Mozart empfunden hat – und trotz des leichten Dur-Klangs ist alles doch beständig umspielt von Wehmut, von Melancholie. Das Klarinettenkonzert zählt zu den Spätwerken. Es entstand zwei Monate vor Mozarts Tod – wahrlich eine späte Liebe! BADISCHE STAATSKAPELLE Frank Nebl Klarinette Axel Schlicksupp Moderation Steven Moore Dirigent 22.6. 19.00 KLEINES HAUS

MATTI UND SAMI UND DIE DREI GRÖSSTEN FEHLER DES UNIVERSUMS

9+

nach dem Kinderbuch von Salah Naoura URAUFFÜHRUNG „Die amüsante Einstudierung von Ulrike Stöck, in der nur drei Darsteller zahlreiche, höchst unterschiedliche Rollen zu spielen haben, übernimmt die Perspektive der Kinder und erzählt die Geschichte mit einer Mischung von Naivität und Spielfreude.“ Die Rheinpfalz R Ulrike Stöck B & K Vera Römer MIT Bachfischer – Reich, Wegner 10., 12.4., 10., 12.5. INSEL 1 ¼ Stunden, keine Pause

NEBEN MIR

13+ Recherchestück über unsere Erscheinungsbilder URAUFFÜHRUNG „Die gelungene Mischung der sehenswerten Inszenierung von (teils erschütternden) Statistiken und persönlichen Erfahrungen

gelingt vor allem dank der starken Schauspieler, die den manchmal schmalen Grat zwischen Komik und Ernst hervorragend meistern.“ BNN R Hannah Biedermann B & K Brigit Kofmel MT Azar Martazavi D Ulrike Stöck MIT Bachfischer – Brandt, Reich, Wegner 23., 24.4., 7.5. INSEL 1 ¼ Stunden keine Pause

PANIC WORLD !

Produktion der Volkstheatergruppe Prüfender zu Macbeth Wer sind die heutigen Macbeths, die Lady Macbeths, die Hexen? In einer vernachlässigten Stadt entsteht Shakespeares Macbeth noch einmal neu: was passiert, wenn Wirtschaftszweige und Kultureinrichtungen zusammenbrechen und das „Recht des Stärkeren” auf der Straße ausgetragen wird. Was, wenn diese Straße hier ist? R Robert Besta MIT Arslan, Beil, Beil, Kern, Renner-Motz, Saebel, Schüler, Zbornik – Breiding, Feuchter, Fries, Salzwedel Premiere 15.6., 22., 23., 28.6. Insel

TSCHICK

14+ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf Fassung von Robert Koall „Herrndorfs Mischung aus J. D. Salingers Fänger im Roggen und Mark Twains Huckleberry Finn inszenierte Spartenleiterin Ulrike Stöck frisch, mitreißend und mit großartigen Darstellern.“ BNN R Ulrike Stöck B & K Brigit Kofmel V Carsten Gebhardt MIT Bachfischer – Lienhard, Wegner 13., 16.4., 13., 14., 17.5. INSEL 1 ¾ Stunden, keine Pause 8+ STAUBZIFFERN & LIEDERLICHE ZAHLEN

Naturwissenschaftstheaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem ZAK URAUFFÜHRUNG

43


„Den Verdacht, dass ein Theaterstück über Mathematik da in erster Linie als Lückenfüller im Bildungshaushalt zu sehen ist, räumt das Auftaktstück Staubziffern & Liederliche Zahlen unterhaltsam aus. Erarbeitet und in Szene gesetzt von der Spartenleiterin Ulrike Stöck macht es in wenigen Minuten aus Zuschauern Beteiligte.“ BNN R Ulrike Stöck B & K Vera Römer Wieder ab Juni in der INSEL Wir danken 

WORKSHOP FÜR LEHRER PERFORMANCE UND PERFORMATIVITÄT

Die Poesie tatsächlicher Handlungen entdecken. Den Produktionsprozess eines Werkes als Teil des Werkes erkennen und schätzen. All das und vieles mehr beinhalten die Begriffe der Performance und Performativität. Grundsätze der Performancekunst bieten gerade in der Arbeit mit Nicht-Schauspieler*innen einen großen Raum für Professionalität und Ideenvielfalt. Das Potenzial, das sich daraus für die Theaterarbeit mit Schüler*innen jeden Alters ergibt, erproben wir im Workshop anhand praktischer Übungen. Leitung Anne Britting 20.4. ERGOTTI 4 Stunden

