Page 1

4

ALICE


ORCHESTERFEST 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE

barockmusik | BEETHOVENs 9. open air | bigband-sound | essen & trinken führungen | INFORMATIONEN | instrumentenzoo | jazz | kammermusik kinderkonzerte | KLEINKONZERTE | KONZERT mit schülern | opernparaphrasen | rotes sofa | swing | tangos | tombola | vorträge BADISCHE STAATSKAPELLE & GÄSTE BASTA BRASS | OPERA SWING QUARTET | KAMMER-ENSEMBLES

ab 15.00 uhr vor & im STAATSTHEATER karlsruhe

EINTRITT FREI!


WILLKOMMEN Liebes publikum

inhalt

wussten Sie, dass wir eine sechste Sparte gegründet haben, das VOLKSTHEATER? Mit einem eigenen Logo bezeichnen wir alle Projekte, die Sie auf unsere Theaterbühnen bringen, Ihre Geschichten und Fähigkeiten als Schauspieler, als Sänger, als Tänzer, aber auch einfach als Experten Ihres Alltags.

Zur inszenierung Wallenberg 2 DAS Requisit Der Rosenkavalier 7 DAS PROBENFOTO 5. Liederabend 8 AM GRÜNEN TISCH Choreografen stellen sich vor 10 Mein erstes Mal Marlene WEiss 11 Der Gastfreund / Die Argonauten 12 Das Notenbeispiel Alice 15 NEUE DRAMATIK FALK RICHTER 16 MEIN STÜCK REGISSEURE choreografen und bühnenbildner über ihre arbeit 18 SCHAUSPIELER UNTERWEGS natanaËl lienhard 25 JUNGES STAATSTHEATER 26 HELD DER ARBEIT LADISLAUS ZABAN 29 AUSGEZEICHNET 29 PRESSESTIMMEN 30 GESELLSCHAFT DER FREUNDE tannhäuser 33 DAS PROGRAMM JULI – OKTOBER 34 WIEDERAUFNAHMEN 12/13 43 PREMIEREN 12/13 44

Mitte Juni haben die Volkstheatergruppen beim großen VOLKSTHEATER-Festival in der INSEL u. a. eine Version des Sommernachtstraums mit Senioren, ein Stück über die Generation Facebook und einen Film über Das Ende des Theaters gezeigt. Ab 30.6. kommt Der Gastfreund / Die Argonauten nach Franz Grillparzer für sechs Vorstellungen ins KLEINE HAUS. Zwanzig Menschen aus Karlsruhe haben mehrere Wochen mit der Regisseurin Mareike Mikat einen Chor erarbeitet, um eine Geschichte des Scheiterns von Gastfreundschaft zu erzählen, durchkreuzt von heutigen Gedanken und Visionen. Im zweiten Teil kommen vier Schauspieler aus dem Ensemble dazu; die Rolle der Medea spielt der Filmschauspieler Peter Schneider, der auch die Musik komponiert hat. Gefunden haben sich die Mitspieler aus der Stadt im Club der Gastfreunde im STUDIO und bei einer Aktionswoche auf dem Friedrichsplatz (siehe S. 12). Das von den Besuchern mitgestaltete TRAUTE HEIM steht nun für eine Reihe von Sommerabenden auf der Terrasse vor dem MITTLEREN FOYER – ab dem 30.6. ist die CoconutBar jeden Freitag und Samstag für Sie geöffnet. Kinder aus Karlsruhe erleben Sie in der Oper Robin Hood im GROSSEN HAUS. Und noch bis zum Ende der Spielzeit können Sie in den Foyers die Porträtgalerie besichtigen, für die Künstler aus Karlsruhe und Umgebung unsere Sänger, Tänzer und Schauspieler gemalt haben. Für das neue Spielzeitbuch, das ab sofort für Sie bereitliegt, haben Menschen aus der Stadt unsere Solisten fotografiert – auch das ist VOLKSTHEATER. Im Buch finden Sie die VOLKSTHEATER-Projekte, die wir 2012/13 mit Ihnen vorhaben. Sie sind herzlich dazu eingeladen – als Zuschauer oder als Akteur. Wir freuen uns auf Sie!

impressum Generalintendant Peter Spuhler Verwaltungsdirektor Michael Obermeier Redaktion Dramaturgie, Kommunikation

Ihr Jan Linders, Schauspieldirektor

Konzeption DOUBLE STANDARDS GESTALTUNG Danica Schlosser Druck medialogik GmbH

PS: Unserem Schirmherrn Peter Sloterdijk gratulieren wir herzlich zum 65. Geburtstag. Ihm zu Ehren führen wir noch zwei Mal die philosophische Revue Du musst Dein Leben ändern auf, am 26.6. im STUDIO und am 3.7. im Gartensaal des Landesmuseums.

Titel Ursula Grossenbacher Alice fotos Uli Deck, Stephanie Ehorn, Felix Grünschloß, Frank Hügle, Till Hülsemann, Patrick Imbert, Jochen Klenk, Katrin Lautenbach, June Mendoza R.P., R.O.I., James Michin III., rosalie, Heiko Schäfer u. a. Programmänderungen vorbehalten, Stand 18.6.12 1


zur Inszenierung wallenberg

Die Ambivalenz des Helden: Raoul Wallenberg Auf den Spuren eines berühmten Unbekannten „Sein Leben weckt unser kollektives Gewissen. Jedoch bleibt das Rätsel: warum gab es so wenige Raouls?“ So formulierte 1998 der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan die Rolle Raoul Wallenbergs als Vorbild für kommende Generationen. Dem schwedischen Diplomaten gelang es, in den letzten sechs Monaten der faschistischen Herrschaft in Ungarn an die 100.000 Juden zu retten. Er gehört damit zu den großen Helden des 20. Jahrhunderts – und gleichzeitig zu dessen rätselhaftesten Figuren. Im Januar 1945 wurde Wallenberg von den Sowjets verhaftet und nach Moskau gebracht. Allen Bemühungen zum Trotz und ungeachtet der Öffnung der Archive ist sein anschließendes Schicksal bis heute ungeklärt. Doch dies ist nicht das einzige Rätsel um Raoul Wallenberg – vieles Überlieferte zu seiner Person und seinem Wirken ist widersprüchlich, oft wird er in der Literatur heroisch überhöht. Doch kann man der Persönlichkeit eines Menschen, der seit fast 70 Jahren verschwunden ist, jemals gerecht werden? Will das kollektive Gedächtnis, von dem Kofi Annan spricht, überhaupt den Menschen Raoul mit seinen Stärken und Schwächen oder nicht doch lieber den Helden Wallenberg ganz ohne Ambivalenzen? Die Oper Wallenberg des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür stellt diese Fragen und zeichnet nicht nur sein Leben nach, sondern bietet auch eine „MetaReflexion“ – so Regisseur Tobias Kratzer – zur Frage über den Umgang mit Helden.

„Der Name ist Eins, der Mensch ein Anderes“ Raoul Wallenberg wird 1912 geboren. Seinen Vater, der drei Monate vor seiner Geburt 23jährig an Krebs verstarb, hatte er nie gekannt. Seine Mutter zieht ihn unter tatkräftiger Mithilfe des Großvaters Gustaf Oscar Wallenberg auf – er ist Spross einer der bis heute einflussreichsten und reichsten Industriellenfamilien Schwedens. Als junger Mann führt er ein kosmopolitisch-rastloses Leben mit Stationen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und absolviert ein dreieinhalbjähriges Architekturstudium in den USA. Er kann sich jedoch für keine Tätigkeit wirklich begeistern, schon 2

gar nicht für die Bankkarriere, die sein Großvater favorisiert. Ihm schreibt er: „Ich glaube, meinem Charakter entspricht es eher, mich im positiven Sinn für eine Sache einzusetzen, als hinter einem Schreibtisch zu sitzen und den Leuten ‚nein’ zu sagen.“ Nach seiner Rückkehr nach Schweden 1936 führt er sein unstetes Leben fort. Wallenberg erscheint zu dieser Zeit als der Prototyp des charmanten, lebenslustigen, durchaus idealistischen, aber letztlich orientierungslosen und wenig ehrgeizigen Lebemanns. Dies beginnt sich zu ändern, als er 1941 den ungarisch-jüdischen Geschäftsmann Koloman Lauer kennenlernt und in dessen Firma, einen Lebensmittel-Import/Export, einsteigt. Lauer bringt Wallenberg 1944 mit dem Beauftragten des neu gegründeten War Refugee Boards zusammen, und es entsteht der Plan, ihn als Abgesandten der schwedischen Regierung nach Ungarn zu schicken, um die dort verbliebenen Juden zu retten. Es bestehen durchaus Bedenken, ob Wallenberg, zu diesem Zeitpunkt gerade 32 Jahre alt und beruflich bisher kaum profiliert, in der Lage ist, eine derart schwierige Aufgabe zu übernehmen, doch die Entscheidung ist gefallen. Am 9. Juli 1944 kommt Wallenberg als Angehöriger der Schwedischen Gesandtschaft in Budapest an.

„Ein Pass … ist nicht genug, aber es wäre ein Anfang“ Ca. 700.000 bis 1 Million Juden hielten sich bis zum Frühjahr 1944 in Ungarn auf, das als Verbündeter Deutschlands noch unbesetzt war. Zwar waren sie in ihrem Bewegungs- und Handlungsspielraum eingeschränkt, doch der ungarische Staatschef Miklós Horthy hatte sich bisher einer systematischen Deportation der jüdischen Bevölkerung verweigert. Im Frühjahr 1944 schließlich marschierte die Wehrmacht in Ungarn ein. Der mit der gesamten Logistik der Deportationen befasste SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann beginnt sofort, seine tödliche Mission zu erfüllen: Bis zum Juli 1944 werden über 400.000 Juden aus Ungarn in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Eichmann wird zu Wallenbergs Gegenspieler, doch die Fronten sind nicht so klar, wie sie scheinen: Himmler, Eichmanns Vorgesetzter, ist durchaus bereit, den zunehmenden Mangel an Kriegsmaterial und Lebensmittel durch Geschäfte mit den Alliierten wettzuma-


chen. Er bietet ihnen einen Tausch „Blut für Ware“ an: 1 Million Juden gegen 10.000 Lkws und 1000 Tonnen Kaffee. Die Alliierten lehnen ab, doch Wallenberg, ausgestattet mit beträchtlichen Geldmitteln, kann ein Verhandlungsnetzwerk aufbauen, das nicht nur die ungarische Staatsführung, weitere diplomatische Vertretungen neutraler Länder und den amerikanischen Geheimdienst umfasst, sondern auch Kontakte zu SS-Offizieren, mit denen er immer wieder Freikäufe von Juden aushandeln kann. Wallenbergs großer „Coup“ jedoch ist die Einführung von Schutzpässen – Pässe, die ihre Inhaber zu Schweden erklären und unter den Schutz der Schwedischen Botschaft stellen. 4.500 solcher Pässe lässt Wallenberg teilweise in letzter Minute an Juden verteilen – und obwohl sie eigentlich keine rechtliche Verbindlichkeit besitzen, gelingt es ihm, deren Anerkennung zu erwirken. Eichmann kann ab Oktober 1944 sein Zerstörungswerk wieder ungehindert fortsetzen, weil die ungarisch-faschistische Partei der Pfeilkreuzler gegen Horthy putscht und mit Billigung der nationalsozialistischen Besatzung eine neue Regierung bildet, die brutal gegen die verbliebenen Juden vorgeht. Wallenberg gelingt es dennoch, unter Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden persönlichen, diplomatischen und finanziellen Ressourcen, „seine“ Juden zu schützen und vor der Deportation zu retten – Zeit ist einer der wichtigsten Faktoren in diesem beständigen Wettlauf zwischen Wallenberg und Eichmann: Die Tage des Regimes sind gezählt, doch noch kann jeder Moment Menschenleben kosten. Ob Eichmann und Wallenberg sich jemals getroffen haben, ist nicht belegt; mindestens aber sind sie indirekte Kontrahenten, da Wallenbergs Rettungsversuche Eichmanns Pläne immer wieder stören. Es existieren zahlreiche Berichte über Wallenbergs dramatische Rettungsaktionen, doch ihre Glaubwürdigkeit ist zweifelhaft. Nur ein Bespiel: 6.000 Juden waren in einer Budapester Synagoge zwei Tage nach dem Putsch zusammengetrieben worden, als Wallenberg ungeachtet der Wachen den Raum betrat und die Menschen mit schwedischen Schutzpässen herausführte. Der Autor Danny Smith schildert weiter: „Er [Wallenberg] wirkte blass, aber grimmig, und sein Auftreten schüchterte die jungen Pfeil­kreuzler offensichtlich ein. Sie stellten ihm zögernd ein paar Fragen, aber Raouls scharfe Antworten erstickten jeden Widerstand. Einer der Augenzeugen sagte

Wallenberg-Denkmal von 1947 in Budapest

3


später, Wallenberg sei ihm wie ein Zauberer vorgekommen, der diese Männer in seinen Bann geschlagen hatte. Seine Art, solche Situationen zu bewältigen, war irgendwie unheimlich, es schien fast, als sei er von einer unsichtbaren Kraft bevollmächtigt (…) Es war ein großartiger Sieg.“

„… höchstens ein Held, ein Standbild, nichts für das tätige Leben“ Raoul Wallenberg wird am 17. Januar 1945 zur Kommandantur der Roten Armee nach Debrecen beordert, obwohl Budapest noch nicht befreit ist. Was danach geschieht, kann nur sehr bruchstückhaft rekonstruiert werden und beruht auf Aussagen und Dokumenten, deren Echtheit zweifelhaft ist; ebenso unklar ist der Grund seiner Verhaftung, denn um eine solche handelt es sich wohl. Es kursieren unterschiedliche Vermutungen: Er sei russischer oder amerikanischer Spion gewesen oder eine besonders interessante Geisel für den Fall eines Konfliktes zwischen der Sowjetunion und ihren Alliierten. Wallenberg wird in das Hauptquartier des sowjetischen Geheimdienstes, die Lubjanka, nach Moskau gebracht, daran schließt sich eine ca. anderthalbjährige Gefangenschaft an. Ein vom Chef der Sani­t ätsabteilung unterschriebenes Dokument vermeldet schließlich, Wallenberg sei am 17. Juli 1947 in seiner Zelle an einem Herzinfarkt gestorben; genauso ist aber auch ein gewaltsamer Tod oder eine Hinrichtung, sogar ein Weiterleben denkbar. Wallenbergs Heroengestalt mit ihrem ungeklärten Schicksal in der UdSSR eignet sich später hervorragend als Instrument für den Kalten Krieg. Nicht umsonst erklärt Ronald Reagan ihn 1981 zum Ehrenstaatsbürger der USA – in einer Zeit, als er selber den Kalten Krieg mit seinem Star-Wars-Programm bewusst anheizt. In der Sowjetunion dagegen wird er totgeschwiegen. Das ihm zu Ehren 1949 in Budapest errichtete Denkmal des Bildhauers Pál Pátzay – der Kampf mit der Schlange als Sinnbild für den Sieg des Kommunismus über den Kapitalismus – wird stillschweigend umgewidmet: Es steht nun für den Kampf der Gesundheit gegen die Krankheit und wird vor einer Pharmafabrik platziert. Heute ist das Denkmal wieder seiner ursprünglichen Bedeutung zugeführt. Das Drama Raoul Wallenbergs ist vielschichtig – nicht nur seine Biographie, sein kurzes, aber lebensrettendes Wirken in Ungarn sind es, sondern auch seine Rolle im kollektiven Gedächtnis, die die Gefahr birgt, ihn zum Spielball anders gearteter Interessen zu machen. Doch kann ausgerechnet das Genre der Oper die Komplexität dieser Problematik zum Ausdruck bringen? Für den 32jährigen Regisseur Tobias Kratzer ist gerade die Ambivalenz von realistischer Darstellung und „musikalischer Groteske“, wie er es nennt, von Interesse. Galt die Thematik des Holocaust lange Zeit undarstellbar (Adorno sprach von der Unmöglichkeit, nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben), so habe die Oper Wal4

lenberg, so Kratzer, „im Guten wie im Schlechten weniger Angst vor direkter Mitteilung. Die Szenen sind manchmal unglaublich bildhaft, direkt, fast naiv – musikalisch aber auch wieder ganz weit von jedem Realismus entfernt, so dass man die Geschichte eigentlich immer wie in einer überdeutlichen Verzerrung wahrnimmt.“ Und für den musikalischen Leiter Johannes Willig hat die Musik „eine emotionale Qualität, die direkt wirken kann – vor allem durch den Kontrast zwischen starkem Rhythmus und kontemplativen Momenten.“ Die Neuinszenierung der Oper Wallenberg, die bisher erst zweimal, in Dortmund 2001 und in Tallinn 2007 zur Aufführung kam, fällt nicht nur in das Jahr des 100. Geburtstags von Raoul Wallenberg 2012, sondern will über Helden und ihre Rolle im kollektiven Gedächtnis nachdenken – ein Thema, das kaum jemals an Aktualität verlieren wird. In der Titelpartie ist Tobias Schabel zu erleben, der in der kommenden Spielzeit von der Staatsoper Hannover ins Ensemble der Berliner Lindenoper wechselt. Sein Gegenspieler Adolf Eichmann wird von Renatus Meszar verkörpert, der ab der kommenden Spielzeit zum Ensemble des STAATSTHEATERS KARLSRUHE gehören wird und bereits als König Heinrich im Lohengrin auf der Bühne stand. Wallenberg markiert den Auftakt zur Spielplanlinie „Politische Oper“. Zusätzlich zu den Einführungen vor der Vorstellung findet im Anschluss jeweils ein Nachgespräch in einem eigens dafür ausgestatteten Wallenberg-Forum im Foyer statt. Außerdem begleitet eine Wallenberg-Ausstellung im Ständehaus die Inszenierung. Christiane Heibach Medienwissenschaftlerin HfG Karlsruhe

Der Komponist der Oper, Erkki-Sven Tüür, war in den 80er Jahren Komponist, Flötist, Keyboarder und Sänger der Rockgruppe In Spe, die zu den erfolgreichsten Bands Estlands gehörte. Der perkussive Sound seiner musikalischen Herkunft ist der Treibstoff der Partitur für großes Orchester. Aus dem Libretto des Erfolsdramatikers Lutz Hübner sind auch die Zwischenüberschriften entnommen. Das Team von Wallenberg, Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier, gewann 2008 den internationalen Wettbewerb „Ring Award“ in Graz und erhielt zusätzlich die Sonderpreise der Presse – und Intendantenjurys sowie den Publikumspreis. Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier arbeiteten im schwedischen Karlstad, in Leipzig, in Graz und Luzern. Sie brachten Glucks Telemaco bei den Schwetzinger Festspielen und am Theater Basel heraus. Sie eröffneten die Spielzeit 2011/12 am Theater Bremen mit Wagners Tannhäuser. Rainer Sellmaier stattete am STAATSTHEATER bereits den diesjährigen Opernball aus und gestaltete das Bühnenbild der Abenteueroper Robin Hood. Vorstellungstermine 7., 11., 13., 18.7. Wiederaufnahme 26.10.


Tobias Schabel Wallenberg

WALLENBERG Extras Mit einer Ausstellung und mit ausführlichen Publikumsgesprächen wird das Produktionsteam die Diskussion zum Leben Wallenbergs und zu seinem Wirken vertiefen. 1.7.12 13.00 Eröffnung der Ausstellung zu Leben und Wirken Raoul Wallenbergs: Lichter in der Finsternis – Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden 1944/45. Ständehaus Karlsruhe, Ständehausstraße 2, 76124 Karlsruhe Premiere 7.7.12 19.30 Einführung bereits um 18.30 mit den Wallenberg-Forschern Christoph Gann & Jens Hensel Publikumsgespräche nach jeder Vorstellung Moderation: Regisseur Tobias Kratzer und Chefdramaturg Dr. Bernd Feuchtner

11.7.12 Wallenberg und Eichmann mit Dr. Bettina Stangneth, Autorin des Buches Eichmann vor Jerusalem 13.7.12 Wallenberg-Denkmäler mit Dr. Tanja Schult Stockholm, Forscherin über Wallenberg-Denkmäler und PD Dr. Christiane Heibach, Medienwissenschaftlerin HfG Karlsruhe 18.7.12 Wallenberg und der Holocaust mit Dr. Mirjam Wenzel, Leiterin der Medienabteilung im Jüdischen Museum Berlin Eintritt jeweils frei 5


„Man hat das Gefühl, dass es stimmt.“

Susanne & Dr. bertram botsch Sinfoniekonzert-abo, opernpremieren-abo & Operngala-abo, Alle Ballettabende, alle Schauspiele im kleinen Haus und im Studio, alle Liederabende im freien Verkauf

abo jetzt! 6

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


das requisit Der rosenkavalier

eingegossen in eine silberne Rose

Wer ist der Rosenkavalier? Katharine Tier In der Oper bringt der junge Octavian der Tochter eines reichen Kaufmanns namens Sophie eine silberne Rose. Eigentlich tritt er damit als Brautwerber für einen anderen Mann auf, den alten Baron Ochs auf Lerchenau, der sich mit Hilfe der Mitgift der schönen jungen Frau sanieren möchte. Natürlich verlieben sich Sophie und Octavian auf den ersten Blick ineinander.

und hier auch Octavian singen würde. Die Rose ist ein ganz besonderes Geschenk, denn die Rolle des Octavian ist schon so lange Teil meines Lebens. Bereits im Rahmen des Adler Fellow Programms an der San Francisco Opera habe ich zusammen mit Heidi Melton das Finale gesungen und nun werden wir in Karlsruhe wieder gemeinsam auf der Bühne stehen, Heidi als Feldmarschallin und ich als Octavian.

Du hast uns auch eine silberne Rose mitgebracht … Katharine Tier Meine Eltern wollten mich 2010 besuchen, als ich an der Deutschen Oper in der Götterdämmerung gesungen habe, doch dann brach in Finnland der Vulkan Eyjafjallajökull aus, den wir in Australien nur „Mount unpronounceable“ – den unaussprechbaren Berg genannt haben – und alle Flüge nach Europa wurden annulliert. Daraufhin haben meine Eltern eine Autoreise quer durchs Land gemacht, was schon immer ein heimlicher Traum meiner Mutter war. Dabei kamen sie an einer der großen Silberminen des Landes vorbei, in der man das reinste Silber Australiens findet. Dort kann man tatsächlich echte, in Silber getauchte Rosen kaufen und sie haben mir diese hier mitgebracht. Sie wussten schon, dass ich nach Karlsruhe gehen

Und die Rose wird dabei sein? Auf der Bühne wird die silberne Rose zu sehen sein, die zu der Inszenierung von Dominique Mentha und Christian Floeren gehört. Aber meine werde ich sicher in der Nähe haben. Mein Vater ist inzwischen verstorben und in der Rose ist etwas von der Liebe meiner Familie eingegossen. Katharine Tier war Mitglied des Adler Fellowship Programms der San Francisco Opera und trat danach an zahlreichen großen Häusern auf. In Karlsruhe gehört sie seit 2011/12 zum Ensemble und wird 2012/13 u. a. als Carmen, als Krystina in Die Passagierin und als Auntie in Peter Grimes zu erleben sein. Als Octavian steht sie in den beiden letzten Vorstellungen am 1. und am 20.7. auf der Karlsruher Bühne. 7


Ein Hochgenuss für Orchestermitglieder ist das kammermusikalische Musizieren in kleinen Konzerten. Ab und zu darf man sich das auch als Opernsänger gönnen: Hier proben die Ensemblemitglieder Luiz Molz, Sarah Alexandra Hudarew, Veronika Pfaffenzeller und Sebastian Kohlhepp für ihren gemeinsamen sommerlich-romantischen Liederabend. Bei dieser 8

Soiree ist nicht das Solo-, sondern das Zusammensingen gefragt. In Duetten und Quartetten lassen Sänger und Pianisten die Funken sprühen. Auf dem Programm am 14.7. im KLEINEN HAUS stehen Brahms-Quartette und Schumanns Spanisches Liederspiel. Als Dreingabe gibt es Brahms‘ ironische Liebesliederwalzer – begleitet am Klavier zu vier Händen von Casting


DAS PROBENFOTO 5. liederabend

Verleiht

Flügel

Direktor John Parr und Studienleiter Wolfgang Wiechert, der mit diesem Abend seinen letzten Auftritt hat, bevor er an die Deutsche Oper am Rhein nach Düsseldorf wechselt. Das Foto wurde in der Nancyhalle aufgenommen. Dort befinden sich die neuen Proberäume, die einen regelrechten Glücksfall

für das STAATSTHEATER darstellen. Im Hintergrund stehen klassische Bauteile für eine markierte Probendekoration. Unsere Kammerkonzerte und unsere Liederabende gibt es jeweils auch im Abonnement. Die genauen Termine finden Sie im neuen Spielzeitheft ab Seite 152. 9


AM GRÜNEN TISCH Choreografen stellen sich vor

seven 4 one Amadeus Pawlica kreierte seine erste Choreografie als Student an der Akademie des Tanzes in Mannheim. Kleinere Arbeiten folgten, die Letzte am Theater Lüneburg, wo er als Tänzer engagiert ist. In Nisi Dominus Est fragt er, welches unsere Richtlinien in einer Welt ohne den Schutz des Glaubens sein können? Wurde das Vertrauen in die Familie, in ein soziales Gemeinwesen, ersetzt durch Medien oder Geld? Elisiane Büchele kreierte mit Ao Luar ihre erste Choreografie. Das Lied Melodia Sentimental beginnt mit dem Aufruf: „Wach auf, komm und sieh den Mond!“ Für Elisiane Büchele lag hier die entscheidende Botschaft: Man sollte seine Aufmerksamkeit mehr dem schönen Licht als dunklen Gedanken widmen. „Manchmal entstehen Figuren in meinem Kopf. Ich kenne sie nicht, ich frage oder suche nicht danach. Und plötzlich ist die Idee für eine Choreografie da,“ so erklärt Flavio Salamanka die Anfänge seiner choreografischen Arbeiten. Vor zwei Jahren zeigte er Nur wer die Sehnsucht kennt. In diesem Jahr präsentiert er gleich zwei Ballette. Das Haus der Sieben Frauen, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Leticia Wierz, beschreibt, wie sieben unterschiedliche Frauen auf ihre in den Krieg gezogenen Männer warten. Seine zweite Choroegrafie, Super-stition, erzählt vom Nachtleben in Brasilien. Die Kreation Two 4 one hat zwei Choreografen: Arman Aslizadyan und Reginaldo Oliveira. Zwei Tänzer bilden eine Einheit. Sie sind mit nur einem Preiscode versehen und beginnen zu tanzen, sobald sie eingescannt sind … bis sie ihren eigenen Stecker aus der Steckdose ziehen. Barbara Blanche erzählt in ihrem Ballett Hörst Du die Steine blühen? von Liebespaaren, die um ihre Beziehung kämpfen, von kulturellen Zwängen, die es zu überwinden gilt und von Workaholics, denen schließlich nichts bleibt. Letztlich wirft sie die Frage auf, was im Leben von Bestand ist. Susanne Preisslers Weg zu diesem Abend war ungewöhnlich: Ihren ersten Kontakt mit dem Ballettensemble hatte die Wirtschaftswissenschaftlerin und Luftakrobatin als Flug-Double in dem Ballett Siegfried. Von Ensemblemitgliedern dazu ermutigt, stellte sie der Ballettdirektorin ihre Idee für die Arbeit Blue am Tuch vor. Für Torn hat sich Reginaldo Oliveira wie bereits vor zwei Jahren in dem Ballett attempt ein ernstes Thema gewählt. Als Freund einer um ihr Kind trauernden Mutter wurde ihm auf der Beerdigung die Dimension des Verlustes, der Zerrissenheit deutlich. Diese für ihn bislang tiefste emotionale Erfahrung ist Thema des Balletts. 10


mein erstes mal Marlene Weiss

ich heisse ich Tanzproben mit Choreograf Philip Taylor in der Sophie-Scholl-Realschule

Mit dem Muskelkater hat die 14-jährige Marlene Glück. Obwohl sie bei vielen Übungen richtig in die Grätsche gehen muss, plagt sie das Stechen und Ziehen nicht so sehr wie einige der anderen Schülerinnen und Schüler. Manche können nach dem Training gar nicht mehr richtig sitzen. Choreograf Philip Taylor verlangt viel, wie Marlene meint, aber sie lernt auch dabei. Vor allem, wie sich Körperspannung anfühlen muss. Schon jetzt bemerkt sie, dass sie viel öfter aufrecht steht. Die Arme müssen in Philips Training in der Grundhaltung gerade nach unten hängen. Nicht in die Hüften gesteckt oder verschränkt, wie man es eben mal gerne mal macht. Aber Marlene hat sich schon an die neue Haltung gewöhnt. Ein wichtiger Bestandteil der Choreografie ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihren Namen tanzen müssen. Und auch mal schreien. Das findet Marlene manchmal lustig. Doch auch hier gilt im Training: Jede Bewegung muss konzentriert und mit Schwung erfolgen. Nicht so, als wenn man gleich einschlafen würde. Marlene ist schon gespannt auf die Aufführungen im KLEINEN HAUS und dass sie die Chance hat, im STAATSTHEATER aufzutreten. Sie hofft natürlich, dass alles gut läuft und dass sich das Publikum denkt: Toll, dass die so etwas machen.

Marlene Weiß ist Schülerin der Klasse 8c der Sophie-Scholl-Realschule und Mitwirkende beim Tanzprojekt Ich heiße Ich, bei dem Schüler gemeinsam mit der Ballettcompagnie auftreten. Die Aufführungen sind nur am 11., 15. und 16.7.12 im KLEINEN HAUS. 11


19.4. Auf dem Friedrichsplatz lädt Regisseurin Mareike Mikat Karlsruher zum Mitspielen in der täglichen GastfreundSoap ein. Einige der Mitspieler werden bei der Premiere am 30.6. von Der Gastfreund / Die Argonauten das erste Mal auf einer großen Bühne stehen – bei der Inszenierung der beiden Stücke im KLEINEN HAUS! Weitere Vorstellungstermine 1., 7., 8., 20.7.

Aietes: „Angekommen Männer aus fernem Land Bringen Gold, bringen Schätze. ´s sind Fremde, sind Feinde, Kommen zu verwüsten unser Land.“

Mein Gast? Mein Feind. Hab ich dir Gastrecht gelobt? Ich bin dein Gast und du verrätst mich?

19.4. Phryxus (Cornelius Guzun) mit dem Goldenen Vlies und seine Getreuen suchen in Kolchis Asyl und treffen auf einen skeptischen König Aietes.

Gib deinen Becher mir, Ich wag’s auf deine Außenseite! Gib! Ich leer‘ ihn auf dein Wohl!

Du trinkst Verderben! Halt ein!

22.4. Giftmischerin Medea (Hannah Beil, rechts) rettet Jason (Lukas Fries) in letzter Minute das Leben.

12

Jason Vater! Was hast du getan! Weh dir! Weh uns allen!