VOLKSTHEATERFESTIVAL

Vom 28.–29.6. gehört die INSEL unseren Volkstheatergruppen. Werkschauen der beiden Gruppen Jung, Superhelden und BaSta, sowie Vorstellungen der Gruppen Und so weiter und Prüfender sind in dieser Zeit zu erleben. Dazu gibt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Diskussionen für ein echtes Festivalgefühl. 28. – 29.6. INSEL

WENN WIR SCHON MAL HIER SIND

Produktion der Volkstheatergruppe Und so weiter Die Jüngste ist 13, der Älteste 60 Jahre alt und die anderen sind dazwischen – wir alle leben (mehr oder weniger) in Karlsruhe 44

und lieben Theater, ansonsten sind wir ein bunter Haufen, und Wenn wir schon mal hier sind erzählt davon. R Anne Britting MIT Bay, Bucksmaier, Heidingsfelder-Rammer, Kelm, Ochs – Burger, Doan, Döring, Gees, Jahn, Muchnyk PREMIERE 16., 18., 29.6. INSEL

EXTRAS DINNER FOR ONE MIT SONGS

Liederabend „Die aufgekratzte Spielfreude der beiden Darsteller, denen Regisseur Michael Letmathe in kluger Zurückhaltung lange Leine gönnte, machte aus dem Abend eine sehr unterhaltsame Veranstaltung – und zwar nicht nur zu Silvester.“ BNN R Michael Letmathe B Manuel Kolip MUSIKER Mittl MIT Derleder – Besta 28.4., 6., 14.5. STUDIO 1 ¼ Stunden, keine Pause

EIN LEBEN FÜR DEN TANZ

Baden im Gespräch mit der ehemaligen Primaballerina & Ballettdirektorin Kt. Prof. Birgit Keil „Eine deutsche Ballerina von Weltformat – die erste seit Fanny Elßler“, so nannte Clive Barnes, der Kritiker der New York Times, Birgit Keil und setzte hinzu: „Deutschland hat lange auf eine Keil warten müssen“. 1961 wurde sie, als Cranko Direktor wurde, Mitglied des Stuttgarter Balletts, avancierte in kürzester Zeit zur Solistin, wenig später zur Ersten Ballerina und wurde 1980 mit dem Titel „Kammertänzerin“ geehrt. Unter ihrer Führung hat das STAATSBALLETT KARLSRUHE internationale Beachtung erlangt. 6.5. Mercedes Benz Kundencenter Rastatt Beginn 20.00, Einlass 19.30 Kostenlose Karten gibt es an der Theaterkasse des STAATSTHEATERS KARLSRUHE , beim Badischen Tagblatt oder Volksbank Baden-Baden/Rastatt

JAZZ & LITERATUR: BILLIE HOLIDAY

Eine autobiographische Matinee Über ein Leben voll „Hunger und Liebe“ schreibt Billie Holiday in ihrer Autobiographie Lady Sings the Blues. Dazu singt und swingt „Mobile Home“. MIT Michael Rademacher

VOCALS Jutta Brandl BAND Mobile Home 21.4. MITTLERES FOYER

aktuelle termine für STUDIO und INSEL unter www.staatstheater. karlsruhe.de

JAZZ & LITERATUR: FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY

BADISCHES STAATSTHEATR KARLSRUHE, GROSSES HAUS, KLEINES HAUS & STUDIO Baumeisterstraße 11 76137 Karlsruhe T 0721 35 57 0

Eine Matinee mit Truman Capotes Meisterwerk Die 18-jährige Holly Golightly lässt sich in New York vom Strom des leichten Lebens zwischen Bohemiens und Playboys treiben. Glücksmomente findet sie beim Juweliergeschäft Tiffany an der Fifth Avenue. Eine Matinee mit dem feinstem Jazz von Double Tonic! MIT Michael Rademacher BAND Double Tonic 9.6. MITTLERES FOYER

JUNGES STAATSTHEATER IN DER INSEL Karlstraße 49 b 76133 Karlsruhe T 0721 72 58 09 10

In Zusammenarbeit mit

THEATERKASSE Mo – Fr 10 – 18.30 Uhr Sa 10 – 13 Uhr T 0721 93 33 33 F 0721 0721 35 57 34 6 E-Mail kartenverkauf@ staatstheater.karlsruhe.de

MEDEA UND IHRE SCHWESTERN

online-tickets www.staatstheater. karlsruhe.de/Online-Tickets

Podiumsdiskussion im Rahmen des Festivals Was können wir heute noch mit den klassischen Frauenrollen anfangen? Sind Medea, Ophelia, Julia oder Gretchen nicht nur Männerphantasien, die von Schauspielerinnen immer neu gestaltet werden? Und wie sieht es mit der „Frauenrolle“ hinter den Kulissen aus? Es diskutieren der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit (Männerphantasien), die Regisseurin Mareike Mikat (Medea) und die Schauspielerin, Performerin und Forscherin Vanessa Stern (Das Kapital der Tränen). 27.4. Studio Eintritt frei Im Rahmen des Festivals FRAUENPERSPEKTIVEN 2013 – GRENZEN-LOS 