20.4. Phryxus (Cornelius Guzun, links) will sich mit dem Vlies das Asyl erkaufen, aber König Aietes (Adrian Florea, Mitte) erschlägt ihn. Medea (Paula Menzel, rechts) ist schockiert!

Schwach ist der Mensch Auch der stärkste, schwach! Wenn ich ihn sehe drehn sich Sinne Und ich bin nicht mehr, die ich bin.

23.4. Medea (Mareike Schultheis, rechts) muss zwischen ihrer Familie (Monika Hamzic, Hannah Beil) und Jason entscheiden …

Gefördert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes & mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe e. V.


ason, Medea und das Goldene Vlies Der Gastfreund / Die Argonauten in 8 Bildern von Frank Hügle

Ich musste fort. Das goldne Götterkleinod abzuholen Von dem man spricht, so weit die Erde reicht.

Wem liegt daran das Wundervlies zu rauben Das Tod umringt und dräuende Gefahr?

21.4. Jahre später machen sich Jason (Sophia Vogel, rechts) und sein Freund Milo (Lukas Fries, links) beherzt auf den Weg, das Goldene Vlies zurück zu erobern.

22.4. König Aietes (László Branko Breiding, rechts) rüstet sich gegen die Feinde, Medeas Jungfrauen lauschen gebannt.

Ausgestoßen sollst du sein, wie das Tier der Wildnis, Sollst in der Fremde sterben, verlassen, allein. Nun Rache! Rache! Das Vlies, du kennst’s, zeig‘ an mir, wo es liegt!

In der Höhle liegt’s verwahrt Weh dir, wenn sich’s offenbart!

24.4. Jason (László Branko Breiding) und Medea (Mareike Schultheis) sind endlich ein Paar!

25.4. Medeas Bruder Absyrtus (Hannah Beil, Mitte) springt von der Klippe, Jason und Medea ins Schiff (László Branko Breiding, Mariella Gallas) und Aietes (Kerstin Burst, links) flucht. 13


„Ich kann gar nicht so häufig ins Theater gehen, wie ich eigentlich möchte. Vor allem im STUDIO ist eine so dichte Atmosphäre, dass man unglaublich nah an der Produktion ist. Theater direkt!“

Jutta Käthler Schauspielpremieren-Abo, Musiktheater und Ballett im freien Verkauf

abo jetzt! 14

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


das notenbeispiel alice

tom waits im wunderland

Jeder kennt die Geschichte des Mädchens Alice, das einem weißen Kaninchen mit Taschenuhr hinterherläuft und durch ein Erdloch in eine Wunderwelt fällt. Dort ist nichts so, wie es scheint, die Grinsekatze (Kostümentwurf Janine Werthmann) kann sprechen, Tiere halten eine verrückte Teeparty ab, Spielkarten-Figuren spielen Krocket, ein Ei sitzt auf der Mauer, und Alice verschwindet hinter den Spiegeln. Tom Waits und Robert Wilson erzählen in ihrem Musical für Erwachsene zwei weitere Geschichten: Der Fotograf und Mathematiklehrer Charles Dodgson fotografierte gern kleine Mädchen und schrieb für die Pfarrerstocher Alice Liddell unter dem Namen Lewis Carroll sein Buch Alice im Wunderland. Und in den englischen Songs wird die Welt der Freaks wieder lebendig, der lebenden Jahrmarktsattraktionen wie Tabletop Joe, der Mann ohne Unterleib und Edward, der Mann mit den zwei Gesichtern. In der schaurigschönen Musik von Tom Waits wird „alles wahr, was du denken kannst: Der Teller rennt mit dem Löffel weg und das Baby schläft in deinem Schuh.“ Die Alice-Band begleitet die Songs mit wunderlichen Instrumenten wie Theremin, Käfer-Klampfe und Stroh-Geige. Es inszeniert Daniel Pfluger (siehe Seite 21). 15


16


neue dramatik falk richter

EINE AUTOFIKTION Seit Jahren schreibe ich Stückskizzen, Monologfragmente, Tagebuchnotizen. Eine Tagebuchnotiz kann mit einem sehr persönlichen Eintrag beginnen, einer realen Begebenheit, einem Gefühlszustand, einer kurzen Reflexion über Theater, Gesellschaft, Politik, Ästhetik und sich dann weiterentwickeln zu einem Monolog, Dialog oder einer ersten Stückskizze und dann am Ende zu einem fertigen Stück werden. Was ist ein Tagebuch? Es ist eine Autofiktion. Ich nehme mich, mein Leben, meine Gedanken, meine Erinnerungen als Material. Es ist das Material, aus dem die dramatische Fiktion entsteht. Fiktion und Realität verschmelzen, lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Das Wort Autofiktion gibt dem Autor eine enorme Freiheit, es sagt ganz klar: Das alles hier ist Fiktion, auch wenn Teile daraus auf reale Erfahrungen zurückgehen. Nichts hat wirklich so stattgefunden. Vor zwei Jahren hatte ich beim Festival d‘Avignon die Idee, an diesen Autofiktionstexten weiter zu arbeiten. Wie inszeniert man ein Tagebuch? Ein Tagebuch ist kein Theaterstück. Kann daraus trotzdem ein Theaterabend werden? Tagebuch, was verbinde ich damit: meine Eltern, meine Kindheit, mein Leben jetzt, meine Liebesbeziehungen, meine Arbeitsbeziehungen, meine persönlichen Krisen, Reflexionen über die aktuelle politische Lage unserer Gesellschaft, Gedanken zur Frage: was kann Literatur in unserer Gesellschaft eigentlich bewirken? Tagebuch, was verbinde ich damit: die Jugendjahre, Musik, die ersten literarischen Texte, die ersten Filme, die wichtig waren für mich: Schiller, Büchner, Sartre, Camus, Fassbinder, Lynch, Godard, Bret Easton Ellis. Vor allem die Texte von Georg Büchner, die ich irgendwann mit 16 eingeschweißt in Plastik in einer bis dahin unberührten Gesamtausgabe deutscher Klassik nachts im Wohnzimmer meiner Eltern fand. Büchners Lenz. Und Büchners Revolutionsschrift Der Hessische Landbote, mit der er versucht hat, die Ideen der Französischen Revolution in das damals politisch rückständige Vielstaatendeutschland zu übertragen. „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“, schrieb Büchner 1834 und wollte das deutsche Volk mobilisieren gegen eine dekadente, massenhaft Geld verschlingende Oberschicht, die sich ihr luxuriöses Leben durch enorm hohe Steueraufkommen

bezahlen ließ. Im Angesicht der Finanzkrise haben wir in Europa heute eine vergleichbare Situation. Milliarden und Milliarden an Steuergeldern werden in einen nicht mehr steuerbaren, nicht mehr kontrollierbaren Finanzsektor gekippt, um eine Oberschicht von Finanzspekulanten und Bankmanagern weiter zu finanzieren, die mit ihren Spekulationsgeschäften unsere demokratische Gesellschaft enormen Risiken und Gefährdungen aussetzen. Und die für sich einen Lebensstil beanspruchen, der an Dekadenz und Verschwendungssucht alles in den Schatten stellt, was jemals in der Geschichte der Menschheit mit Steuergeldern finanziert wurde. Der Trick dabei ist einfach: Angst. Angst vor dem Zusammenbruch. Angst vor dem Katastrophenszenario. „Wenn ihr uns nicht mit Staatsgeldern weiterfinanziert, bricht hier das gesamte System zusammen, denn wir – die Finanzindustrie und die Banken – sind systemrelevant. Kultur, Bildung, Gesundheit, Klimaschutz, weltweite Armutsbekämpfung sind nicht systemrelevant“. Ich bin überzeugt, dass es in den kommenden Jahren in immer aggressiver werdenden politischen Kämpfen genau um diese Frage gehen wird: Wer ist eigentlich systemrelevant? Wer bekommt das Geld vom Staat zugesprochen? In welcher Gesellschaft wollen diejenigen, die unter eine Millionen Euro im Jahr verdienen, eigentlich leben und wie können die sich politisch wieder Gehör verschaffen. Wie kommen die aus der Situation des Zuschauers der Politik und der Wirtschaftsspektakel heraus und können endlich wieder handeln? Wut, Widerstand und revolutionäre Energien angesichts der enormen Geldumverteilungen, die wir aktuell erleben, sind Themen in My Secret Garden. Und die Frage: „Wie kann ein Autor sich heute zu all diesen Themen verhalten?“

Falk Richter, geboren 1969 in Hamburg, gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsdramatikern. Seit 2011 ist er Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus, vorher verband ihn eine jahrelange enge Zusammenarbeit mit der Schaubühne Berlin und dem Schauspielhaus Zürich. Die Uraufführung von My Secret Garden inszenierte er selbst auf Französisch im Rahmen des Festival d’Avignon 2010. Ab dem 3.10. ist die deutschsprachige Erstaufführung in der Regie von Pedro Martins Beja im STUDIO zu sehen. 17


„Ballett sollte immer unterhaltsames Theater sein, ganz gleich ob komisch, tragisch oder abstrakt. Ich habe beobachtet, dass sich heute viele Choreografen vom Theater entfernen, was mich traurig stimmt …“ Wenn man auf die Klassiker zu sprechen kommt, erklärt Peter Wright sehr bald, dass diese Produktionen „nicht meine Arbeiten sind, ganz und gar nicht; sie sind meine Version davon und ich bemühe mich, den eigentlichen Schöpfern gerecht zu werden. Manche Leute machen Choreografien zu allen erdenklichen Themen. Aber gäbe es Musik und Titel nicht, dann könnten die Stücke alles Mögliche sein. Es ist furchtbar wichtig, erzählende Werke zu haben und zu kommunizieren. Tänzer sind ja nicht nur dazu da, ihre großartige Technik zur Schau zu stellen. Ihre Ausdrucksmöglichkeiten sind enorm. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, was Pawlowa sagte: ‚Die klassische Technik ist nur das anfängliche Mittel und kein Selbstzweck‘." Sir Peter Wright Giselle Premiere 17.11.12 Sir Peter Wright schuf 1965 in Stuttgart seine bis heute maßgebliche Version von Giselle auf die Musik von Adolphe Adam. Er ist ein hochgeehrter und sehr gefragter Choreograf. Seine Werke sind fester Bestandteil der internationalen Ballettlandschaft.

mein

regisseure, choreografen und bühnenbildner über ihre arbeit

stück 18


19


mein stück regisseure, choreografen und bühnenbildner über ihre arbeit

Materialliste: 8 ½ Millionen Tom McCarthy. Adaption Drehbuch von Charlie Kaufman. Synecdoche. New York Film von Charlie Kaufman. Swimming Pool-Bilder. Spanische Ferienanlagen. Familienfotos. Die sitzen in diesem Ferienhaus und können sich nicht ertragen. In seinem Theaterstück werden sich ihre Seelen berühren und man wird ihre Liebe sehen. Kostja: „Jemand wird mich spielen und er wird jeden Tag Anweisungen erhalten, so wie ich sie von Gott erhalte. Imitationen von dir befinden sich in mir. Imitationen von dir verbünden sich mit mir. Berühren und begleiten mich, sagen es gibt kein wahres Ich.“ Das Zusammenhängen. Das Rumsitzen. Wie ein Familienurlaub. Nur ohne Strand. Und ohne Meer. Jan-Christoph Gockel Die Möwe Premiere 20.10.12 Jan-Christoph Gockel machte seit 2008 mit Inszenierungen zeitgenössischer Dramatik an der Berliner Schaubühne, dem Theater Osnabrück und dem Schauspielhaus Wien auf sich aufmerksam. Zuletzt beleuchtete er immer wieder die Probleme einer aufbegehrenden Jugend, so 2011 mit Die Räuber am Staatstheater Mainz und 2012 mit Hamlet am Oldenburgischen Staatstheater.

20


1) –– Ich will hinein. –– Wozu? Alle, die drin sind, wollen hinaus. –– Warum? –– Weil drinnen alle verrückt sind. –– Hier draußen scheinen auch nicht alle ganz normal zu sein. –– Stimmt. –– Aber eine Tür ist zum Öffnen da. –– Dann öffne sie. 2) –– Was ist denn auf der anderen Seite? –– Nichts, weil du nicht sehen kannst, was dort ist … oder alles, weil du dir vorstellen kannst, was du willst. Daniel Pfluger Alice Premiere 27.9.12 Regisseur Daniel Pfluger gewann 2009 das „Körber Studio Junge Regie“ und ist in Karlsruhe seit seiner erfolgreichen Inszenierung von Dino und die Arche bekannt. Gemeinsam mit Ausstatter Flurin Borg Madsen kreiert er die irritierendfaszinierende Welt von Alice und ihrem Erfinder als Ort der Obsessionen, aber auch der Leichtigkeit und Schönheit. 21


mein stück regisseure, choreografen und bühnenbildner über ihre arbeit

Es sind widerstreitende Sehnsüchte, zwischen denen Tannhäuser hin- und hergerissen wird: Venus und Elisabeth stehen für die körperliche und die geistige Liebe. Sie stehen aber auch für den Erzengel Gabriel (das Gute) und den gefallenen Erzengel Luzifer (das Böse). Luzifers Name kommt von Venus, dem Morgenstern, und bedeutet ursprünglich der Lichtbringer. Die Gleichsetzung mit dem Satan ist nicht biblisch, sondern eine frühchristliche Erfindung, um neue Moralstandards zu setzen. Tannhäuser ist Künstler. Sobald er auf der Bühne steht, verliert er die Beherrschung und verstößt gegen die gesellschaftlichen Konventionen. Was er erhellt, will in der Wartburg-Gesellschaft nicht jeder hören. Licht bringt Wahrheit. rosalie Bühne für Tannhäuser Premiere 7.10.12 Die Künstlerin rosalie hat sowohl mit ihren kühnen Lichträumen im ZKM als auch mit aufsehenerregenden Bühnengestaltungen wie beim Bayreuther Ring 1994–98 Neuland erobert. Ihre Licht-Landschaften befreien die Fantasie, wo realistische Landschaften sie einengen würden.

22


„Wir haben geschlafen!“ versichern die Prinzessinnen ihrem Vater. Aber wieso sind an jedem Morgen ihre Schuhe zertanzt? Welches Geheimnis birgt die Nacht? Natürlich muss ein Abenteuer bestanden werden, um es zu lüften. Und das schafft nur Anton, der so gar nicht zu der royalen Familie passt. Mit magischer Hilfe und dem größten Zaubermittel: der Liebe, kann er das Rätsel um die zertanzten Schuhe lösen. Annette Büschelberger Die zertanzten Schuhe Premiere 4.11.12 Vorverkauf ab 10.9. Annette Büschelberger war bereits in der Spielzeit 2011/12 mit ihrer Inszenierung So gross – so klein im JUNGEN STAATSTHEATER zu sehen und 2011 mit ihrer Uraufführung Zwei & Frei! für das Deutsche Kinder- und Jugendtheatertreffen „Augenblick mal!“ nominiert.

Matti weiß nicht so recht, ob es ihm leidtut. Er ist schuld. An allem? Gut, er hat so getan, als hätten sie ein Haus in Finnland gewonnen, aber woher sollte er denn wissen, dass seine Eltern deswegen am nächsten Tag gleich die Wohnung kündigen und fast alle Möbel zerdeppern? Er wollte doch bloß endlich mal nach Finnland. Und wer hat angefangen mit dem Erfinden von Häusern? Papa! Aber Onkel Kurt hat leider recht: Lügen wachsen schnell wie Bambus. So haushoch, dass man das Ende nicht mehr sieht. Wenn das Universum Fehler macht, also Dinge total schieflaufen, kann man die wohl korrigieren? Ulrike Stöck Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums Premiere 22.9.12 Seit der Spielzeit 2011/12 ist Ulrike Stöck Leiterin der neu gegründeten Sparte JUNGES STAATSTHEATER und inszenierte dort zuletzt Tschick. 23


„Ein Abonnement kann der Beginn einer großen Liebe sein. Bei mir sogar doppelt: zum Theater und zu meiner Frau, die ich bei einer Abonnement-Aufführung kennenlernte.“

volker kramer Opernpremieren-Abo, Operngala-Abo, Dienstag a-abo, Sinfoniekonzert-ABo Sonntag, Sonderkonzert-Abo, Liederabend-Abo, alle Schauspielproduktionen im Kleinen Haus und im Studio im Freien Verkauf

abo jetzt! 24

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


schauspieler unterwegs natanaËl lienhard

fragen fragen Was ist Europa? Was sind seine Grenzen? Was ist es uns wert? Wie wollen wir miteinander leben? Welche Geschichte wollen wir gemeinsam schreiben? Mit vielen Fragen im Gepäck ist Schauspieler Natanaël Lienhard achtmal nach Straßburg gereist. 1912 wäre das eine Reise in das Reichsland Elsass-Lothringen gewesen, 1919 eine Expedition zum Erzfeind Frankreich, 1940 eine Fahrt in eine komplett evakuierte Geisterstadt, 1979 eine Dienstreise zum Europäischen Parlament. Heute verbindet der TGV Karlsruhe und Strasbourg in 38 Minuten, Grenzkontrollen, Franc und Mark gibt es nicht mehr, und neben der politischen und wirtschaftlichen Union entstehen immer mehr kulturelle Kooperationen. Das STAATSTHEATER und das Théâtre Jeune Public sind Mitglied der der europäischen Theaterkonvention ETC, in der sich 45 Theater zu gemeinsamen Initiativen zusammenfinden. Im Projekt „Young Europe 2“ arbeiten acht Theater daran, neue Klassenzimmerstücke zu entwickeln, Vorstellungen in Schulstundenlänge, die von zwei bis drei Schauspielern mit ein paar Kostümen und Requisiten vor jeweils einer Schulklasse aufgeführt werden, natürlich verbunden mit einer Diskussion.

15+ Straßburg und Karlsruhe haben sich für ihre Zusammenarbeit etwas Besonderes ausgedacht: Das erste zweisprachige Klassenzimmerstück. Natanaël Lienhard hat einen französischen Vater; Régine Westenhoeffer spricht sogar drei Sprachen fließend: die Schulsprache Französisch, die Nachbarsprache Deutsch und die Familiensprache Elsässisch. Die beiden haben mit dem französischen Regisseur und Puppenspieler Grégoire Callies eine so komische wie herausfordernde Theaterstunde entwickelt: Zwei EUBeauftragte machen Reklame für Europa; natürlich sind sie sich nicht einig, kommen in Streit, bitten die Schüler zu entscheiden. Schließlich fahren sie alle Tricks des Figurentheaters auf, packen einen Globus aus, einen Europa-Schirm, einen Dinosaurier und schließlich einen ganzen Europa-Bauernhof, denn Europa war ja eine hübsche Königstochter aus Nahost, die von Zeus in Stiergestalt nach Westen entführt wurde. Am 28. Juni spielen Régine und Natanaël die Premiere im Markgrafen-Gymnasium in Durlach, Anfang Oktober ist dann eine Schule in Straßburg dran. Wer das Stück einladen möchte, wende sich an Claudia Gruber unter T 0721 725 809 18. 25


junges staatstheater

matti und sami

9+

und die drei grössten fehler des universums Wir haben Salah Naoura, dem Autor von Matti und Sami und die größten Fehler des Universums, ein paar Fragen zu seinem Buch gestellt. In deinem Buch möchte Matti einen Familienurlaub in Finnland machen. Wohin verreist du am liebsten? Meine Lieblingsländer sind Portugal und England. In Portugal finde ich die Landschaft am schönsten, in England die Leute besonders nett. Wenn ich verreise, möchte ich am liebsten vorher immer schnell die Sprache des Landes lernen, in das ich fahre. Matti und Sami sammeln Geld für bedrohte Tierarten, hast du dich auch schon mal für etwas eingesetzt, was dir so richtig wichtig war? Ja, früher bin ich oft zum Demonstrieren auf die Straße gegangen, wenn mir etwas wichtig war. Heute denke ich, dass man auch viel erreichen kann, wenn man einfach die Dinge tut, die einem Spaß machen und die man gut kann. Bücher schreiben zum Beispiel. Wer etwas tut, was er gut kann, nutzt damit ganz bestimmt auch anderen. Steckt in deinem Buch auch ein bisschen Wahrheit drin? In meinem Buch über Matti und Sami steckt ganz viel Wahrheit, auch wenn es ums Lügen geht. Vieles, was in der Geschichte passiert, habe ich selbst erlebt. Das mit dem Delfin zum Beispiel. Ich habe in Eschborn (in der Nähe von Frankfurt a. M.) in einem Hochhaus gewohnt. Ich habe einen kleinen Bruder, der heißt Rami. Und am ersten April gingen wir alle zum Ententeich und warteten auf einen Delfin, der dort im Teich ausgesetzt werden sollte – so hatte es in unserer Zeitung gestanden. Aber das Ganze war bloß ein Aprilscherz. Diese Geschichte stimmt also.

Salah Naoura wurde in Berlin geboren. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater kommt aus Syrien. Gerade wurde er für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch nominiert. Matti und Sami ist ab 22.9. in der INSEL zu sehen. 26

FINNLAND Finnland ist ein Land im Norden von Europa und ungefähr so groß wie Deutschland. Allerdings leben im ganzen Land nur etwa halb so viele Menschen wie in Baden-Württemberg. Deshalb gibt es in Finnland noch viel unberührte Natur. Große Städte gibt es in Finnland aber auch: seine Hauptstadt heißt Helsinki. Etwa ⅔ Finnlands liegen nördlich des Polarkreises, deshalb wird es dort im Sommer nachts nicht dunkel. Im Winter wird es dafür auch tagsüber kaum hell. Weil es in Finnland im Winter außerdem sehr kalt ist, haben die Finnen die Sauna erfunden. Wenn es draußen eisig kalt ist, kommt man in der Sauna mächtig ins Schwitzen.


KLEINES FINNLANDRÄTSEL waagerecht 1. Hauptstadt von Finnland 3. Wegen der drei größten Fehler des Universums endet Mattis Familie dort 6. Vorname des Autors unserer Geschichte 7. Argentinischer Tanz, der auch in Finnland sehr berühmt ist 9. Davon gibt es in Finnland 32 12. ‚Glückspilz‘ auf Finnisch senkrecht 2. So heißt die nördlichste Region von Finnland 3. Leckerer Fisch 4. Daraus kann man Marmelade kochen 5. Darin kommt man ganz schön ins Schwitzen 8. Nachname des Autors unserer Geschichte 10. Z ieht nicht nur den Schlitten vom Weihnachtsmann 11. ⅔ Finnlands liegen nördlich davon 13. A n dieses Meer grenzt Finnland 14. Großes Säugetier mit sehr großem Geweih

Marmelade kochen In Finnland gibt es eine sehr seltene Beere, aus der die Finnen gerne Marmelade kochen. Sie heißt Moltebeere. Da es bei uns fast unmöglich ist, Moltebeeren zu bekommen, gibt es an dieser Stelle ein Rezept für Brombeermarmelade. Marmelade kochen ist eine sehr heiße Angelegenheit, bittet eure Mutter oder euren Vater, euch dabei zu helfen. Bevor ihr anfangt die Marmelade zu kochen, müsst ihr die Früchte waschen und klein schneiden. Dann kommen sie zusammen mit dem Gelierzucker und dem Orangensaft in einen großen Topf. Jetzt wird’s heiß: Die Zucker-Früchte-Mischung müsst ihr jetzt, unter sehr großer Hitze, zum Kochen bringen. Dabei immer gut umrühren. Wenn es kocht, noch ein paar Minuten weiter kochen lassen und weiter gut umrühren. Jetzt geht’s ans Abfüllen: Die Marmelade wird in vorher heiß ausgespülte Gläser gefüllt. Die müsst ihr mit einem Deckel fest verschließen und etwa 10 Minuten auf einem Handtuch auf den Kopf stellen. Danach könnt ihr eure Marmelade an einem kühlen Ort lagern. 27


„Die machen das wirklich toll.“

kirstin paul im kleinen Haus kinderkonzert-abo

abo jetzt! 28

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


held der arbeit Ladislaus Zaban

AUSGEZEICHNET

aus einem guss

Dass Ladislaus Zaban jemals am Theater arbeiten würde, hätte er früher nie gedacht. Der ausgebildete Holzbildhauer schuf in seinem Heimatland Rumänien kleine Schnitzereien. Im Mai 1989 wurde er vom STAATSTHEATER KARLSRUHE beauftragt, einen Kopf des Komponisten Rameau herzustellen. Nun ist er im 23. Jahr als Theaterplastiker am STAATSTHEATER angestellt und hat mittlerweile die Leitung der fünfköpfigen Abteilung übernommen. Mit Holz arbeitet Ladislaus Zaban nur noch gelegentlich, denn große Theaterfiguren werden aus Styroporblöcken geschnitzt. Im Laufe der Jahre haben sich die Anforderungen und die Ästhetik der Bühnenbilder stark verändert. Zu Beginn seiner Karriere stellten die Plastiker vor allem aufwendige architektonische Elemente wie Kapitelle für Säulen oder ganze Friese her. Später waren kühle Betonräume oder abstrakte Landschaften und Sandhügel gefragt. Erst in dieser Spielzeit liegt der Schwerpunkt wieder bei figürlichen Arbeiten wie der Skulptur von Auf Kolonos. Wegen der vielen Transporte kommen die Teile oft in die Werkstatt zur Reparatur.

Am 1.6. feierte unser Technischer Direktor Harald Faßlrinner sein 25-jähriges Dienstjubiläum, am 5.6. unser Schreiner Rolf Mader und am 17.6. unser 1. Solo-Hornist Km. Jürgen-Christoph Danker ihr 40-jähriges. +++ Bei allen Abonnentinnen und Abonnenten, die seit 25, 26 und 27 Jahren ihr Abonnement haben, bedanken wir uns am 6.7. mit einer Einladung zur Ballettvorstellung Momo. +++ Die Schauspielproduktion Zigeuner-Boxer wird am 13. & 14.7. beim Kaltstart-Theaterfestival Hamburg aufgeführt. +++ Sebastian Kohlhepp ist am 7., 9., 11., 13., 15., 17. 9. am Theater an der Wien als Eurimaco in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria zu erleben. +++ Jaco Venter singt die Partie des Rigoletto in der kommenden Spielzeit an der Oper Bielefeld. +++ Flavio Salamanka, Erster Solist des Balletts des Staatstheaters Karlsruhe, wirkt in diesem Sommer bei den Salzburger Festspielen mit, wo er in Sven-Eric Bechtolfs Inszenierung von Ariadne auf Naxos (Choreografie Heinz Spoerli) zu sehen sein wird. Außerdem ist er als Gast beim Star Dancers Ballet Tokyo in der Rolle des Albrecht in Sir Peter Wrights Choreografie von Giselle zu erleben. +++ Tobias Rausch, Regisseur von Veteranen des Rasens in der Spielzeit 2012/13, wurde von der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins mit dem Dr.-Otto-Kasten-Preis für darstellerische Nachwuchskräfte ausgezeichnet. +++ Peter Handke erhält für Immer noch Sturm den Mülheimer Dramatikerpreis 2012. +++ Am 4.7. findet in der Pause der Vorstellung Robin Hood die Preisverleihung „Land der Ideen 2012“ statt. +++ Am 12.7. um 17.00 Uhr verleiht die Kunst- und Theatergemeinde im MITTLEREN FOYER den von ihr gestifteten „Goldenen Fächer“ für herausragende junge Künstler am STAATSTHEATER KARLSRUHE. Nominiert sind Sopranistin Heidi Melton, Altistin Rebecca Raffell & Mezzosopranistin Katharine Tier.

Neben dem Denkmal für Raoul Wallenberg in der gleichnamigen Oper (siehe Seite 3 & 4) und Tierfiguren für rosalies Bühnenbild zu Tannhäuser arbeitet die Abteilung unter Hochdruck am Bühnenbild für Tell-Variationen. Hierfür formen die Plastiker zehn unterschiedlich große Freiheitsstatuen ab. Herr Zaban hofft auf gutes Wetter, damit die Figuren zeitig trocken werden, und ist gespannt auf die erste Bühnenprobe: „Zum ersten Mal gibt es ein Bühnenbild, das nur aus Statuen besteht, nur aus unserer Arbeit!“ 29


PRESSESTIMMEN

ROBIN HOOD

8+

Eins zu Null für das Junge Staatstheater! Die neue Sparte straft mit der Wahl dieses frechen Stücks Neuer Musik für sein Repertoire alle Versuche Lügen, Musiktheater via Partitur mit Quasi-Arien oder kurzweiligem Sing-Sang auf Augenhöhe junger Besucher zu bringen … Die gesamte Truppe ist von großer Spielfreude getrieben, ein Brüller ist zum Beispiel Paul Grill in der Sprechrolle des völlig hysterischen Beraters Harry. Auch im Gesang freut man sich über schöne Leistungen nicht nur der Hauptdarsteller Sebastian Kohlhepp (Robin Hood), Max Friedrich Schäffer (Daniel) und Luiz Molz (Vater), sondern des insgesamt ausgewogenen Ensembles. Äußerst begeisternd die Kinder des Chores Cantus Juvenum – allesamt sicher und akzentuiert geführt von Christoph Gedschold am Pult der Badischen Staatskapelle. Badische Neueste Nachrichten

SUPERMEN KA

Voller Elan und augenzwinkerndem Charme wird so die aktuelle Spielzeit am Staatstheater Karlsruhe unter der Prämisse „Von Helden“ in eine neue Dimension weitergeführt. Die „Supermen KA“ sorgen aber weniger für Recht und Ordnung, sondern vielmehr für Lachen und Chaos … Eine spannende Kombination, zusammengehalten von einer simplen und berührenden Geschichte … Ein echter Herzwärmer. Badische Neueste Nachrichten

ROSENKAVALIER

Generalmusikdirektor Justin Brown heizt der Staatskapelle schon im Vorspiel zum ersten Akt gewaltig ein, lässt die Hörner ekstatisch jauchzen und spornt die bestens aufgelegten Streicher zu glutvollem Spiel an. Auch feine Stufungen hat Brown im Repertoire, lässt seinen Sängerinnen im Liebesduett des zweiten Akts und auch im Terzett des dritten Akts Freiheiten. Ina Schlingensiepen nutzt das, um mit silberhellem Sopran eine leichtfüßig-ätherische Sophie zu gestalten Stuttgarter Zeitung

JAKOB DER LÜGNER

Jakob der Lügner ist ein Opfer. Dass seine Geschichte in Erinnerung bleibt – dafür sorgt der Erzähler, der zugleich Überlebender und bis zu einem gewissen Grad Repräsentant der Familiengeschichte des 1997 verstorbenen Autors ist … In Karlsruhe ist André Wagner dieser Erzähler. Die tiefsten, unmittelbar berührenden Momente des Abends sind nicht zuletzt ihm zu danken. Wagner hält eine beklemmende Balance zwischen verzweifelter Coolness und lässiger Traumatisierung: ein neutraler Beobachter, den die schmerzhafte Vergangenheit immer wieder einholt … Badische Neueste Nachrichten

30


VERRÜCKTES BLUT

Diese Abstraktion wiederum belebt das Ensemble durch vital pulsierende Figuren. Zuvorderst zu nennen sind Jan Andreesen als Anführer Musa und Antonia Mohr als Lehrerin Sonja Kelich: Andreesen trifft genau das richtige Maß, um anfangs durch schiere Präsenz bedrohlich zu wirken und später die Risse in Musas Fassade so anzudeuten, dass man sie als Zuschauer entdecken kann, statt darauf gestoßen zu werden. Und Antonia Mohr zeigt, wie der scheinbare Kontrollgewinn der Lehrerin letztlich zum fast völligen Kontrollverlust führt: Das weggeduckte Mauerblümchen wird zunächst eine feurige Aufklärerin, deren Antrieb aber in mörderisch kalte Frustration kippt, als die Erfolge ausbleiben … Stürmischer, lang anhaltender Applaus.