Thomas

Oper von Georg Friedrich Haas Text Händl Klaus URAUFFÜHRUNG Koproduktion der Schwetzinger SWR Festspiele mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Tiroler Landestheater Innsbruck R Elisabeth Gabriel B & K Vinzent Gertler PREMIERE 24.5. Rokokotheater Schwetzingen

UNSERE HELDEN 13 – ENSEMBLEMITGLIEDER STELLEN SICH VOR Christina Niessen im Gespräch mit Ensemblemitgliedern 25.4. BADISCHE LANDESBIBLIOTHEK Eintritt frei

öffnungszeiten Abobüro Mo – Fr 10 – 13 Uhr & 14 –18.30 Uhr Sa 10 – 13 Uhr E-Mail abonnementbuero@ staatstheater.karlsruhe.de T 0721 35 57 323/324 ONLINE www.staatstheater.karlsruhe.de BERATUNG & BESTELLUNG FÜR SCHULEN & KINDERGÄRTEN Claudia Gruber T 0721 725 809 18 E-Mail schulen@ staatstheater.karlsruhe.de B C CH D E K KL L LI M ML PL R V

Bühne Chor Choreografie Dramaturgie Einstudierung Kostüme Künstlerische Leitung Licht Libretto Musik Musikalische Leitung Produktionsleitung Regie Video

Änderungen vorbehalten

bis bald bei uns im staatstheater!


zwo/elf

VOrVerKauf ab 17. Juni! abOnnenten des staatstheaters Karlsruhe erhalten an der theaterKasse den KaMuna-eintrittsbuttOn zuM erMässigten Preis.

3.8.2013

KAMUNA Kultur Vernetzt 15. Karlsruher MuseuMsnacht VOn 18.00 bis 1.00 uhr

TheaBib & Bar

Lernraum Theaterfoyer

Sie bietet einen ungewöhnlichen Ort für Studierende zum Lernen, Arbeiten und kreativen Denken: die TheaBib&Bar, für die sich das STAATSTHEATER KARLSRUHE, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die KIT-Hochschulgruppe Enactus gemeinsam engagieren. Der neue Lernraum im FOYER des STAATSTHEATERS KARLSRUHE ist wochentags von 9.00 bis 16.30 Uhr geöffnet. Neben WLAN und Kaffeebar finden Studierende dort auch Lernberater sowie einen Arbeitsmittel-Service. Wissenschaftliche Grundlage für das Projekt sind Ergebnisse aus der Studierendenforschung am House of Competence (HoC) des KIT. Danach ergeben sich aus den verschiedenen Lernarten von der stillen Einzelarbeit bis zur Projektarbeit in der Gruppe auch unterschiedliche räumliche Anforderungen. „Besonders in Prüfungsphasen ist der zusätzliche Lernraum eine ganz große Hilfe“, sagt Dominic Eberhardt, Projektleiter bei der KIT-Hochschulgruppe Enactus, die das Konzept maßgeblich entwickelt hat: von der Regelung des Zugangs über den Betrieb der Kaffeebar und die Konzeption eines ‚Lernmobils’ bis zur Umstellung der Putzpläne im Theater. Weitere Informationen unter www.kit.enactus.de

impressum Generalintendant Peter Spuhler Verwaltungsdirektor Michael Obermeier Redaktion Dramaturgie, Kommunikation Konzeption DOUBLE STANDARDS GESTALTUNG Danica Schlosser

www.KaMuna.de

Druck medialogik GmbH Titel Sebastian Reich Frierschlotterschwitz fotos Jürgen Frahm, Philipp Fürhofer, Felix Grünschloß, Pierre Grosbois, Kasskara / ECM Records, Jochen Klenk, Katrin Lautenbach, Maurice Korbel Programmänderungen vorbehalten, Stand 25.3.13 45


anzeige premieres -kommt noch

4. – 8.6.

SCHWANENSEE

4.6. 19.30 GROSSES HAUS zum letzten Mal in dieser Spielzeit

SIEGFRIED

5.6. 20.00 GROSSES HAUS

GISELLE

6.6. 20.00 GROSSES HAUS zum letzten Mal in dieser Spielzeit

IN DEN WINDEN IM NICHTS 7.6. 20.00 GROSSES HAUS

BALLETT GALA

8.6. 19.00 GROSSES HAUS

46

Elena Vostrotina, Raphaël Coumes-Marquet


MAGAZIN Nr. 7