LA TRAVIATA

Badische Neueste Nachrichten

Ein glutvoller Verdi: Italienische Oper, die zu Herzen geht und das mit Recht dankbare Publikum in ihren Bann zieht. pz-news.de

CHOReOGRAFEN STELLEN SICH VOR

Die Karlsruher Ballettchefin Birgit Keil weiß um die Chancen und Vorzüge dieser Einrichtung. Klar, sieben Choreografen und insgesamt acht Stücke lassen keinen subtil ausgewogenen Abend erwarten. Doch es ist ja gerade diese Vielfalt, welche die Spannung und die Freude an dieser Veranstaltungsreihe ausmacht. Badische Neueste Nachrichten

Das Publikum nahm das facettenreiche Programm des Abends mit großer Zustimmung auf und feierte am Ende alle Mitwirkenden mit anhaltendem, begeistertem Beifall, der das Niveau dieser Werkschau, aber auch die Berechtigung solcher Talentproben unüberhörbar bestätigte. Die Rheinpfalz

MOMO

15+

„Heiter, spannend und ungeheuer poetisch – das erste abendfüllende Ballett des jungen Choreographen war in jedem Fall sehenswert. Das Karlsruher Publikum belohnte es nach zweieinhalb Stunden mit langem Applaus und Bravo-Rufen … dpa

DON GIOVANNI

Auch die jüngste Wiederaufnahme im Staatstheater wurde ein großer Erfolg namentlich für die Protagonisten. Die Rheinpfalz

„Man schaut Tim Plegges sanften, gefühlvollen und sehr musikalischen Tanzphrasen sehr gerne zu. Nirgends rutscht ihm etwas ins Gewöhnliche, Akrobatische oder Sentimentale ab, er ist erstaunlich stilsicher und um Nuancen bemüht.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung 31


MUTTERMALE FENSTER BLAU

Salzmann erzählt von einer Liebe außerhalb jeder Norm. Sie flirtet nicht mit dem Tabu, das Reißerische geht ihr ab. Ihr Seelendrama (Kleist-Förderpreis 2012) beschreibt eine tragische Verirrung, unter der alle leiden, nur das Kind (hier: Michel Brandt) der verbotenen Liaison ist ahnungslos. Der Stoff braucht starke Darsteller. Carina Riedls feinfühlige Inszenierung (für das Badische Staatstheater Karlsruhe) hat sie: Lisa Schlegel spielt die Tochter, mit Aufwallungen einer ohnmächtigen Wut, die sich auch auf sie selbst richtet. Ronald Funke überzeugt in der Rolle des Vaters, den Verzweiflung in die Flucht trieb. Ein quälend intensiver Blick in menschliche Abgründe.

RITTER BLAUBART

Das Theater Karlsruhe schafft es in Ritter Blaubart eine Operette auf die Bühne zu bringen, die weit weg von allem operettenhaften Klischee ist. Die es auf geniale Weise fertig bringt, Offenbachs Musik mit einer geistreichen, zeitgemäßen und zeitkritischen Textfassung in starken, unvergesslichen Bildern, in Erinnerung zu bleiben. Delta News

Emsdettener Volkszeitung

LOHENGRIN

Wie schon beim Ring sorgte Generalmusikdirektor Justin Brown am Pult der blendend aufgestellten Staatskapelle für eine Wagner-Wiedergabe hohen Ranges. Schon von den ätherischen ersten Takten des Vorspiels an war klar, dass eine sehr klar und zwingend formulierte dramatische Aussage diesen Lohengrin prägen wird. Dabei fehlte es in keiner Weise an Klangschönheit oder fein modellierten Motiven – wie zu Beginn der Brautgemachszene. Doch nie war Browns Lesart der Partitur genießerisch oder vage im Bezug zum Drama. Nach den vier grandiosen Ring-Abenden ein weiterer Treffer für ihn als Wagner-Dirigent in Karlsruhe – 5:0 für ihn. Die Rheinpfalz

GILGAMESCH

12+

Die etwa 100-minütige Aufführung zeigt eindrücklich, dass auf den rund 4000 Jahre alten Anekdoten kaum Staub liegt – wenn man ihn denn so schwungvoll und spielfreudig wegpustet wie es hier der Fall ist … Auch das gewitzte Spiel mit Geschlechterrollen ergibt in einer Aufführung, die sich gezielt an pubertierende Zuschauer richtet, Sinn – das beweisen bei der Premiere die Reaktionen der ersten Reihen auf das augenzwinkernde Spiel, mit dem die kleine Katharina Wawrik in den ersten Szenen den Kraftprotz Gilgamesch markiert. Was hier geboten wird, ist „Action“ im bestmöglichen Sinn. Badische Neueste Nachrichten

TOSCA

Seit elf Jahren hält sich Giacomo Puccinis Musikdrama Tosca im Repertoire des Badischen Staatstheaters Karlsruhe … Bei der jüngsten Wiederaufnahme des Stückes stand Johannes Willig am Pult der Badischen Staatskapelle … Mit gutem Gespür für die szenischen Effekte der Komposition machte er das schaurige Te Deum zum Ende des ersten Aktes und die Folterszenen in Scarpias Palast zu musikdramatischen Höhepunkten des Abends … In der Titelpartie legte Barbara Dobrzanska – stärker noch als bei der Wiederaufnahme im vergangenen Jahr – schon vom ersten Auftritt an den Akzent auf die dramatischen Farben der Figur .

Badische Neueste Nachrichten 32


gesellschaft der freunde TannhäUSER

„Kinder, schafft Neues!“

Eine Künstlerin, die innovativ und forschend Neues entwickelt, um außergewöhnliche Wege für Bühne und Raum zu entwickeln, ist rosalie. Nicht erst seit ihren Bühnenräumen und Kostümen für Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen 1994 bis 1998 ist rosalie einer internationalen Öffentlichkeit bestens bekannt. Auch in Karlsruhe ist sie den Theaterbesuchern ein Begriff, nicht zuletzt durch die Produktion Dalibor von Smetana im Jahr 2003 bis hin zu TANZ-RAUMLICHT des Staatsballetts von 2009. Tannhäuser wird ihre vierte Wagner-Produktion sein, nach Tristan und Isolde 2005 in Basel und Lohengrin 2012 in Japan am New National Theatre Tokyo. Richard Wagner war ein Revolutionär: Nach ihm war in der Musik nichts mehr so wie zuvor. Um zu zeigen, was uns sein Werk heute noch angeht, muss das Regieteam immer wieder neue Wege suchen. Wagners Devise war bekanntlich „Kinder, schafft Neues!“. Er wusste schon, dass die SehGewohnheiten sich im Laufe der Zeit ändern. Ein Motto, dem sich rosalie als Künstlerin sehr verbunden weiß.

Im ZKM waren von rosalie in den letzten Jahren u. a. drei großdimensionierte kinetische Lichtskulpturen zu sehen, die völlig neue Sichtweisen auf diese Kunstform eröffneten. Im STAATSTHEATER entwirft sie für Tannhäuser einen BühnenLicht-Raum, in dem durch nuancierte Lichtführung die Szenenfolgen des Abends bildnerisch akzentuiert werden. Die Gesellschaft der Freunde ist stolz, neben dem RichardWagner-Verband und weiteren Sponsoren, dieses Projekt unterstützen zu können, und freut sich besonders auf Heidi Melton und Christina Niessen, die abwechselnd beide Rollen, Venus und Elisabeth, an einem Abend verkörpern werden, sowie auf John Treleaven als Tannhäuser und GMD Justin Brown am Pult der BADISCHEN STAATSKAPELLE.

www.theaterfreundekarlsruhe.de 33


das programm juli – oktober

OPER DER ROSENKAVALIER

Komödie für Musik in drei Akten von Richard Strauss „Ein Opernerlebnis, das mit größtmöglicher Einheit von Musik und Schauspiel in seinen Bann zieht.“ BNN ML Justin Brown R Dominique Mentha B Christian Floeren K Ute Frühling C Ulrich Wagner D Margrit Poremba MIT Melton, Tier, Schlingensiepen, Köhler, Borst, Wäspy – Linn, Ks. Gauntt, Wohlbrecht, Molz, Schäffer/Ks. Eidloth, Ks. Weinschenk, Rodriguez/Shin u. a. 1.7., 20.7. GROSSES HAUS 4 ½ Stunden, zwei Pausen

DON GIOVANNI

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart „Selten hörte man dieses Stück an gleicher Stelle so beflügelt, leicht und durchsichtig, voller feiner Farben und Impulse, so spannend und mitreißend musiziert.“ BNN ML Johannes Willig R Robert Tannenbaum B & K Peter Werner D Katrin Lorbeer C Ulrich Wagner MIT Dovhan, Niessen, Tomsche – Ks. Gorny, Kohlhepp, Kaspeli, Harbour, Finden 4.7. GROSSES HAUS 3 ½ Stunden, eine Pause

Hudarew/Tier – Ks. Schneider/ Süss, Ks. Gauntt/Urrutia Benet, Kohlhepp, Finden/Kolarczyk, Ks. Weinschenk u. a. 15.7., Wiederaufnahme 23.9., 3., 19.10. GROSSES HAUS 3 Stunden, eine Pause

RIGOLETTO

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi „Wer noch kein Verdi-Fan sein sollte, kann es bei diesem Rigoletto werden.“ Badisches Tagblatt ML Johannes Willig R Jim Lucassen B & K Jeroen van Eck, Anja Koch-Kenk, Matthias Wulst C Ulrich Wagner D Ton Boorsma, Tina Hartmann MIT Dovhan/ Schlingensiepen, Hudarew/ Schaefer, Bock/Tier – Jung/ Venter, Shin, Ks. Gorny/Kaspeli, Ks. Gauntt/Harbour u. a. Wiederaufnahme 10., 18., 27.10. GROSSES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause

ROBIN HOOD

8+ siehe JUNGES STAATSTHEATER

ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE

RITTER BLAUBART

Operette von Jacques Offenbach „In Aron Stiehls bravouröser Inszenierung erfuhr der Klassiker eine ausgesprochen attraktive, vom Premierenpublikum mit Ovationen aufgenommene Aufführung.“ Die Rheinpfalz ML Markus Bieringer (15.7.) / Steven Moore (23.9., 3.10.) R Aron Stiehl B Jürgen Kirner K Franziska Jacobsen C Ulrich Wagner CHOREOGRAFIE Helge Letonja NEUFASSUNG DES TEXTES Carsten Golbeck D Tina Hartmann MIT Raffell/Schaefer, Ks. Peters/Schlingensiepen, 34

Vernichtungsmaschinerie der Nazis zu entreißen. Von den Russen gefangengenommen, verliert sich seine Spur bis zum heutigen Tag. ML Johannes Willig R Tobias Kratzer B & K Rainer Sellmaier C Ulrich Wagner D Bernd Feuchtner MIT Schaefer, Ks. Peters, Bock, Hudarew, Kökcek/Raffell, Schlingensiepen – Harbour/ Schabel, Meszar/Molz, Wohlbrecht, Ks. Gauntt, Schäffer, Kontschak, Ks. Schneider, Harbour/Huck, Finden u. a. 7.7., 11.7., 13.7., 18.7. Wiederaufnahme 26.10. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Oper in sechs Bildern von Frederick Delius „Eindrucksvoller Opernabend … Fast zu schön, um traurig zu sein.“ BNN ML Johannes Willig R Arila Siegert B Frank Philipp Schlößmann K Marie-Luise Strandt C Ulrich Wagner D Joscha Schaback MIT Isachenko, Wäspy – Ebel/ Süss, Volz, Kolarczyk/Urrutia Benet, Ks. Gauntt/Jung, Harbour/ Venter u. a. Wiederaufnahme 14., 24.10. GROSSES HAUS 2 ¼ Stunden, eine Pause

WALLENBERG

Oper in zwei Akten von ErkkiSven Tüür Unter Einsatz seines Lebens gelingt es dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, unzählige Juden der

5. LIEDERABEND

Eine sommerliche Serenade Veronika Pfaffenzeller Sopran Sarah Alexandra Hudarew Mezzosopran Sebastian Kohlhepp Tenor Luiz Molz Bass John Parr, Wolfgang Wiechert Klavier Johannes Brahms Vier Quartette Robert Schumann Spanisches Liederspiel, op. 74 Johannes Brahms LiebesliederWalzer, op. 52 14.7. KLEINES HAUS

TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG

Große romantische Oper von Richard Wagner Zum Wagner-Jahr 2013 ein Tannhäuser im Traumraum: Ausstatterin rosalie schafft ein Bühnenbild, das neues Licht wirft auf das Künstlerdrama. Eine weitere Besonderheit: Venus und Elisabeth in einer Person, verkörpert abwechselnd durch Heidi Melton und Christina Niessen. ML Justin Brown R Aron Stiehl B & K rosalie C Ulrich Wagner D Bernd Feuchtner MIT Melton/ Niessen, Volz/Wäspy – Treleaven, Jung/Kolarczyk, Ks. Gorny/ Kaspeli/Meszar, Ks. Schneider/ Wohlbrecht, Harbour, Kontschak/Molz, Ebel/Schäffer u. a. 7., 12., 28.10. GROSSES HAUS 4 ½ Stunden, zwei Pausen

Konzert Kammerkonzert Extra 2

Dimitri Schostakowitsch Trio Nr. 1 op. 8 Leoš Janáček Pohádka (Märchen) für Violoncello und Klavier Leoš Janáček Violinsonate Dimitri Schostakowitsch Trio Nr. 2 op. 67 Schostakowitschs 1. Klaviertrio entstand noch während der Studienzeit, das Klaviertrio Nr. 2 von 1944 zeigt schon den reifen Komponisten – es zählt zu seinen tragischsten und ergreifendsten Kompositionen. Dazwischen erklingt das Märchen sowie die Violinsonate von Leoš Janáček, der sich im hohen Alter noch einmal verstärkt der Kammermusik widmete. Janos Ecseghy Violine Thomas Gieron Violoncello Justin Brown Klavier 24.6. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

NACHTKLÄNGE 3 – ANKLANG

Igor Strawinsky Drei Märsche aus L‘Histoire du soldat Neue Werke von Mirzayeva Günay, Viviane Waschbüsch, Demir Durukan, Ralph Bernardy und Nico Sauer Beim Einblick in die „Werkstatt“ der Kompositionsklasse Rihms ergeben sich immer anregende Gegenüberstellungen von unterschiedlichen Ausdrucksweisen. Ähnlich wird nur die Besetzung sein, die sich an der Instrumentierung eines Klassikers der Moderne, Igor Strawinskys L’Histoire du soldat, orientiert. Es spielen Musikerinnen und Musiker der BADISCHEN STAATSKAPELLE gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe. Ulrich Wagner Dirigent & Moderator 6.7. INSEL ca. 2 Stunden, eine Pause In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Karlsruhe

8. SINFONIEKONZERT

Avner Dorman Ellef Sinfonie (Millenium-Sinfonie) Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll Das 8. Sinfoniekonzert vereint zwei Werke mit tiefem Wunsch nach Menschlichkeit und einem friedlichen Zusammenleben: Dorman, der junge, international beachtete israelische Komponist schuf zum Jahrtausendwechsel


seine von Gedichten inspirierte Ellef Sinfonie, die sich ganz auf Klang, Farbe und Rhythmus konzentriert. Beethoven hegte seit der Jugendzeit den Wunsch, Schillers Ode an die Freude zu vertonen, was er erst mit seiner 9. Sinfonie umsetzte – zum ersten Mal erklang Gesang in einer Sinfonie. Heidi Melton Sopran Ewa Wolak Alt John Treleaven Tenor Tobias Schabel Bass BADISCHER STAATSOPERNCHOR und EXTRACHOR Ulrich Wagner Einstudierung Justin Brown Dirigent 15., 16.7.  GROSSES HAUS 2 Stunden, eine Pause

JUGENDKONZERT 3 – SCHRITT INS JAHRTAUSEND       12+

Avner Dorman Ellef Sinfonie (Millenium-Sinfonie) Der junge israelische Komponist Avner Dorman setzte zum Jahrtausendwechsel seine Gedanken zu Krieg, Angst und Trauer in Musik um – der vierte Satz seiner Ellef Sinfonie gibt dann einen hoffnungsvollen Ausblick auf eine neue Zeit, in der Kriege der Vergangenheit angehören. Generalmusikdirektor Justin Brown wird das Werk gemeinsam mit dem anwesenden Komponisten anhand von Klangbeispielen unterhaltsam und informativ erläutern, bevor es zum Abschluss komplett von der BADISCHEN STAATSKAPELLE gespielt wird. Justin Brown Dirigent & Moderator 19.7. KLEINES HAUS 1 ¼ Stunden, keine Pause

und Lesungen ergänzen das Programm. Für Kinder gibt es zahlreiche Angebote zum Zuhören und Mitmachen sowie Instrumente zum Anfassen und Ausprobieren. Glanzvoller Höhepunkt wird die abendliche Open-Air-Aufführung der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven unter der Leitung von Generalmusikdirektor Justin Brown. 21.7. ab 15.00 Eintritt frei VOR & IM STAATSTHEATER

Saison 2012/13 1. SINFONIEKONZERT & 1. SONDERKONZERT

benjamin Britten Sinfonia da Requiem Thomas Adès … but all shall be well Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll Für Britten war die Sinfonie schon eine ausgestorbene Form, als er 1940 mit 26 Jahren sein Requiem schrieb. Adès ist der erfolgreichste unter den jüngeren englischen Komponisten, er war für einige Jahre Leiter des Britten-Pears-Festivals. Der Titel … but all shall be well kommt aus dem letzten der Four Quartets von T. S. Eliot. Das Erste Klavierkonzert Brahms‘ hätte den Namen einer Sinfonie verdient – mit der Karlsruher Hofkapelle hat er es 1865 selbst gespielt. Nachfolger Brahms‘ am Klavier ist der russische Ausnahmepianist Boris Berezovsky, der Gewinner des TschaikowskiWettbewerbs 1990. Boris Berezovsky Klavier Justin Brown Dirigent 16., 17., 18.9. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Ob vor Vorstellungsbeginn oder während der Pausen – Wir versorgen Sie gerne mit kulinarischen Köstlichkeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Manuela Peter & Alexander Göring Inhaber

1. KAMMERKONZERT

ORCHESTERFEST – 350 JAHRE BADISCHE STAATSKAPELLE

Jubiläumstag mit großem Open-Air-Konzert Ein vielfältiges Programm mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen rund um die BADISCHE STAATSKAPELLE erzählt von der früheren Hofkapelle und dem heutigen Opern- und Sinfonieorchester. Auf der Open-Air-Bühne vor dem Theater und den fünf weiteren Bühnen im Haus wird den ganzen Tag musikalische Unterhaltung geboten, Führungen, Vorträge

Johann Melchior Molter Sinfonia in D für 2 Flöten, 2 Hörner und Fagott (Verz. Nr. 596) Johann Melchior Molter Sinfonia in D für 2 Flöten, 2 Hörner und Fagott (Verz. Nr. 597) Josef Mysliveček Oktett Nr. 3 B-Dur Ludwig van Beethoven Oktett Es-Dur op. 103, Rondino Es-Dur op. posth. Die Kammerkonzertreihe der BADISCHEN STAATSKAPELLE steht zu Beginn der neuen Saison noch ganz im Zeichen des Orchesterjubiläums: Sie beginnt mit zwei Werken des ehemaligen Hofkapellmeisters Molter. Auch selten gehört ist das 3. Oktett des Böhmen Mysliveček, einem heute fast vergessenen Mozart-Freund.

BADEN-BADENER

Reservierungen unter Tel 0721 379715 oder E-Mail theatergastronomie.goering@web.de

W I N Z E R G E N O S S E N S C H A F T

Baden-Badener Winzergenossenschaft eG Mauerbergstr.32, D-76534 Baden-Baden Tel. 0 72 23-96 87-0, Fax. 0 72 23-96 87 87 E m a i l : i n f o @ b a d e n - b a d e n e r- w g . d e www.baden-badener-wg.de

35


„Für mich ist Musik etwas sehr Privates. Musik muss man fühlen und nicht nur hören.“ xx

sieglinde ellgering 50 jahre sinfoniekonzert-abo am montag im grossen haus

abo jetzt! 36

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


Beethovens groß besetzte Bläserwerke entstanden bereits 1792 als Unterhaltungsmusik für den in Bonn residierenden Kurfürsten von Köln. Georg Kapp & Rosemarie Moser Flöte Kai Bantelmann & Nobuhisa Arai Oboe Daniel Bollinger & Martin Nitschmann Klarinette Thomas Crome & Jörg Dusemund Horn Oscar Bohórquez & Ulrike Bertram Fagott Joachim Fleck Kontrabass 30.9. KLEINES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

Musik, Konzentration, Disziplin, Vertrauen und schließlich Selbstvertrauen. Diese Arbeit wird von einem theaterpädagogischen Begleitprogramm ergänzt. M Aaron Jay Kernis, Orlando Gough, Michael Nyman CH Philip Taylor CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Caroline Finn 11., 15., 16.7. KLEINES HAUS ca. 1 Stunde, keine Pause

ballett

Musical von Tom Waits, Kathleen Brennan, Robert Wilson, Paul Schmidt Deutsch von Wolfgang Wiens Alice wird fotografiert, die Zeit bleibt stehen – und das Mädchen findet sich plötzlich an einem Ort wieder, an dem Blumen, Tiere und selbst Eier sprechen können: Alice ist im Wunderland. Bloß wer oder was sie selbst ist, das hat sie unterwegs vergessen. In fantastischen und melancholischen Bildern erzählt das Musical Alice die Geschichte der Obsession des Fotografen und Schriftstellers Charles L. Dodgson alias Lewis Carroll für das kleine Mädchen Alice Liddell, dem er mit „Alice im Wunderland“ ein Denkmal setzte. Tom Waits komponierte für Alice „Kinderlieder für Erwachsene und umgekehrt.“ R Daniel Pfluger ML Clemens Rynkowski B Flurin Borg Madsen K Janine Werthmann D Nina Steinhilber Mit Beetz, Derleder, Grossenbacher, Kitzl – Andreesen, Besta, Fischer, Krause, Lienhard, Schmidt und Band 27., 30.9., 3., 6., 28.10. KLEINES HAUS ca. 3 Stunden, eine Pause

MOMO

Ein Ballett von Tim Plegge nach dem Roman von Michael Ende URAUFFÜHRUNG Tim Plegge hat mit Momo ein erstaunlich aktuelles Thema gewählt, das nicht nur Erwachsenen, sondern auch Jugendlichen die Frage nach selbstbestimmtem Leben stellt. Nach seiner ersten Arbeit in Karlsruhe … and I watched you breathe … kreierte er mit Momo sein erstes abendfüllendes Handlungsballett. M Lera Auerbach, Sebastian Currier, Philip Glass, Arvo Pärt, Max Richter, Alfred Schnittke, Dimitri Schostakowitsch, Lepo Sumera, Pēteris Vasks, Bernd A. Zimmermann CH Tim Plegge B Sebastian Hannak K Judith Adam L Stefan Woinke D Esther Dreesen-Schaback MIT Solisten & Ballettensemble des STAATSTHEATERS KARLSRUHE 6., 8., 14., 19.7., 22.9., 5., 16., 31.10. GROSSES HAUS ca. 2 ¼ Stunden, eine Pause

SCHAUSPIEL ALICE

AMPHITRYON

ICH HEISSE ICH

Kooperationsprojekt zwischen dem STAATSBALLETT und der Sophie-Scholl-Realschule Karlsruhe URAUFFÜHRUNG Erstmals stehen Jugendliche mit Ensemblemitgliedern auf der Bühne des STAATSTHEATERS. Der englische Choreograf Philip Taylor verfügt über viel Erfahrung in der Jugendarbeit. Durch das körperliche und mentale Training vermittelt er Bewusstsein für den eigenen Körper und

Lustspiel nach Molière von Heinrich von Kleist Eine abgründige Komödie um Götter und Menschen, Schein und Wahrheit. „Das Publikum dankte dem Ensemble mit nachdrücklichem Beifall.“ BNN R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Nina Steinhilber MIT Baggeröhr, Buchenberger – Grill, Lamp, Rott, Wiegard 5.7. KLEINES HAUS 1 ½ Stunden, keine Pause

DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN nach Franz Grillparzer

Die Recherche zum Thema Gastfreundschaft in Karlsruhe hinterlässt Spuren in der Inszenierung von Der Gastfreund und Die Argonauten. Menschen der Stadt treffen auf Schauspieler des Ensembles. Die mythische Dimension der Gastfreundschaft wird herausgestellt und mit der aktuellen Diskussion um Fremdheit verknüpft. R Mareike Mikat B Simone Manthey K Maike Storf M Peter Schneider V Andreas Renken D Kerstin Grübmeyer, Michael Nijs Mit Andreesen, Bauer, Halle, Schneider, Wiegard und 20 Menschen aus Karlsruhe 30.6., 1., 7., 8.7., 20., 21.7. KLEINES HAUS 2 ½ Stunden, eine Pause Gefördert im Fonds Heimspiel der und von der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters

26.6. zur Feier des 65. Geburtstags von Peter Sloterdijk STUDIO 3.7. SCHLOSS KARLSRUHE, GARTENSAAL 2 Stunden, keine Pause zum letzten Mal

DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’

Ein Abend über Bob Dylan von Heiner Kondschak „Die Karlsruher Bob-DylanRevue ist ein Volltreffer.“ Die Rheinpfalz R Heiner Kondschak, Martin Süß ML Heiner Kondschak B & K Nadia Fistarol D Jan Linders MIT Beetz, Wiedemer – Hertweck, Koch, von der Lieth BAND Hamacher, Kondschak, Linder, Reffert, Schmith 20., 29.6., 17.7., 16., 29.9., 21.10. GROSSES HAUS 3 Stunden, eine Pause SONDER-AUFTRITT BEI „DAS FEST“ 22.7. HAUPTBÜHNE, GÜNTHER-KLOTZ-ANLAGE 1 Stunde, keine Pause

IMMER NOCH STURM DER MANN DER DIE WELT ASS

von Nis-Momme Stockmann URAUFFÜHRUNG / ÜBERNAHME „Anrührend, oft schmerzhaft komisch, zärtlich, böse und voller Momente, in denen man der Titelfigur, stimmig dargestellt von Daniel Stock, mehr als einmal zurufen möchte: Lass Dein zwanghaftes Smart-Sein, reiß endlich Dein Herz auf.“ BNN R Dominique Schnizer B & K Christin Treunert D Jan Linders Mit Buchenberger– Funke, Riemer, Lienhard, Stock 14.7. STUDIO 1 ¾ Stunden, keine Pause Zum letzten Mal in Karlsruhe

DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN

nach Peter Sloterdijk URAUFFÜHRUNG „Die ebenso überzeugende wie unterhaltsame Produktion beweist, dass Show-Mechanismen selbst die stillen Kammern der Philosophen erobert haben.“ Die Deutsche Bühne R Patrick Wengenroth B & K Ulrike Gutbrod ML Matthias Kloppe D Nina Steinhilber Mit Mohr, Schlegel – CofalkaAdami, Viering Musiker Mittl

von Peter Handke „Roland Funke spielt ‚Ich‘, das Alter Ego des Schriftstellers Handke, dem die Vorfahren ganz schön zu schaffen machen … das ist große Kunst … Ein beeindruckender, nicht ganz einfacher Theaterabend.“ Badisches Tagblatt R Dominik Günther B & K Heike Vollmer D Tobias Schuster Mit Besta, Funke, Halle, Riemer, Tank – Gröschel, Löffler, Schlegel 5.7. STUDIO 3 ¼ Stunden, eine Pause Zum letzten Mal in Karlsruhe

JACQUES BREL – ON N’OUBLIE RIEN

Inszenierte Chansons mit Natanaël Lienhard URAUFFÜHRUNG „Ansteckend, dieser Zweckoptimismus des vergeblich wartenden Verliebten in Madeleine, dieses lässige Swingen in Rosa. Berührend, die bebende Stille in Ne me quitte pas. Bestürzend, die schwarze Melancholie in La ville s’endormait oder L’eclusier.“ BNN 37


ML Jacob Bussmann R Pia Donkel B & K Katharina Simmert V Olivier Hamaker D Jan Linders Mit Lienhard MUSIKER Bussmann, Gieron, Jergens, Unger 30.6., 7., 15.7. STUDIO Wiederaufnahme im Oktober 1 ¼ Stunden, keine Pause

MUTTERMALE FENSTER BLAU

JAKOB DER LÜGNER

nach dem Roman von Jurek Becker Fassung von Nina Steinhilber und Martin Nimz „Jakob der Lügner hat bemerkenswert viele großartige, tief bewegende Szenen, in denen das Ensemble dank vorzüglicher Einzelleistungen die Herzen der Zuschauer erfasst, ohne auf das Tremolo billiger Betroffenheit zu setzen.“ Die Rheinpfalz R Martin Nimz B Sebastian Hannak K Ricarda Knödler V Manuel Braun D Nina Steinhilber Mit Baggeröhr, Derleder, Gröschel – Berger, Besta, Cofalka-Adami, Fischer, Krause / Sichrovsky, Riemer, Tank, Schmidt, Wagner, Wiegard 27.6., 6., 10., 12., 18.7., 29.9., 7., 14., 18.10. KLEINES HAUS 3 Stunden, eine Pause

MINNA VON BARNHELM Lustspiel von G. E. Lessing „Eine beglückende Erfahrung für ein geradezu begeistertes Publikum.“ nachtkritik.de R Simone Blattner B Anna Rudolph K Claudia González Espíndola D Tobias Schuster MIT Kitzl, Löffler – Funke, Lamp, Riemer, Wiegard Musiker Brandt 11.7. STUDIO Wiederaufnahme im Oktober 1 ½ Stunden, eine Pause

MY SECRET GARDEN

von Falk Richter DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG „Und ausgerechnet ein Sprechstück war im vergangenen Jahr 38

GASTSPIELE

die beeindruckendste Aufführung: My Secret Garden von Falk Richter.“ Zeit online R Pedro Martins Beja B & K Christine Beggel M Jörg Follert D Michael Nijs Mit Bauer, Berger, Tank ab 3.10. STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

von Marianna Salzmann Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012 URAUFFÜHRUNG „Carina Riedl inszenierte mit starken Darstellern einen quälenden Blick in menschliche Abgründe – mit einem großen Geheimnis.“ Emsdettener Volkszeitung R Carina Riedl B & K Johanna Preissler M Arthur Fussy D Tobias Schuster Mit Schlegel – Brandt, Funke 22.6., 6., 13.7. STUDIO Wiederaufnahme im Oktober 1 ¼ Stunden, keine Pause Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

ORPHEUS STEIGT HERAB

von Tennessee Williams „Mitreißender Höllentrip durchs große Melodram … atemberaubend.“ BNN R Sebastian Schug B Thimo Plath K Nicole Zielke M Johannes Winde V Nazgol Emami D Nina Steinhilber MIT Baggeröhr, Derleder, Grossenbacher, Kitzl, Machauer / Gröschel, Mohr, Zschernig– Bauer, Berger, Fischer, Krause, Wagner 21., 22.6., 4.7. KLEINES HAUS 2 ¼ Stunden, keine Pause Zum letzten Mal

KUBAN KOSAKEN

TELL-VARIATIONEN

nach Schiller, Rossini Als Freiheitskämpfer wandert der Apfelschütze Wilhelm Tell seit 700 Jahre durch die politische und kulturelle Landschaft – ein Held in Dramen, Opern, Literatur, Comic und Musik. Regisseur Till Wyler von Ballmoos gewann 2011 den Regiepreis der Bayerischen Theatertage. R Till Wyler von Ballmoos B & K Evi Bauer M Samuel Stoll MIT Besta, Cofalka-Adami, Schmidt, Stoll Premiere 17., 23., 28.6., 8., 20.7. STUDIO Wiederaufnahme im Oktober 1 ¼ Stunden, keine Pause

VERRÜCKTES BLUT

von Nurkan Erpulat & Jens Hillje Mit der Waffe in der Hand zwingt eine Lehrerin ihre Schüler, sich mit Kabale und Liebe und den Räubern zu beschäftigen. Das Stück der Saison 2010/11 pointiert die Interkultur-Debatte so virtuos wie witzig. R Dominik Günther B & K Heike Vollmer M Jan S. Beyer & Jörg Wockenfuß D Tobias Schuster MIT Kitzl, Löffler, Mohr – Andreesen, Bauer, Halle, Lamp, Wegner 20., 21.6., 13., 17.7., 4., 5., 11., 13., 21., 26.10. KLEINES HAUS 1 ¾ Stunden, keine Pause

In Kooperation mit der HTA / HfMDK Frankfurt.

SUPERMEN KA

oder Welche Helden braucht die Stadt? von Tomas Schweigen URAUFFÜHRUNG „Voller Elan und augenzwinkerndem Charme wird die aktuelle Spielzeit unter der Prämisse ‚Von Helden‘ in eine neue Dimension weitergeführt … Ein echter Herzwärmer.“ BNN R Tomas Schweigen B & K Susanne Hiller V Manuel Braun D Nina Steinhilber MIT Löffler – Andreesen, Bauer, Lamp, Lienhard 12.7. STUDIO Wiederaufnahme im Oktober 1 ½ Stunden, keine Pause

ZIGEUNER-BOXER

von Rike Reiniger URAUFFÜHRUNG „grandios umgesetzt und hervorragend dargestellt“ BNN R, B & K Frederik Tidén D Michael Nijs MIT Wiegard
 19.6., 4.7. STUDIO 1 Stunde, keine Pause Zum letzten Mal Gastspiel beim Kaltstart-Festival in Hamburg, 13. und 14.7.

Seit 200 Jahren begeistert der Staatliche Kuban Kosakenchor mit seinem einzigartigen Repertoire an traditioneller Musik, Tanz und Kostümen die Menschen weltweit. Zum 20-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Karlsruhes mit Krasnodar ist der Kuban Kosakenchor im STAATSTHEATER KARLSRUHE mit einer faszinierenden Show zu sehen. 25.10. GROSSES HAUS

LE CHAMP DE L’OUBLI – UNE CHRONIQUE FRANÇAISE

von Lionel Courtot GASTSPIEL FREIE SZENE in französischer Sprache Vom Aufstieg der Nazis bis zur Befreiung 1944 erzählt das leidenschaftliche Drama die Geschichte dreier Familien in einem französischen Dorf. R Lionel Courtot, Boutros El Amari CH Louise Crivallero, Coralie Drutinus MIT d’Argy, Egloff, George, Hambourier, Hoffmann, Huriet, Keller, Martinez, Royaux – Bauer, Lefèvre, Marlot , Merckel, Muller, Wack 24.6. STUDIO ca. 2 Stunden, eine Pause Im Rahmen der Deutsch-Französischen Wochen In Kooperation mit der Fondation Centre Culturel Franco-Allemand, Karlsruhe Eine Produktion der Compagnie l’Atelier du Premier Acte, Strasbourg

SAVOIR-VIVRE

Fondation / Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Kaiserstr. 160-162 D-76133 Karlsruhe Tel: +49 (0) 721 160 380 Fax: +49 (0) 721 160 3829 E-mail: info@ccf-ka.de www.ccf-ka.de Directeur / Direktor: Robert Walter

von Pierre Desproges URAUFFÜHRUNG / GASTSPIEL AUS DER PARTNERSTADT NANCY Wie kann man alt werden, ohne die Jungen zu nerven? Wie kann man in Würde sterben, ohne Dummheiten zu faseln? Aus dem „Handbuch des savoir-vivre für die Rüpel und die Unhöflichen“ des französischen Satirikers hat Michel Didym einen komödiantischen Theaterabend zusammengestellt. Die Produktion wird deutsch übertitelt. R Michel Didym B & L Olivier Irthum K Christine Brottes M Mélanie Collin-Cremonesi MIT Matisse – Didym 21.6. STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause Eine Produktion des Centre Dramatique National de Nancy-Lorraine / Théâtre de la Manufacture im Rahmen der Deutsch-Französischen Wochen der Fondation Centre Culturel Franco-Allemand, Karlsruhe


EXTRAS 29. BADEN-WÜRTTEMBERGISCHE LITERATURTAGE

Für 11 Tage steht ganz Karlsruhe im Zeichen der schönen Literatur. Unter dem Motto „WertWortWandel“ lesen und diskutieren Schriftsteller aus Baden-Württemberg ihre Texte in vielen Karlsruher Institutionen. Zur Eröffnung am 20.9. im STAATSTHEATER spricht Staatssekretär Jürgen Walter, Jaap Blonk spielt die Ursonate von Kurt Schwitters, dem Dadaisten und Werbetexter der DammerstockSiedlung. Im Anschluss steigt ein Dead or Alive Poetry Slam. Weitere Aktionen in den Foyers. 20.9. KLEINES HAUS, STUDIO, FOYERS Eintritt frei ca. 4 Stunden, mehrere Pausen

film: ABGESANG

Aus dem Leben eines Theaterschauspielers Persönliche Geschichten und Anekdoten aus über vierzig Jahren Bühnenleben von älteren und ehemaligen Schauspielern des STAATSTHEATERS hat deren junger Kollege Robert Besta auf Leinwand gebannt. Premiere in Anwesenheit der Darsteller und des Regisseurs. R & Idee Robert Besta Kamera & Ton Daniel Freytag Mit Eva Derleder – Hannes Fischer, Kurt Müller-Graf, Hannsjörg Schuster, Michael Rademacher, Stefan Viering PREMIERE 16.7. STUDIO 1 ½ Std., keine Pause

BLAUE STUNDE

Die schönste Nebensache der Welt Fußball trifft Theater. Satiren, Szenen, Erzählungen, Anekdoten: Kurz vor dem Viertelfinale der EM lesen und spielen Mitglieder des Schauspielensembles Texte über das Runde und das Eckige. 22.6. SPARKASSE AM EUROPAPLATZ 1 Stunde, Eintritt frei

DAS NEUE STÜCK 6 – BEG YOUR PARDON

von Marianna Salzmann Szenische Lesung mit Schauspielern des Ensembles & Autorengespräch Thea leidet an der Ungerechtigkeit der Welt, der restriktiven Einwanderungspolitik und vor allem an sich selbst. Beg your pardon basiert auf Interviews, die Salzmann, Autorin der

Uraufführung Muttermale Fenster blau, mit Politikern rechter Parteien in Dänemark und Betroffenen der neuen Einwanderungsgesetze Europas geführt hat. SE Mathias Hannus 25.6. STUDIO ca. 1 ½ Stunden, keine Pause

Das neue Stück 7 – HERR MIT SONNENBRILLE

von Gerhild Steinbuch Szenische Lesung mit Schauspielern des Ensembles & Autorengespräch Ein Dorf in den Bergen. Seit die Fabrik stillgelegt wurde, setzt das Dorf ganz auf Tourismus. Nur leider kommen die Touristen nur kurz oder gar nicht. Ausbruchsversuche sind zwecklos – wohin sollte es auch gehen? Trotzdem versuchen Er und Sie den Aufstand. Ein Kampf, den sie nur verlieren können: Sie begegnen sich schließlich selbst, einem alten, desillusionierten Paar, für das die Zukunft bloß eine Erinnerung ist. SE Michael Letmathe 10.7. STUDIO ca. 1 ½ Std., eine Pause

JAZZ & LITERATUR

Eine Matinee über die Schriftstellerfamilie Mann Staatsschauspieler Michael Rademacher liest Texte von Thomas Mann sowie von dessen Kindern Erika und Klaus. Familiengeschichte, Kabarett und Erzählungen – vom München der 20er Jahre bis ins kalifornische Exil. Dazu spielt das Reiner Ziegler Quartett swingenden Jazz. 8.7. MITTLERES FOYER ca. 2 Stunden, eine Pause In Zusammenarbeit mit

TANGOkonzert IN DER INSEL

Tangos von Astor Piazzolla & José Bragato Wiederholung wegen des großen Erfolgs! Mitglieder der BADISCHEN STAATSKAPELLE präsentieren noch einmal mitreißende Musik aus Argentinien. Martin Nitschmann Klarinette Annelie Groth Violine Heinrich Gölzenleuchter Posaune Raimund Schmitz Schlagzeug Jeanette La-Deur Klavier Gunnar Schmidt Sprecher 22.6. INSEL ca. 2 Stunden, eine Pause 39


„Für mich ist es das Schönste, wenn meine 46 Kinder sagen, dass es toll war.“

ursula neumann 46 jugendwahlabos

abo jetzt! 40

ABOTELEFON 0721 3557 323/324


12+

In Kooperation mit der Hochschule für Musik Karlsruhe Mit freundlicher Unterstützung

FRAGEN FRAGEN – QUESTIONNER LES QUESTIONS

15+ Klassenzimmerstück in Zusammenarbeit mit dem Théâtre de Jeune Public, Straßburg URAUFFÜHRUNG Eine bilinguale Inszenierung, Deutsch und Französisch in

Entweder zusammen mit Frühstücksbuffet am Sonntag oder die Goldkarte.

Wir danken

ICH HEISSE ICH siehe BALLETT

Jugendkonzert 3 – Schritt ins 12+ jahrtausend

Avner Dorman Ellef Sinfonie (Millenium-Sinfonie) Der junge israelische Komponist Dorman setzte zum Jahrtausendwechsel seine Gedanken zu Krieg, Angst und Trauer in Musik um – der vierte Satz seiner Ellef Sinfonie gibt dann einen hoffnungsvollen Ausblick auf eine neue Zeit, in der Kriege der Vergangenheit angehören. Generalmusikdirektor Justin Brown wird das Werk gemeinsam mit dem Komponisten anhand von Klangbeispielen unterhaltsam und informativ erläutern, bevor es zum Abschluss komplett von der BADISCHEN

a re Ih

nach dem Kinderbuch von Salah Naoura URAUFFÜHRUNG Am Anfang steht die Familie mitten in Finnland. Ohne Geld, ohne Auto, ohne Wohnung. Matti, Sami und die Eltern. Zu Hause in Deutschland haben sie alle Zelte abgebrochen – und Matti ist schuld. Aber wer hat denn angefangen mit lügen? Und überhaupt – eigentlich wollte Matti doch nur nach Finnland, dahin wo Papa herkommt und eigentlich nie mehr hinwollte. Salah Naouras mit dem PeterHärtling-Preis ausgezeichnetes und für den Jugendliteraturpreis 2012 nominiertes Buch, erzählt mit viel Humor von der Verwirrung, die die Lügen der Erwachsenen unter Kindern auslösen und von den Prüfungen, die fantasiebegabte Kinder für ihre Eltern bereithalten. R Ulrike Stöck B & K Vera Römer Premiere 22.9.12 INSEL

MOMO

lD Kar tE b u um

tri

9+

Go

Matti und sami und die drei grössten fehler des universums

n tt i nge n5K i n o - V o rs t e l l u

Nr.

Ein

12+ Der älteste Mythos der Welt neu erzählt Übersetzung von Wolfgang Röllig „Die Aufführung zeigt eindrücklich, dass auf dem rund 4000 Jahre alten Anekdoten kaum Staub liegt – wenn man ihn so schwungvoll und spielfreudig wegpustet, wie es hier der Fall ist.“ BNN R Carlos Manuel B & K Fred Pommerehn D Ulrike Stöck Mit Mohr, Wawrik – CofalkaAdami, Riemer, Wegner 26., 27.6. & 11., 20.7. INSEL

rW

gILGAMesCH

en

Eine darwinistische Oper von Thomas Leininger URAUFFÜHRUNG/ AUFTRAGSWERK Sind die Dinosaurier wirklich ausgestorben? Tatsächlich verschlafen die trägen Riesen und kommen zu spät zur Arche Noah. Doch sie kämpfen ums Überleben und schließlich gelingt ihnen auf den Flügeln bezaubernder, neu komponierter Barockmusik eine erstaunliche Verwandlung. ML Markus Bieringer/Steven Moore R Daniel Pfluger B Flurin Borg Madsen K Janine Werthmann D Tina Hartmann Mit Ks. Peters, Hudarew/Raffell, Brunke, Kirsch/Riedel, Bertram/ Hirsch, Saita, Kökcek – Gauntt/ Urrutia Benet, Harbour/de Paula, Stein, Rodriguez, Calita/Zickgraf, Nevyantsev/Schäffer, Pastewski 24.6. KLEINES HAUS Wiederaufnahme im November 1 ¼ Stunden, keine Pause

8+ Kinderlieder mit dem Ensemble des JUNGEN STAATSTHEATERS Über arme Königskinder, Seemänner mit und ohne Bärte, schöne Hexen mit braunen Augen, coole Cowboys, kluge Bauern, über Thomas, Toni und Katja und solche Leute wie du und ich, über Apfelbäume, Stieleis und die Liebe. Eine musikalische Reise. M Udo Koloska R Ulrike Stöck Mit Wawrik – Wegner 3.7. INSEL FREIRAUM 1 Stunde, keine Pause ZUM LETZTEN MAL

rG

DINO UND DIE ARCHE

Buchung unter 0721 725 809 18

LAUSCHRAUSCH

ei

JUNGES STAATSTHEATER

Wir danken

Verschenken Sie ein paar Stunden anregende Unterhaltung in der Schauburg.

Sch D i e s e K a r t e b e re

au

cht

ig

fr

30.9. GROSSES HAUS ca. 2 ½ Std.

STAATSKAPELLE gespielt wird. BADISCHE STAATSKAPELLE Justin Brown Dirigent & Moderator 19.7. KLEINES HAUS 1 ¼ Stunden, keine Pause

.

Turngala des Karlsruher Turngaus Bereits zum vierten Mal werden die Turngau-Vereine auf der Bühne des GROSSEN HAUSES mit einem Programm aus turnerischen, tänzerischen und akrobatischen Elementen zu Gast sein. Die teilnehmenden Vereine präsentieren ein Programm mit einer Mischung aus Breiten-, Wettkampf- und Spitzensportlern.

sich vereint, entsteht durch die Kooperation des JUNGEN STAATSTHEATERS KARLSRUHE mit dem Théâtre de Jeune Public aus Straßburg. Ausserhalb des üblichen Theaterrahmens, nämlich in Klassenzimmern, werden Fragen zu Sprache, Kultur, Verständnis und Verwirrung gestellt – und beantwortet. R Grégoire Callies B & K Jean Baptiste Manessier PM Kristin Marek, Philip Choulet MIT Westenhoeffer – Lienhard

hl

Turnen – Tanzen – Träumen

i tS

e

z

25

rt: ehö ..... ......... te g ......... ......... kar ......... ld ......... o ......... ... g-G ......... r ... ......... ... ... u ......... ......... ......... ......... aub ......... ......... Sch ......... ......... ......... ......... ... Die ......... ......... ......... ......... ......... ......... ......... ......... .........

......... ......... .........

......... ......... .........

...... ...... ......... ... ......... ......... ame ......... ......... ......... orn ......... ......... ......... e, V ......... ......... ......... Nam ......... ......... er ... ......... ......... mm u ......... ......... n s ......... ......... Hau ......... ......... , ... ... e ... ... ... ... ß ... ......... ......... Stra ......... .........

, Ort PLZ

... ......... ......... .........

......... ......... ......... ......... ......... ......... .........

... ail ... , E-M fon Tele

Nr.

Erhältlich an der Kinokasse während der täglichen Öffnungszeiten oder per e-mail gutschein@schauburg.de und wir schicken Ihnen die Gutscheine direkt nach Hause. Telefonische Gutscheinbestellung: Mo. - Fr. 10.00 - 14.00 Uhr 0721-35 000 15 www.schauburg.de

15+

siehe Ballett 41


sO GROSS – SO KLEIN

6+

Theater für die Allerkleinsten von Annette Büschelberger URAUFFÜHRUNG „Was ist Theater? Manchmal ist es ein artistisch balancierender Gang auf einem großen Ball: Es ist real, eindeutig vorhanden, und doch irgendwie unwirklich.“ BNN R Annette Büschelberger B & K Susanne Cholet M Udo Koloska D Martin Bartels Mit Wawrik – Wegner 2.6. & 8., 10.7. INSEL 35 Minuten, keine Pause

D Joscha Schaback MIT Bock/ Hudarew, Leitner/Pfaffenzeller, Raffell – Schäffer, Molz, Ebel/ Kohlhepp, Grill, Kleinke/Wohlbrecht, Kontschak, Ks. Gauntt, Ks. Schneider, Urrutia Benet u. a. 4., 11., 18.7. GROSSES HAUS ca. 2 Stunden, eine Pause

September und Oktober-Termine für STUDIO und INSEL ab Anfang Juli unter www.staatstheater.karlsruhe.de

Mit freundlicher Unterstützung

BADISCHES STAATSTHEATR KARLSRUHE, GROSSES HAUS, KLEINES HAUS & STUDIO Baumeisterstraße 11 76137 Karlsruhe T 0721 35 57 0

Zigeunger-Boxer

14+

siehe Schauspiel

JUNGES STAATSTHEATER IN DER INSEL Karlstraße 49 b 76133 Karlsruhe T 0721 72 58 09 10

Wir danken

TSCHICK

14+ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf Fassung von Robert Koall „In der Bühnenfassung von Robert Koall feierte Wolfgang Herrndorfs wunderbarer Jugend- und Abenteuerroman am Jungen Staatstheater Karlsruhe in der Insel seine gelungene Premiere. Herrndorfs Mischung aus J. D. Salingers Fänger im Roggen und Mark Twains Huckleberry Finn inszenierte Spartenleiterin Ulrike Stöck frisch, mitreißend und mit großartigen Darstellern.“ BNN R Ulrike Stöck B & K Brigit Kofmel Mit Wawrik – Lienhard, Wegner 12., 29.6. & 4., 12., 13., 19.7. INSEL 1 ¾ Stunden, keine Pause

GESICHTS_BUCH

14+ Produktion der Volkstheatergruppe Helden Wann ist ein Freund ein Freund / 10 Dinge die ich von dir wissen will / Stalking für Anfänger / Wir schaffen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Zehn junge Experten erforschen die Höhen und Untiefen der weltweiten, virtuellen Gemeinschaft R Anabel Möbius, Jonas Riemer B & K Christine Beggel MIT Arslan, Beil, Blauth, Kern, Saebel, Zbornik, Altenburg, Burger, Feuchtner, Fries 21., 30.6. & 2., 15.7. INSEL 1 Stunde, keine Pause

SOMMER.NACHT.TRAUM

ROBIN HOOD

8+ Abenteueroper von Frank Schwemmer in 15 Bildern „Eins zu Null für das JUNGE STAATSTHEATER! Die neue Sparte straft mit der Wahl dieses frechen Stücks Neuer Musik für sein Repertoire alle Versuche Lügen, Musiktheater via Partitur mit Quasi-Arien oder kurzweiligen Sing-Sang auf Augenhöhe junger Besucher zu bringen. Diese Brücke zu schlagen lag in den Händen des Regieteams. Und die sind ihren Job nicht nur humorvoll angegangen, sondern auch noch „grün“, sprich: umweltverträglich.“ BNN ML Christoph Gedschold (4.7.) / Ulrich Wagner (11., 18.7.) R Nelly Danker B Rainer Sellmaier K Julia Schnittger C Ulrich Wagner 42

Aktuelle Informationen im Monatsleporello sowie www.staatstheater.karlsruhe.de

Produktion der Volkstheatergruppe BaSta Auf Shakespeares Spuren gehen die Senioren der Frage nach, ob ältere Menschen gegen wirre Sommernachtsträume und Phantasien gefeit sind und zeigen, was geschieht, wenn die Farben der Liebe und Eifersucht sich zu einem bunten Treiben verbinden. R & A Jochen Wietershofer MIT Ade, Kleykamp-Reiss, Wegner – Frensch / Sauter, Hottenroth, Meyer 23., 24.6. & 1., 17.7. INSEL ca. 1 Stunde, keine Pause

THEATERKASSE Mo–Fr 10–18.30 Uhr Sa 10–13 Uhr T 0721 93 33 33 F 0721 0721 35 57 34 6 E-Mail kartenverkauf@ staatstheater.karlsruhe.de KASSENFERIEN vom 22.7.–9.9.12 online-tickets Ab dem 28.7. können zu den ersten Vorstellungen der neuen Spielzeit 2012/13 im Webshop online Tickets gebucht werden unter www.staatstheater. karlsruhe.de/Online-Tickets öffnungszeiten Abobüro 20.8.–7.9.12 Unser Abobüro hat im Sommer für Sie geöffnet: Mo–Fr 10–13 Uhr & 14–17 Uhr E-Mail abonnementbuero@ staatstheater.karlsruhe.de Abobüroferien vom 22.7.–19.8.12 ONLINE www.staatstheater.karlsruhe.de BERATUNG & BESTELLUNG FÜR SCHULEN & KINDERGÄRTEN Claudia Gruber T 0721 725 809 18 E-Mail schulen@ staatstheater.karlsruhe.de

B C CH D E K KL L M ML PL R V

Bühne Chor Choreografie Dramaturgie Einstudierung Kostüme Künstlerische Leitung Licht Musik Musikalische Leitung Produktionsleitung Regie Video


wiederaufnahmen DYLAN – THE TIMES THEY ARE A-CHANGIN’ 16.9.12 Ballett: MOMO 22.9.12 RITTER BLAUBART 23.9.12 JAKOB DER LÜGNER 29.9.12 VERRÜCKTES BLUT 4.10.12 RIGOLETTO 10.10.12 ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE 14.10.12 WALLENBERG 26.10.12 DON’T WANNA DIE WATCHING SPIDERMAN 3 OKTOBER 12 JACQUES BREL – ON N‘OUBLIE RIEN oktober 12 MUTTERMALE FENSTER BLAU oktober 12 SUPERMEN KA oktober 12 TELL-VARIATIONEN oktober 12 MINNA VON BARNHELM OKTOBER 12 CARMEN 3.11.12 DINO UND DIE ARCHE 10.11.12 HÄNSEL UND GRETEL 24.11.12 SO GROSS – SO KLEIN HERBST 12 TSCHICK HERBST 12 FRAGEN FRAGEN – QUESTIONNER LES QUESTIONS HERBST 12 Ballett: DER NUSSKNACKER – EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE 11.12.12 DIE ZAUBERFLÖTE 25.12.12 DIE TROJANER 13.1.13 DER GASTFREUND / DIE ARGONAUTEN 26.1.13 Ballett: SCHWANENSEE 1.2.13 ALESSANDRO 20.2.13 ROBIN HOOD 3.3.13 GILGAMESCH WINTER 2012/13 TOSCA 9.3.13 DER RING DES NIBELUNGEN

DYLAN zum Sonderpreis Die Highlights für 5,- € bei DAS FEST am 22.7. Tickets unter www.dasfest.net Die ersten Dylan-Vorstellungen in der neuen Spielzeit bis zum 22.7. noch zum alten Preis! Tickets unter www.staatstheater.karlsruhe.de

27.3.13 28.3.13 30.3.13 1.4.13 Ballett: SIEGFRIED 31.5.13

STAUBZIFFERN & LIEDERLICHE ZAHLEN FRÜHJAHR 13 DIE HOCHZEIT DES FIGARO 22.6.13

43


Premieren September

dezember

MATTI UND SAMI UND DIE DREI GRÖSSTEN FEHLER DES UNIVERSUMS

NEBEN MIR

13+

nach Salah Naoura | JUNGES STAATSTHEATER URAUFFÜHRUNG 22.9.12 INSEL

Recherchestück über unsere Erscheinungsbilder JUNGES STAATSTHEATER URAUFFÜHRUNG 1.12.12 INSEL

ALICE

der vetter aus dingsda

9+

von Tom Waits, Kathleen Brennan, Robert Wilson & Paul Schmidt | MUSICAL 27.9.12 kleines haus

von Eduard Künneke | OPERETTE 8.12.12 grosses haus

oktober

Schauspiel 16.12.12 STUDIO

MY SECRET GARDEN

januar

von Falk Richter | Schauspiel DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG 3.10.12 studio

von Richard Wagner | Oper 7.10.12 grosses haus

MEDEA

von Franz Grillparzer | Schauspiel 24.1.13 studio

DIE MÖWE

von Anton Tschechow | SCHAUSPIEL 20.10.12 kleines haus

DIE VESTALIN

von Gaspare Spontini | Oper 26.1.13 grosses haus

november 6+

nach den Brüdern Grimm | JUNGES STAATSTHEATER 4.11.12 KLEINES HAUS

giselle

von Peter Wright | Ballett NEUEINSTUDIERUNG 17.11.12 GROSSES HAUS

DANTONS TOD

von Georg Büchner | SCHAUSPIEL 22.11.12 kleines haus

AGNES

DER EINSAME WEG

von Arthur Schnitzler | Schauspiel 19.1.13 kleines haus

TANNHÄUSER

DIE ZERTANZTEN SCHUHE

eine inszenierung von dominik günther

nach dem Roman von Peter Stamm | SCHAUSPIEL DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG 24.11.12 studio

februar DAS KAMEL OHNE HÖCKER

nach dem Roman von Jonas Hassen Khemiri JUNGES STAATSTHEATER 15.2.13 INSEL

Der sieg von zeit und wahrheit Oratorium von Georg Friedrich Händel

DER SIEG VON SCHÖNHEIT UND täuschung von Gerald Barry | Oper HÄNDEL-FESTSPIELE 16.2.13 grosses haus

MÜDIGKEITSGESELLSCHAFT von Byung-Chul Han

VERSUCH ÜBER DIE MÜDIGKEIT

von Peter Handke | Schauspiel URAUFFÜHRUNG februar 13 studio 44

15+


ieren

märz

juni

DIE LEIDEN DES JUNGEN wERTHER

6. KARLSRUHER BALLETTWOCHE

nach dem Roman von Johann Wolfgang Goethe | Schauspiel 10.3.13 studio

4. – 8.6.13 GROSSES HAUS

PREMIÈRES

IN DEN WINDEN IM NICHTS

Festival für junge europäische Regisseure | SCHAUSPIEL 6. – 9.6.13 KLEINES HAUS, STUDIO, PROBEBÜHNE, INSEL, ZKM MEDIENTHEATER u. a.

von Heinz Spoerli | Ballett DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG 16.3.13 GROSSES HAUS

BALLETT GALA

WIE ES EUCH GEFÄLLT

von William Shakespeare | SCHAUSPIEL 21.3.13 KLEINES HAUS

8.6.13 GROSSES HAUS

veteranen des rasens

Ein KSC-Projekt von Tobias Rausch | SCHAUSPIEL URAUFFÜHRUNG JUNI 13 STUDIO

april FRIERSCHLOTTERSCHWITZ

3+

AUFTRAGSWERK

11+

Tanztheater für die Allerkleinsten | JUNGES STAATSTHEATER URAUFFÜHRUNG 6.4.13 INSEL

JUNGES STAATSTHEATER URAUFFÜHRUNG juni 13 INSEL

EXAMEN

eine (mikro)ökonomische weltgeschichte, getanzt

Dramatikerprojekt | SCHAUSPIEL URAUFFÜHRUNGEN FRÜHJAHR 13 STUDIO

BORDER

14+

von Pascal Rambert & Éric Méchoulan | SCHAUSPIEL, VOLKSTHEATER / DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG 27.6.13 KLEINES HAUS

von Ludger Vollmer | OPER, JUNGES STAATSTHEATER VOLKSTHEATER 17.4.13 kleines haus

juli

DIE REGIMENTSTOCHTER

PETER GRIMES

von Gaetano Donizetti | Oper 20.4.13 grosses haus

MÄNNERPHANTASIEN

von Patrick Wengenroth nach Klaus Theweleit | SCHAUSPIEL URAUFFÜHRUNG 24.4.13 STUDIO

mai PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG von Heinrich von Kleist | Schauspiel 16.5.13 KLEINES HAUS

DIE PASSAGIERIN

von Mieczysław Weinberg | Oper DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG 18.5.13 grosses haus

von Benjamin Britten | Oper 6.7.13 grosses haus Änderungen vorbehalten!

In der Spielzeit 2012/13 erwartet Sie neben 32 Premieren ein ebenso vielfältiges Konzertprogramm. Auf dem Spielplan stehen Sinfonie- und Sonderkonzerte der BADISCHEN Staatskapelle, Kammer-, Fest-, Kinder- und Jugendkonzerte sowie die NachtKlänge. All dies und die Aktivitäten des Volkstheaters und das theaterpädagogische Programm finden Sie im großen Spielzeitbuch und im Heft des JUNGEN STAATSTHEATERS. Darüber hinaus erscheint Anfang Juli 2012 ein eigenes Konzertheft. Auf Anfrage schicken wir Ihnen die Hefte auch gerne zu! T 0721 3557 122 E-Mail pressestelle@staatstheater.karlsruhe.de

AM FALSCHEN ORT

von Alice Monica Marinescu & David Schwartz | Schauspiel URAUFFÜHRUNG Mai 13 studio 45


TheaterZum Spielzeitstart 2012/13 laden wir sie herzlich ein!

fest

Bühnenführungen Kostümversteigerung Werkstattstrasse offene Proben Kinderprogramm Essen & Getränke und vieles mehr!

ab 11.00 uhr Eintritt frei 19.00 uhr Spielzeitcocktail 7,- € Das vollständige Programm finden Sie ab dem 10.9. unter www.staatstheater.karlsruhe.de

DAS MAGAZIN Nr. 4  

Theatermagazin des STAATSTHEATERS KARLSRUHE

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you